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Duisburg, 16. September - Es war im siebten
Spiel zwischen dem MSV und dem TSV Havelse der vierte Sieg der
Zebras, der erste seit dem Wiederaufstieg in die 3.
Liga.

Fast 18.000 Zuschauer, darunter handgezählte 19 aus Garbsen,
erlebten bis zum 1:1-Ausgleich durch Patrick Sussek in der 79.
Minute ein Déjà-vu. Das Spiel hatte einen sehr ähnlichen Verlauf wie
das letzte Heimspiel im März des Jahres. Eine sehr zähe erste
Halbzeit, in der die Niedersachsen in Führung gingen, ein Anrennen
der Zebras in Halbzeit zwei.
Neu waren vereinzelte Pfiffe
und Unmutsbezeugungen der Duisburger Zuschauer gegen ihren MSV nach
rund 25 Minuten, die mehr und lauter wurden. Nach der unnötigen
Niederlage im Derby in Düsseldorf erwartete man eine
Wiedergutmachung.

Neu war am Ende auch der Sieg und drei Punkte, weil Duah eine
halbhohe Flanke von Patrick Sussek unglücklich über den Spann
rutschte und so abgefälscht im eigenen Tor landete. Glück für den
MSV, doch wer fragt später noch danach.
Am Sonntag geht es
für den MSV nach Wiesbaden, die vor dem heutigen Spiel bei Fortuna
Köln mit zwei Punkten am Tabellenende stehen. Auch das Spiel, Anstoß
19:30 Uhr, wird sicher kein Selbstläufer für den Spitzenreiter aus
Duisburg. Joshua Bitter, der gegen Havelse bereits nach 10
Minuten umknickte und mit einem dicken Knöchel ausgewechselt werden
musste, fällt sicher aus. Das gilt auch für Lex Tyger Lobinger, der
am Sonntag noch gesperrt ist.
Am Ende, mit ein
bisschen Glück, haben wir den Sieg auf unsere Seite gezogen

Ramien Safi, mit dem Assist zum 1:1-Ausgleich: "Wir
haben uns in der ersten Halbzeit sehr, sehr schwer getan. Solche
Tage gehören dazu. Für mich war das Wichtigste, dass wir in der
zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht gezeigt haben und das Spiel am
Ende noch gezogen haben." Auf Nachfrage: "Unsere Flanken in den
Strafraum kamen nicht immer an, aber sie standen auch mit vielen
Spielern drin. Da musst du versuchen, die Räume zu treffen oder
direkt auf den Stürmer spielen. Wir haben es versucht und am Ende,
mit ein bisschen Glück den Sieg auf unsere Seite gezogen."
Es geht nur noch nach vorne, wir drücken auf das
zweite Tor

Torschütze Patrick Sussek: "Es ist beim MSV schon
so lange, wie ich hier bin, dass Einwechselspieler oft entscheidend
sind. Das war in Verl auch so. Bei meinem Tor kam der Ball, etwas
abgefälscht, in den Rückraum und ich konnte den Ball direkt ins Tor
drücken. Wir wussten dann, es geht nur noch nach vorne, wir drücken
auf das zweite Tor. Wie es dann gefallen ist, ja, es war eine
Flanke, aber es war dann undankbar für den Gegner."
Havelse-Trainer Samir Ferchichi: "Fußball ist so
schön, kann aber auch total schmerzhaft sein. Wir haben brutal
verteidigt, brutal Mentalität, der Matchplan ist aufgegangen, wir
haben vier Innenverteidiger in die Kette gestellt, damit Deutschland
Weltmeister geworden. Wir kommen durch einen Standard zum 1:0 und
gehen damit auch verdient in die Halbzeit. Nach der Gelb-Roten Karte
ist das Spiel auch inhaltlich für mich nicht mehr zu bewerten. Mir
tun meine Jungs nur leid, die weinend in der Kabine sitzen. Dann
kommt noch das Eigentor in der 94. Minute dazu. Trotzdem überwiegt
der Stolz, hier bei einer sensationellen Mannschaft mit meiner
Mannschaft so geil aufzutreten."

Abgesehen davon, dass MSV-Trainer Dietmar Hirsch
mir zu einer Nachfrage zu erklären versuchte, wie "Havelse" richtig
ausgesprochen wird - anzuhören bei
11 Freunde -, sagte er zum Spiel: "Ich habe zwei komplett
unterschiedliche Halbzeiten gesehen. Beim letzten Spiel habe ich
den Ballbesitz von Düsseldorf erwähnt, der wenig gebracht hat. Das
war bei uns heute genau so. Das war hinten rum spielen, zurück
spielen, kein mutiges an Dribbeln. Dann kriegen wir das Tor durch
die Standardsituation, weil wir nicht aufpassen, das passte dann
auch. Ich habe in der Halbzeit lautere Worte gefunden. Mir hat echt
der Mut gefehlt. Das war in der zweiten Halbzeit anders. Safi ist
dann eins gegen eins gegangen. Wenn ein Raunen durch das Stadion
geht, weil er hinters Tor geflankt hat und er probiert es zwei
Minuten später wieder, dann ziehe ich den Hut vor ihm. Dann bin ich
sehr stolz auf diesen Spieler und allen anderen, die es probiert
haben. Es hat nicht alles funktioniert, aber wir wollten das
Spiel unbedingt drehen. Natürlich ist es hinten raus sehr glücklich,
wenn du das Spiel durch ein Eigentor in der letzten Minute
gewinnst."
Im weiteren Verlauf der Pressekonferenz teilte ein
dünnhäutiger Dietmar Hirsch, aus meiner Sicht zum Teil ohne Not,
gegen Rasen, MSV-Fans und Journalisten aus.
Joshua Bitter
war "in ein Loch im gut bespielbaren Rasen getreten - der
Rasen war heute nicht gut - und ist umgeknickt" und musste verletzt
ausgewechselt werden. Darüber war Dietmar Hirsch "ein wenig sauer".
Über Pfiffe enttäuscht Auf die Frage, woran
es denn in der ersten Halbzeit lag: "Das ist Fußball, wir sind doch
keine Maschinen! Wir sind hier seit wie viel Monaten ungeschlagen,
da darf meine Mannschaft doch auch mal eine Halbzeit haben, die
nicht so gut ist. Ich erwarte da auch, dass wir keine Pfiffe
bekommen. Bin ich echt enttäuscht. Meint ihr, wir schießen hier
jeden aus dem Stadion? Der Gegner hat es gut gemacht, wir haben es
nicht gut gemacht. Das steht meinen Jungs auch mal zu. Wir gehen
hier nicht wie das Messer durch die Butter. Havelse ist keine
Laufkundschaft. Wenn man das erwarte, dann hat man keinen Respekt
vorm Gegner. Ich erwarte aber auch, dass meine Spieler Respekt
bekommen, wenn sie mal nicht so gut spielen. Ausgepfiffen zu werden
haben sie nicht verdient. Da stelle ich mich vor meine Mannschaft.
Trotzdem haben wir am Ende gewonnen. Und dann ist das so, dass du
zur Halbzeit ausgepfiffen wirst und am Ende wirst du von den selben
Leuten gefeiert."
Egal was ihr fragt. Könnt ihr auch
lassen Zum Schluss: "Ich werde mich immer vor meine
Mannschaft stellen. Ihr wolltet auch in der Pressekonferenz, die
Fragen, die ihr gestellt habt, ich bin nicht blöd, ihr wolltet
immer nur was Negatives hören. Da hat einer einen Fehlpass gemacht,
da hat einer ein Tor verschuldet. Ihr könnt machen was ihr wollt,
ihr werdet niemals öffentlich irgendwas Negatives über meine
Mannschaft hören. Egal was ihr fragt. Könnt ihr auch lassen. Braucht
ihr nicht bohren, ich werde mich immer vor meine Mannschaft stellen,
denn es sind meine Jungs. Chris und alle die hier sind. Und die
haben heute das 2:1 erzwungen. Fertig."
Dass wir auf
Fragen nach Aufstellung, System und auch Fehler von Spielern keine
Antwort von Dietmar Hirsch erhalten, ist in der Duisburger
Journalistenrunde bekannt. Der ein und andere, insbesondere neue
Gesichter, versucht es vereinzelt dann doch und erleidet immer
Schiffbruch. Aber schreiben dürfen wir über unsere Sicht des Spiels,
einschließlich Fehlpässen, die auch zu Toren führten. Dürfen wir
doch?
Endlich einen Dreier gegen
Havelse einfahren Duisburg, 15. September 2026 - Unter fast
50.000 Zuschauern beim Straßenbahnderby in Düsseldorf waren rund
14.000 Duisburger. Zum morgigen Flutlichtspiel, Anstoß 19 Uhr,
gegen den TSV Havelse, erwartet der MSV "nur" rund 17.000 Zuschauer.
"Wer kommt, ist herzlich willkommen, wer nicht kommt, verpasst
hoffentlich was", so das Statement von MSV-Trainer Dietmar Hirsch.
Und MSV-Pressesprecher Martin Haltermann legte nach: "Wir werden am
Ende des Tages immer noch über eine Riesenkulisse für ein
Drittligaspiele am Dienstagabend reden können."

In den beiden bisherigen Heimspielen gegen Meppen und Würzburg,
beide Aufsteiger, kamen insgesamt 45.189 Zuschauer. Wir sind von
Zuschauerzahlen im 20.000er Bereich in Duisburg einfach verwöhnt.
Symalla fällt unbestimmte Zeit aus, Krüger einsatzbereit Simon Symalla war heute im MRT,
er fällt mit einer Leistenverletzung für eine unbestimmte Zeit aus.
Wünsche ihm eine gute und schnelle Genesung!
Christian Viet hat mit seiner leichten Gehirnerschütterung einen
Termin beim Neurologen, da gibt es etwas Hoffnung, dass er am
Sonntag in Wiesbaden wieder mitspielen kann. Mit "Florian Krüger ist
wieder fit und steht für das Spiel gegen Havelse zur Verfügung"
folgte die gute Nachricht.
Havelse kommt mit Omer Hanin im
Tor und Jesse Tugbenyo mit zwei Spieler an die Wedau, die letzte
Saison noch in Diensten der Zebras standen. In dieser ließ der MSV
mit zwei Unentschieden vier Punkte gegen die Garbsener liegen.
Hoffen wir, dass das Trainerteam um Dietmar Hirsch für das
morgige Spiel einen Lösungsansatz gefunden hat, diese Serie positiv
zu durchbrechen.
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