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Düsseldorf/Duisburg, 17. März 2026 - Die
Apotheken in Duisburg beteiligen sich am bundesweiten
Protesttag der Apothekerschaft am 23. März 2026 unter dem
Motto „Apothekensterben stoppen – Koalitionsvertrag
umsetzen“. Hintergrund sind die seit Jahren
unzureichenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für
Apotheken sowie die anhaltende Schließungswelle in
Deutschland. Der Protest dient dazu, die Bundesregierung und
Bundesgesundheitsministerin Warken darin zu bestärken, die
zugesagte wirtschaftliche Stabilisierung der
Vor-Ort-Apotheken zur Sicherstellung der Versorgung der
Bürgerinnen und Bürger vor Ort schnell umzusetzen.
„Am Protesttag bleiben viele Apotheken in Duisburg
geschlossen. Die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung wird
über die diensthabenden Notdienst-Apotheken sichergestellt.
Patientinnen und Patienten wird empfohlen, Rezepte möglichst
vor dem Pro- testtag einzulösen“, erklärt Christoph
Herrmann, Pressesprecher der Apotheker in Duisburg.
Bundesweiter Protest auch mit zentraler Kundgebung
in der Landeshauptstadt Düsseldorf Bundesweit
wird der Protest von zentralen Kundgebungen in Berlin,
Düsseldorf, Hannover und München begleitet. Auch
Apothekerinnen, Apotheker und Apothekenteams aus Duisburg
beteiligen sich, um gemeinsam mit der gesamten
Apothekerschaft den Druck auf die Bundesregierung zu
erhöhen. Die Botschaft ist eindeutig: Wer die
Vor-Ort-Apotheken weiter wirtschaftlich ausbluten lässt,
gefährdet die flächendeckende, sichere und schnelle
Arzneimittelversorgung für Bürgerinnen und Bürger.
Politik darf nicht länger zögern Anlass
des Protesttags ist die aktuelle Beratung des
Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) im
Deutschen Bundestag. Aus Sicht der Apothekerschaft reicht es
jedoch nicht länger, die Krise nur zu beschreiben.
Thomas Preis, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher
Apothekerverbände (ABDA), und Dr. Armin Hoffmann, Präsident
der Bundesapothekerkammer (BAK), begrüßen die
parlamentarische Befassung, machen aber zugleich deutlich,
wie dramatisch die Lage inzwischen ist: „Nach 13 Jahren
Honorarstillstand setzt sich das Apothekensterben ungebremst
fort, mittlerweile schließt in Deutschland etwa alle 20
Stunden eine Apotheke dauerhaft. Die Wege für unsere
Patientinnen und Patienten zur nächsten Apotheke werden
damit immer weiter und komplizierter. Es ist daher nur
folgerichtig, dass die Regierungsfraktionen in ihrem
Koalitionsvertrag eine wirtschaftliche Stärkung der
Apotheken festgelegt haben. Jetzt muss aber auch schnell
ohne jede Verzögerung und ohne Wenn und Aber die Umsetzung
erfolgen. Sonst wird das fatale Folgen für die Versorgung
der Menschen haben.“
Honorare stagnieren,
Kosten explodieren Viele Apotheken arbeiten
seit Jahren auf wirtschaftlich nicht mehr tragfähiger
Grundlage. Das gesetzlich festgelegte Honorar für
verschreibungspflichtige Arzneimittel, die rund 85 Prozent
des Umsatzes ausmachen, wurde seit 2004 nur einmal vor 13
Jahren um rund 3 Prozent angepasst. Allein in den letzten 13
Jahren sind die Betriebskosten – vor allem für Personal,
Energie, Miete, Digitalisierung und regulatorische
Anforderungen – jedoch um rund 65 Prozent gestiegen. Immer
mehr Apotheken rutschen daher in die roten Zahlen und müssen
schließen.
Apothekensterben erreicht Städte
und Ballungsräume Seit 2013 haben bundesweit
rund 20 Prozent der Apotheken geschlossen. Die Folgen
treffen inzwischen nicht mehr nur den ländlichen Raum,
sondern zunehmend auch Städte und Ballungsräume.
Es geht um die Zukunft der Arzneimittelversorgung
„Mit unserem Protest stärken wir der
Bundesregierung den Rücken, damit die angekündigte
Apothekenstärkung jetzt schnell umgesetzt wird“, erklärt
Christoph Herrmann. „Es geht nicht um die Interessen
einzelner Betriebe, sondern um die Zukunft einer sicheren,
persönlichen und flächendeckenden Arzneimittelversorgung für
alle Bürgerinnen und Bürger in unserer Region.“
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