Duisburg, 9.
April 2022 - Binnen den ersten fünf Minuten gingen Stierlin,
Yeboah und Kwadwo mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden.
Die "Zweikampfstärke" der Hallenser richtete sich nur auf
die "Stäbchen" des Gegners. Der dritte Freistoß sorgte durch
einen Kopfball von Stierlin, der nur knapp über den
Querbalken ging, erstmals für Gefahr vor dem gegnerischen
Tor. Eine Minute später zielte Aziz Bouhaddouz zu genau und
traf nur das linke Aluminium.
Duisburg war gut im Spiel
und musste in der 11. Minute durch Bouhaddouz, der völlig
frei auf Torwrt Schreiber zulief, in Führung gehen. Leider
suchte der erfahrene Duisburger Stürmer nicht das 'eins
gegen eins' sondern versuchte es aus der Entfernung und
scheiterte an Schreiber.
In der 17. Minute der erste
Torschuss der Gäste. Kreuzer hob einen Freistoß aus 17
Metern knapp über das Tor.
Fast im Gegenzug, in der 19.
Minute, die verdiente Führung der Zebras durch Pusch. Nach
Pass von Bouhaddouz sah es schon nach einem Ballverlust aus,
doch Pusch bekam das Leder unter Kontrolle, drehte sich und
schoss den Ball fulminant ins linke Eck.
Nach 25
Minuten fälschte Bakalorz einen Schuss von Shcherbakovski
unglücklich ab, sodass das Leder Huth auf den Fuß fioel, der
aus kurzer Distanz den Ausgleich erzielte. Auch wenn es
stark nach abseits aussah, der Ball kam letztendlich vom
Duisburger.
Der Ausgleich aus dem Nichts zeigte
Wirkung, Halle übernahm plötzlich das Spiel. In der 33.
Minute lenkte Leo Weinkauf einen Kopfball aus kurzer Distanz
über den Querbalken.
Erst zum Ende der ersten
Halbzeit kam Duisburg wieder besser ins Spiel, eine Flanke
von Feltscher von rechts landete fast im linken Toreck,
wurde aber noch zur Ecke geköpft.
8.839 Zuschauer
sahen dann zu Beginn der zweiten Halbzeit einen drängenden
MSV und einen Hallescher FC, der auf Konter setzte. In der
53. Minute sprang John Yeboah der Ball frei vor Schreiber
über den Fuß, sechs Minuten später gingen die Zebras wieder
in Führung.
Tobias Fleckstein verwandelte eine Ecke von
Pusch mit dem Kopf ...
... zur erneuten Führung.
Dabei blieb
es dann, obwohl der MSV durch Pusch (71.), Hettwer (78.) und
Yeboah (90.+4) noch drei 100-prozentige Torchancen hatte. In
der allerletzten Minute der Nachspielzeit hielt Leo Weinkauf
den Sieg fest, als er einen gut geschossenen Freistoß um den
rechten Pfosten drehte.
Duisburg gewann
verdient, hat den Anschluss an die punktegleichen Hallenser
hergestellt und bleibt weiter vor Viktoria Berlin, die
überraschend drei Punkte aus Dortmund mitnehmen.
Diese Mannschaft lebt und will den Klassenerhalt! Zweifelt
jemand daran? 'Man of the match'? Heute war es die
Mannschaft. Ein Leo Weinkauf, der mit einer klasse Parade in
der letzten Sekunde der Nachspielzeit den unverdienten
Ausgleich verhinderte, Marvin Bakalorz, der in der Defensive
sein bestes Spiel für den MSV zeigte und die beiden
Torschützen Kolja Pusch und Tobias Fleckstein.
Am
Ostersamstag kommt es in Berlin zum Showdown zwischen der
Viktoria und den Zebras.
Ob Vincent Gembalies
(Zerrung), Moritz Stoppelkamp (Muskelfaserriss), Marvin
Ajani (Corona) und Niko Brettschneider (Erkältung) die Fahrt
nach Berlin antreten werden, ergibt erst in der nächsten
Woche.
HFC-Trainer Andre Meyer:
"Wir haben uns die 90 Minuten anders vorgestellt. Wir haben
in den ersten 25 Minuten nicht die Ruhe ins Spiel bekommen,
wie wir es wollten. Wir haben dann das 0:1 bekommen und auch
noch weitere Chancen gegen uns. Nach dem Tor lief es besser.
Wir wollten in der zweiten Haslbzeit wiede rdort ansetzen,
was uns nicht gelungen ist. Unser Spuiel mit dem Ball war
heute nicht gut. Wir sind nicht konsequent nachgerückt. Wenn
Schreiber heute keinen guten Tag hat, dann fallen auch noch
mehr Tore gegen uns." Seinen Wortbeitrag beendete er mit:
"Wir steigen ab ... (es folgte tatsächlich
eine Pause) Montag wieder ins Training ein. Bei den ganzen
Spielen kommt man ja durcheinander."
MSV-Trainer Hagen
Schmidt: "Wir haben heute eine sehr gute Leistung
unserer Mannschaft gesehen, von der ertsen bis zur letzten
Minute. Wir mussten nach unserer Führung das zweite und
dritte Tor machen. Der Ausgleich fiel für uns unglücklich.
Wir haben dann wieder versucht, Zugriff zu bekommen, was uns
in der zweiten Halbzeit gelungen ist. Danach hatten wir
weitere große Möglichkeiten, den Sack frühzeitig zu machen,
was uns leider nicht gelungen ist. Wir haben trotz der
Ausfälle alles gegeben und bis zum Schluss gekämpft."
Duisburg, 8.
April 2022 - "Solange wir vor den Konkurrenten um den
Klassenerhalt stehen, haben wir es selber in der Hand",
sagte MSV-Trainer Hagen Schmidt zu der Frage, welche Meinung
er zu den Überraschungssiegen von Viktoria Berlin und Halle
gegen Magdeburg bzw. Freiburg hat.
Vor dem morgigen
Spiel gegen den Hallescher FC stehen die Zebras mit einem
Spiel mehr drei Punkte hinter Halle, mit einem Spiel weniger
einen Punkt vor Berlin und Verl, auf dem ersten
Abstiegsplatz, ist bei gleicher Spielanzahl zwei Punkte
zurück. Mit einem Heimsieg könnte der MSV auf Halle
aufschließen und die Konkurrenz auf Abstand halten.
Neben den Langzeitverletzten Chinedu Ekene, Rudi Ndualu,
Roman Schabbing und Dominic Volkmer fehlen weiterhin Olivier
Steurer und Alaa Bakir. Auch für Moritz Stoppelkamp kommt
das morgige Spiel zu früh.
Vincent Gembalies war am Mittwoch beim Sieg im
Niederrheinpokal gegen Bocholt mit einer leichten Zerrung
fühzeitig ausgewechselt worden. Er könnte, abhängig vom
Abschlusstraining, gegen Halle zumindest wieder im Kader
stehen. Caspar Jander hat seine Corona-Erkrankung
überwunden und steht wieder im Mannschaftstraining.
Mit dem Hallescher FC erwartet Hagen Schmidt eine
zweikampfstarke Mannschaft, die hoch steht und sehr aktiv
gegen den Ball arbeitet. Hier muss der MSV sofort hellwach
agieren, dagegen halten und Geduld zeigen.
6.500
Tickets hat der MSV bereits an die Fans gebracht und rechnet
beim Spiel mit 8.000 Zuschauern, darunter 200 aus Halle.
|