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Duisburg, 23. August 2026 - Vor über 22.000
Zuschauer scheiterte der MSV Duisburg in der ersten Runde des
DFB-Pokals an Bundesligaaufsteiger Elversberg erst in den
letzten Minuten des Spiels. Der Unterschied zwischen Drittligist
Duisburg und Bundesligist Elversberg war heute die
Chancenverwertung.

Während die Zebras nach dem starken Ausgleichstreffer durch Lex
Tyger Lobinger zwei Hochkaräter nicht nutzen konnten, verwertete
Elversberg eine unglückliche Rettungsaktion von Martin Ens zwei
Minuten vor dem regulären Spielende zur erneuten Führung und machte
keine 120 Sekunden später mit dem 1:3 den Sack zu.
Die
Enttäuschung der Fans war kurz, nach dem Schlusspfiff wurde die
Mannschaft zurecht für die gezeigte Leistung gefeiert. Jetzt
heißt es, am Dienstagabend die 1. Runde im Niederrheinpokal gegen
Wülfrath erfolgreich zu bestreiten und sich auf die Liga zu
konzentrieren. Wenn es mit Chancenverwertung klappt, klappt es auch
mit dem Aufstieg.
Can Coskun: "Wir sind
alle Sportler, wir sind enttäuscht. Aber wir haben sehr gut
gespielt, ich bin stolz auf die Jungs. Es jetzt bitter, aber es hat
Spaß gemacht, am Ende ist es schlecht gelaufen."
Martin Ens: "Die beiden großen Chancen muss man
gegen einen Bundesligisten machen, sonst wird es schwer. Bitter,
dass wir in den letzten Minuten noch zwei Tore kassieren. Ich habe
ein solides Spiel gemacht und nicht viel zugelassen, fand ich."
Angesprochen auf seine unglückliche Aktion, die zum 1:2 führte: "Der
Gegner hinter mir hat mich in dieser Situation getreten, sodass ich
den Ball nicht klar klären konnte. Bitter, dass er genau da hin
geht."
Torschütze Lex Tyger Lobinger:
"Ich erinnere mich, dass ich den Ball bekommen habe und dann ging es
mit vollem Tempo nach vorne. In diesen Momenten denkt man nicht, man
trifft instinktiv die Entscheidungen. In den 90 Minuten hat man
nicht gemerkt, dass da zwei Liegen zwischen sind."
Elversberg-Trainer Vincent Wagner sprach von dem
erwartet schweren Spiel und einer erwachsenen Leistung seiner
Mannschaft. Beide Trainer sprachen "von schlechten
Platzverhältnissen aufgrund eines zu langen Rasens." Die Pflege
und auch der Schnitt auf 25 - 28mm (lt. DFB), höchstens 30mm lt.
UEFA - obliegt allerdings dem Eigentümer, der Stadt Duisburg.
MSV-Trainer Dietmar Hirsch: "Wenn das Spiel
und die Chancen sieht, passt das Ergebnis nicht zu der Leistung
meiner Mannschaft. Ich bin mega stolz. Das ganze Spiel hat
eigentlich Tyger in seiner Aktion gezeigt, diese Energie, diese
Power, dieser Mut, wie er das Tor gemacht hat. Das war unfassbar
gut. Das einzige, was ich meiner Mannschaft vorwerfen muss, dass wir
in der Schlussviertelstunde zu viele lange Bälle nach vorne geknallt
haben. Das 1:2 fällt natürlich zu einem schlechten Zeitpunkt, kurz
vor Ende des Spiels."
Elversbergs Kaltstart könnte Duisburgs Chance sein Duisburg, 20. August 2026 - Vor fast sechs
Jahren durfte der MSV Duisburg zum letzten Mal im DFB-Pokal
antreten. Beim 0:5 gegen den BVB meldete man "ausverkauft". Leider
war in damaligen Corona-Zeit der Besuch auf 300 - dreihundert -
Zuschauer begrenzt.

Am Samstag erwarten Zebras über 25.000 Zuschauer, zur ausverkauften
"Zebra-Festung" reicht es wohl nicht, die Tageskassen sind geöffnet,
auch weil Neu-Bundesligist gerade einmal 1.500 Fans mitbringt. Das
hängt vielleicht auch damit zusammen, dass auf der Elversberger
Homepage nach der Ankündigung vom 28. Juli erst heute wieder ein
Vorbericht zum Pokalspiel in Duisburg aufgetaucht ist.
Während die Zebras erfolgreich bereits zwei Ligaspiele absolviert
haben, hat Elversberg am 16. August sein letztes Testspiel gegen
einen Oberligisten einstellig gewonnen. Ein kleiner Vorteil für den
Drittligisten, der seit 26 Heimspielen nicht mehr auf dem eigenen
Geläuf verloren hat.
MSV-Trainer Dietmar Hirsch kann auf
seinen Kader der letzten beiden Ligaspiele zurückgreifen,
Veränderungen in der Startelf sind nicht unbedingt zu erwarten.

Ich traue diesen Zebras ein Weiterkommen zu.
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