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Redaktion Harald Jeschke

Frauen aktuell - Alle NL-Spiele

Zum Jahresabschluss wieder mit Reus

Leipzig, Do. 15.11-2018, LS 950 Deutschland - Russland
Gelsenkirchen, Mo. 19.11.2018, LS 951, NL4: Deutschland - Niederlande

 

Frankfurt/Duisburg, 09. November 2018 - Marco Reus kehrt in den Kreis der Nationalmannschaft zurück. Für die Länderspiele im Oktober musste der Angreifer von Borussia Dortmund noch aufgrund von Kniebeschwerden absagen. Ebenfalls nach überstandenen Verletzungspausen wieder in die DFB-Auswahl berufen wurden Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen) und Leon Goretzka (FC Bayern München).

Mit einem Aufgebot von insgesamt 24 Spielern geht Bundestrainer Joachim Löw in die beiden letzten Heimspiele des Jahres. Russland ist der Gegner in Leipzig am 15. November (Anstoß 20.45 Uhr, live bei RTL), vier Tage später sind die Niederlande zum Abschluss der UEFA Nations League zu Gast in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen (Anstoß 20.45 Uhr, live in der ARD).

Toni Kroos (Real Madrid) wird erst nach dem Spiel gegen Russland am Freitag, 16. November, zur Mannschaft stoßen. Ihm gewährt der Bundestrainer eine längere Regenerationsphase. Nicht dabei sein wird Marc-André ter Stegen. Der Torhüter des FC Barcelona soll die Länderspielpause nutzen, um Schulterbeschwerden, die ihn seit einigen Wochen plagen, ohne Belastung auszukurieren und behandeln zu lassen.
Neben Manuel Neuer (FC Bayern München) stehen als Torhüter Bernd Leno (FC Arsenal) und Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt) im Kader. Ebenfalls nicht nominiert wurde Jérôme Boateng. Der Innenverteidiger des FC Bayern München erhält nach Rücksprache mit dem Bundestrainer eine Pause.

In der UEFA Nations League bildet die Nationalmannschaft in Liga A die Gruppe 1 mit Frankreich und der Niederlande. Weltmeister Frankreich (drei Spiele, sieben Punkte) führt in der Tabelle vor der Niederlande (zwei Spiele, drei Punkte) und Deutschland (drei Spiele, ein Punkt). Falls die Niederlande am 16. November gegen Frankreich nicht gewinnen, kann das DFB-Team den Abstieg aus Liga A noch verhindern.

Die Bilanz der DFB-Auswahl gegen Russland ist positiv. Von insgesamt sechs Begegnungen gewann Deutschland fünf und spielte einmal remis. Das letzte Aufeinandertreffen fand am 10. Oktober 2009 statt und endete 1:0 – gespielt wurde in Moskau. Auch gegen die Niederlande hat die Mannschaft eine positive Bilanz. Von insgesamt 41 Länderspielen gewann Deutschland 15. Weitere 15 Begegnungen endeten remis, die Niederlande gingen elfmal als Sieger hervor.

 

Sowohl für das Heimspiel gegen Russland in Leipzig als auch gegen die Niederlande in Gelsenkirchen sind auf https://ticketportal.dfb.de/ noch Eintrittskarten in allen Preiskategorien erhältlich.

 

Pos Name Geboren Verein LS Tore RUS NED
T Bernd Leno 04.03.1992 FC Arsenal 6 0    
T Manuel Neuer 27.03.1986 Bayern München 82 0    
T Kevin Trapp 08.07.1990 Eintracht Frankfurt 3 0    
V Matthias Ginter 19.01.1994  Mönchengladbach 22 0    
V Jonas Hector 27.05.1990 1. FC Köln 41 3    
V Mats Hummels 16.12.1988 Bayern München 69 5    
V Thilo Kehrer 21.09.1996 Paris Saint-Germain 2 0    
V Antonio Rüdiger 03.03.1993 FC Chelsea 27 1    
V Nico Schulz 01.04.1993 TSG Hoffenheim 2 1    
V Niklas Süle 03.09.1995 Bayern München 14 0    
V Jonathan Tah 11.02.1996 Bayer 04 Leverkusen 3 0    
Mf/S Julian Brandt 02.05.1996 Bayer 04 Leverkusen 22 2    
Mf/S Julian Draxler 20.09.1993 Paris Saint-Germain 49 6    
Mf/S Serge Gnabry 14.07.1995 Bayern München 3 3    
Mf/S Leon Goretzka 06.02.1995 Bayern München 17 6    
Mf/S Kai Havertz 11.06.1999 Bayer 04 Leverkusen 1 0    
Mf/S Joshua Kimmich 08.02.1995 Bayern München 36 3    
Mf/S Toni Kroos 04.01.1990 Real Madrid 90 14    
Mf/S Thomas Müller 13.09.1989 Bayern München 98 38    
Mf/S Marco Reus 31.05.1989 Borussia Dortmund 36 10    
Mf/S Sebastian Rudy 28.02.1990 FC Schalke 04 26 1    
Mf/S Leroy Sané 11.01.1996 Manchester City 15 0    
Mf/S Mark Uth 24.08.1991 FC Schalke 04 1 0    
Mf/S Timo Werner 06.03.1996 RB Leipzig 21 8    

 

 

DFB sieht sich durch Landgericht in Rechtsauffassung bestätigt

Frankfurt, 15. Oktober 2015 - Das Landgericht Frankfurt hat die Eröffnung eines Steuerstrafverfahrens in der Hauptsache gegen ehemalige Verantwortliche des DFB wegen Zahlungen im Kontext der WM 2006 abgelehnt.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB), der in seinem Steuerverfahren durch Rechtsanwalt Jan-Olaf Leisner vertreten wird, sieht sich durch diese Entscheidung sowohl hinsichtlich der Frage der Abzugsfähigkeit der Zahlungen als auch der Gemeinnützigkeit des Verbandes für das Jahr 2006 in seiner Rechtsauffassung vollumfänglich bestätigt.

Das Landgericht kommt in seiner Begründung zu der Feststellung, dass der Ansatz der Zahlung an die FIFA in Höhe von 6,7 Millionen Euro als Betriebsausgabe im Rahmen der Körperschaft- und Gewerbesteuererklärung 2006 zutreffend war und der Status der Gemeinnützigkeit des DFB durch die vorgenommene steuerliche Behandlung demnach nicht entfallen kann.

DFB-Präsident Reinhard Grindel: „Wir sehen uns durch die Entscheidung des Landgerichts Frankfurt in unserer Rechtsauffassung bestätigt, dass es sich bei den 6,7 Millionen Euro um eine Betriebsausgabe handelt. Wir hoffen, dass es nunmehr gelingt, möglichst schnell Rechtssicherheit im Besteuerungsverfahren herzustellen und die Frage der Gemeinnützigkeit für den betreffenden Zeitraum abschließend zu klären.“

Absagen und Nachnominierungen

Amsterdam, Sa. 13.10.2018, LS 948, NL2: Niederlande - Deutschland
Paris St. Denis, Di. 16.10.2018, LS 949, NL3: Frankreich - Deutschland

 

Frankfurt/Duisburg, 09. Oktober 2018 - Marco Reus und Kai Havertz haben Knieprobleme, bei Antonio Rüdiger zwickt die Leiste und Ilkay Gündogan sowie Nils Petersen sind ebenfalls angeschlagen. Joachim Löw nominierte aber nur Emre Can (Juventus) nach.
Pos Trikot Name Geboren Verein LS Tore
T 1 Manuel Neuer 27.03.1986 Bayern München 80 0
T 22 Marc-André ter Stegen 30.04.1992 FC Barcelona 21 0
T 12 Kevin Trapp 08.07.1990 Eintracht Frankfurt 3 0
V 17 Jérôme Boateng 03.09.1988 Bayern München 75 1
V 4 Matthias Ginter 19.01.1994 Mönchengladbach 20 0
V 3 Jonas Hector 27.05.1990 1. FC Köln 40 3
V 5 Mats Hummels 16.12.1988 Bayern München 67 5
V 2 Thilo Kehrer 21.09.1996 Paris Saint-Germain 1 0
V 16 Antonio Rüdiger verl. 03.03.1993 FC Chelsea 27 1
V 14 Nico Schulz 01.04.1993 TSG Hoffenheim 1 1
V 15 Niklas Süle 03.09.1995 Bayern München 13 0
Mf/S 10 Julian Brandt 02.05.1996 Bayer Leverkusen 20 2
Mf/S 7 Julian Draxler 20.09.1993 Paris Saint-Germain 47 6
Mf/S 6 Leon Goretzka 06.02.1995 Bayern München 17 6
Mf/S 20 Kai Havertz verl. 11.06.1999 Bayer  Leverkusen 1 0
Mf/S 18 Joshua Kimmich 08.02.1995 Bayern München 34 3
Mf/S 8 Toni Kroos 04.01.1990 Real Madrid 88 13
Mf/S 13 Thomas Müller 13.09.1989 Bayern München 96 38
Mf/S 11 Marco Reus verl. 31.05.1989 Borussia Dortmund 36 10
Mf/S 21 Sebastian Rudy 28.02.1990 FC Schalke 04 26 1
Mf/S 19 Leroy Sané 11.01.1996 Manchester City 13 0
Mf/S 23 Mark Uth 24.08.1991 FC Schalke 04 0 0
Mf/S 9 Timo Werner 06.03.1996 RB Leipzig 19 8
Mf   Emre Can  12.01.1994 Juventus Turin 20 1

 

Mit bewährten Kräften gegen die Niederlande und Frankreich

Frankfurt/Duisburg, 05. Oktober 2018 - 23 Spieler, darunter drei Torhüter, hat Bundestrainer Joachim Löw für die beiden bevorstehenden Auswärtsspiele der Nationalmannschaft in der UEFA Nations League berufen. Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt), Sebastian Rudy (FC Schalke 04) und Jonas Hector (1. FC Köln) kehren in den Kreis der DFB-Auswahl zurück. Verletzungsbedingt fehlen werden Ilkay Gündogan (Manchester City) und Nils Petersen (SC Freiburg). Erstmals zum Aufgebot zählt Mark Uth (FC Schalke 04).

Am 13. Oktober (ab 20.45 Uhr, live im ZDF) trifft Deutschland in Amsterdam auf die Niederlande, drei Tage später, am 16. Oktober (ab 20.45 Uhr, live in der ARD), folgt im Pariser Vorort Saint-Denis das Rückspiel gegen Frankreich. Vor vier Wochen trennten sich beide Teams in München 0:0.

Bundestrainer Joachim Löw sagt: “Im Kern vertraue ich in dieser Phase den Spielern, die wir auch schon im September zusammen hatten. Vor uns liegen zwei wichtige Spiele, die wir sehr ernst nehmen. Die Ergebnisse werden richtungsweisend für das Abschneiden in unserer Nations-League-Gruppe sein. Sowohl gegen die Niederlande als auch gegen Weltmeister Frankreich geht es zudem immer auch um viel Prestige. Wir wissen, was uns sportlich und atmosphärisch in Amsterdam und Paris erwartet.
Die Stadien werden voll sein mit Fans, die jeweils ihre Heimmannschaft anfeuern werden. Und natürlich wissen wir, was beide Teams auf dem Platz zu leisten imstande sind. Ich bin aber überzeugt davon, dass uns dies zusätzlich anspornen wird. Auf solche Paarungen kann man sich doch nur freuen, sie sind Leckerbissen – für die Spieler und die Fans.”

Zu Mark Uth, der erstmals in den Kreis der Nationalmannschaft berufen worden ist, sagt Löw: “Wir haben Mark Uth schon länger beobachtet. Er ist dynamisch, schnell und strahlt immer eine gewisse Torgefahr aus. Nun wollen wir ihn gerne besser kennenlernen.”

In der UEFA Nations League bildet Deutschland in Liga A die Gruppe 1 mit Frankreich und den Niederlanden. Während der Weltmeister bereits zwei Partien absolviert und vier Punkte gesammelt hat, liegt Deutschland nach einem Spiel mit einem Zähler auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Auswahl der Niederlande ist mit null Punkten derzeit Gruppenletzter. Nur die beiden Erstplatzierten dürfen nach der ersten Nations-League-Saison im A-Level bleiben, der Gruppenletzte steigt ab in Liga B. Die vier jeweiligen Gruppensieger der Liga A spielen im Juni 2019 erstmals um den Titel in der Nations League.

Die Bilanz der DFB-Auswahl gegen die Niederlande ist positiv. Von insgesamt 40 Länderspielen konnte Deutschland 15 gewinnen, weitere 15 Begegnungen endeten Remis. Das letzte Aufeinandertreffen fand am 14. November 2012 statt und endete 0:0 – gespielt wurde ebenfalls in Amsterdam. Gegen Frankreich ist die Bilanz der Nationalmannschaft negativ. In den bisher 30 Länderspielen gewann Frankreich 13-mal, das DFB-Team kommt auf neun Erfolge, acht weitere Partien endeten Unentschieden.

Die Nationalmannschaft kommt am Dienstagmittag in Berlin zusammen und absolviert am Abend im Stadion auf dem Wurfplatz vor den Augen der meist jugendlichen Fans ein offenes Training, für das im Vorfeld rund 5000 Freikarten vergeben wurden, darunter zur Hälfte an Berliner Jugend- und Kindermannschaften über über den Berliner Fußball-Verband.

 

 

DFB veröffentlicht Finanzbericht für das Jahr 2017

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am heutigen Freitag in Frankfurt am Main seine Bilanzzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres präsentiert und den Finanzbericht 2017 veröffentlicht. Die Bilanzsumme des DFB betrug zum Abschluss des Geschäftsjahres 323 Millionen Euro, das Eigenkapital belief sich auf 155,73 Millionen Euro. “Auch im Wirtschaftsjahr 2017 hat der DFB sorgsam und budgetbewusst gewirtschaftet”, sagt DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge. “Die Wirtschaftsprüfer von Ebner&Stolz haben dem DFB ohne jegliche Vorbehalte eine ordnungsgemäße Rechnungslegung und eine fehlerfreie Abschlusserstellung bestätigt.”

Trotz der weiterhin sehr stabilen wirtschaftlichen Gesamtlage und der positiven Zukunftsprognose weist der DFB-Finanzbericht für das Geschäftsjahr final ein negatives Ergebnis in Höhe von 20,263 Millionen Euro aus. Grund hierfür sind negative Einmaleffekte, die im Zusammenhang mit der WM-Affäre stehen.
Das Finanzamt Frankfurt am Main hat im vergangenen Oktober rückwirkend und zu Lasten des DFB geänderte Steuerbescheide für das Jahr 2006 erlassen und dem Verband die Gemeinnützigkeit aberkannt. Der DFB hat infolge dieser geänderten Bescheide insgesamt 22,57 Millionen Euro nachgezahlt. Allerdings hat der Verband gegen die Bescheide fristgerecht Einspruch eingelegt, das Verfahren läuft derzeit noch. Die vom DFB unter Vorbehalt geleisteten Zahlung sind trotzdem in 2017 ergebnisrelevant geworden.

Darüber hinaus bewertet die laufende Betriebsprüfung mehrere Sachverhalte aus den Jahren 2012 bis 2014 abweichend von der bisherigen Praxis. Zwar ist auch diese Prüfung noch nicht abgeschlossen, und daher steht nicht fest, ob weitere Steuernachzahlungen nötig werden. Dennoch hat der DFB aus kaufmännischer Vorsorge entsprechende Rückstellungen gebildet, die ebenfalls zum negativen Jahresabschluss 2017 beitragen.

DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge: “Trotz dieser Einmaleffekte gilt: Der DFB ist wirtschaftlich gesund, und wir sind selbstverständlich jederzeit in der Lage, unseren Verpflichtungen nachzukommen. Das gilt vor allem für die Förderung des gemeinnützigen Fußballs und des Ehrenamtes an der Basis. Allein im Jahr 2017 hat der DFB im ideellen Bereich mehr als 43 Millionen Euro aufgewandt. Das wirtschaftliche Engagement des DFB im Amateurfußball ist und bleibt stabil und verlässlich.”

Trotz des negativen Abschlusses für das Geschäftsjahr 2017 schaut der DFB wirtschaftlich optimistisch und zuversichtlich in die Zukunft. Vor allem durch die langfristige Vertragsverlängerung mit dem Partner adidas und mit Blick auf die Vergabe der UEFA EURO 2024 nach Deutschland. “Der DFB verfügt über ein solides wirtschaftliches Fundament, das uns Planungssicherheit für unsere wesentlichen Zukunftsprojekte gibt”, so Osnabrügge. “Dazu gehört auch der Bau des neuen DFB und seiner Akademie, von dem der gesamte Fußball von der Spitze bis an die Basis profitieren soll. Wir gehen gestärkt aus der Krise hervor und haben guten Grund, auch wirtschaftlich optimistisch in die Zukunft zu schauen.”

Der ausführliche DFB-Finanzbericht steht hier

Weiterführende Links: Zum Finanzbericht 2017

 

 

15:20 Uhr: Erdogan ist in Deutschland, die Euro 2024 auch! UEFA stimmt für Lahm und Löw!  

Nyon/Duisburg, 27. September 2018 - Jubel beim DFB und ganz besonders bei DFB-UEFA-Botschafter Philipp Lahm und Bundestrainer Joachim Löw. Die UEFA stimmte im schweizerischen Nyon um 15:20 Uhr für Deutschland als  Ausrichter der Europameisterschaft 2024.
Nach 1988 kann Deutschland wieder eine Europameisterschaft ausrichten und beweisen, dass das "WM-Sommermärchen" 2006 keine einmalige Sache in punkto Begeisterung und dem stets freundlichen Verhalten gegenüber den Gästen war. haje

 

Europameisterschaft 2024 kommt auch nach Dortmund und Gelsenkirchen
Die Metropole Ruhr wird Gastgeber für die Fußball-Europameisterschaft der Männer 2024 in Deutschland. Die Fußballstädte Dortmund und Gelsenkirchen öffnen ihre Stadien für Partien der Championships. Das UEFA-Exekutivkomitee hatte sich gestern (27. September) in schweizerischen Nyon für Deutschland als Ausrichter der Euro 2024 entschieden. Mitbewerber war die Türkei. Insgesamt hatte sich Deutschland mit zehn sogenannten Host-Cities beworben.
Gelsenkirchen hat bereits EM-Erfahrung: Bei der bislang einzigen in Deutschland ausgetragenen Europameisterschaft war Gelsenkirchen 1988 mit dem damaligen Parkstadion ebenfalls Gastgeber.
Zwei Partien wurden auf Schalke ausgetragen: die Spiele Deutschland – Dänemark und Niederlande – Irland. Daneben haben Gelsenkirchen und Dortmund den internationalen Fußball bei zwei Weltmeisterschaften ins Ruhrgebiet geholt: 1974 wurden fünf WM-Spiele im Gelsenkirchener Parkstadion und vier WM-Partien im Dortmunder Westfalenstadion ausgetragen.
2006 wurden sechs WM-Spiele im Signal Iduna Park und fünf WM-Begegnungen in der Veltins-Arena ausgetragen. Der Signal Iduna Park hat für die EM eine Kapazität von 65.849 Sitzplätzen und ist damit drittgrößtes Stadion der deutschen Gastgeberstädte. Die Veltins-Arena bietet 54.740 Zuschauern Platz (ebenfalls Sitzplätze). In beiden Städten ist eine Fan Zone geplant. Die deutsche Nationalmannschaft ist dreifacher Europameister. 2020 wird die EM in mehreren europäischen Städten ausgetragen. Deutschland ist mit München vertreten. idr


99,51 Prozent der Spiele im Amateurfußball verlaufen störungsfrei

Frankfurt/Duisburg, 03. September 2018 - Der Fußballwettbewerb in Deutschland läuft friedlich und störungsfrei. Zum vierten Mal haben der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und seine Landesverbände anhand des Online-Spielberichts der Schiedsrichter ein Lagebild erhoben. In der abgelaufenen Saison 2017/2018 wurden 0,05 Prozent aller erfassten Amateurspiele aufgrund von Gewalt- oder Diskriminierungsvorfällen abgebrochen. Bei 0,31 Prozent der Spiele kam es zu einer Gewalthandlung, bei 0,21 Prozent der Spiele zu einer Diskriminierung.

Prozentual entsprechen alle drei Zahlen exakt den Werten des Vorjahres. 99,51 Prozent aller Spiele wurden komplett störungsfrei gemeldet. Seit der Saison 2014/2015 erhebt der Deutsche Fußball-Bund ein Lagebild des Amateurfußballs. Es spiegelt auf Basis der Online-Spielberichte der Schiedsrichter wider, wie oft es zu Spielabbrüchen sowie Störungen kam. Als Störungen werden Gewalthandlungen und Diskriminierungen erfasst.

“Wir wissen heute besser, was sich auf den Fußballplätzen ereignet als noch vor vier Jahren”, sagt der 1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch. “Die Zahlen des Lagebilds stabilisieren sich. Es war eine gute Entscheidung, jährlich diese Erhebung zu erstellen. Fundiertes Wissen ist immer besser als blankes Spekulieren.
Die Erfahrung zeigt uns aber auch, dass wir zwar auf einem guten Weg sind, allerdings noch alle Beteiligten Hausaufgaben zu machen haben. So machen einige wenige Schiedsrichter bis heute keine Angaben zu Diskriminierung und Gewalt. Zusammen mit den Landesverbänden müssen wir hier weiter verstärkt Überzeugungsarbeit leisten, denn ein absolut präzises Lagebild liegt im Interesse aller Fußballer. Wenn alle Fakten bekannt sind, lässt sich konkreter handeln.“

In absoluten Zahlen wurden in der Saison 2017/2018 insgesamt 1.543.733 Spiele ausgetragen und 1.318.741 Partien über den Online-Spielbericht erfasst. Das sind 85,4 Prozent aller Begegnungen.Von diesen rund 1,31 Millionen ausgetragenen und erfassten Spielen wurden 667 abgebrochen. Statistisch müsste man also 1977 Amateurspiele besuchen, um einen Abbruch zu erleben.

Bei 4087 Spielen kam es zu einer Gewalthandlung, bei 2768 Spielen zu einer Diskriminierung. Als Gewalthandlung werden Vorkommnisse gemeldet, bei denen ein Beschuldigter einen Geschädigten körperlich angreift – beispielsweise durch Schlagen, Treten oder Spucken. Auch Versuche sind zu melden. Eine Diskriminierung liegt vor, wenn die Menschenwürde einer Person oder Gruppe verletzt wird. Dieser Fall liegt vor, wenn eine Person oder Gruppe durch eine herabwürdigende Äußerung, Geste oder Handlung in Bezug auf die Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Religion, sexuelle Identität, das Geschlecht oder Alter in der Würde verletzt wird.

Das Lagebild erfasst auch die beteiligten Personengruppen. So werden als Beschuldigte bei einem Gewalt- oder Diskriminierungsvorfall genannt: 4503 Spieler, 1772 Zuschauer, 1162 Betreuer und 94 Schiedsrichter. Als Geschädigte werden bei einem Gewalt- oder Diskriminierungsvorfall genannt: 3635 Spieler, 2866 Schiedsrichter, 438 Zuschauer, 421 Betreuer. An einem Vorfall können mehrere Beschuldigte und Geschädigte Personen gleichzeitig beteiligt sein.

Doch nicht nur die reine Anzahl der Beschuldigten und Geschädigten ist interessant. Mit den Daten des Lagebilds ist es nun zusätzlich auch möglich abzubilden, wie häufig welche Täter-Opfer-Konstellationen auftreten. Mit Abstand am häufigsten tritt die Konstellation Spieler/Spieler auf. In besonderem Maße sind aber vor allem auch Unparteiische von Gewalt und Diskriminierung betroffen.

“Die Belastung der Schiedsrichter ist enorm, wenn man sich vor Augen führt, dass die Schiedsrichter gerade im Amateurbereich oftmals alleine auf dem Platz stehen, Spieler hingegen gibt es in der Regel mehr als zwei Dutzend”, sagt Björn Fecker, der Vorsitzende der DFB-Kommission für Gesellschaftliche Verantwortung. “Auch alle anderen Gruppenkategorien – also Zuschauer und Trainer, Vereinsverantwortliche oder Funktionäre – umfassen einen deutlich größeren Personenkreis. Berücksichtigt man diesen Umstand, sind die Unparteiischen die mit Abstand größte Geschädigtengruppe.”

Diese Erkenntnisse werde der DFB in seinen künftigen Präventionsbemühungen stärker berücksichtigen: “Ein differenziertes Lagebild gibt uns die Möglichkeit, zielgenauer festzustellen, welche Probleme derzeit am drängendsten sind”, so Fecker weiter. “Insbesondere den Schutz unserer Schiedsrichter müssen wir in Zukunft mehr im Fokus haben.”

DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann, der im Präsidium des Fußballdachverbandes die Belange der Schiedsrichter vertritt, sagt: “Der Fußball schafft Orte der Gemeinschaft. Doch immer noch kursieren leider reißerische Geschichten über Gewaltexzesse, Prügelorgien und Gewalt gegen Schiedsrichter. Die Wirklichkeit schaut anders aus. Die 80.000 Spiele an einem ganz normalen Wochenende stärken unser Miteinander in Deutschland. Klar ist aber auch: Gewalt gegen Schiedsrichter, Spieler oder wen auch immer ist absolut inakzeptabel. Gegen jeden Täter muss konsequent gehandelt und im Schuldfall streng geurteilt werden.”

 

Joachim Löw nach Frust und Analyse: Neuanfang ohne Schneider aber mit den drei Debütanten Thilo Kehrer, Nico Schulz und Kai Havertz


Ex-Weltmeister trifft auf das jetzt weltbeste Team:

München, Do. 06.09.2018: NL1, LS 946 Deutschland - Frankreich

Sinsheim, So. 09.09.2018: LS 947 Deutschland - Peru

 

Frankfurt/Duisburg, 29. August 2018 - Nach der Analyse zum WM-Aus bekannte Bundestrainer Joachim Löw schonungslos: "Das war für mich und für uns alle ein absoluter Tiefschlag, da gibt es nichts zu beschönigen. Wir sind bei dem Turnier in Russland weit unter unseren Möglichkeiten geblieben und haben dafür auch die Quittung bekommen.

Die ersten drei Tage nach dem Aus waren bei mir geprägt von einem großen Frust, einer großen Niedergeschlagenheit, einer großen Enttäuschung und auch einer großen Portion Wut. Am vierten Tag haben Oliver Bierhoff und ich uns getroffen und ausgetauscht.
Am Ende des Tages war für uns beide das Wichtigste, dass wir weiterhin - nach 14 Jahren, nach dieser langen Zeit - die große Motivation, Energie und Kraft haben, um das, was wir in Russland verbockt haben, wieder auf ein gutes Fundament, um das Schiff wieder auf Kurs zu bringen.

 

Wir müssen unsere Spielweise adaptieren, um wieder flexibler und variabler zu sein. Wenn man ein Turnier gewinnen will, braucht man viel Enthusiasmus, das Feuer, das von Runde zu Runde mehr wird. Wir haben es nicht geschafft, neue Schlüsselreize zu setzen. Wir hatten schon eine kleine Flamme, und meine Spieler haben normalerweise Feuer. Es wäre natürlich meine Aufgabe gewesen, das mehr einzufordern. Wenn wir diese Dinge, eine gute Ausgewogenheit, das Feuer und die Leidenschaft wieder entfachen, haben wir ein gutes Fundament.

Veränderungen in der Mannschaft: Was die nahe Zukunft betrifft, ist es auch wichtig, dass wir in der Mannschaft Veränderungen vornehmen. Wir müssen nun den richtigen Mix finden zwischen erfahrenen und jungen, dynamischen, hungrigen Spielern. Wir haben wichtige Aufgaben vor uns mit der Nations League, und wir werden die Mannschaft auf diese Herausforderungen vorbereiten. Mit der guten Mischung zwischen Erfahrung und Jugend werden wir dieses "Jetzt erst recht"-Gefühl wieder hinbekommen. Die Mannschaft wird ganz anders auftreten.


Mesut Özil:
Sein Berater hat mich angerufen und informiert, dass Mesut die Erklärung rausgibt und dann auch von der Nationalmannschaft zurücktritt. Normalerweise ruft mich der Spieler an, Mesut hat sich für einen anderen Weg entschieden. Er hat mich bis heute nicht angerufen. Ich versuche, ihn seit zwei Wochen zu erreichen.
Ich muss die Situation nun so akzeptieren, wie sie ist. Ich habe die Situation mit den Fotos und dem dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan unterschätzt. Dieses Thema war natürlich nervenaufreibend, aber das soll kein Alibi sein. Mesut hat es mit den Vorwürfen zum Rassismus im DFB übertrieben. Ich habe in meiner gesamten Zeit beim DFB nie so etwas festgestellt. Und es hat in unseren Mannschaft nie rassistische Aussagen gegeben.

 

Veränderungen im Betreuerteam: Wir hatten ein sehr großes Team hinter dem Team, nun haben wir entschieden, dass weniger manchmal mehr ist, dass wir kürzere Wege brauchen. Thomas Schneider übernimmt die Leitung der Scoutingabteilung, Urs Siegenthaler wird weiterhin in diesem Bereich tätig sein, bekommt eine eher übergeordnete Rolle.

 

Pos Tr. Name Geboren Verein LS Tore
T   Manuel Neuer 27.03.1986 Bayern München 79 0
T   Marc-André ter Stegen 30.04.1992 FC Barcelona 20 0
V   Jérôme Boateng 03.09.1988 Bayern München 73 1
V   Matthias Ginter 19.01.1994 Borussia Mönchengladbach 18 0
V   Jonas Hector 27.05.1990 1. FC Köln 40 3
V   Mats Hummels 16.12.1988 Bayern München 66 5
V   Thilo Kehrer 21.09.1996 Paris Saint-Germain 0 0
V   Joshua Kimmich 08.02.1995 Bayern München 32 3
V   Antonio Rüdiger 03.03.1993 FC Chelsea 25 1
V   Nico Schulz 01.04.1993 TSG Hoffenheim 0 0
V   Niklas Süle 03.09.1995 Bayern München 12 0
V   Jonathan Tah 11.02.1996 Bayer 04 Leverkusen 3 0
Mf/S   Julian Brandt 02.05.1996 Bayer 04 Leverkusen 19 1
Mf/S   Julian Draxler 20.09.1993 Paris Saint-Germain 46 6
Mf/S   Leon Goretzka 06.02.1995 Bayern München 16 6
Mf/S   İlkay Gündoğan 24.10.1990 Manchester City 27 4
Mf/S   Kai Havertz 11.06.1999 Bayer 04 Leverkusen 0 0
Mf/S   Toni Kroos 04.01.1990 Real Madrid 86 13
Mf/S   Thomas Müller 13.09.1989 Bayern München 94 38
Mf/S   Nils Petersen 06.12.1988 SC Freiburg 1 0
Mf/S   Marco Reus 31.05.1989 Borussia Dortmund 34 10
Mf/S   Leroy Sané 11.01.1996 Manchester City 12 0
Mf/S   Timo Werner 06.03.1996 RB Leipzig 17 8

 

Tobias Haupt wird Leiter der DFB-Akademie

Frankfurt/München/Duisburg, 24. August 2018 - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verstärkt sich an der Spitze seiner Akademie. Zum 1. Oktober 2018 nimmt Prof. Dr. Tobias Haupt seine Tätigkeit als Leiter der DFB-Akademie auf. Der 34-Jährige führt bislang den Fachbereich „Digitalisierung im Sport“ am Internationalen Fußballinstitut in München. Dort hat er eine Professur für Sportmanagement und Social-Media-Marketing inne und gehört zu den führenden Digitalisierungsexperten im Fußball.

„Mit der Besetzung dieser zentralen Position legen wir die Grundlage für die weitere Entwicklung der DFB-Akademie. Tobias Haupt wird uns helfen, das viele bereits vorhandene Wissen im DFB noch effektiver in die Ausbildung einzubringen und innovative Wege zu gehen, daneben auch neue Ansätze zu vermitteln. Seine Expertise in den Bereichen Sportmanagement und Digitalisierung, die er im Rahmen seiner Professur und bei zahlreichen internationalen Projekten nachgewiesen hat, passen ideal zu unseren Bedürfnissen“, sagt Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften und Akademie.

Die Aufgabenschwerpunkte des Leiters der DFB-Akademie sind im Bereich „Entwicklung und Innovation” und in der Qualifizierung von Trainern und Experten angesiedelt. Neben dem konzeptionellen Aufbau und der Optimierung praxisorientierter Lernmodule wird er verschiedene Digitalisierungsprojekte – wie etwa den Aufbau einer Wissensplattform für Trainer und Experten – koordinieren und nationale sowie internationale Kooperationen etablieren. In Zusammenarbeit mit den Direktionen und Abteilungen des DFB wird Haupt strategische und operative Ziele rund um die Akademie verfolgen.

„Es ist eine große Ehre und tolle Herausforderung, zukünftig als Leiter der DFB-Akademie fungieren zu dürfen und deren Entwicklung zu gestalten. Das gesamte Projekt habe ich bisher sehr interessiert verfolgt. Umso mehr freue ich mich, ab Oktober das Team und die gesamten Inhalte noch detaillierter kennenzulernen“, sagt Prof. Dr. Tobias Haupt.

 

Philipp Lahm wird Chef der UEFA EURO 2024 in Deutschland

Frankfurt/Duisburg, 16. August 2018 - Sollte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am 27. September in Nyon den Zuschlag für die UEFA EURO 2024 bekommen, wird Philipp Lahm Chef der deutschen Turnierorganisation. Auf diese langfristige Zusammenarbeit einigten sich der DFB-Ehrenspielführer und Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius. In seiner neuen Funktion wird der 113-malige Nationalspieler Lahm, bislang Botschafter der deutschen EURO-Bewerbung, als kooptiertes Mitglied dem DFB-Präsidium angehören und seine Erfahrung auch bei sportlichen Themen in die DFB-Gremien einbringen.

“Es war von Beginn meiner Tätigkeit als Botschafter für die EURO 2024 an mein Wunsch, langfristig Verantwortung zu übernehmen”, sagt Philipp Lahm. “Die neue Aufgabe als Turnierchef bietet mir eine sehr interessante Möglichkeit dazu. Als Nationalspieler und zuletzt in meiner Rolle als EURO-Botschafter habe ich den DFB stets als sehr professionell kennengelernt. Deshalb freue ich mich, Teil dieses Teams zu werden. Gemeinsam mit dem Bewerbungsteam werde ich in den kommenden Wochen alles daran setzen, die EURO 2024 auch tatsächlich nach Deutschland zu holen.”

DFB-Präsident Reinhard Grindel sagt: “Die Entscheidung, Philipp Lahm langfristig an den Verband zu binden, ist in enger Abstimmung und mit breiter Zustimmung des DFB-Präsidiums und Vertretern aus der Bundesliga gefallen. Philipp Lahm hat als Botschafter bislang einen hervorragenden und engagierten Job gemacht, und ich bin überzeugt, dass dies auch über den 27. September hinaus der Fall sein wird.”

DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius sagt: “Ich freue mich persönlich sehr, dass wir eine solch wichtige und langfristig vorbereitete Personalentscheidung einvernehmlich und vor allem vertraulich fixieren konnten. Aus seiner aktiven Zeit verfügt Philipp Lahm über große sportliche Erfahrung, die er in verantwortungsvoller Position bei der Vorbereitung auf die EURO 2024 einbringen kann.”

Die exakten Arbeitsaufgaben des neuen OK-Chefs Lahm sowie die strukturelle Organisationsform der “Local Organising Structure” für die UEFA EURO 2024 wird der DFB nach Vergabe in enger Abstimmung mit dem europäischen Fußball-Verband UEFA definieren.

 

Erklärung des DFB zum Rücktritt von Mesut Özil
Gast-Kommentar zum Fall Özil

Frankfurt/Duisburg, 23. Juli 2018 - Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat sich heute in einer Telefonkonferenz mit der Rücktrittserklärung von Mesut Özil befasst. 92-mal hat Mesut Özil für die deutsche Nationalmannschaft gespielt. Er hat eine erfolgreiche Ära mitgeprägt, auf und gerade auch neben dem Platz. Er hatte entscheidenden Anteil daran, dass Deutschland 2014 in Brasilien Weltmeister geworden ist. Deshalb ist und bleibt der DFB Mesut Özil für seine herausragenden Leistungen im Trikot der deutschen Nationalmannschaften sehr dankbar.

Vielfalt ist eine Stärke, nicht nur im Fußball. Deswegen hat unsere Integrationsarbeit auf allen Ebenen eine zentrale Bedeutung. Von der Kreisklasse bis in die Nationalmannschaften gehören Spielerinnen und Spieler mit Migrationshintergrund zum DFB. Wir spielen und leben zusammen mit unseren unterschiedlichen familiären Wurzeln, unseren Religionen und Kulturen.
 Was uns alle dabei auf und neben dem Platz verbinden muss, ist die Beachtung der im Grundgesetz verankerten Menschenrechte, das Eintreten für Meinungs- und Pressefreiheit sowie Respekt, Toleranz und Fair Play. Ein Bekenntnis zu diesen Grundwerten ist für jede Spielerin und für jeden Spieler erforderlich, die für Deutschland Fußball spielen.

Die Bilder mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan haben deshalb bei vielen Menschen in Deutschland Fragen aufgeworfen. Dass der DFB im Umgang mit dem Thema dazu auch einen Beitrag geleistet hat, räumen wir selbstkritisch ein. Und dass Mesut Özil das Gefühl hatte, als Ziel rassistischer Parolen gegen seine Person nicht ausreichend geschützt worden zu sein, wie es bei Jerome Boateng der Fall war, bedauern wir.
 Es war aber wichtig, dass Mesut Özil, wie vor ihm bereits Ilkay Gündogan, mit Blick auf dieses Foto Antworten gibt, unabhängig vom sportlichen Ausgang des Turniers in Russland. Im DFB gewinnen und verlieren wir zusammen, alle, als ein Team.

Der DFB hätte sich gefreut, wenn Mesut Özil auf dieser gemeinsamen Basis weiter Teil des Teams hätte sein wollen. Er hat sich anders entschieden. Der DFB respektiert das, und es gehört für uns als Verband auch zum respektvollen Umgang mit einem verdienten Nationalspieler, dass wir manche für uns in Ton und Inhalt nicht nachvollziehbare Aussage in der Öffentlichkeit unkommentiert lassen.

Dass der DFB mit Rassismus in Verbindung gebracht wird, weisen wir aber mit Blick auf seine Repräsentanten, Mitarbeiter, die Vereine, die Leistungen der Millionen Ehrenamtlichen an der Basis in aller Deutlichkeit zurück. Der DFB engagiert sich seit vielen Jahren in hohem Maße für die Integrationsarbeit in Deutschland.
Er verleiht unter anderem den Integrationspreis, er hat die Kampagne “1:0 für ein Willkommen” ins Leben gerufen und Zehntausende Flüchtlinge in die Fußballfamilie integriert. Er hat in den vergangenen 15 Jahren eine vielschichtige Integrationsarbeit etabliert, die bis in die Amateurvereine wirkt. Der DFB steht für Vielfalt, von den Vertretern an der Spitze bis zu den unzähligen, tagtäglich engagierten Menschen an der Basis.
Der DFB bedauert den Abschied von Mesut Özil aus der Nationalmannschaft. Das ändert aber nichts an der Entschlossenheit des Verbandes, die erfolgreiche Integrationsarbeit weiter konsequent und aus tiefer Überzeugung fortzusetzen.

 

Zu dem Thema erreichte uns folgender Kommentar der SRH Fernhochschule: Özil – Die Konsequenzen von schlechtem Timing
Am 13. Mai überschlugen sich die Nachrichten und Meldungen rund um ein Bild mit Recep Tayyip Erdogan und den Nationalmannschaftsspielern Mesut Özil und Ilkay Gündogan. Letzterer veröffentlichte 24 Stunden nach Erscheinen des Fotos ein Statement für die Öffentlichkeit.

Mesut Özil äußerte sich erst nach 71 Tagen am gestrigen Sonntag dazu. „Wenn Özil frühzeitig ein solches Statement zu seinen Beweggründen abgegeben hätte und er deswegen kritisiert worden wäre, hätte man lediglich dem Kritiker Intoleranz vorwerfen können und nicht Özil“, so Nicolas Fink, Experte für Markenmanagement und Öffentlichkeitsarbeit im Sport an der SRH Fernhochschule – The Mobile University und Geschäftsführer des BASF Tennisclub e.V.
Mesut Özil findet in seiner Nachricht sehr klare Worte über den Anlass und den Hintergrund seines Bildes. Alle Welt richtet nun den Fokus auf dieses Statement. Die Aussagen erhalten eine übermäßige Aufmerksamkeit, die hätte vermieden werden können, wenn Özil seine Beweggründe viel früher kommuniziert hätte.
„Gerade weil er sich auf einen respektvollen Umgang und die Meinungsfreiheit beruft und damit sachliche Gründe für das Foto hatte, hätte er sich in unserer heutigen Informationsgesellschaft viel früher zu Wort melden müssen“, so Fink. Gündogan lieferte damals eine transparente und nachvollziehbare Erklärung, die sachlich unangreifbar war. Danach richtete sich der Fokus fast ausschließlich auf Özil, der zu dem Thema weiterhin schwieg.

Gündogan hat dadurch, dass er seine ehrlichen Gedanken mit der Öffentlichkeit teilte, Krisenmanagement betrieben und ist aus der Geschichte mit deutlich weniger Schaden hervorgegangen wie sein Fußballkollege“, erklärt Fink. An Gündogans Beispiel wird deutlich, dass Krisen im Sport ein gewisses Verfallsdatum haben und sich die Aufmerksamkeit von Fans und Medienkonsumenten nach einiger Zeit auf andere Themen richten.

Özil hingegen äußerte sich über 70 Tage nicht dazu und blieb dadurch weiterhin Gegenstand von Spekulationen in der Öffentlichkeit. Dabei wurde zwischen Politik und Sport ein Zusammenhang hergestellt, auch wenn Özil nun klarstellt, dass das Bild für ihn keine politischen Hintergründe hatte. Fakt ist dennoch, dass das Bild während einem Wahlkampf und unmittelbar vor einem Turnier mit Länderidentifikation gemacht wurde. Gerade schon aufgrund dieser beiden äußert relevanten Situationen hätte er früh für Klarheit sorgen müssen.
„Heutzutage bedeutet die Vorbildfunktion der Sportler nicht unbedingt, fehlerfrei zu sein, aber sein Verhalten sachlich zu reflektieren und zu bewerten. D.h. wenn Fehler passieren, diese einzugestehen oder bei kommunikativen Missverständnissen – wie im Fall Özil – diese öffentlich zu erläutern und auszuräumen“, so Fink.

 

Joachim Löw setzt Tätigkeit als Bundestrainer fort 
Bilanz Löw  -  WM-Bilanz   -  Bundestrainer 

Frankfurt/Duisburg, 03. Juli 2018 - In einem persönlichen Gespräch hat Joachim Löw der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bestätigt, dass er seine Tätigkeit als Bundestrainer fortsetzen und den Neuaufbau der Mannschaft mit Blick auf die kommenden Aufgaben auch in Zukunft gestalten möchte. In der Verbandszentrale in Frankfurt am Main hatte die WM-Delegation mit DFB-Präsident Reinhard Grindel, DFL-Präsident Dr. Reinhard Rauball, dem 1. Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch, Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius, Vizepräsident Peter Peters sowie Oliver Bierhoff als zuständigem Direktor Nationalmannschaften zuvor einen offenen Austausch über die WM in Russland und das Aus in der Vorrunde geführt.


In dem Gespräch hatte die Delegation noch einmal unterstrichen, dass Joachim Löw die Unterstützung des gesamten Präsidiums genieße und ihm vertraut werde, die richtigen Schlüsse aus dem sportlichen Abschneiden bei der WM zu ziehen. Löw hatte seinerseits deutlich gemacht, dass er bei aller Enttäuschung über das sportliche Resultat ungebrochene Motivation und Energie verspüre, die Mannschaft auf die anstehenden Herausforderungen vorzubereiten. Gemeinsam kam man überein, dass eine überstürzte und oberflächliche Bewertung wenig Sinn mache. In den kommenden Wochen werden das Trainerteam um Löw sowie Bierhoff eine tiefgehende Analyse vornehmen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse und Konsequenzen noch vor dem nächsten Länderspiel dem Präsidium vorstellen.

DFB-Präsident Reinhard Grindel sagt: „Wir hatten einen sehr offenen und vertrauensvollen Austausch, in dem wir viele Punkte angesprochen haben. Wir sind alle der festen Überzeugung, dass wir mit Jogi Löw einen Bundestrainer haben, der sehr genau analysieren, die richtigen Schritte einleiten und unsere Mannschaft zurück in die Erfolgsspur führen wird. Wenige Tage nach einem solchen Turnier-Aus eine umfassende Analyse einzufordern, wäre allerdings verfrüht. Der Bundestrainer und Oliver Bierhoff sollen sich jetzt die notwendige Zeit nehmen, um das Turnier sportlich aufzuarbeiten und dem Präsidium vor dem Länderspiel am 6. September gegen Frankreich, in dem wir in der Nations League gleich gefordert sind, eine umfangreiche Analyse vorzustellen.“

Joachim Löw: „Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen, das der DFB weiterhin geschlossen in mich setzt, und ich spüre trotz der berechtigten Kritik an unserem Ausscheiden auch generell viel Rückhalt und Zuspruch. Es war mir wichtig, nach ein paar Tagen, in denen ich mir viele Gedanken gemacht habe, persönlich mit der DFB-Spitze zusammenzukommen.
Auch meine Enttäuschung ist nach wie vor riesig. Aber ich möchte nun auch mit ganzem Einsatz den Neuaufbau gestalten. Ich werde gemeinsam mit meinem Team analysieren, Gespräche führen und zum Start der neuen Saison die richtigen Schlüsse ziehen. Das alles braucht Zeit, wird aber alles rechtzeitig bis zum Start in die neue Länderspielsaison im September geschehen.“

Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff: „Mich freut es sehr, dass es mit Jogi Löw an der Spitze unserer Nationalmannschaft weitergeht. Wir haben gestern lange zusammengesessen, und ich habe bei ihm die volle Energie gespürt weiterzumachen. Nach 14 Jahren erfolgreicher Arbeit müssen wir nun einen Neuaufbau starten und werden uns jetzt konkret Gedanken darüber sowie über weiterführende strukturelle Veränderungen machen.“

 

Nationalmannschafts-Kapitän Manuel Neuer: „Ich freue mich, dass wir mit Jogi Löw unseren lange Zeit erfolgreichen Weg fortsetzen können. Und ich habe das Vertrauen, dass wir gemeinsam wieder zu unserer Stärke finden.“

 

 

Kinder- und Jugendärzte kritisieren DFB-Werbedeals mit MacDonalds und Cola: "Geschäfte mit den Kinder-Dickmachern gehen gar nicht!"

Düsseldorf/Duisburg, 12. Juni 2018 - "Der DFB bekennt sich in seiner Satzung ausdrücklich zur "Förderung gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung als gesundheitliche Prävention", gleichzeitig lässt er sich von Coca Cola und MacDonalds sponsern und lässt Werbespots in seinem Namen zu, die sich eindeutig an Kinder und Jugendliche richten und damit deren Zucker- und Fett-Konsum fördern. Das ist ein unglaublicher Skandal!"

Mit diesen Worten kritisierte heute in Düsseldorf der Präventionsexperte und Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Dr. Josef Kahl, die WM-Werbedeals des DFB mit Coca-Cola und McDonald’s: "Mit seinem Verhalten trägt der DFB mit dazu bei, dass immer mehr Kinder und Jugendliche Übergewicht entwickeln, denn ein entscheidender Faktor für Übergewicht ist neben Bewegungsmangel zu fette und zu süße Ernährung. Übergewicht verursacht schwere Folgeerkrankungen des Skeletts, Bluthochdruck und vor allem Diabetes. Gerade Kinder und Jugendliche aus sozial prekären Verhältnissen sind gefährdet. In ihren Familien gibt es oft wenig Kompetenz bezüglich kontrolliertem und bewusstem Konsum von Fastfood. Der DFB verpflichtet sich in seiner Satzung, "soziale Randgruppen" (O-Ton DFB Satzung) zu unterstützen. Sollte er damit arme Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Milieus meinen, dann tut er genau das Gegenteil. Er schadet ihnen und macht zunichte, was engagierte Kinder- und Jugendärzte, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrer und Lehrerinnen tagtäglich an Prävention leisten."  


Kommentar: Fettnäppfchen-DFB

Die Anstoßzeiten der Nationalmanschaft bei Freundschaftspilen lagen bis auf wenige Ausnahmen um 20:45 Uhr, Bundestrainer Löw hält an Erdogan-Werbeträger fest und nun dies. Was muss noch geschehen, dass es zu Konsequenzen führt?

Bundestrainer  Löw war beim letzten WM-Testspiel angefressen, weil es in Sachen Özil und Gündogan genug sei sollte mit der Kritek und den Pfiffen während des Spiels. Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt und nicht klar Stellung beziehen kann mit Blick auf Aushängeschild und Repräsentant Deutschlands, der sollte seinen Hut nehmen. Das gilt für Präsident Grindel, der als ehemaliger Bundestagsagbeordnete der CDU nur wachsweich bzw. sehr halbherzig die Sache mit den Erdogan-Werbern aufgriff, das gilt auch für Werbestratege und  Manager Oliver Bierhoff sowie für den Bundestrainer.
Ist dem Trio jede Bodenhaftigkeit abhanden gekommen? Glauben sie ernsthaft, dass sie sich alles erlauben können und nur ihre Meinung zählt? Was für ein Schaden hätte das WM-Team genommen, wenn Özil und Gündogan nicht nominiert worden wären?
Vielleicht wird der DFB bei einem schwachen Abschneiden des DFB-Teams in Russland auch der Kritik des Volkes die Schuld geben. Schließlich hätten ja Pfiffe und Kritik die Stars verunsichert.

Klar ist: Nur wenn Özil und Gündogang bei der WM vielleicht sehr positive Dinge leisten, verzeiht das (Fußball)Volk schnell, auf Dauer sicher nicht. Jetzt kommt auch noch die absolut berechtigte Kritik von Kinderärzten hinzu. Ein Rücktritt der drei wäre im Moment der Sache durchaus angemessen. Wer verniedlicht, verharmlost und die Zeiten der Zeit nicht erkennt, hat in Führungspositionen nichts verloren. Harald Jeschke

Die Mannschaft ist „United by football“

Eppan/Duisburg, 05. Juni 2018 - Die Mannschaft steht geschlossen hinter der deutschen Bewerbung für die UEFA EURO 2024. Im wahrsten Sinne des Wortes sichtbar wurde dies beim offiziellen Fototermin im WM-Trainingslager in Eppan.
Nach dem offiziellen Mannschaftsbild versammelte sich der 23 Spieler umfassende Kader für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland hinter einer Bande mit dem Slogan „Die Mannschaft ist united by football.“

Für Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff ist es eine Selbstverständlichkeit, dass auch das deutsche Team die Bewerbung tatkräftig unterstützt. „Neben dem Bau des neuen DFB und seiner Akademie in Frankfurt ist die EM-Bewerbung das Leuchtturmprojekt unseres Verbandes. Wir alle haben noch die tollen Bilder der WM 2006 vor Augen. Solch ein verbindendes Fußballfest für ganz Europa wollen wir in sechs Jahren wieder in Deutschland erleben. Dafür wird sich auch die Mannschaft einsetzen.“

Auch Joachim Löw ist überzeugt, dass Deutschland der richtige Austragungsort für die Europameisterschaft 2024 ist: „Natürlich sind wir aktuell komplett auf die WM in Russland fokussiert. Aber wir haben zahlreiche junge Spieler im Kader, die auch in sechs Jahren noch eine wichtige Rolle in der Nationalmannschaft spielen können. Gerade für sie ist die deutsche EURO-Bewerbung eine besondere Sache, denn jeder Spieler träumt davon, einmal ein großes Turnier vor heimischem Publikum spielen zu können.“

 

 

Löw verzichtet auf Leno, Tah, Petersen und Sanè

Eppan/Duisburg, 04. Juni 2018 - Löws WM-Kader

08.06.2018 in Leverkusen LS 942: Deutschland - Saudi-Arabien

Pos Trikot Spieler Geboren Verein LS Tore
T 1 Manuel Neuer 27.03.1986 Bayern München 75  
T 22 Marc-André ter Stegen 30.04.1992 FC Barcelona 19 0
T 1 Kevin Trapp 08.07.1990 Paris Saint-Germain 3 0
V 17 Jérôme Boateng 03.09.1988 Bayern München 70 1
V 4 Matthias Ginter 19.01.1994 Mönchengladbach 17 0
V 3 Jonas Hector 27.05.1990 1. FC Köln 37 3
V 5 Mats Hummels 16.12.1988 Bayern München 63 5
V 18 Joshua Kimmich 08.02.1995 Bayern München 27 3
V 2 Marvin Plattenhardt 26.01.1992 Hertha BSC 6 0
V 16 Antonio Rüdiger 03.03.1993 FC Chelsea 24 1
V 26 Niklas Süle 03.09.1995 Bayern München 10 0
Mf/S 20 Julian Brandt 02.05.1996 Bayer 04 Leverkusen 15 1
Mf/S 7 Julian Draxler 20.09.1993 Paris Saint-Germain 43 6
Mf/S 23 Mario Gomez 10.07.1985 VfB Stuttgart 74 31
Mf/S 24 Leon Goretzka 06.02.1995 FC Schalke 04 14 6
Mf/S 21 İlkay Gündoğan 24.10.1990 Manchester City 25 4
Mf/S 6 Sami Khedira 04.04.1987 Juventus Turin 74 7
Mf/S 8 Toni Kroos 04.01.1990 Real Madrid 82 12
Mf/S 13 Thomas Müller 13.09.1989 Bayern München 90 38
Mf/S 10 Mesut Özil 15.10.1988 FC Arsenal 90 23
Mf/S 15 Sebastian Rudy 28.02.1990 Bayern München 25 1
Mf/S 9 Marco Reus 31.05.1989 Borussia Dortmund 30 9
Mf/S 11 Timo Werner 06.03.1996 RB Leipzig 13 7

KFC Uerdingen erhielt die Lizenz für die 3. Liga
Spiele werden wohl in der Duisburger Arena ausgetragen

Duisburg, 04. Juni 2018 - Der KFC Uerdingen hat die Fristsetzungen des Zulassungsverfahrens zur 3. Liga nicht verletzt und damit die von der DFB-Zentralverwaltung gestellten Bedingungen im Rahmen des Zulassungsverfahrens erfüllt. Zu dieser Feststellung ist der Zulassungsbeschwerdeausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) unter Vorsitz des 1. DFB-Vizepräsidenten Amateure, Recht und Satzungsfragen, Dr. Rainer Koch, auf seiner heutigen Sitzung in Frankfurt am Main gelangt.

Zum Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit hatten die Uerdinger im Zulassungsverfahren unter anderem eine Liquiditätsreserve in Höhe von 1,2 Millionen Euro erbringen müssen. Dieser Betrag musste bis spätestens 29. Mai, 15.30 Uhr (Ausschlussfrist), als auf einem DFB-Konto valutiertes Guthaben erbracht werden. Der Zulassungsbeschwerdeausschuss hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob die Liquiditätsreserve des KFC Uerdingen fristgemäß eingegangen war.

Nach Auswertung aller Unterlagen und Befragung der Beteiligten, darunter die Vereinsvertreter des KFC Uerdingen und ein zuständiger Mitarbeiter der Commerzbank, konnte der Sachverhalt im Detail nachvollzogen werden. Demnach ging die Summe am 29. Mai bereits um 7:50 Uhr auf dem Konto der Hausbank des DFB ein, wurde dort jedoch erst nach Fristablauf auf dem Konto des DFB valutiert. Die Auswertung aller Informationen ergab, dass die Verzögerung der Valutierung ausschließlich auf die geltenden Geschäftsbedingungen zwischen dem DFB und der Commerzbank zurückzuführen ist. Anhand dieses Sachverhalts ist der Zulassungsbeschwerdeausschuss zu der Feststellung gelangt, dass keine Fristverletzung seitens des KFC Uerdingen vorliegt. Die gestellte Bedingung ist somit erfüllt.

Der DFB wird nach Beschlussfassung durch den DFB-Spielausschuss in den nächsten Tagen das Zulassungsverfahren für die Saison 2018/2019 in der 3. Liga abschließen. Anschließend wird das Teilnehmerfeld der 3. Liga, das in der kommenden Spielzeit weiterhin 20 Mannschaften umfassen wird, offiziell bekannt gegeben.

 

Antrag des KFC Uerdingen auf Zulassung zur 3. Liga wird überprüft
Duisburgt betroffen

Frankfurt/Duisburg, 30. Mai 2018 - Der Zulassungsbeschwerdeausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird am kommenden Montag, den 4. Juni 2018, in Frankfurt am Main zusammenkommen, um sich mit dem Antrag des KFC Uerdingen auf Zulassung zur 3. Liga zu befassen.

Der Meister der Regionalliga West hatte sich in den Aufstiegsspielen gegen den SV Waldhof Mannheim durchgesetzt und damit sportlich für die 3. Liga qualifiziert. Der Verein musste zum Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit im Rahmen des Zulassungsverfahrens zur 3. Liga bis spätestens 29. Mai, 15.30 Uhr (Ausschlussfrist), unter anderem eine Liquiditätsreserve als Guthaben beim DFB erbringen. Die Ausschlussfrist galt gleichermaßen für alle Klubs, die nach Einreichung der Zulassungsunterlagen zum 15. März und deren Prüfung durch den DFB Bedingungen gestellt bekommen hatten.

Die mit der Bedingung geforderte Liquiditätsreserve des KFC Uerdingen ging nach derzeitigem Stand am Dienstag möglicherweise erst nach Ablauf der Ausschlussfrist ein. Die Nichteinhaltung der Frist hätte nach den Statuten zur Folge, dass die Bedingung nicht erfüllt ist und daher keine Zulassung erteilt werden könnte. Ein Ermessensspielraum würde für den Zulassungsbeschwerdeausschuss in diesem Fall aufgrund der gegebenen Drittbetroffenheit der anderen Bewerber, für die dieselben Fristen und Regeln galten, nicht bestehen.

Am Montag wird der Zulassungsbeschwerdeausschuss anhand der vorliegenden Unterlagen überprüfen, ob die Liquiditätsreserve fristgerecht gestellt und die Bedingung somit erfüllt worden ist.

Im Fall der Nichterteilung einer Zulassung für einen Gewinner der Aufstiegsspiele zur 3. Liga würde laut DFB-Spielordnung (Paragraf 55b Punkt 4) der in den Aufstiegsspielen unterlegene Verein als Sieger gelten und den Platz in der 3. Liga einnehmen, sofern er die wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Anforderungen erfüllt.

 

Betroffen sind bei diesem Verfahren auch die Stadt Duisburg bzw. die Schauinsland-Reisen-Arena, die wohl die Spielstätte der Uerdinger werden sollte, da das 1927 errichte Stadion des KFC an der Grotenburg aus Sicherheitsgründen keine Zulassung für die 3. Liga erhalten wird.

Betroffen sind auch im Nachrücker- bzw. Ligenverbleib bei den Fußball-Amateure von Hamborn 07 (Landesliga Relegationsplatz 15) und für das Aufstiegrennen um Platz für den FSV Duisburg.

 

Özil und Gündogan treffen sich mit DFB-Führung

Berlin/Duisburg, 19. Mai 2018 - Mesut Özil und Ilkay Gündogan haben ihren Urlaub unterbrochen, um sich am Samstag im Vorfeld des Pokalfinals auf ihren Wunsch hin in Berlin mit DFB-Präsident Reinhard Grindel, Generalsekretär Friedrich Curtius, Bundestrainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff zu einem persönlichen Gespräch zu treffen. Im Anschluss daran kamen die Nationalspieler noch im Schloss Bellevue mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen.

Auslöser waren die entstandenen Irritationen und Diskussionen im Zusammenhang mit den Fotos, die am Sonntagabend im Rahmen eines privaten Termins der beiden Nationalspieler in London mit dem türkischen Staatspräsidenten Recep Erdogan entstanden waren.

DFB-Präsident Reinhard Grindel sagte nach dem Treffen: „Es verdient Respekt und Anerkennung, dass Mesut Özil und Ilkay Gündogan persönlich die Irritationen ausräumen wollten. Genauso sage ich aber auch, dass dieser offene und ehrliche Austausch mit den Spielern für uns als DFB wichtig war. Beide haben uns gegenüber versichert, dass sie mit dieser Aktion kein politisches Signal senden wollten. Gleichzeitig haben die Spieler vermittelt, dass sie auf und neben dem Spielfeld für unsere Werte stehen und sich damit identifizieren.
Der DFB steht für Werte, und wir haben nochmal deutlich unterstrichen, dass unsere Spieler gerade in ihrer Vorbildfunktion für die Jugend eine besondere Verantwortung tragen. Ich wünsche mir, dass sich die Mannschaft jetzt auf die sportliche Vorbereitung der WM konzentrieren kann und die Spieler wieder aufgrund ihrer sportlichen Leistung von sich reden machen.“

Manager Oliver Bierhoff sagt: „Ich kenne beide Spieler schon seit Jahren und weiß, wie sehr sie sich mit der Nationalmannschaft und unseren Werten in Deutschland identifizieren. Mesut und Ilkay sind nicht nur aufgrund ihrer Entscheidung, für Deutschland spielen zu wollen, weiterhin gute Botschafter für Integration. Sie unterstützen auch mit viel Leidenschaft zahlreiche Projekte außerhalb des Fußballs, gerade auch mit Bezug auf Integration. Daher bin ich froh, dass sie diese Initiative ergriffen haben, um ihre Sicht der Dinge darzulegen. Integration ist und bleibt in unserer Gesellschaft weiter eine riesige Aufgabe und tägliche Herausforderung, was Toleranz und Aufeinander-Zugehen bedeutet. Unsere Aufgabe ist es, mit der Mannschaft und dem Fußball diese Arbeit zu unterstützen.“

Copyright: Getty Images/DFB

 

 

Kommentar 

Ex-Kapitän Philip Lahm kommentierte den groben Fauxpas von Özil und Gündogan mit "grober Fehltritt", was die Sache sicher nicht allumfassend umschreibt, aber auch nicht verniedlicht. Niemand wird den beiden Stars aus der Premier League verminderte Intelligenz bescheinigen, als ob sie nicht gewusst haben, mit wem sie sich das ablichten lassen. Deshalb ist ein Gespräch unter DFB-Vertretern auch nicht zwingend als die Entschuldigung schlechthin anzusehen, maximal als DFB-Versuch, die Wogen zu glätten.

Das reicht nicht. Jedes Tun hat Konsequenzen und die "Bierhoff-Hilfskrücke" beide würde auch mit viel Leidenschaft zahlreiche Projekte außerhalb des Fußballs unterstützen ausreichen ist eine Nebelkerze. Beide haben die Not und das Elend von Richtern, Journalisten oder Oppositionelle, die ohne Begründung in Gefängnissen landeten und noch heute auf ihren Prozess bzw. gar auf die Begründung ihrer Festnahmen warten als Bagatelle dastehen lassen. Sie haben sich als Repräsentanten Deutschlands als unwürdig erwiesen. Harald Jeschke