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Präsidentenkonferenz: Eindringlicher Appell für Rückkehr des Amateursports

Frankfurt/Duisburg, 23. Februar 2021 - Die Präsidenten aus den Regional- und Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) haben im Rahmen ihrer Konferenz einen gemeinsamen Appell formuliert, der die hohe gesellschaftliche Bedeutung und Wirkung des Amateursports betont. Im Mittelpunkt steht für das Gremium die Perspektive, vor allem Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, wieder unter freiem Himmel einem organisierten Trainingsbetrieb im Verein nachzugehen und dort ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben.
Nach mehrmonatigem Lockdown soll der organisierte Amateursport, so die klare Botschaft, nicht mehr als Teil des Problems, sondern endlich als Teil der Lösung im Sinne der allgemeinen Gesundheitsförderung begriffen werden.

Mit ihrem Appell unterstützen und unterstreichen die führenden Vertreter*innen der Landesverbände den offenen Brief, den DFB-Präsident Fritz Keller und der 1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch am vergangenen Freitag an alle 24.500 Vereine im deutschen Fußball verschickt hatten. Keller und Koch hatten darin betont, dass der Sport und seine einzigartige Vereinslandschaft in Deutschland in allen Entscheidungen Berücksichtigung finden müssen und nicht abgehängt werden dürfen. Bei Diskussionen um mögliche Lockerungen muss vor diesem Hintergrund zwangsläufig an allen relevanten Stellen über den Amateursport gesprochen werden, dafür setzen sich mit dem DFB auch alle Regional- und Landesverbände ein.

Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagt: “Unsere Vereine haben in den vergangenen Monaten einen erfolgreichen Beitrag geleistet, um Kontakte zu reduzieren und Infektionen entgegenzuwirken. Dieses verantwortungsvolle Verhalten darf bei den Erörterungen der Lockerungen nicht vergessen werden, insbesondere deshalb, weil es in besonderem Maße um Kinder und Jugendliche geht. Dies betrifft nicht nur den Fußball, sondern den gesamten Sport. Ich bin daher sehr froh, dass in Nordrhein-Westfalen die Landesregierung nun in einem ersten Schritt entschieden hat, dass die Sportplätze wieder geöffnet werden können und eine Nutzung, wenn auch zunächst unter engen Vorgaben, möglich ist.”

Im Rahmen der Konferenz hatte Prof. Dr. Tim Meyer, Vorsitzender der Medizinischen Kommission des DFB, den Präsidenten der Regional- und Landesverbände Erkenntnisse aus jüngsten Untersuchungen präsentiert. Meyer hatte mit Kollegen vom Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes sowie dem Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel unter anderem mehr als 750 Partien aus Profiligen und dem Amateurbereich mit mindestens einem SARS-CoV2-verdächtigen Spieler analysiert.
In diesem Rahmen wurden Fragebögen und Listen mit Spielabsagen von 20 Fußball-Landesverbänden aufgrund von bestätigten Fällen und Verdachtsfällen auf eine SARS-CoV-2-Infektion geprüft und registriert. Soweit verfügbar, wurden ergänzende Videoanalysen durchgeführt. Ziel war neben der Erfassung infektiöser Spieler*innen in Spiel oder Training eine Einschätzung des Infektionsrisikos der anderen Spieler*innen und Schiedsrichter*innen.

Es zeigte sich, dass fußballspezifische Kontakte auf dem Spielfeld nur ein geringes Infektionsrisiko mit SARS-CoV-2 darstellen. Auch wenn die Möglichkeiten zur Nachverfolgung von Fällen im Amateurbereich, verglichen mit den Profis, eingeschränkt sind, wurden in den exponierten Mannschaften bis 14 Tage nach dem Spiel keine weiteren Verdachtsfälle festgestellt. Lediglich in einem Fall waren Zweifel an einer Übertragung während des Fußballspielens nicht gänzlich auszuräumen. Die Videoanalysen ergaben, dass relevante Kontakte auf dem Spielfeld nur selten auftreten und von sehr kurzer Dauer sind.

“Zusammengefasst bedeutet dies, dass nach aktuellem Kenntnisstand beim Fußballspielen unter freiem Himmel nur eine äußerst geringe Ansteckungsgefahr besteht”, sagt Meyer. “Diese Ergebnisse stehen auch im Einklang mit der umfangreich gesichteten internationalen Literatur, beispielsweise den vor wenigen Tagen veröffentlichten Resultaten aus dem englischen Rugby.”

Ronny Zimmermann und Hannelore Ratzeburg, im DFB-Präsidium für den Nachwuchsfußball im männlichen und weiblichen Bereich zuständig, erklären gemeinsam: “Vereine und Verbände tragen verantwortungsvoll die Verordnungen von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit. Doch der Lockdown für den Sport darf nicht zum Dauerzustand werden. Wir müssen im Blick haben, welche Folgen dauerhafter Bewegungsmangel und fehlende soziale Kontakte gerade für Kinder und Jugendliche haben können. Vereinssport kann hier für eine spürbare Entlastung sorgen und mit den bereits bewährten Hygienekonzepten seiner gesellschaftlichen Aufgabe gerecht werden.”

Wie groß die Sehnsucht nach der Rückkehr des Amateurfußballs ist, zeigt eine aktuell laufende bundesweite DFB-Umfrage. An den ersten drei Tagen haben bereits rund 50.000 Personen daran teilgenommen, 97 Prozent davon sind Mitglied in einem Fußballverein. 98 Prozent der bisher Befragten haben angegeben, den Amateurfußball und ihren Amateurverein zu vermissen, 95 Prozent wollen auf jeden Fall oder sehr wahrscheinlich nach dem Lockdown in den Amateurfußball zurückkehren. Besonders vermisst werden laut den Zwischenergebnissen das Gemeinschaftsgefühl und das aktive Fußballspielen. Die Möglichkeit des Mannschaftstrainings wird unter den Teilnehmer*innen im Falle möglicher Lockerungen mit Abstand am höchsten priorisiert, deutlich vor der Rückkehr in den Spielbetrieb.

Die Umfrage läuft noch bis Freitag, eine Teilnahme ist hier möglich.

 

3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga bis 2023 bei MagentaSport



Frankfurt/Duisburg, 02. Februar 2021 - Die Übertragungsrechte der 3. Liga und der FLYERALARM Frauen-Bundesliga im Pay-TV verbleiben bis einschließlich der Saison 2022/23 bei der Deutschen Telekom AG. Der Medienpartner hat von seiner Option Gebrauch gemacht, die ursprünglich bis zum 30. Juni 2022 laufenden Verträge um eine Saison zu verlängern. Im Free-TV werden die 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga ebenfalls bis zum Ende der Saison 2022/2023 weiterhin von der ARD und ihren 3. Programmen gezeigt.

Die Rechte liegen hier vertragsgemäß bei SportA, der Sportrechteagentur von ARD und ZDF. Das Paket von SportA beinhaltet zudem alle Heimspiele der Frauen-Nationalmannschaft. Die Deutsche Telekom AG überträgt seit der Saison 2017/18 sämtliche Partien der 3. Liga live im Pay-Bereich bei MagentaSport. Neben den 380 Livespielen pro Saison enthält das Rechtepaket eine Highlightverwertung der Drittligaspiele sowie die Pay-TV-Übertragungsrechte aller Partien der FLYERALARM Frauen-Bundesliga.

„Die Zusammenarbeit mit verlässlichen Partnern ist ein sehr positives Zeichen in diesen herausfordernden Zeiten. Es unterstreicht die Attraktivität unserer Wettbewerbe, die nun frühzeitig ein weiteres Jahr Planungssicherheit haben“, sagt Dr. Holger Blask, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der DFB GmbH. „Durch die umfassende TV-Berichterstattung hat nicht zuletzt die 3. Liga in den vergangenen Jahren deutlich an Stellenwert für Fans, Partner und Klubs gewonnen.
Auch die FLYERALARM Frauen-Bundesliga hat durch den Ausbau der Zusammenarbeit mit MagentaSport an Livezeit zugelegt. Das ist ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung des Frauenfußballs in Deutschland. Gemeinsam mit den Medienpartnern werden wir daran arbeiten, die regelmäßige Sichtbarkeit der Frauen-Nationalmannschaft und der FLYERALARM Frauen-Bundesliga weiter zu stärken.“

Der Vertrag mit SportA, der seit der Saison 2018/19 in Kraft ist, umfasst die Free-TV-Berichterstattung der Spiele der 3. Liga, die hauptsächlich in der Sportschau sowie in den Dritten Programmen der ARD stattfindet. Enthalten sind 86 Livespiele pro Saison sowie die Highlightrechte aller Partien. Zum Rechtepaket der SportA zählt außerdem die Übertragung aller Heimländerspiele der Frauen-Nationalmannschaft sowie der Spiele der FLYERALARM Frauen-Bundesliga (ein Livespiel pro Spieltag plus Highlightrechte an allen Begegnungen).
Die Neuvergabe der Medienrechte an der 3. Liga, der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und den Heimspielen der Frauen-Nationalmannschaft ab der Saison 2023/2024 ist für Sommer 2022 vorgesehen.

 

3. Liga: Ab 20. Spieltag Wechsrelkontingent steigt von drei auf fünf Spieler

Die Klubs der 3. Liga einigten sich auf erhöhtes Wechselkontingent

Frankfurt/Duisburg, 06. Januar 2021 - Der DFB hat mit den Vereinen der 3. Liga bei einer außerordentlichen Managertagung am heutigen Mittwoch über die Anpassung des Wechselkontingents von drei auf fünf Spieler für die restliche Saison 2020/2021 diskutiert. In der Videokonferenz ging es vor allem um folgende Punkte: Änderung des Wechselkontingents von drei auf fünf Spieler, Erweiterung der Spieltagskader von 18 auf 20 Spieler analog zur Bundesliga und 2. Bundesliga sowie den Zeitpunkt, zu dem die Änderungen in Kraft treten sollen.

Eine deutliche Mehrheit der Klubs stimmte für eine Anpassung des Wechselkontingents von drei auf fünf Spieler, um die Belastung der Sportler angesichts des engen Terminplans besser steuern zu können. Vor Saisonbeginn hatten die Vereine aus wirtschaftlichen Gründen und bei einer deutlich entspannteren Pandemielage für eine Rückkehr zu drei Auswechslungen gestimmt, so dass die bisherige Spielzeit mit dieser Regelung durchgeführt wurde.

Fünf Auswechslungen ab dem 20. Spieltag Die Erhöhung auf fünf Wechsel soll für alle Klubs ab dem  ab dem  20. Spieltag (22. bis 24. Januar) gelten, also zum Rückrundenstart.
Mögliche Nachholspiele aus der Vorrunde, die erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, sind im Sinne der Chancengleichheit von dieser Änderung noch ausgenommen. Der Vorschlag, die Spieltagsaufgebote der Teams auf 20 Spieler zu erhöhen, fand bei der Managertagung der 3. Liga keine mehrheitliche Zustimmung und wurde abgelehnt.
 

 

Nationalmannschaft startet in Duisburg ins EM-Jahr 2021

Frankfurt/Duisburg, 21. Dezember 2020 - Die deutsche Nationalmannschaft wird ihre ersten beiden Heimspiele 2021 in der WM-Qualifikation am 25. März gegen Island und am 31. März gegen Nordmazedonien jeweils in Duisburg absolvieren, dazwischen steht am 28. März das Qualifikationsspiel in Rumänien an. Das hat das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am heutigen Montag im schriftlichen Umlaufverfahren beschlossen.

Damit werden in Duisburg erneut zwei aufeinanderfolgende Heimländerspiele am selben Spielort ausgetragen. Mit diesem Vorgehen hat der DFB im Herbst 2020 in Köln und Leipzig bereits gute Erfahrungen in der Organisation der Länderspiele gemacht. Duisburg hat sich im Sommer 2020 im Rahmen des Finalturniers der UEFA Europa League als Spielort im Sonderspielbetrieb bewährt.

Im Hinblick auf die aktuellen Einschätzungen zur Covid-19-Situation im März verfolgt der Verband weiterhin den Ansatz, die Kontakte der Mannschaft zu minimieren und unnötige Reisen zu vermeiden.
Über eine mögliche Zulassung von Zuschauern wird mit den zuständigen Behörden zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Vorläufiger Spielplan der Nationalmannschaft bis zur EURO: 25. März 2021, 20.45 Uhr: WM-Qualifikation, Deutschland gegen Island (in Duisburg) 28. März 2021, 20.45 Uhr: WM-Qualifikation, Rumänien gegen Deutschland 31. März 2021, 20.45 Uhr: WM-Qualifikation, Deutschland gegen Nordmazedonien (in Duisburg)

 

Rahmenterminkalender 2021/2022 - Masterplan Amateurfußball 2024

Rahmenterminkalender

Frankfurt/Duisburg, 04. Dezember 2020 - Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat auf seiner heutigen Sitzung in Frankfurt am Main den Rahmenterminkalender für die Saison 2021/2022 verabschiedet. Die Bundesliga startet am Wochenende vom 13. bis 15. August 2021 in die neue Spielzeit, während die 2. Bundesliga bereits am 23. Juli 2021 beginnt.

Nach dem 18. Zweitliga-Spieltag vom 17. bis 19. Dezember 2021 und dem 17. Bundesliga-Spieltag am selben Wochenende gehen beide Klassen in die Winterpause. Der Spielbetrieb in der Bundesliga wird am 7. Januar 2022 wieder aufgenommen, die 2. Bundesliga folgt am 14. Januar 2022. Der 34. und letzte Bundesliga-Spieltag ist für den 14. Mai 2022 terminiert. Einen Tag später, am 15. Mai 2022, findet der 34. Spieltag der 2. Bundesliga statt.

Die 3. Liga startet am Wochenende vom 23. bis 26. Juli 2021 in die nächste Saison. Nach dem 20. Spieltag vom 17. bis 20. Dezember 2021 macht die 3. Liga Winterpause bis zum Wiederbeginn am 14. Januar 2022. Der 38. und letzte Drittliga-Spieltag ist am 14. Mai 2022. Anschließend folgen die Relegationsspiele zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga sowie zwischen 2. Bundesliga und 3. Liga. Nach dem derzeitigen Planungsstand sollen diese zwischen dem 19. und dem 24. Mai 2022 stattfinden. Die genaue Terminierung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Der DFB-Pokal beginnt in der nächsten Saison mit der ersten Hauptrunde am Wochenende vom 6. bis 9. August 2021. Weiter geht es mit der zweiten Runde am 26. und 27. Oktober 2021, ehe am 18. und 19. Januar 2022 das Achtelfinale und am 1. und 2. März 2022 das Viertelfinale folgen. Die beiden Halbfinalspiele steigen am 19. und 20. April 2022. Das Finale in Berlin ist für den 21. Mai 2022 angesetzt. Alle Daten des Rahmenterminkalenders für die Saison 2021/2022 gibt es auf der DFB-Webseite.

DFB unterstützt Stiftungen mit 4,35 Millionen Euro
Auf seiner Sitzung am heutigen Freitag in Frankfurt am Main hat das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entschieden, fußballnahe gemeinnützige Stiftungen sowie die Stiftung Deutsche Sporthilfe mit einem Betrag in Höhe von insgesamt 4,35 Millionen Euro zu unterstützen. Die Mittel entspringen den Überschüssen des DFB im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, die entsprechend gemeinnützigkeitsrechtlicher Vorschriften im ideellen Bereich des Verbandes und für satzungsgemäße Aufgaben zu verwenden sind.
Zu berücksichtigen war insbesondere, dass die DFB-Stiftung Egidius Braun im Jahr 2020 erneut kein Benefizländerspiel zu Gunsten der DFB-Stiftungen veranstalten konnte und die Einnahmen aus diesem Spiel von großer Relevanz für den Haushalt der Stiftung sind. DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge sagt: “Ich bin dem DFB-Präsidium sehr dankbar und zugleich auch stolz darauf, dass es uns gelungen ist, die Stiftungen in diesen auch wirtschaftlich so schwierigen Zeiten unverändert umfassend zu unterstützen. Wir machen dies in Wahrnehmung unserer sozialen Verantwortung sowie in Anerkennung und Wertschätzung der in den Stiftungen geleisteten Arbeit für den Fußball und das Gemeinwohl in Deutschland. Für uns ist die Arbeit der Stiftungen systemrelevant. Gerade in den schwierigen Zeiten gilt: Für soziales Engagement darf und wird es keine Pausen geben.”

Von den 4,35 Millionen Euro entfällt der größte Teil auf die DFB-Stiftung Egidius Braun, die 2,5 Millionen Euro erhält. 600.000 Euro gehen an die DFL Stiftung, 500.000 Euro an die DFB-Kulturstiftung, 400.000 Euro an die DFB-Stiftung Sepp Herberger. Die Stiftung Deutsche Sporthilfe wird mit 150.000 Euro unterstützt, die Robert-Enke-Stiftung mit 100.000 Euro. 20.000 Euro erhält die Uwe Seeler Stiftung, die Fritz-Walter-Stiftung wird mit 50.000 Euro bedacht und die Stiftung “Die Mannschaft” mit 30.000 Euro.

DFB-Frauen spielen im April 2021 in Wiesbaden
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bestreitet am Samstag, 10. April 2021, ein Heimspiel in der Brita-Arena in Wiesbaden. Das beschloss das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes auf seiner Sitzung am heutigen Freitag. Anstoßzeit und Gegner der DFB-Auswahl werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. Das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg war zuletzt im Oktober in der hessischen Landeshauptstadt zu Gast. Das damals geplante Spiel gegen England war jedoch aufgrund eines positiven Corona-Falls beim Gegner vom Englischen Fußball-Verband FA abgesagt worden.
Martina Voss-Tecklenburg sagt: “Wir freuen uns, erneut in Wiesbaden zu Gast zu sein, vor allem vor dem Hintergrund, dass unser Spiel im Oktober dort nicht stattfinden konnte. Wir wollen auch im nächsten Jahr den Weg der vergangenen Monate fortführen: unsere junge Mannschaft auf hohem Niveau weiterzuentwickeln. Dazu möchten wir uns mit Topnationen messen.” Das Länderspieljahr 2021 beginnt für die Frauen-Nationalmannschaft schon Mitte Februar. Details zur ersten internationalen Abstellungsphase des kommenden Jahres erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt. Die DFB-Frauen haben sich souverän für die EM in England qualifiziert. Die Endrunde war aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie um ein Jahr auf 2022 verschoben worden

Masterplan 2024 für den Amateurfußball
Der Vorstand des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat eine richtungsweisende Entscheidung für den Amateurfußball getroffen und den Masterplan 2024 per Beschluss bestätigt. Der Masterplan bildet den Kern der Zukunftsstrategie Amateurfußball, seine Umsetzung ist gemäß des offiziellen Votums des DFB-Bundestages 2019 und des nun getroffenen Beschlusses des DFB-Vorstandes für alle 21 Landesverbände verbindlich.
Der Masterplan 2024 ist ein Maßnahmenpaket, das die Vereinsqualität verbessern und den Vereinsfußball an der Basis stärken soll, unter anderem durch eine gezielte Ergänzung der bisherigen Verbandsangebote für Vereine. Übergeordnetes Ziel ist es, das weltweit einzigartige, bundesweit flächendeckende Netz von Fußballvereinen und Klubs mit Fußballangeboten in Deutschland zu erhalten und zu stärken.
Die Erarbeitung und Ausgestaltung durch die Steuerungsgruppe Amateurfußball, geleitet von Peter Frymuth (DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung), erfolgte unter enger Einbindung von Vereinsvertretern*innen aus zahlreichen Amateurvereinen. Der Masterplan folgt den Empfehlungen des 3. DFB-Amateurfußball-Kongresses 2019. In regelmäßigen Schwerpunkt-Workshops mit Vereinen wurden nach dem Kongress Maßnahmen entwickelt, besprochen und auf ihre mögliche Wirksamkeit an der Basis überprüft. Die Beteiligung von Vertreter*innen aus Amateurklubs soll auch in der Phase der Weiterentwicklung und Umsetzung in den kommenden Jahren konsequent fortgesetzt werden.

Dr. Rainer Koch, 1. DFB-Vizepräsident Amateure, sagt: “Der Masterplan 2024 ist für den Amateurfußball das, was das Projekt Zukunft für den Spitzenfußball und das Projekt Zukunft weiblich für den Frauen- und Mädchenfußball sein sollen. Die nachhaltige Weiterentwicklung eines flächendeckenden und leistungsfähigen Amateur- und Breitenfußballs ist für unser komplettes Fußball-Ökosystem essenziell. In Zeiten der Corona-Krise und angesichts deren noch nicht in Gänze abschätzbaren Auswirkungen ist der Masterplan wichtiger denn je. Amateurvereine bilden mit ihren Aktiven, ihren Frauen und Männern im Ehrenamt sowie ihren Mitglieder*innen eine wesentliche Zukunftsplattform zur weiteren und dringend notwendigen Aktivierung gesellschaftlicher Potenziale.
Je attraktiver wir unsere Vereine machen, die so wichtig für unser soziales Miteinander sind, desto mehr Menschen begeistern wir für den Fußball. Großes gemeinsames Ziel ist es, die einmalige Chance, die die EURO 2024 in Deutschland jedem Verein zur Weiterentwicklung bieten wird, konsequent für den gesamten Fußball zu nutzen. Wir wollen vor allem noch mehr Menschen bewegen, im Verein aktiv Fußball zu spielen.”

Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, erklärt: “Der Masterplan 2024 folgt auf Basis der Aufträge aus dem Amateurfußball-Kongress 2019 zwei festen Grundsätzen: Die Spieler*innen stehen im Mittelpunkt. Und: Es gilt, gemeinsam die Vereine konzentriert zu unterstützen und weiterzuentwickeln. Der Anspruch ist es, die vom Kongress priorisierten Empfehlungen im Masterplan umzusetzen. An der Erarbeitung waren alle Ebenen beteiligt, vom DFB und seinen Landesverbänden über Vertreter*innen von Bezirken und Fußballkreisen bis hin zu Amateurvereinen.

Bei der Sicherung und Stärkung des Amateurfußballs sind wir alle gefragt und in der Pflicht, ob Verband oder Verein. Die Fußballvereine und Fußballabteilungen sind es, die vor Ort den Menschen das Fußballspielen ermöglichen und eigenverantwortlich handeln.
Das Verbandssystem hat die Aufgabe, die Vereine dabei zu unterstützen – einerseits bei der von den Klubs selbst vorzunehmenden Vereinsentwicklung, andererseits durch die Sicherstellung von bestmöglichen Rahmenbedingungen.”

Der Masterplan Amateurfußball beinhaltet acht Teilziele: Gewinnung, Bindung und Entwicklung von Spieler*innen Positive Entwicklung der Mannschaftszahlen im Spielbetrieb und in den Vereinen Gewinnung, Bindung sowie Aus- und Weiterbildung von (ehrenamtlichen) Vereinsmitarbeiter*innen Gewinnung, Bindung sowie Aus- und Weiterbildung von Trainer*innen Gewinnung, Bindung sowie Aus- und Weiterbildung von Schiedsrichter*innen Zugang zu moderner Sportinfrastruktur bedarfsgerecht verbessern Ressourcen optimieren Gewinnung und Bindung von passiven Mitgliedern und Zuschauer*innen Jede Maßnahme des Masterplans soll mindestens eines der Teilziele wirksam unterstützen.
Während in den ersten beiden Masterplan-Perioden von 2013 bis 2019 der Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung der Verbände in den Themenfeldern Kommunikation, Spielbetriebsangebote und Bildungsangebote lag, richtet sich der Fokus im Masterplan 2024 auf eine wirksame Unterstützung der Vereinsentwicklung in den drei wesentlichen Bereichen Organisation, Mitarbeiter*innen und Spielangebote für Vereinsmitglieder*innen. In Abstimmung mit den Fachgremien, Landesverbänden und Vertreter*innen von Amateurklubs wird nun verstärkt mit Pilotprojekten gearbeitet, die evaluiert und bei positivem Ergebnis flächendeckend ausgerollt werden.

Ein Beispiel ist die Intensivierung der neuen Spielformen im Kinderfußball, der eine umfassende Qualifizierungsoffensive für Kindertrainer*innen folgen soll. Weitere Pilotprojekte sind unter anderem die Klub-Berater*innen, die Vereinsmanager-C-Lizenz, das DFB-Staffelleiter*innenzertifikat sowie der DFB-JUNIOR-Referee und DFB-JUNIOR-Manager*in. Der vom DFB-Vorstand beschlossenen Masterplan ist in zwei Phasen unterteilt, in deren Verlauf auf Grundlage der Evaluierungen und gewonnenen Erkenntnisse weitere Anpassungen möglich sind.
Die erste Phase läuft bis Ende 2022, die zweite bis 31. Dezember 2025. Erst am Mittwoch hatten die Europäische Fußball-Union (UEFA) und der DFB die Ergebnisse einer Studie zur sozialen Wertschöpfung des Amateurfußballs in Deutschland vorgestellt, die auf dem UEFA SROI-Modell (“Social Return on Invest”) basiert.
Das paneuropäische SROI-Modell wurde in Zusammenarbeit mit zehn europäischen Universitäten entwickelt. Es beziffert den konkreten Wert des Amateurfußballs und somit auch des dort geleisteten ehrenamtlichen Engagements. In der Studie für Deutschland wurde für das Gemeinwohl eine soziale und ökonomische Wertschöpfung von 13,9 Milliarden Euro pro Jahr durch den Fußball unterhalb der 3. Liga errechnet. Die Gesamtsumme setzt sich aus drei Kernbereichen zusammen: Wirtschaft, Gesellschaft und Gesundheit.

DFB stellt Beachsoccer-Nationalmannschaft ein
Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat auf seiner Sitzung am heutigen Freitag beschlossen, den Betrieb der deutschen Beachsoccer-Nationalmannschaft zum 1. Januar 2021 einzustellen. Damit wird der DFB auch keine Mannschaft für die WM-Qualifikation melden. Trotz dieser Entscheidung sieht der DFB Beachsoccer als wichtige alternative Spielmöglichkeit für Jugendliche und Erwachsene.
Daher unterstützt der Verband nach wie vor Beachsoccer-Turniere und Maßnahmen im Amateurbereich. Zudem organisiert der DFB unverändert einen Spielbetrieb. Michael Lichtnecker, Vorsitzender des Ausschusses für Beachsoccer, Freizeit- und Breitensport, sagt: “Es ist schade, dass wir das Kapitel der Beachsoccer-Nationalmannschaft schließen müssen. Die Covid-19-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf den DFB, die uns zu schwierigen Entscheidungen zwingen. Aufgrund der Fokussierung auf die Kernaufgaben des Verbandes kann die Unterhaltung der Beachsoccer-Nationalmannschaft nicht fortgeführt werden. Ich möchte mich bei allen aktuellen und ehemaligen Spielern und Trainern sowie insbesondere bei Nationalmannschaftscoach Matteo Marrucci für ihren leidenschaftlichen Einsatz bedanken. Bei allem Bedauern freue ich mich, dass der DFB den Beachsoccer auch künftig fördern wird und die Vereine durch die Fortführung des Spielbetriebs ihre sportliche Heimat behalten.”
Zuletzt hatte die deutsche Beachsoccer-Nationalmannschaft Anfang September beim Superfinal der Euro Beach Soccer League in Portugal gespielt. Das letzte Spiel verlor das Team von Trainer Matteo Marrucci mit 6:8 gegen die Schweiz.

 

Wertschöpfung des Amateurfußballs beträgt pro Jahr 13,9 Milliarden Euro

Frankfurt/Duisburg, 02. Dezember 2020 - Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat mittels einer paneuropäischen Studie basierend auf dem UEFA GROW SROI-Modell (“Social Return on Invest”) in Zusammenarbeit mit zehn Universitäten die soziale und ökonomische Wertschöpfung des Amateurfußballs ermittelt. Erstmals besteht die Möglichkeit, den Wert des Amateurfußballs und somit auch des ehrenamtlichen Engagements konkret zu beziffern.

DFB-Präsident Fritz Keller stellte die Ergebnisse am heutigen Mittwoch in der DFB-Zentrale in Frankfurt gemeinsam mit dem 1. UEFA-Vizepräsidenten Karl-Erik Nilsson vor. Die soziale und ökonomische Wertschöpfung durch den Amateurfußball beträgt 13,9 Milliarden Euro pro Jahr.  DFB-Präsident Fritz Keller sagt: “Diese beeindruckenden Zahlen belegen die herausragende Bedeutung der ehrenamtlich engagierten Menschen nicht nur für den Fußball, sondern für die gesamte Gesellschaft. Für dieses unverzichtbare Engagement, das gerade jetzt auf eine harte Prüfung gestellt wird, möchten wir ihnen von Herzen danken. Diese Zahlen dokumentieren aber auch die Bedeutung des Sports, der Orte vielfältiger Gemeinschaft schafft, die uns allen derzeit im Alltag fehlen. Der Fußball und der gesamte Sport müssen in Zeiten der Krise, wie wir sie erleben, elementarer Bestandteil der Lösungsstrategie sein.”   UEFA-Vizepräsident Nilsson hob die europaweite soziale und wirtschaftliche Bedeutung des Amateurfußballs hervor und betonte zugleich den Wert des Ehrenamts. “Ehrenamtlich Mitarbeitende im Amateurfußball sind von unschätzbarem Wert”, sagte er in Frankfurt.

“Sie alle stehen für Kameradschaft, Leidenschaft und Wettbewerbsgeist – dem Lebenselixier des Amateursports.” Nilsson weiter: “Die positiven wirtschaftlichen Effekte des Amateurfußballs sind immens.” Diese positive Wirkung entsteht aus den Erträgen, die durch den Fußball in die Wirtschaft fließen, durch reduzierte Kosten als Folge positiver Sozialeffekte und durch die Stärkung der Gesundheit in der Gesamtbevölkerung. Das Modell quantifiziert den sozialen und wirtschaftlichen Mehrwert, der eben gerade deshalb entsteht, weil in 24.500 Amateurvereinen Fußball gespielt wird. Für das Errechnen der sozialen und wirtschaftlichen Wertschöpfung des Amateurfußballs haben die Wissenschaftler Zahlen aus drei Kernbereichen einfließen lassen: Wirtschaft, Gesellschaft und Gesundheit. 

Nach Pilotprojekten in Schweden und Rumänien und einer ersten Kosten-Nutzen-Analyse in Schottland konnten nun die Zahlen für den Fußball in Deutschland veröffentlicht werden. Zeitgleich zur Veröffentlichung der SROI-Studie startet der DFB die Social-Media-Kampagne #EhrenamtIstUnbezahlbar. An den Wochenenden 4. bis 6. und 11. bis 13. Dezember wird den bundesweit 1,59 Millionen ehrenamtlich im Fußball Engagierten bei allen Spielen der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga durch Banner und Botschaften auf den Digitalbanden Danke gesagt. Beauftragt wurde die wissenschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse durch das 2015 eingeführte UEFA-Programm GROW, einer zentralen Plattform für Geschäftsentwicklung und Wirtschaftsberatung.

Mithilfe der UEFA GROW SROI-Studie konnten für Deutschland folgende Zahlen errechnet werden:  Der Wert der Arbeit der im Fußball ehrenamtlich Engagierten beträgt bei marktgemäßer Entlohnung jährlich 2,18 Milliarden Euro. Durch den Effekt auf die Senkung der Kriminalitätsrate werden Kosten in Höhe von 33,85 Millionen Euro eingespart. Der Fußball bewirkt positive Abstrahleffekte auf Bildung und Beschäftigung, wodurch jährlich eine soziale und wirtschaftliche Wertschöpfung in Höhe von 386 Millionen Euro entsteht. Fußballspielen senkt das Erkrankungsrisiko und damit die Gesundheitskosten, wodurch 5,6 Milliarden Euro im öffentlichen Gesundheitssystem eingespart werden. Die Steigerung des subjektiven Wohlbefindens entspricht einer sozialen Wertschöpfung von 4,86 Milliarden Euro.

 Die 2,1 Millionen Fußballer*innen und deren Eltern geben etwa durch Mitgliedsbeiträge, den Kauf von Sportartikeln, für Transport und Verzehr jährlich 4,43 Milliarden Euro aus. Seit 1997 fördert der DFB unter dem Dach der “Aktion Ehrenamt” ehrenamtlich und freiwillig Engagierte im Fußball. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Vereine zu unterstützen – bei der Gewinnung von Ehrenamtlern, der Qualifizierung von Ehrenamtlern, der langfristigen Bindung von Ehrenamtlern und bei der Verabschiedung von Ehrenamtlern. Jährlich zum Internationalen Tag des Ehrenamts am 5. Dezember findet die Aktion “Danke ans Ehrenamt” statt. 

 

DFB-Spitze unterstützt Joachim Löw auf weiterem Weg mit dem Nationalteam

Anmerkung der Redaktion:
DFB entschied sich für noch unruhigere Zeiten. Eine alte Volksweisheit bringt es hier gut auf den Punkt: Wer Wind sät kann Sturm ernten. Und Wind gibt es schon genug für den gesamten Betrieb rund um die Nationalmannschaft, Ligenspielbetrieb, den Vereinen und den Fans.
Es war auch nicht anders zu erwarten, dass rund um den mächtigen Akademie-Direktor und Chef von Joachim Löw Oliver Bierhoff die Personalie Löw nicht beendet wurde. Ein Neuanfang im neuen Jahr hätte allen durchaus gut zu Gesicht gestanden, sicher nicht die jetzige Devise "Gesicht wahren".  Dem DFB wird ganz sicher mächtig viel Wind ins Gesicht wehen - und das hat er selbst verursacht.

Frankfurt/Duisburg, 17. November 2020 - Das DFB-Präsidium hat am heutigen Montag in einer Telefonkonferenz einvernehmlich festgehalten, den seit März 2019 eingeschlagenen Weg der Erneuerung der Nationalmannschaft mit Bundestrainer Joachim Löw uneingeschränkt fortzusetzen. Das Präsidium folgte damit einer Empfehlung des Präsidialausschusses und von Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften & Akademie.
Am Montagvormittag hatten sich zunächst die Mitglieder des Präsidialausschusses (Präsident Fritz Keller, 1. Vizepräsident Amateure Rainer Koch, 1. Vizepräsident Profifußball Peter Peters, Schatzmeister Stephan Osnabrügge; Generalsekretär Friedrich Curtius fehlte krankheitsbedingt) mit Oliver Bierhoff und Joachim Löw in Frankfurt am Main getroffen. Es war dem Bundestrainer wichtig, in einem offenen, konstruktiven und intensiven Austausch die aktuelle Lage, die Niederlage gegen Spanien und die bevorstehenden Monate bis zur Europameisterschaft zu erörtern.
Dabei hat Joachim Löw die Beteiligten über seine Einschätzungen, Vorstellungen und die weiteren Planungen informiert. Die Mitglieder des Präsidialausschusses stellten übereinstimmend fest, dass die hochqualitative Arbeit des Trainerstabes, das intakte Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer sowie ein klares Konzept für das bisherige und weitere Vorgehen zählen. Ein einzelnes Spiel kann und darf nicht Gradmesser für die grundsätzliche Leistung der Nationalmannschaft und des Bundestrainers sein.
Das DFB-Präsidium ist sich einig: Auf dem Weg zur EM 2021 sind bereits wichtige sportliche Ziele erreicht worden – darunter die EM-Qualifikation, der Verbleib in Liga A der Nations League und die Positionierung im ersten Lostopf bei der WM-Qualifikation. Entsprechend hat Joachim Löw weiterhin das Vertrauen des DFB-Präsidiums. In dem Gespräch mit dem Bundestrainer und in der nachfolgenden Telefonkonferenz des DFB-Präsidiums ist die Niederlage der Nationalmannschaft gegen Spanien ebenfalls diskutiert worden.
Für alle – die Spieler, den Bundestrainer, den DFB, die Fans und die fußballinteressierte Öffentlichkeit – war das 0:6 gegen Spanien eine Enttäuschung. Gemeinsam geht der Blick zielgerichtet und fokussiert auf die weitere EM-Vorbereitung im nächsten Jahr. Es besteht die feste Überzeugung, dass Joachim Löw und sein Trainerteam trotz einer für alle herausfordernden Situation erfolgreiche Spiele und Ergebnisse liefern werden. Der Bundestrainer wird alle nötigen Maßnahmen ergreifen, um mit der Mannschaft eine begeisternde EM 2021 zu spielen.
Zustimmung erhält auch die Einschätzung des Bundestrainers, dass nachfolgende Turniere – konkret die WM 2022 in Katar und die EM 2024, die im eigenen Land stattfindet – als Perspektiven und sportliche Ziele bereits zum jetzigen Zeitpunkt in den weiteren sportlichen und personellen Überlegungen eine Rolle spielen müssen.

Task Force "Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga" nimmt Arbeit auf

Frankfurt/Duisburg, 17. November 2020 - Die Task Force “Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga” hat ihre Arbeit offiziell aufgenommen. Bei der konstituierenden Sitzung am heutigen Dienstag führte das Gremium in zwei Workshopphasen lebhafte Diskussionen. Im Mittelpunkt standen zunächst die verschiedenen Perspektiven der Mitglieder aus unterschiedlichen Bereichen auf die 3. Liga. Die Diskussionsgrundlage bildete hierbei das Markenleitbild der 3. Liga, das im Sommer 2019 einer Auffrischung unterzogen worden war. In Phase zwei der Sitzung legte die Task Force ihre wichtigsten Themen fest. Die fünfstündige Sitzung wurde per Videokonferenz durchgeführt, für die Moderation zeichneten Florian Scheibe und Linda Kübel von der Führungsakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) verantwortlich.

In den Workshops wurde deutlich: Es geht um mehr als die reine wirtschaftliche Stabilität. Die Task Force verständigte sich auf drei Kernbereiche: Struktur, Sport, Wirtschaftlichkeit. Diese sollen in den nächsten Monaten in kleineren Arbeitsgruppen zielgerichtet bearbeitet werden, um anschließend die Ergebnisse zusammenzuführen und in mögliche Maßnahmen münden zu lassen. Neben den Treffen der einzelnen Arbeitsgruppen sind bis Juli 2021 auch zwei weitere Sitzungen der kompletten Task Force vorgesehen.

Aufgabe und Anspruch des Gremiums ist es, bestehende Ansätze aufzugreifen, neue Ideen zu entwickeln und daraus konkrete Empfehlungen abzuleiten, die im Gesamtkontext zur Stärkung der 3. Liga beitragen und ihre nachhaltige Entwicklung fördern. Durch die umfassende Einbindung verschiedener Bereiche und Perspektiven sollen Potenziale der 3. Liga entdeckt, verbessert und langfristig optimiert werden. Die Art und Weise der Ergebnisse ist hierbei nicht festgelegt.

Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga, sagt: “Das war ein guter Auftakt. Die Task Force ist breit aufgestellt, wir haben zahlreiche verschiedene Blickwinkel und Personen, die sich intensiv und leidenschaftlich mit der 3. Liga beschäftigen. Das sind gute Voraussetzungen, um die Zukunft der 3. Liga nachhaltig zu gestalten. Der weitere Prozess wird sicher herausfordernd, phasenweise erschöpfend und im Ergebnis auch nicht immer angenehm werden, da es viele Meinungen und Ansätze unter einen Hut zu bringen gilt. Im Vordergrund sollte dabei immer die inhaltlich beste und nachhaltigste Lösung für die 3. Liga stehen. Ziel bleibt es, die 3. Liga als Profispielklasse zu stärken.”

Erik Domaschke (SV Meppen), der gemeinsam mit Sören Bertram (1. FC Magdeburg) in der Task Force die Spieler repräsentiert, sagt: “Als erfahrener Drittligaprofi und Vertreter der Spielergewerkschaft VdV freue ich mich, die Sichtweise meiner Kollegen einbringen zu können. Das ist elementar, denn ohne Spieler würde es keinen Fußball geben. Aus unserer Sicht muss es das Ziel sein, insbesondere die wirtschaftliche Stabilität zu erhöhen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Ein Wunsch ist unter anderem ein effektiverer Schutz vor Gehaltsausfällen und Klubinsolvenzen. Auch Aspekte der sozialen Verantwortung sollten in den Fokus gerückt werden, um die 3. Liga noch attraktiver zu machen und ihr Image weiter zu verbessern.”

Stephanie Dilba, neben Oliver Manthey Vertreterin der aktiven Fanszene in der Task Force, erklärt: “In erster Linie verstehe ich mich innerhalb der Task Force als Sprachrohr vieler Fans und Vertreterin von Faninteressen. Durch regen Austausch mit Fußballfans aus ganz Deutschland kann ich nicht nur meine eigene Meinung, meine persönlichen Fähigkeiten und Erfahrungen, sondern auch das Know-how vieler anderer Personen aus dem Fußballumfeld einbringen. Vorrangiges Ziel muss es sein, eine Chancengleichheit für alle Klubs anzustreben, die in der 3. Liga spielen oder aus sportlicher Sicht die Möglichkeit dazu haben. Die Lücken zwischen der 2. Bundesliga auf der einen und den Regionalligen auf der anderen Seite müssen verringert werden – in struktureller und finanzieller Hinsicht. Darüber hinaus sollten die 3. Liga und ihre Klubs bestrebt sein, ihre Vorbildfunktion in gesellschaftlicher Hinsicht bestmöglich wahrzunehmen.”

Die Task Force “Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga” war Ende Mai auf Antrag des Ausschusses 3. Liga vom Außerordentlichen DFB-Bundestag eingesetzt worden. Am 11. September hatte das DFB-Präsidium die personelle Besetzung der Task Force beschlossen. Dieser Entscheidung waren umfassende Gespräche und Abstimmungen mit den Fachabteilungen des DFB, der DFL, den Regional- und Landesverbänden, den Klubs der 3. Liga sowie den weiteren Bereichen und Interessensgruppen vorausgegangen.

Die Mitglieder der Task Force “Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga”

Dr. Friedrich Curtius (DFB, Generalsekretär)
Dr. Stephan Osnabrügge (DFB, Schatzmeister)
Peter Frymuth (DFB, Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung)
Oliver Bierhoff (DFB, Direktor Nationalmannschaften und Akademie); Stellvertreter: Joti Chatzialexiou (DFB, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften)
Dr. Holger Blask (DFB GmbH, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb)
Tom Eilers (Vorsitzender Ausschuss 3. Liga)
Dr. Markus Merk (Klubvertreter 3. Liga, 1. FC Kaiserslautern)
Manfred Schwabl (Klubvertreter 3. Liga, SpVgg Unterhaching)
Christian Seiffert (Klubvertreter 3. Liga, 1. FC Saarbrücken)
Frank Strüver (Klubvertreter 3. Liga, KFC Uerdingen)
Peter Peters (DFL, 1. Stellvertretender Präsidiumssprecher)
Steffen Schneekloth (Vertreter 2. Bundesliga, KSV Holstein Kiel)
Markus Uhlig (Vertreter Regionalliga, Rot-Weiss Essen)
Dr. Rainer Koch (Vertreter Regional- und Landesverbände, 1. DFB-Vizepräsident)
Oliver Manthey (Fanvertreter, Unsere Kurve)
Stephanie Dilba (Fanvertreterin, F_in – Netzwerk Frauen im Fußball)
Erik Domaschke (Vertreter Spieler, SV Meppen)
Sören Bertram (Vertreter Spieler 1. FC Magdeburg)
Tobias Wiemann (stellvertretender Abteilungsleiter im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat)
Dr. Henning Stiegenroth (Vertreter TV-Partner, Leiter Content und Sponsoring Telekom Deutschland GmbH)
Steffen Busch (externer Experte, Summit Sportmarketing)

WM-Qualifikation Katar 2022

Juni 2020


Die Europameisterschaft 2020 mit 24 teilnehmenden Nationen von zuvor 55 Bewerbern wird nun vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden. Das Eröffnungsspiel findet am 11. Juni 2021 in Rom statt. Das Londoner Wembley Stadion ist der Austragungsort für Halbfinale und das Finale.  In Münchens Allianz-Arena werden drei Spiele ausgetragen.

WM 2022 in Katar: Qualifikation vom März bis November 2021
Die Qualifikation zur WM 2022 in Katar für Teams aus Europa beginnt laut UEFA mit 10 Gruppen im März 2021. Gespielt wird in 5 Gruppen mit je 5 Nationen sowie 5 mit je 6 Teilnehmern.  Die 10 Gruppensieger sind direkt für die Endrunde vom 21.November bis zum 18.Dezember 2022 qualifiziert. Die 10 Gruppenzweiten sowie 2 noch nicht qualifizierte Gruppensieger aus der Nations League spielen in Playoffs im März 2022 die weiteren 3 europäischen Teilnehmer aus. Die Auslosung erfolgt aus 6 Töpfen, eingeteilt nach der Rangliste des Weltverbands Fifa.


Historie: DFB-Präsidenten - die Männerriege

1900 – 1904 Professor Ferdinand Hueppe
1904 – 1905 Friedrich Wilhelm Nohe
1905 – 1925 Gottfried Hinze
1925 – 1945 Felix Linnemann
1949 – 1962 Dr. Peco Bauwens
1962 – 1975 Dr. Hermann Gösmann
1975 – 1992 Hermann Neuberger
1992 – 2001 Egidius Braun
2001 – 2006* Gerhard Mayer-Vorfelder
2004 – 2012* Theo Zwanziger
02.03.2012 – 09. November 2015 Rücktritt Wolfgang Niersbach
05.04.2016 – 02.04. 2019 Rücktritt
Übergang bis zur Neuwahl durch Doppelspitze  
Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch und Dr. Reinhard Rauball
Reinhard Grindel
27.09. 2019 – Fritz Keller 13. Präsident
* Von 2004 bis 2006 gab  es mit Gerhard Mayer-Vorfelder und Theo Zwanziger die Doppelspitze. Von 1945 bis 1949 existierte kein deutscher Fußballverband