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Olympia: U21 und Olympische Spiele -  alle Ergebnisse 

Ordentlicher DFB-Bundestag am 11. März 2022 in Frankfurt am Main

Frankfurt, 23. Juli 2021 - Auf seiner Sitzung hat das DFB-Präsidium heute entschieden, die Plenarsitzung des 44. Ordentlichen DFB-Bundestages auf den 11. März 2022 zu terminieren. Ursprünglich war geplant, den 44. Ordentlichen Bundestag am 27./28. Oktober 2022 durchzuführen. Mit Blick auf die personelle Konstellation an der Spitze des DFB wurde in der außerordentlichen Sitzung des Präsidiums am 11. Mai 2021 einstimmig festgelegt, diesen Termin zeitlich vorzuziehen. Der Bundestag wird in Frankfurt am Main stattfinden. Die Umsetzung einer kompletten Präsenzveranstaltung oder einer anteiligen Hybridveranstaltung wird in Abhängigkeit zur pandemischen Entwicklung betrachtet und festgelegt.

"Spielabgaben": DFB und DFL stellen jeweils 1,25 Millionen Euro für die Landesverbände zur Verfügung
Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes hat im Rahmen seiner Sitzung am Freitag der Einigung mit dem DFL e.V. zum Thema „Spielabgaben“ zugestimmt. Die Vereinbarung dient dem Ausgleich der coronabedingt entgangenen Beteiligung an den Zuschauereinnahmen für die Rückrunde der Saison 2020/2021 der Bundesliga und der 2. Bundesliga, die den Landesverbänden über den Grundlagenvertrag zwischen DFB und DFL zustehen.
Gemäß der Vereinbarung stellt der DFB aus den eigenen Haushaltsmitteln eine Ausgleichszahlung in Höhe von weiteren 1,25 Millionen Euro zugunsten der Landesverbände zur Verfügung. Zuvor hatte das Präsidium der DFL ebenfalls 1,25 Millionen Euro zu demselben Zweck bereitgestellt. Die Verteilung seitens des DFB erfolgt entsprechend der Verteilung der Summe für die Hinrunde 2020/2021. Die Zuwendung seitens des DFB setzt den Nachweis der Gemeinnützigkeit des Begünstigten und die ausschließliche Verwendung im ideellen Bereich voraus.

 DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge sagt: „Ich freue mich, dass es nun gelungen ist, auch für die Rückrunde der vergangenen Saison eine vernünftige und faire Lösung zu finden. Die Spielabgaben sind ein wichtiger Baustein der Unterstützung unserer Landesverbände, und ich weiß, wie willkommen dort jede Hilfe ist. Diese Vereinbarung und die Bereitstellung der Summe auch durch die DFL sind ein angemessenes Zeichen der Solidarität innerhalb der Fußballfamilie.“

Peter Peters, 1. DFB-Vizepräsident und Stellvertretender Sprecher des Präsidiums der DFL, sagt: „Die DFL ist sich Ihrer Verantwortung gegenüber der Basis und den Landesverbänden bewusst. Wir freuen uns, mit diesem Beitrag dort zu helfen, wo wertvolle Arbeit für den gesamten Fußball in Deutschland geleistet wird, die nicht immer überall wahrgenommen wird. Wir wissen, dass die Spielabgaben für die Landesverbände große Wichtigkeit besitzen, umso mehr war es für uns eine Selbstverständlichkeit, unseren Teil zum Schließen der coronabedingten Lücke beizutragen.“

DFB-Pokal: ARD, ZDF und Sky erhalten Live-Übertragungs-Rechte ab 2022/2023
Sport1 und DAZN zeigen Highlights ARD, ZDF und Sky übertragen die Spiele des DFB-Pokals der Männer in den Spielzeiten 2022/2023 bis 2025/2026, DAZN und Sport1 dürfen in dieser Rechteperiode Highlight-Clips in ihren Programmen zeigen.
Das ist das Ergebnis des offenen, transparenten und diskriminierungsfreien Ausschreibungsverfahrens für die nationalen audiovisuellen Medienrechte am DFB-Pokal der Männer, das am Freitag im Rahmen der Sitzung des DFB-Präsidiums bestätigt wurde. Das Ausschreibungsverfahren wurde vom DFB erstmals wieder in Eigenregie durchgeführt, das Ergebnis bedeutet für den Verband eine Steigerung der Erlöse aus der nationalen Vermarktung um mehr als 20 Prozent pro Saison. SportA, die gemeinsame Sportrechte-Agentur von ARD und ZDF, erhielt die Free-TV-Rechte.

Das Erste setzt damit sein langjähriges Engagement im DFB-Pokal fort, das Zweite kehrt nach mehr als zehn Jahren zurück. Insgesamt 15 Spiele pro Saison dürfen die beiden Sender live übertragen – damit gibt es zwei Free-TV-Spiele mehr als bisher – darunter die beiden Halbfinals und das Pokalfinale. Darüber hinaus werden ARD und ZDF den Fans umfangreiche Highlight-Berichterstattungen im Free-TV und auch Clips auf digitalen Plattformen anbieten. Das umfangreichste TV-Angebot des DFB-Pokals wird unverändert Sky Deutschland präsentieren.

Wie schon in den vergangenen Jahren wird der Pay-TV-Sender alle 63 Spiele von der ersten Hauptrunde bis zum Finale live und in voller Länge sowie in der Original Sky Konferenz ausstrahlen. Damit hält Sky sein Versprechen ein und zeigt seinen Kunden „Alle Spiele – Alle Tore“. Mit DAZN wurde zudem ein neuer Partner gewonnen. Auf der digitalen Plattform des Streaming Dienstes werden Fans künftig ab Mitternacht des Spieltags Highlights der Pokal-Partien abrufen können. Der bestehende DFB-Pokal-Partner Sport1 sicherte sich das Recht, ab dem Folgetag des jeweiligen Spiels frei empfangbare Spielberichte und Clips zu zeigen.

Heike Ullrich, stellvertretende Generalsekretärin des DFB, sagt: „Das Interesse an der Ausschreibung und das Ergebnis zeigen die unglaubliche Strahlkraft, den Reiz und die Attraktivität des DFB-Pokals. Wir glauben, mit den Abschlüssen gute Entscheidungen in verschiedene Richtungen getroffen zu haben. Positiv ist zum Beispiel, dass wir den Fans zukünftig noch mehr Spiele im frei empfangbaren Fernsehen anbieten können. Oder dass wir durch die Erhöhung der Free-TV-Spiele in der ersten Hauptrunde gerade unseren Amateurvereinen weitere Plattformen bieten, um sich einem großen Publikum präsentieren zu können.“

Dr. Holger Blask, Geschäftsführer der DFB GmbH, sagt: „Wir freuen uns sehr, die erfolgreichen Partnerschaften mit der ARD, SKY und Sport1 fortsetzen zu können, das ZDF zurückgewonnen zu haben und DAZN als neuen Medienpartner begrüßen zu dürfen. Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten verzeichnen wir eine signifikante Erlössteigerung, von der Amateurvereine und Profiklubs im DFB-Pokal profitieren werden. Für dieses starke Signal und den Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität des Fußballs bis in das Jahr 2026 bedanken wir uns bei den Partnern ausdrücklich.“


U 21 spielt zweimal im Süden Deutschlands

Die deutsche U 21-Nationalmannschaft tritt im November 2021 zu EM-Qualifikationsspielen in Großaspach und in Ingolstadt an. Das hat das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) auf seiner Sitzung am Freitag entschieden. Gegner in der WIRmachenDRUCK Arena im württembergischen Großaspach ist am 12. November die U 21 Polens. Vier Tage darauf trifft der amtierende U 21-Europameister im Ingolstädter Audi Sportpark auf San Marino. Pro Sieben MAXX überträgt beide Spiele live. Eine Entscheidung, ob Fans die Partien live im Stadion verfolgen können, steht noch aus. Das gilt auch für das erste EM-Qualifikationsheimspiel gegen Israel, das am 7. Oktober 2021 in Paderborn stattfindet. Zuvor reist die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz zu zwei Auswärtsspielen nach San Marino und Lettland.

 

Task Force 3. Liga: Abschlussbericht im Herbst

Liga legt weiteres Vorgehen fest

Frankfurt, 19. Juli 2021 - Die Task Force „Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga“ hat ihre erste Arbeitsphase abgeschlossen und das weitere Vorgehen festgelegt. Nach der konstituierenden Sitzung im November 2020 hatte sich das Gremium unter Moderation der DOSB-Führungsakademie in den vergangenen Monaten in drei Schwerpunktgruppen mit den Bereichen Sport, Struktur und Finanzen beschäftigt – stets unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Stabilisierung der 3. Liga.

Die bisherigen Inhalte und Ergebnisse, entstanden aus intensiven, zum Teil kontroversen Diskussionen, sind nun zusammengeführt worden. Die Task Force setzt sich zusammen aus Vertreter*innen der Klubs der 3. Liga, des DFB, der Regional- und Landesverbände, der Regionalliga, der Spieler, Fanorganisationen und Politik sowie externen Experten aus der Vermarktung. Insgesamt gehören mehr als 20 Personen der Gruppe an. Konsens unter den Mitgliedern ist, dass die grundsätzliche Struktur der 3. Liga unter den aktuellen Gegebenheiten als eingleisige Profispielklasse passend ist, da sie nach gemeinsamer Auffassung im derzeitigen Ligensystem die beste Grundlage für die Zukunftsfähigkeit und wirtschaftliche Stabilität der 3. Liga bildet. Erarbeitete Empfehlungen der Task Force sollen in Abstimmung mit dem Ausschuss 3. Liga und unter Einbindung aller Drittligisten nach dem für Herbst geplanten Abschlussbericht dem DFB-Präsidium zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Ziel ist es, frühzeitig konkrete Maßnahmen auf den Weg zu bringen und sich bei der Vorstellung des Abschlussberichts nicht auf Absichtserklärungen zu beschränken. Vorgeschaltet ist eine zweite Arbeitsphase der Task Force bis September. Hierbei werden sich ab sofort weitere Arbeitsgruppen konkret dem Zulassungsverfahren der 3. Liga sowie der Nachwuchsförderung widmen. Die Besetzung der einzelnen Gruppen wird aktuell abgestimmt, ihnen können auch Expert*innen angehören, die nicht in der Task Force sitzen.

Bereits in den Strategieprozess der 3. Liga und in den Aufgabenbereich der DFB-Zentralverwaltung überführt ist die Prüfung weiterer Maßnahmen zu Klubberatung, Marktforschung und wissenschaftlichen Studien. Zusätzliche Themenfelder, die über den Herbst und das Wirken der Task Force hinaus reichen, sind ebenfalls identifiziert. Welche Rolle die 3. Liga im Projekt Zukunft des DFB für den deutschen Fußball spielen kann und soll, ist beispielsweise Bestandteil einer Arbeitsgruppe, die im zweiten Quartal des kommenden Jahres nach dem DFB-Bundestag ihre Arbeit aufnehmen soll. Darin soll unter anderem das Thema zweite Mannschaften analysiert und diskutiert werden. Auf ausdrücklichen Wunsch der Fanvertreter*innen sollen auch grundsätzliche Strukturfragen zum professionellen Fußball und Übergangsbereich in den Amateurfußball miterörtert werden.

Klar ist zudem, dass Themen der Nachhaltigkeit für die Zukunft der 3. Liga von hoher Relevanz sind. Sie sollen parallel zur Task Force konkreter behandelt werden. Die Task Force „Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga“ war durch den Außerordentlichen DFB-Bundestag 2020 auf Anregung des DFB-Präsidiums und Antrag des Ausschusses 3. Liga eingesetzt worden. Ziel war es von Beginn an, die Gruppe möglichst breit aufzustellen, um die zu behandelnden Themenstellungen aus verschiedensten Perspektiven zu diskutieren, zu bewerten und passende Maßnahmen abzuleiten.

 

Röhl und Sorg Assistenten – Neues Trainerteam für Hansi Flick

Frankfurt, 7. Juli 2021 - Noch vor dem offiziellen Dienstbeginn des künftigen Bundestrainers Hansi Flick am 1. August werden die Weichen für den sportlichen Neustart bei der Nationalmannschaft gestellt. Danny Röhl wird als zusätzlicher Assistenztrainer der Nationalmannschaft neben Marcus Sorg den Trainerstab erweitern. Der 32 Jahre alte Inhaber der UEFA-A-Lizenz war zuletzt Co-Trainer von Flick beim FC Bayern München. Der gebürtige Zwickauer hat einen Vertrag über drei Jahre unterschrieben, der auch die Dauer der Heim-Europameisterschaft im Sommer 2024 umfasst.

Auch Sorgs Vertrag läuft bis 2024. Hansi Flick sagt: “Ich freue mich sehr, dass Danny Röhl den Weg zur Nationalmannschaft und zum DFB mitgeht. Ich habe fast zwei Jahre lang sehr erfolgreich und vertrauensvoll mit ihm beim FC Bayern zusammengearbeitet. Ich schätze Danny als absoluten Fachmann, der meine Vorstellung und Ideen vom Fußball teilt. Genauso wie Marcus Sorg, den ich aus gemeinsamen Jahren beim DFB gut kenne. Ich bin sehr froh, mit Danny Röhl und Marcus Sorg für die anstehenden großen Aufgaben mit der Nationalmannschaft zwei ausgewiesene Experten an meiner Seite zu haben.”

Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften und Akademie, sagt: “Die richtige Zusammenstellung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit des Trainerstabes ist ein sehr wichtiger Faktor für den Erfolg. Wir sind sehr froh, dass Hansi Flick mit Danny Röhl einen hochqualifizierten Fachmann mit zum DFB bringt, der seinen großen Fußball-Sachverstand und seine Innovationsfreude schon bei seinen vorherigen Stationen in kürzester Zeit unter Beweis gestellt hat. Ich freue mich gleichzeitig, dass der neue Bundestrainer daneben auch auf Kontinuität setzt und mit Marcus Sorg die hohe Kompetenz nutzt, die es bereits bei der Nationalmannschaft gibt.”

Danny Röhl war vor seinem Wechsel nach München, wo er zunächst Co-Trainer unter Niko Kovac war, Videoanalyst und Jugendtrainer bei RB Leipzig sowie in Leipzig und anschließend beim FC Southampton in der englischen Premier League Assistent von Cheftrainer Ralph Hasenhüttl.

Danny Röhl sagt: “Ich bin Hansi Flick, Oliver Bierhoff und dem gesamten DFB sehr dankbar für die große Chance, nach den spannenden Stationen Leipzig, Southampton und Bayern München nun für die Nationalmannschaft arbeiten zu dürfen. Davon träumt jeder Trainer in Deutschland. Ich brenne für diese Aufgabe und will mit meinen Ideen und Vorstellungen dazu beitragen, dass die Nationalmannschaft wieder an frühere Erfolge anknüpfen kann.”

Einen Wechsel wird es auch auf der Position des Torwarttrainers geben. Andreas Köpke wird sich nach 17 Jahren als Bundestorwarttrainer von der Nationalmannschaft verabschieden. “Ich bin sehr dankbar für eine unglaublich intensive und erfolgreiche Zeit an der Seite von Jürgen Klinsmann und Joachim Löw”, sagt Köpke. “Ich bin davon überzeugt, dass Hansi Flick daran anknüpfen und die Nationalmannschaft wieder in die Erfolgsspur bringen wird. Dafür sind auch neue Impulse nötig, weswegen ich mich entschieden habe, nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Ich wünsche Hansi und seinem Team alles Gute und viel Erfolg für die bevorstehenden Aufgaben.” Über die Nachfolge von Andreas Köpke wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

 

Mit Amiri, Arnold, Kruse und sieben U 21-Europameistern zu Olympia

Frankfurt, 5. Juli 2021 - Auf Vorschlag von DFB-Trainer Stefan Kuntz hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) 19 Spieler für das Olympische Fußballturnier vom 22. Juli bis 7. August in Tokio nominiert. Im Aufgebot befinden sich mit Nadiem Amiri (Bayer 04 Leverkusen) und Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg) zwei Spieler, die mit Stefan Kuntz und der deutschen U 21-Nationalmannschaft 2017 den Europameistertitel feierten.

Max Kruse (1. FC Union Berlin) komplettiert das Trio der Spieler, die nach dem 31. Dezember 1996 geboren sind. Alle weiteren teilnehmenden Spieler müssen laut FIFA-Regularien den Jahrgängen 1997 und jünger angehören. Ebenfalls Teil des Olympiateams sind sieben Spieler, die vor einem Monat in Ljubljana die U 21-Europameisterschaft gewannen: Niklas Dorsch (KAA Gent), Ismail Jakobs (1. FC Köln), Arne Maier (Hertha BSC), Amos Pieper (Arminia Bielefeld), David Raum (TSG Hoffenheim), Anton Stach (SpVgg Greuther Fürth) und Josha Vagnoman (Hamburger SV).

“Mit der Nominierung des Kaders steigt die Vorfreude auf die Olympischen Spiele, die vorher schon riesengroß war, ins Unermessliche”, sagt Stefan Kuntz. “Für die 19 Jungs und das gesamte Team wird das ein ganz besonderes Erlebnis, in Tokio Teil des Teams Deutschland zu sein.” Zum Aufgebot sagt der DFB-Trainer: “Wir haben einen guten Mix aus den drei älteren Spielern, den frischgebackenen U 21-Europameistern und dem Jahrgang, der bei der U 21-EM 2019 die Olympia-Qualifikation eingefahren hatte, gefunden. Mit diesem Team wollen wir so weit wie möglich kommen und um die Olympischen Medaillen mitspielen.”

Kuntz weiter: “Die Bereitschaft, das Olympiateam zu unterstützen, war in der Bundesliga unterschiedlich. Einige große Vereine wollten leider nicht so wie erhofft helfen, umso mehr freue ich mich über die Unterstützung der restlichen Vereine, die es ermöglicht haben, dass wir mit dieser Mannschaft nach Japan reisen können.”

 Bekanntgegeben wurde der Olympiakader durch einen besonderen Video-Clip auf den Onlinekanälen des DFB: Im Anime-Stil präsentiert “Coach Kuntz” sein Team für Tokio an berühmten Orten der japanischen Weltmetropole – vom Berg Fuji über die Shibuya-Kreuzung bis ins Fußballstadion in Yokohama. Das Motto dabei: “Kokoro o komete”, japanisch für “Herzzeigen”.

Bereits am kommenden Montag, 12. Juli, kommt die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz in Frankfurt am Main zusammen, um tags darauf in Richtung Japan aufzubrechen. In Wakayama City wird das deutsche Olympiateam zur Vorbereitung ein Trainingslager beziehen, im Rahmen dessen es am 17. Juli (ab 10 Uhr MESZ) ein Freundschaftsspiel gegen Honduras absolviert.

Deutschland trifft beim Olympischen Fußballturnier in der Gruppenphase am 22. Juli (ab 13.30 Uhr MESZ, live in der ARD) in Yokohama auf Brasilien und am 25. Juli (ab 13.30 Uhr MESZ, live im ZDF) an selber Stelle auf Saudi-Arabien, ehe am 28. Juli (ab 10 Uhr MESZ, live im ZDF) im abschließenden Vorrundenspiel in Miyagi die Elfenbeinküste wartet. Für das Viertelfinale qualifizieren sich die zwei Gruppenbesten. Das Finale findet am 7. August (ab 13.30 Uhr MESZ) in Yokohama statt.

Olympia 2021 Tokio: DFB-Team zum Auftakt gegen Finalgegner von 2016 Brasilien
Zürich, 21. April 2021 - Das DFB-Team hat bei der Auslosung des olympischen Fußball-Turniers am FIFA-Sitz in Zürich eine schwierige Vorrundengruppe erwischt. Die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz muss in der Gruppe D im ersten Turnierspiel am 22. Juli in Yokohama (10:30 MESZ) gegen den Finalgegner von 2016 und Olympiasieger Brasilien antreten. 2016 unterlag das Team von Horst Hrubesch dem Ausrichter mit 5:6 (1:1/(0:1) nach Elfmeterschießen. Weitere Termine und Gegner: Elfenbeinküste (Mi.28.07.2021, 13:00) und Saudi-Arabien (So.25.07.2021,13:30.

Auf Vorschlag von DFB-Trainer Stefan Kuntz hat der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) Ragnar Ache (Eintracht Frankfurt) und Keven Schlotterbeck (SC Freiburg) für das Olympische Fußballturnier (23. Juli bis 7. August 2021) nachnominiert. Grund für die beiden Nachnominierungen sind zwei kurzfristige Ausfälle: Josha Vagnoman (Hamburger SV) kann verletzungsbedingt nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen. Niklas Dorsch wird aufgrund seines erst am Donnerstag vollzogenen Vereinswechsels zum FC Augsburg nicht mit nach Japan reisen.
Pos Trikot Name Vorname Geboren Verein Sp. Tore
Mf/S   Ache Ragna 28.07.1998 Eintracht Frankfurt    
Mf/S 11 Amiri Nadiem 27.10.1996 Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH 0 0
Mf/S 8 Arnold Maximilian 27.05.1994 VfL Wolfsburg e. V. 0 0
T 12 Brodersen Svend 22.03.1997 Yokohama FC 0 0
V 2 Henrichs Benjamin 23.02.1997 RB Leipzig e. V. 0 0
Mf/S 14 Jakobs Ismail 17.08.1999 1. FC Köln e. V. 0 0
Mf/S 10 Kruse Max 19.03.1988 1. FC Union Berlin 0 0
Tr   Kuntz Stefan 30.10.1962      
Mf/S 18 Löwen Eduard 28.01.1997 VfL Bochum 1848 Fußballgemeinschaft e. V. 0 0
Mf/S 13 Maier Arne 08.01.1999 Hertha BSC e. V. 0 0
T 1 Müller Florian 13.11.1997 VfB Stuttgart 1893 e. V. 0 0
V 5 Pieper Amos 17.01.1998 DSC Arminia Bielefeld e. V. 0 0
T 22 Plogmann Luca 10.03.2000 SV Werder Bremen v. 1899 e. V. 0 0
V 3 Raum David 22.04.1998 TSG 1899 Hoffenheim e. V. 0 0
Mf/S 7 Richter Marco 24.11.1997 FC Augsburg 1907 e. V. 0 0
V   Schlotterbeck Kevin 28.04.1997 SC Freiburg    
Mf/S 17 Stach Anton 15.11.1998 SpVgg Greuther Fürth e. V. 0 0
Mf/S 9 Teuchert Cedric 14.01.1997 1. FC Union Berlin 0 0
V 15 Torunarigha Jordan 07.08.1997 Hertha BSC e. V. 0 0
V 4 Uduokhai Felix 09.09.1997 FC Augsburg 1907 e. V. 0 0

OL-Spiel Datum Zeit (MESZ) Ort Gegner T GT S U N Sp. - Rg
36 Mi. 28.07.2021 - 13:00 Tokio Elfenbeinküste           Gr.-Sp.
35 So. 25.07.2021 - 13:30 Tokio Saudi Arabien           Gr.-Sp.
34 Do. 22.07.2021 - 1030 Tokio Brasilien           Gr.-Sp.
                   



Dr. Irina Kummert neu an der Spitze der DFB-Ethikkommission

Frankfurt, 16. Juni 2021 - Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat in seiner heutigen Sitzung Dr. Irina Kummert, die Präsidentin des Ethikverbandes der Deutschen Wirtschaft, zur neuen Vorsitzenden der Ethikkommission des DFB gewählt. Sie tritt damit die Nachfolge des verstorbenen, auf dem DFB-Bundestag 2019 gewählten Vorsitzenden Thomas Oppermann an. Das DFB-Präsidium hatte vor der Wahl alle Mitglieder der Kommission zu deren Bereitschaft, den Vorsitz der Kommission bis zum DFB-Bundestag 2022 zu übernehmen, befragt.

Von den gegenwärtig vier Mitgliedern der Kommission bekundeten Bernd Knobloch, Dr. Irina Kummert und Dr. h.c. Nikolaus Schneider gegenüber dem DFB-Präsidium ihr Interesse. In geheimer Abstimmung votierten sieben der zwölf Präsidiumsmitglieder für Frau Dr. Kummert. Das DFB-Präsidium möchte in seiner nächsten Sitzung die Ethikkommission personell im Wege der Nachberufung wieder vollständig, also mit einer Vorsitzenden und vier weiteren Mitgliedern besetzen. Die Ethikkommission wurde gebeten, innerhalb der nächsten zwei Wochen dem DFB-Präsidium Berufungsvorschläge zu unterbreiten.

WM-Qualifikation in Stuttgart, Hamburg und Wolfsburg
Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat in seiner Sitzung am heutigen Mittwoch in München die Spielorte für die ersten drei Heimbegegnungen der Nationalmannschaft in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar festgelegt. Im ersten Heimspiel nach der Europameisterschaft trifft das DFB-Team am 5. September in der Arena Stuttgart auf Armenien.

Am 8. Oktober folgt die Begegnung mit Rumänien im Volksparkstadion in Hamburg. Das letzte Heimspiel des Jahres gegen Liechtenstein findet am 11. November in der Volkswagen Arena Wolfsburg statt. Ob und wie viele Zuschauer*innen zu den Spielen zugelassen werden können, wird in Abstimmung mit den zuständigen Behörden zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Der vorläufige Spielplan der Nationalmannschaft nach der EURO:
2. September 2021, 20.45 Uhr: Liechtenstein gegen Deutschland (WM-Qualifikation)
5. September 2021, 20.45 Uhr: Deutschland gegen Armenien in Stuttgart (WM-Qualifikation)
8. September 2021, 20.45 Uhr: Island gegen Deutschland (WM-Qualifikation)
8. Oktober 2021, 20.45 Uhr: Deutschland gegen Rumänien in Hamburg (WM-Qualifikation)
11. Oktober 2021, 20.45 Uhr: Nordmazedonien gegen Deutschland (WM-Qualifikation)
11. November 2021, 20.45 Uhr: Deutschland gegen Liechtenstein in Wolfsburg (WM-Qualifikation)
14. November 2021, 18.00 Uhr: Armenien gegen Deutschland (WM-Qualifikation)


DFB-Mitgliederstatistik zeigt Folgen der Pandemie für den Fußball

Frankfurt, 8. Juni 2021 - Die Pandemie hat im deutschen Amateurfußball Spuren hinterlassen. Das unterstreichen die Zahlen der aktuellen DFB-Mitgliederstatistik. Allerdings sind die negativen Folgen in einigen Bereichen weniger gravierend ausgefallen als zum Teil befürchtet.
DFB-Mitgliederstatistik

Heike Ullrich, stellvertretende Generalsekretärin des DFB und Direktorin Verbände, Vereine und Ligen, sagt: “Die vorliegenden Daten machen deutlich, dass wir vor großen Herausforderungen stehen. Sie zeigen aber auch, wie robust und widerstandsfähig der Amateurfußball mit seinen Vereinen ist. Der Amateurfußball lebt. Entscheidend ist nun, dass der Ball auf den Sportplätzen in ganz Deutschland wieder richtig rollen kann – und zwar dauerhaft. Auf dieser Grundlage müssen wir alles daran setzen, gemeinsam eine neue Begeisterung für den Amateur- und Breitensport zu entfachen und eine Aufbruchstimmung zu erzeugen. Wir können uns endlich wieder bewegen, wir wollen uns bewegen. Für die Zukunft, das haben die vergangenen Monate nachdrücklich bestätigt, muss der Amateursport mehr Gehör, mehr Wahrnehmung und mehr Wertschätzung erhalten in seinem wertvollen Wirken für Gesellschaft, Gesundheit und Gemeinschaft.”

Die Zahl der gemeldeten Fußballmannschaften in Deutschland lag in der Saison 2020/2021 bei 138.442 Teams und damit um 2,5 Prozent niedriger als in der Spielzeit 2019/2020. Prozentual fiel der Rückgang an Mannschaften sogar geringer aus als in den Jahren zuvor, als der Sportbetrieb noch keinen Corona-Einschränkungen unterlegen war. 127.000 Mannschaften waren in dieser Saison im offiziellen Spielbetrieb gemeldet, hinzu kamen etwas mehr als 10.000 Freizeitmannschaften sowie 385 Futsalteams.

Aktiv waren 1,81 Millionen Spieler*innen ab Sommer 2020 am Ball. 1,653 Millionen von ihnen sind männlich. 1,04 Millionen Spieler*innen kicken in Kinder- und Jugendmannschaften, 770.000 im Erwachsenenbereich. Insgesamt lag der Rückgang an aktiven Spieler*innen bei rund zehn Prozent gegenüber der Saison 2019/2020. Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf die fehlenden Sportangebote der vergangenen 15 Monate und die stark eingeschränkten Möglichkeiten während dieser Zeit, überhaupt Fußball spielen zu können.

Ab November 2020 war der Amateurfußball im zweiten Lockdown und über eine Dauer von sieben Monaten komplett untersagt. Daher konnten nur 443.392 Partien in der Saison 2020/2021 durchgeführt werden, alle im Spätsommer und Herbst. Das waren noch einmal rund 50 Prozent weniger Spiele als in der Saison zuvor, die bereits von der Pandemie geprägt gewesen war und im Amateurbereich abgebrochen werden musste.

In einer normalen Spielzeit werden im deutschen Fußball 1,4 Millionen Partien absolviert. Vor diesem Hintergrund wurden in der Saison 2020/2021 nur 131.000 Erstregistrierungen von Spieler*innen verzeichnet, im Jahr zuvor waren es 185.000 gewesen. Zudem sank die Zahl der eingesetzten Schiedsrichter*innen von 52.000 auf knapp 45.000. Die Austritte im Schiedsrichter*innenbereich (7330) bewegten sich auf einem geringeren Niveau als in den Vorjahren, allerdings wurden in der Zeit des fehlenden Spielbetriebs auch nur knapp 2000 Neueintritte verzeichnet (Vorjahr: 6300).

24.544 Vereine sind im DFB registriert, der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr beträgt 0,74 Prozent. Die Zahl der Vereinsmitglieder in den 21 Landesverbänden unter dem Dach des DFB liegt bei 7,06 Millionen Menschen. Nach den stetigen Steigerungen in den vergangenen Jahren bis hin zum Rekord von 7,17 Millionen Personen in 2020 ist dies der tiefste Stand seit 2017. Gleichzeitig ist die Sehnsucht nach der Rückkehr des Amateurfußballs riesig. Dies machen die Ergebnisse der bundesweiten DFB-Umfrage von März 2021 sowie die gemeinsame Petition von DFB und DOSB für die sofortige Wiederzulassung des organisierten Freiluftsports deutlich. An beiden Maßnahmen beteiligten sich jeweils rund 100.000 Menschen aus Deutschlands Fußball- und Sportvereinen.

Die vergangene Woche abgeschlossene Petition mit dem Titel “Draußen muss drin sein” wird am Mittwochnachmittag in Berlin an Innensenator Andreas Geisel überreicht. Die Übergabe auf der Sportanlage des SC Berliner Amateure wird von Vertreter*innen des DFB, DOSB, Berliner Fußball-Verbandes und Landessportbundes sowie von Amateursportler*innen vorgenommen. Empfänger der Unterschriften ist die Konferenz der Ministerpräsident*innen der Länder. Für seine Initiative wird der DFB darüber hinaus an der Seite des DOSB mit dem Health Media Award für Gesundheitskommunikation ausgezeichnet.

 

Hansi Flick neuer Bundestrainer der Nationalmannschaft

Frankfurt, 25. Mai 2021 - Hansi Flick wird neuer Bundestrainer der Nationalmannschaft. Der 56 Jahre alte Fußball-Lehrer hat heute in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt am Main einen Vertrag bis 2024 unterschrieben, der auch die Dauer der Heim-Europameisterschaft umfasst. Für den DFB unterzeichneten die beiden 1. DFB-Vizepräsidenten Peter Peters und Dr. Rainer Koch sowie Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge.

Hansi Flick übernimmt mit Vertragsbeginn 1. Juli 2021 im Anschluss an die Europameisterschaft die Mannschaft von Joachim Löw, der seinen ursprünglich bis 2022 datierten Vertrag freiwillig vorzeitig aufgelöst hat. Flick war von 2006 bis 2014 Assistent von Löw, gemeinsam gewannen sie 2014 in Brasilien den Weltmeistertitel. Nach der WM übernahm Flick den Posten des DFB-Sportdirektors, ehe er den Verband 2017 nach elf Jahren auf eigenen Wunsch verließ. Nach seiner Station als Geschäftsführer Sport bei der TSG Hoffenheim führte Flick zuletzt den FC Bayern München in zwei Jahren als Cheftrainer zu sieben Titeln, unter anderem zum Gewinn der Champions League, der FIFA Klub-Weltmeisterschaft, des DFB-Pokals und zweier Deutscher Meisterschaften.

Hansi Flick: “Es ging jetzt doch alles auch für mich überraschend schnell mit der Unterschrift, aber ich bin sehr glücklich, ab dem Herbst als Bundestrainer tätig sein zu dürfen. Die Saison ist gerade abgeschlossen, und die zwei Jahre bei Bayern München wirken bei mir noch stark nach. Teamgeist und Einstellung der Spieler waren herausragend und ich nehme Vieles mit, das meine Arbeit weiter prägen wird. Meine Vorfreude ist riesig, denn ich sehe die Klasse der Spieler, gerade auch der jungen Spieler in Deutschland.
So haben wir allen Grund, die kommenden Turniere, wie zum Beispiel die Heim-EM 2024, mit Optimismus anzugehen. Zudem weiß ich aus bester Erfahrung, dass ich mit Oliver Bierhoff einen starken, vertrauensvollen Partner an meiner Seite habe und welche Fachleute im Team hinter dem Team arbeiten, so dass die Mannschaft, wir Trainer und der Staff ohne lange Anlaufzeit durchstarten können. Ich freue mich auch, meine Vorstellungen und Ideen über die Nationalmannschaft hinaus in der Akademie und den weiteren Nationalmannschaften einzubringen.

Jetzt ist aber nicht wichtig, was ab September sein wird – dazu werde ich mich im August detailliert melden -, sondern die anstehende EM, für die ich Jogi Löw, Marcus Sorg, Andy Köpke und der Mannschaft den größtmöglichen Erfolg wünsche. Jogi Löw hat einen großen Abschluss seiner Karriere als Bundestrainer mehr als verdient.”


Hansi Flick (Bildmitte) bei der Vertragsunterzeichnung - Foto DFB

Oliver Bierhoff, DFB-Direktor Nationalmannschaften und Akademie, hatte die Verhandlungen mit Flick geführt und sagte bei der Vertragsunterzeichnung in Frankfurt: “Ich bin sehr stolz, dass es uns gelungen ist, Hansi Flick für den Posten des Bundestrainers zu verpflichten. Er stand von Anfang an ganz oben auf meiner Wunschliste. Die menschlichen und fachlichen Qualitäten von Hansi Flick kenne und schätze ich seit unseren vielen gemeinsamen erfolgreichen Jahren bei der Nationalmannschaft. In der Zeit bei Bayern München hat er gezeigt, wohin er eine Mannschaft als Cheftrainer führen kann.

Wir sind uns schnell über die Zusammenarbeit und zukünftige Aufgaben einig geworden. Es war für mich wichtig, noch vor Beginn der Europameisterschaft Klarheit zu schaffen. Wir haben ein großes gemeinsames Ziel: Zurück an die Weltspitze. Hansi wird sich als oberster sportlicher Kopf des Verbandes neben der sportlichen Leitung der A-Nationalmannschaft im Rahmen vieler weiterer Projekte und Initiativen unserer Direktionen, die alle Nationalmannschaften, die Trainerausbildung und die DFB-Akademie einschließen, einbringen.”

Peter Peters, 1. Vizepräsident, sagt: “Es ist eine wunderbare Sache, dass Hansi Flick nun als Bundestrainer zum DFB zurückkehrt. Seit seiner schon erfolgreichen Zeit hier hat er sich noch einmal als Persönlichkeit und als Trainer hervorragend weiterentwickelt – das haben nicht zuletzt seine fantastischen Erfolge mit dem FC Bayern gezeigt.”

Dr. Rainer Koch, 1. Vizepräsident Amateure, ergänzt: “Wir danken dem FC Bayern München und seiner Führungsspitze, die sehr kooperativ den DFB dabei unterstützt hat, den Weg für den Bundestrainer Hansi Flick freizumachen.”

Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge sagt: “Oliver Bierhoff hat die Gespräche im Auftrag des Präsidiums sehr diskret und zielgerichtet geführt. Der Präsidialausschuss war jederzeit über den aktuellen Stand informiert. Es ist gut, dass wir alle frühzeitig Klarheit haben und uns nun voll und ganz auf das bevorstehende Turnier konzentrieren können.”

Für das DFB-Team und den dann neuen Bundestrainer Hansi Flick steht nach der Europameisterschaft am 2. September 2021 das Auswärtsspiel in der WM-Qualifikation gegen Liechtenstein an, am 5. September folgt das erste Heimspiel gegen Armenien, ehe es am 8. September in der Qualifikationsgruppe J abermals auswärts gegen Island geht.

 

Löws EM-Kader mit Mats Hummels und Thomas Müller, Marco Reus hatte verzichtet

Die letzte Verantwortung des scheidenden Weltmeister-Trainers von 2014
Frankfurt, 19. Mai 2021 - Marco Reus, aktuell beim DFB-Pokalfinale in überragender Form, hatte aus persönlichen Gründen dem Bundestrainer abgesagt.
Es folgte: LS973 am 02. Juni 2021 in Insbruck: Deutschland - Dänemark
Es folgt: LS974 am 07. Juni 2021 in Düsseldorf: Deutschland - Lettland

Es folgen: EM289, LS975 am 15.07.2021 in München: Deutschland - Frankreich
EM290, LS976 am 19.07.2021 in München: Deutschland - Portugal
LS977, EM291 am 23. Juni 2021 in München:Deutschland - Ungarn

 
Pos. Spieler Geboren Verein LS Tore
T Bernd Leno 04.03.1992 FC Arsenal 8 0
T Manuel Neuer 27.03.1986 Bayern München 98 0
T Kevin Trapp 08.07.1990 Eintracht Frankfurt 5 0
V Matthias Ginter 19.01.1994 Borussia Mönchengladbach 38 2
V Robin Gosens 05.07.1994 Atalanta Bergamo 5 0
V Christian Günter 28.02.1993 SC Freiburg 1 0
V Marcel Halstenberg 27.09.1991 RB Leipzig 8 1
V Mats Hummels 16.12.1988 Borussia Dortmund 70 5
V Lukas Klostermann 03.06.1996 RB Leipzig 12 0
V Robin Koch 17.07.1996 Leeds United 7 0
V Antonio Rüdiger 03.03.1993 FC Chelsea 40 1
V Niklas Süle 03.09.1995 Bayern München 29 1
Mf/S Emre Can 12.01.1994 Borussia Dortmund 33 1
Mf/S Serge Gnabry 14.07.1995 Bayern München 20 15
Mf/S Leon Goretzka 06.02.1995 Bayern München 32 13
Mf/S İlkay Gündoğan 24.10.1990 Manchester City 45 10
Mf/S Kai Havertz 11.06.1999 FC Chelsea 13 3
Mf/S Jonas Hofmann 14.07.1992 Borussia Mönchengladbach 2 0
Mf/S Joshua Kimmich 08.02.1995 Bayern München 53 3
Mf/S Toni Kroos 04.01.1990 Real Madrid 101 17
Mf/S Thomas Müller 13.09.1989 Bayern München 100 38
Mf/S Jamal Musiala 26.02.2003 Bayern München 2 0
Mf/S Florian Neuhaus 16.03.1997 Borussia Mönchengladbach 5 1
Mf/S Leroy Sané 11.01.1996 Bayern München 28 6
Mf/S Kevin Volland 30.07.1992 AS Monaco 10 1
Mf/S Timo Werner 06.03.1996 FC Chelsea 38 15


Persönliche Erklärung von Fritz Keller - DFB-Präsidenten

Aus nach 598 Tagen im Amt 
17. Mai 2021 - “Wie angekündigt, stelle ich mein Amt als Präsident für einen tiefgreifenden und notwendigen Neuanfang im Sinne des Deutschen Fußball-Bundes zur Verfügung. Ich übernehme damit persönlich Verantwortung für meine Entgleisung in der Präsidiumssitzung vom 23. April 2021, die trauriger Tiefpunkt der desolaten Führungssituation des DFB bleiben soll. Ich bin Ende September 2019 vom Bundestag des DFB einstimmig zu seinem Präsidenten gewählt worden.

Mein Programm basierte auf Vertrauen, Transparenz, Aufklärung sowie der Durchsetzung einer kollektiven Führung im Team. Ziel war es, das “Ein-Mann-Show”-Management im DFB zu beenden und die Einheit des Fußballsports mit Profis, Amateuren und Jugend wiederherzustellen.

 Der DFB muss sich verändern. Er muss seine Glaubwürdigkeit, das Vertrauen in seine Integrität und Leistungsstärke zurückgewinnen. Doch ob es bei der Durchführung einer Generalinventur war, bei Professionalisierung und Modernisierung von Strukturen einschließlich einer schnellstmöglichen Ausgliederung des gewerblichen Geschäftsbetriebes des DFB: In jeder Phase der Umsetzung dieser Grundsätze stieß ich innerhalb des DFB auf Widerstände und Mauern. Als Präsident bin ich angetreten, weil der DFB bereits im Herbst 2019 ein Sanierungsfall war mit unzähligen ungelösten Themen und “Baustellen”.

Der DFB litt unter den Spätfolgen des Sommermärchens mit Strafverfahren und einem Ansehensverlust, die die Einheit des Fußballsports mit Profis und Amateuren gefährden. Der DFB-Führungsstil hatte in wenigen Jahren vier Präsidenten verschlissen, in meiner Amtszeit kamen schwerwiegende Auswirkungen der Corona-Krise auf den Fußballsport hinzu – am heftigsten betroffen waren und sind die tausenden Vereine mit den aktiven Spieler*innen und Jugendlichen. Es ist es mir in dieser Situation nicht gelungen, innerhalb der Gremien des DFB eine vertrauensvolle, verlässliche und kollegiale Zusammenarbeit zu erreichen. Nach der zweiten Steuerrazzia, für deren Ursprünge ich jeweils keinerlei Verantwortung trage, musste ich feststellen, dass es viel zu häufig um eigene Befindlichkeiten, interne Machtkämpfe, um die Sicherung von Vorteilen sowie um das “Arbeiten” am eigenen Bild in der Öffentlichkeit ging.

Die Durchsetzung meines Programms und meines Auftrages durch den DFB-Bundestag wurde mir an vielen Stellen immer wieder schwer- bis unmöglich gemacht. Die Durchsetzung von Transparenz etwa musste ich mir als Präsident rechtlich erkämpfen wie auch das Recht auf Information und Auskunftserteilung, obwohl es um Belange des DFB, um ideell wie finanziell wichtige Angelegenheiten ging. Erst nachdem ich unabhängige Kontrollinstanzen einbezog, um Rechtssicherheit herzustellen, ließen sich gegen mich erhobene Vorwürfe vollumfänglich aus dem Weg räumen.
Leider gerieten dadurch die Kontrollinstanzen teils selbst unter Druck: Sie wurden mit außergerichtlichen Schadensersatzansprüchen bedroht, Befangenheitsanträge erhoben Zweifel an ihrer Unabhängigkeit. Mit ordnungsgemäßer Verbandsführung hatte und hat das alles nichts zu tun – insbesondere bezüglich des Abschlusses und der Durchführung eines unschlüssigen Vertrages mit einer Kommunikationsagentur. Ich kann mich diesbezüglich nur den unmissverständlichen, klaren Worten und dokumentierten Feststellungen unserer hochrangig besetzten Gremien des Prüfungsausschusses und der Ethikkommission anschließen.

Mein Fehlverhalten erfolgte in einem für den DFB beschämenden Umfeld, mein Rücktritt wird die Probleme innerhalb des DFB und des Fußballsports allerdings nicht lösen. Ich bin dankbar dafür, dass ich im Sportgericht des DFB ein unabhängiges, vertraulich arbeitendes Gremium gefunden habe, in dem diese Umstände im Zusammenhang dargestellt und nachgeprüft wurden. Von solchen Gremien, die vertraulich arbeiten können, braucht der DFB mehr. Dass in den vergangenen Tagen eine breite Diskussion über notwendige Veränderungen im DFB angestoßen worden ist, macht mir jetzt Hoffnung. Ich habe deshalb auch darauf bestanden, dass Veränderungen ein wichtiger, notwendiger Teil der kurzfristigen Agenda des DFB werden und bleiben.

Dabei geht es um: eine personelle Erneuerung der Spitze des DFB, ohne die ein glaubwürdiger Neuanfang nicht möglich ist; der DFB muss seine Unabhängigkeit gegenüber Personen, die als Beschuldigte in unterschiedlichen staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen geführt werden, bewahren – die Unschuldsvermutung der Betroffenen wäre dadurch nicht berührt; eine komplette Professionalisierung in der Führungsspitze und schnelle Einführung völlig neuer Strukturen, damit der DFB für die Amateure und den gesamten Jugendbereich und die Erfüllung der gesellschaftlichen Aufträge des Fußballsports Geld verdienen kann; die Aufklärung aller möglichen Unregelmäßigkeiten und Verfehlungen im DFB durch externe, unbelastete, öffentlich anerkannte Spezialisten; endlich Rückendeckung und Unterstützung für die engagierten und kompetenten Mitarbeiter*innen innerhalb des DFB und die Stärkung eines auf Vertrauen und Zuverlässigkeit aufbauenden Führungsstils, insbesondere unter Einbeziehung von Diversitätsgedanken; die dringende Unterstützung der Corona-geschädigten Amateur- und Jugendarbeit durch den DFB sowie durch die gesamte Fußballfamilie in Deutschland.

Der DFB muss sich mit voller Kraft, aller Energie und allen ideellen und finanziellen Möglichkeiten für den Amateur- und Jugendbereich einsetzen, um seiner wichtigsten gesellschaftlichen Aufgabe nachzukommen. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir Vertrauen entgegengebracht und mich unterstützt haben, aus dem Amateurlager wie auch aus dem Profilager und auch allen anderen Interessengruppen. Die Mitarbeiter*innen des DFB arbeiten mit großer Leidenschaft, mit großem Engagement und großer Sachkompetenz für den Fußballsport.

Es hat mich tief berührt und erschüttert, dass sie in den Konflikt der Führungsspitze hineingezogen und teilweise sogar instrumentalisiert worden sind. Mit meinen Werten als Unternehmer ist das gänzlich unvereinbar. An der Basis des DFB haben sich deshalb zuletzt Unsicherheit, sogar Sorgen breitgemacht, was einem Desaster für eine Verbandsführung gleichkommt, zu der auch ich 18 Monate gezählt habe. Es ist mir ein großes Anliegen, den Mitarbeiter*innen herzlich zu danken und ihnen für ihre persönliche und berufliche Zukunft das Allerbeste zu wünschen, insbesondere ein sicheres, auf Respekt und Teamgeist beruhendes berufliches Umfeld! Es war mir eine Ehre, dem Fußball nach besten Kräften zu dienen.”

DFB stellt die Weichen für die Neuausrichtung
Heftiges "Stühlerücken" beim größten Fachverband der Welt

Frankfurt/Duisburg, 11. Mai 2021 - Im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung des  DFB-Präsidiums am 11. Mai 2021 hat der Verband Konsequenzen aus der anhaltenden Führungskrise gezogen und die Weichen für eine Neuaufstellung des DFB gestellt. Präsident Fritz Keller hat aus eigener freier Entscheidung in Verantwortung des Amtes als Präsident seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, nach Abschluss der Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht, am kommenden Montag, den 17. Mai 2021, sein Amt zur Verfügung zu stellen. DFB-Präsidenten

Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius wird ihm nach einer Verständigung über eine Aufhebung seines Arbeitsvertrags und der Übergabe seiner Amtsgeschäfte unmittelbar folgen. Die beiden 1. Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch und Peter Peters bleiben bis zu den nächsten Neuwahlen im Amt. Dr. Rainer Koch wird beim nächsten Ordentlichen Bundestag nicht mehr für das Amt des 1. Vizepräsidenten Amateure kandidieren.
chatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge wird ebenfalls nicht mehr als Schatzmeister kandidieren. Der nächste Ordentliche Bundestag wird zeitlich vorgezogen – voraussichtlich auf Beginn des Jahres 2022.

Peter Peters und Dr. Rainer Koch werden nach dem Rücktritt von Fritz Keller vorübergehend als gleichberechtigte Interimspräsidenten den Übergang des Verbandes gestalten, um den Verband gemeinsam mit dem Präsidium schnellstmöglich in ruhige Fahrwasser zu bringen. Die stellvertretende Generalsekretärin Heike Ullrich wird nach Ausscheiden von Dr. Friedrich Curtius vorübergehend dessen Geschäftsbereiche kommissarisch übernehmen.

Landes- und Regionalpräsidenten entziehen Keller und Curtius ihr Vertrauen

Sonntag, 2. Mai 2021 - Die Präsidenten der Landes- und Regionalverbände des Deutschen Fußball-Bundes haben auf der außerordentlichen Konferenz an diesem Wochenende in Potsdam Präsident Fritz Keller das Vertrauen entzogen und ihn aufgefordert, von seinem Amt zurückzutreten. Ebenfalls hat die Konferenz dem Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius ihr Vertrauen entzogen. Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge und der 1. Vizepräsident Amateure, Dr. Rainer Koch, wurde von den Verbandspräsidenten das Vertrauen ausgesprochen. Ferner fiel die Entscheidung, keinen außerordentlichen Bundestag abzuhalten.

Im Rahmen der Konferenz wurden in geheimen Abstimmungen* über folgende Punkte entschieden:
– Die Konferenz der Präsidenten der Regional- und Landesverbände entzieht DFB-Präsident Fritz Keller angesichts seines Vergleichs des 1. Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch mit dem Nazi-Richter Roland Freisler das Vertrauen. Zur Abwendung weiteren Schadens vom Verband fordert die Konferenz den Präsidenten auf, von seinem Amt zurückzutreten.
(Abstimmungsergebnis: 26 Ja, 9 Nein, 2 Enthaltungen)
– Genießt der 1. Vizepräsident Amateure, Dr. Rainer Koch, weiterhin das Vertrauen der Konferenz der Regional- und Landesverbandspräsidenten?
(Abstimmungsergebnis: 21 Ja, 13 Nein, 3 Enthaltung)
– Genießt DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge weiterhin das Vertrauen der Konferenz der Regional- und Landesverbandspräsidenten?
(Abstimmungsergebnis: 22 Ja, 13 Nein, 2 Enthaltungen)
– Genießt DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius weiterhin das Vertrauen der Konferenz der Regional- und Landesverbandspräsidenten?
(Abstimmungsergebnis 14 Ja, 20 Nein, 3 Enthaltungen)
– Es soll kein außerordentlicher DFB-Bundestag abgehalten werden.
(einstimmig ja, bei einer Enthaltung)

Hinsichtlich der Äußerungen von Fritz Keller in der Präsidiumssitzung am 23. April 2021 gibt die Konferenz folgende Erklärung ab:
„Die Konferenz der Präsidenten der Regional- und Landesverbände missbilligt den von DFB-Präsident Fritz Keller vorgenommenen Vergleich des 1. Vizepräsidenten Rainer Koch mit dem Nazi-Richter Roland Freisler. Eine derartige Äußerung ist völlig inakzeptabel und macht uns fassungslos. Sie wird auf das Schärfste verurteilt. Die Regional- und Landesverbände des DFB stehen für eine demokratische, tolerante und vielfältige Gesellschaft. Die Äußerung des Präsidenten ist mit den Grundsätzen und Werten der Verbände nicht vereinbar.“

Die Konferenz respektiert, dass sich die von den Entscheidungen Betroffenen, Fritz Keller und Dr. Friedrich Curtius, hierzu nicht unmittelbar äußern möchten und um Bedenkzeit gebeten haben.


*Anmerkung: In der Konferenz der Regional- und Landesverbandspräsidenten haben die fünf Regionalverbandspräsidenten je eine Stimme, die Präsidenten der Verbänden Bayern, Niedersachsen und Westfahlen je drei Stimmen, die Präsidenten der Landesverbände Hessen, Mittelrhein, Niederrhein, Südbaden, Südwest und Württemberg je zwei Stimmen, die Präsidenten aller übrigen Landesverbände je eine Stimme. Das ergibt eine Gesamtstimmenzahl von 38. Der Präsident des Landesverbandes Sachsen-Anhalt fehlte entschuldigt, weshalb 37 Stimmen jeweils abgegeben wurden.

 

Event Social Responsibility: Strategie für die UEFA EURO 2024 in Deutschland

Dienstag, 21. April 2021 - Aleksander Čeferin und Fritz Keller, die Präsidenten der Europäischen Fußball-Union (UEFA) und des Deutschen-Fußball-Bundes (DFB), haben der Richtung der Event Social Responsibility (ESR)-Strategie für die UEFA EURO 2024 in Deutschland zugestimmt. “Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Implementierung der ESR-Strategie sowie deren Ziele und ist Teil der Partnerschaft mit dem Büro der Vereinten Nationen”, sagte UEFA-Präsident Čeferin. “Ich bin stolz, dass wir gemeinsam mit dem DFB unser Bestes geben werden, damit die UEFA EURO 2024 das bisher nachhaltigste Turnier wird.”

In den vergangenen Jahren entwickelte sich das Thema Nachhaltigkeit europa- und weltweit zu einem immer wichtigeren Anliegen. Die gestiegene Sensibilität gegenüber Nachhaltigkeit hat zu sozialen Normen und Erwartungen geführt, die erfüllt werden müssen. Die UEFA EURO 2024 kann aufgrund ihrer Reichweite sowie des entschlossenen Engagements der Turnierorganisatoren bezüglich ESR zu einer treibenden Kraft in der nachhaltigen Entwicklung werden.

“Nachhaltigkeit beim DFB auf allen Organisationsstufen angewendet”
“Nachhaltigkeit ist für mich persönlich ein sehr wichtiges Thema und wird beim DFB auf allen Organisationsstufen angewendet”, sagte DFB-Präsident Keller. “Deutschland als Austragungsort für die UEFA EURO 2024 bietet zahlreiche Vorteile und ideale Bedingungen, um positive Ergebnisse der Nachhaltigkeit zu erzielen.” Das Turnier wird von der Expertise und guten Reichweite der beiden Parteien profitieren. Es ist das erklärte gemeinsame Ziel, dass die UEFA EURO 2024 das Aushängeschild im Bereich ESR wird und als Inspiration für die Integration von Nachhaltigkeit im Bereich Fußball und Sport im Allgemeinen dient.

Um dieses Ziel zu erreichen, strebt die EURO 2024 GmbH die folgenden Punkte an:

Das Turnier mit Hilfe eines neuen nachhaltigen UEFA Managementsystems realisieren
Nachhaltigkeit als Modus Operandi etablieren
Nachhaltige Tätigkeiten von UEFA und DFB gegenüber der europäischen Gesellschaft fördern
Von der Expertise unserer Stakeholder profitieren und nach noch höheren Zielen streben
Das Bewusstsein der Öffentlichkeit gegenüber unseren Aktivitäten und deren Einfluss stärken

Um sicherzustellen, dass Fußball einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft hat, wurden fünf ESR-Dimensionen für die UEFA EURO 2024 bestimmt:

Umwelt (Hauptthema)
Vielfalt und Inklusion
Solidarität
Gesellschaftliche Verantwortung
Gesundheit und Wohlbefinden

In einem nächsten Schritt werden intensive Stakeholder-Konsulationen durchgeführt, um in Erfahrung zu bringen, wie die Ziele der ESR-Strategie am besten umzusetzen sind.

 

DFL und DFB lehnen Super League ab

Gemeinsame Erklärung von DFB und DFL zur Situation im europäischen Fußball

Frankfurt, 19. April 2021 - Der deutsche Fußball, Deutscher Fußball-Bund (DFB) und DFL Deutsche Fußball Liga, hat die Gründung einer Super League mit großer Erschütterung zur Kenntnis genommen. Wir stehen in Solidarität zur UEFA und Präsident Aleksander Ceferin. Gleichzeitig unterstützen wir sämtliche angekündigten Gegenmaßnahmen von FIFA und UEFA, aber auch der betroffenen nationalen Ligen und Verbände.


Dass hiervon auch die Berufung deutscher, bei Super-League-Klubs unter Vertrag stehender Nationalspieler betroffen sein kann, ist uns bewusst. Es geht um die Zukunft des Volkssports Fußballs – und um eine Weichenstellung, wie wir sie noch nicht erlebt haben. Wir dürfen nicht zulassen, dass die finanziellen Interessen einiger weniger Topklubs aus England, Spanien und Italien die Abschaffung bewährter Strukturen bewirken. Der Fußball in Europa lebt auch davon, dass es theoretisch für jeden Klub möglich ist, sich in einem Wettbewerb mit den Besten des Kontinents zu messen. Dieser Traum darf nicht durch eine nahezu geschlossene Gesellschaft ersetzt werden.

Nationale Ligen sind die Basis für den professionellen Fußball, seine Popularität und seine Strahlkraft in die gesamte Gesellschaft. Es ist verantwortungslos und nicht hinnehmbar, das gewachsene Miteinander aufs Spiel zu setzen. Jenes Miteinander, das auch den Topklubs ihr Wachstum in den vergangenen Jahrzehnten erst ermöglicht hat. Darin sind wir uns mit der überwältigenden Mehrheit der Klubs, Ligen und Verbände in Europa einig. Auch Fans in ganz Europa erheben hierzu ihre Stimme. Auch vor diesem Hintergrund war es richtig, dass das UEFA-Exekutivkomitee heute einstimmig die geplante Reform der europäischen Klubwettbewerbe beschlossen hat.

 Diese Reform war ein Angebot an die Topklubs, doch noch unter dem gemeinsamen Dach der UEFA zusammenzukommen – und an einigen Stellen ein schmerzhafter Kompromiss. Dieses Angebot wurde aus einer offensichtlichen Motivation abgelehnt. Der Fußball – egal auf welcher Ebene – ist immer stark gewesen, wenn er gemeinsam Lösungen gefunden hat. Dafür werden sich DFB und DFL mit ihren Möglichkeiten mehr denn je einsetzen. Auch und gerade angesichts der weltweiten Corona-Krise dürfte klar sein, wofür der Fußball mit seinen Werten stehen sollte: Solidarität statt Egoismus.

 

DFB und adidas präsentieren neues Auswärtstrikot der Nationalmannschaft

Frankfurt, 23. März 2021 - Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und sein Ausrüster adidas haben heute das neue Auswärtstrikot der Nationalmannschaft vorgestellt. Bereits am kommenden Donnerstag im WM-Qualifikationsspiel gegen Island in Duisburg (ab 20:45 Uhr, live bei RTL) wird das schwarze Outfit erstmals zum Einsatz kommen. Ebenso wie drei Tage später beim ersten Auswärtsspiel in der WM-Qualifikation gegen Rumänien in Bukarest (28. März, 20:45 Uhr, live bei RTL).

“Elf Jahre nach dem letzten DFB-Dress in schwarz sind wir für das anstehende Turnier noch einen Schritt weiter gegangen: Nicht nur unsere markanten drei Streifen auf den Schultern, sondern auch die vier Sterne für den Gewinn der Weltmeisterschaften sind beinahe Ton in Ton gehalten und schimmern anthrazit hervor”, sagt Jürgen Rank, Senior Design Director bei adidas.
Dasselbe gilt für das Logo von adidas und das DFB-Wappen mit dem Bundesadler. Das einzig farbige Designelement: die deutsche Flagge, die innen und außen am Kragen sowie an den Enden der Ärmel sichtbar wird. Schwarze Hosen und Stutzen vervollständigen den hochwertigen Look. Der Flock mit dem Namen des Spielers und der Nummer auf Rücken und Brust wird in weiß appliziert.

Erhältlich ist das neue Auswärtstrikot der deutschen Nationalmannschaft ab sofort – und in der ersten Woche exklusiv – im DFB-Fanshop sowie über adidas.de/Deutschland und die adidas Stores. Ab dem 30. März 2021 ist es dann auch im Fachhandel verfügbar. Das Auswärtstrikot kostet 89,95 EUR (Kinder: 69,95 EUR).
Die Authentic-Version der Nationalspieler, die sich durch eine funktionale Passform mit geschwungenem Saum und die adidas Technologie Heatready auszeichnet, ist für 129,95 EUR erhältlich.


Toni Kroos

und Ilkay Gündogan im neuen Auswärts-Look -  “DFB/adidas”

Start ins EM-Jahr in Duisburg: Musiala und Wirtz erstmals im DFB-Team

Frankfurt/Duisburg, 19. März 2021 - Mit zwei Neulingen und fünf Rückkehrern im Aufgebot startet die deutsche Nation​almannschaft ins EM-Jahr und in die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2022. Bundestrainer Joachim Löw hat insgesamt 22 Feldspieler und vier Torhüter für die drei anstehenden Spiele der WM-Qualifikationsgruppe J in Duisburg und Bukarest berufen.
 

Wichtiges Kriterium bei der Kaderzusammenstellung war wie bei den Partien der Nationalmannschaft im vergangenen Jahr, die bereits im Zeichen der Corona-Pandemie gestanden hatten, die Berücksichtigung strenger Hygieneauflagen. Insbesondere vor dem Hintergrund zusätzlicher strenger Anforderungen, die seitens der Behörden für die Einreise von Nationalspielern aus England auferlegt wurden. Zum ersten Mal für das DFB-Team nominiert sind der 18 Jahre alte Jamal Musiala vom FC Bayern München und der 17-jährige Florian Wirtz von Bayer 04 Leverkusen.

Wieder ins Aufgebot zurückkehren wird Amin Younes von Eintracht Frankfurt, der im Oktober 2017 in der WM-Qualifikation gegen Aserbaidschan sein letztes Länderspiel für die Mannschaft absolvierte. Im Sommer 2017 hatte er mit dem DFB-Team den FIFA Confederations Cup in Russland gewonnen. Außerdem sind Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Emre Can (Borussia Dortmund), Lukas Klostermann (RB Leipzig) und Kai Havertz (FC Chelsea) im Vergleich zum Kader der vergangenen Länderspiele im November 2020 zurück im Kreis der Nationalmannschaft.

Die Anreise der Nationalspieler nach Düsseldorf ist am Montagmittag vorgesehen. Bundestrainer Joachim Löw sagt: “Mit drei Spielen innerhalb von sieben Tagen liegt wieder ein enorm straffes Programm vor uns. Klar aber ist: Wir wollen mit einem Ausrufezeichen in das EM-Jahr starten und unseren Fans wieder Freude machen. Unser Anspruch und Ziel ist es, uns mit drei Siegen eine gute Ausgangslage in der Qualifikation für die WM zu verschaffen. Natürlich haben wir auch die EURO im Blick. Wir wollen in den Trainingseinheiten und Spielen sehen, welche Spieler sich aufdrängen, wer unbedingt dabei sein will. Uns freut natürlich, dass wir auch auf unsere Spieler aus der englischen Premier League in Duisburg und Bukarest zurückgreifen können.”

Die in der englischen Premier League tätigen Nationalspieler dürfen nach Zustimmung des Gesundheitsamtes Duisburg und im Einklang mit der aktuell gültigen Corona-Einreiseverordnung von Nordrhein-Westfalen zur Mannschaft stoßen. Diese Zustimmung jedoch ist gebunden an äußerst strenge zusätzliche Auflagen an den Deutschen Fußball-Bund. Die Verordnung sieht generell eine Ausnahmegenehmigung für Einreisende aus Großbritannien zur Berufsausübung vor. Sie bezieht sich nicht ausschließlich auf die anstehenden Länderspiele.

Neben weiteren PCR- und täglichen Antigenschnelltests müssen die jeweiligen Spieler der sogenannten “Arbeitsquarantäne” unterzogen werden, in der sie innerhalb der bereits bestehenden “Blase” intern nochmals zu isolieren sind. Dazu zählen beispielsweise auch die Abläufe rund um die Mahlzeiten, so dass für sie außerhalb des eigentlichen Spiels, der Trainingseinheiten und der Mannschaftsbesprechungen keinerlei Kontaktmöglichkeiten bestehen.

        bisher: Island ROM
Pos Verein Geboren Spieler LS Tore LS Tore LS T
V Borussia Dortmund 12.01.1994 Can, Emre 30 1      
V Mönchengladbach 19.01.1994 Ginter, Matthias 35 2      
Mf/S Bayern München 14.07.1995 Gnabry, Serge 17 14      
Mf/S Bayern München 06.02.1995 Goretzka, Leon 29 12
Mf/S Manchester City 24.10.1990 Gündoğan, İlkay 42 8      
V RB Leipzig 27.09.1991 Halstenberg, Marcel 8 1      
Mf/S FC Chelsea 11.06.1999 Havertz, Kai 10 2      
Mf/S Mönchengladbach 14.07.1992 Hofmann, Jonas 2 0      
Mf/S Bayern München 08.02.1995 Kimmich, Joshua 50 3      
V RB Leipzig 03.06.1996 Klostermann, Lukas 10 0      
T FC Arsenal 04.03.1992 Leno, Bernd 8 0      
V PSV Eindhoven 30.09.1993 Max, Philipp 3 0      
Mf/S Bayern München 26.02.2003 Musiala, Jamal 0 0      
T Bayern München 27.03.1986 Neuer, Manuel 96 0      
Mf/S Mönchengladbach 16.03.1997 Neuhaus, Florian 3 1      
V FC Chelsea 03.03.1993 Rüdiger, Antonio 37 1      
Mf/S Bayern München 11.01.1996 Sané, Leroy 25 6      
V  Leverkusen 11.02.1996 Tah, Jonathan 13 0      
T FC Barcelona 30.04.1992 ter Stege, Marc-André 24 0      
T Eintracht Frankfurt 08.07.1990 Trapp, Kevin 5 0      
Mf/S FC Chelsea 06.03.1996 Werner, Timo 35 15      
Mf/S Leverkusen 03.05.2002 Wirtz, Florian 0 0      
Mf/S Eintracht Frankfurt 06.08.1993 Younes, Amin 5 2      


Zur Berufung von Jamal Musiala und Florian Wirtz ergänzt Löw: “Wir sind gespannt darauf, Jamal Musiala und Florian Wirtz noch besser kennenzulernen. Sie haben sich die Nominierung mit zuletzt guten Leistungen verdient. Doch gerade bei so jungen Spielern gehört zu unserer Verantwortung, sie behutsam und Schritt für Schritt an das höchste Level heranzuführen. Beide haben riesiges Potenzial, und ich bin sicher, dass wir in den nächsten Jahren noch viel Freude an ihnen haben werden. Aber im Moment gilt es, nichts zu überstürzen, sie sollen sich in aller Ruhe und unbeschwert entwickeln können. Ich denke, dass die nächsten Tage für Jamal und Florian eine gute Erfahrung sein werden.”

Am 25. März (ab 20.45 Uhr, live bei RTL) trifft die Mannschaft in Duisburg zum Start in die Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2022 zunächst auf Island. Es folgt das Auswärtsspiel gegen Rumänien in Bukarest am 28. März (ab 20.45 Uhr, live bei RTL). Zum Abschluss des Tripleheaders empfängt Deutschland am 31. März (ab 20.45 Uhr, live bei RTL) abermals in Duisburg die Nationalmannschaft von Nordmazedonien.

Das letzte Länderspiel einer deutschen Nationalmannschaft gegen Island liegt fast 18 Jahre zurück. Damals siegte Deutschland in Hamburg mit 3:0, insgesamt gewann das DFB-Team von vier Aufeinandertreffen mit Island drei Partien, eine endete Unentschieden.

Positiv ist auch die Bilanz der Mannschaft gegen Rumänien: Von 13 Spielen gewann Deutschland acht, zuletzt im September 2007 in Köln mit 3:1. Dreimal trennten sich beide Teams mit einem Remis. Nordmazedonien wird das insgesamt 92. Land, gegen das eine deutsche Nationalmannschaft spielt. Bislang gab es noch kein Aufeinandertreffen.

- Nationalmannschaft vor der EURO gegen Lettland in Düsseldorf
- DFB-Präsidium: Zwölf Millionen Euro Unterstützung für Landesverbände
- Verpachtung der operativen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe

Frankfurt/Duisburg, 12. März 2021 - Das letzte Vorbereitungsspiel der deutschen Nationalmannschaft vor der EURO wird zum Abschluss des Trainingslagers in Seefeld am 7. Juni stattfinden. Gegner in Düsseldorf wird dann Lettland sein. Das hat das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in seiner Sitzung am heutigen Freitag beschlossen. Darüber hinaus ist während des Trainingslagers ein weiteres Länderspiel vorgesehen. Die Details sind noch nicht final.

Über eine mögliche Zulassung von Zuschauern zum Länderspiel gegen Lettland wird mit den zuständigen Behörden zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften und Akademie, sagt: “Wir wünschen uns sehr, dass gerade beim letzten Spiel vor dem Turnier Zuschauer im Stadion dabei sind. Das wäre für uns alle sicher ein weiterer Motivationsschub, bevor wir in die EM starten.”

Die Planungen der Nationalmannschaft vor der Europameisterschaft sehen zudem den Start des Trainingslagers in Seefeld voraussichtlich am 25. Mai sowie den Einzug ins Mannschaftsquartier in der “World of Sports” auf dem Gelände von adidas in Herzogenaurach am 10. Juni vor.


DFB-Präsidium: Zwölf Millionen Euro Unterstützung für Landesverbände
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird seine Landesverbände auch im Jahr 2021 mit insgesamt zwölf Millionen Euro unterstützen. Dies beschloss das DFB-Präsidium auf seiner Sitzung am heutigen Freitag. Die tatsächliche Unterstützung der gemeinnützigen Landesverbände liegt damit auch 2021 deutlich über den drei Millionen Euro, die in der Satzung als Mindestbetrag angegeben sind. Schon in den vergangenen Jahren war der Betrag entsprechend der Geschäftstätigkeit der Landesverbände und dem Wachstum der Mitglieder mit Zustimmung des Präsidiums wiederholt angepasst worden, von fünf Millionen Euro auf dann acht Millionen Euro und zuletzt auf zwölf Millionen. Sämtliche Unterstützungsleistungen erfolgen unter einer Mittelbindung für ideelle Zwecke und gegen Nachweis der ordnungsgemäßen Mittelverwendung. Die Zahlungen dienen dabei vor allem der Unterstützung der Infrastruktur und dazu, die Leistungen der Landesverbände zugunsten der etwa 25.000 unter dem Dach des DFB zusammengeschlossenen Vereine stabil und möglichst ohne Beitragserhöhung erbringen zu können. DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge sagt: “Dieser Beschluss unseres Präsidiums zur Unterstützung der Landesverbände ist gerade in Corona-Zeiten enorm wichtig. Wir wissen: Der Fußball an der Basis ist auf diese Leistungen des DFB angewiesen. Denn ohne diese Leistungen wären die Landesverbände gezwungen, ihrerseits höhere Beiträge von den Vereinen zu verlangen – und dies in Zeiten, in denen die Finanznot wegen Corona am höchsten ist. Dies liegt nicht im Interesse des DFB und des deutschen Fußballs insgesamt.”

 

DFB-Präsidium beschließt Verpachtung der operativen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe
Auf seiner Sitzung am heutigen Freitag hat das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beschlossen, seine operativen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe im Wege der Verpachtung an eine Tochtergesellschaft auszugliedern. Dies erfolgt in Umsetzung des Grundsatzbeschlusses des Ordentlichen DFB-Bundestages vom September 2019.

Betroffene Geschäftsbereiche sind der Betrieb der A-Nationalmannschaft der Männer, der U-Nationalmannschaften der Männer, der A-Nationalmannschaft der Frauen, der U-Nationalmannschaften der Frauen, des DFB-Pokals der Männer und des DFB-Pokals der Frauen, der 3. Liga, der FLYERALARM Frauen-Bundesliga, der 2. Frauen-Bundesliga und der Junior*innen-Bundesligen sowie der Betrieb des Entwicklungsbereichs DFB-Akademie. Der heutige Beschluss soll zum 1. Januar 2022 umgesetzt werden.

Über die ebenfalls geplante Ausgliederung des Schiedsrichter-Elitewesens wird das Präsidium gesondert beraten und beschließen. Mit diesem Schritt beabsichtigt der DFB unter anderem, durch eine strikte organisatorische Abgrenzung zwischen den ideellen Aufgaben und den wirtschaftlichen Tätigkeiten noch mehr Transparenz und Klarheit zu schaffen, Haftungsrisiken der Organe zu verringern und steuerlichen Risiken für den DFB e.V. zu begegnen.

In der neuen Tochtergesellschaft wird ein Aufsichtsrat entsprechend dem in einer Aktiengesellschaft gebildet. DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge sagt: “Wir gestalten die Organisation des DFB für mindestens die nächsten zwei Jahrzehnte neu, indem wir die wirtschaftlichen Bereiche des DFB auf eine neue DFB GmbH & Co. KG auslagern. Dabei haben wir die Erwartung, den DFB nachhaltig gegen Risiken abzusichern und zukunftsfähig zu machen. Mit dem heutigen Beschluss haben wir die Basis gelegt für klarere Strukturen, für die Enthaftung aller Organe und Organvertreter des DFB e.V. und letztlich für eine stabile Zukunft des DFB nach modernen Maßstäben. Ich bin dem Präsidium dankbar für die konstruktive Begleitung und den Mut, der mit einem solchen Beschluss verbunden ist. Nun wird es darauf ankommen, die anstehenden Schritte konsequent abzuarbeiten, um am 1. Januar 2022 die neue Struktur umzusetzen.”

Die nähere Ausgestaltung der Gremien und Zuständigkeiten sowie Entscheidungsvorbehalte in der neuen DFB GmbH & Co. KG werden im Rahmen einer Klausurtagung des DFB-Präsidiums ausgearbeitet. Die Umsetzung in der internen Struktur der Zentralverwaltung wird Aufgabe des Generalsekretärs sein. Der weitere Prozess wird gemeinsam mit dem Betriebsrat gestaltet, wobei sich für die Mitarbeiter*innen des DFB kein Nachteil ergeben wird.

DFB-Generalsekretär Dr. Friedrich Curtius sagt: “Für den DFB stehen große Veränderungen an. Dies gilt räumlich mit dem Umzug in den DFB-Campus und inhaltlich-strukturell mit dem Abschluss des GmbH-Prozesses. Von beiden Prozessen werden die Mitarbeiter*innen profitieren, das Arbeitsumfeld wird modern, unsere Prozesse werden optimiert, Synergien werden geschaffen. Wir werden nun mit großer Konsequenz die weiteren Schritte verfolgen und dabei die Interessen der Belegschaft in besonderer Weise berücksichtigen. Diese notwendigen Veränderungen sind Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft des Verbandes.”

 

Bundestrainer Jöw tritt nach der EM zurück

9. März 2021:  Das kam jetzt überraschend. Fakt ist, dass der Bundestrainer nach dem Gewinn des WM-Titels 2014 den Zeitpunkt verpasst hat, sich als "ewige Legende" zu verabschieden. Sein stures Festhalten in vielen Bereichen war zwar von 2010 bis 2014 von Erfolg gekrönt, dann aber gab es den steten Abwärtstrend, den er mit viel Ego und nicht nachvollziehbaren personellen Entscheidungen verschärfte.
Der fatale Eindruck des "Klammerns" auf Kosten der Entwicklung war nicht mehr wegzudiskutieren - auch nicht vom selbst immer umstrittener gewordenen Manager, Direktor Nationalmannschaft und Chef der DFB-Akademie Oliver Bierhoff.
Nun gilt es für den selbst in Gänze stark angeschlagenen Verband die richtigen personeen Weichen zu stellen. Kann man das aber diesem bei der Corona-Pandemie schwer in die Unglaubwürigkeit abgerutschen Verbandskoloss zutrauen? Grabenkämpfe innerhalb des Präsidiums zeigen, dass es überall knirscht. Da bleibt das vertrauen auf der Strecke. Harald Jeschke

Bilanz Löw
Anmerkung: Anders als der DFB oder die FIFA werten wir ein Ergebnis nach Elfmeterschießen oder nach Verlängerung - wenn positiver Ausgang wie beim 7:6 gegen Italien bei der 2016er EM - klar als Sieg und nicht als Remis.



Joachim Löw beendet nach der EURO seine Tätigkeit als Bundestrainer nach der Europameisterschaft im Sommer 2021  
Der Bundestrainer bat darum, seinen ursprünglich bis zur WM 2022 laufenden Vertrag unmittelbar mit Abschluss des EM-Turniers zu beenden. Dem stimmte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zu. “Ich gehe diesen Schritt ganz bewusst, voller Stolz und mit riesiger Dankbarkeit, gleichzeitig aber weiterhin mit einer ungebrochen großen Motivation, was das bevorstehende EM-Turnier angeht”, sagt Joachim Löw.

“Stolz, weil es für mich etwas ganz Besonderes und eine Ehre ist, mich für mein Land zu engagieren. Und weil ich insgesamt fast 17 Jahre mit den besten Fußballern des Landes arbeiten und sie in ihrer Entwicklung begleiten durfte. Mit ihnen verbinden mich große Triumphe und schmerzliche Niederlagen, vor allem aber viele wunderbare und magische Momente – nicht nur der Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Dankbar bin und bleibe ich gegenüber dem DFB, der mir und der Mannschaft immer ein optimales Arbeitsumfeld bereitet hat.”

Der 61 Jahre alte Bundestrainer, der die Nationalmannschaft ab Sommer 2004 zunächst als Assistent an der Seite von Jürgen Klinsmann betreute und seit 1. August 2006 ihr Chefcoach ist, betont: “Für die bevorstehende Europameisterschaft verspüre ich weiterhin den unbedingten Willen sowie große Energie und Ehrgeiz. Ich werde mein Bestes geben, unseren Fans bei diesem Turnier große Freude zu bereiten und erfolgreich zu sein. Ich weiß auch, dass dies für die gesamte Mannschaft gilt.”

DFB-Präsident Fritz Keller sagt: “Ich habe großen Respekt vor der Entscheidung von Joachim Löw. Der DFB weiß, was er an Jogi hat, er ist einer der größten Trainer im Weltfußball. Jogi Löw hat den deutschen Fußball wie kaum ein anderer über Jahre hinweg geprägt und international zu höchstem Ansehen verholfen. Nicht nur aufgrund seiner sportlichen Errungenschaften, sondern auch wegen seiner Empathie und Menschlichkeit. Dass er uns frühzeitig über seine Entscheidung informiert hat, ist hoch anständig. Er lässt uns als DFB somit die nötige Zeit, mit Ruhe und Augenmaß seinen Nachfolger zu benennen.”

Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften und DFB-Akademie, erklärt: “Joachim Löw und ich haben fast 17 Jahre lang eng zusammengearbeitet. Wir durften gemeinsam so viel erleben und auch zusammen durchstehen. Es ist schon ein besonderes Verhältnis, das vor allem von absolutem Vertrauen geprägt ist. Unter Jogi stand die Nationalmannschaft wieder für Spielfreude und attraktiven Offensivfußball, diese Mannschaft und ihre Spieler haben sich unglaublich mit ihm entwickelt. Ich bedauere, dass sich nach der EURO unsere Wege beruflich voneinander trennen. Persönlich werden wir verbunden bleiben. Daran aber denke ich im Moment nicht, zumal ich weiß, dass Jogis volle Konzentration und Energie in den nächsten Wochen und Monaten einzig und allein der Vorbereitung auf die Europameisterschaft gelten. Uns verbindet im Sommer weiterhin ein großes gemeinsames Ziel.”


 

DFB-Umfrage Amateurfußball: Große Treue, große Sehnsucht, große Herausforderungen

Zu den Ergebnissen der DFB-Umfrage Amateurfußball

Frankfurt/Duisburg, 08. März 2021 - Die Sehnsucht nach der Rückkehr auf den Platz ist groß im Amateurfußball, die Herausforderungen für die Vereine sind es ebenfalls. Das zeigen die Ergebnisse der bundesweiten Onlineumfrage, die der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Ende Februar durchgeführt hat. Deutlich wird auch, dass die Lust auf Fußball im Amateurbereich ungebrochen ist. Eine weitere wichtige Erkenntnis: Die 24.500 Vereine mit Fußballangebot in Deutschland haben sich in der Coronakrise als robust und widerstandsfähig erwiesen. Die Problemstellungen verschärfen sich jedoch mit jedem Tag, an dem der Ball auf den Sportplätzen nicht rollen kann.

Mehr als 100.000 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet haben über den Zeitraum einer Woche an der DFB-Umfrage teilgenommen, verteilt über nahezu alle Altersgruppen, rund 80 Prozent von ihnen männlich. Am stärksten vertreten waren aktive Spieler*innen (40 Prozent) vor Trainer*innen (20 Prozent) sowie Vereinsmitarbeiter*innen und Eltern von fußballspielenden Kindern und Jugendlichen (jeweils 14 Prozent). Die übergeordnete Fragestellung lautete: Wie geht es dem deutschen Amateurfußball tatsächlich?

DFB-Präsident Fritz Keller sagt zur aktuellen Situation: “Ohne Amateurfußball fehlt dem Fußball die Seele. Und den Menschen, die ihn so einzigartig machen, fehlt ein Lebensinhalt. Unsere Umfrage bestätigt eindrucksvoll, wie sehr sie die Rückkehr in ihre Vereine herbeisehnen. Sie warten nur darauf, Gemeinschaft wieder leben zu können, und gehen dem Fußball offenbar noch nicht wie befürchtet massenhaft verloren. Die Fußballfamilie steht zusammen – selbst auf Abstand. Umso wichtiger ist es, dass unsere Mitglieder nun dringend eine Perspektive sehen. Diese Perspektive haben sie mit den gerade beschlossenen ersten zaghaften Lockerungen nicht flächendeckend erhalten. Auch mit Blick auf die Strategie umfassender, kostenloser Selbst- und Schnelltests erhoffen wir uns von der Politik nun weitere Öffnungen für den Sport.”

Dr. Rainer Koch, zuständiger DFB-Vizepräsident für die Amateure, sagt: “Der Amateurfußball lebt. Er erweist sich in dieser zuvor so nicht gekannten Krise als besonders widerstandsfähig, er zeigt sein ausgeprägtes Kämpferherz – das unterstreichen die Ergebnisse der Umfrage. Das schon vielfach prognostizierte Untergangszenario gibt es nicht. Noch nicht. Klar ist: Der Amateurfußball ist gezeichnet von der Coronakrise, aus Kratzern werden Wunden. Der Patient aber liegt nicht auf der Intensivstation. Er sitzt im Wartezimmer der Politik. Sein Zustand verschlechtert sich, die zunehmenden Symptome deuten auf die Überweisung in die Klinik hin. Auch der Letzte muss jetzt verstehen, dass wir rasch wieder den Fußball brauchen, den wir alle so sehr lieben. Der Amateursport ist kein pandemisches Problem, sondern fester Teil der Lösung dieser Krise – und damit gut für unser Land. Der eingeschlagene Kurs, sich für weitere Lockerungen stark zu machen, ist der richtige. Die Diagnose haben wir, das Rezept auch: Der Ball muss wieder rollen!”

Der Wunsch und das Bedürfnis, wieder aufs Spielfeld zurückzukehren, drückt sich deutlich in den Zahlen der Umfrage aus. 98 Prozent der Befragten vermissen den Amateurfußball, 96 Prozent die Aktivitäten in ihrem Verein. Besonders fehlen den Menschen die Gemeinschaft und das Gemeinschaftsgefühl (71 Prozent), noch mehr sogar als das aktive Fußballspielen selbst (68 Prozent).
 

Die Befürchtung, dass viele Menschen dem Amateurfußball während des zweiten Lockdowns seit November komplett verloren gegangen sind, wird von der Umfrage widerlegt. 94 Prozent der Teilnehmer*innen geben an, dass sie auf jeden Fall oder sehr wahrscheinlich in ihre Vereine zurückkehren werden, vier Prozent wissen es noch nicht. Am höchsten priorisiert wird im Falle möglicher Lockerungen die Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings (82 Prozent). Große Einigkeit besteht darin, speziell den Nachwuchs im Blick zu haben. 95 Prozent sagen, dass der Kinder- und Jugendfußball vor oder mindestens parallel mit dem Sportbetrieb der Erwachsenen geöffnet werden solle.

Beim Einstieg ins Training räumen 66 Prozent der Umsetzung eines Hygienekonzepts durch den Verein die höchste Priorität ein. Als ähnlich wichtig wird ein fester und nachvollziehbarer Stufenplan für den Amateurfußball eingeschätzt (61 Prozent). 94 Prozent antworteten, dass Hygienekonzepte im vergangenen Sommer von ihrem Klub umgesetzt wurden, fünf Prozent wussten es nicht. 88 Prozent empfanden die Anwendung der Hygienekonzepte als nicht oder wenig belastend.

Die Verbundenheit zum eigenen Verein hat durch die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen gleichwohl gelitten. Fühlten sich vor Corona noch 88 Prozent der Umfrageteilnehmer*innen eng oder sehr eng mit ihrem Verein verbunden, sind es nun nur noch 52 Prozent. 36 Prozent erklärten, dass sie seit Beginn des zweiten Lockdowns keinen Kontakt zu Verein oder Mannschaft hatten. 40 Prozent gaben an, in den vergangenen Monaten keine Angebote ihres Vereins, beispielsweise digitale Trainingseinheiten oder Informationsveranstaltungen per Videokonferenz, erhalten zu haben.

Die Treue zum Verein ist insgesamt weiterhin vorhanden. 78 Prozent der befragten Vereinsmitarbeiter*innen und Trainer*innen stellen keine erhöhte Zahl an Mitgliedsaustritten fest oder haben keine Kenntnis davon. 22 Prozent bejahten die Frage nach einer spürbaren Erhöhung der Vereinsaustritte.

Gemäß der Daten im DFBnet sind im Kalenderjahr 2020 rund 70 Prozent weniger Fußballspiele in Deutschland ausgetragen worden als 2019. In einem normalen Jahr finden zirka 1,4 Millionen Spiele statt. Der Rückgang an gemeldeten Mannschaften zwischen der Saison 2018/2019, der letzten kompletten Spielzeit vor Corona, und 2020/2021 beträgt sechs Prozent. Die Zahl liegt nun bei insgesamt knapp 140.000 Teams.

Vor diesem Hintergrund haben sich die wichtigsten Aufgabenstellungen für Amateurklubs etwas verschoben, wie die DFB-Umfrage verdeutlicht. Die größten Herausforderungen vor Ausbruch der Pandemie waren, als Verein eine ausreichende Zahl von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen (53 Prozent) und qualifizierten Trainer*innen (43 Prozent) zu haben. Die Gewinnung und Bindung von Kindern und Jugendlichen wurde von 28 Prozent genannt, die finanzielle Situation von 24 Prozent. Für die Zeit nach der Coronakrise gestaltet sich das Meinungsbild wie folgt: 45 Prozent sehen weiterhin eine ausreichende Zahl von Ehrenamtlichen als eine der größten Herausforderungen, knapp dahinter folgt nun das Thema Nachwuchs (42 Prozent) vor der finanziellen Situation (38 Prozent) und Trainer*innen (32 Prozent).

61 Prozent der Vereinsmitarbeiter*innen und Trainer*innen, die an der Umfrage teilnahmen, sehen finanzielle Auswirkungen auf ihren Verein. Davon erkennen 79 Prozent eine spürbare Belastung, 18 Prozent bezeichnen die Situation als existenzbedrohend.

 
Präsidentenkonferenz: Eindringlicher Appell für Rückkehr des Amateursports

Frankfurt/Duisburg, 23. Februar 2021 - Die Präsidenten aus den Regional- und Landesverbänden des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) haben im Rahmen ihrer Konferenz einen gemeinsamen Appell formuliert, der die hohe gesellschaftliche Bedeutung und Wirkung des Amateursports betont. Im Mittelpunkt steht für das Gremium die Perspektive, vor allem Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, wieder unter freiem Himmel einem organisierten Trainingsbetrieb im Verein nachzugehen und dort ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben.
Nach mehrmonatigem Lockdown soll der organisierte Amateursport, so die klare Botschaft, nicht mehr als Teil des Problems, sondern endlich als Teil der Lösung im Sinne der allgemeinen Gesundheitsförderung begriffen werden.

Mit ihrem Appell unterstützen und unterstreichen die führenden Vertreter*innen der Landesverbände den offenen Brief, den DFB-Präsident Fritz Keller und der 1. DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch am vergangenen Freitag an alle 24.500 Vereine im deutschen Fußball verschickt hatten. Keller und Koch hatten darin betont, dass der Sport und seine einzigartige Vereinslandschaft in Deutschland in allen Entscheidungen Berücksichtigung finden müssen und nicht abgehängt werden dürfen. Bei Diskussionen um mögliche Lockerungen muss vor diesem Hintergrund zwangsläufig an allen relevanten Stellen über den Amateursport gesprochen werden, dafür setzen sich mit dem DFB auch alle Regional- und Landesverbände ein.

Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagt: “Unsere Vereine haben in den vergangenen Monaten einen erfolgreichen Beitrag geleistet, um Kontakte zu reduzieren und Infektionen entgegenzuwirken. Dieses verantwortungsvolle Verhalten darf bei den Erörterungen der Lockerungen nicht vergessen werden, insbesondere deshalb, weil es in besonderem Maße um Kinder und Jugendliche geht. Dies betrifft nicht nur den Fußball, sondern den gesamten Sport. Ich bin daher sehr froh, dass in Nordrhein-Westfalen die Landesregierung nun in einem ersten Schritt entschieden hat, dass die Sportplätze wieder geöffnet werden können und eine Nutzung, wenn auch zunächst unter engen Vorgaben, möglich ist.”

Im Rahmen der Konferenz hatte Prof. Dr. Tim Meyer, Vorsitzender der Medizinischen Kommission des DFB, den Präsidenten der Regional- und Landesverbände Erkenntnisse aus jüngsten Untersuchungen präsentiert. Meyer hatte mit Kollegen vom Institut für Sport- und Präventivmedizin der Universität des Saarlandes sowie dem Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel unter anderem mehr als 750 Partien aus Profiligen und dem Amateurbereich mit mindestens einem SARS-CoV2-verdächtigen Spieler analysiert.
In diesem Rahmen wurden Fragebögen und Listen mit Spielabsagen von 20 Fußball-Landesverbänden aufgrund von bestätigten Fällen und Verdachtsfällen auf eine SARS-CoV-2-Infektion geprüft und registriert. Soweit verfügbar, wurden ergänzende Videoanalysen durchgeführt. Ziel war neben der Erfassung infektiöser Spieler*innen in Spiel oder Training eine Einschätzung des Infektionsrisikos der anderen Spieler*innen und Schiedsrichter*innen.

Es zeigte sich, dass fußballspezifische Kontakte auf dem Spielfeld nur ein geringes Infektionsrisiko mit SARS-CoV-2 darstellen. Auch wenn die Möglichkeiten zur Nachverfolgung von Fällen im Amateurbereich, verglichen mit den Profis, eingeschränkt sind, wurden in den exponierten Mannschaften bis 14 Tage nach dem Spiel keine weiteren Verdachtsfälle festgestellt. Lediglich in einem Fall waren Zweifel an einer Übertragung während des Fußballspielens nicht gänzlich auszuräumen. Die Videoanalysen ergaben, dass relevante Kontakte auf dem Spielfeld nur selten auftreten und von sehr kurzer Dauer sind.

“Zusammengefasst bedeutet dies, dass nach aktuellem Kenntnisstand beim Fußballspielen unter freiem Himmel nur eine äußerst geringe Ansteckungsgefahr besteht”, sagt Meyer. “Diese Ergebnisse stehen auch im Einklang mit der umfangreich gesichteten internationalen Literatur, beispielsweise den vor wenigen Tagen veröffentlichten Resultaten aus dem englischen Rugby.”

Ronny Zimmermann und Hannelore Ratzeburg, im DFB-Präsidium für den Nachwuchsfußball im männlichen und weiblichen Bereich zuständig, erklären gemeinsam: “Vereine und Verbände tragen verantwortungsvoll die Verordnungen von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie mit. Doch der Lockdown für den Sport darf nicht zum Dauerzustand werden. Wir müssen im Blick haben, welche Folgen dauerhafter Bewegungsmangel und fehlende soziale Kontakte gerade für Kinder und Jugendliche haben können. Vereinssport kann hier für eine spürbare Entlastung sorgen und mit den bereits bewährten Hygienekonzepten seiner gesellschaftlichen Aufgabe gerecht werden.”

Wie groß die Sehnsucht nach der Rückkehr des Amateurfußballs ist, zeigt eine aktuell laufende bundesweite DFB-Umfrage. An den ersten drei Tagen haben bereits rund 50.000 Personen daran teilgenommen, 97 Prozent davon sind Mitglied in einem Fußballverein. 98 Prozent der bisher Befragten haben angegeben, den Amateurfußball und ihren Amateurverein zu vermissen, 95 Prozent wollen auf jeden Fall oder sehr wahrscheinlich nach dem Lockdown in den Amateurfußball zurückkehren. Besonders vermisst werden laut den Zwischenergebnissen das Gemeinschaftsgefühl und das aktive Fußballspielen. Die Möglichkeit des Mannschaftstrainings wird unter den Teilnehmer*innen im Falle möglicher Lockerungen mit Abstand am höchsten priorisiert, deutlich vor der Rückkehr in den Spielbetrieb.

Die Umfrage läuft noch bis Freitag, eine Teilnahme ist hier möglich.

 

3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga bis 2023 bei MagentaSport



Frankfurt/Duisburg, 02. Februar 2021 - Die Übertragungsrechte der 3. Liga und der FLYERALARM Frauen-Bundesliga im Pay-TV verbleiben bis einschließlich der Saison 2022/23 bei der Deutschen Telekom AG. Der Medienpartner hat von seiner Option Gebrauch gemacht, die ursprünglich bis zum 30. Juni 2022 laufenden Verträge um eine Saison zu verlängern. Im Free-TV werden die 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga ebenfalls bis zum Ende der Saison 2022/2023 weiterhin von der ARD und ihren 3. Programmen gezeigt.

Die Rechte liegen hier vertragsgemäß bei SportA, der Sportrechteagentur von ARD und ZDF. Das Paket von SportA beinhaltet zudem alle Heimspiele der Frauen-Nationalmannschaft. Die Deutsche Telekom AG überträgt seit der Saison 2017/18 sämtliche Partien der 3. Liga live im Pay-Bereich bei MagentaSport. Neben den 380 Livespielen pro Saison enthält das Rechtepaket eine Highlightverwertung der Drittligaspiele sowie die Pay-TV-Übertragungsrechte aller Partien der FLYERALARM Frauen-Bundesliga.

„Die Zusammenarbeit mit verlässlichen Partnern ist ein sehr positives Zeichen in diesen herausfordernden Zeiten. Es unterstreicht die Attraktivität unserer Wettbewerbe, die nun frühzeitig ein weiteres Jahr Planungssicherheit haben“, sagt Dr. Holger Blask, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der DFB GmbH. „Durch die umfassende TV-Berichterstattung hat nicht zuletzt die 3. Liga in den vergangenen Jahren deutlich an Stellenwert für Fans, Partner und Klubs gewonnen.
Auch die FLYERALARM Frauen-Bundesliga hat durch den Ausbau der Zusammenarbeit mit MagentaSport an Livezeit zugelegt. Das ist ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung des Frauenfußballs in Deutschland. Gemeinsam mit den Medienpartnern werden wir daran arbeiten, die regelmäßige Sichtbarkeit der Frauen-Nationalmannschaft und der FLYERALARM Frauen-Bundesliga weiter zu stärken.“

Der Vertrag mit SportA, der seit der Saison 2018/19 in Kraft ist, umfasst die Free-TV-Berichterstattung der Spiele der 3. Liga, die hauptsächlich in der Sportschau sowie in den Dritten Programmen der ARD stattfindet. Enthalten sind 86 Livespiele pro Saison sowie die Highlightrechte aller Partien. Zum Rechtepaket der SportA zählt außerdem die Übertragung aller Heimländerspiele der Frauen-Nationalmannschaft sowie der Spiele der FLYERALARM Frauen-Bundesliga (ein Livespiel pro Spieltag plus Highlightrechte an allen Begegnungen).
Die Neuvergabe der Medienrechte an der 3. Liga, der FLYERALARM Frauen-Bundesliga und den Heimspielen der Frauen-Nationalmannschaft ab der Saison 2023/2024 ist für Sommer 2022 vorgesehen.

 

3. Liga: Ab 20. Spieltag Wechsrelkontingent steigt von drei auf fünf Spieler

Die Klubs der 3. Liga einigten sich auf erhöhtes Wechselkontingent

Frankfurt/Duisburg, 06. Januar 2021 - Der DFB hat mit den Vereinen der 3. Liga bei einer außerordentlichen Managertagung am heutigen Mittwoch über die Anpassung des Wechselkontingents von drei auf fünf Spieler für die restliche Saison 2020/2021 diskutiert. In der Videokonferenz ging es vor allem um folgende Punkte: Änderung des Wechselkontingents von drei auf fünf Spieler, Erweiterung der Spieltagskader von 18 auf 20 Spieler analog zur Bundesliga und 2. Bundesliga sowie den Zeitpunkt, zu dem die Änderungen in Kraft treten sollen.

Eine deutliche Mehrheit der Klubs stimmte für eine Anpassung des Wechselkontingents von drei auf fünf Spieler, um die Belastung der Sportler angesichts des engen Terminplans besser steuern zu können. Vor Saisonbeginn hatten die Vereine aus wirtschaftlichen Gründen und bei einer deutlich entspannteren Pandemielage für eine Rückkehr zu drei Auswechslungen gestimmt, so dass die bisherige Spielzeit mit dieser Regelung durchgeführt wurde.

Fünf Auswechslungen ab dem 20. Spieltag Die Erhöhung auf fünf Wechsel soll für alle Klubs ab dem  ab dem  20. Spieltag (22. bis 24. Januar) gelten, also zum Rückrundenstart.
Mögliche Nachholspiele aus der Vorrunde, die erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, sind im Sinne der Chancengleichheit von dieser Änderung noch ausgenommen. Der Vorschlag, die Spieltagsaufgebote der Teams auf 20 Spieler zu erhöhen, fand bei der Managertagung der 3. Liga keine mehrheitliche Zustimmung und wurde abgelehnt.
 

 

Nationalmannschaft startet in Duisburg ins EM-Jahr 2021

Frankfurt/Duisburg, 21. Dezember 2020 - Die deutsche Nationalmannschaft wird ihre ersten beiden Heimspiele 2021 in der WM-Qualifikation am 25. März gegen Island und am 31. März gegen Nordmazedonien jeweils in Duisburg absolvieren, dazwischen steht am 28. März das Qualifikationsspiel in Rumänien an. Das hat das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am heutigen Montag im schriftlichen Umlaufverfahren beschlossen.

Damit werden in Duisburg erneut zwei aufeinanderfolgende Heimländerspiele am selben Spielort ausgetragen. Mit diesem Vorgehen hat der DFB im Herbst 2020 in Köln und Leipzig bereits gute Erfahrungen in der Organisation der Länderspiele gemacht. Duisburg hat sich im Sommer 2020 im Rahmen des Finalturniers der UEFA Europa League als Spielort im Sonderspielbetrieb bewährt.

Im Hinblick auf die aktuellen Einschätzungen zur Covid-19-Situation im März verfolgt der Verband weiterhin den Ansatz, die Kontakte der Mannschaft zu minimieren und unnötige Reisen zu vermeiden.
Über eine mögliche Zulassung von Zuschauern wird mit den zuständigen Behörden zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Vorläufiger Spielplan der Nationalmannschaft bis zur EURO: 25. März 2021, 20.45 Uhr: WM-Qualifikation, Deutschland gegen Island (in Duisburg) 28. März 2021, 20.45 Uhr: WM-Qualifikation, Rumänien gegen Deutschland 31. März 2021, 20.45 Uhr: WM-Qualifikation, Deutschland gegen Nordmazedonien (in Duisburg)

 

Rahmenterminkalender 2021/2022 - Masterplan Amateurfußball 2024

Rahmenterminkalender

Frankfurt/Duisburg, 04. Dezember 2020 - Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat auf seiner heutigen Sitzung in Frankfurt am Main den Rahmenterminkalender für die Saison 2021/2022 verabschiedet. Die Bundesliga startet am Wochenende vom 13. bis 15. August 2021 in die neue Spielzeit, während die 2. Bundesliga bereits am 23. Juli 2021 beginnt.

Nach dem 18. Zweitliga-Spieltag vom 17. bis 19. Dezember 2021 und dem 17. Bundesliga-Spieltag am selben Wochenende gehen beide Klassen in die Winterpause. Der Spielbetrieb in der Bundesliga wird am 7. Januar 2022 wieder aufgenommen, die 2. Bundesliga folgt am 14. Januar 2022. Der 34. und letzte Bundesliga-Spieltag ist für den 14. Mai 2022 terminiert. Einen Tag später, am 15. Mai 2022, findet der 34. Spieltag der 2. Bundesliga statt.

Die 3. Liga startet am Wochenende vom 23. bis 26. Juli 2021 in die nächste Saison. Nach dem 20. Spieltag vom 17. bis 20. Dezember 2021 macht die 3. Liga Winterpause bis zum Wiederbeginn am 14. Januar 2022. Der 38. und letzte Drittliga-Spieltag ist am 14. Mai 2022. Anschließend folgen die Relegationsspiele zwischen Bundesliga und 2. Bundesliga sowie zwischen 2. Bundesliga und 3. Liga. Nach dem derzeitigen Planungsstand sollen diese zwischen dem 19. und dem 24. Mai 2022 stattfinden. Die genaue Terminierung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Der DFB-Pokal beginnt in der nächsten Saison mit der ersten Hauptrunde am Wochenende vom 6. bis 9. August 2021. Weiter geht es mit der zweiten Runde am 26. und 27. Oktober 2021, ehe am 18. und 19. Januar 2022 das Achtelfinale und am 1. und 2. März 2022 das Viertelfinale folgen. Die beiden Halbfinalspiele steigen am 19. und 20. April 2022. Das Finale in Berlin ist für den 21. Mai 2022 angesetzt. Alle Daten des Rahmenterminkalenders für die Saison 2021/2022 gibt es auf der DFB-Webseite.

DFB unterstützt Stiftungen mit 4,35 Millionen Euro
Auf seiner Sitzung am heutigen Freitag in Frankfurt am Main hat das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) entschieden, fußballnahe gemeinnützige Stiftungen sowie die Stiftung Deutsche Sporthilfe mit einem Betrag in Höhe von insgesamt 4,35 Millionen Euro zu unterstützen. Die Mittel entspringen den Überschüssen des DFB im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, die entsprechend gemeinnützigkeitsrechtlicher Vorschriften im ideellen Bereich des Verbandes und für satzungsgemäße Aufgaben zu verwenden sind.
Zu berücksichtigen war insbesondere, dass die DFB-Stiftung Egidius Braun im Jahr 2020 erneut kein Benefizländerspiel zu Gunsten der DFB-Stiftungen veranstalten konnte und die Einnahmen aus diesem Spiel von großer Relevanz für den Haushalt der Stiftung sind. DFB-Schatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge sagt: “Ich bin dem DFB-Präsidium sehr dankbar und zugleich auch stolz darauf, dass es uns gelungen ist, die Stiftungen in diesen auch wirtschaftlich so schwierigen Zeiten unverändert umfassend zu unterstützen. Wir machen dies in Wahrnehmung unserer sozialen Verantwortung sowie in Anerkennung und Wertschätzung der in den Stiftungen geleisteten Arbeit für den Fußball und das Gemeinwohl in Deutschland. Für uns ist die Arbeit der Stiftungen systemrelevant. Gerade in den schwierigen Zeiten gilt: Für soziales Engagement darf und wird es keine Pausen geben.”

Von den 4,35 Millionen Euro entfällt der größte Teil auf die DFB-Stiftung Egidius Braun, die 2,5 Millionen Euro erhält. 600.000 Euro gehen an die DFL Stiftung, 500.000 Euro an die DFB-Kulturstiftung, 400.000 Euro an die DFB-Stiftung Sepp Herberger. Die Stiftung Deutsche Sporthilfe wird mit 150.000 Euro unterstützt, die Robert-Enke-Stiftung mit 100.000 Euro. 20.000 Euro erhält die Uwe Seeler Stiftung, die Fritz-Walter-Stiftung wird mit 50.000 Euro bedacht und die Stiftung “Die Mannschaft” mit 30.000 Euro.

DFB-Frauen spielen im April 2021 in Wiesbaden
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bestreitet am Samstag, 10. April 2021, ein Heimspiel in der Brita-Arena in Wiesbaden. Das beschloss das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes auf seiner Sitzung am heutigen Freitag. Anstoßzeit und Gegner der DFB-Auswahl werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben. Das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg war zuletzt im Oktober in der hessischen Landeshauptstadt zu Gast. Das damals geplante Spiel gegen England war jedoch aufgrund eines positiven Corona-Falls beim Gegner vom Englischen Fußball-Verband FA abgesagt worden.
Martina Voss-Tecklenburg sagt: “Wir freuen uns, erneut in Wiesbaden zu Gast zu sein, vor allem vor dem Hintergrund, dass unser Spiel im Oktober dort nicht stattfinden konnte. Wir wollen auch im nächsten Jahr den Weg der vergangenen Monate fortführen: unsere junge Mannschaft auf hohem Niveau weiterzuentwickeln. Dazu möchten wir uns mit Topnationen messen.” Das Länderspieljahr 2021 beginnt für die Frauen-Nationalmannschaft schon Mitte Februar. Details zur ersten internationalen Abstellungsphase des kommenden Jahres erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt. Die DFB-Frauen haben sich souverän für die EM in England qualifiziert. Die Endrunde war aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie um ein Jahr auf 2022 verschoben worden

Masterplan 2024 für den Amateurfußball
Der Vorstand des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat eine richtungsweisende Entscheidung für den Amateurfußball getroffen und den Masterplan 2024 per Beschluss bestätigt. Der Masterplan bildet den Kern der Zukunftsstrategie Amateurfußball, seine Umsetzung ist gemäß des offiziellen Votums des DFB-Bundestages 2019 und des nun getroffenen Beschlusses des DFB-Vorstandes für alle 21 Landesverbände verbindlich.
Der Masterplan 2024 ist ein Maßnahmenpaket, das die Vereinsqualität verbessern und den Vereinsfußball an der Basis stärken soll, unter anderem durch eine gezielte Ergänzung der bisherigen Verbandsangebote für Vereine. Übergeordnetes Ziel ist es, das weltweit einzigartige, bundesweit flächendeckende Netz von Fußballvereinen und Klubs mit Fußballangeboten in Deutschland zu erhalten und zu stärken.
Die Erarbeitung und Ausgestaltung durch die Steuerungsgruppe Amateurfußball, geleitet von Peter Frymuth (DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung), erfolgte unter enger Einbindung von Vereinsvertretern*innen aus zahlreichen Amateurvereinen. Der Masterplan folgt den Empfehlungen des 3. DFB-Amateurfußball-Kongresses 2019. In regelmäßigen Schwerpunkt-Workshops mit Vereinen wurden nach dem Kongress Maßnahmen entwickelt, besprochen und auf ihre mögliche Wirksamkeit an der Basis überprüft. Die Beteiligung von Vertreter*innen aus Amateurklubs soll auch in der Phase der Weiterentwicklung und Umsetzung in den kommenden Jahren konsequent fortgesetzt werden.

Dr. Rainer Koch, 1. DFB-Vizepräsident Amateure, sagt: “Der Masterplan 2024 ist für den Amateurfußball das, was das Projekt Zukunft für den Spitzenfußball und das Projekt Zukunft weiblich für den Frauen- und Mädchenfußball sein sollen. Die nachhaltige Weiterentwicklung eines flächendeckenden und leistungsfähigen Amateur- und Breitenfußballs ist für unser komplettes Fußball-Ökosystem essenziell. In Zeiten der Corona-Krise und angesichts deren noch nicht in Gänze abschätzbaren Auswirkungen ist der Masterplan wichtiger denn je. Amateurvereine bilden mit ihren Aktiven, ihren Frauen und Männern im Ehrenamt sowie ihren Mitglieder*innen eine wesentliche Zukunftsplattform zur weiteren und dringend notwendigen Aktivierung gesellschaftlicher Potenziale.
Je attraktiver wir unsere Vereine machen, die so wichtig für unser soziales Miteinander sind, desto mehr Menschen begeistern wir für den Fußball. Großes gemeinsames Ziel ist es, die einmalige Chance, die die EURO 2024 in Deutschland jedem Verein zur Weiterentwicklung bieten wird, konsequent für den gesamten Fußball zu nutzen. Wir wollen vor allem noch mehr Menschen bewegen, im Verein aktiv Fußball zu spielen.”

Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, erklärt: “Der Masterplan 2024 folgt auf Basis der Aufträge aus dem Amateurfußball-Kongress 2019 zwei festen Grundsätzen: Die Spieler*innen stehen im Mittelpunkt. Und: Es gilt, gemeinsam die Vereine konzentriert zu unterstützen und weiterzuentwickeln. Der Anspruch ist es, die vom Kongress priorisierten Empfehlungen im Masterplan umzusetzen. An der Erarbeitung waren alle Ebenen beteiligt, vom DFB und seinen Landesverbänden über Vertreter*innen von Bezirken und Fußballkreisen bis hin zu Amateurvereinen.

Bei der Sicherung und Stärkung des Amateurfußballs sind wir alle gefragt und in der Pflicht, ob Verband oder Verein. Die Fußballvereine und Fußballabteilungen sind es, die vor Ort den Menschen das Fußballspielen ermöglichen und eigenverantwortlich handeln.
Das Verbandssystem hat die Aufgabe, die Vereine dabei zu unterstützen – einerseits bei der von den Klubs selbst vorzunehmenden Vereinsentwicklung, andererseits durch die Sicherstellung von bestmöglichen Rahmenbedingungen.”

Der Masterplan Amateurfußball beinhaltet acht Teilziele: Gewinnung, Bindung und Entwicklung von Spieler*innen Positive Entwicklung der Mannschaftszahlen im Spielbetrieb und in den Vereinen Gewinnung, Bindung sowie Aus- und Weiterbildung von (ehrenamtlichen) Vereinsmitarbeiter*innen Gewinnung, Bindung sowie Aus- und Weiterbildung von Trainer*innen Gewinnung, Bindung sowie Aus- und Weiterbildung von Schiedsrichter*innen Zugang zu moderner Sportinfrastruktur bedarfsgerecht verbessern Ressourcen optimieren Gewinnung und Bindung von passiven Mitgliedern und Zuschauer*innen Jede Maßnahme des Masterplans soll mindestens eines der Teilziele wirksam unterstützen.
Während in den ersten beiden Masterplan-Perioden von 2013 bis 2019 der Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung der Verbände in den Themenfeldern Kommunikation, Spielbetriebsangebote und Bildungsangebote lag, richtet sich der Fokus im Masterplan 2024 auf eine wirksame Unterstützung der Vereinsentwicklung in den drei wesentlichen Bereichen Organisation, Mitarbeiter*innen und Spielangebote für Vereinsmitglieder*innen. In Abstimmung mit den Fachgremien, Landesverbänden und Vertreter*innen von Amateurklubs wird nun verstärkt mit Pilotprojekten gearbeitet, die evaluiert und bei positivem Ergebnis flächendeckend ausgerollt werden.

Ein Beispiel ist die Intensivierung der neuen Spielformen im Kinderfußball, der eine umfassende Qualifizierungsoffensive für Kindertrainer*innen folgen soll. Weitere Pilotprojekte sind unter anderem die Klub-Berater*innen, die Vereinsmanager-C-Lizenz, das DFB-Staffelleiter*innenzertifikat sowie der DFB-JUNIOR-Referee und DFB-JUNIOR-Manager*in. Der vom DFB-Vorstand beschlossenen Masterplan ist in zwei Phasen unterteilt, in deren Verlauf auf Grundlage der Evaluierungen und gewonnenen Erkenntnisse weitere Anpassungen möglich sind.
Die erste Phase läuft bis Ende 2022, die zweite bis 31. Dezember 2025. Erst am Mittwoch hatten die Europäische Fußball-Union (UEFA) und der DFB die Ergebnisse einer Studie zur sozialen Wertschöpfung des Amateurfußballs in Deutschland vorgestellt, die auf dem UEFA SROI-Modell (“Social Return on Invest”) basiert.
Das paneuropäische SROI-Modell wurde in Zusammenarbeit mit zehn europäischen Universitäten entwickelt. Es beziffert den konkreten Wert des Amateurfußballs und somit auch des dort geleisteten ehrenamtlichen Engagements. In der Studie für Deutschland wurde für das Gemeinwohl eine soziale und ökonomische Wertschöpfung von 13,9 Milliarden Euro pro Jahr durch den Fußball unterhalb der 3. Liga errechnet. Die Gesamtsumme setzt sich aus drei Kernbereichen zusammen: Wirtschaft, Gesellschaft und Gesundheit.

DFB stellt Beachsoccer-Nationalmannschaft ein
Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat auf seiner Sitzung am heutigen Freitag beschlossen, den Betrieb der deutschen Beachsoccer-Nationalmannschaft zum 1. Januar 2021 einzustellen. Damit wird der DFB auch keine Mannschaft für die WM-Qualifikation melden. Trotz dieser Entscheidung sieht der DFB Beachsoccer als wichtige alternative Spielmöglichkeit für Jugendliche und Erwachsene.
Daher unterstützt der Verband nach wie vor Beachsoccer-Turniere und Maßnahmen im Amateurbereich. Zudem organisiert der DFB unverändert einen Spielbetrieb. Michael Lichtnecker, Vorsitzender des Ausschusses für Beachsoccer, Freizeit- und Breitensport, sagt: “Es ist schade, dass wir das Kapitel der Beachsoccer-Nationalmannschaft schließen müssen. Die Covid-19-Pandemie hat erhebliche Auswirkungen auf den DFB, die uns zu schwierigen Entscheidungen zwingen. Aufgrund der Fokussierung auf die Kernaufgaben des Verbandes kann die Unterhaltung der Beachsoccer-Nationalmannschaft nicht fortgeführt werden. Ich möchte mich bei allen aktuellen und ehemaligen Spielern und Trainern sowie insbesondere bei Nationalmannschaftscoach Matteo Marrucci für ihren leidenschaftlichen Einsatz bedanken. Bei allem Bedauern freue ich mich, dass der DFB den Beachsoccer auch künftig fördern wird und die Vereine durch die Fortführung des Spielbetriebs ihre sportliche Heimat behalten.”
Zuletzt hatte die deutsche Beachsoccer-Nationalmannschaft Anfang September beim Superfinal der Euro Beach Soccer League in Portugal gespielt. Das letzte Spiel verlor das Team von Trainer Matteo Marrucci mit 6:8 gegen die Schweiz.

 

Wertschöpfung des Amateurfußballs beträgt pro Jahr 13,9 Milliarden Euro

Frankfurt/Duisburg, 02. Dezember 2020 - Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat mittels einer paneuropäischen Studie basierend auf dem UEFA GROW SROI-Modell (“Social Return on Invest”) in Zusammenarbeit mit zehn Universitäten die soziale und ökonomische Wertschöpfung des Amateurfußballs ermittelt. Erstmals besteht die Möglichkeit, den Wert des Amateurfußballs und somit auch des ehrenamtlichen Engagements konkret zu beziffern.

DFB-Präsident Fritz Keller stellte die Ergebnisse am heutigen Mittwoch in der DFB-Zentrale in Frankfurt gemeinsam mit dem 1. UEFA-Vizepräsidenten Karl-Erik Nilsson vor. Die soziale und ökonomische Wertschöpfung durch den Amateurfußball beträgt 13,9 Milliarden Euro pro Jahr.  DFB-Präsident Fritz Keller sagt: “Diese beeindruckenden Zahlen belegen die herausragende Bedeutung der ehrenamtlich engagierten Menschen nicht nur für den Fußball, sondern für die gesamte Gesellschaft. Für dieses unverzichtbare Engagement, das gerade jetzt auf eine harte Prüfung gestellt wird, möchten wir ihnen von Herzen danken. Diese Zahlen dokumentieren aber auch die Bedeutung des Sports, der Orte vielfältiger Gemeinschaft schafft, die uns allen derzeit im Alltag fehlen. Der Fußball und der gesamte Sport müssen in Zeiten der Krise, wie wir sie erleben, elementarer Bestandteil der Lösungsstrategie sein.”   UEFA-Vizepräsident Nilsson hob die europaweite soziale und wirtschaftliche Bedeutung des Amateurfußballs hervor und betonte zugleich den Wert des Ehrenamts. “Ehrenamtlich Mitarbeitende im Amateurfußball sind von unschätzbarem Wert”, sagte er in Frankfurt.

“Sie alle stehen für Kameradschaft, Leidenschaft und Wettbewerbsgeist – dem Lebenselixier des Amateursports.” Nilsson weiter: “Die positiven wirtschaftlichen Effekte des Amateurfußballs sind immens.” Diese positive Wirkung entsteht aus den Erträgen, die durch den Fußball in die Wirtschaft fließen, durch reduzierte Kosten als Folge positiver Sozialeffekte und durch die Stärkung der Gesundheit in der Gesamtbevölkerung. Das Modell quantifiziert den sozialen und wirtschaftlichen Mehrwert, der eben gerade deshalb entsteht, weil in 24.500 Amateurvereinen Fußball gespielt wird. Für das Errechnen der sozialen und wirtschaftlichen Wertschöpfung des Amateurfußballs haben die Wissenschaftler Zahlen aus drei Kernbereichen einfließen lassen: Wirtschaft, Gesellschaft und Gesundheit. 

Nach Pilotprojekten in Schweden und Rumänien und einer ersten Kosten-Nutzen-Analyse in Schottland konnten nun die Zahlen für den Fußball in Deutschland veröffentlicht werden. Zeitgleich zur Veröffentlichung der SROI-Studie startet der DFB die Social-Media-Kampagne #EhrenamtIstUnbezahlbar. An den Wochenenden 4. bis 6. und 11. bis 13. Dezember wird den bundesweit 1,59 Millionen ehrenamtlich im Fußball Engagierten bei allen Spielen der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga und FLYERALARM Frauen-Bundesliga durch Banner und Botschaften auf den Digitalbanden Danke gesagt. Beauftragt wurde die wissenschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse durch das 2015 eingeführte UEFA-Programm GROW, einer zentralen Plattform für Geschäftsentwicklung und Wirtschaftsberatung.

Mithilfe der UEFA GROW SROI-Studie konnten für Deutschland folgende Zahlen errechnet werden:  Der Wert der Arbeit der im Fußball ehrenamtlich Engagierten beträgt bei marktgemäßer Entlohnung jährlich 2,18 Milliarden Euro. Durch den Effekt auf die Senkung der Kriminalitätsrate werden Kosten in Höhe von 33,85 Millionen Euro eingespart. Der Fußball bewirkt positive Abstrahleffekte auf Bildung und Beschäftigung, wodurch jährlich eine soziale und wirtschaftliche Wertschöpfung in Höhe von 386 Millionen Euro entsteht. Fußballspielen senkt das Erkrankungsrisiko und damit die Gesundheitskosten, wodurch 5,6 Milliarden Euro im öffentlichen Gesundheitssystem eingespart werden. Die Steigerung des subjektiven Wohlbefindens entspricht einer sozialen Wertschöpfung von 4,86 Milliarden Euro.

 Die 2,1 Millionen Fußballer*innen und deren Eltern geben etwa durch Mitgliedsbeiträge, den Kauf von Sportartikeln, für Transport und Verzehr jährlich 4,43 Milliarden Euro aus. Seit 1997 fördert der DFB unter dem Dach der “Aktion Ehrenamt” ehrenamtlich und freiwillig Engagierte im Fußball. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Vereine zu unterstützen – bei der Gewinnung von Ehrenamtlern, der Qualifizierung von Ehrenamtlern, der langfristigen Bindung von Ehrenamtlern und bei der Verabschiedung von Ehrenamtlern. Jährlich zum Internationalen Tag des Ehrenamts am 5. Dezember findet die Aktion “Danke ans Ehrenamt” statt. 

 

DFB-Spitze unterstützt Joachim Löw auf weiterem Weg mit dem Nationalteam

Anmerkung der Redaktion:
DFB entschied sich für noch unruhigere Zeiten. Eine alte Volksweisheit bringt es hier gut auf den Punkt: Wer Wind sät kann Sturm ernten. Und Wind gibt es schon genug für den gesamten Betrieb rund um die Nationalmannschaft, Ligenspielbetrieb, den Vereinen und den Fans.
Es war auch nicht anders zu erwarten, dass rund um den mächtigen Akademie-Direktor und Chef von Joachim Löw Oliver Bierhoff die Personalie Löw nicht beendet wurde. Ein Neuanfang im neuen Jahr hätte allen durchaus gut zu Gesicht gestanden, sicher nicht die jetzige Devise "Gesicht wahren".  Dem DFB wird ganz sicher mächtig viel Wind ins Gesicht wehen - und das hat er selbst verursacht.

Frankfurt/Duisburg, 17. November 2020 - Das DFB-Präsidium hat am heutigen Montag in einer Telefonkonferenz einvernehmlich festgehalten, den seit März 2019 eingeschlagenen Weg der Erneuerung der Nationalmannschaft mit Bundestrainer Joachim Löw uneingeschränkt fortzusetzen. Das Präsidium folgte damit einer Empfehlung des Präsidialausschusses und von Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften & Akademie.
Am Montagvormittag hatten sich zunächst die Mitglieder des Präsidialausschusses (Präsident Fritz Keller, 1. Vizepräsident Amateure Rainer Koch, 1. Vizepräsident Profifußball Peter Peters, Schatzmeister Stephan Osnabrügge; Generalsekretär Friedrich Curtius fehlte krankheitsbedingt) mit Oliver Bierhoff und Joachim Löw in Frankfurt am Main getroffen. Es war dem Bundestrainer wichtig, in einem offenen, konstruktiven und intensiven Austausch die aktuelle Lage, die Niederlage gegen Spanien und die bevorstehenden Monate bis zur Europameisterschaft zu erörtern.
Dabei hat Joachim Löw die Beteiligten über seine Einschätzungen, Vorstellungen und die weiteren Planungen informiert. Die Mitglieder des Präsidialausschusses stellten übereinstimmend fest, dass die hochqualitative Arbeit des Trainerstabes, das intakte Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer sowie ein klares Konzept für das bisherige und weitere Vorgehen zählen. Ein einzelnes Spiel kann und darf nicht Gradmesser für die grundsätzliche Leistung der Nationalmannschaft und des Bundestrainers sein.
Das DFB-Präsidium ist sich einig: Auf dem Weg zur EM 2021 sind bereits wichtige sportliche Ziele erreicht worden – darunter die EM-Qualifikation, der Verbleib in Liga A der Nations League und die Positionierung im ersten Lostopf bei der WM-Qualifikation. Entsprechend hat Joachim Löw weiterhin das Vertrauen des DFB-Präsidiums. In dem Gespräch mit dem Bundestrainer und in der nachfolgenden Telefonkonferenz des DFB-Präsidiums ist die Niederlage der Nationalmannschaft gegen Spanien ebenfalls diskutiert worden.
Für alle – die Spieler, den Bundestrainer, den DFB, die Fans und die fußballinteressierte Öffentlichkeit – war das 0:6 gegen Spanien eine Enttäuschung. Gemeinsam geht der Blick zielgerichtet und fokussiert auf die weitere EM-Vorbereitung im nächsten Jahr. Es besteht die feste Überzeugung, dass Joachim Löw und sein Trainerteam trotz einer für alle herausfordernden Situation erfolgreiche Spiele und Ergebnisse liefern werden. Der Bundestrainer wird alle nötigen Maßnahmen ergreifen, um mit der Mannschaft eine begeisternde EM 2021 zu spielen.
Zustimmung erhält auch die Einschätzung des Bundestrainers, dass nachfolgende Turniere – konkret die WM 2022 in Katar und die EM 2024, die im eigenen Land stattfindet – als Perspektiven und sportliche Ziele bereits zum jetzigen Zeitpunkt in den weiteren sportlichen und personellen Überlegungen eine Rolle spielen müssen.

Task Force "Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga" nimmt Arbeit auf

Frankfurt/Duisburg, 17. November 2020 - Die Task Force “Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga” hat ihre Arbeit offiziell aufgenommen. Bei der konstituierenden Sitzung am heutigen Dienstag führte das Gremium in zwei Workshopphasen lebhafte Diskussionen. Im Mittelpunkt standen zunächst die verschiedenen Perspektiven der Mitglieder aus unterschiedlichen Bereichen auf die 3. Liga. Die Diskussionsgrundlage bildete hierbei das Markenleitbild der 3. Liga, das im Sommer 2019 einer Auffrischung unterzogen worden war. In Phase zwei der Sitzung legte die Task Force ihre wichtigsten Themen fest. Die fünfstündige Sitzung wurde per Videokonferenz durchgeführt, für die Moderation zeichneten Florian Scheibe und Linda Kübel von der Führungsakademie des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) verantwortlich.

In den Workshops wurde deutlich: Es geht um mehr als die reine wirtschaftliche Stabilität. Die Task Force verständigte sich auf drei Kernbereiche: Struktur, Sport, Wirtschaftlichkeit. Diese sollen in den nächsten Monaten in kleineren Arbeitsgruppen zielgerichtet bearbeitet werden, um anschließend die Ergebnisse zusammenzuführen und in mögliche Maßnahmen münden zu lassen. Neben den Treffen der einzelnen Arbeitsgruppen sind bis Juli 2021 auch zwei weitere Sitzungen der kompletten Task Force vorgesehen.

Aufgabe und Anspruch des Gremiums ist es, bestehende Ansätze aufzugreifen, neue Ideen zu entwickeln und daraus konkrete Empfehlungen abzuleiten, die im Gesamtkontext zur Stärkung der 3. Liga beitragen und ihre nachhaltige Entwicklung fördern. Durch die umfassende Einbindung verschiedener Bereiche und Perspektiven sollen Potenziale der 3. Liga entdeckt, verbessert und langfristig optimiert werden. Die Art und Weise der Ergebnisse ist hierbei nicht festgelegt.

Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga, sagt: “Das war ein guter Auftakt. Die Task Force ist breit aufgestellt, wir haben zahlreiche verschiedene Blickwinkel und Personen, die sich intensiv und leidenschaftlich mit der 3. Liga beschäftigen. Das sind gute Voraussetzungen, um die Zukunft der 3. Liga nachhaltig zu gestalten. Der weitere Prozess wird sicher herausfordernd, phasenweise erschöpfend und im Ergebnis auch nicht immer angenehm werden, da es viele Meinungen und Ansätze unter einen Hut zu bringen gilt. Im Vordergrund sollte dabei immer die inhaltlich beste und nachhaltigste Lösung für die 3. Liga stehen. Ziel bleibt es, die 3. Liga als Profispielklasse zu stärken.”

Erik Domaschke (SV Meppen), der gemeinsam mit Sören Bertram (1. FC Magdeburg) in der Task Force die Spieler repräsentiert, sagt: “Als erfahrener Drittligaprofi und Vertreter der Spielergewerkschaft VdV freue ich mich, die Sichtweise meiner Kollegen einbringen zu können. Das ist elementar, denn ohne Spieler würde es keinen Fußball geben. Aus unserer Sicht muss es das Ziel sein, insbesondere die wirtschaftliche Stabilität zu erhöhen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Ein Wunsch ist unter anderem ein effektiverer Schutz vor Gehaltsausfällen und Klubinsolvenzen. Auch Aspekte der sozialen Verantwortung sollten in den Fokus gerückt werden, um die 3. Liga noch attraktiver zu machen und ihr Image weiter zu verbessern.”

Stephanie Dilba, neben Oliver Manthey Vertreterin der aktiven Fanszene in der Task Force, erklärt: “In erster Linie verstehe ich mich innerhalb der Task Force als Sprachrohr vieler Fans und Vertreterin von Faninteressen. Durch regen Austausch mit Fußballfans aus ganz Deutschland kann ich nicht nur meine eigene Meinung, meine persönlichen Fähigkeiten und Erfahrungen, sondern auch das Know-how vieler anderer Personen aus dem Fußballumfeld einbringen. Vorrangiges Ziel muss es sein, eine Chancengleichheit für alle Klubs anzustreben, die in der 3. Liga spielen oder aus sportlicher Sicht die Möglichkeit dazu haben. Die Lücken zwischen der 2. Bundesliga auf der einen und den Regionalligen auf der anderen Seite müssen verringert werden – in struktureller und finanzieller Hinsicht. Darüber hinaus sollten die 3. Liga und ihre Klubs bestrebt sein, ihre Vorbildfunktion in gesellschaftlicher Hinsicht bestmöglich wahrzunehmen.”

Die Task Force “Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga” war Ende Mai auf Antrag des Ausschusses 3. Liga vom Außerordentlichen DFB-Bundestag eingesetzt worden. Am 11. September hatte das DFB-Präsidium die personelle Besetzung der Task Force beschlossen. Dieser Entscheidung waren umfassende Gespräche und Abstimmungen mit den Fachabteilungen des DFB, der DFL, den Regional- und Landesverbänden, den Klubs der 3. Liga sowie den weiteren Bereichen und Interessensgruppen vorausgegangen.

Die Mitglieder der Task Force “Wirtschaftliche Stabilität 3. Liga”

Dr. Friedrich Curtius (DFB, Generalsekretär)
Dr. Stephan Osnabrügge (DFB, Schatzmeister)
Peter Frymuth (DFB, Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung)
Oliver Bierhoff (DFB, Direktor Nationalmannschaften und Akademie); Stellvertreter: Joti Chatzialexiou (DFB, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften)
Dr. Holger Blask (DFB GmbH, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb)
Tom Eilers (Vorsitzender Ausschuss 3. Liga)
Dr. Markus Merk (Klubvertreter 3. Liga, 1. FC Kaiserslautern)
Manfred Schwabl (Klubvertreter 3. Liga, SpVgg Unterhaching)
Christian Seiffert (Klubvertreter 3. Liga, 1. FC Saarbrücken)
Frank Strüver (Klubvertreter 3. Liga, KFC Uerdingen)
Peter Peters (DFL, 1. Stellvertretender Präsidiumssprecher)
Steffen Schneekloth (Vertreter 2. Bundesliga, KSV Holstein Kiel)
Markus Uhlig (Vertreter Regionalliga, Rot-Weiss Essen)
Dr. Rainer Koch (Vertreter Regional- und Landesverbände, 1. DFB-Vizepräsident)
Oliver Manthey (Fanvertreter, Unsere Kurve)
Stephanie Dilba (Fanvertreterin, F_in – Netzwerk Frauen im Fußball)
Erik Domaschke (Vertreter Spieler, SV Meppen)
Sören Bertram (Vertreter Spieler 1. FC Magdeburg)
Tobias Wiemann (stellvertretender Abteilungsleiter im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat)
Dr. Henning Stiegenroth (Vertreter TV-Partner, Leiter Content und Sponsoring Telekom Deutschland GmbH)
Steffen Busch (externer Experte, Summit Sportmarketing)

WM-Qualifikation Katar 2022

Juni 2020


Die Europameisterschaft 2020 mit 24 teilnehmenden Nationen von zuvor 55 Bewerbern wird nun vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden. Das Eröffnungsspiel findet am 11. Juni 2021 in Rom statt. Das Londoner Wembley Stadion ist der Austragungsort für Halbfinale und das Finale.  In Münchens Allianz-Arena werden drei Spiele ausgetragen.

WM 2022 in Katar: Qualifikation vom März bis November 2021
Die Qualifikation zur WM 2022 in Katar für Teams aus Europa beginnt laut UEFA mit 10 Gruppen im März 2021. Gespielt wird in 5 Gruppen mit je 5 Nationen sowie 5 mit je 6 Teilnehmern.  Die 10 Gruppensieger sind direkt für die Endrunde vom 21.November bis zum 18.Dezember 2022 qualifiziert. Die 10 Gruppenzweiten sowie 2 noch nicht qualifizierte Gruppensieger aus der Nations League spielen in Playoffs im März 2022 die weiteren 3 europäischen Teilnehmer aus. Die Auslosung erfolgt aus 6 Töpfen, eingeteilt nach der Rangliste des Weltverbands Fifa.


Historie: DFB-Präsidenten - die Männerriege

1900 – 1904 Professor Ferdinand Hueppe
1904 – 1905 Friedrich Wilhelm Nohe
1905 – 1925 Gottfried Hinze
1925 – 1945 Felix Linnemann
1949 – 1962 Dr. Peco Bauwens
1962 – 1975 Dr. Hermann Gösmann
1975 – 1992 Hermann Neuberger
1992 – 2001 Egidius Braun
2001 – 2006* Gerhard Mayer-Vorfelder
2004 – 2012* Theo Zwanziger
02.03.2012 – 09. November 2015 Rücktritt Wolfgang Niersbach
05.04.2016 – 02.04. 2019 Rücktritt
Übergang bis zur Neuwahl durch Doppelspitze  
Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch und Dr. Reinhard Rauball
Reinhard Grindel
27.09. 2019 – 17. Mai 2021 (598 Tage) Fritz Keller 13. Präsident
* Von 2004 bis 2006 gab  es mit Gerhard Mayer-Vorfelder und Theo Zwanziger die Doppelspitze. Von 1945 bis 1949 existierte kein deutscher Fußballverband