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Halloween in Duisburg: 110 Einsätze, 17 Straf-, 4
Ordnungswidrigkeitenverfahren, 6 Festnahmen, 50
Platzverweise Die Polizei Duisburg hat sich
neben der angezeigten Versammlung mit dem Thema "Gegen Krieg
und Sozialabbau" am Samstag (31. Oktober) auch intensiv auf
die jährlichen Halloween-Feierlichkeiten vorbereitet.
Neben einem verstärkten Kräfteaufgebot, darunter Beamtinnen
und Beamte der Bereitschaftspolizei sowie zivile Kräfte,
setzte die Duisburger Polizei im Stadtteil Hochfeld erneut
eine mobile Videobeobachtungsanlage ein.
Versammlung "Gegen Krieg und Sozialabbau" mit 200
Teilnehmenden Die Versammlung in
Duisburg-Hamborn in der Zeit von 15:00 bis 16:30 Uhr verlief
mit rund 200 Teilnehmenden fast störungsfrei. In einem Fall
schrieben die Einsatzkräfte eine Anzeige, weil ein
Teilnehmer eine strafrechtlich relevante Parole rief. Der
Staatsschutz hat die Ermittlungen in diesem Fall
aufgenommen.
Zwar kam es auch an diesem Halloweenfest
zu zahlreichen Böller- und Eierwürfen und auch Ruhestörungen
im gesamten Stadtgebiet, jedoch zeigten die verstärkten
Sicherheits- und Präsenzmaßnahmen wiederholt erkennbar
Wirkung. In einigen Fällen warfen Personen mit Eiern in
Richtung der Einsatzkräfte der Polizei und auch in Richtung
von Mitarbeitenden der DVG.
Einige
Beispielsachverhalte aus den Stadtteilen: Im Bereich der
Asterlager Straße in Hochemmerich waren
vermehrt Jugendliche mit E-Scootern unterwegs. Die
Einsatzkräfte führten mehrere Personen- und
Fahrzeugkontrollen durch. Ein 14-Jähriger fuhr
beispielsweise mit einem Elektrokleinstfahrzeug über den
Radweg. Bei seiner Kontrolle fanden die Polizisten heraus,
dass das Fahrzeug zu schnell fahren konnte. Sie stellten das
Zweirad sicher und schrieben eine Anzeige wegen Fahrens ohne
Fahrerlaubnis und weil kein Versicherungsschutz bestand.
Ein 19-Jähriger muss sich mit einem Strafverfahren wegen des
Fahrens ohne Fahrerlaubnis auseinandersetzen, weil er im
Bereich der Maxstraße in Hamborn mit einem
Fatbike unterwegs war, welches eine Geschwindigkeit von 20
km/h erreichte, ohne dass er die Pedale treten musste. Seine
Fahrt durfte er nicht mehr fortsetzen. Im Bereich der
Rügenstraße in Neumühl sind
Einsatzfahrzeuge der Polizei mit Feuerwerkskörpern geworfen
worden - es entstand weder ein Sach- noch ein
Personenschaden. Im Stadtteil Hochfeld
kam es vermehrt zu dem Einsatz von Pyrotechnik und
zu größeren Personenansammlungen, auch im
Videobeobachtungsbereich an der Pauluskirche. Die Beamten
schritten konsequent ein, stellten Identitäten fest und
erteilten Platzverweise. Auf der Siechenhausstraße wurden
aus einer Gruppe heraus mehrere Feuerwerkskörper gezündet.
Verletzt wurde niemand. Die Beamten fertigten mehrere
Strafanzeigen, nahmen drei Personen in Gewahrsam und
stellten Beweismittel sicher. Ein Jugendlicher muss sich
mit einem Verfahren wegen des Verstoßes gegen das
Sprengstoffgesetz von der Wanheimer Straße/Liebfrauenstraße
auseinandersetzen. Bei ihm fanden die Beamten auch ein
Reizgasspray, weshalb gegen ihn noch ein Verfahren wegen des
Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet wurde. Auch ihn
übergaben die Beamten den Eltern. Am Hochheider
Markt versuchten Personen mit Böllern,
eine Schaufensterscheibe zu beschädigen. Die Beamten
leiteten ein Strafverfahren wegen einer Sachbeschädigung
ein. Im Bereich des Bürgermeister-Bongartz-Platzes
zündeten Personen ebenfalls Feuerwerkskörper. Die Beamten
kontrollierten auf einen Schlag gleich 25 Personen,
erteilten diesen Platzverweisen und schrieben eine
Ordnungswidrigkeitenanzeige infolge des Verstoßes gegen das
Sprengstoffgesetz.
Die konsequente Vorgehensweise der
Polizei Duisburg führte dazu, dass die Beamtinnen und
Beamten bis in die Nacht auf Sonntag (1. November, 1 Uhr) zu
insgesamt 110 Einsätzen mit direktem Bezug zum
Halloween-Geschehen ausgerückt sind. Die Einsatzkräfte
leiteten insgesamt 17 Straf- und vier
Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Die Polizisten nahmen
sechs Personen in Gewahrsam und erteilten 50 Platzverweise.
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