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Der Kälte zum Trotz

Duisburg, 16. Januar 2017 - Auch wenn inzwischen nicht mehr ganz klar ist, wie hart er ausfällt – der Winter ereilt uns unabdinglich jedes Jahr. Während wir Menschen uns dick einmummeln und uns vor dem Ofen oder in der Badewanne aufwärmen, stehen Wildtiere vor einer deutlich größeren Herausforderung. Um immer wieder aufs Neue der Kälte zu trotzen, haben sie im Laufe der Zeit verschiedene Strategien entwickelt, die teils denen der Menschen gar nicht so unähnlich sind.

Schließlich gibt es auch bei uns den ein oder anderen, der genau wie ein Weißstorch lieber rechtzeitig Reißaus vor der großen Kälte nimmt und gen Süden fliegt – gutes Wetter und reichhaltige Verköstigung sind garantiert.

Andere vergraben sich lieber und halten sich da auf, wo sie die Minusgrade nicht erreichen können – wie beispielsweise unsere heimischen Frösche oder Eidechsen. Aber natürlich müssen die meisten auch im Winter vor die Haustür, um den Alltag zu bestreiten. Was hält da wärmer als eine Daunenjacke? Höchstens die eigene Speckschicht – denn beides isoliert ganz hervorragend, was auch Enten und Robben wissen.

Wie es die Ente schafft, nicht mit den Füßen auf dem Eis festzufrieren, und viele weitere erstaunliche Methoden in Sachen Frostschutz erklärt Ihnen ein Zoomitarbeiter am Sonntag, den 29.01.2016 um 12:00 und 14:00 Uhr im Rahmen der Themenführung „Tiere in der Kälte“. Die Führung ist kostenlos, nur der Zooeintritt ist zu entrichten.

Bei jeder der beiden Führungen können bis zu 20 Personen teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 26.01.2016 unter servicebuero@zoo-duisburg.de verbindlich für die Veranstaltung anmelden.

Treffpunkt:                  Die kostenlose Führung startet am 29.01.2017 jeweils um 12.00 und                                     um 14.00 Uhr am Zoohaupteingang.

 

Inventur im Zoo – das große Zählen hat ein Ende

Duisburg, 12. Januar 2017 - Wie zu Beginn jeden Jahres haben die Mitarbeiter des Zoo Duisburg die Inventur, die große Erfassung des Tierbestandes zum Jahreswechsel, durchgeführt. Nach eifrigem Zählen, Messen und Wiegen und dem Abgleich und dem Addieren vieler Zahlen und Daten steht nun fest: Es leben im Zoo Duisburg derzeit 8.421 Tier-Individuen in 409 Arten!

Die dank der großzügigen Spende von Evonik im März eröffnete riesige Neuanlage für Sibirische Tiger hat sich bestens bewährt: im Juni wurden die Zwillinge MAKAR und ARILA geboren. Aber auch bei vielen anderen Arten gab es aufsehenerregenden Nachwuchs. Neben der zu Weihnachten 2015 geborenen DEBBIE wächst mit dem im September geborenen DOBBIE ein weiterer Großen Tümmler im Delfinarium heran. Durch zwei weibliche Jungtiere ist die Gorillagruppe auf elf Tiere angewachsen. Erstmals gab es Nachwuchs bei den hochbedrohten Roloway-Meerkatzen. Neben Jungtieren bei Publikumslieblingen wie Koalas, Giraffen, Zebras und Seehunden gab es auch viele Zuchterfolge, die eher in Fachkreisen Beachtung finden. Bei den hochgradig gefährdeten Bürstenschwanz-Rattenkängurus und den Weißbrauenkuckucken etwa gab es im vergangenen Jahr so viel Nachwuchs wie in keinem anderen europäischen Zoo.

Nachdem im Jahr zuvor abgesehen von Aquarientieren nur vergleichsweise wenige neue Arten eine Heimat am Kaiserberg fanden, hielten 2016 u.a. die bedrohten afrikanischen Weißscheitelmangaben, Mohrenmakis, Spitzhörnchen, Eurasische Zwergmäuse, Tieflandpakas, Vikunjas und Sumbawadrosseln Einzug. Zugleich mussten aber auch einige Tierarten den Zoo verlassen, wie etwa die Roten Varis und Lisztaffen sowie zahlreiche Vogelarten in Vorbereitung auf den für dieses Jahr geplanten Abriss der Fasanerie. Zur Saison 2018 soll diese dank der erneut großzügigen Unterstützung des Fördervereins neu erbaut und mit überwiegend neuem Tierbestand eröffnet werden.

Neben zahlreichen Nachzuchttieren, die den Zoo oftmals im Rahmen von internationalen Erhaltungszuchtprogrammen verließen, zog auch der Afrikanische Elefantenbulle SHAKA auf Empfehlung des Programmkoordinators nach Wien um, wo deutlich bessere Bedingungen für eine Bullenhaltung gegeben sind. Den Zoo gen Wales verlassen hat der junge Kirkdikdik KIRK, dessen Handaufzucht im Winter 2015/2016 für großes Aufsehen gesorgt hatte.

Von 121 Tiertransporten in 16 Länder war zweifellos der der beiden Großen Tümmler DIEGO und DARWIN nach Lanzarote der aufwendigste, der Dank der Erfahrung aller beteiligten Mitarbeiter und minutiöser Vorbereitung reibungslos verlief.