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Geschichte des Zoos







 
Zoo Duisburg schließt ab Sonntagmittag

Duisburg, 15. März 2020 - Aufgrund Allgemeinverfügung der Stadt   Duisburg
Die Stadt Duisburg untersagt per Allgemeinverfügung bis einschließlich 10. April jegliche Veranstaltung in Duisburg. Es seien "gesamtgesellschaftliche Anstrengungen" zur Reduzierung von sozialen Kontakten notwendig, um Infektionen zu vermeiden. Daher schließt auch der Zoo Duisburg seine Türen für Besucher.
Ab Sonntagmittag, 12:00 Uhr bleiben daher die Kassen geschlossen, so dass keine weiteren Besucher eingelassen werden. Das Delfinarium sowie sämtliche Innengehege waren bereits seit Samstag für Besucher gesperrt. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weiterhin vor Ort und gewährleisten die Versorgung unserer Tiere.  

Fossa-Nachwuchs erkundet das Außengehege

Erstmals sind die letztjährigen Jungtiere der rostbraunen Raubtierart von Madagaskar für die Zoobesucher zu sehen.

 

Duisburg, 13. März 2020 - Die drei Fossa-Jungtiere, der Kater Mangoro und seinen beiden Schwestern Tanjana und Beroketa, halten ihre Mutter Kinja ziemlich auf Trab. Seit einigen Tagen erkunden sie nun neugierig das Gehege, wo auch Besucher erstmals einen Blick auf die mittlerweile acht Monate alten Fossas werfen können.

Sie sind weltweit die einzigen, die im vergangenen Jahr in einem Zoo aufgewachsen sind - „Foto: Zoo Duisburg / I. Sickmann“  

Am Kaiserberg lebt die europaweit größte Zoopopulation der gefährdeten Fossas. Sieben Gehege hinter den Kulissen und die drei für den Besucher einsehbaren Anlagen bilden einen individuell unterteilbaren Gehege-Komplex. „Dies ermöglicht uns, individuell auf die Bedürfnisse der einzelgängerischen Fossas zu reagieren und erwachsene Tiere während der Paarungszeit behutsam zusammen zu führen“, erklärt Revierleiter Mike Kirschner.
Auch die Kinderstube der Fossas ist hinter den Kulissen untergebracht, mit Vater Andapa haben die Kleinen aber keinen Kontakt. „Fossas sind Einzelgänger und treffen nur zur Paarungszeit aufeinander. Daher ziehen die Weibchen den Nachwuchs auch alleine auf“, weiß der Tierpfleger.

Als im Zoo Duisburg vor knapp 40 Jahren die erste Fossa in einem deutschen Zoo geboren wurde, dachte noch niemand daran, dass sich Duisburg zum weltweit erfolgreichsten Zuchtzentrum der eleganten Raubtiere entwickeln würde. Zuvor war die Zucht nur im französischen Montpellier gelungen – und diese, weltweit erste in Menschenobhut aufgezogene Fossa wurde das erste Zuchtweibchen im Duisburger Zoo.
Seit Beginn der Fossahaltung in Duisburg konnten 68 Tiere erfolgreich aufgezogen und an 28 Einrichtungen in 15 Ländern abgegeben werden. Aufgrund der einzigartigen Erfolge begründete der Zoo in Duisburg 1994 daher das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) und einige Jahre später das Internationale Zuchtbuch (ISB) für die bedrohte Tierart und koordiniert beide seitdem.

Seit Anfang 2016 ist Johannes Pfleiderer, zoologischer Leiter in Duisburg, verantwortlich für den europäischen Zoobestand der charismatischen Raubtiere und stimmt sich über das Internationale Zuchtbuch mit den zuständigen Kollegen in anderen Weltregionen ab.
„Das Fossa-EEP ist mit dem Allzeithoch von derzeit 34 teilnehmenden Einrichtungen in Europa und Asien auf einem sehr guten Weg. In den vergangenen Jahren sind sowohl die Anzahl der Tiere, wie auch die Anzahl der Zoos, die diese bedrohte Tierart halten, gestiegen.“, freut sich der Biologe.

Die Fossa ist das größte auf Madagaskar lebende Raubtier. Lebensraumverlust und Jagd setzen den bis zu 15 kg schweren Raubtieren zu. Genaue Bestandszahlen gibt es nicht, aber Schätzungen gehen davon aus, dass es im ungünstigsten Fall nur noch rund 2.500 Tiere auf Madagaskar leben.
„Der vom Zoo Duisburg 1995 initiierte und seither verwaltete ‚Fossa-Fonds‘ soll Fossas im Freiland schützen“, so Pfleiderer. In den letzten Jahren wurden über den Fonds beispielweise Gelder für Maßnahmen zur Umweltbildung, gegen die Entwaldung und gegen die Bejagung der Fossas bereitgestellt.



Eigenartige Riesen-Schleichkatzen im Zoo ingezogen

Java-Binturongs leben derzeit in keinem anderen deutschen Zoo.

 

Duisburg, 6. März 2020 - In Europa gibt es nur zwei weitere Haltungen dieser Unterart. Sie gilt als gefährdet. Ein Gesicht wie eine Katze, ein Schwanz wie ein Affe und ein Körper wie ein kleiner Bär. Seit einigen Tagen kann man im Raubtierhaus des Zoo Duisburg zwei neue, skurril aussehende Bewohner beobachten.

Aus dem englischen Zoo Hamerton - Foto Zoo Duisburg - reisten die beiden Java-Binturongs an den Kaiserberg. Diese Unterart des Binturongs wird derzeit deutschlandweit nur in Duisburg gehalten.  

Meist verschlafen die überwiegend dämmerungs- und nachtaktiven Tiere den Tag. Dabei decken sie ihr Gesicht häufig mit dem buschigen Schwanz zu. In den frühen Morgen- und Abendstunden werden sie dann munter. Die auf den ersten Blick tollpatschig wirkenden Java-Binturongs sind überaus gute Kletterer.

Mit den scharfen Krallen und dem für Säugetiere seltenen Greifschwanz sind sie gut an ein Leben in Bäumen angepasst. Hier finden sie auch ihre Nahrung. Vögel, kleine Säugetiere und Aas stehen auf dem Speiseplan der bis zu 20 kg schweren Schleichkatzen. Ihre Hauptnahrung besteht allerdings aus reifem Obst, besonders Feigen werden gerne gefressen.  

Als Obstfresser nehmen die Tiere automatisch auch die Samen ihrer Nahrung mit auf und verteilen diese über den ausgeschiedenen Kot im Regenwald. Besonders die Würgefeige ist auf den Binturong als Samenverbreiter angewiesen. Spezielle Verdauungsenzyme im Magen-Darm-Trakt der Tiere können die harte Schale der Würgefeigen-Samen aufweichen und fördern das Auskeimen der Jungpflanze. Diese besondere Beziehung macht den Binturong zu einer Schlüsseltierart im  Ökosystem Regenwald.  

Neben ihrer Rolle als Samenverbreiter der Würgefeige gibt es noch weitere, zum Teil skurrile Eigenschaften, die Binturongs - Foto Zoo Duisburg - nachgesagt werden. Mit Drüsen unter ihrem Schwanz markieren die Tiere ihr Revier. Ein spezieller Geruch, der für einige Menschen nach gebuttertem Popcorn riechen soll. Auch in Sachen Kommunikation sind Binturongs besonders. Fröhliche Tiere machen kichernde Geräusche.
Bei schlechter Laune erzeugen sie ein hohes Jammern oder heftiges Knurren. Paarungsbereite Binturongweibchen erzeugen wiederrum einen schnurrenden Laut. Streifen sie durch ihren Lebensraum, so kann man in einigen Abständen ein leises Zischen oder tiefes Grunzen hören.
Da Binturongs teilweise für den Heimtierhandel gefangen werden, ihr Fleisch als Delikatesse angeboten wird und Bestandteile ihres Körpers in der traditionellen chinesischen Medizin Verwendung finden, gilt die Tierart als „gefährdet“. Wie viele andere Bewohner tropischer Regenwälder, leidet auch der Binturong unter dem stetigen Verlust seines ursprünglichen Lebensraumes.

Zoo Duisburg begrüßt das Koalamännchen Tinaroo

Besondere Aktion im März: Für jede zehnte verkaufte Familien-Jahreskarte wird der Zoo je eine Patenschaft für einen Koala des Koalahospitals Port Macquarie übernehmen.  

 

Duisburg, 3. März 2020 -  Tinaroo ist der Neue im Koalahaus am Kaiserberg. Künftig soll der 3 ½Jährige Jungspund mit der gebürtigen Duisburgerin Yiribana für Nachwuchs sorgen und so zum Erhalt der als gefährdet eingestuften Beuteltierart beitragen.   

Mit reichlich Eukalyptus im Gepäck reiste Tinaroo - Fotos Zoo Duisburg - am Sonntag vom Zoo Leipzig ins Ruhrgebiet. Nicht nur der Transport verlief reibungslos, auch das Aussteigen aus der Transportkiste klappte auf Anhieb. Mario Chindemi, Revierleiter im Koalahaus, holte seinen neuen Pflegling persönlich in Leipzig ab. „Tinaroo ist ein temperamentvoller Koala, direkt nach seiner Ankunft hat er sich interessiert umgeschaut“, so Chindemi.

Nach der Eingewöhnung wird der Neuankömmling das 6 ½ -jährige Koalaweibchen Yiribana kennenlernen. „Tinaroo und Yiribana passen genetisch sehr gut zusammen. Daher haben wir uns auch entschlossen ihn zu uns zu holen“, erläutert Volker Grün. Von Duisburg aus koordiniert der Biologe das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Koalas.

„Die Aufgabe von mir als Zuchtbuchführer liegt darin, passende Zuchtgruppen zusammenzustellen und eine zukunftsfähige Population in Menschenhand zu erhalten“, so Grün weiter.  
Tinaroos Ankunft in Duisburg ist zugleich Startschuss für eine besondere Aktion. Für jede zehnte, im März verkaufte Familien-Jahreskarte übernimmt der Zoo je eine Patenschaft für einen Koala des Koalahospitals in Port Macquarie. „Die zumeist ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter des Hospitals setzen sich unermüdlich für das Wohl der Tiere ein und leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der wildlebenden Koalabestände in Australien.
Insbesondere nach dem katastrophalen Sommer mit einer großen Anzahl von Buschbränden, bei denen unsäglich viele Koalas und andere Wildtiere ihr Leben verloren haben, ist dieses Engagement eine Herzensangelegenheit“, betont Zoodirektorin Astrid Stewin. Seit Jahren pflegt der Zoo Duisburg einen persönlichen Austausch mit den Vertretern der Einrichtung. Hier werden verletzte und kranke Tiere gerettet, medizinisch versorgt und auf eine mögliche Wiederauswilderung vorbereitet.
Außerdem setzen sich die Mitarbeiter dafür ein, den angestammten Lebensraum der Koalas zu erhalten und nach Möglichkeit durch das Anpflanzen von Eukalyptusbäumen zu vergrößern. Darüber hinaus unterstützt das Team in Port Macquarie Forscher, indem Informationen über Ernährung, Krankheiten sowie Lebensgewohnheiten wildlebender Koalas bereitgestellt werden. Gleichzeitig soll so die Öffentlichkeit für die Notwendigkeit des Schutzes der Kletterbeutler sensibilisiert werden.   Seit Anfang März gelten im Zoo Duisburg täglich die Sommeröffnungszeiten (9.00 – 19.00 Uhr), die Kassen haben bis 17.30 Uhr geöffnet, die Tierhäuser schließen um 18.30 Uhr.  


Familiengründung: Neue Erdmännchen sind eingezogen

Den Anfang machen Scarlett und Sophia aus Halle. Ihre Partner reisen aus Frankreich an.

 

Duisburg, 27. Februar 2020 - Im Zoo Duisburg wird schon bald eine neue Erdmännchenfamilie leben. Die zwei  Weibchen Scarlett und Sophia sind bereits aus dem Zoo Halle ins Ruhgebiet gezogen. Die Franzosen Elvis und Emil sollen bald ihre Herzen erobern. Auf ihre Ankunft wartet der Zoo derzeit noch. Zusammen legen die vier den Grundstein für die neue Erdmännchen-Gruppe.

 

Bevor die neuen Zoobewohner aber einziehen durften, wurde in den vergangenen Wochen am Gehege gearbeitet. Neue Tunnelröhren wurden verlegt, der Boden getauscht und das Gelände neu strukturiert. Wärmestrahler sorgen dafür, dass die in Südafrika beheimateten Raubtiere auch bei kühleren Temperaturen keine kalten Pfoten bekommen.
Mit den beiden knapp einjährigen Weibchen Scarlett und Sophia aus Halle ziehen nun die ersten zwei neuen Bewohner ein. Noch etwas schüchtern erkunden sie das großzügige Areal, welches zum Buddeln, Klettern und Sonnenbaden einlädt. Wer die Erkundungstouren beobachten möchte, muss Geduld mitbringen, denn die Neuankömmlinge haben immer die Möglichkeit, den rückwärtigen Bereich des Geheges aufzusuchen.

Angekommen - Foto Zoo Duisburg

Damit die Familie wächst, bekommen die Weibchen schon sehr bald männliche Gesellschaft, gleich zwei potentielle Partner ziehen in den nächsten Wochen im Zoo Duisburg ein. Schon vor ihrer Ankunft tauften die Mitarbeiter am Kaiserberg die Neuankömmlinge auf die Namen Elvis und Emil, denn in ihrem Geburtszoo haben sie keinen Namen bekommen. Welcher der beiden Franzosen das Herz einer der Damen erobern wird, steht indes in den Sternen.
„Das dominanteste Weibchen wird sich einen Partner aussuchen und nur mit ihm für Nachwuchs sorgen. Alle anderen Tiere der Familie kümmern sich gemeinsam um die Jungtiere“, erläutert Biologe Volker Grün. Mit bis zu drei Würfen im Jahr kann der Weg zu einer Großfamilie ein kurzer sein.  

Ich bin neu hier - Foto Zoo Duisburg

Erdmännchen leben in Gruppen von teilweise mehr als 30 Tieren. Auf ihrer Suche nach Nahrung tippeln die geschickten Jäger durch den Sand und erbeuten Spinnen, Skorpione sowie andere Insekten. Aber auch kleinere Säugetiere und Vögel stehen auf ihrem Speiseplan. Während die Gruppe auf der Suche nach Nahrung ist, hält der Wächter an einer erhöhten Position Ausschau nach Feinden. Erspäht er eine potentielle Bedrohung, so warnt er die übrigen Familienmitglieder mit einem Laut. Die Familie zieht sich daraufhin in ihre unterirdischen Bauten zurück.

Romantische Abendführung für Verliebte zum Valentinstag im Zoo

Einblicke in die skurrile Welt des Liebeslebens der Tiere.

 

Duisburg, 7. Februar 2020 - Ob monogame Paare oder gleich ein ganzer Harem, im Tierreich gibt es die unterschiedlichsten Formen von Beziehungen. Und auch das Liebesleben der Zoobewohner am Kaiserberg hält einige Überraschungen bereit. Einige der spannenden Geschichten erfahren die Besucher beim 1,5-stündigen romantischen Abendrundgang am 14. Februar ab 20.00 Uhr, der im Aquarium bei einem Glas Sekt endet.

 

So kuschelig Koalas auch wirken, ihr Liebesleben hat es in sich und ist alles andere als romantisch. Beißen, Fauchen und Kratzen zählt zum Repertoire der sonst so schläfrig wirkenden Kletterbeutler. Zuchtmännchen Irwin ist in Sachen Koalaliebe durchaus bewandert, er weiß, was die Damenwelt möchte und erobert regelmäßig ihre Herzen. Dabei finden die Koaladamen am Kaiserberg besonders Irwins durchdringenden Geruch, der an alte Tennissocke erinnert, betörend.  
Weniger mit Geruch, vielmehr mit filigranerer Baukunst, umwerben die Webervögel das andere Geschlecht. Aus einzelnen Grashalmen flechten die Baumeister beeindruckende Nester, die von den Weibchen begutachtet werden. Gefällt das Bauwerk, so steht der Paarung nichts mehr im Wege.

 

Foto Zoo Duisburg

Mit breiter Brust und starken Schultern überzeugt der Duisburger Gorilla Mapema seine drei Weibchen. Das Kraftpaket hat aber keinesfalls die Hosen an. Vielmehr agiert der imposante Silberrücken unter den wachsamen Augen seines Lieblingsweibchens Safiri und steht unter ihrem Scheffel. Bei den Emus sind Vaterqualitäten gefragt, denn Brutgeschäft und Aufzucht des Nachwuchses ist Männersache. Zuvor überzeugt dieser sein Weibchen mit dumpf klingenden Balzlauten. Gleich 5-15 dunkelgrün gefärbte Eier legt die Emu-Henne in das vom Männchen angelegte Bodennest.

Mapema Foto Zoo Duisburg J Tegge 

Damit es bei Schildkröten überhaupt zu Nachwuchs kommen kann, müssen sich die Männchen besonders anstrengen. Auf dem Rücken des Weibchens aufgestützt versuchen sie ihr Glück. Eine Wölbung in der Bauchplatte des männlichen Schildkrötenpanzers verhindert, dass sie seitlich abrutschen.

Seelöwenbulle Atze und Weibchen Mandy - Foto Zoo Duisburg

Der romantische Abendrundgang startet um 20.00 Uhr an der Hauptkasse des Zoos. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, bei einem Glas Sekt den Abend ausklingen zu lassen. Eine vorherige Anmeldung bis zum 12. Februar ist unter limpinsel@zoo-duisburg.de erforderlich. Der Komplettpreis für den romantischen Abend für zwei Erwachsene inklusive Eintritt sowie einem Glas Sekt und je einer Rose für die Damen beträgt 45,00 € pro Paar.

 

Loch im Zahn: Tiger El-Roi bekam Besuch vom Zahnarzt 

Experten operierten die Großkatze im Gehege. 

Duisburg, 31. Januar 2020 - Wenn der Zahnarzt kommt, wird auch aus dem 200 Kilogramm schweren Tigermännchen El-Roi ein zurückhaltendes Kätzchen. Ein Loch im Eckzahn musste gefüllt werden. Den dreistündigen Eingriff hat der 15 Jahre alte Senior gut überstanden, die Tierpfleger sind sehr erleichtert.

Für die Zahn-OP erhielten die zwei Tierärztinnen des Zoos Unterstützung von Dr. Bernhard Lazarz, einem Spezialisten für Tierzähne. Schon seit vielen Jahren arbeitet der Tierarzt eng mit den Veterinärinnen des Zoos zusammen, kümmerte sich in der Vergangenheit um Zahnprobleme bei Delfin, Wombat und Koala. Auch El-Roi zählte schon zu seinen tierischen Patienten, allerdings liegt der damalige Eingriff am Tiger-Gebiss schon sieben Jahre zurück. Mit einer speziellen MTA-Zement-Mischung sollte das nun entdeckte Loch erneut verschlossen und der Zahn anschließend versiegelt werden.

 Bevor Zahnkenner Lazarz die Behandlung im Tigergehege beginnen konnte, sorgte Zootierärztin Dr. Kerstin Ternes mittels Blasrohr und Narkosepfeil für angenehme Tiger-Träume - Fotos Zoo Duisburg. Auf El-Roi´s Favoritenliste rangiert die 44-jährige nicht sonderlich weit oben.
„Ich habe ihn schon öfter in Narkose legen müssen. Daher verbindet er den Piekser vom Narkosepfeil mit mir“, erzählt die Tierärztin. Schon von weitem hört der Tigerkater, wenn sich Dr. Ternes dem Gehege nähert. Dann verkrümelt sich das imposante Tier schnell ins hohe Gras und wird praktisch unsichtbar.

 

Aber nicht nur die Narkose sowie die Zahn-OP im rückwärtigen Bereich der Tiger-Anlage waren eine Herausforderung, auch die niedrigen Temperaturen machten den Beteiligten zu Schaffen – auch El-Roi. „Sibirische Tiger haben zwar ein sehr dichtes Fell, allerdings ist die Gefahr groß, dass sie während einer Narkose auskühlen“, so Dr. Carolin Bunert. „Mit Heizdecken und Heizlüftern haben wir hier gegengesteuert“.

 

Mit dem Ergebnis des dreistündigen Eingriffs sind die Beteiligten überaus zufrieden. „Bis auf das Loch im Eckzahn ist El-Roi´s Gebiss in einem sehr guten Zustand“, resümiert Tierärztin Dr. Bunert, was vornehmlich auf die naturnahe Ernährung zurückzuführen ist. Hauptsächlich verfüttert der Zoo große Stücke Rindfleisch am Knochen, aber auch größere, ganze Futterportionen wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Hühner stehen regelmäßig auf dem Speiseplan. „Besonders das Fell ihrer Nahrung fungiert wie Zahnseide und reinigt die Zahnzwischenräume auf natürliche Weise“, verdeutlichen die Zootierärztinnen.

 

Sibirische Tiger sind die größten lebenden Katzen der Welt, ihre Bestände gelten als stark gefährdet.  Ursprünglich war der Tiger in weiten Regionen Asiens verbreitet. Durch Wilderei und Lebensraumzerstörung ist der Bestand im ursprünglichen Verbreitungsgebiet in den letzten 100 Jahren um mehr als 90% gesunken. Heute leben Sibirische Tiger nur noch in wenigen Naturreservaten, die kaum mehr als 5% seines ursprünglichen Verbreitungsgebietes ausmachen. Obwohl alle Tigerarten streng geschützt sind, floriert der illegale Handel mit ihren Fellen, Knochen und Zähnen auf dem asiatischen Markt.

 

Prinz Sascha I. besucht affenstarke Lemurenbande

Für die Kattas gab es beim Prinzenbesuch eine Hand voll gesunde Kamelle

 

Duisburg, 28. Januar 2020 - Karnevalsprinz Sascha I. machte mit seinen Hofmarschällen und Pagen Station im Zoo Duisburg. Dabei besuchte das diesjährige Oberhaupt des Duisburger Karnevals die schwarz-weiß geringelten Kattas, eine Lemurenart von der Insel Madagaskar. Neugierig begrüßten die quirligen Affen die Narren und freuten sich besonders über die mitgebrachten Kamelle – spezielle Affenpellets, die aus gepressten Blättern bestehen.

 

Da bei den Kattas die Weibchen das Sagen haben, steckte Prinz Sascha I. dem Duisburger Kattamännchen Hermann aus Solidarität extra viele Pellets zu. Mögliche Parallelen zwischen Lemuren-Haushalt und dem Karneval zerstreute Prinz Sascha direkt – und sorgte damit für ein Schmunzeln auf den Lippen seiner drei Pagen.

Zoodirektorin Astrid Stewin begrüßte Prinz Sascha I. bei den Kattas.„Foto: Zoo Duisburg“

 

 Kinderprinz besucht den Zoo

Prinz Luca II., Prinzessin Maya I. sowie die Pagen Celina und Jana besuchen ihre Lieblingstiere.  

Duisburg, 22. Januar 2020 - Im Rahmen der Rund-Um-Visite durch ihre Heimatstadt Duisburg besuchte Kinderprinz Luca II. mit Prinzessin und Pagen den Zoo. Und so machte das närrische Treiben auch vor den Toren am Kaiserberg keinen Halt.
„Der Besuch in unserem Zoo ist für uns ein ganz besonderes Highlight während der Tour“, berichtet Prinz Luca II.. Und die Vorfreude ist dem zwölfjährigen förmlich anzusehen. Auch für Prinzessin Maya I. ist der Amtsantritt in tierischer Umgebung alles andere als Gewöhnlich. Bei ihr stehen besonders Kängurus hoch im Kurs, was auch der Orden der diesjährigen Prinzessin zeigt, welchen ein lachendes Känguru ziert.  

Gemeinsam mit Kurator Volker Grün stattete die Prinzencrew insbesondere den fünf Känguruarten des Zoos einen Besuch ab. Vor allem Besucherliebling Lizzy, welche vor einiger Zeit von den Pflegern mit der Flasche aufgezogen werden musste, stand besonders hoch im Kurs.  

Prinz Luca II., Prinzessin Maya I. sowie die Pagen Celina und Jana besuchen ihre Lieblingstiere.  „Foto: Zoo Duisburg“

 

 

Erstmals Nachwuchs bei den selten gehaltenen Schwarzschwanz-Seidenaffen

Duisburg, 20. Januar 2020 - Die Schwarzschwanz-Seidenaffen haben den Mitarbeitern im Zoo Duisburg ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk gemacht. Am 26. Dezember wurde erstmals ein Jungtier dieser nur selten gehaltenen Affenart geboren. Besucher brauchen viel Geduld um den Nachwuchs beobachten zu können. In Deutschland pflegen derzeit nur der Zoo Duisburg und der Zoo Magdeburg diese Tierart.

 

Schon länger hatten die Tierpfleger des Zoos den vagen Verdacht: Weibchen Serra könnte trächtig sein. Ein zunehmend kugeliger Bauch nährte die Vermutungen. Am 26. Dezember war es dann soweit. Für gewöhnlich kommen Serra und ihr Partner Melvin zuverlässig auf Zuruf angeflitzt, egal in welchem Winkel sie sich in der über 1.000 m² großen der Tropenhalle Rio Negro aufhalten.

An diesem Morgen erschien aber keines der zwei Schwarzschwanz-Seidenäffchen am Frühstücksbuffet. Erst am Mittag ließen sie sich wieder Blicken – und hatten eine kleine, mausgroße Überraschung dabei. „Uns ist sofort aufgefallen, dass Serra sehr zurückhaltend war. Dann haben wir aus der Ferne das Jungtier auf ihrem Rücken gesehen und uns wahnsinnig gefreut“, erinnert sich Tierpflegerin Aline Steinbach.

Foto Zoo Duisburg / J. Tegge

Für das Zuchtpaar am Kaiserberg ist es der erste Nachwuchs, der von den Eltern vorbildlich aufgezogen wird. „Wir konnten schon beobachten, dass das Jungtier auch von Vater Melvin getragen wird. Beim Fressen schirmt er sein Weibchen ab und hat immer ein wachsames Auge“, erzählt Steinbach. „Er macht es wirklich toll, wir sind sehr zufrieden“.

 

Schwarzschwanz-Seidenaffen gehören zur Familie der Krallenaffen. Bei allen Arten dieser Tierfamilie ist die Jungtieraufzucht nicht nur Sache der Weibchen. Auch die Männchen und älteren Geschwister eines Familienverbandes kümmern sich regelmäßig um den Nachwuchs, verteidigen diesen vor Feinden und tragen Jungtiere auf dem Rücken umher. Nur zum Trinken werden die Jüngsten dann zurück zur Mutter gebracht.

 

Ursprünglich kommen Schwarzschwanz-Seidenaffen in den Regenwäldern West-Brasiliens, Ost-Boliviens und Nord-Paraguays vor. Wie die meisten Krallenaffenarten leiden auch sie unter dem stetigen Verlust ihres Lebensraums, der sich auch durch die jüngsten Brände in Südamerika nochmals deutlich verringert hat. In Duisburgs Tropenhalle Rio Negro droht Melvin, Serra und dem noch namenlosen Jungtier indes keine Gefahr.
Den über 1.000 m² großen Regenwald teilen sie sich mit zahlreichen anderen, seltenen Tierarten. Goldene Löwenäffchen, Rote Sumpfspringaffen, Kleine Ameisenbären und Zweifinger-Faultiere zählen ebenso zu ihren Mitbewohnern, wie die stark gefährdeten Salvadori-Weißohrsittiche, die gefährdeten Montserrat-Trupiale oder die bereits im Freiland ausgestorbene Socorrotaube. Nicht zu vergessen Baby, der letzte Amazonas-Flussdelfin in einem Zoologischen Garten.

 

Besucher müssen aufgrund der üppigen Bepflanzung sowie der Große der Anlage somit Geduld mitbringen, den aktuellen Nachwuchs in Duisburgs Dschungel zu entdecken. Einen guten Überblick haben kleine und große Zoofreunde von der Besucherhütte. Von dieser lässt sich ein Großteil der Tropenhalle überblicken.


 

 

Erster wildlebender Riesenotter Argentiniens wird ein Duisburger Mädel sein

Duisburg, 17. Januar 2020 - Vor 50 Jahren wurde der Riesenotter in Argentinien ausgerottet. Neue Heimat der in Duisburg geborenen Alondra ist der Nationalpark Iberá.  
Zwei Jahre hat es gedauert, nun wird erstmals ein Riesenotter im ursprünglichen Verbreitungsgebiet in Argentinien auf die Auswilderung vorbereitet. Die in Duisburg geborene Alondra wird den Grundstein für die Wiederansiedlung legen, Gesellschaft wird sie von einem Riesenottermännchen aus einem dänischen Zoo bekommen.  
Vor neun Jahren wurde Riesenotter Alondra im Zoo Duisburg geboren. Dass sie eines Tages für ein Wiederansiedlungsprojekt im ursprünglichen Verbreitungsgebiet dieser Tierart ausgewählt würde, daran dachte 2011 noch niemand. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Riesenotter wurde Alondra im Jahr 2014 in den ungarischen Zoo Budapest vermittelt, im Frühjahr des vergangenen Jahres ging es dann auf die Reise nach Südamerika.   
Im lagunenartigen Nordosten Argentiniens verschwand der letzte Riesenotter in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Als Konkurrent für Fischerei und wegen des weichen Fells wurde die Größte der weltweit 13 Otterarten gnadenlos gejagt. Auch die stetige Verschmutzung der Flüsse sowie der zunehmende Verlust des Lebensraums machten der Riesenotterpopulation in Argentinien den Garaus.  

Mit dem Boot geht es zum Vorbereitungsgehege. Foto: Proyecto Iberá / Rafael Abuín“

Mit Alondra - Foto Proyecto Iberá / Rafael Abuín“ - kehrt nun der erste Riesenotter nach Argentinien in den Nationalpark Iberá zurück. Die Ureinwohner Südamerikas gaben der Wasserlandschaft aus Sümpfen, Lagunen und schwimmenden Inseln ihren Namen. In der Sprache der Guaraní bedeutet „Iberá“ so viel wie leuchtendes, glänzendes Wasser. Hier begannen die aufwändigen Vorbereitungen für die Wiederansiedlung. Die Organisation „Proyecto Iberá“, Partner des Riesenotter-EEP, bereitet Alondra Schritt für Schritt auf ihr neues Leben vor.

Dabei verfolgt das Team ein ehrgeiziges Ziel: Das bedeutendste wasserlebende Raubtier Argentiniens wieder heimisch zu machen. Hierbei kann „Proyecto Iberá“ auf Erfahrungen aus anderen bereits laufenden Wiederansiedlungen, z.B. für die lokal zuvor ebenfalls ausgerotteten Flachlandtapire oder Großen Ameisenbären, zurückgreifen.  
Nach einer dreimonatigen Quarantänezeit ging es für die gebürtige Duisburgerin in das Vorbereitungsgehege. Ein 800 m² großes, abgetrenntes Wasser- und Landareal am Ufer der Lagune von Paraná. Genau an der Stelle, wo sie künftig durch die Flüsse des Sumpfgebietes streifen wird. Die Projektverantwortlichen berichten bereits von ersten Erfolgen.

„Alondra jagt erfolgreich Fisch und hat bereits selbstständig eine Höhle in das Steilufer gegraben“. Aus einem dänischen Zoo wird sie schon bald Gesellschaft von einem geeigneten Partner bekommen. Dieser kam im Dezember 2019 in Argentinien an und durchläuft nun, wie Alondra zuvor, die mehrmonatige Quarantäne.  
„Dass die ersten in Menschenobhut geborenen Riesenotter zurück in ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet kehren, verdeutlicht die wichtige Rolle, die Zoos einnehmen. Unter geschützten Bedingungen können wir eine stabile Reservepopulation aufbauen und die wildlebenden Bestände einer Tierart durch gezielte Auswilderungen stärken oder, wie im Falle der Riesenotter Argentiniens, ausgerottete Populationen wiederaufbauen“, verdeutlicht Johannes Pfleiderer, zoologischer Leiter im Zoo Duisburg.

Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Ansiedlung ist aber, dass sich die Lebensbedingungen der einzelnen Tierarten vor Ort zuerst nachhaltig verbessern müssen. „Auswilderungsprojekte sind mit enormen Kosten und viel Bürokratie verbunden. Nur wenn sichergestellt ist, dass Wilderei und die Zerstörung des Lebensraumes unter Kontrolle sind, ist es zielführend Tiere aus dem Zoobestand hierfür zur Verfügung zu stellen. Im Fall der Riesenotter im Nationalpark Iberá sind wir auf einem guten Weg“, so Pfleiderer.  

Weltweit werden die Riesenotterbestände auf etwa 5.000 Tiere geschätzt. Rund 120 weitere Tiere werden als Reservepopulation in zoologischen Gärten gehalten. Das Erhaltungszuchtprogramm (EEP) in Europa und Asien betreut derzeit etwa 70 Tiere. Als Mitglied der Artkommission steht Johannes Pfleiderer dem EEP-Koordinator für Riesenotter beratend zur Seite. Die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) stuft Riesenotter als „stark gefährdete“ Tierart ein.  

 

 

Ein Umzug für den Arterhalt: Alles Gute, Jamina

Duisburg, 14. Januar 2020 - Die 2017 geborene Zwergflusspferd-Dame zieht in den Zoo Lodz   Duisburg Klein, faltig und etwas speckig war Jamina, als sie Ende 2017 im Zoo Duisburg geboren wurde. Mittlerweile ist aus dem kleinen Zwergflusspferd eine stattliche Hippo-Dame geworden. Und so hieß es nun: Start in einen neuen Lebensabschnitt.

Im Zoo Lodz (Polen) wartet bereits ein geeigneter Partner auf die zweijährige Duisburgerin. Zwergflusspferde sind vom Aussterben bedroht. Im ursprünglichen Verbreitungsgebiet, den Regenwäldern Westafrikas, setzen Lebensraumverlust, Jagd, der Bau von Minen sowie kriegerische Auseinandersetzungen den Tieren zu. Die IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) schätzt, dass es noch rund 2.000 – 2.500 Tiere in den Regenwäldern Afrikas gibt – mit abnehmender Tendenz. Hier wollen Zoos mit speziellen Zuchtprogrammen gegensteuern.  
„Erhaltungszuchtprogramme der Zoos dienen dem Aufbau langfristig genetisch gesunder und stabiler Bestände von Tierarten, die im Freiland stark gefährdet und hoch bedroht sind“, erklärt Zootierärztin Dr. Carolin Bunert. Sie werden beispielsweise weltweit bzw. europaweit geführt. Auch Jamina ist ein wichtiger Teil des Zuchtprogramms für Zwergflusspferde. Im Zoo von Lodz soll sie sich daher zum Arterhalt fortpflanzen. In ihrer Transportkiste ging es nun im beheizten Fahrzeug in Richtung Polen.  

Foto Zoo Duisburg / M. Appel


Mit dem Auszug von Jamina beherbergt der Zoo Duisburg noch die drei Zwergflusspferde Atu (10 Jahre, männlich), Ayoka (12 Jahre, weiblich) und Quirle (über 45 Jahre, weiblich).
„Wenn Ayoka wieder in die Hitze kommt, werden wir Atu zu ihr lassen und schauen, was passiert. Wir hoffen natürlich, dass wir mit unserem jungen Zuchtpaar an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen können“, erzählt Revierleiter Alexander Nolte. Und diese können sich sehen lassen. Zwergflusspferd-Oma Quirle, brachte in Duisburg stolze 13 Mal Nachwuchs auf die Welt und trug damit maßgeblich zum Aufbau der europäischen Zoo-Population dieser Tierart bei, welche nun als Reservepopulation für die bedrohten Zwergflusspferde in Afrika fungiert.  

 

 

Immer wieder sonntags – besondere Führungen im Zoo Duisburg

Tiere im Winter, tierische Filmstars und die Aktivführung „Fit im Alter“

 

Duisburg, 13. Januar 2020 - Einmal im Monat bietet das Team der Zoobegleiter spannende, kostenfreie und kindgerechte Führungen zu besonderen Themen an. So erfahren interessierte Besucher im Januar (26.01.2020) bei der Themenführung „Tiere in der Kälte“, wieso Elefantenhaut im Winter mit Babyöl eingerieben wird, Löwen warme Pfoten haben und was die kleinen Pandas von Schnee halten. 

Clownfisch - Foto Zoo Duisburg

Im Februar (16.02.2020) lädt der Zoo zur Sonderführung „Tierische Filmstars“ ein. Verhalten sich Clownfisch Nemo und Katta-König Julien wirklich so, wie ihre realen Vorbilder? 

Katta-König Julien - Foto Zoo Duisburg / M. Appel

„Fit im Alter“ ist das Motto im März (22.03.2020). Im Rahmen der Aktivführung lernen die Teilnehmer, welche tierischen Übungen sich auf den menschlichen Alltag übertragen lassen und wie Tiere beispielsweise Rücken- sowie Nackenschmerzen ganz nebenbei entgegen wirken. Unter fachkundiger Anleitung werden Entspannungs- und Bewegungsabläufe direkt an den Gehegen trainiert. 

Luchs im Schnee: Foto Zoo Duisburg / M. Appel

Die Themenführungen starten immer um 12.00 und 14.00 Uhr an der Hauptkasse des Zoos. Eine vorherige Anmeldung bis zum Freitag vor der jeweiligen Führung ist unter limpinsel@zoo-duisburg.de erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei, nur der Zooeintritt ist zu entrichten.

 

Inventur im Zoo Duisburg: Einmal durchzählen, bitte

Tierpark am Kaiserberg beherbergt rund 6862 Tiere aus 388 Arten

 

Duisburg, 10. Januar 2020 - Zum Jahreswechsel rief Johannes Pfleiderer, zoologischer Leiter am Kaiserberg, zum großen Zählapell auf. Und so wurde alles gezählt, was im Zoo Duisburg fliegt, läuft, schwimmt und klettert. Rund anderthalb Wochen lang waren die Tierpfleger damit beschäftigt, alle großen und kleinen Bewohner des Zoos zu erfassen. Dabei verdeutlichte die jährliche Bestandsaufnahme erneut die große Artenvielfalt, die sich am Kaiserberg tummelt. Rund 6862 Tiere aus 388 Arten beherbergt der Zoo Duisburg derzeit.

 

Zwölf Steppenzebras, sind da. Drei Elefanten, nicht zu übersehen. Zwei Tiger, liegen im hohen Gras. Kaum ein Zoobewohner konnte sich dem jährlichen Zählen entziehen. Die Inventur der Großtiere bereitet den Tierpflegern keine Mühen. Anders sieht es bei den zahlreichen kleinen Bewohnern aus. Manche Insekten und Fische lassen sich auf den ersten Blick teilweise nur schwer erkennen, Individuen in großen Schwärmen kaum auseinander halten.


So ist es beispielsweise auch bei den Stabschrecken - Foto Zoo Duisburg. Der Körperbau der Insekten ähnelt kleinen Ästen, mit ihrer braunen Farbe sind sie im Terrarium optimal getarnt. Jungtiere sind meist nur wenige Zentimeter groß. „Hier müssen wir ganz genau hinschauen und auch mehrfach zählen, um die Anzahl möglichst genau zu erfassen“, weiß Pfleiderer.

 

Ähnlich gestaltet es sich in Duisburgs Aquarium. Hier ist  ein Großteil des Tierbestandes zu Hause. Schillernde Doktorfische ziehen im Schwarm durch das Riffbecken. Sie alle zu zählen – eine Herausforderung. „Von den Aquarien machen wir Fotos und zählen die Tiere anhand der Aufnahmen“, erklärt Tierpflegerin Aline Steinbach. Dabei reicht es bei weitem nicht aus, einmal zu zählen.
„Jedes Aquarium wird vier bis sechs Mal durchgezählt, die Daten mit den Aufzeichnungen der letzten Inventur verglichen“, ergänzt die Tierpflegerin. Während im Aquarium Fotos gemacht werden, warten die Pfleger im angrenzenden Rio Negro an den Futterplätzen auf ihre Schützlinge. Steinbach: „Jede Tierart hat eine eigene Futterstelle und lässt sich hier wunderbar beobachten, nicht nur während der Inventur“.

 

Im Vergleich zum Vorjahr (rund 8.985 Individuen, 423 Arten) hat sich der Tierbestand etwas verkleinert. Durch Baumaßnahme an einigen Becken und in Vorbereitung auf einige Umstellungen in der Artenauswahl wurde weitgehend von Neuzugängen im Fischbestand abgesehen und einige schon länger gehaltene Fische erreichten das Ende ihrer natürlichen Lebensspanne.

 Gelbe Segelflossen-Doktorfische: Zoo Duisburg Foto G. Sickmann

Auch einige prominentere Tiere verließen den Zoo in 2019, wie beispielsweise die Flachlandwisente. Ihre alte Anlage wurde im vergangenen Jahr für die Erweiterung der Löwenanlage genutzt. Mit der Fertigstellung dieser Baumaßnahme rechnet der Zoo im Frühjahr 2020.

 

Auch von Riesenotter Pequeno, Tigerjungtier Arila sowie vier jungen Fossas mussten sich die Zoobesucher verabschieden. „Sie alle wurden in Duisburg geboren. Auf Empfehlung der jeweiligen Zuchtprogramme konnten sie an andere Einrichtungen im In- und Ausland vermittelt werden und dienen in neuen Zuchtgruppen dem Arterhalt“, erläutert Pfleiderer. Auch die zwei Wildhunde verließen Duisburg. Ihre neue Heimat ist der Zoo von Les Abrets (Frankreich). Die ehemalige Wildhundanlage blieb nicht lange ungenutzt.

Eine Gruppe Weißbartpekaris zog mit aus dem Zoo Berlin ins Ruhrgebiet. Weißbartpekaris: Zoo Duisburg / M. Appel
 

Im Aquarium begrüßte das Zooteam einen neuen Publikumsliebling: Oktopus Teo - Foto Zoo Duisburg - bezog sein nagelneues, kreisrundes Eigenheim und zieht seitdem die Besucher in seinen Bann. Mit den Dahomey-Zwergrindern beherbergt Duisburgs Bauernhof nun ebenfalls eine neue außergewöhnliche Nutztierrasse. Die drei Rinder teilen sich ein Gehege mit den Zwergeseln.

Ebenfalls neu am Kaiserberg: Kongo-Blauducker - Foto Zoo Duisburg I. Sickmann.

Kein anderer Zoo in Deutschland hält die Mini-Antilopen derzeit. Als Untermieter der Bongo-Antilopen streifen die Neuankömmlinge auf der Suche nach Nahrung durch das Unterholz. Bei den Zwergottern läutete der Zoo den Generationswechsel ein. Ein junges Zuchtpaar dieser bedrohten Tierart wurde im April in Duisburg zusammengestellt und sorgte prompt für Nachwuchs. Gleich vier kleine Otter wurden erfolgreich aufgezogen.
Im Rio Negro zog aus dem Zoo Basel als neue Art ein Paar Sonnenrallen ein, das auch direkt mit dem Nestbau begann. Diese südamerikanische Vogelart besitzt auf ihren Flügeln große Augenflecken, die sie bei Gefahr aufspreizt, um so potentielle Feinde abzuschrecken. Für Blaupunkt-Stechrochen Nina endete das Singledasein. Mit dem gebürtigen Belgier Leon lebt nun ein geeigneter zukünftiger Partner für die dreijährige Nina am Kaiserberg. Ob es mit Nachwuchs klappen wird? Abwarten. Den Zoo würde es freuen, denn die charismatische Tierart wird auf Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „potenziell gefährdet“ geführt. Grund hierfür ist die Zerstörung der Korallenriffe.

 

Auch in 2020 stehen Änderungen im Tierbestand an. „Wir werden einige neue Tierarten begrüßen dürfen und auch alte Bekannte wieder sehen“, verrät Johannes Pfleiderer. Die Erdmännchen des Zoos sind kurzzeitig ausgezogen, der Bodengrund des Geheges soll ausgetauscht werden. „Nach Fertigstellung der Maßnahme wird eine neue Zuchtgruppe in Duisburg einziehen und wohlmöglich auch für Nachwuchs sorgen“, freut sich der Biologe. Darüber hinaus werden vor allem neue Reptilien- und Vogel-, aber auch einige Säugetierarten am Kaiserberg ankommen. Es verspricht ein spannendes Zoojahr 2020 zu werden.

 

 

 

Familienglück bei den Kleinen Ameisenbären

In diesem Jahr ist es schon der zweite Zuchterfolg.

Duisburg, 19. Dezember 2019 - Lange Schnauze, kleine Kulleraugen und gerade einmal 640 Gramm schwer. Erst im März dieses Jahres sorgte Tamandua-Weibchen Persea für Zuwachs in der Tropenhalle Rio Negro. Dass es nun erneut geklappt hat, freut das Zoo-Team ungemein, denn die regelmäßige Nachzucht der Kleinen Ameisenbären, wie Tamanduas auch genannt werden, ist in Zoos immer noch nicht alltäglich. Nun bekam der Nachwuchs Besuch von Zootierärztin Dr. Kerstin Ternes.

Mit viel Routine kümmert sich Tamandua-Weibchen Persea um ihren jüngsten Spross, beschnüffelt das kleine Fellknäuel und trägt es auf dem Rücken durchs Gehege. Für gewöhnlich streift die 6-jährige mit ihrem Partner Tiago und dem im April dieses Jahres geborenem Jungtier durch die Baumwipfel der Tropenhalle Rio Negro. Über 1.000 m² stehen den dämmerungsaktiven Langschnauzen zur Verfügung.
„Für die Tiere haben wir hier den idealen Lebensraum“, freut sich Tierpfleger René Ostendorf. Für gewöhnlich sehen er und seine TierpflegerKollegen die Ameisenbären aber nur von unten, denn tagsüber schlafen sie zusammengerollt in luftiger Höhe. Nur mit Leitern kann man ihnen näher kommen. Stellt sich Nachwuchs ein, zieht Persea daher in einen gesonderten Bereich des Tropenhauses.


„So können wir die Entwicklung des Jungtieres besser verfolgen“, erklärt Ostendorf - Foto Zoo Duisburg. Gemeinsam mit Zootierärztin Dr. Kerstin Ternes bereitet der Tierpfleger heute den ersten Gesundheitscheck für das Jungtier vor. Wiegen, Messen und Geschlecht bestimmen steht auf dem Programm. Routiniert und mit viel Feingefühl setzt René Ostendorf den vier Wochen alten Tamandua auf die bereitgestellte Waage. Etwas verschlafen schaut das 640 Gramm schwere Weibchen in der Gegend herum.

Zootierärztin Dr. Kerstin Ternes kontrolliert noch schnell die Ohren und tastet den Bauchraum ab. „Alles wunderbar, die Kleine ist fit“, lautet das Ergebnis. Bevor es zurück ins Gehege geht, bekommt das Jungtier noch seinen Personalausweis. „Mit einer Kanüle setzen wir einen reiskorngroßen Chip unter die Haut. Auf diesem befindet sich eine einmalige Nummer, die das Jungtier ein Leben lang begleiten wird und mit einem Lesegerät abgelesen werden kann“, erklärt Zootierärztin Dr. Kerstin Ternes.
Mutter Persea nimmt von der Aktion nichts wahr – sie schlabbert mit lautem Schmatzen eine Avocadohälfte aus. Ihr Lieblingsfutter, wie Ostendorf erzählt. Mit dem langgestreckten, schmalen Kopf, dem muskulösen Wickelschwanz und den kräftigen Krallen ist der Tamandua perfekt für das Leben auf Bäumen angepasst. Ständig auf der Suche nach Baumtermiten und -ameisen durchforsten die Tiere die Baumkronen aber auch das Unterholz. Haben sie Beute gefunden, brechen die kleinen Kraftpakete die Behausungen ihrer Nahrung mit ihren langen Krallen auf. Anschließend werden Ameisen und Termiten mit der bis zu 40 cm langen Zunge aufgeschleckt.

Zoo Duisburg: Geschenke für alle Kinder an Heiligabend

Duisburg, 17. Dezember 2019 - Weihnachtliche Tradition im Delfinarium: Auch in diesem Jahr beglücken die Grüßen Tümmler die Zoobesucher mit Geschenken. An Heiligabend befördern sie besonders viele Bälle mit ihren Fluken ins Publikum. Auch Delfin-Christkind Debbie, welche Heiligabend ihren vierten Geburtstag feiert, hat im Vorfeld fleißig geübt. Die glücklichen Fänger können die gefangenen Bälle direkt im Anschluss gegen ein kleines Präsent eintauschen. Aber auch die Kinder, welche keinen Ball fangen, gehen nicht leer aus. Das Zoo-Team hat für jeden Gast eine kleine Überraschung parat. Los geht es jeweils um 11.30 und 13.00 Uhr.

 

Die Zookassen haben an Heiligabend und Silvester von 09.00 – 12:30 Uhr geöffnet, der Zoo schließt um 14 Uhr.

 

Wer die nachfolgenden Feiertage für einen ausgedehnten Spaziergang nutzen möchte, ist im Zoo Duisburg bestens aufgehoben. Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag haben die Zookassen von 9.00 – 16.00 Uhr geöffnet, der Zoo schließt jeweils um 16.30 Uhr.

Neben dem Haupteingang an der Mülheimer Straße ist auch der Eingang „Tigerkasse“ am Autobahnparkplatz vom 24. Dezember - 26. Dezember sowie an Neujahr geöffnet.

Weihnachten im Zoo: Roter Panda im Schnee

und große Tümmler - Fotos Zoo Duisburg

 

Umzug in ein neues Zuhause: Adieu, kleine Sofie

Duisburg, 16. Dezember 2019 - Sofie hatte einen holprigen Start ins Leben. Vor sieben Monaten wurde das kleine Rentier im Zoo Duisburg geboren. Da ihre Mutter zu wenig Milch hatte, fütterten die Tierpfleger zu und zogen Sofie auf. Nun hieß es Abschied nehmen.

 

Rückblick: Im Mai erblickten gleich vier kleine Rentiere am Kaiserberg das Licht der Welt. Während drei Jungtiere vorbildlich von ihren Müttern aufgezogen wurden, bereitete das vierte Jungtier den Tierpflegern Sorgen. „Nach der Geburt haben wir beobachten können, dass die Mutter die Kleine nicht an ihr Euter herangelassen hat“, erinnert sich Revierleiter Maik Elbers. „Mehrfach haben wir sie an das Euter angesetzt, aber es hat nicht geklappt“. Nach gründlicher Abwägung aller Umstände entschied sich der Zoo am späten Abend damals für eine Handaufzucht – und lag damit goldrichtig, wie sich später zeigen sollte.

Rentier Sofie und Maik Elbers - Foto Zoo Duisburg

Maik Elbers und seine Kollegen wurden binnen Stunden zu Rentier-Müttern. Auf die Schnelle musste eine geeignete Flasche her. Kim Sofie, die Tochter von Elbers Lebensgefährtin, war sofort bereit zu helfen und bracht prompt eine passende Flasche in den Zoo. Als Dank für die Unterstützung wurde das kleine Rentier noch am Abend auf den Namen Sofie getauft.

 

Der Weg zum Rentier-Teenie für Sofie beschwerlich. Verdauungsprobleme plagten das kleine Rentier. „Sie hatte Durchfall und musste von unseren Tierärztinnen behandelt werden. Zwischenzeitlich haben wir auf eine andere Milch umgestellt, die sie besser vertragen hat“, erzählt Elbers. Danach ging es stetig bergauf. Immer an den Fersen ihrer Ersatzeltern erkundete Sofie den Zoo. Regelmäßig besuchte das Flaschenkind die Rentierherde und wurde Schritt für Schritt auf die Zusammenführung mit den Artgenossen vorbereitet. Das oberste Ziel des Zoo-Teams war es, Sofie so schnell wie möglich in die Herde zu integrieren. Der Plan ging auf, denn schon nach kurzer Zeit tollte sie gemeinsam mit ihren Artgenossen durch das Gehege, distanzierte sich immer mehr von den Pflegern.

 

Da Sofie nicht in der gleichen Herde leben kann, wie ihr Vater Tore, hieß es Abschied nehmen. Gemeinsam mit dem Duisburger Rentier Sirpo zog das einstige Flaschenkind nun in den Tierpark Sababurg. „Die Zwei verstehen sich prächtig und es ist schön, dass sie zusammen einen neuen Lebensabschnitt beginnen können“, so Maik Elbers. Leb wohl, kleine Sofie.

 

Aktionstag zum Welt-Affen-Tag

Lebensraumverlust und Wilderei bringen Orang-Utans, Gorillas und Co. an den Rande der Ausrottung

Duisburg, 12. Dezember 2019 - Zum Welt-Affen-Tag macht die Regionalgruppe Duisburg/Düsseldorf des Borneo-Orang-Utan-Survival e.V. (BOS e.V.) im Zoo Duisburg am Samstag, den 14. Dezember, von 11-15 Uhr auf die prekäre Situation von zahlreichen Affenarten aufmerksam.  

Im Affenhaus des Zoo Duisburg erfahren kleine und große Tierfreunde allerhand Spannendes  rund um den Schutz bedrohter Affenarten. Dabei wird die BOS-Regionalgruppe Duisburg/Düsseldorf besonders auf die Bedrohungsfaktoren von Orang-Utans aufmerksam machen. Am Mal- und Bastelstand können Kinder ihren eigenen Orang-Utan basteln und Buttons gestalten. Bei der kommentierten Fütterung der Orang-Utans (13.15 Uhr - Foto Zoo Duisburg)  und Gorillas (10.45 sowie 13.45 Uhr) erfahren die Besucher viel Wissenswertes über die Pflege, Haltung und Ernährung der in Duisburg gehaltenen Primaten.  

Die Situation von zahlreichen Affenarten im ursprünglichen Verbreitungsgebiet ist dramatisch. „Das Fleisch der Tiere wird auf lokalen Märkten verkauft, junge Affen illegal als Haustiere gehandelt und der Lebensraum für Edelmetalle sowie Tropenhölzer stetig zerstört“, so Kurator Volker Grün. Daher wird die Rolle von zoologischen Gärten immer wichtiger. Unter geschützten Bedingungen bauen sie stabile Reservepopulation zahlreicher Tierarten in menschlicher Obhut auf.  

In Duisburg übernimmt man besonders für die vom Aussterben bedrohten Bärenstummelaffen Verantwortung. Bereits seit 11 Jahren koordiniert Volker Grün das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der ursprünglich in Afrika beheimateten Affenart. „Das EEP ist eine Art Singlebörse für bedrohte Tierarten“, erklärt Kurator Volker Grün. „Die Aufgabe von mir als Zuchtbuchführer liegt darin, passende Zuchtgruppen zusammen zu stellen und eine zukunftsfähige Population in Menschenhand aufzubauen“, so Grün weiter.  

In der Zoowelt machte sich Duisburg mit der erfolgreichen Zucht von Bärenstummelaffen einen Namen und gilt weltweit als erfolgreichster Halter der Affenart. Über 40 Jungtiere wurden in den vergangenen Jahrzehnten geboren und konnten im Rahmen des EEP vermittelt werden.

Ursprünglich leben Bärenstummelaffen - Foto Zoo Duisburg - in tropischen Regenwäldern in Westafrika. Aufgrund des kleinen Verbreitungsgebietes sowie der zunehmenden Nutzung und Abholzung der Regenwälder stuft die IUCN Bärenstummelaffen als „gefährdet“ ein. Volker Grün: „Es ist zu befürchten, dass die Tiere in absehbarer Zeit als „stark gefährdet“ eingestuft werden und damit dann leider zu den am stärksten bedrohten Affenarten im westlichen Afrika zählen“.