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Geschichte des Zoos







 
Große Klappe – viel dahinter: 10.000 Euro für die neue Pelikan-Anlage

12. Zoospende des Stadtsportbundes Duisburg aus den „laufenden Einnahmen“ 
DUISBURG, 31. Oktober 2019 - Der Stadtsportbund Duisburg leistet seinen Beitrag, die Pelikane ins beste Licht zu setzen. Mit einer Spende von 10.000 Euro, unterstützt der SSB die Vögel mit der großen Klappe – oder besser gesagt- mit dem großen Schnabel. Das Geld stammt aus den „laufenden Einnahmen“.
Der Erlös aus dem Zoolauf sowie der Charitybeitrag aus dem Rhein-Ruhr-Marathon, summierten sich auch in diesem Jahr wieder zu einem fünfstelligen Betrag. Astrid Stewin, die Vorstandsvorsitzende des Zoo Duisburg, will den „satten Happen“ für die Beleuchtung der Pelikan-Anlage einsetzen.

Den Scheck überbrachte am Donnerstag der Vorsitzende des Stadtsportbundes Rainer Bischoff (links im Bild) Astrid Stewin vom Zoo Duisburg persönlich. Mit ihm kamen zum Foto- und Ortstermin am Freiraum für die Pelikane der SSB-Geschäftsführer Uwe Busch (rechts) und der Mitorganisator des Zoolaufes, Jörg Bunert (Zweiter von rechts). Uwe Busch und Jörg Bunert organisierten im Mai das Rennen mit knapp 750 Läuferinnen und Läufern.

Der Reinerlös aus dem Zoolauf -vorbei an Tieren auf fünf Kontinenten- ist Teil des Spendenbetrages. Darüber hinaus unterstützt der Stadtsportbund die Arche am Kaiserberg mit 50 Cent für jeden Starter beim Rhein-Ruhr-Marathon. In den vergangenen zwölf Jahren kamen so 122.500 Euro zusammen. Rainer Bischoff, der Vorsitzende des Stadtsportbundes, betonte bei der Scheckübergabe: „Nachdem wir im Vorjahr die erste 100.000-Euro-Marke geknackt haben, haben wir uns die 200.000 als nächstes Etappenziel gesetzt. Wir werden die Kooperation mit dem Zoo auf jeden Fall fortsetzen.“

Zusage für den Zoolauf 2020 Uwe Busch konnte da auch gleich eine Zusage machen: Der nächste Zoolauf kommt bestimmt. Am Termin wird noch gefeilt. Wie in den vergangenen beiden Jahren, soll es ein Freitagabend im Spätfrühling oder Frühsommer sein. Damit ist eine Scheckübergabe auch im kommenden Jahr gesichert. Astrid Stewin bedankte sich im Namen des Zoos sowie der gefiederten „Großmäuler“ für die verlässliche Partnerschaft mit dem Laufsport in Duisburg. Astrid Stewin: „Wir haben viele außergewöhnliche Veranstaltungen hier am Kaiserberg. Das Abendrennen ist dabei ein echter Höhepunkt im Jahr. Ausnahmsweise sind nicht die Tiere, sondern die Menschen die Attraktion. Besonders schön finde ich es, dass sich viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer verkleiden oder ihren Partnerstaffeln einen Tiernamen geben. Wann gewinnen schon mal das Team „Kuh-Sinchen“ oder „Lahme Laufenten“ ein Rennen?“

Astrid Stewin spielte auf den Doppelsieg von Katharina Wehr an. Die Läuferin vom TV Wanheimerort gewann zunächst die Mixed-Staffel im Tandem mit Karsten Kruck vom ASV Duisburg als Team „Lahme Laufenten“. Danach entschied die Gewinnerin des Rhein City Runs 2019 auch die Frauenwertung für sich. Gemeinsam mit ihrer Cousine Julia Kümpers sicherte sich Katharina Wehr die Konkurrenz. Der beziehungsreiche Teamname lautete: „Kuh-Sinchen“.
Uwe Busch: „Die lustigen Namen und die Kostüme bedeuten mehr als nur Spaß am Sport. Sie zeigen auch die Verbundenheit der Läuferinnen und Läufer mit dem Zoo, eine der Attraktionen unserer Stadt. Diese Verbundenheit macht auch für diesen Abendlauf zu einem Feiertag im Duisburger Sportkalender.“

Babykoala zeigt sich erstmals am Kaiserberg

Der am Ostersonntag geborene Koala blickt neugierig in die Welt


Duisburg, 22. Oktober 2019 - Nackt, blind und nicht größer als ein Gummibärchen erblickte der aktuelle Spross der Duisburger Koala-Familie das Licht der Welt. Revierleiter Mario Chindemi wurde abermals Zeuge dieses außergewöhnlichen Erlebnisses. „Eine Koalageburt ist für mich ein ganz besonderer Moment. Die Haltung und Zucht der Kletterbeutler in Deutschland ist schwierig, daher ist die Freude über jedes Baby umso größer“, so Mario Chindemi.
Danach hieß es erst einmal warten, denn für rund 180 Tage bleibt der Nachwuchs sicher geschützt in Mamas Beutel. Nun sind große Knopfaugen und noch nackte Öhrchen zu sehen. Mit viel Glück erhaschen die Besucher im Zoo Duisburg jetzt erste Blicke auf den Nachwuchs.  

In den vergangenen Wochen schaute mal ein Füßchen oder Ärmchen aus dem schützenden Beutel der erfahrenen Mutter Eora - Foto Zoo Duisburg. Für die gebürtige Französin ist es bereits der fünfte Nachwuchs am Kaiserberg. In den nächsten Wochen wird das Jungtier den Beutel dann immer häufiger verlassen und auf Erkundungstour gehen. "Der Beutel der Mutter ist und bleibt aber erst einmal der sichere Rückzugsort", so Chindemi. Neben Milch wird bald auch immer mehr saftiger Eukalyptus auf dem Speiseplan stehen.
Bevor das möglich ist, braucht das kleine Beuteltier aber noch Starthilfe. Koalas können ihre schwer verdauliche Nahrung nur mit Hilfe von Bakterien verdauen, die im Magen-Darm-Trakt angesiedelt sind. "Jungtiere bekommen den Bakterienstarter von ihren Müttern. Diese scheiden einen besonderen Blinddarmkot, den sogenannten Papp, aus, welcher die unbedingt notwendigen Bakterien in hoher Zahl enthält und vom Nachwuchs gefressen wird", erläutert Mario Chindemi, der auch um die Gefahren weiß: "Koalas sind anspruchsvolle und sensible Pfleglinge. Die Umstellung von Milch auf feste Nahrung ist, neben der Geburt, eine der kritischsten Phase in der Entwicklung".

 

Seit 1994 beheimatet der Zoo Duisburg die grauen Beuteltiere. Europaweit gilt der Zoo heute als Zucht- und Kompetenzzentrum, zog bereits über 30 Koalas erfolgreich auf und führt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für die bedrohte Art. Jeden Mittwoch und Sonntag haben die Besucher beim Wiegen der Koalas die Möglichkeit, mehr über die Eigenarten der sympathischen Beuteltiere zu erfahren. Los geht es jeweils um 11.00 Uhr.

 

 

- Lernen mit allen Sinnen: I-Dötzchen-Tag im Zoo
- Känguru Skippy findet im Zoo Duisburg ein neues Zuhause

Lernen mit allen Sinnen: I-Dötzchen-Tag im Zoo

Duisburg, 10. Oktober 2019 - Auch in diesem Jahr folgten rund 700 Erstklässler der Duisburger Schulen der Einladung in den Zoo am Kaiserberg. Unter dem Motto „Lernen mit allen Sinnen“ erlebten die I-Dötzchen die Vielfalt des Zoos auf ganz besondere Weise. Möglich wurde die Aktion durch das nachhaltige Engagement von Stadt, Sparkasse Duisburg sowie der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEBAG.

 

Vorbei an Giraffe, Flamingo und Co. warteten auf die Erstklässler drei Erlebnisstationen. Im Koalahaus tauchten die begeisterten I-Dötzchen in die Welt australischer Tiere ein, erfuhren allerhand Besonderheiten zur Biologie von Beuteltieren und durften auch an Koalas Lieblingsspeise, dem Eukalyptus, schnuppern.
Um die Ernährung von Zootieren ging es auch im Affenhaus. Ein Blick in die Futtertöpfe der Gorillas zeigte – Bananen stehen nicht auf dem Speiseplan. Vielmehr ernähren sich die sanften Riesen ausschließlich von Gemüse und besonders gerne frischem Laub sowie Rinde. Wer einer Raubkatze einmal ins Maul schauen wollte, kam an der Tigeranlage auf seine Kosten. Nachbildungen von Raubtierschädeln konnten aus nächster Nähe angeschaut und auch angefasst werden. Die Zoobegleiter nutzten die Gelegenheit, um die I-Dötzchen über die Gefährdung der majestätischen Großkatzen aufzuklären.

 

„Als Zoo haben wir eine besondere Bedeutung als außerschulischer Lernort“ betont Zoodirektorin Astrid Stewin. „Mit unseren Tieren sensibilisieren und begeistern wir tagtäglich für die biologische Vielfalt in den unterschiedlichen Lebensräumen. Durch das Engagement von Sparkasse und GEBAG wird den Schülerinnen und Schülern ein besonderer Ort für nachhaltiges Lernen erschlossen – das ist eine phantastische Sache“, freut sich Stewin.

 

Oberbürgermeister Sören Link, Schirmherr des I-Dötzchen Tages, betonte bei seiner Begrüßung der Erstklässler im Duisburger Delfinarium, dass alle Schulklassen und Kindergärten Duisburgs den Zoo kostenfrei besuchen können, nicht nur die I-Dötzchen.

 

Der kostenfreie Zoobesuch muss nicht angemeldet werden. Lediglich eine gültige Bescheinigung der jeweiligen Duisburger Schule oder des Kindergartens ist als Nachweis an der Kasse vorzulegen. Der Zoo gewährt in Abhängigkeit der Gruppengröße auch den Begleitpersonen freien Eintritt. So hat eine Begleitperson je sechs Kindergartenkindern, 10 Schülern einer Grundschule oder 20 Schülern einer weiterführenden Schule im Rahmen der Gruppenbetreuung freien Zugang.

  
Oberbürgermeister Sören Link, Zoodirektorin Astrid Stewin, GEBAG-Prokuristin Sandra Altmann und Mitglied des Sparkassen-Vorstandes Helge Kipping (v.r.n.l.) begrüßten die I-Dötzchen im Zoo. Foto GEBAG

Känguru Skippy findet im Zoo Duisburg ein neues Zuhause

Das im Bereich Sonsbeck entdeckte Tier wird in die bestehende Gruppe Bennett-Kängurus integriert. Mehrere Wochen lang beschäftigte Bennett-Känguru Skippy die zuständige Polizei in Xanten. Nun konnte es mit Hilfe eines Tierarztes von den Beamten eingefangen werden. Im Zoo Duisburg hat der kleine Hüpfer ein sicheres Zuhause und zahlreiche Artgenossen gefunden.

 

Anders als zuerst vermutet, handelt es sich bei Skippy um ein Bennett-Känguru, eine rund 80 cm große Beuteltierart, die ursprünglich im Südosten Australiens beheimatet ist. „Da wir im Zoo Duisburg eine größere Gruppe dieser Känguru-Art halten, haben wir sofort unsere Zustimmung gegeben, Skippy aufzunehmen“ so Zoo-Pressesprecher Christian Schreiner.

 

Übergangsweise lebte Skippy in einer Tierarztpraxis in Moers, den Umzug an den Kaiserberg hat die zutrauliche Känguru-Dame sehr gut überstanden. Bevor Skippy für die Zoobesucher zu sehen sein wird, wird sie noch einige Tage in der zooeigenen Tierarztpraxis verbringen. „Wir werden die Kleine noch einmal vorsorglich durchchecken. Bisher macht sie aber einen sehr guten, agilen Eindruck und hat schon gefressen“, erklärt Zootierärztin Dr. Carolin Bunert. Nach der abgeschlossenen Quarantäne wird Skippy dann auf ihre Artgenossen treffen, die sich in Duisburg ein Gehege mit Wombat Barney teilen. Wo Skippy ursprünglich herkommt ist weiterhin nicht geklärt. „Da sie nicht gechipt ist vermuten auch wir, dass sie aus privater Haltung kommt“, so die Tierärztin. 

Den Promi-Status wird sich Skippy - Foto Zoo Duisburg - im Zoo Duisburg allerdings mit Besucherliebling Lizzy teilen müssen. Im vergangenen Jahr retteten die Tierpfleger am Kaiserberg dem kleinen Bennett-Känguru das Leben. Ihre Mutter war verstorben. Da die kleine Lizzy noch auf die Wärme des mütterlichen Beutels angewiesen war, zog sie in einen Stoffbeutel. In diesem wurde sie von ihren Pflegern ständig umher getragen und mit spezieller Kängurumilch aufgezogen. Seit Januar ist Lizzy festes Mitglied der Duisburger Bennett-Känguru-Gruppe, so wie es auch bald Skippy sein wird.

 

 

Internationaler Tag des Zootierpflegers

Im Zoo Duisburg kümmern sich 48 Tierpflegerinnen und Tierpfleger um das Wohl von über 9000 Tiere aus 400 Arten. Am Internationalen Tag des Zootierpflegers rückt der Beruf in den Fokus.

 

Duisburg, 2. Oktober 2019 - Sie kümmern sich um imposante Elefanten, quirlige Seelöwen, gemütliche Gorillas und flinke Riesenotter. Die Tierpfleger im Duisburger Zoo haben alle Hände voll zu tun, hungrige Mäuler zu versorgen und Gehege zu reinigen. Doch der verantwortungsvolle Beruf ist facettenreicher, als man auf den ersten Blick denkt. Der Internationale Tag des Zootierpflegers am 4. Oktober rückt das Berufsbild in den Fokus – denn ohne die Menschen hinter den Tieren wäre das Erlebnis Zoo nicht möglich.

 

Damit alle Tiere ihr tägliches Futter bekommen, beginnt der Tag für Richard Luhmer und seine Kollegen schon früh am Morgen. Bereits um 6.00 Uhr lädt das Team vom Futterhof Kisten voller Obst und Gemüse, säckeweise Pellets und Spezialfutter auf den Radlader. „Wenn wir alles aufgeladen haben, beliefern wir die einzelnen Arbeitsbereiche, die sogenannten Reviere des Zoos“, erklärt der Herr des Futters.
Dabei ist Luhmer nicht nur für die Belieferung der Reviere zuständig – der gelernte Tierpfleger steuert auch die Futterlogistik des Zoos und stellt sicher, dass immer ausreichend viel Futter in den Lagern vorgehalten wird.

 „Wenn man sich überlegt, dass alleine ein Elefant pro Tag insgesamt rund 150 Kilo Gras, Heu und Saftfutter vertilgt kann man sich etwa vorstellen, wie viel Futter wir vorhalten, um unsere Tiere zu ernähren“, so Luhmer - Foto Zoo Duisburg.

 

Während das Futter im Zoo verteilt wird, begrüßen die Tierpflegerinnen und Tierpfleger der einzelnen Reviere ihre Schützlinge – und fangen anschließend an, das Futter vorzubereiten, was ihnen zuvor frei Haus geliefert wurde. „Wir schlüpfen dann in die Rolle des Kochs“, schmunzelt Aline Steinbach, welche in der Futterküche der Tropenhalle Rio Negro gerade bergeweise Obst und Gemüse schnippelt. „Jede Tierart hat ihren eigenen, speziellen Futterplan, welcher auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist“, so Steinbach.

Nicht nur die Futterbedürfnisse ihrer Schützlinge kennen die Pfleger genau, auch jede Eigenart, Bewegungsmuster und Verhaltensweisen sind ihnen bekannt. „Die Beobachtungsgabe und das Gefühl für die Tiere ist eine sehr wichtige Eigenschaft, die ein Tierpfleger mitbringen muss. Sie arbeiten tagtäglich mit ihren Schützlingen. Ihnen fällt als erstes auf, wenn etwas im Argen liegt. Ohne sie sind wir aufgeschmissen“, verdeutlicht Tierärztin Dr. Kerstin Ternes.

 

Im regelmäßigen medizinischen Training bereiten die Tierpfleger ihre Tiere auch auf Routineuntersuchungen durch die Tierärztinnen vor. Das Training basiert auf Vertrauen und Spaß, ist nicht nur Vorsorge, sondern auch mentale Beschäftigung für die Bewohner des Zoos, so beispielsweise für die Elefanten. „Momentan bringen wir unseren drei Dickhäutern bei, dass Blutabnahme nicht schlimm ist. Durch spezielle Öffnungen in einer Trainingswand strecken Daisy, Saiwa und Etosha ein Ohr, die Tierärztinnen können dann Blut nehmen. Anschließend gibt es eine leckere Belohnung, z.B. Melonen oder Ananas“, erklärt Philipp Goralski, Revierleiter im Elefantenhaus.

 

Apropos Elefanten. Bei solch großen Tieren fällt natürlich auch sehr viel Mist an. Zu einer der Hauptaufgaben der Pfleger eines Zoos gehört daher natürlich das Putzen, Schrubben und Fegen der Gehege, was sie einen Großteil des Tages beschäftigt.

Elefantenkot - Foto Zoo Duisburg

Wenn es um die Umgestaltung von bestehenden Gehegen oder der Planung von neuen Anlagen geht, werden die Pfleger zu Innenarchitekten. Kreativität ist auch gefragt, um die Tiere im Zoo auf Trab zu halten. Mit Knabberästen für Giraffen oder mit Zebramist gefüllte Duftsäcke für Löwen, Tiger und Co. sind nur einige Beispiele, wie die Tierpfleger die aufwändige Suche nach Nahrung simulieren.

 

Manchmal werden Tierpfleger aber auch zu Ersatzmüttern. So wie bei Bennett-Känguru Lizzy. Ihre Mutter war verstorben, Lizzy als kleines, nacktes Känguru auf die Wärme des mütterlichen Beutels angewiesen.
Ohne den beherzten Einsatz des Zooteams wäre auch Lizzy gestorben. Stattdessen zog sie in einen Stoffbeutel, wurde von ihren Pflegern ständig umher getragen und mit aus Australien importierter Kängurumilch versorgt. Mittlerweile ist Lizzy ein richtiger Känguru-Teenie und schon lange aus dem Haushalt ihrer Ersatzeltern ausgezogen. Sie konnte problemlos in die Gruppe Bennett-Kängurus im Zoo Duisburg integriert werden.

Putziger Zwergotter-Nachwuchs im Zoo

Für das Zoo-Team ist es der erste Zuchterfolg seit acht Jahren

Duisburg, 1. Oktober 2019 - Große Freude im Zoo Duisburg, bei Familie Zwergotter hat es sechsfachen Nachwuchs gegeben. Dass es mit der Nachzucht bereits jetzt geklappt hat, freut das Zoo-Team ungemein, denn erst seit Mai dieses Jahres lebt das neue Zwergotter-Pärchen in Duisburg. Mit etwas Glück können die Jungtiere auf der Außenanlage beobachtet werden.
Schon länger hatten die Mitarbeiter des Zoos den Verdacht, dass sich bei den bedrohten asiatischen Zwergottern Nachwuchs einstellen könnte. „Direkt nach der Ankunft des neuen Pärchens konnten wir die ersten Annäherungsversuche beobachten“, weiß Johannes Pfleiderer, zoologischer Leiter in Duisburg.

In den folgenden Wochen konnten mehrere Paarungen beobachtet werden. Leises Fiepen aus der Wurfbox Anfang August bestätigte dann - erstmals nach acht Jahren gibt es wieder putzigen Zwergotter-Nachwuchs am Kaiserberg. Den ersten medizinischen Check-Up haben die kleinen Otter auch schon hinter sich. „Dabei war es gar nicht so einfach die Rasselbande unter Kontrolle zu halten, sie sind schon sehr quirlig“, lacht Tierärztin Dr. Carolin Bunert.

Wie alle Zootiere haben auch die jungen Otter während der Untersuchung ihren Personalausweis bekommen. Eine einmalige Nummer ist auf dem Reiskorn großen Chip gespeichert, welcher mit einer Kanüle unter die Haut gesetzt wird. „Da gab es auch etwas Gezeter, aber nur so können wir die Tiere individuell auseinander halten“, erläutert die Tierärztin, die mit der Entwicklung der Jungtiere sehr zufrieden ist. Auch die Geschlechter konnten bereits bestimmt werden – es sind drei Weibchen und drei Männchen.

Asiatische Zwergotter leben in Familienverbänden von rund 12 Tieren und gelten als sehr soziale Tierart. Mit lauten Rufen kommunizieren die Mitglieder einer Gruppe untereinander. In ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet setzen  Lebensraumverlust sowie der illegale Tierhandel in Asien den sympathischen Zwergottern zunehmend zu. Daher gilt die Art als „gefährdet“.

Putziger Zwergotter-Nachwuchs gebündelt - Foto Zoo Duisburg

Faszinierende Flugkünstler sowie Themenführung „Tierische Rekorde“

Falkner zeigen am 3. Oktober, was Adler, Eulen und Falken alles können. Kostenfreie Themenführung über tierische Rekorde am 6. Oktober

 

Duisburg, 30. September 2019 - Am Tag der Deutschen Einheit begrüßt der Zoo gefiederte Gäste. Aus den Niederlanden besuchen die Falkner vom De Valkenhof den Zoo am Kaiserberg und bringen verschiedene Greifvögel und Eulen mit. Ab 10.00 Uhr haben Besucher im Streichelzoo die Gelegenheit, sich über die majestätischen Greife aus erster Hand zu informieren. Bei drei Flugshows zeigen die Vögel dann ihr Können und kreisen über die Köpfe der Besucher. Los geht es um 11.30, 13.30 und 15.30 Uhr auf der Esel-Anlage des Zoos. 

Wie weit springt ein Känguru? Wie lange kann ein Seelöwe die Luft anhalten? Und wie können Elefanten - Foto Zoo Duisburg - ihre Ohren als Klimaanlage einsetzen?

Bei der Themenführung „Tierische Rekorde“ am Sonntag, dem 06. Oktober dreht sich alles um Spitzenleistungen im Tierreich. Los geht es um 12.00 und 14.00 Uhr am Haupteingang. Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei, lediglich der Zooeintritt ist zu bezahlen. Anmeldungen können noch bis zum 3.10.2019 unter limpinsel@zoo-duisburg.de entgegen genommen werden.   

Falkner mit Seeadler - Foto: Franz Frieling

 

 

 Löwen ziehen in neues Gehege ein

Erster Bauabschnitt zur Erweiterung der Löwenanlage ist abgeschlossen

 

Duisburg. 19. September 2019 - Erst seit einigen Tagen bewohnt Löwenkater Tsavo mit seinen beiden Weibchen Manyara und Masindi den neu gebauten Teil des Geheges. Nur dank der erneuten Unterstützung der Sparkasse Duisburg kann die Erweiterung und Modernisierung des Löwen-Eigenheims realisiert werden. Mit dem Umzug der drei Sympathieträger auf das Erweiterungsgelände ist der erste Bauabschnitt im Zoo abgeschlossen – nun rollen die Bagger im alten Areal der Großkatzen an.

 

Im April läuteten Sparkassenchef Dr. Joachim Bonn und Zoodirektorin Astrid Stewin gemeinsam den Baustart zur Erweiterung der Löwenanlage ein. In den vergangenen Monaten wurde das Erweiterungsgelände Stück für Stück erschlossen, Felsaufbauten angelegt und Kletterbäume aufgestellt. Der ehemalige Wisent-Stall wurde zum neuen Löwenhaus umgebaut. „Löwen gehören bei Groß und Klein zu den Hauptattraktionen und sind Publikumsmagnete in jedem Zoo! Den Tieren und dem Umfeld in dem sie leben kann man gar nicht genug Aufmerksamkeit schenken. Deshalb engagieren wir uns auch hier aus fester Überzeugung.“

 

Die neu strukturierte Anlage hat das Trio gut angenommen und sich bereits eingelebt. „Besonders der Unterstand und die Kletterbäume haben es den Dreien angetan“, so Revierleiter Mike Kirschner. Und auch Zoodirektorin Astrid Stewin freut sich mit den Löwen: „Wie die drei über das neue Gelände toben ist toll zu beobachten, da geht einem das Herz richtig auf. Daher gilt im Namen unserer Löwen mein besonderer Dank der Sparkasse, ohne derer Unterstützung das neue Eigenheim nicht möglich gewesen wäre“.

 

Aber nicht nur die Löwen kommen auf dem Erweiterungsgelände auf ihre Kosten. Auf die Besucher warten gleich drei neue Aussichtspunkte mit großen Panoramascheiben. Diese bieten die Möglichkeit, die Löwen aus verschiedenen Perspektiven zu beobachten. Zusätzlich wurde durch die Baumaßnahme ein Teich erschlossen, welcher Amphibien einen neuen Lebensraum bietet.

 

Nachdem der erste Bauabschnitt nun fertiggestellt wurde, wird in den nächsten Monaten die bisherige Löwenanlage saniert und im Anschluss mit dem Erweiterungsgelände verbunden. „Die zwei Außenanlagen können später bei Bedarf geteilt werden. Das gibt den Tierpflegern die Möglichkeit, auf die individuellen die Bedürfnisse der Löwengruppe zu reagieren“, erläutert Tierärztin Dr. Carolin Bunert.

Mit der Fertigstellung der rund 2.500 m² großen Anlage rechnet der Zoo noch in diesem Jahr.

V.r.: Dr. Joachim Bonn (Sparkassenchef), Dr. Carolin Bunert (Tierärztin Zoo Duisburg), Astrid Stewin (Direktorin Zoo Duisburg).

 

Zoo veranstaltet Herbstgaudi vor tierischer Kulisse

Buntes Treiben auf dem Bauernhof

               

Duisburg, 16. September 2019 - Buntes Treiben auf dem Bauernhof. Am 21. und 22. September ist Herbstgaudi im Zoo. Jeweils von 11 – 17 Uhr warten rund um den Streichelzoo und das Entdeckerhaus verschiedene Aktionen auf die Zoobesucher.

 

Die Tierpfleger des Futterhofs geben Einblick in ihre tägliche Arbeit. So erfahren die Gäste am Kaiserberg beispielsweise, wo das Futter der Zootiere herkommt und was auf dem Speiseplan von Gorilla, Ameisenbär und Giraffe steht. Bei Imker Frank Werners tauchen kleine und große Tierfreunde in die Welt der Honigbiene ein.

 

Bunte Markstände mit Schmuck, Lederwaren und ausgefallener Holzdeko laden zum Stöbern ein. Bei Wiesn Wettkampf, Hau den Lukas und Bullriding stellen die Besucher ihr Können unter Beweis – in der Fotobox können individuelle Erinnerungsfotos geschossen werden. Abgerundet wird das Herbstfest mit einem bayrischen Gastronomieangebot.

 

Löwen ziehen in neues Gehege ein

Erster Bauabschnitt zur Erweiterung der Löwenanlage ist abgeschlossen  
Duisburg, 11. September 2019 -  Erst im April läuteten Sparkassenchef Dr. Joachim Bonn und Zoodirektorin Astrid Stewin gemeinsam den Baustart zur Erweiterung der Löwenanlage ein. Dank der erneuten großzügigen Unterstützung der Sparkasse Duisburg wird die Außenanlage der drei Sympathieträger des Zoos in zwei Bauabschnitten umfassend modernisiert und vergrößert.
In den vergangenen Monaten wurde das Erweiterungsgelände Stück für Stück erschlossen. Nun ist der erste Bauabschnitt fertig gestellt und das Rudel um Löwenkater Tsavo erkundet das neue Areal.

Fledermausseminar im Zoo Duisburg

Kinder bekommen spannenden Einblick in die Welt der Fledertiere

               

Duisburg. 5. September 2019 - Geht es um Fledermäuse, so kommt Peter Allenschläger ins Schwärmen. Seit über 50 Jahren beschäftigt sich der Naturschutzprofi mit Fledertieren. Am kommenden Samstag, um 13 Uhr, lädt der Fledermausexperte in die Zooschule des Zoo Duisburg ein. Aus erster Hand erfahren interessierte Besucher allerhand wissenswertes über Biologie, Schutz und Bedrohung heimischer Fledermausarten.

 

Dabei wird Peter Allenschläger auch von seiner Arbeit in der Fledermausstation im Zoo Duisburg berichten. Hier werden seit vielen Jahren geschwächte, verletzte und kranke Tiere aufgepäppelt und anschließend auf die Auswilderung vorbereitet. Der Einsatz lohnt sich - bereits über 5.000 Tieren wurde in der Duisburger Fledermausstation das Leben gerettet.

 

Durch die Ausräumung der Landschaft, den Einsatz von Pestiziden sowie Holzschutzmitteln und dem Rückgang der Insektenpopulationen sind Fledermäuse bedroht. Zusätzlich stehen den Tieren immer weniger Schlafquartiere zur Verfügung, da alte Bäume mit Astlöchern gefällt, Dachböden hermetisch abgeriegelt und Höhlen zugeschüttet werden. Auch kommt es immer wieder vor, dass Hauskatzen Fledermäuse erbeuten.
In der Duisburger Fledermausstation wird den verletzten Tieren geholfen. Zusätzlich befinden sich auf dem Zoogelände am Kaiserberg zahlreiche Fledermauskästen, welche den Tieren ein sicheres Zuhause bieten.

 Großer Abendsegler - Foto Zoo Duisburg

Zoo Duisburg: Pakas überraschen Tierpfleger

Unverhofft Nachwuchs bei den südamerikanischen Nagern

Duisburg, 30. August 2019 -  In der Tropenhalle „Rio Negro“ gibt es Zuwachs. Die südamerikanischen Pakas haben unerwartet Nachwuchs bekommen. Das Weibchen zog erst im Juli an den am Kaiserberg und war bereits bei der Ankunft trächtig. Mit etwas Glück können die Besucher den Zuwachs bereits beobachten.  
Für das Zoo-Team ist die erste Aufzucht bei den Tieflandpakas ein großer Erfolg. Seit 2016 leben Vertreter der braun-weiß-gefleckten Tiere im Zoo am Kaiserberg und bewohnen dort ein Gehege in der Tropenhalle „Rio Negro“.
Allerdings blieb der erhoffte Zuchterfolg aus. So reiste aus der Schweiz ein neues Weibchen an den Kaiserberg – und brachte unerwartet Zuwachs mit. „Bereits bei ihrer Ankunft war „Patty“ tragend“, erzählt Johannes Pfleiderer, zoologischer Leiter in Duisburg. „Da wir davon alle nichts wussten, war die Überraschung am Morgen sehr groß, als ein putzmunteres Jungtier zum Vorschein kam“.  

Erstaunlich: Auch Männchen „Pedro“ kümmert sich vorbildlich um den Nachwuchs, schläft mit ihm zusammen in der Baumhöhle und begleitet es bei den Ausflügen im Gehege – obwohl er nicht der biologische Vater ist. „Er scheint es gar nicht zu wissen“, vermutet der Biologe. Für den Zoo ist dies nicht weiter tragisch. „Hauptsache das neue Pärchen harmoniert und das Jungtier wird gut versorgt“, betont Pfleiderer. Der Grundstein ist gelegt, und so hofft das Zoo-Team auch künftig, die sympathischen Pakas züchten zu können.  
Das Tieflandpaka ist nach dem Wasserschwein und der Pakarana das drittgrößte Nagetier Südamerikas und zählt zu den 10 größten Vertretern unter weltweit fast 2.300 Nagetierarten.
Auf der Suche nach Nahrung durchstreifen sie den tropischen Regenwald. Dabei müssen die bis zu 14 Kilogramm schweren Tiere immer auf der Hut sein, denn bei Jaguar, Anakonda und Waldhund stehen sie auf dem Speiseplan. Bei Gefahr flüchten sich die geübten Schwimmer daher ins Wasser und tauchen ab. Aber auch der Mensch rückt den Nagern zu Leibe. Ihr Fleisch gilt als Delikatesse und wird auf lokalen Märkten angeboten. Zudem werden sie in manchen Regionen als Ernteschädlinge verfolgt.  

Tieflandpaka Pattys Nachwuchs - Foto Zoo Duisburg

 

Zoo Duisburg ist der erste demenzfreundliche Zoo in NRW 

Alzheimer Gesellschaft Duisburg überreicht Zertifikat, spezielles Angebot für Menschen mit Demenz

Duisburg, 29. August 2019 - Die Alzheimer Gesellschaft Duisburg zeichnet den Zoo am Kaiserberg als ersten demenzfreundlichen Zoo in Nordrhein-Westfalen aus. Im Rahmen der Kampagne „Herz & Heimat“ können Menschen mit Demenz nun an einer besonderen Zooführung teilnehmen. Möglich wurde das Projekt „Herz & Heimat“, dank Mitteln einer zweckgebundenen Erbschaft und mit Unterstützung der Stadt Duisburg.

Foto Zoo Duisburg


„Mit dem Projekt möchten wir Erinnerungen wach rufen und die Stärke von Menschen mit Demenz fördern. Diese liegt besonders darin, von früheren Erlebnissen zu erzählen“, verrät OrlaMaria Wunderlich, stellv. Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Duisburg.
Zusammen mit dem Zoo erarbeiteten die Mitarbeiter der Gesellschaft in den vergangenen Monaten ein umfangreiches Konzept – auch die Schulung von 11 Zoo-Mitarbeitern stand auf dem Programm.
„Das Zoo-Team ist sehr stolz, als erster demenzfreundlicher Zoo in NRW ausgezeichnet zu werden“, freut sich Zoodirektorin Astrid Stewin. Oberbürgermeister Sören Link ergänzt: „Unser Zoo ist ein Ort, den Menschen jeden Alters gerne besuchen. Umso mehr freut es mich, dass es nun auch für Menschen mit Demenz ein besonderes Angebot gibt und sie den Zoo auf eine für sie passende Art und Weise erleben können“.

Foto Zoo Duisburg

Gemeinsam mit der Alzheimer Gesellschaft Duisburg hat das Zoo-Team eine speziell auf demente Personen zugeschnittene Führung erarbeitet, die den Erinnerungswert der Teilnehmer in den Vordergrund stellt. Aber nicht nur Giraffe, Brillenbär und Trampeltier werden bei dem etwa 1 ½ stündigen Rundgang  besucht. Bei den Elefanten gehen die von Demenz betroffenen auf Tuchfühlung mit den Dickhäutern, füttern die imposanten Tiere mit Möhren unter Anleitung eines Tierpflegers vom Besucherbereich aus.
„Nach dem ersten Besuch schaute ich in viele unbeschwerte, fröhliche Gesichter“, schildert Bettina Vootz, Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft ihre Eindrücke. Generell geht es bei der Führung der besonderen Art weniger um Wissensvermittlung, vielmehr um das Erlebnis mit allen Sinnen. So begeistern die Zoobegleiter die Teilnehmer mit einer Nachbildung eines Elefantenbackenzahns, Kamelwolle und frischem Eukalyptus, der Lieblingsspeise der Duisburger Koalas.

Der Rundgang durch den Zoo bietet aber nicht nur tierisch schöne Momente, vielmehr haben die Teilnehmer die Möglichkeit, von ihren Erlebnissen mit Tieren zu berichten und anschließend bei Kaffee und Kuchen das Erlebte Revue passieren zu lassen. Von März bis Oktober bieten Alzheimer Gesellschaft und Zoo ab sofort jeden letzten Donnerstag im Monat um 15.00 Uhr die spezielle Führung durch den Zoo an.
Für betroffene Personen sind die Teilnahme sowie das anschließende Beisammensein bei Kaffee und Kuchen kostenfrei. Eine Begleitung durch einen Angehörigen ist notwendig, hier belaufen sich die Kosten auf 25 Euro. Anmeldungen für die Veranstaltungen nimmt die Alzheimergesellschaft Duisburg unter 0203 – 30 95 104 oder unter info@alzheimer-duisburg.de entgegen. Geschulte Zoobegleiter sowie eine ehrenamtliche Kraft der Alzheimer Gesellschaft Duisburg sind als Ansprechpartner vor Ort.


Niedliche Schweinerei im Zoo Duisburg

Bei den Weißbart Pekaris hat es erstmalig Nachwuchs gegeben

Duisburg, 23. August 2019 -  Erst seit wenigen Wochen leben die vier Südlichen Weißbartpekaris im Zoo am Kaiserberg - sie zogen aus dem Zoo Berlin nach Duisburg und hatten eine Überraschung im Gepäck. Unerwartet hat sich gleich doppelter Nachwuchs eingestellt. Die zwei kleinen Nabelschweine schnüffeln schon munter über die Außenanlage. Aber auch wenn Weißbartpekaris niedlich aussehen, ist Kuscheln nicht zu empfehlen. Im Freiland traut sich selbst ein Jaguar nur selten, diese wehrhaften Tiere anzugreifen – ihre Zähne und Kiefer sind sehr kräftig.

Im Zoo droht ihnen indes keine Gefahr. Vielmehr genießen sie einen Rundum-Service. In der europäischen Zoowelt sind Südliche Weißbartpekaris eine Seltenheit – deutschlandweit werden die sympathischen Schweine nur noch im Zoo Berlin gehalten, im europäischen Ausland in gerade einmal sieben weiteren Einrichtungen.
Der Bestand der Südlichen Weißbartpekaris im Freiland gilt als gefährdet. In Teilen ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets, in Bolivien, Südbrasilien, Nordargentinien und Paraguay, sind Südliche Weißbartpekaris bereits ausgerottet worden. Lebensraumverlust und Jagd führen dazu, dass die übrigen Bestände weiterhin abnehmen.

Weißbart Pekaris-Mama mit ihrem Nachwuchs - Foto Zoo Duisburg


Zoo lädt zum jährlichen Artenschutztag ein

Buntes Programm mit vielen Mitmach-Aktionen

 

Duisburg. 21. August 2019 - Unterschiedlicher könnten die Regenwälder Indonesiens, die Bergregionen Tadschikistans, die Steppen Afrikas und die Feuchtbiotope des Ruhrgebietes kaum sein. Dennoch haben diese Lebensräume alle eine Gemeinsamkeit, denn sie beherbergen zahlreiche, zum Teil hochbedrohte Tierarten.
Beim diesjährigen Artenschutztag am Sonntag, dem 25. August stellen der Zoo Duisburg, die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V., die Zoologische Gesellschaft Frankfurt e.V., die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet e.V. und viele weitere im Artenschutz aktive Organisationen ihre Arbeit vor. Besucher erwartet von 11:00 bis 17:00 Uhr ein spannendes Programm.

 

Finger weg vor tierischen Urlaubsandenken – das ist das Thema am Infostand vom Hauptzollamt Düsseldorf. Die Zöllner haben ihre Asservatenkammern geöffnet und allerhand „gefährliche Urlaubssouvenirs“ im Gepäck. Noch immer kommt es vor, dass Korallen, Schlangenleder, getrocknete Seepferdchen oder sogar Elfenbein in den Koffern von Reisenden entdeckt werden.

 

Ist das eine Schlange? Der erste Eindruck täuscht. Zwar sehen Blindschleichen mit ihrem langen, beinlosen Körper einer Schlange sehr ähnlich, allerdings zählen die Tiere zur Familie der Schleichen, schlangenartigen Echsen ohne oder nur mit verkümmerten Beinen. Blindschleichen wurden im Ruhrgebiet vielerorts durch Lebensraumzerstörung sowie intensiver Forst- und Landwirtschaft verdrängt und kommen heute nur noch in wenigen Biotopen vor. Dass man vor den scheuen Reptilien keine Angst haben muss, zeigen die Experten der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet e.V..

 

Auch die Artenschutzorganisation Yaqu Pacha e.V. ist mit einem Informationsstand vor Ort. Hier haben die Zoobesucher u.a. die Gelegenheit, sich über die Gefahren der Meeresverschmutzung zu informieren. Delfine und Wale leiden besonders unter der Plastikflut in den Meeren. Immer wieder werden verendete Tiere an den Stränden angespült – in ihren Mägen finden sich Plastikfolien, Tüten aber auch Blumentöpfe und Plastikflaschen. Die Tiere verhungern qualvoll. Auch Vögel und Schildkröten verenden an unachtsam entsorgtem Plastik.

 

Aber nicht nur die großen Tiere stehen beim Artenschutztag im Fokus. Auf dem Zoogelände haben gleich mehrere Bienenvölker eine Bleibe gefunden. Imker Frank Werners gibt einen spannenden Einblick in die Welt der Bienen und nützliche Tipps, wie jeder einen Beitrag gegen das Insektensterben leisten kann.

 

Biene – Foto: Zoo Duisburg

Blindschleiche – Foto: Martin Schlüpmann

 

 

Nachwuchs im Zoo Duisburg: Herr Nandu ist Alleinerziehend

Gleich acht kleine Nandus wachsen derzeit am Kaiserberg auf

 

Duisburg, 19. August 2019 - Der Zoo Duisburg freut sich über achtfachen Nandu-Nachwuchs. Bei den Laufvögeln aus Südamerika ist die Brut und die Aufzucht der Jungtiere allein Männersache.

 

Bereits Ende Juni schlüpfte der Nachwuchs aus den Eiern. Zuvor hatte Herr Nandu die von seinen Weibchen gelegten Eier bebrütet, verließ das Nest nur kurz zur Nahrungsaufnahme. Seit dem Schlupf der Küken kümmert sich der alleinerziehende Nandu-Vater fürsorglich um seinen Nachwuchs.

 

Da sich die Laufvögel ein Gehege mit den Vikunjas und Großen Maras teilen, baute das Zoo-Team kurz nach dem Schlupf der Küken einen Nandu-Laufstall im hinteren Bereich des Geheges. „So konnten wir sicherstellen, dass der Nachwuchs auch ausreichend Futter bekommt“, erläutert Tierärztin und Kuratorin Dr. Carolin Bunert. Denn Gras, Kräuter, Obst, Gemüse sowie Pellets stehen nicht nur bei den kleinen Nandus hoch im Kurs, „es würde auch den Mitbewohnern der Südamerika-WG gut schmecken“, lacht die Tierärztin. Nachdem die acht kleinen Nandus die ersten Lebenswochen gut überstanden haben und nun kräftig genug sind, sind sie ab sofort für alle Besucher auf der Außenanlage zu sehen.

 

Wie der afrikanische Strauß und der australische Emu gehört der Nandu zu den flugunfähigen Laufvögeln, der Ursprünglich in den südamerikanischen Graslandschaften beheimatet ist.


Der Nandu-Kindergarten - Foto „Zoo Duisburg / I. Sickmann“

 

Zoo Duisburg: Aktionstag zum Welt-Orang-Utan-Tag

Lebensraumverlust und Wilderei bringen Orang-Utans an den Rande der Ausrottung

Duisburg, 14. August 2019 - Sie gehören mit zu den nächsten Verwandten des Menschen: Orang-Utans. Zeitgleich ist der Mensch ihre größte Bedrohung. Zum Welt Orang-Utan-Tag machen die Regionalgruppe Duisburg/Düsseldorf des Borneo-Orang-UtanSurvival e.V. (BOS e.V.) sowie der Zoo Duisburg am Samstag, den 17. August, von 10 – 16 Uhr auf die Situation der rothaarigen Menschenaffen aufmerksam.

Im Affenhaus des Zoo Duisburg erfahren kleine und große Tierfreunde allerhand rund um den Schutz der bedrohten Menschenaffen-Art. Am Mal- und Bastelstand können Kinder ihren eigenen Orang-Utan basteln und Buttons gestalten. Bei der kommentierten Fütterung um 13.15 Uhr erfahren die Besucher viel Wissenswertes über die Pflege, Haltung und Ernährung der Primaten.

Orang-Utans leben ausschließlich in den tropischen Regenwäldern der zwei indonesischen Inseln Sumatra und Borneo. Der Mensch ist ihr größter Feind. Dem globalen Hunger nach Palmöl fallen stündlich große Flächen Regenwald zum Opfer – und mit dem Verschwinden der Wälder verschwindet auch der OrangUtan. Auf der Insel Borneo haben die Tiere in den letzten Jahrzehnten über 50% ihres Lebensraums verloren.
Aber auch Wilderei setzt den roten Menschenaffen zu. Immer wieder kommt es vor, dass junge Orang-Utans auf lokalen Märkten als Haustiere angeboten werden. Aufgrund der niedrigen Reproduktionsrate können sich die Bestände in Schutzzonen, wenn überhaupt, nur langsam erholen. Daher stuft die IUCN den Orang-Utan als akut vom Aussterben bedrohte Art ein und führt ihn auf der sogenannten Roten Liste.

Foto Zoo Duisburg

Ein Hippo mit Charakter: Zwergflusspferd-Oma Quirle lebt seit 45 Jahren am Kaiserberg

Duisburg, 12. August 2019 - Sie zählt zu den absoluten Charaktertieren im Zoo am Kaiserberg: Zwergflusspferd Quirle. Seit 45 Jahren lebt die betagte Hippo-Oma in Duisburg, sie reiste am 11.08.1974 ins Ruhrgebiet. Da ihr genaues Geburtsdatum nicht übermittelt wurde, feiern die Tierpfleger den Ankunftstag des sympathischen Flusspferdes – so auch am vergangenen Sonntag.

Eine große Torte aus frischem Gras, gekochten Kartoffeln und Salat steht in der Mitte des Zwergflusspferd-Geheges. Liebevoll dekorieren Quirles Tierpfleger die Veggie-XXL-Torte mit Heupellets und lassen die Seniorin in das Innengehege, wo sie sich gleich über die Überraschung her macht. „Quirle ist wirklich einmalig, ein ganz tolles, liebes Zwergflusspferd“, schwärmt Revierleiter Alexander Nolte.

Hippo-Oma Quirle - Foto „Zoo Duisburg“

 

Altersbedingt kann Quirle mittlerweile nicht mehr gut sehen, bewegt sich langsam und bevorzugt vor allem weiches Futter. „Ich glaube auch, dass sie etwas altersstarsinnig ist“, lacht Nolte, „sie frisst Bananen nur, wenn die Schale noch dran ist. Aber die soll sie bekommen“.

Stetiger Begleiter an Quirles Seite ist Atu, der 10-jährige Flusspferdbulle. Dabei ist Atu nicht etwa ihr Partner, sondern vielmehr ihr Schwiegersohn. „Schwierige Verhältnisse bei Familie Zwergflusspferd“, schmunzelt Nolte. Denn die zickige Ayoka, Quirles Tochter, duldet Atu nur selten bei sich. „Man kann schon fast sagen, dass Quirle eine Übermutter ist. Sie hat Atu sozusagen adoptiert und lässt ihn sogar bei sich trinken – ein sehr ungewöhnliches Verhalten“, erzählt Alexander Nolte.

Nolte kennt auch die kuriose Geschichte, wie Quirle zu ihrem Namen gekommen ist. „Sie hat ihren Kot mit ihrem Mini-Schwänzchen im Wasser immer so doll
gequirlt – da hat man sie Quirle getauft“. Was auf den ersten Blick ungewöhnlich scheint, ist ein vollkommen normales Verhalten, denn so markieren die Tiere weiträumig ihr Revier.

Hinter Quirle liegt ein bewegtes Flusspferd-Leben. Stolze 13 Jungtiere brachte sie im Zoo Duisburg zur Welt und genießt heute ihren Lebensabend in vertrauter Umgebung. „Wir hoffen sehr, dass uns unsere Quirle noch lange erhalten bleiben wird“, so das Tierpfleger-Team.

Zwergflusspferde sind vom Aussterben bedroht. Im ursprünglichen Verbreitungsgebiet, den Regenwäldern Westafrikas, setzen Lebensraumverlust, Jagd, der Bau von Minen sowie kriegerische Auseinandersetzungen den Tieren zu. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Zwergflusspferde setzt sich der Zoo Duisburg daher dafür ein, eine stabile Reservepopulation in Zoos langfristig zu erhalten.



Jubiläum im Zoo: 25 Jahre Koalahaltung am Kaiserberg

Flughafen Düsseldorf setzt seine Partnerschaft mit dem Zoo Duisburg fort

Duisburg, 16. Juli 2019 - Puschelige Ohren, Knopfaugen und ein graues, flauschiges Fell. Seit 25 Jahren zählen die Koalas zu den absoluten Publikumslieblingen im Zoo Duisburg. In der Fachwelt anfangs mit Skepsis beäugt, hat sich die Haltung der sympathischen Beuteltiere am Kaiserberg über die Jahre zu einer wahren Erfolgsgeschichte entwickelt. Mit dem Flughafen Düsseldorf hat der Zoo weiterhin einen Partner an seiner Seite, der die Patenschaft für Koala Goonie übernimmt und gleichzeitig den Transport des Eukalyptus aus dem fernen Miami unterstützt.

 

Alles begann 1994. Die alte Heuscheune im Zoo wurde zum heutigen Koalahaus umgebaut. Die zwei bis zu sieben Meter hohen Schaugehege, der Besucherbereich und Abtrennmöglichkeiten hinter den Kulissen entstanden. Um den Neuankömmlingen gute klimatische Bedingungen bieten zu können, wurde aufwändige Klimatechnik verbaut und sorgt seitdem für eine konstante Wohlfühltemperatur von 23 bis 24 Grad.
Der Umbau der früheren Heuscheune war der Startschuss für die Koala-Erfolgsgeschichte am Kaiserberg. Europaweit gilt der Zoo heute, 25 Jahre später, als Zucht- und Kompetenzzentrum, zog bereits über 30 Koalas erfolgreich auf und führt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für die bedrohte Beuteltier-Art.

 

Die ersten beiden Koalas, Kambara und Blinky Bill, reisten aus San Diego über den Flughafen Düsseldorf ins Ruhrgebiet – sie trafen am 24. Mai 1994 am Kaiserberg ein. Vorerst sollte es ein Besuch auf Zeit sein, denn es gab Vorbehalte, die komplizierte Futterlogistik nicht dauerhaft aufrecht zu erhalten zu können. „Koalas sind Futterspezialisten, sie fressen nichts anderes als Eukalyptus“, weiß Revierleiter Mario Chindemi.
„Rund zehn Prozent des eigenen Körpergewichtes frisst ein Koala täglich. Unser großer Zuchtmann Irwin wiegt etwa zehn Kilogramm – und vertilgt somit jeden Tag ein Kilogramm Eukalyptusblätter“. Nicht viel, wie man auf den ersten Blick meint. Koalas sind aber wahre Gourmets. „Nur die frischen, jungen, zarten Blatttriebe werden gefressen“, so der Revierleiter. Für seine sieben flauschigen Feinschmecker benötigt der Zoo daher jährlich rund zehn Tonnen frischen Eukalyptus. Nur in den Sommermonaten kann benötigtes Futter auf der zooeigenen Plantage geerntet werden.
Partner Flughafen Düsseldorf
„Mit dem Flughafen Düsseldorf haben wir einen starken Partner an unserer Seite, der ein Herz für Tiere hat und uns bei den Transportkosten des Eukalyptus für unsere Koalas unterstützt“, so Astrid Stewin, Vorstandsvorsitzende im Zoo. „Ich hoffe und wünsche mir für unsere Tiere, dass auch andere Unternehmen und Sponsoren den Mehrwert einer Partnerschaft mit dem Zoo Duisburg erkennen, so wie es der Flughafen Düsseldorf sieht“.

 

Jede Woche gibt es drei Direktverbindungen zwischen dem 7.600 Kilometer entfernten Miami und dem Flughafen Düsseldorf. Beste Voraussetzungen also, dass der frisch geerntete Eukalyptus bei optimalen Bedingungen und ohne Zeitverlust seinen Weg über die Landeshauptstadt in den Zoo Duisburg findet.

 

“Die Koalas gehören zu den kleinen, süßen Publikumsmagneten des Duisburger Zoos, das Zuchtprogramm weltweit zu den erfolgreichsten und renommiertesten außerhalb Australiens. Wir freuen uns sehr, unseren kleinen Teil zu dieser besonderen Erfolgsgeschichte beitragen zu können“, erklären die beiden Flughafengeschäftsführer Thomas Schnalke und Michael Hanné beim Besuch des Koala-Geheges.
„Für die bestmögliche Versorgung der Tiere mit frischem Eukalyptus ist die Direktverbindung zwischen Miami und Düsseldorf essenziell. Ohne diese Luftbrücke wäre das Zuchtprogramm made in Duisburg vermutlich in den vergangenen 25 Jahren so nicht möglich gewesen. Für die Zukunft wünschen wir den Tieren und dem gesamten Zuchtprogramm alles Gute und Erfolg.“

 

Besonders ins Herz geschlossen haben Flughafen Geschäftsführer Thomas Schnalke und Arbeitsdirektor Michael Hanné das 2 ½ jährige Koalaweibchen Goonie. Kein Wunder, schließlich gehört zum Engagement des Flughafens auch die Patenschaft für die Koaladame. Da wundert die Frage nicht, ob bei Goonie vielleicht Nachwuchs ansteht. „Leider derzeit nicht“, schmunzelt Revierleiter Mario Chindemi, verrät aber, dass „ein anderes Weibchen der Gruppe derzeit sehr wahrscheinlich tragend ist“. Und so wird auch die nächste Koala-Generation am Kaiserberg durch das Engagement des Flughafens profitieren – denn nach etwa sechs Monaten steht statt Milch saftiger Eukalyptus auf dem Speiseplan. 
V
.r.n.l.: Thomas Schnalke (Flughafengeschäftsführer), Johannes Pfleiderer (zoologischer Leiter Zoo Duisburg), Astrid Stewin (Vorstandsvorsitzende Zoo Duisburg), Michael Hanné (Arbeitsdirektor Flughafen Düsseldorf) und Mario Chindemi (Leiter Koalarevier Zoo Duisburg) - Foto Zoo Duisburg.



Nachwuchs bei den Seelöwen

Gleich drei Jungtiere wurden in den vergangenen Tagen geboren  

Duisburg, 12. Juli 2019 -  Große Freude im Duisburger Zoo. Gleich drei kleine Seelöwen wurden in den vergangenen Tagen geboren. Die erste Zeit nach der Geburt verbrachten die Weibchen Sunny, Gina und Mandy mit ihrem Nachwuchs noch hinter den Kulissen. Nun erkunden die Jungtiere gemeinsam mit ihren Müttern Stück für Stück den Außenbereich.  

Die ersten Schwimmversuche haben die drei kleinen Seelöwen bereits erfolgreich gemeistert. In einem Becken im hinteren Bereich der Robben-Anlage machte der Nachwuchs unter den wachsamen Augen der Mütter die ersten Schwimmerfahrungen. „Sunny, Gina und Mandy ziehen die Kleinen mit viel Routine auf. Für die Drei ist es nicht der erste Nachwuchs, sie wissen genau was zu tun ist“, weiß Revierleiter Maik Elbers.  

Zwei der Mini-Robben durften am Donnerstag bereits auf die Außenanlage. Sunny hält sich mit ihrem Jungtier noch hinter den Kulissen, bis sich die Mutter-Kind-Bindung gefestigt hat. Im großen Außenbecken wartete neben den zwei Teenie-Seelöwen Lucy und Ally auch das Familienoberhaupt Atze auf zwei der drei Neulinge. „Atze ist ein sehr ausgeglichener Seelöwenbulle und hat bei den Damen nicht viel zu melden“, lacht Maik Elbers. „Seine Weibchen zeigen ihm sehr deutlich, wie nah er sich den Jungtieren nähern darf“, weiß der Tierpfleger.  

Die Geschlechter der neuen Zoobewohner kennt der Zoo auch. „Es sind zwei kleine Männchen und ein kleines Weibchen“, weiß Kuratorin und Zootierärztin Dr. Kerstin Ternes.  
Kalifornische Seelöwen - Foto Zoo Duisburg - gelten als sehr intelligente Tiere. Bei den täglichen kommentierten Fütterungen um 11.00, 13.00 und 15.00 Uhr zeigen die Meeresbewohner den Besuchern ihr Können.

Zuchterfolg bei den seltenen Bärenstummelaffen

Gleich zwei Jungtiere wachsen derzeit im Zoo Duisburg auf  

Duisburg, 8. Juli 2019 -  Großer Erfolg im Zoo Duisburg. Erneut hat es Nachwuchs bei den seltenen Bärenstummelaffen gegeben. Gleich zwei Jungtiere wachsen derzeit am Kaiserberg auf. In den ersten Lebensmonaten ist der Nachwuchs weiß gefärbt. Mit seinen 13 Tieren beherbergt der Zoo den weltweit größten Bestand in Zoologischen Gärten und koordiniert das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für die gefährdete Affenart.  
 Munter turnen die zwei Jungtiere durch ihr Gehege und halten den Rest der Familiengruppe auf Trab. „Bei der Geburt sind die Jungtiere immer weiß gefärbt und haben schwarze Augenringe“, weiß Revierleiter Alexander Nolte. „Fast wie kleine Totenköpfe sieht das dann aus“, lacht der Tierpfleger. Ihr auffälliges, weißes Fell tragen die Jungtiere rund drei Monate. Ab dem vierten Lebensmonat färben sie sich langsam um, werden schwarz wie ihre Eltern.

„Das weiße Jungtierfell ist sehr auffällig. Bei Gefahr sammeln die Familienmitglieder den weißen Nachwuchs ein und bringen ihn in Sicherheit, egal ob es das eigene Jungtier ist. Wir nennen so etwas ‚Tantenverhalten‘“, erläutert Nolte. Im Affenhaus betreut Nolte mit seinen Kollegen drei Bärenstummelaffen-Gruppen – 13 Tiere sind es insgesamt. Besonders die Ernährung der rein vegetarisch lebenden Tiere stellt die Tierpfleger vor große Herausforderungen.
Alexander Nolte: „Bärenstummelaffen fressen gut 90% Blätter und nur etwa 10% Gemüse. Im Sommer frieren wir große Mengen Laub ein, damit wir die Tiere auch im Winter adäquat ernähren können“. Bakterien im mehrkammerigen Magen sorgen dafür, dass die blattreiche Kost verdaut werden kann. „Wie bei den Koalas braucht auch die Verdauung bei den Bärenstummelaffen viel Energie. Daher dösen und schlafen die Tiere viel“, so Nolte.   Seit 1967 hält der Zoo am Kaiserberg die seltenen Bärenstummelaffen und machte sich in der Zoowelt mit der Zucht der bedrohten Tiere einen Namen, gilt weltweit als erfolgreichster Halter der Affenart. Über 40 Jungtiere wurden in den vergangenen Jahrzenten geboren und konnten im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) vermittelt werden.

„Das EEP ist eine Art Singlebörse für bedrohte Tierarten“, sagt Kurator Volker Grün. Seit 11 Jahren koordiniert der Biologe die Zucht von Bärenstummelaffen von Duisburg aus. „Die Aufgabe von mir als Zuchtbuchführer liegt darin, passende Zuchtgruppen zusammen zu stellen und eine zukunftsfähige Population in Menschenhand aufzubauen“, so Grün weiter.  
Ursprünglich leben Bärenstummelaffen in tropischen Regenwäldern in Westafrika. Aufgrund des kleinen Verbreitungsgebietes sowie der zunehmenden Nutzung und Abholzung der Regenwälder stuft die IUCN Bärenstummelaffen als „gefährdet“ ein. Volker Grün: „Es ist zu befürchten, dass die Tiere in absehbarer Zeit als „stark gefährdet“ eingestuft werden und damit dann leider zu den am stärksten bedrohten Affenarten im westlichen Afrika zählen“.  

Nachwuchjs bei den Bärenstummelaffen - Foto „Zoo Duisburg“

 

 

Tierisches Programm in den Sommerferien

Save-the-Koala-Day, Artenschutztag, kostenfreie Zooführungen und Ferienbasteln

 

Duisburg, 5. Juli 2019 - Langeweile in den Sommerferien? Nicht im Zoo Duisburg. Zu den Highlights während der großen Ferien zählen der beliebte „Save The Koala Day“ sowie der Artenschutztag. Kostenfreie Zooführungen, Bastelaktionen und das Infomobil bieten Besuchern zur Ferienzeit viel Abwechslung.

Heimische Ringelnatter im Industriegebiet - Foto „Zoo Duisburg“

Save-the-Koala-Day

Am Sonntag, den 28.7. 2019 dreht sich im Zoo alles um die possierlichen Bewohner aus Down Under. Von 11.00 – 17.00 Uhr erfahren Besucher allerhand Wissenswertes über Koalas und ihre Lebensweise. Aber auch auf Malaktionen, Rätsel und australische Souvenirs können sich die Besucher freuen. Bereits seit den 1990er Jahren richtet der Zoo Duisburg den Save-The-Koala-Day aus um auf die Bedrohung der sympathischen Beuteltiere aufmerksam zu machen. In ihrer australischen Heimat schrumpfen die Bestände zunehmend.
 

 Beim Save-the-Koala-Day dreht sich alles um die sympathischen Kletterbeutler - Foto „Zoo Duisburg“

 

Artenschutztag

Gemeinsam mit zahlreichen Partnern im Artenschutz macht der Zoo Duisburg am Sonntag, den 25.8.2019 von 11:.00 – 17.00 Uhr auf die Bedrohung der Artenvielfalt aufmerksam. Rund um das Affenhaus erwartet die Besucher eine bunte Vielfalt an Informationsständen. So wird der Zoll auf verbotene Urlaubssouvenirs aufmerksam machen, die Biostation Westliches Ruhrgebiet e.V. über die Schutzbemühungen zu heimischen Ringelnattern aufklären und  Yaqu Pacha e.V. unter anderem auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam machen. Imker Frank Werners entführt kleine und große Zoofreunde in die Welt der Honigbienen und gibt nützliche Tipps, was jeder gegen das Insektensterben tun kann.

 Infostand vom Zoll: Gefährliche Urlaubssouvenirs - Foto „Zoo Duisburg“

Kostenfreie Zooführungen

Immer freitags lädt das Team der Zoobegleiter während der Ferien zu spannenden, kostenfreien Führungen durch den Zoo am Kaiserberg. Termine: 19.07 / 26.07 / 02.08 / 09.08 / 16.08 / 23.08. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, lediglich der Zooeintritt ist zu entrichten. Treffpunkt ist an der Hauptkasse des Zoos. Die Führungen beginnen immer um 12.00 und 14.00 Uhr.

 

Ferienbasteln

Origami-Tiere, Armbänder, Tiermasken und vieles mehr. Im Evonik-Zoolabor haben kleine Zoofreunde während der Sommerferien jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 12.00 bis 16.00 Uhr die Möglichkeit, ihr individuelles Zoo-Souvenir zu basteln. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Aktion ist kostenfrei, lediglich der Zooeintritt ist zu entrichten.

 

 

 

Die attraktive Blauflecken-Stechrochen-Dame Nina ist nicht mehr Single

Rochenmännchen Leon soll mit ihr für Nachwuchs sorgen

 

Duisburg, 3. Juli 2019 - Mit ihren schillernden blauen Punkten und leuchtend gelben Augen hat Nina, der weibliche Blauflecken-Stechrochen im Zoo Duisburg, schon so manchen Besucher um den Finger gewickelt. Trotz ihres attraktiven Aussehens hat es mit der großen Rochenliebe bisher leider nicht geklappt. Nun soll der gebürtige Belgier Leon Schwung in Ninas Singleleben bringen.

 

Zusammen mit Drückerfisch Leopold, Netzmuräne Hedwig und zahlreichen weiteren Riff-Fischen bewohnt Rochen Nina seit 2018 ein Aquarium im Zoo am Kaiserberg. Bei dem zwei Jahre alten Besucherliebling, der selbst bereits in Menschenobhut zur Welt gekommen ist, konnte sich bisher noch kein Nachwuchs einstellen – der passende Partner fehlte. Johannes Pfleiderer, zoologischer Leiter in Duisburg, stand in Kontakt zum europäischen Zuchtbuch für diese Rochenart, das im Ozeanarium von Lissabon geführt wird. Von dort wurden verschiedene Aquarien in ganz Europa kontaktiert, um einen geeigneten Rochenmann für Nina zu finden. In Belgien wurde man fündig und der 2018 im Zoo von Antwerpen geborene Leon trat die Reise ins Ruhrgebiet an.

 

„Den Transport hat Leon gut überstanden. Er frisst zuverlässig kleine Heringe von der Pinzette und konnte nach einer zweiwöchigen Quarantäne bei Nina einziehen“, so Pfleiderer. Ob es bei Nina und Leon funkt, werden die nächsten Wochen zeigen. „Erste Annäherungsversuche sahen zumindest vielversprechend aus“, freut sich der Biologe. Klappt es mit den Beiden, können sich die Besucher auf Rochen im Mini-Format freuen. Die Tiere sind lebendgebärend und können auf einen Schwung bis zu sieben Jungtiere bekommen.

 

Als typische Bewohner der Korallenriffe sind Blauflecken-Stechrochen im Roten Meer sowie im indopazifischen Raum verbreitet. Häufig sind die bis zu 70cm großen Tiere auf den Dächern der Riffe anzutreffen, wo sie sich im flachen Wasser aufwärmen. Zur Verteidigung besitzen Stechrochen zwei Giftstachel am Schwanz. Da die Tierart in ihrem Überleben von intakten Korallenriffen abhängig ist, ist sie direkt von der Zerstörung dieser betroffen und auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „potenziell gefährdet“ geführt. 

Rochen Nina - Foto  „Zoo Duisburg / J. Tegge“

Rochen Leon Foto„Zoo Duisburg / J. Pfleiderer“

 

Donnerstag und Freitag sind ab sofort Vierbeiner-Tage im Zoo.  

Hunde dürfen den Zoo Duisburg dauerhaft an zwei Tagen in der Woche besuchen

Duisburg, 28. Juni 2019 - Bereits seit Januar diesen Jahres bietet der Zoo am Kaiserberg Hundebesitzern die Möglichkeit, ihren Vierbeiner an zwei Tagen in der Woche mit in den Zoo zu bringen. Seither besuchten 1366 Vierbeiner den Tierpark. Insgesamt sechs Monate dauerte die Testphase, in der Erfahrungen von Besuchern mit Hunden, Zoogästen ohne vierbeinigen Begleiter und natürlich auch Tierpflegern des Zoos gesammelt und ausgewertet wurden.

Aus der Testphase wird nun ein dauerhaftes Angebot für alle Hundebesitzer: Donnerstage und Freitage sind ab sofort Hundetage im Zoo. Ein Tagesticket für einen Hund kostet 5 Euro.  
„Wir haben von zahlreichen Hundebesitzern positive und dankbare Rückmeldungen erhalten, dass wir diese neue Möglichkeit geschaffen haben und Hunde im Zoo an zwei Tagen in der Woche erlauben“,  erläutert Vorstandsvorsitzende Astrid Stewin.   Die Erkenntnisse der vergangenen Monate hat der Zoo akribisch gesammelt, Mitarbeiter eingebunden und Besucher mit und ohne Vierbeiner an den Hundetagen ausgeglichen befragt. Astrid Stewin: „Unsere Hunde-Umfrage kam zu einem eindeutigem Ergebnis“. 

Annähernd 90 % der Besucher beobachteten kein schlechtes Verhalten der Hunde. Die häufigste Anmerkung auf den Fragebögen war, dass die Leine zu lang war. „Hier werden wir vermehrt drauf achten“, so die Zoo-Chefin. Des Weiteren fühlten sich nahezu 80 % der Befragten nicht durch Hunde im Zoo gestört oder würden ihn an Hundetagen meiden; 9 % sahen die Fragen neutral und wollten sich nicht für oder wider Hunde entscheiden.  
 Und wie reagieren die Bewohner des Zoos? „Wir merken, dass bei unseren Zootieren grundsätzlich ein Gewöhnungseffekt eingetreten ist“, erklärt der zoologische Leiter am Kaiserberg, Johannes Pfleiderer. Aufgrund der gesammelten Erfahrungen erlaubt der Zoo Duisburg daher den Zugang mit Hund nun weiterhin an zwei Tagen in der Woche - donnerstags und freitags sind also ab sofort Vierbeiner-Tage am Kaiserberg.  
Um auch weiterhin ein gutes Miteinander von Besuchern mit und ohne Hund zu gewährleisten, erhalten die Hundehalter am Eingang eine Information über die Verhaltensregeln für den Zoobesuch mit Hund. So müssen Hunde ständig an der kurzen Leine, nicht an sogenannten Flexi-Leinen, geführt werden. Sie dürfen nicht mit in die Tierhäuser, das Delfinarium oder auf begehbare Tieranlagen genommen werden und sind natürlich permanent zu beaufsichtigen. Auch die zooeigenen Spielplätze sind für Hunde tabu.
Pro Besucher darf nur ein Hund mitgeführt werden. Astrid Stewin betont: „Wir erwarten weiterhin von allen Hundebesitzern, dass die Regeln eingehalten werden. Nur so ist ein harmonisches Miteinander aller Zoobesucher möglich“. Neben den Verhaltensregeln gibt der Zoo auch Kotbeutel für die vierbeinigen Gäste aus und hält Hundetränken im Zoo bereit.

Foto Zoo Duisburg

 

Ferienbetreuung im Zoo Duisburg

Duisburg, 21. Juni 2019 - Langeweile in den Sommerferien? Nicht im Zoo Duisburg. Erneut bietet das Team der Zoobegleiter die beliebte Ferienbetreuung an. Jeweils eine Woche lang (9.00-15.00 Uhr) erkunden Kinder zwischen 8-12 Jahren den Zoo und seine tierischen Bewohner.

 

Auf dem Programm stehen besondere Tierfütterungen, das Basteln von Tierbeschäftigung, Malaktionen, spannende Einblicke hinter die Kulissen sowie in den Alltag des Zoos. Darüber hinaus erfahren die Teilnehmer allerhand wissenswertes über die globalen Bemühungen zoologischer Gärten im Artenschutz und schlüpfen in die Rolle von Forschern – denn auch Tierbeobachtungen stehen auf dem Programm.

 

Freie Plätze in der Ferienbetreuung gibt es noch in der Zeit vom 15.-19. Juli sowie 19.-23. August. Anmeldungen nimmt das Servicebüro unter servicebuero@zoo-duisburg.de oder 0203-604 44251 entgegen. Die Kosten pro Woche belaufen sich auf 215,00 Euro (inklusive Eintritt und die Verpflegung).

 

 Foto „Zoo Duisburg / J. Tegge“

 

 Foto Zoo Duisburg / I. Sickmann


Babyboom bei den Rentieren im Zoo Duisburg

Vier Jungtiere werden aufgezogen. Die kleine Sofie ist ein Flaschenkind

  

Duisburg, 19. Juni 2019 - Im Zoo Duisburg wachsen derzeit gleich vier junge Rentiere auf. Während drei Jungtiere vorbildlich von ihren Müttern umsorgt werden und auf der Außenlage beobachtet werden können, hatte die kleine Sofie einen holprigen Start ins Leben. Die junge, unerfahrene Rentiermutter hat ihren Nachwuchs nicht angenommen. Deshalb übernahmen Tierpfleger Maik Elbers und Tierärztin Dr. Carolin Bunert kurzerhand die Rolle der Rentiereltern und ziehen Sofie nun mit der Flasche groß. Eine zweite erstgebärende Rentiermutter kümmert sich hingegen vorbildlich um ihr Jungtier.

 

Staksig läuft die fünf Wochen alte Sofie hinter Maik Elbers her. Der Leiter des Robbenreviers im Zoo Duisburg ist Sofies Ersatzmama. „Nach der Geburt haben wir beobachten können, dass die Mutter die Kleine nicht an ihr Euter herangelassen hat. Mehrfach haben wir sie an das Euter angesetzt, aber es hat nicht geklappt“, beschreibt der erfahrene Tierpfleger die Situation. Nach gründlicher Abwägung aller Umstände entschied sich der Zoo für eine Handaufzucht. Das Interesse anderer Tiergärten an Rentieren aus Duisburger Nachzucht ist weiterhin sehr groß und sie werden regelmäßig an Einrichtungen in ganz Europa abgegeben. 

 

Große Unterstützung bekommt Elbers von seinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Robbenrevier. „Einer von uns kümmert sich um das kleine Rentier, die anderen erledigen die anfallende Arbeit im Revier einfach mit“, so Tierpflegerkollegin Yvona Brand. „Für uns ist das selbstverständlich“.

 

Mittlerweile läuft die Aufzucht der kleinen Sofie problemlos. Das war nicht immer so, wie Dr. Carolin Bunert, Tierärztin am Kaiserberg, schildert. „Sofie hatte schlimmen Durchfall und musste behandelt werden. Wir haben unter anderem auf eine andere Milch umgestellt, die sie viel besser verträgt. Passieren kann natürlich immer was, aber sie ist aus dem Gröbsten raus“. Gemeinsam mit Maik Elbers zieht die 30-Jährige den Rentiernachwuchs auf.

 

Auf die Frage, wie das kleine Rentier eigentlich zu seinem Namen kam, muss Maik Elbers schmunzeln: „Das lag an Kim Sofie, der Tochter meiner Lebensgefährtin“. Als feststand, dass das kleine Rentierkalb eine Handaufzucht wird, musste das Zoo-Team schnell eine geeignete Flasche besorgen. „Ich habe Kim Sofie angerufen, sie hatte tatsächlich eine Puppenflasche mit schmalem Saugaufsatz und hat ihn uns noch am Abend in den Zoo gebracht“. Mit einem großen Wunsch – das Rentier sollte Sofie heißen.

 

Während sich Sofie vorwiegend hinter den Kulissen aufhält und für Besucher nicht zu sehen ist, lassen sich die drei übrigen Rentier-Jungtiere täglich auf der Außenanlage beobachten.

 

Sowohl an Fronleichnam, als auch am Brückentag sowie dem Wochenende kann der Zoo wie gewohnt ab 9.00 Uhr besucht werden. Neben dem Haupteingang an der Mülheimer Straße hat an diesen Tagen auch der Nebeneingang „Tigerkasse“ geöffnet.

 

 Sofie und Maik Elbers: Foto „Zoo Duisburg“

Rentierjungtier mit Mutter: Foto „Zoo Duisburg / J. Tegge“

 

 


Kongo-Blauducker: Neue Tierart im Zoo Duisburg

 Mini-Antilopen sind nur im Zoo Duisburg zu sehen

 

Duisburg, 17. Juni 2019 - Eine Schulterhöhe von gerade einmal 37 Zentimeter haben die zwei neuen Bewohner im Zoo am Kaiserberg. Aus den Niederlanden reiste das Kongo-Blauducker-Pärchen in das Ruhrgebiet. Damit ist der Zoo Duisburg derzeit die einzige Einrichtung in Deutschland, in welchem diese Tierart zu sehen ist. 

Nahe des Duisburger Äquatoriums teilen sich die zwei Kongo-Blauducker ein Gehege mit den Ostafrikanischen Bongos, einer waldlebenden Antilopenart. „Es ist schon, die großen Bongos mit den deutlich kleineren Blauduckern auf der Anlage zu sehen“, freut sich Johannes Pfleiderer, zoologischer Leiter in Duisburg, über seine neuen Schützlinge. 

Zwar sind Kongo-Blauducker derzeit nicht vom Aussterben bedroht, die Population im Freiland nimmt durch die Abholzung der Tropenwälder und die Jagd aber zunehmend ab. „Wir haben uns daher bewusst für diese in Europa selten gezeigte Tierart entschieden und möchten einen Beitrag leisten, einen zukunftsfähigen Zoobestand aufzubauen“, erläutert Pfleiderer.

Foto „Zoo Duisburg / I. Sickmann“

- Charaktere aus dem Star-Wars-Universum zu Gast im Zoo Duisburg
- 12. Duisburger Zoolauf

Zum Galaktischen Tag werden über 70 Darsteller erwartet

 

Duisburg, 14. Juni 2019 - Am Samstag, dem 22.06.2019 sind zahlreiche Charaktere aus der beliebte Star-Wars-Filmreihe im Zoo Duisburg zu Gast. Der dunkle Lord Darth Vader mit seinen Sturmtrupplern, Prinzessin Leia, Jediritter und jede Menge weitere Figuren lassen sich aus nächster Nähe bestaunen. Unterstützt wird der Aktionstag in diesem Jahr vom Förderverein des Zoos.

 

Den ganzen Tag über können Freunde und Fans der Star-Wars-Saga ihre Lieblinge auf dem Zoogelände antreffen. Zentrum des Aktionstages ist dabei die Afrika Lodge im Herzen des Zoos. Stände geben den Besuchern an diesem Tag Einblick in das Star-Wars-Universum, an den Fotopunkten „Hoth“ und „Sternentor“ können außerdem Fotos mit den Darstellern gemacht werden.

 

Am Nachmittag treffen sich dann alle Star-Wars-Charaktere zu einer eindrucksvollen Parade durch den Zoos. Los geht es um 15.00 Uhr am Seelöwengehege. - Foto Zoo Duisburg


12. Duisburger Zoolauf
Am Sonntag ist Schluss, und zwar Meldeschluss für den 12. Duisburger Zoolauf. Am Freitag, 28. Juni, geht’s dann wieder rund durch alle „Decks“ der Arche am Kaiserberg. Nachmeldungen für den Staffellauf sind nach dem 16. Juni nicht möglich. Der Erlös aus den Startgeldern setzt die Pelikane ins beste Licht. Die Einnahmen tragen zu einer neuen Beleuchtungsanlage im Gehege bei. Der Stadtsportbund Duisburg veranstaltet gemeinsam mit Jörg Bunert diesen tierischen Lichterlauf für den guten Zweck.
Die Startgebühr pro Staffel beträgt 30 Euro. Meldungen sind online möglich unter www.zoolauf.de. Bereits jetzt haben mehr als 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den Termin Paarlauf gemeldet. Die Teilnehmerzahl ist auf 1000 Läuferinnen und Läufer beschränkt. Sonst wird es eng auf der Strecke. Der Erlös aus den Startgebühren geht als Spende an den Zoo Duisburg. Hauptsponsor des Fun-Runs ist wie in der Vergangenheit das Casino Duisburg.
Die Rennen sind wie gewohnt als Staffellauf, also nach dem Arche-Noah-Prinzip, organisiert. Die Zweier-Teams drehen ihre doppelten Zoorunden über jeweils 5,5 Kilometer. Der 2,75 Kilometer lange anspruchsvolle Rundkurs führt vorbei an Tieren aus fünf Kontinenten. Um 18:00 Uhr starten die Mixed-Staffeln. Um 19:30 Uhr gehen dann die Herren- und Damen-Staffeln auf die Strecke, die mit Steigungen und Gefällestücken durchaus anspruchsvoll ist.

Talente können beim Zoolauf solo mitmachen: Um 17:30 Uhr nehmen die Schülerklassen (U10-U16) die 800 Meter in Angriff. Um 17:45 Uhr können dann die Bambini den 400-Meter-Rundkurs absolvieren. Hier kann man am Veranstaltungstag die „Kleinen“ auch noch nachmelden. Um ganz vorne zu sein, muss man nicht schnell laufen können. Eine Zusatzwertung – sozusagen wider den tierischen Ernst - bringt den Läufer auf eine andere Weise aufs Treppchen. Prämiert werden die drei schönsten Kostüme der Staffelläufer. Inzwischen sind viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Strecke tierisch verkleidet unterwegs und verwandeln den Abendlauf zum „Karneval der Tiere“.
Nachmeldungen für den Start am Freitag, 28. Juni 2019 sind nicht möglich Am Sonntag ist Meldeschluss

 

 

Fitness für Körper und Geist: Themenführung Beschäftigung für Zootiere

 Duisburg, 12. Juni 2019 - Heunetze für Elefanten, Knabberäste für Giraffen oder mit Zebramist gefüllte Duftsäcke für Löwen, Tiger und Co.. Um die Tiere im Zoo Duisburg auf Trab zu halten, lassen sich die Tierpfleger des Zoos immer wieder etwas Neues einfallen.   Im Zoo simulieren die Tierpfleger die aufwändige Suche nach Nahrung, welche die Tiere im Freiland täglich bewerkstelligen müssen.

Welche kniffeligen Aufgaben sich die Zoomitarbeiter für ihre Schützlinge ausdenken, erfahren interessierte Besucher bei der Themenführung „Tierbeschäftigung im Zoo“. Im Rahmen der Führung können die Teilnehmer den Einsatz von Beschäftigungsmaterial exemplarisch bei einer Tierart live beobachten.  

Fotos Zoo Duisburg

Los geht es am 16.06.2019 um 12.00 und 14.00 Uhr am Haupteingang. Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei, lediglich der Zooeintritt ist zu entrichten. Eine vorherige Anmeldung ist bis zum 14.06.2019 / 15 Uhr unter limpinsel@zoo-duisburg.de erforderlich.

 

Grundschule bringt Müll ins Delfinarium

Duisburg, 4. Juni 2019 - Es ist leicht, günstig und zerbricht nahezu nicht – Plastik. Egal ob als Einwegtüte, Verpackung oder Trinkflasche, Plastik begleitet uns im Alltag. Unachtsam entsorgt birgt das Material zahlreiche Gefahren für die Umwelt. Anlässlich des World Ocean Day am 08. Juni hat sich die Klasse 3a der GGS Kunterbunt aus Marxloh mit den Gefahren von Plastikmüll für die Tiere des Meeres auseinandergesetzt und drei Kunstwerke aus Müll geschaffen, die sie nun am Donnerstag, 6. Juni 2019, an den Zoo überreicht.  

Neue Bewohner: Zoo hält nun Mini-Rinder

Drei Dahomey-Zwergrinder sind im Streichelzoo eingezogen  
Duisburg, 27. Mai 2019 - Sepp ist der neue Chef am Kaiserberg – zumindest im Streichelzoo. Der einjährige Dahomey-Zwergrind-Bulle zog vor einigen Tagen von München ins Ruhrgebiet. Im Zoo teilen sich Sepp und seine beiden Weibchen ein Gehege mit den Zwergeseln.  

Zwergrinder - Foto „Zoo Duisburg / Indra Sickmann“

Mit einer Schulterhöhe von nur etwa einem Meter ist das Dahomey-Zwergrind die kleinste Rinderasse der Welt. Die schwarz gefärbten Tiere sind nicht größer als ein Pony und zeichnen sich durch einen ausgeglichenen, ruhigen Charakter aus.  Anfang des letzten Jahrhunderts gelangten die ersten Dahomey-Zwergrinder über das Königreich Dahomey in den Zoo von Antwerpen, von wo aus die Verbreitung in Europa erfolgte.  
Im Streichelzoo ersetzen die Mini-Rinder die zuvor gehaltenen Hinterwälder Rinder. Diese verließen den Zoo bereits zum Jahreswechsel und werden seitdem in Leipzig im Rahmen eines Naturschutzprojektes zur Landschaftspflege eingesetzt. „Durch das Beweidungsprojekt werden wertvolle Offenlandflächen geschaffen - früher sorgten Wildpferd, Auerochse und Wisent für diese Flächen. Verschiedene Vogel-, Insekten- und Reptilienarten profitieren von den so geschaffenen Lebensräumen“, weiß der zoologische Leiter am Kaiserberg, Johannes Pfleiderer.

Im Auftrag des Arterhalts: Tigerdame Arila reist nach Polen

Auch Seelöwen-Jungspund Jonny ist ausgezogen  

Duisburg, 22. Mai 2019 - Abschied nehmen im Doppelpack. Zu Beginn der Woche verließ die junge Tigerdame Arila den Zoo am Kaiserberg in Richtung Polen. Im Zamość Zoo wartet auf die in 2016 geborene Katze ein passender Partner. Auch Seelöwenteenager Jonny hat den Zoo verlassen. Sein neues Zuhause wird der Zoo Amiens in Frankreich sein.  
Schon vor mehreren Wochen begannen die Vorbereitungen für den Tigertransport. Um Arila auf die Reise vorbereiten zu können, organisierte das Zoo-Team schon im Vorfeld die benötigte Transportkiste, welche die junge Tigerin beim sogenannten Kistentraining kennen lernte.
„Die Tierpfleger haben Arila mit Hilfe von Futter regelmäßig in die Transportkiste gelockt und sie so mit der ungewohnten Umgebung vertraut gemacht“, erläutert Dr. Carolin Bunert, Tierärztin und Kuratorin, die Vorgehensweise.
„Am Transporttag war es für das Tier dann keine ungewohnte Situation mehr. Außerdem hat das Kistentraining den großen Vorteil, dass wir Arila nicht in Narkose legen mussten, um sie in die Transportbox verladen zu können“. Die Geduld zahlte sich aus. Problemlos stieg Arila in die Kiste und trat ihre Reise in den 1.300 km entfernten Zamość Zoo an.  

Sibirische Tiger - Foto Zoo Duisburg - sind die größten Katzen der Welt und vom Aussterben bedroht. Besonders Jagd und Lebensraumverlust setzen die Populationen im Freiland unter Druck. Die Zucht der imposanten Katzen in Zoos wird daher vom Europäischen Zuchtprogramm (EEP) für Sibirische Tiger koordiniert - der Zoo Duisburg ist Teil des EEP für diese Tierart. „In Zamość wird Arila einen genetisch passenden Partner finden und hoffentlich irgendwann selber Nachwuchs bekommen“, so die Tierärztin.  
Auch Seelöwe-Teenager Jonny ist aus dem Haushalt seiner Robben-Eltern ausgezogen. Künftig wird der knapp ein Jahr alte Jungbulle im Zoo von Amiens leben und die dortige Kolonie Kalifornischer Seelöwen erweitern. Für den Transport kam eine besondere Kiste zum Einsatz. „Da Seelöwen eine dicke Speckschicht haben, muss die Transportbox gut belüftet sein damit es dem Tier nicht zu warm wird“, so Kuratorin und Tierärztin Dr. Kerstin Ternes.
Ein stabiler Rahmen bespannt mit einem Gitter sorgt während der Reise für optimale klimatische Bedingungen. Mit einem weinenden aber auch einem lachenden Auge blicken die Tierpfleger auf Jonnys Kindheit in Duisburg zurück. „Der Kleine Wirbelwind hat uns immer viel Freude bereitet und uns das ein oder andere Mal erstaunt“, erinnert sich Tierpflegerin Yvona Brand mit einem Lächeln.

So begeisterte Jonny das Zoo-Team und die Besucher mit seiner vorwitzigen Art, trieb das Familienoberhaupt Atze mehrfach zur Weißglut und erreichte innerhalb kürzester Zeit das Gewicht seiner 12 Monate älteren Geschwister Ally und Lucy. „Er ist wirklich ein sehr frühreifer Seelöwe, hat keine Gelegenheit ausgelassen unseren Atze zu ärgern und hing pausenlos an Mamas Milchbar“, lacht Tierpflegerin Yvona. „Wir werden ihn vermissen, freuen uns aber auch sehr, dass er ein schönes, neues Zuhause in Frankreich gefunden hat“.

Die kleinen Ameisenbären haben Zuwachs bekommen

Niedlicher Nachwuchs mit langer Nase im Zoo 

 

Duisburg, 14. Mai 2019 - Auf den ersten Blick ist das Jungtier der Tamanduas, wie die kleinen Ameisenbären auch genannt werden, kaum zu erkennen. Gut getarnt krallt es sich im Fell seiner Mutter fest. Für die sechsjährige Persea ist es bereits der dritte Nachwuchs.

 

Bisher läuft die Aufzucht ohne Probleme. „Persea kümmert sich vorbildlich um ihren Nachwuchs“, berichtet Tierpfleger René Ostendorf. Mutter und Kind befinden sich derzeit noch in einem abgetrennten Bereich der Tropenhalle des Zoos. „Als das Jungtier geboren wurde, haben wir Persea in einen gesonderten Bereich der Tropenhalle umgesiedelt, damit sie sich ganz in Ruhe um den Nachwuchs kümmern kann“, beschreibt Ostendorf die Vorgehensweise. „Nur so können wir die Entwicklung beobachten und konnten auch schon das Geschlecht bestimmen – es ist ein kleiner Junge“.

 

Tagsüber schlafen die Tamanduas meist an festen Plätzen in der Tropenhalle Rio Negro - nahezu unsichtbar für den Besucher. Hier möchte der Zoo nun Abhilfe schaffen. „Wir würden uns freuen, wenn wir einen Sponsor zur Installation von Kamera- und Bildtechnik finden würden, damit wir den Besuchern einen Blick in die Welt der Tamanduas ermöglichen können“, so Christian Schreiner, Referent für Sponsoring und Öffentlichkeitsarbeit im Zoo. Sollte sich ein Unterstützer finden, so könnten die Schlafplätze der Tiere mit Kameratechnik ausgerüstet werden, das Bild würde dann live auf einen Monitor gesendet. „Es wäre ein toller Mehrwert für unsere Besucher“, so Schreiner weiter.

 

Mit dem langgestreckten, schmalen Kopf, dem muskulösen Wickelschwanz und den kräftigen Krallen ist der Tamandua - Foto Zoo Duisburg - der kleine Bruder vom Großen Ameisenbären, welche ursprünglich in den Regenwäldern Südamerikas vorkommen. Ständig auf der Suche nach Baumtermiten und -ameisen durchforsten die Tiere den tropischen Regenwald. Die Bauten ihrer Nahrung brechen sie mit ihren kräftigen Krallen auf. Anschließend wird die Beute mit der langen Zunge aufgeschleckt.

 

Durch die Abholzung der Regenwälder sind Tamanduas vom Aussterben bedroht. „Wie bei vielen Tierarten beteiligen wir uns daher auch beim kleinen Ameisenbären am Europäischen Erhaltungszuchtprogamm“, erläutert Kurator Volker Grün. „Es ist eine Art Singlebörse, die europa- und weltweit organisiert ist“, schmunzelt der Biologe. Wie genau solche Zuchtprogramme funktionieren und Zoos weltweit miteinander für den Erhalt bedrohter Tierarten zusammenarbeiten, erfahren interessierte Besucher bei der Themenführung „Liebe und Triebe“ am Sonntag, den 19. Mai.
Darüber hinaus erzählen die Zoobegleiter allerhand Wissenswertes über das Liebesleben im Tierreich. Los geht es um 12.00 und 14.00 Uhr. Treffpunkt ist an der Hauptkasse des Zoos. Die Teilnahme ist kostenfrei, lediglich der Zooeintritt ist zu entrichten. Eine vorherige Anmeldung ist bis zum 17. Mai (16.00 Uhr) unter limpinsel@zoo-duisburg.de erforderlich.

Zu Besuch beim tierischen Patenkind

Über 300 Tierpaten besuchten den Zoo. Erdmännchen sind weiterhin die beliebtesten Patentiere.

 

Duisburg, 11. Mai 2019  - Trotz kühler Temperaturen besuchten am Samstag über 300 Gäste den Zoo Duisburg zum jährlichen Tierpatentag. Spitzenreiter der Hitliste der Patentiere sind weiterhin Erdmännchen, gefolgt von Koalas und Wombats.

 

Vorstandsvorsitzende Astrid Stewin und der zoologische Leiter Johannes Pfleiderer begrüßten die geladenen Gäste am Haupteingang des Zoos. „Wir sind froh und dankbar, dass sich so viele Menschen für das Wohl unserer Tiere im Zoo Duisburg engagieren“, betonte Stewin, welche selber Tierpatin von Wombat Apari ist. Johannes Pfleiderer ergänzte, dass „die Tierpaten einen wichtigen Beitrag zu den jährlichen Haltungskosten leisten und durch die Unterstützung Spezialfutter sowie Beschäftigungsmaterial angeschafft werden kann“.

 

Bei Führungen zu den Patentieren erfuhren die Paten aus erster Hand allerhand Neues über Lieblingsfutter, Schlafgewohnheiten und Familienplanung ihrer Schützlinge. Beim anschließenden gemeinsamen Kaffeetrinken am Entdeckerhaus ließen die Tierpaten den Tag gemeinsam ausklingen.

 

Von Alpaka bis Zebra bietet der Zoo für alle seiner Bewohner Patenschaften an, so dass sich für jeden Geldbeutel ein Patentier finden lässt – ab 50 Euro geht es zum Beispiel für einen bunten Riff-Fisch los. Die Höhe der jährlichen Spende im Rahmen des tierischen Engagements orientiert sich an den Haltungskosten einer Tierart im Jahr. Das teuerste Patentier im Zoo ist daher mit Abstand ein Koala. „Koalas sind Futterspezialisten und fressen ausschließlich Eukalyptus“, erläutert Biologe Johannes Pfleiderer. „Daher schlägt eine Patenschaft mit 7.700 Euro zu Buche, die Futterbeschaffung ist einfach sehr aufwändig“. Für die besonders kostenintensiven Tierarten bietet der Zoo daher Teilpatenschaften an und ermöglicht somit sich anteilig für sein Lieblingstier zu engagieren.

 

Als außergewöhnliches Geschenk eigenen sich Tierpatenschaften zu Geburtstagen, Jubiläen oder Hochzeiten. Aber besonders zu Weihnachten kommen im Zoo besonders viele Patenschafts-Anträge an. Rund 25% der Patenschaften des Zoos werden im Dezember abgeschlossen oder verlängert.

Foto Zoo Duisburg

Weitere Informationen rund um die Tierpatenschaften im Zoo Duisburg gibt es unter tierpaten@zoo-duisburg.de oder www.zoo-duisburg.de.


Zoo Duisburg wird 85 Jahre alt

Freier Eintritt am Sonntag für alle, die 1934 geboren wurden

 

Duisburg, 10. Mai 2019 - Am 12. Mai 1934 wurde der Tierpark am Kaiserberg eröffnet. Zu seinem 85jährigen Bestehen blickt der Zoo auf eine bewegte Geschichte zurück – und ermöglicht allen Besuchern, welche 1934 geboren wurden, einen kostenfreien Zootag am kommenden Sonntag unter Vorlage des Personalausweises an den Zookassen.

Foto Zoo Duisburg 1996

Expo-Brücke: Foto Zoo Duisburg

Foto Hans-Willi Bütefür



Gerade einmal 4ha umfasste das Gelände des ehemaligen Tierparks an der Stadtgrenze zu Mülheim. Vornehmlich heimische Tierarten, aber auch ein Aquarium und ein Raubtierhaus lockten die Besucher in den Gründerjahren an den Kaiserberg. In den folgenden Jahren konnte der Tierpark Stück für Stück vergrößert werden – bis Gebäude und Tierbestand den Bombenangriffen während des zweiten Weltkrieges zum Opfer fielen.


Lediglich ein Emu, drei Flamingos, zwei Schafe und ein Maulesel überlebten. Nach Kriegsende wurde der Zoo wieder aufgebaut und so konnten die Besucher bereits 1951 das erneuerte Aquarium besuchen – es ist bis heute das älteste Gebäude am Kaiserberg.

 

Mit dem Aufbau der Expo-Brücke im Jahre 1959 konnte sich der Tierpark um weitere 5 ha vergrößern und ist bis heute der einzige Zoo, welcher von einer Autobahn geteilt wird. Ersetzt wurde die gelbe Expo-Brücke im Jahr 1997 durch die neue, bis zu 30 Meter breite Zoo-Landschaftsbrücke.

 

Die Gorilla-Anlage damals

und heute - Fotos Zoo Duisburg

 

Das seinerzeit größte Affenhaus der Welt entstand 1962 am Kaiserberg. Im Äquatorium leben bis heute verschiedene Tierarten, vornehmlich Affen, welche rund um den Äquator beheimatet sind. Nur drei Jahre später eröffnete in Duisburg das erste Delfinarium, in welchem die vier großen Tümmler Flip, Flap, Perfect und Littlebit lebten.
Aufgrund des großen Zuspruchs ersetzte der Zoo nach drei weiteren Jahren die Beckenkonstruktion mit einem Tragluftzelt durch ein damals wegweisendes Delfinarium und erweiterte dieses im Jahre 1995 beträchtlich.

Zum gleichen Zeitpunkt begann in Duisburg eine wahre Erfolgsgeschichte, das erste Koalajungtier wurde 1995 am Kaiserberg geboren. Erst ein Jahr zuvor begann der Zoo mit der Haltung der Kletterbeutler. Weitere erfolgreiche Nachzuchten in den folgenden Jahren sorgten dafür, dass der Zoo über die Grenzen Deutschlands für seine Koalazucht bekannt wurde. Nicht umsonst wird in Duisburg daher auch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für die sympathischen Beuteltiere koordiniert.

 

In den folgenden Jahren ersetzten Wegweisende, neue Tiergehege - das gehege damals, Fotos Zoo Duisburg - Stück für Stück ältere Anlagen. So konnten neue Gehege für Riesenotter und Brillenbären verwirklicht werden. 
Seit 2016 freuen sich die Sibirischen Tiger El-Roi und Dasha über eine großzügige und naturnah gestaltete Freianlage. Auch künftig wird der Zoo in naturnahe Tiergehege investieren. So bekommt das Duisburger Löwenrudel aktuell eine neue, 2.500m² große Außenanlage.


Mit der Eröffnung der Sparkassen-Erlebniswelt in 2011 wurde der Zoo um ein weiteres Highlight reicher. Auch ein neues Riff-Aquarium begeistert seit einigen Jahren kleine und große Zoobesucher.

 

Zoolauf Duisburg unterstützt neue Beleuchtung für die Pelikane

12. Auflage des Abendrennens am 28. Juni
DUISBURG, 9. Mai 2019 - Die Unterstützung durch das Casino Duisburg ist ein echter Glücksfall für den Zoolauf Duisburg. Auch die 12. Auflage des Paar-Laufs am 28. Juni kann auf den Hauptsponsor zählen. Casino-Leiter Jochen Braun informierte sich am Mittwoch persönlich darüber, dass die finanzielle Hilfe ausgesprochen erhellend wirkt.
Der Erlös des Rennens trägt zur Illuminierung der Pelikan-Anlage bei. Zoochefin Astrid Stewin erläuterte Jochen Braun persönlich die Pläne für die neue Beleuchtungsanlange. An dem Ortstermin nahmen auch Jörg Bunert und Uwe Busch, Geschäftsführer des Stadtsportbunds teil. Sie organisieren den Zoolauf bereits zum zwölften Mal. Jochen Braun sagt über die Zusammenarbeit: „Wir sind von Anfang mit dabei und wir können nach wie vor sagen: Mit unserer Unterstützung liegen wir genau richtig. Wir machen uns für den Zoo stark, der eine echte Attraktion für Duisburg ist. Zugleich geben wir dem Lauf den notwendigen Rückenwind. Das Rennen vorbei an Tiger, Löwe und Co hat viele Fans in der Szene und zieht als Funrun auch mediale Aufmerksamkeit auf sich. Unser Einsatz zahlt sich damit doppelt und dreifach aus.“

Astrid Stewin dankte dem Casino Duisburg für die Treue seit dem ersten Start. „Verlässliche Partner tun uns gut, denn sie geben uns die Planungssicherheit für neue Projekte“, sagt die Kapitänin der Arche am Kaiserberg. Auch Astrid Stewin betont, dass es beim Zoolauf nicht nur ums Geld geht. „Das Abendrennen trägt dazu bei, nicht nur die Pelikane ins beste Licht zu setzen. Die Läuferinnen und Läufer erleben den Zoo auf eine ganz besondere Weise.

Uwe Busch machte deutlich, dass sich das durchaus auch finanziell lohnt: „In den ersten elf Jahren kamen durch die Kooperation zwischen uns vom Stadtsportbund, dem Zoo Duisburg und dem Casino mehr als 100.000 Euro zusammen. Jetzt nehmen wir Anlauf für die nächsten 100.000 Euro.“ Den Zoolauf auszurichten, mache besonderen Spaß: „Viele Läuferinnen und Läufer gehen verkleidet auf die Strecke. Das hat schon was, wenn Bären, Bienen oder Schmetterlinge durch einen Zoo laufen.“ Das genießen auch die Ausdauer-Sportler. Jörg Bunert geht davon aus, dass man auch in diesem Jahr wieder alle Startnummern an die Frau oder den Mann bringt. „Das wäre dann ein Full House“, sagt Bunert mit einem augenzwinkernden Hinweis darauf, dass im Casino Duisburg auch Poker gespielt werden kann.
Meldungen unter www.zoolauf-duisburg.de

Generationswechsel im Zoo: Zwei neue Zwergotter sind eingezogen

Mit dem jungen Pärchen hofft das Zoo-Team an frühere Zuchterfolge anknüpfen zu können

Duisburg, 2. Mai 2019 -  Lange Zeit ist es auf der Anlage der asiatischen Kurzkrallen-Zwergotter des Zoo Duisburg beschaulich zugegangen. Die zwei verbliebenden Otter hatten bereits ein hohes Alter erreicht und waren nur selten für Besucher zu sehen. Mit einem neuen Zuchtpaar läutet der Zoo nun den Generationswechsel ein.

Zunehmende Altersgebrechen sowie eine Arthrose schränkten das ZwergotterMännchen zunehmend ein. Schweren Herzens mussten die Tierärztinnen im Zoo am Kaiserberg daher die Entscheidung treffen, den 19-jährigen Otter vor einigen Wochen zu erlösen. „Wenn ein Tier verstirbt, ist es für alle Beteiligten immer sehr traurig“, schildert Tierärztin Dr. Carolin Bunert die Situation. Mit seinen 19 Jahren erreichte das ehemalige Oberhaupt der Zwergotter-Familie ein biblisches Alter, die durchschnittliche Lebenserwartung liegt für gewöhnlich bei rund 15 Jahren.

Seither lebte seine 14-jährige Partnerin alleine im Gehege. „Wir standen nun vor der Aufgabe, einen Partner im gleichen Alter für unsere alte Dame zu finden. Eine Vergesellschaftung auf unserer Anlage mit jüngeren Tieren wäre nicht möglich gewesen“, so der zoologische Leiter Johannes Pfleiderer. Im Tecklenburger Land wurde der Biologe fündig. Ein ebenfalls verwitweter Otter-Mann stellte sich als geeigneter Partner für einen gemeinsamen Lebensabend heraus, so dass einem Umzug nichts mehr im Wege stand. Beide Tiere dieser sozialen Art waren so nur kurze Zeit alleine und die Zusammenführung verlief ohne Probleme.

Nach einigen Wochen Leerstand zog nun die neue Generation in Duisburg ein. Ein junges Ottermännchen siedelte aus Antwerpen, ein junges Otterweibchen, beide 2015 geboren, aus dem belgischen Zoo Pairi Daiza an den Kaiserberg. Die beiden sollen hier für Zuwachs sorgen, erste Bemühungen in diese Richtung wurden schon beobachtet. Läuft alles gut, könnte sich noch in diesem Jahr der erste Otternachwuchs einstellen. „Langfristig hoffen wir, dass erneut ein Familienverband dieser durch Lebensraumverlust bedrohten Tierart in Duisburg heranwächst“, betont Pfleiderer.

Foto Zoo Duisburg

 

Langhals auf Tour

Giraffenjungspund Najla wohnt nun in Niedersachsen

 

Duisburg, 26. April 2019 - Am Donnerstag, den 25. April hat Netzgiraffe Najla den Zoo Duisburg in Richtung Niedersachen verlassen. Dort wird die junge Giraffendame eine bestehende Herde erweitern. Die Vorbereitungen für den Transport stellten das Zoo-Team vor einige Herausforderungen.

 

In den frühen Morgenstunden traf der erfahrene Transporteur Roy Smith auf dem Zoogelände ein. Mit dabei: Najlas rollende Transportkiste, ein extra für Giraffen konzipierter Spezialanhänger. Durch das Hubdach kann das Gefährt auf die Größe der Giraffe angepasst werden. In Najlas Fall rund vier Meter.

Nun stand das Zoo-Team vor der Herausforderung, den Anhänger auf die Außenanlage zu bekommen, damit Najla bequem vom Stall aus einsteigen konnte. „Hierfür haben wir bereits am Vortag eine Rampe aufgebaut und so das Außengehege über den Besucherbereich für den Transporter zugänglich gemacht“, erklärt der zoologische Leiter Johannes Pfleiderer. Kein leichtes Unterfangen, dennoch schaffte es das eingespielte Team von Tierpflegern, Handwerkern und Biologen den Anhänger mit Zugfahrzeug über die Rampe in das Gehege zu manövrieren um ihn anschließend vor dem Giraffenhaus in Position zu bringen.

 

„Als der Hänger an der richtigen Stelle stand, haben wir die Tür zum Haus geöffnet und abgewartet, wie Najla auf die Situation reagiert“, erläutert Pfleiderer. Zögerlich erkundete die junge Giraffe den Transportanhänger. Durch gutes Zureden der betreuenden Tierpfleger und frischen Bambus lief Najla nach einer Stunde Warten in den fahrbaren Untersatz.

 

Den außergewöhnlichen Umzug nutzte das Zoo-Team direkt für eine Lehrstunde in Sachen Tiertransport. „Transporte in dieser Größenordnung sind selten aber ungemein lehrreich. Daher haben wir allen Auszubildenden die Möglichkeit gegeben, vor Ort zu sein und Erfahrungen sammeln zu können“, so Johannes Pfleiderer. Schließlich wird von den angehenden Tierpflegerinnen und Tierpflegern nach ihrer dreijährigen Ausbildung erwartet, auch größere Transporte fachlich zu begleiten „und live vor Ort lernt es sich nun einmal immer am besten“, betont der zoologische Leiter.

 

Mit ausreichend Futter zur Eingewöhnung im Gepäck konnte die junge Netzgiraffe, welche am 16.09.2016 in Duisburg geboren wurde, ihre Reise in den Serengeti-Park Hodenhagen antreten, wo sie gemeinsam mit afrikanischen Savannentieren und weiteren Netzgiraffen ein Gehege bewohnen wird. Mittlerweile erreichte den Zoo Duisburg die Nachricht, dass Najla wohlbehalten in ihrer neuen Heimat angekommen ist.

 

 Najla verlässt den Stall und ist auf dem Weg in den Transportanhänger. Dieser ist speziell für Giraffentransporte konzipiert. Hubdach und Heizung sogen für komfortable Reisebedingungen. Vom Fahrerhaus kann Najla mittels Videoüberwachung permanent beobachtet werden.

 

 

 

Faszinierende Flugkünstler zu Gast im Zoo

Falkner zeigen am 1. Mai was Adler, Eulen und Falken alles können. Auch der Wolf ist zu Gast im Zoo.

 

Duisburg, 25. April 2019 - Am Maifeiertag begrüßt der Zoo gefiederte Gäste. Aus den Niederlanden besuchen die Falkner vom De Valkenhof den Zoo am Kaiserberg und bringen verschiedene Greifvögel und Eulen mit. Ab 9.30 Uhr haben Besucher im Streichelzoo die Gelegenheit, sich über die majestätischen Greife aus erster Hand zu informieren. Bei drei Flugshows zeigen die Vögel dann ihr Können und kreisen über die Köpfe der Besucher. Los geht es um 11.30, 13.30 und 15.30 Uhr auf der Esel-Anlage des Zoos.

Falkner mit Seeadler - Foto: Franz Frieling

 

Im Entdeckerhaus erfahren kleine und große Zoobesucher zwischen 10.00 und 17.00 Uhr allerhand wissenswertes über den Wolf. Der NABU informiert über seine Rückkehr nach NRW mit einem Infostand. 

Wolf im Zoo - Foto: Zoo Duisburg

 

 

Frühling im Zoo Duisburg: Jungtiere erfreuen Besucher zu Ostern

Kinder können an den Feiertagen außerdem Ostereier suchen

 

Duisburg, 17. April 2019 - Der Tierkindergarten im Zoo Duisburg erfreut Besucher und Mitarbeiter gleichermaßen. Neben allerhand Nachwuchs wartet der Osterhase an Ostersonntag und Ostermontag auf kleine Zoobesucher.

 

Der jüngste Spross im Zoo ist ein kleiner Katta. Die sympathischen Lemuren haben Ende März ein Jungtier bekommen. Noch etwas schüchtern wird der Zuwachs auf dem Rücken der Mutter durch das Gehege getragen.

 

Etwas besser ist dagegen das Jungtier der Duisburger Bennett-Känguru-Familie zu beobachten, das immer häufiger aus dem Beutel seiner Mutter schaut. In direkter Nachbarschaft gibt es ebenfalls Nachwuchs zu bestaunen - dass possierliche kleine Bergkänguru tollt gemeinsam mit Mutter Kawa über die Außenanlage und nascht am frischen Gras.
Es ist der erste Zuchterfolg dieser sehr selten gehaltenen Känguruart, die seit 2017 am Kaiserberg gehalten wird. Mittlerweile ist auch der kleine Dschigit in der Trampeltierherde integriert und regelmäßig zu sehen. Geboren wurde das kleine Kamel bereits Mitte Februar.

 

Steigende Temperaturen lassen auch Gorillaherzen höher schlagen. Silberrücken Mapema nutzt das schöne Wetter mit seiner Haremsgruppe für regelmäßige Ausflüge unter freien Himmel.
Während die erwachsenen Gorillas die Sonne genießen und Siesta halten, toben die zwei Gorillamädchen Muenda und June mit ihrem Halbbruder Ayo durch das abwechslungsreich gestaltete Areal. Farbenprächtige Tierkinder gibt es im Duisburger Affenhaus zu bestaunen. Dort haben die seltenen Forsten-Allfarbloris zweifachen Nachwuchs bekommen.

 

Kuscheligen Zuwachs gibt es in der Südamerika-WG. Caramba und Caracho, die zwei jungen Vikunjas des Zoos, sind bereits fünf Monate alt und mischen ihre tierischen Mitbewohner kräftig auf.  Im Zoo teilt sich die Vikunja-Gruppe ein Gehege mit Nandus und großen Maras, einer südamerikanischen Nagetierart.

 

Auch im Duisburger Seelöwen-Kindergarten geht es hoch her – die drei halbstarken Robben Jonny, Ally und Lucy halten Seelöwenbullen Atze auf Trab und lassen garantiert keine Langeweile aufkommen. Allerhand Wissenswertes über die quirligen Meeresbewohner erfahren Besucher an den Ostertagen bei den täglichen Fütterungen um 11.00 und 15.00 Uhr.


Seeloewenkindergarten - Jonny hinten, vorne Ally - Fotos Zoo Duisburg

 

An Ostern können sich die Besucher des Zoos nicht nur auf die Suche nach Tierkindern machen. Mit etwas Glück kann auch der Osterhase entdeckt werden, welcher für Kinder eine kleine Überraschung dabei hat.

 

Bauarbeiten zur Erweiterung der Löwenanlage beginnen

Das Löwenrudel kann während der Bauphase im Zoo bleiben

Duisburg, 15. April 2019 -  Große Veränderungen im Eigenheim des Duisburger Löwenrudels stehen bevor. Dank der erneuten großzügigen Unterstützung der Sparkasse Duisburg kann die Außenanlage der drei Sympathieträger des Zoos beträchtlich erweitert werden. Sparkassenchef Dr. Joachim Bonn läutete den Baustart gemeinsam mit ZooChefin Astrid Stewin und dem zoologischen Leiter Johannes Pfleiderer ein.

Künftig stehen Löwenkater Tsavo und seinen beiden Weibchen Manyara und Masindi im Zoo am Kaiserberg eine abwechslungsreich gestaltete Außenfläche von rund 2.500 m² zur Verfügung. Felsaufbauten, Kletterbäume sowie Schatten- und Sonnenplätze bieten alles, was das Löwenherz begehrt. Aber auch die Besucher kommen auf ihre Kosten. Durch den Bau von vier neuen Aussichtspunkten mit großen Panoramascheiben haben sie künftig die Möglichkeit, Löwen aus verschiedenen Perspektiven zu beobachten.
„Der Zoo ist der wichtigste Imageträger unserer Stadt. Durch die attraktive Erweiterung der Außenanlage stellen wir eine zeitgemäße und artgerechte Haltung in einem modernen Umfeld sicher. Eine sinnvolle Maßnahme, die die Sparkasse Duisburg gerne unterstützt“, so der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Dr. Joachim Bonn.

Damit sich künftig auch Löwennachwuchs in Duisburg einstellen kann, wird das Gehege einige Besonderheiten haben, wie der zoologische Leiter Johannes Pfleiderer erläutert. „Felsaufbauten mit integrierten Schiebern ermöglichen uns, die Anlage temporär zu unterteilen. So können die Tierpfleger individuell auf die Bedürfnisse der Löwengruppe reagieren. Außerdem werden wir ein zweites Stallgebäude realisieren“.

Im ersten Bauabschnitt wird das ehemalige Wisent-Gehege erschlossen und für die Löwen umgebaut, auch das zweite Stallgebäude wird in diesem Zuge entstehen. Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes werden die Löwen in das neue Areal übersiedeln. „Durch diese Vorgehensweise können die Löwen während der gesamten Bauzeit in Duisburg bleiben und müssen nicht übergangsweise in einem anderen Zoo untergebracht werden“, so Biologe Pfleiderer. Anschließend wird das derzeitige Außengehege umgebaut.

„Wir sind froh und dankbar, die Sparkasse Duisburg als starken Partner an unserer Seite zu haben. Nur durch die erneute finanzielle Unterstützung können wir die Außenanlage verwirklichen“, betont Zoo-Chefin Astrid Stewin beim Spatenstich. Mit der Fertigstellung der Anlage rechnet der Zoo noch innerhalb diesen Jahres.

V.r.n.l.: Dr. Joachim Bonn (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Duisburg), Astrid Stewin (Vorstandsvorsitzende im Zoo) und Johannes Pfleiderer (zoologischer Leiter). Foto „Zoo Duisburg“

 

 

Tierisch was los in den Osterferien

Ferienbasteln, Kinderzooführung und vieles mehr wartet auf kleine und große Zoobesucher
Duisburg, 12. April 2019 - In den Osterferien warten auf kleine und große Zoofreunde zahlreiche spannende Aktionen. Das Team der Zoobegleiter und Naturschutzexperte Peter Allenschläger haben gemeinsam ein buntes Programm auf die Beine gestellt.  

Tiergesichter-Schminken

Tiger, Giraffe oder doch lieber ein Löwe? Beim Tiergesichter-Schminken am 14. und 19. April sowie am 21., 22. und 28. April schlüpfen die kleinen Zoofreunde in die Rolle ihrer Lieblingstiere. Die Aktion findet jeweils von 11.00 – 17.00 Uhr in der Sparkassen-Erlebniswelt gegen einen Beitrag von drei Euro je Kind statt.  

Ferienbasteln
Ob Tiermaske, Origamiblume oder Glitzerarmband – unter fachkundiger Anleitung kann vom 16. - 18. sowie am 23. bis 25. April zwischen 12.00 und 16.00 Uhr ein eigenes Zooandenken gebastelt werden. Der Bastelstand befindet sich im Evonik-Zoolabor, direkt hinter der Anlage der Sibirischen Tiger. Die Aktion ist kostenfrei.

Themenführung „Tiere der Bibel“
Begleitet vom Naturschutzexperten Peter Allenschläger erfahren interessierte Zoobesucher am 20. April allerhand Wissenswertes über Tiere, welche in der Bibel eine Rolle spielen. Treffpunkt für die kostenfreie Führung ist am Haupteingang, los geht es jeweils um 12.00 und 14.00 Uhr.  

Ferien-Zooführung
Wie schwer ist ein Elefant, was frisst ein Riesenotter und wie lange schlafen Koalas? Im Rahmen der 1,5-stündigen kostenfreien Kinderzooführungen beantworten die Zoobegleiter alle Fragen rund um die tierischen Zoobewohner. Treffpunkt am 26. April ist der Haupteingang. Los geht es jeweils um 12.00 und 14.00 Uhr. Eine Anmeldung für die Aktionen ist nicht notwendig, der Zooeintritt ist zu entrichten.

Österliches ohne Hase - Foto Zoo Duisburg

Schwarz-weiß geringelter Nachwuchs bei den Kattas

Zoo-Team hofft auf weitere Geburten bei den Lemuren

Duiisburg, 5. April 2019 - Im Zoo Duisburg wächst wieder schwarz-weiß geringelter Nachwuchs auf. Das Jungtier der sympathischen Katta-Familie wurde bereits in der vergangenen Woche geboren. Besucher müssen Geduld mitbringen, um den jüngsten Spross der Lemuren beobachten zu können.

Für das Tierpfleger-Team kam der Nachwuchs etwas überraschend. „Wir haben zwar gesehen, dass Paarungen stattgefunden haben, allerdings kann man Kattas nur schlecht ansehen, ob sie auch wirklich tragend sind“, so Tierpfleger Philipp Goralski. Daher müssen sich Zoo und Besucher überraschen lassen, ob weitere Jungtiere geboren werden. Möglich wäre es durchaus, ein weiteres fortpflanzungsfähiges Weibchen lebt in der Katta-Gruppe des Zoos.

Bisher läuft die Aufzucht unproblematisch. Mehrfach am Tag schauen die Tierpfleger des Zoos nach dem Rechten. Mit dabei haben sie immer etwas Lieblingsfutter. „In den ersten zwei bis drei Wochen tragen die Weibchen ihre Jungen am Bauch. Da muss man schon etwas Leckeres mitbringen, damit man mal einen Blick auf das kleine Fellknäul werfen kann“, schmunzelt Goralski. Besonders hoch im Kurs stehen Heuschrecken.

Nicht nur die Mütter spielen bei der Jungtieraufzucht eine wichtige Rolle, auch andere, kinderlose Weibchen kümmern sich um den Nachwuchs. Auf diese Weise wird der Zusammenhalt in der Gruppe gefördert.

Kattas sind die bekanntesten Vertreter der nur auf Madagaskar heimischen Lemuren. Charakteristisch ist ihr langer, schwarz-weißer Ringelschwanz, der hoch aufgerichtete getragen wird, wenn die Tiere auf dem Boden laufen. In Zoos wird die Tierart gerne gehalten und auch regelmäßig gezüchtet. Im Freiland sind sie hingegen nur gebietsweise noch zahlreich vertreten. Mehrere Populationen sind aufgrund von Lebensraumzerstörung stark bedroht.

Foto Zoo Duisburg

Zoo stellt neue Ticket-Automaten vor dem Haupteingang auf

Duisburg, 29. März 2019 - Ein zusätzlicher Service erwartet die Zoobesucher künftig am Haupteingang des Zoo Duisburg. Dort stehen zwei umgebaute DVG-Fahrkartenautomaten, an welchen die Besucher ab sofort Zoo-Tageskarten kaufen können, ohne sich an der Kasse anstellen zu müssen. „Nicht nur unsere Besucher sparen dadurch Wartezeit“, sagt Astrid Stewin, Vorstandsvorsitzende im Zoo Duisburg.
„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können die zusätzlich gewonnene Zeit für ausführliche Kundenberatungen nutzen“. Die Besucher können an den Automaten mit Bargeld oder bequem mit EC-Karte zahlen. Beim Kauf von ermäßigten Tageskarten an den neuen Ticket-Automaten ist den Kartenkontrolleuren vor dem Zutritt am Zooeingang ein gültiger Ermäßigungsnachweis zu zeigen.  

Zustande gekommen ist das Projekt durch die gute Zusammenarbeit zwischen Zoo und der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG). Die Umrüstung der Automaten auf Zoo-Tickets, die Programmierung sowie die neue Beklebung erfolgte in den Werkstätten der DVG. „Wir freuen  uns, dass wir gemeinsam mit dem Zoo eine neue Serviceleistung für die Zoobesucher auf die Beine stellen konnten“, sagt Günter Neuen, Leiter Einnahmen- und Kundenmanagement bei der DVG.  

Vorstandsvorsitzende Astrid Stewin und Pascal Körner, technischer Leiter im Zoo, stellen die neuen Ticketautomaten vor. Foto Zoo Duisburg


Zoo verlängert Testphase Hund und Feierabendticket

Duisburg, 25. März 2019 - Bis Ende Juni werden weiterhin Hundetage im Zoo angeboten. Auch die Testphase für das Feierabendticket wird verlängert. Seit Januar bietet der Zoo am Kaiserberg Hundebesitzern die Möglichkeit, ihren Vierbeiner an zwei Tagen in der Woche mit in den Zoo zu bringen. Seither besuchten 531 Vierbeiner den Tierpark.
Die zuvor anberaumte Testphase bis zum 31. März endet in einigen Tagen, der Zoo wird sie aber um weitere drei Monate bis Ende Juni verlängern. Gleiches gilt für die Testphase des Feierabendtickets.  
„Wir haben von zahlreichen Hundebesitzern bislang positive und dankbare Rückmeldungen erhalten, dass wir diese neue Möglichkeit geschaffen haben und Hunde im Zoo zeitweise erlauben. Natürlich hat es auch schon die ein oder andere kritische Äußerung gegeben, zum Beispiel wenn die Hundeleine etwas zu lang war“, erläutert Vorstandsvorsitzende Astrid Stewin.  
Die bisherigen Erkenntnisse hat der Zoo akribisch gesammelt. Stewin: „Wir benötigen aber noch mehr Erfahrungen insbesondere an stärker besuchten Tagen, um eine abschließende Bewertung vornehmen zu können“. Daher wird der Zoo die Testphase für Besuche mit Hund weiterhin an Donnerstagen und Freitagen bis Ende Juni durchführen.  
Die tierischen Bewohner des Zoos reagieren übrigens unterschiedlich auf den vierbeinigen Besuch. „Riesenotter, Löwen und Luchse zeigen großes Interesse an den Hunden und kommen direkt an die Scheiben. Auch unsere Brillenbären werfen schon mal einen neugierigen Blick“, weiß der zoologische Leiter Johannes Pfleiderer. Hingegen schenken Tiger, Giraffe und  Flamingo den vierbeinigen Besuchern auf der anderen Seite des Geheges kaum Beachtung. „Wir merken aber, dass bei unseren Zootieren grundsätzlich ein Gewöhnungseffekt eintritt, so wie ihn die Kollegen in anderen Zoos, welche Hunde erlauben, beobachten konnten“, so Biologe Pfleiderer.  
Um auch weiterhin ein gutes Miteinander zu gewährleisten, lässt der Zoo den Besuchern mit Hunden an seinen Kassen eine Information über die Verhaltensregeln zukommen. Diese besagen, dass Hunde ständig an der kurzen Leine geführt werden müssen, nicht mit in die Tierhäuser oder auf begehbare Tieranlagen genommen werden dürfen und permanent zu beaufsichtigen sind. Auch die zooeigenen Spielplätze sind für Hunde tabu. Astrid Stewin betont: „Wir erwarten von allen Hundebesitzern, dass die Regeln eingehalten werden und behalten uns natürlich vor. Nur so ist ein harmonisches Miteinander aller Zoobesucher möglich“. Neben den Verhaltensregeln gibt der Zoo auch Kotbeutel für die vierbeinigen Gäste aus und hält Hundetränken im Zoo bereit.  

Die Besucher des Zoos können sich in den kommenden drei Monaten auch weiterhin auf vergünstigte Tarife zum Nachmittag freuen, da die Testphase für Feierabendtickets ebenfalls bis Ende Juni verlängert wird. Neben Seelöwen, Erdmännchen und Co., können zahlreiche weitere Tierarten bei einem Spaziergang nach Feierabend beobachtet werden, auch die Tierhäuser haben bis 18.30 Uhr geöffnet.
In der Sommersaison gilt das Feierabendticket weiterhin von Montag bis Freitag. Die vergünstigten Eintrittskarten können eine Stunde vor Kassenschluss, ab 16.30 Uhr erworben werden. Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 8 Euro, Kindertickets kosten lediglich 5 Euro. Das Angebot gilt nicht an Feiertagen.  

Foto Zoo Duisburg

Erstmalig Nachwuchs bei den Bergkängurus im Zoo

Jungtier verlässt den schützenden Beutel von Mutter Kawa immer häufiger

Duisburg, 21. März 2019 - Die Bergkänguru-Gruppe im Duisburger Zoo hat ein neues Familienmitglied. Seit rund drei Wochen verlässt das Jungtier immer häufiger den schützenden Beutel von Mutter Kawa und erkundet das Außengehege. Erst seit 2017 leben die Bergkängurus im Zoo Duisburg, dass es schon jetzt Nachwuchs gegeben hat, freut die Mitarbeiter ungemein. Neben dem Tierpark Berlin ist Duisburg der einzige Zoo in Deutschland, welcher diese Känguru-Art pflegt.

 

Bereits vor etwa acht Monaten wurde das kleine Känguru geboren. „Bei der Geburt sind die Jungtiere gerade einmal so groß wie ein Gummibärchen, nackt und vollkommen blind. Sie riechen den Beutel der Mutter und krabbeln in ihn hinein. Der genaue Zeitpunkt der Geburt ist somit schwer zu bestimmen“, weiß Kurator Volker Grün. Dass Kawa tatsächlich ein Jungtier im Beutel hatte, merkte das Zoo-Team erst, als dieser immer größer wurde und erste Bewegungen zu sehen waren.

 

Die ersten Ausflüge des kleinen Bergkängurus nutzte das Zoo-Team direkt, um das Geschlecht festzustellen. „Wir haben uns verschiedene Fotos genau angeschaut und sind uns zu 99% sicher, es ist ein junges Weibchen“, schmunzelt Revierleiter Mario Chindemi.

 

Die übrigen Mitbewohner der tierischen Wohngemeinschaft haben den Nachwuchs auch bereits kennen gelernt. Im Zoo Duisburg teilen sich die Östlichen Bergkängurus ein Gehege mit einer Junggesellengruppe Sumpfwallabys sowie Zwerghühnern.
„Es ist schön zu sehen, wie harmonisch die Aufzucht in der Gruppe funktioniert und wie der kleine Wirbelwind die übrigen Bewohner im Gehege auf Trab hält“, freut sich Chindemi. Für Mitarbeiter und Besucher wird also nicht nur die Aufzucht des Jungtieres spannend zu beobachten sein, sondern auch, wie die tierischen Mitbewohner mit dem jüngsten Spross der Bergkänguru-Familie umgehen werden.

Fotos Zoo Duisburg / I. Sickmann“

 

 

Seminar für Kinder und Eltern: Zoo-Seminar heimische Vogelwelt 

Duisburg, 20. März 2019 - Blaumeise, Rotkehlchen und Amsel sind häufige Besucher in Gärten oder auf Balkonen. Aber auch bei Bachstelze, Klappergrasmücke und  Zilpzalp handelt es sich keinesfalls um exotische Vertreter der Vogelwelt. Vielmehr sind diese heimischen Arten kaum jemandem bekannt.  
Im Rahmen des kostenfreien Seminars „Heimische Vögel“ entführt Naturschutzexperte Peter Allenschläger kleine und große Tierfreunde am Samstag, den 30. März in die Welt der Vögel.
Er erläutert kindgerecht, wieso viele Vogelarten in Deutschland bedroht sind und wie wir die heimischen Vögel unterstützen können.Am 06. April lädt Experte Allenschläger erneut zu einem Naturschutzseminar ein. Bei dem Seminar „Feder- und Spurenkunde“ werden die Teilnehmer zu kleinen Forschern und lernen unter anderem, welche Spur zu welchem Tier gehört.   Die kostenfreien Seminare beginnen jeweils um 13.00 Uhr in der Zooschule, nur der Zooeintritt ist zu entrichten.  

Rotkehlchen auf Baumstamm: Zoo Duisburg / J. Tegge Rotkehlchen mit Futter: Zoo Duisburg / I. Sickmann


Nachwuchs bei den Forsten-Allfarbloris

Tierärztlicher Check-Up und Personalausweise für die zwei Jungvögel

 

Duisburg, 18. März 2019 - Die seltenen Forsten-Allfarbloris haben Nachwuchs bekommen. Bereits zum Jahreswechsel hörten die Tierpfleger des Zoos am Kaiserberg

Geräusche aus der Bruthöhle. Nun haben die zwei Jungvögel das Nest verlassen und sind für die Besucher zu sehen.

 

Für das Zoo-Team ist es der erste Zuchterfolg mit dem neuen Lori-Pärchen, welches erst seit 2017 am Kaiserberg lebt. „Die Eltern haben die Jungvögel

im Nest vorbildlich versorgt und kümmern sich auch nach dem Verlassen der Bruthöhle überaus liebevoll um den Nachwuchs“, freut sich Kuratorin und

Zootierärztin Dr. Carolin Bunert.

 

Pünktlich zum Ausflug aus der Bruthöhle wurden die farbenfrohen Loris beringt. Dabei hat der Ring für die Tiere die Funktion eines Personalausweises

und ermöglicht es, sie eindeutig zu unterscheiden und zuzuordnen. Für Tierpfleger und Tierärztin bietet das Beringen der Vögel auch die Chance, einen

kurzen tierärztlichen Check-Up durchzuführen. Zootierärztin Bunert ist zufrieden, „alle Jungvögel erfreuen sich bester Gesundheit und sind fit“.

 

Forsten-Allfarbloris kommen ausschließlich auf der indonesischen Insel Sumbawa  vor und ernähren sich vornehmlich von Pollen und Nektar. Die Nahrung

nehmen die Tiere mit ihrer pinselartigen Zunge auf. Lebensraumzerstörung und der illegale Handel bedrohen die farbenfrohe Vogelart. Die höhlenbrütenden

Tiere leben monogam, Weibchen legen zwei bis drei Eier, aus denen nach 23 bis 26 Tagen die Küken schlüpfen. 

 

Fotos Zoo Duisburg

Neues Aquarium im Zoo Duisburg wurde eingeweiht

Unternehmen octeo spendiert dem Zoo ein neues Oktopusbecken

Duisburg, 14. März 2019 - Er hat acht Arme, kann seine Farbe der Umgebung anpassen und hört auf den Namen Teo. Seit wenigen Tagen bewohnt der Oktopus das neue Aquarium im Zoo Duisburg. Nur dank der Unterstützung des Duisburger Multidienstleisters octeo konnte der Zoo sein Aquariengebäude um das kreisrunde Oktopusbecken erweitern.

Betreten Besucher das Aquariengebäude des Zoos, so fällt der Blick direkt auf das imposante Eigenheim von Oktopus Teo. Das deckenhohe Aquarium trägt das Logo von octeo, hat einen Durchmesser von 1,5 Metern und wurde mit 2.500 Litern eigens aufbereitetem Meerwasser gefüllt. Ein Felsaufbau in der Mitte bietet dem neuen Bewohner des Zoos Rückzugsmöglichkeiten, eigens aus den USA importierte Algen sorgen für eine wohnliche Atmosphäre. Angefertigt wurde Teos Eigenheim von einer Spezialfirma für Aquarienbau. Die vorgefertigten Elemente baute die Fachfirma gemeinsam mit dem erfahrenen Tierpfleger- und HandwerkerTeam des Zoos auf. Oliver Hallscheidt, Geschäftsführer der octeo MULTISERVICES GmbH, ist begeistert von dem neuen Becken. „Teo wird sich hier bestimmt wohlfühlen. Der Oktopus steht für Leistungsfähigkeit, Intelligenz und Vielseitigkeit, gute Gründe, ihn damals als Namensgeber und Firmenmaskottchen der octeo zu wählen“.

Teo hat den Umzug aus den Niederlanden an den Kaiserberg gut überstanden und sich bereits eingelebt. „Wir sind sehr dankbar, dass uns octeo bei der Realisierung des neuen Oktopusbeckens unterstützt hat und wir somit eine Bereicherung für unseren Zoo und unsere Besucher schaffen konnten“, freut sich Astrid Stewin, Vorstandsvorsitzende im Zoo.
Oktopoden beeindrucken besonders durch ihr Geschick. Auf der Suche nach Beute nutzen die Tiere ihre mit Saugnäpfen bewehrten Tentakeln, um auch enge Ritzen und Spalten abzusuchen. Dabei stehen Muscheln und Krebstiere besonders hoch im Kurs. Aufgrund seiner Lebensweise wird Teo keine Gesellschaft bekommen – Oktopoden sind Einzelgänger und untereinander unverträglich.


Oktopus Teo - Foto Zoo Duisburg J. Pfleiderer

Wie Zootiere im Alter fit bleiben

Themenführung für Kinder und Erwachsene im Zoo Duisburg

 

Duisburg, 06. März 2019 - Dank der guten Pflege erreichen viele Zootiere ein hohes Alter. Aber auch natürliche Verhaltensweisen und Bewegungsabläufe der Tiere lassen diese im Alter meist fit sein.

Bei der kostenfreien Themenführung „Fit im Alter“ können interessierte Zoobesucher am Sonntag, 24. März lernen, welche tierischen Übungen sich auf den menschlichen Alltag übertragen lassen und wie Tiere beispielsweise Rücken- sowie Nackenschmerzen ganz nebenbei entgegen wirken.

 

Los geht es um 12.00 und 14.00 Uhr an der Hauptkasse des Zoos. Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei, lediglich der Zooeintritt ist zu entrichten. Eine vorherige Anmeldung ist bis zum 21. März 2019 unter limpinsel@zoo-duisburg.de erforderlich.

Fit: Alter Luchs - Foto  „Zoo Duisburg“

Rosenmontag gilt ab 11.11 Uhr das Feierabendticket  

Zoo startet in die Sommersaison
Duisburg, 28. Februar 2019 - Langsam erwacht der Zoo aus seinem Winterschlaf. Familie Katta genießt die ersten Sonnenbäder, die Gorilla-Gruppe tollt über die Außenanlage und die Riesenotter erfreuen sich an ihrem Outdoor-Pool. Pünktlich zum langen Karnevals-Wochenende gelten im Zoo die Sommer-Öffnungszeiten, Rosenmontag wartet auf die Besucher ein besonderes Bonbon.  

Ab dem 01. März haben die Zookassen am Haupteingang täglich von 09.00 – 17.30 Uhr geöffnet, die Tierhäuser schließen täglich um 18.00 Uhr. An den Wochenenden, in den Ferien sowie an Feier- und Brückentagen kann der Zoo außerdem über den Nebeneingang Tigerkasse besucht werden.  

Wer dem anstehenden Karnevalstrubel entfliehen möchte, kann sich Rosenmontag auf närrische Eintrittspreise im Zoo Duisburg freuen. Pünktlich ab 11.11 Uhr gilt bereits der Preis des Feierabendtickets – Erwachsene zahlen nur 8 Euro, Kinder besuchen den Zoo am Kaiserberg für nur 5 Euro. Rosenmontag ist nur der Haupteingang an der Mülheimer Straße geöffnet.  

Katta-Foto Zoo Duisburg

Es krabbelt im Klassenzimmer

Zoo Duisburg stellt Stabschrecken für den Unterricht zur Verfügung

Duisburg, 18. Februar 2019 -  Sie sind die neuen Stars im Unterricht des Sophie Scholl Gymnasiums in Oberhausen, 20 Türkise Stabschrecken. Aus gerade einmal Stecknadelkopf großen Eiern schlüpften die Insekten vor einiger Zeit im Zoo Duisburg. Nun sollen sie den MINT-Unterricht anschaulicher machen. Sogar eine „Stabschrecken-AG“ ist geplant.

Ursprünglich leben die Türkise Stabschrecken auf der Insel Peleng im Osten von Sulawesi (Indonesien), den Umzug aus dem Zoo in das Klassenzimmer haben die astähnlichen, 11 Zentimeter großen Tiere gut überstanden. „Stabschrecken eigenen sich wunderbar für verschiedene Themen des Biologieunterrichtes und sind obendrein genügsame Pfleglinge, ernährt werden sie mit Brombeer- oder Rosenblättern“, weiß Johannes Pfleiderer, zoologischer Leiter im Zoo am Kaiserberg.

Künftig werden die Stabschrecken die Schullaufbahn der Schüler begleiten. Unter dem Slogan „Stabschrecke – gar nicht schrecklich“ sollen Schülerinnen und Schüler der Unterstufe Bewusstsein für zerbrechliche Lebewesen entwickeln und in die Pflege der Stabschrecken eingebunden werden. Interessierte können in der Mittelstufe ein Stabschrecken-Diplom erwerben. Zuvor gilt es sich intensiv mit der Ernährung, Haltung und Anatomie auseinander zu setzen. Auch werden 3DModellen der Tiere angefertigt. In der Oberstufe werden die Tarnungskünstler bei Themen rund um Anpassungen an den Lebensraum eingesetzt.

„Wir freuen uns sehr, dass uns der Zoo unterstützt hat und die Tiere fortan unseren Unterricht bereichern“, sagt Sandra Gruschkuhn, MINT-Koordinatorin des Oberhausener Gymnasiums.

„Foto: S. Gruschkuhn“

 

 

Karnevalsprinz Kevin I. besuchte den Zoo Duisburg

Zebraherde ging mit Prinz, Hofmarschällen und Pagen auf Tuchfühlung

 

Duisburg, 13. Februar 2019 - Karnevalsprinz Kevin I. machte mit seinen Hofmarschällen und Pagen Station im Zoo Duisburg. Nach einem gemeinsamen

Mittagsimbiss mit der Zoo-Belegschaft besuchte der diesjährige Prinz gemeinsam mit Astrid Stewin, Vorstandsvorsitzende des Zoos, einige Bewohner des Tierparks am Kaiserberg.
Als begeisterter Anhänger des MSV freute sich der Prinz besonders

auf den Besuch der Duisburger Zebraherde.

Neugierig begrüßten die schwarz-weißen Vierbeiner die Narren im Afrikanum. Von der roten Ornat magisch angezogen, tummelten sich die Zebras wie selbstverständlich zwischen den Gästen und gingen dabei sogar mit dem Prinzen auf Tuchfühlung. Foto Zoo Duisburg

 

 

Nachwuchs bei den Trampeltieren

Der kleine Dschigit hatte einen holprigen Start ins Leben

Duisburg, 12. Februar 2019 -  Die Trampeltierherde im Zoo Duisburg hat Zuwachs bekommen, bereits in der vergangenen Woche wurde der kleine Dschigit geboren. Tierärztin Dr. Carolin Bunert unterstützte Trampeltier-Stute Sulina bei der Geburt.

Anfangs verlief die Geburt des jungen Hengstes normal, zum Nachmittag stockte der Geburtsprozess allerdings. „Wir merkten, dass Sulina zu erschöpft war und nicht mehr ausreichend pressen konnte. Daher entschieden wir uns, ihr etwas unter die Arme zu greifen“, so Dr. Carolin Bunert, Tierärztin im Zoo am Kaiserberg. Grund für die stockende Geburt war die breite Schulterpartie des kleinen Kamels.

„Das Jungtier lag richtig im Geburtskanal und es schauten die Füße und der Kopf heraus. Durch einen kräftigen Zug an den Beinen konnte es herausgezogen werden und die Geburt wurde durch unseren Einsatz so beschleunigt“, erläutert die Tierärztin. Direkt nach der Geburt zogen sich die Zoomitarbeiter aus dem Stall zurück, da Sulina sofort Kontakt zu ihrem Jungtier aufgenommen hatte. Seither verläuft die Aufzucht reibungslos. Mit ihren 14 Jahren ist Sulina bereits eine sehr erfahrene Mutter, sechs Jungtiere der gebürtigen Duisburgerin sind bereits am Kaiserberg aufgewachsen.

Einen Namen hat der kleine Hengst bereits von seinen Tierpflegern bekommen. Dschigit, ein Name mit Ursprung im Kaukasus, bedeutet so viel wie „geschickter Reiter“. Mit der Geburt von Dschigit wurde im Zoo Duisburg erneut ein Trampeltier-Jungtier mit besonderer Fellfarbe geboren. „Trampeltiere sind in der Regel bräunlich gefärbt, die helle Fellfarbe ist nur selten ausgeprägt“, freut sich der zoologische Leiter Johannes Pfleiderer über die seltene Geburt. Erst wenn Dschigit beim ersten Fellwechsel sein gräuliches Jungtierfell verliert, wird das helle, weißliche Fell sichtbar werden.
In den kommenden Tagen werden Mutter und Jungtier unter den wachsamen Augen der Tierpfleger die Außenanlage stundenweise erkunden. Schritt für Schritt werden dann auch die Tanten und Geschwister zum jüngsten Spross der Kamelherde stoßen. Zum Schluss trifft Dschigit dann auf seinen Vater, Zuchthengst Sultan. Der gebürtige Heidelberger hat in Duisburg in der Vergangenheit bereits mehrfach für Nachwuchs gesorgt – Dschigit ist bereits sein 17. Sprössling, dem die Zoobesucher am Kaiserberg beim Aufwachsen zusehen können.

Fotos Zoo Duisburg

Umbaumaßnahme

Neues Aquarium wird aufgebaut, eine neue Tierart zieht im Tierpark ein

Duisburg, 08. Februar 2019 - Der Bautrupp steht bereits in den Startlöchern, die vorbereitenden Maßnahmen wurden getroffen. Ein neues Aquarium wird in den kommenden Tagen im Zoo Duisburg aufgebaut und künftig eine neue, spannende Tierart beherbergen. „Welche neue Tierart einziehen wird, verraten wir aber

noch nicht“, schmunzelt der zuständige Kurator Volker Grün.
Soviel sei aber schon verraten: Das Eigenheim der neuen Tierart entsteht in der Mitte des Aquariengebäudes und wird kreisrund werden. Nur dank der großzügigen Unterstützung eines Duisburger Unternehmens kann der Zoo das

Projekt realisieren.

 

Während der Bauphase müssen neue Frischwasser- und Abwasserleitungen gelegt, die Beleuchtung installiert und das neue Becken eingerichtet

werden. Deshalb muss das Aquarien-Gebäude ab Montag, den 11. Februar kurzzeitig geschlossen bleiben. Der Zoo rechnet derzeit damit, dass das

beliebte Haus nach etwa zwei Wochen wieder für Besucher zugänglich sein wird.

 

Die neuen Bewohner werden allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt einziehen können. „Meerwasseraquarien sind komplexe Gehege. Unter

anderem muss das biologische Filtersystem des neuen Meerwasserbeckens erst richtig funktionieren und die Wasserwerte müssen stabil sein, bevor

die Tiere einziehen können“, so Grün.  Die angrenzende Tropenhalle Rio Negro ist von den Baumaßnahmen im Aquarium nicht betroffen und kann wie

gewohnt besucht werden.

Der Kupferstreifen-Pinzettfisch

und der der Leopard Drückerfisch können erst einmal nicht besucht werden - Fotos Zoo Duisburg

Kinderprinz besucht den Zoo Duisburg

Prinz Marvin II., Prinzessin Alina I. und Page Annika besuchen ihre Lieblingstiere
Duisburg, 06. Februar 2019 - Das närrische Treiben macht auch vor den Toren des Zoo Duisburg keinen Halt. Im Rahmen ihrer Rund-Um-Visite durch ihre Heimatstadt Duisburg besuchte Kinderprinz Marvin II. mit Prinzessin und Page den Zoo am Kaiserberg.

Prinzessin Alina I. konnte man die Vorfreude besonders am Zooeingang ansehen.
 „Der Besuch im Zoo ist für mich ein besonderes Highlight“, so die Kinderprinzessin. Bei der 12jährigen stehen vor allem Schildkröten hoch im Kurs. „Sie sind meine absoluten Lieblingstiere und daher auch auf meinem Orden zu sehen“, so Alina I..

Volker Grün, Kurator im Zoo Duisburg, nutzte die Gelegenheit und organisierte daher einen besonderen Besuch bei den Riesenschildkröten des Zoos, was nicht nur die Prinzessin freute. Auch Page Annika zählt Schildkröten zu ihren Lieblingen und so bekam die Prinzencrew die Chance, auf Tuchfühlung mit den im Zoo beheimateten Seychellen-Riesenschildkröten zu gehen. Statt Kamelle gab es von Prinz Marvin II. aber ein gesundes Potpourri aus verschiedenen Salaten und Möhren.

Auch die Giraffen erfreuten sich an den Leckereien der Prinzencrew. Frischer Bambus steht bei den Duisburger Langhälsen hoch im Kurs.

V.l.: Prinzessin Alina I., Prinz Marvin II und Page Annika - Foto Zoo Duisburg

 

Baubeginn bei den Löwen rückt näher

Die ersten Wisente haben den Zoo verlassen 

Duisburg, 04. Februar 2019 - In den frühen Morgenstunden haben die ersten zwei Wisente den Zoo Duisburg in Richtung Süddeutschland verlassen. Die neue Heimat von Weibchen Pogoda II und ihrer Tochter Dunewa wird der Wild- und Freizeitpark Allensbach sein. Mit der Abgabe der ersten Wisente rückt auch der Baubeginn zur Erweiterung der Löwenanlage ein Stück näher.

„Nach enger Rücksprache mit dem zuständigen Zuchtprogramm für Flachlandwisente konnten wir für alle unserer Tiere geeignete, neue Halter finden“, freut der zoologische Leiter Johannes Pfleiderer. Die Auswahl der neuen Heimat war nur eine Herausforderung, welche die Zooverantwortlichen vor dem eigentlichen Transport zu meisten hatten. Vor der Reise musste auch ein geeignetes Tiertransportunternehmen gefunden werden. Transportpapiere mussten erstellt und ein tierärztlicher Check-Up durchgeführt werden. Am eigentlichen Transporttag arbeiten Biologen, Tierärzte und das Tierpflegerteam Hand in Hand.

Fotos Zoo Duisburg

 

Aufgrund der baulichen Gegebenheiten mussten die erfahrenen Zootierärztinnen die zwei Wisentweibchen im Stallgebäude in Narkose legen. Viele helfende Hände beförderten die bis zu 500 kg schweren Tiere anschließend unter Hilfe stabiler Tragematten in das vorbereitete Transportfahrzeug, in welchem sie ihre Reise Richtung Süden antraten. Pfleiderer: „Derzeit sieht es so aus, dass uns die übrigen fünf Wisente bis zum Ende diesen Monats verlassen werden. Die Zoobesucher haben also noch etwas Zeit, sich von den mächtigen Tieren zu verabschieden.“

Nach Abgabe der letzten Wisente wird der Zoo das leerstehende Gehege für die Erweiterung der Löwenanlage vorbereiten, welche dank der Unterstützung der Sparkasse Duisburg möglich ist. „Wir sind derzeit in finalen Phase der Planung und Ausschreibung für das Projekt und sind zuversichtlich, dass die Bauarbeiten in Kürze beginnen können“, betont Astrid Stewin, Vorstandsvorsitzende im Zoo.

Im Rahmen des Naturseminares „Heimische Säugetiere“ haben große und kleine Tierfreunde am Samstag, den 09. Februar noch einmal die Gelegenheit, allerhand wissenswertes über Wisente zu erfahren. Naturschutzexperte Peter Allenschläger weiß außerdem viele spannenden Geschichten rund um Luchs und Wildkatze zu erzählen. Das kostenfreie Naturseminar findet in der Zeit von 13.00 – 16.00 Uhr in der Zooschule statt, nur der Zooeintritt ist zu entrichten.

 

 

 Neues Zuchtmännchen bei den Bennett-Kängurus

Känguru-Nesthäkchen Lizzy kann somit bleiben

Duisburg. 31. Januar 2019 - Am vergangenen Montag hat die Bennett-Känguru-Gruppe im Zoo Duisburg Zuwachs bekommen. Aus dem Tierpark Herford zog ein neues Männchen an den Kaiserberg. Lizzies Vater verließ Duisburg bereits vor einigen Wochen in Richtung Österreich. Grund für den Tausch des Zuchtmännchens ist die kleine Lizzy.

Bennett-Känguru-Männchen da

 

Im Vergangenen Jahr retteten die Tierpfleger am Kaiserberg der kleinen KänguruDame das Leben. Ihre Mutter war verstorben, Lizzy als kleines, nacktes Känguru auf die Wärme des mütterlichen Beutels angewiesen. Ohne den beherzten Einsatz des Zooteams wäre Lizzy gestorben. „In der Natur wäre der Tod der Mutter auch Lizzies Ende gewesen, sie hätte keine Milch mehr bekommen und wäre ausgekühlt“, weiß Tierpflegerin Janet Scheiblich.


Stattdessen zog Lizzy in einen Stoffbeutel, wurde von ihren Pflegern ständig umher getragen und bekam anfänglich alle zwei, später dann alle vier Stunden die Flasche mit Kängurumilch. Die Aufzucht des kleinen Kängurus war für die Beteiligten ein Kraftakt. „Wir mussten Lizzy am Anfang sogar mit ins Bett nehmen, die Tiere brauchen rund um die Uhr Körpernähe und müssen den Herzschlag der Mutter hören um sich wohl zu fühlen“, so Scheiblich.

Mittlerweile ist Lizzy ein richtiger Känguru-Teenie und schon lange aus dem Haushalt ihrer Ersatzeltern ausgezogen. Um ihr künftig ein Leben in der Duisburger Känguru-Familie ermöglichen zu können, musste ihr Vater die Gruppe verlassen. Der Grund: Lizzy hätte von ihrem Vater gedeckt werden können, Inzucht wäre die Folge gewesen. „Es ist toll, dass Lizzy bleiben kann und vielleicht irgendwann selber Mutter sein wird“, freut sich die Tierpflegerin.

 Lizzy im Sommer - Foto Zoo Duisburg

Tierische Filmstars: Themenführung für Kinder und Erwachsene im Zoo

Duisburg. 30. Januar 2019 - Egal ob Clownfisch Nemo, Katta-König King Julien oder Löwenkind Simba – die tierischen Charaktere sind die absoluten Stars der Trickfilmliebhaber und besonders bei Kindernin aller Munde. Doch stimmen die tierischen Darstellungen in Filmformaten wirklich? Leben Clownfische ausschließlich in ihrer Anemone und haben Kattas tatsächlich einen König?

Im Rahmen der Themenführung „Tierische Filmstars“ erfahren große und kleine Tierfreunde, wie sich ihre Zeichentrickhelden im wahren Leben verhalten. Los geht es am Sonntag, den 17. Februar um jeweils 12.00 und 14.00 Uhr, Treffpunkt ist am Haupteingang. 

Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei, lediglich der Zooeintritt ist zu entrichten. Eine vorherige Anmeldung ist bis zum 14.02.2019 unter limpinsel@zoo-duisburg.de erforderlich.

Tierische Filmstars: Falscher Clown-Anemonenfisch - Foto Zoo Duisburg

 

Neue Bewohner im Zoo Duisburg

Elegante Meerbrennessel-Quallen treiben durch das Aquarium 

Duisburg, 17. Januar 2019 - Anmutig treiben Japanische Meerbrennnessel-Quallen durch das Aquarium im Duisburger Zoo. Der Name der glitschigen Tierchen ist Programm. Bei Berührung droht ein brennender Schmerz mit einhergehenden Hautreizungen – vergleichbar wie bei einer Brennnessel.

 

Betritt man das Aquarium im Duisburger Zoo, so fällt der Blick direkt auf den ‚Quallenkreisel‘ am gegenüberliegenden Ende des Eingangs. Die neuen,

nahezu durchsichtigen Bewohner bannen die Blicke der kleinen und großen Zoobesucher. Immerzu im Kreis treiben die Quallen durch das Aquarium.

Selber schwimmen können sie nicht, eine kreisrunde Strömung hält die Tiere in Bewegung. Dabei ziehen sie ihre langen Tentakel  in der Hoffnung

hinter sich her, dass ein unvorsichtiges Beutetier in ihre Fänge gerät. Gespickt mit hunderten Nesselzellen sind Quallen-Tentakeln effektive Waffen.

Berührt ein Beutetier eine solche Nesselzelle, so feuert die Qualle eine Art ‚Mini-Harpune‘ ab, welche einen Giftcocktail in das Beutetier injiziert und

es lähmt. Im ‚Quallenkreisel‘ sind sie auf der Jagd nach Artemien, einer kleinen Krebsart.  

Meerbrennnessel-Quallen leben ursprünglich in den kalten Gewässern rund um Japan. Im Vergleich zu anderen Quallenarten sind diese Nesseltiere

überaus langlebig – gute zwei Jahre alt kann eine Qualle werden. Die neuen Bewohner im Duisburger Zoo stammen nicht etwa aus japanischen

Gewässern, sie wurden im Zoo Rostock gezüchtet und werden erstmals am Kaiserberg gehalten. 

Japanische Meerbrennnessel-Quallen - Foto Zoo Duisburg

 

 

Wiegen, messen, zählen – Inventur im Zoo Duisburg

Duisburg, 09. Januar 2019 - Der Tierpark am Kaiserberg beherbergt rund 8.981 Tiere aus 418 Arten. In den vergangenen Wochen hieß es für die Mitarbeiter des Zoo Duisburg erneut: Wiegen, messen, zählen. Johannes Pfleiderer, zoologischer Leiter am Kaiserberg, rief zum großen Zählapell auf. Ausgerüstet mit Klemmbrett, Artenliste und Kugelschreiber kamen die Mitarbeiter zum Ergebnis: Rund 8.981 Individuen aus 418 Arten leben derzeit im Zoo am Kaiserberg.  

 

Von Alpaka bis Doktorfisch, von Elefant bis Zebra wurden alle Tiere erfasst, kaum ein Tierchen konnte sich dem jährlichen Zählen entziehen. „Natürlich wissen wir, wie viele Elefanten, Zebras und Gorillas wir in unserem Zoo haben“, schmunzelt Johannes Pfleiderer.

 

„Bei einigen Arten können sich Jungtiere aber durchaus unbemerkt im Gehege verstecken, oder adulte Tiere lassen sich über einige Wochen nicht sehen. Besonders im Aquarium steht das Zooteam jährlich vor große Herausforderungen. „Fische sind flink, Individuen lassen sich kaum auseinanderhalten und Jungtiere sind zum Teil winzig“, weiß der zoologische Leiter.

Schier unmöglich ist es daher, den Bestand an Guppys in der Tropenhalle „Rio Negro“ genau zu ermitteln. Pfleiderer: „Hier müssen wir schätzen, die Tiere sind einfach zu klein und in der großzügigen Anlage, welche sie mit Flussdelfin und verschiedenen anderen südamerikanischen Fischen teilen, kaum zu entdecken“.  
Für die kleinen und großen Pantherschildkröten ging es im Rahmen der Inventur zusätzlich zum Fotoshooting.


Pantherschildkröte

 

„Schildkröten haben eine Art Personalausweis, mit welcher sie eindeutig zu identifizieren sind“, erläutert Dr. Carolin Bunert, Tierärztin im Zoo. „Jedes Jahr vermessen und fotografieren wir den Panzer der Schildkröten, damit wir den Personalausweis aktualisieren können. Geht eine Schildkröte auf Reise, so schicken wir die Fotos mit. Dadurch ist klar zu belegen, wo die Schildkröte geschlüpft ist“.  

Hinterwälder Rinder zogen von Duisburg nach Leipzig


Im Vergleich zum Vorjahr (rund 9.628 Individuen, 433 Arten) hat sich der Tierbestand leicht verringert. Einige Tiere verließen Duisburg, wie beispielsweise die Hinterwälder Rinder, welche nun in einem Beweidungsprojekt in Leipzig einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten.

Koala Toorie ist Neu-Duisburger

Auch Binturong Chantall, Tigerjungspund Makar, Faultier Flash und vier junge Fossas verließen den Zoo. Hingegen durfte das Zooteam den jungen Koala Toorie aus Edinburgh am Kaiserberg begrüßen. Außerdem zogen verschiedene Vogelarten in die Tropenhalle „Rio Negro“ ein, darunter die seltenen Salvadori Weißohrsittiche und Montserrat-Trupiale sowie Seidenaffe und Roter Sumpfspringaffe.

Sumpfwallaby - alle Fotos Zoo Duisburg

Aus den Zoos von Leipzig und Köln erhielt der Tierpark eine Vielzahl neuer Fischarten. Außerdem wurde die Gruppe Bergkängurus mit vier Sumpfwallabies, eine Junggesellengruppe, vergesellschaftet.  Auch in 2019 stehen Änderungen im Tierbestand an. So werden die Wisente den Zoo verlassen, um Platz für die Erweiterung der Löwenanlage zu machen. Neu begrüßen dürfen die Besucher u.a. Dahomey-Zwergrinder, Java-Binturongs, Wirtelschwanzleguane und Schlankboas.  

 

 

Kindgerechte Themenführung im Zoo Duisburg  

Duisburg, 07. Januar 2019 - Wieso frieren Flamingos nicht im kalten Wasser, warum fressen Seelöwen in der kalten Jahreszeit mehr Fisch und wieso mögen kleine Pandas den Winter? Im Rahmen der 90minütigen, kostenfreien Themenführung „Wie gehen Tiere mit Kälte um“ erfahren kleine und große Zoofreunde allerhand Spannendes über die Anpassungen der Tiere an den Winter.  
Los geht es am 20.01.2019 um 12.00 und 14.00 Uhr am Haupteingang. Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei, lediglich der Zooeintritt ist zu entrichten. Eine vorherige Anmeldung ist bis zum 17.01.2019 unter limpinsel@zoo-duisburg.de erforderlich.  

Wisent im Schnee - Foto Zoo Duisburg

 

 

Zoo führt Familien- und Feierabendtickets ein

Testphase von Januar bis einschließlich März.
Duisburg, 04. Januar 2019 - Testphase im Zoo: Von Januar bis einschließlich März können sich Familien und Nachmittags-Besucher auf neue Tarife freuen. In dieser Zeit wird der Zoo spezielle Tickets für Familien und Feierabend-Besucher anbieten.  
Die Tages-Familienkarte beinhaltet für 41,50 Euro den Eintritt für zwei Erwachsene und ein Kind. Maximal zwei weitere Kinder können für den reduzierten Eintrittspreis von 9 Euro hinzugebucht werden.
Wer den Zoo nur am Nachmittag besuchen möchte, kann sich ebenfalls auf vergünstigte Eintrittspreise freuen. Werktags ab 15 Uhr zahlen Erwachsene 8 Euro Eintritt, Kinder lediglich 5 Euro.   Nach Ende der Testphase wird dann darüber entschieden, ob die beiden Tarife dauerhaft in das Ticket-Angebot des Zoos aufgenommen werden.
„Das Familienticket macht den Zoo-Besuch mit Kindern noch attraktiver. Mit dem Feierabend-Ticket wollen wir für jedermann ein neues Angebot für die Nachmittagsgestaltung machen und das zu einem besonderen Preis-Leistungs-Verhältnis“, erläutert die Zoo-Vorstandsvorsitzende Astrid Stewin.  

An stark besuchten Tagen bleibt zudem der Nebeneingang „Tigerkasse“ auch weiterhin geöffnet. Der Eingang in unmittelbarer Nähe zum großen Parkplatz unmittelbar an der A40 wird sonst an Wochenenden im Sommer, an Feier- und Brückentagen sowie in den Ferien zusätzlich zum Haupteingang des Zoos an der Mülheimer Straße geöffnet.  

Erdmännchen-Foto Zoo Duisburg

 


Im ‚Rio Negro‘ sind die Affen los

Löwenäffchen, Seidenäffchen und Sumpfspringaffe tummeln sich zwischen den Besuchern. Salvadori-Weißohrsittiche begeistern mit waghalsigen Flugmanövern  
In den vergangenen Monaten ist es in der Tropenhalle ‚Rio Negro‘ im Duisburger Zoo gemächlich zugegangen.
Leise bewegten sich Faultiere durch das Geäst, Köhlerschildkröten knabberten am Salat und die mächtigen Pacus, Fische der südamerikanischen Flüsse, zogen ihre Bahnen. Mit dem Einzug verschiedener neuer Affen- und Vogelarten zieht mehr Leben in die Tropenhalle ein.  
Flink bewegt sich das Schwarzschwanz-Seidenäffchen durch das Geäst, das leuchtend orange-gelbe Fell der Goldgelben Löwenäffchen schillert schon von  weitem durch das dichte Blattwerk der hohen Bäume und die vier Salvadori-Weißohrsittiche fliegen im Formationsflug durch die Tropenhalle. Aufmerksam beobachtet Flussdelfin ‚Baby‘, was die neuen Mitbewohner der südamerikanischen Tier-WG in den oberen Etagen treiben. Was ‚Baby‘ aus dem Wasser heraus beobachtet, können die Besucher auf Augenhöhe erleben – eine Aussichtshütte macht es möglich.  
So aufgeschlossen Seidenäffchen und Löwenäffchen auch sind, so zurückhaltend, ja nahezu schüchtern, zeigt sich „Sahrabori“, ein Roter Sumpfspringaffe. Der Rote Sumpfspringaffe ist die einzige von 34 südamerikanischen Springaffenarten, die in europäischen Zoos gehalten wird. Nur in zwei anderen deutschen Zoos kann man diese Art beobachten.
„Aufgrund der Seltenheit haben wir daher zunächst nur ein Tier über das Zuchtprogramm erhalten können und wartet auf eine Partnerin“, weiß Johannes Pfleiderer, zoologischer Leiter am Kaiserberg. Noch seltener werden Schwarzschwanz-Seidenäffchen gehalten - außerhalb der britischen Inseln gibt es nur eine weitere Haltung in europäischen Zoos. Auch hier sucht der Zoo noch ein passendes Weibchen.  
Nach der mehrwöchigen Eingewöhnung hinter den Kulissen werden die neuen Bewohner die Tropenhalle nun jeden Tag ein Stückchen mehr erkunden. Pfleiderer: „Sobald sich die Tiere eingelebt haben, werden sie vom Besucherbereich gut zu sehen sein. In der Anfangsphase erwarten wir, dass sich die Tiere noch häufig im Bereich der Tierpfleger aufhalten werden, noch ist also etwas Geduld gefragt“.   Das die neuen und alten Bewohner des Duisburger ‚Rio Negro‘ alle ursprünglich in Südamerika leben, ist leider nicht die einzige Gemeinsamkeit. Durch Lebensraumverlust, Wilderei und Umweltverschmutzung sind alle gezeigten Tierarten der Tropenhalle ‚Rio Negro‘ hoch bedroht.  

Löewenäffchen im Rio Negro - Foto Zoo Duisburg