Politik Bund und mehr Sonderseiten
  •  BZ-Sitemap 2025, 2024, 2023
 

 Stark erhöhte Sterbefallzahlen in der letzten Juniwoche, 32 % über dem Vergleichswert der Vorjahre
Destatis

Wiesbaden/Duisburg, 14. Juli 2026 - Im 2. Quartal 2026 sind in Deutschland nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 243 600 Menschen gestorben. Die Sterbefallzahlen bewegten sich zumeist im Bereich der mittleren Werte der vier Vorjahre oder merklich darunter.
Ausnahmen waren erhöhte Sterbefallzahlen in Wochen mit hohen Durchschnittstemperaturen ("Hitzewellen").
Besonders deutlich war dieser Effekt in der letzten Juniwoche (22. - 28. Juni), in der die Sterbefallzahlen zeitgleich mit einer historischen Hitzewelle um 32 % über dem mittleren Wert der vier Vorjahre lagen. In dieser Woche starben in Deutschland demnach etwa 23 900 Menschen. Das waren etwa 7 100 Sterbefälle mehr als noch zwei Wochen zuvor.
Auf die einzelnen Monate bezogen betrug die Differenz zum jeweiligen mittleren Wert der Jahre 2022 bis 2025 für den April -5 % und für den Mai -2 %. Der von der Hitzeperiode geprägte Juni verzeichnete Sterbefallzahlen, die um 9 % über dem entsprechenden Vergleichswert lagen. Dass im Zusammenhang mit Hitze die gesundheitliche Belastung hoch ist und in Folge auch die Sterbefallzahlen ansteigen, ist ein bekannter Effekt, der in Sommermonaten bereits häufiger beobachtet wurde.

 

Sterbefallzahlen im 1. Quartal 2026 mit 270.000 Toten im Bereich der mittleren Werte der Vorjahre  
Einfluss der Grippewelle im 1. Quartal 2026 vergleichsweise gering
Destatis

Wiesbaden/Duisburg, 21. April 2026 - Im 1. Quartal 2026 sind in Deutschland nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 270 000 Menschen gestorben. Der für Wintermonate typische Einfluss von Atemwegserkrankungen ("Grippewellen") auf die Sterbefallzahlen war in dieser Zeit vergleichsweise gering. Sie bewegten sich zumeist im Bereich der mittleren Werte der vier Vorjahre oder merklich darunter.
Deutlichste Ausnahme waren erhöhte Sterbefallzahlen Mitte Januar (+7 % und +8 % in den Kalenderwochen 2 und 3).
Auf die einzelnen Monate bezogen betrug die Differenz zum jeweiligen mittleren Wert der Jahre 2022 bis 2025 für den Januar +3 %, für den Februar +1 % und für den März -11 %.
Auch weitere Indikatoren, die das Robert Koch-Institut (RKI) zur Einordnung der diesjährigen Grippewelle veröffentlicht, liegen auf dem Niveau der Vorsaisons oder darunter.