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NRW: Neues Geothermie-Portal erlaubt tiefen Blick in den Untergrund
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 1. Februar 2023 - Das vom Landesbetrieb Information und Technik (IT.NRW) rundum erneuerte, kostenlos nutzbare Geothermie-Portal stellt ab sofort erweiterte Informationen für eine klimafreundliche Wärmeversorgung bereit.
Für die erfolgreiche Nutzung der Geothermie ist das Wissen über die geologische Beschaffenheit des Untergrundes unverzichtbar. Bei dem von IT.NRW im Auftrag des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen rundum erneuerten Portal handelt es sich um eine Überarbeitung des bereits seit 20 Jahren für die Planung von Erdwärmeanlagen nutzbaren Tools.
„Heute ist das Portal eine wichtige Brücke zur Wärmewende und orientiert sich daher an den Bedürfnissen der jetzigen Zeit”, erläutert Dr. Ulrich Pahlke, Direktor des Geologischen Dienstes NRW, nämlich „eine lokale, unabhängige, sichere und insbesondere klimafreundliche Wärmeversorgung für NRW.”
Die neue Version des Portals zur Geothermik steht Interessierten ab sofort unter der Adresse https://www.geothermie.nrw.de zur Verfügung.

Im neuen Design unterscheidet das Portal nunmehr zwischen oberflächennaher, mitteltiefer und tiefer Geothermie. Durch diese Erweiterung und durch neue Funktionen wird weiteren Zielgruppen die Nutzung des Tools ermöglicht.
Private Nutzer/-innen können sich weiterhin im Bereich der oberflächennahen Geothermie mittels genauer Standortchecks über die Einsatzmöglichkeiten zur Nutzung von Erdwärmesonden bis 100 Meter Tiefe informieren. Zudem werden nähere Informationen zum geothermischen Potenzial, zu Wasserschutzgebieten und zu aus hydrogeologischer Sicht ungünstig liegenden Bereichen zur
Verfügung gestellt. Interessierte erhalten ein prognostisches Schichtenverzeichnis und Informationen darüber, welche Genehmigungen
zusätzlich eingeholt werden müssen. Außerdem können mit den bereitgestellten Werten zur Wärmeleitfähigkeit Erdwärmesonden
dimensioniert werden und die Planung wird um ein Vielfaches erleichtert.

Die neuen Informationen zur mitteltiefen Geothermie stehen zurzeit nur für den Raum Rheinland und den Nordrand des Rheinischen Schiefergebirges zur Verfügung. Weitere Regionen sollen folgen. Neben mehr als 10 000 prognostischen geologischen Schichtverzeichnissen ist erstmals eine Angabe der erwarteten Wärmeleitfähigkeiten bis in 1 000 Meter Tiefe möglich.
Neu ist außerdem die Möglichkeit, sich Bohrungen in der Nähe des geplanten Projektstandortes sowie bestehende bergrechtliche Erdwärmefelder anzeigen zu lassen. Darüber hinaus werden potenziell geeignete Standorte für eine saisonale Wärmespeicherung angezeigt. Neben diesen Informationen bietet die Anwendung das Werkzeug WebEWS zur Berechnung der benötigten Sondenlänge bis
1 000 Meter Tiefe. Dieses neue Tool wurde im Zuge einer Forschungsarbeit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen entwickelt.

Für Geothermievorhaben, die deutlich höhere Temperaturen benötigen und damit tiefer als 1 000 Meter reichen, werden in der neuen Portal-Version Kalkgesteine betrachtet. Durch Hohlräume im Gestein kann heißes Wasser zirkulieren, das z. B. von Städten und Gemeinden über Fernwärmenetze großräumig zu Heizzwecken genutzt werden könnte. Im Portal sind jetzt auch Angaben über die Verbreitung, Tiefe und Mächtigkeiten von Kalksteinschichten bis in 6 000 Meter Tiefe verfügbar.

Der Landesbetrieb IT.NRW ist nicht nur das Statistische Landesamt, sondern auch der zentrale IT-Dienstleister für das Land Nordrhein-Westfalen. Ausgeprägtes Fachwissen, langjährige Erfahrung und die systematische Qualifizierung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern seine Kompetenz und die Qualität der Dienstleistungen. Zur Optimierung seines Produkt- und Service-Angebotes kooperiert IT.NRW mit wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Institutionen sowie den statistischen Ämtern der Kommunen, der Länder, des Bundes und Europas.


67,5 Prozent shoppen online – die meisten kaufen Kleidung oder Sportartikel
Düsseldorf/Duisburg, 24. Januar 2023 - In Nordrhein-Westfalen haben im Jahr 2022 (in den letzten drei Monaten vor der Befragung) mehr als zwei Drittel (67,5 Prozent) der 16- bis 74-Jährigen Waren und Dienstleistungen online gekauft.
Wie Information und Technik als Statistisches Landesamt mitteilt, bestellten Männer (67,7 Prozent) und Frauen (67,4 Prozent) etwa gleich häufig im Internet. Mit einem Anteil von 73,9 Prozent bestellten die meisten Kleidung oder Sportartikel. Nahezu die Hälfte (47,3 Prozent) kaufte Filme oder Musik im Internet. Auf Rang drei der Onlineeinkäufe lagen Bücher, Zeitungen und Zeitschriften mit einem Anteil von 30,8 Prozent.
Bei Frauen lagen Kleidung und Sportartikel mit 82,0 Prozent auf Platz eins und Filme und Musik mit 42,0 Prozent auf Platz zwei. Lebensmittel, Getränke und Güter des täglichen Bedarfs (33,6 Prozent) folgten auf Platz drei. Auch bei Männern rangierten Kleidung und Sportartikel (65,8 Prozent) und Filme und Musik (52,5 Prozent) auf den ersten beiden Plätzen. Am dritthäufigsten buchten Männer Unterkünfte für den privaten Gebrauch (29,9 Prozent).

Die hier vorgestellten Ergebnisse basieren auf der Erhebung zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten. Die Befragung wurde bis zum Jahr 2020 als eigenständige Erhebung durchgeführt und ist seit 2021 als freiwillige Unterstichprobe in den Mikrozensus integriert. Hier dargestellt sind die Anteile (in Prozent) der Online-Einkäuferinnen und Einkäufer im Alter von 16 bis 74 Jahren, die in den letzten drei Monaten vor der Befragung die jeweiligen Waren und Dienstleistungen im Internet bestellt haben.