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NRW: 17 Prozent aller Jobs wurden mit weniger als 13,04 Euro entlohnt
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 9. Februar 2024 - Im April 2023 haben 17 Prozent der abhängig Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen im Niedriglohnsektor gearbeitet. Damit wurden in Nordrhein-Westfalen rund 1,4 Millionen Jobs unterhalb der bundeseinheitlichen Niedriglohnschwelle von 13,04 Euro brutto je Stunde entlohnt. Ein Jahr zuvor hatte dieser Anteil noch bei 21 Prozent gelegen.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, befanden sich mehr als 90 Prozent (rund 1,3 Millionen) dieser Beschäftigungsverhältnisse im Dienstleistungsbereich.

Frauen waren in der Gruppe der Beschäftigten im Niedriglohnsektor mit rund 831 000 Jobs im Vergleich zu Männern (rund 615 000 Jobs)
stärker vertreten. Gemessen an allen beschäftigten Frauen wurde jede fünfte Frau (20 Prozent) unterhalb der Niedriglohnschwelle entlohnt. In der Gruppe der Männer trifft dies auf jeden siebten Mann (14 Prozent) zu.

Datenquelle der vorliegenden Ergebnisse ist die Verdiensterhebung von April 2023. Zum Niedriglohnsektor zählen alle Beschäftigungsverhältnisse, die im April 2023 mit einem Bruttostundenverdienst unterhalb der bundeseinheitlichen Niedriglohnschwelle von 13,04 Euro entlohnt wurden. Die Niedriglohnschwelle liegt bei zwei Dritteln des Medianverdienstes (19,56 Euro) aller einbezogenen abhängigen Beschäftigungsverhältnisse.



NRW: Zahl der Erwerbstätigen erreicht im Jahr 2023 mit rund 9,78 Millionen neuen historischen Höchststand
Düsseldorf/Duisburg, 30. Januar 2024 - Die Zahl der Erwerbstätigen hat in Nordrhein-Westfalen im Jahresdurchschnitt 2023 mit rund
9,78 Millionen einen neuen historischen Höchststand erreicht.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Berechnungen mitteilt, waren damit 48 800 Personen (+0,5 Prozent) mehr erwerbstätig als 2022. Gegenüber dem Beginn der Erwerbstätigenrechnung im Jahr 1991 war
dies ein Anstieg von 1,7 Millionen Personen bzw. 21,1 Prozent.

Deutschlandweit stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 0,7 Prozent (+333 000) auf 45,93 Millionen. Auch bundesweit erreichte die Zahl
der Erwerbstätigen damit einen neuen historischen Höchststand.

Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet, war der größte Zuwachs in Nordrhein-Westfalen erneut im DIENSTLEISTUNGSBEREICH zu verzeichnen: Die Zahl der Erwerbstätigen stieg hier gegenüber 2022 um 45 700 auf 7,59 Millionen (+0,6 Prozent).

Im Bereich „HANDEL, VERKEHR, GASTGEWERBE, INFORMATION UND KOMMUNIKATION” wurde mit 24 000 ein Zuwachs von +1,0 Prozent erreicht. Hier konnten die Rückgänge der Jahre 2020 und 2021 vollständig kompensiert werden: Mit 2,52 Millionen Erwerbstätigen wurde der Höchststand aus dem Jahr 2019 um 16 400 gesteigert.

Im Bereich „ÖFFENTLICHE UND SONSTIGE DIENSTLEISTER, ERZIEHUNG, GESUNDHEIT” wurden seit 20 Jahren kontinuierlich Zuwächse verzeichnet. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der Erwerbstätigen hier gegenüber dem Vorjahr um 22 300 auf 3,34 Millionen (+0,7 Prozent).

Im PRODUZIERENDEN GEWERBE wurden mit 2,11 Millionen 3 800 mehr Erwerbstätige ermittelt als 2022.
Im BAUGEWERBE, das auch dem Produzierenden Gewerbe zuzuordnen ist, wurde mit +1,1 der höchste prozentuale Zuwachs (+5 200) erreicht. Eine halbe Million Erwerbstätige arbeiteten 2023 im Bereich Baugewerbe.

Die hier vorgestellten Ergebnisse basieren auf Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung der Länder” zum
Berechnungsstand Januar 2024 (s. auch im Statistikportal https://www.statistikportal.de/de/etr), dem auch IT.NRW angehört. Die
Angabe der Erwerbstätigkeit erfolgt als Jahresdurchschnitt am Arbeitsort (Inlandskonzept), d. h. die Angaben beziehen sich auf
Erwerbstätige, die im Berichtsjahr – unabhängig von ihrem Wohnort – ihren Arbeitsplatz in Nordrhein-Westfalen hatten. In die
Erwerbstätigenrechnung einbezogen sind – neben den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten – auch Beamte,
marginal Beschäftigte sowie Selbstständige und mithelfende Familienangehörige.



Zahl der Erwerbstätigen in NRW ist im Jahr 2022 um 1,3 Prozent gestiegen
Düsseldorf/Duisburg, 19. Dezember 2023 - Die Zahl der Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen ist im Jahr 2022 um 126 700 auf rund 9,7 Millionen gestiegen. Das entspricht einem Plus von 1,3 Prozent gegenüber 2021.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Erwerbstätigenzahl in 50 von 53 nordrhein-westfälischen Kreisen bzw. kreisfreien Städten höher als ein Jahr zuvor.

Die höchsten Zuwächse gab es im Kreis Paderborn (+2,3 Prozent) sowie in den Städten Oberhausen (+2,2 Prozent) und Münster (+2,1 Prozent).

In der Stadt Hagen verringerte sich die Zahl der Erwerbstätigen am Arbeitsort (−0,7 Prozent). Gleiches gilt für den Kreis Siegen-Wittgenstein (−0,5 Prozent) und die Stadt Solingen (−0,2 Prozent).

Mit rund 7,5 Millionen waren im Jahr 2022 mehr als drei Viertel (77,6 Prozent) der Erwerbstätigen des Landes im Dienstleistungsbereich tätig. Das waren 124 500 mehr als 2021 (+1,7 Prozent). Für Oberhausen wurde mit einem Zuwachs von 2 100 (+2,8 Prozent) der höchste Anstieg der Erwerbstätigen am Arbeitsort in diesem Sektor ermittelt.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, lag der Anteil der Erwerbstätigen des PRODUZIERENDEN GEWERBES an der Gesamtwirtschaft bei 21,7 Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen in diesem Sektor blieb mit 2,1 Millionen gegenüber dem Vorjahreswert nahezu unverändert.

Mit 39,7 Prozent weist der Kreis Gütersloh den höchsten Anteil von Erwerbstätigen im Produzierenden Gewerbe auf. NRW-weit wurde hier mit 92 900 auch die höchste Zahl an Erwerbstätigen insgesamt ermittelt. Rund 1,2 Millionen Menschen gehörten 2022 zu den MARGINAL BESCHÄFTIGTEN (hauptsächlich geringfügig Beschäftigte und Ein-Euro-Jobber).

Im Vergleich zu 2021 blieb ihre Zahl nahezu unverändert. Im Jahr 2022 sank der Anteil der marginal Beschäftigten an allen Erwerbstätigen auf zwölf Prozent.

Die hier vorgestellten Ergebnisse basieren auf Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung der Länder” zum Berechnungsstand August 2023 (s. auch im Statistikportal unter https://www.statistikportal.de/de/etr), dem auch IT.NRW angehört.
In die Erwerbstätigenrechnung einbezogen sind – neben den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – auch Beamte, marginal Beschäftigte sowie Selbstständige und mithelfende Familienangehörige.



NRW: Reallöhne im dritten Quartal 2023 um ein Prozent gestiegen
Düsseldorf/Duisburg, 21. November 2023 - Die effektiven Bruttomonatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich sind in Nordrhein-Westfalen im dritten Quartal 2023 real – also preisbereinigt – um 1,0 Prozent höher gewesen
als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, übertraf der Anstieg der
Nominallöhne mit +6,4 Prozent den der Verbraucherpreise (+5,3 Prozent). Damit war zum ersten Mal seit dem zweiten Quartal
2021 ein höherer Anstieg der Reallöhne zu verzeichnen.

IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. Sie stehen auch der Wissenschaft und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.



NRW: Rückgang der Reallöhne im zweiten Quartal 2023 gestoppt
Düsseldorf/Duisburg, 18. August 2023 - Die effektiven Bruttomonatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich lagen in Nordrhein-Westfalen im zweiten Quartal 2023 real – also preisbereinigt – um 0,1  Prozent über denen des Vorjahreszeitraums.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, hat sich der
in den vergangenen Quartalen beobachtete Rückgang der Reallöhne nicht fortgesetzt. Der Anstieg der Nominallöhne um +6,3 Prozent
übertraf den der Verbraucherpreise (+6,2 Prozent). Der in den vergangenen sieben Quartalen eingetretene Rückgang der Reallöhne
wurde damit gestoppt.

Beginnend mit dem ersten Quartal 2023 wurde die Berichterstattung über die Entwicklung der Nominal- und Reallöhne umgestellt: Während bislang die Verdienstentwicklung der Vollzeitbeschäftigten abgebildet wurde, wird nun die Verdienstentwicklung aller Beschäftigten dargestellt. Gleichzeitig wurden die zugrundeliegenden Verdienstindizes auf das Basisjahr 2022 = 100 und der Index der
Verbraucherpreise auf das Basisjahr 2020 = 100 umgestellt. Dadurch weichen die hier dargestellten Ergebnisse von früheren
Veröffentlichungen ab.

IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. Sie stehen auch der Wissenschaft und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.



1,3 Millionen Beschäftigungsverhältnisse in NRW profitierten von der Mindestlohnerhöhung im Oktober 2022
Düsseldorf/Duisburg, 2. Juni 2023 - Von der Mindestlohnerhöhung auf zwölf Euro im Oktober 2022 haben rund 1,3 Millionen Beschäftigungsverhältnisse in Nordrhein-Westfalen profitiert. Dies entsprach einem Anteil von 16 Prozent aller Jobs im Land. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, profitierten insbesondere Frauen (rund 762 000 Jobs; Männer: 566 000 Jobs) von der Mindestlohnerhöhung.
Bei mehr als der Hälfte der vor der Mindestlohnerhöhung mit weniger als zwölf Euro je Stunde entlohnten Jobs handelte es sich um geringfügige Beschäftigungsverhältnisse (ca. 710 000; 54 Prozent). Die andere Hälfte bildeten fast zu gleichen Teilen Voll- und Teilzeitbeschäftigte (22 bzw. 25 Prozent).
Mit rund 937 000 Jobs (71 Prozent aller betroffenen Beschäftigungsverhältnisse in NRW) profitierten vor allem die Beschäftigten in nicht tarifgebundenen Betrieben von der Anhebung des Mindestlohns.


Von der Mindestlohnerhöhung auf 12 Euro1) im Oktober 2022 betroffene Jobs2) in NRW

Merkmal

Anzahl
in 1 000

Jobs insgesamt

8 513

darunter

Jobs unter 12 Euro

1 328

davon

nach Geschlecht

Frauen

762

Männer

566

nach Beschäftigungsart

Vollzeitbeschäftigte

292

Teilzeitbeschäftigte

(325)

geringfügig Beschäftigte

710

nach Tarifbindung des Betriebs

tarifgebunden

(391)

nicht tarifgebunden

937


1) bei der Berechnung des Bruttostundenverdienstes wurden Sonderzahlungen, Überstundenvergütung und Zuschläge sowie die bezahlten Überstunden nicht berücksichtigt
2) abhängige Beschäftigungsverhältnisse der Abschnitte A bis S der Wirtschaftszweigsystematik 2008 im Oktober 2022 (Schätzung auf Datengrundlage der Verdiensterhebung Juli 2022) ohne Auszubildende, Praktikantinnen/Praktikanten, Minderjährige
Zeichenerklärung: () Aussagewert eingeschränkt, da der Wert Fehler aufweisen kann


NRW: Rückgang der Reallöhne setzt sich im ersten Quartal 2023 in abgeschwächter Form fort
Düsseldorf/Duisburg, 18. Mai 2023 - Die effektiven Bruttomonatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich sind in Nordrhein-Westfalen im ersten Quartal 2023 real – also preisbereinigt – um 2,0 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum gewesen.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, hat sich damit der Rückgang der Reallöhne im Vergleich zu vorhergehenden Quartalen abgeschwächt. Der Anstieg der Verbraucherpreise (+7,9 Prozent) übertraf den Zuwachs der Nominallöhne (+5,8 Prozent). Damit lagen die realen Verdienste der Beschäftigten unter denen des entsprechenden Vorjahreszeitraums.
Datenquelle der Verdienstentwicklung ab dem Berichtsjahr 2022 ist die neue Verdiensterhebung. Sie löst die bisherige Vierteljährliche
Verdiensterhebung ab. Aufgrund der unterschiedlichen Erhebungskonzepte sind die Daten ab dem Jahr 2022 nur eingeschränkt mit den Ergebnissen früherer Jahre vergleichbar.
Beginnend mit dem ersten Quartal 2023 wurde die Berichterstattung über die Entwicklung der Nominal- und Reallöhne umgestellt. Während bislang die Verdienstentwicklung der Vollzeitbeschäftigten abgebildet wurde, wird nun die Verdienstentwicklung aller Beschäftigten dargestellt. Gleichzeitig wurden die zugrundeliegenden Verdienstindizes auf das Basisjahr 2022 = 100 und der Index der
Verbraucherpreise auf das Basisjahr 2020 = 100 umgestellt. Dadurch weichen die hier dargestellten Ergebnisse von früheren
Veröffentlichungen ab.
IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland
Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten
möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger
statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden.


NRW: Erwerbstätige arbeiteten 2021 durchschnittlich 1 319 Stunden
Düsseldorf/Duisburg, 22. April 2023 - Die durchschnittliche Arbeitsleistung ist in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2021 mit 1 319 Stunden je Erwerbstätigen um 20 Stunden (+1,5 Prozent) höher ausgefallen als 2020.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, fiel der Anstieg in Nordrhein-Westfalen damit niedriger aus als im Bundestrend. Bundesweit lag die durchschnittliche Arbeitsleistung 2021 bei 1 340 Stunden (+1,6 Prozent).
Die Pro-Kopf-Arbeitsleistung fiel im Jahr 2021 regional unterschiedlich aus. Die höchsten Pro-Kopf-Arbeitsleistungen wurden überwiegend entlang der Rheinschiene ermittelt: Spitzenreiter war Düsseldorf mit einer durchschnittlichen Jahresarbeitsleistung von
1 368 Stunden je Erwerbstätigen, gefolgt von den Kreisen Gütersloh (1 348 Stunden) und Mettmann (1 343 Stunden).

Die landesweit niedrigsten Werte wurden für die Kreise Recklinghausen (1 284 Stunden) und Wesel (1 275 Stunden) ermittelt. Die
regionalen Unterschiede sind maßgeblich auf die Anteile der marginal Beschäftigten und Teilzeitbeschäftigten in den Kreisen und
kreisfreien Städten zurückzuführen. Entscheidend ist hierbei die regionale Wirtschaftsstruktur.

Im Verarbeitenden Gewerbe fällt der Anteil der Teilzeitbeschäftigten und der marginal Beschäftigten vergleichsweise niedriger aus als im Dienstleistungsbereich. Die Pro-Kopf-Arbeitsleistung ist dort niedriger, wo Minijobs und Teilzeitbeschäftigung eine größere Rolle spielen.
Die hier vorgestellten Ergebnisse basieren auf vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes
und der Länder”, dem auch IT.NRW angehört. Das Standard-Arbeitsvolumen umfasst die tatsächlich geleistete Arbeitszeit aller Erwerbstätigen (Voll- und Teilzeit), die als Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer oder als Selbstständige oder als mithelfende Familienangehörige eine auf wirtschaftlichen Erwerb ausgerichtete Tätigkeit ausüben. Hierzu zählen auch die Arbeitsstunden von Personen mit mehreren gleichzeitigen Beschäftigungsverhältnissen. Weitere Informationen


NRW: Im Jahr 2022 haben die Erwerbstätigen 1,8 Prozent mehr Arbeitsstunden geleistet
Düsseldorf/Duisburg, 23. März 2023 - Die Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen haben im Jahr 2022 insgesamt rund 12,9 Milliarden Stunden gearbeitet.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, erhöhte sich die Zahl der geleisteten Stunden
gegenüber dem Jahr 2021 um rund 229 Millionen Stunden bzw. 1,8 Prozent.
Im Vergleich zum Jahr 2019 lag die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden immer noch um 0,5 Prozent niedriger. Erbracht wurde die Arbeitsleistung von den 9,73 Millionen Erwerbstätigen im Land. Die Zahl der Erwerbstätigen war um 1,3 Prozent höher als im Jahr
zuvor. Die Pro-Kopf-Arbeitsleistung ist gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent auf 1 326 Stunden gestiegen.

In den Wirtschaftsbereichen fiel die durchschnittliche Arbeitszeit unterschiedlich aus. Den höchsten Anstieg gab es im Bereich
„Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation” (+4,0 Prozent).
Das Arbeitsvolumen stieg im Dienstleistungsbereich um 2,4 Prozent an, wohingegen es im Produzierenden Gewerbe und Baugewerbe konstant blieb. Der Bereich „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei” verzeichnete einen Rückgang um 1,0 Prozent bzw. 1 254 Stunden.

Die Arbeitsstunden je Erwerbstätigen stiegen im Jahr 2022 um 0,5 Prozent bzw. sieben Stunden auf 1 326 an. Den höchsten Anstieg
meldeten die Bereiche „Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation” mit +1,7 Prozent (+22 Stunden) und „Finanz-,
Versicherungs- und Unternehmensdienstleister, Grundstücks- und Wohnungswesen” mit +1,2 Prozent (bzw. +16 Stunden).

Im Baugewerbe fiel die durchschnittliche Pro-Kopf-Arbeitszeit um 13 Stunden bzw. 0,8 Prozent, was mit der gleichbleibenden Zahl von geleisteten Arbeitsstunden und steigender Erwerbstätigenzahl einhergeht.
Die vorliegenden Ergebnisse zum Arbeitsvolumen basieren auf vorläufigen, nicht kalenderbereinigten Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung der Länder”, dem auch IT.NRW in seiner Funktion als Statistisches Landesamt angehört. Die Ergebnisse zum Arbeitsvolumen und zur Erwerbstätigkeit können unter https://www.statistikportal.de/de/etr abgerufen werden.


NRW: Fast jede zweite Mutter mit Kind(ern) im Vorschulalter war 2021 erwerbstätig
Düsseldorf/Duisburg, 28. Februar 2023 - Nahezu die Hälfte (48,0 Prozent) der nordrhein-westfälischen Mütter mit Kind(ern) im Alter von unter sechs Jahren im Haushalt ist im Jahr 2021 erwerbstätig gewesen.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis von Endergebnissen des Mikrozensus 2021 mitteilt, erhöhen sich die Erwerbstätigenquoten der Mütter mit zunehmendem Alter des jüngsten Kindes:
So war etwa jede achte Mutter (14,3 Prozent), deren jüngstes Kind noch kein Jahr alt war, erwerbstätig.

Bei Müttern mit einjährigen Kindern war dieser Anteil mit 41,6 Prozent schon fast dreimal so hoch und von den Müttern mit Zweijährigen ging bereits mehr als die Hälfte (56,0 Prozent) einer Erwerbstätigkeit nach.

Bei Müttern, deren jüngstes Kind drei bis fünf Jahre alt war, lag der Anteil der Erwerbstätigen bei knapp zwei Drittel (66,0 Prozent). Väter mit Kind(ern) unter sechs Jahren im Haushalt waren mit 85,9 Prozent häufiger erwerbstätig als Mütter.

Je nach Alter des jüngsten Kindes zeigten sich bei Männern kaum Unterschiede: Die Erwerbstätigenquote lag zwischen 83,9 und
87,0 Prozent.

Erwerbstätige Mütter mit Kind(ern) im Vorschulalter arbeiteten im Jahr 2021 in NRW durchschnittlich 25,1 Stunden in der Woche. Rund
drei Viertel von ihnen (74,9 Prozent) waren teilzeitbeschäftigt. Die Wochenarbeitszeit erwerbstätiger Väter mit Kindern unter sechs
Jahren im Haushalt lag mit durchschnittlich 39,4 Wochenstunden auf Vollzeitniveau. In Teilzeit arbeiteten lediglich 9,2 Prozent der
Väter mit Kindern in diesem Alter.

Die hier vorgestellten Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus, einer seit 1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung der amtlichen Statistik. Dank der Selbstauskünfte der Befragten liegen aussagekräftige statistische Daten zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung vor. Die befragten Haushalte übernehmen mit ihren Angaben einen verantwortungsvollen Beitrag für unsere informierte demokratische Gesellschaft. Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen, stehen aber auch der Wissenschaft, der Presse und allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass Personen, die zum Zeitpunkt der Befragung in Mutterschutz oder in Elternzeit waren, bei der vorliegenden Auswertung nicht als erwerbstätig eingestuft wurden.

Aufgrund methodischer Änderungen sind die Ergebnisse für die Jahre 2020 und 2021 nur eingeschränkt mit denen aus den Vorjahren
vergleichbar. Weitere Informationen hierzu sowie zu den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf den Mikrozensus 2020 und 2021 finden Sie hier https://www.it.nrw/mikrozensus.


Reallöhne 2022 in NRW zum dritten Mal in Folge gesunken
Düsseldorf/Duisburg, 22. Februar 2023 - Die effektiven Bruttomonatsverdienste der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich in Nordrhein-Westfalen sind 2022 real – also preisbereinigt – um 5,0 Prozent niedriger gewesen als im Jahr 2021.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, übertraf der Anstieg der Verbraucherpreise (+8,2 Prozent) den Zuwachs der Nominallöhne (+2,7 Prozent). Damit lagen die realen Verdienste der Vollzeitbeschäftigten das dritte Jahr in Folge unter denen des Vorjahres.

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass die Nominallöhne anhand des Indizes der effektiven Bruttomonatsverdienste der
vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich ermittelt werden.
Datenquelle der Verdienstentwicklung ist seit dem Berichtsjahr 2022 die neue Verdiensterhebung. Sie löst die bisherige Vierteljährliche
Verdiensterhebung ab. Aufgrund der unterschiedlichen Erhebungskonzepte sind die Daten für das Jahr 2022 nur eingeschränkt mit früheren Ergebnissen vergleichbar.
Alle Ergebnisse der Quartale und des Jahres 2022 werden als vorläufige Ergebnisse veröffentlicht, da im Jahr 2023 durch die Umstellung auf den Basiszeitraum 2022 = 100 eine vollständige Revision aller Verdienstindizes vorgenommen wird.

IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden.