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NRW: Reallöhne stiegen im ersten Quartal 2024 um 3,0 Prozent
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 27. Mai 2024 - Die effektiven Bruttomonatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in Nordrhein-Westfalen im ersten Quartal 2024 real – also preisbereinigt – um 3,0 Prozent höher gewesen als im Vorjahreszeitraum.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, übertraf der Anstieg der Nominallöhne (+5,7 Prozent) den der Verbraucherpreise (+2,7 Prozent). Beginnend mit dem zweiten Quartal 2023 konnte somit vier Quartale in Folge ein Anstieg der Reallöhne verzeichnet werden.  

Ab sofort werden Ergebnisse für die Gesamtwirtschaft ausgewiesen  
Durch Einbeziehung des Wirtschaftsabschnitts A „Land- und Forstwirtschaft, Fischerei” werden ab dem ersten Quartal 2023 Ergebnisse für die Gesamtwirtschaft ausgewiesen und nicht mehr wie bisher ausschließlich für das Produzierende Gewerbe und den Dienstleistungsbereich. Die Ergebnisse unterscheiden sich daher geringfügig von früheren Veröffentlichungen.  

IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. Sie stehen auch der Wissenschaft und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.  
Eine lange Zeitreihe zu Nominal- und Reallöhnen in NRW finden Sie unter https://www.it.nrw/statistik/wirtschaft-und-umwelt/arbeit/verdienste  



NRW: Wie im Vorjahr verdienten Frauen im Jahr 2023 rund 17 Prozent weniger als Männer
Düsseldorf/Duisburg, 20. Januar 2024 - Mit einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 20,78 Euro haben Frauen in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 rund 17 Prozent (4,34 Euro) weniger verdient als ihre männlichen Kollegen (25,12 Euro).
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag dieser Wert damit auf dem Niveau des Jahres 2022. Der unbereinigte Gender Pay Gap, also der geschlechtsspezifische Verdienstunterschied, hat sich in den letzten drei Jahren nicht verändert.
In den Vorjahren hatte er sich kontinuierlich verringert (2015: 23 Prozent). Der unbereinigte Gender Pay Gap ist allerdings nicht gleichzusetzen mit einer Lohndiskriminierung weiblicher Beschäftigter in dieser Höhe, da er keine Auskunft über die Ursachen des geschlechtsspezifischen Verdienstabstands gibt. In seinem Wert kommen nicht nur Differenzen in der individuellen Entlohnung zum Ausdruck, sondern vor allem Unterschiede in den Beschäftigungsstrukturen von Frauen und Männern.

Bereinigter Gender Pay Gap in NRW 2023 bei 6 Prozent
Der Verdienstabstand ist vor allem darauf zurück zu führen, dass Frauen in Berufen, Branchen und Anforderungsniveaus arbeiten, in denen schlechter bezahlt wird. Hinzu kommt, dass 60 Prozent aller Frauen in Teilzeit oder in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen arbeiten, die häufig geringer entlohnt werden als Vollzeittätigkeiten. Gleiches trifft jedoch nur auf 23 Prozent der Männer zu.
Werden diese Faktoren bei der Berechnung des Lohnunterschieds zwischen Männern und Frauen berücksichtigt, erhält man den sogenannten bereinigten Gender Pay Gap. Dieser lag 2023 in NRW bei sechs Prozent oder umgerechnet 1,65 Euro Bruttoverdienst je Arbeitsstunde. Anders ausgedrückt, verdienten Frauen im Durchschnitt rund sechs Prozent weniger als männlichen Kollegen mit vergleichbaren Qualifikationen, Tätigkeiten und Erwerbsbiografien.
Ab dem Berichtsjahr 2022 basieren die Daten auf der neuen monatlichen Verdiensterhebung. Da unterschiedliche Datenquellen und Erhebungsmethodiken zugrunde liegen, sind die Ergebnisse ab dem Jahr 2022 nur eingeschränkt mit denen der Vorjahre vergleichbar.