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Düsseldorf/Duisburg, 30. Januar 2026 - Die
Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen – gemessen als Veränderung des
Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – liegt im Januar 2026 bei
2,0 %. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als
Statistisches Landesamt mitteilt, stieg der Preisindex gegenüber dem
Vormonat (Dezember 2025) um 0,1 %. Der Verbraucherpreisindex unter
Ausschluss der Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln und Energie –
oftmals auch als Kerninflation bezeichnet – ist zwischen Januar 2025
und Januar 2026 um 2,3 % gestiegen.
Vorjahresvergleich: Preissteigerungen für verschiedene
Dienstleistungen Zwischen Januar 2025 und Januar 2026
sind die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke um
2,7 % gestiegen. Preistreibend waren dabei u. a. Obstkonserven
(+33,7 %), Gurken (+25,7 %), Bohnenkaffee (+24,4 %) und
Schokoladentafeln (+21,5 %). Deutlich günstiger angeboten als
noch im entsprechenden Vorjahresmonat wurde beispielsweise Butter
(−33,6 %), Quark (−24,1 %) und Toastbrot (−12,7 %). Die
Energiepreise waren im Januar 2026 insgesamt um 1,4 % niedriger als
im Januar 2025. Dabei sanken sowohl die Preise für einige
Haushaltsenergien (Strom, Gas und Heizöl) als auch für Kraftstoffe.
Fernwärme (+2,5 %) und feste Brennstoffe (+12,9 %), wie
beispielsweise Holzpellets, wurden hingegen teurer angeboten.
Bahn- und Busreisende mussten für kombinierte
Personenbeförderungsleistungen im Januar dieses Jahres 5,9 % mehr
ausgeben als noch im Januar 2025. Diese Steigerung resultiert auch
aus dem Preisanstieg des Deutschlandtickets von 58 auf 63 Euro.
Daneben stiegen weitere Dienstleistungspreise im
Vorjahresvergleich; im Bereich der Wohnungsnebenkosten z. B. das
Schornsteinfegerentgelt (+6,4 %) und die Gebühren für die
Abwasserentsorgung (+4,1 %). Gesetzlich Versicherte mussten im
Januar 2026 für die ambulante Pflege 8,8 % und für die stationäre
Pflege 6,8 % mehr ausgeben als noch im Januar 2025.
Vormonatsvergleich: Bekleidungspreise gesunken –
Kraftstoffpreise gestiegen Zwischen Dezember 2025 und
Januar 2026 verzeichneten frische Nahrungsmittel wie Kopf- und
Eisbergsalat (+18,2 %), Tomaten und Paprika (jeweils +9,7 %) und
Eier (+9,5 %) überdurchschnittliche Preisanstiege. Weintrauben
(−7,9 %) und Butter (−6,4 %) konnten Verbraucherinnen und
Verbraucher günstiger erwerben als noch im Vormonat.
Bekleidung wurde preiswerter (−5,6 %): Die Preise für
Kinderbekleidung sanken um 9,0 %, für Damenbekleidung um 5,8 % und
für Herrenbekleidung um 5,0 %. Die Kraftstoffpreise zogen binnen
Monatsfrist deutlich an (+5,9 %): Diesel wurde im Januar 2026 um
6,3 % und Benzin um 6,0 % teurer angeboten als im Dezember 2025.
Hintergrund hierfür ist u. a. die gestiegene CO2-Bepreisung zum
1. Januar 2026 nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz von 55 auf
65 Euro pro Tonne.
Trotz der Mehrwertsteuersenkung für
Speisen in Gastronomiebetrieben zu Beginn des Jahres 2026 von 19 auf
7 % stiegen die Preise zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 für
Gaststättendienstleistungen um 0,7 %. Die Preise für Übernachtungen
sanken im selben Zeitraum um 2,1 %.
Diese Pressemitteilung
zur Entwicklung der Verbraucherpreise in NRW ist auf Basis
vorläufiger Ergebnisse erstellt. Die endgültigen Ergebnisse für den
Berichtsmonat Januar 2026 werden voraussichtlich am 06. Februar 2026
veröffentlicht. Diese können in der Landesdatenbank NRW abgerufen
werden. Grundlage für diese Pressemitteilung ist der
Verbraucherpreisindex (Basisjahr 2020 = 100). Die Daten stammen aus
den monatlichen Preiserhebungen der Statistischen Ämter des Bundes
und der Länder, auf deren Basis der Verbraucherpreisindex monatlich
fortgeschrieben wird. Für Auswertungen können verschiedene Zeiträume
betrachtet werden: Übliche Vergleiche sind die prozentualen
Veränderungen zum Vorjahresmonat (z. B. Januar 2025 mit Januar 2024)
oder zwischen zwei aufeinander folgenden Monaten (z. B. Februar 2025
mit Januar 2025). Nach Vorliegen des Dezemberergebnisses wird
darüber hinaus der Jahresdurchschnittswert berechnet. Auf Grundlage
dieses Durchschnitts kann die Preisentwicklung verschiedener Jahre
miteinander verglichen werden (z. B. zwischen den Jahren 2020 und
2024).
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