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NRW: Unternehmensinsolvenzen im 1. Halbjahr 2026 auf Zehnjahreshoch
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 10. September 2026 - Im 1. Halbjahr 2026 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 3.428 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das +7,5 % mehr als im 1. Halbjahr 2025. Damals hatte es 3.190 gemeldete Unternehmensinsolvenzen gegeben. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erreichte im 1. Halbjahr 2026 den höchsten Stand seit dem 1. Halbjahr 2016 mit 3.427 Insolvenzen. Bis zum 1. Halbjahr 2022 waren die halbjährlichen Insolvenzzahlen auf 1.805 gesunken; ab diesem Zeitpunkt stiegen sie dann wieder kontinuierlich an.

Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsbereich „Verkehr und Lagerei“ am höchsten
Im 1. Halbjahr 2026 wurden, bezogen auf jeweils 10.000 Unternehmen, durchschnittlich 46 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Die höchste Insolvenzquote verzeichnete dabei der Wirtschaftsbereich „Verkehr und Lagerei” mit 105 gemeldeten Insolvenzverfahren je 10.000 Unternehmen. Es folgten das „Baugewerbe” mit 82 Verfahren und das „Gastgewerbe” mit 82 Verfahren je 10.000 Unternehmen.

Rückgänge bei den betroffenen Beschäftigten und den voraussichtlichen Forderungen
Die Zahl der insgesamt von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im 1. Halbjahr 2026 mit 13.853 Beschäftigten um −34,9 % niedriger als im Vorjahreszeitraum. Damals hatte es 21.274 betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegeben. Nach ersten Auswertungen war im 1. Halbjahr 2026 der Großteil der betroffenen Beschäftigten im Wirtschaftsbereich „Verarbeitendes Gewerbe” beschäftigt.

Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen summierte sich im 1. Halbjahr 2026 auf 3,7 Milliarden Euro. Damit waren die Forderungen um −16,3 % niedriger als im 1. Halbjahr 2025. Damals hatte die Höhe der summierten Forderungen bei 4,4 Milliarden Euro gelegen.

Gesamtzahl der Insolvenzen um fast 8 % höher als im 1. Halbjahr 2025
Die Gesamtzahl der gemeldeten Insolvenzverfahren in NRW (Unternehmens- und Privatinsolvenzen) war im 1. Halbjahr 2026 mit 16.698 Verfahren um +7,8 % höher als im 1. Halbjahr 2025 mit 15.491 Verfahren. Neben den Unternehmensinsolvenzen gab es unter anderem 10.322 Verbraucherinsolvenzen, deren Zahl um +10,1 % gestiegen ist. Im 1. Halbjahr 2025 waren es 9.374 Verfahren gewesen.

• Unternehmensinsolvenzen stiegen um +7,5 % gegenüber dem Vorjahreshalbjahr an
• Insolvenzhäufigkeit pro 10.000 Unternehmen im Wirtschaftsbereich „Verkehr und Lagerei“ am höchsten
• Deutliche Rückgänge bei den betroffenen Beschäftigten (-34,9 %) und den voraussichtlichen Forderungen (-16,3 %)

 

NRW: Unternehmensinsolvenzen im 1. Quartal 2026 auf dritthöchstem Stand der letzten 10 Jahre
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 10. Juni 2026 - Im 1. Quartal 2026 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 1.720 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 9,4 % mehr als im 1. Quartal 2025. Damals hatte es 1.572 gemeldete Unternehmensinsolvenzen gegeben. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erreichte im 1. Quartal 2026 den dritthöchsten Stand innerhalb der letzten 10 Jahre. Mehr Insolvenzen gab es nur im 2. Quartal 2016 und im 3. Quartal 2025.

Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei am höchsten
Im 1. Quartal 2026 wurden bezogen auf jeweils 10.000 Unternehmen durchschnittlich 23,2 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Die höchste Insolvenzhäufigkeit verzeichnete dabei der Wirtschaftsbereich „Verkehr und Lagerei” mit 47,9 gemeldeten Insolvenzverfahren je 10.000 Unternehmen in diesem Wirtschaftsbereich. Es folgten das „Gastgewerbe” mit 45,2 Verfahren und das „Baugewerbe” mit 44,1 Verfahren je 10.000 Unternehmen.

Rückgang bei den betroffenen Beschäftigten – Anstieg bei den voraussichtlichen Forderungen
Die Zahl der insgesamt von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im 1. Quartal 2026 mit 5.468 Beschäftigten um 46,9 % niedriger als im entsprechenden Vorjahresquartal. Damals hatte es 10.296 betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegeben. Nach ersten Auswertungen lag im 1. Quartal 2026 der Großteil der betroffenen Beschäftigten im Wirtschaftsbereich „Verarbeitendes Gewerbe”.

Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen der Unternehmensinsolvenzen summierte sich im 1. Quartal 2026 auf 2,7 Milliarden Euro. Damit waren die Forderungen um 30,9 % höher als im Vorjahresquartal. Damals hatte die Höhe der summierten Forderungen bei rund 2 Milliarden Euro gelegen.

Gesamtzahl der Insolvenzen fast 16 % höher als im Vorjahresquartal
Die Gesamtzahl der gemeldeten Insolvenzverfahren in NRW (Unternehmens- und Privatinsolvenzen) war im 1. Quartal 2026 mit 8.604 Verfahren um 15,9 % höher als im entsprechenden Vorjahresquartal (1. Quartal 2025: 7.421 Verfahren). Neben den Unternehmensinsolvenzen gab es unter anderem 5.347 Verbraucherinsolvenzen, deren Zahl um 22,1 % gestiegen ist (1. Quartal 2025: 4.378 Verfahren). Weitere Quartalsergebnisse finden sich auf unserer Statistikseite.

• 9,4 % mehr Unternehmensinsolvenzen als im 1. Quartal 2025
• Insolvenzhäufigkeit pro 10.000 Unternehmen im Wirtschaftsabschnitt „Verkehr und Lagerei“ am höchsten
• Zahl der betroffenen Beschäftigten rückläufig – Anstieg um rund 31 % bei den voraussichtlichen Forderungen