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Düsseldorf/Duisburg, 21. Januar 2026 - Im
Jahr 2025 gaben 37 % der 16- bis 74-Jährigen in Nordrhein-Westfalen
an, in den letzten drei Monaten generative KI-Tools wie z. B.
ChatGPT, Gemini oder Microsoft Copilot verwendet zu haben, um neue
Inhalte wie z. B. Text, Bilder, Programmcode oder Videos zu
erstellen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als
Statistisches Landesamt anhand von aktuellen Ergebnissen der
europäischen Erhebung über die Nutzung von Informations- und
Kommunikationstechnologien in privaten Haushalten (IKT) weiter
mitteilt, lag der Anteil bei den Männern mit 41 % höher als bei den
Frauen mit 33 %.
Mehr als die Hälfte der unter
45-Jährigen nutzte generative KI Erwartungsgemäß
zeigten sich auch altersspezifische Unterschiede: Während über die
Hälfte (54 %) der Bevölkerung im Alter von 16 bis 44 Jahren angab,
in den vergangenen drei Monaten KI-Tools genutzt zu haben, war es in
der Altersgruppe der 45- bis 74-Jährigen nur gut ein Fünftel (22 %).
Die Nutzung generativer KI-Tools wurde 2025 erstmals erhoben.
Die Befragten haben zudem Angaben zu ihren Softwarekenntnissen und
ihren Fähigkeiten zur Erstellung digitaler Inhalte gemacht.
7 % der 16- bis 74-Jährigen nutzten eine
Programmiersprache Mit 54 % hat über die Hälfte der
16- bis 74-jährigen nach eigener Aussage in den drei Monaten vor der
Erhebung Textverarbeitungs-Software, wie z. B. Word oder Google Docs
verwendet. Im Jahr 2021 lag der Anteil noch bei 46 %.
Tabellenkalkulations-Software, wie z. B. Excel oder Google Sheets
verwendeten wiederum 40 % (2021: 33 %).
Weitere 38 % gaben
an, mithilfe von Programmen Fotos, Videos oder Audio-Dateien
editiert zu haben (2021: 31 %), während 29 % (Multimedia-)Dateien,
wie z. B. Präsentationen, grafische Darstellungen oder Videos
bestehend aus mehreren Elementen wie Text, Bildern, Tabellen,
Diagrammen, Animationen oder Klangelementen, erstellt haben (2021:
25 %).
Zudem nutzten 7 % eine Programmiersprache um ein
Programm zu schreiben (2021: 5 %). Damit sahen sich knapp unter
einer Million Menschen im Alter von 16 bis 74 Jahren in
Nordrhein-Westfalen in der Lage zu programmieren.
Die
Ergebnisse basieren auf der europäischen Erhebung über die Nutzung
von Informations- und Kommunikationstechnologien in privaten
Haushalten (IKT), die in Deutschland seit 2021 als freiwillige
Unterstichprobe in den Mikrozensus integriert ist. Für diese
Erhebung werden Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren zum
Internetzugang und zur Internetnutzung befragt. Die hier
dargestellten Ergebnisse beziehen sich sowohl auf die Nutzung zu
privaten als auch zu beruflichen Zwecken.
Der Mikrozensus
ist eine seit 1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung
durchgeführten Befragung der amtlichen Statistik. Dank der
Selbstauskünfte der Befragten liegen aussagekräftige statistische
Daten zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung vor.
Die Ergebnisse des Mikrozensus dienen als Grundlage für politische,
wirtschaftliche und soziale Entscheidungen, stehen aber auch der
Wissenschaft, der Presse und allen interessierten Bürgerinnen und
Bürgern zur Verfügung. Weitere Informationen zum Mikrozensus unter
https://www.mikrozensus.de/.
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