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NRW: Lungenkrebs weiterhin für mehr als 5 % aller Sterbefälle ursächlich
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 29. Mai 2026 - Lungen- und Bronchialkrebs war 2024 – wie im Vorjahr – die häufigste Todesursache unter den krebsbedingten Sterbefällen und mit einem Anteil von 5,2 % an allen Sterbefällen die dritthäufigste Todesursache unter den Einzeldiagnosen in Nordrhein-Westfalen.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai 2026 mitteilt, stieg damit der Anteil der an Lungen- und Bronchialkrebs Verstorbenen an allen Sterbefällen gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte leicht an. Im Zehnjahresvergleich sank dieser Anteil jedoch um einen Prozentpunkt (2014: 6,2 %). 2024 starben insgesamt 11.410 Menschen aus NRW an Lungen- oder Bronchialkrebs. 

Rückgang lungenkrebsbedingter Sterbefälle bei Männern, Stagnation bei Frauen
Während der Anteil lungen- oder bronchialkrebsbedingter Sterbefälle bei Männern von 8,2 % im Jahr 2014 auf 6,0 % im Jahr 2024 sank, blieb er bei Frauen auf einem konstanteren Niveau. Zuletzt lag er 2024 bei 4,4 % und damit weiterhin niedriger als bei den Männern. Insgesamt waren 57 % der an Lungen- oder Bronchialkrebs Gestorbenen Männer.
Das durchschnittliche Sterbealter der 2024 an Lungen- und Bronchialkrebs Gestorbenen aus Nordrhein-Westfalen war mit 72,6 Jahren um rund sieben Jahre niedriger als das aller Gestorbenen.
Den höchsten Anteil an durch Lungen- und Bronchialkrebs Gestorbenen hatte Oberhausen mit 6,6 %, der niedrigste Anteil mit 3,8 % lag im Oberbergischen Kreis vor.

2025 rauchte in NRW knapp ein Fünftel der Bevölkerung ab 15 Jahren
Zu den Risikofaktoren für Lungenkrebs zählt unter anderem das Rauchen. Laut Erstergebnissen des Mikrozensus rauchte in 2025 mit 19,4 % knapp ein Fünftel der nordrhein-westfälischen Bevölkerung ab 15 Jahren. Von den Raucherinnen und Rauchern gaben 83,7 % an, überwiegend Zigaretten zu rauchen, 10,2 % griffen primär zur E-Zigarette.
Zu den Nichtrauchern zählten insgesamt gut vier Fünftel (80,6 %) der Bevölkerung ab 15 Jahren. Von diesen gaben 23,1 % an, früher einmal geraucht zu haben.

Fast jeder vierte Mann und jede sechste Frau gaben an, zu rauchen
Unter Männern ist das Rauchen stärker verbreitet als unter Frauen. In NRW rauchte 2025 fast jeder vierte Mann (22,7 %), während es bei den Frauen gut jede Sechste (16,1 %) war. Besonders ausgeprägt ist dieser Unterschied in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen, in der 29,1 % der Männer, aber nur 16,3 % der Frauen rauchten.
Generell ist der Anteil der Rauchenden in den mittleren Altersgruppen am höchsten. 2025 lag er bei den 35- bis 54-Jährigen bei über 24 Prozent. Im Gegensatz dazu fällt der Anteil in der älteren Generation deutlich geringer aus: In der Altersgruppe ab 65 Jahren war die Raucherquote mit 12,2 Prozent nur etwa halb so hoch wie in den mittleren Altersgruppen. 
 
Die hier dargestellten Ergebnisse aus der Todesursachenstatistik basieren auf den von den Gesundheitsämtern übermittelten Todesbescheinigungen. Die Erhebung liefert Angaben zu den Todesursachen sowie Alter, Geschlecht und Wohnort der verstorbenen Person. Für die Todesursachenstatistik ist laut Regelwerk der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Grundleiden die auszuzählende Todesursache. Die Zuordnung der Todesursachen in der Todesursachenstatistik basiert ausschließlich auf den Angaben der die Leichenschau durchführenden und den Tod bescheinigenden Ärztinnen und Ärzte in den ausgestellten Todesbescheinigungen. Diese werden in einem elektronischen Kodiersystem erfasst, welches dann das Grundleiden nach dem Regelwerk zur ICD-10-WHO ermittelt.
Als Todesfälle aufgrund von Lungen- und Bronchialkrebs werden hier Sterbefälle mit Wohnort in NRW ausgewertet, bei denen der ICD-10 Code C34 als zum Tode führendes Grundleiden kodiert wurde.

Bei den einzelnen Todesursachen handelt es sich um eine nachweisbare Untergrenze. Später bekannt gewordene Informationen zur Todesursache können oftmals nicht mehr in die Statistik einfließen. Im Jahr 2024 wurde für 1,0 % der Sterbefälle keine Todesbescheinigung an das Landesamt übermittelt. Diese Fälle wurden den ungenau oder nicht näher bezeichneten Todesursachen (ICD-Kapitel R00–R99) zugeordnet. Zusätzlich entfielen 4,7 % der Todesfälle auf Grundlage der Todesbescheinigung auf diese Rubrik. Im Vergleich zum Jahr 2023 konnten 2024 mehr Todesbescheinigungen erfasst und aussagekräftigen ICD-Kapiteln zugeordnet werden.
ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”, zu Deutsch und vereinfacht: „Internationale Klassifikation der Krankheiten”.

Die dargestellten Ergebnisse zum Rauchverhalten basieren auf einer Unterstichprobe des Mikrozensus. Sie beruhen auf freiwilligen Selbstauskünften von Personen ab 15 Jahren in privaten Haushalten.

• 11.410 Menschen starben 2024 an Lungen- oder Bronchialkrebs – das Durchschnittsalter lag bei 72,6 Jahren
• Sterbefälle bei Männern rückläufig und bei Frauen stagnierend
• 2025 rauchte knapp ein Fünftel der Bevölkerung ab 15 Jahren in NRW

 

NRW: Demenz ist die häufigste Todesursache bei den über 80-Jährigen
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 15. April 202 - Im Jahr 2024 starben 13.982 Personen aus Nordrhein-Westfalen laut Todesbescheinigung an einer Demenzerkrankung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag das durchschnittliche Sterbealter der an einer Demenz verstorbenen Person mit 88 Jahren rund 9 Jahre über dem durchschnittlichen Sterbealter aller Verstorbenen (79 Jahre). Unter den Menschen, die im Alter von 80 oder mehr Jahren verstarben, war die nicht näher bezeichnete Demenz die häufigste Todesursache mit einem Anteil von 9,6 % an allen Verstorbenen dieses Alters. Auf Platz zwei lag die chronische ischämische Herzkrankheit mit 7,9 %.
 
Zwei Drittel der an Demenz Gestorbenen waren Frauen
Mit 9.313 Fällen waren zwei Drittel der an Demenz Gestorbenen Frauen. Damit ist Demenz seit Jahren eine der häufigsten Todesursachen bei Frauen: Im Jahr 2024 starben 8,3 % der weiblichen Gestorbenen daran. Bei den Männern waren es 4,3 %. Ein Grund für den hohen Frauenanteil könnte unter anderem die höhere Lebenserwartung bei den Frauen sein. Der Anteil der an Demenz Gestorbenen an allen Sterbefällen war 2024 bei Männern um das 3-fache und bei Frauen um das 2,5-fache höher als 2014. Insgesamt war Demenz 2024 die Ursache für 6,3 % aller Todesfälle in Nordrhein-Westfalen. Zehn Jahre zuvor hatte dieser Anteil bei 2,4 % gelegen und 2004 bei lediglich 0,4 %.

Niedrigste demenzbedingte Sterberate in Gelsenkirchen, die höchste im Ennepe-Ruhr-Kreis
Die geringste demenzbedingte Sterberate hatte im Jahr 2024 Gelsenkirchen mit 53 Sterbefällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die höchste Rate wurde mit 116 Sterbefällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner für den Ennepe-Ruhr-Kreis verzeichnet. Landesweit ergab sich eine demenzbedingte Sterberate von 78 Personen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im Jahr 2014 lag sie noch bei 27.
 
• Demenz war 2024 die Ursache für 6,3 % aller Todesfälle
• Zwei Drittel der an Demenz Gestorbenen waren Frauen
• Niedrigste demenzbedingte Sterberate in Gelsenkirchen, höchste im Ennepe-Ruhr-Kreis

 

NRW: 2024 starben 42 % weniger Menschen an den Folgen einer HIV-Infektion als 10 Jahre zuvor
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 30. November 2025 - Im Jahr 2024 sind in Nordrhein-Westfalen 70 Menschen an den Folgen einer HIV-Infektion (Humanes Immundefizienz-Virus) gestorben.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Welt-AIDS-Tages am 1. Dezember 2025 mitteilt, hat sich die Zahl der HIV-bezogenen Sterbefälle damit gegenüber dem Jahr 2023 um 3 Personen bzw. 4,5 % erhöht. S
ie war aber um 51 Personen bzw. 42,1 % niedriger als 10 Jahre zuvor (2014: 121 Personen).
Im Jahr 2024 waren 55 Personen und damit 78,6 % der an HIV-Infektionen Gestorbenen Männer.  

10-Jahres-Vergleich: Sterbealter nach Anstieg in den letzten Jahren nun wieder gesunken  
Das durchschnittliche Sterbealter aller infolge einer HIV-Infektion Gestorbenen lag 2024 bei 57,1 Jahren (Männer: 57,8 Jahre; Frauen: 54,2 Jahre). Zehn Jahre zuvor hatte es mit 53,8 Jahren (Männer: 53,6 Jahre; Frauen: 54,5 Jahre) um gut drei Jahre niedriger gelegen. Im Jahr 2021 lag das Sterbealter mit 60,0 Jahren fast drei Jahre über dem aktuellen Wert.  

Als Todesfälle aufgrund einer HIV-Erkrankung (Humane Immundefizienz-Viruskrankheit) werden hier Sterbefälle ausgewertet, bei denen eine HIV-Erkrankung mit den ICD-10-WHO-Kodes B20-B24 als zum Tode führendes Grundleiden kodiert wurde.
ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”, zu Deutsch und vereinfacht: „Internationale Klassifikation der Krankheiten”.  

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass die Zuordnung der Todesursachen in der Todesursachenstatistik ausschließlich auf den Angaben der die Leichenschau durchführenden und den Tod bescheinigenden Ärztinnen und Ärzte in den ausgestellten und an das Statistische Landesamt übermittelten Todesbescheinigungen basiert. Im Jahr 2024 wurde für 1,0 % der Sterbefälle keine Todesbescheinigung an das Landesamt übermittelt. Diese Fälle wurden den ungenau oder nicht näher bezeichneten Todesursachen (ICD-Kapitel R00–R99) zugeordnet. Insgesamt entfielen 5,7 % der Todesfälle auf diese Rubrik. Im Vergleich zum Jahr 2023 konnten mehr Todesbescheinigungen erfasst und aussagekräftigen ICD-Kapiteln zugeordnet werden. ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”, zu Deutsch und vereinfacht: „Internationale Klassifikation der Krankheiten”.

 

Pinktober in NRW: Brustkrebs bei Frauen zweithäufigste Krebserkrankung mit Todesfolge
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 25. Oktober 2025 - Im Jahr 2024 starben in Nordrhein-Westfalen 4.037 Menschen an Brustkrebs; 98,9 % davon waren Frauen. Der Brustkrebsmonat Oktober bzw. Pinktober gibt jährlich internationalen Anlass, die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Brustkrebs in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen anlässlich des Pinktobers mitteilt, war Brustkrebs bei Frauen mit 3.992 Fällen die zweithäufigste Krebserkrankung mit Todesfolge – nach Lungen- und Bronchialkrebs mit 4.890 Todesfällen.

Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl, der an Brustkrebs Gestorbenen um 4,2 %. Der Anteil der Brustkrebstoten an allen Gestorbenen lag 2024 bei 1,8 %; im Jahr 2000 betrug dieser noch 2,3 %. Seit 2020 liegt der Anteil der an Brustkrebs gestorbenen Menschen durchgehend unter 2 %.  

Durchschnittsalter der an Brustkrebs Gestorbenen war 3,8 Jahre niedriger als das aller Gestorbenen  
Das Durchschnittsalter der aufgrund von Brustkrebs Gestorbenen lag bei 75,6 Jahren und war damit 3,8 Jahre niedriger als das durchschnittliche Sterbealter aller Gestorbenen. Über zwei Drittel der Brustkrebstoten waren 70 Jahre und älter, gut ein Viertel zwischen 50 und 70 Jahre und 5,3 % jünger als 50 Jahre.  

Stadt Düsseldorf verzeichnet die niedrigste Brustkrebs-Sterberate  
Die kreisfreie Stadt Düsseldorf verzeichnete 2024 die niedrigste Sterberate aufgrund von Brustkrebs mit 15 Sterbefällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im Ennepe-Ruhr-Kreis hatte es die höchste Sterberate mit 32 Sterbefällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner gegeben. Im Landesmittel starben 23 Personen von jeweils 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern aufgrund einer Brustkrebserkrankung.  

Als Todesfälle aufgrund von Brustkrebs werden hier Sterbefälle ausgewertet, bei denen eine Brustkrebserkrankung mit dem ICD-10-WHO-Kode C50 als zum Tode führendes Grundleiden kodiert wurde. ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”, zu Deutsch und vereinfacht: „Internationale Klassifikation der Krankheiten”.  
Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass die Zuordnung der Todesursachen in der Todesursachenstatistik ausschließlich auf den Angaben der die Leichenschau durchführenden und den Tod bescheinigenden Ärztinnen und Ärzte in den ausgestellten und an das Statistische Landesamt übermittelten Todesbescheinigungen basiert. Im Jahr 2024 wurde für 1,0 % der Sterbefälle keine Todesbescheinigung an das Landesamt übermittelt. Diese Fälle wurden den ungenau oder nicht näher bezeichneten Todesursachen (ICD-Kapitel R00–R99) zugeordnet. Insgesamt entfielen 5,7 % der Todesfälle auf diese Rubrik.

 

NRW: Kreislauferkrankungen mit fast 30 % häufigste Todesursache in 2024, Krebs folgt mit 23,2 %
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 20. Oktober 2025 - Im Jahr 2024 starben laut Todesbescheinigung in Nordrhein-Westfalen 64.785 Menschen an einer Krankheit des Kreislaufsystems.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren Kreislauferkrankungen damit – trotz eines geringfügigen Anteilsrückgangs um 0,1 Prozentpunkte auf 29,4 % – weiterhin die meistverbreitete Todesursache.
Die häufigsten Krankheitsgruppen unter den Kreislauferkrankungen waren mit 30,7 % ischämische Herzkrankheiten und mit 31,1 % die Gruppe der Sonstigen Formen der Herzkrankheit. Zu den ischämischen Herzkrankheiten zählen bspw. Krankheitsbilder wie die chronisch ischämische Herzkrankheit mit 13.804 gestorbenen Menschen oder der akute Myokardinfarkt mit 5.817 Gestorbenen. Häufigste sonstige Formen der Herzkrankheit waren die Herzinsuffizienz mit 7.591 Todesfällen sowie Vorhofflimmern und Vorhofflattern mit 4.640 gestorbenen Menschen.  

Anteil der an bösartigen Neubildungen Verstorbenen leicht gestiegen  
Zweithäufigste Todesursache waren bösartige Neubildungen mit 51.183 Todesfällen. Der Anteil der Gestorbenen aufgrund dieser Todesursache stieg gegenüber 2023 um 0,6 Prozentpunkte auf 23,2 %. Die drei häufigsten Krebserkrankungen mit Todesfolge waren Bronchien-/Lungenkrebs mit 11.410 Verstorbenen, Brustkrebs mit 4.037 gestorbenen Personen und Bauchspeicheldrüsenkrebs mit 3.953 Todesfällen.  

In 18.028 Fällen bzw. bei 8,2 % der Gestorbenen waren Krankheiten des Atmungssystems todesursächlich. Gegenüber dem Vorjahr entsprach dies einer Zunahme um 0,5 Prozentpunkte. Mehr als die Hälfte (53,1 %) davon entfielen auf chronische Krankheiten der unteren Atemwege. Bei 28,9 % der Todesfälle aufgrund von Atemwegserkrankungen wurden Pneumonien bzw. Lungenentzündungen (4.676 Fälle) oder Grippe (537 Fälle) als Todesursache erfasst.  

Demenzerkrankungen häufigste Todesursache der an Psychischen und Verhaltensstörungen Verstorbenen  
Der Anteil der aufgrund von Psychischen und Verhaltensstörungen Gestorbenen lag 2024 bei 7,5 % und stieg damit gegenüber 2023 um 0,2 Prozentpunkte. Insgesamt wurden 16.543 Verstorbene dieser Todesursache zugeordnet. Rund 85 % dieser Todesfälle (13.982) waren auf Demenzerkrankungen zurückzuführen. Weitere 7,1 % waren durch Alkohol bedingt.  

Die Anzahl der laut Todesbescheinigung an COVID-19 Gestorbenen betrug 2.545 Fälle und hat sich gegenüber 2023 anteilsmäßig von 2,4 % auf 1,2 % etwa halbiert.  

Durchschnittliches Sterbealter blieb unverändert  
Das durchschnittliche Sterbealter der 220.432 Gestorbenen im Jahr 2024 lag in NRW bei 79,4 Jahren und blieb damit unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Männer starben im Schnitt mit 76,9 Jahren, Frauen mit 81,9 Jahren und damit durchschnittlich 5,1 Jahre später als Männer.  

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass die Zuordnung der Todesursachen in der Todesursachenstatistik ausschließlich auf den Angaben der die Leichenschau durchführenden und den Tod bescheinigenden Ärztinnen und Ärzte in den ausgestellten und an das Statistische Landesamt übermittelten Todesbescheinigungen basiert. Im Jahr 2024 wurde für 1,0 % der Sterbefälle keine Todesbescheinigung an das Landesamt übermittelt. Diese Fälle wurden den ungenau oder nicht näher bezeichneten Todesursachen (ICD-Kapitel R00–R99) zugeordnet. Insgesamt entfielen 5,7 % der Todesfälle auf diese Rubrik. Im Vergleich zum Jahr 2023 konnten 2024 mehr Todesbescheinigungen erfasst und aussagekräftigen ICD-Kapiteln zugeordnet werden. ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”, zu Deutsch und vereinfacht: „Internationale Klassifikation der Krankheiten”.

 

Fünf Jahre Corona: Weniger Todesfälle aufgrund von Krebs- und Kreislauferkrankungen in NRW als vor der Pandemie
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 8. März 2025 - Die Zahl der im Jahr 2023 auf grund bösartiger Neubildungen gestorbenen Menschen aus Nordrhein-Westfalen war um 2,2 Prozent geringer als im Mittel der Jahre 2017 bis 2019, also vor Beginn der Corona-Pandemie.
Bei den an Kreislauferkrankungen Gestorbenen fiel die Zunahme der Fallzahl mit 1,0 Prozent deutlich geringer aus als bei den Sterbefällen insgesamt.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Beginns der Corona-Pandemie vor fünf Jahren mitteilt, lag die Zahl der im Jahr 2023 Gestorbenen (226 034) 8,9 Prozent über dem Mittel der Jahre 2017 bis 2019.  

Die Sterbefallzahlen aufgrund psychischer Erkrankungen stiegen mit 21,3 Prozent stärker als die Sterbefallzahl insgesamt.
Sterbefälle in diesem Bereich waren zu 85,4 Prozent auf Demenzerkrankungen und zu weiteren 7,4 Prozent auf psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol zurückzuführen.  

Krankheiten des Kreislaufsystems waren die häufigste Todesursache  
Mit 29,5 Prozent aller Sterbefälle waren Krankheiten des Kreislaufsystems die häufigste Todesursache im Jahr 2023. Zweithäufigste Todesursache waren bösartige Neubildungen mit einem Anteil von 22,6 Prozent. Es folgten mit 7,7 Prozent Krankheiten des Atmungssystems und mit 7,3 Prozent Psychische und Verhaltensstörungen. Bei 2,4 Prozent der Sterbefälle im Jahr 2023 wurde laut Todesbescheinigung COVID-19 als Todesursache festgestellt.

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass die Zuordnung der Todesursachen in der Todesursachenstatistik ausschließlich auf den Angaben der die Leichenschau durchführenden und den Tod bescheinigenden Ärztinnen und Ärzte in den ausgestellten und an das Statistische Landesamt übermittelten Todesbescheinigungen basiert. Im Jahr 2023 wurde für 1,3 Prozent der Sterbefälle keine Todesbescheinigung an das Landesamt übermittelt. Diese Fälle wurden den ungenau oder nicht näher bezeichneten Todesursachen (ICD-Kapitel R00-R99) zugeordnet. Insgesamt entfielen 6,3 Prozent der Todesfälle auf diese Rubrik. Im Vergleich zum Jahr 2022 konnten mehr Todesbescheinigungen erfasst und aussagekräftigen ICD-Kapiteln zugeordnet werden (2022: 2,0 Prozent fehlende Todesbescheinigungen). ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”, zu Deutsch und vereinfacht: „Internationale Klassifikation der Krankheiten”.

 

NRW: Mehr als jeder Fünfte starb 2023 aufgrund einer Krebserkrankung
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 1. Februar 2025 - Im Jahr 2023 war Krebs (bösartige Neubildungen) die Ursache für 22,6 Prozent aller Todesfälle in Nordrhein-Westfalen. Zehn Jahre zuvor hatte dieser Anteil noch bei 26,0 Prozent gelegen.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar 2025 mitteilt, starben 2023 insgesamt 51 186 Personen (27 048 Männer und 24 138 Frauen) an den Folgen einer bösartigen Krebserkrankung. Das waren 0,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (2022: 51 653) und 1,7 Prozent weniger als zehn Jahre zuvor (2013: 52 065). Das durchschnittliche Sterbealter der an einer Krebserkrankung Verstorbenen lag 2023 mit 75,1 Jahren um 4,3 Jahre niedriger als das aller Verstorbenen (79,4 Jahre).  

Krebserkrankungen der Verdauungsorgane häufigste krebsbedingte Todesursache  
Unter den krebsbedingten Todesfällen waren Krebserkrankungen der Verdauungsorgane die häufigste Todesursache (Männer: 30,8 Prozent, Frauen: 27,6 Prozent).
Die zweithäufigste Todesursache waren Krebserkrankungen der Atmungsorgane und sonstiger intrathorakaler Organe (Männer: 25,0 Prozent, Frauen: 20,2 Prozent).
Die dritthäufigste Form krebsbedingter Todesfälle unterscheidet sich bei Männern und Frauen: Bei Männern liegen bösartige Neubildungen der männlichen Genitalorgane (12,2 Prozent) auf dem dritten Rang; bei Frauen war es Brustkrebs (17,3 Prozent).  

Geringste krebsbedingte Sterberate in Münster  
Die kreisfreie Stadt Münster verzeichnete 2023 die geringste krebsbedingte Sterberate mit 204 Sterbefällen je 100 000 Einwohner. Die höchste Rate wurde mit 326 Sterbefällen je 100 000 Einwohner im Kreis Recklinghausen ermittelt. Landesweit starben von jeweils 100 000 Einwohnern 281 Personen an den Folgen einer Krebserkrankung.  

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass die Zuordnung der Todesursachen in der Todesursachenstatistik ausschließlich auf den Angaben der die Leichenschau durchführenden und den Tod bescheinigenden Ärztinnen und Ärzte in den ausgestellten und an das Statistische Landesamt übermittelten Todesbescheinigungen basiert. Im Jahr 2023 wurde für 1,3 Prozent der Sterbefälle keine Todesbescheinigung an das Landesamt übermittelt. Diese Fälle wurden den ungenau oder nicht näher bezeichneten Todesursachen (ICD-Kapitel R00-R99) zugeordnet. Insgesamt entfielen 6,3 Prozent der Todesfälle auf diese Rubrik. Im Vergleich zum Jahr 2022 konnten mehr Todesbescheinigungen erfasst und aussagekräftigen ICD-Kapiteln zugeordnet werden (2022: 2,0 Prozent fehlende Todesbescheinigungen).

 

2020 starben in NRW 51.917 Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 5. Februar 2022 - Im Jahr 2020 starben in Nordrhein-Westfalen 51 917 Menschen (27 770 Männer und 24 147 Frauen) an den Folgen einer Krebserkrankung. Das waren 1,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (2019: 52 858), jedoch 2,7 Prozent mehr als vor zehn Jahren (2010: 50 560).

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Weltkrebstages am 04.02.2022 mitteilt, war Krebs (bösartige Neubildungen) damit die Ursache für fast ein Viertel aller Todesfälle (24,2 Prozent).
Im Jahr 2010 hatte dieser Anteil bei 26,3 Prozent und damit um 2,1 Prozentpunkte höher gelegen als 2020.
Das durchschnittliche Sterbealter der an einer Krebserkrankung Verstorbenen lag 2020 mit 74,9 Jahren um etwa vier Jahre niedriger als bei allen Verstorbenen (79,1 Jahre).
Etwa ein Fünftel der an Krebs Verstorbenen (21,0 Prozent) war jünger als 65 Jahre.

Unter den krebsbedingten Todesfällen waren Krebserkrankungen der Verdauungsorgane die häufigste Todesursache (Männer: 31,0 Prozent, Frauen: 28,3 Prozent).
Die zweithäufigste Todesursache waren Krebserkrankungen der Atmungs- und sonstiger intrathorakaler Organe (Männer: 25,8 Prozent, Frauen: 19,4 Prozent).
Die dritthäufigste Form krebsbedingter Todesfälle unterscheidet sich bei Männern und Frauen:
Bei Männern lagen bösartige Neubildungen der Genitalorgane (12,5 Prozent) auf dem dritten Rang;
bei Frauen war es Brustkrebs (16,9 Prozent).

Die Stadt Münster verzeichnete 2020 mit 210 krebsbedingten Sterbefällen je 100 000 Einwohner die geringste Krebssterberate.
Die höchste Sterberate im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung wies die Stadt Bottrop auf:
Hier gab es 365 Sterbefälle je 100 000 Einwohner.
Landesweit starben 289 Personen je 100 000 Einwohner an den Folgen einer Krebserkrankung. (IT.NRW)