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NRW: Ausgaben der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung 2025 um 7 % gestiegen
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 14. September 2026 - Im Jahr 2025 beliefen sich die Ausgaben für Leistungen der Eingliederungshilfe in Nordrhein-Westfalen nach Abzug der Einnahmen auf 7,7 Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das +7 % mehr als ein Jahr zuvor. Die Leistungen der Eingliederungshilfe sollen Menschen mit Behinderung eine individuelle Lebensführung ermöglichen und die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft fördern.

Assistenzleistungen waren der größte Ausgabeposten
Für die Leistungen zur sozialen Teilhabe wurden 2025 insgesamt 5,1 Milliarden Euro brutto aufgewendet. Den größten Teil dieser Ausgaben machten die Assistenzleistungen zur selbstbestimmten und eigenständigen Bewältigung des Alltags aus. Die Bruttoausgaben für diese Leistungen betrugen 4,1 Milliarden Euro und damit +5 % mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger dieser Leistungen ist um +2 % gestiegen: Im Jahr 2025 erhielten 142.800 Menschen Assistenzleistungen. Diese waren zu 52 % männlich und durchschnittlich 48,2 Jahre alt.

Leistungen in Werkstätten für behinderte Menschen bildeten den zweitgrößten Ausgabeposten
Für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wurden 2025 insgesamt 1,7 Milliarden Euro brutto aufgewendet. Diese Ausgaben entfielen zu 99 % auf die Leistungen im Arbeitsbereich anerkannter Werkstätten für behinderte Menschen. 2025 wurden für diese Leistungen +8 % mehr aufgewendet als ein Jahr zuvor. Von den 73.520 Menschen, die 2025 Leistungen in Werkstätten für behinderte Menschen erhielten, waren 59 % Männer und das Durchschnittsalter lag bei 42,6 Jahren. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger dieser Leistungen um −1 % gesunken.

Leistungen zur Teilhabe an Bildung gestiegen
Die Ausgaben für die Leistungen zur Teilhabe an Bildung lagen 2025 bei 753 Millionen Euro und damit um ca. +12 % höher als im Vorjahr. Diese Ausgaben wurden zu 79 % direkt von den nordrhein-westfälischen Kommunen erbracht, die wesentlich für die Eingliederungshilfeleistungen für Schülerinnen und Schüler zuständig sind. Die Ausgaben für Leistungen der Eingliederungshilfe insgesamt wurden zu 8 % direkt von den Kommunen und zu 92 % über die Landschaftsverbände erbracht.

• 2025 wurden 7,7 Milliarden Euro für die Leistungen der Eingliederungshilfe aufgebracht
• Größter Ausgabeposten waren Assistenzleistungen, die 142.800 Menschen erhielten
• Leistungen in Werkstätten für behinderte Menschen bildeten zweitgrößten Ausgabeposten

 

Ende 2025 hatten knapp 2 Millionen Menschen in NRW einen Schwerbehindertenausweis
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 5. Juni 2026 - Zum Jahresende 2025 wurden in Nordrhein-Westfalen rund 1,99 Millionen Menschen mit einem gültigen Schwerbehindertenausweis gezählt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 2,4 % mehr als bei der letzten Erhebung zum Jahresende 2023. Menschen mit einem Grad der Behinderung von 50 oder mehr können sich einen Schwerbehindertenausweis ausstellen lassen. Die Angaben sind für alle Städte und Gemeinden in NRW verfügbar.
 
Vier von fünf Schwerbehinderten waren älter als 54 Jahre
Schwerbehinderungen treten vergleichsweise selten bei jungen Menschen auf und entstehen häufig erst im höheren Lebensalter: 80 % der Menschen mit einem gültigen Schwerbehindertenausweis waren Ende 2025 älter als 54 Jahre, 36 % hatten das 75. Lebensjahr überschritten.

Insgesamt ist rund die Hälfte der schwerbehinderten Menschen weiblich (50 %). Die höchste Frauenquote verzeichnete mit 55 % die Altersgruppe 75 Jahre und älter. Auch in der Bevölkerung insgesamt stellen Frauen in diesem Alter aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung mehr als die Hälfte: Ende 2024 lag ihr Anteil bei 60 %. In fast allen anderen Altersgruppen gab es mehr männliche als weibliche Personen mit einem Schwerbehindertenausweis.

Krankheit bei 94 % die Ursache der Schwerbehinderung
In den meisten Fällen war eine Krankheit ursächlich für die Schwerbehinderung (94 %). Bei 4 % der schwerbehinderten Menschen war die schwerste Behinderung angeboren und bei 1 % durch einen Unfall oder eine Berufskrankheit verursacht.

Mehr als die Hälfte der Schwerbehindertenausweise wurden aufgrund einer körperlichen Behinderung ausgestellt
Bei etwas mehr als der Hälfte der Schwerbehinderungen (52 %) wurde als Art der schwersten Behinderung eine körperliche Behinderung festgestellt. Dazu zählen unter anderem: Beeinträchtigungen der Funktion von inneren Organen bzw. Organsystemen (24 %), Einschränkungen der Funktion von Armen und/oder Beinen (10 %) oder der Wirbelsäule und/oder des Rumpfes (8 %), Blindheit oder Sehbehinderungen (4 %) sowie Schwerhörigkeit, Taubheit, Gleichgewichts- oder Sprachstörungen (4 %). Bei 13 % der Personen mit einem Schwerbehindertenausweis wurde als Art der schwersten Behinderung eine geistig-seelische Behinderung diagnostiziert und bei 8 % eine hirnorganische Störung. Bei den restlichen 27 % konnte die Art der Behinderung keiner der Kategorien zugeordnet werden.

• Vier von fünf Schwerbehinderten waren älter als 54 Jahre
• Krankheit ist mit 94 % die häufigste Ursache einer Schwerbehinderung
•  Die Art der schwersten Behinderung war bei 52 % eine körperliche Behinderung