Politik NRW Sonderseiten

BZ-Sitemap     • Archiv 

 

NRW: Düngereinsatz 2024 um 15 % niedriger als vor 10 Jahren
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 29. August 2026 - Im Jahr 2024 wurden in NRW 0,5 % weniger Düngemittel als im Vorjahr verwendet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, belief sich der Verbrauch von Dünger in NRW im Jahr 2024 auf 3,5 Millionen Tonnen. Damit setzt sich der rückläufige Trend der vergangenen vier Jahre fort. Im Zehnjahresvergleich ist die ausgebrachte Düngermenge um 15 % zurückgegangen. Der Düngerverbrauch besteht überwiegend aus organischem Dünger wie Gülle oder Kompost.

Leichte Zunahme von organischem Dünger gegenüber 2023 – mineralische Dünger hingegen rückläufig
Während die Nutzung von organischem Dünger gegenüber dem Jahr 2023 um 1 % leicht zunahm, war der Gebrauch von mineralischem Dünger um 11 % rückläufig. Der Verbrauchsrückgang beim mineralischen Dünger könnte unter anderem durch technische Fortschritte, die zum Beispiel eine gezielte, niedrig dosierte Einbringung des Düngers erlauben, und eine verstärkte Beratung zum optimalen Einsatz von Nährstoffen und Düngemittel für individuelle landwirtschaftliche Betriebe bedingt sein. Zudem könnte die Förderung des ökologischen Landbaus, in dem mineralische Düngemittel weitestgehend untersagt sind, in NRW eine Rolle spielen.

Streusalzverbrauch um 17 % rückläufig
Gegenüber 2023 fiel der Verbrauch von Streusalz in 2024 um 17 % geringer aus. Ein möglicher Grund könnte der milde Winter mit geringen Niederschlagsmengen gewesen sein. Als weitere Materialabgaben an die Umwelt werden Saatgut, Pflanzenschutzmittel und Lösungsmittel betrachtet: Bei der ausgebrachten Saatgutmenge gab es einen Rückgang um 2 %, während der Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln unverändert blieb. Die Verwendung von Lösungsmitteln nahm leicht um knapp 1 % zu.

NRW beim Gebrauch von Düngemittel im Ländervergleich auf Platz 3
Über alle Bundesländer hinweg betrug der Gebrauch von Dünger, Pflanzenschutzmitteln, Saatgut, Streusalz und Lösungsmitteln im Jahr 2024 insgesamt 32,2 Mio. Tonnen. Die Werte reichten von circa 6,7 Mio. Tonnen in Bayern bis jeweils rund 0,1 Mio. Tonnen in Bremen, Hamburg, Berlin und dem Saarland. Die Höhe dieses Verbrauchs wird wesentlich von landwirtschaftlichen Aktivitäten bestimmt, insbesondere durch das Ausbringen von Dünger.

Der bundesweite Verbrauch von organischem und mineralischem Dünger machte im Jahr 2024 mit 25,2 Mio. Tonnen 78 % der an die Umwelt abgegebenen Materialien aus. Er wurde maßgeblich durch die drei Bundesländer Niedersachsen mit 5,4 Mio. Tonnen, Bayern mit 5,3 Mio. Tonnen und Nordrhein-Westfalen mit 3,5 Mio. Tonnen geprägt. Zusammen haben sie mehr als die Hälfte der Düngermenge ausgebracht.

• Leichte Zunahme von organischem Dünger gegenüber 2023 – mineralische Dünger rückläufig
• Einsatz von Streusalz gegenüber 2023 um 17 % gesunken
• NRW verbraucht mit rund 3,5 Millionen Tonnen bundesweit die dritthöchste Menge an Düngemitteln

 

NRW: Ein Drittel weniger Milchkuhhaltungen seit 2016 – aber immer mehr Tiere
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 30. Juni 2026 - Am 3. Mai 2026 gab es in den 4.327 nordrhein-westfälischen Milchkuhhaltungen 366.591 Milchkühe; das waren 1,4 % mehr als ein Jahr zuvor.
Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, verringerte sich dabei die Zahl der Milchkuhhaltungen im gleichen Zeitraum um 2,6 %. Ein Jahr zuvor hatte es noch 4.443 Haltungen mit Milchkühen gegeben. Damit setzt sich der rückläufige Trend weiter fort; innerhalb von 5 Jahren verringerten sich die Milchkuhhaltungen um 14,4 %. Im 10-Jahresvergleich nahm die Anzahl der Milchkuhhaltungen um 33,1 % ab.

Durchschnittsbestand je Milchkuhhaltung in den letzten 10 Jahren um 29,2 % gestiegen
Rein rechnerisch kamen im Mai 2026 durchschnittlich 85 Milchkühe auf jede Milchkuhhaltung. Im Mai 2021 waren es durchschnittlich 77 Milchkühe; im Mai 2016 waren es noch durchschnittlich 66 Milchkühe je Milchkuhhaltung. Im Vergleich zu 2016 stieg der Durchschnittbestand in 2026 um 29,2 %.

Im Regierungsbezirk Düsseldorf gab es die meisten Milchkühe pro Haltung
Die Hälfte der nordrhein-westfälischen Milchkühe befanden sich im Mai 2026 in den Regierungsbezirken Düsseldorf mit 96.664 Tieren und Münster mit 94.525 Tieren. Dabei lag die Haltungsdichte im Regierungsbezirk Düsseldorf mit 119 Tieren pro Haltung über dem nordrhein-westfälischen Durchschnitt. Münster war der haltungsreichste Regierungsbezirk mit 1.123 Haltungen. Dieser lag mit 84 Milchkühen pro Haltung nahe am Durchschnitt.

Kreis Borken mit den landesweit meisten Milchkuhhaltungen
Kleve ist landesweit der Kreis mit den meisten Milchkühen; dort gab es in 372 Milchkuhhaltungen insgesamt 51.333 Tiere. Im Kreis Borken ermittelte das Statistische Landesamt mit 472 Haltungen die landesweit meisten Milchkuhhaltungen. Dort gab es insgesamt 41.080 Milchkühe.

1,6 % mehr Rinder in NRW
Die Gesamtzahl der Rinder stieg binnen Jahresfrist um 1,6 % auf 1,23 Millionen Tiere. Die Zahl der Haltungen war im Mai 2026 mit 14.914 um 222 bzw. 1,5 % geringer als ein Jahr zuvor.

„Holstein-Schwarzbunte“ – am weitesten verbreitete Rinderrasse in NRW
Die am weitesten verbreitete Rinderrasse in NRW ist die „Holstein-Schwarzbunte”; ihr Anteil am gesamten Rinderbestand lag im Mai dieses Jahres bei 40,7 % gefolgt vom Fleckvieh mit einem Anteil von 16,1 %.

1,4 % mehr Milchkühe zum Stand 03.05.2026
Regierungsbezirk Düsseldorf hat die meisten Milchkühe pro Haltung – Haltungsdichte mit 119 Tieren über NRW-Schnitt von 85
Holstein-Schwarzbunte am weitesten verbreitete Rinderrasse.

 

Schweinehaltung in NRW: Zahl der Betriebe in den vergangenen 10 Jahren um mehr als 30 % zurückgegangen
IT.NRW

Düsseldorf/Duisburg, 16. Juni 2026 - Am 3. Mai 2026 haben 5.010 nordrhein-westfälische Betriebe mit Schweinehaltung rund 5,88 Millionen Schweine gehalten.

Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand von vorläufigen Ergebnissen der repräsentativen Schweinezählung mitteilt, lag die Zahl der Schweine um 1,8 % höher als im Mai 2025 (damals: 5,77 Millionen Schweine). Die Zahl der Betriebe mit einem Mindestbestand von 50 Schweinen oder zehn Zuchtsauen ist gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,1 % gesunken.

Zahl der Betriebe um rund ein Drittel niedriger als zehn Jahre zuvor
In der Langzeitbetrachtung ist die Zahl der Schweine in NRW von Mai 2016 bis Mai 2026 um 17,9 % gesunken. Der niedrigste Wert wurde im Mai 2023 erfasst, danach stieg die Anzahl an Schweinen wieder leicht an. Die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung ist gegenüber 2016 kontinuierlich gesunken und insgesamt um 32,9 % zurückgegangen.

Anzahl der Mastschweine insgesamt um 3,4 % rückläufig
Der stärkste Rückgang zwischen Mai 2025 und Mai 2026 wurde mit 8,6 % bei der Anzahl an Mastschweinen mit 110 kg und mehr Lebendgewicht verzeichnet. Einen weiteren Rückgang gab es bei Mastschweinen mit einem Lebendgewicht zwischen 80 bis unter 110 kg, hier fiel die Anzahl um 6,3 % auf 1,13 Millionen Tiere. Die Anzahl der Mastschweine insgesamt sank zwischen Mai 2025 und Mai 2026 um 3,4 % auf 2,69 Millionen Tiere.

Stärkster Bestandszuwachs bei Jungschweinen – Mastschweine mit größtem Anteil am Gesamtbestand
Bei den nordrhein-westfälischen Jungschweinen wurde der stärkste Bestandszuwachs von 20,5 % auf 1,23 Millionen Tiere festgestellt. Jungschweine machten damit 20,9 % des Gesamtschweinebestandes aus. Den größten Anteil am Gesamtschweinebestand haben weiterhin die Mastschweine mit 45,7 %. 

• Zahl der Schweine insgesamt um 1,8 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen – Zahl der Betriebe um 2,1 % gesunken
• Rückgang um 3,4 % bei den Mastschweinen
• Stärkster Bestandszuwachs bei Jungschweinen von 20,5 %