|
Düsseldorf/Duisburg, 20. März 2026 - Im Jahr
2025 haben nach vorläufigen Ergebnissen 19 Betriebe des
Verarbeitenden Gewerbes in Nordrhein-Westfalen insgesamt
2,1 Milliarden Liter natürliches Mineralwasser mit und ohne
Kohlensäure produziert. Die Menge war damit um lediglich 0,7 %
bzw. 15,7 Millionen Liter niedriger als ein Jahr zuvor. Wie
Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches
Landesamt anlässlich des „Weltwassertages“ am 22. März 2026
mitteilt, belief sich die Produktionsmenge rein rechnerisch auf 5,8
Millionen Liter Mineralwasser pro Tag. Diese Menge würde ausreichen,
um jede Einwohnerin bzw. jeden Einwohner in NRW täglich mit einem
großen Glas Wasser (0,32 Liter) zu versorgen.
Produktionsmenge von „medium“ und „still“ größer, als die von
„Sprudel“ Von den 2,1 Milliarden Liter Mineralwasser
entfielen etwa 1,3 Milliarden Liter auf Mineralwasser mit wenig oder
ohne Kohlensäure und etwa 0,8 Milliarden Liter auf Sprudelwasser
mit klassischem (hohen) Kohlensäuregehalt. Damit war das Verhältnis
der Produktionsmenge von „medium“ und „still“ zu Sprudelwasser in
etwa 2:1. Mit einem Anteil von 98,5 % war der überwiegende
Teil der Produktion im Jahr 2025 für den Absatz bestimmt. Die
restlichen 1,5 % wurden von den produzierenden Betrieben in NRW zu
anderen Getränken wie zum Beispiel Schorlen und Limonaden
weiterverarbeitet. Die zum Absatz bestimmte Menge des hergestellten
Mineralwassers hatte einen Wert von 372,4 Millionen Euro; das waren
nominal 47,9 Millionen Euro bzw. 11,4 % weniger als ein Jahr zuvor.
Durchschnittlicher Absatzwert ist 2025 das erste Mal in
10 Jahren gesunken Der durchschnittliche Absatzwert je
Liter Mineralwasser betrug 17,9 Cent und war damit um 10,9 %
niedriger als im Jahr 2024. Gegenüber dem Jahr 2015 stieg der
durchschnittliche Absatzwert nominal um 36,9 % und gegenüber dem
Jahr 2020 um 5,3 %. Rund 17 % der gesamtdeutschen
Produktion in 2024 entfiel auf NRW Bezogen auf das Jahr
2024 lag der NRW-Anteil an der bundesweiten Produktion von
Mineralwasser von damals 12,9 Milliarden Litern bei 16,6 %.
Die Regierungsbezirke Düsseldorf und Detmold hatten den
größten Anteil an der NRW Produktion 1,5 Milliarden
Liter bzw. 70,8 % der NRW-Produktion von Mineralwasser entfielen
auf Betriebe in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Detmold.
Die genannten Ergebnisse beziehen sich auf Betriebe von
Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes mit im Allgemeinen 20 oder
mehr Beschäftigten. Der Wert der zum Absatz bestimmten Produktion
wird unter Zugrundelegung des im Berichtszeitraum erzielten oder zum
Zeitpunkt des Absatzes erzielbaren Verkaufspreises (ohne Umsatz- und
Verbrauchsteuer) ab Werk berechnet. Es handelt sich um nominale
(also nicht preisbereinigte) Absatzwerte.
NRW-Wirtschaft
deckte 2022 ihren Wasserbedarf zur Hälfte aus Flüssen Düsseldorf/Duisburg, 20. September 2024 - Im
Jahr 2022 hat die nordrhein-westfälische Wirtschaft rund
2 510 Millionen Kubikmeter Wasser gewonnen. Wie Information und
Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand
vorläufiger Daten anlässlich des Internationalen Tags der Flüsse am
22. September 2022 mitteilt, wurden mit 1 344 Millionen Kubikmeter
rund 53,6 Prozent des benötigten Wasserbedarfs aus Flusswasser
gewonnen.
Hauptsächlicher Wassernutzer war die
Energieversorgung, die 1 172 Millionen Kubikmeter – 79,1 Prozent
davon Flusswasser – als Kühlwasser für den Kraftwerksbetrieb
einsetzte. Zu den wasserintensiven Branchen des Verarbeitenden
Gewerbes gehören in NRW die Metallerzeugung und -bearbeitung sowie
die Herstellung von chemischen Erzeugnissen, die weitere 323 bzw.
57 Millionen Kubikmeter Flusswasser für Kühl- oder Produktionszwecke
verwendeten. Das machte 94,5 bzw. 29,4 Prozent der jeweils
gewonnenen Wassermenge aus.
In geringerem Umfang (4,0 bzw.
27,6 Prozent) wurde Grundwasser gewonnen und zur weiteren
Bedarfsdeckung Wasser aus dem öffentlichen Netz bezogen, sofern
Flusswasser am Betriebsstandort nicht verfügbar war oder qualitativ
hochwertiges Wasser zum Beispiel für Produktionszwecke gebraucht
wurde. Dagegen setzt die Trinkwasserversorgung im Land überwiegend
auf Grund- und Quellwasser. Von den 1 208 Millionen Kubikmeter
gewonnenen Trinkwassers waren im Jahr 2022 knapp 8 Millionen
Kubikmeter Flusswasser.
Rund 93 Prozent des
entnommenen Flusswassers stammte aus dem Niederrhein und seinen
Nebenflüssen Die Flussgebiete im Land unterscheiden
sich in ihrer Bedeutung als Wirtschaftsstandort. Wasser ist ein
Produktionsfaktor, da Wärmekraftwerke und das wasserintensive
Verarbeitende Gewerbe auf eine ausreichende Wasserführung
(Abflussmenge) angewiesen sind. Diese kann insbesondere der Rhein
gewährleisten. So stammten 2022 von den gut 1 344 Millionen
Kubikmeter entnommenen Flusswassers 92,7 Prozent (1 246 Millionen
Kubikmeter) aus dem Niederrhein und seinen Nebenflüssen wie Ruhr,
Erft und Lippe. Davon entfielen 870 Millionen Kubikmeter auf die
Energieversorgung und 323 Millionen Kubikmeter auf die
Metallerzeugung und -bearbeitung. Aus der Weser und ihren
Nebenflüssen stammten mit 60 Millionen Kubikmetern rund 4,4 Prozent
des von der Wirtschaft benötigten Flusswassers.
2022 leitete die NRW-Wirtschaft 1 432 Millionen Kubikmeter Wasser in
Flüsse ein Die Größenordnung der Flusswasserentnahme
spiegelt sich auch in den Abwassereinleitungen wider. So wurden 2022
in den Niederrhein rund 1 337 Millionen Kubikmeter und in die Weser
57 Millionen Kubikmeter Abwasser aus wirtschaftlicher Tätigkeit
direkt eingeleitet. Die Direkteinleitungen im Land lagen über alle
Wirtschaftsbereiche hinweg bei 1 432 Millionen Kubikmeter, wobei das
Abwasser je nach Beschaffenheit vor der Einleitung in
betriebseigenen Anlagen behandelt wurde. Die Daten zu den
Einleitungen beziehen sich nicht allein auf Flusswasser nach der
Nutzung, sondern auf das gesamte direkt eingeleitete Abwasser
unabhängig von dessen Herkunft.
NRW:
Durchschnittliche Wasserabgabe an Haushalte im Jahr 2022 gesunken
Düsseldorf/Duisburg, 8. August 2024 - Im
Jahr 2022 betrug die durchschnittliche Wasserabgabe pro Kopf und Tag
an Haushalte einschließlich Kleingewerbe in Nordrhein-Westfalen
135,0 Liter. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als
Statistisches Landesamt mitteilt, verringerte sich 2022 der
Verbrauch um 3,4 Liter pro Kopf und Tag im Vergleich zu 2019
(138,4 Liter). Trotz des Trockenjahres 2022 sank der
Wasserverbrauch.
Fast die Hälfte der
Gesamtfördermenge war Grundwasser Insgesamt sorgten
360 Unternehmen und Einrichtungen 2022 für die ordnungsgemäße
Durchführung der öffentlichen Wasserversorgung. Hierbei waren die
Einwohnerinnen und Einwohner mit 99,1 Prozent nahezu flächendeckend
an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen. Insgesamt wurden
1 042,6 Millionen Kubikmeter Trinkwasser an private Haushalte und
kleine Gewerbebetriebe abgegeben. Das waren 2,1 Prozent weniger als
2019 (1 064,7 Millionen Kubikmeter).
Fast die Hälfte der
Fördermenge (1 217,1 Millionen Kubikmeter) der öffentlichen
Wasserversorger deckte das Grundwasser mit 47,6 Prozent
(579,4 Millionen Kubikmeter) ab. Es folgten angereichertes
Grundwasser mit 23,1 Prozent (281,2 Millionen Kubikmeter), See- und
Talsperrenwasser mit 16,4 Prozent (200,1 Millionen Kubikmeter) sowie
Quellwasser, Uferfiltrat und Flusswasser mit zusammen 12,9 Prozent
(156,4 Millionen Kubikmeter).
Regionale
Unterschiede beim Wasserverbrauch Regional betrachtet
schwankt der Wasserverbrauch in NRW zwischen 97,8 Litern (Stadt
Solingen) und 169,1 Litern (Stadt Bottrop). Die höchsten
durchschnittlichen Wasserverbräuche von 150 Litern und mehr pro Tag
sind beispielsweise in den Städten Bottrop, Düsseldorf, Mülheim an
der Ruhr und Köln zu beobachten. Weniger als 110 Liter waren es
in den Städten Solingen, Bonn, Remscheid, Bonn, Höxter und dem Kreis
Warendorf.
Die Erhebung der öffentlichen Wasserversorgung
wird alle drei Jahre durchgeführt und stellt grundlegende
Informationen zum Stand und zur Entwicklung der öffentlichen
Trinkwasserversorgung für wasserwirtschaftliche Analysen und
Planungen bereit.
|