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Klinik Medizinische Versorgung
  
 Redaktion Harald Jeschke

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Was tun bei einem Insektenstich?   Hilfe, mein Kind hat Läuse! Zwei Hände retten Leben - Herzdruckmassage







 

Arbeitsunfähigkeit und die Maßnahmen zur stufenweisen Wiedereingliederung

Berlin, 21. Februar 2024 - Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit und die Maßnahmen zur stufenweisen Wiedereingliederung nach § 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 7 SGB V (Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie)

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat in seiner Sitzung am 7. Dezember 2023 beschlossen, die Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie in der Fassung vom 14. November 2013 (BAnz AT 27.01.2014 B4), die zuletzt durch die Bekanntmachung des Beschlusses vom 7. Dezember 2023 (BAnz AT 27.12.2023 B5) geändert worden ist, wie folgt zu ändern: I. § 4 Absatz 3 Satz 3 wird wie folgt gefasst: „Soweit erforderlich dürfen dabei folgende Angaben erhoben werden:

1. die die Arbeitsunfähigkeit auslösenden Diagnosen, insbesondere durch Nennung der ICD-10-Codes, 2. Art und Umfang der Berufstätigkeit, die bis zum Beginn der Arbeitsunfähigkeit ausgeübt wurde,
3. bei Empfängern von Leistungen nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch der zeitliche Umfang, für den die oder der Versicherte unter Berücksichtigung der Regelung nach § 2 Absatz 3 zur Arbeitsvermittlung zur Verfügung steht und
4. die weiteren diagnostischen, therapeutischen und rehabilitativen Maßnahmen, die in Bezug auf die die Arbeitsunfähigkeit auslösenden Diagnosen vorgesehen oder bereits eingeleitet sind; hierzu zählt auch die Angabe, ob eine Überweisung zur fachärztlichen Mitbehandlung ausgestellt wurde und wenn ja, zu welcher Fachrichtung.“

II. Die Änderung der Richtlinie tritt am Tag nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Die Tragenden Gründe zu diesem Beschluss werden auf den Internetseiten des G-BA unter www.g-ba.de veröffentlicht.
Beschlussdatum: 07.12.2023 - Inkrafttreten: 21.02.2024
Arbeitsunfähigkeit und Wiedereingliederung (PDF 172,54 kB)

„Gemeinsam gegen Kilos und Krebs: Prävention als Schlüssel zur Gesundheit“

 Der Klinikverbund Evangelisches Klinikum Niederrhein/BETHESDA Krankenhaus Duisburg startet am 20. Februar seine neue Veranstaltungsreihe für Patientinnen und Patienten „Medizin im Revier“.    

Duisburg, 14. Februar 2024 - Unter dem Titel „Medizin im Revier“ feiert am 20. Februar 2024 eine neue Veranstaltungsreihe des Klinikverbunds Evangelisches Klinikum Niederrhein/BETHESDA Krankenhaus Duisburg Premiere. Zum Start gibt es am BETHESDA Krankenhaus für alle Betroffenen und Interessierten umfassende Informationen zu den Themenkomplexen Adipositas und Krebs sowie deren Zusammenhang und Therapie.   


Professor Dr. Simon Schimmack, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie (Foto EVKLN), stellt zunächst das neu eröffnete Adipositas-Zentrum am BETHESDA Krankenhaus vor. Er erläutert die Faktoren, die zu starkem Übergewicht führen können und die entsprechenden Vorgänge im Körper.

Aufgezeigt werden verschiedene Lösungswege, etwa durch laparoskopische Operationen, die mithelfen, das Hungergefühl zu unterdrücken und den Hormonspiegel zu regulieren. Leider wirkt sich starkes Übergewicht auch begünstigend auf verschiedene Formen von Krebserkrankungen aus.


Sollte ein entsprechendes Risiko oder bereits eine onkologische Erkrankung vorliegen, ist das BETHESDA mit seinen zahlreichen spezialisierten Fachabteilungen ebenfalls die richtige Adresse. Auch hierzu erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 20. Februar umfassende Informationen. Selbstverständlich bleibt genügend Zeit für Fragen und Diskussionen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht nötig.           

Veranstaltung: Gemeinsam gegen Kilos und Krebs: Prävention als Schlüssel zur Gesundheit Datum: Dienstag, 20. Februar 2024 von: 17:00 – 19:00 Uhr
Ort: BETHESDA Krankenhaus, Eventraum (vom Haupteingang aus ausgeschildert), Heerstraße 219, 47053 Duisburg  


Die Veranstaltungsreihe „Medizin im Revier“ findet zukünftig im Turnus von zwei Monaten statt, bevorzugt am zweiten Dienstag des jeweiligen Monats. Expertinnen und Experten des Klinikverbunds Evangelisches Klinikum Niederrhein/BETHESDA Krankenhaus Duisburg informieren jeweils über aktuelle Entwicklungen der modernen Medizin und geben Patientinnen und Patienten fundierte, praxisnahe Ratschläge zu ihren Erkrankungen.


Fortgesetzt wird die Reihe am 16. April im Evangelischen Krankenhaus Duisburg-Nord in Fahrn. Dann vermittelt Dr. Corina Kiesewalter, Chefärztin der Klinik für Neurologie, alles Wissenswerte zum Thema Schlaganfall.  


Knochengärtner retten Unterschenkel

Ärzte im BG Klinikum Duisburg lassen bei einem Unfallopfer 21 Zentimeter Knochen nachwachsen

Duisburg, 9. Februar 2024 - Wenn Tim Kamann geahnt hätte, was ihn Ende Juni 2021 nach einem gemütlichen Fernsehabend bei Freunden erwartet, wäre er sicher zuhause geblieben. Denn bei einem
schweren E-Roller-Unfall um 3:30 Uhr nachts verletzte er sich so schwer, dass eine Amputation des linken Unterschenkels drohte.

Mit Blaulicht und höchstem Tempo wurde der damals 35-Jährige ins BG Klinikum Duisburg gebracht. Nach mehreren Notoperationen und einer intensiven Spezialbehandlung durch die „Knochengärtner“ der Unfallklinik steht er mittlerweile wieder stabil auf beiden Füßen – und mitten im Leben.  


Für dieses „medizinische Wunder“, wie Kamann sagt, mussten die Ärztinnen und Ärzte der Unfallklinik rund 21 Zentimeter Knochen nachwachsen lassen: „Ich hatte Glück mit meinem Notarzt. Der hat entschieden, die Verletzung ist so schwer, der Patient muss ins BG Klinikum.“ Der Rest seien ärztliches Können des Teams um Dr. med. Martin Glombitza – Leitender Arzt in der Septischen Chirurgie der Unfallklinik –, Motivation und eiserner Willen gewesen.  


Ein Schreck im Schockraum Doch warum war gerade Kamann ein Fall für die Spezialisten im Duisburger Süden? Als er nach seinem Unfall aus der Bewusstlosigkeit aufwachte, bekam er einen gehörigen Schreck – er konnte nicht aufstehen. Und noch schlimmer: Der linke Fuß hing quasi „nur noch an der Sehne“, der Rest des Unterschenkels war bis zur Unkenntlichkeit deformiert. Die ersten Röntgenbilder im Schockraum und während einer Notversorgung offenbarten ein schweres Trauma, einen offenen Trümmerbruch mit erheblicher Schädigung der Weichteile. Adern, Venen und Lymphgefäße waren fast vollständig zerstört und ein großer Teil des Schienbeinschaftes nicht mehr durchblutet.  

Segmenttransport: Circa ein Drittel der Strecke ist geschafft. (Bild: BG Klinikum Duisburg)


Amputation oder Knochenverlängerung? Schon ein paar Tage später stand deshalb für Kamann eine Schicksals-OP an. „Wir haben uns final den betroffenen Schienbeinknochen angeschaut, um zu sehen, was noch zu retten ist“, erklärt Glombitza. Ergebnis: 21 Zentimeter Knochengewebe waren abgestorben und mussten entnommen werden.

Was tun? Eine Amputation auf Höhe des Knies und eine Prothesenversorgung? Oder eine langwierige Knochenverlängerung mit dem Ziel, das Knie und den linken Unterschenkel dauerhaft zu erhalten? Für beide Varianten gab es Pros und Contras. „Eine Amputation wäre der schnellere und einfachere Weg gewesen wieder ans Laufen zu kommen“, erklärt Glombitza. In Rücksprache mit Kamann und seiner Frau entschied man sich am Ende jedoch für die zweite Option, eine der Spezialmethoden in der Unfallklinik. Der Patient war noch jung und hochmotiviert. Und noch wichtiger: „Er spürte seinen Fuß noch und er merkte, wo er ihn hinsetzt. Das gab am Ende den Ausschlag“, so Glombitza.  


Zunächst musste aber Haut und Muskelgewebe aus dem Rücken auf den Unterschenkel „verpflanzt“ und am Oberschenkel abgeschälte Haut dorthin umgesetzt werden. 24 Stunden dauerte danach das bange Warten, dann die Erleichterung: „Es lief hervorragend. Der Körper hat die Transplantate sofort angenommen, sprich die so genannte freie Lappenplastik war laut Dr. Glombitza gut durchblutet“, erklärt Kamann. Nun war das Projekt Knochenverlängerung realisierbar. Schon zu dieser Zeit erhielt der Patient tatkräftige Unterstützung durch die Psychotherapeutinnen des Hauses. „Ich habe mich zwar ziemlich stark gefühlt“, erinnert sich Kamann.
Tim Kamann mit Ringfixateur bei der Physiotherapie. (Bild: Tim Kamann)

„Aber aus Sorge davor, in ein Loch zu fallen, habe ich die Hilfe angenommen.“ Als alles verheilt war, durfte er für einige Wochen nach Hause – natürlich im Rollstuhl.   Ringfixateur – ein gewichtiges Hilfsmittel Im Oktober 2021 bekam Kamann dann in der Unfallklinik einen Ringfixateur angelegt. Dieses Gerät besteht aus Metallringen, die um das verletzte Körperteil herum platziert und mit Drähten im Knochen fixiert werden.


„Wir haben dabei den Knochenstumpf oberhalb des Sprunggelenkes durchgesägt“, erklärt Glombitza die Vorgehensweise. In dieser „künstlichen Wachstumsfuge“ verankerten die Ärztinnen und Ärzte dann bei Kamann einen Metallstift. Spannschrauben sorgten dafür, dass der Knochen wie auf einer Streckbank in Richtung Knie „gezogen“ wurde. So wird die Bildung von neuen Knochenzellen angeregt und mit der Zeit die Lücke im Schienbein aufgefüllt.  


Bei Tim Kamann hat dies rund zehn Monate gedauert. Die meiste Zeit konnte er zuhause verbringen – und dabei selbst Hand anlegen. Denn Martin Glombitza hatte ihm gezeigt, wie er die Schrauben am Ringfixateur viermal am Tag um 0,25 Millimeter verstellen musste. „Knopf drücken, drehen, warten bis zum Einrasten: wieder 0,25 Millimeter geschafft“, beschreibt Kamann seine Aufgabe. Ungeduldig ist der Familienvater dabei nicht geworden: „Ich habe mir gesagt, du machst das jetzt genau so, wie die Ärzte das wollen.“ Um Komplikationen zu vermeiden, war der Patient zwischendurch regelmäßig im BG Klinikum Duisburg. Dort wurde mithilfe von Röntgenbildern die Bildung des Knochengewebes überwacht.


„Als der Defekt geschlossen war, haben wir dann mithilfe einer Metallplatte und sechs Schrauben den Transportknochen mit dem Zielknochen unterhalb des Knies fest gekoppelt“, erklärt Glombitza.   Wieder auf eigenen Beinen stehen Anfang August 2022 ging es dann für Kamann mit dem Laufenlernen los. Zuerst nur mit fünf Kilogramm Belastung auf dem verletzten Bein, dann langsam steigern. Durch diesen Druck härtete die neue Knochensubstanz richtig aus. Ein paar Monate später durfte der Patient dann zur Vollbelastung übergehen – immer noch mit dem klobigen Ringfixateur am Unterschenkel.


Ergebnis: Das Team um Glombitza war sehr zufrieden mit der Knochenbildung. Das kiloschwere Hilfsmittel konnte deshalb im Mai 2023 endgültig entfernt werden. Noch immer war aber Vorsicht geboten. „Der Knochen war so gut nachgewachsen, sehr gerade und stabil. Da wollten wir natürlich kein Risiko eingehen“, sagt Glombitza. Für Kamann hieß das wieder mit 30 Kilogramm Belastung anfangen und dann peu à peu erhöhen. Acht Wochen später durfte er endlich die Gehhilfen endgültig in die „Garage“ stellen. „Ein tolles Gefühl“, sagt Tim Kamann.  


Heute hat er nur noch kleinere Einschränkungen beim Gehen und er muss weiterhin einen Kompressionsstrumpf tragen, um den Blutkreislauf zu unterstützen. Zwei bis drei Mal in der Woche geht Kamann zudem zur Krankengymnastik und ins Gym. Ziel ist es, das Sprunggelenk weiter zu mobilisieren, verloren gegangene Muskulatur aufzubauen und sportlich wieder dahin zu kommen, wo er als Fitnessfreak mal war. Längst hat er auch den nächsten Schritt in Richtung Normalität getan: Nach mehr als zwei Jahren Leidenszeit arbeitet er heute längst wieder in seinem Job als Bauleiter.   Das Mindset muss stimmen – und die Behandlung Aber wie hat der Patient es geschafft, so lange durchzuhalten und allen Problemen zu trotzen?

Arzt-Patient-Gespräch: Tim Kamann und der behandelnde Arzt Dr. med. Martin Glombitza im Dialog. (Bild: BG Klinikum Duisburg)


„Meine Familie und meine Freunde waren eine tolle Unterstützung. Jeden Tag war jemand im Krankenhaus. Ich konnte den Kopf gar nicht in den Sand stecken“, konstatiert Kamann. „Ich wollte wieder für meine Frau und meine Tochter da sein, mit ihnen Ausflüge machen“. Mitgespielt hat aber auch sein Arbeitgeber. Dieser hatte ihm eine Jobgarantie gegeben – egal wie lange die Genesung dauert. Doch was würde Kamann Patientinnen und Patienten mit einem ähnlichen Schicksal raten? „Du musst immer an dich selber glauben, versuchen, positiv zu denken“, so der mittlerweile 37-Jährige. „Wenn das Mindset stimmt, hat das positive Auswirkungen auf den Heilungsprozess.“

Erstmals Lauftraining im Wald. (Bild: Tim Kamann)

Und noch eines hebt Kamann hervor: „Ich habe mich hier im BG Klinikum wirklich perfekt behandelt und betreut gefühlt – vom Schockraum bis zur Entlassung. Ich wusste immer: Die tun hier wirklich alles Menschenmögliche, um mein Bein zu retten.“ Mit großem Erfolg!

 
 

Zusatzbehandlung mit Glenzocimab bei Schlaganfall erfolgreich getestet

Duisburg, 7. Februar 2024 - Im Rahmen einer Studie hat ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Universitätsklinikums Essen herausgefunden, dass eine Zusatzbehandlung mit dem Medikament Glenzocimab das Sterberisiko nach einem akuten ischämischen Schlaganfall um fast ein Drittel senkt. Bei einem ischämischen Schlaganfall kann das Gehirn aufgrund einer blockierten Arterie nicht ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden.


Je schneller das Blut nach einem solchen Schlaganfall wieder normal fließen kann, umso geringer sind die Schäden im Gehirn. Dazu müssen die Blutgerinnsel medikamentös aufgelöst und ggf. zusätzlich mechanisch entfernt werden. idr
Infos:
https://www.thelancet.com/journals/laneur/article/PIIS1474-4422(23)00427-1/fulltext


Wenn Rollmops und Wasser nicht helfen - Ärztlicher Notdienst an Karneval einsatzbereit

Düsseldorf/Duisburg, 5. Februar 2024 - Wer an den bevorstehenden Straßenkarnevalstagen im Rheinland akute gesundheitliche Beschwerden hat, kann den Notdienst der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte kontaktieren. Erste Anlaufstellen sind hierfür die ambulanten Notdienstpraxen im Landesteil. Sie können ohne Voranmeldung direkt aufgesucht werden. Informationen zu Adressen und Öffnungszeiten der insg. gut 90 Notdienstpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) gibt es unter www.kvno.de/notdienst oder über die kostenlose Servicenummer 116 117.


Die Nummer ist rund um die Uhr erreichbar. Die Telefon-Kapazitäten werden zu Karneval noch einmal verstärkt. Hausbesuche für nicht mobile Patientinnen und Patienten Erkrankte, die den Weg in eine örtliche Notdienstpraxis nicht auf sich nehmen können, haben die Möglichkeit über die 116 117 einen ärztlichen Hausbesuch zu erfragen. Die Rufnummer gibt darüber hinaus Auskunft über die Erreichbarkeiten der örtlichen Augen-, HNO-, kinderärztlichen Notdienste.  


Vertretungen zwischen Altweiber und Aschermittwoch Zwischen dem 8. und 14. Februar werden einige Arztpraxen im Rheinland urlaubsbedingt geschlossen bleiben. Während der Sprechstundenzeiten übernehmen dann andere Praxen vor Ort vertretungsweise die ambulante Versorgung. Patientinnen und Patienten sollten rechtzeitig auf entsprechende Praxis-Aushänge und Angaben auf den Praxis-Anrufbeantwortern oder Homepages achten.


Post-COVID-Nachsorge und Diagnostik verbessern: Kontaktlose
Vitalparametermessungen und eine innovative App sollen die Lebensqualität verbessern

Duisburg, 2. Februar 2024 - Im Projekt »KoVit – Kontaktlose Vitalparametererfassung für eine objektive Verlaufskontrolle von Post-Covid zur Unterstützung der medizinischen Diagnostik«1 wollen das Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS zusammen mit der Klinik für Infektiologie des Universitätsklinikums Essen, die Fimo Health GmbH und die MedEcon Ruhr GmbH das Leben von Post-COVID-Patientinnen und Patienten nachhaltig verbessern.

C) Fraunhofer IMS
 
Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und hat eine Laufzeit von September 2023 bis August 2024. (Multidisziplinäres Projekt soll neue Erkenntnisse für die Behandlung von Post-COVID-Symptomen liefern Aufgrund der vielfältigen Symptomatik erfordern die Diagnostik und die Therapie des Post-CO-VID-Syndroms (PCS) einen multidisziplinären Ansatz. Ein zentraler Baustein dieses Ansatzes ist die kontinuierliche Messung der Vitalparameter.


Im Rahmen des KoVit-Projekts arbeiten Forscherinnen und Forscher daran, ein fortschrittliches optisches System zu entwickeln, das diese Messungen ermöglicht. »Wir setzen auf kontaktlose Vitalparametermessungen durch optische Sensoren. Dies ermöglicht ein kontinuierliches Monitoring von Post-COVID-Patientinnen und -Patienten und eine präzise Anpassung der Therapie«, erklärt Prof. Karsten Seidl, Leiter Health am Fraunhofer IMS in Duisburg. Neben dem optischen System für die berührungslose Messung von Vitalpara-metern vom Fraunhofer IMS steuert die Klinik für Infektiologie des Universitätsklinikums Essen ihre Expertise in Diagnostik und Therapie von PCS bei.


Die Fimo Health GmbH bietet Expertise in Patientenbegleitung durch eine innovative App mit Symptomtagebuchführung. Die MedEcon Ruhr GmbH verantwortet die Anforderungsspezifikation des Systems und bewertet das Konzept hinsichtlich Überführbarkeit in Versorgungsstrukturen, um somit zur Entwicklung von Behand-lungsstandards und Überführungslösungen beizutragen.


Früherkennung von Spätfolgen ermöglicht präventive Interventionen
Die kontinuierliche Überwachung durch Kamerascans unterstützt nicht nur die medizinische Be-handlung und Therapie, sondern ermöglicht auch die Früherkennung von Spätfolgen bei Post-COVID-Patientinnen und Patienten. Das hybride Interaktionssystem von KoVit spielt somit eine entscheidende Rolle bei der Überwachung und Unterstützung von Therapie und Versorgung von Post-COVID-Erkrankungen. Das Projekt strebt eine wegweisende Entwicklung für die ganzheitli-che Betreuung von Betroffenen an.

Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS | Finkenstraße 61 | 47057 Duisburg |



 Telefonaktion zum Weltkrebstag

Vier Experten für Fragen rund um Krebserkrankungen
Duisburg, 1. Februar 2024 - Anlässlich des Weltkrebstages, der traditionell am 4. Februar stattfindet, beantworten am jetzigen Montag (5. Februar) von 15 bis 16.30 Uhr vier Expert:innen verschiedener Fachbereiche aus den Duisburger Helios Kliniken am Telefon Ihre Fragen. Ob im Darm, in der Brust oder im Mund – Früherkennung, Diagnostik und Therapie für bösartige Erkrankungen haben sich in den letzten Jahren in hohem Tempo weiterentwickelt und die Überlebenschancen für Krebspatient:innen massiv verbessert.


Neue Verfahren wie die Immuntherapie oder noch präzisere robotergestützten Eingriffe können den Krebs immer effektiver bekämpfen und aus der tödlichen eine chronische Diagnose machen. Für die Betroffenen ist das eine mehr als gute Nachricht, doch gleichzeitig ist es fast unmöglich, den Überblick über die komplexen Entwicklungen zu behalten.
Welche Vorsorgeleistungen stehen mir zu?
*Wo bekomme ich nach der Diagnose zusätzliche Unterstützung?
Welcher Eingriff könnte bei meiner Krebserkrankung sinnvoll sein?


Für Antworten auf diese und viele weitere individuelle Fragen stehen am jetzigen Montag (5. Februar) zwischen 15 und 16.30 Uhr vier Expert:innen der Duisburger Helios Kliniken auf dem Gebiet der Krebstherapie am Telefon zur Verfügung. Anlass ist der jährlich stattfindende Weltkrebstag, der auch diesmal unter dem Motto „Versorgungslücken schließen“ auf die Herausforderungen bei der Krebsbehandlung aufmerksam machen will. Vorsorgezahlen normalisieren sich, aber die Pandemie fordert Tribut Vor allem das Wissen um die Vorsorge und eine frühe Diagnose entscheiden bei einer Krebserkrankung nach wie vor über den Behandlungserfolg. Und genau dieser Aspekt hatte sich in den Jahren der Corona-Pandemie deutlich verschlechtert.


Auswertungen unter anderem der Krankenkassen zeigen deutlich, dass die Coronapandemie nachweislich die Versorgung von Krebskranken in Deutschland beeinträchtigt hat – und zwar flächendeckend von der Früherkennung bis zur Nachsorge. Unter anderem, weil viele Menschen aus Sorge vor Ansteckung oder aus Rücksicht auf das System nicht zur Früherkennung gegangen sind. Und auch wenn sich die Zahlen wieder einigermaßen normalisiert haben und die Menschen nun verpasste Termine nachholen, die Langzeitfolgen bleiben vorerst.


Denn viele Tumore wurden später entdeckt, mit dadurch bedingten verschlechterten Heilungsprognosen oder komplexeren Therapien. Um deshalb auch weiter niedrigschwellig aufzuklären, stehen die Helios Expert:innen nun wieder am Telefon bereit. Mit über 45 Fachabteilungen sind die Duisburger Helios Standorte einer der größten Gesundheitsversorger der Region. Entsprechend umfangreich aufgestellt ist auch das Angebot in der Krebstherapie. Ein wichtiger Faktor, denn viele Krebsarten lassen sich am besten interdisziplinär therapieren, etwa durch eine Kombination aus medikamentöser Therapie, Operation und Bestrahlung.


Neueste Technik wie etwa der DaVinci-OP-Roboter oder modernste Bildgebungsgeräte sowie langjährige Expertise und stetige Fortbildung unterstützen die Duisburger Expert:innen und ihre Patient:innen beim Kampf gegen den Krebs.


Die Experten: 0203 546 2163
Dr. med. Daniel Busch, Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, Experte für minimal-invasive und robotische Chirurgie, Helios St. Johannes Klinik Themenschwerpunkte: Diagnostik und operative Krebstherapie bei Tumoren im Bereich des Darms, der Bauchspeicheldrüse, Leber, Magen oder Lunge / Robotergestützte Eingriffe (DaVinci) 0203 546 2164

Dr. med. Barbara Korell, Psychoonkologin, Fachärztin für Hämatologie und Onkologie, Helios St. Johannes Klinik Themenschwerpunkte: Psychologische Auswirkungen einer Krebserkrankung, Unterstützung während der Therapie, Beratung für Angehörige 0203 755 1678


Justine Launert, Breast Care Nurse, Helios St. Anna Klinik Themenschwerpunkte: Information und Beratung zum Thema Brustkrebs, Veränderung des Körperbildes durch Operation oder Chemotherapie 0203 755 1778
Dr. med. Melanie Heckmann, Fachärztin Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Helios St. Anna Klinik

Themenschwerpunkte: HNO-Tumorerkrankungen und Tumornachsorgesprechstunde
Aktion Weltkrebstag

Immer am 4. Februar findet der Weltkrebstag statt, dieses Jahr zum 24.Mal. Das Motto der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC) dazu lautet wie schon in den beiden Jahren zuvor „Versorgungslücken schließen“. Bereits heute erkranken über eine halbe Million Menschen in Deutschland jedes Jahr neu an bösartigen Tumoren. Im Jahr 2030 wird es schätzungsweise jährlich 600.000 Krebsfälle geben. Hauptgrund für den vermuteten Anstieg: die steigende Lebenserwartung der Menschen, denn Krebs ist eine Krankheit, die vor allem im höheren Lebensalter auftritt.

Foto:
BongkarnThanyakij (istock.com)  


Der 4. Februar ist Weltkrebstag - Krebspatienten benötigen sehr häufig Blutpräparate

Für die DKMS ist das ein wichtiger Anlass, unter dem Motto „Close the Care Gap“ (Versorgungslücken schließen) auf das Schicksal von Blutkrebspatient:innen aufmerksam zu machen. Denn: Alle 27 Sekunden erkrankt weltweit ein Mensch an Blutkrebs, in Deutschland alle 12 Minuten.  So sieht Blutkrebs aus Mit zwei Jahren schon zweimal Blutkrebs hinter sich gebracht, wartete Ende 2022 der kleine Titus zusammen mit seiner Familie auf die Nachricht, dass es eine:n geeignete:n Spender:in gibt.  So sieht Hilfe aus Für Titus gab es zum Glück einen.

Dank einer Stammzellspende kann Titus heute mit seinen Schwestern spielen / Bildrecht: DKMS


Nach einer lebensrettenden Stammzellspende ist er heute ein munteres Kindergartenkind. Wir zeigen, was Blutkrebs mit Titus und seiner Familie gemacht hat – lesen und sehen Sie hier die ganze Geschichte.  Doch noch immer finden viele Betroffene kein geeignetes „Match“. Deshalb lautet die eindringliche Botschaft: Jede und jeder Einzelne kann dabei helfen, für Patient:innen und ihre Familien den Unterschied zu machen. Registriert euch auf dkms.de/weltkrebstag Wir würden uns freuen, wenn Sie berichten und auf die wichtige und einfache Registrierung bei der DKMS hinweisen.

Bei der DKMS sind weltweit über 12 Millionen Menschen als potenzielle Knochenmark- und Stammzellspender registriert, davon über 7,6 Millionen in Deutschland

Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, deren Ziel es ist, weltweit so vielen Blutkrebspatient:innen wie möglich eine zweite Lebenschance zu geben. Sie wurde 1991 in Deutschland von Dr. Peter Harf gegründet und sorgt seither dafür, dass immer mehr Patientinnen und Patienten eine lebensrettende Stammzellspende erhalten. In der DKMS sind mehr als 12 Millionen potenzielle Spenderinnen und Spender registriert, bis heute hat die Organisation mehr als 110.000 Stammzellspenden vermittelt. Die DKMS ist außer in Deutschland in den USA, Polen, UK, Chile, Indien und Südafrika aktiv. 

Durch internationale Projekte und Hilfsprogramme verschafft die DKMS noch mehr Menschen weltweit Zugang zu einer lebensrettenden Therapie. Darüber hinaus engagiert sich die DKMS in den Bereichen Medizin, Wissenschaft und Forschung, um die Heilungschancen von Patient:innen zu verbessern. In ihrem Hochleistungslabor, dem DKMS Life Science Lab, setzt die Organisation weltweit Maßstäbe für die Typisierung potenzieller Stammzellspender:innen, um so das perfekte Match für eine Transplantation zu finden. Daten und Fakten: https://mediacenter.dkms.de/pressekit/daten-fakten/ Allgemeine Infos: https://mediacenter.dkms.de/pressekit/allg-infos/

Krebspatienten benötigen sehr häufig Blutpräparate

Der diesjährige Weltkrebstag steht unter dem Leitgedanken "Versorgungslücken schließen"  - auch die sichere Versorgung mit therapeutischen Blutbestandteilen gehört dazu. Gespendetes Blut wird vor allem in der Onkologie eingesetzt. Fast 20 Prozent des Spenderblutes benötigen an Krebs erkrankte Menschen. 

Laut Deutscher Krebshilfe erkranken derzeit jährlich rund 500.000 Menschen in Deutschland an Krebs - mit steigender Tendenz. Sehr viele dieser Patienten sind auf den Erhalt regelmäßiger Blutspenden angewiesen, um z.B. Blutbestandteile (wie die Blutplättchen) zu ersetzen, die während einer Chemotherapie zerstört werden. 


Die Menge der benötigten Blutpräparate je Patient hängt dabei stark vom individuellen Krankheitsbild ab. Es beginnt bei der Transfusion einer einzigen Blutkonserve und geht bis zum Einsatz von bis zu 100 Blutkonserven für einen einzelnen Patienten. Insbesondere die sensible Versorgungskette mit Blutplättchen (Thrombozyten) macht es erforderlich, dass das DRK immer wieder zur Blutspende aufruft - Blutplättchen sind nur vier Tage einsetzbar.  


„Versorgungslücken dürfen bestenfalls erst gar nicht entstehen - deshalb ruft der DRK-Blutspendedienst dazu auf, jetzt Blut zu spenden, denn wir können auf diese wichtige und lebensrettende Ressource Blut nur zurückgreifen, wenn Menschen dazu bereit sind, regelmäßig Blut zu spenden“, so Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes West. Information zur aktuellen Lage Die Versorgungslage mit Blutpräparaten ist angespannt. Der Grund: Eine überdurchschnittlich heftige Erkältungs- und Krankenwelle.


Der DRK-Blutspendedienst West erwartet dabei keine Entspannung für die nächsten Wochen, da nach Karneval erfahrungsgemäß noch mehr Menschen erkrankt ausfallen. Wo kann ich mich über die Blutspende informieren und wo kann ich Blut spenden? Informationen zur Blutspende und Blutspendetermine in zeitlicher sowie räumlicher Nähe finden Interessierte immer unter: www.blutspende.jetzt  Bei detaillierten Gesundheitsfragen (Vorerkrankungen oder der Einnahme von Medikamenten) empfehlen wir mit der kostenfreien Blutspende-Hotline Kontakt aufzunehmen: 0800-1149411



Welche Krebsart tritt am häufigsten auf? WELTKREBSTAG Stand 02.02.2024
Krebs ist, hinter Krankheiten des Kreislaufsystems, die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Wer welchen Krebs bekommt ist auch eine Frage des Geschlechts, wie die Grafik von Statista zeigt. Insgesamt gab es im Jahr 2020, den aktuellsten verfügbaren Zahlen beim Zentrum für Krebsregisterdaten im Robert-Koch-Institut, mehr als 231.400 Neuerkrankungen bei Frauen und annährend 262.000 bei Männern.

In 30,5 Prozent der Fälle wurde bei Patientinnen Brustkrebs diagnostiziert, bei den Patienten ist die Prostata mit 25,1Prozent am häufigsten betroffen. Lunge, Darm und Haut sind bei beiden Geschlechtern in den Top 5 vertreten. Hinzu kommt bei Frauen die Erkrankung der Gebärmutter und bei Männern die der Harnblase. Mathias Brandt
Infografik: Welche Krebsart tritt am häufigsten auf? | Statista

Wie entwickelt sich die Situation bei Atemwegserkrankungen in Deutschland? Stand 02.02.2024
Fast 310.000 labordiagnostisch bestätigten SARS-CoV-2-Fälle (Stand: 4. Kalenderwoche 2024) wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) seit dem Beginn der Grippesaison (40. Kalenderwoche) gemeldet. Angesichts der Tatsache, dass aktuell deutlich weniger PCR-Tests als auf dem Höhepunkt der Pandemie durchgeführt werden, dürfte die Dunkelziffer deutlich höher liegen. Dem RKI zufolge wurden mussten mehr als 100.000 aufgrund ihrer Corona-Infektion hospitalisiert werden.


Indes erkrankten im Vergleich zu früheren Wellen nur relativ wenige Menschen so schwer, dass sie auf der Intensivstation behandelt werden mussten. Aktuell liegen dort weniger als 400 Corona-Patient:innen, wie Daten des DIVI-Intensivregisters zeigen. Während es derzeit von Woche zu Woche weniger Coronafälle gibt, steigt die Zahl der Influenzafälle deutlich. ". Die Grippewelle 2023/24 hat laut RKI-Definition mit der 50. KW 2023 begonnen und hält an. Die Influenza-Aktivität nahm in der 4. KW 2024 nochmals deutlich zu." Auch RSV ist weiter im Umlauf, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt.
Infografik: Wie entwickelt sich die Situation bei Atemwegserkrankungen in Deutschland? | Statista

Wie ist die Corona-Lage auf den Intensivstationen?  02.02.2024
Die Corona-Winter-Welle 2023/24 hat ihren Höhepunkt aus Sicht der Intensivstationen am 19. Dezember 2023 erreicht - zu diesem Zeitpunkt meldete das DIVI-Intensivregister 1.263 erwachsene Covid-Intensiv-Patient:innen. Seitdem sind die Zahlen wieder rückläufig. Für den 31. Januar 2024 meldeten die Krankenhäuser in Deutschland noch 355 mit Corona-Fällen belegte Intensivbetten. Auf dem Höhepunkt der Pandemie waren im Januar 2021 mehr als 5.700 Betten gleichzeitig belegt.


In einem ähnliche Umfang spitze sich die Lage noch einmal im Dezember 2021 zu, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. Das Intensivregister wurde im Frühjahr 2020 gemeinsam mit dem RKI aufgebaut, um die Verfügbarkeiten von Beatmungsbetten und von erweiterten Therapiemaßnahmen bei akutem Lungenversagen in Deutschland während der Corona-Pandemie sichtbar zu machen. Seit Beginn der Erfassung wurden rund 256.000 abgeschlossenen Intensivbehandlungen registriert. Alle wichtigen Fragen zur Datenbank werden im FAQ des DIVI beantwortet.
Infografik: Wie ist die Corona-Lage auf den Intensivstationen? | Statista



Volkskrankheit Herzinsuffizienz: Helios St. Anna als Schwerpunktklinik ausgezeichnet

Duisburg, 29. Januar 2024 - Die Kardiologie der Helios St. Anna Klinik im Duisburger Süden ist erfolgreich als Schwerpunktklinik für Herzinsuffizienz (HFU) zertifiziert worden. Über zwei Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Herzinsuffizienz, und jedes Jahr erkranken weitere 300.000 Menschen. Diese weit verbreitete Erkrankung, im Volksmund als Herzschwäche bekannt, zählt zu den häufigsten Gründen für Krankenhausaufenthalte in Deutschland. Neben den offensichtlichen Symptomen wie Atemnot und Wassereinlagerungen können auch viele andere, oft unspezifische Anzeichen wie Erschöpfung oder Gedächtnisprobleme die Krankheit begleiten.


Eine zeitnahe und spezialisierte Behandlung ist entscheidend, um die Prognose zu verbessern und das Risiko von Folgeschäden wie Herzversagen zu minimieren. Damit treffen Patient:innen mit einer Herzschwäche auf eine ausgezeichnete Kompetenz im Team der Kardiologie der Helios St. Anna Klinik. Dies bestätigt nun auch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Die Zertifizierung als Schwerpunktklinik für Herzinsuffizienz dokumentiert nicht nur die entsprechende medizintechnische Ausstattung, sondern vor allem die ärztliche und pflegerische Expertise.


Die Versorgung der Schwerstkranken erfolgt auf der 2021 neu bezogenen hochmodernen Intensivstation gemeinsam mit der Abteilung für Anästhesie. Neben den Ärzten sind auch Pflegekräfte des Klinikums für diesen Bereich speziell ausgebildet. Auch ein spezielles Entlassmanagement wird zur Zeit etabliert. Dies ist ein klares Zeichen für das Engagement der Klinikabteilung, höchste Standards in der Patientenversorgung zu setzen und die Herzinsuffizienz-Behandlung kontinuierlich zu verbessern. Patient:innen in Schwerpunktkliniken wie dieser können auf eine umfassende Diagnostik und hochspezialisierte Betreuung vertrauen.


Zusätzlich zur Zertifizierung als Schwerpunktklinik für Herzinsuffizienz verfügt die Kardiologie der Helios St. Anna Klinik über weitere Qualifikationen, darunter die Chest Pain Unit, Kardiale Computertomographie und Kardiale Magnetresonanztomographie.  

V.li.: Das HFU Team ist interprofessionell aufgestellt: Marie Gräßel (Ltg. Patientenservicecenter), Benjamin Otto-Lange (Sektionsleiter Intensivmedizin), Alexandra Peters (Stationsleitung kardiologische Station), Dr. Martin Oels (Chefarzt Kardiologie)


6. Fachtag Kinderschutz am 31. Januar  - Verleihung des Gerd-Unterberg-Preises

Duisburg, 26. Januar 2024 - „Handeln, bevor es zu spät ist!“ ist wohl der Leitsatz aller, die in ihrer täglichen Arbeit mit der Gefährdung von Kindeswohl konfrontiert werden. Ob Kinder- und Jugendhilfe, Polizei, Krankenhäuser, Schulen oder Justiz – alle leisten dabei wichtige Beiträge zum Kinderschutz und arbeiten an vielen Stellen Hand in Hand. Denn der Bedarf ist weiterhin groß. Umso wichtiger ist der regelmäßige Austausch und die Information über aktuelle Entwicklungen.


Deshalb lädt der Verein RISKID, unter dem Vorsitz von Dr. Peter Seiffert (ehemaliger Chefarzt und aktuell Senior Consultant der Kinderklinik an der Helios St. Johannes Klinik) und Dr. Ralf Kownatzki (Duisburger Kinder- und Jugendarzt), am kommenden Mittwoch (31. Januar) zum bereits 6. Fachtag Kinderschutz ein. Die Veranstaltung beginnt um 14 Uhr.  


Eröffnet wird die Veranstaltung unter anderem mit Grußworten von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und MdL NRW Christina Schulze Föcking. In den anschließenden Vorträgen beleuchten weitere exzellente Referenten, wie Duisburgs Polizeipräsident Alexander Dierselhuis oder Marion Rituper vom Jugendamt Duisburg, aus unterschiedlichsten Blickwinkeln die Herausforderungen im Kinderschutz. Teil des Programms ist wie immer auch die Verleihung des Gerd-Unterberg-Preises, benannt nach dem inzwischen verstorbenen Leitenden Duisburger Staatsanwalt, der sich beruflich und darüber hinaus stets für den Schutz und das Wohl von Kindern eingesetzt hat.


Die diesjährige Preisträgerin ist die renommierte Kinderschutz-Expertin Prof. Dr. Sibylle Banaschak, leitende Oberärztin am Institut für Rechtsmedizin an der Uniklinik Köln und Leiterin des Kompetenzzentrums für Kinderschutz NRW. Sie hat sich in ihrer Arbeit auf Fälle von Kindesmisshandlungen spezialisiert und berät am Kompetenzzentrum unter anderem kinderärztliche Kolleg:innen, um entsprechenden Anzeichen und Verletzungen bei ihren schutzbedürftigen Patient:innen besser erkennen zu können.


„Tag des Patienten“  

 Unter dem Motto „Ihre Gesundheit, Ihre Stimme! Der schnelle Weg zu Recht und Hilfe im Krankenhaus“ findet am 26. Januar 2024 der bundesweite Aktionstag zum „Tag des Patienten“ statt, an dem sich zahlreiche Krankenhäuser und Kliniken beteiligen. Träger dieses Aktionstages sind der Bundesverband Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen e. V. (BBfG) und der Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e. V. (BPiK). Ziel ist, den Rechten von Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.  


Dazu erklärt Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten: „Es ist ein gutes Zeichen, dass der bundesweite Tag des Patienten in diesem Jahr bereits zum neunten Mal stattfindet. Patientenorientierung und Patientenrechte müssen stets die Leitgedanken bei der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens sein.  


Als Landesbehinderten- und -patientenbeauftragte wünsche ich mir, dass sich möglichst viele Kliniken, Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen an den unterschiedlichen Aktionen vor Ort in den Häusern beteiligen. Sich als Patient über die eigenen Rechte aufklären zu lassen und die Rolle von ehrenamtlichen Patientenfürsprechern und Beschwerdemanagern vor Ort zu stärken, sind für mich zwei bedeutende Punkte. Allerdings kann nur ein informierter Patient selbstbestimmt und effizient die Strukturen des Gesundheitswesens für sich nutzen, daher appelliere ich aktiv an der eigenen Gesundheitsversorgung teilzuhaben.  


Den bundesweiten Aktionstag möchte ich dazu nutzen, um daran zu erinnern, dass hinter jedem Patienten ein Mensch mit seiner eigenen Geschichte und seinen eigenen Ängsten steht. Patientinnen und Patienten erwarten zu Recht, dass sie gut und sicher versorgt werden. Eine offene und von Vertrauen geprägte Kommunikation zwischen dem Patienten und dem Krankenhaus ist eine wertvolle Basis, die aufrechterhalten werden muss.“   Weitere Informationen zum bundesweit stattfindenden Aktionstag „Tag des Patienten“ finden Sie beispielsweise unter www.tagdespatienten.de.

 -„Für diese Versorgung würde ich jederzeit wiederkommen“
- Neue Hotline für chirurgische Krebspatient:innen

Duisburg, 25. Januar 2024 - An den renommierten Klinikstandort Duisburg kommen auch Patient:innen aus deutlich weiter entfernten Städten. Wie Monika Schulze aus Göttingen, die sich hier einer besonders komplexen Tumoroperation unterzog. Monika Schulze ringt mit einem ungünstig sitzenden Tumor in ihrer Bauchspeicheldrüse, der in einem großen Eingriff operiert werden soll. Doch nach etwas Recherche stößt die Familie der Göttingerin auf die robotische minimal-invasive Whipple-Technik, die allerdings nur wenige chirurgische Abteilungen in Deutschland anbieten, unter anderem das Team von Dr. Norbert Hennes in der Duisburger Helios St. Johannes Klinik.


Die Seniorin muss nicht lange überlegen: Für eine schonendere Therapieoption nimmt sie – unterstützt von ihren beiden Töchtern – auch mehrere hundert Kilometer Anfahrt in Kauf. Besucht man Monika Schulze in ihrem Zimmer in der Duisburger Klinik, ist es schwer zu glauben, dass die 85jährige nur ein paar Tage zuvor eine umfassende Krebsoperation überstanden hat. Fröhlich steht sie direkt vom Tisch auf und bietet dem Besucher sogar noch den Stuhl zum Sitzen an. „


Dass ich schon wieder so mobil bin, ist wohl eine Folge meiner langen Anfahrt“, schmunzelt die Niedersächsin und streicht sich ihre kurzen grauen Haare zurück. Ihr Zuhause liegt rund 260 Kilometer vom Rhein entfernt, über die viel befahrene A2 kann man auch mit einem schnelleren Auto schon mal dreieinhalb Stunden dafür brauchen.

Monika Schulze entschied sich trotzdem für den stationären Aufenthalt in Duisburg, denn hier gab es für sie eine schonendere Alternative zu einem großen offenen Eingriff: Einige Monate zuvor wurde bei ihr ein Tumor in der Bauchspeicheldrüse festgestellt, eine der tückischsten Krebserkrankungen, denn aufgrund fehlender oder unspezifischer Symptome bleibt die potentiell tödliche Veränderung oft zu lange unbemerkt. Und auch die Therapie selbst ist meist komplex, da der Goldstandard zwar die Entfernung des Tumors ist, dieser aber aufgrund seiner Organlage und der Umgebung mit vielen großen Gefäßen oft nur schwer zu erreichen und noch schwerer komplett zu entfernen ist.


Aufgrund dessen wird der Eingriff an den weitaus meisten Kliniken in Deutschland über einen sogenannten großen Leibschnitt vorgenommen. Das bedeutet für die betroffenen Patient:innen aber meist eine längere Wundheilung und höhere Komplikationsraten bei ohnehin schon angeschlagener Verfassung. „Ich fand, das hörte sich nicht nach einer allzu guten Prognose an, daher wollte ich eine zweite Meinung hören.“


Über einen Zeitungsbericht stößt sie auf das Duisburger Team von Dr. Norbert Hennes und eine deutlich schonendere Alternative. Die Whipple-Technik „durchs Schlüsselloch“ bieten nur wenige Kliniken in Deutschland überhaupt an. Das Verfahren gilt als eines der schwierigsten überhaupt, unter anderem weil die Entfernung des Gewebes extrem kleinteilig und der „Wiederanschluss“ der Bauchspeicheldrüse an den Darm sehr aufwändig ist.

Frau Schulze und dem operierenden Chefarzt Dr. Norbert Hennes.

Das Team in der Helios St. Johannes Klinik in Duisburg aber hat viel Erfahrung in der Pankreaschirurgie und beherrscht die Technik. Mit noch einer weiteren Besonderheit: „Wir können unseren Patienten dieses Verfahren sogar mit robotischer DaVinci-Assistenz anbieten. Ein weiterer Pluspunkt, denn durch die präzisen robotischen Arme und die Kamera erreichen wir die schwierigen Stellen noch besser und können zeitgleich durch eine lumineszierende Flüssigkeit die Blutversorgung unseres OP-Ergebnisses kontrollieren“, erklärt Norbert Hennes. Die Patient:innen verlieren dann weniger Wärme, haben kleinere Wunden und erholen sich deutlich schneller. Monika Schulze ist ein sehr gutes Beispiel dafür. „Auch sie lag für die Operation mehrere Stunden unter unserem robotischen Messer, aber schon kurz darauf konnte sie wieder aufstehen.“


Die Rentnerin pflichtet ihrem Operateur sofort bei: „Das wäre bei einem offenen Eingriff bestimmt so nicht möglich gewesen.“ Die Erleichterung darüber, dass alles gut geklappt hat, ist Monika Schulze anzusehen. Und auch ihren Töchtern, die ihre Mutter die ganze Zeit über begleiten. „Die beiden haben sich extra eine Ferienwohnung hier in der Nähe gemietet und von dort aus gearbeitet, um bei mir zu sein.“ Man spürt ihre Rührung, wenn sie darüber spricht.


Wie wichtig solch eine emotionale Unterstützung ist, kann Norbert Hennes aus seinem Klinikalltag nachfühlen: „Zuwendung und Anteilnahme durch Familie und Freunde helfen den Betroffenen sehr, ihre Krebserkrankung und die damit verbundene, oftmals nicht einfache Therapie besser zu überstehen.“ Genauso wie eine freundliche und heilsame Atmosphäre im Krankenhaus, da ist sich Monika Schulze sicher: „Das Personal gibt hier wirklich alles, damit man sich wohlfühlt. Alle waren sehr herzlich und ich musste nie lange warten.“


Jetzt aber freut sie sich erstmal auf ihr Zuhause. Die ergänzende Chemotherapie wird sie deshalb auch in Göttingen durchlaufen. Für einen größeren Eingriff aber würde sie „jederzeit wieder hierher nach Duisburg kommen“.  

Neue Hotline für chirurgische Krebspatient:innen
Die Behandlung von Krebserkrankungen der Bauchhöhle – vor allem Bauchspeicheldrüse, Darm, Mastdarm, Leber oder Magen – ist oft komplex. Um betroffenen Patient:innen oder deren Angehörigen den Zugang zu chirurgischen Spezialist:innen, etwa zur Vereinbarung einer Operation, zur Beratung oder aufgrund einer Zweitmeinung, zu vereinfachen, bietet die Duisburger Helios St. Johannes Klinik seit kurzem eine neue Hotline an. Unter der 0203 546 30333 erhalten sie innerhalb kürzester Zeit, manchmal schon am Folgetag, einen Termin.  


 

KV Nordrhein: Videosprechstunde im kinderärztlichen Notdienst geht in die finale Woche  

Düsseldorf, 24.01.2024 — Auch die zweite Auflage der Videosprechstunde im Kindernotdienst rund um den Jahreswechsel wird sehr gut angenommen: Nach einer Laufzeit von rund zwei Monaten endet das Angebot der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein planmäßig am 31. Januar. Eltern erkrankter Kinder können die Videosprechstunde noch an diesem Wochenende (jeweils 10 bis 22 Uhr) sowie am darauffolgenden Mittwoch (16 bis 22 Uhr) in Anspruch nehmen.  


Nach hohen Nutzerzahlen an den Weihnachtsfeiertagen sowie zum Jahreswechsel stieg der Bedarf nach einer digitalen Erstberatung zuletzt nochmals leicht an: In Summe wurden über 1.800 Videosprechstunden durchgeführt. Fast der Hälfte der Anrufenden konnte abschließend geholfen werden, ein Viertel wurde auf die regulären Öffnungszeiten der Niedergelassenen verwiesen und nur 14 Prozent wurde zum Besuch einer Kindernotdienstpraxis geraten.



„Wir sind 24 Stunden am Tag einsatzbereit. Für alle, die uns brauchen.“

Duisburg, 24. Januar 2024 - Mit Dr. Corina Kiesewalter hat sich die Neurologie am Evangelischen Krankenhaus Duisburg-Nord neu aufgestellt. Seit August 2023 ist Dr. Corina Kiesewalter Chefärztin der Klinik für Neurologie am Evangelischen Krankenhaus Duisburg-Nord in Fahrn. (Fotos: EVKLN)

Diese ersten sechs Monate hat sie genutzt, um die Klinik nach ihren Vorstellungen neu aufzustellen – und das nicht nur in medizinischer Hinsicht: „Die Menschen, die zu uns kommen, sind in einer Ausnahmesituation.“, sagt die Chefärztin, „Deshalb legen wir viel Wert auf eine freundliche Atmosphäre, in der sich die Menschen gut aufgehoben fühlen.“


Umso wichtiger ist das, weil die Patientinnen und Patienten, die in der Neurologie behandelt werden, oft an schweren, manchmal lebensbedrohlichen Krankheiten leiden: an verschiedenen Formen des Schlaganfalls, Epilepsien oder Multipler Sklerose.


Weitere Schwerpunkte der Klinik sind Kopfschmerzen, Schwindel und Bewegungsstörungen (z.B. Parkinson), Entzündungen des Gehirns und der Hirnhäute, neurologisch bedingte Schlafstörungen und Tumorerkrankungen des Nervensystems. „Gut, dass unser Team gewachsen ist.“, freut sich Dr. Corina Kiesewalter, „Wir haben Kolleginnen und Kollegen mit ganz unterschiedlichem kulturellem Background, die viele verschiedene Sprachen sprechen. Zu uns kann wirklich jeder kommen - mit plötzlich auftretenden Symptomen, rund um die Uhr.“ 



Optimiert wird die Versorgung der Patientinnen und Patienten durch die enge Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen: „Wir haben eine tägliche Konferenz mit den Neuroradiologen um Chefarzt Dr. Markus Heddier, bei der die aktuellen Ergebnisse der Kernspintomographien, Computertomographien und Angiographien besprochen werden.“, erklärt Dr. Kiesewalter, „Auch die für uns Neurologen besonders wichtige Kooperation mit der Neurochirurgie und der Gefäßchirurgie ist sehr gut. Das alles hilft uns extrem bei der Diagnostik und bei der Wahl der geeigneten Therapie.“


Hinzu kommen die der Neurologie angegliederten Spezialstationen: Die sogenannte Stroke Unit für die schnelle und kompetente Versorgung von Patientinnen und Patienten mit akutem Schlaganfall. Und die Neurologische Frührehabilitation, in der vor allem schwerstbetroffene Schädel-Hirn-Verletzte von einem multidisziplinären Team betreut werden.  


Besonders wichtig ist Dr. Corina Kiesewalter darüber hinaus die Förderung des medizinischen Nachwuchses: „Wir kümmern uns hier in Fahrn intensiv um Studentinnen und Studenten und um die Facharztweiterbildung. Es ist doch klar: Wenn wir viele gut ausgebildete junge Neurologen haben, profitieren alle davon – natürlich unsere Klinik, vor allem aber unsere Patientinnen und Patienten.“ Und einen guten Rat für die Menschen in der Region hat sie auch noch: „Zögern Sie nicht, bei plötzlichen, unklaren Symptomen sofort zu uns zu kommen. Auch bei einem ungewöhnlichen Kribbeln im Arm – ernste neurologische Erkrankungen kündigen sich nicht immer durch Schmerzen an…“  


Biographie Dr. Corina Kiesewalter wurde 1967 in Delmenhorst geboren und war zuletzt Ärztliche Direktorin und Chefärztin der Neurologischen Rehabilitationsklinik für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene am Hegau-Jugendwerk in Gailingen am Hochrhein (Baden-Württemberg). Nach ihrem Medizinstudium an der Medizinischen Hochschule Hannover und der Qualifikation als Fachärztin für Neurologie war sie zunächst an Kliniken in Laatzen und Meerbusch tätig, bevor sie ihr Weg zum ersten Mal ins Ruhrgebiet führte: Von 2004 bis 2020 war Dr. Corina Kiesewalter Oberärztin und später Leitende Oberärztin an der Klinik für Neurologie am Knappschaftskrankenhaus Bottrop und am Reha-Zentrum prosper.  


Tägliche Konferenz: Dr. Corina Kiesewalter (Neurologie) und Dr. Markus Heddier (Neuroradiologie) besprechen Untersuchungsbefunde



 

Bericht zur ärztlichen Zweitmeinung – Zahl registrierter Ärztinnen und Ärzte steigt

Berlin, 23. Januar 2024 – Die Zahl der für eine Zweitmeinung zur Verfügung stehenden Ärztinnen und Ärzte wächst kontinuierlich an. Dies zeigt der Bericht zur Zahl der Ärztinnen und Ärzte, die bei den Kassenärztlichen Vereinigungen im Jahr 2022 eine entsprechende Genehmigung erhalten haben. Besonders viele dieser Expertinnen und Experten stehen zum Thema Schulterarthroskopie (512) und zu Implantationen von Knieendoprothesen (443) bereit.


Erheblich stieg die Zahl der Zweitmeinungsgebenden zu Wirbelsäuleneingriffen an. Sie hat sich allein im zweiten Jahr des Bestehens dieses Verfahrens versechsfacht. Bezogen auf alle planbaren Eingriffe, für die es ein Zweitmeinungsverfahren gibt, verteilen sich die registrierten Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2022 folgendermaßen:


Schulterarthroskopie: 512 (Vorjahr 451) Implantationen einer Knieendoprothese: 443 (Vorjahr 341) Hysterektomie (Gebärmutterentfernung): 417 (Vorjahr 426) Eingriffe an der Wirbelsäule: 302 (Vorjahr 50) Tonsillektomie (Mandeloperation): 252 (Vorjahr 245) Amputation beim diabetischen Fußsyndrom: 106 (Vorjahr 63) Herzkatheteruntersuchungen und Ablationen am Herzen: 62 (in 2022 neu) Implantation Herzschrittmacher, Defibrillator oder CRT-Aggregat: 82 (in 2022 neu)


Berichte wie diesen erstellt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) jährlich für den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Sie zeigt darin, wie viele Anträge auf eine Genehmigung als Zweitmeiner gestellt, genehmigt und abgelehnt wurden. Dabei wird nach Vertrags-, Krankenhaus- und Privatärztinnen und -ärzten differenziert. Zweitmeinungsleistungen können von ambulant oder stationär tätigen Ärztinnen und Ärzten abgerechnet werden, wenn sie eine entsprechende Genehmigung ihrer Kassenärztlichen Vereinigung haben.


Ein rechtlicher Zweitmeinungsanspruch besteht seit Ende des Jahres 2018 zu mittlerweile 11 Eingriffen. Zu drei davon (Gallenblasenentfernungen, OPs zum Hüftgelenkersatz und an Aortenaneurysmen) traten die entsprechenden Regelungen aber erst nach 2022 in Kraft, deshalb sind die Zahlen dazu im vorliegenden Bericht noch nicht enthalten.


 KVNO zu Eckpunkten zur Reform der Notfallversorgung.

 Gute Ansätze zur Verbesserung, die in Nordrhein bereits gelebt werden

Düsseldorf, 17. Januar 2024 -Statement des Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO), Dr. med. Frank Bergmann, und seines Stellvertreters, Dr. med. Carsten König, zu den gestern von Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach vorgelegten Eckpunkten zur Reform der Notfallversorgung.  


 „Mit Blick auf die seit Jahren zunehmende Inanspruchnahme der Notdienststrukturen im Land gepaart mit zugleich abnehmenden ärztlichen Ressourcen ist es gut und richtig, dass der Bundesgesetzgeber eine Reform des Systems angeht. Eine stärkere Vernetzung der Akteure in der Notfallversorgung begrüßen wir ausdrücklich.  


Um unsere Ressourcen effizient zu nutzen und Patientinnen und Patienten die gebotene medizinische Versorgung zukommen zu lassen, ist eine qualifizierte Patientensteuerung unerlässlich. Diese wird mit der geplanten digitalen Vernetzung zwischen dem ambulanten Bereitschaftsdienst (116 117) und den Rettungsleitstellen (112) sowie der Ermöglichung einer klaren und rechtssicheren Überleitung von Hilfesuchenden mit standardisierter Ersteinschätzung gestärkt.  


Vorhaltefinanzierung muss auch für den ärztlichen Bereitschaftsdienst etabliert werden Wir begrüßen auch das Bekenntnis des BMG zum Sicherstellungsauftrag der KVen, nämlich, dass die Vermittlung von Akutpatientinnen und -patienten weiterhin vorrangig in die vertragsärztliche Versorgung erfolgen soll. Vielen Erkrankten kann bereits ambulant durch unsere Vertragsärztinnen und Vertragsärzte geholfen werden. Eine entsprechende pauschale Vorhaltefinanzierung für die Strukturen der Terminservicestellen (TSS), über die die Patientensteuerung erfolgt, ist daher folgerichtig.  


Eine Vorhaltefinanzierung benötigen wir auch für die ambulante Notfallversorgung, um die Notdienstpraxen selbst, aber auch die Gehälter für Medizinische Fachangestellte und Bereitschaftsärztinnen und -ärzte bezahlen zu können. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre dabei zweifelsohne auch die konsequente Umsetzung des Paragraphen 105 Abs.1b SGB V, der die Kostenträger für zusätzliche Gelder – zweckgebunden für die Förderung regionaler Notdienststrukturen – verpflichtet.  


24/7-Versorgung personell nicht leistbar
Was angesichts der knappen Fachkräfteressourcen – gerade in ländlichen Regionen – nicht realisierbar ist, ist eine 24/7 aufsuchende Versorgung. Das ist zum einen personell nicht leistbar, da die Niedergelassenen in ihren Praxen gebraucht werden. Zum anderem würden so ein weiteres Mal unwirtschaftliche Parallelstrukturen aufgebaut. Die ambulante Versorgung findet nach wie vor hauptsächlich in den Praxen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten statt! Auch haben wir aus Modellprojekten im Rheinland – wie etwa unserer kinderärztlichen Videosprechstunde – die Erkenntnis ziehen können, dass für eine ambulante Rund-um-die-Uhr-Voll-Versorgung faktisch gar kein Bedarf besteht.


Hier sollten künftig unbedingt flexible (telemedizinische) Versorgungslösungen /-anwendungen möglich sein – basierend auf belastbaren bzw. messbaren regionalen Versorgungsanalysen.   Strukturierte Notfallversorgung in Nordrhein gelebte Praxis Vieles von dem, was heute als Plan in Berlin vorgestellt wurde, ist im Rheinland bereits gelebte Praxis. Mit Portalpraxen sind ambulante Notdienstpraxen bereits an Krankenhäusern etabliert. Durch einen gemeinsamen Tresen können dort Patientinnen und Patienten in der für ihre Behandlung angebrachten Struktur in der Notaufnahme oder der Notdienstpraxis behandelt werden. Die Portalpraxen haben sich in Nordrhein als zentrale Anlaufstellen sehr gut etabliert und führen somit dazu, dass Patientinnen und Patienten in die richtige Versorgungsform geleitet werden.  


In NRW haben wir somit schon einen elementaren Beitrag zu einer besseren und strukturierteren Notfallversorgung leisten können. Schön, dass diese sektorenübergreifende Behandlungsstruktur nun in Form von integrierten Notfallzentren bundesweit Anwendung findet. Für den Erhalt dieser etablierten und bewährten Strukturen werden wir uns auch künftig zusammen mit den politischen Partnerinnen und Partnern im Bundesland stark machen. Ebenso stark machen werden wir uns weiterhin für den Entfall der Sozialversicherungspflicht für Bereitschaftsärztinnen und -ärzte – dies wäre neben den geplanten Struktur- und Steuerungsmaßnahmen für eine progressive und zukunftssichere Ausgestaltung des ambulanten Notdienstes im Land ebenso unerlässlich.“


Gegen Engpässe bei Antibiotika und Co

Europäische Allianz für kritische Arzneimittel startet mit Aufruf zu Interessenbekundung
Brüssel, 16. Januar 2024 - Mit einer Allianz für kritische Arzneimittel wollen EU-Kommission und EU-Staaten die Produktion von Medikamenten in der EU stärken, internationale Lieferketten breiter aufstellen und so Europas Abhängigkeit von Drittstaaten senken. Die Behörde für die Krisenvorsorge und -reaktion bei gesundheitlichen Notlagen (HERA) der Europäischen Kommission hat heute einen offenen Aufruf zur Interessenbekundung für den Beitritt zur Allianz veröffentlicht. 


EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte: „Als neue industrielle Säule unserer starken europäischen Gesundheitsunion wird die Allianz dazu beitragen, die Art und Weise, wie wir Arzneimittel herstellen und beschaffen, zu ändern und letztlich unsere Versorgungssicherheit zu stärken.“ Durch eine engere Zusammenarbeit von Regierungen, Industrie, Angehörigen der Gesundheitsberufe und der Zivilgesellschaft solle gewährleistet werden, dass Patientinnen und Patienten stets Zugang zu den Arzneimitteln haben, die sie benötigen.


Die Einrichtung der Allianz ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Vermeidung und Behebung von Engpässen bei kritischen Arzneimitteln, die die Kommission im Oktober 2023 angekündigt hat. Die Allianz wird alle relevanten Interessenträger zusammenbringen und darauf hinarbeiten, die Zusammenarbeit zwischen der Kommission, den nationalen Regierungen, der Industrie und der Zivilgesellschaft zu stärken. So werden die Herausforderungen, Handlungsprioritäten und mögliche politische Lösungen für Engpässe bei kritischen Arzneimitteln in der EU ermittelt.


Die Allianz ist ein Konsultationsmechanismus, der auch als Netzwerk fungieren wird, um die Umsetzung der EU-Maßnahmen in diesem Bereich zu beschleunigen. Eine neue industrielle Dimension der Europäischen Gesundheitsunion Die Allianz für kritische Arzneimittel wird zur industriellen Komponente einer starken europäischen Gesundheitsunion werden. Sie wird Empfehlungen ausarbeiten und die Kommission, die Mitgliedstaaten und andere Entscheidungsträger in der EU beraten, wie seit langem bestehende Engpässe bei Arzneimitteln behoben werden können.


Aufbauend auf der von der Europäischen Arzneimittel-Agentur im Dezember 2023 veröffentlichten Unionsliste kritischer Arzneimittel wird sie sich auf Arzneimittel mit dem höchsten Risiko von Engpässen und den größten Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme und Patienten konzentrieren. Die Allianz soll Fertigungs-, Vertrags- oder Finanzierungslösungen erschließen, um im Interesse der europäischen Bürgerinnen und Bürger eine größere strategische Autonomie für kritische Arzneimittel zu ermöglichen.

Vorbilder: Allianzen für Batterien und kritische Rohstoffe
Sie wird auf den Erfahrungen anderer EU-Allianzen aufbauen, die sich mit großen industriellen Herausforderungen befassen (z. B. Allianzen für Batterien und kritische Rohstoffe) und kann sich auf ein vielfältiges Instrumentarium politischer Maßnahmen stützen. Dazu gehören: Prüfung der Möglichkeiten zur Diversifizierung der globalen Lieferketten durch strategische internationale Partnerschaften; Stärkung der Fähigkeit Europas, in koordinierter Weise bei der Herstellung kritischer Arzneimittel und ihrer Inhaltsstoffe zu produzieren und innovativ zu sein; Entwicklung eines gemeinsamen strategischen Konzepts für die Bevorratung von Arzneimitteln in der EU; Unterstützung bei der Mobilisierung und Abstimmung von EU- und nationalen Mitteln für die Umsetzung von Lösungen für Arzneimittelengpässe.

Offen für alle
Die Allianz für kritische Arzneimittel steht allen Unternehmen und Organisationen, den Mitgliedstaaten, lokalen und regionalen Gebietskörperschaften und ihren Agenturen, Sozialpartnern, der Zivilgesellschaft, Angehörigen der Gesundheitsberufe, Patienten, Verbrauchern sowie anderen Interessengruppen, Einrichtungen und Agenturen der EU offen. Interessenten sollten das auf der Website der Allianz verfügbare Interessenformular ausfüllen.

Nächste Schritte
Die Allianz wird eine Laufzeit von fünf Jahren haben. Es wird erwartet, dass sie in diesem Frühjahr ihre Arbeit aufnehmen und bis Herbst ihre ersten Empfehlungen für Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung mit kritischen Arzneimitteln veröffentlichen wird.

KV NordKV Nordrhein: Über 1.500 Erstkonsultationen – Videosprechstunde im Kindernotdienst auch zum Jahreswechsel stark nachgefragt  

 Düsseldorf, 11. Januar 2024 — Der Kindernotdienst per Videosprechstunde der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein hat auch an den Silvestertagen zahlreichen Eltern und Kindern weiterhelfen können. Insgesamt sind dabei bisher mehr als 1.500 Erstkonsultationen durchgeführt worden.  


Nach hohen Nutzerzahlen während der Weihnachtsfeiertage blieb der Bedarf nach einer telemedizinischen Beratung auch zum Jahreswechsel konstant: In der Zeit vom 30. Dezember bis 1. Januar wurden fast 300 Videosprechstunden gebucht und durchgeführt. Nur 14 Prozent der Anrufenden wurde zum Besuch einer Kindernotdienstpraxis geraten, der Rest konnte im Rahmen des Angebots abschließend behandelt oder auf die regulären Öffnungszeiten der Praxen verwiesen werden.     


Seit dem 2. Dezember 2023 sind im Auftrag der KV Nordrhein rund 30 Ärztinnen und Ärzte jeweils mittwochs, feiertags sowie am Wochenende im Einsatz, um durch telemedizinische Erstberatungen Eltern erkrankter Kinder zu unterstützen und so die hohe Belastung in den rheinischen Kinderarzt- und Notdienstpraxen zu entzerren.    


Inanspruchnahme zum Jahreswechsel (Tag/ Videosprechstunden)
30. Dezember 117
31. Dezember 105
01. Januar 59

Auszeichnung: Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am BETHESDA Krankenhaus Duisburg ist Zertifiziertes Endometriosezentrum     

Duisburg, 11. Januar 2024 - Schmerzen während der Menstruation, beim Wasserlassen, beim Stuhlgang oder beim Geschlechtsverkehr und oft auch ein unerfüllter Kinderwunsch – die Endometriose gehört zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Bei den betroffenen Patientinnen – alleine in Deutschland schätzungsweise zwei Millionen Frauen und Mädchen – bilden sich gutartige, aber oft schmerzhafte Wucherungen aus Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutterhöhle.


Diese sogenannten Endometriose-Herde lagern sich unter anderem im Bauchfell, an den Eierstöcken, an den Eileitern, am Darm und an der Blase ab. Die oben genannten Symptome und viele weitere Beschwerden – wie ein Blähbauch, Durchfall und Blutungsstörungen – können entstehen und Organfunktionen können beeinträchtigt werden. Dennoch vergeht oft ein langer Zeitraum, bis die korrekte Diagnose bei den betroffenen Frauen gestellt wird.  


Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am BETHESDA Krankenhaus Duisburg verfügt seit vielen Jahren über große Erfahrung in der speziellen Diagnostik und Therapie der Endometriose. Chefarzt Dr. Harald Krentel - Foto: EVKLN - ist ausgewiesener und international anerkannter Experte auf diesem Gebiet. Das hat jetzt auch offizielle Anerkennung gefunden: Die Europäische Endometriose Liga und die Stiftung Endometriose-Forschung haben die Klinik zum Zertifizierten Endometriosezentrum ernannt.


Damit würdigen die beiden Institutionen die hohe Expertise der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und bescheinigen im Rahmen der Zertifizierung unter anderem die kompetente Durchführung von komplexen und interdisziplinären Operationen zur Therapie der Endometriose und die Organisation von regelmäßigen Endometriosekonferenzen, an denen auch externe Kooperationspartner teilnehmen können.  


Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am BETHESDA Krankenhaus ist die erste Institution in Duisburg, die als Zertifiziertes Endometriosezentrum ausgezeichnet wird. Die Zertifizierung ist zunächst bis zum Januar 2027 gültig. Der Klinikverbund Evangelisches Klinikum Niederrhein und BETHESDA Krankenhaus Duisburg freut sich über die Auszeichnung, die wir als Bestätigung unserer medizinischen Expertise und unserer täglichen Arbeit zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten werten.           



Neues Führungsteam der Medizinischen Klinik in der Helios Klinik Duisburg-Homberg

Duisburg, 09. Januar 2024 - Pünktlich zum Jahreswechsel stehen bedeutende Veränderungen in der Leitung der Inneren Medizin in Homberg an. Die Helios Klinik Duisburg-Homberg stärkt die Medizinische Klinik durch eine Neubesetzung der Schlüsselpositionen: Prof. Dr. med. Martin Wegener wird neben seiner bisherigen Tätigkeit als Chefarzt der Inneren Medizin am Standort St. Anna zusätzlich die Funktion des Chefarztes für Innere Medizin in der Helios Klinik Duisburg-Homberg übernehmen.


Gemeinsam mit ihm wird Fabian Geis die neue Standortleitung der Klinik übernehmen und damit das Gesicht der Fachabteilung prägen. Diese bedeutenden personellen Ergänzungen sollen künftig eine noch bessere Versorgung im Duisburger Norden gewährleisten.  


Die Innere Medizin spielt eine Schlüsselrolle bei der Behandlung verschiedenster Erkrankungen der inneren Organe wie dem Herz-Kreislauf-System, der Lunge, dem Magen-Darm-Trakt und den Nieren. In der Helios Klinik Duisburg-Homberg profitieren insbesondere gastroenterologische Patient:innen von den herausragenden Schwerpunkten der Klinik, die sich auf die Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sowie die Früherkennung und Therapie bösartiger Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Leber, der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse konzentrieren.  



Als Chefarzt für Innere Medizin in der Helios Klinik Duisburg-Homberg tritt Prof. Dr. med. Martin Wegener auf, der bereits seit 1996 Chefarzt der Inneren Medizin am Standort St. Anna ist. Nach seinem Medizinstudium in Aachen, Münster, Zürich und Basel war er in der Universitätsklinik St. Josefs Hospital in Bochum tätig. Als Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Onkologie/Hämatologie und Internistische Intensivmedizin deckt er ein breites medizinisches Spektrum ab, von dem auch die Patient:innen in Homberg und Umgebung profitieren werden.


Fabian Geis wird die Standortleitung der Klinik übernehmen und bringt ebenfalls eine langjährige Erfahrung als leitender Oberarzt der Inneren Medizin an der Helios St. Anna Klinik in Huckingen mit. Während seiner Zeit als Arzt in Weiterbildung in Düsseldorf und als Oberarzt in Duisburg bildete er nicht nur Studierende aus, sondern kümmerte sich ebenfalls um die endoskopische Ausbildung der Kollegen. Die bisherige Tätigkeit der Spezialisten im Duisburger Süden ermöglicht eine noch engere Vernetzung beider Kliniken, was eine optimale Versorgung für Patientinnen und Patienten im gesamten Raum Duisburg sicherstellt.  




Eine Woche, 150 Kinder: Helios Klinik Duisburg-Homberg und Hammer Forum kämpfen für Kindergesundheit in Hargeisa

Duisburg, 04. Januar 2024 - Voll und laut geht es vor der Kinderklinik in Hargeisa zu, als Mund-Kiefer-Gesichtschirurg Ali Attarchi Tehrani von der Helios Klinik Duisburg-Homberg in Somalia ankommt. Fast 350 Kinder und Jugendliche, teilweise von sehr weit angereist, warten mit ihren Familien auf Hilfe durch das Team des Hammer Forum e.V., zu dem auch Tehrani gehört. Innerhalb einer Woche kann so etwa 150 Kindern und Jugendlichen neue Lebensfreude geschenkt werden. Viele der Patienten erhalten zum ersten Mal in ihrem Leben medizinische Versorgung.


„Es waren operativ sehr erfolgreiche, wenn auch manchmal sehr anstrengende Tage“, erzählt Tehrani. „Man ist motiviert, weiterzumachen und seine Fähigkeiten für andere einzusetzen.“ Während seines Einsatzes führt er zusammen mit Dr. Theo Emmanouilidis und Dr. Mohammad Abadi Operationen an 32 Patienten mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalte durch. Gemeinsam plant das Team auch schwierige Eingriffe, um den kleinen Patienten zu helfen. Eines der Kinder und Jugendlichen, ein 13-jähriger Junge, leidet seit mehreren Jahren an einer Knochenentzündung im Oberarm.

Die Chirurgen entfernen das abgestorbene Knochenstück, um so die Gesundheit des Jungen zu verbessern. Auch viele Kinder aus Nomadenfamilien suchen die Klinik auf, darunter Patienten, die von Schlangen gebissen wurden, wodurch Versteifungen an Fingern und abgestorbenes Gewebe an den Händen entstehen. Die Kinderklinik in Hargeisa wurde durch Spendengelder finanziert und ist gut organisiert; das Personal ist versiert und hilfsbereit.

„Die Kooperation im Team war jederzeit hervorragend“, sagt Ali Attarchi Tehrani, „und die Operateure haben sich unermüdlich für die Kinder eingesetzt.“ 2023 ist bereits ein weiteres medizinisches Team nach Somalia gereist, um sich um Kinder und Jugendliche zu kümmern, die Hilfe benötigen.  

Viele Kinder warten darauf, vom Team des Hammer Forum e.V. behandelt zu werden.


Das Hammer Forum ist eine Hilfsorganisation, die medizinische Hilfe für Kinder in Krisengebieten leistet. 1991 gegründet, schickt die Organisation mehrfach im Jahr qualifizierte medizinische Teams in Gebiete, in denen es sonst keine ausreichende medizinische Versorgung gibt, um so Kindern vor Ort die Chance auf eine gesunde Zukunft zu geben. Um auch weiterhin zahlreiche Kinder versorgen zu können, ist der Verein auf Spendengelder angewiesen: https://hammer-forum.de/spenden.

 

ildunterschrift: Viele Kinder warten darauf, vom Team des Hammer Forum e.V. behandelt zu werden.    

- Erstmals in Duisburg: Implantation eines neuartigen Herzschrittmachers
- Storchentreff – Infoabend für werdende Eltern

Erstmals in Duisburg: Implantation eines neuartigen Herzschrittmachers
Duisburg, 02. Januar 2024 - In der Helios St. Anna Klinik wurde erstmalig in Duisburg ein sogenannter LBB-Herzschrittmacher implantiert. Der LBB-Schrittmacher wird in das natürliche Leitungsgewebe des Herzens eingepflanzt und wirkt sich dadurch positiv auf die langfristige Gesundheit der Patienten aus. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 100.000 Herzschrittmacher implantiert. So schlägt das Herz mit einer ausreichenden Herzfrequenz, auch wenn der eigene Herzrhythmus schwer gestört ist oder aussetzt.


Diese lebensrettende Therapie wird seit über 65 Jahren weltweit eingesetzt. In den letzten Jahren sind zwei neuartige Herzschrittmacher-Techniken entwickelt worden, die in der Helios St. Anna Klinik etabliert wurden. Bereits im letzten Jahr wurde die kabellose Technik eingeführt. Nun folgt das LBB-Pacing, bei dem der Herzschrittmacher genau in das Reizleitungssystem eingepflanzt wird. „Bei der bisherigen Technik wurde der Herzschrittmacher relativ ungezielt in den Herzmuskel implantiert. Da der elektrische Impuls sich von dort aus nur langsam ausbreitet, schlägt in der Folge das Herz nicht synchron“, sagt Dr. Martin Oels, Chefarzt der Kardiologie der Helios St. Anna Klinik.

 „Auf Dauer führt das bei etwa 10% der Patienten zur Entwicklung einer Herzschwäche.“ In solchen Fällen muss dann ein zusätzliches Kabel in das Herz eingebracht werden, um das Problem zu beheben. Bei der neuartigen Technik wird der Schrittmacher direkt in das Reizleitungssystem implantiert, wodurch die elektrischen Impulse im Herzen auf dem natürlichen Weg synchron weitergeleitet werden. Somit kann eine Verschlechterung der Herzfunktion verhindert und unter Umständen sogar behandelt werden.

 

Möglich ist diese spezielle Prozedur durch die Zusammenarbeit von Elektrophysiologe Dr. Michael Müller und Schrittmacherexperte Michael Klyszcz. Eine hohe Expertise und viel Erfahrung sind Voraussetzungen in der Anwendung des neuen Verfahrens, da die genaue Platzierung der Sonde entscheidend ist. Die Einführung des LBB-Pacings zeigt die Bedeutung der Spezialisten aller kardiologischen Bereiche.  


HKD-Veranstaltungshinweis: Storchentreff – Infoabend für werdende Eltern
Am kommenden Montag, den 8. Januar um 18 Uhr, bietet die Helios St. Johannes Klinik Duisburg wieder den Storchentreff an, einen Informationsabend für werdende Eltern. Das bewährte Konzept bleibt: An diesem Abend vermitteln Ärzt:innen aus Geburtshilfe und Neonatologie (Neugeborenenmedizin) sowie eine Hebamme wissenswerte Informationen rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit von Mutter und Kind nach der Geburt.

Das Team geht aber auch auf die Abläufe der Schwangerschaft und der Entbindung im Klinikum ein. Außerdem stehen die Expert:innen für individuelle Fragen zur Verfügung. Die Veranstaltung findet an der Helios St. Johannes Klinik im Veranstaltungsraum neben der Cafeteria statt (Dieselstraße 185 in 47166 Duisburg). Da die Teilnahmeplätze begrenzt sind, ist eine kurze Anmeldung per Telefon unter (0203) 546-30701 oder per E-Mail: frauenklinik.hamborn@helios-gesundheit.de erforderlich.