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Duisburg, 4. März 2026 - Im Malteser
Hospizzentrum St. Raphael gibt es jetzt eine hauptamtliche
Trauer-Koordinatorin. Bei ihr laufen die Fäden der
verschiedenen Angebote zusammen. Ein Hospiz ist ein
Ort für Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Diese
Aussage ist zweifellos richtig. Doch das Angebot des
Malteser Hospizzentrums St. Raphael reicht weiter. Die
Einrichtung begleitet auch Angehörige und Freunde, die einen
schweren Verlust erlitten haben.
„Die Nachfrage nach
Hilfe bei der Trauerarbeit wächst seit Jahren“, sagt
Hospiz-Leiterin Katja Arens. „Es ist eine gesellschaftliche
Entwicklung, die wir als Malteser nicht nur im Hospiz
beobachten.“ Offenbar seien immer mehr Menschen bereit,
offen mit ihrer Trauer umzugehen – „zum Glück“. Denn
typische Sätze wie „Da musst du jetzt durch“ oder „So ist
nun mal das Leben“ helfen eben nicht wirklich weiter.
Um der großen Nachfrage besser gerecht zu werden, hat das
Malteser Hospizzentrum nun – mit finanzieller Unterstützung
des Hospiz-Freundeskreises St. Raphael e.V. – eine neue
Stelle geschaffen: Seit kurzem kümmert sich Birgit Büge als
Trauerkoordinatorin federführend um das Thema. Bei ihr im
Büro laufen die Fäden zusammen.

Dafür ist die 64-jährige Duisburgerin bestens geeignet: Nach
ihrer Berufstätigkeit bei einer Bank und einer privaten
Musikschule hat sie sich viele Jahre ehrenamtlich in der
Sterbebegleitung engagiert. „Während der Corona-Pandemie
habe ich mich dann auch in der Trauerbegleitung
weitergebildet“, erzählt sie. Zusammen mit einer
Mitarbeiterin aus dem Hospiz rief sie 2023 den „Kleinen
Anker“ ins Leben. Das Konzept: Angehörige von Verstorbenen
werden, wenn sie damit einverstanden sind, nach sechs Wochen
kontaktiert. „Es wird gefragt, wie es ihnen inzwischen
ergangen ist und ob Bedarf für Gespräche besteht“, so Büge.
Die Resonanz war von Anfang so groß, dass der „Kleine Anker“
heute ein festes Angebot ist. Eine weitere
Institution ist das Trauer-Café. Alle drei Wochen kommen
etwa acht bis vierzehn Menschen an einem Sonntagnachmittag
zusammen und tauschen sich aus – begleitet von erfahrenen
und ausgebildeten Ehrenamtlichen. Es ist ein offenes
Angebot. „Alle Trauernden sind ohne Anmeldung herzlich
willkommen. Also auch Menschen, deren Angehörige nicht im
Hospiz verstorben sind oder von unserem ambulanten
Hospizdienst betreut wurden“, betont Büge. Etwas anders
organisiert ist die feste Trauergruppe: Hier finden acht
Termine nacheinander statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Ganz neu im Programm ist die „Trauergruppe Kreativität“, in
der unter anderem mit Farben gearbeitet wird. Auch bei
diesem Angebot übernehmen ausgebildete Ansprechpartnerinnen
die Begleitung. „Wer sich für unsere Trauerangebot
interessiert, kann sich jederzeit telefonisch bei uns melden
und sich natürlich auch gerne auf unserer Webseite
informieren“, so Hospiz-Leiterin Arens. Birgit Büge ist hier
erreichbar: birgit.buege@malteser.org, Mobil 0151-14340856. www.malteser-straphael.de
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