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LKA-NRW: LKA übernimmt kernsaniertes Hochhaus - 440
Beschäftigte kehren heim an die Völklinger Straße
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Düsseldorf/Duisburg, 27. April
2026 - Aus einem Bürohochhaus der 1970er Jahre werden
moderne Arbeitsplätze: Am südlichen Stadteingang Düsseldorfs
hat der BLB NRW die Revitalisierung des Hochhauses B1 für
das Landeskriminalamt (LKA) erfolgreich abgeschlossen. Es
entstehen zusätzliche Büroflächen - und eine neue direkte
Verbindung zum bestehenden Standort.

Mit der Kernsanierung des Verwaltungshochhauses an der
Völklinger Straße bündelt das LKA seine Büroflächen auf
einem Gelände. Eine neu errichtete Verbindungsbrücke
verknüpft das revitalisierte Hochhaus mit dem bestehenden
Gebäude und sorgt so für kurze Wege im Arbeitsalltag.
Bauherr ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb
Nordrhein-Westfalen (BLB NRW), der das Hochhaus B1 umfassend
modernisiert und dabei speziell auf das LKA zugeschnittene
Räumlichkeiten mit modernen Arbeitsbedingungen geschaffen
hat. Bei der Schlüsselübergabe machte sich Innenminister
Herbert Reul gemeinsam mit dem Direktor des LKA Ingo Wünsch
und der Geschäftsführerin des BLB NRW Gabriele Willems ein
Bild von der gelungenen Sanierung.
NRW-Innenminister Herbert Reul: "In den Mauern von gestern,
mit der Technik von heute, für die Fälle von morgen: Aus
einem alten 70er-Jahre-Hochhaus ist ein moderner Standort
des Landeskriminalamts geworden. Das LKA ist die zentrale
Behörde für die Bekämpfung von Kriminalität in
Nordrhein-Westfalen. Dafür braucht es das beste
Arbeitsumfeld mit moderner Technik, kurzen Wegen und starken
Teams. Mit dem B1 wächst wieder zusammen, was
zusammengehört. Rund 440 Beschäftigte sind wieder an der
Völklinger Straße und über die neue Brücke direkt mit dem
Mutterhaus verbunden. Das macht vieles einfacher und bringt
die Leute enger zusammen. Mein Dank gilt allen, die in den
vergangenen Jahren an anderen Standorten gearbeitet und
diese Übergangszeit mit viel Flexibilität mitgetragen
haben."
Aus Alt mach Neu
Zunächst wurden aus dem 50 Meter hohen und früher vom
Landesamt für Besoldung und Versorgung genutzten Gebäude
alle Bauteile bis auf die tragende Struktur entfernt. Die
verbleibende Stahlbetonstruktur wurde erhalten und gemäß
aktueller Brandschutzvorschriften für Hochhäuser verstärkt
und saniert. Hinzu kommen eine neue attraktive Fassade, ein
neues Haupttreppenhaus sowie der gesamte Innenausbau, der
einschließlich aller technischen Einrichtungen vollständig
modernisiert wurde. Ein neuer Eingang nimmt die
sicherheitstechnisch erforderliche Zugangsschleuse auf und
die Verbindungsbrücke zum rückwärtigen Bestandsgebäude des
LKA ermöglicht den Bediensteten kurze Wege innerhalb der
Häuser.

Reduzierter CO2-Fußabdruck durch nachhaltige Nutzung
"grauer Energie" Gabriele Willems,
Geschäftsführerin des BLB NRW, betonte anlässlich der
Übergabe an den neuen Nutzer die Nachhaltigkeit des
Projektes: "Mit der Revitalisierung kann ein bereits
bestehendes Gebäude für weitere Jahrzehnte genutzt werden.
Erhalten bleiben dabei auch bereits verwendete Ressourcen.
Die sogenannte "graue Energie", die bereits zum
ursprünglichen Bau des Gebäudes benötigt wurde, bleibt
erhalten. Auf diese und weitere Nachhaltigkeitsaspekte beim
Bau legen wir großen Wert."
Bei der Gebäudeanalyse
und der Bestandaufnahme wurde dem neuen Dienstgebäude durch
die Revitalisierung ein um 67 Prozent verbesserter
CO2-Fußabdruck gegenüber Standardgebäuden attestiert. Die
Energiebilanz des Hauses mit 14 Geschossen wurde zudem durch
die moderne Gebäudetechnik, Fernwärmeversorgung und die neue
Fassade deutlich verbessert. Auf die Wiederverwertbarkeit,
die Demontagefähigkeit von Bauelementen und deren
Trennbarkeit wurde bei der Planung besonderes Augenmerk
gelegt. So ist das Hochhaus B1 nach seiner Fertigstellung
ein modernes und nachhaltiges Verwaltungsgebäude, das den
Beschäftigten des Landeskriminalamts beste
Arbeitsbedingungen bietet.
Neues
B1-Gebäude stärkt Zusammenarbeit im LKA NRW
Ingo Wünsch, Direktor des LKA, freute sich bei der Übergabe
über die Vorteile, nun an einem Standort vereint zu sein:
"Das B1 steht für ein LKA, das wieder enger zusammenrückt.
Für viele Kolleginnen und Kollegen bedeutet dieses Gebäude
die Rückkehr an ihren eigentlichen Arbeitsplatz - zurück ins
Zentrum des Landeskriminalamtes." In den vergangenen
Jahren haben neue kriminalpolizeiliche Aufgaben und
Herausforderungen das Landeskriminalamt NRW stark verändert.
Insbesondere die Bekämpfung von Cybercrime, politisch
motivierter und organisierter Kriminalität sowie hybriden
Bedrohungen erfordert zusätzliche Spezialisierung, neue
Organisationseinheiten und eine immer engere Zusammenarbeit.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist das
Landeskriminalamt NRW in den vergangenen Jahren auf knapp
2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewachsen. Der
personelle Aufwuchs machte es notwendig, einzelne
Organisationseinheiten außerhalb des Hauptgebäudes
unterzubringen. Die räumliche Trennung war organisatorisch
notwendig, brachte jedoch zusätzliche Wege und
Abstimmungsaufwand mit sich. Mit dem neuen B1-Gebäude kehren
nun rund 440 Beschäftigte an die Völklinger Straße zurück.
"Moderne Arbeitsplätze, flexible Bürostrukturen,
moderne Sicherheits- und Gebäudetechnik sowie eine
nachhaltige Energieversorgung schaffen die Voraussetzungen
für zeitgemäße und leistungsfähige Polizeiarbeit", so
Wünsch. Das B1-Gebäude bildet künftig gemeinsam mit dem
Mutterhaus einen modernen und leistungsfähigen Campus des
Landeskriminalamtes NRW - und verbessert die Voraussetzungen
dafür, die Zukunft der Kriminalpolizei in
Nordrhein-Westfalen gemeinsam weiter zu gestalten.
Ein Vierteljahrhundert BLB NRW 25
Jahre Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes
Nordrhein-Westfalen: In einem Vierteljahrhundert hat sich
der BLB NRW zu einer modernen Organisation entwickelt und
ist Eigentümer und Vermieter nahezu aller Immobilien des
Landes. Mit rund 4.000 Gebäuden und einer Mietfläche von
etwa 10,3 Millionen Quadratmetern verantwortet der BLB NRW
eines der größten Immobilienportfolios Europas. Seine
Dienstleistungen umfassen unter anderem die Bereiche
Entwicklung und Planung, Bau und Modernisierung sowie
Bewirtschaftung und Verkauf von technisch und
architektonisch hoch komplexen Immobilien. Darüber hinaus
plant und realisiert der BLB NRW im Rahmen des Bundesbaus
die zivilen und militärischen Baumaßnahmen der
Bundesrepublik Deutschland in Nordrhein-Westfalen. Der BLB
NRW beschäftigt mehr als 3.100 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter an acht Standorten.
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LKA-NRW: 20.000 Menschen aus NRW erhalten Post von
der Polizei Kein Fake, sondern Aufruf zur Teilnahme an
der deutschlandweiten Studie SKiD
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Düsseldorf/Duisburg, 18. April
2026 - Die Polizei NRW legt großen Wert darauf, die
Sicherheit in Nordrhein-Westfalen zu stärken. Um weitere
Erkenntnisse zu gewinnen und gezielt Maßnahmen erarbeiten zu
können, werden im Auftrag des Landeskriminalamtes NRW (LKA
NRW) in diesen Tagen Briefe verschickt. Empfänger sind
20.000 zufällig ausgewählte Menschen aus 94 Kommunen in NRW.
Sie haben die Chance, an der neuen Erhebungswelle der
Dunkelfeldstudie "Sicherheit und Kriminalität in
Deutschland" (SKiD) teilzunehmen. "Wir raten Ihnen
stets dazu, immer genau zu prüfen, ob Schreiben echt sind,
um Betrugsversuche auszuschließen. Das gilt genauso für
unseren Fragebogen, auch wenn es nicht um sensible
Kontodaten oder Ähnliches geht. Daher bekommen Sie mit dem
ersten Anschreiben ein Informationsblatt zur Überprüfung der
Echtheit", sagt Ingo Wünsch, Direktor des
Landeskriminalamtes NRW. "Sollten Sie also zu den 20.000
Menschen ab 16 Jahren aus NRW zählen, die zu
Forschungszwecken angeschrieben werden, nehmen Sie sich
bitte die Zeit, prüfen Sie das Schreiben kritisch und helfen
Sie, mit Ihren Angaben die polizeiliche Arbeit weiter nach
vorne zu bringen." Das dauert nicht länger als circa 30 bis
45 Minuten. "Die Informationen, um die wir Sie bitten,
beziehen sich auf persönliche Erfahrungen mit Kriminalität,
das Anzeigeverhalten und das Sicherheitsgefühl", informiert
Dr. Maike Meyer, Leiterin des Dezernats zur
Kriminalprävention beim LKA NRW.
SKiD steht für
"Sicherheit und Kriminalität in Deutschland". Es handelt
sich um eine bundesweite und repräsentative
Bevölkerungsbefragung, die über den europäischen
Sicherheitsfond kofinanziert und federführend durch das
Bundeskriminalamt (BKA) durchgeführt wird. Das BKA hat den
Fragebogen in Zusammenarbeit mit den Ländern entwickelt. Mit
der praktischen Durchführung der Befragung ist das
Umfrageinstitut "Verian" beauftragt. Die Auswertung der
Bundesdaten erfolgt durch das Bundeskriminalamt, die
Landesdaten werden von den jeweiligen Landeskriminalämtern
oder Polizeihochschulen ausgewertet. In Nordrhein-Westfalen
erfolgt die Datenauswertung durch die
Kriminalistisch-kriminologische Forschungsstelle (KKF) des
LKA NRW. SKiD wurde 2017 durch die Innenministerkonferenz
(IMK) beauftragt. Bundesweit werden rund 200.000 Anschreiben
verschickt, um Menschen zur Beteiligung aufzurufen.
"Wir möchten das Dunkelfeld aufhellen und noch besser
verstehen, wo Menschen Unsicherheiten verspüren - nicht nur
zu Forschungszwecken, sondern auch, um nachhaltige
Präventionsstrategien zu entwickeln und das Vertrauen in die
Polizei zu stärken", sagt Dr. Maike Meyer. In NRW werden in
jeder Erhebungswelle wechselnde Themen intensiver
beleuchtet: Im ersten Durchlauf ging es um das
Sicherheitsempfinden im öffentlichen Raum. In der zweiten
Welle ging es um die Frage, in welchen Situationen
Zivilcourage gezeigt und wann Notrufe getätigt werden. "Und
jetzt führen wir die dritte Erhebungswelle durch und fragen
gezielt nach der Wahrnehmung von Bedrohungsszenarien und
polarisierenden Einstellungen."
Wer ausgewählt
wurde, erhält in diesen Tagen zunächst ein offizielles
Ankündigungsschreiben. Ende des Monats folgt der Fragebogen.
"Den können Sie entweder schriftlich ausfüllen und kostenlos
zurückschicken oder online per QR-Code beantworten",
informiert Dr. Maike Meyer. Die Befragten wurden per
Zufallsprinzip aus den Einwohnermelderegistern gezogen. Ein
Anonymisierungsverfahren schützt personenbezogene Daten.
"Das Institut Verian erfragt die Daten und am Ende erhalten
wir anonymisierte Ergebnisse, ohne Namen oder Adressen." Die
Zufallsauswahl sorgt dafür, dass das Bild der Bevölkerung
aussagekräftig ist.
Wer mehr erfahren möchte,
findet auf der Projektseite der KKF die wichtigsten Fakten
sowie die Ergebnisse der ersten Erhebungswellen:
https://lka.polizei.nrw/artikel/sicherheit-und-kriminalitaet-in-deutschland.
Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des
Bundeskriminalamtes. Die
Kriminalistisch-kriminologische Forschungsstelle (KKF) des
Landeskriminalamtes NRW führt wissenschaftliche Studien
durch - oft in Kooperation mit Universitäten und weiteren
Forschungseinrichtungen. Ziel ist jeweils die Optimierung
polizeilicher Ermittlungen, Gefahrenabwehr,
Kriminalprävention und Opferschutz.
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LKA-NRW: Neues Präventionsportal der Polizei NRW
geht an den Start "Mitdenken. Mitmachen. Mit Sicherheit."
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Düsseldorf/Duisburg, 13. April 2026 - Das ist das Motto der
brandneuen Online-Präsenz der Polizeilichen
Kriminalprävention in Nordrhein-Westfalen. Moderner,
intuitiver, informativer! Das ist der Anspruch an die neue
Seite, die ab sofort unter
https://praevention.polizei.nrw Informationen zu
Kriminalitätsphänomenen, Tipps zum eigenen Schutz,
Anlaufstellen für Opfer von Straftaten und aktuelle Termine
zu kriminalpräventiven Veranstaltungen anbietet.
Schnell, direkt und alltagsnah. Innenminister Herbert
Reul: "Das neue Präventionsportal hilft dabei, mehr Menschen
über Kriminalprävention zu informieren: schnell, direkt und
alltagsnah. Gleichzeitig bleibt der persönliche Kontakt
durch die Polizistinnen und Polizisten auf der Straße und in
den Dienststellen ein zentraler Bestandteil der
Präventionsarbeit."
Mit dem neuen Online-Angebot
hat die Polizei Nordrhein-Westfalen einen weiteren
konsequenten Schritt in Richtung Modernisierung ihres
kriminalpräventiven Auftrags gemacht. Sie leistet einen
wichtigen Beitrag für die Sicherheit und den Schutz vor
Kriminalität für die Menschen in Nordrhein-Westfalen.
Erstmals sind alle wichtigen Informationen der
Kriminalprävention leicht verständlich und vor allem
gebündelt auf einer Seite zu finden. Für die
Sicherheit der Menschen. Der Direktor des
Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen, Ingo Wünsch zum
neuen Präventions-Tool: "Wir sind stark bei der Bekämpfung
von Kriminalität. Und wir sind besonders stark in der
vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten. Prävention ist unser
Kerngeschäft. Es geht darum, den Tätern die Tour zu
vermasseln, indem wir ihre potentiellen Opfer über die
Maschen aufklären, sie warnen und ihnen mit Rat und Tat zur
Seite stehen, wenn es darum geht, sich selber zu schützen.
Es ist mir ein Herzensanliegen, dass die Menschen in NRW von
unseren kompetenten Tipps im Netz profitieren und Betrüger
und Diebe zukünftig immer öfter in die Röhre schauen. Liebe
NRW-Bürgerinnen und Bürger besuchen Sie das
Präventionsportal der Polizei für Ihre Sicherheit und die
Ihrer Familie."
Aktuell, gebündelt und
barrierefrei. Orientiert an den Bedürfnissen einer
modernen Gesellschaft bündelt die Präventionsseite der
Polizei Nordrhein-Westfalen Informationen sowie Angebote zur
vorbeugenden Kriminalitätsbekämpfung barrierefrei und auch
für die mobile Ansicht optimiert. Dank der übersichtlichen
Benutzeroberfläche finden Nutzerinnen und Nutzer schnellen
Zugang zu den aktuellen Fokusthemen, wie zum Beispiel
Einbruchschutz oder Cybercrime. Auf der Internetseite ist
auch ein direkter Link zum Beteiligungsportal NRW, über
welches die Teilnahme an Veranstaltungen im Digitalen
Beratungs- und Präventionszentrum unmittelbar gebucht werden
kann. Kontakte zu Anlaufstellen für Opfer von Straftaten
sowie zu Kooperationspartnern vervollständigen das Angebot.
Für das neue Präventionsportal der Polizei
Nordrhein-Westfalen gilt: Neugierde schützt. Klicken Sie
sich durch das Angebot. Klicken Sie sich sicher!
https://praevention.polizei.nrw
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Europaweite Durchsuchungen und Festnahmen im Verfahren wegen
schwerer Wirtschafts- und Finanzkriminalität
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LKA-NRW: Menschen in Nordrhein-Westfalen fühlen sich
überwiegend sicher Landeskriminalamt NRW stellt
erste Ergebnisse der Dunkelfeldstudie "Sicherheit und
Kriminalität in Deutschland 2024" (SKiD 2024) vor
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Düsseldorf/Duisburg, 23. März
2026 - Die Mehrheit der Menschen in Nordrhein-Westfalen
fühlt sich in ihrer Wohngegend sicher und vertraut der
Polizei. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Ergebnisse der
über den Fond für die Innere Sicherheit der Europäischen
Union kofinanzierten Dunkelfeldstudie "Sicherheit und
Kriminalität in Deutschland 2024" (SKiD 2024) für
Nordrhein-Westfalen, dass ein Teil der erlebten Straftaten
nicht angezeigt wird und somit im sogenannten Dunkelfeld
bleibt. Die Studie ergänzt die Polizeiliche
Kriminalstatistik (PKS), indem sie Erfahrungen mit
Kriminalität, das Anzeigeverhalten, Einstellungen zur
Polizei und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung erfasst.
Die periodisch angelegte bundesweite Studie wird in
Nordrhein-Westfalen durch die
Kriminalistisch-Kriminologische Forschungsstelle (KKF) des
Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen begleitet.
Die zweite Erhebungswelle der Studie fand im Frühjahr
2024 statt. Bundesweit wurden mehr als 186.000 Bürgerinnen
und Bürger ab 16 Jahren befragt. Davon entfielen rund 40.000
Befragte auf Nordrhein-Westfalen. Der Rücklauf in
Nordrhein-Westfalen betrug 35,6 % und umfasste rund 14.000
auswertbare Fragebögen. Damit wurde erneut eine sehr große
Datengrundlage geschaffen. Die Ergebnisse sind für die
nordrhein-westfälische Wohnbevölkerung ab 16 Jahren
repräsentativ.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich
die Menschen in Nordrhein-Westfalen überwiegend sicher in
ihrer Wohngegend fühlen. Unsicherheitsgefühle treten
insbesondere nachts an bestimmten Örtlichkeiten auf - etwa
in Parks oder Parkanlagen sowie im öffentlichen
Personennahverkehr. Insgesamt fühlen sich die Bürgerinnen
und Bürger im Vergleich zur ersten Erhebung im Jahr 2020 im
öffentlichen Raum etwas sicherer.
Befragte waren
durchschnittlich eher wenig beunruhigt davor, Opfer
bestimmter Straftaten zu werden. Am stärksten war dabei die
Sorge vor Kriminalität ohne Gewalt, etwa Betrug im Internet
oder Sachbeschädigungen. Die deliktspezifische Unsicherheit
der Bürgerinnen und Bürger ist dabei im Vergleich zur ersten
Erhebungswelle etwas angestiegen.
Die Befragung
zeigt auch, wie viele Menschen tatsächlich Opfer von
Straftaten werden. 35,2 Prozent der Befragten in
Nordrhein-Westfalen gaben an, im Referenzjahr 2023
mindestens einmal Opfer von einer der abgefragten Formen von
Kriminalität ohne Gewaltanwendung geworden zu sein.
Erfahrungen mit mindestens einer der abgefragten Formen von
Gewaltkriminalität gaben rund 22,1 Prozent der
nordrhein-westfälischen Bürgerinnen und Bürger an.
Zu den am häufigsten berichteten Delikten gehören:
- Beleidigung außerhalb des Internets: 13,6 % -
Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen: 10,5 % -
Waren- und Dienstleistungsbetrug im Internet: 8,3 %
- Missbrauch persönlicher Daten im Internet: 7,6 %
- Fahrraddiebstahl: 6,8 % - Beleidigung im
Internet: 4,9 %
Die Ergebnisse zeigen zugleich:
Ein erheblicher Teil der Straftaten wird nicht angezeigt.
Von 12.154 berichteten Viktimisierungserfahrungen mit Formen
von Kriminalität ohne Gewaltanwendung wurden 33,7 Prozent
der Fälle der Polizei gemeldet.
Erfahrungen mit
Gewaltkriminalität (insgesamt 2.437 Fälle) wurden sogar nur
in 7,4 Prozent der Fälle der Polizei gemeldet.
Innenminister Herbert Reul: "Die Studie zeigt, dass sich
viele Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen sicher
fühlen. Das sind gute Ergebnisse und passen zu den aktuellen
Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik: Gewaltdelikte
und Straßenkriminalität sind zurückgegangen. Gleichzeitig
ist klar: Nicht überall ist alles top. Denn sich sicher
fühlen und sicher sein sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Die Polizei ist rund um die Uhr unterwegs, um Sicherheit zu
gewährleisten und das Sicherheitsgefühl der Menschen zu
stärken. Wie wirksam allein ihre sichtbare Präsenz ist, wird
oft unterschätzt. Die Studie hat auch das Vertrauen in die
Polizei beleuchtet: Das Bild ist überwiegend positiv, aber
viele sehen, dass die Polizei an ihre Grenzen kommt. Genau
deshalb habe ich die Effizienzinitiative gestartet: Wir
prüfen sehr konkret, welche Aufgaben die Polizei heute
erledigt, für die eigentlich andere zuständig sind. Von
solchen Altlasten wollen wir sie befreien, damit sie mehr
Zeit für ihre Kernaufgabe hat: Sicherheit."
Direktor des Landeskriminalamt NRW Ingo Wünsch:
"Dunkelfeldstudien sind ein wichtiger Baustein moderner
Kriminalitätsforschung. Sie helfen uns noch besser zu
verstehen, welche Straftaten nicht angezeigt werden und wo
Menschen Unsicherheiten wahrnehmen. Diese Erkenntnisse sind
somit mitentscheidend für eine wirksame Präventions- und
Polizeiarbeit."
Ausblick
Die Studie "Sicherheit und Kriminalität in Deutschland" ist
periodisch angelegt, um Entwicklungen über die Zeit
beobachten zu können. In Nordrhein-Westfalen wurde der
bundesweit eingesetzte Fragebogen in der aktuellen Erhebung
zusätzlich um vertiefende Fragen zur Zivilcourage und zum
Verhalten bei einem Notruf erweitert. Die Ergebnisse hierzu
werden in einem gesonderten Bericht veröffentlicht. Die
nächste Erhebungswelle wird im Frühjahr 2026 durchgeführt.
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LKA-NRW: Kostenlos informieren am 18. März statt in
kostenintensive Falle von Betrügern zu tappen
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Düsseldorf/Duisburg, 16. März 2026 - Mit gezielter
Aufklärung stärken Expertinnen und Experten des
Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) zusammen
mit der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. und der
Verbraucherzentrale NRW die Sicherheit von Nutzerinnen und
Nutzern des World Wide Web.
In einer
kostenlosen Online-Informationsveranstaltung am Mittwoch,
18. März 2026, gibt es von 16 bis 17.45 Uhr Tipps
für ein besseres Bewusstsein für mögliche Gefahren im
Internet.
Betrug erkennen, sich schützen,
vorbeugen Betrugsversuche sind überall
präsent und nehmen stetig zu - sei es per E-Mail, im
Internet, am Telefon oder sogar per Brief. Vor allem ältere
Menschen sind hierbei oft Zielscheibe von Kriminellen.
Unter dem Motto "Wissen ist Ihr bester Schutz" klären
Expertinnen und Experten des Landeskriminalamtes NRW in
Kooperation mit der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. und der
Verbraucherzentrale NRW in dieser
Online-Informationsveranstaltung darüber auf, welche
Betrugsmaschen derzeit im Umlauf sind, wie Personen
Betrugsversuche erkennen und auf diese reagieren können und
was sie unternehmen sollten, wenn sie Opfer einer solchen
Straftat geworden sind. Im Vordergrund stehen die Themen
Phishing, Anlage-Betrug im Internet sowie Deepfakes und KI.
Internetsicherheit leicht gemacht
Die Veranstaltung wird aus dem Digitalen Beratungs-
und Präventionszentrum der Polizei NRW im Polizeipräsidium
Köln übertragen. Bei dem interaktiven Format können die
Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen Chat Fragen
stellen, die live beantwortet werden. Die
Veranstaltung ist barrierefrei. Technische
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Veranstaltung
ist barrierefrei und wird von einem Gebärdendolmetscher
begleitet. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Anmeldungen sind über folgenden Link möglich:
https://beteiligung.nrw.de/portal/
lka_nrw/beteiligung/themen/1022207?vorschaucode=NtA49mLQ
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LKA NRW
LKA-NRW: 13. bundesweiter Aktionstag gegen Hasspostings -
Polizei in NRW schreitet ein gegen Hetze im Netz
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LKA-NRW "Taschengeld-Treffen" LKA NRW warnt
vor wachsendem Phänomen der sexuellen Ausbeutung
Minderjähriger im digitalen Raum
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Düsseldorf/Duisburg, 30. November
2025 - Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen warnt vor
einem beunruhigenden Phänomen: dem sogenannten
"Taschengeld-Treffen" (TG-Treffen).
Hinter dieser vermeintlich
harmlosen Bezeichnung verbirgt sich die sexuelle Ausbeutung
von Kindern und Jugendlichen - ein ernstes und wachsendes
Kriminalitätsfeld, das sich zunehmend im digitalen Raum
abspielt.
Was für Minderjährige oft als
"einfache Möglichkeit, Geld zu verdienen" oder als Weg zu
Anerkennung und Aufmerksamkeit erscheint, ist in Wahrheit
eine Form sexualisierter Gewalt. Diese Treffen stellen
strafrechtlich sexuellen Missbrauch Minderjähriger dar und
können gravierende psychische wie physische Folgen für die
Betroffenen haben.
So läuft es ab:
Die Täter - überwiegend Männer,
meist über 40 Jahre alt und aus unterschiedlichen
gesellschaftlichen Schichten - suchen gezielt über
Online-Anzeigenportale und
Dating-Plattformen nach Kontakten. Sie nutzen dort Kürzel
wie "TG-T" (Taschengeld-Treffen) oder "BMB" (Bitte mit
Bild), um sexuelle Handlungen gegen geringe Geldbeträge oder
Geschenke anzubieten oder zu erbitten.
Kinder
und Jugendliche werden häufig durch Gleichaltrige oder über
soziale Netzwerke auf das Phänomen aufmerksam. Die
Kommunikation erfolgt in der Regel zunächst über
Plattformen, anschließend über private und verschlüsselte
Messenger-Dienste. Häufig bleiben Täter und Opfer dabei
vollständig anonym - bis zur Tat.
"Diese
Form digitaler Anbahnung macht es für Eltern und
Bezugspersonen besonders schwer, Anzeichen zu erkennen",
sagt ein Sprecher des Landeskriminalamts NRW. "Umso
wichtiger ist es, dass Erwachsene das Thema aktiv ansprechen
und Vertrauen aufbauen."
Handlungsempfehlungen für
Eltern und Bezugspersonen
* Reden Sie offen und schaffen
Sie Vertrauen: Sprechen Sie regelmäßig und altersgerecht mit
Ihrem Kind über Risiken im Internet - auch über Phänomene
wie "TG-Treffen". Nur wer Vertrauen spürt, wendet sich im
Notfall an seine Eltern oder Bezugspersonen.
*
Achten Sie auf Warnsignale: Plötzlicher Rückzug,
Stimmungsschwankungen oder unerklärliche neue Besitztümer
können Hinweise auf Probleme oder Ausbeutung sein.
*
Suchen Sie professionelle Hilfe: Bei Verdacht oder konkreten
Anzeichen sollten Sie sich an eine Beratungsstelle oder
direkt an die Polizei (110) wenden. Unterstützung erhalten
Sie auch anonym - beispielsweise bei der Nummer gegen Kummer
(116 111).
Präventionshinweise für
Jugendliche
* Schätze die Realität richtig
ein: "TG-Treffen" sind immer sexuelle Ausbeutung - auch wenn
sie sich zunächst freiwillig anfühlen oder wie eine harmlose
Möglichkeit wirken, Geld zu verdienen.
*
Sprich darüber - du bist nicht allein: Wenn du unsicher bist
oder dich in einer schwierigen Situation befindest, wende
dich an eine Person, der du vertraust. Es gibt keinen Grund,
sich zu schämen.
Das LKA NRW arbeitet eng mit
Polizei, Jugendämtern und Präventionsnetzwerken zusammen, um
Täterstrukturen im digitalen Raum zu erkennen, Opfer zu
schützen und Präventionsarbeit zu stärken. Eltern, Schulen
und Fachkräfte sind entscheidende Partner, um Kinder und
Jugendliche zu sensibilisieren.
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LKA NRW #Schweigenbrechen: 25.11. - Internationaler Tag
gegen Gewalt an Frauen Das Landeskriminalamt NRW ruft
mit bewegter Frauenpower zu Solidarität und Engagement auf
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