'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    29. Kalenderwoche: 18. Juli
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Freitag, 19. Juli 2024

Gedenktag Loveparade 2024 - Hinweise zur Straßensperrung
Am kommenden Mittwoch, 24. Juli, wird zum vierzehnten Mal den Betroffenen und den Opfern des Loveparade-Unglücks gedacht. Anlässlich dieses Jahrestages organisiert der Verein Bürger für Bürger e.V. am Vorabend, 23. Juli, die „Nacht der tausend Lichter“.


Am 24. Juli lädt die Stiftung Duisburg 24.7.2010 zu einer Andacht an der Gedenkstätte ein. Die Karl-Lehr-Straße wird im Bereich des Tunnels am Dienstag, 23. Juli, von 18 Uhr bis 23.00 Uhr und am Mittwoch, 24. Juli, in der Zeit von 14 bis 22 Uhr für den gesamten Kraftfahrzeugverkehr gesperrt sein. Entsprechende Hinweise und eine Umleitungsempfehlung sind bereits ausgeschildert. Fußläufig oder mit dem Fahrrad kann der Bereich jederzeit passiert werden.


Duisburgs Motto zum diesjährigen Christopher-Street-Day: „Zusammenhalt“ in Regenbogenfarben

Der diesjährige CSD (Christopher-Street-Day) findet am Samstag, 27. Juli, in Duisburg unter dem Motto „Zusammenhalt“ statt. Zum Auftakt wird auch in diesem Jahr die Regenbogenflagge um 12.15 Uhr vor dem Duisburger Rathaus durch Oberbürgermeister Sören Link, die CSD-Veranstalter von DUPride e.V. sowie zahlreichen weiteren Gästen gehisst.


„Der Demonstrationszug des CSD durch die Innenstadt setzt ein wichtiges Zeichen für alle Menschen der queeren Community in unserer Stadt. Das Hissen der Regenbogenflagge und die Beleuchtung des Stadtwerketurms in Regenbogenfarben sind ein Zeichen der Solidarität und unterstreichen, dass wir uns alle gemeinsam für eine offene und tolerante Gesellschaft einsetzen“, so Oberbürgermeister Sören Link.


Nachdem die Regenbogenflagge vor dem Rathaus in der Stadtmitte gehisst wurde, setzt sich der Demonstrationszug durch die Duisburger Innerstadt in Bewegung und endet auf dem Straßenfestgelände am König-Heinrich-Platz. Dort stellen sich Vereine, Verbände aus dem queeren Spektrum vor und bieten Möglichkeiten sich zu informieren und Kontakte zu knüpfen. Außerdem gibt es ein buntes Bühnenprogramm.


Auch in diesem Jahr erstrahlt der Stadtwerketurm am Abend wieder in den Regenbogenfarben, ebenso die Five Boats im Duisburger Innenhafen. Auch vor dem Stadttheater und auf der Königstraße wehen ebenfalls Regenbogenfahnen. In Duisburg spielt das Thema Queer/Vielfältige Lebensformen seit vielen Jahren eine wichtige Rolle. Im Referat für Gleichberechtigung und Chancengleichheit wurde bereits vor vielen Jahren eine Stelle zu diesem Thema eingerichtet.


Die Hauptaufgabe besteht in der Vermittlung und Vernetzung innerhalb der queeren Community, beispielsweise durch Kontakt zu Vereinen und Initiativen sowie Unterstützungsangeboten. Weitere Informationen gibt online unter: https://www.duisburg.de/microsites/rgc/rubrik3/Queer.php Weitere Informationen zum CSD 2024 gibt es beim Verein DUPride e.V. unter www.dupride.de.

DHL Group macht sich für Vielfalt stark und gibt Briefmarke zur Pride-Demo in Köln heraus Konzernvorstand beschließt aktualisiertes Statement zu Vielfalt, Chancengerechtigkeit, Inklusion und Zugehörigkeit (DEIB)
Briefmarke aus Sonderedition zeigt Inter*-inklusive Progress-Pride-Flagge


DHL Group hat ein aktualisiertes Statement verabschiedet, das die Werte und das Engagement des Unternehmens in den Bereichen Vielfalt, Chancengerechtigkeit, Inklusion und Zugehörigkeit (DEIB) unterstreicht. Eine Kernbotschaft ist, dass der Arbeitsplatz bei der DHL Group ein Ort ist, an dem sich alle Beschäftigten bei der Arbeit sicher, wohl und einander verbunden fühlen sollen. Ein Ausdruck des Bekenntnisses zu DEIB ist die Teilnahme tausender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DHL Group an zahlreichen Pride-Paraden weltweit. 


Ein Highlight wird die Pride-Demonstration in Köln am 21. Juli 2024 sein, bei der erstmals ein elektrisch betriebener Truck von DHL Freight zum Einsatz kommt. Der eActros 300 von Mercedes-Benz, der normalerweise im Linienverkehr zwischen Hagen und Kassel im Einsatz ist, ist mit zwei Elektromotoren ausgestattet und hat eine Reichweite von rund 220 Kilometern. Allein zur Demo in Köln haben sich 700 Mitarbeitende der DHL Group angemeldet, um ein Zeichen für Toleranz, Miteinander und gegenseitigen Respekt zu setzen.


Unter den Teilnehmenden ist auch der Personalvorstand der DHL Group, Thomas Ogilvie. „Wir wollen bester Arbeitgeber für alle sein. Dies ist nur möglich, wenn wir ein Arbeitsumfeld schaffen und eine Kultur leben, in der alle dazugehören können“, sagt Ogilvie. Unser Statement zu Vielfalt, Chancengerechtigkeit, Inklusion und Zugehörigkeit ist ein Versprechen an alle unsere Mitarbeitenden, dass bei DHL Group jede und jeder mit Respekt und Wertschätzung behandelt wird und sich entsprechend seiner oder ihrer Fähigkeiten entwickeln kann. Es liegt in unserer Verantwortung, diesem Anspruch jeden Tag gerecht zu werden!“


Neben Köln wird es Gruppen etwa in Berlin, Nürnberg, Leipzig oder Erfurt geben sowie in zahlreichen Städten in Großbritannien, in den USA und in Mittel- und Südamerika (Costa Rica, Ecuador). Organisiert werden die Teilnahmen von den Pride Alliance Leads der DHL und dem konzerninternen Netzwerk RainbowNet.  Zusätzlich bringt die Deutsche Post eine Briefmarke (Portowerte 70 Cent, 85 und 95 Cent) heraus. Die Auflage ist auf 500.000 Stück limitiert.


Die Briefmarke erscheint zum ColognePride am 19. Juli und wird ab dem 18. Juli im Shop der Deutschen Post angeboten. Auf dem ColognePride gibt es eine „stolze, laute und bunte Filiale“ – auch hier ist die Sonderedition erhältlich. Auf dem Postwertzeichen ist die Inter*-inklusive Progress-Pride-Flagge von Valentino Vecchietti zu sehen. Vecchietti, Gründerin von Intersex Equality Rights und preisgekrönte intersexuelle Gleichstellungsaktivistin, entwarf die Flagge 2021.

Sie repräsentiert Personen mit verschiedenen sexuellen Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und -ausdrücken sowie verschiedenen Geschlechtsmerkmalen. Die Flagge beinhaltet auch die Darstellung von People of Color und indigenen Bevölkerungsgruppen in der LGBTI+-Gemeinschaft. Auf einem Sonderstempel zur Pride-Parade in Köln ist der Schriftzug „deliveredwithpride“ zu sehen.


Genehmigungsvorbehalte bei der Verordnung von medizinischem Cannabis: G-BA regelt Ausnahmen
Die erste Verordnung von Cannabisprodukten muss bislang in der Regel von der Krankenkasse genehmigt werden; bei Folgeverordnungen ist sie nur bei einem Produktwechsel notwendig. Der Gemeinsame Bundesauschuss (G-BA) hat jetzt festgelegt, bei welcher Qualifikation der verordnenden Ärztin oder des verordnenden Arztes der Genehmigungsvorbehalt der Krankenkasse entfällt: Gelistet sind insgesamt 16 Facharzt- und Schwerpunktbezeichnungen sowie 5 Zusatzbezeichnungen, darunter Palliativmedizin und spezielle Schmerztherapie.


Bei Ärztinnen und Ärzten, die diese Facharzt-, Schwerpunkt- oder Zusatzbezeichnung führen, geht der G-BA davon aus, dass sie die Voraussetzungen für eine Cannabisverordnung abschließend einschätzen können. Bestehen jedoch Unsicherheiten, können auch diese Vertragsärztinnen und Vertragsärzte eine Genehmigung der Verordnung bei der Krankenkasse beantragen.


Dazu Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA und Vorsitzender des Unterausschusses Arzneimittel: „Wir haben uns die Umsetzung des gesetzlichen Auftrages nicht leicht gemacht: Also die Frage zu beantworten, bei welcher ärztlichen Qualifikation der Genehmigungsvorbehalt der Krankenkasse für eine Cannabis-Verordnung gänzlich entfallen kann. Uns erreichten zu unserem ursprünglichen Beschlussentwurf gute und wichtige Rückmeldungen, die sich jetzt auch im Beschluss wiederfinden. Um Unklarheiten zu vermeiden, werden keine bestimmten Krankheitsbilder genannt, da der Genehmigungsvorbehalt eben nicht nur dort entfällt.


Zudem ist bei den nun gelisteten Facharzt- und Schwerpunktbezeichnungen eine Zusatzweiterbildung nicht zwingend notwendig. Aus meiner Sicht haben wir insgesamt eine ausgewogene Lösung gefunden. Ohne Einbußen bei der Patientensicherheit verringert sich der bürokratische Aufwand erheblich.“


 Warum kann freiwillig eine Genehmigung der Krankenkasse beantragt werden?
Eine Verordnung von medizinischem Cannabis ist generell nur möglich, wenn andere Leistungen, die den Krankheitsverlauf oder die schwerwiegenden Symptome positiv beeinflussen können, nicht zur Verfügung stehen und wenn Aussicht auf einen positiven Effekt von Cannabisarzneimitteln besteht. Ob diese Voraussetzungen bei einer Patientin oder einem Patienten gegeben sind, kann im Einzelfall von der Krankenkasse anders bewertet werden als von den behandelnden Ärztinnen und Ärzten.


Deshalb können auch fachlich ausreichend qualifizierte Ärztinnen und Ärzten eine Genehmigung der Verordnung bei der Krankenkasse beantragen, auch um finanziellen Rückforderungen der Krankenkasse (Regress) vorzubeugen. Eine abschließende Prüfung, ob auch eine wirtschaftlichere Auswahl des Cannabisprodukts möglich gewesen wäre, ist mit einer Genehmigung aber nicht verbunden.


 Ab wann gilt der Beschluss?
Der Beschluss tritt in Kraft, wenn das Bundesministerium für Gesundheit ihn innerhalb von zwei Monaten rechtlich nicht beanstandet und der G-BA ihn im Bundesanzeiger veröffentlicht hat. Hintergrund: Genehmigungsvorbehalt der Krankenkassen bei Medizinalcannabis Gesetzlich Versicherte haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf eine Verordnung von Cannabis: in Form von getrockneten Blüten oder Extrakten sowie auf Arzneimittel mit den Wirkstoffen Dronabinol oder Nabilon.

Mit dem Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) wurde der G-BA beauftragt, das Nähere zu einzelnen Facharztgruppen und den erforderlichen ärztlichen Qualifikationen zu regeln, bei denen der Genehmigungsvorbehalt der Krankenkasse entfällt.

Persönliche Einstufung und Beratung für Sprachkurse in der VHS
Die Volkshochschule Duisburg lädt am Mittwoch, 21. August, von 10 bis 18 Uhr zu einem Einstufungs- und Beratungstag für Fremdsprachenkurse ein. Interessierte haben die Möglichkeit, sich kostenlos individuell testen und umfassend beraten zu lassen. Das Angebot umfasst neben Englisch, Spanisch, Französisch zahlreiche weitere Fremdsprachen des VHSProgramms außer Deutsch.


Die Fachbereichsleiterinnen Barbara Ramirez Jaimes und Franziska RussYardimci führen persönliche Einzelgespräche, um je nach Vorkenntnissen und gewünschtem Lerntempo den passenden Kurs zu finden. Im Anschluss können sich Interessierte direkt für einen Sprachkurs anmelden. Die Mitarbeiterinnen der Volkshochschule beantworten alle Fragen und unterstützen bei der Anmeldung.


Eine Terminvereinbarung für den 21. August ist nicht erforderlich. Wer an diesem Tag verhindert ist, kann sich vom 27. August bis 5. September immer dienstags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr beraten lassen. Telefonische und E-Mail-Beratung ist ebenfalls jederzeit möglich. Die Kontaktdaten sind abrufbar unter https://vhs-duisburg.de/programm/sprachen.


Wochenende der lokalen Helden im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt
Die Route Industriekultur feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen und lädt im Sommer wieder zu den beliebten Local Hero Wochen ein. Auch die Stadt Duisburg ist beteiligt. Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt an der Apostelstraße 84 in Ruhrort ist vom 19. bis 21. Juli der Gastgeber eines besonderen Veranstaltungswochenendes. Ein besonderes Highlight ist die Skulptur mit dem Slogan „Local Heroes“ auf der Museumswiese, die als Fotomotiv für Selfies bereitsteht.


Das gesamte Wochenende, am Freitag, Samstag und Sonntag, wird durch Themenführungen ergänzt. Die Führungen thematisieren den Transport von Kohle und Erz mit dem Binnenschiff und ihre Weiterverarbeitung zu Roheisen. Diese Führungen finden am Freitag, Samstag und Sonntag jeweils um 11 Uhr im Museum statt. Der Eintritt kostet 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos, jedoch auf 15 Teilnehmer begrenzt.


Anmeldungen für die Führungen sind per E-Mail an service@binnenschifffahrtsmuseum.de, telefonisch unter (0203) 283 94140 oder vor Ort an der Museumskasse möglich. Ein gemütliches Picknick findet am Sonntag, 21. Juli, von 12 bis 15 Uhr auf der Wiese vor dem Binnenschifffahrtsmuseum statt. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, ihre eigenen Speisen und Getränke mitzubringen und die musikalische Begleitung der Ruhrorter Band „Sonny Boys“ zu genießen, die mit ihren Klängen die Swinging Sixties wieder aufleben lässt. Außerdem wird ein Bücherflohmarkt ausgerichtet.


An diesem Sonntag ist der Eintritt in das Museum und auf die Museumsschiffe frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Übrigens: Auch der Landschaftspark Duisburg-Nord ist an den Aktionen rund um die Local Hero Wochen beteiligt. Weitere Informationen unter www.binnenschifffahrtsmuseum.de. Informationen rund um die Local Hero Wochen des RVR gibt es auf https://www.route-industriekultur.ruhr/25jahre/localherowochen/.


Bude Inklusiv": TU Dortmund erforscht Rolle der Kioske für Integration

Trinkhallen können wichtige Orte für gelingende Integration sein: Etwa drei Viertel der Besitzer und viele Gäste sind Migranten, was die Bude zu einem wichtigen interkulturellen Treffpunkt machen kann. Unter welchen Bedingungen die Dortmunder Kioske zur sozialen Interaktion in der Stadt beitragen, untersucht derzeit ein interdisziplinäres Projekt der Technischen Universität Dortmund unter dem Titel "Bude Inklusiv".


Die Wissenschaftler erforschen in Interviews das Potenzial von Buden als Ankunfts- und Begegnungsort. Sie untersuchen u. a., welche geschriebene Sprache oder welche Landesflaggen von außen am Kiosk sichtbar sind, ob das Sortiment Waren aus dem Ausland enthält und ob es Stammkundschaft gibt. Da steigende Betriebskosten und Konkurrenz durch Supermärkte das Bestehen von Kiosken bedrohen, soll das Projekt auch dazu beitragen, Buden-Inhaber miteinander zu vernetzen und zum Austausch anzuregen. idr

Logistikmarkt Ruhrgebiet im zweiten Quartal deutlich gewachsen
Der Logistikmarkt Ruhrgebiet hat im ersten Halbjahr mit 192.000 Quadratmetern den zweitbesten Flächenumsatz unter den Top-Logistikstandorten erzielt (hinter Frankfurt mit 195.000 Quadratmetern). Die Vermietungsdynamik zog im zweiten Quartal deutlich an. Das ergibt eine Analyse des Immobiliendienstleisters BNP Paribas Real Estate.


Mit dem Ergebnis der ersten sechs Monate blieb die Metropole Ruhr zwar um 18 Prozent unter dem langjährigen Mittel der letzten zehn Jahre, übertraf jedoch deutlich das Resultat des Vorjahreszeitraum (plus 22 Prozent). Dazu trug insbesondere das zweite Quartal bei, das fast 77 Prozent des Volumens zur Jahresmitte ausgemacht hat und das drittbeste Q2-Resultat der vergangenen zehn Jahre markiert. idr


Anzahl der Krankenhauspatienten im Ruhrgebiet sank in zehn Jahren um 7,8 Prozent Düsseldorf/Metropole Ruhr (idr). In den Krankenhäusern im Ruhrgebiet wurden 2022 rund 1,28 Millionen Menschen vollstationär behandelt. Im Vergleich zum Jahr 2012 waren das 7,8 Prozent weniger Patienten, wie das Statistische Landesamt IT.NRW heute mitteilt.

Die Zahl der Kliniken sank um 16 auf 92. Rückgänge gab es auch bei der Zahl der Krankenhausbetten: Sie wurden innerhalb von zehn Jahren um sechs Prozent reduziert. In der Metropole Ruhr war die Bettendichte (Anzahl der Krankenhausbetten je 1.000 Einwohner) in Herne (10,4) am höchsten und in Mülheim (4,6) am niedrigsten. Im NRW-Schnitt lag die Bettendichte bei 6,3. idr - Infos: https://www.it.nrw


Museumsspaß in den Sommerferien: Guckloch-Körper (22. - 26. Juli, jeweils 10 bis 14 Uhr)  
Ferienzeit ist Museumsspaß-Zeit! In den Sommerferien bietet das Lehmbruck Museum verschiedene Workshops für Kinder an. Für den Kurs „Guckloch-Körper“ gibt es noch freie Plätze: Vom 22. Bis zum 26. Juli von jeweils 10 bis 14 Uhr können Kinder von 8 bis 12 Jahren unter Anleitung von Kunstvermittlerin Katharina Nitz ihre eigene Guckloch-Platte gestalten und so selbst bestimmen, wie andere sie sehen. Ob 10 Arme oder Engelsflügel, in diesem Kurs ist alles möglich.  


Teilnahme: 80 EUR, Geschwisterkind 50 EUR. Anmeldungen nimmt das Team der Kunstvermittlung telefonisch unter 0203 283 2195 oder per E-Mail an kunstvermittlung@lehmbruckmuseum.de entgegen.

Foto: Museum


Rheingemeinde lädt zum Spieleabend

Ob klassisches Brettspiel, Kartenspiel oder Partyspiel - Gesellschaftsspiele machen Spaß. Das haben auch die Teilnehmenden der Borkumfreizeit der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg erfahren, denn sie hatten auf der Insel jeden Abend jede Menge Freude an den verschiedensten Gesellschaftsspielen. Nun soll der Spaß auch zuhause bei Spieleabenden weitergehen, und die Rheingemeinde lädt zum Mitmachen ein.


Das erste Treffen gibt es im Wanheimer Gemeindehaus, Beim Knevelshof 45, am Montag, 29. Juli 2024 um 17 Uhr. Wer mag, kann auch gerne sein Lieblingsspiel mitbringen und es den anderen vorstellen. Zur Stärkung gibt es Getränke und kleine Snacks. Fragen beantwortet Ute Theisen (0177/8066048, ute.theisen.1@ekir.de) gerne.


Albtraum statt Traumurlaub: Einbruch im Hotelzimmer
· Der eigene Hausrat ist außer Haus versichert
· Was ist im Ernstfall zu beachten?  
Die Koffer sind gepackt. Der Wetterdienst meldet Traumwetter am Urlaubsort. Doch leider schützen auch die schönsten Wochen des Jahres nicht vor Dieben. Wer einmal im leer geräumten Hotelzimmer gestanden hat, weiß wie schnell die gute Laune verflogen sein kann. Die HUK-COBURG rät, einen kühlen Kopf zu behalten. Die Hausratversicherung schließt eine weltweit gültige Außenversicherung mit ein, die auch gegen Einbruchdiebstahl und Raub schützt.


Einbruchdiebstahl heißt: Ein Dieb bricht z.B. gewaltsam die Tür eines Hotelzimmers oder eines Safes auf. Raub liegt vor, wenn einem mit Gewalt etwas weggenommen wird. – In beiden Fällen, genügt es nicht, den Schaden seiner Versicherung zu melden: Die Polizei am Urlaubsort muss immer eingeschaltet werden. Der Versicherungsschutz erstreckt sich nicht allein auf das Hotelzimmer: Wird das Auto zum Beispiel auf einer Urlaubsfahrt kurzfristig in der Tiefgarage eines Hotels geparkt und aufgebrochen, ist der Hausrat auch hier mitversichert.


In einigen Fällen gilt diese Regelung auch für Fahrzeuge, die im Freien geparkt werden. Aber nicht alle Unternehmen gewähren diesen Schutz. Ein Blick in die Bedingungen oder das Gespräch mit dem Versicherer bringen Gewissheit. Neben gängigen Haushaltsgegenständen umfasst der Versicherungsschutz auch eigene Kanus, Ruder-, Falt- und Schlauchboote sowie die dazugehörigen Motoren.


Selbst Flugdrachen und Surfgeräte werden ersetzt. Immer vorausgesetzt, dass auch sie durch Einbruchdiebstahl oder Raub entwendet wurden. Viele Versicherer legen bei Schäden außerhalb der eigenen vier Wände eine Obergrenze in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der Versicherungssumme fest. Einige – so auch die HUK-Coburg mit ihrem Classic-Tarif – leisten bis zur vollen Versicherungssumme. Für Wertsachen wie z. B. Bargeld und Schmuck gelten in der Regel aber niedrigere Entschädigungsgrenzen. Da der Versicherungsschutz von Unternehmen zu Unternehmen variieren kann, empfiehlt es sich den individuellen Schutz vor Urlaubsbeginn abzuklären.    

Wenn einer eine Reise tut, kann er was erleben: Leider macht nicht jedes Erlebnis Spaß. Jahr für Jahr werden tausende Urlauber Opfer von Einbrechern, die ihre Hotelzimmer plündern. Foto: HUK-COBURG


Mit Rückgang der Teuerung im Juni nur noch drei Haushaltstypen über zwei Prozent Inflationsrate
Die Inflationsrate in Deutschland ist im Juni gegenüber Mai leicht von 2,4 auf 2,2 Prozent gesunken und liegt wieder auf dem Niveau der Vormonate. Hauptgrund dafür war ein Rückgang der Energiepreise. Dementsprechend sanken auch die Inflationsraten verschiedener Haushaltstypen, die sich nach Einkommen und Personenzahl unterscheiden, leicht. Der Unterschied zwischen der höchsten und der niedrigsten haushaltsspezifischen Inflationsrate betrug im Juni moderate 0,7 Prozentpunkte.


Zum Vergleich: Im Juni 2023 waren es 1,3 Prozentpunkte und auf dem Höhepunkt der letzten Inflationswelle sogar 3,1 Prozentpunkte. Während einkommensschwache Haushalte im Mittel der Jahre 2022 und auch 2023 eine deutlich höhere Teuerung schultern mussten als Haushalte mit mehr Einkommen, war ihre Inflationsrate im Juni 2024 wie in den Vormonaten unterdurchschnittlich: Der Warenkorb von Alleinlebenden und von Familien mit niedrigen Einkommen verteuerte sich im Juni um jeweils 1,6 Prozent. Das ergibt der neue IMK Inflationsmonitor, den das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung vorlegt.*


Insgesamt lag die Inflationsrate von sechs der untersuchten neun Haushaltstypen im Juni bei oder etwas unter zwei Prozent, dem Inflationsziel der der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Teuerungsrate der übrigen drei betrug 2,1 bis maximal 2,3 Prozent. Im weiteren Jahresverlauf sei eine fortgesetzte Abschwächung bei der Preisdynamik absehbar, analysieren die Forschenden. Da gleichzeitig die Konjunkturentwicklung auch aufgrund der hohen Zinsen schwach ist, halten die Fachleute des IMK weitere Zinssenkungen durch EZB für dringend nötig. Das werde der Notenbank erleichtert, wenn die Regierungen – insbesondere die deutsche – vorläufig Zurückhaltung bei Abgabenerhöhungen üben, die die Preise treiben.


Dr. Silke Tober, IMK-Inflationsexpertin, und der wissenschaftliche Direktor Prof. Dr. Sebastian Dullien berechnen seit Anfang 2022 monatlich spezifische Teuerungsraten für neun repräsentative Haushaltstypen, die sich nach Zahl und Alter der Mitglieder sowie nach dem Einkommen unterscheiden (mehr zu den Typen und zur Methode unten und in der Abbildung im Anhang). Seit kurzem liefert der Monitor ein erweitertes Datenangebot: Online lassen sich längerfristige Trends der Inflation für alle sowie für ausgewählte einzelne Haushalte im Zeitverlauf in interaktiven Grafiken abrufen-





Die längerfristige Betrachtung illustriert, dass ärmere Haushalte während der jüngsten Teuerungswelle bis in den Sommer 2023 hinein besonders stark durch die Inflation belastet waren, weil sie einen großen Teil ihres schmalen Budgets für Güter des Grundbedarfs wie Nahrungsmittel und Haushaltsenergie ausgeben müssen. Diese waren lange die stärksten Preistreiber. Im Laufe der letzten Monate hat die Preisdynamik dort aber nachgelassen, so dass sich die einkommensspezifischen Differenzen seit dem Höhepunkt im Oktober 2022 deutlich verändert haben.


Damals hatten Familien mit niedrigen Einkommen die höchste Inflationsbelastung im Haushaltsvergleich mit 11,0 Prozent. Dagegen waren es beim Haushaltstyp der Alleinlebenden mit sehr hohen Einkommen 7,9 Prozent. Vor einem Jahr, im Juni 2023, waren es Alleinlebende mit niedrigen Einkommen, die mit der höchsten Teuerungsrate konfrontiert waren – 7,0 Prozent. Alleinlebende mit sehr hohen Einkommen lagen auch in jenem Monat mit 5,7 Prozent deutlich niedriger und unter der hohen allgemeinen Inflationsrate von damals 6,4 Prozent.


Bis zu 21 Prozent kumulierte Inflation seit 2020
Blickt man auf den gesamten Zeitraum, seit 2020 mit der Corona-Pandemie die noch andauernde Krisenphase begann, waren Familien, insbesondere die mit niedrigen bis mittleren Einkommen, mit höheren Inflationsraten konfrontiert als Alleinstehende. Auch bei diesem Mehrjahresvergleich hatten Singlehaushalte mit sehr hohen Einkommen die niedrigste Inflationsrate: Ihre Warenkörbe verteuerten sich von 2020 bis 2024 um insgesamt 18,5 Prozent, zeigen Dullien und Tober in einer Zusatzauswertung. Die Teuerungsraten von Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen lagen um 2,5 Prozentpunkte höher bei je 21 Prozent für den Gesamtzeitraum.


„Die starke kumulierte Teuerung seit Krisenbeginn macht deutlich, wie belastend die Inflationswelle insbesondere für ärmere Haushalte und Haushalte der Mittelschicht gewesen ist. Auch wenn die Inflationsrate jetzt erfreulicherweise wieder nahe an der EZB-Zielinflation liegt, darf nicht ausgeblendet werden, dass das Preisniveau deutlich höher ist als vor dem Inflationsschub“, sagt IMK-Direktor Sebastian Dullien. Aktuell verteuern sich die spezifischen Warenkörbe von ärmeren Haushalten weniger stark als der Durchschnitt, weil die im Jahresvergleich geringeren Preise für Haushaltsenergie bei ihnen ein relativ großes Gewicht besitzen.


Dass aktuell Alleinlebende mit sehr hohen Einkommen mit 2,3 Prozent eine höhere Inflationsrate haben als die übrigen Haushalte im Vergleich, liegt wiederum daran, dass diese Haushalte stärker als andere etwa Versicherungen, Restaurant- und Hoteldienstleistungen, Gesundheitsdienstleistungen oder Dienstleistungen zur Wohnungsinstandhaltung nachfragen, deren Preise aktuell überdurchschnittlich anziehen. Das gilt tendenziell auch für Paare mit Kindern und hohen Einkommen, deren Warenkorb sich im Juni um 2,2 Prozent verteuerte.


Die Inflationsrate von Paaren ohne Kinder mit mittleren Einkommen betrug 2,1 Prozent, die von Paaren mit Kindern und mittleren Einkommen sowie von Alleinlebenden mit höheren Einkommen betrug je 2,0 Prozent. Alleinlebende mit mittleren Einkommen verzeichneten eine Teuerungsrate von 1,9 Prozent, ebenso wie Alleinerziehende mit mittleren Einkommen. Der Inflationsmonitor in interaktiven Grafiken.


Zurückhalten bei Fiskalmaßnahmen, die die Preise antreiben
Dullien und Tober rechnen im weiteren Jahresverlauf mit nachlassendem Teuerungsdruck, auch bei den Dienstleistungspreisen, die zuletzt stärker angezogen haben. Die EZB habe richtig entschieden, im Juni die Leitzinsen erstmals zu senken. Für die EZB-Ratssitzung am kommenden Donnerstag erwarten die IMK-Expert*innen keine Änderung bei den Zinsen, die Zentralbank werde „den Zinssenkungsprozess erst im September fortsetzen.“


Da niedrigere Zinsen angesichts der lahmenden Konjunktur in Deutschland und im Euroraum dringend nötig seien, sehen die Forschenden Regierungen, insbesondere die deutsche, in der Verantwortung. Denn aktuell wirkten diverse fiskalische Maßnahmen der vergangenen Monate inflationserhöhend, etwa die Mehrwertsteuererhöhungen im Gastgewerbe, bei Erdgas und Fernwärme oder die Anhebung der Stromnetzentgelte.


„Die Bundesregierung wäre gut beraten, wenn sie in dieser kritischen Phase der Annäherung der Inflation ans Inflationsziel auf preistreibende Maßnahmen verzichten oder diese im Falle von Lenkungssteuern“ – wie etwa dem CO2-Preis –„durch preissenkende Maßnahmen an anderer Stelle kompensieren würde“, empfehlen die Fachleute des IMK.



20 Jahre EU-Osterweiterung: Polen und Tschechien in den Top 10 der wichtigsten Handelspartner Deutschlands
• Im Mai 2004 traten zehn osteuropäische Staaten der EU bei, seither wuchs der Außenhandel mit diesen Staaten überdurchschnittlich
• Polen lag von Januar bis Mai 2024 in der Rangfolge der wichtigsten deutschen Handelspartner auf Rang 5 zwischen Frankreich und Italien
• Wichtigste Handelswaren mit Staaten der ersten EU-Osterweiterung: Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen, Elektrische Ausrüstungen und chemische Erzeugnisse

Am 1. Mai 2004 traten Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern der Europäischen Union (EU) und damit dem gemeinsamen Wirtschaftsraum bei. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist der Handel mit den zehn Staaten der ersten Phase der EU-Osterweiterung seither überdurchschnittlich gewachsen.


Insgesamt wurden aus diesen Staaten im Jahr 2003, dem Jahr vor dem EU-Beitritt, Waren im Wert von 57,6 Milliarden Euro nach Deutschland importiert und Waren im Wert von 56,6 Milliarden Euro in diese Staaten exportiert. Damit kamen im Jahr 2003 aus den zehn Staaten der ersten EU-Osterweiterung 10,8 % aller deutschen Importe, während 8,5 % aller deutschen Exporte dorthin gingen.


Im Jahr 2023 beliefen sich die Importe aus den zehn Staaten auf 213,9 Milliarden Euro und die Exporte dorthin auf 216,8 Milliarden Euro. Damit kamen 15,7 % aller deutschen Importe aus diesen Staaten, während 13,6 % aller deutschen Exporte dorthin gingen.


Importe und Exporte mit den zehn EU-Beitrittsstaaten seit 2003 fast vervierfacht
Wertmäßig haben sich sowohl die Importe aus diesen Staaten (+271,0 %) als auch die Exporte dorthin (+283,3 %) von 2003 bis 2023 nahezu vervierfacht. Demgegenüber steht ein Wachstum von 155,5 % (Importe) beziehungsweise 139,3 % (Exporte) des gesamten deutschen Außenhandels in diesem Zeitraum.


Der Handel mit den Staaten der ersten EU-Osterweiterung wuchs somit deutlich stärker als der deutsche Außenhandel insgesamt.  Im Jahr 2024 wurden im Zeitraum von Januar bis Mai Importe im Wert von 88,9 Milliarden Euro aus den zehn Staaten verzeichnet, das waren 2,5 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Demgegenüber stiegen die Exporte dorthin auf einen Wert von 93,7 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 2,0 % entspricht.


Polen und Tschechien in den Top 10 der wichtigsten Handelspartner Deutschlands
Im Jahr 2003, dem Jahr vor dem EU-Beitritt der zehn osteuropäischen Staaten, belegte Tschechien mit einem Außenhandelsumsatz (Importe plus Exporte) von 34,3 Milliarden Euro Rang 11 der wichtigsten Handelspartner Deutschlands. Polen belegte Rang 12, Ungarn Rang 15 und die Slowakei lag auf Rang 22. Die weiteren Staaten nahmen im deutschen Außenhandel eine geringere Stellung ein.


Schlusslicht war Malta auf Rang 76 mit einem Außenhandelsumsatz von 556,0 Millionen Euro.  In den Monaten Januar bis Mai 2024, rund 20 Jahre nach dem Betritt zum gemeinsamen Wirtschaftsraum, belegte Polen mit einem Außenhandelsumsatz von 73,9 Milliarden Euro Rang 5 der größten Handelspartner und lag damit direkt hinter Frankreich mit 81,8 Milliarden Euro und vor Italien mit 65,9 Milliarden Euro Außenhandelsumsatz.


Tschechien belegte im gleichen Zeitraum Rang 10 (48,7 Milliarden Euro Umsatz), Ungarn Rang 13 (29,7 Milliarden Euro) und die Slowakei Rang 18 (16,6 Milliarden Euro). Die vier Mitglieder der sogenannten Visegrád-Gruppe, eines informellen Bündnisses innerhalb der EU, befanden sich somit im gleichen Zeitraum alle unter den wichtigsten 20 Handelspartnern Deutschlands. 


Slowenien belegte von Januar bis Mai 2024 mit einem Außenhandelsumsatz von 6,1 Milliarden Euro Rang 34, während sich die relative Bedeutung der baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen rund 20 Jahre nach der EU-Osterweiterung kaum verändert hat. Sie nahmen bereits im Jahr 2003 wie auch von Januar bis Mai 2024 Ränge zwischen 48 und 63 ein.


Die kleinen Inselstaaten Malta und Zypern spielen im deutschen Außenhandel eine untergeordnete Rolle. Sie belegten im Zeitraum Januar bis Mai 2024 in der Rangfolge der wichtigsten Handelspartner die Ränge 76 (666,4 Millionen Euro Umsatz) und 89 (402,8 Millionen Euro). 

Baugenehmigungen für Wohnungen im Mai 2024: -24,2 % zum Vorjahresmonat
Baugenehmigungen im Neubau von Januar bis Mai 2024 zum Vorjahreszeitraum: -31,5 % bei Einfamilienhäusern -15,7 % bei Zweifamilienhäusern -21,7 % bei Mehrfamilienhäusern

Im Mai 2024 wurde in Deutschland der Bau von 17 800 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 24,2 % oder 5 700 Baugenehmigungen weniger als im Mai 2023. Im Vergleich zum Mai 2022 sank die Zahl der Baugenehmigungen sogar um 43,9 % oder 13 900 Wohnungen.

Von Januar bis Mai 2024 wurden 89 000 Wohnungen genehmigt. Das waren 21,5 % oder 24 400 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. In diesen Ergebnissen sind sowohl Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden im Mai 2024 insgesamt 14 100 Wohnungen genehmigt. Das waren 25,9 % oder 5 000 Wohnungen weniger als im Vorjahresmonat. Von Januar bis Mai 2024 wurden 71 400 Neubauwohnungen genehmigt und damit 24,0 % oder 22 600 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum.


Dabei ging die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 31,5 % (-7 100) auf 15 500 zurück. Bei den Zweifamilienhäusern sank die Zahl genehmigter Wohnungen um 15,7 % (-1 000) auf 5 500. Auch bei der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, den Mehrfamilienhäusern, verringerte sich die Zahl der genehmigten Wohnungen deutlich um 21,7 % (-13 300) auf 47 900 Wohnungen.




WIRTSCHAFTSWACHSTUM: IWF-Prognose: Deutschland bleibt Konjunktur-Schlusslicht
Die Wachstumsperspektiven Deutschlands haben sich laut Internationalen Währungsfonds (IWF) immer noch nicht aufgehellt. Der IWF rechnet für 2024 weiterhin mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die Infografik von Statista zeigt. Deutschland wäre damit - sollte die Prognosen eintreffen - 2024 erneut das Schlusslicht unter den großen Industrienationen. Im April hatte der IWF für 2024 ebenfalls ein Wachsen der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent vorausgesagt.


Deutschland leide als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem habe die Industrie mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen. Beide Faktoren sorgen dem IWF zufolge für ein schwaches Wachstum der Wirtschaftsleistung gegenüber dem vorangegangenen Jahr. Hinweise auf positive Auswirkungen durch das geplante Paket der Ampelregierung zur Stärkung des Standorts Deutschland sind in dem neuen IWF-Weltwirtschaftsausblick nicht zu finden.


Die Entwicklung der weltweiten Wirtschaftsleistung bewertet der IWF genauso wie im April. Laut IWF liegt die Widerstandsfähigkeit der Vereinigten Staaten und mehrerer großer Schwellen- und Entwicklungsländer weiterhin über den Erwartungen der Experten. Auch die öffentlichen Finanzen vieler Länder hätten sich stabiler als angenommen erwiesen. Der IWF warnte allerdings auch, dass die grenzüberschreitenden Handelsbarrieren zuletzt zugenommen hätten.


Die EU-Kommission hat etwa vorläufig hohe Sonderzölle auf Elektroautos aus China verhängt. Nun werden Gegenmaßnahmen der Volksrepublik erwartet. Auch die USA haben neue Zölle gegen China auf den Weg gebracht. Eine Eskalation der Handelsstreitigkeiten gehöre zu den kurzfristigen Risiken für die Weltwirtschaft, so der IWF. Matthias Janson
Infografik: IWF-Prognose: Deutschland bleibt Konjunktur-Schlusslicht | Statista

KONJUNKTUR: Wie entwickelt sich die deutsche Wirtschaft?
Die Prognosen der Wirtschaftsinstitute und Institutionen zum Wachstum der deutschen Wirtschaft zeichnen ein Bild, bei dem diese 2024 allenfalls mit einem leichten Wachstum rechnen kann. Die Prognosen reichen derzeit von -0,2 Prozent bis +0,4 Prozent. Zuletzt hat der IWF seine Einschätzung erneuert, dass Deutschland als Exportnation stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel leide als andere Länder. Zudem habe die Industrie mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen.


Beide Faktoren sorgen der IWF-Prognose zufolge für ein schwaches Wachstum der Wirtschaftsleistung von 0,2 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Jahr. Hinweise auf positive Auswirkungen durch das geplante Paket der Ampelregierung zur Stärkung des Standorts Deutschland sind in dem neuen IWF-Weltwirtschaftsausblick nicht zu finden. Das ifo Institut hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr in seiner Juni-Prognose auf 0,4 Prozent heraufgesetzt, von 0,2 Prozent bislang. „Es entsteht gerade neue Hoffnung“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.


„Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich langsam aus der Krise. Das zweite Halbjahr 2024 dürfte deutlich besser ausfallen als das erste.“ Gleichzeitig wird die Inflation abflauen, von 5,9 Prozent im vergangenen Jahr auf 2,2 Prozent in diesem und auf nur noch 1,7 Prozent im kommenden Jahr. Nach der aktuellen Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) wird die konjunkturelle Entwicklung in diesem Jahr stetig an Dynamik gewinnen, wobei sich der private Konsum zur treibenden Kraft für den Aufschwung entwickelt.


Die Bundesregierung hatte im April 2024 ihre vorangegangene Prognose vom März 2024 um 0,1 Prozentpunkte auf nun 0,3 Prozent erhöht. "Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass die deutsche Wirtschaft im Frühjahr 2024 an einem konjunkturellen Wendepunkt steht", hieß es in einer Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums. Nach den Preissteigerungen vor allem im Energiebereich und der hohen Inflation seien nun neue Auftriebskräfte bemerkbar.


Wichtige Wachstumsimpulse seien dabei vom privaten Verbrauch zu erwarten, heißt es in der Mitteilung: Durch höhere Reallöhne und einen stabilen Arbeitsmarkt könnten die Kaufkraftverluste der privaten Haushalte überwunden werden. Das pessimistischste Gutachten stammt vom Handelsblatt Research Institute (HRI), es ist allerdings in der Reihe der gezeigten Prognosen allerdings auch die älteste (Stand: März 2024). Die HRI-Ökonomen erwarten, dass die Wirtschaftsleistung nach dem Rückgang in 2023 nun auch dieses Jahr sinken wird, um 0,2 Prozent.


„Der deutschen Wirtschaft wurden fast gleichzeitig ihre wichtigsten Standbeine weggezogen, preiswerte Energie aus Russland, florierende Absatzmärkte in China, multilateraler Freihandel und eine unbedingte Sicherheitsgarantie durch die USA“, sagte Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup. Zudem bleibe die „Ampel“-Regierung eine konsistente Strategie schuldig, wie die Herausforderungen der De-Globalisierung, der Dekarbonisierung und des demografischen Wandels gleichzeitig bewältigt werden sollen.
Infografik: Wie entwickelt sich die deutsche Wirtschaft? | Statista