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Hauptbahnhof, Vorplatz
1930 - 1958 - heute
n


 
 






Hauptbahnhof-Sanierung  
 
Durchbruch: Konsensfähiges Konzept für mehr Fernverkehr NRW–Berlin

Ab 2023 mehr schnelle ICE-Fahrten und Sitzplatzkapazität nach Berlin - ohne Reduzierung bei Zwischenhalten
Gemeinsames Konzept von DB und Aufgabenträgern mit leichten Nahverkehrsanpassungen

 

Berlin(Düsseldorf, 05. Dezember 2018 - Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und die Deutsche Bahn (DB) haben heute im Landtag ein optimiertes Gesamtkonzept für den Fernverkehr vorgestellt. Dieses wurde gemeinsam mit dem NRW-Verkehrsministerium, dem Kompetenzcenter Integraler Taktfahrplan NRW, der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachen (LNVG), der Region Hannover, dem Regionalverband Großraum Braunschweig, dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und Nahverkehr Rheinland (NVR) in intensiver und sehr konstruktiver Zusammenarbeit entwickelt.

Damit können ab Ende 2023 bis zu 40% mehr Sitzplätze und zusätzliche schnellere ICE-Fahrten nach Berlin realisiert werden, ohne dass dabei der bisherige Angebotsumfang bei den Zwischenhalten reduziert werden muss. Die zusätzliche zweistündliche ICE-Linie ist zwischen Köln und Berlin mit einer Reisezeit von rund 4:10 Stunden etwa 10 Minuten schneller als die heutigen ICE-Verbindungen und wird in Köln Hbf, Wuppertal Hbf, Hagen, Bielefeld, Hannover halten und ab dort weiter nach Berlin fahren.

Reisende von Düsseldorf, Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund und Hamm in Richtung Bielefeld, Hannover und Berlin profitieren auf den weiterhin stündlich angebotenen ICE-Direktverbindungen künftig in jeder zweiten Stunde von den neuen ICE 4-Zügen mit 830 Sitzplätzen – mehr als doppelt so viel wie in den heutigen ICE 2.
Reisende von Köln, Wuppertal und Hagen haben weiterhin stündliche Direktverbindungen nach Bielefeld, Hannover und Berlin, wobei künftig in jeder zweiten Stunde die neue schnellere ICE-Linie die bisherigen ICE-Flügelzüge ersetzt.

Bielefeld wird neben den weiterhin bestehenden stündlichen ICE Düsseldorf–Berlin (zweistündlich mit Flügel auch nach Köln) zusätzlich auch von der neuen zweistündlichen schnellen ICE-Linie Köln–Berlin angebunden. Damit erhöht sich die Anzahl der ICE-Direktverbindungen nach Berlin um rund 50%.

Für Gütersloh, Herford und Minden soll der bisherige Angebotsumfang etwa beibehalten werden. In Bad Oeynhausen ersetzen die dort dann wiederhaltenden Züge der zweistündlichen IC-Linie Köln–Hannover–Magdeburg–Dresden den heutigen, meist nur vierstündlichen Halt der IC-Linie Amsterdam–Berlin. Diese Änderung ist erforderlich, um eine neue schnellere Reisezeit der Linie Amsterdam–Berlin zu ermöglichen. Somit erhält Bad Oeynhausen einen zweistündlichen Systemhalt.

In Minden werden neu zweistündlich die ICE-Züge der Linie Düsseldorf–Ruhrgebiet-Hamm-Hannover-Berlin halten. Damit wird Minden zum ICE-Halt. Der ICE ersetzt hierbei die Halte der Linie Amsterdam–Berlin. Der Halt der zweistündlichen IC-Linie Köln–Wuppertal-Hagen-Dortmund Hannover–Magdeburg–Leipzig-Dresden bleibt unverändert.
Bünde wird systematischer zweistündlicher Halt der von den Abfahrtszeiten geänderten Linie Amsterdam–Berlin. Bisher halten die IC Züge hier meist nur vierstündlich.

Für Rheine und Osnabrück verkürzt sich die Fahrzeit nach Berlin um etwa 15 Minuten. Für die Linie Amsterdam–Berlin läuft zudem die Beschaffung von neuen Fahrzeugen in ICE-Qualität, die ebenso ab Dezember 2023 zum Einsatz kommen. Für den Korridor Bad Bentheim – Hannover konnte für den Nahverkehr eine Lösung ohne relevante Nachteile für die Kunden gefunden werden.

Insgesamt wird so für viele Städte die Fernverkehrsanbindung deutlich verbessert.

Ermöglicht wird das neue erweiterte Fernverkehrsangebot auf den dicht belegten Strecken dank der Anpassungen im Nahverkehr:

• Aufgrund der Verschiebung der IC-Linie Berlin - Amsterdam soll eine neue zweistündliche RE-Linie Rheine – Osnabrück – Löhne die vorhandene Linie RE 60/70 zu einem stündlichen RE-Angebot zwischen Hannover und Rheine ergänzen und Anschlüsse in Rheine und Osnabrück an den Nahverkehr weiterhin sicherstellen, die derzeit von der IC-Linie Berlin – Amsterdam angeboten werden.

• Die Linie RB 77 (Bünde-) Löhne – Hameln – Hildesheim soll statt montags bis freitags stündlich über Löhne nach Bünde nunmehr täglich stündlich über Löhne nach Herford geführt werden. Der bisherige
Anschluss nach Bielefeld (heute in Löhne zur RE 70/78) wird damit nach Herford (zur RB 61) verlagert. Auch der Anschluss der RB 77 in Richtung Osnabrück wird nach Herford verlagert und ist nun täglich. Neu erreicht wird in Herford der Anschluss der RB 77 zur RB 72 in Richtung Bad Salzuflen-Lage-Detmold-Altenbeken und Paderborn.

• Aufgrund intensiver Untersuchungen durch NWL, KC ITF, den Gutachter sma und DB Netz zeichnet sich ein sehr deutlicher Weg ab, dass im Vergleich zum aktuellen Status Quo negative Auswirkungen auf den Nahverkehr wie Überholungen, Anschlussverluste oder Halte mit geringerer Bedienung je Stunde vermieden werden können.

Das Gesamtkonzept gilt vorbehaltlich noch laufender finaler Detailabstimmungen zwischen den Aufgabenträgern des Nahverkehrs für NRW und Niedersachsen.

Auch der Korridor Hannover–Berlin wird vom neuen Fernverkehrskonzept deutlich profitieren. Sobald die letzten laufenden Feinplanungen dort abgeschlossen sind, wird die DB auch auf dieser Achse das Angebotskonzept vorstellen.
Um sicherzustellen, dass das geplante Gesamtkonzept eine gute Betriebsqualität haben wird, erfolgt bis Sommer 2019 noch eine eisenbahnbetriebswissenschaftliche Untersuchung. Daraus können sich ggf. noch Änderungen ergeben. Grundsätzlich wird jedoch durch das neue Konzept die Anzahl der ICE, die in Hamm aus zwei Laufwegen verspätungsanfällig zusammengekuppelt werden, um 50 Prozent reduziert.

Nun prüfen DB und Aufgabenträger, ob erste Angebotsverbesserungen schon vor 2023 umsetzbar sind.

Die geplante mittelfristige Angebotsausweitung mit der zusätzlichen zweistündlichen ICE-Linie ist ein wichtiger Schritt in Richtung Deutschlandtakt, einer vom Bundesverkehrsministerium vorgestellten Initiative für einen langfristigen, bundesweiten erweiterten und optimal vernetzen Nah- und Fernverkehr. Ziel zwischen NRW und Berlin ist es, mit erfolgtem Ausbau der Schieneninfrastruktur insgesamt einen 30-Minuten Takt mit schnellen Fernverkehrszügen anbieten zu können.

ICE 4 auf den Namen „Nordrhein-Westfalen“ getauft

Ministerpräsident Laschet: „ICE 4 ist Symbol für die Mobilität der Zukunft“ • DB Konzernvorstand Pofalla: „ICE-Züge prägen das Bild Deutschlands“
 

ICE 4-Taufe auf den Namen "Nordrhein-Westfalen: v.l Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn, Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, und Hendrik Wüst, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Düsseldorf, 30. November 2018 - In Düsseldorf haben heute Ministerpräsident Armin Laschet und DB Konzernvorstand Ronald Pofalla einen ICE 4 auf den Namen „Nordrhein-Westfalen“ getauft. Die Deutsche Bahn setzt damit die Tradition der Namensgebung für die ICE-Flotte fort. Die neueste ICE-Generation wird zum Botschafter einer Deutschlandreise. Zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember rollt das neue Flaggschiff der DB erstmals durch Nordrhein-Westfalen.

„Dass dieser moderne und leistungsstarke ICE 4 den Namen unseres Landes trägt und nun zwischen Rhein, Spree, Elbe und Isar quer durch die Republik fährt, ist auch ein Symbol für die Mobilität der Zukunft, die Nordrhein-Westfalen mit Kräften vorantreibt.“ Der Ministerpräsident weiter: „Diese Widmung ist auch Zeugnis dafür, wie wichtig die Deutsche Bahn für die Bürgerinnen und Bürger aus den Ballungszentren an Rhein und Ruhr ist. Ein leistungsfähiger, öffentlicher Fernverkehr bleibt zentrale Grundlage unserer Mobilität. Sie zu sichern und zu verbessern liegt in unser aller Interesse.“

„Als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen freue ich mich sehr, dass ein Zug dieser modernen und leistungsstarken ICE-4-Flotte den Namen unseres Landes trägt und nun zwischen Rhein, Spree, Elbe und Isar quer durch die Republik fährt. Denn dieser Zug ist auch ein Symbol für die Mobilität der Zukunft, für die Nordrhein-Westfalen seinen Beitrag leistet.“ Der Ministerpräsident weiter: „Ich sehe diese Widmung auch als Zeugnis dafür, dass unzählige Bürgerinnen und Bürger aus den Ballungszentren an Rhein und Ruhr auf die Leistungen der Deutschen Bahn setzen. Eins ist klar: Ein leistungsfähiger, öffentlicher Fernverkehr bleibt zentrale Grundlage unserer Mobilität. Sie zu sichern und zu verbessern liegt in unser aller Interesse.“

DB-Konzernvorstand Ronald Pofalla: „Unsere ICE-Züge bieten schnelle und komfortable Verbindungen. Sie prägen das Bild Deutschlands im In- und Ausland. Wir sind sicher, dass auch die neue ICE-Generation an den großen Erfolg seiner Vorgänger anknüpft.“ Weiter führt Pofalla aus, dass Nordrhein-Westfalen heute den modernsten ‚rollenden Botschafter‘ erhält, über den die DB verfügt. Zudem würdige die Zugtaufe die enge Verbundenheit Nordrhein-Westfalens mit der Eisenbahn.

Der ICE 4 mit dem Namen „Nordrhein-Westfalen“ setzt neue Standards für die Fahrgäste: Viel Stauraum für Gepäck, ein eleganter Restaurantbereich sowie ein neuartiges Lichtkonzept sorgen für hohen Reisekomfort. Erstmals können auch Fahrräder mitgenommen werden. Der größere Familienbereich und das neu gestaltete Kleinkindabteil machen das Reisen für Familien jetzt noch entspannter.

Bahnfahren heißt auch, die Umwelt zu schützen. Klimaschutz ist nur mit der Bahn möglich. So fahren alle Kunden im Fernverkehr mit 100 Prozent Ökostrom.

Der Taufname ist zusammen mit dem Landeswappen auf beiden Seiten des Fahrzeugs und an den Triebköpfen angebracht. Der Zug wird künftig auf den Verbindungen Hamburg – Köln und Dortmund – München über Frankfurt Flughafen eingesetzt.

 

 

Duisburg Hauptbahnhof: Deutsche Bahn hebt Auschreibungsverfaren auf

Kosten liegen mehr als 100 Prozent über Plan
• DB steht weiter zur Welle
• Kurzfristige Verbesserung für die Reisenden während der Übergangszeit
 
Düsseldorf/Duisburg, 6. November 2018 - Die Deutsche Bahn hebt das Ausschreibungsverfahren für die Bauleistungen der neuen Verkehrsstation und der wellenförmigen Dachkonstruktion des Duisburger Hauptbahnhofes auf. Mit den eingegangenen Angeboten würde sich der Kostenrahmen mehr als verdoppeln. Der Bau der Verkehrsstation wird aus Steuermitteln bezahlt. Deshalb sieht sich die Deutsche Bahn aufgrund der Kostenexplosion gezwungen, die Ausschreibung aufzuheben.

„Wir wollen und wir werden die Gleishalle nach den vorliegenden Entwürfen bauen“, so Rolf Reh, Bauvorstand der DB Station & Service AG. „Wir stehen zur Welle. Denn die Stadt Duisburg und die vielen Reisenden verdienen einen attraktiven Bahnhof an diesem wichtigen Bahnknoten. Eine abgespeckte Lösung kommt für uns nicht in Frage. Darin sind wir uns mit allen Partnern einig.“

Die DB hatte im Vorfeld der Ausschreibung den Kostenrahmen für die Hauptbaumaßnahmen bereits an die aktuellen Marktpreise angepasst. Ein neuer Termin für den Baustart steht derzeit noch nicht fest. Grund dafür ist, dass der ursprünglich geplante Bauablauf mit den angemeldeten Gleissperrungen nicht mehr gehalten werden kann und jetzt notwendige Sperrpausen zeitnah neu disponiert werden müssen.
Für die Übergangszeit plant die DB zahlreiche Maßnahmen für die Kunden. Aktuell beginnt die DB mit den Planungen, um schadhafte Stellen am Dach zu beheben. Außerdem fließen bereits jetzt rund 2,3 Millionen Euro in Modernisierungs- und Renovierungsprojekte. Noch in diesem Jahr erhalten die Bahnsteige neue Sitzbänke und neuen Windschutz. Auch die Bestuhlung in den Warteräumen wird erneuert und sechs neue ZugInfoMonitore werden an den Aufgängen installiert.

In enger Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg will die DB ein Projekt aufsetzen, Teile der Gleishalle für den Übergangszeitraum künstlerisch zu gestalten. Bereits seit Mitte 2016 hat die DB mit den Vorabmaßnahmen zur Modernisierung der Gleishalle begonnen. Rund zehn Millionen Euro hat die DB hier bereits investiert. Große Teile der Kampfmittelsondierung sind abgeschlossen. Auch die Anlagen zur Entwässerung des Bahnhofes sind bereits erneuert.
Im Zuge des Neubaus der Gleishalle wird auch die Oberleitung des Hauptbahnhofes und des Gleisvorfeldes modernisiert. Aufgrund des geänderten Bauablaufes wird nun die Anlage im Gleisvorfeld vorgezogen. Stahl und Glas in einer wellenförmigen Dachkonstruktion dominieren den Entwurf für die neue, lichtdurchflutete Gleishalle des Duisburger Hauptbahnhof. Die alte Gleishalle stammt aus dem Jahr 1933 und entspricht in Technik und Bauweise nicht mehr den aktuellen Standards.