'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap • Archiv28. Kalenderwoche 2026
Baustellen DVG-Umleitung Bahn-VRR


29. Kalenderwoche - Montag, 13. - 19. Juli 2026

Kostenlos schwimmen im Duisburger Innenhafen: Der DuisPool ist eröffnet Zum Beginn der nordrhein-westfälischen Sommerferien hat heute der DuisPool geöffnet. Bis zum 6. September steht im Becken des Duisburger Innenhafens ein abgegrenzter und beaufsichtigter Bereich für kostenloses öffentliches Schwimmen zur Verfügung. Der Einstieg liegt vor dem Restaurant faktorei21 auf Höhe Philosophenweg 21.

Die Schwimmfläche misst rund 30 mal 80 Meter und ist mit Leinen und Bojen markiert. Die Projektsteuerung liegt beim Citymanagement der Wirtschaftsförderung Duisburg Business & Innovation GmbH (DBI). Umgesetzt wird das Vorhaben gemeinsam mit der Stadt Duisburg, den Wirtschaftsbetrieben Duisburg (WBD), Duisburg Kontor und Duisburg Sport. Den Betrieb verantwortet TRANSURBAN, das Veranstaltungsprogramm begleitet das Sportbildungswerk Duisburg.

Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität im Quartier zu erhöhen und die ansässige Gastronomie zu stärken. Oberbürgermeister Sören Link: „Der DuisPool in dieser grandiosen Location ist ein toller Beitrag für mehr Lebensqualität in unserer schönen Stadt.“

DBI-Geschäftsführer Rasmus C. Beck: „Das Angebot schafft einen weiteren Anlass, das Quartier Innenhafen zu besuchen, länger zu bleiben und vor Ort einzukehren. Es zeigt, dass sich der Aufwand auch wirtschaftlich rechnet.“

Öffnungszeiten
Freitag von 13 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 19 Uhr. Von Montag bis Donnerstag bleibt der DuisPool geschlossen. Eintritt Die Nutzung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Sicherheit Während der gesamten Öffnungszeiten sind ausgebildete Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der Plan P GmbH vor Ort. Außerhalb dieser Zeiten sowie bei Gewitter ist das Baden im Hafenbecken untersagt.

Kinder bleiben immer in der Nähe ihrer Aufsichtsperson. Wasserqualität Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg beproben das Wasser über die gesamte Laufzeit (18. Juli bis 6. September) nach den Vorgaben der EU-Badegewässerrichtlinie. Sämtliche Messwerte werden unter www.wb-duisburg.de/allgemein/duispool veröffentlicht und hängen zusätzlich am DuisPool aus. Werden Grenzwerte überschritten, bleibt der Schwimmbereich bis zur Freigabe gesperrt.

Sanitäranlagen
Toiletten stehen im Rahmen der „Netten Toilette“ im Grafschafter Wirtshaus und im KöPiWirtshaus zur Verfügung. Umkleiden und Schließfächer sind in begrenztem Umfang vorhanden.

Trinkwasser in Huckingen wieder uneingeschränkt nutzbar – Vorsorgliche Maßnahmen vollständig aufgehoben
Die Netze Duisburg heben in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt die vorsorglichen Einschränkungen für die Trinkwassernutzung im verbliebenen Vorsorgebereich in Huckingen mit sofortiger Wirkung auf. Damit kann das Trinkwasser nun wieder uneingeschränkt zum Trinken, zur Zubereitung von Speisen und Getränken sowie für alle weiteren Anwendungen genutzt werden.

Grundlage für diese Entscheidung sind die Ergebnisse der engmaschigen Untersuchungen der vergangenen Tage. Nachdem die vorsorglichen Maßnahmen für weite Teile des ursprünglichen Vorsorgebereichs bereits zu Wochenbeginn aufgehoben werden konnten, wurden im verbliebenen Bereich seit Dienstag mehr als 100 weitere Wasserproben entnommen und im Labor untersucht.

Die Beprobungen haben an drei aufeinanderfolgenden Tagen keine erhöhten Bleiwerte aufgewiesen. Damit liegen nun belastbare Untersuchungsergebnisse vor, die eine vollständige Aufhebung der vorsorglichen Maßnahmen ermöglichen.

„Unser Ziel war es von Beginn an, die Situation schnellstmöglich und zugleich mit der erforderlichen Sorgfalt aufzuklären. Die nun über mehrere Tage hinweg unauffälligen Untersuchungsergebnisse geben uns gemeinsam mit dem Gesundheitsamt die Sicherheit, auch die verbliebenen Vorsorgemaßnahmen aufheben zu können. Ich danke den Anwohnerinnen und Anwohnern herzlich für ihre Geduld und ihr Verständnis während der vergangenen Tage“, sagt Andreas Massing, Geschäftsführer der Netze Duisburg.

Die Netze Duisburg hatten Ende vergangener Woche aufgrund erhöhter Messwerte in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt vorsorgliche Schutzmaßnahmen eingeleitet.

Hierzu gehörten die Einrichtung eines Vorsorgebereichs, die Bereitstellung einer alternativen Trinkwasserversorgung über Wasserwagen sowie ein umfangreiches Untersuchungsprogramm mit Laboranalysen, Schnelltests und technischen Maßnahmen. Insgesamt wurden im Verlauf der Untersuchungen mehr als 140 Laboranalysen sowie rund 100 Schnelltests durchgeführt.  

1.000 Teilnehmende aus 50 Nationen: Duisburg richtet U23-Ruder-WM aus
Die Regattabahn im Sportpark Duisburg ist vom 23. bis 26. Juli Austragungsort der U23-Ruder-Weltmeisterschaften. Rund 1.000 Athletinnen und Athleten aus 50 Nationen kämpfen in insgesamt 20 Bootsklassen um die Titel. Auf dem Programm stehen knapp 120 Rennen, die ersten Finals werden am 25. und 26. Juli ausgetragen.

Für die seit 2023 mit rund 30 Millionen Euro modernisierte Regattabahn ist die U23-WM die erste große Bewährungsprobe. Vor dem Auftakt werden am 22. Juli das neue Regattahaus offiziell eröffnet und die Titelkämpfe feierlich eingeläutet. Der Deutsche Ruderverband stellt mit 51 Athletinnen und Athleten das größte Aufgebot, gefolgt von den USA mit 48 Teilnehmenden.

Insgesamt werden Teams aus allen führenden Rudernationen sowie kleineren Verbänden erwartet. Die Titelkämpfe gelten zugleich als wichtiger Test für den Regattastandort Duisburg im Hinblick auf die Olympia-Bewerbung der Region KölnRheinRuhr. Veranstalter ist der Weltverband World Rowing, die Organisation vor Ort übernimmt der Verein Regatta Duisburg.

Die U23-WM wird finanziell unterstützt durch den Bund, das Land NRW, die Stadt Duisburg, den Regionalverband Ruhr und die Sportstiftung der Sparkasse. Karten für alle Wettkampftage sowie Regattatickets können über die Webseite gebucht werden: https://duisburg2026.com/ - idr

Nachbarschaft feiert neugestalteten Biegerpark
Mit einem abwechslungsreichen Programm wurde am Freitag, 17. Juli, der neugestaltete Erholungspark Biegerhof in Duisburg-Wanheim eingeweiht. Das Biegerparkfest markierte zugleich einen wichtigen Meilenstein im Rahmen des Projekts „Duisburger Schrittsteine zum Klimaschutz“, mit dem Grün- und Freiflächen in Duisburg klimaangepasst weiterentwickelt werden.

Bei der offiziellen Eröffnung erläuterten Umweltdezernentin Linda Wagner, Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske sowie Matthias Simons, Leiter des Umweltamtes, die Ziele des Projekts und die Bedeutung des Erholungsparks als Teil des Gesamtprojektes. Sie stellten die bisher umgesetzten Maßnahmen vor und gaben einen Ausblick auf die weitere Entwicklung des Parks.

Das Biegerparkfest bot zahlreiche Möglichkeiten, die neuen Angebote im Park kennenzulernen. Mehrmals täglich führte Imkerin Pia Aumeier mit ihrer Vorführung „Auf Du & Du mit Biene Maja & Co.“ in die Welt der Wild- und Honigbienen ein.

Der Biegerpark lädt zum Feiern ein: Gemeinsam mit dem Umweltamt der Stadt Duisburg lädt das Projektteam die Nachbarschaft ein, den Park neu zu entdecken und den Ferienstart im Grünen zu genießen. In den vergangenen Monaten wurde der Erholungspark als Teilprojekt der „Duisburger Schrittsteine zum Klimaschutz“ umfassend aufgewertet und umgebaut. Imkerin Pia Aumeier zeigt Johannes von Reis und Azucena Stelzer ihr Bienenvolk. Fotos Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

Die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet e.V. bot Naturführungen zu unterschiedlichen Themen an. Gemeinsam mit der Planergruppe und den Urbanisten konnten Interessierte zudem bei dem Rundgang „Check die Klimaroute“ die neuen Stationen der Klimaroute entdecken und mehr über die umgesetzten Maßnahmen zur Klimaanpassung erfahren.

Ergänzt wurde das Programm durch zahlreiche Informations- und Mitmachangebote. Mit dabei waren unter anderem das Deutsche Rote Kreuz, die Kindernothilfe, die Urbanisten e.V., das Amt für Stadtentwicklung der Stadt Duisburg sowie die Abfallberatung der Wirtschaftsbetriebe Duisburg mit ihrem Infomobil.

Darüber hinaus luden ein Biergarten und der „BiegerPlausch“, ein Community-Picknick im Park, zum Austausch und Verweilen ein. Der Park wurde in den vergangenen Monaten umfassend aufgewertet. Dazu gehören die Erneuerung von Wegen, neue Aufenthaltsbereiche sowie die Einrichtung einer Klimaroute mit verschiedenen Stationen zur Umweltbildung und Klimaanpassung.

Entstanden sind unter anderem ein Grünes Klassenzimmer, ein Gemeinschaftsgarten, Schattenhäuschen und Informationsangebote zu Klima- und Naturthemen. Einzelne Restarbeiten dauern noch an und sollen in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.

Das Projekt „Duisburger Schrittsteine zum Klimaschutz“ steht für die schrittweise Entwicklung klimaresilienter Freiräume in Duisburg. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnerinnen und Projektpartnern sowie unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern.

Weitere Informationen und Veranstaltungstermine sind online unter http://www.schrittsteine-duisburg.de abrufbar. Das Projekt wird über das Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert.

Campus Duisburg: Studenten präsentieren den neuen elektrischen Formula-Student-Rennwagen
Mit dem A40-06 Beta präsentiert das E-Team der Universität Duisburg-Essen erstmals seinen neuen vollelektrischen Rennwagen für die Formula-Student-Saison 2025/2026.
Die feierliche Fahrzeugenthüllung findet am Dienstag, 21. Juli 2026, gegen 19:00 Uhr im Foyer des Audimax auf dem Campus Duisburg statt.

Das E-Team der Universität Duisburg-Essen mit der Vorgängerversion A40-06 Alpha. Copyright: UDE/E-Team

Rund 70 Studierende aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften sowie weiteren technischen und organisatorischen Studiengängen haben das Fahrzeug eigenständig entwickelt, konstruiert, gefertigt, montiert und getestet.

Der vollelektrische Rennwagen wurde gegenüber seinem Vorgänger umfassend weiterentwickelt, unter anderem mit einem deutlich leichteren Fahrzeugrahmen, einer optimierten Aerodynamik, einem überarbeiteten Antriebsstrang sowie Verbesserungen am Hochvoltsystem und der Fahrzeugelektronik.

Omar Almaeeny, Sponsoringleiter des Formula Student Teams der Universität Duisburg-Essen, erklärt: „Der A40-06 Beta ist für uns weit mehr als ein neuer Rennwagen. In ihm stecken unzählige Stunden studentischer Entwicklungs-, Fertigungs- und Organisationsarbeit.“

Der A40-06 Beta steht damit nicht nur für innovative Fahrzeugtechnik, sondern auch für die interdisziplinäre Zusammenarbeit und das außergewöhnliche Engagement der Studierenden.

„Musik im Rathaus“ mit besonderer Sommerausgabe
Zur Sommerausgabe der Veranstaltungsreihe „Musik im Rathaus“ lädt ein farbenreiches Konzert am Samstag, 18. Juli, um 19 Uhr ins Bezirksrathaus Homberg am Bismarckplatz 1 ein. Der Einlass beginnt bereits um 18.30 Uhr. Mit einer einzigartigen Kombination aus sanftem Gesang und meisterhaftem Gitarrenspiel kreieren an diesem Abend Florence Mankenda und Tarik Mujadzic einen Sound, der sowohl romantisch als auch bewegend ist.

Ihre Musik ist eine vielfältige Mischung aus Soul und Pop, die von der ersten Note an in ihren Bann zieht. Florences sanfter Gesang verschmilzt perfekt mit Tariks gefühlvollem Gitarrenspiel und schafft so eine Atmosphäre, die zeitlos wirkt. Zuschauerinnen und Zuschauer können sich auf Coverversionen und einzigartige Interpretationen freuen. Ein Abschluss an der ArtEZ University of the Arts Arnhem krönt die Karriere des Ausnahmetalents Tarik Mujadzic.

Bekannt durch zahlreiche Bandprojekte wie “Echo Appartment” oder als Gitarrist für Stina Holmquist, bespielt er Bühnen bundesweit und hat in der freien Szene einen festen Platz. Florence Mankenda bahnte sich ihre Karriere über eigene Solo- Veröffentlichungen hin zu Songwriting-Aufträgen für die bekannten Labels der Warner Music Group und Universal.

Beide Künstler sind in Duisburg aufgewachsen und freuen sich auf dieses „echte Heimspiel“ in ihrer Heimatstadt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist per E-Mail an kultur.homberg@stadt- duisburg.de oder telefonisch unter 0203 283-987818 erforderlich.

Workshop: Manga-Zeichnen in Großenbaum
Die Stadtteilbibliothek in der Gesamtschule Süd, Großenbaumer Allee 168 bis 174, lädt am Samstag, 18. Juli, zu einem Manga-Zeichenworkshop für Kinder von 10 bis 14 Jahren ein. Zwischen 10.30 und 13 Uhr zeigt Künstlerin Jen Satora, wie man eigene Figuren erfindet oder in die Welt von Ash und Pikachu, Sailor Moon und anderen Manga-Heldinnen und Helden eintauchen kann.

Im Workshop wird gezeigt, wie man Stilmittel richtig einsetzt und mit den typischen Materialien arbeitet. Stifte und Papier werden gestellt. Anfängerinnen und Anfänger sind herzlich willkommen. Wer selbst schon gezeichnet hat, kann seine Sachen gerne mitbringen und sich weitere Tipps und Anregungen holen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und gehört zum Programm „Kulturrucksack NRW“. Die Anmeldung ist online auf der Internetseite https://www.stadtbibliothek-duisburg.de unter der Rubrik „Veranstaltungen“ möglich.

„Die Bergsteirer“ beschließen Parkkonzertsaison
Mit dem beliebten Duo „Die Bergsteirer“ endet die diesjährige Parkkonzertreihe unter freiem Himmel: Am Sonntag, 19. Juli, spielen die Musiker ab 11 Uhr im Jubiläumshain Stimmungsschlager und traditionelle Volksmusik auf der steirischen Harmonika. Dabei nehmen sie ihr Publikum mit auf eine klangvolle Reise vom Ruhrgebiet über Tirol und die Steiermark bis nach Oberkrain.

Seit Mitte Mai hatte das Kulturbüro der Stadt Duisburg wöchentlich wechselnde Musikerinnen und Musiker bei freiem Eintritt in die Ziegelhorststraße eingeladen. Das abwechslungsreiche Programm begeisterte das Publikum mit einer großen musikalischen Bandbreite: Chöre sangen Seemannslieder, Blechbläser präsentierten Unterhaltungsmusik und Filmmelodien.

Ein Gitarrenduo weckte mit Klassikern, Oldies und Evergreens nostalgische Erinnerungen, während weitere Ensembles mit Walzern, Slowfox, Märschen, Polkas und Rumbas für Tanzmusik sorgten. Außerdem gehörten aktuelle Rock- und Schlagertitel zum auf der Freilichtbühne gezeigten Repertoire.

Der Lions Club Duisburg-Hamborn unterstützte auch in diesem Jahr die Parkkonzertreihe als zuverlässiger Partner. Aktuelle Informationen gibt es im Internet unter: https://www.facebook.com/ParkkonzerteHamborn

Shanty Chor Duisburg tritt bei Sonntagskonzert auf
Der „Shanty Chor Duisburg – WSP NRW“ spielt am Sonntag, 19. Juli, ab 15 Uhr ein Freiluftkonzert im Volkspark Rheinhausen. Mit maritimen Hits und bekannten Seemannsliedern, die zum Mitsingen einladen, nimmt der Chor sein Publikum mit auf eine musikalische Reise zu fernen Häfen und auf hohe See.

Die Konzerte werden durch den Bauverein Rheinhausen und den Förderverein für Kultur- und Brauchtumspflege Rheinhausens & Rumeln- Kaldenhausens e.V. unterstützt. Der Eintritt ist frei.

Weitere Termine:
26. Juli – BSW Mandolinen-Orchester Krefeld-Oppum 1951
2. August – Duisburger Hafenchor
9. August – Die Bergsteirer
29. August – Westside im Park (15 bis 22 Uhr)
Mehr Informationen gibt es auch im Internet unter: https://www.facebook.com/SonntagskonzerteRheinhausen/

Mercator Matinée im Stadtmuseum: „Zwischen Asphalt und Artenvielfalt – Wege zur resilienten Stadtentwicklung“ - Vortrag Dr. Kerrin Birte Trimpler
Das Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg lädt am kommenden Sonntag, 19. Juli, um 11.15 Uhr am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen zur Mercator Matinée mit dem Vortrag „Zwischen Asphalt und Artenvielfalt – Wege zu einer resilienten Stadtentwicklung“ von Dr. Kerrin Birte Trimpler ein.

Duisburg gilt als Hitzerekord-Stadt. Erst vor wenigen Wochen wurden Temperaturen von knapp 40 Grad erreicht. Die Kessellage im Rheintal, industrielle Aktivitäten, der hohe Versiegelungsgrad, die dichte Bebauung sowie der Mangel an Schatten und Stadtgrün führen zunehmend zu Hitzebelastungen. Stadtgrün gewinnt im Kontext des Klimawandels zunehmend an Bedeutung – nicht nur als gestalterisches Element urbaner Räume, sondern auch als wichtiger Bestandteil nachhaltiger Stadtentwicklung und wirksamer Klimaanpassung.

Der Vortrag zeichnet die Entwicklung der Stadtbegrünung von historischen Parkanlagen bis hin zu heutigen Konzepten grüner Infrastruktur nach und stellt aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Praxis vor. Anhand ausgewählter Beispiele wird gezeigt, wie Dach- und Fassadenbegrünungen sowie urbane Vegetation zur Minderung von Hitzeinseln, zur Verbesserung der Luftqualität und zur Förderung der Biodiversität beitragen können. Abschließend werden Chancen und Herausforderungen der Integration von Stadtgrün in kommunale Planungsprozesse beleuchtet.

Ziel des Vortrags ist es, die Bedeutung von Stadtgrün für den Klimaschutz zu vermitteln und Impulse für eine zukunftsfähige, resiliente Stadtentwicklung zu geben. Die Teilnahme kostet für Erwachsene sechs Euro, ermäßigt vier Euro. Die Reservierung von Karten unter 0203 283-2640 oder per E-Mail an ksm- service@stadt-duisburg.de wird empfohlen. Das gesamte Programm ist unter http://www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.


Kommunen am Limit: Geplante GFG-Erhöhung verkennt fundamentale Finanzkrise
Die Landesregung Nordrhein-Westfalen hat Eckpunkte für das Gemeindefinanzierungsgesetz (GFG) 2027 vorgestellt. Für Martin Murrack (Foto Ilja Höpping), Stadtdirektor und Kämmerer sowie Sprecher des parteiübergreifenden Aktionsbündnisses „Für die Würde unserer Städte“, sind das keine guten Aussichten: „Die von der Landesregierung angekündigte Erhöhung des Verbundsatzes von 23 auf 23,5 Prozent ist zwar ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Als Antwort auf die dramatische Realität in unseren Rathäusern entpuppt sich der Schritt bei genauerem Hinsehen jedoch als Mogelpackung. Das Land rechnet sich eine strukturelle Erhöhung von rund 360 Millionen Euro schön. Die tatsächliche Gesamtsumme spricht eine ganz andere Sprache: Im Ergebnis steigt die verteilbare Finanzausgleichsmasse im GFG 2027 von 16,8 Milliarden Euro auf lediglich 17,13 Milliarden Euro.

Das ist ein reales Plus von gerade einmal rund 290 Millionen Euro oder mageren 1,72 Prozent. Damit bleibt der Zuwachs nicht nur weit hinter den eigentlich anvisierten Orientierungsdaten von 2,5 Prozent zurück, sondern bricht angesichts der grassierenden Inflation und explodierender Kosten vor Ort in sich zusammen.

Was uns als historische Stärkung verkauft wird, ist faktisch ein realer Kaufkraftverlust für die Städte und Gemeinden. Das bedeutet in den Städten vor Ort: Es ist nicht mehr, sondern weniger Geld da als ursprünglich eingeplant wurde. Eine weitere Konsolidierung, also Einsparungen ist die Folge.

Während Bund und Land fortlaufend neue Standards beschließen, explodieren vor Ort vor allem die bundesgesetzlich veranlassten Soziallasten im Bereich der Jugend- und Eingliederungshilfe. Das Ergebnis ist ein bundesweites kommunales Rekorddefizit von über 31 Milliarden Euro – ein unhaltbarer Zustand, den das GFG 2027 in dieser Form nicht ansatzweise auffangen kann.

Das im Juni vereinbarte Prinzip ‚Wer bestellt, bezahlt‘ muss endlich vollumfänglich und rückwirkend umgesetzt werden. Insbesondere der Finanzierungssaldo, also die Differenz aus Einnahmen und Ausgaben der Gemeinden, je Einwohner (EW) für 2025 zeigt, dass das Land NRW den Gemeinden viel zu wenig finanzielle Mittel zur Verfügung stellt.

 So beträgt der Saldo für die Gemeinden -612 Euro pro Einwohner, der des Landes aber nur -15 Euro pro Einwohner. Eine derartig große Diskrepanz gibt es so nur in NRW. Zum Beispiel in Niedersachsen beträgt das Verhältnis -450 Euro/EW bei den Gemeinden zu -98/EW beim Land Niedersachsen.

Wie akut die Lage ist, zeigt sich beispielhaft bei uns in Duisburg: Trotz jahrelanger, harter Konsolidierungsarbeit und dem erfolgreichen Abbau von Altschulden zwingen uns die Rahmenbedingungen nun wieder in ein Haushaltssicherungskonzept. Wenn selbst strukturell konsolidierte Städte gezwungen sind, drastische Sparprogramme aufzulegen, Stellen unbesetzt zu lassen und freiwillige Leistungen zu hinterfragen, ist das kein kommunales Versagen.

Es ist das verlässliche Symptom eines chronisch unterfinanzierten Gesamtsystems. Daher erneuere ich meine Kernforderung: Wir brauchen keine Trippelschritte, sondern einen echten kommunalen Finanz-Neustart. Die Zielmarke für den Verbundsatz muss langfristig bei 28 Prozent liegen, um die Handlungsfähigkeit der Städte dauerhaft zu sichern und gleichwertige Lebensverhältnisse zu garantieren.

0,5 Prozentpunkte sind ein erster Schritt. Wenn das Land jetzt zusagt, jährlich 0,5 Prozentpunkte zu erhöhen bis 28 Prozent erreicht sind, könnten das die Kommunen in ihren Haushalten und Haushaltssicherungen berücksichtigen. Das würde helfen!
Die angekündigte Modernisierungsagenda des Landes muss jetzt darüber hinaus radikalen Bürokratieabbau und echte finanzielle Beinfreiheit liefern – andernfalls verwalten wir bald nur noch den Mangel“, so Martin Murrack.

Loveparade: Öffentliche Gedenkveranstaltung
Die Stadt Duisburg richtet anlässlich des 16. Gedenktages am Freitag, 24. Juli, ab 16.30 Uhr an der Gedenkstätte im Karl-Lehr-Tunnel in Duisburg- Dellviertel/Neudorf eine öffentliche Erinnerungsveranstaltung für die Betroffenen und die Angehörigen der Loveparade aus.

Oberbürgermeister Sören Link begrüßt die Anwesenden, danach spricht der Theologe und freie Redner Stephan Steinbach. Die musikalische Begleitung übernimmt Jupp Götz.

Straßensperrung
Die Karl-Lehr-Straße in Duisburg-Dellviertel/Neudorf wird im Bereich des Tunnels am Freitag, 24. Juli, von 14 Uhr bis 22 Uhr für den gesamten Verkehr vollständig gesperrt. Entsprechende Hinweise und eine Umleitungsempfehlung sind ausgeschildert. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad kann der Bereich jederzeit passiert werden.

Anmelden für eine unvergessliche Jubiläumskonfirmation im Süden  
Die Evangelische Kirchengemeinde Trinitatis lädt alle, die vor 50, 60, 65, 70 oder sogar 75 Jahren konfirmiert wurden, herzlich zur Feier der Jubiläumskonfirmation am 11. Oktober um 10.30 Uhr in die Buchholzer Jesus-Christus-Kirche ein. Mitfeiern können natürlich auch die Gemeindemitglieder, die woanders als in den Duisburger Bezirken Buchholz und Wedau bzw. Bissingheim konfirmiert wurden.

Zur guten Planung sind alle gebeten sich bis zum 1. August unter Angabe der Kontaktdaten bei Pfarrer Dirk Sawatzki (0203 726575 oder dirk.sawatzki@ekir.de) oder im Gemeindebüro (0203 / 738 26 93) anzumelden. Wer in der Nähe wohnt ist von Pfarrer Sawatzki herzlich zu einem Vorgespräch am Mittwoch, 5. August um 11 Uhr im Wedauer Gemeindehaus, Am See 8, eingeladen.

Bei dem Treffen gibt es erste Infos, wie der Tag der Jubiläumskonfirmation unvergesslich werden soll. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.trinitatis-duisburg.de.

Pfarrer Meyer-Mintel bei der Konfirmation 1976 vor der Kirche in Bissingheim.  (Foto: Archiv, Ev. Kirchengemeinde Trinitatis) 



Baugenehmigungen für Wohnungen im Mai 2026: +24,7 % zum Vorjahresmonat
+16,6 % bei Wohnungen in Wohngebäuden insgesamt
+12,6 % bei Einfamilienhäusern
+21,6 % bei Zweifamilienhäusern

Im Mai 2026 wurde in Deutschland der Bau von 21 000 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 24,7 % oder 4 200 Baugenehmigungen mehr als im Mai 2025. Dabei stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau um 29,9 % oder 4 100 auf 17 800. Die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, stieg im Mai 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,0 % oder 100 auf 3 200.



Januar bis Mai 2026: Aufwärtstrend bei neuen Wohngebäuden hält an
Im Zeitraum von Januar bis Mai 2026 wurde in Deutschland der Bau von 104 700 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden genehmigt. Das waren 15,4 % oder 13 900 Wohnungen mehr als von Januar bis Mai 2025.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis Mai 2026 insgesamt 86 000 Wohnungen genehmigt, das waren 16,6 % oder 12 200 Neubauwohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 12,6 % (+2 200) auf 19 900.

Bei den Zweifamilienhäusern nahm die Zahl genehmigter Wohnungen um 21,6 % (+1 100) auf 6 200 zu. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden 56 100 Neubauwohnungen. Das war ein Anstieg um 18,9 % (+8 900) gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Wohnheimen blieb dagegen mit einem Anstieg von 0,1 % auf 3 900 Wohnungen (+5) nahezu unverändert. In neuen Nichtwohngebäuden wurden von Januar bis Mai 2026 insgesamt 1 700 Wohnungen (+26,8 %; +400) genehmigt. Hierunter fallen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden oder Wohnungen in Innenstadtlagen über Gewerbeflächen.

Als Umbaumaßnahme in bestehenden Wohn- und Nichtwohngebäuden wurden von Januar bis Mai 2026 insgesamt 16 900 Wohnungen genehmigt, das waren 8,6 % oder 1 300 Wohnungen mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2025.

NRW: Einschätzungen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung nahmen 2025 um 11 % zu
* Rund 75.300 gemeldete Verfahren zur Einschätzung von Kindeswohlgefährdung
* In rund einem Viertel der Fälle lag eine akute oder eine latente Gefährdung des Kindeswohls vor
* Vernachlässigung war häufigste Form der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdung

Die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen haben im Jahr 2025 im Rahmen ihres Schutzauftrags in rund 75.300 Fällen eine Einschätzung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vorgenommen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, war die Fallzahl damit rund 11 % höher als ein Jahr zuvor. 2024 hatte es rund 68.000 Verfahren gegeben. Im Vergleich zu 2020 ist die Zahl sogar um rund 39 % gestiegen. Damals hatte die Zahl bei rund 54.300 Gefährdungseinschätzungen gelegen.



Die Fälle, bei denen die Jugendämter eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung feststellten, machten auch im Jahr 2025 rund ein Viertel aller Gefährdungseinschätzungen aus. In rund einem Drittel der Fälle wurde zwar keine Kindeswohlgefährdung, jedoch ein Hilfebedarf festgestellt. Mit einem Anteil von rund 42 % wurde bei den meisten Verdachtseinschätzungen weder eine Kindeswohlgefährdung noch ein Hilfebedarf festgestellt.

28 % mehr Fälle von latenter Kindeswohlgefährdung
Nachdem es im Jahr 2024 einen überdurchschnittlichen Anstieg der Fälle akuter Kindeswohlgefährdung gegeben hatte, gingen die Zahlen im Jahr 2025 um rund 3 % leicht zurück. 2025 nahmen die Jugendämter rund 10.700 Einschätzungen mit diesem Ergebnis vor. Dagegen lag die Zahl der Fälle latenter Kindeswohlgefährdung mit fast 8.000 Fällen um rund 28 % über dem Vorjahreswert.

 Bei einer latenten Gefährdung lässt sich die gegenwärtige Gefahr nicht eindeutig feststellen, sie kann aber auch nicht ausgeschlossen werden. Gegenüber dem Jahr 2020 gab es bei beiden Formen deutliche Zuwächse – so wurden 2025 knapp 48 % mehr Fälle akuter Kindeswohlgefährdung und rund 15 % mehr Fälle latenter Kindeswohlgefährdung festgestellt. 

Vernachlässigung war 2025 die häufigste Form der Kindeswohlgefährdung
Bei Fällen einer akuten oder latenten Gefährdung der Kinder stellten die Jugendämter im Jahr 2025 in rund 9.800 Fällen Anzeichen für eine Vernachlässigung fest. Im Weiteren gab es in rund 6.400 Fällen Anzeichen für eine körperliche und in rund 7.100 Fällen Anzeichen für eine psychische Misshandlung.

Bei rund 1.300 Fällen stellten die Jugendämter Anzeichen für sexuelle Gewalt fest. Es ist zu beachten, dass pro Fall mehrere Anzeichen einer Gefährdung vorliegen können.  In NRW lebten laut Bevölkerungsfortschreibung zum 31. Dezember 2025 rund 3,0 Millionen Minderjährige unter 18 Jahren.

Rein rechnerisch kamen damit 25 Verfahren zur Einschätzung des Kindeswohls auf 1.000 Kinder. Eine akute bzw. latente Kindeswohlgefährdung wurde umgerechnet bei 6 von 1.000 Kindern und Jugendlichen in NRW festgestellt. Es ist jedoch zu beachten, dass Verfahren zur Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung mehrfach je minderjähriger Person erfolgen können. 

Installation am Kuhlenwall abgeschlossen: Neuer Standort für Anne Frank Mahnmal
Das vom Bildhauer Heinz Mack geschaffene Anne Frank Mahnmal hat nach mehreren Umzügen seinen endgültigen Standort im Kuhlenwall eingenommen. Mit Abschluss der Heckenbepflanzung präsentiert es sich wieder in seiner ursprünglichen Gestaltung. Das Kunstwerk stand zunächst im Mercatorviertel.

Das Anne Frank Mahnmal (Heinz Mack, 1988) steht am Kuhlenwall in unmittelbarer Nähe der historischen Stadtmauer. Fotos Ilja Höpping / Stadt Duisburg

Die Entwicklung des Stadtquartiers sorgte jedoch dafür, dass vor sechs Jahren ein vorübergehender Standortwechsel notwendig war. Hier zog es bereits zum Kuhlenwall, änderte aber noch einmal den Platz. Nun konnte ein Standort in unmittelbarer Nähe gefunden werden, der sowohl städtebaulich als auch erinnerungskulturell überzeugt.

Entlang der Stadtmauer befinden sich schon mehrere Gedenkstätten zur nationalsozialistischen Verfolgung: In kurzer Entfernung zum Anne Frank Mahnmal steht zum einen das Breuste-Mahnmal zum „Gedenken an die Duisburger Synagoge und die Opfer der Verfolgung“. Zum anderen ist das Mahnmal für die ehemalige Duisburger Synagoge fußläufig erreichbar. Außerdem liegt die Synagoge im Innenhafen nicht weit entfernt.

Mit dem Umzug des Anne Frank Mahnmals wird der Bereich entlang der historischen Stadtmauer als zusammenhängender Erinnerungs- und Kulturraum weiter gestärkt.

Kulturdezernentin Linda Wagner betont: „Das Anne Frank Mahnmal erinnert an die Millionen Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung und mahnt eindringlich dazu, jeder Form von Antisemitismus, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten. Mit seinem neuen Standort am Kuhlenwall wird es Teil eines bedeutenden Erinnerungsortes in Duisburg, an dem die Geschichte sichtbar bleibt. Hiermit setzen wir ein klares Zeichen für Demokratie, Menschenwürde und Toleranz.“

Das Mahnmal besteht aus einem etwa 2,57 Meter hohen Monolithen aus schwarzem Granit, der sich aus einem Schotterfeld erhebt. In das Schotterfeld ist der Name Anne Frank geschrieben. Die reduzierte Gestaltung arbeitet mit einer klaren Symbolik: Der schwarze Granit steht für Trauer, Tod und Erinnerung. Seine hochglanzpolierte Oberfläche wirkt wie ein Spiegel und macht Betrachtende so selbst zum Teil des Mahnmals.

Unpolierte Stellen im Granit erinnern an Verletzungen und sichtbare Spuren von Gewalt. Das Schotterfeld schafft bewusst Distanz zum Monument und unterstreicht den respektvollen Umgang mit dem Erinnerungsort. Heinz Mack gehört zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der Nachkriegszeit. Er schuf das Mahnmal 1988 als Zeichen gegen Gewalt und Antisemitismus. Das Anne Frank Mahnmal zählt zu den prägenden Denkmälern der Stadt Duisburg, die an den Holocaust erinnern.

Viele Studenten im Ruhrgebiet leben noch bei den Eltern
"Hotel Mama" ist bei Studentinnen und Studenten im Ruhrgebiet weiter besonders beliebt, wie aus einer Befragung des CHE Centrums für Hochschulentwicklung hervorgeht. In den großen Universitätsstädten Bochum, Dortmund und Essen wohnen zwischen 37,7 Prozent und 45,7 Prozent noch bei den Eltern, in Duisburg sind es sogar 59,5 Prozent.

Das andere Extrem: In Witten leben nur 9,4 Prozent der Studenten im Elternhaus. Dafür wohnen besonders viele in einer Mietwohnung, nämlich 45 Prozent. Noch höher ist der Anteil im Ruhrgebietsvergleich nur in Hagen (47,3 Prozent). Wohngemeinschaften sind in Witten ebenfalls beliebt (41,2 Prozent), während in Hagen und Duisburg sich nur rund acht Prozent für eine WG entschieden haben.

Studentenwohnheime spielen mit Anteilen zwischen 0,6 Prozent (Witten) und 13,7 Prozent (Dortmund) nur eine vergleichsweise kleine Rolle. Bundesweit liegt der Anteil an Studenten, die noch im Elternhaus wohnen, bei 27,9 Prozent. Einen ähnlich hohen Anteil weist das Wohnen in einer privaten Mietwohnung mit 27,8 Prozent auf.

Rund ein Viertel wohnt in einer Wohngemeinschaft, 15 Prozent in einem Studentenwohnheim. Für die CHE-Studie wurden mehr als 87.000 Studenten in grundständigen Studiengängen befragt. idr - Informationen: https://www.che.de/download/check-wohnen-2026

Nachbarschaft feiert neugestalteten Biegerpark

Der Biegerpark lädt zum Feiern ein: Am Freitag, 17. Juli, dem letzten Tag vor den Sommerferien, findet von 12 bis 17 Uhr das Biegerparkfest statt. Gemeinsam mit dem Umweltamt der Stadt Duisburg lädt das Projektteam die Nachbarschaft herzlich ein, den Park neu zu entdecken und den Ferienstart im Grünen zu genießen. Anlass für das Fest ist der in großen Teilen abgeschlossene Umbau des Biegerparks.

Als Teilprojekt der „Duisburger Schrittsteine zum Klimaschutz“ wurde die Anlage in den vergangenen Monaten umfassend aufgewertet. Wege wurden saniert, neue Bänke aufgestellt und eine Klimaroute mit sechs Stationen eingerichtet. Gemeinsam mit den Wirtschaftsbetrieben Duisburg, den Urbanisten e.V. und der Planergruppe aus Essen wurden im Rahmen eines Beteiligungsprozesses Ideen für die Zukunft des Parks und für eine anschauliche Umweltbildung entwickelt.

So sind ein „Grünes Klassenzimmer“, ein Gemeinschaftsgarten, ein Auenrundweg und Schattenhäuschen Teil der Klimaroute. Informationstafeln vermitteln Wissenswertes rund um Klima und Natur im Park. Darüber hinaus haben die Urbanisten das Urban Game „Mission Biegerpark“ entwickelt, bei dem Kinder und Jugendliche durch unterschiedliche Aufgaben zu Hüterinnen und Hütern des Parks werden können.

Aktuell wird das Programm für das Biegerparkfest gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren wie dem Deutschen Roten Kreuz, der Kindernothilfe, der Imkerin Pia Aumeier und der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet auf die Beine gestellt. Weitere Initiativen, Gruppen und Engagierte, die sich mit einer Aktion oder einem Beitrag beteiligen möchten, sind herzlich eingeladen, mitzumachen. Ansprechpartnerin hierfür ist Anne Jonderko: a.jonderko@wb-duisburg.de.

Repair-Café: Gemeinsam reparieren und Ressourcen schonen
Beim nächsten Repair-Café im Recyclingzentrum Mitte der Wirtschaftsbetriebe Duisburg erhalten defekte Alltagsgegenstände eine zweite Chance. Am Freitag, 17. Juli 2026, unterstützen ehrenamtliche Reparaturexpertinnen und -experten des Vereins DUISentrieb Besucherinnen und Besucher dabei, kaputte Elektrokleingeräte, wackelige Kleinmöbel und weitere Gegenstände wieder gebrauchsfähig zu machen.

Dabei steht nicht nur die Reparatur selbst im Mittelpunkt. Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe können die Teilnehmenden unter fachkundiger Anleitung selbst Hand anlegen, Reparaturwissen erwerben und praktische Fähigkeiten für zukünftige Reparaturen entwickeln. So stärkt das Repair-Café den selbstständigen und bewussten Umgang mit Alltagsgegenständen.

Mit dem monatlichen Angebot möchten die Wirtschaftsbetriebe Duisburg einen praktischen Beitrag zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung leisten. Denn Gegenstände, die repariert und weiterverwendet werden, müssen nicht entsorgt und ersetzt werden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Datum: Freitag, 17. Juli 2026
Uhrzeit: von 14.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Recyclingzentrum Mitte, Vygenstr. 6, 47053 Duisburg
Das Repair-Café findet im 1. Obergeschoss statt. Ein Aufzug ist vorhanden.

Der darauffolgende Termin findet am Freitag, 14. August 2026, ebenfalls von 14 bis 17 Uhr im Recyclingzentrum Mitte statt. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Abfallberatung per E-Mail an abfallberatung@wb-duisburg.de oder telefonisch unter (0203) 283–3000.

Copyright: WBD / Adrian Chodkowski

Niedrigwasser: Schifffahrt und Industrie leiden - IHK fordert noch mehr politische Unterstützung  
Die hohen Temperaturen der letzten Wochen haben Konsequenzen für die Wirtschaft. Der Rhein-Pegel sinkt immer weiter. Weniger Wasser bedeutet geringere Ladung für Binnenschiffe. Und damit höhere Transportkosten. Aktuell liegt der Rhein-Pegel in Duisburg-Ruhrort bei etwa 1,73 Metern. Bis Freitag (17. Juli) wird er voraussichtlich auf 1,67 Meter sinken und nähert sich dem historischen Tiefstand aus Oktober 2018 (1,53 Meter).

Dazu IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger: „Das Rhein-Niedrigwasser ist für unsere Schifffahrt und damit für unsere Industrie ein Problem. Die Schiffe können nur ein Drittel der üblichen Ladung mitnehmen. Das macht den Transport teuer und erschwert die Versorgung der Industrie mit Rohstoffen. Noch können die Schiffe fahren. Die Lager der Unternehmen sind gefüllt. 

Ob 2026 ein ähnlich schweres Jahr wird wie der Hitzesommer 2018, ist derzeit noch nicht abzusehen. Der Klimawandel wird aber wohl dazu führen, dass derartige Ereignisse häufiger auftreten. Darauf müssen wir uns vorbereiten. Die Unternehmen setzen auf neue, flachere Schiffe. Die Wirtschaft braucht aber weiter politische Unterstützung.

Gut ist: Die Binnenschifffahrt ist ins Sondervermögen aufgenommen worden. Aber: Die Fahrrinne des Rheins muss weiter optimiert werden. Was wir uns von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder wünschen, sind weniger Hindernisse auf der gesamten Rhein-Strecke. Dazu gehören auch die Felsen am Mittelrhein.“  

Laut Schätzungen ist die Industrieproduktion beim Niedrigwasser 2018 deutschlandweit zeitweise um rund 1,5 Prozent zurückgegangen.   

Zeitvergleich Rheinpegel Duisburg-Ruhrort 2018 und 2026; Auswertung: Niederrheinische IHK.

Ev. Gemeinde Obermeiderich lädt wieder zum kostenfreien Mittagstisch ein
Die Evangelische Kirchengemeinde Duisburg Obermeiderich startete vor zwei Jahren unter dem Motto „eine Kelle Suppe – eine Kelle Gemeinschaft“ einen kostenfreien Mittagstisch. Sie lädt seitdem weiterhin alle Menschen unabhängig von Religion und Kultur an einem Sonntag - meist dem letzten - im Monat zur gemeinsamen Mahlzeit nach dem Gottesdienst in das Gemeindezentrum an der Emilstraße 27 ein.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Essen ist gratis, Spenden werden aber gerne entgegen genommen. Beim nächsten Mittagstisch, am 26. Juli kommen um 12 Uhr Schaschliktopf mit Beilage sowie ein leckeres Dessert auf den Tisch. Alles mit Liebe gekocht! Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.obermeiderich.de.  

Beim Mittagstisch geht es der Gemeinde und dem Team der Ehrenamtlichen, die vom Schnibbeln, Kochen, Servieren und Abräumen alles selber machen, um Hilfe für Menschen, die Hilfe benötigen. Und um mehr: „Menschen brauchen in unserer herausfordernden und unsicheren Zeit Angebote, die sowohl dem Leib als auch der Seele guttun.
Hunger hat viele Komponenten. Deshalb gibt es bei Emils Mittagstisch neben einer Kelle Suppe auch eine Kelle Gemeinschaft“ sagt auch Sarah Süselbeck, Pfarrerin der Gemeinde, die voll hinter dem Projekt steht und selbst mit anpackt. 


Quartiersmanagement „Stark im Norden“ lädt zum Stadtteilforum und Finissage der Ausstellung „Hamborner Perspektiven“ ein
Beim kommenden Stadtteilforum Alt-Hamborn am Donnerstag, 16. Juli, informiert das Quartiersmanagement des Modellvorhabens „Stark im Norden“ in der Zeit von 17 bis 19 Uhr über den aktuellen Stand der laufenden Projekte im Stadtteil.

Die Veranstaltung findet zum fünften Mal statt und wird in diesem Jahr interaktiv gestaltet: Die Projektstände sind als Ausstellungsstationen sowohl im Stadtteilbüro als auch im Außenbereich an den „Grünen Bänken“ vor dem Büro aufgebaut. Besucherinnen und Besucher können sich dort selbstständig informieren und mit den jeweils anwesenden Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern ins Gespräch kommen.

Parallel dazu wird im Stadtteilbüro am Hamborner Altmarkt 8 die Finissage der Ausstellung „Hamborner Perspektiven“ des Künstlers Stephanus Schmitz gefeiert. Die Ausstellung zeigt in Gemälden und Linoldrucken die Sichtweisen von drei Generationen der Familie Schmitz auf den Stadtteil.

Die Begrüßung der Finissage übernimmt Asli Sevindim, Leiterin der Abteilung „Integration“ im Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie steht im Anschluss für einen Austausch zur Verfügung. Für erfrischend-sommerliche Getränken und kleine Snacks wird gesorgt.




E-Scooter-Unfälle steigen um 38,1 Prozent: DVR fordert Befähigungsnachweis und Mindestalter von 15 Jahren
Die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden ist im Jahr 2025 drastisch gestiegen. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahm ihre Zahl gegenüber 2024 um 38,1 Prozent von 11.944 auf 16.496 zu. Bei E-Scooter-Unfällen kamen 2025 insgesamt 38 Menschen ums Leben, was im Vergleich zu 2024 mit 27 Getöteten einem Anstieg um 40,7 Prozent entspricht.

© Daniela Stanek, DVR

Auch die Zahl der Schwerverletzten stieg deutlich um 25,2 Prozent von 1.513 auf 1.895. Bei den Leichtverletzten gab es einen Zuwachs um 41,6 Prozent von 11.433 im Jahr 2024 auf 16.184 im Jahr 2025.

Befähigungsnachweis für sichere Mobilität einführen
Als einen Baustein zur Verhütung von E-Scooter-Unfällen fordert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) die Einführung eines E-Scooter-Befähigungsnachweises für alle Verkehrsteilnehmenden, die keinen Führerschein besitzen. Das Unfallgeschehen deutet darauf hin, dass es häufig an Regelkenntnissen und Fahrfähigkeiten im Umgang mit E-Scootern mangelt.

„Wir müssen sicherstellen, dass alle, die mit einem E-Scooter unterwegs sind, die wichtigsten Regeln kennen und ihr Fahrzeug sicher beherrschen“, sagt DVR-Präsident Manfred Wirsch. „Deshalb brauchen wir einen Befähigungsnachweis, vergleichbar mit der Mofa-Prüfbescheinigung. Dabei sollten grundlegende Verkehrsregeln ebenso vermittelt werden wie die sichere fahrphysikalische Beherrschung des Fahrzeugs. Jugendliche könnten eine solche Ausbildung bereits im schulischen Kontext absolvieren.“

Mindestnutzungsalter von 14 auf 15 Jahre anheben
Eine aktuelle Auswertung des DVR auf Basis der Destatis-Daten verdeutlicht das Risiko für jüngere Altersgruppen. Demnach waren im Jahr 2025 2.200 der verunglückten E-Scooter-Fahrerinnen und -Fahrer oder unerlaubt Mitfahrenden jünger als 15 Jahre. Vier von ihnen kamen ums Leben, 211 wurden schwer verletzt. Vor diesem Hintergrund fordert der DVR, das Mindestalter für die Nutzung von E-Scootern von 14 auf 15 Jahre anzuheben.

„Wer ein motorisiertes Fahrzeug im Straßenverkehr bewegt, braucht die nötige Reife und Erfahrung“, betont Manfred Wirsch. „Die Unfallzahlen zeigen deutlich, dass das Mindestalter auf 15 Jahre angehoben werden muss.“

Fahrverhalten überdenken und Regeln konsequent durchsetzen
Laut Destatis war das häufigste Fehlverhalten von E-Scooter-Fahrendenden die falsche Benutzung der Fahrbahn oder von Gehwegen mit einem Anteil von 21,6 Prozent. Dahinter folgten das Fahren unter Alkoholeinfluss mit 10,9 Prozent sowie eine nicht angepasste Geschwindigkeit mit 8,4 Prozent.

„Viele Regeln im Straßenverkehr sind bekannt und leicht verständlich. Trotzdem entscheiden sich manche bewusst dagegen, sie einzuhalten“, sagt Manfred Wirsch. „Wo Regeln bewusst missachtet werden, braucht es mehr Kontrollen durch die Polizei, damit Verkehrsregeln konsequent durchgesetzt werden.“

Sichtbarkeit verbessern: Seitenmarkierungsleuchten einführen
Vor allem beim Queren von Fahrbahnen werden E-Scooter-Fahrende bei Dämmerung oder Dunkelheit häufig übersehen. Der DVR fordert deshalb eine verpflichtende Ausstattung der Fahrzeuge mit gelben, aktiv leuchtenden Seitenmarkierungsleuchten. Für Bestandsfahrzeuge sollten zudem Reflektoren an der Lenkstange vorgeschrieben werden, um die seitliche Erkennbarkeit zu verbessern.

Bund und Länder müssen nachsteuern
Der DVR begrüßt die ab 2027 geltende Blinkerpflicht für Neufahrzeuge sowie die angehobenen Verwarngelder für unerlaubte Gehwegnutzung und das Fahren zu zweit. Positiv bewertet der DVR auch die geplante Einbeziehung von E-Scootern in die Gefährdungshaftung der Fahrzeughalter, die sich derzeit im Gesetzgebungsverfahren befindet. Diese Regelung soll Menschen, die durch rücksichtslos abgestellte E-Scooter verletzt werden, den Zugang zu Entschädigungen erleichtern.

„Angesichts der alarmierenden Unfallbilanz appelliere ich an Bund und Länder, bei den Regeln für E-Scooter kontinuierlich nachzusteuern“, sagt Manfred Wirsch. „Ein Befähigungsnachweis, ein Mindestalter von 15 Jahren und eine bessere Sichtbarkeit können dazu beitragen, die Zahl schwerer Unfälle wirksam zu senken.“

Zudem rät der DVR dringend zum Selbstschutz: „Wer mit dem E-Scooter sicher unterwegs sein will, sollte sich nicht nur an die Verkehrsregeln halten und vorausschauend fahren, sondern auch einen Helm tragen, um das Risiko schwerer Kopfverletzungen zu reduzieren“, rät Manfred Wirsch.




 Wer hätte das gedacht: Wohnungs-Durchschnittsgröße 94 Quadratmeter
44,0 Millionen Wohnungen in Deutschland zum Jahresende 2025
• 0,4 % oder 196 000 Wohnungen mehr als zum Jahresende 2024
• Mehr als die Hälfte der Wohnungen befindet sich in Mehrfamilienhäusern
• Eine Durchschnittswohnung ist 94,0 Quadratmeter groß, die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf beträgt 49,5 Quadratmeter

Zum Jahresende 2025 gab es in Deutschland rund 44,0 Millionen Wohnungen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 0,4 % oder 196 000 Wohnungen mehr als Ende 2024. Im Zehnjahresvergleich zum Jahresende 2015 erhöhte sich der Wohnungsbestand um 6,0 % oder 2,5 Millionen Wohnungen. Die Gesamtwohnfläche vergrößerte sich in diesem Zeitraum um 8,9 % auf 4,1 Milliarden Quadratmeter.




Deutschlandweit 23,6 Millionen Wohnungen in 3,5 Millionen Mehrfamilienhäusern
Von den 44,0 Millionen Wohnungen zum Jahresende 2025 befanden sich rund 43,1 Millionen oder 98,0 % in Wohngebäuden, mehr als die Hälfte davon (54,9 % oder 23,6 Millionen Wohnungen) in Mehrfamilienhäusern. Im Durchschnitt bestand damit jedes der deutschlandweit 3,5 Millionen Mehrfamilienhäuser aus 6,7 Wohnungen.

Die 13,5 Millionen Einfamilienhäuser machten knapp ein Drittel (31,3 %) der Wohnungen in Wohngebäuden aus. 5,5 Millionen Wohnungen (12,8 %) befanden sich in den insgesamt 2,8 Millionen Zweifamilienhäusern und weitere 0,4 Millionen (1,0 %) in Wohnheimen (zum Beispiel für Studierende, Geflüchtete oder Wohnungslose).

In Nichtwohngebäuden waren rund 890 000 oder 2,0 % aller Wohnungen untergebracht. Hierunter fallen zum Beispiel Hausmeisterwohnungen in Schulgebäuden oder Wohnungen in Innenstadtlagen über Gewerbeflächen. Gesamtwohnfläche und Wohnfläche pro Kopf zeigen langfristige Trends auf Die Entwicklung der Gesamtwohnfläche und der durchschnittlichen Wohnfläche pro Kopf zeigt langfristige Trends der Wohnraumstruktur.

Diese Kennzahlen geben jedoch keine Auskunft über die Nutzung oder Verteilung des Wohnraums, etwa nach soziodemografischen Merkmalen wie der Haushaltsgröße oder siedlungsstrukturellen Merkmalen. Auch der Wohnungsleerstand wird nicht berücksichtigt. Dennoch sind beide Kennzahlen wichtig, da sie langfristige Vergleiche der Wohnraumstruktur ermöglichen.

Durchschnittswohnung Ende 2025 um 2,4 Quadratmeter größer als Ende 2015
Die Gesamtwohnfläche aller Wohnungen stieg in den Jahren von 2015 bis 2025 um 8,9 % und damit etwas stärker als die Zahl der Wohnungen (+6,0 %). Die Wohnungen in Deutschland wurden somit im Durchschnitt größer: Zum Jahresende 2025 betrug die durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung 94,0 Quadratmeter, die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf lag bei 49,5 Quadratmetern.


Damit haben sich die Wohnfläche je Wohnung seit dem Jahr 2015 um 2,4 Quadratmeter (+2,6 %) und die Wohnfläche je Einwohnerin und Einwohner um 3,3 Quadratmeter (+7,1 %) erhöht. Da der Wohnungsbestand seit 2015 insgesamt etwas stärker wuchs als die Bevölkerung, verringerte sich das Verhältnis "Personen je Wohnung" leicht: Ende 2025 betrug das Verhältnis gut 1,9 Personen je Wohnung, während es Ende 2015 knapp 2,0 Personen je Wohnung waren.

Sterbefallkalender NRW: Einfluss von Wärmebelastung auf Mortalität
* Kalender weist tagesscharfe Sterbefallzahlen von 2015 bis 2025 aus * Ergänzende Daten des Deutschen Wetterdienstes und des Robert Koch-Instituts zeigen Einflussfaktoren * Phasen extremer Wärmebelastung im Sommer beeinflussten die Zahl der Sterbefälle deutlich 

Nicht erst seit der langanhaltenden Hitzeperiode in der zweiten Junihälfte 2026 stellt sich die Frage nach den gesundheitlichen Auswirkungen extremer Temperaturen auf die Bevölkerung in NRW. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, liefert der neue Sterbefallkalender NRW mit den Daten der Jahre 2015 bis 2025 wichtige Erkenntnisse zum Einfluss von Wärmebelastung auf die Mortalität.

Höhere Mortalität während Hitzephasen
Das Sterbegeschehen der Jahre 2015 bis 2025 weist ein ausgeprägtes saisonales Muster auf, bei dem die Mortalität in den Wintermonaten höher liegt als im Sommer. Dennoch können Phasen extremer Wärmebelastung im Sommer die Zahl der Sterbefälle deutlich beeinflussen.

Besonders stark zeigte sich dieser Zusammenhang im Jahr 2019. Begleitend zu den Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes war ein Anstieg der Sterbefälle zu konstatieren. Während Anfang Juli 2019 in Nordrhein-Westfalen noch weniger als 560 Personen pro Tag verstarben, stieg diese Zahl mit Beginn der extremen Wärmebelastung auf 906 Fälle am 26. Juli desselben Jahres an.

Bemerkenswert ist, dass die Mortalität während dieses kurzen Zeitraums das Maximum der vorangegangenen Wintermonate 2018/2019 – 687 Sterbefälle am 28. Januar – sogar deutlich übertraf. Welchen Einfluss neben Hitze das Infektionsgeschehen in den Wintermonaten hat und welche Rolle das Alter der Verstorbenen spielt – diese Fragen beantwortet die Analyse „Sterbegeschehen in Nordrhein-Westfalen“ anhand des neuen Sterbefallkalenders NRW.

Daten zu einer möglichen Übersterblichkeit in NRW während der zweiten Junihälfte 2026 liegen aktuell noch nicht vor. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht Bundesergebnisse für die entsprechende Woche hier. Landesergebnisse veröffentlicht das Statistische Bundesamt an gleicher Stelle voraussichtlich am 28. Juli 2026.


90 Jahre Autobahnmeisterei Duisburg
Sie gehört zu den ältesten Meistereien im Autobahnnetz: Die Autobahnmeisterei Duisburg. Nun wird der 90. Geburtstag gefeiert. „Wir freuen uns, am 8. August, zwischen 10 und 16 Uhr zahlreiche Gäste begrüßen zu können. Jeder, der wissen möchte, was wir hier tagtäglich so machen, ist herzlich eingeladen“, sagt Meisterei-Leiter Frank Reimers.

Drohenfoto Autobahnmeisterei/Autobahn GmbH

So gibt es eine große Fahrzeug- und Maschinenausstellung, bei der gerade die kleinen Fans auch mal „auf den Bock“ klettern dürfen. Sie dürfen natürlich, wie auch die „Großen“ das Meisterei-Gelände im Kreuz Kaiserberg erkunden. Es gibt diverse Aktionen für Jung und Alt. So stellen die Straßenwärter ihren Beruf vor – schließlich wird kontinuierlich nach Nachwuchs gesucht.

„Wir in vielen anderen Bereichen verlassen uns in den kommenden Jahren viele Kollegen Richtung Ruhestand. Daher brauchen wir neue, motivierte neue Leute“, sagt Reimers. Kinder können sich derweils auf der Hüpfburg austoben, sich an der Torwand versuchen oder schminken lassen.

Als die Meisterei 1936 ihren Dienst aufnahm, wurde wenig später, am 12. Dezember 1936, der Reichsautobahnabschnitt Oberhausen (heute Anschlussstelle Oberhausen-Lirich) - Düsseldorf-Nord (heute Autobahnkreuz Breitscheid) freigegeben. Damals war die Meisterei allerdings noch nicht „nur“ auf Autobahnen spezialisiert, sondern kümmerte sich auch um weitere Straßen.

Erst mit dem Start der Autobahn GmbH vor fünf Jahren änderte sich das Aufgabengebiet. Dieses umfasst die A40 von Duisburg-Rheinhausen bis Gelsenkirchen-Süd, die A42 zwischen Duisburg-Baerl und Duisburg-Neumühl, die A59 von Dinslaken-West bis zum Autobahnkreuz Duisburg-Süd, die A524 zwischen Huckingen und kurz vor Lintorf und die A3 zwischen Oberhausen-Lierich und bis kurz vor Duisburg-Wedau sowie ein kleines Stück der A52 in Nähe des Dreiecks Essen-Ost.  

Fakten
84,488 Autobahnkilometer (einfach bemessen),
4 Autobahnkreuze,
47 Anschlussstellen,
865 Ingenieurbauwerke
• 533 Brückenbauwerke
• 332 Schilderbrücken 3 Tunnel    

Über die Autobahn GmbH des Bundes: Die Autobahn GmbH des Bundes ist verantwortlich für die Planung, den Bau, den Betrieb, die Erhaltung, die Finanzierung, das Verkehrsmanagement sowie die vermögensmäßige Verwaltung der Bundesautobahnen. Seit dem Betriebsstart am 1. Januar 2021 vereint die Autobahn GmbH die Vorteile einer zentral aufgestellten Organisation mit den Stärken der regionalen Verankerung ihrer zehn Niederlassungen.

Mit mehr als 13.000 Kilometern Autobahnnetz ist die Gesellschaft einer der größten Autobahnbetreiber Europas. Die Niederlassung Rheinland mit Hauptsitz in Krefeld betreibt rund 1.200 Kilometer Autobahn entlang der Rheinschiene und im westlichen Ruhrgebiet. Zur Niederlassung gehören die Außenstellen in Krefeld, Köln, Essen und Euskirchen. Vor Ort sorgen 15 Autobahnmeistereien für fließenden Verkehr. www.autobahn.de  

Wichtige Investition in den Hochwasserschutz: Durchfahrt des Sperrtors am Marientor wird während der Bauarbeiten gesperrt
Die Sanierung des Sperrtors am Marientor geht in die nächste Phase. Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg haben im Namen und Auftrag der Stadt Duisburg die Bauleistungen für die umfassende Erneuerung des zentralen Hochwasserschutzbauwerks ausgeschrieben.

Mit der Maßnahme wird das Sperrtor für die kommenden Jahrzehnte gesichert. Für die dringend notwendige Sanierung wurden durch die Bezirksregierung Düsseldorf Finanzmittel in Höhe von mehr als 20 Millionen Euro bewilligt.

Das Sperrtor am Marientor liegt zwischen Außenhafen und Innenhafen und bildet eine wichtige Schutzlinie für die tief liegenden Bereiche der Duisburger Innenstadt. Bei Rheinhochwasser schützt die Anlage den Innenhafen und die Innenstadt. Rund 20.000 Menschen sowie Vermögenswerte von mehr als zwei Milliarden Euro werden durch das Hochwasserschutzbauwerk geschützt.

Das fast 100 Jahre alte Sperrwerk entspricht in wesentlichen Teilen nicht mehr den heutigen technischen Anforderungen. Nach mehr als 90 Jahren Betriebszeit sind zentrale Bauteile der Anlage sanierungs- und erneuerungsbedürftig. Dazu zählen insbesondere das Sperrtor selbst, die Maschinen- und Anlagentechnik sowie weitere technische Komponenten der Hochwassersperrtoranlage.


Das Tor selbst wird vollständig ersetzt. Dafür wird das Bauwerk entsprechend angepasst; zudem wird die maschinelle Ausrüstung modernisiert. Ziel der Maßnahme ist es, die Funktionsfähigkeit und Sicherheit des Bauwerks langfristig zu erhalten und es an heutige technische Anforderungen anzupassen.

„Das Sperrtor am Marientor ist ein zentraler Baustein des Duisburger Hochwasserschutzes. Mit der geplanten Sanierung investiert die Stadt in die Sicherheit der Menschen in der Innenstadt und in den Schutz wichtiger Infrastruktur“, sagt Thomas Köhne, Bereichsleiter für die Ingenieur-Bauwerke, Deichbau und Hochwasserschutz. „Uns ist bewusst, dass die Maßnahme während der Bauzeit mit Einschränkungen verbunden sein wird. Wir werden daher frühzeitig und transparent über die weiteren Schritte informieren.“

Die Sanierung hat zur Folge, dass die Durchfahrt am Sperrtor während der Bauarbeiten dauerhaft gesperrt werden muss. Die Sperrung ist vor allem aus Gründen des Arbeitsschutzes erforderlich, damit die Arbeiten sicher und fachgerecht durchführt werden können.

An beiden Seiten des Tores wird der Arbeitsbereich mithilfe von Tauchkästen trockengelegt. Durch die dadurch verengte Durchfahrt wäre das Risiko zu groß, dass ein Schiff mit einem Tauchkasten kollidiert und der Baustellenbereich in der Folge geflutet wird. Zeitweise wird die Durchfahrt auch vollständig trockengelegt.

Zu diesem Zweck wird zunächst ein zweiter Dammbalkenverschluss auf der Außenseite des Sperrtors errichtet. Zusammen mit dem bereits vorhandenen Dammbalkenverschluss kann so die gesamte Breite des Tores trockengehalten werden.

Der Hochwasserschutz bleibt auch während der Bauzeit gewährleistet. Der im Jahr 2016 fertiggestellte Notverschluss, der bisher als Redundanz für das Sperrtor fungierte, wird während der hochwassergefährdeten Zeit vom 1. November bis 31. März dauerhaft geschlossen. Eine Durchfahrt ist in diesem Zeitraum nicht möglich.

Die betroffenen Nutzerinnen und Nutzer des Hafens werden rechtzeitig über Beginn, Dauer und konkrete Auswirkungen der Sperrung informiert, sobald die weiteren Bauabläufe feststehen.
Nach Abschluss des Vergabeverfahrens sollen die Bauarbeiten nach aktueller Planung im Frühjahr 2027 beginnen. Die Fertigstellung ist für 2029 vorgesehen.

Copyright: WBD

QR-Codes auf Duisburger Spielplätzen stärken Schutz der Kinderrechte
Das Jugendamt Duisburg hat im Zuge der kommunalen Spielraumplanung ein neues Präventionsprojekt („Privat bleibt privat – auch für Dein Kind“) gestartet, das Familien direkt im Alltag anspricht. Auf vier ausgewählten Spielplätzen (Franz-Lenze-Platz in Walsum, Stadtpark Meiderich, Wambachgrund im Stadtsüden und am Toeppersee im Bezirk Rheinhausen) wurden von den Wirtschaftsbetrieben Duisburg QR-Code- Schilder installiert.

Das Jugendamt Duisburg hat im Zuge der kommunalen Spielraumplanung ein neues Präventionsprojekt gestartet, das Familien direkt im Alltag erreicht. Auf ausgewählten Spielplätzen (hier am Toeppersee im Bezirk Rheinhausen) wurden QR-Code-Schilder installiert. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

Diese führen zu einer Informationsseite, die für den verantwortungsvollen Umgang mit Kinderfotos in sozialen Medien sensibilisiert und über die Risiken der Veröffentlichung aufklärt: https://www.duisburg.de/kinderfotos. Durch die Platzierung an Orten, an denen sich Familien regelmäßig aufhalten, sollen die Informationen niedrigschwellig und alltagsnah vermittelt werden – direkt dort, wo sie eine hohe Relevanz entfalten.

Ziel des Projekts ist es, das Bewusstsein für Kinderrechte im digitalen Raum zu stärken. Im Fokus stehen der Schutz der Privatsphäre, mögliche Folgen unbedachter Online-Beiträge sowie praxisnahe Hinweise für einen sicheren Umgang mit digitalen Medien. Die QR-Codes unterstützen Eltern dabei, digitale Entscheidungen bewusst und im Sinne der Rechte ihrer Kinder zu treffen.

Das Projekt leistet damit einen Beitrag zur präventiven Kinder- und Jugendarbeit in Duisburg und setzt zugleich ein deutliches Zeichen für die Wahrung von Kinderrechten im digitalen Umfeld.


Halbjahresbilanz 2026: Erfolgreiche „Null-Toleranz“-Aktionen im Stadtgebiet

Das Bürger- und Ordnungsamt der Stadt Duisburg hat in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsbetrieben Duisburg (WBD) im ersten Halbjahr 2026 einmal im Monat in den Duisburger Stadtteilen „Null-Toleranz“-Aktionen durchgeführt.

Die Aktionen fanden von Januar bis Juni in den Ortsteilen Altstadt, Dellviertel, Hamborn, Marxloh, Walsum, Rheinhausen, Hochfeld, Meiderich, Duissern, Innenstadt sowie Neudorf statt. Insgesamt wurden in den sechs Monaten über 7.400 Maßnahmen getroffen.

„Die Ergebnisse der Null-Toleranz-Aktionen zeigen deutlich: Unsere Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Deswegen schauen wir auch künftig ganz genau hin und werden konsequent gegen die vorgehen, die sich nicht an die Regeln halten“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.

Zahlen der Abfallaufsicht und WBD

In den vergangenen sechs Monaten waren die Mitarbeitenden der Abfallaufsicht wochentags und am Wochenende mit einer Früh- und Spätschicht im jeweiligen Stadtteil präsent.

Im Zuge der Kontrollen wurden insgesamt

• 120 wilde Müllkippen festgestellt und durch die WBD beseitigt (davon konnten 88 Fahrten den jeweiligen Verursachern in Rechnung gestellt werden),

• 90 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet (zum Beispiel für das illegale Entsorgen größerer Müllmengen)

• und 58 Schrottfahrzeuge festgestellt

Zahlen des städtischen Außendienstes (SAD)

Bei gleichzeitigen Kontrollen des SAD wurden

• 58 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet,

• zwei Platzverweise erteilt und zwei unerlaubte Sondernutzungen festgestellt,

• 65 Verwarnungsgelder erhoben, unter anderem wegen Ruhestörungen, aggressivem Betteln, Rauchen auf Kinderspielplätzen sowie wegen freilaufender Hunde,

• 11 Gefahren- sowie 67 Schrottfahrzeuge gekennzeichnet. Zahlen der städtischen Verkehrsüberwachung

Neben Abfallaufsicht und SAD waren auch verstärkt Mitarbeitende der Verkehrsüberwachung im Einsatz. So wurden insgesamt 4.367 kostenpflichtige Verwarnungen und Bußgelder wegen verbotswidrigen Haltens oder Parkens erteilt. Außerdem mussten 31 Fahrzeuge abgeschleppt werden. Im fließenden Verkehr wurden durch die kommunale Geschwindigkeitsüberwachung insgesamt 2.368 kostenpflichtige

Verwarnungen und Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen ausgesprochen.

 

Über 92.000 Maßnahmen seit 2016

Das Bürger- und Ordnungsamt führt seit Ende 2016 in Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsbetrieben Duisburg einmal im Monat in einem Duisburger Stadtteil eine Aktionswoche unter dem Motto „Null-Toleranz / ordnungsrechtliche Präsenz im Ortsteil“ durch. Mit der Aktion soll unter anderem die zunehmende Müllproblematik in den verschiedenen Stadtteilen bekämpft sowie Ordnungswidrigkeiten geahndet werden.

Insgesamt wurden seit dem Jahr 2016 mehr als 92.000 Maßnahmen durchgeführt. In den Jahren 2020 bis 2022 fanden keine „Null-Toleranz“- Aktionen aufgrund der Corona-Pandemie statt.

Logistikmarkt im Ruhrgebiet schneidet im ersten Halbjahr überdurchschnittlich ab
Der Logistikmarkt Ruhrgebiet zieht zur Jahresmitte eine außergewöhnlich positive Zwischenbilanz. Mit einem Flächenumsatz von 280.000 Quadratmetern wurden sowohl das Vorjahresvolumen (201.000 Quadratmeter) als auch der zehnjährige Durchschnittswert (228.000 Quadratmeter) jeweils deutlich um 39 bzw. 23 Prozent übertroffen.

Dies ergibt die Analyse des Immobiliendienstleisters BNP Paribas Real Estate. Die Mietpreise haben sich nach Anstiegen im letzten Jahr in den vergangenen sechs Monaten stabil präsentiert. In der Spitze wurden für Premium-Objekte bis zu acht Euro je Quadratmeter gezahlt, im Durchschnitt waren es 6,70 Euro/Quadratmeter.

Die hohe Marktdynamik im Ruhrgebiet erstreckte sich über fast alle Segmente. Führend waren Logistikdienstleister, die mit einem Vermietungsvolumen von rund 183.000 Quadratmetern einen Rekordumsatz erzielten. idr - Informationen: https://www.realestate.bnpparibas.de/marktberichte/logistikmarkt/ruhrgebiet-report


ADAC Stauprognose: 17. bis 19. Juli
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Nordrhein-Westfalen startet in die Sommerferien/ Staugefahr steigt weiter
Mit dem Ferienbeginn in Nordrhein-Westfalen erreicht die Sommerreisewelle ihren nächsten Höhepunkt. Bis auf Bayern und Baden-Württemberg haben nun alle Bundesländer Sommerferien. Entsprechend voll wird es auf den Autobahnen.

Zusätzlich sorgen Urlauber aus den europäischen Nachbarländern, in denen ebenfalls Ferien sind, für noch mehr Verkehr auf den wichtigsten Reiserouten. Besonders am Freitagnachmittag und am Samstagvormittag müssen Autofahrer mit langen Staus rechnen.

Neben dem Urlaubsverkehr sind auch zahlreiche Ausflügler unterwegs. Bei schönem Wetter steigt die Staugefahr auf den Strecken in Richtung Alpen, Mittelgebirge, Küsten und Seen noch einmal deutlich an. Am Samstag- und Sonntagabend ist zudem mit dichtem Rückreiseverkehr zu rechnen. Bundesweit gibt es rund 1.000 Baustellen, die den Verkehr zusätzlich ausbremsen.

Erhebliche Verkehrsbehinderungen und hoher Parkdruck sind auch rund um große Veranstaltungen wie die „Größte Kirmes am Rhein” in Düsseldorf, das „Parookaville Festival” in Weeze, das „Deichbrand Festival” bei Cuxhaven sowie den „Großen Preis von Belgien” in Spa-Francorchamps zu erwarten.

Besonders staugefährdete Autobahnen in Deutschland
A1 Lübeck – Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln
A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Berliner Ring
A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Nürnberg sowie Passau – Linz
A5 Kassel – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
A7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel – Ulm – Füssen/Reutte
A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A9 Berlin – Leipzig – Nürnberg – München
A10 Berliner Ring
A20 Lübeck – Rostock
A24 Hamburg – Berliner Ring
A81 Singen – Stuttgart – Heilbronn
A95 München – Garmisch-Partenkirchen
A96 München – Lindau
A99 Autobahnring München

Auch im benachbarten Ausland müssen Reisende mit erheblichen Verzögerungen rechnen. In Österreich führen Ferienverkehr und zahlreiche Baustellen auf den wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen zu langen Staus. Besonders betroffen sind die West-, Tauern-, Inntal-, Brenner-, Pyhrn- und Rheintalautobahn.

Auf der Brennerautobahn dauern die Sanierungsarbeiten an der Luegbrücke an. Auch auf der Fernpassroute und der Arlbergstraße muss mit stockendem Verkehr gerechnet werden. In Tirol gelten an den Wochenenden erneut Abfahrtssperren auf zahlreichen Ausweichstrecken. Am Montag, dem 20. Juli, findet zusätzlich wieder eine Blockabfertigung für den Lkw-Verkehr am Grenzübergang Kufstein statt.

In der Schweiz bleibt die Verkehrslage auf den klassischen Transitachsen angespannt. Besonders betroffen sind die Gotthard-Route (A2), die San-Bernardino-Route (A13) sowie die Autobahnen A1 und A3. Auch in Italien muss auf der Brennerroute (A22) sowie auf der Strecke zwischen der Schweizer Grenze, Mailand und Genua mit erheblichem Reiseverkehr gerechnet werden.

Bei der Rückreise nach Deutschland sollten Autofahrer außerdem mögliche Wartezeiten an den Grenzen einkalkulieren. Insbesondere an den Übergängen aus Österreich, Polen, Tschechien und der Schweiz kann es aufgrund der Grenzkontrollen zu Verzögerungen kommen.

Für Lkw über 7,5 Tonnen gilt am Sonntag das übliche Fahrverbot. Zusätzlich gilt noch bis zum 31. August das Ferienfahrverbot an Samstagen von 7 bis 20 Uhr auf zahlreichen Autobahnen und ausgewählten Bundesstraßen.
Weitere Informationen finden Sie auf www.adac.de.


Urlaubsfahrt mit Hindernissen: Was ist beim Unfall zu tun?
- Warnweste nicht vergessen
- Unfallbericht: Unterschiedliche Beweiskraft in unterschiedlichen Ländern
- Zuhause oder im Ausland reparieren?

Sommer und Ferien: ein unschlagbares Duo. Bei Urlaubsbeginn atmen alle tief durch und denken an Erholung. Niemand rechnet mit einem Unfall. Doch wenn es wirklich passiert, ist es gut, vorbereitet zu sein.

Die HUK-COBURG rät, vor dem Aussteigen eine Warnweste anzuziehen. In den meisten europäischen Ländern ist das Tragen Pflicht. Wer ohne erwischt wird, muss zahlen. Die Höhe des Bußgeldes variiert: Die Spanne reicht von 14 Euro bis zu ein paar hundert Euro. Oft müssen nicht nur Auto- sondern auch Motorradfahrer eine Leuchtweste tragen.

Ebenso variabel gehen die Staaten mit der Frage um, ob Warnwesten nur für den Fahrer oder für alle Fahrzeuginsassen vorhanden sein müssen. Mit einem Exemplar für jeden ist man immer auf der sicheren Seite.

Es gibt keine Vorschrift zur Aufbewahrung von Warnwesten. Aber um sie vor dem Aussteigen anziehen zu können, müssen sie griffbereit liegen, am besten im Handschuhfach oder in den Seitenfächern der Türen.

Genauso wichtig wie die Warnweste ist das Absichern der Unfallstelle mit einem Warndreieck. Liegt die Unfallstelle in einer Kurve oder vor einer Kuppe, muss das Dreieck immer davor aufgestellt werden. Am wichtigsten ist, die anderen Verkehrsteilnehmer rechtzeitig und deutlich sichtbar vor der Gefahrenstelle zu warnen.

Zudem gibt es Staaten, wie zum Beispiel Polen oder Rumänien, die vorschreiben, jeden Unfall der Polizei zu melden. Um nichts falsch zu machen, ist ein Anruf bei der Polizei also immer richtig. Selbst wenn sie – wie mancherorts üblich – nur große Sach- oder Personenschäden aufnimmt.

Mit oder ohne Polizei, ein Unfall muss protokolliert werden. Nur wer Ansprüche belegen kann, hat Anspruch auf Entschädigung. Deshalb gehört der europäische Unfallbericht - den man bei seiner Kfz-Versicherung bekommt - ins Handschuhfach. Wer die Fragen nach den Personalien der Unfallbeteiligten und Zeugen, der Versicherung und dem Unfallhergang sorgfältig beantwortet, hat eine solide Basis für die Schadenregulierung gelegt. Aber natürlich sollten auch noch Fotos von der Unfallstelle gemacht werden. Den Europäischen Unfallbericht gibt es für manche Länder zweisprachig.

Auch im Urlaub können Unfälle passieren. Es ist gut, vorbereitet zu sein. Foto: HUK-COBURG

Wichtig: In vielen europäischen Staaten, z. B. in Frankreich, kommt dem Europäischen Unfallbericht eine ungleich wichtigere Rolle zu als in Deutschland. Der Unterschreibende erkennt den Inhalt unwiderruflich an. Anmerkungen oder Widersprüche müssen unbedingt unter Punkt 14 festgehalten werden. Bei Widersprüchen oder Sprachschwierigkeiten füllt am besten jeder seinen eigenen Bericht aus und unterzeichnet ihn. Anschließend werden die Kopien ausgetauscht.

Nicht allein in diesem Punkt unterscheidet sich die Schadenregulierung der einzelnen Länder. Sobald es im Ausland kracht, gilt für die Schadenregulierung in der Regel nationales Recht: So stehen Geschädigten z.B. Wertminderung, Nutzungsausfall oder auch Mietwagenkosten nicht in allen europäischen Staaten zu oder sie liegen deutlich hinter den hierzulande üblichen Summen.

Kfz-Versicherte mit einer Ausland-Schadenschutz-Versicherung müssen darüber nicht nachdenken. Dieses Zusatzmodul zur Kfz-Haftpflichtversicherung garantiert, dass der eigene Versicherer Personen- und Sachschäden so reguliert, als hätte sich der Unfall im Inland ereignet. Statt der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung reguliert dann der eigene Versicherer den durch einen Dritten verursachten Schaden.

Reparatur im Urlaub oder zu Hause
Natürlich trübt ein Unfall die Urlaubsfreude, doch muss er die Ferien nicht komplett verderben. Ist das Auto nicht mehr fahrbereit, gibt es ungeklärte Fragen: Ein Schutzbrief, wie ihn die meisten Kfz-Versicherer anbieten, hilft. Das gilt auch, wenn Betroffene sich in der fremden Sprache nur schwer oder gar nicht verständigen können. Hier fungiert der Schutzbriefanbieter als Bindeglied und unterstützt telefonisch bei Verständigungsproblemen.

Unfall oder Panne lassen den Stresspegel steigen. Gut, vor Reiseantritt die Notrufnummer mit deutscher Vorwahl einzuspeichern. Gibt es eine App, gehört auch sie auf das Mobiltelefon. Nach dem Erstkontakt übernimmt der Schutzbriefanbieter die Pannen- und Unfallorganisation.

Entweder wird das Auto vor Ort fahrbereit gemacht oder zur Reparatur in eine Werkstatt abgeschleppt. Verzögert sich die Reparatur, unterstützt der Schutzbriefanbieter in der Regel auch die Umorganisation des Urlaubs.
Bei einer kurzen Urlaubsunterbrechung brauchen Kunden ein Hotel vor Ort. Dauert das Warten zu lange, kann der Wagen später abgeholt werden. In diesem Fall wird bis dahin ein Mietwagen benötigt.

Und ohne eine der üblichen Kreditkarten geht beim Anmieten eines Pkw nichts: Dabei steht nicht das Bezahlen im Vordergrund, sondern das Hinterlegen der erforderlichen Sicherheitskaution.

Sie fällt an für Kosten, die nicht über den Kfz-Schutzbrief gedeckt werden können, z.B. für Kraftstoff bzw. Strom oder Zusatzversicherungen für den Mietwagen.

Ist der Unfallwagen fahrbereit und verkehrssicher, steht der Reparatur zu Hause nichts im Weg. Schadenersatzansprüche lassen sich jederzeit von Deutschland aus geltend machen. Alle Versicherer in der EU müssen entweder selbst in jedem anderen EU-Staat regulieren oder dort einen Schadenbeauftragten für die Regulierung haben. Abgewickelt wird der Schaden nach dem Recht des Unfalllandes, aber in der Sprache des Geschädigten.

Enthält die eigene Kfz-Versicherung nicht das Zusatzmodul Ausland-Schadenschutz-Versicherung, hilft zu Hause die Auskunftsstelle (Tel. 0800-250 260 0; aus dem Ausland: 0049 40 300 330 300) weiter. Mit Hilfe des gegnerischen Autokennzeichens ermittelt sie den verantwortlichen Versicherer bzw. dessen Schadenregulierungsbeauftragten.
Hat die gegnerische Versicherung oder ihr Repräsentant drei Monate nichts von sich hören lassen, kann man sich auch an die Entschädigungsstelle der Verkehrsopferhilfe in Berlin wenden.

Anmeldungen zur Jubiläumskonfirmation in der Duisserner Lutherkirche
Die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg lädt zur Feier der Goldenen (50 Jahre), Diamantenen (60 Jahre), Eisernen (65 Jahre) und der Gnaden-Konfirmation (70 Jahre und mehr) zu einem gemeinsamen Festgottesdienst ein.

Anmeldungen sind ab jetzt möglich.
Wer zu einem der Konfirmationsjahrgänge 1976, 1966, 1961, 1956, 1951 oder sogar 1946 gehört und in Neuenkamp, Kaßlerfeld, in der Innenstadt oder in Duissern konfirmiert wurde, ist herzlich eingeladen zum Festgottesdienst am 27. September um 11 Uhr in der Lutherkirche in Duisburg Duissern, Martinstr. 39 - mit anschließendem Mittagessen und Klönen in der benachbarten Notkirche.

Anmelden können sich aber auch die, die woanders konfirmiert wurden, aber ihr Konfirmationsjubiläum hier mitfeiern möchten. Den Gottesdienst leitet Pfarrer Stefan Korn. Bei ihm sind Anmeldungen ab jetzt möglich (0203 330490 oder per Mail: stefan.korn@ekir.de). Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.ekadu.de.




NRW: Preise für Straßen- und Brückenbau innerhalb von fünf Jahren deutlich gestiegen
* Preise stiegen zwischen Mai 2021 und Mai 2026 im Straßenbau um 56,6 % und im Brückenbau um 36,7 % an
* Stärkster Preisanstieg im Straßenbau für Oberbauschichten von Verkehrswegen
* Bitumen auf Erdölbasis verteuerte sich bundesweit um 56,3 %

Die Preise für den Straßenbau in Nordrhein-Westfalen waren im Mai 2026 um 56,6 % höher als fünf Jahre zuvor (Mai 2021). In diesem Zeitraum stiegen die Preise kontinuierlich an. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis der Preisindizes für die Bauwirtschaft mitteilt, sind die Preise für Brücken im Straßenbau im gleichen Zeitraum um 36,7 % gestiegen.


Straßenbau: Höchster Preisanstieg für den Verkehrswegebau
Den stärksten Preisanstieg zwischen Mai 2021 und Mai 2026 gab es im Straßenbau für den Bau von Verkehrswegen: Oberbauschichten mit hydraulischen Bindemitteln wurden in diesem Zeitraum um 74,8 % teurer; Oberbauschichten ohne Bindemittel oder aus Asphalt verteuerten sich jeweils um 63,1 %.

Oberbauschichten ohne Bindemittel bestehen aus Gesteinskörnungen wie z. B. Schotter, Splitt oder Kies und werden u. a. als Frostschutz oder zur Entwässerung eingesetzt. Oberbauschichten mit hydraulischen Bindemitteln, wie z. B. Zement oder Kalk, kommen u. a. als lastverteilende Schichten zum Einsatz, um die Tragfähigkeit von Verkehrsflächen zu erhöhen. Unterdurchschnittlich stiegen die Preise im Straßenbau u. a. für Beton- und Stahlbetonarbeiten sowie Mauerarbeiten mit jeweils 23,8 %.



Den stärksten Preisanstieg zwischen Mai 2021 und Mai 2026 gab es im Straßenbau für den Bau von Verkehrswegen: Oberbauschichten mit hydraulischen Bindemitteln wurden in diesem Zeitraum um 74,8 % teurer; Oberbauschichten ohne Bindemittel oder aus Asphalt verteuerten sich jeweils um 63,1 %. Oberbauschichten ohne Bindemittel bestehen aus Gesteinskörnungen wie z. B. Schotter, Splitt oder Kies und werden u. a. als Frostschutz oder zur Entwässerung eingesetzt.

Oberbauschichten mit hydraulischen Bindemitteln, wie z. B. Zement oder Kalk, kommen u. a. als lastverteilende Schichten zum Einsatz, um die Tragfähigkeit von Verkehrsflächen zu erhöhen. Unterdurchschnittlich stiegen die Preise im Straßenbau u. a. für Beton- und Stahlbetonarbeiten sowie Mauerarbeiten mit jeweils 23,8 %. 



Brückenbau: Geringster Preisanstieg bei Mauerarbeiten mit 24,6 %
Für Brücken im Straßenbau stiegen die Preise für den Verkehrswegebau ebenfalls überdurchschnittlich: Oberbauschichten ohne Bindemittel verteuerten sich hier zwischen Mai 2021 und Mai 2026 um 71,8 %; gefolgt von Oberbauschichten aus Asphalt mit 56,3 %. 

Abdichtungsarbeiten und Entwässerungskanalarbeiten wurden im gleichen Zeitraum um jeweils 47,2 % teurer. Den geringsten Preisanstieg gab es bei Mauerarbeiten mit 24,6 %. Bitumen auf Erdölbasis verteuerte sich seit Mai 2021 um 56,3 % Die Preisanstiege im Straßen- und Brückenbau stehen u. a. in Verbindung mit steigenden Materialkosten.

Der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte bildet die Preisentwicklung für Deutschland ab: Bitumen aus Erdöl, das im Straßenbau als Bindemittel eingesetzt wird, war im Mai 2026 um 56,3 % teurer als im Mai 2021. Die Erzeugerpreise für Asphaltmischgut aus natürlichen und/oder industriell hergestellten Gesteinskörnungen und Bitumen stiegen im gleichen Zeitraum um 52,7%.

NRW: Immer weniger Haushalte kauften 2023 Fleisch
* Anteil der Haushalte mit Ausgaben für Fleischprodukte lag bei 88,6 %
* Haushalte mit Ausgaben für Fleischwaren gaben dafür im Schnitt 72 Euro monatlich aus – 24 Euro mehr als 2003.
* Knapp ein Viertel der Haushalte (22,7 %) kaufte Fleischersatzprodukte – am häufigsten Haushalte unter 40 Jahren

Im Jahr 2023 hatten 88,6 % der privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen Ausgaben für Fleisch, Fleischprodukte oder Wurstwaren. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, setzt sich damit der seit mehreren Erhebungen beobachtete Rückgang des Anteils dieser Haushalte fort. Ihr Anteil ist gegenüber 2003 um 8,8 und gegenüber 2013 um 8,3 Prozentpunkte gesunken. 



Knapp ein Viertel der Haushalte kaufte 2023 Fleischersatzprodukte
2023 kauften 22,7 % der privaten Haushalte Fleischersatzprodukte. Diese wurden im Rahmen der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2023 erstmals separat erfasst. Hierzu zählen unter anderem Sojaprodukte, Tofu sowie weitere vegetarische und vegane Ersatzprodukte einschließlich Gemüse- und Nussaufstrichen. 

Mit knapp einem Drittel (29,4 %) war der Anteil der Haushalte mit Konsumausgaben für Fleischersatzprodukte bei Haushalten mit Haupteinkommenspersonen unter 40 Jahren am höchsten. Bei den 40- bis unter 60-Jährigen lag er bei knapp einem Viertel (23,6 %) und bei den Haushalten ab 60 Jahren bei rund einem Sechstel (15,9 %).

Haushalte mit Ausgaben für Fleisch gaben deutlich mehr aus Haushalte mit Ausgaben für Fleisch gaben 2023 durchschnittlich 72 Euro je Monat dafür aus. Das waren 20 Euro mehr als 2013 (52 Euro) und 24 Euro mehr als 2003 (48 Euro). Damit lagen die durchschnittlichen monatlichen Ausgaben höher als in allen vorherigen Vergleichsjahren seit 2003. Haushalte mit Ausgaben für Fleischersatzprodukte gaben 2023 durchschnittlich 15 Euro je Monat aus. 



Auch bei den Ausgaben für Fleisch zeigten sich Unterschiede nach dem Alter der Haupteinkommensperson. Mit durchschnittlich 85 Euro je Monat verzeichneten Haushalte mit Haupteinkommenspersonen im Alter von 40 bis unter 60 Jahren die höchsten Ausgaben. Haushalte unter 40 Jahren gaben durchschnittlich 58 Euro aus, Haushalte ab 60 Jahren 69 Euro.

Die höheren Ausgaben der mittleren Altersgruppe dürften auch darauf zurückzuführen sein, dass in dieser Lebensphase vergleichsweise häufig Familien- und andere Mehrpersonenhaushalte vertreten sind. Mit ein Grund für die höheren Ausgaben sind die gestiegenen Verbraucherpreise für Fleisch und Fleischwaren, darunter auch Wurstwaren. Aktuelle Ergebnisse für die Verbraucherpreise finden Sie in der Landesdatenbank NRW.


196 Millionen Euro für die Erneuerung von Stadt- und Straßenbahnsysteme in Nordrhein-Westfalen
Mit neuen Investitionen in Gleise, Haltestellen und Bahnstromanlagen treiben Land und Bund die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs in Nordrhein-Westfalen voran. Verkehrsminister Oliver Krischer übergab in Köln Förderbescheide in Höhe von insgesamt 196 Millionen Euro an sieben Verkehrsunternehmen und eine Kommune. Diese Mittel ermöglichen den Stadtbahnen Investitionen von mehr als 323 Millionen Euro.

Verkehrsminister Oliver Krischer überreicht am 14. Juli 2026 Förderbescheide für acht Modernisierungs-Projekte © Costa Belibasakis

Die Zuwendungen fließen in die Erneuerung und Modernisierung von Schieneninfrastruktur, Stromversorgung, Haltestellen, Barrierefreiheit, Brandschutz und mehr.  „Wer einen starken Nahverkehr will, muss in die Schiene investieren. Der Erneuerungsbedarf ist so groß, dass wir diese Möglichkeiten schaffen wollen. Jede sanierte Strecke macht den Nahverkehr leistungsfähiger und besser“, sagte Verkehrsminister Oliver Krischer in Köln.

Er bedankte sich bei den Verkehrsunternehmen und den Bewilligungsbehörden für die Zusammenarbeit bei diesen Modernisierungsvorhaben. Diese Projekte werden gefördert: Die Kölner Verkehrsbetriebe erhalten die größte Zuwendungssumme in Höhe von 81,8 Millionen Euro für umfassende Gleiserneuerungen, Investitionen in die Barrierefreiheit an Haltestellen und die Bahnstromversorgung.  Die Stadtwerke Bonn erhalten für geplante Erneuerungen von Haltestellentechnik, Gleisen und Stromversorgung 9,1 Millionen Euro Fördergelder. 

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft und die Stadt Duisburg erhalten 31,4 Millionen Euro. Mit den Mitteln werden unter anderem die Fahrgastinformation und Fahrtreppen modernisiert sowie U-Bahn-Haltestellen umfassend erneuert.

Die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG erhält 16,2 Millionen Euro, um das Stellwerk „Musiktheater“ in Gelsenkirchen zu erneuern. DSW21 in Dortmund setzt die bewilligten knapp 30 Millionen Euro für zahlreiche Maßnahmen an Gleisanlagen, Fahrleitungen und Haltestellen ein. Die Ruhrbahn in Essen und Mülheim erhält 14 Millionen Euro, insbesondere für neue Gleisanlagen und die Erneuerung von Fahrtreppen.
Die moBiel GmbH in Bielefeld erhält 13,8 Millionen Euro für die Modernisierung von Fahrleitungen, Bahnstromanlagen, Gleisinfrastruktur und Funktechnik.


91,6 Millionen Euro für Stadtbahnsysteme im Ruhrgebiet
Mit 91,6 Millionen fördern Land und Bund die Erneuerung von Stadtbahnsystemen im Ruhrgebiet. Die Bescheide wurden jetzt vom NRW-Verkehrsministerium übergeben. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft und die Stadt Duisburg erhalten 31,4 Millionen Euro, um u. a. die Fahrgastinformation und Fahrtreppen zu modernisieren und U-Bahn-Haltestellen zu erneuern.

Knapp 30 Millionen Euro wurden für die DSW21 in Dortmund für zahlreiche Maßnahmen an Gleisanlagen, Fahrleitungen und Haltestellen bewilligt. An die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG gehen 16,2 Millionen Euro, um das Stellwerk "Musiktheater" in Gelsenkirchen zu erneuern, und die Ruhrbahn in Essen und Mülheim bekommt 14 Millionen Euro, insbesondere für neue Gleisanlagen und die Erneuerung von Fahrtreppen. idr

Teil-Freigabe: Trinkwasser kann in weiten Teilen des Vorsorgebereiches Huckingen wieder uneingeschränkt genutzt werden
Die Netze Duisburg heben in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt die vorsorglichen Einschränkungen für die Trinkwassernutzung für weite Teile des Vorsorgebereiches in Huckingen mit sofortiger Wirkung auf. Das Trinkwasser kann dort wieder uneingeschränkt zum Trinken, zur Zubereitung von Speisen und Getränken sowie für alle weiteren Anwendungen genutzt werden.

Aufrechterhalten bleiben die vorsorglichen Maßnahmen als Vorsichtsmaßnahme für einzelne Straßenabschnitte der Dauner Straße und der Bitburger Straße, wo die ersten auffälligen Messwerte festgestellt wurden. Zudem gelten die Beschränkungen weiterhin für ein einzelnes Gebäude an der Remberger Straße (siehe Adressliste unten). Die Netze Duisburg haben die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner heute Morgen darüber schriftlich informiert.

Obwohl auch in diesen Bereichen alle Proben vom Montag befundfrei waren, sollen weitere Proben in den kommenden drei Tagen diese Ergebnisse vom Montag sowie vom Wochenende nachhaltig bestätigen. Sollten auch diese Beprobungen befundfrei sein, werden die Einschränkungen auch für diese Bereiche aufgehoben. Die Versorgung der Anwohnerinnen und Anwohner bleibt für die Dauer über Trinkwasserwagen an der Dauner Straße gesichert.

Grundlage für diese Entscheidung sind die Ergebnisse eines umfangreichen Untersuchungsprogramms und der eingeleiteten technischen Maßnahmen. Seit Freitag haben die Netze Duisburg rund 40 Laboruntersuchungen sowie rund 100 Schnelltests im betroffenen Gebiet durchgeführt. Bis auf eine einzige Ausnahme konnte dabei keine Überschreitung des geltenden Grenzwertes mehr festgestellt werden.

Auch die jüngsten Labor-Untersuchungsergebnisse vom Montagnachmittag bestätigen, dass sich keine Spur von Blei im Trinkwasser nachweisen lässt. Anwohnerinnen und Anwohner können sich über die Messergebnisse sowie über die einzelnen Standorte der Probe-Entnahmen auf einer Übersichtskarte informieren, die auf der Internetseite www.netze-duisburg.de/trinkwasser-huckingen zu finden ist.

Parallel zu den umfangreichen Beprobungen haben die Netze Duisburg alle verfügbaren technischen Maßnahmen eingesetzt, um die Ursache einzugrenzen und das Netz zu sichern. Hierzu gehörten beispielsweise die Trennung von Hausanschlüssen nicht mehr bewohnter Immobilien sowie Spülungen des Trinkwassernetzes.

„Wir haben unsere personellen und technischen Kapazitäten erheblich ausgeweitet, um dieses umfangreiche Untersuchungsprogramm kurzfristig und am Wochenende umzusetzen. Mein Dank gilt insbesondere den beteiligten Laboren, die ihre Untersuchungskapazitäten kurzfristig erweitert und unsere Proben mit höchster Priorität analysiert haben.

Erst diese große Zahl an Labor- und Schnelltests ermöglicht die belastbare Aussage, dass kein Eintrag mehr im Netz vorhanden ist und die eingeleiteten Maßnahmen ihre Wirkung gezeigt haben“, sagt Andreas Massing, Geschäftsführer der Netze Duisburg.

Die Aufhebung der vorsorglichen Maßnahmen für weite Teile des Vorsorgebereiches erfolgen in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt. „Die nun vorliegenden Untersuchungsergebnisse zeigen, dass keine Überschreitung der Grenzwerte mehr vorliegen. Wo zuvor Grenzwerte überschritten wurden, gehen wir aber auf Nummer sicher. Für die Dauer weiterer Proben halten wir die Einschränkung dort aufrecht“, erklärt Marina Lorsch, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts Duisburg.

Nach Angaben des Gesundheitsamtes lag auch zuvor keiner der Messwerte in einem Bereich, in dem eine akute Toxizität, also das Potential einer akuten Bleivergiftung anzunehmen ist. Grundsätzlich beziehen sich Grenzwerte für Blei im Trinkwasser auf eine Menge, bei der auch bei andauernder Aufnahme keine Gesundheitsgefährdung anzunehmen ist.
Es handelt sich bei den Grenzwerten nach Trinkwasserverordnung nicht um Grenzwerte, die bei zeitlich begrenzter Aufnahme als gefährdend eingestuft werden. Grenzwerte, die eine akute Bleivergiftung bei zeitlich begrenzter Aufnahme hervorrufen könnten, wurden zu keinem Zeitpunkt festgestellt.

Die Netze Duisburg hatten die vorsorglichen Maßnahmen am Donnerstag vergangener Woche in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt eingeleitet. Hierzu gehörten die Einrichtung eines Vorsorgebereichs, die Information aller betroffenen Haushalte, die Bereitstellung einer alternativen Trinkwasserversorgung über Wasserwagen sowie eine fortlaufende Information der Öffentlichkeit.

Die Netze Duisburg und das Gesundheitsamt Duisburg danken den Bürgerinnen und Bürgern im Vorsorgebereich für ihr Verständnis und ihre Geduld während der vergangenen Tage.

Für diese Adressen gelten weiterhin vorsorgliche Einschränkungen bei der Trinkwassernutzung:
Dauner Straße von Hausnummer 20 bis 65
Bitburger Straße von Hausnummer 1 bis 15 (nur ungerade Hausnummern)
Remberger Straße 27


Zum Hintergrund:
Das in den Wasserwerken aufbereitete Trinkwasser wird fortlaufend und engmaschig untersucht und erfüllt sämtliche Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Das gesamte Trinkwassernetz in der Stadt wird mit mehreren tausend Proben pro Jahr untersucht, so dass tägliche Kontrollen gewährleistet sind.

Zudem befinden sich im öffentlichen Trinkwassernetz der Netze Duisburg keine Bleileitungen, die als Ursache infrage kommen könnten. Für die Installationen innerhalb der Häuser ist der Eigentümer verantwortlich. Seit Januar 2026 sind Bleileitungen auch in Hausinstallationen untersagt.

Stadt Duisburg setzt Zeichen für Vielfalt: Regenbogenflagge wird anlässlich des diesjährigen Christopher-Street-Day vor dem Rathaus gehisst
Der diesjährige CSD (Christopher-Street-Day) findet am Samstag, 25. Juli, in Duisburg unter dem Motto „DUISBUNT - Stadt der Vielfalt?!“ statt. Zum Auftakt wird auch in diesem Jahr die Regenbogenflagge um 12 Uhr vor dem Duisburger Rathaus am Burgplatz in der Innenstadt durch Bürgermeisterin Sylvia Linn, die CSD-Veranstalter von „DUPride e.V. – Verein Duisburger queerer Menschen“ sowie zahlreichen weiteren Gästen gehisst.

Nachdem die Regenbogenflagge vor dem Rathaus in der Stadtmitte gehisst wurde, setzt sich der Demonstrationszug durch die Duisburger Innenstadt in Bewegung. Nach einer Zwischenkundgebung vor dem LehmbruckMuseum endet dieser auf dem Straßenfestgelände am Averdunkplatz. Auf der Bühne erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm.

Auf dem Straßenfestgelände, nahe dem Duisburger Hauptbahnhof, stellen sich zahlreiche unterschiedliche Vereine, Verbände aus dem queeren Spektrum vor und bieten Möglichkeiten, sich zu informieren und Kontakte zu knüpfen: Das städtische Jugendamt hat vor Ort einen Stand mit seinem Arbeitskreis Queer Kinder und Jugend in Duisburg und ist mit unterschiedlichen Institutionen (Institut für Jugendhilfe, Suchthilfeverbund, Jungs e.V., Mabilda, Schulsozialarbeit, uvm.) vertreten.

Auch das städtische Kinder- und Jugendzentrum „Die Insel“ als offizielle Kontaktstelle der Vielfalt im Rahmen des Netzwerkes der NRW Fachberatungsstelle „gerne anders!“ ist dabei. Die Beratungsstelle zu HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen des Gesundheitsamtes hat in Kooperation mit dem Verein Lebenslust e.V. ebenfalls einen Aktionsstand auf dem Averdunkplatz.

hristopher Street Day 2023. Auch das Bürogebäude Five Boats im Innenhafen erstrahlte in Regenbogenfarben. Bild Ilja Höpping / Stadt Duisburg

Die Mitarbeitenden stehen für kurze Informations- bzw. Beratungsgespräche zur Verfügung, verteilen zum Beispiel Kondome und Sonnencreme und informieren über kostenlose Testungsangebote. Zur Entschleunigung bietet die Zentralbibliothek von 13 bis 15.30 Uhr im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 ein alternatives Kreativprogramm an: „Bilder in Murmeltechnik, Plotten und mehr!“.

Christopher Street Day 2023. Am Stadttheater wehte die Regenbogenflagge. Bild Ilja Höpping / Stadt Duisburg

Außerdem stellt das Bibliotheksteam um 14 Uhr bei einer Führung das Angebot an queerer Literatur vor. Weitere Informationen unter http://www.stadtbibliothek- duisburg.de. Weitere Informationen zum CSD 2026 und dem umfangreichen Begleitprogramm gibt es beim Verein „DUPride e.V. – Verein Duisburger queerer Menschen“ unter http://www.dupride.de.

Stadtwerketurm erstrahlt in Regenbogenfarben
Auch in diesem Jahr erstrahlt der Stadtwerketurm am Abend des 25. Juli wieder in den Regenbogenfarben, ebenso die Five Boats im Duisburger Innenhafen. Auch in der Innenstadt wehen Regenbogenfahnen.

Foto Ilja Höpping

In Duisburg spielt das Thema Queer/Vielfältige Lebensformen seit vielen Jahren eine wichtige Rolle zur Vermittlung und Vernetzung innerhalb der queeren Community durch das Referat für Gleichberechtigung und Chancengleichheit. Weitere Informationen, Anlaufstellen und Angebote gibt online unter: http://www.duisburg.de/queer.

Kostenloses Ferienangebot der Bezirksverwaltung Homberg/ Ruhrort/Baerl: Aktiv im Quartier – Das Sportmobil kommt
Bürgerinnen und Bürger erwartet in den Sommerferien vom 22. Juli bis 26. August auf dem Bismarckplatz in Duisburg-Homberg ein besonderes Bewegungs- und Freizeitangebot. Jeden Mittwoch von 13 bis 17 Uhr macht dort das Sportmobil des Stadtsportbundes Duisburg Station. Das Angebot wird von der Bezirksverwaltung organisiert und richtet sich an Menschen jeden Alters.

Ziel des Angebots ist es, Begegnungen zu fördern, gemeinsame Aktivitäten zu ermöglichen, Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder sportlichen Vorkenntnissen zusammenzubringen und eine weitere Ferienaktivität anzubieten. Besucherinnen und Besucher können zahlreiche Bewegungs- und Spielangebote kostenlos ausprobieren.

Zur Ausstattung gehören unter anderem Badminton-Sets, Bälle, Balancierbretter, ein Schwungtuch, Jongliermaterialien, Krocket, Seilchen, Slackline, Sommerski, Tauziehseile, Tennis- und Unihockey-Ausrüstung sowie viele weitere Spiel- und Sportgeräte.
Das offene Angebot lädt Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien dazu ein, sich gemeinsam zu bewegen, neue Sportarten kennenzulernen und den öffentlichen Raum aktiv zu nutzen. Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

Für Rückfragen steht Annika Illerhaus telefonisch unter 0203 987892 oder per E-Mail an kultur.homberg@stadt-duisburg.de zur Verfügung. Die Bezirksverwaltung freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher und auf bewegte Sommernachmittage auf dem Bismarckplatz.

Mercator Matinée im Stadtmuseum: „Zwischen Asphalt und Artenvielfalt – Wege zur resilienten Stadtentwicklung“ - Vortrag Dr. Kerrin Birte Trimpler
Das Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg lädt am kommenden Sonntag, 19. Juli, um 11.15 Uhr am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen zur Mercator Matinée mit dem Vortrag „Zwischen Asphalt und Artenvielfalt – Wege zu einer resilienten Stadtentwicklung“ von Dr. Kerrin Birte Trimpler ein.

Duisburg gilt als Hitzerekord-Stadt. Erst vor wenigen Wochen wurden Temperaturen von knapp 40 Grad erreicht. Die Kessellage im Rheintal, industrielle Aktivitäten, der hohe Versiegelungsgrad, die dichte Bebauung sowie der Mangel an Schatten und Stadtgrün führen zunehmend zu Hitzebelastungen. Stadtgrün gewinnt im Kontext des Klimawandels zunehmend an Bedeutung – nicht nur als gestalterisches Element urbaner Räume, sondern auch als wichtiger Bestandteil nachhaltiger Stadtentwicklung und wirksamer Klimaanpassung.

Der Vortrag zeichnet die Entwicklung der Stadtbegrünung von historischen Parkanlagen bis hin zu heutigen Konzepten grüner Infrastruktur nach und stellt aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Praxis vor. Anhand ausgewählter Beispiele wird gezeigt, wie Dach- und Fassadenbegrünungen sowie urbane Vegetation zur Minderung von Hitzeinseln, zur Verbesserung der Luftqualität und zur Förderung der Biodiversität beitragen können. Abschließend werden Chancen und Herausforderungen der Integration von Stadtgrün in kommunale Planungsprozesse beleuchtet.

Ziel des Vortrags ist es, die Bedeutung von Stadtgrün für den Klimaschutz zu vermitteln und Impulse für eine zukunftsfähige, resiliente Stadtentwicklung zu geben. Die Teilnahme kostet für Erwachsene sechs Euro, ermäßigt vier Euro. Die Reservierung von Karten unter 0203 283-2640 oder per E-Mail an ksm- service@stadt-duisburg.de wird empfohlen. Das gesamte Programm ist unter http://www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.

IHK-Lehrgang für Einsteiger im Controlling  
Eine Fachkraft für Controlling analysiert aktuelle Daten und entwickelt Prognosen. Sie hilft dabei, Unternehmenszahlen zu interpretieren und leitet daraus Maßnahmen für das Unternehmen ab. Der Kurs „Fachkraft für Controlling (IHK)“ richtet sich an Einsteiger, die sich Grundkenntnisse im Controlling aneignen möchten.

Darüber hinaus ist er für Fachkräfte aus dem Finanz- und Rechnungswesen sowie für Inhaberinnen und Inhaber kleiner und mittelständischer Unternehmen aus Handel, Handwerk, Dienstleistung und Industrie geeignet.  

Der Online-Lehrgang findet vom 18. August bis 24. September statt und umfasst 60 Unterrichtseinheiten. Ansprechpartnerin bei Fragen ist Sabrina Althoff, 0203 2821-382, althoff@niederrhein.ihk.de. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.ihk.de/niederrhein/veranstaltungen  


IG BAU: „WSS – auf Wasser, Sonnencreme und Schatten kommt es an“
Für alle, die in Duisburg unter praller Sonne arbeiten: WSS-Regel  
Wenn der Arbeitsschutz aus der Tube kommt: „Sonnencreme satt“ – das ist für alle, die in Duisburg unter freiem Himmel arbeiten, extrem wichtig. Darauf hat die IG BAU Duisburg-Niederrhein jetzt hingewiesen.

Die wichtigste Sommer-Regel dabei: „Eincremen, eincremen, eincremen. Wenn die Sonne kräftig scheint, heißt das: Lichtschutzfaktor 50. Und alle zwei Stunden nachcremen. Denn intensiver UV-Schutz ist das A und O gegen Hautkrebs“, rät Karina Pfau.

Die Vorsitzende der IG BAU Duisburg-Niederrhein warnt: „Es ist wichtig, sich im Job nicht verbrennen zu lassen.“ Darauf sollten Maurer, Straßenbauer und Dachdecker in Duisburg genauso achten wie die Landschaftsgärtnerin oder der Erntehelfer. Übrigens: „Oben ohne ist bei der Arbeit unter praller Sonne alles andere als sexy. Im Gegenteil: Möglichst viel vom Körper sollte mit Stoff bedeckt sein. Auch ein luftdurchlässiger Bauarbeiterhelm mit Nackenschutz gehört zum Sommer-Outfit auf dem Bau“, macht Karina Pfau klar.

Bloß reichlich Wasser trinken: Wer draußen in der Sommerhitze arbeitet, braucht jede Viertelstunde einen kräftigen Schluck Wasser. „Dabei ist das Durstlöschen Sache des Chefs: Er muss nämlich für eine ‚Getränke-Flatrate‘ sorgen“, sagt Karina Pfau von der IG BAU Duisburg-Niederrhein.

Dafür habe der Arbeitgeber zu sorgen. Genauso wie für reichlich Getränke: „Auch das Durstlöschen bei Sommerhitze ist Sache des Chefs“, sagt Karina Pfau. Die Bezirkschefin der IG BAU Duisburg-Niederrhein fordert alle Arbeitgeber in der Stadt auf, für eine „Getränke-Flatrate“ zu sorgen, wenn deren Beschäftigte tagsüber draußen sind. Bei schwerer Arbeit in großer Hitze rät die Gewerkschaft, drei bis fünf Liter pro Tag zu trinken.

„Es gilt die Faustregel: alle 15 bis 20 Minuten ein volles Wasserglas. Ideal sind Wasser und kalte Tees“, sagt Karina Pfau. Auch regelmäßige Pausen im Schatten – zum Beispiel unter einem Sonnensegel – seien wichtig. „Außerdem sollten Arbeitszeiten stärker in die frühen Morgen- oder Abendstunden gelegt werden“, rät Pfau.

Es gelte die „WSS-Regel“: Wasser, Sonnencreme und Schatten – darauf komme es an. Außerdem empfiehlt die IG BAU einen regelmäßigen „Hautkrebs-Check“: Einmal pro Jahr sollten Menschen, die regelmäßig draußen arbeiten, zum Hautarzt gehen, so die Gewerkschaft. Für alle, die unter freiem Himmel arbeiten, hat die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) praktische Tipps zum effektiven Sonnen- und Hitzeschutz: www.bgbau.de/service/angebote/arbeitsschutzpraemien/praemie/individueller-sonnen-und-hitzeschutz

100 Jahre BSV Hamborn-Neumühl
Ein Jubiläum voller Gänsehautmomente, Gemeinschaft und neuer Hoffnung
Vier Tage lang stand Neumühl ganz im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Der Bürger-Schützen-Verein Hamborn-Neumühl 1926 e. V. feierte sein 100-jähriges Bestehen und das mit einem Fest, das Tradition, Gemeinschaft und Lebensfreude eindrucksvoll miteinander verband.

Bereits der Königsabschiedsabend zu Ehren des scheidenden Königspaares Horst und Meggi Schroeder setzte den festlichen Auftakt. Schirmherr Uwe Heider, ehemaliger Bezirksbürgermeister von Duisburg-Hamborn, würdigte in seinem Grußwort die Bedeutung des Vereins für den Stadtteil und dankte den vielen Ehrenamtlichen, die seit einem Jahrhundert das Schützenwesen mit Leben erfüllen.

Fotos Pater Tobias

Souverän führte der 1. Präsident Ulrich Kretschmer durch das abwechslungsreiche Festprogramm und begrüßte die zahlreichen Gäste. Beim Jubiläumsabend wurde der Verein zudem mit der Hochmeisterplakette des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften ausgezeichnet – eine besondere Ehrung für ein Jahrhundert gelebter Werte unter dem Leitwort „Glaube, Sitte und Heimat“.

Am Samstag verwandelte sich Neumühl in eine Festmeile. Zahlreiche Gastvereine zogen gemeinsam mit dem Jubelverein durch den Stadtteil. Der Große Zapfenstreich auf dem Hohenzollernplatz sorgte für einen bewegenden Moment, bevor der Galaabend im Agnesheim die Gäste bis in die Nacht begeisterte.

Festgottesdienst als bewegender Höhepunkt
Ein weiterer Höhepunkt war der Festgottesdienst am Sonntag in der bis auf den letzten Platz gefüllten Herz-Jesu-Kirche. Die musikalische Gestaltung durch Pipes and Drums verlieh der Feier einen besonderen Klang. In seiner Predigt erinnerte Präses Pater Tobias Breer daran, worauf es im Leben wirklich ankommt: „Ein Verein lebt nicht von Uniformen oder Pokalen, sondern von Menschen, die füreinander da sind.“ Und er machte den Besucherinnen und Besuchern Mut mit den Worten: „Gemeinschaft beginnt dort, wo Menschen nicht fragen: Was bringt mir das? Sondern: Was kann ich für andere tun?“

Nach dem Gottesdienst trafen sich viele Besucher zum gemeinsamen Frühschoppen, bevor auf der Schießanlage im Iltispark das mit Spannung erwartete Königsvogelschießen begann.

Ernst-Lothar Horbach erringt die Königswürde
Drei Schützen stellten sich dem spannenden Wettkampf um die Königswürde: Christian Woiczinski, Ulrich Kretschmer und Ernst-Lothar Horbach. Dass der 1. Präsident Ulrich Kretschmer selbst um die Königskette kämpfte, sorgte für zusätzliche Spannung am Schießstand. Am Ende bewies Ernst-Lothar Horbach die sicherste Hand und holte den Vogel von der Stange. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Sigrid Horbach wird er den Bürger-Schützen-Verein im kommenden Jahr als Königspaar repräsentieren. Zur 1. Schützendame wurde Angelika Woiczinski ausgeschossen.

Mit der feierlichen Inthronisation der neuen Würdenträger endet am Montagabend ein Jubiläumsfest, das vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Es waren vier Tage, die eindrucksvoll gezeigt haben, dass Tradition und Zukunft kein Widerspruch sind. Dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, sich ehrenamtlich engagieren und Gemeinschaft leben, hat auch nach 100 Jahren die Zukunft begonnen. Genau das machte dieses Jubiläum zu etwas ganz Besonderem.

Bundestagsabgeordneter Mahmut Özdemir besucht Projekt LebensWert: „Hier wird Zusammenhalt jeden Tag gelebt“
Hoher Besuch im Projekt LebensWert: Der Duisburger Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir informierte sich jetzt vor Ort über die vielfältige Arbeit der sozialen Einrichtung und tauschte sich mit Pater Tobias Breer und dem Team über aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen aus.

Im Mittelpunkt des Besuches stand die Kinderlernküche, in der gemeinsam mit Kindern gekocht wurde. Dabei wurde schnell deutlich, dass es hier um weit mehr geht als um das Zubereiten einer Mahlzeit. Beim gemeinsamen Kochen entstehen Gespräche, Vertrauen und Gemeinschaft. Kinder erleben Wertschätzung, lernen fürs Leben und verbringen wertvolle Zeit miteinander.

„Gerade solche Begegnungen zeigen, wie wichtig Orte sind, an denen Menschen füreinander da sind und niemand allein gelassen wird“, betonte Mahmut Özdemir. Er zeigte sich beeindruckt vom täglichen Engagement des Teams und würdigte besonders den Einsatz für Kinder, Jugendliche und Familien in Duisburg. „Ich habe großen Respekt vor der Arbeit, die hier jeden Tag geleistet wird. LebensWert ist ein Ort, an dem Menschen Unterstützung finden, Gemeinschaft erleben und einfach willkommen sind.“

Foto Mariss Haag

Pater Tobias Breer freute sich über den Besuch und den offenen Austausch. „Es ist wichtig, dass politische Verantwortungsträger die soziale Arbeit nicht nur aus Berichten kennen, sondern erleben, was hier jeden Tag geschieht. Unsere Arbeit lebt von Begegnungen, von Menschlichkeit und von vielen Menschen, die mit Herz anpacken. Der Besuch von Mahmut Özdemir ist ein schönes Zeichen der Wertschätzung für unser gesamtes Team und alle Ehrenamtlichen.“

Während des Rundgangs erhielt der Bundestagsabgeordnete Einblicke in die verschiedenen Angebote des Projekts LebensWert, von der Sozialberatung über das Sozial-Café bis hin zur Kinderlernküche, Reittherapie, Schwimmkursen und Ferienfreizeiten. Im Gespräch wurden auch die Herausforderungen sozialer Einrichtungen sowie die Bedeutung einer verlässlichen Unterstützung für Kinder und Familien thematisiert.

Zum Abschluss bedankte sich Mahmut Özdemir bei allen Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen: „Dieses Engagement zeigt, wie wichtig Orte sind, an denen Menschen füreinander da sind. Dafür braucht es Herz, Zeit und viele engagierte Menschen. Ich wünsche Pater Tobias und dem gesamten Team weiterhin viel Kraft und Gottes Segen für ihre wichtige Arbeit.“

Der Besuch machte deutlich: Das Projekt LebensWert ist weit mehr als eine soziale Einrichtung. Es ist ein Ort der Hoffnung, an dem Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder Lebenssituation erfahren, dass sie nicht allein sind.

Klang und Vielfalt bei sechs sommerlichen Orgelkonzerten in der Friedenskirche Hamborn
Die sommerlichen Orgelkonzerte in der Friedenskirche Duisburg Hamborn sind beliebt. Ein guter Grund, sie auch in diesem Jahr fortzusetzen und das Konzept zu bewahren:  Es erklingen an sechs Mittwoch-Abenden jeweils um 19.30 Uhr in der über die Region hinaus als Konzertstätte bekannten Kirche an der Duisburger Straße 174 Werke der Orgelmusik und mehr.

Zu Gast sind wieder Musikerinnen und Musiker aus anderen Städten. Und wenn das Wetter mitspielt, kann das kulturinteressierte Publikum im Kirchgarten mit ihnen nach den Konzerten bei einem Getränk ins Gespräch kommen. Los geht es am 22. Juli mit Ansgar Schlei aus Wesel. Den Kirchenmusikdirektor, der auch Vorsitzender des Verbandes für Kirchenmusik in der Evangelischen Kirche im Rheinland e.V. ist, führen seine vielen Konzerte auch oft ins Ausland.

Ansgar Schlei (Foto: Andreas Jäger)

Am Eröffnungsabend spielt er auf der Eule-Orgel der Friedenskirche unter dem Titel „ORANJE“ Werke von niederländischen Komponisten, wie Sweelinck, Feike Asma, Jan Zwart, Margaretha Christina de Jong und anderen. 

Am 29.7. heißt es mit den Musikern Martin Hilner und Hans-André Stamm „Saxophon trifft Orgel“, beim dritten Konzert, 5.8. spielt Olga Zhukova unter dem Titel „Bach im Spiegel der Zeiten“ Musik von Purcell, Bach, Reger und Karosi, und am 12. August gibt Ute Gremmel-Geuchen mit Werken von Buxtehude, J.S. Bach, Corette, F. Mendelssohn und Zsolt Gárdony ein Konzert.

Am 19.8. sorgen Frank Düppenbecker und Klaus Eldert Müller für „Trompetenglanz & Orgelpracht“ - mit Musik von Händel, Lübeck, Rinck, Puccini u.a. Das Abschlusskonzert für dieses Jahr gibt am 26.8. Andy von Oppenkowski. Er spielt unter dem Titel „J.S. Bach, seine Vorbilder und Zeitgenossen“ Werke von D. Buxtehude, J.A. Reincken, M. Rossi und natürlich J.S. Bach.   

Der Eintritt zu den sommerlichen Orgelkonzerten kostet jeweils zehn Euro. Schüler und Studenten zahlen bei Vorlage des Ausweises nur fünf Euro. Bei Rückfragen zu den Konzerten können Interessierte gerne eine Mail an Tiina Marjatta Henke (tiinamarjatta@posteo.de) senden.   


Bonhoeffergemeinde lädt zur Krümelkirche
Am 19. Juli darf in der Lutherkirche Duisburg Obermarxloh, Wittenberger Straße 15 , ab 16 Uhr gerne gekrümelt, gegessen und getrunken werden, denn zu Gast sind Kinder im Alter zwischen 0 und fünf Jahren. Sie sind mit ihren Eltern herzlich eingeladen zur „Krümelkirche“, einer Gottesdienstform, die ganz auf die Ebene der Krabbelkinder zugeschnitten ist.

Das Format wird sich mit der Kinderkirche für sechs- bis zwölf-jährige und der Familienkirche abwechseln. Entwickelt hat „Churchies“, das Paket der Glaubensangebote für Kinder und Familien, Diakonin Nicole Enders mit ihrem Team in der Evangelischen Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh, die herzlich zum Mitfeiern einlädt.

Detailinfos und weitere Termine nennt Nicole Enders (Mobil: 0173 7344055 oder Mail: nicole.enders@ekir.de) gerne. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.bonhoeffer-gemeinde.org.



Schulanfang: Schul- oder Lehrbücher im Juni 2026 um 2,3 % teurer als ein Jahr zuvor
Ob Stifte, Hefte oder Bücher – der Schulanfang nach den Sommerferien ist in der Regel mit einigen Anschaffungen verbunden. Für den Kauf von Schulbüchern, Schreib- und Zeichenmaterialien mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im Juni 2026 mehr ausgeben als noch ein Jahr zuvor.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erhöhten sich etwa die Preise für Schul- oder Lehrbücher im Juni 2026 um 2,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum ebenfalls um 2,3 %.



Papierprodukte etwas günstiger als ein Jahr zuvor
Bei anderen Schulmaterialien fiel die Preisentwicklung unterschiedlich aus. So sind die Preise für Papierprodukte wie Schulhefte oder Zeichenblöcke leicht gesunken: Sie lagen mit -0,3 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats.
Für anderes Schreib- und Zeichenmaterial mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im Juni 2026 dagegen 3,5 % mehr zahlen als im Juni 2025. Darunter fallen beispielsweise Füller, Stifte oder Farbkästen.

Stark erhöhte Sterbefallzahlen während der Hitzewelle Ende des 2. Quartals
Sterbefallzahlen in der letzten Juniwoche 32 % über dem Vergleichswert der Vorjahre

Im 2. Quartal 2026 sind in Deutschland nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 243 600 Menschen gestorben. Die Sterbefallzahlen bewegten sich zumeist im Bereich der mittleren Werte der vier Vorjahre oder merklich darunter. Ausnahmen waren erhöhte Sterbefallzahlen in Wochen mit hohen Durchschnittstemperaturen ("Hitzewellen").

Besonders deutlich war dieser Effekt in der letzten Juniwoche (22. - 28. Juni), in der die Sterbefallzahlen zeitgleich mit einer historischen Hitzewelle um 32 % über dem mittleren Wert der vier Vorjahre lagen. In dieser Woche starben in Deutschland demnach etwa 23 900 Menschen. Das waren etwa 7 100 Sterbefälle mehr als noch zwei Wochen zuvor.

Auf die einzelnen Monate bezogen betrug die Differenz zum jeweiligen mittleren Wert der Jahre 2022 bis 2025 für den April -5 % und für den Mai -2 %. Der von der Hitzeperiode geprägte Juni verzeichnete Sterbefallzahlen, die um 9 % über dem entsprechenden Vergleichswert lagen.

Dass im Zusammenhang mit Hitze die gesundheitliche Belastung hoch ist und in Folge auch die Sterbefallzahlen ansteigen, ist ein bekannter Effekt, der in Sommermonaten bereits häufiger beobachtet wurde.




Auswirkung der Hitzewelle zeigte sich auch in anderen europäischen Ländern Das EuroMOMO-Netzwerk zur Beobachtung von Sterblichkeitsentwicklungen ordnet Befunde zur Übersterblichkeit auf Basis einer eigenen Hochrechnung unvollständiger Meldungen und eines eigenen Übersterblichkeitskonzepts europaweit vergleichend ein.

Im 2. Quartal 2026 wurden dort in mehreren europäischen Ländern ebenfalls während der Hitzewelle Ende Juni größere Abweichungen von den erwartbaren Entwicklungen festgestellt. So wird dort aktuell insbesondere für Frankreich und für Belgien eine sehr hohe Übersterblichkeit ("very high excess") in der letzten Juniwoche ausgewiesen.

Auch zahlreiche andere Länder weisen zumindest eine leichte ("low excess") oder moderate Übersterblichkeit ("moderate excess") auf. Die Einordnung der letzten Juniwoche durch EuroMOMO ist derzeit noch mit Unsicherheiten behaftet, da die Hochrechnungen zum Teil noch auf sehr unvollständigen Sterbefallmeldungen beruhen.
Mit der Vervollständigung der Daten in den kommenden Wochen wird sich das tatsächliche Ausmaß der Auswirkungen der vergangenen Hitzewelle auf die Sterblichkeit schrittweise genauer bestimmen lassen.

Studie zur Verkehrssicherheit: Hohes Unfallrisiko für Lieferdienst-Fahrer
Fahrerinnen und Fahrer App-basierter Lieferdienste für Essen, Lebensmittel und Waren prägen seit der Covid-Pandemie zunehmend das urbane Stadtbild. Doch der Arbeitsalltag der sogenannten „Delivery Rider“ ist mit erheblichen Verkehrsrisiken verbunden.
Eine veröffentlichte Studie der Technischen Universität Dresden im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) zeigt eine hohe Unfallbelastung: Innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten wurde eine Ereignisrate von 0,9 Unfällen pro Person festgestellt. Im Durchschnitt erlebten damit alle Lieferdienst-Fahrerinnen und -Fahrer knapp einen Unfall pro Jahr.

© Christoph Rieger, DVR

„Die Studie belegt, dass der Straßenraum für Riderinnen und Rider mit besonderen Risiken verbunden ist“, sagt Manfred Wirsch, Präsident des DVR. „Wenn neue, fahrradbasierte Geschäftsmodelle unsere Städte verändern, darf dieser Wandel nicht zulasten der Menschen gehen, die ihn ermöglichen. Der Schutz der Gesundheit von Lieferdienst-Fahrerinnen und -Fahrern muss immer Vorrang haben.“

Lieferdienst-Unfallquote branchenübergreifend hoch
Um das Unfallrisiko von Riderinnen und Ridern mit anderen Branchen vergleichen zu können, berechneten die Forschenden die Tausend-Mann-Quote, die angibt, wie viele von 1.000 Vollzeitbeschäftigten pro Jahr einen meldepflichtigen Arbeitsunfall erleiden. Das Ergebnis ist alarmierend: Mit rund 298 Betroffenen liegt die Unfallquote der Lieferdienst-Fahrerinnen und -Fahrer deutlich über den Vergleichswerten anderer Wirtschaftszweige. Zum Vergleich: In der Verkehrswirtschaft, Postlogistik und Telekommunikation lag die Unfallquote im Jahr 2024 durchschnittlich bei rund 34 Betroffenen.

Große Gefahr bei Berufseinsteigern und in der Lieferdienst-Rushhour
Riderinnen und Rider mit weniger als einem Jahr Erfahrung weisen im Durchschnitt eine Rate von etwa fünf Unfällen pro Jahr auf. Mit zunehmender Tätigkeitsdauer nimmt dieser Wert kontinuierlich ab und stabilisiert sich ab einer Berufserfahrung von drei Jahren bei etwa einem Unfall pro Jahr.

Besonders häufig ereignen sich Unfälle während der klassischen Lieferdienst-Rushhour zwischen 18 und 21 Uhr, wenn das Bestellaufkommen besonders hoch ist. Rund die Hälfte aller Unfälle fällt in diesen Zeitraum, der häufig von Zeitdruck und Dunkelheit geprägt ist.

Häufige Unfallursachen: Witterung und mangelhafte Infrastruktur
71 Prozent der erfassten Verkehrsunfälle von Lieferdienst-Fahrerinnen und -Fahrern sind Alleinunfälle. Als häufigste Ursache nannten 72 Prozent der Befragten rutschige Oberflächen durch Laub, Nässe oder Eis. Weitere relevante Faktoren sind unebene Untergründe durch Schlaglöcher oder Baumwurzeln (37 Prozent), Straßenbahnschienen (32 Prozent) und Bordsteinkanten (24 Prozent). Auffällig sind Unterschiede zwischen verschiedenen Fahrradtypen: Pedelec-Fahrende stürzen aufgrund glatter Oberflächen deutlich häufiger als Personen auf Fahrrädern ohne Motorunterstützung (50 gegenüber 37 Prozent).

Bei Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmenden waren am häufigsten Pkw-Fahrende (23 Prozent) sowie Fußgängerinnen und Fußgänger (19 Prozent) beteiligt. Das sogenannte Dooring – also Unfälle durch plötzlich geöffnete Autotüren parkender Fahrzeuge – machte 11 Prozent aller Unfallsituationen aus.

Jeder zweite Unfall endet mit Verletzungen
Bei etwa jedem zweiten Unfall erlitten Riderinnen und Rider Verletzungen. Besonders betroffen waren Beine und Füße (73 Prozent) sowie Schultern, Arme und Hände (62 Prozent).

Zudem deckte die Studie eine erhebliche Dunkelziffer auf: 26 Prozent der verunfallten Lieferdienst-Fahrerinnen und -Fahrer haben noch nie einen Unfall an ihren Arbeitgeber gemeldet. Lediglich zwölf Prozent meldeten ausnahmslos jeden Unfall. Während Unfälle mit einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens vier Tagen – der gesetzlichen Meldeschwelle – zu 94 Prozent gemeldet werden, bleiben Unfälle ohne längere Krankschreibung häufig unerfasst: 53 Prozent verzichteten in diesen Fällen auf eine offizielle Meldung.

Handlungsansätze für Arbeitgeber, Kommunen und Präventionsakteure
Aus den vorliegenden Ergebnissen wurden erste Handlungsansätze abgeleitet. Entscheidend ist, das komplexe Zusammenspiel verschiedener Einflussfaktoren gemeinsam zu betrachten: Qualität und Quantität der Radinfrastruktur, Fahrerfahrung, Risikokompetenz, Witterungsverhältnisse, Zeitdruck und Routenplanung.

Dort, wo Beschäftigungsverhältnisse von Riderinnen und Ridern unklar sind – beispielsweise in Folge von Subunternehmerstrukturen – muss zunächst die Verantwortlichkeit als Arbeitgeber klar zugeordnet werden. Nur so können die Präventionsangebote der Berufsgenossenschaften die Beschäftigten tatsächlich erreichen. Derzeit bereitet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die nationale Umsetzung der EU-Richtlinie zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Plattformarbeit vor. Zeitgemäße Regeln für Arbeitsschutz und Transparenz in der plattformgetriebenen Wirtschaft müssen dabei auch auf mehr Verkehrssicherheit zielen.

Arbeitgeber müssen zudem die technische Ausgestaltung ihrer Plattformen weiterentwickeln. Sinnvoll sind verpflichtende Schlechtwetter-Regeln mit automatischen App-Pausen sowie witterungsangepasste Routenempfehlungen. Während der abendlichen Stoßzeiten sollten zusätzliche Zeitpuffer in die Lieferalgorithmen integriert werden. Ergänzend sind verpflichtende Schulungen zu den zentralen Sturzursachen sowie ein schnelles, mehrsprachiges App-Reporting für Unfälle notwendig. Leitfäden für einen konstruktiven Umgang mit Fehlern – sogenannte „No-Blame-Leitfäden“ – können Lieferdiensten helfen, eine angstfreie Kultur bei Unfallmeldungen zu etablieren.

Die Kommunen sind gefordert, Radverkehrsanlagen sicher, durchgehend und regelwerksgerecht zu planen, regelmäßig zu prüfen und ganzjährig verkehrssicher zu halten. Zudem sollten im städtischen Raum Lieferbereiche geschaffen und beschildert werden, um gefährliches Parken auf Gehwegen zu verhindern.

Die Lieferdienst-Fahrerinnen und -Fahrer selbst wünschen sich mehrsprachige digitale Kurzinformationen für das Smartphone, etwa zu den wichtigsten Risiken. Gemeinsam mit Präventionsakteuren und Unternehmen sollte der DVR deren Entwicklung unterstützen. Die Studie zeigt außerdem: Erfahrungen mit dem Fahrradfahren in Kindheit und Jugend sind ein relevanter Faktor für das Unfallrisiko. Besonders Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger sowie Personen mit geringer Fahrraderfahrung sollten daher gezielt in der Präventionsarbeit angesprochen werden.

„Hinter jeder Lieferung steht ein Mensch. Es ist nicht akzeptabel, dass Riderinnen und Rider täglich ihre Gesundheit aufs Spiel setzen müssen“, sagt Manfred Wirsch. „Erste Handlungsempfehlungen liegen auf dem Tisch – jetzt müssen wir sie umsetzen, um unsere Straßen von Gefahrenzonen in sichere Arbeitsplätze weiterzuentwickeln.“

Hintergrund: Wer sind die „Delivery Rider“?
Die befragten Lieferdienst-Fahrerinnen und -Fahrer sind überwiegend männlich (93 Prozent), im Durchschnitt 30 Jahre alt und zu 75 Prozent im Ausland aufgewachsen. Die häufigsten Herkunftsländer sind Indien, Bangladesch, Pakistan, die Türkei und Syrien. Rund 70 Prozent verfügen über einen Bachelorabschluss oder eine höhere akademische Qualifikation. Für ihre Arbeit nutzen die Riderinnen und Rider mehrheitlich Pedelecs (63 Prozent), gefolgt von konventionellen Fahrrädern (34 Prozent).

Über die Studie
Die Studie „Sicher unterwegs auf zwei Rädern: Verkehrsunfälle und Präventionspotenziale im Arbeitsalltag von Rider*innen“ wurde von der Professur für Verkehrspsychologie der Technischen Universität Dresden im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates und in Zusammenarbeit mit diesem durchgeführt. Online befragt wurde eine Stichprobe von 709 aktiv Fahrenden von Fahrrädern, Pedelecs und Lastenrädern im urbanen Raum. Die Erhebung fand vom 18. Februar bis zum 19. April 2026 statt.

Die Studie wurde von Dipl.-Psych. Juliane Anke, Simon Heintzen (M.Sc.), Clara Moeller (B.Sc.) und Prof. Dr. rer. nat. habil. Tibor Petzoldt erarbeitet. Seitens des DVR wurde das Projekt von Dr. Coline Kuche, Claire Borowski und Kay Schulte umgesetzt.

Shanty Chor Duisburg tritt bei Sonntagskonzert auf
Der „Shanty Chor Duisburg – WSP NRW“ spielt am Sonntag, 19. Juli, ab 15 Uhr ein Freiluftkonzert im Volkspark Rheinhausen. Mit maritimen Hits und bekannten Seemannsliedern, die zum Mitsingen einladen, nimmt der Chor sein Publikum mit auf eine musikalische Reise zu fernen Häfen und auf hohe See.

Die Konzerte werden durch den Bauverein Rheinhausen und den Förderverein für Kultur- und Brauchtumspflege Rheinhausens & Rumeln- Kaldenhausens e.V. unterstützt. Der Eintritt ist frei.

Weitere Termine:
26. Juli – BSW Mandolinen-Orchester Krefeld-Oppum 1951
2. August – Duisburger Hafenchor
9. August – Die Bergsteirer
29. August – Westside im Park (15 bis 22 Uhr)
Mehr Informationen gibt es auch im Internet unter: https://www.facebook.com/SonntagskonzerteRheinhausen/

„Die Bergsteirer“ beschließen Parkkonzertsaison
Mit dem beliebten Duo „Die Bergsteirer“ endet die diesjährige Parkkonzertreihe unter freiem Himmel: Am Sonntag, 19. Juli, spielen die Musiker ab 11 Uhr im Jubiläumshain Stimmungsschlager und traditionelle Volksmusik auf der steirischen Harmonika. Dabei nehmen sie ihr Publikum mit auf eine klangvolle Reise vom Ruhrgebiet über Tirol und die Steiermark bis nach Oberkrain.

(C) Kulturbüro Stadt Duisburg

Seit Mitte Mai hatte das Kulturbüro der Stadt Duisburg wöchentlich wechselnde Musikerinnen und Musiker bei freiem Eintritt in die Ziegelhorststraße eingeladen. Das abwechslungsreiche Programm begeisterte das Publikum mit einer großen musikalischen Bandbreite: Chöre sangen Seemannslieder, Blechbläser präsentierten Unterhaltungsmusik und Filmmelodien.

Ein Gitarrenduo weckte mit Klassikern, Oldies und Evergreens nostalgische Erinnerungen, während weitere Ensembles mit Walzern, Slowfox, Märschen, Polkas und Rumbas für Tanzmusik sorgten. Außerdem gehörten aktuelle Rock- und Schlagertitel zum auf der Freilichtbühne gezeigten Repertoire.

Der Lions Club Duisburg-Hamborn unterstützte auch in diesem Jahr die Parkkonzertreihe als zuverlässiger Partner. Aktuelle Informationen gibt es im Internet unter: https://www.facebook.com/ParkkonzerteHamborn

Viel Zulauf bei der Aktion von Kirchen, Diakonie und Caritas am Marina-Markt 
Ein Zeichen, wie Begegnung, Austausch und Gemeinschaft gelingen können Die Bänke am langen Tisch bei der gestrigen Aktion von Kirchen, Diakonie und Caritas am Marina-Markt waren ab 11 durchgehend gut gefüllt. Am mobilen Backofen fanden die 500 frischen, kostenfreien Brote schnell ihre Abnehmerinnen und Abnehmer - bis 17 Uhr waren alle weg.

Der amerikanische Schulbus der katholischen Kirche war die ganze Zeit über beliebter Selfie-Spot, und bis zum Ende um 18 Uhr malten im Schatten der Pavillons Kinder Vorlagen für ihre Buttons zum Mitnehmen aus, während Engagierte aus allen Arbeitsbereichen von Kirchen, Diakonie und Caritas dort mit Gästen und auch untereinander ins Gespräch kamen.

(v.l.) Superintendent Dr. Urban vom Evangelischen Kirchenkreis Duisburg, Petra Keysers vom Caritasverband Duisburg, Bürgermeisterin Sylvia Linn, Pfarrerin Barbara Montag, Sprecherin der Diakonie Duisburg und Geschäftsführerin im Diakoniewerk Duisburg, und Pfarrer Andreas Brocke, Stadtdechant der Katholischen Stadtkirche in Duisburg. Foto: Larissa BraunöhlerFoto: Larissa Braunöhler

Mit auf den Weg gab es für Groß und Klein Armbänder mit Botschaft: „DU bist ein Segen!“. Diese besondere Begegnung am Innenhafen beim Marina-Markt hatte Duisburg Kontor dankenswerterweise ermöglicht. Sarah Philipp, Landtagabgeordnete für Duisburg, war einer der vielen, gut gelaunten Besucherinnen. Sie beschrieb die ökumenische Aktion treffend: „Manchmal braucht es gar nicht viel, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Landtagabgeordnete Sarah Philipp mit Engagierten der ökumenischen Aktion vor dem Brotstand am Marina-Mark Foto: Lars BrehmerFoto: Lars Brehmer

Einen gemeinsamen Tisch, ein Stück Brot und die Bereitschaft zuzuhören.“ Ein (schönes) Lob bekamen die Kirchen und die beiden Wohlfahrtsverbände auch mit auf den Weg: „Ein schönes Zeichen dafür, wie Begegnung, Austausch und Gemeinschaft gelingen können.“

Foto: Rolf Schotsch

Denn genau dies war das Ziel der Aktion, die Pfarrerin Barbara Montag, Sprecherin der Diakonie Duisburg und Geschäftsführerin im Diakoniewerk Duisburg, Petra Keysers, Vorständin und Direktorin des Caritasverbandes Duisburg, Pfarrer Andreas Brocke, Stadtdechant der Katholischen Stadtkirche in Duisburg und Pfarrer Dr. Christoph Urban, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg ins Leben riefen: Brot teilen, miteinander ins Gespräch kommen und einander in den Blick nehmen. Es scheint, als sei eine Fortsetzung von „DU bist eingeladen“ nicht ausgeschlossen.  


Campus Marxloh feierlich eröffnet - Zeichen setzen für Bildung, Begegnung und Zusammenhalt
Mit einem bunten Fest und zahlreichen Gästen ist am Freitag der Campus Marxloh offiziell eröffnet worden. Gemeinsam mit dem Stadtteilschulfest der Herbert-Grillo-Gesamtschule stand der Tag unter dem Motto „Marxloh verbindet – der Campus vereint“.

Der Bau wurde anteilig über Mittel der Städtebauförderung (EFRE- und Landesmittel) gefördert und von der Stadt Duisburg finanziert. Organisator des Betriebs und Träger des Bildungszentrums ist das Dezernat für Bildung, Arbeit und Soziales der Stadt Duisburg. Fotos Tanja Pickartz / Stadt Duisburg


Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, den neuen Bildungs- und Begegnungsort kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt, Nachbarschaft und Zusammenhalt im Stadtteil zu setzen.

Nach intensiver Planungs- und Bauzeit hatte der Campus Marxloh bereits im vergangenen Jahr seinen Betrieb aufgenommen. Er ist schon jetzt ein lebendiger Ort, an dem neben der Herbert-Grillo-Gesamtschule weitere Schulen aus Marxloh sowie zahlreiche Institutionen, Vereine und Initiativen eng zusammenarbeiten und vielfältige Angebote aus den Bereichen Bildung, Beratung, Kultur, Begegnung und Gesundheit für den Stadtteil gestalten.

„Der Campus Marxloh zeigt eindrucksvoll, was entstehen kann, wenn viele engagierte Menschen ein gemeinsames Ziel verfolgen. Hier werden Bildung, Begegnung und Teilhabe miteinander verbunden. Der Campus stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und schafft neue Perspektiven für die Menschen in Marxloh“, so Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn bei der Eröffnungsfeier.

„Der Campus lebt von den Menschen, die ihn mit Angeboten bereichern. Schulen, Vereine, Initiativen und viele weitere Partner gestalten diesen Ort gemeinsam und schaffen Angebote, die den Stadtteil stärken. Die große Resonanz auf das Eröffnungsfest zeigt, dass der Campus bereits heute als Treffpunkt für die Menschen in Marxloh angekommen ist“, freut sich Klaus Peter Müller, Leiter der Stabsstelle Campus Marxloh.

Klasse 5a, Herbert Grillo-Gesamtschule bei der Eröffnungsfeier des Campus Marxloh.

Das Fest bot ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Kinderschminken, Bastelaktionen, Spiele, sportliche Angebote, digitale Lernstationen, Fotobox, Informationsstände, Ausstellungen und vieles mehr luden zum Mitmachen ein. Auf der Bühne sorgten Musik-, Tanz- und Theateraufführungen für Unterhaltung. Ergänzt wurde das Programm durch zahlreiche Stände mit internationalen Speisen, Getränken und selbstgemachten Spezialitäten, die die kulturelle Vielfalt des Stadtteils widerspiegelten.

Mit der offiziellen Eröffnung ist der Campus Marxloh als Ort des Lernens, der Begegnung und der Zusammenarbeit sichtbar geworden. Künftig soll er die Vernetzung der Akteurinnen und Akteure im Stadtteil weiter fördern und neue Impulse für Bildung, Integration und das nachbarschaftliche Miteinander im Stadtteil setzen.

„Zeugnis-Telefon" der Bezirksregierung Düsseldorf  
Am Freitag, 17.07.2026, erhalten viele Schülerinnen und Schüler ihre Zeugnisse. Aus diesem Anlass bietet die Bezirksregierung Düsseldorf – neben den Sorgentelefonen von Städten und sozialen Einrichtungen – wieder ein Zeugnis-Telefon an.  

Eltern sowie Schülerinnen und Schüler können dort vor allem rechtliche Fragen klären, etwa wenn sie die Notengebung für ungerecht halten oder Fragen zur Schullaufbahn haben. Das Zeugnistelefon zu Fragen aus den Schulformen Realschule, Gymnasium, Gesamtschule, Sekundarschule und Gemeinschaftsschule sowie Berufskolleg ist unter der Rufnummer 0211 475-4002 an folgenden Tagen erreichbar:  

Freitag, 17.07.2026 Montag, 20.07.2026 Dienstag, 21.07.2026  jeweils von 10:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 15:00 Uhr.
Duisburg: 0203 940000203 94000

In den Grundschulen werden die Zeugnisse im Laufe der letzten Unterrichtswoche ausgegeben. Zu Fragen aus den Schulformen Grundschule, Hauptschule und Förderschule ist das Zeugnistelefon der Bezirksregierung bei den jeweiligen Schulämtern der zehn kreisfreien Städte sowie der fünf Kreise im Regierungsbezirk Düsseldorf eingerichtet. 

Neue Artenschutzregeln der EU: Meldepflicht betrifft private Tierhaltung
Walhaie, Mantarochen, Meerechsen oder Okapis gehören mit zu den Tierarten, deren Schutzstatus sich durch neue Beschlüsse verändert hat. Die Europäische Union setzt damit Ergebnisse der 20. Artenschutzkonferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES in europäisches Recht um.

Dadurch verändert sich der Schutzstatus zahlreicher Tier- und Pflanzenarten. Was zunächst nach einer Regelung für Zoos oder den internationalen Wildtierhandel klingt, kann auch die private Tierhaltung in Duisburg betreffen. Das gilt etwa dann, wenn Kernknacker, Blattschwanzgeckos oder auch Vogelspinnen sowie weitere geschützte Arten als Haustiere gehalten werden.

Wer Reptilien, Vögel, Vogelspinnen oder anderen geschützte Arten hält, sollte sich informieren, ob die Haustiere von den Neuerungen betroffen sind oder bereits einer Meldepflicht unterliegen. Auf der Webseite der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt (https://www.duisburg.de/handelsartenschutz) finden Tierhaltende in der Rubrik „Meldepflicht“ eine aktuelle Übersicht zu den Arten, deren Schutzstatus sich nun verändert hat.

Auch die Datenbank WISIA, das Informationssystem des Bundesamtes für Naturschutz, kann Halterinnen und Haltern helfen, den Schutzstatus ihrer exotischen Tiere zu ermitteln. Wer unsicher ist, sollte sich an die Untere Naturschutzbehörde wenden. Für fast alle besonders oder streng geschützt lebenden Wirbeltiere gilt eine gesetzliche Meldepflicht. Das bedeutet, dass die Haltung der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde gemeldet werden muss.

In Duisburg erfolgt die Anmeldung über ein Online-Meldeportal oder per Post. Neben dem Erwerb eines Tieres fallen weitere Bestandsveränderungen unter die Meldepflicht. Dazu gehören zum Beispiel die Geburt von Nachzuchten, der Verkauf oder die Abgabe eines Tieres sowie dessen Tod.

„Dabei hat die Meldepflicht einen ernsten Hintergrund und ist ein wichtiger Baustein im internationalen Artenschutz“, erklärt Christian Schreiner, Artenschutzbeauftragter für den Handel mit geschützten Arten bei der Unteren Naturschutzbehörde in Duisburg. „Denn sie hilft dabei, legale Nachzuchten von illegal aus der Natur entnommenen Tieren zu unterscheiden und den Handel mit bedrohten Arten nachvollziehbar zu machen.“

Schreiner betont außerdem: „Wer geschützte Tiere hält, trägt deshalb Verantwortung – und ist verpflichtet, die artenschutzrechtlichen Vorgaben eigenständig einzuhalten.“ Die Änderungen zum Schutzstatus einiger Arten sind ein guter Anlass, eigene Unterlagen zu prüfen und gegebenenfalls fehlende Meldungen bei der Stadt nachzuholen.

Griechische Landschildkröte, Kongo-Graupapagei oder schrecklicher Pfeilgiftfrosch: Der Fachbereich Handelsartenschutz der Unteren Naturschutzbehörde überwacht und kontrolliert den Handel mit geschützten Arten. Dazu gehören auch die mehr als 21.000 exotischen Tiere in etwa 4500 privaten Haltungen, die derzeit im Stadtgebiet gemeldet sind.

Außerdem erteilt der Fachbereich Vermarktungsgenehmigungen, prüft den legalen Erwerb geschützter Arten und führt artenschutzrechtliche Kontrollen durch. Bei Fragen zum Handelsartenschutz stehen die Mitarbeitenden per E-Mail an artenschutz@stadt-duisburg.de zur Verfügung. Weitere Infos gibt es unter www.duisburg.de.

Berufsorientierung „to go“ am Hauptbahnhof - IHK-Beratung zur Ausbildung in Duisburg  
Berufsorientierung beim Stadtbummel oder zwischen Bus und Bahn: Die mobile Beratungsstelle für Aus- und Weiterbildung öffnet ab heute, Montag, 13. Juli, ihre Türen am Portsmouthplatz in Duisburg. Den Startschuss gaben Werner Schaurte-Küppers, Präsident der Niederrheinischen IHK, und Oberbürgermeister Sören Link.

Von Montag bis Freitag kann jeder Interessierte spontan in der Zeit von 13 bis 17 Uhr vorbeikommen. Samstag ist der Container von 11 bis 16 Uhr geöffnet.   In einem umgebauten Schiffscontainer können junge Erwachsene erste Eindrücke aus der Berufswelt sammeln: Welches Werkzeug wird wofür eingesetzt? Was gehört auf einen klassisch gedeckten Tisch?

Es gibt einen Mini-Stapler-Parkour und ein Quiz zur Pflanzenkunde. Unternehmen aus der Region stellen vor, was sie anbieten und wen sie suchen. Dabei stehen ihnen IHK-Berater Rede und Antwort zu Ausbildungsberufen und Karriere-Möglichkeiten mit einer Ausbildung.  

Oberbürgermeister Sören Link und IHK-Präsident Werner Schaurte Küppers eröffneten die Roadshow. Fotos: Niederrheinische IHK/Gruppe C Photography

Zur Eröffnung schalteten IHK-Präsident Werner Schaurte-Küppers und Oberbürgermeister Sören Link die digitale Medienfassade ein. Mit dabei waren Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung, Schüler des Franz-Haniel-Gymnasiums und der Sekundarschule am Biegerpark sowie viele interessierte Bürger.    

Berufsorientierung dort, wo Menschen sind
Der Präsident der Niederrheinischen IHK, Werner Schaurte-Küppers, betonte: „Wir gehen dorthin, wo junge Menschen ohnehin unterwegs sind. Berufsorientierung darf keine Hürde sein, sie muss einladend und greifbar werden.“

Oberbürgermeister Sören Link unterstrich den Wert des Standorts: „Dorthin gehen, wo sich junge Menschen bewegen – und mit ihnen über das sprechen, was sie bewegt: Mit diesem Ansatz setzt die Duisburger Wirtschaft ein starkes Zeichen. Wir begleiten Nachwuchskräfte auf ihrem Weg in den Beruf, geben Orientierung und stehen ihnen als verlässliche Ansprechpartner zur Seite.“  

Aktionstag am Freitag und Termine für Schulklassen
Am Freitag wartet eine Torwand-Aktion: Wer als Erster dreimal oben und dreimal unten trifft, gewinnt einen Einkaufsgutschein im Wert von 250 Euro. Außerdem: Die ersten 100 Jugendlichen, die mit ihrem Zeugnis vorbeikommen, erhalten ein attraktives „Goodie-Bag“. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bis Samstag, 18. Juli, steht der Container am Portsmouthplatz. Ausbildungsinteressierte können täglich von 13 bis 17 Uhr spontan vorbeikommen. Am Samstag von 11 bis 16 Uhr. Schulklassen können sich für einen Termin am Vormittag anmelden.  

Gemeinsame Aktion für das Ruhrgebiet
Die IHK-Roadshow „Pop-up Aus- und Weiterbildung: Starte deine Zukunft jetzt!“ ist eine gemeinsame Initiative der Ruhr-IHKs. Bereits in Dortmund, Hagen, Bochum, Gelsenkirchen und Essen hatte der Container Station gemacht. Damit machen die Ruhr-IHKs die bundesweite IHK-Azubikampagne #könnenlernen vor Ort greifbar.  

Vom 13. Bis 18. Juli wird der Portsmouth-Platz in Duisburg zur mobilen Beratungsstelle für Aus- und Weiterbildung.                               

Bürgerspaziergang mit Oberbürgermeister Sören Link: Auf künstlerischen Spuren in Duisburgs Stadtmitte
Kunst ist überall – man muss nur genau hinschauen: Davon konnten sich am vergangenen Samstag zahlreiche Bürgerinnen und Bürgern beim gemeinsamen Bürgerspaziergang mit Oberbürgermeister Sören Link in der Duisburger Innenstadt überzeugen. Sie lernten die vielfältige Streetart-Szene der Stadt kennen.

Beim Bürgerspaziergang mit Oberbürgermeister Sören Link geht es am Samstag, 11.07.2026 durch die Duisburger Innenstadt vor allem um das Thema „Streetart“. Gianna Reich und Prof. Dr. Ferdinand Leuxner informieren über Kunstwerke und Hintergründe zur vielfältigen Kulturszene. Fotos Tanja Pickartz / Stadt Duisburg 

Die Experten Gianna Reich und Ferdinand Leuxner brachten den Teilnehmenden mit fundiertem Fachwissen und großer Begeisterung die Welt der urbanen Kunst näher. Entlang ausgewählter Kunstwerke im öffentlichen Raum erläuterten sie deren Entstehung, Hintergründe und die Bedeutung von Streetart für das Stadtbild.

Dabei konnten nicht nur großformatige Werke an Hausfassaden (sogenannte Murals) bewundert werden, sondern auch Sticker-Spots und Paste-ups (Plakatbilder), die die kreative Vielfalt und Ausdruckskraft der Duisburger Streetart-Szene eindrucksvoll verdeutlichen.

Der Bürgerspaziergang bot zugleich die Gelegenheit, mit dem Oberbürgermeister über Eindrücke und Anregungen zur Entwicklung der Duisburger Innenstadt ins Gespräch zu kommen, und zeigte, wie kulturelle Angebote die Identifikation der Bürgerschaft mit ihrer Stadt stärken und öffentliche Räume als Orte der Begegnung und des Austauschs erlebbar werden.

Oberbürgermeister Sören Link zieht ein positives Fazit: „Diese direkte Art des Dialogs macht die Bürgerspaziergänge immer wieder wertvoll. Der spannende und lehrreiche Exkurs in unsere lebendige Kunstszene hat den Austausch zudem auf besondere Weise bereichert.“

Naturkosmetik selbst herstellen – Sommerferien-Workshop in der Rheinhauserei Duisburg-Rheinhausen.
Wie lassen sich Lippenbalsam, Deo, Trockenshampoo oder ein Zuckerpeeling aus natürlichen Zutaten selbst herstellen? Antworten darauf gibt ein Naturkosmetik-Workshop am Samstag, 25. Juli 2026, von 11 bis 13 Uhr in der Rheinhauserei, Friedrich-Alfred-Straße 67.

Gemeinsam mit dem Team der Wirtschaftsbetriebe Duisburg lernen die Teilnehmenden, wie aus einfachen natürlichen Zutaten alltagstaugliche Pflegeprodukte entstehen. Neben dem praktischen Ausprobieren erhalten sie Anregungen für einen bewussten Umgang mit Ressourcen und erfahren, wie sich viele Pflegeprodukte unkompliziert selbst herstellen lassen. Alle benötigten Zutaten werden von den Veranstaltern bereitgestellt.

Die selbst hergestellten Produkte dürfen anschließend mit nach Hause genommen werden. Aus Gründen der Nachhaltigkeit werden die Teilnehmenden gebeten, eigene saubere Gläser oder Tiegel mitzubringen. Empfehlenswert sind Behälter in unterschiedlichen Größen – beispielsweise kleine Marmeladengläser für das Zuckerpeeling oder Cremedosen und kleine Honiggläser für den Lippenbalsam.


Der Workshop richtet sich an alle Interessierten ( ab 12 Jahren), die Freude am Selbermachen haben und natürliche Alternativen für den Alltag kennenlernen möchten. Termin: Samstag, 25. Juli 2026, 11:00 bis 13:00 Uhr Ort: Rheinhauserei, Friedrich-Alfred-Straße 67, Duisburg-Rheinhausen Anmeldung für die kostenlose Teilnahme über die Webseite: www.du-bist-rheinhausen.de/termine/

Vielfältiges Literaturprogramm für Duisburg: Verein für Literatur stellt Saison 2026/2027 vor
Der Verein für Literatur Duisburg hat sein Jahresprogramm für die Saison 2026/2027 veröffentlicht. In Kooperation mit der Stadtbibliothek Duisburg lädt er zu insgesamt acht Lesungen in die Zentralbibliothek an der Steinschen Gasse 26 ein. Die diesjährige Reihe besticht durch ihre besondere Bandbreite und setzt gezielt Akzente bei neuen literarischen Stimmen. Gleichzeitig vereint das Programm Sachbücher, literarische Entdeckungen und prominente Namen.

Zum Auftakt am Dienstag, 15. September, liest Ronald Reng aus „Der deutsche Sommer“. Darin schildert er die Zeit der Leichtigkeit im Sommer 2006 und fragt, ob so ein Hochgefühl heute noch möglich ist. Es folgt am Dienstag, 22. September, Annika Büsing mit „Magisch“. Es ist der vierte Roman der im Ruhrgebiet lebenden Autorin, in dem es auch um die Frage nach der Brandmauer in der eigenen Familie geht.

Am Montag, 5. Oktober, ist mit Nefeli Kavouras eine der Debütautorinnen des Programms zu Gast, die ihren vielbeachteten ersten Roman „Gelb, auch ein schöner Gedanke“ vorstellt. Ein weiteres Debüt präsentiert Manuel Bittorf am Mittwoch, 18. November, mit „Goldener Retriever“. Bittorf ist als Musiker unter dem Namen Betterov bekannt und zählt derzeit zu den erfolgreichsten deutschen Popkünstlern. Sein literarisches Debüt stößt bereits im Vorfeld auf große Aufmerksamkeit.

Fast schon ein Stammgast des Vereins ist Frank Goosen, der am Dienstag, 13. Oktober, mit „Lovely Rita“ den Kosmos einer Ruhrgebietskneipe beleuchtet. Am Donnerstag, 5. November, bringt Alain Kniebs ein besonderes biografisches Sachbuch ins Programm.

In „Irene Janetzky – ein Leben im Zeitalter des belgischen Rundfunks“ zeichnet Kniebs den Weg einer in Duisburg geborenen Frau nach, die als Radiostimme begann und sich in einer männerdominierten Medienwelt zu einer politischen Brückenbauerin entwickelte.

Am Donnerstag, 3. Dezember, folgt Safia Al Bagdadi mit „Unser Haus mit Rutsche“. Den Abschluss der Reihe bildet am Donnerstag, 14. Januar 2027, Julia Franck mit ihrem Werk „Ich ertrinke in den Wassern meiner eigenen Liebe. Rilkes letzte Geliebte.“

Alle Veranstaltungen beginnen um 20 Uhr. Tickets für jeweils 8 Euro und weitere Informationen sind auf https://www.stadtbibliothek-duisburg.de erhältlich. Vor Ort gibt es Karten an den bekannten Vorverkaufsstellen.

Gelungene Aktion „Das Ruhrgebiet spricht“ mit starken Worten aus Duisburg
„Loswerden, was einem auf dem Herzen liegt“
Luke Barton-Andrews, 17jähriger Schüler am Landfermann-Gymnasium, bringt es auf den Punkt: „Hier kann ich loswerden, was mir auf dem Herzen liegt und ich rede mit Menschen, mit denen ich sonst niemals ins Gespräch gekommen wäre. Tolle Aktion“.

„Das Ruhrgebiet spricht“ heißt die Aktion, zu der vier evangelische Citykirchen in Dortmund, Essen, Bochum und Duisburg am vergangenen Samstag interessierte Menschen eingeladen hatte. Auf der Wiese hinter Salvatorkirche kamen gut 30 „Meinungsträgerinnen und Meinungsträger“ zusammen, um sich in ungezwungener Atmosphäre auszutauschen. In Zweier- und Dreiergruppen hielt niemand mit seiner Auffassung hinter dem Berg.

Der Evangelische Kirchenkreis Duisburg, gut unterstützt von den Evangelischen Diensten und der VHS, bewies erneut, dass Zuhören verbindet und Verständigung möglich ist. Für Duisburgs Superintendent Dr. Christoph Urban ist es dabei wichtig, offen zu bleiben auch für andere Meinungen: „Jeder soll seine Meinung sagen und in einen Austausch kommen, dafür wollen wir als Kirche einen breiten Raum bieten.“

Man hat eine ganze Reihe von Themen angesprochen und abgearbeitet. Eines davon war der Klimawandel. Ist die Diskussion darüber übertrieben und ruft unnötige Ängste hervor? Oder ist es bereits fünf nach zwölf, wenn man die steigende Zahl an Naturkatastrophen vor Augen hat?

„Wir spüren den Klimawandel am eigenen Leib“, betonte eingangs Martin Winterberg, Pfarrer an Salvator und Duisburger Ansprechpartner und Wegbereiter der Aktion. Einige angemeldete Teilnehmer hatten aufgrund der Hitze abgesagt. Die Anwesenden suchten sich ein schattiges Plätzchen, so dass gelegentliches Stühlerücken angesagt war, wenn die Sonne ihre Runde machte.

Winterberg (links) und Superintendent Dr. Urban (Fotos Bartosz Galus).  

„Reden über Klimawandel ist die eine Seite, etwas Konkretes gegen die Erderwärmung tun, die andere“, lautete der Tenor in mehreren Gesprächsgruppen. Panikmache nutze nichts, aber Maßnahmen und Entscheidungen, die jeder verstehe, schon. Und damit hatte man den Bogen zu einem weiteren Thema gespannt, der Nutzung von Social Media oder KI.

Was da im Netz verbreitet werde an Falschinformationen oder „ungefiltertem Schlucken von KI-News“, sei irreführend und könne eine Gesellschaft irritieren oder gar spalten. Reiner Siebert, gestandener älterer Aktivposten im Evangelischen Kirchenkreis Duisburg, befürwortete im Dialog mit seinem wesentlich jüngeren Gesprächspartner Luke zum Schutz von Kindern und Jugendlichen klare Regel im Netz.

Luke Barton-Andrews und Reiner Siebert (rechts) im Meinungsaustausch bei "Das Ruhrgebiet spricht" 2026

„Verantwortung statt Verunglimpfung“ müsse sich breit machen. Das aber, so Luke, setze Aufklärung voraus. Und die beginne schon früh, etwa in der Schule. An „seinem“ Landfermann-Gymnasium gebe es schon so etwas wie eine Informations- und Gesprächskultur innerhalb der Schülerschaft und mit den Lehrern.

Und, so machte der Jugendliche dem älteren Semester Reiner Siebert deutlich, die digitalen Möglichkeiten seien auch eine Chance. Er beispielsweise nutze sie einerseits zur Entspannung im Spiel, aber auch und gerade zur Weiterbildung und zum Blick über den Tellerrand. Da müsse man nicht alles akzeptieren, aber vieles reflektieren.

Ein paar Tische weiter befand sich seine Mutter Verena im „Reflektionsgespräch“. Luke hatte ihr von dem Termin an der Salvatorkirche erzählt und sie ermuntert, mitzukommen, denn schließlich werde ja auch zuhause viel über Politik, Gesellschaft und Zukunft gesprochen.

Mit ihren Mit-Diskutantinnen Conny und Andrea war sie bei einigen Themen auf einer Wellenlänge, bei anderen gab es keine Übereinstimmung. Aber wichtig war, dass man die Meinung der anderen, wenn nicht akzeptiere, so doch respektiere. Respekt vor Andersdenkenden sei maßgeblich für eine intakte Gesellschaft. Durch Verteufelung entstehe schnell Hass, waren sich die drei einig.

Nach gut eineinhalb Stunden war die diesjährige Aktion am Standort Salvatorkirche beendet. Alle lobten die ungefilterte Diskussion und die ungezwungene Atmosphäre, zu der Silvester Pece mit seinen Akkordeonklängen im Stil einer anregenden Caféhaus-Musik sorgte. Passend dazu auch das Kaffeemobil der katholischen Kirche.

Martin Winterberg zog ein erstes Fazit: „Gelungen. Kreativ. Zukunftsorientiert. Mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus Dortmund, Essen und Bochum werde ich das weitere Vorgehen besprechen und die Weichen für eine neuen Aufschlag stellen.“ Reiner Terhorst

WDR feiert NRW-Geburtstag in Duisburg - Voting zu schönsten Urlaubsorten in NRW startet Duisburg
Zum 80. Landesgeburtstag lädt der WDR am 25. Juli zu einer großen Sommer‑Party am Duisburger Rheinufer ein. Gleichzeitig läuft bereits eine landesweite Abstimmung über "die schönsten Urlaubsorte im Westen". Besonders für das Ruhrgebiet ist die Abstimmung spannend: Zahlreiche Orte aus der Region, von Halden über Industriekultur bis zu grünen Oasen, stehen zur Wahl und haben gute Chancen auf vordere Plätze.

Die Ergebnisse werden am 25. Juli in der Live‑Sendung zur WDR‑Sommer‑Party direkt vom Duisburger Rheinufer präsentiert. Die Show zum 80. NRW‑Geburtstag wird ab 20.15 Uhr im WDR‑Fernsehen und in der ARD‑Mediathek übertragen.

Der WDR sucht zudem noch Teilnehmende für die "Sommer-Challenges" der Sendung. Einzelpersonen sowie Teams mit bis zu drei Personen können sich über eine erfolgreiche Teilnahme beim Quiz "Spiel für deine Region!" bewerben. Das Quiz sowie die Abstimmung sind unter http://sommer.wdr.de zu finden. idr - Infos: https://presse.wdr.de/plounge/wdr/programm/2026/07/20260710
wdr_sommer_party.html

Geänderte Öffnungszeiten an Salvator
Zum Beginn der Sommerferien ändern sich die Öffnungszeiten an der Salvatorkirche: Die über 700 Jahre alte Citykirche neben dem Rathaus ist für Besucherinnen und Besucher zur Besichtigung oder zum Innehalten und dem Anzünden einer Kerze dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Montags ist das Gotteshaus geschlossen, sonntags ist die Kirche zu den Gottesdienstzeiten geöffnet (aktuelle Gottesdienstangaben gibt es unter www.salvatorkirche.de). Die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg lädt herzlich zum Besuch der Salvatorkirche ein, die jetzt im Sommer ein guter Ort zur Abkühlung ist - an Hitzetagen über 30 Grad wird zusätzlich kühles Mineralwasser angeboten.    

Türgriff am Eingang zur Salvatorkirche (Foto: Rolf Schotsch).




NRW: Zahl der zugelassenen Wohnmobile um 7 % gestiegen
* 211.800 Wohnmobile in NRW zugelassen – dies entspricht einer Dichte von 118 Wohnmobilen je 10.000 Personen
* Anzahl der Wohnmobile seit 2022 um 35,7 % gestiegen
* Kreis Coesfeld Spitzenreiter bei Wohnmobildichte

Am Stichtag 1. Januar 2026 waren in Nordrhein-Westfalen insgesamt 211.800 Wohnmobile zugelassen. Wie das Statistische Landesamt anhand von Ergebnissen des Kraftfahrt-Bundesamts mitteilt, ist der Wohnmobilbestand damit gegenüber dem 1. Januar 2025 um 7,0 % und gegenüber dem 1. Januar 2022 um 35,7 % gestiegen.

Bezogen auf die Gesamtbevölkerung in NRW waren Anfang 2026 rein rechnerisch 118 Wohnmobile je 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner zugelassen. Damit lag NRW leicht unterhalb der bundesweiten Wohnmobildichte von 125 zugelassenen Wohnmobilen je 10.000 Personen.

Wohnmobildichte in Kreisen höher als in kreisfreien Städten – Kreis Coesfeld war Spitzenreiter
Während am 01. Januar 2026 in Kreisen 149.400 Wohnmobile zugelassen waren, lag die Anzahl in kreisfreien Städten bei nur 62.400 Wohnmobilen. Im Vergleich zum Stichtag 2022 entsprach dies bei kreisfreien Städten einem Anstieg von 32,7 %, bei Kreisen sogar 37,0 %.

Anfang des Jahres 2026 waren in allen Kreisen und kreisfreien Städten in NRW mehr Wohnmobile zugelassen als noch ein Jahr zuvor – die einzige Ausnahme war die Stadt Mönchengladbach mit einem Rückgang von 3,8 %.


Die Wohnmobildichte war in den Kreisen mit 139 Wohnmobilen je 10.000 Personen rund 61,3 % höher als in den kreisfreien Städten mit 86 Wohnmobilen je 10.000 Personen. Am 1. Januar 2025 hatte die Wohnmobildichte in den Kreisen noch bei 129 Wohnmobilen und in den kreisfreien Städten bei 82 Wohnmobilen je 10.000 Personen gelegen.

Am höchsten war die Wohnmobildichte – wie in den letzten fünf Jahren - im Kreis Coesfeld mit rund 197 Wohnmobilen (1. Januar 2025: 182). Die niedrigste Wohnmobildichte gab es mit rund 56 zugelassenen Wohnmobilen je 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern weiterhin in der Stadt Gelsenkirchen (1. Januar 2025: 50). 

Im Vergleich zum Vorjahr hatte der Kreis Höxter mit 12,0 % die größte Zunahme bei der Wohnmobildichte zu verzeichnen. Am 1. Januar 2025 lag diese bei 121 Wohnmobilen je 10.000 Personen und stieg zum 1. Januar 2026 auf 135 Wohnmobile je 10.000 Personen an.

7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen leben in Deutschland
• 9,4 % der Gesamtbevölkerung haben eine schwere Behinderung
• Knapp die Hälfte der schwerbehinderten Menschen zwischen 55 und 74 Jahre alt, gut ein Drittel 75 Jahre und älter
• 9 von 10 schweren Behinderungen durch eine Krankheit verursacht
• Gut ein Fünftel der Schwerbehinderten mit höchstem Behinderungsgrad

 Zum Jahresende 2025 lebten in Deutschland gut 7,8 Millionen Menschen mit schwerer Behinderung. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren somit 9,4 % der Menschen in Deutschland schwerbehindert. 49,9 % der Schwerbehinderten waren Männer, 50,1 % waren Frauen.

Zum Jahresende 2023, dem Zeitpunkt der letzten Erhebung, waren knapp 7,9 Millionen Menschen der Bevölkerung schwerbehindert. Das waren rund 27 000 mehr als zum Jahresende 2025. Die Vergleichbarkeit von 2025 zu 2023 ist allerdings aufgrund starker Bereinigung der Verwaltungsdaten in Hessen und Sachsen eingeschränkt.

Die Zahl der in beiden Bundesländern zum Jahresende 2025 erfassten schwerbehinderten Menschen lag aufgrund der Datenbereinigung zusammen um rund 195 000 Personen niedriger als 2023. Es ist davon auszugehen, dass zuvor eine Übererfassung vorlag. Als schwerbehindert gelten Personen, denen die Versorgungsämter einen Behinderungsgrad von mindestens 50 zuerkannt sowie einen gültigen Ausweis ausgehändigt haben.  

Knapp die Hälfte der schwerbehinderten Menschen zwischen 55 und 74 Jahre alt Behinderungen bestehen vergleichsweise selten seit der Geburt oder im Kindesalter, sondern entstehen meist erst im fortgeschrittenen Alter. So war gut ein Drittel (34 % oder 2,7 Millionen) der schwerbehinderten Menschen zum Jahresende 2025 im Alter ab 75 Jahren.

Etwas weniger als die Hälfte (45 % oder 3,5 Millionen) der Schwerbehinderten gehörte der Altersgruppe von 55 bis 74 Jahren an. 3 % oder 231 000 waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

9 von 10 schweren Behinderungen durch eine Krankheit verursacht
Gut 91 % der schweren Behinderungen wurden durch eine Krankheit verursacht. 3 % der Behinderungen waren angeboren oder traten im ersten Lebensjahr auf. Gut 1 % der Behinderungen waren auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen. Die übrigen Ursachen summieren sich auf gut 4 %.

Körperliche Behinderungen hatten 57 % der schwerbehinderten Menschen: Bei 27 % waren die inneren Organe beziehungsweise Organsysteme betroffen. Bei 10 % waren Arme und/oder Beine in ihrer Funktion eingeschränkt, bei weiteren 9 % Wirbelsäule und Rumpf. In weiteren 4 % der Fälle lag Blindheit oder eine Sehbehinderung vor.

Ebenfalls 4 % litten unter Schwerhörigkeit, Gleichgewichts- oder Sprachstörungen. Der Verlust einer oder beider Brüste war bei 2 % Grund für die Schwerbehinderung. Geistige oder seelische Behinderungen hatten insgesamt 16 % der schwerbehinderten Menschen, zerebrale Störungen lagen in 9 % der Fälle vor.

Bei den übrigen Personen (19 %) war die Art der schwersten Behinderung nicht ausgewiesen. Gut ein Fünftel der Schwerbehinderten mit höchstem Behinderungsgrad Bei etwas mehr als einem Fünftel der Menschen mit schwerer Behinderung (21 %) war vom Versorgungsamt der höchste Grad der Behinderung von 100 festgestellt worden. Über ein Drittel (36 %) der Schwerbehinderten wiesen einen Behinderungsgrad von 50 auf.


Bundesrat macht Weg für Durchführungsgesetz zum AI Act frei.
Der TÜV-Verband begrüßt die geplante Bündelung der KI-Marktüberwachung bei der Bundesnetzagentur und fordert jetzt einen schnellen Aufbau leistungsfähiger Marktaufsichts- und Notifizierungsprozesse.

©TÜV-Verband / Tobias Koch

Der TÜV-Verband begrüßt, dass der Bundesrat den Weg für das deutsche Durchführungsgesetz (KI-MIG) zur europäischen KI-Verordnung (AI Act) freigemacht hat. Positiv bewertet der TÜV-Verband auch die Verständigung von Bund und Ländern, die KI-Marktüberwachung künftig bei der Bundesnetzagentur zu bündeln und bewährte sektorspezifische Aufsichtsstrukturen zu erhalten. Das schafft die Grundlage für eine einheitliche und effiziente Umsetzung des AI Acts.

„Die Verständigung von Bund und Ländern ist ein wichtiger Schritt für eine einheitliche und wirksame KI-Aufsicht“, sagt Dr. Patrick Gilroy, Referent Künstliche Intelligenz und Bildung beim TÜV-Verband. „Unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe und Doppelstrukturen müssen vermieden werden. Jetzt kommt es darauf an, die Verwaltungsvereinbarung direkt nach der Sommerpause abzuschließen und die Bundesnetzagentur personell und technisch so auszustatten, dass sie ihre Aufgaben von Beginn an wirksam erfüllen kann.“

Der TÜV-Verband begrüßt zudem, dass in den drittprüfungspflichtigen Produktbereichen die bewährten sektorspezifischen Marktüberwachungs- und Notifizierungsstrukturen weiter genutzt werden. So bleiben vorhandene Expertise und etablierte Verfahren erhalten und unnötige Bürokratie wird vermieden.

„Unternehmen und Prüfstellen brauchen schlanke Verfahren statt neuer Behördenwege“, sagt Gilroy. „Bestehende Akkreditierungen und Notifizierungen sollten durch eine schlanke Erweiterung ihres Geltungsbereichs um die KI-spezifischen Anforderungen ergänzt werden können. Gleichzeitig müssen die Akkreditierungs- und Notifizierungsverfahren deutlich beschleunigt und von der Bundesnetzagentur über ihr Koordinierungs- und Kompetenzzentrum eng begleitet werden.“

Die Bundesnetzagentur muss gemeinsam mit der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS), dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und den zuständigen notifizierenden Behörden für einen koordinierten und zügigen Hochlauf der Akkreditierungs- und Notifizierungsverfahren sorgen.

Nur wenn Aufsicht, Akkreditierung und Notifizierung reibungslos ineinandergreifen, können die Anforderungen des AI Acts zügig, einheitlich und praxisgerecht umgesetzt werden. Über den TÜV-Verband: Als TÜV-Verband e.V. vertreten wir die politischen Interessen der TÜV-Prüforganisationen und fördern den fachlichen Austausch unserer Mitglieder. Wir setzen uns für die technische und digitale Sicherheit sowie die Nachhaltigkeit von Fahrzeugen, Produkten, Anlagen und Dienstleistungen ein.

Grundlage dafür sind allgemeingültige Standards, unabhängige Prüfungen und qualifizierte Weiterbildung. Unser Ziel ist es, das hohe Niveau der technischen Sicherheit zu wahren, Vertrauen in die digitale Welt zu schaffen und unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Dafür sind wir im regelmäßigen Austausch mit Politik, Behörden, Medien, Unternehmen und Verbraucher:innen.

Förderung für bundesweit erste industrielle CO₂-Mineralisierungsanlage aus Marl

Die Co-reactive GmbH aus Marl gehört zu den neun Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen, die sich in der vierten Runde des Förderaufrufs "Produktives.NRW" im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW durchgesetzt haben. Das Förderprogramm wird gemeinsam vom NRW-Wirtschaftsministerium und Umweltministerium umgesetzt. Mit dem Projekt Carbon2MinerMarl plant das Unternehmen den Bau der ersten industriell betriebenen Anlage zur CO₂-Mineralisierung in Deutschland.

Ziel ist es, Kohlendioxid aus Industrieemissionen sowie aus der Umgebungsluft zu nutzen, um industrielle Nebenprodukte in klimafreundliche Ersatzstoffe für die Zementherstellung umzuwandeln. Das CO₂ wird dabei dauerhaft gebunden und gleichzeitig die Herstellung nachhaltiger Baustoffe ermöglicht. Mit dem Förderaufruf "Produktives.NRW" setzt das Land NRW die europäische Plattform STEP um.

Ziel ist es, strategische Abhängigkeiten zu verringern, den Ausbau von Spitzentechnologien "made in Europe" voranzutreiben und dem Fachkräftemangel in der Europäischen Union entgegenzuwirken. Für die in der vierten Förderrunde ausgewählten Projekte stehen insgesamt rund 90 Millionen Euro zur Verfügung. idr Weitere Informationen: https://www.efre.nrw/einfach-machen/foerderung-finden/produktivesnrw


Berufsorientierung: IHK-Beratung zur Ausbildung am Duisburger Hauptbahnhof  
 
Unter dem Motto „Pop-up Aus- und Weiterbildung: Starte deine Zukunft jetzt!“ berät die Niederrheinische IHK vom 13. bis 18. Juli 2026 auf dem Portsmouthplatz vor dem Duisburger Hauptbahnhof. In einem umgebauten Schiffscontainer gibt es persönliche Beratung und Mitmachaktionen.

Am Freitag, 17. Juli, können junge Erwachsene ihr Glück beim Torwand-Schießen versuchen und einen Einkaufsgutschein gewinnen. Schüler, die am Freitag mit ihrem Zeugnis vorbeikommen, erhalten eine Überraschung. Statt trockener Vorträge erwartet die Besucher im IHK-Container ein offener und persönlicher Austausch.


Neben Ausbildungsberatung bietet das Format Mitmachaktionen, um Ausbildungsberufe in der Praxis zu erleben. So gibt es zum Beispiel einen Mini-Stapler-Parkour und ein Quiz zur Pflanzenkunde. Unternehmen aus der Region stellen vor, was sie anbieten und wen sie suchen. Wer bereits in Ausbildung ist oder den nächsten Schritt plant, findet Infos zu Weiterbildungsmöglichkeiten der IHK.  

Janine Peters, IHK-Teamleiterin für Ausbildungsmarkt und Fachkräfte, unterstreicht: „Wir wollen junge Menschen abseits des Klassenraums erreichen, mitten im Alltag. Die mobile Beratung bringt Ausbildung auf die Straße. Wer vorbeikommt, soll spüren: Hier gibt es echte Perspektiven.“  

Aktionstag am Freitag und Termine für Schulklassen Am Freitag wartet eine Torwand-Aktion: Wer als Erster dreimal oben und dreimal unten trifft, gewinnt einen Einkaufsgutschein im Wert von 250 Euro. Außerdem: Die ersten 100 Jugendlichen, die mit ihrem Zeugnis vorbeikommen, erhalten ein attraktives „Goodie-Bag“. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bis Samstag, 18. Juli, steht der Container am Portsmouthplatz. Ausbildungsinteressierte können täglich von 13 bis 17 Uhr spontan vorbeikommen. Am Samstag von 11 bis 16 Uhr. Schulklassen können sich für einen Termin am Vormittag anmelden.  

Gemeinsame Aktion für das Ruhrgebiet Die IHK-Roadshow „Pop-up Aus- und Weiterbildung: Starte deine Zukunft jetzt!“ ist eine gemeinsame Initiative der Ruhr-IHKs. Bereits in Dortmund, Hagen, Bochum, Gelsenkirchen und Essen hatte der Container Station gemacht. Damit machen die Ruhr-IHKs die bundesweite IHK-Azubikampagne #könnenlernen vor Ort greifbar.

NGG Nordrhein: „Gastronomie ständig auf Personalsuche“ – 122 offene Stellen
Vom Hotel über das Restaurant bis zum Biergarten: Rund 7.100 Gastro-Beschäftigte arbeiten in den Küchen, im Service, an den Rezeptionen, Theken und Bars in Duisburg. Aber es könnten mehr sein: „Hoteliers, Restaurantbetreiber und Wirte sind händeringend auf der Suche nach Verstärkung – und zwar immer“, sagt Adnan Kandemir von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten.

Für den Geschäftsführer der NGG Nordrhein hat die Gastronomie in Duisburg einen „Personal-Dauerbedarf“. Aktuell sind in Duisburg bei der Arbeitsagentur nach Angaben der Gewerkschaft 122 offene Stellen in der Gastronomie gemeldet. Dazu noch einmal 33 unbesetzte Ausbildungsplätze. Adnan Kandemir wundert das nicht: „Die Gastronomie muss ihre Jobs – branchentypisch zu sagen – einfach ‚leckerer‘ machen.

Vor allem die Löhne: Sie muss die Menschen einfach besser bezahlen. Denn im Hochsommer in der heißen Küche zu stehen oder bis 22 Uhr draußen zu bedienen und danach noch die Tische und Stühle zusammenzustellen – darum reißt sich keiner“, so Adnan Kandemir.

Die NGG fordert daher ein Lohn-Plus von 6 Prozent für die Gastro-Beschäftigten – egal, ob sie in der Küche oder im Service arbeiten. Für die Auszubildenden der Branche soll es zusätzlich zu den 6 Prozent noch mehr geben: „Exakt so viel, wie ein Deutschland-Ticket kostet. Wer sich als Jugendlicher für den Berufseinstieg in die Gastronomie entscheidet, bekommt damit eine Ausbildung inklusive Mobilität mit den Öffis“, so Adnan Kandemir.

Scharfe Kritik übt die NGG Nordrhein an dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Nordrhein-Westfalen. „Die Arbeitgeber haben bei der ersten Tarifrunde eine ‚Gastro-Null‘ serviert: Sie haben kein Angebot vorgelegt. Der Dehoga NRW spielt auf Zeit. Er spielt aber leider auch mit der Geduld der Beschäftigten“, macht Adnan Kandemir deutlich.

Dabei gehe es allerdings „eher um Geiz als um Geldsorgen“. Grundsätzlich sei die Gastronomie in Duisburg nämlich keine Branche, die „knapp bei Kasse ist“: Immerhin zahlten die Betriebe schon seit Januar deutlich weniger Umsatzsteuer, nachdem diese für die Gastronomie von 19 auf 7 Prozent gesenkt wurde.

„Das ist ein kräftiges Steuergeschenk von 12 Prozent. Wenn ein Gastronom in Duisburg daraufhin die Preise auf der Speisekarte gesenkt hat, soll er sich melden: Ich kenne keinen, der fair für seine Gäste nachkalkuliert hat. Und auch bei den Beschäftigten ist davon bislang kaum ein Cent angekommen. Es wird deshalb höchste Zeit, dass sich das jetzt ändert“, sagt Adnan Kandemir.

Die von der NGG geforderte Lohnerhöhung würde für einen gelernten Koch oder Kellner mit Vollzeitjob mindestens 164 Euro mehr pro Monat auf dem Lohnkonto bedeuten, rechnet die Gastro-Gewerkschaft vor. In der nächsten Woche (Hinweis f.d. Red.: Donnerstag, 16. Juli) kommen NGG und Dehoga NRW zur zweiten Tarifrunde zusammen.

Sammelkarten-Tauschbörse im Bezirksrathaus Homberg
Zur Sammelkarten-Tauschbörse „KartenKiez!“ öffnet das Bezirksrathaus Homberg am Bismarckplatz 1 am Mittwoch, 15. Juli, von 16 bis 19 Uhr seine Türen. Die Veranstaltung richtet sich an Menschen, die Sammelkarten tauschen und neue Kontakte zwischen Sammlerinnen und Sammlern knüpfen wollen.

Egal, ob Pokémon, Star Wars, Yu-Gi-Oh oder Panini – alle Arten von Sammelkarten sind willkommen. Der kommerzielle Handel mit den Karten ist nicht gestattet. Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Ein weiterer Termin folgt am 14. Oktober. Fragen beantwortet das Team der Bezirksverwaltung telefonisch unter 0203 283-987892 oder per E-Mail an kultur.homberg@stadt-duisburg.de.


Auf Spurensuche: Kolonialismus in Duisburg – Kostenlose Stadtführung macht koloniale Spuren sichtbar
Das Zentrum für Erinnerungskultur lädt am Mittwoch, 15. Juli, um 17.30 Uhr zu einer kostenlosen Außenführung ein. Diese geht der Frage nach, welche Spuren der Kolonialismus in Duisburg hinterlassen hat und wie diese bis heute nachwirken. Unter der Leitung von Naomi Dibu und Christa Frins erkunden die Teilnehmenden die Duisburger Innenstadt aus einer neuen Perspektive.

Ausgangspunkt ist das Stadtarchiv Duisburg am Karmelplatz 5. Während des Rundgangs werden Orte vorgestellt, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, deren Geschichten jedoch eng mit dem deutschen Kolonialismus verbunden sind. So erinnern ehemalige Geschäfte, in denen Waren wie Kaffee oder Tabak aus den Kolonien verkauft wurden, ebenso an diese Vergangenheit wie Straßennamen, deren kolonialer Bezug heute oft kaum noch bekannt ist.

Das Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie.(ZfE) zeigt die Ausstellung „ÜBERSEeHEN" im Stadthistorischen Museum. v.l.: Naomi Dibu und Christa Frins (Kuratorin der Ausstellung) Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

Die Führung macht diese häufig übersehenen historischen Zusammenhänge sichtbar. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erwünscht und per E-Mail an zfe@stadt-duisburg.de oder telefonisch unter 0203 283-2640 möglich.



Gemeinsam reparieren und Ressourcen schonen
Beim nächsten Repair-Café im Recyclingzentrum Mitte der Wirtschaftsbetriebe Duisburg erhalten defekte Alltagsgegenstände eine zweite Chance. Am Freitag, 17. Juli 2026, unterstützen ehrenamtliche Reparaturexpertinnen und -experten des Vereins DUISentrieb Besucherinnen und Besucher dabei, kaputte Elektrokleingeräte, wackelige Kleinmöbel und weitere Gegenstände wieder gebrauchsfähig zu machen.

Dabei steht nicht nur die Reparatur selbst im Mittelpunkt. Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe können die Teilnehmenden unter fachkundiger Anleitung selbst Hand anlegen, Reparaturwissen erwerben und praktische Fähigkeiten für zukünftige Reparaturen entwickeln. So stärkt das Repair-Café den selbstständigen und bewussten Umgang mit Alltagsgegenständen.

Mit dem monatlichen Angebot möchten die Wirtschaftsbetriebe Duisburg einen praktischen Beitrag zur Abfallvermeidung und Ressourcenschonung leisten. Denn Gegenstände, die repariert und weiterverwendet werden, müssen nicht entsorgt und ersetzt werden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Datum: Freitag, 17. Juli 2026
Uhrzeit: von 14.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Recyclingzentrum Mitte, Vygenstr. 6, 47053 Duisburg
Das Repair-Café findet im 1. Obergeschoss statt. Ein Aufzug ist vorhanden.

Der darauffolgende Termin findet am Freitag, 14. August 2026, ebenfalls von 14 bis 17 Uhr im Recyclingzentrum Mitte statt. Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Abfallberatung per E-Mail an abfallberatung@wb-duisburg.de oder telefonisch unter (0203) 283–3000.

Copyright: WBD / Adrian Chodkowski


Nachbarschaft feiert neugestalteten Biegerpark
Der Biegerpark lädt zum Feiern ein: Am Freitag, 17. Juli, dem letzten Tag vor den Sommerferien, findet von 12 bis 17 Uhr das Biegerparkfest statt. Gemeinsam mit dem Umweltamt der Stadt Duisburg lädt das Projektteam die Nachbarschaft herzlich ein, den Park neu zu entdecken und den Ferienstart im Grünen zu genießen. Anlass für das Fest ist der in großen Teilen abgeschlossene Umbau des Biegerparks.

Als Teilprojekt der „Duisburger Schrittsteine zum Klimaschutz“ wurde die Anlage in den vergangenen Monaten umfassend aufgewertet. Wege wurden saniert, neue Bänke aufgestellt und eine Klimaroute mit sechs Stationen eingerichtet. Gemeinsam mit den Wirtschaftsbetrieben Duisburg, den Urbanisten e.V. und der Planergruppe aus Essen wurden im Rahmen eines Beteiligungsprozesses Ideen für die Zukunft des Parks und für eine anschauliche Umweltbildung entwickelt.

So sind ein „Grünes Klassenzimmer“, ein Gemeinschaftsgarten, ein Auenrundweg und Schattenhäuschen Teil der Klimaroute. Informationstafeln vermitteln Wissenswertes rund um Klima und Natur im Park. Darüber hinaus haben die Urbanisten das Urban Game „Mission Biegerpark“ entwickelt, bei dem Kinder und Jugendliche durch unterschiedliche Aufgaben zu Hüterinnen und Hütern des Parks werden können.

Aktuell wird das Programm für das Biegerparkfest gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren wie dem Deutschen Roten Kreuz, der Kindernothilfe, der Imkerin Pia Aumeier und der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet auf die Beine gestellt. Weitere Initiativen, Gruppen und Engagierte, die sich mit einer Aktion oder einem Beitrag beteiligen möchten, sind herzlich eingeladen, mitzumachen. Ansprechpartnerin hierfür ist Anne Jonderko: a.jonderko@wb-duisburg.de.

Quartiersmanagement „Stark im Norden“ lädt zum Stadtteilforum und Finissage der Ausstellung „Hamborner Perspektiven“ ein
Beim kommenden Stadtteilforum Alt-Hamborn am Donnerstag, 16. Juli, informiert das Quartiersmanagement des Modellvorhabens „Stark im Norden“ in der Zeit von 17 bis 19 Uhr über den aktuellen Stand der laufenden Projekte im Stadtteil.

Die Veranstaltung findet zum fünften Mal statt und wird in diesem Jahr interaktiv gestaltet: Die Projektstände sind als Ausstellungsstationen sowohl im Stadtteilbüro als auch im Außenbereich an den „Grünen Bänken“ vor dem Büro aufgebaut. Besucherinnen und Besucher können sich dort selbstständig informieren und mit den jeweils anwesenden Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern ins Gespräch kommen.

Parallel dazu wird im Stadtteilbüro am Hamborner Altmarkt 8 die Finissage der Ausstellung „Hamborner Perspektiven“ des Künstlers Stephanus Schmitz gefeiert. Die Ausstellung zeigt in Gemälden und Linoldrucken die Sichtweisen von drei Generationen der Familie Schmitz auf den Stadtteil.

Die Begrüßung der Finissage übernimmt Asli Sevindim, Leiterin der Abteilung „Integration“ im Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie steht im Anschluss für einen Austausch zur Verfügung. Für erfrischend-sommerliche Getränken und kleine Snacks wird gesorgt.



Workshop: Manga-Zeichnen in Großenbaum
Die Stadtteilbibliothek in der Gesamtschule Süd, Großenbaumer Allee 168 bis 174, lädt am Samstag, 18. Juli, zu einem Manga-Zeichenworkshop für Kinder von 10 bis 14 Jahren ein. Zwischen 10.30 und 13 Uhr zeigt Künstlerin Jen Satora, wie man eigene Figuren erfindet oder in die Welt von Ash und Pikachu, Sailor Moon und anderen Manga-Heldinnen und Helden eintauchen kann.

Im Workshop wird gezeigt, wie man Stilmittel richtig einsetzt und mit den typischen Materialien arbeitet. Stifte und Papier werden gestellt. Anfängerinnen und Anfänger sind herzlich willkommen. Wer selbst schon gezeichnet hat, kann seine Sachen gerne mitbringen und sich weitere Tipps und Anregungen holen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei und gehört zum Programm „Kulturrucksack NRW“. Die Anmeldung ist online auf der Internetseite https://www.stadtbibliothek-duisburg.de unter der Rubrik „Veranstaltungen“ möglich.

„Musik im Rathaus“ mit besonderer Sommerausgabe
Zur Sommerausgabe der Veranstaltungsreihe „Musik im Rathaus“ lädt ein farbenreiches Konzert am Samstag, 18. Juli, um 19 Uhr ins Bezirksrathaus Homberg am Bismarckplatz 1 ein. Der Einlass beginnt bereits um 18.30 Uhr. Mit einer einzigartigen Kombination aus sanftem Gesang und meisterhaftem Gitarrenspiel kreieren an diesem Abend Florence Mankenda und Tarik Mujadzic einen Sound, der sowohl romantisch als auch bewegend ist.

Ihre Musik ist eine vielfältige Mischung aus Soul und Pop, die von der ersten Note an in ihren Bann zieht. Florences sanfter Gesang verschmilzt perfekt mit Tariks gefühlvollem Gitarrenspiel und schafft so eine Atmosphäre, die zeitlos wirkt. Zuschauerinnen und Zuschauer können sich auf Coverversionen und einzigartige Interpretationen freuen. Ein Abschluss an der ArtEZ University of the Arts Arnhem krönt die Karriere des Ausnahmetalents Tarik Mujadzic.

Bekannt durch zahlreiche Bandprojekte wie “Echo Appartment” oder als Gitarrist für Stina Holmquist, bespielt er Bühnen bundesweit und hat in der freien Szene einen festen Platz. Florence Mankenda bahnte sich ihre Karriere über eigene Solo- Veröffentlichungen hin zu Songwriting-Aufträgen für die bekannten Labels der Warner Music Group und Universal.

Beide Künstler sind in Duisburg aufgewachsen und freuen sich auf dieses „echte Heimspiel“ in ihrer Heimatstadt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist per E-Mail an kultur.homberg@stadt- duisburg.de oder telefonisch unter 0203 283-987818 erforderlich.



Kirchenkneipe in Neudorf Gemeinde lädt zum Auspannen ein  
Am Freitag, 17. Juli 2026 gibt es in der Evangelischen Kirchengemeinde Hochfeld-Neudorf eine gute Gelegenheit zum Auspannen und zum gemütlichen Wochenausklang: Um 18 Uhr geht es in Gemeinschaft mit anderen beim Klönen um Gott und die Welt, denn im Gemeindezentrum an der Gustav-Adolf-Str. 65 öffnet wieder die Kirchenkneipe. Engagierte, die die Aktion vorbereiten, laden herzlich zur Begegnung ein. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.hochfeld-neudorf.de.

Bonhoeffergemeinde lädt Kinder zum Sommerferienspaß
Diakonin Nicole Enders hat mit ihrem Team in der Evangelischen Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh ein spannendes Ferienprogramm erarbeitet und lädt Kinder im Vor- und Grundschulalter zum Mitmachen ein. Treffpunkt ist in den beiden Sommerferienwoche vom 20. bis 24. Juli und vom 27. bis 31. Juli von 9 bis 16 Uhr das Gemeindezentrum an der Lutherkirche Duisburg Obermarxloh, Wittenberger Str. 15.

Dort können die Kids Spaß und Gemeinschaft, Basteln und Spielen, Singen und Quatschen sowie Essen und Trinken erwarten - es ist für alles gesorgt. Anmeldungen sind für eine der beiden Wochen möglich (kosten je 35 Euro, Geschwisterkinder zahlen den halben Beitrag), es sind noch wenige Plätze frei. Mehr Infos hat Nicole Enders (Mobil: 0173 7344055 oder Mail: nicole.enders@ekir.de). Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.bonhoeffer-gemeinde.org.  


Fußball-Gottesdienst bei Hertha Hamborn
Neumühler Ferienkirche mit der Bonhoeffer Gemeinde und Hamborn
Die Evangelische Kirchengemeinde Duisburg Neumühl hat den Fußball-WM-Finaltag schon früh zum Anlass genommen, den Start ihrer traditionellen Ferienkirche an dem Tag auf den Fußballplatz zu verlegen. Daher lädt sie herzlich zur diesjährigen „Ferienkirche zuhause“ am Sonntag, 19. Juli, 11 Uhr, auf der Platzanlage des SC Hertha Hamborn, Gerlingstraße / Iltispark, ein.

Pfarrer Jens Storm, selbst „eingefleischter Fußball-Fan mit Herzblut und Leidenschaft“, leitet den Gottesdienst. Natürlich wird der Fußball in seiner Predigt eine Rolle spielen, und auch Begeisterung, Gemeinschaft und das Miteinander kommen ebenfalls nicht zu kurz. Die Neumühler Gemeinde feiert diesen Gottesdienst übrigens als Regionalen Gottesdienst gemeinsam mit der Evangelischen Bonhoeffer Gemeinde Marxloh-Obermarxloh und der Evangelischen Gemeinde Hamborn.

Dieser Gottesdienst setzt die beliebte Reihe der „Gottesdienste am anderen Ort“ fort. Und es ist nicht das erste Mal, dass die Gemeinde zu Gast bei der Hamborner Hertha ist, die zu den engagierten Traditionsvereinen in Neumühl zählt. Vor neun Jahren gab es dort schon einmal einen „Fußball-Gottesdienst“.

Seitdem hat sich in der Gemeinde, aber auch bei der Hertha einiges verändert. Die rote Asche auf dem Fußballfeld ist einem Kunstrasen gewichen, die Tribüne gibt es auch nicht mehr. Vorsitzender ist nach wie vor der damalige Kirchmeister der Evangelischen Gemeinde, Christian Birken, und der amtierende Baukirchmeister Sebastian Schulz hat ebenfalls wichtige Funktionen im Verein inne.

„Das wird ein Tag des Miteinanders“, sagt Christian Birken, und weist zudem darauf hin, dass die Gottesdienstbesucher anschließend noch die Gelegenheit haben, die 1. Mannschaft ab 15 Uhr bei einem Vorbereitungsspiel auf die neue Saison anzufeuern. Direkt nach dem Gottesdienst wird das Neumühler Ferienkirchenteam übrigens gemeinsam mit den Herthanern für das leibliche Wohl sorgen.

Aller Voraussicht nach wird gegrillt und dazu gibt es verschiedene Salate und Obst. Um das Essen besser planen zu können, bittet die Gemeinde um Anmeldung zur „Ferienkirche zuhause“ bis Dienstag, 14. Juli, im Alten Pfarrhaus, Obermarxloher Straße 40, Tel. 0203 / 580448. Reiner Terhorst

Vor neun Jahren nahmen über 80 Besucher am Gottesdienst mit dem damaligen Pfarrer Michael Hüter auf dem Platz von Hertha Hamborn teil, sangen, beteten und freuten sich über die gelebte Gemeinsamkeit beim anschließenden Grillen. Die Tribüne gibt es nicht mehr, der Aschenplatz wurde durch einen Kunstrasen ersetzt. Aber das „leckere Miteinander“ gibt es auch in diesem Jahr am 19. Juli. Foto Reiner Terhorst


Kraft tanken bei der Worship-Night am Vogelsangplatz 

Mit Musik und Impulsen Kraft tanken, das können die Besucherinnen und Besucher der Worship-Night in der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg am Samstag, 18. Juli um 19 Uhr im Gemeindehaus Wanheimerort, Vogelsangplatz 1.

Dieser Abend mit rockig-fetzigen, aber auch besinnlichen Lobpreis- und Anbetungsliedern sowie Texten und Impulsen und bestimmt auch wieder einem spannenden Spiel lädt alle ein, die vom Alltag abschalten wollen und mit Gesang und Musik Gott begegnen wollen. Es spielt die Band um Popkantor Daniel Drückes mit Christine Gladbach, Wolfgang Willeke, Lukas Rissel und Tim Hofer. Pfarrer Jürgen Muthmann führt durch den Abend. Und natürlich gibt es auch wieder Snacks und Getränke.