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Arbeits- und Ausbildungsmarkt weiter unter Druck Die
Arbeitsmarktzahlen im Juli 2026 Die beginnende Sommerpause mit
Abschluss des Schuljahres und Ende des Ausbildungsjahres, nach dem
viele junge Menschen für kurze Zeit arbeitslos sind, führt zu einem
Anstieg der Arbeitslosenquote auf 6,4 Prozent. Im Vormonat lag die
Quote bei 6,2 Prozent, im Juli 2025 bei 6,3 Prozent. Gegenüber dem
Vormonat stieg die Zahl arbeitsloser Menschen um rund 71.000 auf
rund 3.007.000.
Die Arbeitslosigkeit im Juli stieg im
Durchschnitt der letzten drei Jahre um 70.000 Personen. Die
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im Mai 2026 im
Vergleich zum Vormonat um 9.000 Personen auf 34,83 Millionen
gesunken. Ohne die Beschäftigungsaufnahmen ausländischer
Staatsangehöriger würde die Zahl der Beschäftigten seit längerem und
stärker sinken.
5,99 Millionen Ausländerinnen und Ausländer
waren im Mai in Deutschland beschäftigt. Ihre Zahl ist im Vergleich
zum Vorjahr um 185.000 gestiegen. Dieser Zuwachs geht vollständig
auf Personen aus sog. Drittstaaten zurück. Bundesarbeitsministerin
Bärbel Bas: „Unsere Industrie steht weiter vor großen
Herausforderungen. Kriege und Krisen belasten unsere Wirtschaft und
unseren Arbeitsmarkt.
Die Bundesregierung hält hier dagegen.
Wir unterstützen Betriebe ebenso wie Bürgerinnen und Bürger mit
Rekordinvestitionen in Infrastruktur, Forschung und Digitalisierung,
mit Bürokratieabbau, Sozialstaatsreformen und Qualifizierung. Am 1.
August beginnt das neue Ausbildungsjahr, viele junge Menschen
starten in den nächsten Wochen in ihr Berufsleben. Gleichzeitig gibt
es eine große Zahl von Menschen ohne Berufsabschluss.
Das
erhöht das Risiko, in späteren Jahren arbeitslos zu werden und zu
bleiben. Der Ausbildungsmarkt für dieses Jahr ist noch in Bewegung.
Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen bei der Bundesagentur für
Arbeit ist allerdings so niedrig wie seit 2010 nicht mehr. Dabei ist
für Unternehmen die Ausbildung junger Menschen zentral: Sie decken
damit ihren Personalbedarf und vermeiden Engpässe bei Fachkräften.
Mit Blick auf die Demographie in unserem Land wäre es sehr
kurzsichtig, nicht auszubilden.
Die Azubis
von heute sind die dringend benötigten Fachkräfte von morgen und
entscheidend für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit
Deutschlands. Die Agenturen für Arbeit beraten Arbeitgeber und
Jugendliche umfassend zu allen Unterstützungs- und
Fördermöglichkeiten.“
AWO Bundesverband zu Gast in Duisburg „Jeder Euro
in Prävention spart soziale Folgekosten“ Im Rahmen der
bundesweiten Sommertour „Soziale Ungleichheit bekämpfen“ besuchten
Michael Groß, Vorsitzender des Präsidiums des AWO Bundesverbandes,
Britta Altenkamp, stellvertretende Vorsitzende des Präsidiums, sowie
Katrina Pfundt, Referentin für Altenhilfe, die AWO-Integration auf
dem Lernbauernhof Ingenhammshof im Duisburger Norden.
Im
Mittelpunkt des Austauschs standen die Bedeutung präventiver und
niedrigschwelliger Unterstützungsangebote sowie die Auswirkungen
zunehmender finanzieller Unsicherheiten auf die soziale
Infrastruktur. Der AWO-Ingenhammshof verbindet als historischer
Bauernhof Natur und Umweltbildung mit sozialer Arbeit und vereint
Jugendhilfe, Integrationsarbeit, Gesundheitsförderung sowie
Bildungs- und Begegnungsangebote. Damit steht er beispielhaft für
den ganzheitlichen Ansatz der AWO-Integration.
Neben dem
Lernbauernhof wurden auch die Schuldner- und Insolvenzberatung, die
psychosoziale Betreuung sowie die Clearingstelle für Menschen ohne
Krankenversicherung vorgestellt. Die Fachkräfte berichteten über
steigende Herausforderungen – von Überschuldung über psychische
Belastungen bis hin zu erschwerten Zugängen zur
Gesundheitsversorgung ihrer Klientinnen und Klienten.
Michael Groß betonte: „Der Ingenhammshof zeigt, wie soziale
Infrastruktur funktioniert: Menschen erhalten frühzeitig
Unterstützung, bevor aus kleinen Problemen große Krisen werden. Wer
sozialen Zusammenhalt stärken will, muss solche präventiven Angebote
dauerhaft sichern.“
Auch Dirk Franke, Geschäftsführer der
AWO-Integration, warnte vor Kürzungen im sozialen Bereich:
„Präventive Hilfen schaffen Teilhabe, stabilisieren Lebenslagen und
verhindern, dass sich soziale Probleme verfestigen. Eine
verlässliche soziale Infrastruktur ist eine Investition in den
gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Mit ihrer Sommertour macht
die AWO bundesweit auf die Bedeutung einer starken sozialen
Infrastruktur aufmerksam und fordert eine langfristige Absicherung
präventiver Angebote.

Auf dem Foto von links nach rechts: Michael Groß (Vorsitzender des
Präsidiums des AWO Bundesverbandes), Dirk Franke (Geschäftsführer
der AWO-Integration), Veysel Keser (Vorstandsvorsitzender der
AWO-Duisburg), Stefan Braun (Leitung Tagesgruppen), Britta Altenkamp
(stellvertretende Vorsitzende des Präsidiums), Safiye Turhan
(Schuldnerberatung), Elis Niyazieva (Clearingstelle), Dennis van
Dorsten (Psychosoziale Betreuung), Farnaz Rahmani
(Integrationsagentur Meiderich), Christina Schwoll
(Schuldnerberatung), Sehnaz Kolat-Colnar (Teamleitung Psychosoziale
Betreuung), Jörg Fechner (Hofleitung AWO-Ingenhammshof), Leyla
Dönmez (Bereichsleitung Prävention, Integration und Bauspielplätze),
Mike Kim (Prokurist AWO-Integration)
Wirtschaftskrise
und G9 treffen Ausbildungsmarkt IHK: Späterer Einstieg für
Jugendliche bleibt möglich
Im August starten viele junge Menschen ihre Ausbildung. In Duisburg
sowie den Kreisen Wesel und Kleve sind es rund 2.700. Das sind rund
zehn Prozent weniger als im Vorjahr, meldet die Niederrheinische
IHK. Ein späterer Start in die Ausbildung ist möglich. Die Lage
auf dem Ausbildungsmarkt bleibt angespannt. Besonders die Rückkehr
zur neunjährigen Gymnasialzeit macht sich bemerkbar.
Der
Wechsel von G8 zu G9 bedeutet fehlende Abiturienten. Eine Situation,
die den Abwärtstrend zusätzlich belastet. Gleichzeitig hinterlässt
die schwierige Wirtschaftslage Spuren. Am Niederrhein reduziert fast
jedes dritte Unternehmen seine Ausbildungsplätze. „Viele Betriebe –
insbesondere kleinere – bilden weniger aus. Für sie ist es besonders
schwierig, fehlende schulische Kompetenzen der Bewerber
auszugleichen. Gut ausgebildete Fachkräfte sind jedoch das Rückgrat
unserer Wirtschaft“, sagt Matthias Wulfert, IHK-Geschäftsführer Aus-
und Weiterbildung (Foto Jacqueline Wardeski).

Er erklärt, dass junge Menschen verunsichert sind: „Künstliche
Intelligenz, die belastete Industrie, Stellenabbau, die
weltpolitische Lage – viele junge Menschen fragen sich, welcher
Beruf ihnen langfristig Perspektiven bietet.“ Trotz der
Wirtschaftslage suchen immer noch viele Unternehmen nach neuen
Fachkräften.
„Die Türen stehen offen. Wer jetzt schnell ist,
kann in diesem Jahr noch starten, auch nach August. In allen
Branchen sind noch Stellen frei“, betont Wulfert. IHK vermittelt
Ausbildungsplätze für 2026 Freie Ausbildungsplätze finden
Interessierte unter ausbildung.nrw. Alternativ können sie sich bei
der IHK persönlich beraten lassen.
Ansprechpartner ist
Julien Piron,
piron@niederrhein.ihk.de, 0203 2821-498. Tipps zum
Ausbildungsstart sowie Einblicke in den Ausbildungsalltag gibt die
Niederrheinische IHK auf ihrem Instagram- und TikTok-Kanal
@ihkniederrhein.
DVG erweitert Mobilitätsangebot: 30 Freiminuten pro
Fahrradausleihe für Abonnentinnen und Abonnenten
Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) baut ihr Angebot für
eine nachhaltige und flexible Mobilität weiter aus. Gemeinsam mit
dem Bike-Sharing-Anbieter Donkey Republic profitieren
DVG-Abonnentinnen und -Abonnenten ab Samstag, 1. August, von 30
Freiminuten bei jeder Ausleihe eines Fahrrads. Damit wird die
Kombination aus Bus, Bahn und Fahrrad für Fahrgäste der DVG noch
einfacher und attraktiver.

DVG-Abokundinnen und -kunden können sich 30 Freiminuten pro
Fahrradausleihe bei Donkey Republic sichern. Quelle: DVG
„Mit unserem Partnerangebot schaffen wir einen echten Mehrwert
für unsere Fahrgäste. Die Kombination aus öffentlichem Nahverkehr
und Fahrrad ermöglicht eine flexible und umweltfreundliche Mobilität
– besonders auf der ersten und letzten Meile“, sagt Projektleiterin
Stefanie Weichelt.
DVG-Abonnentinnen und -Abonnenten
erhalten 30 Freiminuten bei jeder Ausleihe eines klassischen Donkey
Republic-Leihrads. Nach Ablauf der Freiminuten wird automatisch zum
regulären Tarif abgerechnet. Der Vorteil gilt in allen Städten, in
denen Donkey Republic aktiv ist.
Für die Nutzung ist eine
einmalige Registrierung in der Donkey Republic-App erforderlich. Die
Ausleihe erfolgt ebenfalls per App: Fahrrad auswählen, QR-Code
scannen und losfahren. Den Code für den DVG-Vorteilstarif erhalten
Kundinnen und Kunden im DVG-Kundencenter oder über den
DVG-Kundenservice.
Nach der Nutzung muss das Fahrrad an
einer offiziellen Station abgestellt und über die App wieder
abgeschlossen werden. Auch eine Fahrtpause ist jederzeit möglich.
Erfolgt die Rückgabe außerhalb einer offiziellen Station, können –
abhängig von der Entfernung – Servicegebühren anfallen. Der
DVG-Partnervorteil gilt ausschließlich für klassische
Pedalfahrräder. E-Bikes oder Lastenräder sind von der Aktion
ausgenommen. Donkey Republic betreibt in Duisburg ein
dichtes Netz mit 87 Fahrradstationen. Darüber hinaus stehen die
Leihfahrräder an rund 1.000 Stationen im Ruhrgebiet sowie in
zahlreichen weiteren Städten weltweit zur Verfügung. So können
Nutzerinnen und Nutzer jederzeit flexibel auf ein Fahrrad zugreifen
– rund um die Uhr und bequem per Smartphone-App. Weitere
Informationen zum Angebot, zur Registrierung sowie zu den
Nutzungsbedingungen finden Interessierte auf der Webseite der DVG
unter
https://www.dvg-duisburg.de/leihfahrraeder.
Sommer und Musik im Ruhrgebiet:
Outdoor-Festivals im August Bei strahlender Sonne und
unter freiem Himmel Musik genießen, lässt sich im Ruhrgebiet
besonders gut. Im August gibt es eine bunte Mischung verschiedener
Musikfestivals in der ganzen Region. Das Mülheim Summer Open Air
bringt am 7. und 8. August zwei Tage Pop, Rock und Electro in den
MüGa‑Park. Am Freitag sind unter anderen YouNotUs, Topic und Lari
Luke live zu erleben.
Der Samstag mit The BossHoss ist
ausverkauft. Insgesamt werden bei dem Festival rund 8.000 Besucher
erwartet.
https://www.mein-muelheim.de/event/muelheim-summer-open-air-freitag
Party erwartet alle Besucher des Heile-Welt-Open-Air-Festivals auf
der Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn. Auf mehreren Floors
legen am Samstag, 22. August, verschiedene DJs, Underground-Acts und
lokale Künstler der Szene auf.
Musikalisch konzentriert sich
das Festival auf ein breites Spektrum an elektronischer Musik, das
von melodischem Deep House und Tech-House über klassischen Techno
bis hin zu schnellem Hard-Techno reicht.
https://heile-welt.biz 20 DJs
aus der ganzen Region, drei Bühnen und die volle Ladung
Ruhrgebiets-Feeling: Vom 28. bis 30. August findet an der Zeche Carl
im Essener Norden wieder das kostenlose Pott Fest des
Kultur-Kollektivs essendiese statt.
Musikalisch erwartet die
Besucher ein Wochenende voller Techno und House, mit einem
entspannten Familientag am Sonntag. Neben Musik gibt es
Kunstausstellungen, Workshops, Mitmachaktionen und ein großes
kulinarisches Angebot. Zum diesjährigen Line-up gehören unter
anderem Stef Mendesidis, Altinbas und Lewis Fautzi.
https://www.essendiese.com/pottparade Auf der Domplatte Buer in
Gelsenkirchen ist wieder Open-Air-Rock angesagt: Am 28. und 29.
August gibt es auf zwei Bühnen ein kostenloses Programm aus Rock-,
aber auch Reggae-, Pop- und Singer-Songwriter-Acts.
Der
Platz um die Gelsenkirchener Propsteikirche St. Urbanus wird für das
Wochenende wieder zur offenen Veranstaltungszone mit Gastronomie und
Technik umgestaltet.
http://www.rock-am-dom-gelsenkirchen.de/ Karibische Atmosphäre
mitten im Ruhrgebiet: Der Ruhr Reggae Summer bringt vom 28. bis 30.
August wieder internationale und lokale Reggae‑, Dancehall- und
Afrobeat-Acts in Mülheim an der Ruhr zusammen.
Neben
Live-Konzerten bietet das Festivalgelände am Mülheimer Ruhrstadion
zahlreiche Streetfood- und Händlerstände, Tanz- und Yogasessions,
sowie einen Reggae-Beach-Bereich zum Entspannen. Zu den Headlinern
gehören in diesem Jahr Protojoe & The Idiggnation, Greeen und Romain
Virgo.
https://www.ruhr-reggae-summer.de Der Maximilianpark Hamm lädt
am 29. August zur Sommerparty "Hamm tanzt" ein.
Anlass ist
das 800-jährige Stadtjubiläum von Hamm. Eine bunte Mischung von
Musikstilen – von 70er/80er‑Rock‑Pop über Schlager bis hin zu
Ibiza‑Clubbeats – verwandelt den Park für einen Tag in eine
Open-Air-Festival-Location. Das Programm startet um 19 Uhr. idr -
http://www.maxipark.de
Studierende erforschen Betroffenenperspektive:
Verschickungskind – und das Leben war danach anders
Oral History öffnet Zugänge: zu selbst erlebter Geschichte,
eingebunden in die politischen, gesellschaftlichen und
wirtschaftlichen Zeitläufe. Oral History ist für 26
Bachelor-Studierende im Historischen Institut der Universität
Duisburg-Essen der Türöffner zur Perspektive von betroffenen
„Verschickungskindern“. In einem Lehr-Lern-Projekt führten die
Studierenden Interviews und werteten sie wissenschaftlich aus.

Bildrechte: Regina Basic
EMBARGO: 31. Juli 19:45 Uhr Zehn
Millionen Kinder und Jugendliche wurden in der Bundesrepublik
zwischen 1945 und 1990 auf Kuren verschickt. Viele von ihnen waren
dort Gewalterfahrungen ausgesetzt. Seit 2019 ist das Thema durch das
Engagement von Betroffenen in den Medien sehr präsent und findet in
der Politik immer mehr Aufmerksamkeit. Nachdem in der
wissenschaftlichen Aufarbeitung zunächst die Sicherung und
Auswertung von Dokumenten aus Heimen, Behörden,
Krankenversicherungen und Sozialträgern im Vordergrund stand,
gewinnt die Betroffenen-Perspektive zunehmend an Bedeutung.
An der Universität Duisburg-Essen haben 26 Bachelor-Studierende u.a.
für Lehramt in einem Seminar am Historischen Institut in
lebensgeschichtlichen Oral-History-Interviews erforscht, wie
Gewalterfahrungen die Kinderkuren und das Leben „danach“ geprägt
haben. So sind zwölf berührende Interviews entstanden. Mit
sorgfältig ausgewählten Zitaten, Audio-Sequenzen und historischen
Dokumenten wie Postkarten und Fotos spürten die Studierenden dem
subjektiven Erleben der ehemaligen Verschickungskinder nach.
In der wissenschaftlichen Auswertung dieser partizipativen
Forschung wurde die Einbettung des Erlebten in die Hintergrundfolie
gesellschaftlicher Entwicklungen sowie zeitgenössischer Auffassungen
von Autorität in Staat, Institutionen und Familie nachvollziehbar.
In den negativen Kurberichten spiegelt sich ein spezifisches
Verständnis von Kindheit und Erziehung wider, das auf Anpassung,
Disziplin und Gehorsam ausgerichtet war.
Die Interviews
machen vielschichtige Gewalt- und Leiderfahrungen sowie die
lebensverändernde Dimension individueller Betroffenheit sichtbar:
„…du bist als Kind weg von allem. Du denkst dir ‚Mama‘ und du hast
keine Erklärung. Du bist in einem schrecklichen Gefühlspool drin,
aus Angst, auch Angst vor Übergriffen, vor Gewalt. Ich hatte auch
Angst vor Gewalt. Warum hatte ich Angst vor dem Speisesaal? Warum
hatte ich Angst vor dieser Suppe? “, berichtet Regina Basic.
Und weiter: „Ich glaube, ich bin nicht mehr ganz wiedergekommen.
Und zwar auch heute noch nicht. So grausig sich das anhört.“
Seminarleiter Dr. Helge-Fabien Hertz ordnet ein: „Gerade in den
ersten Nachkriegsjahrzehnten standen Kindheitsbedürfnisse oftmals
weniger im Vordergrund als der reibungslose Ablauf der Kuren.“
Zugleich betont er, dass die Kontextualisierung der
Zeitzeugenberichte entscheidend sei: „Die Interviews eröffnen einen
authentischen Zugang zu den subjektiven Erfahrungen der Betroffenen.
Die Aufgabe der Forschung ist es, die geschilderten Ereignisse und
Abläufe geschichtlich einzuordnen und mit anderen Quellen zu
verbinden, um ein möglichst ganzheitliches Bild zu gewinnen.“
Für die Studierenden sieht Hertz den Mehrwert vor allem in der
Möglichkeit, einen frühen Einblick in die Forschungspraxis und das
Berufsfeld von Historiker:innen zu erhalten: „Mit diesem Projekt ist
der Erwerb von Fach-, Methoden-, Team- und gesellschaftlicher
Kompetenz hervorragend gelungen.“ Das Best-Practice-Projekt für
forschungs- und produktorientierte sowie gesellschaftsrelevante
Lehre biete zudem mannigfaltige Anschlussmöglichkeiten für
Qualifikationsarbeiten: „Insgesamt steht die Forschung noch am
Anfang.“
Die Studierenden blicken sehr positiv auf das
Projekt: „Teil dieses wichtigen Projekts zu sein und selbst ein
Interview mit einer verschickten Person führen zu können, hat meinen
Blick auf das Geschichtsstudium nachhaltig verändert. Die
Möglichkeit, selbst aktiv an der Dokumentation und Erforschung von
Geschichte mitzuwirken, war eine ganz neue Erfahrung: von der
Theorie zur Praxis!“, sagt Studentin Mira Saly Mohtar.
Weitere Informationen: Veröffentlichung der Projektergebnisse
Die Veröffentlichung der wissenschaftlichen Projektergebnisse ist
für den Herbst 2026 auf der Website des Betroffenenvereins NRW
geplant. WDR-Lokalzeit-Beitrag am 31.07.2026.
Was ist Oral
History? Ein Forschungsansatz, der sich auf methodisch
abgesicherte Interviewtechniken mit unterschiedlichem
Strukturiertheitsgrad stützt und die Perspektive von Zeitzeug:innen
in den Mittelpunkt rückt. Lebensgeschichtliche Erzählungen der
Zeitzeug:innen entstehen in Interaktion mit den interviewenden
Historiker:innen. Dabei liegt das Verständnis zugrunde, dass auch
Historiker:innen keinen direkten Zugriff auf die Vergangenheit
haben.
Im Fokus steht, die subjektive Bedeutung des Erlebten
zu erforschen und in den jeweils gültigen politischen,
gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Kontext zu
setzen. Dadurch entsteht in der historischen Interpretation eine
zusätzliche Schicht zu Archivquellen und wichtige Hinweise für
weitere Forschungsansätze: ein spannender Ansatz zur Ergründung und
Vermittlung von historischer Komplexität.

NRW: Zahl der Sterbefälle während der Hitzewelle im Juni 2026
erreicht neuen Höchststand seit 2000
* 6.335 Gestorbene in der Woche vom 22. bis 28. Juni 2026 *
Neues Maximum der Sterbefälle pro Tag am 28. Juni 2026 *
Sterbefallkalender NRW veranschaulicht den Einfluss von
Wärmebelastung auf die Mortalität
In der zweiten Junihälfte des Jahres 2026 lagen in
Nordrhein-Westfalen an 11 aufeinanderfolgenden Tagen Hitzewarnungen
des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor, darunter 8 Tage mit der
höchsten Warnstufe. Wie das StatistischesLandesamt anhand
vorläufiger Daten mitteilt, erreichte die Zahl der Sterbefälle in
der zweiten Woche dieser langanhaltenden Hitzephase den
zweithöchsten Wert seit Januar 2000.
In der betreffenden
Kalenderwoche starben vom 22. Juni 2026 bis zum 28. Juni 2026
insgesamt 6.335 Menschen aus NRW. Bisheriger Höchstwert der
Sommermonate Juni bis August wird um gut 1.400 Sterbefälle
überschritten Die Zahl der Sterbefälle überschritt damit deutlich
den bisherigen saisonalen Höchstwert für die Sommermonate seit
Januar 2000. In den Monaten Juni bis August der Jahre 2000 bis 2025
lag die höchste wöchentliche Sterbefallzahl bei 4.883.

*) Vorläufige Daten Quelle: Statistisches Bundesamt: 2026, IT.NRW:
2000 - 2025
Doch nicht nur im Vergleich zu bisherigen Sommermonaten, in denen
das Niveau der Sterbefälle typsicherweise niedriger liegt, war die
Zahl der Todesfälle in der 26. Kalenderwoche dieses Jahres
außergewöhnlich hoch. Selbst in den Wintermonaten während Grippe-
und COVID-19-Wellen wurden derartig hohe Sterbefallzahlen historisch
nur vereinzelt erreicht.
Der wöchentliche Höchstwert in
diesem Jahrhundert wurde in der 51. Kalenderwoche des Jahres 2022
mit 6.349 Gestorbenen gemessen. Der aktuelle Wert unterschreitet
diesen lediglich um 14 Fälle. Eine ähnlich hohe wöchentliche
Sterbefallzahl wurde zuletzt während der Grippewelle im Februar 2018
in der 10. Kalenderwoche mit 6.179 Gestorbenen registriert.
Neuer Höchstwert der Sterbefälle pro Tag am 28. Juni 2026 Bei der
Betrachtung der Sterbefälle auf Tagesbasis übertrafen die Fallzahlen
zum Ende der Hitzephase sämtliche seit dem 1. Januar 2000 erfassten
Werte (9.676 Tage) deutlich. Am 28. Juni 2026 verstarben in NRW
1.494 Personen, am Vortag waren es 1.371.
Zum Vergleich:
Ende 2022 sowie im Februar 2018 blieben die Tageswerte trotz stark
erhöhter Mortalität in diesen Zeiträumen unter der Marke von 1.000
Sterbefällen am Tag. Anhaltende Hitzephase ab dem 18. Juni 2026 Vom
18. bis zum 28. Juni 2026 veröffentlichte der Deutschen Wetterdienst
(DWD) an jedem Tag Hitzewarnungen für die Kreise und kreisfreien
Städte in NRW.
An 8 Tagen, davon 5 in der zweiten Woche der Hitzewelle (26.
Kalenderwoche), wurde vor extremer Wärmebelastung gewarnt, welche
die höchste Warnstufe des DWD darstellt. Damit gab es bereits im
Juni 2026 doppelt so viele Tage mit extremer Wärmebelastung als
bisher maximal – gemessen seit Einführung des amtlichen
Hitzewarnsystems im Jahr 2005 – in einem Kalenderjahr vorlagen.

Sterbefallkalender NRW veranschaulicht den Einfluss
von Wärmebelastung auf die Mortalität Welchen Einfluss neben
Hitze das Infektionsgeschehen in den Wintermonaten auf die
Sterblichkeit hat und welche Rolle das Alter der Gestorbenen spielt,
betrachtet die Analyse „Sterbegeschehen
in Nordrhein-Westfalen” anhand des neuen Sterbefallkalenders
NRW.
Dieser stellt auf Basis der endgültigen
Sterbefallzahlen für den Zeitraum 2015 bis 2025 tagesscharf die
Sterbefälle nach Altersgruppen bereit und verknüpft diese mit
ergänzenden Daten des Deutschen Wetterdienstes und des Robert
Koch-Instituts.
Das Statistische Bundesamt veröffentlicht vorläufige
Sterbefallzahlen für Tage, Wochen und Monate als Bundes- sowie
Landesergebnisse im Statistischen
Bericht zu den Sterbefällen (Statistischer Bericht - Tabelle
12613-07: Sterbefälle nach Tagen in den Bundesländern - Insgesamt).
Vorläufige plausibilisierte Zahlen für Kreise und kreisfreie Städte
in NRW nach Altersgruppen liegen voraussichtlich im September 2026
vor und werden durch IT.NRW veröffentlicht.
Fünf Zukunftsgärten, zehn Städte, eine Route: Neuer
IGA-Radweg vorgestellt
Auf's Rad schwingen, in die Pedale treten und die Internationale
Gartenausstellung (IGA) 2027 Ruhrgebiet erkunden: Das geht mit dem
neu konzipierten IGA-Radweg. Er verbindet alle fünf Zukunftsgärten
und führt durch insgesamt zehn Städte zwischen Duisburg und Lünen.
Entlang der 100 Kilometer langen Strecke haben Radfahrer die
Chance, die Vielfalt des Ruhrgebiets zu entdecken – von
Industriekultur über renaturierte Flusslandschaften und urbane Parks
bis hin zu touristischen Highlights wie Zeche Zollverein, Zoom
Erlebniswelt oder Halde Hoheward.
Die IGA 2027 Ruhrgebiet
hat am 30. Juli gemeinsam mit der Stadt Lünen, der
Emschergenossenschaft, dem Regionalverband Ruhr (RVR) und der Ruhr
Tourismus GmbH (RTG) den neuen IGA‑Radweg vorgestellt. Der Radweg
ist ein zentraler Bestandteil des Mobilitätskonzepts der IGA 2027
und bleibt als Infrastruktur für klimafreundliche Mobilität,
Freizeit und Tourismus erhalten.
IGA-Geschäftsführer Horst
Fischer betont: "Die neue Verbindung bleibt dauerhaft bestehen und
schafft einen echten Mehrwert für die Menschen im Ruhrgebiet sowie
für Gäste aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland." Die
Strecke verknüpft überwiegend bestehende Radwege wie den
Ruhrtalradweg, die Rheinische Bahn, den Nordsternweg und den Emscher
Weg.
Einzelne Abschnitte dieser Radwege wurden ergänzend neu
gebaut oder aufgewertet – darunter der Grüne Ring in Duisburg,
Teilbereiche der Rheinischen Bahn in Essen sowie neue
Streckenabschnitte zwischen Gelsenkirchen und Dortmund. In Lünen und
Bergkamen entstand in den vergangenen Monaten ein komplett neuer
IGA‑Radweg.
Eine zentrale Rolle spielt bei der Wegeführung
das vom RVR entwickelte und realisierte Knotenpunktnetz. Für die IGA
wurden rund 30 Kilometer an zusätzlichen Abschnitten aufgenommen und
in die landesweite Beschilderung integriert – darunter ein längerer
Abschnitt des Emscher Weges in Dortmund, im Kreis Recklinghausen und
an der Grenze zu Gelsenkirchen. Insgesamt umfasst das Netz
inzwischen rund 310 Knotenpunkte auf etwa 1.530 Kilometern.
"Es ist somit der ideale Begleiter, um im kommenden Jahr die vielen
neuen und umgestalteten Gärten der IGA zu entdecken", sagt Maria
Wagener, Leiterin des Referates Mobilität beim RVR. Der IGA-Radweg
richtet sich gleichermaßen an Besucherinnen und Besucher der IGA
2027, an Familien sowie an Touristen aus dem In- und Ausland. Viele
Streckenabschnitte verlaufen überwiegend flach auf eigenständigen
Radwegen und mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.
Die Route eignet sich deshalb für mehrtägige Touren und für
individuelle Tagesausflüge. Mit dem IGA-Radweg unterstreicht die
Internationale Gartenausstellung 2027 ihren Anspruch, nachhaltige
Mobilität als selbstverständlichen Bestandteil einer modernen
Gartenschau zu verstehen. idr - Infos:
https://www.iga2027.ruhr
Zwei neue DHL Paketshops in Duisburg-Bergheim und -Wedau
eröffnet
Die DHL hat zwei neue Paketshops in der Trompeter Straße 8 bei
Kayashop in Duisburg-Bergheim und am Wedauer Markt 8 bei Lykke &
Licht - Concept Store in Duisburg-Wedau eröffnet. Die Öffnungszeiten
der Paketshops: Trompeter Straße 8: Montag bis Freitag von 07:00 Uhr
bis 18:00 Uhr, Wedauer Markt 8: Dienstag bis Freitag von 10:00 Uhr
bis 18:00 Uhr und Samstag von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr.
Der
neue Paketshop bietet die Annahme von frankierten Päckchen, Paketen
und Retouren. Für die Kundinnen und Kunden werden neben den
Postfilialen und Packstationen so neue Standorte geschaffen, an
denen sie ihre Pakete schnell und problemlos einliefern können.
Außerdem können Kundinnen und Kunden dort auch den Service
„Postfiliale Direkt“ nutzen und sich Sendungen direkt an den
Paketshop senden lassen, um sie später dort abzuholen.
Unter
deutschepost.de/standorte werden Kundinnen und Kunden alle
Standorte von Postfilialen und DHL Paketshops inklusive
Öffnungszeiten anhand einer Karte aufgezeigt. Standorte von
Briefkästen und deren Leerungszeiten sowie die Standorte der rund um
die Uhr verfügbaren Packstationen und Poststationen sind dort
ebenfalls zu ermitteln.
Studie zu problematischer Internetnutzung - Versuchung
stärker als Stress
Wer nach einem stressigen Tag zu Computerspielen, sozialen
Netzwerken oder Shopping-Apps greift, sucht oft Ablenkung oder
Erleichterung. Doch was entscheidet darüber, ob daraus ein
problematisches Nutzungsverhalten entsteht? Ein Forschungsteam um
Dr. Silke M. Müller von der Universität Duisburg-Essen hat den
digitalen Alltag von 900 Erwachsenen untersucht.
Die Ergebnisse zeigen: Menschen mit problematischer Internetnutzung
erleben zwar häufiger Stress und schlechte Stimmung. Ausschlaggebend
dafür, ob sie tatsächlich online gehen, ist jedoch vor allem die
Versuchung. Die Studie* ist jetzt in PLOS One erschienen.

Darstellung der Untersuchung und der bei der Studie erfassten
Schlüsselvariablen. © Andreas Oelker, benutzte Icons von Annika
Brandtner
Problematische Internetnutzung beschreibt ein
Verhalten, bei dem Online-Angebote wie Gaming, Pornografie, Shopping
oder soziale Netzwerke so viel Raum einnehmen, dass sie den Alltag
spürbar beeinträchtigen. Viele Menschen greifen zum Internet, um
Stress abzubauen oder schlechte Stimmung zu vertreiben. Forschende
vermuten seit Langem, dass genau daraus problematische
Nutzungsmuster entstehen können. Ob diese Zusammenhänge auch im
Alltag tatsächlich so ablaufen, war bislang kaum untersucht.
Dr. Silke Müller, Fachgebiet Allgemeine Psychologie: Kognition, und
ihre Kolleg:innen der Forschungsgruppe FOR2974 interviewten in den
letzten drei Jahren über 1.200 Erwachsene. Etwa 900 von ihnen
begleiteten sie über einen Zeitraum von zwei Wochen. Die
Teilnehmenden beantworteten jeden Abend Fragen zu ihrer Stimmung,
ihrem Stressniveau, der Versuchung, online zu gehen, ihrer
Nutzungsdauer sowie zu den Folgen. Außerdem wurde erfasst, ob sie
Freude oder Erleichterung empfanden und andere Aktivitäten
vernachlässigten. Zuvor waren sie mithilfe diagnostischer Interviews
einer unproblematischen, riskanten oder pathologischen
Internetnutzung zugeordnet worden.
„Unsere Studie zeigt, dass
die Versuchung, online zu gehen, eine entscheidende Verbindung
zwischen Stress, Stimmung und problematischer Internetnutzung ist.
Sie bestimmt, ob Menschen Online-Angebote nutzen – und dabei
kurzfristig Freude oder Erleichterung erleben, gleichzeitig aber
andere Lebensbereiche vernachlässigen“ erklärt Müller.
Anders
als viele frühere Untersuchungen begleitete die Studie die
Teilnehmenden über 14 Tage im Alltag. So konnten die Forschenden
nachvollziehen, warum Menschen gerade in bestimmten Momenten online
gehen. „Dieses Wissen ist entscheidend für bessere Präventions- und
Behandlungsstrategien“, erklärt Erstautor Andreas Oelker. „Unsere
Ergebnisse legen nahe, dass es wirksamer sein könnte, Menschen dabei
zu unterstützen, Momente der Versuchung zu erkennen und sie zu
bewältigen, als sich ausschließlich auf Stress oder Stimmung zu
konzentrieren.“
*Grundlage der Studie sind Daten aus der
DFG-Forschungsgruppe FOR2974 „Affective and Cognitive Mechanisms of
Specific Internet-use Disorders“. Deren Ziel ist es, die
psychologischen und neurobiologischen Mechanismen problematischer
Internetnutzung besser zu verstehen und so Prävention und Behandlung
zu verbessern. Sprecher der laufenden Forschungsgruppe ist Prof. Dr.
Matthias Brand, der auch Mitautor der PLOS One-Veröffentlichung ist.
Suizidprävention braucht flächendeckende Hilfsangebote -
BAGSO-Stellungnahme zum Referentenentwurf für ein
Suizidpräventionsgesetz In Deutschland
sterben jedes Jahr mehr als 10.000 Menschen durch Suizid, besonders
gefährdet sind Menschen im hohen Lebensalter. Die BAGSO –
Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen begrüßt deshalb
die Pläne der Bundesregierung zur Stärkung der nationalen
Suizidprävention, die sie zusammen mit anderen Verbänden seit Langem
fordert.
Ziel des Gesetzesvorhabens ist es, die Prävention
von Suizidversuchen und Suiziden durch Information, Aufklärung,
Forschung und Unterstützung von Menschen in Krisensituationen zu
stärken. In ihrer Stellungnahme hebt die BAGSO positiv hervor, dass
Menschen in der letzten Lebensphase im Referentenentwurf als eine
zentrale Zielgruppe der Suizidprävention anerkannt werden.
Die BAGSO mahnt an, dass neben Beratungsstellen auch die notwendigen
Hilfsangebote für Menschen im hohen Lebensalter flächendeckend
verfügbar sein müssen. Der Ausbau von Hospizen,
palliativmedizinischer Versorgung sowie psychiatrischen und
psychotherapeutischen Angeboten ist Voraussetzung für das Gelingen
einer wirksamen Suizidprävention im Alter.
Auch Angeboten
der kommunalen Altenhilfe kommt hier eine wichtige Aufgabe zu. Seit
Langem warnen Fachleute, dass eine auskömmliche Finanzierung vieler
bestehender Unterstützungsangebote fehlt. Die BAGSO drängt in ihrer
Stellungnahme zudem auf eine Neuregelung der Suizidassistenz, die
nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Jahr 2020 nötig
geworden ist.
Sie appelliert an die Bundesregierung, das
Verfahren für einen freiverantwortlichen Suizid und die Hilfe durch
Dritte möglichst bald im Rahmen der Vorgaben des
Bundesverfassungsgerichts klar zu regeln. In dem aktuellen
Gesetzesvorhaben werden Fragen der Suizidassistenz lediglich
implizit geregelt.
So nimmt der Gesetzentwurf eine
theoretische Unterscheidung zwischen „Menschen mit Suizidgedanken“
und „Sterbewilligen“ vor, die in der Praxis äußerst schwierig ist.
Dynamik und Stabilität – also Langfristigkeit – des Sterbewunsches
finden dabei keine angemessene Berücksichtigung, was aus Sicht der
BAGSO ein wesentlicher Mangel ist.
Zur Stellungnahme der BAGSO
Sommerferienaktion: Bewegungspower trifft Brettspielspaß
Kinder, Jugendliche und Familie können an zwei Donnerstagen,
30. Juli und 27. August, auf dem Walsumer Kometenplatz jeweils zwischen
14 und 18 Uhr gemeinsam aktiv werden. Die Sportjugend des
Stadtsportbundes, die Bezirksbibliothek Walsum sowie die
Bezirksverwaltung Walsum verwandeln den Platz in eine riesige
Spielearena.
Zahlreiche Spiel- und Sportgeräte werden angeboten, so dass man sich bei
Hockey, einer Jonglierstation oder Badminton auspowern kann. Auch
clevere Brettspiele und Kartenspiele stehen zur Verfügung, so dass die
Teilnehmenden ihr strategisches Geschick beweisen können – hier ist für
jeden etwas dabei.
Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich
– man kann einfach vorbeikommen und einen großartigen Nachmittag unter
freiem Himmel genießen. Für Rückfragen steht Frau Keutel telefonisch
unter 0203 283-987894 oder per E-Mail an kultur.walsum@stadt-duisburg.de
zur Verfügung.
Relaunch bei STUDIO 47 – mit neuen Avataren und
virtuellen Sets KI-Moderatoren und digitale Kulissen
erhalten zum 1. August ein Design-Update Neue Moderatoren, neue
Kulissen – und trotzdem musste bei STUDIO 47 kein einziges
Studiomöbel bewegt werden. Zum 1. August bekommt das TV-Programm des
Duisburger Regionalsenders einen umfassend überarbeiteten
On-Air-Look. Für die tägliche Nachrichtensendung „STUDIO 47 .live“
und das Rückblickformat „Quinte“ hat das Senderteam neue virtuelle
Studiosets erstellt.
Gleichzeitig wurden mehrere neue
Varianten der digitalen Moderations-Avatare produziert. Damit
entwickelt STUDIO 47 seinen KI-gestützten Newsroom konsequent
weiter. Bereits seit Mai 2024 produziert der Sender seine
Nachrichtensendungen mit virtuellen Abbildern realer
Redaktionsmitglieder und digitalen Studiokulissen. Die komplette
Produktionspipeline läuft über NewsHub, die von STUDIO 47
entwickelte KI-Plattform, in der auch die neuen Avatare und Sets
integriert wurden.
Für „STUDIO 47 .live“ entstand ein
virtuelles Nachrichtenstudio mit moderner Architektur, warmen
orangefarbenen Lichtakzenten und einem großflächigen Duisburger
Abendpanorama. Das neue „Quinte“-Studio verfolgt dagegen einen
bewusst reduzierten Ansatz: Helle Cremetöne, grafische Kreisformen
und abstrahierte Duisburger Konturen übersetzen das frühere Design
der Sendung in einen dreidimensionalen Raum.
Auch vor der
virtuellen Kamera gibt es Veränderungen. In den vergangenen Wochen
produzierte das STUDIO-47-Team mehrere neue Varianten des Avatars
von Chefredakteur Sascha Devigne, mit unterschiedlichen Outfits,
Bildausschnitten und Moderationssituationen. Dadurch können die
digitalen Moderatoren noch flexibler auf das jeweilige
Sendungsformat abgestimmt eingesetzt werden.
„Für uns ist
das kein Design-Gimmick, sondern der nächste logische Schritt“, so
Devigne. „Wir produzieren seit mehr als zwei Jahren im täglichen
Sendebetrieb mit KI, Avataren und virtuellen Studios. Jetzt
entwickeln wir die visuelle Qualität und die Möglichkeiten unserer
Produktionsplattform konsequent weiter. Das Entscheidende ist, dass
wir solche Veränderungen komplett selbst umsetzen können, ohne ein
neues reales Studio bauen zu müssen.“
Dass die neuen
Produktionsformen beim Publikum gut ankommen, zeigte bereits eine
Akzeptanzstudie der Landesanstalt für Medien NRW mit mehr als 1.000
Befragten. Die von STUDIO 47 eingesetzten Avatar-Moderatoren
punkteten dabei unter anderem bei Glaubwürdigkeit, Verständlichkeit,
Authentizität und Sympathie und wurden in fünf von neun Kategorien
besser bewertet als reale Moderatoren. Mehr als 70 Prozent der
Befragten hatten sie zudem überhaupt nicht als KI-Avatare erkannt.
STUDIO 47 gehört zu den Vorreitern beim praktischen Einsatz
generativer KI im deutschen Fernsehen. Was 2022 mit ersten
vollständig KI-gestützten Nachrichtensendungen begann, ist
inzwischen fester Bestandteil des täglichen Produktionsbetriebs.
NewsHub verbindet dabei unter anderem redaktionelle Workflows,
Sprachsynthese, Avatar-Moderation und automatisierte
Videoproduktion.

Der Avatar von STUDIO 47-Chefredakteur Sascha Devigne moderiert ab
dem 1. August in einem neuen virtuellen Studioset. (Foto: STUDIO 47)
Bach im Spiegel der Zeiten beim Sommerlichen
Orgelkonzert in Hamborn Beim nächsten Konzert der
Reihe „Sommerliche Konzerte“, in der Friedenskirche in Duisburg
Hamborn, Duisburger Straße 174, geht es am 5. August um 19.30 Uhr um
„Bach im Spiegel der Zeiten“.

Dabei spielt die mehrfach ausgezeichnete Musikern Olga Zhukova
(Foto: Viktoria Kalinin) natürlich nicht nur Werke des berühmten
Komponisten (u.a. die Toccata d-Moll, „Die Dorische“), sondern auch
Werke von Henry Purcell, Max Reger und Bálint Karosi.
Der
Eintritt kostet zehn Euro; ermäßigt fünf Euro. Für jedes Konzert der
Reihe gilt ebenso: Wenn das Wetter mitspielt, kann das
kulturinteressierte Publikum im Kirchgarten mit den Muszierenden
nach den Konzerten bei einem Getränk ins Gespräch kommen.

NRW-Inflationsrate liegt im Juli 2026 bei 2,7 %
* Kraftstoffpreise zwischen Juli 2025 und Juli 2026 um 23,2 % gestiegen
* Preise für Nahrungsmittel im Juli 2026 um 0,2 % niedriger als
vor einem Jahr * Dienstleistungen der häuslichen Alten- und
Behindertenpflege im selben Zeitraum um 11,8 % gestiegen
Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen – gemessen als Veränderung
des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – liegt im Juli 2026
bei 2,7 %. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stieg der
Preisindex gegenüber dem Vormonat (Juni 2026) um 0,9 %. Der
Verbraucherpreisindex unter Ausschluss der Preisentwicklung bei
Nahrungsmitteln und Energie – oftmals auch als Kerninflation
bezeichnet – ist zwischen Juli 2025 und Juli 2026 um 2,5 %
gestiegen.

Vorjahresvergleich: Nahrungsmittelpreise sinken um 0,2 % Z wischen
Juli 2025 und Juli 2026 sind die Nahrungsmittelpreise um
durchschnittlich 0,2 % gesunken. Deutlich günstiger angeboten als
vor einem Jahr wurden Speisefette und -öle (−17,1 %), darunter
insbesondere Butter (−33,7 %). Dies galt auch für Molkereiprodukte
wie teilentrahmte Milch (−11,7 %), Vollmilch (−9,6 %) sowie Käse und
Quark (−7,6 %).
Die Preise für Eier hingegen sind binnen
Jahresfrist um 14,8 % gestiegen. Die Energiepreise entwickelten sich
weiterhin gegenläufig: Während Strom und Gas zwischen Juli 2025 und
Juli 2026 Preisrückgänge verzeichneten (−5,0 % bzw. −1,1 %), wurde
insbesondere Heizöl deutlich teurer angeboten (+23,1 %) als vor
einem Jahr.
Die Preise für Kraftstoffe liegen seit Februar
2026 über dem Niveau der entsprechenden Vorjahresmonate: Im Juli
2026 mussten Autofahrende für Kraftstoffe 23,2 % mehr bezahlen als
im Juli 2025 (darunter Diesel +26,4 % und Benzin +22,4 %). Die
Preise für Dienstleistungen in Gaststätten stiegen zwischen Juli
2025 und Juli 2026 um 3,2 %. Preissteigerungen verzeichneten u. a.
auch Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+6,6 %), darunter
insbesondere die Dienstleistungen der häuslichen Alten- und
Behindertenpflege (+11,8 %).
Vormonatsvergleich:
Preisrückgänge bei Herren- und Damenbekleidung Die Preisentwicklung
zwischen Juni 2026 und Juli 2026 war u. a. durch die Rücknahme des
Tankrabatts durch die Bundesregierung und dem Sale im
Bekleidungseinzelhandel geprägt: Mit dem Wegfall des sogenannten
„Tankrabatts” stiegen die Preise für Diesel um 20,0 % und Benzin um
15,8 %.
Der „Sale” führte bei Herrenbekleidung zu
Preisrückgängen um 5,1 %, bei Damenbekleidung um 4,8 %.
Preisrückgänge im Bereich der Nahrungsmittel verzeichneten
beispielsweise Stein- oder Kernobst wie Pfirsiche und Kirschen
(−13,0 %), Tomaten (−10,8 %) und Möhren (−10,4 %). Teurer wurden
Gurken (+54,3 %), Quark (+6,8 %) und Äpfel (+4,5 %).
Verbraucherpreisindex für NRW (Basisjahr 2020 = 100) im Juli 2026 –
vorläufige Ergebnisse (Wichtige Preisveränderungen)
Anbauflächen für Sojabohnen in Deutschland von 2016
bis 2025 um 174,1 % gestiegen
• Heimische Erntemenge von Sojabohnen von 2016 bis 2025 mehr als
verdreifacht (+202,8 %) • Sojabohnen-Importe (3,4 Millionen
Tonnen) übersteigen heimische Erntemenge (130 800 Tonnen) 2025
deutlich • EU-weit sind die Anbauflächen für Sojabohnen von 2016
bis 2025 um 22,1 % gestiegen
Soja wird nicht nur als Futtermittel in der Nutztierhaltung eingesetzt,
sondern auch zur Herstellung von Nahrungsmitteln wie etwa Tofu oder
Sojajoghurt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt,
sind die Anbauflächen für Sojabohnen in Deutschland vom Jahr 2016,
für das erstmals Zahlen zu Sojabohnen erhoben wurden, bis zum Jahr
2025 um 174,1 % gestiegen.
Im vergangenen Jahr wurden auf
insgesamt 43 300 Hektar Sojabohnen angebaut – mehr als die Hälfte
(52,7 %) davon in Bayern. 2016 waren es deutschlandweit noch 15 800
Hektar. Der Anteil der Anbaufläche für Sojabohnen an der gesamten
landwirtschaftlich genutzten Fläche lag 2025 bei 0,3 %.

Mehr als die Hälfte der deutschen Sojaernte aus Bayern Auch
die Ernte von Soja ist entsprechend stark gestiegen. Von 2016 bis
2025 hat sich die Erntemenge von Sojabohnen von 43 200 Tonnen auf
130 800 Tonnen mehr als verdreifacht (+202,8 %). Den Großteil der
deutschen Sojaernte gab es 2025 in Bayern (57,3 %), gefolgt von
Baden-Württemberg (18,0 %) und Sachsen-Anhalt (6,9 %).
Knapp
zwei Drittel aller Sojabohnen-Importe aus den USA Einen deutlich
größeren Anteil der Versorgung mit Soja machen die Importe von
Sojabohnen aus. Im Jahr 2025 wurden 3,4 Millionen Tonnen Sojabohnen
nach Deutschland eingeführt, 8,4 % mehr als im Jahr 2016 mit
3,1 Millionen Tonnen. Größte Sojabohnen-Lieferanten waren 2025 die
Vereinigten Staaten mit 2,2 Millionen Tonnen. Das waren knapp zwei
Drittel (64,1 %) der Importmenge.
Weitere wichtige
Lieferanten waren Brasilien (16,5 %) und die Ukraine (9,0 %).
Italien mit EU-weit größten Anbauflächen für Sojabohnen In der
Europäischen Union (EU) sind die Anbauflächen von Sojabohnen
prozentual weniger stark gestiegen als in Deutschland. Nach Angaben
der EU-Statistikbehörde Eurostat wurde im Jahr 2025 auf insgesamt
1,0 Millionen Hektar Sojabohnen angebaut. Das war gut ein Fünftel
(22,1 %) mehr als 2016.
Damals lagen die Anbauflächen für
Sojabohnen bei 831 200 Hektar. Mit rund 2,8 Millionen Tonnen war die
Sojaernte in der EU 2025 knapp ein Zehntel (+9,9 %) höher als 2016
mit 2,5 Millionen Tonnen. Wegen schwankender Erträge fielen die
Ernten in einzelnen Zwischenjahren aber auch höher aus, etwa 2018
und 2024.
Wichtigster Produzent von Sojabohnen in der EU war 2025
Italien (297 800 Hektar Anbaufläche, 1,1 Millionen Tonnen Ernte),
gefolgt von Frankreich (150 200 Hektar, 391 900 Tonnen). Zusammen
entfielen auf die zwei Staaten 44,1 % der Anbaufläche und gut die
Hälfte (53,5 %) der Ernte von Sojabohnen in der EU. Deutschland
hatte 2025 mit 4,3 % der Anbaufläche und 4,7 % der Ernte einen
vergleichsweise kleinen Anteil an der gesamten Sojaproduktion in der
EU.
Importpreise im Juni 2026: +6,1 % gegenüber Juni
2025 -0,7 % zum Vormonat Exportpreise, Juni 2026
+3,5 % zum Vorjahresmonat +0,1 % zum Vormonat
Die
Importpreise waren im Juni 2026 um 6,1 % höher als im Juni 2025. Im
Mai 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei
+6,8 % gelegen, im April 2026 bei +5,3 %. Wie das Statistische
Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, fielen die Einfuhrpreise im
Juni 2026 gegenüber Mai 2026 um 0,7 %.

Die Exportpreise waren im Juni 2026 um 3,5 %
höher als im Juni 2025. Dies war der stärkste Anstieg gegenüber
dem Vorjahresmonat seit Februar 2023 (+6,6 % gegenüber
Februar 2022). Im Mai 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem
Vorjahresmonat bei +3,4 % gelegen, im April 2026 bei +2,9 %.
Gegenüber Mai 2026 stiegen die Ausfuhrpreise im Juni 2026
geringfügig um 0,1 %.
Importierte Vorleistungsgüter und
Energie im Zuge des Iran-Kriegs stark verteuert Den größten
Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise hatte im
Juni 2026 gegenüber Juni 2025 erneut der Anstieg der Preise für
Vorleistungsgüter mit +10,3 % (-0,1 % gegenüber Mai 2026) und für
Energie mit +23,9 % (-6,6 % gegenüber Mai 2026). Bei den
Vorleistungsgütern waren insbesondere Nicht-Eisen-Metalle und deren
Halbzeug mit +27,5 % deutlich teurer als im Vorjahresmonat, darunter
Edelmetalle und deren Halbzeug mit +34,5 % und Kupfer und Halbzeug
daraus mit +30,3 %.
Auch die Preise für importierte
Düngemittel und Stickstoffverbindungen lagen deutlich über denen von
Juni 2025 (+28,3 %), ebenso die Preise für Kunststoffe in
Primärformen (+23,8 %). Besonders stark wirkte sich der Krieg im
Nahen Osten weiterhin auf die Energiepreise im Vorjahresvergleich
aus. Im Vergleich zu Juni 2025 stiegen die Importpreise für
elektrischen Strom (+70,8 %), Mineralölerzeugnisse (+36,0 %), Erdöl
(+32,1 %), Steinkohle (+12,1 %) und Erdgas (+8,3 %) deutlich.
Im Vergleich zum Vormonat Mai 2026 wurde insbesondere
elektrischer Strom (+12,7 %) teurer. Nur moderat stiegen im
Vormonatsvergleich die Preise für Steinkohle (+1,3 %) und Erdgas
(+0,5 %). Dagegen sanken gegenüber Mai 2026 die Preise für Erdöl
(-12,6 %) und Mineralölerzeugnisse (-9,9 %).
Während die
Preise für importierten Flugturbinenkraftstoff aus Kerosin mit
-18,1 %, für schweres Heizöl mit -13,8 % sowie für Dieselkraftstoff
und leichtes Heizöl mit -12,6 % gegenüber dem Vormonat sanken und
auch Motorenbenzin um -7,4 % billiger wurde, verteuerten sich im
Vergleich zu Mai 2026 insbesondere Schmier- und andere Öle um
16,5 %.
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise stiegen die
Importpreise im Juni 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,3 %
(+0,1 % gegenüber Mai 2026). Lässt man nur Erdöl und
Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex 4,7 %
über dem Stand von Juni 2025 (+0,2 % gegenüber Mai 2026). Auch
importierte Investitionsgüter waren im Vorjahres- und im
Vormonatsvergleich teurer, und zwar um 2,9 % gegenüber Juni 2025 und
um 0,5 % gegenüber Mai 2026.
Importierte landwirtschaftliche
Güter und Konsumgüter günstiger als im Vorjahr Importierte
landwirtschaftliche Güter waren im Juni 2026 im Durchschnitt 6,5 %
billiger als im Vorjahresmonat (-2,0 % gegenüber Mai 2026). Die
Preise für Rohkakao lagen 42,4 % unter denen von Juni 2025, stiegen
jedoch im Vormonatsvergleich gegenüber Mai 2026 um 8,1 %.
Auch lebende Schweine waren mit -32,1 % günstiger als im Juni 2025.
Im Vormonatsvergleich waren sie mit -9,2 % ebenfalls deutlich
billiger. Auch Rohkaffeeimporte kosteten 7,2 % weniger als vor einem
Jahr, aber 2,5 % mehr als im Vormonat. Für importiertes Getreide
wurde im Juni 2026 weniger bezahlt als im Juni 2025 (-4,4 %),
gegenüber Mai 2026 wurde es aber 0,5 % teurer.
Importierte
Konsumgüter (Ge- und Verbrauchsgüter) waren im Juni 2026 um 0,8 %
preiswerter als im Vorjahr (+0,2 % gegenüber Mai 2026). Während die
Preise für Gebrauchsgüter 0,7 % über denen von Juni 2025 lagen
(+0,2 % gegenüber Mai 2026), waren Verbrauchsgüter im
Vorjahresvergleich 1,2 % billiger (+0,1 % gegenüber Mai 2026).
Für Nahrungsmittel allgemein musste 6,4 % weniger bezahlt werden
als im Juni 2025 (-0,5 % gegenüber Mai 2026). Preisrückgänge gab es
unter anderem bei Kakaobutter, Kakaofett und Kakaoöl (-48,6 %),
Schweinefleisch (-23,8 %) sowie Frucht- und Gemüsesäften (-26,3 %).
Teurer als im Juni 2025 waren unter anderem geschälte
Haselnüsse (+21,3 %). Auswirkungen des Iran-Kriegs auch bei
Exportpreisen deutlich spürbar: Hohe Preisanstiege für exportierte
Vorleistungsgüter und Energie Bei den Exportpreisen hatte der
Anstieg der Preise für Vorleistungsgüter aufgrund ihres hohen
Anteils am Gesamtindex den größten Einfluss auf die
Vorjahresveränderungsrate.
Die Vorleistungsgüterpreise lagen
im Durchschnitt 6,0 % über denen von Juni 2025 und 0,3 % über denen
von Mai 2026. Bei Investitionsgütern lag das Preisniveau 1,9 % über
dem von Juni 2025 (+0,3 % gegenüber Mai 2026). Zusammen decken beide
Gütergruppen fast 75 % der ausgeführten Waren ab.
Auch bei
den Ausfuhrpreisen waren weiterhin die Auswirkungen des Iran-Kriegs
zu spüren: Die Preise für Energieexporte lagen um 26,7 % über denen
von Juni 2025, aber um 3,7 % unter denen von Mai 2026. Vor allem die
Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen deutlich um 32,1 % gegenüber
Juni 2025, sanken aber um 9,7 % gegenüber Mai 2026. Darunter waren
Exporte von Flugturbinentreibstoff aus Kerosin um 46,1 % teurer als
im Vorjahr, im Vergleich zum Vormonat wurden sie jedoch preiswerter
(-19,6 %). Auch Erdgas war gegenüber Juni 2025 teurer (+12,7 %).
Gegenüber Mai 2026 stiegen die Preise um 0,3 %. Exportierte
Konsumgüter (Ge- und Verbrauchsgüter, Exportanteil zusammen rund
21 %) waren 0,3 % teurer als im Juni 2025. Während die Preise für
Gebrauchsgüter 1,9 % über denen von Juni 2025 lagen (+0,2 %
gegenüber Mai 2026), waren die Preise für Verbrauchsgüter 0,1 %
niedriger als im Vorjahresmonat (+0,4 % gegenüber Mai 2026).
Bei den Verbrauchsgütern sanken insbesondere die Preise für
Nahrungsmittel (-5,9 % gegenüber Juni 2025 und -0,3 % gegenüber
Mai 2026). Hier waren unter anderem die Preise für Kakaomasse,
Kakaobutter, Kakaofett, Kakaoöl und Kakaopulver mit -29,2 % deutlich
niedriger als im Juni 2025 (-5,6 % gegenüber Mai 2026).
Schweinefleisch wurde zu 25,2 % niedrigeren Preisen als im Juni 2025
exportiert (-4,6 % gegenüber Mai 2026).
Auch Milch und
Milcherzeugnisse waren mit -9,8 % im Durchschnitt billiger als vor
einem Jahr (+1,5 % gegenüber Mai 2026), darunter besonders Butter
und andere Fettstoffe aus Milch mit -45,2 % gegenüber Juni 2025
(-1,7 % gegenüber Mai 2026). Landwirtschaftliche Güter wurden 6,2 %
preiswerter exportiert als im Vorjahresmonat. Gegenüber Mai 2026
fielen die Preise hier um 1,4 %.
GOFUS e.V. unterstützt Sanierung des Spielplatzes Memeler
Straße in Walsum Der Spielplatz an der Memeler Straße
in Duisburg-Walsum erstrahlt nach einer umfassenden Überarbeitung in
neuem Glanz. Die kleine Anlage liegt mitten in einem reinen
Wohngebiet mit insgesamt gutem Spielplatzangebot und wurde daher
gezielt für Kleinkinder aus dem direkten Umfeld neu konzipiert.
Im Rahmen des städtischen Spielplatzprogramms wurde das Angebot
entsprechend angepasst und auf die Bedürfnisse der jüngsten
Nutzerinnen und Nutzer ausgerichtet. Dank der Unterstützung der
Initiative „PLATZ DA!“ des Vereins GOFUS e. V. konnte das
Spielangebot zusätzlich aufgewertet werden.

Aufnahmen Spielplatz Memeler Str. in Walsum - (C) Manfred Wenigmann,
GOFUS-Beauftragter für die Initiative PLATZ DA!
„Gerade
wohnortnahe Spielplätze sind für Familien von großer Bedeutung. Mit
der Neugestaltung schaffen wir ein attraktives Angebot für die
kleinsten Duisburgerinnen und Duisburger und stärken das Miteinander
im Quartier“, sagt Claudia Mühle, Arbeitsgruppenleiterin Planung und
Konzeption von Spielplätzen.
Die bisherigen, in die Jahre
gekommenen Spielgeräte wurden durch ein modernes, altersgerechtes
Angebot ersetzt. Herzstück der Anlage ist eine neue Sandspielfläche
mit Spielhäuschen, integrierten Sandspielelementen und kleiner
Rutsche. Ergänzt wird das Angebot durch eine neue Kleinkindschaukel
sowie zwei Federwipptiere. Neue Sitzbänke verbessern zudem die
Aufenthaltsqualität für Eltern und Begleitpersonen.
Die
Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 20.000 Euro.
Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg sind für rund 340 städtische Spiel-
und Bolzplätze verantwortlich und überarbeiten im Rahmen des
Spielplatzprogramms jährlich etwa 12 bis 15 Anlagen. Durch die
Unterstützung von GOFUS e. V. konnten in den vergangenen Jahren
zusätzlich weitere 26 Spielplätze im Stadtgebiet neugestaltet
werden.
„Mit unserer Initiative ‚PLATZ DA!‘ möchten wir
Kindern wohnortnahe Räume geben, in denen sie sich frei bewegen,
spielen und gemeinsam Zeit verbringen können. Es freut uns sehr,
dass wir gemeinsam mit den Wirtschaftsbetrieben Duisburg diesen
Spielplatz neugestalten konnten“, erklärt Manfred Wenigmann,
GOFUS-Beauftragter für die Initiative PLATZ DA!
Hinter
„PLATZ DA!“ steht der Verein GOFUS e. V., ein Zusammenschluss
ehemaliger und aktiver Profi-Fußballer. Mit den Erlösen aus seinen
Golfturnieren unterstützt der Verein bundesweit die Sanierung und
den Neubau von Spiel- und Bolzplätzen. Ziel ist es, Kindern und
Jugendlichen attraktive Orte in ihrem direkten Lebensumfeld zu
bieten, an denen sie sich bewegen, begegnen und entfalten können.
Zeitreise in den Wilden Westen: Sechs Jugendzentren erschaffen
gemeinsam „Rob City“ Eine Woche lang verwandelte sich
die „Robinson Abenteuerfarm“ in die pulsierende Westernstadt „Rob
City“. Bei einem gemeinsamen Zeitreisespiel der sechs Jugendzentren
Sunny (Regionalzentrum Süd), Adlerstraße, Zentrum Rumeln, Die Mühle,
Tempoli und Robinson tauchten mehr als 50 Kinder in die Welt des
Wilden Westens ein und gestalteten ihre eigene Stadt voller
Abenteuer, Spannung und Gemeinschaft.

Eine Woche lang wurde die Robinson Abenteuerfarm zur pulsierenden
Westernstadt „Rob City“. Im Rahmen eines gemeinsamen Zeitreisespiels
der sechs Jugendzentren Sunny (Regionalzentrum Süd), Adlerstraße,
Zentrum Rumeln, Die Mühle, Tempoli und Robinson tauchten über 50
Kinder in das Leben des Wilden Westens ein und gestalteten ihre
eigene Stadt voller Abenteuer, Spannung und Gemeinschaft.
Mit
viel Kreativität und Engagement schlüpften die Kinder in
unterschiedliche Rollen und ließen „Rob City“ lebendig werden. Ein
Sheriff sorgte für Recht und Ordnung. Die Bank verwaltete die hart
erarbeiteten Goldvorräte. In der Druckerei erschien täglich die
Stadtzeitung. Der Barbier kümmerte sich um seine Kundschaft. Der
Doktor behandelte Kranke und Verletzte. Die Farm versorgte die
Bewohnerinnen und Bewohner und in der Kirche wurden feierliche
Zeremonien abgehalten.

Auch ein Friedensrichter durfte in der Westernstadt nicht fehlen.
Herzstück von „Rob City“ war die Goldmine. Hier schürften die Kinder
Gold, das sie anschließend in der Bank gegen die offizielle
Stadtwährung eintauschen konnten. Zahlreiche Spielaktionen und
überraschende Ereignisse sorgten während der gesamten Woche für
Abwechslung und Spannung.
Wie in einer echten Westernstadt
verlief das Zusammenleben nicht immer ruhig: Ein spektakulärer
Banküberfall versetzte die Stadt in Aufregung, ein Betrüger trieb
sein Unwesen, mehrere Hochzeiten wurden gefeiert und sogar ein
Mordfall musste aufgeklärt werden. Sheriff und Friedensrichter
hatten alle Hände voll zu tun, um Recht und Ordnung
aufrechtzuerhalten Ein wichtiger Bestandteil des Stadtlebens war die
Zeitung „Rob City News“.
Die Redaktion berichtete täglich
über Aktuelles, führte Interviews und informierte über besondere
Vorkommnisse. So blieben alle Bürgerinnen und Bürger stets auf dem
Laufenden. Das Zeitreisespiel bot den Kindern die Möglichkeit,
Verantwortung zu übernehmen, demokratische Prozesse zu erleben,
kreativ zu handeln und ihre sozialen Kompetenzen zu stärken.
Gleichzeitig standen Spiel, Spaß und das gemeinsame Erleben im
Mittelpunkt.
Die Organisatorinnen und Organisatoren der
beteiligten Jugendzentren ziehen ein durchweg positives Fazit: Die
Westernwoche in „Rob City“ hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig
und engagiert Kinder eine Stadt gestalten können, wenn sie gemeinsam
Ideen entwickeln und Entscheidungen treffen.
Deichmann kürt Deutschlands fitteste Grundschule Im
Rahmen der bundesweiten Initiative "Deichmann bewegt" hat der
Essener Schuhhändler wieder Deutschlands fitteste Grundschule
ausgezeichnet. Gewonnen hat die Grundschule Hagelstadt aus Bayern,
die sich gegen mehr als 150 Mitbewerber durchgesetzt hat.
Unter dem Motto "Weltraum" absolvierten die Schülerinnen und Schüler
z. B. einen "Meteoritentunnel" zum Krabbeln und
Gleichgewichtsübungen als "Schwerelosigkeitstraining". Bewegung
wurde dabei fest in den Schulalltag integriert. Insgesamt nahmen
rund 30.000 Kinder an der Aktion teil und sammelten mehr als 480.000
Bewegungseinheiten.
Ziel der Initiative ist es, mehr
Bewegung niedrigschwellig und dauerhaft in den Schulalltag zu
integrieren. idr - Informationen:
https://www.deichmann-bewegt.de
Gemeinsamer Appell zum Schutz des Waldes und der Natur:
Ministerien warnen vor erhöhter Waldbrandgefahr und zunehmenden
Schäden im Wald Die Hitze kam dieses Jahr früh und die
Trockenheit hält lange an. Vielerorts sind Wiesen und Wegraine
verdorrt, Waldböden zu trocken, Bäche ausgetrocknet und Bäume, ob in
der Stadt oder im Wald, zeigen schon die erste Herbstfärbung und
dies bereits Mitte Juli.

© MUNV Für die kommenden Tage werden erneut hohe Temperaturen
erwartet – damit steigt auch wieder das Risiko für Waldbrände: Ab
Mittwoch, 29. Juli, gilt landesweit die Waldbrandgefahrenstufe 3
(erhöhte Gefahr), in einigen Regionen sogar Stufe 4 (hohe Gefahr),
etwa im waldreichen Südwesten Nordrhein-Westfalens, aber auch am
Niederrhein sowie im Südosten.
Gemeinsam appellieren daher
das für den Forst zuständige Ministerium für Landwirtschaft und
Verbraucherschutz, das Ministerium des Innern und das Ministerium
für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen,
in Wäldern und in der Natur besonders achtsam zu sein.
Weiterer „FireFighter“ in der Eifel
stationiert Entfacht sich ein Waldbrand, kommt es auf jede
schnelle Hilfe an. Damit auch im unwegsamen Gelände, an Steilhängen
oder im dichten Baumbestand Waldbrände wirksam bekämpft werden
können, ist im Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde seit diesem
Juli ein zweiter „FireFighter“ im Land stationiert und
einsatzbereit. Er verstärkt einen bereits in Arnsberg im waldreichen
Sauerland stationierten „FireFighter“.
Diese
Brandbekämpfungseinheiten mit 10.000-Liter-Tank können Flammen in
bis zu 50 Meter Entfernung löschen, wenn sie im Fall eines
Waldbrandes von den Feuerwehren angefordert werden. Die
Speziallöschfahrzeuge des Landes Nordrhein-Westfalen sind besonders
geländegängig. Ihre Wasserspritze ist um 360 Grad drehbar.
Minister Reul: Wer im Wald Rauch oder Feuer bemerkt, muss sofort die
112 wählen Innenminister Herbert Reul: „Unsere Feuerwehr ist im
Ernstfall die erste und wichtigste Einsatzkraft vor Ort. Ihr zügiges
Eintreffen entscheidet mit jeder Minute, ob aus einer
Rauchentwicklung ein ausgedehnter Waldbrand wird.
Deshalb
gilt: Wer im Wald Rauch oder Feuer bemerkt, muss sofort die 112
wählen. Die Zufahrten und Waldwege sind freizuhalten, um die
Einsatzkräfte der Feuerwehren so schnell wie möglich dort hin zu
bringen, wo sie dringend benötigt werden. Nur wenn alle mithelfen,
können unsere Feuerwehrleute Brände frühzeitig eindämmen und
größeren Schaden verhindern.“
Umweltminister Krischer: Die
Natur steht unter Trockenstress Das Umweltministerium bietet über
sein Umweltportal aktuelle Informationen zur Waldbrandgefahr sowie
einen Graslandfeuerindex. Dieser zeigt für viele Regionen in
Nordrhein-Westfalen bereits die Stufe 3 an. Das heißt, ein Feuer
kann sich auf offenen Flächen vergleichsweise leicht entzünden und
ausbreiten, wenn ein Funke überspringt.
Umweltminister
Oliver Krischer: „Die Natur steht unter Trockenstress. Pflanzen und
Tiere leiden, und jeder Brand verschärft die Schäden an unseren
ohnehin beanspruchten Lebensräumen. In dieser Woche steigt mit jedem
Tag die Gefahr von Gras- und Waldbränden. Deshalb müssen wir alle
gemeinsam verantwortlich aufpassen. Jeder verhinderte Brand schützt
die Natur, die Einsatzkräfte und die Menschen, die in den
betroffenen Regionen leben.“
Bei den Bäumen zeigen aktuell
Birke, Rotbuche, Hainbuche, Kirsche, Linde und Ahorn besonders
auffällige Laubverfärbungen, während Eiche, Esche und die
Nadelbaumarten bislang scheinbar nicht so stark betroffen sind.
Grundsätzlich ist das Phänomen einer vorzeitigen Laubverfärbung auch
nicht neu und aus früheren sommerlichen Dürreperioden bekannt.
Laubbäume reagieren nach Abschluss des Frühjahrswachstums und der
Anlage der Blatt- und Blütenknospen, insbesondere in Jahren mit
starker Fruchtbildung, in sommerlichen Dürreperioden mit
frühzeitigem Laubfall und Blattverfärbungen, um Wasserverluste durch
übermäßige Transpiration zu verringern. In diesem Jahr ist der frühe
Zeitpunkt dieser Reaktion bemerkenswert.
Gleichzeitig
begünstigen die Witterungsbedingungen auch Schadorganismen wie
Borkenkäfer, Prachtkäfer und die von Trockenstress profitierende
Pilzarten, wie z.B. den Hallimasch, zusätzlich, da sie höhere
Vermehrungs- und Wachstumsraten realisieren können.
Land
stärkt Waldbrandprävention stetig Um die Wälder in
Nordrhein-Westfalen in Zukunft besser gegen Waldbrände zu schützen,
gibt es ein Waldbrandschutzkonzept der Landesregierung – ein
Werkzeugkasten mit Elementen, die im Kampf gegen Waldbrände benötigt
werden. Seit Vorstellung des Konzepts im Jahr 2022 hat sich zum
Beispiel die Zusammenarbeit der Forstämter und Feuerwehren durch
stetige gemeinsame praktische Übungen stark verbessert.
Zudem hat die Landesforstverwaltung die Ausbildung der Feuerwehren
im Bereich Vegetationsbrandbekämpfung gestärkt. Seit Beginn der
Waldbrandsaison 2024 ist das „Fire
Watch“-Waldbrand-Früherkennungssystem in der Region Niederrhein
aktiv, ein Pilotprojekt zur halbautomatischen Waldbrandüberwachung
mit Kamerasystemen. Des Weiteren hat die Landesforstverwaltung
flächendeckend Schilder im Wald in Nordrhein-Westfalen aufgestellt,
um Besucher des Waldes über Waldbrandgefahren zu informieren.
Über das Internetportal www.waldinfo.nrw werden verschiedene
digitale Karten zur Unterstützung von Waldbrandvorsorge und -abwehr,
zu vorhandenen Waldwegen, die auch für Feuerwehrfahrzeuge befahrbar
sind, und verfügbaren Löschwasserstellen angeboten. Diese Karten
stehen auch den Feuerwehren zur einfachen Nutzung für
Einsatzplanungen zur Verfügung.
Wie entsteht Waldbrandgefahr?
Ob es zu einem Waldbrand kommt, hängt maßgeblich von
Witterungseinflüssen wie Hitze, Trockenheit und intensiver
Sonneneinstrahlung ab. Entscheidend ist allerdings meist das
Verhalten des Menschen: Die meisten Waldbrände werden durch
Unachtsamkeit verursacht. Weggeworfene Zigarettenkippen, Grill- oder
Lagerfeuer oder unerlaubt abgestellte Fahrzeuge auf trockener
Vegetation können Brände auslösen. Gerade im Frühjahr und Sommer
herrscht in Nordrhein-Westfalen regelmäßig eine erhöhte
Waldbrandgefahr.
Neue Schule, neues Ticket: DVG
empfiehlt das Deutschlandticket Schule frühzeitig zu kaufen
Für viele Kinder steht im Sommer der Wechsel auf eine weiterführende
Schule an. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) empfiehlt
allen Eltern, sich möglichst früh um das Ticket für ihre Kinder zu
kümmern. Dadurch können sie Wartezeiten im Kundencenter umgehen.
Eltern können das Deutschlandticket Schule für ihre Kinder
über das Schülerticketportal unter
antrag.schuelerticket.dvg-duisburg.de/ oder per E-Mail an
kundenservice@dvg-duisburg.de bequem von zuhause aus beantragen. Wer
das Ticketabonnement dennoch im DVG-Kundencenter abschließen möchte,
kann sich vorher online unter
www.dvg-duisburg.de/terminbuchung einen Termin buchen, um
Wartezeiten im Kundencenter zu vermeiden.
Mit dem
Deutschlandticket Schule können Schülerinnen und Schüler das ganze
Jahr über in Deutschland mit Bussen und Bahnen des öffentlichen
Nahverkehrs sowie mit der Regionalbahn, dem Regionalexpress und der
S-Bahn fahren.
Das Ticket kostet 43 Euro pro Monat. Familien, deren Kinder einen
Anspruch auf Fahrtkostenübernahme durch den Schulträger haben,
zahlen auch für das Deutschlandticket Schule einen Eigenanteil von
14 Euro für das erste Kind, 7 Euro für das zweite Kind und 0 Euro
für alle weiteren Kinder pro Monat und Ticket.

Die DVG hat Kindertagesstätten, Duisburger Grundschulen und
weiterführende Schulen mit Informationsmaterial rund um das Thema
Mobilität in Bus und Bahn zur Verfügung gestellt. Weitere
Informationen zum Ticket und zum Portal gibt es auf der
Internetseite der DVG unter
www.dvg-duisburg.de/deutschlandticket-schule.
Stadtwerke geben Entwarnung: trotz Hitze keine
Einschränkungen bei Trinkwasserversorgung Angesichts
von Höchsttemperaturen mit anhaltender Hitze und Dürre rücken Fragen
zur Trinkwasserversorgung zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit.
Die Stadtwerke Duisburg können Entwarnung geben: Die Versorgung mit
Trinkwasser in der Stadt an Rhein und Ruhr ist jederzeit
gewährleistet. Durch unterschiedliche zur Trinkwasserförderung
genutzte Wasservorkommen, eine robuste Infrastruktur und ausreichend
groß dimensionierte Pufferkapazitäten können auch Spitzenlasten im
Sommer problemlos abgedeckt werden.
Ausreichende Vorkommen
aus verschiedenen Quellen Um die Duisburger Haushalte mit fast 30
Milliarden Liter Wasser jährlich zu versorgen, setzen die Stadtwerke
für die Trinkwassergewinnung auf unterschiedliche Quellen. Gewonnen
wird das Trinkwasser der Stadtwerke Duisburg in den Duisburger
Wasserwerken, die sich in Düsseldorf-Wittlaer und -Bockum befinden.
Dabei wird Grundwasser und uferfiltriertes Grundwasser, sogenanntes
Rheinuferfiltrat, über Brunnen gefördert, gefiltert, aufbereitet und
anschließend als Trinkwasser in Lebensmittelqualität in das
Duisburger Versorgungsnetz südlich der Ruhr eingespeist.

Im Wasserwerk Wittlaer wird Rheinuferfiltrat über Brunnen gefördert,
gefiltert und aufbereitet. Fotos: Stadtwerke Duisburg
Die
Wasserstände in diesen Brunnenanlagen sind in den letzten Jahren mit
typischen unterjährigen Schwankungen weitgehend stabil. Für den
Duisburger Norden bezieht das Unternehmen Trinkwasser über zwei
große Leitungen aus dem Wasserwerk Haltern am See im Kreis
Recklinghausen, wo Grundwasser mit Wasser aus dem Halterner Stausee
angereichert wird. In Homberg und Baerl schließlich wird
aufbereitetes Grundwasser aus dem Binsheimer Feld in Duisburg
verteilt. Rund 2.200 Kilometer Rohrleitungen unterhalten die
Stadtwerke Duisburg in der Stadt.
„Bei der
Trinkwasserversorgung mit Wasser aus Rheinuferfiltrat und
Grundwasser in Rheinnähe sowie aus Grundwasseranreicherung sind
mittelfristig keine Engpässe zu befürchten“, erläutert Felicitas
Dudziak, Betriebsleiterin Wasserbeschaffung bei der
Wasserbeschaffung Niederrhein Westfalen (WBNW), dem
Wasserlieferanten der Stadtwerke Duisburg.
„Die
Grundwasservorkommen füllen sich in den Wintermonaten durch
Niederschläge und höhere Flusspegel zuverlässig wieder auf. Der
Rhein sorgt zudem für einen natürlichen Ausgleich möglicher
Defizite. Aktuelle Messungen zeigen, dass die Pegelstände in unseren
Wasserschutzgebieten im unkritischen Bereich liegen“, so Frau
Dudziak weiter.
Hochbehälter Försterberg: Der Puffer für
Spitzenlasten Ein zentraler Baustein für die Sicherheit der
Trinkwasserversorgung der Duisburgerinnen und Duisburger ist eine
ausreichend dimensionierte Infrastruktur, insbesondere der
Hochbehälter auf dem Försterberg im Duisburger Stadtwald in Neudorf.
Dieser unterirdische Speicher, verborgen unter einem bewachsenen
Hügel, fasst insgesamt 62 Millionen Liter Trinkwasser – das
entspricht etwa dem Volumen von 25 Olympia-Schwimmbecken.

Eine der
fünf 2023 sanierten Kammern von innen - Foto Stadtwerke
Der
Hochbehälter erfüllt dabei eine doppelte Funktion: Er sorgt durch
seine Lage 50 Meter über dem Stadtgebiet allein durch Schwerkraft
für einen konstanten Wasserdruck von fünf Bar im Netz und dient als
entscheidender Pufferspeicher. Er hält rund 60 Prozent des täglichen
Spitzenbedarfs vor.
Dies ist besonders in Phasen hoher
Nachfrage essenziell. Ob morgens zwischen 7 und 9 Uhr, abends
zwischen 18 und 20 Uhr oder bei besonderen Ereignissen: Der Behälter
fängt Lastspitzen zuverlässig ab. Dies betrifft den normalen
Haushaltsbedarf genauso wie den zusätzlichen Verbrauch durch
Aktivitäten wie Duschen, Gartenbewässerung oder das Befüllen
privater Swimmingpools. Selbst bei Großbränden oder extremen
Belastungen, wie sie beispielsweise bei öffentlichen
Sportübertragungen in Halbzeitpausen auftreten, sind die
Druckhaltung und Liefermenge gesichert.
Um diese Sicherheit
auch in Zukunft zu garantieren, investieren die Stadtwerke Duisburg
aktuell rund 15 Millionen Euro in die Modernisierung des
Hochbehälters Försterberg. Dabei werden die Innenbeschichtung,
Zuleitungen und die Steuertechnik erneuert. Diese Investitionen sind
Teil einer umfassenden Strategie, um das gesamte Trinkwassernetz
schrittweise zu erneuern und auszubauen.
Keine
Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger Aufgrund der guten
Datenlage und der hohen Speicherkapazitäten sehen die Stadtwerke
Duisburg derzeit keinen Anlass für Verbrauchsbeschränkungen.
Bürgerinnen und Bürger können Leitungswasser weiterhin
uneingeschränkt und bedenkenlos nutzen – sei es zum Befüllen von
Pools, zur Gartenbewässerung oder zum Autowaschen. Der
Pro-Kopf-Verbrauch ist zudem langfristig rückläufig, was die stabile
Lage zusätzlich unterstützt.
So lag laut Branchenverband
BDEW im vergangenen Jahr der durchschnittliche Trinkwassergebrauch
in Deutschland pro Person und Tag bei 123 Litern. Seit 1990 ist
dieser Wert um rund 16 Prozent gesunken – damals lag er noch bei
durchschnittlich 147 Litern pro Person und Tag. Für das
Geschäftsjahr 2025 lag der Wasserabsatz der Stadtwerke Duisburg bei
29,4 Millionen Kubikmeter, im Jahr 2006 waren es noch 37,8 Millionen
Kubikmeter.
„Unsere Infrastruktur ist darauf ausgelegt, auch
extreme Wetterlagen und hohe Verbrauchsspitzen abzupuffern“, so
Felicitas Dudziak. „Mit dem Hochbehälter Försterberg und unseren
vielseitigen Gewinnungsanlagen sind wir für Duisburg bestens
gerüstet“, so Frau Dudziak weiter.

Das Trinkwasser-Mobil der Stadtwerke im Einsatz.
Stadtwerke-Aktionen bieten kühle Erfrischung für alle Neben der
technischen Sicherheit setzen die Stadtwerke Duisburg auch auf
direkte Angebote und Aktionen im Stadtbild, wenn das Thermometer
steigt: So spenden die Stadtwerke-Trinkwasserbrunnen in der
Duisburger Innenstadt kostenlos kühles, hochwertiges Leitungswasser.
Ein nachhaltiger Durstlöscher für Fußgänger und Radfahrer.
Als Highlight für Familien bietet der Stadtwerke Wasserspielplatz im
Duisburger Zoo eine willkommene Abkühlung. Hier können Kinder
planschen und spielen, während Eltern sicher sein können, dass
hygienisch einwandfreies Trinkwasser genutzt wird. Und bei
besonderen Veranstaltungen oder an stark frequentierten Orten sind
die Stadtwerke oft mit dem Trinkwasser-Mobil unterwegs, das
kostenlose Becher mit frischem Wasser ausgibt.
Diese Aktionen
unterstreichen die Qualität des Duisburger Leitungswassers: Es kann
jederzeit und ohne Bedenken getrunken werden – eine nachhaltige und
kostengünstige Erfrischung.

Die Stadtwerke-Trinkwasserbrunnen in der Duisburger Innenstadt
spenden auf Knopfdruck kühles, hochwertiges Leitungswasser.
Comic-Abenteuer zwischen Industriekultur und Trinkhallen: Donald
Duck besucht das Ruhrgebiet Das Micky Maus Magazin Nr.
17/26 erscheint als ganz besondere Highlight-Ausgabe. Donald Duck
besucht das Ruhrgebiet, wo er ein turbulentes Comic-Abenteuer
zwischen Industriekultur und Trinkhallen erlebt. Donald Duck ist
in der Geschichte „Eine außerirdische Sensation“ als rasender
Reporter für den Entenhausener Kurier zwischen Dortmund und Duisburg
unterwegs.

© 2026 Egmont Ehapa Media / Disney
Die Chefredakteurin will
Donald Duck und seinem übertriebenen Sensationsjournalismus einen
Riegel vorschieben: Sie fordert von ihm keine Monster- oder
UFO-Sichtungen, sondern ehrliche „Maloche“ mit einer bildgewaltigen,
aber boden-ständigen Reportage über das Ruhrgebiet.
Donald
schnappt sich also seinen „Drahtesel“ und startet seine Mission in
Dortmund. Er sucht gerade sein erstes Bildmotiv, als das Unfassbare
passiert: Ausgerechnet im Westfalenpark landet ein echtes
Raumschiff! Für Donald eine absolute Katastrophe, denn er muss die
Alien-Sensation nun krampfhaft vertuschen, um den Auftrag seiner
Chefredakteurin zu erfüllen.
Auf seiner wilden Flucht vor
der Wahrheit und alsbald vor den Panzerknackern – die ebenfalls auf
Entdeckungsreise vor Ort sind – strampelt Donald quer durchs Revier.
Seine turbulente Tour an der Ruhr führt ihn vorbei an starken
Bildmotiven der Industriekultur und ikonischen Sehenswürdigkeiten
wie dem Deutschen Bergbau-Museum und dem Planetarium in Bochum, der
Villa Hügel und der Zeche Zollverein in Essen, dem Gasometer in
Oberhausen und der Skulptur Tiger & Turtle – Magic Mountain in
Duisburg.
Und natürlich darf auf dieser Tour auch eine
weitere wichtige Institution des Potts nicht fehlen: die klassische
Trinkhalle für ein erfrischendes kleines Päuschen.
Jörg
Risken, Verlagsleiter bei Egmont Ehapa Media, über die Besonderheit
der Geschichte: „Das Ruhrgebiet bietet mit seiner einzigartigen
Mischung aus imposanter Industriekultur, grünen Oasen und herzlicher
Offenheit eine fantastische Kulisse für unsere Comic-Geschichten.
Donald in dieser aufregenden Region agieren zu lassen, war eine
wunderbare Herausforderung für uns, die wir mit viel Spaß und in
enger Zusammenarbeit mit der Ruhr Tourismus GmbH umgesetzt haben.“
Axel Biermann, Geschäftsführer von der Ruhr Tourismus GmbH
freut sich über den gefiederten Gast: „Mit Donald im Ruhrgebiet
trifft Kult-Ente auf Industriekultur. Seit dem Ende des Bergbaus
sind zahlreiche leicht befahrbare Radwege und viele ungewöhnliche
Ausflugsziele für die ganze Familie entstanden: Klettern im
ehemaligen Stahlwerk, Schwimmen im Werksschwimmbad oder eine
simulierte Tour unter Tage im Bergbau-Museum, zwischen Zeche und
Trinkhalle gibt es viel Spannendes zu entdecken.
Diese
Ruhrgebiets-Ausgabe ist ein humorvolles Kompliment an unsere Region
und zeigt, dass das Ruhrgebiet immer wieder für Überraschungen gut
ist.“ Auch Regionaldirektor Garrelt Duin heißt Donald Duck im
Ruhrgebiet herzlich willkommen: „Mit seiner chaotisch-liebenswerten
Art passt die Comic-Kultfigur hervorragend in unsere Region, in der
nicht alles perfekt ist, die aber immer wieder aufs Neue überrascht.
Davon können sich die Leserinnen und Leser dieser speziellen
Ausgabe des Micky Maus Magazins selbst überzeugen. Donalds
abenteuerliche Reise durch das Ruhrgebiet hat Herz und Humor und mir
große Freude bereitet.“
Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner,
Wissenschaftliche Direktorin des Deutschen Bergbau-Museums Bochum,
ergänzt: „Donald Duck begeistert sein Publikum schon seit den 1930er
Jahren – und auch das Deutsche Bergbau-Museum Bochum blickt auf eine
Geschichte zurück, die in diese Zeit reicht. Beide erzählen auf ihre
Weise von Abenteuern, die über Generationen hinweg weitergegeben
werden. Dass Donald jetzt bei uns vorbeischaut, ist eine besonders
schöne Verbindung von Popkultur und Industriekultur.“
Das
Micky Maus Magazin Nr. 17/26 mit Donald Duck als rasendem Reporter
durchs Ruhrgebiet ist ab dem 31. Juli 2026 (D: € 5,99 A: € 6,50 CH:
SFR 11,90) im Handel und unter
www.egmont-shop.de erhältlich.
ADAC
Stauprognose: 31. Juli bis 2. August Höhepunkt der
Sommerreisewelle/ Alle Bundesländer haben Sommerferien Mit dem
Ferienbeginn in Baden-Württemberg und Bayern starten nun auch die
letzten Bundesländer in die Sommerferien. Damit erreicht der
Reiseverkehr seinen Höhepunkt. Erfahrungsgemäß ist das erste
August-Wochenende das staureichste der gesamten Ferienzeit. Da auch
in den Nachbarländern Sommerferien sind, sorgen zahlreiche Urlauber
und Transitreisende zusätzlich für volle Autobahnen in Deutschland.
Der stärkste Verkehr wird am Freitagnachmittag und -abend sowie
am Samstagvormittag erwartet. Am Sonntagnachmittag und -abend nimmt
vor allem der Rückreiseverkehr deutlich zu. Hinzu kommen
Tagesausflügler in Richtung Alpen, Küsten, Seen und Mittelgebirge.
Zudem gibt es zahlreiche Baustellen und Veranstaltungen wie das
Wacken Open Air oder den Hamburger Sommerdom. Zusätzlich erschweren
rund 1.000 Autobahnbaustellen die Fahrt.
Die
staugefährdetsten Autobahnen in Deutschland A1 Fehmarn – Hamburg
– Bremen – Dortmund – Köln A2 Dortmund – Hannover – Magdeburg
A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
A4 Aachen – Köln sowie Dresden – Görlitz A5 Kassel – Frankfurt
sowie Darmstadt – Karlsruhe – Basel A6 Mannheim – Heilbronn –
Nürnberg A7 Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg sowie Ulm –
Füssen A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg A9
Halle/Leipzig – Nürnberg – München A10 Berliner Ring A11, A12
und A13 im Großraum Berlin A20 Lübeck – Rostock A24 Hamburg –
Schwerin A95 München – Garmisch-Partenkirchen A96 Lindau –
München A99 Autobahnring München
Auch in Österreich muss
auf den wichtigsten Reiserouten – darunter die Westautobahn (A1),
die Tauernautobahn (A10), die Inntalautobahn (A12) und die
Brennerautobahn (A13) – mit langen Staus gerechnet werden. Auf der
Brennerautobahn sorgt die Sanierung der Luegbrücke zudem weiterhin
für Behinderungen.
Zusätzliche Behinderungen drohen am
Samstag auf der Fernpassroute. Die Fernpassstraße (B179) wird
zwischen 9:45 Uhr und 12 Uhr aufgrund einer Protestaktion gesperrt.
Zeitgleich bleibt auch das Hahntennjoch (L 246) geschlossen, um
Ausweichverkehr zu verhindern. Reisende Richtung Tirol und Italien
sollten die Strecke weiträumig umfahren oder einen anderen Reisetag
wählen.
In der Schweiz muss vor allem auf der Gotthardroute
(A2) mit langen Wartezeiten gerechnet werden. Ebenfalls
staugefährdet sind die A1, A3 und die San-Bernardino-Route (A13).
In Italien müssen Reisende vor allem auf der Brennerautobahn
(A22) sowie auf den Autobahnen zwischen der Schweizer Grenze,
Mailand und Genua mit stockendem Verkehr rechnen.
Um den
Ausweichverkehr durch Ortschaften zu verhindern, werden bei Staus
erneut zahlreiche Ausfahrten gesperrt. In Deutschland sind davon
Abschnitte der A7, A8 und A93 sowie der B2/B23 im Landkreis
Garmisch-Partenkirchen betroffen. In Österreich bleiben an Samstagen
sowie an Sonn- und Feiertagen ebenfalls zahlreiche Ausweichstrecken
in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land, Kufstein, Imst und Reutte
für den Durchgangsverkehr gesperrt.
Aufgrund der
Grenzkontrollen können bei der Einreise nach Deutschland zusätzliche
Wartezeiten entstehen. Reisende sollten deshalb ausreichend Zeit
einplanen. Weitere Informationen auf www.adac.de.
„Innehalten in der Woche“ in Wanheimerort Bei
Kerzenschein, Musik und Stille vor Gott zur Ruhe und zu sich zu
kommen. Die Idee der besonderen Andacht zum Innehalten während der
Woche hat sich in der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg viele
Jahre gut bewährt. Die Freie Evangelische Gemeinde Wanheimerort und
die Katholische Gemeinde Wanheimerort sind von dem Konzept auch
überzeugt, so dass seit einiger Zeit alle drei Gemeinden alle zwei
Monate gemeinsam zum „Innehalten in der Woche“ einladen.
Das
nächste Zusammenkommen ist am Donnerstag, 6. August 2026 um 18 Uhr
in der Gnadenkirche, Paul-Gerhardt-Straße 1. Weitere Informationen
haben Pfarrerin Almuth Seeger (Tel. 0203 / 770607) und Karen
Sommer-Loeffen (Tel. 0203 / 727723).
Das Organisationsteam - Pfarrerin Almuth Seeger (links), Karen
Sommer-Loeffen und Pastor Roland Hölzl - am Eingang der Gnadenkirche
Wanheimerort (Foto: Veronika Reiners)

Öffentlicher Schuldenstand steigt um 151,4 Milliarden Euro auf 2
662,2 Milliarden Euro Der Öffentliche Gesamthaushalt
(Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie
Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) war beim
nicht-öffentlichen Bereich zum Jahresende 2025 mit 2 662,2
Milliarden Euro verschuldet.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach endgültigen
Ergebnissen weiter mitteilt, entspricht dies einer
Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland von 31 887 Euro. Das waren 1
821 Euro oder 6,1 % mehr als Ende 2024. Zum nicht-öffentlichen
Bereich gehören Kreditinstitute und der sonstige inländische und
ausländische Bereich, zum Beispiel private Unternehmen im In- und
Ausland.

Schulden des Bundes steigen um 6,2 % Der Bund war
Ende 2025 mit 1 840,4 Milliarden Euro verschuldet. Der Schuldenstand
stieg damit gegenüber dem Jahresende 2024 um 6,2 % beziehungsweise
107,7 Milliarden Euro. Auf die Bevölkerungszahl umgerechnet betrugen
die Schulden des Bundes 22 043 Euro pro Kopf (2024: 20 748 Euro).
Anstieg der Länderschulden um 2,9 % Die Schulden der
Länder stiegen Ende 2025 um 2,9 % (17,5 Milliarden Euro) gegenüber
dem Vorjahr auf 624,9 Milliarden Euro. Der Schuldenstand der Länder
pro Kopf im Jahr 2025 betrug 7 484 Euro (2024: 7 273 Euro).
Der stärkste prozentuale Schuldenanstieg pro Kopf gegenüber dem
Vorjahr wurde Ende 2025 mit +17,1 % für Sachsen auf 1 736 Euro
(2024: 1 482 Euro) ermittelt, wobei Sachsen wie im Vorjahr die
zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung nach Bayern (1 448 Euro; 2024:
1 353 Euro) aufweist. In Baden-Württemberg stiegen die
Pro-Kopf-Schulden um 11,0 % auf 4 295 Euro (2024: 3 869 Euro) und in
Bremen um 9,9 % auf 37 418 Euro (2024: 34 037 Euro).
Lediglich in drei Ländern ging die Pro-Kopf-Verschuldung zum
Jahresende 2025 gegenüber dem Vorjahresende zurück. In
Rheinland-Pfalz sank diese um 2,1 % prozentual am stärksten auf
6 892 Euro (2024: 7 043 Euro), während sie sich in Berlin und
Nordrhein-Westfalen jeweils um 1,0 % auf 17 980 Euro (2024:
18 168 Euro) beziehungsweise 9 592 Euro (2024: 9 685 Euro)
verringerten.
Der Rückgang in Berlin ist insbesondere auf
die Berichtseinheit "BEN Berlin Energie und Netzholding GmbH"
zurückzuführen, die ab dem Jahr 2025 nicht mehr zum Sektor Staat
gehört und deren Schulden daher nicht mehr in der Verschuldung
Berlins enthalten sind.
Kommunale Verschuldung erhöht sich
wie im Vorjahr prozentual zweistellig Die Verschuldung der Gemeinden
und Gemeindeverbände wuchs zum Jahresende 2025 im sechsten Jahr in
Folge und erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 15,4 %
(26,2 Milliarden Euro) auf 197,0 Milliarden Euro.
Daraus
ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 2 550 Euro (2024: 2
209 Euro) an kommunalen Schulden. Der stärkste prozentuale Anstieg
der Pro-Kopf-Verschuldung gegenüber dem Vorjahr wurde mit 28,6 % in
Baden-Württemberg auf 1 648 Euro (2024: 1 282 Euro) ermittelt.
Danach folgen die Kommunen in Niedersachsen mit einem Zuwachs der
Pro-Kopf-Verschuldung von 20,9 % auf 2 963 Euro (2024: 2 451 Euro)
und in Sachsen von 19,4 % auf 1 065 Euro (2024: 892 Euro).
Lediglich in Thüringen verringerte sich die Pro-Kopf-Verschuldung
auf der kommunalen Ebene zum Jahresende 2025 gegenüber dem
Vorjahresende. Sie sank um 3,0 % auf 841 Euro (2024: 867 Euro).
Damit wiesen die Kommunen in Thüringen wie im Vorjahr die
zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung aus (nach den Kommunen in
Brandenburg mit 688 Euro). Die Sozialversicherung war Ende 2025 mit
0,16 Euro (2024: 0,19 Euro) pro Kopf verschuldet. Die Gesamtschulden
reduzierten sich um 2,5 Millionen Euro auf 13 Millionen Euro (2024:
16 Millionen Euro).
NRW: Zahl der Menschen mit Bezug
von Asylbewerberleistungen auf niedrigstem Stand seit 2013
* Ende 2025 erhielten 70.540 Personen Regelleistungen nach dem
Asylbewerberleistungsgesetz - 20 % weniger als ein Jahr zuvor *
Zahl der Leistungsberechtigten in den Landesaufnahmeeinrichtungen
sank 2025 um 46 % * Häufigste Herkunftsländer waren Syrien,
Türkei und der Irak
Ende 2025 haben 70.540
Menschen in Nordrhein-Westfalen Asylbewerberleistungen zur Deckung
des täglichen Bedarfs, sogenannte Regelleistungen, nach dem
Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) bezogen. Wie das Statistische
Landesamt mitteilt, war das der niedrigste Stand seit 2013 (damals
57.366 Personen). Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der
Leistungsbeziehenden um 18.015 Personen bzw. rund ein Fünftel
gesunken.

46 % weniger Leistungsberechtigte in den
Landesaufnahmeeinrichtungen Leistungsberechtigte nach dem AsylbLG
werden in der Regel nach ihrer Ankunft in NRW zunächst in
den Aufnahmeeinrichtungen des Landes untergebracht und erhalten dort
Grundleistungen nach § 3 AsylbLG. Diese Leistungen zur Deckung des
notwendigen Bedarfs werden unter anderem als Sachleistungen
erbracht.
Ende 2025 lebten 11.975 Menschen in den
Aufnahmeeinrichtungen des Landes, das waren 46 % weniger als ein
Jahr zuvor. Wer nicht mehr verpflichtet ist, in einer
Aufnahmeeinrichtung des Landes zu wohnen, wird nach einem
Verteilschlüssel den nordrhein-westfälischen Kommunen zugewiesen.
Die Zahl der kommunal zugewiesenen Leistungsbeziehenden lag
Ende 2025 bei 58.565 Personen und damit um 12 % niedriger als ein
Jahr zuvor. Von ihnen erhielten 63 %, also 36.740 Personen,
ebenfalls Grundleistungen nach § 3 AsylbLG. Die übrigen 21.825
hatten Anspruch auf Analogleistungen nach § 2 AsylbLG und erhielten
Leistungen, die der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII
entsprechen.
Dieser Anspruch besteht in der Regel nach 36
Monaten Aufenthalt. Syrien, Türkei und Irak sind die häufigsten
Herkunftsländer Die fünf häufigsten Herkunftsländer der
Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen nach dem AsylbLG
waren Ende 2025: Syrien, Türkei, Irak, Afghanistan und der Iran. Mit
53 % kam etwas mehr als die Hälfte aller Personen mit Leistungsbezug
Ende 2025 aus diesen Ländern.

Gut ein Drittel der Leistungsbeziehenden war minderjährig Mit 34 %
war gut ein Drittel der Empfängerinnen und Empfänger von
Regelleistungen nach dem AsylbLG minderjährig. Im jungen
Erwachsenenalter von 18 bis 24 Jahren befanden sich 14 %. Rund die
Hälfte (50 %) war 25 bis 64 Jahre alt und 2 % hatten das 65ste
Lebensjahr überschritten. Mit 59 % waren Ende 2025 knapp drei
Fünftel der Personen mit Leistungsbezug männlich.
Energiewende-Barometer der DIHK „Die Ergebnisse der
Umfrage zeigen deutlich: Vor allem hohe Strompreise und mangelnde
Planbarkeit machen die Energiewende zum Glücksspiel für die
Unternehmen. Fast die Hälfte der Betriebe sorgen sich um ihre
Wettbewerbsfähigkeit, so wie es aktuell läuft. Bei Investitionen
halten sie sich aufgrund der unklaren politischen Lage zurück.
Ein Drittel verschiebt Investitionen ins Kerngeschäft. Ungefähr
genauso viele Unternehmen zögern bei Investitionen in den
Klimaschutz. Das gilt auch für unsere Unternehmen am Niederrhein. So
gelingt die Transformation nicht“, macht Carolina Klimaschka,
Referentin für Energie bei der Niederrheinischen IHK, deutlich. Die
IHK fordert von Berlin einen verlässlichen Rahmen.

Copyright: Niederrheinische IHK / Jacqueline Wardeski
Ein
Wandel ist wichtig, um Deutschland und Europa unabhängiger von
Energie aus dem Ausland zu machen und Ressourcen zu sparen. Aber
nicht auf Kosten des Industriestandorts. „85 Prozent der befragten
Unternehmen sagen, der Strompreis muss runter. 80 Prozent fordern
von der Regierung einen klaren Fahrplan für den Ausbau der
Energie-Infrastruktur.
Gleichzeitig haben viele Unternehmen
bereits erhebliche Summen in neue Technologien und Versorgung
investiert. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass ihre
Vorreiter-Rolle belohnt wird. Nur so ziehen auch andere mit. Jetzt
sind Schnelligkeit und weniger Bürokratie gefragt“, betont
Klimaschka.
Stadtradeln 2026: Neue Rekorde bei Teilnehmenden und
Kilometerleistung Das Stadtradeln 2026 in Duisburg ist
erneut mit einem Rekordergebnis zu Ende gegangen. Während des
Aktionszeitraums vom 27. Juni bis 17. Juli legten die
Duisburgerinnen und Duisburger gemeinsam 590.432 Kilometer mit dem
Fahrrad zurück. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer
Steigerung von etwa 117.000 Kilometern.
Gleichzeitig wurde
erstmals die symbolträchtige Marke von einer halben Million
Kilometern überschritten. Auch die Zahl der Teilnehmenden stieg
erneut an. Insgesamt waren 2.327 Radlerinnen und Radler für Duisburg
aktiv. Damit setzt sich der positive Trend der vergangenen Jahre
fort. Die hohe Beteiligung zeigt, dass immer mehr Menschen das
Fahrrad als umweltfreundliche und alltagstaugliche Alternative zum
Auto nutzen. „Die Rekordergebnisse sind ein starkes Signal für
Duisburg.
Besonders erfreulich ist, dass nicht nur mehr
Kilometer zurückgelegt wurden, sondern auch mehr Menschen mitgemacht
haben“, so Umweltdezernentin Linda Wagner. Gleichzeitig wird betont,
dass sich die zunehmende Nutzung des Fahrrads auch unabhängig von
der Kampagne im Stadtbild bemerkbar macht. Nachdem das Ergebnis nun
feststeht, werden die Daten in den nächsten Tagen ausgewertet und
die erfolgreichsten Teams und Einzelfahrer mit Preisen belohnt.
Die Teamwertung erfolgt – wie in den vergangenen Jahren – in den
Kategorien kleine Teams (zwei bis drei Personen), mittlere Teams
(vier bis zehn Personen) und große Teams (mehr als zehn Personen).
Zusätzlich werden unter allen Teilnehmenden Preise verlost, sodass
jede und jeder unabhängig von der gefahrenen Kilometerleistung
Gewinnchancen hat.
Als Hauptpreis wartet eine Radreise im
Wert von 800 Euro, die unter den 100 besten Radlerinnen und Radlern
ausgelost wird. Berücksichtigt werden dabei ausschließlich die über
die Stadtradeln-App aufgezeichneten Kilometer. Die Gewinnerinnen und
Gewinner werden zu einem kleinen Empfang ins Rathaus eingeladen. Der
Termin wird noch bekanntgegeben.
Die Stadt Duisburg bedankt sich bei allen Teilnehmenden für ihr
Engagement und ihren Beitrag zu nachhaltiger Mobilität und
Klimaschutz – und hofft, dass viele auch über die Kampagne hinaus
dem Fahrrad treu bleiben.
Zirkus-Ferienprogramm im Süden... mit kleinen
Wundern in der Manege Das Beste kommt zum Schluss. Nach
einer aufregenden Woche im Ferienprogramm der evangelischen
Gemeinden im Duisburger Spenden Trinitatis, Versöhnungsgemeinde und
Rheingemeinde sitzen über 60 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren
aufgeregt im Huckinger Gemeindezentrum und warten auf ihren großen
Auftritt. Für das, was sie gleich ihren Eltern, Geschwistern und
Verwandten zeigen werden, haben sie eine Woche lang geübt.

Fotos Heike
Bader
Sie haben gemeinsam verborgene Talente entdeckt,
sich in Zirkusdirektorinnen, Jongleure, Spaßmacherinnen, Seiltänzer,
Zauberinnen und Fakire verwandelt. Sie sind über das Drahtseil
gelaufen, über das Nagelbrett und durch das Scherbenbett. Sie haben
sich aufs Einrad getraut und ins Glitzerröckchen. Sie haben laut ins
Mikro die nächste Nummer ansagen geübt und gelernt, wie man sich
schön verbeugt. Sie haben Quatsch gemacht, sich gegenseitig mit der
luftig leichten Riesenkeule verdroschen und einander schön
theatralisch durch die Manege gejagt.

Ihre Betreuer und Betreuerinnen haben vorgelesen, Tricks gezeigt,
Hilfestellung gegeben, Gemüse geschnibbelt, die Manege aufgebaut,
Andachten gehalten, gesungen und Musik gemacht, Pflaster geklebt,
Streit geschlichtet, Getränke serviert, gelobt, ermutigt und
begleitet.
Die Pfarrerin der Evangelischen
Versöhnungsgemeinde Duisburg Süd Ulrike Kobbe, die einen
Arbeitsschwerpunkt in der Kinder- und Jugendarbeit hat, ist den
vielen Leuten dankbar, die zum Gelingen der großen Aktion
beigetragen haben. Yvonne Queder, die Jugendleiterin der Gemeinde
Trinitatis habe sich so effektiv um die Anträge auf Förderung der
Zirkuswoche gekümmert, dass man sie den Eltern am Ende zu einem
wirklich sehr familienfreundlichen Preis anbieten konnte.

Presbyterinnen haben organisiert. Die Zirkuspädagogen vom
Mitmachzirkus Zipfel haben ihr Material und Knowhow beigesteuert.
Bei weiterem Personalbedarf unter der Woche haben einzelne Leute
alles stehen und liegen gelassen, um auszuhelfen. Kobbe erzählt von
einer Frau, die anrief, um ganz unverbindlich zu fragen, ob man sie
an einem von ihrer Firma gesponserten Ehrenamtstag gebrauchen
könnte. Als sie von der Zirkuswoche hörte, war sie sofort dabei und
gab einen Tag lang alles für die gute Sache.
„Die
Jugendlichen im Team haben mich am meisten beeindruckt!“, sagt
Ulrike Kobbe. Eine ganze Ferienwoche lang jeden Morgen von acht Uhr
anzutreten und sich tüchtig reinhängen, damit die Kleinen Spaß haben
und gut versorgt sind, das ist keine Kleinigkeit in dem Alter,
findet die Pastorin.
Aus ihrer Sicht hat alles wunderbar
geklappt. Die große Altersspanne der Teilnehmenden wurde durch
individuelle Einheiten ausgeglichen. Die kleinen Sechsjährigen
bekamen Möglichkeiten, sich auszuruhen, wenn die Größeren
durchpowern wollten. Es ist nichts passiert, was nicht mit ein
bisschen Trost, einem Kühlkissen oder einem Pflaster wieder gut zu
machen war. Und es hat sogar kleine Wunder gegeben. Kobbe hat
tatsächlich mit eigenen Augen gesehen, wie die Kinder mittags
Eintopf gegessen haben, in dem Kohlrabi und Möhren drin waren.
Gemüse! Mehrere Sorten! Ohne Gemotze! Für viele Eltern sicherlich
ein unfassbarer Vorgang. Im Zirkus, wo die Artisten mittags
ordentlich Hunger haben und viel zu besprechen, da ist das scheinbar
gar kein Problem.
Unfassbar auch, wie friedlich und
einträchtig sechzig Kinder während der Vorstellung auf ihren Matten
sitzen und zuschauen, bis sie mit ihrem Auftritt dran sind. Auch für
dieses kleine Wunder hat Kobbe eine Erklärung: „Die haben ja alle in
den letzten Tagen schwerpunktmäßig ihre eigenen Nummern geübt. Und
jetzt sind sie natürlich sehr gespannt, zu sehen, was die anderen
Gruppen auf die Beine gestellt haben.“ Auch beim elterlichen
Publikum ist die Begeisterung groß. „Ich hätte gewettet, dass mein
schüchterner Sohn sich nicht auf die Bühne traut“, sagt eine Mama
ganz gerührt, „und jetzt zaubert er und balanciert vor all den
Leuten hier, als wäre das ganz selbstverständlich.“ Sabine
Merkelt-Rahm

NRW-Landesjubiläum: Bevölkerung von 11,8 Millionen im
Gründungsjahr 1946 auf knapp 18 Millionen gestiegen *
Ende 2025 lebten 52,3 % mehr Menschen in NRW als 1946 * 2025
wurden 17 % weniger Kinder geboren als 1946 – Die Zahl der
Sterbefälle hingegen war um 62 % höher * 1951 heirateten knapp
doppelt so viele Paare wie 2025
Im Gründungsjahr des Landes
Nordrhein-Westfalen 1946, lebten 11,8 Millionen Menschen in unserem
Bundesland. Wie das Statistische Landesamt anlässlich des
80-jährigen Landesjubiläums am 23. August 2026 mitteilt, war die
Einwohnerzahl Ende 2025 mit 17.986.214 um 52,3 % höher als damals.

Der Anteil der weiblichen Bevölkerung war vor
80 Jahren, mit 54,5 %, höher als heute (Ende 2025: 50,8 %). Grund
war die Übersterblichkeit von Männern im Ersten und Zweiten
Weltkrieg.
Geburtenzahl war 2025 um 17 % niedriger als 1946
Im Jahr 1946 wurden in NRW 178.600 Kinder lebend geboren; 2025
waren es mit 148.000 etwa 17 % weniger als damals. Auch in Relation
zur Bevölkerungszahl zeigt sich somit eine stark rückläufige
Geburtenentwicklung: Im Jahr 1946 wurden 15,5 Kinder je 1.000
Einwohner geboren – 2025 waren es nur noch 8,2 Geborene je 1.000
Einwohner.
Die höchste Geburtenzahl gab es mit 300.400 im
Jahr 1964, die niedrigste mit 143.100 im Jahr 2011. Die Zahl der
Sterbefälle war im vergangenen Jahr in NRW mit 218.700 um 62 % höher
als im Jahr 1946 (damals: 135.000). Diese Zunahme ist aber im
Wesentlichen auf die gestiegene Einwohnerzahl zurückzuführen.
Bezogen auf die Einwohnerzahl starben im Jahr 2025 mit 12,1 mehr
Menschen je 1.000 Einwohner als im Jahr 1946 (damals: 11,8).
Zahl der Eheschließungen 1951 beinahe doppelt so hoch wie 2025
Im Nachkriegsjahr 1946 heirateten in NRW etwa 97.000 Paare (8,4
Eheschließungen je 1.000 Einwohner). In den 1950er und 1960er Jahren
erreichte die Zahl der Eheschließungen pro Jahr überdurchschnittlich
hohe Werte: Im Jahr 1951 wurde mit 152.100 (11,3 je 1.000 Einwohner)
der Höchststand erreicht, bevor die Zahl der Trauungen ab 1970
sukzessive bis zum Jahr 2007 auf 80.100 (4,4 je 1.000 Einwohner)
zurückging.
Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg erreichte
sie einen historischen Tiefstand im Jahr 2021 (76.800 Trauungen; 4,3
je 1.000 Einwohner). Seither verbleibt die Anzahl der
Eheschließungen auf einem niedrigen Niveau und lag 2025 mit 76.900
Trauungen nur knapp über dem Wert von 2021.

80 Jahre Nordrhein-Westfalen Im August
2026 feiern wir 80 Jahre Nordrhein-Westfalen. Die Britische
Militärregierung gründete das Bundesland im August 1946. Aus dem
nördlichen Teil der preußischen Rheinprovinz mit den
Regierungsbezirken Aachen, Düsseldorf und Köln sowie der preußischen
Provinz Westfalen wurde das Land Nordrhein-Westfalen gebildet.
1947/1948 wurde zusätzlich das Land Lippe in das Bundesland NRW
integriert. Aus diesem Anlass wirft IT.NRW als Statistisches
Landesamt einen Blick zurück: Wie sah NRW vor 80 Jahren aus? Was hat
sich im Land verändert? In Pressemitteilungen und auf einer Themenseite zeigt
das Statistische Landesamt spannende Daten von damals und heute.
Hitzewelle Ende Juni: 77 % mehr stilles Wasser
gekauft als in einer durchschnittlichen Sommerwoche der vergangenen
drei Jahre Große Supermarktketten setzten aktuellen
Scannerdaten zufolge 63 % mehr Sprudelwasser und 90 % mehr Speiseeis
ab
Viel trinken und abkühlen: Während der
vergangenen Hitzewelle Ende Juni haben das viele gemacht, wie
aktuelle Scannerdaten zum Einkaufsverhalten in großen
Supermarktketten zeigen. So wurde in der letzten Juniwoche 77 % mehr
stilles Wasser und 63 % mehr Sprudelwasser gekauft als in einer
durchschnittlichen Sommerwoche der Jahre 2023 bis 2025.
Wie
das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurde in der
Woche vom 22. bis zum 28. Juni 2026 im Lebensmitteleinzelhandel auch
90 % mehr Speiseeis abgesetzt als in einer durchschnittlichen
Sommerwoche der drei Vorjahre. Alle drei Warengruppen verzeichneten
in dieser Woche mit Extremtemperaturen um die 40 Grad Celsius
jeweils die höchsten Absatzmengen, die seit Beginn des
Betrachtungszeitraums ab Anfang 2023 gemessen wurden.

Verkauf von anderen Erfrischungsgetränken ebenfalls
deutlich gestiegen Neben Wasser und Speiseeis wurden auch bei
anderen Getränken im Betrachtungszeitraum ab Anfang 2023
Rekordmengen abgesetzt. Der Absatz von Biermischgetränken war in der
letzten Juniwoche 63 % höher als in einer durchschnittlichen
Sommerwoche der Jahre 2023 bis 2025.
Der Absatz von alkoholfreiem Bier war 38 % höher und der von
Limonade 34 % höher. Auch Cola (+32 %) verkauften die großen
Supermarktketten deutlich mehr als in einer durchschnittlichen
Sommerwoche, der Absatz erreichte jedoch keinen Höchststand.
Gesundheits- und Fitnesskurse im Duisburger Süden
Die Volkshochschule Duisburg erweitert ihr Kursangebot
zu Gesundheits- und Fitnesskursen im Duisburger Süden im kommenden
Herbstsemester. „Nicht jeder kann oder möchte für einen Kurs quer
durch die Stadt fahren. Deshalb ist es uns wichtig, attraktive
Bildungsangebote direkt in den Stadtteilen anzubieten,“ sagt Heike
Pieper, Fachbereichsleiterin Gesundheit und Sport der VHS Duisburg.
„So schaffen wir einen niedrigschwelligen Zugang zu Weiterbildung
und Begegnung.“
In Buchholz starten gleich mehrere Kurse:
Wassersportlerinnen und Wassersportler können sich für
Wassergymnastik und Aqua-Fitness-Kurse im Lehrschwimmbecken der
Waldschule anmelden, während im Karl-Martin- Haus „Flow
Yoga“-Elemente aus Yoga, Physiotherapie und Kampfsport zu einem
ganzheitlichen Training für Beweglichkeit, Kraft und Entspannung
verbindet.
Im Franziskushaus in Großenbaum, Am Glockenturm
1, können Interessierte mithilfe der Feldenkrais®-Methode lernen,
die eigene Körperwahrnehmung zu verbessern, Bewegungsabläufe
bewusster zu gestalten und Beschwerden im unteren Rückenbereich
entgegenzuwirken.
Der Kurs „Yoga auf und mit dem Stuhl 60+“
richtet sich an Menschen, die Yoga praktizieren möchten, ohne
Übungen auf der Matte auszuführen. Ergänzt werden die Yogaeinheiten
durch Elemente aus der Progressiven Muskelentspannung,
Fantasiereisen aus dem Autogenen Training sowie Atemübungen. Auch
„Wohlfühltage von Kopf bis Fuß“ und „Fitness in der zweiten
Lebenshälfte“ werden im Franziskushaus in Großenbaum stattfinden.

(C) VHS Duisburg
Mit „Wogging“, einer Kombination aus Walking und Jogging, bietet die
VHS Duisburg zudem ein besonders moderates Ausdauertraining in
Mündelheim an. Das Angebot eignet sich insbesondere für Menschen,
die wieder mehr Bewegung in ihren Alltag integrieren möchten oder
bislang wenig sportlich aktiv waren. Weitere Informationen und
Anmeldungen gibt es telefonisch unter 0203 283- 984609 oder per
E-Mail an h.pieper@vhs-duisburg.de. Alle Infos auch im Internet
unter
https://www.vhs-duisburg.de
VHS Duisburg lädt zum kreativen Ausprobieren ein
Die Volkshochschule Duisburg bietet ein vielfältiges Angebot an
Kreativkursen für Einsteigerinnen und Einsteiger. Im
geschichtsträchtigen Gebäude der VHS-Fabrik an der Steinschen Gasse
32a in der Innenstadt steht die Freude am Ausprobieren, der
Austausch mit anderen und das Entdecken neuer Ausdrucksmöglichkeiten
im Mittelpunkt: In zwanzig Kursen lernen die Teilnehmenden die
unterschiedlichsten Medien und Techniken kennen.
„Viele
Menschen glauben, sie seien nicht kreativ. Unsere Erfahrung zeigt
jedoch: Kreativität steckt in jedem Menschen. Oft braucht es nur den
passenden Rahmen, um die eigene kreative Seite zu entdecken. Genau
diesen Raum können wir mit unseren Kreativkursen bieten“, erklärt
Dr. Claudia Kleinert, Fachbereichsleiterin für Kulturelle Bildung
der VHS Duisburg.
Ob beim Zeichnen mit Bleistift und Papier,
bei der Aquarell- oder Acrylmalerei, beim Gestalten mit Pappe oder
der Druckgrafik, beim Trockenfilzen oder im Goldschmiedekurs - die
Teilnehmenden erhalten fachkundige Anleitung und können Schritt für
Schritt die verschiedenen Materialien, Techniken und
Gestaltungsmöglichkeiten kennenlernen. In der ehemaligen Druckerei
können so kreative Werke, aber oft auch neue Leidenschaften, Hobbys
und Freundschaften entstehen.
Ein besonderer Höhepunkt des
aktuellen Kursprogramms ist zudem der Zeichenworkshop im Duisburger
Zoo: Am 12. September haben Tierfreunde die Gelegenheit, ihre
Lieblingstiere künstlerisch aufs Papier zu bringen und ihre
Zeichenfähigkeiten unter fachkundiger Anleitung zu vertiefen.
Weitere Informationen und Anmeldung telefonisch unter 0203
283-984609 sowie per E-Mail an c.kleinert@vhs-duisburg.de.
Zusätzliche Infos gibt es zudem im Internet unter https://www.vhs-
duisburg.de/programm/kultur/kunsthandwerk.
„Cash!“: Führung im Kultur- und
Stadthistorischen Museum
Zu einer Führung durch die Ausstellung
„Cash! Eine Geschichte des Geldes“ lädt das Kultur- und
Stadthistorische Museum am Sonntag, 2. August, um 15 Uhr in die
Räumlichkeiten am Johannes-Corputius-Platz 1 am Innenhafen ein.
Dr. Andrea Gropp nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine
Reise rund um die Welt zu verschiedenen Formen, Funktionen und
Folgen des Geldes im Lauf von sechs Jahrtausenden. Die Gäste
erfahren, was Geld eigentlich ist, ob es sich lohnt, steinreich
zu sein, wieso die Münze dreimal erfunden wurde und wie das
älteste Papiergeld der Welt aussieht.
Am Ende kann man sich
fragen: Bin ich eigentlich reich? Und was heißt das überhaupt?
Ein Tauschregal in der Ausstellung lädt zum Mitmachen ein: Wer einen
kleinen Gegenstand mitbringt, kann diesen gegen einen anderen aus
dem Regal eintauschen. Die Teilnahme ist im Museumseintritt
enthalten. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4,50 Euro, für
Kinder und Ermäßigte 2 Euro. Das gesamte Programm ist unter
https://www.stadtmuseum-duisburg.de/ abrufbar.
E-Team präsentiert neuen elektrischen Rennwagen Vom Hörsaal auf
die Rennstrecke Das E-Team der Universität
Duisburg-Essen hat mit dem A40-06 Beta die neueste Generation seines
vollelektrischen Formula-Student-Rennwagens vorgestellt. Rund 70
Studierende verschiedener Fachrichtungen entwickelten,
konstruierten, fertigten und montierten das Fahrzeug eigenständig.
Mit dem Rennwagen wird das Team an internationalen Wettbewerben in
der neuen Formula-Student-Saison teilnehmen, zum Beispiel bei der
Formula Student Alpe Adria in Kroatien.

Premiere für den A40-06 Beta: Das UDE E-Team präsentierte am 21.
Juli 2026 die neueste Generation seines vollelektrischen
Formula-Student-Rennwagens. Copyright: UDE Förderverein Zu den
wichtigsten Neuerungen des A40-06 Beta zählen ein deutlich
leichterer Stahlrohrrahmen aus hochfestem Docol-R8-Stahl, eine
optimierte Aerodynamik, ein überarbeiteter Antriebsstrang sowie
Verbesserungen am Hochvoltsystem und der Fahrzeugelektronik.
Mit den Weiterentwicklungen wird zum einen das Gewicht reduziert
und zum anderen die Fahrerergonomie verbessert. „Der A40-06 Beta ist
für uns weit mehr als ein neuer Rennwagen. In ihm stecken unzählige
Stunden studentischer Entwicklungs-, Fertigungs- und
Organisationsarbeit. Das Fahrzeug zeigt, was entstehen kann, wenn
Studierende ihr Wissen aus dem Studium eigenverantwortlich in einem
komplexen technischen Projekt anwenden und gemeinsam als Team an
einem Ziel arbeiten“, sagt Omar Almaeeny, Sponsoringleiter des
E-Teams der Universität Duisburg-Essen (UDE).
Seit seiner
Gründung im Jahr 2010 entwickelt das E-Team jährlich einen eigenen
Rennwagen für die internationale Formula Student. Diese ist ein
internationaler Konstruktionswettbewerb, bei dem Studierende
eigenständig Rennfahrzeuge entwickeln, bauen und auf Wettbewerben
gegeneinander antreten. Neben den dynamischen Fahrdisziplinen werden
auch Konstruktion, Kostenplanung, Business-Konzept und technische
Innovation bewertet.
Das Projekt bietet Studierenden somit
die Möglichkeit, ihr theoretisches Wissen unter realen Bedingungen
anzuwenden und verbindet Konstruktion, Elektrotechnik,
Softwareentwicklung und Projektmanagement.
An der UDE kommen
dafür Studierende aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik,
Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften
sowie weiteren technischen und organisatorischen Studiengängen
zusammen. Unterstützt wird das Projekt zudem von zahlreichen
Unternehmen, Verbänden, Stiftungen und Einrichtungen – darunter
Siemens, ifm, Würth Elektronik, DEKRA, Open Grid Europe sowie die
Universität Duisburg-Essen und mehrere ihrer Fakultäten. Weitere
Informationen Omar Almaeeny, Sponsoringleiter E-Team Universität
Duisburg-Essen,
o.almaeeny@eteam-due.de
Zeitgeschehen, Bewegung und digitale Technik:
VHS-Kurse speziell für Seniorinnen und Senioren
Lernen, sich austauschen, aktiv bleiben und Neues entdecken: Mit
ihrem aktuellen Programm bietet die Volkshochschule Duisburg
Seniorinnen und Senioren vielfältige Möglichkeiten, Interessen zu
vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und den Alltag abwechslungsreich
zu gestalten. Ein besonderer Treffpunkt für alle, die neugierig auf
das Zeitgeschehen sind, ist der „Diskussionskreis für Seniorinnen
und Senioren“ im Stadtfenster in der Stadtmitte.
Ab dem 31.
August stehen dort montags von 15.15 bis 17.30 Uhr
gesellschaftliche, politische und kulturelle Entwicklungen im
Mittelpunkt. Gemeinsam werden aktuelle Themen diskutiert und
unterschiedliche Sichtweisen ausgetauscht. Wer etwas für Gesundheit,
Beweglichkeit und Wohlbefinden tun möchte, findet in den speziell
auf ältere Menschen zugeschnittenen Gymnastik- und Fitnesskursen das
passende Angebot.
Ob Training mit oder am Rollator, Übungen
im Sitzen oder im Stehen – die Kurse sind so gestaltet, dass auch
Menschen mit Bewegungseinschränkungen teilnehmen können. Ziel ist
es, die Mobilität im Alltag zu erhalten, Kraft, Beweglichkeit und
Koordination zu fördern sowie die Freude an der Bewegung zu stärken.
Auch beim sicheren Umgang mit moderner Technik unterstützt die VHS
Duisburg Seniorinnen und Senioren. Im Android-Einführungskurs
erhalten die Teilnehmenden eine verständliche und praxisnahe
Einführung in die Bedienung ihres Smartphones.
Ab Mittwoch,
2. September, werden an fünf Vormittagen die wichtigsten Funktionen,
hilfreiche Einstellungen und nützliche Anwendungen Schritt für
Schritt erklärt. „Die Volkshochschule Duisburg möchte Menschen jeden
Alters ermutigen, Neues auszuprobieren und ihre Interessen
weiterzuentwickeln“, sagt Heike Pieper vom Fachbereich Gesundheit
und Sport.
„Unsere Angebote für Seniorinnen und Senioren
schaffen dafür einen Rahmen, der Lernen, Begegnung und persönliche
Weiterentwicklung miteinander verbindet.“ Weitere Informationen und
Anmeldungen: VHS Duisburg – Fachbereich Gesundheit und Sport E-Mail:
h.pieper@vhs-duisburg.de Tel.: 0203 283-98 4609
https://www.vhs-duisburg.de/programm/gesundheit/aktiv-in-der-2-
lebenshaelfte
Gemeinsam für den Erhalt der Streuobstwiesen: Social
Day der TARGOBANK unterstützt Projekt „One, Two, Three Apple Tree –
Streuobstwiesen Duisburg“ Mit vereinten Kräften
engagierten sich Mitarbeitende der TARGOBANK Duisburg im Rahmen
eines Social Days am Montag, 20. Juli, für den Erhalt einer
wertvollen Streuobstwiese in am Angerbach in Duisburg-Huckingen.
Beim Social Day selbst packten die Mitarbeitenden der TARGOBANK
tatkräftig mit an.

Fotos Umweltamt der Stadt Duisburg
Das angefallene Schnittgut
wurde von der Fläche geräumt. Außerdem entfernten sie eingewachsene
und nicht mehr benötigte Verbissschutzhüllen sowie achtlos
entsorgten Müll. Damit leisteten sie einen wichtigen Beitrag, die
Fläche wieder in einen gepflegten und ökologisch wertvollen Zustand
zu versetzen. Ein besonderes Highlight des Tages war der Besuch
eines Imkers, dessen Bienenvölker auf der Streuobstwiese beheimatet
sind.

Während der Mittagspause vermittelte er den Teilnehmenden spannende
Einblicke in die Welt der Honigbienen, erläuterte die Bedeutung der
Bestäubung für Streuobstwiesen und ließ die Gruppe verschiedene
Honigsorten verkosten. So wurde deutlich, wie eng Naturschutz,
Landwirtschaft und Imkerei miteinander verbunden sind.
Die
Aktion ist Teil des Projekts „One, Two, Three Apple Tree –
Streuobstwiesen Duisburg“, das vom Umweltamt der Stadt Duisburg
gemeinsam mit der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR)
ins Leben gerufen wurde. Ziel des Projektes ist es, die letzten
alten Streuobstwiesen im Stadtgebiet langfristig zu erhalten,
fachgerecht zu pflegen und für kommende Generationen zu sichern.
„Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen
Mitteleuropas. Sie bieten Lebensraum für mehrere tausend Tier- und
Pflanzenarten und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum
Klima-, Boden- und Wasserschutz. Darüber hinaus bewahren sie alte,
regionaltypische Obstsorten und sind ein bedeutendes Kulturgut der
niederrheinischen Landschaft. Viele der noch vorhandenen Bestände
sind jedoch überaltert und durch jahrzehntelang fehlende Pflege
gefährdet“, so Dr. Randolph Kricke, Leiter der Unteren
Naturschutzbehörde.
Bereits im Vorfeld hatten Auszubildende
der Forstverwaltung der Stadt Duisburg sowie
Bundesfreiwilligendienstleistende der BSWR rund 100 etwa 30 Jahre
alte Apfelbäume fachgerecht aufgeastet. Durch diese Pflegemaßnahme
wird künftig wieder eine landwirtschaftliche Unternutzung der Fläche
ermöglicht – ein wichtiger Baustein für die dauerhafte Pflege und
den Erhalt der Streuobstwiese.
Mitmachen erwünscht:
Streuobstwiesenpatinnen und Streuobstwiesenpaten gesucht Das Projekt
„One, Two, Three Apple Tree – Streuobstwiesen Duisburg“ lebt vom
Engagement vieler Menschen. Deshalb werden Unternehmen, Vereine,
Schulen und interessierte Bürgerinnen und Bürger gesucht, die sich
aktiv für den Erhalt der Duisburger Streuobstwiesen einsetzen
möchten. Neben einzelnen Pflegeeinsätzen oder Social Days soll
künftig ein Netzwerk von Streuobstwiesenpatinnen und
Streuobstwiesenpaten entstehen.
Ziel ist es, dass einzelne
Wiesen langfristig von engagierten Unternehmen, Vereinen oder
Gruppen begleitet werden. Die Patenschaften können beispielsweise
regelmäßige Pflegeeinsätze, Pflanzaktionen, das Abräumen von
Schnittgut, die Ernte des Obstes sowie dessen gemeinsame
Verarbeitung – etwa zu Saft oder anderen regionalen Produkten –
umfassen. Auch die Unterstützung bei Veranstaltungen und der
Umweltbildung bietet vielfältige Möglichkeiten, sich einzubringen.
So entstehen dauerhafte Partnerschaften, die nicht nur zum
Erhalt der Streuobstwiesen beitragen, sondern auch das Bewusstsein
für den Wert dieser einzigartigen Kulturlandschaften stärken. Wer
sich im Rahmen eines Social Days oder ehrenamtlich engagieren
möchte, ist herzlich eingeladen, Kontakt mit dem Projektteam
aufzunehmen. Weitere Informationen gibt es bei Katrin Heitmann vom
Umweltamt per E-Mail an k.heitmann@stadt-duisburg.de.
Stromversorgung im Stadtteil Baerl vollständig wiederhergestellt
Die Stromversorgung im Stadtteil Baerl ist wieder
vollständig hergestellt. Nachdem im Mittelspannungsnetz mehrere
Kabelfehler zeitgleich aufgetreten waren, konnten die Netze Duisburg
inzwischen alle erforderlichen Notstromaggregate in Betrieb nehmen.
Dadurch sind seit 12.30 Uhr sämtliche zuvor betroffenen rund 500
Haushalte wieder mit Strom versorgt.
Rund die Hälfte der
betroffenen Haushalte konnte bereits gegen 10.30 Uhr wiederversorgt
werden. Parallel zur erfolgreichen Wiederversorgung laufen die
Arbeiten zur Behebung der Kabelfehler weiter. Die Fachkräfte der
Netze Duisburg haben hierzu umfangreiche Messungen und Prüfungen
durchgeführt und zwei Kabelfehler lokalisieren können.
Aktuell laufen die Arbeiten zur Instandsetzung der beiden defekten
Kabel. Die Notstromversorgung bleibt bis zum Abschluss der
Reparaturarbeiten bestehen. Ziel ist es, die dauerhafte Versorgung
über das reguläre Stromnetz schnellstmöglich und sicher
wiederherzustellen. Die Netze Duisburg bedanken sich bei den
betroffenen Kundinnen und Kunden für ihr Verständnis und ihre Geduld
während der Störung. Alle verfügbaren Kräfte arbeiten weiterhin
daran, die Instandsetzungsarbeiten zügig abzuschließen.
Stromversorgung in Baerl: Netze Duisburg arbeiten mit Hochdruck
an Wiederversorgung Im Stadtteil Baerl ist es aufgrund
mehrerer zeitgleich aufgetretener Kabelfehler im Mittelspannungsnetz
der Netze Duisburg zu einer Störung der Stromversorgung gekommen.
Aktuell sind rund 500 Haushalte von der Unterbrechung betroffen.
Normalerweise können betroffene Straßenzüge nach einem Kabelfehler
innerhalb kurzer Zeit über alternative Leitungswege wieder mit Strom
versorgt werden.
Im aktuellen Fall ist dies jedoch nur
eingeschränkt möglich, da beide möglichen Versorgungswege zu
mehreren Netzstationen von den gleichzeitig aufgetretenen
Kabelfehlern betroffen sind. Dadurch gestaltet sich die
Wiederversorgung deutlich komplexer als bei anderen Netzstörungen.
Die Netze Duisburg arbeiten mit Hochdruck daran, die Stromversorgung
schrittweise wiederherzustellen.
Derzeit werden
Notstromaggregate an den betroffenen Netzstationen aufgebaut, um die
Versorgung der Haushalte so schnell wie möglich sicherzustellen. Die
ersten Kundinnen und Kunden werden bereits deutlich früher wieder
mit Strom versorgt, bis alle betroffenen Haushalte wiederversorgt
sind, wird es voraussichtlich bis nach 12 Uhr dauern.
Parallel zum Aufbau der Ersatzversorgung laufen die Arbeiten zur
Behebung der Kabelfehler im Mittelspannungsnetz. Hierfür werden
umfangreiche Messungen durchgeführt, um die Fehlerstellen eindeutig
zu lokalisieren und das Netz umfassend zu prüfen. Erst im Anschluss
können die notwendigen Reparaturarbeiten erfolgen.
Die Netze
Duisburg bitten die betroffenen Kundinnen und Kunden um Verständnis
für die Einschränkungen. Alle verfügbaren Kräfte sind im Einsatz, um
die Stromversorgung schnellstmöglich und sicher wiederherzustellen.
Stadtpark Hochheide: Erster Bauabschnitt
fertiggestellt – neue Angebote ab sofort nutzbar Der
erste Bauabschnitt des neuen Quartierparks „Stadtpark Hochheide“
wurde am Wochenende abgeschlossen. Die neuen Angebote und
Aufenthaltsbereiche des Parks können ab sofort von allen
Anwohnerinnen und Anwohnern als neuer Ort für Bewegung, Begegnung
und Erholung genutzt werden.
Das bisherige Angebot wird
durch einen großzügigen Calisthenics-Bereich ergänzt. Dabei handelt
es sich um eine offene, überdachte Sportanlage, die frei zugänglich
ist und zum Training mit dem eigenen Körpergewicht genutzt werden
kann. Er umfasst verschiedene fest installierte Geräte wie
Klimmzugstangen, Barren und weitere Trainingsmöglichkeiten für
Kraft- und Beweglichkeitsübungen.

Eröffnung Stadtpark Hochheide. Kinder der Kita Hanielstraße konnten
schon den Kletterfelsen ausprobieren. Fotos Ilja Höpping Stadt
Duisburg
Auf den Bewegungs- und Aufenthaltsflächen befinden
sich zudem zwei Pumptracks, die zusätzliche Möglichkeiten für Sport,
Bewegung und Freizeit schaffen. Bereits seit Mai stehen zwei neue
Boulebahnen mit Picknicktisch sowie der Kletterfelsen zur Verfügung.
Der Stadtpark Hochheide ist ein bedeutendes Projekt für die
Entwicklung des Stadtteils.

Mit klimaresilienter Bepflanzung, nachhaltigen Elementen und
barrierearmen Zugängen entsteht ein moderner Freiraum, der
Aufenthaltsqualität schafft und Begegnungen ermöglicht. Die nächsten
Schritte zur Umsetzung des zweiten und dritten Bauabschnitts werden
bereits vorbereitet. Die gesamte Fertigstellung ist für Ende 2027
vorgesehen.
Steffen Bilger soll neuer Bundesverkehrsminister
werden: Verantwortung für die Sicherheit von Millionen Menschen
Anlässlich der Ankündigung der Bundesregierung, dass Bundeskanzler
Friedrich Merz Steffen Bilger für das Amt des Bundesministers für
Verkehr vorschlagen wird, betont der Deutsche Verkehrssicherheitsrat
(DVR) die besondere Verantwortung dieses Amtes. Die Entscheidungen
des Bundesministeriums für Verkehr haben unmittelbare Auswirkungen
auf Millionen Menschen in Deutschland, die täglich auf sichere
Mobilität angewiesen sind.

Bundesministerium für Verkehr (Archiv), © Daniela Stanek, DVR
„Ich danke Patrick Schnieder für den stets offenen und
vertrauensvollen Austausch in Fragen der Verkehrssicherheit“, sagt
Manfred Wirsch, Präsident des DVR. „Steffen Bilger biete ich unsere
volle Unterstützung an, um gemeinsam das Ziel des Bundes zu
erreichen, die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr bis 2030 um 40
Prozent zu senken.“
Landstraßen sicherer machen, Fuß- und
Radverkehr stärken „Patrick Schnieder hat die Verbesserung der
Sicherheit auf Landstraßen sowie den Schutz des Fuß- und Radverkehrs
zu zentralen Zielen erklärt“, betont Manfred Wirsch. „Jetzt kommt es
darauf an, die Handlungsfähigkeit des Ministeriums auch in der
Übergangszeit zu sichern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
verlässliche Rahmenbedingungen für ihre engagierte Facharbeit zu
geben.
Die Verkehrsgefahren warten nicht – und wir brauchen
spürbar mehr Sicherheit auf unseren Straßen: Im Jahr 2025 starben in
Deutschland 2.832 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen, rund 49.200
wurden schwer verletzt. Damit verlor etwa alle drei Stunden ein
Mensch sein Leben; etwa alle elf Minuten wurde eine Person schwer
verletzt.“
Infrastruktur, Vernetzung und Fahrausbildung
priorisieren Aus Sicht des DVR besteht für den neuen
Bundesminister insbesondere in drei Bereichen dringender politischer
Handlungsbedarf: Beim Neubau von Brücken und bei der Sanierung von
Straßen müssen kostspielige neue Gefahrenstellen durch
Sicherheitsaudits konsequent vermieden werden. Zudem benötigt die
digitale, kooperative Vernetzung im Straßenverkehr politische
Priorität, damit Industrie und öffentliche Hand Planungssicherheit
erhalten und diese aktiv nutzen.
Darüber hinaus sollte bei
der Reform der Fahrschulausbildung die Kritik aus den Bundesländern
ernst genommen werden: Auch der DVR hält eine Teilnahme von
Fahrschülerinnen und Fahrschülern am Straßenverkehr vor der
Fahrprüfung gemeinsam mit einer Begleitperson im eigenen Fahrzeug
nur dann für vertretbar, wenn ihre dafür erforderliche Reife zuvor
festgestellt wurde.
„Infrastruktur, Digitalisierung und
Fahrausbildung sind die Herausforderungen für die ersten 100 Tage
von Steffen Bilger“, so Manfred Wirsch. „Verkehrssicherheit ist
dabei ein Schlüssel für Kosteneffizienz – sie ist kein
Kostenfaktor.“
40 Milliarden Euro Schaden: Investitionen in
Verkehrssicherheit senken Kosten Der DVR weist darauf hin, dass
Investitionen in die Verkehrssicherheit nicht nur Menschenleben
retten, sondern einen messbaren volkswirtschaftlichen Nutzen
schaffen. Nach Erhebungen der Bundesanstalt für Straßen- und
Verkehrswesen (BASt) verursachten Straßenverkehrsunfälle in
Deutschland im Jahr 2024 einen volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe
von rund 40 Milliarden Euro.
„Jeder Euro, den man präventiv
in sichere Straßen, intelligente und kooperative Vernetzung, eine
hochwertige Fahrausbildung und auch in wirksame Aufklärungsarbeit
steckt, zahlt sich doppelt aus – menschlich wie wirtschaftlich“,
sagt Manfred Wirsch. „Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat steht der
neuen Ministeriumsspitze vom ersten Tag an mit seiner Expertise zur
Seite, um Deutschlands Straßen gemeinsam spürbar sicherer zu
machen.“
Vom Reiterhof im Münsterland zur
Reittherapie in Duisburg Mit Pferden groß geworden,
finanziert Pater Tobias heute über Projekt LebensWert die
Reittherapie für sechs Kinder - ein siebtes soll noch in diesem Jahr
hinzukommen
Wenn Pater Tobias Breer heute auf dem Reiterhof
Köppel/Haus Bilkrath Kindern bei der Reittherapie zuschaut, ist das
für ihn auch eine Reise zurück in die eigene Kindheit. Der
Prämonstratenser und als „Marathon-Pater“ bekannte Duisburger ist
selbst auf einem Reiterhof groß geworden, dem Reiterhof Breer im
Münsterland. Pferde gehörten für ihn von klein auf zum Alltag.

Fotos: Kerstin Boegeholz/Projekt LebensWert
Heute nutzt er
diese persönliche Verbundenheit, um Kindern zu helfen, für die
vieles im Leben nicht selbstverständlich ist. Über das von ihm
gegründete Projekt LebensWert werden aktuell sechs Kinder mit
körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen regelmäßig in der
Reittherapie gefördert. Ein siebtes Kind soll noch bis Ende 2026
hinzukommen.
„Pferde gehören zu meinem Leben. Ich habe schon
als Kind erlebt, wie sensibel sie auf Menschen reagieren und wie
viel Vertrauen zwischen Mensch und Tier entstehen kann“, erzählt
Pater Tobias. „Wenn ich heute unsere Kinder auf dem Pferd sehe,
berührt mich das immer wieder. Da geht es nicht darum, was ein Kind
nicht kann. Da zählt das, was plötzlich möglich wird.“

Jesaja - ein Spenden-Marathon mit nachhaltiger Wirkung Eine
besondere Rolle spielt dabei Jesaja. Das Therapiepferd hat eine ganz
eigene Geschichte mit Pater Tobias: Vor vier Jahren lief der
Marathon-Pater einen Spenden-Marathon, um Jesaja zu finanzieren und
für seine spätere Aufgabe als Therapiepferd ausbilden zu lassen.
Heute trägt Jesaja Kinder, die unter anderem mit
Autismus-Spektrum-Störungen, ADHS, Epilepsie oder körperlichen und
geistigen Mehrfachbehinderungen leben. Einige sind durch die Folgen
einer Frühgeburt stark beeinträchtigt und in ihrer
Bewegungsfähigkeit erheblich eingeschränkt.
„Wenn ich Jesaja
heute mit den Kindern erlebe, weiß ich: Jeder Kilometer damals hat
sich gelohnt“, sagt Pater Tobias. „Aus einem Marathon ist etwas
entstanden, das bis heute wirkt. Für mich ist das viel wichtiger als
irgendeine Medaille.“

Auf dem Reiterhof Köppel/Haus Bilkrath im Duisburger Süden begleitet
Reittherapeutin Nicole Hocks die Kinder. Sie erlebt, dass es häufig
die vermeintlich kleinen Fortschritte sind, die besonders viel
bedeuten: „Die Kinder müssen sich auf das Pferd und seine Bewegungen
einlassen und Vertrauen entwickeln. Was von außen manchmal nur wie
ein kleiner Schritt aussieht, kann für ein Kind ein riesiger Erfolg
sein.“
Die Bewegungen des Pferdes können Körperwahrnehmung
und motorische Fähigkeiten unterstützen. Gleichzeitig geht es um
Nähe, Vertrauen, Selbstbewusstsein und die Beziehung zum Tier. Die
Reittherapie unterstützt damit die persönliche, körperliche und
seelische Entwicklung der Kinder. Sechs Kinder - und bald soll ein
siebtes dazukommen
Pater Tobias ist wichtig, dass es nicht
bei einzelnen schönen Erlebnissen bleibt. Über das Kinderhilfswerk
„KiPa-cash-4-kids“ von Projekt LebensWert wird deshalb eine
regelmäßige und langfristige Reittherapie ermöglicht.
Aktuell
werden sechs Kinder gefördert. Noch in diesem Jahr möchte Projekt
LebensWert die Therapie für ein siebtes Kind übernehmen. Eine
Einheit kostet 66 Euro. Bei 52 Einheiten entstehen für ein Kind
3.432 Euro im Jahr. Bei sieben Kindern beträgt der jährliche Aufwand
24.024 Euro. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die
Therapiestunden nicht.
„Entwicklung braucht Zeit und
Vertrauen braucht Verlässlichkeit“, sagt Pater Tobias. „Deshalb
wollen wir die Kinder nicht nur für ein paar Wochen begleiten. Wenn
wir eine Förderung übernehmen, soll das Kind regelmäßig zur
Reittherapie kommen können.“
Das 2007 von Pater Tobias
gegründete Projekt LebensWert engagiert sich mit unterschiedlichen
Angeboten für Kinder und Familien und arbeitet dabei nach dem
Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe. Für Pater Tobias schließt sich
mit der Reittherapie ein ganz persönlicher Kreis: Als Kind selbst
zwischen Pferden aufgewachsen, ermöglicht er heute Kindern diese
besondere Begegnung.
Und wenn Jesaja mit einem der Kinder
ruhig seine Runden dreht, zählt für einen Moment nicht die Diagnose
und nicht die Behinderung. Dann zählt einfach nur das Kind.
Spenden an: Projekt LebensWert - Reittherapie - DE
34360602950010766036
Meidericher Gemeinde lädt
zum Spieleabend für Jung und Alt ins Gemeindezentrum D
Zu einem bunten Spieleabend lädt die Evangelische Kirchengemeinde
Meiderich in das Gemeindezentrum, Auf dem Damm 8. Dort warten am
Dienstag, 4. August um 19 Uhr alte Klassiker und neue Spiele darauf,
entdeckt zu werden.
Wer mag, bringt gerne eigene Spiele -
egal ob Klassiker, Karten-, Brett- oder Gesellschaftsspiele - mit,
die mit anderen ausprobiert werden können. Getränke und Snacks
gibt's zum Selbstkostenpreis. Wenn der Abend weiterhin gut ankommt,
wird es monatlich einen Spieleabend im Gemeindezentrum geben. Infos
zur Gemeinde gibt es im Netz unter
www.kirche-meiderich.de.
Zusammen dem Meeresrauschen lauschen Gemeinden
laden zur gemeinsamen Sommerkirche ein Unter dem Motto
„Gemeinsam Meeresrauschen“ laden die evangelischen Kirchengemeinden
Duisburg Obermeiderich, Meiderich und Ruhrort-Beeck, die bald
zusammen die „Hafengemeinde“ bilden, zur diesjährigen Sommerkirche
ein. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine abwechslungsreiche
Gottesdienstreihe rund um das Thema Meer – mit inspirierenden
Predigten, bewegenden Geschichten und Raum für Begegnung.
Die fünf Gottesdienste - immer sonntags um 11 Uhr - greifen
biblische Bilder und Erfahrungen auf: von der Sehnsucht nach neuen
Ufern über das Leben im Sturm bis hin zur Hoffnung und Orientierung.
Veranstaltungsorte sind am 2.8 und 30.8. die evangelische Kirche in
Obermeiderich, Emilstr. 27, sowie am 9., 16. und 23.8 die
evangelische Kirche Beeck, Friedrich-Ebert-Str. 370. Damit alle
unkompliziert teilnehmen können, verkehrt an jedem Sonntag ein
kostenloser Shuttlebus zwischen Ruhrort-Beeck, Meiderich und
Obermeiderich. Infos zu den Gemeinden gibt es im Netz
unter www.kirche-meiderich.de, www.obermeiderich.de und
www.ruhrort-beeck.de.

NRW: Ausgaben für Leistungen der Sozialhilfe 2025 um rund 5 %
gestiegen * Anstieg fiel mit 4,7 % deutlich geringer
aus als im Vorjahr (+16,6 %) * Ausgaben für Hilfe zur Pflege mit
+10,4 % am stärksten gestiegen * Auch die Ausgaben für
Eingliederungshilfe nach SGB IX stiegen mit 6,7 % weniger stark als
im Vorjahr (+13,2 %)
Die Nettoausgaben für Leistungen der
Sozialhilfe nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) lagen
im Jahr 2025 bei rund 5,25 Milliarden Euro und waren damit um 236
Millionen Euro höher als ein Jahr zuvor. Wie das Statistische
Landesamt mitteilt, fiel der Anstieg der Ausgaben mit 4,7 % deutlich
schwächer aus als in den Vorjahren mit einem Plus von 16,6 % in 2024
und von 15,7 % in 2023.
Inflationsbereinigt stiegen die
Ausgaben im Jahr 2025 um 2,6 %, in 2024 um 14,1 % und in 2023 um
9,5 %. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist der
größte Ausgabeposten der Sozialhilfe Mit rund 3 Milliarden Euro
wurde mehr als die Hälfte (57 %) der gesamten Nettoausgaben der
Sozialhilfe für die Grundsicherung im Alter und bei
Erwerbsminderung ausgegeben. Das waren 2,9 % mehr als im Vorjahr.
In den Jahren 2024 und 2023 fiel der Anstieg mit 14,0 % bzw.
13,5 % deutlich höher aus. Anders als in den Vorjahren gab es 2025
keine Erhöhung der Regelsätze. Die Ausgaben für die Grundsicherung
im Alter und bei Erwerbsminderung werden vollständig aus
Erstattungsmitteln des Bundes an die Länder finanziert.
Nettoausgaben für Hilfe zur Pflege um 10,4 % gestiegen Der
zweitgrößte Ausgabeposten ist die Hilfe zur Pflege nach dem 7.
Kapitel SGB XII. Hier sind die Ausgaben 2025 mit 10,4 % am stärksten
gestiegen. Der Anstieg fiel aber auch hier weniger hoch aus als in
den Vorjahren mit 21,4 % in 2024 und 23,1 % in 2023.
Die
Ausgaben für Hilfe zur Pflege lagen 2025 bei rund 1,3 Milliarden
Euro und machten 25 % der Sozialhilfeausgaben aus. Hilfe zur Pflege
erhalten pflegebedürftige Personen, wenn der notwendige und
angemessene Pflegebedarf nicht bzw. nicht vollständig durch
Leistungen der Pflegeversicherung gedeckt ist und nicht genügend
Eigenmittel verfügbar sind, um die (verbleibenden) Kosten zu tragen.
Zum 01. Januar 2025 trat gemäß dem Pflegeunterstützungs- und
Entlastungsgesetz (PUEG) eine Erhöhung der Leistungsbeträge der
Pflegeversicherung um 4,5 % in Kraft.

Ausgaben für Eingliederungshilfe nach SGB IX um 6,7 %
gestiegen 2025 wurden für die Leistungen der Eingliederungshilfe
nach dem SGB IX netto 7,7 Milliarden Euro aufgebracht. Das waren
6,7 % mehr als im Vorjahr. Damit stiegen auch hier die Ausgaben
weniger stark als in den Vorjahren mit 13,2 % in 2024 und 10,1 % in
2023.
Die Leistungen der Eingliederungshilfe sollen Menschen
mit Behinderung eine individuelle Lebensführung ermöglichen und die
Teilhabe am Leben in der Gesellschaft fördern. Inflationsbereinigt
sind die Nettoausgaben für die Eingliederungshilfe nach SGB IX im
Jahr 2025 um 4,5 % gestiegen, in 2024 um 10,7 % und in 2023 um
4,2 %.
Kinderschutz: Zahl der Inobhutnahmen im Jahr
2025 um 18 % gesunken • Inobhutnahmen aufgrund
unbegleiteter Einreisen binnen eines Jahres von 30 800 auf 16 500
Fälle fast halbiert • Erneut mehr körperliche und psychische
Misshandlungen besonders an Mädchen • Widersprüche von Sorge-
und Erziehungsberechtigten bei Verdacht auf Vernachlässigungen und
Gewalt am häufigsten
Im Jahr 2025 haben
die Jugendämter in Deutschland rund 56 900 Kinder oder Jugendliche
zu ihrem Schutz vorübergehend in Obhut genommen. Nach Angaben des
Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 18 % oder rund 12 600
weniger Jungen und Mädchen als im Jahr zuvor.
Bereits 2024
hatte es einen Rückgang der Inobhutnahmen um 7 % oder 5 100 Fälle
gegeben. Damit ist die Fallzahl innerhalb von zwei Jahren um rund
ein Viertel gesunken (-24 % oder 17 700 Fälle), nachdem sie zuvor
drei Jahre in Folge auf knapp 74 600 Schutzmaßnahmen im Jahr 2023
gestiegen war.

Inobhutnahmen aufgrund unbegleiteter Einreisen binnen
eines Jahres fast halbiert Hintergrund der seit den 2010er
Jahren stark schwankenden Fallzahlen ist vor allem die Entwicklung
unbegleitet eingereister Minderjähriger aus dem Ausland. Auch der
aktuelle Abwärtstrend ist durch einen Rückgang an vorläufigen und regulären
Inobhutnahmen nach unbegleiteten Einreisen zu erklären: Binnen
eines Jahres hat sich ihre Zahl von rund 30 800 auf knapp
16 500 Fälle nahezu halbiert (‑47 %).
Gleichzeitig nahmen
die Fallzahlen bei den Selbstmeldungen um rund 870 auf etwa
10 100 Fälle (+9 %) und bei den dringenden Kindeswohlgefährdungen um
850 auf gut 30 300 Fälle (+3 %) zu. Bei den Selbstmeldungen war dies
der fünfte, bei den dringenden Kindeswohlgefährdungen der zweite
Anstieg in Folge.
Die Betroffenen: Knapp zwei Fünftel Kinder
unter 14 Jahren Gut jede zweite Schutzmaßnahme (53 %) wurde 2025
wegen einer dringenden Kindeswohlgefährdung durchgeführt. In 29 %
der Fälle war der Anlass eine unbegleitete Einreise und in 18 % eine
Selbstmeldung der Minderjährigen beim Jugendamt. Die meisten
Betroffenen waren bereits Jugendliche ab 14 Jahren, knapp zwei
Fünftel (38 %) zählten aber noch zu den Kindern unter 14 Jahren.
Ein Fünftel (20 %) aller Betroffenen war von Zuhause
ausgerissen, etwa ebenso viele (19 %) wurden an einem
jugendgefährdenden Ort angetroffen. Zuvor lebten 59 % der
Minderjährigen in einer Familie oder einem privaten Haushalt und
20 % in einer Einrichtung. In den anderen Fällen war der vorherige
Aufenthalt unbekannt (14 %) oder keine feste Unterkunft vorhanden
(7 %).
Erneut mehr körperliche und psychische Misshandlungen
- besonders an Mädchen Die häufigsten Anlässe für eine
Schutzmaßnahme waren in 2025 (Mehrfachnennungen möglich):
Überforderungen der Eltern (32 %), unbegleitete Einreisen (29 %),
Vernachlässigungen (16 %), körperliche Misshandlungen (15 %) und
psychische Misshandlungen (11 %).

Trotz des allgemeinen Rückgangs waren die Nennungen
bei 9 von insgesamt 13 möglichen Anlässen gegenüber dem Vorjahr
gestiegen: Am höchsten war das Plus bei körperlichen und bei
psychischen Misshandlungen (+1 114 und +941 Nennungen). Damit sind
körperliche Misshandlungen das zweite, und psychische Misshandlungen
das sechste Mal in Folge gestiegen. Besonders hoch war der Zuwachs
in beiden Fällen bei den Mädchen (+745 und +750 Nennungen).
Der Mädchenanteil betrug in 2025 damit bei körperlichen
Misshandlungen 65 % und bei psychischen 62 %. Zum Vergleich:
Innerhalb der minderjährigen Bevölkerung lag der Mädchenanteil
in 2025 bei knapp 49 %. Widersprüche bei Verdacht auf
Vernachlässigungen und Gewalt besonders häufig In 9 % aller Fälle
wurde von den Sorge- oder Erziehungsberechtigten ein Widerspruch
gegen die Inobhutnahme eingelegt, weil sie damit nicht
einverstanden waren.
Am höchsten war die Quote der
Widersprüche bei Verdacht auf Vernachlässigung (26 %), psychischen
Misshandlungen (25 %), sexueller Gewalt (22 %) und körperlichen
Misshandlungen (19 %). Eine hohe Widerspruchquote kann auf eine
mangelnde Kooperationsbereitschaft der Sorge- oder
Erziehungsberechtigten bei der Behebung der Kindeswohlgefährdung
hindeuten.
Geht das Jugendamt bei einem Widerspruch davon
aus, dass die Kindeswohlgefährdung andauert, kann es das
Familiengericht anrufen, damit es die erforderlichen Maßnahmen zur
Sicherung des Kindeswohls herbeiführt. In 2025 haben die Jugendämter
diese Möglichkeit in 82 % aller Widerspruchsfälle genutzt.
Ein Viertel der Betroffenen kehrte an vorherigen Aufenthaltsort
zurück Im Anschluss an die Schutzmaßnahme kehrte ein Viertel
(25 %) der Kinder und Jugendlichen an den vorherigen Aufenthaltsort
zurück. Weitere 44 % wurden nach der Inobhutnahme an einem neuen Ort
untergebracht.
In 14 % der Fälle beendeten die Betroffenen
die Inobhutnahme selbst, etwa, indem sie aus der Maßnahme ausrissen.
In 8 % der Fälle wechselte die Zuständigkeit und in weiteren 8 %
wurde die Maßnahme auf andere Weise beendet. Diese Angaben zum
Maßnahmenende beziehen sich nur auf reguläre Inobhutnahmen (ohne
vorläufige Inobhutnahmen).
Sonntagskonzert mit dem
„Duisburger Hafenchor“ Der „Duisburger Hafenchor“
wirft am Sonntag, 2. August, um 15 Uhr seinen Anker im Volkspark
Rheinhausen aus. Dann erklingen im Musikpavillon deutsche
Schlagerhits Popsongs mit Ohrwurm-Garantie. Mitsingen erlaubt. Der
Chor verbreitet seit Generationen beste Stimmung und blickt auf eine
lange Tradition bis ins Jahr 1874 zurück.
Die Konzerte
werden durch den Bauverein Rheinhausen und den Förderverein für
Kultur- und Brauchtumspflege Rheinhausens & Rumeln- Kaldenhausens
e.V. unterstützt. Der Eintritt ist frei. Weitere Termine 9. August –
Die Bergsteirer 29. August – Westside im Park (15 bis 22 Uhr)
Aktuelle Informationen gibt es im Internet unter:
https://www.facebook.com/SonntagskonzerteRheinhausen/

(C) Duisburger Hafenchor
Duisburg ist jetzt Mitglied im Gesunde Städte-Netzwerk
Deutschland Die Stadt Duisburg ist seit Juli 2026
offiziell Mitglied im Gesunde Städte- Netzwerk Deutschland (GSN).
Grundlage hierfür war der Beschluss des Rates der Stadt Duisburg vom
24. Februar 2026, mit dem die Mitgliedschaft einstimmig befürwortet
wurde. Mit dem Beitritt bekräftigt die Stadt ihr Engagement für
Gesundheitsförderung, Prävention und gesundheitliche
Chancengleichheit.
Ziel ist es, Gesundheit als
Querschnittsaufgabe weiter zu stärken und gesundheitsförderliche
Lebensbedingungen für alle Duisburgerinnen und Duisburger zu
schaffen. Das Gesunde Städte-Netzwerk ist ein Zusammenschluss von
Kommunen, die sich den Zielen der Weltgesundheitsorganisation (WHO)
und der Ottawa- Charta zur Gesundheitsförderung verpflichtet haben.
Durch die Mitgliedschaft erhält Duisburg die Möglichkeit,
sich mit anderen Städten fachlich auszutauschen, erfolgreiche
Ansätze der Gesundheitsförderung weiterzuentwickeln und eigene
Erfahrungen einzubringen. Die Netzwerkarbeit wird in Duisburg
gemeinsam vom Gesundheitsamt und der Selbsthilfe-Kontaktstelle des
Paritätischen Duisburg im Rahmen des im Netzwerk vorgesehenen
Tandems aus Kommune und Zivilgesellschaft koordiniert.
Als
Großstadt im Herzen der Metropolregion Ruhr, Standort des weltweit
größten Binnenhafens sowie als Stadt mit einer hohen kulturellen und
sozialen Diversität bringt Duisburg dabei eine besondere Perspektive
in das Netzwerk ein.
IHK und NRW School of
Governance kooperieren - Einblick für Studenten in
wirtschaftspolitische Praxis Die Niederrheinische IHK
und die NRW School of Governance beabsichtigen, künftig enger
zusammenzuarbeiten. Die Verbindung aus Wirtschaft und Wissenschaft
wird den Standort stärken: Studenten erhalten Einblick, was die
Wirtschaft bewegt und wie sich Politik gestalten lässt. Gleichzeitig
profitieren regionale Unternehmen von der politik-wissenschaftlichen
Expertise der NRW School of Governance.
Mit dem Memorandum
of Understanding erhält der Austausch zwischen IHK und NRW School of
Governance einen gemeinsamen Rahmen. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr.
Stefan Dietzfelbinger betont: „Wir haben direkten Zugang zur Politik
und können den Studenten einen praxisnahen Bezug zu ihrer Forschung
ermöglichen. Die School of Governance verhilft uns mit
wissenschaftlichen Analysen zu neuen Erkenntnissen bei
Wirtschaftsthemen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“
Auch Prof. Dr. Andreas Blätte sieht aus Sicht des Direktoriums
der NRW School of Governance die Chancen, die entstehen: „Unseren
Studierenden wird die Kooperation die Perspektive einer großen,
international vernetzten Industrie- und Handelsregion vermitteln.
Mit der Zusammenarbeit werden wir im konkreten Kontext unserer
Region die politische Gestaltungsperspektive verfolgen, wie aus
realen Problemen vor Ort Positionen werden, wie diese in den
demokratischen Prozess eingebracht und wirksam werden.
Das
gelingt nicht immer, aber am Ende geht es darum, dass die Demokratie
problemlösungsfähig ist. Wir werden durch die Zusammenarbeit für
Forschung und Lehre viele neue Erkenntnisse gewinnen.“
 V. l.:
IHK-Geschäftsführer Organisation Jörg Sinnig,
IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger,
IHK-Geschäftsführer Ocke Hamann, NRWS-Studienkoordinator Raphael
Moser, NRWS-Direktor Prof. Dr. Andreas Blätte und
NRWS-Geschäftsführer Markus Hoffmann. Foto: Niederrheinische IHK
IHK-Lehrgang zum Freien Redner startet im September
Bei wichtigen Lebensereignissen setzen immer mehr
Menschen auf Freie Redner. Die Niederrheinische IHK bietet zu diesem
Thema einen Zertifikatslehrgang an. Er umfasst 50
Unterrichtseinheiten und findet in der Zeit vom 5. September bis 10.
Oktober statt. Die Weiterbildung vermittelt das nötige
Handwerkszeug, um Reden bei Hochzeiten, Trauerfeiern und anderen
wichtigen Anlässen zu halten.
Dabei werden sowohl rhetorische Fähigkeiten als auch ein
professioneller Auftritt trainiert. Ziel ist es, eine eigene Rede zu
entwickeln, einzuüben und erfolgreich vorzutragen. Die Einheiten
werden teilweise vor Ort in Duisburg und online über Microsoft Teams
abgehalten. Weitere Informationen gibt es bei IHK-Ansprechpartnerin
Sabrina Althoff: 0203 2821-382, althoff@niederrhein.ihk.de.
Anmeldung direkt unter:
www.ihk.de/niederrhein/veranstaltungen
Sommerferienaktion: Bewegungspower trifft Brettspielspaß
Kinder, Jugendliche und Familie können an zwei Donnerstagen, 30.
Juli und 27. August, auf dem Walsumer Kometenplatz jeweils zwischen
14 und 18 Uhr gemeinsam aktiv werden. Die Sportjugend des
Stadtsportbundes, die Bezirksbibliothek Walsum sowie die
Bezirksverwaltung Walsum verwandeln den Platz in eine riesige
Spielearena.
Zahlreiche Spiel- und Sportgeräte werden
angeboten, so dass man sich bei Hockey, einer Jonglierstation oder
Badminton auspowern kann. Auch clevere Brettspiele und Kartenspiele
stehen zur Verfügung, so dass die Teilnehmenden ihr strategisches
Geschick beweisen können – hier ist für jeden etwas dabei.
Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht
erforderlich – man kann einfach vorbeikommen und einen großartigen
Nachmittag unter freiem Himmel genießen. Für Rückfragen steht Frau
Keutel telefonisch unter 0203 283-987894 oder per E-Mail an
kultur.walsum@stadt-duisburg.de zur Verfügung.
Dreck weg Aktion in Rheinhausen Der Verein „Du
bist Rheinhausen“ startet am Samstag, 01.08.2026 um 10.00 Uhr eine
weitere Müllsammelaktion, diesmal an der Bezirksbibliothek
Rheinhausen, Händelstraße 6 in 47226 Duisburg und wird bis 12:00 Uhr
das dortige Umfeld in Angriff nehmen.

Alle Rheinhauser*innen sind eingeladen mitzumachen. Wie gewohnt
werden Mitstreiterinnen und Mitstreiter mit allen Utensilien
ausgestattet, die sie brauchen: Handschuhe, Greifzangen, Müllsäcke
und Eimer stehen bereit.
Du bist Rheinhausen ist eine
Anlaufstelle für Menschen in Rheinhausen, die die Ärmel hochkrempeln
und ihre Heimat gestalten möchten, seien es bestehende Initiativen,
Vereine oder Einzelne, die Ideen haben, die sich gemeinsam leichter
umsetzen lassen. Du bist Rheinhausen e.V. Otto-Schulenberg-Straße 38
47228 Duisburg-Rheinhausen
Mehr als 1.300 neue PV-Anlagen im 1. Halbjahr in
Betrieb genommen
Die Energiewende in Duisburg läuft in hohem Tempo weiter, hat aber
im Bereich der Photovoltaikanlagen im ersten Halbjahr 2026 im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht an Fahrt verloren. In den
ersten sechs Monaten des Jahres wurden insgesamt 1.340 (Stand 21.
Juli 2026) neue Photovoltaikanlagen im Duisburger Stadtgebiet in
Betrieb genommen. Das waren 216 Anlagen (14 Prozent) weniger als im
ersten Halbjahr 2025. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der
Stadtwerke Duisburg der Zahlen aus dem Marktstammdatenregister der
Bundesnetzagentur.
744 der neuen Sonnenkraftwerke sind
sogenannte Balkonkraftwerke, also PV-Anlagen mit einer Nettoleistung
bis maximal 0,8 Kilowatt peak (kWp). Damit machen die kleinen
Photovoltaikanlagen für Balkon, Terrasse oder Fassade rund 55
Prozent aller neu gemeldeten Anlagen aus - das war auch im ersten
Halbjahr 2025 ihr Anteil an der Gesamtzahl der neuen Anlagen.
Besonders attraktiv sind Balkonkraftwerke, da sie auch für
Mieterinnen und Mieter sowie für Haushalte ohne eigenes Dach eine
einfache Möglichkeit bieten, Solarenergie zu erzeugen und einen Teil
des eigenen Strombedarfs abzudecken.
596 der neu gemeldeten
Anlagen 2026 sind größere Photovoltaikanlagen auf Dächern von Wohn-
und Geschäftsgebäuden. Die größte der neuen Anlagen wurde im
Duisburger Hafen errichtet und bringt eine Leistung von fast 1,6
Megawatt peak (MWp). 85 der neuen Anlagen haben eine Leistung von
mehr als 20 kWp. Insgesamt bringen es alle im ersten Halbjahr 2026
neu installierten PV-Anlagen in Duisburg auf eine Leistung von 14,8
MWp.
Rein rechnerisch könnten diese Anlagen so viel Strom
erzeugen, wie 4.200 Haushalte pro Jahr verbrauchen. Gemeinsam
leisten die neuen Anlagen einen wichtigen Beitrag zur regionalen
Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen und helfen dabei, den Anteil
klimafreundlicher Energie in Duisburg weiter auszubauen und die
Energiewende vor Ort weiter voranzutreiben.
Stadtwerke helfen
beim Einstieg in die Stromerzeugung Der Wunsch nach mehr
Unabhängigkeit und einer aktiven Beteiligung an der Energiewende
wächst weiter. Mit einer eigenen Photovoltaikanlage können
Bürgerinnen und Bürger ihren eigenen Strom erzeugen, den
Eigenverbrauch steigern und langfristig von selbst produzierter
Energie profitieren und sich unabhängiger von schwankenden
Energiekosten machen.
Meist rechnet sich eine solche
Investition schon nach wenigen Jahren. Die Stadtwerke Duisburg
unterstützen Immobilienbesitzerinnen und Immobilienbesitzer dabei,
selbst in die Stromproduktion auf dem eigenen Dach einzusteigen und
bieten dazu regelmäßig attraktive Sonderaktionen. Im kommenden Monat
startet nun eine besonders attraktive Photovoltaik-Kampagne: Neben
der PV-Anlage werden ein Batteriespeicher sowie eine
Split-Klimaanlage Teil des Angebots sein.
Jetzt informieren
und Beratungstermin sichern Alle Informationen zum Thema
Photovoltaik haben die Stadtwerke auf ihrer Internetseite unter
www.swdu.de/photovoltaik zusammengestellt. Interessierte können dort
eine erste, unverbindliche Kalkulation direkt online vornehmen –
alternativ telefonisch unter 0203/604-1111. Bereits nach zwei bis
drei Tagen findet ein erster Beratungstermin statt. Nach Bauplanung
und Terminabstimmung vergehen in der Regel nur wenige Wochen bis zur
ersten selbst erzeugten Kilowattstunde.
Desert Wind Sonata Musik für Saxophon, Querflöte und Ney mit
Maren Lueg Am 2. August ist Saxophonistin und
Flötistin Maren Lueg zu Gast in der Evangelischen Kirchengemeinde
Duisburg Hochfeld-Neudorf: Sie bietet um 18 Uhr im Neudorfer
Gemeindesaal, Wildstraße 31, einen faszinierenden Einblick in die
Verbindung zwischen orientalischer Musik und westlicher Klassik.
Maren Lueg hat sich auf ihrer musikalischen Reise als Komponistin
von den großen klassischen Meistern wie Beethoven, Ravel,
Rimsky-Korsakov, Debussy und Liszt inspirieren lassen.

Foto: https://marenlueg.org/
Luegs Kompositionen spiegeln ihre eigenen Reisen nach Kairo und
Istanbul und ihr Studium der arabischen und türkischen Kunstmusik
wider. In diesem Konzert präsentiert sie eine vielfältige Auswahl
von Werken, die sie für Alt-, Tenor- und Sopransaxophone sowie
Querflöten arrangiert hat.
Das Konzert verspricht eine
fesselnde musikalische Reise durch die Welt der orientalischen und
westlichen Klassik, die die kulturellen Brücken zwischen diesen
beiden Traditionen aufzeigt und die zeitlose Schönheit und Vielfalt
der Musik feiert. Der Eintritt ist frei, über eine Spende am Ausgang
freut sich die Künstlerin. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz
unter www.hochfeld-neudorf.de, zur Musikerin unter
https://marenlueg.org.
Rheingemeinde lädt zum
Spieleabend nach Wanheim Am 3. August 2026
ist wieder Spieleabend in der Evangelischen Rheingemeinde
Duisburg. Fans von Würfel-, Karten- und
Gesellschaftsspielen treffen sich diesmal um 17 Uhr in
der Wanheimer Kirche, Friemersheimer Straße – Ecke
Wanheimer, um gemeinsam bei Knabbereien und Getränken
viel Spaß zu haben beim Würfeln, Kartenkloppen und
Knobeln.
Highlights sind z.B. „Sky-Jo“, „Dogs“, „Quixx“
oder „Uno Flip“, aber auch andere Spiele sind gerne gesehen.
Anmelden muss sich niemand. Wer mag, darf sein Lieblingsspiel
mitbringen und es den anderen vorstellen. Mehr Informationen gibt es
bei Ute Theisen, 0177/8066048,
ute.theisen.1@ekir.de.
Zusammen dem Meeresrauschen lauschen: Gemeinden
laden zur gemeinsamen Sommerkirche ein Unter dem
Motto „Gemeinsam Meeresrauschen“ laden die evangelischen
Kirchengemeinden Duisburg Obermeiderich, Meiderich und
Ruhrort-Beeck, die bald zusammen die „Hafengemeinde“ bilden, zur
diesjährigen Sommerkirche ein. Die Besucherinnen und Besucher
erwartet eine abwechslungsreiche Gottesdienstreihe rund um das Thema
Meer – mit inspirierenden Predigten, bewegenden Geschichten und Raum
für Begegnung.
Die fünf Gottesdienste - ab dem 2.8, immer
sonntags um 11 Uhr - greifen biblische Bilder und Erfahrungen auf:
von der Sehnsucht nach neuen Ufern über das Leben im Sturm bis hin
zur Hoffnung und Orientierung. Veranstaltungsorte sind im Wechsel
die evangelischen Kirchen in Obermeiderich, Emilstr. 27, und Beeck,
Friedrich-Ebert-Str. 370.
Damit alle unkompliziert teilnehmen können,
verkehrt an jedem Sonntag ein kostenloser Shuttlebus zwischen
Ruhrort-Beeck, Meiderich und Obermeiderich. Infos zu den Gemeinden
gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de, www.obermeiderich.de
und www.ruhrort-beeck.de.
Das Smartphone ist die Urlaubskamera Nummer eins
Angesichts von Digitalkameras, Action-Cams, Sofortbildkameras und
Drohnen stellt sich die Frage, womit Urlaubsfotos heute tatsächlich
entstehen. Die Antwort fällt eindeutig aus: Drei Viertel der
Befragten nutzen dafür die Smartphone-Kamera (75 Prozent).
Klassische Digitalkameras oder Kompaktkameras kommen auf 8 Prozent,
Spiegelreflex- oder Systemkameras auf 6 Prozent.
Spezialgeräte bleiben die Ausnahme: Sofortbildkameras und
Action-Cams wie GoPros werden jeweils von 2 Prozent genutzt.
Unterwasserkameras, analoge Kameras, Drohnen und Kinderkameras
liegen jeweils bei 1 Prozent. Damit findet Urlaubsfotografie für die
große Mehrheit über das Gerät statt, das ohnehin im Alltag dabei
ist, das Smartphone.

VGL / KI-generiert
Das erklärt auch, warum im Urlaub schnell
viele Bilder zusammenkommen. Fotografieren ist unkompliziert, der
Speicherplatz groß und das nächste Motiv selten weit weg. Was früher
ein begrenzter Film war, ist heute eine große digitale Sammlung.
Ein Drittel lässt Urlaubsfotos auf dem Smartphone Nach dem
Urlaub zeigt sich, wie digital diese Erinnerungen bleiben. Bei knapp
einem Drittel bleiben die Urlaubsfotos überwiegend auf dem
Smartphone (31 Prozent). Weitere Befragte speichern sie in einer
Cloud (17 Prozent) oder sichern sie auf einer Festplatte,
Speicherkarte oder einem anderen Datenträger (ebenfalls 17 Prozent).
Damit landet ein großer Teil der Urlaubsbilder vor allem in
digitalen Speichern. Auffällig ist auch, wie selten Fotos nach der
Reise sortiert werden: Nur 10 Prozent sortieren doppelte oder
schlechte Aufnahmen bewusst aus. Viele Bilder landen im Speicher,
doch nur ein kleiner Teil wird später ausgewählt, geordnet oder
weiterverarbeitet.
Fotobücher und Abzüge bleiben die Ausnahme
Gedruckte Varianten sind deutlich seltener. Ein Fotobuch erstellen
nach dem Urlaub 6 Prozent, einzelne Abzüge lassen 5 Prozent drucken.
Ein Fotoalbum oder Reisetagebuch gestalten nur 1 Prozent, ebenso
wenige drucken einzelne Bilder mit einem Fotodrucker aus. Bilder zu
rahmen oder aufzuhängen, spielt in der Umfrage praktisch keine
Rolle.
Ganz verschwunden ist das gedruckte Urlaubsfoto aber
nicht. Die Frage nach den Gründen fürs Drucken zeigt ein anderes
Bild: Knapp ein Viertel der Befragten erstellt grundsätzlich gerne
Fotobücher oder Alben (23 Prozent). Gedruckt wird außerdem, um Fotos
zu verschenken, aufzuhängen (19 Prozent) oder sie im Alltag
anzusehen (15 Prozent).
Gleichzeitig wird deutlich, warum
viele Fotos digital bleiben. Einige verzichten auf Ausdrucke, weil
sie ihre Bilder digital speichern (19 Prozent). Für andere ist der
Aufwand zu groß (13 Prozent), einige vergessen nach dem Urlaub
meist, Fotos zu drucken oder Alben zu erstellen (6 Prozent).
Zwischen dem Wunsch nach sichtbaren Erinnerungen und der
tatsächlichen Umsetzung steht also oft der Alltag.
Mobile
Fotodrucker können diese Lücke kleiner machen. Sie bringen einzelne
Bilder direkt vom Smartphone aufs Papier, auch schon während der
Reise. So lassen sich Reisetagebücher oder Alben unterwegs füllen.
Auch für Kinder gibt es passende Modelle, mit denen sie eigene
Urlaubserinnerungen direkt festhalten können.
Sofortbildkameras sind dagegen fast ein Gegenentwurf zur digitalen
Bilderflut. Hier entsteht nicht die zehnte Version desselben Motivs,
sondern ein einzelnes Bild direkt beim Fotografieren. Das macht die
Aufnahme bewusster und gibt ihr von Anfang an mehr Gewicht.
Aus digitalen Bildern werden nur selten gedruckte Erinnerungen
Die Umfrage zeigt vor allem eines: Urlaubsfotos werden heute schnell
aufgenommen, gespeichert und teils auch digital geteilt. In sozialen
Netzwerken entsteht daraus für manche eine Art laufendes Fotoalbum.
Gedruckte Bilder spielen dagegen vor allem abseits des Bildschirms
eine besondere Rolle: Sie holen ausgewählte Momente aus der
digitalen Masse heraus und geben ihnen einen festen Platz im Alltag.
Schon wenige ausgewählte Bilder können reichen, um eine Reise
später wieder präsent zu machen. Ein Fotobuch im Regal, ein Album
auf dem Couchtisch, ein Sofortbild an der Pinnwand oder ein kleiner
Stapel Abzüge, der herumgereicht wird: Mehr braucht es manchmal
nicht, damit aus gespeicherten Bildern sichtbare Erinnerungen
werden.
Nachtfahrten sicher vorbereiten, Müdigkeit früh
erkennen und Pausen richtig planen Mitten in der
Ferienzeit sind viele Reiserouten stark belastet. Deshalb verlegen
manche Autofahrer die Fahrt in die Abend- oder Nachtstunden. Das
kann für weniger Verkehr und angenehmere Temperaturen sorgen, stellt
aber zugleich besondere Anforderungen an Konzentration und
Aufmerksamkeit. Der ACV Automobil-Club Verkehr klärt die wichtigsten
Fragen rund um Vorbereitung, Abfahrtszeit, Müdigkeit, Pausen und
Fahrten mit Kindern.
Was spricht für und gegen eine
Nachtfahrt? Eine Nachtfahrt in den Urlaub kann viele Vorteile
haben. Auf den Autobahnen lassen sich häufig der Berufsverkehr und
in den Ferien auch Staus vermeiden. Gerade im Sommer können die
kühleren Temperaturen die Fahrt angenehmer machen. Außerdem schlafen
Kinder auf längeren Fahrten häufig schneller ein und viele Urlauber
erreichen ihr Ziel bereits am Morgen.
Ganz so einfach ist es
trotzdem nicht. Bei Dunkelheit werden Baustellen, Stauenden, Wild
oder schlecht beleuchtete Fahrzeuge oft später erkannt. Gleichzeitig
ist der Körper nachts eigentlich auf Ruhe eingestellt und nicht auf
stundenlange Konzentration am Steuer. Wer müde losfährt oder nach
einem langen Tag schnell noch „Kilometer machen“ möchte, riskiert
Konzentrationsfehler, längere Reaktionszeiten und im schlimmsten
Fall Sekundenschlaf.
Wie lässt sich eine Nachtfahrt
vorbereiten? Für eine entspannte Nachtfahrt zählt nicht nur, wann
die Fahrt beginnt, sondern auch, wie der Abend davor verläuft. Wer
kurz vor der Abfahrt noch Koffer packt, Dokumente zusammensucht oder
das Auto beladen muss, startet häufig bereits gestresst in die
Nacht. Deutlich entspannter wird es, wenn diese Aufgaben vorher
erledigt sind:
• Gepäck und Reisedokumente bereitlegen •
Auto in Ruhe beladen und schweres Gepäck sicher verstauen • Route
und Stopps für Vignettenkauf, Tanken oder Laden heraussuchen •
Auto volltanken oder laden und den Reifendruck prüfen •
Beleuchtung kontrollieren sowie Scheiben und Brille reinigen •
Sonnenbrille für die Morgensonne sowie eine Jacke für Pausen
griffbereit halten
Das Navigationssystem sollte bereits vor
dem Losfahren eingestellt sein, idealerweise mit der ersten Pause
als Zwischenstopp. Wer zusätzlich ein bis zwei geeignete Rastplätze
oder Autohöfe entlang der Route markiert, muss unterwegs nicht
mühsam nach einer geeigneten Gelegenheit suchen. Das ist praktisch
für eine Toilettenpause, einen Snack oder einige Minuten an der
frischen Luft.
Vor der Nachtfahrt schlafen oder durchmachen?
Die klare Antwort lautet: vorher schlafen. Eine Nacht vor der
Urlaubsfahrt durchzumachen, ist keine gute Idee, auch wenn die
Vorfreude groß ist und vermeintlich nur noch die Fahrt bevorsteht.
Müdigkeit verschlechtert die Konzentration, verlängert die
Reaktionszeit und erhöht das Risiko für Sekundenschlaf.
Studien zeigen, dass starker Schlafmangel die Fahrtüchtigkeit
ähnlich stark beeinträchtigen kann wie Alkohol. Als grober Richtwert
gilt: Bereits nach rund 17 Stunden ohne Schlaf können
Leistungseinbußen auftreten, die mit etwa 0,5 Promille vergleichbar
sind. Nach rund 22 Stunden ohne Schlaf kann die Beeinträchtigung
einem Niveau von etwa 1,0 Promille entsprechen.
Besser ist
eine geplante Schlafphase vor der Abfahrt. Das muss nicht zwingend
eine ganze Nacht sein. Auch einige Stunden Schlaf am Abend oder
Nachmittag helfen mehr, als vollständig auf Schlaf zu verzichten.
Wenn zwei Erwachsene fahren können, sollte der Fahrerwechsel vorher
abgesprochen werden. So kann sich die zweite Person darauf
einstellen und ebenfalls ausgeruht das Steuer übernehmen.
Welche Abfahrtszeit ist am günstigsten? Die ideale Abfahrtszeit
hängt vor allem vom eigenen Schlafrhythmus ab. Entscheidend ist
weniger die konkrete Uhrzeit als die Frage, wann ein wirklich
ausgeruhter Start möglich ist.
Ein Start in den frühen
Morgenstunden kann sinnvoll sein, allerdings nur, wenn vorher
ausreichend geschlafen wurde. Dann lassen sich häufig bereits viele
Kilometer zurücklegen, bevor der Berufsverkehr oder
Ferienreiseverkehr richtig einsetzt. Gleichzeitig fällt dieser Start
in die zweite Nachthälfte, in der die innere Uhr bei vielen Menschen
noch auf Schlaf eingestellt ist. Die erste Pause sollte deshalb
bewusst früh eingelegt werden.
Eine Abfahrt am späten Abend
ist nur dann eine gute Idee, wenn der Tag ruhig war und vorher noch
Schlaf möglich war. Wer seit dem Morgen wach ist, gearbeitet,
gepackt und möglicherweise noch hektisch zu Abend gegessen hat,
sollte nicht mehr zu einer langen Nachtfahrt aufbrechen. In diesem
Fall beginnt die Fahrt bereits mit wachsendem Schlafdruck und führt
ausgerechnet in die zweite Nachthälfte hinein, in der Aufmerksamkeit
und Reaktionsfähigkeit ohnehin nachlassen können.
Unabhängig
von der Abfahrtszeit gilt: Entscheidend ist, ausgeruht zu starten,
keine zu langen Etappen am Stück zu fahren und sich möglichst am
Steuer abzuwechseln. Das gilt auch dann, wenn die Straße leer ist
und die Fahrt gut vorangeht.
Woran lässt sich Müdigkeit
erkennen? Müdigkeit kommt selten plötzlich. Meist kündigt sie
sich an, allerdings werden die ersten Anzeichen häufig ignoriert.
„Bis zum nächsten Rastplatz geht es noch.“ Oder: „Nur noch 40
Kilometer, dann machen wir Pause.“ Solche Gedanken kennen viele
Menschen, die nachts in den Urlaub fahren. Sie sind häufig ein
Warnsignal dafür, dass die Müdigkeit die Aufmerksamkeit bereits
beeinträchtigt.
Typische Anzeichen für Müdigkeit sind: •
häufiges Gähnen, schwere Augenlider oder ständiges Blinzeln •
brennende Augen, Frösteln oder innere Unruhe • Tunnelblick oder
nachlassende Aufmerksamkeit • verpasste Schilder, Ausfahrten oder
Tempolimits • Schwierigkeiten, die Spur sauber zu halten • das
Gefühl, sich an die letzten Kilometer kaum erinnern zu können
Wer solche Signale bei sich bemerkt, sollte nicht versuchen,
weiter durchzuhalten, sondern direkt den nächsten Parkplatz
ansteuern. Sekundenschlaf kann bei Müdigkeit plötzlich einsetzen,
ohne dass dies selbst richtig bemerkt wird. Für wenige Sekunden
besteht praktisch keine Fahrtüchtigkeit mehr, auch wenn die Augen
nicht bewusst zufallen.
Bei 100 km/h reichen zwei Sekunden
aus, um mehr als 50 Meter im Blindflug zurückzulegen. Das genügt, um
von der Fahrbahn abzukommen, gegen die Leitplanke zu prallen oder
ein Stauende, eine Baustelle oder Wild zu spät zu erkennen.
Was hilft gegen Müdigkeit während der Fahrt? Die beste Reaktion
auf Müdigkeit ist eine echte Pause. Sobald erste Anzeichen
auftreten, sollte der nächste sichere Parkplatz oder Rastplatz
angesteuert werden. Einige Minuten zügiges Gehen, Strecken,
Schulterkreisen oder lockeres Ausschütteln von Armen und Beinen
helfen dabei, wieder wacher zu werden. Bei Müdigkeit ist ein
Kurzschlaf von zehn bis 20 Minuten häufig noch wirksamer.
Wer
Kaffee gut verträgt, kann ihn direkt vor dem kurzen Schlaf trinken.
Koffein wirkt nicht sofort, sondern zeitverzögert und kann das
Wachwerden nach dem Powernap erleichtern. Kaffee ersetzt Schlaf
jedoch nicht.
Tricks wie laute Musik, offene Fenster oder
Kaugummi helfen höchstens kurzfristig. Die Müdigkeit verschwindet
dadurch nicht.
Die eigene Müdigkeit wird von anderen Personen
im Fahrzeug häufig früher bemerkt als vom Fahrer selbst. Deshalb
hilft es, den Fahrerwechsel bereits vor der Fahrt grob abzusprechen.
Auch der Beifahrer sollte aufmerksam bleiben: Wird der Fahrer
ungewöhnlich ruhig, gähnt häufig oder wirkt unkonzentriert, ist es
Zeit für eine Pause.
Was ist bei einer Nachtfahrt mit Kindern
wichtig? Mit Kindern kann eine Nachtfahrt gut funktionieren.
Viele Kinder schlafen im dunklen Auto schnell ein, besonders wenn
sie bequem angezogen sind und vertraute Dinge dabeihaben. Gerade für
Kinder, die schnell unter Reiseübelkeit leiden, kann eine Nachtfahrt
angenehmer sein, weil sie einen großen Teil der Strecke verschlafen.
Doch auch wenn viele Eltern froh sind, wenn ihre Kinder während
der Fahrt ruhig schlafen, sollten besonders bei Fahrten mit Babys
regelmäßige Pausen eingeplant werden. Empfohlen wird, spätestens
nach etwa zwei Stunden Fahrt eine Pause einzulegen, da ein längerer
Aufenthalt in der Babyschale belastend sein kann. Das gilt auch für
Fahrten am Tag.
Auch bei älteren Kindern sollten Eltern auf
die Schlafposition achten. Wenn sich die Muskeln im Tiefschlaf
entspannen, kippt der Kopf häufig nach vorne oder die Kinder
rutschen tief in den Sitz. Das kann zu Nackenschmerzen führen und
dazu, dass der Sicherheitsgurt nicht mehr optimal anliegt. Verfügt
der Kindersitz über eine Ruheposition, sollte diese bereits vor der
Abfahrt eingestellt werden. Ein passendes Schlaf- oder Nackenkissen
kann zusätzlich unterstützen, sofern es den Gurtverlauf nicht
beeinträchtigt.
Unabhängig vom Alter der Kinder lohnt es
sich, auch auf Wachphasen gut vorbereitet zu sein und alles Wichtige
griffbereit zu haben. Wer nachts auf dem Beifahrersitz lange nach
dem Kuscheltier, der Trinkflasche oder Snacks suchen muss, sorgt
schnell für Unruhe im Auto.
Hilfreich für Familien sind: •
Decke, Kuscheltier und Kissen für eine möglichst bequeme
Schlafposition • Trinkflasche, leichte Snacks und Feuchttücher
griffbereit verstauen • Hörspiele, Bücher oder ruhige
Beschäftigungen für Wachphasen • Kindersitz vor der Abfahrt
korrekt einstellen und den Sitz der Gurte kontrollieren •
regelmäßige Pausen, besonders mit Babys • sichere und gut
beleuchtete Rastplätze für Pausen auswählen
Für Wachphasen
sind Hörspiele, Bücher oder ruhige Spiele häufig besser geeignet als
lange Bildschirmzeiten. Helle Displays können Kinder wieder wacher
machen, besonders wenn sie längere Zeit auf ein Tablet oder
Smartphone schauen. Werden Bildschirme dennoch zur Beschäftigung
genutzt, sollte die Helligkeit möglichst weit reduziert werden.
Gleichzeitig gilt: Schlafende Kinder auf der Rückbank sind kein
Grund, die Strecke ohne Pause durchzufahren. Auch der Fahrer braucht
regelmäßige Erholung.

NRW-Haushalte kauften 2023 durchschnittlich 1,2 Liter
Speiseeis pro Monat * Ein Drittel (33,0 %) der
Haushalte kaufte Speiseeis * Familien mit Kind(ern) hatten mit
40,8 % den größten Käuferanteil * Drei Viertel der
Alleinlebenden (75,5 %) kauften kein Eis Schlagworte: Speiseeis,
Familien, Konsum, Haushalte
Die rund 8,7 Millionen privaten Haushalte in
Nordrhein-Westfalen kauften im Jahr 2023 durchschnittlich 1,2 Liter
Speiseeis pro Monat und gaben dafür durchschnittlich rund 6 Euro
aus. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als
Statistisches Landesamt mitteilt, beziehen sich die Ergebnisse auf
Käufe von Speiseeis wie z. B. Eiscreme, Fruchteis und Sorbet.
Nicht berücksichtigt sind Käufe zum Außer-Haus-Verzehr,
beispielsweise im Eiscafé, sowie Eis für Kühlzwecke. Ein Drittel der
Haushalte kaufte Speiseeis Die folgenden Ergebnisse beziehen sich
ausschließlich auf Haushalte mit Ausgaben für Speiseeis. Unabhängig
vom Haushaltstyp kauften im Jahr 2023 33,0 % der privaten Haushalte
Speiseeis. Bei Familien mit Kind(ern) war der Käuferanteil mit 40,8
% am höchsten. Bei Paaren ohne Kind(er) lag er bei 36,6 %, bei
Alleinlebenden bei 24,5 %.

Haushalte mit Ausgaben für Speiseeis kauften 2023 durchschnittlich
3,6 Liter Eis monatlich. Dafür gaben sie durchschnittlich 17 Euro
aus. Familien mit Kind(ern) kauften mit 4,8 Litern die größten
Mengen und hatten mit 21 Euro auch die höchsten monatlichen
Konsumausgaben. Bei Paaren ohne Kind(er) beliefen sich die Einkäufe
auf 3,5 Liter und die Ausgaben auf 16 Euro, Alleinlebende kauften
2,2 Liter Eis und gaben dafür 11 Euro aus.

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