'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap • Archiv30. Kalenderwoche 2026
Baustellen DVG-Umleitung Bahn-VRR


31. Kalenderwoche
Montag, 27. Juli - Sonntag, 2. August 2026

 

Arbeits- und Ausbildungsmarkt weiter unter Druck
Die Arbeitsmarktzahlen im Juli 2026 Die beginnende Sommerpause mit Abschluss des Schuljahres und Ende des Ausbildungsjahres, nach dem viele junge Menschen für kurze Zeit arbeitslos sind, führt zu einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 6,4 Prozent. Im Vormonat lag die Quote bei 6,2 Prozent, im Juli 2025 bei 6,3 Prozent. Gegenüber dem Vormonat stieg die Zahl arbeitsloser Menschen um rund 71.000 auf rund 3.007.000.

Die Arbeitslosigkeit im Juli stieg im Durchschnitt der letzten drei Jahre um 70.000 Personen. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist im Mai 2026 im Vergleich zum Vormonat um 9.000 Personen auf 34,83 Millionen gesunken. Ohne die Beschäftigungsaufnahmen ausländischer Staatsangehöriger würde die Zahl der Beschäftigten seit längerem und stärker sinken.

5,99 Millionen Ausländerinnen und Ausländer waren im Mai in Deutschland beschäftigt. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 185.000 gestiegen. Dieser Zuwachs geht vollständig auf Personen aus sog. Drittstaaten zurück. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas: „Unsere Industrie steht weiter vor großen Herausforderungen. Kriege und Krisen belasten unsere Wirtschaft und unseren Arbeitsmarkt.

Die Bundesregierung hält hier dagegen. Wir unterstützen Betriebe ebenso wie Bürgerinnen und Bürger mit Rekordinvestitionen in Infrastruktur, Forschung und Digitalisierung, mit Bürokratieabbau, Sozialstaatsreformen und Qualifizierung. Am 1. August beginnt das neue Ausbildungsjahr, viele junge Menschen starten in den nächsten Wochen in ihr Berufsleben. Gleichzeitig gibt es eine große Zahl von Menschen ohne Berufsabschluss.

Das erhöht das Risiko, in späteren Jahren arbeitslos zu werden und zu bleiben. Der Ausbildungsmarkt für dieses Jahr ist noch in Bewegung. Die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit ist allerdings so niedrig wie seit 2010 nicht mehr. Dabei ist für Unternehmen die Ausbildung junger Menschen zentral: Sie decken damit ihren Personalbedarf und vermeiden Engpässe bei Fachkräften. Mit Blick auf die Demographie in unserem Land wäre es sehr kurzsichtig, nicht auszubilden.

Die Azubis von heute sind die dringend benötigten Fachkräfte von morgen und entscheidend für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Die Agenturen für Arbeit beraten Arbeitgeber und Jugendliche umfassend zu allen Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten.“

AWO Bundesverband zu Gast in Duisburg
„Jeder Euro in Prävention spart soziale Folgekosten“
Im Rahmen der bundesweiten Sommertour „Soziale Ungleichheit bekämpfen“ besuchten Michael Groß, Vorsitzender des Präsidiums des AWO Bundesverbandes, Britta Altenkamp, stellvertretende Vorsitzende des Präsidiums, sowie Katrina Pfundt, Referentin für Altenhilfe, die AWO-Integration auf dem Lernbauernhof Ingenhammshof im Duisburger Norden.

Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Bedeutung präventiver und niedrigschwelliger Unterstützungsangebote sowie die Auswirkungen zunehmender finanzieller Unsicherheiten auf die soziale Infrastruktur. Der AWO-Ingenhammshof verbindet als historischer Bauernhof Natur und Umweltbildung mit sozialer Arbeit und vereint Jugendhilfe, Integrationsarbeit, Gesundheitsförderung sowie Bildungs- und Begegnungsangebote. Damit steht er beispielhaft für den ganzheitlichen Ansatz der AWO-Integration.

Neben dem Lernbauernhof wurden auch die Schuldner- und Insolvenzberatung, die psychosoziale Betreuung sowie die Clearingstelle für Menschen ohne Krankenversicherung vorgestellt. Die Fachkräfte berichteten über steigende Herausforderungen – von Überschuldung über psychische Belastungen bis hin zu erschwerten Zugängen zur Gesundheitsversorgung ihrer Klientinnen und Klienten.

Michael Groß betonte: „Der Ingenhammshof zeigt, wie soziale Infrastruktur funktioniert: Menschen erhalten frühzeitig Unterstützung, bevor aus kleinen Problemen große Krisen werden. Wer sozialen Zusammenhalt stärken will, muss solche präventiven Angebote dauerhaft sichern.“

Auch Dirk Franke, Geschäftsführer der AWO-Integration, warnte vor Kürzungen im sozialen Bereich: „Präventive Hilfen schaffen Teilhabe, stabilisieren Lebenslagen und verhindern, dass sich soziale Probleme verfestigen. Eine verlässliche soziale Infrastruktur ist eine Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Mit ihrer Sommertour macht die AWO bundesweit auf die Bedeutung einer starken sozialen Infrastruktur aufmerksam und fordert eine langfristige Absicherung präventiver Angebote.

Auf dem Foto von links nach rechts: Michael Groß (Vorsitzender des Präsidiums des AWO Bundesverbandes), Dirk Franke (Geschäftsführer der AWO-Integration), Veysel Keser (Vorstandsvorsitzender der AWO-Duisburg), Stefan Braun (Leitung Tagesgruppen), Britta Altenkamp (stellvertretende Vorsitzende des Präsidiums), Safiye Turhan (Schuldnerberatung), Elis Niyazieva (Clearingstelle), Dennis van Dorsten (Psychosoziale Betreuung), Farnaz Rahmani (Integrationsagentur Meiderich), Christina Schwoll (Schuldnerberatung), Sehnaz Kolat-Colnar (Teamleitung Psychosoziale Betreuung), Jörg Fechner (Hofleitung AWO-Ingenhammshof), Leyla Dönmez (Bereichsleitung Prävention, Integration und Bauspielplätze), Mike Kim (Prokurist AWO-Integration)

Wirtschaftskrise und G9 treffen Ausbildungsmarkt
IHK: Späterer Einstieg für Jugendliche bleibt möglich  
Im August starten viele junge Menschen ihre Ausbildung. In Duisburg sowie den Kreisen Wesel und Kleve sind es rund 2.700. Das sind rund zehn Prozent weniger als im Vorjahr, meldet die Niederrheinische IHK. Ein späterer Start in die Ausbildung ist möglich.   Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt bleibt angespannt. Besonders die Rückkehr zur neunjährigen Gymnasialzeit macht sich bemerkbar.

Der Wechsel von G8 zu G9 bedeutet fehlende Abiturienten. Eine Situation, die den Abwärtstrend zusätzlich belastet. Gleichzeitig hinterlässt die schwierige Wirtschaftslage Spuren. Am Niederrhein reduziert fast jedes dritte Unternehmen seine Ausbildungsplätze. „Viele Betriebe – insbesondere kleinere – bilden weniger aus. Für sie ist es besonders schwierig, fehlende schulische Kompetenzen der Bewerber auszugleichen. Gut ausgebildete Fachkräfte sind jedoch das Rückgrat unserer Wirtschaft“, sagt Matthias Wulfert, IHK-Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung (Foto Jacqueline Wardeski).

Er erklärt, dass junge Menschen verunsichert sind: „Künstliche Intelligenz, die belastete Industrie, Stellenabbau, die weltpolitische Lage – viele junge Menschen fragen sich, welcher Beruf ihnen langfristig Perspektiven bietet.“ Trotz der Wirtschaftslage suchen immer noch viele Unternehmen nach neuen Fachkräften.

„Die Türen stehen offen. Wer jetzt schnell ist, kann in diesem Jahr noch starten, auch nach August. In allen Branchen sind noch Stellen frei“, betont Wulfert.   IHK vermittelt Ausbildungsplätze für 2026 Freie Ausbildungsplätze finden Interessierte unter ausbildung.nrw. Alternativ können sie sich bei der IHK persönlich beraten lassen.

Ansprechpartner ist Julien Piron, piron@niederrhein.ihk.de, 0203 2821-498. Tipps zum Ausbildungsstart sowie Einblicke in den Ausbildungsalltag gibt die Niederrheinische IHK auf ihrem Instagram- und TikTok-Kanal @ihkniederrhein.  

DVG erweitert Mobilitätsangebot: 30 Freiminuten pro Fahrradausleihe für Abonnentinnen und Abonnenten  
Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) baut ihr Angebot für eine nachhaltige und flexible Mobilität weiter aus. Gemeinsam mit dem Bike-Sharing-Anbieter Donkey Republic profitieren DVG-Abonnentinnen und -Abonnenten ab Samstag, 1. August, von 30 Freiminuten bei jeder Ausleihe eines Fahrrads. Damit wird die Kombination aus Bus, Bahn und Fahrrad für Fahrgäste der DVG noch einfacher und attraktiver.  

DVG-Abokundinnen und -kunden können sich 30 Freiminuten pro Fahrradausleihe bei Donkey Republic sichern. Quelle: DVG

„Mit unserem Partnerangebot schaffen wir einen echten Mehrwert für unsere Fahrgäste. Die Kombination aus öffentlichem Nahverkehr und Fahrrad ermöglicht eine flexible und umweltfreundliche Mobilität – besonders auf der ersten und letzten Meile“, sagt Projektleiterin Stefanie Weichelt.

DVG-Abonnentinnen und -Abonnenten erhalten 30 Freiminuten bei jeder Ausleihe eines klassischen Donkey Republic-Leihrads. Nach Ablauf der Freiminuten wird automatisch zum regulären Tarif abgerechnet. Der Vorteil gilt in allen Städten, in denen Donkey Republic aktiv ist.  

Für die Nutzung ist eine einmalige Registrierung in der Donkey Republic-App erforderlich. Die Ausleihe erfolgt ebenfalls per App: Fahrrad auswählen, QR-Code scannen und losfahren. Den Code für den DVG-Vorteilstarif erhalten Kundinnen und Kunden im DVG-Kundencenter oder über den DVG-Kundenservice.

Nach der Nutzung muss das Fahrrad an einer offiziellen Station abgestellt und über die App wieder abgeschlossen werden. Auch eine Fahrtpause ist jederzeit möglich. Erfolgt die Rückgabe außerhalb einer offiziellen Station, können – abhängig von der Entfernung – Servicegebühren anfallen. Der DVG-Partnervorteil gilt ausschließlich für klassische Pedalfahrräder. E-Bikes oder Lastenräder sind von der Aktion ausgenommen.    
Donkey Republic betreibt in Duisburg ein dichtes Netz mit 87 Fahrradstationen. Darüber hinaus stehen die Leihfahrräder an rund 1.000 Stationen im Ruhrgebiet sowie in zahlreichen weiteren Städten weltweit zur Verfügung. So können Nutzerinnen und Nutzer jederzeit flexibel auf ein Fahrrad zugreifen – rund um die Uhr und bequem per Smartphone-App.  
Weitere Informationen zum Angebot, zur Registrierung sowie zu den Nutzungsbedingungen finden Interessierte auf der Webseite der DVG unter https://www.dvg-duisburg.de/leihfahrraeder.


Sommer und Musik im Ruhrgebiet: Outdoor-Festivals im August
Bei strahlender Sonne und unter freiem Himmel Musik genießen, lässt sich im Ruhrgebiet besonders gut. Im August gibt es eine bunte Mischung verschiedener Musikfestivals in der ganzen Region. Das Mülheim Summer Open Air bringt am 7. und 8. August zwei Tage Pop, Rock und Electro in den MüGa‑Park. Am Freitag sind unter anderen YouNotUs, Topic und Lari Luke live zu erleben.

Der Samstag mit The BossHoss ist ausverkauft. Insgesamt werden bei dem Festival rund 8.000 Besucher erwartet. https://www.mein-muelheim.de/event/muelheim-summer-open-air-freitag Party erwartet alle Besucher des Heile-Welt-Open-Air-Festivals auf der Halde Norddeutschland in Neukirchen-Vluyn. Auf mehreren Floors legen am Samstag, 22. August, verschiedene DJs, Underground-Acts und lokale Künstler der Szene auf.

Musikalisch konzentriert sich das Festival auf ein breites Spektrum an elektronischer Musik, das von melodischem Deep House und Tech-House über klassischen Techno bis hin zu schnellem Hard-Techno reicht. https://heile-welt.biz 20 DJs aus der ganzen Region, drei Bühnen und die volle Ladung Ruhrgebiets-Feeling: Vom 28. bis 30. August findet an der Zeche Carl im Essener Norden wieder das kostenlose Pott Fest des Kultur-Kollektivs essendiese statt.

Musikalisch erwartet die Besucher ein Wochenende voller Techno und House, mit einem entspannten Familientag am Sonntag. Neben Musik gibt es Kunstausstellungen, Workshops, Mitmachaktionen und ein großes kulinarisches Angebot. Zum diesjährigen Line-up gehören unter anderem Stef Mendesidis, Altinbas und Lewis Fautzi. https://www.essendiese.com/pottparade Auf der Domplatte Buer in Gelsenkirchen ist wieder Open-Air-Rock angesagt: Am 28. und 29. August gibt es auf zwei Bühnen ein kostenloses Programm aus Rock-, aber auch Reggae-, Pop- und Singer-Songwriter-Acts.

Der Platz um die Gelsenkirchener Propsteikirche St. Urbanus wird für das Wochenende wieder zur offenen Veranstaltungszone mit Gastronomie und Technik umgestaltet. http://www.rock-am-dom-gelsenkirchen.de/ Karibische Atmosphäre mitten im Ruhrgebiet: Der Ruhr Reggae Summer bringt vom 28. bis 30. August wieder internationale und lokale Reggae‑, Dancehall- und Afrobeat-Acts in Mülheim an der Ruhr zusammen.

Neben Live-Konzerten bietet das Festivalgelände am Mülheimer Ruhrstadion zahlreiche Streetfood- und Händlerstände, Tanz- und Yogasessions, sowie einen Reggae-Beach-Bereich zum Entspannen. Zu den Headlinern gehören in diesem Jahr Protojoe & The Idiggnation, Greeen und Romain Virgo. https://www.ruhr-reggae-summer.de Der Maximilianpark Hamm lädt am 29. August zur Sommerparty "Hamm tanzt" ein.

Anlass ist das 800-jährige Stadtjubiläum von Hamm. Eine bunte Mischung von Musikstilen – von 70er/80er‑Rock‑Pop über Schlager bis hin zu Ibiza‑Clubbeats – verwandelt den Park für einen Tag in eine Open-Air-Festival-Location. Das Programm startet um 19 Uhr. idr - http://www.maxipark.de

Studierende erforschen  Betroffenenperspektive: Verschickungskind – und das Leben war danach anders
Oral History öffnet Zugänge: zu selbst erlebter Geschichte, eingebunden in die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zeitläufe. Oral History ist für 26 Bachelor-Studierende im Historischen Institut der Universität Duisburg-Essen der Türöffner zur Perspektive von betroffenen „Verschickungskindern“. In einem Lehr-Lern-Projekt führten die Studierenden Interviews und werteten sie wissenschaftlich aus.

Bildrechte: Regina Basic

EMBARGO: 31. Juli 19:45 Uhr
Zehn Millionen Kinder und Jugendliche wurden in der Bundesrepublik zwischen 1945 und 1990 auf Kuren verschickt. Viele von ihnen waren dort Gewalterfahrungen ausgesetzt. Seit 2019 ist das Thema durch das Engagement von Betroffenen in den Medien sehr präsent und findet in der Politik immer mehr Aufmerksamkeit. Nachdem in der wissenschaftlichen Aufarbeitung zunächst die Sicherung und Auswertung von Dokumenten aus Heimen, Behörden, Krankenversicherungen und Sozialträgern im Vordergrund stand, gewinnt die Betroffenen-Perspektive zunehmend an Bedeutung.

An der Universität Duisburg-Essen haben 26 Bachelor-Studierende u.a. für Lehramt in einem Seminar am Historischen Institut in lebensgeschichtlichen Oral-History-Interviews erforscht, wie Gewalterfahrungen die Kinderkuren und das Leben „danach“ geprägt haben. So sind zwölf berührende Interviews entstanden. Mit sorgfältig ausgewählten Zitaten, Audio-Sequenzen und historischen Dokumenten wie Postkarten und Fotos spürten die Studierenden dem subjektiven Erleben der ehemaligen Verschickungskinder nach.

In der wissenschaftlichen Auswertung dieser partizipativen Forschung wurde die Einbettung des Erlebten in die Hintergrundfolie gesellschaftlicher Entwicklungen sowie zeitgenössischer Auffassungen von Autorität in Staat, Institutionen und Familie nachvollziehbar. In den negativen Kurberichten spiegelt sich ein spezifisches Verständnis von Kindheit und Erziehung wider, das auf Anpassung, Disziplin und Gehorsam ausgerichtet war.

Die Interviews machen vielschichtige Gewalt- und Leiderfahrungen sowie die lebensverändernde Dimension individueller Betroffenheit sichtbar: „…du bist als Kind weg von allem. Du denkst dir ‚Mama‘ und du hast keine Erklärung. Du bist in einem schrecklichen Gefühlspool drin, aus Angst, auch Angst vor Übergriffen, vor Gewalt. Ich hatte auch Angst vor Gewalt. Warum hatte ich Angst vor dem Speisesaal? Warum hatte ich Angst vor dieser Suppe? “, berichtet Regina Basic.

Und weiter: „Ich glaube, ich bin nicht mehr ganz wiedergekommen. Und zwar auch heute noch nicht. So grausig sich das anhört.“ Seminarleiter Dr. Helge-Fabien Hertz ordnet ein: „Gerade in den ersten Nachkriegsjahrzehnten standen Kindheitsbedürfnisse oftmals weniger im Vordergrund als der reibungslose Ablauf der Kuren.“

Zugleich betont er, dass die Kontextualisierung der Zeitzeugenberichte entscheidend sei: „Die Interviews eröffnen einen authentischen Zugang zu den subjektiven Erfahrungen der Betroffenen. Die Aufgabe der Forschung ist es, die geschilderten Ereignisse und Abläufe geschichtlich einzuordnen und mit anderen Quellen zu verbinden, um ein möglichst ganzheitliches Bild zu gewinnen.“

Für die Studierenden sieht Hertz den Mehrwert vor allem in der Möglichkeit, einen frühen Einblick in die Forschungspraxis und das Berufsfeld von Historiker:innen zu erhalten: „Mit diesem Projekt ist der Erwerb von Fach-, Methoden-, Team- und gesellschaftlicher Kompetenz hervorragend gelungen.“ Das Best-Practice-Projekt für forschungs- und produktorientierte sowie gesellschaftsrelevante Lehre biete zudem mannigfaltige Anschlussmöglichkeiten für Qualifikationsarbeiten: „Insgesamt steht die Forschung noch am Anfang.“

Die Studierenden blicken sehr positiv auf das Projekt: „Teil dieses wichtigen Projekts zu sein und selbst ein Interview mit einer verschickten Person führen zu können, hat meinen Blick auf das Geschichtsstudium nachhaltig verändert. Die Möglichkeit, selbst aktiv an der Dokumentation und Erforschung von Geschichte mitzuwirken, war eine ganz neue Erfahrung: von der Theorie zur Praxis!“, sagt Studentin Mira Saly Mohtar.

Weitere Informationen:
Veröffentlichung der Projektergebnisse
Die Veröffentlichung der wissenschaftlichen Projektergebnisse ist für den Herbst 2026 auf der Website des Betroffenenvereins NRW geplant.
WDR-Lokalzeit-Beitrag am 31.07.2026.

Was ist Oral History?
Ein Forschungsansatz, der sich auf methodisch abgesicherte Interviewtechniken mit unterschiedlichem Strukturiertheitsgrad stützt und die Perspektive von Zeitzeug:innen in den Mittelpunkt rückt. Lebensgeschichtliche Erzählungen der Zeitzeug:innen entstehen in Interaktion mit den interviewenden Historiker:innen. Dabei liegt das Verständnis zugrunde, dass auch Historiker:innen keinen direkten Zugriff auf die Vergangenheit haben.

Im Fokus steht, die subjektive Bedeutung des Erlebten zu erforschen und in den jeweils gültigen politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Kontext zu setzen. Dadurch entsteht in der historischen Interpretation eine zusätzliche Schicht zu Archivquellen und wichtige Hinweise für weitere Forschungsansätze: ein spannender Ansatz zur Ergründung und Vermittlung von historischer Komplexität.



NRW: Zahl der Sterbefälle während der Hitzewelle im Juni 2026 erreicht neuen Höchststand seit 2000
* 6.335 Gestorbene in der Woche vom 22. bis 28. Juni 2026
* Neues Maximum der Sterbefälle pro Tag am 28. Juni 2026
* Sterbefallkalender NRW veranschaulicht den Einfluss von Wärmebelastung auf die Mortalität

In der zweiten Junihälfte des Jahres 2026 lagen in Nordrhein-Westfalen an 11 aufeinanderfolgenden Tagen Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor, darunter 8 Tage mit der höchsten Warnstufe. Wie das StatistischesLandesamt anhand vorläufiger Daten mitteilt, erreichte die Zahl der Sterbefälle in der zweiten Woche dieser langanhaltenden Hitzephase den zweithöchsten Wert seit Januar 2000.

In der betreffenden Kalenderwoche starben vom 22. Juni 2026 bis zum 28. Juni 2026 insgesamt 6.335 Menschen aus NRW. Bisheriger Höchstwert der Sommermonate Juni bis August wird um gut 1.400 Sterbefälle überschritten Die Zahl der Sterbefälle überschritt damit deutlich den bisherigen saisonalen Höchstwert für die Sommermonate seit Januar 2000. In den Monaten Juni bis August der Jahre 2000 bis 2025 lag die höchste wöchentliche Sterbefallzahl bei 4.883.


*) Vorläufige Daten Quelle: Statistisches Bundesamt: 2026, IT.NRW: 2000 - 2025

Doch nicht nur im Vergleich zu bisherigen Sommermonaten, in denen das Niveau der Sterbefälle typsicherweise niedriger liegt, war die Zahl der Todesfälle in der 26. Kalenderwoche dieses Jahres außergewöhnlich hoch. Selbst in den Wintermonaten während Grippe- und COVID-19-Wellen wurden derartig hohe Sterbefallzahlen historisch nur vereinzelt erreicht.

Der wöchentliche Höchstwert in diesem Jahrhundert wurde in der 51. Kalenderwoche des Jahres 2022 mit 6.349 Gestorbenen gemessen. Der aktuelle Wert unterschreitet diesen lediglich um 14 Fälle. Eine ähnlich hohe wöchentliche Sterbefallzahl wurde zuletzt während der Grippewelle im Februar 2018 in der 10. Kalenderwoche mit 6.179 Gestorbenen registriert.

Neuer Höchstwert der Sterbefälle pro Tag am 28. Juni 2026 Bei der Betrachtung der Sterbefälle auf Tagesbasis übertrafen die Fallzahlen zum Ende der Hitzephase sämtliche seit dem 1. Januar 2000 erfassten Werte (9.676 Tage) deutlich. Am 28. Juni 2026 verstarben in NRW 1.494 Personen, am Vortag waren es 1.371.

Zum Vergleich: Ende 2022 sowie im Februar 2018 blieben die Tageswerte trotz stark erhöhter Mortalität in diesen Zeiträumen unter der Marke von 1.000 Sterbefällen am Tag. Anhaltende Hitzephase ab dem 18. Juni 2026 Vom 18. bis zum 28. Juni 2026 veröffentlichte der Deutschen Wetterdienst (DWD) an jedem Tag Hitzewarnungen für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW.

An 8 Tagen, davon 5 in der zweiten Woche der Hitzewelle (26. Kalenderwoche), wurde vor extremer Wärmebelastung gewarnt, welche die höchste Warnstufe des DWD darstellt. Damit gab es bereits im Juni 2026 doppelt so viele Tage mit extremer Wärmebelastung als bisher maximal – gemessen seit Einführung des amtlichen Hitzewarnsystems im Jahr 2005 – in einem Kalenderjahr vorlagen.



Sterbefallkalender NRW veranschaulicht den Einfluss von Wärmebelastung auf die Mortalität
Welchen Einfluss neben Hitze das Infektionsgeschehen in den Wintermonaten auf die Sterblichkeit hat und welche Rolle das Alter der Gestorbenen spielt, betrachtet die Analyse „Sterbegeschehen in Nordrhein-Westfalen” anhand des neuen Sterbefallkalenders NRW.

Dieser stellt auf Basis der endgültigen Sterbefallzahlen für den Zeitraum 2015 bis 2025 tagesscharf die Sterbefälle nach Altersgruppen bereit und verknüpft diese mit ergänzenden Daten des Deutschen Wetterdienstes und des Robert Koch-Instituts.

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht vorläufige Sterbefallzahlen für Tage, Wochen und Monate als Bundes- sowie Landesergebnisse im Statistischen Bericht zu den Sterbefällen (Statistischer Bericht - Tabelle 12613-07: Sterbefälle nach Tagen in den Bundesländern - Insgesamt). Vorläufige plausibilisierte Zahlen für Kreise und kreisfreie Städte in NRW nach Altersgruppen liegen voraussichtlich im September 2026 vor und werden durch IT.NRW veröffentlicht.

Fünf Zukunftsgärten, zehn Städte, eine Route: Neuer IGA-Radweg vorgestellt
Auf's Rad schwingen, in die Pedale treten und die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 Ruhrgebiet erkunden: Das geht mit dem neu konzipierten IGA-Radweg. Er verbindet alle fünf Zukunftsgärten und führt durch insgesamt zehn Städte zwischen Duisburg und Lünen.

Entlang der 100 Kilometer langen Strecke haben Radfahrer die Chance, die Vielfalt des Ruhrgebiets zu entdecken – von Industriekultur über renaturierte Flusslandschaften und urbane Parks bis hin zu touristischen Highlights wie Zeche Zollverein, Zoom Erlebniswelt oder Halde Hoheward.

Die IGA 2027 Ruhrgebiet hat am 30. Juli gemeinsam mit der Stadt Lünen, der Emschergenossenschaft, dem Regionalverband Ruhr (RVR) und der Ruhr Tourismus GmbH (RTG) den neuen IGA‑Radweg vorgestellt. Der Radweg ist ein zentraler Bestandteil des Mobilitätskonzepts der IGA 2027 und bleibt als Infrastruktur für klimafreundliche Mobilität, Freizeit und Tourismus erhalten.

IGA-Geschäftsführer Horst Fischer betont: "Die neue Verbindung bleibt dauerhaft bestehen und schafft einen echten Mehrwert für die Menschen im Ruhrgebiet sowie für Gäste aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland." Die Strecke verknüpft überwiegend bestehende Radwege wie den Ruhrtalradweg, die Rheinische Bahn, den Nordsternweg und den Emscher Weg.

Einzelne Abschnitte dieser Radwege wurden ergänzend neu gebaut oder aufgewertet – darunter der Grüne Ring in Duisburg, Teilbereiche der Rheinischen Bahn in Essen sowie neue Streckenabschnitte zwischen Gelsenkirchen und Dortmund. In Lünen und Bergkamen entstand in den vergangenen Monaten ein komplett neuer IGA‑Radweg.

Eine zentrale Rolle spielt bei der Wegeführung das vom RVR entwickelte und realisierte Knotenpunktnetz. Für die IGA wurden rund 30 Kilometer an zusätzlichen Abschnitten aufgenommen und in die landesweite Beschilderung integriert – darunter ein längerer Abschnitt des Emscher Weges in Dortmund, im Kreis Recklinghausen und an der Grenze zu Gelsenkirchen. Insgesamt umfasst das Netz inzwischen rund 310 Knotenpunkte auf etwa 1.530 Kilometern.

"Es ist somit der ideale Begleiter, um im kommenden Jahr die vielen neuen und umgestalteten Gärten der IGA zu entdecken", sagt Maria Wagener, Leiterin des Referates Mobilität beim RVR. Der IGA-Radweg richtet sich gleichermaßen an Besucherinnen und Besucher der IGA 2027, an Familien sowie an Touristen aus dem In- und Ausland. Viele Streckenabschnitte verlaufen überwiegend flach auf eigenständigen Radwegen und mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

Die Route eignet sich deshalb für mehrtägige Touren und für individuelle Tagesausflüge. Mit dem IGA-Radweg unterstreicht die Internationale Gartenausstellung 2027 ihren Anspruch, nachhaltige Mobilität als selbstverständlichen Bestandteil einer modernen Gartenschau zu verstehen. idr -  Infos: https://www.iga2027.ruhr

Zwei neue DHL Paketshops in Duisburg-Bergheim und -Wedau eröffnet
Die DHL hat zwei neue Paketshops in der Trompeter Straße 8 bei Kayashop in Duisburg-Bergheim und am Wedauer Markt 8 bei Lykke & Licht - Concept Store in Duisburg-Wedau eröffnet. Die Öffnungszeiten der Paketshops: Trompeter Straße 8: Montag bis Freitag von 07:00 Uhr bis 18:00 Uhr, Wedauer Markt 8:  Dienstag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr und  Samstag von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr.

Der neue Paketshop bietet die Annahme von frankierten Päckchen, Paketen und Retouren. Für die Kundinnen und Kunden werden neben den Postfilialen und Packstationen so neue Standorte geschaffen, an denen sie ihre Pakete schnell und problemlos einliefern können. Außerdem können Kundinnen und Kunden dort auch den Service „Postfiliale Direkt“ nutzen und sich Sendungen direkt an den Paketshop senden lassen, um sie später dort abzuholen.  

Unter deutschepost.de/standorte werden Kundinnen und Kunden alle Standorte von Postfilialen und DHL Paketshops inklusive Öffnungszeiten anhand einer Karte aufgezeigt. Standorte von Briefkästen und deren Leerungszeiten sowie die Standorte der rund um die Uhr verfügbaren Packstationen und Poststationen sind dort ebenfalls zu ermitteln.

Studie zu problematischer Internetnutzung - Versuchung stärker als Stress
Wer nach einem stressigen Tag zu Computerspielen, sozialen Netzwerken oder Shopping-Apps greift, sucht oft Ablenkung oder Erleichterung. Doch was entscheidet darüber, ob daraus ein problematisches Nutzungsverhalten entsteht? Ein Forschungsteam um Dr. Silke M. Müller von der Universität Duisburg-Essen hat den digitalen Alltag von 900 Erwachsenen untersucht.

Die Ergebnisse zeigen: Menschen mit problematischer Internetnutzung erleben zwar häufiger Stress und schlechte Stimmung. Ausschlaggebend dafür, ob sie tatsächlich online gehen, ist jedoch vor allem die Versuchung. Die Studie* ist jetzt in PLOS One erschienen.

Darstellung der Untersuchung und der bei der Studie erfassten Schlüsselvariablen. © Andreas Oelker, benutzte Icons von Annika Brandtner

Problematische Internetnutzung beschreibt ein Verhalten, bei dem Online-Angebote wie Gaming, Pornografie, Shopping oder soziale Netzwerke so viel Raum einnehmen, dass sie den Alltag spürbar beeinträchtigen. Viele Menschen greifen zum Internet, um Stress abzubauen oder schlechte Stimmung zu vertreiben. Forschende vermuten seit Langem, dass genau daraus problematische Nutzungsmuster entstehen können. Ob diese Zusammenhänge auch im Alltag tatsächlich so ablaufen, war bislang kaum untersucht.

Dr. Silke Müller, Fachgebiet Allgemeine Psychologie: Kognition, und ihre Kolleg:innen der Forschungsgruppe FOR2974 interviewten in den letzten drei Jahren über 1.200 Erwachsene. Etwa 900 von ihnen begleiteten sie über einen Zeitraum von zwei Wochen. Die Teilnehmenden beantworteten jeden Abend Fragen zu ihrer Stimmung, ihrem Stressniveau, der Versuchung, online zu gehen, ihrer Nutzungsdauer sowie zu den Folgen. Außerdem wurde erfasst, ob sie Freude oder Erleichterung empfanden und andere Aktivitäten vernachlässigten. Zuvor waren sie mithilfe diagnostischer Interviews einer unproblematischen, riskanten oder pathologischen Internetnutzung zugeordnet worden.

„Unsere Studie zeigt, dass die Versuchung, online zu gehen, eine entscheidende Verbindung zwischen Stress, Stimmung und problematischer Internetnutzung ist. Sie bestimmt, ob Menschen Online-Angebote nutzen – und dabei kurzfristig Freude oder Erleichterung erleben, gleichzeitig aber andere Lebensbereiche vernachlässigen“ erklärt Müller.

Anders als viele frühere Untersuchungen begleitete die Studie die Teilnehmenden über 14 Tage im Alltag. So konnten die Forschenden nachvollziehen, warum Menschen gerade in bestimmten Momenten online gehen. „Dieses Wissen ist entscheidend für bessere Präventions- und Behandlungsstrategien“, erklärt Erstautor Andreas Oelker. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass es wirksamer sein könnte, Menschen dabei zu unterstützen, Momente der Versuchung zu erkennen und sie zu bewältigen, als sich ausschließlich auf Stress oder Stimmung zu konzentrieren.“

*Grundlage der Studie sind Daten aus der DFG-Forschungsgruppe FOR2974 „Affective and Cognitive Mechanisms of Specific Internet-use Disorders“. Deren Ziel ist es, die psychologischen und neurobiologischen Mechanismen problematischer Internetnutzung besser zu verstehen und so Prävention und Behandlung zu verbessern. Sprecher der laufenden Forschungsgruppe ist Prof. Dr. Matthias Brand, der auch Mitautor der PLOS One-Veröffentlichung ist.

Suizidprävention braucht flächendeckende Hilfsangebote - BAGSO-Stellungnahme zum Referentenentwurf für ein Suizidpräventionsgesetz
In Deutschland sterben jedes Jahr mehr als 10.000 Menschen durch Suizid, besonders gefährdet sind Menschen im hohen Lebensalter. Die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen begrüßt deshalb die Pläne der Bundesregierung zur Stärkung der nationalen Suizidprävention, die sie zusammen mit anderen Verbänden seit Langem fordert.

Ziel des Gesetzesvorhabens ist es, die Prävention von Suizidversuchen und Suiziden durch Information, Aufklärung, Forschung und Unterstützung von Menschen in Krisensituationen zu stärken. In ihrer Stellungnahme hebt die BAGSO positiv hervor, dass Menschen in der letzten Lebensphase im Referentenentwurf als eine zentrale Zielgruppe der Suizidprävention anerkannt werden.

Die BAGSO mahnt an, dass neben Beratungsstellen auch die notwendigen Hilfsangebote für Menschen im hohen Lebensalter flächendeckend verfügbar sein müssen. Der Ausbau von Hospizen, palliativmedizinischer Versorgung sowie psychiatrischen und psychotherapeutischen Angeboten ist Voraussetzung für das Gelingen einer wirksamen Suizidprävention im Alter.

Auch Angeboten der kommunalen Altenhilfe kommt hier eine wichtige Aufgabe zu. Seit Langem warnen Fachleute, dass eine auskömmliche Finanzierung vieler bestehender Unterstützungsangebote fehlt. Die BAGSO drängt in ihrer Stellungnahme zudem auf eine Neuregelung der Suizidassistenz, die nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Jahr 2020 nötig geworden ist.

Sie appelliert an die Bundesregierung, das Verfahren für einen freiverantwortlichen Suizid und die Hilfe durch Dritte möglichst bald im Rahmen der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts klar zu regeln. In dem aktuellen Gesetzesvorhaben werden Fragen der Suizidassistenz lediglich implizit geregelt.

So nimmt der Gesetzentwurf eine theoretische Unterscheidung zwischen „Menschen mit Suizidgedanken“ und „Sterbewilligen“ vor, die in der Praxis äußerst schwierig ist. Dynamik und Stabilität – also Langfristigkeit – des Sterbewunsches finden dabei keine angemessene Berücksichtigung, was aus Sicht der BAGSO ein wesentlicher Mangel ist. Zur Stellungnahme der BAGSO  


Sommerferienaktion: Bewegungspower trifft Brettspielspaß
Kinder, Jugendliche und Familie können an zwei Donnerstagen, 30. Juli und 27. August, auf dem Walsumer Kometenplatz jeweils zwischen 14 und 18 Uhr gemeinsam aktiv werden. Die Sportjugend des Stadtsportbundes, die Bezirksbibliothek Walsum sowie die Bezirksverwaltung Walsum verwandeln den Platz in eine riesige Spielearena.

Zahlreiche Spiel- und Sportgeräte werden angeboten, so dass man sich bei Hockey, einer Jonglierstation oder Badminton auspowern kann. Auch clevere Brettspiele und Kartenspiele stehen zur Verfügung, so dass die Teilnehmenden ihr strategisches Geschick beweisen können – hier ist für jeden etwas dabei.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich – man kann einfach vorbeikommen und einen großartigen Nachmittag unter freiem Himmel genießen. Für Rückfragen steht Frau Keutel telefonisch unter 0203 283-987894 oder per E-Mail an kultur.walsum@stadt-duisburg.de zur Verfügung.

Relaunch bei STUDIO 47 – mit neuen Avataren und virtuellen Sets
KI-Moderatoren und digitale Kulissen erhalten zum 1. August ein Design-Update     Neue Moderatoren, neue Kulissen – und trotzdem musste bei STUDIO 47 kein einziges Studiomöbel bewegt werden. Zum 1. August bekommt das TV-Programm des Duisburger Regionalsenders einen umfassend überarbeiteten On-Air-Look. Für die tägliche Nachrichtensendung „STUDIO 47 .live“ und das Rückblickformat „Quinte“ hat das Senderteam neue virtuelle Studiosets erstellt.

Gleichzeitig wurden mehrere neue Varianten der digitalen Moderations-Avatare produziert. Damit entwickelt STUDIO 47 seinen KI-gestützten Newsroom konsequent weiter. Bereits seit Mai 2024 produziert der Sender seine Nachrichtensendungen mit virtuellen Abbildern realer Redaktionsmitglieder und digitalen Studiokulissen. Die komplette Produktionspipeline läuft über NewsHub, die von STUDIO 47 entwickelte KI-Plattform, in der auch die neuen Avatare und Sets integriert wurden.  

Für „STUDIO 47 .live“ entstand ein virtuelles Nachrichtenstudio mit moderner Architektur, warmen orangefarbenen Lichtakzenten und einem großflächigen Duisburger Abendpanorama. Das neue „Quinte“-Studio verfolgt dagegen einen bewusst reduzierten Ansatz: Helle Cremetöne, grafische Kreisformen und abstrahierte Duisburger Konturen übersetzen das frühere Design der Sendung in einen dreidimensionalen Raum.  

Auch vor der virtuellen Kamera gibt es Veränderungen. In den vergangenen Wochen produzierte das STUDIO-47-Team mehrere neue Varianten des Avatars von Chefredakteur Sascha Devigne, mit unterschiedlichen Outfits, Bildausschnitten und Moderationssituationen. Dadurch können die digitalen Moderatoren noch flexibler auf das jeweilige Sendungsformat abgestimmt eingesetzt werden.  

„Für uns ist das kein Design-Gimmick, sondern der nächste logische Schritt“, so Devigne. „Wir produzieren seit mehr als zwei Jahren im täglichen Sendebetrieb mit KI, Avataren und virtuellen Studios. Jetzt entwickeln wir die visuelle Qualität und die Möglichkeiten unserer Produktionsplattform konsequent weiter. Das Entscheidende ist, dass wir solche Veränderungen komplett selbst umsetzen können, ohne ein neues reales Studio bauen zu müssen.“  

Dass die neuen Produktionsformen beim Publikum gut ankommen, zeigte bereits eine Akzeptanzstudie der Landesanstalt für Medien NRW mit mehr als 1.000 Befragten. Die von STUDIO 47 eingesetzten Avatar-Moderatoren punkteten dabei unter anderem bei Glaubwürdigkeit, Verständlichkeit, Authentizität und Sympathie und wurden in fünf von neun Kategorien besser bewertet als reale Moderatoren. Mehr als 70 Prozent der Befragten hatten sie zudem überhaupt nicht als KI-Avatare erkannt.  

STUDIO 47 gehört zu den Vorreitern beim praktischen Einsatz generativer KI im deutschen Fernsehen. Was 2022 mit ersten vollständig KI-gestützten Nachrichtensendungen begann, ist inzwischen fester Bestandteil des täglichen Produktionsbetriebs. NewsHub verbindet dabei unter anderem redaktionelle Workflows, Sprachsynthese, Avatar-Moderation und automatisierte Videoproduktion.    

Der Avatar von STUDIO 47-Chefredakteur Sascha Devigne moderiert ab dem 1. August in einem neuen virtuellen Studioset. (Foto: STUDIO 47)  

Bach im Spiegel der Zeiten beim Sommerlichen Orgelkonzert in Hamborn
Beim nächsten Konzert der Reihe „Sommerliche Konzerte“, in der Friedenskirche in Duisburg Hamborn, Duisburger Straße 174, geht es am 5. August um 19.30 Uhr um „Bach im Spiegel der Zeiten“.

Dabei spielt die mehrfach ausgezeichnete Musikern Olga Zhukova (Foto: Viktoria Kalinin)  natürlich nicht nur Werke des berühmten Komponisten (u.a. die Toccata d-Moll, „Die Dorische“), sondern auch Werke von Henry Purcell, Max Reger und Bálint Karosi. 

Der Eintritt kostet zehn Euro; ermäßigt fünf Euro. Für jedes Konzert der Reihe gilt ebenso: Wenn das Wetter mitspielt, kann das kulturinteressierte Publikum im Kirchgarten mit den Muszierenden nach den Konzerten bei einem Getränk ins Gespräch kommen.



NRW-Inflationsrate liegt im Juli 2026 bei 2,7 %
* Kraftstoffpreise zwischen Juli 2025 und Juli 2026 um 23,2 % gestiegen
* Preise für Nahrungsmittel im Juli 2026 um 0,2 % niedriger als vor einem Jahr
* Dienstleistungen der häuslichen Alten- und Behindertenpflege im selben Zeitraum um 11,8 % gestiegen

Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – liegt im Juli 2026 bei 2,7 %. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stieg der Preisindex gegenüber dem Vormonat (Juni 2026) um 0,9 %. Der Verbraucherpreisindex unter Ausschluss der Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln und Energie – oftmals auch als Kerninflation bezeichnet – ist zwischen Juli 2025 und Juli 2026 um 2,5 % gestiegen.



Vorjahresvergleich: Nahrungsmittelpreise sinken um 0,2 % Z
wischen Juli 2025 und Juli 2026 sind die Nahrungsmittelpreise um durchschnittlich 0,2 % gesunken. Deutlich günstiger angeboten als vor einem Jahr wurden Speisefette und -öle (−17,1 %), darunter insbesondere Butter (−33,7 %). Dies galt auch für Molkereiprodukte wie teilentrahmte Milch (−11,7 %), Vollmilch (−9,6 %) sowie Käse und Quark (−7,6 %).

Die Preise für Eier hingegen sind binnen Jahresfrist um 14,8 % gestiegen. Die Energiepreise entwickelten sich weiterhin gegenläufig: Während Strom und Gas zwischen Juli 2025 und Juli 2026 Preisrückgänge verzeichneten (−5,0 % bzw. −1,1 %), wurde insbesondere Heizöl deutlich teurer angeboten (+23,1 %) als vor einem Jahr.

Die Preise für Kraftstoffe liegen seit Februar 2026 über dem Niveau der entsprechenden Vorjahresmonate: Im Juli 2026 mussten Autofahrende für Kraftstoffe 23,2 % mehr bezahlen als im Juli 2025 (darunter Diesel +26,4 % und Benzin +22,4 %). Die Preise für Dienstleistungen in Gaststätten stiegen zwischen Juli 2025 und Juli 2026 um 3,2 %. Preissteigerungen verzeichneten u. a. auch Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+6,6 %), darunter insbesondere die Dienstleistungen der häuslichen Alten- und Behindertenpflege (+11,8 %).

Vormonatsvergleich: Preisrückgänge bei Herren- und Damenbekleidung Die Preisentwicklung zwischen Juni 2026 und Juli 2026 war u. a. durch die Rücknahme des Tankrabatts durch die Bundesregierung und dem Sale im Bekleidungseinzelhandel geprägt: Mit dem Wegfall des sogenannten „Tankrabatts” stiegen die Preise für Diesel um 20,0 % und Benzin um 15,8 %.

Der „Sale” führte bei Herrenbekleidung zu Preisrückgängen um 5,1 %, bei Damenbekleidung um 4,8 %. Preisrückgänge im Bereich der Nahrungsmittel verzeichneten beispielsweise Stein- oder Kernobst wie Pfirsiche und Kirschen (−13,0 %), Tomaten (−10,8 %) und Möhren (−10,4 %). Teurer wurden Gurken (+54,3 %), Quark (+6,8 %) und Äpfel (+4,5 %).
Verbraucherpreisindex für NRW (Basisjahr 2020 = 100) im Juli 2026 – vorläufige Ergebnisse (Wichtige Preisveränderungen)

Anbauflächen für Sojabohnen in Deutschland von 2016 bis 2025 um 174,1 % gestiegen
• Heimische Erntemenge von Sojabohnen von 2016 bis 2025 mehr als verdreifacht (+202,8 %)
• Sojabohnen-Importe (3,4 Millionen Tonnen) übersteigen heimische Erntemenge (130 800 Tonnen) 2025 deutlich
• EU-weit sind die Anbauflächen für Sojabohnen von 2016 bis 2025 um 22,1 % gestiegen

Soja wird nicht nur als Futtermittel in der Nutztierhaltung eingesetzt, sondern auch zur Herstellung von Nahrungsmitteln wie etwa Tofu oder Sojajoghurt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Anbauflächen für Sojabohnen in Deutschland vom Jahr 2016, für das erstmals Zahlen zu Sojabohnen erhoben wurden, bis zum Jahr 2025 um 174,1 % gestiegen.

Im vergangenen Jahr wurden auf insgesamt 43 300 Hektar Sojabohnen angebaut – mehr als die Hälfte (52,7 %) davon in Bayern. 2016 waren es deutschlandweit noch 15 800 Hektar. Der Anteil der Anbaufläche für Sojabohnen an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche lag 2025 bei 0,3 %.



Mehr als die Hälfte der deutschen Sojaernte aus Bayern
Auch die Ernte von Soja ist entsprechend stark gestiegen. Von 2016 bis 2025 hat sich die Erntemenge von Sojabohnen von 43 200 Tonnen auf 130 800 Tonnen mehr als verdreifacht (+202,8 %). Den Großteil der deutschen Sojaernte gab es 2025 in Bayern (57,3 %), gefolgt von Baden-Württemberg (18,0 %) und Sachsen-Anhalt (6,9 %).

Knapp zwei Drittel aller Sojabohnen-Importe aus den USA
Einen deutlich größeren Anteil der Versorgung mit Soja machen die Importe von Sojabohnen aus. Im Jahr 2025 wurden 3,4 Millionen Tonnen Sojabohnen nach Deutschland eingeführt, 8,4 % mehr als im Jahr 2016 mit 3,1 Millionen Tonnen. Größte Sojabohnen-Lieferanten waren 2025 die Vereinigten Staaten mit 2,2 Millionen Tonnen. Das waren knapp zwei Drittel (64,1 %) der Importmenge.

Weitere wichtige Lieferanten waren Brasilien (16,5 %) und die Ukraine (9,0 %). Italien mit EU-weit größten Anbauflächen für Sojabohnen In der Europäischen Union (EU) sind die Anbauflächen von Sojabohnen prozentual weniger stark gestiegen als in Deutschland. Nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat wurde im Jahr 2025 auf insgesamt 1,0 Millionen Hektar Sojabohnen angebaut. Das war gut ein Fünftel (22,1 %) mehr als 2016.

Damals lagen die Anbauflächen für Sojabohnen bei 831 200 Hektar. Mit rund 2,8 Millionen Tonnen war die Sojaernte in der EU 2025 knapp ein Zehntel (+9,9 %) höher als 2016 mit 2,5 Millionen Tonnen. Wegen schwankender Erträge fielen die Ernten in einzelnen Zwischenjahren aber auch höher aus, etwa 2018 und 2024.

Wichtigster Produzent von Sojabohnen in der EU war 2025 Italien (297 800 Hektar Anbaufläche, 1,1 Millionen Tonnen Ernte), gefolgt von Frankreich (150 200 Hektar, 391 900 Tonnen). Zusammen entfielen auf die zwei Staaten 44,1 % der Anbaufläche und gut die Hälfte (53,5 %) der Ernte von Sojabohnen in der EU. Deutschland hatte 2025 mit 4,3 % der Anbaufläche und 4,7 % der Ernte einen vergleichsweise kleinen Anteil an der gesamten Sojaproduktion in der EU.

Importpreise im Juni 2026: +6,1 % gegenüber Juni 2025
-0,7 % zum Vormonat
Exportpreise, Juni 2026
+3,5 % zum Vorjahresmonat
+0,1 % zum Vormonat

Die Importpreise waren im Juni 2026 um 6,1 % höher als im Juni 2025. Im Mai 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei +6,8 % gelegen, im April 2026 bei +5,3 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, fielen die Einfuhrpreise im Juni 2026 gegenüber Mai 2026 um 0,7 %.



Die Exportpreise waren im Juni 2026 um 3,5 % höher als im Juni 2025.
Dies war der stärkste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit Februar 2023 (+6,6 % gegenüber Februar 2022). Im Mai 2026 hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei +3,4 % gelegen, im April 2026 bei +2,9 %. Gegenüber Mai 2026 stiegen die Ausfuhrpreise im Juni 2026 geringfügig um 0,1 %.

Importierte Vorleistungsgüter und Energie im Zuge des Iran-Kriegs stark verteuert
Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise hatte im Juni 2026 gegenüber Juni 2025 erneut der Anstieg der Preise für Vorleistungsgüter mit +10,3 % (-0,1 % gegenüber Mai 2026) und für Energie mit +23,9 % (-6,6 % gegenüber Mai 2026). Bei den Vorleistungsgütern waren insbesondere Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug mit +27,5 % deutlich teurer als im Vorjahresmonat, darunter Edelmetalle und deren Halbzeug mit +34,5 % und Kupfer und Halbzeug daraus mit +30,3 %.

Auch die Preise für importierte Düngemittel und Stickstoffverbindungen lagen deutlich über denen von Juni 2025 (+28,3 %), ebenso die Preise für Kunststoffe in Primärformen (+23,8 %). Besonders stark wirkte sich der Krieg im Nahen Osten weiterhin auf die Energiepreise im Vorjahresvergleich aus. Im Vergleich zu Juni 2025 stiegen die Importpreise für elektrischen Strom (+70,8 %), Mineralölerzeugnisse (+36,0 %), Erdöl (+32,1 %), Steinkohle (+12,1 %) und Erdgas (+8,3 %) deutlich.

Im Vergleich zum Vormonat Mai 2026 wurde insbesondere elektrischer Strom (+12,7 %) teurer. Nur moderat stiegen im Vormonatsvergleich die Preise für Steinkohle (+1,3 %) und Erdgas (+0,5 %). Dagegen sanken gegenüber Mai 2026 die Preise für Erdöl (-12,6 %) und Mineralölerzeugnisse (-9,9 %).

Während die Preise für importierten Flugturbinenkraftstoff aus Kerosin mit -18,1 %, für schweres Heizöl mit -13,8 % sowie für Dieselkraftstoff und leichtes Heizöl mit -12,6 % gegenüber dem Vormonat sanken und auch Motorenbenzin um -7,4 % billiger wurde, verteuerten sich im Vergleich zu Mai 2026 insbesondere Schmier- und andere Öle um 16,5 %.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise stiegen die Importpreise im Juni 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,3 % (+0,1 % gegenüber Mai 2026). Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex 4,7 % über dem Stand von Juni 2025 (+0,2 % gegenüber Mai 2026). Auch importierte Investitionsgüter waren im Vorjahres- und im Vormonatsvergleich teurer, und zwar um 2,9 % gegenüber Juni 2025 und um 0,5 % gegenüber Mai 2026.

Importierte landwirtschaftliche Güter und Konsumgüter günstiger als im Vorjahr Importierte landwirtschaftliche Güter waren im Juni 2026 im Durchschnitt 6,5 % billiger als im Vorjahresmonat (-2,0 % gegenüber Mai 2026). Die Preise für Rohkakao lagen 42,4 % unter denen von Juni 2025, stiegen jedoch im Vormonatsvergleich gegenüber Mai 2026 um 8,1 %.

Auch lebende Schweine waren mit -32,1 % günstiger als im Juni 2025. Im Vormonatsvergleich waren sie mit -9,2 % ebenfalls deutlich billiger. Auch Rohkaffeeimporte kosteten 7,2 % weniger als vor einem Jahr, aber 2,5 % mehr als im Vormonat. Für importiertes Getreide wurde im Juni 2026 weniger bezahlt als im Juni 2025 (-4,4 %), gegenüber Mai 2026 wurde es aber 0,5 % teurer.

Importierte Konsumgüter (Ge- und Verbrauchsgüter) waren im Juni 2026 um 0,8 % preiswerter als im Vorjahr (+0,2 % gegenüber Mai 2026). Während die Preise für Gebrauchsgüter 0,7 % über denen von Juni 2025 lagen (+0,2 % gegenüber Mai 2026), waren Verbrauchsgüter im Vorjahresvergleich 1,2 % billiger (+0,1 % gegenüber Mai 2026).

Für Nahrungsmittel allgemein musste 6,4 % weniger bezahlt werden als im Juni 2025 (-0,5 % gegenüber Mai 2026). Preisrückgänge gab es unter anderem bei Kakaobutter, Kakaofett und Kakaoöl (-48,6 %), Schweinefleisch (-23,8 %) sowie Frucht- und Gemüsesäften (-26,3 %).

Teurer als im Juni 2025 waren unter anderem geschälte Haselnüsse (+21,3 %). Auswirkungen des Iran-Kriegs auch bei Exportpreisen deutlich spürbar: Hohe Preisanstiege für exportierte Vorleistungsgüter und Energie Bei den Exportpreisen hatte der Anstieg der Preise für Vorleistungsgüter aufgrund ihres hohen Anteils am Gesamtindex den größten Einfluss auf die Vorjahresveränderungsrate.

Die Vorleistungsgüterpreise lagen im Durchschnitt 6,0 % über denen von Juni 2025 und 0,3 % über denen von Mai 2026. Bei Investitionsgütern lag das Preisniveau 1,9 % über dem von Juni 2025 (+0,3 % gegenüber Mai 2026). Zusammen decken beide Gütergruppen fast 75 % der ausgeführten Waren ab.

Auch bei den Ausfuhrpreisen waren weiterhin die Auswirkungen des Iran-Kriegs zu spüren: Die Preise für Energieexporte lagen um 26,7 % über denen von Juni 2025, aber um 3,7 % unter denen von Mai 2026. Vor allem die Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen deutlich um 32,1 % gegenüber Juni 2025, sanken aber um 9,7 % gegenüber Mai 2026. Darunter waren Exporte von Flugturbinentreibstoff aus Kerosin um 46,1 % teurer als im Vorjahr, im Vergleich zum Vormonat wurden sie jedoch preiswerter (-19,6 %). Auch Erdgas war gegenüber Juni 2025 teurer (+12,7 %).

Gegenüber Mai 2026 stiegen die Preise um 0,3 %. Exportierte Konsumgüter (Ge- und Verbrauchsgüter, Exportanteil zusammen rund 21 %) waren 0,3 % teurer als im Juni 2025. Während die Preise für Gebrauchsgüter 1,9 % über denen von Juni 2025 lagen (+0,2 % gegenüber Mai 2026), waren die Preise für Verbrauchsgüter 0,1 % niedriger als im Vorjahresmonat (+0,4 % gegenüber Mai 2026).

Bei den Verbrauchsgütern sanken insbesondere die Preise für Nahrungsmittel (-5,9 % gegenüber Juni 2025 und -0,3 % gegenüber Mai 2026). Hier waren unter anderem die Preise für Kakaomasse, Kakaobutter, Kakaofett, Kakaoöl und Kakaopulver mit -29,2 % deutlich niedriger als im Juni 2025 (-5,6 % gegenüber Mai 2026). Schweinefleisch wurde zu 25,2 % niedrigeren Preisen als im Juni 2025 exportiert (-4,6 % gegenüber Mai 2026).

Auch Milch und Milcherzeugnisse waren mit -9,8 % im Durchschnitt billiger als vor einem Jahr (+1,5 % gegenüber Mai 2026), darunter besonders Butter und andere Fettstoffe aus Milch mit -45,2 % gegenüber Juni 2025 (-1,7 % gegenüber Mai 2026). Landwirtschaftliche Güter wurden 6,2 % preiswerter exportiert als im Vorjahresmonat. Gegenüber Mai 2026 fielen die Preise hier um 1,4 %.


GOFUS e.V. unterstützt Sanierung des Spielplatzes Memeler Straße in Walsum
Der Spielplatz an der Memeler Straße in Duisburg-Walsum erstrahlt nach einer umfassenden Überarbeitung in neuem Glanz. Die kleine Anlage liegt mitten in einem reinen Wohngebiet mit insgesamt gutem Spielplatzangebot und wurde daher gezielt für Kleinkinder aus dem direkten Umfeld neu konzipiert.

Im Rahmen des städtischen Spielplatzprogramms wurde das Angebot entsprechend angepasst und auf die Bedürfnisse der jüngsten Nutzerinnen und Nutzer ausgerichtet. Dank der Unterstützung der Initiative „PLATZ DA!“ des Vereins GOFUS e. V. konnte das Spielangebot zusätzlich aufgewertet werden.

Aufnahmen Spielplatz Memeler Str. in Walsum - (C) Manfred Wenigmann, GOFUS-Beauftragter für die Initiative PLATZ DA!

„Gerade wohnortnahe Spielplätze sind für Familien von großer Bedeutung. Mit der Neugestaltung schaffen wir ein attraktives Angebot für die kleinsten Duisburgerinnen und Duisburger und stärken das Miteinander im Quartier“, sagt Claudia Mühle, Arbeitsgruppenleiterin Planung und Konzeption von Spielplätzen.

Die bisherigen, in die Jahre gekommenen Spielgeräte wurden durch ein modernes, altersgerechtes Angebot ersetzt. Herzstück der Anlage ist eine neue Sandspielfläche mit Spielhäuschen, integrierten Sandspielelementen und kleiner Rutsche. Ergänzt wird das Angebot durch eine neue Kleinkindschaukel sowie zwei Federwipptiere. Neue Sitzbänke verbessern zudem die Aufenthaltsqualität für Eltern und Begleitpersonen.

Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 20.000 Euro. Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg sind für rund 340 städtische Spiel- und Bolzplätze verantwortlich und überarbeiten im Rahmen des Spielplatzprogramms jährlich etwa 12 bis 15 Anlagen. Durch die Unterstützung von GOFUS e. V. konnten in den vergangenen Jahren zusätzlich weitere 26 Spielplätze im Stadtgebiet neugestaltet werden.

„Mit unserer Initiative ‚PLATZ DA!‘ möchten wir Kindern wohnortnahe Räume geben, in denen sie sich frei bewegen, spielen und gemeinsam Zeit verbringen können. Es freut uns sehr, dass wir gemeinsam mit den Wirtschaftsbetrieben Duisburg diesen Spielplatz neugestalten konnten“, erklärt Manfred Wenigmann, GOFUS-Beauftragter für die Initiative PLATZ DA!

Hinter „PLATZ DA!“ steht der Verein GOFUS e. V., ein Zusammenschluss ehemaliger und aktiver Profi-Fußballer. Mit den Erlösen aus seinen Golfturnieren unterstützt der Verein bundesweit die Sanierung und den Neubau von Spiel- und Bolzplätzen. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen attraktive Orte in ihrem direkten Lebensumfeld zu bieten, an denen sie sich bewegen, begegnen und entfalten können.

Zeitreise in den Wilden Westen: Sechs Jugendzentren erschaffen gemeinsam „Rob City“
Eine Woche lang verwandelte sich die „Robinson Abenteuerfarm“ in die pulsierende Westernstadt „Rob City“. Bei einem gemeinsamen Zeitreisespiel der sechs Jugendzentren Sunny (Regionalzentrum Süd), Adlerstraße, Zentrum Rumeln, Die Mühle, Tempoli und Robinson tauchten mehr als 50 Kinder in die Welt des Wilden Westens ein und gestalteten ihre eigene Stadt voller Abenteuer, Spannung und Gemeinschaft.

Eine Woche lang wurde die Robinson Abenteuerfarm zur pulsierenden Westernstadt „Rob City“. Im Rahmen eines gemeinsamen Zeitreisespiels der sechs Jugendzentren Sunny (Regionalzentrum Süd), Adlerstraße, Zentrum Rumeln, Die Mühle, Tempoli und Robinson tauchten über 50 Kinder in das Leben des Wilden Westens ein und gestalteten ihre eigene Stadt voller Abenteuer, Spannung und Gemeinschaft.

Mit viel Kreativität und Engagement schlüpften die Kinder in unterschiedliche Rollen und ließen „Rob City“ lebendig werden. Ein Sheriff sorgte für Recht und Ordnung. Die Bank verwaltete die hart erarbeiteten Goldvorräte. In der Druckerei erschien täglich die Stadtzeitung. Der Barbier kümmerte sich um seine Kundschaft. Der Doktor behandelte Kranke und Verletzte. Die Farm versorgte die Bewohnerinnen und Bewohner und in der Kirche wurden feierliche Zeremonien abgehalten.

Auch ein Friedensrichter durfte in der Westernstadt nicht fehlen. Herzstück von „Rob City“ war die Goldmine. Hier schürften die Kinder Gold, das sie anschließend in der Bank gegen die offizielle Stadtwährung eintauschen konnten. Zahlreiche Spielaktionen und überraschende Ereignisse sorgten während der gesamten Woche für Abwechslung und Spannung.

Wie in einer echten Westernstadt verlief das Zusammenleben nicht immer ruhig: Ein spektakulärer Banküberfall versetzte die Stadt in Aufregung, ein Betrüger trieb sein Unwesen, mehrere Hochzeiten wurden gefeiert und sogar ein Mordfall musste aufgeklärt werden. Sheriff und Friedensrichter hatten alle Hände voll zu tun, um Recht und Ordnung aufrechtzuerhalten Ein wichtiger Bestandteil des Stadtlebens war die Zeitung „Rob City News“.

Die Redaktion berichtete täglich über Aktuelles, führte Interviews und informierte über besondere Vorkommnisse. So blieben alle Bürgerinnen und Bürger stets auf dem Laufenden. Das Zeitreisespiel bot den Kindern die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, demokratische Prozesse zu erleben, kreativ zu handeln und ihre sozialen Kompetenzen zu stärken. Gleichzeitig standen Spiel, Spaß und das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt.

Die Organisatorinnen und Organisatoren der beteiligten Jugendzentren ziehen ein durchweg positives Fazit: Die Westernwoche in „Rob City“ hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und engagiert Kinder eine Stadt gestalten können, wenn sie gemeinsam Ideen entwickeln und Entscheidungen treffen.

Deichmann kürt Deutschlands fitteste Grundschule
Im Rahmen der bundesweiten Initiative "Deichmann bewegt" hat der Essener Schuhhändler wieder Deutschlands fitteste Grundschule ausgezeichnet. Gewonnen hat die Grundschule Hagelstadt aus Bayern, die sich gegen mehr als 150 Mitbewerber durchgesetzt hat.

Unter dem Motto "Weltraum" absolvierten die Schülerinnen und Schüler z. B. einen "Meteoritentunnel" zum Krabbeln und Gleichgewichtsübungen als "Schwerelosigkeitstraining". Bewegung wurde dabei fest in den Schulalltag integriert. Insgesamt nahmen rund 30.000 Kinder an der Aktion teil und sammelten mehr als 480.000 Bewegungseinheiten.

Ziel der Initiative ist es, mehr Bewegung niedrigschwellig und dauerhaft in den Schulalltag zu integrieren. idr - Informationen: https://www.deichmann-bewegt.de

Gemeinsamer Appell zum Schutz des Waldes und der Natur: Ministerien warnen vor erhöhter Waldbrandgefahr und zunehmenden Schäden im Wald
Die Hitze kam dieses Jahr früh und die Trockenheit hält lange an. Vielerorts sind Wiesen und Wegraine verdorrt, Waldböden zu trocken, Bäche ausgetrocknet und Bäume, ob in der Stadt oder im Wald, zeigen schon die erste Herbstfärbung und dies bereits Mitte Juli.

© MUNV
Für die kommenden Tage werden erneut hohe Temperaturen erwartet – damit steigt auch wieder das Risiko für Waldbrände: Ab Mittwoch, 29. Juli, gilt landesweit die Waldbrandgefahrenstufe 3 (erhöhte Gefahr), in einigen Regionen sogar Stufe 4 (hohe Gefahr), etwa im waldreichen Südwesten Nordrhein-Westfalens, aber auch am Niederrhein sowie im Südosten.

Gemeinsam appellieren daher das für den Forst zuständige Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, das Ministerium des Innern und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, in Wäldern und in der Natur besonders achtsam zu sein.

Weiterer „FireFighter“ in der Eifel stationiert
Entfacht sich ein Waldbrand, kommt es auf jede schnelle Hilfe an. Damit auch im unwegsamen Gelände, an Steilhängen oder im dichten Baumbestand Waldbrände wirksam bekämpft werden können, ist im Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde seit diesem Juli ein zweiter „FireFighter“ im Land stationiert und einsatzbereit. Er verstärkt einen bereits in Arnsberg im waldreichen Sauerland stationierten „FireFighter“.

Diese Brandbekämpfungseinheiten mit 10.000-Liter-Tank können Flammen in bis zu 50 Meter Entfernung löschen, wenn sie im Fall eines Waldbrandes von den Feuerwehren angefordert werden. Die Speziallöschfahrzeuge des Landes Nordrhein-Westfalen sind besonders geländegängig. Ihre Wasserspritze ist um 360 Grad drehbar.

Minister Reul: Wer im Wald Rauch oder Feuer bemerkt, muss sofort die 112 wählen
Innenminister Herbert Reul: „Unsere Feuerwehr ist im Ernstfall die erste und wichtigste Einsatzkraft vor Ort. Ihr zügiges Eintreffen entscheidet mit jeder Minute, ob aus einer Rauchentwicklung ein ausgedehnter Waldbrand wird.

Deshalb gilt: Wer im Wald Rauch oder Feuer bemerkt, muss sofort die 112 wählen. Die Zufahrten und Waldwege sind freizuhalten, um die Einsatzkräfte der Feuerwehren so schnell wie möglich dort hin zu bringen, wo sie dringend benötigt werden. Nur wenn alle mithelfen, können unsere Feuerwehrleute Brände frühzeitig eindämmen und größeren Schaden verhindern.“

Umweltminister Krischer: Die Natur steht unter Trockenstress
Das Umweltministerium bietet über sein Umweltportal aktuelle Informationen zur Waldbrandgefahr sowie einen Graslandfeuerindex. Dieser zeigt für viele Regionen in Nordrhein-Westfalen bereits die Stufe 3 an. Das heißt, ein Feuer kann sich auf offenen Flächen vergleichsweise leicht entzünden und ausbreiten, wenn ein Funke überspringt.

Umweltminister Oliver Krischer: „Die Natur steht unter Trockenstress. Pflanzen und Tiere leiden, und jeder Brand verschärft die Schäden an unseren ohnehin beanspruchten Lebensräumen. In dieser Woche steigt mit jedem Tag die Gefahr von Gras- und Waldbränden. Deshalb müssen wir alle gemeinsam verantwortlich aufpassen. Jeder verhinderte Brand schützt die Natur, die Einsatzkräfte und die Menschen, die in den betroffenen Regionen leben.“

Bei den Bäumen zeigen aktuell Birke, Rotbuche, Hainbuche, Kirsche, Linde und Ahorn besonders auffällige Laubverfärbungen, während Eiche, Esche und die Nadelbaumarten bislang scheinbar nicht so stark betroffen sind. Grundsätzlich ist das Phänomen einer vorzeitigen Laubverfärbung auch nicht neu und aus früheren sommerlichen Dürreperioden bekannt.
Laubbäume reagieren nach Abschluss des Frühjahrswachstums und der Anlage der Blatt- und Blütenknospen, insbesondere in Jahren mit starker Fruchtbildung, in sommerlichen Dürreperioden mit frühzeitigem Laubfall und Blattverfärbungen, um Wasserverluste durch übermäßige Transpiration zu verringern. In diesem Jahr ist der frühe Zeitpunkt dieser Reaktion bemerkenswert.

Gleichzeitig begünstigen die Witterungsbedingungen auch Schadorganismen wie Borkenkäfer, Prachtkäfer und die von Trockenstress profitierende Pilzarten, wie z.B. den Hallimasch, zusätzlich, da sie höhere Vermehrungs- und Wachstumsraten realisieren können.

Land stärkt Waldbrandprävention stetig
Um die Wälder in Nordrhein-Westfalen in Zukunft besser gegen Waldbrände zu schützen, gibt es ein Waldbrandschutzkonzept der Landesregierung – ein Werkzeugkasten mit Elementen, die im Kampf gegen Waldbrände benötigt werden. Seit Vorstellung des Konzepts im Jahr 2022 hat sich zum Beispiel die Zusammenarbeit der Forstämter und Feuerwehren durch stetige gemeinsame praktische Übungen stark verbessert.

Zudem hat die Landesforstverwaltung die Ausbildung der Feuerwehren im Bereich Vegetationsbrandbekämpfung gestärkt. Seit Beginn der Waldbrandsaison 2024 ist das „Fire Watch“-Waldbrand-Früherkennungssystem in der Region Niederrhein aktiv, ein Pilotprojekt zur halbautomatischen Waldbrandüberwachung mit Kamerasystemen. Des Weiteren hat die Landesforstverwaltung flächendeckend Schilder im Wald in Nordrhein-Westfalen aufgestellt, um Besucher des Waldes über Waldbrandgefahren zu informieren.

Über das Internetportal www.waldinfo.nrw werden verschiedene digitale Karten zur Unterstützung von Waldbrandvorsorge und -abwehr, zu vorhandenen Waldwegen, die auch für Feuerwehrfahrzeuge befahrbar sind, und verfügbaren Löschwasserstellen angeboten. Diese Karten stehen auch den Feuerwehren zur einfachen Nutzung für Einsatzplanungen zur Verfügung.

Wie entsteht Waldbrandgefahr?
Ob es zu einem Waldbrand kommt, hängt maßgeblich von Witterungseinflüssen wie Hitze, Trockenheit und intensiver Sonneneinstrahlung ab. Entscheidend ist allerdings meist das Verhalten des Menschen: Die meisten Waldbrände werden durch Unachtsamkeit verursacht. Weggeworfene Zigarettenkippen, Grill- oder Lagerfeuer oder unerlaubt abgestellte Fahrzeuge auf trockener Vegetation können Brände auslösen. Gerade im Frühjahr und Sommer herrscht in Nordrhein-Westfalen regelmäßig eine erhöhte Waldbrandgefahr.

Neue Schule, neues Ticket: DVG empfiehlt das Deutschlandticket Schule frühzeitig zu kaufen  
Für viele Kinder steht im Sommer der Wechsel auf eine weiterführende Schule an. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) empfiehlt allen Eltern, sich möglichst früh um das Ticket für ihre Kinder zu kümmern. Dadurch können sie Wartezeiten im Kundencenter umgehen.  

Eltern können das Deutschlandticket Schule für ihre Kinder über das Schülerticketportal unter antrag.schuelerticket.dvg-duisburg.de/ oder per E-Mail an kundenservice@dvg-duisburg.de bequem von zuhause aus beantragen. Wer das Ticketabonnement dennoch im DVG-Kundencenter abschließen möchte, kann sich vorher online unter www.dvg-duisburg.de/terminbuchung einen Termin buchen, um Wartezeiten im Kundencenter zu vermeiden.  

Mit dem Deutschlandticket Schule können Schülerinnen und Schüler das ganze Jahr über in Deutschland mit Bussen und Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs sowie mit der Regionalbahn, dem Regionalexpress und der S-Bahn fahren.

Das Ticket kostet 43 Euro pro Monat. Familien, deren Kinder einen Anspruch auf Fahrtkostenübernahme durch den Schulträger haben, zahlen auch für das Deutschlandticket Schule einen Eigenanteil von 14 Euro für das erste Kind, 7 Euro für das zweite Kind und 0 Euro für alle weiteren Kinder pro Monat und Ticket.

Die DVG hat Kindertagesstätten, Duisburger Grundschulen und weiterführende Schulen mit Informationsmaterial rund um das Thema Mobilität in Bus und Bahn zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zum Ticket und zum Portal gibt es auf der Internetseite der DVG unter www.dvg-duisburg.de/deutschlandticket-schule.


Stadtwerke geben Entwarnung: trotz Hitze keine Einschränkungen bei Trinkwasserversorgung
Angesichts von Höchsttemperaturen mit anhaltender Hitze und Dürre rücken Fragen zur Trinkwasserversorgung zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit. Die Stadtwerke Duisburg können Entwarnung geben: Die Versorgung mit Trinkwasser in der Stadt an Rhein und Ruhr ist jederzeit gewährleistet.
Durch unterschiedliche zur Trinkwasserförderung genutzte Wasservorkommen, eine robuste Infrastruktur und ausreichend groß dimensionierte Pufferkapazitäten können auch Spitzenlasten im Sommer problemlos abgedeckt werden.

Ausreichende Vorkommen aus verschiedenen Quellen
Um die Duisburger Haushalte mit fast 30 Milliarden Liter Wasser jährlich zu versorgen, setzen die Stadtwerke für die Trinkwassergewinnung auf unterschiedliche Quellen. Gewonnen wird das Trinkwasser der Stadtwerke Duisburg in den Duisburger Wasserwerken, die sich in Düsseldorf-Wittlaer und -Bockum befinden. Dabei wird Grundwasser und uferfiltriertes Grundwasser, sogenanntes Rheinuferfiltrat, über Brunnen gefördert, gefiltert, aufbereitet und anschließend als Trinkwasser in Lebensmittelqualität in das Duisburger Versorgungsnetz südlich der Ruhr eingespeist.

Im Wasserwerk Wittlaer wird Rheinuferfiltrat über Brunnen gefördert, gefiltert und aufbereitet. Fotos: Stadtwerke Duisburg

Die Wasserstände in diesen Brunnenanlagen sind in den letzten Jahren mit typischen unterjährigen Schwankungen weitgehend stabil. Für den Duisburger Norden bezieht das Unternehmen Trinkwasser über zwei große Leitungen aus dem Wasserwerk Haltern am See im Kreis Recklinghausen, wo Grundwasser mit Wasser aus dem Halterner Stausee angereichert wird.
In Homberg und Baerl schließlich wird aufbereitetes Grundwasser aus dem Binsheimer Feld in Duisburg verteilt. Rund 2.200 Kilometer Rohrleitungen unterhalten die Stadtwerke Duisburg in der Stadt.

„Bei der Trinkwasserversorgung mit Wasser aus Rheinuferfiltrat und Grundwasser in Rheinnähe sowie aus Grundwasseranreicherung sind mittelfristig keine Engpässe zu befürchten“, erläutert Felicitas Dudziak, Betriebsleiterin Wasserbeschaffung bei der Wasserbeschaffung Niederrhein Westfalen (WBNW), dem Wasserlieferanten der Stadtwerke Duisburg.

„Die Grundwasservorkommen füllen sich in den Wintermonaten durch Niederschläge und höhere Flusspegel zuverlässig wieder auf. Der Rhein sorgt zudem für einen natürlichen Ausgleich möglicher Defizite. Aktuelle Messungen zeigen, dass die Pegelstände in unseren Wasserschutzgebieten im unkritischen Bereich liegen“, so Frau Dudziak weiter.

Hochbehälter Försterberg: Der Puffer für Spitzenlasten
Ein zentraler Baustein für die Sicherheit der Trinkwasserversorgung der Duisburgerinnen und Duisburger ist eine ausreichend dimensionierte Infrastruktur, insbesondere der Hochbehälter auf dem Försterberg im Duisburger Stadtwald in Neudorf. Dieser unterirdische Speicher, verborgen unter einem bewachsenen Hügel, fasst insgesamt 62 Millionen Liter Trinkwasser – das entspricht etwa dem Volumen von 25 Olympia-Schwimmbecken.

Eine der fünf 2023 sanierten Kammern von innen - Foto Stadtwerke

Der Hochbehälter erfüllt dabei eine doppelte Funktion: Er sorgt durch seine Lage 50 Meter über dem Stadtgebiet allein durch Schwerkraft für einen konstanten Wasserdruck von fünf Bar im Netz und dient als entscheidender Pufferspeicher. Er hält rund 60 Prozent des täglichen Spitzenbedarfs vor.

Dies ist besonders in Phasen hoher Nachfrage essenziell. Ob morgens zwischen 7 und 9 Uhr, abends zwischen 18 und 20 Uhr oder bei besonderen Ereignissen: Der Behälter fängt Lastspitzen zuverlässig ab. Dies betrifft den normalen Haushaltsbedarf genauso wie den zusätzlichen Verbrauch durch Aktivitäten wie Duschen, Gartenbewässerung oder das Befüllen privater Swimmingpools. Selbst bei Großbränden oder extremen Belastungen, wie sie beispielsweise bei öffentlichen Sportübertragungen in Halbzeitpausen auftreten, sind die Druckhaltung und Liefermenge gesichert.

Um diese Sicherheit auch in Zukunft zu garantieren, investieren die Stadtwerke Duisburg aktuell rund 15 Millionen Euro in die Modernisierung des Hochbehälters Försterberg. Dabei werden die Innenbeschichtung, Zuleitungen und die Steuertechnik erneuert. Diese Investitionen sind Teil einer umfassenden Strategie, um das gesamte Trinkwassernetz schrittweise zu erneuern und auszubauen.

Keine Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger
Aufgrund der guten Datenlage und der hohen Speicherkapazitäten sehen die Stadtwerke Duisburg derzeit keinen Anlass für Verbrauchsbeschränkungen. Bürgerinnen und Bürger können Leitungswasser weiterhin uneingeschränkt und bedenkenlos nutzen – sei es zum Befüllen von Pools, zur Gartenbewässerung oder zum Autowaschen. Der Pro-Kopf-Verbrauch ist zudem langfristig rückläufig, was die stabile Lage zusätzlich unterstützt.

So lag laut Branchenverband BDEW im vergangenen Jahr der durchschnittliche Trinkwassergebrauch in Deutschland pro Person und Tag bei 123 Litern. Seit 1990 ist dieser Wert um rund 16 Prozent gesunken – damals lag er noch bei durchschnittlich 147 Litern pro Person und Tag. Für das Geschäftsjahr 2025 lag der Wasserabsatz der Stadtwerke Duisburg bei 29,4 Millionen Kubikmeter, im Jahr 2006 waren es noch 37,8 Millionen Kubikmeter.

„Unsere Infrastruktur ist darauf ausgelegt, auch extreme Wetterlagen und hohe Verbrauchsspitzen abzupuffern“, so Felicitas Dudziak. „Mit dem Hochbehälter Försterberg und unseren vielseitigen Gewinnungsanlagen sind wir für Duisburg bestens gerüstet“, so Frau Dudziak weiter.

Das Trinkwasser-Mobil der Stadtwerke im Einsatz.

Stadtwerke-Aktionen bieten kühle Erfrischung für alle
Neben der technischen Sicherheit setzen die Stadtwerke Duisburg auch auf direkte Angebote und Aktionen im Stadtbild, wenn das Thermometer steigt: So spenden die Stadtwerke-Trinkwasserbrunnen in der Duisburger Innenstadt kostenlos kühles, hochwertiges Leitungswasser. Ein nachhaltiger Durstlöscher für Fußgänger und Radfahrer.

Als Highlight für Familien bietet der Stadtwerke Wasserspielplatz im Duisburger Zoo eine willkommene Abkühlung. Hier können Kinder planschen und spielen, während Eltern sicher sein können, dass hygienisch einwandfreies Trinkwasser genutzt wird. Und bei besonderen Veranstaltungen oder an stark frequentierten Orten sind die Stadtwerke oft mit dem Trinkwasser-Mobil unterwegs, das kostenlose Becher mit frischem Wasser ausgibt.

Diese Aktionen unterstreichen die Qualität des Duisburger Leitungswassers: Es kann jederzeit und ohne Bedenken getrunken werden – eine nachhaltige und kostengünstige Erfrischung.

Die Stadtwerke-Trinkwasserbrunnen in der Duisburger Innenstadt spenden auf Knopfdruck kühles, hochwertiges Leitungswasser.

Comic-Abenteuer zwischen Industriekultur und Trinkhallen: Donald Duck besucht das Ruhrgebiet
Das Micky Maus Magazin Nr. 17/26 erscheint als ganz besondere Highlight-Ausgabe. Donald Duck besucht das Ruhrgebiet, wo er ein turbulentes Comic-Abenteuer zwischen Industriekultur und Trinkhallen erlebt.
Donald Duck ist in der Geschichte „Eine außerirdische Sensation“ als rasender Reporter für den Entenhausener Kurier zwischen Dortmund und Duisburg unterwegs.

© 2026 Egmont Ehapa Media / Disney

Die Chefredakteurin will Donald Duck und seinem übertriebenen Sensationsjournalismus einen Riegel vorschieben: Sie fordert von ihm keine Monster- oder UFO-Sichtungen, sondern ehrliche „Maloche“ mit einer bildgewaltigen, aber boden-ständigen Reportage über das Ruhrgebiet.

Donald schnappt sich also seinen „Drahtesel“ und startet seine Mission in Dortmund. Er sucht gerade sein erstes Bildmotiv, als das Unfassbare passiert: Ausgerechnet im Westfalenpark landet ein echtes Raumschiff! Für Donald eine absolute Katastrophe, denn er muss die Alien-Sensation nun krampfhaft vertuschen, um den Auftrag seiner Chefredakteurin zu erfüllen.

Auf seiner wilden Flucht vor der Wahrheit und alsbald vor den Panzerknackern – die ebenfalls auf Entdeckungsreise vor Ort sind – strampelt Donald quer durchs Revier.

Seine turbulente Tour an der Ruhr führt ihn vorbei an starken Bildmotiven der Industriekultur und ikonischen Sehenswürdigkeiten wie dem Deutschen Bergbau-Museum und dem Planetarium in Bochum, der Villa Hügel und der Zeche Zollverein in Essen, dem Gasometer in Oberhausen und der Skulptur Tiger & Turtle – Magic Mountain in Duisburg.

Und natürlich darf auf dieser Tour auch eine weitere wichtige Institution des Potts nicht fehlen: die klassische Trinkhalle für ein erfrischendes kleines Päuschen.

Jörg Risken, Verlagsleiter bei Egmont Ehapa Media, über die Besonderheit der Geschichte: „Das Ruhrgebiet bietet mit seiner einzigartigen Mischung aus imposanter Industriekultur, grünen Oasen und herzlicher Offenheit eine fantastische Kulisse für unsere Comic-Geschichten. Donald in dieser aufregenden Region agieren zu lassen, war eine wunderbare Herausforderung für uns, die wir mit viel Spaß und in enger Zusammenarbeit mit der Ruhr Tourismus GmbH umgesetzt haben.“

Axel Biermann, Geschäftsführer von der Ruhr Tourismus GmbH freut sich über den gefiederten Gast: „Mit Donald im Ruhrgebiet trifft Kult-Ente auf Industriekultur. Seit dem Ende des Bergbaus sind zahlreiche leicht befahrbare Radwege und viele ungewöhnliche Ausflugsziele für die ganze Familie entstanden: Klettern im ehemaligen Stahlwerk, Schwimmen im Werksschwimmbad oder eine simulierte Tour unter Tage im Bergbau-Museum, zwischen Zeche und Trinkhalle gibt es viel Spannendes zu entdecken.

Diese Ruhrgebiets-Ausgabe ist ein humorvolles Kompliment an unsere Region und zeigt, dass das Ruhrgebiet immer wieder für Überraschungen gut ist.“ Auch Regionaldirektor Garrelt Duin heißt Donald Duck im Ruhrgebiet herzlich willkommen: „Mit seiner chaotisch-liebenswerten Art passt die Comic-Kultfigur hervorragend in unsere Region, in der nicht alles perfekt ist, die aber immer wieder aufs Neue überrascht.

Davon können sich die Leserinnen und Leser dieser speziellen Ausgabe des Micky Maus Magazins selbst überzeugen. Donalds abenteuerliche Reise durch das Ruhrgebiet hat Herz und Humor und mir große Freude bereitet.“

Prof. Dr. Sunhild Kleingärtner, Wissenschaftliche Direktorin des Deutschen Bergbau-Museums Bochum, ergänzt: „Donald Duck begeistert sein Publikum schon seit den 1930er Jahren – und auch das Deutsche Bergbau-Museum Bochum blickt auf eine Geschichte zurück, die in diese Zeit reicht. Beide erzählen auf ihre Weise von Abenteuern, die über Generationen hinweg weitergegeben werden. Dass Donald jetzt bei uns vorbeischaut, ist eine besonders schöne Verbindung von Popkultur und Industriekultur.“

Das Micky Maus Magazin Nr. 17/26 mit Donald Duck als rasendem Reporter durchs Ruhrgebiet ist ab dem 31. Juli 2026 (D: € 5,99 A: € 6,50 CH: SFR 11,90) im Handel und unter www.egmont-shop.de erhältlich.

ADAC Stauprognose: 31. Juli bis 2. August
Höhepunkt der Sommerreisewelle/ Alle Bundesländer haben Sommerferien
Mit dem Ferienbeginn in Baden-Württemberg und Bayern starten nun auch die letzten Bundesländer in die Sommerferien. Damit erreicht der Reiseverkehr seinen Höhepunkt. Erfahrungsgemäß ist das erste August-Wochenende das staureichste der gesamten Ferienzeit. Da auch in den Nachbarländern Sommerferien sind, sorgen zahlreiche Urlauber und Transitreisende zusätzlich für volle Autobahnen in Deutschland.

Der stärkste Verkehr wird am Freitagnachmittag und -abend sowie am Samstagvormittag erwartet. Am Sonntagnachmittag und -abend nimmt vor allem der Rückreiseverkehr deutlich zu. Hinzu kommen Tagesausflügler in Richtung Alpen, Küsten, Seen und Mittelgebirge. Zudem gibt es zahlreiche Baustellen und Veranstaltungen wie das Wacken Open Air oder den Hamburger Sommerdom. Zusätzlich erschweren rund 1.000 Autobahnbaustellen die Fahrt.

Die staugefährdetsten Autobahnen in Deutschland
A1 Fehmarn – Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln
A2 Dortmund – Hannover – Magdeburg
A3 Oberhausen – Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
A4 Aachen – Köln sowie Dresden – Görlitz
A5 Kassel – Frankfurt sowie Darmstadt – Karlsruhe – Basel
A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
A7 Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg sowie Ulm – Füssen
A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
A10 Berliner Ring
A11, A12 und A13 im Großraum Berlin
A20 Lübeck – Rostock
A24 Hamburg – Schwerin
A95 München – Garmisch-Partenkirchen
A96 Lindau – München
A99 Autobahnring München

Auch in Österreich muss auf den wichtigsten Reiserouten – darunter die Westautobahn (A1), die Tauernautobahn (A10), die Inntalautobahn (A12) und die Brennerautobahn (A13) – mit langen Staus gerechnet werden. Auf der Brennerautobahn sorgt die Sanierung der Luegbrücke zudem weiterhin für Behinderungen.

Zusätzliche Behinderungen drohen am Samstag auf der Fernpassroute. Die Fernpassstraße (B179) wird zwischen 9:45 Uhr und 12 Uhr aufgrund einer Protestaktion gesperrt. Zeitgleich bleibt auch das Hahntennjoch (L 246) geschlossen, um Ausweichverkehr zu verhindern. Reisende Richtung Tirol und Italien sollten die Strecke weiträumig umfahren oder einen anderen Reisetag wählen.

In der Schweiz muss vor allem auf der Gotthardroute (A2) mit langen Wartezeiten gerechnet werden. Ebenfalls staugefährdet sind die A1, A3 und die San-Bernardino-Route (A13).

In Italien müssen Reisende vor allem auf der Brennerautobahn (A22) sowie auf den Autobahnen zwischen der Schweizer Grenze, Mailand und Genua mit stockendem Verkehr rechnen.

Um den Ausweichverkehr durch Ortschaften zu verhindern, werden bei Staus erneut zahlreiche Ausfahrten gesperrt. In Deutschland sind davon Abschnitte der A7, A8 und A93 sowie der B2/B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen betroffen. In Österreich bleiben an Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen ebenfalls zahlreiche Ausweichstrecken in den Bezirken Innsbruck, Innsbruck-Land, Kufstein, Imst und Reutte für den Durchgangsverkehr gesperrt.

Aufgrund der Grenzkontrollen können bei der Einreise nach Deutschland zusätzliche Wartezeiten entstehen. Reisende sollten deshalb ausreichend Zeit einplanen. Weitere Informationen auf www.adac.de.

„Innehalten in der Woche“ in Wanheimerort 
Bei Kerzenschein, Musik und Stille vor Gott zur Ruhe und zu sich zu kommen. Die Idee der besonderen Andacht zum Innehalten während der Woche hat sich in der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg viele Jahre gut bewährt.  Die Freie Evangelische Gemeinde Wanheimerort und die Katholische Gemeinde Wanheimerort sind von dem Konzept auch überzeugt, so dass seit einiger Zeit alle drei Gemeinden alle zwei Monate gemeinsam zum „Innehalten in der Woche“ einladen.

Das nächste Zusammenkommen ist am Donnerstag, 6. August 2026 um 18 Uhr in der Gnadenkirche,  Paul-Gerhardt-Straße 1. Weitere Informationen haben Pfarrerin Almuth Seeger (Tel. 0203 / 770607) und Karen Sommer-Loeffen (Tel. 0203 / 727723). 
  Das Organisationsteam - Pfarrerin Almuth Seeger (links), Karen Sommer-Loeffen und Pastor Roland Hölzl - am Eingang der Gnadenkirche Wanheimerort (Foto: Veronika Reiners) 



Öffentlicher Schuldenstand steigt um 151,4 Milliarden Euro auf 2 662,2 Milliarden Euro
Der Öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) war beim nicht-öffentlichen Bereich zum Jahresende 2025 mit 2 662,2 Milliarden Euro verschuldet.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach endgültigen Ergebnissen weiter mitteilt, entspricht dies einer Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland von 31 887 Euro. Das waren 1 821 Euro oder 6,1 % mehr als Ende 2024. Zum nicht-öffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute und der sonstige inländische und ausländische Bereich, zum Beispiel private Unternehmen im In- und Ausland.



Schulden des Bundes steigen um 6,2 %
Der Bund war Ende 2025 mit 1 840,4 Milliarden Euro verschuldet. Der Schuldenstand stieg damit gegenüber dem Jahresende 2024 um 6,2 % beziehungsweise 107,7 Milliarden Euro. Auf die Bevölkerungszahl umgerechnet betrugen die Schulden des Bundes 22 043 Euro pro Kopf (2024: 20 748 Euro).

Anstieg der Länderschulden um 2,9 %
Die Schulden der Länder stiegen Ende 2025 um 2,9 % (17,5 Milliarden Euro) gegenüber dem Vorjahr auf 624,9 Milliarden Euro. Der Schuldenstand der Länder pro Kopf im Jahr 2025 betrug 7 484 Euro (2024: 7 273 Euro).

Der stärkste prozentuale Schuldenanstieg pro Kopf gegenüber dem Vorjahr wurde Ende 2025 mit +17,1 % für Sachsen auf 1 736 Euro (2024: 1 482 Euro) ermittelt, wobei Sachsen wie im Vorjahr die zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung nach Bayern (1 448 Euro; 2024: 1 353 Euro) aufweist. In Baden-Württemberg stiegen die Pro-Kopf-Schulden um 11,0 % auf 4 295 Euro (2024: 3 869 Euro) und in Bremen um 9,9 % auf 37 418 Euro (2024: 34 037 Euro).

Lediglich in drei Ländern ging die Pro-Kopf-Verschuldung zum Jahresende 2025 gegenüber dem Vorjahresende zurück. In Rheinland-Pfalz sank diese um 2,1 % prozentual am stärksten auf 6 892 Euro (2024: 7 043 Euro), während sie sich in Berlin und Nordrhein-Westfalen jeweils um 1,0 % auf 17 980 Euro (2024: 18 168 Euro) beziehungsweise 9 592 Euro (2024: 9 685 Euro) verringerten.

Der Rückgang in Berlin ist insbesondere auf die Berichtseinheit "BEN Berlin Energie und Netzholding GmbH" zurückzuführen, die ab dem Jahr 2025 nicht mehr zum Sektor Staat gehört und deren Schulden daher nicht mehr in der Verschuldung Berlins enthalten sind.

Kommunale Verschuldung erhöht sich wie im Vorjahr prozentual zweistellig Die Verschuldung der Gemeinden und Gemeindeverbände wuchs zum Jahresende 2025 im sechsten Jahr in Folge und erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 15,4 % (26,2 Milliarden Euro) auf 197,0 Milliarden Euro.

Daraus ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 2 550 Euro (2024: 2 209 Euro) an kommunalen Schulden. Der stärkste prozentuale Anstieg der Pro-Kopf-Verschuldung gegenüber dem Vorjahr wurde mit 28,6 % in Baden-Württemberg auf 1 648 Euro (2024: 1 282 Euro) ermittelt. Danach folgen die Kommunen in Niedersachsen mit einem Zuwachs der Pro-Kopf-Verschuldung von 20,9 % auf 2 963 Euro (2024: 2 451 Euro) und in Sachsen von 19,4 % auf 1 065 Euro (2024: 892 Euro).

Lediglich in Thüringen verringerte sich die Pro-Kopf-Verschuldung auf der kommunalen Ebene zum Jahresende 2025 gegenüber dem Vorjahresende. Sie sank um 3,0 % auf 841 Euro (2024: 867 Euro). Damit wiesen die Kommunen in Thüringen wie im Vorjahr die zweitniedrigste Pro-Kopf-Verschuldung aus (nach den Kommunen in Brandenburg mit 688 Euro). Die Sozialversicherung war Ende 2025 mit 0,16 Euro (2024: 0,19 Euro) pro Kopf verschuldet. Die Gesamtschulden reduzierten sich um 2,5 Millionen Euro auf 13 Millionen Euro (2024: 16 Millionen Euro).

NRW: Zahl der Menschen mit Bezug von Asylbewerberleistungen auf niedrigstem Stand seit 2013
* Ende 2025 erhielten 70.540 Personen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz - 20 % weniger als ein Jahr zuvor
* Zahl der Leistungsberechtigten in den Landesaufnahmeeinrichtungen sank 2025 um 46 %
* Häufigste Herkunftsländer waren Syrien, Türkei und der Irak

Ende 2025 haben 70.540 Menschen in Nordrhein-Westfalen Asylbewerberleistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs, sogenannte Regelleistungen, nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) bezogen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, war das der niedrigste Stand seit 2013 (damals 57.366 Personen). Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Leistungsbeziehenden um 18.015 Personen bzw. rund ein Fünftel gesunken.


46 %
weniger Leistungsberechtigte in den Landesaufnahmeeinrichtungen Leistungsberechtigte nach dem AsylbLG werden in der Regel nach ihrer Ankunft in NRW zunächst in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes untergebracht und erhalten dort Grundleistungen nach § 3 AsylbLG. Diese Leistungen zur Deckung des notwendigen Bedarfs werden unter anderem als Sachleistungen erbracht.

Ende 2025 lebten 11.975 Menschen in den Aufnahmeeinrichtungen des Landes, das waren 46 % weniger als ein Jahr zuvor. Wer nicht mehr verpflichtet ist, in einer Aufnahmeeinrichtung des Landes zu wohnen, wird nach einem Verteilschlüssel den nordrhein-westfälischen Kommunen zugewiesen.

Die Zahl der kommunal zugewiesenen Leistungsbeziehenden lag Ende 2025 bei 58.565 Personen und damit um 12 % niedriger als ein Jahr zuvor. Von ihnen erhielten 63 %, also 36.740 Personen, ebenfalls Grundleistungen nach § 3 AsylbLG. Die übrigen 21.825 hatten Anspruch auf Analogleistungen nach § 2 AsylbLG und erhielten Leistungen, die der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem SGB XII entsprechen.

Dieser Anspruch besteht in der Regel nach 36 Monaten Aufenthalt. Syrien, Türkei und Irak sind die häufigsten Herkunftsländer Die fünf häufigsten Herkunftsländer der Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen nach dem AsylbLG waren Ende 2025: Syrien, Türkei, Irak, Afghanistan und der Iran. Mit 53 % kam etwas mehr als die Hälfte aller Personen mit Leistungsbezug Ende 2025 aus diesen Ländern.


Gut ein Drittel der Leistungsbeziehenden war minderjährig Mit 34 % war gut ein Drittel der Empfängerinnen und Empfänger von Regelleistungen nach dem AsylbLG minderjährig. Im jungen Erwachsenenalter von 18 bis 24 Jahren befanden sich 14 %. Rund die Hälfte (50 %) war 25 bis 64 Jahre alt und 2 % hatten das 65ste Lebensjahr überschritten. Mit 59 % waren Ende 2025 knapp drei Fünftel der Personen mit Leistungsbezug männlich.

Energiewende-Barometer der DIHK
„Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich: Vor allem hohe Strompreise und mangelnde Planbarkeit machen die Energiewende zum Glücksspiel für die Unternehmen. Fast die Hälfte der Betriebe sorgen sich um ihre Wettbewerbsfähigkeit, so wie es aktuell läuft. Bei Investitionen halten sie sich aufgrund der unklaren politischen Lage zurück.

Ein Drittel verschiebt Investitionen ins Kerngeschäft. Ungefähr genauso viele Unternehmen zögern bei Investitionen in den Klimaschutz. Das gilt auch für unsere Unternehmen am Niederrhein. So gelingt die Transformation nicht“, macht Carolina Klimaschka, Referentin für Energie bei der Niederrheinischen IHK, deutlich. Die IHK fordert von Berlin einen verlässlichen Rahmen.

Copyright: Niederrheinische IHK / Jacqueline Wardeski

Ein Wandel ist wichtig, um Deutschland und Europa unabhängiger von Energie aus dem Ausland zu machen und Ressourcen zu sparen. Aber nicht auf Kosten des Industriestandorts. „85 Prozent der befragten Unternehmen sagen, der Strompreis muss runter. 80 Prozent fordern von der Regierung einen klaren Fahrplan für den Ausbau der Energie-Infrastruktur.

Gleichzeitig haben viele Unternehmen bereits erhebliche Summen in neue Technologien und Versorgung investiert. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Vorreiter-Rolle belohnt wird. Nur so ziehen auch andere mit. Jetzt sind Schnelligkeit und weniger Bürokratie gefragt“, betont Klimaschka.  


Stadtradeln 2026: Neue Rekorde bei Teilnehmenden und Kilometerleistung
Das Stadtradeln 2026 in Duisburg ist erneut mit einem Rekordergebnis zu Ende gegangen. Während des Aktionszeitraums vom 27. Juni bis 17. Juli legten die Duisburgerinnen und Duisburger gemeinsam 590.432 Kilometer mit dem Fahrrad zurück. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von etwa 117.000 Kilometern.

Gleichzeitig wurde erstmals die symbolträchtige Marke von einer halben Million Kilometern überschritten. Auch die Zahl der Teilnehmenden stieg erneut an. Insgesamt waren 2.327 Radlerinnen und Radler für Duisburg aktiv. Damit setzt sich der positive Trend der vergangenen Jahre fort. Die hohe Beteiligung zeigt, dass immer mehr Menschen das Fahrrad als umweltfreundliche und alltagstaugliche Alternative zum Auto nutzen. „Die Rekordergebnisse sind ein starkes Signal für Duisburg.

Besonders erfreulich ist, dass nicht nur mehr Kilometer zurückgelegt wurden, sondern auch mehr Menschen mitgemacht haben“, so Umweltdezernentin Linda Wagner. Gleichzeitig wird betont, dass sich die zunehmende Nutzung des Fahrrads auch unabhängig von der Kampagne im Stadtbild bemerkbar macht. Nachdem das Ergebnis nun feststeht, werden die Daten in den nächsten Tagen ausgewertet und die erfolgreichsten Teams und Einzelfahrer mit Preisen belohnt.

Die Teamwertung erfolgt – wie in den vergangenen Jahren – in den Kategorien kleine Teams (zwei bis drei Personen), mittlere Teams (vier bis zehn Personen) und große Teams (mehr als zehn Personen). Zusätzlich werden unter allen Teilnehmenden Preise verlost, sodass jede und jeder unabhängig von der gefahrenen Kilometerleistung Gewinnchancen hat.

Als Hauptpreis wartet eine Radreise im Wert von 800 Euro, die unter den 100 besten Radlerinnen und Radlern ausgelost wird. Berücksichtigt werden dabei ausschließlich die über die Stadtradeln-App aufgezeichneten Kilometer. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden zu einem kleinen Empfang ins Rathaus eingeladen. Der Termin wird noch bekanntgegeben.

Die Stadt Duisburg bedankt sich bei allen Teilnehmenden für ihr Engagement und ihren Beitrag zu nachhaltiger Mobilität und Klimaschutz – und hofft, dass viele auch über die Kampagne hinaus dem Fahrrad treu bleiben.

Zirkus-Ferienprogramm im Süden... mit kleinen Wundern in der Manege
Das Beste kommt zum Schluss. Nach einer aufregenden Woche im Ferienprogramm der evangelischen Gemeinden im Duisburger Spenden Trinitatis, Versöhnungsgemeinde und Rheingemeinde sitzen über 60 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren aufgeregt im Huckinger Gemeindezentrum und warten auf ihren großen Auftritt. Für das, was sie gleich ihren Eltern, Geschwistern und Verwandten zeigen werden, haben sie eine Woche lang geübt.

Fotos Heike Bader

Sie haben gemeinsam verborgene Talente entdeckt, sich in Zirkusdirektorinnen, Jongleure, Spaßmacherinnen, Seiltänzer, Zauberinnen und Fakire verwandelt. Sie sind über das Drahtseil gelaufen, über das Nagelbrett und durch das Scherbenbett. Sie haben sich aufs Einrad getraut und ins Glitzerröckchen. Sie haben laut ins Mikro die nächste Nummer ansagen geübt und gelernt, wie man sich schön verbeugt. Sie haben Quatsch gemacht, sich gegenseitig mit der luftig leichten Riesenkeule verdroschen und einander schön theatralisch durch die Manege gejagt.

Ihre Betreuer und Betreuerinnen haben vorgelesen, Tricks gezeigt, Hilfestellung gegeben, Gemüse geschnibbelt, die Manege aufgebaut, Andachten gehalten, gesungen und Musik gemacht, Pflaster geklebt, Streit geschlichtet, Getränke serviert, gelobt, ermutigt und begleitet.

Die Pfarrerin der Evangelischen Versöhnungsgemeinde Duisburg Süd Ulrike Kobbe, die einen Arbeitsschwerpunkt in der Kinder- und Jugendarbeit hat, ist den vielen Leuten dankbar, die zum Gelingen der großen Aktion beigetragen haben. Yvonne Queder, die Jugendleiterin der Gemeinde Trinitatis habe sich so effektiv um die Anträge auf Förderung der Zirkuswoche gekümmert, dass man sie den Eltern am Ende zu einem wirklich sehr familienfreundlichen Preis anbieten konnte.

Presbyterinnen haben organisiert.
Die Zirkuspädagogen vom Mitmachzirkus Zipfel haben ihr Material und Knowhow beigesteuert. Bei weiterem Personalbedarf unter der Woche haben einzelne Leute alles stehen und liegen gelassen, um auszuhelfen. Kobbe erzählt von einer Frau, die anrief, um ganz unverbindlich zu fragen, ob man sie an einem von ihrer Firma gesponserten Ehrenamtstag gebrauchen könnte. Als sie von der Zirkuswoche hörte, war sie sofort dabei und gab einen Tag lang alles für die gute Sache.

„Die Jugendlichen im Team haben mich am meisten beeindruckt!“, sagt Ulrike Kobbe. Eine ganze Ferienwoche lang jeden Morgen von acht Uhr anzutreten und sich tüchtig reinhängen, damit die Kleinen Spaß haben und gut versorgt sind, das ist keine Kleinigkeit in dem Alter, findet die Pastorin.

Aus ihrer Sicht hat alles wunderbar geklappt. Die große Altersspanne der Teilnehmenden wurde durch individuelle Einheiten ausgeglichen. Die kleinen Sechsjährigen bekamen Möglichkeiten, sich auszuruhen, wenn die Größeren durchpowern wollten. Es ist nichts passiert, was nicht mit ein bisschen Trost, einem Kühlkissen oder einem Pflaster wieder gut zu machen war. Und es hat sogar kleine Wunder gegeben. Kobbe hat tatsächlich mit eigenen Augen gesehen, wie die Kinder mittags Eintopf gegessen haben, in dem Kohlrabi und Möhren drin waren. Gemüse! Mehrere Sorten! Ohne Gemotze! Für viele Eltern sicherlich ein unfassbarer Vorgang. Im Zirkus, wo die Artisten mittags ordentlich Hunger haben und viel zu besprechen, da ist das scheinbar gar kein Problem.

Unfassbar auch, wie friedlich und einträchtig sechzig Kinder während der Vorstellung auf ihren Matten sitzen und zuschauen, bis sie mit ihrem Auftritt dran sind. Auch für dieses kleine Wunder hat Kobbe eine Erklärung: „Die haben ja alle in den letzten Tagen schwerpunktmäßig ihre eigenen Nummern geübt. Und jetzt sind sie natürlich sehr gespannt, zu sehen, was die anderen Gruppen auf die Beine gestellt haben.“ Auch beim elterlichen Publikum ist die Begeisterung groß. „Ich hätte gewettet, dass mein schüchterner Sohn sich nicht auf die Bühne traut“, sagt eine Mama ganz gerührt, „und jetzt zaubert er und balanciert vor all den Leuten hier, als wäre das ganz selbstverständlich.“ Sabine Merkelt-Rahm





NRW-Landesjubiläum: Bevölkerung von 11,8 Millionen im Gründungsjahr 1946 auf knapp 18 Millionen gestiegen
* Ende 2025 lebten 52,3 % mehr Menschen in NRW als 1946
* 2025 wurden 17 % weniger Kinder geboren als 1946 – Die Zahl der Sterbefälle hingegen war um 62 % höher
* 1951 heirateten knapp doppelt so viele Paare wie 2025

Im Gründungsjahr des Landes Nordrhein-Westfalen 1946, lebten 11,8 Millionen Menschen in unserem Bundesland. Wie das Statistische Landesamt anlässlich des 80-jährigen Landesjubiläums am 23. August 2026 mitteilt, war die Einwohnerzahl Ende 2025 mit 17.986.214 um 52,3 % höher als damals.



Der Anteil der weiblichen Bevölkerung war vor 80 Jahren, mit 54,5 %, höher als heute (Ende 2025: 50,8 %). Grund war die Übersterblichkeit von Männern im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Geburtenzahl war 2025 um 17 % niedriger als 1946
Im Jahr 1946 wurden in NRW 178.600 Kinder lebend geboren; 2025 waren es mit 148.000 etwa 17 % weniger als damals. Auch in Relation zur Bevölkerungszahl zeigt sich somit eine stark rückläufige Geburtenentwicklung: Im Jahr 1946 wurden 15,5 Kinder je 1.000 Einwohner geboren – 2025 waren es nur noch 8,2 Geborene je 1.000 Einwohner.

Die höchste Geburtenzahl gab es mit 300.400 im Jahr 1964, die niedrigste mit 143.100 im Jahr 2011. Die Zahl der Sterbefälle war im vergangenen Jahr in NRW mit 218.700 um 62 % höher als im Jahr 1946 (damals: 135.000). Diese Zunahme ist aber im Wesentlichen auf die gestiegene Einwohnerzahl zurückzuführen. Bezogen auf die Einwohnerzahl starben im Jahr 2025 mit 12,1 mehr Menschen je 1.000 Einwohner als im Jahr 1946 (damals: 11,8).

Zahl der Eheschließungen 1951 beinahe doppelt so hoch wie 2025 Im Nachkriegsjahr 1946 heirateten in NRW etwa 97.000 Paare (8,4 Eheschließungen je 1.000 Einwohner). In den 1950er und 1960er Jahren erreichte die Zahl der Eheschließungen pro Jahr überdurchschnittlich hohe Werte: Im Jahr 1951 wurde mit 152.100 (11,3 je 1.000 Einwohner) der Höchststand erreicht, bevor die Zahl der Trauungen ab 1970 sukzessive bis zum Jahr 2007 auf 80.100 (4,4 je 1.000 Einwohner) zurückging.

Nach einem zwischenzeitlichen Anstieg erreichte sie einen historischen Tiefstand im Jahr 2021 (76.800 Trauungen; 4,3 je 1.000 Einwohner). Seither verbleibt die Anzahl der Eheschließungen auf einem niedrigen Niveau und lag 2025 mit 76.900 Trauungen nur knapp über dem Wert von 2021.



80 Jahre Nordrhein-Westfalen
Im August 2026 feiern wir 80 Jahre Nordrhein-Westfalen. Die Britische Militärregierung gründete das Bundesland im August 1946. Aus dem nördlichen Teil der preußischen Rheinprovinz mit den Regierungsbezirken Aachen, Düsseldorf und Köln sowie der preußischen Provinz Westfalen wurde das Land Nordrhein-Westfalen gebildet.

1947/1948 wurde zusätzlich das Land Lippe in das Bundesland NRW integriert. Aus diesem Anlass wirft IT.NRW als Statistisches Landesamt einen Blick zurück: Wie sah NRW vor 80 Jahren aus? Was hat sich im Land verändert? In Pressemitteilungen und auf einer Themenseite zeigt das Statistische Landesamt spannende Daten von damals und heute.

Hitzewelle Ende Juni: 77 % mehr stilles Wasser gekauft als in einer durchschnittlichen Sommerwoche der vergangenen drei Jahre
Große Supermarktketten setzten aktuellen Scannerdaten zufolge 63 % mehr Sprudelwasser und 90 % mehr Speiseeis ab

Viel trinken und abkühlen: Während der vergangenen Hitzewelle Ende Juni haben das viele gemacht, wie aktuelle Scannerdaten zum Einkaufsverhalten in großen Supermarktketten zeigen. So wurde in der letzten Juniwoche 77 % mehr stilles Wasser und 63 % mehr Sprudelwasser gekauft als in einer durchschnittlichen Sommerwoche der Jahre 2023 bis 2025.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurde in der Woche vom 22. bis zum 28. Juni 2026 im Lebensmitteleinzelhandel auch 90 % mehr Speiseeis abgesetzt als in einer durchschnittlichen Sommerwoche der drei Vorjahre. Alle drei Warengruppen verzeichneten in dieser Woche mit Extremtemperaturen um die 40 Grad Celsius jeweils die höchsten Absatzmengen, die seit Beginn des Betrachtungszeitraums ab Anfang 2023 gemessen wurden.



Verkauf von anderen Erfrischungsgetränken ebenfalls deutlich gestiegen Neben Wasser und Speiseeis wurden auch bei anderen Getränken im Betrachtungszeitraum ab Anfang 2023 Rekordmengen abgesetzt. Der Absatz von Biermischgetränken war in der letzten Juniwoche 63 % höher als in einer durchschnittlichen Sommerwoche der Jahre 2023 bis 2025.

Der Absatz von alkoholfreiem Bier war 38 % höher und der von Limonade 34 % höher. Auch Cola (+32 %) verkauften die großen Supermarktketten deutlich mehr als in einer durchschnittlichen Sommerwoche, der Absatz erreichte jedoch keinen Höchststand.

Gesundheits- und Fitnesskurse im Duisburger Süden
Die Volkshochschule Duisburg erweitert ihr Kursangebot zu Gesundheits- und Fitnesskursen im Duisburger Süden im kommenden Herbstsemester. „Nicht jeder kann oder möchte für einen Kurs quer durch die Stadt fahren. Deshalb ist es uns wichtig, attraktive Bildungsangebote direkt in den Stadtteilen anzubieten,“ sagt Heike Pieper, Fachbereichsleiterin Gesundheit und Sport der VHS Duisburg. „So schaffen wir einen niedrigschwelligen Zugang zu Weiterbildung und Begegnung.“

In Buchholz starten gleich mehrere Kurse: Wassersportlerinnen und Wassersportler können sich für Wassergymnastik und Aqua-Fitness-Kurse im Lehrschwimmbecken der Waldschule anmelden, während im Karl-Martin- Haus „Flow Yoga“-Elemente aus Yoga, Physiotherapie und Kampfsport zu einem ganzheitlichen Training für Beweglichkeit, Kraft und Entspannung verbindet.

Im Franziskushaus in Großenbaum, Am Glockenturm 1, können Interessierte mithilfe der Feldenkrais®-Methode lernen, die eigene Körperwahrnehmung zu verbessern, Bewegungsabläufe bewusster zu gestalten und Beschwerden im unteren Rückenbereich entgegenzuwirken.

Der Kurs „Yoga auf und mit dem Stuhl 60+“ richtet sich an Menschen, die Yoga praktizieren möchten, ohne Übungen auf der Matte auszuführen. Ergänzt werden die Yogaeinheiten durch Elemente aus der Progressiven Muskelentspannung, Fantasiereisen aus dem Autogenen Training sowie Atemübungen. Auch „Wohlfühltage von Kopf bis Fuß“ und „Fitness in der zweiten Lebenshälfte“ werden im Franziskushaus in Großenbaum stattfinden.

(C) VHS Duisburg

Mit „Wogging“, einer Kombination aus Walking und Jogging, bietet die VHS Duisburg zudem ein besonders moderates Ausdauertraining in Mündelheim an. Das Angebot eignet sich insbesondere für Menschen, die wieder mehr Bewegung in ihren Alltag integrieren möchten oder bislang wenig sportlich aktiv waren. Weitere Informationen und Anmeldungen gibt es telefonisch unter 0203 283- 984609 oder per E-Mail an h.pieper@vhs-duisburg.de. Alle Infos auch im Internet unter https://www.vhs-duisburg.de

VHS Duisburg lädt zum kreativen Ausprobieren ein
Die Volkshochschule Duisburg bietet ein vielfältiges Angebot an Kreativkursen für Einsteigerinnen und Einsteiger. Im geschichtsträchtigen Gebäude der VHS-Fabrik an der Steinschen Gasse 32a in der Innenstadt steht die Freude am Ausprobieren, der Austausch mit anderen und das Entdecken neuer Ausdrucksmöglichkeiten im Mittelpunkt: In zwanzig Kursen lernen die Teilnehmenden die unterschiedlichsten Medien und Techniken kennen.

„Viele Menschen glauben, sie seien nicht kreativ. Unsere Erfahrung zeigt jedoch: Kreativität steckt in jedem Menschen. Oft braucht es nur den passenden Rahmen, um die eigene kreative Seite zu entdecken. Genau diesen Raum können wir mit unseren Kreativkursen bieten“, erklärt Dr. Claudia Kleinert, Fachbereichsleiterin für Kulturelle Bildung der VHS Duisburg.

Ob beim Zeichnen mit Bleistift und Papier, bei der Aquarell- oder Acrylmalerei, beim Gestalten mit Pappe oder der Druckgrafik, beim Trockenfilzen oder im Goldschmiedekurs - die Teilnehmenden erhalten fachkundige Anleitung und können Schritt für Schritt die verschiedenen Materialien, Techniken und Gestaltungsmöglichkeiten kennenlernen. In der ehemaligen Druckerei können so kreative Werke, aber oft auch neue Leidenschaften, Hobbys und Freundschaften entstehen.

Ein besonderer Höhepunkt des aktuellen Kursprogramms ist zudem der Zeichenworkshop im Duisburger Zoo: Am 12. September haben Tierfreunde die Gelegenheit, ihre Lieblingstiere künstlerisch aufs Papier zu bringen und ihre Zeichenfähigkeiten unter fachkundiger Anleitung zu vertiefen. Weitere Informationen und Anmeldung telefonisch unter 0203 283-984609 sowie per E-Mail an c.kleinert@vhs-duisburg.de. Zusätzliche Infos gibt es zudem im Internet unter https://www.vhs- duisburg.de/programm/kultur/kunsthandwerk.

„Cash!“: Führung im Kultur- und Stadthistorischen Museum
Zu einer Führung durch die Ausstellung „Cash! Eine Geschichte des Geldes“ lädt das Kultur- und Stadthistorische Museum am Sonntag, 2. August, um 15 Uhr in die Räumlichkeiten am Johannes-Corputius-Platz 1 am Innenhafen ein.

Dr. Andrea Gropp nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise rund um die Welt zu verschiedenen Formen, Funktionen und Folgen des Geldes im Lauf von sechs Jahrtausenden. Die Gäste erfahren, was Geld eigentlich ist, ob es sich lohnt, steinreich zu sein, wieso die Münze dreimal erfunden wurde und wie das älteste Papiergeld der Welt aussieht.

Am Ende kann man sich fragen: Bin ich eigentlich reich? Und was heißt das überhaupt?
Ein Tauschregal in der Ausstellung lädt zum Mitmachen ein: Wer einen kleinen Gegenstand mitbringt, kann diesen gegen einen anderen aus dem Regal eintauschen.
Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4,50 Euro, für Kinder und Ermäßigte 2 Euro. Das gesamte Programm ist unter https://www.stadtmuseum-duisburg.de/ abrufbar.

E-Team präsentiert neuen elektrischen Rennwagen
Vom Hörsaal auf die Rennstrecke

Das E-Team der Universität Duisburg-Essen hat mit dem A40-06 Beta die neueste Generation seines vollelektrischen Formula-Student-Rennwagens vorgestellt. Rund 70 Studierende verschiedener Fachrichtungen entwickelten, konstruierten, fertigten und montierten das Fahrzeug eigenständig. Mit dem Rennwagen wird das Team an internationalen Wettbewerben in der neuen Formula-Student-Saison teilnehmen, zum Beispiel bei der Formula Student Alpe Adria in Kroatien.

Premiere für den A40-06 Beta: Das UDE E-Team präsentierte am 21. Juli 2026 die neueste Generation seines vollelektrischen Formula-Student-Rennwagens. Copyright: UDE Förderverein Zu den wichtigsten Neuerungen des A40-06 Beta zählen ein deutlich leichterer Stahlrohrrahmen aus hochfestem Docol-R8-Stahl, eine optimierte Aerodynamik, ein überarbeiteter Antriebsstrang sowie Verbesserungen am Hochvoltsystem und der Fahrzeugelektronik.

Mit den Weiterentwicklungen wird zum einen das Gewicht reduziert und zum anderen die Fahrerergonomie verbessert. „Der A40-06 Beta ist für uns weit mehr als ein neuer Rennwagen. In ihm stecken unzählige Stunden studentischer Entwicklungs-, Fertigungs- und Organisationsarbeit. Das Fahrzeug zeigt, was entstehen kann, wenn Studierende ihr Wissen aus dem Studium eigenverantwortlich in einem komplexen technischen Projekt anwenden und gemeinsam als Team an einem Ziel arbeiten“, sagt Omar Almaeeny, Sponsoringleiter des E-Teams der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Seit seiner Gründung im Jahr 2010 entwickelt das E-Team jährlich einen eigenen Rennwagen für die internationale Formula Student. Diese ist ein internationaler Konstruktionswettbewerb, bei dem Studierende eigenständig Rennfahrzeuge entwickeln, bauen und auf Wettbewerben gegeneinander antreten. Neben den dynamischen Fahrdisziplinen werden auch Konstruktion, Kostenplanung, Business-Konzept und technische Innovation bewertet.

Das Projekt bietet Studierenden somit die Möglichkeit, ihr theoretisches Wissen unter realen Bedingungen anzuwenden und verbindet Konstruktion, Elektrotechnik, Softwareentwicklung und Projektmanagement.

An der UDE kommen dafür Studierende aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften sowie weiteren technischen und organisatorischen Studiengängen zusammen. Unterstützt wird das Projekt zudem von zahlreichen Unternehmen, Verbänden, Stiftungen und Einrichtungen – darunter Siemens, ifm, Würth Elektronik, DEKRA, Open Grid Europe sowie die Universität Duisburg-Essen und mehrere ihrer Fakultäten. Weitere Informationen Omar Almaeeny, Sponsoringleiter E-Team Universität Duisburg-Essen, o.almaeeny@eteam-due.de


Zeitgeschehen, Bewegung und digitale Technik: VHS-Kurse speziell für Seniorinnen und Senioren
Lernen, sich austauschen, aktiv bleiben und Neues entdecken: Mit ihrem aktuellen Programm bietet die Volkshochschule Duisburg Seniorinnen und Senioren vielfältige Möglichkeiten, Interessen zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und den Alltag abwechslungsreich zu gestalten. Ein besonderer Treffpunkt für alle, die neugierig auf das Zeitgeschehen sind, ist der „Diskussionskreis für Seniorinnen und Senioren“ im Stadtfenster in der Stadtmitte.

Ab dem 31. August stehen dort montags von 15.15 bis 17.30 Uhr gesellschaftliche, politische und kulturelle Entwicklungen im Mittelpunkt. Gemeinsam werden aktuelle Themen diskutiert und unterschiedliche Sichtweisen ausgetauscht. Wer etwas für Gesundheit, Beweglichkeit und Wohlbefinden tun möchte, findet in den speziell auf ältere Menschen zugeschnittenen Gymnastik- und Fitnesskursen das passende Angebot.

Ob Training mit oder am Rollator, Übungen im Sitzen oder im Stehen – die Kurse sind so gestaltet, dass auch Menschen mit Bewegungseinschränkungen teilnehmen können. Ziel ist es, die Mobilität im Alltag zu erhalten, Kraft, Beweglichkeit und Koordination zu fördern sowie die Freude an der Bewegung zu stärken. Auch beim sicheren Umgang mit moderner Technik unterstützt die VHS Duisburg Seniorinnen und Senioren. Im Android-Einführungskurs erhalten die Teilnehmenden eine verständliche und praxisnahe Einführung in die Bedienung ihres Smartphones.

Ab Mittwoch, 2. September, werden an fünf Vormittagen die wichtigsten Funktionen, hilfreiche Einstellungen und nützliche Anwendungen Schritt für Schritt erklärt. „Die Volkshochschule Duisburg möchte Menschen jeden Alters ermutigen, Neues auszuprobieren und ihre Interessen weiterzuentwickeln“, sagt Heike Pieper vom Fachbereich Gesundheit und Sport.

„Unsere Angebote für Seniorinnen und Senioren schaffen dafür einen Rahmen, der Lernen, Begegnung und persönliche Weiterentwicklung miteinander verbindet.“ Weitere Informationen und Anmeldungen: VHS Duisburg – Fachbereich Gesundheit und Sport E-Mail: h.pieper@vhs-duisburg.de Tel.: 0203 283-98 4609 https://www.vhs-duisburg.de/programm/gesundheit/aktiv-in-der-2- lebenshaelfte

Gemeinsam für den Erhalt der Streuobstwiesen: Social Day der TARGOBANK unterstützt Projekt „One, Two, Three Apple Tree – Streuobstwiesen Duisburg“
Mit vereinten Kräften engagierten sich Mitarbeitende der TARGOBANK Duisburg im Rahmen eines Social Days am Montag, 20. Juli, für den Erhalt einer wertvollen Streuobstwiese in am Angerbach in Duisburg-Huckingen. Beim Social Day selbst packten die Mitarbeitenden der TARGOBANK tatkräftig mit an.

Fotos Umweltamt der Stadt Duisburg

Das angefallene Schnittgut wurde von der Fläche geräumt. Außerdem entfernten sie eingewachsene und nicht mehr benötigte Verbissschutzhüllen sowie achtlos entsorgten Müll. Damit leisteten sie einen wichtigen Beitrag, die Fläche wieder in einen gepflegten und ökologisch wertvollen Zustand zu versetzen. Ein besonderes Highlight des Tages war der Besuch eines Imkers, dessen Bienenvölker auf der Streuobstwiese beheimatet sind.

Während der Mittagspause vermittelte er den Teilnehmenden spannende Einblicke in die Welt der Honigbienen, erläuterte die Bedeutung der Bestäubung für Streuobstwiesen und ließ die Gruppe verschiedene Honigsorten verkosten. So wurde deutlich, wie eng Naturschutz, Landwirtschaft und Imkerei miteinander verbunden sind.

Die Aktion ist Teil des Projekts „One, Two, Three Apple Tree – Streuobstwiesen Duisburg“, das vom Umweltamt der Stadt Duisburg gemeinsam mit der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR) ins Leben gerufen wurde. Ziel des Projektes ist es, die letzten alten Streuobstwiesen im Stadtgebiet langfristig zu erhalten, fachgerecht zu pflegen und für kommende Generationen zu sichern.

„Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Sie bieten Lebensraum für mehrere tausend Tier- und Pflanzenarten und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klima-, Boden- und Wasserschutz. Darüber hinaus bewahren sie alte, regionaltypische Obstsorten und sind ein bedeutendes Kulturgut der niederrheinischen Landschaft. Viele der noch vorhandenen Bestände sind jedoch überaltert und durch jahrzehntelang fehlende Pflege gefährdet“, so Dr. Randolph Kricke, Leiter der Unteren Naturschutzbehörde.

Bereits im Vorfeld hatten Auszubildende der Forstverwaltung der Stadt Duisburg sowie Bundesfreiwilligendienstleistende der BSWR rund 100 etwa 30 Jahre alte Apfelbäume fachgerecht aufgeastet. Durch diese Pflegemaßnahme wird künftig wieder eine landwirtschaftliche Unternutzung der Fläche ermöglicht – ein wichtiger Baustein für die dauerhafte Pflege und den Erhalt der Streuobstwiese.

Mitmachen erwünscht: Streuobstwiesenpatinnen und Streuobstwiesenpaten gesucht Das Projekt „One, Two, Three Apple Tree – Streuobstwiesen Duisburg“ lebt vom Engagement vieler Menschen. Deshalb werden Unternehmen, Vereine, Schulen und interessierte Bürgerinnen und Bürger gesucht, die sich aktiv für den Erhalt der Duisburger Streuobstwiesen einsetzen möchten. Neben einzelnen Pflegeeinsätzen oder Social Days soll künftig ein Netzwerk von Streuobstwiesenpatinnen und Streuobstwiesenpaten entstehen.

Ziel ist es, dass einzelne Wiesen langfristig von engagierten Unternehmen, Vereinen oder Gruppen begleitet werden. Die Patenschaften können beispielsweise regelmäßige Pflegeeinsätze, Pflanzaktionen, das Abräumen von Schnittgut, die Ernte des Obstes sowie dessen gemeinsame Verarbeitung – etwa zu Saft oder anderen regionalen Produkten – umfassen. Auch die Unterstützung bei Veranstaltungen und der Umweltbildung bietet vielfältige Möglichkeiten, sich einzubringen.

So entstehen dauerhafte Partnerschaften, die nicht nur zum Erhalt der Streuobstwiesen beitragen, sondern auch das Bewusstsein für den Wert dieser einzigartigen Kulturlandschaften stärken. Wer sich im Rahmen eines Social Days oder ehrenamtlich engagieren möchte, ist herzlich eingeladen, Kontakt mit dem Projektteam aufzunehmen. Weitere Informationen gibt es bei Katrin Heitmann vom Umweltamt per E-Mail an k.heitmann@stadt-duisburg.de.

Stromversorgung im Stadtteil Baerl vollständig wiederhergestellt
Die Stromversorgung im Stadtteil Baerl ist wieder vollständig hergestellt. Nachdem im Mittelspannungsnetz mehrere Kabelfehler zeitgleich aufgetreten waren, konnten die Netze Duisburg inzwischen alle erforderlichen Notstromaggregate in Betrieb nehmen. Dadurch sind seit 12.30 Uhr sämtliche zuvor betroffenen rund 500 Haushalte wieder mit Strom versorgt.

Rund die Hälfte der betroffenen Haushalte konnte bereits gegen 10.30 Uhr wiederversorgt werden. Parallel zur erfolgreichen Wiederversorgung laufen die Arbeiten zur Behebung der Kabelfehler weiter. Die Fachkräfte der Netze Duisburg haben hierzu umfangreiche Messungen und Prüfungen durchgeführt und zwei Kabelfehler lokalisieren können.

Aktuell laufen die Arbeiten zur Instandsetzung der beiden defekten Kabel. Die Notstromversorgung bleibt bis zum Abschluss der Reparaturarbeiten bestehen. Ziel ist es, die dauerhafte Versorgung über das reguläre Stromnetz schnellstmöglich und sicher wiederherzustellen. Die Netze Duisburg bedanken sich bei den betroffenen Kundinnen und Kunden für ihr Verständnis und ihre Geduld während der Störung. Alle verfügbaren Kräfte arbeiten weiterhin daran, die Instandsetzungsarbeiten zügig abzuschließen.

Stromversorgung in Baerl: Netze Duisburg arbeiten mit Hochdruck an Wiederversorgung
Im Stadtteil Baerl ist es aufgrund mehrerer zeitgleich aufgetretener Kabelfehler im Mittelspannungsnetz der Netze Duisburg zu einer Störung der Stromversorgung gekommen. Aktuell sind rund 500 Haushalte von der Unterbrechung betroffen. Normalerweise können betroffene Straßenzüge nach einem Kabelfehler innerhalb kurzer Zeit über alternative Leitungswege wieder mit Strom versorgt werden.

Im aktuellen Fall ist dies jedoch nur eingeschränkt möglich, da beide möglichen Versorgungswege zu mehreren Netzstationen von den gleichzeitig aufgetretenen Kabelfehlern betroffen sind. Dadurch gestaltet sich die Wiederversorgung deutlich komplexer als bei anderen Netzstörungen. Die Netze Duisburg arbeiten mit Hochdruck daran, die Stromversorgung schrittweise wiederherzustellen.

Derzeit werden Notstromaggregate an den betroffenen Netzstationen aufgebaut, um die Versorgung der Haushalte so schnell wie möglich sicherzustellen. Die ersten Kundinnen und Kunden werden bereits deutlich früher wieder mit Strom versorgt, bis alle betroffenen Haushalte wiederversorgt sind, wird es voraussichtlich bis nach 12 Uhr dauern.

Parallel zum Aufbau der Ersatzversorgung laufen die Arbeiten zur Behebung der Kabelfehler im Mittelspannungsnetz. Hierfür werden umfangreiche Messungen durchgeführt, um die Fehlerstellen eindeutig zu lokalisieren und das Netz umfassend zu prüfen. Erst im Anschluss können die notwendigen Reparaturarbeiten erfolgen.

Die Netze Duisburg bitten die betroffenen Kundinnen und Kunden um Verständnis für die Einschränkungen. Alle verfügbaren Kräfte sind im Einsatz, um die Stromversorgung schnellstmöglich und sicher wiederherzustellen.  

Stadtpark Hochheide: Erster Bauabschnitt fertiggestellt – neue Angebote ab sofort nutzbar
Der erste Bauabschnitt des neuen Quartierparks „Stadtpark Hochheide“ wurde am Wochenende abgeschlossen. Die neuen Angebote und Aufenthaltsbereiche des Parks können ab sofort von allen Anwohnerinnen und Anwohnern als neuer Ort für Bewegung, Begegnung und Erholung genutzt werden.

Das bisherige Angebot wird durch einen großzügigen Calisthenics-Bereich ergänzt. Dabei handelt es sich um eine offene, überdachte Sportanlage, die frei zugänglich ist und zum Training mit dem eigenen Körpergewicht genutzt werden kann. Er umfasst verschiedene fest installierte Geräte wie Klimmzugstangen, Barren und weitere Trainingsmöglichkeiten für Kraft- und Beweglichkeitsübungen.

Eröffnung Stadtpark Hochheide. Kinder der Kita Hanielstraße konnten schon den Kletterfelsen ausprobieren. Fotos Ilja Höpping Stadt Duisburg

Auf den Bewegungs- und Aufenthaltsflächen befinden sich zudem zwei Pumptracks, die zusätzliche Möglichkeiten für Sport, Bewegung und Freizeit schaffen. Bereits seit Mai stehen zwei neue Boulebahnen mit Picknicktisch sowie der Kletterfelsen zur Verfügung. Der Stadtpark Hochheide ist ein bedeutendes Projekt für die Entwicklung des Stadtteils.

Mit klimaresilienter Bepflanzung, nachhaltigen Elementen und barrierearmen Zugängen entsteht ein moderner Freiraum, der Aufenthaltsqualität schafft und Begegnungen ermöglicht. Die nächsten Schritte zur Umsetzung des zweiten und dritten Bauabschnitts werden bereits vorbereitet. Die gesamte Fertigstellung ist für Ende 2027 vorgesehen.

Steffen Bilger soll neuer Bundesverkehrsminister werden: Verantwortung für die Sicherheit von Millionen Menschen
Anlässlich der Ankündigung der Bundesregierung, dass Bundeskanzler Friedrich Merz Steffen Bilger für das Amt des Bundesministers für Verkehr vorschlagen wird, betont der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) die besondere Verantwortung dieses Amtes. Die Entscheidungen des Bundesministeriums für Verkehr haben unmittelbare Auswirkungen auf Millionen Menschen in Deutschland, die täglich auf sichere Mobilität angewiesen sind.

Bundesministerium für Verkehr (Archiv), © Daniela Stanek, DVR

„Ich danke Patrick Schnieder für den stets offenen und vertrauensvollen Austausch in Fragen der Verkehrssicherheit“, sagt Manfred Wirsch, Präsident des DVR. „Steffen Bilger biete ich unsere volle Unterstützung an, um gemeinsam das Ziel des Bundes zu erreichen, die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr bis 2030 um 40 Prozent zu senken.“

Landstraßen sicherer machen, Fuß- und Radverkehr stärken
„Patrick Schnieder hat die Verbesserung der Sicherheit auf Landstraßen sowie den Schutz des Fuß- und Radverkehrs zu zentralen Zielen erklärt“, betont Manfred Wirsch. „Jetzt kommt es darauf an, die Handlungsfähigkeit des Ministeriums auch in der Übergangszeit zu sichern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verlässliche Rahmenbedingungen für ihre engagierte Facharbeit zu geben.

Die Verkehrsgefahren warten nicht – und wir brauchen spürbar mehr Sicherheit auf unseren Straßen: Im Jahr 2025 starben in Deutschland 2.832 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen, rund 49.200 wurden schwer verletzt. Damit verlor etwa alle drei Stunden ein Mensch sein Leben; etwa alle elf Minuten wurde eine Person schwer verletzt.“

Infrastruktur, Vernetzung und Fahrausbildung priorisieren
Aus Sicht des DVR besteht für den neuen Bundesminister insbesondere in drei Bereichen dringender politischer Handlungsbedarf: Beim Neubau von Brücken und bei der Sanierung von Straßen müssen kostspielige neue Gefahrenstellen durch Sicherheitsaudits konsequent vermieden werden. Zudem benötigt die digitale, kooperative Vernetzung im Straßenverkehr politische Priorität, damit Industrie und öffentliche Hand Planungssicherheit erhalten und diese aktiv nutzen.

Darüber hinaus sollte bei der Reform der Fahrschulausbildung die Kritik aus den Bundesländern ernst genommen werden: Auch der DVR hält eine Teilnahme von Fahrschülerinnen und Fahrschülern am Straßenverkehr vor der Fahrprüfung gemeinsam mit einer Begleitperson im eigenen Fahrzeug nur dann für vertretbar, wenn ihre dafür erforderliche Reife zuvor festgestellt wurde.

„Infrastruktur, Digitalisierung und Fahrausbildung sind die Herausforderungen für die ersten 100 Tage von Steffen Bilger“, so Manfred Wirsch. „Verkehrssicherheit ist dabei ein Schlüssel für Kosteneffizienz – sie ist kein Kostenfaktor.“

40 Milliarden Euro Schaden: Investitionen in Verkehrssicherheit senken Kosten
Der DVR weist darauf hin, dass Investitionen in die Verkehrssicherheit nicht nur Menschenleben retten, sondern einen messbaren volkswirtschaftlichen Nutzen schaffen. Nach Erhebungen der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) verursachten Straßenverkehrsunfälle in Deutschland im Jahr 2024 einen volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von rund 40 Milliarden Euro.

„Jeder Euro, den man präventiv in sichere Straßen, intelligente und kooperative Vernetzung, eine hochwertige Fahrausbildung und auch in wirksame Aufklärungsarbeit steckt, zahlt sich doppelt aus – menschlich wie wirtschaftlich“, sagt Manfred Wirsch. „Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat steht der neuen Ministeriumsspitze vom ersten Tag an mit seiner Expertise zur Seite, um Deutschlands Straßen gemeinsam spürbar sicherer zu machen.“

Vom Reiterhof im Münsterland zur Reittherapie in Duisburg
Mit Pferden groß geworden, finanziert Pater Tobias heute über Projekt LebensWert die Reittherapie für sechs Kinder - ein siebtes soll noch in diesem Jahr hinzukommen

Wenn Pater Tobias Breer heute auf dem Reiterhof Köppel/Haus Bilkrath Kindern bei der Reittherapie zuschaut, ist das für ihn auch eine Reise zurück in die eigene Kindheit. Der Prämonstratenser und als „Marathon-Pater“ bekannte Duisburger ist selbst auf einem Reiterhof groß geworden, dem Reiterhof Breer im Münsterland. Pferde gehörten für ihn von klein auf zum Alltag.

Fotos: Kerstin Boegeholz/Projekt LebensWert

Heute nutzt er diese persönliche Verbundenheit, um Kindern zu helfen, für die vieles im Leben nicht selbstverständlich ist. Über das von ihm gegründete Projekt LebensWert werden aktuell sechs Kinder mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen regelmäßig in der Reittherapie gefördert. Ein siebtes Kind soll noch bis Ende 2026 hinzukommen.

„Pferde gehören zu meinem Leben. Ich habe schon als Kind erlebt, wie sensibel sie auf Menschen reagieren und wie viel Vertrauen zwischen Mensch und Tier entstehen kann“, erzählt Pater Tobias. „Wenn ich heute unsere Kinder auf dem Pferd sehe, berührt mich das immer wieder. Da geht es nicht darum, was ein Kind nicht kann. Da zählt das, was plötzlich möglich wird.“


Jesaja - ein Spenden-Marathon mit nachhaltiger Wirkung
Eine besondere Rolle spielt dabei Jesaja. Das Therapiepferd hat eine ganz eigene Geschichte mit Pater Tobias: Vor vier Jahren lief der Marathon-Pater einen Spenden-Marathon, um Jesaja zu finanzieren und für seine spätere Aufgabe als Therapiepferd ausbilden zu lassen.

Heute trägt Jesaja Kinder, die unter anderem mit Autismus-Spektrum-Störungen, ADHS, Epilepsie oder körperlichen und geistigen Mehrfachbehinderungen leben. Einige sind durch die Folgen einer Frühgeburt stark beeinträchtigt und in ihrer Bewegungsfähigkeit erheblich eingeschränkt.

„Wenn ich Jesaja heute mit den Kindern erlebe, weiß ich: Jeder Kilometer damals hat sich gelohnt“, sagt Pater Tobias. „Aus einem Marathon ist etwas entstanden, das bis heute wirkt. Für mich ist das viel wichtiger als irgendeine Medaille.“

Auf dem Reiterhof Köppel/Haus Bilkrath im Duisburger Süden begleitet Reittherapeutin Nicole Hocks die Kinder. Sie erlebt, dass es häufig die vermeintlich kleinen Fortschritte sind, die besonders viel bedeuten: „Die Kinder müssen sich auf das Pferd und seine Bewegungen einlassen und Vertrauen entwickeln. Was von außen manchmal nur wie ein kleiner Schritt aussieht, kann für ein Kind ein riesiger Erfolg sein.“

Die Bewegungen des Pferdes können Körperwahrnehmung und motorische Fähigkeiten unterstützen. Gleichzeitig geht es um Nähe, Vertrauen, Selbstbewusstsein und die Beziehung zum Tier. Die Reittherapie unterstützt damit die persönliche, körperliche und seelische Entwicklung der Kinder. Sechs Kinder - und bald soll ein siebtes dazukommen

Pater Tobias ist wichtig, dass es nicht bei einzelnen schönen Erlebnissen bleibt. Über das Kinderhilfswerk „KiPa-cash-4-kids“ von Projekt LebensWert wird deshalb eine regelmäßige und langfristige Reittherapie ermöglicht.

Aktuell werden sechs Kinder gefördert. Noch in diesem Jahr möchte Projekt LebensWert die Therapie für ein siebtes Kind übernehmen.
Eine Einheit kostet 66 Euro. Bei 52 Einheiten entstehen für ein Kind 3.432 Euro im Jahr. Bei sieben Kindern beträgt der jährliche Aufwand 24.024 Euro. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Therapiestunden nicht.

„Entwicklung braucht Zeit und Vertrauen braucht Verlässlichkeit“, sagt Pater Tobias. „Deshalb wollen wir die Kinder nicht nur für ein paar Wochen begleiten. Wenn wir eine Förderung übernehmen, soll das Kind regelmäßig zur Reittherapie kommen können.“

Das 2007 von Pater Tobias gegründete Projekt LebensWert engagiert sich mit unterschiedlichen Angeboten für Kinder und Familien und arbeitet dabei nach dem Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe. Für Pater Tobias schließt sich mit der Reittherapie ein ganz persönlicher Kreis: Als Kind selbst zwischen Pferden aufgewachsen, ermöglicht er heute Kindern diese besondere Begegnung.

Und wenn Jesaja mit einem der Kinder ruhig seine Runden dreht, zählt für einen Moment nicht die Diagnose und nicht die Behinderung.
Dann zählt einfach nur das Kind. Spenden an: Projekt LebensWert - Reittherapie - DE 34360602950010766036

Meidericher Gemeinde lädt zum Spieleabend für Jung und Alt ins Gemeindezentrum
D Zu einem bunten Spieleabend lädt die Evangelische Kirchengemeinde Meiderich in das Gemeindezentrum, Auf dem Damm 8. Dort warten am Dienstag, 4. August um 19 Uhr alte Klassiker und neue Spiele darauf, entdeckt zu werden.

Wer mag, bringt gerne eigene Spiele - egal ob Klassiker, Karten-, Brett- oder Gesellschaftsspiele - mit, die mit anderen ausprobiert werden können. Getränke und Snacks gibt's zum Selbstkostenpreis. Wenn der Abend weiterhin gut ankommt, wird es monatlich einen Spieleabend im Gemeindezentrum geben. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de.  

Zusammen dem Meeresrauschen lauschen
Gemeinden laden zur gemeinsamen Sommerkirche ein
Unter dem Motto „Gemeinsam Meeresrauschen“ laden die evangelischen Kirchengemeinden Duisburg Obermeiderich, Meiderich und Ruhrort-Beeck, die bald zusammen die „Hafengemeinde“ bilden, zur diesjährigen Sommerkirche ein. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine abwechslungsreiche Gottesdienstreihe rund um das Thema Meer – mit inspirierenden Predigten, bewegenden Geschichten und Raum für Begegnung.

Die fünf Gottesdienste - immer sonntags um 11 Uhr - greifen biblische Bilder und Erfahrungen auf: von der Sehnsucht nach neuen Ufern über das Leben im Sturm bis hin zur Hoffnung und Orientierung. Veranstaltungsorte sind am 2.8 und 30.8. die evangelische Kirche in Obermeiderich, Emilstr. 27, sowie am 9., 16. und 23.8 die evangelische Kirche Beeck, Friedrich-Ebert-Str. 370. Damit alle unkompliziert teilnehmen können, verkehrt an jedem Sonntag ein kostenloser Shuttlebus zwischen Ruhrort-Beeck, Meiderich und Obermeiderich.  
Infos zu den Gemeinden gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de, www.obermeiderich.de und www.ruhrort-beeck.de.



NRW: Ausgaben für Leistungen der Sozialhilfe 2025 um rund 5 % gestiegen
* Anstieg fiel mit 4,7 % deutlich geringer aus als im Vorjahr (+16,6 %)
* Ausgaben für Hilfe zur Pflege mit +10,4 % am stärksten gestiegen
* Auch die Ausgaben für Eingliederungshilfe nach SGB IX stiegen mit 6,7 % weniger stark als im Vorjahr (+13,2 %)

Die Nettoausgaben für Leistungen der Sozialhilfe nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) lagen im Jahr 2025 bei rund 5,25 Milliarden Euro und waren damit um 236 Millionen Euro höher als ein Jahr zuvor. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, fiel der Anstieg der Ausgaben mit 4,7 % deutlich schwächer aus als in den Vorjahren mit einem Plus von 16,6 % in 2024 und von 15,7 % in 2023.

Inflationsbereinigt stiegen die Ausgaben im Jahr 2025 um 2,6 %, in 2024 um 14,1 % und in 2023 um 9,5 %. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist der größte Ausgabeposten der Sozialhilfe Mit rund 3 Milliarden Euro wurde mehr als die Hälfte (57 %) der gesamten Nettoausgaben der Sozialhilfe für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ausgegeben. Das waren 2,9 % mehr als im Vorjahr.

In den Jahren 2024 und 2023 fiel der Anstieg mit 14,0 % bzw. 13,5 % deutlich höher aus. Anders als in den Vorjahren gab es 2025 keine Erhöhung der Regelsätze. Die Ausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung werden vollständig aus Erstattungsmitteln des Bundes an die Länder finanziert.

Nettoausgaben für Hilfe zur Pflege um 10,4 % gestiegen
Der zweitgrößte Ausgabeposten ist die Hilfe zur Pflege nach dem 7. Kapitel SGB XII. Hier sind die Ausgaben 2025 mit 10,4 % am stärksten gestiegen. Der Anstieg fiel aber auch hier weniger hoch aus als in den Vorjahren mit 21,4 % in 2024 und 23,1 % in 2023.

Die Ausgaben für Hilfe zur Pflege lagen 2025 bei rund 1,3 Milliarden Euro und machten 25 % der Sozialhilfeausgaben aus. Hilfe zur Pflege erhalten pflegebedürftige Personen, wenn der notwendige und angemessene Pflegebedarf nicht bzw. nicht vollständig durch Leistungen der Pflegeversicherung gedeckt ist und nicht genügend Eigenmittel verfügbar sind, um die (verbleibenden) Kosten zu tragen.

Zum 01. Januar 2025 trat gemäß dem Pflegeunterstützungs- und Entlastungsgesetz (PUEG) eine Erhöhung der Leistungsbeträge der Pflegeversicherung um 4,5 % in Kraft.



Ausgaben für Eingliederungshilfe nach SGB IX um 6,7 % gestiegen 2025 wurden für die Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem SGB IX netto 7,7 Milliarden Euro aufgebracht. Das waren 6,7 % mehr als im Vorjahr. Damit stiegen auch hier die Ausgaben weniger stark als in den Vorjahren mit 13,2 % in 2024 und 10,1 % in 2023.

Die Leistungen der Eingliederungshilfe sollen Menschen mit Behinderung eine individuelle Lebensführung ermöglichen und die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft fördern. Inflationsbereinigt sind die Nettoausgaben für die Eingliederungshilfe nach SGB IX im Jahr 2025 um 4,5 % gestiegen, in 2024 um 10,7 % und in 2023 um 4,2 %.

Kinderschutz: Zahl der Inobhutnahmen im Jahr 2025 um 18 % gesunken
• Inobhutnahmen aufgrund unbegleiteter Einreisen binnen eines Jahres von 30 800 auf 16 500 Fälle fast halbiert
• Erneut mehr körperliche und psychische Misshandlungen  besonders an Mädchen
• Widersprüche von Sorge- und Erziehungsberechtigten bei Verdacht auf Vernachlässigungen und Gewalt am häufigsten

Im Jahr 2025 haben die Jugendämter in Deutschland rund 56 900 Kinder oder Jugendliche zu ihrem Schutz vorübergehend in Obhut genommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 18 % oder rund 12 600 weniger Jungen und Mädchen als im Jahr zuvor.

Bereits 2024 hatte es einen Rückgang der Inobhutnahmen um 7 % oder 5 100 Fälle gegeben. Damit ist die Fallzahl innerhalb von zwei Jahren um rund ein Viertel gesunken (-24 % oder 17 700 Fälle), nachdem sie zuvor drei Jahre in Folge auf knapp 74 600 Schutzmaßnahmen im Jahr 2023 gestiegen war.



Inobhutnahmen aufgrund unbegleiteter Einreisen binnen eines Jahres fast halbiert
Hintergrund der seit den 2010er Jahren stark schwankenden Fallzahlen ist vor allem die Entwicklung unbegleitet eingereister Minderjähriger aus dem Ausland. Auch der aktuelle Abwärtstrend ist durch einen Rückgang an vorläufigen und regulären Inobhutnahmen nach unbegleiteten Einreisen zu erklären: Binnen eines Jahres hat sich ihre Zahl von rund 30 800 auf knapp 16 500 Fälle nahezu halbiert (‑47 %).

Gleichzeitig nahmen die Fallzahlen bei den Selbstmeldungen um rund 870 auf etwa 10 100 Fälle (+9 %) und bei den dringenden Kindeswohlgefährdungen um 850 auf gut 30 300 Fälle (+3 %) zu. Bei den Selbstmeldungen war dies der fünfte, bei den dringenden Kindeswohlgefährdungen der zweite Anstieg in Folge.

Die Betroffenen: Knapp zwei Fünftel Kinder unter 14 Jahren Gut jede zweite Schutzmaßnahme (53 %) wurde 2025 wegen einer dringenden Kindeswohlgefährdung durchgeführt. In 29 % der Fälle war der Anlass eine unbegleitete Einreise und in 18 % eine Selbstmeldung der Minderjährigen beim Jugendamt. Die meisten Betroffenen waren bereits Jugendliche ab 14 Jahren, knapp zwei Fünftel (38 %) zählten aber noch zu den Kindern unter 14 Jahren.

Ein Fünftel (20 %) aller Betroffenen war von Zuhause ausgerissen, etwa ebenso viele (19 %) wurden an einem jugendgefährdenden Ort angetroffen. Zuvor lebten 59 % der Minderjährigen in einer Familie oder einem privaten Haushalt und 20 % in einer Einrichtung. In den anderen Fällen war der vorherige Aufenthalt unbekannt (14 %) oder keine feste Unterkunft vorhanden (7 %).

Erneut mehr körperliche und psychische Misshandlungen - besonders an Mädchen Die häufigsten Anlässe für eine Schutzmaßnahme waren in 2025 (Mehrfachnennungen möglich): Überforderungen der Eltern (32 %), unbegleitete Einreisen (29 %), Vernachlässigungen (16 %), körperliche Misshandlungen (15 %) und psychische Misshandlungen (11 %).



Trotz des allgemeinen Rückgangs waren die Nennungen bei 9 von insgesamt 13 möglichen Anlässen gegenüber dem Vorjahr gestiegen: Am höchsten war das Plus bei körperlichen und bei psychischen Misshandlungen (+1 114 und +941 Nennungen). Damit sind körperliche Misshandlungen das zweite, und psychische Misshandlungen das sechste Mal in Folge gestiegen. Besonders hoch war der Zuwachs in beiden Fällen bei den Mädchen (+745 und +750 Nennungen).

Der Mädchenanteil betrug in 2025 damit bei körperlichen Misshandlungen 65 % und bei psychischen 62 %. Zum Vergleich: Innerhalb der minderjährigen Bevölkerung lag der Mädchenanteil in 2025 bei knapp 49 %. Widersprüche bei Verdacht auf Vernachlässigungen und Gewalt besonders häufig In 9 % aller Fälle wurde von den Sorge- oder Erziehungsberechtigten ein Widerspruch gegen die Inobhutnahme eingelegt, weil sie damit nicht einverstanden waren.

Am höchsten war die Quote der Widersprüche bei Verdacht auf Vernachlässigung (26 %), psychischen Misshandlungen (25 %), sexueller Gewalt (22 %) und körperlichen Misshandlungen (19 %). Eine hohe Widerspruchquote kann auf eine mangelnde Kooperationsbereitschaft der Sorge- oder Erziehungsberechtigten bei der Behebung der Kindeswohlgefährdung hindeuten.

Geht das Jugendamt bei einem Widerspruch davon aus, dass die Kindeswohlgefährdung andauert, kann es das Familiengericht anrufen, damit es die erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung des Kindeswohls herbeiführt. In 2025 haben die Jugendämter diese Möglichkeit in 82 % aller Widerspruchsfälle genutzt.

Ein Viertel der Betroffenen kehrte an vorherigen Aufenthaltsort zurück
Im Anschluss an die Schutzmaßnahme kehrte ein Viertel (25 %) der Kinder und Jugendlichen an den vorherigen Aufenthaltsort zurück. Weitere 44 % wurden nach der Inobhutnahme an einem neuen Ort untergebracht.

In 14 % der Fälle beendeten die Betroffenen die Inobhutnahme selbst, etwa, indem sie aus der Maßnahme ausrissen. In 8 % der Fälle wechselte die Zuständigkeit und in weiteren 8 % wurde die Maßnahme auf andere Weise beendet. Diese Angaben zum Maßnahmenende beziehen sich nur auf reguläre Inobhutnahmen (ohne vorläufige Inobhutnahmen).

Sonntagskonzert mit dem „Duisburger Hafenchor“
Der „Duisburger Hafenchor“ wirft am Sonntag, 2. August, um 15 Uhr seinen Anker im Volkspark Rheinhausen aus. Dann erklingen im Musikpavillon deutsche Schlagerhits Popsongs mit Ohrwurm-Garantie. Mitsingen erlaubt. Der Chor verbreitet seit Generationen beste Stimmung und blickt auf eine lange Tradition bis ins Jahr 1874 zurück.

Die Konzerte werden durch den Bauverein Rheinhausen und den Förderverein für Kultur- und Brauchtumspflege Rheinhausens & Rumeln- Kaldenhausens e.V. unterstützt. Der Eintritt ist frei. Weitere Termine 9. August – Die Bergsteirer 29. August – Westside im Park (15 bis 22 Uhr) Aktuelle Informationen gibt es im Internet unter: https://www.facebook.com/SonntagskonzerteRheinhausen/

(C) Duisburger Hafenchor

Duisburg ist jetzt Mitglied im Gesunde Städte-Netzwerk Deutschland

Die Stadt Duisburg ist seit Juli 2026 offiziell Mitglied im Gesunde Städte- Netzwerk Deutschland (GSN). Grundlage hierfür war der Beschluss des Rates der Stadt Duisburg vom 24. Februar 2026, mit dem die Mitgliedschaft einstimmig befürwortet wurde. Mit dem Beitritt bekräftigt die Stadt ihr Engagement für Gesundheitsförderung, Prävention und gesundheitliche Chancengleichheit.

Ziel ist es, Gesundheit als Querschnittsaufgabe weiter zu stärken und gesundheitsförderliche Lebensbedingungen für alle Duisburgerinnen und Duisburger zu schaffen. Das Gesunde Städte-Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Kommunen, die sich den Zielen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Ottawa- Charta zur Gesundheitsförderung verpflichtet haben.

Durch die Mitgliedschaft erhält Duisburg die Möglichkeit, sich mit anderen Städten fachlich auszutauschen, erfolgreiche Ansätze der Gesundheitsförderung weiterzuentwickeln und eigene Erfahrungen einzubringen. Die Netzwerkarbeit wird in Duisburg gemeinsam vom Gesundheitsamt und der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen Duisburg im Rahmen des im Netzwerk vorgesehenen Tandems aus Kommune und Zivilgesellschaft koordiniert.

Als Großstadt im Herzen der Metropolregion Ruhr, Standort des weltweit größten Binnenhafens sowie als Stadt mit einer hohen kulturellen und sozialen Diversität bringt Duisburg dabei eine besondere Perspektive in das Netzwerk ein.

IHK und NRW School of Governance kooperieren - Einblick für Studenten in wirtschaftspolitische Praxis  
Die Niederrheinische IHK und die NRW School of Governance beabsichtigen, künftig enger zusammenzuarbeiten. Die Verbindung aus Wirtschaft und Wissenschaft wird den Standort stärken: Studenten erhalten Einblick, was die Wirtschaft bewegt und wie sich Politik gestalten lässt. Gleichzeitig profitieren regionale Unternehmen von der politik-wissenschaftlichen Expertise der NRW School of Governance.  

Mit dem Memorandum of Understanding erhält der Austausch zwischen IHK und NRW School of Governance einen gemeinsamen Rahmen. IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger betont: „Wir haben direkten Zugang zur Politik und können den Studenten einen praxisnahen Bezug zu ihrer Forschung ermöglichen. Die School of Governance verhilft uns mit wissenschaftlichen Analysen zu neuen Erkenntnissen bei Wirtschaftsthemen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“  

Auch Prof. Dr. Andreas Blätte sieht aus Sicht des Direktoriums der NRW School of Governance die Chancen, die entstehen: „Unseren Studierenden wird die Kooperation die Perspektive einer großen, international vernetzten Industrie- und Handelsregion vermitteln. Mit der Zusammenarbeit werden wir im konkreten Kontext unserer Region die politische Gestaltungsperspektive verfolgen, wie aus realen Problemen vor Ort Positionen werden, wie diese in den demokratischen Prozess eingebracht und wirksam werden.

Das gelingt nicht immer, aber am Ende geht es darum, dass die Demokratie problemlösungsfähig ist. Wir werden durch die Zusammenarbeit für Forschung und Lehre viele neue Erkenntnisse gewinnen.“  

V. l.: IHK-Geschäftsführer Organisation Jörg Sinnig, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger, IHK-Geschäftsführer Ocke Hamann, NRWS-Studienkoordinator Raphael Moser, NRWS-Direktor Prof. Dr. Andreas Blätte und NRWS-Geschäftsführer Markus Hoffmann.  Foto: Niederrheinische IHK

IHK-Lehrgang zum Freien Redner startet im September  
Bei wichtigen Lebensereignissen setzen immer mehr Menschen auf Freie Redner. Die Niederrheinische IHK bietet zu diesem Thema einen Zertifikatslehrgang an. Er umfasst 50 Unterrichtseinheiten und findet in der Zeit vom 5. September bis 10. Oktober statt.   Die Weiterbildung vermittelt das nötige Handwerkszeug, um Reden bei Hochzeiten, Trauerfeiern und anderen wichtigen Anlässen zu halten.

Dabei werden sowohl rhetorische Fähigkeiten als auch ein professioneller Auftritt trainiert. Ziel ist es, eine eigene Rede zu entwickeln, einzuüben und erfolgreich vorzutragen. Die Einheiten werden teilweise vor Ort in Duisburg und online über Microsoft Teams abgehalten. Weitere Informationen gibt es bei IHK-Ansprechpartnerin Sabrina Althoff: 0203 2821-382, althoff@niederrhein.ihk.de. Anmeldung direkt unter: www.ihk.de/niederrhein/veranstaltungen

Sommerferienaktion: Bewegungspower trifft Brettspielspaß
Kinder, Jugendliche und Familie können an zwei Donnerstagen, 30. Juli und 27. August, auf dem Walsumer Kometenplatz jeweils zwischen 14 und 18 Uhr gemeinsam aktiv werden. Die Sportjugend des Stadtsportbundes, die Bezirksbibliothek Walsum sowie die Bezirksverwaltung Walsum verwandeln den Platz in eine riesige Spielearena.

Zahlreiche Spiel- und Sportgeräte werden angeboten, so dass man sich bei Hockey, einer Jonglierstation oder Badminton auspowern kann. Auch clevere Brettspiele und Kartenspiele stehen zur Verfügung, so dass die Teilnehmenden ihr strategisches Geschick beweisen können – hier ist für jeden etwas dabei.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich – man kann einfach vorbeikommen und einen großartigen Nachmittag unter freiem Himmel genießen. Für Rückfragen steht Frau Keutel telefonisch unter 0203 283-987894 oder per E-Mail an kultur.walsum@stadt-duisburg.de zur Verfügung.

Dreck weg Aktion in Rheinhausen
Der Verein „Du bist Rheinhausen“ startet am Samstag, 01.08.2026 um 10.00 Uhr eine weitere Müllsammelaktion, diesmal an der Bezirksbibliothek Rheinhausen, Händelstraße 6 in 47226 Duisburg und wird bis 12:00 Uhr das dortige Umfeld in Angriff nehmen.

Alle Rheinhauser*innen sind eingeladen mitzumachen. Wie gewohnt werden Mitstreiterinnen und Mitstreiter mit allen Utensilien ausgestattet, die sie brauchen: Handschuhe, Greifzangen, Müllsäcke und Eimer stehen bereit.

Du bist Rheinhausen ist eine Anlaufstelle für Menschen in Rheinhausen, die die Ärmel hochkrempeln und ihre Heimat gestalten möchten, seien es bestehende Initiativen, Vereine oder Einzelne, die Ideen haben, die sich gemeinsam leichter umsetzen lassen. Du bist Rheinhausen e.V. Otto-Schulenberg-Straße 38 47228 Duisburg-Rheinhausen

Mehr als 1.300 neue PV-Anlagen im 1. Halbjahr in Betrieb genommen
Die Energiewende in Duisburg läuft in hohem Tempo weiter, hat aber im Bereich der Photovoltaikanlagen im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht an Fahrt verloren. In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden insgesamt 1.340 (Stand 21. Juli 2026) neue Photovoltaikanlagen im Duisburger Stadtgebiet in Betrieb genommen. Das waren 216 Anlagen (14 Prozent) weniger als im ersten Halbjahr 2025. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Stadtwerke Duisburg der Zahlen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

744 der neuen Sonnenkraftwerke sind sogenannte Balkonkraftwerke, also PV-Anlagen mit einer Nettoleistung bis maximal 0,8 Kilowatt peak (kWp). Damit machen die kleinen Photovoltaikanlagen für Balkon, Terrasse oder Fassade rund 55 Prozent aller neu gemeldeten Anlagen aus - das war auch im ersten Halbjahr 2025 ihr Anteil an der Gesamtzahl der neuen Anlagen. Besonders attraktiv sind Balkonkraftwerke, da sie auch für Mieterinnen und Mieter sowie für Haushalte ohne eigenes Dach eine einfache Möglichkeit bieten, Solarenergie zu erzeugen und einen Teil des eigenen Strombedarfs abzudecken.

596 der neu gemeldeten Anlagen 2026 sind größere Photovoltaikanlagen auf Dächern von Wohn- und Geschäftsgebäuden. Die größte der neuen Anlagen wurde im Duisburger Hafen errichtet und bringt eine Leistung von fast 1,6 Megawatt peak (MWp). 85 der neuen Anlagen haben eine Leistung von mehr als 20 kWp. Insgesamt bringen es alle im ersten Halbjahr 2026 neu installierten PV-Anlagen in Duisburg auf eine Leistung von 14,8 MWp.

Rein rechnerisch könnten diese Anlagen so viel Strom erzeugen, wie 4.200 Haushalte pro Jahr verbrauchen. Gemeinsam leisten die neuen Anlagen einen wichtigen Beitrag zur regionalen Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen und helfen dabei, den Anteil klimafreundlicher Energie in Duisburg weiter auszubauen und die Energiewende vor Ort weiter voranzutreiben.

Stadtwerke helfen beim Einstieg in die Stromerzeugung
Der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit und einer aktiven Beteiligung an der Energiewende wächst weiter. Mit einer eigenen Photovoltaikanlage können Bürgerinnen und Bürger ihren eigenen Strom erzeugen, den Eigenverbrauch steigern und langfristig von selbst produzierter Energie profitieren und sich unabhängiger von schwankenden Energiekosten machen.

Meist rechnet sich eine solche Investition schon nach wenigen Jahren. Die Stadtwerke Duisburg unterstützen Immobilienbesitzerinnen und Immobilienbesitzer dabei, selbst in die Stromproduktion auf dem eigenen Dach einzusteigen und bieten dazu regelmäßig attraktive Sonderaktionen. Im kommenden Monat startet nun eine besonders attraktive Photovoltaik-Kampagne: Neben der PV-Anlage werden ein Batteriespeicher sowie eine Split-Klimaanlage Teil des Angebots sein.

Jetzt informieren und Beratungstermin sichern
Alle Informationen zum Thema Photovoltaik haben die Stadtwerke auf ihrer Internetseite unter www.swdu.de/photovoltaik zusammengestellt. Interessierte können dort eine erste, unverbindliche Kalkulation direkt online vornehmen – alternativ telefonisch unter 0203/604-1111. Bereits nach zwei bis drei Tagen findet ein erster Beratungstermin statt. Nach Bauplanung und Terminabstimmung vergehen in der Regel nur wenige Wochen bis zur ersten selbst erzeugten Kilowattstunde.


Desert Wind Sonata Musik für Saxophon, Querflöte und Ney mit Maren Lueg 
Am 2. August ist Saxophonistin und Flötistin Maren Lueg zu Gast in der Evangelischen Kirchengemeinde Duisburg Hochfeld-Neudorf: Sie bietet um 18 Uhr im Neudorfer Gemeindesaal, Wildstraße 31, einen faszinierenden Einblick in die Verbindung zwischen orientalischer Musik und westlicher Klassik.

Maren Lueg hat sich auf ihrer musikalischen Reise als Komponistin von den großen klassischen Meistern wie Beethoven, Ravel, Rimsky-Korsakov, Debussy und Liszt inspirieren lassen.

Foto: https://marenlueg.org/

Luegs Kompositionen spiegeln ihre eigenen Reisen nach Kairo und Istanbul und ihr Studium der arabischen und türkischen Kunstmusik wider. In diesem Konzert präsentiert sie eine vielfältige Auswahl von Werken, die sie für Alt-, Tenor- und Sopransaxophone sowie Querflöten arrangiert hat.

Das Konzert verspricht eine fesselnde musikalische Reise durch die Welt der orientalischen und westlichen Klassik, die die kulturellen Brücken zwischen diesen beiden Traditionen aufzeigt und die zeitlose Schönheit und Vielfalt der Musik feiert. Der Eintritt ist frei, über eine Spende am Ausgang freut sich die Künstlerin. 
Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.hochfeld-neudorf.de, zur Musikerin unter https://marenlueg.org.

Rheingemeinde lädt zum Spieleabend nach Wanheim
Am 3. August 2026 ist wieder Spieleabend in der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg. Fans von Würfel-, Karten- und Gesellschaftsspielen treffen sich diesmal um 17 Uhr in der Wanheimer Kirche, Friemersheimer Straße – Ecke Wanheimer, um gemeinsam bei Knabbereien und Getränken viel Spaß zu haben beim Würfeln, Kartenkloppen und Knobeln.

Highlights sind z.B. „Sky-Jo“, „Dogs“, „Quixx“ oder „Uno Flip“, aber auch andere Spiele sind gerne gesehen. Anmelden muss sich niemand. Wer mag, darf sein Lieblingsspiel mitbringen und es den anderen vorstellen. Mehr Informationen gibt es bei Ute Theisen, 0177/8066048, ute.theisen.1@ekir.de.  

Zusammen dem Meeresrauschen lauschen: Gemeinden laden zur gemeinsamen Sommerkirche ein
 Unter dem Motto „Gemeinsam Meeresrauschen“ laden die evangelischen Kirchengemeinden Duisburg Obermeiderich, Meiderich und Ruhrort-Beeck, die bald zusammen die „Hafengemeinde“ bilden, zur diesjährigen Sommerkirche ein. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine abwechslungsreiche Gottesdienstreihe rund um das Thema Meer – mit inspirierenden Predigten, bewegenden Geschichten und Raum für Begegnung.

Die fünf Gottesdienste - ab dem 2.8, immer sonntags um 11 Uhr - greifen biblische Bilder und Erfahrungen auf: von der Sehnsucht nach neuen Ufern über das Leben im Sturm bis hin zur Hoffnung und Orientierung. Veranstaltungsorte sind im Wechsel die evangelischen Kirchen in Obermeiderich, Emilstr. 27, und Beeck, Friedrich-Ebert-Str. 370.

Damit alle unkompliziert teilnehmen können, verkehrt an jedem Sonntag ein kostenloser Shuttlebus zwischen Ruhrort-Beeck, Meiderich und Obermeiderich. Infos zu den Gemeinden gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de, www.obermeiderich.de und www.ruhrort-beeck.de.

Das Smartphone ist die Urlaubskamera Nummer eins
Angesichts von Digitalkameras, Action-Cams, Sofortbildkameras und Drohnen stellt sich die Frage, womit Urlaubsfotos heute tatsächlich entstehen. Die Antwort fällt eindeutig aus: Drei Viertel der Befragten nutzen dafür die Smartphone-Kamera (75 Prozent). Klassische Digitalkameras oder Kompaktkameras kommen auf 8 Prozent, Spiegelreflex- oder Systemkameras auf 6 Prozent.

Spezialgeräte bleiben die Ausnahme: Sofortbildkameras und Action-Cams wie GoPros werden jeweils von 2 Prozent genutzt. Unterwasserkameras, analoge Kameras, Drohnen und Kinderkameras liegen jeweils bei 1 Prozent. Damit findet Urlaubsfotografie für die große Mehrheit über das Gerät statt, das ohnehin im Alltag dabei ist, das Smartphone.

VGL / KI-generiert

Das erklärt auch, warum im Urlaub schnell viele Bilder zusammenkommen. Fotografieren ist unkompliziert, der Speicherplatz groß und das nächste Motiv selten weit weg. Was früher ein begrenzter Film war, ist heute eine große digitale Sammlung.

Ein Drittel lässt Urlaubsfotos auf dem Smartphone
Nach dem Urlaub zeigt sich, wie digital diese Erinnerungen bleiben. Bei knapp einem Drittel bleiben die Urlaubsfotos überwiegend auf dem Smartphone (31 Prozent). Weitere Befragte speichern sie in einer Cloud (17 Prozent) oder sichern sie auf einer Festplatte, Speicherkarte oder einem anderen Datenträger (ebenfalls 17 Prozent).

Damit landet ein großer Teil der Urlaubsbilder vor allem in digitalen Speichern. Auffällig ist auch, wie selten Fotos nach der Reise sortiert werden: Nur 10 Prozent sortieren doppelte oder schlechte Aufnahmen bewusst aus. Viele Bilder landen im Speicher, doch nur ein kleiner Teil wird später ausgewählt, geordnet oder weiterverarbeitet.

Fotobücher und Abzüge bleiben die Ausnahme
Gedruckte Varianten sind deutlich seltener. Ein Fotobuch erstellen nach dem Urlaub 6 Prozent, einzelne Abzüge lassen 5 Prozent drucken. Ein Fotoalbum oder Reisetagebuch gestalten nur 1 Prozent, ebenso wenige drucken einzelne Bilder mit einem Fotodrucker aus. Bilder zu rahmen oder aufzuhängen, spielt in der Umfrage praktisch keine Rolle.

Ganz verschwunden ist das gedruckte Urlaubsfoto aber nicht. Die Frage nach den Gründen fürs Drucken zeigt ein anderes Bild: Knapp ein Viertel der Befragten erstellt grundsätzlich gerne Fotobücher oder Alben (23 Prozent). Gedruckt wird außerdem, um Fotos zu verschenken, aufzuhängen (19 Prozent) oder sie im Alltag anzusehen (15 Prozent).

Gleichzeitig wird deutlich, warum viele Fotos digital bleiben. Einige verzichten auf Ausdrucke, weil sie ihre Bilder digital speichern (19 Prozent). Für andere ist der Aufwand zu groß (13 Prozent), einige vergessen nach dem Urlaub meist, Fotos zu drucken oder Alben zu erstellen (6 Prozent). Zwischen dem Wunsch nach sichtbaren Erinnerungen und der tatsächlichen Umsetzung steht also oft der Alltag.

Mobile Fotodrucker können diese Lücke kleiner machen. Sie bringen einzelne Bilder direkt vom Smartphone aufs Papier, auch schon während der Reise. So lassen sich Reisetagebücher oder Alben unterwegs füllen. Auch für Kinder gibt es passende Modelle, mit denen sie eigene Urlaubserinnerungen direkt festhalten können.

Sofortbildkameras sind dagegen fast ein Gegenentwurf zur digitalen Bilderflut. Hier entsteht nicht die zehnte Version desselben Motivs, sondern ein einzelnes Bild direkt beim Fotografieren. Das macht die Aufnahme bewusster und gibt ihr von Anfang an mehr Gewicht.

Aus digitalen Bildern werden nur selten gedruckte Erinnerungen
Die Umfrage zeigt vor allem eines: Urlaubsfotos werden heute schnell aufgenommen, gespeichert und teils auch digital geteilt. In sozialen Netzwerken entsteht daraus für manche eine Art laufendes Fotoalbum. Gedruckte Bilder spielen dagegen vor allem abseits des Bildschirms eine besondere Rolle: Sie holen ausgewählte Momente aus der digitalen Masse heraus und geben ihnen einen festen Platz im Alltag.

Schon wenige ausgewählte Bilder können reichen, um eine Reise später wieder präsent zu machen. Ein Fotobuch im Regal, ein Album auf dem Couchtisch, ein Sofortbild an der Pinnwand oder ein kleiner Stapel Abzüge, der herumgereicht wird: Mehr braucht es manchmal nicht, damit aus gespeicherten Bildern sichtbare Erinnerungen werden.    



Nachtfahrten sicher vorbereiten, Müdigkeit früh erkennen und Pausen richtig planen
Mitten in der Ferienzeit sind viele Reiserouten stark belastet. Deshalb verlegen manche Autofahrer die Fahrt in die Abend- oder Nachtstunden. Das kann für weniger Verkehr und angenehmere Temperaturen sorgen, stellt aber zugleich besondere Anforderungen an Konzentration und Aufmerksamkeit. Der ACV Automobil-Club Verkehr klärt die wichtigsten Fragen rund um Vorbereitung, Abfahrtszeit, Müdigkeit, Pausen und Fahrten mit Kindern.

Was spricht für und gegen eine Nachtfahrt?
Eine Nachtfahrt in den Urlaub kann viele Vorteile haben. Auf den Autobahnen lassen sich häufig der Berufsverkehr und in den Ferien auch Staus vermeiden. Gerade im Sommer können die kühleren Temperaturen die Fahrt angenehmer machen. Außerdem schlafen Kinder auf längeren Fahrten häufig schneller ein und viele Urlauber erreichen ihr Ziel bereits am Morgen.

Ganz so einfach ist es trotzdem nicht. Bei Dunkelheit werden Baustellen, Stauenden, Wild oder schlecht beleuchtete Fahrzeuge oft später erkannt. Gleichzeitig ist der Körper nachts eigentlich auf Ruhe eingestellt und nicht auf stundenlange Konzentration am Steuer. Wer müde losfährt oder nach einem langen Tag schnell noch „Kilometer machen“ möchte, riskiert Konzentrationsfehler, längere Reaktionszeiten und im schlimmsten Fall Sekundenschlaf.

Wie lässt sich eine Nachtfahrt vorbereiten?
Für eine entspannte Nachtfahrt zählt nicht nur, wann die Fahrt beginnt, sondern auch, wie der Abend davor verläuft. Wer kurz vor der Abfahrt noch Koffer packt, Dokumente zusammensucht oder das Auto beladen muss, startet häufig bereits gestresst in die Nacht. Deutlich entspannter wird es, wenn diese Aufgaben vorher erledigt sind:

• Gepäck und Reisedokumente bereitlegen
• Auto in Ruhe beladen und schweres Gepäck sicher verstauen
• Route und Stopps für Vignettenkauf, Tanken oder Laden heraussuchen
• Auto volltanken oder laden und den Reifendruck prüfen
• Beleuchtung kontrollieren sowie Scheiben und Brille reinigen
• Sonnenbrille für die Morgensonne sowie eine Jacke für Pausen griffbereit halten

Das Navigationssystem sollte bereits vor dem Losfahren eingestellt sein, idealerweise mit der ersten Pause als Zwischenstopp. Wer zusätzlich ein bis zwei geeignete Rastplätze oder Autohöfe entlang der Route markiert, muss unterwegs nicht mühsam nach einer geeigneten Gelegenheit suchen. Das ist praktisch für eine Toilettenpause, einen Snack oder einige Minuten an der frischen Luft.

Vor der Nachtfahrt schlafen oder durchmachen?
Die klare Antwort lautet: vorher schlafen. Eine Nacht vor der Urlaubsfahrt durchzumachen, ist keine gute Idee, auch wenn die Vorfreude groß ist und vermeintlich nur noch die Fahrt bevorsteht. Müdigkeit verschlechtert die Konzentration, verlängert die Reaktionszeit und erhöht das Risiko für Sekundenschlaf.

Studien zeigen, dass starker Schlafmangel die Fahrtüchtigkeit ähnlich stark beeinträchtigen kann wie Alkohol. Als grober Richtwert gilt: Bereits nach rund 17 Stunden ohne Schlaf können Leistungseinbußen auftreten, die mit etwa 0,5 Promille vergleichbar sind. Nach rund 22 Stunden ohne Schlaf kann die Beeinträchtigung einem Niveau von etwa 1,0 Promille entsprechen.

Besser ist eine geplante Schlafphase vor der Abfahrt. Das muss nicht zwingend eine ganze Nacht sein. Auch einige Stunden Schlaf am Abend oder Nachmittag helfen mehr, als vollständig auf Schlaf zu verzichten. Wenn zwei Erwachsene fahren können, sollte der Fahrerwechsel vorher abgesprochen werden. So kann sich die zweite Person darauf einstellen und ebenfalls ausgeruht das Steuer übernehmen.

Welche Abfahrtszeit ist am günstigsten?
Die ideale Abfahrtszeit hängt vor allem vom eigenen Schlafrhythmus ab. Entscheidend ist weniger die konkrete Uhrzeit als die Frage, wann ein wirklich ausgeruhter Start möglich ist.

Ein Start in den frühen Morgenstunden kann sinnvoll sein, allerdings nur, wenn vorher ausreichend geschlafen wurde. Dann lassen sich häufig bereits viele Kilometer zurücklegen, bevor der Berufsverkehr oder Ferienreiseverkehr richtig einsetzt. Gleichzeitig fällt dieser Start in die zweite Nachthälfte, in der die innere Uhr bei vielen Menschen noch auf Schlaf eingestellt ist. Die erste Pause sollte deshalb bewusst früh eingelegt werden.

Eine Abfahrt am späten Abend ist nur dann eine gute Idee, wenn der Tag ruhig war und vorher noch Schlaf möglich war. Wer seit dem Morgen wach ist, gearbeitet, gepackt und möglicherweise noch hektisch zu Abend gegessen hat, sollte nicht mehr zu einer langen Nachtfahrt aufbrechen. In diesem Fall beginnt die Fahrt bereits mit wachsendem Schlafdruck und führt ausgerechnet in die zweite Nachthälfte hinein, in der Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit ohnehin nachlassen können.

Unabhängig von der Abfahrtszeit gilt: Entscheidend ist, ausgeruht zu starten, keine zu langen Etappen am Stück zu fahren und sich möglichst am Steuer abzuwechseln. Das gilt auch dann, wenn die Straße leer ist und die Fahrt gut vorangeht.

Woran lässt sich Müdigkeit erkennen?
Müdigkeit kommt selten plötzlich. Meist kündigt sie sich an, allerdings werden die ersten Anzeichen häufig ignoriert. „Bis zum nächsten Rastplatz geht es noch.“ Oder: „Nur noch 40 Kilometer, dann machen wir Pause.“ Solche Gedanken kennen viele Menschen, die nachts in den Urlaub fahren. Sie sind häufig ein Warnsignal dafür, dass die Müdigkeit die Aufmerksamkeit bereits beeinträchtigt.

Typische Anzeichen für Müdigkeit sind:
• häufiges Gähnen, schwere Augenlider oder ständiges Blinzeln
• brennende Augen, Frösteln oder innere Unruhe
• Tunnelblick oder nachlassende Aufmerksamkeit
• verpasste Schilder, Ausfahrten oder Tempolimits
• Schwierigkeiten, die Spur sauber zu halten
• das Gefühl, sich an die letzten Kilometer kaum erinnern zu können

Wer solche Signale bei sich bemerkt, sollte nicht versuchen, weiter durchzuhalten, sondern direkt den nächsten Parkplatz ansteuern. Sekundenschlaf kann bei Müdigkeit plötzlich einsetzen, ohne dass dies selbst richtig bemerkt wird. Für wenige Sekunden besteht praktisch keine Fahrtüchtigkeit mehr, auch wenn die Augen nicht bewusst zufallen.

Bei 100 km/h reichen zwei Sekunden aus, um mehr als 50 Meter im Blindflug zurückzulegen. Das genügt, um von der Fahrbahn abzukommen, gegen die Leitplanke zu prallen oder ein Stauende, eine Baustelle oder Wild zu spät zu erkennen.

Was hilft gegen Müdigkeit während der Fahrt?
Die beste Reaktion auf Müdigkeit ist eine echte Pause. Sobald erste Anzeichen auftreten, sollte der nächste sichere Parkplatz oder Rastplatz angesteuert werden. Einige Minuten zügiges Gehen, Strecken, Schulterkreisen oder lockeres Ausschütteln von Armen und Beinen helfen dabei, wieder wacher zu werden. Bei Müdigkeit ist ein Kurzschlaf von zehn bis 20 Minuten häufig noch wirksamer.

Wer Kaffee gut verträgt, kann ihn direkt vor dem kurzen Schlaf trinken. Koffein wirkt nicht sofort, sondern zeitverzögert und kann das Wachwerden nach dem Powernap erleichtern. Kaffee ersetzt Schlaf jedoch nicht.

Tricks wie laute Musik, offene Fenster oder Kaugummi helfen höchstens kurzfristig. Die Müdigkeit verschwindet dadurch nicht.

Die eigene Müdigkeit wird von anderen Personen im Fahrzeug häufig früher bemerkt als vom Fahrer selbst. Deshalb hilft es, den Fahrerwechsel bereits vor der Fahrt grob abzusprechen. Auch der Beifahrer sollte aufmerksam bleiben: Wird der Fahrer ungewöhnlich ruhig, gähnt häufig oder wirkt unkonzentriert, ist es Zeit für eine Pause.

Was ist bei einer Nachtfahrt mit Kindern wichtig?
Mit Kindern kann eine Nachtfahrt gut funktionieren. Viele Kinder schlafen im dunklen Auto schnell ein, besonders wenn sie bequem angezogen sind und vertraute Dinge dabeihaben. Gerade für Kinder, die schnell unter Reiseübelkeit leiden, kann eine Nachtfahrt angenehmer sein, weil sie einen großen Teil der Strecke verschlafen.

Doch auch wenn viele Eltern froh sind, wenn ihre Kinder während der Fahrt ruhig schlafen, sollten besonders bei Fahrten mit Babys regelmäßige Pausen eingeplant werden. Empfohlen wird, spätestens nach etwa zwei Stunden Fahrt eine Pause einzulegen, da ein längerer Aufenthalt in der Babyschale belastend sein kann. Das gilt auch für Fahrten am Tag.

Auch bei älteren Kindern sollten Eltern auf die Schlafposition achten. Wenn sich die Muskeln im Tiefschlaf entspannen, kippt der Kopf häufig nach vorne oder die Kinder rutschen tief in den Sitz. Das kann zu Nackenschmerzen führen und dazu, dass der Sicherheitsgurt nicht mehr optimal anliegt. Verfügt der Kindersitz über eine Ruheposition, sollte diese bereits vor der Abfahrt eingestellt werden. Ein passendes Schlaf- oder Nackenkissen kann zusätzlich unterstützen, sofern es den Gurtverlauf nicht beeinträchtigt.

Unabhängig vom Alter der Kinder lohnt es sich, auch auf Wachphasen gut vorbereitet zu sein und alles Wichtige griffbereit zu haben. Wer nachts auf dem Beifahrersitz lange nach dem Kuscheltier, der Trinkflasche oder Snacks suchen muss, sorgt schnell für Unruhe im Auto.

Hilfreich für Familien sind:
• Decke, Kuscheltier und Kissen für eine möglichst bequeme Schlafposition
• Trinkflasche, leichte Snacks und Feuchttücher griffbereit verstauen
• Hörspiele, Bücher oder ruhige Beschäftigungen für Wachphasen
• Kindersitz vor der Abfahrt korrekt einstellen und den Sitz der Gurte kontrollieren
• regelmäßige Pausen, besonders mit Babys
• sichere und gut beleuchtete Rastplätze für Pausen auswählen

Für Wachphasen sind Hörspiele, Bücher oder ruhige Spiele häufig besser geeignet als lange Bildschirmzeiten. Helle Displays können Kinder wieder wacher machen, besonders wenn sie längere Zeit auf ein Tablet oder Smartphone schauen. Werden Bildschirme dennoch zur Beschäftigung genutzt, sollte die Helligkeit möglichst weit reduziert werden.
Gleichzeitig gilt: Schlafende Kinder auf der Rückbank sind kein Grund, die Strecke ohne Pause durchzufahren. Auch der Fahrer braucht regelmäßige Erholung.



NRW-Haushalte kauften 2023 durchschnittlich 1,2 Liter Speiseeis pro Monat
* Ein Drittel (33,0 %) der Haushalte kaufte Speiseeis
* Familien mit Kind(ern) hatten mit 40,8 % den größten Käuferanteil
* Drei Viertel der Alleinlebenden (75,5 %) kauften kein Eis Schlagworte: Speiseeis, Familien, Konsum, Haushalte

Die rund 8,7 Millionen privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen kauften im Jahr 2023 durchschnittlich 1,2 Liter Speiseeis pro Monat und gaben dafür durchschnittlich rund 6 Euro aus. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, beziehen sich die Ergebnisse auf Käufe von Speiseeis wie z. B. Eiscreme, Fruchteis und Sorbet.

Nicht berücksichtigt sind Käufe zum Außer-Haus-Verzehr, beispielsweise im Eiscafé, sowie Eis für Kühlzwecke. Ein Drittel der Haushalte kaufte Speiseeis Die folgenden Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf Haushalte mit Ausgaben für Speiseeis. Unabhängig vom Haushaltstyp kauften im Jahr 2023 33,0 % der privaten Haushalte Speiseeis. Bei Familien mit Kind(ern) war der Käuferanteil mit 40,8 % am höchsten. Bei Paaren ohne Kind(er) lag er bei 36,6 %, bei Alleinlebenden bei 24,5 %.



Haushalte mit Ausgaben für Speiseeis kauften 2023 durchschnittlich 3,6 Liter Eis monatlich. Dafür gaben sie durchschnittlich 17 Euro aus. Familien mit Kind(ern) kauften mit 4,8 Litern die größten Mengen und hatten mit 21 Euro auch die höchsten monatlichen Konsumausgaben. Bei Paaren ohne Kind(er) beliefen sich die Einkäufe auf 3,5 Liter und die Ausgaben auf 16 Euro,  Alleinlebende kauften 2,2 Liter Eis und gaben dafür 11 Euro aus.