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Neues Südbad öffnet am 10. August
Oberbürgermeister Sören Link eröffnet am Montag, 10. August, um
13.15 Uhr das neue Südbad an der Großenbaumer Allee. Im Anschluss
öffnet das Hallenbad erstmals seine Türen für die Öffentlichkeit:
Die ersten Badegäste können das neue Bad erkunden und ihre Bahnen
ziehen. Eintrittskarten sind am Eröffnungstag an der Tageskasse
erhältlich.
Im Bürgerbereich erwartet die Gäste ein
25-Meter-Becken mit einer Sprunganlage (1-Meter-Brett und
3-Meter-Plattform) sowie einer fünf Meter hohen Kletterwand direkt
über dem Wasser. Ein Kinderplanschbecken und eine 385 Quadratmeter
große Dachterrasse zum Sonnen und Entspannen ergänzen das Angebot.
Gleichzeitig können Schulen und Sportvereine unabhängig vom
öffentlichen Badebetrieb ein weiteres 25-Meter-Sportbecken mit
verstellbarem Hubboden (zur Verringerung der Wassertiefe auf bis zu
60 Zentimeter) sowie ein Lehrschwimmbecken nutzen. Separate
Eingänge, Duschen und Umkleidebereiche ermöglichen den parallelen
und voneinander unabhängigen Betrieb beider Bereiche.
Besucherinnen und Besucher haben am Eröffnungstag auch die
Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Neubaus zu werfen:
Kostenlosen Führungen zu den technischen Anlagen und Besonderheiten
des Bades finden jeweils um 14.30 Uhr, 15.30 Uhr und um 17 Uhr
statt. Anmeldung sind direkt nach der Baderöffnung an der Kasse
möglich.
Auf der neuen Dachterrasse werden außerdem
Schnupperkurse des Sportbildungswerks für jeweils 9 Euro inklusive
Badeintritt angeboten. Am Eröffnungstag (10. August) sowie am
Montag, 17. August, finden dort von 16 bis 17 Uhr die Kurse „Allover
Workout“ (Kurs-Nr. 2085/2087) und von 17 bis 18 Uhr „Yoga & Stretch“
(Kurs-Nr. 2086/2088) statt. Diese Veranstaltungen sind über die
Website des Sportbildungswerks buchbar
(https://www.sportbildungswerk-nrw.de/duisburg).
Stadtranderholung 2026
Die 74. Ausgabe der „Stadtranderholung“ startet am 10. August. Die
beliebte Ferienfreizeit des Jugendamts bietet an 18 Standorten 1360
Kindern für drei Wochen lang ein buntes Ferienprogramm.
Oberbürgermeister Sören Link, Jo Jonas, Abteilungsleiter des
Fachbereichs Kinder- und Jugendförderung beim Jugendamt, sowie
Mustafa Erkan, Projektleiter der Stadtranderholung, stellen das
diesjährige Konzept sowie das Programm am Mittwoch, 12. August 2026,
um 13 Uhr im Städtischen Kinder- und Jugendzentrum „Robinson
Abenteuerfarm“, Saarstraße 9, 47229 Duisburg-Rheinhausen vor.
Boule für Einsteiger: VHS-Sommerkurs in Kooperation mit
dem Homberger Turnverein Wer Boule oder Pétanque
kennenlernen möchte, hat im August bei der Volkshochschule
Gelegenheit dazu. In einem dreiteiligen Einsteigerkurs auf den
Ligabahnen des Homberger Turnvereins stehen Regelkunde, Wurftechnik
und Spieltaktik im Mittelpunkt. Das Präzisionsspiel verbindet
Konzentration, Geschick und strategisches Denken.
Die
Teilnehmenden lernen, Spielsituationen einzuschätzen, regelkonform
zu handeln und ihre Wurftechnik gezielt zu verbessern. Auch
Fairplay, Teamspiel sowie das gemeinsame Entwickeln von
Spielstrategien gehören zu den Inhalten des Kurses. Geleitet wird
der Kurs von Michael von Parzotka, Abteilungsleiter Boule beim
Homberger Turnverein.
Die drei Kurstermine finden jeweils
mittwochs am 12., 19. und 26. August von 17.30 bis 19 Uhr auf dem
schattigen Sportgelände des Turnvereins, Friesenplatz 1, statt. Eine
Anmeldung ist erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf
Personen begrenzt. Die Kursgebühr beträgt 58 Euro. Eigene
Boulekugeln können mitgebracht werden, sofern vorhanden. Alternativ
stehen Leihkugeln zur Verfügung. Vorkenntnisse sind nicht notwendig.
Weitere Informationen zur Anmeldung gibt es unter Tel.
0203/283-984607 oder per Mail vhs-west@stadt-duisburg.de
Sonnenfinsternis am 12. August: Weltgrößter
Hersteller warnt vor Engpässen bei Schutzbrillen
Unsichere Produkte könnten erneut den europäischen Markt
überschwemmen, so American Paper Optics. Memphis (USA) - Der
weltweit größte Hersteller von Sonnenfinsternisbrillen, American
Paper Optics (APO), warnt deutsche Verbraucher vor Lieferengpässen
zertifizierter Schutzbrillen im Vorfeld der tiefen partiellen
Sonnenfinsternis am 12. August 2026. Bei vergangenen Finsternissen
in den USA und Europa seien geprüfte Brillen regelmäßig knapp
geworden. In die Lücke drängten dann unzertifizierte Produkte ohne
ausreichenden Schutz.
Am 12. August verdeckt der Mond je nach
Region zwischen 85 und 90 Prozent der Sonne über Deutschland. Laut
dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) liegt die Bedeckung in
Freiburg bei rund 90 Prozent, in Berlin bei etwa 85 Prozent. Das
Schauspiel beginnt gegen 19 Uhr und fällt vielerorts mit dem
Sonnenuntergang zusammen.

Gerade eine tiefe partielle Finsternis unterschätzen viele
Beobachter. Bei einem ungeschützten Blick in die Sonne treffen laut
BfS UV-Strahlung, sichtbares Licht und Infrarotstrahlung mit hoher
Intensität auf die Netzhaut. Die dabei entstehende Solarretinopathie
verläuft schmerzfrei und wird oft erst Stunden später bemerkt.
Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet, behielten nach früheren
Sonnenfinsternissen rund zehn Prozent der Betroffenen dauerhafte
Netzhautschäden. Normale Sonnenbrillen oder Kamerafilter genügen
nicht. Sicheres Beobachten erfordert Brillen, die nach DIN EN ISO
12312-2:2015 zertifiziert und mit CE-Kennzeichnung versehen sind.
„Wer direkt in die Sonne schaut, darf bei der Schutzausrüstung
keine Kompromisse eingehen", sagt Jason Lewin, Marketingchef von
American Paper Optics. „Wir haben bei vergangenen Finsternissen
erlebt, wie in den letzten Wochen vor dem Ereignis ungeprüfte
Brillen aus dubiosen Quellen auf den Markt kamen. Unser Rat an alle
Beobachter in Deutschland: Bestellen Sie frühzeitig bei einem
Hersteller, dessen Zertifizierung Sie nachprüfen können."

APO hat in mehr als 15 Jahren über 500 Millionen
Sonnenfinsternisbrillen produziert. Zu den Abnehmern zählen NASA,
die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und die American
Astronomical Society. Zuletzt fertigte das Unternehmen die
Spezialbrillen für die Crew der NASA-Mission Artemis II. Sämtliche
APO-Brillen erfüllen DIN EN ISO 12312-2:2015 und tragen die
CE-Kennzeichnung.
Bezugsquelle Zertifizierte
APO-Sonnenfinsternisbrillen sind direkt beim Hersteller erhältlich.
Einzel- und Gruppenbestellungen sind über eclipseglasses.com
möglich. Der Versand nach Deutschland erfolgt per Expresslieferung.
Über American Paper Optics American Paper Optics mit Sitz in
Memphis, Tennessee, ist der weltweit größte Hersteller von 3D- und
Solarbrillen. Das Unternehmen hat seit seiner Gründung über 3,5
Milliarden Brillen produziert, darunter mehr als 500 Millionen
Sonnenfinsternisbrillen. APO arbeitet mit Universitäten,
Wissenschaftszentren und Weltraumorganisationen weltweit zusammen.
VHS-Sommerkurs
„Boule“ in Kooperation mit dem Homberger Turnverein
Die Volkshochschule Duisburg bietet im
August einen Boule- bzw. Pétanquekurs für Neulinge an. Der Kurs
findet dreimal mittwochs am 12., 19. sowie am 26. August, jeweils
von 17.30 bis 19 Uhr auf dem schattigen Sportgelände am Friesenplatz
1 in Duisburg-Homberg statt.
In dem dreiteiligen Kurs auf den
Ligabahnen des Homberger Turnvereins stehen Regelkunde, Wurftechnik
und Spieltaktik auf dem Programm. Das Präzisionsspiel erfordert
Konzentration und strategische Entscheidungen. In jedem Spiel kommt
es zu Situationen, in denen eine gute Regelkunde notwendig ist.
Teilnehmende lernen auch, Spielsituationen besser zu erkennen
und regelgerecht zu entscheiden. Fairplay und die Fähigkeit, im Team
aufmerksam zu beobachten und konstruktiv miteinander Spielstrategien
zu entwickeln, sind feste Bestandteile der Veranstaltung. Dozent des
Kurses ist Michael von Parzotka, Abteilungsleiter Boule beim
Homberger Turnverein.
Der Kurs findet in einer Gruppe von
maximal zwölf Personen statt. Sofern vorhanden können eigene
Boulekugeln mitgebracht werden. Es stehen aber auch Leihkugeln zur
Verfügung. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Die Kursgebühr
beträgt 58 Euro. Eine vorherige Anmeldung unter
http://www.vhs-duisburg.de ist notwendig. Weitere Informationen zur
Anmeldung gibt es telefonisch unter 0203 283-984607 oder per E-Mail
an vhs-west@stadt-duisburg.de.
Repair-Café im Recyclingzentrum Mitte: Gemeinsam
reparieren und Ressourcen schonen Beim nächsten
Repair-Café im Recyclingzentrum Mitte der Wirtschaftsbetriebe
Duisburg erhalten defekte Alltagsgegenstände eine zweite Chance. Am
Freitag, 14. August 2026, unterstützen ehrenamtliche
Reparaturexpertinnen und -experten des Vereins DUISentrieb
Besucherinnen und Besucher dabei, kaputte Elektrokleingeräte,
wackelige Kleinmöbel und weitere Gegenstände wieder gebrauchsfähig
zu machen.
Dabei steht nicht nur die Reparatur selbst im
Mittelpunkt. Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe können die
Teilnehmenden unter fachkundiger Anleitung selbst Hand anlegen,
Reparaturwissen erwerben und praktische Fähigkeiten für zukünftige
Reparaturen entwickeln. So stärkt das Repair-Café den
selbstständigen und bewussten Umgang mit Alltagsgegenständen.
Mit dem monatlichen Angebot möchten die Wirtschaftsbetriebe
Duisburg einen praktischen Beitrag zur Abfallvermeidung und
Ressourcenschonung leisten. Denn Gegenstände, die repariert und
weiterverwendet werden, müssen nicht entsorgt und ersetzt werden.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Datum: Freitag, 14. August 2026
Uhrzeit: von 14.00 bis 17.00 Uhr Ort: Recyclingzentrum Mitte,
Vygenstr. 6, 47053 Duisburg Das Repair-Café findet im 1.
Obergeschoss statt. Ein Aufzug ist vorhanden.
Der
darauffolgende Termin findet am Freitag, 18.September 2026,
ebenfalls von 14 bis 17 Uhr im Recyclingzentrum Mitte statt. Weitere
Informationen erhalten Interessierte bei der Abfallberatung per
E-Mail an abfallberatung@wb-duisburg.de oder telefonisch unter
(0203) 283–3000.

Copyright: WBD / Adrian Chodkowski
Offene Schreibwerkstatt vermittelt neue Schreibtechniken
Zu einer offenen Schreibwerkstatt lädt die Bibliothek in
Wanheimerort am Samstag, 15. August, von 11 bis 13 Uhr in die
Räumlichkeiten an der Düsseldorfer Straße 544 ein. Unter der Leitung
der Duisburger Autorin Birgit Stieler erhalten Interessierte die
Gelegenheit, neue Schreibtechniken kennenzulernen und eigene Ideen
zu entfalten, um ihre Gedanken zu Papier zu bringen.
Die
Veranstaltung richtet sich sowohl an erfahrene Schreibende als auch
an Menschen, die erste Schritte im kreativen Schreiben wagen
möchten. In einer inspirierenden und unterstützenden Atmosphäre
können Teilnehmende unterschiedliche Ausdrucksformen ausprobieren,
Impulse erhalten und ihre Kreativität weiterentwickeln.
Teilnehmende sollten ihr eigenes Schreibmaterial mitbringen. Die
Teilnahme ist kostenfrei. Fragen beantwortet das Team der Bibliothek
persönlich oder telefonisch unter 0203 773096. Die Servicezeiten
sind dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr, freitags von 10.30
bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr.
Kleine Runde oder großes Fest? So feiert Deutschland
die Einschulung Ostdeutschland feiert deutlich größer
Der auffälligste Befund der Umfrage ist regional. Unter den
Befragten mit Einschulungskindern im Umfeld berichtet in
Ostdeutschland mehr als die Hälfte von Feiern mit mindestens elf
Gästen oder von mehreren Feiern (51 Prozent). Im gesamten übrigen
Bundesgebiet ist es nur rund ein Viertel – in Norddeutschland liegt
der Anteil bei 30 Prozent, in Westdeutschland bei 25 Prozent und in
Süddeutschland bei 23 Prozent. Ostdeutschland weicht damit klar ab.

Noch deutlicher wird der Unterschied bei den größten Feiern: In
Ostdeutschland berichtet rund jeder Vierte von einer Feier mit mehr
als 20 Gästen, im übrigen Bundesgebiet nur etwa jeder Vierzehnte.
Eine mögliche Erklärung liegt in der ostdeutschen Tradition rund um
die Zuckertüte, die den Schulanfang seit Generationen als
Familienfest im größeren Kreis begeht. Die Umfrage selbst erhebt die
Ursachen nicht – sie belegt den Unterschied.
Zur Einschulung
gehört für die meisten mehr als Schulranzen und Schultüte Kaum
ein Produkt steht so stark für die Einschulung wie der erste
Schulranzen. Dazu kommen Federmäppchen, Hefte, Stifte, Lunchbox,
Trinkflasche und je nach Schule weiteres Material. Auch die
Schultüte gehört fest dazu, besonders wenn Süßigkeiten, kleine
Geschenke oder nützliches Schulzubehör darin landen. Weitere
Anschaffungen können ebenfalls eine Rolle spielen, etwa neue
Kleidung, Zubehör für den Schulweg oder erste Technik wie eine
Kinder-Smartwatch.
Dass rund um die Einschulung viel Geld
ausgegeben wird, zeigt auch eine aktuelle Prognose des
Handelsverbands Deutschland: Anlässlich der Einschulung rechnet der
Einzelhandel in diesem Jahr mit rund 770 Millionen Euro Umsatz – ein
Plus von 6,2 Prozent gegenüber den 725 Millionen Euro im Vorjahr.
Doch für viele Familien endet die Einschulung nicht mit der
Ausstattung für den Unterricht. Der Tag selbst wird vorbereitet,
geplant und häufig gefeiert.
Die Mehrheit feiert im kleinen
Rahmen Wie aufwendig die Einschulung wird, hängt vom Rahmen der
Feier ab. Unter den Befragten mit Einschulungskindern im Umfeld
berichten gut 40 Prozent, dass die Einschulung nicht besonders oder
nur im engsten Kreis gefeiert wird. Eine kleine Feier mit bis zu
zehn Gästen nennen knapp 30 Prozent. Fast ein Drittel (31 Prozent)
gibt an, mit mindestens elf Gästen oder mehrmals zu feiern.
Im Detail: Fast jede fünfte Nennung entfällt auf eine Feier mit elf
bis 20 Gästen (19 Prozent), 11 Prozent berichten von mehr als 20
Gästen. Mehrere Feiern oder eine mehrtägige Feier bleiben die
Ausnahme (1 Prozent). Dass die Einschulung nicht besonders gefeiert
wird, sagen 8 Prozent.
Zu Hause oder im Garten wird am
häufigsten gefeiert Beim Ort der Feier gibt es einen klaren
Schwerpunkt: Am häufigsten findet die Einschulung zu Hause oder im
Garten statt (68 Prozent). Das ist naheliegend, kann je nach
Gästezahl aber trotzdem Ausgaben für Essen, Getränke, Dekoration
oder zusätzliche Sitzplätze mit sich bringen.
Außer Haus wird
deutlich seltener gefeiert. Ein Restaurant oder Café ist die
wichtigste Alternative zum privaten Rahmen (17 Prozent). Einen
gemieteten Raum oder Saal nennen knapp 9 Prozent, einen Ausflugs-
oder Veranstaltungsort gut 3 Prozent.
Auch hier unterscheiden
sich die Regionen. In Norddeutschland dominiert der private Rahmen
besonders deutlich (84 Prozent). In Süddeutschland wird häufiger ein
Restaurant oder Café gewählt (26 Prozent). In Ostdeutschland fällt
der Anteil gemieteter Räume oder Säle auf (17 Prozent) und liegt
damit deutlich höher als in den übrigen Regionen – passend zum Bild
der größeren Feiern.
Aus dem Schulstart wird ein Familientag
Die Einschulung beginnt mit Schulranzen, Schultüte und erstem
Stundenplan. Für viele Familien gehört aber auch die Feier zu diesem
Übergang dazu. Die Umfrage zeigt, dass der Rahmen sehr
unterschiedlich ausfallen kann. Gemeinsam ist den Feiern jedoch: Der
Schulstart wird bewusst gestaltet und als besonderer Familienmoment
begangen.
Homeoffice: Wunsch und Wirklichkeit klaffen
häufiger auseinander Beschäftigte, die mal im Homeoffice
und mal im Betrieb arbeiten, sind häufig recht zufrieden. Doch wenn
die Homeoffice-Realität stark von den eigenen Bedürfnissen abweicht,
treten häufig Stress und gesundheitliche Probleme auf. Das ergibt
eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen
Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.*

(C) Hans-Böckler-Stiftung
Die Coronakrise hat der Arbeit in
den eigenen vier Wänden zu einem nachhaltigen Durchbruch verholfen:
Mittlerweile sei offensichtlich, dass sich die Entwicklung nicht
rückgängig machen lässt, erklärt Dr. Helge Emmler. Der WSI-Forscher
hat die aktuelle Situation in Sachen mobile Arbeit untersucht und
dafür Daten des WSI-Erwerbspersonenpanels ausgewertet.
Seinen Ergebnissen zufolge hat sich an der Verbreitung zuletzt wenig
geändert, wobei es deutliche Unterschiede vor allem zwischen
Beschäftigten mit und ohne Hochschulabschluss gibt. Hybride Modelle,
bei denen sich Homeoffice und Arbeit im Betrieb abwechseln,
entsprechen am besten den Bedürfnissen der meisten Beschäftigten,
die zu rund zwei Dritteln mit den bestehenden Regelungen zufrieden
sind oder allenfalls ein wenig öfter zu Hause arbeiten möchten.
Diejenigen, deren Bedürfnisse klar von der betrieblichen Realität
abweichen, sind deutlich öfter von starker beruflicher Belastung und
gesundheitlichen Problemen betroffen.
Für das
WSI-Erwerbspersonenpanel wurden in 15 Erhebungsrunden seit dem
Frühjahr 2020 zunächst knapp 7700, zuletzt rund 6200 Personen
befragt. Emmlers Auswertung zufolge hat der erste Corona-Lockdown im
März 2020 eine „schlagartige und in dieser Größenordnung auch
seither nicht wieder beobachtete Ausbreitung von mobiler Arbeit“
verursacht.
Der Anteil derjenigen, die ausschließlich im
Betrieb arbeiten, war von 83 Prozent im Januar 2020 auf 53 Prozent
im April 2020 eingebrochen. Seit etwa Mitte 2021 sind, von geringen
Schwankungen abgesehen, etwa zwei von drei Erwerbstätigen nur im
Betrieb tätig, jede und jeder Vierte an wechselnden Orten. Es sei
anzunehmen, dass hinter diesem Trend für rund ein Viertel der
Beschäftigten eine neue Normalität von etwa zwei bis drei Tagen
Homeoffice pro Woche steckt, heißt es in der Studie.
Um den
aktuellen Stand zu erfassen, hat der WSI-Experte Ergebnisse der
Befragungswellen im November 2024 und 2025 analysiert, in denen die
Teilnehmenden ausführliche Angaben zu mobiler Arbeit gemacht haben.
Dabei hat er sich auf abhängig Beschäftigte konzentriert. Von denen
haben zuletzt 64,5 Prozent ihre Arbeitszeit ausschließlich im
Betrieb oder maximal zu einem Zehntel zu Hause verbracht. Bei
Akademikerinnen und Akademikern ist die Quote mit 36,6 Prozent
deutlich geringer als bei Beschäftigten mit Berufsausbildung mit 69
Prozent – wobei sich der Abstand im Vergleich zu 2024 ein wenig
verringert hat.

In Ostdeutschland ist der Anteil mit 71,2 Prozent höher als im
Westen mit 63,3 Prozent (siehe auch die Abbildung in der pdf-Version
dieser PM; Link unten). Auch diese Differenz ist rückläufig. Die
Branchen Energieversorgung, Medien, Finanzen und öffentliche
Verwaltung stechen durch einen hohen Anteil hervor. In den Bereichen
Bau, Erziehung, Gastgewerbe, Gesundheit, Handel, Verkehr und
Logistik ist Homeoffice dagegen weniger verbreitet.
Ein
Großteil dieser Unterschiede hängt laut der Analyse mit der Natur
der jeweiligen Tätigkeiten zusammen: Dass sie ihre Aufgaben
uneingeschränkt oder zu einem Großteil zu Hause erfüllen könnten,
sagen 38 Prozent der Beschäftigten. Von den geeigneten Tätigkeiten
werden 65 Prozent zumindest zu einem Viertel im Homeoffice erledigt,
46 Prozent sogar überwiegend.
Bei den Beschäftigten mit
akademischen Abschlüssen und geeigneten Jobs ist die Quote
derjenigen, die mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit zu Hause
ableisten, gegenüber 2024 von 57 auf 52 Prozent zurückgegangen. Das
deute darauf hin, dass sich in dieser Gruppe zunehmend zwei statt
drei Tage Homeoffice durchsetzen, schreibt Emmler.
Unzufriedenheit ist ungesund Der Auswertung zufolge entsprechen
die betrieblichen Regelungen nicht immer den Wünschen der
Beschäftigten: Diejenigen, deren Aufgaben sich dafür eignen, würden
im Schnitt gern gut die Hälfte ihrer Arbeitszeit zu Hause
verbringen, tatsächlich ist es etwas mehr als ein Drittel. Insgesamt
möchte ein Viertel den Anteil der Zeit im Homeoffice um 30
Prozentpunkte oder mehr erhöhen, ein Zehntel möchte weniger dort
arbeiten.
Rund zwei Drittel sind zufrieden oder wünschen
sich allenfalls geringfügige Änderungen. Besonders groß ist der
Anteil der Unzufriedenen, deren Wünsche stark von der tatsächlichen
Situation abweichen, mit 29,4 Prozent bei Beschäftigten, die von
Return-to-Office-Initiativen betroffen sind. Bei Beschäftigten mit
Kindern ist die Quote mit 28,3 Prozent ebenfalls hoch.
Diese
Unzufriedenheit gehe mit gravierenden Belastungen einher, erklärt
der Forscher. Von den Beschäftigten, deren Homeoffice-Präferenzen um
20 Stunden oder mehr von der tatsächlichen Regelung abweichen,
klagen 18 Prozent über eine hohe Arbeitsbelastung und 28 Prozent
über einen schlechten Gesundheitszustand. Bei denjenigen, die keinen
Änderungsbedarf in Sachen Homeoffice haben, sind es nur 6
beziehungsweise 14 Prozent. Auch bei der Zufriedenheit mit dem
Familienleben, der Freizeitgestaltung oder sozialen Kontakten
schneiden Beschäftigte schlechter ab, die gern deutlich länger zu
Hause arbeiten würden.
Dass die Homeoffice-Quoten sich nach
Ende der Corona-Pandemie stabilisiert haben, sei grundsätzlich eine
gute Nachricht, so Emmlers Fazit. „Denn mobile Arbeit hat sich nicht
nur als probate Maßnahme des Infektionsschutzes, sondern als
arbeitnehmerfreundliche Unterstützung der Work-Life-Balance und
arbeitgeberseitiges Instrument zur Fachkräftesuche erwiesen.“ Er
empfiehlt Unternehmen, den Wünschen der Beschäftigten
entgegenzukommen, solange keine zwingenden betrieblichen Gründe
dagegensprechen. Schließlich würde oft schon ein zusätzlicher Tag
Homeoffice-Tag reichen, um diese Wünsche zu erfüllen.
„Die
neue Studie unterstreicht: Das Potenzial, im Homeoffice zu arbeiten,
ist noch nicht ausgeschöpft“, sagt Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, die
wissenschaftliche Direktorin des WSI. „Gerade für Frauen, die im
Durchschnitt immer noch den ganz überwiegenden Teil der Sorgearbeit
erledigen, also etwa Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder
Arbeit im Haushalt, ermöglicht das Homeoffice Flexibilität bei der
Vereinbarkeit, weil beispielsweise Zeit für Pendelwege gespart
wird.“ Das Homeoffice sei jedoch kein Ersatz für ausreichende
Kinderbetreuungsangebote, betont die Soziologin zugleich.
Insbesondere in Zeiten hoher Spritpreise ermögliche mobile Arbeit
generell auch eine finanzielle Entlastung.

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