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Kultur - 47. Duisburger Akzente 2026
46 Duisburger Akzente 2025 

 Redaktion
Harald Jeschke
    






 

47. Duisburger Akzente: „Begegnungen – was uns trennt, was uns verbindet“

Duisburg, 22. Januar 2026 - Duisburgs größtes Kulturfestival ist zurück: Die 47. Duisburger Akzente präsentieren über drei Wochen hinweg mehr als 90 Veranstaltungen an rund 40 Spiel- und Ausstellungsorten: Aufführungen, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Filme, Rundgänge und Vorträge machen die gesamte Stadt zu einem pulsierenden Forum für vielfältige, intensive und flüchtige Begegnungen.


Den thematischen Schwerpunkt des Festivals unterstreicht das diesjährige Motto: „Begegnungen – was uns trennt, was uns verbindet“. „Begegnungen sind in unseren Zeiten elementar, denn sie stärken den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Es geht darum, sich auszutauschen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Unterschiede zu feiern“, so Kulturdezernentin Linda Wagner.

Dazu animieren renommierte Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland neben starken lokalen Akteurinnen und Akteuren, etwa aus der Freien Szene, deren Beiträge das Festival unverwechselbar und lebendig machen: „Wertvoll sind Kooperationen mit dem Kreativquartier Ruhrort und dem Soziokulturellen Zentrum Stapeltor. Hier liegt der Fokus besonders auf bildender Kunst sowie Musik. Begegnen wir uns in einem offenen Dialog“, ermutigt Linda Wagner.

Blick auf Programm-Höhepunkte
Zu den Programm-Highlights zählt das beliebte Theatertreffen, das Künstlergruppen aus dem gesamten Bundesgebiet nach Duisburg führt. Am Eröffnungstag, 27. Februar, gastiert das Berliner Ensemble mit Bertolt Brechts musikalisch-fragmentarischer Lebenserzählung „Fremder als der Mond“ mit Musik von Hanns Eisler und anderen. Einen besonderen Akzent setzt erneut das Kaiser Antonino Dance Ensemble, das seit fast 25 Jahren im Innenhafen lebt und arbeitet.

Texte von Bertolt Brecht mit Musik von Hanns Eisler u. a. Gastspiel Berliner Ensemble


Als feste Größe zeigen Avi Kaiser und sein Partner Sergio Antonino zeitgenössischen Tanz in all seiner Schönheit, Vergänglichkeit, Fragilität und Stärke: „Dieses Jahr feiern gleich zwei Performances des Duos Premiere. In ‚Animale sociale – Ein stummer Dialog‘ binden die Künstler Skulpturen aus dem Museum DKM in ihre Choreografie ein. Darüber hinaus öffnen sie ihr Kreativzentrum The Roof-TanzRaum: Besucherinnen und Besucher lernen das Studio in intimer Atmosphäre kennen und werden zugleich Teil der Bühnenshow.

‚Ein neuer Wind‘ verbindet Musik, Tanz und Schauspiel“, berichtet Petra Schröder, Leiterin der Kulturbetriebe. Partizipative Formate, besondere Erlebnisse Partizipativ wird es ebenfalls im „El Laberinto del Cuco – Das Labyrinth des Kuckucks“.

Die katalanische Compagnie Itinerania hat gemeinsam mit dem wahrscheinlich berühmtesten Underground-Comic-Künstler Francesc Capdevila Gisbert (Max) an der Kulturkirche Liebfrauen ein begehbares Labyrinth aus großformatigen Comics erschaffen: „Die Nähe zwischen Künstlerinnen und Künstlern und dem Publikum zeichnet die Akzente besonders aus“, sagt Clemens Richert, Veranstaltungsmanager bei den Kulturbetrieben Duisburg.

„Diese Nähe verspricht auch ein besonderer Abend mit dem unabhängigen Filmemacher und Klangforscher Vincent Moon, der für seine Trance-Zeremonien und Sound-Experimente bekannt ist.“ Mit „Live Cinéma“ kuratiert er seine eigene Zeremonie: eine improvisierte Interaktion zwischen live bearbeiteten Bildern und Musik auf der Bühne, die ein einzigartiges, sinnliches Erlebnis schafft.

Live Cinéma – Vincent Moon Eine visuelle und klangliche Improvisation auf der Suche nach der Schönheit der Welt

22.03.2026 – 19:00 Einlass ab 18:30 Kulturkirche Liebfrauen König-Heinrich-Platz 3 47051 Duisburg Eintritt: ab 12 € Vorverkauf: www.platzhirsch-duisburg.org www.liebfrauen-kulturkirche.de

Für außergewöhnliche Klangwelten steht zudem Milli Häuser mit „The Legend of Monk". Die Musikerin beweist, dass Jazz keine No Goes kennt, indem sie die Titel des legendären US-Pianisten Thelonious Monk neu arrangiert. So entsteht ein vielschichtiges Portrait des Bebop-Mitbegründers, das auch Liebhaberinnen und Liebhaber alternativer Musikrichtungen, wie Punk oder Hardcore, anspricht.

Literatur und Ausblick
Für Literaturbegeisterte gibt es ebenfalls zahlreiche Angebote: Der vielfach ausgezeichnete Autor Saša Stanišić, dessen Werke in mehr als vierzig Sprachen übersetzt wurden, liest in der Zentralbibliothek. Ruhrort wird bei der Veranstaltung „Walk’n Talk“ zur kosmischen Begegnungsstätte.

Weitere Vorträge finden unter anderem in der Volkshochschule sowie im Kultur- und Stadthistorischen Museum statt. Die Schirmherrschaft für die 47. Duisburger Akzente übernimmt erneut NRW- Ministerpräsident Hendrik Wüst. Gefördert und gestärkt wird das Festival durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen sowie die Sparkasse Duisburg. Das vollständige Programmheft mit über 90 Seiten ist online abrufbar unter: www.duisburger-akzente.de


Schirmherr für die 47. Duisburger Akzente ist erneut NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst.

Auch in diesem Jahr zeigen die Duisburger Akzente, welche Kraft Kultur entfalten kann, wenn Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebenswegen, Erfahrungen und Perspektiven einander begegnen. Wenn Theater, Musik, Literatur, Bildende Kunst, Tanz und Diskurs zusammenkommen, dann entstehen neue Bilder einer Gesellschaft, die Unterschiede nicht als Trennendes, sondern als Bereicherung begreift, aus der sich Neues entwickeln kann.

Das Zusammenleben und der Zusammenhalt von Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Kultur ist seit jeher typisch für unser Nordrhein-Westfalen. Vor 80 Jahren gegründet, reicht seine Geschichte viel weiter zurück – eine Geschichte, die ganz maßgeblich von Wandel, Vielfalt und Zusammenhalt geprägt worden ist. Das gilt bis heute.

Platz gemacht! – Vom Friedhof zum Gesicht der Stadt

© Jorg Brüggemann

Platz gemacht!“ lädt dazu ein, den König-HeinrichPlatz neu zu entdecken. Die Ausstellung zeigt, wie sich an diesem Ort über 150 Jahre städtisches Leben, architektonische Visionen und gesellschaftliche Ansprüche überlagern: ein Schauplatz, an dem sich Duisburgs Identität im Wandel der Zeit spiegelt. „Platz gemacht!“ ist ein Kooperationsprojekt des Stadtarchivs und des Kultur- und Stadthistorischen Museums Duisburg.
15.03.2026 – 11:00 Ausstellungseröffnung Kultur- und Stadthistorisches Museum Johannes-Corputius-Platz 1 47051 Duisburg Eintritt frei www.stadtmuseum-duisburg.de

Zwei Flüsse, eine Stadt Trennung, Austausch und Zusammenhalt in Duisburgs Geschichte
28.02.2026 – 14:00 Kultur- und Stadthistorisches Museum Johannes-Corputius-Platz 1 47051 Duisburg Eintritt frei www.mercatorsnachbarn.de

© Heinz Rausch, „Hafen in Ruhrort“, KSM

Flüsse trennen und verbinden zugleich: Ohne Brücke oder Boot sind sie kaum zu überwinden, doch über sie gelangen Menschen, Ideen und Güter in die Stadt. Was bedeutet es für Duisburg, mit Rhein und Ruhr gleich zwei solcher „flüssigen Grenzen“ zu besitzen – und zugleich einen der größten Binnenhäfen der Welt? Welche Rolle spielt diese Lage für den Zusammenhalt und das Selbstverständnis der Stadt?

In seiner Führung durch die Stadtgeschichte-Ausstellung im Kultur- und Stadthistorischen Museum zeigt Harald Küst von „Mercators Nachbarn“, wie sich in Duisburg Geschichte als Wechselspiel von Begrenzung und Begegnung, Distanz und Austausch begreifen lässt – dort, wo zwei Flüsse schon seit Jahrhunderten Menschen und Welten verbinden.

47. Duisburger Akzente: „Begegnungen – was uns trennt, was uns verbindet“

Duisburg, 5. Dezember 2025 - Mit über 90 Veranstaltungen zum Thema „Begegnungen – was uns trennt, was uns verbindet“ finden die Duisburger Akzente vom 27. Februar bis 22. März im kommenden Jahr statt. Für die 47. Ausgabe präsentieren Kulturdezernentin Linda Wagner, Peter Schröder, Leiterin der Kulturbetriebe sowie Festivalkoordinator Clemens Richert das Festivalplakat 2026.

v.l.: Petra Schröder, Leiterin Kulturamt, Clemens Richert, Festivalbüro und Kulturdezernentin Linda Wagner stellen das Plakat für die 47. Duisburger Akzente vor. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

Das dreiwöchige Kulturevent ist an 40 Schauplätzen in ganz Duisburg mit verschiedenen Veranstaltungshighlights zu erleben. Mit dabei: das beliebte Theatertreffen, das unterschiedliche Spielstätten aus dem ganzen Bundesgebiet nach Duisburg zieht. Das Berliner Ensemble macht den Auftakt und zeigt im Theater Duisburg am Akzente-Eröffnungsabend Brechts Stück „Fremder als der Mond“.

Daneben beteiligt sich unter anderem die Freie Szene mit zahlreichen Beiträgen. Besucherinnen und Besucher können sich auf Aufführungen, Ausstellungen, Lesungen sowie Filme, Rundgänge und Vorträge freuen, die auf den SocialMedia-Kanälen der Duisburger Akzente mit „Behind the Scenes“-Einblicken begleitet werden.

Das gesamte Programm der 47. Duisburger Akzente wird Ende Januar veröffentlicht. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und die Sparkasse Duisburg fördern und stärken die Akzente als zuverlässiger Partner.

Bilanz: 46. Duisburger Akzente enden

Festivalwochen voller kultureller Highlights
Duisburg, 7. April 2025 - Es waren drei abwechslungsreiche und erfolgreiche Wochen mit über 90 Veranstaltungen an 40 Schauplätzen. Am Sonntag, 6. April, gingen die 46. Duisburger Akzente zu Ende. Was bleibt, ist eine äußerst positive Bilanz, ein begeistertes Publikum und Vorfreude aufs nächste Mal! Denn schon jetzt steht fest: vom 27. Februar bis 22. März 2026 ist wieder Akzente-Zeit. Dann dreht sich alles um das Motto „Begegnungen – was uns trennt, was uns verbindet“.

Kulturdezernentin Linda Wagner blickt auf die diesjährigen Akzente zurück: „Aufführungen, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Filme, Rundgänge und Vorträge – das war ein facettenreiches, beeindruckendes Angebot. Künstlerinnen und Künstler nutzten unsere gesamte Stadt als Bühne. Hervorheben möchte ich das Kreativquartier. Knapp 1.200 Besucherinnen und Besucher kamen nach Ruhrort. Das ist ein erfreulicher Zuwachs von rund 25 Prozent zum Vorjahr.“

Hier fanden zum Beispiel nicht nur der Tanzmarathon mit Live-Musik am Neumarkt statt, sondern auch die beliebte Kiez-Tour durch den Bezirk bei der Gastgeber und Quartiersmoderator Heiner Heseding viele Insider-Tipps verriet. Kurzfristig wurde aufgrund hoher Nachfrage ein Zusatztermin ermöglicht.

Mittanzen auf dem Dellplatz ein...Bild: Ilja Höpping / Stadt Duisbur

Über diesen und mehr informierte der neue offizielle Instagram-Account der Akzente, der während und vor der Festivalsaison verschiedene Künstlerinnen und Künstler in Form von Interviews und „Behind the Scenes“ kontinuierlich näher vorstellte: „Rund 70 geteilte Inhalte und über 630 Follower zwischen 18 und über 65 Jahren in kürzester Zeit sind bemerkenswert“, ordnet Petra Schröder, Leiterin der Kulturbetriebe, ein. „Besonders beliebt ist der Bericht über den Aufbau der Gemeinschaftsausstellung ‚Mechanik und Menschlichkeit‘ von Eva Aeppli und Jean Tinguely im Lehmbruck Museum, der fast 8.000 Mal gesehen wurde.“

Theatertreffen: „ein Triumph“ für das Schauspiel Duisburg Das THEATERTREFFEN wurde mit seinen 15 Veranstaltungen umschwärmt, insgesamt kamen 3.300 Zuschauende. Eine Auslastung, die dem des Vorjahres entspricht. Das Konzept: Das THEATERTREFFEN zieht bundesweite Ensembles in die Ruhrgebietsstadt und präsentiert zudem Eigenproduktionen des Schauspiel Duisburg – wie „Der Kissenmann“, der während der Akzente Premiere feierte.

Die Kritiken sind eindeutig: „Ein Triumph für das Duisburger Schauspiel“, textet die WAZ, theaterpur.net resümiert: „Ein Kleinod“. Wegen der großen Ticket-Nachfrage ist schon jetzt klar: Es wird eine zusätzliche Vorstellung am Samstag, 31. Mai, geben. Schauspiel-Intendant Michael Steindl ist äußerst zufrieden: „Das Festivalmotto ‘Sein und Schein‘ war für das Theater ein sehr dankbares Thema.“

Das Schaufenster-Kunstwerk "Scheibenkleister" ist im Rahmen der Duisburger Akzente auf der Wallstraße 11 zu sehen. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

Ein Highlight gab es direkt zu Beginn. Das Gastspiel des Thalia Theaters Hamburg eröffnete die Akzente mit Shakespeares Klassiker „König Lear“ im Großen Haus – ein „Bühnenfest mit zum Teil atemberaubenden Schauwerten“, urteilte die Rheinische Post und war voll des Lobes über den Besuch des Schauspiel Hannover mit „Die Wut, die bleibt“ nach dem Roman von Mareike Fallwickl („großartig für die Bühne adaptiert“) und des Staatstheaters Dresden mit „Der Diener zweier Herren“ nach Carlo Goldoni („Vergnügen pur“).

Großes Interesse an Film und Ausstellungen Neben dem Theaterprogramm sorgte die Filmsparte für Begeisterung, präsentiert vom filmforum Duisburg: „Die Bilanz ist insgesamt erfreulich, es kamen mehr Menschen als im Vorjahr, insgesamt rund 500“, erklärt Festivalkoordinator Clemens Richert.

„Der Abend mit Filmkritiker Wolfgang M. Schmitt bescherte einen ausverkauften Saal. Außerdem war das Stummfilmkonzert von ‚Der letzte Mann‘ mit dem Pianisten Richard Siedhoff eine programmatische Attraktion – neben den ganzen Klassikern, die über die Leinwand flimmerten.“

Einzig die erste Kinderkino-Veranstaltung blieb unter den Erwartungen zurück. Ein weiterer Publikumsmagnet war die cubus kunsthalle, die 1.500 Besucherinnen und Besucher anzog – darunter kamen allein etwa 200 zur Vernissage am 16. März. Bei der Finissage am letzten Akzente-Tag konnten Gäste erneut mit den 21 ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch kommen: „Das große Interesse hat uns beeindruckt.
Das mag an der Vielfalt der Exponate liegen: Die gezeigten Werke reichten von Zeichnungen und Illustrationen über plastische Arbeiten, Malerei und Fotografie bis hin zu digitalen Kompositionen und Trickfilmen. Eine inspirierende Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung von Realität und Täuschung“, fasst Petra Schröder zusammen.

Das Bezirksamt Süd konnte mit einem musikalischen Auftritt des Duisburger Singer/Songwriters Philipp Eisenblätter das Publikum begeistern. Das Landesarchiv NRW zeigte in diesem Jahr die Ausstellung zur Entnazifizierung in Nordrhein-Westfalen mit verschiedenen Vorträgen. Bereits seit einigen Jahren haben die Akzente-Veranstaltungen dort einen positiven Effekt auf die Besucherzahlen. Die Schirmherrschaft für die 46. Duisburger Akzente übernahm erneut NRWMinisterpräsident Hendrik Wüst. Gefördert wurde die Veranstaltungsreihe durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und die Sparkasse Duisburg.



Duisburger Akzente 2025 mit hochkarätigem Literaturprogramm

Duisburg, 5. März 2025 - Ein breitgefächertes Literaturprogramm greift das diesjährige Thema der 46. Duisburger Akzente „SEIN und SCHEIN“ auf. Die Stadtbibliothek und der „Verein für Literatur Duisburg“ haben ein vielfältiges Angebot zusammengestellt. Alle Veranstaltungen finden in der Zentralbibliothek, Steinsche Gasse 26, statt.
46. Duisburger Aktente 2025

Die Lesungen sind jeweils von 20 bis 22 Uhr. Zum Auftakt am Dienstag, 18. März, ist der Bochumer Revier-Autor Frank Goosen mit einem eigens für den Abend zusammengestellten Programm zu Gast. In „Mein Ich und seine Bücher“ liefert er einen Überblick über sein literarisches Schaffen. Am Freitag, 21. März, stellt Autorin Olga Grjasnowa im Gespräch mit Wolfgang Schwarzer ihren Roman „Juli August September“ vor.


In diesem schildert sie die Geschichte „einer ganz normalen jüdischen Familie in Berlin“, die weniger normal ist, als sie auf den ersten Blick scheint. Es ist ein Roman über eine Frau, deren Identität sich aus lauter Splittern zusammensetzt, die scheinbar alle nicht zusammenpassen – bis sie es auf unerwartete Weise doch tun.


Ein weiteres Highlight: Schauspieler und Synchronsprecher Christian Brückner liest am Dienstag, 25. März, aus „Die vertauschten Köpfe“. Die Erzählung ist Thomas Manns satirisch-poetische Antwort auf den Rassenwahn der NS-Diktatur, die den Literaturnobelpreisträger wie zahlreiche andere Schriftsteller 1933 ins Exil gezwungen hat.


Am Freitag, 28. März, präsentiert Michael Kumpfmüller seinen Roman „Wir Gespenster“, in dem die ermordete Lilli versucht, ihren eigenen Tod aufzuklären. In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit wurde Shelly Kupferberg eingeladen. Die Autorin liest am Montag, 31. März, aus „Isidor“.

In dem Werk begibt sie sich auf die Spuren ihres Großonkels Isidor Geller – einer schillernden Persönlichkeit, die ihren Weg aus dem ärmlichen ostgalizischen, jüdisch-orthodoxen Milieu nach Wien machte, und dort erfolgreicher Jurist, Kommerzialrat und Berater des österreichischen Staates wurde.


Abgerundet wird das Programm der Bibliothek in diesem Jahr durch zwei Veranstaltungen zur Nacht der Bibliotheken am Freitag, 4. April. Ab 19 Uhr präsentieren Lale Öztürk, Morea Remy und Jay Nightwind auf der Bühne im Stadtfenster ein Feuerwerk der Comedy-Kunst. Um 19 Uhr und um 20.30 Uhr bietet Manfred Bellingrodt einen Fotoworkshop an.


Bei einer Foto-Tour durch die Bibliothek lernen die Teilnehmenden, wie man mit einfachen Techniken mit Kamera oder Smartphone besondere Aufnahmen erschaffen und Geschichten erzählen kann. Weitere Informationen, der Online-Ticketshop und die Anmeldung zu den Workshops finden sich auf www.stadtbibliothek-duisburg.de. Karten für die Lesungen (ab 6 Euro im Vorverkauf) sind auch bei den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.


Duisburger Akzente 2025 mit hochkarätigem Literaturprogramm

Duisburg, 4. Februar 2025 - Ein breitgefächertes Literaturprogramm greift das diesjährige Thema der 46. Duisburger Akzente „SEIN und SCHEIN“ auf. Die Stadtbibliothek und der „Verein für Literatur Duisburg“ haben ein vielfältiges Angebot zusammengestellt. Alle Veranstaltungen finden in der Zentralbibliothek, Steinsche Gasse 26, statt.


Die Lesungen sind jeweils von 20 bis 22 Uhr. Zum Auftakt am Dienstag, 18. März, ist der Bochumer Revier-Autor Frank Goosen mit einem eigens für den Abend zusammengestellten Programm zu Gast. In „Mein Ich und seine Bücher“ liefert er einen Überblick über sein literarisches Schaffen.

Am Freitag, 21. März, stellt Autorin Olga Grjasnowa im Gespräch mit Wolfgang Schwarzer ihren Roman „Juli August September“ vor.
In diesem schildert sie die Geschichte „einer ganz normalen jüdischen Familie in Berlin“, die weniger normal ist, als sie auf den ersten Blick scheint. Es ist ein Roman über eine Frau, deren Identität sich aus lauter Splittern zusammensetzt, die scheinbar alle nicht zusammenpassen – bis sie es auf unerwartete Weise doch tun.


Ein weiteres Highlight: Schauspieler und Synchronsprecher Christian Brückner liest am Dienstag, 25. März, aus „Die vertauschten Köpfe“. Die Erzählung ist Thomas Manns satirisch-poetische Antwort auf den Rassenwahn der NS-Diktatur, die den Literaturnobelpreisträger wie zahlreiche andere Schriftsteller 1933 ins Exil gezwungen hat.


Am Freitag, 28. März, präsentiert Michael Kumpfmüller seinen Roman „Wir Gespenster“, in dem die ermordete Lilli versucht, ihren eigenen Tod aufzuklären. In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit wurde Shelly Kupferberg eingeladen. Die Autorin liest am Montag, 31. März, aus „Isidor“. In dem Werk begibt sie sich auf die Spuren ihres Großonkels Isidor Geller – einer schillernden Persönlichkeit, die ihren Weg aus dem ärmlichen ostgalizischen, jüdisch-orthodoxen Milieu nach Wien machte, und dort erfolgreicher Jurist, Kommerzialrat und Berater des österreichischen Staates wurde.


Abgerundet wird das Programm der Bibliothek in diesem Jahr durch zwei Veranstaltungen zur Nacht der Bibliotheken am Freitag, 4. April. Ab 19 Uhr präsentieren Lale Öztürk, Morea Remy und Jay Nightwind auf der Bühne im Stadtfenster ein Feuerwerk der Comedy-Kunst. Um 19 Uhr und um 20.30 Uhr bietet Manfred Bellingrodt einen Fotoworkshop an.

 Bei einer Foto-Tour durch die Bibliothek lernen die Teilnehmenden, wie man mit einfachen Techniken mit Kamera oder Smartphone besondere Aufnahmen erschaffen und Geschichten erzählen kann. Weitere Informationen, der Online-Ticketshop und die Anmeldung zu den Workshops finden sich auf www.stadtbibliothek-duisburg.de. Karten für die Lesungen (ab 6 Euro im Vorverkauf) sind auch bei den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.




 „Sein und Schein“: 46. Duisburger Akzente bieten drei Wo
chen jede Menge Veranstaltungshighlights in der gesamten Stadt

Duisburg, 30. Januar 2025 - Drei Wochen, über 90 Veranstaltungen, 40 Schauplätze – die Duisburger Akzente feiern vom 15. März bis 6. April 2025 ihre 46. Auflage. Unter dem Motto „Sein und Schein“ präsentieren Künstlerinnen und Künstler Aufführungen, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Filme, Rundgänge und Vorträge. Ihre alljährliche Bühne: die gesamte Stadt.


Die 46. Duisburger Akzente ermutigen, neue Wahrheiten zu entdecken und laden gleichzeitig ein, sich der künstlerischen Illusion hinzugeben. „Kultur schöpft ihre Kraft aus dem Wechselspiel zwischen Täuschung und Realität, Fantasie und Gewissheit“, freut sich Kulturdezernentin Linda Wagner über das vielfältige Programm.

Spieglein Spieglein -Musik-Poesie-Tanz-Bilder

©Ruth Bamberg.

Zu den Höhepunkten des Programms zählt das Theatertreffen, beispielsweise mit dem Besuch des Staatsschauspiel Dresden. Bereits am Eröffnungstag, 15. März, zeigt das Thalia Theater Hamburg ein Highlight mit Shakespeares Klassiker „König Lear“.
Besucherinnen und Besucher der Duisburger Akzente erwarten aber noch viele weitere Performances zwischen Wirklichkeit und Fassade.

Gastspiel Staatsschauspiel Dresden: All das Schöne

©Sebastian Hoppe


„Wir haben erneut das ‚Kaiser Antonino Dance Ensemble‘ für die Akzente gewonnen. Vor über 20 Jahren gründeten Avi Kaiser und sein Partner Sergio Antonino ihr Tanzlabel hier am Innenhafen. Seither beleben und bereichern sie die Kulturszene – so auch unsere Akzente. In ihrer geplanten Uraufführung ‚Parmi d’autres‘ (Unter Anderen) geht es um die Kluft zwischen dem, was wir über uns selbst denken, fühlen und wissen und dem, wie es beim Gegenüber ankommt. Also das Innere, Wirkliche gegen das Äußere, die Fassade“, erklärt Petra Schröder, Leiterin der Kulturbetriebe.

Kammerkonzert Feamal Voices United

 ©André Symann.

Daneben spielt das Kino bei den diesjährigen Akzenten eine große Rolle, denn der Schein ist bekanntlich das Sein des Films. Dafür hat das filmforum ein facettenreiches Programm zusammengestellt. Das reicht von Klassikern wie der Truman Show bis zum Kinderkino.

Event

©Sascha Kreklau

„Kultur verbindet Generationen. Wir schaffen nicht nur Kultur, sondern fördern
Begegnungen. Es ist besonders schön, dass sich auch die Freie Szene mit zahlreichen Stücken beteiligt“, so Clemens Richert, Veranstaltungsmanager bei den Kulturbetrieben Duisburg.

Stolz und Vorteil -Sonderausstellung

©Stadtarchiv Duisburg.

Wer sich für die Quartiersentwicklung interessiert, begibt sich mit Künstler und Guide Heiner Heseding auf einen Rundgang durch Ruhrort. Im Lehmbruck Museum erwarten Kulturbegeisterte Skulpturen sowie Figuren von Materialkünstlerin Eva Aeppli und Bildhauer Jean Tinguely. Sie eröffnen abstrakte und unkonventionelle Perspektiven auf Menschlichkeit und Technik und berühren die ganze Familie mit ihrer Sicht auf große Lebensfreude, Wandel, Vergänglichkeit.


Für Musikfans gibt es improvisierte Jam-Formate mit Jazz, Pop, Rock und elektronischen Sounds und verschiedene Konzerte. Und wer Literatur bevorzugt, schaut beim Poetry-Slam oder einer Lesung vorbei. Zum Beispiel bei Schauspieler Christian Brückner, der ein Werk von Thomas Mann vorträgt.


Die Schirmherrschaft für die 46. Duisburger Akzente übernimmt erneut NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Gefördert wurde die Veranstaltungsreihe durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und die Sparkasse Duisburg. Das gesamte Programmheft mit über 90 Seiten ist online abrufbar unter www.duisburger-akzente.de.

Um solch ein umfangreiches Programm anbieten zu können, benötigen die vielen Kunst- und Kulturschaffenden einen entsprechenden Planungsvorlauf. Daher blickt Petra Schröder bereits auf das Jahr 2026: „Im nächsten Jahr dürfen sich die Akteure und das Publikum bei den 47. Duisburger Akzenten auf das Thema ‚Begegnungen – was uns trennt, was uns verbindet‘ freuen.“

Als Veranstaltungszeitraum ist der 27. Februar bis 22. März 2026 geplant.