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Redaktion Harald Jeschke
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Siegerentwurf für die Duisburger Campusentwicklung steht fest

BLB NRW schließt Werkstattverfahren erfolgreich ab

Duisburg, 15. April 2026 - Die Entwicklung des Campus Duisburg der Universität Duisburg-Essen (UDE) hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfahren (BLB NRW) stellte am 13. April gemeinsam mit der Universität und Stadt die Entwürfe des mehrphasigen Werkstattverfahrens vor. Nun steht der Siegerentwurf fest.


Copyright © UDE, Eventfotograf.in)

Der Duisburger Universitätscampus soll strukturierter und attraktiver werden. Im Rahmen des parallel zur Neuen Masterplanung Hochschulbau durchgeführten Werkstattverfahrens wurden städtebauliche Konzepte entwickelt, die als Grundlage für die entstehenden Baukörper der Neuen Masterplanung dienen sollen. Darauf aufbauend sollen am Duisburger Universitätscampus Bestandsgebäude bewahrt, zukünftige Flächenbedarfe der Universität nachhaltig umgesetzt und die Aufenthaltsqualität gezielt verbessert werden.

Interessierte Zuhörerschaft

Nach intensiver Sichtung der drei eingereichten Planungsansätze hat die Jury eine Entscheidung getroffen: Der Entwurf des Kölner Büros „ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS GmbH“ und dem Landschaftsplanungsbüro „Die Planergruppe“ wurde zum Sieger gekürt. In der Begründung hob die Jury besonders die gelungene Verbindung zwischen universitärer Nutzung von Lehre und Forschung sowie Stadtteil hervor. Im Fokus stehen die räumliche Ordnung, Aufenthaltsqualität und ein differenziertes System aus zentralen und dezentralen Treffpunkten.

Mniszerin Ina Brandes und Sören Link

Zusammenarbeit aller Akteure
Wissenschaftsministerin Ina Brandes: „Die vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft eingeführte Neue Masterplanung sorgt für mehr Tempo im Hochschulbau. Bisher liefen viele Planungs-, Prüfungs- und Genehmigungsprozesse nacheinander zwischen vielen Beteiligten und mit teils langen Prüfungsschleifen. Jetzt wird das Verfahren von Beginn an mit allen am Bau Beteiligten parallel bearbeitet und spart bis zu 30 Prozent Zeit und damit auch Geld. Neben der Neuen Masterplanung macht das hier eingesetzte Werkstattverfahren das Verfahren deutlich schneller und günstiger als etwa ein Architekten-Wettbewerb. Ich bin sehr dankbar, dass sich neben den Hauptakteuren des Bau- und Liegenschaftsbetriebs und der Universität Duisburg Essen auch Nutzerinnen und Nutzer und Anwohnerinnen und Anwohner so konstruktiv an diesem Prozess beteiligt haben.“

Seit dem Start im Februar 2026 haben die drei Teams bestehend aus Stadtplanung und Freiraumplanung in einem intensiven Dialog Konzepte für die Weiterentwicklung des Duisburger Universitätscampus erarbeitet. In drei Werkstattforen wurden die Planungsideen im Dialog mit Studierenden und Beschäftigten der UDE sowie Anwohnenden diskutiert und fortlaufend weiterentwickelt. Dabei war es ein Ziel, Gebäude nicht einzeln zu betrachten, sondern den Campus als schlüssiges städtebauliches Gesamtkonzept zu entwickeln. Der Fokus lag darauf, den Bestand weiterzuentwickeln und zu ergänzen und dabei den Anforderungen von moderner Lehre und Forschung gerecht zu werden.

Ulf Richter, der Kanzler der Universität Duisburg-Essen ordnet den Siegerentwurf für weitere Entwicklung des Universitätscampus ein. „Die Potenziale der Campusentwicklung sind enorm: Der ausgewählte Entwurf verleiht unserem Selbstverständnis als Präsenzuniversität Ausdruck. Wir werden unseren Studierenden und Beschäftigten mit der Realisierung hervorragende Voraussetzungen für modernes Lernen, Arbeiten und Forschen sowie eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. Umso wichtiger ist es, dass die Perspektiven und Hinweise der Hochschulgemeinschaft sowie der Anwohnenden von Anfang an in den Prozess eingeflossen sind. Unsere Vision orientiert sich damit an den Bedürfnissen der Menschen, die den Campus nutzen.“


Wie geht es weiter?
Um eine qualifizierte städtebauliche Gesamtkonzeption für den Campus zu erarbeiten, dient das nun durch die Jury prämierte Konzept des Planungsbüros ASTOC als Leitplanke und Grundlage für die weiteren Entwicklungsperspektiven. Das Büro wird mit der anschließenden Vertiefungsphase beauftragt, um das städtebauliche Konzept detailliert auszuarbeiten.

„Unser Ziel ist die Entwicklung eines Campus, der den Bestand strategisch weiterdenkt und sein volles Potenzial für eine leistungsfähige, offene und zukunftsorientierte Universität entfaltet. Das prämierte Planungsteam überzeugte durch einen reflektierten Umgang mit der bestehenden Bausubstanz sowie durch die schlüssige Setzung realistisch umsetzbarer Baukörper.

Der Entwurf setzt die Aufgabenstellung des Werkstattverfahrens präzise um und fügt sich konsequent in die Masterplanung ein. In der nun folgenden Vertiefungsphase freuen wir uns auf den Austausch mit dem Planungsteam, um den Entwurf gezielt an die baulichen und ökologischen Rahmenbedingungen vor Ort städtebaulich sinnvoll anzupassen“, sagt Till Neschen, Leitung der Duisburger Niederlassung des BLB NRW.

Das Werkstattverfahren wurde als städtebauliches und freiraumplanerisches Qualifizierungsverfahren zur strategischen Campusentwicklung initiiert und ist ein ergänzender Teil der „Neuen Masterplanung“.

„Die neu entworfene Gesamtkonzeption ist nicht nur richtungsweisend für die Strahlkraft und Zukunft der Universität Duisburg-Essen und des Wissenschaftsstandortes Duisburg, sondern auch für die städtebauliche Entwicklung rund um den Campus in Neudorf. Ich freue mich daher sehr, dass im Werkstattverfahren auch die benachbarten Bürgerinnen und Bürger Neudorfs einbezogen und beteiligt wurden“, sagt der Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Sören Link.

Besonderheiten der Entwürfe
Der Siegerentwurf von ASTOC sieht für den Campus in der Zukunft zwei Begegnungsorte für Studierende und Beschäftigte vor. Für die Geisteswissenschaften soll dieser im nördlichen Bereich entstehen und für die Maschinen- und Elektrowissenschaften im Süden. Die Planungsbüros CKSA GmbH und Uniola AG Landschaftsarchitektur (Platz 2) und DMSW Architekten und ora PartG mbB (Platz 3) konnten im Zuge des Werkstattverfahrens mit ihren Entwürfen zeigen, wie unterschiedlich ein Campus aussehen kann.

Eine zentrale Campusmitte mit vielen Aufenthaltsmöglichkeiten oder auch eine Campusmagistrale die den nördlichen Campus mit dem Süden verbindet, gehörten zu den spannenden Ideen.




Proband:innen für Studie gesucht: Welche Symptome treten auf?

Essen/Duisburg, 14 April 2026 - Während einer akuten Entzündung im Körper können bestimmte, vom Immunsystem ausgelöste Beschwerden auftreten. Um sie zu analysieren, ist ein Forschungsteam am Universitätsklinikum Essen auf der Suche nach körperlich gesunden Proband:innen zwischen 18 und 45 Jahren.

Mediziner:innen des Instituts für Didaktik in der Medizin und der Klinik für Infektiologie untersuchen die Studienteilnehmenden rund acht Stunden am Universitätsklinikum Essen für das Forschungsprojekt „Immun-vermittelte Symptome während einer akuten Entzündungsreaktion“.
Zusätzlich gibt es vier weitere kurze Termine zur Vor- und Nachuntersuchung. Eine Aufwandsentschädigung für die Teilnahme liegt bei 300 Euro. Anmelden kann man sich ab sofort unter: entzuendung.studie@uk-essen.de.
Wie wirken sich Entzündungsprozesse im Körper aus?

Am Hauptuntersuchungstag wird eine sehr niedrig dosierte Substanz (Lipopolysaccharid) verabreicht, die das Immunsystem kurzzeitig aktiviert. Dadurch möchten die Medziner:innen herausfinden, wie Entzündungsprozesse im Körper die Psyche und das Verhalten beeinflussen.

Wer teilnehmen möchte, sollte keine psychiatrische, neurologische und/oder internistische Erkrankungen wie z.B. akute oder chronische Magen-Darm-Erkrankungen, Leber- und Nierenerkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes melltius sowie Suchterkrankungen haben. Auch Übergewicht (BMI > 30 kg/m^2) oder regelmäßige Medikamenteneinnahme (insbesondere Kardiologische Medikamente, steroidhaltige Präparate, Schmerzmittel) machen eine Teilnahme unmöglich.

Da im Laufe des Untersuchungstages das Schmerzmittel Ibuprofen verabreicht wird, sollte hier keine Überempfindlichkeit vorhanden sein. Auch Angststörungen, insbesondere Klaustrophobie, eine Schwangerschaft sowie metallische Implantate oder Tätowierungen sollten nicht vorliegen, da auch eine Untersuchung im MRT vorgesehen ist. Im Verlauf des Tages wird außerdem mehrmals über einen Zugang Blut abgenommen.

Autonomes Forschungsschiff NOVA auf XPONENTIAL EUROPE 2026

Demonstrationsfahrt mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder

Duisburg/Düsseldorf, 24. März 2026 - Die Zukunft der Schifffahrt ist autonom und ferngesteuert. Mit dem Forschungsschiff NOVA gehören das DST Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme und die Universität Duisburg-Essen zu den Pionieren der Branche. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder erhält am 24. März an Bord der NOVA Einblick in den aktuellen Forschungsstand.

Am Messestand auf der XPONENTIAL Europe 2026 in Düsseldorf (Halle 1, 1B52) präsentieren Wissenschaftler:innen Innovationen von Wasserdrohnen bis zur KI-gestützten Funkkommunikation. Auf der messebegleitenden Konferenz präsentieren Forschende Ergebnisse ihrer zukunftsweisenden Forschung.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Rektorin der Universität Duisburg-Essen; Prof. Dr. Barbara Albert, vor dem autonomen Forschungsschiff NOVA (2. und 3. von links) Messe XPONENTIAL in Düsseldorf Bildrechte: Eventfotograf.in

Der Wissenszuwachs in der autonomen Schifffahrt ist rasant. Die aktuellsten Innovationen sind vom 24. bis zum 26. März auf der Messe XPONENTIAL Europe 2026 in Düsseldorf zu sehen. Die Rektorin der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Barbara Albert, erläutert: „Automatisierung und Fernsteuerung sind unabdingbar für die moderne Mobilität, auch auf dem Wasser. Die Universität Duisburg-Essen und das DST treiben mit ihren Forschungsarbeiten die Entwicklung einer digitalen, nachhaltigen Binnenschifffahrt voran.

Solche Innovationen im Mobilitätssektor stützen unseren Wirtschaftsstandort. Zugleich organisieren unsere Wissenschaftler:innen gemeinsam mit dem DST und der RWTH Aachen die Autonomous Inland and Short Sea Shipping Conference als Partner-Konferenz der XPONENTIAL Europe, um wissenschaftlichen Impact international zu skalieren.“

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder wird gemeinsam mit Rektorin Prof. Dr. Barbara Albert an einer Demonstrationsfahrt des Forschungsschiffs NOVA teilnehmen. Bei der Fahrt wird das Schiff vollständig aus einem Remote Operations Center am Messestand, unter Verwendung von Echtzeit-Videos und -Sensordaten, gesteuert. Die Demonstration zeigt das Zusammenspiel zwischen Automatisierung und Fernsteuerung. So werden Binnenschiffe künftig auch bei eingeschränkter Sicht oder hoher Verkehrsdichte effizient und sicher betrieben werden können.

„Die Verfügbarkeit modernster Sensortechnologien in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz ermöglicht es uns, Schiffe zu automatisieren und Personal an Bord und im Remote Operation Center derart zu unterstützen, dass Schiffe effizient und gleichzeitig sicher betrieben werden können“, sagt Dr.-Ing. Jens Neugebauer, stellvertretender Leiter des Instituts für Nachhaltige und Autonome Systeme der Universität Duisburg-Essen.

„Die autonome und ferngesteuerte Schifffahrt ist ein zentraler Baustein für die Zukunft des klimafreundlichen und effizienten Güterverkehrs in Deutschland und Europa“, so Fachbereichsleiter Dr.-Ing. Frederic Kracht vom DST. „Die hier gezeigten Innovationen verdeutlichen das enorme Potenzial digitaler Technologien für die Binnenschifffahrt.“

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Die Entwicklung des autonomen Fahrens auf dem Wasser hat in den letzten Jahren in Deutschland einen großen Sprung nach vorne gemacht. Um ein führender Standort für Schifffahrt zu werden, brauchen wir nun eine Ausweitung der Testbetriebe für ferngesteuerte und autonome Schiffe. Im nächsten Schritt werden dann nationale und internationale Regelwerke zügig angepasst. Gemeinsam mit dem Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme (DST) wollen wir durch Innovationen und verbesserte Infrastruktur die deutsche Binnenschifffahrt zukunftsfähig machen und international wettbewerbsfähig halten.“

Weitere Highlights am Messestand von Universität Duisburg-Essen und DST sind Wasserdrohnen, die autonome Aufgaben wie Umgebungsüberwachung, Hinderniserkennung und Datenerfassung für Forschung und Infrastrukturinspektion übernehmen. Gemeinsam mit der TU Dortmund präsentieren die Wissenschaftler:innen zudem eine Lösung zur automatisierten Erkennung und Generierung von Funksprüchen in der Binnenschifffahrt.

Fachkonferenz Autonomous Inland & Short Sea Shipping
Ein besonderer Schwerpunkt ist die internationale Fachkonferenz AISS am 24. und 25. März. Die 2019 ins Leben gerufene, jährlich stattfindende Konferenz ist in diesem Jahr zum ersten Mal die Partnerkonferenz der Messe XPONENTIAL Europe. Sie erschließt damit eine noch größere Reichweite. Führende Expert:innen aus Wissenschaft und Industrie präsentieren dort aktuelle Forschung – von autonomen Navigationssystemen über Remote Operations von Schiffen und Hafentechnologien bis hin zu KI-gestützter Wahrnehmung und sicherheitskritischen Systemen. In einem eigenen Vortragsblock werden mehr als 15 europäische Forschungsprojekte vorgestellt und im Rahmen einer Publikumspräsentation diskutiert.


Neue Studie zu Brennstoffzellen

Membranen – unsichtbare Schicht, großer Einfluss
Duisburg, 24. März 2026 - Wie lassen sich Brennstoffzellen effizienter und langlebiger machen – und welche Rolle spielt dabei eine nur wenige Mikrometer dünne Membran? Dieser Frage ist eine aktuelle Studie* der Universität Duisburg-Essen und des Zentrums für BrennstoffzellenTechnik nachgegangen. Sie wurde von Nanowissenschaftler:innen um Dr. Fatih Özcan geleitet. Dank einer neuen Methode gelang es ihnen, Membraneffekte erstmals systematisch zu analysieren. Das Fachjournal Energy Advances berichtete.


Die Grafik zeigt vereinfacht den Aufbau der Kathodenseite einer Brennstoffzelle: Eine dünne Protonenaustauschmembran liegt auf der Katalysatorschicht und lässt Protonen (H⁺) hindurch, während Sauerstoff (O₂) von unten zur Reaktion gelangt. © Yawen Zhu, generiert mit KI

Brennstoffzellen gelten als Schlüsseltechnologie für eine klimaneutrale Energieversorgung. Eine besonders wichtige Variante sind sogenannte Protonenaustauschmembran-Brennstoffzellen (PEMFC). Sie wandeln Wasserstoff effizient in Strom um und könnten vor allem im Verkehr und in der stationären Energieversorgung wichtig werden. Im Inneren der PEMFC sorgt eine dünne Kunststoffmembran dafür, dass nur Protonen hindurchgelangen, während Elektronen außen entlangfließen und so Strom entsteht. Die Eigenschaften der unverzichtbaren Membran bestimmen maßgeblich Leistung, Effizienz und Lebensdauer.

Bisher war es jedoch schwierig, den Einfluss der Membran zu untersuchen, da sich viele Prozesse überlagern. Das Team um Dr. Fatih Özcan vom Lehrstuhl für Partikeltechnik (Prof. Doris Segets) der Universität Duisburg-Essen (UDE) entwickelte daher mit weiteren Forschenden der UDE und dem Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) eine neue Methode: Statt die gesamte Brennstoffzelle zu analysieren, untersuchten sie gezielt die Kathode in einer vereinfachten Testumgebung. So ließ sich der Einfluss der Membran klar isolieren.

Untersucht wurden Membranen unterschiedlicher Dicke und chemischer Struktur sowie ein Referenzsystem ohne Membran. Mithilfe elektrochemischer Messverfahren konnten die Forschenden erstmals die Ursachen von Leistungsverlusten sichtbar machen und voneinander trennen – etwa elektrische Widerstände, Reaktionsgeschwindigkeit und Stofftransport.

„Unsere Ergebnisse zeigen: Die Membran bringt zusätzliche Widerstände ins System und beeinflusst die Leistung maßgeblich“, erklärt Doktorandin und Erstautorin Yawen Zhu. „Überrascht hat uns jedoch, dass der größte Teil des zusätzlichen elektrischen Widerstands nicht durch die Dicke der Membran entsteht, sondern bereits durch ihre bloße Anwesenheit – genauer gesagt durch die Kontaktflächen zwischen Membran und Elektrode.“

Die Membrandicke wirkt sich vor allem die Geschwindigkeit der elektrochemischen Reaktionen aus: Je dicker die Membran, desto langsamer laufen sie ab. „Transportverluste werden hingegen stärker durch die chemische Struktur des Materials bestimmt“, so Dr. Fatih Özcan, Letztautor der Studie. „Unsere Forschung belegt, dass Membranen weit mehr sind als passive Bauteile. Sie liefert zugleich wichtige Ansatzpunkte für die Entwicklung leistungsfähigerer und langlebiger Brennstoffzellen.“

* Die Studie ist ein Teilergebnis des Projekts R2R-CCM, das von 2022-2024 vom nordrheinwestfälischen Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie gefördert wurde. An der in Energy Advances veröffentlichten Studie beteiligt waren Wissenschaftler:innen des Lehrstuhls für Partikeltechnik am Institut für Energie- und Materialprozesse, des Center for Nanointegration (CENIDE), des Interdisciplinary Center for Analytics on the Nanoscale (ICAN) sowie des Zentrums für BrennstoffzellenTechnik (ZBT).


164 Zertifikate werden vergeben Feierstunde für Frühstudierende

MINT ist beliebt Hörsaal und Labor statt Klassenzimmer

Duisburg, 20. März 2026 - 119 Schüler:innen aus der Region nahmen im vergangenen Semester am
Frühstudium der Universität Duisburg-Essen (UDE) teil. Sie besuchten Veranstaltungen gemeinsam mit regulär Studierenden und legten oft auch Prüfungen ab. Besonders beliebt waren MINT-Fächer. Am kommenden Dienstagnachmittag, 24. März, erhalten die Jugendlichen in einer Feierstunde am Campus Duisburg ihre Zertifikate – beachtliche 164 sind es insgesamt.

Frühstudierende beeindrucken: Sie sind neugierig und wissensdurstig und nehmen teils weite Wege in Kauf, um Uni-Luft zu schnuppern. Vielen gefällt es so gut, dass sie sich erneut anmelden. Das war im vergangenen Semester bei einem Viertel der Teilnehmenden der Fall. Vor allem Veranstaltungen aus der Informatik, Mathematik, Biologie, Chemie und den Wirtschaftswissenschaften waren beliebt bei den 119 Schüler:innen, die zwischen 13 und 18 Jahre jung waren.

Insgesamt 42 Schulen aus der der Metropole Ruhr und vom Niederrhein ermöglichten es ihren Schüler:innen, parallel zum Unterricht die UDE kennenzulernen. Am stärksten vertreten war erneut das Karl-Ziegler-Gymnasium aus Mülheim/Ruhr mit 22 Teilnehmenden.

„Das Frühstudium der Universität Duisburg-Essen zeigt eindrucksvoll, wie wichtig gezielte Förderung für besonders motivierte und leistungsstarke Jugendliche ist. Sie erhalten frühzeitig Einblicke in die Hochschulwelt und können ihren Weg schon vor Studienbeginn erproben. Damit leisten wir nicht nur einen Beitrag zur Studienorientierung, sondern fördern gezielt Talente in der Region“, erklärt Judith Spickers vom Akademischen Beratungs-Zentrum der Uni.

 Das Frühstudium wird unterstützt von der Nationalbank, der Jörg-Keller-Stiftung und dem Förderverein der UDE, die einen Teil der Fahrtkosten übernehmen.

Millionenförderung für Bauchspeicheldrüsenkrebs-Forschung

Smarte Daten verbessern die Behandlung

Duisburg, 16. März 2026 - Bauchspeicheldrüsenkrebs weist die niedrigste Überlebensrate unter allen Krebserkrankungen auf. Obwohl nur etwa vier Prozent der Krebsneuerkrankungen die Bauchspeicheldrüse betreffen, ist das Pankreaskarzinom in Deutschland die vierthäufigste Todesursache bei Krebs. Die Deutsche Krebshilfe reagiert mit einer großen Forschungsallianz.

Im Zuge der Deutschen Allianz Pankreaskarzinom fördert sie drei Konsortien mit 33,5 Millionen Euro, darunter auch das Projekt ONCOverse, an dem Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen maßgeblich mitwirken. In das ONCOverse fließen 16,2 Millionen Euro, davon erhält das Essener Team 6,2 Millionen Euro.

Das von Essen aus geleitete Konsortium „ONCOverse: Patientenzentrierte und intuitive Evidenzgenerierung für Bauchspeicheldrüsenkrebs“ entwickelt eine digitale Versorgungsplattform, die Forschung und Klinik eng verzahnt. ONCOverse sammelt Daten aus dem Behandlungsalltag: Patient:innen dokumentieren ihr Befinden. Ärzt:innen erfassen Tumoreigenschaften, Therapien und Verläufe.

Das Besondere dabei: alle Daten werden interoperabel gemacht, können also gemeinsam genutzt werden. So entsteht ein umfassender Datenraum. Die Forschenden um Projektleiter Prof. Dr. Jens Siveke vom Westdeutschen Tumorzentrum des Universitätsklinikums Essen und Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung möchten so klären, welche Tumor- und Patient:inneneigenschaften wichtig für Therapieentscheidungen sind und welche Therapie bei welchem Tumor am besten wirkt. Langfristig sollen Behandlungen präziser auf die individuelle Tumorsituation zugeschnitten werden. Die Prognose bei Bauchspeicheldrüsenkrebs kann so verbessert werden.

Im Kern geht es um Evidenzgenerierung, das heißt um belastbare wissenschaftliche Belege aus der realen Versorgung. Statt auf isolierte Studien setzen die Wissenschaftler:innen mit ONCOverse auf kontinuierliche Datenerhebung im Klinikalltag. Moderne Analysemethoden helfen, Muster zu erkennen und Therapiewege zu vergleichen, auch mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz. Ein besonderes Merkmal: Betroffene sind von Beginn an eingebunden. Ihre Perspektive soll sicherstellen, dass neue Versorgungsmodelle tatsächlich den Bedürfnissen der Erkrankten entsprechen.

Das ONCOverse-Team bündelt die Expertise von Partner:innen aus den Universitätskliniken Dresden, Essen, Halle (Saale), Hamburg-Eppendorf, Heidelberg, Kiel/Lübeck, Köln und Tübingen sowie von der Technischen Universität München. Weiterhin bestehen Kooperationen mit dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Heidelberg, dem Forschungszentrum Jülich, dem Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen sowie Partnern der Dutch Pancreatic Cancer Group Amsterdam, Maastricht und Leiden.


FutureWaterCampus bündelt Wasserforschung - Bewilligungsbescheid über 11,5 Millionen Euro übergeben

Duisburg, 13. März 2026 - Die Universität Duisburg-Essen erhält ein neues Zentrum für ihre international anerkannte Wasserforschung: Das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäische Fonds für regionale Entwicklung fördern den FutureWaterCampus. Umweltminister Oliver Krischer hat heute einen Bewilligungsbescheid über 11,5 Millionen Euro übergeben. Der Neubau entsteht in direkter Nachbarschaft zum Forschungsbau ACTIVE SITES am Thurmfeld in Essen.

Gruppenbild bei der Bescheidübergabe. Mittig Rektorin Prof. Dr. Barbara Albert, Umweltminister Oliver Krischer, Kanzler der Universität, Ulf Richter

NRW-Umweltminister Oliver Krischer unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens: "Die international erfolgreiche Wasserforschung an der Universität Duisburg-Essen wird durch den FutureWaterCampus weiter gestärkt. Hier arbeiten exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eng mit der Wasserwirtschaft zusammen. So rücken Forschung und Praxis noch näher zusammen.

Das Projekt hilft ganz praktisch, zentrale Zukunftsfragen der Wasserwirtschaft zu lösen und die Zukunftsstrategie Wasser des Landes umzusetzen. Deshalb unterstützen wir das Projekt mit 11,5 Millionen Euro.“

Der FutureWaterCampus ist als Ort inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit konzipiert. In modernen biologischen und chemischen Laboren arbeiten Natur-, Ingenieur- und Gesellschaftswissenschaften gemeinsam mit Praxispartnern an nachhaltigen Lösungen für globale Herausforderungen. Drei wissenschaftliche Schwerpunkte stehen dabei im Fokus:

• Algenforschung: Die Universität Duisburg-Essen verfügt über die weltweit größte universitäre Algensammlung und ist international führend, unter anderem in Kooperation mit Partnern wie der University of California, Berkeley.

• Membranforschung: Als Schlüsseltechnologie moderner Trennverfahren spielt sie eine zentrale Rolle in der Wasseraufbereitung sowie in der Umwelt- und Biotechnologie.

• Photokatalyseforschung: Innovative Verfahren zur Wasserreinigung, etwa durch den Einsatz von Licht werden entwickelt.

Die Rektorin der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr. Barbara Albert, betont die gesellschaftliche Relevanz der Forschung: „Die Frage, wie wir mit der Ressource Wasser umgehen, ist von essentieller Bedeutung für die Zukunft der Menschheit. Wissenschaft liefert Lösungen, wenn zu wenig, zu viel oder zu belastetes Wasser zur Verfügung steht. Mit dem FutureWaterCampus in Essen schaffen wir ein gemeinsames Dach und hervorragende Bedingungen für unsere multidisziplinäre Spitzenforschung mit Impact.“

Mit dem von der Landesregierung und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bewilligten Neubau entsteht eine hochmoderne Infrastruktur, die interdisziplinäre Forschung und technologische Innovation eng miteinander verzahnt. Die Finanzierung tragen das Land Nordrhein-Westfalen mit 40 %, der EFRE mit 41 % sowie die Universität Duisburg-Essen mit 19 % aus Eigenmitteln.

Geplant sind unter anderem eine Versuchshalle für großtechnische Anlagen, die den Transfer von Forschungsergebnissen vom Labor in den Pilotmaßstab ermöglicht, sowie eine Denkfabrik und ein Wissenshub zur Stärkung von Vernetzung und Weiterbildung.

„Der FutureWaterCampus ergänzt in unmittelbarer Nachbarschaft den Forschungsbau ACTIVE SITES und stärkt sowohl die anwendungs- als auch die grundlagenorientierte Wasserforschung an der Universität Duisburg-Essen. Die räumliche Nähe ermöglicht eine enge methodische Verzahnung mit der dortigen Katalyseforschung unter wässrigen Funktionsbedingungen“, sagt Prof. Dr. Torsten C. Schmidt, Vorstandsvorsitzender des Zentrums für Wasser- und Umweltforschung an der Universität Duisburg-Essen.

Bessere Therapie gegen schwer behandelbaren Lymphdrüsenkrebs

DFG fördert Forschungsprojekt REACT

Duisburg, 13. März 2026 - Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt REACT mit 3,2 Millionen Euro, um neue Wege zur Behandlung seltener und besonders schwer therapierbarer Lymphdrüsenkrebserkrankungen des Immunsystems zu erforschen. An dem bis Dezember 2028 laufenden Studienvorhaben sind unter anderem Wissenschaftler:innen der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen sowie ein Team der Universitätsmedizin Göttingen beteiligt. Knapp 1,6 Millionen Euro – etwa die Hälfte der Fördersumme – gehen an die Forschenden in Essen.

Ziel des Projekts ist, die Heilungschancen von Betroffenen deutlich zu erhöhen. Die Beteiligen möchten durch den smarteren und zielgenaueren Einsatz bekannter Therapien die Behandlung von T-Zell-Non-Hodgkin-Lymphomen verbessern, einer oft aggressiven Form von Lymphdrüsenkrebs. Solche T-Zell-Lymphome entstehen aus fehlgesteuerten Abwehrzellen des Immunsystems.

Mithilfe des bildgebenden Verfahrens PET-CT können die Forschenden früh erkennen, ob die Chemotherapie bei den Betroffenen ausreichend wirkt und ob sie von einer intensiveren Therapie mit Stammzelltransplantation profitieren könnten. PET-CT meint eine Kombination aus Positronen-Emissions-Tomographie und Computertomographie. Sie macht Stoffwechselaktivitäten und anatomische Strukturen sichtbar – und zeigt, wie aktiv Tumorgewebe ist, und wo es sich im Körper befindet.

„REACT hat das Potenzial, einen neuen Behandlungsstandard für T-Zell-Lymphome zu definieren“, sagt Prof. Dr. Andreas Hüttmann, Leitender Oberarzt der Klinik für Hämatologie und Stammzelltransplantation am Universitätsklinikum Essen. Entscheidend sei die enge Zusammenarbeit von Kliniker:innen, Nuklearmediziner:innen, Statistiker:innen und Studienzentren. 20 Unikliniken wirken als Prüfzentren mit.

„Nur diese gebündelte Expertise hat die Förderung möglich gemacht, und sie eröffnet neue Perspektiven für schwer erkrankte Menschen.“ Neben ihm und seinem Essener Team ist die Universitätsmedizin Göttingen mit Prof. Dr. Gerald Wulf gleichberechtigt beteiligt an dem REACT-Projekt mit dem Titel „Allogene Zell-Therapie bei refraktären T-Zell-Lymphomen“. ACT steht für Allogeneic Cell Therapy und RE beschreibt das Reagieren auf einen PET-Befund.

„Die Studie adressiert einen klaren klinischen Bedarf“, heißt es in den Gutachten der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Das Konzept sei gut begründet, die Zentren erfahren und hervorragend organisiert.
 Hartmann)

Fachleute sehen Risiken bei Pestizid-Zulassung - Wissenschaftlicher Beirat warnt vor EU-Plänen

Duisburg, 12. März 2026 - Der Wissenschaftliche Beirat zum Nationalen Aktionsplan Pflanzenschutz warnt: Die von der EU-Kommission geplanten Vereinfachungen bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln könnten nach Einschätzung der Expert:innen erhebliche Risiken für Mensch und Umwelt mit sich bringen. Eine entsprechende Stellungnahme hat das Gremium – darunter Prof. Dr. Ralf Schäfer von der Universität Duisburg-Essen – an das Bundeslandwirtschaftsministerium übergeben.

Im Mittelpunkt der Kritik steht das sogenannte „Food and Feed Safety Omnibus“-Paket der EU-Kommission. Es sieht zwei grundlegende Änderungen vor: Zum einen sollen Wirkstoffe künftig unbefristet genehmigt werden, statt – wie bisher – alle zehn bis fünfzehn Jahre überprüft zu werden. Zum anderen sollen nationale Produktzulassungen nicht mehr regelmäßig an den aktuellen Stand der Wissenschaft angepasst werden. Maßgeblich wäre künftig allein das Wissen zum Zeitpunkt der EU-weiten Wirkstoffgenehmigung.

Aus Sicht des Beirats würden damit zentrale Sicherheitsmechanismen geschwächt. Regelmäßige Neubewertungen seien ein wesentlicher Bestandteil des europäischen Vorsorgeprinzips. Eine Analyse zeigt, dass seit 2009 mindestens 165 chemisch-synthetische Wirkstoffe vom europäischen Markt genommen wurden – häufig aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse über Risiken für Umwelt oder Gesundheit. Ohne verpflichtende Überprüfung könnten solche Entwicklungen künftig deutlich später oder gar nicht mehr berücksichtigt werden.

Besonders kritisch bewertet das Gremium die geplante Entkopplung nationaler Produktzulassungen vom aktuellen Forschungsstand. Erkenntnisse über mögliche Gefahren entstünden oft erst Jahre nach der Erstzulassung eines Wirkstoffs. Würden sie systematisch ausgeblendet, drohe eine strukturelle Lücke zwischen Regulierung und Forschung.

Auch die Rechtsprechung unterstreicht die Bedeutung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. Urteile des Europäischen Gerichtshofs zu den Wirkstoffen Difenoconazol (2024) und Cypermethrin (2025) haben deutlich gemacht, dass Behörden aktuelle Forschungsergebnisse in ihre Risikobewertungen einbeziehen müssen.

„Wer Zulassungen entfristet und neue wissenschaftliche Erkenntnisse ausblendet, schwächt das europäische Vorsorgeprinzip massiv“, warnt Ökotoxikologe Prof. Dr. Ralf Schäfer von der Universität Duisburg-Essen. „Gerade die letzten Jahre zeigen, dass Risiken vieler Wirkstoffe erst im Laufe der Zeit sichtbar werden.“

Der Beirat spricht sich stattdessen für eine echte Entbürokratisierung aus – etwa durch transparentere Bewertungsverfahren und besser vergleichbare Risikoabschätzungen. Vereinfachungen ja, aber nicht um den Preis eines geringeren Schutzniveaus.


Gasthörer:innenverzeichnis fürs Sommersemester

Lernen in verschiedenen Sprachen

Duisburg, 11. März 2026 - Herzlich Willkommen! Welcome! Bienvenue! ¡Bienvenidos! Hoş geldiniz! … an der Universität Duisburg-Essen wird’s für Gasthörer:innen im Sommersemester nicht nur thematisch abwechslungsreich. Die Sprache der Veranstaltungen variiert zwischen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Türkisch. Thematisch geht es neben französischer oder spanischer Geschichte und Literatur etwa um Energie, Besteuerung im nationalen Kontext oder computergestützte Computertechnik.

© UDE/Frank Preuß

Das Programm für das Sommersemester 2026 gibt einen Einblick in das vielfältige Lehrprogramm der Universität Duisburg-Essen (UDE). Gedruckte Exemplare des Gasthörer:innenverzeichnisses gibt es an beiden Campi kostenlos im Akademischen Beratungszentrum (ABZ), den Bibliotheken und bei der Einschreibung. Zudem ist es in Essen bei den Pförtner:innen im Gebäude R12 und am Klinikum (Hauptloge) erhältlich sowie in Duisburg in der Pressestelle.

Genauere Auskunft an der UDE gibt Jennifer Peters, Sachgebiet Studierendenservice, Akademische und hochschulpolitische Angelegenheiten. Die Einschreibung läuft bis zum 24. Juli 2026. Gasthörer:innen zahlen für die Teilnahme einmalig 100 Euro für das ganze Semester; sie besuchen die Lehrveranstaltungen in Eigeninitiative und ohne weitere Pflichten. Bei Geflüchteten entfällt die Gebühr.

Weitere Informationen:
https://www.uni-due.de/imperia/md/content/dokumente/2026/gasthoererverzeichnis-sose-2026.pdf

UDE: 1,5 Millionen Euro für Forschungsprojekt „VaSequIs“ Infektionsausbrüche besser vorhersagen

Duisburg, 9. März 2026 - Mit Künstlicher Intelligenz und der Analyse von Patienten-, Trink- und Abwasserproben entwickeln Forschende der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen ein Frühwarnsystem: Es soll Infektionsausbrüche in Krankenhäusern schneller erkennen und die Sicherheit von Patient:innen erhöhen.

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt fördert das im Februar gestartete Projekt VaSequIs* für 14 Monate mit über 1,5 Millionen Euro.
Um Infektionsgeschehen frühzeitig zu erkennen und besser zu verstehen, entwickelt das interdisziplinäre Forschungsteam im Projekt VaSequIs ein System für vergleichende Untersuchungen von Proben aus der Patientenversorgung sowie solchen, die sie an den kritischen Stellen zwischen öffentlicher Wasserversorgung, Universitätsklinikum Essen (UK Essen) und dem Abwassernetz gewinnen.

Übersicht Projekt „VaSequIs“ (UDE/Alexander Thomas)

So wollen sie nachvollziehen, welche und wie viele Krankheitserreger vorherrschen, um mögliche Infektionsausbrüche zu erkennen und zu verhindern. Prof. Dr. Jan Buer, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) und Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, und Prof. Dr. Martin Exner, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene, leiten das Projekt.

Beteiligte Wissenschaftler der UDE sind zudem aus dem Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin (Prof. Dr. Folker Meyer), aus der Krankenhaushygiene (Dr. Robin Otchwemah) sowie dem Institut für Medizinische Mikrobiologie (PD Dr. Jan Kehrmann).

Schutzschirm für Patient:innen
Als erstes Krankenhaus setzt das UK Essen automatische Probennehmer ein, die über speziell gefertigte Rohradapter 24 Stunden täglich Abwasserproben hygienisch entnehmen. Anschließend werden die Proben molekularbiologisch analysiert und genomsequenziert.

„Diese Kombination aus etablierter Analytik und modernen molekularen Verfahren bildet die Grundlage dieses wichtigen Projekts, das als interprofessionelle und interdisziplinäre Kooperation von Wissenschaft und Praxis überzeugt“, erklärt Prof. Buer. So können die Wissenschaftler:innen präzise bestimmen, welche Krankheitserreger in den Proben sind und in welcher Menge.

Darauf aufbauend erstellen sie Zeitreihen und entwickeln KI-Vorhersagen, um mögliche Infektionsausbrüche frühzeitig zu erkennen und der Krankenhaushygiene im Idealfall rechtzeitig Hinweise zur Verhinderung von Ausbrüchen zu geben. Damit schafft VaSequIs eine wissenschaftliche Grundlage für ein ganzheitliches Monitoring zur Stärkung der Sicherheit für Patient:innen.

Ergänzt wird das Forschungsteam durch HYGIUM – Zentrum für Hygiene und Umweltmedizin GmbH aus Köln, das mit seiner Expertise für den Transfer der gewonnenen Erkenntnisse in die praktische Anwendung sorgt.

„Dieses Projekt, in das etablierte mikrobiologische und epidemiologische Methoden sowie molekularbiologische Untersuchungen und moderne KI-Methoden einfließen, stellt eine signifikante Erweiterung des Methodenportfolios für den Schutz der Patientinnen und Patienten vor Infektionen dar“, fasst Prof. Exner zusammen.

* VaSequIs= Validierung von Verfahren zur Sequenzierung von Isolaten aus Patienten-, Trinkwasser- und Abwasserproben zur Bestimmung der infektionsepidemiologischen Bedeutung und hierauf basierender Regulierung


Online-Veranstaltung Studieren ohne Abi

Duisburg, 27. Februar 2026 - Studieren ist auch ohne Abi möglich: Wer eine staatlich anerkannte Berufsausbildung abgeschlossen hat, kann sich unter bestimmten Voraussetzungen an der Universität Duisburg-Essen einschreiben. Darüber informiert die Studienberatung in einer Online-Veranstaltung am 9. März um 17 Uhr.

Dabei geht es nicht nur um Voraussetzungen für das Studieren ohne Abi, wie zum Beispiel drei Jahre Berufserfahrung oder eine Aufstiegsfortbildung. Themen sind außerdem Fächer, Bewerbungsverfahren Studienfinanzierung, Anerkennung von Leistungen oder Studieren mit Kind. Weitere Informationen: https://www.uni-due.de/abz/studierende/beruflich_qualifizierte.php

Studienzweifel – was nun?

Duisburg, 17. Februar 2026 - Wer kennt das nicht: Es gibt Phasen, da fällt das Lernen schwer, die Motivation ist im Keller, und manchmal kommt sogar der Gedanke auf, das Studium abzubrechen. Die NRW-weiten Themenwochen Studienzweifel bieten Betroffenen gezielt Unterstützung.

Vier Wochen lang, vom 2. bis zum 27. März, können Studierende an dem umfangreichen Programm teilnehmen. Es wird von etwa 30 Hochschulen gestaltet – darunter der Universität Duisburg-Essen – und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes gefördert. Zweifeln als Chance: Unter diesem Aspekt organisieren die Studienberatungen und Career Services der beteiligten NRW-Hochschulen die kommenden Themenwochen.

Sie finden mittlerweile zum siebten Mal statt. Zu den 40 überwiegend digitalen Veranstaltungen gehören Vorträge, Workshops und Beratungssprechstunden. Dabei können Studierende ihre aktuelle Situation reflektieren und persönliche Kompetenzen weiterentwickeln, z.B. Lerntechniken. Sie erhalten außerdem Einblicke zum Fach- und Hochschulwechsel, in Bildungswege außerhalb der Uni, und sie haben die Möglichkeit, mit den passenden Kontaktpersonen von Hochschule und Arbeitsmarkt zu sprechen.

Zum Online-Auftakt der Themenwochen am 2. März gibt es einen Überblick über das Programm. Außerdem berichtet der ehemalige Maschinenbaustudent Luca Bischoni, heute Autor und Podcaster, von seinen Erfahrungen. Weitermachen, wechseln, neuanfangen oder pausieren? Studierende, die Probleme in ihrem Studium haben, erhalten nicht nur während der Themenwochen Unterstützung.

An vielen NRW-Hochschulen sind die Sprechstunden bei Studienzweifeln längst fest verankert. So auch an der UDE, wo das Akademische Beratungs-Zentrum weiterhilft. Teilnahme und Anmeldung: Das Programm der Themenwochen „Studienzweifel“ ist kostenfrei. Für einige Veranstaltungen muss man sich vorher anmelden: https://nextcareer.de/themenwochen_studienzweifel/ https://www.uni-due.de/abz/studierende/fachwechsel-studienabbruch.php

UDE: Die freestyle-physics gehen in die 25. Runde

Duisburg, 11. Februar 2026 - Zisch! Wusch! Rumms! Bei den freestyle-physics klingt Happy Birthday etwas anders. Zum 25. Geburtstag des Physik-Wettbewerbs für Kinder und Jugendliche an der Universität Duisburg-Essen gibt es die spaßigsten Tüftelaufgaben aus den vergangenen Jahren. Mit dabei: Wasserraketen, Papp-Katapulte und Crashtests. Die Aufgaben sind online, die Anmeldung läuft bis zum 21. Juni.

Ein selbstgebautes Fahrzeug fährt bei einem Crashtest gegen eine Wand. Bei der Unfallsimulation schwappt Wasser aus einem Becher. UDE/Nicolas Wöhrl

Mit Schaschlikspießen einen Kran konstruieren, der fast ein halbes Kilo trägt. Ein Boot bauen, das nur durch eine Mausefalle angetrieben wird. Und eine Wasserrakete entwerfen, die möglichst lange in der Luft bleibt. Für all das ist Köpfchen gefragt. Schüler:innen der Jahrgangsstufen 5 bis 13, die Spaß am Tüfteln haben, können sich ab sofort für die freestyle-physics anmelden. Bis Juli haben sie Zeit, innerhalb ihrer Teams kreative Lösungen für anspruchsvolle technische Aufgaben zu finden.

Im Finale vom 6. bis 10. Juli am Campus Duisburg präsentieren die Teams ihre Ideen Physiker:innen der Universität Duisburg-Essen (UDE). Pro Disziplin werden die drei besten Lösungen ausgezeichnet, Sonderpreise gibt es für Kreativität. Denn: Es zählen nicht nur gute Ergebnisse, sondern auch smarte und originelle Überlegungen. „Es ist jedes Jahr erneut verblüffend, wie kreativ die Kinder und Jugendlichen die Aufgaben mit einfachen Mitteln lösen“, sagt Physiker Dr. Andreas Reichert aus dem Organisationsteam des Wettbewerbs.

Über 1500 Schüler:innen aus NRW und über dessen Grenzen hinaus nehmen jährlich an den freestyle-physics der UDE teil. Seit 2001 verwandelt sich die Wiese am Forsthausweg kurz vor den Sommerferien in einen lebendigen Treffpunkt. Kinder und Jugendliche experimentieren, kleben, justieren und feilen an den letzten Details.

Die Aufgaben im Überblick:
Montag: Duisburger Hafenkran, Schaschlik-Edition

Ziel ist es, einen stabilen Kran zu konstruieren – nur mit Schaschlikspießen und Gummibändern. Der fertige Kran muss einen freien Abstand von 40 cm überbrücken können und dabei ein Gewicht von 400 g tragen. Der Kran selbst soll möglichst wenig wiegen.

Dienstag: Mausefallen-Boot
Hier gilt es, ein Boot zu bauen, das im Wasser eine Strecke von einem Meter möglichst schnell zurücklegt. Dazu nutzt es als Antrieb ausschließlich die mechanische Energie aus der gespannten Feder einer Mausefalle.

Mittwoch: Crashtest
Aufgepasst, Wand im Weg! Für den Crashtest bauen die Teams ein Fahrzeug, das besonders gut gegen einen Auffahr-Unfall geschützt ist. Bei der Unfallsimulation soll ein mit Wasser gefüllter Pappbecher möglichst wenig Inhalt verlieren.

Donnerstag: Papp-Katapult
Papier, Wellpappe, Papierkleber und Faden – diese Dinge müssen ausreichen, um ein Katapult zu bauen, das einen Tischtennisball möglichst weit schleudert. Entscheidend ist dabei außerdem auch, wie schnell die Schüler:innen wieder nachladen: Welches Team katapultiert den Ball innerhalb einer Minute am häufigsten hinter das Zielbrett?

Freitag: Wasserrakete
Der jährliche Klassiker: Die Rakete wird mithilfe von einem Liter Wasser und Luftdruck gestartet. Die Wasserrakete, die am längsten in der Luft bleibt, gewinnt. Um die Flugzeit zu verlängern, können zum Beispiel Flügel oder Fallschirme verbaut werden.

Weitere Informationen:
Wer den beliebten Physikwettbewerb noch nicht kennt, bekommt im Kurzvideo einen ersten Eindruck. https://www.freestyle-physics.de/index.php


Bildungs-App für Frauengesundheit

Forscherinnen erhalten exist Gründungsstipendium
Duisburg, 9. Februar 2026 - Für die Entwicklung einer Lern-App erhalten die Medizinerinnen Dr. Siham Al-Bas und Vildan Hamad ein exist Gründungsstipendium in Höhe von 117.000 Euro. Vildan Hamad hat an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen Humanmedizin studiert und promoviert hier derzeit, Dr. Siham Al-Bas an der Ruhr-Universität Bochum.

Die App soll Wissen zu Menstruation und Körperfunktionen verständlich vermitteln, die Selbstbestimmung der Nutzerinnen stärken und Versorgungslücken in der Frauengesundheit schließen. App-Entwicklerin Vildan Hamad ist „Distinguished Winner“ der „Swift Student Challenge 2024“ von Apple. Während einer Entwickler:innen-Konferenz in Cupertino, USA, prophezeite ihr Apple-Chef Tim Cook persönlich eine „große Karriere“.

Das exist Gründungsstipendium wird ab Mai 2026 die Stipendiatinnen bei der Entwicklung der interaktiven, evidenzbasierten und barrierearmen Lern-App unterstützen. Das digitale Tool vermittelt wesentliches Wissen über den weiblichen Körper und zeigt, was in den Phasen des Menstruationszyklus‘ passiert.

„Das Projekt adressiert einen zentralen, bislang nicht ausreichend gedeckten Bedarf an fundierter Gesundheitsbildung für Frauen im Bereich der Frauengesundheit“, sagt Vildan Hamad, die aktuell am Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen promoviert.

„Mit unserer App fördern wir selbstbestimmte Entscheidungen und stärken die Gleichberechtigung durch zugängliche Bildung.“ Vildan Hamad konzentriert sich im Projekt auf App-Entwicklung, -Programmierung und -Design. Die Anwendung soll möglichst barrierearm sein. Die Inhalte werden in verständlicher Sprache durch Lernmodule vermittelt.

Ziel ist, Frauen in ihrem Alltag zu begleiten, Fragen zu beantworten und Unsicherheiten zu reduzieren. „Ich bin sicher, dass die App eine große Versorgungslücke schließen wird“, sagt Prof. Dr. Anke Hinney, Direktorin des Instituts für Geschlechtersensible Medizin der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen.

Forschende messen erstmals Ionisation in Dunkelwolke

Kosmische Strahlung sichtbar gemacht

Duisburg, 3. Februar 2026 - Wohin kein Sternenlicht dringt, da entsteht Neues: Ein internationales Forschungsteam hat erstmals die Wirkung kosmischer Strahlung in einer kalten Molekülwolke direkt gemessen. Die Beobachtung zeigt, wie stark energiereiche Teilchen das Gas in diesen lichtlosen Regionen beeinflussen, in denen Sterne entstehen. Dr. Brandt Gaches, Leiter der Emmy-Noether-Gruppe „Towards the Next Generation in Cosmic Ray Astrochemistry” an der Universität Duisburg-Essen, war Teil des Teams, das diese Effekte mit dem James-Webb-Weltraumteleskop untersucht hat, und lieferte astrochemische Modelle der kosmischen Strahlungschemie. Nature Astronomy berichtet.

Farbkomposit aus Aufnahmen der Dunkelwolke Barnard 68 im sichtbaren Licht und im nahen Infrarot, die mit dem 8,2-m VLT-Teleskop ANTU und dem FORS1-Instrument im März 1999 entstanden sind. In diesem Wellenlängenbereich ist die kleine Wolke vollständig undurchsichtig, da die Staubteilchen in ihrem Inneren das Licht weiter entfernt liegender Sterne verdunkeln. © ESO, CC BY 4.0

In kalten, dichten Wolken aus Gas und Staub entstehen Sterne und Planeten. Eine dieser Wolken heißt Barnard 68 – sie liegt rund 500 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Schlangenträger. Ihr Inneres ist 9 Kelvin (−264 °C) kalt und so dicht und damit undurchsichtig, dass selbst Licht kaum hindurchdringt. Hier spielt kosmische Strahlung eine wichtige Rolle: hochenergetische, geladene Teilchen aus dem All, die das Gas ionisieren* und so seine Chemie und Temperatur regulieren. Das kann in diesen Regionen komplexe chemische Prozesse anstoßen.

Die Bedeutung der kosmischen Strahlung wird angegeben als Ionisationsrate der kosmischen Strahlung – also die Rate, mit der molekularer Wasserstoff (H₂) durch kosmische Strahlung ionisiert wird (pro Molekül pro Sekunde). Die Ionisationsrate kosmischer Strahlung ist einer der grundlegenden Parameter in der Chemie des molekularen Universums. Bislang konnte diese nur geschätzt werden, hauptsächlich auf Basis von Modellen und Beobachtungen chemischer Linien.

„Forschende mussten Umwege gehen, indem sie seltene Moleküle wie protonierten molekularen Wasserstoff oder protonierte Ionen beobachteten und anschließend versuchten, aus deren Konzentrationen die Ionisationsrate zu berechnen“, erklärt Gaches. Doch solche Modelle hängen von vielen Annahmen ab – über Dichte, Temperatur und Reaktionswege – und führen zu stark schwankenden Ergebnissen.

Forschende haben kürzlich die Idee entwickelt, das neue, extrem empfindliche James-Webb-Weltraumteleskop zu nutzen, um extrem schwache Infrarotlinien zu messen, die entstehen, wenn kosmische Strahlen das Gas direkt anregen. Das theoretische Konzept dessen reicht Jahrzehnte zurück, aber direkte Beobachtungen sind Astronomen bisher nicht gelungen. Frühere Studien, darunter auch Arbeiten von Gaches, haben anhand chemischer Modelle gezeigt, dass diese Nahinfrarotlinien ein zuverlässiger Indikator für die Ionisierung durch kosmische Strahlen sind.

Ein internationales Team unter der Leitung des Technion Israel Institute of Technology hat nun drei dieser Linien eindeutig nachgewiesen – genau wie es theoretische Modelle seit Jahrzehnten vorhergesagt hatten. Als das Spektrometer des James-Webb-Weltraumteleskops auf Barnard 68 gerichtet wurde, detektierte es ein schwaches Leuchten von direkt angeregtem molekularem Wasserstoff (H₂).

Dies ist das erste Mal, dass durch Beobachtungen bestätigt wurde, dass kosmische Strahlen direkt messbare Infrarotlinien anregen. Eine Folgestudie, die derzeit zur Veröffentlichung vorbereitet wird, nutzte diese Beobachtungen, um direkt zu messen, wie schnell kosmische Strahlen in dichten interstellaren Wolken Energie verlieren.

Diese Beobachtungen eröffnen neue Möglichkeiten für die Untersuchung der Physik und Chemie kosmischer Strahlung in Sternentstehungsgebieten. Künftige Beobachtungen mit dem James-Webb-Weltraumteleskop wurden ebenfalls genehmigt, um diese Analyse auf eine weitere nahegelegene Wolke auszuweiten.

* Beim Ionisieren werden Atomen und Molekülen Elektronen „entrissen“. Die übrigbleibenden Ionen sind positiv geladen.

Gewerkschaftsbund setzt Rentenkommission ein

Experte der Uni Duisburg-Essen leitet Themenlabor
Duisburg, 2. Februar 2026 - Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat die Einrichtung einer eigenen Rentenkommission beschlossen – vier thematische Labore werden mit entsprechenden Expert:innen besetzt. Prof. Dr. Martin Brussig aus dem Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen wird das Labor „Sozial abgesicherte Übergänge“ leiten.

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Im Mittelpunkt stehe eine starke gesetzliche Rentenversicherung, die für alle eine solide Basis der Alterssicherung bieten solle, meldet der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Ergänzend sollen kollektive Formen der betrieblichen Altersversorgung sowie Elemente des sozialen Ausgleichs weiterentwickelt werden: Insbesondere Aspekte wie geschlechtsspezifische Nachteile im Erwerbsleben, Sorgearbeit sowie gesundheitlich bedingte Einschränkungen bis hin zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Arbeitsleben wird die Kommission näher beleuchten.

Zur inhaltlichen Vertiefung wird die Kommission vier thematische Labore einsetzen: Prof. Dr. Martin Brussig aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE) wird den Bereich leiten, der sich mit sozial abgesicherten Übergängen von der Arbeit in die Rente beschäftigt. Der Arbeitswissenschaftler beobachtet in seinem Forschungsprojekt „Altersübergangs-Monitor“ bereits seit über 20 Jahren den Übergang zwischen der Erwerbs- und der Ruhestandsphase.

Soeben ist sein neuer Altersübergangs-Report zum Thema „Erwerbstätigkeit im Rentenbezug“ erschienen. „Die Verlängerung der Erwerbsphasen wirft das Problem abgesicherter Übergänge mit neuer Schärfe auf, denn nicht alle werden die steigenden Altersgrenzen aus einer Beschäftigung heraus erreichen. Hier braucht es neue Ideen, um Übergänge in die Rente abzusichern, daher freue ich mich auf die Arbeit mit den anderen Expert:innen dieser Arbeitsgruppe“, so Brussig.

Die konstituierende Sitzung der DGB-Rentenkommission ist für Ende Februar / Anfang März 2026 geplant. Eine Zwischenbewertung der Arbeiten erfolgt im späten Frühjahr, die Abschlussklausur im Sommer 2026. Anschließend ist eine zeitnahe Veröffentlichung des Abschlussberichts geplant. Zur Meldung des DGB: https://www.dgb.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/dgb-setzt-rentenkommission-ein-fuer-eine-starke-verlaessliche-und-gerechte-alterssicherung/

 

Wie präzise Sprache die KI-gestützte Softwareentwicklung beeinflusst Deutliche Worte!

Duisburg, 22. Januar 2026 - Künstliche Intelligenz (KI) übernimmt in der Softwareentwicklung immer mehr Aufgaben. Doch nicht immer klappt das reibungslos. Prof. Dr. Andreas Vogelsang vom Softwaretechnik-Institut paluno an der Universität Duisburg-Essen untersucht in einem neuen Projekt, welchen Einfluss präzise Sprache auf die Ergebnisse KI-gestützter Softwareentwicklung hat. Sein Vorhaben ReSPro wird für drei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

Große Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) wie ChatGPT werden in der Entwicklung zunehmend eingesetzt, um Programmcode zu erzeugen, Testfälle abzuleiten, Softwaremodelle zu erstellen oder Anforderungen mit Quellcode zu verknüpfen. In der Praxis dienen dafür häufig textuelle Anforderungen als Eingabe – diese enthalten jedoch oft Unklarheiten, Mehrdeutigkeiten oder Widersprüche.

Das kann dazu führen, dass die KI zum Beispiel einen ungeeigneten Code schreibt. Solche sprachlichen Schwächen werden als „Requirements Smells“ bezeichnet. Sie sind in der klassischen Softwaretechnik seit Langem bekannt; ihr Einfluss auf KI-basierte Werkzeuge wurde bislang jedoch kaum systematisch untersucht. Hier setzt das Projekt „Requirements Smells in Prompts (ReSPro)“ von Prof. Dr. Andreas Vogelsang und seinem Team an.

Es analysiert grundlegend, wie stark die Qualität der Sprache die Ergebnisse KI-gestützter Softwareentwicklung prägt. „Viele aktuelle KI-Systeme arbeiten mit Anforderungen, die für Menschen schon nicht eindeutig zu verstehen sind und diese unpräzisen Beschreibungen werden dann an die KI-Systeme weitergegeben“, erklärt Projektleiter Vogelsang. „Wir werden erstmals systematisch analysieren, welche Arten von Unschärfen für KI besonders problematisch sind – und wie man Entwicklerinnen und Entwickler dabei unterstützen kann, bessere Prompts zu formulieren.“

Das Projekt betrachtet hierzu verschiedene Anwendungsfälle, darunter die automatische Code- und Testfallerzeugung, die Modellgenerierung sowie die Nachverfolgung von Anforderungen im Quellcode. Auf Basis der Ergebnisse sollen zudem Werkzeuge entwickelt werden, die problematische Formulierungen in Prompts automatisch erkennen und konkrete Verbesserungsvorschläge machen oder diese direkt korrigieren.

Langfristiges Ziel ist es, den Einsatz von KI-Systemen in der Softwareentwicklung verlässlicher, robuster und besser nachvollziehbar zu machen und damit die Qualitätssicherung in KI-gestützten Entwicklungsprozessen zu stärken.

Sozial- und Kulturpässe - Großes Potenzial, begrenzte Wirkung

Duisburg, 15. Januar 2026 - Wer arm ist, kann sich Tickets für Schwimmbäder, Konzerte oder den öffentlichen Nahverkehr oft nicht leisten. Sozial- und Kulturpässe sollen Betroffenen daher vergünstigte oder kostenlose Eintritte ermöglichen und ihnen gesellschaftliche Teilhabe erleichtern.

Ob das gelingt, hat ein vom NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales gefördertes
Projekt der Universität Duisburg-Essen untersucht. Es kommt zu einem ambivalenten Ergebnis: Sozial- und Kulturpässe können helfen, sind aber bislang häufig nur begrenzt wirksam. Für ihre Studie haben Dr. Christian Gräfe und Prof. Dr. Holger Schoneville vom Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik alle kommunalen Sozial- und Kulturpässe in NRW systematisch erfasst.

Außerdem haben sie in mehreren Städten Interviews geführt – mit Menschen, die diese Pässe nutzen, sowie mit Fachpersonal aus Sozialämtern und den Servicestellen für die Kultur- und Sozialpässe. Dabei wurde insgesamt deutlich, wie wichtig kulturelle Angebote für armutsbetroffene Menschen sind und dass die Pässe durchaus das Potenzial haben, eine Schlüsselrolle für gesellschaftliche Teilhabe zu spielen.

Doch je nach Kommune unterscheiden sich die Pässe erheblich: Während manche Städte nur wenige kulturelle Angebote vergünstigen und den Kreis der Berechtigten sehr eng fassen, bieten andere ein breiteres Spektrum, das auch verbilligte Nahverkehrstickets einschließt. Ohne diese können viele Betroffene gar nicht erst an kulturellen oder sozialen Angeboten teilnehmen.

„Uns haben die Betroffenen berichtet, dass sich ihre finanzielle Situation auch mit einem Sozial- und Kulturpass nicht grundlegend verändert. Dennoch können Pässe den Zugang zu Angeboten deutlich erleichtern“, erklärt Dr. Christian Gräfe. „Häufig sind selbst stark rabattierte Tickets aber noch zu teuer. Wer sie nutzt, plant lange im Voraus und schränkt sich an anderer Stelle noch stärker ein als ohnehin.“

Zudem spielen Scham und Stigmatisierung eine große Rolle. „Das Vorzeigen des Passes, Warteschlangen bei Ausgabestellen der Ämter oder Unklarheiten darüber, wann welche Vergünstigung gilt, erleben viele als demütigend – und meiden die Angebote deshalb“, so Prof. Dr. Schoneville.

Kritisch sehen die Forschenden auch, dass allgemeine Informationen zu den Pässen häufig lückenhaft verbreitet werden und Beratungsangebote fehlen. Ein Problem stelle zudem die Digitalisierung dar: Zwar können Online-Anträge, QR-Codes oder Apps die Verfahren vereinfachen und Stigmatisierung reduzieren. Gleichzeitig haben es Menschen ohne Smartphone, mit geringen digitalen Kompetenzen oder Sprachbarrieren schwer, die Angebote zu nutzen.

Die Studie kommt zu dem Schluss: Ein Pass allein schafft keine Teilhabe. Aber mit politischer und struktureller Unterstützung – von klaren Informationen bis zu bezahlbarer Mobilität – können Sozial- und Kulturpässe helfen, bestehende Ungleichheiten abzubauen Die Studie ist hier abrufbar (die Kommunen sind anonymisiert): https://www.uni-due.de/imperia/md/images/biwi/einrichtungen/isp/theorie_und_methoden
_der_sozialen_arbeit/gräfe-schoneville_bericht-expertise.pdf

Einkommens- und Sozialpolitik - Was kostet die Inflationskrise?

Duisburg, 15. Januar 2026 - Die Inflationskrise 2022 und 2023 kostete erhebliche politische Anstrengungen und löste zusätzliche gesellschaftliche Konflikte aus: Während staatliche Entlastungspakete viele Haushalte vor drastischen Einkommensverlusten bewahrten, geriet die zuvor begonnene Aufwertung niedriger Löhne und Einkommen ins Wanken. Ein aktueller Report des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen zeigt, welche Folgen die Krisenpolitik insbesondere für die unteren Einkommensgruppen hatte.

Für ihre Analyse* haben die IAQ-Forschenden Dr. Georg Barthel, Dr. Karen Jaehrling und Michel Breuer politische Akteure und Sozialpartner interviewt, ergänzende Hintergrundgespräche geführt, Bundestagsdebatten und andere politische Dokumente sowie ausgewählte Tarifverträge ausgewertet.

Laut IAQ-Report wurde die Politik zur Aufwertung niedriger Einkommen in der Inflationskrise grundsätzlich fortgesetzt. Ausschlaggebend hierfür war, dass Haushalte mit geringem Einkommen besonders stark unter den Preissteigerungen litten. Gleichzeitig geriet diese Strategie zunehmend unter politischen Druck und führte zu neuen Konflikten. Besonders deutlich wurde dies beim Bürgergeld: Die an der Inflation orientierte Anhebung der Regelsätze verkleinerte zeitweise den Abstand zu niedrigen Löhnen und löste damit eine grundsätzliche Debatte über die Reform selbst aus.

Relativ zu ihrem Einkommen profitierten vor allem die einkommensschwächsten Haushalte von den Entlastungspaketen der Bundesregierung. In absoluten Euro-Beträgen werden jedoch Haushalte mit höheren Einkommen stärker bevorzugt. Damit rückte das im Koalitionsvertrag formulierte Ziel, niedrige Einkommen und Familien gezielt zu entlasten, teilweise in den Hintergrund.

Ein wichtiger politischer Eingriff war die außerplanmäßige Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro im Oktober 2022. Dieser Schritt sollte zu einer armutsfesten Lohnuntergrenze beitragen, wurde jedoch durch die hohe Inflation zum Teil wieder aufgezehrt. Zudem verschärfte er die Konflikte zwischen den Sozialpartnern: Erstmals konnte sich die Mindestlohnkommission im Jahr 2023 nicht auf eine gemeinsame Empfehlung einigen. Die Krise machte damit einen grundlegenden Zielkonflikt sichtbar: Soll der Mindestlohn lediglich eine untere Haltelinie darstellen oder einen Mindestlebensstandard sichern?

Auch die Tarifparteien trugen zur Abfederung der Preissteigerungen bei, indem sie überproportionale Lohnerhöhungen für untere Lohngruppen vereinbarten. Diese Abschlüsse kamen jedoch erst nach längeren und teils sehr konfliktintensiven Verhandlungen zustande.

Insgesamt zeigt die IAQ-Analyse, dass bestehende Instrumente wie Tarifverträge mit langen Laufzeiten oder rückwirkende Anpassungen von Sozialleistungen und Mindestlohn kaum geeignet sind, kurzfristig auf hohe Inflationsraten zu reagieren. Das Forschungsteam empfiehlt daher automatische Anpassungen an die Preisentwicklung oder tarifliche Klauseln, die bei unerwartet hoher Inflation schnelle Nachverhandlungen ermöglichen – insbesondere zum Schutz niedriger Einkommen.

* Der IAQ Report basiert auf einer international vergleichenden, von der EU-Kommission geförderten Studie zur „Bewältigung der Inflationskrise durch sozialen Dialog“ (MAINSOC).

Boot, Technik, Zukunft: Universität Duisburg-Essen und DST auf der boot

Duisburg, 12. Januar 2026 - Ab Samstag, 17. Januar 2026, wird Düsseldorf zum Dreh- und Angelpunkt der Bootsbegeisterten. Die Universität Duisburg-Essen (UDE) und das DST präsentieren ihre neuesten Forschungsexponate. Besonderes Highlight: das autonom fahrende Forschungsschiff NOVA.

Wer Schiffe, autonome Systeme und Hafenlogistik selbst erforschen möchte, bekommt hier spannende Einblicke, wie praxisnah und innovativ ein Studium an der UDE ist. Auf der NOVA wird autonomes Fahren erforscht.

Copyright: Ilja Höpping/Stadt Duisburg

An ihrem Stand präsentieren die UDE und das DST innovative Entwicklungen und aktuelle Forschungsprojekte – das absolute Highlight ist das Forschungsschiff NOVA, ein autonomes, emissionsfreies Schiff mit Elektroantrieb und unterstützender Photovoltaik-Anlage. Hier erproben Wissenschaftler:innen alternative Antriebe und selbstfahrende Systeme für eine nachhaltige Binnenschifffahrt.

Ein weiterer Publikumsmagnet und Schwerpunkt am gemeinsamen Stand auf der boot ist das von der UDE und dem DST mitentwickelte Fernsteuersystem für Binnenschiffe. Ein erfahrener Kapitän wird ein reales Güterschiff live auf dem Rhein vom Fernsteuerstand aus steuern – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum autonomen Fahren.

Besucher:innen können im Fernsteuersystem, das gleichzeitig als Simulator genutzt werden kann, ein Containerschiff durch den virtuellen Duisburger Hafen und auf dem Rhein steuern. Als eine der wenigen Universitäten in Deutschland forscht und lehrt die UDE zu nachhaltigen maritimen Systemen, moderner KI-gestützter Binnen- und Küstenschifffahrt sowie Hafenlogistik.

In Studiengängen und Kreativlaboren bildet sie praxisnah Ingenieur:innen aus. Das DST ist national und international mit seiner Spitzenforschung in vielen Projekten engagiert und kooperiert eng mit der Industrie sowie den Forschungsinstituten an der UDE. Auch die Studienberatung der UDE ist vor Ort und informiert über Studiengänge wie "Nachhaltige und autonome maritime Systeme", Maschinenbau, Energy Science und weitere Fächer.

Wer praxisnah forschen und aktiv an zukunftsweisenden Technologien mitarbeiten möchte, sollte diesen Stand nicht verpassen. Die UDE und das DST freuen sich auf Besucher:innen in Halle 15 (Stand C58).

Die Exponate am UDE-/DST-Stand:
- Forschungsschiff NOVA: Autonomes, emissionsfreies Schiff mit Solar- und Elektroantrieb; Erprobung alternativer Antriebe und automatisierter Systeme.
- Fernsteuerstand und Schiffssimulator VeLABi mit virtuellem Testfeld VERA: Deutschlandweit einzigartig, zeigt er die ferngesteuerte und virtuelle Schiffsführung.
- Rennkatamaran: Studierende präsentieren ihr Renn-Tretboot „ „Close to Perfection“.
- Modell-Kavitationstunnel: Zeigt, wie Kavitation an Schiffspropellern entsteht.
- Autonome Modellschiffe: Schiffsmodelle, mit denen Studierende die Entwicklung autonomer Schiffssysteme lernen.
- Windturbine: Demonstriert, wie elektrische Energie an Land und auf See erzeugt werden kann.
- Flexible Wellen (Flex-Line N-FLEX): Innovative Antriebswelle aus Faserverbund- und Elastomermaterial.
- Aqua Speeder: Europas erster voll-elektrischer, geräuschloser Jetski, mitentwickelt von UDE-Ingenieur:innen.
- CoCreation Lab: 3D-Drucker und Scanner zeigen Produktinnovationen; Mini-Novas und Giveaways werden live gedruckt.

Woche des Lehramts vom 2. bis 5. Februar 2026

„Lehrer:in zu sein heißt, Influencer:in zu sein!“
Duisburg, 7. Januar 2026 - Wer Lehrerin oder Lehrer werden möchte, für die oder den ist das Ruhrgebiet eine gute Adresse. Alle Informationen zu Studium, Schulformen und Beruf gibt es vom 2. bis 5. Februar 2026 an der Universität Duisburg Essen (UDE) bei der Woche des Lehramts.

Diese gehört zu den NRW-weiten Wochen der Studienorientierung, bei denen auch die UDE Interessierte intensiv berät und Studiengänge vorstellt. Die kostenlose Veranstaltung richtet sich an Schüler:innen, die sich ab sofort anmelden können.
Wie ist das Lehramtsstudium aufgebaut?
Welche Unterstützungsangebote gibt es während der Studienzeit?

Auf Fragen wie diese gibt es bei der Woche des Lehramts an der UDE Antworten – digital und vor Ort mit Veranstaltungen wie „Lehrer:in zu sein heißt, Influencer:in zu sein“. Lehramtsstudierende geben wertvolle Einblicke in ihre Fächer und persönliche Tipps für die Eignungstests in Kunst, Musik und Sport.

Wer sich schon mal an der Uni umschauen möchte, den laden die Lehrkräfte von morgen zu einer gemeinsamen Tour über den Campus ein. Auch die TU Dortmund und die Ruhr-Universität Bochum bieten als Verbundpartner:innen des Projekts talents4teachers/teachers4talents spannende Veranstaltungen in der Woche des Lehramts an.

Als Planungshilfe steht Studieninteressierten das standortübergreifende Programm in einer Wochenübersicht zur Verfügung. Eine Anmeldung für die Veranstaltungen an der UDE ist erforderlich und über die ABZ-Website möglich. Weitere Informationen: Amrei Sander, Zentrum für Lehrkräftebildung, Tel. 0201/183-6690, amrei.sander@uni-due.de


UDE: Neues Kompetenzmodell für den Katastrophenschutz

Duisburg, 6. Januar 2026 - Wenn jede Entscheidung zählt Extremwetter, Stromausfälle und andere Krisenlagen stellen Einsatzkräfte vor enorme Herausforderungen. Unter Zeitdruck und in oft unübersichtlichen Situationen müssen sie schnell, sicher und koordiniert handeln.

Vor diesem Hintergrund hat das Team um Dr. Christian K. Karl von der Universität Duisburg-Essen hierzu ein organisationsübergreifendes Modell für Ausbildung und Training entwickelt. Es ist Teil des Forschungsprojekts KOKA – Kompetenzorientierung im Katastrophenschutz.

Im Katastrophenschutz sind Technik und Organisation unverzichtbar – doch sie allein reichen nicht aus. Entscheidend ist, wie professionell Einsatzkräfte in komplexen und unsicheren Lagen handeln. „Da sich Ausbildungen im Katastrophenschutz je nach Organisation, Aufgabenbereich oder Ausbildungsebene unterscheiden, sind wir der Frage nachgegangen, wie sich diese Anforderungen systematisch erfassen und zusammenführen lassen“, erklärt Dr. Christian K. Karl von der Fachdidaktik Bautechnik der Universität Duisburg-Essen.

Dafür haben er und sein Team mehr als 300 Lernziele aus bestehenden Ausbildungsunterlagen analysiert – unter anderem von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), Rettungsdiensten, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie Akteuren der Wasserwirtschaft.

Hieraus haben die Forschenden anschließend das ABCD-Modell der Katastrophenschutzdidaktik entworfen. Es strukturiert Kompetenzen entlang der Phasen Vorsorge, Einsatz und Nachsorge und beschreibt, was professionelles Handeln unter Bedingungen von Unsicherheit, Zeitdruck und in dynamischen wie vielschichtigen Einsatzsituationen ausmacht.

„Das ABCD-Modell soll helfen, die Ausbildung und das Training im Katastrophenschutz organisationsübergreifend weiterzuentwickeln“, sagt Dr. Christian K. Karl. Analyse und Modell sind open access verfügbar und richten sich an Verantwortliche aus Einsatzpraxis, Ausbildung und Politik: https://duepublico2.uni-due.de/receive/duepublico_mods_00084743