'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    11. Kalenderwoche: 10. März
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Dienstag, 11. März 2025

Warnstreiks: Erhebliche Einschränkungen in städtischen Ämtern und Kitas möglich
Die Gewerkschaften ver.di und komba haben, aufgrund der laufenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst, alle Tarifbeschäftigten der Stadt Duisburg am Mittwoch, 12. März, ganztägig zum Warnstreik aufgerufen. Vom Streik könnten potenziell alle Bereiche der Stadtverwaltung betroffen sein.


Beeinträchtigungen, vor allem bei Ämtern mit Publikumsverkehr, sind nicht auszuschließen. Bürgerinnen und Bürger sollten sich auf Notbesetzungen einstellen und werden gebeten, städtische Dienststellen möglichst an einem anderen Tag aufzusuchen. In den sieben Bürger-Service-Stationen wird es voraussichtlich keine Einschränkungen geben.


Gebuchte Online-Termine können nach derzeitigem Stand wahrgenommen werden. Derzeit ist davon auszugehen, dass die von DuisburgSport betriebenen Bäder für den regulären Badebetrieb geschlossen bleiben. Städtische Kindertagesstätten und Jugendzentren können auch vom Streik betroffen sein. Sofern städtische Kindertagesstätten bestreikt werden, werden nach Möglichkeit Notgruppen eingerichtet.


Internationaler Frauentag thematisierte „Hate Speech“ und digitale Gewalt

Zum diesjährigen Weltfrauentag hatte das Referat für Gleichberechtigung und Chancengleichheit am Freitag, 7. März, zu einer Veranstaltung in den AV Conceptstore am Kuhlenwall in Duisburg-Mitte eingeladen. Unter dem Motto „Hate Speech – Politisch engagierte Frauen und Hass im Netz“ lag der Fokus auf den Online-Diskriminierungen, Belästigungen und verbalen Angriffen von Frauen, die sich in der Politik oder in sozialen Bewegungen engagieren.

Veranstaltung des Frauenbüros zum Weltfrauentag im Concept Store. Teamfoto Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

„Der Internationale Frauentag ist stets Anlass, den aktuellen Stand der Gleichstellung und Gleichstellungspolitik zu reflektieren. In Bezug auf den Equal Pay Day kann hier beispielsweise die positive Entwicklung in der Entgeltgleichheit für Frauen genannt werden, denn der Gender Pay Gap 2024 ist auf 16 Prozent gesunken. Doch leider gibt es auch Handlungsbedarfe in anderen Bereichen, wie etwa bei Gewalt gegen Frauen – sei es körperlich, verbal oder digital“, betonte Elisabeth Koal, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Duisburg, in ihrer Eröffnungsrede.

Foto Tanja Pickartz - Stadt Duisburg

Auch Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn hob in ihrer Begrüßung die Bedeutung des Tages hervor: „Am Internationalen Frauentag stehen wir gemeinsam für die Rechte, die Würde und die Sicherheit von Frauen weltweit ein. Jede Form digitaler Gewalt ist ein Angriff auf die Meinungsfreiheit, auf die psychische Gesundheit und oft sogar auf die reale Sicherheit der Betroffenen. Und Hassrede im Internet ist keineswegs eine harmlose Meinungsäußerung.“ Frauen erleben im Netz nicht nur allgemeine Hassrede, sondern oft auch geschlechtsspezifische Gewalt.

Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn - Foto Tanja Pickartz - Stadt Duisburg

Sexistische Beleidigungen, sexualisierte Bedrohungen und Demütigungen haben ein klares Ziel: Sie sollen Frauen einschüchtern und sie aus dem öffentlichen Diskurs drängen. Besonders betroffen sind grundsätzlich Frauen, die sich für Gleichberechtigung, Menschenrechte oder feministische Themen einsetzen. Welche Möglichkeiten es für betroffene Frauen gibt, sich dagegen zur Wehr zu setzen und sich Gehör zu verschaffen, erläuterte Jenny Brunner, Mitarbeiterin bei HateAid, einer Organisation, die sich für die Rechtsdurchsetzung, die Kriminalisierung digitaler Gewalt und konsequente Umsetzung des Digital Services Act einsetzt.

Jenny Brunner hält einen Vortrag zum Thema digitale Gewalt gegen Frauen auf der Veranstaltung des Frauenbüros zum Weltfrauentag im Concept Store. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

In ihrem Vortrag veranschaulichte Jenny Brunner zudem die Ausmaße von „Hate Speech“ anhand der aktuellen, vom Bayerischen Forschungsinstitut für digitale Transformation geförderten, HateAid-Studie „Angegriffen & alleingelassen - Wie sich digitale Gewalt auf politisches Engagement auswirkt. Ein Lagebild“. In der anschließenden Diskussions- und Fragerunde bestand Gelegenheit zum Austausch und den Abend im gemütlichen Beisammensein ausklingen zu lassen.


Belegschaftsversammlung: DVG-Kundencenter geschlossen  
Das Kundencenter der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) bleibt aufgrund einer Belegschaftsversammlung am Donnerstag, 13. März, ganztägig geschlossen.   Der telefonische Kundenservice ist wie sonst auch von 7 bis 18 Uhr erreichbar. Die DVG bittet ihre Fahrgäste um Verständnis.  


Tag der offenen Tür im AWO-CityHaus mit Programm für Groß und Klein
Die AWO-Duisburg lädt am Freitag, den 14.3.25, zum Tag der offenen Tür in das neue AWO-CityHaus ein. Das Gebäude, das vielen Duisburgerinnen und Duisburgern noch als ehemaliges Stadtwerke-Kundencenter in Erinnerung ist, erstrahlt seit Kurzem in neuem Gewand.  


Die AWO-Duisburg lädt alle Interessierten ein, das AWO-CityHaus beim Tag der offenen Tür am Freitag, den 14. März 2025, von 11 bis 17 Uhr an der Friedrich-Wilhelm-Straße 47 kennenzulernen.

In dem markanten Gebäude ist der neue Service-Standort der AWO-Duisburg beheimatet. Folgende Angebote befinden sich nun unter einem Dach und garantieren kurze Wege und schnelle Unterstützung:  
Das Begegnungs- und Beratungszentrum (BBZ) Stadtmitte für Seniorinnen und Senioren Die Pflegeplatzvermittlung der AWO in Duisburg Eine Dependance der Schuldner- und Insolvenzberatung.


Ein weiterer Standort des FORUM Demenz Koordination Pflege-Ausbildung und Flexpool Büros der AWO-Serva-Reinigungsdienstleistungen Die Alzheimer Gesellschaft   Neben der Möglichkeit, das Haus und die Angebote zu erkunden, erwartet die Gäste auch ein buntes Rahmenprogramm mit Mitmach-Aktionen, einem Gewinnspiel, Kinderschminken und leckerem Essen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.


Band-Wettbewerb am 4. und 5. April: Duisburger Metal-Festival “Rage Against Racism” gibt Newcomern eine Chance
Nachwuchs- und Newcomer-Bands der Region kämpfen am 4. und 5. April im städtischen Kinder- und Jugendzentrum „Die Mühle“ in DuisburgFriemersheim um einen von zwei begehrten Festivalauftritten bei den Slot Battles. Die Gewinner des jeweiligen Abends spielen dann beim etablierten Festival „Rage Against Racism“.


An beiden Abenden treten jeweils mehrere Bands gegeneinander an und haben 30 Minuten Spielzeit, um das Publikum von sich zu überzeugen. Die Auftrittsreihenfolge bleibt bis zum Abend geheim, um Chancengleichheit zu gewährleisten. Am Ende entscheidet das Publikum per Abstimmung, welche Bands sich durchsetzen und im Sommer auf der Festivalbühne stehen werden.


Die teilnehmenden Bands sind am Freitag, 4. April, die Bands Soul Breed, Coven Call, Abyss Factory und Aereum. Am Samstag, den 5. April treten die Bands Crash Pilots, Redefined, El Postre und Depraved Entity gegeneinander an. Einlass ist jeweils ab 18.30 Uhr, der Eintritt kostet jeweils fünf Euro. Die Einnahmen dienen zur Deckung der Veranstaltungs- und der späteren Festivalkosten.


Dank des ehrenamtlichen Engagements bleibt das Festival weiterhin als kostenloses Umsonst- und Draußen-Event für Musikbegeisterte erhalten. Seit über 20 Jahren setzt das „Rage Against Racism“-Festival als kostenloses Open-Air-Event in Duisburg ein lautes Zeichen gegen Rassismus. Jetzt können aufstrebende Bands ihr Talent unter Beweis stellen und sich ihren Platz im Festivalprogramm bei den Slot Battles erspielen.


Das Rage Against Racism Festival hat sich über die Jahre als wichtiger Bestandteil der regionalen Kulturlandschaft etabliert. Neben hochkarätigen Bands steht es für eine klare gesellschaftliche Haltung und bietet insbesondere Nachwuchskünstlern eine Bühne. „Viele Bands, die hier noch als recht unbekannte Newcomer aufgetreten sind, haben später eine tolle Karriere gemacht!“, sagt Jan Wirtgen, Vorsitzender des Fördervereins des Jugendzentrums „Inne Mühle e.V.“.


Interessierte Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, die Slot Battles live mitzuerleben, die auftretenden Bands zu unterstützen und aktiv darüber mitzuentscheiden, wer im Sommer auf der großen Bühne stehen wird. Weitere Informationen gibt es auf der Festival-Website: https://www.rageagainstracism.de/


Mit Top-Leistungen in der Ausbildung ab ins Studium IHK und Uni informieren über neues Programm  
Abitur in der Tasche – und jetzt? Viele Jugendliche wissen nach der Schule nicht, ob eine Ausbildung oder ein Studium das richtige für sie ist. Mit dem Bildungsprogramm „UNI on TOP“ können sie im Bereich BWL die Vorteile beider Wege kombinieren. Am 19. März informiert die Niederrheinische IHK gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen und sechs Berufskollegs über das Projekt.  

Klingt zunächst nach dualem Studium, ist es aber nicht: „UNI on TOP“ richtet sich an Azubis mit exzellenten Leistungen. Das Studium beginnt erst, wenn sie in ihrer Ausbildung Fuß gefasst haben. Dann haben sie die Möglichkeit, neben der regulären Ausbildung Vorlesungen an der Hochschule zu besuchen. Flexibel und ohne Risiko. Und sie können sich Leistungen aus der Berufsschule für die Uni anrechnen lassen.  

„Das Programm eröffnet jungen Menschen neue Karrierechancen. Sie sind praktisch und akademisch top ausgebildet. Eine Kombination, die auf dem Arbeitsmarkt gerne gesehen ist“, sagt Matthias Wulfert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK. Wanja von der Goltz, Studiendekan der Mercator School of Management der Universität Duisburg-Essen, ergänzt: „Ausbildung und Studium müssen keine Gegensätze sein. Sie können perfekt miteinander kombiniert werden. Mit ‚UNI on TOP‘ bieten wir eine flexible Lösung, die der Praxis gerecht wird.“  


Praxisnah studieren – flexibel und zukunftsorientiert Mit „UNI ON TOP“ gewinnen junge Talente doppelt: Sie sammeln wertvolle Berufserfahrung und studieren gleichzeitig an einer renommierten Universität. Im Optimalfall sind so zwei Abschlüsse innerhalb von vier Jahren möglich.  


Am 19. März erfahren interessierte Azubis sowie Ausbildungsbetriebe in der Universität Duisburg-Essen (Campus Duisburg), wie sie eine kaufmännische Ausbildung mit einem Studium der Betriebswirtschaftslehre verbinden können.  
Für Informationen zur Anmeldung können sich Interessenten an Lars Waldöfner (waldoefner@niederrhein.ihk.de) wenden.


Hafenstadt Poetry Slam. Der moderne Literatur-Wettstreit des gesprochenen Wortes!
Poetry Slam hat längst die Kulturbühnen des deutschsprachigen Raums erobert. Sein Erfolgsrezept? Viele Freiheiten bei nur wenigen Regeln: Die vorgetragenen Texte müssen selbstgeschrieben sein, das Zeitlimit beträgt sechs Minuten und es dürfen keine Requisiten oder Verkleidungen benutzt werden. That’s it!

Egal ob Lyrik oder Prosa, lustig oder bewegend, tiefgründig oder dadaistisch – beim Poetry Slam ist (fast) alles erlaubt, um die Gunst des Publikums zu erobern. Auch in Ruhrort findet das Format monatlich im Das PLUS am Neumarkt statt! Die Texte des Abends orientieren sich am Akzente-Motto: SEIN UND SCHEIN.

Foto by Ben Mischke

Moderiert vom erfahrenen Poetry Slammer Max Raths können alte Hasen und absolute Neulinge teilnehmen und ihre Texte präsentieren. Wer mitmachen möchte, meldet sich einfach vorher per Mail (info@kreativquartier-ruhrort.de) oder bekundet am Abend selbst kurz Interesse!

Hafenstadt Poetry Slam - Akzente Spezial. Samstag, 15. März 2025, 19 Uhr
Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort
Eintritt: frei - Hutveranstaltung


Gezwitscher für Momentluft: Programm mit Gedichten und Liedern aus vierzig Jahren
In seinem Programm für das diesjährige Duisburger Kulturfestival AKZENTE zum Thema „Sein und Schein“ wird Thomas Frahm Kostproben aus seinem lyrischen Werk vortragen, aber auch versuchen, etwas von den atmosphärischen Bedingungen ihrer Entstehungszeit zu schildern: Geschichten aus dem eigenen Leben, Politisches und Zeitgeistiges, Hochdeutsches und Regionaldialektisches, und das alles in der jeweils angemessenen Weise: darstellend, singend, laut und leise…

Er wird Verbindungen zur aktuellen Lage herstellen, zu Duisburg. Er wird erzählen, wie das ist, plötzlich zu merken, dass man nicht bodenständig ist, sondern Lyriker, und warum das so viel anderes ausschließt. Damit das klappt, kann er nicht ausschließen, dass er von allem anderen auch sprechen muss, denn Momentluft ist nicht wählerisch: Sie nimmt auf, was an sie abgegeben wird :-)

Das Buch
Thomas Frahm, Gezwitscher für Momentluft
Gesammelte Gedichte aus vierzig Jahren
340 S., geb. m. Schutzumschlag, 30,– €
ISBN 978-3-929634-75-4
Verlag Thomas Frahm, Duisburg 2025

Was hat Bodenkunde mit Poesie zu tun? Nichts, solange man nicht entdeckt, dass mit Elektronenmikroskop vergrößerte Aufnahmen der Bodenkrume dem Negativ einer Sternenwolke ähneln. Was Geografie mit Psychologie, ehe man nicht auf geologischen Karten erkennt, wie ähnlich verfaltete Gebirgssedimente der Großhirnrinde sehen, in der unsere Seele ihr Wesen treibt?

Für den Autor war es befreiend, Psychogramme als Geogramme zeichnen zu können und sie damit einer wohlfeilen psychologischen Erklärung zu entziehen! Von hier aus gelangte er zu einer urbanen Naturlyrik, die jenseits verklärender Romantik und dumpfer Realitätsfixiertheit Wahrnehmen als „stille Unterredung“ auffasst.

Mal treffen sich Wettergeschehen und Liebe, mal steht ein zungen-förmig am Hang sich herabziehendes Blockmeer für die Steine, die Depressiven vom Herzen fallen, wenn sich ihre Erstarrung löst und sie wieder sprechen können. Eine Niederrheinaue, über der Sonne, Wolke und Regenbogen sich den Himmel teilen, wird zur zweiflerischen Frage des Spaziergängers, ob nicht jeder Schritt hinein in ein gesehenes Bild ein Grenzübertritt ist?

Seit einigen Jahren wollen diese Gedichte nur noch Momentskizze, Porträt sein. Zufällig in Worten statt in Pinselstrichen gezeichnet, appellieren sie an jene sehende Geduld, die der Gegenpol zu blinder Zerstörung ist.
Kriterium für eine Aufnahme in diese Sammlung war, ob ein Gedicht Erlebtes nicht nur als Zumutung beschwor, sondern auch als Lösung, als frische Atemluft für Momentgezwitscher.

Leseprobe aus dem Buch (Vorwort, einige Gedichte):
https://buchshop.bod.de/gezwitscher-fuer-momentluft-thomas-frahm-9783929634754

Thomas Frahm, geb. 1961 in Duisburg-Homberg, Autor von Lyrik, Prosa und Essays. Studium der Geografie und Ehejahre in Bonn. 1991–1994 Arbeit als Literaturberater. 1993 Gründung eines Verlags für die Literatur deutsch schreibender Migranten.

2000 geht er nach Sofia und schreibt als freier Publizist für deutsche Zeitungen, Zeitschriften und den Hörfunk über Bulgarien, bevor er ab 2004 Übersetzer bulgarischer Literatur wird. 2015 Rückkehr nach Duisburg. Fortführung seines Verlags mit Literatur aus und über Bulgarien. Aufbereitung und Herausgabe des eigenen literarischen Werks.

Seit 2021 schreibt er Programme für die szenische Rezitation, um auch den nicht so Lyrikaffinen poetische Texte näher zu bringen.
Gezwitscher für Momentluft, So, 16. März 2025, 16 Uhr, Lokal Harmonie, Harmoniestr. 41, 47119 Duisburg-Ruhrort. Eintritt frei - Hutveranstaltung


Von Steuertipps bis Absicherung gegen Elementarschäden Verband Wohneigentum e.V. bietet kostenlose Online-Infotage an - offen für alle
Die richtige Absicherung gegen Elementarschäden, Steuertipps für Wohneigentümer und rechtliche Fragen bei Vermietung/Teilen von Immobilien – das sind die Themen der nächsten Online-Informationswoche des gemeinnützigen Verbands Wohneigentum. Vom 17. bis zum 19. März 2025 informiert der Eigentümerverband jeweils ab 18 Uhr. ‌

Die Themen:
• Steuerliche Fragen rund um das Wohneigentum • Vermietung und geteilter Besitz – rechtliche Fragen • Elementarschäden – wie kann ich mein Haus schützen? Die Veranstaltungen sind kostenlos und offen auch für Nicht-Mitglieder. Nach den Vorträgen ist Zeit für die Fragen der Teilnehmenden eingeplant. Information und Anmeldung: https://www.verband-wohneigentum.de/bv/on245432


Die Termine Montag, 17. März, 18 Uhr Steuerliche Fragen rund um das Wohneigentum Ein praxisnaher Überblick, wie die eigene steuerliche Situation optimiert werden kann. Erläutert werden Abzugsfähigkeiten im Zusammenhang mit privatem Eigentum sowie steuerliche Besonderheiten bei Einkünften aus Vermietung/Verpachtung. Wir klären, welche Kosten Sie steuerlich geltend machen können.


Dienstag, 18. März, 18 Uhr Vermietung und geteilter Besitz – rechtliche Fragen (in Kooperation mit der Grünen Liga e. V.) Der Vortrag befasst sich mit alternativen Nutzungsmöglichkeiten für die eigene Immobilie und klärt damit verbundene rechtliche Fragen. Es geht um Einliegerwohnungen, die genossenschaftliche Weiterentwicklung des Eigenheims und unterschiedliche Rechtsformen für kleine Wohnprojekte.

Mittwoch, 19. März, 18 Uhr Elementarschäden - wie kann ich mein Eigentum schützen? Starkregen und Unwetter machen vielen Hausbesitzer*innen Angst. Wie kann das Wohneigentum vor drohenden Elementarschäden geschützt werden? Ein Überblick über bauliche, rechtliche und versicherungstechnische Aspekte. ‌


Brauerei-Beschäftigte fordern Lohn-Plus – NGG: Heimische Brauereien brauchen Nachwuchs Bier-Durst in Duisburg: 370.900 Hektoliter im Jahr  
Duisburg lässt sich das Bier schmecken: 370.900 Hektoliter Bier – das ist der Bier-Durst von Duisburg im vergangenen Jahr. Rein rechnerisch jedenfalls, sagt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Bei den Über-16-Jährigen liegt der Pro-Kopf-Verbrauch beim Bier nach Angaben der NGG Nordrhein bei 88 Litern im Jahr.

„Der Bier-Durst ist da. Aber der ‚Lohn-Durst‘ bei denen, die das Bier brauen, auch“, so die NGG Nordrhein. Foto: NGG | Tobias Seifert

Auf dem Vormarsch seien alkoholfreie Biere – dabei gerade auch Bier-Mischgetränke. Die NGG beruft sich dabei auf aktuelle Angaben des Deutschen Brauer-Bundes. Jetzt gehe es darum, die Beschäftigten der nordrhein-westfälischen Brauereien in „Bier-Joblaune“ zu halten: „Es geht um bessere Löhne – für den Brauer genauso wie für die Laborantin.


Für die, die das Bier im Fasskeller abfüllen, genauso wie für die, die das Bier in den Handel und in die Gastronomie bringen. Denn neben dem Bier-Durst in Duisburg gibt es in den Brauereien auch einen gewaltigen ‚Lohn-Durst‘“, sagt Adnan Kandemir, Geschäftsführer der NGG Nordrhein. Immerhin seien die Preise und Mieten nach oben gegangen. Nach zwei Jahren müsse sich deshalb jetzt auch bei den Löhnen in den heimischen Brauereien etwas tun.


Konkret fordert die Brauerei-Gewerkschaft ein Lohn-Plus von 6,6 Prozent. „Dabei sollen vor allem die Brauerei-Beschäftigten, die nicht so weit oben auf der Lohn-Leiter stehen, profitieren: Mindestens müssen alle, die Vollzeit arbeiten, 280 Euro pro Monat mehr im Portemonnaie haben“, so Kandemir. Azubis sollen 130 Euro zusätzlich bekommen, so die NGG Nordrhein. Immerhin seien auch die heimischen Brauereien dringend auf Nachwuchs angewiesen. Die Tarifverhandlungen für die rheinisch-westfälischen Brauereien starten am kommenden Freitag 14. März 2025.


Trauercafé am 16. März im Malteser Hospizzentrum St. Raphael 
Der Verlust eines geliebten Menschen schmerzt und reißt eine große Lücke in das Leben von Verwandten und Freunden. Die geschulten und erfahrenen Mitarbeitenden des Malteser Hospizzentrum St. Raphael bieten unterschiedliche Beratungsangebote für Hinterbliebene. Die Trauerberatung ist eine Hilfestellung, den schwierigen Übergang in ein anderes „Weiter-Leben“ während der Trauerphase zu begleiten und neue Wege zu finden.


Das Trauercafé findet einmal im Monat im Malteser Hospizzentrum St. Raphael, Remberger Straße 36, 47259 Duisburg, statt. Der nächste Termin ist am 16. März von 15.00 bis 16.30 Uhr. Menschen, die nahe stehende Angehörige oder Freunde verloren haben, können sich hier für die bevorstehenden Wochen stärken und ihre Erfahrungen mit anderen Betroffenen austauschen. Begleitet wird das Trauercafé von den geschulten und erfahrenen Mitarbeitenden des Malteser Hospizzentrum St. Raphael. Eine Anmeldung für das Trauercafé ist nicht notwendig.


Bücher-Programm für Kinder in der Meidericher Bibliothek
Gemeinsam Geschichten hören und erleben – das können Kinder bei zwei Veranstaltungen im März in der Bezirksbibliothek Meiderich, Von-der-MarkStraße 71. Los geht es für die Kleinsten im Alter von zwei und drei Jahren mit ihren Eltern am Dienstag, 11. März, um 16 Uhr. Gaby Weber stellt ein Bilderbuch vor, dazu wird zusammen gesungen und Spaß gehabt. Am Dienstag, 18. März, dreht sich um 16 Uhr bei Gunnar Risch alles um „Kommissar Kugelblitz“. Kinder ab 6 Jahren können mitlesen und -rätseln.


Die Teilnahme ist kostenfrei. Informationen zu den weiteren Terminen und die Anmeldung finden sich auf www.stadtbibliothek-duisburg.de unter Veranstaltungen. Fragen beantwortet das Team der Bibliothek persönlich oder telefonisch unter 0203/4499366. Die Öffnungszeiten der Bibliothek sind dienstags bis freitags von 10.30 bis 13 Uhr und von 14 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr.


Endometriose – Hintergründe, Diagnostik, Therapie Patientinnenveranstaltung am BETHESDA Krankenhaus am 19. März 2025  
Starke Schmerzen während der Menstruation, beim Wasserlassen, beim Stuhlgang oder beim Geschlechtsverkehr, oft auch ein unerfüllter Kinderwunsch – die Endometriose gehört zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen. Bei den betroffenen Patientinnen – alleine in Deutschland schätzungsweise zwei Millionen Frauen und Mädchen – bilden sich gutartige, aber oft schmerzhafte Wucherungen aus Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, außerhalb der Gebärmutterhöhle.


Diese sogenannten Endometriose-Herde lagern sich unter anderem im Bauchfell, an den Eierstöcken, an den Eileitern, am Darm und an der Blase ab. Dadurch können die oben genannten Symptome und viele weitere Beschwerden – wie ein Blähbauch, Durchfall und Blutungsstörungen – entstehen und Organfunktionen beeinträchtigt werden. Und oft vergeht ein langer Zeitraum, bis bei den betroffenen Frauen die korrekte Diagnose gestellt wird.  


Informationen zu den Hintergründen, zur Diagnostik und den Behandlungsmöglichkeiten bei symptomatischer Endometriose und auch bei unerfülltem Kinderwunsch bietet das BETHESDA Krankenhaus Duisburg allen Betroffenen und Interessierten im Rahmen einer Patientinnenveranstaltung:   Termin:  19.03.2025, 19:00 – 20:30 Uhr   Ort: BETHESDA Krankenhaus Duisburg, Eventraum, Heerstraße 219 (Eingang: Königgrätzer Straße), 47053 Duisburg

ReferentInnen: 
Dr. Harald Krentel (Foto, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am BETHESDA Krankenhaus), Dr. Dimitrios Andrikos (Oberarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am BETHESDA Krankenhaus), PD Dr. Céline Alt (Niedergelassene Radiologin aus Bonn)   

Darüber hinaus wird eine Patientin über ihre persönlichen Erfahrungen mit dem Krankheitsbild Endometriose berichten. Moderiert wird die Veranstaltung von Sabine Oehlrich, Gründerin und Geschäftsführerin der Agentur Altmann PR aus Buchholz (Niedersachsen), die sich auf den Medizin- und Gesundheitssektor spezialisiert hat. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht nötig.   

Hintergrund
Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am BETHESDA Krankenhaus Duisburg verfügt seit vielen Jahren über große Erfahrung in der speziellen Diagnostik und Therapie der Endometriose. Chefarzt Dr. Harald Krentel ist ausgewiesener und international anerkannter Experte für die sonographische Diagnostik und die laparoskopische und robotisch-assistierte Behandlung der tief-infiltrierenden Endometriose und Adenomyose. Im Vergangenen Jahr haben die Europäische Endometriose Liga und die Stiftung Endometriose-Forschung die Klinik als erste Institution in Duisburg

 

 

10. März 2015 in der BZ: Steinsche Gasse im Bereich  Stadtfenster wieder mit vier Fahrspuren und mit Fußgänger-Ampelanlage zur Querung


Autofahrer können auch wieder in die Universitätsstraße einbiegen

und auch in Richtung Parkplatz des Knüllermarktes von Frau Manoah, zur Klosterschule und zum City-Elektroniker gelangen, was wegen der unsäglichen Baugraube vor der Marienkirche bislang nur Insidern gelang - haje.



Barockmusik beim Emporen-Konzert in der Hochfelder Pauluskirche
Musikfans erwartet beim Emporen-Konzert am Sonntag, 15. März in der Hochfelder Pauluskirche eine Klangreise in die Zeit des Barock: Sopranistin Katja Gerpott interpretiert Lieder von Henry Purcell und Arien von Georg Friedrich Händel. Begleitet wird der Gesang vom Ensemble-Quartett Adriana und Nicolai von Glehn, Volker Nies und Roland Ring, welches auch eine Instrumentalsuite von Purcell erklingen lässt.


Zudem spielen Roland Ring und Volker Nies an der dreimanualigen Walcker-Orgel passende Barockmusik. Das Konzert beginnt um 18 Uhr, der Eintritt ist wie immer frei.  Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter  www.hochfeld-neudorf.de.  

Die Orgel der Hochfelder Pauluskirche (Foto: Volker Nies).  

Multimediale Ausstellung zum Schein und Sein von Migration diesseits und jenseits der Grenze
Im Rahmen des Duisburger AKZENTE Programms ist ab dem 15. März im Foyer des Gemeindehaus in Duisburg-Neudorf an der Gustav-Adolf-Str.65 eine Ausstellung zum „Schein und Sein von Migration diesseits und jenseits der Grenze“ zu sehen.  Die Ausstellung geht verschiedenen Fragen nach: Ob Menschen, die hier angekommen sind, ihr Ziel erreicht haben?


Was erzählen sie ihren Verwandten und Familien? Überwiegt die Enttäuschung, das Glücksgefühl, das Sein oder der Schein? Die Ausstellung stellt auch Fragen an das Publikum: „Was wissen wir wirklich über Migration? Und wann hört man eigentlich auf, Migrant zu sein?“ Antworten und Informationen gibt es in der multimedial angelegten Ausstellung z.B. in einer Videoinstallation in der auch Geflüchtete mit persönlichen Darstellungen zu Wort kommen. 


Zu sehen sind auch Gemälde von Künstlern mit Migrationsgeschichte. Außerdem haben Reiner Siebert, Synodalbeauftragter für Kirchenasyl des Evangelischer Kirchenkreises Duisburg, und weitere Engagierte der Evangelischen Gemeinde Hochfeld Neudorf Texte und Informationen zusammengestellt.  An einer Stelle ist auch Bruce Springsteens Song „Across the Border“ zu hören und dessen Übersetzung lesen.


Der weltbekannte Musiker besingt in dem Song die Perspektivlosigkeit eines lateinamerikanischen Flüchtlings und beschreibt zugleich dessen Mut zum Aufbruch ins gelobte Land jenseits der Grenze spricht. Die Textzeile „Denn was sind wir, ohne Hoffnung in unseren Herzen?“ ist Titel der Neudorfer Ausstellung.

Zu sehen ist sie bis zum 6. April täglich 14 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr und freitags bis 22 Uhr. Der Eintritt ist frei. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.hochfeld-neudorf.de


Das Leben im Mittelpunkt Duisburger Künstlergruppe zeigt AKZENTE-Ausstellung in Salvator  
Ab dem 16. März geht der Blick in der Duisburger Salvatorkirche in den Hohen Chor des Gotteshauses, denn dort wird eine grüne Pflanze den Mittelpunkt bilden, auf sie deutet das Licht von allen Seiten. Die Pflanze ist zugleich Objekt einer gemeinsamen Rauminstallation von fünf Duisburger Künstlerinnen und Künstler, die eine Ausstellung unter dem Thema der Duisburger Akzente konzipiert haben und die Teil des offiziellen Kulturprogramms ist. 


Der Ausstellungstitel formuliert den Anspruch der zentralen Rauminstallation: „Sein und Schein wird zu Leben und Licht“. Das Leben soll in den Mittelpunkt der Ausstellung treten: Minimalistisch und hell wird darauf Wert gelegt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Diese Grundlinie geht auch über zu den einzelnen Werken der Künstlerinnen und Künstler: Diese zeigen ihre Positionen aus eben diesem Blickwinkel in den Raumnischen: Arno Bortz mit Plastiken aus Metall und Holz, Silvia Kemmer mit Malerei, Upcycling und Installation, Marayle Küpper mit Malerei, Druck und Installation, Silvia Thimm mit Collage und Installation sowie Wilfried Weiß mit Malerei und Druck.


Die Ausstellung wird mit einem thematischen Gottesdienst am Sonntag, 16. März 2025 um 10 Uhr und der anschließenden Vernissage eröffnet und ist für die Zeit der AKZENTE bis zum 6. April zu sehen. Die Salvatorkirche, Am Burgplatz im Zentrum der Stadt ist geöffnet dienstags bis samstags, von 10 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 13 Uhr. Der Eintritt ist frei. 

Mitglieder der Künstlergruppe… so, wie sie ihre Kopfe für die gemeinsame Ausstellung zusammengesteckt haben (Foto: Silvia Thimm). 


Doppelgottesdienst mit Band in Hochfeld und Neudorf
Clarissa Hansen mit Gesang und Trompete, Hendrik Heckes am Schlagzeug, Volker Nies am Bass, und Roland Ring am Keyboard werden mit Pfarrer Sören Asmus am 16. März einen eng getakteten Sonntagvormittag haben. Denn alle zusammen werden um 9.30 Uhr den Gottesdienst in der Pauluskirche Hochfeld gestalten und danach flugs zum Neudorfer Gemeindesaal an der Wildstr. 31 fahren.


Dort feiern sie um 11 Uhr direkt den zweiten. In beiden Gottesdiensten geht es in Predigt und Musik und Liedern wie „Mit Liebe im Herzen“ und „Come to the light“ um die Freiheit. Die Band und Pfarrer Asmus laden herzlich zum Mitfeiern ein. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.hochfeld-neudorf.de.

Clarissa Hansen mit Gesang und Trompete, Hendrik Heckes am Schlagzeug, Volker Nies am Bass, und Roland Ring am Keyboards (Foto: hochfeld-neudorf.de).  



NRW-Azubis: Fast 37 Prozent aller neuen Ausbildungsverträge wurden 2023 in MINT-Berufe abgeschlossen
Ein immer größerer Anteil der neuen Auszubildenden wählt einen MINT-Beruf. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden 36,8 Prozent aller neuen Ausbildungsverträge 2023 in einem Beruf in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik abgeschlossen.


Vor zehn Jahren hatte der Anteil der MINT-Azubis an allen neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen noch bei 30,4 Prozent gelegen. Auch die Anzahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge stieg in diesem Bereich von 35 103 im Jahr 2014 auf 39 033 im Jahr 2023 (+11,2 Prozent). Im Vergleich dazu ist die Gesamtzahl neuer Ausbildungsverträge im selben Zeitraum von 115 419 auf 106 095 zurückgegangen (−8,1 Prozent).


Rund zehn Prozent der MINT-Azubis waren weiblich
Von den über 39 000 neuen Ausbildungsverträgen in MINT-Berufen im Jahr 2023 wurden 10,2 Prozent von Frauen abgeschlossen (3 975 Neuabschlüsse) und 89,8 Prozent von Männern (35 061 Neuabschlüsse). Zum Vergleich: Bei den Neuabschlüssen im dualen System insgesamt lag der Frauenanteil 2023 bei 34,8 Prozent.



Höchster Frauenanteil im Ausbildungsberuf Augenoptiker/-in
Mit einem Frauenanteil von 65,0 Prozent war der Beruf Augenoptiker/-in im Jahr 2023 der MINT-Beruf mit den anteilig meisten weiblichen Auszubildenen an allen Neuabschlüssen, gefolgt von den Berufen Zahntechniker/-in (64,5 Prozent) und Bauzeichner/-in (52,4 Prozent). Männer waren am stärksten in den MINT-Berufen Verfahrenstechnologe/-technologin Metall (98,2 Prozent), Anlagenmechaniker/-in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Mechatroniker/-in für Kältetechnik (jeweils 98,0 Prozent) vertreten.



NRW: 12,6 Prozent weniger Krankenhausbehandlungen von Kindern und Jugendlichen aufgrund psychischer Erkrankungen als vor Beginn der Corona-Pandemie
Im Jahr 2023 wurden 20 354 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren aus Nordrhein-Westfalen aufgrund von psychischen und Verhaltensstörungen in Krankenhäusern behandelt. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lag die Zahl dieser Behandlungsfälle damit um 12,6 Prozent niedriger als 2019. 61,8 Prozent der behandelten Kinder und Jugendlichen waren Mädchen.


Nachdem die Behandlungen wegen psychischer Erkrankungen 2020, im ersten Jahr der Corona-Pandemie, um 14,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken waren, stiegen sie 2021 um 10,3 Prozent an. In den Jahren 2022 und 2023 fiel die Fallzahl wieder um 5,2 Prozent bzw. 2,0 Prozent. Der Anstieg der Krankenhausbehandlungen aufgrund psychischer Erkrankungen im Jahr 2021 bestand ausschließlich aus Behandlungsfällen von weiblichen Kindern und Jugendlichen: Sie waren gegenüber 2020 um 18,2 Prozent angestiegen, während die männlichen Behandlungsfälle mit −0,3 Prozent nahezu unverändert blieben.




Häufigste Diagnose war die depressive Episode – stärkerer Anstieg als bei psychischen Behandlungsfällen insgesamt Im Jahr 2023 wurden 24,5 Prozent mehr Kinder und Jugendliche aufgrund einer depressiven Episode im Krankenhaus behandelt als im Jahr 2019. Damit stieg die Fallzahl depressiver Episoden in diesem Zeitraum stärker als die Behandlungsfälle aufgrund psychischer Erkrankungen insgesamt (+12,6 Prozent).


Mit 5 556 Fällen im Jahr 2023 war die depressive Episode wie in den Jahren zuvor die am häufigsten gestellte Einzeldiagnose unter den im Krankenhaus behandelten psychischen Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen. Mit diesem Krankheitsbild wurden überwiegend Mädchen behandelt (80,6 Prozent). Knapp ein Fünftel der aufgrund depressiver Episoden behandelten Patientinnen und Patienten (19,0 Prozent) war noch keine 14 Jahre alt.


Anstieg bei Essstörungen – Rückgang bei Behandlungen aufgrund von Alkohol und Störung des Sozialverhaltens
Die Zahl der Krankenhausbehandlungen von Kindern und Jugendlichen mit Essstörungen ist mit 1 305 Fällen im Jahr 2023 gegenüber dem Vor-Coronajahr 2019 um 54,6 Prozent gestiegen. Damit fiel die Fallzahlsteigerung dieser Erkrankung stärker aus als bei den psychischen Behandlungsfällen von Kindern und Jugendlichen insgesamt. Nach einem Anstieg um 59,4 Prozent von 2020 auf 2021 sanken die Behandlungsfälle danach wieder um insgesamt 9,1 Prozent.


Die Zahl der Behandlungsfälle aufgrund von Psychischen und Verhaltensstörungen durch Alkohol hat sich in 2023 mehr als halbiert gegenüber 2019 (−57,0 Prozent). Krankenhausbehandlungen mit der Hauptdiagnose „Kombinierte Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen” gingen in diesem Zeitraum um 43,4 Prozent zurück.


Höchste Fallzahl psychischer Krankenhausbehandlungen je 100 000 Kinder und Jugendliche im Kreis Paderborn
Regional betrachtet gab es die höchsten Anteile der Behandlungsfälle aufgrund von psychischen und Verhaltensstörungen bei unter 18-Jährigen an der gleichaltrigen Bevölkerung 2023 für Patientinnen und Patienten aus dem Kreis Paderborn mit 1 040 Fällen je 100 000 Minderjährigen.
Es folgen die Kreise Recklinghausen (1 012) und Unna (1 006). Die niedrigsten Fallzahlen wurden für den Kreis Minden-Lübbecke (417), Gütersloh (419) und den Kreis Düren (428) ermittelt. Im Landesdurchschnitt lag die Zahl bei 651 Behandlungsfällen je 100 000 Kinder und Jugendliche.