'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    10. Kalenderwoche: 7. März
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Samstag, 8. , Sonntag, 9. März 2025 - Internationaler Frauentag 

DVG wird am 12. März ganztägig bestreikt

LKA-NRW: Achtung, Betrüger und keine Kollegen am Telefon
Schützen Sie sich vor Vishing-Angriffen - Das LLKA NRW warnt vor einer aktuellen Betrugsmasche, die sich gegen Unternehmen richtet
Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen (LKA NRW) warnt vor sogenannten Vishing-Angriffen, die sich bundesweit gegen Unternehmen richten. Aus aktuellem Anlass weisen die Experten darauf hin, dass bei Anrufen unbekannter Personen generell Vorsicht geboten ist.


Genauso wichtig ist es, auf unangekündigte Anrufe der eigenen IT-Abteilung zu achten. Hinter dem vermeintlichen Kollegen am anderen Ende der Leitung kann ein Betrüger stecken. Vishing - eine Kombination aus "Voice" und "Phishing" - ist eine Form des Betrugs, bei der Angreifer versuchen, sensible Informationen von Opfern über Telefonanrufe abzugreifen oder Schadsoftware auf den Computern der Betroffenen zu installieren.


Dabei geben sich die Täter oft als vertrauenswürdige Personen oder Institutionen aus, wie beispielsweise Mitarbeiter von Banken, IT-Abteilungen oder anderen Unternehmen und täuschen dabei deren echte Rufnummer vor. Der Appell der LKA-Experten: "Wenn Sie einen Anruf von Ihrer IT-Abteilung erhalten, ohne dass zuvor ein Problem gemeldet wurde, sollten Sie vorsichtig sein. Betrüger nutzen diese Taktik, um Kontakt aufzunehmen und das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen."


Ihr Ziel ist es, die Angerufenen dazu zu bringen, persönliche Daten wie Passwörter oder Kontoinformationen preiszugeben. In einigen Fällen versuchen die Betrüger auch, die Opfer dazu zu bewegen, schädliche Software herunterzuladen, die dann auf ihren Geräten installiert wird. Das Vorgehen der Täter ist professionell und lässt sich daher schwer durchschauen: Die Betrüger sprechen akzentfreies Deutsch und nutzen teilweise die bekannte Telefonnummer der IT-Abteilung des betroffenen Unternehmens (Spoofing).


Die Experten des LKA NRW empfehlen, keine telefonischen Anweisungen zum Herunterladen oder Ausführen von Programmen aus dem Internet zu befolgen. Zudem sollte man misstrauisch sein, wenn sich die interne IT-Abteilung ohne vorherigen Anlass meldet.



• 8. März: Stadtwerke: Weltwassertag und Baumpflanzaktion im Grünen März
Die Stadtwerke-Baumpflanzaktion 2025 findet von 11 bis 15 Uhr im Duisburger Stadtwald statt.  
Das erste Highlight im „Grünen März“ ist in diesem Jahr die große Baumpflanzaktion, die bereits am 8. März ansteht. Ab sofort können sich Baumpatinnen und Baumpaten bei den Stadtwerken Duisburg registrieren.

Es wird die bereits 13. Auflage derAktion sein, bei der Bürgerinnen und Bürger hunderte neue Bäume pflanzen und damit ganz konkret etwas für den Klimaschutz vor Ort tun. „Unsere Baumpflanzaktion ist immer etwas für die ganze Familie. Alle zusammen packen wir an, greifen zu Spaten und Schaufel und pflanzen neue Bäume für ein grünes Duisburg.

Mit der Aktion 2025 werden wir die Gesamtmarke von insgesamt mehr als 14.000 gepflanzten Bäumen deutlich überschreiten“, sagt Christian Theves, Abteilungsleiter Privatkundenvertrieb bei den Stadtwerken. Neben dem Pflanzen der Bäume wird es auch wieder ein buntes Rahmenprogramm mit Spielen für die Kleinen, einer leckeren Stärkung und tollen Andenken an die Aktion geben.


Für die Baumpflanzaktion am 8. März im Duisburger Stadtwald suchen die Stadtwerke wieder Baumpaten, die selbst Hand anlegen und einen Baum pflanzen und mit einer Patenkarte versehen möchten. Diese werden übrigens aus ungeleimtem Graskarton erstellt, um die Umwelt zu schonen und Tiere im Wald nicht zu schädigen. Das Anmeldeformular ist für alle Naturstrom- und Naturgaskunden unter swdu.de/baumpflanzaktion abrufbar. Anmeldeschluss ist der 28. Februar.

Baumpflanzaktion: Am 8. März laden die Stadtwerke Duisburg wieder zur großen Baumpflanzaktion ein. Quelle: Stadtwerke Duisburg AG


Neue Studie: Frauen kommen bei längeren, karriereförderlichen Weiterbildungen seltener zum Zug
Bei Weiterbildungen, die der Karriere nutzen, kommen Frauen seltener zum Zug als Männer, zeigt eine neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.* Das kann die ohnehin bestehenden Nachteile von Frauen auf dem Arbeitsmarkt verstärken, erst recht in der aktuellen Umbruchsituation.

Frauen nehmen insgesamt etwas häufiger an betrieblicher Weiterbildung teil als Männer. Aber: Sie absolvieren häufiger kürzere Maßnahmen, die weniger karrierefördernd sind. Sie erhalten dabei seltener finanzielle und zeitliche Unterstützung durch das Unternehmen. Männer hingegen profitieren häufiger von längeren Fortbildungen und werden dabei stärker von Vorgesetzten gefördert.


Das ist das Ergebnis der Analyse von Dr. Yvonne Lott, Magdalena Polloczek und Dr. Eileen Peters im neuen Gleichstellungsreport, den das WSI heute im Vorfeld von Equal-Pay-Day und Internationalem Frauentag vorlegt. Die Sozialwissenschaftlerinnen haben eine repräsentative Befragung ausgewertet, die im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung alle zwei Jahre durchgeführt wird, zuletzt von Juli 2022 bis März 2023. Die vorliegende Studie zum Weiterbildungsverhalten bezieht sich auf die Angaben von rund 6000 Erwerbspersonen.

„In Zeiten tiefgreifender Umbrüche auf dem Arbeitsmarkt ist Weiterbildung eine wichtige Voraussetzung für stabile Erwerbsverläufe. Umso wichtiger ist es, Frauen einen gleichberechtigten und vor allem karriereförderlichen Zugang zur Weiterbildung zu ermöglichen, um die ohnehin bestehenden geschlechtsspezifischen Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt nicht zu verschärfen“, ordnet Prof. Bettina Kohlrausch, wissenschaftliche Direktorin des WSI, die Befunde ein.

Bei Frauen in Vollzeit liegt die Teilnahmequote an betrieblicher Weiterbildung laut Befragung bei rund 66 Prozent. Zum Vergleich: Bei vollzeitbeschäftigten Männern beträgt sie rund 59 Prozent. Das liegt vor allem daran, dass in Bereichen mit überwiegend weiblichen Beschäftigten wie zum Beispiel dem Gesundheits- und Sozialwesen die Weiterbildung häufiger gesetzlich vorgeschrieben ist als in männerdominierten Bereichen etwa in der Industrie.


Gleichzeitig nehmen Frauen mit 47 Prozent deutlich häufiger an kürzeren, nur wenige Stunden dauernden Weiterbildungen teil als Männer mit 39 Prozent. Bei den längeren, mehrtägigen Weiterbildungen liegt die Quote der Männer bei 29 Prozent gegenüber knapp 21 Prozent bei den Frauen. Kurze Fortbildungen dienen vor allem dazu, neue Arbeitsmethoden einzuführen oder vorhandenes Wissen aufzufrischen, „ohne jedoch die Karriere maßgeblich voranzubringen“, schreiben die Forscherinnen.

„Längere Weiterbildungen, die sich über mehrere Tage erstrecken, vermitteln hingegen tiefer gehenden fachlichen Input und Wissen, was die Aufstiegschancen tatsächlich erhöhen kann.“

Besonders förderlich für den beruflichen Aufstieg ist die Unterstützung durch Vorgesetzte: Während 20 Prozent der Männer angeben, von ihren Vorgesetzten zu Weiterbildungsmaßnahmen ermutigt worden zu sein, sagen dies nur 15 Prozent der Frauen. Außerdem werden Männer etwas häufiger finanziell und zeitlich von ihrem Arbeitgeber unterstützt. Frauen hingegen ergreifen deutlich häufiger selbst die Initiative zur Weiterbildung.

Dies deute darauf hin, dass sie auf diese Weise versuchen, fehlende Unterstützung zu kompensieren – und dass es nicht, wie bisweilen unterstellt, an Interesse oder beruflichem Engagement mangelt, erklären die Wissenschaftlerinnen. 29 Prozent der befragten Frauen nennen Eigeninitiative als einen der wichtigsten Gründe für Weiterbildung, bei den Männern sind es 24 Prozent.

Besonders schwierig ist die Lage für Mütter: Sie sind der Doppelbelastung von Beruf und Familie stärker ausgesetzt als Väter. Aufgrund familiärer Verpflichtungen verzichten 39 Prozent von ihnen auf Weiterbildung, aber nur 22 Prozent der Väter. Zusätzlich werden Mütter bei der betrieblichen Weiterbildung am seltensten von ihren Vorgesetzten unterstützt. Dies fällt insbesondere im Vergleich zu Vätern und kinderlosen Männern auf.

Teilzeitbeschäftigte erhalten seltener Unterstützung von ihrem Arbeitgeber als Vollzeitbeschäftigte. Davon sind Frauen und Männer gleichermaßen betroffen. Allerdings haben Frauen in Teilzeit häufig mehr familiäre Verpflichtungen und sind daher stärker auf zeitliche Unterstützung während der Arbeitszeit oder auf Freistellung angewiesen, um an Weiterbildungen teilnehmen zu können. Insgesamt nehmen Frauen in Teilzeit am häufigsten an kürzeren und am seltensten an mehrtägigen Weiterbildungen teil.

Um Ungleichheiten im Bereich der Weiterbildung abzubauen, empfehlen die Forscherinnen:
- Die Unterstützung für Eltern auszubauen, zum Beispiel durch flexiblere Arbeitszeiten und mehr Selbstbestimmung.
- Mehr betriebliche Angebote zur Kinderbetreuung zu schaffen, zusätzlich zum Ausbau von Kita- und Ganztagsbetreuung durch den Staat.
- Gesetzliche Ansprüche zu schaffen, damit Weiterbildung nicht allein vom Wohlwollen des Arbeitgebers abhängt.
- Die bisherigen Vorschlagsrechte von Betriebsräten bei der Weiterbildung zu Mitbestimmungs- und Initiativrechten auszubauen. Damit könnten Betriebsräte gezielter auf die Weiterbildung benachteiligter Beschäftigter hinwirken.
- Weiterbildungsverbünde zu stärken. Das sind Netzwerke, in denen sich mehrere Betriebe einer Region zusammenschließen, um in der Weiterbildung zu kooperieren.


Bibliothek, Supermarkt und Weinbar: Zum internationalen Frauentag informiert die Frauenberatungsstelle Duisburg gleich dreifach

Um möglichst viele und verschiedene Zielgruppen zu erreichen, informiert die Frauenberatungsstelle am diesjährigen internationalen Weltfrauentag an drei unterschiedlichen Standorten, und macht so auf die noch lange nicht erreichte Gleichberechtigung von Frauen aufmerksam.


Den Fokus richtet die Beratungsstelle dabei besonders auf bestehende oder zukünftige Partnerschaften. Aktuellen Daten des Weltwirtschafsforums zufolge braucht es noch 5 Generationen oder 130 Jahre, bis die volle Parität der Geschlechter erreicht ist. Daher lautet das diesjährige Motto des Weltfrauentages „Accelerate Action“, also eine geforderte Beschleunigung von Maßnahmen, um die in vielen Bereichen immer noch bestehende Diskriminierung von Frauen abzubauen.


Besonders die Themen häusliche und sexualisierte Gewalt, für die die Frauenberatungsstelle Fach- und erste Anlaufstelle in Duisburg ist, steht dabei gleich drei mal auf der Tagesordnung:
Los geht es mit den Jüngsten: Die Stadtbibliothek Duisburg lädt bereits am Donnerstag, 6.3. eine Gruppe 9-Klässlerinnen des Hildegardis-Gymnasiums zu einer Präventionsveranstaltung in ihre Räumlichkeiten ein.

Dort wird die Frauenberatungsstelle über wichtige Themen wie beispielsweise über das Gewaltschutzgesetz, Frauenhäuser und weitere Hilfseinrichtungen informieren. „Für uns ist es wichtig, die jungen Mädchen für Grenzüberschreitungen zu sensibilisieren, dass sie lernen, ihrem eigenen Bauchgefühl zu trauen und möglichst früh erkennen, wenn etwas in der Partnerschaft schiefläuft“, so Anika Walther, langjährige Mitarbeiterin der Frauenberatungsstelle Duisburg.


„Erlebtes in Worte zu fassen und sich jemandem anzuvertrauen ist gerade bei Gewalt, Machtmissbrauch oder Manipulation so wichtig, “ ergänzt ihre Kollegin Kathrin Knaup. Daher liegt der Schwerpunkt solcher Präventionsveranstaltungen- einem Herzstück der Beratungsstelle Duisburg -auch immer auf Erfahrungen und Beispielen aus der Praxis.


Wie auch in den Jahren zuvor wird der Internationale Weltfrauentag wieder zum Anlass genommen, abends mit dem Kneipenpublikum mittels Flyer und Give-Aways über Angebote der Beratungsstelle ins Gespräch zu kommen. Melanie Lüdtke von der Frauenberatungsstelle freut sich schon besonders darauf, am Samstag ab 18:00 Uhr in toller Atmosphäre im Kalt Weiß Trocken und mit bewährter Unterstützung der Initiatorin von „women4women“ ihre wichtige Arbeit präsentieren zu dürfen.


Neu ist dieses Jahr die Veranstaltung im Supermarkt, denn „wir wollen auch die Frauen erreichen, die nicht unbedingt abends ausgehen“, erklärt Diana Determann von der Beratungsstelle.

In Kooperation mit dem Globus Meiderich hat sich die Frauenberatungsstelle dafür eine tolle Aktion ausgedacht: „Dieses Jahr können wir mit Waffelduft an unseren Stand locken, wo es neben Flyern, neu erstellten Visiten- Karten mit positiven Bildern und Botschaften, diversen Broschüren auch eine Glücksrad-Aktion mit kleinen Gewinnen geben wird“, erklärt Anika Walther, dankbar über den vom Globus Meiderich dafür gespendeten Waffelteig.

Den Erlös der verkauften Waffeln kann die Frauenberatungsstelle, die immer auch auf Spenden angewiesen ist, gut gebrauchen. „Besonders attraktiv sind unsere neuen, direkt einsetzbaren Einkaufswagen-Chips“, findet Kathrin Knaup und freut sich schon jetzt auf viele wichtige Informationsgespräche.

Eines sei bereits jetzt verraten: Um den „Gender-Pay-Gap“ zumindest am Weltfrauentag etwas auszugleichen, kommen die Frauen am Waffelstand natürlich besonders günstig weg!


Weltfrauentag: „In gemischten Teams herrscht oft die beste Stimmung“
Alexandra Peters (53) ist pflegerische Bereichsleitung der Kardiologie am Duisburger Helios Standort St. Anna und seit über 30 Jahren am Patientenbett. Sie würde die Krankenpflege gerne aus der unterschätzten „Kümmer“-Ecke holen und hofft, dass sich zukünftig auch mehr Männer für den Beruf begeistern.

Alexandra Peters  im Gespräch


Warum haben Sie sich für die Pflege entschieden?
Ich wusste schon als Kind, dass ich diesen Beruf ergreifen will. Wir haben uns damals in der Familie intensiv um meine Großmutter gekümmert, die schwer krank war und für mich war klar, dass ich das auch später beruflich machen möchte. Verschiedene kleine Arbeitseinsätze in Krankenhäusern bestärkten meine Pläne und die Begeisterung für die Pflege ist bis heute – mehr als 30 Jahre später – geblieben.


Was genau macht diese Begeisterung aus?
Die meisten Menschen wissen nicht, wie vielseitig und hochkomplex die moderne Pflege eigentlich ist. Unser Beruf bietet so viel mehr als sich „nur“ um kranke Menschen zu kümmern und Bettpfannen auszuleeren. Man hat viel Verantwortung und kann sich umfassend weiterbilden, ob in der Intensivpflege, im Wundmanagement oder in der Versorgung von Tumorpatienten, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Natürlich ist die Basis weiterhin, dass man für erkrankte Menschen da sein möchte, aber es ist gleichzeitig auch technisch und intellektuell höchst anspruchsvoll.


Über 80 Prozent der Pflegekräfte in den Krankenhäusern sind immer noch weiblich. Woran liegt das?
Ich glaube, das hängt sehr mit dem gerade erwähnten Klischee des Kümmer-Berufes zusammen. Es wird angenommen, dass das eine typisch weibliche Eigenschaft sei, aber ich sehe ja an unseren männlichen Kollegen, dass es für sie genauso erfüllend sein kann. Und ihre Anzahl steigt seit Jahren an. Langsam, aber kontinuierlich.

Interessant ist allerdings, dass die männlichen Pflegekräfte eher in den trubeligen und körperlich herausfordernden Abteilungen wie in der Notaufnahme oder im operativen Bereich zu finden sind. Ein Beispiel: Die Männerquote in unserem pflegerischen Team des Herzkatheterlabors liegt bei 80 Prozent, auf der kardiologischen Station dagegen bei nur etwas über 12 Prozent.


Würden Sie sich mehr Männer als Kollegen wünschen?
(schmunzelt) Ich würde mir wünschen, dass sich grundsätzlich mehr Menschen für den Pflegeberuf entscheiden. Und gerne auch mehr Männer. Denn wenn wir dem Fachkräftemangel etwas entgegensetzen wollen, müssen wir so viele Menschen wie möglich für diesen wichtigen Job gewinnen.

Hat das Geschlechterverhältnis Einfluss auf die Stimmung im Team?
Aus meiner Erfahrung heraus: Ja. Denn meist ist die Stimmung entspannter, wenn es gemischte Teams sind. Es ist zwar auch immer die Frage, welche individuellen Charaktere eine Abteilung hat, aber es bringt eine besondere Art von Ruhe hinein, wenn es sowohl Frauen als auch Männer im Team gibt.


Das Klischee des männlichen Arztes und der weiblichen Pflegekraft hält sich ja leider hartnäckig. Wie erleben Sie das im Alltag?
Bei uns intern hat sich da in den letzten Jahren sehr viel getan, zum einen, weil die Hierarchien stark abgeflacht sind. Früher war es undenkbar einen Oberarzt oder eine Oberärztin zu duzen. Heute agieren wir alle als Team und die Meinung und Kompetenz der Pflege hat viel mehr Gewicht bekommen. Zum anderen gibt es heute viel mehr Ärztinnen als früher und sie bringen den Wandel glücklicherweise automatisch mit.


Pflegerische Bereichsleitung
Eine pflegerische Bereichsleitung wie Alexandra Peters ist in einem Krankenhaus für die Führung und Organisation eines bestimmten Pflegebereichs wie etwa für die Intensiveinheiten oder für die Stationen der Inneren Medizin verantwortlich. Sie koordiniert das dazugehörige Pflegepersonal, stellt die Qualität der Pflege sicher, sorgt für eine effiziente Personaleinsatzplanung und ist eine wichtige Kommunikationsschnittstelle zwischen den Pflegekräften und anderen Abteilungen. Alexandra Peters verantwortet an der Helios St. Anna Klinik in Duisburg rund 80 pflegerische Kolleginnen und Kollegen.


Der Anteil männlicher Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern ist in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gestiegen, bleibt jedoch weiterhin bei unter 20 Prozent und variiert sehr in den verschiedenen Abteilungen. So gibt es etwa eine größere Anzahl männlicher Pflegekräfte in der Notaufnahme, auf der Intensivstation oder in der Chirurgie.
Bei den Auszubildenden in Pflegeberufen zeigt sich jedoch ein deutlicher Trend: Im Jahr 2023 begannen 54.400 Personen eine Pflegeausbildung, davon waren 15.100 Männer, was einem Anteil von etwa 27 Prozent entspricht. Dieser Anteil ist gegenüber 2020 um rund drei Prozent gestiegen. *


In Deutschland steigt der Anteil von Ärztinnen kontinuierlich an. Laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung waren im Jahr 2022 erstmals über 50 Prozent der an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzt:innen und Psychotherapeutinnen Frauen. Die Verteilung variiert jedoch wie in der Pflege je nach Fachrichtung.

Beispielsweise waren in der Chirurgie nur etwa 22,8 Prozent der Ärzt:innen weiblich, während ihr Anteil in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe bei 70,9 Prozent lag. Die Frauenquote bei den Assistenzärzt:innen an den Duisburger Helios Kliniken liegt bei 61 Prozent. Im ärztlichen Dienst allgemein sind rund die Hälfte der Beschäftigten weiblich.  *Quelle: Statistisches Bundesamt


Zeitreise ins Duisburg um 1900: Aufbruch, Krisen und Neuanfang
Heimatforscher Harald Küst stellt am Sonntag, 9. März, um 15 Uhr bei einer Zeitreise durch die Ausstellung zur Stadtgeschichte im Kultur- und Stadthistorischen Museum, Johannes-Corputius-Platz 1, die Stadt Duisburg um das Jahr 1900 vor. Das Image als Industrie- und Arbeiterstadt prägt das Selbstverständnis vieler Duisburger.


Während heute die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung dominiert, herrschten in Duisburg um 1900 Industrieboom, Fortschrittsglaube und wirtschaftliche Dynamik. Politische und gesellschaftliche Bedingungen veränderten sich, Strukturkrisen trafen Duisburg in der Folge massiv.

Harald Küst stellt die Themen seiner geführten Zeitreise „125 Jahre Duisburg: Aufbruch, Krisen und Neuanfang“ in einen überregionalen Kontext und vergleicht sie mit dem heutigen Handlungsbedarf. Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten und kostet für Erwachsene 4,50 Euro, für Kinder und ermäßigt 2 Euro. Das gesamte Programm ist unter www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar


Einladung zum 4. Vaskulitis-Tag an der Helios St. Johannes Klinik
Seltene Erkrankungen wie die Vaskulitis eint ein Defizit: Viele Betroffene und auch Ärztinnen und Ärzte wissen oftmals deutlich zu wenig darüber, deshalb ist Aufklärung und Information ein entscheidendes Puzzleteil in der Versorgung.

Um Patient:innen, Angehörigen und Fachleuten wertvolle Informationen zu vermitteln, lädt die Helios St. Johannes Klinik am Samstag, 8. März 2025, von 10 bis 14 Uhr gemeinsam mit der Selbsthilfegruppe Vaskulitis der Rheuma-Liga NRW zum 4. Vaskulitis-Tag nach Duisburg-Hamborn ein.


Im Rahmen der Veranstaltung können sich Betroffene und Interessierte, aber auch Ärzt:innen über aktuelle Forschungsergebnisse, Hilfestellungen bei der Diagnose und über den Alltag mit Vaskulitis informieren. Zudem gibt es ausreichend Möglichkeit zu Austausch und Kontaktaufnahme, ob mit anderen Betroffenen oder den Organisator:innen der Selbsthilfegruppe. Weitere Informationen zu Programm und Veranstaltungsort gibt es unter: Vaskulitistag 2025 - Aktionstag für Betroffene und Interessierte | Helios St. Johannes Klinik Duisburg  


"Ab jetzt finanziell unabhängig" - Neuerscheinung der Verbraucherzentrale
Frauen arbeiten häufiger Teilzeit, sodass sie schon deshalb weniger verdienen als Männer. Dafür haben sie bei Care-Arbeit die Nase vorn: Ob Kinder oder pflegebedürftige Angehörige – die Stelle für die Betreuung der Familienmitglieder ist meist weiblich besetzt.


Spätestens beim Blick auf die Renteninformation wird klar: Die gängige Biografie von Frauen endet vielfach in Altersarmut. Dass das kein unabänderliches Schicksal sein muss, zeigt der neue Ratgeber „Ab jetzt finanziell unabhängig: Ein nachhaltiger Finanzplaner für Frauen“ der Verbraucherzentrale.  

Das Buch behandelt die Themen:  
- Warum Rentenlücken entstehen und wie der Kassensturz klappt - Welche Stellschrauben für eine gute Altersvorsorge wichtig sind
- Geldanlage individuell: Risikoneigung, Anlagehorizont und persönliche Ziele - Versicherungen: Passende Absicherung in verschiedenen Lebensphasen
- Was bei Trennung und Scheidung in Sachen Finanzen zu regeln ist - Finanzen in Patchworkfamilien - Erbschaften – nicht immer ein finanzielles Plus  

Ab jetzt finanziell unabhängig: Ein Finanzratgeber für Frauen 1. Auflage 2025, 208 Seiten, 20,- Euro, als E-Book 15,99 Euro  
www.verbraucherzentrale.de/buecher-und-ebooks/frauenfinanzplaner

Winterlaufserie: Buslinien machen Platz für die Läuferinnen und Läufer  
Der erste Lauf der diesjährigen Winterlaufserie am Samstag, 8. März, wirkt sich auf den Fahrplan der Buslinien 928, 930, 931 und 942 der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) aus. Die Kruppstraße wird zwischen Kalkweg und Masurenallee gesperrt, die Masurenallee zwischen Kruppstraße und Wedauer Straße. Daher müssen die Busse von ihren normalen Linienwegen abweichen. Haltestellen werden verlegt oder entfallen ganz.  

Linien 928 und 942
Die Haltepunkte „Ausbesserungswerk“ und „Barbarasee“ der Linie 928 sowie „Elbinger Straße“ und „Ausbesserungswerk“ der Linie 942 müssen von 14.30 bis 17 Uhr entfallen. Die Haltestelle „Kiesendahl“ wird für beide Fahrtrichtungen in den Kalkweg zu der Haltestelle „Kiesendahl“ der Linie 934 verlegt. Die DVG bittet die Fahrgäste die Haltestellen „Kiesendahl“ und „Wedau Bahnhof“ zu nutzen.  

Linien 930 und 931
Die Haltestellen „Wildstraße“, „Sportpark“, „Bertaallee“, und „Regattabahn“ können in der Zeit von 13 bis 15.45 Uhr nicht angefahren werden. Die DVG bittet die Fahrgäste die Haltestellen „Koloniestraße“ und „MSV Arena“ zu nutzen oder auf die Linie 928 auszuweichen.


Drei neue DHL Paketshops in Duisburg eröffnet
Die DHL hat in dieser Woche drei neue Paketshops in Duisburg eröffnet. Hamborn: Kiosk Bulut, Jägerstraße 14, Öffnungszeiten: montags bis freitags von 07:00 bis 24:00 Uhr, samstags von 00:00 bis 02:00 Uhr und von 07:00 Uhr bis 24:00 Uhr, und sonntags von 08:00 Uhr bis 24:00 Uhr.

Hochemmerich: Amogam Shop, Atroper Straße 23, Öffnungszeiten: montags bis freitags jeweils von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr und von 15:00 bis 19:00 Uhr, sonntags von 10:00 bis 16:00 Uhr.

Altstadt: Münzstraße 28, Öffnungszeiten: montags bis donnerstags jeweils von 08:00 Uhr bis 22:00 Uhr, freitags und samstags von 08:00 bis 24:00 Uhr, sonntags von 09:00 bis 22:00 Uhr.


Fotoausstellung zur Folk- und Weltmusikreihe „Spelunken-Spektakel“ in Ruhrort - 15 Jahre Kulturarbeit im Stadtteil
Das Kreativquartier Ruhrort blickt in diesem Jahr unter dem Motto „anderthalb.dekaden“ auf 15 Jahre Kulturarbeit im Stadtteil zurück. Startpunkt war das Kulturhauptstadtjahr 2010, in dem Ruhrort als „Hafen der Kulturhauptstadt“ Akzente setze. Daraus entwickelte sich eine engagierte Szene, die nach dem Motto, „das Kulturhauptstadtjahr kann ja nicht alles gewesen sein“, weitere vielfältige kulturelle Aktivitäten organisierte.


Eine davon ist die Folk- und Weltmusikreihe „Spelunken-Spektakel“, die seit 2017 Konzerte aus dieser Musiksparte in den Kneipen und Kultureinrichtungen in Ruhrort veranstaltet. Diesem „Spelunken-Spektakel“ ist nun eine Fotoausstellung vom 9. bis 21. März 2025 im „Das Plus am Neumarkt“, Neumarkt 19, 47119 Duisburg gewidmet.  


Vielfältiges Rahmenprogramm  
Die Ausstellungseröffnung/Vernissage am Sonntag, 9. März 2025, Beginn 11:00 Uhr, wird von Holger Technau und weiteren Musikern der Gruppe „Singadjo“ gestaltet. Die Singadjos verquicken virtuos viele unterschiedliche Stilrichtungen, ob Gipsy, Rumba, Rembetiko, Mariachi, Balkan, Latin, Chanson usw.

Daher ist für ihre Musik „Folk“ im Sinne von „Weltmusik“ der einzig richtige Sammelbegriff. Die Singadjos waren 2017 am ersten Konzert des Spelunken-Spektakels beteiligt und sind der Reihe seit dem freundschaftlich verbunden.  

Am Freitag, 14. März 2025, Beginn 19:30 Uhr im Ausstellungslokal wird die Gruppe „Schlagsaite“ ein Spelunken-Spektakel Konzert gestalten.


Virtuoser Folk trifft hier auf leidenschaftliche Polkarhythmik, moderne Chansons werden mit Balkan und Gypsy-Swing Elementen versetzt und verträumte Akustik-Balladen stehen neben gesellschaftskritischen Stücken in der Tradition deutscher Liedermacher. Kurz: Das ist Weltmusik in deutscher Sprache.
Ihr neuestes Album „Fantasie von Übermorgen“ mit Gedichtvertonungen von Erich Kästner, wurde gerade für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.  


Und zum guten Ausstellungschluss/Finissage am Freitag, 21.März 2025, Beginn 19:00 Uhr, wird das Duo „Im Taxi rauchen“ den musikalischen Schlusspunkt setzen.„Im Taxi rauchen“ steht dafür, etwas tun zu dürfen, was man einfach mal braucht und das zu teilen, mit denen die es wollen. Die Songwriterpunks Thore und Maurice machen Indie-Alternative-Rock mit deutschen Texten, die aus ihren Herzen plaudern, nuanciert bis plakativ, gut gefühlt bis schlecht gelaunt.  

Öffnungszeiten: Zu den Veranstaltungen im „Das Plus am Neumarkt“ sowie Dienstag + Donnerstag 10:00 - 13:00 Uhr und Freitag 10:00 - 13.00 und 14:00 - 18:00 Uhr. Eintritt frei. Zu den Veranstaltungen wird um Spenden gebeten.  
Ein Projekt im Rahmen von Kreativ.Quartiere, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und umgesetzt von ecce - european centre for creative economy


Konzert in der Marienkirche: Ravel zum 150. Geburtstag 
Dem vor 150 Jahren geborenen Maurice Ravel widmet sich das Konzert am Sonntag, 9. März um 17 Uhr in der Marienkirche, Josef-Kiefer-Straße 10, mit Kammermusik. Im Mittelpunkt steht das Klaviertrio, das Ravel unter dem Eindruck des Kriegsausbruchs 1914 komponierte.

In einem Brief erzählt er auch von einem Besuch der Gießerei in Hamborn, die ihn nachdrücklich zu seiner Musik inspiriert hat: „Überall ein roter, düsterer, brennender Himmel. Wie musikalisch dies alles ist. Ich habe die feste Absicht, das zu verwenden.“ Dieser unbekannten Verbindung von Ruhrgebiet und Ravels Musik spüren Tonio Schibel, Violine, Mathieu Jocqué, Violoncello, und Catherine Klipfel, Klavier, nach.

 Neben dem Klaviertrio sind auch die Violinsonate und ein Sonatensatz für Cello und Klavier zu hören. Der Eintritt zu dem einstündigen Konzert beträgt 18 Euro.


Schwofen im Gemeinde-Café Dreivierteltakt in Wanheimerort
Die Evangelische Rheingemeinde Duisburg öffnet zum Monatsausklang das „Café Dreivierteltakt“, bei dem Seniorinnen und Senioren zu Kaffee, Tee und Kuchen zusammenkommen, die Begleit-Musik genießen, dazu schunkeln und sogar tanzen. Für den guten Ton sorgt Frank Rohde, der zu seinem Spiel an der elektronischen Orgel auch singt.


Es gibt dabei nicht nur Klänge im Dreivierteltakt, doch alle Lieder haben Rhythmus und sind vielen bekannt. Das nächste gesellig-musikalische Treffen im Beratungs- und Begegnungszentrum (BBZ) Wanheimerort, Paul-Gerhardt-Straße 1, ist am Samstag, 8. März 2025 um 15 Uhr. Bei sieben Euro Eintritt sind Kaffee und Kuchen inbegriffen; Anmeldungen sind bei Maria Hönes telefonisch möglich (Tel.: 0203 770134).  



Zum internationalen Frauentag
Frauen in Parlamenten in Deutschland nach wie vor unterrepräsentiert
• Frauenanteil im Deutschen Bundestag sinkt nach der Wahl um 2,4 Prozentpunkte auf 32,4 %; geringerer Anteil als in vielen europäischen Staaten
• Auf Bundes- und Landesebene kaum Veränderung gegenüber 2008
• Frauenanteil auf kommunaler Ebene mit 30,5 % am niedrigsten

Frauen sind in Parlamenten in Deutschland nach wie vor unterrepräsentiert. Im neu gewählten 21. Deutschen Bundestag beträgt der Frauenanteil 32,4 %. Auch in den Länderparlamenten (33,2 %) sowie auf kommunaler Ebene (30,5 %) lag der Frauenanteil zuletzt knapp unter einem Drittel, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.


Im Bundestag war der Frauenanteil 2,4 Prozentpunkte geringer als zu Beginn der letzten Legislaturperiode, als der Frauenanteil bei 34,8 % lag. Im Vergleich zu 2008, als die Ergebnisse erstmals im Gleichstellungsatlas des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veröffentlicht wurden, hat sich der Anteil der Frauen im Bundestag kaum verändert.


Damals waren 31,8 % der Abgeordneten Frauen. Einen Einfluss auf den Frauenanteil im Parlament hat unter anderem, ob Parteien mit einer verankerten Frauenquote stärker vertreten sind oder nicht. Zur Einordnung: Von der erwachsenen Bevölkerung mit deutscher Staatsbürgerschaft waren zuletzt 51,7 % Frauen.




Das weltweite Ranking der Interparlamentarischen Union (IPU), das auch Veränderungen zwischen zwei Wahlen etwa durch Nachrückende berücksichtigt, liegt aktuell zum Stichtag 1. Februar 2025 vor. Dort ist Deutschland noch mit einem Frauenanteil von 35,7 % für den 20. Deutschen Bundestag auf Platz 44 verzeichnet.


Mit dem neuen Anteil von 32,4 % dürfte Deutschland am Ende des vorderen Drittels der mehr als 180 erfassten Staaten zu finden sein. In vielen europäischen Staaten sind anteilig mehr Frauen in den Parlamenten vertreten als hierzulande, beispielsweise in allen skandinavischen Staaten (jeweils mehr als 43 %), in Spanien (44,3 %), dem Vereinigten Königreich (40,5 %), Belgien und den Niederlanden (je 39,3 %), Frankreich (36,2 %) und Österreich (36,1 %).


Mit einem Frauenanteil von 63,8 % ist das ostafrikanische Land Ruanda aktuell weltweiter Spitzenreiter. Daneben gehören nur noch Kuba (55,7 %), Nicaragua (55,0 %) und Mexiko (50,2 %) zu den Ländern, in deren Parlamenten Frauen derzeit ebenfalls in der Überzahl sind. Geschlechterparität herrscht in den Parlamenten von Andorra und den Vereinigten Arabischen Emiraten. 


Frauenanteil im Bayerischen Landtag am niedrigsten 
In den Parlamenten der Bundesländer haben Frauen nach den Wahlen zur Hamburger Bürgerschaft im Durchschnitt ein knappes Drittel (33,2 %) der Abgeordneten gestellt. Damit stieg der Anteil gegenüber dem Vorjahr leicht an (2024: 32,9 %) – ein Ergebnis der Wahl in Hamburg, wo in der Bürgerschaft nun anteilig mehr Frauen vertreten sind als zuvor.


Längerfristig hat sich in Bezug auf die Repräsentanz von Frauen in Länderparlamenten wenig getan: Im Jahr 2008 lag ihr Anteil ebenfalls bei knapp einem Drittel (32,3 %). Gezählt wurden jeweils die bei der letzten Wahl gewählten Vertreterinnen; Nachrückende wurden nicht berücksichtigt.  Im Vergleich der Bundesländer ist der Frauenanteil im Bayerischen Landtag mit knapp einem Viertel (24,6 %) am niedrigsten, gefolgt von Sachsen mit 27,5 % und Sachsen-Anhalt mit 27,8 %.


Einem paritätischen Geschlechterverhältnis am nächsten war Hamburg mit einem Frauenanteil von 48,8 %, darauf folgten Bremen mit 42,5 % sowie Schleswig-Holstein und Berlin mit jeweils 37,7 %.  In den einzelnen Länderparlamenten waren die Schwankungen bezüglich des Geschlechterverhältnisses deutlich größer als auf Bundesebene. So gab es in Brandenburg, wo aktuell 28,4 % der Landtagsabgeordneten Frauen sind, den mit knapp 13 Prozentpunkten stärksten Rückgang im Vergleich zu 2008. Damals hatte der Frauenanteil noch 40,9 % betragen.


In Hamburg stieg der Frauenanteil im selben Zeitraum um knapp 16 Prozentpunkte von 33,1 % auf 48,8 %.  Frauenanteil auf kommunaler Ebene gegenüber 2008 gestiegen  Der Frauenanteil in den Kreistagen der Landkreise sowie in den Stadträten der Stadtkreise und der kreisfreien Städte war im Jahr 2024 mit 30,5 % noch einmal niedriger als auf Bundes- und Länderebene.


Gegenüber dem Vorjahr gab es damit kaum eine Veränderung (2023: 30,3 %), längerfristig ist der Anteil jedoch gestiegen: 2008 war in kommunalen Vertretungen nur gut ein Viertel (25,6 %) weiblich. Besonders selten waren Frauen zuletzt in den kommunalen Vertretungen in Sachsen (22,0 %), Sachsen-Anhalt (22,8 %) und Baden-Württemberg (24,6 %). Besonders häufig vertreten waren sie in den Stadtstaaten Bremen (42,5 %), Hamburg (Stand 2020: 42,0 %) und Berlin (41,1 %) sowie in Hessen (38,7 %). 


Vor 10 Jahren in der BZ: Bei 13 % der Paare ist die Frau die Hauptverdienerin
Im Jahr 2013 verdiente bei 13 % der Paare in Deutschland die Frau mehr als ihr Ehe- oder Lebenspartner. Das teilt das Statistische Bundesamt anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2015 mit. Bei 10 % der Paare hatten die Partner ein ähnlich hohes Einkommen.

Ganz überwiegend (77 %) erzielte jedoch der Mann das höchste Einkommen im Haushalt. Das zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland. Im Jahr 2003 hatte bei 11 % der Paare die Frau das höhere Einkommen bezogen.


Aktuell: Bei 10,3 % der Paare ist die Frau die Haupteinkommensperson
Bei 56,6 % der Paare im Jahr 2024 hat der Mann ein höheres Einkommen als die Frau, bei 33,1 % liegen beide in etwa gleichauf

In den meisten Paarhaushalten in Deutschland steuern nach wie vor Männer einen größeren Teil zum Einkommen bei als Frauen. Lediglich in jedem zehnten Paarhaushalt (10,3 %) hatte die Frau ein höheres Nettoeinkommen als ihr Ehe- oder Lebenspartner.


Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Internationalen Frauentag am 8. März anhand von Erstergebnissen der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2024 mit. Bei 56,6 % der Paare war es umgekehrt und der Mann die Haupteinkommensperson.

In 33,1 % der Fälle lagen Frau und Mann beim Einkommen in etwa gleichauf. Als Haupteinkommensperson gilt diejenige Person, deren Anteil des persönlichen Nettoeinkommens am Gesamteinkommen des Paares 60 % oder mehr beträgt.


Ohne Kinder im Haushalt fallen die Unterschiede etwas geringer aus – mit Kindern noch stärker Bei Paaren ohne Kinder im Haushalt fällt das Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern als Haupteinkommenspersonen etwas weniger stark, aber immer noch deutlich aus.


In 11,8 % der Paarhaushalte ohne Kinder hatte die Frau das höhere Einkommen und in 51,1 % der Mann. Bei 37,1 % der Paare ohne Kinder im Haushalt hatten beide ein in etwa gleich hohes Einkommen.  In Paarfamilien mit Kindern sind Frauen noch seltener die Haupteinkommensperson. So hatte die Frau bei Paaren mit Kindern im Haushalt in nur 7,8 % der Fälle das höhere Einkommen.


Mit einem Anteil von 65,7 % war dagegen ganz überwiegend der Mann die Haupteinkommensperson. In 26,5 % der Paarhaushalte mit Kindern hatten Frau und Mann ein ähnlich hohes Einkommen. Ein Grund für die größeren Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern bei Paaren mit Kindern: Mütter arbeiten häufiger in Teilzeit als Frauen ohne Kinder.


Bei Männern ist es umgekehrt: Väter arbeiten seltener in Teilzeit als Männer ohne Kinder. Haupteinkommensperson* in Paarhaushalten 2024 nach Geschlecht, Anteil in % * Person, deren Anteil des persönlichen Nettoeinkommens am Gesamteinkommen des Paares 60 % oder mehr beträgt.  Quelle: EU-SILC, Erstergebnis.



Anteil der Frauen mit höherem Einkommen stagniert, Anteil der Paare mit in etwa gleich hohen Einkommen gestiegen Insgesamt hat sich das Geschlechterverhältnis mit Blick auf die Einkommensverteilung in den letzten Jahren kaum verändert.

Der Anteil der Frauen als Haupteinkommensperson liegt seit 2021 (10,5 %) auf einem ähnlichen Niveau. Leicht zurückgegangen ist im selben Zeitraum der Anteil der männlichen Haupteinkommenspersonen: von 58,8 % im Jahr 2021 auf 56,6 % im Jahr 2024.

Zugenommen hat entsprechend der Anteil der Paare, bei denen beide in etwa gleich viel Einkommen haben. 2021 traf das auf 30,7 % aller Paarhaushalte zu, 2024 hatten in 33,1 % der Fälle beide Partner ein ähnliches Einkommen.


Gender Gap Arbeitsmarkt sinkt 2024 auf 37 %
• 2023 lag der Gender Gap Arbeitsmarkt bei 39 %
• Der Indikator berücksichtigt Unterschiede in Bruttostundenverdiensten, Arbeitszeit und Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern
• Rückgang des unbereinigten Gender Pay Gaps von 18 % auf 16 %
• Gender Hours Gap und Gender Employment Gap unverändert bei 18 % beziehungsweise 9 %

Der Gender Pay Gap gilt als der zentrale Indikator für Verdienstungleichheit zwischen Frauen und Männern. Da sich Verdienstungleichheit jedoch nicht nur auf Bruttostundenverdienste begrenzt, berechnet das Statistische Bundesamt mit dem Gender Gap Arbeitsmarkt einen Indikator für erweiterte Verdienstungleichheit.


Dieser betrachtet neben der Verdienstlücke pro Stunde (Gender Pay Gap) zusätzlich die Unterschiede in der bezahlten monatlichen Arbeitszeit (Gender Hours Gap) und in der Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern (Gender Employment Gap). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Equal Pay Day am 7. März 2025 mitteilt, lag der Gender Gap Arbeitsmarkt im Jahr 2024 bei 37 % und damit 2 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahr.

Hauptursachen für erweiterte Verdienstungleichheit sind weiterhin geringere Stundenverdienste und Arbeitszeiten von Frauen Ausschlaggebend für den Rückgang des Gender Gap Arbeitsmarkt war der Rückgang des unbereinigten Gender Pay Gaps. Dieser sank 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozentpunkte auf 16 %. Das heißt Frauen verdienten 16 % weniger pro Stunde als Männer.


Der Rückgang ist vor allem auf gestiegene Bruttomonatsverdienste (ohne Sonderzahlungen) von Frauen zurückzuführen. Im Jahr 2024 erhöhten sich die Bruttomonatsverdienste der Frauen gegenüber 2023 um rund 8 %. Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Männern stieg dagegen nur um 5 %. Eine wesentliche Ursache für die Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern ist die höhere Teilzeitquote von Frauen.


Während Männer 2024 im Monat 149 Stunden einer bezahlten Arbeit nachgingen, waren es bei Frauen nur 122 Stunden. Damit brachten Frauen wie im Vorjahr 18 % weniger Zeit für bezahlte Arbeit auf als Männer (Gender Hours Gap). Auch in der Erwerbsbeteiligung gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern.


Aktuelle Zahlen zur Erwerbstätigkeit aus dem Jahr 2023 zeigen, dass 73,6 % aller Frauen einer bezahlten Arbeit nachgingen. Bei den Männern waren es 80,8 %. Damit lag der Gender Employment Gap wie bereits im Vorjahr bei 9 %. Aus den drei genannten Gender Gaps wird der Gender Gap Arbeitsmarkt berechnet. Je höher der Gender Gap Arbeitsmarkt, desto stärker ist die Verdienstungleichheit auf dem Arbeitsmarkt ausgeprägt. 


Besonders im Zeitverlauf und im Vergleich zwischen Regionen ermöglicht der Gender Gap Arbeitsmarkt interessante Einblicke in die verschiedenen Ursachen und Entwicklungen von Verdienstungleichheit. Gender Gap Arbeitsmarkt im langfristigen Vergleich rückläufig In den letzten zehn Jahren sank der Gender Gap Arbeitsmarkt um 8 Prozentpunkte. Im Jahr 2014 hatte er noch bei 45 % gelegen.


Wie auch 2024 waren die Hauptursachen die geringeren Stundenverdienste (Gender Pay Gap 2014: 22 %) und Arbeitszeiten von Frauen (Gender Hours Gap 2014: 21 %). In den letzten zehn Jahren näherten sich jedoch die Verdienst- und Beschäftigungssituationen von Frauen und Männern an.






Vor allem die Bruttostundenverdienste der Frauen stiegen seit 2014 stärker als die der Männer. Das führte zu einem Rückgang des Gender Pay Gap um 6 Prozentpunkte von 22 % im Jahr 2014 auf 16 % im Jahr 2024. Gleichzeitig verringerte sich auch der Gender Hours Gap um 3 Prozentpunkte, von 21 % auf 18 %. Grund dafür war ein Rückgang der Arbeitsstunden bei den Männern von 154 im Jahr 2014 auf 149 im Jahr 2024.


Bei den Frauen blieben die bezahlten Stunden mit 122 in den letzten zehn Jahren nahezu konstant. Die Erwerbsbeteiligung von Frauen stieg dagegen stärker als die der Männer. Im Jahr 2014 waren 69,3 % aller Frauen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren erwerbstätig, 2023 waren es 73,6 %. Bei den Männern stieg die Erwerbstätigenquote nur um 3 Prozentpunkte.


Der Gender Employment Gap sank damit von 11 % auf 9 %. Gender Gap Simulator verdeutlicht verschiedene Ursachen von Verdienstungleichheit Der Gender Gap Simulator zeigt verschiedene Ursachen von Verdienstungleichheit anhand von simulierten Szenarien. Dabei können Nutzende verschiedene Komponenten auf dem Arbeitsmarkt verändern und die damit verbundenen Auswirkungen auf Verdienstungleichheit beobachten. Neben dem Gender Pay Gap stehen hier insbesondere die Themen Arbeitszeit und Erwerbsbeteiligung im Fokus.