'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


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Donnerstag, 15. Mai 2025

NRW-Kabinett beschließt Gesetzentwurf zur Altschuldenlösung Düsseldorf/Ruhrgebiet
Das Landeskabinett hat den Gesetzentwurf zur anteiligen Entschuldung der Kommunen in Nordrhein-Westfalen verabschiedet. Der Gesetzentwurf wird dem Landtag zur weiteren Beratung und Beschlussfassung übermittelt; seine Verabschiedung soll im Juli stattfinden. Geplant ist, dass insgesamt 50 Prozent des Gesamtvolumens der übermäßigen kommunalen Verbindlichkeiten zur Liquiditätssicherung in die Schuld des Landes NRW übergehen.

Allen Kommunen wird eine einheitliche Mindestquote ihrer übermäßigen Verbindlichkeiten zur Liquiditätssicherung abgenommen. Nach Teilnahme hat keine Kommune einen höheren Bestand an berücksichtigungsfähigen übermäßigen Verbindlichkeiten als 1.500 Euro je Einwohner.

Maßgeblicher Stichtag ist der 31. Dezember 2023. Zu diesem Zeitpunkt belief sich der Stand der Liquiditätskredite und der zur Liquiditätssicherung begebenen Wertpapiere in den kommunalen Kernhaushalten auf rund 20,9 Milliarden Euro. Damit haben die NRW-Städte in den vergangenen Jahren bereits einen erheblichen Teil ihrer Liquiditätskredite tilgen können: 2016 belief sich der Höchststand auf rund 28 Milliarden Euro.

Mit dem Altschuldenentlastungsgesetz wird eine wesentliche Forderung aus dem Kommunalfinanzbericht Ruhr erfüllt, den der Regionalverband Ruhr (RVR) jährlich vorlegt.

Dazu Garrelt Duin, RVR-Regionaldirektor: "Das Gesetz zur anteiligen Entschuldung der Kommunen in Nordrhein-Westfalen ist ein erster wichtiger Schritt, wieder finanzielle Spielräume für die Städte zu schaffen, damit notwendige Investitionen und die Daseinsvorsorge sichergestellt werden können. Gleichzeitig hoffen wir, dass die neue Bundesregierung jetzt schnell nachzieht, um beim Thema Altschulden für eine neue gerechte Finanzverteilung zu sorgen." idr


Bezirksvertretung Hamborn verleiht die Ehrennadel für ehrenamtliches Engagement
Bezirksbürgermeisterin Martina Herrmann verlieh gestern im Beisein von Oberbürgermeisters Sören Link im Hamborner Rathaus die Ehrennadel der Bezirksvertretung Hamborn an Gabriele Haak und Jörg Weißmann. Beide Geehrten wurden für ihr langjähriges Engagement im Stadtbezirk Hamborn ausgezeichnet.

Jörg Weißmann ist als Vorsitzender des Heimatvereins Hamborn e. V. eine treibende Kraft. So setzt er sich mit großer Leidenschaft für den Erhalt und die Förderung der Tradition, Geschichte und Kultur von Hamborn ein.

Gabriele Haak ist seit vielen Jahren eine der herausragenden Ehrenamtlichen in der Katholischen jungen Gemeinde Herz Jesu Duisburg Neumühl. Ihr unermüdlicher Einsatz und ihre Hingabe, gemeinsam mit ihrem Mann Werner, machen sie zu einer wertvollen Stütze, die die gesamte Gemeinde bereichert.

Oberbürgermeister Link stellte in einer Ansprache die Wichtigkeit des Ehrenamts für die Stadt heraus und dass die Geehrten lebendige Beispiele für die Stärke der Gemeinschaft und das Potential des ehrenamtlichen Engagements im Stadtbezirk Hamborn sind.

Martina Herrmann betonte, dass die Verleihung der Ehrennadel ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung ist. Der Einsatz der Geehrten bereichert das Bezirksleben und schafft Räume der Begegnung und Unterstützung.

v.l.: Bezirksbürgermeisterin Martina Hermann, Jörg Weißmann, Oberbürgermeister Sören Link, Gabriele Haak mit ihrem Mann Werner bei der Verleihung der Ehrennadel des Bezirks Hamborn für besonderes ehrenamtliches Engagement. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

„1. Eigentümerforum Hochfeld“ – Informationsabend rund um die Immobile und Fördermöglichkeiten
Das Stadtteilbüro lädt am Dienstag, 20. Mai, um 18 Uhr zum „1. Eigentümerforum Hochfeld“ ein. Es richtet sich an Eigentümerinnen und Eigentümer mit Gebäuden in Hochfeld. Die Veranstaltung in der Alten Feuerwache, Friedenstraße 5-7, ist kostenlos.

Bei der Veranstaltung geht es vor allem Fragen wie „Welche gesetzlichen Vorgaben muss ich bei Aus- und Umbauten an Gebäuden beachten?“ oder „Wie kann ich Fördermittel aus dem Hof- und Fassadenprogramm bekommen?“ Referenten sind Ralf Zigan, Leiter des Amtes für Baurecht und betrieblichen Umweltschutz der Stadt Duisburg, und Peter Kroos von Kroos+Schlemper Architekten.

Durch die Veranstaltung führen Liberto Balaguer vom Stadtteilbüro Hochfeld und Jörg Dombrowski als Stadtteilarchitekt. Liberto Balaguer sagt: „Mit dem Eigentümerforum möchten wir wichtige Fragen rund um die Immobilie aufgreifen und den Eigentümerinnen und Eigentümern praktische Hilfestellung anbieten. Natürlich können auch Fragen an die Referenten gestellt werden und unser Stadtteilarchitekt bietet seine Unterstützung bei der Antragstellung für das Hof- und Fassadenprogramm an.

Über dieses Programm können Immobilienbesitzer unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 50 Prozent der Handwerkerkosten finanzieren.“ Der Stadtteilarchitekt berät kostenfrei – vom Antragsverfahren bis hin zur Abrechnung einer Erneuerungsmaßnahme. Interessierte können sich bis Freitag, 16. Mai, für die Veranstaltung formlos anmelden: telefonisch unter 0203/46808505 oder per Mail an stadtteilarchitektur@stadtteilbuero-hochfeld.de.


Verleihung der Ehrennadel des Bezirks Mitte für besonderes ehrenamtliches Engagement
Bezirksbürgermeisterin Elvira Ulitzka verleiht am Donnerstag, 15. Mai 2025, um 18 Uhr AV Concept Store, Kuhlenwall 20, 47051 Duisburg, die Ehrennadel des Bezirks Mitte für besonderes ehrenamtliches Engagement.

Im Beisein von Oberbürgermeister Sören Link wird die freischaffende Künstlerin Claudia A. Grundei sowie Karl-Heinz Dietz für seine Verdienste im Naturschutz mit der Auszeichnung geehrt.

Finanzplanung: Jetzt schon wichtiges Thema für Gymnasiasten
Brutto, Netto, Steuern und Anlagen: Finanz-AG am Krupp-Gymnasium klärt Schüler heute schon fürs spätere Berufsleben auf
Was ist eine Haftpflicht-Versicherung? Wozu zahle ich später mal Steuern und in welcher Höhe? Wie gehe ich nach der Schule gut mit meinem Geld um und wie behalte ich eigentlich den Überblick über Einnahmen und Ausgaben? Wie funktionieren Bankwesen und Aktien-Fonds? Alles Fragen, die sich heutige Schüler und baldige Berufseinsteiger in Bezug auf ihre selbstständige Zukunft stellen, die auch beantwortet werden - in der Finanz-Arbeitsgemeinschaft (AG) des Krupp-Gymnasiums Duisburg.

Krupp-Gymnasium in Duisburg-Bergheim

Diese Arbeitsgemeinschaft stellt eine von insgesamt 20 freiwilligen Zusatz-Lehreinheiten dar, die an der Europaschule neben den normalen Pflicht-Fächern angeboten werden. Angenommen wird das von den Krupp-Gymnasiasten gern. „Ob im musischen oder kognitiven, im künstlerischen oder sportlichen Bereich, in Sachen Rechtskunde, Computer, Brandschutz oder sogar in Bezug auf Table-Top-Rollenspiele – neben „Wissen“ und „Können“ wird auch auf Bildung von „Herz“ und „Charakter“ geachtet, um die jungen Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung bestmöglich unterstützen zu können“, so Schulleiterin Benedikte Herrmann.

Nicht nur Lehrer leiten die AGs. „Kooperations-Partner sind zudem themenspezifisch qualifizierte externe Fachleute aus dem Elternkreis sowie vom Land, Richter wie auch ältere Schüler, die ihr kompetentes Wissen ergänzend zum normalen Lehrplan gern teilen“, so die Schulleiterin weiter. „Dieses Engagement ist uns sehr lieb, denn in den AGs erfahren die Schüler eine andere Form von Unterricht: Es gibt hier keine Noten, keine Bewertung, sondern Raum für viel Entfaltung.“

Seit 2019 leitet Benedikte Herrmann das Krupp-Gymnasium im Duisburger Westen und legt großen Wert darauf, dass ihre Schützlinge die besten Möglichkeiten zur Förderung ihrer Bedürfnisse und Interessen erhalten und diese nutzen, um je nach Neigungen eigenständig und motiviert in die Zukunft blicken zu können.

Cüneyt Erdin - im Bild informierend - , seit mehr als 30 Jahren selbstständiger Vermögensberater, ist Elternvater und leitet seit 2022 die Finanz-AG am Krupp-Gymnasium. „Es macht mir großen Spaß, den Schülern vor Augen zu führen, wie man sein Geld später zusammenhält, wie und wann Anlagen funktionieren und wann man besser spart. Aus eigener Erfahrung kann ich da einen großen Wissensschatz weitergeben. Eine großartige Sache, jungen Menschen bei solchen Fragen hilfreich zur Seite stehen zu können.“

Aktien-Einlagen, Investitionen in Fonds, Kontoführung, Einnahmen-Ausgaben-Check – alles Themen, die in der Finanz-AG auf den Tisch kommen. Fragen wie „Welche Pflichtabgaben kommen auf mich zu? Wieviel Geld bleibt mir nach Abzug aller Kosten wie Miete und Versicherungen noch tatsächlich übrig? Wann gibt es eigentlich Geld?“ beschäftigen die Schüler.
Tom (14): „Heute habe ich Taschengeld, das ich ausgeben kann. Aber ich weiß nicht, wie ich später mit dem verdienten Geld umgehen soll, was wirklich zum Ausgeben übrig bleibt.“ Auch die 13-jährige AG-Teilnehmerin Semina hat sich für die Finanz-AG entschieden, weil sie „eine gute Zukunft“ haben möchte.

„Hier kann ich nachfragen und erhalte Antworten auf meine ganz eigenen Fragen.“ Davon gibt es viele, von allen Teilnehmern der AG. So konnte Cüneyt Erdin in einer der jüngsten AG-Runden mit einem etwas unbedarften Gedanken aufräumen: Damit konfrontiert, wieviel Geld nach Abzug aller Abgaben und un- wie auch freiwilliger Sparmaßnahmen dann wirklich noch zur freien Verfügung steht, stand vom Fachmann, nicht völlig unerwartet, die Aussage eines Schülers im Raum: „Da bleibt ja nicht viel übrig, der Staat nimmt uns viel weg. Dann kann ich ja direkt schwarzarbeiten.“

Daraufhin Cüneyt Erdin schmunzelnd: „Schwarzarbeit klingt auf den ersten Blick verlockend. Ist es aber überhaupt nicht. Denn auf den zweiten Blick ist das absolut illegal und damit strafbar. Das ist nicht erstrebenswert.“ Den falschen Ansatz konnte Erdin ausräumen, indem er das „große Ganze“ erklärte: „Es ist für euch wichtig, den Umgang mit Geld zu lernen, weil staatliche Abzüge wie Steuern und Sozialabgaben einen großen Teil des Einkommens ausmachen. Umso wichtiger ist es, dass ihr nicht nur eure Ausgaben im Griff habt, sondern auch lernt, wie ihr mehr aus eurem Geld machen könnt. Dazu gehört auch, Steuerersparnisse zu nutzen, Prämien und Zulagen sowie andere Subventionen vom Staat mitzunehmen. So könnt ihr euer finanzielles Potential voll ausschöpfen und besser für eure Zukunft planen.“

Ausführlich geht AG-Leiter Erdin auf individuelle Fragen ein, nimmt sich mit viel Herzblut Zeit für die Sorgen und Nachfragen der Jugendlichen. Sein Fazit: „Im Laufe der Zeit gab es schon einige Aha-Effekte bei den Schülern. Aber das ist ja auch das Schöne, wenn ehrliches Interesse vorhanden ist und ich sehe, dass darüber nachgedacht wird, was ich vermittelt habe. Ein besseres Feedback kann ich nicht erhalten.“

Er sei schon so manches Mal erstaunt darüber gewesen, welche konkreten Gedanken sich die Schüler machen. „Das zeigt mir, wie reflektiert in das bevorstehende Leben nach der Schule geblickt wird und auch in die finanzielle Zukunft als Grundvoraussetzung für eine selbstständige Lebensweise. Und die Schüler verstehen, dass es nur von Nutzen ist, sich damit frühzeitig auseinanderzusetzen. Es ist großartig, so den jungen Menschen etwas für ihren zukünftigen Weg mitgeben zu können“, so der zweifache Vater.

„Finanziell auf eigenen Beinen stehen, überdacht mit Geld umgehen zu können und damit auch gut zurecht kommen, das wollen wir hier alle später mal. Und Herr Erdin hat diesbezüglich einiges auf dem Kasten“, so AG-Teilnehmer Matteo (14) anerkennend. Der gleichaltrige Jehad kann dies nur bestätigen: „Er guckt mit uns in die Zukunft.“ Die Schüler gewinnen Einblicke in das kleine Einmaleins des eigenverwalteten wie auch des fremdbestimmten Finanzwesens. So zum Beispiel, dass das Brutto nicht dem Netto entspricht.

„Das wusste ich gar nicht“, kommt es etwas erstaunt vom 14-jährigen Timo. „Wie gut, mit Herrn Erdin einen Ansprechpartner zu haben, der uns die Finanzwelt anschaulich erklärt und worauf man achten muss, wenn man die erste Wohnung hat, wie man seine Ein- und Ausgaben im Blick behalten kann, welche Absicherung man treffen sollte und wieviel Geld zur freien Verfügung steht.“

Manches ist für die Schüler absolutes Neuland, manches schwer zu verstehen, trotzdem oder gerade deswegen sind sie hochmotiviert bei der Sache. Schülerin Semina (13) bringt es im Sinne aller AG-Teilnehmer auf den Punkt: „Wir haben hier alle schon viel für später gelernt. Weil wir das alles wissen möchten, was nach Elternhaus, Schule und Taschengeld auf uns zukommt.

Schließlich betrifft das Thema Finanzen, unabhängig von Beruf oder dem individuellen Werdegang, als existenzielle Basis unser ganzes weiteres Leben. Es gibt einem Sicherheit, jetzt schon informiert zu werden. Und das nimmt Ängste und macht den Blick auf den bevorstehenden Einstieg ins „richtige Leben“ leichter.“  Monika Meurs


3.480 Lehramtsanwärterinnen und -anwärter starten in Nordrhein-Westfalen in ihren Vorbereitungsdienst
Wenn es darum geht, jungen Menschen Lust aufs Lehramt zu machen, ist Ingo Schaub ein guter Motivator. Der 57-Jährige leitet seit zehn Jahren das Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) in Köln, in dem Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter (LAA) aller Schulformen ausgebildet werden. In den vergangenen Tagen hatten die Seminarleitungen und er wieder alle Hände voll zu tun, um mehrere hundert zukünftige Lehrerinnen und Lehrer zu begrüßen, die am ZfsL Köln in ihren Vorbereitungsdienst gestartet sind.

Bei der feierlichen Vereidigung versicherte Schaub mit seinem Team den Neulingen, dass sie sich in Köln auf eine Ausbildung freuen können, die von einer besonderen Wertschätzung für die Menschen und deren Ressourcen geprägt ist. Dass sie viele positive Erfahrungen im schulischen Alltag mit Kindern und Jugendlichen machen werden. Dass sie sich auf eine Arbeit mit großer Bedeutung vorbereiten. „Wir sagen den LAA, dass das Lehramt mehr ist als nur ein Job“, betont der ZfsL-Leiter, „denn Lehrerinnen und Lehrer haben beispielsweise auch eine große Verantwortung, ihren Schülerinnen und Schülern unsere freiheitliche demokratische Grundordnung zu vermitteln, die es zu schützen gilt.“  

Ähnliches wie in der größten Stadt Nordrhein-Westfalens ereignete sich in den vergangenen Tagen auch an 32 weiteren ZfsL-Standorte im Bundesland. Überall begannen Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter (LAA) nach dem Abschluss des Studiums nun ihren Vorbereitungsdienst.

Insgesamt traten 3.480 LAA an – das sind 336 Personen mehr als am 1. Mai des vergangenen Jahres und 545 Personen mehr als am 1. Mai 2023. 1.581 LAA – und damit die meisten der aktuellen Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern – bereiten sich auf eine Tätigkeit als Lehrkraft an Gymnasien und Gesamtschulen vor. 794 LAA wollen künftig an einer Grundschule arbeiten – das ist der höchste Wert seit vielen Jahren. Seminare für das Lehramt an Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen besuchen 467 LAA, Seminare für das Lehramt sonderpädagogische Förderung 411 LAA und Seminare für das Lehramt Berufskollegs 227 LAA.  

 Ministerin Dorothee Feller: „Dass die Zahl der LAA über alle Lehrämter hinweg im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gestiegen ist, ist eine sehr gute Nachricht für unsere Schulen. Wir freuen uns über jede einzelne zukünftige Lehrerin und jeden einzelnen zukünftigen Lehrer. Auf sie wartet eine Arbeit, die unsere Gesellschaft in besonderer Weise prägt, denn es kann kaum Wichtigeres geben als die schulische und menschliche Begleitung unserer Kinder und Jugendlichen in einer Phase, in der entscheidende Grundlagen für deren Leben gelegt werden.

Im Vorbereitungsdienst lernen und erfahren unsere LAA vieles, was sie für diesen verantwortungsvollen Beruf benötigen, in den sie viel frische Energie, neue Impulse und spannende Perspektiven einbringen werden. Ich wünsche allen angehenden Lehrkräften viel Erfolg und Freude in ihrem Vorbereitungsdienst!“  

Während für die einen der Vorbereitungsdienst beginnt, sind andere LAA gerade fertig geworden. Am 30. April haben in Nordrhein-Westfalen 3.201 LAA ihren Vorbereitungsdienst mit einer bestandenen Staatsprüfung beendet.  

In Nordrhein-Westfalen beginnen immer am 1. Mai und am 1. November eines Jahres Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter ihren Vorbereitungsdienst. Ziel der schulpraktischen Lehrerausbildung an den insgesamt 33 Ausbildungsstandorten mit 106 lehramtsbezogenen Seminaren ist, die LAA in der Professionalisierung des eigenen Lehrerinnen- und Lehrerhandelns zu unterstützen und sie bestmöglich auf die Anforderungen des Schulalltags vorzubereiten.

Nach dem 18-monatigen Vorbereitungsdienst und einer erfolgreichen Staatsprüfung stehen diese LAA dem Schuldienst in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. Als frisch ausgebildete Lehrkräfte tragen sie dazu bei, den Unterricht an unseren Schulen sicherzustellen. Die Ausbildung kann ebenso in Teilzeit absolviert werden und beträgt dann 24 Monate.  

Die Bewerbungsverfahren für die beiden Starttermine im Frühjahr und am Ende des Jahres werden über das Internetportal SEVON (Seminareinweisungsverfahren Online) abgewickelt. Die Bewerberinnen und Bewerber können dort ihre Anträge digital stellen und Ortswünsche angeben. Unterlagen können zu jedem Zeitpunkt digital nachgereicht werden.

Jede Bewerberin und jeder Bewerber mit form- und fristgerechter Bewerbung erhält zum entsprechenden Einstellungstermin einen Ausbildungsplatz.  

Schulministerin Feller ist es wichtig, dass die Inhalte und Abläufe des Vorbereitungsdienstes ständig auf Verbesserungsmöglichkeiten geprüft werden. Deshalb besucht sie alle Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) in Nordrhein-Westfalen, um mit deren Leitungen sowie mit Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern (LAA) und den Seminarleitungen ins Gespräch zu kommen. Ziel ist, Ansatzpunkte für eine zeitgemäße Weiterentwicklung des Vorbereitungsdienstes zu finden, die systematisch auch Rückmeldungen aus der Praxis berücksichtigt.  

6-Seen-Wedau: Kaufvertrag mit Investor beurkundet  
Die GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft hat in der vergangenen Woche den Kaufvertrag für ein Vermarktungslos im Projekt 6-Seen-Wedau beurkundet. Die Bauunternehmung Michael Schmidt aus Duisburg hat ein 3.481 Quadratmeter großes Grundstück im Quartier „Am Uferpark“ erworben.

Im Quartier ist eine vorrangig aufgelockerte Bebauung aus Ein- und Mehrfamilienhäusern vorgesehen, mit direkter Anbindung an die gleichnamige Grünanlage und Zugang zur Wasserkante.  

Blick vom Uferpark, Visualisierung: Druschke Architektur

„Ich freue mich, dass wir mit der Bauunternehmung Michael Schmidt erstmals ein Duisburger Unternehmen für die Entwicklung im Projekt 6-Seen-Wedau gewinnen konnten“, so Michael Buchholz, Geschäftsführer der GEBAG Flächenentwicklungsgesellschaft, anlässlich der Beurkundung. „Der Entwurf überzeugt mit einer klaren Architektursprache und einem hochwertigen Wohnungsmix, der sich an unterschiedliche Zielgruppen richtet.“  

Wohnen am Uferpark In direkter Lage zum Masurensee und dem Uferpark entsteht ein hochwertiges Wohnquartier, das sowohl architektonisch als auch städtebaulich klare Akzente setzt. Der Entwurf stammt vom Duisburger Architekturbüro Druschke Architektur.  

Blick von der Kormoranstraße, Visualisierung: Druschke Architektur

Architektonisches Konzept
Drei Baukörper bilden eine markante Kante zum Park und schaffen durch großzügige Abstände gut nutzbare Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Gebäude sind barrierefrei erschlossen, die Wohnungen optimal belichtet und funktional geschnitten – auch in den Erdgeschossen, die leicht erhöht liegen und so zusätzliche Privatheit bieten. Klinkerfassaden mit fein differenzierten Steinen und Loggien aus Sichtbeton, die durch ihre Lage an den Ecken der Gebäude immer zweiseitig belichtet sind, verleihen den Häusern einen modernen Charakter mit einer ausdrucksstarken Architektursprache.

Wohnungskonzepte für jede Lebensphase
Mit insgesamt 45 Wohneinheiten bietet das neue Quartier ein breites Spektrum an Wohnformen für unterschiedliche Lebensphasen und Haushaltsgrößen. Es entstehen Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, alle barrierefrei erreichbar und mit einem durchdachten Grundriss. Die großzügigen Wohnungen im Staffelgeschoss überzeugen durch ihre besondere Lage und den weiten Blick über den See.

So spricht das Quartier sowohl junge Paare und Familien als auch Senioren und generationenübergreifende Haushalte an. Die Wohneinheiten werden alle als freifinanzierte Mietwohnungen angeboten.  

Großzügige Grünräume, Platz für Begegnung
Die Entscheidung für nur drei Gebäude eröffnet zwischen den Häusern großzügige Grünräume, die optisch und funktional eine direkte Verbindung zum Uferpark schaffen. Die Freiflächen sind abwechslungsreich gestaltet, mit halböffentlichen Bereichen für Begegnung, Spiel und Erholung.

Durch die Anhebung der Geländeoberfläche im rückwärtigen Bereich entsteht ein sanfter Übergang zum Park, während zur Straßenseite hin Privatsphäre gewahrt bleibt. Obstbäume, Blumenwiesen und Nistkästen fördern die Artenvielfalt und machen das Quartier auch ökologisch zu einem attraktiven Lebensraum.  

Mobilität und smarte Infrastruktur
Alle Stellplätze werden in einer zentralen Tiefgarage untergebracht, die auch Raum für Fahrräder, Kinderwagen und E-Mobilität bietet. Besucher finden oberirdisch Stellplätze direkt an den Eingängen, während Unterflurcontainer zentral und gut erreichbar auf dem Grundstück platziert sind. Durch die kompakten Lösungen bleibt viel Raum für Freiflächen und Grün.
Die Erschließung erfolgt effizient und barrierefrei, sodass alle Bewohner kurze Wege haben – ob mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß.  

Ökologisch zukunftsfähig bauen
Der Nachhaltigkeitsgedanke zeigt sich hier nicht nur in der Wahl langlebiger Materialien wie Klinker, sondern auch im Gesamtkonzept. Extensive Dachbegrünungen, Photovoltaik-Anlagen und ein offener Umgang mit Regenwasser schaffen ökologische Mehrwerte und verbessern das Mikroklima.

Die kompakte Bauweise und der bewusste Verzicht auf zusätzliche Gebäude ermöglichen eine bessere Belüftung des Quartiers und einen effizienten Energieeinsatz. So entsteht ein Wohnort, der nicht nur ästhetisch überzeugt, sondern auch zukunftsfähig und klimabewusst gestaltet ist.  

Vermarktung läuft Auch die Vermarktung von Grundstücken an private Bauherren im südlichen Teil des Quartiers „Am Uferpark“ verläuft weiterhin positiv: Von den insgesamt 16 Grundstücken, die in zwei Abschnitten in die Vermarktung gegeben wurden, sind aktuell bereits 14 verkauft oder reserviert. Interessierte Endkunden können sich weiterhin beim Vertriebsteam der GEBAG melden.  

In der vergangenen Woche waren die Projekte der Flächenentwicklung auch als Teil des #teamduisburg mit einem Stand auf der polis Convention in Düsseldorf vertreten. An zwei starken Messetagen mit mehreren hundert Besuchern war ein spürbares Interesse an den Duisburger Projekten, vor allem an 6-Seen-Wedau, zu messen.  

GEBAG Flächenentwicklung wird künftig direkte Stadttochter
Die GEBAG-Flächenentwicklung (FE) wird voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte zu einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der Stadt Duisburg werden, die die Projekte dann unter einem neuen Gesellschaftsnamen weitergeführt.


Fußball und Erinnerungen an den Duisburger Norden: Lesung und Gespräch zum Comic „Die Affengitter-Bande“ im Stadtteilbüro Marxloh
Der Comic „Die Affengitter-Bande“ ist eine liebevolle Hommage an den Duisburger Norden und das Ruhrgebiet der 1990er Jahre, voller Herz, Fußball und Lokalkolorit. Am Donnerstag, 15. Mai, um 18:30 Uhr lädt das Stadtteilbüro Marxloh in der Kaiser-Friedrich-Straße 34 zu einem kleinen literarischen Abend ein.

Zwei der Autoren stellen Passagen aus dem Comic vor und geben Einblicke in die Entstehungsgeschichte der „Affengitter-Bande“. In der anschließenden Gesprächsrunde besteht Gelegenheit zum Austausch über eigene Erinnerungen, Anekdoten und die bewegte Geschichte des Stadtteils. Wer vor Ort ist, ist herzlich eingeladen, die persönlichen Geschichten aus der Nachbarschaft, vom Bolzplatz oder aus der Kindheit in Marxloh zu teilen.

Der Comic erzählt von fünf Jungen, die in den ausgehenden 1990er- und frühen 2000er-Jahren im Schatten der letzten Zechen und Stahlwerke im Duisburger Norden aufwachsen. In einem Hinterhof erschaffen sie ihren eigenen Fußballkosmos – geprägt von Leidenschaft, Rivalität und Freundschaft. Eine eigens gegründete Liga und ein großes Turnier stellen ihre Gemeinschaft auf die Probe und spiegeln zugleich den Wandel einer Region im Umbruch wider. Der Eintritt für die Lesung ist frei.

Stahlwerksschlacken für die Solarenergie
Das neue Forschungsprojekt STARS ist mit einem Kick-off im März mit dem Ziel gestartet, in den nächsten drei Jahren Stahlwerksschlacken als Ausgangsstoff zur Herstellung hochwertiger Endprodukte für solarthermische Prozesse nutzbar zu machen. Die Projektpartner Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) (Leitung), thyssenkrupp MillServices & Systems GmbH und die LWK-PlasmaCeramic GmbH forschen an nachhaltigen Lösungen für eine grüne Kreislaufwirtschaft.

Fraunhofer UMSICHT bewertet die neu zu entwickelnden Produkte und Verfahren ökologisch. Das Projekt wird von der EU und dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW gefördert.

Das Projekt STARS ist gerade gestartet und möchte Stahlwerksschlacken als Ausgangsstoff für hochwertige Endprodukte für Solarenergie nutzen. © DLR

Das Projekt wird von der EU und dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes NRW gefördert. Eine grüne Kreislaufwirtschaft erfordert nachhaltige Energie- und Stoffströme und dekarbonisierte Industrieprozesse. Nur so können die Ziele des Pariser Klimaabkommens zur Senkung der Treibhausgasemissionen erreicht werden.

Im Projekt STARS – solarthermische Anwendungen für sekundäre Rohstoffe aus der Stahlerzeugung – forschen die vier Projektpartner an nachhaltigen Lösungen für zukunftsfähige Energiespeichermaterialien. Ziel ist es, Stahlwerksschlacken als Sekundärrohstoffe für keramische Komponenten und Energieträgermaterial in der konzentrierenden Solarthermie (Concentrated Solar Thermal- CST) zu nutzen. 

Die CST versucht, mittels Spiegeln und durch besondere Träger ein verbessertes Solar-Wärme-Verhältnis der Solarenergie zu gewährleisten. Neben der energetischen Effizienz sind dabei vor allem auch produktbezogene Merkmale wie z.B. Komponenten mit gleichbleibender Qualität und langer Lebensdauer, recyclingfähige Komponenten oder Hochtemperaturmaterialien besonders relevant. Expertise bei LCA von Schlackenverwertung Hier setzt das Projekt STARS an.

Die Projektpartner verarbeiten die Stahlwerksschlacken zu Partikeln als thermische Energiespeicher, zu keramischen Beschichtungen und weiteren Komponenten für solarthermische Prozesse. thyssenkrupp MillServices & Systems GmbH bereitet die Stahlwerksschlacken für die entsprechenden Anwendungszwecke auf. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die LWK-PlasmaCeramic GmbH verarbeiten diese mittels Granulation, Vertropfung und Sintering bzw. Plasma-Coating innovativen Produkten.

Das DLR wertet die technischen Eigenschaften der Produkte aus, während Fraunhofer UMSICHT die neuen Herstellungsprozesse und -komponenten in ihrem frühen Entwicklungsstadium aus ökologischer Sicht bewertet. Hier fließen die bestehenden Erfahrung in der Bewertung von Schlackenverwertungskonzepte ein.

Wärmepumpe, PV-Anlage und Speicher: Stadtwerke Solar-Lounge auf dem Wochenmarkt in Duissern
Das kleine Haus ist auf einem Anhänger montiert und wird auch in diesem Jahr wieder auf den Duisburger Wochenmärkten stehen und die die Duisburgerinnen und Duisburger mit Informationen zum Thema Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Wärmepumpen versorgen.

Am Freitag, 16. Mai, steht die Solar-Lounge der Stadtwerke Duisburg auf dem Wochenmarkt Duissern, Königsberger Allee, in der Zeit von 14 bis 17.30 Uhr. Auf dem Dach des Mini-Hauses glitzert eine Photovoltaik-Anlage in der So

Im Innern des Hauses ist ein Wechselrichter montiert, der für den erfolgreichen Betrieb einer Photovoltaik-Anlage unbedingt notwendig ist. Außerdem ist ein Batteriespeicher verbaut, der die gewonnene Sonnenenergie vom Dach einspeichern kann und sie wieder abgibt, wenn abends und nachts die Sonne nicht scheint und die Anlage auf dem Dach keinen Strom produzieren kann. Und natürlich wird das kleine Haus durch eine Wärmepumpe beheizt.

Die Solar-Lounge zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, sich möglichst unabhängig zu Hause aufzustellen und seine eigene Energiewende zu schaffen. Die verbauten Komponenten machen außerdem deutlich, welche vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten es gibt und wie diese perfekt auf den individuellen Verbrauch eines Haushaltes abgestimmt werden können.

Die Energiewende kommt mit der Solar-Lounge zum Anfassen zu den Menschen und natürlich sind auch zwei Energieberater der Stadtwerke Duisburg vor Ort und informieren Interessenten über alles Wissenswerte rum um Photovoltaik-Anlagen und viele weitere Energiethemen. Dabei können Besucher des Wochenmarktes den beiden Experten der Stadtwerke auch alle ihre Fragen zu Elektromobilität, Wallboxen, Balkonkraftwerke und natürlich auch zu möglichen Förderprogrammen stellen.

Alle Informationen zu diesen Themen finden Interessierte auch im Internet unter www.stadtwerke-duisburg.de/pv


Solarlounge: Mit der Solar-Lounge sind die Stadtwerke Duisburg am Freitag, 16. Mai, auf dem Wochenmarkt Duissern, Königsberger Allee, in der Zeit von 14 bis 17.30 Uhr.Foto: Stadtwerke Duisburg

Körbe werfen am Duisburger Hauptbahnhof? 
Kommendes Wochenende verwandelt sich der Duisburger Hauptbahnhof in einen lebendigen Basketball-Court. Die Shops am Bahnhof präsentieren die große 3x3 Basketball-Series und laden zum großen Auftaktevent auf dem Portsmouthplatz ein.  Unter dem Motto „Dein Bahnhof wird zum Court“ erwartet die Zuschauer*innen am Samstag und Sonntag ein aufregendes Turnier, bei dem Teams aus ganz Deutschland in der dynamischen 3x3-Spielvariante gegeneinander antreten werden.  

Neben den spannenden Matches bietet das Event ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Ob Dunk- und 3-Point-Contest oder Bump-Out für die Kids - für jede*n ist etwas dabei. Der Eintritt ist frei und auch für diejenigen, die nicht sehr basketballbegeistert sind, gibt es weitere Musik- und Unterhaltungsangebote.


Tacheles reden zur sozialen Gerechtigkeit - Gemeinde lädt zur offenen Diskussionsrunde in Wedau
Duisburg, 9. Mai 2025 - In der Evangelischen Kirchengemeinde Trinitatis soll am 4. Juni um 19 Uhr in der Wedauer Kirche, Am See 8, Tacheles geredet werden: Die Gemeinde und die Moderatoren Pfarrer Dirk Sawatzki und Presbyteriumsmitglied Dr. Tobias Kroll laden herzlich zu dem gleichnamigen offenen und überparteilichen Diskussionsformat ein. Nach dem Thema Klimakrise im Februar geht es diesmal um die Frage „Wie steht es um die soziale Gerechtigkeit?“.

Angesprochen werden die Bereiche Bildungschancen, faire Löhne, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Armut. Nach einem kurzen Impuls zu ethischen und theologischen Perspektiven tauschen sich die Teilnehmenden in kleinen Gruppen zu den Themenbereichen aus. Ziel ist es, politische und persönliche Standpunkte zu reflektieren. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine ohne Anmeldung ist nicht nötig.

Das Format TACHELES scheut keine Debatten, heißt es in der Ankündigung der Gemeinde. Beschrieben wird es so: „Besonders wichtig ist der respektvolle Dialog: Menschen mit unterschiedlichen Ansichten kommen zusammen, ohne Angst vor Ausgrenzung oder Verurteilung. Es geht darum, sich zuzuhören, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungen zu suchen.“ Weitere Infos gibt es unter www.trinitatis-duisburg.de.  



Inflationsrate im April 2025 bei +2,1 %
Verbraucherpreisindex, April 2025:
+2,1 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
+0,4 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, April 2025:
+2,2 % zum Vorjahresmonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
+0,5 % zum Vormonat (vorläufiges Ergebnis bestätigt)
Vor allem die Preise für Energie schwächen die Inflationsrate weiter ab

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat – lag im April 2025 bei +2,1 %. Damit hat sich die Inflationsrate seit Jahresbeginn weiter abgeschwächt: Im März 2025 hatte sie bei +2,2 % gelegen, im Januar und Februar 2025 jeweils bei +2,3 %.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, dämpfte die Preisentwicklung bei Energie im April 2025 die Inflationsrate deutlich. Dagegen wirkte der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln auch im April 2025 inflationstreibend. Zudem haben sich die überdurchschnittlichen Preiserhöhungen bei Dienstleistungen erneut verstärkt. Gegenüber dem Vormonat März 2025 stiegen die Verbraucherpreise im April 2025 um 0,4 %.



Energieprodukte verbilligten sich um 5,4 % gegenüber April 2024
Die Preise für Energieprodukte lagen im April 2025 um 5,4 % niedriger als im Vorjahresmonat. Der Preisrückgang fiel damit deutlicher als in den Vormonaten aus. Im März 2025 hatte er noch bei -2,8 % und zuvor von Dezember 2024 bis Februar 2025 jeweils bei -1,6 % gelegen. Binnen Jahresfrist gingen im April 2025 vor allem die Preise für Kraftstoffe (-8,3 %) zurück.

Haushaltsenergie verbilligte sich im selben Zeitraum um 3,4 %. Hier konnten die Verbraucherinnen und Verbraucher insbesondere von günstigeren Preisen für Strom (-2,5 %), Brennholz, Holzpellets oder andere Brennstoffe (-4,6 %) und leichtes Heizöl (-12,8 %) profitieren. Fernwärme (+0,2 %) war hingegen etwas teurer als ein Jahr zuvor.



Nahrungsmittel verteuerten sich binnen Jahresfrist um 2,8 %
Die Preise für Nahrungsmittel lagen im April 2025 um 2,8 % höher als im Vorjahresmonat, nach +3,0 % im März 2025. Der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln hat sich damit leicht abgeschwächt, lag jedoch im April 2025 weiterhin über der Gesamtteuerung.

Von April 2024 bis April 2025 verteuerten sich vor allem Obst (+6,0 %) und Gemüse (+5,6 %). Auch für Speisefette und Speiseöle (+4,4 %), Molkereiprodukte und Eier (+3,8 %) sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (+3,7 %) lag die Preiserhöhung über der Gesamtteuerung.

Für einige Nahrungsmittelgruppen war eine deutlich unterdurchschnittliche Preiserhöhung zu beobachten, zum Beispiel für Fleisch und Fleischwaren (+1,3 %), Brot und Getreideerzeugnisse (+0,7 %) sowie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+0,1 %). Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie bei +2,9 % Im April 2025 lag die Inflationsrate ohne Energie bei +2,8 %.

Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag im April 2025 bei +2,9 %. Die beiden Kenngrößen liegen seit über einem Jahr über der Gesamtteuerung und verdeutlichen somit, dass die Teuerung in anderen wichtigen Güterbereichen überdurchschnittlich hoch war.



Dienstleistungen verteuerten sich binnen Jahresfrist überdurchschnittlich um 3,9 % Die Preise für Dienstleistungen insgesamt lagen im April 2025 um 3,9 % über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Teuerung von Dienstleistungen hat sich damit erneut verstärkt (März 2025: +3,5 %). Von April 2024 bis April 2025 erhöhten sich Preise vor allem im Güterbereich Verkehr beispielsweise für Pauschalreisen (+9,2 %), für kombinierte Personenbeförderung (+11,3 %) und für Flugtickets (+19,1 %).

Auch im Bereich der Pflege und Gesundheit, beispielsweise für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+9,4 %) und für stationäre Gesundheitsdienstleistungen (+6,5 %), wurden überdurchschnittliche Preiserhöhungen ermittelt. Deutlich teurer als ein Jahr zuvor waren weiterhin viele andere Dienstleistungen wie Versicherungen (+8,9 %), Brief und Paketdienstleistungen (+8,2 %), die Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+5,7 %) sowie die Gaststättendienstleistungen (+4,2 %).

Bedeutsam für die Preisentwicklung bei Dienstleistungen bleiben die Nettokaltmieten mit +2,1 %. Dagegen waren nur wenige Dienstleistungen günstiger als im Vorjahresmonat, zum Beispiel Telekommunikationsdienstleistungen (-1,2 %). Waren verteuerten sich gegenüber April 2024 um 0,5 % Waren insgesamt verteuerten sich von April 2024 bis April 2025 um 0,5 %.

Im März 2025 hatte die Teuerung noch +1,0 % betragen. Im April 2025 erhöhten sich die Preise für Verbrauchsgüter und für Gebrauchsgüter um jeweils +0,5 %. Neben dem Preisanstieg bei Nahrungsmitteln (+2,8 %) wurden einige andere Waren deutlich teurer, unter anderem alkoholfreie Getränke (+6,2 %), Tabakwaren (+4,6 %) und Kraftwagen (+3,5 %).

Preisrückgänge waren hingegen außer bei der Energie (-5,4 %) beispielsweise bei Mobiltelefonen (-8,1 %) und Informationsverarbeitungsgeräten (-5,4 %) zu verzeichnen. Preise insgesamt stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,4 % Im Vergleich zum März 2025 stieg der Verbraucherpreisindex im April 2025 um 0,4 %. Teurer binnen Monatsfrist wurden vor allem auch saisonbedingt Flugreisen (+21,0 %), Pauschalreisen (+5,5 %) und frisches Gemüse (+3,0 %).

Die Preise für Nahrungsmittel insgesamt blieben binnen Monatsfrist nahezu stabil (+0,1 %). Hingegen verbilligte sich Energie insgesamt um 0,6 % gegenüber dem Vormonat, insbesondere wurden Kraftstoffe (-0,8 %) und leichtes Heizöl (-2,5 %) günstiger.


NRW: Rund ein Drittel mehr Unternehmensinsolvenzen im März 2025
Für März 2025 haben die Amtsgerichte in Nordrhein-Westfalen 577 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 31,1 % mehr als im März 2024. Damals hatte es 440 gemeldete Unternehmensinsolvenzen gegeben.


Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erreichte im März 2025 den höchsten Stand seit achteinhalb Jahren (September 2016: 594 Verfahren). Fast 4.000 betroffene Beschäftigte Die Zahl der von einer Unternehmensinsolvenz betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer war im März 2025 mit 3.963 Beschäftigten um 86,8 % höher als im entsprechenden Vorjahresmonat. Damals hatte es 2.122 betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegeben.

Ursächlich für den Anstieg der betroffenen Beschäftigten war eine erhöhte Zahl von Insolvenzanträgen wirtschaftlich bedeutender Unternehmen und Unternehmensketten.

Rückgang bei Verbraucherinsolvenzen
Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, ist die Zahl der beantragten Verbraucherinsolvenzverfahren in NRW im Vergleich zum Vorjahrsmonat um 7,9 % gesunken. Hierzu zählen die Verfahren von Arbeitnehmer(inne)n, Rentner(inne)n und Erwerbslosen. Im März 2025 gab es 1.506 Verbraucherinsolvenzen; ein Jahr zuvor waren es noch 1.636 gewesen.

Neben den Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen gab es im März 2025 noch 533 weitere gemeldete Insolvenzverfahren von übrigen Schuldnerinnen und Schuldnern. Zu den übrigen Schuldnerinnen und Schuldnern gehören ehemals selbstständig Tätige, natürliche Personen als Gesellschafter u. Ä., Nachlässe und Gesamtgut.

Die Gesamtzahl der gemeldeten Insolvenzverfahren in NRW war im März 2025 mit 2.616 Verfahren um 2,4 % höher als im entsprechenden Vorjahresmonat (März 2024: 2.555 Verfahren). Zahl der Insolvenzen höher als vor der Pandemie Im Vergleich zum Vorkrisenniveau 2019 war die Zahl der Insolvenzverfahren insgesamt im März 2025 um 24,6 % höher (Monatsdurchschnitt 2019: 2.100 Verfahren).

Die Zahl der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen war um 29,4 % höher als im Jahr 2019 (Monatsdurchschnitt Unternehmen: 446 Verfahren) und die Zahl der gemeldeten Verbraucherinsolvenzen lag mit 14,4 % über dem Niveau von 2019 (Monatsdurchschnitt Verbraucher: 1.316 Verfahren).