'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    20. Kalenderwoche: 15. Mai
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Freitag, 16. Mai 2025

Alt-Hamborn: Großer Feuerwehr- und Rettungsdienst-Einsatz auf der Duisburger Straße Auf der Duisburger Straße kam es heute Mittag in Höhe des Hamborner Rathauses zu mehreren medizinischen Notfällen. Gegen 13.10 Uhr prallte ein Auto aus bislang ungeklärter Ursache gegen einen Oberleitungsmast der Straßenbahn. Der Pkw-Fahrer wurde verletzt und in seinem Fahrzeug eingeschlossen.

Die Feuerwehr konnte den Autofahrer mit hydraulischem Rettungsgerät aus seinem Fahrzeug befreien, er wurde anschließend dem Rettungsdienst für die medizinische Versorgung übergeben. In der Zwischenzeit kam es in der Nähe zu einem Sturz einer E-RollerFahrerin, um die sich ein zusätzlich alarmierter Rettungsdienst kümmerte. Auch in der wartenden Straßenbahn musste eine Person medizinisch notversorgt werden.

Alle drei Patienten wurden nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort für weiterführende Untersuchungen und Behandlungen in ein Krankenhaus gefahren. Insgesamt waren 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr und zehn des Rettungsdienstes vor Ort im Einsatz. Die Feuerwehr konnte den Einsatz bereits beenden. Auf der Duisburger Straße kommt es aktuell noch zu deutlichen Verkehrsbehinderungen.

Rhein-Ruhr-Marathon: Beeinträchtigungen bei Bussen und Bahnen

Am Sonntag, 18. Mai, startet die 42. Auflage des Rhein-Ruhr-Marathons. Tausende Sportlerinnen und Sportler gehen dann auf die durch eine grüne Linie markierte Strecke. Läuferinnen und Läufer, die sich immer an dieser Ideallinie orientieren, haben im Ziel nicht nur zwölf Stadtteile Duisburgs durchlaufen, sondern auch stolze 42,195 Kilometer zurückgelegt.

Shuttlebusse der DVG fahren die Wechselpunkte des Staffelmarathons an und ermöglichen so den Zuschauern und Läufern der Laufveranstaltung, die Läufer auf ihrem Weg mehrfach anzufeuern. Von 8 bis 11 Uhr pendeln alle 15 bis 120 Minuten Busse zwischen Start- und Zielpunkt im Stadion im Sportpark Duisburg und verschiedenen Streckenpunkten:

Laufkilometer 5: Haltestelle „Marientor“
Laufkilometer 10: Haltestelle „Waldfriedhof“
Laufkilometer 15: Haltestelle „Eibenweg“

Abfahrts- und Ankunftshaltestelle der Shuttlebusse im Sportpark Duisburg ist der Parkplatz P2 am Stadion. Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Marathons können die Shuttlebusse kostenlos nutzen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Zuschauerinnen und Zuschauer erreichen den Start- und Zielpunkt des Marathons am besten mit der Stadtbahnlinie U79, Ausstieg an den Haltestellen „Grunewald“ und „Kulturstraße“.

Umleitungen für den normalen Linienverkehr
Damit die Läuferinnen und Läufer durch den Straßenverkehr nicht behindert werden, kommt es am Veranstaltungstag zwischen 7 und 15 Uhr zu Straßensperrungen und Umleitungen für die Autofahrer, die sich auch auf den Fahrplan der DVG auswirken.

Betroffen sind die Stadt- und Straßenbahnlinien U79, 901 und 903 sowie die Buslinien 909, 910, 911, 912, 914, 916, 917, 919, 920, 921, 922, 923, 924, 925, 926, 927, 928, 929, 930, 931, 933, 934, 939, 940, 941, 942 sowie die Nachtexpresslinien 1 bis 6. Die DVG informiert an den betroffenen Haltestellen über Umleitungen und verlegte Haltepunkte.

Die Linie 901 entfällt in der Zeit von 7 bis 11.45 Uhr auf dem Streckenabschnitt „Vinckeweg“ bis „Scholtenhofstraße“.
Die Linien 930 und 931 entfallen in dem Zeitraum der Veranstaltung.
Die Linie 939 entfällt in der Zeit von 7 bis 10.30 Uhr.
Die Nachtexpresslinien 1 bis 6 entfallen in der Zeit von 6.30 bis 9 Uhr.

Alle Informationen rund um den Marathon mit digitalen interaktiven Karten zu den Buslinien hat die DVG auf Ihrer Webseite unter dvg-duisburg.de/rheinruhrmarathon zusammengefasst.

Anmeldestart für Duisburger Schulkinder zur Stadtranderholung 2025
Die beliebte Sommerferienaktion „Stadtranderholung“ des Jugendamts Duisburg steht in den Startlöchern: Um 10 Uhr am kommenden Dienstag, 20. Mai, wird die Online-Anmeldung freigeschaltet. Die Ferienfreizeit findet wie gewohnt in der zweiten Sommerferienhälfte vom 4. bis zum 22. August 2025 statt.

Die Standorte der Stadtranderholung, Informationen zu Kosten und Verpflegung sowie der Link zur Anmeldung sind auf der Internet-Seite www.duisburg.de/stadtranderholung
zu finden. Das Portal bleibt bis Freitag, 13. Juni, 10 Uhr geöffnet. In diesem Jahr werden Betreuungsplätze für 1.500 Kinder an 18 Standorten angeboten.

Teilnehmen können Duisburger Schulkinder ab der abgeschlossenen 1. Schulklasse bis einschließlich zum vollendeten 13. Lebensjahr. Eine Anmeldung ist nur für den gesamten dreiwöchigen Zeitraum möglich. Die Betreuungszeit ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr. Auch 2025 erwartet die Kinder wieder ein abwechslungsreiches, spannendes und vielfältiges Ferienprogramm.

DMB: Mittelstand wertet Regierungserklärung als gutes Zeichen für versprochenen Aufbruch
Die erste Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz sendet aus Sicht des Deutschen Mittelstands-Bund (DMB) ein wichtiges Signal für wirtschaftspolitische Reformen. Die angekündigten Schritte lassen auf eine wirtschaftsfreundliche Politik hoffen, die insbesondere kleine und mittlere Unternehmen in der aktuellen Lage dringend benötigen.

Entscheidend ist nun, dass den Ankündigungen auch konkrete Maßnahmen folgen. Marc S. Tenbieg, geschäftsführender Vorstand des DMB, äußert sich wie folgt: „Mit seiner ersten Regierungserklärung hat Bundeskanzler Merz aus Sicht des Deutschen Mittelstands-Bund (DMB) ein wichtiges Signal für die deutsche Wirtschaft gesetzt.

Das oberste Ziel muss aus Perspektive des Mittelstandes jetzt sein, neue Zuversicht im Land zu verbreiten – und das ist Merz heute gut gelungen. Die Wirtschaft braucht Perspektiven, und die Leitlinien des Bundeskanzlers bieten die Aussicht auf nachhaltige Entlastung bei Bürokratie, Unternehmensbesteuerung und Energiekosten.

Wichtig ist, dass wie angekündigt zügig erste Maßnahmen wie die 30%-Abschreibungen, Senkung der Stromsteuer und die Abschaffung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes umgesetzt werden. Bundeskanzler Merz hat völlig recht: Es braucht eine gemeinsame Kraftanstrengung, um aus der Krise herauszukommen.

Der Mittelstand tut alles dafür, um diesen Aufschwung mitzugestalten. Nun kommt es aber darauf an, dass die im Koalitionsvertrag versprochenen Maßnahmen schnell und spürbar umgesetzt werden. Die ersten 100 Tage werden entscheidend sein, um Zuversicht zu verbreiten. Versprechen müssen gehalten, Sofortmaßnahmen zügig umgesetzt, die Wettbewerbsfähigkeit verbessert werden.“

17. Wissenschaftsforum Mobilität: Mobilitätskonflikte gemeinsam lösen
Wie lassen sich wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele auf dem Weg zu nachhaltiger Mobilität in Einklang bringen? Diese zentrale Frage stand im Fokus des 17. Wissenschaftsforums Mobilität, das am 15. Mai 2025 rund 400 Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik im Duisburger CityPalais zusammenbrachte.

Die jährlich stattfindende Konferenz wurde erneut vom Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre & Internationales Automobilmanagement der Universität Duisburg-Essen organisiert. Eröffnet wurde das Forum von UDE-Rektorin Prof. Dr. Barbara Albert, Veranstalterin Prof. Dr. Heike Proff sowie Prof. Dr. Kienle, die kurzfristig für Ministerin Ina Brandes einsprang und die Grußworte aus dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Kultur und Wissenschaft übermittelte.

Unter dem diesjährigen Leitthema „Solving Conflicts on the Way to Sustainable Mobility“ diskutierten die Teilnehmer:innen, wie umweltfreundliche technologische Entwicklungen, soziale Akzeptanz und wirtschaftliche Tragfähigkeit zusammengebracht werden können. Im Fokus stand dabei neben der Elektromobilität, wie Mobilität in Städten verbessert werden kann und ÖPNV auf dem Land geschaffen werden kann.

Das vielfältige Programm umfasste über 60 Fachvorträge in fünf parallelen Tracks – unter anderem zu Mobility-Management und -Engineering, urbaner Mobilität, IT, Dienstleistungen und Rahmenbedingungen. Zwei prominent besetzte Podiumsdiskussionen, eine Poster-Session im „Knowledge Café“ sowie eine begleitende Ausstellung innovativer Projekte rundeten das Forum ab. Zukunftsforscher Lars Thomsen eröffnete die Konferenz mit einer inspirierenden Keynote und setzte dabei den inhaltlichen Rahmen für den Tag.

„Wenn wir glauben, dass der Status quo der Mobilität das Beste ist, was wir tun können, dann fehlt uns der Blick in die Zukunft.“ Prof. Dr. Barbara Albert unterstrich die Rolle der Universität: „Die Universität Duisburg-Essen steht für exzellente Wissenschaft, die Innovationen für Wirtschaft und Gesellschaft generiert.

Das Wissenschaftsforum Mobilität zeigt eindrucksvoll, wie wir mit interdisziplinären Perspektiven Antworten auf zentrale Zukunftsfragen geben.“ Auch Veranstalterin Prof. Dr. Heike Proff betonte die Notwendigkeit neuer Denkansätze: „wir müssen mutig weiter, größer und innovativer denken, weil sich nur dann neue Handlungsräume eröffnen – wer zu eng denkt, kommt aus den Zielkonflikten in der Transformation der Mobilität nicht heraus“.


Nachwuchs im Fokus
Erstmals öffnete das Wissenschaftsforum auch gezielt seine Türen für den Nachwuchs: 60 Schüler:innen der 11. Jahrgangsstufe der Theodor-König-Gesamtschule Duisburg nutzten die Gelegenheit, sich über Studienmöglichkeiten und technologische Innovationen zu informieren und mit Unternehmen vor Ort ins Gespräch zu kommen. Mit seinem interdisziplinären Ansatz und praxisnahen Impulsen leistete das Forum erneut einen wichtigen Beitrag zur Mobilitäts- und Verkehrswende – und zeigte, wie gemeinsame Lösungen für eine nachhaltige Zukunft möglich werden.

SPD-Fraktion lässt erste Maßnahmen gegen „Autoposer“-Szene umsetzen.
Die „Autoposer“-Szene in Duisburg Wanheim stört die Anwohnerinnen und Anwohner vor Ort in besonders hohem Maße. Nachts lassen junge Erwachsene Motoren laut aufheulen und fahren mit stark überhöhter Geschwindigkeit am Rheinufer entlang. Anwohnerinnen und Anwohner können nachts nicht schlafen, nicht sicher über die Straße gehen und fühlen sich bedroht.

Auf Initiative der SPD-Fraktion wurden jetzt erste Maßnahmen umgesetzt: Auf der Wittlaerer Straße wurde eine Geschwindigkeitsüberwachung (Blitzer) installiert sowie die Zahl und Frequenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Städtischen Außendienstes (SAD) erhöht. So soll die Geschwindigkeit der Autos reduziert und der störende Verkehr insbesondere nachts deutlich reduziert werden.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jannik Neuhaus erklärt dazu: „Dass junge Erwachsene durch ein Wohngebiet mit teilweise über 70 km/h insbesondere nachts rasen und Menschen stören, ist für uns als SPD-Fraktion mehr als unverständlich. Deshalb war für uns klar: Dort muss jetzt etwas passieren. Wir haben uns darum gekümmert, dass ein Blitzer die Temposünder erfasst, dadurch Strafen bekommen und zukünftig nicht mehr durch das Wohngebiet rasen. Damit die „Autoposer“-Szene in dem gesamten Wohngebiet besser überwacht und Ordnungswidrigkeiten reduziert und geahndet werden, haben wir darüber hinaus dafür gesorgt, dass das Ordnungsamt auch nachts mit erhöhter Präsenz vor Ort sein wird.“

Sommerferien in Rheine: Sporthelfer-Ausbildung für Jugendliche
Jetzt anmelden und vom 12. bis 19. Juli unvergessliche Ferien erleben!
Duisburg (15.05.2025). Schnell noch die Chance nutzen und vom 12. – 19. Juli bewegte Sommerferien in der Jugendherberge Rheine verbringen. Im Preis von 350 € (Mitglieder in einem Sportverein) bzw. 450 € (Sonstige) sind die An- und Abreise ab Duisburg, die Unterkunft in der Jugendherberge mit Vollverpflegung, die kompakte Sporthelfer-Ausbildung I und II sowie das Freizeitprogramm enthalten.

Unter fachlicher Anleitung lernen Jugendliche im Alter von 13-17 Jahren, neue Ideen und Trends in Spiel- und Sportangebote einzubauen. Die Ausbildung berechtigt sie anschließend zur eigenständigen Planung und Anleitung von Stundenanteilen für Kinder oder Gleichaltrige. Damit legen sie den ersten Schritt in Richtung Sportlizenzsystem und zukünftiger Übungsleiter-Tätigkeit.

Neben dem sportlichen Input kommt auch die Freizeit nicht zu kurz: Ob bei Ausflügen ins nahgelegene Kombibad oder beim gemeinsamen Grillen – hier ist für jeden etwas dabei! Weitere Informationen gibt es telefonisch bei der Sportjugend Duisburg unter 0203 / 3000 851 oder per E-Mail an sportjugend@ssb-duisburg.de.


Rotary Clubs Duisburg informierten über FASD auf dem Marina Markt im Duisburger Innenhafen
Die Rotary Clubs aus Duisburg setzen ein klares Zeichen für Aufklärung und Prävention: Am Sonntag, den 11. Mai 2025, informierten sie mit einem eigenen Stand auf dem Marina Markt im Duisburger Innenhafen über das Thema FASD (Fetal Alcohol System Disorders).

Die Aktion stieß auf große Resonanz und regte viele interessante Gespräche an. Auch Mitglieder der Selbsthilfegruppe FASD waren vor Ort. FASD bezeichnet eine Reihe von körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen, die bei Kindern durch Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft entstehen können.

Bereits kleinste Mengen Alkohol können die Entwicklung des ungeborenen Kindes nachhaltig schädigen. Die Folgen sind meist lebenslang: Lern- und Konzentrationsprobleme, Verhaltensauffälligkeiten sowie körperliche und geistige Entwicklungsstörungen zählen zu den typischen Symptomen. „FASD ist zu 100 Prozent vermeidbar – wenn in der Schwangerschaft vollständig auf Alkohol verzichtet wird“, betonen die Vertreter der Duisburger Rotary Clubs.

Genau darüber klärten sie am Stand auf und kamen mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch. Ziel ist es, das Bewusstsein für diese so leicht vermeidbare Behinderung zu schärfen. Über die Rotary Clubs Duisburg: Die Duisburger Rotary Clubs engagieren sich seit vielen Jahren in sozialen Projekten – lokal und international.

Mit ihrer Teilnahme am Marina Markt wollten sie dazu beitragen, ein wichtiges Thema in die Öffentlichkeit zu tragen und präventive Aufklärungsarbeit zu leisten. Außerdem unterstützen die Clubs ein Projekt, das in Duisburger Schulen über die Problematik FASD aufklärt: Eine der wichtigsten Zielgruppen, nämlich Jugendliche der Klassen 7 bis 9 erfahren durch ärztliche Mitarbeiterinnen der ÄGGF (Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V.) Genaueres über die einschneidenden und lebenslangen Folgen von Alkoholkonsum für das ungeborene Kind in der Schwangerschaft.

Unsicherheit durch US-Regierung: Konjunkturindikator auf „gelb-rot“
Die erratische Wirtschaftspolitik des US-Präsidenten Donald Trump hinterlässt Spuren in den Aussichten für die konjunkturelle Entwicklung in den kommenden Monaten: Das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in nächster Zeit in eine Rezession gerät, ist in den vergangenen Wochen leicht gestiegen.

Das signalisiert der monatliche Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Für den Zeitraum von Mai bis Ende Juli 2025 weist der Indikator, der die neuesten verfügbaren Daten zu den wichtigsten wirtschaftlichen Kenngrößen bündelt, eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 31,4 Prozent aus.

Anfang April, unmittelbar bevor Trump hohe Zölle auf US-Importe aus zahlreichen Ländern ankündigte, betrug sie für die folgenden drei Monate noch 27,3 Prozent. Trotz des relativ moderaten Anstiegs schaltet der nach dem Ampelsystem arbeitende Indikator auf „gelb-rot“, da sich auch die statistische Streuung des Indikators, in der sich die Verunsicherung der Wirtschaftsakteur*innen ausdrückt, erhöht hat. Im Vormonat zeigte der Indikator noch die günstigere Phase „gelb-grün. „Gelb-rot“ signalisiert zwar keine akute Rezessionsgefahr, aber erhöhte konjunkturelle Unsicherheit.

Die aktuelle Zunahme des Rezessionsrisikos beruht in erster Linie auf der globalen Verunsicherung, wesentlich ausgelöst durch Trumps Zolldrohungen. Zwar hat sich vor allem an den Kapitalmärkten in den letzten Tagen die Stimmung wieder verbessert, nachdem die USA einen großen Teil der neuen Zölle zeitweilig wieder ausgesetzt haben.

„Der Mangel an Verlässlichkeit bei der gegenwärtigen US-Administration birgt aber jederzeit die Gefahr, wichtige Einflussgrößen für das Funktionieren eines reibungsfreien Welthandels unter Druck zu setzen, wie die US-Staatsanleihenkurse oder den Wechselkurs des US-Dollar“, beschreibt IMK-Konjunkturexperte Dr. Thomas Theobald das fundamentale Gefühl vieler Wirtschaftsakteur*innen. Überdies blieben trotz des temporären Zurückruderns der US-Regierung in vielen Fällen Basiszölle in Kraft – etwa 10 Prozent für Lieferungen aus der EU, 30 Prozent für Importe aus China –, „die deutlich oberhalb jener Zollsätze liegen, die vor Trumps Amtseinführung galten“, so Theobald.

Die zuletzt positive Entwicklung bei den deutschen Exporten, bei Industrieproduktion und Auftragseingängen beeinflusst die neue Prognose des IMK-Indikators hingegen nur wenig. Das liegt daran, dass sich die neusten vorliegenden Daten dazu auf den März beziehen.
Der Algorithmus des Indikators interpretiert die recht guten Zahlen bei Produktion und Ausfuhren als Einmaleffekt, der sich daraus ergibt, dass sich Unternehmen wichtige Güter schnell noch vor Zolleinführung sichern wollten. Bei den Aufträgen steige wiederum das Risiko von Stornierungen, wenn der Welthandel durch die US-Zollpolitik stärker leiden sollte als im März noch erwartet. Durch die Vorzieheffekte drohe sogar ein konjunktureller Rückschlag bei den Exporten im zweiten Quartal.

In der Gesamtschau der Daten prognostiziert das IMK weiterhin eine konjunkturelle Stagnation in diesem Jahr, wobei sich die Aussichten dank gestärkter Binnennachfrage durch privaten Verbrauch und öffentliche Investitionen in der zweiten Jahreshälfte aufhellen dürften.

Um Deutschland resilienter zu machen gegen negative außenwirtschaftliche Effekte mahnt Prof. Dr. Sebastian Dullien, der wissenschaftliche Direktor des IMK, eine „möglichst schnelle“ Umsetzung erster wirtschaftspolitischer Maßnahmen der neuen Bundesregierung an. Als zentral nennt Dullien die rasche Einführung der geplanten Sonderabschreibungsregeln für Unternehmen, zusätzliche Investitionen in die öffentliche Infrastruktur sowie die Dämpfung der Energiepreise.


Bundesweit erste internationale Fachausstellung zur Klimaanpassungswirtschaft: Resilience Expo startet im Juni in NRW
Grundstein für die internationale Vernetzung in einem wachstumsstarken Markt  14.05.2025 Extreme Wetterereignisse, Wasserknappheit und steigende Temperaturen erfordern weltweite Anpassungsstrategien.

Bei der bundesweit ersten Resilience Expo werden am Montag, 23. Juni 2025, im Zeughaus Neuss erstmalig innovative Lösungen und Geschäftsmodelle ausgestellt, die die Folgen des Klimawandels abmildern. Unternehmen und Investoren erhalten die Möglichkeit, zukunftsweisende Entwicklungen zu präsentieren, neue Märkte zu erschließen und sich zu vernetzen.

Die Resilience Expo versammelt Unternehmen, Wissenschaft, Interessenverbänden sowie Fachverwaltungen und Politik – aus dem Rheinischen Revier, aus Nordrhein-Westfalen, bundesweit und international. Ziel ist es, gemeinsam eine langfristige grenzüberschreitende Vernetzungsplattform für die Klimaanpassungswirtschaft zu etablieren.

Umweltminister Oliver Krischer unterstreicht die Bedeutung der neuen Resilience Expo: „Mit der Resilience Expo setzen wir in Nordrhein-Westfalen ein starkes Zeichen für die klimagerechte Transformation. Die Expo vereint Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in einem vielseitigen Format und macht deutlich, welche Chancen in resilienten Technologien und nachhaltigen Geschäftsmodellen stecken. Damit schaffen wir eine Plattform, die die Kräfte bündelt, das wachsende Angebot an wirksamen Lösungen präsentiert – und Nordrhein-Westfalen als Modellregion für eine resiliente Transformation international sichtbar macht.“ 

Die Resilience Expo verknüpft regionale Innovationen aus Nordrhein-Westfalen mit internationalen Entwicklungen. Bestehende Initiativen sollen gebündelt, Synergien genutzt und der internationale Austausch gestärkt werden. Neben der klassischen Ausstellung bietet die Resilience Expo mit Workshops und Diskussionsformaten vielfältige Möglichkeiten zur Vernetzung.

Ziel ist es, Konzepte und Produkte nicht nur zu präsentieren, sondern aktiv zu diskutieren und so langfristig weiterzuentwickeln. Die Expo wird in den kommenden drei Jahren vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen finanziert. Als internationale Ausstellung stärkt sie den Standort Nordrhein-Westfalen und trägt zum wirtschaftlichen und strukturellen Wandel des Rheinischen Reviers bei.

Um den Einstieg so attraktiv wie möglich zu gestalten, ist die Teilnahme für Unternehmen und weitere Interessierte aus Forschung, Interessenverbänden, Verwaltung oder Politik kostenfrei. Insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen soll so der Zugang erleichtert werden, um ihre Ideen zu präsentieren und Kontakte zu knüpfen. 

Unternehmen, die sich an dieser oder der nächsten Resilience Expo beteiligen möchten, können fortlaufend ihr Interesse unter exhibit@resilience-expo.com bekunden. Weitere Informationen zur Resilience Expo sowie zur Anmeldung zur Veranstaltung und zum Newsletter finden Sie unter www.resilience-expo.com.

Die Resilience Expo ist ein Ankerprojekt der Landesregierung im Rahmen des Strukturwandels im Rheinischen Revier. Bund und Land unterstützen die nachhaltige Transformation des Rheinischen Reviers im Zuge des Kohleausstiegs mit mehr als 14,8 Milliarden Euro. Das Land flankiert die Förderung aus Bundesmitteln mit eigenen Haushaltsmitteln. Bislang sind 317 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 2,2 Milliarden Euro bewilligt.

Medientrödel in der Bezirksbibliothek Hamborn
Die Hamborner Bibliothek im Rathaus-Center Schreckerstraße lädt von Dienstag, 3. Juni, bis Samstag, 7. Juni, während der Öffnungszeiten zu einem großen Bücher- und Medientrödel ein. Gelegenheits- und Vielleser finden ein großes Sortiment von Romanen, aber auch Sachbücher, Kinder- und Jugendliteratur.

Daneben warten auch Filme, Hörbücher, CDs, DVDs und Blu-Rays auf Schnäppchenjäger aller Altersgruppen. Alle Medien werden gegen eine Spende ab 50 Cent zugunsten der Duisburger Bibliotheksstiftung abgegeben, die damit Projekte zur Leseförderung finanziert.

Fragen beantworten die Mitarbeitenden der Bibliothek gerne persönlich oder telefonisch unter 0203 283-5373 während der Öffnungszeiten dienstags bis donnerstags von 10.30 bis 13 Uhr und 14 bis 18.30 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr.

ERK-Prüfbericht: Klimaziele knapp erreicht
Der Expertenrat für Klimafragen (ERK) sieht die deutschen Klimaziele für die vergangenen Jahre knapp erreicht. In dem jährlich erscheinenden Bericht haben die Expertinnen und Experten die Emissionsdaten des Umweltbundesamts geprüft. Relevant war dabei die Frage, ob das Emissionsbudget 2021-2030 unter- oder überschritten wird.

Trotz Zielerreichung auf nationaler Ebene stehen insbesondere die Sektoren Verkehr und Gebäude weiterhin vor großen Herausforderungen. Die Vorgaben der europäischen Lastenteilung, Treibhausgasemissionen zu senken, wurden verfehlt.

„Deutschland hat seine Klimaziele erreicht und das ist erst einmal eine gute Nachricht. Das zeigt: die Maßnahmen der vergangenen Jahre, vor allem die Energiewende und das reformierte Gebäudeenergiegesetz, zeigen Wirkung. Aber: es gibt keinen Grund für die neue Regierung, sich zurückzulehnen. Der Handlungsdruck ist weiterhin groß, wenn die Klimaschutzziele 2030 und 2040 erreicht werden sollen.
Das bedeutet, vor allem die für Klimaschutz und Energie relevanten Ministerien müssen jetzt schnell arbeitsfähig werden. Die Aufgabe ist nicht zu unterschätzen, da der Koalitionsvertrag an vielen klimapolitischen Stellen unscharf ist.“, kommentiert Carolin Friedemann, Geschäftsführerin der Initiative Klimaneutrales Deutschland den Bericht.

Bereits in wenigen Monaten, genauer bis Ende September, müssen gemäß Klimaschutzgesetz bereits geeignete Maßnahmen für ein klimaneutrales Deutschland über alle Sektoren hinweg vorliegen. Diese werden dann vom ERK geprüft. Anschließend muss die neue Regierung bis März 2026 ihr Klimaschutzprogramm finalisieren, das auch die Zeit bis 2040 berücksichtigt.

Friedemann weiter: „Gerade im Gebäudesektor bedarf es nach wie vor großer Anstrengungen. Dabei ist das Gebäudeenergiegesetz entscheidend, um den Energieverbrauch und die CO₂-Emissionen insbesondere im Bereich Wohnen deutlich zu senken. Unsere Studie zu Sanierung im Eigenheim zeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger verunsichert sind und Sanierungspläne oftmals auf Eis gelegt wurden. Daher muss die Regierung jetzt schnell Klarheit herstellen, wie es mit Anforderungen und Fördermodellen weitergeht.“

Jährlich prüft der Expertenrat für Klimafragen die Emissionsdaten des Umweltbundesamts sowie Projektionen bis 2030. Er bewertet, ob Deutschland die Klimaziele laut Bundes-Klimaschutzgesetz einhält, und berücksichtigt dabei auch EU-Vorgaben. Die Ergebnisse werden der Bundesregierung und dem Bundestag vorgelegt.
Hier finden Sie den Bericht des Expertenrats für Klimafragen.


Solarbetriebene DHL-Packstation in Duisburg-Wanheim eröffnet
Der  Automat an der Molbergstraße 10 (Zugang über Beim Görtzhof) hat 82 Fächer. Die Bedienung ist einfach per App mit dem Smartphone möglich. Paketempfang und -versand ist rund um die Uhr möglich.

Kundinnen und Kunden können dort ab sofort rund um die Uhr ihre Pakete abholen und vorfrankierte Sendungen verschicken. Die App-gesteuerte Packstation kommt dabei ohne Bildschirm aus. Für die Nutzung benötigen Kundinnen und Kunden lediglich die kostenlose Post & DHL App. Mit der Nutzung der Packstationen können sie aktiv zum klimaneutralen Paketversand beitragen.

Diesen gewährleisten Deutsche Post und DHL mit dem Programm GoGreen (dank Kompensationen entstehender Emissionen durch Investitionen in weltweite Klimaschutzprojekte) für alle nationalen und internationalen Briefe sowie zusätzlich für alle Päckchen und Pakete von privaten Kundinnen und Kunden.

Die Nutzung des kostenlosen Services Packstation trägt zur Reduzierung von CO2-Emissionen sowie des Verkehrs innerhalb von Städten bei. Im Vergleich zu einer Haustür-Zustellung werden bei einer Packstationssendung bei der Auslieferung im Durchschnitt 30 Prozent CO2 eingespart. Denn die Zustellerinnen und Zusteller können pro Stopp an der Packstation mehrere Dutzend Pakete abliefern und abholen.

„Die DHL Packstation ist ein Kernelement bei der Umsetzung einer nachhaltigen Logistik“, sagt Holger Bartels, Leiter des Multikanalvertriebs Post & Paket Deutschland von DHL Group. Die App-gesteuerte Packstation benötigt kein Display, da die Kundin oder der Kunde sie ausschließlich mit seinem Smartphone bedient.

„Wir haben die App-gesteuerten Packstationen intensiv getestet. Die Rückmeldungen der Kundinnen und Kunden sind sehr positiv und es hat sich gezeigt, dass die allermeisten Packstationskunden mit der Nutzung von Apps auf ihrem Smartphone bestens vertraut sind. Ein Großteil der App-gesteuerten Packstationen – so wie diese – ist mit Solarzellen auf dem Dach ausgestattet, sodass sich der neue Packstationstyp mit regenerativen Energien komplett selbst versorgen kann.

„Da wir keine externe Stromquelle mehr benötigen, können wir die DHL Packstation jetzt auch an Orten aufstellen, wo dies vorher nicht möglich gewesen wäre. Wir werden unseren Service damit noch näher zu unseren Kundinnen und Kunden bringen“, sagt Bartels.  

Schlemmen in netter Gesellschaft beim Gemeindefrühstück in Wanheimerort
In der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg gibt es im Gemeindehaus Vogelsangplatz 1 in Wanheimerort am 16. Mai 2025 um 9.30 Uhr das nächste Schlemmen in netter Gesellschaft.

Auch bei diesem Frühstucks-Treffen gibt es am Büffet wieder alles, was neben Lachs, Rührei, Marmeladen, Brötchen und Kaffee zu einem guten Frühstück gehört. Kosten von zehn Euro sollten eingeplant werden. Maria Hönes, Ehrenamtskoordinatorin der Gemeinde, beantwortet Fragen und nimmt Anmeldungen zum Frühstück entgegen (Tel.: 0203 / 770134).  

Neudorf: Gemeinde lädt zum Auspannen ein  
Am Freitag, 16. Mai 2025 gibt es in der Evangelischen Kirchengemeinde Hochfeld-Neudorf eine gute Gelegenheit zum Auspannen und zum gemütlichen Wochenausklang: Um 18 Uhr geht es in Gemeinschaft mit anderen beim Klönen um Gott und die Welt, denn im Gemeindezentrum an der Gustav-Adolf-Str. 65 öffnet wieder die Kirchenkneipe.

Engagierte, die die Aktion vorbereiten, laden herzlich zum Klönen ein. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.hochfeld-neudorf.de.




Gesundheitsausgaben in Pflegeeinrichtungen im Jahr 2023 um 6,3 % gestiegen
• Gesundheitsausgaben in Pflegeeinrichtungen binnen zehn Jahren nahezu verdoppelt • Ausgaben für häusliche Pflege binnen zehn Jahren verdreifacht
• 407 000 Personen erhielten 2023 Hilfe zur Pflege

Die Gesundheitsausgaben in ambulanten, stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen sind im Jahr 2023 um 6,3 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden in diesen Einrichtungen 82,4 Milliarden Euro ausgegeben.

Die Ausgaben in den stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen (48,2 Milliarden Euro) sind im Jahr 2023 um 6,7 % gestiegen, während sich die Kosten in ambulanten Pflegeeinrichtungen (34,2 Milliarden Euro) um 5,8 % gegenüber dem Vorjahr erhöht haben.

Zu den Einrichtungen der stationären und teilstationären Pflege zählen unter anderem Altenpflegeheime sowie Einrichtungen der Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege. Die Gesundheitsausgaben insgesamt waren im Jahr 2023 um 0,1 % niedriger als ein Jahr zuvor. Maßgeblich für den leichten Rückgang waren die auslaufenden Corona-Maßnahmen.

Gesundheitsausgaben in Pflegeeinrichtungen steigen binnen zehn Jahren um 94,2 % Zwischen 2013 und 2023 haben sich die Gesundheitsausgaben in Einrichtungen der ambulanten, stationären und teilstationären Pflege von 42,4 Milliarden Euro um 94,2 % auf 82,4 Milliarden Euro erhöht.

Die Gesundheitsausgaben in ambulanten Pflegeeinrichtungen stiegen um 132,9 %. In der stationären und teilstationären Pflege waren die Ausgaben 2023 um knapp drei Viertel (+73,8 %) höher als zehn Jahre zuvor. Die gesamten Gesundheitsausgaben sind im Zehnjahresvergleich um 59,4 % gestiegen. In diesen Zeitraum fiel insbesondere die Einführung des neuen weiter gefassten Pflegebedürftigkeitsbegriffs 2017.



Ausgaben für häusliche Pflege binnen zehn Jahren verdreifacht
Die Gesundheitsausgaben für pflegerische Leistungen, die von privaten Haushalten oder Angehörigen erbracht werden, lagen im Jahr 2023 bei 21,6 Milliarden Euro. Damit haben sich die Ausgaben für häusliche Pflege gegenüber dem Vorjahr um 8,3 % erhöht. 2013 lagen die Ausgaben für pflegerische Leistungen im häuslichen Bereich bei 7,2 Milliarden Euro und haben sich somit binnen zehn Jahren fast verdreifacht (+198,7 %). Auch hier ist die Einführung des neuen weiter gefassten Pflegebedürftigkeitsbegriffs 2017 zu berücksichtigen.

Zwei Drittel der Pflegebedürftigen werden überwiegend durch Angehörige zu Hause versorgt 
Die Zahl der Pflegebedürftigen im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI) hat sich binnen zehn Jahren mehr als verdoppelt: Im Dezember 2023 waren in Deutschland 5,7 Millionen Menschen pflegebedürftig, zehn Jahre zuvor waren es noch 2,6 Millionen. Die starke Zunahme der Pflegebedürftigen zeigt, dass sich hier neben der Alterung der Gesellschaft starke Effekte durch die Einführung des weiter gefassten Pflegebedürftigkeitsbegriffs zum 1. Januar 2017 auswirken.

Seither werden Menschen eher als pflegebedürftig eingestuft als zuvor. Der Pflegevorausberechnung zufolge könnte die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland bis 2055 auf etwa 7,6 Millionen Pflegebedürftige zunehmen. Der Großteil der Pflegebedürftigen (86 % beziehungsweise 4,9 Millionen) wurde 2023 zu Hause versorgt.

Zwei Drittel der Pflegebedürftigen (67 % beziehungsweise 3,8 Millionen) wurden zu Hause überwiegend durch Angehörige betreut. 1,1 Millionen Pflegebedürftige (19 %) wurden zu Hause mithilfe oder vollständig von ambulanten Pflege- oder Betreuungsdiensten versorgt. Rund 0,8 Millionen Pflegebedürftige (14 %) wurden vollstationär in Pflegeheimen betreut.

Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von Hilfe zur Pflege zuletzt gestiegen
Rund 407 000 Pflegebedürftige erhielten im Jahr 2023 die Sozialleistung Hilfe zur Pflege. Davon waren knapp zwei Drittel (63 %) Frauen.
Auf die Hilfe hat Anspruch, wem nicht zuzumuten ist, die für die Hilfe zur Pflege benötigten Mittel aus seinem Einkommen und Vermögen (nach den Vorschriften des SGB XI) aufzubringen. Gegenüber dem Jahr 2022 nahm die Zahl um 8,1 % zu.

Im Vergleich zu 2013 sank die Zahl der Personen, die Hilfe zur Pflege erhalten, um 8,3 %. Ein Großteil der Empfängerinnen und Empfänger von Hilfe zur Pflege (82 %) wurde in einer Einrichtung gepflegt, knapp ein Fünftel (19 %) insbesondere zu Hause.




Zahl der Deutschlandstipendien im Jahr 2024 um 5 % gestiegen
33 000 Studierende erhielten eine Förderung nach dem Stipendienprogramm-Gesetz

Im Jahr 2024 haben 33 000 Studierende ein Deutschlandstipendium nach dem Stipendienprogramm-Gesetz erhalten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg die Zahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten damit gegenüber dem Jahr 2023 um 5 %. Ihr Anteil an allen Studierenden lag – gemessen an der vorläufigen Gesamtzahl der Studierenden des Wintersemesters 2024/2025 – bei 1,2 %. Mit dem Deutschlandstipendium werden seit dem Sommersemester 2011 Studierende gefördert, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lässt.

Hochschulen werben für Stipendien 34 Millionen Euro von privaten Mittelgebern ein Die Deutschlandstipendien in Höhe von monatlich 300 Euro werden je zur Hälfte vom Bund und von privaten Mittelgebern finanziert, die von den Hochschulen akquiriert werden müssen. Die Förderung läuft in der Regel über mindestens zwei Semester.

2024 warben die Hochschulen von privaten Mittelgebern Fördermittel in Höhe von insgesamt 34 Millionen Euro ein, das waren 2,6 % mehr als im Vorjahr. Die Mittelgeber waren 2024 vor allem Kapitalgesellschaften (3 075 Mittelgeber mit insgesamt 9,8 Millionen Euro Fördersumme), sonstige juristische Personen des privaten Rechts, wie zum Beispiel eingetragene Vereine, eingetragene Genossenschaften oder Stiftungen des privaten Rechts (2 446 Mittelgeber mit insgesamt 14,2 Millionen Euro Fördersumme) sowie Privatpersonen und Einzelunternehmen (2 076 Mittelgeber mit insgesamt 4,7 Millionen Euro Fördersumme).

Anteil der Stipendiatinnen und Stipendiaten im Saarland am höchsten
Wie bereits in den Vorjahren waren die Hochschulen im Saarland bei der Einwerbung privater Fördermittel für Deutschland-Stipendiatinnen und -Stipendiaten am erfolgreichsten. 2024 konnten hier 1,9 % der Studierenden – bezogen auf die Studierendenzahl im Wintersemester 2024/2025 – mit einem Deutschlandstipendium gefördert werden. Den geringsten Anteil Geförderter mit einem Deutschlandstipendium gab es 2024 in Thüringen mit 0,5 % der Studierenden.