Ausweisdokumente rechtzeitig vor den Sommerferien auf
Gültigkeit überprüfen In einigen Wochen, am 14. Juli,
startet Nordrhein-Westfalen in die Sommerferien. Der Bürgerservice
der Stadt Duisburg empfiehlt Reisenden daher, die für den Urlaub
benötigten Ausweisdokumente auf ihre Gültigkeit zu überprüfen und
sich frühzeitig um eine Neubeantragung zu kümmern. Neben den eigenen
Dokumenten gilt es, vor allem auch die der Kinder zu überprüfen.
Seit dem 1. Januar 2024 werden nämlich keine Kinderreisepässe
sowie Verlängerungen mehr ausgestellt. Es besteht nur noch die
Möglichkeit, einen Personalausweis oder Reisepass für Kinder zu
beantragen. In Notfällen und bei kurzfristigen Reisen können
vorläufige Personalausweise bzw. Reisepässe beantragt werden. Für
Reisen innerhalb der Europäischen Union (EU) reicht ein
Personalausweis.

Foto Ilja Höpping Stadt Duisburg
Soll das Reiseziel hingegen
außerhalb der EU liegen, benötigt man für Kinder einen Reisepass.
Auskunft über das jeweils benötigte Reisedokument geben die Reise-
und Sicherheitshinweise auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes:
www.auswaertiges-amt.de/de/. Weitere Informationen, welche Dokumente
für die Beantragung eines Personalausweises oder Reisepasses
benötigt werden, sind online auf der städtischen Internetseite unter
www.duisburg.de (Stichwort: „Personalausweis“ bzw. „Reisepass“)
abrufbar.
Die Kosten für einen Personalausweis betragen für
Personen unter 24 Jahren 22,80 Euro und für Personen ab 24 Jahren 37
Euro. Der Reisepass kostet für Personen unter 24 Jahren 37,50 Euro
und für Personen ab 24 Jahren 70 Euro. Aktuell können ausreichend
zeitnahe und kurzfristige Termine angeboten werden.
Der
Besuch ist nur mit einem vorher gebuchten Online-Termin unter
www.duisburg.de/termine möglich. Die Ausweisdokumente werden durch
die Bundesdruckerei gefertigt. Aufgrund der bundesweit hohen
Nachfrage ist mit einer mehrwöchigen Bearbeitungszeit, in der Regel
etwa sechs Wochen, zu rechnen.
Empfang für neue
Professorinnen und Professoren der Universität Duisburg-Essen
Die Hochschulstädte Duisburg und Essen sowie die
Universität DuisburgEssen heißen seit 2011 gemeinsam die
neuberufenen Professorinnen und Professoren der UDE willkommen. In
diesem Jahr war die Stadt Duisburg Gastgeberin.
Oberbürgermeister Sören Link, sein Essener Amtskollege Thomas Kufen
sowie Rektorin Prof. Dr. Barbara Albert begrüßten am Freitag, 16.
Mai, 23 neue Mitglieder der Professorenschaft in der faktorei21 am
Duisburger Innenhafen. Zunächst besuchten die Neuberufenen und das
Rektorat das spektakuläre Museum Küppersmühle für Moderne Kunst mit
300 Werken deutscher und europäischer Nachkriegskunst.

Fotos ©U DE/eventfotograf.in
Im Mittelpunkt des Empfangs
standen dann das persönliche Kennenlernen, der fachliche Austausch
und die Möglichkeit zur Vernetzung. Neben vielen neuberufenen
Professorinnen und Professoren nahmen zahlreiche Vertreterinnen und
Vertreter aus Universität, Stadtverwaltungen, städtischen
Gesellschaften, Wirtschaft und Politik teil.

Oberbürgermeister Sören Link betonte die Bedeutung der
Veranstaltung: „Mit dieser schönen Tradition möchten wir als
Campusstädte unsere Wertschätzung für die Universität Duisburg-Essen
unterstreichen. Sie ist ein unverzichtbarer Impulsgeber für die
wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung –
nicht nur in Duisburg und Essen, sondern in der gesamten Region.“

„Unsere Wissenschaftslandschaft sichert die Kompetenzbasis für
morgen und liefert Impulse für Innovationen“, so Oberbürgermeister
Thomas Kufen. „Das ist auch gut so – denn wir brauchen einen starken
Nachwuchs, um unsere Wirtschaft nachhaltig aufzustellen. Schließlich
soll die Metropole Ruhr ein Top-Wirtschaftsstandort bleiben.
Unsere Universität – eine der jüngsten und größten Universitäten
Deutschlands – hat sich zu einer weltweit anerkannten
Forschungsuniversität entwickelt. Auch Dank der fachlichen
Kompetenz, die durch die neuberufenen Professorinnen und Professoren
in die Region gebracht wird. Dafür gilt Ihnen Anerkennung.“
Rektorin Prof. Dr. Barbara Albert: „Die Universität Duisburg-Essen
hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Die zentrale
Voraussetzung für ihren Erfolg sind die Ideen und Innovationen
unserer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Wir freuen uns
daher sehr, viele ausgezeichnete Professorinnen und Professoren für
unsere Universität und das Ruhrgebiet gewinne zu können und heißen
sie herzlich willkommen.“
Tag der
Städtebauförderung: Aktionen, Austausch und Straßenfest in Hochheide
Zum bundesweiten Tag der Städtebauförderung findet am
Sonntag, 25. Mai, von 11 bis 17 Uhr auf dem
Bürgermeister-Bongartz-Platz in DuisburgHochheide ein besonderer
Aktionstag statt. Die Stadt organisiert gemeinsam mit der
Nachbarschaftsinitiative Hochheide Fresh sowie zahlreichen lokalen
Partnern ein buntes Programm rund um das Thema „Zusammen leben –
Zusammen wachsen – Gemeinsame Sache machen“.
Ziel ist es,
die vielfältigen Städtebauförderprojekte und Beratungsangebote der
Stadt und die Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten bei der
Nachbarschaftsinitiative Hochheide fresh und den übrigen regionalen
Akteuren sichtbar und erlebbar zu machen.
Das Zentrum der
Aktivitäten ist in diesem Jahr ein großes Straßenfest, das auf der
Glückaufstraße sowie dem Bürgermeister-Bongartz-Platz stattfindet.
Gemeinsam wurde ein vielfältiges Programm entwickelt, das von
musikalischen und kulinarischen Angeboten bis zu sportlichen,
kreativen sowie informativen Angeboten reicht.
Auf der
nördlich angrenzenden Wiese werden der Modulare Pumptrack und die
beiden Boulefelder benutzbar sein – als Vorgeschmack auf den dort ab
Sommer entstehenden Stadtpark Hochheide, für den Oberbürgermeister
Sören Link den Spatenstich des ersten Bauabschnittes machen wird.
Ausgezeichnete Wasserqualität an 99
ausgewiesenen NRW-Badestellen Die Wasserqualität der
Badegewässer in Nordrhein-Westfalen ist sehr gut. Darauf weisen das
Umweltministerium und das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima
Nordrhein-Westfalen hin. In Nordrhein-Westfalen gibt es 86
ausgewiesene EU-Badegewässer mit 115 Badestellen, an denen während
der Badesaison regelmäßig Untersuchungen der Wasserqualität
stattfinden.
An 99 Badestellen in Nordrhein-Westfalen
erhielt die Wasserqualität im Jahr 2024 die Bewertung
„ausgezeichnet“. Mit „gut“ bewertet wurde die Wasserqualität an
weiteren neun Badestellen, dazu zählten wie im Vorjahr die
Badestellen am Bettenkamper Meer in Moers, am Horstmarer See in
Lünen und an der Badestelle DLRG Lingesetalsperre in Marienheide.
Hinzu kamen die Badestellen Millinger Meer, Barmener See, Badesee
Kapusch Hückelhoven, Aasee und Drilandsee, bei denen sich die
Bewertung von „ausgezeichnet“ auf „gut“ geändert hat.
Erfreuliche Verbesserung: Die Bewertung der Flussbadestelle Seaside
Beach/ Baldeneysee hat sich von „ausreichend“ zu „gut“ verändert.
Die Qualität der neuen Flussbadestelle Ruhrwiesen Linden Dahlhausen
wurde erstmals bewertet. Sie erhielt als einzige Badestelle nur ein
„ausreichend“.
An EU-Badegewässern, die an einem
Fließgewässer wie der Ruhr liegen, sprechen die Betreiber ab
bestimmten Niederschlagswerten mit erhöhter Gefahr für
Wasserverunreinigungen vorsorglich Badeverbote aus, die erst nach
Beprobung und Freigabe durch das Gesundheitsamt wieder aufgehoben
werden. Die Qualität eines Badegewässers wird in der Regel anhand
von mindestens 16 Messwerten aus den zurückliegenden vier Jahren
beurteilt.
Für folgende Gewässer lag diese Datenreihe noch
nicht vor, weshalb noch keine Bewertung erfolgte: Die Badestelle
Woffelsbacher Bucht an der Rurtalsperre Schwammenauel, die
Badestelle an der Ruhr in Mülheim und der Rather See in Köln wurden
noch nicht bewertet. In 2024 hinzugekommen sind zwei neue
Badestellen am Fühlinger See in Köln und das Badegewässer
Esmecke-Stausee (Einbergsee) in Eslohe. In 2025 wurde im Kreis
Viersen der Heidweiher als neues EU-Badegewässer angemeldet.
Mit der EU-Badegewässer-Richtlinie (2006/7/EG) hat die
Europäische Union einen flächendeckenden Schutz für das Baden in
Binnen- und Küstengewässern eingeführt. Die nächste offizielle
EU-Bewertung der Badegewässer wird im Juni erwartet, es ist aber
davon auszugehen, dass sie für Nordrhein-Westfalen der Bewertung des
Landesumweltamtes entspricht.
Zur Sicherheit der Badenden
nehmen außerdem die Gesundheitsämter während der Badesaison
grundsätzlich mindestens alle vier Wochen Wasserproben zur Analyse.
Geprüft wird unter anderem das Auftreten der Darmbakterien
Intestinale Enterokokken und Escherichia coli, die als Indikatoren
dienen und auf Verschmutzungen hinweisen. Eine interaktive
Bewertungskarte und aktuelle Bewertungen zur Badegewässerqualität
können unter www.badegewaesser.nrw.de eingesehen
werden.
Es wird empfohlen, an den vielen ausgezeichneten und
gut bewerteten Badestellen in Nordrhein-Westfalen baden zu gehen, da
bei anderen Badestellen keine regelmäßige Begutachtung der
hygienischen Wasserqualität durch die Gesundheitsämter erfolgt. Bei
schlechter hygienischer Wasserqualität und hoher fäkaler Belastung –
also insbesondere bei abwasserbeeinflussten Fließgewässern – ist
auch die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Krankheitserreger und auch
antibiotikaresistente Bakterien vorkommen.
Der Rhein und
die Schifffahrtskanäle gehören nicht zu den Badegewässern. Das Baden
an solchen Wasserstraßen ist strengstens untersagt. Die Strömungen,
die durch die Sogwirkung der Schiffe noch verstärkt werden, sind
lebensgefährlich!
Weitere Informationen / Einzelwerte der
Badestellen: Überblick über alle Badegewässer und deren
Wasserqualität: https://db.badegewaesser.nrw.de/badegewaesser-nrw/
Über die Spalte "Messstelle" können die einzelnen Messergebnisse
einer Badestelle eingesehen werden – von blau für „ausgezeichnet“
über grün für „gut“ bis orange für „ausreichend“. Dort werden auch
neue Messwerte regelmäßig veröffentlicht.
„1. Eigentümerforum Hochfeld“ – Informationsabend
rund um die Immobile und Fördermöglichkeiten Das
Stadtteilbüro lädt am Dienstag, 20. Mai, um 18 Uhr zum „1.
Eigentümerforum Hochfeld“ ein. Es richtet sich an Eigentümerinnen
und Eigentümer mit Gebäuden in Hochfeld. Die Veranstaltung in der
Alten Feuerwache, Friedenstraße 5-7, ist kostenlos.
Bei der
Veranstaltung geht es vor allem Fragen wie „Welche gesetzlichen
Vorgaben muss ich bei Aus- und Umbauten an Gebäuden beachten?“ oder
„Wie kann ich Fördermittel aus dem Hof- und Fassadenprogramm
bekommen?“ Referenten sind Ralf Zigan, Leiter des Amtes für Baurecht
und betrieblichen Umweltschutz der Stadt Duisburg, und Peter Kroos
von Kroos+Schlemper Architekten.
Durch die Veranstaltung
führen Liberto Balaguer vom Stadtteilbüro Hochfeld und Jörg
Dombrowski als Stadtteilarchitekt. Liberto Balaguer sagt: „Mit dem
Eigentümerforum möchten wir wichtige Fragen rund um die Immobilie
aufgreifen und den Eigentümerinnen und Eigentümern praktische
Hilfestellung anbieten. Natürlich können auch Fragen an die
Referenten gestellt werden und unser Stadtteilarchitekt bietet seine
Unterstützung bei der Antragstellung für das Hof- und
Fassadenprogramm an.
Über dieses Programm können
Immobilienbesitzer unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 50
Prozent der Handwerkerkosten finanzieren.“ Der Stadtteilarchitekt
berät kostenfrei – vom Antragsverfahren bis hin zur Abrechnung einer
Erneuerungsmaßnahme. Interessierte können sich bis Freitag, 16. Mai,
für die Veranstaltung formlos anmelden: telefonisch unter
0203/46808505 oder per Mail an
stadtteilarchitektur@stadtteilbuero-hochfeld.de
Bienen, Biodiversität, biologische Balance:
Expertentipps für einen Garten im Einklang mit der Natur

Naturnahe Gärten bieten wertvollen Lebensraum für zahlreiche
Lebewesen. Quelle: BLGL
Mit dem Weltbienentag und dem
Internationalen Tag der biologischen Vielfalt finden in diesem Monat
gleich zwei Aktionstage statt, die das Bewusstsein für den Erhalt
der Biodiversität schärfen sollen. Einen unverzichtbaren Beitrag
zugunsten der Artenvielfalt leisten naturnahe Gärten. Wie
Hobbygärtner einen solchen anlegen, weiß Dr. Lutz Popp,
Gartenbauexperte vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und
Landespflege e. V. (BLGL).
Der Internationale Tag der
biologischen Vielfalt jährt sich in diesem Jahr zum 25.
Mal. Er wird weltweit am 22. Mai gefeiert und
erinnert an das 1993 in Kraft getretene Übereinkommen über die
biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) der
Vereinten Nationen. Der Weltbienentag am 20. Mai,
ebenfalls von den UN ins Leben gerufen, macht seit 2018 auf die
elementare Rolle der verschiedenen Bienenarten in den Ökosystemen
sowie auf den bedrohlichen Rückgang der Bienenpopulation aufmerksam.
Gemeinsam ist beiden Aktionstagen: Sie sollen die Wichtigkeit
biologischer Vielfalt und natürlicher Lebensräume in das Bewusstsein
der Menschen rücken.
Die Biodiversität nimmt immer weiter ab
Denn die Biodiversität nimmt weltweit immer weiter ab. So kommt etwa
der Naturschutzbund Deutschland (NABU) in seinem „Faktencheck
Artenvielfalt“ zum Ergebnis, dass 60 Prozent der hierzulande
vorkommenden Lebensraumtypen in einem schlechten Zustand sind und
annähernd ein Drittel der in Roten Listen erfassten Tiere und
Pflanzen bestandsgefährdet ist. Dazu zählen viele Insektenarten wie
die für die Bestäubung und den Naturhaushalt so wichtigen
Wildbienen: „Fast zwei Drittel der in Deutschland vorkommenden etwa
560 Arten sind in ihrem Bestand bedroht, einige bereits
ausgestorben“, weiß Dr. Lutz Popp.
Auch die Mitglieder des
BLGL merken den Rückgang der Biodiversität in ihren eigenen Gärten,
wie eine aktuelle Umfrage zeigt: 82 Prozent der in dem Verband
organisierten Hobbygärtner stellen klimabedingte Veränderungen fest,
wie Artenverlust – insbesondere bei Insekten –, die Zunahme
invasiver Tier- und Pflanzenarten, veränderte Anbaubedingungen sowie
immer häufigere Trockenheits- und Dürreperioden, aber auch
Unwetterereignisse. Umso mehr Wert legen die BLGL-Mitglieder auf
Naturnähe: Fast 95 Prozent von ihnen setzen in ihren Gärten auf
Maßnahmen, die den Folgen des Klimawandels entgegenwirken sollen.
Naturnahe Gärten fördern die Artenvielfalt Naturgärten
leisten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität. Sie
bieten zahlreichen Tieren und Pflanzen Lebensräume, die sie in der
freien Natur immer seltener vorfinden. „Dabei bedeutet ‚naturnah‘
nicht, Blumen, Stauden und Wiesenflächen unkontrolliert wuchern zu
lassen“, so Dr. Popp. „Stattdessen geht es darum, möglichst
viele verschiedene Lebensräume für einheimische, an die lokalen
Boden- und Klimabedingungen angepasste Tier- und Pflanzenarten zu
gestalten. Je vielfältiger der Naturgarten, desto mehr
Artenvielfalt.“
Blumenwiese statt Rasenfläche Ein
Naturgarten setzt sich üblicherweise aus vier verschiedenen
Strukturelementen zusammen: Ein wichtiger Bestandteil ist neben
Staudenbeeten, Sträuchern und Hecken sowie Laubbäumen eine
Wildblumenwiese mit heimischen Wiesengräsern, Kräutern und
Wiesenleguminosen. „Eine Blumenwiese gehört zu den artenreichsten
Lebensräumen überhaupt“, erklärt der Gartenbauexperte vom BLGL.
„Zahlreiche Insekten und Vögel finden in der Blütenschicht
Nahrung in Form von Pollen, Nektar und Samen. Die Blatt- und
Stängelschicht bietet unter anderem Heuschrecken, Spinnen und
Schmetterlingsraupen Lebensräume, in der Streuschicht leben
Laufkäfer, Asseln, Weberknechte und viele weitere kleine Organismen.
Und die Bedingungen in der tief verwurzelten Bodenschicht sind ideal
für zahlreiche Bodenlebewesen.“
Vor allem die artbedingt
teils sehr wählerischen Wildbienen sind zwingend auf bestimmte
heimische Wiesenblumen angewiesen, um ihren Pollenhunger zu stillen.
Rasenflächen hingegen beherbergen nur wenige Pflanzen- und Tierarten
und sind als Lebensraum von geringer Bedeutung. Es gilt daher: Rasen
und auch Wege nur dort anlegen, wo es wirklich notwendig ist.
Vielfältige und artgerechte Bepflanzung Eine vielfältige
Bepflanzung ist im Naturgarten besonders wichtig. Hobbygärtnern
steht dafür eine Vielzahl an heimischen Pflanzenarten zur Verfügung,
mit unterschiedlichen Wuchs- und Blütenformen und in unzähligen
Farbvarianten. „So bieten etwa Stauden fast unerschöpfliche
Kombinationsmöglichkeiten bei der Gartengestaltung“, weiß Dr. Popp.
„Darüber hinaus stellen sie Insekten, Vögeln und Kleintieren
Nahrung sowie Nistgelegenheiten bereit.“ Hobbygärtner sollten bei
der Gartengestaltung auf heimische, an die lokalen Bedingungen
angepasste Pflanzen sowie eine Mischung aus alten Sorten und
weiterentwickelten Züchtungen setzen.
Beikraut hingegen darf
im naturnahen Garten wachsen. Auch wenn es nicht immer ansprechend
aussieht, viele Tiere wissen es als Nahrung und Eiablageort zu
schätzen. Ein weiterer Tipp des Gartenbauexperten: Lang blühende
Beete versorgen Wildbienen und Co. fast das ganze Jahr über mit
Nahrung.
Er empfiehlt Hobbygärtnern daher, auch Frühblüher
wie Krokus und Schneeglöckchen sowie spätblühende Kräuter und
Gemüsepflanzen – etwa Berg-Bohnenkraut – zu integrieren. Sie blühen
bis weit in den Herbst hinein und dienen auch gegen Jahresende noch
als Nahrungsquelle. Gewächse wie Efeu und Herbstzeitlose blühen bis
Oktober, Schneeheide sogar im Winter.
Neben einheimischen
(Wild-)Pflanzen gehören auch Totholz, Natursteine, Trockenmauern
oder Sandböden in einen echten Naturgarten. „Sie sorgen nicht nur
für Vielfalt, sondern bieten Tieren und Pflanzen zusätzliche
Lebensräume“, so Dr. Popp. „Gleiches gilt für Wasserstellen wie
einen Gartenteich. Selbst kleine Wasserflächen wie eine gefüllte
Keramikschale können wertvoll sein, etwa als Tränke oder Badeplatz
für Vögel.“
Natürlicher Pflanzenschutz und geringer
Pflegeaufwand Hobbygärtner, die die Grundvoraussetzungen für
erfolgreiches Gärtnern – wie standortgerechte Pflanzenwahl,
Bodenpflege und Förderung von Nützlingen – beachten, belohnt ein
Naturgarten mit einem vergleichsweise geringen Pflegeaufwand. „Es
kommt einem naturnahen Garten zugute, wenn Mahd und organische
Düngung nur sehr dosiert erfolgen. Auch das Zurückschneiden
sämtlicher Pflanzen vor dem Winter ist nicht notwendig und eher
kontraproduktiv. Denn die Stängel vieler Stauden dienen Insekten wie
Wildbienen als Winterquartier“, rät der Experte vom BLGL.
Sein Fazit: „Jede naturnahe Gartenfläche trägt zur Erhaltung der
biologischen Vielfalt bei. Auch in kleinen Gärten ist es möglich,
durch einfache Einzelmaßnahmen das Lebensraumangebot für Tiere und
Pflanzen zu erhöhen – und so einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung
der Biodiversität zu leisten.“
Adobe InDesign:
Bildungsurlaub an der Volkshochschule Die VHS bietet
einen viertägigen Kurs mit 32 Unterrichtsstunden für die Software
Adobe InDesign an. Das Seminar findet von Montag, 2. Juni, bis
Donnerstag, 5. Juni, jeweils von 9 bis 16 Uhr in der VHS
Duisburg-Nord, Parallelstraße 7, in Hamborn statt. Interessierte
können die Techniken zur Gestaltung von Broschüren, Prospekten,
Flyern, Plakaten oder Anzeigen vom Aufbau einzelner Seiten bis hin
zu umfangreichen Dokumenten für den Druck oder das E-Publishing
erlernen.
Sichere Windows-Kenntnisse sind notwendig. Der
Intensivkurs ist als Bildungsurlaub nach dem
ArbeitnehmerWeiterbildungsgesetz von Nordrhein-Westfalen anerkannt.
Zielgruppe sind auch Selbstständige, die eigene Werbemittel
herstellen möchten. Alle anderen Interessierten sind ebenfalls
willkommen.
Der Kurs kostet 184 Euro, Ermäßigungen sind
unter bestimmten Umständen möglich. Eine vorherige Anmeldung ist
erforderlich, die über die Homepage der VHS www.vhs-duisburg.de
erfolgen kann. Weitere Informationen gibt es bei Eva Fastabend
telefonisch unter 0203 283-4326 oder per E-Mail an
e.fastabend@stadt-duisburg.de.
Wissensbissen:
Android für Einsteiger Um den Umgang mit dem eigenen
Android-Handy zu erlernen, bietet die VHS Duisburg dreistündige
Kurse zu den Schwerpunkten Bedienung, WLAN, Apps und Kommunikation
an. In einer Kleingruppe machen sich Teilnehmende mit geringen
Vorkenntnissen mit dem eigenen Smartphone vertraut und können Fragen
zu den Funktionsweisen stellen. Die Kurse sind einzeln buchbar und
kosten 17 Euro.
Thema am Mittwoch, 11. Juni ist die
allgemeine Bedienung und WLAN. Am Mittwoch, 18. Juni, stehen Apps
auf dem Stundenplan, am 25.Juni das Thema Kommunikation. Alle Kurse
finden vormittags von 10 bis 12.15 Uhr in der VHS Stadtmitte,
Steinsche Gasse 26, statt. Eine vorherige Anmeldung ist notwendig.
Man kann sich online über die Homepage der VHS Duisburg
www.vhs-duisburg.de oder in den Geschäftsstellen der VHS anmelden.
Weitere Informationen gibt es bei Eva Fastabend telefonisch unter
0203 283- 4326 oder per E-Mail an e.fastabend@stadt-duisburg.de.
Hospizzentrum St. Raphael: Infoveranstaltung zum
Ehrenamt in der Malteser Hospizarbeit
Duisburg-Huckingen. In der Malteser Hospizarbeit für Kinder,
Jugendliche und Erwachsene gibt es vielfältige Möglichkeiten,
ehrenamtlich Zeit zu schenken und lebensbegrenzt erkrankte Menschen
und ihre Angehörigen zu begleiten. „Viele Menschen spüren aufgrund
eigener Erfahrungen schon länger den Impuls, sich im Bereich der
Hospizarbeit zu engagieren.“, sagt Claudia Strachowitz,
Verantwortliche für das Ehrenamt im Hospizzentrum.
Die
Infoveranstaltung am Dienstag, 10. Juni um 18 Uhr im Malteser
Hospizzentrum St. Raphael in der Remberger Str. 36 in 47259
Duisburg-Huckingen bietet Raum, die Einsatzmöglichkeiten für
Ehrenamtliche kennenzulernen, Fragen loszuwerden und Klarheit zu
finden, ob eine solche Aufgabe in Frage kommt.
Der
Vorbereitungskurs für Ehrenamtliche, der im September zum 30. Mal
auf der rechten Rheinseite startet, befähigt die Teilnehmenden,
Patientinnen und Patienten des Malteser Hospizzentrums St. Raphael
und ihre Zugehörigen gut zu begleiten. Weitere Informationen und
Anmeldung bei Christina Jakubiak, E-Mail:
christina.jakubiak@malteser.org, Tel. 0203 60852010.
Handverlesen | Jost
Baum - Palmen an der Ruhr Das Ruhrgebiet in der
Zukunft. Der Kemnader Stausee ist nur noch ein Tümpel, das Land ist
ausgedörrt, eine tropische Vegetation macht sich breit. Obdachlose
Plünderer leben in den zerstörten Städten, die von einem ominösen
Heimatschutz in Schach gehalten werden.
Ein Warlord, mit dem
Regierungssitz in Düsseldorf, beherrscht die Region. Eine
Söldnertruppe garantieren, dass das schwarze Gold aus unendlichen
Tiefen gefördert wird, denn das Ruhrgebiet ist von jeglicher anderer
Energieversorgung abgeschnitten.
Harry Marchewsky, Boss
eines Drogenrings, hat die notwendigen Kontakte, um für den dringend
benötigten Nachschub an Opium zu sorgen, der die Bergarbeiter bei
Laune hält. Der Chef des Heimatschutzes hat große Pläne. Raffgier
treibt Kaltenbrunner an, und Harry Marchwesky ist ihm ein Dorn im
Auge.
Marlene und Leo, der schwarze Panther und die
Ökoaktivistin, die als Selbstversorgerin versteckt in einem Bunker
lebt, geraten zwischen die Fronten des Krieges, der um den Besitz
der Drogen entbrennt.
Handverlesen | Jost Baum - Palmen an
der Ruhr Donnerstag, 22. Mai 2025, 19:00 Uhr Das PLUS am Neumarkt,
Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort Eintritt frei(willig) -
Hutveranstaltung
Günter Baby Sommer / Michel Godard
Günter Baby Sommer ist einer der bedeutendsten
Vertreter des Zeitgenössischen europäischen Jazz, welcher mit einem
hoch individualisierten Schlaginstrumentarium zugleich eine
unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat. Sommer wurde
1943 in Dresden geboren und studierte an der Hochschule für Musik,
Carl Maria von Weber‘.
Seine musikalischen Beiträge zu den
wichtigsten Jazzgruppen der DDR wie dem Ernst-Ludwig-Petrowksy-Trio,
dem Zentralquartett und der Ulrich Gumpert Workshopband ermöglichten
Sommer den Einstieg in die internationale Szene. So arbeite Sommer
nicht nur im Trio mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald sondern traf
mit so wichtigen Spielern wie Peter Brötzmann, Fred van Hove,
Alexander von Schlippenbach, Evan Parker und Cecil Taylor zusammen.
Sommers Solospiel sensibilisierte ihn für Kolloborationen
mit Schriftstellern wie Günter Grass. Sommers Diskografie umfasst
über 100 Audio-Datenträger. Als Professor an der Musikhochschule in
Dresden nimmt er Einfluss auf die professionelle Vermittlung des
Zeitgenössischen Jazz an die nachfolgenden Generationen.
Michel Godard - Als Schöpfer und Forscher weckt, findet und webt
Michel Godard Verbindungen zwischen den Jahrhunderten und den
Musikkulturen. Natürlich durch die Praxis der Improvisation und ihre
Codes, aber auch durch die vielfältigen Begegnungen mit Musikern aus
aller Welt. Als klassischer Tubist, bevor er zum unumgänglichen
Tubisten der europäischen Jazz-Ensembles wurde, fand er ein völlig
vergessenes Instrument wieder, das er am CNSM in Paris unterrichtete
und das zufällig der Vorläufer der Tuba ist: die Schlange.
Heute ist sein Schaffen diese Alchemie, die aus den Edelmetallen der
verschiedenen musikalischen Kulturen, die ihn bewohnen, gebildet
wird. Michel Godard teilt eine zeitlose Musik; er ist ein
multidimensionaler Musiker, der neuen Generationen von Forschern und
Schöpfern neue Perspektiven eröffnet.
Günter Baby Sommer /
Michel Godard Freitag 23. Mai 2025 | 20:00 Uhr Das PLUS am Neumarkt,
Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort Eintritt frei! /// Um Spenden
wird gebeten! Veranstalter: KULTURPROJEKTE NIEDERRHEIN e.V. und
Deutsch-Französische Gesellschaft Duisburg e.V.
AUSGERUFEN | Rever Rever macht next-level Indie-Rock
mit Pop-Elementen. Nach einer ersten EP und fünf veröffentlichten
Singles folgt 2025 das erste Album der Band. Ihr Sound lebt von
einer weiblichen Power- Leadstimme und imposanten Riffs. Hauptsache,
es macht Bock.
Beim Konzert im Das PLUS am Neumarkt sind sie
als Trio Unplugged unterwegs mit: Christina Holderer - Gesang
Benedict Wulf - Gitarre Lennart Kaeten - Gitarre AUSGERUFEN |
Rever Samstag, 24. Mai 2025, 20 Uhr Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt
19, 47119 Duisburg-Ruhrort Eintritt frei(willig) - Hutveranstaltung
Sonntagskonzerte im Volkspark Rheinhausen
Sie spielen Elvis, Chuck Berry und Jerry Lee Lewis im
Originalsound – und dazu wird getanzt. Die 50er-Jahre sind zurück,
zumindest für einen Nachmittag. Und das alles in Rheinhausen, im
Musikpavillon im Volkspark, Gartenstraße 14. Das Ensemble „The Good
Times – finest Roll and Roll“ eröffnet am 1. Juni ab 15 Uhr die
Sonntagskonzert-Saison. Bis zum 17. August gastieren Woche für Woche
wechselnde Künstlerinnen und Künstler – bei freiem Eintritt.
Unterstützt wird die Konzertsaison vom Bauverein Rheinhausen und
vom Förderverein für Kultur- und Brauchtumspflege Rheinhausens &
Rumeln-Kaldenhausens. Bezirksbürgermeisterin Elisabeth Liß wird das
Publikum begrüßen. Sie betont: „Musik verbindet Menschen. Die von
den Kulturbetrieben Duisburg organisierte Freiluftkonzertreihe ist
über die Jahre zu einem festen Bestandteil des
Veranstaltungskalenders geworden.

Wahre Freunde im Musikpavillon ©Stadt Duisburg
Das liegt
nicht zuletzt an der mitreißenden Atmosphäre, dem zugewandten
Miteinander und den starken Künstlerinnen und Künstlern, die hier
performen. Bemerkenswert ist, dass die Konzerte von dem treuen
Publikum leben, welches mich schon Anfang des Jahres fragt, wann es
losgeht.“ Das Repertoire verbindet Generationen. Es geht von
Volksliedern („Treue Bergvagabunden“) über Märsche, Walzer und
Evergreens („BSW Musikcorps Hohenbudberg 1973“) bis hin zu
Klassikern („Männer- und Frauenchor Rumeln“), Schlager, Pop und
Musicalsongs („1. Akkordeon-Orchester Rheinhausen 1950 e.V“).

©Bläsersymphonie Abtei Hamborn
Die „Heyberg-Musikanten“ und
„Die Bergsteirer“ holen Tiroler Lieder direkt aus den Bergen nach
Duisburg. Das musikalische Konzept macht den besonderen Reiz aus:
Dass die Bands etliche Genres bedienen, hat die Bläsersymphonie
Abtei Hamborn überzeugt, erstmals bei den Sonntagskonzerten in
Rheinhausen dabei zu sein. Frank Schlimbach, Vorsitzender der
Bläsersymphonie, verrät: „Uns gibt es erst seit 2020, aber
inzwischen zählen wir 40 Orchestermitglieder.“
Ein weiterer
Neuzuwachs ist der Shanty Chor Duisburg-WSP NRW: „Mit uns kann sich
das Publikum in die Ferne träumen. Denn wir singen von unzähligen
Häfen, von Wellen, Wind und Meer. Und von früher. Das weckt
Erinnerungen“, erklärt Karl Blagi, der mit seinem Ensemble
wöchentlich probt. Wer nicht genug von Musik bekommt, sollte sich
außerdem den Samstag, 24. Mai, vormerken. Dann treten von 12 bis 19
Uhr verschiedene Chöre für das Event „Musical Kids“ auf.
Außerdem präsentiert das Institut für Popularmusik in Rheinhausen am
Samstag, 28. Juni, von 16 bis 18 Uhr seine Big Bands, und am
Samstag, 5. Juli, zur selben Uhrzeit spielen Orchester und Ensemble
des Institus. Der Eintritt ist jeweils frei.
Termin-Übersicht

01.06.2025 – The Good Times – finest Rock and Roll
08.06.2025 – Treue Bergvagabunden 15.06.2025 – BSW Musikcorps
Hohenbudberg 1973 22.06.2025 – Männer- und Frauenchor Rumeln
29.06.2025 – 1. Akkordeon-Orchester Rheinhausen 1950 e.V.
06.07.2025 – Musikvereinigung Du-West DSB e.V. 13.07.2025 –
Bläsersymphonie der Abtei Hamborn 20.07.2025 – Hafenchor
Duisburg 27.07.2025 – Shanty Chor Duisburg-WSP NRW
03.08.2025 – Musikgruppe „Wahre Freunde“ 10.08.2025 –
„Heyberg-Musikanten“ 17.08.2025 – Die Bergsteirer Aktuelle
Informationen gibt es im Internet unter:
https://www.facebook.com/SonntagskonzerteRheinhausen/

NRW: Zehnjahresvergleich zeigt Preisanstiege für
Kraftstoffe und Preisrückgänge im öffentlichen Nahverkehr
* Aktueller Trend: Im April 2025 wurden Kraftstoffe um 9,2 %
günstiger angeboten als ein Jahr zuvor * ÖPNV war u. a. durch
Preiserhöhung des Deutschlandtickets um 10,7 % teurer
Die
Kraftstoffpreise in Nordrhein-Westfalen sind zwischen April 2024 und
April 2025 um 9,2 % gesunken. Wie das Statistische Landesamt
mitteilt, wurde Superbenzin um 9,5 % und Diesel um 8,7 % günstiger
angeboten als im entsprechenden Vorjahresmonat. In den vergangenen
zehn Jahren stiegen die Preise für Kraftstoffe insgesamt um 33,7 %
an. Ein deutlicher Anstieg war dabei mit 40,7 % zwischen den Jahren
2020 und 2024 erkennbar.
Zu Beginn der Coronapandemie im
Jahr 2020 gingen die Kraftstoffpreise, u. a. aufgrund der temporären
Mehrwertsteuersenkung zwischen dem 1. Juli und 31. Dezember,
zunächst zurück. Bis zum Beginn des Ukrainekriegs im Februar 2022
stiegen sie nahezu kontinuierlich an. Einen Preissprung gab es
zwischen Februar und März 2022. Der sogenannte Tankrabatt (Senkung
der Energiesteuer zwischen dem 1. Juni und 31. August) führte zu
sinkenden Kraftstoffpreisen im Sommer 2022. Dieser Trend hält, mit
einigen Schwankungen, seitdem an.
Preisanstiege im
öffentlichen Personennahverkehr Die Preise für Verbundtickets
(Einzel-, Mehrfach- und Zeitfahrkarten), die die Nutzung
verschiedener Verkehrsmittel wie Bus, U-Bahn oder Regionalzug
ermöglichen (sogenannte kombinierte Personenbeförderungsleistungen,
kurz: ÖPNV) sind zwischen April 2024 und April 2025 um 10,7 %
gestiegen.
Dieser Anstieg ist u. a. auf die Preiserhöhung
des Deutschlandtickets Anfang dieses Jahres zurückzuführen.
Insgesamt sind die Preise für den ÖPNV in den letzten zehn Jahren
(2015 bis 2024) um 13,6 % gesunken, Bahntickets für den Nah- und
Fernverkehr wurden im selben Zeitraum um 9,7 % günstiger.
Zwischen den Jahren 2015 und 2019 stiegen die Preise für den ÖPNV
und die Bahn, in den Folgejahren sanken die Ticketpreise.
Preisprägend waren dabei das sogenannte 9-Euro-Ticket, das zwischen
dem 1. Juni und 31. August 2022 angeboten wurde, sowie die
Einführung des Deutschlandtickets im Mai 2023.

Erwerbstätigkeit im 1. Quartal 2025 weiterhin leicht
rückläufig Anstiege in den Dienstleistungsbereichen
kompensieren nicht mehr die Rückgänge im Produzierenden Gewerbe und
im Baugewerbe Erwerbstätige mit Arbeitsort in Deutschland, 1.
Quartal 2025 0,0 % zum Vorquartal (saisonbereinigt) -0,9 % zum
Vorquartal (nicht saisonbereinigt) -0,1 % zum Vorjahresquartal
Im 1. Quartal 2025 waren rund 45,8 Millionen Menschen in
Deutschland erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des
Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank die Erwerbstätigenzahl im
Vergleich zum Vorquartal saisonbereinigt geringfügig um 7 000
Personen (0,0 %). Damit sank die saisonbereinigte Erwerbstätigenzahl
bereits im dritten Quartal in Folge, nach Rückgängen um 12 000
Personen (0,0 %) im 4. Quartal 2024 und um 51 000 Personen (-0,1 %)
im 3. Quartal 2024.

Ohne Bereinigung um saisonale Effekte ging die Zahl der
Erwerbstätigen im 1. Quartal 2025 gegenüber dem 4. Quartal 2024 um
431 000 Personen oder 0,9 % zurück. Zwar ist ein Rückgang der
Erwerbstätigkeit im 1. Quartal eines Jahres saisonal üblich. Im Jahr
2025 fiel die Abnahme zu Jahresbeginn allerdings deutlich stärker
aus als im Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2024 (-316 000 Personen;
-0,7 %).
Erwerbstätigkeit unter dem Vorjahresniveau
Verglichen mit dem 1. Quartal 2024 sank die Zahl der Erwerbstätigen
im 1. Quartal 2025 um 60 000 Personen (-0,1 %). Der
Beschäftigungsanstieg im Vorjahresvergleich hatte seinen Höhepunkt
nach der Corona-Krise im 2. Quartal 2022 (+717 000 Personen; +1,6
%). Danach flachte der Beschäftigungszuwachs immer weiter ab. Im 3.
Quartal 2024 war das Vorjahresniveau nur noch um 26 000 Personen
(+0,1 %) überschritten worden. Im 4. Quartal 2024 war dann erstmals
seit dem 1. Quartal 2021 ein Rückgang zu verzeichnen (-19 000
Personen; 0,0 %), der sich nun im 1. Quartal 2025 fortsetzte.
Beschäftigungszuwächse ausschließlich in
Dienstleistungsbereichen
Während im 1. Quartal 2025 die
Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahresquartal in den
Dienstleistungsbereichen noch wuchs (+107 000 Personen; +0,3 %),
sank außerhalb der Dienstleistungsbereiche die Erwerbstätigkeit um
insgesamt 167 000 Personen (-1,5 %). Dabei entwickelte sich die
Beschäftigung innerhalb der Dienstleistungsbereiche durchaus
unterschiedlich: Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung,
Gesundheit setzte seinen langjährigen Aufwärtstrend fort und wuchs
kräftig um 192 000 Personen (+1,6 %). Die absolut zweitgrößte, aber
ungleich geringere Zunahme innerhalb der Dienstleistungsbereiche im
1. Quartal 2025 verzeichnete der Bereich Finanz- und
Versicherungsdienstleister mit +17 000 Personen (+1,6 %). Bei den
Sonstigen Dienstleistungen (unter anderem Verbände und
Interessenvertretungen) war ein geringes Plus von 7 000 Personen
(+0,2 %) zu verzeichnen. Dagegen sank im Bereich Information und
Kommunikation die Zahl der Erwerbstätigen weiter um 7 000 Personen
(-0,4 %). Hier war im 3. Quartal 2024 der seit dem 4. Quartal 2015
und über die Corona-Krise hinweg anhaltende Beschäftigungsaufbau zu
Ende gegangen. Im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe
vergrößerte sich das Minus auf 29 000 Personen (-0,3 %). Bei den
Unternehmensdienstleistern, zu denen auch der Bereich Vermittlung
und Überlassung von Arbeitskräften gehört, sank die Zahl der
Beschäftigten um 75 000 Personen (-1,2 %) und damit fast genauso
stark wie im 4. Quartal 2024.
Abwärtstrend im Produzierenden
Gewerbe setzt sich fort Im Produzierenden Gewerbe (ohne
Baugewerbe) ging die Erwerbstätigenzahl im 1. Quartal 2025 gegenüber
dem Vorjahresquartal weiter kräftig zurück (-127 000 Personen; -1,6
%). Im Baugewerbe sank die Beschäftigung im 1. Quartal 2025
ebenfalls, und zwar um 34 000 Personen (-1,3 %) und in der Land- und
Forstwirtschaft, Fischerei nahm sie um 6 000 Personen (-1,1 %) ab.
Mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, weniger Selbstständige
Dass die Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorjahresquartal nicht noch
weiter zurückging, lag erneut maßgeblich an der positiven
Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.
Beschäftigungsverluste gab es hingegen bei der Zahl der
Beschäftigten mit ausschließlich marginalen Tätigkeiten (geringfügig
entlohnte und kurzfristig Beschäftigte sowie Personen in
Arbeitsgelegenheiten).
Insgesamt erhöhte sich die Zahl der
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im 1. Quartal 2025 im Vergleich
zum 1. Quartal 2024 leicht um 29 000 (+0,1 %) auf 42,1 Millionen
Personen. Dagegen ging die Zahl der Selbstständigen einschließlich
mithelfender Familienangehöriger weiter zurück. Ihre Zahl sank im
Vorjahresvergleich um 89 000 Personen (-2,3 %) auf 3,7 Millionen.
Arbeitsvolumen steigt um 0,2 % Die durchschnittlich
geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person erhöhten sich
nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt-
und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im 1. Quartal
2025 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,4 % auf 341,8 Stunden.
Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also das Produkt aus der
gesunkenen Erwerbstätigenzahl und den gestiegenen geleisteten
Stunden je erwerbstätiger Person – nahm im gleichen Zeitraum um 0,2
% auf 15,7 Milliarden Stunden zu.
Erwerbstätigenzahlen in der
EU Nach Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat vom 15.
Mai 2025 stieg die nach europäisch harmonisierten Methoden
berechnete Erwerbstätigkeit im 1. Quartal 2025 in den 27 Staaten der
Europäischen Union (EU) durchschnittlich um 0,6 % und im Euroraum um
0,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal.
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