'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap Archiv •    21. Kalenderwoche: 19. Mai
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Dienstag, 20. Mai 2025 - Weltbienentag

Ausweisdokumente rechtzeitig vor den Sommerferien auf Gültigkeit überprüfen
In einigen Wochen, am 14. Juli, startet Nordrhein-Westfalen in die Sommerferien. Der Bürgerservice der Stadt Duisburg empfiehlt Reisenden daher, die für den Urlaub benötigten Ausweisdokumente auf ihre Gültigkeit zu überprüfen und sich frühzeitig um eine Neubeantragung zu kümmern. Neben den eigenen Dokumenten gilt es, vor allem auch die der Kinder zu überprüfen.

Seit dem 1. Januar 2024 werden nämlich keine Kinderreisepässe sowie Verlängerungen mehr ausgestellt. Es besteht nur noch die Möglichkeit, einen Personalausweis oder Reisepass für Kinder zu beantragen. In Notfällen und bei kurzfristigen Reisen können vorläufige Personalausweise bzw. Reisepässe beantragt werden. Für Reisen innerhalb der Europäischen Union (EU) reicht ein Personalausweis.

Foto Ilja Höpping Stadt Duisburg

Soll das Reiseziel hingegen außerhalb der EU liegen, benötigt man für Kinder einen Reisepass. Auskunft über das jeweils benötigte Reisedokument geben die Reise- und Sicherheitshinweise auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes: www.auswaertiges-amt.de/de/. Weitere Informationen, welche Dokumente für die Beantragung eines Personalausweises oder Reisepasses benötigt werden, sind online auf der städtischen Internetseite unter www.duisburg.de (Stichwort: „Personalausweis“ bzw. „Reisepass“) abrufbar.

Die Kosten für einen Personalausweis betragen für Personen unter 24 Jahren 22,80 Euro und für Personen ab 24 Jahren 37 Euro. Der Reisepass kostet für Personen unter 24 Jahren 37,50 Euro und für Personen ab 24 Jahren 70 Euro. Aktuell können ausreichend zeitnahe und kurzfristige Termine angeboten werden.

Der Besuch ist nur mit einem vorher gebuchten Online-Termin unter www.duisburg.de/termine möglich. Die Ausweisdokumente werden durch die Bundesdruckerei gefertigt. Aufgrund der bundesweit hohen Nachfrage ist mit einer mehrwöchigen Bearbeitungszeit, in der Regel etwa sechs Wochen, zu rechnen.


Empfang für neue Professorinnen und Professoren der Universität Duisburg-Essen
Die Hochschulstädte Duisburg und Essen sowie die Universität DuisburgEssen heißen seit 2011 gemeinsam die neuberufenen Professorinnen und Professoren der UDE willkommen. In diesem Jahr war die Stadt Duisburg Gastgeberin.

Oberbürgermeister Sören Link, sein Essener Amtskollege Thomas Kufen sowie Rektorin Prof. Dr. Barbara Albert begrüßten am Freitag, 16. Mai, 23 neue Mitglieder der Professorenschaft in der faktorei21 am Duisburger Innenhafen. Zunächst besuchten die Neuberufenen und das Rektorat das spektakuläre Museum Küppersmühle für Moderne Kunst mit 300 Werken deutscher und europäischer Nachkriegskunst.

Fotos ©U DE/eventfotograf.in

Im Mittelpunkt des Empfangs standen dann das persönliche Kennenlernen, der fachliche Austausch und die Möglichkeit zur Vernetzung. Neben vielen neuberufenen Professorinnen und Professoren nahmen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Universität, Stadtverwaltungen, städtischen Gesellschaften, Wirtschaft und Politik teil.

Oberbürgermeister Sören Link betonte die Bedeutung der Veranstaltung: „Mit dieser schönen Tradition möchten wir als Campusstädte unsere Wertschätzung für die Universität Duisburg-Essen unterstreichen. Sie ist ein unverzichtbarer Impulsgeber für die wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung – nicht nur in Duisburg und Essen, sondern in der gesamten Region.“

„Unsere Wissenschaftslandschaft sichert die Kompetenzbasis für morgen und liefert Impulse für Innovationen“, so Oberbürgermeister Thomas Kufen. „Das ist auch gut so – denn wir brauchen einen starken Nachwuchs, um unsere Wirtschaft nachhaltig aufzustellen. Schließlich soll die Metropole Ruhr ein Top-Wirtschaftsstandort bleiben.
Unsere Universität – eine der jüngsten und größten Universitäten Deutschlands – hat sich zu einer weltweit anerkannten Forschungsuniversität entwickelt. Auch Dank der fachlichen Kompetenz, die durch die neuberufenen Professorinnen und Professoren in die Region gebracht wird. Dafür gilt Ihnen Anerkennung.“

Rektorin Prof. Dr. Barbara Albert: „Die Universität Duisburg-Essen hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Die zentrale Voraussetzung für ihren Erfolg sind die Ideen und Innovationen unserer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Wir freuen uns daher sehr, viele ausgezeichnete Professorinnen und Professoren für unsere Universität und das Ruhrgebiet gewinne zu können und heißen sie herzlich willkommen.“


Tag der Städtebauförderung: Aktionen, Austausch und Straßenfest in Hochheide
Zum bundesweiten Tag der Städtebauförderung findet am Sonntag, 25. Mai, von 11 bis 17 Uhr auf dem Bürgermeister-Bongartz-Platz in DuisburgHochheide ein besonderer Aktionstag statt. Die Stadt organisiert gemeinsam mit der Nachbarschaftsinitiative Hochheide Fresh sowie zahlreichen lokalen Partnern ein buntes Programm rund um das Thema „Zusammen leben – Zusammen wachsen – Gemeinsame Sache machen“.

Ziel ist es, die vielfältigen Städtebauförderprojekte und Beratungsangebote der Stadt und die Angebote und Beteiligungsmöglichkeiten bei der Nachbarschaftsinitiative Hochheide fresh und den übrigen regionalen Akteuren sichtbar und erlebbar zu machen.

Das Zentrum der Aktivitäten ist in diesem Jahr ein großes Straßenfest, das auf der Glückaufstraße sowie dem Bürgermeister-Bongartz-Platz stattfindet. Gemeinsam wurde ein vielfältiges Programm entwickelt, das von musikalischen und kulinarischen Angeboten bis zu sportlichen, kreativen sowie informativen Angeboten reicht.

Auf der nördlich angrenzenden Wiese werden der Modulare Pumptrack und die beiden Boulefelder benutzbar sein – als Vorgeschmack auf den dort ab Sommer entstehenden Stadtpark Hochheide, für den Oberbürgermeister Sören Link den Spatenstich des ersten Bauabschnittes machen wird.


Ausgezeichnete Wasserqualität an 99 ausgewiesenen NRW-Badestellen

Die Wasserqualität der Badegewässer in Nordrhein-Westfalen ist sehr gut. Darauf weisen das Umweltministerium und das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen hin. In Nordrhein-Westfalen gibt es 86 ausgewiesene EU-Badegewässer mit 115 Badestellen, an denen während der Badesaison regelmäßig Untersuchungen der Wasserqualität stattfinden.

An 99 Badestellen in Nordrhein-Westfalen erhielt die Wasserqualität im Jahr 2024 die Bewertung „ausgezeichnet“.  Mit „gut“ bewertet wurde die Wasserqualität an weiteren neun Badestellen, dazu zählten wie im Vorjahr die Badestellen am Bettenkamper Meer in Moers, am Horstmarer See in Lünen und an der Badestelle DLRG Lingesetalsperre in Marienheide. Hinzu kamen die Badestellen Millinger Meer, Barmener See, Badesee Kapusch Hückelhoven, Aasee und Drilandsee, bei denen sich die Bewertung von „ausgezeichnet“ auf „gut“ geändert hat.

Erfreuliche Verbesserung: Die Bewertung der Flussbadestelle Seaside Beach/ Baldeneysee hat sich von „ausreichend“ zu „gut“ verändert. Die Qualität der neuen Flussbadestelle Ruhrwiesen Linden Dahlhausen wurde erstmals bewertet. Sie erhielt als einzige Badestelle nur ein „ausreichend“. 

An EU-Badegewässern, die an einem Fließgewässer wie der Ruhr liegen, sprechen die Betreiber ab bestimmten Niederschlagswerten mit erhöhter Gefahr für Wasserverunreinigungen vorsorglich Badeverbote aus, die erst nach Beprobung und Freigabe durch das Gesundheitsamt wieder aufgehoben werden. Die Qualität eines Badegewässers wird in der Regel anhand von mindestens 16 Messwerten aus den zurückliegenden vier Jahren beurteilt.

Für folgende Gewässer lag diese Datenreihe noch nicht vor, weshalb noch keine Bewertung erfolgte: Die Badestelle Woffelsbacher Bucht an der Rurtalsperre Schwammenauel, die Badestelle an der Ruhr in Mülheim und der Rather See in Köln wurden noch nicht bewertet. In 2024 hinzugekommen sind zwei neue Badestellen am Fühlinger See in Köln und das Badegewässer Esmecke-Stausee (Einbergsee) in Eslohe. In 2025 wurde im Kreis Viersen der Heidweiher als neues EU-Badegewässer angemeldet.

Mit der EU-Badegewässer-Richtlinie (2006/7/EG) hat die Europäische Union einen flächendeckenden Schutz für das Baden in Binnen- und Küstengewässern eingeführt. Die nächste offizielle EU-Bewertung der Badegewässer wird im Juni erwartet, es ist aber davon auszugehen, dass sie für Nordrhein-Westfalen der Bewertung des Landesumweltamtes entspricht.

Zur Sicherheit der Badenden nehmen außerdem die Gesundheitsämter während der Badesaison grundsätzlich mindestens alle vier Wochen Wasserproben zur Analyse. Geprüft wird unter anderem das Auftreten der Darmbakterien Intestinale Enterokokken und Escherichia coli, die als Indikatoren dienen und auf Verschmutzungen hinweisen. Eine interaktive Bewertungskarte und aktuelle Bewertungen zur Badegewässerqualität können unter www.badegewaesser.nrw.de eingesehen werden.

Es wird empfohlen, an den vielen ausgezeichneten und gut bewerteten Badestellen in Nordrhein-Westfalen baden zu gehen, da bei anderen Badestellen keine regelmäßige Begutachtung der hygienischen Wasserqualität durch die Gesundheitsämter erfolgt. Bei schlechter hygienischer Wasserqualität und hoher fäkaler Belastung – also insbesondere bei abwasserbeeinflussten Fließgewässern – ist auch die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Krankheitserreger und auch antibiotikaresistente Bakterien vorkommen. 

Der Rhein und die Schifffahrtskanäle gehören nicht zu den Badegewässern. Das Baden an solchen Wasserstraßen ist strengstens untersagt. Die Strömungen, die durch die Sogwirkung der Schiffe noch verstärkt werden, sind lebensgefährlich!

Weitere Informationen / Einzelwerte der Badestellen: Überblick über alle Badegewässer und deren Wasserqualität: https://db.badegewaesser.nrw.de/badegewaesser-nrw/  Über die Spalte "Messstelle" können die einzelnen Messergebnisse einer Badestelle eingesehen werden – von blau für „ausgezeichnet“ über grün für „gut“ bis orange für „ausreichend“. Dort werden auch neue Messwerte regelmäßig veröffentlicht.

„1. Eigentümerforum Hochfeld“ – Informationsabend rund um die Immobile und Fördermöglichkeiten
Das Stadtteilbüro lädt am Dienstag, 20. Mai, um 18 Uhr zum „1. Eigentümerforum Hochfeld“ ein. Es richtet sich an Eigentümerinnen und Eigentümer mit Gebäuden in Hochfeld. Die Veranstaltung in der Alten Feuerwache, Friedenstraße 5-7, ist kostenlos.

Bei der Veranstaltung geht es vor allem Fragen wie „Welche gesetzlichen Vorgaben muss ich bei Aus- und Umbauten an Gebäuden beachten?“ oder „Wie kann ich Fördermittel aus dem Hof- und Fassadenprogramm bekommen?“ Referenten sind Ralf Zigan, Leiter des Amtes für Baurecht und betrieblichen Umweltschutz der Stadt Duisburg, und Peter Kroos von Kroos+Schlemper Architekten.

Durch die Veranstaltung führen Liberto Balaguer vom Stadtteilbüro Hochfeld und Jörg Dombrowski als Stadtteilarchitekt. Liberto Balaguer sagt: „Mit dem Eigentümerforum möchten wir wichtige Fragen rund um die Immobilie aufgreifen und den Eigentümerinnen und Eigentümern praktische Hilfestellung anbieten. Natürlich können auch Fragen an die Referenten gestellt werden und unser Stadtteilarchitekt bietet seine Unterstützung bei der Antragstellung für das Hof- und Fassadenprogramm an.

Über dieses Programm können Immobilienbesitzer unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 50 Prozent der Handwerkerkosten finanzieren.“ Der Stadtteilarchitekt berät kostenfrei – vom Antragsverfahren bis hin zur Abrechnung einer Erneuerungsmaßnahme. Interessierte können sich bis Freitag, 16. Mai, für die Veranstaltung formlos anmelden: telefonisch unter 0203/46808505 oder per Mail an stadtteilarchitektur@stadtteilbuero-hochfeld.de

Bienen, Biodiversität, biologische Balance:
Expertentipps für einen Garten im Einklang mit der Natur

Naturnahe Gärten bieten wertvollen Lebensraum für zahlreiche Lebewesen. Quelle: BLGL

Mit dem Weltbienentag und dem Internationalen Tag der biologischen Vielfalt finden in diesem Monat gleich zwei Aktionstage statt, die das Bewusstsein für den Erhalt der Biodiversität schärfen sollen. Einen unverzichtbaren Beitrag zugunsten der Artenvielfalt leisten naturnahe Gärten. Wie Hobbygärtner einen solchen anlegen, weiß Dr. Lutz Popp, Gartenbauexperte vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege e. V. (BLGL).

Der Internationale Tag der biologischen Vielfalt jährt sich in diesem Jahr zum 25. Mal. Er wird weltweit am 22. Mai gefeiert und erinnert an das 1993 in Kraft getretene Übereinkommen über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) der Vereinten Nationen.
Der Weltbienentag am 20. Mai, ebenfalls von den UN ins Leben gerufen, macht seit 2018 auf die elementare Rolle der verschiedenen Bienenarten in den Ökosystemen sowie auf den bedrohlichen Rückgang der Bienenpopulation aufmerksam. Gemeinsam ist beiden Aktionstagen: Sie sollen die Wichtigkeit biologischer Vielfalt und natürlicher Lebensräume in das Bewusstsein der Menschen rücken.

Die Biodiversität nimmt immer weiter ab
Denn die Biodiversität nimmt weltweit immer weiter ab. So kommt etwa der Naturschutzbund Deutschland (NABU) in seinem „Faktencheck Artenvielfalt“ zum Ergebnis, dass 60 Prozent der hierzulande vorkommenden Lebensraumtypen in einem schlechten Zustand sind und annähernd ein Drittel der in Roten Listen erfassten Tiere und Pflanzen bestandsgefährdet ist. Dazu zählen viele Insektenarten wie die für die Bestäubung und den Naturhaushalt so wichtigen Wildbienen: „Fast zwei Drittel der in Deutschland vorkommenden etwa 560 Arten sind in ihrem Bestand bedroht, einige bereits ausgestorben“, weiß Dr. Lutz Popp.

Auch die Mitglieder des BLGL merken den Rückgang der Biodiversität in ihren eigenen Gärten, wie eine aktuelle Umfrage zeigt: 82 Prozent der in dem Verband organisierten Hobbygärtner stellen klimabedingte Veränderungen fest, wie Artenverlust – insbesondere bei Insekten –, die Zunahme invasiver Tier- und Pflanzenarten, veränderte Anbaubedingungen sowie immer häufigere Trockenheits- und Dürreperioden, aber auch Unwetterereignisse. Umso mehr Wert legen die BLGL-Mitglieder auf Naturnähe: Fast 95 Prozent von ihnen setzen in ihren Gärten auf Maßnahmen, die den Folgen des Klimawandels entgegenwirken sollen.

Naturnahe Gärten fördern die Artenvielfalt
Naturgärten leisten einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität. Sie bieten zahlreichen Tieren und Pflanzen Lebensräume, die sie in der freien Natur immer seltener vorfinden. „Dabei bedeutet ‚naturnah‘ nicht, Blumen, Stauden und Wiesenflächen unkontrolliert wuchern zu lassen“, so Dr. Popp.
„Stattdessen geht es darum, möglichst viele verschiedene Lebensräume für einheimische, an die lokalen Boden- und Klimabedingungen angepasste Tier- und Pflanzenarten zu gestalten. Je vielfältiger der Naturgarten, desto mehr Artenvielfalt.“

Blumenwiese statt Rasenfläche
Ein Naturgarten setzt sich üblicherweise aus vier verschiedenen Strukturelementen zusammen: Ein wichtiger Bestandteil ist neben Staudenbeeten, Sträuchern und Hecken sowie Laubbäumen eine Wildblumenwiese mit heimischen Wiesengräsern, Kräutern und Wiesenleguminosen. „Eine Blumenwiese gehört zu den artenreichsten Lebensräumen überhaupt“, erklärt der Gartenbauexperte vom BLGL.

„Zahlreiche Insekten und Vögel finden in der Blütenschicht Nahrung in Form von Pollen, Nektar und Samen. Die Blatt- und Stängelschicht bietet unter anderem Heuschrecken, Spinnen und Schmetterlingsraupen Lebensräume, in der Streuschicht leben Laufkäfer, Asseln, Weberknechte und viele weitere kleine Organismen. Und die Bedingungen in der tief verwurzelten Bodenschicht sind ideal für zahlreiche Bodenlebewesen.“

Vor allem die artbedingt teils sehr wählerischen Wildbienen sind zwingend auf bestimmte heimische Wiesenblumen angewiesen, um ihren Pollenhunger zu stillen. Rasenflächen hingegen beherbergen nur wenige Pflanzen- und Tierarten und sind als Lebensraum von geringer Bedeutung. Es gilt daher: Rasen und auch Wege nur dort anlegen, wo es wirklich notwendig ist.

Vielfältige und artgerechte Bepflanzung
Eine vielfältige Bepflanzung ist im Naturgarten besonders wichtig. Hobbygärtnern steht dafür eine Vielzahl an heimischen Pflanzenarten zur Verfügung, mit unterschiedlichen Wuchs- und Blütenformen und in unzähligen Farbvarianten. „So bieten etwa Stauden fast unerschöpfliche Kombinationsmöglichkeiten bei der Gartengestaltung“, weiß Dr. Popp.
„Darüber hinaus stellen sie Insekten, Vögeln und Kleintieren Nahrung sowie Nistgelegenheiten bereit.“ Hobbygärtner sollten bei der Gartengestaltung auf heimische, an die lokalen Bedingungen angepasste Pflanzen sowie eine Mischung aus alten Sorten und weiterentwickelten Züchtungen setzen.

Beikraut hingegen darf im naturnahen Garten wachsen. Auch wenn es nicht immer ansprechend aussieht, viele Tiere wissen es als Nahrung und Eiablageort zu schätzen. Ein weiterer Tipp des Gartenbauexperten: Lang blühende Beete versorgen Wildbienen und Co. fast das ganze Jahr über mit Nahrung.

Er empfiehlt Hobbygärtnern daher, auch Frühblüher wie Krokus und Schneeglöckchen sowie spätblühende Kräuter und Gemüsepflanzen – etwa Berg-Bohnenkraut – zu integrieren. Sie blühen bis weit in den Herbst hinein und dienen auch gegen Jahresende noch als Nahrungsquelle. Gewächse wie Efeu und Herbstzeitlose blühen bis Oktober, Schneeheide sogar im Winter.

Neben einheimischen (Wild-)Pflanzen gehören auch Totholz, Natursteine, Trockenmauern oder Sandböden in einen echten Naturgarten. „Sie sorgen nicht nur für Vielfalt, sondern bieten Tieren und Pflanzen zusätzliche Lebensräume“, so Dr. Popp. „Gleiches gilt für Wasserstellen wie einen Gartenteich. Selbst kleine Wasserflächen wie eine gefüllte Keramikschale können wertvoll sein, etwa als Tränke oder Badeplatz für Vögel.“

Natürlicher Pflanzenschutz und geringer Pflegeaufwand
Hobbygärtner, die die Grundvoraussetzungen für erfolgreiches Gärtnern – wie standortgerechte Pflanzenwahl, Bodenpflege und Förderung von Nützlingen – beachten, belohnt ein Naturgarten mit einem vergleichsweise geringen Pflegeaufwand. „Es kommt einem naturnahen Garten zugute, wenn Mahd und organische Düngung nur sehr dosiert erfolgen. Auch das Zurückschneiden sämtlicher Pflanzen vor dem Winter ist nicht notwendig und eher kontraproduktiv. Denn die Stängel vieler Stauden dienen Insekten wie Wildbienen als Winterquartier“, rät der Experte vom BLGL.

Sein Fazit: „Jede naturnahe Gartenfläche trägt zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bei. Auch in kleinen Gärten ist es möglich, durch einfache Einzelmaßnahmen das Lebensraumangebot für Tiere und Pflanzen zu erhöhen – und so einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Biodiversität zu leisten.“

Adobe InDesign: Bildungsurlaub an der Volkshochschule
Die VHS bietet einen viertägigen Kurs mit 32 Unterrichtsstunden für die Software Adobe InDesign an. Das Seminar findet von Montag, 2. Juni, bis Donnerstag, 5. Juni, jeweils von 9 bis 16 Uhr in der VHS Duisburg-Nord, Parallelstraße 7, in Hamborn statt. Interessierte können die Techniken zur Gestaltung von Broschüren, Prospekten, Flyern, Plakaten oder Anzeigen vom Aufbau einzelner Seiten bis hin zu umfangreichen Dokumenten für den Druck oder das E-Publishing erlernen.

Sichere Windows-Kenntnisse sind notwendig. Der Intensivkurs ist als Bildungsurlaub nach dem ArbeitnehmerWeiterbildungsgesetz von Nordrhein-Westfalen anerkannt. Zielgruppe sind auch Selbstständige, die eigene Werbemittel herstellen möchten. Alle anderen Interessierten sind ebenfalls willkommen.

Der Kurs kostet 184 Euro, Ermäßigungen sind unter bestimmten Umständen möglich. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich, die über die Homepage der VHS www.vhs-duisburg.de erfolgen kann. Weitere Informationen gibt es bei Eva Fastabend telefonisch unter 0203 283-4326 oder per E-Mail an e.fastabend@stadt-duisburg.de.

Wissensbissen: Android für Einsteiger
Um den Umgang mit dem eigenen Android-Handy zu erlernen, bietet die VHS Duisburg dreistündige Kurse zu den Schwerpunkten Bedienung, WLAN, Apps und Kommunikation an. In einer Kleingruppe machen sich Teilnehmende mit geringen Vorkenntnissen mit dem eigenen Smartphone vertraut und können Fragen zu den Funktionsweisen stellen. Die Kurse sind einzeln buchbar und kosten 17 Euro.

Thema am Mittwoch, 11. Juni ist die allgemeine Bedienung und WLAN. Am Mittwoch, 18. Juni, stehen Apps auf dem Stundenplan, am 25.Juni das Thema Kommunikation. Alle Kurse finden vormittags von 10 bis 12.15 Uhr in der VHS Stadtmitte, Steinsche Gasse 26, statt. Eine vorherige Anmeldung ist notwendig.

Man kann sich online über die Homepage der VHS Duisburg www.vhs-duisburg.de oder in den Geschäftsstellen der VHS anmelden. Weitere Informationen gibt es bei Eva Fastabend telefonisch unter 0203 283- 4326 oder per E-Mail an e.fastabend@stadt-duisburg.de.

Hospizzentrum St. Raphael: Infoveranstaltung zum Ehrenamt in der Malteser Hospizarbeit
Duisburg-Huckingen. In der Malteser Hospizarbeit für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gibt es vielfältige Möglichkeiten, ehrenamtlich Zeit zu schenken und lebensbegrenzt erkrankte Menschen und ihre Angehörigen zu begleiten. „Viele Menschen spüren aufgrund eigener Erfahrungen schon länger den Impuls, sich im Bereich der Hospizarbeit zu engagieren.“, sagt Claudia Strachowitz, Verantwortliche für das Ehrenamt im Hospizzentrum.

Die Infoveranstaltung am Dienstag, 10. Juni um 18 Uhr im Malteser Hospizzentrum St. Raphael in der Remberger Str. 36 in 47259 Duisburg-Huckingen bietet Raum, die Einsatzmöglichkeiten für Ehrenamtliche kennenzulernen, Fragen loszuwerden und Klarheit zu finden, ob eine solche Aufgabe in Frage kommt.

Der Vorbereitungskurs für Ehrenamtliche, der im September zum 30. Mal auf der rechten Rheinseite startet, befähigt die Teilnehmenden, Patientinnen und Patienten des Malteser Hospizzentrums St. Raphael und ihre Zugehörigen gut zu begleiten. Weitere Informationen und Anmeldung bei Christina Jakubiak, E-Mail: christina.jakubiak@malteser.org, Tel. 0203 60852010.

Handverlesen | Jost Baum - Palmen an der Ruhr  
Das Ruhrgebiet in der Zukunft. Der Kemnader Stausee ist nur noch ein Tümpel, das Land ist ausgedörrt, eine tropische Vegetation macht sich breit. Obdachlose Plünderer leben in den zerstörten Städten, die von einem ominösen Heimatschutz in Schach gehalten werden.

Ein Warlord, mit dem Regierungssitz in Düsseldorf, beherrscht die Region. Eine Söldnertruppe garantieren, dass das schwarze Gold aus unendlichen Tiefen gefördert wird, denn das Ruhrgebiet ist von jeglicher anderer Energieversorgung abgeschnitten.  

Harry Marchewsky, Boss eines Drogenrings, hat die notwendigen Kontakte, um für den dringend benötigten Nachschub an Opium zu sorgen, der die Bergarbeiter bei Laune hält. Der Chef des Heimatschutzes hat große Pläne. Raffgier treibt Kaltenbrunner an, und Harry Marchwesky ist ihm ein Dorn im Auge.

Marlene und Leo, der schwarze Panther und die Ökoaktivistin, die als Selbstversorgerin versteckt in einem Bunker lebt, geraten zwischen die Fronten des Krieges, der um den Besitz der Drogen entbrennt.  

Handverlesen | Jost Baum - Palmen an der Ruhr Donnerstag, 22. Mai 2025, 19:00 Uhr Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort Eintritt frei(willig) - Hutveranstaltung

Günter Baby Sommer / Michel Godard  
Günter Baby Sommer ist einer der bedeutendsten Vertreter des Zeitgenössischen europäischen Jazz, welcher mit einem hoch individualisierten Schlaginstrumentarium zugleich eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat. Sommer wurde 1943 in Dresden geboren und studierte an der Hochschule für Musik, Carl Maria von Weber‘.

Seine musikalischen Beiträge zu den wichtigsten Jazzgruppen der DDR wie dem Ernst-Ludwig-Petrowksy-Trio, dem Zentralquartett und der Ulrich Gumpert Workshopband ermöglichten Sommer den Einstieg in die internationale Szene. So arbeite Sommer nicht nur im Trio mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald sondern traf mit so wichtigen Spielern wie Peter Brötzmann, Fred van Hove, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker und Cecil Taylor zusammen.

Sommers Solospiel sensibilisierte ihn für Kolloborationen mit Schriftstellern wie Günter Grass. Sommers Diskografie umfasst über 100 Audio-Datenträger. Als Professor an der Musikhochschule in Dresden nimmt er Einfluss auf die professionelle Vermittlung des Zeitgenössischen Jazz an die nachfolgenden Generationen.  

Michel Godard - Als Schöpfer und Forscher weckt, findet und webt Michel Godard Verbindungen zwischen den Jahrhunderten und den Musikkulturen. Natürlich durch die Praxis der Improvisation und ihre Codes, aber auch durch die vielfältigen Begegnungen mit Musikern aus aller Welt. Als klassischer Tubist, bevor er zum unumgänglichen Tubisten der europäischen Jazz-Ensembles wurde, fand er ein völlig vergessenes Instrument wieder, das er am CNSM in Paris unterrichtete und das zufällig der Vorläufer der Tuba ist: die Schlange.

Heute ist sein Schaffen diese Alchemie, die aus den Edelmetallen der verschiedenen musikalischen Kulturen, die ihn bewohnen, gebildet wird. Michel Godard teilt eine zeitlose Musik; er ist ein multidimensionaler Musiker, der neuen Generationen von Forschern und Schöpfern neue Perspektiven eröffnet.  

Günter Baby Sommer / Michel Godard Freitag 23. Mai 2025 | 20:00 Uhr Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort Eintritt frei! /// Um Spenden wird gebeten! Veranstalter: KULTURPROJEKTE NIEDERRHEIN e.V. und Deutsch-Französische Gesellschaft Duisburg e.V.  

AUSGERUFEN | Rever  
Rever macht next-level Indie-Rock mit Pop-Elementen. Nach einer ersten EP und fünf veröffentlichten Singles folgt 2025 das erste Album der Band. Ihr Sound lebt von einer weiblichen Power- Leadstimme und imposanten Riffs. Hauptsache, es macht Bock.

Beim Konzert im Das PLUS am Neumarkt sind sie als Trio Unplugged unterwegs mit: Christina Holderer - Gesang Benedict Wulf - Gitarre Lennart Kaeten - Gitarre   AUSGERUFEN | Rever Samstag, 24. Mai 2025, 20 Uhr Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort Eintritt frei(willig) - Hutveranstaltung


Sonntagskonzerte im Volkspark Rheinhausen
Sie spielen Elvis, Chuck Berry und Jerry Lee Lewis im Originalsound – und dazu wird getanzt. Die 50er-Jahre sind zurück, zumindest für einen Nachmittag. Und das alles in Rheinhausen, im Musikpavillon im Volkspark, Gartenstraße 14. Das Ensemble „The Good Times – finest Roll and Roll“ eröffnet am 1. Juni ab 15 Uhr die Sonntagskonzert-Saison. Bis zum 17. August gastieren Woche für Woche wechselnde Künstlerinnen und Künstler – bei freiem Eintritt.

Unterstützt wird die Konzertsaison vom Bauverein Rheinhausen und vom Förderverein für Kultur- und Brauchtumspflege Rheinhausens & Rumeln-Kaldenhausens. Bezirksbürgermeisterin Elisabeth Liß wird das Publikum begrüßen. Sie betont: „Musik verbindet Menschen. Die von den Kulturbetrieben Duisburg organisierte Freiluftkonzertreihe ist über die Jahre zu einem festen Bestandteil des Veranstaltungskalenders geworden.

Wahre Freunde im Musikpavillon ©Stadt Duisburg


Das liegt nicht zuletzt an der mitreißenden Atmosphäre, dem zugewandten Miteinander und den starken Künstlerinnen und Künstlern, die hier performen. Bemerkenswert ist, dass die Konzerte von dem treuen Publikum leben, welches mich schon Anfang des Jahres fragt, wann es losgeht.“ Das Repertoire verbindet Generationen. Es geht von Volksliedern („Treue Bergvagabunden“) über Märsche, Walzer und Evergreens („BSW Musikcorps Hohenbudberg 1973“) bis hin zu Klassikern („Männer- und Frauenchor Rumeln“), Schlager, Pop und Musicalsongs („1. Akkordeon-Orchester Rheinhausen 1950 e.V“).

©Bläsersymphonie Abtei Hamborn

Die „Heyberg-Musikanten“ und „Die Bergsteirer“ holen Tiroler Lieder direkt aus den Bergen nach Duisburg. Das musikalische Konzept macht den besonderen Reiz aus: Dass die Bands etliche Genres bedienen, hat die Bläsersymphonie Abtei Hamborn überzeugt, erstmals bei den Sonntagskonzerten in Rheinhausen dabei zu sein. Frank Schlimbach, Vorsitzender der Bläsersymphonie, verrät: „Uns gibt es erst seit 2020, aber inzwischen zählen wir 40 Orchestermitglieder.“

Ein weiterer Neuzuwachs ist der Shanty Chor Duisburg-WSP NRW: „Mit uns kann sich das Publikum in die Ferne träumen. Denn wir singen von unzähligen Häfen, von Wellen, Wind und Meer. Und von früher. Das weckt Erinnerungen“, erklärt Karl Blagi, der mit seinem Ensemble wöchentlich probt. Wer nicht genug von Musik bekommt, sollte sich außerdem den Samstag, 24. Mai, vormerken. Dann treten von 12 bis 19 Uhr verschiedene Chöre für das Event „Musical Kids“ auf.

Außerdem präsentiert das Institut für Popularmusik in Rheinhausen am Samstag, 28. Juni, von 16 bis 18 Uhr seine Big Bands, und am Samstag, 5. Juli, zur selben Uhrzeit spielen Orchester und Ensemble des Institus. Der Eintritt ist jeweils frei.

Termin-Übersicht


01.06.2025 – The Good Times – finest Rock and Roll
08.06.2025 – Treue Bergvagabunden
15.06.2025 – BSW Musikcorps Hohenbudberg 1973
22.06.2025 – Männer- und Frauenchor Rumeln
29.06.2025 – 1. Akkordeon-Orchester Rheinhausen 1950 e.V.
06.07.2025 – Musikvereinigung Du-West DSB e.V.
13.07.2025 – Bläsersymphonie der Abtei Hamborn
20.07.2025 – Hafenchor Duisburg
27.07.2025 – Shanty Chor Duisburg-WSP NRW
03.08.2025 – Musikgruppe „Wahre Freunde“
10.08.2025 – „Heyberg-Musikanten“ 17.08.2025 – Die Bergsteirer Aktuelle
Informationen gibt es im Internet unter: https://www.facebook.com/SonntagskonzerteRheinhausen/





NRW: Zehnjahresvergleich zeigt Preisanstiege für Kraftstoffe und Preisrückgänge im öffentlichen Nahverkehr
* Aktueller Trend: Im April 2025 wurden Kraftstoffe um 9,2 % günstiger angeboten als ein Jahr zuvor
* ÖPNV war u. a. durch Preiserhöhung des Deutschlandtickets um 10,7 % teurer

Die Kraftstoffpreise in Nordrhein-Westfalen sind zwischen April 2024 und April 2025 um 9,2 % gesunken. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurde Superbenzin um 9,5 % und Diesel um 8,7 % günstiger angeboten als im entsprechenden Vorjahresmonat. In den vergangenen zehn Jahren stiegen die Preise für Kraftstoffe insgesamt um 33,7 % an. Ein deutlicher Anstieg war dabei mit 40,7 % zwischen den Jahren 2020 und 2024 erkennbar.

Zu Beginn der Coronapandemie im Jahr 2020 gingen die Kraftstoffpreise, u. a. aufgrund der temporären Mehrwertsteuersenkung zwischen dem 1. Juli und 31. Dezember, zunächst zurück. Bis zum Beginn des Ukrainekriegs im Februar 2022 stiegen sie nahezu kontinuierlich an. Einen Preissprung gab es zwischen Februar und März 2022. Der sogenannte Tankrabatt (Senkung der Energiesteuer zwischen dem 1. Juni und 31. August) führte zu sinkenden Kraftstoffpreisen im Sommer 2022. Dieser Trend hält, mit einigen Schwankungen, seitdem an.

Preisanstiege im öffentlichen Personennahverkehr
Die Preise für Verbundtickets (Einzel-, Mehrfach- und Zeitfahrkarten), die die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel wie Bus, U-Bahn oder Regionalzug ermöglichen (sogenannte kombinierte Personenbeförderungsleistungen, kurz: ÖPNV) sind zwischen April 2024 und April 2025 um 10,7 % gestiegen.

Dieser Anstieg ist u. a. auf die Preiserhöhung des Deutschlandtickets Anfang dieses Jahres zurückzuführen. Insgesamt sind die Preise für den ÖPNV in den letzten zehn Jahren (2015 bis 2024) um 13,6 % gesunken, Bahntickets für den Nah- und Fernverkehr wurden im selben Zeitraum um 9,7 % günstiger.

Zwischen den Jahren 2015 und 2019 stiegen die Preise für den ÖPNV und die Bahn, in den Folgejahren sanken die Ticketpreise. Preisprägend waren dabei das sogenannte 9-Euro-Ticket, das zwischen dem 1. Juni und 31. August 2022 angeboten wurde, sowie die Einführung des Deutschlandtickets im Mai 2023.



Erwerbstätigkeit im 1. Quartal 2025 weiterhin leicht rückläufig
Anstiege in den Dienstleistungsbereichen kompensieren nicht mehr die Rückgänge im Produzierenden Gewerbe und im Baugewerbe Erwerbstätige mit Arbeitsort in Deutschland,
1. Quartal 2025 0,0 % zum Vorquartal (saisonbereinigt) -0,9 % zum Vorquartal (nicht saisonbereinigt) -0,1 % zum Vorjahresquartal

Im 1. Quartal 2025 waren rund 45,8 Millionen Menschen in Deutschland erwerbstätig. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank die Erwerbstätigenzahl im Vergleich zum Vorquartal saisonbereinigt geringfügig um 7 000 Personen (0,0 %). Damit sank die saisonbereinigte Erwerbstätigenzahl bereits im dritten Quartal in Folge, nach Rückgängen um 12 000 Personen (0,0 %) im 4. Quartal 2024 und um 51 000 Personen (-0,1 %) im 3. Quartal 2024.



Ohne Bereinigung um saisonale Effekte ging die Zahl der Erwerbstätigen im 1. Quartal 2025 gegenüber dem 4. Quartal 2024 um 431 000 Personen oder 0,9 % zurück. Zwar ist ein Rückgang der Erwerbstätigkeit im 1. Quartal eines Jahres saisonal üblich. Im Jahr 2025 fiel die Abnahme zu Jahresbeginn allerdings deutlich stärker aus als im Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2024 (-316 000 Personen; -0,7 %).

Erwerbstätigkeit unter dem Vorjahresniveau

Verglichen mit dem 1. Quartal 2024 sank die Zahl der Erwerbstätigen im 1. Quartal 2025 um 60 000 Personen (-0,1 %). Der Beschäftigungsanstieg im Vorjahresvergleich hatte seinen Höhepunkt nach der Corona-Krise im 2. Quartal 2022 (+717 000 Personen; +1,6 %). Danach flachte der Beschäftigungszuwachs immer weiter ab. Im 3. Quartal 2024 war das Vorjahresniveau nur noch um 26 000 Personen (+0,1 %) überschritten worden. Im 4. Quartal 2024 war dann erstmals seit dem 1. Quartal 2021 ein Rückgang zu verzeichnen (-19 000 Personen; 0,0 %), der sich nun im 1. Quartal 2025 fortsetzte.

Beschäftigungszuwächse ausschließlich in Dienstleistungsbereichen

Während im 1. Quartal 2025 die Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahresquartal in den Dienstleistungsbereichen noch wuchs (+107 000 Personen; +0,3 %), sank außerhalb der Dienstleistungsbereiche die Erwerbstätigkeit um insgesamt 167 000 Personen (-1,5 %). Dabei entwickelte sich die Beschäftigung innerhalb der Dienstleistungsbereiche durchaus unterschiedlich: Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit setzte seinen langjährigen Aufwärtstrend fort und wuchs kräftig um 192 000 Personen (+1,6 %). Die absolut zweitgrößte, aber ungleich geringere Zunahme innerhalb der Dienstleistungsbereiche im 1. Quartal 2025 verzeichnete der Bereich Finanz- und Versicherungsdienstleister mit +17 000 Personen (+1,6 %). Bei den Sonstigen Dienstleistungen (unter anderem Verbände und Interessenvertretungen) war ein geringes Plus von 7 000 Personen (+0,2 %) zu verzeichnen. Dagegen sank im Bereich Information und Kommunikation die Zahl der Erwerbstätigen weiter um 7 000 Personen (-0,4 %). Hier war im 3. Quartal 2024 der seit dem 4. Quartal 2015 und über die Corona-Krise hinweg anhaltende Beschäftigungsaufbau zu Ende gegangen. Im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe vergrößerte sich das Minus auf 29 000 Personen (-0,3 %). Bei den Unternehmensdienstleistern, zu denen auch der Bereich Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften gehört, sank die Zahl der Beschäftigten um 75 000 Personen (-1,2 %) und damit fast genauso stark wie im 4. Quartal 2024.

Abwärtstrend im Produzierenden Gewerbe setzt sich fort
Im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging die Erwerbstätigenzahl im 1. Quartal 2025 gegenüber dem Vorjahresquartal weiter kräftig zurück (-127 000 Personen; -1,6 %). Im Baugewerbe sank die Beschäftigung im 1. Quartal 2025 ebenfalls, und zwar um 34 000 Personen (-1,3 %) und in der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei nahm sie um 6 000 Personen (-1,1 %) ab.

Mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, weniger Selbstständige
Dass die Erwerbstätigkeit gegenüber dem Vorjahresquartal nicht noch weiter zurückging, lag erneut maßgeblich an der positiven Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Beschäftigungsverluste gab es hingegen bei der Zahl der Beschäftigten mit ausschließlich marginalen Tätigkeiten (geringfügig entlohnte und kurzfristig Beschäftigte sowie Personen in Arbeitsgelegenheiten).

Insgesamt erhöhte sich die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im 1. Quartal 2025 im Vergleich zum 1. Quartal 2024 leicht um 29 000 (+0,1 %) auf 42,1 Millionen Personen. Dagegen ging die Zahl der Selbstständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger weiter zurück. Ihre Zahl sank im Vorjahresvergleich um 89 000 Personen (-2,3 %) auf 3,7 Millionen.

Arbeitsvolumen steigt um 0,2 %
Die durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person erhöhten sich nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im 1. Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,4 % auf 341,8 Stunden. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also das Produkt aus der gesunkenen Erwerbstätigenzahl und den gestiegenen geleisteten Stunden je erwerbstätiger Person – nahm im gleichen Zeitraum um 0,2 % auf 15,7 Milliarden Stunden zu.

Erwerbstätigenzahlen in der EU
Nach Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat vom 15. Mai 2025 stieg die nach europäisch harmonisierten Methoden berechnete Erwerbstätigkeit im 1. Quartal 2025 in den 27 Staaten der Europäischen Union (EU) durchschnittlich um 0,6 % und im Euroraum um 0,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal.