'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


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Freitag, 23. Mai 2025

Nach ernüchternden Wohnungsbauzahlen: Bundesbauministerium will zügig einen Wohnungsbauturbo vorlegen
Zu den am 23. Mai vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Fertigstellungszahlen im Wohnungsbau 2024 erklärt Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen:
„In Deutschland wird zu wenig und zu langsam gebaut. Im vergangenen Jahr wurden knapp 252.000 Wohnungen errichtet – ein Rückgang von über 42.000 Wohnungen gegenüber 2023. Das ist auch ein Resultat der ungünstigen Umstände und Rahmenbedingungen. Zudem sind Genehmigungsverfahren zu kompliziert und langwierig, Baukosten zu hoch und Förderbedingungen zu undurchsichtig.

Was wir jetzt brauchen, ist ein Dreiklang aus Tempo, Technologie und Toleranz, um wieder Schwung in den Wohnungsmarkt zu bringen und auch den Bauüberhang von rund 760.000 genehmigten, aber noch nicht fertig gebauten Wohnungen, zu aktivieren. Wir werden zügig einen Wohnungsbauturbo vorlegen, steuerliche Anreize verbessern und Neubauförderprogramme radikal vereinfachen. Gleichzeitig setzen wir die soziale Wohnraumförderung auf Rekordniveau fort. Um Baukosten zu senken, werden wir die Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen und auf serielles und modulares Bauen setzen, denn das ist die Zukunft.

All das wird nur funktionieren, wenn wir auch bauen wollen und Bauen und Stadtentwicklung als Chance für die Gesellschaft begreifen. Ich möchte, dass der Friseur, die Busfahrerin, die junge Familie oder der alleinlebende Rentner auch die passende Wohnung finden. Dafür müssen die Bagger wieder rollen und wir müssen bauen, bauen, bauen. Und das zu bezahlbaren Preisen.“


14,4 % weniger fertiggestellte Wohnungen im Jahr 2024
• Insgesamt 251 900 Wohnungen fertiggestellt – Rückgang im Neubau bei allen Gebäudearten außer Wohnheimen
• Bauüberhang verringert sich auf 759 700 genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen zum Jahresende 2024, davon 330 000 bereits im Bau
• Durchschnittliche Dauer zwischen Baugenehmigung und Fertigstellung eines Wohngebäudes seit 2020 um 6 Monate verlängert

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 251 900 Wohnungen gebaut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 14,4 % oder 42 500 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Das war der erste deutliche Rückgang, nachdem die Zahl fertiggestellter Wohnungen in den Jahren 2021 bis 2023 jeweils um 294 000 gelegen hatte. Zuvor war die Zahl neuer Wohnungen von ihrem Tiefststand von 159 000 im Jahr 2009 bis auf den bisherigen Höchststand von 306 400 im Jahr 2020 gestiegen. In diesen Ergebnissen sind sowohl Wohnungen in neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden als auch neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.




Besonders starke Rückgänge bei neuen Ein- und Zweifamilienhäusern
Von den im Jahr 2024 fertiggestellten Wohnungen befanden sich 215 900 in neu errichteten Wohngebäuden. Das waren 16,1 % oder 41 400 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Besonders starke Rückgänge gab es bei den meist von Privatpersonen errichteten Ein- und Zweifamilienhäusern: Mit 54 500 Einfamilienhäusern wurden 22,1 % oder 15 400 weniger fertiggestellt als im Vorjahr.

Die Zahl neuer Wohnungen in Zweifamilienhäusern fiel um 26,2 % oder 6 300 auf 17 600. In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten und vor allem von Unternehmen gebauten Gebäudeart, wurden 135 300 Neubauwohnungen geschaffen, das waren 13,4 % oder 21 000 weniger als im Jahr 2023. In neu errichteten Wohnheimen stieg die Zahl fertiggestellter Wohnungen dagegen um 17,6 % oder 1 300 auf 8 500.

In neuen Nichtwohngebäuden entstanden 4 800 Wohnungen und damit 15,0 % oder 800 weniger als im Vorjahr. Nach Bauherrengruppen betrachtet entfielen von den im Jahr 2024 fertiggestellten Neubauwohnungen 112 500 auf Unternehmen (-11,8 % oder -15 100 zum Vorjahr) und 95 400 auf Privatpersonen (-20,4 % oder -24 500).

Von Trägern der öffentlichen Hand wurden 9 500 Neubauwohnungen fertiggestellt (-20,5 % oder -2 500). Die Zahl fertiggestellter Wohnungen in bereits bestehenden Wohngebäuden blieb im Jahr 2024 mit 30 300 gegenüber dem Vorjahr konstant.

Durchschnittlich 26 Monate von der Genehmigung bis zur Fertigstellung im Neubau
Die durchschnittliche Abwicklungsdauer von Neubauwohnungen in Wohngebäuden, also die Zeit von der Genehmigungserteilung bis zur Fertigstellung, hat sich bei den im Jahr 2024 fertiggestellten Wohngebäuden auf 26 Monate weiter verlängert. Im Jahr 2023 hatte der Bau einer Wohnung noch 24 Monate gedauert, im Jahr 2020 lediglich 20 Monate.

Neubauwohnungen mit durchschnittlich 96,2 Quadratmetern Wohnfläche Eine Neubauwohnung – von der Einzimmerwohnung bis zum Einfamilienhaus – hatte im Jahr 2024 eine durchschnittliche Wohnfläche von 96,2 Quadratmetern. Damit hielt der Trend zu kleineren Wohnungen an. Die bisher größte Wohnfläche je Wohnung war im Jahr 2007 mit 116,4 Quadratmetern gemessen worden, seitdem nahm die durchschnittliche Wohnungsgröße tendenziell ab.

Bauüberhang verringert sich im zweiten Jahr in Folge
Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen fiel im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 17,1 % auf 215 300 und war damit deutlich geringer als die Zahl der fertiggestellten Wohnungen.

Dadurch ging die als Bauüberhang bezeichnete Zahl bereits genehmigter, aber noch nicht fertiggestellter Wohnungen im Vorjahresvergleich im zweiten Jahr in Folge zurück, und zwar um 67 000 auf 759 700 Wohnungen zum Jahresende 2024. Davon befanden sich 330 000 Wohnungen bereits im Bau (179 200 Wohnungen waren "unter Dach" beziehungsweise im Rohbau fertiggestellt).

Der bisher höchste Bauüberhang war im Jahr 1995 mit 928 500 Wohnungen gemessen worden. 29 000 erloschene Baugenehmigungen für Wohnungen im Jahr 2024 Der Rückgang des Bauüberhangs ist auch auf die hohe Zahl erloschener Baugenehmigungen zurückzuführen, bei denen in der Regel die mehrjährige Gültigkeitsdauer der Genehmigung abgelaufen ist.

Im Jahr 2024 erloschen 29 000 Baugenehmigungen, das war der höchste Wert seit 2002 und ein Anstieg um rund ein Viertel gegenüber den Vorjahren (2023: 22 700; 2022: 22 800). Zur Anzahl der im Bauüberhang enthaltenen Bauvorhaben, deren Genehmigung zwar noch nicht erloschen sind, die aber nicht mehr weiterverfolgt werden, liegen keine Informationen vor.

7,3 % weniger umbauter Raum bei Nichtwohngebäuden Auch die Bauaktivität bei Nichtwohngebäuden ist im Jahr 2024 deutlich zurückgegangen. Nichtwohngebäude sind zum Beispiel Fabrikgebäude und Lagerhallen, Büro- und Verwaltungsgebäude oder landwirtschaftliche Betriebsgebäude.

Der zentrale Indikator für die Bauaktivität bei Nichtwohngebäuden ist der umbaute Raum. Bei den im Jahr 2024 fertiggestellten Nichtwohngebäuden verringerte sich der umbaute Raum gegenüber dem Jahr 2023 um 7,3 % auf 177,7 Millionen Kubikmeter. Besonders stark war der Rückgang bei den Handels- und Warenlagergebäuden mit -20,3 % beziehungsweise -12,9 %.


Die DVG macht Platz für Schützen  
Von Freitag, 23. Mai, bis Sonntag, 25. Mai, finden in Duisburg-Serm Schützenumzüge statt. Deshalb weicht die DVG zeitweise auf eine Umleitungsstrecke aus.  

Verfahrenslotsen unterstützen junge Menschen bei der Eingliederungshilfe
Nicht alle finden sich im komplexen System der Eingliederungs- und Jugendhilfe problemlos zurecht. Umso wichtiger ist eine kompetente und verlässliche Unterstützung: Die Verfahrenslotsen der Stadt Duisburg – spezialisierte Fachkräfte im Jugendamt – begleiten junge Menschen mit (drohenden) Behinderungen und ihre Familien auf dem Weg zur passenden Hilfe.

Die Verfahrenslotsen informieren über individuelle Leistungsansprüche, beraten umfassend und stehen auf Wunsch bei Behördengängen, Antragsverfahren, Widersprüchen oder Konflikten mit Leistungsträgern, Ämtern und anderen Einrichtungen zur Seite. Ziel ist es, Familien spürbar zu entlasten und den Zugang zu notwendigen Unterstützungsangeboten zu erleichtern.

Im Mittelpunkt steht dabei die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung – von der medizinischen Rehabilitation (z. B. Sprachtherapie, Frühförderung) über Hilfen zur schulischen oder beruflichen Bildung (etwa Schul- oder Studienassistenz) bis hin zur Unterstützung im Alltag und bei der Mobilität. Die Beratung durch die Verfahrenslotsen ist kostenfrei und kann flexibel erfolgen – persönlich, telefonisch, per Videokonferenz oder E-Mail.

Die barrierefrei erreichbaren Büros befinden sich in der Obermauerstraße 1–3 in Duisburg-Mitte. Offene telefonische Sprechzeiten bietet das Team unter 0203/283-7847 immer montags und freitags von 10 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 12 bis 16 Uhr an. Außerhalb dieser Zeiten können ebenfalls individuelle Termine vereinbart werden – auch außerhalb der Dienststelle. Schriftliche Anfragen sind per E-Mail an verfahrenslotsen@stadt-duisburg.de zu richten.

Weitere Informationen gibt es online auf der städtischen Internetseite unter www.duisburg.de/verfahrenslotsen.

Verfahrenslotsen v.l.: Christina Gemerzki, Peter Zeyen, Milena Höltgen und Mirko Greifenberg. Die Verfahrenslotsen helfen sich im oft komplizierten System der Eingliederungshilfe und Jugendhilfe zurechtzufinden. Sie klären über Ansprüche und Leistungen auf, beraten individuell und begleiten auf Wunsch bei Behördengängen, Antragsstellungen, Widerspruchsverfahren oder Konflikten mit unterschiedlichen Trägern, Ämtern und weiteren Einrichtungen. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

Mehr Naturschutz im Ruhrgebiet: RVR Ruhr Grün schafft sechs neue Bundesfreiwilligendienst-Stellen
Der Eigenbetrieb Ruhr Grün des Regionalverbandes Ruhr (RVR) erweitert sein Engagement für den Naturschutz und schafft sechs neue Stellen im Bundesfreiwilligendienst (BFD). Die BFD-Plätze bieten Naturbegeisterten die Chance, aktiv zum Erhalt der biologischen Vielfalt im Ruhrgebiet beizutragen. Die Freiwilligen werden unter anderem bei Projekten zur Wald- und Gewässerpflege sowie beim Schutz bedrohter Arten mitwirken.

Die Arbeit bietet einen umfassenden Einblick in die vielfältigen ökologischen Aufgaben des RVR und ermöglicht wertvolle Praxiserfahrung im Naturschutz. "Mit den zusätzlichen Bundesfreiwilligendienst-Stellen geben wir mehr Menschen die Möglichkeit, praktische Erfahrungen im Naturschutz zu sammeln und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität unserer Region zu leisten.

Dies ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zur grünsten Industrieregion ", betont Carsten Uhlenbrock, Betriebsleiter von RVR Ruhr Grün. Der Bundesfreiwilligendienst beginnt am 1. August 2025. Interessierte können sich ab sofort auf der RVR-Karriereseite bewerben: https://www.rvr.ruhr/politik-regionalverband/ueber-uns/startseite-karriere/  - idr

Verwaltungsvereinbarung zur Städtebauförderung in Kraft getreten: Städtebauliche Investitionen mit 790 Mio. Euro können starten
Die Städtebauförderung steht für starke Quartiere, ein attraktives Lebensumfeld und ein gutes Miteinander in der Nachbarschaft. Seit über 50 Jahren leisten Bund, Länder und Kommunen mit der Städtebauförderung einen maßgeblichen Beitrag zu lebenswerten Quartieren für die Bewohnerinnen und Bewohner sowohl in städtischen als auch in ländlichen Räumen.

Die Wirkung der Städtebauförderung umfasst die Entwicklung und Umsetzung von Strategien für resiliente und zukunftsfähige Lebensräume – von Hitzeanpassungsplänen über attraktive Sport- und Bewegungsräume bis hin zur sozialgerechten Quartiersentwicklung. Mit der Unterzeichnung der Verwaltungsvereinbarung zur Städtebauförderung durch alle Bundesländer wurde nun die rechtliche Voraussetzung dafür geschaffen, dass die Gewährung der Bundesförderung an die Länder zur städtebaulichen Unterstützung der Städte und Gemeinden erfolgen kann.

Dazu Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: „Die Städtebauförderung ist das wichtigste Instrument der Stadtentwicklung in Deutschland. Etwa 12.400 bislang geförderte Gesamtmaßnahmen sprechen eine deutliche Sprache. 1 Euro Städtebauförderung bewirkt durchschnittlich rund 7 Euro private und öffentliche Folgeinvestitionen. Das ist gut investiertes Geld in lebendige Gemeinschaften und lebenswerte Städte. Wir wollen deshalb die Mittel in dieser Legislaturperiode schrittweise verdoppeln. Ich danke dem Haushaltsausschuss, dass wir es geschafft haben, die Förderung auch im Jahr 2025 verlässlich weiterzuführen.“

Die Bund-Länder-Vereinbarung ist am vergangenen Freitag in Kraft getreten. Zuvor hatte der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages trotz noch fehlenden Bundeshaushalts 2025 die Bereitstellung der Finanzmittel für das Jahr 2025 ermöglicht und damit für die notwendige Planungssicherheit bei den Ländern und Kommunen gesorgt. Auch im Jahr 2025 stellt der Bund erneut 790 Millionen Euro für die Städtebauförderung bereit.

An den Kosten der Städtebauförderung beteiligen sich Bund, Land und Kommune je zu einem Drittel. Im aktuellen Koalitionsvertrag für die 21. Legislaturperiode haben sich die Regierungsparteien zudem darauf verständigt, die Mittel für die Städtebauförderung schrittweise zu verdoppeln. Weitere Informationen zur Städtebauförderung finden Sie unter: https://www.staedtebaufoerderung.info

Spielerisch die Welt der Logistik entdecken - Ideen-Wettbewerb Logistikids 2025 gestartet
Beim Wettbewerb Logistikids geht es darum, dass Kinder Logistik spielerisch entdecken. In diesem Jahr geht es um die Frage, wie die Kiwi zu uns nach Hause kommt und wie heute im Onlineshop Bestelltes, morgen da ist. Bis zum 3. November können Grundschulen und Kindergärten ihre Projekte einreichen.

Ob basteln, filmen, malen, bauen: Bei ihren Projekten dürfen sich die jungen Teilnehmenden kreativ ausprobieren und dabei erleben, wie wichtig Transport und Logistik für unser tägliches Leben sind. Mindestens fünf Kinder pro Gruppe sollten es sein, im Alter zwischen fünf und elf Jahren.

Die besten Beiträge werden mit bis zu 1.000 € Preisgeld sowie Sachpreisen belohnt. Weitere Informationen, Teilnahmebedingungen und ein Anmeldeformular finden Sie unter www.ihk.de/niederrhein/logistikids


NRW vor Warnstreik-Welle in Brauereien? Beschäftigte fordern Lohn-Plus
24,2 Millionen Bierflaschen in Duisburg unterwegs – aber bald wohl ein paar weniger
Überall Bierkisten: im Keller, in der Küche. Und auch im Kofferraum, wenn die Kisten geholt oder weggebracht werden. Rein statistisch sind in Duisburg in der Spitze – also an „heißen Biertrink-Tagen“ – rund 24,2 Millionen Mehrwegflaschen Bier im Umlauf: volle und leere. Und natürlich die, die gerade getrunken werden. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen.

Die NGG Nordrhein beruft sich dabei auf Zahlen des Deutschen Brauerbundes. Der Brauerei-Verband zählt bis zu vier Milliarden Mehrweg-Glasflaschen, die bundesweit zwischen den Brauereien, den Getränkehändlern, den Supermärkten und den Haushalten unterwegs sind.

Doch die NGG Nordrhein warnt: Die Bierflaschen in den Haushalten in Duisburg könnten demnächst weniger werden. Denn in etlichen Brauereien in Nordrhein-Westfalen komme es in den nächsten Tagen und Wochen zu Warnstreiks. Und das, obwohl „bierdurstige Feiertage“ vor der Tür stehen: Christi Himmelfahrt und Pfingsten. „Auch der Sommer-Durst könnte leiden: Eine gedrosselte Bierproduktion würde dann auch Grillabende und Sommerfeste trockener ausfallen lassen“, sagt Adnan Kandemir.

Der Geschäftsführer der NGG Nordrhein nennt die Gründe für die drohende Drosselung beim Bier am Zapfhahn und in der Flasche: „In den nordrhein-westfälischen Brauereien hat sich so einiges an Ärger zusammengebraut. Die Arbeitgeber treten beim Lohn gewaltig auf die Bremse. Damit provozieren sie jetzt einen ‚Knoten in der Bierleitung‘ – nämlich eine ganze Reihe von Warnstreiks in vielen nordrhein-westfälischen Brauereien“, so Adnan Kandemir.

Vom Sudkessel über das Labor bis zum Fasskeller: Die NGG fordert für alle Brauerei-Beschäftigten ein Lohn-Plus von 6,6 Prozent in diesem Jahr. „Mindestens müssen aber alle, die Vollzeit arbeiten, 280 Euro pro Monat mehr verdienen. Davon profitieren dann vor allem auch die, die nicht – wie zum Beispiel die Brauer – weiter oben auf der Lohn-Leiter stehen. Außerdem sollen auch die Azubis mehr bekommen: 130 Euro pro Monat“, fordert Adnan Kandemir.

Die Arbeitgeber haben nach Angaben der Gewerkschaft bislang jedoch lediglich 2,2 Prozent für dieses und 2 Prozent für das kommende Jahr angeboten. „Das ist ein eindeutig zu dünnes Lohn-Plus für ordentlich gebrautes Bier“, so Kandemir. Zur dritten und damit entscheidenden Verhandlungsrunde treffen Gewerkschaft und die rheinisch-westfälischen Brauerei-Arbeitgeber am kommenden Mittwoch (Hinweis f.d. Red.: 28. Mai) zusammen.

Der VdK Duisburg-Neudorf besucht den Landtag    
Der Duisburger SPD-Abgeordnete Frank Börner, konnte diese Woche Mitglieder des Sozialverbands VdK aus Duisburg-Neudorf begrüßen. Der VdK wurde 1950 als „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands“ gegründet. Er vertritt die Interessen von Sozialrentnern, Menschen mit Behinderung, Unfallopfern sowie Kriegs- und Wehrdienstopfern. Bundesweit zählt er mehr als 2,2 Millionen Mitglieder.

In Nordrhein-Westfalen sind es mehr als 400.000 - organisiert in 43 Kreisverbänden und rund 800 Ortsverbänden. Die Mitglieder hatten sich einen guten Tag für den Besuch ausgesucht: das Plenum tagte und sie konnten eine Stunde auf der Besuchertribüne die Debatte der Parlamentarier zum Thema Bildung live verfolgen.

Anschließend war Zeit mit Frank Börner zu diskutieren und Fragen zu stellen. Es ging u. a. um den Fachkräftemangel in der Pflege und die damit verbundenen Probleme. Auch das Thema Inklusion bzw. Barrierefreiheit im Alltag und im öffentlichen Raum bewegte die Duisburger Gäste. „Das war ein interessanter und lebhafter Austausch – vielen Dank für euren Besuch“, verabschiedete Börner die Duisburger nach Hause.

Foto Büro Börner

VDI zum Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsweisen: „Wir brauchen jetzt eine Innovationsagenda“ - 5-Punkte-Programm gefordert
Deutschlands Wirtschaft stagniert, das bestätigt auch die heutige Konjunkturprognose der Wirtschaftsweisen. Der VDI spricht sich jetzt für eine Strukturreform und eine Ausrichtung der Politik auf Innovationen aus.

VDI-Direktor Adrian Willig sagt zum Frühjahrsgutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: “Die Zeichen stehen leider nach wie vor auf Nullwachstum. Die deutsche Wirtschaft tritt nach zwei Rezessionsjahren in Folge weiter auf der Stelle. Das ist erschreckend. Es braucht dringend einen Schub; einen Ruck nach vorne.

Die politischen Akteure haben die Zeichen bereits erkannt und sollten jetzt schnell in die Umsetzung der politischen Vorhaben kommen. Wir müssen uns dabei aber fragen, in welchen Schlüsseltechnologien wir künftig unseren Wohlstand verdienen wollen. Dazu braucht es jetzt eine klare Innovationsagenda, die gemeinsam mit den Machern unseres Landes – den Ingenieuren und Ingenieurinnen – angegangen werden muss. Für diese Strukturreform schlägt der VDI ein 5-Punkte-Programm für mehr Innovationen vor.”

Das 5-Punkte-Programm des VDI:
- Eine langfristige Technologie- und Innovationsstrategie mit klaren Zielen und Prioritäten, über Legislaturperioden hinaus.
- Einen Aufbruch in eine neue Zeit der Innovation, damit Deutschland als integraler Teil von Europa im globalen Wettbewerb in Schlüsseltechnologien eine führende Rolle spielt.
- Mehr Vertrauen, gesellschaftliche Akzeptanz und faktenbasierte Debatten über Chancen und Risiken von Technologien.
- Wettbewerbsfähige sowie verlässliche Rahmenbedingungen, um Patente, Forschungsergebnisse und Entwicklungen erfolgreich in die industrielle Anwendung zu bringen und Wertschöpfung in Deutschland zu generieren.
- Eine umfassende Fachkräftestrategie, einschließlich einer konsequenten und verbindlichen MINT-Bildung in allen Schulformen.

„Es ist kein Naturgesetz, dass Deutschland wirtschaftlich erfolgreich bleibt. Der Innovationsmotor stottert in Deutschland. Innovationen werden in Deutschland oft zu langsam oder auch gar nicht gezielt bis zur Marktreife gebracht. Ingenieure und Ingenieurinnen liefern die Machbarkeit für die Herausforderungen unserer Zeit. Es braucht endlich wieder eine klare Vision für Technik und Innovation als Grundlage unseres Wohlstands. Wenn Deutschland weiter zur Weltspitze gehören will, braucht es Strukturreformen und eine echte Innovationsstrategie der neuen Bundesregierung“, so Willig.

VDI als Gestalter der Zukunft
Mit unserer Community und unseren rund 130.000 Mitgliedern setzen wir, der VDI e.V., Impulse für die Zukunft und bilden ein einzigartiges multidisziplinäres Netzwerk, das richtungweisende Entwicklungen mitgestaltet und prägt. Als bedeutender deutscher technischer Regelsetzer bündeln wir Kompetenzen, um die Welt von morgen zu gestalten und leisten einen wichtigen Beitrag, um Fortschritt und Wohlstand zu sichern.

Mit Deutschlands größter Community für Ingenieurinnen und Ingenieure, unseren Mitgliedern und unseren umfangreichen Angeboten schaffen wir das Zuhause aller technisch inspirierten Menschen. Dabei sind wir bundesweit, auf regionaler und lokaler Ebene in Landesverbänden und Bezirksvereinen aktiv. Das Fundament unserer täglichen Arbeit bilden unsere rund 10.000 ehrenamtlichen Expertinnen und Experten, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen.

Grundschüler lernen den Landtag kennen    
Frank Börner, Duisburger SPD-Abgeordneter, empfing diese Woche besonders quirligen Besuch im Düsseldorfer Landtag. Vier vierte Klassen der Grundschule Am Röttgersbach machten sich mit ihren Lehrkräften auf den Weg in die Landeshauptstadt. Die 100 Schülerinnen und Schüler haben das vom Landtag organisierte Grundschulprogramm durchlaufen, mit dem Ziel, dass die Kinder sich auf spielerische Weise mit dem Landtag und der parlamentarischen Demokratie beschäftigen.

Außerdem konnten sie mit Frank Börner diskutieren und ihm alle Fragen stellen, die ihnen wichtig waren. „Ich bin beeindruckt, wie gut vorbereitet und interessiert die Kinder waren. Wir hätten gerne noch länger miteinander sprechen können. Danke an die gute Vorbereitungsarbeit der Lehrkräfte. Demokratie braucht Demokraten! Und das fängt bei den Kleinsten an. Deshalb ist mir ein Austausch mit Kindern und Jugendlichen immer besonders wichtig.“

Foto Büro Börner

Tag der Nachbarschaft in der Stadtteilbibliothek Beeck: Gemeinsam entdecken, spielen und lesen
Die Stadtteilbibliothek Beeck am Lange Kamp 5 lädt am Freitag, 23. Mai, herzlich zum Tag der Nachbarschaft ein. Zwischen 14 und 17 Uhr erwartet die Besucherinnen und Besucher ein buntes Programm zum Kennenlernen, Mitmachen und Erleben. Bei einer gemütlichen Tasse Kaffee können Nachbarinnen und Nachbarn ins Gespräch kommen, lesen, spielen, zuhören und die Bibliothek neu entdecken.

Kleine Mitmachaktionen laden zum Ausprobieren ein – und wer dabei ist, hat sogar die Chance, einen kleinen Preis zu gewinnen. Ob Jung oder Alt – alle sind willkommen!

Niederrheinpokalendspiel: So bringt die DVG die Fans zur Arena
Für Gäste des Niederrheinpokalendspiels MSV Duisburg gegen Rot-Weiß-Essen am Samstag, 24. Mai, um 16.30 Uhr in der Schauinsland-Reisen Arena, setzt die DVG ihre Sportlinie 945 ein.

Abfahrtszeiten Buslinie 945 Richtung MSV Arena:
ab „Salmstraße“ (Meiderich) Abfahrt um 14.36, 14.46, 14.56 Uhr
ab „Bergstraße“ um 14.41, 14.51 und 15.01 Uhr
ab „Meiderich Bahnhof“ ab 14.45 bis 15.10 Uhr alle fünf Minuten
ab „Großenbaum Bahnhof Ost“ um 15.20 und 15.35 Uhr
ab „Betriebshof am Unkelstein“ ab 14.28 bis 14.53 Uhr alle fünf Minuten
ab „Hauptbahnhof“ (Verknüpfungshalle) ab 14.45 bis 16.05 Uhr alle fünf Minuten
ab „Businesspark Nord“ (Asterlagen) um 15.03 Uhr.

DVG-Foto

Nach Spielende stehen am Stadion Busse für die Rückfahrt bereit. Gäste des Fußballspieles, die eine Tageseintrittskarte im Vorverkauf erworben haben oder eine Dauerkarte besitzen, können kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel für die Hin- und Rückfahrt benutzen. Für die Gäste, die sich an der Stadionkasse ihre Eintrittskarte kaufen, ist die Rückfahrt mit Bus und Bahn kostenlos.


Vertiefung des Binnenmarkts und Abbau von Hindernissen als Ziel
Der TÜV-Verband begrüßt die neue EU-Binnenmarkstrategie der EU-Kommission, empfiehlt aber Nachbesserungen in einzelnen Bereichen. „Der Binnenmarkt ist das Herzstück der Europäischen Union. Er sichert die wirtschaftliche und politische Souveränität der EU im Wettbewerb der globalen Wirtschaftsblöcke“, sagt Johannes Kröhnert, Leiter Büro Brüssel beim TÜV-Verband.

„Einheitliche und verlässliche Markt- und Wettbewerbsregeln stärken die in der EU ansässigen Unternehmen. Ein gut funktionierender Binnenmarkt ist dabei das beste Entbürokratisierungsprogramm: Eine Regel für alle ersetzt 27 Einzelregelungen der Mitgliedsstaaten.“ Es sei daher wichtig, bestehende Binnenmarkthindernisse weiter abzubauen, von der uneinheitlichen Umsetzung harmonisierter Binnenmarktregelungen über die immer noch stark fragmentierten Dienstleistungsmärkte bis hin zur fehlenden gegenseitigen Anerkennung von Berufsabschlüssen.

Wichtig aus Sicht des TÜV-Verbands: Der Abbau von Bürokratie und die Vereinfachung von Regelungen darf nicht zulasten des hohen Schutzniveaus in Europa gehen. Es muss sichergestellt werden, dass die EU-Binnenmarktgesetzgebung klar formuliert ist, einheitlich angewendet und konsequent kontrolliert wird. Kröhnert: „Gute Regulierung ist kein Wachstumshemmnis – im Gegenteil: Sie schafft Rechts- und Planungssicherheit und sorgt für einheitliche Wettbewerbsbedingungen.“

Produktregulierung: Anpassungen für mehr Nachhaltigkeit und Digitalisierung
Eine zentrale Säule des Binnenmarkts ist der freie Warenverkehr, der auch durch einheitliche Produktanforderungen ermöglicht wird. Die Kommission plant, die europäische Produktegesetzgebung an die Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft anzupassen.

Ein wichtiges Element ist der Digitale Produktpass (DPP), der zukünftig für fast alle Produktkategorien eingeführt werden soll. Der Pass soll Informationen zu Herkunft, Materialien oder Inhaltsstoffen eines Produkts enthalten, aber auch zu Reparierbarkeit, Ersatzteilen und fachgerechter Entsorgung.

„Der digitale Produktpass wird auch eine wichtige Informationsquelle für Verbraucher. Und er macht die geltenden Anforderungen an die Sicherheit und Umweltverträglichkeit eines Produkts sichtbar“, sagt Kröhnert. „Der digitale Produktpass kann sein volles Potenzial aber nur dann entfalten, wenn die enthaltenen Angaben vollständig und richtig sind.

Die im Produktpass hinterlegten Informationen sollten daher von unabhängigen Stellen validiert und verifiziert werden.“ Ein Ersatz für die unabhängige Prüfung von Produkten sei der Digitale Produktpass aber nicht. Der TÜV-Verband hat zur Überarbeitung der Produktgesetzgebung in einem Positionspapier mehrere Vorschläge unterbreitet.

Online-Handel: Unsichere Produkte fluten EU-Länder
Großer Handlungsbedarf besteht beim Online-Handel. „Die EU wird mit Produkten regelrecht geflutet, die nicht den geltenden Sicherheits- und Umweltanforderungen entsprechen“, sagt Kröhnert. Die EU-Kommission schätzt, dass im Online-Handel in bestimmten Sektoren zwischen 50 bis 100 Prozent aller aus Drittstaaten importierten Produkte nicht den EU-Standards entsprechen.

Die EU-Kommission plant deshalb, die Marktüberwachung europaweit besser zu koordinieren und Ressourcen zu bündeln. „Eine stärkere Marktüberwachung in den einzelnen EU-Ländern ist notwendig, wird das Problem angesichts der Masse der importierten Produkte aber nicht lösen“, betont Kröhnert.

„Effizienter wäre es, auf unabhängige Drittprüfungen in den Herkunftsländern zu setzen, damit möglichst nur konforme und sichere Produkte in den EU-Binnenmarkt gelangen.“ Darüber hinaus könnten sich Anbieter mit einer unabhängigen Verifizierung als vertrauenswürdig erweisen und deren Produkte beim Zoll und der Marktüberwachung privilegiert werden. Auch dazu hat der TÜV-Verband Empfehlungen erarbeitet.

Europäische Qualitätsinfrastruktur stärken
Aus Sicht des TÜV-Verbands ist für den globalen Erfolg des europäischen Binnenmarkts eine weitere Stärkung und Modernisierung der sogenannten Qualitätsinfrastruktur entscheidend. „Die europäische Wirtschaft wird weltweit für ihre Innovationskraft und die hohe Qualität und Sicherheit ihrer Produkte geschätzt“, sagt Kröhnert.

„Das System aus Normung, Akkreditierung, Konformitätsbewertung und Marktüberwachung ist ein wichtiger Garant für Qualität Made in Europe“, sagt Kröhnert. Diese weltweit anerkannte Qualitätsinfrastruktur muss weiter modernisiert und digitalisiert werden. „Digitale Zertifikate, Normen und Standards können einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Effizienz des Systems leisten“, betont Kröhnert. Die neue Binnenmarktstrategie müsse dieses Thema daher noch stärker adressieren.

Darüber hinaus ist eine stärkere Harmonisierung der Regelungen für die Akkreditierung von Prüforganisationen notwendig. „Ein effizientes System für die Kontrolle der Prüforganisationen sorgt für das notwendige Vertrauen in deren Unabhängigkeit und Kompetenz“, sagt Kröhnert. Wichtig sei eine europaweit einheitliche Auslegung und Anwendung der Akkreditierungsvorgaben ohne nationale Alleingänge. Dafür schlägt der TÜV-Verband vor, den Aufbau einer europäischen Akkreditierungsbehörde zu prüfen.


Stadtteilbibliothek Wanheimerort: Workshop Portraitzeichnen
Die Stadtteilbibliothek Wanheimerort bietet Jugendlichen von zehn bis 14 Jahren am Freitag, 23. Mai, ab 15 Uhr in den Räumlichkeiten an der Düsseldorfer Straße 544 einen Workshop an, in denen sie das Portraitzeichnen erlernen können. Die Grafikdesignerin und Künstlerin Riswane Rowinsky erklärt die ersten Schritte – vom Betrachten des Modells über die Erstellung einer Skizze bis zum Zeichnen eines fertigen Portraits.

Gezeigt wird, wie man schnell und realistisch Portraits zeichnen kann. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Der Workshop wird durch das Programm „Kulturrucksack NRW“ gefördert. Alle benötigten Materialien werden gestellt. Es können aber auch eigene Utensilien mitgebracht werden.

Die Teilnahme beträgt 2 Euro zugunsten der Duisburger Bibliotheksstiftung. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es online unter www.stadtbibliothek-duisburg.de

Günter Baby Sommer / Michel Godard  
Günter Baby Sommer ist einer der bedeutendsten Vertreter des Zeitgenössischen europäischen Jazz, welcher mit einem hoch individualisierten Schlaginstrumentarium zugleich eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat. Sommer wurde 1943 in Dresden geboren und studierte an der Hochschule für Musik, Carl Maria von Weber‘.

Seine musikalischen Beiträge zu den wichtigsten Jazzgruppen der DDR wie dem Ernst-Ludwig-Petrowksy-Trio, dem Zentralquartett und der Ulrich Gumpert Workshopband ermöglichten Sommer den Einstieg in die internationale Szene. So arbeite Sommer nicht nur im Trio mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald sondern traf mit so wichtigen Spielern wie Peter Brötzmann, Fred van Hove, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker und Cecil Taylor zusammen.

Sommers Solospiel sensibilisierte ihn für Kolloborationen mit Schriftstellern wie Günter Grass. Sommers Diskografie umfasst über 100 Audio-Datenträger. Als Professor an der Musikhochschule in Dresden nimmt er Einfluss auf die professionelle Vermittlung des Zeitgenössischen Jazz an die nachfolgenden Generationen.  

Michel Godard - Als Schöpfer und Forscher weckt, findet und webt Michel Godard Verbindungen zwischen den Jahrhunderten und den Musikkulturen. Natürlich durch die Praxis der Improvisation und ihre Codes, aber auch durch die vielfältigen Begegnungen mit Musikern aus aller Welt. Als klassischer Tubist, bevor er zum unumgänglichen Tubisten der europäischen Jazz-Ensembles wurde, fand er ein völlig vergessenes Instrument wieder, das er am CNSM in Paris unterrichtete und das zufällig der Vorläufer der Tuba ist: die Schlange.

Heute ist sein Schaffen diese Alchemie, die aus den Edelmetallen der verschiedenen musikalischen Kulturen, die ihn bewohnen, gebildet wird. Michel Godard teilt eine zeitlose Musik; er ist ein multidimensionaler Musiker, der neuen Generationen von Forschern und Schöpfern neue Perspektiven eröffnet.  

Günter Baby Sommer / Michel Godard Freitag 23. Mai 2025 | 20:00 Uhr Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19, 47119 Duisburg-Ruhrort Eintritt frei! /// Um Spenden wird gebeten! Veranstalter: KULTURPROJEKTE NIEDERRHEIN e.V. und Deutsch-Französische Gesellschaft Duisburg e.V.  


Meidericher Gemeinde lädt zur Kirchenkneipe ein
An einem der vier Freitage jeden Monats öffnet im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde Duisburg Meiderich, Auf dem Damm 8, die Kirchenkneipe.

So auch am 23. Mai 2025, wo Besucherinnen und Besucher nach dem 19-Uhr-Wochenabschlussandacht ab 19.30 Uhr wieder gute Getränke, leckere Kleinigkeiten und eine gemütliche Atmosphäre erwarten können, die zum Wohlfühlen einlädt und Platz für nette Gespräche lässt. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de oder im Gemeindebüro unter 0203-4519622.



NRW: Zahl der Scheidungen erstmals seit 2008 wieder gestiegen
* Rund 30.000 Scheidungen im Jahr 2024 – 1,6 % mehr als im Vorjahr
* Unterschiedliche Entwicklung in den kreisfreien Städten und Kreisen
* Über drei Prozent mehr betroffene minderjährige Kinder

Im Jahr 2024 haben sich in Nordrhein-Westfalen 29.578 Ehepaare scheiden lassen, das waren 1,6 % mehr als im Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, gab es damit erstmals seit 16 Jahren wieder einen leichten Anstieg der Scheidungszahl. Zuvor war sie kontinuierlich von 46.098 im Jahr 2008 auf 29.116 im Jahr 2023 gesunken.



Trotz der Trendumkehr lag die Scheidungszahl 2024 auf dem zweitniedrigsten Stand der letzten 20 Jahre. Unter den Geschiedenen im Jahr 2024 waren 331 gleichgeschlechtliche Paare. Ein Jahr zuvor waren 304 gleichgeschlechtliche Ehen gerichtlich geschieden worden. Kreise und kreisfreie Städte mit unterschiedlicher Entwicklung Regional betrachtet ließen sich in 30 kreisfreien Städten und Kreisen mehr Ehepaare scheiden als im Vorjahr.



Die größte Zunahme an Scheidungen gegenüber dem Vorjahr gab es im Kreis Lippe mit 41,1 %, im Rhein-Erft-Kreis mit 38,5 % und im Kreis Herford mit 24,7 %. Entgegen der landesweiten Entwicklung war in 23 kreisfreien Städten und Kreisen die Scheidungszahl niedriger als 2023.

Die größten Rückgänge an Scheidungen waren in Leverkusen (– 32,5 %), im Kreis Olpe (– 20,3 %) und im Rheinisch-Bergischen Kreis (– 17,0 %) zu verzeichnen. Über drei Prozent mehr betroffene minderjährige Kinder Landesweit waren 27.952 minderjährige Kinder 2024 von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Das waren 3,2 % mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der betroffenen minderjährigen Kinder ist damit erstmals seit 2021 wieder angestiegen. In den Jahren 2009 bis 2012 hatte es mehr als 35.000 betroffene Minderjährige gegeben, danach war die Zahl gesunken.


Ausländerinnen und Ausländer zahlen eine um 9,5 % höhere Miete pro Quadratmeter als Deutsche
• Ausländerinnen und Ausländer zahlen im Schnitt 7,75 Euro Nettokaltmiete pro Quadratmeter, Deutsche 7,08 Euro
• Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit wohnen häufiger in kleineren Wohnungen, die teurer sind
• Bei Wohndauer von 20 oder mehr Jahren: Ausländerinnen und Ausländer mit 9,1 % höheren Quadratmetermieten

Ausländerinnen und Ausländer zahlen durchschnittlich um 9,5 % höhere Quadratmetermieten für ihre Wohnungen als Deutsche. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Ergebnissen des Zensus 2022 mitteilt, betrug bei Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit die durchschnittliche Nettokaltmiete 7,75 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, bei Deutschen im Schnitt 7,08 Euro pro Quadratmeter.

Die durchschnittliche Nettokaltmiete bildet die Bestandsmieten sämtlicher Mietverhältnisse in Deutschland ab – auch solche, die schon sehr lange bestehen. Zum Vergleich von Wohnungen unterschiedlicher Größe ist die Nettokaltmiete pro Quadratmeter Wohnfläche ein geeignetes Maß.

Ausländerinnen und Ausländer wohnen häufiger in kleineren Wohnungen und zur Miete Ein Erklärungsansatz für die höheren Durchschnittsmieten könnte die Wohnungsgröße sein: Ein Viertel (25 %) der Ausländerinnen und Ausländer wohnte 2022 in Wohnungen mit weniger als 60 Quadratmetern Wohnfläche, bei Deutschen waren es nur knapp jede und jeder Achte (12 %).

Die durchschnittliche Nettokaltmiete für Haushalte in Wohnungen unter 60 Quadratmeter lag im Jahr 2022 bei 8,01 Euro und damit 15,6 % höher als bei Haushalten in Wohnungen mit 60 oder mehr Quadratmetern (6,93 Euro). Im Durchschnitt wohnten Ausländerinnen und Ausländer auf einer Wohnfläche von 85,7 Quadratmetern, während Deutsche im Schnitt Wohnungen mit einer Wohnfläche von 109,6 Quadratmetern bewohnten.

Mehrheitlich wohnten Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit zur Miete: Während 54 % der Deutschen im Jahr 2022 im selbst genutzten Wohneigentum wohnten, traf dies nur auf gut ein Fünftel (22 %) der Ausländerinnen und Ausländer zu.

Bei gleicher Wohndauer zahlen Ausländerinnen und Ausländer höhere Mieten Profitieren Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit möglicherweise von niedrigeren Mieten bei bereits länger bestehenden Mietverhältnissen? Dass Deutsche tendenziell länger bestehende Mietverhältnisse mit niedrigeren Mieten haben, scheidet als Erklärung für die Unterschiede aus. Zwar wohnten 22 % der Ausländerinnen und Ausländer weniger als ein Jahr an ihrer aktuellen Anschrift – gegenüber 7 % der Deutschen.

Und andersherum wohnten mehr als die Hälfte (51 %) der Deutschen zehn Jahre oder länger an ihrer Anschrift, während es bei Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit 20 % waren. Aber auch nach Wohndauer aufgeschlüsselt zeigt sich: Ausländerinnen und Ausländer zahlen durchschnittlich höhere Quadratmetermieten.

Insbesondere bei langer Wohndauer gibt es Unterschiede: Ausländerinnen und Ausländer, die 20 Jahre oder länger an ihrer Anschrift wohnten, hatten durchschnittlich um 9,1 % höhere Quadratmetermieten als Menschen mit deutschem Pass bei gleicher Wohndauer. Bei einer Wohndauer von 15 bis unter 20 Jahren betrug der Unterschied 5,9 %, bei einer Wohndauer von 10 bis unter 15 Jahren 7,0 %.

Bei neueren Mietverhältnissen, die kürzer als ein Jahr bestanden, zahlten Ausländerinnen und Ausländer 3,5 % höhere Quadratmetermieten als Deutsche. Durchschnittliche Nettokaltmiete nach Wohndauer und Staatsangehörigkeit



In Großstädten, größeren und kleineren Gemeinden haben Ausländerinnen und Ausländer durchweg höhere Quadratmetermieten Auch der Wohnort erklärt die Differenz bei den Mieten nicht vollständig. Sowohl auf dem angespannten Wohnungsmarkt in Großstädten als auch in kleineren Gemeinden zahlten Ausländerinnen und Ausländer höhere Quadratmetermieten als Deutsche.

Während der Unterschied in Großstädten ab 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern 7,3 % betrug, lag er in mittelgroßen Städten (50 000 bis unter 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner) bei 6,6 %, in kleineren Städten (10 000 bis unter 50 000 Einwohnerinnen und Einwohner) bei 9,3 % und in Gemeinden mit weniger als 10 000 Einwohnerinnen und Einwohnern bei 10,6 %.