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One Billion Rising – Tanzen gegen Gewalt an Frauen
und Mädchen One Billion Rising ist einer der weltweit
größten Kampagnen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und für
Gleichberechtigung. Unter dem Motto „Rise For Empathy“ beteiligt
sich Duisburg auch in diesem Jahr wieder an der Aktion. Am Samstag,
14. Februar, um 14 Uhr wird daher in der Innenstadt am Kuhtor erneut
einen Tanzprotest als Symbol weltweiter Frauensolidarität
stattfinden.
Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn wird die vom
Runden Tisch „Gewaltschutz für Duisburg“ organisierte Veranstaltung
eröffnen. An der Tanzdemo beteiligen sich das Referat für
Gleichberechtigung und Chancengleichheit, das Frauenhaus Duisburg,
die Duisburger Frauenberatungsstelle, die Vereine Mina e.V. und
Mabilda e.V., das autonome Frauenhaus sowie der Opferschutz der
Duisburger Polizei.
Mit diesem Protesttag rufen die
Veranstalterinnen dazu auf, auf die weitverbreitete Gewalt gegen
Mädchen und Frauen aufmerksam zu machen und aktiv dagegen anzugehen.
Getanzt wird zu dem Lied „Break the Chain – Sprengt die Ketten!“.
Wie in den letzten Jahren beteiligt sich auch das ADTV Tanzhaus
Duisburg wieder an dem Protest und tritt mit einer Tanzgruppe auf.
„Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist eine der gravierendsten
Menschenrechtsverletzungen weltweit. Mit One Billion Rising möchten
wir das weltweite Ausmaß von Gewalt gegen Frauen und Mädchen
aufzeigen und dagegen protestieren“, teilt das Orga-Team mit und
hofft, dass viele Duisburgerinnen und Duisburger sich an der Aktion
beteiligen.
Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es
online auf www.onebillionrising.de sowie telefonisch (0203 283-3316)
und per E-Mail (frauenbuero@stadt-duisburg.de) beim Frauenbüro der
Stadt Duisburg.
One Billion Rising und Dunkelfeldstudie LeSuBiA:
Istanbul-Konvention, EU-Gewaltschutzrichtlinie und Gewalthilfegesetz
konsequent umsetzen Der
Deutsche Verein für öffentliche und
private Fürsorge e.V. erinnert anlässlich der globalen Initiative
„One Billion Rising“ am 14. Februar 2026 daran, dass Deutschland mit
der Istanbul-Konvention (IK) umfassend verpflichtet ist, Gewalt
gegen Frauen und häusliche Gewalt wirksam zu verhindern, zu
verfolgen und Betroffenen Schutz und Unterstützung zu gewährleisten.
Er weist daneben auf das Erfordernis der vollständigen und
fristgerechten Umsetzung der EU-Gewaltschutz-Richtlinie des in
Deutschland vor einem Jahr verabschiedeten Gewalthilfegesetzes hin.
Der Deutsche Verein unterstützt die weltweite Aktion
„One Billion Rising“
als wichtiges und starkes Signal gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
und nimmt den Aktionstag zum Anlass, auf bestehende
Umsetzungsdefizite im nationalen Gewaltschutz bei
geschlechtsspezifischer Gewalt und häuslicher Gewalt hinzuweisen.
„Die konsequente Umsetzung der IK, der
EU-Gewaltschutzrichtlinie und des Gewalthilfegesetzes ist
unverzichtbar, um Betroffenen in Deutschland verlässlichen Schutz
und Unterstützung zu sichern und ein wichtiges Signal für die
Glaubwürdigkeit von Politik, aber auch für den Zusammenhalt in der
Gesellschaft“, erklärt Nora Schmidt, Geschäftsführerin des Deutschen
Vereins.
Zugleich macht sie deutlich, dass von
geschlechtsspezifischer Gewalt und häuslicher Gewalt sehr oft
minderjährige Kinder (mit)betroffen sind. Die diese Woche
veröffentlichte
Dunkelfeldstudie LeSuBiA deckt nicht nur das wahre Ausmaß der
starken Betroffenheit von Frauen auf (Anzeigeverhalten unter fünf
Prozent), sondern belegt auch die Schwierigkeit, bedarfsgerechte
Hilfsmaßnahmen zu finden, um sich aus einer Gewaltbeziehung zu
lösen.
Deutschland ist mit der Ratifikation der IK bereits
seit 2018 völkerrechtlich verpflichtet, umfassende Maßnahmen zur
Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher
Gewalt zu ergreifen und ein wirksames, koordiniertes Hilfesystem
bereitzustellen.
„Auch wenn bei Frauen die Schwere und
Inzidenz der Gewalt meist höher ist, hat die Dunkelfeldstudie jedoch
auch aufgezeigt, dass auch Männer von psychischer als auch
körperlicher Gewalt in (Ex-) Partnerschaften deutlich stärker
betroffen sind, als bisher sichtbar war“, erläutert Nora Schmidt.
„Darüber hinaus tragen jüngere Menschen bei fast allen Gewaltformen
das höchste Risiko, wobei mehr Mädchen als Jungen von psychischer
und sexueller Gewalt betroffen sind. Bei Jugendlichen stechen
sexuelle sowie digitale Gewalt besonders hervor.“
Mit der
Verabschiedung der EU-Gewaltschutzrichtlinie (13. Juni 2024), die in
Deutschland bis zum 14. Juni 2027 in nationales Recht umgesetzt
werden muss, unterstützt auch die Europäischen Union aktiv die
Realisierung der Vorgaben der IK. Mit dem Gewalthilfegesetz ist aus
Sicht des Deutschen Vereins nunmehr ein zentrales Instrument in
Deutschland geschaffen worden, um die Vorgaben der IK und der
Gewaltschutzrichtlinie in ein kohärentes, flächendeckend wirksames
Hilfesystem zu überführen und bestehende Versorgungslücken, etwa bei
Schutzplätzen und spezialisierten Beratungsstellen, nachhaltig zu
schließen.
Der Deutsche Verein erarbeitet gegenwärtig
Empfehlungen zur Umsetzung des Gewalthilfegesetzes und weist in
diesem Zusammenhang auf seine Empfehlungen zur Absicherung des
Hilfesystems für von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffene
Mädchen, Frauen und ihre Kinder aus dem Jahr 2022 hin:
https://www.deutscher-verein.de/de/uploads/empfehlungen-stellungnahmen/2022/dv-9-21_gewaltbetroffene-frauen.pdf
36. TANZtage: Duisburg im Bewegungsrausch
Jazz & Modern, Street- und Showdance,
Hip-Hop und Ballett: Die TANZtage kommen zurück nach Duisburg. Vom
27. Februar bis zum 22. März lockt die 36. Ausgabe des größten
Amateurtanz-Events wieder zahlreiche Teilnehmende aus dem gesamten
Bundesgebiet.

Gruppe C Photography
18 Shows, darunter drei Finals in den
Kategorien Kids, Teens und Adults bietet die Plattform, bei der sich
große und kleine Talente auf der Bühne präsentieren können: erst bei
den Vorentscheiden in der Rheinhausen-Halle, dann in den Endrunden
im Theater Duisburg. Drei Top-Beiträge pro Fachrichtung
qualifizieren sich durch das Fachjury-Urteil für das jeweilige
Finale.
Zusätzlich schickt das Publikum eine Darbietung
mittels digitaler Stimmzettel in die nächste Runde.
Kulturdezernentin Linda Wagner blickt voller Vorfreude auf die
TANZtage: „Ich bin Fan und besuche mehrere Vorführungen. So geht es
auch Besucherinnen und Besuchern, die jährlich wiederkommen. Diese
besondere Festivalenergie, die uns hier jedes Mal aufs Neue trägt,
ist einzigartig und einfach mitreißend.“
Neu in diesem Jahr:
Erstmals wird das Festival von einem erweiterten Workshop-Angebot
begleitet. „Erfahrene Jurorinnen und Juroren geben die 90-minütigen
Kurse, für die es limitierte Plätze gibt. Interessierte lernen aus
erster Hand Technik, Ausdruck und Choreografie. Dadurch werden die
TANZtage noch stärker zur Plattform für Austausch und
Weiterentwicklung“, betont Petra Schröder, Leiterin der
Kulturbetriebe.
Für Festivalleitung Nicole Richter steht der
Zusammenhalt im Mittelpunkt: „Wir werden immer besser, weil wir
gemeinsam wachsen und gegenseitige Erfolge feiern. Die TANZtage
stehen für Teamgeist und Respekt. Wir schaffen einen sicheren Ort
der Begegnung vor, hinter und auf der Bühne.“
Damit das
möglich ist, unterstützen Sponsoren die TANZtage erneut als
zuverlässige Partner. Thomas Diederichs, Sprecher des Vorstandes der
Volksbank Rhein-Ruhr, sagt: „Was hier entsteht, prägt die Szene weit
über das Finale hinaus. Die Wochenenden in Duisburg festigen das
Tanz- Netzwerk und verbinden Menschen unterschiedlicher Tanzstile.
Einsteigerinnen und Einsteiger sowie routinierte Formationen aller
Altersklassen machen mit. Das überzeugt uns, die TANZtage finanziell
zu stärken.“
Die Zahl der verkauften Tickets unterstreicht
die Strahlkraft des Festivals: Bereits eine halbe Stunde nach
Vorverkaufsstart waren 7.000 Karten vergriffen. Inzwischen gibt es
nur noch ein Restkartenkontingent für vereinzelte Shows, die
Kinderveranstaltungen sind ausverkauft. Nach den „First
Level“-Veranstaltungen vom 27. Februar bis 8. März folgt das
Finalwochenende am 21. und 22. März.
Dazwischen findet am
15. März der „Workshop-Sunday“ für Mittelstufe bis Fortgeschrittene
statt. Karten für alle Events gibt es entweder im Servicebüro des
Theaters Duisburg am Opernplatz an der Neckarstraße 1, telefonisch
unter 0203 283-62100, per E- Mail an karten@theater-duisburg.de oder
online im Ticketshop unter https://tanztage.reservix.de/events.
Karten sind zudem bundesweit in über 3.000 angeschlossenen
Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich. Instagram-Profil TANZtage:
https://www.instagram.com/tanztage
TÜV-Verband
begrüßt Abgabe auf Kleinsendungen – mehr Kontrollen und Drittprüfung
nötig Der EU-Rat hat neue Zollregeln für Waren in
kleinen Paketsendungen verabschiedet, die vor allem über den
Onlinehandel aus Drittstaaten in die EU gelangen. Die Maßnahme ist
Teil der laufenden Zollreform. Nach Angaben des Rates sollen
Sendungen mit einem Wert von unter 150 Euro künftig nicht mehr
zollfrei bleiben: Vorgesehen ist zunächst ein pauschaler Zollsatz
von 3 Euro für Waren in solchen Kleinsendungen; ab dem 1. Juli 2026
soll der Zollsatz dann je nach Warenkategorie erhoben werden.

Zitat von Daniel Pflumm zur Zollabgabe auf Kleinsendungen -
Copyright TÜV-Verband/Tobias Koch
Daniel Pflumm, Referent
für Produktsicherheit beim TÜV-Verband, kommentiert den Beschluss:
„Wir begrüßen den Beschluss des EU-Rats, für kleine Warensendungen
aus Drittstaaten künftig eine zusätzliche Abgabe vorzusehen. Für uns
geht es hierbei um mehr als eine technische Zollfrage, sondern um
Produktsicherheit im Alltag.
Das Geschäftsmodell vieler
Onlineanbieter basiert darauf, Produkte als millionenfache
Einzelsendungen direkt an Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU
zu verschicken und genau in diesen Warenströmen finden sich leider
auch viel zu viele nicht EU-konforme und damit potenziell unsichere
Produkte. Gerade bei sensiblen Warengruppen wie Spielzeug kann das
konkret bedeuten: Was billig im Warenkorb landet, ist im Zweifel
nicht sicher im Kinderzimmer. Der neue Zollsatz kann die
Kleinsendungsflut zumindest etwas bremsen und damit auch das Risiko
senken, dass Problemware massenhaft und schnell in Umlauf kommt.“
Handlungsbedarf besteht weiterhin „Das Grundproblem bleibt
jedoch bestehen. Zu viele Produkte werden weiterhin über
Online-Marktplätze in Verkehr gebracht, ohne dass ihre Konformität
mit EU-Anforderungen verlässlich abgesichert ist. Solange
nicht-konforme Ware überhaupt online angeboten werden kann und dann
praktisch ungehindert bei Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt,
bleibt der Verbraucherschutz lückenhaft.
Deshalb braucht es
den nächsten Schritt: klare Verantwortung entlang der Lieferkette
und vor allem präventive Mechanismen, damit nur sichere, EU-konforme
Produkte in den Binnenmarkt gelangen und gleiche
Wettbewerbsbedingungen durchgesetzt werden. Dazu gehören robuste,
überprüfbare Nachweise und, wo es sinnvoll ist, unabhängige
Drittprüfungen, bevor Produkte verkauft und versendet werden.
Die neue Abgabe ist ein Signal. Echte Produktsicherheit
erreichen wir aber erst, wenn nicht-konforme Ware konsequent gar
nicht erst auf den Markt kommt.“ Die vollständige Position des
TÜV-Verband
„Marktüberwachung stärken – für fairen Wettbewerb und hohes
Schutzniveau“ ist auf der Website des TÜV-Verbands abrufbar.
Wirtschaft verharrt im Tief - IHK: Politik muss
liefern, damit Firmen zulegen Die
Stimmung bei den Unternehmen am Niederrhein ist weiter schlecht. Die
Impulse der Bundesregierung kommen nicht an. Das zeigt die
Konjunkturumfrage der Niederrheinischen IHK. Betriebe halten sich
mit Investitionen zurück. Die Industrie baut weiter Stellen ab. Ein
Aufschwung ist nicht in Sicht.
„Wir brauchen mehr Tempo bei
den Reformen, Verlässlichkeit und Entlastungen. Berlin muss jetzt
handeln. Die für 2028 angekündigte Steuer-Senkung sollte vorgezogen
werden. Nur so können wir Wachstum erzeugen und damit Arbeitsplätze
und Wohlstand“, so Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer
der Niederrheinischen IHK.

Foto IHK Niederrhein
Bürokratie und Arbeitskosten bremsen
Wirtschaft Bürokratie und eine schwache Inlandsnachfrage machen
es den Unternehmen schwer. Ein wachsendes Geschäftsrisiko sind auch
die Arbeitskosten. Der IHK-Chef betont: „Die Debatte um Renten- und
Arbeitsmarktreform verunsichert unsere Unternehmen. Die Sorge vor
steigenden Arbeitskosten nimmt zu. Dabei stehen unsere Firmen
ohnehin unter Druck: Durch zu teure Energie und zu hohe Steuern
werden sie international abgehängt.“
Investieren ohne
Fortschritt Die Betriebe am Niederrhein wollen wieder mehr
investieren. Besonders in der Industrie. Aber: „Dabei geht es vor
allem darum, die Betriebs-Abläufe zu optimieren. Es geht nicht um
eine Ausweitung der Kapazitäten“, erläutert Dietzfelbinger. Zudem
fehlt es an Gewerbeflächen. Auch die Kommunen müssen mitziehen,
bekräftigt er: „Digitale, schnelle Verwaltungen und vereinfachte
Prozesse sichern Einnahmen. Steuererhöhungen sind das falsche
Signal.“
An der aktuellen Umfrage der Niederrheinischen IHK
haben sich 221 Unternehmen mit knapp 40.000 Beschäftigten beteiligt.
Der IHK-Konjunkturklimaindex, der die Lage und die Erwartungen
zusammenfasst, verharrt bei 94 Punkten.



Erwartungen steigen Mit Schulden will die
Bundesregierung das Wachstum befeuern. Die Reform-Bemühungen zünden
noch nicht: Der Klima-Index bleibt mit 94,1 weiter negativ.
Gleichzeitig verschlechtert sich die Lage der Unternehmen am
Niederrhein. Industrie, Stahl und Handel sind besonders betroffen.
Manche Betriebe hoffen trotzdem auf Besserung: Das Gastgewerbe
erwartet beispielsweise Rückenwind durch die niedrigere
Mehrwertsteuer.
Insgesamt bleiben die Erwartungen aber
gedämpft: Gleich viele Firmen blicken positiv wie negativ in die
Zukunft. Bürokratie und ausbleibende Inlandsnachfrage bleiben weiter
die größten Geschäftsrisiken der Wirtschaft. Der höhere Mindestlohn
rückt die Sorge vor hohen Arbeitskosten vor die Energiepreise
Berlin muss endlich liefern Den Betrieben geht die Luft aus.
Ohne Wachstum kein Wohlstand. Daher muss Berlin rasch handeln:
weniger Regulierung, schnellere Genehmigungen, niedrige
Energiepreise und Arbeitskosten. Starke Kommunen benötigt Digitale
und schnelle Verwaltungen mit unternehmensnahen Prozessen ziehen
Betriebe an. Das stabilisiert die Haushalte. Kommunale
Steuererhöhungen sind das falsche Signal.
 
Die Investitionen steigen an. Das ist jedoch
getragen von Rationalisierungen im Handel und Ersatz- beschaffun gen
der Industrie. Mehr produziert wird dadurch nicht. Ohne ausreichende
Gewerbeflächen sind weder große Investitionen möglich, noch gelingt
die Transformation der Wirtschaft. Hier muss die Politik
nachsteuern.
Das Zoll-Chaos, der Grönland-Streit und die
Unstimmigkeiten beim Mercosur-Abkommen haben die Unternehmen
verunsichert. Die Exporte gehen weiter zurück. Der Arbeitsmarkt
bleibt angespannt. Die Deindustrialisierung spiegelt sich auch in
der Beschäftigung wider: Die Industrie plant weitere Entlassungen.


Grafik/Bericht: Niederrheinische
IHK/Weissheiten Design
Neuer DHL-Paketshop in
Duisburg-Mittelmeiderich eröffnet Freigemachte Pakete
direkt den Zustellkräften mitgeben Die DHL hat einen neuen
Paketshop im Geschäft „Dr. Kulinarik“ an der Bronkhorststr. 150 in
Duisburg-Mittelmeiderich in Betrieb genommen.
Die
Öffnungszeiten des Paketshops: Montag bis Samstag: 10:00 Uhr bis
21:00 Uhr. Der neue Paketshop bietet die Annahme von frankierten
Päckchen, Paketen und Retouren. Für die Kundinnen und Kunden werden
neben den Postfilialen und Packstationen so neue Standorte
geschaffen, an denen sie ihre Pakete schnell und problemlos
einliefern können.
Orgelcafé in der Hamborner Friedenskirche mit
Videoübertragung In der Friedenskirche
Duisburg Hamborn, Duisburger Straße 174, öffnet am
Sonntag, 22. Februar um 15 Uhr das Orgelcafé. Das
Konzept, auf der Empore ganz nah an der Orgel der Musik
und den Erklärungen zu lauschen und danach Kaffee und
Kuchen zu genießen, kommt gut an. Organistin Tiina Henke
gibt musikalische Einblicke und zeigt dem Publikum
Klangfarben und Möglichkeiten des Instruments auf.
Schwerpunktthema ist diesmal: „Die
Orgeltoccata“. Neu ist jetzt die Videoübertragung. Sie
ermöglicht es, der Organistin beim Spiel auch von anderen
Stellen aus direkt auf die Finger zu scheuen. Im
Anschluss sind alle herzlich zu Kaffee und Kuchen in die
Sakristei eingeladen. Der Eintritt ist frei, eine Spende
für die Kirchenmusik nimmt die Gemeinde gerne an.

Hamborner Friedenskirche (Foto: Tanja Pickartz).
Trinitatis: Singen
Erprobungsgesangbuch Gemeinde Im Advent 2028
wird in Deutschland ein neues evangelisches Gesangbuch
mit vielen neuen, aber natürlich auch mit bekannten
Kirchenliedern erscheinen. Die Macher erproben einen
vorliegenden Entwurf bereits jetzt im Entstehungsprozess
in einigen Gemeinden. Darunter ist auch die Evangelische
Kirchengemeinde Trinitatis.
Sie hat einige
Exemplare eines Vorabdrucks mit ausgewählten Liedern und
Texten bekommen und singt daraus aktuell in
Gottesdiensten und Gemeindegruppen. Um den Aufbau und
Inhalt des neuen Gesangbuchs kennenlernen, laden wir
herzlich ein zu zwei Veranstaltungen: Am Donnerstag, 19.
Februar um 18 Uhr gibt es in der Jesus-Christus-Kirche,
Arlberger Str. 12 in Duisburg-Buchholz ein offenes Singen
mit den Profis aus der Kirchenmusik der Gemeinde: Hyunsuk
Hong, Martina Grosse-Verspohl und Daniel Drückes stellen
neue Lieder aus dem Erprobungsband vor und üben sie mit
Mitsingenden ein.
Anschließend gibt es
Gelegenheit, sich über die Lieder auszutauschen und
Rückmeldungen zu geben, die dann in die Evaluation des
Gesangbuchs einfließen. Am Sonntag, 22. Februar um 10:30
Uhr lädt die Gemeinde zu einem Sing-Gottesdienst mit dem
Erprobungsgesangbuch in die Jesus-Christus-Kirche ein.
Dann werden die Gottesdienstbesucher von den Chören der
Gemeinde unterstützt.
Auch beim anschließenden
Kirchencafé dürfen die Gemeindeglieder Rückmeldungen zum
Gesangbuch geben. Am 1. Advent 2028 soll dann ein neues
Gesangbuch mit insgesamt über 500 Liedern in den
evangelischen Gemeinden in Deutschland und Österreich
eingeführt werden. Das aktuell genutzte Evangelische
Gesangbuch ist bereits 30 Jahre alt.

Das
neue Erprobungsgesangbuch... mit Stimmgabel (Foto: Daniel
Drückes).

Gleich und gleich gesellt sich gern: Rund 61 % der
NRW-Paare hatten 2024 das gleiche Bildungsniveau
* Bei unterschiedlichem Bildungsniveau verfügt meist der
Mann über einen höheren Abschluss. *
Bildungsunterschiede zwischen Mann und Frau bei jüngeren
Paaren geringer. * Jüngere Bevölkerung insgesamt mit
höherem Bildungsniveau. S
Menschen wählen
mehrheitlich eine Partnerin bzw. einen Partner mit
gleichem Bildungsniveau. WieIdas Statistische Landesamt
Nordrhein-Westfalen anlässlich des Valentinstages am
14. Februar 2026 auf Basis von Endergebnissen des
Mikrozensus mitteilt, hatten im Jahr 2024 bei rund 61 %
der gemischtgeschlechtlichen Paare in NRW beide Personen
einen gleichen oder ähnlichen Bildungsabschluss.
Bei gut jedem zehnten Paar (11 %) verfügte sowohl
der Mann als auch die Frau über ein formal niedriges
Bildungsniveau. Bei rund einem Drittel der Paare (32 %)
hatten beide einen mittleren Bildungsabschluss und rund
17 % der Paare bestand aus zwei formal hochqualifizierten
Personen. Bei unterschiedlichem Bildungsniveau verfügt
meist der Mann über einen höheren Abschluss Knapp 39 %
der Paare in NRW hatten 2024 ein unterschiedliches
Bildungsniveau.
Bei insgesamt knapp 26 % der
Paare hatte der Mann ein höheres Bildungsniveau als seine
Partnerin, bei rund 13 % war die Frau formal höher
gebildet als ihr Partner. Bildungsunterschiede zwischen
Mann und Frau bei jüngeren Paaren geringer Bei jüngeren
Paaren in der Altersgruppe 18 bis 44 Jahre war der Anteil
der Paare mit gleichem Bildungsniveau im Jahr 2024 mit
64 % etwas höher als bei älteren Paaren mit knapp 60 %.
Auch weisen jüngere Paare in NRW mit gleichem
formalem Bildungsstand häufiger ein hohes Bildungsniveau
auf als ältere Paare: Bei rund jedem vierten jüngeren
Paar (25) hatten beide einen hochqualifizierten
Bildungsabschluss, bei den älteren Paaren war es nur gut
jedes siebte (14 %). Jüngere Paare haben nicht nur mit
36 % seltener ein ungleiches Bildungsniveau als ältere
Paare mit rund 40 %.
Auch das
Geschlechterverhältnis bezüglich der Personen mit dem
jeweils höheren Bildungsniveau ist bei den Jüngeren
ausgeglichen. So haben bei den Paaren im Alter von 18 bis
44 Jahren in jeweils rund 18 % der Fälle der Mann bzw.
die Frau den höheren Bildungsstand. Bei den älteren
Paaren hat in 11 % der Fälle die Frau, aber in rund 29 %
der Fälle der Mann eine formal höhere Qualifikation.
Jüngere Bevölkerung insgesamt mit höherem
Bildungsniveau Die Unterschiede zwischen jüngeren und
älteren Paaren sind Folge der Angleichung des Niveaus bei
den Bildungsabschlüssen von Männern und Frauen: In der
Altersklasse der 18- bis 44-Jährigen sind die
Bildungsunterschiede zwischen den Geschlechtern deutlich
geringer als bei Personen ab 45 Jahren. Die jüngeren
Frauen weisen insgesamt gesehen einen höheren formalen
Bildungsstand auf als die älteren.
So verfügten
in 2024 rund 30 % der 18- bis 44-jährigen Frauen in NRW
über einen hohen Bildungsabschluss gegenüber gut 18 % der
älteren Frauen. Bei den Jüngeren hingegen ist ein
gegenläufiger Trend erkennbar: Der Anteil der
hochqualifizierten Männer im Alter von 18 bis 44 Jahren
ist mit rund 27 % niedriger als bei den Männern ab
45 Jahren (32 %), während der Anteil der niedrig
Qualifizierten bei den jüngeren Männern mit knapp 26 %
höher liegt als bei den älteren (19 %).
Unternehmensinsolvenzen im November 2025: +0,4 % zum
Vorjahresmonat Verbraucherinsolvenzen im November 2025:
+7,3 % zum Vorjahresmonat Im November 2025
haben die deutschen Amtsgerichte 1 794 beantragte
Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische
Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 0,4 % mehr als
im Vorjahresmonat. Bei den Ergebnissen ist zu
berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten
Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik
einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des
Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei
Monate davor.

Die Forderungen der Gläubiger aus den im
November 2025 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen
bezifferten die Amtsgerichte auf rund
1,5 Milliarden Euro. Im November 2024 hatten die
Forderungen bei rund 2,8 Milliarden Euro gelegen. Dieser
Rückgang der Forderungen trotz steigender Zahl der
Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass
im November 2024 mehr wirtschaftlich bedeutende
Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als im November
2025.
Insolvenzhäufigkeit im Bereich Verkehr und
Lagerei am höchsten Bezogen auf 10 000 Unternehmen
gab es im November 2025 insgesamt
5,2 Unternehmensinsolvenzen. Am höchsten war die
Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und
Lagerei mit 11,0 Fällen je 10 000 Unternehmen. Danach
folgte das Baugewerbe mit 8,1 Fällen sowie die Erbringung
von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum
Beispiel Zeitarbeitsfirmen) mit 7,7 Fällen.
Januar bis November 2025: 10,0 % mehr
Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahreszeitraum Im
Zeitraum von Januar bis November 2025 verzeichneten die
Amtsgerichte insgesamt 22 027 beantragte
Unternehmensinsolvenzen, das waren 10,0 % mehr als im
Vorjahreszeitraum. Die Forderungen der Gläubiger
summierten sich auf 44,3 Milliarden Euro. Im
Vorjahreszeitraum hatten sie bei 52,3 Milliarden Euro
gelegen.
7,3 % mehr Verbraucherinsolvenzen im
November 2025 als im Vorjahresmonat Im November 2025
gab es 6 408 Verbraucherinsolvenzen. Das waren 7,3 % mehr
als im Vorjahresmonat. Von Januar bis November 2025
erfassten die Amtsgerichte insgesamt 70 941
Verbraucherinsolvenzen und damit 8,1 % mehr als im
Vorjahreszeitraum.
Resilienz ist Verteidigung und gehört ins Zentrum der
Sicherheitspolitik Sicherheit im 21. Jahrhundert
bedeutet mehr als militärische Stärke. Zur Sicherheitsarchitektur
eines Landes gehört auch das verlässliche Funktionieren unserer
Gesellschaft – gerade in Krisen. Resilienz heißt: handlungsfähig
bleiben und dafür braucht es klare Regeln, regelmäßige Prüfungen und
eine stärkere europäische Koordinierung. Zitat Dr. Joachim Bühler
Copyright: TÜV-Verband / Tobias Koch Berlin

Von 13. bis 15. Februar trifft sich die internationale
Sicherheitspolitik in München zur 62. Münchner Sicherheitskonferenz.
Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, kommentiert:
„Die Münchner Sicherheitskonferenz zeigt, dass Sicherheitspolitik
heute breiter gedacht werden muss. Sicherheit im 21. Jahrhundert
heißt, militärische Stärke und gesellschaftliche Resilienz gemeinsam
zu denken.
Zur Sicherheit eines Landes gehört auch das
verlässliche Funktionieren unserer Gesellschaft, gerade in Krisen.
Krankenhäuser, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Energie- und
Wasserversorgung, Verkehr und digitale Netze müssen auch bei
Stromausfällen, Cyberangriffen oder anderen Störungen funktional und
stabil bleiben. Resilienz bedeutet: In kritischen Situationen
handlungsfähig bleiben und grundlegende Versorgung
aufrechterhalten.“
„Deutschland verfügt über wichtige
Vorkehrungen, wie etwa Notstromsysteme und technische
Sicherheitsanforderungen. Angesichts neuer Bedrohungen braucht es
jedoch klarere und verbindlichere rechtliche Vorgaben, regelmäßige
Prüf- und Nachweispflichten sowie konsequente Nachkontrollen.
Gleichzeitig ist eine stärkere europäische Koordinierung nötig,
damit Sicherheitsstandards zusammenpassen und Krisenmaßnahmen
grenzüberschreitend greifen.“
NGG Nordrhein: CDU in
Duisburg soll Vollzeitjobs auf dem Parteitag stützen -
49.500 Menschen in Duisburg arbeiten in Teilzeit - Oft bremsen
Defizite bei Kitas und Pflege Vollzeitjobs So
arbeitet Duisburg: Rund 49.500 Menschen haben einen Teilzeitjob. Und
die Teilzeitarbeit in Duisburg ist weiblich: 73 Prozent davon sind
Frauen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten
hingewiesen. Die NGG Nordrhein beruft sich dabei auf Zahlen der
Arbeitsagentur. So liege bei den Vollzeitjobs der Anteil der Frauen
in Duisburg bei lediglich 30 Prozent.
„Einen Teilzeitjob zu
machen ist keine Lust-und-Laune-Entscheidung. Denn wer nicht
Vollzeit arbeitet, hat heute schon weniger Geld auf dem Konto und
später weniger Rente“, sagt Adnan Kandemir von der NGG Nordrhein.
Teilzeitarbeit sei „keine Bequemlichkeit“, sondern für viele
Beschäftigte in Duisburg die Voraussetzung, um den Beruf überhaupt
mit der Familie und mit der Pflege von Angehörigen vereinbaren zu
können.

Der Griff nach Teilzeit im Job: Ob volles Arbeitspensum oder nur
wenige Wochenstunden – entscheidend ist, was Beschäftigte leisten
können und wollen, fordert die NGG Nordrhein
„Wenn der
Wirtschaftsflügel der CDU künftig Menschen, die in Teilzeit arbeiten
und gleichzeitig Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen, einen
Vollzeitjob verordnen will, dann lässt das jedes soziale Gespür
vermissen“, so die Kritik von Adnan Kandemir. Der Geschäftsführer
der NGG Nordrhein appelliert an die CDU in Duisburg und an die
Delegierten aus der Region, Ende Februar (Hinweis f.d. Red.: 20. und
21. Februar) den Antrag des Wirtschaftsflügels der Union zur Reform
der Teilzeit auf dem Parteitag der CDU in Stuttgart
„abzuschmettern“.
Es bringe nichts, den Menschen „die
Daumenschrauben anzuziehen, um sie zum Vollzeitpensum im Job zu
zwingen“. Solange es nicht mehr Kitaplätze gebe, werde es nicht
funktionieren, mehr Menschen in Vollzeit zu bringen. „Immerhin hat
der Wirtschaftsflügel der Union diesen Punkt bei seinem
Teilzeit-Vorstoß nach langem Hin und Her jetzt aufgegriffen und sich
damit wenigstens ein Stück weit näher an die Probleme der
Beschäftigten herangerobbt“, so Kandemir.
Auch wer einen
Angehörigen pflege, könne zu Hause nicht alles stehen und liegen
lassen, um mehr Stunden im Job zu machen, so Adnan Kandemir. Hierzu
sei eine bessere Infrastruktur bei der Pflege nötig. Wenn
Beschäftigte allerdings in der Lage seien, Vollzeit zu arbeiten,
dann sollten sie sich „nicht mit einem Teilzeitjob abspeisen
lassen“, sagt Kandemir.
Die NGG Nordrhein warnt Arbeitgeber
in Duisburg davor, ihre Beschäftigten – und hier vor allem auch
Frauen – „in Teilzeit zu drängen“: „Entscheidend ist, welches
Arbeitspensum man persönlich machen kann und will. Darauf sollten
die Beschäftigten pochen. Es darf nicht darum gehen, dem Betrieb mit
einem ‚Teilzeit-Kompromiss‘ entgegenzukommen, wenn man lieber
Vollzeit arbeiten möchte“, sagt NGG-Geschäftsführer Kandemir.
Stadtteilführung „Inside Marxloh – von Mädchen für
Alle“ Schülerinnen der Herbert-Grillo-Gesamtschule
eröffnen neue Perspektiven auf Marxloh Duisburg-Marxloh. Marxloh aus
erster Hand erleben: Schülerinnen der Herbert-Grillo-Gesamtschule
laden mit der Stadtteilführung „Inside Marxloh – von Mädchen für
Alle“ dazu ein, ihren Stadtteil jenseits gängiger Klischees
kennenzulernen.

Blick auf Marxloh – gemeinsam wurde der Stadtteil in vielen Facetten
besprochen.
Mit viel Insiderwissen, spannenden Orten und
persönlichen Geschichten zeigen sie Marxloh so, wie sie ihren
Stadtteil selbst erleben – lebendig, nahbar und voller
Überraschungen. Bereits im zweiten Jahr findet die Mädchen-AG
„Inside Marxloh“ jeden Mittwoch statt. Das Projekt wird von der
Universität Münster in Kooperation mit der Duisburger Werkkiste
durchgeführt.

Es gibt eine Menge zu entdecken – St. Peter / Spaziergang führt auch
über die Weseler Straße – die MädchenAG präsentiert Lieblingsorte.
Ziel ist es, mit den alternativen Stadtteilführungen gemeinsam
eine Stadtteilführung zu entwickeln, bei der die Schülerinnen
Außenstehenden ihre persönliche Sicht auf ihr Viertel vermitteln und
bewusst einen Kontrapunkt zu der bundesweit häufig medial
reduzierten Darstellung Marxlohs als „Problemviertel“ oder
„No-Go-Area“ zu setzen.
Die Stadtteilführung ist nun auch
für den kommenden Sommer fertiggestellt und kann von allen
Interessierten gebucht werden.
www.insidemarxloh.de Podcast-Folge „Hömma Marxloh!“ Begleitend
zum Projekt ist eine Podcast-Folge in der Reihe „Hömma Marxloh!“
erschienen. Darin berichten die Schülerinnen selbst über ihre
Erfahrungen im Projekt und darüber, was die Arbeit an der
Stadtteilführung mit ihnen gemacht hat.
Der Podcast ist
abrufbar auf: Spotify:
https://open.spotify.com/show/5rQhGXxc0cGsMWVKJyanYl Soundcloud:
https://soundcloud.com/margarete_zander YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=ADuwJW4rHTo Instagram
Aktuelle Einblicke in das Projekt gibt es außerdem auf Instagram:
https://www.instagram.com/triptomarxloh.47/
STUDIO 47 gewinnt NRW-Innovationspreis des Netzwerks
ZENIT Wirtschaftsministerin Mona Neubaur zeichnet KI-Tools des
TV-Senders aus Große Bühne für digitale Innovation aus
Duisburg: STUDIO 47 hat am 10. Februar in Mülheim an der Ruhr den
NRW-Innovationspreis des Netzwerks ZENIT gewonnen. Überreicht wurde
die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung von
NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur als Schirmfrau des
Wettbewerbs. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Oliver Koch
(Hochschule Ruhr West) würdigte die beiden KI-basierten
Redaktionstools BotCast und ClipSense.
Gesucht waren
innovative Lösungen für digitalisierte Prozesse und Geschäftsmodelle
von und für KMU in Nordrhein-Westfalen. 21 Unternehmen hatten sich
beworben, drei erreichten das Finale Ministerin Neubaur betonte:
„Innovative Unternehmen sind die Treiber einer zukunftsfähigen
Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen.“ Die Preisträger zeigten, wie
vielfältig NRW aufgestellt sei, von Medien bis Industrie.
Für STUDIO 47 ist die Auszeichnung Bestätigung eines langfristigen
Kurses. „Wir entwickeln seit fünf Jahren eigene KI-Tools aus der
redaktionellen Praxis heraus“, sagt Sascha Devigne, Chefredakteur
des regionalen TV-Senders. „BotCast und ClipSense schaffen Effizienz
und sichern journalistische Qualität. Dass dieses Modell nun als
innovatives Geschäftsmodell ausgezeichnet wird, bestätigt unsere
Strategie.“
BotCast automatisiert zentrale Schritte der
Nachrichten- und Videoproduktion in einem durchgängigen Workflow.
ClipSense analysiert und verschlagwortet Videomaterial intelligent.
Rund 40 Prozent zeitintensiver Routineprozesse können so eingespart
werden, Freiräume für Recherche und Einordnung entstehen. Die Tools
werden nicht nur intern genutzt, sondern von rund 20 Lizenznehmern
in Deutschland, Österreich und den Niederlanden eingesetzt. Das neue
Geschäftsfeld trägt inzwischen rund zwölf Prozent zum Umsatz des
Senders bei.
Mit dem ersten Platz setzte sich STUDIO 47
gegen 20 weitere Bewerber durch. Die IANUS Simulation GmbH
(Dortmund) und die Petanux GmbH (Bonn) erreichten ebenfalls das
Finale und wurden auf den Plätzen zwei und drei ausgezeichnet.

Showtreppe für Innovationen „made in NRW“ – Wirtschaftsministerin
Mona Neubaur (vorne rechts) und Sascha Devigne, Chefredakteur STUDIO
47 (vorne links), nach der Preisverleihung in Mülheim; im
Hintergrund die weiteren Nominierten sowie Vertreter von ZENIT und
der Jury. (Foto: Netzwerk ZENIT e. V.)
Die erste Dreck-weg-Aktion in diesem Jahr Der
Verein „Du bist Rheinhausen“ startet eine Müllsammelaktion am
21.02.2026 um 10.00 Uhr an der Rheinhauserei,
Friedrich-Alfred-Straße 67 (Fußgängerzone) in 47226
Duisburg-Rheinhausen und wird bis 12:00 Uhr das Umfeld des
Marktplatzes in Rheinhausen in Angriff nehmen. Alle
Rheinhauser*innen sind eingeladen mitzumachen.

Wie gewohnt werden Mitstreiterinnen und Mitstreiter mit alle
Utensilien ausgestattet, die sie brauchen: Handschuhe, Greifzangen,
Müllsäcke und Eimer stehen bereit. Du bist Rheinhausen ist eine
Anlaufstelle für Menschen in Rheinhausen, die die Ärmel hochkrempeln
und ihre Heimat gestalten möchten. Seien es bestehende Initiativen,
Vereine oder Einzelne, die Ideen haben, die sich gemeinsam leichter
umsetzen lassen.
Drei Evangelische Gemeinden im Stadtbezirk Hamborn
werden eine
Die drei Evangelischen Kirchengemeinden im Stadtbezirk
Duisburg Hamborn werden sich zum 1. Januar 2027 zu einer
Großgemeinde zusammenschließen. Und auf dem Weg dahin werden die
Gemeindemitglieder eingebunden und umfassend über den aktuellen
Stand der Fusionsgespräche informiert.
Den ersten Schritt
dazu machten jetzt drei parallel durchgeführte Gemeindeversammlungen
in der Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh und den Gemeinden
Hamborn und Neumühl. „Wir haben das Heft des Handelns selbst in der
Hand, bevor wir aufgrund demografischer Entwicklungen gehandelt
werden“, war eine klare Aussage. Zudem haben die drei Gemeinden
schon seit langem in vielen Bereichen freundschaftlich und
vertrauensvoll zusammengearbeitet.
„Wir machen uns auf den
Weg“ sang der Chor Vielklang beim Gottesdienst im Vorfeld der
Gemeindeversammlung der Bonhoeffer Gemeinde in der Marxloher
Kreuzeskirche. Das war ein musikalisches Signal für eine nachhaltige
Gemeinsamkeit. In ihrer, den Weg bereitenden Predigt hatte Pfarrerin
Anja Humbert schon aufgezeigt, welche Wege Jesus gegangen ist und
wie die Menschen damals mitgegangen sind und dabei Hürden überwunden
haben.
Das „Wie können wir mitgehen?“ spielte auch in der
Gemeindeversammlung eine große Rolle. Und größere Hürden sieht kaum
einer, sondern ein klares Ziel vor Augen: Eine Steuerungsgruppe, der
je drei Vertreterinnen und Vertreter der drei Gemeinden angehören,
hat mehrere gemeinsame Arbeitsgruppen gebildet, die sich etwa mit
Finanzen, Gebäuden, Außenwirkung, Gottesdiensten, Kindergärten und
personellen Angelegenheiten beschäftigen.
Auch da, so der
Bonhoeffer-Presbyteriumsvorsitzende Christian Pollmann, der auch
gemeinsam mit seinem Neumühler Kollegen Marcel Grohnert die
Steuerungsgruppe leitet, sei man paritätisch besetzt. Ihm, Pfarrerin
Humbert und den meisten Anwesenden war klar, dass zunächst einmal
die rechtlichen Voraussetzungen für den Zusammenschluss auf den Weg
gebracht werden müssen. Das ist zeitlich durchaus ambitioniert, aber
da sei man gut dabei.
Zudem wurden erste Inhalte
konkretisiert. Und es gab bereits eine Fülle von Ideen und
Anregungen aus den drei Gemeinden. Schon jetzt werden Termine und
Veranstaltungen miteinander abgestimmt. Die Arbeitsgruppe
Kommunikation hat einen aussagekräftigen T-Shirt-Entwurf präsentiert
und plant einen gemeinsamen Bildkalender für das Jahr 2027.
„Und wir überlegen intensiv,“, ergänz Presbyter Markus Grzella, „wie
wir die Gemeindeglieder an der Namensgebung für die künftige
Großgemeinde beteiligen können.“ Vielleicht werde man sogar einen
„Namenswettbewerb“ ausrufen. Kanzeltausch der Pfarrerinnen und
Pfarrer und gemeinsame Gottesdienste der drei Gemeinden noch in
diesem Jahr waren weitere Stichpunkte. Überhaupt, so Anja Humbert,
sehe sie in der Fusion die große Chance auf eine dauerhaft
gesicherte pfarramtliche Versorgung.
In der Gemeindesammlung
machte sich eine neugierige Gelassenheit breit. Vertrauen in die
Zukunft spielte eine Rolle und die Überzeugung, dass im Duisburger
Stadtbezirk Hamborn eine Evangelische Großgemeinde eine starke,
unüberhörbare Stimme haben werde. Presbyter Tim Bäunken brachte es
auf den Punkt: „Wir können und müssen angesichts des Rechtsrucks bei
den letzten Kommunalwahlen unsere Stimme erheben und unsere
christlichen Wertvorstellungen von einem toleranten und
respektvollen Miteinander einbringen.“
Christian Pollmann
betonte abschließend, dass Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit
den gesamten Fusionsprozess begleiten werden. So ist bereits für
Sonntag, 19. April, eine gemeinsame Gemeindeversammlung in der
Neumühler Gnadenkirche terminiert, bei der aktuelle Ergebnisse der
Arbeitsgruppen vorgestellt und diskutiert werden: „Ja, es stimmt,
wir machen uns auf den Weg.“ Reiner Terhorst

Gemeindeversammlung am 8. Februar in der Marxloher Kreuzeskirche
(Foto: Silke Dittberner-Rejek). Presbyter Markus Grzella, der über
die Arbeit der AG Kommunikation informierte: „Wir haben viele Ideen,
die wir gemeinsam auf den Weg bringen wollen.“
Team
der Duisburger Notfallseelsorge wächst um 20 Ehrenamtliche
Beauftragungsfeier am 19.2. in der Karmelkirche
Die ökumenische Notfallseelsorge (NFS) in Duisburg bekommt
Verstärkung. Nach erfolgreicher absolvierter Ausbildung mit 120
Stunden Lerninhalten und Pflichtpraktika sind nun zwanzig weitere
ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger bereit
für den Einsatz.
Am 19. Februar werden sie um 17.30 Uhr in ihr Ehren-Amt feierlich in
einem Gottesdienst in der Karmelkirche am Innenhafen, Karmelplatz 1,
47051 Duisburg, eingeführt. Beim anschließenden Empfang können alle
miteinander auch über die Notfallseelsorge ins Gespräch kommen.
Besucherinnen und Besucher sind herzlich auch dazu eingeladen.
Auch die neuen Notfallseelsorgenden werden nun im Auftrag der Kirche
zum Beispiel bei der Überbringung von Todesnachrichten die Polizei
begleiten, Unfallzeugen Beistand leisten und auch bei
Großeinsatzlagen, wie der Flutkatastrophe oder der Loveparade mit
vor Ort sind. Weitere gut ausgebildete „Ersthelfer für die Seele“
werden gebraucht. Auch der nächste Ausbildungskurs steht allen
Interessierten offen - ganz unabhängig von der
Religionszugehörigkeit.
Mehr Infos haben die beiden Koordinatoren Diakon Stephan Koch, Tel.:
0177 616 7293, stephan.koch@bistum-essen.de und bei Pfarrer Martin
Behnisch-Wittig, Tel.: 02845 298 117,
martin.behnisch-wittig@ekir.de.

Beauftragungsfeier 2025 der neuen Ehrenamtlichen der Ökumenischen
Notfallseelsorge Duisburg in der Salvatorkirche Duisburg (Foto:
Notfallseelsorge Duisburg)
Jugendpastorin Kobbe wird Gemeindepfarrerin - Presbyterium lädt
zum Einführungsgottesdienst nach Ungelsheim Das
Presbyterium der Evangelischen Versöhnungsgemeinde Duisburg-Süd hat
Anfang Dezember Pastorin Ulrike Kobbe einstimmig zur Pfarrerin der
2. Pfarrstelle der Gemeinde gewählt. Jetzt lädt das Leitungsgremium
der Gemeinde zum Einführungsgottesdienst in die Ungelsheimer
Auferstehungskirche, Sandmüllersweg 31, wo Ulrike Kobbe am Sonntag,
22. Februar um 15 Uhr feierlich in ihr neues Amt eingeführt wird.

(Foto: www.evgds.de)
Im Anschluss an den Gottesdienst ist
Raum für Begegnung und Gratulation - auch ein „Gästebuch“ liegt aus,
in das gerne Grußworte geschrieben oder in schriftlicher Form
eingeklebt werden können. Groß vorstellen muss sich Ulrike Kobbe in
der Gemeinde nicht, denn dort und im gesamten Duisburger Süden ist
sie allen seit Jahren als engagierte Jugendpastorin bekannt.
Presbyterium und Ulrike Kobbes Pfarrkollegen Ernst Schmidt und
Bodo Kaiser freuen sich über die geglückte Besetzung, so kommt aber
ab sofort die nächste Herausforderung auf die Gemeinde zu: Es muss
gelingen, die nun freie Stelle der Jugendpastorin neu zu besetzen
und z.B. eine Gemeindepädagogin oder einen Diakon für diese Aufgabe
zu finden.
Die 2. Pfarrstelle der Gemeinde war mehr als ein
halbes Jahr unbesetzt, da Rainer Kaspers - Ulrike Kobbes Vorgänger -
im Nachbarkirchenkreis Düsseldorf-Mettmann zum Superintendenten
gewählt wurde. Informationen zur Gemeinde gibt es im Netz unter
www.evgds.de.
Gemeinde lädt zum Marktcafé in Meiderich
Zu Kaffee und lecker Frühstück mit Geselligkeit und Freundlichkeit
lädt die Evangelische Kirchengemeinde Meiderich mehrmals im Jahr
samstags zu den Marktzeiten in das Gemeindezentrum, Auf dem Damm 8,
ein. Den nächsten Termin zum Schlemmen und Klönen gibt es am 21.
Februar 2026. Geöffnet ist das Marktcafé der Gemeinde ab 9.30 Uhr
und somit zu der Zeit, in der manche ihr Einkäufe am Meidericher
Wochenmarkt machen.
Nach kurzem Fußweg lässt sich im
Gemeindezentrum bei Kaffee, Brot, Brötchen, Wurst- und
Käseaufschnitt und Marmeladen der Einkaufsstress vergessen. Das
Angebot bereiten Ehrenamtliche zu, das Frühstück gibt´s zum
Selbstkostenpreis. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter
www.kirche-meiderich.de oder im Gemeindebüro unter 0203-4519622.

Krankenhausbehandlungen wegen Alkoholkonsums in 10 Jahren um
28,9 % zurückgegangen • 283 500 Menschen im Jahr 2024
wegen ausschließlich alkoholbedingter Krankheiten stationär
behandelt • Rückgang betrifft vor allem jüngere Altersgruppen
• 14 400 Todesfälle im Jahr 2024 direkt auf Alkoholkonsum
zurückzuführen
Alkoholmissbrauch führt in Deutschland immer
seltener zu einem Klinikaufenthalt. Rund 283 500 Patientinnen und
Patienten wurden 2024 aufgrund einer ausschließlich durch Alkohol
bedingten Diagnose stationär im Krankenhaus behandelt. Das waren
28,9 % weniger als zehn Jahre zuvor, wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) mitteilt.
Im Jahr 2014 kamen 398 500 Menschen
aufgrund einer alkoholinduzierten Diagnose stationär in ein
Krankenhaus. Damit erreichten die Fallzahlen 2024 den niedrigsten
Stand der letzten zehn Jahre. Auch der Anteil der Fälle mit einer
solchen Diagnose an den Krankenhausbehandlungen insgesamt sank: von
2,0 % im Jahr 2014 auf 1,6 % im Jahr 2024. Zur Einordnung: Die Zahl
der Krankenhausbehandlungen insgesamt ging im selben Zeitraum um 8,6
% auf 17,9 Millionen Fälle zurück.

Männer werden häufiger aufgrund einer
alkoholinduzierten Diagnose stationär behandelt als Frauen: 207 900
oder 73,3 % der mit dieser Diagnose im Jahr 2024 Behandelten waren
Männer, gut ein Viertel (26,7 %) waren Frauen.
Alkoholabhängigkeit und Alkoholmissbrauch Ursache in drei Fünftel
aller Fälle Alkoholabhängigkeit war im Jahr 2024 mit einem
Anteil von 42,5 % (120 400 Behandlungsfälle) an den alkoholbedingten
Diagnosen die häufigste Ursache für eine ausschließlich
alkoholbedingte stationäre Krankenhausbehandlung. Auf einen akuten
Rausch ging gut ein Fünftel zurück (21,1 % oder 59 700 Fälle), auf
Entzugssyndrome 14,7 % der Fälle (41 800).
Weiter folgten
alkoholbedingte Erkrankungen des Verdauungssystems wie Schäden an
der Leber (13,0 % oder 36 900 Fälle) oder der Bauchspeicheldrüse
(5,2 % oder 14 700 Fälle). Zahl der alkoholbedingten Behandlungen
geht vor allem in jüngeren Altersgruppen zurück Die Zahl der
alkoholinduzierten Krankenhausbehandlungen ist in nahezu allen
Altersgruppen zurückgegangen.
Den stärksten Rückgang gab es
in der Altersgruppe der 10- bis 19-Jährigen. Hier nahm die Zahl der
Behandlungen um 58,5 % von 24 300 im Jahr 2014 auf 10 100 im Jahr
2024 ab. Grund dafür ist, dass immer weniger junge Menschen aufgrund
einer akuten Alkoholvergiftung stationär im Krankenhaus behandelt
werden.
Die Zahl dieser Fälle sank um 60,8 % von 22 400
Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 19 Jahren im Jahr 2014
auf 8 800 im Jahr 2024. Aber auch von den 20- bis 39-Jährigen
(-27,6 % auf 66 400 Fälle) und von den 40- bis 59-Jährigen (-35,2 %
auf 138 200 Fälle) wurden deutlich weniger wegen alkoholbedingter
Krankheiten stationär behandelt.
Am schwächsten war der
Rückgang in der Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen mit -1,4 %
(65 500 Fälle im Jahr 2024). Bei den Menschen in der Altersgruppe
80plus gab es sogar einen Anstieg (+22,4 % auf 3 300 Fälle).

Zahl der ausschließlich alkoholbedingten
Todesfälle leicht gestiegen Insgesamt starben hierzulande im Jahr
2024 rund 14 400 Menschen aufgrund einer direkt auf Alkoholkonsum
zurückzuführenden Erkrankung – das waren 2,1 % mehr als 2014. Damals
gab es rund 14 100 solcher Todesfälle. 2024 waren nahezu drei
Viertel (74,1 %) der Verstorbenen Männer.
Die Hälfte der an
alkoholbedingten Krankheiten gestorbenen Männer (50,9 %) waren 55
bis 69 Jahre alt, lediglich 0,5 % waren jünger als 30 Jahre. Der
leichte Anstieg der alkoholbedingten Todesfälle ist demografisch
bedingt. Um demografische Effekte bereinigt zeigt sich ein Rückgang:
Die altersstandardisierte Zahl der alkoholbedingten Sterbefälle je
100 000 Einwohnerinnen und Einwohner nahm um 3,4 % ab, von
17,8 Fällen im Jahr 2014 auf 17,2 Fälle im Jahr 2024.
93 Liter zuckerhaltige Erfrischungsgetränke 2024 pro Kopf
produziert - Produktionsvolumen zuckerhaltiger
Erfrischungsgetränke 2024 mit 7,7 Milliarden Liter deutlich über dem
von Light-Produkten (1,5 Milliarden Liter) - Jährlicher
Zuckerverbrauch pro Kopf 2023 bei 41,2 Kilogramm 24 % der
Erwachsenen und 8 % der Kinder und Jugendlichen 2022 von Adipositas
betroffen
Der Konsum von Zucker und seine
gesundheitlichen Folgen stehen immer wieder im Fokus der
öffentlichen Debatte. Zur Reduzierung des Zuckerkonsums haben viele
Staaten eine Zuckersteuer auf zuckerhaltige Getränke eingeführt und
auch in Deutschland wird eine solche Maßnahme diskutiert. Im
Jahr 2024 wurden hierzulande 7,7 Milliarden Liter zuckerhaltige
Cola, Limonaden und andere Erfrischungsgetränke hergestellt, wie das
Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.
Das entspricht
knapp 93 Liter pro Kopf. Die Produktion zuckerhaltiger Getränke ist
zuletzt nahezu gleichgeblieben (-0,2 % gegenüber dem Vorjahr).
Mittelfristig gesehen ist die Produktion zuckerhaltiger Getränke
leicht gesunken: gegenüber 2019 um 0,7 %.
18 Liter Light-Erfrischungsgetränke pro Kopf produziert Zugleich ist
die Produktion von Erfrischungsgetränken ohne Zucker
(Light-Varianten) gestiegen.
2024 wurden
1,5 Milliarden Liter brennwertverminderte Cola und Limonaden
hergestellt, das waren gut 18 Liter Light-Getränke pro Kopf.
Gegenüber dem Vorjahr stieg die Produktion um 5,7 %. Mittelfristig
ist die Produktion von Light-Getränken 2024 um 6,1 % gegenüber 2019
gestiegen. Insgesamt übersteigt das Produktionsvolumen
zuckerhaltiger Getränke jedoch das von Light-Produkten immer noch
deutlich.
Noch vor den zuckerhaltigen
und Light-Erfrischungsgetränken kommt das Mineralwasser: 2024 wurden
hierzulande 12,7 Milliarden Liter Mineral-, Tafel- und Heilwasser
produziert. Das waren gut 152 Liter pro Kopf.

Menschen in Deutschland verbrauchen 38 Stück
Würfelzucker pro Tag Die durchschnittliche Menge an Zucker, die
Menschen hierzulande täglich zu sich nehmen, liegt deutlich über
dem, was die Weltgesundheitsorganisation
(WHO) empfiehlt: Bei einer Person mit gesundem Körpergewicht,
die täglich etwa 2 000 Kalorien zu sich nimmt, ist die Empfehlung
bei etwa 50 Gramm Zucker pro Tag (knapp 17 Stück Würfelzucker).
In Deutschland lag der durchschnittliche Zuckerverbrauch mehr
als doppelt so hoch: Nach Angaben der Welternährungsorganisation
(FAO) waren es im Jahr 2023 knapp 41,2 Kilogramm pro Kopf, was
knapp 38 Stück Würfelzucker pro Tag entspricht. Im weltweiten
Durchschnitt lag die Verbrauchsmenge von Zucker laut FAO bei
26,2 Kilogramm pro Person und Jahr, was 24 Stück Würfelzucker pro
Tag entspricht.
Adipositas: Knapp ein Viertel der
Erwachsenen in Deutschland betroffen Hoher Zuckerkonsum wirkt sich
auf die Gesundheit aus und erhöht das Risiko für Adipositas,
Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach Angaben der WHO lebten
2022 in Deutschland knapp ein Viertel (24 %) der Erwachsenen und 8 %
der Kinder und Jugendlichen (zwischen 5 und 19 Jahren) mit
Adipositas (Fettleibigkeit).
Weltweit waren es 16 % der
Erwachsenen und 8 % der Kinder und Jugendlichen. Die Häufigkeit von
Adipositas bei Erwachsenen hat sich weltweit zwischen 1990 und 2022
mehr als verdoppelt, bei Kindern und Jugendlichen sogar
vervierfacht.
Der Anteil übergewichtiger Menschen an der
erwachsenen Bevölkerung in Deutschland liegt laut WHO seit 2006
konstant bei 61 %. Im Jahr 1992 – also 30 Jahre zuvor – lag der
Anteil noch bei 53 %. Bei Kindern und Jugendlichen lag der Anteil
derer, die übergewichtig waren, 2022 bei einem Viertel (25 %).
Weltweit galten 43 % der Erwachsenen und 20 % der Kinder und
Jugendlichen als übergewichtig. 116 Staaten haben eine Zuckersteuer
Um den hohen Zuckerkonsum zu begrenzen, gab es 2024 nach Angaben
der WHO in
116 Staaten eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke.
Laut WHO
gilt eine derartige Steuer zum Beispiel in Frankreich, Polen, dem
Vereinigten Königreich, Saudi-Arabien, Brasilien, Indien und
Südafrika. Steuer auf zuckerhaltige Getränke Map of unspecified
region with 2 data series. Quelle:WHO
World Health Observatory ↗. Datenstand: Juli 2024.
© EuroGeographics bezüglich der Verwaltungsgrenzen.
Steuer auf zuckerhaltige Getränke

Mehr Barrierefreiheit: Das Bundeskabinett hat
Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) beschlossen.
Der Gesetzentwurf enthält wichtige Regelungen zur
Verbesserung der Barrierefreiheit im öffentlichen und im privaten
Bereich. Denn Barrierefreiheit ist eine Grundvoraussetzung für die
gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben
in der Gesellschaft.
In der Bundesverwaltung werden bauliche
Barrieren schneller und effektiver abgebaut. Bis 2035 sollen und bis
2045 müssen die Bestandsbauten des Bundes barrierefrei werden. Um
die Verwendung von Leichter Sprache und der Deutschen
Gebärdensprache zu unterstützen, wird ein Bundeskompetenzzentrum für
Leichte Sprache und Deutsche Gebärdensprache eingerichtet.
Unternehmen müssen künftig sogenannte angemessene Vorkehrungen
bereitstellen, um Zugang zu ihren Gütern und Dienstleistungen zu
ermöglichen. Das heißt, die Unternehmen ermöglichen im Bedarfsfall
durch individuelle, praktikable Lösungen vor Ort den Zugang zu ihrem
Angebot. Beispielsweise kann es angebracht sein, für Menschen mit
Behinderungen eine mobile Rampe bereitzustellen, um ihnen den Zugang
zum Einzelhandel oder der Gastronomie zu ermöglichen.
Damit
trägt das Gesetz zu einer vollen, wirksamen und gleichberechtigten
Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben
bei, ohne Unternehmen unverhältnismäßig zu belasten. Die Regelungen
setzen auf konkrete Lösungen und Dialog der Beteiligten. Im
Streitfall kann zunächst ein niedrigschwelliges, kostenfreies
Schlichtungsverfahren bei der BGG-Schlichtungsstelle
durchgeführt werden. Zudem werden Übergangsregelungen geschaffen, um
die Verfahren zur Zertifizierung von Assistenzhunden zu
vereinfachen.

© Foto F. Pinjo / BMAS
Bundesministerin Bärbel Bas: „Je mehr Barrieren wir für Menschen
mit Behinderungen abbauen, desto stärker sind wir als Gesellschaft.
Deshalb entwickeln wir das Behindertengleichstellungsgesetz weiter.
Damit setzen wir ein wichtiges Vorhaben des Koalitionsvertrags um.
Der Bund ist zukünftig verpflichtet, die letzten
verbleibenden Barrieren in Bestandsbauten des Bundes abzubauen: Bis
2035 sollen und bis 2045 müssen diese Bauten grundsätzlich
barrierefrei werden. Unternehmen sind verpflichtet Menschen mit
Behinderungen bei Bedarf einen einfachen, individuellen und
praktikablen Zugang zu gewerblich angebotenen Gütern und
Dienstleistungen zu verschaffen. Sie müssen in diesen Fällen
sogenannte angemessene Vorkehrungen bereitstellen. Damit gehen wir
einen wichtigen Schritt hin zu mehr gelebter Inklusion in
Deutschland.“
Studio 47 aus Duisburg gewinnt
Zenit-Innovationspreis Das Duisburger Stadtfernsehen
Studio 47 hat den mit 10.000 Euro dotierten Innovationspreis des
Netzwerks Zenit in Mülheim erhalten. Damit wurde die Entwicklung von
zwei KI-basierten Tools ausgezeichnet, die für die redaktionelle
Arbeit eingesetzt werden können - von der vollautomatischen
Nachrichtenproduktion bis zur intelligenten Videoarchivierung.
Die Innovationen sind gezielt für TV- und Online-Redaktionen
konzipiert. Der zweite Platz und ein Preisgeld von 5.000 Euro gingen
an die Ianus Simulation GmbH aus Dortmund. Ihre KI-Plattform macht
hochkomplexe Digital Twins für den Mittelstand nutzbar. Auf Rang
drei landete die Petanux GmbH aus Bonn für die Entwicklung einer
KI-Plattform für den Einzelhandel mit Echtzeit-Überwachung u. a. von
Regallücken, Kundenfluss und Diebstahl. Damit verbunden ist ein
Preisgeld von 2.500 Euro. idr Infos:
https://www.zenit.de
Outdoor Gym-Box ab sofort
im Sportpark Duisburg Der Sportpark Duisburg bietet ab
sofort ein neues, kostenfreies Trainingsangebot unter freiem Himmel.
Direkt an der gern genutzten Calisthenics-Anlage an der Klönnewiese
gibt es jetzt eine Outdoor Gym-Box. Der stahlummantelte
Trainingscontainer lässt sich per App öffnen und bietet auf
kompakter Fläche Trainingsmöglichkeiten für funktionales Training.
Ausgestattet ist die Box mit Lang- und Kurzhanteln,
Kettlebells, Medizinbällen, Battle Ropes, Springseilen und
Widerstandsbändern. Ergänzt wird das Angebot unter anderem durch ein
fest verbautes Soundsystem. Die Outdoor Gym-Box ist ein Pilotprojekt
des Unternehmens „No Rocket Science“.
Das Projekt reagiert
auf die wachsende Nachfrage nach frei zugänglichen
Trainingsangeboten und die zunehmende Beliebtheit von Sport im
Freien. Die Pilotanlage wird im Sportpark Duisburg zunächst für acht
Monate im Testbetrieb eingesetzt.

Eröffnung der Outdoor GymBox im Calisthenics Park des Sportpark
Duisburg. Foto: Tanja Pickartz / Stadt
Zivilschutz-Hubschrauber auch 2025 verlässlich im
Einsatz - eine Bilanz Das Bundesamt für
Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zieht Bilanz zu den
Einsätzen der Zivilschutz-Hubschrauber im Jahr 2025. Im Jahr 2025
wurden die Zivilschutz-Hubschrauber insgesamt 13.515 Mal alarmiert.
Der Schwerpunkt der Einsätze lag auf der medizinischen
Erstversorgung sowie auf dem Transport von Patientinnen und
Patienten.
Insgesamt wurden 3.975 Patientinnen und Patienten
mit den Zivilschutz-Hubschraubern befördert. Die Maschinen kamen bei
6.985 Primärversorgungen, 3.764 Primärtransporten und 211
Sekundärtransporten zum Einsatz. Ergänzt wurde das Einsatzspektrum
durch 59 Sucheinsätze sowie neun Organ-, Blut- und
Medikamententransporte.
Einsatz im Doppelnutzenprinzip
Die 18 Zivilschutz-Hubschrauber werden nach dem sogenannten Prinzip
des Doppelnutzens betrieben. Das heißt, die Maschinen sind vom Bund
für die Aufgaben des Zivilschutzes in einem möglichen Spannungs-
oder Verteidigungsfall beschafft und an die Länder als Teil der
ergänzenden Ausstattung übergeben worden. Über diesen Zweck hinaus,
können und werden die Hubschrauber auch im Rettungsdienst genutzt. D
iese regelmäßigen Einsätze schaffen Routine, stärken die
Zusammenarbeit aller Beteiligten und stellen sicher, dass Personal
und Technik jederzeit einsatzbereit sind. Gleichzeitig ermöglicht
diese Einbindung, dass die Hubschrauber im Krisenfall kurzfristig
für die originären Aufgaben des Bevölkerungsschutzes zur Verfügung
stehen, etwa zur Erkundung von Schadenslagen oder zur Unterstützung
bei großflächigen Einsatzlagen.
Die Maschinen werden von der
Fliegergruppe der Bundespolizei geflogen und gewartet. Die Zahl der
Alarmierungen lag leicht unter dem Vorjahreswert von 13.793
Einsätzen im Jahr 2024. Schwankungen ergeben sich unter anderem
durch Wetterlagen, regionale Bedarfe sowie strukturelle
Veränderungen im Rettungsdienst. Einsatzüberblick 2025 (Stand:
Februar 2026)
Gesamteinsätze: 13.515
Primärversorgungen: 6.985 Primärtransporte: 3.764
Sekundärtransporte: 211 Transportierte Patientinnen und
Patienten: 3.975 Fehleinsätze: 2.479 Sucheinsätze: 59
Organ-, Blut- und Medikamententransporte: 9
Ausblick 2026 Auch im Jahr 2026 bleibt der Betrieb der
Zivilschutz-Hubschrauber ein zentraler Baustein zur Sicherstellung
schneller Hilfe aus der Luft. Neben dem laufenden Einsatzgeschehen
stehen mehrere Jubiläen an: Der Zivilschutz-Hubschrauber Christoph
12 in Siblin begeht am 30. Mai 2026 sein 50-jähriges Bestehen,
Christoph 13 in Bielefeld blickt ebenfalls auf 50 Jahre im Dienst
zurück und feiert dieses Jubiläum mit Veranstaltungen am 3. und 4.
Juli 2026.
Am 10. September folgt dann das 50-jährige
Jubiläum von Christoph 14 in Traunstein. Diese Termine
unterstreichen die kontinuierliche Weiterentwicklung und Bedeutung
der Zivilschutz-Hubschrauber im Bevölkerungsschutz. Alle
Einsatzzahlen auf einen Blick:
• „Christoph 2“ (Frankfurt): 884 •
„Christoph 3“ (Köln): 1.045 • „Christoph 4“ (Hannover): 1.030
• „Christoph 7“ (Kassel): 1.053 • „Christoph 9“ (Duisburg):
725 • „Christoph 12“ (Siblin): 1.076 • „Christoph 13“
(Bielefeld): 1.120 • „Christoph 14“ (Traunstein): 1.309 •
„Christoph 17“ (Kempten): 1.621 • „Christoph 29“ (Hamburg): 1.364
• „Christoph 34“ (Güstrow): 937 • „Christoph 35“ (Brandenburg):
1.351

BZ-Foto haje 2015 zum 40-Jährigen Im September 2025 feiert „Christoph 9“ in Duisburg
50. Jubiläum. Seit September 1975 ist „Christoph 9“ am BG Klinikum
Duisburg stationiert und steht für schnelle,
professionelle Hilfe aus der Luft. In den vergangenen fünf
Jahrzehnten hat er mehr als 47.000 Einsätze geflogen,
Menschenleben gerettet und sich als unverzichtbarer
Bestandteil der Notfallversorgung am Niederrhein und im
Ruhrgebiet etabliert. Das Einsatzgebiet des Zivilschutz-Hubschraubers
umfasst dabei etwa 100 Kilometer entlang des Rheins. Seit
2019 führt „Christoph 9“ als erster Hubschrauber in der
Luftrettung in Deutschland Blutkonserven mit, um
lebensrettende Transfusionen direkt am Einsatzort
durchführen zu können.
TÜV-Verband warnt
vor „Fahrprüfung light Der TÜV-Verband hat die
überarbeiteten Reformpläne der Bundesregierung für den
Führerscheinerwerb als unausgewogen kritisiert. Während Maßnahmen
wie die Digitalisierung der Fahrausbildung mit Online-Theoriekursen
und Fahrsimulatoren längst überfällig sind, lehnt der TÜV-Verband
pauschale Kürzungen des Fragenkatalogs und der Prüfungszeiten ab.
 „Es ist der
falsche Weg, die Anforderungen an den Führerscheinerwerb zu senken“,
sagt Richard Goebelt, Fachbereichsleiter Fahrzeug & Mobilität beim
TÜV-Verband. „Eine ‚Fahrprüfung light‘ darf es nicht geben. Dann
machen wir Erfolge bei der Verkehrssicherheit der letzten Jahrzehnte
zunichte.“ © TÜV-Verband
Im Jahr 2024 verursachten 18- bis
20-jährige Fahrer:innen laut Statistischem Bundesamt 13.862
Verkehrsunfälle, ein Rückgang von 45 Prozent im Vergleich zu 2010.
Die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten 18- bis 25-Jährigen ist
seit 2005 um 70 Prozent auf 319 im Jahr 2024 gesunken. Über alle
Altersgruppen hinweg lag der Rückgang nur bei 48 Prozent. Im
gleichen Zeitraum wurden die Theorie- und Praxisprüfungen
digitalisiert und auf wissenschaftlicher Basis modernisiert.
Goebelt: „In einem immer komplexer werdenden Verkehrssystem brauchen
wir Fahrschüler, die sehr gut vorbereitet sind.“
Die
Bundesregierung plant unter anderem, den Fragenkatalog für die
Theorieprüfung um 28 Prozent auf 840 Fragen zu reduzieren und die
Gesamtprüfungszeit bei der praktischen Prüfung um 27 Prozent auf 40
Minuten zu verringern. Die Zahl der verpflichtenden Sonderfahrten
(Überland, Autobahn, Dunkelheit) wird um zwei Drittel von zwölf auf
drei reduziert. „Das bisher erreichte Sicherheitsniveau bei der
Fahrausbildung kann mit diesen Maßnahmen nicht gehalten werden“,
betonte Goebelt. Was den Fragenkatalog angeht, liege Deutschland im
europäischen Vergleich mit rund 1.100 Fragen auf oder sogar unter
dem Niveau von Ländern wie Frankreich, Österreich, den Niederlanden
oder Schweden.
Unverständlich ist aus Sicht des TÜV-Verbands,
dass die Reform keine verpflichtenden Lernstandskontrollen im Rahmen
der Fahrschulausbildung vorsieht. „Die Feststellung der
Prüfungsreife in den Fahrschulen ist ein einfaches Instrument, um
die Durchfallquoten in der Theorie zu senken“, sagt Goebelt.
„Weniger Wiederholungsprüfungen sind das wirksamste Instrument, wenn
man echte Kostenreduzierungen erreichen möchte.“ Dagegen habe die
Reduzierung des Prüfkatalogs und der Prüfungsdauer kaum einen
Effekt, da die Kosten für die Prüfung selbst nur einen Anteil von
etwa 1 Prozent an den Gesamtkosten der Fahrausbildung ausmachen.
Goebelt: „Hier steht die Kostensenkungen nicht im Verhältnis zum
Schutz des Lebens und der Verkehrssicherheit.“
Sehr kritisch
sieht der TÜV-Verband, dass die Fahrschulen von der Pflicht
entbunden werden sollen, einen Ausbildungsplan zu erstellen und zu
veröffentlichen. „Das schwächt das Bewusstsein für die Notwendigkeit
einer systematischen Ausbildung und verringert die Transparenz für
die Fahrschüler“, sagt Goebelt. „Damit nimmt das Verkehrsministerium
ein sinkendes Niveau der Fahrausbildung in Kauf, was über kurz oder
lang zu steigenden Nichtbestehensquoten führen wird.“
Der
TÜV-Verband hat heute die aktuelle Führerscheinstatistik für das
Jahr 2025 veröffentlicht. Die Ergebnisse sind hier abrufbar:
https://www.tuev-verband.de/pressemitteilungen/zahl-der-fuehrerscheinpruefungen-auf-neuem-hoechststand
Datenreport zu Fahrerlaubnisprüfungen im Jahr 2025 |
Politische Empfehlungen Der Führerschein eröffnet vielen
Menschen neue Möglichkeiten der Mobilität – im Beruf und im
Privaten. Damit Fahrer:innen sicher am Straßenverkehr teilnehmen,
braucht es eine gute Ausbildung und Prüfungen, die Wissen und
Fahrkompetenz zuverlässig abbilden. Welche Entwicklungen zeigen
sich im Jahr 2025 bei den theoretischen und praktischen
Führerscheinprüfungen? Wie viele Kandidat:innen haben eine
Prüfung abgelegt, wie viele bestehen die Prüfung und wie viele
fallen durch? Und welche Faktoren tragen zu den hohen
Nichtbestehensquoten bei? Der TÜV-Verband stellte die aktuellen
Kennzahlen zu Führerscheinprüfungen vor und ordnet die Entwicklungen
ein. Außerdem wurde aufgezeigt, wo das Fahrerlaubnissystem aus Sicht
der Verkehrssicherheit werden sollte und welche Reformansätze jetzt
sinnvoll sind, um die Kosten der Fahrausbildung zu senken.
Wirtschaftsbetriebe Duisburg laden zu Repair-Cafés ein –
Gemeinsam reparieren statt entsorgen Unter dem Motto
„Gemeinsam reparieren statt entsorgen“ laden die Wirtschaftsbetriebe
Duisburg im Februar zu zwei Repair-Cafés in den Recyclingzentren
Nord und Mitte ein. Bürgerinnen und Bürger können dort defekte
Alltags- und Gebrauchsgegenstände gemeinsam mit ehrenamtlichen
Expertinnen und Experten instand setzen – nachhaltig,
ressourcenschonend und kostenlos.
Mit diesem Prinzip setzen
die Wirtschaftsbetriebe auch 2026 ein starkes Zeichen gegen die
Wegwerfgesellschaft. Die Veranstaltungen fördern Nachhaltigkeit,
Nachbarschaftshilfe und praktisches Lernen. Ziel ist nicht eine
kostenlose Reparatur als Serviceleistung, sondern Hilfe zur
Selbsthilfe – das gemeinsame Ausprobieren, Lernen und Erhalten von
Dingen, die sonst im Müll landen würden. Ob Toaster, Lampe oder
Stuhlbein In den Repair-Cafés wird geschraubt, gelötet und geleimt.
Unterstützt werden die Teilnehmenden von erfahrenen
Reparateurinnen und Reparateuren des Vereins DUISentrieb, die ihr
handwerkliches Know-how ehrenamtlich zur Verfügung stellen.
„Repair-Cafés verbinden praktischen Klima- und Umweltschutz mit
Gemeinschaft. Viele Dinge lassen sich mit wenig Aufwand weiter
nutzen – und genau dabei möchten wir die Menschen unterstützen“,
sagt die Abfallberaterin Petra Hoffmann von den Wirtschaftsbetrieben
Duisburg. „Besonders schön ist, dass Wissen weitergegeben wird.“

Foto Adrian Chodkowski / Wirtschaftsbetriebe Duisburg
Das
Repair-Café im Recyclingzentrum Mitte ist ein monatliches Angebot.
Aufgrund einer Baustelle am bisherigen Veranstaltungsort im
Citywohnpark findet es weiterhin bei den Wirtschaftsbetrieben
Duisburg statt. Ein besonderes Zusatzangebot gibt es im
Recyclingzentrum Nord Dort unterstützt eine Näherin bei der
Reparatur defekter Kleidung. Für eine gemütliche Atmosphäre sorgt
außerdem die Schülerfirma „Back4you“ der Herbert-Grillo-Gesamtschule
mit selbst gebackenem Kuchen und Kaffee.
Die Termine im
Februar: Repair-Café im Recyclingzentrum Nord Datum:
Mittwoch, 18. Februar 2026 Uhrzeit: von 14.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Recyclingzentrum Nord Im Holtkamp 84, 47167 Duisburg
Repair-Café im Recyclingzentrum Mitte Datum: Freitag, 20.
Februar 2026 Uhrzeit: von 14.00 bis 17.00 Uhr Ort:
Recyclingzentrum Mitte Vygenstr. 6, 47053 Duisburg Das
Repair-Café findet im 1. Obergeschoss statt.
Führung
im Stadthistorischen Museum: Die Erfindung der Haustiere
Um die Geschichte der Haustiere geht es bei einer Führung am
Sonntag, 15. Februar, um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen
Museum am Johannes- Corputius-Platz 1 in Duisburg-Mitte. Höhepunkt
der Veranstaltung ist die älteste bekannte Darstellung eines
Haustieres im Museum: der Schoßhund der Römerin Polla Mtidia ist auf
das Jahr 25 nach Christus datiert.
Von da ausgehend
berichtet Historiker Ferdinand Leuxner von den Ursprüngen der
tierischen Begleiter und wirft einen Blick auf die Haustiere von
damals und heute. Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten und
kostet für Erwachsene 4,50 Euro, für Kinder und ermäßigte Besuchende
2 Euro. Das vollständige Programm und weitere Informationen sind
unter www.stadtmuseum- duisburg.de abrufbar
Duisburg
ehrt sportliche Erfolge in den Senioren- und Masterklassen
Die Stadt Duisburg ehrt am Mittwoch, 25. Februar 2026, um 17.30
Uhr im Rathaus ihre Seniorensportlerinnen und Seniorensportler
für herausragende sportliche Erfolge im Jahr 2025. Grundlage der
Ehrung sind die städtischen Richtlinien über Auszeichnungen für
Leistungen und Verdienste auf dem Gebiet des Sports.
Insgesamt werden elf Einzelsportlerinnen und -sportler sowie eine
Mannschaftsleistung für nationale und internationale Erfolge
ausgezeichnet. Bei der feierlichen Ehrung erfolgt die Gratulation
durch Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn sowie Ozan Aksu,
Vorsitzender des Betriebsausschusses DuisburgSport.
VHS-Vortrag: Chatbots und andere Technologien als soziale Partner
Die VHS lädt am Mittwoch, 25. Februar, um 20 Uhr im
Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in Duisburg-Mitte zu einem
Vortrag über Chatbots und andere Technologien als soziale Partner
ein. Durch die schneller werdende Entwicklung im Bereich „Künstliche
Intelligenz“ lassen sich immer mehr Menschen auf „Beziehungen“ mit
Chatbots und virtuellen Charakteren ein.
In ihrem Vortrag
erläutert die Sozialpsychologin Dr. Jessica Szczuka von der
Universität Duisburg-Essen, welche psychologischen Mechanismen dabei
wirken und wirft Fragen nach gesellschaftlichen Folgen, der
Verantwortung von Unternehmen sowie der Zukunft menschlicher
Beziehungen in einer digitalisierten Welt auf.
Die Liebe zu
einem virtuellen Gegenüber war schon im Jahr 2013 Thema des
Kinofilms „Her“. Das Teilnahme beträgt fünf Euro, eine vorherige
Anmeldung ist erforderlich und kann online unter
https://vhs.link/kP54Qh erfolgen. Weitere Informationen gibt es bei
der VHS, Josip Sosic, 0203/283-984617 und online unter
www.vhs-duisburg.de

NRW: Kinderbetreuung war 2024 für rund 28 % der
teilzeitbeschäftigten Frauen Hauptgrund für Teilzeittätigkeit
* Rund ein Viertel der Teilzeiterwerbstätigen arbeitete auf
eigenen Wunsch in Teilzeit. * Aus- und Fortbildung war bei fast 15 %
der Grund für eine Teilzeitbeschäftigung. * Jede zwanzigste
Teilzeitkraft gab an, keine Vollzeitstelle zu finden.
Rund
ein Viertel der Teilzeitarbeitenden (25,1 %) gaben 2024 an, dass sie
in Teilzeit arbeiten möchten. Wie das Statistische Landesamt
Nordrhein-Westfalen auf Basis von Endergebnissen des Mikrozensus
mitteilt, lag der Anteil bei den Frauen mit 27,3 % rund
10 Prozentpunkte höher als bei den Männern. Die individuellen Gründe
für die Ausübung einer Teilzeittätigkeit unterscheiden sich deutlich
zwischen den Geschlechtern.

Dies zeigt sich insbesondere bei den insgesamt 23,8 % der
Teilzeiterwerbstätigen, die wegen Kinderbetreuung nicht in Vollzeit
arbeiteten: Bei den Frauen war dieser Anteil mit 28,1 % viermal so
hoch wie bei den Männern (7,3 %). Das Statistische Landesamt weist
zur weiteren Einordnung der Ergebnisse darauf hin, dass die Mehrheit
der Teilzeiterwerbstätigen Frauen sind: Sie machten 79,1 % der
insgesamt 2,44 Millionen nordrhein-westfälischen abhängig
Teilzeiterwerbstätigen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren in 2024
aus.
Aus- und Fortbildung war bei fast 15 % der Grund für
eine Teilzeitbeschäftigung Annähernd jede siebte Teilzeitkraft
(14,7 %) war hauptsächlich aufgrund schulischer oder beruflicher
Aus- bzw. Fortbildung nicht Vollzeit erwerbstätig. Bei den
männlichen Teilzeiterwerbstätigen war dies mit Abstand der am
häufigsten genannte Grund für Teilzeit und traf mit 31,8 % auf fast
jeden Dritten zu.
Bei den Frauen waren es mit 10,2 %
anteilig deutlich weniger. Jede zwanzigste Teilzeitkraft gab an,
keine Vollzeitstelle zu finden Knapp 5 % der Teilzeiterwerbstätigen
gaben an, keine Vollzeitstelle finden zu können, wobei dies für
8,4 % der Männer und 3,9 % der Frauen in Teilzeit zutraf.
Gesundheitliche Gründe nannten 4,6 %, anteilig etwa doppelt so viele
Männer (7,5 %) wie Frauen (3,8 %). Etwas mehr als jede siebte
teilzeiterwerbstätige Person (13,6 %) hatte andere familiäre oder
persönliche Gründe und gut jede zehnte Person (11,1 %) sonstige
Gründe.
Drei "vorbildliche Bauten" im Ruhrgebiet erhalten
Landespreis für Architektur - darunter Erweiterung des Betriebshof
Hochfeld der Wirtschaftsbetriebe Duisburg Die
diesjährige "Auszeichnung vorbildlicher Bauten in
Nordrhein-Westfalen" des NRW-Bauministeriums und der
Architektenkammer NRW ist u. a. nach Duisburg, Essen und Hamminkeln
gegangen. Insgesamt erhielten 25 neue oder erneuerte Gebäude und
Freiraumgestaltungen aus ganz Nordrhein-Westfalen eine Würdigung als
richtungsweisende und innovative Bauwerke.
Ausgezeichnet
wurde die Erweiterung des Betriebshof Hochfeld der
Wirtschaftsbetriebe Duisburg. Auf einer brachliegenden
Industriefläche entstand ein moderner Recyclinghof mit Tonnenlager,
Wertstoff-Umladebereich sowie Flächen für betriebliche Funktionen.
Die neuen baulichen Elemente überzeugten die Jury sowohl
städtebaulich durch ihre klare Positionierung und Proportionen als
auch gestalterisch.

Bauherr Wirtschaftsbetriebe Duisburg – AöR Duisburg
Ein
weiterer Landespreis geht an den Pavillon "Lernen im Park" in
Essen-Rüttenscheid. Das dreigeschossige Rochadegebäude dient als
Interimsbau für mehrere Schulen. Es ist zugleich zukunftsoffen für
weitere kommunale Nutzungen angelegt. Die modulare Struktur
ermöglicht unterschiedliche Grundrissvarianten, die Bedarf und
räumliche Qualität miteinander verbinden.
Ebenfalls geehrt
wurde die "BauKulturstelle" in Hamminkeln des Vereins zur Förderung
der Dorfentwicklung Dingden. Das Projekt umfasst die Sanierung und
den Umbau eines denkmalgeschützten Gebäudeensembles zu einer
Bildungsstätte für Baukultur. Die Jury hob vor allem das starke
ehrenamtliche Engagement im Planungs- und Bauprozess und die breite
Beteiligung der lokalen Bevölkerung hervor. idr
https://www.aknw.de/baukultur/auszeichnungsverfahren/auszeichnung-vorbildlicher-bauten
IGA 2027: Wie wollen wir morgen leben? Mit
Blick auf die Internationale Gartenausstellung (IGA), die vom 23.
April bis zum 17. Oktober 2027 ins Ruhrgebiet lockt, lädt die
Stabsstelle Klimaschutz der Stadt Duisburg zu einer
Kick-Off-Veranstaltung. Das Auftakttreffen am Montag, 23. Februar,
um 16.30 Uhr in der VHS an der Steinschen Gasse 26 in der Innenstadt
richtet sich an interessierte Initiativen sowie Menschen, die sich
engagieren möchten.
Wie können Interessierte sich an der IGA
beteiligen? Wie kann Engagement sichtbar werden? Und welche Angebote
und Partizipationsmöglichkeiten bestehen? Fragen wie diese sollen
hier beantwortet werden.

C IGA 2027/Stadt Duisburg
Die IGA 2027 steht unter dem Motto
„Zukunft.Blüht“ und adressiert globale Zukunftsthemen. Sie rückt
nachhaltige Initiativen, Start-Ups und Projektträger ins Rampenlicht
und setzt die grünen Highlights der Region in Szene. Es geht um die
Frage: „Wie wollen wir morgen leben?“
Karnevalistische Throngesellschaft Teneriffas besucht Hamborner
Rathaus Die Duisburger Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß
Hamborn-Marxloh e.V. pflegt seit vielen Jahren eine Freundschaft mit
Karnevalisten der kanarischen Insel Teneriffa. Im jährlichen Wechsel
besuchen sich die Karnevalsgesellschaften und nehmen in der
Hauptsaison des Karnevals an verschiedenen Veranstaltungen teil.
In diesem Jahr besucht eine Delegation aus Teneriffa am Samstag,
14. Februar 2026, ab 9.30 Uhr Duisburg. Dies im Bezirksrathaus
Hamborn. Zur Delegation zählen die Blumenkönigin und der Blumenkönig
sowie Mitglieder der Inselregierung. Bezirksbürgermeisterin Martina
Herrmann empfängt im Beisein von Oberbürgermeister Sören Link die
Delegation aus Teneriffa und zahlreiche weitere geladene Gäste im
Hamborner Bezirksrathaus.
Neben einem Auftritt des
Funkenmariechens der Marxloher Jecken gibt es eine karnevalistische
Folkloredarbietung sowie den Eintrag ins Goldene Buch des Bezirks
Hamborn. Im Anschluss begleitet die Delegation mit einem eigenen
Wagen den um 11.11 Uhr beginnenden Hamborner Kinderkarnevalszug.
Rosenmontag: Wirtschaftsbetriebe
Duisburg reinigen Zugstrecke – Müllabfuhr verschiebt sich Am Rosenmontag, dem Höhepunkt der Karnevalszeit, zieht der
traditionelle Festumzug durch die Duisburger Straßen und verwandelt
die Stadt in ein buntes Meer aus Farben, Musik und ausgelassener
Stimmung. Damit Duisburg nach dem närrischen Treiben schnell wieder
sauber ist, stehen die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) mit einem
engagierten Team bereit.

Nach dem Zug sorgen die WBD dafür, dass die Straßen wieder sauber
sind. Fotos: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg
Mehr als 30
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtbildpflege sind im
Einsatz, um nach dem letzten Festwagen die Straßen von Konfetti,
Verpackungen und anderen Hinterlassenschaften zu befreien.
Unterstützt werden sie dabei von Müllwagen, Kehrmaschinen und Besen.
Ziel ist es, die Innenstadt und die Umzugsstrecken so schnell wie
möglich wieder in einen ordentlichen und sauberen Zustand zu
versetzen.

Verschiebung der Abfuhrtermine Aufgrund von Rosenmontag
(16.02.2026) verschiebt sich die Abfuhr der Hausmüll-, Bio- und
Altpapiertonnen um einen Tag nach hinten. Für die gelben
Wertstofftonnen gibt es keine Terminänderung - sie werden regulär
abgefahren. Die aktuellen Abfuhrtermine sind im
Online-Abfallkalender sowie in der WBD App abrufbar.

Recyclinghöfe und Kundenservice geschlossen Die vier
Recyclinghöfe der Wirtschaftsbetriebe Duisburg bleiben am
Rosenmontag geschlossen. Auch das Kundenservicecenter ist an diesem
Tag nicht erreichbar. Ab Dienstag stehen die Recyclinghöfe wieder zu
den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung. Der Kundenservice ist
dann wieder unter der Telefonnummer 0203 283-3000 von 7.00 bis 17.00
Uhr erreichbar.
Valentinstag: Vorsicht vor
Kostenfallen bei Online-Partnerbörsen Einsame Herzen,
die auf deutschen oder ausländischen Online-Partnerportalen nach der
großen Liebe suchen, sollten sich der Gefahr von Kostenfallen
bewusst sein.
Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland erhält
regelmäßig Beschwerden zu Online-Singlebörsen – etwa wegen
automatischer Vertragsverlängerungen, versteckter Zusatzleistungen,
hoher Forderungen nach einem Widerruf oder fiktiven Profilen.
Mit Blick auf den Valentinstag klärt das EVZ Deutschland darüber
auf, worauf Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Partnersuche im
Internet achten sollten. Online flirten per Smartphone – bei
Dating-Apps sollten Verbraucher Vertragsbedingungen und Kosten genau
prüfen.

Foto: Adobe Stock / Prostock-studio
Automatische
Vertragsverlängerung muss klar erkennbar sein Viele
Online-Partnerbörsen arbeiten mit Probe- oder Kurzmitgliedschaften,
die sich nach Ablauf automatisch in kostenpflichtige
Langzeitverträge verlängern. Wer nicht rechtzeitig kündigt, sitzt
schnell in einem teuren Abonnement fest.
Europaweit gilt:
Eine automatische Vertragsverlängerung ist nur wirksam, wenn
Verbraucher vor Vertragsschluss klar, verständlich und hervorgehoben
darüber informiert werden.
Für Verträge, auf die deutsches
Recht anwendbar ist, gilt zudem: Seit 2022 sind automatische
Verlängerungen nur noch zulässig, wenn sie auf unbestimmte Zeit
erfolgen und jederzeit mit einer Frist von einem Monat gekündigt
werden können.
Wertersatz nach Widerruf – Kostenfalle
„Starterpakete“ Grundsätzlich steht Verbrauchern bei
Online-Partnerbörsen ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Dennoch
verlangen viele Anbieter trotz fristgerechten Widerrufs hohe
Zahlungen – häufig unter Berufung auf einen angeblichen Wertersatz
für bereits erstellte Partnervorschläge.
Gerichte haben
klargestellt, dass Wertersatz in der Regel nur zeitanteilig
berechnet werden darf. Einige Anbieter reagieren darauf mit
gesondert bepreisten „Starterpaketen“, die zusätzliche Leistungen
wie Premium-Services, Profiloptimierungen oder Beratungsgespräche
enthalten.
Die Kosten dieser Starterpakete werden von
Verbrauchern häufig nicht bewusst wahrgenommen, da sie im
Kleingedruckten versteckt sind. Auch hier gilt jedoch: Anbieter
müssen transparent über Art und Kosten der Zusatzleistungen
informieren.
Unterschied zwischen Widerruf und Kündigung
Nach Erfahrung des EVZ Deutschland verwechseln viele Nutzer Widerruf
und Kündigung. Während ein Widerruf den Vertrag rückwirkend aufhebt,
beendet eine Kündigung den Vertrag erst zu einem späteren Zeitpunkt.
Wer sich noch innerhalb der 14-tägigen Widerrufsfrist befindet,
sollte ausdrücklich den Widerruf erklären – eine Kündigung genügt
dafür nicht.
Vorsicht vor fiktiven Profilen Auf
Dating-Plattformen kommt es vor, dass Nutzer von fiktiven Profilen
kontaktiert werden, hinter denen keine echten Personen stehen, die
nach einem Partner suchen. Teilweise handelt es sich dabei um vom
Anbieter eingesetzte Profile, die Nutzer dazu bewegen sollen, länger
auf dem Portal zu bleiben. Hinweise auf den Einsatz solcher Profile
finden sich manchmal auch in den AGB, aber nur versteckt, wodurch
sich Verbraucher in die Irre geführt fühlen. Gerichte haben
entschieden, dass bloße Hinweise im Kleingedruckten nicht
ausreichen.
Tipps für Verbraucherinnen und Verbraucher -
Lesen Sie die AGB der Dating-Seite vor Abschluss des Vertrages
sorgfältig. - Achten Sie auf automatische Vertragsverlängerungen.
- Prüfen Sie, ob zusätzliche Kosten für gesonderte Leistungen wie
„Starterpakete“ anfallen. - Kontrollieren Sie, ob der Einsatz
fiktiver Profile erwähnt wird. - Fertigen Sie vor Vertragsschluss
Screenshots an und bewahren Sie Bestätigungen auf. - Nutzen Sie
bei Unzufriedenheit Ihr 14-tägiges Widerrufsrecht. - Wurden Sie
nicht transparent informiert, bleiben Sie hartnäckig und nehmen Sie
juristische Beratung in Anspruch. Sitzt der Anbieter im EU-Ausland,
können Sie sich an das EVZ Deutschland wenden. - Bei
unberechtigten Abbuchungen per Kredit- oder Debitkarte kontaktieren
Sie Ihre Bank und fragen Sie nach einem Chargeback-Verfahren.
Weiterführende Informationen zur
Partnervermittlung über Online-Singlebörsen.
ADAC Stauprognose: 13. bis 15. Februar Ferienstart,
Fasching und Wintersport sorgen für volle Autobahnen in den Süden
©imago images/Steinsiek.ch Zum zweiten Februarwochenende erwartet
der ADAC regional erhöhtes Verkehrsaufkommen. Der Beginn der
Faschingsferien in Bayern, im Saarland und in Thüringen sowie
zahlreiche Veranstaltungen führen vor allem im Süden Deutschlands
und auf den Routen in die Alpen zu einer erhöhten Staugefahr.
Ab Freitagnachmittag nimmt der Ausflugs- und Kurzreiseverkehr
zu, insbesondere in Richtung der Wintersportgebiete in den Alpen und
den Mittelgebirgen. In vielen Städten sind durch Faschingsumzüge und
die damit verbundenen Straßensperrungen zusätzliche
Verkehrsbehinderungen möglich.
Anlässlich der
Sicherheitskonferenz im Hotel Bayerischer Hof kommt es in München zu
umfangreichen Sperrungen innerhalb der Sicherheitszone. Zusätzlich
sind durch Demonstrationen sowie Polizeieskorten kurzfristige
Verkehrsbehinderungen möglich.
Besonders staugefährdete
Strecken in Deutschland: A1 Köln – Dortmund sowie Osnabrück –
Bremen A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover A3 Oberhausen –
Köln A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe A5 Karlsruhe – Basel
A7 Ulm – Füssen/Reutte A8 Karlsruhe – Stuttgart – München –
Salzburg A9 Nürnberg – München A12 Berliner Ring – Frankfurt
(Oder) A57 Krefeld – Köln A93 Rosenheim – Kiefersfelden A95
München – Garmisch-Partenkirchen A96 München – Lindau A99
Autobahnring München
Auch auf den wichtigen Transitachsen im
benachbarten Ausland bleibt die Verkehrslage angespannt. Ursachen
sind vor allem Bauarbeiten und das hohe Reiseaufkommen. In
Österreich sind davon insbesondere die A10 Tauern Autobahn, die A12
Inntal Autobahn und die A13 Brenner Autobahn zwischen Innsbruck und
dem Brenner betroffen.
Auf folgenden Strecken in der Schweiz
muss mit Verzögerungen gerechnet werden: In Italien bleibt vor
allem die A22 Brennerroute stauanfällig. Zudem kann es zu
Behinderungen auf den Straßen im Puster-, Grödner- und Gadertal
sowie im Vinschgau kommen.
Für zusätzliche Belastungen
sorgen die seit 6. Februar laufenden Olympischen Winterspiele in
Italien. Rund um die Austragungsorte Cortina d’Ampezzo, Mailand,
Livigno, Bormio und Verona (Ort der Abschlussfeier am 22. Februar)
muss mit stockendem Verkehr auf den Zufahrtsstraßen gerechnet
werden.
Bei der Einreise nach Deutschland kann es aufgrund
von Grenzkontrollen zudem zu Wartezeiten kommen. Die winterliche
Wetterlage hält an und kann regional für deutlich erschwerte
Fahrbedingungen sorgen und das Risiko von Unfällen und Staus
kurzfristig stark erhöhen. Die Zahl der Baustellen ist zwar
weiterhin gering, bestehende Dauerbaustellen stellen jedoch Engpässe
dar. Weitere Informationen finden Sie auf www.adac.de.
28 Millionen Euro für die Stärkung der Kreislauf-
und Umweltwirtschaft Land und EU fördern innovative
Projekte für Ressourceneffizienz, zirkuläre Produktion und
Umweltwirtschaft in kleinen und mittleren Unternehmen Rund 28
Millionen Euro stellen Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union
für drei neue Fördermaßnahmen zur Verfügung, die Unternehmen und
Forschungseinrichtungen beim Übergang zu einer klimafreundlichen und
ressourcenschonenden Wirtschaft unterstützen.
Mit
„Ressource.NRW“, „Zirkuläre Produktion“ und
„ZukunftUmweltwirtschaft.NRW“ – finanziert aus dem EFRE/JTF-Programm
NRW – sollen anwendungsorientierte Projekte gefördert werden, die
Materialien im Kreislauf halten, Ressourcen und Umwelt schonen und
ökologische Innovationen schneller in den Markt bringen.
Spenden-Yoga in der Obermarxloher Lutherkirche: 345 Euro
fürs Tierheim Mit der „Wirkstatt“ möchte die
Evangelische Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh Menschen
innerhalb der Gemeinde und in Duisburg Raum geben, selbst kreativ zu
werden in Projekten und Aktionen, für die ihnen sonst im Alltag
vielleicht der Ort, die Möglichkeit oder der Rahmen fehlt.
Am vergangenen Samstag hat Yoga-Lehrerin Lara Kelling dieses Angebot
genutzt und eine Idee umgesetzt, die ihr schon lange im Kopf
herumschwirrte, für die aber bisher nie ein Raum zur Verfügung
stand: Eine Yoga-Stunde auf Spendenbasis, um für das Tierheim
Duisburg Geld zu sammeln. Dieses Herzensprojekt wurde in der
Lutherkirche Obermarxloh endlich wahr und stieß auf viel Zustimmung,
sodass bei 17 Teilnehmenden insgesamt über 345 Euro an Spenden
zusammenkamen – Geld, welches das Tierheim gut gebrauchen kann.
Die Yoga-Stunde war thematisch an (Haus-)Tiere und das
Zusammenleben mit ihnen angelehnt, was das Programm wunderbar
abrundete. Zwischendurch wurden immer wieder Informationen zu den
Tierheim-Tieren eingestreut und zur Abschlussmeditation gab es sogar
noch eine Live-Musik-Einlage mit Klavier und Gesang. Es war ein ganz
besonderer Vormittag und alle Anwesenden waren sich einig, dass eine
Wiederholung ganz wunderbar wäre. Infos zur Gemeinde und ihrer
Aktionsmöglichkeit „Wirkstatt“ gibt es im Netz unter
www.bonhoeffer-gemeinde.org.

Spenden-Yoga am 7.2.2026 in der Obermarxloher Kirche (Foto:
bonhoeffer-gemeinde.org).
Preisträger-Konzert von
„Jugend musiziert“ in der Duisserner Lutherkirche Im
nächsten Konzert der Reihe „Abendmusik um 6“ möchte der Förderverein
für Kirchenmusik an der Lutherkirche, Martinstr. 25, in Duisburg
Duissern am 20. Februar um 18 Uhr den musikalischen Nachwuchs
vorstellen. Im Januar und Februar findet in 150 Regionen
Deutschlands zum 63. Mal der Wettbewerb „Jugend musiziert“ statt, in
dem sich Kinder und Jugendliche von fachkundigen Jurys in allen nur
möglichen instrumentalen Solo- und Ensemble-Wertungen in ihrem
Können beurteilen lassen.
Im Duisserner Konzert musizieren
Preisträgerinnen und Preisträger des Regionalwettbewerbs, die sich
Ende Januar am Austragungsort Duisburg einer Jury gestellt haben.
Prof. Gudrun Heyens vom Förderverein ist sicher: „Sie haben ihre
Begabung, ihren Fleiß und ihre Begeisterung für die Musik in den
Sparten Streichensemble, Bläserensemble, Akkordeon, Gesang, Klavier
und Harfe erfolgreich unter Beweis stellen können, so dass wir mit
einer bunten Palette musikalischer Darbietungen und bester
Unterhaltung rechnen dürfen!“
Sie lädt herzlich dazu ein,
den talentierten musikalischen Nachwuchs selbst zu hören. Der
Eintritt ist frei, eine Spende am Ausgang wäre gut. Infos zur
Gemeinde gibt es im Netz unter
www.ekadu.de.
Schlemmen in netter Gesellschaft
beim Gemeindefrühstück in Wanheimerort In der
Evangelischen Rheingemeinde Duisburg gibt es im Gemeindehaus
Vogelsangplatz 1 in Wanheimerort am 20. Februar 2026 um 9.30 Uhr das
nächste Schlemmen in netter Gesellschaft. Auch bei diesem
Frühstucks-Treffen gibt es am Büffet wieder alles, was neben Lachs,
Rührei, Marmeladen, Brötchen und Kaffee zu einem guten Frühstück
gehört.
Kosten von zehn Euro sollten eingeplant werden.
Maria Hönes, Ehrenamtskoordinatorin der Gemeinde, beantwortet Fragen
und nimmt Anmeldungen zum Frühstück entgegen (Tel.: 0203 /
770134).

Gemeindehaus am Vogelsangplatz (Foto: Ev. Rheingemeinde Duisburg)
Kirchenkneipe in Neudorf - Gemeinde lädt zum
Auspannen ein Am Freitag, 20. Februar 2026 gibt es
in der Evangelischen Kirchengemeinde Hochfeld-Neudorf eine gute
Gelegenheit zum Auspannen und zum gemütlichen Wochenausklang. Um
18 Uhr geht es in Gemeinschaft mit anderen beim Klönen um Gott und
die Welt, denn im Gemeindezentrum an der Gustav-Adolf-Str. 65 öffnet
wieder die Kirchenkneipe. Engagierte, die die Aktion vorbereiten,
laden herzlich zur Begegnung ein. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz
unter
www.hochfeld-neudorf.de.

Geschenke zum Valentinstag: Pralinen 2025 um 17,8 % teurer als
im Vorjahr Einige klassische Geschenke zum
Valentinstag haben sich für Verbraucherinnen und Verbraucher im
letzten Jahr überdurchschnittlich verteuert. Wie das Statistische
Bundesamt (Destatis) zum Valentinstag am 14. Februar 2026 mitteilt,
haben sich die Preise für Pralinen 2025 gegenüber 2024 um 17,8 %
erhöht.
Für Schnittblumen musste 5,3 % mehr bezahlt werden. Auch wer lieber
ausgeht, statt Pralinen oder Blumen zu verschenken, musste im
vergangenen Jahr mehr ausgeben: Die Preise für Speisen und Getränke
in Restaurants, Cafés, Bars und Ähnlichem stiegen gegenüber 2024 um
3,6 %. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise insgesamt nahmen im
selben Zeitraum um 2,2 % zu.

Geschenke zum Valentinstag auch mittelfristig
überdurchschnittlich verteuert Auch im mittelfristigen Vergleich
haben sich klassische Geschenke zum Valentinstag
überdurchschnittlich verteuert: So mussten Verbraucherinnen und
Verbraucher im Jahr 2025 für Pralinen 41,7 % mehr zahlen als im
Jahr 2020.
Schnittblumen kosteten 38,2 % mehr, die Preise
für Speisen und Getränke in Restaurants, Cafés, Bars und Ähnlichem
legten um 31,8 % zu. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im
selben Zeitraum um 21,9 %.
NRW: Mehr
Straßenverkehrsunfälle aber weniger Verunglückte seit 1970
* Verkehrsunfälle inkl. Sachschäden insgesamt seit 1970 um über 90 %
gestiegen. * Straßenverkehrsunfälle mit Verunglückten seit 1970
um 41 % zurückgegangen. * Zahl der getöteten Personen seit 1970
um rund 90 % gesunken.
Im Jahr 2024 sind in
Nordrhein-Westfalen rund 640.500 Straßenverkehrsunfälle mit
Personen- und Sachschäden polizeilich erfasst worden. Wie das
Statistische Landesamt mitteilt, ist die Anzahl der
Straßenverkehrsunfälle seit 1970 insgesamt um 90,5 % angestiegen.
Diese Steigerung geht mit dem zunehmenden Kfz-Bestand einher, der
sich in den vergangenen 54 Jahren beinahe verdreifacht hat
(+193,5 %).
Dem gegenüber sank im gleichen Zeitraum die
Anzahl der Unfälle mit Personenschaden um 41,0 % auf rund 62.700
Unfälle. Daten zur Abbildung
https://www.it.nrw/system/files/media/document/file/033_26_grafiken.xlsx
XLSX, 25,75 KB Der Rückgang der Unfälle mit Personenschaden steht im
Zusammenhang mit der fortschreitenden Verbesserung der
Verkehrssicherheit.

So wurden im betrachteten Zeitraum u. a. die Fahrzeugtechnik
weiterentwickelt und straßenbauliche Maßnahmen umgesetzt. Aber auch
verschiedene verkehrsrechtliche Regelungen haben sich auf die
Entwicklung der Unfälle mit Verunglückten positiv ausgewirkt. Dazu
zählen die Einführung von Höchstgeschwindigkeitsgrenzen sowie die
Anschnall-, Helm- und Kindersitzpflichten.
Weniger
verunglückte Personen infolge von verkehrsrechtlichen Regelungen
Nach der Einführung der Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf
Landstraßen im Jahr 1972 zeigt sich beispielsweise, dass die Zahl
der Verunglückten bei Straßenverkehrsunfällen zurückging. So sind
1973 rund 9,3 % weniger Personen verunglückt als noch im Vorjahr
1972.
Nachdem ein Verwarngeld für die Nichteinhaltung der
Helmpflicht für Krafträder im Jahr 1980 eingeführt wurde, sank die
Zahl der Verunglückten im Folgejahr um 4,6 %. Im Zusammenhang mit
der Einführung eines Bußgeldes für das Nichtanlegen des
Sicherheitsgurtes sowie der Umsetzung eines
Verkehrssicherheitsprogrammes, das die Bundesregierung 1984
auflegte, gingen die Unfälle mit Personenschaden zwischen 1984 und
1985 um 13,2 % zurück.
Die Zahl der Verunglückten hat im
gleichen Zeitraum um 14,0 % abgenommen.
https://www.it.nrw/system/files/media/document/file/033_26_grafiken.xlsx
Anzahl der getöteten Personen seit 1970 um rund 90 %
gesunken Mit Blick auf die Verunglückten bei
Straßenverkehrsunfällen in NRW zeigt sich, dass die Zahl der
getöteten Personen seit 1970 mit 89,5 % den stärksten Rückgang
verzeichnet. Im gleichen Zeitraum ging die Zahl der Schwerverletzten
um 76,6 % zurück, gefolgt von den Leichtverletzten mit einem
Rückgang von 32,6 %.
Weniger Unfälle in Zeiten der Ölkrise
und Corona-Pandemie In Zeiträumen, in denen das
Verkehrsaufkommen deutlich geringer war, ist ebenfalls ein Rückgang
der Unfälle sowie der Verunglückten zu verzeichnen. So gab es
beispielsweise vor dem Hintergrund der Ölkrise im Jahr 1973 mit
erhöhten Benzinpreisen sowie Sonntagsfahrverboten rund 5,6 % weniger
Unfälle und 9,3 % weniger verunglückte Personen als im Jahr zuvor.
Infolge der Corona-Pandemie zeigt sich zwischen 2019 und
2020 ein Rückgang der Unfallzahlen von 18,3 % und der Verunglückten
von 14,3 %. Ein verringertes Verkehrsaufkommen lässt sich hier durch
verschärfte Lockdown-Maßnahmen, steigende Home-Office Nutzung sowie
Kontaktbeschränkungen erklären.
Druck auf NRW-Wirtschaft bleibt - Bundesbank-Präsident bei
Niederrheinischer IHK Krisen, Kriege und
Handelszölle: Die Welt ist unberechenbar geworden. Damit gerät auch
der internationale Handel ins Stocken. Zugleich steckt Deutschland
in einer Strukturkrise. Die Probleme sind vor allem hausgemacht,
moniert die Niederrheinische IHK. Die Sorgen der Unternehmen wurden
deutlich im Gespräch mit Christian Otto, Präsident der
Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in NRW.

Die Sorgen der Unternehmen am Niederrhein wurden deutlich im
Gespräch mit Christian Otto. Fotos: Niederrheinische IHK/Bettina
Engel-Albustin
„Andere Länder wachsen, während wir stagnieren. Das zeigt:
Berlin und Brüssel müssen für die Wirtschaft liefern, und zwar
schnell“, betonte IHK-Präsident Werner Schaurte-Küppers. Dazu
gehören: Steuersenkungen vorziehen, Energiepreise runter,
Sozialsysteme fit machen, Infrastruktur sichern und ausbauen.
„Zwar hat die Bundesregierung erste Maßnahmen auf den Weg
gebracht. Doch die Effekte kommen bei den Unternehmern nicht an.
Stattdessen wächst der Frust“, so Schaurte-Küppers. Hoffnung machen
die Handels-Abkommen der Europäischen Union mit Indien, den
Mercosur-Staaten und die Annäherung an Saudi-Arabien. Sie schaffen
neue Perspektiven, auch für die deutsche Wirtschaft.
„Europa muss mehr denn je gemeinsam handeln. Wir haben einen großen
gemeinsamen Markt. Das ist eine Riesen-Chance. Dazu müssen wir die
Regeln in Europa weiter harmonisieren. Und nach außen geschlossen
auftreten“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan
Dietzfelbinger.
Christian Otto machte in seinem Vortrag
deutlich: „Als Notenbank haben wir die wirtschaftliche Entwicklung
und die Situation im Finanzsystem immer im Blick. Deutschland und
Nordrhein-Westfalen haben viele Stärken. Wir haben eine starke
Industrie. Wir haben leistungsfähige und innovative Unternehmen. Sie
brauchen aber eine sichere Grundlage zum Investieren. Das muss die
Politik ermöglichen, auf der nationalen wie auch der europäischen
Ebene. So kann Deutschland wieder wachsen und davon profitieren auch
unsere Nachbarländer in Europa.“

Eintrag in das Goldene Buch der IHK (v. l.): Dr. Stefan
Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer Niederrheinische IHK; Christian
Otto, Präsident der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in NRW;
Werner Schaurte-Küppers, Präsident der Niederrheinischen IHK.
Vorlesewettbewerb in der Zentralbibliothek: Clara Seauve
überzeugt beim Kreisentscheid Mit ausdrucksstarken
Stimmen, literarischem Gespür und viel Lesefreude ist der
Kreisentscheid Duisburg-Süd des bundesweiten Vorlesewettbewerbs
2025/2026 in der Duisburger Zentralbibliothek erfolgreich zu Ende
gegangen. Zwölf Schülerinnen und Schüler traten am Montagvormittag
(9. Februar) gegeneinander an, nachdem sie sich zuvor als beste
Vorleserinnen und Vorleser an ihren Schulen durchgesetzt hatten.

Vorlesewettbewerb - Kreisentscheid 2025/2026 Siegerin Clara Seauve
mit Jury-Mitglied Foto Stadtbibliothek Duisburg
Am Ende
überzeugte Clara Seauve vom Mannesmann-Gymnasium und ging als
Siegerin des Kreisentscheids hervor. Mit diesem Erfolg qualifiziert
sie sich für den nächsten Wettbewerbsschritt und wird demnächst beim
Bezirksentscheid antreten. Die Teilnehmenden präsentierten je einen
selbst gewählten Text, anschließend mussten sie ihre Lesefähigkeit
an einem ihnen unbekannten Text zeigen.
Bewertet wurden
unter anderem Lesetechnik, Interpretation und Textstellenauswahl.
Die Jury, unter anderem bestehend aus Fachleuten der Bibliothek und
dem bekannten Autor und Illustrator Martin Baltscheit, hatte dabei
keine leichte Aufgabe, denn allen Teilnehmenden war die Begeisterung
für das Lesen anzumerken.
Der Vorlesewettbewerb wird von der
Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des
Deutschen Buchhandels veranstaltet. Er soll Begeisterung für Bücher
in die Öffentlichkeit tragen, die Lesekompetenz von Kindern stärken
und sie dabei unterstützen, ihren Horizont zu weiten,
gesellschaftliche Veränderungen einzuordnen und Offenheit für Neues
zu entwickeln.
Traditionelles Prinzenfrühstück
Unter dem Motto „Europa im Herzen – Konfetti im Blut“ ruft seine
Tollität Prinz Toni I. mit seinem Gefolge in der Session 2025/2026
alle Duisburger Karnevalistinnen und Karnevalisten dazu auf,
gemeinsam mit ihm die fünfte Jahreszeit zu feiern.
Jedes
Jahr übernehmen die Karnevalisten für einen Tag die Herrschaft über
die Stadt und das Duisburger Rathaus. Oberbürgermeister Sören Link
übergibt am Rosenmontag, 16. Februar 2026, um 11.11 Uhr im Rathaus
beim Prinzenfrühstück symbolisch den Schlüssel für das Rathaus an
Karnevalsprinz Toni I und spricht im Anschluss seine Büttenrede vor
den Karnevalisten und Gästen.
Vortrag an der VHS:
Biotopverbund im Fokus Die urbane Landschaft Duisburgs
sowie die dadurch besonderen Anforderungen an den Naturschutz sind
Thema eines VHS-Vortrags am Mittwoch, 11. Februar, um 20 Uhr im
Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in der Innenstadt. Die
Veranstaltung ist Teil der Reihe „Naturschutz im Dialog – Umweltamt
informiert“ und beleuchtet das Konzept und die Umsetzung des
Biotopverbundes in Duisburg.
Zu den Themen zählt unter
anderem, wie durch die gezielte Schaffung und Sicherung von
Kerngebieten, Trittsteinen und Korridoren ein funktionales Netzwerk
entsteht. Zudem greift der Beitrag die aktuellen Herausforderungen
bei der Umsetzung des Verbundsystems im Spannungsfeld von
Stadtentwicklung und Naturschutz auf.
Ergänzend geht es um
konkrete Maßnahmen, um Lebensräume widerstandsfähiger zu machen und
die biologische Vielfalt in Duisburg nachhaltig zu stärken. Eine
Anmeldung zum kostenfreien Vortrag ist über die Internetseite der
Volkshochschule unter www.vhs-duisburg.de möglich.
Schuldenfrei im Alter – Finanzen und Hilfen im Blick
Aktualisierte Neuauflage des BAGSO-Ratgebers erschienen Über
Geld zu sprechen, fällt vielen Menschen schwer – vor allem, wenn es
knapp ist. Wenn sich das Einkommen im Alter mit dem Übergang in die
Rente oder durch das Ende einer Lebenspartnerschaft deutlich
verringert, können schnell finanzielle Schwierigkeiten entstehen.
Die Scham, staatliche Leistungen oder Hilfsangebote
anzunehmen, ist jedoch gerade bei Älteren groß. Der Ratgeber
„Schuldenfrei im Alter", den die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft
der Seniorenorganisationen gemeinsam mit der Diakonie Deutschland
nun in fünfter, vollständig aktualisierter Auflage herausgegeben
hat, will dazu beitragen, dass Überschuldung vermieden und
frühzeitig professionelle Unterstützung wie eine Schuldnerberatung
in Anspruch genommen werden.
Die Autorinnen Claudia Lautner
und Maike Cohrs, Schuldner- und Insolvenzberaterinnen im
Diakonischen Werk Köln und Region, geben in dem umfassenden Ratgeber
zahlreiche konkrete Tipps, wie man sich auf mögliche finanzielle
Veränderungen im Alter vorbereiten kann. Sie informieren
verständlich über Renten, Möglichkeiten der Kostensenkung oder des
Hinzuverdiensts und zeigen Wege auf, einer Überschuldung vorzubeugen
oder sie zu bewältigen.
Die Neuauflage des Ratgebers wurde
durch das Bundesministerium für Bildung, Familien, Senioren, Frauen
und Jugend gefördert. Die Broschüre kann – auch in größerer
Stückzahl – kostenfrei bei der BAGSO über die Website, per E-Mail
unter bestellungen@bagso.de
oder telefonisch unter 0228 / 24 99 93-0 bestellt sowie als
barrierefreie Datei heruntergeladen werden.
Zum Ratgeber „Schuldenfrei im Alter“
Landesregierung unterzeichnet Pakt für Hochwasserschutz mit allen
Beteiligten Land, Kommunen und Wasserverbände
vereinbaren schnellere Verfahren und klare Finanzierungsperspektive
Nordrhein-Westfalen stellt den Hochwasserschutz auf ein neues
Fundament: Umweltminister Oliver Krischer hat gemeinsam mit
Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, der
Wasserverbände und der Bezirksregierungen in Düsseldorf den „Pakt
für Hochwasserschutz“ unterzeichnet. Ziel ist es,
Schutzmaßnahmen künftig besser abzustimmen, schneller umzusetzen und
Kommunen sowie Wasserverbände gezielt zu unterstützen. Der Pakt legt
die Grundlage dafür, damit alle Akteure in Zukunft enger
zusammenarbeiten, er vereint technischen mit naturnahem
Hochwasserschutz und soll so den Schutz der Bürgerinnen und Bürger
vor Flutereignissen beschleunigen.
„Fluten machen nicht an
Gemeindegrenzen halt. Deshalb brauchen wir Hochwasserschutz, der
gemeinsam geplant wird, schneller vorankommt und die Menschen
wirksam schützt. Der Pakt schafft dafür eine klare Grundlage, von
der Flächenfrage über Genehmigungen bis zur Finanzierung. Mit dieser
Vereinbarung schaffen wir eine große Allianz für den
Hochwasserschutz“, sagte Umweltminister Oliver Krischer.
Massive Investitionen und finanzielle Sicherheit Für den
Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen sind in der Regel die
Kommunen sowie Wasser- und Deichverbände verantwortlich. Das Land
Nordrhein-Westfalen beteiligt sich an den Maßnahmen, indem es bis zu
80 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt.
Das Land
stellt aktuell jährlich rund 100 Millionen Euro für den
Hochwasserschutz bereit. Diese bereits erhöhte Fördersumme wird über
den Nordrhein-Westfalen Plan für gute Infrastruktur für die
kommenden zwölf Jahre verstetigt. Insgesamt stehen damit bis 2037
rund 1,1 Milliarden Euro Landesmittel speziell für den
Hochwasserschutz zur Verfügung.
Zusätzlich können
nordrhein-westfälische Kommunen Hochwasserschutzprojekte aus
weiteren Finanzierungsquellen bezahlen. Zum Beispiel aus ihrem
Anteil am Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität in
Höhe von insgesamt zehn Milliarden Euro. Außerdem stehen Mittel aus
dem ökologischen Gewässerschutz von mehr als 60 Millionen Euro pro
Jahr zur Verfügung, von denen zum Beispiel durch Renaturierungen
auch Effekte für den Hochwasserschutz entstehen. Mit diesen
Instrumenten bekommt der Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen
eine klare Finanzierungsperspektive.
Die Vertreter der
kommunalen Spitzenverbände, Prof. Dr. Christoph Landscheidt,
Präsident des Städte- und Gemeindebundes NRW, Christian Küsters,
Vizepräsident des Städtetags NRW, und Landrat Dr. Ralf Nolten vom
Landkreistag NRW, erklärten: „Wir stehen ausdrücklich hinter dem
Bestreben, Hochwasserschutzmaßnahmen schneller umzusetzen.
Der Landespakt benennt die zentralen Handlungsfelder, um landesweit
Projekte zeitnah planen, genehmigen und realisieren zu können.
Hochwasserschutz bleibt zudem Aufgabe der Städte, Kreise und
Gemeinden. Es liegt an ihnen, die dazu nötigen Prioritäten zu setzen
und den Weg zu gestalten. Aber: Wasser macht nicht an der
Stadtgrenze halt. Es muss also auch darum gehen, das Zusammenwirken
aller Beteiligten besser aufeinander abzustimmen. Hochwasserschutz
ist hochkomplex, generationenübergreifend und benötigt
gesellschaftliche Zusammenarbeit. Das erfordert von den Städten,
Kreisen und Gemeinden Ressourcen. Insofern ist es ein erster guter
Schritt, dass das Land Kontinuität hinsichtlich der nötigen
Fördermittel in Aussicht gestellt hat.“
Flächensicherung im
Konsens Da moderne Deiche, Rückhalteräume und Auenrenaturierungen
Platz benötigen, ist die Flächengewinnung oft die größte Hürde. Hier
setzt der Pakt auf Kooperation mit der Landwirtschaft. In Gesprächen
mit den Verbänden wurde ein gemeinsamer Weg vereinbart, der auf
einvernehmliche Lösungen durch Flächentausch, Entschädigungen oder
Flurbereinigungsverfahren setzt. Flankierend steht den Kommunen und
Wasserverbänden seit Jahresbeginn das gesetzliche Vorkaufsrecht zur
Verfügung, um im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben.
Mehr
Tempo durch Digitalisierung und klare Regeln Ein Kernpunkt der
Vereinbarung ist die Vereinfachung von Planungs- und
Genehmigungsprozessen. Eine neue „Digitale Hochwasserplattform“ soll
künftig alle Schritte – von der Bürgerbeteiligung über das Verfahren
bis zur Auszahlung der Fördermittel – online abbilden und die
Verwaltung entlasten. Zudem werden Leitlinien entwickelt, um die
Interessen von Hochwasserschutz und Naturschutz bereits in frühen
Stadien in Einklang zu bringen.
Erste Regionalpakte in
Vorbereitung Der Landespakt wird durch regionale Pakte in den
Flusseinzugsgebieten konkretisiert. Erste Gespräche für die Regionen
Emscher-Lippe und Erft laufen bereits. Hier werden Emscherdeiche
saniert und neue Rückhaltebecken an der Erft geplant. Weitere
Regionalpakte für die Eifel-Rur, die Sieg und die Wupper sind in
Vorbereitung. Dabei wird erstmals konsequent der risikobasierte
Ansatz der NRW-Hochwasserkommission angewandt, um dort zu
investieren, wo die Gefahr für Bevölkerung und Infrastruktur am
größten ist.
Dr. Uwe Moshage, Vorsitzender der
Arbeitsgemeinschaft der Wasserverbände (agw), sagte: „Die
Wasserverbände begrüßen den ganzheitlich auf Flusseinzugsgebiete
bezogenen Hochwasserschutz und bringen gerne ihre planerische und
technische Expertise in den Pakt ein."
Bilanz seit 2021:
Bereits mehr als 500 Projekte gefördert Der neue Pakt baut auf
einer massiven Ausweitung der Schutzaktivitäten seit der Katastrophe
von 2021 auf. Insgesamt hat das Land seither rund 390 Millionen Euro
zur Verfügung gestellt und mehr als 500 Projekte gefördert. Ein
Drittel davon entfällt auf bauliche Maßnahmen wie Deichsanierungen
und Rückhaltebecken.
Beispiele sind der Retentionsraum in
Köln-Worringen, der Hochwasserspitzen um bis zu 17 Zentimeter kappen
kann, oder das großangelegte Modellprojekt „HaLiMa“ an der Lippe,
das technischen Schutz mit ökologischer Flussentwicklung kombiniert.
Darüber hinaus unterstützt das Land den Bau von zwei
Hochwasserrückhaltebecken an der Vicht mit 27,8 Millionen Euro. Der
entsprechende Förderbescheid wurde durch die Bezirksregierung Köln
am 1.12.2025 dem Wasserverband Eifel-Rur übergeben.
Auch die
Informationssysteme wurden grundlegend modernisiert. In Duisburg
wurde die neue Hochwasserzentrale gegründet, die alle Informationen
zum Thema Hochwasser bündeln und die Meldungen an alle Beteiligten
nach dem „Single-Voice-Prinzip“ herausgeben soll. Das landeseigene
Pegelnetz wurde von 84 Standorten im Jahr 2021 auf 122 ausgebaut, um
verlässliche Daten für Warn-Apps und Portale zu liefern. Der heutige
Pakt ist die konsequente Weiterführung dieses Weges, um aus den
Erfahrungen der Flutkatastrophe 2021 dauerhaft bessere Vorsorge zu
schaffen.
Bildungs-App für Frauengesundheit -
Forscherinnen erhalten exist Gründungsstipendium Für
die Entwicklung einer Lern-App erhalten die Medizinerinnen Dr. Siham
Al-Bas und Vildan Hamad ein exist Gründungsstipendium in Höhe von
117.000 Euro. Vildan Hamad hat an der Medizinischen Fakultät der
Universität Duisburg-Essen Humanmedizin studiert und promoviert hier
derzeit, Dr. Siham Al-Bas an der Ruhr-Universität Bochum.
Die App soll Wissen zu Menstruation und Körperfunktionen
verständlich vermitteln, die Selbstbestimmung der Nutzerinnen
stärken und Versorgungslücken in der Frauengesundheit schließen.
App-Entwicklerin Vildan Hamad ist „Distinguished Winner“ der „Swift
Student Challenge 2024“ von Apple. Während einer
Entwickler:innen-Konferenz in Cupertino, USA,
prophezeite ihr Apple-Chef Tim Cook persönlich eine „große Karriere“.
Das exist Gründungsstipendium wird ab Mai 2026 die
Stipendiatinnen bei der Entwicklung der interaktiven,
evidenzbasierten und barrierearmen Lern-App unterstützen. Das
digitale Tool vermittelt wesentliches Wissen über den weiblichen
Körper und zeigt, was in den Phasen des Menstruationszyklus‘
passiert.
„Das Projekt adressiert einen zentralen, bislang
nicht ausreichend gedeckten Bedarf an fundierter Gesundheitsbildung
für Frauen im Bereich der Frauengesundheit“, sagt Vildan Hamad, die
aktuell am Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin der
Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen promoviert.
„Mit unserer App fördern wir selbstbestimmte Entscheidungen
und stärken die Gleichberechtigung durch zugängliche Bildung.“
Vildan Hamad konzentriert sich im Projekt auf App-Entwicklung,
-Programmierung und -Design. Die Anwendung soll möglichst
barrierearm sein. Die Inhalte werden in verständlicher Sprache durch
Lernmodule vermittelt.
Ziel ist, Frauen in ihrem Alltag zu
begleiten, Fragen zu beantworten und Unsicherheiten zu reduzieren.
„Ich bin sicher, dass die App eine große Versorgungslücke schließen
wird“, sagt Prof. Dr. Anke Hinney, Direktorin des Instituts für
Geschlechtersensible Medizin der Medizinischen Fakultät der
Universität Duisburg-Essen.
Mehr Flexibilität mit
neuem Paketautomaten für Anwohner im Dellviertel Empfang
von Paketen direkt vor der Haustür Anbieteroffener Automat
vereinfacht Abholprozess Zukunftsorientierte Paketzustellung mit
umweltfreundlicher Energieversorgung in ganz Deutschland
Im Rahmen einer bundesweiten Kooperation zwischen dem
Wohnungsunternehmen Vonovia und DeinFach wurde in
Duisburg-Dellviertel ein neuer Paketautomat mit zahlreichen Fächern
aufgestellt. An diesem neuen Automaten auf der Heerstraße können die
Bewohnerinnen und Bewohner ihre Pakete nun praktisch direkt vor der
Haustür abholen und versenden – und das rund um die Uhr.
DeinFach Automat vereinfacht Abholprozess Der weiße Paketautomat von
DeinFach, einer Tochtergesellschaft der DHL, bietet Anwohnerinnen
und Anwohnern in Dellviertel eine komfortable, anbieteroffene Lösung
für den Paketverkehr. Das Besondere an dem neuen Paketautomaten von
DeinFach ist, dass verschiedene Paketdienstleister angebunden werden
können.
Aktuell können Anwohnende den Service von DHL und
UPS an den Automaten nutzen, weitere Anbieter sollen folgen. Der
DeinFach Automat dient somit als zentrale Sammelstelle und
ermöglicht Bewohnerinnen und Bewohnern einfache Paketlieferungen,
Abholungen von Bestellungen und den Versand von Retouren – direkt in
ihrem Quartier und unabhängig von den üblichen Geschäftszeiten.
Zukunftsorientierte Paketzustellung Das Wohnungsunternehmen
plant, die Kooperation deutschlandweit auszubauen. Zum Start werden
nicht nur in Duisburg, sondern auch in Dortmund, Köln, Berlin und
vielen weiteren Städten Automaten errichtet, um die Paketzustellung
in den Vonovia Quartieren effizienter und flexibler zu gestalten.
Gleichzeitig verbessert Vonovia damit das Serviceangebot für die
Mieterinnen und Mieter. „
Von der unkomplizierten und
anbieteroffenen Möglichkeit, Pakete bequem vor der Haustür
abzuholen, profitieren nicht nur Vonovia Mieterinnen und Mieter. Das
Angebot von DeinFach ist für alle Anwohnerinnen und Anwohner in
Duisburg nutzbar. Ein tolles Konzept, welches nun nach und nach in
immer mehr Quartieren umgesetzt wird“, erklärt Vonovia
Regionalbereichsleiter Sebastian Lott.
Gebündelte
Paketzustellungen reduzieren Fahrten zu mehreren Annahmestellen, was
den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner erleichtert und das
Quartier insgesamt entlastet. Zudem sind die DeinFach Automaten mit
Solarzellen ausgestattet und beziehen ihre Energie umweltfreundlich.

Der Paketautomat von DeinFach ermöglicht Bewohnerinnen und Bewohnern
einfache Paketlieferungen, Abholung von Bestellungen und Versand von
Retouren. Foto: Vonovia / Bierwald
Kleine Detektive
entdecken künstliche Intelligenz Die Zentralbibliothek
auf der Steinschen Gasse 26 in der Duisburger Innenstadt lädt Kinder
der 3. und 4. Klasse am Montag, 23. Februar, zu einem KI-Workshop
ein. Künstliche Intelligenz prägt zunehmend unseren Alltag. Ein
frühzeitiger kindgerechter Zugang zu diesem Thema hilft Kindern,
sich sicher in einer zunehmend digitalen Welt zu orientieren.
In diesem Workshop erkunden Kinder spielerisch die Grundlagen
der künstlichen Intelligenz. Durch altersgerechte Aktivitäten
entwickeln sie ein erstes Verständnis für KI- Technologien und deren
Einsatz im Alltag. Der kostenfreie Workshop fördert kritisches
Denken, Kreativität und Teamarbeit und findet in Kooperation mit
„Coding for tomorrow“ zum „Safer Internet Day“ statt. Vorkenntnisse
sind nicht erforderlich. Anmeldung sind ab sofort auf
www.stadtbibliothek-duisburg.de möglich.
Vortrag im
Stadtarchiv: Die Zwangssterilisation in der Zeit des
Nationalsozialismus Um die Zwangssterilisation in
Duisburg zur Zeit des Nationalsozialismus geht es in einem Vortrag
am Donnerstag, 19. Februar, in der DenkStätte im Gebäude des
Stadtarchivs am Karmelplatz 5 am Innenhafen. Dr. Bernd Kern von der
Universität Duisburg-Essen referiert ab 18.15 Uhr. Das „Gesetz zur
Verhütung erbkranken Nachwuchses“ vom 14. Juli 1933 und seine
Durchführung in den folgenden Jahren bis 1949 war ein arbeitsteilig
organisiertes Verbrechen von Juristen und Medizinern.
Zunächst richtet der Vortrag den Blick auf die allgemeine politische
Entwicklung und die soziale und ökonomische Lage in Duisburg in den
Jahren des Nationalsozialismus sowie die gesetzlichen Grundlagen und
die administrative Umsetzung der Gesetze. Die statistische
Beschreibung zeigt das Ausmaß der Verfahren zur Zwangssterilisation
und die kritische Reflexion dieser Verfahren wird an ausgewählten
Beispielen vorgenommen. Der Vortrag ist kostenfrei, eine Anmeldung
nicht erforderlich. Allerdings ist die Teilnehmerzahl auf maximal 60
Personen beschränkt.
TÜV-Report: Die zehn häufigsten
Mängel bei der Hauptuntersuchung Sachverständige
beanstanden vor allem mangelhafte Scheinwerfer, Bremsbauteile,
Federn und Reifen. Der TÜV-Verband gibt Hinweise, wie sich
Fahrzeughalter auf den HU-Termin vorbereiten können – Gewinn für die
Sicherheit und den eigenen Geldbeutel.

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Ausgefallenes
Abblendlicht, verschlissene Bremsscheiben oder gebrochene Federn:
Das sind einige der häufigsten Mängel, die von den
TÜV-Sachverständigen bei der Hauptuntersuchung (HU) beanstandet
werden. Eine aktuelle Sonderauswertung des „TÜV-Report 2026“ zeigt,
wo die Schwachstellen vieler Pkw liegen und was Fahrzeughalter tun
können, um möglichst gut durch den HU-Termin zu kommen.
Dafür hat der TÜV-Verband rund 9,5 Millionen Hauptuntersuchungen der
TÜV-Organisationen vertieft ausgewertet. „Fahrzeughalter sollten
sich vor der Hauptuntersuchung einen Eindruck vom Zustand ihres
Fahrzeugs verschaffen“, sagt Frank Schneider, Referent für
Fahrzeugtechnik beim TÜV-Verband. „Je älter das Fahrzeug ist und je
mehr Bauteile auffällig sind, desto sinnvoller ist ein
professioneller Checkup in einer Fachwerkstatt.“
In der
Sonderauswertung werden „erhebliche“ und „gefährliche Mängel“
betrachtet. Fahrzeuge mit entsprechenden Mängeln erhalten keine
Plakette, müssen umgehend repariert und innerhalb von vier Wochen
erneut bei der Prüfstelle vorgeführt werden. Das war im
Berichtszeitraum des TÜV-Reports 2026 bei 21,5 Prozent der
untersuchten Fahrzeuge der Fall. Der TÜV-Verband gibt Tipps, welche
Mängel am häufigsten auftreten und wie sich Pkw-Halter auf die HU
vorbereiten können.
Top-Mangel bei der HU: die Scheinwerfer
Die mit Abstand meisten Mängel betreffen das Abblendlicht. „Häufig
funktionieren Scheinwerfer gar nicht oder sie sind falsch
eingestellt“, sagt Schneider. Die Folge: Fahrzeuge werden im
Straßenverkehr in kritischen Situationen übersehen oder zu spät
erkannt. Oder es werden andere Verkehrsteilnehmer gefährlich
geblendet. Schneider: „Sehen und gesehen werden ist ein wichtiger
Faktor für die Verkehrssicherheit, der häufig unterschätzt wird.“
Tipp: Alle Leuchten vor der HU prüfen. Bei vielen Herstellern
und Modellen werden defekte Leuchtmittel im Armaturenbrett
angezeigt. Ein Gang um das Auto identifiziert schnell den Fehler,
dabei auch die Kennzeichenbeleuchtung beachten. Die Leuchtmittel des
Abblendlichts können bei vielen Modellen auch heute noch selbst
gewechselt werden. Das erfordert etwas handwerkliches Geschick und
eine Durchsicht der Bedienungsanleitung („Bordbuch“). Hier ist
auch die Bezeichnung des richtigen Leuchtmittels angegeben.
Technikversierte können die Scheinwerfer auch selbst einstellen, was
aber aufwendig ist. Für die Nicht-Bastler ist ein Werkstattbesuch zu
empfehlen, was je nach Modell zwischen 10 und 50 Euro kostet.
Prüforganisationen und viele Werkstätten bieten diesen Service im
Herbst im Rahmen der „Aktion Lichttest“ kostenlos an.
Zentral
für die Sicherheit: die Bremsanlage Die weiteren drei häufigsten
Mängel betreffen die Bremsanlage. „Verschlissene, riefige oder stark
korrodierte Bremsscheiben sind häufig der Grund für einen
erheblichen Mangel bei der HU“, sagt Schneider. Technischer
„Gegenpol“ der Scheiben sind die Bremsbeläge. Diese können unter
anderem gebrochen, lose oder verölt sein. Auch eine unsachgemäße
Montage oder eine falsche Größe führen zum Nichtbestehen. Besonders
gefährlich sind undichte, beschädigte oder stark korrodierte
Bremsleitungen. „Bei einem Verlust von Bremsflüssigkeit lässt der
Druck im Bremssystem nach, was im schlimmsten Fall zu einem
Totalausfall der Bremsen führen kann“, sagt Schneider.
Tipp:
Bremsscheiben und Bremsbeläge sind bei vielen Modellen, vor allem
mit offenen Alufelgen, von außen sichtbar. Eine abschließende
Beurteilung des Zustands ist aber nur bei einer Fachwerkstatt
möglich. Daher sollten Halter die Bremsen bei Service-Terminen
checken lassen. Wichtig: Warnzeichen wie Geräusche, Ruckeln oder
Seitenzug beim Bremsen ernst nehmen. Bei längerer Standzeit und
hoher Feuchtigkeit können die Bremsscheiben „Flugrost“ ansetzen –
das ist völlig normal. Der Flugrost kann einfach durch regelmäßiges
kräftiges bremsen entfernt werden.
Unterschätzte
Schwachstelle: Federn und Dämpfer Auf Platz fünf der Mängelliste
liegen gebrochene, verschlissene oder falsch montierte Federn. Sie
sorgen für Stabilität und Komfort beim Fahren. Technisch eng
verknüpft mit den Federn sind die Schwingungsdämpfer. Ihre Funktion
besteht darin, die Schwingungen der Federn zu kontrollieren und zu
reduzieren. Sie können beschädigt, korrodiert oder undicht sein, was
zu austretendem Öl führt.
„Defekte Federn und Dämpfer sind
gefährlich, weil sie die Fahrstabilität beeinträchtigen. In Kurven
kann das Fahrzeug schlechter kontrolliert werden und der Bremsweg
verlängert sich um bis zu 20 Prozent“, sagt Schneider. „Worstcase
ist ein Federbruch während der Fahrt, der das Fahrzeug sofort
manövrierunfähig macht.“
Tipp: Vibrationen am Lenkrad,
unpräzises Fahrverhalten oder ein starkes Absenken des Fahrzeugs
beim Bremsen sind Indizien für akute Mängel an Federn und Dämpfern.
Auch deutliche Ölspuren an den Dämpfern oder vorzeitig abgenutzte
Reifen deuten auf Probleme bei diesen Bauteilen hin. Ein
Werkstattbesuch ist dann Pflicht.
Im Blick behalten: die
Reifen Ein häufiger Kritikpunkt bei der HU sind die Reifen (Platz
sechs). „Bei Reifen gibt es eine lange Mängelliste“, sagt Schneider.
„Dazu gehören Beulen, Alterungsrisse, Beschädigungen durch
Fremdkörper oder eine zu geringe Profiltiefe.“ Nicht selten fahren
Fahrzeugbesitzer auch mit unzulässigen Reifengrößen oder einer
Mischbereifung vor.
Tipp: Profiltiefe vor dem HU-Termin
prüfen. Die TÜV-Sachverständigen empfehlen mindestens 4 Millimeter,
obwohl gesetzlich nur 1,6 Millimeter vorgeschrieben sind. Das
Reifengummi wird mit der Zeit spröde und verliert an Elastizität.
Reifen sollten deshalb spätestens nach sechs bis acht Jahren ersetzt
werden.
Die zehn häufigsten Mängel bei der HU mit Rang,
Bauteil und Mängeldetails (Auswahl) in der Übersicht: 1.
Abblendlicht: ohne Funktion, (LED-)Lichtquelle mangelhaft oder
unzulässig, Mehrfach-/LED-Lichtquellen mehr als 1/3 ohne Funktion,
unzulässig verdeckt, Einstellung (wesentlich) zu hoch oder zu
niedrig, Leuchtwirkung zu gering, Einstellung zu weit nach links
oder rechts 2. Bremsscheibe: Tragbild mangelhaft, mit
Riefenbildung, korrosionsgeschwächt, angerissen, hat Seitenschlag,
verschlissen, verölt, Abschirmblech fehlt / erheblich beschädigt
3. Bremsbelag: unsachgemäß montiert, gebrochen, Größe falsch,
verschlissen, lose, verölt 4. Bremsleitung: unsachgemäß
repariert, Druckluftbremsanlage undicht, Befestigung mangelhaft,
beschädigt, undicht, korrosionsgeschwächt oder korrodiert,
gequetscht, unsachgemäß verlegt 5. Feder: Gebrochen, übermäßiger
Verschleiß, unzulässig verändert oder montiert, Vorspannung
unzureichend
6. Reifen: beschädigt, Alterungsrisse, Riss- /
Schnittverletzung, Gewebebruch / Ausbeulung, drucklos,
Freigängigkeit nicht ausreichend, beschädigt durch Nagel, Schraube
oder andere Fremdkörper, Größe unzulässig, Profiltiefe zu gering,
einseitig abgefahren, Mischbereifung unzulässig
7.
Fahrtrichtungsanzeiger: Feuchtigkeitseintritt, (LED-)Lichtquelle
mangelhaft, Mehrfach-/LED-Lichtquellen mehr als 1/3 ohne Funktion,
Befestigung mangelhaft, FRA ohne Funktion/ fehlt/ beschädigt, Farbe
unzulässig, verblasst, Farbbeschichtung der Lichtquelle abgelöst,
Massefehler
8. Umweltbelastung Motor: undicht - Ölverlust mit
Abtropfen 9. Schweller: unsachgemäß repariert, beschädigt,
korrosionsgeschwächt, durchgerostet 10. Schwingungsdämpfer:
Anschlaggummi / Zusatzfeder beschädigt oder fehlt, Befestigung
mangelhaft, undicht, Lagerung ausgeschlagen, Wirkung unzureichend
oder stark ungleich, Kolbenstange korrosionsgeschwächt
Für
den TÜV-Report 2026 hat die Redaktion 9,5 Millionen
Hauptuntersuchungen von Pkw ausgewertet, die von den TÜV-Prüfstellen
in der Zeit vom 01.07.2024 bis 30.06.2025 durchgeführt wurden.
Untersucht wurden 216 verschiedene Fahrzeugtypen, darunter 18 reine
Elektrofahrzeuge
Taizé-Gebet zur Wochenmitte in
Alt-Duisburg Am Mittwoch, 18. Februar 2026 feiert die
Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg um 19 Uhr in der
Duisserner Notkirche an der Martinstr. 35 ein „Taizé-Gebet zur
Wochenmitte“. So heißt das Gottesdienstformat, das Dagmar Brans,
Pfarrer Stefan Korn, Helmut Becker und Kirchenmusiker Andreas Lüken
vorbereitet haben und zu dem sie herzlich einladen.
Für das
Taizé-Team liegt der Reiz an der predigtlosen Gottesdienstform in
der Erfahrung der sinn- und kraftstiftenden Gemeinschaft von
singenden, schweigenden und betenden Menschen. Die einfachen,
berührenden Gesänge von Taizé werden mehrmals gesungen, sie schaffen
die meditative Atmosphäre dieser Andachtsform und führen in die
Stille.
„Und die Stille bereitet den Menschen auf eine neue
Begegnung mit Gott vor“ heißt es in der Einladung zum Taizé-Gebet
zur Wochenmitte im Gemeindebrief von Alt-Duisburg. Infos zur
Gemeinde gibt es im Netz unter www.ekadu.de. Zum Thema Taizé: In
der „Communité de Taizé“, gegründet 1940 von Frère Roger in Taizé /
Burgund, haben Nächstenliebe und Versöhnung eine wichtige Bedeutung.
Die Einfachheit und die Konzentration auf das Wesentliche
sind bedeutsam für diese Gottesdienste. Nicht zuletzt durch die
einfachen Gesänge, die mit wenigen Worten auskommen und sich
wiederholen, wurde die Gemeinschaft von Taizé weltweit bekannt und
verfügt bis heute über eine große Ausstrahlungskraft in der gesamten
Christenheit.
Die meditativen Gesänge von Taizé laden dazu
ein, zur Ruhe zu kommen und bei Gesang, Gebet, Stille und
persönlichem Nachdenken sich der Gegenwart Gottes im eigenen Leben
zu öffnen und neu Kraft zu schöpfen.
Rathaussturm und Altweiberparty in Hamborn Die
jecke Zeit steuert auf ihre Höhepunkte zu: Die traditionelle
Altweiberparty im Ratskeller des Hamborner Ratshauses an der
Duisburger Straße 213 startet am Donnerstag, 12. Februar, um 12 Uhr.
Der Einlass beginnt bereits um 11.30 Uhr. Die Hamborner
Karnevalsvereine haben gemeinsam mit der Bezirksverwaltung Hamborn
ein närrisches Bühnenprogramm organisiert.
Nach dem
Einmarsch der Hamborner Stadtwache und der Kapitulation der
Bezirksbürgermeisterin Martina Herrmann und des Bezirksmanagers
Andreas Geisler folgt die Schlüsselübergabe an Obermöhne Elke
Heider. Anschließend folgt Musik von Sänger „Chriss Martin“ und DJ
Micha. Der Empfang des Duisburger Stadtprinzen und des
Kinderprinzenpaares sowie Auftritte von Tanzgarden und
Showtanzgruppen runden das bunte Treiben ab. Der Eintritt für die
Altweiberparty ist frei.
Winter verursacht Milliarden-Schäden
auf den Straßen - ADAC rechnet mit hoher Zahl neuer Schlaglöchern
Der strenge Winter hat nach Einschätzung des ADAC die
Straßen in Deutschland stärker geschädigt als in den Vorjahren. Vor
allem der häufige Wechsel von Plus- und Minusgraden sorgt für viele
Schäden insbesondere an kommunalen Straßen, die entstandenen Kosten
können laut ADAC in die Milliarden gehen.
Schwankt das
Thermometer immer wieder um den Gefrierpunkt, kann Regen oder
Schmelzwasser an Rissen und anderen vorgeschädigten Stellen in die
Straßenschichten einsickern. Gefriert das Wasser, dehnt es sich aus
und sprengt den Asphalt weiter auf. Wenn es taut, bilden sich unter
der Straßenoberfläche Hohlräume, die mit der Zeit vom Verkehr
eingedrückt werden.
Es entsteht ein Schlagloch, in das
erneut Wasser eindringen kann. Eher unproblematisch sind hingegen
länger anhaltende Frostperioden. Um einen verkehrssicheren Zustand
der Straße zu gewährleisten und größere Schäden an der Substanz zu
verhindern, muss auf kurzfristige Sanierungsmethoden wie z.B.
Kaltasphalt zurückgegriffen werden.
Der ADAC geht davon aus,
dass sich hierbei die Kosten für die Reparatur eines Schlaglochs auf
bis zu 200 Euro belaufen. Um Schäden nachhaltig zu beheben und die
Qualität der kommunalen Straßen langfristig garantieren zu können,
sollte jedoch ein systematisches Erhaltungsmanagement zum Einsatz
kommen.
Wie eine Studie des Deutschen Instituts für
Urbanistik aus dem Jahr 2023 zeigt, weist rund ein Drittel der
kommunalen Straßen bereits größere Schäden auf. Der Bedarf für die
Sanierung und den Neubau kommunaler Straßen beträgt rund 283
Milliarden Euro. Klar ist: Der diesjährige Winter dürfte die
finanzielle Situation noch zusätzlich verschärfen.
Singnachmittage mit Daniel Drückes in Wanheim und Wanheimerort
Musiker und Popkantor Daniel Drückes lädt alle, die
Lust auf gemeinsames Singen in gemütlicher Runde in der
Evangelischen Rheingemeinde Duisburg haben, zweimal im Monat zum
Mitmachen ein. Das nächste Singen in Gemeinschaft gibt es am 18.
Februar 2026 um 14 Uhr im Gemeindehaus Wanheimerort, Vogelsangplatz
1; der zweite Singnachmittag in diesem Monat startet am 19. Februar
2026 um 15 Uhr im Gemeindehaus Wanheim, Beim Knevelshof 45.
Auf dem Programm stehen wie immer bekannte Lieder, Popsongs und
Evergreens. Zwischen dem Singen ist Platz für Kaffee und Kekse. Die
Idee zu den Musiknachmittagen zum Mitmachen hatte Daniel Drückes
gemeinsam mit Ehrenamtskoordinatorin Maria Hönes: Mit dem
zusätzlichen Angebot gilt es ältere und junge Menschen beim Singen
zusammen zu bringen, ganz nach dem Motto „Singen verbindet
Generationen“. Mitsingen darf jede und jeder.
Prädikant Lagoda am nächsten Freitag in der Kircheneintrittsstelle
Immer freitags können Unsichere, Kirchennahe oder
solche, die es werden möchten, in der Eintrittsstelle in der
Salvatorkirche mit Pfarrerinnen, Pfarrern und Prädikanten ins
Gespräch kommen und über die Kirchenaufnahme reden.
Motive
für den Kircheneintritt gibt es viele: Die Suche nach Gemeinschaft,
Ordnung ins Leben bringen oder der Wunsch, Taufen, Hochzeiten,
Bestattungen kirchlich zu gestalten. Am Freitag, 13. Februar 2026
heißt Prädikant Jürgen Lagoda von 14 bis 17 Uhr Menschen in der
Südkapelle des Gotteshauses neben dem Rathaus herzlich willkommen.
Infos zur Citykirche gibt es unter www.salvatorkirche.de.

NRW: Strauchbeerenernte lag 2025 knapp unter
Rekordergebnis von 2022 * Erntemenge um 10,9 % über dem
Vorjahr. * Ausdehnung der Anbauflächen auf 1.066 Hektar. *
65,5 % der Erntemenge wurde im Freiland kultiviert.
Im Jahr
2025 haben 155 nordrhein-westfälische Betriebe auf 1.066 Hektar
Anbaufläche 8.423 Tonnen Strauchbeeren produziert. Wie Information
und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand
endgültiger Ergebnisse der Strauchbeerenerhebung mitteilt, war die
Erntemenge damit um 10,9 % höher als im Vorjahr und verfehlte nur
knapp das Rekordergebnis von 2022 mit 8.442 Tonnen. Im Vergleich zum
Jahr 2013 hat sich die Erntemenge fast verdoppelt, bei einer
Ausdehnung der Anbauflächen um 440 Hektar (2013: 626 Hektar).

Über die Hälfte der Erntemenge kam aus dem Regierungsbezirk Köln
Die Landwirtinnen und Landwirte im Regierungsbezirk Köln
verzeichneten 2025 mehr als die Hälfte der landesweiten Erntemenge
(55,1 %). Weitere wichtige Anbaugebiete in NRW befinden sich in den
Regierungsbezirken Detmold (19,7 % der Erntemenge) und Düsseldorf
(16,5 % der Erntemenge).
Heidelbeeren wurden auf rund 40 %
der Freilandfläche angebaut Mit einer Anbaufläche von 862 Hektar
wurden Strauchbeeren in NRW im vergangenen Jahr überwiegend im
Freiland kultiviert. Die anbaustärkste Strauchbeerenart ist nach wie
vor die Kulturheidelbeere, deren Anbaufläche mit 347 Hektar mehr als
ein Drittel (40,3 %) der gesamten Freilandfläche für Strauchbeeren
beansprucht. Es folgten rote und weiße Johannisbeeren mit einer
Anbaufläche von 257 Hektar und schwarze Johannisbeeren mit
80 Hektar.
Von den 5.514 Tonnen im Freiland geernteten
Strauchbeeren entfielen 2.343 Tonnen auf Kulturheidelbeeren und
1.822 Tonnen auf rote und weiße Johannisbeeren. Unter
Schutzabdeckungen wurden 1.865 Tonnen Himbeeren angebaut Auf
204 Hektar wurden Strauchbeeren unter hohen begehbaren
Schutzabdeckungen bzw. in Gewächshäusern angebaut; hier wurden mit
140 Hektar überwiegend Himbeeren produziert. Insgesamt wurden auf
dieser Fläche 2.909 Tonnen Strauchbeeren erzeugt, darunter
1.865 Tonnen Himbeeren.
Vorbereitende Arbeiten für Aufständerung der B 288
starten
Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) führen ab der kommenden Woche
Fällarbeiten durch: Auf einer Fläche von 8.700 Quadratmetern rund um
den östlichen Brückenkopf der Uerdinger Brücke nahe der Krefelder
Straße werden wild gewachsene Bäume und Sträucher entfernt.
Die Arbeiten werden vorbereitend für die im Sommer startenden
Bauarbeiten zur Aufständerung der B 288 durchgeführt. Der Verkehr
wird 2029 auf die neue Aufständerung verlegt, zu diesem Zeitpunkt
wird der Brückenkopf deutlich vergrößert sein. Auf der neu
entstandenen Fläche sind Ausgleichspflanzungen für die gefällten
Bäume und Sträucher vorgesehen.
Blick über
den Zaun: KI im Kinderzimmer?!
KI-Anwendungen wie ChatGPT sind für junge Menschen längst Alltag:
Laut der aktuellen JIM-Studie nutzen 90 Prozent der 14- bis
19-Jährigen den Dienst täglich oder mehrmals pro Woche – für
Hausaufgaben, zum Lernen, zur Information oder Unterhaltung. Über
die Hälfte vertraut dabei den KI-generierten Inhalten.
Dabei
übernehmen die Anwendungen der KI zunehmend auch Rollen, die bisher
Menschen vorbehalten waren – von Freund*innen über Lehrerkräfte bis
hin zu Therapeut*innen oder Influencer*innen. Passend dazu lautet
das Motto des Safer Internet Day 2026: KI and me. In künstlicher
Beziehung. Das wirft besonders für pädagogische Fachkräfte zentrale
Fragen auf: Welche Kompetenzen brauchen sowohl sie selbst als auch
junge Menschen für einen souveränen, selbstbestimmten und sicheren
Umgang mit KI? Und wie wirkt sich die zunehmende Nutzung von KI auf
unser Miteinander und vor allem auf das Aufwachsen von Kindern und
Jugendlichen aus?
Die Medienfachberatung Bayern, die in
allen sieben Regierungsbezirken tätig ist, steht für solche Fragen
ganzjährig bereit, um Träger der Jugendarbeit zu KI-Themen umfassend
zu beraten und Umsetzungsprozesse zu begleiten. „KI birgt nicht nur
Risiken, sondern auch Chancen und ist Werkzeug zum Lernen, zur
Kreativität und zur Umsetzung eigener Ziele und Ideen. Nötige
Kompetenzen früh zu fördern, ist heute ein zentraler
Bildungsauftrag, auch und gerade in der Arbeit mit Kindern.“
Volker Dietl, Medienfachberatung Oberpfalz Umgang mit KI als
Teil der Medienkompetenzförderung Der Umgang mit der KI muss von
jungen Menschen erlernt und durch Fachkräfte begleitet werden. Dazu
müssen dauerhaft flächendeckende Angebote vorgehalten werden – auch
in ländlichen Regionen.
Das Netzwerk Medienfachberatung
Bayern (in Kooperation mit dem JFF – Institut für Medienpädagogik)
bietet 2026 für die bayerische außerschulische Jugendarbeit,
Elternverbände und Einrichtungen der pädagogischen Arbeit mit
Kindern und Jugendlichen vielfältige Angebote zum Thema an – am
Safer Internet Day und das ganze Jahr.
„Die KI-Entwicklung
schreitet immer weiter voran und KI ist schon jetzt mit vielen
Bereichen unseres Alltags verbunden. Kinder und Jugendliche haben
hier keine Berührungsängste, sondern probieren neugierig aus, was KI
ihnen bieten kann. Mit ihren unterschiedlichen Angeboten trägt die
Medienfachberatung dazu bei, dass Kinder und Jugendliche lernen, KI
selbstbestimmt und kritisch zu nutzen.“ Dr. Susanne Egger,
Direktorin JFF - Institut für Medienpädagogik.
Hintergrund: Safer Internet Day Der Aktionstag wird vom europäischen
Insafe-Netzwerk (EU-Programm DIGITAL) koordiniert. Als Teil des
Insafe-Netzwerks koordiniert klicksafe seit 2004 den Safer Internet
Day in Deutschland:
https://www.klicksafe.de/sid
UDE-Theologe
übersetzt Mercators religiöses Hauptwerk Zwischen Kompass und
Bibel
Gerhard Mercator löste Ende des 16. Jahrhunderts ein zentrales
Problem der Seefahrt: Seine gleichnamige Projektion ermöglichte es
Seeleuten erstmals, ihre Route auch über große Distanzen hinweg mit
Lineal und Kompass zu planen. Der berühmte Kartograf, dessen Karten
zum großen Teil in Duisburg entstanden, war jedoch auch
theologischer Autodidakt.
Als solcher setzte er sich mit dem
biblischen Römerbrief auseinander. Erst gegen Ende des 19.
Jahrhunderts wurde diese Handschrift wiederentdeckt. Dr. Marcel
Nieden, Professor für Historische Theologie am Institut für
Evangelische Theologie der Universität Duisburg-Essen, hat das
religiöse Hauptwerk Mercators erstmals ediert* und ins Deutsche
übersetzt.

Kommentar zum Römerbrief von Gerhard Mercator (1512 – 1594) als
Originalhandschrift. © Digitalisat: University Libraries Leiden, BPL
191 BR, Gerhard Mercator, Kommentar zum Römerbrief (Kapitel 1–11)
Professor Nieden, warum und in welcher Weise haben Sie sich mit
Mercators Römerbriefkommentar beschäftigt? Anlass war der 500.
Geburtstag des großen Kartografen im Jahr 2012. Ich entdeckte damals
zu meiner Überraschung, dass Mercator auch einige theologische
Schriften verfasst hat, darunter auch einen lateinischen Kommentar
zum Römerbrief. Diesen nur als Handschrift überlieferten Text habe
ich zusammen mit meinem Mitarbeiter Dr. Daniel Bohnert ediert,
sachlich erläutert und ins Deutsche übersetzt, um ihn leichter
zugänglich zu machen.
Warum sind Mercators theologische
Arbeiten nur wenig bekannt? Sie standen immer im Schatten seines
kartografischen Schaffens. Im Fall des Römerbriefkommentars kommt
noch hinzu, dass er lange Zeit als verschollen galt. Er tauchte erst
gegen Ende des 19. Jahrhunderts in der Universitätsbibliothek Leiden
auf. Da er nicht ediert wurde, spielte er in der Mercator-Forschung
bislang keine nennenswerte Rolle.
Warum hat sich Mercator so
tief mit Religion und dem Römerbrief im Speziellen
auseinandergesetzt? Es ist anscheinend um 1570 herum in Duisburg
zu intensiveren theologischen Auseinandersetzungen gekommen. Einige
reformierte Bürger vertraten damals die Lehre, der Mensch sei zum
ewigen Heil oder Unheil vorherbestimmt. Dagegen erhebt Mercator
Einspruch. Seiner Meinung nach ist der Mensch frei, auf Gottes
Wirken eingehen zu können – oder eben nicht. Da sich die Vertreter
der Vorherbestimmungslehre gerne auf Stellen aus dem Brief des
Paulus an die Römer beriefen, will Mercator zeigen, dass man Paulus
anders verstehen muss.
Lag er damit im Trend der Zeit oder
eckte er an? Mit dem Kommentar hat sich Mercator kaum Freunde
gemacht. Reformierte Theologen kritisierten besonders den Versuch,
menschliche Freiheit und göttliche Vorherbestimmung zu verbinden.
Lutheranern und Katholiken wiederum dürfte das, was sie zur Kirche
oder Taufe lesen konnten, nicht gefallen haben. Mercator war jedoch
überzeugt, mit seiner Auslegung die ‚wahre‘ Ansicht des Paulus
dargelegt zu haben.
* Wer eine Handschrift ediert, erschließt
sie wissenschaftlich, indem er/sie den Text entziffert,
Besonderheiten/Varianten prüft und den Text in eine heute lesbare
Form bringt.
Volle Power für
Bundeswehr-Infrastruktur: Neue Bundesbau-Einheit geht an den Start
Das Land bündelt die Zuständigkeiten für den militärischen Bundesbau
in Nordrhein-Westfalen unter einem Dach – mit klaren Zuständigkeiten
und schlanken Prozessen 5. Februar 2026 Abb.: KI-generiert Finanzen
Das Land Nordrhein-Westfalen hat jetzt eine 450-köpfige
Spezialeinheit für die schnelle Modernisierung der
Verteidigungsinfrastruktur in unserem Land.
Die operative
Zuständigkeit für den gesamten Bundesbau liegt ab sofort bei einer
neu gegründeten Niederlassung, die die Bauvorhaben des Bundes in
Nordrhein-Westfalen plant und umsetzt. Die Bauverwaltung des Landes
realisiert im Auftrag des Bundes Infrastrukturvorhaben im zivilen
sowie im militärischen Bundesbau.
Bislang war diese
Zuständigkeit organisatorisch aufgeteilt auf die Bauabteilung der
Oberfinanzdirektion und den Bau- und Liegenschaftsbestrieb des
Landes (BLB NRW) sowie dort auf sechs Standorte. „Die tradierte
Organisationsstruktur im Bundesbau wurde den enormen Anforderungen
der Zeitenwende nicht mehr gerecht“, erklärt Minister der Finanzen
Dr. Marcus Optendrenk, dessen Ministerium für den Bundesbau in
Nordrhein-Westfalen zuständig ist.
„Wir müssen die
Verteidigungsinfrastruktur unter Hochdruck modernisieren und
zugleich Raum schaffen für den Aufwuchs der Bundeswehr.
Parallelstrukturen und Reibungsverluste können wir uns nicht
leisten. Wir brauchen klare Zuständigkeiten, schlanke Prozesse,
schnelle Entscheidungen und gebündelte Expertise. Das schaffen wir
jetzt unter dem Dach der neuen Niederlassung Bundesbau im BLB NRW.“

Foto KI-generiert
Deren Eröffnung wurde am Donnerstag, 5.
Februar, in der Luftwaffenkaserne in Köln-Wahn gefeiert. Denn die
neue Niederlassung ist virtuell: Die Bundesbau-Beschäftigten wurden
in die jetzt gegründete Einheit versetzt, können aber von ihren
bisherigen Dienstorten aus weiterarbeiten. „Unsere Verwaltung
funktioniert so digitalisiert, dass wir Menschen nicht zwingend an
einem Ort zusammenführen müssen, damit sie gut und effizient
zusammenarbeiten“, so Dr. Optendrenk.
„Uns geht es darum,
das Potenzial der Erfahrung unserer Expertinnen und Experten im
Bundesbau voll auszuschöpfen, um die großen Aufgaben unseres Landes
für die Verteidigungsfähigkeit der Bundesrepublik optimal zu
erfüllen.“ Und diese Aufgaben sind beträchtlich: Das Bauvolumen
allein im militärischen Bundesbau soll von 180 Millionen Euro im
Jahr 2023 bis 2029 auf fast 560 Millionen Euro steigen. Hinzu kommen
weitere Bauvorhaben im zivilen Bundesbau etwa für die Bundespolizei.
„Mit der neuen Struktur schaffen wir neben mehr Tempo auch
einen höheren Grad an Spezialisierung“, so der Minister. „Bisher
waren die Zuständigkeiten für Bundesbau-Projekte regional verteilt:
Beschäftigte des BLB NRW in Köln haben alle Maßnahmen in Kölner
Kasernen geplant und begleitet. Jetzt können wir viel sinnvoller
clustern: Ein Team plant exklusiv Unterkunftsbauten, ein anderes
Fahrzeughallen, das nächste Hallenschießanlagen.
So bilden
wir Expertenwissen für die Erfordernisse eines Gebäudetyps und
kommen schneller und einfacher von der Planung zur Umsetzung.“ Um
den Herausforderungen zu begegnen, wächst das Personal im Bereich
Bundesbau zudem rasant an: Bis zum kommenden Jahr ist eine
Steigerung auf insgesamt 730 vom Bund refinanzierte Stellen in
Nordrhein-Westfalen geplant – ein Plus von 60 Prozent gegenüber
2022.
Die Rekrutierungsoffensive über den BLB NRW läuft
derzeit auf Hochtouren (aktuelle Ausschreibungen: Karriere
im Bundesbau: Das Immobilienunternehmen des Landes
Nordrhein-Westfalen). Für die feierliche Eröffnung der
virtuellen Niederlassung Bundesbau war die Kölner Luftwaffenkaserne
als eine der deutschlandweit größten Kasernen der ideale Ort.
Hier sind unter anderem Teile des Kommandos Luftwaffe, das
Luftfahrtamt der Bundeswehr, das Zentrum für Luft- und
Raumfahrtmedizin sowie das Sanitätsunterstützungszentrum Köln-Wahn
ansässig. Mit mehr als 4000 Soldatinnen und Soldaten sowie rund 1500
Zivilbeschäftigten unterstreicht der Standort die wichtige Rolle
Nordrhein-Westfalens für die Bundeswehr.
Extrakosten
durch Abos im Auto Viele Autohersteller bieten digitale
Dienste dauerhaft nur gegen Bezahlung an / ADAC fordert transparente
Bedingungen für alle Autofahrer

©ADAC/ABGEDREHT
Datenzugriff, Navigation, Infotainment: Viele
Funktionen in Fahrzeugen sind heute nur noch gegen Bezahlung
verfügbar. Der ADAC hat in Kooperation mit der Fachzeitschrift c’t
eine Marktanalyse zu den verschiedenen Abo-Modellen durchgeführt und
stellt fest: Verbraucher werden oft nicht ausreichend über die
Kosten und die Laufzeiten aufgeklärt. Zudem verfolgt fast jeder
Hersteller eine individuelle Strategie, was die Vergleichbarkeit
erschwert.
Hersteller bieten als digitalen Service zum
Beispiel den Remote-Zugriff auf Fahrzeugdaten an, wobei je nach
Marke verschiedene Funktionen zur Verfügung stehen. Hierzu gehören
beispielsweise die Standortabfrage aus der Ferne oder die Steuerung
der Klimaanlage via App. Diese Services sind häufig für mehrere
Jahre gratis: Bei Skoda profitieren die Kunden drei Jahre lang
kostenlos von diesen Funktionen, bei Audi und Opel werden Autofahrer
ganze zehn Jahre versorgt. Kunden von Nio müssen sogar das gesamte
Fahrzeugleben lang nicht für diese Funktionen bezahlen.
Auch
für Navigation und einige Funktionen des Infotainments müssen
Autofahrer nach einer gewissen kostenlosen Laufzeit inzwischen
bezahlen: BMW verlangt nach drei Freimonaten 9,98 Euro im Monat, bei
Mercedes-Benz bezahlen die Kunden nach drei kostenlosen Jahren bis
zu satten 329 Euro im Jahr. Komplett im Dunkeln stehen die Kunden
von Renault: Hier sind die Preise nach Ablauf der kostenlosen Phase
im Jahr 2027 noch gar nicht bekannt. Volvo wiederum kündigt an,
seine Kunden erst kurz vor Ablauf der vierjährigen Gratisphase
informieren zu wollen.
Der Marktvergleich zeigt, dass es ein
großes Gefälle innerhalb der Herstellerlandschaft hinsichtlich der
Abo-Gestaltung gibt. Verbraucher haben nur unter großem Aufwand die
Möglichkeit, die tatsächlichen Kosten der digitalen Dienste über die
Lebensdauer ihres Fahrzeuges realistisch einzuschätzen.
Der
ADAC empfiehlt besonders Käufern von jungen Gebrauchtwagen, dass sie
sich vor dem Vertragsabschluss über den aktuellen Status der
digitalen Dienste an Bord informieren. Viele Funktionen könnten nur
noch für wenige Monate kostenlos sein oder sind vielleicht sogar
schon abgelaufen. In jedem Fall gilt es, sich gut über das Kosten-
und Abomodell des jeweiligen Herstellers zu informieren.
Auch sollten sich Käufer von Gebrauchtwagen schriftlich
dokumentieren lassen, welche digitalen Funktionen dauerhaft im
Kaufpreis enthalten sind. Darüber hinaus kann es hilfreich sein, die
kostenpflichtigen Funktionen generell zu hinterfragen: Braucht man
sie wirklich dauerhaft und könnte nicht auch eine kostenpflichtige
App eines Drittanbieters eine vergleichbare Leistung bringen?
Fahrzeughersteller sollten aus Sicht des ADAC klarer
kommunizieren, wie lang welche Funktionen kostenfrei zur Verfügung
stehen und welche Folgekosten anfallen. Ein Fahrzeug wird meist für
mehrere Jahre gefahren, weshalb Kunden eine langfristige
Kostenperspektive benötigen. Auch sollten Abos von einem Eigentümer
zum nächsten übertragbar sein, um Wertverlust zu minimieren.
Funktionen, die zur Sicherheit und zuverlässigen Nutzung des
Fahrzeuges beitragen, müssen über den gesamten Lebenszyklus des
Autos kostenfrei zur Verfügung stehen. Zudem sollten Hersteller
Schnittstellen anbieten, die Drittanbietern einen sicheren und
standardisierten Zugriff auf wichtige Fahrzeugdaten ermöglichen.
Wenn der
Winterurlaub im Krankenhaus endet - Behandlung oft
nicht auf Krankenschein - Nicht ohne private
Haftpflichtversicherung abfahren Die Koffer sind gepackt, die
Skier im Dachbox verstaut: Dem Winterurlaub steht nichts mehr im
Weg. Doch statt im Urlaub elegant die Piste herunter zu wedeln,
enden viele Abfahrten im Krankenhaus. Unschöne Aussichten, über die
niemand gerne nachdenkt. Bescheid zu wissen, zahlt sich aus – vor
allem im Ausland.
Tipps für den Alltag
 Gesetzlich
Krankenversicherte können mit der Europäischen Versicherungskarte
(EHIC) in der EU zum Arzt gehen. Diese Regelung schließt auch die
Schweiz, Liechtenstein, Island, Norwegen und Mazedonien ein. Der
Leistungskatalog des Urlaubslandes regelt die medizinische
Versorgung. Nicht immer entspricht die dem deutschen Standard. In
manchen Staaten sind wesentlich höhere Zuzahlungen oder Eigenanteile
üblich, und natürlich müssen Urlauber:innen immer einen Vertragsarzt
aufsuchen.
Diese Vorgabe ist oft schwierig zu erfüllen.
Warum? Das erklärt die HUK-COBURG. Wer sich bei der Abfahrt verletzt
und ins Krankenhaus kommt, stellt oft fest, dass Ärzte in
Wintersportgebieten nur privat behandeln. Schon ein glatter Bruch
und ein paar Tage Krankenhausaufenthalt können aber mehrere tausend
Euro kosten. Ereignet sich der Unfall in einem Land, mit dem kein
Sozialversicherungsabkommen besteht - zum Beispiel in den USA oder
Kanada – müssen Verunglückte ohnehin die gesamte Behandlung selbst
bezahlen.
Auch die Erstversorgung auf der Ski-Piste und der
Transport ins Krankenhaus summieren sich schnell: Kosten von 800
Euro für einen Krankenwagen bis hin zu mehreren tausend Euro für
einen Rettungseinsatz mit dem Hubschrauber sind realistisch. Die
gesetzliche Krankenkasse übernimmt diese Kosten nicht.
Anders
die Auslandsreise-Krankenversicherung: Sie zahlt sowohl die
Privatbehandlung als auch den für den Transport von der Piste zum
Arzt. Ist unfallbedingt ein Krankenrücktransport - zum Wohnort oder
in ein deutsches Krankenhaus - unumgänglich, organisiert sie auch
den. Das gilt selbstverständlich nicht nur für Unfälle, sondern auch
für unvorhersehbare Erkrankungen, die im Ausland auftreten.
Für privat Krankenversicherte ist das kein Thema. Ihr
Versicherungsschutz schließt die Behandlungskosten beim
Auslandsurlaub mit ein, übernimmt aber nicht immer die Kosten für
den Krankenrücktransport. Bestehen Zweifel sollten sie vor
Reiseantritt ausgeräumt werden, am besten durch einen Anruf beim
Versicherer.
Bedenkenswert: Für Privatversicherte kann sich
der Abschluss einer zusätzlichen Auslandsreise-Krankenversicherung
vielleicht doch rechnen. Eventuell lässt sich damit die jährliche
Beitragsrückerstattung retten bzw. der Selbstbehalt sparen.
Nicht ohne private Haftpflichtversicherung Gefahr lauert noch an
anderer Stelle: Wer dem Rausch der Geschwindigkeit verfällt, darüber
die Verkehrsregeln der Piste (FIS-Verhaltensregeln) vergisst und
einen Unfall verursacht, muss haften. Bei den Geschwindigkeiten, die
heute auf Ski-Pisten erreicht werden, kommt es häufig zu ernsthaften
Verletzungen.
Neben Behandlungskosten können Geschädigte
auch Verdienstausfall oder Schmerzensgeld geltend machen. Bleiben
schwerwiegende dauerhafte Schäden zurück, werden sogar lebenslange
Rentenzahlungen fällig. Ohne private Haftpflichtversicherung muss
der Schädiger das alles aus dem eigenen Portemonnaie bezahlen.
Eine fehlende Haftpflichtversicherung kann also für das Opfer
schwerwiegende Konsequenzen haben: Reicht das Privatvermögen des
Unfallverursachers nicht, um die Ansprüche des Geschädigten zu
erfüllen, geht letzterer leer aus. In diesem Fall hilft eine private
Unfallversicherung.
Auf italienischen Pisten ist eine private
Haftpflichtversicherung ein Muss. Den Nachweis, digital oder analog,
sollte man parat haben. Wer ohne unterwegs ist, muss mit Bußgeldern
von bis zu 150 Euro und dem Entzug des Skipasses rechnen. Doch
manchmal vergisst man eben etwas: Bei manchen Unternehmen können
Haftpflichtversicherte anrufen, um dieses Problem noch am Skilift zu
lösen.
Rechtswissenschaftler: OT-Mitgliedschaft in Arbeitgeberverbänden ist
juristisch fragwürdig und sollte eingeschränkt werden
OT-Mitgliedschaft, das heißt: Unternehmen genießen die Vorteile
einer Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband, binden sich aber nicht
an vereinbarte Tarifverträge. Auch aus rechtlicher Sicht ist das
fragwürdig und sollte eingeschränkt werden, ergibt ein neues
Rechtsgutachten von Prof. Dr. Olaf Deinert von der Universität
Göttingen.*
Arbeitgeberverbände schließen Tarifverträge für
ihre Mitglieder, das ist eine ihrer zentralen Funktionen. Doch die
sogenannte OT-Mitgliedschaft (ohne Tarifbindung) in vielen
Arbeitgeberverbänden ist ein Einfallstor, um Tarifbindung zu
vermeiden, und gefährdet die Tarifautonomie. Das Problem wird
dadurch verschärft, dass das Bundesarbeitsgericht (BAG) die fehlende
Tarifbindung von OT-Mitgliedern anerkennt.

Quelle Hans-Böckler-Stiftung
Ohne gesetzliche Korrekturen
droht eine weitere Aushöhlung der Tarifbindung, erklärt
Rechtswissenschaftler Deinert. In einem Gutachten für das Hugo
Sinzheimer Institut für Arbeits- und Sozialrecht (HSI) der
Hans-Böckler-Stiftung erläutert er, warum die Auffassung des BAG
nicht zutreffend ist und wie der Gesetzgeber handeln sollte.
„Die OT-Mitgliedschaft ist juristisch problematisch, weil sie keine
ausreichende Stütze im Gesetz findet. Denn maßgeblich und
ausreichend für die Tarifbindung ist danach die Mitgliedschaft in
einem Arbeitgeberverband. Vor allem aber ist sie ein Problem für die
Funktionsfähigkeit der Tarifautonomie, weil immer mehr Arbeitgeber
aus der Tarifbindung fallen“, sagt Ernesto Klengel,
wissenschaftlicher Direktor des HSI. „Mittlerweile werden
Arbeitgeberverbände sogar von Unternehmern geleitet, die selbst
OT-Mitglieder sind, wie aktuell im Fall des Arbeitgeberverbands
Gesamtmetall.“
Die Arbeitgeberverbände haben
OT-Mitgliedschaften in den 1990er-Jahren eingeführt, um
austrittswilligen Mitgliedern oder potenziellen Neumitgliedern, die
mit den ausgehandelten Tarifverträgen unzufrieden waren, eine
Alternative zu bieten und sie so im Verband zu halten. Beim
sogenannten Stufenmodell gibt es zwei verschiedene Arten der
Mitgliedschaft innerhalb ein und desselben Verbands: mit
Tarifbindung und ohne Tarifbindung.
Die Mitglieder ohne Tarifbindung können die Vorteile und
Dienstleistungen der Verbandsmitgliedschaft nutzen, beispielsweise
in den Bereichen Lobbyarbeit, Fortbildung sowie Rechts- und
Personalberatung. Gleichzeitig sind sie nicht an Tarifverträge
gebunden. In der Verbandssatzung muss klar geregelt sein, dass
OT-Mitglieder bei allen tarifbezogenen Fragen, wie etwa Wahlen zu
Tarifkommissionen, Abstimmungen über tarifrechtliche Fragen oder
Arbeitskampfmaßnahmen, nicht beteiligt sind. In der Praxis gibt es
hier eine Grauzone: Teilweise wird OT-Mitgliedern sogar
Unterstützung bei Haustarifkonflikten gewährt.
Arbeitgeberverbände argumentieren, dass sie Mitgliedschaften ohne
Tarifbindung zum einen anbieten, um den Verband langfristig zu
stabilisieren, zum anderen hätten OT-Mitglieder immerhin eine
gewisse Nähe zur Tarifpolitik. Dies trage letztlich sogar zum Erhalt
des Flächentarifvertrags bei.
Deinert hält dagegen, die
OT-Mitgliedschaft habe das Tarifsystem keineswegs stabilisiert,
sondern eher das Gegenteil bewirkt. So sank der Anteil der
tarifgebundenen Betriebe von 45 Prozent im Jahr 1996 auf 22 Prozent
im Jahr 2023, der Anteil der Beschäftigten in Betrieben mit
Branchentarifvertrag im selben Zeitraum von 67 auf 42 Prozent.
Die OT-Mitgliedschaft hat diesen massiven Rückgang begleitet,
wenn nicht gar befördert, indem sie einen bequemen Weg zur Umgehung
von Tarifverträgen eröffnete. „Auch wenn die OT-Mitgliedschaft nicht
als nachweisbar kausale Ursache für diese Entwicklung benannt werden
kann, zeigt sich doch, dass sie jedenfalls keinerlei positiven
Effekt auf die Tarifbindung hatte”, so der Rechtswissenschaftler.
Symptomatisch hierfür sei die Entwicklung bei Gesamtmetall: Zwar
wuchs die absolute Zahl der Mitgliedsfirmen seit dem Tiefpunkt im
Jahr 2004 wieder, doch beruhte dieser Zuwachs allein auf
OT-Mitgliedschaften, während die Zahl der tarifgebundenen Mitglieder
kontinuierlich sank. Im Jahr 2019 betrug der Anteil der
OT-Mitglieder im Organisationsbereich von Gesamtmetall mehr als 55
Prozent.
Ein wesentlicher Treiber war die rechtliche
Anerkennung durch Gerichte. Ein Argument der Richterinnen und
Richter lautete, dass Tarifgebundenheit auf einem Willensentschluss
beruhen müsse, der bei OT-Mitgliedern, die gerade keine Bindung an
einen Tarif wünschen, fehle. In einer seiner Entscheidungen
bekräftigte das BAG, dass eine Mitgliedschaft ohne Tarifgebundenheit
„aus der Satzungsautonomie und dem Grundsatz der Koalitionsfreiheit“
abzuleiten sei. Anders ausgedrückt: Verbände haben die Freiheit,
ihre Satzung so zu gestalten, wie sie es für richtig halten. Und
jeder hat neben dem Recht, einer Koalition beizutreten, auch das
Recht ihr fernzubleiben. Stichwort: negative Koalitionsfreiheit.
Deinert kritisiert, dass die Entscheidung der Richterinnen und
Richter dem zuwiderläuft, was im Tarifvertragsgesetz steht: „Mit
leichter Hand wird durch die Rechtsprechung die Gesetzesbindung der
Gerichte beiseite gewischt.“ So knüpft das Tarifvertragsgesetz die
Tarifgebundenheit an die Mitgliedschaft im vereinsrechtlichen Sinne
und sieht keine Differenzierung zwischen verschiedenen Formen der
Mitgliedschaft vor. Das Gesetz „will alle Mitglieder der
Tarifvertragsparteien an den Tarifvertrag binden und sieht gerade
nicht vor, dass die Tarifvertragsparteien durch die Satzung Formen
der Mitgliedschaft gestalten, die von dieser Rechtsfolge
ausgeschlossen sind“.
Auch das Argument der
Koalitionsfreiheit überzeuge an dieser Stelle nicht. Die
betreffenden Unternehmen könnten auf eine Mitgliedschaft im
Arbeitgeberverband verzichten und somit ihr Recht auf Fernbleiben
von einer Koalition ausüben. Doch die OT-Mitglieder wollten ja
gerade Mitglieder des Verbandes sein, nicht Nicht-Mitglieder. „Die
Heranziehung des Fernbleiberechts ist daher verfehlt“, so der
Rechtswissenschaftler.
In der Praxis sorgen
OT-Mitgliedschaften zunehmend für Probleme, insbesondere aufgrund
ihrer Intransparenz. Einen Arbeitskampf zu führen, wenn unklar ist,
ob ein Arbeitgeber tarifgebunden ist, stellt sich als schwierig
heraus. Auch ein kurzfristiger Statuswechsel in die
OT-Mitgliedschaft während laufender Tarifverhandlungen bleibt der
Gewerkschaft oft verborgen. Dadurch laufen die Verhandlungen ins
Leere, da der neue Tarifvertrag den Arbeitgeber im Anschluss nicht
bindet.
Zudem sind OT-Mitglieder häufig Unternehmen mit
geringem gewerkschaftlichem Organisationsgrad, was es schwer macht,
einen Haustarifvertrag zu erkämpfen. „Der Wechsel in die
OT-Mitgliedschaft kann einen Trick mit doppeltem Boden darstellen“,
schreibt der Rechtswissenschaftler. Wenn das neue OT-Mitglied zu
Haustarifverhandlungen aufgefordert und in diesem Zusammenhang auch
mit Arbeitskampfmaßnahmen belegt wird, kann es schnell wieder in die
Tarifmitgliedschaft wechseln. Damit profitiert es von der
tarifvertraglichen Friedenspflicht, die Arbeitskämpfe verbietet.
Deinert sieht den Gesetzgeber in der Pflicht zu handeln.
Zunächst sollte ein öffentliches OT-Register eingeführt werden. Es
würde für mehr Transparenz sorgen. Ein Wechsel in die
OT-Mitgliedschaft müsste der Gewerkschaft mitgeteilt werden.
Andernfalls wäre dieser als tarifrechtlich unwirksam anzusehen.
Zudem sollte für einen Wechsel dieselbe Frist gelten wie für einen
Austritt aus dem Arbeitgeberverband. In jedem Fall müsste eine Frist
von mindestens drei Monaten eingehalten werden. „Diese
Einschränkungen entsprechen dem Ziel des Koalitionsvertrags sowie
der EU-Mindestlohnrichtlinie“, erklärt HSI-Direktor Klengel.
VHS-Vortrag beleuchtet eine besondere Skala Die
logarithmische Skala ist Thema eines Vortrags am Donnerstag, 19.
Februar, um 18.30 Uhr in der VHS im Stadtfenster an der Steinschen
Gasse in der Innenstadt. Der Duisburger Physiker Prof. Dr. Axel
Lorke informiert an diesem Abend über eine Skala, bei der die Werte
nicht addiert, sondern multipliziert werden und zeigt auf, wo sie
überall eine Rolle spielt.
Teilnehmende zahlen fünf Euro, eine Anmeldung ist erforderlich und
online möglich auf www.vhs.link/j6ChPf. Weiterführende Informationen
gibt es telefonisch unter 0203 283-984617.
Umwelt-
und Klimaschutz: Bonhoeffer Gemeinde lädt zum Themen-Treff ein
Die Evangelische Bonhoeffer Gemeinde Marxloh
Obermarxloh schreibt die Themen „Klimaveränderung“ und „Bewahrung
der Schöpfung“ ganz groß und lädt zu mehreren Treffen im Februar
ein, bei denen sich Interessierte mit Ideen, Wissen und ihr
Mitwirken einbringen können.
Denn schließlich startet im
März ein kompletter Themen-Monat dazu. Er beginnt am 1. März mit
einem regionalen Klima-Gottesdienst und der Eröffnung einer
Klima-Ausstellung mit der Gruppe „Parents for Future Duisburg“.
Planungstreffen zum Themenmonat März „Bewahrung der Schöpfung“ sind
am 16. Februar und 23. Februar jeweils von 18 bis 20 Uhr, ebenfalls
im Familienzentrum Duisburg Obermarxloh, Wittenberger Str. 15.
Hier geht es darum, gemeinsam weitere Ideen für Umwelt- und
Klimaschutz- Aktionen zu entwickeln. Gemeindepädagogin und Diakonin
Nicole Enders lädt herzlich dazu ein, sich an den beiden Abenden
auch einfach nur darüber zu informieren, was zum Thema „Bewahrung
der Schöpfung“ alles möglich sein kann. Für Rückfragen steht sie
gerne auch vorab zur Verfügung: Tel.: 0173 7344055 oder E-Mail:
nicole.enders@ekir.de.
Schon am 15. Februar gibt es wieder einen offenen Treff der
„Klima AG“ im Familienzentrum, Wittenberger Str. 15. Die Gruppe gibt
es schon seit einiger Zeit und diesmal wird um 16 Uhr in der
Veranstaltung u.a. gezeigt, wie sich die Temperaturen und andere
Klima-Parameter am Niederrhein und in den Städten des westlichen
Ruhrgebiets in den nächsten Jahrzehnten entwickeln werden.
Zudem geht es um ganz praktische Arbeit an Klimaschutz-Themen. Eine
Anmeldung ist nicht erforderlich. Mehr Infos gibt es per Mail unter
KlimaAG@rd.unbox.at. Infos zur Gemeinde und ihren Aktionen gibt es
im Netz unter www.bonhoeffer-gemeinde.org.
Karaoke-Party mit Rudelsingen in der Obermarxloher Lutherkirche
-Bonhoeffer Gemeinde lädt zum Rock, Pop und auch Schlager
Nach dem Erfolg der Karaoke-Party im letzten Jahr lädt die
Evangelische Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh wieder zum
Singen mit viel Spaß in die Lutherkirche, Wittenberger Straße 15,
ein und das Gotteshaus wird zur Bühne und Tanzfläche. Ob alleine, zu
zweit oder als Gruppe vor dem Micro oder beim Rudelsingen - am 14.
Februar können sich ab 18 Uhr Musik- und Singfans stimmlich
ausprobieren und die auf der Leinwand angezeigten Texte ganz
bekannter Songs aus vollem Herzen singen.
Die Playlist wird
spontan nach den Wünschen der Teilnehmenden und des Publikums
zusammengestellt: Von bekannten Schlagern über Rock- und Pop-Hits
der vergangenen Jahre bis hin zu aktuellen Chartstürmern ist wieder
alles erlaubt und erwünscht. So entsteht ein buntes und vielfältiges
Programm, bei dem alle auf ihre Kosten kommen. Selbstverständlich
wird auch für das leibliche Wohl gesorgt, sodass niemand mit
trockener Kehle oder knurrendem Magen singen muss.
Der
Eintritt ist frei. Diese Veranstaltung ist Teil der „Wirkstatt“ im
Rahmen des Erprobungsraumes der Gemeinde: Hier können alle ihre
Ideen einbringen, kreativ werden und Gemeinschaft neu erleben. Infos
zur Gemeinde gibt es im Netz unter
www.bonhoeffer-gemeinde.org.
Praystation aus
dem Duisburger Süden lädt zum Songschreiben ein... und lädt zur
Liedpremiere zum Jugendgottesdienst - am 20.2. Die
nächste „Praystation“, das beliebte Gottesdienstformat aus dem
Duisburger Süden, steht am 20. Februar unter dem Motto „Alles wird
neu, besser als je zuvor“: Junge Leute aus der Gruppe „god.com“
laden zusammen mit Pfarrerin Ulrike Kobbe zum Mitfeiern um 19 Uhr in
die evangelische Kirche in Huckingen, Angerhauser Straße 91, ein.
Zusätzlich sind diesmal alle eingeladen, vorher mit anderen
gemeinsam zum Songwriter werden.
Gefragt sind Zeilen zum
Motto des Gottesdienstes und Interessierte schreiben, was im Alltag,
in der Welt anders... besser... werden muss. Die Texte aller werden
zusammengefügt und ergeben einen Song, der in der Praystation am 20.
Februar Premiere feiert und erstmals zu hören ist. Nach der
Praystation sind alle eingeladen, noch gemeinsam Zeit mit
Freundinnen und Freunden zu verbringen – bei Gesprächen,
Tischtennis, Kicker, „Just dance“ oder „let´s sing“ oder einfach nur
Chillen im Huckinger Gemeindezentrum. Wer beim Songschreiben
mitmachen möchte, findet alle Infos unter www.evgds.de.

Auftragseingang ohne Großaufträge: +0,9 % Auftragseingang im
Verarbeitenden Gewerbe Dezember 2025 (real, vorläufig):
+7,8 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt) +13,0 % zum
Vorjahresmonat (kalenderbereinigt) November 2025 (real,
revidiert): +5,7 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+10,6 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden
Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes
(Destatis) im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und
kalenderbereinigt um 7,8 % gestiegen. Ohne die Berücksichtigung von
Großaufträgen war der Auftragseingang um 0,9 % höher als im
Vormonat.
Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der
Auftragseingang im 4. Quartal 2025 um 9,5 % höher als im 3. Quartal,
ohne Großaufträge stieg er im gleichen Zeitraum um 2,5 %. Im
November 2025 stieg der Auftragseingang nach Revision der
vorläufigen Ergebnisse gegenüber Oktober 2025 um 5,7 % (vorläufiger
Wert +5,6 %).

Die positive Entwicklung des Auftragseingangs im Verarbeitenden
Gewerbe im Dezember 2025 ist zu einem großen Teil auf die deutlichen
Anstiege bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (saison- und
kalenderbereinigt +30,2 % zum Vormonat) und im gewichtigen
Maschinenbau (+11,5 %) zurückzuführen. In diesen beiden
Wirtschaftszweigen meldete eine Reihe von Betrieben aus
unterschiedlichen Bereichen Großaufträge.
Auch die Zuwächse
in der Herstellung von elektrischer Ausrüstung (+9,8 %) sowie in der
Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und
optischen Erzeugnissen (+5,7 %) wirkten sich positiv auf das
Gesamtergebnis aus. In der Automobilindustrie ging der
Auftragseingang hingegen um 6,3 % zurück. Im Sonstigen Fahrzeugbau
(Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) sanken die
Auftragseingänge um 18,7 % gegenüber dem hohen Niveau des Vormonats.
Dennoch gab es auch hier wieder umfangreiche Großaufträge.
Bei den Investitionsgütern stieg der Auftragseingang im Dezember
2025 um 10,5 % gegenüber dem Vormonat. Bei den Vorleistungsgütern
lag er um 5,7 % höher und bei den Konsumgütern um 5,3 % niedriger.
Die Auslandsaufträge stiegen im Dezember 2025 um 5,6 %. Dabei fielen
die Aufträge aus der Eurozone um 0,6 % und die Aufträge von
außerhalb der Eurozone nahmen um 9,7 % zu. Die Inlandsaufträge
stiegen um 10,7 %.

Umsatz im Dezember 2025 um 1,4 % niedriger als im Vormonat Der
reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben
im Dezember 2025 saison- und kalenderbereinigt 1,4 % niedriger als
im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 war der
Umsatz kalenderbereinigt 1,9 % niedriger.
Für November 2025
ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg von
2,9 % gegenüber Oktober 2025 (vorläufiges Ergebnis: +2,7 %). Im
Gesamtjahr 2025 war der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe
kalenderbereinigt um 1,3 % niedriger als im Vorjahr.
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