'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


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Baustellen DVG-Umleitung Bahn-VRR


7. Kalenderwoche: Montag, 9. - 15. Februar 2026

One Billion Rising – Tanzen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen
One Billion Rising ist einer der weltweit größten Kampagnen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und für Gleichberechtigung. Unter dem Motto „Rise For Empathy“ beteiligt sich Duisburg auch in diesem Jahr wieder an der Aktion. Am Samstag, 14. Februar, um 14 Uhr wird daher in der Innenstadt am Kuhtor erneut einen Tanzprotest als Symbol weltweiter Frauensolidarität stattfinden.

Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn wird die vom Runden Tisch „Gewaltschutz für Duisburg“ organisierte Veranstaltung eröffnen. An der Tanzdemo beteiligen sich das Referat für Gleichberechtigung und Chancengleichheit, das Frauenhaus Duisburg, die Duisburger Frauenberatungsstelle, die Vereine Mina e.V. und Mabilda e.V., das autonome Frauenhaus sowie der Opferschutz der Duisburger Polizei.

Mit diesem Protesttag rufen die Veranstalterinnen dazu auf, auf die weitverbreitete Gewalt gegen Mädchen und Frauen aufmerksam zu machen und aktiv dagegen anzugehen. Getanzt wird zu dem Lied „Break the Chain – Sprengt die Ketten!“. Wie in den letzten Jahren beteiligt sich auch das ADTV Tanzhaus Duisburg wieder an dem Protest und tritt mit einer Tanzgruppe auf.

„Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist eine der gravierendsten Menschenrechtsverletzungen weltweit. Mit One Billion Rising möchten wir das weltweite Ausmaß von Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufzeigen und dagegen protestieren“, teilt das Orga-Team mit und hofft, dass viele Duisburgerinnen und Duisburger sich an der Aktion beteiligen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es online auf www.onebillionrising.de sowie telefonisch (0203 283-3316) und per E-Mail (frauenbuero@stadt-duisburg.de) beim Frauenbüro der Stadt Duisburg.

One Billion Rising und Dunkelfeldstudie LeSuBiA: Istanbul-Konvention, EU-Gewaltschutzrichtlinie und Gewalthilfegesetz konsequent umsetzen  
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. erinnert anlässlich der globalen Initiative „One Billion Rising“ am 14. Februar 2026 daran, dass Deutschland mit der Istanbul-Konvention (IK) umfassend verpflichtet ist, Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt wirksam zu verhindern, zu verfolgen und Betroffenen Schutz und Unterstützung zu gewährleisten. Er weist daneben auf das Erfordernis der vollständigen und fristgerechten Umsetzung der EU-Gewaltschutz-Richtlinie des in Deutschland vor einem Jahr verabschiedeten Gewalthilfegesetzes hin.

Der Deutsche Verein unterstützt die weltweite Aktion „One Billion Rising“ als wichtiges und starkes Signal gegen Gewalt an Frauen und Mädchen und nimmt den Aktionstag zum Anlass, auf bestehende Umsetzungsdefizite im nationalen Gewaltschutz bei geschlechtsspezifischer Gewalt und häuslicher Gewalt hinzuweisen.  

„Die konsequente Umsetzung der IK, der EU-Gewaltschutzrichtlinie und des Gewalthilfegesetzes ist unverzichtbar, um Betroffenen in Deutschland verlässlichen Schutz und Unterstützung zu sichern und ein wichtiges Signal für die Glaubwürdigkeit von Politik, aber auch für den Zusammenhalt in der Gesellschaft“, erklärt Nora Schmidt, Geschäftsführerin des Deutschen Vereins.

Zugleich macht sie deutlich, dass von geschlechtsspezifischer Gewalt und häuslicher Gewalt sehr oft minderjährige Kinder (mit)betroffen sind.   Die diese Woche veröffentlichte Dunkelfeldstudie LeSuBiA deckt nicht nur das wahre Ausmaß der starken Betroffenheit von Frauen auf (Anzeigeverhalten unter fünf Prozent), sondern belegt auch die Schwierigkeit, bedarfsgerechte Hilfsmaßnahmen zu finden, um sich aus einer Gewaltbeziehung zu lösen.

Deutschland ist mit der Ratifikation der IK bereits seit 2018 völkerrechtlich verpflichtet, umfassende Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt zu ergreifen und ein wirksames, koordiniertes Hilfesystem bereitzustellen.  

„Auch wenn bei Frauen die Schwere und Inzidenz der Gewalt meist höher ist, hat die Dunkelfeldstudie jedoch auch aufgezeigt, dass auch Männer von psychischer als auch körperlicher Gewalt in (Ex-) Partnerschaften deutlich stärker betroffen sind, als bisher sichtbar war“, erläutert Nora Schmidt. „Darüber hinaus tragen jüngere Menschen bei fast allen Gewaltformen das höchste Risiko, wobei mehr Mädchen als Jungen von psychischer und sexueller Gewalt betroffen sind. Bei Jugendlichen stechen sexuelle sowie digitale Gewalt besonders hervor.“  

Mit der Verabschiedung der EU-Gewaltschutzrichtlinie (13. Juni 2024), die in Deutschland bis zum 14. Juni 2027 in nationales Recht umgesetzt werden muss, unterstützt auch die Europäischen Union aktiv die Realisierung der Vorgaben der IK. Mit dem Gewalthilfegesetz ist aus Sicht des Deutschen Vereins nunmehr ein zentrales Instrument in Deutschland geschaffen worden, um die Vorgaben der IK und der Gewaltschutzrichtlinie in ein kohärentes, flächendeckend wirksames Hilfesystem zu überführen und bestehende Versorgungslücken, etwa bei Schutzplätzen und spezialisierten Beratungsstellen, nachhaltig zu schließen.  

Der Deutsche Verein erarbeitet gegenwärtig Empfehlungen zur Umsetzung des Gewalthilfegesetzes und weist in diesem Zusammenhang auf seine Empfehlungen zur Absicherung des Hilfesystems für von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffene Mädchen, Frauen und ihre Kinder aus dem Jahr 2022 hin:
https://www.deutscher-verein.de/de/uploads/empfehlungen-stellungnahmen/2022/dv-9-21_gewaltbetroffene-frauen.pdf  

36. TANZtage: Duisburg im Bewegungsrausch
Jazz & Modern, Street- und Showdance, Hip-Hop und Ballett: Die TANZtage kommen zurück nach Duisburg. Vom 27. Februar bis zum 22. März lockt die 36. Ausgabe des größten Amateurtanz-Events wieder zahlreiche Teilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet.

Gruppe C Photography

18 Shows, darunter drei Finals in den Kategorien Kids, Teens und Adults bietet die Plattform, bei der sich große und kleine Talente auf der Bühne präsentieren können: erst bei den Vorentscheiden in der Rheinhausen-Halle, dann in den Endrunden im Theater Duisburg. Drei Top-Beiträge pro Fachrichtung qualifizieren sich durch das Fachjury-Urteil für das jeweilige Finale.

Zusätzlich schickt das Publikum eine Darbietung mittels digitaler Stimmzettel in die nächste Runde. Kulturdezernentin Linda Wagner blickt voller Vorfreude auf die TANZtage: „Ich bin Fan und besuche mehrere Vorführungen. So geht es auch Besucherinnen und Besuchern, die jährlich wiederkommen. Diese besondere Festivalenergie, die uns hier jedes Mal aufs Neue trägt, ist einzigartig und einfach mitreißend.“

Neu in diesem Jahr: Erstmals wird das Festival von einem erweiterten Workshop-Angebot begleitet. „Erfahrene Jurorinnen und Juroren geben die 90-minütigen Kurse, für die es limitierte Plätze gibt. Interessierte lernen aus erster Hand Technik, Ausdruck und Choreografie. Dadurch werden die TANZtage noch stärker zur Plattform für Austausch und Weiterentwicklung“, betont Petra Schröder, Leiterin der Kulturbetriebe.

Für Festivalleitung Nicole Richter steht der Zusammenhalt im Mittelpunkt: „Wir werden immer besser, weil wir gemeinsam wachsen und gegenseitige Erfolge feiern. Die TANZtage stehen für Teamgeist und Respekt. Wir schaffen einen sicheren Ort der Begegnung vor, hinter und auf der Bühne.“

Damit das möglich ist, unterstützen Sponsoren die TANZtage erneut als zuverlässige Partner. Thomas Diederichs, Sprecher des Vorstandes der Volksbank Rhein-Ruhr, sagt: „Was hier entsteht, prägt die Szene weit über das Finale hinaus. Die Wochenenden in Duisburg festigen das Tanz- Netzwerk und verbinden Menschen unterschiedlicher Tanzstile. Einsteigerinnen und Einsteiger sowie routinierte Formationen aller Altersklassen machen mit. Das überzeugt uns, die TANZtage finanziell zu stärken.“

Die Zahl der verkauften Tickets unterstreicht die Strahlkraft des Festivals: Bereits eine halbe Stunde nach Vorverkaufsstart waren 7.000 Karten vergriffen. Inzwischen gibt es nur noch ein Restkartenkontingent für vereinzelte Shows, die Kinderveranstaltungen sind ausverkauft. Nach den „First Level“-Veranstaltungen vom 27. Februar bis 8. März folgt das Finalwochenende am 21. und 22. März.

Dazwischen findet am 15. März der „Workshop-Sunday“ für Mittelstufe bis Fortgeschrittene statt. Karten für alle Events gibt es entweder im Servicebüro des Theaters Duisburg am Opernplatz an der Neckarstraße 1, telefonisch unter 0203 283-62100, per E- Mail an karten@theater-duisburg.de oder online im Ticketshop unter https://tanztage.reservix.de/events. Karten sind zudem bundesweit in über 3.000 angeschlossenen Ticket-Vorverkaufsstellen erhältlich.
Instagram-Profil TANZtage: https://www.instagram.com/tanztage

TÜV-Verband begrüßt Abgabe auf Kleinsendungen – mehr Kontrollen und Drittprüfung nötig
Der EU-Rat hat neue Zollregeln für Waren in kleinen Paketsendungen verabschiedet, die vor allem über den Onlinehandel aus Drittstaaten in die EU gelangen. Die Maßnahme ist Teil der laufenden Zollreform. Nach Angaben des Rates sollen Sendungen mit einem Wert von unter 150 Euro künftig nicht mehr zollfrei bleiben: Vorgesehen ist zunächst ein pauschaler Zollsatz von 3 Euro für Waren in solchen Kleinsendungen; ab dem 1. Juli 2026 soll der Zollsatz dann je nach Warenkategorie erhoben werden.


Zitat von Daniel Pflumm zur Zollabgabe auf Kleinsendungen - Copyright TÜV-Verband/Tobias Koch

Daniel Pflumm, Referent für Produktsicherheit beim TÜV-Verband, kommentiert den Beschluss: „Wir begrüßen den Beschluss des EU-Rats, für kleine Warensendungen aus Drittstaaten künftig eine zusätzliche Abgabe vorzusehen. Für uns geht es hierbei um mehr als eine technische Zollfrage, sondern um Produktsicherheit im Alltag.

Das Geschäftsmodell vieler Onlineanbieter basiert darauf, Produkte als millionenfache Einzelsendungen direkt an Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU zu verschicken und genau in diesen Warenströmen finden sich leider auch viel zu viele nicht EU-konforme und damit potenziell unsichere Produkte. Gerade bei sensiblen Warengruppen wie Spielzeug kann das konkret bedeuten: Was billig im Warenkorb landet, ist im Zweifel nicht sicher im Kinderzimmer.
Der neue Zollsatz kann die Kleinsendungsflut zumindest etwas bremsen und damit auch das Risiko senken, dass Problemware massenhaft und schnell in Umlauf kommt.“

Handlungsbedarf besteht weiterhin „Das Grundproblem bleibt jedoch bestehen.
Zu viele Produkte werden weiterhin über Online-Marktplätze in Verkehr gebracht, ohne dass ihre Konformität mit EU-Anforderungen verlässlich abgesichert ist. Solange nicht-konforme Ware überhaupt online angeboten werden kann und dann praktisch ungehindert bei Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommt, bleibt der Verbraucherschutz lückenhaft.

Deshalb braucht es den nächsten Schritt: klare Verantwortung entlang der Lieferkette und vor allem präventive Mechanismen, damit nur sichere, EU-konforme Produkte in den Binnenmarkt gelangen und gleiche Wettbewerbsbedingungen durchgesetzt werden. Dazu gehören robuste, überprüfbare Nachweise und, wo es sinnvoll ist, unabhängige Drittprüfungen, bevor Produkte verkauft und versendet werden.

Die neue Abgabe ist ein Signal. Echte Produktsicherheit erreichen wir aber erst, wenn nicht-konforme Ware konsequent gar nicht erst auf den Markt kommt.“ Die vollständige Position des TÜV-Verband „Marktüberwachung stärken – für fairen Wettbewerb und hohes Schutzniveau“ ist auf der Website des TÜV-Verbands abrufbar.

Wirtschaft verharrt im Tief - IHK: Politik muss liefern, damit Firmen zulegen
Die Stimmung bei den Unternehmen am Niederrhein ist weiter schlecht. Die Impulse der Bundesregierung kommen nicht an. Das zeigt die Konjunkturumfrage der Niederrheinischen IHK. Betriebe halten sich mit Investitionen zurück. Die Industrie baut weiter Stellen ab. Ein Aufschwung ist nicht in Sicht.

„Wir brauchen mehr Tempo bei den Reformen, Verlässlichkeit und Entlastungen. Berlin muss jetzt handeln. Die für 2028 angekündigte Steuer-Senkung sollte vorgezogen werden. Nur so können wir Wachstum erzeugen und damit Arbeitsplätze und Wohlstand“, so Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK.

Foto IHK Niederrhein

Bürokratie und Arbeitskosten bremsen Wirtschaft
Bürokratie und eine schwache Inlandsnachfrage machen es den Unternehmen schwer. Ein wachsendes Geschäftsrisiko sind auch die Arbeitskosten. Der IHK-Chef betont: „Die Debatte um Renten- und Arbeitsmarktreform verunsichert unsere Unternehmen. Die Sorge vor steigenden Arbeitskosten nimmt zu. Dabei stehen unsere Firmen ohnehin unter Druck: Durch zu teure Energie und zu hohe Steuern werden sie international abgehängt.“

Investieren ohne Fortschritt
Die Betriebe am Niederrhein wollen wieder mehr investieren. Besonders in der Industrie. Aber: „Dabei geht es vor allem darum, die Betriebs-Abläufe zu optimieren. Es geht nicht um eine Ausweitung der Kapazitäten“, erläutert Dietzfelbinger. Zudem fehlt es an Gewerbeflächen. Auch die Kommunen müssen mitziehen, bekräftigt er: „Digitale, schnelle Verwaltungen und vereinfachte Prozesse sichern Einnahmen. Steuererhöhungen sind das falsche Signal.“

An der aktuellen Umfrage der Niederrheinischen IHK haben sich 221 Unternehmen mit knapp 40.000 Beschäftigten beteiligt. Der IHK-Konjunkturklimaindex, der die Lage und die Erwartungen zusammenfasst, verharrt bei 94 Punkten.







Erwartungen steigen
Mit Schulden will die Bundesregierung das Wachstum befeuern. Die Reform-Bemühungen zünden noch nicht: Der Klima-Index bleibt mit 94,1 weiter negativ. Gleichzeitig verschlechtert sich die Lage der Unternehmen am Niederrhein. Industrie, Stahl und Handel sind besonders betroffen. Manche Betriebe hoffen trotzdem auf Besserung: Das Gastgewerbe erwartet beispielsweise Rückenwind durch die niedrigere Mehrwertsteuer.

Insgesamt bleiben die Erwartungen aber gedämpft: Gleich viele Firmen blicken positiv wie negativ in die Zukunft. Bürokratie und ausbleibende Inlandsnachfrage bleiben weiter die größten Geschäftsrisiken der Wirtschaft. Der höhere Mindestlohn rückt die Sorge vor hohen Arbeitskosten vor die Energiepreise

Berlin muss endlich liefern
Den Betrieben geht die Luft aus. Ohne Wachstum kein Wohlstand. Daher muss Berlin rasch handeln: weniger Regulierung, schnellere Genehmigungen, niedrige Energiepreise und Arbeitskosten. Starke Kommunen benötigt Digitale und schnelle Verwaltungen mit unternehmensnahen Prozessen ziehen Betriebe an. Das stabilisiert die Haushalte. Kommunale Steuererhöhungen sind das falsche Signal.



Die Investitionen steigen an.
Das ist jedoch getragen von Rationalisierungen im Handel und Ersatz- beschaffun gen der Industrie. Mehr produziert wird dadurch nicht. Ohne ausreichende Gewerbeflächen sind weder große Investitionen möglich, noch gelingt die Transformation der Wirtschaft. Hier muss die Politik nachsteuern.

Das Zoll-Chaos, der Grönland-Streit und die Unstimmigkeiten beim Mercosur-Abkommen haben die Unternehmen verunsichert. Die Exporte gehen weiter zurück. Der Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Die Deindustrialisierung spiegelt sich auch in der Beschäftigung wider: Die Industrie plant weitere Entlassungen.




Grafik/Bericht: Niederrheinische IHK/Weissheiten Design

Neuer DHL-Paketshop in Duisburg-Mittelmeiderich eröffnet
Freigemachte Pakete direkt den Zustellkräften mitgeben
Die DHL hat einen neuen Paketshop im Geschäft „Dr. Kulinarik“ an der Bronkhorststr. 150 in Duisburg-Mittelmeiderich in Betrieb genommen.

Die Öffnungszeiten des Paketshops: Montag bis Samstag: 10:00 Uhr bis 21:00 Uhr. Der neue Paketshop bietet die Annahme von frankierten Päckchen, Paketen und Retouren. Für die Kundinnen und Kunden werden neben den Postfilialen und Packstationen so neue Standorte geschaffen, an denen sie ihre Pakete schnell und problemlos einliefern können.

Orgelcafé in der Hamborner Friedenskirche mit Videoübertragung
In der Friedenskirche Duisburg Hamborn, Duisburger Straße 174, öffnet am Sonntag, 22. Februar um 15 Uhr das Orgelcafé. Das Konzept, auf der Empore ganz nah an der Orgel der Musik und den Erklärungen zu lauschen und danach Kaffee und Kuchen zu genießen, kommt gut an. Organistin Tiina Henke gibt musikalische Einblicke und zeigt dem Publikum Klangfarben und Möglichkeiten des Instruments auf.

 Schwerpunktthema ist diesmal: „Die Orgeltoccata“. Neu ist jetzt die Videoübertragung. Sie ermöglicht es, der Organistin beim Spiel auch von anderen Stellen aus direkt auf die Finger zu scheuen. Im Anschluss sind alle herzlich zu Kaffee und Kuchen in die Sakristei eingeladen. Der Eintritt ist frei, eine Spende für die Kirchenmusik nimmt die Gemeinde gerne an.

Hamborner Friedenskirche (Foto: Tanja Pickartz).


Trinitatis: Singen Erprobungsgesangbuch Gemeinde
Im Advent 2028 wird in Deutschland ein neues evangelisches Gesangbuch mit vielen neuen, aber natürlich auch mit bekannten Kirchenliedern erscheinen. Die Macher erproben einen vorliegenden Entwurf bereits jetzt im Entstehungsprozess in einigen Gemeinden. Darunter ist auch die Evangelische Kirchengemeinde Trinitatis.

Sie hat einige Exemplare eines Vorabdrucks mit ausgewählten Liedern und Texten bekommen und singt daraus aktuell in Gottesdiensten und Gemeindegruppen. Um den Aufbau und Inhalt des neuen Gesangbuchs kennenlernen, laden wir herzlich ein zu zwei Veranstaltungen: Am Donnerstag, 19. Februar um 18 Uhr gibt es in der Jesus-Christus-Kirche, Arlberger Str. 12 in Duisburg-Buchholz ein offenes Singen mit den Profis aus der Kirchenmusik der Gemeinde: Hyunsuk Hong, Martina Grosse-Verspohl und Daniel Drückes stellen neue Lieder aus dem Erprobungsband vor und üben sie mit Mitsingenden ein.

Anschließend gibt es Gelegenheit, sich über die Lieder auszutauschen und Rückmeldungen zu geben, die dann in die Evaluation des Gesangbuchs einfließen. Am Sonntag, 22. Februar um 10:30 Uhr lädt die Gemeinde zu einem Sing-Gottesdienst mit dem Erprobungsgesangbuch in die Jesus-Christus-Kirche ein. Dann werden die Gottesdienstbesucher von den Chören der Gemeinde unterstützt.

Auch beim anschließenden Kirchencafé dürfen die Gemeindeglieder Rückmeldungen zum Gesangbuch geben. Am 1. Advent 2028 soll dann ein neues Gesangbuch mit insgesamt über 500 Liedern in den evangelischen Gemeinden in Deutschland und Österreich eingeführt werden. Das aktuell genutzte Evangelische Gesangbuch ist bereits 30 Jahre alt.

Das neue Erprobungsgesangbuch... mit Stimmgabel (Foto: Daniel Drückes). 





Gleich und gleich gesellt sich gern: Rund 61 % der NRW-Paare hatten 2024 das gleiche Bildungsniveau
* Bei unterschiedlichem Bildungsniveau verfügt meist der Mann über einen höheren Abschluss.
* Bildungsunterschiede zwischen Mann und Frau bei jüngeren Paaren geringer.
* Jüngere Bevölkerung insgesamt mit höherem Bildungsniveau. S

Menschen wählen mehrheitlich eine Partnerin bzw. einen Partner mit gleichem Bildungsniveau. WieIdas Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen anlässlich des Valentinstages am 14. Februar 2026 auf Basis von Endergebnissen des Mikrozensus mitteilt, hatten im Jahr 2024 bei rund 61 % der gemischtgeschlechtlichen Paare in NRW beide Personen einen gleichen oder ähnlichen Bildungsabschluss.



Bei gut jedem zehnten Paar (11 %) verfügte sowohl der Mann als auch die Frau über ein formal niedriges Bildungsniveau. Bei rund einem Drittel der Paare (32 %) hatten beide einen mittleren Bildungsabschluss und rund 17 % der Paare bestand aus zwei formal hochqualifizierten Personen. Bei unterschiedlichem Bildungsniveau verfügt meist der Mann über einen höheren Abschluss Knapp 39 % der Paare in NRW hatten 2024 ein unterschiedliches Bildungsniveau.

Bei insgesamt knapp 26 % der Paare hatte der Mann ein höheres Bildungsniveau als seine Partnerin, bei rund 13 % war die Frau formal höher gebildet als ihr Partner. Bildungsunterschiede zwischen Mann und Frau bei jüngeren Paaren geringer Bei jüngeren Paaren in der Altersgruppe 18 bis 44 Jahre war der Anteil der Paare mit gleichem Bildungsniveau im Jahr 2024 mit 64 % etwas höher als bei älteren Paaren mit knapp 60 %.

Auch weisen jüngere Paare in NRW mit gleichem formalem Bildungsstand häufiger ein hohes Bildungsniveau auf als ältere Paare: Bei rund jedem vierten jüngeren Paar (25) hatten beide einen hochqualifizierten Bildungsabschluss, bei den älteren Paaren war es nur gut jedes siebte (14 %). Jüngere Paare haben nicht nur mit 36 % seltener ein ungleiches Bildungsniveau als ältere Paare mit rund 40 %.

Auch das Geschlechterverhältnis bezüglich der Personen mit dem jeweils höheren Bildungsniveau ist bei den Jüngeren ausgeglichen. So haben bei den Paaren im Alter von 18 bis 44 Jahren in jeweils rund 18 % der Fälle der Mann bzw. die Frau den höheren Bildungsstand. Bei den älteren Paaren hat in 11 % der Fälle die Frau, aber in rund 29 % der Fälle der Mann eine formal höhere Qualifikation.

Jüngere Bevölkerung insgesamt mit höherem Bildungsniveau Die Unterschiede zwischen jüngeren und älteren Paaren sind Folge der Angleichung des Niveaus bei den Bildungsabschlüssen von Männern und Frauen: In der Altersklasse der 18- bis 44-Jährigen sind die Bildungsunterschiede zwischen den Geschlechtern deutlich geringer als bei Personen ab 45 Jahren. Die jüngeren Frauen weisen insgesamt gesehen einen höheren formalen Bildungsstand auf als die älteren.

So verfügten in 2024 rund 30 % der 18- bis 44-jährigen Frauen in NRW über einen hohen Bildungsabschluss gegenüber gut 18 % der älteren Frauen. Bei den Jüngeren hingegen ist ein gegenläufiger Trend erkennbar: Der Anteil der hochqualifizierten Männer im Alter von 18 bis 44 Jahren ist mit rund 27 % niedriger als bei den Männern ab 45 Jahren (32 %), während der Anteil der niedrig Qualifizierten bei den jüngeren Männern mit knapp 26 % höher liegt als bei den älteren (19 %).

Unternehmensinsolvenzen im November 2025: +0,4 % zum Vorjahresmonat Verbraucherinsolvenzen im November 2025: +7,3 % zum Vorjahresmonat
Im November 2025 haben die deutschen Amtsgerichte 1 794 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 0,4 % mehr als im Vorjahresmonat. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor.



Die Forderungen der Gläubiger aus den im November 2025 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 1,5 Milliarden Euro. Im November 2024 hatten die Forderungen bei rund 2,8 Milliarden Euro gelegen. Dieser Rückgang der Forderungen trotz steigender Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass im November 2024 mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als im November 2025.

Insolvenzhäufigkeit im Bereich Verkehr und Lagerei am höchsten
Bezogen auf 10 000 Unternehmen gab es im November 2025 insgesamt 5,2 Unternehmensinsolvenzen. Am höchsten war die Insolvenzhäufigkeit im Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 11,0 Fällen je 10 000 Unternehmen. Danach folgte das Baugewerbe mit 8,1 Fällen sowie die Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Zeitarbeitsfirmen) mit 7,7 Fällen.

Januar bis November 2025: 10,0 % mehr Unternehmensinsolvenzen als im Vorjahreszeitraum
Im Zeitraum von Januar bis November 2025 verzeichneten die Amtsgerichte insgesamt 22 027 beantragte Unternehmensinsolvenzen, das waren 10,0 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Forderungen der Gläubiger summierten sich auf 44,3 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatten sie bei 52,3 Milliarden Euro gelegen.

7,3 % mehr Verbraucherinsolvenzen im November 2025 als im Vorjahresmonat
Im November 2025 gab es 6 408 Verbraucherinsolvenzen. Das waren 7,3 % mehr als im Vorjahresmonat. Von Januar bis November 2025 erfassten die Amtsgerichte insgesamt 70 941 Verbraucherinsolvenzen und damit 8,1 % mehr als im Vorjahreszeitraum.

Resilienz ist Verteidigung und gehört ins Zentrum der Sicherheitspolitik

Sicherheit im 21. Jahrhundert bedeutet mehr als militärische Stärke. Zur Sicherheitsarchitektur eines Landes gehört auch das verlässliche Funktionieren unserer Gesellschaft – gerade in Krisen. Resilienz heißt: handlungsfähig bleiben und dafür braucht es klare Regeln, regelmäßige Prüfungen und eine stärkere europäische Koordinierung. Zitat Dr. Joachim Bühler Copyright: TÜV-Verband / Tobias Koch Berlin

Von 13. bis 15. Februar trifft sich die internationale Sicherheitspolitik in München zur 62. Münchner Sicherheitskonferenz. Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands, kommentiert: „Die Münchner Sicherheitskonferenz zeigt, dass Sicherheitspolitik heute breiter gedacht werden muss. Sicherheit im 21. Jahrhundert heißt, militärische Stärke und gesellschaftliche Resilienz gemeinsam zu denken.

Zur Sicherheit eines Landes gehört auch das verlässliche Funktionieren unserer Gesellschaft, gerade in Krisen. Krankenhäuser, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Energie- und Wasserversorgung, Verkehr und digitale Netze müssen auch bei Stromausfällen, Cyberangriffen oder anderen Störungen funktional und stabil bleiben. Resilienz bedeutet: In kritischen Situationen handlungsfähig bleiben und grundlegende Versorgung aufrechterhalten.“

„Deutschland verfügt über wichtige Vorkehrungen, wie etwa Notstromsysteme und technische Sicherheitsanforderungen. Angesichts neuer Bedrohungen braucht es jedoch klarere und verbindlichere rechtliche Vorgaben, regelmäßige Prüf- und Nachweispflichten sowie konsequente Nachkontrollen. Gleichzeitig ist eine stärkere europäische Koordinierung nötig, damit Sicherheitsstandards zusammenpassen und Krisenmaßnahmen grenzüberschreitend greifen.“

NGG Nordrhein: CDU in Duisburg soll Vollzeitjobs auf dem Parteitag stützen
- 49.500 Menschen in Duisburg arbeiten in Teilzeit
- Oft bremsen Defizite bei Kitas und Pflege Vollzeitjobs
So arbeitet Duisburg: Rund 49.500 Menschen haben einen Teilzeitjob. Und die Teilzeitarbeit in Duisburg ist weiblich: 73 Prozent davon sind Frauen. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen. Die NGG Nordrhein beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur. So liege bei den Vollzeitjobs der Anteil der Frauen in Duisburg bei lediglich 30 Prozent.

„Einen Teilzeitjob zu machen ist keine Lust-und-Laune-Entscheidung. Denn wer nicht Vollzeit arbeitet, hat heute schon weniger Geld auf dem Konto und später weniger Rente“, sagt Adnan Kandemir von der NGG Nordrhein. Teilzeitarbeit sei „keine Bequemlichkeit“, sondern für viele Beschäftigte in Duisburg die Voraussetzung, um den Beruf überhaupt mit der Familie und mit der Pflege von Angehörigen vereinbaren zu können.

Der Griff nach Teilzeit im Job: Ob volles Arbeitspensum oder nur wenige Wochenstunden – entscheidend ist, was Beschäftigte leisten können und wollen, fordert die NGG Nordrhein

 „Wenn der Wirtschaftsflügel der CDU künftig Menschen, die in Teilzeit arbeiten und gleichzeitig Wohngeld oder Kinderzuschlag beziehen, einen Vollzeitjob verordnen will, dann lässt das jedes soziale Gespür vermissen“, so die Kritik von Adnan Kandemir. Der Geschäftsführer der NGG Nordrhein appelliert an die CDU in Duisburg und an die Delegierten aus der Region, Ende Februar (Hinweis f.d. Red.: 20. und 21. Februar) den Antrag des Wirtschaftsflügels der Union zur Reform der Teilzeit auf dem Parteitag der CDU in Stuttgart „abzuschmettern“.

Es bringe nichts, den Menschen „die Daumenschrauben anzuziehen, um sie zum Vollzeitpensum im Job zu zwingen“. Solange es nicht mehr Kitaplätze gebe, werde es nicht funktionieren, mehr Menschen in Vollzeit zu bringen. „Immerhin hat der Wirtschaftsflügel der Union diesen Punkt bei seinem Teilzeit-Vorstoß nach langem Hin und Her jetzt aufgegriffen und sich damit wenigstens ein Stück weit näher an die Probleme der Beschäftigten herangerobbt“, so Kandemir.

Auch wer einen Angehörigen pflege, könne zu Hause nicht alles stehen und liegen lassen, um mehr Stunden im Job zu machen, so Adnan Kandemir. Hierzu sei eine bessere Infrastruktur bei der Pflege nötig. Wenn Beschäftigte allerdings in der Lage seien, Vollzeit zu arbeiten, dann sollten sie sich „nicht mit einem Teilzeitjob abspeisen lassen“, sagt Kandemir.

Die NGG Nordrhein warnt Arbeitgeber in Duisburg davor, ihre Beschäftigten – und hier vor allem auch Frauen – „in Teilzeit zu drängen“: „Entscheidend ist, welches Arbeitspensum man persönlich machen kann und will. Darauf sollten die Beschäftigten pochen. Es darf nicht darum gehen, dem Betrieb mit einem ‚Teilzeit-Kompromiss‘ entgegenzukommen, wenn man lieber Vollzeit arbeiten möchte“, sagt NGG-Geschäftsführer Kandemir.

Stadtteilführung „Inside Marxloh – von Mädchen für Alle“
Schülerinnen der Herbert-Grillo-Gesamtschule eröffnen neue Perspektiven auf Marxloh Duisburg-Marxloh. Marxloh aus erster Hand erleben: Schülerinnen der Herbert-Grillo-Gesamtschule laden mit der Stadtteilführung „Inside Marxloh – von Mädchen für Alle“ dazu ein, ihren Stadtteil jenseits gängiger Klischees kennenzulernen.

Blick auf Marxloh – gemeinsam wurde der Stadtteil in vielen Facetten besprochen.

Mit viel Insiderwissen, spannenden Orten und persönlichen Geschichten zeigen sie Marxloh so, wie sie ihren Stadtteil selbst erleben – lebendig, nahbar und voller Überraschungen. Bereits im zweiten Jahr findet die Mädchen-AG „Inside Marxloh“ jeden Mittwoch statt. Das Projekt wird von der Universität Münster in Kooperation mit der Duisburger Werkkiste durchgeführt.

Es gibt eine Menge zu entdecken – St. Peter / Spaziergang führt auch über die Weseler Straße – die MädchenAG präsentiert Lieblingsorte.

Ziel ist es, mit den alternativen Stadtteilführungen gemeinsam eine Stadtteilführung zu entwickeln, bei der die Schülerinnen Außenstehenden ihre persönliche Sicht auf ihr Viertel vermitteln und bewusst einen Kontrapunkt zu der bundesweit häufig medial reduzierten Darstellung Marxlohs als „Problemviertel“ oder „No-Go-Area“ zu setzen.

Die Stadtteilführung ist nun auch für den kommenden Sommer fertiggestellt und kann von allen Interessierten gebucht werden. www.insidemarxloh.de Podcast-Folge „Hömma Marxloh!“ Begleitend zum Projekt ist eine Podcast-Folge in der Reihe „Hömma Marxloh!“ erschienen. Darin berichten die Schülerinnen selbst über ihre Erfahrungen im Projekt und darüber, was die Arbeit an der Stadtteilführung mit ihnen gemacht hat.

Der Podcast ist abrufbar auf:  
Spotify: https://open.spotify.com/show/5rQhGXxc0cGsMWVKJyanYl Soundcloud: https://soundcloud.com/margarete_zander
YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=ADuwJW4rHTo  
Instagram Aktuelle Einblicke in das Projekt gibt es außerdem auf Instagram: https://www.instagram.com/triptomarxloh.47/

STUDIO 47 gewinnt NRW-Innovationspreis des Netzwerks ZENIT Wirtschaftsministerin Mona Neubaur zeichnet KI-Tools des TV-Senders aus    
Große Bühne für digitale Innovation aus Duisburg: STUDIO 47 hat am 10. Februar in Mülheim an der Ruhr den NRW-Innovationspreis des Netzwerks ZENIT gewonnen. Überreicht wurde die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung von NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur als Schirmfrau des Wettbewerbs. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Oliver Koch (Hochschule Ruhr West) würdigte die beiden KI-basierten Redaktionstools BotCast und ClipSense.  

Gesucht waren innovative Lösungen für digitalisierte Prozesse und Geschäftsmodelle von und für KMU in Nordrhein-Westfalen. 21 Unternehmen hatten sich beworben, drei erreichten das Finale Ministerin Neubaur betonte: „Innovative Unternehmen sind die Treiber einer zukunftsfähigen Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen.“ Die Preisträger zeigten, wie vielfältig NRW aufgestellt sei, von Medien bis Industrie.  

Für STUDIO 47 ist die Auszeichnung Bestätigung eines langfristigen Kurses. „Wir entwickeln seit fünf Jahren eigene KI-Tools aus der redaktionellen Praxis heraus“, sagt Sascha Devigne, Chefredakteur des regionalen TV-Senders. „BotCast und ClipSense schaffen Effizienz und sichern journalistische Qualität. Dass dieses Modell nun als innovatives Geschäftsmodell ausgezeichnet wird, bestätigt unsere Strategie.“  

BotCast automatisiert zentrale Schritte der Nachrichten- und Videoproduktion in einem durchgängigen Workflow. ClipSense analysiert und verschlagwortet Videomaterial intelligent. Rund 40 Prozent zeitintensiver Routineprozesse können so eingespart werden, Freiräume für Recherche und Einordnung entstehen. Die Tools werden nicht nur intern genutzt, sondern von rund 20 Lizenznehmern in Deutschland, Österreich und den Niederlanden eingesetzt. Das neue Geschäftsfeld trägt inzwischen rund zwölf Prozent zum Umsatz des Senders bei.  

Mit dem ersten Platz setzte sich STUDIO 47 gegen 20 weitere Bewerber durch. Die IANUS Simulation GmbH (Dortmund) und die Petanux GmbH (Bonn) erreichten ebenfalls das Finale und wurden auf den Plätzen zwei und drei ausgezeichnet.    

Showtreppe für Innovationen „made in NRW“ – Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (vorne rechts) und Sascha Devigne, Chefredakteur STUDIO 47 (vorne links), nach der Preisverleihung in Mülheim; im Hintergrund die weiteren Nominierten sowie Vertreter von ZENIT und der Jury. (Foto: Netzwerk ZENIT e. V.)  

Die erste Dreck-weg-Aktion in diesem Jahr
Der Verein „Du bist Rheinhausen“ startet eine Müllsammelaktion am 21.02.2026 um 10.00 Uhr an der Rheinhauserei, Friedrich-Alfred-Straße 67 (Fußgängerzone) in 47226 Duisburg-Rheinhausen und wird bis 12:00 Uhr das Umfeld des Marktplatzes in Rheinhausen in Angriff nehmen. Alle Rheinhauser*innen sind eingeladen mitzumachen.

Wie gewohnt werden Mitstreiterinnen und Mitstreiter mit alle Utensilien ausgestattet, die sie brauchen: Handschuhe, Greifzangen, Müllsäcke und Eimer stehen bereit. Du bist Rheinhausen ist eine Anlaufstelle für Menschen in Rheinhausen, die die Ärmel hochkrempeln und ihre Heimat gestalten möchten. Seien es bestehende Initiativen, Vereine oder Einzelne, die Ideen haben, die sich gemeinsam leichter umsetzen lassen.

Drei Evangelische Gemeinden im Stadtbezirk Hamborn werden eine
Die drei Evangelischen Kirchengemeinden im Stadtbezirk Duisburg Hamborn werden sich zum 1. Januar 2027 zu einer Großgemeinde zusammenschließen. Und auf dem Weg dahin werden die Gemeindemitglieder eingebunden und umfassend über den aktuellen Stand der Fusionsgespräche informiert.

Den ersten Schritt dazu machten jetzt drei parallel durchgeführte Gemeindeversammlungen in der Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh und den Gemeinden Hamborn und Neumühl. „Wir haben das Heft des Handelns selbst in der Hand, bevor wir aufgrund demografischer Entwicklungen gehandelt werden“, war eine klare Aussage. Zudem haben die drei Gemeinden schon seit langem in vielen Bereichen freundschaftlich und vertrauensvoll zusammengearbeitet.

„Wir machen uns auf den Weg“ sang der Chor Vielklang beim Gottesdienst im Vorfeld der Gemeindeversammlung der Bonhoeffer Gemeinde in der Marxloher Kreuzeskirche. Das war ein musikalisches Signal für eine nachhaltige Gemeinsamkeit. In ihrer, den Weg bereitenden Predigt hatte Pfarrerin Anja Humbert schon aufgezeigt, welche Wege Jesus gegangen ist und wie die Menschen damals mitgegangen sind und dabei Hürden überwunden haben.

Das „Wie können wir mitgehen?“ spielte auch in der Gemeindeversammlung eine große Rolle. Und größere Hürden sieht kaum einer, sondern ein klares Ziel vor Augen: Eine Steuerungsgruppe, der je drei Vertreterinnen und Vertreter der drei Gemeinden angehören, hat mehrere gemeinsame Arbeitsgruppen gebildet, die sich etwa mit Finanzen, Gebäuden, Außenwirkung, Gottesdiensten, Kindergärten und personellen Angelegenheiten beschäftigen.

Auch da, so der Bonhoeffer-Presbyteriumsvorsitzende Christian Pollmann, der auch gemeinsam mit seinem Neumühler Kollegen Marcel Grohnert die Steuerungsgruppe leitet, sei man paritätisch besetzt. Ihm, Pfarrerin Humbert und den meisten Anwesenden war klar, dass zunächst einmal die rechtlichen Voraussetzungen für den Zusammenschluss auf den Weg gebracht werden müssen. Das ist zeitlich durchaus ambitioniert, aber da sei man gut dabei.

Zudem wurden erste Inhalte konkretisiert. Und es gab bereits eine Fülle von Ideen und Anregungen aus den drei Gemeinden. Schon jetzt werden Termine und Veranstaltungen miteinander abgestimmt. Die Arbeitsgruppe Kommunikation hat einen aussagekräftigen T-Shirt-Entwurf präsentiert und plant einen gemeinsamen Bildkalender für das Jahr 2027.

„Und wir überlegen intensiv,“, ergänz Presbyter Markus Grzella, „wie wir die Gemeindeglieder an der Namensgebung für die künftige Großgemeinde beteiligen können.“ Vielleicht werde man sogar einen „Namenswettbewerb“ ausrufen.
Kanzeltausch der Pfarrerinnen und Pfarrer und gemeinsame Gottesdienste der drei Gemeinden noch in diesem Jahr waren weitere Stichpunkte. Überhaupt, so Anja Humbert, sehe sie in der Fusion die große Chance auf eine dauerhaft gesicherte pfarramtliche Versorgung.

In der Gemeindesammlung machte sich eine neugierige Gelassenheit breit. Vertrauen in die Zukunft spielte eine Rolle und die Überzeugung, dass im Duisburger Stadtbezirk Hamborn eine Evangelische Großgemeinde eine starke, unüberhörbare Stimme haben werde. Presbyter Tim Bäunken brachte es auf den Punkt: „Wir können und müssen angesichts des Rechtsrucks bei den letzten Kommunalwahlen unsere Stimme erheben und unsere christlichen Wertvorstellungen von einem toleranten und respektvollen Miteinander einbringen.“

Christian Pollmann betonte abschließend, dass Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit den gesamten Fusionsprozess begleiten werden. So ist bereits für Sonntag, 19. April, eine gemeinsame Gemeindeversammlung in der Neumühler Gnadenkirche terminiert, bei der aktuelle Ergebnisse der Arbeitsgruppen vorgestellt und diskutiert werden: „Ja, es stimmt, wir machen uns auf den Weg.“ Reiner Terhorst

Gemeindeversammlung am 8. Februar in der Marxloher Kreuzeskirche (Foto: Silke Dittberner-Rejek). Presbyter Markus Grzella, der über die Arbeit der AG Kommunikation informierte: „Wir haben viele Ideen, die wir gemeinsam auf den Weg bringen wollen.“

Team der Duisburger Notfallseelsorge wächst um 20 Ehrenamtliche
Beauftragungsfeier am 19.2. in der Karmelkirche
Die ökumenische Notfallseelsorge (NFS) in Duisburg bekommt Verstärkung. Nach erfolgreicher absolvierter Ausbildung mit 120 Stunden Lerninhalten und Pflichtpraktika sind nun zwanzig weitere ehrenamtliche Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorger bereit für den Einsatz. 

Am 19. Februar werden sie um 17.30 Uhr in ihr Ehren-Amt feierlich in einem Gottesdienst in der Karmelkirche am Innenhafen, Karmelplatz 1, 47051 Duisburg, eingeführt. Beim anschließenden Empfang können alle miteinander auch über die Notfallseelsorge ins Gespräch kommen. Besucherinnen und Besucher sind herzlich auch dazu eingeladen.

Auch die neuen Notfallseelsorgenden werden nun im Auftrag der Kirche zum Beispiel bei der Überbringung von Todesnachrichten die Polizei begleiten, Unfallzeugen Beistand leisten und auch bei Großeinsatzlagen, wie der Flutkatastrophe oder der Loveparade mit vor Ort sind. Weitere gut ausgebildete „Ersthelfer für die Seele“ werden gebraucht. Auch der nächste Ausbildungskurs steht allen Interessierten offen - ganz unabhängig von der Religionszugehörigkeit.

Mehr Infos haben die beiden Koordinatoren Diakon Stephan Koch, Tel.: 0177 616 7293, stephan.koch@bistum-essen.de und bei Pfarrer Martin Behnisch-Wittig, Tel.: 02845 298 117, martin.behnisch-wittig@ekir.de.

Beauftragungsfeier 2025 der neuen Ehrenamtlichen der Ökumenischen Notfallseelsorge Duisburg in der Salvatorkirche Duisburg (Foto: Notfallseelsorge Duisburg
)

Jugendpastorin Kobbe wird Gemeindepfarrerin - Presbyterium lädt zum Einführungsgottesdienst nach Ungelsheim
Das Presbyterium der Evangelischen Versöhnungsgemeinde Duisburg-Süd hat Anfang Dezember Pastorin Ulrike Kobbe einstimmig zur Pfarrerin der 2. Pfarrstelle der Gemeinde gewählt. Jetzt lädt das Leitungsgremium der Gemeinde zum Einführungsgottesdienst in die Ungelsheimer Auferstehungskirche, Sandmüllersweg 31, wo Ulrike Kobbe am Sonntag, 22. Februar um 15 Uhr feierlich in ihr neues Amt eingeführt wird.

(Foto: www.evgds.de)

Im Anschluss an den Gottesdienst ist Raum für Begegnung und Gratulation - auch ein „Gästebuch“ liegt aus, in das gerne Grußworte geschrieben oder in schriftlicher Form eingeklebt werden können. Groß vorstellen muss sich Ulrike Kobbe in der Gemeinde nicht, denn dort und im gesamten Duisburger Süden ist sie allen seit Jahren als engagierte Jugendpastorin bekannt.

Presbyterium und Ulrike Kobbes Pfarrkollegen Ernst Schmidt und Bodo Kaiser freuen sich über die geglückte Besetzung, so kommt aber ab sofort die nächste Herausforderung auf die Gemeinde zu: Es muss gelingen, die nun freie Stelle der Jugendpastorin neu zu besetzen und z.B. eine Gemeindepädagogin oder einen Diakon für diese Aufgabe zu finden.

Die 2. Pfarrstelle der Gemeinde war mehr als ein halbes Jahr unbesetzt, da Rainer Kaspers - Ulrike Kobbes Vorgänger - im Nachbarkirchenkreis Düsseldorf-Mettmann zum Superintendenten gewählt wurde.  Informationen zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.evgds.de.

Gemeinde lädt zum Marktcafé in Meiderich
Zu Kaffee und lecker Frühstück mit Geselligkeit und Freundlichkeit lädt die Evangelische Kirchengemeinde Meiderich mehrmals im Jahr samstags zu den Marktzeiten in das Gemeindezentrum, Auf dem Damm 8, ein. Den nächsten Termin zum Schlemmen und Klönen gibt es am 21. Februar 2026. Geöffnet ist das Marktcafé der Gemeinde ab 9.30 Uhr und somit zu der Zeit, in der manche ihr Einkäufe am Meidericher Wochenmarkt machen.

Nach kurzem Fußweg lässt sich im Gemeindezentrum bei Kaffee, Brot, Brötchen, Wurst- und Käseaufschnitt und Marmeladen der Einkaufsstress vergessen. Das Angebot bereiten Ehrenamtliche zu, das Frühstück gibt´s zum Selbstkostenpreis. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de oder im Gemeindebüro unter 0203-4519622.



Krankenhausbehandlungen wegen Alkoholkonsums in 10 Jahren um 28,9 % zurückgegangen
• 283 500 Menschen im Jahr 2024 wegen ausschließlich alkoholbedingter Krankheiten stationär behandelt
• Rückgang betrifft vor allem jüngere Altersgruppen
• 14 400 Todesfälle im Jahr 2024 direkt auf Alkoholkonsum zurückzuführen

Alkoholmissbrauch führt in Deutschland immer seltener zu einem Klinikaufenthalt. Rund 283 500 Patientinnen und Patienten wurden 2024 aufgrund einer ausschließlich durch Alkohol bedingten Diagnose stationär im Krankenhaus behandelt. Das waren 28,9 % weniger als zehn Jahre zuvor, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.

Im Jahr 2014 kamen 398 500 Menschen aufgrund einer alkoholinduzierten Diagnose stationär in ein Krankenhaus. Damit erreichten die Fallzahlen 2024 den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre. Auch der Anteil der Fälle mit einer solchen Diagnose an den Krankenhausbehandlungen insgesamt sank: von 2,0 % im Jahr 2014 auf 1,6 % im Jahr 2024. Zur Einordnung: Die Zahl der Krankenhausbehandlungen insgesamt ging im selben Zeitraum um 8,6 % auf 17,9 Millionen Fälle zurück.



Männer werden häufiger aufgrund einer alkoholinduzierten Diagnose stationär behandelt als Frauen: 207 900 oder 73,3 % der mit dieser Diagnose im Jahr 2024 Behandelten waren Männer, gut ein Viertel (26,7 %) waren Frauen.

Alkoholabhängigkeit und Alkoholmissbrauch Ursache in drei Fünftel aller Fälle
Alkoholabhängigkeit war im Jahr 2024 mit einem Anteil von 42,5 % (120 400 Behandlungsfälle) an den alkoholbedingten Diagnosen die häufigste Ursache für eine ausschließlich alkoholbedingte stationäre Krankenhausbehandlung. Auf einen akuten Rausch ging gut ein Fünftel zurück (21,1 % oder 59 700 Fälle), auf Entzugssyndrome 14,7 % der Fälle (41 800).

Weiter folgten alkoholbedingte Erkrankungen des Verdauungssystems wie Schäden an der Leber (13,0 % oder 36 900 Fälle) oder der Bauchspeicheldrüse (5,2 % oder 14 700 Fälle). Zahl der alkoholbedingten Behandlungen geht vor allem in jüngeren Altersgruppen zurück Die Zahl der alkoholinduzierten Krankenhausbehandlungen ist in nahezu allen Altersgruppen zurückgegangen.

Den stärksten Rückgang gab es in der Altersgruppe der 10- bis 19-Jährigen. Hier nahm die Zahl der Behandlungen um 58,5 % von 24 300 im Jahr 2014 auf 10 100 im Jahr 2024 ab. Grund dafür ist, dass immer weniger junge Menschen aufgrund einer akuten Alkoholvergiftung stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Die Zahl dieser Fälle sank um 60,8 % von 22 400 Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 19 Jahren im Jahr 2014 auf 8 800 im Jahr 2024. Aber auch von den 20- bis 39-Jährigen (-27,6 % auf 66 400 Fälle) und von den 40- bis 59-Jährigen (-35,2 % auf 138 200 Fälle) wurden deutlich weniger wegen alkoholbedingter Krankheiten stationär behandelt.

Am schwächsten war der Rückgang in der Altersgruppe der 60- bis 79-Jährigen mit -1,4 % (65 500 Fälle im Jahr 2024). Bei den Menschen in der Altersgruppe 80plus gab es sogar einen Anstieg (+22,4 % auf 3 300 Fälle).



Zahl der ausschließlich alkoholbedingten Todesfälle leicht gestiegen Insgesamt starben hierzulande im Jahr 2024 rund 14 400 Menschen aufgrund einer direkt auf Alkoholkonsum zurückzuführenden Erkrankung – das waren 2,1 % mehr als 2014. Damals gab es rund 14 100 solcher Todesfälle. 2024 waren nahezu drei Viertel (74,1 %) der Verstorbenen Männer.

Die Hälfte der an alkoholbedingten Krankheiten gestorbenen Männer (50,9 %) waren 55 bis 69 Jahre alt, lediglich 0,5 % waren jünger als 30 Jahre. Der leichte Anstieg der alkoholbedingten Todesfälle ist demografisch bedingt. Um demografische Effekte bereinigt zeigt sich ein Rückgang: Die altersstandardisierte Zahl der alkoholbedingten Sterbefälle je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner nahm um 3,4 % ab, von 17,8 Fällen im Jahr 2014 auf 17,2 Fälle im Jahr 2024.

93 Liter zuckerhaltige Erfrischungsgetränke 2024 pro Kopf produziert
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Produktionsvolumen zuckerhaltiger Erfrischungsgetränke 2024 mit 7,7 Milliarden Liter deutlich über dem von Light-Produkten (1,5 Milliarden Liter)
- Jährlicher Zuckerverbrauch pro Kopf 2023 bei 41,2 Kilogramm 24 % der Erwachsenen und 8 % der Kinder und Jugendlichen 2022 von Adipositas betroffen

Der Konsum von Zucker und seine gesundheitlichen Folgen stehen immer wieder im Fokus der öffentlichen Debatte. Zur Reduzierung des Zuckerkonsums haben viele Staaten eine Zuckersteuer auf zuckerhaltige Getränke eingeführt und auch in Deutschland wird eine solche Maßnahme diskutiert. Im Jahr 2024 wurden hierzulande 7,7 Milliarden Liter zuckerhaltige Cola, Limonaden und andere Erfrischungsgetränke hergestellt, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt.

Das entspricht knapp 93 Liter pro Kopf. Die Produktion zuckerhaltiger Getränke ist zuletzt nahezu gleichgeblieben (-0,2 % gegenüber dem Vorjahr). Mittelfristig gesehen ist die Produktion zuckerhaltiger Getränke leicht gesunken: gegenüber 2019 um 0,7 %. 18 Liter Light-Erfrischungsgetränke pro Kopf produziert Zugleich ist die Produktion von Erfrischungsgetränken ohne Zucker (Light-Varianten) gestiegen.

2024 wurden 1,5 Milliarden Liter brennwertverminderte Cola und Limonaden hergestellt, das waren gut 18 Liter Light-Getränke pro Kopf. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Produktion um 5,7 %. Mittelfristig ist die Produktion von Light-Getränken 2024 um 6,1 % gegenüber 2019 gestiegen. Insgesamt übersteigt das Produktionsvolumen zuckerhaltiger Getränke jedoch das von Light-Produkten immer noch deutlich.

Noch vor den zuckerhaltigen und Light-Erfrischungsgetränken kommt das Mineralwasser: 2024 wurden hierzulande 12,7 Milliarden Liter Mineral-, Tafel- und Heilwasser produziert. Das waren gut 152 Liter pro Kopf.



Menschen in Deutschland verbrauchen 38 Stück Würfelzucker pro Tag
Die durchschnittliche Menge an Zucker, die Menschen hierzulande täglich zu sich nehmen, liegt deutlich über dem, was die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt: Bei einer Person mit gesundem Körpergewicht, die täglich etwa 2 000 Kalorien zu sich nimmt, ist die Empfehlung bei etwa 50 Gramm Zucker pro Tag (knapp 17 Stück Würfelzucker).

In Deutschland lag der durchschnittliche Zuckerverbrauch mehr als doppelt so hoch: Nach Angaben der Welternährungsorganisation (FAO) waren es im Jahr 2023 knapp 41,2 Kilogramm pro Kopf, was knapp 38 Stück Würfelzucker pro Tag entspricht. Im weltweiten Durchschnitt lag die Verbrauchsmenge von Zucker laut FAO bei 26,2 Kilogramm pro Person und Jahr, was 24 Stück Würfelzucker pro Tag entspricht.

Adipositas: Knapp ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland betroffen Hoher Zuckerkonsum wirkt sich auf die Gesundheit aus und erhöht das Risiko für Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach Angaben der WHO lebten 2022 in Deutschland knapp ein Viertel (24 %) der Erwachsenen und 8 % der Kinder und Jugendlichen (zwischen 5 und 19 Jahren) mit Adipositas (Fettleibigkeit).

Weltweit waren es 16 % der Erwachsenen und 8 % der Kinder und Jugendlichen. Die Häufigkeit von Adipositas bei Erwachsenen hat sich weltweit zwischen 1990 und 2022 mehr als verdoppelt, bei Kindern und Jugendlichen sogar vervierfacht.

Der Anteil übergewichtiger Menschen an der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland liegt laut WHO seit 2006 konstant bei 61 %. Im Jahr 1992 – also 30 Jahre zuvor – lag der Anteil noch bei 53 %. Bei Kindern und Jugendlichen lag der Anteil derer, die übergewichtig waren, 2022 bei einem Viertel (25 %).

Weltweit galten 43 % der Erwachsenen und 20 % der Kinder und Jugendlichen als übergewichtig. 116 Staaten haben eine Zuckersteuer Um den hohen Zuckerkonsum zu begrenzen, gab es 2024 nach Angaben der WHO in 116 Staaten eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke.

Laut WHO gilt eine derartige Steuer zum Beispiel in Frankreich, Polen, dem Vereinigten Königreich, Saudi-Arabien, Brasilien, Indien und Südafrika. Steuer auf zuckerhaltige Getränke Map of unspecified region with 2 data series. Quelle:WHO World Health Observatory ↗. Datenstand: Juli 2024. © EuroGeographics bezüglich der Verwaltungsgrenzen.

Steuer auf zuckerhaltige Getränke 




Mehr Barrierefreiheit: Das Bundeskabinett hat Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) beschlossen.
Der Gesetzentwurf enthält wichtige Regelungen zur Verbesserung der Barrierefreiheit im öffentlichen und im privaten Bereich. Denn Barrierefreiheit ist eine Grundvoraussetzung für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft.

In der Bundesverwaltung werden bauliche Barrieren schneller und effektiver abgebaut. Bis 2035 sollen und bis 2045 müssen die Bestandsbauten des Bundes barrierefrei werden. Um die Verwendung von Leichter Sprache und der Deutschen Gebärdensprache zu unterstützen, wird ein Bundeskompetenzzentrum für Leichte Sprache und Deutsche Gebärdensprache eingerichtet.

Unternehmen müssen künftig sogenannte angemessene Vorkehrungen bereitstellen, um Zugang zu ihren Gütern und Dienstleistungen zu ermöglichen. Das heißt, die Unternehmen ermöglichen im Bedarfsfall durch individuelle, praktikable Lösungen vor Ort den Zugang zu ihrem Angebot. Beispielsweise kann es angebracht sein, für Menschen mit Behinderungen eine mobile Rampe bereitzustellen, um ihnen den Zugang zum Einzelhandel oder der Gastronomie zu ermöglichen.

Damit trägt das Gesetz zu einer vollen, wirksamen und gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben bei, ohne Unternehmen unverhältnismäßig zu belasten. Die Regelungen setzen auf konkrete Lösungen und Dialog der Beteiligten. Im Streitfall kann zunächst ein niedrigschwelliges, kostenfreies Schlichtungsverfahren bei der BGG-Schlichtungsstelle durchgeführt werden. Zudem werden Übergangsregelungen geschaffen, um die Verfahren zur Zertifizierung von Assistenzhunden zu vereinfachen.

© Foto F. Pinjo / BMAS

Bundesministerin Bärbel Bas: „Je mehr Barrieren wir für Menschen mit Behinderungen abbauen, desto stärker sind wir als Gesellschaft. Deshalb entwickeln wir das Behindertengleichstellungsgesetz weiter. Damit setzen wir ein wichtiges Vorhaben des Koalitionsvertrags um.

Der Bund ist zukünftig verpflichtet, die letzten verbleibenden Barrieren in Bestandsbauten des Bundes abzubauen: Bis 2035 sollen und bis 2045 müssen diese Bauten grundsätzlich barrierefrei werden. Unternehmen sind verpflichtet Menschen mit Behinderungen bei Bedarf einen einfachen, individuellen und praktikablen Zugang zu gewerblich angebotenen Gütern und Dienstleistungen zu verschaffen. Sie müssen in diesen Fällen sogenannte angemessene Vorkehrungen bereitstellen. Damit gehen wir einen wichtigen Schritt hin zu mehr gelebter Inklusion in Deutschland.“

Studio 47 aus Duisburg gewinnt Zenit-Innovationspreis
Das Duisburger Stadtfernsehen Studio 47 hat den mit 10.000 Euro dotierten Innovationspreis des Netzwerks Zenit in Mülheim erhalten. Damit wurde die Entwicklung von zwei KI-basierten Tools ausgezeichnet, die für die redaktionelle Arbeit eingesetzt werden können - von der vollautomatischen Nachrichtenproduktion bis zur intelligenten Videoarchivierung.

Die Innovationen sind gezielt für TV- und Online-Redaktionen konzipiert. Der zweite Platz und ein Preisgeld von 5.000 Euro gingen an die Ianus Simulation GmbH aus Dortmund. Ihre KI-Plattform macht hochkomplexe Digital Twins für den Mittelstand nutzbar. Auf Rang drei landete die Petanux GmbH aus Bonn für die Entwicklung einer KI-Plattform für den Einzelhandel mit Echtzeit-Überwachung u. a. von Regallücken, Kundenfluss und Diebstahl. Damit verbunden ist ein Preisgeld von 2.500 Euro. idr Infos: https://www.zenit.de

Outdoor Gym-Box ab sofort im Sportpark Duisburg
Der Sportpark Duisburg bietet ab sofort ein neues, kostenfreies Trainingsangebot unter freiem Himmel. Direkt an der gern genutzten Calisthenics-Anlage an der Klönnewiese gibt es jetzt eine Outdoor Gym-Box. Der stahlummantelte Trainingscontainer lässt sich per App öffnen und bietet auf kompakter Fläche Trainingsmöglichkeiten für funktionales Training.

Ausgestattet ist die Box mit Lang- und Kurzhanteln, Kettlebells, Medizinbällen, Battle Ropes, Springseilen und Widerstandsbändern. Ergänzt wird das Angebot unter anderem durch ein fest verbautes Soundsystem. Die Outdoor Gym-Box ist ein Pilotprojekt des Unternehmens „No Rocket Science“.

Das Projekt reagiert auf die wachsende Nachfrage nach frei zugänglichen Trainingsangeboten und die zunehmende Beliebtheit von Sport im Freien. Die Pilotanlage wird im Sportpark Duisburg zunächst für acht Monate im Testbetrieb eingesetzt.

Eröffnung der Outdoor GymBox im Calisthenics Park des Sportpark Duisburg. Foto: Tanja Pickartz / Stadt

Zivilschutz-Hubschrauber auch 2025 verlässlich im Einsatz - eine Bilanz
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) zieht Bilanz zu den Einsätzen der Zivilschutz-Hubschrauber im Jahr 2025. Im Jahr 2025 wurden die Zivilschutz-Hubschrauber insgesamt 13.515 Mal alarmiert. Der Schwerpunkt der Einsätze lag auf der medizinischen Erstversorgung sowie auf dem Transport von Patientinnen und Patienten.

Insgesamt wurden 3.975 Patientinnen und Patienten mit den Zivilschutz-Hubschraubern befördert. Die Maschinen kamen bei 6.985 Primärversorgungen, 3.764 Primärtransporten und 211 Sekundärtransporten zum Einsatz. Ergänzt wurde das Einsatzspektrum durch 59 Sucheinsätze sowie neun Organ-, Blut- und Medikamententransporte.

Einsatz im Doppelnutzenprinzip
Die 18 Zivilschutz-Hubschrauber werden nach dem sogenannten Prinzip des Doppelnutzens betrieben. Das heißt, die Maschinen sind vom Bund für die Aufgaben des Zivilschutzes in einem möglichen Spannungs- oder Verteidigungsfall beschafft und an die Länder als Teil der ergänzenden Ausstattung übergeben worden. Über diesen Zweck hinaus, können und werden die Hubschrauber auch im Rettungsdienst genutzt. D

iese regelmäßigen Einsätze schaffen Routine, stärken die Zusammenarbeit aller Beteiligten und stellen sicher, dass Personal und Technik jederzeit einsatzbereit sind. Gleichzeitig ermöglicht diese Einbindung, dass die Hubschrauber im Krisenfall kurzfristig für die originären Aufgaben des Bevölkerungsschutzes zur Verfügung stehen, etwa zur Erkundung von Schadenslagen oder zur Unterstützung bei großflächigen Einsatzlagen.

Die Maschinen werden von der Fliegergruppe der Bundespolizei geflogen und gewartet. Die Zahl der Alarmierungen lag leicht unter dem Vorjahreswert von 13.793 Einsätzen im Jahr 2024. Schwankungen ergeben sich unter anderem durch Wetterlagen, regionale Bedarfe sowie strukturelle Veränderungen im Rettungsdienst. Einsatzüberblick 2025 (Stand: Februar 2026)

Gesamteinsätze: 13.515
Primärversorgungen: 6.985
Primärtransporte: 3.764
Sekundärtransporte: 211
Transportierte Patientinnen und Patienten: 3.975
Fehleinsätze: 2.479
Sucheinsätze: 59
Organ-, Blut- und Medikamententransporte: 9

Ausblick 2026
Auch im Jahr 2026 bleibt der Betrieb der Zivilschutz-Hubschrauber ein zentraler Baustein zur Sicherstellung schneller Hilfe aus der Luft. Neben dem laufenden Einsatzgeschehen stehen mehrere Jubiläen an: Der Zivilschutz-Hubschrauber Christoph 12 in Siblin begeht am 30. Mai 2026 sein 50-jähriges Bestehen, Christoph 13 in Bielefeld blickt ebenfalls auf 50 Jahre im Dienst zurück und feiert dieses Jubiläum mit Veranstaltungen am 3. und 4. Juli 2026.

Am 10. September folgt dann das 50-jährige Jubiläum von Christoph 14 in Traunstein. Diese Termine unterstreichen die kontinuierliche Weiterentwicklung und Bedeutung der Zivilschutz-Hubschrauber im Bevölkerungsschutz.
Alle Einsatzzahlen auf einen Blick:
• „Christoph 2“ (Frankfurt): 884
• „Christoph 3“ (Köln): 1.045
• „Christoph 4“ (Hannover): 1.030
• „Christoph 7“ (Kassel): 1.053
• „Christoph 9“ (Duisburg): 725
• „Christoph 12“ (Siblin): 1.076
• „Christoph 13“ (Bielefeld): 1.120
• „Christoph 14“ (Traunstein): 1.309
• „Christoph 17“ (Kempten): 1.621
• „Christoph 29“ (Hamburg): 1.364
• „Christoph 34“ (Güstrow): 937
• „Christoph 35“ (Brandenburg): 1.351

BZ-Foto haje 2015 zum 40-Jährigen
Im September 2025 feiert „Christoph 9“ in Duisburg 50. Jubiläum.  Seit September 1975 ist „Christoph 9“ am BG Klinikum Duisburg stationiert und steht für schnelle, professionelle Hilfe aus der Luft. In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat er mehr als 47.000 Einsätze geflogen, Menschenleben gerettet und sich als unverzichtbarer Bestandteil der Notfallversorgung am Niederrhein und im Ruhrgebiet etabliert.
 
Das Einsatzgebiet des Zivilschutz-Hubschraubers umfasst dabei etwa 100 Kilometer entlang des Rheins. Seit 2019 führt „Christoph 9“ als erster Hubschrauber in der Luftrettung in Deutschland Blutkonserven mit, um lebensrettende Transfusionen direkt am Einsatzort durchführen zu können.

TÜV-Verband warnt vor „Fahrprüfung light
Der TÜV-Verband hat die überarbeiteten Reformpläne der Bundesregierung für den Führerscheinerwerb als unausgewogen kritisiert. Während Maßnahmen wie die Digitalisierung der Fahrausbildung mit Online-Theoriekursen und Fahrsimulatoren längst überfällig sind, lehnt der TÜV-Verband pauschale Kürzungen des Fragenkatalogs und der Prüfungszeiten ab.

„Es ist der falsche Weg, die Anforderungen an den Führerscheinerwerb zu senken“, sagt Richard Goebelt, Fachbereichsleiter Fahrzeug & Mobilität beim TÜV-Verband. „Eine ‚Fahrprüfung light‘ darf es nicht geben. Dann machen wir Erfolge bei der Verkehrssicherheit der letzten Jahrzehnte zunichte.“ © TÜV-Verband

Im Jahr 2024 verursachten 18- bis 20-jährige Fahrer:innen laut Statistischem Bundesamt 13.862 Verkehrsunfälle, ein Rückgang von 45 Prozent im Vergleich zu 2010. Die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten 18- bis 25-Jährigen ist seit 2005 um 70 Prozent auf 319 im Jahr 2024 gesunken. Über alle Altersgruppen hinweg lag der Rückgang nur bei 48 Prozent. Im gleichen Zeitraum wurden die Theorie- und Praxisprüfungen digitalisiert und auf wissenschaftlicher Basis modernisiert. Goebelt: „In einem immer komplexer werdenden Verkehrssystem brauchen wir Fahrschüler, die sehr gut vorbereitet sind.“

Die Bundesregierung plant unter anderem, den Fragenkatalog für die Theorieprüfung um 28 Prozent auf 840 Fragen zu reduzieren und die Gesamtprüfungszeit bei der praktischen Prüfung um 27 Prozent auf 40 Minuten zu verringern. Die Zahl der verpflichtenden Sonderfahrten (Überland, Autobahn, Dunkelheit) wird um zwei Drittel von zwölf auf drei reduziert. „Das bisher erreichte Sicherheitsniveau bei der Fahrausbildung kann mit diesen Maßnahmen nicht gehalten werden“, betonte Goebelt. Was den Fragenkatalog angeht, liege Deutschland im europäischen Vergleich mit rund 1.100 Fragen auf oder sogar unter dem Niveau von Ländern wie Frankreich, Österreich, den Niederlanden oder Schweden.

Unverständlich ist aus Sicht des TÜV-Verbands, dass die Reform keine verpflichtenden Lernstandskontrollen im Rahmen der Fahrschulausbildung vorsieht. „Die Feststellung der Prüfungsreife in den Fahrschulen ist ein einfaches Instrument, um die Durchfallquoten in der Theorie zu senken“, sagt Goebelt. „Weniger Wiederholungsprüfungen sind das wirksamste Instrument, wenn man echte Kostenreduzierungen erreichen möchte.“ Dagegen habe die Reduzierung des Prüfkatalogs und der Prüfungsdauer kaum einen Effekt, da die Kosten für die Prüfung selbst nur einen Anteil von etwa 1 Prozent an den Gesamtkosten der Fahrausbildung ausmachen. Goebelt: „Hier steht die Kostensenkungen nicht im Verhältnis zum Schutz des Lebens und der Verkehrssicherheit.“

Sehr kritisch sieht der TÜV-Verband, dass die Fahrschulen von der Pflicht entbunden werden sollen, einen Ausbildungsplan zu erstellen und zu veröffentlichen. „Das schwächt das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer systematischen Ausbildung und verringert die Transparenz für die Fahrschüler“, sagt Goebelt. „Damit nimmt das Verkehrsministerium ein sinkendes Niveau der Fahrausbildung in Kauf, was über kurz oder lang zu steigenden Nichtbestehensquoten führen wird.“

Der TÜV-Verband hat heute die aktuelle Führerscheinstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Ergebnisse sind hier abrufbar: https://www.tuev-verband.de/pressemitteilungen/zahl-der-fuehrerscheinpruefungen-auf-neuem-hoechststand

Datenreport zu Fahrerlaubnisprüfungen im Jahr 2025 | Politische Empfehlungen
Der Führerschein eröffnet vielen Menschen neue Möglichkeiten der Mobilität – im Beruf und im Privaten. Damit Fahrer:innen sicher am Straßenverkehr teilnehmen, braucht es eine gute Ausbildung und Prüfungen, die Wissen und Fahrkompetenz zuverlässig abbilden.
Welche Entwicklungen zeigen sich im Jahr 2025 bei den theoretischen und praktischen Führerscheinprüfungen?
Wie viele Kandidat:innen haben eine Prüfung abgelegt, wie viele bestehen die Prüfung und wie viele fallen durch?
Und welche Faktoren tragen zu den hohen Nichtbestehensquoten bei?
Der TÜV-Verband stellte die aktuellen Kennzahlen zu Führerscheinprüfungen vor und ordnet die Entwicklungen ein. Außerdem wurde aufgezeigt, wo das Fahrerlaubnissystem aus Sicht der Verkehrssicherheit werden sollte und welche Reformansätze jetzt sinnvoll sind, um die Kosten der Fahrausbildung zu senken.

Wirtschaftsbetriebe Duisburg laden zu Repair-Cafés ein – Gemeinsam reparieren statt entsorgen  
Unter dem Motto „Gemeinsam reparieren statt entsorgen“ laden die Wirtschaftsbetriebe Duisburg im Februar zu zwei Repair-Cafés in den Recyclingzentren Nord und Mitte ein. Bürgerinnen und Bürger können dort defekte Alltags- und Gebrauchsgegenstände gemeinsam mit ehrenamtlichen Expertinnen und Experten instand setzen – nachhaltig, ressourcenschonend und kostenlos.

Mit diesem Prinzip setzen die Wirtschaftsbetriebe auch 2026 ein starkes Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft. Die Veranstaltungen fördern Nachhaltigkeit, Nachbarschaftshilfe und praktisches Lernen. Ziel ist nicht eine kostenlose Reparatur als Serviceleistung, sondern Hilfe zur Selbsthilfe – das gemeinsame Ausprobieren, Lernen und Erhalten von Dingen, die sonst im Müll landen würden. Ob Toaster, Lampe oder Stuhlbein In den Repair-Cafés wird geschraubt, gelötet und geleimt.

Unterstützt werden die Teilnehmenden von erfahrenen Reparateurinnen und Reparateuren des Vereins DUISentrieb, die ihr handwerkliches Know-how ehrenamtlich zur Verfügung stellen. „Repair-Cafés verbinden praktischen Klima- und Umweltschutz mit Gemeinschaft. Viele Dinge lassen sich mit wenig Aufwand weiter nutzen – und genau dabei möchten wir die Menschen unterstützen“, sagt die Abfallberaterin Petra Hoffmann von den Wirtschaftsbetrieben Duisburg. „Besonders schön ist, dass Wissen weitergegeben wird.“

Foto Adrian Chodkowski / Wirtschaftsbetriebe Duisburg

Das Repair-Café im Recyclingzentrum Mitte ist ein monatliches Angebot. Aufgrund einer Baustelle am bisherigen Veranstaltungsort im Citywohnpark findet es weiterhin bei den Wirtschaftsbetrieben Duisburg statt. Ein besonderes Zusatzangebot gibt es im Recyclingzentrum Nord Dort unterstützt eine Näherin bei der Reparatur defekter Kleidung. Für eine gemütliche Atmosphäre sorgt außerdem die Schülerfirma „Back4you“ der Herbert-Grillo-Gesamtschule mit selbst gebackenem Kuchen und Kaffee.  

Die Termine im Februar:
Repair-Café im Recyclingzentrum Nord
Datum: Mittwoch, 18. Februar 2026
Uhrzeit: von 14.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Recyclingzentrum Nord
Im Holtkamp 84, 47167 Duisburg

Repair-Café im Recyclingzentrum Mitte
Datum: Freitag, 20. Februar 2026
Uhrzeit: von 14.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Recyclingzentrum Mitte
Vygenstr. 6, 47053 Duisburg
Das Repair-Café findet im 1. Obergeschoss statt.

Führung im Stadthistorischen Museum: Die Erfindung der Haustiere
Um die Geschichte der Haustiere geht es bei einer Führung am Sonntag, 15. Februar, um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes- Corputius-Platz 1 in Duisburg-Mitte. Höhepunkt der Veranstaltung ist die älteste bekannte Darstellung eines Haustieres im Museum: der Schoßhund der Römerin Polla Mtidia ist auf das Jahr 25 nach Christus datiert.

Von da ausgehend berichtet Historiker Ferdinand Leuxner von den Ursprüngen der tierischen Begleiter und wirft einen Blick auf die Haustiere von damals und heute. Die Teilnahme ist im Museumseintritt enthalten und kostet für Erwachsene 4,50 Euro, für Kinder und ermäßigte Besuchende 2 Euro. Das vollständige Programm und weitere Informationen sind unter www.stadtmuseum- duisburg.de abrufbar

Duisburg ehrt sportliche Erfolge in den Senioren- und Masterklassen
Die Stadt Duisburg ehrt am Mittwoch, 25. Februar 2026, um 17.30 Uhr im Rathaus
ihre Seniorensportlerinnen und Seniorensportler für herausragende sportliche Erfolge im Jahr 2025. Grundlage der Ehrung sind die städtischen Richtlinien über Auszeichnungen für Leistungen und Verdienste auf dem Gebiet des Sports.

Insgesamt werden elf Einzelsportlerinnen und -sportler sowie eine Mannschaftsleistung für nationale und internationale Erfolge ausgezeichnet. Bei der feierlichen Ehrung erfolgt die Gratulation durch Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn sowie Ozan Aksu, Vorsitzender des Betriebsausschusses DuisburgSport.

VHS-Vortrag: Chatbots und andere Technologien als soziale Partner
Die VHS lädt am Mittwoch, 25. Februar, um 20 Uhr im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in Duisburg-Mitte zu einem Vortrag über Chatbots und andere Technologien als soziale Partner ein. Durch die schneller werdende Entwicklung im Bereich „Künstliche Intelligenz“ lassen sich immer mehr Menschen auf „Beziehungen“ mit Chatbots und virtuellen Charakteren ein.

In ihrem Vortrag erläutert die Sozialpsychologin Dr. Jessica Szczuka von der Universität Duisburg-Essen, welche psychologischen Mechanismen dabei wirken und wirft Fragen nach gesellschaftlichen Folgen, der Verantwortung von Unternehmen sowie der Zukunft menschlicher Beziehungen in einer digitalisierten Welt auf.

Die Liebe zu einem virtuellen Gegenüber war schon im Jahr 2013 Thema des Kinofilms „Her“. Das Teilnahme beträgt fünf Euro, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich und kann online unter https://vhs.link/kP54Qh erfolgen. Weitere Informationen gibt es bei der VHS, Josip Sosic, 0203/283-984617 und online unter www.vhs-duisburg.de



NRW: Kinderbetreuung war 2024 für rund 28 % der teilzeitbeschäftigten Frauen Hauptgrund für Teilzeittätigkeit
* Rund ein Viertel der Teilzeiterwerbstätigen arbeitete auf eigenen Wunsch in Teilzeit. * Aus- und Fortbildung war bei fast 15 % der Grund für eine Teilzeitbeschäftigung.
* Jede zwanzigste Teilzeitkraft gab an, keine Vollzeitstelle zu finden.

Rund ein Viertel der Teilzeitarbeitenden (25,1 %) gaben 2024 an, dass sie in Teilzeit arbeiten möchten. Wie das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen auf Basis von Endergebnissen des Mikrozensus mitteilt, lag der Anteil bei den Frauen mit 27,3 % rund 10 Prozentpunkte höher als bei den Männern. Die individuellen Gründe für die Ausübung einer Teilzeittätigkeit unterscheiden sich deutlich zwischen den Geschlechtern.



Dies zeigt sich insbesondere bei den insgesamt 23,8 % der Teilzeiterwerbstätigen, die wegen Kinderbetreuung nicht in Vollzeit arbeiteten: Bei den Frauen war dieser Anteil mit 28,1 % viermal so hoch wie bei den Männern (7,3 %). Das Statistische Landesamt weist zur weiteren Einordnung der Ergebnisse darauf hin, dass die Mehrheit der Teilzeiterwerbstätigen Frauen sind: Sie machten 79,1 % der insgesamt 2,44 Millionen nordrhein-westfälischen abhängig Teilzeiterwerbstätigen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren in 2024 aus.

Aus- und Fortbildung war bei fast 15 % der Grund für eine Teilzeitbeschäftigung Annähernd jede siebte Teilzeitkraft (14,7 %) war hauptsächlich aufgrund schulischer oder beruflicher Aus- bzw. Fortbildung nicht Vollzeit erwerbstätig. Bei den männlichen Teilzeiterwerbstätigen war dies mit Abstand der am häufigsten genannte Grund für Teilzeit und traf mit 31,8 % auf fast jeden Dritten zu.

Bei den Frauen waren es mit 10,2 % anteilig deutlich weniger. Jede zwanzigste Teilzeitkraft gab an, keine Vollzeitstelle zu finden Knapp 5 % der Teilzeiterwerbstätigen gaben an, keine Vollzeitstelle finden zu können, wobei dies für 8,4 % der Männer und 3,9 % der Frauen in Teilzeit zutraf.

Gesundheitliche Gründe nannten 4,6 %, anteilig etwa doppelt so viele Männer (7,5 %) wie Frauen (3,8 %). Etwas mehr als jede siebte teilzeiterwerbstätige Person (13,6 %) hatte andere familiäre oder persönliche Gründe und gut jede zehnte Person (11,1 %) sonstige Gründe.

Drei "vorbildliche Bauten" im Ruhrgebiet erhalten Landespreis für Architektur - darunter Erweiterung des Betriebshof Hochfeld der Wirtschaftsbetriebe Duisburg
Die diesjährige "Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen" des NRW-Bauministeriums und der Architektenkammer NRW ist u. a. nach Duisburg, Essen und Hamminkeln gegangen. Insgesamt erhielten 25 neue oder erneuerte Gebäude und Freiraumgestaltungen aus ganz Nordrhein-Westfalen eine Würdigung als richtungsweisende und innovative Bauwerke.

Ausgezeichnet wurde die Erweiterung des Betriebshof Hochfeld der Wirtschaftsbetriebe Duisburg. Auf einer brachliegenden Industriefläche entstand ein moderner Recyclinghof mit Tonnenlager, Wertstoff-Umladebereich sowie Flächen für betriebliche Funktionen. Die neuen baulichen Elemente überzeugten die Jury sowohl städtebaulich durch ihre klare Positionierung und Proportionen als auch gestalterisch.

Bauherr Wirtschaftsbetriebe Duisburg – AöR Duisburg

Ein weiterer Landespreis geht an den Pavillon "Lernen im Park" in Essen-Rüttenscheid. Das dreigeschossige Rochadegebäude dient als Interimsbau für mehrere Schulen. Es ist zugleich zukunftsoffen für weitere kommunale Nutzungen angelegt. Die modulare Struktur ermöglicht unterschiedliche Grundrissvarianten, die Bedarf und räumliche Qualität miteinander verbinden.

Ebenfalls geehrt wurde die "BauKulturstelle" in Hamminkeln des Vereins zur Förderung der Dorfentwicklung Dingden. Das Projekt umfasst die Sanierung und den Umbau eines denkmalgeschützten Gebäudeensembles zu einer Bildungsstätte für Baukultur. Die Jury hob vor allem das starke ehrenamtliche Engagement im Planungs- und Bauprozess und die breite Beteiligung der lokalen Bevölkerung hervor. idr https://www.aknw.de/baukultur/auszeichnungsverfahren/auszeichnung-vorbildlicher-bauten

IGA 2027: Wie wollen wir morgen leben?
Mit Blick auf die Internationale Gartenausstellung (IGA), die vom 23. April bis zum 17. Oktober 2027 ins Ruhrgebiet lockt, lädt die Stabsstelle Klimaschutz der Stadt Duisburg zu einer Kick-Off-Veranstaltung. Das Auftakttreffen am Montag, 23. Februar, um 16.30 Uhr in der VHS an der Steinschen Gasse 26 in der Innenstadt richtet sich an interessierte Initiativen sowie Menschen, die sich engagieren möchten.

Wie können Interessierte sich an der IGA beteiligen? Wie kann Engagement sichtbar werden? Und welche Angebote und Partizipationsmöglichkeiten bestehen? Fragen wie diese sollen hier beantwortet werden.

C IGA 2027/Stadt Duisburg

Die IGA 2027 steht unter dem Motto „Zukunft.Blüht“ und adressiert globale Zukunftsthemen. Sie rückt nachhaltige Initiativen, Start-Ups und Projektträger ins Rampenlicht und setzt die grünen Highlights der Region in Szene. Es geht um die Frage: „Wie wollen wir morgen leben?“

Karnevalistische Throngesellschaft Teneriffas besucht Hamborner Rathaus
Die Duisburger Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Hamborn-Marxloh e.V. pflegt seit vielen Jahren eine Freundschaft mit Karnevalisten der kanarischen Insel Teneriffa. Im jährlichen Wechsel besuchen sich die Karnevalsgesellschaften und nehmen in der Hauptsaison des Karnevals an verschiedenen Veranstaltungen teil.

In diesem Jahr besucht eine Delegation aus Teneriffa am Samstag, 14. Februar 2026, ab 9.30 Uhr Duisburg. Dies im Bezirksrathaus Hamborn. Zur Delegation zählen die Blumenkönigin und der Blumenkönig sowie Mitglieder der Inselregierung. Bezirksbürgermeisterin Martina Herrmann empfängt im Beisein von Oberbürgermeister Sören Link die Delegation aus Teneriffa und zahlreiche weitere geladene Gäste im Hamborner Bezirksrathaus.

Neben einem Auftritt des Funkenmariechens der Marxloher Jecken gibt es eine karnevalistische Folkloredarbietung sowie den Eintrag ins Goldene Buch des Bezirks Hamborn. Im Anschluss begleitet die Delegation mit einem eigenen Wagen den um 11.11 Uhr beginnenden Hamborner Kinderkarnevalszug.

Rosenmontag: Wirtschaftsbetriebe Duisburg reinigen Zugstrecke – Müllabfuhr verschiebt sich
Am Rosenmontag, dem Höhepunkt der Karnevalszeit, zieht der traditionelle Festumzug durch die Duisburger Straßen und verwandelt die Stadt in ein buntes Meer aus Farben, Musik und ausgelassener Stimmung. Damit Duisburg nach dem närrischen Treiben schnell wieder sauber ist, stehen die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) mit einem engagierten Team bereit.

Nach dem Zug sorgen die WBD dafür, dass die Straßen wieder sauber sind. Fotos: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

Mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtbildpflege sind im Einsatz, um nach dem letzten Festwagen die Straßen von Konfetti, Verpackungen und anderen Hinterlassenschaften zu befreien. Unterstützt werden sie dabei von Müllwagen, Kehrmaschinen und Besen. Ziel ist es, die Innenstadt und die Umzugsstrecken so schnell wie möglich wieder in einen ordentlichen und sauberen Zustand zu versetzen.

Verschiebung der Abfuhrtermine
Aufgrund von Rosenmontag (16.02.2026) verschiebt sich die Abfuhr der Hausmüll-, Bio- und Altpapiertonnen um einen Tag nach hinten. Für die gelben Wertstofftonnen gibt es keine Terminänderung - sie werden regulär abgefahren. Die aktuellen Abfuhrtermine sind im Online-Abfallkalender sowie in der WBD App abrufbar.

Recyclinghöfe und Kundenservice geschlossen
Die vier Recyclinghöfe der Wirtschaftsbetriebe Duisburg bleiben am Rosenmontag geschlossen. Auch das Kundenservicecenter ist an diesem Tag nicht erreichbar. Ab Dienstag stehen die Recyclinghöfe wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten zur Verfügung. Der Kundenservice ist dann wieder unter der Telefonnummer 0203 283-3000 von 7.00 bis 17.00 Uhr erreichbar.

Valentinstag: Vorsicht vor Kostenfallen bei Online-Partnerbörsen
Einsame Herzen, die auf deutschen oder ausländischen Online-Partnerportalen nach der großen Liebe suchen, sollten sich der Gefahr von Kostenfallen bewusst sein.

Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland erhält regelmäßig Beschwerden zu Online-Singlebörsen – etwa wegen automatischer Vertragsverlängerungen, versteckter Zusatzleistungen, hoher Forderungen nach einem Widerruf oder fiktiven Profilen.

Mit Blick auf den Valentinstag klärt das EVZ Deutschland darüber auf, worauf Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Partnersuche im Internet achten sollten.
Online flirten per Smartphone – bei Dating-Apps sollten Verbraucher Vertragsbedingungen und Kosten genau prüfen.

Foto: Adobe Stock / Prostock-studio

Automatische Vertragsverlängerung muss klar erkennbar sein
Viele Online-Partnerbörsen arbeiten mit Probe- oder Kurzmitgliedschaften, die sich nach Ablauf automatisch in kostenpflichtige Langzeitverträge verlängern. Wer nicht rechtzeitig kündigt, sitzt schnell in einem teuren Abonnement fest.

Europaweit gilt: Eine automatische Vertragsverlängerung ist nur wirksam, wenn Verbraucher vor Vertragsschluss klar, verständlich und hervorgehoben darüber informiert werden.

Für Verträge, auf die deutsches Recht anwendbar ist, gilt zudem: Seit 2022 sind automatische Verlängerungen nur noch zulässig, wenn sie auf unbestimmte Zeit erfolgen und jederzeit mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden können.

Wertersatz nach Widerruf – Kostenfalle „Starterpakete“
Grundsätzlich steht Verbrauchern bei Online-Partnerbörsen ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Dennoch verlangen viele Anbieter trotz fristgerechten Widerrufs hohe Zahlungen – häufig unter Berufung auf einen angeblichen Wertersatz für bereits erstellte Partnervorschläge.

Gerichte haben klargestellt, dass Wertersatz in der Regel nur zeitanteilig berechnet werden darf. Einige Anbieter reagieren darauf mit gesondert bepreisten „Starterpaketen“, die zusätzliche Leistungen wie Premium-Services, Profiloptimierungen oder Beratungsgespräche enthalten.

Die Kosten dieser Starterpakete werden von Verbrauchern häufig nicht bewusst wahrgenommen, da sie im Kleingedruckten versteckt sind. Auch hier gilt jedoch: Anbieter müssen transparent über Art und Kosten der Zusatzleistungen informieren.

Unterschied zwischen Widerruf und Kündigung
Nach Erfahrung des EVZ Deutschland verwechseln viele Nutzer Widerruf und Kündigung. Während ein Widerruf den Vertrag rückwirkend aufhebt, beendet eine Kündigung den Vertrag erst zu einem späteren Zeitpunkt. Wer sich noch innerhalb der 14-tägigen Widerrufsfrist befindet, sollte ausdrücklich den Widerruf erklären – eine Kündigung genügt dafür nicht.

Vorsicht vor fiktiven Profilen
Auf Dating-Plattformen kommt es vor, dass Nutzer von fiktiven Profilen kontaktiert werden, hinter denen keine echten Personen stehen, die nach einem Partner suchen. Teilweise handelt es sich dabei um vom Anbieter eingesetzte Profile, die Nutzer dazu bewegen sollen, länger auf dem Portal zu bleiben. Hinweise auf den Einsatz solcher Profile finden sich manchmal auch in den AGB, aber nur versteckt, wodurch sich Verbraucher in die Irre geführt fühlen. Gerichte haben entschieden, dass bloße Hinweise im Kleingedruckten nicht ausreichen.

Tipps für Verbraucherinnen und Verbraucher
- Lesen Sie die AGB der Dating-Seite vor Abschluss des Vertrages sorgfältig.
- Achten Sie auf automatische Vertragsverlängerungen.
- Prüfen Sie, ob zusätzliche Kosten für gesonderte Leistungen wie „Starterpakete“ anfallen.
- Kontrollieren Sie, ob der Einsatz fiktiver Profile erwähnt wird.
- Fertigen Sie vor Vertragsschluss Screenshots an und bewahren Sie Bestätigungen auf.
- Nutzen Sie bei Unzufriedenheit Ihr 14-tägiges Widerrufsrecht.
- Wurden Sie nicht transparent informiert, bleiben Sie hartnäckig und nehmen Sie juristische Beratung in Anspruch. Sitzt der Anbieter im EU-Ausland, können Sie sich an das EVZ Deutschland wenden.
- Bei unberechtigten Abbuchungen per Kredit- oder Debitkarte kontaktieren Sie Ihre Bank und fragen Sie nach einem Chargeback-Verfahren.
Weiterführende Informationen zur Partnervermittlung über Online-Singlebörsen.

ADAC Stauprognose: 13. bis 15. Februar
Ferienstart, Fasching und Wintersport sorgen für volle Autobahnen in den Süden ©imago images/Steinsiek.ch Zum zweiten Februarwochenende erwartet der ADAC regional erhöhtes Verkehrsaufkommen. Der Beginn der Faschingsferien in Bayern, im Saarland und in Thüringen sowie zahlreiche Veranstaltungen führen vor allem im Süden Deutschlands und auf den Routen in die Alpen zu einer erhöhten Staugefahr.

Ab Freitagnachmittag nimmt der Ausflugs- und Kurzreiseverkehr zu, insbesondere in Richtung der Wintersportgebiete in den Alpen und den Mittelgebirgen. In vielen Städten sind durch Faschingsumzüge und die damit verbundenen Straßensperrungen zusätzliche Verkehrsbehinderungen möglich.

Anlässlich der Sicherheitskonferenz im Hotel Bayerischer Hof kommt es in München zu umfangreichen Sperrungen innerhalb der Sicherheitszone. Zusätzlich sind durch Demonstrationen sowie Polizeieskorten kurzfristige Verkehrsbehinderungen möglich.

Besonders staugefährdete Strecken in Deutschland:
A1 Köln – Dortmund sowie Osnabrück – Bremen
A2 Oberhausen – Dortmund – Hannover
A3 Oberhausen – Köln
A4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe
A5 Karlsruhe – Basel
A7 Ulm – Füssen/Reutte
A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A9 Nürnberg – München
A12 Berliner Ring – Frankfurt (Oder)
A57 Krefeld – Köln
A93 Rosenheim – Kiefersfelden
A95 München – Garmisch-Partenkirchen
A96 München – Lindau
A99 Autobahnring München

Auch auf den wichtigen Transitachsen im benachbarten Ausland bleibt die Verkehrslage angespannt. Ursachen sind vor allem Bauarbeiten und das hohe Reiseaufkommen. In Österreich sind davon insbesondere die A10 Tauern Autobahn, die A12 Inntal Autobahn und die A13 Brenner Autobahn zwischen Innsbruck und dem Brenner betroffen.

Auf folgenden Strecken in der Schweiz muss mit Verzögerungen gerechnet werden:
In Italien bleibt vor allem die A22 Brennerroute stauanfällig. Zudem kann es zu Behinderungen auf den Straßen im Puster-, Grödner- und Gadertal sowie im Vinschgau kommen.

Für zusätzliche Belastungen sorgen die seit 6. Februar laufenden Olympischen Winterspiele in Italien. Rund um die Austragungsorte Cortina d’Ampezzo, Mailand, Livigno, Bormio und Verona (Ort der Abschlussfeier am 22. Februar) muss mit stockendem Verkehr auf den Zufahrtsstraßen gerechnet werden.

Bei der Einreise nach Deutschland kann es aufgrund von Grenzkontrollen zudem zu Wartezeiten kommen. Die winterliche Wetterlage hält an und kann regional für deutlich erschwerte Fahrbedingungen sorgen und das Risiko von Unfällen und Staus kurzfristig stark erhöhen. Die Zahl der Baustellen ist zwar weiterhin gering, bestehende Dauerbaustellen stellen jedoch Engpässe dar. Weitere Informationen finden Sie auf www.adac.de.

28 Millionen Euro für die Stärkung der Kreislauf- und Umweltwirtschaft
Land und EU fördern innovative Projekte für Ressourceneffizienz, zirkuläre Produktion und Umweltwirtschaft in kleinen und mittleren Unternehmen Rund 28 Millionen Euro stellen Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union für drei neue Fördermaßnahmen zur Verfügung, die Unternehmen und Forschungseinrichtungen beim Übergang zu einer klimafreundlichen und ressourcenschonenden Wirtschaft unterstützen.

Mit „Ressource.NRW“, „Zirkuläre Produktion“ und „ZukunftUmweltwirtschaft.NRW“ – finanziert aus dem EFRE/JTF-Programm NRW – sollen anwendungsorientierte Projekte gefördert werden, die Materialien im Kreislauf halten, Ressourcen und Umwelt schonen und ökologische Innovationen schneller in den Markt bringen.

Spenden-Yoga in der Obermarxloher Lutherkirche: 345 Euro fürs Tierheim
Mit der „Wirkstatt“ möchte die Evangelische Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh Menschen innerhalb der Gemeinde und in Duisburg Raum geben, selbst kreativ zu werden in Projekten und Aktionen, für die ihnen sonst im Alltag vielleicht der Ort, die Möglichkeit oder der Rahmen fehlt.

Am vergangenen Samstag hat Yoga-Lehrerin Lara Kelling dieses Angebot genutzt und eine Idee umgesetzt, die ihr schon lange im Kopf herumschwirrte, für die aber bisher nie ein Raum zur Verfügung stand: Eine Yoga-Stunde auf Spendenbasis, um für das Tierheim Duisburg Geld zu sammeln. Dieses Herzensprojekt wurde in der Lutherkirche Obermarxloh endlich wahr und stieß auf viel Zustimmung, sodass bei 17 Teilnehmenden insgesamt über 345 Euro an Spenden zusammenkamen – Geld, welches das Tierheim gut gebrauchen kann.

Die Yoga-Stunde war thematisch an (Haus-)Tiere und das Zusammenleben mit ihnen angelehnt, was das Programm wunderbar abrundete. Zwischendurch wurden immer wieder Informationen zu den Tierheim-Tieren eingestreut und zur Abschlussmeditation gab es sogar noch eine Live-Musik-Einlage mit Klavier und Gesang. Es war ein ganz besonderer Vormittag und alle Anwesenden waren sich einig, dass eine Wiederholung ganz wunderbar wäre. Infos zur Gemeinde und ihrer Aktionsmöglichkeit „Wirkstatt“ gibt es im Netz unter www.bonhoeffer-gemeinde.org.  

Spenden-Yoga am 7.2.2026 in der Obermarxloher Kirche (Foto: bonhoeffer-gemeinde.org).

Preisträger-Konzert von „Jugend musiziert“ in der  Duisserner Lutherkirche
Im nächsten Konzert der Reihe „Abendmusik um 6“ möchte der Förderverein für Kirchenmusik an der Lutherkirche, Martinstr. 25, in Duisburg Duissern am 20. Februar um 18 Uhr den musikalischen Nachwuchs vorstellen. Im Januar und Februar findet in 150 Regionen Deutschlands zum 63. Mal der Wettbewerb „Jugend musiziert“ statt, in dem sich Kinder und Jugendliche von fachkundigen Jurys in allen nur möglichen instrumentalen Solo- und Ensemble-Wertungen in ihrem Können beurteilen lassen.

Im Duisserner Konzert musizieren Preisträgerinnen und Preisträger des Regionalwettbewerbs, die sich Ende Januar am Austragungsort Duisburg einer Jury gestellt haben. Prof. Gudrun Heyens vom Förderverein ist sicher: „Sie haben ihre Begabung, ihren Fleiß und ihre Begeisterung für die Musik in den Sparten Streichensemble, Bläserensemble, Akkordeon, Gesang, Klavier und Harfe erfolgreich unter Beweis stellen können, so dass wir mit einer bunten Palette musikalischer Darbietungen und bester Unterhaltung rechnen dürfen!“

Sie lädt herzlich dazu ein, den talentierten musikalischen Nachwuchs selbst zu hören. Der Eintritt ist frei, eine Spende am Ausgang wäre gut. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.ekadu.de.

Schlemmen in netter Gesellschaft beim Gemeindefrühstück in Wanheimerort
In der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg gibt es im Gemeindehaus Vogelsangplatz 1 in Wanheimerort am 20. Februar 2026 um 9.30 Uhr das nächste Schlemmen in netter Gesellschaft. Auch bei diesem Frühstucks-Treffen gibt es am Büffet wieder alles, was neben Lachs, Rührei, Marmeladen, Brötchen und Kaffee zu einem guten Frühstück gehört.

Kosten von zehn Euro sollten eingeplant werden. Maria Hönes, Ehrenamtskoordinatorin der Gemeinde, beantwortet Fragen und nimmt Anmeldungen zum Frühstück entgegen (Tel.: 0203 / 770134).  

Gemeindehaus am Vogelsangplatz (Foto: Ev. Rheingemeinde Duisburg)

Kirchenkneipe in Neudorf - Gemeinde lädt zum Auspannen ein  
Am Freitag, 20. Februar 2026 gibt es in der Evangelischen Kirchengemeinde Hochfeld-Neudorf eine gute Gelegenheit zum Auspannen und zum gemütlichen Wochenausklang.
Um 18 Uhr geht es in Gemeinschaft mit anderen beim Klönen um Gott und die Welt, denn im Gemeindezentrum an der Gustav-Adolf-Str. 65 öffnet wieder die Kirchenkneipe. Engagierte, die die Aktion vorbereiten, laden herzlich zur Begegnung ein. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.hochfeld-neudorf.de.



Geschenke zum Valentinstag: Pralinen 2025 um 17,8 % teurer als im Vorjahr
Einige klassische Geschenke zum Valentinstag haben sich für Verbraucherinnen und Verbraucher im letzten Jahr überdurchschnittlich verteuert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Valentinstag am 14. Februar 2026 mitteilt, haben sich die Preise für Pralinen 2025 gegenüber 2024 um 17,8 % erhöht.

Für Schnittblumen musste 5,3 % mehr bezahlt werden. Auch wer lieber ausgeht, statt Pralinen oder Blumen zu verschenken, musste im vergangenen Jahr mehr ausgeben: Die Preise für Speisen und Getränke in Restaurants, Cafés, Bars und Ähnlichem stiegen gegenüber 2024 um 3,6 %. Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise insgesamt nahmen im selben Zeitraum um 2,2 % zu.



Geschenke zum Valentinstag auch mittelfristig überdurchschnittlich verteuert
Auch im mittelfristigen Vergleich haben sich klassische Geschenke zum Valentinstag überdurchschnittlich verteuert: So mussten Verbraucherinnen und Verbraucher im Jahr 2025 für Pralinen 41,7 % mehr zahlen als im Jahr 2020.

Schnittblumen kosteten 38,2 % mehr, die Preise für Speisen und Getränke in Restaurants, Cafés, Bars und Ähnlichem legten um 31,8 % zu. Die Verbraucherpreise insgesamt stiegen im selben Zeitraum um 21,9 %.

NRW: Mehr Straßenverkehrsunfälle aber weniger Verunglückte seit 1970
* Verkehrsunfälle inkl. Sachschäden insgesamt seit 1970 um über 90 % gestiegen.
* Straßenverkehrsunfälle mit Verunglückten seit 1970 um 41 % zurückgegangen.
* Zahl der getöteten Personen seit 1970 um rund 90 % gesunken.

Im Jahr 2024 sind in Nordrhein-Westfalen rund 640.500 Straßenverkehrsunfälle mit Personen- und Sachschäden polizeilich erfasst worden. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, ist die Anzahl der Straßenverkehrsunfälle seit 1970 insgesamt um 90,5 % angestiegen. Diese Steigerung geht mit dem zunehmenden Kfz-Bestand einher, der sich in den vergangenen 54 Jahren beinahe verdreifacht hat (+193,5 %).

Dem gegenüber sank im gleichen Zeitraum die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden um 41,0 % auf rund 62.700 Unfälle. Daten zur Abbildung https://www.it.nrw/system/files/media/document/file/033_26_grafiken.xlsx XLSX, 25,75 KB Der Rückgang der Unfälle mit Personenschaden steht im Zusammenhang mit der fortschreitenden Verbesserung der Verkehrssicherheit.



So wurden im betrachteten Zeitraum u. a. die Fahrzeugtechnik weiterentwickelt und straßenbauliche Maßnahmen umgesetzt. Aber auch verschiedene verkehrsrechtliche Regelungen haben sich auf die Entwicklung der Unfälle mit Verunglückten positiv ausgewirkt. Dazu zählen die Einführung von Höchstgeschwindigkeitsgrenzen sowie die Anschnall-, Helm- und Kindersitzpflichten.

Weniger verunglückte Personen infolge von verkehrsrechtlichen Regelungen Nach der Einführung der Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h auf Landstraßen im Jahr 1972 zeigt sich beispielsweise, dass die Zahl der Verunglückten bei Straßenverkehrsunfällen zurückging. So sind 1973 rund 9,3 % weniger Personen verunglückt als noch im Vorjahr 1972.

Nachdem ein Verwarngeld für die Nichteinhaltung der Helmpflicht für Krafträder im Jahr 1980 eingeführt wurde, sank die Zahl der Verunglückten im Folgejahr um 4,6 %. Im Zusammenhang mit der Einführung eines Bußgeldes für das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes sowie der Umsetzung eines Verkehrssicherheitsprogrammes, das die Bundesregierung 1984 auflegte, gingen die Unfälle mit Personenschaden zwischen 1984 und 1985 um 13,2 % zurück.

Die Zahl der Verunglückten hat im gleichen Zeitraum um 14,0 % abgenommen. https://www.it.nrw/system/files/media/document/file/033_26_grafiken.xlsx

Anzahl der getöteten Personen seit 1970 um rund 90 % gesunken
Mit Blick auf die Verunglückten bei Straßenverkehrsunfällen in NRW zeigt sich, dass die Zahl der getöteten Personen seit 1970 mit 89,5 % den stärksten Rückgang verzeichnet. Im gleichen Zeitraum ging die Zahl der Schwerverletzten um 76,6 % zurück, gefolgt von den Leichtverletzten mit einem Rückgang von 32,6 %.

Weniger Unfälle in Zeiten der Ölkrise und Corona-Pandemie
In Zeiträumen, in denen das Verkehrsaufkommen deutlich geringer war, ist ebenfalls ein Rückgang der Unfälle sowie der Verunglückten zu verzeichnen. So gab es beispielsweise vor dem Hintergrund der Ölkrise im Jahr 1973 mit erhöhten Benzinpreisen sowie Sonntagsfahrverboten rund 5,6 % weniger Unfälle und 9,3 % weniger verunglückte Personen als im Jahr zuvor.

Infolge der Corona-Pandemie zeigt sich zwischen 2019 und 2020 ein Rückgang der Unfallzahlen von 18,3 % und der Verunglückten von 14,3 %. Ein verringertes Verkehrsaufkommen lässt sich hier durch verschärfte Lockdown-Maßnahmen, steigende Home-Office Nutzung sowie Kontaktbeschränkungen erklären.

Druck auf NRW-Wirtschaft bleibt - Bundesbank-Präsident bei Niederrheinischer IHK  
Krisen, Kriege und Handelszölle: Die Welt ist unberechenbar geworden. Damit gerät auch der internationale Handel ins Stocken. Zugleich steckt Deutschland in einer Strukturkrise. Die Probleme sind vor allem hausgemacht, moniert die Niederrheinische IHK. Die Sorgen der Unternehmen wurden deutlich im Gespräch mit Christian Otto, Präsident der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in NRW.  

Die Sorgen der Unternehmen am Niederrhein wurden deutlich im Gespräch mit Christian Otto. Fotos: Niederrheinische IHK/Bettina Engel-Albustin

 „Andere Länder wachsen, während wir stagnieren. Das zeigt: Berlin und Brüssel müssen für die Wirtschaft liefern, und zwar schnell“, betonte IHK-Präsident Werner Schaurte-Küppers. Dazu gehören: Steuersenkungen vorziehen, Energiepreise runter, Sozialsysteme fit machen, Infrastruktur sichern und ausbauen.

„Zwar hat die Bundesregierung erste Maßnahmen auf den Weg gebracht. Doch die Effekte kommen bei den Unternehmern nicht an. Stattdessen wächst der Frust“, so Schaurte-Küppers. Hoffnung machen die Handels-Abkommen der Europäischen Union mit Indien, den Mercosur-Staaten und die Annäherung an Saudi-Arabien. Sie schaffen neue Perspektiven, auch für die deutsche Wirtschaft.  

„Europa muss mehr denn je gemeinsam handeln. Wir haben einen großen gemeinsamen Markt. Das ist eine Riesen-Chance. Dazu müssen wir die Regeln in Europa weiter harmonisieren. Und nach außen geschlossen auftreten“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger.  

Christian Otto machte in seinem Vortrag deutlich: „Als Notenbank haben wir die wirtschaftliche Entwicklung und die Situation im Finanzsystem immer im Blick. Deutschland und Nordrhein-Westfalen haben viele Stärken. Wir haben eine starke Industrie. Wir haben leistungsfähige und innovative Unternehmen. Sie brauchen aber eine sichere Grundlage zum Investieren. Das muss die Politik ermöglichen, auf der nationalen wie auch der europäischen Ebene. So kann Deutschland wieder wachsen und davon profitieren auch unsere Nachbarländer in Europa.“    

Eintrag in das Goldene Buch der IHK (v. l.): Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer Niederrheinische IHK; Christian Otto, Präsident der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in NRW; Werner Schaurte-Küppers, Präsident der Niederrheinischen IHK.  

Vorlesewettbewerb in der Zentralbibliothek: Clara Seauve überzeugt beim Kreisentscheid
Mit ausdrucksstarken Stimmen, literarischem Gespür und viel Lesefreude ist der Kreisentscheid Duisburg-Süd des bundesweiten Vorlesewettbewerbs 2025/2026 in der Duisburger Zentralbibliothek erfolgreich zu Ende gegangen. Zwölf Schülerinnen und Schüler traten am Montagvormittag (9. Februar) gegeneinander an, nachdem sie sich zuvor als beste Vorleserinnen und Vorleser an ihren Schulen durchgesetzt hatten.

Vorlesewettbewerb - Kreisentscheid 2025/2026 Siegerin Clara Seauve mit Jury-Mitglied
Foto Stadtbibliothek Duisburg

Am Ende überzeugte Clara Seauve vom Mannesmann-Gymnasium und ging als Siegerin des Kreisentscheids hervor. Mit diesem Erfolg qualifiziert sie sich für den nächsten Wettbewerbsschritt und wird demnächst beim Bezirksentscheid antreten. Die Teilnehmenden präsentierten je einen selbst gewählten Text, anschließend mussten sie ihre Lesefähigkeit an einem ihnen unbekannten Text zeigen.

Bewertet wurden unter anderem Lesetechnik, Interpretation und Textstellenauswahl. Die Jury, unter anderem bestehend aus Fachleuten der Bibliothek und dem bekannten Autor und Illustrator Martin Baltscheit, hatte dabei keine leichte Aufgabe, denn allen Teilnehmenden war die Begeisterung für das Lesen anzumerken.

Der Vorlesewettbewerb wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet. Er soll Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit tragen, die Lesekompetenz von Kindern stärken und sie dabei unterstützen, ihren Horizont zu weiten, gesellschaftliche Veränderungen einzuordnen und Offenheit für Neues zu entwickeln.

Traditionelles Prinzenfrühstück
Unter dem Motto „Europa im Herzen – Konfetti im Blut“ ruft seine Tollität Prinz Toni I. mit seinem Gefolge in der Session 2025/2026 alle Duisburger Karnevalistinnen und Karnevalisten dazu auf, gemeinsam mit ihm die fünfte Jahreszeit zu feiern.

Jedes Jahr übernehmen die Karnevalisten für einen Tag die Herrschaft über die Stadt und das Duisburger Rathaus. Oberbürgermeister Sören Link übergibt am Rosenmontag, 16. Februar 2026, um 11.11 Uhr im Rathaus beim Prinzenfrühstück symbolisch den Schlüssel für das Rathaus an Karnevalsprinz Toni I und spricht im Anschluss seine Büttenrede vor den Karnevalisten und Gästen.

Vortrag an der VHS: Biotopverbund im Fokus
Die urbane Landschaft Duisburgs sowie die dadurch besonderen Anforderungen an den Naturschutz sind Thema eines VHS-Vortrags am Mittwoch, 11. Februar, um 20 Uhr im Stadtfenster an der Steinschen Gasse 26 in der Innenstadt. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Naturschutz im Dialog – Umweltamt informiert“ und beleuchtet das Konzept und die Umsetzung des Biotopverbundes in Duisburg.

Zu den Themen zählt unter anderem, wie durch die gezielte Schaffung und Sicherung von Kerngebieten, Trittsteinen und Korridoren ein funktionales Netzwerk entsteht. Zudem greift der Beitrag die aktuellen Herausforderungen bei der Umsetzung des Verbundsystems im Spannungsfeld von Stadtentwicklung und Naturschutz auf.

Ergänzend geht es um konkrete Maßnahmen, um Lebensräume widerstandsfähiger zu machen und die biologische Vielfalt in Duisburg nachhaltig zu stärken. Eine Anmeldung zum kostenfreien Vortrag ist über die Internetseite der Volkshochschule unter www.vhs-duisburg.de möglich.

Schuldenfrei im Alter – Finanzen und Hilfen im Blick
Aktualisierte Neuauflage des BAGSO-Ratgebers erschienen
Über Geld zu sprechen, fällt vielen Menschen schwer – vor allem, wenn es knapp ist. Wenn sich das Einkommen im Alter mit dem Übergang in die Rente oder durch das Ende einer Lebenspartnerschaft deutlich verringert, können schnell finanzielle Schwierigkeiten entstehen.

Die Scham, staatliche Leistungen oder Hilfsangebote anzunehmen, ist jedoch gerade bei Älteren groß. Der Ratgeber „Schuldenfrei im Alter", den die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen gemeinsam mit der Diakonie Deutschland nun in fünfter, vollständig aktualisierter Auflage herausgegeben hat, will dazu beitragen, dass Überschuldung vermieden und frühzeitig professionelle Unterstützung wie eine Schuldnerberatung in Anspruch genommen werden.

Die Autorinnen Claudia Lautner und Maike Cohrs, Schuldner- und Insolvenzberaterinnen im Diakonischen Werk Köln und Region, geben in dem umfassenden Ratgeber zahlreiche konkrete Tipps, wie man sich auf mögliche finanzielle Veränderungen im Alter vorbereiten kann. Sie informieren verständlich über Renten, Möglichkeiten der Kostensenkung oder des Hinzuverdiensts und zeigen Wege auf, einer Überschuldung vorzubeugen oder sie zu bewältigen.  

Die Neuauflage des Ratgebers wurde durch das Bundesministerium für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Die Broschüre kann – auch in größerer Stückzahl – kostenfrei bei der BAGSO über die Website, per E-Mail unter bestellungen@bagso.de oder telefonisch unter 0228 / 24 99 93-0 bestellt sowie als barrierefreie Datei heruntergeladen werden. Zum Ratgeber „Schuldenfrei im Alter“

Landesregierung unterzeichnet Pakt für Hochwasserschutz mit allen Beteiligten
Land, Kommunen und Wasserverbände vereinbaren schnellere Verfahren und klare Finanzierungsperspektive
Nordrhein-Westfalen stellt den Hochwasserschutz auf ein neues Fundament: Umweltminister Oliver Krischer hat gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände, der Wasserverbände und der Bezirksregierungen in Düsseldorf den „Pakt für Hochwasserschutz“ unterzeichnet.
Ziel ist es, Schutzmaßnahmen künftig besser abzustimmen, schneller umzusetzen und Kommunen sowie Wasserverbände gezielt zu unterstützen. Der Pakt legt die Grundlage dafür, damit alle Akteure in Zukunft enger zusammenarbeiten, er vereint technischen mit naturnahem Hochwasserschutz und soll so den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Flutereignissen beschleunigen.

„Fluten machen nicht an Gemeindegrenzen halt. Deshalb brauchen wir Hochwasserschutz, der gemeinsam geplant wird, schneller vorankommt und die Menschen wirksam schützt. Der Pakt schafft dafür eine klare Grundlage, von der Flächenfrage über Genehmigungen bis zur Finanzierung. Mit dieser Vereinbarung schaffen wir eine große Allianz für den Hochwasserschutz“, sagte Umweltminister Oliver Krischer.

Massive Investitionen und finanzielle Sicherheit
Für den Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen sind in der Regel die Kommunen sowie Wasser- und Deichverbände verantwortlich. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt sich an den Maßnahmen, indem es bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten übernimmt.

Das Land stellt aktuell jährlich rund 100 Millionen Euro für den Hochwasserschutz bereit. Diese bereits erhöhte Fördersumme wird über den Nordrhein-Westfalen Plan für gute Infrastruktur für die kommenden zwölf Jahre verstetigt. Insgesamt stehen damit bis 2037 rund 1,1 Milliarden Euro Landesmittel speziell für den Hochwasserschutz zur Verfügung.

Zusätzlich können nordrhein-westfälische Kommunen Hochwasserschutzprojekte aus weiteren Finanzierungsquellen bezahlen. Zum Beispiel aus ihrem Anteil am Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität in Höhe von insgesamt zehn Milliarden Euro. Außerdem stehen Mittel aus dem ökologischen Gewässerschutz von mehr als 60 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung, von denen zum Beispiel durch Renaturierungen auch Effekte für den Hochwasserschutz entstehen. Mit diesen Instrumenten bekommt der Hochwasserschutz in Nordrhein-Westfalen eine klare Finanzierungsperspektive.

Die Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, Prof. Dr. Christoph Landscheidt, Präsident des Städte- und Gemeindebundes NRW, Christian Küsters, Vizepräsident des Städtetags NRW, und Landrat Dr. Ralf Nolten vom Landkreistag NRW, erklärten: „Wir stehen ausdrücklich hinter dem Bestreben, Hochwasserschutzmaßnahmen schneller umzusetzen.

Der Landespakt benennt die zentralen Handlungsfelder, um landesweit Projekte zeitnah planen, genehmigen und realisieren zu können. Hochwasserschutz bleibt zudem Aufgabe der Städte, Kreise und Gemeinden. Es liegt an ihnen, die dazu nötigen Prioritäten zu setzen und den Weg zu gestalten. Aber: Wasser macht nicht an der Stadtgrenze halt. Es muss also auch darum gehen, das Zusammenwirken aller Beteiligten besser aufeinander abzustimmen. Hochwasserschutz ist hochkomplex, generationenübergreifend und benötigt gesellschaftliche Zusammenarbeit. Das erfordert von den Städten, Kreisen und Gemeinden Ressourcen. Insofern ist es ein erster guter Schritt, dass das Land Kontinuität hinsichtlich der nötigen Fördermittel in Aussicht gestellt hat.“

Flächensicherung im Konsens
Da moderne Deiche, Rückhalteräume und Auenrenaturierungen Platz benötigen, ist die Flächengewinnung oft die größte Hürde. Hier setzt der Pakt auf Kooperation mit der Landwirtschaft. In Gesprächen mit den Verbänden wurde ein gemeinsamer Weg vereinbart, der auf einvernehmliche Lösungen durch Flächentausch, Entschädigungen oder Flurbereinigungsverfahren setzt. Flankierend steht den Kommunen und Wasserverbänden seit Jahresbeginn das gesetzliche Vorkaufsrecht zur Verfügung, um im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben.

Mehr Tempo durch Digitalisierung und klare Regeln
Ein Kernpunkt der Vereinbarung ist die Vereinfachung von Planungs- und Genehmigungsprozessen. Eine neue „Digitale Hochwasserplattform“ soll künftig alle Schritte – von der Bürgerbeteiligung über das Verfahren bis zur Auszahlung der Fördermittel – online abbilden und die Verwaltung entlasten. Zudem werden Leitlinien entwickelt, um die Interessen von Hochwasserschutz und Naturschutz bereits in frühen Stadien in Einklang zu bringen.

Erste Regionalpakte in Vorbereitung
Der Landespakt wird durch regionale Pakte in den Flusseinzugsgebieten konkretisiert. Erste Gespräche für die Regionen Emscher-Lippe und Erft laufen bereits. Hier werden Emscherdeiche saniert und neue Rückhaltebecken an der Erft geplant. Weitere Regionalpakte für die Eifel-Rur, die Sieg und die Wupper sind in Vorbereitung. Dabei wird erstmals konsequent der risikobasierte Ansatz der NRW-Hochwasserkommission angewandt, um dort zu investieren, wo die Gefahr für Bevölkerung und Infrastruktur am größten ist.

Dr. Uwe Moshage, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Wasserverbände (agw), sagte: „Die Wasserverbände begrüßen den ganzheitlich auf Flusseinzugsgebiete bezogenen Hochwasserschutz und bringen gerne ihre planerische und technische Expertise in den Pakt ein."

Bilanz seit 2021: Bereits mehr als 500 Projekte gefördert
Der neue Pakt baut auf einer massiven Ausweitung der Schutzaktivitäten seit der Katastrophe von 2021 auf. Insgesamt hat das Land seither rund 390 Millionen Euro zur Verfügung gestellt und mehr als 500 Projekte gefördert. Ein Drittel davon entfällt auf bauliche Maßnahmen wie Deichsanierungen und Rückhaltebecken.

Beispiele sind der Retentionsraum in Köln-Worringen, der Hochwasserspitzen um bis zu 17 Zentimeter kappen kann, oder das großangelegte Modellprojekt „HaLiMa“ an der Lippe, das technischen Schutz mit ökologischer Flussentwicklung kombiniert. Darüber hinaus unterstützt das Land den Bau von zwei Hochwasserrückhaltebecken an der Vicht mit 27,8 Millionen Euro. Der entsprechende Förderbescheid wurde durch die Bezirksregierung Köln am 1.12.2025 dem Wasserverband Eifel-Rur übergeben.

Auch die Informationssysteme wurden grundlegend modernisiert. In Duisburg wurde die neue Hochwasserzentrale gegründet, die alle Informationen zum Thema Hochwasser bündeln und die Meldungen an alle Beteiligten nach dem „Single-Voice-Prinzip“ herausgeben soll. Das landeseigene Pegelnetz wurde von 84 Standorten im Jahr 2021 auf 122 ausgebaut, um verlässliche Daten für Warn-Apps und Portale zu liefern. Der heutige Pakt ist die konsequente Weiterführung dieses Weges, um aus den Erfahrungen der Flutkatastrophe 2021 dauerhaft bessere Vorsorge zu schaffen.

Bildungs-App für Frauengesundheit - Forscherinnen erhalten exist Gründungsstipendium
Für die Entwicklung einer Lern-App erhalten die Medizinerinnen Dr. Siham Al-Bas und Vildan Hamad ein exist Gründungsstipendium in Höhe von 117.000 Euro. Vildan Hamad hat an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen Humanmedizin studiert und promoviert hier derzeit, Dr. Siham Al-Bas an der Ruhr-Universität Bochum.

Die App soll Wissen zu Menstruation und Körperfunktionen verständlich vermitteln, die Selbstbestimmung der Nutzerinnen stärken und Versorgungslücken in der Frauengesundheit schließen. App-Entwicklerin Vildan Hamad ist „Distinguished Winner“ der „Swift Student Challenge 2024“ von Apple. Während einer Entwickler:innen-Konferenz in Cupertino, USA, prophezeite ihr Apple-Chef Tim Cook persönlich eine „große Karriere“.

Das exist Gründungsstipendium wird ab Mai 2026 die Stipendiatinnen bei der Entwicklung der interaktiven, evidenzbasierten und barrierearmen Lern-App unterstützen. Das digitale Tool vermittelt wesentliches Wissen über den weiblichen Körper und zeigt, was in den Phasen des Menstruationszyklus‘ passiert.

„Das Projekt adressiert einen zentralen, bislang nicht ausreichend gedeckten Bedarf an fundierter Gesundheitsbildung für Frauen im Bereich der Frauengesundheit“, sagt Vildan Hamad, die aktuell am Institut für Künstliche Intelligenz in der Medizin der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen promoviert.

„Mit unserer App fördern wir selbstbestimmte Entscheidungen und stärken die Gleichberechtigung durch zugängliche Bildung.“ Vildan Hamad konzentriert sich im Projekt auf App-Entwicklung, -Programmierung und -Design. Die Anwendung soll möglichst barrierearm sein. Die Inhalte werden in verständlicher Sprache durch Lernmodule vermittelt.

Ziel ist, Frauen in ihrem Alltag zu begleiten, Fragen zu beantworten und Unsicherheiten zu reduzieren. „Ich bin sicher, dass die App eine große Versorgungslücke schließen wird“, sagt Prof. Dr. Anke Hinney, Direktorin des Instituts für Geschlechtersensible Medizin der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen.

Mehr Flexibilität mit neuem Paketautomaten für Anwohner im Dellviertel  
Empfang von Paketen direkt vor der Haustür Anbieteroffener Automat vereinfacht Abholprozess Zukunftsorientierte Paketzustellung mit umweltfreundlicher Energieversorgung in ganz Deutschland  

Im Rahmen einer bundesweiten Kooperation zwischen dem Wohnungsunternehmen Vonovia und DeinFach wurde in Duisburg-Dellviertel ein neuer Paketautomat mit zahlreichen Fächern aufgestellt. An diesem neuen Automaten auf der Heerstraße können die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Pakete nun praktisch direkt vor der Haustür abholen und versenden – und das rund um die Uhr.  

DeinFach Automat vereinfacht Abholprozess Der weiße Paketautomat von DeinFach, einer Tochtergesellschaft der DHL, bietet Anwohnerinnen und Anwohnern in Dellviertel eine komfortable, anbieteroffene Lösung für den Paketverkehr. Das Besondere an dem neuen Paketautomaten von DeinFach ist, dass verschiedene Paketdienstleister angebunden werden können.

Aktuell können Anwohnende den Service von DHL und UPS an den Automaten nutzen, weitere Anbieter sollen folgen. Der DeinFach Automat dient somit als zentrale Sammelstelle und ermöglicht Bewohnerinnen und Bewohnern einfache Paketlieferungen, Abholungen von Bestellungen und den Versand von Retouren – direkt in ihrem Quartier und unabhängig von den üblichen Geschäftszeiten.  

Zukunftsorientierte Paketzustellung Das Wohnungsunternehmen plant, die Kooperation deutschlandweit auszubauen. Zum Start werden nicht nur in Duisburg, sondern auch in Dortmund, Köln, Berlin und vielen weiteren Städten Automaten errichtet, um die Paketzustellung in den Vonovia Quartieren effizienter und flexibler zu gestalten. Gleichzeitig verbessert Vonovia damit das Serviceangebot für die Mieterinnen und Mieter.   „

Von der unkomplizierten und anbieteroffenen Möglichkeit, Pakete bequem vor der Haustür abzuholen, profitieren nicht nur Vonovia Mieterinnen und Mieter. Das Angebot von DeinFach ist für alle Anwohnerinnen und Anwohner in Duisburg nutzbar. Ein tolles Konzept, welches nun nach und nach in immer mehr Quartieren umgesetzt wird“, erklärt Vonovia Regionalbereichsleiter Sebastian Lott.  

Gebündelte Paketzustellungen reduzieren Fahrten zu mehreren Annahmestellen, was den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner erleichtert und das Quartier insgesamt entlastet. Zudem sind die DeinFach Automaten mit Solarzellen ausgestattet und beziehen ihre Energie umweltfreundlich.  

Der Paketautomat von DeinFach ermöglicht Bewohnerinnen und Bewohnern einfache Paketlieferungen, Abholung von Bestellungen und Versand von Retouren. Foto: Vonovia / Bierwald

Kleine Detektive entdecken künstliche Intelligenz
Die Zentralbibliothek auf der Steinschen Gasse 26 in der Duisburger Innenstadt lädt Kinder der 3. und 4. Klasse am Montag, 23. Februar, zu einem KI-Workshop ein. Künstliche Intelligenz prägt zunehmend unseren Alltag. Ein frühzeitiger kindgerechter Zugang zu diesem Thema hilft Kindern, sich sicher in einer zunehmend digitalen Welt zu orientieren.

In diesem Workshop erkunden Kinder spielerisch die Grundlagen der künstlichen Intelligenz. Durch altersgerechte Aktivitäten entwickeln sie ein erstes Verständnis für KI- Technologien und deren Einsatz im Alltag. Der kostenfreie Workshop fördert kritisches Denken, Kreativität und Teamarbeit und findet in Kooperation mit „Coding for tomorrow“ zum „Safer Internet Day“ statt. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Anmeldung sind ab sofort auf www.stadtbibliothek-duisburg.de möglich.

Vortrag im Stadtarchiv: Die Zwangssterilisation in der Zeit des Nationalsozialismus
Um die Zwangssterilisation in Duisburg zur Zeit des Nationalsozialismus geht es in einem Vortrag am Donnerstag, 19. Februar, in der DenkStätte im Gebäude des Stadtarchivs am Karmelplatz 5 am Innenhafen. Dr. Bernd Kern von der Universität Duisburg-Essen referiert ab 18.15 Uhr. Das „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ vom 14. Juli 1933 und seine Durchführung in den folgenden Jahren bis 1949 war ein arbeitsteilig organisiertes Verbrechen von Juristen und Medizinern.

Zunächst richtet der Vortrag den Blick auf die allgemeine politische Entwicklung und die soziale und ökonomische Lage in Duisburg in den Jahren des Nationalsozialismus sowie die gesetzlichen Grundlagen und die administrative Umsetzung der Gesetze. Die statistische Beschreibung zeigt das Ausmaß der Verfahren zur Zwangssterilisation und die kritische Reflexion dieser Verfahren wird an ausgewählten Beispielen vorgenommen. Der Vortrag ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Allerdings ist die Teilnehmerzahl auf maximal 60 Personen beschränkt.

TÜV-Report: Die zehn häufigsten Mängel bei der Hauptuntersuchung
Sachverständige beanstanden vor allem mangelhafte Scheinwerfer, Bremsbauteile, Federn und Reifen. Der TÜV-Verband gibt Hinweise, wie sich Fahrzeughalter auf den HU-Termin vorbereiten können – Gewinn für die Sicherheit und den eigenen Geldbeutel.

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Ausgefallenes Abblendlicht, verschlissene Bremsscheiben oder gebrochene Federn: Das sind einige der häufigsten Mängel, die von den TÜV-Sachverständigen bei der Hauptuntersuchung (HU) beanstandet werden. Eine aktuelle Sonderauswertung des „TÜV-Report 2026“ zeigt, wo die Schwachstellen vieler Pkw liegen und was Fahrzeughalter tun können, um möglichst gut durch den HU-Termin zu kommen.

Dafür hat der TÜV-Verband rund 9,5 Millionen Hauptuntersuchungen der TÜV-Organisationen vertieft ausgewertet. „Fahrzeughalter sollten sich vor der Hauptuntersuchung einen Eindruck vom Zustand ihres Fahrzeugs verschaffen“, sagt Frank Schneider, Referent für Fahrzeugtechnik beim TÜV-Verband. „Je älter das Fahrzeug ist und je mehr Bauteile auffällig sind, desto sinnvoller ist ein professioneller Checkup in einer Fachwerkstatt.“

In der Sonderauswertung werden „erhebliche“ und „gefährliche Mängel“ betrachtet. Fahrzeuge mit entsprechenden Mängeln erhalten keine Plakette, müssen umgehend repariert und innerhalb von vier Wochen erneut bei der Prüfstelle vorgeführt werden. Das war im Berichtszeitraum des TÜV-Reports 2026 bei 21,5 Prozent der untersuchten Fahrzeuge der Fall. Der TÜV-Verband gibt Tipps, welche Mängel am häufigsten auftreten und wie sich Pkw-Halter auf die HU vorbereiten können.

Top-Mangel bei der HU: die Scheinwerfer
Die mit Abstand meisten Mängel betreffen das Abblendlicht. „Häufig funktionieren Scheinwerfer gar nicht oder sie sind falsch eingestellt“, sagt Schneider. Die Folge: Fahrzeuge werden im Straßenverkehr in kritischen Situationen übersehen oder zu spät erkannt. Oder es werden andere Verkehrsteilnehmer gefährlich geblendet. Schneider: „Sehen und gesehen werden ist ein wichtiger Faktor für die Verkehrssicherheit, der häufig unterschätzt wird.“

Tipp: Alle Leuchten vor der HU prüfen. Bei vielen Herstellern und Modellen werden defekte Leuchtmittel im Armaturenbrett angezeigt. Ein Gang um das Auto identifiziert schnell den Fehler, dabei auch die Kennzeichenbeleuchtung beachten. Die Leuchtmittel des Abblendlichts können bei vielen Modellen auch heute noch selbst gewechselt werden. Das erfordert etwas handwerkliches Geschick und eine Durchsicht der Bedienungsanleitung („Bordbuch“).
Hier ist auch die Bezeichnung des richtigen Leuchtmittels angegeben. Technikversierte können die Scheinwerfer auch selbst einstellen, was aber aufwendig ist. Für die Nicht-Bastler ist ein Werkstattbesuch zu empfehlen, was je nach Modell zwischen 10 und 50 Euro kostet. Prüforganisationen und viele Werkstätten bieten diesen Service im Herbst im Rahmen der „Aktion Lichttest“ kostenlos an.

Zentral für die Sicherheit: die Bremsanlage
Die weiteren drei häufigsten Mängel betreffen die Bremsanlage. „Verschlissene, riefige oder stark korrodierte Bremsscheiben sind häufig der Grund für einen erheblichen Mangel bei der HU“, sagt Schneider. Technischer „Gegenpol“ der Scheiben sind die Bremsbeläge.
Diese können unter anderem gebrochen, lose oder verölt sein. Auch eine unsachgemäße Montage oder eine falsche Größe führen zum Nichtbestehen. Besonders gefährlich sind undichte, beschädigte oder stark korrodierte Bremsleitungen. „Bei einem Verlust von Bremsflüssigkeit lässt der Druck im Bremssystem nach, was im schlimmsten Fall zu einem Totalausfall der Bremsen führen kann“, sagt Schneider.

Tipp: Bremsscheiben und Bremsbeläge sind bei vielen Modellen, vor allem mit offenen Alufelgen, von außen sichtbar. Eine abschließende Beurteilung des Zustands ist aber nur bei einer Fachwerkstatt möglich. Daher sollten Halter die Bremsen bei Service-Terminen checken lassen. Wichtig: Warnzeichen wie Geräusche, Ruckeln oder Seitenzug beim Bremsen ernst nehmen. Bei längerer Standzeit und hoher Feuchtigkeit können die Bremsscheiben „Flugrost“ ansetzen – das ist völlig normal. Der Flugrost kann einfach durch regelmäßiges kräftiges bremsen entfernt werden.

Unterschätzte Schwachstelle: Federn und Dämpfer
Auf Platz fünf der Mängelliste liegen gebrochene, verschlissene oder falsch montierte Federn. Sie sorgen für Stabilität und Komfort beim Fahren. Technisch eng verknüpft mit den Federn sind die Schwingungsdämpfer. Ihre Funktion besteht darin, die Schwingungen der Federn zu kontrollieren und zu reduzieren. Sie können beschädigt, korrodiert oder undicht sein, was zu austretendem Öl führt.

„Defekte Federn und Dämpfer sind gefährlich, weil sie die Fahrstabilität beeinträchtigen. In Kurven kann das Fahrzeug schlechter kontrolliert werden und der Bremsweg verlängert sich um bis zu 20 Prozent“, sagt Schneider. „Worstcase ist ein Federbruch während der Fahrt, der das Fahrzeug sofort manövrierunfähig macht.“

Tipp: Vibrationen am Lenkrad, unpräzises Fahrverhalten oder ein starkes Absenken des Fahrzeugs beim Bremsen sind Indizien für akute Mängel an Federn und Dämpfern. Auch deutliche Ölspuren an den Dämpfern oder vorzeitig abgenutzte Reifen deuten auf Probleme bei diesen Bauteilen hin. Ein Werkstattbesuch ist dann Pflicht.

Im Blick behalten: die Reifen
Ein häufiger Kritikpunkt bei der HU sind die Reifen (Platz sechs). „Bei Reifen gibt es eine lange Mängelliste“, sagt Schneider. „Dazu gehören Beulen, Alterungsrisse, Beschädigungen durch Fremdkörper oder eine zu geringe Profiltiefe.“ Nicht selten fahren Fahrzeugbesitzer auch mit unzulässigen Reifengrößen oder einer Mischbereifung vor.

Tipp: Profiltiefe vor dem HU-Termin prüfen. Die TÜV-Sachverständigen empfehlen mindestens 4 Millimeter, obwohl gesetzlich nur 1,6 Millimeter vorgeschrieben sind. Das Reifengummi wird mit der Zeit spröde und verliert an Elastizität. Reifen sollten deshalb spätestens nach sechs bis acht Jahren ersetzt werden.

Die zehn häufigsten Mängel bei der HU mit Rang, Bauteil und Mängeldetails (Auswahl) in der Übersicht:
1. Abblendlicht: ohne Funktion, (LED-)Lichtquelle mangelhaft oder unzulässig, Mehrfach-/LED-Lichtquellen mehr als 1/3 ohne Funktion, unzulässig verdeckt, Einstellung (wesentlich) zu hoch oder zu niedrig, Leuchtwirkung zu gering, Einstellung zu weit nach links oder rechts
2. Bremsscheibe: Tragbild mangelhaft, mit Riefenbildung, korrosionsgeschwächt, angerissen, hat Seitenschlag, verschlissen, verölt, Abschirmblech fehlt / erheblich beschädigt

3. Bremsbelag: unsachgemäß montiert, gebrochen, Größe falsch, verschlissen, lose, verölt
4. Bremsleitung: unsachgemäß repariert, Druckluftbremsanlage undicht, Befestigung mangelhaft, beschädigt, undicht, korrosionsgeschwächt oder korrodiert, gequetscht, unsachgemäß verlegt
5. Feder: Gebrochen, übermäßiger Verschleiß, unzulässig verändert oder montiert, Vorspannung unzureichend

6. Reifen: beschädigt, Alterungsrisse, Riss- / Schnittverletzung, Gewebebruch / Ausbeulung, drucklos, Freigängigkeit nicht ausreichend, beschädigt durch Nagel, Schraube oder andere Fremdkörper, Größe unzulässig, Profiltiefe zu gering, einseitig abgefahren, Mischbereifung unzulässig

7. Fahrtrichtungsanzeiger: Feuchtigkeitseintritt, (LED-)Lichtquelle mangelhaft, Mehrfach-/LED-Lichtquellen mehr als 1/3 ohne Funktion, Befestigung mangelhaft, FRA ohne Funktion/ fehlt/ beschädigt, Farbe unzulässig, verblasst, Farbbeschichtung der Lichtquelle abgelöst, Massefehler

8. Umweltbelastung Motor: undicht - Ölverlust mit Abtropfen
9. Schweller: unsachgemäß repariert, beschädigt, korrosionsgeschwächt, durchgerostet
10. Schwingungsdämpfer: Anschlaggummi / Zusatzfeder beschädigt oder fehlt, Befestigung mangelhaft, undicht, Lagerung ausgeschlagen, Wirkung unzureichend oder stark ungleich, Kolbenstange korrosionsgeschwächt

Für den TÜV-Report 2026 hat die Redaktion 9,5 Millionen Hauptuntersuchungen von Pkw ausgewertet, die von den TÜV-Prüfstellen in der Zeit vom 01.07.2024 bis 30.06.2025 durchgeführt wurden. Untersucht wurden 216 verschiedene Fahrzeugtypen, darunter 18 reine Elektrofahrzeuge

Taizé-Gebet zur Wochenmitte in Alt-Duisburg
Am Mittwoch, 18. Februar 2026 feiert die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg um 19 Uhr in der Duisserner Notkirche an der Martinstr. 35 ein „Taizé-Gebet zur Wochenmitte“. So heißt das Gottesdienstformat, das Dagmar Brans, Pfarrer Stefan Korn, Helmut Becker und Kirchenmusiker Andreas Lüken vorbereitet haben und zu dem sie herzlich einladen.

Für das Taizé-Team liegt der Reiz an der predigtlosen Gottesdienstform in der Erfahrung der sinn- und kraftstiftenden Gemeinschaft von singenden, schweigenden und betenden Menschen. Die einfachen, berührenden Gesänge von Taizé werden mehrmals gesungen, sie schaffen die meditative Atmosphäre dieser Andachtsform und führen in die Stille.

„Und die Stille bereitet den Menschen auf eine neue Begegnung mit Gott vor“ heißt es in der Einladung zum Taizé-Gebet zur Wochenmitte im Gemeindebrief von Alt-Duisburg. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.ekadu.de.  Zum Thema Taizé: In der „Communité de Taizé“, gegründet 1940 von Frère Roger in Taizé / Burgund, haben Nächstenliebe und Versöhnung eine wichtige Bedeutung.

Die Einfachheit und die Konzentration auf das Wesentliche sind bedeutsam für diese Gottesdienste. Nicht zuletzt durch die einfachen Gesänge, die mit wenigen Worten auskommen und sich wiederholen, wurde die Gemeinschaft von Taizé weltweit bekannt und verfügt bis heute über eine große Ausstrahlungskraft in der gesamten Christenheit.

Die meditativen Gesänge von Taizé laden dazu ein, zur Ruhe zu kommen und bei Gesang, Gebet, Stille und persönlichem Nachdenken sich der Gegenwart Gottes im eigenen Leben zu öffnen und neu Kraft zu schöpfen.

Rathaussturm und Altweiberparty in Hamborn

Die jecke Zeit steuert auf ihre Höhepunkte zu: Die traditionelle Altweiberparty im Ratskeller des Hamborner Ratshauses an der Duisburger Straße 213 startet am Donnerstag, 12. Februar, um 12 Uhr. Der Einlass beginnt bereits um 11.30 Uhr. Die Hamborner Karnevalsvereine haben gemeinsam mit der Bezirksverwaltung Hamborn ein närrisches Bühnenprogramm organisiert.

Nach dem Einmarsch der Hamborner Stadtwache und der Kapitulation der Bezirksbürgermeisterin Martina Herrmann und des Bezirksmanagers Andreas Geisler folgt die Schlüsselübergabe an Obermöhne Elke Heider. Anschließend folgt Musik von Sänger „Chriss Martin“ und DJ Micha. Der Empfang des Duisburger Stadtprinzen und des Kinderprinzenpaares sowie Auftritte von Tanzgarden und Showtanzgruppen runden das bunte Treiben ab. Der Eintritt für die Altweiberparty ist frei.


Winter verursacht Milliarden-Schäden auf den Straßen - ADAC rechnet mit hoher Zahl neuer Schlaglöchern

Der strenge Winter hat nach Einschätzung des ADAC die Straßen in Deutschland stärker geschädigt als in den Vorjahren. Vor allem der häufige Wechsel von Plus- und Minusgraden sorgt für viele Schäden insbesondere an kommunalen Straßen, die entstandenen Kosten können laut ADAC in die Milliarden gehen.

Schwankt das Thermometer immer wieder um den Gefrierpunkt, kann Regen oder Schmelzwasser an Rissen und anderen vorgeschädigten Stellen in die Straßenschichten einsickern. Gefriert das Wasser, dehnt es sich aus und sprengt den Asphalt weiter auf. Wenn es taut, bilden sich unter der Straßenoberfläche Hohlräume, die mit der Zeit vom Verkehr eingedrückt werden.

Es entsteht ein Schlagloch, in das erneut Wasser eindringen kann. Eher unproblematisch sind hingegen länger anhaltende Frostperioden. Um einen verkehrssicheren Zustand der Straße zu gewährleisten und größere Schäden an der Substanz zu verhindern, muss auf kurzfristige Sanierungsmethoden wie z.B. Kaltasphalt zurückgegriffen werden.

Der ADAC geht davon aus, dass sich hierbei die Kosten für die Reparatur eines Schlaglochs auf bis zu 200 Euro belaufen. Um Schäden nachhaltig zu beheben und die Qualität der kommunalen Straßen langfristig garantieren zu können, sollte jedoch ein systematisches Erhaltungsmanagement zum Einsatz kommen.

Wie eine Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik aus dem Jahr 2023 zeigt, weist rund ein Drittel der kommunalen Straßen bereits größere Schäden auf. Der Bedarf für die Sanierung und den Neubau kommunaler Straßen beträgt rund 283 Milliarden Euro. Klar ist: Der diesjährige Winter dürfte die finanzielle Situation noch zusätzlich verschärfen.

Singnachmittage mit Daniel Drückes in Wanheim und Wanheimerort
Musiker und Popkantor Daniel Drückes lädt alle, die Lust auf gemeinsames Singen in gemütlicher Runde in der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg haben, zweimal im Monat zum Mitmachen ein. Das nächste Singen in Gemeinschaft gibt es am 18. Februar 2026 um 14 Uhr im Gemeindehaus Wanheimerort, Vogelsangplatz 1; der zweite Singnachmittag in diesem Monat startet am 19. Februar 2026 um 15 Uhr im Gemeindehaus Wanheim, Beim Knevelshof 45.

Auf dem Programm stehen wie immer bekannte Lieder, Popsongs und Evergreens. Zwischen dem Singen ist Platz für Kaffee und Kekse. Die Idee zu den Musiknachmittagen zum Mitmachen hatte Daniel Drückes gemeinsam mit Ehrenamtskoordinatorin Maria Hönes: Mit dem zusätzlichen Angebot gilt es ältere und junge Menschen beim Singen zusammen zu bringen, ganz nach dem Motto „Singen verbindet Generationen“. Mitsingen darf jede und jeder. 

Prädikant Lagoda am nächsten Freitag in der Kircheneintrittsstelle
Immer freitags können Unsichere, Kirchennahe oder solche, die es werden möchten, in der Eintrittsstelle in der Salvatorkirche mit Pfarrerinnen, Pfarrern und Prädikanten ins Gespräch kommen und über die Kirchenaufnahme reden.

Motive für den Kircheneintritt gibt es viele: Die Suche nach Gemeinschaft, Ordnung ins Leben bringen oder der Wunsch, Taufen, Hochzeiten, Bestattungen kirchlich zu gestalten. Am Freitag, 13. Februar 2026 heißt Prädikant Jürgen Lagoda von 14 bis 17 Uhr Menschen in der Südkapelle des Gotteshauses neben dem Rathaus herzlich willkommen. Infos zur Citykirche gibt es unter www.salvatorkirche.de.





NRW: Strauchbeerenernte lag 2025 knapp unter Rekordergebnis von 2022
* Erntemenge um 10,9 % über dem Vorjahr.
* Ausdehnung der Anbauflächen auf 1.066 Hektar.
* 65,5 % der Erntemenge wurde im Freiland kultiviert.

Im Jahr 2025 haben 155 nordrhein-westfälische Betriebe auf 1.066 Hektar Anbaufläche 8.423 Tonnen Strauchbeeren produziert. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand endgültiger Ergebnisse der Strauchbeerenerhebung mitteilt, war die Erntemenge damit um 10,9 % höher als im Vorjahr und verfehlte nur knapp das Rekordergebnis von 2022 mit 8.442 Tonnen. Im Vergleich zum Jahr 2013 hat sich die Erntemenge fast verdoppelt, bei einer Ausdehnung der Anbauflächen um 440 Hektar (2013: 626 Hektar).



Über die Hälfte der Erntemenge kam aus dem Regierungsbezirk Köln Die Landwirtinnen und Landwirte im Regierungsbezirk Köln verzeichneten 2025 mehr als die Hälfte der landesweiten Erntemenge (55,1 %). Weitere wichtige Anbaugebiete in NRW befinden sich in den Regierungsbezirken Detmold (19,7 % der Erntemenge) und Düsseldorf (16,5 % der Erntemenge).

Heidelbeeren wurden auf rund 40 % der Freilandfläche angebaut
Mit einer Anbaufläche von 862 Hektar wurden Strauchbeeren in NRW im vergangenen Jahr überwiegend im Freiland kultiviert. Die anbaustärkste Strauchbeerenart ist nach wie vor die Kulturheidelbeere, deren Anbaufläche mit 347 Hektar mehr als ein Drittel (40,3 %) der gesamten Freilandfläche für Strauchbeeren beansprucht. Es folgten rote und weiße Johannisbeeren mit einer Anbaufläche von 257 Hektar und schwarze Johannisbeeren mit 80 Hektar.

Von den 5.514 Tonnen im Freiland geernteten Strauchbeeren entfielen 2.343 Tonnen auf Kulturheidelbeeren und 1.822 Tonnen auf rote und weiße Johannisbeeren. Unter Schutzabdeckungen wurden 1.865 Tonnen Himbeeren angebaut Auf 204 Hektar wurden Strauchbeeren unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen bzw. in Gewächshäusern angebaut; hier wurden mit 140 Hektar überwiegend Himbeeren produziert. Insgesamt wurden auf dieser Fläche 2.909 Tonnen Strauchbeeren erzeugt, darunter 1.865 Tonnen Himbeeren.


Vorbereitende Arbeiten für Aufständerung der B 288 starten  
Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) führen ab der kommenden Woche Fällarbeiten durch: Auf einer Fläche von 8.700 Quadratmetern rund um den östlichen Brückenkopf der Uerdinger Brücke nahe der Krefelder Straße werden wild gewachsene Bäume und Sträucher entfernt.  

Die Arbeiten werden vorbereitend für die im Sommer startenden Bauarbeiten zur Aufständerung der B 288 durchgeführt. Der Verkehr wird 2029 auf die neue Aufständerung verlegt, zu diesem Zeitpunkt wird der Brückenkopf deutlich vergrößert sein. Auf der neu entstandenen Fläche sind Ausgleichspflanzungen für die gefällten Bäume und Sträucher vorgesehen.  

Blick über den Zaun: KI im Kinderzimmer?!
KI-Anwendungen wie ChatGPT sind für junge Menschen längst Alltag: Laut der aktuellen JIM-Studie nutzen 90 Prozent der 14- bis 19-Jährigen den Dienst täglich oder mehrmals pro Woche – für Hausaufgaben, zum Lernen, zur Information oder Unterhaltung. Über die Hälfte vertraut dabei den KI-generierten Inhalten.

Dabei übernehmen die Anwendungen der KI zunehmend auch Rollen, die bisher Menschen vorbehalten waren – von Freund*innen über Lehrerkräfte bis hin zu Therapeut*innen oder Influencer*innen. Passend dazu lautet das Motto des Safer Internet Day 2026: KI and me. In künstlicher Beziehung. Das wirft besonders für pädagogische Fachkräfte zentrale Fragen auf: Welche Kompetenzen brauchen sowohl sie selbst als auch junge Menschen für einen souveränen, selbstbestimmten und sicheren Umgang mit KI? Und wie wirkt sich die zunehmende Nutzung von KI auf unser Miteinander und vor allem auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen aus?

Die Medienfachberatung Bayern, die in allen sieben Regierungsbezirken tätig ist, steht für solche Fragen ganzjährig bereit, um Träger der Jugendarbeit zu KI-Themen umfassend zu beraten und Umsetzungsprozesse zu begleiten. „KI birgt nicht nur Risiken, sondern auch Chancen und ist Werkzeug zum Lernen, zur Kreativität und zur Umsetzung eigener Ziele und Ideen. Nötige Kompetenzen früh zu fördern, ist heute ein zentraler Bildungsauftrag, auch und gerade in der Arbeit mit Kindern.“

Volker Dietl, Medienfachberatung Oberpfalz Umgang mit KI als Teil der Medienkompetenzförderung Der Umgang mit der KI muss von jungen Menschen erlernt und durch Fachkräfte begleitet werden. Dazu müssen dauerhaft flächendeckende Angebote vorgehalten werden – auch in ländlichen Regionen.

Das Netzwerk Medienfachberatung Bayern (in Kooperation mit dem JFF – Institut für Medienpädagogik) bietet 2026 für die bayerische außerschulische Jugendarbeit, Elternverbände und Einrichtungen der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vielfältige Angebote zum Thema an – am Safer Internet Day und das ganze Jahr.

„Die KI-Entwicklung schreitet immer weiter voran und KI ist schon jetzt mit vielen Bereichen unseres Alltags verbunden. Kinder und Jugendliche haben hier keine Berührungsängste, sondern probieren neugierig aus, was KI ihnen bieten kann. Mit ihren unterschiedlichen Angeboten trägt die Medienfachberatung dazu bei, dass Kinder und Jugendliche lernen, KI selbstbestimmt und kritisch zu nutzen.“ Dr. Susanne Egger, Direktorin JFF - Institut für Medienpädagogik.

Hintergrund: Safer Internet Day Der Aktionstag wird vom europäischen Insafe-Netzwerk (EU-Programm DIGITAL) koordiniert. Als Teil des Insafe-Netzwerks koordiniert klicksafe seit 2004 den Safer Internet Day in Deutschland: https://www.klicksafe.de/sid

UDE-Theologe übersetzt Mercators religiöses Hauptwerk
Zwischen Kompass und Bibel
Gerhard Mercator löste Ende des 16. Jahrhunderts ein zentrales Problem der Seefahrt: Seine gleichnamige Projektion ermöglichte es Seeleuten erstmals, ihre Route auch über große Distanzen hinweg mit Lineal und Kompass zu planen. Der berühmte Kartograf, dessen Karten zum großen Teil in Duisburg entstanden, war jedoch auch theologischer Autodidakt.

Als solcher setzte er sich mit dem biblischen Römerbrief auseinander. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde diese Handschrift wiederentdeckt. Dr. Marcel Nieden, Professor für Historische Theologie am Institut für Evangelische Theologie der Universität Duisburg-Essen, hat das religiöse Hauptwerk Mercators erstmals ediert* und ins Deutsche übersetzt.

Kommentar zum Römerbrief von Gerhard Mercator (1512 – 1594) als Originalhandschrift. © Digitalisat: University Libraries Leiden, BPL 191 BR, Gerhard Mercator, Kommentar zum Römerbrief (Kapitel 1–11)

Professor Nieden, warum und in welcher Weise haben Sie sich mit Mercators Römerbriefkommentar beschäftigt?
Anlass war der 500. Geburtstag des großen Kartografen im Jahr 2012. Ich entdeckte damals zu meiner Überraschung, dass Mercator auch einige theologische Schriften verfasst hat, darunter auch einen lateinischen Kommentar zum Römerbrief. Diesen nur als Handschrift überlieferten Text habe ich zusammen mit meinem Mitarbeiter Dr. Daniel Bohnert ediert, sachlich erläutert und ins Deutsche übersetzt, um ihn leichter zugänglich zu machen.

Warum sind Mercators theologische Arbeiten nur wenig bekannt?
Sie standen immer im Schatten seines kartografischen Schaffens. Im Fall des Römerbriefkommentars kommt noch hinzu, dass er lange Zeit als verschollen galt. Er tauchte erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts in der Universitätsbibliothek Leiden auf. Da er nicht ediert wurde, spielte er in der Mercator-Forschung bislang keine nennenswerte Rolle.

Warum hat sich Mercator so tief mit Religion und dem Römerbrief im Speziellen auseinandergesetzt?
Es ist anscheinend um 1570 herum in Duisburg zu intensiveren theologischen Auseinandersetzungen gekommen. Einige reformierte Bürger vertraten damals die Lehre, der Mensch sei zum ewigen Heil oder Unheil vorherbestimmt. Dagegen erhebt Mercator Einspruch. Seiner Meinung nach ist der Mensch frei, auf Gottes Wirken eingehen zu können – oder eben nicht. Da sich die Vertreter der Vorherbestimmungslehre gerne auf Stellen aus dem Brief des Paulus an die Römer beriefen, will Mercator zeigen, dass man Paulus anders verstehen muss.

Lag er damit im Trend der Zeit oder eckte er an?
Mit dem Kommentar hat sich Mercator kaum Freunde gemacht. Reformierte Theologen kritisierten besonders den Versuch, menschliche Freiheit und göttliche Vorherbestimmung zu verbinden. Lutheranern und Katholiken wiederum dürfte das, was sie zur Kirche oder Taufe lesen konnten, nicht gefallen haben. Mercator war jedoch überzeugt, mit seiner Auslegung die ‚wahre‘ Ansicht des Paulus dargelegt zu haben.

* Wer eine Handschrift ediert, erschließt sie wissenschaftlich, indem er/sie den Text entziffert, Besonderheiten/Varianten prüft und den Text in eine heute lesbare Form bringt.

Volle Power für Bundeswehr-Infrastruktur: Neue Bundesbau-Einheit geht an den Start
Das Land bündelt die Zuständigkeiten für den militärischen Bundesbau in Nordrhein-Westfalen unter einem Dach – mit klaren Zuständigkeiten und schlanken Prozessen 5. Februar 2026 Abb.: KI-generiert Finanzen Das Land Nordrhein-Westfalen hat jetzt eine 450-köpfige Spezialeinheit für die schnelle Modernisierung der Verteidigungsinfrastruktur in unserem Land.

Die operative Zuständigkeit für den gesamten Bundesbau liegt ab sofort bei einer neu gegründeten Niederlassung, die die Bauvorhaben des Bundes in Nordrhein-Westfalen plant und umsetzt.  Die Bauverwaltung des Landes realisiert im Auftrag des Bundes Infrastrukturvorhaben im zivilen sowie im militärischen Bundesbau.

Bislang war diese Zuständigkeit organisatorisch aufgeteilt auf die Bauabteilung der Oberfinanzdirektion und den Bau- und Liegenschaftsbestrieb des Landes (BLB NRW) sowie dort auf sechs Standorte. „Die tradierte Organisationsstruktur im Bundesbau wurde den enormen Anforderungen der Zeitenwende nicht mehr gerecht“, erklärt Minister der Finanzen Dr. Marcus Optendrenk, dessen Ministerium für den Bundesbau in Nordrhein-Westfalen zuständig ist.

„Wir müssen die Verteidigungsinfrastruktur unter Hochdruck modernisieren und zugleich Raum schaffen für den Aufwuchs der Bundeswehr. Parallelstrukturen und Reibungsverluste können wir uns nicht leisten. Wir brauchen klare Zuständigkeiten, schlanke Prozesse, schnelle Entscheidungen und gebündelte Expertise. Das schaffen wir jetzt unter dem Dach der neuen Niederlassung Bundesbau im BLB NRW.“

Foto KI-generiert

Deren Eröffnung wurde am Donnerstag, 5. Februar, in der Luftwaffenkaserne in Köln-Wahn gefeiert. Denn die neue Niederlassung ist virtuell: Die Bundesbau-Beschäftigten wurden in die jetzt gegründete Einheit versetzt, können aber von ihren bisherigen Dienstorten aus weiterarbeiten. „Unsere Verwaltung funktioniert so digitalisiert, dass wir Menschen nicht zwingend an einem Ort zusammenführen müssen, damit sie gut und effizient zusammenarbeiten“, so Dr. Optendrenk.

„Uns geht es darum, das Potenzial der Erfahrung unserer Expertinnen und Experten im Bundesbau voll auszuschöpfen, um die großen Aufgaben unseres Landes für die Verteidigungsfähigkeit der Bundesrepublik optimal zu erfüllen.“  Und diese Aufgaben sind beträchtlich: Das Bauvolumen allein im militärischen Bundesbau soll von 180 Millionen Euro im Jahr 2023 bis 2029 auf fast 560 Millionen Euro steigen. Hinzu kommen weitere Bauvorhaben im zivilen Bundesbau etwa für die Bundespolizei.

„Mit der neuen Struktur schaffen wir neben mehr Tempo auch einen höheren Grad an Spezialisierung“, so der Minister. „Bisher waren die Zuständigkeiten für Bundesbau-Projekte regional verteilt: Beschäftigte des BLB NRW in Köln haben alle Maßnahmen in Kölner Kasernen geplant und begleitet. Jetzt können wir viel sinnvoller clustern: Ein Team plant exklusiv Unterkunftsbauten, ein anderes Fahrzeughallen, das nächste Hallenschießanlagen.

So bilden wir Expertenwissen für die Erfordernisse eines Gebäudetyps und kommen schneller und einfacher von der Planung zur Umsetzung.“  Um den Herausforderungen zu begegnen, wächst das Personal im Bereich Bundesbau zudem rasant an: Bis zum kommenden Jahr ist eine Steigerung auf insgesamt 730 vom Bund refinanzierte Stellen in Nordrhein-Westfalen geplant – ein Plus von 60 Prozent gegenüber 2022.

Die Rekrutierungsoffensive über den BLB NRW läuft derzeit auf Hochtouren (aktuelle Ausschreibungen: Karriere im Bundesbau: Das Immobilienunternehmen des Landes Nordrhein-Westfalen). Für die feierliche Eröffnung der virtuellen Niederlassung Bundesbau war die Kölner Luftwaffenkaserne als eine der deutschlandweit größten Kasernen der ideale Ort.

Hier sind unter anderem Teile des Kommandos Luftwaffe, das Luftfahrtamt der Bundeswehr, das Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin sowie das Sanitätsunterstützungszentrum Köln-Wahn ansässig. Mit mehr als 4000 Soldatinnen und Soldaten sowie rund 1500 Zivilbeschäftigten unterstreicht der Standort die wichtige Rolle Nordrhein-Westfalens für die Bundeswehr.

Extrakosten durch Abos im Auto
Viele Autohersteller bieten digitale Dienste dauerhaft nur gegen Bezahlung an / ADAC fordert transparente Bedingungen für alle Autofahrer

©ADAC/ABGEDREHT

Datenzugriff, Navigation, Infotainment: Viele Funktionen in Fahrzeugen sind heute nur noch gegen Bezahlung verfügbar. Der ADAC hat in Kooperation mit der Fachzeitschrift c’t eine Marktanalyse zu den verschiedenen Abo-Modellen durchgeführt und stellt fest: Verbraucher werden oft nicht ausreichend über die Kosten und die Laufzeiten aufgeklärt. Zudem verfolgt fast jeder Hersteller eine individuelle Strategie, was die Vergleichbarkeit erschwert.

Hersteller bieten als digitalen Service zum Beispiel den Remote-Zugriff auf Fahrzeugdaten an, wobei je nach Marke verschiedene Funktionen zur Verfügung stehen. Hierzu gehören beispielsweise die Standortabfrage aus der Ferne oder die Steuerung der Klimaanlage via App. Diese Services sind häufig für mehrere Jahre gratis: Bei Skoda profitieren die Kunden drei Jahre lang kostenlos von diesen Funktionen, bei Audi und Opel werden Autofahrer ganze zehn Jahre versorgt. Kunden von Nio müssen sogar das gesamte Fahrzeugleben lang nicht für diese Funktionen bezahlen.

Auch für Navigation und einige Funktionen des Infotainments müssen Autofahrer nach einer gewissen kostenlosen Laufzeit inzwischen bezahlen: BMW verlangt nach drei Freimonaten 9,98 Euro im Monat, bei Mercedes-Benz bezahlen die Kunden nach drei kostenlosen Jahren bis zu satten 329 Euro im Jahr. Komplett im Dunkeln stehen die Kunden von Renault: Hier sind die Preise nach Ablauf der kostenlosen Phase im Jahr 2027 noch gar nicht bekannt. Volvo wiederum kündigt an, seine Kunden erst kurz vor Ablauf der vierjährigen Gratisphase informieren zu wollen.

Der Marktvergleich zeigt, dass es ein großes Gefälle innerhalb der Herstellerlandschaft hinsichtlich der Abo-Gestaltung gibt. Verbraucher haben nur unter großem Aufwand die Möglichkeit, die tatsächlichen Kosten der digitalen Dienste über die Lebensdauer ihres Fahrzeuges realistisch einzuschätzen.

Der ADAC empfiehlt besonders Käufern von jungen Gebrauchtwagen, dass sie sich vor dem Vertragsabschluss über den aktuellen Status der digitalen Dienste an Bord informieren. Viele Funktionen könnten nur noch für wenige Monate kostenlos sein oder sind vielleicht sogar schon abgelaufen. In jedem Fall gilt es, sich gut über das Kosten- und Abomodell des jeweiligen Herstellers zu informieren.

Auch sollten sich Käufer von Gebrauchtwagen schriftlich dokumentieren lassen, welche digitalen Funktionen dauerhaft im Kaufpreis enthalten sind. Darüber hinaus kann es hilfreich sein, die kostenpflichtigen Funktionen generell zu hinterfragen: Braucht man sie wirklich dauerhaft und könnte nicht auch eine kostenpflichtige App eines Drittanbieters eine vergleichbare Leistung bringen?

Fahrzeughersteller sollten aus Sicht des ADAC klarer kommunizieren, wie lang welche Funktionen kostenfrei zur Verfügung stehen und welche Folgekosten anfallen. Ein Fahrzeug wird meist für mehrere Jahre gefahren, weshalb Kunden eine langfristige Kostenperspektive benötigen. Auch sollten Abos von einem Eigentümer zum nächsten übertragbar sein, um Wertverlust zu minimieren.

Funktionen, die zur Sicherheit und zuverlässigen Nutzung des Fahrzeuges beitragen, müssen über den gesamten Lebenszyklus des Autos kostenfrei zur Verfügung stehen. Zudem sollten Hersteller Schnittstellen anbieten, die Drittanbietern einen sicheren und standardisierten Zugriff auf wichtige Fahrzeugdaten ermöglichen.

Wenn der Winterurlaub im Krankenhaus endet
- Behandlung oft nicht auf Krankenschein
- Nicht ohne private Haftpflichtversicherung abfahren
Die Koffer sind gepackt, die Skier im Dachbox verstaut: Dem Winterurlaub steht nichts mehr im Weg. Doch statt im Urlaub elegant die Piste herunter zu wedeln, enden viele Abfahrten im Krankenhaus. Unschöne Aussichten, über die niemand gerne nachdenkt. Bescheid zu wissen, zahlt sich aus – vor allem im Ausland.

Tipps für den Alltag

Gesetzlich Krankenversicherte können mit der Europäischen Versicherungskarte (EHIC) in der EU zum Arzt gehen. Diese Regelung schließt auch die Schweiz, Liechtenstein, Island, Norwegen und Mazedonien ein. Der Leistungskatalog des Urlaubslandes regelt die medizinische Versorgung. Nicht immer entspricht die dem deutschen Standard. In manchen Staaten sind wesentlich höhere Zuzahlungen oder Eigenanteile üblich, und natürlich müssen Urlauber:innen immer einen Vertragsarzt aufsuchen.

Diese Vorgabe ist oft schwierig zu erfüllen. Warum? Das erklärt die HUK-COBURG. Wer sich bei der Abfahrt verletzt und ins Krankenhaus kommt, stellt oft fest, dass Ärzte in Wintersportgebieten nur privat behandeln. Schon ein glatter Bruch und ein paar Tage Krankenhausaufenthalt können aber mehrere tausend Euro kosten. Ereignet sich der Unfall in einem Land, mit dem kein Sozialversicherungsabkommen besteht - zum Beispiel in den USA oder Kanada – müssen Verunglückte ohnehin die gesamte Behandlung selbst bezahlen.

Auch die Erstversorgung auf der Ski-Piste und der Transport ins Krankenhaus summieren sich schnell: Kosten von 800 Euro für einen Krankenwagen bis hin zu mehreren tausend Euro für einen Rettungseinsatz mit dem Hubschrauber sind realistisch. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt diese Kosten nicht.

Anders die Auslandsreise-Krankenversicherung: Sie zahlt sowohl die Privatbehandlung als auch den für den Transport von der Piste zum Arzt. Ist unfallbedingt ein Krankenrücktransport - zum Wohnort oder in ein deutsches Krankenhaus - unumgänglich, organisiert sie auch den. Das gilt selbstverständlich nicht nur für Unfälle, sondern auch für unvorhersehbare Erkrankungen, die im Ausland auftreten.

Für privat Krankenversicherte ist das kein Thema. Ihr Versicherungsschutz schließt die Behandlungskosten beim Auslandsurlaub mit ein, übernimmt aber nicht immer die Kosten für den Krankenrücktransport. Bestehen Zweifel sollten sie vor Reiseantritt ausgeräumt werden, am besten durch einen Anruf beim Versicherer.

Bedenkenswert: Für Privatversicherte kann sich der Abschluss einer zusätzlichen Auslandsreise-Krankenversicherung vielleicht doch rechnen. Eventuell lässt sich damit die jährliche Beitragsrückerstattung retten bzw. der Selbstbehalt sparen.

Nicht ohne private Haftpflichtversicherung
Gefahr lauert noch an anderer Stelle: Wer dem Rausch der Geschwindigkeit verfällt, darüber die Verkehrsregeln der Piste (FIS-Verhaltensregeln) vergisst und einen Unfall verursacht, muss haften. Bei den Geschwindigkeiten, die heute auf Ski-Pisten erreicht werden, kommt es häufig zu ernsthaften Verletzungen.

Neben Behandlungskosten können Geschädigte auch Verdienstausfall oder Schmerzensgeld geltend machen. Bleiben schwerwiegende dauerhafte Schäden zurück, werden sogar lebenslange Rentenzahlungen fällig. Ohne private Haftpflichtversicherung muss der Schädiger das alles aus dem eigenen Portemonnaie bezahlen.

Eine fehlende Haftpflichtversicherung kann also für das Opfer schwerwiegende Konsequenzen haben: Reicht das Privatvermögen des Unfallverursachers nicht, um die Ansprüche des Geschädigten zu erfüllen, geht letzterer leer aus. In diesem Fall hilft eine private Unfallversicherung.

Auf italienischen Pisten ist eine private Haftpflichtversicherung ein Muss. Den Nachweis, digital oder analog, sollte man parat haben. Wer ohne unterwegs ist, muss mit Bußgeldern von bis zu 150 Euro und dem Entzug des Skipasses rechnen. Doch manchmal vergisst man eben etwas: Bei manchen Unternehmen können Haftpflichtversicherte anrufen, um dieses Problem noch am Skilift zu lösen.

Rechtswissenschaftler: OT-Mitgliedschaft in Arbeitgeberverbänden ist juristisch fragwürdig und sollte eingeschränkt werden
OT-Mitgliedschaft, das heißt: Unternehmen genießen die Vorteile einer Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband, binden sich aber nicht an vereinbarte Tarifverträge. Auch aus rechtlicher Sicht ist das fragwürdig und sollte eingeschränkt werden, ergibt ein neues Rechtsgutachten von Prof. Dr. Olaf Deinert von der Universität Göttingen.*

Arbeitgeberverbände schließen Tarifverträge für ihre Mitglieder, das ist eine ihrer zentralen Funktionen. Doch die sogenannte OT-Mitgliedschaft (ohne Tarifbindung) in vielen Arbeitgeberverbänden ist ein Einfallstor, um Tarifbindung zu vermeiden, und gefährdet die Tarifautonomie. Das Problem wird dadurch verschärft, dass das Bundesarbeitsgericht (BAG) die fehlende Tarifbindung von OT-Mitgliedern anerkennt.

Quelle Hans-Böckler-Stiftung

Ohne gesetzliche Korrekturen droht eine weitere Aushöhlung der Tarifbindung, erklärt Rechtswissenschaftler Deinert. In einem Gutachten für das Hugo Sinzheimer Institut für Arbeits- und Sozialrecht (HSI) der Hans-Böckler-Stiftung erläutert er, warum die Auffassung des BAG nicht zutreffend ist und wie der Gesetzgeber handeln sollte.

„Die OT-Mitgliedschaft ist juristisch problematisch, weil sie keine ausreichende Stütze im Gesetz findet. Denn maßgeblich und ausreichend für die Tarifbindung ist danach die Mitgliedschaft in einem Arbeitgeberverband. Vor allem aber ist sie ein Problem für die Funktionsfähigkeit der Tarifautonomie, weil immer mehr Arbeitgeber aus der Tarifbindung fallen“, sagt Ernesto Klengel, wissenschaftlicher Direktor des HSI. „Mittlerweile werden Arbeitgeberverbände sogar von Unternehmern geleitet, die selbst OT-Mitglieder sind, wie aktuell im Fall des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall.“

Die Arbeitgeberverbände haben OT-Mitgliedschaften in den 1990er-Jahren eingeführt, um austrittswilligen Mitgliedern oder potenziellen Neumitgliedern, die mit den ausgehandelten Tarifverträgen unzufrieden waren, eine Alternative zu bieten und sie so im Verband zu halten. Beim sogenannten Stufenmodell gibt es zwei verschiedene Arten der Mitgliedschaft innerhalb ein und desselben Verbands: mit Tarifbindung und ohne Tarifbindung.

Die Mitglieder ohne Tarifbindung können die Vorteile und Dienstleistungen der Verbandsmitgliedschaft nutzen, beispielsweise in den Bereichen Lobbyarbeit, Fortbildung sowie Rechts- und Personalberatung. Gleichzeitig sind sie nicht an Tarifverträge gebunden. In der Verbandssatzung muss klar geregelt sein, dass OT-Mitglieder bei allen tarifbezogenen Fragen, wie etwa Wahlen zu Tarifkommissionen, Abstimmungen über tarifrechtliche Fragen oder Arbeitskampfmaßnahmen, nicht beteiligt sind. In der Praxis gibt es hier eine Grauzone: Teilweise wird OT-Mitgliedern sogar Unterstützung bei Haustarifkonflikten gewährt.

Arbeitgeberverbände argumentieren, dass sie Mitgliedschaften ohne Tarifbindung zum einen anbieten, um den Verband langfristig zu stabilisieren, zum anderen hätten OT-Mitglieder immerhin eine gewisse Nähe zur Tarifpolitik. Dies trage letztlich sogar zum Erhalt des Flächentarifvertrags bei.

Deinert hält dagegen, die OT-Mitgliedschaft habe das Tarifsystem keineswegs stabilisiert, sondern eher das Gegenteil bewirkt. So sank der Anteil der tarifgebundenen Betriebe von 45 Prozent im Jahr 1996 auf 22 Prozent im Jahr 2023, der Anteil der Beschäftigten in Betrieben mit Branchentarifvertrag im selben Zeitraum von 67 auf 42 Prozent.

Die OT-Mitgliedschaft hat diesen massiven Rückgang begleitet, wenn nicht gar befördert, indem sie einen bequemen Weg zur Umgehung von Tarifverträgen eröffnete. „Auch wenn die OT-Mitgliedschaft nicht als nachweisbar kausale Ursache für diese Entwicklung benannt werden kann, zeigt sich doch, dass sie jedenfalls keinerlei positiven Effekt auf die Tarifbindung hatte”, so der Rechtswissenschaftler.

Symptomatisch hierfür sei die Entwicklung bei Gesamtmetall: Zwar wuchs die absolute Zahl der Mitgliedsfirmen seit dem Tiefpunkt im Jahr 2004 wieder, doch beruhte dieser Zuwachs allein auf OT-Mitgliedschaften, während die Zahl der tarifgebundenen Mitglieder kontinuierlich sank. Im Jahr 2019 betrug der Anteil der OT-Mitglieder im Organisationsbereich von Gesamtmetall mehr als 55 Prozent.

Ein wesentlicher Treiber war die rechtliche Anerkennung durch Gerichte. Ein Argument der Richterinnen und Richter lautete, dass Tarifgebundenheit auf einem Willensentschluss beruhen müsse, der bei OT-Mitgliedern, die gerade keine Bindung an einen Tarif wünschen, fehle.
In einer seiner Entscheidungen bekräftigte das BAG, dass eine Mitgliedschaft ohne Tarifgebundenheit „aus der Satzungsautonomie und dem Grundsatz der Koalitionsfreiheit“ abzuleiten sei. Anders ausgedrückt: Verbände haben die Freiheit, ihre Satzung so zu gestalten, wie sie es für richtig halten. Und jeder hat neben dem Recht, einer Koalition beizutreten, auch das Recht ihr fernzubleiben. Stichwort: negative Koalitionsfreiheit.

Deinert kritisiert, dass die Entscheidung der Richterinnen und Richter dem zuwiderläuft, was im Tarifvertragsgesetz steht: „Mit leichter Hand wird durch die Rechtsprechung die Gesetzesbindung der Gerichte beiseite gewischt.“ So knüpft das Tarifvertragsgesetz die Tarifgebundenheit an die Mitgliedschaft im vereinsrechtlichen Sinne und sieht keine Differenzierung zwischen verschiedenen Formen der Mitgliedschaft vor. Das Gesetz „will alle Mitglieder der Tarifvertragsparteien an den Tarifvertrag binden und sieht gerade nicht vor, dass die Tarifvertragsparteien durch die Satzung Formen der Mitgliedschaft gestalten, die von dieser Rechtsfolge ausgeschlossen sind“.

Auch das Argument der Koalitionsfreiheit überzeuge an dieser Stelle nicht. Die betreffenden Unternehmen könnten auf eine Mitgliedschaft im Arbeitgeberverband verzichten und somit ihr Recht auf Fernbleiben von einer Koalition ausüben. Doch die OT-Mitglieder wollten ja gerade Mitglieder des Verbandes sein, nicht Nicht-Mitglieder. „Die Heranziehung des Fernbleiberechts ist daher verfehlt“, so der Rechtswissenschaftler.

In der Praxis sorgen OT-Mitgliedschaften zunehmend für Probleme, insbesondere aufgrund ihrer Intransparenz. Einen Arbeitskampf zu führen, wenn unklar ist, ob ein Arbeitgeber tarifgebunden ist, stellt sich als schwierig heraus. Auch ein kurzfristiger Statuswechsel in die OT-Mitgliedschaft während laufender Tarifverhandlungen bleibt der Gewerkschaft oft verborgen. Dadurch laufen die Verhandlungen ins Leere, da der neue Tarifvertrag den Arbeitgeber im Anschluss nicht bindet.

Zudem sind OT-Mitglieder häufig Unternehmen mit geringem gewerkschaftlichem Organisationsgrad, was es schwer macht, einen Haustarifvertrag zu erkämpfen. „Der Wechsel in die OT-Mitgliedschaft kann einen Trick mit doppeltem Boden darstellen“, schreibt der Rechtswissenschaftler. Wenn das neue OT-Mitglied zu Haustarifverhandlungen aufgefordert und in diesem Zusammenhang auch mit Arbeitskampfmaßnahmen belegt wird, kann es schnell wieder in die Tarifmitgliedschaft wechseln. Damit profitiert es von der tarifvertraglichen Friedenspflicht, die Arbeitskämpfe verbietet.

Deinert sieht den Gesetzgeber in der Pflicht zu handeln. Zunächst sollte ein öffentliches OT-Register eingeführt werden. Es würde für mehr Transparenz sorgen. Ein Wechsel in die OT-Mitgliedschaft müsste der Gewerkschaft mitgeteilt werden. Andernfalls wäre dieser als tarifrechtlich unwirksam anzusehen. Zudem sollte für einen Wechsel dieselbe Frist gelten wie für einen Austritt aus dem Arbeitgeberverband. In jedem Fall müsste eine Frist von mindestens drei Monaten eingehalten werden. „Diese Einschränkungen entsprechen dem Ziel des Koalitionsvertrags sowie der EU-Mindestlohnrichtlinie“, erklärt HSI-Direktor Klengel.

VHS-Vortrag beleuchtet eine besondere Skala
Die logarithmische Skala ist Thema eines Vortrags am Donnerstag, 19. Februar, um 18.30 Uhr in der VHS im Stadtfenster an der Steinschen Gasse in der Innenstadt. Der Duisburger Physiker Prof. Dr. Axel Lorke informiert an diesem Abend über eine Skala, bei der die Werte nicht addiert, sondern multipliziert werden und zeigt auf, wo sie überall eine Rolle spielt.

Teilnehmende zahlen fünf Euro, eine Anmeldung ist erforderlich und online möglich auf www.vhs.link/j6ChPf. Weiterführende Informationen gibt es telefonisch unter 0203 283-984617.

Umwelt- und Klimaschutz: Bonhoeffer Gemeinde lädt zum Themen-Treff ein
Die Evangelische Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh schreibt die Themen „Klimaveränderung“ und „Bewahrung der Schöpfung“ ganz groß und lädt zu mehreren Treffen im Februar ein, bei denen sich Interessierte mit Ideen, Wissen und ihr Mitwirken einbringen können.

Denn schließlich startet im März ein kompletter Themen-Monat dazu. Er beginnt am 1. März mit einem regionalen Klima-Gottesdienst und der Eröffnung einer Klima-Ausstellung mit der Gruppe „Parents for Future Duisburg“. Planungstreffen zum Themenmonat März „Bewahrung der Schöpfung“ sind am 16. Februar und 23. Februar jeweils von 18 bis 20 Uhr, ebenfalls im Familienzentrum Duisburg Obermarxloh, Wittenberger Str. 15.

Hier geht es darum, gemeinsam weitere Ideen für Umwelt- und Klimaschutz- Aktionen zu entwickeln. Gemeindepädagogin und Diakonin Nicole Enders lädt herzlich dazu ein, sich an den beiden Abenden auch einfach nur darüber zu informieren, was zum Thema „Bewahrung der Schöpfung“ alles möglich sein kann. Für Rückfragen steht sie gerne auch vorab zur Verfügung: Tel.: 0173 7344055 oder E-Mail: nicole.enders@ekir.de.

Schon am 15. Februar gibt es wieder einen offenen Treff der „Klima AG“ im Familienzentrum, Wittenberger Str. 15. Die Gruppe gibt es schon seit einiger Zeit und diesmal wird um 16 Uhr in der Veranstaltung u.a. gezeigt, wie sich die Temperaturen und andere Klima-Parameter am Niederrhein und in den Städten des westlichen Ruhrgebiets in den nächsten Jahrzehnten entwickeln werden.

Zudem geht es um ganz praktische Arbeit an Klimaschutz-Themen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mehr Infos gibt es per Mail unter KlimaAG@rd.unbox.at. Infos zur Gemeinde und ihren Aktionen gibt es im Netz unter www.bonhoeffer-gemeinde.org.

Karaoke-Party mit Rudelsingen in der Obermarxloher Lutherkirche -Bonhoeffer Gemeinde lädt zum Rock, Pop und auch Schlager
Nach dem Erfolg der Karaoke-Party im letzten Jahr lädt die Evangelische Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh wieder zum Singen mit viel Spaß in die Lutherkirche, Wittenberger Straße 15, ein und das Gotteshaus wird zur Bühne und Tanzfläche. Ob alleine, zu zweit oder als Gruppe vor dem Micro oder beim Rudelsingen - am 14. Februar können sich ab 18 Uhr Musik- und Singfans stimmlich ausprobieren und die auf der Leinwand angezeigten Texte ganz bekannter Songs aus vollem Herzen singen.

Die Playlist wird spontan nach den Wünschen der Teilnehmenden und des Publikums zusammengestellt: Von bekannten Schlagern über Rock- und Pop-Hits der vergangenen Jahre bis hin zu aktuellen Chartstürmern ist wieder alles erlaubt und erwünscht. So entsteht ein buntes und vielfältiges Programm, bei dem alle auf ihre Kosten kommen. Selbstverständlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt, sodass niemand mit trockener Kehle oder knurrendem Magen singen muss.

Der Eintritt ist frei. Diese Veranstaltung ist Teil der „Wirkstatt“ im Rahmen des Erprobungsraumes der Gemeinde: Hier können alle ihre Ideen einbringen, kreativ werden und Gemeinschaft neu erleben. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.bonhoeffer-gemeinde.org

Praystation aus dem Duisburger Süden lädt zum Songschreiben ein... und lädt zur Liedpremiere zum Jugendgottesdienst - am 20.2.
Die nächste „Praystation“, das beliebte Gottesdienstformat aus dem Duisburger Süden, steht am 20. Februar unter dem Motto „Alles wird neu, besser als je zuvor“: Junge Leute aus der Gruppe „god.com“ laden zusammen mit Pfarrerin Ulrike Kobbe zum Mitfeiern um 19 Uhr in die evangelische Kirche in Huckingen, Angerhauser Straße 91, ein. Zusätzlich sind diesmal alle eingeladen, vorher mit anderen gemeinsam zum Songwriter werden.

Gefragt sind Zeilen zum Motto des Gottesdienstes und Interessierte schreiben, was im Alltag, in der Welt anders... besser... werden muss. Die Texte aller werden zusammengefügt und ergeben einen Song, der in der Praystation am 20. Februar Premiere feiert und erstmals zu hören ist. Nach der Praystation sind alle eingeladen, noch gemeinsam Zeit mit Freundinnen und Freunden zu verbringen – bei Gesprächen, Tischtennis, Kicker, „Just dance“ oder „let´s sing“ oder einfach nur Chillen im Huckinger Gemeindezentrum. Wer beim Songschreiben mitmachen möchte, findet alle Infos unter www.evgds.de.




Auftragseingang ohne Großaufträge: +0,9 % Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe
Dezember 2025 (real, vorläufig):
+7,8 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+13,0 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)
November 2025 (real, revidiert):
+5,7 % zum Vormonat (saison- und kalenderbereinigt)
+10,6 % zum Vorjahresmonat (kalenderbereinigt)


Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Dezember 2025 gegenüber November 2025 saison- und kalenderbereinigt um 7,8 % gestiegen. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang um 0,9 % höher als im Vormonat.

Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang im 4. Quartal 2025 um 9,5 % höher als im 3. Quartal, ohne Großaufträge stieg er im gleichen Zeitraum um 2,5 %. Im November 2025 stieg der Auftragseingang nach Revision der vorläufigen Ergebnisse gegenüber Oktober 2025 um 5,7 % (vorläufiger Wert +5,6 %).



Die positive Entwicklung des Auftragseingangs im Verarbeitenden Gewerbe im Dezember 2025 ist zu einem großen Teil auf die deutlichen Anstiege bei der Herstellung von Metallerzeugnissen (saison- und kalenderbereinigt +30,2 % zum Vormonat) und im gewichtigen Maschinenbau (+11,5 %) zurückzuführen. In diesen beiden Wirtschaftszweigen meldete eine Reihe von Betrieben aus unterschiedlichen Bereichen Großaufträge.

Auch die Zuwächse in der Herstellung von elektrischer Ausrüstung (+9,8 %) sowie in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+5,7 %) wirkten sich positiv auf das Gesamtergebnis aus. In der Automobilindustrie ging der Auftragseingang hingegen um 6,3 % zurück. Im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) sanken die Auftragseingänge um 18,7 % gegenüber dem hohen Niveau des Vormonats.

Dennoch gab es auch hier wieder umfangreiche Großaufträge. Bei den Investitionsgütern stieg der Auftragseingang im Dezember 2025 um 10,5 % gegenüber dem Vormonat. Bei den Vorleistungsgütern lag er um 5,7 % höher und bei den Konsumgütern um 5,3 % niedriger. Die Auslandsaufträge stiegen im Dezember 2025 um 5,6 %. Dabei fielen die Aufträge aus der Eurozone um 0,6 % und die Aufträge von außerhalb der Eurozone nahmen um 9,7 % zu. Die Inlandsaufträge stiegen um 10,7 %.


Umsatz im Dezember 2025 um 1,4 % niedriger als im Vormonat
Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe war nach vorläufigen Angaben im Dezember 2025 saison- und kalenderbereinigt 1,4 % niedriger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 war der Umsatz kalenderbereinigt 1,9 % niedriger.

Für November 2025 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Anstieg von 2,9 % gegenüber Oktober 2025 (vorläufiges Ergebnis: +2,7 %). Im Gesamtjahr 2025 war der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe kalenderbereinigt um 1,3 % niedriger als im Vorjahr.