'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap • Archiv21. Kalenderwoche 2026
Baustellen DVG-Umleitung Bahn-VRR


22. Kalenderwoche - Pfingstmontag, 25. - 31. Mai 2026

Neuer Quartierpark „Stadtpark Hochheide“: Eröffnung der ersten Teilflächen
Oberbürgermeister Sören Link eröffnet am Sonntag, 31. Mai 2026, um 12 Uhr, die ersten Teilflächen des neuen Quartierparks „Stadtpark Hochheide“. Mit den neuen Boulebahnen mit Picknicktisch sowie dem Kletterfelsen werden erstmals Bereiche des neuen Stadtparks für Bürgerinnen und Bürger zugänglich gemacht.

Im Anschluss findet ein geführter Rundgang statt, bei dem Einblicke in den aktuellen Projektstand sowie die weiteren Bauabschnitte erläutert werden. Parallel findet das Stadtteilfest Hochheide statt, das Menschen aus dem Stadtteil zusammenbringt und Raum für Austausch, Begegnung und gemeinschaftliches Miteinander bietet.

Hochheide: Mitglieder für neue Stadtteil-Jury gesucht
Für das Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt Duisburg Hochheide: Zusammen leben – zusammen wachsen“ richtet die Stadt Duisburg Verfügungsfonds ein, um die aktive Mitwirkung der Bewohnerinnen und Bewohner zu stärken und die Quartierszentren zu fördern.

Mit diesen Fonds können künftig Projekte unkompliziert finanziert werden, die das Miteinander im Stadtteil beleben oder den lokalen Gewerbestandort attraktiver gestalten. Das Besondere: Über die Vergabe der Gelder entscheidet eine lokale Jury aus Bürgerinnen und Bürgern, Gewerbetreibenden und weiteren Akteuren vor Ort. Für die Mitarbeit in der Verfügungsfonds-Jury suchen die Stadt Duisburg und das Quartiersbüro Hochheide interessierte und engagierte Personen, die sich um eine Position in der Jury bewerben.

Gesucht werden insgesamt fünf Personen und drei Stellvertreterinnen und Stellvertreter, die Lust haben, die Entwicklung ihres Stadtteils aktiv zu begleiten und mitzugestalten. Die Mitglieder entscheiden direkt über eingereichte Förderanträge für Hochheide und können eigene Anregungen und Ideen einbringen.

Die Jury tagt bis zu viermal im Jahr. Wer Interesse an einer Mitarbeit in der Verfügungsfonds-Jury hat, kann sich gerne bis zum 27. Mai 2026 beim Quartiersbüro in der Glückaufstraße 8 melden und das Bewerbungsformular ausfüllen. Das Quartiersbüro ist auch telefonisch unter 02066 4672470 oder per E-Mail an qm@du-hochheide.de für Rückfragen erreichbar. Öffnungszeiten sind dienstags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 16 Uhr.

"Gepflegten Abend!" am 28. Mai im Dietrich-Krins-Weber Zentrum
Familien müssen die Pflege immer häufiger selbst übernehmen, obwohl sie bereits mit Job, Kindern und Haushalt mehr als ausgelastet sind. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen stehen oft unter hohem zeitlichem und finanziellem Druck, während Pflegekräfte mit immer mehr Organisation und Belastung konfrontiert sind.

Landtagsabgeordneter Franbk Börnber (SPD): "Pflege wird zunehmend zum Armutsrisiko. Vor diesem Hintergrund möchten wir mit Thorsten Klute als Experte und Sprecher der Fraktion für Pflege und Gesundheit, mit den Menschen vor Ort ins Gespräch kommen. Wir wollen darüber sprechen, welche politischen Schritte jetzt notwendig sind, um die Pflege zukunftsfest aufzustellen. Denn wir möchten dafür sorgen, dass in der Pflege wieder mehr Zeit für den Menschen statt in Verwaltung und Bürokratie investiert wird. "
 
Der „Gepflegte Abend“ findet am 28.05.2026 um 18.00 Uhr im Dietrich-Krins-Weber Zentrum, Mevissenstr. 16 in 47059 Duisburg statt.

Spieleabend startet wieder in der Bezirksbibliothek Rheinhausen
Der nächste Spieleabend in der Rheinhauser Bezirksbibliothek startet am Freitag, 29. Mai, um 19 Uhr in den Räumlichkeiten an der Händelstraße 6. Wer gerne Spiele spielt, ist herzlich willkommen. Snacks und Getränke dürfen mitgebracht werden.

Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Fragen beantwortet das Team der Bibliothek vor Ort sowie telefonisch unter 02065 905-4235. Die Bezirksbibliothek ist dienstags bis freitags von 10.30 bis 13 Uhr und von 14 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

Tag der offenen Tür beim Johanniter-Stift Duisburg & Tagespflege
Sie möchten das Johanniter-Stift und die Tagespflege näher kennenlernen? Wir öffnen unsere Türen – schauen Sie vorbei!
• Führung durch Einrichtung & Garten
• Besichtigung einer Musterwohnung im „Betreuten Wohnen“ oder Einzelzimmer im vollstationären Bereich
• Allgemeine Informationen zu den Wohnformen
• Vereinbarung von persönlichen Beratungsterminen
Die Cafeteria hat ab 14.30 Uhr regulär geöffnet Freuen Sie sich auf eine Auswahl an Getränken, Kuchen, Eis und frisch gebackenen Waffeln & begleitender Klaviermusik 29. Mai 2026 14.00 – 17.00 Uhr Treffpunkt: Foyer Wildstraße 10, 47057 Duisburg

Evangelisches Kirchenparlament tagt in Meiderich am 29. und 30. Mai
Die Duisburger Synode, das höchste Gremium des Evangelischen Kirchenkreises, tagt am 29. und 30. Mai im Meidericher Gemeindezentrum, Auf dem Damm 8. Für die Synodalen - die gewählten Vertreterinnen und Vertreter aus den Gemeinden und berufene Mitglieder - und Gäste beginnt die Tagung am Freitag, 29. Mai, um 18 Uhr mit einem Abendmahlsgottesdienst und einer Predigt von Pfarrerin Lisa Federl; die anschließenden Beratungen werden gegen 21 Uhr unterbrochen und am nächsten Tag um 9 Uhr fortgesetzt.  

Auf der Tagesordnung stehen u.a. Berichte der Gemeinden zum Sachstand Treibhausgasneutralität, Infos zur Pfarrstellenrahmenplanung im Kirchenkreis und ein Absichtsbeschluss, das Evangelische Bildungswerk in eine gGmbH zu überführen. Zudem stellen Beauftragte der rheinischen Landeskirche Möglichkeiten vor, wie Gemeinden, Einrichtungen und Kirchenkreis beim bundesweiten Evangelischen Kirchentag 2027 in Düsseldorf mitwirken können. 

Die Tagung ist öffentlich; Interessierte sind herzlich zur Feier des Gottesdienstes und zur Teilnahme an der gesamten Synodentagung eingeladen. Infos zum Evangelischen Kirchenkreis Duisburg, den Gemeinden und Einrichtungen gibt es im Netz unter www.kirche-duisburg.de. Stichwort Kreissynode: Die Kreissynode leitet den Kirchenkreis.

Die Kreissynode setzt sich zusammen aus Pfarrerinnen und Pfarrer, gewählten Presbyterinnen und Presbyter, die von den einzelnen Kirchengemeinden als Delegierte entsandt werden, sowie berufenen Mitgliedern. Laut Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland dürfen Theologen in einer Kreissynode nicht in der Mehrzahl sein. Die Kreissynode trifft sich in der Regel zweimal im Jahr und tagt ein oder zwei Tage.

Synoden-Tagung im November 2025 im Gemeindezentrum Duisburg-Meiderich (Foto: Rolf Schotsch).

Das Ruhrgebiet spricht: Bürgerdialog in Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen startet in die zweite Auflage
Muss es wieder eine Wehrpflicht geben? Macht dir KI Angst? Was macht dir Mut? – Vier Ruhrgebietsstädte laden zum Gespräch ein mit jemandem, den man noch nicht kennt – die Anmeldung für den Bürgerdialog „Das Ruhrgebiet spricht“ startet am 1. Juni.

„Muss es wieder eine allgemeine Wehrpflicht geben? Machen dir die Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz Angst? Was macht dir Mut?" – diese Fragen bewegen viele. In einer Welt, die zunehmend polarisiert wirkt, gibt „Das Ruhrgebiet spricht" eine konkrete Antwort: Ab dem 1. Juni startet nach der Premiere im vergangenen Jahr wieder die Online-Anmeldung für das große Bürgerdialogprojekt, das Menschen mit unterschiedlichen Meinungen an zentralen Orten mitten in Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen zusammenbringt. Das Ziel: miteinander zu reden – statt übereinander.

Das Projekt lädt dazu ein, Lust auf echten Austausch zu entwickeln. „Wie oft reden wir wirklich mit jemandem, den wir nicht kennen und der anders denkt als wir?", fragen die Initiatoren. „Das Ruhrgebiet spricht" macht genau das möglich: Es fördert ehrliche Gespräche zwischen Menschen mit gegensätzlichen Meinungen. Dabei geht es nicht darum, zu überzeugen, sondern einander besser zu verstehen. „Zuhören verbindet – und Verständigung ist möglich", so die Überzeugung der Projektverantwortlichen.

Die Teilnahme ist bewusst einfach gehalten: Ein paar kurze Fragen online beantworten, wie man zu Themen und Problemen unserer Zeit steht: von Sicherheit in der eigenen Stadt über den Wohnungsmarkt bis zu Klimawandel und KI. Ein intelligenter Algorithmus findet anschließend die Person, mit der die spannendste Unterhaltung zu erwarten ist, weil sie ganz anders denkt.

Pfarrer Winterberg im Gespräch mit Josip Sosic von der VHS Duisburg, die den Aktionstag in Duisburg mit unterstützt hat - Foto: Bartosz Galus

Das persönliche Eins-zu-eins-Gespräch findet dann am Samstag, 11. Juli, von 11 bis 12:30 Uhr in den vier größten Städten des Ruhrgebiets statt. An öffentlichen Orten, unter vier Augen und doch zusammen. Vorkenntnisse oder Vorbereitung sind nicht nötig, außer sich offen und unvoreingenommen auf ein echtes Gespräch einzulassen.

Die Gespräche finden an den nachfolgenden zentralen öffentlichen Orten statt – wobei sich natürlich auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus anderen Städten und Kommunen des Ruhrgebiets anmelden können:
Bochum: rund um die Pauluskirche in der Innenstadt
Dortmund: auf dem Opernvorplatz des Theaters Dortmund
Duisburg: auf der Wiese hinter der Salvatorkirche
Essen: rund um die Marktkirche in der Innenstadt

Dass das Projekt berührt, zeigen die Stimmen derer, die bei der Premiere 2025 dabei waren: „Ich habe mit einer Person gesprochen, die ich sonst nie getroffen hätte. Das war total bereichernd, weil es meinen Kosmos erweitert hat.“ – Eine andere Teilnehmerin berichtet: „Die Zeit verging wie im Flug, wir hätten noch viel länger sprechen können.

Das hätte ich nicht gedacht.“ – Und: „Ich habe gemerkt, wie sehr wir in unserer eigenen Bubble stecken und wie gut der Austausch über Stadtgrenzen hinweg ist, um Demokratie zu leben." - „Wir freuen uns über die große Unterstützung von starken Partnern aus der gesamten Region, die dieses Projekt überhaupt erst ermöglichen. Gemeinsam arbeiten wir daran, dass starke Verbindungen zwischen den Menschen im Ruhrgebiet entstehen und der Dialog unsere Gesellschaft stärkt“, so die Organisatoren des Projekts.

Anmeldung und weitere Informationen
Die Anmeldung ist vom 1. Juni bis zum 7. Juli einfach online möglich. Teilnehmen können alle ab einem Alter von 16 Jahren. Alle Details und der Link zur Registrierung stehen auf der Homepage dasruhrgebietspricht.de

Stichwort: „Das Ruhrgebiet spricht“
„Das Ruhrgebiet spricht" ist ein gemeinsames Projekt der evangelischen City- und Stadtkirchen in Bochum, Dortmund (in Kooperation mit der Diakonie und dem Theater Dortmund), Duisburg und Essen. In ihren Innenstädten setzen sie sich ein für das Gemeinwohl, eine pluralitätsfähige Spiritualität und eine weltoffene Kultur an den Schnittstellen von Kirche und Gesellschaft. In Kooperation mit dem ZEIT Verlag fand das Dialogprojekt 2025 erstmals statt.

Es ist eine Adaption des erfolgreichen Formats „Deutschland spricht" der ZEIT Verlagsgruppe. Seit 2017 haben sich bereits mehr als 90.000 Menschen für das Gesprächsformat angemeldet. Davon inspiriert, setzen sich die evangelischen Kirchen für eine Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der demokratischen Gesprächskultur im Ruhrgebiet ein. Mehr als 40 Partner*innen in den vier Städten und der Region unterstützen das Projekt, in Kooperation mit dem Theater Dortmund und der Diakonie Dortmund und Lünen.

Kontakte für Rückfragen
Verantwortlich: Jan Vicari, Citykirchenpfarrer an der Marktkirche Essen / Evangelische Kirche in Essen, mobil 015227521695, jan.vicari(at)ekir.de

Lokale Kontakte vor Ort
Ev. Kirchenkreis Bochum: Pfarrer Constantin Decker, constantin.decker(at)ekvw.de
Ev. Kirchenkreis Dortmund: Pfarrerin Susanne Karmeier, karmeier(at)sanktreinoldi.de
Ev. Kirchenkreis Duisburg: Pfarrer Martin Winterberg, martin.winterberg(at)ekir.de
Ev. Kirchenkreis Essen: Referat für Öffentlichkeitsarbeit, 0201 2205-221, info(at)evkirche-essen.de


Was Gärtnern mit dem Körper macht
Gartenbauexperte erklärt, warum Gartenarbeit mehr sein kann als nur ein Hobby
Die Gartensaison ist da: Beete werden gepflegt, Gemüse gepflanzt, Stauden gegossen. Viele verbringen jetzt jede freie Minute draußen. Und das lohnt sich nicht nur für die Pflanzen. Studien zeigen: Gartenarbeit wirkt nachweislich positiv auf Körper und Psyche.

Was dabei im Körper passiert, haben Forscher der Universität Wageningen gemessen: Sie setzten Teilnehmende zunächst gezielt unter Stress – und ließen sie danach entweder gärtnern oder lesen. Nach 30 Minuten war der Cortisolspiegel in der Gartengruppe deutlich stärker gesunken. Die Stimmung hatte sich vollständig erholt. In der Lesegruppe verschlechterte sie sich weiter.


Wer drei- bis viermal pro Woche eine Stunde gärtnert, erfüllt ganz nebenbei die Bewegungsempfehlungen der WHO. (Quelle: pixabay)

„Gartenarbeit ist eine der wenigen Aktivitäten, bei denen Bewegung, frische Luft und ein sichtbarer Erfolg ganz natürlich zusammenkommen“ sagt Dr. Lutz Popp, Gartenbauexperte des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege (BLGL). „Viele Menschen unterschätzen, was eine Stunde im Garten mit ihrem Körper macht."

Graben, gießen, jäten
Sportmedizinisch zählt Gartenarbeit zur moderaten körperlichen Aktivität – vergleichbar mit zügigem Spazierengehen oder lockerem Radfahren. „Die meisten Menschen merken gar nicht, wie viel sie sich im Garten bewegen. Sie sind einfach beschäftigt.", sagt Dr. Popp. Wer drei- bis viermal pro Woche eine Stunde gärtnert, erfüllt damit also ganz nebenbei auch die Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation.

Das sagt die Forschung
Einen der stärksten Belege liefert eine randomisierte Kontrollstudie der University of Colorado, die 2023 im Lancet Planetary Health veröffentlicht wurde. 291 Erwachsene wurden über eine Gartensaison begleitet – die eine Hälfte erhielt eine Parzelle in einem Gemeinschaftsgarten, die andere blieb auf der Warteliste. Das Ergebnis: Wer gärtnerte, bewegte sich täglich mehr – und berichtete gleichzeitig von deutlich weniger Stress und innerer Unruhe. Besonders ausgeprägt war der Effekt bei Menschen, die zu Beginn der Studie stark belastet waren.

Bloß keinen Stress
Wer sich allerdings nun davon verleiten lässt, den „perfekten“ Garten herzurichten, arbeitet gegen den angestrebten Effekt. Intensive Aufräumaktionen erzeugen unnötigen Aufwand statt Erholung und zerstören noch dazu wertvolle Lebensräume für Wildbienen, Käfer oder Igel. „Ein Garten muss nicht geschniegelt sein, um gepflegt zu wirken. Wer Strukturen wie Totholzecken und Blühinseln erhält, trägt zur Artenvielfalt bei und nimmt sich selbst den Druck, ständig hinterherarbeiten zu müssen", sagt Dr. Popp.

Höhere Inflation durch Preisschock beim Öl trifft weiterhin Familien am stärksten
Als Folge des Iran-Kriegs ist die Inflationsrate in Deutschland im April auf 2,9 Prozent gestiegen – 0,2 Prozentpunkte mehr als im März. Der Anstieg ist dabei weitestgehend auf den Preisschock bei Kraftstoffen und Heizöl zurückzuführen, der sich bislang noch nicht auf die Preise für Nahrungsmittel und andere Waren und Dienstleistungen übertragen hat.

Auch die Verbraucherpreise beim Gas wiesen im April wegen längerfristiger Verträge noch keine besondere Preisdynamik auf, obwohl die Weltmarktpreise deutlich angezogen haben. Die Kraftstoffpreise prägen die haushaltsspezifischen Inflationsraten: Familien, und insbesondere die mit niedrigen und mittleren Einkommen, sind derzeit von der neuen Teuerungswelle besonders stark betroffen, weil in ihren Warenkörben Ausgaben für Auto-Kraftstoffe ein relativ hohes Gewicht haben.

So war im Vergleich von neun repräsentativen Haushaltstypen, die sich nach Zahl und Alter der Mitglieder sowie nach dem Einkommen unterscheiden, im April die Inflationsrate von Paarfamilien mit mittleren bzw. geringen Einkommen mit 3,0 bzw. 2,9 Prozent am höchsten. Darauf folgten Alleinerziehende mit mittleren Einkommen und Paarfamilien mit hohen Einkommen (je 2,8 Prozent).

Die niedrigste Teuerung verzeichneten Alleinlebende mit niedrigen Einkommen (2,1 Prozent), weil diese oft kein Auto besitzen. Alle weiteren untersuchten Haushaltstypen lagen mit Raten von 2,5 bis 2,7 Prozent dazwischen. Zu diesem Ergebnis kommt der neue IMK Inflationsmonitor.*



Obwohl die Inflation durch den Krieg der USA und Israels gegen den Iran deutlich verstärkt wurde, ist die aktuelle Teuerungsdynamik weit entfernt von der nach dem russischen Angriff auf die Ukraine, zeigt Studienautorin Dr. Silke Tober anhand eines Vergleichs mit Daten aus dem April 2022. Damals lag die haushaltsspezifische Inflationsrate bei Paarfamilien mit niedrigen bzw. mittleren Einkommen bei 7,5 Prozent bzw. 7,3 Prozent, Alleinlebende mit niedrigen Einkommen mussten vor vier Jahren eine Preissteigerung von 6,5 Prozent schultern.

Ein wichtiger Grund für den Unterschied ist, dass der Überfall auf die Ukraine, eine wichtige Exporteurin von Nahrungsmitteln, kurzfristig weltweit die Preise für Agrarrohstoffe hochschnellen ließ. Nahrungsmittel zählen, ebenso wie Haushaltsenergie, zu den Gütern des Grundbedarfs, für die Haushalte mit niedrigen bis mittleren Einkommen einen vergleichsweise großen Anteil ihres Konsumbudgets ausgeben müssen.

Der Krieg gegen den Iran und die Blockade der Straße von Hormus dürfte sich hingegen indirekt und langsamer auswirken über höhere Energie-, Transport und Düngemittelpreise. Wie groß der preistreibende Effekt wird, hängt entscheidend von der Dauer des Krieges ab, betont die IMK-Inflationsexpertin: „Noch bleibt ein bis zum Sommer begrenzter Höhenflug der Rohöl- und Erdgaspreise ein realistisches Szenario“, schreibt Tober. Ziehe sich der Konflikt hingegen länger hin, „könnte jedoch auch der Iran-Krieg einen größeren und breiter angelegten Angebotsschock bewirken mit schwerwiegenderen negativen Auswirkungen auf die Inflation und die wirtschaftliche Aktivität“, warnt die Ökonomin.

Vor diesem Hintergrund müssten die Regierungen in Deutschland und den anderen Ländern des Euroraums vorbereitet sein, um bei Bedarf rasch Maßnahmen zu ergreifen, die die Bevölkerung entlasten. Der „Tankrabatt“ habe seine Berechtigung, weil er neben Privathaushalten auch Unternehmen entlaste und zugleich die gemessene Inflation reduziere. Setze sich der Preisauftrieb noch deutlich länger fort, sei jedoch mehr notwendig.

Zu den sinnvollen möglichen Ansätzen zählt Tober eine – im Vorfeld mit den Tarifparteien abgestimmte – Neuauflage der abgaben- und steuerfreien Inflationsausgleichsprämie, eine temporäre Entkopplung des Strompreises vom Gaspreis, für die das IMK kürzlich einen Vorschlag gemacht hat (Link unten), sowie die Vorbereitung von im Bedarfsfall schnell einsetzbaren „Blaupausen“ für weitere Energiepreisbremsen und Übergewinnsteuern. Darüber hinaus seien Maßnahmen erforderlich, die den Verbrauch fossiler Energien gezielt senken, etwa ein Tempolimit auf Autobahnen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) habe „umsichtig agiert“, als sie im April auf eine Zinserhöhung verzichtete, betont die IMK-Inflationsexpertin. „Denn die hohen Energiepreise belasten die Wirtschaft und insbesondere die angeschlagene Industrie, die zudem die US-Zölle, die kräftige Euro-Aufwertung im vergangenen Jahr und die starke Konkurrenz auf den Weltmärkten durch chinesische Unternehmen zu verkraften hat.“ Generell werde es für die Zentralbank leichter, weiter abzuwarten, wenn es gelinge, den Anstieg der Verbraucherpreise durch staatliche Maßnahmen zu bremsen.

Begabtenförderung für mehr Bildungsgerechtigkeit – Bewerbungen möglich
Knapp 73 Prozent der Studien-Stipendiat*innen der Hans-Böckler-Stiftung kommen aus nicht-akademischen Familien

Knapp 73 Prozent der Stipendiat*innen, die die Hans-Böckler-Stiftung im Jahr 2025 bei ihrem Studium gefördert hat, besuchen als erste in ihrer Familie eine Hochschule. 2019 lag der Anteil der Erstakademiker*innen unter den Geförderten noch bei knapp 58 Prozent, 2022 waren es gut 68 Prozent. Damit hat die Begabtenförderung der Stiftung ihren Beitrag zu gleichen Bildungschancen weiter verstärkt. Denn generell ist in Deutschland die soziale Herkunft noch immer prägend für die Bildungskarriere junger Menschen.

Foto Hans-Böckler-Stiftung

Bei allen Bildungsübergängen, sowohl auf dem Weg zum Abitur als auch an die Hochschule, ist die Quote von Kindern aus Akademiker*innenfamilien viel höher als von Kindern aus nicht-akademischen Familien. So beginnen laut dem Hochschul-Bildungs-Report 27 Prozent der Kinder aus nicht-akademischen Haushalten ein Studium. Bei Akademiker*innenkindern sind es dagegen 79 Prozent. Und während 43 Prozent der Kinder aus Akademiker*innenhaushalten erfolgreich den Master abschließen, sind es unter Kindern aus Nichtakademiker*innenhaushalten lediglich elf Prozent.

„Wir engagieren uns seit vielen Jahren für mehr Bildungsgerechtigkeit, indem wir junge Talente unterstützen, die unter oft erschwerten Bedingungen Außergewöhnliches leisten“, sagt Ralf Richter, Direktor Begabtenförderung der Hans-Böckler-Stiftung. „Wir hören immer wieder von Geförderten, dass sie trotz guter Noten in der Schule ohne ein Stipendium wahrscheinlich kein Studium aufgenommen hätten.“

Dahinter stehen oft finanzielle Gründe – knapp 80 Prozent der Böckler-Stipendiat*innen haben einen Anspruch auf BAföG, das sie anders als ein Stipendium allerdings zurückzahlen müssten. Hinzu kommen weniger Berührungspunkte zum und Einstiegshürden beim Studium, wenn noch niemand in der Familie Hochschul-Erfahrung hatte. Auch hier unterstützt die Begabtenförderung durch ihre „ideelle Förderung“ mit zahlreichen Seminaren sowie der Vernetzung mit anderen Studierenden in den Böckler-Stipendiat*innengruppen in vielen Städten.

Wie das zu mehr Vielfalt an den Hochschulen beiträgt, zeigen weitere aktuelle Daten: Mehr als 40 Prozent der Geförderten haben eine familiäre oder persönliche Einwanderungsgeschichte. Das entspricht nach Daten des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung ungefähr dem Anteil in der jüngeren Bevölkerung in Deutschland, liegt aber über dem Anteil unter allen Studierenden. Gleichzeitig liegt die Quote der Böckler-Stipendiat*innen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in Ostdeutschland erworben haben, leicht über dem Anteil unter allen Studierenden an deutschen Hochschulen. Und: Ein Viertel der Geförderten haben ihre Hochschulzugangsberechtigung auf dem zweiten oder dritten Bildungsweg erlangt.

Aktuell fördert die Hans-Böckler-Stiftung knapp 3000 Stipendiat*innen beim Studium, bei einer Promotion, sowie seit 2024 auch Auszubildende über ein vom Bundesministerium für Forschung, Technik und Raumfahrt (BMFTR) gefördertes Sonderprojekt. Für die Begabtenförderung erhält die Hans-Böckler-Stiftung zweckgebunden Geld vom BMFTR, so wie die anderen öffentlich geförderten deutschen Begabtenförderwerke auch.

Die Mittel dafür werden im Deutschen Bundestag beraten und beschlossen und über den Einzelplan 30 (BMFTR) des Bundeshaushaltes bereitgestellt. Im Kalenderjahr 2024 erhielt die Stiftung rund 33,4 Millionen Euro. Sowohl das Ministerium als auch der Bundesrechnungshof überwachen, dass mit diesen Mitteln ausschließlich die Stipendien, die Betreuung der Stipendiat*innen und der dafür nötige personelle Aufwand finanziert werden. Für die ideelle Förderung (u.a. Seminare, Studienreisen, Auslandsakademien) der Stipendiat*innen wendet die Stiftung darüber hinaus zusätzlich jedes Jahr erhebliche Eigenmittel auf.



Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2026
Wirtschaftsleistung um 0,3 % höher als im Vorquartal
Bruttoinlandsprodukt (BIP), 1. Quartal 2026
+0,3 % zum Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt)
+0,5 % zum Vorjahresquartal (preisbereinigt)
+0,4 % zum Vorjahresquartal (preis- und kalenderbereinigt)

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 1. Quartal 2026 gegenüber dem 4. Quartal 2025 – preis-, saison- und kalenderbereinigt – um 0,3 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, bestätigte sich damit das Ergebnis der Schnellmeldung vom 30. April 2026. "Nach dem leichten Wachstum zum Jahresende 2025 ist die deutsche Wirtschaft auch positiv ins Jahr 2026 gestartet", sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. "Vor allem die Exporte stiegen zu Jahresbeginn deutlich und stützten die Wirtschaftsleistung", so Brand weiter.



Exporte im Plus, auch staatlicher Konsum zum Vorquartal gestiegen Der Handel mit dem Ausland nahm im 1. Quartal 2026 preis-, saison- und kalenderbereinigt kräftig zu: So wurden insgesamt 3,3 % mehr Waren und Dienstleistungen exportiert, nachdem im 4. Quartal 2025 noch ein Rückgang der Ausfuhren zu verzeichnen war.

Zur positiven Entwicklung zu Jahresbeginn trugen etwa die gestiegenen Exporte von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen sowie Metallen bei. Die Importe erhöhten sich zu Jahresbeginn insgesamt nur leicht (+0,1 %). Wie schon in den Quartalen zuvor nahmen die preis-, saison- und kalenderbereinigten Konsumausgaben insgesamt zu, sie stiegen um 0,4 % im Vergleich zum 4. Quartal 2025.

Dabei erhöhte der Staat seine Konsumausgaben mit +1,1 % deutlich. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte übertrafen dagegen das Niveau des 4. Quartals 2025 nicht. Sie entwickelten sich den neuesten Berechnungen zufolge, gestützt auf eine breitere Datengrundlage, etwas schwächer als noch bei der BIP-Schnellmeldung vom 30. April 2026 angenommen.

Die Bruttoanlageinvestitionen gingen im 1. Quartal 2026 preis-, saison- und kalenderbereinigt deutlich zurück (-1,5 %), nachdem sie Ende 2025 noch gestiegen waren. Die Investitionen in Ausrüstungen – also vor allem in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – sanken um 1,2 %, was auf schwächere staatliche Ausrüstungsinvestitionen zurückzuführen ist.

Die Investitionen in Bauten nahmen mit -2,5 % noch stärker ab. Dies ist vor allem der ungewöhnlich kalten Witterung im Januar und Februar geschuldet, die den Baufortschritt bremste.

Bruttowertschöpfung im 1. Quartal 2026 erneut leicht gewachsen
Die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung stieg im 1. Quartal 2026 mit +0,1 % leicht an, nachdem sie im 4. Quartal 2025 bereits um 0,3 % zugelegt hatte. Das Verarbeitende Gewerbe konnte die Wertschöpfung preis-, saison- und kalenderbereinigt im 1. Quartal 2026 mit +0,7 % deutlich steigern.

Insbesondere in den Bereichen Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen sowie Sonstiger Fahrzeugbau nahmen die preisbereinigten Umsätze im Vorquartalsvergleich zu. In der Herstellung von Metallerzeugnissen sowie im Maschinenbau sank die Wirtschaftsleistung dagegen.

Das Baugewerbe verzeichnete ebenfalls einen Rückgang gegenüber dem Vorquartal (-0,6 %), auch aufgrund der ungünstigen Witterung zu Jahresbeginn. In den meisten Dienstleistungsbereichen änderte sich die Wertschöpfung gegenüber dem Vorquartal kaum. Während die Unternehmensdienstleister und die Sonstigen Dienstleister leicht im Minus waren, konnten der Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe, der Bereich Information und Kommunikation sowie die Finanz- und Versicherungsdienstleister ihre preis-, saison- und kalenderbereinigte Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2026 steigern.

Bei den Öffentlichen Dienstleistern, Erziehung, Gesundheit war die Bruttowertschöpfung im Vorquartalsvergleich nahezu unverändert. Bruttoinlandsprodukt im Vorjahresvergleich gestiegen Im Vorjahresvergleich war das BIP im 1. Quartal 2026 preisbereinigt um 0,5 % höher als im 1. Quartal 2025. Preis- und kalenderbereinigt war der Anstieg geringer (+0,4 %).

Konsumausgaben gegenüber dem Vorjahr im Plus, Bauinvestitionen gesunken
Die preisbereinigten Konsumausgaben nahmen auch im 1. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal zu, sie stiegen um 1,6 %. Darunter entwickelten sich sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben positiv. Die Ausgaben der privaten Haushalte stiegen um 0,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Beim Staatskonsum trugen vor allem höhere Ausgaben des Bundes zu einem kräftigen Zuwachs von 3,5 % bei. Die preisbereinigten Investitionen in Ausrüstungen nahmen ebenfalls im Vergleich zum 1. Quartal 2025 zu (+0,5 %). Darunter entwickelten sich vor allem die gewerblichen Pkw-Zulassungen sehr positiv. Aber auch die Investitionen des Staates, die investive Ausgaben im Verteidigungsbereich einschließen, waren höher als im Vorjahr.

In Bauten wurde hingegen deutlich weniger investiert als im Vorjahreszeitraum (-3,3 %). Gebremst wurde die Bautätigkeit vor allem von der schlechten Witterung zu Jahresbeginn. Die Entwicklung im Außenhandel war im 1. Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal zweigeteilt: Die Exporte sanken insgesamt preisbereinigt um 0,3 %. Dies ging auf geringere Dienstleistungsausfuhren zurück (-2,4 %), vor allem in den Bereichen sonstige unternehmensbezogene Dienstleistungen (u. a. Forschung und Entwicklung, Freiberufliche Dienstleistungen und Managementberatungsleistungen) und Transportdienstleistungen.

Die Ausfuhr von Waren überschritt hingegen das Niveau des Vorjahres leicht (+0,4 %), was unter anderem auf stärkere Exporte von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektrischen Ausrüstungen zurückzuführen war. Die Importe nahmen um 1,7 % zu. Auch hier wurden weniger Dienstleistungen gehandelt (-3,2 %). So gingen etwa die Importe von Telekommunikations-, EDV- und Informationsdienstleistungen sowie sonstigen unternehmensbezogenen Dienstleistungen zurück.

Die Einfuhr von Waren (+3,8 %) lag hingegen deutlich höher als im Vorjahresquartal. Insbesondere die Importe von Kraftwagen und Kraftwagenteilen nahmen zu. Bruttowertschöpfung im Vorjahresvergleich in fast allen Bereichen im Plus Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung insgesamt nahm im 1. Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,5 % zu.

Das Verarbeitende Gewerbe konnte seine Wertschöpfung im Vorjahresvergleich im 1. Quartal 2026 leicht steigern (+0,1 %), nachdem sie bereits im 4. Quartal 2025 angestiegen war. Besonders die Kokerei und Mineralölverarbeitung sowie der Sonstige Fahrzeugbau verzeichneten Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahr, während die Herstellung von chemischen Erzeugnissen und der Maschinenbau Rückgänge hinnehmen mussten.

Dagegen konnten beinahe alle Dienstleistungsbereiche ihre wirtschaftliche Leistung gegenüber dem Vorjahresquartal ausweiten. Besonders deutlich waren die Zuwächse der preisbereinigten Wertschöpfung im Bereich Information und Kommunikation mit +2,0 % sowie bei den Öffentlichen Dienstleistern, Erziehung, Gesundheit mit +1,8 %. Einen Rückgang verzeichneten lediglich die Finanz- und Versicherungsdienstleister (-1,2 %).

Im Baugewerbe setzte sich die bereits mehr als vier Jahre anhaltende negative Entwicklung der Bruttowertschöpfung im Vergleich zum Vorjahr fort (-4,4 %). Dabei verzeichneten sowohl das Bauhauptgewerbe als auch das Ausbaugewerbe Produktionsrückgänge im 1. Quartal 2026. Erwerbstätigkeit deutlich gesunken Die Wirtschaftsleistung wurde im 1. Quartal 2026 von rund 45,6 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 157 000 Personen (-0,3 %) weniger als im 1. Quartal 2025.

Dabei wurden die kräftigen Rückgänge im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe nicht vom leichten Anstieg der Erwerbstätigkeit in den Dienstleistungsbereichen kompensiert (siehe Pressemitteilung Nr. 167 vom 19. Mai 2026). Die durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person stiegen nach ersten vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im 1. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,3 %.

Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also das Produkt aus der gesunkenen Erwerbstätigenzahl und den gestiegenen geleisteten Stunden je erwerbstätiger Person – blieb im gleichen Zeitraum unverändert. Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität – gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigenstunde – nahm nach vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,5 % zu. Je Erwerbstätigen gerechnet war sie um 0,8 % höher als vor einem Jahr.

Konsum und Einkommen steigen in gleichem Maß, Sparquote unverändert zum Vorjahr In jeweiligen Preisen war sowohl das BIP als auch das Bruttonationaleinkommen im 1. Quartal 2026 um 3,2 % höher als ein Jahr zuvor. Das Volkseinkommen wuchs um 3,4 % gegenüber dem 1. Quartal 2025.

Dabei nahmen die Unternehmens- und Vermögenseinkommen mit +2,1 % weniger stark zu als das Arbeitnehmerentgelt. Dieses erhöhte sich mit +3,9 % jedoch schwächer als in den Quartalen zuvor, was zum einen auf den Rückgang der Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (-0,3 %) zurückzuführen ist, zum anderen auf geringere Steigerungen bei den Sozialbeiträgen der Arbeitgeber (+3,5 %). Je Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer erhöhten sich die durchschnittlichen Bruttolöhne und -gehälter im 1. Quartal 2026 um +4,3 % im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Hierbei spielte die Entwicklung der Sonderzahlungen, zu denen auch Abfindungen zählen, eine Rolle. Netto stieg die Lohnsumme insgesamt mit +3,9 % etwas schwächer als die Bruttolohnsumme (+4,0 %). Dies lag an einer leicht überdurchschnittlichen Entwicklung der Sozialbeiträge der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (+4,2 %) sowie der Lohnsteuer (+4,3 %).

Da der Konsum der privaten Haushalte in jeweiligen Preisen im 1. Quartal 2026 gegenüber dem 1. Quartal 2025 in gleichem Maße zulegte wie ihr gesamtwirtschaftliches Einkommen (jeweils +3,3 %), befand sich die Sparquote mit 12,6 % auf demselben Niveau wie im Vorjahr.

Die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich
Zu Jahresbeginn lag die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland leicht oberhalb des europäischen Durchschnitts: In der Europäischen Union (EU) insgesamt war die Wirtschaftsentwicklung im 1. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal mit +0,2 % etwas schwächer als in Deutschland (+0,3 %).

Von den anderen großen EU-Mitgliedstaaten verzeichnete Spanien mit +0,6 % das stärkste Wachstum des preis-, saison- und kalenderbereinigten BIP. In Italien (+0,2 %) stieg die Wirtschaftsleistung ebenfalls, in Frankreich stagnierte sie hingegen. In den USA fiel das BIP im Vergleich zum 4. Quartal 2025 um 0,5 % höher aus. Im preis-, saison- und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich nahm die Wirtschaftsleistung in Deutschland leicht um 0,3 % zu, während sie in der EU insgesamt deutlich um 1,0 % anstieg.