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Neuer Quartierpark „Stadtpark
Hochheide“: Eröffnung der ersten Teilflächen
Oberbürgermeister Sören Link eröffnet am Sonntag, 31. Mai 2026, um
12 Uhr, die ersten Teilflächen des neuen Quartierparks „Stadtpark
Hochheide“. Mit den neuen Boulebahnen mit Picknicktisch sowie dem
Kletterfelsen werden erstmals Bereiche des neuen Stadtparks für
Bürgerinnen und Bürger zugänglich gemacht.
Im Anschluss
findet ein geführter Rundgang statt, bei dem Einblicke in den
aktuellen Projektstand sowie die weiteren Bauabschnitte erläutert
werden. Parallel findet das Stadtteilfest Hochheide statt, das
Menschen aus dem Stadtteil zusammenbringt und Raum für Austausch,
Begegnung und gemeinschaftliches Miteinander bietet.
Hochheide: Mitglieder für neue
Stadtteil-Jury gesucht Für das Förderprogramm
„Sozialer Zusammenhalt Duisburg Hochheide: Zusammen leben – zusammen
wachsen“ richtet die Stadt Duisburg Verfügungsfonds ein, um die
aktive Mitwirkung der Bewohnerinnen und Bewohner zu stärken und die
Quartierszentren zu fördern.
Mit diesen Fonds können künftig
Projekte unkompliziert finanziert werden, die das Miteinander im
Stadtteil beleben oder den lokalen Gewerbestandort attraktiver
gestalten. Das Besondere: Über die Vergabe der Gelder entscheidet
eine lokale Jury aus Bürgerinnen und Bürgern, Gewerbetreibenden und
weiteren Akteuren vor Ort. Für die Mitarbeit in der
Verfügungsfonds-Jury suchen die Stadt Duisburg und das Quartiersbüro
Hochheide interessierte und engagierte Personen, die sich um eine
Position in der Jury bewerben.
Gesucht werden insgesamt fünf
Personen und drei Stellvertreterinnen und Stellvertreter, die Lust
haben, die Entwicklung ihres Stadtteils aktiv zu begleiten und
mitzugestalten. Die Mitglieder entscheiden direkt über eingereichte
Förderanträge für Hochheide und können eigene Anregungen und Ideen
einbringen.
Die Jury tagt bis zu viermal im Jahr. Wer
Interesse an einer Mitarbeit in der Verfügungsfonds-Jury hat, kann
sich gerne bis zum 27. Mai 2026 beim Quartiersbüro in der
Glückaufstraße 8 melden und das Bewerbungsformular ausfüllen. Das
Quartiersbüro ist auch telefonisch unter 02066 4672470 oder per
E-Mail an qm@du-hochheide.de für Rückfragen erreichbar.
Öffnungszeiten sind dienstags, mittwochs und donnerstags von 9 bis
16 Uhr.
"Gepflegten Abend!" am 28. Mai im
Dietrich-Krins-Weber Zentrum Familien müssen die Pflege
immer häufiger selbst übernehmen, obwohl sie bereits mit Job,
Kindern und Haushalt mehr als ausgelastet sind. Pflegebedürftige und
ihre Angehörigen stehen oft unter hohem zeitlichem und finanziellem
Druck, während Pflegekräfte mit immer mehr Organisation und
Belastung konfrontiert sind.
Landtagsabgeordneter Franbk
Börnber (SPD): "Pflege wird zunehmend zum Armutsrisiko. Vor diesem
Hintergrund möchten wir mit Thorsten Klute als Experte und Sprecher
der Fraktion für Pflege und Gesundheit, mit den Menschen vor Ort ins
Gespräch kommen. Wir wollen darüber sprechen, welche politischen
Schritte jetzt notwendig sind, um die Pflege zukunftsfest
aufzustellen. Denn wir möchten dafür sorgen, dass in der Pflege
wieder mehr Zeit für den Menschen statt in Verwaltung und Bürokratie
investiert wird. " Der „Gepflegte Abend“ findet am
28.05.2026 um 18.00 Uhr im Dietrich-Krins-Weber Zentrum,
Mevissenstr. 16 in 47059 Duisburg statt.
Spieleabend
startet wieder in der Bezirksbibliothek Rheinhausen
Der nächste Spieleabend in der Rheinhauser Bezirksbibliothek startet
am Freitag, 29. Mai, um 19 Uhr in den Räumlichkeiten an der
Händelstraße 6. Wer gerne Spiele spielt, ist herzlich willkommen.
Snacks und Getränke dürfen mitgebracht werden.
Der Eintritt
ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Fragen
beantwortet das Team der Bibliothek vor Ort sowie telefonisch unter
02065 905-4235. Die Bezirksbibliothek ist dienstags bis freitags von
10.30 bis 13 Uhr und von 14 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 10 bis
13 Uhr geöffnet.
Tag der offenen Tür beim
Johanniter-Stift Duisburg & Tagespflege
Sie möchten
das Johanniter-Stift und die Tagespflege näher kennenlernen? Wir
öffnen unsere Türen – schauen Sie vorbei! • Führung durch
Einrichtung & Garten • Besichtigung einer Musterwohnung im
„Betreuten Wohnen“ oder Einzelzimmer im vollstationären Bereich
• Allgemeine Informationen zu den Wohnformen • Vereinbarung von
persönlichen Beratungsterminen Die Cafeteria hat ab 14.30 Uhr
regulär geöffnet Freuen Sie sich auf eine Auswahl an Getränken,
Kuchen, Eis und frisch gebackenen Waffeln & begleitender
Klaviermusik 29. Mai 2026 14.00 – 17.00 Uhr Treffpunkt: Foyer
Wildstraße 10, 47057 Duisburg
Evangelisches
Kirchenparlament tagt in Meiderich am 29. und 30. Mai
Die Duisburger Synode, das höchste Gremium des Evangelischen
Kirchenkreises, tagt am 29. und 30. Mai im Meidericher
Gemeindezentrum, Auf dem Damm 8. Für die Synodalen - die gewählten
Vertreterinnen und Vertreter aus den Gemeinden und berufene
Mitglieder - und Gäste beginnt die Tagung am Freitag, 29. Mai, um 18
Uhr mit einem Abendmahlsgottesdienst und einer Predigt von Pfarrerin
Lisa Federl; die anschließenden Beratungen werden gegen 21 Uhr
unterbrochen und am nächsten Tag um 9 Uhr fortgesetzt.
Auf
der Tagesordnung stehen u.a. Berichte der Gemeinden zum Sachstand
Treibhausgasneutralität, Infos zur Pfarrstellenrahmenplanung im
Kirchenkreis und ein Absichtsbeschluss, das Evangelische
Bildungswerk in eine gGmbH zu überführen. Zudem stellen Beauftragte
der rheinischen Landeskirche Möglichkeiten vor, wie Gemeinden,
Einrichtungen und Kirchenkreis beim bundesweiten Evangelischen
Kirchentag 2027 in Düsseldorf mitwirken können.
Die Tagung
ist öffentlich; Interessierte sind herzlich zur Feier des
Gottesdienstes und zur Teilnahme an der gesamten Synodentagung
eingeladen. Infos zum Evangelischen Kirchenkreis Duisburg, den
Gemeinden und Einrichtungen gibt es im Netz unter
www.kirche-duisburg.de. Stichwort Kreissynode: Die Kreissynode
leitet den Kirchenkreis.
Die Kreissynode setzt sich zusammen
aus Pfarrerinnen und Pfarrer, gewählten Presbyterinnen und
Presbyter, die von den einzelnen Kirchengemeinden als Delegierte
entsandt werden, sowie berufenen Mitgliedern. Laut Kirchenordnung
der Evangelischen Kirche im Rheinland dürfen Theologen in einer
Kreissynode nicht in der Mehrzahl sein. Die Kreissynode trifft sich
in der Regel zweimal im Jahr und tagt ein oder zwei Tage.

Synoden-Tagung im November 2025 im Gemeindezentrum
Duisburg-Meiderich (Foto: Rolf Schotsch).
Das
Ruhrgebiet spricht: Bürgerdialog in Bochum, Dortmund, Duisburg und
Essen startet in die zweite Auflage Muss es wieder eine
Wehrpflicht geben? Macht dir KI Angst? Was macht dir Mut? – Vier
Ruhrgebietsstädte laden zum Gespräch ein mit jemandem, den man noch
nicht kennt – die Anmeldung für den Bürgerdialog „Das Ruhrgebiet
spricht“ startet am 1. Juni.
„Muss es
wieder eine allgemeine Wehrpflicht geben? Machen dir die
Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz Angst? Was macht dir Mut?"
– diese Fragen bewegen viele. In einer Welt, die zunehmend
polarisiert wirkt, gibt „Das Ruhrgebiet spricht" eine konkrete
Antwort: Ab dem 1. Juni startet nach der Premiere im vergangenen
Jahr wieder die Online-Anmeldung für das große Bürgerdialogprojekt,
das Menschen mit unterschiedlichen Meinungen an zentralen Orten
mitten in Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen zusammenbringt. Das
Ziel: miteinander zu reden – statt übereinander.
Das Projekt
lädt dazu ein, Lust auf echten Austausch zu entwickeln. „Wie oft
reden wir wirklich mit jemandem, den wir nicht kennen und der anders
denkt als wir?", fragen die Initiatoren. „Das Ruhrgebiet spricht"
macht genau das möglich: Es fördert ehrliche Gespräche zwischen
Menschen mit gegensätzlichen Meinungen. Dabei geht es nicht darum,
zu überzeugen, sondern einander besser zu verstehen. „Zuhören
verbindet – und Verständigung ist möglich", so die Überzeugung der
Projektverantwortlichen.
Die Teilnahme ist bewusst einfach
gehalten: Ein paar kurze Fragen online beantworten, wie man zu
Themen und Problemen unserer Zeit steht: von Sicherheit in der
eigenen Stadt über den Wohnungsmarkt bis zu Klimawandel und KI. Ein
intelligenter Algorithmus findet anschließend die Person, mit der
die spannendste Unterhaltung zu erwarten ist, weil sie ganz anders
denkt.

Pfarrer Winterberg im Gespräch mit Josip Sosic von der VHS Duisburg,
die den Aktionstag in Duisburg mit unterstützt hat - Foto: Bartosz
Galus
Das persönliche Eins-zu-eins-Gespräch findet dann am
Samstag, 11. Juli, von 11 bis 12:30 Uhr in den vier größten Städten
des Ruhrgebiets statt. An öffentlichen Orten, unter vier Augen und
doch zusammen. Vorkenntnisse oder Vorbereitung sind nicht nötig,
außer sich offen und unvoreingenommen auf ein echtes Gespräch
einzulassen.
Die Gespräche finden an den nachfolgenden
zentralen öffentlichen Orten statt – wobei sich natürlich auch
Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus anderen Städten und Kommunen des
Ruhrgebiets anmelden können: Bochum: rund um die Pauluskirche in
der Innenstadt Dortmund: auf dem Opernvorplatz des Theaters
Dortmund Duisburg: auf der Wiese hinter der Salvatorkirche
Essen: rund um die Marktkirche in der Innenstadt
Dass das
Projekt berührt, zeigen die Stimmen derer, die bei der Premiere 2025
dabei waren: „Ich habe mit einer Person gesprochen, die ich sonst
nie getroffen hätte. Das war total bereichernd, weil es meinen
Kosmos erweitert hat.“ – Eine andere Teilnehmerin berichtet: „Die
Zeit verging wie im Flug, wir hätten noch viel länger sprechen
können.
Das hätte ich nicht gedacht.“ – Und: „Ich habe
gemerkt, wie sehr wir in unserer eigenen Bubble stecken und wie gut
der Austausch über Stadtgrenzen hinweg ist, um Demokratie zu leben."
- „Wir freuen uns über die große Unterstützung von starken Partnern
aus der gesamten Region, die dieses Projekt überhaupt erst
ermöglichen. Gemeinsam arbeiten wir daran, dass starke Verbindungen
zwischen den Menschen im Ruhrgebiet entstehen und der Dialog unsere
Gesellschaft stärkt“, so die Organisatoren des Projekts.
Anmeldung und weitere Informationen Die Anmeldung ist vom 1. Juni
bis zum 7. Juli einfach online möglich. Teilnehmen können alle ab
einem Alter von 16 Jahren. Alle Details und der Link zur
Registrierung stehen auf der Homepage dasruhrgebietspricht.de
Stichwort: „Das Ruhrgebiet spricht“ „Das Ruhrgebiet spricht"
ist ein gemeinsames Projekt der evangelischen City- und Stadtkirchen
in Bochum, Dortmund (in Kooperation mit der Diakonie und dem Theater
Dortmund), Duisburg und Essen. In ihren Innenstädten setzen sie sich
ein für das Gemeinwohl, eine pluralitätsfähige Spiritualität und
eine weltoffene Kultur an den Schnittstellen von Kirche und
Gesellschaft. In Kooperation mit dem ZEIT Verlag fand das
Dialogprojekt 2025 erstmals statt.
Es ist eine Adaption des
erfolgreichen Formats „Deutschland spricht" der ZEIT Verlagsgruppe.
Seit 2017 haben sich bereits mehr als 90.000 Menschen für das
Gesprächsformat angemeldet. Davon inspiriert, setzen sich die
evangelischen Kirchen für eine Stärkung des gesellschaftlichen
Zusammenhalts und der demokratischen Gesprächskultur im Ruhrgebiet
ein. Mehr als 40 Partner*innen in den vier Städten und der Region
unterstützen das Projekt, in Kooperation mit dem Theater Dortmund
und der Diakonie Dortmund und Lünen.
Kontakte für Rückfragen
Verantwortlich: Jan Vicari, Citykirchenpfarrer an der Marktkirche
Essen / Evangelische Kirche in Essen, mobil 015227521695,
jan.vicari(at)ekir.de
Lokale Kontakte vor Ort Ev.
Kirchenkreis Bochum: Pfarrer Constantin Decker,
constantin.decker(at)ekvw.de Ev. Kirchenkreis Dortmund: Pfarrerin
Susanne Karmeier, karmeier(at)sanktreinoldi.de Ev. Kirchenkreis
Duisburg: Pfarrer Martin Winterberg, martin.winterberg(at)ekir.de
Ev. Kirchenkreis Essen: Referat für Öffentlichkeitsarbeit, 0201
2205-221, info(at)evkirche-essen.de
Was
Gärtnern mit dem Körper macht Gartenbauexperte erklärt,
warum Gartenarbeit mehr sein kann als nur ein Hobby Die
Gartensaison ist da: Beete werden gepflegt, Gemüse gepflanzt,
Stauden gegossen. Viele verbringen jetzt jede freie Minute draußen.
Und das lohnt sich nicht nur für die Pflanzen. Studien zeigen:
Gartenarbeit wirkt nachweislich positiv auf Körper und Psyche.
Was dabei im Körper passiert, haben Forscher der Universität
Wageningen gemessen: Sie setzten Teilnehmende zunächst gezielt unter
Stress – und ließen sie danach entweder gärtnern oder lesen. Nach 30
Minuten war der Cortisolspiegel in der Gartengruppe deutlich stärker
gesunken. Die Stimmung hatte sich vollständig erholt. In der
Lesegruppe verschlechterte sie sich weiter.

Wer drei- bis viermal pro Woche eine Stunde gärtnert, erfüllt ganz
nebenbei die Bewegungsempfehlungen der WHO. (Quelle: pixabay)
„Gartenarbeit ist
eine der wenigen Aktivitäten, bei denen Bewegung, frische Luft und
ein sichtbarer Erfolg ganz natürlich zusammenkommen“ sagt Dr. Lutz
Popp, Gartenbauexperte des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau
und Landespflege (BLGL). „Viele Menschen unterschätzen, was eine
Stunde im Garten mit ihrem Körper macht."
Graben, gießen,
jäten Sportmedizinisch zählt Gartenarbeit zur moderaten
körperlichen Aktivität – vergleichbar mit zügigem Spazierengehen
oder lockerem Radfahren. „Die meisten Menschen merken gar nicht, wie
viel sie sich im Garten bewegen. Sie sind einfach beschäftigt.",
sagt Dr. Popp. Wer drei- bis viermal pro Woche eine Stunde gärtnert,
erfüllt damit also ganz nebenbei auch die Bewegungsempfehlungen der
Weltgesundheitsorganisation.
Das sagt die Forschung Einen
der stärksten Belege liefert eine randomisierte Kontrollstudie der
University of Colorado, die 2023 im Lancet Planetary Health
veröffentlicht wurde. 291 Erwachsene wurden über eine Gartensaison
begleitet – die eine Hälfte erhielt eine Parzelle in einem
Gemeinschaftsgarten, die andere blieb auf der Warteliste. Das
Ergebnis: Wer gärtnerte, bewegte sich täglich mehr – und berichtete
gleichzeitig von deutlich weniger Stress und innerer Unruhe.
Besonders ausgeprägt war der Effekt bei Menschen, die zu Beginn der
Studie stark belastet waren.
Bloß keinen Stress Wer sich
allerdings nun davon verleiten lässt, den „perfekten“ Garten
herzurichten, arbeitet gegen den angestrebten Effekt. Intensive
Aufräumaktionen erzeugen unnötigen Aufwand statt Erholung und
zerstören noch dazu wertvolle Lebensräume für Wildbienen, Käfer oder
Igel. „Ein Garten muss nicht geschniegelt sein, um gepflegt zu
wirken. Wer Strukturen wie Totholzecken und Blühinseln erhält, trägt
zur Artenvielfalt bei und nimmt sich selbst den Druck, ständig
hinterherarbeiten zu müssen", sagt Dr. Popp.
Höhere
Inflation durch Preisschock beim Öl trifft weiterhin Familien am
stärksten Als Folge des Iran-Kriegs ist die
Inflationsrate in Deutschland im April auf 2,9 Prozent gestiegen –
0,2 Prozentpunkte mehr als im März. Der Anstieg ist dabei
weitestgehend auf den Preisschock bei Kraftstoffen und Heizöl
zurückzuführen, der sich bislang noch nicht auf die Preise für
Nahrungsmittel und andere Waren und Dienstleistungen übertragen hat.
Auch die Verbraucherpreise beim Gas wiesen im April wegen
längerfristiger Verträge noch keine besondere Preisdynamik auf,
obwohl die Weltmarktpreise deutlich angezogen haben. Die
Kraftstoffpreise prägen die haushaltsspezifischen Inflationsraten:
Familien, und insbesondere die mit niedrigen und mittleren
Einkommen, sind derzeit von der neuen Teuerungswelle besonders stark
betroffen, weil in ihren Warenkörben Ausgaben für Auto-Kraftstoffe
ein relativ hohes Gewicht haben.
So war im Vergleich von
neun repräsentativen Haushaltstypen, die sich nach Zahl und Alter
der Mitglieder sowie nach dem Einkommen unterscheiden, im April die
Inflationsrate von Paarfamilien mit mittleren bzw. geringen
Einkommen mit 3,0 bzw. 2,9 Prozent am höchsten. Darauf folgten
Alleinerziehende mit mittleren Einkommen und Paarfamilien mit hohen
Einkommen (je 2,8 Prozent).
Die niedrigste Teuerung
verzeichneten Alleinlebende mit niedrigen Einkommen (2,1 Prozent),
weil diese oft kein Auto besitzen. Alle weiteren untersuchten
Haushaltstypen lagen mit Raten von 2,5 bis 2,7 Prozent dazwischen.
Zu diesem Ergebnis kommt der neue IMK Inflationsmonitor.*

Obwohl die Inflation durch den Krieg der USA und Israels gegen
den Iran deutlich verstärkt wurde, ist die aktuelle Teuerungsdynamik
weit entfernt von der nach dem russischen Angriff auf die Ukraine,
zeigt Studienautorin Dr. Silke Tober anhand eines Vergleichs mit
Daten aus dem April 2022. Damals lag die haushaltsspezifische
Inflationsrate bei Paarfamilien mit niedrigen bzw. mittleren
Einkommen bei 7,5 Prozent bzw. 7,3 Prozent, Alleinlebende mit
niedrigen Einkommen mussten vor vier Jahren eine Preissteigerung von
6,5 Prozent schultern.
Ein wichtiger Grund für den
Unterschied ist, dass der Überfall auf die Ukraine, eine wichtige
Exporteurin von Nahrungsmitteln, kurzfristig weltweit die Preise für
Agrarrohstoffe hochschnellen ließ. Nahrungsmittel zählen, ebenso wie
Haushaltsenergie, zu den Gütern des Grundbedarfs, für die Haushalte
mit niedrigen bis mittleren Einkommen einen vergleichsweise großen
Anteil ihres Konsumbudgets ausgeben müssen.
Der Krieg gegen
den Iran und die Blockade der Straße von Hormus dürfte sich hingegen
indirekt und langsamer auswirken über höhere Energie-, Transport und
Düngemittelpreise. Wie groß der preistreibende Effekt wird, hängt
entscheidend von der Dauer des Krieges ab, betont die
IMK-Inflationsexpertin: „Noch bleibt ein bis zum Sommer begrenzter
Höhenflug der Rohöl- und Erdgaspreise ein realistisches Szenario“,
schreibt Tober. Ziehe sich der Konflikt hingegen länger hin, „könnte
jedoch auch der Iran-Krieg einen größeren und breiter angelegten
Angebotsschock bewirken mit schwerwiegenderen negativen Auswirkungen
auf die Inflation und die wirtschaftliche Aktivität“, warnt die
Ökonomin.
Vor diesem Hintergrund müssten die Regierungen in
Deutschland und den anderen Ländern des Euroraums vorbereitet sein,
um bei Bedarf rasch Maßnahmen zu ergreifen, die die Bevölkerung
entlasten. Der „Tankrabatt“ habe seine Berechtigung, weil er neben
Privathaushalten auch Unternehmen entlaste und zugleich die
gemessene Inflation reduziere. Setze sich der Preisauftrieb noch
deutlich länger fort, sei jedoch mehr notwendig.
Zu den
sinnvollen möglichen Ansätzen zählt Tober eine – im Vorfeld mit den
Tarifparteien abgestimmte – Neuauflage der abgaben- und steuerfreien
Inflationsausgleichsprämie, eine temporäre Entkopplung des
Strompreises vom Gaspreis, für die das IMK kürzlich einen Vorschlag
gemacht hat (Link unten), sowie die Vorbereitung von im Bedarfsfall
schnell einsetzbaren „Blaupausen“ für weitere Energiepreisbremsen
und Übergewinnsteuern. Darüber hinaus seien Maßnahmen erforderlich,
die den Verbrauch fossiler Energien gezielt senken, etwa ein
Tempolimit auf Autobahnen.
Die Europäische Zentralbank (EZB)
habe „umsichtig agiert“, als sie im April auf eine Zinserhöhung
verzichtete, betont die IMK-Inflationsexpertin. „Denn die hohen
Energiepreise belasten die Wirtschaft und insbesondere die
angeschlagene Industrie, die zudem die US-Zölle, die kräftige
Euro-Aufwertung im vergangenen Jahr und die starke Konkurrenz auf
den Weltmärkten durch chinesische Unternehmen zu verkraften hat.“
Generell werde es für die Zentralbank leichter, weiter abzuwarten,
wenn es gelinge, den Anstieg der Verbraucherpreise durch staatliche
Maßnahmen zu bremsen.
Begabtenförderung für mehr
Bildungsgerechtigkeit – Bewerbungen möglich Knapp 73 Prozent der
Studien-Stipendiat*innen der Hans-Böckler-Stiftung kommen aus
nicht-akademischen Familien Knapp 73 Prozent der
Stipendiat*innen, die die Hans-Böckler-Stiftung im Jahr 2025 bei
ihrem Studium gefördert hat, besuchen als erste in ihrer Familie
eine Hochschule. 2019 lag der Anteil der Erstakademiker*innen unter
den Geförderten noch bei knapp 58 Prozent, 2022 waren es gut 68
Prozent. Damit hat die Begabtenförderung der Stiftung ihren Beitrag
zu gleichen Bildungschancen weiter verstärkt. Denn generell ist in
Deutschland die soziale Herkunft noch immer prägend für die
Bildungskarriere junger Menschen.
 Foto
Hans-Böckler-Stiftung
Bei allen Bildungsübergängen, sowohl
auf dem Weg zum Abitur als auch an die Hochschule, ist die Quote von
Kindern aus Akademiker*innenfamilien viel höher als von Kindern aus
nicht-akademischen Familien. So beginnen laut dem
Hochschul-Bildungs-Report 27 Prozent der Kinder aus
nicht-akademischen Haushalten ein Studium. Bei
Akademiker*innenkindern sind es dagegen 79 Prozent. Und während 43
Prozent der Kinder aus Akademiker*innenhaushalten erfolgreich den
Master abschließen, sind es unter Kindern aus
Nichtakademiker*innenhaushalten lediglich elf Prozent.
„Wir
engagieren uns seit vielen Jahren für mehr Bildungsgerechtigkeit,
indem wir junge Talente unterstützen, die unter oft erschwerten
Bedingungen Außergewöhnliches leisten“, sagt Ralf Richter, Direktor
Begabtenförderung der Hans-Böckler-Stiftung. „Wir hören immer wieder
von Geförderten, dass sie trotz guter Noten in der Schule ohne ein
Stipendium wahrscheinlich kein Studium aufgenommen hätten.“
Dahinter stehen oft finanzielle Gründe – knapp 80 Prozent der
Böckler-Stipendiat*innen haben einen Anspruch auf BAföG, das sie
anders als ein Stipendium allerdings zurückzahlen müssten. Hinzu
kommen weniger Berührungspunkte zum und Einstiegshürden beim
Studium, wenn noch niemand in der Familie Hochschul-Erfahrung hatte.
Auch hier unterstützt die Begabtenförderung durch ihre „ideelle
Förderung“ mit zahlreichen Seminaren sowie der Vernetzung mit
anderen Studierenden in den Böckler-Stipendiat*innengruppen in
vielen Städten.
Wie das zu mehr Vielfalt an den Hochschulen
beiträgt, zeigen weitere aktuelle Daten: Mehr als 40 Prozent der
Geförderten haben eine familiäre oder persönliche
Einwanderungsgeschichte. Das entspricht nach Daten des
Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung ungefähr dem Anteil in der
jüngeren Bevölkerung in Deutschland, liegt aber über dem Anteil
unter allen Studierenden. Gleichzeitig liegt die Quote der
Böckler-Stipendiat*innen, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in
Ostdeutschland erworben haben, leicht über dem Anteil unter allen
Studierenden an deutschen Hochschulen. Und: Ein Viertel der
Geförderten haben ihre Hochschulzugangsberechtigung auf dem zweiten
oder dritten Bildungsweg erlangt.
Aktuell fördert die
Hans-Böckler-Stiftung knapp 3000 Stipendiat*innen beim Studium, bei
einer Promotion, sowie seit 2024 auch Auszubildende über ein vom
Bundesministerium für Forschung, Technik und Raumfahrt (BMFTR)
gefördertes Sonderprojekt. Für die Begabtenförderung erhält die
Hans-Böckler-Stiftung zweckgebunden Geld vom BMFTR, so wie die
anderen öffentlich geförderten deutschen Begabtenförderwerke auch.
Die Mittel dafür werden im Deutschen Bundestag beraten und
beschlossen und über den Einzelplan 30 (BMFTR) des Bundeshaushaltes
bereitgestellt. Im Kalenderjahr 2024 erhielt die Stiftung rund 33,4
Millionen Euro. Sowohl das Ministerium als auch der
Bundesrechnungshof überwachen, dass mit diesen Mitteln
ausschließlich die Stipendien, die Betreuung der Stipendiat*innen
und der dafür nötige personelle Aufwand finanziert werden. Für die
ideelle Förderung (u.a. Seminare, Studienreisen, Auslandsakademien)
der Stipendiat*innen wendet die Stiftung darüber hinaus zusätzlich
jedes Jahr erhebliche Eigenmittel auf.

Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur
Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2026
Wirtschaftsleistung um 0,3 % höher als im Vorquartal
Bruttoinlandsprodukt (BIP), 1. Quartal 2026 +0,3 % zum
Vorquartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt) +0,5 % zum
Vorjahresquartal (preisbereinigt) +0,4 % zum Vorjahresquartal
(preis- und kalenderbereinigt)
Das Bruttoinlandsprodukt
(BIP) ist im 1. Quartal 2026 gegenüber dem 4. Quartal 2025 – preis-,
saison- und kalenderbereinigt – um 0,3 % gestiegen. Wie das
Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, bestätigte sich damit
das Ergebnis der Schnellmeldung vom 30. April 2026. "Nach dem
leichten Wachstum zum Jahresende 2025 ist die deutsche Wirtschaft
auch positiv ins Jahr 2026 gestartet", sagt Ruth Brand, Präsidentin
des Statistischen Bundesamtes. "Vor allem die Exporte stiegen zu
Jahresbeginn deutlich und stützten die Wirtschaftsleistung", so
Brand weiter.

Exporte im Plus, auch staatlicher Konsum zum Vorquartal gestiegen
Der Handel mit dem Ausland nahm im 1. Quartal 2026 preis-, saison-
und kalenderbereinigt kräftig zu: So wurden insgesamt 3,3 % mehr
Waren und Dienstleistungen exportiert, nachdem im 4. Quartal 2025
noch ein Rückgang der Ausfuhren zu verzeichnen war.
Zur
positiven Entwicklung zu Jahresbeginn trugen etwa die gestiegenen
Exporte von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen sowie
Metallen bei. Die Importe erhöhten sich zu Jahresbeginn insgesamt
nur leicht (+0,1 %). Wie schon in den Quartalen zuvor nahmen die
preis-, saison- und kalenderbereinigten Konsumausgaben insgesamt zu,
sie stiegen um 0,4 % im Vergleich zum 4. Quartal 2025.
Dabei
erhöhte der Staat seine Konsumausgaben mit +1,1 % deutlich. Die
Konsumausgaben der privaten Haushalte übertrafen dagegen das Niveau
des 4. Quartals 2025 nicht. Sie entwickelten sich den neuesten
Berechnungen zufolge, gestützt auf eine breitere Datengrundlage,
etwas schwächer als noch bei der BIP-Schnellmeldung vom 30. April
2026 angenommen.
Die Bruttoanlageinvestitionen gingen im
1. Quartal 2026 preis-, saison- und kalenderbereinigt deutlich
zurück (-1,5 %), nachdem sie Ende 2025 noch gestiegen waren. Die
Investitionen in Ausrüstungen – also vor allem in Maschinen, Geräte
und Fahrzeuge – sanken um 1,2 %, was auf schwächere staatliche
Ausrüstungsinvestitionen zurückzuführen ist.
Die
Investitionen in Bauten nahmen mit -2,5 % noch stärker ab. Dies ist
vor allem der ungewöhnlich kalten Witterung im Januar und Februar
geschuldet, die den Baufortschritt bremste.
Bruttowertschöpfung im 1. Quartal 2026 erneut leicht gewachsen
Die preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttowertschöpfung stieg
im 1. Quartal 2026 mit +0,1 % leicht an, nachdem sie im 4. Quartal
2025 bereits um 0,3 % zugelegt hatte. Das Verarbeitende Gewerbe
konnte die Wertschöpfung preis-, saison- und kalenderbereinigt im
1. Quartal 2026 mit +0,7 % deutlich steigern.
Insbesondere
in den Bereichen Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen
sowie Sonstiger Fahrzeugbau nahmen die preisbereinigten Umsätze im
Vorquartalsvergleich zu. In der Herstellung von Metallerzeugnissen
sowie im Maschinenbau sank die Wirtschaftsleistung dagegen.
Das Baugewerbe verzeichnete ebenfalls einen Rückgang gegenüber dem
Vorquartal (-0,6 %), auch aufgrund der ungünstigen Witterung zu
Jahresbeginn. In den meisten Dienstleistungsbereichen änderte sich
die Wertschöpfung gegenüber dem Vorquartal kaum. Während die
Unternehmensdienstleister und die Sonstigen Dienstleister leicht im
Minus waren, konnten der Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe, der
Bereich Information und Kommunikation sowie die Finanz- und
Versicherungsdienstleister ihre preis-, saison- und
kalenderbereinigte Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2026 steigern.
Bei den Öffentlichen Dienstleistern, Erziehung, Gesundheit
war die Bruttowertschöpfung im Vorquartalsvergleich nahezu
unverändert. Bruttoinlandsprodukt im Vorjahresvergleich gestiegen Im
Vorjahresvergleich war das BIP im 1. Quartal 2026 preisbereinigt um
0,5 % höher als im 1. Quartal 2025. Preis- und kalenderbereinigt war
der Anstieg geringer (+0,4 %).
Konsumausgaben gegenüber dem
Vorjahr im Plus, Bauinvestitionen gesunken Die preisbereinigten
Konsumausgaben nahmen auch im 1. Quartal 2026 im Vergleich zum
Vorjahresquartal zu, sie stiegen um 1,6 %. Darunter entwickelten
sich sowohl die privaten als auch die staatlichen Konsumausgaben
positiv. Die Ausgaben der privaten Haushalte stiegen um 0,8 %
gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Beim Staatskonsum trugen
vor allem höhere Ausgaben des Bundes zu einem kräftigen Zuwachs von
3,5 % bei. Die preisbereinigten Investitionen in Ausrüstungen nahmen
ebenfalls im Vergleich zum 1. Quartal 2025 zu (+0,5 %). Darunter
entwickelten sich vor allem die gewerblichen Pkw-Zulassungen sehr
positiv. Aber auch die Investitionen des Staates, die investive
Ausgaben im Verteidigungsbereich einschließen, waren höher als im
Vorjahr.
In Bauten wurde hingegen deutlich weniger
investiert als im Vorjahreszeitraum (-3,3 %). Gebremst wurde die
Bautätigkeit vor allem von der schlechten Witterung zu Jahresbeginn.
Die Entwicklung im Außenhandel war im 1. Quartal 2026 gegenüber dem
Vorjahresquartal zweigeteilt: Die Exporte sanken insgesamt
preisbereinigt um 0,3 %. Dies ging auf geringere
Dienstleistungsausfuhren zurück (-2,4 %), vor allem in den Bereichen
sonstige unternehmensbezogene Dienstleistungen (u. a. Forschung und
Entwicklung, Freiberufliche Dienstleistungen und
Managementberatungsleistungen) und Transportdienstleistungen.
Die Ausfuhr von Waren überschritt hingegen das Niveau des
Vorjahres leicht (+0,4 %), was unter anderem auf stärkere Exporte
von Datenverarbeitungsgeräten sowie elektrischen Ausrüstungen
zurückzuführen war. Die Importe nahmen um 1,7 % zu. Auch hier wurden
weniger Dienstleistungen gehandelt (-3,2 %). So gingen etwa die
Importe von Telekommunikations-, EDV- und
Informationsdienstleistungen sowie sonstigen unternehmensbezogenen
Dienstleistungen zurück.
Die Einfuhr von Waren (+3,8 %) lag
hingegen deutlich höher als im Vorjahresquartal. Insbesondere die
Importe von Kraftwagen und Kraftwagenteilen nahmen zu.
Bruttowertschöpfung im Vorjahresvergleich in fast allen Bereichen im
Plus Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung insgesamt nahm im 1.
Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,5 % zu.
Das
Verarbeitende Gewerbe konnte seine Wertschöpfung im
Vorjahresvergleich im 1. Quartal 2026 leicht steigern (+0,1 %),
nachdem sie bereits im 4. Quartal 2025 angestiegen war. Besonders
die Kokerei und Mineralölverarbeitung sowie der Sonstige Fahrzeugbau
verzeichneten Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahr, während die
Herstellung von chemischen Erzeugnissen und der Maschinenbau
Rückgänge hinnehmen mussten.
Dagegen konnten beinahe alle
Dienstleistungsbereiche ihre wirtschaftliche Leistung gegenüber dem
Vorjahresquartal ausweiten. Besonders deutlich waren die Zuwächse
der preisbereinigten Wertschöpfung im Bereich Information und
Kommunikation mit +2,0 % sowie bei den Öffentlichen Dienstleistern,
Erziehung, Gesundheit mit +1,8 %. Einen Rückgang verzeichneten
lediglich die Finanz- und Versicherungsdienstleister (-1,2 %).
Im Baugewerbe setzte sich die bereits mehr als vier Jahre
anhaltende negative Entwicklung der Bruttowertschöpfung im Vergleich
zum Vorjahr fort (-4,4 %). Dabei verzeichneten sowohl das
Bauhauptgewerbe als auch das Ausbaugewerbe Produktionsrückgänge im
1. Quartal 2026. Erwerbstätigkeit deutlich gesunken Die
Wirtschaftsleistung wurde im 1. Quartal 2026 von rund 45,6 Millionen
Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren
157 000 Personen (-0,3 %) weniger als im 1. Quartal 2025.
Dabei wurden die kräftigen Rückgänge im Verarbeitenden Gewerbe und
im Baugewerbe nicht vom leichten Anstieg der Erwerbstätigkeit in den
Dienstleistungsbereichen kompensiert (siehe Pressemitteilung
Nr. 167 vom 19. Mai 2026). Die durchschnittlich geleisteten
Arbeitsstunden je erwerbstätiger Person stiegen nach ersten
vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und
Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit im
1. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,3 %.
Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen – also das Produkt aus der
gesunkenen Erwerbstätigenzahl und den gestiegenen geleisteten
Stunden je erwerbstätiger Person – blieb im gleichen Zeitraum
unverändert. Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität –
gemessen als preisbereinigtes BIP je Erwerbstätigenstunde – nahm
nach vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahresquartal um
0,5 % zu. Je Erwerbstätigen gerechnet war sie um 0,8 % höher als vor
einem Jahr.
Konsum und Einkommen steigen in gleichem Maß,
Sparquote unverändert zum Vorjahr In jeweiligen Preisen war sowohl
das BIP als auch das Bruttonationaleinkommen im 1. Quartal 2026 um
3,2 % höher als ein Jahr zuvor. Das Volkseinkommen wuchs um 3,4 %
gegenüber dem 1. Quartal 2025.
Dabei nahmen die
Unternehmens- und Vermögenseinkommen mit +2,1 % weniger stark zu als
das Arbeitnehmerentgelt. Dieses erhöhte sich mit +3,9 % jedoch
schwächer als in den Quartalen zuvor, was zum einen auf den Rückgang
der Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (-0,3 %)
zurückzuführen ist, zum anderen auf geringere Steigerungen bei den
Sozialbeiträgen der Arbeitgeber (+3,5 %). Je Arbeitnehmerin und
Arbeitnehmer erhöhten sich die durchschnittlichen Bruttolöhne und
-gehälter im 1. Quartal 2026 um +4,3 % im Vergleich zum
Vorjahresquartal.
Hierbei spielte die Entwicklung der
Sonderzahlungen, zu denen auch Abfindungen zählen, eine Rolle. Netto
stieg die Lohnsumme insgesamt mit +3,9 % etwas schwächer als die
Bruttolohnsumme (+4,0 %). Dies lag an einer leicht
überdurchschnittlichen Entwicklung der Sozialbeiträge der
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (+4,2 %) sowie der Lohnsteuer
(+4,3 %).
Da der Konsum der privaten Haushalte in jeweiligen
Preisen im 1. Quartal 2026 gegenüber dem 1. Quartal 2025 in gleichem
Maße zulegte wie ihr gesamtwirtschaftliches Einkommen (jeweils
+3,3 %), befand sich die Sparquote mit 12,6 % auf demselben Niveau
wie im Vorjahr.
Die deutsche Wirtschaft im internationalen Vergleich Zu
Jahresbeginn lag die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland
leicht oberhalb des europäischen Durchschnitts: In der Europäischen
Union (EU) insgesamt war die Wirtschaftsentwicklung im
1. Quartal 2026 im Vergleich zum Vorquartal mit +0,2 % etwas
schwächer als in Deutschland (+0,3 %).
Von den anderen
großen EU-Mitgliedstaaten verzeichnete Spanien mit +0,6 % das
stärkste Wachstum des preis-, saison- und kalenderbereinigten BIP.
In Italien (+0,2 %) stieg die Wirtschaftsleistung ebenfalls, in
Frankreich stagnierte sie hingegen. In den USA fiel das BIP im
Vergleich zum 4. Quartal 2025 um 0,5 % höher aus. Im preis-, saison-
und kalenderbereinigten Vorjahresvergleich nahm die
Wirtschaftsleistung in Deutschland leicht um 0,3 % zu, während sie
in der EU insgesamt deutlich um 1,0 % anstieg.
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