'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


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Baustellen DVG-Umleitung Bahn-VRR


27. Kalenderwoche - Montag, 29. Juni - Sonntag, 5. Juli 2026

Prozess gegen ehemaligen Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie vor Jugendschutzkammer am Landgericht Duisburg
Die  Hauptverhandlungstermine wurden bestimmt, Az. 31 KLs 6/26 1. In dem Prozess gegen den ehemaligen Chefarzt der Kinder- und Ju- gendpsychiatrie hat die 1. große Strafkammer Sitzungstermine anbe- raumt. Die Hauptverhandlung beginnt am 21.07.2026, 9:30 Uhr, Saal 101.

Die Fortsetzungstermine finden am 05.08.2026, 09:30 Uhr, 12.08.2026, 13:00 Uhr, 17.08., 03.09, 14.09.,16.09., 22.09.2026 jeweils 09:30 Uhr statt. Tagesaktuelle Änderungen finden Sie auf unserem Internetauftritt unter https://www.lg-duisburg.nrw.de/behoerde/sitzungstermine/index.php.

Ausbildung bei der Stadt Duisburg: Bewerbungsstart für 211 Ausbildungsplätze im Jahr 2027
Der Einstieg ins Berufsleben bei der Stadt Duisburg bleibt auch im Jahr 2027 attraktiv: Der Rat der Stadt hat in seiner gestrigen Sitzung die Einrichtung von 211 Ausbildungsstellen in verschiedenen Berufen sowie drei Volontariate beschlossen. „So vielfältig wie die Stadt Duisburg sind auch ihre Ausbildungsberufe. Ob Verwaltung, Technik, Natur oder Soziales: Für jedes Talent und jedes Interesse bieten wir den passenden Einstieg in eine sichere berufliche Zukunft – inklusive attraktiver Ausbildungsvergütung“, so Oberbürgermeister Sören Link.

Zu den angebotenen Ausbildungsberufen zählen unter anderem klassische Verwaltungsberufe wie Verwaltungsfachangestellte, Verwaltungswirtinnen und Verwaltungswirte sowie duale Studienangebote für den gehobenen Verwaltungsdienst. Darüber hinaus stehen Ausbildungsplätze im gewerblich- technischen Bereich zur Verfügung, beispielsweise im Forstbereich oder in den Bäderbetrieben. Auch moderne duale Studiengänge erweitern das Angebot: Interessierte können sich etwa in den Studiengängen Soziale Arbeit oder Vermessungstechnik qualifizieren.

Ausbildungs- und Studienplätze - Fachangestellte für Bäderbetriebe . Fotos (C) Zoltan Leskovar

Die erforderlichen Schulabschlüsse variieren je nach Ausbildungsberuf und reichen vom Hauptschulabschluss bis hin zum Abitur. Chancengleichheit, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander auf Augenhöhe sind zentrale Werte der Stadt Duisburg als Arbeitgeberin. Die freie Entfaltung individueller Fähigkeiten und Talente – unabhängig von Geschlecht oder kultureller Herkunft – steht während der gesamten Ausbildung im Mittelpunkt.

Darüber hinaus legt die Stadt Duisburg großen Wert auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung, ein dynamisches und abwechslungsreiches Arbeitsumfeld sowie attraktive Rahmenbedingungen. Dazu zählen flexible Arbeitszeiten, eine überdurchschnittliche Ausbildungsvergütung, vielfältige Weiterbildungsangebote und hervorragende Übernahmeperspektiven. Ein Arbeitsplatz mit vielfältigen Karrierechancen in einem großen Team mit mehr als 6.000 Beschäftigten rundet das Angebot ab.

Das Bewerbungsverfahren startet am Dienstag, 7. Juli 2026. Interessierte können sich ab diesem Tag online über das Bewerbungsportal bewerben: http://www.duisburg.de/ausbildung. Auf der Internetseite sind auch weitere Informationen zu den Berufsbildern und zum Bewerbungsprozess zu finden.

Spannende Einblicke in den städtischen Alltag der Auszubildenden gibt es über die Social-Media-Kanäle unter http://www.facebook.de/ausbildung.DU oder http://www.instagram.com/stadtduisburg_karriere.

Ferienpass verspricht wieder abwechslungsreichen Sommer
Der beliebte Duisburger „Ferienpass“ erscheint in diesem Jahr in seiner dritten Auflage und lädt im Sommer erneut zu spannenden Erlebnissen ein. Vom 20. Juli bis zum 1. September können Duisburger Kinder ab fünf Jahren sowie Schülerinnen und Schüler bis einschließlich zur Sekundarstufe II wieder aus vielen Angeboten auswählen.

(C) Stadt Duisburg

„Kinder und Jugendliche können sich auf ein vielfältiges Programm mit zahlreichen Aktivitäten freuen, die garantiert für eine abwechslungsreiche Sommerzeit sorgen werden. Ob Schwimmbad, Museum oder Zoo – der Ferienpass hält für alle etwas bereit“, so Oberbürgermeister Sören Link.

Ab Montag, 13. Juli, wird der Ferienpass in den Duisburger Schulen und Kindertageseinrichtungen verteilt. Kinder sowie Schülerinnen und Schüler, die zwar in Duisburg gemeldet sind, aber keine Duisburger Schule oder Kindertageseinrichtung besuchen, erhalten den Ferienpass ebenfalls in einer der sieben Bürgerservicestationen. Ausgenommen hiervon sind Berufsschülerinnen und Berufsschüler.

Der Ferienpass bietet den jungen Abenteurern unter anderem Höhepunkte bei freiem Eintritt im Zoo Duisburg, im Binnenschifffahrtsmuseum, im Kultur- und Stadthistorischen Museum sowie dem Lehmbruck Museum. Auch der kostenlose Besuch des Theaterstücks „Die Prinzessin auf der Erbse“, ein Tageskurs bei der Musik- und Kunstschule sowie ein fünfmaliger freier Eintritt in ein städtisches Schwimmbad nach Wahl runden das Angebot ab. Weitere Informationen gibt es online auf der städtischen Internetseite unter https://www.duisburg.de/ferienpass.

Schiffseichaufnehmer öffentlich bestellt und vereidigt  
Der Präsident der Niederrheinischen IHK Werner Schaurte-Küppers hat am 15. Juni 2026 Herr Pascal Leupold zum Schiffseichaufnehmer öffentlich bestellt und vereidigt. Der Schiffseichaufnehmer aus Duisburg hat erfolgreich den Nachweis der besonderen Sachkunde, der persönlichen Eignung und der weiteren Voraussetzungen nach der Sachverständigenordnung erbracht.  

Mit dem Eid verpflichten sich die Schiffseichaufnehmer vor dem Präsidenten der Niederrheinischen IHK die von der Vollversammlung beschlossene Sachverständigenordnung einzuhalten. Außerdem sind sie verpflichtet, ihre Sachverständigenleistungen unabhängig, weisungsfrei, unparteiisch, gewissenhaft und persönlich zu erbringen.

Die Niederrheinische IHK bestellt und vereidigt Sachverständige auf allen Gebieten der gewerblichen Wirtschaft: vom Bauwesen über den Umweltbereich bis hin zur Unternehmensbewertung.  

V.l: Präsident Werner Schaurte-Küppers, Schiffseichaufnehmer Pascal Leupold und der Vorsitzende des Sachverständigenausschusses Norbert Fleuren. Foto: Niederrheinische IHK/Hendrik Grzebatzki

Bilderbuch-Autokino in der Schul- und Stadtteilbibliothek Großenbaum
Die Schul- und Stadtteilbibliothek in der Gesamtschule Süd veranstaltet am Freitag, 10. Juli, um 16 Uhr in den Räumlichkeiten an der Großenbaumer Allee 168–174 in Duisburg-Großenbaum ein besonderes Bilderbuch- Autokino für Kinder. Zu dieser außergewöhnlichen Vorleseveranstaltung sind Kinder ab vier Jahren eingeladen.

Sigrid Bogdanski wird für ein spannendes und kindgerechtes Hörerlebnis sorgen und dabei das Konzept des Autokinos spielerisch aufgreifen. Hierzu können die Kinder ihre eigene „Fahrzeuge“ wie Laufrädern, Bobbycars oder ähnlichen Rollfahrzeugen zur Veranstaltung mitbringen und so in die passende Atmosphäre eintauchen. Im Anschluss an die Lesung gibt es außerdem die Möglichkeit, kreativ zu werden.

Die Kinder können malen oder basteln und das zuvor Gehörte auf ihre eigene Weise verarbeiten und gestalterisch umsetzen. So verbindet die Veranstaltung Literaturerlebnis und Kreativität auf kindgerechte und abwechslungsreiche Weise. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten. Weitere Informationen und die Möglichkeit sich anzumelden gibt es online auf https://www.stadtbibliothek-duisburg.de


Kultur- und Stadthistorisches Museum: Sommerferienprogramm unter dem Motto „Wilde Tiere in der Stadt und im Wald“
Das Stadtmuseum bietet in den bevorstehenden Sommerferien wieder ein abwechslungsreiches Ferienprogramm für Kinder ab sechs Jahren an. Ziel der Workshops ist es, mit verschiedenen Bau- und Bastelmaterialienunsere tierischen Stadtbewohner kennenzulernen und ihr Leben ein bisschen besser zu machen – ganz ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit viel Kreativität, Spiel und Spaß.

Das Programm startet erstmals mit dem Workshop „Zwischen Wald und Wiese – Kleine Tiere ganz groß“ am Freitag, 24. Juli, von 11 bis 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz im Duisburger Innenhafen. Anmeldungen für alle Termine sind ab sofort per E-Mail an ksm- service@stadt-duisburg.de oder telefonisch unter 0203 283-2640 möglich.

Eine schnelle Reservierung wird empfohlen, da die Plätze begrenzt sind. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos. Allerdings kostet der Eintritt pro Kind zwei Euro und es entstehen pro Kind Materialkosten in Höhe von fünf Euro. Mit dem Ferienpass der Stadt Duisburg entfällt der Eintritt, und ein Elternteil kann die Ausstellungen kostenfrei besuchen.

Kinder sollten dem Wetter angemessene Kleidung anziehen und für die Mittagspause ein Lunchpaket und Getränke mitbringen. Für einen gemeinsamen Ausflug für die ganze Familie eignet sich die Workshopreihe „WerkStadtMuseum“. Weitere Infos sind online unter http://www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.


Weitere Termine:
Mittwoch, 29. Juli, 11 bis 15 Uhr
Zwischen Wald und Wiese – Kleine Tiere ganz groß
Dienstag, 4. August, 11 bis 15 Uhr
Böser Lieber Wolf – Zwischen Märchen und Wirklichkeit
Donnerstag, 13. August, 11 bis 15 Uhr
Wildtiere – Unsere heimlichen Nachbarn vor der Haustür
Freitag, 14. August, 11 bis 15 Uhr
Wildtiere – Unsere heimlichen Nachbarn vor der Haustür
Dienstag, 18. August, 11 bis 15 Uhr
Herzenssache Tauben – Liebe statt Vorurteile
Freitag, 21. August, 11 bis 15 Uhr
Sauberwald – Wenn der Wald seinen Zauber zurückbekommt
Dienstag, 25. August, 11 bis 15 Uhr
Sauberwald – Wenn der Wald seinen Zauber zurückbekommt

Bürgerspaziergang mit Oberbürgermeister Sören Link durch die Innenstadt
Beeindruckende Kunstwerke, Hintergründiges zur vielfältigen Kulturszene – beim nächsten Bürgerspaziergang mit Oberbürgermeister Sören Link geht es am Samstag, 11. Juli, von 13 bis 16 Uhr durch die Duisburger Innenstadt vor allem um das Thema „Streetart“.

Anmeldungen sind bis einschließlich Freitag, 3. Juli, online unter https:///www.duisburg.de/buergerspaziergang möglich. Die Nachfrage nach den Bürgerspaziergängen ist erfahrungsgemäß sehr groß. Daher werden die verfügbaren Plätze unter allen Anmeldungen ausgelost. Die Teilnehmenden erhalten rechtzeitig vor der Veranstaltung per E-Mail ein Ticket mit allen wichtigen Informationen zum Treffpunkt und zum Ablauf des Spaziergangs.


Online-Escape-Game in der Zentralbibliothek
Im Rahmen der Duisburger Umweltwochen lädt die Zentralbibliothek an der Steinschen Gasse 26 in der Innenstadt zu einem spannenden Online- Escape-Game rund um das Thema „Fast Fashion“ ein. Am 3. Juli haben alle ab 13 Jahren die Möglichkeit, spielerisch in eine Geschichte einzutauchen, in der gestohlene Beweise gefunden und wichtige Informationen gerettet werden müssen, bevor sie für immer verloren gehen.

Das Escape-Game verbindet Rätselspaß mit Wissensvermittlung und regt dazu an, sich kritisch mit den Auswirkungen der Modeindustrie auseinanderzusetzen. Das Spiel findet jeweils von 16.30 bis 18.30 Uhr statt. Gespielt wird in der Bibliothek in kleinen Gruppen. Wer an den genannten Terminen keine Zeit hat, muss nicht auf das Escape- Game verzichten.

Während der gesamten Umweltwochen kann das Spiel auch selbstständig in der Bibliothek gespielt werden. Alles, was dafür benötigt wird, erhalten Interessierte im dritten Obergeschoss der Zentralbibliothek. Das Angebot ist kostenfrei, eine Anmeldung auf www.stadtbibliothek- duisburg.de unter „Veranstaltungen“ ist erforderlich.

Strick- und Häkelspaß beim „Maschengedöns“ in der Zentralbibliothek
Wer immer schon wissen wollte, wie man strickt oder häkelt, oder mit einem angefangenen Projekt nicht weiterkommt, ist herzlich zum „Maschengedöns“ eingeladen. Die Expertinnen der Flinken Nadeln geben am Mittwoch, 8. Juli, von 15 bis 17 Uhr in der Zentralbibliothek auf der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte Tipps zum Umgang mit Nadeln und Wolle, erklären, wie man Maschen anschlägt und abnimmt und stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Das Angebot richtet sich an alle Interessierten ab 14 Jahren und findet monatlich im Café im Stadtfenster statt.

Die Folgetermine sind am 12. August und 9. September. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nadeln und Wolle müssen mitgebracht werden. Die Flinken Nadeln unterstützen mit ihrer Handarbeit den Bunten Kreis Duisburg e.V. bei seinem Einsatz für Familien mit zu früh geborenen und schwer kranken Kindern. Woll-Spenden werden bei den Workshops gerne angenommen.

Zecken: Klein, aber gemein
• Wie kann man sich schützen?
• Dauerschädigung durch Zeckenbiss: Unfallversicherung hilft

Eine Zecke ist klein, lautlos und gefährlich. Mit FSME – einer gefährlichen Form der Hirnhautentzün-dung - und Borreliose überträgt sie Krankheiten, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden können. Milde Winter und steigende Temperaturen lassen die Plagegeister zudem immer früher aktiv werden. Gerade im Sommer, wenn Ausflüge ins Grüne, Gartenarbeit und andere Aktivitäten im Freien besonders beliebt sind, steigt auch das Risiko für Zeckenbisse. Wohl fühlen sich die Blutsauger vor al-lem im Gebüsch, in lichtem Unterholz, an Waldrändern und im hohen Gras.

Besonders heimtückisch ist, dass sich der winzige Parasit oftmals unbemerkt beim Wirt einnistet. Bei Menschen setzt er sich bevorzugt in Achselhöhlen, Leistengegend, Kniebeugen, Bauchnabel und Haar-ansatz. Dort durchstechen sie die Haut ihrer Opfer und saugen sich fest. Das Sekret, das sie dabei in die Wunde spritzen, wirkt gerinnungshemmend und betäubend. Bis eine Zecke satt ist, können durchaus mehrere Tage vergehen.

Gebissen und dann …
Krankheitserreger werden meist nicht direkt nach dem Biss, sondern oft erst Stunden später übertra-gen. Eine gezielte Zeckensuche nach einem Aufenthalt im Freien hilft, die lästigen Blutsauger zu finden und rasch zu entfernen: Experten empfehlen, den Parasiten hautnah mit einer Pinzette oder Zecken-zange anzufassen, um ihn danach mit möglichst wenig Druck herauszudrehen. Der Kopf darf nicht ste-ckenbleiben.

Von alten Hausmitteln wie Klebstoff oder Öl sollte man die Finger lassen. Sie helfen nicht, sondern schaden eher, denn im Todeskampf spritzt die Zecke oft Krankheitserreger in die Wunde.

Gegen FSME schützt eine Impfung.
Die HUK-COBURG Versicherung warnt aber auch vor Borreliose: Einer Bakterieninfektion, die zu dauerhaften Gesundheitsschäden führen kann, bis hin zur Invalidität. Darum sollte die Einstichstelle ungefähr vier Wochen lang im Auge behalten werden. Sobald sich rote Flecken zeigen, ist ein Arzttermin wichtig.

Kommt es zur Erkrankung mit Dauerschädigung, ist es gut, vorgesorgt zu haben. Eine private Unfall-versicherung hilft. Allerdings schließt nicht jeder Vertrag einen Zeckenbiss und seine Folgen automa-tisch mit ein. Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollte man sich bei seinem Versicherer nach dem Um-fang seines Versicherungsschutzes erkundigen.

In Wiesen und an Waldrändern fühlen sich Zecken leider wohl. Foto: HUK-COBURG

Frühstück mit Nachbarn Begegnung auf dem Kirchplatz der Pauluskirche
Gemeinsam essen, reden, Leckereien teilen - das war eine schöne Erfahrung, als letztes Jahr Hochfelderinnen und Hochfelder in der Pauluskirche zu einem Iftar Essen zusammenkamen. Diese möchten Evangelische Gemeinde Hochfeld-Neudorf, die DITIB Muradiye Moschee und der IGMG Ortsverein Duisburg-Hochfeld wieder machen, und laden Menschen aus dem Stadtteil Stadtteil - und alle Interessierten - am 11 Juli um 10 Uhr zu einem „Frühstück mit Nachbarn“ auf dem Platz vor der Pauluskirche, Wanheimerstraße 80, ein.

„Wir wollen einander kennen lernen, uns unterhalten und ein schönes Frühstück erleben“ sagen Pfarrer Martin Hoffmann und Pfarrer Sören Asmus im Vorfeld. „Jede und jeder ist willkommen, alle bringen etwas mit, alle teilen...“  Infos zur Pauluskirche gibt es im Netz unter https://www.hochfeld-neudorf.de.

Ein Wolf an der Kreuzeskirche: 28. Ökumenischen Tiergottesdienst am 12. Juli
Der Ökumenische Tiergottesdienst in Duisburg hat eine lange Tradition. Am Sonntag, 12. Juli, geht die Erfolgsgeschichte auf dem Außengelände der Evangelischen Kreuzeskirche Duisburg-Marxloh, Kaiser-Friedrich-Straße 40, in die 28. Runde.
Begonnen wird um 12 Uhr mit dem fröhlichen Begrüßungslied „Gott gab uns Atem, damit wir leben“ des Chors Vielklang. Dann gibt es von der evangelischen Pfarrerin Anja Humbert und der katholischen Pastoralreferentin Schwester Mariotte Hillebrand auch nachdenkliche, zugleich aber motivierende und zukunftsweisende Worte.


Beim allerersten Tiergottesdienst vor fast drei Jahrzehnten hatte wohl niemand damit gerechnet, dass er ein „Selbstläufer“ wird. „Aber“, so Anja Humbert und Mariotte Hillebrand, „aktiver Tierschutz ist, wie viele negative Auswüchse zeigen, heute wichtiger denn je.“ Dass es das Wort Tierschutz überhaupt geben müsse, sei schon fast ein Skandal. Hungernde, ausgebeutete und misshandelte Tiere hätten nichts mit Gottes Schöpfung zu tun.

So soll der Tiergottesdienst auch stets Motivation sein, solchen Auswüchsen aktiv und engagiert entgegenzuwirken. Es lohne sich immer, Gottes Schöpfung zu bewahren. Die Hunde waren bisher stets in der Überzahl, aber auch Katzen, Vögel, Hamster, Kaninchen und Meerschweinchen füllten die Gottesdienste teils lautstark mit Leben. Vereinzelt waren auch schon mal Pferde, Ziegen und Esel vertreten, sogar eine chinesische Schildkröte.

Beim diesjährigen Tiergottesdienst steht – wenn auch nicht „leibhaftig – ein Wolf im Mittelpunkt, lautet das Motto doch „Franz von Assisi und der Wolf“. Zudem wird mit klangvoller Chor-Unterstützung viel gesungen, gebetet und vermutlich auch „gebellt und miaut“. Die mitgebrachten Tiere werden am Schluss gesegnet. Der Gottesdienst findet bei jeder Witterung statt. Bei Regen geht es in die Kreuzeskirche, die dann so etwas wie eine Arche Noah ist.

Alle Gottesdienstbesucher, egal ob groß oder klein, alt oder jung, mit oder ohne Tier, dürfen dann zum Altar kommen und sich dort eine Urkunde und ein kleines Geschenk abholen. Für mitgebrachte Tiere gibt es zusätzlich eine Erinnerungsmedaille.
Anschließend wird zum „leckeren Ausklang“ eingeladen. Es gibt Salate, Herzhaftes, Kaffee und Kuchen sowie kalte Getränke. Auch der „Marienkäfer“, das Kirchenmobil der katholischen Kirche, ist die ganze Zeit mit von der Partie.

In diesem Jahr geht die Kollekte im Gottesdienst und der Erlös der Bewirtung an den „Tiergnadenhof Krümelranch“ in Alpen, der jegliche Unterstützung gut gebrauchen kann.

Informationen zum Tiergnadenhof Krümelranch
Die Krümelranch in Alpen bietet zurzeit rund 25, meist sehr alten Pferden und Ponys, 15 Hunden und 10 Katzen ein behütetes Zuhause. Diese Tiere sind aus finanziellen Gründen, wegen schlechter Haltung oder privaten, belastenden Situationen auf die Krümelranch umgezogen.
Alleine die Versorgung der Tiere verschlingt jeden Monat viel Geld. Dazu kommt aktuell in diesem Jahr, dass das Dach des größten Hoftraktes akut einsturzgefährdet war und eine sofortige Sanierung erforderte.

Die Kosten von 120.000 Euro sind für einen kleinen Verein neben der gewissenhaften Versorgung der Tiere alleine nicht zu stemmen. Dank großzügiger Unterstützung konnten die Arbeiten begonnen werden.
„Wir können mit unserem Tiergottesdienst dazu beitragen, dass weitere Instandhaltungsarbeiten an den Gebäuden getätigt werden können und das Zuhause der Tiere bis zu ihrem Tod gesichert ist“, so Pfarrerin Anja Humbert. Reiner Terhorst

Infos zur Gemeinde gibt es unter www.bonhoeffer-gemeinde.org, zum Tiergnadenhof unter www.kruemelranch-alpen.de.

Tiergottesdienst 2024 an der Marxloher Kreuzeskirche (Fotos Reiner Terhorst).

Jessica Wachtel und Schwester Mariotte Hillebrand - beide katholische Kirche - beim Segnen; im Hintergrund ist Pfarrerin Anja Humbert zu sehen.



Öffentliche Bibliotheken dürfen zukünftig sonntags öffnen
Der Koalitionsausschuss hat beschlossen, dass öffentlichen Bibliotheken künftig die Sonn- und Feiertagsöffnung ermöglicht werden soll. Damit sollen Bibliotheken anderen Kulturorten wie Konzerthäusern, Theatern, Kinos und Museen gleichgestellt werden.  Dazu erklärt Staatsminister Wolfram Weimer: „Wir stärken Bibliotheken als lebendige Kultur- und Bildungsorte.

Denn diese sind weit mehr als nur Ausleihe von Büchern, sie sind auch offene Räume für Begegnung und Austausch. Dass zukünftig mehr Bibliotheken auch sonntags öffnen dürfen, ist ein großer Gewinn für die kulturelle Teilhabe. Gerade Berufstätige und Familien bekommen so die Möglichkeit, Bibliotheken dann zu nutzen, wenn sie Zeit haben. Das macht den Zugang zu Wissen, Kultur und Gemeinschaft einfacher und passt besser zum Alltag vieler Menschen.“

Mit der geplanten Neuregelung setzt die Bundesregierung eine Vereinbarung des Koalitionsvertrags um. Sie trägt der gewandelten Rolle öffentlicher Bibliotheken Rechnung: Bibliotheken sind heute neben Buch- und Medienausleihe zu lebendigen Treffpunkten geworden. Hier kommen Menschen zum Lernen, Lesen und Arbeiten, für kulturelle Veranstaltungen, Austausch und gemeinsames Erleben zusammen. Als sogenannte „dritte Orte“ zwischen Zuhause und Arbeitsplatz leisten sie einen wichtigen Beitrag zu Bildung, Kultur und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Dieses Angebot liegt im besonderen öffentlichen Interesse und soll künftig auch sonntags mehr Menschen offenstehen können. Der Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist dadurch gewährleistet, dass Bibliotheken unter Einbeziehung der örtlichen Personalvertretungen selbst über die Öffnung an Sonn- und Feiertagen entscheiden können. Somit bekommen Öffentliche Bibliotheken bundesweit größere Spielräume, ihre Angebote an den Bedürfnissen ihrer Besucherinnen und Besucher auszurichten.



NRW: Kirschernte 2026 voraussichtlich 16,3 % geringer als 2025
* Rückgang der Süßkirschenernte um 17,5 %
* Zweitgrößte Erntemenge von Süßkirschen in den letzten 10 Jahren
* Erntemenge der Sauerkirschen 6,5 % niedriger als 2025

Die nordrhein-westfälischen Obstbaubetriebe erwarten in diesem Sommer mit 1.442 Tonnen Kirschen eine um 16,3 % niedrigere Ernte als im Vorjahr. Wie das Statistische Landesamt auf Basis einer ersten Ernteschätzung mitteilt, wird dieses Jahr für Süßkirschen eine Erntemenge von 1.268 Tonnen erwartet. Das entspricht der zweithöchsten Erntemenge in den letzten 10 Jahren. Gegenüber dem Vorjahr wäre dies dennoch ein Rückgang von 17,5 %. Für Sauerkirschen wird eine Erntemenge von 174 Tonnen erwartet, was einem Rückgang von 6,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. 



Anbaufläche von Sauerkirschen seit 2016 um 64,5 % gesunken
Die Anbaufläche in NRW betrug 2022 für Süßkirschen 118 Hektar und 22 Hektar für Sauerkirschen. Zwischen 2016 und 2022 ist die Fläche des Süßkirschenanbaus um 45,7 % gestiegen, während die des Sauerkirschenanbaus um 64,5 % gesunken ist.

Straßenverkehr macht im Jahr 2024 gut ein Fünftel des deutschen Energieverbrauchs aus
• Energieverbrauch im Straßenverkehr seit 2021 weitgehend konstant unter dem Rekordniveau des Jahres 2019
• 98,0 % des Energieverbrauchs im Straßenverkehr im Jahr 2024 durch konventionelle Kraftstoffe, Stromanteil bei 1,0 %
• 155 Millionen Tonnen CO2-Emissionen durch den Straßenverkehr

Der Straßenverkehr machte im Jahr 2024 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gut ein Fünftel (22,2 %) des deutschen Energieverbrauchs aus und verursachte gut ein Fünftel (21,4 %) der gesamten CO2-Emissionen. Damit blieb der Energieverbrauch im Straßenverkehr mit rund 2 134 Petajoule weitgehend konstant gegenüber den Jahren seit 2021 und lag damit weiterhin deutlich (-11,0 %) unter dem Höchstwert des Vor-Corona-Jahres 2019 (2 399 Petajoule). Von 2010 bis 2019 war der Energieverbrauch im Straßenverkehr um 6,7 % gestiegen.

Private Haushalte benötigen auf der Straße mehr Energie als die Wirtschaft 58,0 % des Energieverbrauchs im Straßenverkehr (1 238 Petajoule) entfielen 2024 auf die privaten Haushalte und 42,0 % (896 Petajoule) auf die Wirtschaft. Der Energieverbrauch im Straßenverkehr machte gut ein Drittel (35,3 %) des Gesamtenergieverbrauchs der privaten Haushalte aus. Die übrige Energie verwendeten sie beim Wohnen, etwa fürs Heizen. Demgegenüber lag der Anteil des Straßenverkehrs am Energieverbrauch der Wirtschaft nur bei 14,7 %.



Konventionelle Kraftstoffe weiterhin vorne, aber stark steigender Verbrauch von Strom Sowohl die privaten Haushalte als auch die Wirtschaft setzten 2024 im Straßenverkehr weiterhin auf konventionelle Kraftstoffe. So hatte Diesel einschließlich des beigemischten Biodiesels mit 60,8 % (1297 Petajoule) den größten Anteil am Energieverbrauch, gefolgt von Benzin und Bioethanol mit 37,2 % (794 Petajoule).

Nur jeweils 1,0 % des Energieverbrauchs im Straßenverkehr entfielen auf Strom (22 Petajoule) und Gaskraftstoffe (21 Petajoule), wenngleich der Verbrauch von Strom im Straßenverkehr im Zuge der Ausweitung der Elektromobilität 2024 gegenüber 2023 um knapp ein Drittel (+32,0 %) stieg und sich im Vergleich zum Jahr 2021 fast vervierfachte (+278,1 %).

Alle Biokraftstoffe zusammen, also Biodiesel, Bioethanol und Biogas, deckten 5,5 % des Energieverbrauchs im Straßenverkehr im Jahr 2024 ab. Luftschadstoffemissionen sinken stärker als CO2-Emissionen im Straßenverkehr Der Straßenverkehr verursachte im Jahr 2024 CO2-Emissionen in Höhe von 155 Millionen Tonnen. Hinzu kommen Emissionen von Luftschadstoffen wie Kohlenmonoxid (834 710 Tonnen), Stickoxiden (315 500 Tonnen) und Feinstaub (PM10; 27 310 Tonnen).

Während die CO2-Emissionen im Straßenverkehr zwischen 2010 und 2024 lediglich um 6,0 % zurückgingen, weisen einige Luftschadstoffe im selben Zeitraum Emissionsreduktionen im zweistelligen Prozentbereich auf: So sanken die Emissionen von Kohlenmonoxid im Straßenverkehr um 38,2 %, von Stickoxiden um 61,2 % und von Feinstaub um 34,8 %.

BM Verena Hubertz zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses
Zu den Beschlüssen des Koalitionsausschusses erklärt Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen:

„Ein wichtiger Schritt nach vorne! Ich bin sehr zufrieden mit der Einigung im Koalitionsausschuss und bin sicher, das wird neuen Drive in den Wohnungsbau bringen. Ich sehe drei Hebel und ein Ziel: mehr Wohnungsbau in Deutschland.

Foto Markus C. Hurek

1.    Wir gründen eine Wohnungsbaugesellschaft (WBG) des Bundes für bezahlbares Wohnen. Für diese Idee habe ich gemeinsam mit Lars Klingbeil geworben. Dass die Koalition sie jetzt beschlossen hat, ist ein Durchbruch. Eine neue Wohnungsbaugesellschaft soll dort Angebot schaffen, wo der Markt angespannt ist, und den industriellen Hochlauf des seriellen Bauens unterstützen. Eine große Idee für eine große Herausforderung. Mein Haus arbeitet bereits gemeinsam mit dem Finanzministerium an Vorschlägen für die Umsetzung.

2.    Wir setzen Finanzierungskraft für den Wohnungsbau frei. Die zusätzlichen nationalen Kapitalanforderungen für Wohnimmobilienkredite, die über das europäische Regelwerk hinausgehen, sollen zum 1. Januar 2027 entfallen. Konkret heißt das: Geld, das Banken bisher zurücklegen mussten, kann künftig in Kredite für neue Wohnungen fließen. Deutsche Banken können damit deutlich mehr Wohnungsbau finanzieren, und zwar ohne einen Euro Steuergeld.

3.    Wer in Deutschland Wohnungen baut, muss sich darauf verlassen können, dass sein Eigentum sicher ist. Eine jahrelange Enteignungsdebatte hat in Berlin keine einzige Wohnung geschaffen. Sie hat vielmehr verunsichert. Wir schaffen hier Klarheit per Bundesgesetz und fokussieren uns auf die Dinge, die Menschen in angespannten Wohnungsmärkten wirklich helfen: Investitionen, Neubau und einen starken Mieterschutz im Bestand.

Die Einigung des Koalitionsausschusses, das „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“, bestätigt den Kurs meines Hauses: Bau-Turbo, serielles Bauen und die neue Risikokultur der Verwaltung werden zum Maßstab für die gesamte Bundesverwaltung. Jetzt heißt es: umsetzen. Denn gebaut wird nicht im Koalitionsausschuss, sondern auf der Baustelle und genau das gehen wir an.“


IHK: Reformpaket macht Hoffnung Höhere Steuern problematisch  
Die Bundesregierung hat heute ihr Reformpaket für Wachstum und Beschäftigung vorgestellt. Die Niederrheinische IHK begrüßt viele der geplanten Schritte. Die Unternehmen brauchen weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und digitale Prozesse.

Kritisch sieht die IHK die Erhöhung des Steuersatzes für höhere Einkommen. Sie mahnt: Die Unternehmen dürfen nicht noch weiter belastet werden. Dazu Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK: „Unsere Wirtschaft muss schnell wieder Fahrt aufnehmen. Mit den geplanten Reformen aus Berlin sehe ich dafür realistische Chancen. Dass die Berichtspflichten für Unternehmen sinken, ist ein wichtiges Signal.

Die Betriebe haben lange auf diese Impulse gewartet. Flexibler, schneller, digitaler: Wir sind bereit. Jetzt muss es schnell in die Umsetzung gehen. Gute Pläne nur auf Papier nützen uns nichts.   Der Effekt von weniger Bürokratie darf aber nicht mit höheren Abgaben wieder zunichte gemacht werden. Die geplante höhere Steuerlast für höhere Einkommen trifft vor allem den Handel, Familienunternehmen und industrielle Zulieferer.  

Duisburg und der Niederrhein sind ein starker Standort. Aber stark bleiben wir nur, wenn unsere Unternehmen ihre Potenziale nutzen können. Noch mehr Abgaben sind da keine Hilfe.“

Reformpaket stellt wichtige Weichen für Wachstumswende – DMB fordert weiter Entlastung bei der Unternehmensbesteuerung

Der Deutsche Mittelstands-Bund (DMB) begrüßt zentrale Elemente des heute vorgestellten Reformprogramms der Bundesregierung. Bürokratieabbau, beschleunigte Genehmigungsverfahren, eine modernere Verwaltung und mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt entsprechen langjährigen Forderungen des Verbands. Gleichzeitig bleiben wesentliche Reformen bei der Unternehmensbesteuerung aus.

Marc S. Tenbieg, geschäftsführender Vorstand des DMB, erklärt: „Die Bundesregierung adressiert mit dem Paket wichtige strukturelle Probleme. Dass die Regierungskoalition dabei nun mehr Entscheidungsfreude zeigt, ist ausdrücklich zu begrüßen – darauf hat der Mittelstand lange gewartet. Insbesondere beim Bürokratieabbau, bei schnelleren Genehmigungen und einer modernen Verwaltung greift die Bundesregierung zentrale Anliegen des Mittelstands auf.

Auch die Stärkung von Zukunftstechnologien und mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt können die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland erhöhen. Entscheidend ist jedoch, dass Beschlüsse nicht nur gefasst und umgesetzt werden, sondern auch zügig spürbare Wirkung in den Unternehmen entfalten.“

Positiv bewertet der DMB die geplante Reduzierung von Berichts- und Dokumentationspflichten, die Ausweitung der Genehmigungsfiktion, die Vereinfachung des Datenschutzrechts für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie die stärkere Digitalisierung staatlicher Verfahren. Zugleich fordert der Verband, den Bürokratieabbau konsequent auf Länder und Kommunen auszuweiten, wo die Belastung für KMU besonders hoch ist.

„Die Richtung stimmt. Wirksam wird die Entlastung aber erst, wenn Bund, Länder und Kommunen ihre Maßnahmen eng verzahnen“, so Tenbieg. Merkliche Verbesserung bei der Einkommensteuer fehlt Entscheidend sind nun die zügige Umsetzung der angekündigten Reformen und das Schließen bestehender Lücken. Tenbieg betont: „Für eine echte Wachstumswende reicht Bürokratieabbau allein nicht aus. Deutschland braucht wettbewerbsfähige Unternehmenssteuern, dauerhaft tragfähige Sozialabgaben und international konkurrenzfähige Energiepreise.“

Kritisch sieht der DMB, dass das Paket keine umfassende Entlastung bei der Unternehmensbesteuerung vorsieht. Insbesondere für inhabergeführte Personenunternehmen fehlt eine merkliche Verbesserung bei der Einkommensteuer. Gleichzeitig soll der erhöhte Steuersatz der sogenannten Reichensteuer künftig bereits ab einem zu versteuernden Einkommen von 250.000 Euro greifen – mit möglichen Auswirkungen auch auf etablierte mittelständische Betriebe.

Bereits im Vorfeld des Reformgipfels hatte der DMB ein ergänzendes Fitnessprogramm für Unternehmen gefordert, das insbesondere eine mittelstandsfreundliche Steuerreform zur kurzfristigen Entlastung umfasst. Tenbieg abschließend: „Der Mittelstand braucht Verlässlichkeit. Viele Maßnahmen gehen in die richtige Richtung. Entscheidend sind jetzt die schnelle Umsetzung und die Ergänzung um steuerliche Entlastungen – nur so entstehen nachhaltiges Wachstum und sichere Beschäftigung.“

LKA-NRW: Ermittlungen wegen Verdachts der Vorteilsannahme und
Vorteilsgewährung im Zusammenhang mit der UEFA EURO 2024
Gegenstand der Ermittlungen sind mutmaßlich gewährte, nicht genehmigte Vorteile, unter anderem in Form eines Fußballländerspielbesuches, die ein damals für eine Gastgeberstadt tätiger Beschuldigter von hierfür Verantwortlichen der ausrichtenden Gesellschaft erhalten haben soll.

Daneben sollen den Gastgeberstädten von insoweit Verantwortlichen der ausrichtenden Gesellschaft auch exklusive Vorkaufsrechte für Eintrittskarten angeboten worden sein, die seitens der Gastgeberstädte zum Teil in Anspruch genommen und auf unterschiedliche Art verwendet worden sind. Am 01.07.2026 haben zur weiteren Aufklärung des Sachverhalts Ermittler der Staatsanwaltschaft Bochum und des Landeskriminalamtes NRW mit Unterstützung der örtlichen Polizeibehörden Durchsuchungen an mehreren Orten im Bundesgebiet durchgeführt. Die Beschuldigten hatten bislang keine Gelegenheit, sich zu den erhobenen Vorwürfen zu äußern. Es gilt die Unschuldsvermutung. Auch in der DFB-Zentrale in Frankurt wurde ermittelt.

Informationscafé der Frühen Hilfen zum Thema Kindertagespflege
Die Frühen Hilfen Duisburg laden am Freitag, 10. Juli, von 9.30 bis 11.30 Uhr in die zentrale Anlaufstelle Frühe Hilfen auf der Schwanenstraße 5-7 (Eingang Steinsche Gasse 2) in der Innenstadt zum Informationscafé ein. Pia Goldschmidt und Laura Heitkötter von der Fachberatung Kindertagespflege des Jugendamtes informieren umfassend über Betreuungsangebote für Kinder, insbesondere über die Kindertagespflege.

Dabei erläutern sie die Vorteile einer familiennahen und individuellen Betreuung, geben einen Überblick über freie Plätze und beantworten individuelle Fragen. Die Frühen Hilfen Duisburg bieten ein umfassendes Beratungsangebot zu allen Themen rund um Schwangerschaft und Geburt sowie Informationen für Eltern mit ihren Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren an.

Sämtliche Angebote der Frühen Hilfen in Duisburg sind kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen sind online unter http://www.duisburg.de/fruehehilfen abrufbar. Für Rückfragen steht das Team telefonisch unter 0203 283-8342 zur Verfügung.

Sportmobil bringt Bewegung nach Hochfeld
Das Sportmobil des Stadtsportbundes hält in den Sommermonaten zwischen Montag, 6. Juli, und Montag, 14. September, alle zwei Wochen auf der Grünfläche zwischen der Haltestelle „Musfeldstraße“ und dem „Hochfelder Bogen“ in Duisburg-Hochfeld. Immer zwischen 15 und 19 Uhr können verschiedene Sport- und Bewegungsangebote kostenlos ausprobiert werden.

Hintergrund des neuen Angebots sind die derzeitigen Bauarbeiten für die Internationale Gartenausstellung 2027 (IGA 2027). Dadurch stehen in Hochfeld momentan zahlreiche Grün- und Bewegungsflächen vorübergehend nicht zur Verfügung. Das Sportmobil ist eine von mehreren Maßnahmen, um ein Alternativangebot für Bewegung, Sport und Spiel zu schaffen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen zu diesem und weiteren Angeboten im Stadtteil gibt es im Internet unter https://www.duisburg.de/hochfeld-sport-spiel.

Terminänderung: Bürgerfest „Rund um das Bezirksamt Süd“ auf 25. September verlegt
Das traditionelle Bürgerfest „Rund um das Bezirksamt Süd“ findet in diesem Jahr ausnahmsweise nicht am letzten Freitag vor den Sommerferien, sondern am 25. September statt. Die Bezirksvertretung Süd hat entschieden, die Veranstaltung zu verschieben, da am gleichen Tag im Stadtgebiet eine Vielzahl von Veranstaltungen stattfindet.

Das Programm bleibt wie gewohnt: Ab 18 Uhr eröffnet Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske das Fest mit dem traditionellen Fassbieranstich auf dem Vorplatz der Bezirksverwaltungsstelle Süd an der Sittardsberger Allee 14 in Duisburg-Buchholz. Für Musik sorgt die „Melody- Dancing-Band“. Imbiss- und Getränkestände sowie der Sektstand der Bezirksvertretung Süd sorgen für das leibliche Wohl.

Der Erlös kommt einem wohltätigen Zweck zugute. Alle Beteiligten freuen sich gemeinsam auf einen geselligen Abend und den persönlichen Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Bei Fragen steht Freia Kollar von der Bezirksverwaltung Süd per E-Mail an kultur.sued@stadt-duisburg.de oder telefonisch unter 0203 283-3948 zur Verfügung.

Rheinhausen: Lesen und Gestalten rund um die Umwelt
Die Rheinhauser Bibliothek auf der Händelstraße 6 lädt am Freitag, 10. Juli, zu einem abwechslungsreichen Nachmittag für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter ein. Von 16 bis 18 Uhr stehen gemeinsames Lesen und kreatives Gestalten rund um Umwelt, Tiere und Natur im Mittelpunkt. Bei der Veranstaltung können die Kinder selbst aktiv werden und ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Aus Milchkartons entstehen mit einfachen Mitteln kleine Vogelhäuser, die nicht nur nachhaltig sind, sondern auch Vögeln ein neues Zuhause bieten. Die Veranstaltung im Rahmen der Duisburger Umweltwochen verbindet Leseförderung mit Umweltbildung und zeigt, wie sich mit Fantasie und einfachen Materialien nachhaltige Ideen umsetzen lassen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Online-Anmeldung auf www.stadtbibliothek-duisburg.de (unter „Veranstaltungen“) wird gebeten. Für Fragen steht das Team der Bibliothek vor Ort oder telefonisch unter 02065 905-4235 zur Verfügung. Die Bezirksbibliothek ist dienstags bis freitags von 10.30 bis 13 und 14 bis 18.30 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

A-cappella-Konzert des Jugendkonzertchors der CHORAKADEMIE am Konzerthaus Dortmund e.V.
Der Jugendkonzertchor der Chorakademie am Konzerthaus Dortmund kehrt nach seiner Konzertpremiere vor einem Jahr am 11. Juli in die Salvatorkirche Duisburg zurück und hat in der Citykirche neben dem Rathaus um 18 Uhr sein neues A-cappella-Programm „Frieden ruht in meinem Herzen“ im Gepäck. 

Der preisgekrönte Jugendchor widmet sich darin existenziellen Fragen von Gemeinschaft und Zusammenhalt: Wie kann Frieden gelingen, und wie hat Musik verschiedener Epochen darauf Antworten gesucht? Neben bekannten Motetten wie Heinrich Schütz’ „Verleih uns Frieden“ oder Anton Bruckners „Locus iste“ erklingt auch selten aufgeführte Chormusik sowie Andy Janssens „Summer is coming“, welches der Aachener Komponist 2026 für den Jugendkonzertchor schrieb und erst Anfang Juni 2026 in Dortmund uraufgeführt wurde.

Zwischen Frühbarock und Zeitgenössischem lassen Chorlieder des 19. Jahrhunderts das Herz zur Ruhe kommen. Der Jugendkonzertchor ist das Spitzenensemble des Jugendbereichs der CHORAKADEMIE Dortmund – Europas größter Singschule – und zählt etwa 35 Mädchen und Jungen zwischen 14 und 19 Jahren. Das Ensemble ist u.a. erster Preisträger des „Jugendchöre“-Wettbewerbs des Deutschen Chorfests Nürnberg 2025.

Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Arbeit der CHORAKADEMIE wird gebeten. Mehr Infos gibt es im Netz unter www.salvatorkirche.de und www.chorakademie.de.

Jugendkonzertchor der CHORAKADEMIE Dortmund  (Foto: www.chorakademie.de).


Kirche Obermeiderich lädt wieder zu Emils Pub ein
Für Freitag, 10. Juli 2026 lädt die Evangelische Kirchengemeinde Duisburg Obermeiderich in das Gemeindezentrum an der Emilstraße 27 zu „Emils Pub“ ein. Bei dem beliebten Gemeindetreffpunkt können Besucherinnen und Besucher ab 19 Uhr bei Getränken aller Art und gutem Essen zum Wochenende hin ein wenig abschalten und beim Klönen über Gott, die Welt, den Krieg und den Frieden ins Gespräch kommen.

Diesmal gibt’s Leckeres vom Grill... und wie immer ein leckeres Dessert. Der Durst kann wie immer mit verschiedenen Biersorten, Wein und Softgetränken gelöscht werden. Die nächste Ausgabe gibt es am 11. September, nach der Sommerpause. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.obermeiderich.de.

Rheingemeinde lädt zum Fest am Vogelsangplatz mit Live-Musik und Tanz, Spielmannzug, Feuerwehr und Polizei 
Die Evangelische Rheingemeinde Duisburg lädt Groß und Klein zum Gemeindefest am Sonntag, 12. Juli in und am Gemeindehaus am Vogelsangplatz Wanheimerort ein. Auftakt ist der Gottesdienst um 10.30 Uhr dem ein umfangreiches Programm folgt: Spieleangebote, Hüpfburg, Torwand, Spielmannszug und selbst Feuerwehr und Polizei sind mit Fahrzeugen am Start.

Musik gibt es vom Chor „Soul, Heart & Spirit“ und von Pop-Kantor Daniel Drückes, der zum großen Mitsingen einlädt, das in der Gemeinde sehr beliebt ist. Auftritte haben zudem die Rheintanzgruppe und eine koreanische Tanzgruppe. Natürlich gibt es auch ein großes kulinarisches Programm zur Stärkung. Mehr Infos zum Fest hat Pfarrer Jürgen Muthmann (0203 / 722383).  

Meidericher Gemeinden laden zum großen Kirchplatzgottesdienst 
Zum traditionellen ökumenischen Kirchplatzgottesdienst kommen in Meiderich jedes Jahr viele Menschen unter freiem Himmel zusammen, denn das Treffen wird immer auch zu einem Fest der Begegnung und der guten Nachbarschaft – mit geistigem Input und Klönen bei Snacks und Getränken. So soll es auch in diesem Jahr am Sonntag, 12. Juli um 11 Uhr mit dem Open-Air-Gottesdienst werden. 

Diesmal vor der evangelischen Kirche, Auf dem Damm 6, wo es um das Thema „Neu“ geht, zu dem sich das ökumenische Vorbereitungsteam beider Gemeinden viele Gedanken gemacht und kreative Ideen entwickelt hat, die dieses Thema auf besondere Weise erlebbar machen werden. Die Evangelische Kirchengemeinde Meiderich und die Katholische Pfarrgemeinde Sankt Michael laden herzlich zum Mitfeiern ein, das bei Regen nicht ausfällt, sondern in der Kirche geschieht.


Meidericher Gemeinde lädt zum Spieleabend für Jung und Alt
Zu einem bunten Spieleabend lädt die Evangelische Kirchengemeinde Meiderich in das Gemeindezentrum, Auf dem Damm 8. Dort warten am Dienstag, 7. Juli um 19 Uhr alte Klassiker und neue Spiele darauf, entdeckt zu werden. Wer mag, bringt gerne eigene Spiele - egal ob Klassiker, Karten-, Brett- oder Gesellschaftsspiele - mit, die mit anderen ausprobiert werden können. Getränke und Snacks gibt's zum Selbstkostenpreis.

Wenn der Abend weiterhin gut ankommt, wird es monatlich einen Spieleabend im Gemeindezentrum geben. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de.





250 Jahre Vereinigte Staaten von Amerika: 13.630 in NRW lebende US-Staatsbürger können feiern
* In Düsseldorf (2.215), Köln (1.955) und Bonn (990) lebten Ende 2025 die meisten US-amerikanischen Staatsangehörigen.
* Zuwanderung: Mehr als die Hälfte sind Amerikaner/innen – gut ein Drittel sind deutsche Rückkehrer/innen
* Auswanderung: Fast zu gleichen Teilen Deutsche und US-Amerikaner/innen

Am 4. Juli 2026 jährt sich die Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika zum 250. Mal. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, hatten laut Ausländerzentralregister am 31.12.2025 insgesamt 13.630 Menschen mit US-amerikanischer Staatsangehörigkeit ihren Wohnsitz in NRW. 

Regionale Schwerpunkte in den Großstädten entlang der Rheinschiene
Die regionale Verteilung der in NRW lebenden Personen mit US-amerikanischer Staatsangehörigkeit konzentrierte sich entlang der Rheinschiene. Die meisten lebten in der Landeshauptstadt Düsseldorf (2.215), gefolgt von Köln (1.955) und Bonn (990).  Der Frauenanteil bei den US-amerikanischen Staatsangehörigen lag in NRW bei 48,3 %.


In den kreisfreien Städten mit den meisten US-Staatsbürgerinnen und -bürgern lag ihr Anteil in Düsseldorf bei 48,5 %, in Köln bei 46,0 % und in Bonn bei 50,5 %. Den landesweit höchsten Frauenanteil wiesen der Kreis Warendorf mit 63,2 % und der Rheinisch-Bergische Kreis mit 61,0 % auf. Weit unter dem Landesdurchschnitt lag er dagegen in Bottrop mit 28,6 %, gefolgt vom Kreis Wesel und Solingen mit jeweils 35,7 %.  

Ein- und Auswanderungen auf Kreisebene
Im Jahr 2025 zogen laut Wanderungsstatistik 3.154 Personen aus den USA nach NRW. Davon waren gut die Hälfte (54,4 %) US-Amerikaner/innen und ein Drittel (34,3%) Deutsche. Die Top drei Ziele bei den amerikanischen Zuwanderern waren Bonn mit 268, Köln mit 233 und Düsseldorf mit 158 Zugezogenen.

Unter den deutschen Zuwanderern lagen Köln (109), Düsseldorf (94) und der Rhein-Sieg-Kreis (64) vorn. Nordrhein-westfälische Auswanderer, die 2025 in die USA gezogen sind, waren fast zu gleichen Teilen Deutsche (43,1 %) und US-Amerikaner/-innen (41,2 %). Aus Düsseldorf (138), Köln (122) und dem Rhein-Sieg-Kreis (72) wanderten die meisten Deutschen aus.

Unter den US-amerikanischen Auswanderern, lebten die meisten zuvor in Bonn (226), Düsseldorf (203) und Köln (116).  Ein Grund für die hohen Wanderungsergebnisse für die kreisfreie Stadt Bonn und den angrenzenden Rhein-Sieg-Kreis ist, dass in der Stadt Bonn viele internationale Organisationen - wie die Vereinten Nationen mit mehr als 20 Einrichtungen – angesiedelt sind. 

Durchschnittlich knapp 1 400 Krankenhausbehandlungen im Jahr bedingt durch Hitze und Sonnenlicht
• Sterbefälle in Hitzewochen der vergangenen Jahre teilweise mehr als 20 % über dem Vergleichswert der Vorjahre
• Hitzeperioden führen laut RKI-Schätzungen zu mehreren tausend hitzebedingten Sterbefällen

Extreme Hitze geht für die Menschen in Deutschland mit gesundheitlichen Problemen einher. Hitzschläge, Sonnenstiche und andere durch Hitze oder Sonnenlicht verursachte Schäden führten im Schnitt in den Jahren 2004 bis 2024 zu knapp 1 400 Krankenhausbehandlungen. Als direkte Todesursache lässt sich Hitze bei durchschnittlich 21 Fällen in den Jahren 2004 bis 2024 allerdings selten feststellen.

Sehr hohe Temperaturen lassen die Sterblichkeit jedoch insgesamt steigen, da in vielen Fällen die Kombination aus Hitze und Vorerkrankungen das Sterberisiko erhöht. So stiegen in von Hitzeperioden geprägten Wochen die Sterbefallzahlen zum Teil deutlich an: Es gab bereits mehrfach Sommerwochen mit Hitzewellen, deren Sterbefallzahlen um mehr als 20 % über den Vergleichswerten der Vorjahre lagen – zuletzt betraf dies eine Juliwoche im Jahr 2022.

RKI: 2018 höchste hitzebedingte Sterblichkeit der vergangenen Jahre mit geschätzten 8 500 Sterbefällen Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zur hitzebedingten Mortalität zeigen, dass Hitzeperioden in Deutschland regelmäßig zu einem Anstieg der Sterblichkeit führen.

Hierzu werden Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes mit Temperaturmessungen des Deutschen Wetterdienstes kombiniert. Laut RKI gab es die höchste hitzebedingte Sterblichkeit der Jahre 2004 bis 2024 im Jahr 2018 mit schätzungsweise 8 500 Sterbefällen in Verbindung mit Hitze, gefolgt vom Jahr 2006 mit geschätzten 7 700 Sterbefällen.

Zahl der hitzebedingten Krankenhausbehandlungen steigt oft in Jahren mit vielen Hitzetagen
Zu überdurchschnittlich vielen hitzebedingten Krankenhausbehandlungen und Todesfällen kommt es hierzulande häufig in Jahren mit vielen sogenannten Hitzetagen mit Temperaturen von 30 Grad Celsius oder mehr. So lag die Zahl der im Krankenhaus behandelten Schäden durch Hitze und Sonnenlicht beispielsweise im Jahr 2015 mit gut 2 300 Fällen 72 % über dem Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2024.

Im selben Jahr waren 60 Todesfälle auf Hitze oder Sonnenlicht zurückzuführen – knapp dreimal so viele wie im Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2024. 2015 war ein Jahr mit überdurchschnittlich vielen Hitzetagen in Deutschland: Durchschnittlich 17,6 solcher Tage zählte der Deutsche Wetterdienst.

Die meisten Hitzetage der Jahre 2004 bis 2024 gab es im Jahr 2018 mit 20,4: In diesem Jahr lag die Zahl der Krankenhausbehandlungen aufgrund von Schäden durch Hitze oder Sonnenlicht mit 1 600 um 18 % über dem Schnitt. Auch die Zahl der Todesfälle, die in der Todesbescheinigung direkt auf Hitze oder Sonnenlicht zurückzuführen waren, lag mit 28 leicht über dem Schnitt.

Vollstationäre Krankenhausbehandlungen aufgrund von Schäden durch Hitze/Sonnenlicht, durchschnittliche Hitzetage und Hitzemortalität in Deutschland Bar chart with 3 data series. Behandlungsfälle pro Jahr, Tage mit einer Höchsttemperatur von mehr als 30 Grad Celsius und geschätzte Zahl hitzebedingter Sterbefälle.
Quellen: Krankenhausstatistik, Deutscher Wetterdienst (DWD), Robert-Koch-Institut (RKI)




NRW: Zahl der Haushalte mit Wohngeldbezug 2025 um 7,5 % gestiegen
* Ende 2025 bezogen rund 348.000 Haushalte Wohngeld – im Schnitt 322 Euro monatlich
* Wohngeld wird zu 94 % als Mietzuschuss geleistet
* Landesweit erhielten 4 % der Haushalte Wohngeld – höchste Anteile in Hamm und Herne

Ende 2025 haben 348.090 nordrhein-westfälische Haushalte Wohngeld bezogen, das waren 24.245 Haushalte bzw. 7,5 % mehr als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, stieg damit auch im zweiten Jahr, nach Inkrafttreten des Wohngeld-Plus-Gesetzes zum 01.01.2023, die Zahl der Wohngeldhaushalte weiter an.

Zum 01.01.2025 wurde das Wohngeld entsprechend der gesetzlich verankerten Anpassung an die allgemeine Preis- und Mietpreisentwicklung erhöht. Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch der Wohngeldhaushalte in NRW lag Ende 2025 bei 322 Euro und damit um 11 Euro höher als ein Jahr zuvor. 



Wohngeld wird überwiegend als Mietzuschuss geleistet
Das Wohngeld wird als Mietzuschuss oder Lastenzuschuss bei selbstgenutztem Wohneigentum geleistet. Zum Jahresende 2025 erhielten in NRW 94 % der Wohngeldhaushalte das Wohngeld in Form eines Mietzuschusses. Die übrigen 6 % bekamen einen Lastenzuschuss.

Der Durchschnittsbetrag für den Mietzuschuss fiel mit 320 Euro im Monat geringer aus als der durchschnittlich gezahlte Lastenzuschuss mit 359 Euro. Die Höhe des Wohngeldanspruchs hängt maßgeblich von der Höhe des Einkommens, der zuschussfähigen Miete oder der Belastung und der Zahl der Haushaltsmitglieder ab.

4 % der NRW-Haushalte erhielten Wohngeld – höchste Anteile in Hamm und Herne Landesweit bezogen 4,0 % der Hauptwohnsitzhaushalte zum Jahresende 2025 Wohngeld. Im Vorjahr lag der Anteil der Wohngeldhaushalte bei 3,7 %. Am höchsten waren Ende 2025 die Anteile in den Ruhrgebietsstädten Hamm (7,4 %) und Herne (6,0 %); am geringsten fielen sie im Kreis Olpe (2,7 %) und im Rheinisch-Bergischen Kreis (2,9 %) aus. 

Die meisten Haushalte waren reine Wohngeldhaushalte 98 % aller Haushalte mit Bezug von Wohngeld waren sogenannte reine Wohngeldhaushalte. In diesen Haushalten waren alle Haushaltsmitglieder wohngeldberechtigt.

Bei den übrigen Haushalten handelte es sich um sogenannte Mischhaushalte, in denen Wohngeldberechtigte mit Personen zusammenleben, die nicht wohngeldberechtigt sind. Ende 2025 gab es in NRW insgesamt 339.760 reine Wohngeldhaushalte und 8.330 solcher Mischhaushalte.

NATO-Generalsekretär in Berlin: Deutschland führt und Deutschland liefert
Am 1. Juli 2026 reiste NATO-Generalsekretär Mark Rutte zu Gesprächen mit Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius (v.l.) im Vorfeld des NATO-Gipfels in Ankara nach Deutschland. Herr Rutte nahm auch an einer Sitzung des deutschen Kabinetts teil, zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte für einen NATO-Generalsekretär.


Energiezentrale Wedau nimmt Betrieb auf: Abwärme aus Rechenzentrum stärkt klimafreundliche Fernwärmeversorgung
Duisburg, 1. Juli 2026 - Die Stadtwerke Duisburg haben die Energiezentrale Wedau offiziell in Betrieb genommen. Mit der Anlage erschließen die Stadtwerke eine bislang ungenutzte Energiequelle: die Abwärme des benachbarten Rechenzentrums. Mithilfe einer leistungsstarken Wärmepumpe wird die anfallende Wärme auf das erforderliche Temperaturniveau angehoben und anschließend in das Fernwärmenetz eingespeist. Ergänzt wird die Energiezentrale durch weitere effiziente Erzeugungsanlagen und moderne Anlagentechnik.

Die neue Energiezentrale Wedau der Stadtwerke Duisburg besteht aus einem historischen, denkmalgeschützten Altbau und einem modernen Anbau. Quelle: Stadtwerke Duisburg  

„Mit der neuen Energiezentrale schaffen wir die Grundlage für eine nachhaltige und zukunftsfähige Wärmeversorgung. Die Nutzung von Abwärme aus dem Rechenzentrum zeigt, wie sich vorhandene Energiepotenziale intelligent erschließen lassen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Wärmewende vor Ort“, sagt Andreas Gutschek, Vorstand Infrastruktur und Strategie bei den Stadtwerken.  

Besondere Herausforderungen für die nur zweieinhalbjährige Bauzeit brachte die bauliche Umsetzung mit sich. Die neue Energiezentrale verbindet einen denkmalgeschützten Gebäudeteil, das ehemalige Kesselhaus, das einst zum Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn gehörte, mit einem modernen Anbau. Im historischen Teil aus dem Jahr 1911 steht nun die neue Wärmepumpe.

Durch eine große Glasfront können die Wedauerinnen und Wedauer ihre Wärmepumpe dauerhaft sehen. Im neuen Anbau stehen zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) mit jeweils 1,8 Megawatt (MW) thermischer Leistung und 1,5 MW elektrischer Leistung. Die beiden BHKW sind H2-ready und können perspektivisch Wasserstoff als Energieträger einsetzen, wenn dieser in ausreichender Menge verfügbar ist.

„Die Energiezentrale ist ein klares Bekenntnis zu Versorgungssicherheit, Klimaschutz und regionaler Wertschöpfung. Mit dieser Investition schaffen die Stadtwerke die Grundlage für eine nachhaltige Wärmeversorgung im neuen Stadtteil“, sagt Oberbürgermeister Sören Link, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke ist.   Wärmeversorgung für mehr als 1.000 Haushalte Herzstück der neuen Energiezentrale ist eine Wärmepumpe mit einer Leistung von 270 Kilowatt (kW).

Sie nutzt die Abwärme des benachbarten Rechenzentrums der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV), von dem jährlich 1,4 Gigawattstunden (GWh) Wärmeleistung zur Verfügung gestellt werden. Die Wärme wird über Wärmetauscher im Rechenzentrum gewonnen und dann unterirdisch in die Energiezentrale gepumpt. Dort hebt die Wärmepumpe das Temperaturniveau auf die für die Fernwärmeversorgung erforderlichen Werte von 83 Grad Celsius an.

Mit der so gewonnenen Wärme können künftig rund 100 Haushalte mit Fernwärme versorgt werden. Die beiden BHKW erzeugen so viel Strom, wie 4.000 Haushalte im Jahr benötigen und so viel Wärme, dass sie für die Versorgung von 1.000 Haushalten ausreicht. Außerdem ist zur Absicherung der Gesamtanlage noch ein Gaskessel installiert, der bei Ausfall der anderen Erzeugungsanlagen 1.700 kW thermische Leistung liefern kann.

Durch das Zusammenspiel der verschiedenen Erzeugungsanlagen können die Stadtwerke flexibel auf den Wärmebedarf reagieren und gleichzeitig eine hohe Versorgungssicherheit gewährleisten. Insgesamt investieren die Stadtwerke rund 14 Millionen Euro in die neue Energiezentrale. Auch für den Klimaschutz leistet die Anlage einen wichtigen Beitrag. Nach Berechnungen der Stadtwerke können durch den Betrieb der Energiezentrale jährlich rund 1.000 Tonnen CO₂ eingespart werden.  

 Mit der Inbetriebnahme der neuen Energiezentrale setzen die Stadtwerke ihren Weg hin zu einer zunehmend klimaneutralen Wärmeversorgung konsequent fort und erschließen zugleich neue Potenziale für die Nutzung bislang ungenutzter Energiequellen. Ziel ist eine CO2-neutrale Strom- und Wärmeerzeugung bis zum Jahr 2035.      

Die Stadtwerke Duisburg haben die neue Energiezentrale Wedau in Betrieb genommen. Winand Schneider (Geschäftsführer der Gebag), Oberbürgermeister Sören Link, Andreas Gutschek (Vorstand Infrastruktur und Strategie der Stadtwerke Duisburg) und Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske (v. l.) gaben den Startschuss für die Wärmegewinnung aus Abwärme aus dem benachbarten Rechenzentrum. Quelle: Stadtwerke Duisburg  

Zeugnissprechstunde: Unkomplizierte Hilfe ohne Anmeldung
Zeugnisse können für viele Familien eine schwierige Zeit sein. Pünktlich zum Schulende rund um die Sommerferien bieten die Schulpsychologische Beratungsstelle und das Institut für Jugendhilfe in Duisburg deshalb eine offene „Zeugnissprechstunde“ für Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern an.

Die kostenfreie und vertrauliche Beratung findet an mehreren Terminen im Juli am Campus Marxloh statt. Die Zeugnissprechstunde richtet sich an junge Menschen, die mit Unsicherheit, Druck oder schlechten Noten zu kämpfen haben. Auch Eltern, die ihre Kinder in dieser sensiblen Phase unterstützen möchten, sind ausdrücklich eingeladen.

Typische Fragen sind etwa: Wie kann ich mein Kind stärken, ohne zusätzlichen Druck aufzubauen? Oder: Wie gehen wir als Familie konstruktiv mit schwierigen schulischen Ergebnissen um? Eine Anmeldung zur Sprechstunde ist nicht erforderlich, Interessierte können am 16., 17. und 21. Juli jeweils von 9 bis 12 Uhr am Campus Marxloh (An der Paulskirche 6, Raum E14) vorbeikommen.

Die Beratung ist freiwillig, kostenfrei und wird vertraulich durchgeführt. Fachkräfte aus Schulpsychologie und Jugendhilfe beraten dabei gemeinsam und bieten schnelle, unkomplizierte Unterstützung in belastenden Situationen. Mit dem niedrigschwelligen Angebot möchten die Stadt dazu beitragen, Ängste abzubauen, Perspektiven aufzuzeigen und den Übergang in die Ferienzeit für alle Beteiligten zu entlasten.

Verbindlichkeit, Eigenverantwortung und Mitwirkung stärken Umgestaltung der Grundsicherung: Änderungen treten in Kraft
Die wesentlichen Änderungen im Zuge der Umgestaltung der Grundsicherung für Arbeitsuchende treten heute in Kraft. Der Gesetzgeber setzt mit dem 13. SGB II-Änderungsgesetz den entsprechenden Auftrag aus dem Koalitionsvertrag um.

Mit der Reform wird das Verhältnis zwischen Solidarität und Eigenverantwortung im Zweiten Buch Sozialgesetzbuch neu ausbalanciert. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas: „Wir stärken mit den Änderungen Verbindlichkeit, Eigenverantwortung und Mitwirkung in der Grundsicherung für Arbeitssuchende.

Klar ist: Wer Hilfe braucht, muss Hilfe erhalten. Menschen mit besonderen Herausforderungen können weiterhin darauf vertrauen, dass ihre spezifische Lebenslage gesehen und berücksichtigt wird. Zur Solidarität gehört aber auch: Wer arbeiten kann, muss sich um Arbeit bemühen. Der Vorrang für Arbeit, wo immer es geht, steht im Mittelpunkt der Umgestaltung der Grundsicherung. Und wenn es für eine nachhaltige Arbeitsaufnahme doch eine Qualifizierung braucht, ist auch das weiterhin möglich.

 © F. Pinjo / BMAS.

Die erfolgreiche Integration in Arbeit, Gerechtigkeit und Solidarität sind die Ziele der Neuen Grundsicherung. Wir setzen mit der Reform auch ein starkes Signal gegen Sozialleistungsmissbrauch. Wer den Sozialstaat erhalten, modernisieren und besser machen will, der darf hier nicht wegschauen. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit.“

Mit der Reform werden der Auftrag aus dem Koalitionsvertrag zur Umgestaltung der Grundsicherung und die Beschlüsse des Koalitionsausschusses vom 8. Oktober 2025 umgesetzt. Sie zielt darauf ab, die Vermittlung in Arbeit zu stärken. Den Jobcentern werden wirksamere Instrumente an die Hand gegeben, mit denen die Mitwirkung der erwerbsfähigen leistungsbeziehenden Menschen eingefordert werden kann.

Zugleich sollen sie Langzeitarbeitslose noch besser auf dem Weg in Arbeit unterstützen können. Die Jobcenter erhalten darüber hinaus wirksamere Instrumente zur Bekämpfung des Sozialleistungsmissbrauchs.

Folgende wesentliche Änderungen treten zum 1. Juli 2026 in Kraft:
1. Umbenennung der Geldleistung „Bürgergeld“ in „Grundsicherungsgeld“
2. Stärkung der Vermittlung und des Vermittlungsvorrangs
3. Einfordern bedarfsdeckender Integration (Vollzeit)
4. Frühzeitigere Integration von Erziehenden in den Arbeitsmarkt
5. Erstgespräch persönlich im Jobcenter
6. Höhere Verbindlichkeit bei der Umsetzung des Kooperationsplans
7. Abschaffung der gestaffelten Minderungshöhe und -dauer bei Pflichtverletzungen
8. Wirksames Instrumentarium bei Terminverweigerung
9. Änderungen bei der persönlichen Anhörung und Schutz von Menschen mit psychischen Erkrankungen
10. Abschaffung des Schlichtungsverfahrens
11. Abschaffung der Karenzzeit beim Vermögen. Die Höhe der Vermögensfreibeträge wird an das Lebensalter gekoppelt
12. Deckelung unverhältnismäßig hoher Wohnkosten bereits während der einjährigen Karenzzeit Wohnen
13. Kostensenkungsaufforderung bei Kaltmieten, die gegen eine Mietpreisbremse verstoßen
14. Ermächtigung zur Festlegung einer kommunalen Quadratmeterhöchstmiete
15. Einführung einer Anzeigepflicht der Jobcenter an die Finanzkontrolle Schwarzarbeit
16. Erweiterung der Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) zur Bekämpfung des organisierten Leistungsmissbrauchs
17. Einführung einer Arbeitgeberhaftung bei Schwarzarbeit und Scheinbeschäftigung
18. Verbesserung bei der Eingliederung Langzeitleistungsbeziehender
19. Mehr Flexibilität bei der Freien Förderung
20. Anpassung der Förderung schwer zu erreichender junger Menschen
21. Stärkung der Jobcenter in Bezug auf Gesundheitsaspekte
22. Gesetzliche Verankerung und Ausweitung des Passiv-Aktiv-Transfers
23. Stärkung der Jugendberufsagenturen
24. Informationen an junge Menschen ohne Anschlussperspektive durch die Agentur für Arbeit
25. Digitalisierung und Automatisierung von Verwaltungsabläufen sowie Pilotierung neuer Technologien
26. Stärkung der Jobcenter bei der Sachverhaltsermittlung und Einholung von Nachweisen durch weitergehende Auskunfts- und Nachweispflichten Dritter.
Weitere Informationen finden Sie unter www.bmas.de.

Kreislaufwirtschaft als Chance für Duisburg - NRW-Umweltminister Krischer in IHK
Globale Krisen, unsichere Rohstoffmärkte und gestörte Lieferketten setzen die Industrie unter Druck. Um die Zukunft des Industriestandorts Duisburg ging es bei der „Klimapakt Convention – Zukunftsfähigkeit“ der Niederrheinischen IHK und der Stadt Duisburg. Dort stellten Unternehmen ihre Projekte im Bereich Kreislaufwirtschaft vor. NRW-Umweltminister Oliver Krischer war zu Gast, zusammen mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.

V.l.: IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger, NRW-Umweltminister Oliver Krischer, OB-Duisburg Sören Link und IHK-Präsident Werner Schaurte-Küppers sprachen bei der Klimapakt-Convention über Kreislaufwirtschaft. Fotos Niederrheinische IHK/Jacqueline Wardeski

„Kreislaufwirtschaft ist ein Wachstumsfeld. Recycling schafft neue Arbeitsplätze und sichert uns wichtige Rohstoffe. Deswegen ist es gut, dass sich hier so viele Unternehmen an Rhein und Ruhr engagieren. Wir haben hier seit vielen Jahrzehnten Erfahrung und Know-how“, betonte IHK-Präsident Werner Schaurte-Küppers. Duisburg hat den weltweit größten Binnenhafen und ist Drehscheibe für Westeuropa.

Als Industrie- und Stahlstandort Nummer Eins in Europa vereint die Stadt Logistik, Produktion und Recycling. „Duisburg steht wie kaum ein anderer Standort für industrielle Transformation“, betonte Oberbürgermeister Sören Link. „Wenn wir regionale Kreisläufe stärken und Innovationen schneller in die Umsetzung bringen, schaffen wir die Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum, neue Arbeitsplätze und langfristige Wertschöpfung in unserer Stadt.“ Die Konferenz zeigte: Viele Betriebe haben bereits nachhaltige Prozesse eingeführt oder arbeiten daran.

Der Klimapakt Duisburg will die Projekte voranbringen, Akteure vernetzen und Investitionen beschleunigen. NRW-Umweltminister Oliver Krischer versicherte: "Wer Rohstoffe im Kreislauf hält, stärkt Klimaschutz, Versorgung und Wirtschaft gleichermaßen. Kreislaufwirtschaft bedeutet eine Stärkung der Sekundärrohstoffwirtschaft genauso wie neue zirkuläre Produkte und Geschäftsmodelle. Das ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor für Unternehmen. Nordrhein-Westfalen will hier Vorreiter sein und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen. Wir ebnen den Unternehmen dafür den Weg."

Unternehmen stellen Best Practices vor
Binnenhäfen, die Rohstoffe, Energie und Flächen effizient und nachhaltig nutzen – daran arbeitet Duisport im EU-geförderten Interreg-Projekt Scobe gemeinsam mit niederländischen Partnern. Havi präsentierte wiederverwendbare Paletten-Netze, die Verpackungsmaterial einsparen. Die Grillo‑Gruppe stellte gleich zwei Projekte vor: Grillo Zinc Metals setzt auf CO₂‑reduzierte und recycelbare Zinkwerkstoffe, um Rohstoffe im Kreislauf zu halten. Grillo Chemicals fokussiert sich auf das Recycling gebrauchter Schwefelsäure. Hieraus entsteht Schwefeldioxid, das in der Industrieproduktion benötigt wird.

Um neue Prozesse zu realisieren, müssen Wirtschaft und Wissenschaft gut vernetzt sein. Das treibt die Universität Duisburg-Essen mit der Initiative Circular Niederrhein voran.

Klimapakt Duisburg
Der Klimapakt Duisburg ist ein gemeinsames Bündnis der Stadt Duisburg und der Niederrheinischen IHK. Er unterstützt lokale Unternehmen aktiv dabei, Transformation nachhaltig umzusetzen und klimaneutral zu werden. Weitere Informationen unter www.duisburg.de/microsites/klimapakt.

V.l.: Beim Panel Circular Economy präsentierten DBI-Chef Prof. Dr. Rasmus Beck, Beraterin für nachhaltige Stadtentwicklung Amsterdam Dagmar Keim, Circular-Economy-Berater München Günther Langer und Leiter Stabsstelle Klimaschutz Duisburg Kai Lipsius.

Strick- und Häkelspaß beim „Maschengedöns“ in der Zentralbibliothek
Wer immer schon wissen wollte, wie man strickt oder häkelt, oder mit einem angefangenen Projekt nicht weiterkommt, ist herzlich zum „Maschengedöns“ eingeladen. Die Expertinnen der Flinken Nadeln geben am Mittwoch, 8. Juli, von 15 bis 17 Uhr in der Zentralbibliothek auf der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte Tipps zum Umgang mit Nadeln und Wolle, erklären, wie man Maschen anschlägt und abnimmt und stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Das Angebot richtet sich an alle Interessierten ab 14 Jahren und findet monatlich im Café im Stadtfenster statt. Die Folgetermine sind am 12. August und 9. September. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nadeln und Wolle müssen mitgebracht werden. Die Flinken Nadeln unterstützen mit ihrer Handarbeit den Bunten Kreis Duisburg e.V. bei seinem Einsatz für Familien mit zu früh geborenen und schwer kranken Kindern. Woll-Spenden werden bei den Workshops gerne angenommen.

„Musik im Rathaus“ mit besonderer Sommerausgabe
Zur Sommerausgabe der Veranstaltungsreihe „Musik im Rathaus“ lädt ein farbenreiches Konzert am Samstag, 18. Juli, um 19 Uhr ins Bezirksrathaus Homberg am Bismarckplatz 1 ein. Der Einlass beginnt bereits um 18.30 Uhr. Mit einer einzigartigen Kombination aus sanftem Gesang und meisterhaftem Gitarrenspiel kreieren an diesem Abend Florence Mankenda und Tarik Mujadzic einen Sound, der sowohl romantisch als auch bewegend ist.

Ihre Musik ist eine vielfältige Mischung aus Soul und Pop, die von der ersten Note an in ihren Bann zieht. Florences sanfter Gesang verschmilzt perfekt mit Tariks gefühlvollem Gitarrenspiel und schafft so eine Atmosphäre, die zeitlos wirkt. Zuschauerinnen und Zuschauer können sich auf Coverversionen und einzigartige Interpretationen freuen. Ein Abschluss an der ArtEZ University of the Arts Arnhem krönt die Karriere des Ausnahmetalents Tarik Mujadzic.

Bekannt durch zahlreiche Bandprojekte wie “Echo Appartment” oder als Gitarrist für Stina Holmquist, bespielt er Bühnen bundesweit und hat in der freien Szene einen festen Platz. Florence Mankenda bahnte sich ihre Karriere über eigene Solo- Veröffentlichungen hin zu Songwriting-Aufträgen für die bekannten Labels der Warner Music Group und Universal.

Beide Künstler sind in Duisburg aufgewachsen und freuen sich auf dieses „echte Heimspiel“ in ihrer Heimatstadt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist per E-Mail an kultur.homberg@stadt- duisburg.de oder telefonisch unter 0203 283-987818 erforderlich.


Jubiläumswochen „Der Spielkorb“: Restkarten für Kindertheater
Die Jubiläumswochen laufen noch bis Sonntag, 5. Juli: Das Kindertheater „Der Spielkorb" feiert seinen 50. Geburtstag mit einem vielfältigen Theater- Programm. Das Highlight wird der Festakt am Freitag, 3. Juli, im Theater Duisburg sein.

Auf der Bühne gastiert das freie Berliner Theaterensemble „United Puppets“ für alle ab fünf Jahren. Es gibt noch Restkarten. Zuvor läuft am Vormittag um 11 Uhr das neue, rund einstündige Stück „Nur ein Tag". Das KOM'MA-Theater inszeniert eine Glücks-Geschichte nach dem Bilderbuch von Martin Baltscheit.

Seit einem halben Jahrhundert begeistert „Der Spielkorb“ Kinder und Familien in Duisburg für fantasievolle Theaterwelten. Mehr als eine Million Besucherinnen und Besucher haben seine Aufführungen bereits erlebt. Das feiern nun kleine und große Fans mit einer zweiwöchigen Geburtstagsparty, die musikalische Märchenerzählungen, lustige Clownstücke und mitreißende Puppentheatererzählungen umfasst.

So verwandelte sich die Wiese vor dem Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in eine Open-Air-Bühne mit Eis und Überraschungen. Am Samstag, 4. Juli, läuft ab 14 Uhr „Finn Fledermaus und das Blenden in der Nacht", eine interaktive Mitmachlesung über tag- und nachtaktive Tiere und Freundschaft, präsentiert von Kinderbuchautorin Alina Gries.


Das Stück „Gebrr und Grimm" vom Theater Kreuz & Quer schließt die Festwochen im Internationalen Zentrum (IZ) am Flachsmarkt ab. Bis heute zeichnet den „Spielkorb“ seine Nähe zum jungen Publikum aus. Mit Aufführungen in Bürgerhäusern, Jugendzentren, Schulen, Kitas und weiteren dezentralen Spielstätten bringt er Theater, szenische Lesungen, renommierte Festivals und kreative Workshops in die Stadtteile zu den Kindern vor Ort.

Programm und Tickets Tickets für das Jubiläumsprogramm von „Der Spielkorb“ sind unter http://www.duisburg.de/spielkorb erhältlich. Karten für „Aqua Kadabra“ im Theater Duisburg im Anschluss des Festakts am 3. Juli gibt es unter http://www.theater-duisburg.de. In Kürze erscheint eine Festschrift zum 50- jährigen Bestehen.

Neue solarbetriebene DHL Packstation in Duisburg-Meiderich/Beeck eröffnet
- Bedienung einfach per App mit dem Smartphone
- Paketempfang und -versand rund um die Uhr
Die DHL hat eine neue Packstation in der Friedrich-Ebert-Str. 358 bei REWE in Duisburg-Meiderich/Beeck in Betrieb genommen. Kundinnen und Kunden können dort ab sofort rund um die Uhr ihre Pakete abholen, vorfrankierte Sendungen verschicken.

Die App-gesteuerte Packstation kommt dabei ohne Bildschirm aus. Für die Nutzung benötigen Kundinnen und Kunden lediglich die kostenlose Post & DHL App. Für die Be- und Entladung der Packstationen sowie in der Zustellung stehen bundesweit unter anderem bereits rund 38.500 Elektro-Fahrzeuge zur Verfügung. 

„Das Ruhrgebiet spricht“ lädt in vier Städten zum Perspektivwechsel ein
„Das Ruhrgebiet spricht“ lädt in vier Städten zum Perspektivwechsel ein
Anmeldungen zum Aktionstag mit Vier-Augen-Gesprächen auf der Kirchwiese vor Salvator noch möglich Miteinander reden, statt immer nur übereinander. Das ist das Ziel des Aktionstags „Das Ruhrgebiet spricht“, der in vier Ruhrgebietsstädten zum Perspektivwechsel in Eins-zu-Eins-Gesprächen einlädt, auch in Duisburg an der Salvatorkirche.

Die Anmeldung für den Bürgerdialog „Das Ruhrgebiet spricht“ am 11. Juli ist noch bis zum 7. Juli möglich. Teilnehmen können alle ab einem Alter von 16 Jahren. Alle Details und der Link zur Registrierung stehen auf der Homepage dasruhrgebietspricht.de In Duisburg wird für „Das Ruhrgebiet spricht“ am Samstag, 11. Juli morgens auf der Wiese an der Salvatorkirche alles vorbereitet sein: Angemeldete Teilnehmende werden mit dem Akkordeonspiel von Silvester Pece empfangen und treffen dann ihre Gesprächspartner oder Gesprächspartnerinnen, mit denen sie dann ungestört an Stehtischen oder Bistrotischen über ihre gemeinsamen und unterschiedlichen Ansichten reden können.

Stärkung gibt es für sie und alle, die noch spontan hinzukommen, am Getränke- und Grillstand der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg und beim „Marienkäfer“, dem dreirädrigen Ape-Kaffeemobil der katholischen Kirche.  Pfarrer Martin Winterberg, der „Das Ruhrgebiet spricht“ auch letztes Jahr nach Duisburg zur Salvatorkirche geholt hatte, hofft auf viele Anmeldungen.

Mit „Das Ruhrgebiet spricht“ gehe es nicht darum, zu überzeugen, sondern einander besser zu verstehen. „Auch ich bin davon überzeugt: Zuhören verbindet und Verständigung ist möglich“, so Pfarrer Winterberg. „Und wie oft reden wir wirklich mit jemandem, der ganz anders denkt als wir?“, fragt sich auch Pfarrer Winterberg als einer der Initiatoren. „Das Ruhrgebiet spricht“ ist eine gute Möglichkeit.

Die Teilnahme ist bewusst einfach gehalten: Ein paar kurze Fragen online beantworten, wie man zu Themen und Problemen unserer Zeit steht, wie etwa „Muss es wieder eine Wehrpflicht geben?“, „Macht dir KI Angst? oder „Was macht dir Mut?“ Ein intelligenter Algorithmus findet anschließend die Person, mit der eine spannende Unterhaltung zu erwarten ist, weil sie eben ganz anders denkt.

Das persönliche Eins-zu-eins-Gespräch findet dann am 11. Juli um 11 Uhr an zentralen Orten in einer der vier größten Städte des Ruhrgebiets (Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen) statt – unter vier Augen und doch zusammen. Vorkenntnisse oder Vorbereitung sind nicht nötig – außer sich offen und unvoreingenommen auf ein echtes Gespräch einzulassen.

Dass das Projekt berührt, zeigen die Stimmen derer, die bei der Premiere 2025 dabei waren: „Ich habe mit einer Person gesprochen, die ich sonst nie getroffen hätte. Das war total bereichernd, weil es meinen Kosmos erweitert hat.“

– Eine andere Teilnehmerin berichtet: „Die Zeit verging wie im Flug, wir hätten noch viel länger sprechen können. Das hätte ich nicht gedacht.“

– Und: „Ich habe gemerkt, wie sehr wir in unserer eigenen Bubble stecken und wie gut der Austausch über Stadtgrenzen hinweg ist, um Demokratie zu leben."

- „Wir freuen uns über die große Unterstützung von starken Partnern aus der gesamten Region, die dieses Projekt überhaupt erst ermöglichen. Gemeinsam arbeiten wir daran, dass starke Verbindungen zwischen den Menschen im Ruhrgebiet entstehen und der Dialog unsere Gesellschaft stärkt“, so die Organisatoren des Projekts. 

„Das Ruhrgebiet spricht" ist ein gemeinsames Projekt der evangelischen City- und Stadtkirchen in Bochum, Dortmund (in Kooperation mit der Diakonie und dem Theater Dortmund), Duisburg und Essen. In ihren Innenstädten setzen sie sich ein für das Gemeinwohl, eine pluralitätsfähige Spiritualität und eine weltoffene Kultur an den Schnittstellen von Kirche und Gesellschaft. In Kooperation mit dem ZEIT Verlag fand das Dialogprojekt 2025 erstmals statt.

Es ist eine Adaption des erfolgreichen Formats „Deutschland spricht" der ZEIT Verlagsgruppe. Seit 2017 haben sich bereits mehr als 90.000 Menschen für das Gesprächsformat angemeldet. Davon inspiriert, setzen sich die evangelischen Kirchen für eine Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der demokratischen Gesprächskultur im Ruhrgebiet ein.

Viele Partner*innen in den vier Städten und der Region unterstützen das Projekt. In Duisburg unterstützen „Das Ruhrgebiet spricht“ die Evangelischen Dienste Duisburg und die VHS Duisburg „Das Ruhrgebiet spricht“ und rufen mit zur Teilnahme auf.

Pfarrer Winterberg (links) m Gespräch mit Josip Sosic von der VHS Duisburg, die den Aktionstag in Duisburg mit unterstützt hat - Foto: Bartosz Galus

Das fast vergessene Instrument zum Klingen bringen
Kirchenmusikerin und Instrumentalkreis laden zum gemeinsamen Musikmachen Musik verbindet, bringt Menschen zusammen und Freude in den Alltag. Davon ist Anke Schmock fest überzeugt, und das weiß die Kirchenmusikerin aus Erfahrung. Jetzt lädt sie mit dem Instrumentalkreis „Moving Music“ Interessierte, die ihre abgelegten, manchmal fast vergessenen Instrumente in Gemeinschaft wieder zum Klingen bringen möchten, zum gemeinsamen Musizieren ein. Jedes Instrument hat seinen Platz bei den Treffen am 14. Juli und am 4. August - beide um 18 Uhr - im Gemeindehaus Ungelsheim, Blankenburger Straße 103. 

„Hier geht es nicht nur um Noten und Takte, sondern um Gemeinschaft, Spaß und Kreativität. Die Gruppe soll von der Vielfalt leben – und das macht sie besonders. Es geht nicht um Perfektion, sondern um die Freude an der Musik“ sagt Anke Schmock. Es wird gemeinsam geprobt, gelacht und voneinander gelernt. Anke Schmock (0177 16 85 929 bzw. anke.schmock@ekir.de) bittet um eine Anmeldung mit Angabe des Instrumentes (anke.schmock@ekir.de oder 01771685929). Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.evgds.de.  

Anke Schmock am Klavier (Foto: www.evgds.de).




NRW: Geburtenziffer auf niedrigstem Stand innerhalb der letzten 30 Jahre
* 2025 lag die durchschnittliche Kinderzahl je Frau bei 1,34
* Ausländische Frauen bekommen mehr Kinder als deutsche Frauen
* Regionale Unterschiede – Höchste Geburtenziffer in Gelsenkirchen, niedrigste in Düsseldorf

Im Jahr 2025 haben nordrhein-westfälische Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren im Durchschnitt 1,34 Kinder zur Welt gebracht. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, ist die zusammen­gefasste Geburtenziffer gegenüber dem Vorjahr (2024: 1,39) gesunken und lag auf einem ähnlichen Niveau wie 1995 (1,35 Kinder). Für 2025 wurde damit die niedrigste Geburtenziffer innerhalb der letzten 30 Jahre ermittelt.


Ausländische Frauen bekommen mehr Kinder als deutsche Frauen
Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit bekamen auch 2025 mehr Kinder als deutsche Frauen. In beiden Gruppen zeigt sich jedoch ein Rückgang der Geburtenziffer. Deutsche Frauen brachten in NRW im Schnitt 1,21 Kinder zur Welt und somit weniger als im Vorjahr (2024: 1,24).

Bei Frauen mit ausländi­scher Staatsangehörigkeit fiel der Rückgang der Geburtenziffer stärker aus und lag mit 1,88 ebenfalls unter dem Vorjahreswert (2024: 1,97). Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 147.959 Kinder geboren. Das waren 3,1 % weniger als 2024.



Höchste Geburtenziffer in Gelsenkirchen, niedrigste in Düsseldorf Unterschiede zeigen sich auch bei der regionalen Betrachtung: In Gelsenkirchen brachten Frauen mit durchschnittlich 1,69 die meisten Kinder zu Welt. Mit einer durchschnittlichen Kinderzahl je Frau von 1,09 hatte Düsseldorf in ganz NRW den niedrigsten Wert.

Im Vergleich zum Jahr 2024 wurde in 5 Kreisen und kreisfreien Städten ein Anstieg verzeichnet, in 2 Kreisen blieb die Geburtenziffer unverändert. In den übrigen 46 Kreisen und kreisfreien Städten sank die Geburtenziffer. Den stärksten Rückgang hatte der Rheinisch-Bergische Kreis mit einem Minus von 0,16. Das höchste Plus verzeichnete die Stadt Gelsenkirchen und der Kreis Olpe mit je  0,04.



Erneute Meldekontrollen im Weißen Riesen
Die Stadt Duisburg hat am heutigen Tag erneut eine melderechtliche Kontrolle im Hochhaus Ottostraße 58 bis 64 in Duisburg-Hochheide durchgeführt. Neben dem Bürger- und Ordnungsamt waren die Ausländerbehörde und die Polizei im Rahmen der Amtshilfe beteiligt – insgesamt rund 80 Einsatzkräfte.

„Nach der Großkontrolle im Oktober 2024 hatten wir zugesagt, die Immobilie auch weiterhin verstärkt in den Blick zu nehmen. Deshalb hatten wir bereits im vergangenen Jahr zwei weitere Kontrollen durchgeführt. Denn nur mit regelmäßigen, strategischen Nachkontrollen gelingt es uns, das Quartier dauerhaft zu stabilisieren. Unser Ziel ist eine fortlaufende Überprüfung der Bewohnerstruktur, um melderechtliche Verstöße konsequent zu unterbinden und gegen Sozialleistungsbetrug vorzugehen“, betont Ordnungsdezernent Michael Rüscher.

Seit September 2025 sind 209 Personen in die Objekte zugezogen, die heute Gegenstand der Überprüfung waren. Das betraf insgesamt – über alle vier Häuser – 158 Wohnungen. Hierbei wurden vor Ort insgesamt 192 Bewohnende angetroffen. Diese 192 Personen können wie folgt zugeordnet werden:
• 142 Personen sind offiziell gemeldet
• 50 Personen wohnen dort, sind jedoch nicht gemeldet
Alle Personalien der 50 angetroffenen und nicht angemeldeten Personen werden an die Meldestelle zur weiteren Bearbeitung übermittelt.

130 Personen, welche seit September 2025 angemeldet wurden, konnten nicht angetroffen werden. In diesen Fällen wird die Abmeldung von Amts wegen geprüft. Außerdem erfolgen Mitteilungen an das Jobcenter und die Familienkasse.

Im Rahmen des Einsatzes kontrollierten Einsatzkräfte der Polizei in Wohnungen des Mehrfamilienhauses zwei Männer (23, 41), die dort nicht gemeldet waren. Eine Überprüfung ihrer Personalien ergab, dass sie sich mutmaßlich unrechtmäßig in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten. Die Beamten nahmen beide vorläufig fest.

Wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts müssen sich der 23-Jährige und der 41-Jährige mit einem Strafverfahren auseinandersetzen. Darüber hinaus ging den Einsatzkräften ein Mann (32) ins Netz, der von drei Staatsanwaltschaften wegen der Beteiligung an verschiedenen Vermögensdelikten gesucht wird.

Foto Ilja Höpping Stadt Duisburg

Gesundheitsamt: Schulpräventionswoche zu HIV und STI endet mit Kinoaktion für rund 300 Jugendliche
Die HIV-/STI-Beratungsstelle des Gesundheitsamtes der Stadt Duisburg führt aktuell eine Schulpräventionswoche an der Gesamtschule Duisburg-Mitte sowie an der Justus-von-Liebig-Schule in Duisburg-Hamborn durch. Im Mittelpunkt der Präventionswoche stehen Fragen wie: „Welche sexuell übertragbaren Infektionen (STI) gibt es und wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?“

Einen besonderen Schwerpunkt legen die Fachkräfte des Gesundheitsamtes auf die Infektion HPV, mit der sich etwa 80 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens einmal oder mehrfach infizieren. Den Abschluss der Präventionseinheiten bildet am Freitag, 3. Juli, eine moderierte Kinoaktion im filmforum am Dellplatz, an der rund 300 Jugendliche der Jahrgangsstufe 8 teilnehmen. Gezeigt wird der Film „Dem Horizont so nah“.

Darin werden die im Präventionsprojekt behandelten Themen Sexualität und sexuell übertragbare Infektionen noch einmal aufgegriffen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf dem Thema HIV. Die beiden Schulen wurden ausgewählt, da die dort tätigen Schulsozialarbeiterinnen dem Arbeitskreis Prävention Duisburg angehören und die Aktion eng begleitet haben.

Kinder- und Jugendschutz in NRW: Neue Kooperationsvereinbarung sorgt für bessere Zusammenarbeit Vereinbarung tritt zum 1. Juli in Kraft
Dortmund/Düsseldorf, 30.06.2026 – Wenn Ärztinnen und Ärzte oder Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in ihren Praxen Anzeichen einer Kindeswohlgefährdung erkennen, tragen sie eine besondere Verantwortung. Doch was ist bei einem Verdacht am besten zu tun?

Diese Frage wird nun noch klarer beantwortet: Die Kassenärztlichen Vereinigungen Westfalen-Lippe (KVWL) und Nordrhein (KVNO) haben gemeinsam mit dem Städtetag Nordrhein-Westfalen, dem Landkreistag Nordrhein- Westfalen sowie dem Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen eine Kooperationsvereinbarung auf Basis des § 73c des Sozialgesetzbuches (SGB) V unterzeichnet.

Sie tritt zum 1. Juli 2026 in Kraft und regelt erstmals landesweit, wie Vertragsärztinnen und Vertragsärzte sowie Vertragspsychotherapeutinnen und Vertragspsychotherapeuten strukturiert mit den Jugendämtern in NRW zusammenarbeiten können, wenn es Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Kindeswohls gibt.

Fahrplan für den Verdachtsfall Ergeben sich in der Praxis – etwa bei Vorsorgeuntersuchungen – gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung, sollen die betroffenen Familien zunächst direkt angesprochen und auf Hilfsangebote hingewiesen werden.

Führt das zu keiner Lösung, können die Niedergelassenen das Jugendamt einschalten. Für diesen Fall stellt die Vereinbarung künftig Mitteilungs- und Rückmeldungsbögen bereit, die sich an den Empfehlungen des Kompetenzzentrums Kinderschutz im Gesundheitswesen NRW (KKG NRW) orientieren.

Vertragsärztinnen und Vertragsärzte sowie Vertragspsychotherapeutinnen und Vertragspsychotherapeuten aus NRW können Meldungen an das Jugendamt und Fallbesprechungen über entsprechende Gebührenordnungsposition einheitlich im ambulanten Vergütungssystem abrechnen.

Neue Broschüre ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern die Beteiligung an räumlichen Entwicklungen im deutsch/niederländischen Grenzgebiet  
Um Anwohnern und Behörden, die bei Bauprojekten in Grenznähe mitreden möchten, praktische Hilfestellungen zu geben, präsentiert die Deutsch-Niederländische Raumordnungskommission (DNROK) nun eine neue Broschüre. Diese wurde durch das Interreg-Programm Deutschland - Niederlande mit seinen Programmpartnern ermöglicht und von der Europäischen Union im Rahmen des Projekts „RaumKompass: Orientierung im Grenzgebiet“ mitfinanziert.  

Die Energiewende mit den damit verbundenen betrieblichen Herausforderungen (Kraftwerke, Pipelines und Windkraftanlagen), Veränderung von Verkehrsströmen durch den Bau einer neuen Straße oder Geruchsemissionen durch intensive Viehhaltung: In Grenzregionen beschränken sich die Auswirkungen solcher Projekte oft nicht auf ein einziges Land.

Die Broschüre dient als praktischer Leitfaden und bietet eine verständliche Erläuterung der komplexen niederländischen und deutschen Systeme von Gesetzen und Verwaltungsebenen. Anhand konkreter Beispiele vermittelt sie einen klaren Überblick über die Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger bei räumlichen Entwicklungen im Grenzgebiet. Darüber hinaus enthält die Broschüre ausführliche Erklärungen zentraler Rechtsbegriffe sowie übersichtliche Flussdiagramme zu Raumordnung und Genehmigungsverfahren.

Die Broschüre ist in deutscher Sprache mit Erläuterungen zum niederländischen System und in niederländischer Sprache mit Erläuterungen zum deutschen System erhältlich.   Mit dieser aktualisierten Broschüre, einer Überarbeitung der Erstausgabe aus dem Jahr 2014, reagiert die Kommission auf jüngste Gesetzesänderungen und aktuelle Entwicklungen.

Sie unterstützt Bürgerinnen, Bürger und Behörden dabei, die niederländischen und deutschen Regelungen sowie ihre eigenen Beteiligungsrechte bei räumlichen Planungen besser zu verstehen – und erleichtert damit die Mitwirkung in der Praxis.   Was ist die DNROK?   Die Deutsch-Niederländische Raumordnungskommission (DNROK) fördert die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden im Bereich der räumlichen Planung.

Die Kommission stimmt räumlich relevante Pläne und Maßnahmen – insbesondere in der Grenzregion – miteinander ab und berät über grenzüberschreitende raumordnerische Fragestellungen.  
Weitere Informationen sowie die Broschüre sind über die Deutsch-Niederländische Raumordnungskommission oder über https://www.brd.nrw.de/Themen/Planen-Bauen/Regionalentwicklung/Grenzueberschreitende-Zusammenarbeit erhältlich.



Ab 1. Juli: KV Nordrhein stärkt neue Gesundheitsberufe in der Praxis
Physician Assistants entlasten Ärztinnen und Ärzte – und helfen, mehr Patientinnen und Patienten zu versorgen  
In Nordrhein steigt die Zahl der Arztbesuche jedes Jahr um rund 500.000 Behandlungsfälle. Gleichzeitig werden Hausarztpraxen seltener, und viele Ärztinnen und Ärzte arbeiten bereits an ihrer Kapazitätsgrenze. Eine mögliche Antwort auf diesen Druck sind sogenannte Physician Assistants – akademisch ausgebildete Gesundheitsfachkräfte, die Ärztinnen und Ärzte in der Praxis gezielt unterstützen.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein macht jetzt den Weg frei, damit Praxen diese Fachkräfte leichter einsetzen können. Ab dem 1. Juli 2026 berücksichtigt die KV Nordrhein angestellte Physician Assistants bei der Abrechnungsprüfung. Das bedeutet: Praxen, die eine solche Fachkraft beschäftigen, müssen künftig nicht mehr befürchten, allein deshalb in eine Nachprüfung zu geraten – weil mehr Patientinnen und Patienten behandelt werden konnten als ohne diese Unterstützung. „Physician Assistants helfen dabei, mehr Menschen in Nordrhein gut zu versorgen.

Mit dieser Anpassung räumen wir eine bürokratische Hürde aus dem Weg – damit Praxen die Unterstützung, die sie brauchen, auch wirklich nutzen können", sagt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Zum Vorteil für alle Beteiligten.“

Was Physician Assistants leisten Physician Assistants – kurz PAs – haben ein Hochschulstudium absolviert und arbeiten eng mit den Ärztinnen und Ärzten zusammen: Sie nehmen Krankengeschichten auf, beraten Patientinnen und Patienten, dokumentieren Behandlungen und assistieren bei ambulanten Eingriffen. Alle ihre Aufgaben übernehmen sie unter ärztlicher Anleitung, Aufsicht und Verantwortung. Sie ersetzen keine Ärztin und keinen Arzt – sie schaffen zusätzlichen Spielraum, damit Ärztinnen und Ärzte sich auf das konzentrieren können, was nur sie leisten können.

Mehr Versorgung dort, wo sie gebraucht wird Besonders in Regionen, in denen Praxen und Ärztinnen und Ärzte fehlen, kann der Einsatz von PAs den Unterschied machen. Bergmann: „Das Potenzial ist groß – gerade dort, wo die Versorgung ohnehin unter Druck steht."

Noch aber sind PAs keine Selbstverständlichkeit in nordrheinischen Praxen. Denn es fehlen wichtige Rahmenbedingungen: eine leistungsgerechte Vergütung, Rechtssicherheit bei der Aufgabendelegation und ein bundesweit anerkanntes Berufsgesetz. Die KV Nordrhein arbeitet daran, diese Grundlagen zu schaffen. In einem seit 2025 laufenden Modellprojekt – das bis Ende 2027 läuft und derzeit 16 Haus- und Facharztpraxen umfasst – erprobt und evaluiert sie den PA-Einsatz wissenschaftlich.

Ziel ist eine Grundlage für eine bundesweite Regelung. Die heutige Anpassung bei der Abrechnungsprüfung ist ein erster, konkreter Schritt: Sie gibt Praxen Planungssicherheit – und Patientinnen und Patienten mehr Zugang zur Versorgung, die sie brauchen.


Windenergie: Stadtwerke Duisburg erweitern Portfolio durch Erwerb von zwei Anlagen
Die Stadtwerke Duisburg bauen ihr Engagement im Bereich der erneuerbaren Energien weiter aus: Das Unternehmen hat zwei Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 6,4 Megawatt von den Stadtwerken Münster erworben. Die Anlagen befinden sich im Süden der Stadt Münster und sind seit September 2017 erfolgreich in Betrieb.

Mit dem Erwerb stärken die Stadtwerke Duisburg gezielt ihr Erzeugungsportfolio aus erneuerbaren Energien. Da innerhalb des Duisburger Stadtgebiets aufgrund fehlender Ausweisflächen derzeit keine vergleichbaren Windenergieprojekte realisiert werden können, bietet die Übernahme der Bestandsanlagen eine ideale Möglichkeit, die eigene regenerative Stromerzeugung weiter auszubauen.

„Wir haben das Projekt umfassend technisch, wirtschaftlich und rechtlich geprüft. Die beiden Anlagen stellen eine ideale Ergänzung unseres Portfolios erneuerbarer Energien dar und leisten einen wichtigen Beitrag dazu, unsere Erzeugung nachhaltiger und unabhängiger aufzustellen“, sagt Andreas Gutschek, Vorstand Infrastruktur und Strategie der Stadtwerke Duisburg.

Gleichzeitig unterstreicht die Transaktion die enge Zusammenarbeit innerhalb der kommunalen Stadtwerke-Familie. Anstatt die Anlagen an einen externen Investor zu veräußern, bleiben sie in kommunaler Hand. So profitieren beide Unternehmen von einer partnerschaftlichen Lösung, die den Ausbau der Energiewende stärkt und die Wertschöpfung im kommunalen Umfeld hält.

Die technische Betriebsführung der beiden Windenergieanlagen wird übergangsweise weiterhin von den Stadtwerken Münster übernommen. Damit ist ein nahtloser Übergang sichergestellt und der zuverlässige Betrieb der Anlagen gewährleistet.

Mit dem Erwerb setzen die Stadtwerke Duisburg ihre Strategie fort, den Anteil erneuerbarer Energien im eigenen Erzeugungsportfolio kontinuierlich auszubauen und damit einen wichtigen Beitrag zu einer klimafreundlichen, sicheren und kommunal getragenen Energieversorgung zu leisten.

Kreative Papierwerkstatt im Museum
Anlässlich des Marina-Markts lädt das Kultur- und Stadthistorische Museum am Sonntag, 12. Juli, von 13 bis 17 Uhr zu einer kreativen Papierwerkstatt in die Räumlichkeiten am Johannes-Corputius-Platz 1 am Innenhafen ein. Unter der Anleitung von Sabine Kemper entstehen kreative Papierarbeiten mit Pilzen, Kräutern und weiteren Naturmaterialien, die im Anschluss mitgenommen werden können.

Das Angebot richtet sich an alle Altersgruppen und ist kostenfrei. Das Mercator-Café ist an diesem Tag mit heißen und kalten Erfrischungen sowie leckeren Kuchen geöffnet. Das gesamte Programm ist unter https://www.stadtmuseum- duisburg.de/ abrufbar.

Amt für Soziales und Wohnen zieht an den Innenhafen
Das Amt für Soziales und Wohnen zentriert seine Dienstleistungen künftig am Innenhafen. Die bisher auf die Standorte Ludgeristraße, Königstraße und Beekstraße verteilten Fachbereiche ziehen Anfang Juli in die Five Boats an der Schifferstraße 98–100 in Duisburg-Kaßlerfeld.

Den Bürgerinnen und Bürger steht hier dann eine Anlaufstelle für zahlreiche Dienstleistungen zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem die Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten, die Leistungsgewährung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, Bildung und Teilhabe, die Wohnraumförderung, die Darlehensverwaltung, der Bautechnische Dienst, Senioren-, Behinderten- und Pflegeangelegenheiten, die Zentrale Eingliederungshilfe sowie der Fachbereich Schwerbehindertenrecht.

Während der gesamten Umzugsphase bleiben alle betroffenen Bereiche telefonisch und per E-Mail erreichbar. Anliegen werden weiterhin bearbeitet. Aufgrund des Umzugs muss von Donnerstag, 2. Juli, bis einschließlich Dienstag, 14. Juli, allerdings mit vorübergehenden Einschränkungen gerechnet werden.

Es wird daher empfohlen, besonders dringende Anliegen vor Beginn oder nach Abschluss der Umzugsphase einzuplanen. Ab Mittwoch, 15. Juli, sind alle Dienstleistungen am neuen Standort wieder in vollem Umfang verfügbar.

Duisburg als „Stillfreundliche Kommune“ ausgezeichnet
Die Stadt Duisburg wurde heute offiziell als „Stillfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. In den Räumlichkeiten der Frühen Hilfen an der Steinschen Gasse in der Innenstadt, überreichte Birgid Harmes vom Landesverband der Hebammen NRW e. V. die Urkunde an den Leiter des Gesundheitsamtes, Ludwig Hoeren.

„Stillen ist ein natürlicher und zentraler Bestandteil eines gesunden Starts ins Leben. Es sollte selbstverständlich sein – auch und gerade im öffentlichen Raum. Deshalb ist es uns besonders wichtig, Bedingungen zu schaffen, die Müttern das Stillen überall ermöglichen, ohne Hemmnisse oder Vorbehalte“, betonte Ludwig Hoeren.

Mit der Zertifizierung setzt die Stadt Duisburg ein Zeichen für eine stillfreundliche Willkommenskultur und trägt dazu bei, die Bedingungen für stillende Frauen im öffentlichen Raum zu verbessern. Sie ist Teil der Stillkampagne der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Gesundheitsamtes, die in enger Zusammenarbeit mit den Frühen Hilfen umgesetzt wird.

Im Mittelpunkt stehen die Schaffung und Sichtbarkeit von Stillmöglichkeiten sowie die Aufklärung über die vielfältigen Vorteile des Stillens, beispielsweise die Bindungsförderung zwischen Mutter und Kind oder der Schutz des Kindes vor Infektionskrankheiten und Allergien. Anhand eines interaktiven Stadtplans, der online unter https://www.duisburg.de/stillkarte abrufbar ist, können Eltern öffentlich zugängliche Still- und Wickelorte im Stadtgebiet finden.

Neben den Frühen Hilfen, die mit ihrem Stillbereich den Qualitätskriterien des Hebammenverbandes entsprechen, dem Institut für Jugendhilfe und der Zentralbibliothek, sind dort viele weitere Orte aufgeführt. Gastronomie, Geschäfte und andere Einrichtungen, die bereits über einen möglichst barrierefreien still- und wickelfreundlichen Bereich verfügen oder die Option und Bereitschaft haben, einen solchen einzurichten, sind aufgerufen, sich beim Gesundheitsamt zu melden.

Sind die Voraussetzungen erfüllt, wird die digitale Karte unter anderem um den jeweiligen Ort ergänzt. Weitere Informationen und die Möglichkeit Still- und Wickelorte zu nennen, gibt es online unter https://www.duisburg.de/stillen.

V.l.: Christina Müller,.Netzwerkkoordinatorin der Frühen Hilfen, Ludwig Hoeren, Leiter des Gesundheitsamtes, Yaa Boatemaa , Melanie Strauß-Staigis,.lbeide Kommunalen Gesundheitskonferenz, und Birgid Harmes vom.Landeshebammenverband NRW.Bild: Ilja Höpping / Stadt Duisburg


Apokalypse Now?  Predigtreihe in Salvator - ab 5.7. - zum Thema Endzeit und Politik in den USA  
In den vergangenen Jahren hat sich eine bemerkenswerte Verbindung zwischen evangelikaler Endzeittheologie und politischer Macht in den Vereinigten Staaten entwickelt. Persönlichkeiten wie Peter Thiel, J.D. Vance und Pete Hegseth stehen exemplarisch für eine Strömung, in der biblische Apokalyptik politische Strategie prägt.

Pfarrer Martin Winterberg (Foto: www.ekadu.de) wird unter dem Titel „Apokalypse Now? – Endzeit und Politik in den USA“ in zwei Predigten wird diese Bewegung theologisch beleuchten. In der ersten im Gottesdienst am 5. Juli um 10 Uhr in der Salvatorkirche geht es um die biblischen Wurzeln, um die Frage, welche Texte die beiden für ihre Endzeitreden heranziehen.

In der zweiten fragt Pfarrer Winterberg am 12. Juli um 10 in der Salvatorkirche nach den Folgen: „Welches Gottes- und Menschenbild trägt eine Theologie, die in internationaler Kooperation den Antichristen und in nationaler Härte göttlichen Auftrag sieht?“ Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.ekadu.de. 



NRW-Inflationsrate liegt im Juni 2026 bei 2,1 %
* Preisindex sank gegenüber dem Vormonat Mai 2026 um 0,4 %
* Kraftstoffpreise sind gegenüber Mai 2026 durchschnittlich um 8,3 % gesunken, lagen aber immer noch um 5,6 % über dem Vorjahresniveau
* Preise für Nahrungsmittel erstmals seit März 2024 unter dem Vorjahresniveau


Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – liegt im Juni 2026 bei 2,1 %. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, sank der Preisindex gegenüber dem Vormonat (Mai 2026) um 0,4 %. Der Verbraucherpreisindex unter Ausschluss der Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln und Energie – oftmals auch als Kerninflation bezeichnet – ist zwischen Juni 2025 und Juni 2026 um 2,4 % gestiegen.



Vorjahresvergleich: Nahrungsmittelpreise sinken um 0,1 %
Zwischen Juni 2025 und Juni 2026 sind die Nahrungsmittelpreise um durchschnittlich 0,1 % gesunken, womit sie erstmals seit März 2024 unter dem Vorjahresniveau lagen. Deutlich günstiger angeboten als vor einem Jahr wurden Speisefette und -öle (–16,1 %), darunter insbesondere Butter (–31,5 %). Innerhalb der Molkereiprodukte inkl. Eier verlief die Preisentwicklung unterschiedlich: Die Preise für Käse und Quark sanken um 8,1 %, wohingegen die Preise für Eier binnen Jahresfrist um 14,0 % angestiegen sind.

Die Energiepreise entwickelten sich weiterhin gegenläufig: Während Strom und Gas zwischen Juni 2025 und Juni 2026 Preisrückgänge verzeichneten (–4,2 % bzw. –1,3 %), wurde insbesondere Heizöl deutlich teurer angeboten (+16,0 %). Die Preise für Kraftstoffe stiegen insgesamt um 5,6 %: Diesel lag um 8,3 % und Benzin um 4,7 % über dem Niveau von Juni 2025.

Die Preise für Dienstleistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat u. a. in den Bereichen soziale Einrichtungen (+6,5 %), Übernachtungen (+5,0 %) und Gaststätten (+3,1 %).  Vormonatsvergleich: Rückgang der Kraftstoffpreise um 8,3 % Zwischen Mai 2026 und Juni 2026 sanken die Preise für Kraftstoffe den zweiten Monat in Folge u. a. vor dem Hintergrund des sogenannten „Tankrabatts“ der Bundesregierung (–8,3 %): Diesel wurde um 10,8 % und Benzin um 7,5 % günstiger.

Der Tankrabatt gilt im Zeitraum vom 01. Mai bis zum 30. Juni 2026 um Autofahrende zu entlasten. Dabei muss die Steuersenkung um bis zu 0,17 Euro pro Liter von den Mineralölkonzernen nicht zwingend an die Endverbraucherinnen und Endverbraucher weitergegeben werden. Im Bereich der Nahrungsmittel verzeichnete Obst Preisrückgänge um durchschnittlich 3,9 %.

Gemüse wurde ebenfalls günstiger angeboten, wobei insbesondere die Preise für Salatzutaten wie Kopf- bzw. Eisbergsalat (– 20,7 %), Tomaten (–16,5 %) und Paprika (–10,0 %) sanken. Teurer wurden andere frische Lebensmittel wie beispielsweise Kartoffeln (+15,6 %), Möhren (+10,3 %), Gurken (+3,6 %) und Bananen (+3,2 %).
Wichtige Preisveränderungen


Schwerpunktkontrollen zum Grill- und Badeverbot
Der Städtische Außendienst (SAD) und die Verkehrsüberwachung des Bürger- und Ordnungsamtes führten am vergangenen Wochenende eine umfangreiche Schwerpunktkontrolle an Duisburger Seen, Grünanlagen sowie am Rhein durch. Im Fokus des SAD standen dabei der Toeppersee, der Uettelsheimer See, der Meidericher Stadtpark sowie das Duisburger Rheinufer.

Der Kalkweg an der 6-Seen-Platte wurde durch die Verkehrsüberwachungskräfte kontrolliert. Ziel der Maßnahmen war die Gefahrenabwehr, die konsequente Durchsetzung ordnungsrechtlicher Verbote und die Kontrolle einzelner Erholungsbereiche sowie die präventive Aufklärung der Bevölkerung.

Der Städtische Außendienst leitete 13 Verwarnungsgelder ein. Davon entfielen fünf auf Verstöße gegen das Grillverbot aufgrund des Graslandfeuerindexes. Acht weitere Verwarnungen wurden für das Befahren und Parken in Grünanlagen sowie für ordnungswidriges Parken mit Behinderung ausgesprochen. Außerdem wurden acht Ordnungswidrigkeitenanzeigen eingeleitet. Sieben Anzeigen betrafen das verbotene Baden im Rhein, eine weitere das Grillen im Landschaftsschutzgebiet.

Die Verkehrsüberwachungskräfte leiteten insgesamt 223 Verfahren aufgrund von Halt- und Parkverstößen ein. Darunter befanden sich fünf Abschleppmaßnahmen, weil eine Behinderung vorlag, beispielsweise durch das Parken in Feuerwehrzufahrten. Während der Einsätze kam es zu einem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, bei dem ein Mitarbeitender leicht verletzt wurde. Es wurde Anzeige bei der Polizei erstattet.

Die Mitarbeitenden führten vor Ort über 120 Informationsgespräche zur präventiven Aufklärung, insbesondere zum verbotenen Baden im Rhein sowie in Seen. Die Maßnahmen stießen in der Öffentlichkeit überwiegend auf positive Resonanz.

Die Stadt Duisburg weist darauf hin, dass das Einhalten der Verhaltensregeln dem guten und störungsfreien Zusammenleben aller Erholungssuchenden sowie dem Schutz der Umwelt dient. Die Einhaltung dieser Regeln wird auch zukünftig bei entsprechender Wetterlage konsequent kontrolliert.

Tag der Duisburger Berufsfelderkundung am Innenhafen
Die Stadt Duisburg, ihre Gesellschaften, die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer sowie der Unternehmerverband – Soziale Dienste und Bildung laden am Donnerstag, 9. Juli, von 9 Uhr bis ca. 15.30 Uhr Schülerinnen und Schüler aller weiterführenden Schulen der Stadt zum „Duisburger Tag der Berufsfelderkundung“ auf den Johannes- Corputius-Platz am Innenhafen ein, um sich über die verschiedenen Berufsfelder zu informieren.

Rund 1.500 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Stadtgebiet und aller Schulformen haben sich als Klassenverbände angemeldet. Bei ca. 40 Duisburger Firmen und weiteren Informationsständen können Schülerinnen und Schüler der achten und neunten Klassen verschiedene Berufswelten und unterschiedliche Berufsfelder praxisnah kennenlernen.

Dabei werden klassische Handwerksberufe wie Maler und Lackierer sowie Maurer, aber auch soziale, verwaltungs- und kaufmännische Berufe vorgestellt und mit praxisnahen Beispielen und Übungen veranschaulicht. Berufsfelderkundungen sind ein zentraler Baustein im Rahmen des schulischen Konzepts zur Berufs- und Studienorientierung. Im Fachunterricht der Schule und in Beratungsgesprächen werden die Erfahrungen und Anwendungsbezüge aufgegriffen und weitergeführt.

Ausbildende Betriebe erhalten durch die Berufsfelderkundung die Möglichkeit, junge Schülerinnen und Schüler für ihre Berufe und insbesondere für eine Ausbildung in ihrem Betrieb zu interessieren. Außerdem können vor Ort direkt Praktika vereinbart werden. Initiiert wird die Veranstaltung durch die Kommunale Koordinierung des Landesprogramms „KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss“.




Hofladen und Hofcafé auf dem AWO-Ingenhammshof geöffnet  
Mit frischem Saisongemüse, regionalen Produkten und einem gemütlichen Hofcafé lädt der Hof Besucherinnen und Besucher aus Duisburg und Umgebung zum Verweilen ein. Der Hofladen und das Hofcafé auf dem AWO-Ingenhammshof haben seine Türen wieder geöffnet.  

Am Samstag kamen bei schönem Sommerwetter zahlreiche Gäste auf den AWO-Ingenhammshof. Viele nutzten die Gelegenheit, den Hofladen kennenzulernen, regionale Produkte einzukaufen und die besondere Bauernhofatmosphäre zu genießen. Ein kleiner Rundgang über den Hof führt vorbei an Pferden, Eseln, Hühnern, Gänsen und Ziegen, die vor allem bei den jüngeren Besucherinnen und Besuchern für Begeisterung sorgen. Frau Vedder öffnet jeden Freitag und Samstag ab 13 Uhr die Ladentür.

Im Hofcafé werden Kaffee, hausgemachter Kuchen und frische Waffeln angeboten. Darüber hinaus werden der hofeigene Honig und weitere Honigprodukte aus der Imkerei der Familie Vedder angeboten. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, freitags und samstags ab 13 Uhr den Hofladen und das Hofcafé zu besuchen, regionale Produkte kennenzulernen und einige gemütliche Stunden auf dem AWO-Ingenhammshof zu verbringen. Unter dem Motto „Regional. Frisch. Mit Herz gemacht.“ freut sich Frau Vedder auf viele weitere Gäste.  

v. l.: Besucherinnen und Besucher, Susanne Vedder  

Stadtmuseum: Führung durch die Ausstellung „Platz gemacht!“
Das Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg lädt am Sonntag, 5. Juli, um 15 Uhr am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen zu einer Führung mit Thorsten Fischer durch die Sonderausstellung „Platz gemacht!“ ein. Die Ausstellung erzählt die Geschichte des König-Heinrich-Platzes. Auf engem Raum überlagern sich hier mehr als 150 Jahre städtischer Planung, politischer Entscheidungen und gelebter Geschichte.

Sie beleuchtet die unterschiedlichen Phasen seiner Entwicklung und richtet dabei auch den Blick auf die Zeit des Nationalsozialismus, in der der Platz seinen heutigen Namen erhielt. Die Führung geht der Frage nach, welche Rolle das Zentrum der Stadt für die Nationalsozialisten spielte, und zeigt zugleich, wie die Alliierten den Ort in der unmittelbaren Nachkriegszeit im Sinne der Re-Education nutzten.

Dabei stehen sowohl persönliche Geschichten als auch die politischen Rahmenbedingungen im Fokus. Die Teilnahme ist im Museumseintritt inbegriffen und kostet für Erwachsene 4,50 Euro, für Kinder und ermäßigte Personen zwei Euro. Das gesamte Programm ist unter www.stadtmuseum-duisburg.de einsehbar.

„Wahre Freunde“ geben Sonntagskonzert im Volkspark Rheinhausen
Die Musikgruppe „Wahre Freunde“ gestaltet am Sonntag, 5. Juli, um 15 Uhr das nächste Sonntagskonzert im Volkspark Rheinhausen. Besucherinnen und Besucher können sich auf einen stimmungsvollen Nachmittag mit Schlager, Volksmusik und gefühlvollen Melodien freuen.

Mit ihrer authentischen Bühnenpräsenz und der spürbaren Nähe zum Publikum stehen die „Wahren Freunde“ für Unterhaltung mit Herz. Charmant und humorvoll präsentieren sie bekannte Hits, die zum Mitsingen einladen. Die Sonntagskonzert-Reihe läuft noch bis zum 9. August. Bis dahin sorgen jeden Sonntag ab 15 Uhr wechselnde Musikerinnen und Musiker unter freiem Himmel für abwechslungsreiche Unterhaltung. Die Veranstaltungen sind kostenfrei.

Unterstützt werden die Sonntagskonzerte vom Bauverein Rheinhausen sowie dem Förderverein für Kultur- und Brauchtumspflege Rheinhausen und Rumeln-Kaldenhausen e. V. Terminübersicht:
12.07.2026 – Eddy & Friends
19.07.2026 – Shanty Chor Duisburg – WSP NRW
26.07.2026 – BSW Mandolinen-Orchester Krefeld-Oppum 1951
02.08.2026 – Duisburger Hafenchor
09.08.2026 – Die Bergsteirer
Weitere Termine im Volkspark Rheinhausen:
11.07.2026 – Institut für Popularmusik: Orchester und Ensemble
29.08.2026 – Westside im Park
Aktuelle Informationen gibt es im Internet unter: https://www.facebook.com/SonntagskonzerteRheinhausen/

Nächstes Parkkonzert mit Bläsersymphonie Abtei Hamborn
Die beliebte Parkkonzertreihe im Jubiläumshain an der Ziegelhorststraße in Hamborn geht am Sonntag, 5. Juli, ab 11 Uhr mit der Bläsersymphonie Abtei Hamborn weiter. Unter dem Motto „Kino für die Ohren“ können sich Besucherinnen und Besucher auf ein abwechslungsreiches Programm mit bekannten Melodien aus Film und Fernsehen freuen.

Die Bläsersymphonie Abtei Hamborn wird das Publikum nicht nur auf eine klangvolle Reise durch die Welt der Filmmusik mitnehmen, sondern spielt auch Unterhaltungsmusik sowie Originalkompositionen. Das rund 30-köpfige Ensemble zeichnet sich durch eine große Besetzung mit allen Holz- und Blechblasinstrumenten sowie Schlagwerk und Kontrabässen aus. Sogar die Celesta, ein außergewöhnliches Tasteninstrument, ist vertreten.

Noch bis zum 19. Juli spielen jeden Sonntag wechselnde Musikerinnen und Musiker bei freiem Eintritt. Unterstützt werden die Konzerte vom Lions Club Duisburg-Hamborn. Die Terminübersicht: 12.07.2026 – Blasorchester Lohmühle e.V. 1964 19.07.2026 – Die Bergsteirer Aktuelle Informationen gibt es im Internet unter: https://www.facebook.com/ParkkonzerteHamborn


Türöffner-Tag: Stadtwerke Duisburg öffnen Türen des Wasserwerks Bockum
Seit über 150 Jahren versorgen die Stadtwerke Duisburg die Bürgerinnen und Bürger der Stadt an Rhein und Ruhr zuverlässig mit sauberem Trinkwasser. Auch in diesem Jahr nehmen die Stadtwerke Duisburg am 3. Oktober am bundesweiten Türöffner-Tag der Sendung mit der Maus des Westdeutschen Rundfunks (WDR) teil.

Das Unternehmen öffnet die Türen des Wasserwerks Bockum für über 60 Kinder. Die Expertinnen und Experten der Stadtwerke erklären den kleinen Besucherinnen und Besuchern, was alles getan werden muss, damit die Trinkwasserversorgung Duisburgs jeden Tag gewährleistet ist. Bei einem Rundgang durch das Wasserwerk erfahren die Kinder, wie das Wasser in den Wasserhahn gelangt und woher es eigentlich kommt.

Kinder müssen für die Teilnahme an einer der drei Führungen zwischen acht und zehn Jahre alt sein. Wer teilnehmen möchte, kann sich ab sofort auf der Internetseite des Türöffner-Tags unter www.wdrmaus.de anmelden. Die Teilnehmerzahl ist pro Führung auf 20 Kinder begrenzt.

Wasserwerke Wittlaer und Bockum
Die Wasserwerke Wittlaer und Bockum versorgen die Duisburger Stadtgebiete südlich der Ruhr sowie Rheinhausen mit Trinkwasser. Jedes Jahr werden rund 30 Milliarden Liter Trinkwasser zu den Menschen in Duisburg gebracht, das entspricht mehr als 160 Millionen Badewannen.

Türöffner-Tag
Beim bundesweiten Türöffner-Tag öffnen Unternehmen ihre Türen, die sonst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Erstmalig wurde dieser Tag am 10. Juli 2011 anlässlich des 40. Geburtstags der Sendung mit der Maus gefeiert.

Bildquelle: Stadtwerke Duisburg AG


Klimaentscheid: Finanzierung von Wärmewende, Klimaschutz und Klimafolgenanpassung
Offener Brief des BUND Duisburg an die Ratsmitglieder zur Finanzierung von Wärmewende, Klimaschutz und Klimafol- genanpassung angesichts von Doppelhaushalt 2027/2028 und Haushaltssicherungskonzept

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren Ratsmitglieder, Im Laufe von knapp 10 Jahren hat der Rat drei große Themen des Klimaschutzes zwar zur Kenntnis genom- men, aber finanzierte und fortgeschriebene Maßnahmen für die Klimaneutralität blieben dünn gesät.

2017 wurde erstmals ein Klimaschutzkonzept vom Umweltausschuss vorberaten, aber dem folgte kein syste- matisches Tun: Zwar gab es ein bisschen Verkehrswende durch den einen oder anderen Wasserstoffbus. Die Stadtwerke bauten ihr Kohlekraftwerk ab. Aber im Rat gab es keinen Plan für die Reduzierung der Treib- hausgase, keine Finanzierung, kein Controlling. 2023 kam das nächste Konzept, das Klimafolgenanpassungskonzept, kurz KLIAS, denn es war nicht mehr zu übersehen, dass sich in Duisburg zum Thema Klimaschutz kaum etwas tat.

Aber auch diesmal wurden konkrete Maßnahmen auf die lange Bank geschoben. Lapidar hieß es, die Verwaltung solle Vorschläge ma- chen und dann schauen, ob noch Geld übrig ist. Die 2023 ebenfalls versprochene Roadmap, der Weg zur Klimaneutralität wenigstens der Stadtverwaltung und der städtischen Gesellschaften, konnte dem Rat bis heute nicht vorgelegt werden, nach vielen Sitzungen und der GEBAG Pleite über 160 Mio. € wissen wir, dass auch dort der weitere Weg, die Maßnahmen und die Finanzierung, unklar und nicht beschlussreif sind.

2026, noch mal drei Jahre später, ist Urban Zero Geschichte, KLIAS hat einen schönen Papierfächer mit Tipps zum Hitzeschutz und 8 Trinkwasserbrunnen für 0,5 Millionen Einwohner in der heißesten Stadt Deutschlands gebracht. Und Sie beschließen im Rat weiter Baugebiete auf Kaltluftproduktionsflächen.

Duisburg ächzt seit Jahren unter der ständig steigenden Hitze. Die Niedrigwasserstände des Rheins beein- trächtigen die Binnenschifffahrt. Die Verschattung durch großkronige Bäume nimmt ab, allein 22.000 Bäume weniger seit 2018. Im Winter ist die Gasrechnung fast unbezahlbar. Die Hütte brennt. Deshalb setzten wir große Hoffnung in die Kommunale Wärmeplanung, einen Plan mit Maßnahmen zur Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung und -nutzung und bezahlbarer regenerativer Wärme.

Tatsächlich hat der Rat am 4.5.2026 seiner gesetzlichen Verpflichtung insoweit genügt, als er eine Analyse zu den Voraussetzungen der Kommunalen Wärmeplanung vorgelegt hat. Aber gibt es jetzt Maßnahmen und dafür auch Geld, fragten sich die Bürgerinnen und Bürger? Für die Gebäudesanierung? Für die Dekarbonisierung der Fernwärme?

Nein, Geld haben Sie als Ratsmitglieder dafür nicht eingeplant. Wie schon seit zehn Jahren soll die Verwal- tung nun auch für die Wärmeplanung übrig gebliebenes Geld suchen, dann wird es vielleicht eine Maß- nahme geben. Zeitvorgaben dafür: Fehlanzeige. 2045 – Zieldatum für die Klimaneutralität von Deutschland – ist ja noch weit entfernt.

Die Finanzierung einer neuen Eissporthalle war Ihnen wichtiger. Wir zweifeln an der Ernsthaftigkeit Ihres Willens, diese Stadt entsprechend den gesetzlichen Vorgaben bis 2045 klimaneutral machen zu wollen. Dies vor allem im Vergleich zu Ihrem Engagement für Olympia 2036, 2040 und 2046. Da sind sie schon heute bereit, ins Blaue hinein zu versprechen, dass das Geld da sein wird.

Aber in der heißesten Stadt Deutschlands gibt es keine Finanzplanung für die Kommunale Wärmepla- nung, und schon gar nicht für die Klimaneutralität bis 2045. Nun pfeifen es aber die Spatzen von den Dächern: Die Stadt ist pleite! Der Kämmerer kündigte für den Herbst 2026 ein Haushaltssicherungskonzept (HSK) an. Wir fragen uns: Werden Sie nach zehn Jahren selbstbestimmter Haushaltsgestaltung, die Sie genutzt haben, kein Geld für Klimaschutzmaßnahmen auszugeben, nun in HSK-Zeiten Geld für die Kommunale Wärmeplanung bereitstellen?

Wenn Sie noch einen genehmigungsfähigen Haushalt anstreben, dann endet jetzt das freiwillige Weg- schauen, denn das Wärmeplanungsgesetz NRW begründet eine pflichtige Selbstverwaltungsaufgabe der Kommune gem. § 2 Landeswärmeplanungsgesetz. Die Wärmeplanung wird zum Teil der Daseinsvor- sorge. Damit ist die Finanzierung entsprechender Maßnahmen in der Haushaltsplanung unausweichlich, wie auch in den anderen Feldern der Daseinsvorsorge.

Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien in der Wärmeversorgung der Gebäude in NRW von derzeit 12% auf mindestens 30% gem. § 29 Wärmeplanungs- gesetz NRW erhöht werden. Wir fordern Sie auf, im Rahmen der Haushaltsberatungen einen echten Maßnahmenplan zur Wärmepla- nung mit Finanzierung bis 2030 – gesetzlicher Termin zur Bilanzierung der Wirkung der Maßnahmen – in der Ratssitzung zur Einbringung des Haushaltes am 28.9.2026 für den Beschluss am 23.11.2026 vorzulegen.

Wir erwarten, dass Sie ausreichend Eigenmittel zur Finanzierung der vielen Fördermaßnahmen der Kredit- anstalt für Wiederaufbau (KfW) für die Wärmeplanung im Haushalt einsetzen, um die Bundes- und Landes- mittel zu nutzen, ohne die keine Kommune die Wärmeplanung stemmen kann. Wir erwarten, dass Sie zum Kernthema der Wärmewende, Dekarbonisierung insbesondere der Fernwärme, ausreichend Gelder zur Unterstützung der Stadtwerke kurz-, mittel- und langfristig bereitstellen, denn Sie haben geplant, 71% der Wärmenergie über Fernwärme bereitzustellen.

Wir erwarten, dass Sie den ÖPNV auf regenerative Energien umstellen, wieder verlässlich machen und endlich wieder den 10-Minuten-Takt einführen, um den Autoverkehr zu reduzieren und damit den längst fälli- gen Beitrag zur Verkehrswende zu leisten – ebenso wie zur Entzerrung des Verkehrschaos beim Bau der Berliner Brücke.

Wir erwarten, dass beschlossene Projekte, wie die Ausstattung öffentlicher und angemieteter Gebäude mit Photovoltaikanlagen, so auskömmlich finanziert werden, dass Duisburg die in der Kommunalen Wärmepla- nung beschriebenen Potentiale für diese regenerative Energie auch tatsächlich nutzt und von seinem letzten Platz im aktuellen bundesweiten Ranking runterkommt.

Wir appellieren an die Ihnen als Ratsmitglieder übertragene Verpflichtung, zum Wohl der Duisburgerinnen und Duisburger Geld bereitzustellen und ins Tun zu kommen, um das Leben in der heißesten Stadt Deutsch- lands für alle Bürgerinnen und Bürger klimaneutral, sozial klimagerecht und gesundheitsverträglich auszugestalten.

Die Dekarbonisierung der Wärme durch erneuerbare Energien und sozial gerechte und bezahlbare Wärme sind Kernelemente der Daseinsvorsorge. Wir stehen jederzeit zu einem ernstgemeinten Dialog bereit, der von der Stadt zur Roadmap schon wie- der seit mehr als einem Jahr unterbrochen wurde. Wir behalten uns weiterhin vor, das Recht aller Bürgerinnen und Bürger auf eine klimaneutrale Stadt ein- zufordern.

Mit freundlichen Grüßen
Kerstin Ciesla, Herbert Fürmann ,Gerd Schwemm, Gabriele Siegert und andere Klimaentscheid Duisburg

Anmerkung der Redaktion
"Die Finanzierung einer neuen Eissporthalle war Ihnen wichtiger"
So der "Vorwurf" des Bündnisses Klimaentscheid. Es ist also Spaltung angesagt. Und das, obwohl der gesamte Eissport in Duisburg mit Jugend, Schulsport und überregionalem Vereinsgeschehen im Vordergrund steht.

Es ist also dem Klimaentscheid egal, ob eine zukunftsträchtige und klimaneutrale Technologie, die sogar Abwärme an andere Bereiche abgibt, finanziert wird, anstatt alles aufzugeben. Vielleicht stört es den Klimaentscheid auch, dass die Stadt gewisse finanzielle Aufwändungen auch beim MSV Duisburg stemmt, traut sich nur nicht dies zu verkünden.

Bei aller Wertschätzung zur Sorge um unser Klima: Feindbilder zu schaffen trägt nicht zu einer zielorientierten Diskussion bei. Harald Jeschke
 

Unwetterinformation

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat ein Video zur aktuellen Wettersituation erstellt. Meteorologinnen und Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes informieren Sie damit über bevorstehende überregionale Unwetterlagen sowie über Hitze- und UV-Warnungen und erklären, wie sie zustande kommen. 

Das "Unwettervideo" wird unter www.dwd.de, auf YouTube unter www.youtube.com/DWDderWetterdienst und in der DWD WarnWetter-App (https://www.dwd.de/DE/service/dwd-apps/dwdapps_artikel.html) veröffentlicht.

Stadt Duisburg beabsichtigt Einführung einer Beherbergungssteuer
Die Stadt Duisburg beabsichtigt, zum 1. Januar 2027 eine Beherbergungssteuer einzuführen. Vorgesehen ist ein Betrag von drei Euro pro Gast und Übernachtung. Ein entsprechender Satzungsentwurf wird dem Rat der Stadt Duisburg zur Beratung und Beschlussfassung in seiner kommenden Sitzung am 2. Juli vorgelegt.

In vielen anderen Städten und Gemeinden gibt es eine solche Steuer bereits. Die Steuer soll für alle entgeltlichen Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben gelten. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Aufenthalt aus privaten, touristischen oder beruflichen Gründen stattfindet. Erfasst werden sollen unter anderem Übernachtungen in Hotels, Hostels, Gasthöfen, Pensionen, Privatzimmern und Privatwohnungen, Jugendherbergen, Ferienwohnungen, Motels, Campingplätzen, Schiffen und vergleichbaren Einrichtungen.

Zahlen muss die Steuer der jeweilige Beherbergungsgast. Die Beherbergungsbetriebe müssen die Steuer jedoch berechnen, einbehalten und an die Stadt abführen. Die geplante Satzung sieht außerdem Melde- und Erklärungspflichten für die Betriebe vor. Betreiberinnen und Betreiber, die am 1. November 2026 in Duisburg tätig sind, müssen ihren Betrieb bis spätestens 30. November 2026 bei der Stadt Duisburg anmelden.

Zuständig ist das Amt für Rechnungswesen und Steuern. Auch Betreiberwechsel, Betriebsschließungen und andere relevante Änderungen müssen der Stadt gemeldet werden. Die Betriebe müssen künftig jeweils bis zum 10. Tag nach Ablauf eines Kalendervierteljahres eine Steueranmeldung einreichen. Das soll über einen amtlich vorgeschriebenen Vordruck oder über eine zugelassene elektronische Steueranmeldung möglich sein.

Die Höhe der abzuführenden Beherbergungssteuer müssen die Betriebe selbst berechnen. Die Stadt Duisburg wird die notwendigen Formulare und digitalen Möglichkeiten rechtzeitig vor dem Start bereitstellen. Stimmt der Rat der Stadt dem Satzungsentwurf zu, tritt die Beherbergungssteuer zum 1. Januar 2027 in Kraft. Die Stadt Duisburg erwartet dadurch zusätzliche Einnahmen, die zur Finanzierung kommunaler Aufgaben beitragen sollen.

Duisburg-Laar: Auf neuen Wegen direkt zum Rhein
In Duisburg-Laar ist ein neuer Weg entlang der Emscherhüttenstraße fertiggestellt worden. Damit ist ein wichtiges Projekt der Stadterneuerung abgeschlossen. Erstmals besteht nun eine durchgehende, barrierefreie Verbindung vom Ortskern bis zum Rheinufer.

Wer hier zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, profitiert von einer attraktiven und sicheren Wegeverbindung durch viel Grün. Die neue Trasse führt über ehemalige Industrieflächen und schließt die letzte Lücke zwischen dem Zentrum von Laar und dem Rheindeich im Bereich Turmstraße/Deichstraße.

Neue Grünwegverbindung in Laar - (C) Stadt Duisburg

Der Deichpark Laar mit seiner modernen Rheinuferpromenade und vielfältigen Freizeitangeboten bildet den Endpunkt der Strecke und hat sich bereits als beliebter Ort für Erholung, Bewegung und Begegnung etabliert. Auf dem rund 18.000 Quadratmeter großen Areal wurden Wege, Grünflächen und Aufenthaltsbereiche neu angelegt.

Ein wertvoller Teil des vorhandenen Baumbestands (rund 6500 m²) blieb erhalten und wurde durch zahlreiche Neupflanzungen ergänzt. Insgesamt wurden 50 Bäume sowie rund 200 Sträucher gepflanzt. Entstanden sind großzügige Wiesenflächen und eine Obstwiese mit Apfel-, Birnen-, Pflaumen-, Kirsch- und Nussbäumen, die das Gelände zusätzlich aufwertet.

Für die neue Geländestruktur waren umfangreiche Erdarbeiten erforderlich, unter anderem zur Verfüllung eines ehemaligen Gebäudekellers. Alte Mauerreste wurden entfernt, um offene Sichtachsen zu schaffen und das Gelände freundlicher und übersichtlicher zu gestalten.

Mehrere Brunnenanlagen der Emschergenossenschaft wurden dabei in die Planung integriert und bleiben weiterhin zugänglich. Die tiefen gelegenen Grünflächen sind über neue Wege und eine barrierefreie Rampe komfortabel erreichbar. Ein massiver Pfeilerbahnkopf wurde aufwendig zurückgebaut und in eine harmonisch in das Landschaftsbild eingebettete Hügelstruktur umgewandelt.

Mit der Fertigstellung der Grünwegeverbindung ist zugleich das letzte noch ausstehende Projekt des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) für Duisburg-Laar abgeschlossen. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem der Marktplatz neugestaltet, Spielplätze modernisiert sowie neue Grün- und Spielflächen geschaffen.

Zahlreiche Gebäude konnten durch das Hof- und Fassadenprogramm aufgewertet werden. Mit dem Deichpark Laar verfügt der Stadtteil über einen attraktiven Freiraum, der Natur, Erholung und Bewegung miteinander verbindet. Die geplante Sanierung des Deiches an der Deichstraße wird diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter stärken.

3. Eigentümerforum Hochfeld zum Thema Brandschutz

Das dritte Eigentümerforum Hochfeld findet am Dienstag, den 29. Juni um 18 Uhr in der alten Feuerwache auf der Friedenstraße 5-7 in Duisburg-Hochfeld statt. Eingeladen sind Eigentümerinnen und Eigentümer mit Gebäuden in Hochfeld. Die vom Stadtteilbüro angebotene Veranstaltung ist kostenlos.

Im Mittelpunkt des Forums steht das wichtige Thema Brandschutz. Als Fachreferent wird der staatlich-anerkannte Sachverständige Dipl.-Ing. Oliver Kläß von der Firma „IDN Brandschutz Beratende Ingenieure Kläß PartG mbB“ aus Duisburg einen Vortrag halten. Darin geht es um Risiken, Verantwortlichkeiten sowie vorbeugende und organisatorische Brandschutzmaßnahmen im Gebäudebestand – von aktuellen gesetzlichen Anforderungen bis hin zu praxisnahen Maßnahmen.
Durch die Veranstaltung führen Liberto Balaguer vom Stadtteilbüro Hochfeld und Jörg Dombrowski als Stadtteilarchitekt.

„Mit dem Eigentümerforum greifen wir wichtige Fragen rund um die Immobilie auf und bieten Eigentümerinnen und Eigentümern praktische Hilfestellungen“, sagt Liberto Balaguer. „Natürlich können auch Fragen an die Referenten gestellt werden und unser Stadtteilarchitekt, Herr Dombrowski, informiert über die Antragstellung für das Hof- und Fassadenprogramm.“

Mit Hilfe dieses Förderprogramms zur Aufwertung des Stadtbildes, unterstützt die Stadt Duisburg Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer bei privaten Investitionen in die Bausubstanz ihrer Wohn- oder Geschäftshäuser. Der nicht rückzahlbare Zuschuss beträgt 50% der förderfähigen Gesamtkosten. Der Stadtteilarchitekt berät kostenfrei, vom Antragsverfahren bis hin zur Abrechnung einer Erneuerungsmaßnahme.


Stadt Duisburg führt die Bezahlkarte ein
Die Stadt Duisburg beginnt ab dem 1. Juli 2026 mit der schrittweisen Einführung der Bezahlkarte für volljährige Personen, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. „Die Bezahlkarte hat sich schon in anderen Kommunen als geeignetes Mittel zur Bereitstellung von Leistungen bewährt. Ich bin überzeugt, dass sie sich auch in Duisburg als sicheres und transparentes Verfahren durchsetzen wird“, betont Oberbürgermeister Sören Link.

Im Juli des vergangenen Jahres hat der Rat der Stadt Duisburg entschieden, von der Opt-out-Regelung des Landes Nordrhein-Westfalen keinen Gebrauch zu machen. Diese hätte es den Kommunen erlaubt, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz auch in anderer Form als über die Bezahlkarte zu gewähren.

Mit der Bezahlkarte werden die Leistungen jetzt bargeldlos bereitgestellt. Sie kann für Einkäufe des täglichen Bedarfs genutzt werden. Zusätzlich können pro Person monatlich bis zu 50 Euro des Guthabens in bar abgehoben werden. Die Einführung der Bezahlkarte wird nun nach und nach bis zum Jahresende umgesetzt, um einen geordneten und für die Betroffenen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

Im Mai fanden hierzu bereits mehrsprachige Informationsveranstaltungen statt, in welchen die neue Auszahlungsform den betroffenen Personen vorgestellt und die Funktionsweise sowie Nutzungsmöglichkeiten erläutert wurden.

Bürgergespräch mit Oberbürgermeister Sören Link
Oberbürgermeister Sören Link möchte am Dienstag, 30. Juni 2026, mit den Duisburgerinnen und Duisburgern ins Gespräch kommen. Termine können am Donnerstag, 18. Juni, angefragt werden.
Interessierten Bürgerinnen und Bürgern steht hierfür das an diesem Tag freigeschaltete Kontaktformular unter https://www.duisburg.de/dialog zur Verfügung.
Eine telefonische Kontaktaufnahme ist von 8.30 bis 16 Uhr unter (0203) 283- 6111 ebenfalls möglich.

Mit der DVG zur Beecker Kirmes
Von Freitag, 3. Juli, bis Dienstag, 7. Juli, findet die Beecker Kirmes auf dem Beecker Markt- und Festplatz statt. Aufgrund der Kirmes wird die Straße Lange Kamp in Duisburg-Beeck gesperrt. Dies hat zur Folge, dass die Busse der Linie 907 von Mittwoch, 1. Juli, circa 9 Uhr, bis Donnerstag, 9. Juli, circa 10 Uhr, eine Umleitung fahren müssen.

Während der Öffnungszeit der Kirmes setzt die DVG zusätzliche Busse auf den Linien 907 und 919 ein. Buslinien 907: In Fahrtrichtung Beeckerwerth fahren die Busse ab der Haltestelle „Im Bremmenkamp“ eine örtliche Umleitung über die Möhlenkampstraße und Ostackerweg zur Ersatzhaltestelle „Lange Kamp“, weiter über Ostackerweg, Heinrich-Baaken-Straße, Papiermühlenstraße, Franz-Lenze-Straße und Kaiser-Wilhelm-Straße zur Ersatzhaltestelle „Beeck Denkmal“, weiter über Hoffsche Straße. Ab da gilt der normale Linienweg.

Die Haltestelle „Lange Kamp“ wird auf den Ostackerweg verlegt und die Haltestelle „Beeck Denkmal“ wird auf die Kaiser-Wilhelm-Straße verlegt. In Fahrtrichtung Holten Bahnhof fahren die Busse ab der Ersatzhaltestelle „Beeck Denkmal“ eine örtliche Umleitung über die Hoffsche Straße, Kaiser-Wilhelm-Straße, Franz-Lenze-Straße, Papiermühlenstraße, Heinrich-Baaken-Straße und Ostackerweg zur Ersatzhaltestelle „Lange Kamp“ und weiter über die Möhlenkampstraße.

Ab da gilt der normale Linienweg. Die Haltestelle „Beeck Denkmal“ wird auf die Hoffsche Straße verlegt und die Haltestelle „Lange Kamp“ wird auf den Ostackerweg verlegt. Die Haltestelle „Karl-Albert-Straße“ entfällt für den kompletten Zeitraum der Sperrung.

Die Citykirche kennenlernen - Kostenfreie Führung durch Salvator
Die Salvatorkirche am Burgplatz gehört zu Duisburgs bekanntesten und imponierendsten Gotteshäusern. An jedem ersten Sonntag im Monat informieren geschulte Gemeindeleute, meist Ehrenamtliche, über die Geschichte, den Baustil und die besonderen Fenster der über 700 Jahre alten Stadtkirche neben dem Rathaus.

Am Sonntag, 5. Juli 2026 um 15 Uhr macht Udo Lierenfeld mit Interessierten an verschiedensten Stellen der Kirche halt und berichtet dazu Wissenswertes und Kurzweiliges. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, alle Kirchenführungen in der Salvatorkirche sind kostenfrei. Infos zum Gotteshaus gibt es unter www.salvatorkirche.de.


Die Welt auf zwölf Saiten - Gitarrenduo gibt Konzert in der Pauluskirche
Das Gitarrenduo Schillings & Töpp spielt am 4. Juli um 18 Uhr in der Pauluskirche Duisburg Hochfeld, Wanheimer Straße 80, unter dem Konzerttitel „Die Welt auf 12 Saiten“ eigene Kompositionen in der stilistischen Spannweite von Folk bis hin zum Jazz. Bereits seit ihrer Jugendzeit musizieren der Berliner Gitarrist Micha Schillings und sein Ruhrpott-Partner Thorsten Töpp zusammen.

Seit einigen Jahren entwickeln sie ihre Gitarrenmusik stetig weiter und zeigen, welch unterschiedliche Farben, Stimmungen und Texturen auf diesem faszinierenden Instrument möglich sind. Die erfahrenen Musiker nutzen dabei zahlreiche Anspielungen von Folk über Jazz bis zu elaborierteren Spieltechniken. Der Eintritt ist frei. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.hochfeld-neudorf.de.   

Waldgottesdienst am Kammerberg
Die evangelischen Gemeinden der Duisburger Stadtmitte, Neudorf und Hochfeld und die Evangelische Rheingemeinde (Wanheimerort / Wanheim) laden herzlich zur Feier der gemeinsamen Waldgottesdienste am „Heiligen Brunnen“ auf dem Kammerberg in Neudorf ein, und zwar jeweils am 1. Sonntag der Monate Juni bis September.

Die Gottesdienste, die eine ganz eigene und besondere Atmosphäre haben und jeweils 10 Uhr beginnen, werden im Wechsel verantwortet. Den nächsten richtet die Rheingemeinde am 5. Juli aus, es predigt Pfarrerin Almuth Seeger. Der Veranstaltungsort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Buslinie 933) über die Haltestellen „Lenaustraße“ und „Nettelbeckstraße“ gut zu erreichen. 

Nicht im Lieferumfang enthalten: Verantwortung
Ab dem 1. Juli 2026 will die EU die Spielregeln des grenzüberschreitenden Online-Handels neu ordnen. Wie nötig das ist, zeigt die Beratungspraxis des Zentrums für Europäischen Verbraucherschutz (ZEV). Denn viele Verbraucher merken erst dann, wo ihre vermeintlich europäische Bestellung tatsächlich herkommt, wenn etwas schiefläuft: Die Rücksendung soll nach China gehen oder auf Beschwerden reagiert niemand. Für die europäischen Verbraucherschützer geht es deshalb um deutlich mehr als die neue Gebühr.

Europäischer Online-Shop, Versand aus Fernost, Rücksendung ins Ausland: Grenzüberschreitende Lieferketten machen es Verbrauchern oft schwer, ihre Rechte durchzusetzen. (Bild: KI-generiert)

Ab Mitte kommender Woche erhebt die Europäische Union für viele Pakete aus Nicht-EU-Ländern eine neue Zollpauschale. Bislang galt für Waren im Wert von bis zu 150 Euro eine Zollbefreiung. Ab dem 1. Juli greift nun eine neue Übergangsregelung. Pro Warenkategorie werden künftig drei Euro fällig. Das Ziel? Die neue Regelung soll den rasant wachsenden Online-Handel aus Drittstaaten besser kontrollierbar machen und für gleiche Spielregeln sorgen – unabhängig davon, ob ein Händler inner- oder außerhalb der Europäischen Union sitzt.

Dass Veränderungen dringend notwendig sind, belegen Zahlen der Europäischen Kommission: Im Jahr 2025 wurden rund 5,8 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von bis zu 150 Euro in die Europäische Union eingeführt. Umgerechnet sind das knapp 16 Millionen Sendungen – jeden Tag. Eine Zahl, die in den vergangenen Jahren rasant gestiegen ist und Zollbehörden, Marktüberwachung sowie Verbraucherschutz vor immense Herausforderungen stellt.

Anders als klassische Containerimporte erreichen viele Waren die Europäische Union heute als einzelne Paketsendungen. Das erschwert nicht nur die Zollabwicklung. Auch die Marktüberwachung stößt an Grenzen. Wird ein fehlerhaftes Produkt in einem Container entdeckt, lässt sich die gesamte Lieferung kontrollieren. Bei Millionen einzelner Pakete ist das deutlich schwieriger.

Wer Waren in großem Stil in die Europäische Union verkauft, darf sich nicht hinter der schieren Menge verstecken", erklärt Nadine Heselhaus, Bundestagsabgeordnete (SPD) und stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende des Zentrums für Europäischen Verbraucherschutz (ZEV). „Verbraucherinnen und Verbraucher haben ein Recht auf sichere Produkte und klare Ansprechpartner – unabhängig davon, woher die Ware kommt."

Wenn die Rücksendung zur Fernreise wird
Die Paketflut hat viele Gesichter. Das Sommerkleid für den Urlaub, die Handyhülle für drei Euro oder das Ersatzteil für die Kaffeemaschine: Für viele gehören Bestellungen bei den großen chinesischen Onlineplattformen längst zum Alltag. Die günstigen Preise machen die Angebote attraktiv. Dass dieser Markt boomt, zeigt auch der erst kürzlich veröffentlichte Konsumindex.

Doch nicht jedes Schnäppchen hält, was die Produktbeschreibung verspricht. Immer wieder warnen Behörden vor mangelhaften Produkten – von durchschmorenden Ladekabeln über schadstoffbelastetes Spielzeug bis hin zu Heizsohlen, deren Akkus bei Benutzung Feuer fangen können. Die Folgen zeigen sich jedoch nicht nur bei der Marktüberwachung. Auch Verbraucher bekommen die Strukturen hinter vielen Billigimporten häufig erst dann zu spüren, wenn etwas schiefläuft.

Das Kleid sieht anders aus als auf den Produktfotos, die Reklamation bleibt unbeantwortet oder die Rücksendung nach China kostet mehr als die Ware selbst. Mit solchen Fällen wenden sich regelmäßig Verbraucher an das ZEV. Oft wird erst im Problemfall deutlich, wie kompliziert die Durchsetzung von Ansprüchen außerhalb der Europäischen Union sein kann.

Besonders häufig zeigt sich das beim sogenannten Dropshipping. Verbraucher bestellen bei einem Online-Händler, der laut Impressum in der EU sitzt. Der Online-Shop wirkt deutsch oder europäisch, versendet wird die Ware jedoch direkt aus einem Drittstaat. Meist fällt das erst auf, wenn die Lieferung ungewöhnlich lange dauert oder eine Rücksendung erforderlich wird.

Nicht selten stehen Verbraucher dann aber plötzlich allein da. Händler, Plattformen und Lieferdienste verweisen aufeinander, Zuständigkeiten bleiben unklar und Betroffene werden sprichwörtlich von Pontius zu Pilatus geschickt. Selbst wer sich dann für eine Rücksendung entscheidet, steht vor dem nächsten Problem: Häufig soll das Paket zurück nach China. Die Versandkosten übersteigen dabei nicht selten den Wert des gekauften Artikels.

„Die drei Euro werden die Probleme nicht lösen", betont Heselhaus. „Für Verbraucher muss am Ende klar sein, wer verantwortlich ist, wenn etwas schiefläuft. Genau daran fehlt es heute noch viel zu oft."

Drei Euro als Zwischenlösung
Die Europäische Union arbeitet deshalb bereits an einer deutlich umfassenderen Reform des Zollsystems. Geplant ist unter anderem, Online-Marktplätze stärker in die Pflicht zu nehmen. Der Fokus verschiebt sich damit von der einzelnen Bestellung auf die Strukturen dahinter. Ziel ist es, gleiche Spielregeln für europäische Händler und Anbieter aus Drittstaaten zu schaffen, die Kontrolle von Warenströmen zu verbessern und Verantwortlichkeiten klarer zu regeln.

Bis Mitte 2028 soll die bisherige 150-Euro-Freigrenze vollständig entfallen. Die neue Zollpauschale soll die Zeit bis dahin überbrücken und gleichzeitig die Zollbehörden entlasten. Denn Millionen Einzelsendungen individuell zu bewerten, wäre in der Praxis kaum zu bewältigen.

„Wer in Europa verkauft und Geld verdient, darf Verantwortung nicht wie einen optionalen Lieferbestandteil behandeln", schlussfolgert Heselhaus. "Der Online-Handel hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Jetzt müssen die Regeln Schritt halten."

Probleme mit einer Bestellung aus dem europäischen Ausland?
Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland unterstützt Verbraucherinnen und Verbraucher aus Deutschland kostenlos bei grenzüberschreitenden Streitigkeiten mit Unternehmen innerhalb Europas. Gemeinsam mit den weiteren Europäischen Verbraucherzentren hilft es dabei, Verbraucherrechte über Ländergrenzen hinweg durchzusetzen. Träger des EVZ ist das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e. V. (ZEV). Mehr zur neuen Regelung

Vorschläge der Rentenkommission bringen teilweise Risiken für Wirtschaftswachstum und sozialen Zusammenhalt
Der Abschlussbericht der von der Bundesregierung eingesetzten Rentenkommission enthält einige sinnvolle Vorschläge zur Stabilisierung der gesetzlichen Rentenversicherung, beinhaltet allerdings auch Elemente, die das Wirtschaftswachstum in Deutschland über die nächsten Jahre spürbar zu dämpfen drohen. Auch könnten einige der Vorschläge zu sozialen Schieflagen führen. Das ergibt eine neue gemeinsame Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) und des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.

Quelle Hans-Böckler-Stiftung

Sinnvoll ist danach etwa die Ausweitung der Versicherungspflicht auf Selbständige. Gesamtwirtschaftlich problematisch ist dagegen, dass zum Aufbau eines neuen Elements der Kapitaldeckung der Beitragssatz für die Rente ab 2028 zügig um zwei Prozentpunkte steigen soll. Dies entzieht Kaufkraft und dürfte so Konsumnachfrage und Wirtschaftswachstum in Deutschland verringern. Eine Folge davon wären auch niedrigere Einnahmen für Staat und Sozialversicherungen.

Laut den Autor*innen der Studie, Dr. Florian Blank, Prof. Dr. Sebastian Dullien und Ulrike Stein, PhD, ist zwar der Grundansatz der Kommission zu begrüßen, permanent in der gesetzlichen Rentenversicherung ein Sicherungsniveau von 48 Prozent anzustreben. Ebenfalls erfreulich sei, dass dieses Sicherungsniveau über eine paritätische Finanzierung der Kosten durch Arbeitgeber und Arbeitnehmenden finanziert werden soll.

Geplanter Aufbau des Kapitalstocks ist auf absehbare Sicht vergleichsweise ineffizient
Als problematisch bewerten die Autor*innen aber, dass die Stabilisierung des Rentenniveaus durch einen neuen Kapitalstock erreicht werden soll. Das sei auf absehbare Sicht vergleichsweise ineffizient. „Ein Fonds am Aktienmarkt muss erst einmal mühsam aufgefüllt werden, bevor man Erträge auszahlen kann.

Ein aus Beiträgen gespeister Kapitalstock ist deshalb ungeeignet, schnell Entlastung für die Rentenversicherung zu bringen“, erklärt der Wissenschaftliche Direktor des IMK, Sebastian Dullien. „Der jetzt gewählte Weg bedeutet, dass in den kommenden Jahrzehnten Erwerbstätige zunächst doppelt bezahlen müssen – einmal für die Rente der Älteren und einmal zum Aufbau des Kapitalstocks.“

So würde aus dem entsprechenden Vorschlag der Kommission nach Berechnungen von IMK und WSI folgen, dass der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bis 2032 von derzeit 18,6 Prozent auf rund 22 Prozent steigen dürfte. Ohne den Aufbau des Kapitalstocks würde der Beitrag 2032 nur bei 20,4 Prozent liegen. Zudem kommen auf den Bundeshaushalt Anfang der 2030er Jahre Zusatzkosten in Milliardenhöhe zu. Grund ist die von der Kommission vorgeschlagene steuerfinanzierte Kompensation für r

entennahe Versicherte, die für den Aufbau des Kapitalstocks zahlen müssen, aber dabei wegen des kurzen Zeithorizonts nur geringe Erträge erwarten können. „Der Aufbau des Kapitalstocks macht kurz- und mittelfristig die Stabilisierung des Rentenniveaus teurer, nicht billiger“, so Dullien. Man hätte alternativ die gleiche Stabilisierung des Rentenniveaus bis 2050 mit einem geringeren Anstieg der Beitragssätze erreichen können, wenn man dies rein über höhere Beiträge statt über den Umweg eines Kapitalstocks organisiert hätte, so die Wissenschaftler*innen von IMK und WSI.

Es gäbe gesamtwirtschaftlich bessere Alternativen für eine Kapitaldeckung
Da die höheren Beitragssätze größere Abzüge vom Lohn und damit weniger verfügbare Einkommen bei den Haushalten bedeuten, sei für die nächsten Jahre mit einem durch eine solche Reform gedämpften Konsumwachstum in Deutschland zu rechnen. Denn anders als Beitragszahlungen im Umlageverfahren, die zeitnah für höhere Alterseinkommen sorgen, werden die Beiträge zum Aufbau des Kapitalstocks für längere Zeit dem Wirtschaftskreislauf entzogen, weil sie an den internationalen Kapitalmärkten angelegt sind.

„Das ist besonders problematisch, weil die deutsche Wirtschaft derzeit entscheidend auf die Binnennachfrage angewiesen ist“, analysiert Dullien. Von 2028 an könnte der Kapitalstock nach dem Vorschlag der Kommission so nach Modellrechnungen von IMK und WSI in der Summe rund ein Prozent Wirtschaftswachstum und knapp 250.000 Jobs kosten.

Als Lösung schlagen die Wissenschaftler*innen vor, über eine andere Art der Finanzierung des Kapitalstocks nachzudenken. Das von der Ampel-Koalition geplante Generationenkapital, das über einen Bundeskredit befüllt werden sollte, etwa hätte einen Kapitalstock geschaffen, ohne kurzfristig das Wachstum zu dämpfen. Ebenso könne man überlegen, ob ein Generationenfonds über eine einmalige Vermögensabgabe befüllt werden könne.

Auch wäre eine verpflichtende betriebliche Altersvorsorge für alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland eine wachstumsfreundlichere Option, weil schon rund die Hälfte der Menschen in Deutschland heute derart abgesichert ist und darum die negativen kurzfristigen Effekte auf Konsum und gesamtwirtschaftliche Nachfrage geringer ausfallen würden.

Wachsende soziale Risiken für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht bis zur Regelaltersgrenze arbeiten können
Neben den gesamtwirtschaftlichen Problemen sehen die Wissenschaftler*innen auch soziale Risiken aus den Vorschlägen. Die Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte sei für jene Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen die Regelaltersgrenze nicht erreichten, unsozial und schwäche den Sicherungscharakter des Systems.

Dieses Problem werde noch einmal durch die ebenso problematische Erhöhung der Regelaltersgrenze verschärft. Hier müsse darauf geachtet werden, dass die von der Kommission vorgeschlagenen Härtefallregeln angemessen und niedrigschwellig umgesetzt werden. Positiv seien hingegen die Vorschläge zu bewerten, Anrechnungsregeln in der Grundsicherung im Alter großzügiger zu gestalten, damit Menschen, die Sozialversicherungsbeiträge eingezahlt haben, mehr verfügbares Einkommen haben, als jene, die keine oder geringe Beiträge geleistet haben.

Kritisch sehen Blank, Dullien und Stein schließlich, dass die Kommission ihren Auftrag sehr eng verstanden hat. „Die wahren Stellschrauben für die Nachhaltigkeit der Rentenversicherung liegen in einer etwas höheren Zuwanderung und der Erschließung bislang ungenutzter Beschäftigungspotenziale am Arbeitsmarkt, etwa bei Frauen und Langzeitarbeitslosen“, so Dullien. „Diese Fragen hat die Kommission leider gar nicht betrachtet – was dazu führt, dass sie jetzt auch politisch wohl nicht diskutiert werden.“


Digitaler Dienstag“ informiert über 3D-Druck
„3D-Druck verstehen – Zukunft zum Anfassen“ ist der Titel einer Veranstaltung in der Reihe „Digitaler Dienstag“ der Stadtbibliothek Duisburg, der am Dienstag, 30. Juni, in der Zentralbibliothek, Steinsche Gasse 26, von 17 bis 18 Uhr stattfindet. Interessierte erhalten einen verständlichen Einblick in eine Technologie, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist.

Die Veranstaltung bietet einen spannenden Blick in eine Welt, in der Ideen Formen annehmen, von der Medizin bis zur Mode. Der „Digitale Dienstag“ bietet jeden Dienstag ab 17 Uhr einen verständlichen Zugang zu alltagsrelevanten digitalen Themen, ohne technische Fachsprache und mit viel Raum für individuelle Anliegen. Auch Erwachsene mit geringen digitalen Vorkenntnissen sind herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Neuer Sachbuchzirkel in der Zentralbibliothek
Ein neuer Sachbuchzirkel findet am Donnerstag, 2. Juli, von 17 bis 18 Uhr in der Zentralbibliothek an der Steinschen Gasse 26 in der Innenstadt statt. Unter der Überschrift „Spannende Fachgebiete – spannende Bücher“ stellt das Team der Bibliothek interessante Titel aus unterschiedlichen Fachgebieten vor.

Die Teilnehmenden erwarten inspirierende Einblicke, verständliche Erklärungen und anregende Diskussionen zu Themen wie Wissenschaft, Geschichte, Technik und vielem mehr. Wer sich gerne mit anderen austauschen und neue, fachübergreifende Perspektiven entdecken möchte, ist eingeladen, Teil einer neugierigen und fachkundigen Runde zu sein. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung auf www.stadtbibliothek- duisburg.de unter „Veranstaltungen“ wird gebeten.

Vor 10 Jahren am 3. Juli 2016 in der BZ: 80 Jahre Siedlung Sittardsberg