|
Prozess gegen ehemaligen Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie
vor Jugendschutzkammer am Landgericht Duisburg Die
Hauptverhandlungstermine wurden bestimmt, Az. 31 KLs 6/26 1. In dem
Prozess gegen den ehemaligen Chefarzt der Kinder- und Ju-
gendpsychiatrie hat die 1. große Strafkammer Sitzungstermine anbe-
raumt. Die Hauptverhandlung beginnt am 21.07.2026, 9:30 Uhr, Saal
101.
Die Fortsetzungstermine finden am 05.08.2026, 09:30
Uhr, 12.08.2026, 13:00 Uhr, 17.08., 03.09, 14.09.,16.09., 22.09.2026
jeweils 09:30 Uhr statt. Tagesaktuelle Änderungen finden Sie auf
unserem Internetauftritt unter
https://www.lg-duisburg.nrw.de/behoerde/sitzungstermine/index.php.
Ausbildung bei der Stadt Duisburg: Bewerbungsstart
für 211 Ausbildungsplätze im Jahr 2027 Der
Einstieg ins Berufsleben bei der Stadt Duisburg bleibt auch im Jahr
2027 attraktiv: Der Rat der Stadt hat in seiner gestrigen Sitzung
die Einrichtung von 211 Ausbildungsstellen in verschiedenen Berufen
sowie drei Volontariate beschlossen. „So vielfältig wie die Stadt
Duisburg sind auch ihre Ausbildungsberufe. Ob Verwaltung, Technik,
Natur oder Soziales: Für jedes Talent und jedes Interesse bieten wir
den passenden Einstieg in eine sichere berufliche Zukunft –
inklusive attraktiver Ausbildungsvergütung“, so Oberbürgermeister
Sören Link.
Zu den angebotenen Ausbildungsberufen zählen
unter anderem klassische Verwaltungsberufe wie
Verwaltungsfachangestellte, Verwaltungswirtinnen und
Verwaltungswirte sowie duale Studienangebote für den gehobenen
Verwaltungsdienst. Darüber hinaus stehen Ausbildungsplätze im
gewerblich- technischen Bereich zur Verfügung, beispielsweise im
Forstbereich oder in den Bäderbetrieben. Auch moderne duale
Studiengänge erweitern das Angebot: Interessierte können sich etwa
in den Studiengängen Soziale Arbeit oder Vermessungstechnik
qualifizieren.
 
Ausbildungs- und Studienplätze - Fachangestellte für Bäderbetriebe .
Fotos (C) Zoltan Leskovar
Die erforderlichen Schulabschlüsse
variieren je nach Ausbildungsberuf und reichen vom
Hauptschulabschluss bis hin zum Abitur. Chancengleichheit, Vielfalt
und ein respektvolles Miteinander auf Augenhöhe sind zentrale Werte
der Stadt Duisburg als Arbeitgeberin. Die freie Entfaltung
individueller Fähigkeiten und Talente – unabhängig von Geschlecht
oder kultureller Herkunft – steht während der gesamten Ausbildung im
Mittelpunkt.

Darüber hinaus legt die Stadt Duisburg großen Wert auf eine
qualitativ hochwertige Ausbildung, ein dynamisches und
abwechslungsreiches Arbeitsumfeld sowie attraktive
Rahmenbedingungen. Dazu zählen flexible Arbeitszeiten, eine
überdurchschnittliche Ausbildungsvergütung, vielfältige
Weiterbildungsangebote und hervorragende Übernahmeperspektiven. Ein
Arbeitsplatz mit vielfältigen Karrierechancen in einem großen Team
mit mehr als 6.000 Beschäftigten rundet das Angebot ab.

Das Bewerbungsverfahren startet am Dienstag, 7. Juli 2026.
Interessierte können sich ab diesem Tag online über das
Bewerbungsportal bewerben: http://www.duisburg.de/ausbildung. Auf
der Internetseite sind auch weitere Informationen zu den
Berufsbildern und zum Bewerbungsprozess zu finden.
Spannende
Einblicke in den städtischen Alltag der Auszubildenden gibt es über
die Social-Media-Kanäle unter http://www.facebook.de/ausbildung.DU
oder
http://www.instagram.com/stadtduisburg_karriere.
Ferienpass verspricht wieder abwechslungsreichen Sommer
Der beliebte Duisburger „Ferienpass“
erscheint in diesem Jahr in seiner dritten Auflage und lädt im
Sommer erneut zu spannenden Erlebnissen ein. Vom 20. Juli bis zum 1.
September können Duisburger Kinder ab fünf Jahren sowie Schülerinnen
und Schüler bis einschließlich zur Sekundarstufe II wieder aus
vielen Angeboten auswählen.

(C) Stadt Duisburg
„Kinder und Jugendliche können sich auf
ein vielfältiges Programm mit zahlreichen Aktivitäten freuen, die
garantiert für eine abwechslungsreiche Sommerzeit sorgen werden. Ob
Schwimmbad, Museum oder Zoo – der Ferienpass hält für alle etwas
bereit“, so Oberbürgermeister Sören Link.
Ab Montag, 13.
Juli, wird der Ferienpass in den Duisburger Schulen und
Kindertageseinrichtungen verteilt. Kinder sowie Schülerinnen und
Schüler, die zwar in Duisburg gemeldet sind, aber keine Duisburger
Schule oder Kindertageseinrichtung besuchen, erhalten den Ferienpass
ebenfalls in einer der sieben Bürgerservicestationen. Ausgenommen
hiervon sind Berufsschülerinnen und Berufsschüler.
Der
Ferienpass bietet den jungen Abenteurern unter anderem Höhepunkte
bei freiem Eintritt im Zoo Duisburg, im Binnenschifffahrtsmuseum, im
Kultur- und Stadthistorischen Museum sowie dem Lehmbruck Museum.
Auch der kostenlose Besuch des Theaterstücks „Die Prinzessin auf der
Erbse“, ein Tageskurs bei der Musik- und Kunstschule sowie ein
fünfmaliger freier Eintritt in ein städtisches Schwimmbad nach Wahl
runden das Angebot ab. Weitere Informationen gibt es online auf der
städtischen Internetseite unter
https://www.duisburg.de/ferienpass.
Schiffseichaufnehmer öffentlich bestellt und vereidigt
Der Präsident der Niederrheinischen IHK
Werner Schaurte-Küppers hat am 15. Juni 2026 Herr Pascal Leupold zum
Schiffseichaufnehmer öffentlich bestellt und vereidigt. Der
Schiffseichaufnehmer aus Duisburg hat erfolgreich den Nachweis der
besonderen Sachkunde, der persönlichen Eignung und der weiteren
Voraussetzungen nach der Sachverständigenordnung erbracht.
Mit dem Eid verpflichten sich die
Schiffseichaufnehmer vor dem Präsidenten der Niederrheinischen IHK
die von der Vollversammlung beschlossene Sachverständigenordnung
einzuhalten. Außerdem sind sie verpflichtet, ihre
Sachverständigenleistungen unabhängig, weisungsfrei, unparteiisch,
gewissenhaft und persönlich zu erbringen.
Die
Niederrheinische IHK bestellt und vereidigt Sachverständige auf
allen Gebieten der gewerblichen Wirtschaft: vom Bauwesen über den
Umweltbereich bis hin zur Unternehmensbewertung.

V.l: Präsident Werner Schaurte-Küppers,
Schiffseichaufnehmer Pascal Leupold und der Vorsitzende des
Sachverständigenausschusses Norbert Fleuren. Foto: Niederrheinische
IHK/Hendrik Grzebatzki
Bilderbuch-Autokino in der
Schul- und Stadtteilbibliothek Großenbaum
Die Schul- und Stadtteilbibliothek in der Gesamtschule Süd
veranstaltet am Freitag, 10. Juli, um 16 Uhr in den Räumlichkeiten
an der Großenbaumer Allee 168–174 in Duisburg-Großenbaum ein
besonderes Bilderbuch- Autokino für Kinder. Zu dieser
außergewöhnlichen Vorleseveranstaltung sind Kinder ab vier Jahren
eingeladen.
Sigrid Bogdanski wird für ein spannendes und
kindgerechtes Hörerlebnis sorgen und dabei das Konzept des Autokinos
spielerisch aufgreifen. Hierzu können die Kinder ihre eigene
„Fahrzeuge“ wie Laufrädern, Bobbycars oder ähnlichen Rollfahrzeugen
zur Veranstaltung mitbringen und so in die passende Atmosphäre
eintauchen. Im Anschluss an die Lesung gibt es außerdem die
Möglichkeit, kreativ zu werden.
Die Kinder können malen oder
basteln und das zuvor Gehörte auf ihre eigene Weise verarbeiten und
gestalterisch umsetzen. So verbindet die Veranstaltung
Literaturerlebnis und Kreativität auf kindgerechte und
abwechslungsreiche Weise. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung
wird gebeten. Weitere Informationen und die Möglichkeit sich
anzumelden gibt es online auf
https://www.stadtbibliothek-duisburg.de
Kultur-
und Stadthistorisches Museum: Sommerferienprogramm unter dem Motto
„Wilde Tiere in der Stadt und im Wald“
Das Stadtmuseum bietet in den bevorstehenden Sommerferien wieder ein
abwechslungsreiches Ferienprogramm für Kinder ab sechs Jahren an.
Ziel der Workshops ist es, mit verschiedenen Bau- und
Bastelmaterialienunsere tierischen Stadtbewohner kennenzulernen und
ihr Leben ein bisschen besser zu machen – ganz ohne erhobenen
Zeigefinger, dafür mit viel Kreativität, Spiel und Spaß.
Das
Programm startet erstmals mit dem Workshop „Zwischen Wald und Wiese
– Kleine Tiere ganz groß“ am Freitag, 24. Juli, von 11 bis 15 Uhr im
Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz im
Duisburger Innenhafen. Anmeldungen für alle Termine sind ab sofort
per E-Mail an ksm- service@stadt-duisburg.de oder telefonisch unter
0203 283-2640 möglich.
Eine schnelle Reservierung wird empfohlen, da die Plätze begrenzt
sind. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos. Allerdings
kostet der Eintritt pro Kind zwei Euro und es entstehen pro Kind
Materialkosten in Höhe von fünf Euro. Mit dem Ferienpass der Stadt
Duisburg entfällt der Eintritt, und ein Elternteil kann die
Ausstellungen kostenfrei besuchen.
Kinder sollten dem Wetter
angemessene Kleidung anziehen und für die Mittagspause ein
Lunchpaket und Getränke mitbringen. Für einen gemeinsamen Ausflug
für die ganze Familie eignet sich die Workshopreihe
„WerkStadtMuseum“. Weitere Infos sind online unter
http://www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar.
Weitere Termine: Mittwoch, 29. Juli, 11 bis 15 Uhr Zwischen
Wald und Wiese – Kleine Tiere ganz groß Dienstag, 4. August, 11
bis 15 Uhr Böser Lieber Wolf – Zwischen Märchen und Wirklichkeit
Donnerstag, 13. August, 11 bis 15 Uhr Wildtiere – Unsere
heimlichen Nachbarn vor der Haustür Freitag, 14. August, 11 bis
15 Uhr Wildtiere – Unsere heimlichen Nachbarn vor der Haustür
Dienstag, 18. August, 11 bis 15 Uhr Herzenssache Tauben – Liebe
statt Vorurteile Freitag, 21. August, 11 bis 15 Uhr Sauberwald
– Wenn der Wald seinen Zauber zurückbekommt Dienstag, 25. August,
11 bis 15 Uhr Sauberwald – Wenn der Wald seinen Zauber
zurückbekommt
Bürgerspaziergang mit Oberbürgermeister Sören Link durch die
Innenstadt
Beeindruckende Kunstwerke, Hintergründiges zur
vielfältigen Kulturszene – beim nächsten Bürgerspaziergang mit
Oberbürgermeister Sören Link geht es am Samstag, 11. Juli, von 13 bis 16
Uhr durch die Duisburger Innenstadt vor allem um das Thema „Streetart“.
Anmeldungen sind bis einschließlich Freitag, 3. Juli, online
unter https:///www.duisburg.de/buergerspaziergang möglich. Die Nachfrage
nach den Bürgerspaziergängen ist erfahrungsgemäß sehr groß. Daher werden
die verfügbaren Plätze unter allen Anmeldungen ausgelost. Die
Teilnehmenden erhalten rechtzeitig vor der Veranstaltung per E-Mail ein
Ticket mit allen wichtigen Informationen zum Treffpunkt und zum Ablauf
des Spaziergangs.
Online-Escape-Game in der Zentralbibliothek
Im Rahmen
der Duisburger Umweltwochen lädt die Zentralbibliothek an der Steinschen
Gasse 26 in der Innenstadt zu einem spannenden Online- Escape-Game rund
um das Thema „Fast Fashion“ ein. Am 3. Juli haben alle ab 13 Jahren die
Möglichkeit, spielerisch in eine Geschichte einzutauchen, in der
gestohlene Beweise gefunden und wichtige Informationen gerettet werden
müssen, bevor sie für immer verloren gehen.
Das Escape-Game verbindet Rätselspaß mit Wissensvermittlung und regt
dazu an, sich kritisch mit den Auswirkungen der Modeindustrie
auseinanderzusetzen. Das Spiel findet jeweils von 16.30 bis 18.30 Uhr
statt. Gespielt wird in der Bibliothek in kleinen Gruppen. Wer an den
genannten Terminen keine Zeit hat, muss nicht auf das Escape- Game
verzichten.
Während der gesamten Umweltwochen kann das Spiel auch selbstständig in
der Bibliothek gespielt werden. Alles, was dafür benötigt wird, erhalten
Interessierte im dritten Obergeschoss der Zentralbibliothek. Das Angebot
ist kostenfrei, eine Anmeldung auf www.stadtbibliothek- duisburg.de
unter „Veranstaltungen“ ist erforderlich.
Strick- und Häkelspaß beim
„Maschengedöns“ in der Zentralbibliothek
Wer immer schon wissen wollte, wie man strickt oder häkelt, oder mit
einem angefangenen Projekt nicht weiterkommt, ist herzlich zum
„Maschengedöns“ eingeladen. Die Expertinnen der Flinken Nadeln geben
am Mittwoch, 8. Juli, von 15 bis 17 Uhr in der Zentralbibliothek auf
der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte Tipps zum Umgang mit
Nadeln und Wolle, erklären, wie man Maschen anschlägt und abnimmt
und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Das Angebot richtet sich
an alle Interessierten ab 14 Jahren und findet monatlich im Café im
Stadtfenster statt.
Die Folgetermine sind am 12. August und
9. September. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht
erforderlich. Nadeln und Wolle müssen mitgebracht werden. Die
Flinken Nadeln unterstützen mit ihrer Handarbeit den Bunten Kreis
Duisburg e.V. bei seinem Einsatz für Familien mit zu früh geborenen
und schwer kranken Kindern. Woll-Spenden werden bei den Workshops
gerne angenommen.
Zecken: Klein, aber gemein
• Wie kann man sich schützen? • Dauerschädigung durch Zeckenbiss:
Unfallversicherung hilft
Eine Zecke ist klein, lautlos und
gefährlich. Mit FSME – einer gefährlichen Form der
Hirnhautentzün-dung - und Borreliose überträgt sie Krankheiten, die
im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden können. Milde Winter und
steigende Temperaturen lassen die Plagegeister zudem immer früher
aktiv werden. Gerade im Sommer, wenn Ausflüge ins Grüne,
Gartenarbeit und andere Aktivitäten im Freien besonders beliebt
sind, steigt auch das Risiko für Zeckenbisse. Wohl fühlen sich die
Blutsauger vor al-lem im Gebüsch, in lichtem Unterholz, an
Waldrändern und im hohen Gras.
Besonders heimtückisch ist,
dass sich der winzige Parasit oftmals unbemerkt beim Wirt einnistet.
Bei Menschen setzt er sich bevorzugt in Achselhöhlen, Leistengegend,
Kniebeugen, Bauchnabel und Haar-ansatz. Dort durchstechen sie die
Haut ihrer Opfer und saugen sich fest. Das Sekret, das sie dabei in
die Wunde spritzen, wirkt gerinnungshemmend und betäubend. Bis eine
Zecke satt ist, können durchaus mehrere Tage vergehen.
Gebissen und dann … Krankheitserreger werden meist nicht direkt
nach dem Biss, sondern oft erst Stunden später übertra-gen. Eine
gezielte Zeckensuche nach einem Aufenthalt im Freien hilft, die
lästigen Blutsauger zu finden und rasch zu entfernen: Experten
empfehlen, den Parasiten hautnah mit einer Pinzette oder
Zecken-zange anzufassen, um ihn danach mit möglichst wenig Druck
herauszudrehen. Der Kopf darf nicht ste-ckenbleiben.
Von
alten Hausmitteln wie Klebstoff oder Öl sollte man die Finger
lassen. Sie helfen nicht, sondern schaden eher, denn im Todeskampf
spritzt die Zecke oft Krankheitserreger in die Wunde.
Gegen
FSME schützt eine Impfung. Die HUK-COBURG Versicherung warnt
aber auch vor Borreliose: Einer Bakterieninfektion, die zu
dauerhaften Gesundheitsschäden führen kann, bis hin zur Invalidität.
Darum sollte die Einstichstelle ungefähr vier Wochen lang im Auge
behalten werden. Sobald sich rote Flecken zeigen, ist ein Arzttermin
wichtig.
Kommt es zur Erkrankung mit Dauerschädigung, ist es
gut, vorgesorgt zu haben. Eine private Unfall-versicherung hilft.
Allerdings schließt nicht jeder Vertrag einen Zeckenbiss und seine
Folgen automa-tisch mit ein. Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollte
man sich bei seinem Versicherer nach dem Um-fang seines
Versicherungsschutzes erkundigen.

In Wiesen und an Waldrändern fühlen sich Zecken leider wohl. Foto:
HUK-COBURG
Frühstück mit Nachbarn Begegnung auf dem Kirchplatz der
Pauluskirche Gemeinsam essen, reden, Leckereien teilen
- das war eine schöne Erfahrung, als letztes Jahr Hochfelderinnen
und Hochfelder in der Pauluskirche zu einem Iftar Essen
zusammenkamen. Diese möchten Evangelische Gemeinde Hochfeld-Neudorf,
die DITIB Muradiye Moschee und der IGMG Ortsverein Duisburg-Hochfeld
wieder machen, und laden Menschen aus dem Stadtteil Stadtteil - und
alle Interessierten - am 11 Juli um 10 Uhr zu einem „Frühstück mit
Nachbarn“ auf dem Platz vor der Pauluskirche, Wanheimerstraße 80,
ein.
„Wir wollen einander kennen lernen, uns unterhalten und
ein schönes Frühstück erleben“ sagen Pfarrer Martin Hoffmann und
Pfarrer Sören Asmus im Vorfeld. „Jede und jeder ist willkommen, alle
bringen etwas mit, alle teilen...“ Infos zur Pauluskirche gibt es
im Netz unter
https://www.hochfeld-neudorf.de.
Ein Wolf an der
Kreuzeskirche: 28. Ökumenischen Tiergottesdienst am 12. Juli
Der Ökumenische Tiergottesdienst in Duisburg hat eine lange
Tradition. Am Sonntag, 12. Juli, geht die Erfolgsgeschichte auf dem
Außengelände der Evangelischen Kreuzeskirche Duisburg-Marxloh,
Kaiser-Friedrich-Straße 40, in die 28. Runde. Begonnen wird um 12
Uhr mit dem fröhlichen Begrüßungslied „Gott gab uns Atem, damit wir
leben“ des Chors Vielklang. Dann gibt es von der evangelischen
Pfarrerin Anja Humbert und der katholischen Pastoralreferentin
Schwester Mariotte Hillebrand auch nachdenkliche, zugleich aber
motivierende und zukunftsweisende Worte.
Beim allerersten Tiergottesdienst vor fast
drei Jahrzehnten hatte wohl niemand damit gerechnet, dass er ein
„Selbstläufer“ wird. „Aber“, so Anja Humbert und Mariotte
Hillebrand, „aktiver Tierschutz ist, wie viele negative Auswüchse
zeigen, heute wichtiger denn je.“ Dass es das Wort Tierschutz
überhaupt geben müsse, sei schon fast ein Skandal. Hungernde,
ausgebeutete und misshandelte Tiere hätten nichts mit Gottes
Schöpfung zu tun.
So soll der Tiergottesdienst auch stets
Motivation sein, solchen Auswüchsen aktiv und engagiert
entgegenzuwirken. Es lohne sich immer, Gottes Schöpfung zu bewahren.
Die Hunde waren bisher stets in der Überzahl, aber auch Katzen,
Vögel, Hamster, Kaninchen und Meerschweinchen füllten die
Gottesdienste teils lautstark mit Leben. Vereinzelt waren auch schon
mal Pferde, Ziegen und Esel vertreten, sogar eine chinesische
Schildkröte.
Beim diesjährigen Tiergottesdienst steht – wenn
auch nicht „leibhaftig – ein Wolf im Mittelpunkt, lautet das Motto
doch „Franz von Assisi und der Wolf“. Zudem wird mit klangvoller
Chor-Unterstützung viel gesungen, gebetet und vermutlich auch
„gebellt und miaut“. Die mitgebrachten Tiere werden am Schluss
gesegnet. Der Gottesdienst findet bei jeder Witterung statt. Bei
Regen geht es in die Kreuzeskirche, die dann so etwas wie eine Arche
Noah ist.
Alle Gottesdienstbesucher, egal ob groß oder klein,
alt oder jung, mit oder ohne Tier, dürfen dann zum Altar kommen und
sich dort eine Urkunde und ein kleines Geschenk abholen. Für
mitgebrachte Tiere gibt es zusätzlich eine Erinnerungsmedaille.
Anschließend wird zum „leckeren Ausklang“ eingeladen. Es gibt
Salate, Herzhaftes, Kaffee und Kuchen sowie kalte Getränke. Auch der
„Marienkäfer“, das Kirchenmobil der katholischen Kirche, ist die
ganze Zeit mit von der Partie.
In diesem Jahr geht die
Kollekte im Gottesdienst und der Erlös der Bewirtung an den
„Tiergnadenhof Krümelranch“ in Alpen, der jegliche Unterstützung gut
gebrauchen kann.
Informationen zum Tiergnadenhof Krümelranch
Die Krümelranch in Alpen bietet zurzeit rund 25, meist sehr alten
Pferden und Ponys, 15 Hunden und 10 Katzen ein behütetes Zuhause.
Diese Tiere sind aus finanziellen Gründen, wegen schlechter Haltung
oder privaten, belastenden Situationen auf die Krümelranch
umgezogen. Alleine die Versorgung der Tiere verschlingt jeden
Monat viel Geld. Dazu kommt aktuell in diesem Jahr, dass das Dach
des größten Hoftraktes akut einsturzgefährdet war und eine sofortige
Sanierung erforderte.
Die Kosten von 120.000 Euro sind für
einen kleinen Verein neben der gewissenhaften Versorgung der Tiere
alleine nicht zu stemmen. Dank großzügiger Unterstützung konnten die
Arbeiten begonnen werden. „Wir können mit unserem
Tiergottesdienst dazu beitragen, dass weitere
Instandhaltungsarbeiten an den Gebäuden getätigt werden können und
das Zuhause der Tiere bis zu ihrem Tod gesichert ist“, so Pfarrerin
Anja Humbert. Reiner Terhorst
Infos zur Gemeinde gibt es
unter www.bonhoeffer-gemeinde.org, zum Tiergnadenhof unter
www.kruemelranch-alpen.de.

Tiergottesdienst 2024 an der Marxloher Kreuzeskirche (Fotos Reiner
Terhorst).

Jessica Wachtel und Schwester Mariotte Hillebrand - beide
katholische Kirche - beim Segnen; im Hintergrund ist Pfarrerin Anja
Humbert zu sehen.
Öffentliche Bibliotheken dürfen zukünftig sonntags öffnen
Der Koalitionsausschuss hat beschlossen, dass
öffentlichen Bibliotheken künftig die Sonn- und Feiertagsöffnung
ermöglicht werden soll. Damit sollen Bibliotheken anderen
Kulturorten wie Konzerthäusern, Theatern, Kinos und Museen
gleichgestellt werden. Dazu erklärt Staatsminister Wolfram Weimer:
„Wir stärken Bibliotheken als lebendige Kultur- und Bildungsorte.
Denn diese sind weit mehr als nur Ausleihe von Büchern, sie
sind auch offene Räume für Begegnung und Austausch. Dass zukünftig
mehr Bibliotheken auch sonntags öffnen dürfen, ist ein großer Gewinn
für die kulturelle Teilhabe. Gerade Berufstätige und Familien
bekommen so die Möglichkeit, Bibliotheken dann zu nutzen, wenn sie
Zeit haben. Das macht den Zugang zu Wissen, Kultur und Gemeinschaft
einfacher und passt besser zum Alltag vieler Menschen.“
Mit
der geplanten Neuregelung setzt die Bundesregierung eine
Vereinbarung des Koalitionsvertrags um. Sie trägt der gewandelten
Rolle öffentlicher Bibliotheken Rechnung: Bibliotheken sind heute
neben Buch- und Medienausleihe zu lebendigen Treffpunkten geworden.
Hier kommen Menschen zum Lernen, Lesen und Arbeiten, für kulturelle
Veranstaltungen, Austausch und gemeinsames Erleben zusammen. Als
sogenannte „dritte Orte“ zwischen Zuhause und Arbeitsplatz leisten
sie einen wichtigen Beitrag zu Bildung, Kultur und
gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Dieses Angebot liegt im
besonderen öffentlichen Interesse und soll künftig auch sonntags
mehr Menschen offenstehen können. Der Schutz der Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer ist dadurch gewährleistet, dass Bibliotheken unter
Einbeziehung der örtlichen Personalvertretungen selbst über die
Öffnung an Sonn- und Feiertagen entscheiden können. Somit bekommen
Öffentliche Bibliotheken bundesweit größere Spielräume, ihre
Angebote an den Bedürfnissen ihrer Besucherinnen und Besucher
auszurichten.

NRW: Kirschernte 2026 voraussichtlich 16,3 % geringer
als 2025 * Rückgang der Süßkirschenernte um 17,5 %
* Zweitgrößte Erntemenge von Süßkirschen in den letzten 10 Jahren
* Erntemenge der Sauerkirschen 6,5 % niedriger als 2025
Die nordrhein-westfälischen Obstbaubetriebe erwarten in diesem
Sommer mit 1.442 Tonnen Kirschen eine um 16,3 % niedrigere Ernte als
im Vorjahr. Wie das Statistische Landesamt auf Basis einer ersten
Ernteschätzung mitteilt, wird dieses Jahr für Süßkirschen eine
Erntemenge von 1.268 Tonnen erwartet. Das entspricht der
zweithöchsten Erntemenge in den letzten 10 Jahren. Gegenüber dem
Vorjahr wäre dies dennoch ein Rückgang von 17,5 %. Für Sauerkirschen
wird eine Erntemenge von 174 Tonnen erwartet, was einem Rückgang von
6,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Anbaufläche von Sauerkirschen seit 2016 um 64,5 %
gesunken Die Anbaufläche in NRW betrug 2022 für Süßkirschen 118
Hektar und 22 Hektar für Sauerkirschen. Zwischen 2016 und 2022 ist
die Fläche des Süßkirschenanbaus um 45,7 % gestiegen, während die
des Sauerkirschenanbaus um 64,5 % gesunken ist.
Straßenverkehr macht im Jahr 2024 gut ein Fünftel des deutschen
Energieverbrauchs aus • Energieverbrauch im
Straßenverkehr seit 2021 weitgehend konstant unter dem Rekordniveau
des Jahres 2019 • 98,0 % des Energieverbrauchs im Straßenverkehr
im Jahr 2024 durch konventionelle Kraftstoffe, Stromanteil bei 1,0 %
• 155 Millionen Tonnen CO2-Emissionen durch den Straßenverkehr
Der Straßenverkehr machte im Jahr 2024 nach
Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gut ein
Fünftel (22,2 %) des deutschen Energieverbrauchs aus und verursachte
gut ein Fünftel (21,4 %) der gesamten CO2-Emissionen. Damit blieb
der Energieverbrauch im Straßenverkehr mit rund 2 134 Petajoule
weitgehend konstant gegenüber den Jahren seit 2021 und lag damit
weiterhin deutlich (-11,0 %) unter dem Höchstwert des
Vor-Corona-Jahres 2019 (2 399 Petajoule). Von 2010 bis 2019 war der
Energieverbrauch im Straßenverkehr um 6,7 % gestiegen.
Private Haushalte benötigen auf der Straße mehr Energie
als die Wirtschaft 58,0 % des Energieverbrauchs im Straßenverkehr
(1 238 Petajoule) entfielen 2024 auf die privaten Haushalte und
42,0 % (896 Petajoule) auf die Wirtschaft. Der Energieverbrauch im
Straßenverkehr machte gut ein Drittel (35,3 %) des
Gesamtenergieverbrauchs der privaten Haushalte aus. Die übrige
Energie verwendeten sie beim Wohnen, etwa fürs Heizen. Demgegenüber
lag der Anteil des Straßenverkehrs am Energieverbrauch der
Wirtschaft nur bei 14,7 %.

Konventionelle Kraftstoffe weiterhin vorne, aber stark
steigender Verbrauch von Strom Sowohl die privaten Haushalte als
auch die Wirtschaft setzten 2024 im Straßenverkehr weiterhin auf
konventionelle Kraftstoffe. So hatte Diesel einschließlich des
beigemischten Biodiesels mit 60,8 % (1297 Petajoule) den größten
Anteil am Energieverbrauch, gefolgt von Benzin und Bioethanol mit
37,2 % (794 Petajoule).
Nur jeweils 1,0 % des
Energieverbrauchs im Straßenverkehr entfielen auf Strom (22
Petajoule) und Gaskraftstoffe (21 Petajoule), wenngleich der
Verbrauch von Strom im Straßenverkehr im Zuge der Ausweitung der
Elektromobilität 2024 gegenüber 2023 um knapp ein Drittel (+32,0 %)
stieg und sich im Vergleich zum Jahr 2021 fast vervierfachte
(+278,1 %).
Alle Biokraftstoffe zusammen, also Biodiesel, Bioethanol und Biogas,
deckten 5,5 % des Energieverbrauchs im Straßenverkehr im Jahr 2024
ab. Luftschadstoffemissionen sinken stärker als CO2-Emissionen im
Straßenverkehr Der Straßenverkehr verursachte im Jahr 2024
CO2-Emissionen in Höhe von 155 Millionen Tonnen. Hinzu kommen
Emissionen von Luftschadstoffen wie Kohlenmonoxid (834 710 Tonnen),
Stickoxiden (315 500 Tonnen) und Feinstaub (PM10; 27 310 Tonnen).
Während die CO2-Emissionen im Straßenverkehr zwischen 2010
und 2024 lediglich um 6,0 % zurückgingen, weisen einige
Luftschadstoffe im selben Zeitraum Emissionsreduktionen im
zweistelligen Prozentbereich auf: So sanken die Emissionen von
Kohlenmonoxid im Straßenverkehr um 38,2 %, von Stickoxiden um 61,2 %
und von Feinstaub um 34,8 %.
BM Verena Hubertz zu den Ergebnissen des
Koalitionsausschusses Zu den Beschlüssen des
Koalitionsausschusses erklärt Verena Hubertz, Bundesministerin für
Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen:
„Ein wichtiger Schritt nach vorne! Ich bin
sehr zufrieden mit der Einigung im Koalitionsausschuss und bin
sicher, das wird neuen Drive in den Wohnungsbau bringen. Ich sehe
drei Hebel und ein Ziel: mehr Wohnungsbau in Deutschland.

Foto Markus C. Hurek
1.
Wir gründen eine Wohnungsbaugesellschaft
(WBG) des Bundes für bezahlbares Wohnen. Für diese Idee habe ich
gemeinsam mit Lars Klingbeil geworben. Dass die Koalition sie jetzt
beschlossen hat, ist ein Durchbruch. Eine neue
Wohnungsbaugesellschaft soll dort Angebot schaffen, wo der Markt
angespannt ist, und den industriellen Hochlauf des seriellen Bauens
unterstützen. Eine große Idee für eine große Herausforderung. Mein
Haus arbeitet bereits gemeinsam mit dem Finanzministerium an
Vorschlägen für die Umsetzung.
2.
Wir setzen Finanzierungskraft für den
Wohnungsbau frei. Die zusätzlichen nationalen Kapitalanforderungen
für Wohnimmobilienkredite, die über das europäische Regelwerk
hinausgehen, sollen zum 1. Januar 2027 entfallen. Konkret heißt das:
Geld, das Banken bisher zurücklegen mussten, kann künftig in Kredite
für neue Wohnungen fließen. Deutsche Banken können damit deutlich
mehr Wohnungsbau finanzieren, und zwar ohne einen Euro Steuergeld.
3.
Wer in Deutschland Wohnungen baut, muss sich
darauf verlassen können, dass sein Eigentum sicher ist. Eine
jahrelange Enteignungsdebatte hat in Berlin keine einzige Wohnung
geschaffen. Sie hat vielmehr verunsichert. Wir schaffen hier
Klarheit per Bundesgesetz und fokussieren uns auf die Dinge, die
Menschen in angespannten Wohnungsmärkten wirklich helfen:
Investitionen, Neubau und einen starken Mieterschutz im Bestand.
Die Einigung des Koalitionsausschusses, das
„Programm für Aufschwung und Beschäftigung“, bestätigt den Kurs
meines Hauses: Bau-Turbo, serielles Bauen und die neue Risikokultur
der Verwaltung werden zum Maßstab für die gesamte Bundesverwaltung.
Jetzt heißt es: umsetzen. Denn gebaut wird nicht im
Koalitionsausschuss, sondern auf der Baustelle und genau das gehen
wir an.“
IHK: Reformpaket macht Hoffnung Höhere Steuern
problematisch Die Bundesregierung hat heute ihr
Reformpaket für Wachstum und Beschäftigung vorgestellt. Die
Niederrheinische IHK begrüßt viele der geplanten Schritte. Die
Unternehmen brauchen weniger Bürokratie, schnellere Verfahren und
digitale Prozesse.
Kritisch sieht die IHK die Erhöhung des Steuersatzes für höhere
Einkommen. Sie mahnt: Die Unternehmen dürfen nicht noch weiter
belastet werden. Dazu Dr. Stefan Dietzfelbinger,
Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK: „Unsere Wirtschaft
muss schnell wieder Fahrt aufnehmen. Mit den geplanten Reformen aus
Berlin sehe ich dafür realistische Chancen. Dass die
Berichtspflichten für Unternehmen sinken, ist ein wichtiges Signal.
Die Betriebe haben lange auf diese Impulse gewartet.
Flexibler, schneller, digitaler: Wir sind bereit. Jetzt muss es
schnell in die Umsetzung gehen. Gute Pläne nur auf Papier nützen uns
nichts. Der Effekt von weniger Bürokratie darf aber nicht mit
höheren Abgaben wieder zunichte gemacht werden. Die geplante höhere
Steuerlast für höhere Einkommen trifft vor allem den Handel,
Familienunternehmen und industrielle Zulieferer.
Duisburg
und der Niederrhein sind ein starker Standort. Aber stark bleiben
wir nur, wenn unsere Unternehmen ihre Potenziale nutzen können. Noch
mehr Abgaben sind da keine Hilfe.“
Reformpaket
stellt wichtige Weichen für Wachstumswende – DMB fordert weiter
Entlastung bei der Unternehmensbesteuerung Der Deutsche
Mittelstands-Bund (DMB) begrüßt zentrale Elemente des heute
vorgestellten Reformprogramms der Bundesregierung. Bürokratieabbau,
beschleunigte Genehmigungsverfahren, eine modernere Verwaltung und
mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt entsprechen langjährigen
Forderungen des Verbands. Gleichzeitig bleiben wesentliche Reformen
bei der Unternehmensbesteuerung aus.
Marc S. Tenbieg, geschäftsführender Vorstand des DMB, erklärt: „Die
Bundesregierung adressiert mit dem Paket wichtige strukturelle
Probleme. Dass die Regierungskoalition dabei nun mehr
Entscheidungsfreude zeigt, ist ausdrücklich zu begrüßen – darauf hat
der Mittelstand lange gewartet. Insbesondere beim Bürokratieabbau,
bei schnelleren Genehmigungen und einer modernen Verwaltung greift
die Bundesregierung zentrale Anliegen des Mittelstands auf.
Auch die Stärkung von Zukunftstechnologien und mehr Flexibilität am
Arbeitsmarkt können die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts
Deutschland erhöhen. Entscheidend ist jedoch, dass Beschlüsse nicht
nur gefasst und umgesetzt werden, sondern auch zügig spürbare
Wirkung in den Unternehmen entfalten.“
Positiv bewertet der
DMB die geplante Reduzierung von Berichts- und
Dokumentationspflichten, die Ausweitung der Genehmigungsfiktion, die
Vereinfachung des Datenschutzrechts für kleine und mittlere
Unternehmen (KMU) sowie die stärkere Digitalisierung staatlicher
Verfahren. Zugleich fordert der Verband, den Bürokratieabbau
konsequent auf Länder und Kommunen auszuweiten, wo die Belastung für
KMU besonders hoch ist.
„Die Richtung stimmt. Wirksam wird
die Entlastung aber erst, wenn Bund, Länder und Kommunen ihre
Maßnahmen eng verzahnen“, so Tenbieg. Merkliche Verbesserung bei der
Einkommensteuer fehlt Entscheidend sind nun die zügige Umsetzung der
angekündigten Reformen und das Schließen bestehender Lücken. Tenbieg
betont: „Für eine echte Wachstumswende reicht Bürokratieabbau allein
nicht aus. Deutschland braucht wettbewerbsfähige
Unternehmenssteuern, dauerhaft tragfähige Sozialabgaben und
international konkurrenzfähige Energiepreise.“
Kritisch sieht der DMB, dass das Paket keine umfassende Entlastung
bei der Unternehmensbesteuerung vorsieht. Insbesondere für
inhabergeführte Personenunternehmen fehlt eine merkliche
Verbesserung bei der Einkommensteuer. Gleichzeitig soll der erhöhte
Steuersatz der sogenannten Reichensteuer künftig bereits ab einem zu
versteuernden Einkommen von 250.000 Euro greifen – mit möglichen
Auswirkungen auch auf etablierte mittelständische Betriebe.
Bereits im Vorfeld des Reformgipfels hatte der DMB ein ergänzendes
Fitnessprogramm für Unternehmen gefordert, das insbesondere eine
mittelstandsfreundliche Steuerreform zur kurzfristigen Entlastung
umfasst. Tenbieg abschließend: „Der Mittelstand braucht
Verlässlichkeit. Viele Maßnahmen gehen in die richtige Richtung.
Entscheidend sind jetzt die schnelle Umsetzung und die Ergänzung um
steuerliche Entlastungen – nur so entstehen nachhaltiges Wachstum
und sichere Beschäftigung.“
LKA-NRW: Ermittlungen
wegen Verdachts der Vorteilsannahme und
Vorteilsgewährung im Zusammenhang mit der UEFA EURO 2024
Gegenstand der Ermittlungen sind mutmaßlich gewährte, nicht
genehmigte Vorteile, unter anderem in Form eines
Fußballländerspielbesuches, die ein damals für eine Gastgeberstadt
tätiger Beschuldigter von hierfür Verantwortlichen der ausrichtenden
Gesellschaft erhalten haben soll.
Daneben sollen den
Gastgeberstädten von insoweit Verantwortlichen der ausrichtenden
Gesellschaft auch exklusive Vorkaufsrechte für Eintrittskarten
angeboten worden sein, die seitens der Gastgeberstädte zum Teil in
Anspruch genommen und auf unterschiedliche Art verwendet worden
sind. Am 01.07.2026 haben zur weiteren Aufklärung des Sachverhalts
Ermittler der Staatsanwaltschaft Bochum und des Landeskriminalamtes
NRW mit Unterstützung der örtlichen Polizeibehörden Durchsuchungen
an mehreren Orten im Bundesgebiet durchgeführt. Die Beschuldigten
hatten bislang keine Gelegenheit, sich zu den erhobenen Vorwürfen zu
äußern. Es gilt die Unschuldsvermutung. Auch in der DFB-Zentrale in
Frankurt wurde ermittelt. Informationscafé der
Frühen Hilfen zum Thema Kindertagespflege
Die Frühen Hilfen Duisburg laden am Freitag, 10. Juli, von 9.30 bis
11.30 Uhr in die zentrale Anlaufstelle Frühe Hilfen auf der
Schwanenstraße 5-7 (Eingang Steinsche Gasse 2) in der Innenstadt zum
Informationscafé ein. Pia Goldschmidt und Laura Heitkötter von der
Fachberatung Kindertagespflege des Jugendamtes informieren umfassend
über Betreuungsangebote für Kinder, insbesondere über die
Kindertagespflege.
Dabei erläutern sie die Vorteile einer
familiennahen und individuellen Betreuung, geben einen Überblick
über freie Plätze und beantworten individuelle Fragen. Die Frühen
Hilfen Duisburg bieten ein umfassendes Beratungsangebot zu allen
Themen rund um Schwangerschaft und Geburt sowie Informationen für
Eltern mit ihren Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren an.
Sämtliche Angebote der Frühen Hilfen in Duisburg sind kostenlos.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen sind
online unter http://www.duisburg.de/fruehehilfen abrufbar. Für
Rückfragen steht das Team telefonisch unter 0203 283-8342 zur
Verfügung.
Sportmobil bringt Bewegung nach Hochfeld
Das Sportmobil des Stadtsportbundes hält in den Sommermonaten
zwischen Montag, 6. Juli, und Montag, 14. September, alle zwei
Wochen auf der Grünfläche zwischen der Haltestelle „Musfeldstraße“
und dem „Hochfelder Bogen“ in Duisburg-Hochfeld. Immer zwischen 15
und 19 Uhr können verschiedene Sport- und Bewegungsangebote
kostenlos ausprobiert werden.
Hintergrund des neuen Angebots sind die derzeitigen Bauarbeiten für
die Internationale Gartenausstellung 2027 (IGA 2027). Dadurch stehen
in Hochfeld momentan zahlreiche Grün- und Bewegungsflächen
vorübergehend nicht zur Verfügung. Das Sportmobil ist eine von
mehreren Maßnahmen, um ein Alternativangebot für Bewegung, Sport und
Spiel zu schaffen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen zu diesem und weiteren Angeboten im Stadtteil
gibt es im Internet unter
https://www.duisburg.de/hochfeld-sport-spiel.
Terminänderung: Bürgerfest „Rund um das Bezirksamt
Süd“ auf 25. September verlegt
Das traditionelle Bürgerfest „Rund um das Bezirksamt Süd“ findet in
diesem Jahr ausnahmsweise nicht am letzten Freitag vor den
Sommerferien, sondern am 25. September statt. Die Bezirksvertretung
Süd hat entschieden, die Veranstaltung zu verschieben, da am
gleichen Tag im Stadtgebiet eine Vielzahl von Veranstaltungen
stattfindet.
Das Programm bleibt wie gewohnt: Ab 18 Uhr
eröffnet Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske das Fest mit dem
traditionellen Fassbieranstich auf dem Vorplatz der
Bezirksverwaltungsstelle Süd an der Sittardsberger Allee 14 in
Duisburg-Buchholz. Für Musik sorgt die „Melody- Dancing-Band“.
Imbiss- und Getränkestände sowie der Sektstand der Bezirksvertretung
Süd sorgen für das leibliche Wohl.
Der Erlös kommt einem
wohltätigen Zweck zugute. Alle Beteiligten freuen sich gemeinsam auf
einen geselligen Abend und den persönlichen Austausch mit den
Bürgerinnen und Bürgern. Bei Fragen steht Freia Kollar von der
Bezirksverwaltung Süd per E-Mail an kultur.sued@stadt-duisburg.de
oder telefonisch unter 0203 283-3948 zur Verfügung.
Rheinhausen: Lesen und Gestalten rund um die Umwelt
Die Rheinhauser Bibliothek auf der Händelstraße 6 lädt am Freitag,
10. Juli, zu einem abwechslungsreichen Nachmittag für Kinder im
Kindergarten- und Grundschulalter ein. Von 16 bis 18 Uhr stehen
gemeinsames Lesen und kreatives Gestalten rund um Umwelt, Tiere und
Natur im Mittelpunkt. Bei der Veranstaltung können die Kinder selbst
aktiv werden und ihrer Kreativität freien Lauf lassen.
Aus
Milchkartons entstehen mit einfachen Mitteln kleine Vogelhäuser, die
nicht nur nachhaltig sind, sondern auch Vögeln ein neues Zuhause
bieten. Die Veranstaltung im Rahmen der Duisburger Umweltwochen
verbindet Leseförderung mit Umweltbildung und zeigt, wie sich mit
Fantasie und einfachen Materialien nachhaltige Ideen umsetzen
lassen.
Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine
Online-Anmeldung auf www.stadtbibliothek-duisburg.de (unter
„Veranstaltungen“) wird gebeten. Für Fragen steht das Team der
Bibliothek vor Ort oder telefonisch unter 02065 905-4235 zur
Verfügung. Die Bezirksbibliothek ist dienstags bis freitags von
10.30 bis 13 und 14 bis 18.30 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr
geöffnet.
A-cappella-Konzert des Jugendkonzertchors
der CHORAKADEMIE am Konzerthaus Dortmund e.V. Der
Jugendkonzertchor der Chorakademie am Konzerthaus Dortmund kehrt
nach seiner Konzertpremiere vor einem Jahr am 11. Juli in die
Salvatorkirche Duisburg zurück und hat in der Citykirche neben dem
Rathaus um 18 Uhr sein neues A-cappella-Programm „Frieden ruht in
meinem Herzen“ im Gepäck.
Der preisgekrönte Jugendchor
widmet sich darin existenziellen Fragen von Gemeinschaft und
Zusammenhalt: Wie kann Frieden gelingen, und wie hat Musik
verschiedener Epochen darauf Antworten gesucht? Neben bekannten
Motetten wie Heinrich Schütz’ „Verleih uns Frieden“ oder Anton
Bruckners „Locus iste“ erklingt auch selten aufgeführte Chormusik
sowie Andy Janssens „Summer is coming“, welches der Aachener
Komponist 2026 für den Jugendkonzertchor schrieb und erst Anfang
Juni 2026 in Dortmund uraufgeführt wurde.
Zwischen
Frühbarock und Zeitgenössischem lassen Chorlieder des 19.
Jahrhunderts das Herz zur Ruhe kommen. Der Jugendkonzertchor ist das
Spitzenensemble des Jugendbereichs der CHORAKADEMIE Dortmund –
Europas größter Singschule – und zählt etwa 35 Mädchen und Jungen
zwischen 14 und 19 Jahren. Das Ensemble ist u.a. erster Preisträger
des „Jugendchöre“-Wettbewerbs des Deutschen Chorfests Nürnberg 2025.
Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Arbeit der
CHORAKADEMIE wird gebeten. Mehr Infos gibt es im Netz unter
www.salvatorkirche.de und
www.chorakademie.de.

Jugendkonzertchor der CHORAKADEMIE Dortmund (Foto:
www.chorakademie.de).
Kirche Obermeiderich lädt
wieder zu Emils Pub ein Für Freitag, 10. Juli 2026 lädt
die Evangelische Kirchengemeinde Duisburg Obermeiderich in das
Gemeindezentrum an der Emilstraße 27 zu „Emils Pub“ ein. Bei dem
beliebten Gemeindetreffpunkt können Besucherinnen und Besucher ab 19
Uhr bei Getränken aller Art und gutem Essen zum Wochenende hin ein
wenig abschalten und beim Klönen über Gott, die Welt, den Krieg und
den Frieden ins Gespräch kommen.
Diesmal gibt’s Leckeres vom
Grill... und wie immer ein leckeres Dessert. Der Durst kann wie
immer mit verschiedenen Biersorten, Wein und Softgetränken gelöscht
werden. Die nächste Ausgabe gibt es am 11. September, nach der
Sommerpause. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter
www.obermeiderich.de.
Rheingemeinde lädt zum Fest am
Vogelsangplatz mit Live-Musik und Tanz, Spielmannzug,
Feuerwehr und Polizei Die Evangelische
Rheingemeinde Duisburg lädt Groß und Klein zum
Gemeindefest am Sonntag, 12. Juli in und am Gemeindehaus
am Vogelsangplatz Wanheimerort ein. Auftakt ist der
Gottesdienst um 10.30 Uhr dem ein umfangreiches Programm
folgt: Spieleangebote, Hüpfburg, Torwand, Spielmannszug
und selbst Feuerwehr und Polizei sind mit Fahrzeugen am
Start.
Musik gibt es vom Chor „Soul, Heart & Spirit“ und
von Pop-Kantor Daniel Drückes, der zum großen Mitsingen einlädt, das
in der Gemeinde sehr beliebt ist. Auftritte haben zudem die
Rheintanzgruppe und eine koreanische Tanzgruppe. Natürlich gibt es
auch ein großes kulinarisches Programm zur Stärkung. Mehr Infos zum
Fest hat Pfarrer Jürgen Muthmann (0203 / 722383).
Meidericher Gemeinden laden zum großen Kirchplatzgottesdienst
Zum traditionellen ökumenischen Kirchplatzgottesdienst kommen in
Meiderich jedes Jahr viele Menschen unter freiem Himmel zusammen,
denn das Treffen wird immer auch zu einem Fest der Begegnung und der
guten Nachbarschaft – mit geistigem Input und Klönen bei Snacks und
Getränken. So soll es auch in diesem Jahr am Sonntag, 12. Juli um 11
Uhr mit dem Open-Air-Gottesdienst werden.
Diesmal vor der evangelischen Kirche, Auf dem
Damm 6, wo es um das Thema „Neu“ geht, zu dem sich das ökumenische
Vorbereitungsteam beider Gemeinden viele Gedanken gemacht und
kreative Ideen entwickelt hat, die dieses Thema auf besondere Weise
erlebbar machen werden. Die Evangelische Kirchengemeinde Meiderich
und die Katholische Pfarrgemeinde Sankt Michael laden herzlich zum
Mitfeiern ein, das bei Regen nicht ausfällt, sondern in der Kirche
geschieht.
Meidericher Gemeinde lädt zum
Spieleabend für Jung und Alt Zu einem bunten
Spieleabend lädt die Evangelische Kirchengemeinde
Meiderich in das Gemeindezentrum, Auf dem Damm 8. Dort
warten am Dienstag, 7. Juli um 19 Uhr alte Klassiker und
neue Spiele darauf, entdeckt zu werden. Wer mag, bringt
gerne eigene Spiele - egal ob Klassiker, Karten-, Brett-
oder Gesellschaftsspiele - mit, die mit anderen
ausprobiert werden können. Getränke und Snacks gibt's zum
Selbstkostenpreis.
Wenn der Abend weiterhin gut ankommt, wird es
monatlich einen Spieleabend im Gemeindezentrum geben. Infos zur
Gemeinde gibt es im Netz unter www.kirche-meiderich.de.

250 Jahre Vereinigte Staaten von Amerika: 13.630 in
NRW lebende US-Staatsbürger können feiern
* In Düsseldorf (2.215), Köln (1.955) und Bonn (990)
lebten Ende 2025 die meisten US-amerikanischen
Staatsangehörigen. * Zuwanderung: Mehr als die Hälfte
sind Amerikaner/innen – gut ein Drittel sind deutsche
Rückkehrer/innen * Auswanderung: Fast zu gleichen
Teilen Deutsche und US-Amerikaner/innen
Am 4. Juli 2026 jährt sich die Unterzeichnung der
Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von
Amerika zum 250. Mal. Wie das Statistische Landesamt
mitteilt, hatten laut Ausländerzentralregister am
31.12.2025 insgesamt 13.630 Menschen mit
US-amerikanischer Staatsangehörigkeit ihren Wohnsitz in
NRW.
Regionale Schwerpunkte in den Großstädten
entlang der Rheinschiene Die regionale Verteilung der
in NRW lebenden Personen mit US-amerikanischer
Staatsangehörigkeit konzentrierte sich entlang der
Rheinschiene. Die meisten lebten in der Landeshauptstadt
Düsseldorf (2.215), gefolgt von Köln (1.955) und Bonn
(990). Der Frauenanteil bei den US-amerikanischen
Staatsangehörigen lag in NRW bei 48,3 %.
In den kreisfreien Städten mit den meisten US-Staatsbürgerinnen und
-bürgern lag ihr Anteil in Düsseldorf bei 48,5 %, in Köln bei 46,0 %
und in Bonn bei 50,5 %. Den landesweit höchsten Frauenanteil wiesen
der Kreis Warendorf mit 63,2 % und der Rheinisch-Bergische Kreis mit
61,0 % auf. Weit unter dem Landesdurchschnitt lag er dagegen in
Bottrop mit 28,6 %, gefolgt vom Kreis Wesel und Solingen mit jeweils
35,7 %.
Ein- und Auswanderungen auf Kreisebene Im Jahr
2025 zogen laut Wanderungsstatistik 3.154 Personen aus den USA nach
NRW. Davon waren gut die Hälfte (54,4 %) US-Amerikaner/innen und ein
Drittel (34,3%) Deutsche. Die Top drei Ziele bei den amerikanischen
Zuwanderern waren Bonn mit 268, Köln mit 233 und Düsseldorf mit 158
Zugezogenen.
Unter den deutschen Zuwanderern lagen Köln
(109), Düsseldorf (94) und der Rhein-Sieg-Kreis (64) vorn.
Nordrhein-westfälische Auswanderer, die 2025 in die USA gezogen
sind, waren fast zu gleichen Teilen Deutsche (43,1 %) und
US-Amerikaner/-innen (41,2 %). Aus Düsseldorf (138), Köln (122) und
dem Rhein-Sieg-Kreis (72) wanderten die meisten Deutschen aus.
Unter den US-amerikanischen Auswanderern, lebten die meisten zuvor
in Bonn (226), Düsseldorf (203) und Köln (116). Ein Grund für die
hohen Wanderungsergebnisse für die kreisfreie Stadt Bonn und den
angrenzenden Rhein-Sieg-Kreis ist, dass in der Stadt Bonn viele
internationale Organisationen - wie die Vereinten Nationen mit mehr
als 20 Einrichtungen – angesiedelt sind.
Durchschnittlich knapp 1 400 Krankenhausbehandlungen im Jahr bedingt
durch Hitze und Sonnenlicht
• Sterbefälle in Hitzewochen der vergangenen Jahre teilweise mehr
als 20 % über dem Vergleichswert der Vorjahre • Hitzeperioden
führen laut RKI-Schätzungen zu mehreren tausend hitzebedingten
Sterbefällen
Extreme Hitze geht für die
Menschen in Deutschland mit gesundheitlichen Problemen einher.
Hitzschläge, Sonnenstiche und andere durch Hitze oder Sonnenlicht
verursachte Schäden führten im Schnitt in den Jahren 2004 bis 2024
zu knapp 1 400 Krankenhausbehandlungen. Als direkte Todesursache
lässt sich Hitze bei durchschnittlich 21 Fällen in den Jahren 2004
bis 2024 allerdings selten feststellen.
Sehr hohe
Temperaturen lassen die Sterblichkeit jedoch insgesamt steigen, da
in vielen Fällen die Kombination aus Hitze und Vorerkrankungen das
Sterberisiko erhöht. So stiegen in von Hitzeperioden geprägten
Wochen die Sterbefallzahlen zum Teil deutlich an: Es gab bereits
mehrfach Sommerwochen mit Hitzewellen, deren Sterbefallzahlen um
mehr als 20 % über den Vergleichswerten der Vorjahre lagen – zuletzt
betraf dies eine Juliwoche im Jahr 2022.
RKI: 2018 höchste
hitzebedingte Sterblichkeit der vergangenen Jahre mit geschätzten
8 500 Sterbefällen Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI)
zur hitzebedingten Mortalität zeigen, dass Hitzeperioden in
Deutschland regelmäßig zu einem Anstieg der Sterblichkeit führen.
Hierzu werden Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes
mit Temperaturmessungen des Deutschen Wetterdienstes kombiniert.
Laut RKI gab es die höchste hitzebedingte Sterblichkeit der
Jahre 2004 bis 2024 im Jahr 2018 mit schätzungsweise
8 500 Sterbefällen in Verbindung mit Hitze, gefolgt vom Jahr 2006
mit geschätzten 7 700 Sterbefällen.
Zahl der hitzebedingten
Krankenhausbehandlungen steigt oft in Jahren mit vielen Hitzetagen
Zu überdurchschnittlich vielen hitzebedingten
Krankenhausbehandlungen und Todesfällen kommt es hierzulande häufig
in Jahren mit vielen sogenannten Hitzetagen mit Temperaturen von
30 Grad Celsius oder mehr. So lag die Zahl der im Krankenhaus
behandelten Schäden durch Hitze und Sonnenlicht beispielsweise im
Jahr 2015 mit gut 2 300 Fällen 72 % über dem Durchschnitt der
Jahre 2004 bis 2024.
Im selben Jahr waren 60 Todesfälle auf
Hitze oder Sonnenlicht zurückzuführen – knapp dreimal so viele wie
im Durchschnitt der Jahre 2004 bis 2024. 2015 war ein Jahr mit
überdurchschnittlich vielen Hitzetagen in Deutschland:
Durchschnittlich 17,6 solcher Tage zählte der Deutsche Wetterdienst.
Die meisten Hitzetage der Jahre 2004 bis 2024 gab es im Jahr 2018
mit 20,4: In diesem Jahr lag die Zahl der Krankenhausbehandlungen
aufgrund von Schäden durch Hitze oder Sonnenlicht mit 1 600 um 18 %
über dem Schnitt. Auch die Zahl der Todesfälle, die in der
Todesbescheinigung direkt auf Hitze oder Sonnenlicht zurückzuführen
waren, lag mit 28 leicht über dem Schnitt.
Vollstationäre
Krankenhausbehandlungen aufgrund von Schäden durch
Hitze/Sonnenlicht, durchschnittliche Hitzetage und Hitzemortalität
in Deutschland Bar chart with 3 data series. Behandlungsfälle pro
Jahr, Tage mit einer Höchsttemperatur von mehr als 30 Grad Celsius
und geschätzte Zahl hitzebedingter Sterbefälle. Quellen:
Krankenhausstatistik, Deutscher Wetterdienst (DWD),
Robert-Koch-Institut (RKI)

NRW: Zahl der Haushalte mit Wohngeldbezug 2025 um 7,5 %
gestiegen
* Ende 2025 bezogen rund 348.000 Haushalte Wohngeld – im Schnitt 322
Euro monatlich * Wohngeld wird zu 94 % als Mietzuschuss
geleistet * Landesweit erhielten 4 % der Haushalte Wohngeld –
höchste Anteile in Hamm und Herne
Ende 2025
haben 348.090 nordrhein-westfälische Haushalte Wohngeld bezogen, das
waren 24.245 Haushalte bzw. 7,5 % mehr als ein Jahr zuvor. Wie
Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches
Landesamt mitteilt, stieg damit auch im zweiten Jahr, nach
Inkrafttreten des Wohngeld-Plus-Gesetzes zum 01.01.2023, die Zahl
der Wohngeldhaushalte weiter an.
Zum 01.01.2025 wurde das Wohngeld entsprechend der gesetzlich
verankerten Anpassung an die allgemeine Preis- und
Mietpreisentwicklung erhöht. Der durchschnittliche monatliche
Wohngeldanspruch der Wohngeldhaushalte in NRW lag Ende 2025 bei 322
Euro und damit um 11 Euro höher als ein Jahr zuvor.

Wohngeld wird überwiegend als Mietzuschuss geleistet
Das Wohngeld wird als Mietzuschuss oder Lastenzuschuss bei
selbstgenutztem Wohneigentum geleistet. Zum Jahresende 2025
erhielten in NRW 94 % der Wohngeldhaushalte das Wohngeld in Form
eines Mietzuschusses. Die übrigen 6 % bekamen einen Lastenzuschuss.
Der Durchschnittsbetrag für den Mietzuschuss fiel mit 320 Euro im
Monat geringer aus als der durchschnittlich gezahlte Lastenzuschuss
mit 359 Euro. Die Höhe des Wohngeldanspruchs hängt maßgeblich von
der Höhe des Einkommens, der zuschussfähigen Miete oder der
Belastung und der Zahl der Haushaltsmitglieder ab.
4 % der
NRW-Haushalte erhielten Wohngeld – höchste Anteile in Hamm und Herne
Landesweit bezogen 4,0 % der Hauptwohnsitzhaushalte zum Jahresende
2025 Wohngeld. Im Vorjahr lag der Anteil der Wohngeldhaushalte bei
3,7 %. Am höchsten waren Ende 2025 die Anteile in den
Ruhrgebietsstädten Hamm (7,4 %) und Herne (6,0 %); am
geringsten fielen sie im Kreis Olpe (2,7 %) und im
Rheinisch-Bergischen Kreis (2,9 %) aus.
Die meisten
Haushalte waren reine Wohngeldhaushalte 98 % aller Haushalte mit
Bezug von Wohngeld waren sogenannte reine Wohngeldhaushalte. In
diesen Haushalten waren alle Haushaltsmitglieder wohngeldberechtigt.
Bei den übrigen Haushalten handelte es sich um
sogenannte Mischhaushalte, in denen Wohngeldberechtigte mit Personen
zusammenleben, die nicht wohngeldberechtigt sind. Ende 2025 gab es
in NRW insgesamt 339.760 reine Wohngeldhaushalte und 8.330 solcher
Mischhaushalte.
NATO-Generalsekretär in Berlin:
Deutschland führt und Deutschland liefert
Am 1. Juli 2026 reiste NATO-Generalsekretär Mark Rutte zu Gesprächen
mit Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris
Pistorius (v.l.) im Vorfeld des NATO-Gipfels in Ankara nach
Deutschland. Herr Rutte nahm auch an einer Sitzung des deutschen
Kabinetts teil, zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte für einen
NATO-Generalsekretär.

Energiezentrale Wedau nimmt Betrieb auf: Abwärme aus
Rechenzentrum stärkt klimafreundliche Fernwärmeversorgung
Duisburg, 1. Juli 2026 -
Die Stadtwerke Duisburg haben die Energiezentrale Wedau offiziell in
Betrieb genommen. Mit der Anlage erschließen die Stadtwerke eine
bislang ungenutzte Energiequelle: die Abwärme des benachbarten
Rechenzentrums. Mithilfe einer leistungsstarken Wärmepumpe wird die
anfallende Wärme auf das erforderliche Temperaturniveau angehoben
und anschließend in das Fernwärmenetz eingespeist. Ergänzt wird die
Energiezentrale durch weitere effiziente Erzeugungsanlagen und
moderne Anlagentechnik.

Die neue Energiezentrale Wedau der Stadtwerke Duisburg besteht aus
einem historischen, denkmalgeschützten Altbau und einem modernen
Anbau. Quelle: Stadtwerke Duisburg
„Mit der neuen
Energiezentrale schaffen wir die Grundlage für eine nachhaltige und
zukunftsfähige Wärmeversorgung. Die Nutzung von Abwärme aus dem
Rechenzentrum zeigt, wie sich vorhandene Energiepotenziale
intelligent erschließen lassen. Damit leisten wir einen wichtigen
Beitrag zur Wärmewende vor Ort“, sagt Andreas Gutschek, Vorstand
Infrastruktur und Strategie bei den Stadtwerken.
Besondere
Herausforderungen für die nur zweieinhalbjährige Bauzeit brachte die
bauliche Umsetzung mit sich. Die neue Energiezentrale verbindet
einen denkmalgeschützten Gebäudeteil, das ehemalige Kesselhaus, das
einst zum Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn gehörte, mit einem
modernen Anbau. Im historischen Teil aus dem Jahr 1911 steht nun die
neue Wärmepumpe.
Durch eine große Glasfront können die
Wedauerinnen und Wedauer ihre Wärmepumpe dauerhaft sehen. Im neuen
Anbau stehen zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) mit jeweils 1,8
Megawatt (MW) thermischer Leistung und 1,5 MW elektrischer Leistung.
Die beiden BHKW sind H2-ready und können perspektivisch Wasserstoff
als Energieträger einsetzen, wenn dieser in ausreichender Menge
verfügbar ist.
„Die Energiezentrale ist ein klares
Bekenntnis zu Versorgungssicherheit, Klimaschutz und regionaler
Wertschöpfung. Mit dieser Investition schaffen die Stadtwerke die
Grundlage für eine nachhaltige Wärmeversorgung im neuen Stadtteil“,
sagt Oberbürgermeister Sören Link, der auch
Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke ist. Wärmeversorgung für
mehr als 1.000 Haushalte Herzstück der neuen Energiezentrale ist
eine Wärmepumpe mit einer Leistung von 270 Kilowatt (kW).
Sie nutzt die Abwärme des benachbarten Rechenzentrums der Duisburger
Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV), von dem jährlich 1,4
Gigawattstunden (GWh) Wärmeleistung zur Verfügung gestellt werden.
Die Wärme wird über Wärmetauscher im Rechenzentrum gewonnen und dann
unterirdisch in die Energiezentrale gepumpt. Dort hebt die
Wärmepumpe das Temperaturniveau auf die für die Fernwärmeversorgung
erforderlichen Werte von 83 Grad Celsius an.
Mit der so
gewonnenen Wärme können künftig rund 100 Haushalte mit Fernwärme
versorgt werden. Die beiden BHKW erzeugen so viel Strom, wie 4.000
Haushalte im Jahr benötigen und so viel Wärme, dass sie für die
Versorgung von 1.000 Haushalten ausreicht. Außerdem ist zur
Absicherung der Gesamtanlage noch ein Gaskessel installiert, der bei
Ausfall der anderen Erzeugungsanlagen 1.700 kW thermische Leistung
liefern kann.
Durch das Zusammenspiel der verschiedenen
Erzeugungsanlagen können die Stadtwerke flexibel auf den Wärmebedarf
reagieren und gleichzeitig eine hohe Versorgungssicherheit
gewährleisten. Insgesamt investieren die Stadtwerke rund 14
Millionen Euro in die neue Energiezentrale. Auch für den Klimaschutz
leistet die Anlage einen wichtigen Beitrag. Nach Berechnungen der
Stadtwerke können durch den Betrieb der Energiezentrale jährlich
rund 1.000 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Mit der
Inbetriebnahme der neuen Energiezentrale setzen die Stadtwerke ihren
Weg hin zu einer zunehmend klimaneutralen Wärmeversorgung konsequent
fort und erschließen zugleich neue Potenziale für die Nutzung
bislang ungenutzter Energiequellen. Ziel ist eine CO2-neutrale
Strom- und Wärmeerzeugung bis zum Jahr 2035.

Die Stadtwerke Duisburg haben die neue Energiezentrale Wedau in
Betrieb genommen. Winand Schneider (Geschäftsführer der Gebag),
Oberbürgermeister Sören Link, Andreas Gutschek (Vorstand
Infrastruktur und Strategie der Stadtwerke Duisburg) und
Bezirksbürgermeisterin Beate Lieske (v. l.) gaben den Startschuss
für die Wärmegewinnung aus Abwärme aus dem benachbarten
Rechenzentrum. Quelle: Stadtwerke Duisburg
Zeugnissprechstunde: Unkomplizierte Hilfe ohne Anmeldung
Zeugnisse können für viele Familien eine schwierige Zeit sein.
Pünktlich zum Schulende rund um die Sommerferien bieten die
Schulpsychologische Beratungsstelle und das Institut für Jugendhilfe
in Duisburg deshalb eine offene „Zeugnissprechstunde“ für
Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern an.
Die
kostenfreie und vertrauliche Beratung findet an mehreren Terminen im
Juli am Campus Marxloh statt. Die Zeugnissprechstunde richtet sich
an junge Menschen, die mit Unsicherheit, Druck oder schlechten Noten
zu kämpfen haben. Auch Eltern, die ihre Kinder in dieser sensiblen
Phase unterstützen möchten, sind ausdrücklich eingeladen.
Typische Fragen sind etwa: Wie kann ich mein Kind stärken, ohne
zusätzlichen Druck aufzubauen? Oder: Wie gehen wir als Familie
konstruktiv mit schwierigen schulischen Ergebnissen um? Eine
Anmeldung zur Sprechstunde ist nicht erforderlich, Interessierte
können am 16., 17. und 21. Juli jeweils von 9 bis 12 Uhr am Campus
Marxloh (An der Paulskirche 6, Raum E14) vorbeikommen.
Die
Beratung ist freiwillig, kostenfrei und wird vertraulich
durchgeführt. Fachkräfte aus Schulpsychologie und Jugendhilfe
beraten dabei gemeinsam und bieten schnelle, unkomplizierte
Unterstützung in belastenden Situationen. Mit dem niedrigschwelligen
Angebot möchten die Stadt dazu beitragen, Ängste abzubauen,
Perspektiven aufzuzeigen und den Übergang in die Ferienzeit für alle
Beteiligten zu entlasten.
Verbindlichkeit, Eigenverantwortung und Mitwirkung
stärken Umgestaltung der Grundsicherung: Änderungen treten in Kraft
Die wesentlichen Änderungen im Zuge der Umgestaltung
der Grundsicherung für Arbeitsuchende treten heute in Kraft. Der
Gesetzgeber setzt mit dem 13. SGB II-Änderungsgesetz den
entsprechenden Auftrag aus dem Koalitionsvertrag um.
Mit der
Reform wird das Verhältnis zwischen Solidarität und
Eigenverantwortung im Zweiten Buch Sozialgesetzbuch neu
ausbalanciert. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas: „Wir stärken mit
den Änderungen Verbindlichkeit, Eigenverantwortung und Mitwirkung in
der Grundsicherung für Arbeitssuchende.
Klar ist: Wer Hilfe
braucht, muss Hilfe erhalten. Menschen mit besonderen
Herausforderungen können weiterhin darauf vertrauen, dass ihre
spezifische Lebenslage gesehen und berücksichtigt wird. Zur
Solidarität gehört aber auch: Wer arbeiten kann, muss sich um Arbeit
bemühen. Der Vorrang für Arbeit, wo immer es geht, steht im
Mittelpunkt der Umgestaltung der Grundsicherung. Und wenn es für
eine nachhaltige Arbeitsaufnahme doch eine Qualifizierung braucht,
ist auch das weiterhin möglich.

© F. Pinjo / BMAS.
Die erfolgreiche Integration in Arbeit, Gerechtigkeit und
Solidarität sind die Ziele der Neuen Grundsicherung. Wir setzen mit
der Reform auch ein starkes Signal gegen Sozialleistungsmissbrauch.
Wer den Sozialstaat erhalten, modernisieren und besser machen will,
der darf hier nicht wegschauen. Das ist eine Frage der
Gerechtigkeit.“
Mit der Reform werden der Auftrag aus dem
Koalitionsvertrag zur Umgestaltung der Grundsicherung und die
Beschlüsse des Koalitionsausschusses vom 8. Oktober 2025 umgesetzt.
Sie zielt darauf ab, die Vermittlung in Arbeit zu stärken. Den
Jobcentern werden wirksamere Instrumente an die Hand gegeben, mit
denen die Mitwirkung der erwerbsfähigen leistungsbeziehenden
Menschen eingefordert werden kann.
Zugleich sollen sie
Langzeitarbeitslose noch besser auf dem Weg in Arbeit unterstützen
können. Die Jobcenter erhalten darüber hinaus wirksamere Instrumente
zur Bekämpfung des Sozialleistungsmissbrauchs.
Folgende wesentliche Änderungen treten zum 1. Juli 2026 in Kraft:
1. Umbenennung der Geldleistung „Bürgergeld“ in
„Grundsicherungsgeld“ 2. Stärkung der Vermittlung und des
Vermittlungsvorrangs 3. Einfordern bedarfsdeckender Integration
(Vollzeit) 4. Frühzeitigere Integration von Erziehenden in den
Arbeitsmarkt 5. Erstgespräch persönlich im Jobcenter 6.
Höhere Verbindlichkeit bei der Umsetzung des Kooperationsplans 7.
Abschaffung der gestaffelten Minderungshöhe und -dauer bei
Pflichtverletzungen 8. Wirksames Instrumentarium bei
Terminverweigerung 9. Änderungen bei der persönlichen Anhörung
und Schutz von Menschen mit psychischen Erkrankungen 10.
Abschaffung des Schlichtungsverfahrens 11. Abschaffung der
Karenzzeit beim Vermögen. Die Höhe der Vermögensfreibeträge wird an
das Lebensalter gekoppelt 12. Deckelung unverhältnismäßig hoher
Wohnkosten bereits während der einjährigen Karenzzeit Wohnen 13.
Kostensenkungsaufforderung bei Kaltmieten, die gegen eine
Mietpreisbremse verstoßen 14. Ermächtigung zur Festlegung einer
kommunalen Quadratmeterhöchstmiete 15. Einführung einer
Anzeigepflicht der Jobcenter an die Finanzkontrolle Schwarzarbeit
16. Erweiterung der Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit (BA)
zur Bekämpfung des organisierten Leistungsmissbrauchs 17.
Einführung einer Arbeitgeberhaftung bei Schwarzarbeit und
Scheinbeschäftigung 18. Verbesserung bei der Eingliederung
Langzeitleistungsbeziehender 19. Mehr Flexibilität bei der
Freien Förderung 20. Anpassung der Förderung schwer zu
erreichender junger Menschen 21. Stärkung der Jobcenter in Bezug
auf Gesundheitsaspekte 22. Gesetzliche Verankerung und Ausweitung
des Passiv-Aktiv-Transfers 23. Stärkung der Jugendberufsagenturen
24. Informationen an junge Menschen ohne Anschlussperspektive durch
die Agentur für Arbeit 25. Digitalisierung und Automatisierung
von Verwaltungsabläufen sowie Pilotierung neuer Technologien 26.
Stärkung der Jobcenter bei der Sachverhaltsermittlung und Einholung
von Nachweisen durch weitergehende Auskunfts- und Nachweispflichten
Dritter. Weitere Informationen finden Sie unter
www.bmas.de.
Kreislaufwirtschaft als Chance für
Duisburg - NRW-Umweltminister Krischer in IHK Globale
Krisen, unsichere Rohstoffmärkte und gestörte Lieferketten setzen
die Industrie unter Druck. Um die Zukunft des Industriestandorts
Duisburg ging es bei der „Klimapakt Convention – Zukunftsfähigkeit“
der Niederrheinischen IHK und der Stadt Duisburg. Dort stellten
Unternehmen ihre Projekte im Bereich Kreislaufwirtschaft vor.
NRW-Umweltminister Oliver Krischer war zu Gast, zusammen mit
Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.
 V.l.:
IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger,
NRW-Umweltminister Oliver Krischer, OB-Duisburg Sören Link und
IHK-Präsident Werner Schaurte-Küppers sprachen bei der
Klimapakt-Convention über Kreislaufwirtschaft. Fotos
Niederrheinische IHK/Jacqueline Wardeski
„Kreislaufwirtschaft ist ein Wachstumsfeld. Recycling schafft neue
Arbeitsplätze und sichert uns wichtige Rohstoffe. Deswegen ist es
gut, dass sich hier so viele Unternehmen an Rhein und Ruhr
engagieren. Wir haben hier seit vielen Jahrzehnten Erfahrung und
Know-how“, betonte IHK-Präsident Werner Schaurte-Küppers. Duisburg
hat den weltweit größten Binnenhafen und ist Drehscheibe für
Westeuropa.
Als Industrie- und Stahlstandort Nummer Eins in
Europa vereint die Stadt Logistik, Produktion und Recycling.
„Duisburg steht wie kaum ein anderer Standort für industrielle
Transformation“, betonte Oberbürgermeister Sören Link. „Wenn wir
regionale Kreisläufe stärken und Innovationen schneller in die
Umsetzung bringen, schaffen wir die Voraussetzungen für nachhaltiges
Wachstum, neue Arbeitsplätze und langfristige Wertschöpfung in
unserer Stadt.“ Die Konferenz zeigte: Viele Betriebe haben bereits
nachhaltige Prozesse eingeführt oder arbeiten daran.
Der
Klimapakt Duisburg will die Projekte voranbringen, Akteure vernetzen
und Investitionen beschleunigen. NRW-Umweltminister Oliver Krischer
versicherte: "Wer Rohstoffe im Kreislauf hält, stärkt Klimaschutz,
Versorgung und Wirtschaft gleichermaßen. Kreislaufwirtschaft
bedeutet eine Stärkung der Sekundärrohstoffwirtschaft genauso wie
neue zirkuläre Produkte und Geschäftsmodelle. Das ist ein wichtiger
Wettbewerbsfaktor für Unternehmen. Nordrhein-Westfalen will hier
Vorreiter sein und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen. Wir
ebnen den Unternehmen dafür den Weg."
Unternehmen stellen
Best Practices vor Binnenhäfen, die Rohstoffe, Energie und
Flächen effizient und nachhaltig nutzen – daran arbeitet Duisport im
EU-geförderten Interreg-Projekt Scobe gemeinsam mit niederländischen
Partnern. Havi präsentierte wiederverwendbare Paletten-Netze, die
Verpackungsmaterial einsparen. Die Grillo‑Gruppe stellte gleich zwei
Projekte vor: Grillo Zinc Metals setzt auf CO₂‑reduzierte und
recycelbare Zinkwerkstoffe, um Rohstoffe im Kreislauf zu halten.
Grillo Chemicals fokussiert sich auf das Recycling gebrauchter
Schwefelsäure. Hieraus entsteht Schwefeldioxid, das in der
Industrieproduktion benötigt wird.
Um neue Prozesse zu
realisieren, müssen Wirtschaft und Wissenschaft gut vernetzt sein.
Das treibt die Universität Duisburg-Essen mit der Initiative
Circular Niederrhein voran.
Klimapakt Duisburg Der
Klimapakt Duisburg ist ein gemeinsames Bündnis der Stadt Duisburg
und der Niederrheinischen IHK. Er unterstützt lokale Unternehmen
aktiv dabei, Transformation nachhaltig umzusetzen und klimaneutral
zu werden. Weitere Informationen unter
www.duisburg.de/microsites/klimapakt.

V.l.: Beim Panel Circular Economy präsentierten DBI-Chef Prof. Dr.
Rasmus Beck, Beraterin für nachhaltige Stadtentwicklung Amsterdam
Dagmar Keim, Circular-Economy-Berater München Günther Langer und
Leiter Stabsstelle Klimaschutz Duisburg Kai Lipsius.
Strick- und Häkelspaß beim „Maschengedöns“ in der Zentralbibliothek
Wer immer schon wissen wollte, wie man strickt oder
häkelt, oder mit einem angefangenen Projekt nicht weiterkommt, ist
herzlich zum „Maschengedöns“ eingeladen. Die Expertinnen der Flinken
Nadeln geben am Mittwoch, 8. Juli, von 15 bis 17 Uhr in der
Zentralbibliothek auf der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte
Tipps zum Umgang mit Nadeln und Wolle, erklären, wie man Maschen
anschlägt und abnimmt und stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Das Angebot richtet sich an alle Interessierten ab 14 Jahren und
findet monatlich im Café im Stadtfenster statt. Die Folgetermine
sind am 12. August und 9. September. Die Teilnahme ist kostenlos.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nadeln und Wolle müssen
mitgebracht werden. Die Flinken Nadeln unterstützen mit ihrer
Handarbeit den Bunten Kreis Duisburg e.V. bei seinem Einsatz für
Familien mit zu früh geborenen und schwer kranken Kindern.
Woll-Spenden werden bei den Workshops gerne angenommen.
„Musik im Rathaus“ mit besonderer Sommerausgabe
Zur Sommerausgabe der Veranstaltungsreihe „Musik im Rathaus“
lädt ein farbenreiches Konzert am Samstag, 18. Juli, um 19 Uhr ins
Bezirksrathaus Homberg am Bismarckplatz 1 ein. Der Einlass beginnt
bereits um 18.30 Uhr. Mit einer einzigartigen Kombination aus
sanftem Gesang und meisterhaftem Gitarrenspiel kreieren an diesem
Abend Florence Mankenda und Tarik Mujadzic einen Sound, der sowohl
romantisch als auch bewegend ist.
Ihre Musik ist eine
vielfältige Mischung aus Soul und Pop, die von der ersten Note an in
ihren Bann zieht. Florences sanfter Gesang verschmilzt perfekt mit
Tariks gefühlvollem Gitarrenspiel und schafft so eine Atmosphäre,
die zeitlos wirkt. Zuschauerinnen und Zuschauer können sich auf
Coverversionen und einzigartige Interpretationen freuen. Ein
Abschluss an der ArtEZ University of the Arts Arnhem krönt die
Karriere des Ausnahmetalents Tarik Mujadzic.
Bekannt durch
zahlreiche Bandprojekte wie “Echo Appartment” oder als Gitarrist für
Stina Holmquist, bespielt er Bühnen bundesweit und hat in der freien
Szene einen festen Platz. Florence Mankenda bahnte sich ihre
Karriere über eigene Solo- Veröffentlichungen hin zu
Songwriting-Aufträgen für die bekannten Labels der Warner Music
Group und Universal.
Beide Künstler sind in Duisburg aufgewachsen und freuen sich auf
dieses „echte Heimspiel“ in ihrer Heimatstadt. Der Eintritt ist
frei, eine Anmeldung ist per E-Mail an kultur.homberg@stadt-
duisburg.de oder telefonisch unter 0203 283-987818 erforderlich.
Jubiläumswochen „Der Spielkorb“: Restkarten für Kindertheater
Die Jubiläumswochen laufen noch bis Sonntag, 5. Juli:
Das Kindertheater „Der Spielkorb" feiert seinen 50. Geburtstag mit
einem vielfältigen Theater- Programm. Das Highlight wird der Festakt
am Freitag, 3. Juli, im Theater Duisburg sein.
Auf der Bühne
gastiert das freie Berliner Theaterensemble „United Puppets“ für
alle ab fünf Jahren. Es gibt noch Restkarten. Zuvor läuft am
Vormittag um 11 Uhr das neue, rund einstündige Stück „Nur ein Tag".
Das KOM'MA-Theater inszeniert eine Glücks-Geschichte nach dem
Bilderbuch von Martin Baltscheit.
Seit einem halben
Jahrhundert begeistert „Der Spielkorb“ Kinder und Familien in
Duisburg für fantasievolle Theaterwelten. Mehr als eine Million
Besucherinnen und Besucher haben seine Aufführungen bereits erlebt.
Das feiern nun kleine und große Fans mit einer zweiwöchigen
Geburtstagsparty, die musikalische Märchenerzählungen, lustige
Clownstücke und mitreißende Puppentheatererzählungen umfasst.

So verwandelte sich die Wiese vor dem Museum der Deutschen
Binnenschifffahrt in eine Open-Air-Bühne mit Eis und Überraschungen.
Am Samstag, 4. Juli, läuft ab 14 Uhr „Finn Fledermaus und das
Blenden in der Nacht", eine interaktive Mitmachlesung über tag- und
nachtaktive Tiere und Freundschaft, präsentiert von
Kinderbuchautorin Alina Gries.

Das Stück „Gebrr und Grimm" vom Theater Kreuz & Quer schließt
die Festwochen im Internationalen Zentrum (IZ) am Flachsmarkt ab.
Bis heute zeichnet den „Spielkorb“ seine Nähe zum jungen Publikum
aus. Mit Aufführungen in Bürgerhäusern, Jugendzentren, Schulen,
Kitas und weiteren dezentralen Spielstätten bringt er Theater,
szenische Lesungen, renommierte Festivals und kreative Workshops in
die Stadtteile zu den Kindern vor Ort.
Programm und Tickets
Tickets für das Jubiläumsprogramm von „Der Spielkorb“ sind unter
http://www.duisburg.de/spielkorb erhältlich. Karten für „Aqua
Kadabra“ im Theater Duisburg im Anschluss des Festakts am 3. Juli
gibt es unter http://www.theater-duisburg.de. In Kürze erscheint
eine Festschrift zum 50- jährigen Bestehen.
Neue
solarbetriebene DHL Packstation in Duisburg-Meiderich/Beeck eröffnet
- Bedienung einfach per App mit dem Smartphone - Paketempfang
und -versand rund um die Uhr Die DHL hat eine neue Packstation
in der Friedrich-Ebert-Str. 358 bei REWE in Duisburg-Meiderich/Beeck
in Betrieb genommen. Kundinnen und Kunden können dort ab sofort rund
um die Uhr ihre Pakete abholen, vorfrankierte Sendungen verschicken.
Die App-gesteuerte Packstation kommt dabei ohne Bildschirm
aus. Für die Nutzung benötigen Kundinnen und Kunden lediglich die
kostenlose Post & DHL App. Für die Be- und Entladung der
Packstationen sowie in der Zustellung stehen bundesweit unter
anderem bereits rund 38.500 Elektro-Fahrzeuge zur Verfügung.
„Das Ruhrgebiet spricht“ lädt
in vier Städten zum Perspektivwechsel ein „Das
Ruhrgebiet spricht“ lädt in vier Städten zum Perspektivwechsel ein
Anmeldungen zum Aktionstag mit Vier-Augen-Gesprächen auf der
Kirchwiese vor Salvator noch möglich Miteinander reden, statt immer
nur übereinander. Das ist das Ziel des Aktionstags „Das Ruhrgebiet
spricht“, der in vier Ruhrgebietsstädten zum Perspektivwechsel in
Eins-zu-Eins-Gesprächen einlädt, auch in Duisburg an der
Salvatorkirche.
Die Anmeldung für den Bürgerdialog „Das
Ruhrgebiet spricht“ am 11. Juli ist noch bis zum 7. Juli möglich.
Teilnehmen können alle ab einem Alter von 16 Jahren. Alle Details
und der Link zur Registrierung stehen auf der Homepage
dasruhrgebietspricht.de In Duisburg wird für „Das Ruhrgebiet
spricht“ am Samstag, 11. Juli morgens auf der Wiese an der
Salvatorkirche alles vorbereitet sein: Angemeldete Teilnehmende
werden mit dem Akkordeonspiel von Silvester Pece empfangen und
treffen dann ihre Gesprächspartner oder Gesprächspartnerinnen, mit
denen sie dann ungestört an Stehtischen oder Bistrotischen über ihre
gemeinsamen und unterschiedlichen Ansichten reden können.
Stärkung gibt es für sie und alle, die noch spontan hinzukommen, am
Getränke- und Grillstand der Evangelischen Kirchengemeinde
Alt-Duisburg und beim „Marienkäfer“, dem dreirädrigen
Ape-Kaffeemobil der katholischen Kirche. Pfarrer Martin Winterberg,
der „Das Ruhrgebiet spricht“ auch letztes Jahr nach Duisburg zur
Salvatorkirche geholt hatte, hofft auf viele Anmeldungen.
Mit „Das Ruhrgebiet spricht“ gehe es nicht darum, zu überzeugen,
sondern einander besser zu verstehen. „Auch ich bin davon überzeugt:
Zuhören verbindet und Verständigung ist möglich“, so Pfarrer
Winterberg. „Und wie oft reden wir wirklich mit jemandem, der ganz
anders denkt als wir?“, fragt sich auch Pfarrer Winterberg als einer
der Initiatoren. „Das Ruhrgebiet spricht“ ist eine gute Möglichkeit.
Die Teilnahme ist bewusst einfach gehalten: Ein paar kurze
Fragen online beantworten, wie man zu Themen und Problemen unserer
Zeit steht, wie etwa „Muss es wieder eine Wehrpflicht geben?“,
„Macht dir KI Angst? oder „Was macht dir Mut?“ Ein intelligenter
Algorithmus findet anschließend die Person, mit der eine spannende
Unterhaltung zu erwarten ist, weil sie eben ganz anders denkt.
Das persönliche Eins-zu-eins-Gespräch findet dann am 11. Juli um
11 Uhr an zentralen Orten in einer der vier größten Städte des
Ruhrgebiets (Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen) statt – unter vier
Augen und doch zusammen. Vorkenntnisse oder Vorbereitung sind nicht
nötig – außer sich offen und unvoreingenommen auf ein echtes
Gespräch einzulassen.
Dass das Projekt berührt, zeigen die
Stimmen derer, die bei der Premiere 2025 dabei waren: „Ich habe mit
einer Person gesprochen, die ich sonst nie getroffen hätte. Das war
total bereichernd, weil es meinen Kosmos erweitert hat.“
–
Eine andere Teilnehmerin berichtet: „Die Zeit verging wie im Flug,
wir hätten noch viel länger sprechen können. Das hätte ich nicht
gedacht.“
– Und: „Ich habe gemerkt, wie sehr wir in unserer
eigenen Bubble stecken und wie gut der Austausch über Stadtgrenzen
hinweg ist, um Demokratie zu leben."
- „Wir freuen uns über
die große Unterstützung von starken Partnern aus der gesamten
Region, die dieses Projekt überhaupt erst ermöglichen. Gemeinsam
arbeiten wir daran, dass starke Verbindungen zwischen den Menschen
im Ruhrgebiet entstehen und der Dialog unsere Gesellschaft stärkt“,
so die Organisatoren des Projekts.
„Das Ruhrgebiet spricht"
ist ein gemeinsames Projekt der evangelischen City- und Stadtkirchen
in Bochum, Dortmund (in Kooperation mit der Diakonie und dem Theater
Dortmund), Duisburg und Essen. In ihren Innenstädten setzen sie sich
ein für das Gemeinwohl, eine pluralitätsfähige Spiritualität und
eine weltoffene Kultur an den Schnittstellen von Kirche und
Gesellschaft. In Kooperation mit dem ZEIT Verlag fand das
Dialogprojekt 2025 erstmals statt.
Es ist eine Adaption des
erfolgreichen Formats „Deutschland spricht" der ZEIT Verlagsgruppe.
Seit 2017 haben sich bereits mehr als 90.000 Menschen für das
Gesprächsformat angemeldet. Davon inspiriert, setzen sich die
evangelischen Kirchen für eine Stärkung des gesellschaftlichen
Zusammenhalts und der demokratischen Gesprächskultur im Ruhrgebiet
ein.
Viele Partner*innen in den vier Städten und der Region
unterstützen das Projekt. In Duisburg unterstützen „Das Ruhrgebiet
spricht“ die Evangelischen Dienste Duisburg und die VHS Duisburg
„Das Ruhrgebiet spricht“ und rufen mit zur Teilnahme auf.

Pfarrer Winterberg (links) m Gespräch mit Josip Sosic von der VHS
Duisburg, die den Aktionstag in Duisburg mit unterstützt hat - Foto:
Bartosz Galus
Das fast vergessene Instrument zum
Klingen bringen Kirchenmusikerin und Instrumentalkreis
laden zum gemeinsamen Musikmachen Musik verbindet, bringt Menschen
zusammen und Freude in den Alltag. Davon ist Anke Schmock fest
überzeugt, und das weiß die Kirchenmusikerin aus Erfahrung. Jetzt
lädt sie mit dem Instrumentalkreis „Moving Music“ Interessierte, die
ihre abgelegten, manchmal fast vergessenen Instrumente in
Gemeinschaft wieder zum Klingen bringen möchten, zum gemeinsamen
Musizieren ein. Jedes Instrument hat seinen Platz bei den Treffen am
14. Juli und am 4. August - beide um 18 Uhr - im Gemeindehaus
Ungelsheim, Blankenburger Straße 103.
„Hier geht es nicht
nur um Noten und Takte, sondern um Gemeinschaft, Spaß und
Kreativität. Die Gruppe soll von der Vielfalt leben – und das macht
sie besonders. Es geht nicht um Perfektion, sondern um die Freude an
der Musik“ sagt Anke Schmock. Es wird gemeinsam geprobt, gelacht und
voneinander gelernt. Anke Schmock (0177 16 85 929 bzw.
anke.schmock@ekir.de) bittet um eine Anmeldung mit Angabe des
Instrumentes (anke.schmock@ekir.de oder 01771685929). Infos zur
Gemeinde gibt es im Netz unter
www.evgds.de.

Anke Schmock am Klavier (Foto: www.evgds.de).

NRW: Geburtenziffer auf niedrigstem Stand innerhalb der letzten
30 Jahre * 2025 lag die durchschnittliche Kinderzahl je
Frau bei 1,34 * Ausländische Frauen bekommen mehr Kinder als
deutsche Frauen * Regionale Unterschiede – Höchste
Geburtenziffer in Gelsenkirchen, niedrigste in Düsseldorf
Im Jahr 2025 haben nordrhein-westfälische Frauen im
Alter von 15 bis 49 Jahren im Durchschnitt 1,34 Kinder zur Welt
gebracht. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als
Statistisches Landesamt mitteilt, ist die zusammengefasste
Geburtenziffer gegenüber dem Vorjahr (2024: 1,39) gesunken und lag
auf einem ähnlichen Niveau wie 1995 (1,35 Kinder). Für 2025 wurde
damit die niedrigste Geburtenziffer innerhalb der letzten 30 Jahre
ermittelt.

Ausländische Frauen bekommen mehr Kinder als
deutsche Frauen Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit
bekamen auch 2025 mehr Kinder als deutsche Frauen. In beiden Gruppen
zeigt sich jedoch ein Rückgang der Geburtenziffer. Deutsche
Frauen brachten in NRW im Schnitt 1,21 Kinder zur Welt und somit
weniger als im Vorjahr (2024: 1,24).
Bei Frauen mit
ausländischer Staatsangehörigkeit fiel der Rückgang der
Geburtenziffer stärker aus und lag mit 1,88 ebenfalls unter dem
Vorjahreswert (2024: 1,97). Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 147.959
Kinder geboren. Das waren 3,1 % weniger als 2024.

Höchste Geburtenziffer in Gelsenkirchen, niedrigste in
Düsseldorf Unterschiede zeigen sich auch bei der regionalen
Betrachtung: In Gelsenkirchen brachten Frauen mit durchschnittlich
1,69 die meisten Kinder zu Welt. Mit einer durchschnittlichen
Kinderzahl je Frau von 1,09 hatte Düsseldorf in ganz NRW den
niedrigsten Wert.
Im Vergleich zum Jahr 2024 wurde in 5
Kreisen und kreisfreien Städten ein Anstieg verzeichnet, in 2
Kreisen blieb die Geburtenziffer unverändert. In den übrigen 46
Kreisen und kreisfreien Städten sank die Geburtenziffer. Den
stärksten Rückgang hatte der Rheinisch-Bergische Kreis mit einem
Minus von 0,16. Das höchste Plus verzeichnete die Stadt
Gelsenkirchen und der Kreis Olpe mit je 0,04.

Erneute Meldekontrollen im Weißen Riesen Die
Stadt Duisburg hat am heutigen Tag erneut eine melderechtliche
Kontrolle im Hochhaus Ottostraße 58 bis 64 in Duisburg-Hochheide
durchgeführt. Neben dem Bürger- und Ordnungsamt waren die
Ausländerbehörde und die Polizei im Rahmen der Amtshilfe beteiligt –
insgesamt rund 80 Einsatzkräfte.
„Nach der Großkontrolle im
Oktober 2024 hatten wir zugesagt, die Immobilie auch weiterhin
verstärkt in den Blick zu nehmen. Deshalb hatten wir bereits im
vergangenen Jahr zwei weitere Kontrollen durchgeführt. Denn nur mit
regelmäßigen, strategischen Nachkontrollen gelingt es uns, das
Quartier dauerhaft zu stabilisieren. Unser Ziel ist eine
fortlaufende Überprüfung der Bewohnerstruktur, um melderechtliche
Verstöße konsequent zu unterbinden und gegen Sozialleistungsbetrug
vorzugehen“, betont Ordnungsdezernent Michael Rüscher.
Seit
September 2025 sind 209 Personen in die Objekte zugezogen, die heute
Gegenstand der Überprüfung waren. Das betraf insgesamt – über alle
vier Häuser – 158 Wohnungen. Hierbei wurden vor Ort insgesamt 192
Bewohnende angetroffen. Diese 192 Personen können wie folgt
zugeordnet werden: • 142 Personen sind offiziell gemeldet •
50 Personen wohnen dort, sind jedoch nicht gemeldet Alle
Personalien der 50 angetroffenen und nicht angemeldeten Personen
werden an die Meldestelle zur weiteren Bearbeitung übermittelt.
130 Personen, welche seit September 2025 angemeldet wurden,
konnten nicht angetroffen werden. In diesen Fällen wird die
Abmeldung von Amts wegen geprüft. Außerdem erfolgen Mitteilungen an
das Jobcenter und die Familienkasse.
Im Rahmen des Einsatzes
kontrollierten Einsatzkräfte der Polizei in Wohnungen des
Mehrfamilienhauses zwei Männer (23, 41), die dort nicht gemeldet
waren. Eine Überprüfung ihrer Personalien ergab, dass sie sich
mutmaßlich unrechtmäßig in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten.
Die Beamten nahmen beide vorläufig fest.
Wegen des Verdachts
des illegalen Aufenthalts müssen sich der 23-Jährige und der
41-Jährige mit einem Strafverfahren auseinandersetzen. Darüber
hinaus ging den Einsatzkräften ein Mann (32) ins Netz, der von drei
Staatsanwaltschaften wegen der Beteiligung an verschiedenen
Vermögensdelikten gesucht wird.

Foto Ilja Höpping Stadt Duisburg
Gesundheitsamt:
Schulpräventionswoche zu HIV und STI endet mit Kinoaktion für rund
300 Jugendliche Die HIV-/STI-Beratungsstelle des
Gesundheitsamtes der Stadt Duisburg führt aktuell eine
Schulpräventionswoche an der Gesamtschule Duisburg-Mitte sowie an
der Justus-von-Liebig-Schule in Duisburg-Hamborn durch. Im
Mittelpunkt der Präventionswoche stehen Fragen wie: „Welche sexuell
übertragbaren Infektionen (STI) gibt es und wie kann ich mich vor
einer Ansteckung schützen?“
Einen besonderen Schwerpunkt
legen die Fachkräfte des Gesundheitsamtes auf die Infektion HPV, mit
der sich etwa 80 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens
einmal oder mehrfach infizieren. Den Abschluss der
Präventionseinheiten bildet am Freitag, 3. Juli, eine moderierte
Kinoaktion im filmforum am Dellplatz, an der rund 300 Jugendliche
der Jahrgangsstufe 8 teilnehmen. Gezeigt wird der Film „Dem Horizont
so nah“.
Darin werden die im Präventionsprojekt behandelten
Themen Sexualität und sexuell übertragbare Infektionen noch einmal
aufgegriffen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf dem Thema HIV.
Die beiden Schulen wurden ausgewählt, da die dort tätigen
Schulsozialarbeiterinnen dem Arbeitskreis Prävention Duisburg
angehören und die Aktion eng begleitet haben.
Kinder- und Jugendschutz in NRW: Neue
Kooperationsvereinbarung sorgt für bessere Zusammenarbeit
Vereinbarung tritt zum 1. Juli in Kraft
Dortmund/Düsseldorf, 30.06.2026 – Wenn Ärztinnen und Ärzte oder
Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in ihren Praxen Anzeichen
einer Kindeswohlgefährdung erkennen, tragen sie eine besondere
Verantwortung. Doch was ist bei einem Verdacht am besten zu tun?
Diese Frage wird nun noch klarer beantwortet: Die
Kassenärztlichen Vereinigungen Westfalen-Lippe (KVWL) und Nordrhein
(KVNO) haben gemeinsam mit dem Städtetag Nordrhein-Westfalen, dem
Landkreistag Nordrhein- Westfalen sowie dem Städte- und Gemeindebund
Nordrhein-Westfalen eine Kooperationsvereinbarung auf Basis des §
73c des Sozialgesetzbuches (SGB) V unterzeichnet.
Sie tritt
zum 1. Juli 2026 in Kraft und regelt erstmals landesweit, wie
Vertragsärztinnen und Vertragsärzte sowie
Vertragspsychotherapeutinnen und Vertragspsychotherapeuten
strukturiert mit den Jugendämtern in NRW zusammenarbeiten können,
wenn es Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Kindeswohls gibt.
Fahrplan für den Verdachtsfall Ergeben sich in der Praxis – etwa
bei Vorsorgeuntersuchungen – gewichtige Anhaltspunkte für eine
Kindeswohlgefährdung, sollen die betroffenen Familien zunächst
direkt angesprochen und auf Hilfsangebote hingewiesen werden.
Führt das zu keiner Lösung, können die Niedergelassenen das
Jugendamt einschalten. Für diesen Fall stellt die Vereinbarung
künftig Mitteilungs- und Rückmeldungsbögen bereit, die sich an den
Empfehlungen des Kompetenzzentrums Kinderschutz im Gesundheitswesen
NRW (KKG NRW) orientieren.
Vertragsärztinnen und
Vertragsärzte sowie Vertragspsychotherapeutinnen und
Vertragspsychotherapeuten aus NRW können Meldungen an das Jugendamt
und Fallbesprechungen über entsprechende Gebührenordnungsposition
einheitlich im ambulanten Vergütungssystem abrechnen.
Neue Broschüre ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern die
Beteiligung an räumlichen Entwicklungen im deutsch/niederländischen
Grenzgebiet Um Anwohnern und Behörden, die bei
Bauprojekten in Grenznähe mitreden möchten, praktische
Hilfestellungen zu geben, präsentiert die Deutsch-Niederländische
Raumordnungskommission (DNROK) nun eine neue Broschüre. Diese wurde
durch das Interreg-Programm Deutschland - Niederlande mit seinen
Programmpartnern ermöglicht und von der Europäischen Union im Rahmen
des Projekts „RaumKompass: Orientierung im Grenzgebiet“
mitfinanziert.
Die Energiewende mit den damit verbundenen
betrieblichen Herausforderungen (Kraftwerke, Pipelines und
Windkraftanlagen), Veränderung von Verkehrsströmen durch den Bau
einer neuen Straße oder Geruchsemissionen durch intensive
Viehhaltung: In Grenzregionen beschränken sich die Auswirkungen
solcher Projekte oft nicht auf ein einziges Land.
Die
Broschüre dient als praktischer Leitfaden und bietet eine
verständliche Erläuterung der komplexen niederländischen und
deutschen Systeme von Gesetzen und Verwaltungsebenen. Anhand
konkreter Beispiele vermittelt sie einen klaren Überblick über die
Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger bei räumlichen
Entwicklungen im Grenzgebiet. Darüber hinaus enthält die Broschüre
ausführliche Erklärungen zentraler Rechtsbegriffe sowie
übersichtliche Flussdiagramme zu Raumordnung und
Genehmigungsverfahren.
Die Broschüre ist in deutscher
Sprache mit Erläuterungen zum niederländischen System und in
niederländischer Sprache mit Erläuterungen zum deutschen System
erhältlich. Mit dieser aktualisierten Broschüre, einer
Überarbeitung der Erstausgabe aus dem Jahr 2014, reagiert die
Kommission auf jüngste Gesetzesänderungen und aktuelle
Entwicklungen.
Sie unterstützt Bürgerinnen, Bürger und
Behörden dabei, die niederländischen und deutschen Regelungen sowie
ihre eigenen Beteiligungsrechte bei räumlichen Planungen besser zu
verstehen – und erleichtert damit die Mitwirkung in der Praxis.
Was ist die DNROK? Die Deutsch-Niederländische
Raumordnungskommission (DNROK) fördert die Zusammenarbeit zwischen
Deutschland und den Niederlanden im Bereich der räumlichen Planung.
Die Kommission stimmt räumlich relevante Pläne und Maßnahmen
– insbesondere in der Grenzregion – miteinander ab und berät über
grenzüberschreitende raumordnerische Fragestellungen. Weitere
Informationen sowie die Broschüre sind über die
Deutsch-Niederländische Raumordnungskommission oder über
https://www.brd.nrw.de/Themen/Planen-Bauen/Regionalentwicklung/Grenzueberschreitende-Zusammenarbeit
erhältlich.
Ab 1. Juli: KV Nordrhein stärkt neue Gesundheitsberufe in
der Praxis Physician Assistants entlasten Ärztinnen und
Ärzte – und helfen, mehr Patientinnen und Patienten zu versorgen
In Nordrhein steigt die Zahl der Arztbesuche jedes Jahr um rund
500.000 Behandlungsfälle. Gleichzeitig werden Hausarztpraxen
seltener, und viele Ärztinnen und Ärzte arbeiten bereits an ihrer
Kapazitätsgrenze. Eine mögliche Antwort auf diesen Druck sind
sogenannte Physician Assistants – akademisch ausgebildete
Gesundheitsfachkräfte, die Ärztinnen und Ärzte in der Praxis gezielt
unterstützen.
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein
macht jetzt den Weg frei, damit Praxen diese Fachkräfte leichter
einsetzen können. Ab dem 1. Juli 2026 berücksichtigt die KV
Nordrhein angestellte Physician Assistants bei der
Abrechnungsprüfung. Das bedeutet: Praxen, die eine solche Fachkraft
beschäftigen, müssen künftig nicht mehr befürchten, allein deshalb
in eine Nachprüfung zu geraten – weil mehr Patientinnen und
Patienten behandelt werden konnten als ohne diese Unterstützung.
„Physician Assistants helfen dabei, mehr Menschen in Nordrhein gut
zu versorgen.
Mit dieser Anpassung räumen wir eine
bürokratische Hürde aus dem Weg – damit Praxen die Unterstützung,
die sie brauchen, auch wirklich nutzen können", sagt Dr. med. Frank
Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Zum Vorteil für
alle Beteiligten.“
Was Physician Assistants leisten
Physician Assistants – kurz PAs – haben ein Hochschulstudium
absolviert und arbeiten eng mit den Ärztinnen und Ärzten zusammen:
Sie nehmen Krankengeschichten auf, beraten Patientinnen und
Patienten, dokumentieren Behandlungen und assistieren bei ambulanten
Eingriffen. Alle ihre Aufgaben übernehmen sie unter ärztlicher
Anleitung, Aufsicht und Verantwortung. Sie ersetzen keine Ärztin und
keinen Arzt – sie schaffen zusätzlichen Spielraum, damit Ärztinnen
und Ärzte sich auf das konzentrieren können, was nur sie leisten
können.
Mehr Versorgung dort, wo sie gebraucht wird
Besonders in Regionen, in denen Praxen und Ärztinnen und Ärzte
fehlen, kann der Einsatz von PAs den Unterschied machen. Bergmann:
„Das Potenzial ist groß – gerade dort, wo die Versorgung ohnehin
unter Druck steht."
Noch aber sind PAs keine
Selbstverständlichkeit in nordrheinischen Praxen. Denn es fehlen
wichtige Rahmenbedingungen: eine leistungsgerechte Vergütung,
Rechtssicherheit bei der Aufgabendelegation und ein bundesweit
anerkanntes Berufsgesetz. Die KV Nordrhein arbeitet daran, diese
Grundlagen zu schaffen. In einem seit 2025 laufenden Modellprojekt –
das bis Ende 2027 läuft und derzeit 16 Haus- und Facharztpraxen
umfasst – erprobt und evaluiert sie den PA-Einsatz wissenschaftlich.
Ziel ist eine Grundlage für eine bundesweite Regelung. Die
heutige Anpassung bei der Abrechnungsprüfung ist ein erster,
konkreter Schritt: Sie gibt Praxen Planungssicherheit – und
Patientinnen und Patienten mehr Zugang zur Versorgung, die sie
brauchen.
Windenergie: Stadtwerke Duisburg
erweitern Portfolio durch Erwerb von zwei Anlagen Die
Stadtwerke Duisburg bauen ihr Engagement im Bereich der erneuerbaren
Energien weiter aus: Das Unternehmen hat zwei Windenergieanlagen mit
einer Gesamtleistung von 6,4 Megawatt von den Stadtwerken Münster
erworben. Die Anlagen befinden sich im Süden der Stadt Münster und
sind seit September 2017 erfolgreich in Betrieb.
Mit dem
Erwerb stärken die Stadtwerke Duisburg gezielt ihr
Erzeugungsportfolio aus erneuerbaren Energien. Da innerhalb des
Duisburger Stadtgebiets aufgrund fehlender Ausweisflächen derzeit
keine vergleichbaren Windenergieprojekte realisiert werden können,
bietet die Übernahme der Bestandsanlagen eine ideale Möglichkeit,
die eigene regenerative Stromerzeugung weiter auszubauen.
„Wir haben das Projekt umfassend technisch, wirtschaftlich und
rechtlich geprüft. Die beiden Anlagen stellen eine ideale Ergänzung
unseres Portfolios erneuerbarer Energien dar und leisten einen
wichtigen Beitrag dazu, unsere Erzeugung nachhaltiger und
unabhängiger aufzustellen“, sagt Andreas Gutschek, Vorstand
Infrastruktur und Strategie der Stadtwerke Duisburg.
Gleichzeitig unterstreicht die Transaktion die enge Zusammenarbeit
innerhalb der kommunalen Stadtwerke-Familie. Anstatt die Anlagen an
einen externen Investor zu veräußern, bleiben sie in kommunaler
Hand. So profitieren beide Unternehmen von einer partnerschaftlichen
Lösung, die den Ausbau der Energiewende stärkt und die Wertschöpfung
im kommunalen Umfeld hält.
Die technische Betriebsführung
der beiden Windenergieanlagen wird übergangsweise weiterhin von den
Stadtwerken Münster übernommen. Damit ist ein nahtloser Übergang
sichergestellt und der zuverlässige Betrieb der Anlagen
gewährleistet.
Mit dem Erwerb setzen die Stadtwerke Duisburg
ihre Strategie fort, den Anteil erneuerbarer Energien im eigenen
Erzeugungsportfolio kontinuierlich auszubauen und damit einen
wichtigen Beitrag zu einer klimafreundlichen, sicheren und kommunal
getragenen Energieversorgung zu leisten.
Kreative
Papierwerkstatt im Museum Anlässlich des Marina-Markts
lädt das Kultur- und Stadthistorische Museum am Sonntag, 12. Juli,
von 13 bis 17 Uhr zu einer kreativen Papierwerkstatt in die
Räumlichkeiten am Johannes-Corputius-Platz 1 am Innenhafen ein.
Unter der Anleitung von Sabine Kemper entstehen kreative
Papierarbeiten mit Pilzen, Kräutern und weiteren Naturmaterialien,
die im Anschluss mitgenommen werden können.
Das Angebot
richtet sich an alle Altersgruppen und ist kostenfrei. Das
Mercator-Café ist an diesem Tag mit heißen und kalten Erfrischungen
sowie leckeren Kuchen geöffnet. Das gesamte Programm ist unter
https://www.stadtmuseum- duisburg.de/ abrufbar.
Amt für Soziales und Wohnen zieht an den Innenhafen
Das Amt für Soziales und Wohnen zentriert seine
Dienstleistungen künftig am Innenhafen. Die bisher auf die Standorte
Ludgeristraße, Königstraße und Beekstraße verteilten Fachbereiche
ziehen Anfang Juli in die Five Boats an der Schifferstraße 98–100 in
Duisburg-Kaßlerfeld.
Den Bürgerinnen und Bürger steht hier
dann eine Anlaufstelle für zahlreiche Dienstleistungen zur
Verfügung. Dazu gehören unter anderem die Unterbringung und
Betreuung von Geflüchteten, die Leistungsgewährung nach dem
Asylbewerberleistungsgesetz, Bildung und Teilhabe, die
Wohnraumförderung, die Darlehensverwaltung, der Bautechnische
Dienst, Senioren-, Behinderten- und Pflegeangelegenheiten, die
Zentrale Eingliederungshilfe sowie der Fachbereich
Schwerbehindertenrecht.
Während der gesamten Umzugsphase
bleiben alle betroffenen Bereiche telefonisch und per E-Mail
erreichbar. Anliegen werden weiterhin bearbeitet. Aufgrund des
Umzugs muss von Donnerstag, 2. Juli, bis einschließlich Dienstag,
14. Juli, allerdings mit vorübergehenden Einschränkungen gerechnet
werden.
Es wird daher empfohlen, besonders dringende Anliegen vor Beginn
oder nach Abschluss der Umzugsphase einzuplanen. Ab Mittwoch, 15.
Juli, sind alle Dienstleistungen am neuen Standort wieder in vollem
Umfang verfügbar.
Duisburg als „Stillfreundliche Kommune“ ausgezeichnet
Die Stadt Duisburg wurde heute offiziell als
„Stillfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. In den Räumlichkeiten der
Frühen Hilfen an der Steinschen Gasse in der Innenstadt, überreichte
Birgid Harmes vom Landesverband der Hebammen NRW e. V. die Urkunde
an den Leiter des Gesundheitsamtes, Ludwig Hoeren.
„Stillen
ist ein natürlicher und zentraler Bestandteil eines gesunden Starts
ins Leben. Es sollte selbstverständlich sein – auch und gerade im
öffentlichen Raum. Deshalb ist es uns besonders wichtig, Bedingungen
zu schaffen, die Müttern das Stillen überall ermöglichen, ohne
Hemmnisse oder Vorbehalte“, betonte Ludwig Hoeren.
Mit der
Zertifizierung setzt die Stadt Duisburg ein Zeichen für eine
stillfreundliche Willkommenskultur und trägt dazu bei, die
Bedingungen für stillende Frauen im öffentlichen Raum zu verbessern.
Sie ist Teil der Stillkampagne der Kommunalen Gesundheitskonferenz
des Gesundheitsamtes, die in enger Zusammenarbeit mit den Frühen
Hilfen umgesetzt wird.
Im Mittelpunkt stehen die Schaffung
und Sichtbarkeit von Stillmöglichkeiten sowie die Aufklärung über
die vielfältigen Vorteile des Stillens, beispielsweise die
Bindungsförderung zwischen Mutter und Kind oder der Schutz des
Kindes vor Infektionskrankheiten und Allergien. Anhand eines
interaktiven Stadtplans, der online unter
https://www.duisburg.de/stillkarte abrufbar ist, können Eltern
öffentlich zugängliche Still- und Wickelorte im Stadtgebiet finden.
Neben den Frühen Hilfen, die mit ihrem Stillbereich den
Qualitätskriterien des Hebammenverbandes entsprechen, dem Institut
für Jugendhilfe und der Zentralbibliothek, sind dort viele weitere
Orte aufgeführt. Gastronomie, Geschäfte und andere Einrichtungen,
die bereits über einen möglichst barrierefreien still- und
wickelfreundlichen Bereich verfügen oder die Option und Bereitschaft
haben, einen solchen einzurichten, sind aufgerufen, sich beim
Gesundheitsamt zu melden.
Sind die Voraussetzungen erfüllt, wird die digitale Karte unter
anderem um den jeweiligen Ort ergänzt. Weitere Informationen und die
Möglichkeit Still- und Wickelorte zu nennen, gibt es online unter
https://www.duisburg.de/stillen.

V.l.: Christina Müller,.Netzwerkkoordinatorin der Frühen Hilfen,
Ludwig Hoeren, Leiter des Gesundheitsamtes, Yaa Boatemaa , Melanie
Strauß-Staigis,.lbeide Kommunalen Gesundheitskonferenz, und Birgid
Harmes vom.Landeshebammenverband NRW.Bild: Ilja Höpping / Stadt
Duisburg
Apokalypse Now? Predigtreihe in
Salvator - ab 5.7. - zum Thema Endzeit und Politik in den USA
In den vergangenen Jahren hat sich eine bemerkenswerte
Verbindung zwischen evangelikaler Endzeittheologie und politischer
Macht in den Vereinigten Staaten entwickelt. Persönlichkeiten wie
Peter Thiel, J.D. Vance und Pete Hegseth stehen exemplarisch für
eine Strömung, in der biblische Apokalyptik politische Strategie
prägt.
Pfarrer Martin Winterberg (Foto: www.ekadu.de) wird
unter dem Titel „Apokalypse Now? – Endzeit und Politik in den USA“
in zwei Predigten wird diese Bewegung theologisch beleuchten. In der
ersten im Gottesdienst am 5. Juli um 10 Uhr in der Salvatorkirche
geht es um die biblischen Wurzeln, um die Frage, welche Texte die
beiden für ihre Endzeitreden heranziehen.

In der zweiten fragt Pfarrer Winterberg am 12. Juli um 10 in der
Salvatorkirche nach den Folgen: „Welches Gottes- und Menschenbild
trägt eine Theologie, die in internationaler Kooperation den
Antichristen und in nationaler Härte göttlichen Auftrag sieht?“
Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.ekadu.de.

NRW-Inflationsrate liegt im Juni 2026 bei 2,1 %
* Preisindex sank gegenüber dem Vormonat Mai 2026 um 0,4 % *
Kraftstoffpreise sind gegenüber Mai 2026 durchschnittlich um 8,3 %
gesunken, lagen aber immer noch um 5,6 % über dem Vorjahresniveau
* Preise für Nahrungsmittel erstmals seit März 2024 unter dem
Vorjahresniveau
Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen – gemessen als Veränderung
des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – liegt im Juni 2026
bei 2,1 %. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als
Statistisches Landesamt mitteilt, sank der Preisindex gegenüber dem
Vormonat (Mai 2026) um 0,4 %. Der Verbraucherpreisindex unter
Ausschluss der Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln und Energie –
oftmals auch als Kerninflation bezeichnet – ist zwischen Juni 2025
und Juni 2026 um 2,4 % gestiegen.

Vorjahresvergleich: Nahrungsmittelpreise sinken um 0,1 %
Zwischen Juni 2025 und Juni 2026 sind die Nahrungsmittelpreise um
durchschnittlich 0,1 % gesunken, womit sie erstmals seit März 2024
unter dem Vorjahresniveau lagen. Deutlich günstiger angeboten als
vor einem Jahr wurden Speisefette und -öle (–16,1 %), darunter
insbesondere Butter (–31,5 %). Innerhalb der Molkereiprodukte inkl.
Eier verlief die Preisentwicklung unterschiedlich: Die Preise für
Käse und Quark sanken um 8,1 %, wohingegen die Preise für Eier
binnen Jahresfrist um 14,0 % angestiegen sind.
Die Energiepreise entwickelten sich weiterhin gegenläufig: Während
Strom und Gas zwischen Juni 2025 und Juni 2026 Preisrückgänge
verzeichneten (–4,2 % bzw. –1,3 %), wurde insbesondere Heizöl
deutlich teurer angeboten (+16,0 %). Die Preise für Kraftstoffe
stiegen insgesamt um 5,6 %: Diesel lag um 8,3 % und Benzin um 4,7 %
über dem Niveau von Juni 2025.
Die Preise
für Dienstleistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat u. a.
in den Bereichen soziale Einrichtungen (+6,5 %), Übernachtungen
(+5,0 %) und Gaststätten (+3,1 %). Vormonatsvergleich: Rückgang der
Kraftstoffpreise um 8,3 % Zwischen Mai 2026 und Juni 2026 sanken die
Preise für Kraftstoffe den zweiten Monat in Folge u. a. vor dem
Hintergrund des sogenannten „Tankrabatts“ der Bundesregierung
(–8,3 %): Diesel wurde um 10,8 % und Benzin um 7,5 % günstiger.
Der Tankrabatt gilt im Zeitraum vom 01. Mai bis zum 30. Juni
2026 um Autofahrende zu entlasten. Dabei muss die Steuersenkung um
bis zu 0,17 Euro pro Liter von den Mineralölkonzernen nicht zwingend
an die Endverbraucherinnen und Endverbraucher weitergegeben werden.
Im Bereich der Nahrungsmittel verzeichnete Obst Preisrückgänge um
durchschnittlich 3,9 %.
Gemüse wurde ebenfalls günstiger
angeboten, wobei insbesondere die Preise für Salatzutaten wie Kopf-
bzw. Eisbergsalat (– 20,7 %), Tomaten (–16,5 %) und Paprika
(–10,0 %) sanken. Teurer wurden andere frische Lebensmittel wie
beispielsweise Kartoffeln (+15,6 %), Möhren (+10,3 %), Gurken
(+3,6 %) und Bananen (+3,2 %).
Wichtige Preisveränderungen
Schwerpunktkontrollen zum Grill- und Badeverbot
Der Städtische Außendienst (SAD) und die Verkehrsüberwachung des
Bürger- und Ordnungsamtes führten am vergangenen Wochenende eine
umfangreiche Schwerpunktkontrolle an Duisburger Seen, Grünanlagen
sowie am Rhein durch. Im Fokus des SAD standen dabei der Toeppersee,
der Uettelsheimer See, der Meidericher Stadtpark sowie das
Duisburger Rheinufer.
Der Kalkweg an der 6-Seen-Platte wurde
durch die Verkehrsüberwachungskräfte kontrolliert. Ziel der
Maßnahmen war die Gefahrenabwehr, die konsequente Durchsetzung
ordnungsrechtlicher Verbote und die Kontrolle einzelner
Erholungsbereiche sowie die präventive Aufklärung der Bevölkerung.
Der Städtische Außendienst leitete 13 Verwarnungsgelder ein.
Davon entfielen fünf auf Verstöße gegen das Grillverbot aufgrund des
Graslandfeuerindexes. Acht weitere Verwarnungen wurden für das
Befahren und Parken in Grünanlagen sowie für ordnungswidriges Parken
mit Behinderung ausgesprochen. Außerdem wurden acht
Ordnungswidrigkeitenanzeigen eingeleitet. Sieben Anzeigen betrafen
das verbotene Baden im Rhein, eine weitere das Grillen im
Landschaftsschutzgebiet.
Die Verkehrsüberwachungskräfte
leiteten insgesamt 223 Verfahren aufgrund von Halt- und
Parkverstößen ein. Darunter befanden sich fünf Abschleppmaßnahmen,
weil eine Behinderung vorlag, beispielsweise durch das Parken in
Feuerwehrzufahrten. Während der Einsätze kam es zu einem Widerstand
gegen Vollstreckungsbeamte, bei dem ein Mitarbeitender leicht
verletzt wurde. Es wurde Anzeige bei der Polizei erstattet.
Die Mitarbeitenden führten vor Ort über 120 Informationsgespräche
zur präventiven Aufklärung, insbesondere zum verbotenen Baden im
Rhein sowie in Seen. Die Maßnahmen stießen in der Öffentlichkeit
überwiegend auf positive Resonanz.
Die Stadt Duisburg weist
darauf hin, dass das Einhalten der Verhaltensregeln dem guten und
störungsfreien Zusammenleben aller Erholungssuchenden sowie dem
Schutz der Umwelt dient. Die Einhaltung dieser Regeln wird auch
zukünftig bei entsprechender Wetterlage konsequent kontrolliert.
Tag der Duisburger Berufsfelderkundung am Innenhafen
Die Stadt Duisburg, ihre Gesellschaften, die Niederrheinische
Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer sowie der
Unternehmerverband – Soziale Dienste und Bildung laden am
Donnerstag, 9. Juli, von 9 Uhr bis ca. 15.30 Uhr Schülerinnen und
Schüler aller weiterführenden Schulen der Stadt zum „Duisburger Tag
der Berufsfelderkundung“ auf den Johannes- Corputius-Platz am
Innenhafen ein, um sich über die verschiedenen Berufsfelder zu
informieren.
Rund 1.500 Schülerinnen und Schüler aus dem
gesamten Stadtgebiet und aller Schulformen haben sich als
Klassenverbände angemeldet. Bei ca. 40 Duisburger Firmen und
weiteren Informationsständen können Schülerinnen und Schüler der
achten und neunten Klassen verschiedene Berufswelten und
unterschiedliche Berufsfelder praxisnah kennenlernen.
Dabei
werden klassische Handwerksberufe wie Maler und Lackierer sowie
Maurer, aber auch soziale, verwaltungs- und kaufmännische Berufe
vorgestellt und mit praxisnahen Beispielen und Übungen
veranschaulicht. Berufsfelderkundungen sind ein zentraler Baustein
im Rahmen des schulischen Konzepts zur Berufs- und
Studienorientierung. Im Fachunterricht der Schule und in
Beratungsgesprächen werden die Erfahrungen und Anwendungsbezüge
aufgegriffen und weitergeführt.
Ausbildende Betriebe
erhalten durch die Berufsfelderkundung die Möglichkeit, junge
Schülerinnen und Schüler für ihre Berufe und insbesondere für eine
Ausbildung in ihrem Betrieb zu interessieren. Außerdem können vor
Ort direkt Praktika vereinbart werden. Initiiert wird die
Veranstaltung durch die Kommunale Koordinierung des Landesprogramms
„KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss“.

Hofladen und Hofcafé auf dem AWO-Ingenhammshof geöffnet
Mit frischem Saisongemüse, regionalen Produkten und einem
gemütlichen Hofcafé lädt der Hof Besucherinnen und Besucher aus
Duisburg und Umgebung zum Verweilen ein. Der Hofladen und das
Hofcafé auf dem AWO-Ingenhammshof haben seine Türen wieder geöffnet.
Am Samstag kamen bei schönem Sommerwetter zahlreiche Gäste
auf den AWO-Ingenhammshof. Viele nutzten die Gelegenheit, den
Hofladen kennenzulernen, regionale Produkte einzukaufen und die
besondere Bauernhofatmosphäre zu genießen. Ein kleiner Rundgang über
den Hof führt vorbei an Pferden, Eseln, Hühnern, Gänsen und Ziegen,
die vor allem bei den jüngeren Besucherinnen und Besuchern für
Begeisterung sorgen. Frau Vedder öffnet jeden Freitag und Samstag ab
13 Uhr die Ladentür.
Im Hofcafé werden Kaffee, hausgemachter
Kuchen und frische Waffeln angeboten. Darüber hinaus werden der
hofeigene Honig und weitere Honigprodukte aus der Imkerei der
Familie Vedder angeboten. Alle Interessierten sind herzlich
eingeladen, freitags und samstags ab 13 Uhr den Hofladen und das
Hofcafé zu besuchen, regionale Produkte kennenzulernen und einige
gemütliche Stunden auf dem AWO-Ingenhammshof zu verbringen. Unter
dem Motto „Regional. Frisch. Mit Herz gemacht.“ freut sich Frau
Vedder auf viele weitere Gäste.

v. l.: Besucherinnen und Besucher, Susanne Vedder
Stadtmuseum: Führung durch die Ausstellung „Platz gemacht!“
Das Kultur- und Stadthistorische Museum Duisburg lädt am Sonntag, 5.
Juli, um 15 Uhr am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen zu einer
Führung mit Thorsten Fischer durch die Sonderausstellung „Platz
gemacht!“ ein. Die Ausstellung erzählt die Geschichte des
König-Heinrich-Platzes. Auf engem Raum überlagern sich hier mehr als
150 Jahre städtischer Planung, politischer Entscheidungen und
gelebter Geschichte.
Sie beleuchtet die unterschiedlichen
Phasen seiner Entwicklung und richtet dabei auch den Blick auf die
Zeit des Nationalsozialismus, in der der Platz seinen heutigen Namen
erhielt. Die Führung geht der Frage nach, welche Rolle das Zentrum
der Stadt für die Nationalsozialisten spielte, und zeigt zugleich,
wie die Alliierten den Ort in der unmittelbaren Nachkriegszeit im
Sinne der Re-Education nutzten.
Dabei stehen sowohl
persönliche Geschichten als auch die politischen Rahmenbedingungen
im Fokus. Die Teilnahme ist im Museumseintritt inbegriffen und
kostet für Erwachsene 4,50 Euro, für Kinder und ermäßigte Personen
zwei Euro. Das gesamte Programm ist unter
www.stadtmuseum-duisburg.de einsehbar.
„Wahre
Freunde“ geben Sonntagskonzert im Volkspark Rheinhausen
Die Musikgruppe „Wahre Freunde“ gestaltet am Sonntag, 5. Juli, um 15
Uhr das nächste Sonntagskonzert im Volkspark Rheinhausen.
Besucherinnen und Besucher können sich auf einen stimmungsvollen
Nachmittag mit Schlager, Volksmusik und gefühlvollen Melodien
freuen.
Mit ihrer authentischen Bühnenpräsenz und der
spürbaren Nähe zum Publikum stehen die „Wahren Freunde“ für
Unterhaltung mit Herz. Charmant und humorvoll präsentieren sie
bekannte Hits, die zum Mitsingen einladen. Die Sonntagskonzert-Reihe
läuft noch bis zum 9. August. Bis dahin sorgen jeden Sonntag ab 15
Uhr wechselnde Musikerinnen und Musiker unter freiem Himmel für
abwechslungsreiche Unterhaltung. Die Veranstaltungen sind
kostenfrei.
Unterstützt werden die Sonntagskonzerte vom
Bauverein Rheinhausen sowie dem Förderverein für Kultur- und
Brauchtumspflege Rheinhausen und Rumeln-Kaldenhausen e. V.
Terminübersicht: 12.07.2026 – Eddy & Friends 19.07.2026 –
Shanty Chor Duisburg – WSP NRW 26.07.2026 – BSW
Mandolinen-Orchester Krefeld-Oppum 1951 02.08.2026 – Duisburger
Hafenchor 09.08.2026 – Die Bergsteirer Weitere Termine im
Volkspark Rheinhausen: 11.07.2026 – Institut für Popularmusik:
Orchester und Ensemble 29.08.2026 – Westside im Park Aktuelle
Informationen gibt es im Internet unter:
https://www.facebook.com/SonntagskonzerteRheinhausen/
Nächstes
Parkkonzert mit Bläsersymphonie Abtei Hamborn
Die beliebte
Parkkonzertreihe im Jubiläumshain an der Ziegelhorststraße in
Hamborn geht am Sonntag, 5. Juli, ab 11 Uhr mit der Bläsersymphonie
Abtei Hamborn weiter. Unter dem Motto „Kino für die Ohren“ können
sich Besucherinnen und Besucher auf ein abwechslungsreiches Programm
mit bekannten Melodien aus Film und Fernsehen freuen.
Die
Bläsersymphonie Abtei Hamborn wird das Publikum nicht nur auf eine
klangvolle Reise durch die Welt der Filmmusik mitnehmen, sondern
spielt auch Unterhaltungsmusik sowie Originalkompositionen. Das rund
30-köpfige Ensemble zeichnet sich durch eine große Besetzung mit
allen Holz- und Blechblasinstrumenten sowie Schlagwerk und
Kontrabässen aus. Sogar die Celesta, ein außergewöhnliches
Tasteninstrument, ist vertreten.
Noch bis zum 19. Juli
spielen jeden Sonntag wechselnde Musikerinnen und Musiker bei freiem
Eintritt. Unterstützt werden die Konzerte vom Lions Club
Duisburg-Hamborn. Die Terminübersicht: 12.07.2026 – Blasorchester
Lohmühle e.V. 1964 19.07.2026 – Die Bergsteirer Aktuelle
Informationen gibt es im Internet unter:
https://www.facebook.com/ParkkonzerteHamborn
Türöffner-Tag: Stadtwerke Duisburg öffnen Türen des
Wasserwerks Bockum Seit über 150 Jahren versorgen die
Stadtwerke Duisburg die Bürgerinnen und Bürger der Stadt an Rhein
und Ruhr zuverlässig mit sauberem Trinkwasser. Auch in diesem Jahr
nehmen die Stadtwerke Duisburg am 3. Oktober am bundesweiten
Türöffner-Tag der Sendung mit der Maus des Westdeutschen Rundfunks
(WDR) teil.
Das Unternehmen öffnet die Türen des Wasserwerks
Bockum für über 60 Kinder. Die Expertinnen und Experten der
Stadtwerke erklären den kleinen Besucherinnen und Besuchern, was
alles getan werden muss, damit die Trinkwasserversorgung Duisburgs
jeden Tag gewährleistet ist. Bei einem Rundgang durch das Wasserwerk
erfahren die Kinder, wie das Wasser in den Wasserhahn gelangt und
woher es eigentlich kommt.
Kinder müssen für die Teilnahme an
einer der drei Führungen zwischen acht und zehn Jahre alt sein. Wer
teilnehmen möchte, kann sich ab sofort auf der Internetseite des
Türöffner-Tags unter www.wdrmaus.de anmelden. Die Teilnehmerzahl ist
pro Führung auf 20 Kinder begrenzt.
Wasserwerke Wittlaer und
Bockum Die Wasserwerke Wittlaer und Bockum versorgen die
Duisburger Stadtgebiete südlich der Ruhr sowie Rheinhausen mit
Trinkwasser. Jedes Jahr werden rund 30 Milliarden Liter Trinkwasser
zu den Menschen in Duisburg gebracht, das entspricht mehr als 160
Millionen Badewannen.
Türöffner-Tag Beim bundesweiten
Türöffner-Tag öffnen Unternehmen ihre Türen, die sonst nicht für die
Öffentlichkeit zugänglich sind. Erstmalig wurde dieser Tag am 10.
Juli 2011 anlässlich des 40. Geburtstags der Sendung mit der Maus
gefeiert.

Bildquelle: Stadtwerke Duisburg AG
Klimaentscheid: Finanzierung von Wärmewende, Klimaschutz und
Klimafolgenanpassung Offener Brief des BUND Duisburg an
die Ratsmitglieder zur Finanzierung von Wärmewende, Klimaschutz und
Klimafol- genanpassung angesichts von Doppelhaushalt 2027/2028 und
Haushaltssicherungskonzept
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr
geehrte Damen und Herren Ratsmitglieder, Im Laufe von knapp 10
Jahren hat der Rat drei große Themen des Klimaschutzes zwar zur
Kenntnis genom- men, aber finanzierte und fortgeschriebene Maßnahmen
für die Klimaneutralität blieben dünn gesät.
2017 wurde
erstmals ein Klimaschutzkonzept vom Umweltausschuss vorberaten, aber
dem folgte kein syste- matisches Tun: Zwar gab es ein bisschen
Verkehrswende durch den einen oder anderen Wasserstoffbus. Die
Stadtwerke bauten ihr Kohlekraftwerk ab. Aber im Rat gab es keinen
Plan für die Reduzierung der Treib- hausgase, keine Finanzierung,
kein Controlling. 2023 kam das nächste Konzept, das
Klimafolgenanpassungskonzept, kurz KLIAS, denn es war nicht mehr zu
übersehen, dass sich in Duisburg zum Thema Klimaschutz kaum etwas
tat.
Aber auch diesmal wurden konkrete Maßnahmen auf die
lange Bank geschoben. Lapidar hieß es, die Verwaltung solle
Vorschläge ma- chen und dann schauen, ob noch Geld übrig ist. Die
2023 ebenfalls versprochene Roadmap, der Weg zur Klimaneutralität
wenigstens der Stadtverwaltung und der städtischen Gesellschaften,
konnte dem Rat bis heute nicht vorgelegt werden, nach vielen
Sitzungen und der GEBAG Pleite über 160 Mio. € wissen wir, dass auch
dort der weitere Weg, die Maßnahmen und die Finanzierung, unklar und
nicht beschlussreif sind.
2026, noch mal drei Jahre später,
ist Urban Zero Geschichte, KLIAS hat einen schönen Papierfächer mit
Tipps zum Hitzeschutz und 8 Trinkwasserbrunnen für 0,5 Millionen
Einwohner in der heißesten Stadt Deutschlands gebracht. Und Sie
beschließen im Rat weiter Baugebiete auf Kaltluftproduktionsflächen.
Duisburg ächzt seit Jahren unter der ständig steigenden
Hitze. Die Niedrigwasserstände des Rheins beein- trächtigen die
Binnenschifffahrt. Die Verschattung durch großkronige Bäume nimmt
ab, allein 22.000 Bäume weniger seit 2018. Im Winter ist die
Gasrechnung fast unbezahlbar. Die Hütte brennt. Deshalb setzten wir
große Hoffnung in die Kommunale Wärmeplanung, einen Plan mit
Maßnahmen zur Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung und -nutzung und
bezahlbarer regenerativer Wärme.
Tatsächlich hat der Rat am
4.5.2026 seiner gesetzlichen Verpflichtung insoweit genügt, als er
eine Analyse zu den Voraussetzungen der Kommunalen Wärmeplanung
vorgelegt hat. Aber gibt es jetzt Maßnahmen und dafür auch Geld,
fragten sich die Bürgerinnen und Bürger? Für die Gebäudesanierung?
Für die Dekarbonisierung der Fernwärme?
Nein, Geld haben Sie
als Ratsmitglieder dafür nicht eingeplant. Wie schon seit zehn
Jahren soll die Verwal- tung nun auch für die Wärmeplanung übrig
gebliebenes Geld suchen, dann wird es vielleicht eine Maß- nahme
geben. Zeitvorgaben dafür: Fehlanzeige. 2045 – Zieldatum für die
Klimaneutralität von Deutschland – ist ja noch weit entfernt.
Die Finanzierung einer neuen Eissporthalle war Ihnen wichtiger.
Wir zweifeln an der Ernsthaftigkeit Ihres Willens, diese Stadt
entsprechend den gesetzlichen Vorgaben bis 2045 klimaneutral machen
zu wollen. Dies vor allem im Vergleich zu Ihrem Engagement für
Olympia 2036, 2040 und 2046. Da sind sie schon heute bereit, ins
Blaue hinein zu versprechen, dass das Geld da sein wird.
Aber in der heißesten Stadt Deutschlands gibt es keine Finanzplanung
für die Kommunale Wärmepla- nung, und schon gar nicht für die
Klimaneutralität bis 2045. Nun pfeifen es aber die Spatzen von den
Dächern: Die Stadt ist pleite! Der Kämmerer kündigte für den Herbst
2026 ein Haushaltssicherungskonzept (HSK) an. Wir fragen uns: Werden
Sie nach zehn Jahren selbstbestimmter Haushaltsgestaltung, die Sie
genutzt haben, kein Geld für Klimaschutzmaßnahmen auszugeben, nun in
HSK-Zeiten Geld für die Kommunale Wärmeplanung bereitstellen?
Wenn Sie noch einen genehmigungsfähigen Haushalt anstreben, dann
endet jetzt das freiwillige Weg- schauen, denn das
Wärmeplanungsgesetz NRW begründet eine pflichtige
Selbstverwaltungsaufgabe der Kommune gem. § 2
Landeswärmeplanungsgesetz. Die Wärmeplanung wird zum Teil der
Daseinsvor- sorge. Damit ist die Finanzierung entsprechender
Maßnahmen in der Haushaltsplanung unausweichlich, wie auch in den
anderen Feldern der Daseinsvorsorge.
Bis 2030 soll der
Anteil erneuerbarer Energien in der Wärmeversorgung der Gebäude in
NRW von derzeit 12% auf mindestens 30% gem. § 29 Wärmeplanungs-
gesetz NRW erhöht werden. Wir fordern Sie auf, im Rahmen der
Haushaltsberatungen einen echten Maßnahmenplan zur Wärmepla- nung
mit Finanzierung bis 2030 – gesetzlicher Termin zur Bilanzierung der
Wirkung der Maßnahmen – in der Ratssitzung zur Einbringung des
Haushaltes am 28.9.2026 für den Beschluss am 23.11.2026 vorzulegen.
Wir erwarten, dass Sie ausreichend Eigenmittel zur
Finanzierung der vielen Fördermaßnahmen der Kredit- anstalt für
Wiederaufbau (KfW) für die Wärmeplanung im Haushalt einsetzen, um
die Bundes- und Landes- mittel zu nutzen, ohne die keine Kommune die
Wärmeplanung stemmen kann. Wir erwarten, dass Sie zum Kernthema der
Wärmewende, Dekarbonisierung insbesondere der Fernwärme, ausreichend
Gelder zur Unterstützung der Stadtwerke kurz-, mittel- und
langfristig bereitstellen, denn Sie haben geplant, 71% der
Wärmenergie über Fernwärme bereitzustellen.
Wir erwarten,
dass Sie den ÖPNV auf regenerative Energien umstellen, wieder
verlässlich machen und endlich wieder den 10-Minuten-Takt einführen,
um den Autoverkehr zu reduzieren und damit den längst fälli- gen
Beitrag zur Verkehrswende zu leisten – ebenso wie zur Entzerrung des
Verkehrschaos beim Bau der Berliner Brücke.
Wir erwarten,
dass beschlossene Projekte, wie die Ausstattung öffentlicher und
angemieteter Gebäude mit Photovoltaikanlagen, so auskömmlich
finanziert werden, dass Duisburg die in der Kommunalen Wärmepla-
nung beschriebenen Potentiale für diese regenerative Energie auch
tatsächlich nutzt und von seinem letzten Platz im aktuellen
bundesweiten Ranking runterkommt.
Wir appellieren an die
Ihnen als Ratsmitglieder übertragene Verpflichtung, zum Wohl der
Duisburgerinnen und Duisburger Geld bereitzustellen und ins Tun zu
kommen, um das Leben in der heißesten Stadt Deutsch- lands für alle
Bürgerinnen und Bürger klimaneutral, sozial klimagerecht und
gesundheitsverträglich auszugestalten.
Die Dekarbonisierung
der Wärme durch erneuerbare Energien und sozial gerechte und
bezahlbare Wärme sind Kernelemente der Daseinsvorsorge. Wir stehen
jederzeit zu einem ernstgemeinten Dialog bereit, der von der Stadt
zur Roadmap schon wie- der seit mehr als einem Jahr unterbrochen
wurde. Wir behalten uns weiterhin vor, das Recht aller Bürgerinnen
und Bürger auf eine klimaneutrale Stadt ein- zufordern.
Mit freundlichen Grüßen Kerstin Ciesla, Herbert Fürmann ,Gerd
Schwemm, Gabriele Siegert und andere Klimaentscheid Duisburg
Anmerkung der Redaktion "Die Finanzierung einer
neuen Eissporthalle war Ihnen wichtiger" So der "Vorwurf" des
Bündnisses Klimaentscheid. Es ist also Spaltung angesagt. Und das,
obwohl der gesamte Eissport in Duisburg mit Jugend, Schulsport und
überregionalem Vereinsgeschehen im Vordergrund steht.
Es ist
also dem Klimaentscheid egal, ob eine zukunftsträchtige und
klimaneutrale Technologie, die sogar Abwärme an andere Bereiche
abgibt, finanziert wird, anstatt alles aufzugeben. Vielleicht stört
es den Klimaentscheid auch, dass die Stadt gewisse finanzielle
Aufwändungen auch beim MSV Duisburg stemmt, traut sich nur nicht
dies zu verkünden.
Bei aller Wertschätzung zur Sorge um
unser Klima: Feindbilder zu schaffen trägt nicht zu einer
zielorientierten Diskussion bei. Harald Jeschke
Unwetterinformation Der Deutsche Wetterdienst
(DWD) hat ein Video zur aktuellen Wettersituation erstellt.
Meteorologinnen und Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes
informieren Sie damit über bevorstehende überregionale Unwetterlagen
sowie über Hitze- und UV-Warnungen und erklären, wie sie zustande
kommen.
Das "Unwettervideo" wird unter
www.dwd.de, auf YouTube unter
www.youtube.com/DWDderWetterdienst und in der DWD WarnWetter-App
(https://www.dwd.de/DE/service/dwd-apps/dwdapps_artikel.html)
veröffentlicht.
Stadt Duisburg beabsichtigt Einführung einer
Beherbergungssteuer Die Stadt Duisburg beabsichtigt,
zum 1. Januar 2027 eine Beherbergungssteuer einzuführen. Vorgesehen
ist ein Betrag von drei Euro pro Gast und Übernachtung. Ein
entsprechender Satzungsentwurf wird dem Rat der Stadt Duisburg zur
Beratung und Beschlussfassung in seiner kommenden Sitzung am 2. Juli
vorgelegt.
In vielen anderen Städten und Gemeinden gibt es
eine solche Steuer bereits. Die Steuer soll für alle entgeltlichen
Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben gelten. Dabei spielt es
keine Rolle, ob der Aufenthalt aus privaten, touristischen oder
beruflichen Gründen stattfindet. Erfasst werden sollen unter anderem
Übernachtungen in Hotels, Hostels, Gasthöfen, Pensionen,
Privatzimmern und Privatwohnungen, Jugendherbergen, Ferienwohnungen,
Motels, Campingplätzen, Schiffen und vergleichbaren Einrichtungen.
Zahlen muss die Steuer der jeweilige Beherbergungsgast. Die
Beherbergungsbetriebe müssen die Steuer jedoch berechnen,
einbehalten und an die Stadt abführen. Die geplante Satzung sieht
außerdem Melde- und Erklärungspflichten für die Betriebe vor.
Betreiberinnen und Betreiber, die am 1. November 2026 in Duisburg
tätig sind, müssen ihren Betrieb bis spätestens 30. November 2026
bei der Stadt Duisburg anmelden.
Zuständig ist das Amt für
Rechnungswesen und Steuern. Auch Betreiberwechsel,
Betriebsschließungen und andere relevante Änderungen müssen der
Stadt gemeldet werden. Die Betriebe müssen künftig jeweils bis zum
10. Tag nach Ablauf eines Kalendervierteljahres eine Steueranmeldung
einreichen. Das soll über einen amtlich vorgeschriebenen Vordruck
oder über eine zugelassene elektronische Steueranmeldung möglich
sein.
Die Höhe der abzuführenden Beherbergungssteuer müssen die Betriebe
selbst berechnen. Die Stadt Duisburg wird die notwendigen Formulare
und digitalen Möglichkeiten rechtzeitig vor dem Start bereitstellen.
Stimmt der Rat der Stadt dem Satzungsentwurf zu, tritt die
Beherbergungssteuer zum 1. Januar 2027 in Kraft. Die Stadt Duisburg
erwartet dadurch zusätzliche Einnahmen, die zur Finanzierung
kommunaler Aufgaben beitragen sollen.
Duisburg-Laar:
Auf neuen Wegen direkt zum Rhein In Duisburg-Laar ist
ein neuer Weg entlang der Emscherhüttenstraße fertiggestellt worden.
Damit ist ein wichtiges Projekt der Stadterneuerung abgeschlossen.
Erstmals besteht nun eine durchgehende, barrierefreie Verbindung vom
Ortskern bis zum Rheinufer.
Wer hier zu Fuß oder mit dem
Fahrrad unterwegs ist, profitiert von einer attraktiven und sicheren
Wegeverbindung durch viel Grün. Die neue Trasse führt über ehemalige
Industrieflächen und schließt die letzte Lücke zwischen dem Zentrum
von Laar und dem Rheindeich im Bereich Turmstraße/Deichstraße.

Neue Grünwegverbindung in Laar - (C) Stadt Duisburg
Der
Deichpark Laar mit seiner modernen Rheinuferpromenade und
vielfältigen Freizeitangeboten bildet den Endpunkt der Strecke und
hat sich bereits als beliebter Ort für Erholung, Bewegung und
Begegnung etabliert. Auf dem rund 18.000 Quadratmeter großen Areal
wurden Wege, Grünflächen und Aufenthaltsbereiche neu angelegt.
Ein wertvoller Teil des vorhandenen Baumbestands (rund 6500 m²)
blieb erhalten und wurde durch zahlreiche Neupflanzungen ergänzt.
Insgesamt wurden 50 Bäume sowie rund 200 Sträucher gepflanzt.
Entstanden sind großzügige Wiesenflächen und eine Obstwiese mit
Apfel-, Birnen-, Pflaumen-, Kirsch- und Nussbäumen, die das Gelände
zusätzlich aufwertet.
Für die neue Geländestruktur waren
umfangreiche Erdarbeiten erforderlich, unter anderem zur Verfüllung
eines ehemaligen Gebäudekellers. Alte Mauerreste wurden entfernt, um
offene Sichtachsen zu schaffen und das Gelände freundlicher und
übersichtlicher zu gestalten.
Mehrere Brunnenanlagen der
Emschergenossenschaft wurden dabei in die Planung integriert und
bleiben weiterhin zugänglich. Die tiefen gelegenen Grünflächen sind
über neue Wege und eine barrierefreie Rampe komfortabel erreichbar.
Ein massiver Pfeilerbahnkopf wurde aufwendig zurückgebaut und in
eine harmonisch in das Landschaftsbild eingebettete Hügelstruktur
umgewandelt.
Mit der Fertigstellung der Grünwegeverbindung
ist zugleich das letzte noch ausstehende Projekt des Integrierten
Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) für Duisburg-Laar abgeschlossen. In
den vergangenen Jahren wurden unter anderem der Marktplatz
neugestaltet, Spielplätze modernisiert sowie neue Grün- und
Spielflächen geschaffen.
Zahlreiche Gebäude konnten durch
das Hof- und Fassadenprogramm aufgewertet werden. Mit dem Deichpark
Laar verfügt der Stadtteil über einen attraktiven Freiraum, der
Natur, Erholung und Bewegung miteinander verbindet. Die geplante
Sanierung des Deiches an der Deichstraße wird diese Entwicklung in
den kommenden Jahren weiter stärken.
3. Eigentümerforum Hochfeld zum Thema Brandschutz
Das dritte Eigentümerforum Hochfeld findet am Dienstag, den
29. Juni um 18 Uhr in der alten Feuerwache auf der
Friedenstraße 5-7 in Duisburg-Hochfeld statt. Eingeladen sind
Eigentümerinnen und Eigentümer mit Gebäuden in Hochfeld. Die vom
Stadtteilbüro angebotene Veranstaltung ist kostenlos. Im
Mittelpunkt des Forums steht das wichtige Thema Brandschutz. Als
Fachreferent wird der staatlich-anerkannte Sachverständige
Dipl.-Ing. Oliver Kläß von der Firma „IDN Brandschutz Beratende
Ingenieure Kläß PartG mbB“ aus Duisburg einen Vortrag halten. Darin
geht es um Risiken, Verantwortlichkeiten sowie vorbeugende und
organisatorische Brandschutzmaßnahmen im Gebäudebestand – von
aktuellen gesetzlichen Anforderungen bis hin zu praxisnahen
Maßnahmen. Durch die Veranstaltung führen Liberto Balaguer vom
Stadtteilbüro Hochfeld und Jörg Dombrowski als Stadtteilarchitekt.
„Mit dem Eigentümerforum greifen wir wichtige Fragen rund um die
Immobilie auf und bieten Eigentümerinnen und Eigentümern praktische
Hilfestellungen“, sagt Liberto Balaguer. „Natürlich können auch
Fragen an die Referenten gestellt werden und unser
Stadtteilarchitekt, Herr Dombrowski, informiert über die
Antragstellung für das Hof- und Fassadenprogramm.“
Mit Hilfe
dieses Förderprogramms zur Aufwertung des Stadtbildes, unterstützt
die Stadt Duisburg Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer bei
privaten Investitionen in die Bausubstanz ihrer Wohn- oder
Geschäftshäuser. Der nicht rückzahlbare Zuschuss beträgt 50% der
förderfähigen Gesamtkosten. Der Stadtteilarchitekt berät kostenfrei,
vom Antragsverfahren bis hin zur Abrechnung einer
Erneuerungsmaßnahme.
Stadt Duisburg führt die Bezahlkarte ein
Die Stadt Duisburg beginnt ab dem 1. Juli 2026 mit der
schrittweisen Einführung der Bezahlkarte für volljährige Personen,
die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. „Die
Bezahlkarte hat sich schon in anderen Kommunen als geeignetes Mittel
zur Bereitstellung von Leistungen bewährt. Ich bin überzeugt, dass
sie sich auch in Duisburg als sicheres und transparentes Verfahren
durchsetzen wird“, betont Oberbürgermeister Sören Link.
Im
Juli des vergangenen Jahres hat der Rat der Stadt Duisburg
entschieden, von der Opt-out-Regelung des Landes Nordrhein-Westfalen
keinen Gebrauch zu machen. Diese hätte es den Kommunen erlaubt,
Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz auch in anderer Form
als über die Bezahlkarte zu gewähren.
Mit der Bezahlkarte
werden die Leistungen jetzt bargeldlos bereitgestellt. Sie kann für
Einkäufe des täglichen Bedarfs genutzt werden. Zusätzlich können pro
Person monatlich bis zu 50 Euro des Guthabens in bar abgehoben
werden. Die Einführung der Bezahlkarte wird nun nach und nach bis
zum Jahresende umgesetzt, um einen geordneten und für die
Betroffenen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
Im Mai
fanden hierzu bereits mehrsprachige Informationsveranstaltungen
statt, in welchen die neue Auszahlungsform den betroffenen Personen
vorgestellt und die Funktionsweise sowie Nutzungsmöglichkeiten
erläutert wurden.
Bürgergespräch mit Oberbürgermeister Sören Link
Oberbürgermeister Sören Link möchte am Dienstag,
30. Juni 2026, mit den Duisburgerinnen und Duisburgern ins
Gespräch kommen. Termine können am Donnerstag, 18. Juni, angefragt
werden. Interessierten Bürgerinnen und Bürgern steht hierfür das
an diesem Tag freigeschaltete Kontaktformular unter https://www.duisburg.de/dialog
zur Verfügung. Eine telefonische Kontaktaufnahme ist von 8.30
bis 16 Uhr unter (0203) 283- 6111 ebenfalls möglich.
Mit der DVG zur Beecker Kirmes Von
Freitag, 3. Juli, bis Dienstag, 7. Juli, findet die Beecker Kirmes
auf dem Beecker Markt- und Festplatz statt. Aufgrund der Kirmes wird
die Straße Lange Kamp in Duisburg-Beeck gesperrt. Dies hat zur
Folge, dass die Busse der Linie 907 von Mittwoch, 1. Juli, circa 9
Uhr, bis Donnerstag, 9. Juli, circa 10 Uhr, eine Umleitung fahren
müssen.
Während der Öffnungszeit der Kirmes setzt die DVG
zusätzliche Busse auf den Linien 907 und 919 ein. Buslinien 907: In
Fahrtrichtung Beeckerwerth fahren die Busse ab der Haltestelle „Im
Bremmenkamp“ eine örtliche Umleitung über die Möhlenkampstraße und
Ostackerweg zur Ersatzhaltestelle „Lange Kamp“, weiter über
Ostackerweg, Heinrich-Baaken-Straße, Papiermühlenstraße,
Franz-Lenze-Straße und Kaiser-Wilhelm-Straße zur Ersatzhaltestelle
„Beeck Denkmal“, weiter über Hoffsche Straße. Ab da gilt der normale
Linienweg.
Die Haltestelle „Lange Kamp“ wird auf den
Ostackerweg verlegt und die Haltestelle „Beeck Denkmal“ wird auf die
Kaiser-Wilhelm-Straße verlegt. In Fahrtrichtung Holten Bahnhof
fahren die Busse ab der Ersatzhaltestelle „Beeck Denkmal“ eine
örtliche Umleitung über die Hoffsche Straße, Kaiser-Wilhelm-Straße,
Franz-Lenze-Straße, Papiermühlenstraße, Heinrich-Baaken-Straße und
Ostackerweg zur Ersatzhaltestelle „Lange Kamp“ und weiter über die
Möhlenkampstraße.
Ab da gilt der normale Linienweg. Die
Haltestelle „Beeck Denkmal“ wird auf die Hoffsche Straße verlegt und
die Haltestelle „Lange Kamp“ wird auf den Ostackerweg verlegt. Die
Haltestelle „Karl-Albert-Straße“ entfällt für den kompletten
Zeitraum der Sperrung.
Die Citykirche kennenlernen -
Kostenfreie Führung durch Salvator Die Salvatorkirche am
Burgplatz gehört zu Duisburgs bekanntesten und imponierendsten
Gotteshäusern. An jedem ersten Sonntag im Monat informieren
geschulte Gemeindeleute, meist Ehrenamtliche, über die Geschichte,
den Baustil und die besonderen Fenster der über 700 Jahre alten
Stadtkirche neben dem Rathaus.
Am Sonntag, 5. Juli 2026 um
15 Uhr macht Udo Lierenfeld mit Interessierten an verschiedensten
Stellen der Kirche halt und berichtet dazu Wissenswertes und
Kurzweiliges. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, alle
Kirchenführungen in der Salvatorkirche sind kostenfrei. Infos zum
Gotteshaus gibt es unter
www.salvatorkirche.de.
Die Welt auf zwölf
Saiten - Gitarrenduo gibt Konzert in der Pauluskirche
Das Gitarrenduo Schillings & Töpp spielt am 4. Juli um 18 Uhr in der
Pauluskirche Duisburg Hochfeld, Wanheimer Straße 80, unter dem
Konzerttitel „Die Welt auf 12 Saiten“ eigene Kompositionen in der
stilistischen Spannweite von Folk bis hin zum Jazz. Bereits seit
ihrer Jugendzeit musizieren der Berliner Gitarrist Micha Schillings
und sein Ruhrpott-Partner Thorsten Töpp zusammen.
Seit
einigen Jahren entwickeln sie ihre Gitarrenmusik stetig weiter und
zeigen, welch unterschiedliche Farben, Stimmungen und Texturen auf
diesem faszinierenden Instrument möglich sind. Die erfahrenen
Musiker nutzen dabei zahlreiche Anspielungen von Folk über Jazz bis
zu elaborierteren Spieltechniken. Der Eintritt ist frei. Infos zur
Gemeinde gibt es im Netz unter
www.hochfeld-neudorf.de.
Waldgottesdienst am Kammerberg Die
evangelischen Gemeinden der Duisburger Stadtmitte, Neudorf und
Hochfeld und die Evangelische Rheingemeinde (Wanheimerort / Wanheim)
laden herzlich zur Feier der gemeinsamen Waldgottesdienste am
„Heiligen Brunnen“ auf dem Kammerberg in Neudorf ein, und zwar
jeweils am 1. Sonntag der Monate Juni bis September.
Die
Gottesdienste, die eine ganz eigene und besondere Atmosphäre haben
und jeweils 10 Uhr beginnen, werden im Wechsel verantwortet. Den
nächsten richtet die Rheingemeinde am 5. Juli aus, es predigt
Pfarrerin Almuth Seeger. Der Veranstaltungsort ist mit öffentlichen
Verkehrsmitteln (Buslinie 933) über die Haltestellen „Lenaustraße“
und „Nettelbeckstraße“ gut zu erreichen.
Nicht im Lieferumfang enthalten: Verantwortung
Ab dem 1. Juli 2026 will die EU die Spielregeln des
grenzüberschreitenden Online-Handels neu ordnen. Wie nötig das ist,
zeigt die Beratungspraxis des Zentrums für Europäischen
Verbraucherschutz (ZEV). Denn viele Verbraucher merken erst dann, wo
ihre vermeintlich europäische Bestellung tatsächlich herkommt, wenn
etwas schiefläuft: Die Rücksendung soll nach China gehen oder auf
Beschwerden reagiert niemand. Für die europäischen
Verbraucherschützer geht es deshalb um deutlich mehr als die neue
Gebühr.

Europäischer Online-Shop, Versand aus Fernost, Rücksendung ins
Ausland: Grenzüberschreitende Lieferketten machen es Verbrauchern
oft schwer, ihre Rechte durchzusetzen. (Bild: KI-generiert)
Ab Mitte kommender Woche erhebt die Europäische Union für viele
Pakete aus Nicht-EU-Ländern eine neue Zollpauschale. Bislang galt
für Waren im Wert von bis zu 150 Euro eine Zollbefreiung. Ab dem 1.
Juli greift nun eine neue Übergangsregelung. Pro Warenkategorie
werden künftig drei Euro fällig. Das Ziel? Die neue Regelung soll
den rasant wachsenden Online-Handel aus Drittstaaten besser
kontrollierbar machen und für gleiche Spielregeln sorgen –
unabhängig davon, ob ein Händler inner- oder außerhalb der
Europäischen Union sitzt.
Dass Veränderungen dringend
notwendig sind, belegen Zahlen der Europäischen Kommission: Im Jahr
2025 wurden rund 5,8 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von bis
zu 150 Euro in die Europäische Union eingeführt. Umgerechnet sind
das knapp 16 Millionen Sendungen – jeden Tag. Eine Zahl, die in den
vergangenen Jahren rasant gestiegen ist und Zollbehörden,
Marktüberwachung sowie Verbraucherschutz vor immense
Herausforderungen stellt.
Anders als klassische
Containerimporte erreichen viele Waren die Europäische Union heute
als einzelne Paketsendungen. Das erschwert nicht nur die
Zollabwicklung. Auch die Marktüberwachung stößt an Grenzen. Wird ein
fehlerhaftes Produkt in einem Container entdeckt, lässt sich die
gesamte Lieferung kontrollieren. Bei Millionen einzelner Pakete ist
das deutlich schwieriger.
Wer Waren in großem Stil in die
Europäische Union verkauft, darf sich nicht hinter der schieren
Menge verstecken", erklärt Nadine Heselhaus, Bundestagsabgeordnete
(SPD) und stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzende des Zentrums
für Europäischen Verbraucherschutz (ZEV). „Verbraucherinnen und
Verbraucher haben ein Recht auf sichere Produkte und klare
Ansprechpartner – unabhängig davon, woher die Ware kommt."
Wenn die Rücksendung zur Fernreise wird Die Paketflut hat viele
Gesichter. Das Sommerkleid für den Urlaub, die Handyhülle für drei
Euro oder das Ersatzteil für die Kaffeemaschine: Für viele gehören
Bestellungen bei den großen chinesischen Onlineplattformen längst
zum Alltag. Die günstigen Preise machen die Angebote attraktiv. Dass
dieser Markt boomt, zeigt auch der erst kürzlich veröffentlichte
Konsumindex.
Doch nicht jedes Schnäppchen hält, was die
Produktbeschreibung verspricht. Immer wieder warnen Behörden vor
mangelhaften Produkten – von durchschmorenden Ladekabeln über
schadstoffbelastetes Spielzeug bis hin zu Heizsohlen, deren Akkus
bei Benutzung Feuer fangen können. Die Folgen zeigen sich jedoch
nicht nur bei der Marktüberwachung. Auch Verbraucher bekommen die
Strukturen hinter vielen Billigimporten häufig erst dann zu spüren,
wenn etwas schiefläuft.
Das Kleid sieht anders aus als auf
den Produktfotos, die Reklamation bleibt unbeantwortet oder die
Rücksendung nach China kostet mehr als die Ware selbst. Mit solchen
Fällen wenden sich regelmäßig Verbraucher an das ZEV. Oft wird erst
im Problemfall deutlich, wie kompliziert die Durchsetzung von
Ansprüchen außerhalb der Europäischen Union sein kann.
Besonders häufig zeigt sich das beim sogenannten Dropshipping.
Verbraucher bestellen bei einem Online-Händler, der laut Impressum
in der EU sitzt. Der Online-Shop wirkt deutsch oder europäisch,
versendet wird die Ware jedoch direkt aus einem Drittstaat. Meist
fällt das erst auf, wenn die Lieferung ungewöhnlich lange dauert
oder eine Rücksendung erforderlich wird.
Nicht selten stehen
Verbraucher dann aber plötzlich allein da. Händler, Plattformen und
Lieferdienste verweisen aufeinander, Zuständigkeiten bleiben unklar
und Betroffene werden sprichwörtlich von Pontius zu Pilatus
geschickt. Selbst wer sich dann für eine Rücksendung entscheidet,
steht vor dem nächsten Problem: Häufig soll das Paket zurück nach
China. Die Versandkosten übersteigen dabei nicht selten den Wert des
gekauften Artikels.
„Die drei Euro werden die Probleme nicht
lösen", betont Heselhaus. „Für Verbraucher muss am Ende klar sein,
wer verantwortlich ist, wenn etwas schiefläuft. Genau daran fehlt es
heute noch viel zu oft."
Drei Euro als Zwischenlösung Die
Europäische Union arbeitet deshalb bereits an einer deutlich
umfassenderen Reform des Zollsystems. Geplant ist unter anderem,
Online-Marktplätze stärker in die Pflicht zu nehmen. Der Fokus
verschiebt sich damit von der einzelnen Bestellung auf die
Strukturen dahinter. Ziel ist es, gleiche Spielregeln für
europäische Händler und Anbieter aus Drittstaaten zu schaffen, die
Kontrolle von Warenströmen zu verbessern und Verantwortlichkeiten
klarer zu regeln.
Bis Mitte 2028 soll die bisherige
150-Euro-Freigrenze vollständig entfallen. Die neue Zollpauschale
soll die Zeit bis dahin überbrücken und gleichzeitig die
Zollbehörden entlasten. Denn Millionen Einzelsendungen individuell
zu bewerten, wäre in der Praxis kaum zu bewältigen.
„Wer in
Europa verkauft und Geld verdient, darf Verantwortung nicht wie
einen optionalen Lieferbestandteil behandeln", schlussfolgert
Heselhaus. "Der Online-Handel hat sich in den vergangenen Jahren
grundlegend verändert. Jetzt müssen die Regeln Schritt halten."
Probleme mit einer Bestellung aus dem europäischen Ausland?
Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland unterstützt
Verbraucherinnen und Verbraucher aus Deutschland kostenlos bei
grenzüberschreitenden Streitigkeiten mit Unternehmen innerhalb
Europas. Gemeinsam mit den weiteren Europäischen Verbraucherzentren
hilft es dabei, Verbraucherrechte über Ländergrenzen hinweg
durchzusetzen. Träger des EVZ ist das Zentrum für Europäischen
Verbraucherschutz e. V. (ZEV).
Mehr zur neuen Regelung
Vorschläge der Rentenkommission bringen
teilweise Risiken für Wirtschaftswachstum und sozialen Zusammenhalt
Der Abschlussbericht der von der Bundesregierung
eingesetzten Rentenkommission enthält einige sinnvolle Vorschläge
zur Stabilisierung der gesetzlichen Rentenversicherung, beinhaltet
allerdings auch Elemente, die das Wirtschaftswachstum in Deutschland
über die nächsten Jahre spürbar zu dämpfen drohen. Auch könnten
einige der Vorschläge zu sozialen Schieflagen führen. Das ergibt
eine neue gemeinsame Studie des Instituts für Makroökonomie und
Konjunkturforschung (IMK) und des Wirtschafts- und
Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.

Quelle Hans-Böckler-Stiftung
Sinnvoll ist danach etwa die
Ausweitung der Versicherungspflicht auf Selbständige.
Gesamtwirtschaftlich problematisch ist dagegen, dass zum Aufbau
eines neuen Elements der Kapitaldeckung der Beitragssatz für die
Rente ab 2028 zügig um zwei Prozentpunkte steigen soll. Dies
entzieht Kaufkraft und dürfte so Konsumnachfrage und
Wirtschaftswachstum in Deutschland verringern. Eine Folge davon
wären auch niedrigere Einnahmen für Staat und Sozialversicherungen.
Laut den Autor*innen der Studie, Dr. Florian Blank, Prof. Dr.
Sebastian Dullien und Ulrike Stein, PhD, ist zwar der Grundansatz
der Kommission zu begrüßen, permanent in der gesetzlichen
Rentenversicherung ein Sicherungsniveau von 48 Prozent anzustreben.
Ebenfalls erfreulich sei, dass dieses Sicherungsniveau über eine
paritätische Finanzierung der Kosten durch Arbeitgeber und
Arbeitnehmenden finanziert werden soll.
Geplanter Aufbau des
Kapitalstocks ist auf absehbare Sicht vergleichsweise ineffizient
Als problematisch bewerten die Autor*innen aber, dass die
Stabilisierung des Rentenniveaus durch einen neuen Kapitalstock
erreicht werden soll. Das sei auf absehbare Sicht vergleichsweise
ineffizient. „Ein Fonds am Aktienmarkt muss erst einmal mühsam
aufgefüllt werden, bevor man Erträge auszahlen kann.
Ein aus Beiträgen gespeister Kapitalstock ist
deshalb ungeeignet, schnell Entlastung für die Rentenversicherung zu
bringen“, erklärt der Wissenschaftliche Direktor des IMK, Sebastian
Dullien. „Der jetzt gewählte Weg bedeutet, dass in den kommenden
Jahrzehnten Erwerbstätige zunächst doppelt bezahlen müssen – einmal
für die Rente der Älteren und einmal zum Aufbau des Kapitalstocks.“
So würde aus dem entsprechenden Vorschlag der Kommission nach
Berechnungen von IMK und WSI folgen, dass der Beitragssatz zur
gesetzlichen Rentenversicherung bis 2032 von derzeit 18,6 Prozent
auf rund 22 Prozent steigen dürfte. Ohne den Aufbau des
Kapitalstocks würde der Beitrag 2032 nur bei 20,4 Prozent liegen.
Zudem kommen auf den Bundeshaushalt Anfang der 2030er Jahre
Zusatzkosten in Milliardenhöhe zu. Grund ist die von der Kommission
vorgeschlagene steuerfinanzierte Kompensation für r
entennahe
Versicherte, die für den Aufbau des Kapitalstocks zahlen müssen,
aber dabei wegen des kurzen Zeithorizonts nur geringe Erträge
erwarten können. „Der Aufbau des Kapitalstocks macht kurz- und
mittelfristig die Stabilisierung des Rentenniveaus teurer, nicht
billiger“, so Dullien. Man hätte alternativ die gleiche
Stabilisierung des Rentenniveaus bis 2050 mit einem geringeren
Anstieg der Beitragssätze erreichen können, wenn man dies rein über
höhere Beiträge statt über den Umweg eines Kapitalstocks organisiert
hätte, so die Wissenschaftler*innen von IMK und WSI.
Es gäbe
gesamtwirtschaftlich bessere Alternativen für eine Kapitaldeckung
Da die höheren Beitragssätze größere Abzüge vom Lohn und damit
weniger verfügbare Einkommen bei den Haushalten bedeuten, sei für
die nächsten Jahre mit einem durch eine solche Reform gedämpften
Konsumwachstum in Deutschland zu rechnen. Denn anders als
Beitragszahlungen im Umlageverfahren, die zeitnah für höhere
Alterseinkommen sorgen, werden die Beiträge zum Aufbau des
Kapitalstocks für längere Zeit dem Wirtschaftskreislauf entzogen,
weil sie an den internationalen Kapitalmärkten angelegt sind.
„Das ist besonders problematisch, weil die deutsche Wirtschaft
derzeit entscheidend auf die Binnennachfrage angewiesen ist“,
analysiert Dullien. Von 2028 an könnte der Kapitalstock nach dem
Vorschlag der Kommission so nach Modellrechnungen von IMK und WSI in
der Summe rund ein Prozent Wirtschaftswachstum und knapp 250.000
Jobs kosten.
Als Lösung schlagen die Wissenschaftler*innen
vor, über eine andere Art der Finanzierung des Kapitalstocks
nachzudenken. Das von der Ampel-Koalition geplante
Generationenkapital, das über einen Bundeskredit befüllt werden
sollte, etwa hätte einen Kapitalstock geschaffen, ohne kurzfristig
das Wachstum zu dämpfen. Ebenso könne man überlegen, ob ein
Generationenfonds über eine einmalige Vermögensabgabe befüllt werden
könne.
Auch wäre eine verpflichtende betriebliche
Altersvorsorge für alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
in Deutschland eine wachstumsfreundlichere Option, weil schon rund
die Hälfte der Menschen in Deutschland heute derart abgesichert ist
und darum die negativen kurzfristigen Effekte auf Konsum und
gesamtwirtschaftliche Nachfrage geringer ausfallen würden.
Wachsende soziale Risiken für Menschen, die aus gesundheitlichen
Gründen nicht bis zur Regelaltersgrenze arbeiten können Neben den
gesamtwirtschaftlichen Problemen sehen die Wissenschaftler*innen
auch soziale Risiken aus den Vorschlägen. Die Abschaffung der
abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte sei für
jene Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen die
Regelaltersgrenze nicht erreichten, unsozial und schwäche den
Sicherungscharakter des Systems.
Dieses Problem werde noch
einmal durch die ebenso problematische Erhöhung der
Regelaltersgrenze verschärft. Hier müsse darauf geachtet werden,
dass die von der Kommission vorgeschlagenen Härtefallregeln
angemessen und niedrigschwellig umgesetzt werden. Positiv seien
hingegen die Vorschläge zu bewerten, Anrechnungsregeln in der
Grundsicherung im Alter großzügiger zu gestalten, damit Menschen,
die Sozialversicherungsbeiträge eingezahlt haben, mehr verfügbares
Einkommen haben, als jene, die keine oder geringe Beiträge geleistet
haben.
Kritisch sehen Blank, Dullien und Stein schließlich,
dass die Kommission ihren Auftrag sehr eng verstanden hat. „Die
wahren Stellschrauben für die Nachhaltigkeit der Rentenversicherung
liegen in einer etwas höheren Zuwanderung und der Erschließung
bislang ungenutzter Beschäftigungspotenziale am Arbeitsmarkt, etwa
bei Frauen und Langzeitarbeitslosen“, so Dullien. „Diese Fragen hat
die Kommission leider gar nicht betrachtet – was dazu führt, dass
sie jetzt auch politisch wohl nicht diskutiert werden.“
Digitaler Dienstag“ informiert über 3D-Druck
„3D-Druck verstehen – Zukunft zum Anfassen“ ist der Titel einer
Veranstaltung in der Reihe „Digitaler Dienstag“ der Stadtbibliothek
Duisburg, der am Dienstag, 30. Juni, in der Zentralbibliothek,
Steinsche Gasse 26, von 17 bis 18 Uhr stattfindet. Interessierte
erhalten einen verständlichen Einblick in eine Technologie, die aus
unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist.
Die Veranstaltung
bietet einen spannenden Blick in eine Welt, in der Ideen Formen
annehmen, von der Medizin bis zur Mode. Der „Digitale Dienstag“
bietet jeden Dienstag ab 17 Uhr einen verständlichen Zugang zu
alltagsrelevanten digitalen Themen, ohne technische Fachsprache und
mit viel Raum für individuelle Anliegen. Auch Erwachsene mit
geringen digitalen Vorkenntnissen sind herzlich willkommen. Die
Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Neuer Sachbuchzirkel in der Zentralbibliothek
Ein neuer Sachbuchzirkel findet am Donnerstag, 2. Juli,
von 17 bis 18 Uhr in der Zentralbibliothek an der Steinschen Gasse
26 in der Innenstadt statt. Unter der Überschrift „Spannende
Fachgebiete – spannende Bücher“ stellt das Team der Bibliothek
interessante Titel aus unterschiedlichen Fachgebieten vor.
Die Teilnehmenden erwarten inspirierende Einblicke, verständliche
Erklärungen und anregende Diskussionen zu Themen wie Wissenschaft,
Geschichte, Technik und vielem mehr. Wer sich gerne mit anderen
austauschen und neue, fachübergreifende Perspektiven entdecken
möchte, ist eingeladen, Teil einer neugierigen und fachkundigen
Runde zu sein. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung auf
www.stadtbibliothek- duisburg.de unter „Veranstaltungen“ wird
gebeten.
Vor 10 Jahren am 3. Juli 2016 in der BZ: 80 Jahre Siedlung
Sittardsberg
|