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Europäisches Parlament fordert dauerhaftes EU-Engagement im Kampf gegen Krebs

Straßburg/Duisburg, 12. Februar 2026 - Die Europaabgeordneten fordern die EU auf, ihr politisches Engagement sowie Finanzierung und Koordinierung für die vollständige Umsetzung von Europas Plan gegen Krebs zu erneuern.

Mit 427 Stimmen dafür, 15 dagegen und 93 Enthaltungen verabschiedete das Europäische Parlament am Donnerstag in Straßburg eine Entschließung anlässlich des diesjährigen Weltkrebstages (4. Februar).

• Eigenes EU-Gesundheitsprogramm im nächsten langfristigen EU-Haushalt nötig
• Besserer Zugang zu Krebsbehandlungen für Patientinnen und Patienten in ganz Europa
• Abbau finanzieller Benachteiligung von Krebsüberlebenden
• Im Jahr 2024 wurde bei 2,7 Millionen Menschen in der EU Krebs diagnostiziert, 1,27 Millionen Menschen starben an der Krankheit

Zweckgebundene Gesundheitsmittel im nächsten langfristigen EU-Haushalt
Um Kontinuität und planbare Investitionen in zentrale EU-Initiativen wie den Europäischen Plan zur Krebsbekämpfung sicherzustellen, fordern die Europaabgeordneten ein eigenes EU-Gesundheitsprogramm im langfristigen EU-Haushalt 2028–2034. 
Sie verlangen von der Kommission und den Mitgliedstaaten, Gesundheit und onkologische Versorgung als soziale Investitionsziele anzuerkennen, die über nationale und regionale Partnerschaftspläne (NRPP) erreicht werden können. 
Dazu gehören unter anderem die Unterstützung langfristiger Krebsinfrastrukturen wie Impf- und Screeningprogramme, die Entwicklung von Fachpersonal sowie robuste onkologische Datensysteme.

Zugang zu Arzneimitteln, innovativen Therapien und grenzüberschreitender Krebsversorgung verbessern

Das Europäische Parlament bekräftigt seine Forderung nach einem fairen, zeitnahen und bezahlbaren Zugang zu onkologischen Arzneimitteln und innovativen Therapien in der gesamten EU. 
Die Kommission sollte in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten freiwillige gemeinsame Beschaffungen erleichtern, Preistransparenz fördern und einen schnelleren Marktzugang für lebensrettende Krebsbehandlungen unterstützen.
Die Europaabgeordneten fordern zudem einen erleichterten länderübergreifenden Zugang zu spezialisierter Krebsversorgung und zu klinischen Studien, insbesondere bei seltenen und komplexen Krebsarten.

Das „Recht auf Vergessenwerden“ für Krebsüberlebende stärken
Die EU und ihre Mitgliedstaaten müssen mehr tun, um Krebsüberlebende in ganz Europa vor finanzieller Diskriminierung zu schützen, unter anderem durch die Anwendung des „Rechts auf Vergessenwerden“, heißt es in der Entschließung. 
Zudem wird ein harmonisierter Rahmen gefordert, der Krebsüberlebenden den Zugang zu Finanzdienstleistungen wie Hypotheken, Krediten und Versicherungen garantiert.

Krebs ist derzeit nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in der EU. Im Jahr 2024 wurden in der EU rund 2,7 Millionen neue Krebsdiagnosen gestellt, etwa 1,27 Millionen Menschen starben an der Krankheit. 
Der Ausschuss für öffentliche Gesundheit des Europäischen Parlaments erarbeitet derzeit einen Umsetzungsbericht zur Bewertung der Fortschritte bei den EU-Initiativen.