'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


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Freitag, 21. März 2025

Internationaler Tag gegen Rassismus und Welttag der Poesie

Bezirksregierung Düsseldorf: Erneute Öffentlichkeitsbeteiligung zur Windenergieplanung startet am 21. März 2025    
Die Änderung der Festlegungen zu Windenergieanlagen im Regionalplan kommt voran! Die Unterlagen zur entsprechenden 18. Änderung des Regionalplans wurden grundlegend überarbeitet. Auf dieser Basis hat der Regionalrat Düsseldorf am 05. März 2025 einstimmig eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit und öffentlicher Stellen beschlossen.   Beteiligungsunterlagen online verfügbar  

Die entsprechenden Verfahrensunterlagen sind ab dem 21. März 2025 bis einschließlich zum 22. April 2025 online über das Beteiligungsportal des Landes Nordrhein-Westfalen „Beteiligung NRW“ unter dem Titel 18. Änderung des Regionalplans Düsseldorf (RPD) öffentlich einsehbar LINK (https://url.nrw/rpd)  

In dem oben genannten Zeitraum besteht für die Öffentlichkeit sowie die in ihren Belangen berührten öffentlichen Stellen die Möglichkeit, zu dem Planentwurf, zu seiner Begründung und zum Umweltbericht Stellung zu nehmen. Die maßgeblichen Informationen hierzu finden Sie auf den Internetseiten der Bezirksregierung Düsseldorf im Amtsblatt Nr. 11 vom 13.03.2025.  


In Zeiten von Trump, Putin, Kim und Co: „Menschenwürde schützen“
Motto des diesjährigen Welttages gegen Rassismus und spricht über Handlungsmöglichkeiten
Rassismus hat viele Gesichter. Die Anti-Rassismus-Konvention der Vereinten Nationen (UN) definiert rassistische Diskriminierung als „jede auf der vermeintlichen ethnischen Herkunft.


Ob ‚Rasse‘, Hautfarbe, Abstammung oder nationalen Ursprungs beruhende Unterscheidung, Ausschließung, Beschränkung oder Bevorzugung, die zum Ziel oder zur Folge hat, dass dadurch ein gleichberechtigtes Anerkennen, Genießen oder Ausüben von Menschenrechten und Grundfreiheiten im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem sonstigen Bereich des öffentlichen Lebens vereitelt oder beeinträchtigt wird“.

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Folgen für Betroffene oft schwerwiegend sind. Unabhängig von seiner Ausprägung, in subtiler Form im privaten oder beruflichen Umfeld, über Kommentare oder strukturell und institutionell durch die Benachteiligung von Menschen oder Gruppen – jede Form der rassistischen Diskriminierung ist herabwürdigend und trifft damit auch die Menschenwürde.


Die aus der Erfahrung mit rassistischer Diskriminierung resultierenden Lebensumstände führen nicht selten zu einer schlechteren psychischen Gesundheit. Das Risiko, an Angststörungen, Depressionen, Psychosen, Suchterkrankungen oder einer posttraumatischen Belastungsstörung zu erkranken, steigt. Das kann sich negativ auf die grundsätzlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie finanziellen Ressourcen und damit wieder auf die gesellschaftliche Teilhabe auswirken.


Laut Mediendienst Integration machen rund 22 Prozent der Bevölkerung in Deutschland, also etwa ein Fünftel, im Laufe des Lebens Erfahrung mit rassistischer Diskriminierung. Die Dunkelziffer dürfte um einiges höher liegen. Rassismus schwächt nicht nur Betroffene und ihr Umfeld, sondern beeinflusst die Entwicklung gesellschaftlicher Strukturen allgemein. Das Motto „Menschenwürde schützen“ macht deutlich, wie wichtig es ist, als Gesamtgesellschaft hinzuschauen und dem allgegenwärtigen Rassismus im Alltag entgegenzutreten.


Auf vielfältige Weise können wir alle – Einzelpersonen wie auch Organisationen und Institutionen – Maßnahmen ergreifen, die rassistischen Tendenzen entgegenwirken. Es gibt viele Möglichkeiten, wir können in Kontakt treten, eigene Vorurteile reflektieren, Diversität zulassen und sichtbar machen, Betroffene unterstützen, Zivilcourage zeigen und Chancengleichheit fördern.

Der BDP ruft am Welttag gegen Rassismus 2025 zum gemeinsamen „Menschenwürde schützen“ auf. Wir alle sind aufgerufen, gegen Rassismus und für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt einzustehen. Indem wir die Menschenwürde jedes einzelnen Menschen schützen, stärken wir die Gesellschaft im Allgemeinen.

Band-Wettbewerb am 4. und 5. April
Nachwuchs- und Newcomer-Bands der Region kämpfen am 4. und 5. April im städtischen Kinder- und Jugendzentrum „Die Mühle“ in DuisburgFriemersheim um einen von zwei begehrten Festivalauftritten bei den Slot Battles. Die Gewinner des jeweiligen Abends spielen dann beim etablierten Festival „Rage Against Racism“.

An beiden Abenden treten jeweils mehrere Bands gegeneinander an und haben 30 Minuten Spielzeit, um das Publikum von sich zu überzeugen. Die Auftrittsreihenfolge bleibt bis zum Abend geheim, um Chancengleichheit zu gewährleisten. Am Ende entscheidet das Publikum per Abstimmung, welche Bands sich durchsetzen und im Sommer auf der Festivalbühne stehen werden.


Die teilnehmenden Bands sind am Freitag, 4. April, die Bands Soul Breed, Coven Call, Abyss Factory und Aereum. Am Samstag, den 5. April treten die Bands Crash Pilots, Redefined, El Postre und Depraved Entity gegeneinander an. Einlass ist jeweils ab 18.30 Uhr, der Eintritt kostet jeweils fünf Euro. Die Einnahmen dienen zur Deckung der Veranstaltungs- und der späteren Festivalkosten.


Dank des ehrenamtlichen Engagements bleibt das Festival weiterhin als kostenloses Umsonst- und Draußen-Event für Musikbegeisterte erhalten. Seit über 20 Jahren setzt das „Rage Against Racism“-Festival als kostenloses Open-Air-Event in Duisburg ein lautes Zeichen gegen Rassismus. Jetzt können aufstrebende Bands ihr Talent unter Beweis stellen und sich ihren Platz im Festivalprogramm bei den Slot Battles erspielen.


Das Rage Against Racism Festival hat sich über die Jahre als wichtiger Bestandteil der regionalen Kulturlandschaft etabliert. Neben hochkarätigen Bands steht es für eine klare gesellschaftliche Haltung und bietet insbesondere Nachwuchskünstlern eine Bühne. „Viele Bands, die hier noch als recht unbekannte Newcomer aufgetreten sind, haben später eine tolle Karriere gemacht!“, sagt Jan Wirtgen, Vorsitzender des Fördervereins des Jugendzentrums „Inne Mühle e.V.“.


Interessierte Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, die Slot Battles live mitzuerleben, die auftretenden Bands zu unterstützen und aktiv darüber mitzuentscheiden, wer im Sommer auf der großen Bühne stehen wird. Weitere Informationen gibt es auf der Festival-Website: https://www.rageagainstracism.de/


Welttag der Poesie

Ein Fest für die Lyrik: Der 21. März ist Welttag der Poesie. Seit dem Jahr 2000 feiert der Tag die sprachliche Vielfalt und mündliche Traditionen rund um den Globus. In Deutschland findet die zentrale Veranstaltung zum Welttag unter Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission. Im Berliner Haus für Poesie werden ab 19.30 Uhr sechs Dichterinnen und Dichter von drei Kontinenten ihre Werke vortragen.

„Der Welttag ist eine Feier der kulturellen und sprachlichen Vielfalt, die durch die einzigartige Form der Poesie zum Ausdruck kommt“, erklärt der Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission Roman Luckscheiter.

„Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche bietet uns Lyrik einen Raum der Reflexion. Sie kann Quelle für Freude und Hoffnung sein, Menschen zusammenbringen und denjenigen eine Stimme geben, die oft ungehört sind.“


Forderung: „Altschulden sollen im Koalitionsvertrag geregelt werden“
Die Diskussion um die Beteiligung des Bundes an der Altschuldenlösung der Kommunen spitze sich zu, dies ist derzeit aus Verhandlungskreisen zu vernehmen. Das Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ mahnt deshalb eindringlich, die Belange der Kommunen zu berücksichtigen. Das Aktionsbündnis hat die klare Erwartung, nachdem nun alle betroffenen Bundesländer ein entsprechendes Landesmodell vorgestellt haben, dass jetzt auch der Bund zu seiner Verantwortung steht.


„Die Altschulden der Städte und Gemeinden sind entstanden, weil Bundes- und Landesgesetze, die die Kommunen ausführen müssen, nicht auskömmlich finanziert sind. Um einen Kollaps der Städte zu verhindern, müssen die Koalitionäre das Thema der Altschulden jetzt im Koalitionsvertrag regeln“, so Martin Murrack, Sprecher des Aktionsbündnisses sowie Kämmerer und Stadtdirektor in Duisburg.


„Wenn die Lösung jetzt nicht kommt, wird das viele Geld aus den Sondervermögen verpuffen, weil die Bürgerinnen und Bürger in den Städten vor Ort merken, dass der Staat nicht funktioniert. Das merken die Bürgerinnen und Bürger an Straßen, Schulen, Kitas und hohen Gebühren, Steuern und Abgaben vor Ort“, betont Silke Ehrbar-Wulfen, Kämmerin aus Gladbeck und ebenfalls Sprecherin des Aktionsbündnisses.

Bundesfinanzminister Jörg Kukies hatte im Januar 2025 eine Vorlage für eine Grundgesetzänderung ins Bundeskabinett eingebracht, die eine kommunale Altschuldenlösung ermöglicht. Durch diese würde der Bund bei Beteiligung der Bundesländer die Hälfte der kommunalen Altschulden übernehmen.

Eine neue Regierungskoalition ist nun in der Pflicht sicherzustellen, dass diese beschlossene Vorlage schnellstmöglich mit den notwendigen Mehrheiten in Bundestag und Bundesrat verabschiedet wird, so die Forderung des Aktionsbündnisses. Das Aktionsbündnis “Für die Würde unserer Städte” kämpft seit Jahren für eine angemessene Finanzausstattung und eine Lösung der Altschuldenfrage.


Siebte Kontrolle in Neumühl: Stadt überprüft zwei weitere Häuser an der Max-Planck-Straße
Die Stadt Duisburg hat am heutigen Donnerstag die Kontrollen des Wohnkomplexes Otto-Hahn-Straße/Max-Planck-Straße im Stadtteil Neumühl fortgesetzt. Ab 6.30 Uhr wurden zwei weitere Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 42 Wohnungen an der Max-Planck-Straße überprüft. Das Bürger- und Ordnungsamt führte eine melderechtliche Kontrolle durch. Die Behörden sicherten aber auch Eigentümervertreter bei der Begehung der Immobilien ab.


In den Häusern besteht der Verdacht auf illegalen Bezug von Wohnungen. An der Aktion waren erneut die Ausländerbehörde mit Dolmetschern und die Polizei beteiligt. Insgesamt waren 20 Kräfte vor Ort im Einsatz. In den heute kontrollierten Immobilien sind laut Melderegister insgesamt 53 Personen registriert. Angetroffen wurden indes nur 42 Personen, von denen 39 bei der Stadt Duisburg gemeldet sind. Ein offizielles Mietverhältnis konnten 38 Personen vorweisen. Alle angetroffenen und nicht angemeldeten Personen werden an die Meldebehörde zur weiteren Bearbeitung übermittelt.


Bei den gemeldeten, aber nicht angetroffenen Personen wird die Abmeldung von Amts wegen geprüft. Die Polizei Duisburg hat heute zwei Strafanzeigen wegen Einmietbetrugs/Hausfriedensbruchs gefertigt. Der Eigentümer hat alle nicht bewohnten Wohnungen unmittelbar nach den Kontrollen entrümpelt und durch einen Schlüsseldienst verschlossen. Bei unrechtmäßig bewohnten Wohnungen wird er einen Räumungstitel erwirken. In den kommenden Wochen werden die noch ausstehenden Immobilien in dem Wohnkomplex kontrolliert.


Studie: Folgen des Arbeitsplatzabbaus in der Stahlindustrie in Duisburg  
Ein weiterer Stellenabbau in der Stahlindustrie in Duisburg hätte Folgen für die gesamte deutsche Wirtschaft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der IW Consult, einer Tochter des Instituts der deutschen Wirtschaft, im Auftrag der Stadt Duisburg. Modellrechnungen zeigen: Sollte die Zahl der Arbeitsplätze in der Duisburger Stahlindustrie um 11.000 zurückgehen, wären in ganz Deutschland mittelfristig bis zu 55.000 Jobs gefährdet.


Das Bruttoinlandsprodukt würde um 5,6 Milliarden Euro schrumpfen. Besonders betroffen wären Unternehmen der Automobil- und Maschinenbaubranche, die stark auf Duisburger Stahl angewiesen sind. Fast die Hälfte des deutschen Stahls wird in Duisburg produziert, seit 2019 ist die Zahl der dort Beschäftigten um fast elf Prozent gesunken. Eine Chance sieht die Studie in der klimaneutralen Produktion. Mit den richtigen politischen Rahmenbedingungen könnte Duisburg zum globalen Vorreiter in der grünen Stahlproduktion werden. idr
Unter https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/tillman-hoenig-benita-zink-stellenabbau-koennte-bundesweit-bis-zu-55000-arbeitsplaetze-kosten.html stehen alle Studienergebnisse.


Weiße Riesen in Duisburg-Hochheide: Sprengtermin für das dritte Hochhaus im Juli 2025
Die nachhaltige Entwicklung des Stadtteils Duisburg-Hochheide erreicht in diesem Sommer einen weiteren Meilenstein: Am Sonntag, 27. Juli 2025, plant die Stadt Duisburg die Sprengung des dritten sogenannten Weißen Riesen. Nachdem 2019 das erste Hochhaus und 2021 das zweite im Wohnpark Hochheide abgerissen worden sind, soll jetzt der vorerst letzte Wohnturm gesprengt werden.

Erste Spreung eines Weißen Riesen erfolgte am 24. März 2019.

Spektakuläres Ereignis und

mit grandioser Präzision fiel der erste Weiße Riese in sich zusammen - Fotos Sadt Duisburg


Die zweite Sprenung gab es am 5. September 2021

So.05.09: BZ-Duisburg war vor Ort. Nico Herbertz von der Sprengung.



'High Noon' plus 10 Minuten fiel der zweite Weiße Riesen in Duisburg-Homberg


Bei dem Hochhaus handelt es sich um einen „kleinen“ Weißen Riesen. Die letzten Bewohnerinnen und Bewohner dieses Hochhauses sind im Juli 2020 ausgezogen. „Mit der Sprengung des dritten Weißen Riesen machen wir für Hochheide einen weiteren wichtigen Schritt nach vorne: Wo Beton lange dominiert hat, entsteht nun ein grüner Stadtpark“, sagt Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg.


„Ich freue mich sehr, wenn wir mit dem Abriss ein großes Etappenziel zur Aufwertung des Quartiers geschafft haben und für alle sichtbar zeigen können: Duisburg gestaltet seine Zukunft – nachhaltig, lebenswert und gemeinsam mit den Menschen, die hier zu Hause sind.“

Im vergangenen Jahr hat die Stadtverwaltung die Duisburger Infrastrukturgesellschaft mbH (DIG) mit der Leitung des Projekts beauftragt. Es erfolgte ein umfassendes und europaweites Vergabeverfahren. Ende 2024 erhielt schließlich das deutsch-österreichische Unternehmen Porr Becker Abbruchtechnik GmbH den Zuschlag für den Abriss des Hochhauses. Die tatsächliche Sprengung übernimmt die Thüringer Spreng GmbH, die bereits bei den vorangegangenen beiden Sprengungen der Weißen Riesen beteiligt war.


Im Dienst der Stadt steht zudem die rebuild.ing GmbH, die für die beiden ersten Sprengungen die Generalplanung erbrachte. Der „kleine“ Weiße Riese ist gleich dem zuletzt gesprengten Hochhaus rund 63 Meter hoch und ungefähr 17 Meter breit, jedoch nur zweizügig und somit nur etwa 45 Meter lang. Die Platzverhältnisse infolge nachbarschaftlicher Bebauung sind auch diesmal der Grund, um die komplexe, aber erprobte „Kipp-Kollaps-Faltung“ bei der Sprengung einzusetzen.


Dabei werden zwei Sprengebenen mit gegenläufigen Fallrichtungen zeitversetzt gezündet, sodass sich das Gebäude im Kippen in seiner Höhe reduziert und somit weniger Fläche für das sogenannte Fallbett benötigt wird. Auf diese Weise werden unter anderem auch die Auswirkungen – etwa durch Erschütterungen beim Einsturz – weniger spürbar sein.


Seit Dezember 2024 laufen umfangreiche Vorbereitungen: Die Entkernung des Gebäudes sowie die schadstofftechnische Sanierung sind in vollem Gange. Wegen der Bausubstanz aus den 1970ern sind auch bei diesem Weißen Riesen umfassende Maßnahmen notwendig, um Asbest und polychlorierten Biphenylen (PCB) sowie sonstige Schadstoffe zu entfernen. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten kann die finale Sprengung erfolgen. Die asbesthaltigen Fassaden sind bereits weitestgehend demontiert.


Die Entfernung der Schadstoffe im Innenbereich ist zu rund einem Drittel abgeschlossen. Zum Hochhausabriss gehört auch der Teilabbruch der angrenzenden Tiefgarage, was bereits geschehen ist. Die Sprengung wird mit größter Sorgfalt und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt. Sie wird in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und den Anwohnerinnen und Anwohnern geplant.


Mit der Festlegung des Sprengtermins beginnt auch die Organisation aller Maßnahmen, um die Sicherheit und Ordnung vor Ort rund um die Sprengung zu gewährleisten. Dazu gehören zum Beispiel die Festlegung der Evakuierungs- und Sperrzonen sowie Schutzmaßnahmen gegen Staub. Dabei profitieren die Planerinnen und Planer von den Erfahrungen aus den beiden bereits erfolgreich durchgeführten Sprengungen.


Zum Hintergrund: Mit dem vom Rat der Stadt Duisburg beschlossenen „Integrierten Handlungskonzept“ für das Sanierungsgebiet Hochheide soll der Stadtteil stabilisiert und zukunftsfähig aufgestellt werden. Dazu gehört, dass Hochhäuser mit einem hohen Anteil leerstehender, perspektivisch nicht mehr vermarktbarer Wohnungen vom Wohnungsmarkt genommen und abgerissen werden.


Die Sanierungsmaßnahme in Duisburg-Hochheide hat das Ziel, die Lebensqualität der Menschen vor Ort spürbar zu verbessern. Dabei geht es darum, die Gebäude und Infrastruktur so weiterzuentwickeln, dass sie den sozialen und wirtschaftlichen Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner entsprechen. Gleichzeitig wird die Siedlungsstruktur an Umweltstandards und gesunde Lebensbedingungen angepasst.


80 Prozent der Projektkosten werden vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ finanziert. Weiterführende Links zur Stadtteilentwicklung finden Sie unter: https://www.duisburg.de/microsites/pbv/planen_bauen/integrierteshandlungskonzept-hochheide/integriertes-handlungskonzept-hochheide.php

Der Wohnpark Hochheide mit seinem Ensemble aus sechs Wohnhochhäusern ist in den Jahren von 1969 bis 1974 auf einem Teilgelände der Bergarbeitersiedlung Rheinpreußen entstanden. Von den ehemals sechs Gebäuden werden nach der aktuellen Sprengung im Sommer 2025 dann noch drei stehen. Die übrigen Hochhäuser und deren Wohnungen befinden sich in Privatbesitz und sind in Teilen durch eine vielfältige Eigentümerschaft geprägt.

Der für die Sprengung vorgesehene Weiße Riese in Zahlen:
- Baujahr: 1972 - 160 Wohnungen
- 22 oberirdische Geschosse, 2 unterirdische Geschosse
- Länge: 45 m, Breite: 17 m, Höhe: 63 m
- Volumen: 53.500 m³
- Brutto-Geschossfläche: ca. 17.300 m²
Mehr Infos unter: https://www.duisburg.de/sprengung

Duisburg: 212.200 Wohnungen in 63.600 Häusern sind älter als 45 Jahre
Duisburgs Abgeordnete in Berlin: „Wohnen ist das A und O“

Ob aus Stein, Beton oder Holz: In Duisburg gibt es rund 82.800 Häuser mit rund 258.300 Wohnungen. Ein Großteil davon ist längst in die Jahre gekommen: Rund 63.600 der Gebäude wurden vor 1980 gebaut. Das geht aus einer statistischen Auswertung zum Gebäudebestand hervor, die das Pestel-Institut für die IG BAU Duisburg-Niederrhein gemacht hat.


Die Bau-Gewerkschaft will damit den Wohnungsbau in den Fokus rücken – den Neubau genauso wie die Sanierung älterer Gebäude: „Damit da in Duisburg mehr passiert, muss die neue Bundesregierung für den Wohnungsbau eine Offensive starten. Genau danach sieht es im Moment aber nicht aus“, sagt Karina Pfau. Die Vorsitzende der IG BAU Duisburg-Niederrhein warnt CDU/CSU und SPD davor, den Wohnungsbau bei den Koalitionsverhandlungen zu vernachlässigen.

Deshalb appelliert die IG BAU Duisburg-Niederrhein jetzt an die CDU und an die SPD in Duisburg, deutliche Signale nach Berlin zu senden: „Wohnen ist das A und O für die Menschen. Wohnungsnot und Mieten-Explosion sind für viele Menschen ein massives Problem. Eine Regierung, die das jetzt nicht effektiv anpackt, regiert an den Menschen vorbei“, so Karina Pfau. Diese Botschaft müsse dringend „von Duisburg aus an den Tisch der Koalitionsverhandlungen gefunkt werden“. Immerhin gehe es auch um den Neubau von Wohnungen in Duisburg. Ebenso wie um die Energiespar-Sanierung alter Wohngebäude – von der Dachdämmung bis zum Austausch alter Fenster.

Insgesamt gibt es in Duisburg nach Angaben des Pestel-Instituts rund 212.200 Wohnungen, die vor 1980 gebaut wurden. „Gerade von diesen Wohnungen, die 45 Jahre und älter sind, brauchen die meisten eine Sanierung: Es geht darum, deutlich mehr Wohnungen altersgerecht zu machen, wenn demnächst immer mehr Baby-Boomer in Rente gehen und älter werden“, sagt Karina Pfau. Dabei komme es auf Badsanierungen an. Denn bei Seniorenwohnungen seien vor allem Duschen ohne Schwellen wichtig. Außerdem gehe es um breite Türen: „Ältere müssen in der Lage sein, sich mit einem Rollator in der Wohnung zu bewegen“, sagt Pfau.

Die IG BAU Duisburg-Niederrhein appelliert außerdem an die neuen Koalitionäre in Berlin, „mehr Menschen in Duisburg endlich wieder eine Chance auf Wohneigentum“ zu geben. „Wer heute ein Durchschnittseinkommen hat, kann vom eigenen Einfamilienhaus, vom Reihenhaus oder von einer Eigentumswohnung nur träumen. Das muss sich ändern. Schwarz-Rot muss dafür sorgen, dass ein Facharbeiter, der Wohnungen baut, sich die endlich auch wieder leisten kann“, fordert Karina Pfau. Der Bund müsse da „dringend etwas unternehmen“ – erst recht bei wieder steigenden Bauzinsen.

Es komme darauf an, dass die neue Bundesregierung „die Weichen für eine Trendwende beim Wohnungsbau stellt – für einen Neubau-Turbo“, so die IG BAU Duisburg-Niederrhein. Insbesondere beim sozialen und bezahlbaren Wohnungsbau. Ein „Weiter so“ dürfe es nicht geben. „Es ist höchste Zeit, dass wieder mehr Wohnungen gebaut werden – dass die Zahl der Neubauten wieder deutlich nach oben geht“, so Pfau. Als bundesweite Zielmarke nennt die IG BAU 100.000 neu gebaute Sozialwohnungen und 60.000 neue bezahlbare Wohnungen pro Jahr.

Union und SPD setzten mit ihrer Infrastruktur-Offensive bei den Koalitionsverhandlungen einen entscheidenden Schwerpunkt: „Es ist richtig und wichtig, in die Infrastruktur zu investieren – in jede sanierte und neu gebaute Straße, jede Brücke, jede Schiene“, sagt Karina Pfau. Davon werde auch Duisburg enorm profitieren. Es sei auch gut, Schulen als Teil der Infrastruktur zu sanieren. „Es ist dabei aber auch wichtig und notwendig, dafür zu sorgen, dass sich Familien das Wohnen im Umfeld sanierter Schulen wieder leisten können“, so die Vorsitzende der IG BAU Duisburg-Niederrhein.

Vor 10 Jahren in der BZ: Neues Großkunstwerk "Mercatorwolke" am Hauptbahnhof

Eine Jury befand, dass dieses Kunstwerk von Rainer Maria Matysik (Berlin) in der Zukunft den Anreisenden Duisburg-Besucher - und nicht nur denen - sofort ins Auge fällt. Dem Vernehmen nach fallen für die Stadt keine Kosten an. Half aber alles nicht. Es kam nicht zur Verwirklichung.



Playstation-FIFA-Stadtmeisterschaft 2025 der städtischen Kinder-und Jugendzentren
Die Playstation-FIFA-Stadtmeisterschaft 2025 der Duisburger Kinder- und Jugendzentren findet am Gründonnerstag, 17. April, im städtischen Kinderund Jugendzentrum „Die Insel“, Benediktstraße 46 in Duisburg-Neuenkamp, statt. Bereits seit Wochen werden in einem Großteil der 16 Duisburger Jugendzentren interne Turniere ausgetragen.

FIFA Stadtmeisterschaft am 28.03.2024 im Jugendzentrum Die Insel in Neuenkamp. Jugendliche aus verschiedenen Jugendzentren spielen gegeneinander an der Playstation. Foto: Tanja Pickartz / Stadt Duisburg

Die zwei jeweils besten Spielerinnen und Spieler im Alter von 8 bis 16 Jahren vertreten beim Turnier an der Konsole ihre Einrichtung. Es werden spannende Rennen um den Pokal erwartet. Neben Mitarbeitenden der Jugendzentren dürfen auch zwei zusätzliche Besuchende als Fans die Spieler lautstark anfeuern und unterstützen. Die Veranstaltung findet seit 2017 jährlich (mit pandemiebedingtem Ausfall 2020 und 2021) im neugebauten Jugendzentrum in Neuenkamp statt.

Tatkräftige Unterstützung gibt es durch den „KellaRindaClan“ (www.landuisburg.de), der den technischen Support und die Spielleitung übernimmt. Ziel der Stadtmeisterschaft ist es, Kinder und Jugendliche von der heimischen Konsole und der Anonymität des Internets wegzuführen und stattdessen persönliche soziale Kontakte in den Jugendzentren zu fördern.


Der anhaltende Erfolg der Veranstaltungen zeigt, dass die Idee eines einrichtungsübergreifenden Turniers sehr gut bei den Besucherinnen und Besuchern der Kinder- und Jugendzentren ankommt. Bereits heute steht fest: Auch im Herbst 2025 wird ein weiteres Turnier stattfinden. Dann dreht sich alles um Geschwindigkeit, wenn sich die Kids in einem spannenden MarioKart-Wettbewerb messen.

Ablaufplan Fifa Stadtmeisterschaft 2025 am 17.04.2025 im Kinder- und Jugendzentrum „Die Insel“, Benediktstr. 46, 47059 Duisburg: Geplante Zeiten bei 10 teilnehmenden JZ:
12:00 Uhr - 12:40 Uhr Eröffnungsrede/Aufbau der PS4
12:40 Uhr - 14:30 Uhr Ligasystem (5 Spieltage)
14:30 Uhr - 15:10 Uhr Mittagessen
15:10 Uhr - 16:40 Uhr Ligasystem (4 Spieltage)
16:40 Uhr - 16:55 Uhr Pause
16:55 Uhr - 17:35 Uhr Halbfinale
16:55 Uhr - 17:35 Uhr Spiele um die Plätze 5 - 20
(Zeitgleich zu den Halbfinalspielen)
17:35 Uhr - 17:55 Uhr Spiel um Platz 3
17:55 Uhr - 18:40 Uhr Finale (Best Of Three)
18:40 Uhr - 18:45 Uhr Pause
18:45 Uhr - 19:00 Uhr Siegerehrung / Abbau der PS4
Die Zeiten können sich je nach Anzahl der JZ etwas verändern. Medienvertreter
sind ab 12 Uhr willkommen, aber richtig interessant wird es nach Einschätzung vom
Jugendzentrumsleiter Jörg Seidel erst ab 17 Uhr.

Interne Veranstaltung: DVG-Kundencenter geschlossen  
Das Kundencenter der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) bleibt aufgrund einer internen Veranstaltung am Dienstag, 25. März, in der Zeit von 13.15 bis 16.30 Uhr geschlossen. In der Zeit von 7 bis 13.15 Uhr sowie von 16.30 bis 18.30 Uhr ist das Kundencenter geöffnet.   Der telefonische Kundenservice ist wie sonst auch von montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr erreichbar.


Finissage und Konzert zur Foto-Ausstellung zum Spelunken-Spektakel
Am Freitag, 21.März 2025, Beginn 19:00 Uhr, wird das Duo „Im Taxi rauchen“ im Das PLUS am Neumarkt, Neumarkt 19 in Duisburg-Ruhrort den musikalischen Schlusspunkt setzen.  
„Im Taxi rauchen“ steht dafür, etwas tun zu dürfen, was man einfach mal braucht und das zu teilen, mit denen die es wollen.
Die Songwriterpunks Thore und Maurice machen Indie-Alternative-Rock mit deutschen Texten, die aus ihren Herzen plaudern, nuanciert bis plakativ, gut gefühlt bis schlecht gelaunt.   Der Eintritt zu diesem Hutkonzert ist frei.


Gedanken eines Klimatoten: Bilder vom Küchentisch - Ausstellung und Lesung  
Frank Bialinski aka Linse hat 23 Jahre lang Punk-Rock-Musik gemacht als Texter und Sänger in den Bands „Fluchtversuch“ und „Bad News“. Einige Jahrzehnte lang war sein Leben von Abhängigkeiten und Depressionen bestimmt. In seinem ersten Buch, das 2023 erschienen ist, finden sich Bilder, Objekte und Texte aus den letzten 13 Jahren. Diese entstehen immer intuitiv und sind von äußeren Einflüssen oder inneren Bedürfnissen und Gefühlslagen bestimmt.

Einige seiner Werke werden während der Akzente 2025 im Mercator-Buchladen ausgestellt und können während der Geschäftszeiten besichtigt werden. Freitag, 21.3. 18:30 Uhr Mercator-Buchladen Bergiusstr. 18-20 47119 Duisburg www.mercator-buchladen.buchhandlung.de Eintritt: frei - Hutveranstaltung


Wertvolle Reaktionen auf die Neudorfer Ausstellung zum Thema Migration  
An den ersten vier Tagen haben nur 27 Gäste die Ausstellung „Schein und Sein von Migration diesseits und jenseits der Grenze“ in Duisburg Neudorf besucht. „Das klingt wenig, aber ich wäre damit total zufrieden, auch wenn sie jetzt schon zu Ende wäre" sagt Reiner Siebert, der die Ausstellung mit anderen Engagierten der Evangelischen Gemeinde Hochfeld Neudorf organisiert und auch ins aktuelle Programm der Duisburger AKZENTE gebracht hat. 


Siebert, Synodalbeauftragter für Kirchenasyl des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, freut sich über die bisherigen Rückmeldungen und Reaktionen auf die multimediale Ausstellung seit der Eröffnung am 15. März. Und sie sind ihm wichtiger und wertvoller als die Besucherzahl. Der Blick Einzelner auf die Gemälde, auf die Videoinstallationen oder auf die Dokumentation sei immer anders – kalt habe die Ausstellung niemanden gelassen.

Migration Serap Riedels und Ahmed Khalil vor einigen ihrer Werke, die in der Ausstellung zu sehen sind (Foto: Reiner Siebert).


Beeindruckt waren viele von den Gesichtern aus Schweiß und Licht in den Gemälden von Ahmed Khalil und von den Unsichtbaren in Serap Riedels Bildern zu den Begegnungen mit Schein und Sein. Ihre Werke und Biografien sprechen von Migrationsgeschichte, ebenso wie die Videoinstallation, in der auch Geflüchtete mit persönlichen Darstellungen zu Wort kommen. Zusammen mit einer Dokumentation und auch Musik geht die Ausstellung verschiedenen Fragen nach: Ob Menschen, die hier angekommen sind, ihr Ziel erreicht haben?

Was erzählen sie ihren Verwandten und Familien? Überwiegt die Enttäuschung, das Glücksgefühl, das Sein oder der Schein?

Die Ausstellung stellt auch Fragen an das Publikum: „Was wissen wir wirklich über Migration? Und wann hört man eigentlich auf, Migrant zu sein?“ Zu sehen ist sie im Foyer des Neudorfer Gemeindehaus an der Gustav-Adolf-Str.65 bis zum 6. April täglich 14 bis 18 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr und freitags bis 22 Uhr. Der Eintritt ist frei. Infos zur Ausstellung hat Reiner Siebert (Mail: reiner.siebert@ekir.de), Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.hochfeld-neudorf.de.

Reiner Siebert mit der Ausstellung zum Thema Migration im Foyer des Neudorfer Gemeindehaus an der Gustav-Adolf-Str.65 (Foto: Volker Nies)


Worship-Night als „After-Work-Edition“
Mit Musik und Impulsen ins Wochenende starten, das können die Besucherinnen und Besucher der Worship-Night in der Evangelischen Rheingemeinde Duisburg. Sie wird am Freitag, 28. März 2025 um 19 Uhr im Gemeindehaus Wanheimerort, Vogelsangplatz 1, gefeiert. Und zwar diesmal als „After-Work-Edition“, das heißt: nach der Arbeitswoche gibt es die Möglichkeit, bei rockigen und besinnlichen Songs und passenden Impulsen das Wochenende einzuläuten.


Daneben ist Platz für Gespräche und leibliche Stärkung, denn der Jugendtreff der Gemeinde versorgt die Gäste wieder mit Leckereien. Für ausgelassene Stimmung sorgt ein Bibelquiz mit Fragen rund um den christlichen Glauben. Für die Musik sorgt wie immer die fünfköpfige Band um Popkantor Daniel Drückes. Pfarrer Jürgen Muthmann gestaltet die Worship-Night mit passenden Texten.

Die Band um Daniel Drückes bei der Worship-Night im März 2023  (Foto: Jürgen Muthmann).

Pfarrer i.R. Armin Schneider in der Kircheneintrittsstelle
Immer freitags können Unsichere, Kirchennahe oder solche, die es werden möchten, in der Eintrittsstelle in der Salvatorkirche mit Pfarrerinnen, Pfarrern und Prädikanten ins Gespräch kommen und über die Kirchenaufnahme reden.

Motive für den Kircheneintritt gibt es viele: Die Suche nach Gemeinschaft, Ordnung ins Leben bringen oder der Wunsch, Taufen, Hochzeiten, Bestattungen kirchlich zu gestalten. Aufnahmegespräche führt das Präsenzteam in der Eintrittsstelle an der Salvatorkirche immer freitags von 14 bis 17 Uhr.

Am Freitag, 21. März 2025 heißt Pfarrer i.R. Armin Schneider, ehemaliger Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, Menschen in der Südkapelle des Gotteshauses neben dem Rathaus herzlich willkommen. Infos zur Citykirche gibt es unter www.salvatorkirche.de



9 % mehr neue Auszubildende zur Pflegefachperson im Jahr 2024
• Rund 5 100 mehr Neuverträge in der Pflegeausbildung als im Vorjahr
• Drei Viertel der insgesamt 147 100 Auszubildenden in der Pflege sind Frauen
• Etwa 1 200 Studierende im Pflegestudium an Hochschulen

Zum Jahresende 2024 befanden sich nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) insgesamt 147 100 Personen in einer Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann. Damit hat sich die Zahl der Auszubildenden in der Pflege gegenüber dem Jahresende 2023 (146 900 Pflegeauszubildende) kaum verändert. Allerdings stieg die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2024 gegenüber dem Vorjahr um 9 % oder 5 100 auf rund 59 500 Neuverträge.


Weiterhin vor allem Frauen in einer Pflegeausbildung 
Während die Zahl der weiblichen Auszubildenden im Jahr 2024 leicht um 1 % oder 1 200 auf 108 700 abnahm (2023: 109 900), stieg die Zahl der männlichen Auszubildenden gegenüber dem Vorjahr um 4 % oder 1 400 auf 38 400. Somit waren immer noch 74 % der Pflegeauszubildenden Frauen.

Im Jahr 2020, dem Einführungsjahr der generalistischen Pflegeausbildung, hatte der Frauenanteil bei 76 % gelegen. Damit blieb die Geschlechterverteilung seit der Einführung der neuen Pflegeausbildung weitestgehend konstant. 

Erstmals vorläufige Ergebnisse zu Pflegestudierenden 
Für das Jahr 2024 liegen erstmals vorläufige Ergebnisse zu Pflegestudierenden im Bachelorstudiengang an Hochschulen vor. Demnach befanden sich zum Jahresende 2024 rund 1 200 Studierende in einem Pflegestudium, davon waren etwa 700 Studienanfängerinnen und -anfänger.


Hintergrundinformationen zur Pflegeausbildung und zum Pflegestudium: 
In der Ausbildung zur Pflegefachperson, die mit dem Pflegeberufereformgesetz (PflBRefG) von 2017 begründet wurde, wurden die bis dahin getrennten Ausbildungen in den Berufen Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in sowie Altenpfleger/-in zum Berufsbild Pflegefachfrau/-mann zusammengeführt.


Die Ausbildung wird seit 2020 angeboten und dauert in Vollzeit drei Jahre. Die Ausbildung findet an Pflegeschulen und in Krankenhäusern, stationären oder ambulanten Pflegeeinrichtungen statt. Wie bei den meisten Gesundheits- und Pflegeberufen handelt es sich nicht um eine Berufsausbildung innerhalb des dualen Ausbildungssystems. 

Neben der beruflichen Pflegeausbildung gibt es die Möglichkeit eines Pflegestudiums an Hochschulen, welches mit dem Pflegestudiumstärkungsgesetz seit 2024 vergütet und finanziert wird. An einigen Hochschulen konnte das Pflegestudium bereits vor dem Jahr 2024 begonnen werden, ab 2024 setzte die Finanzierung ein.

Das duale Studium verbindet praktische und theoretische Inhalte und schließt mit dem akademischen Grad eines Bachelors ab. Die staatliche Prüfung zur Erlangung der Berufszulassung ist Bestandteil der hochschulischen Prüfung. Die Berufsbezeichnung "Pflegefachfrau" beziehungsweise "Pflegefachmann" kann mit dem akademischen Grad geführt werden.


NRW: Zahl der Verurteilungen wegen Straftaten zum Nachteil von Kindern 2023 um rund sieben Prozent zurückgegangen
Die Zahl der Personen, die 2023 wegen einer Straftat zum Nachteil von Kindern unter 14 Jahren rechtskräftig verurteilt wurden, ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent zurückgegangen. Die Gerichte in Nordrhein-Westfalen sprachen 2023 insgesamt 467 Verurteilungen wegen Straftaten zum Nachteil von Kindern aus (2022: 503).


Wie das Statistische Landesamt anlässlich des Tages der Kriminalitätsopfer am 22. März 2025 mitteilt, waren 2023 von den Straftaten insgesamt 614 Kinder betroffen. Das waren 16,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor; 2022 waren es 737 Kinder gewesen. Deutlich mehr verurteilte Männer als Frauen In den letzten zehn Jahren war die Zahl der verurteilten Männer deutlich höher als die Zahl der verurteilten Frauen.


Im Jahr 2023 wurden 25 Frauen und 442 Männer aufgrund von Straftaten zum Nachteil von Kindern unter 14 Jahren verurteilt. 2023 waren im Mittel 1,3 Kinder von den Straftaten einer rechtskräftig verurteilten Person betroffen, die Höchstzahl lag bei elf Kindern. Ein Jahr zuvor hatte die Höchstzahl bei neun Kindern gelegen.