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Thyssengas H2 beantragt
Genehmigung für den Neubau der Wasserstoff-Leitung
zwischen Voerde und Walsum
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Planfeststellungsverfahren:
Bezirksregierung macht bis 16. Februar Antragsunterlagen
zugänglich
Düsseldorf/Duisburg, 22. Januar 2026 - Die Thyssengas H2
GmbH in Dortmund plant den Neubau einer rund acht
Kilometer langen Wasserstoffleitung von Voerde bis nach
Duisburg-Walsum. Das Planfeststellungsverfahren wurde im
Dezember bei der Bezirksregierung Düsseldorf beantragt.
Die Wasserstoff-Leitung „Voerde – Walsum“ wird Teil des
Wasserstoff-Kernnetzes der Bundesrepublik Deutschland.
Mit den Nachbar-Projekten sorgt sie für eine
Wasserstoff-Versorgungsperspektive am Niederrhein.
Die umfangreichen Unterlagen sind bis einschließlich 16.
Februar auf der Internetseite der Bezirksregierung
Düsseldorf unter
https://www.brd.nrw.de/Services/Offenlagen zugänglich
sowie in dem zentralen Internetportal
https://www.uvp-verbund.de (§ 20 UVPG) einzusehen.
Zum Vorhaben
Die 8,4 Kilometer lange Leitung wird größtenteils im
Bereich vorhandener Wege- und Straßenflächen sowie in
Parallellage zu vorhandenen Leitungen durch die Städte
Voerde, Dinslaken und Duisburg verlaufen.
Im Norden beginnt sie nahe der bestehenden Gasdruckregel-
und Messanlage „In den Eichen“ (Rahmstraße, Voerde) der
Thyssengas, passiert im Bereich der Frankfurter Straße
das im Rückbau befindliche Kraftwerk Voerde, unterquert
die Emscher in Dinslaken auf Höhe der entfernten und neu
zu errichtenden Eisenbahnbrücke, verläuft teilweise
parallel zur Bahnlinie weiter in Richtung Duisburg und
erreicht auf Höhe des FFH- und Vogelschutzgebietes
„Rheinaue Walsum“ die Stadtgrenze.
Danach passiert die Trasse das Siedlungsgebiet Alt-Walsum
sowie das Gelände des Kraftwerks Walsum. Östlich der
Römerstraße soll eine Armaturenstation errichtet werden
sowie der Anschluss an die geplante Wasserstoff-Leitung
Dorsten-Hamborn (DoHa) erfolgen.
Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden,
kann bis spätestens 2. März Einwendungen erheben. Dies
sollte möglichst elektronisch per E-Mail an das Postfach
PFV.Voerde.Walsum@brd.nrw.de erfolgen.
Darüber hinaus können Einwendungen weiterhin auch
schriftlich (bitte Name, Postanschrift, ggf.
E-Mail-Adresse und den Betreff
„Planfeststellungsverfahren Voerde-Walsum“ und das
Aktenzeichens 25.05.02.01-01/25 angeben) bei der
Bezirksregierung Düsseldorf, Cecilienallee 2, 40474
Düsseldorf, erhoben werden.
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CO2-reduzierter Stahl: TSR
Group liefert TSR40 für bluemint® Steel von thyssenkrupp
Steel
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- TSR Group und thyssenkrupp Steel
schließen langfristigen Liefervertrag für TSR40, ein
speziell aufbereitetes Stahlrecyclingprodukt
- bluemint® recycled: Einsatz von TSR40 im Hochofen
reduziert CO2-Emissionen
- bluemint® recycled erhältlich in allen konventionell
erzeugten Stahlgüten
Lünen/Duisburg, 18. Dezember 2025 – Die TSR Group und
thyssenkrupp Steel haben einen langfristigen
Liefervertrag geschlossen. Damit führen beide Unternehmen
ihre enge Zusammenarbeit auf dem Weg in eine
klimaneutrale Zukunft fort und setzen mit ihrer
Partnerschaft ein gemeinsames Zeichen für
Kreislaufwirtschaft, die Dekarbonisierung der Industrie
und eine verlässliche Versorgung mit einem dafür
benötigten Rohstoff.
Gegenstand der Liefervereinbarung ist das innovative
Recyclingprodukt TSR40, das TSR auf der Rohstoffinsel in
Duisburg bereits seit 2023 und seit 2024 zusätzlich in
Hamburg und Amsterdam in industriellen Größenordnungen
produziert. TSR40 wird ausschließlich aus Post-Consumer
Material wie zum Beispiel Altfahrzeugen oder gemischten
Altschrotten hergestellt.
Durch die von TSR garantierte Materialspezifikation kann
der hochwertige Recyclingrohstoff im Hochofen bei
thyssenkrupp Steel eingesetzt werden, reduziert so die
CO2-Emissionen und stellt damit die Grundlage für
bluemint® recycled dar.
Flachstahl aus bluemint® recycled von thyssenkrupp Steel
eignet sich für alle gewohnten Einsatzgebiete – ob für
die Automobil-, Verpackungs- oder Hausgeräteindustrie,
für Transformatoren, Windkraftanlagen oder die
Elektromobilität: Außer in ihren reduzierten spezifischen
CO2-Emissionen unterscheiden sich die
Materialeigenschaften von bluemint® Steel nicht von denen
konventionell erzeugter Stahlgüten.
Philipp Conze, Chief Financial Officer thyssenkrupp
Steel: „Das Recyclingprodukt TSR40 ist für uns ein
wichtiger Baustein unserer Dekarbonisierungsstrategie.
Mit TSR40 bieten wir unseren Kunden schon heute die
Möglichkeit, ihre Scope 3-Emissionen maßgeblich zu
reduzieren. Zugleich können wir damit die wachsenden
Anforderungen unserer Kunden nach einem höheren Anteil an
Recyclingrohstoffen in unseren Produkten bedienen.“
Denis Reuter, Chief Operation Officer der TSR Group,
bewertet die Vereinbarung als einen weiteren,
wesentlichen Schritt die Stahlindustrie im Rahmen ihrer
Transformation maßgeblich zu unterstützen: „Als
zuverlässiger Partner sehen wir es als unsere Aufgabe,
die Industrie mit hochwertigen Recyclingrohstoffen zu
versorgen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für
die Transformation in der Stahlindustrie hin zu CO2-armer
Stahlherstellung. Nur durch eine enge Zusammenarbeit
können wir die Versorgungssicherheit gewährleisten und
uns zugleich unabhängiger von instabilen Lieferketten
machen. Mit thyssenkrupp Steel als langjährigem Partner
setzen wir dafür ein klares Zeichen.“
Die TSR Group GmbH & Co. KG gibt Metallen ein neues
Leben. Wieder und wieder. An europaweit 190 Standorten
mit rund 4.600 Beschäftigen bereitet das Unternehmen
jährlich 8,7 Millionen Tonnen Fe- und NE-Metalle auf. Das
Ergebnis sind hochwertigste Recyclingrohstoffe, die
zuverlässig der Industrie zur Verfügung gestellt werden.
Gefragter Partner ist die TSR Group sowohl wegen ihrer
Rolle als Rohstofflieferant als auch wegen ihres
Nachhaltigkeitsbeitrags. Mit den Produkten und Leistungen
in Sachen Circular Economy fördert die TSR Group den
Ressourcen-, Umwelt- und Klimaschutz.

TSR40, das TSR auf der Rohstoffinsel in Duisburg bereits
seit 2023 und seit 2024 zusätzlich in Hamburg und
Amsterdam in industriellen Größenordnungen produziert,
stellt die Grundlage für die Produktion von bluemint®
recycled dar, dem CO2-reduzierten Stahl von thyssenkrupp
Steel.
thyssenkrupp Steel gehört zu den weltweit führenden
Herstellern von Qualitätsflachstahl und steht für
Innovationen in Stahl und hochwertige Produkte für
modernste und anspruchsvolle Anwendungen. Steel
beschäftigt als größter deutscher Flachstahlhersteller
rund 26.000 Mitarbeiter. Das Leistungsspektrum reicht von
kundenspezifischen Werkstofflösungen bis hin zu
werkstoffnahen Dienstleistungen.
Steel erfüllt die steigenden Anforderungen an immer
effizientere Leichtbau- und Sicherheitsstandards,
erforscht und entwickelt neue High Performance-Stähle und
setzt Maßstäbe bei Oberflächen- und
Verarbeitungstechnologien. Bedient werden international
eine Vielzahl von Branchen, darunter die
Automobilindustrie, der Sonderfahrzeugbau, die
Haushaltsgeräte- und Verpackungsindustrie, der
Energiesektor und die Baubranche.
Als Vorreiter in der Klimatransformation hat sich
thyssenkrupp Steel zum Ziel gesetzt, bereits ab 2030 rund
30 Prozent seiner CO2-Emissionen einzusparen. 2045 soll
die Stahlproduktion vollständig klimaneutral sein.

TSR Group und thyssenkrupp Steel schließen langfristigen
Liefervertrag für Recyclingprodukt TSR40, das
thyssenkrupp Steel im Hochofen einsetzt. (v.r.n.l.)
Christian Blackert, Geschäftsführer TSR Resource GmbH &
Co. KG; Martin Santer, Leiter Einkauf & Energie; Denis
Reuter, Chief Operation Officer der TSR Group; Philipp
Conze, Chief Financial Officer thyssenkrupp Steel;
Michael Kehne, Leiter Einkauf Legierungen, Metalle und
Schrott
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Thyssenkrupp Electrical Steel
stoppt Produktion in Gelsenkirchen bis zum Jahresende
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- thyssenkrupp Electrical Steel:
temporäre Betriebsstillstände in Deutschland und
Frankreich aufgrund hohem Importdruck und angespanntem
Marktumfeld
- Produktionskürzungen und -stilllegungen an den
Standorten Gelsenkirchen und Isbergues ab Mitte Dezember
- Notwendige Reaktion auf ungebremst ansteigende
Niedrigpreis-Importe.
- Effiziente Handelsschutzmaßnahmen auf europäischer
Ebene sind dringend erforderlich
- Kornorientiertes Elektroband: strategisch relevanter
und unverzichtbarer Basis-werkstoff für Stromnetze und
Energiewende
- 1.200 Arbeitsplätze in Deutschland und Frankreich
gefährdet
Duisburg, Gelsenkirchen, Isbergues, 11. Dezember 2025 –
thyssenkrupp Steel Electrical Steel (tkES) wird seine
Produktion im laufenden Geschäftsjahr reduzieren und
teilweise stilllegen. Ab Mitte Dezember werden die Werke
in Gelsenkirchen und im französischen Isbergues bis zum
Jahresende vollständig geschlossen. Darüber hinaus wird
der Standort Isbergues ab Januar für mindestens vier
Monate nur mit 50 % seiner Gesamtkapazität pro-duzieren.
Das Tochterunternehmen von thyssenkrupp Steel reagiert
damit auf massiv gestiegene, niedrigpreisige Importe
insbesondere aus Asien. Der europäische Markt für
kornorientiertes Elektroband steht derzeit unter starkem
Druck. Grund sind ungebremst steigende Importmengen zu
Preisen, die deutlich unter den durchschnittlichen
Produktionskosten in der EU liegen.
Die Importe haben sich seit 2022 verdreifacht und sind in
2025 nochmals um 50 Prozent angestiegen. Diese
Entwicklungen haben zu einer dramatischen Veränderung der
Auftragsvolumina und somit zu erheblichen Unterauslastung
der europäischen Produktionsanlagen geführt. In der Folge
sind akute Maßnahmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung
des Betriebs unverzichtbar.
Dabei bleibt der Markt für kornorientiertes Elektroband
attraktiv: Marktstudien zufolge verdreifacht sich der
globale Bedarf bis 2050. Marie Jaroni, CEO von
thyssenkrupp Steel Europe: „Kornorientiertes Elektroband
ist für die europäische Energieinfrastruktur und die
Energiewende unverzichtbar. Wir setzen uns nach-drücklich
für die Aufrechterhaltung der Produktion in Europa ein
und bemühen uns derzeit um einen wirksamen Marktschutz,
um faire Wettbewerbsbedingungen für dieses strategisch
wichtige Produkt zu gewährleisten. Es geht dabei auch um
rund 1.200 qualifi-zierte Arbeitsplätze, die wir an
unseren Standorten in Gelsenkirchen und Isbergues sichern
wollen.“
Die schnelle Umsetzung effizienter und angemessener
Handelsschutzmaßnahmen auf eu-ropäischer Ebene würde dazu
beitragen, die Auslastung an beiden Standorten wieder auf
ein tragbares Niveau zu erhöhen. Zugleich müssen die
Maßnahmen aber auch weitverar-beitende Unternehmen aus
der Wertschöpfungskette schützen, die ebenfalls unter
einem zunehmenden unfairen Wettbewerb leiden.
thyssenkrupp Electrical Steel ist weiterhin bestrebt,
seine Kunden nach höchsten Standards zu bedienen und die
langfristige Zukunft der Produktion von kornorientiertem
Elektroband in Europa zu sichern.
thyssenkrupp Electrical Steel ist einer von zwei
verbliebenen europäischen Herstellern von
kornorientiertem Elektroband, einem Spezialwerkstoff für
die Energiewirtschaft. Das Material wird u.a. für
Transformatoren in Umspannwerken und Windkraftanlagen
benötigt. Generell für den Transport von Strom, von den
Kraftwerken, wo er erzeugt wird, bis zur heimischen
Steckdose. Ohne effizientes Elektroband aus Stahl ist der
Prozess nicht möglich, der Werkstoff ist nicht ersetzbar.
Damit dieser Transport möglichst effizient und
ver-lustarm funktioniert, werden spezielle Güten,
sogenannte Top Grades, benötigt, die in einem
technologisch aufwändigen Verfahren produziert werden.
thyssenkrupp Electrical Steel ist weltweit einer der
wenigen Hersteller solcher Top Grades und damit in der
Strom-Wertschöpfungskette ein wichtiger
Technologiepartner. Kornorientiertes Elektroband ist auch
für die Energiewende unverzichtbar: eine europäische
Produktionsbasis trägt zu einer resilienten und sicheren
Energieversorgung bei und ist somit für die strategische
Autonomie Europas von Bedeutung.
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Thyssenkrupp schließt Geschäftsjahr wieder mit
Gewinn ab |
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Essen/Duisburg, 9. Dezember 2025 -
Nach einem Milliardenverlust im Vorjahr hat Thyssenkrupp
das Geschäftsjahr 2024/25 (Stichtag 30. September) mit
532 Millionen Euro Gewinn abgeschlossen. Verantwortlich
dafür sind vor allem eine Zuschreibung auf die
Beteiligung am Aufzughersteller TK Elevator sowie der
Verkauf von Thyssenkrupp Electrical Steel India.
Der Umsatz lag bei 32,8 Milliarden Euro und damit 2,2
Milliarden Euro unter dem Vorjahr. Hauptgründe dafür sind
nach Angaben des Stahlkonzerns eine gesunkene Nachfrage
sowie niedrigere Preise vor allem im Werkstoffhandel und
in der Stahlsparte. Das Bereinigte EBIT des Konzerns lag
bei 640 Millionen Euro und damit 72 Millionen Euro über
dem Vorjahr.
Für das aktuelle Geschäftsjahr rechnet Thyssenkrupp mit
einem Bereinigten EBIT zwischen 500 und 900 Millionen
Euro. Die Aktionäre sollen erneut 15 Cent Dividende je
Aktie erhalten. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet
das Unternehmen mit einem Fehlbetrag von 400 bis 800
Millionen Euro. Darin enthalten sei insbesondere die
Bildung von Restrukturierungsrückstellungen bei Steel
Europe.
Der Konzern treibt weiter seine umfassende Neuausrichtung
voran. Langfristiges Ziel ist die schrittweise
Verselbstständigung aller Geschäftsbereiche und die
Öffnung für die Beteiligung Dritter. Die Thyssenkrupp AG
soll sich zu einer Finanzholding entwickeln, die
grundsätzlich Mehrheitsbeteiligungen an eigenständigen
Unternehmen unter ihrem Dach vereint. idr
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Warmbandwerk 2 erreicht
250-Millionen-Tonnen-Marke – Hightech für Premiumstahl
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Duisburg,
5. Dezember 2025 – Das Warmbandwerk 2 von thyssenkrupp
Steel in Duisburg-Beeckerwerth hat einen historischen
Meilenstein erreicht: Seit der Inbetriebnahme 1964 wurden
dort 250 Millionen Tonnen Warmbandstahl produziert.
Die rund 700 Meter lange Warmbreitbandstraße zählt zu den
größten Produktionsanlagen der deutschen Industrie: Hier
können jährlich rund 5 Millionen Tonnen hochwertige
Stahlbleche insbesondere für die Automobilindustrie
gewalzt werden.

250 Millionen Tonnen Warmbandstahl hat das Duisburger
Warmbandwerk 2 von thyssenkrupp Steel seit seiner
Inbetriebnahme 1964 produziert. Im neuen Hubbalkenofen
werden Brammen für anspruchsvolle Außenhautgüten in der
Automobilindustrie besonders schonend transportiert.
Fotos Thyssenkrupp Steel
Im Warmwalzprozess werden Brammen zunächst auf rund 1.250
°C erhitzt und dann in mehreren Walzstufen zu dünnem
Stahlband verarbeitet. Aus einer 25 Zentimeter dicken
Bramme entsteht ein Band von nur 1,5 Millimetern Dicke
und bis zu 1,7 Kilometern Länge. Das Endprodukt –
Warmbreitband, aufgewickelt zu so genannten Coils –
bildet die Basis für Premiumgüten, insbesondere für die
Automobilindustrie und die Elektromobilität.
Im Warmbandwerk werden durch Walzdruck und
Temperaturführung die grundlegenden Produkteigenschaften
definiert, bestimmte Parameter werden im Walzprozess
dabei bis auf den millionstel Millimeter kontrolliert.
Das Warmbandwerk 2 verarbeitet mit einer jährlichen
Kapazität von rund 5 Millionen Tonnen Breiten bis 2.030
mm und Dicken von 1,5 bis 25,4 mm.
Jüngste Investitionen stärken die Kunden- und
Umweltausrichtung
Mit dem neuen Hubbalkenofen, der im November 2022 in
Betrieb ging, werden Brammen besonders schonend bei der
energieeffizienten Erhitzung transportiert – das sorgt
für makellose Oberflächen, ideal für anspruchsvolle
Außenhautgüten und hochfeste Mehrphasenstähle.
Perspektivisch kann der Ofen auch mit Wasserstoff zur
Verringerung der CO2-Emmissionen betrieben werden.
Für den Kühlprozess im Warmbandwerk wurde die
Wasserwirtschaft bis zum Frühjahr dieses Jahres umfassend
modernisiert: Dank einer Kreislaufführung von 97 Prozent
für rund 200 Millionen Kubikmeter Wasser jährlich
arbeitet die Anlage ressourcenschonend und gewährleistet
höchste Prozessstabilität.
Und nicht zuletzt Dank der Rückgewinnung der Ofenabwärme
zur Wärmeversorgung von hunderten Wohnungen am
Niederrhein steht das Warmbandwerk 2 nicht nur für
höchste Effizienz und Qualität, sondern auch für einen
nachhaltig gestalteten Produktionsprozess.

Auf rund 1.250 °C erhitzt werden die Brammen auf der 700
Meter langen Warmbreitbandstraße des Warmbandwerks 2 in
mehreren Walzstufen zu nur 1,5 Millimetern dicken und bis
zu 1,7 Kilometern langen Stahlbändern verarbeitet.
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Marie Jaroni zur CEO bestellt und Vertrag
verlängert |
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Personelle
Veränderungen im Vorstand von thyssenkrupp Steel
- Vertrag mit Dennis Grimm einvernehmlich aufgelöst
- Vertrag von CFO Philipp Conze verlängert
- Wilfried von Rath als Arbeitsdirektor ernannt
Duisburg, 31. Oktober 2025 - Der Aufsichtsrat der
thyssenkrupp Steel Europe AG hat in seiner Sitzung am
31.10.2025 Marie Jaroni zur CEO des Unternehmens benannt
und ihren Vertrag mit Wirkung zum 01.11.2025 um fünf
Jahre verlängert.

Fotos Thyssenkrupp
Dr.-Ing. Marie Jaroni ist ab 1. November 2025 Chief
Executive Officer der thyssenkrupp Steel Europe AG. Der
Aufsichtsrat der thyssenkrupp Steel Europe AG hat in
seiner Sitzung am 31. Oktober 2025 Marie Jaroni zur CEO
des Unternehmens benannt und ihren Vertrag mit Wirkung
vom 1. November 2025 um fünf Jahre verlängert.
Sie übernimmt übergangsweise auch die operative
Produktionsverantwortung. Hinzu kommen die strategische
Unternehmensführung sowie weitere Funktionsbereiche. In
ihr Ressort fallen die Bereiche Upstream Operations,
Downstream Operations, Technology, Environment &
Maintenance, Strategic Business Development sowie
Communications & Sustainability und Logistics.
In Jaronis Verantwortung fällt zudem die
Tochtergesellschaft Rasselstein (Packaging Steel). Sie
ist seit dem 1. Oktober 2024 Mitglied des Vorstands der
thyssenkrupp Steel Europe AG. Vor ihrer Bestellung zur
CEO war sie seit dem 1. April 2025 Chief Sales Officer
und Chief Transformation Officer (CSO & CTO).
Jaroni ist bereits seit 2020 in verschiedenen Funktionen
für thyssenkrupp Steel tätig: Nach ihrer ersten Station
als Head of Strategy & Communication übernahm sie im Juni
2021 die Leitung des Dekarbonisierungs- und
Nachhaltigkeitsbereichs und war damit an führender Stelle
für die Umsetzung der Transformation zur klimaneutralen
Stahlproduktion verantwortlich.
Im Juni 2024 wechselte sie als Executive Vice President
Steel zur thyssenkrupp AG. Im Jahr 2017 begann Marie
Jaroni ihre Laufbahn im thyssenkrupp Konzern als Head of
Corporate Strategy und später Head of Transformation bei
Industrial Solutions. Zuvor war sie mehrere Jahre als
Management Consultant für McKinsey & Company tätig.
Jaroni, Jahrgang 1984, studierte Metallurgie und
Werkstofftechnik an der RWTH Aachen, wo sie auch ihre
Promotion zum Themenschwerpunkt Rohstoffversorgung in
Europa abschloss.
- Der bisherige Sprecher des Vorstandes und COO der
thyssenkrupp Steel Europe AG, Dennis Grimm, legt seine
Ämter nieder. Der Schritt erfolgt einvernehmlich.
- Ilse Henne, Aufsichtsratsvorsitzende: „Dennis Grimm hat
in einer herausfordernden Phase Verantwortung für den
Stahl bei thyssenkrupp übernommen und neben zahlreichen
operativen Verbesserungen ein neues industrielles Konzept
entscheidend mitgestaltet sowie die dringend
erforderliche Restrukturierung mit eingeleitet. Dafür
spricht der Aufsichtsrat Dennis Grimm seinen Dank aus und
wünscht ihm alles Gute und weiterhin viel Erfolg.“
Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung zudem den Vertrag
von CFO Philipp Conze, seit dem 01.04.2024 Finanzvorstand
bei thyssenkrupp Steel, ebenfalls mit Wirkung zum
01.11.2025 um fünf Jahre verlängert.

Wilfried von Rath wurde – zusätzlich zu seiner Tätigkeit
als CHRO der thyssenkrupp AG – als Arbeitsdirektor und
Personalvorstand ernannt und führt ab dem 01.11.2025 das
Personalressort bei Steel.

Die Vorstandsressorts werden teilweise temporär neu
zugeordnet. Marie Jaroni übernimmt übergangsweise die
operative Produktionsverantwortung und die strategische
Unternehmensführung sowie weitere Funktionsbereiche. Die
Nachbesetzung der Position des Produktionsvorstands wird
in einem strukturierten Prozess möglichst zeitnah
erfolgen. Ihr heutiges Ressort wird kommissarisch vom
derzeitigen Vertriebschef Georgios Giovanakis,
weitergeführt.
Ilse Henne, Aufsichtsratsvorsitzende: „Marie Jaroni und
Philipp Conze genießen das volle Vertrauen des gesamten
Aufsichtsrates. Marie Jaroni ist es in den vergangenen
Monaten mit strategischem Weitblick, Überzeugungskraft
und großem Einsatz gelungen, wesentliche
Weichenstellungen beim Stahl vorzunehmen.
Mit dem Übergang auf die CEO-Position hat sie, gemeinsam
mit ihrem Vorstandsteam, nun die Chance, thyssenkrupp
Steel in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Philipp
Conze wird dabei mit seiner langjährigen Erfahrung und
großem Engagement die performanceorientierte finanzielle
Steuerung des Unternehmens weiter forcieren.“
Knut Giesler, stellvertretender
Aufsichtsratsvorsitzender: „Marie Jaroni hat die
entscheidenden Verhandlungen zum Sanierungstarifvertrag
ziel-, konsensorientiert und fair geführt. Gleiches gilt
für die noch laufenden Gespräche zum Abschluss der
betrieblichen Vereinbarungen. Dabei ist ein ausgeprägtes
Vertrauensfundament für die neue Aufgabe entstanden.
Philipp Conze steht für genau die Transparenz und
Klarheit, die wir auf dem Weg nach vorne brauchen."
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Brückenneubau in Duisburg-Hamborn: thyssenkrupp Steel
informiert über temporäre Einschränkungen im
Straßenverkehr
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Vollsperrung der Beecker Straße vom 8. bis 14. Oktober
und vom 28. Oktober bis 4. November 2025, auch für
Fußgänger – Zufahrt zum IKEA-Möbelhaus und zur A59 aus
Richtung Meiderich über die Beecker Straße nicht möglich.
- Bauarbeiten bis März 2026 mit zeitweisen Verkehrs- und
Geräuschbeeinträchtigungen im Umfeld.
- Geruchsbildung möglich, abhängig von Wetter und
Baufortschritt.
Duisburg, 6. Oktober 2025 – Ab dem 7. Oktober 2025 bis
voraussichtlich März 2026 erneuert thyssenkrupp Steel
eine werkseigene Eisenbahnbrücke im Duisburger Norden.
Die Maßnahme betrifft den Bereich auf der Beecker Straße,
in unmittelbarer Nähe des IKEA-Möbelhauses, und ist Teil
der laufenden Modernisierung der Infrastruktur des
thyssenkrupp Steel-Standorts.

Die Baumaßnahme wirkt sich auf das direkte Umfeld aus:
Insbesondere die Beecker Straße wird vom 8. bis
einschließlich 14. Oktober und vom 28. Oktober bis 4.
November 2025 voll gesperrt. In diesem Zeitraum ist die
Straße aus Sicherheitsgründen auch für Fußgänger nicht
passierbar. Die Sperrung betrifft sowohl Anwohnerinnen
und Anwohner als auch Besucherinnen und Besucher des
IKEA-Möbelhauses, dessen Zufahrt aus Richtung Meiderich
über die Beecker Straße in dieser Zeit nicht möglich sein
wird.
Auch die Durchfahrt zur Autobahn A59 ist aus dieser
Richtung während der Vollsperrung nicht erreichbar. Eine
Umleitung über die Hamborner Straße ist ausgeschildert.
Aus Richtung Alt-Hamborn kommend sind das Möbelhaus sowie
die A59 wie gewohnt anfahrbar.
Darüber hinaus ist während der gesamten Bauphase mit
zeitweisen Einschränkungen im Brückenbereich der Beecker
Straße zu rechnen. Diese können sich auf den
Verkehrsfluss und die Erreichbarkeit des Gewerbegebiets
auswirken.
Im Zuge der Bauarbeiten werden die bestehenden
Brückenteile demontiert, die Widerlager – die tragenden
Endpunkte der Brücke, die deren Last in den Boden
ableiten – verstärkt und eine neue Brücke installiert.
In den angrenzenden Wohnbereichen, insbesondere „Im
Weidekamp“ und „Möhlenkampstraße“ in Duisburg-Hamborn,
können zeitweise Geräusche durch die Bauarbeiten
wahrgenommen werden. Die Arbeiten erfolgen unter
Berücksichtigung lärmmindernder Maßnahmen, und an
Wochenenden ruht die Baustelle vollständig. Vereinzelt
kann es im Zuge der Erdarbeiten zu Geruchsbildung kommen,
abhängig von Wetterlage und Baufortschritt.
thyssenkrupp Steel Europe bittet die Anwohnerinnen und
Anwohner sowie Besucherinnen und Besucher des
Gewerbegebiets um Verständnis für diese zwingend
notwendige Baumaßnahme und setzt alles daran, die
Auswirkungen auf die Umgebung so gering wie möglich zu
halten.
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thyssenkrupp Steel informiert über mögliche
Geräusche
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Notwendige
Arbeiten an Dampfleitung in Duisburg-Beeck:
thyssenkrupp Steel informiert Anwohner:innen im
Duisburger Norden über bevorstehende Arbeiten an der
Dampfverbundleitung zwischen dem werkseigenen Kraftwerk
Ruhrort und dem Dampfverbund des Hüttenwerks
Duisburg-Nord
Dampf- und Geräuschentwicklung im Zuge der
Wiederinbetriebnahme der Dampfleitung am 30.09.2025
möglich
Duisburg, 29. September 2025 – thyssenkrupp Steel führt
am Dienstag, 30. September 2025, Arbeiten an einer
Dampfverbundleitung in Duisburg-Beeck durch. Die Leitung
liegt zwischen dem werkseigenen Kraftwerk Ruhrort und dem
Dampfverbund des Hüttenwerks Duisburg-Nord. Die Arbeiten
finden außerhalb des Werksgeländes statt – unter anderem
am Hundeplatz und an der Erdgasübernahmestation in der
Nähe der Jet-Tankstelle an der Friedrich-Ebert-Straße.
Zwischen 7:00 und 16:00 Uhr kann es zu Zischgeräuschen
und Dampfwolken kommen. Auch kurze Knallgeräusche sind
möglich. Diese entstehen durch sogenannte „Dampfschläge“
in der Leitung. Für Menschen und Umwelt besteht keine
Gefahr.
Informationen zum Projekt
Die Dampfverbundleitung zwischen dem Kraftwerk Ruhrort
und dem Dampfverbund des Hüttenwerks Duisburg-Nord, die
aufgrund von Sanierungsarbeiten vorübergehend außer
Betrieb genommen werden musste, ist etwa vier Kilometer
lang und hat einen Durchmesser von ca. einem halben
Meter.
Sie ist notwendig für die Verteilung von Prozesswärme im
Energieverbund des Duisburger Hüttenwerkes. Durch die
Kopplung von Strom- und Wärmerzeugung in den Kraftwerken
werden die bei der Stahlerzeugung anfallenden Prozessgase
effizient genutzt. Gleichzeitig werden rund 20.000
Haushalte am rechten und linken Niederrhein mit Fernwärme
versorgt.
Was bedeutet das für die Nachbarschaft?
thyssenkrupp Steel bemüht sich, die Unannehmlichkeiten
für die unmittelbare Nachbarschaft so gering wie möglich
zu halten. Die Werkfeuerwehr von thyssenkrupp Steel ist
informiert.
Sicherheitszentrale Werkfeuerwehr thyssenkrupp Steel für
Notfälle: 0203 / 52-41212
thyssenkrupp Steel bedankt sich im Voraus für das
Verständnis und die Geduld der Anwohner:innen während der
Instandsetzungsarbeiten.
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Neues Kennzeichnungssystem
LESS für CO2-arm hergestellten Stahl: thyssenkrupp Steel
erhält LESS-Zertifikat
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- thyssenkrupp Steel hat die
Verifizierung des Low Emission Steel Standard „LESS“
erfolgreich abgeschlossen.
- LESS ermöglicht einen transparenten Vergleich der
CO2-Emissionen bei der Stahlherstellung und schafft ein
Bewertungssystem für CO2-reduzierte Produkte.
- Der TÜV Nord, als unabhängiges Prüfinstitut,
bescheinigt dem über die konventionelle Route
produzierten warmgewalzten Stahl von thyssenkrupp Steel
bereits die Einstufung in die Labelstufe D.
- Perspektivisch wird nach Umsetzung der
Direktreduktionstechnologie unter Wasserstoffeinsatz die
Klassifizierung A und nach der zusätzlichen
Dekarbonisierung der Vorkette „Near Zero“ angestrebt.
Duisburg, 16. September 2025, thyssenkrupp Steel hat die
Verifizierung des Low Emission Steel Standard (LESS)
erfolgreich abgeschlossen. Damit erhält das Unternehmen
als einer der ersten Stahlhersteller das LESS-Zertifikat.
Der Low Emission Steel Standard ist das transparente
Kennzeichnungssystem für CO2-reduzierten Stahl. Damit
gibt es für die deutsche Stahlindustrie erstmals
einheitliche und ambitionierte Regelungen für
klimafreundlichen Stahl. Dank eines überprüfbaren
Standards und einer verlässlichen Definition werden die
Fortschritte der grünen Transformation vergleich- und
bewertbar.
Es geht dabei nicht ausschließlich um die
Dekarbonisierung einer einzelnen Branche: CO2-armer Stahl
trägt auch zur Emissionsreduktion in zahlreichen
nachgelagerten Wertschöpfungsketten bei. Stahlkunden
erhalten mit dem neuen Kennzeichnungssystem alle
zentralen Informationen, um ihren Einkauf hinsichtlich
der eigenen Klimaschutzziele zu steuern.
Die Entwicklung des Labels erfolgte unter Einbeziehung
der Sichten aller relevanten Stakeholder und wurde
wissenschaftlich durch namhafte Forschungseinrichtungen
begleitet. LESS baut auf dem Ansatz der Internationalen
Energieagentur (IEA) auf, der klare und vergleichbare
Daten zu Emissionen liefert und so weltweit Transparenz
und Zusammenarbeit ermöglicht. Diesen Ansatz haben die
G7-Minister:innen bereits 2022 als robusten Startpunkt
anerkannt – damit ist LESS von Beginn an international
anschlussfähig.
„Wir müssen nun weitere Impulse auf der Nachfrageseite
setzen, um die Dekarbonisierung der Stahlindustrie
voranzubringen. Denn eine nachhaltige Zukunft für unsere
Branche setzt voraus, dass eine klare Nachfrage nach
klimafreundlich produzierten Stahlerzeugnissen entsteht.
Ein effektiver Weg, diese Nachfrage anzuregen, ist der
Aufbau grüner Leitmärkte für klimafreundliche Produkte.
Entscheidend dafür ist eine transparente und verbindliche
Klassifizierung emissionsreduzierter Stähle – ein
Anspruch, der nun mit LESS realisiert wird,“ erklärt
Dennis Grimm, Sprecher des Vorstands bei thyssenkrupp
Steel.
LESS teilt Stähle basierend auf den bei ihrer Herstellung
entstehenden CO2-Emissionen und dem verwendeten
Schrottanteil in Kategorien von A bis E sowie „Near Zero“
ein. Klasse A steht für besonders klimafreundliche
Stähle, während Klasse E in der Regel die konventionellen
Hochofenrouten ohne zusätzliche Optimierungsmaßnahmen
abbildet. Stahlprodukte, die nahezu CO2-frei produziert
werden und deren Roh- und Einsatzstoffe in der
vorgelagerten Lieferkette dekarbonisiert sind, können die
beste Klasse „Near Zero“ erreichen.
Die Prüfung von teilnehmenden Stahlunternehmen durch eine
externe, anerkannte Kontrollstelle ist wichtiger
Bestandteil und Signal für die Unabhängigkeit und
Seriosität der LESS-Klassifizierung. Bei der
Verifizierung von thyssenkrupp Steel wurde durch den TÜV
Nord warmgewalzter Stahl gemäß den Anforderungen des
LESS-Regelwerks geprüft, wobei bereits die
Klassifizierungsstufe D erreicht wurde.
Zukünftig strebt thyssenkrupp Steel mit seinen
direktreduzierten bluemint®-Produkten durch die
innovative Kombination aus Direktreduktionsanlage und
Einschmelzern unter Wasserstoffeinsatz die Einstufung
nach LESS in Kategorie A an. In einer Übergangsphase, in
der die Direktreduktionsanlage mit Erdgas betrieben wird,
kann bereits eine Einstufung in Kategorie C erreicht
werden.
Perspektivisch ist es das Ziel, nach der Dekarbonisierung
der Vorkette – bestehend aus Emissionen aus der
Materialgewinnung, der Bereitstellung der eingesetzten
Energien sowie den Transportemissionen – die
Klassifizierung „Near Zero“ zu erreichen.
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THW-Übung in Duisburg: Hinweis für Anwohner
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Duisburg, 5. September 2025 - Am
Samstag, den 6. September 2025, wird das Technische
Hilfswerk (THW) im Rahmen einer landesweiten Übungsreihe
mit Einsatzkräften in Duisburg präsent sein. Teile der
Übung finden in unmittelbarer Nähe zum Werksgelände von
thyssenkrupp Steel statt.
Die Übung ist Bestandteil der sogenannten FÜLEX 2025,
einer groß angelegten Ausbildungsmaßnahme des THW in
Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, die Einsatzfähigkeit
der verschiedenen Fachgruppen unter realitätsnahen
Bedingungen zu trainieren.
Für Anwohnerinnen und Anwohner kann es an diesem Tag zu
sichtbaren Aktivitäten des THW kommen – etwa durch
Fahrzeuge, Einsatzkräfte oder technische Gerätschaften.
Es besteht kein Grund zur Beunruhigung – es handelt sich
um eine geplante Übung ohne Gefährdung für die
Öffentlichkeit oder den laufenden Betrieb.
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Schulranzenprojekt 2025:
thyssenkrupp Steel ruft Grundschulen zur Bedarfsmeldung
auf
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- Über 200 Schulranzen bereits
an Duisburger Erstklässler:innen verteilt
- Projekt richtet sich an Kinder aus finanziell
benachteiligten Familien
- Grundschulen können sich jetzt melden, wenn Kinder zum
Schulstart noch ohne Ausstattung sind
- Kooperation mit dem Förderverein Hüttenhelden e. V.,
dem Lions Club Duisburg-Concordia, der TARGOBANK und der
Feuerwehr Duisburg
Duisburg, 25. August 2025 -– Auch in diesem Jahr setzt
thyssenkrupp Steel gemeinsam mit dem Förderverein
Hüttenhelden e. V. das Schulranzenprojekt fort, das 2023
als Pilot gestartet wurde. Bereits über 200 Schulranzen
konnten in diesem Jahr über die Kindergärten an
Duisburger Erstklässler:innen verteilt werden – ein
starkes Zeichen für Chancengleichheit und
Bildungsgerechtigkeit.
Jetzt sind die Grundschulen gefragt
Zum Start des neuen Schuljahres ruft thyssenkrupp Steel
alle Duisburger Grundschulen dazu auf, sich zu melden,
wenn sie Kinder ohne Schulranzen oder grundlegende
Ausstattung begrüßen. Ziel ist es, kurzfristig und
unbürokratisch zu helfen – damit kein Kind mit einer
Plastiktüte oder einem Stoffbeutel in die Schule starten
muss.
„Ein eigener Schulranzen ist für Kinder ein Symbol für
Zugehörigkeit und Selbstvertrauen“, sagt Nicole Sommer,
Leiterin des Bereichs Corporate Citizenship bei
thyssenkrupp Steel. „Wir möchten sicherstellen, dass
jedes Kind mit Stolz und Freude in seine Schulzeit
starten kann.“
Die Schulranzen werden anonym über die Einrichtungen
verteilt, sodass die Kinder nicht erfahren, dass es sich
um eine Spende handelt, um eine Atmosphäre der Normalität
und Gleichbehandlung zu schaffen.
Starke Partnerschaften für eine starke Zukunft
„Wo das Geld besonders knapp und der Kauf des Tornisters
kaum zu stemmen ist, hilft das Schulranzenprojekt. Es
freut mich deshalb besonders, dass sich wieder so viele
Partner zusammengetan haben, um diesen Kindern in
Duisburg einen Schulstart mit einem richtig guten Gefühl
zu ermöglichen“, so Oberbürgermeister Sören Link.
Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Lions
Club Duisburg-Concordia, der Stadt Duisburg, der
TARGOBANK und der Feuerwehr Duisburg umgesetzt. Die
Feuerwehr stellt Lagerflächen zur Verfügung und
unterstützt tatkräftig bei der Verteilung.
Die Projektabwicklung erfolgt über thyssenkrupp Steel
gemeinsam mit dem Förderverein Hüttenhelden e. V. Die
Schulranzen stammen von der sozialen Marke „tonton“, die
von der Stiftung Kinderglück entwickelt wurde. Für jeden
regulär gekauften Ranzen wird ein Weiterer an ein
bedürftiges Kind gespendet.
Kontakt für Grundschulen:
Grundschulen, die Bedarf melden möchten, können sich
direkt per E-Mail an
schulranzen@huettenhelden.de wenden.
Weitere Informationen erhalten Sie hier
https://huettenhelden.de/wir-fuer-euch/schulranzen-projekt-2025

Über 200 Schulranzen wurden bereits an Duisburger
Erstklässler:innen verteilt – für mehr Chancengleichheit
und einen starken Start ins Schulleben.
v.l.: Martin Hans-Martin Kokoschka, Lions Club
Duisburg-Concordia, Christina Aumann, thyssenkrupp Steel
Europe AG, Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt
Duisburg, Astrid Neese, Beigeordnete für Familie, Bildung
und Kultur, Arbeit und Soziales, Thorsten Gehner,
Feuerwehr Duisburg
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thyssenkrupp Steel führt
Instandsetzungsarbeiten an der Dampfverbundleitung im
Duisburger Norden durch
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Geräuschentwicklung und
Dampfschwaden möglich
Duisburg, 25. August 2025 - thyssenkrupp Steel
informiert Anwohner:innen im Duisburger Norden über
bevorstehende Arbeiten an der Dampfverbundleitung
zwischen den werkseigenen Kraftwerken Hamborn und Ruhrort
Dampf- und Geräuschentwicklung im Zuge der
Außerbetriebnahme der Dampfleitung am 27. August 2025
möglich
thyssenkrupp Steel informiert die Anwohner:innen im
Duisburger Norden über bevorstehende Arbeiten an der
Dampfverbundleitung im Bereich des Hundeplatzes sowie an
der Erdgasübernahmestation (Nähe Jet-Tankstelle) an der
Friedrich-Ebert-Straße in Duisburg-Beeck. Die
Außerbetriebnahme ist im Zuge der Sanierung der
Koksgasleitung erforderlich.
Am Mittwoch, 27. August 2025, ist zwischen 06:00 und
14:00 Uhr mit einer starken Dampf- und
Geräuschentwicklung an verschiedenen Stellen zu rechnen.
Gefahr für Mensch und Umwelt besteht nicht.
Informationen zum Projekt Die Dampfverbundleitung
zwischen den Kraftwerken in Hamborn und Ruhrort muss
aufgrund von Sanierungsarbeiten vorübergehend außer
Betrieb genommen werden.
Die Dampfleitung hat eine Länge von vier Kilometern und
einen Durchmesser von einem halben Meter. Die Leitung
spielt eine wichtige Rolle bei der Erzeugung von Strom
und Prozesswärme im Hüttenwerk im Duisburger Norden und
sorgt für höhere Wirkungsgrade. Auf diesem Weg gelangt
Prozessgas aus der Stahlproduktion zum Kraftwerk Ruhrort.
Aus diesem Gas wird ressourcenschonend Strom für die
Produktionsanlagen von thyssenkrupp Steel hergestellt,
die wiederum 20.000 Haushalte am rechten und linken
Niederrhein mit Fernwärme versorgen.
Während der Außerbetriebnahme können Geräusche auftreten.
Zudem ist im Bereich der Rohrleitungstrasse und an den
Kondensatstellen mit Wasserdampfschwaden zu rechnen.
thyssenkrupp Steel wird die Beeinträchtigungen für die
unmittelbare Nachbarschaft so gering wie möglich halten.
Die Werkfeuerwehr von thyssenkrupp Steel ist über die
Arbeiten informiert. Sicherheitszentrale Werkfeuerwehr
thyssenkrupp Steel für Notfälle: 0203 / 52-41212
thyssenkrupp Steel bedankt sich im Voraus für das
Verständnis und die Geduld der Anwohner:innen während der
Instandsetzungsarbeiten.
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thyssenkrupp Steel schließt Modernisierung der
Wasserwirtschaft an Europas größtem Warmbandwerk und
Standort Beeckerwerth ab
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Umweltfreundlicher, effizienter, leistungsfähiger:
• Verbesserte Kühlleistung sorgt für erhöhte Leistungs-
und Lieferperformance bei hochwertigen Produkten.
• Niedrigere Wassertemperaturen und verbesserte
Filterleistungen sorgen für verbesserten Umweltschutz.
• Erhöhte Prozessstabilität durch neue zentrale Betriebs-
und Überwachungsleittechnik.
• Verbesserte Energieeffizienz durch Einsatz
drehzahlgeregelter Pumpen und optimierter
Kühlturm-Ventilatoren.
• Zukunftssichere Wasserversorgung durch Neubau von
Kiesfiltern, Pumpen und Kühltürmen sowie eine neue
Rohrleitungstrasse.
• Investition im mittleren zweistelligen
Millionenbereich.
Duisburg, 6. Mai 2025 – thyssenkrupp Steel hat am
Standort Duisburg-Beeckerwerth am Warmbandwerk 2 (WBW 2)
die bestehende Wasserwirtschaft nach höchsten technischen
Standards modernisiert. Entscheidender Vorteil der
Modernisierung ist die nochmals verbesserte
Kühlwasserversorgung, insbesondere für die Kühlstrecke am
Auslaufrollgang, zum Ende des Produktionsprozesses hin.
Die neue Wasserwirtschaft setzt zudem neue Maßstäbe bei
der Einhaltung von Umweltauflagen und verbesserter
Energieeffizienz.

thyssenkrupp hat die Wasserwirtschaft am Warmbandwerk 2
in Duisburg Beeckerwerth modernisiert.
Wasser spielt bei vielen Prozessschritten der
Stahlerzeugung eine zentrale Rolle. So wird es auch im
Beeckerwerther Warmbandwerk zur Kühlung und gezielter
Temperaturführung entlang des gesamten Walzprozesses
benötigt, aber auch zur Reinigung, wenn zum Beispiel
Zunderschichten von der Brammenoberfläche entfernt werden
müssen.
Nachhaltigkeit beim Umgang mit der Ressource Wasser steht
dabei bei thyssenkrupp Steel immer im Vordergrund. So
werden von den 200 Millionen Kubikmetern Wasser, die im
Werksbereich Beeckerwerth pro Jahr benötigt werden, 97 %
kontinuierlich wiederverwendet. Die nun modernisierte
Wasserwirtschaft hat die Ressourceneffizienz nochmal
erhöht.
Die Modernisierung der Wasserwirtschaft wurde von der
Firma PSE Engineering GmbH durchgeführt, einem
Spezialisten für Wasser- und Abwassertechnik. Dies
umfasste unter anderem den Neubau von Kiesfiltern, Pumpen
und Kühltürmen, inkl. der kompletten Anlagenverrohrung
sowie einer neuen elektrischen Schaltanlage.
Außerdem wurde eine neue oberirdische Rohrtrasse, eine
neue Energieversorgung und die Erweiterung der
Pumpenanlage im Überpumpwerk für die Kühlstrecke
erstellt. Der bautechnische Massivbau wurde von der Firma
Fenne aus Gladbeck erstellt. Die Bauzeit zur
Modernisierung der Wasserwirtschaft betrug mit dem ersten
Spatenstich zur neuen Rohrleitungstrasse insgesamt drei
Jahre. Das Investitionsvolumen dieses Projekts lag im
mittleren zweistelligen Millionenbereich.
•
Verbesserte Produktqualität und erhöhte Anlagensicherheit
durch neue Automatisierung
Auch für die Kunden lohnt sich die umfassende
Modernisierung der Wasserwirtschaft am Standort
Beeckerwerth: Die Bandkühlung in der Kühlstrecke wird
über eine homogenere Kühlwasserzulauftemperatur erheblich
verbessert und sorgt so für eine durchgehend erhöhte
Qualität der Produkte.
Ein weiterer Meilenstein der Modernisierung ist die
Implementierung einer neuen zentralen Betriebs- und
Überwachungsleittechnik. Diese sorgt für eine
zuverlässigere Steuerung der Wasserwirtschaft und eine
höhere Prozessstabilität. Mit der Modernisierung ist nun
auch eine energieeffiziente Anpassung an den
Kühlwasserbedarf mit drehzahlgeregelten Pumpen und
Kühlturmventilatoren erfolgt. Hierbei werden u. a. in den
Kühlpausen die Pumpen bis auf die Vorhaltepumpen
heruntergefahren oder z. B. bei einem längeren
Walzenwechsel abgeschaltet.
•
Zukunftssichere Wasserversorgung für den gesamten Standort
Beeckerwerth
Mit der neuen Wasserwirtschaft am WBW 2 ist nun auch eine
gesicherte Kühlwasserversorgung für alle weiteren
Produktionsbetriebe am Standort Beeckerwerth
gewährleistet. Dies wurde unter anderem durch den Bau
zusätzlicher Kühltürme realisiert. Die neue Technologie
ermöglicht es, die Kühlwassertemperatur deutlich zu
senken. Damit ist der Standort optimal für künftige
Herausforderungen aufgestellt.
„Die Modernisierung der Wasserwirtschaft am Warmbandwerk
2 ist ein bedeutender Schritt für die Zukunft unseres
Standorts. Durch die verbesserten Kühlwasserverhältnisse
haben wir eine höhere Flexibilität in der Entwicklung
neuer Produkte erreicht und sind damit für zukünftige
Herausforderungen bestens gerüstet. Zudem erhöhen wir mit
der Modernisierung der Anlagen unsere Energieeffizienz
und Anlageverfügbarkeit. Dies ist ein wichtiger Beitrag
zur nachhaltigen und leistungsstarken Produktion bei
thyssenkrupp Steel,“ so Wolfgang Braune, Leitung des
Warmbandwerks 2 in Beeckerwerth.
Eckdaten zur Wasserwirtschaft
• Vier zusätzliche, leistungsstarke Kühltürme:
Kühlleistung je 2.000 m³/h.
• 18 zusätzliche Kiesfilter: Filterleistung je 500 m³/h.
• Neues Pumpen- und Schalthaus mit sechs
drehzahlgeregelten Pumpen.
• Umrüstung von fünf starr angetriebenen auf
leistungserhöhte, drehzahlgeregelte Pumpen.
• Absenkung der Kühlwassertemperatur im Warmbandwerk 2
von 43 °C auf 24 °C.
• Beseitigung von Kühlleistungsengpässen und überlasteten
Kühlaggregaten.
• Verminderung der mikrobiellen Belastung in den
Kühlwasserkreisläufen.
• Erhöhung der Kühl- und Filterleistung für weitere
Produktionsanlagen.
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Information für Anwohner: Geplante Arbeiten an
der Kokerei Schwelgern von thyssenkrupp Steel am 22.
April |
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Duisburg, 17. April 2025 – Am
22. April wird an der Kokerei Schwelgern von
thyssenkrupp Steel die zentrale Koksgasleitung an die
Mischgasstation des neuen Warmbandwerkes 4 geschlossen.
Dazu muss die Koksgasleitung außer Betrieb genommen
werden. Die Außerbetriebnahme des Koksgasnetzes wird
zudem genutzt, um notwendige Instandsetzungsmaßnahmen in
den Kohlenwertstoffanlagen der Kokerei durchzuführen. Die
Arbeiten selbst sind nicht mit erhöhtem Lärm verbunden.
Das Abbrennen des Koksofengases über die Hochfackel
könnte zu einem hörbaren „Fauchen“ führen.

Am 22. April wird an der Kokerei
Schwelgern von thyssenkrupp Steel die zentrale
Koksgasleitung an die Mischgasstation des neuen
Warmbandwerkes 4 geschlossen. Während der Maßnahme wird
das Koksofengas über die Hochfackel abgefackelt.
Hintergrund und Notwendigkeit
der Arbeiten
Am Standort Duisburg-Bruckhausen
baut thyssenkrupp Steel ein modernes Warmbandwerk und ein
Brammenlager. Mit dem Um- und Neubau zweier
Stranggießanlagen sowie dem Bau von zwei neuen
Hubbalkenöfen stärkt das Unternehmen den Stahlstandort
Duisburg weiter und sichert damit langfristig
Beschäftigung.
In diesem Projektstadium wird am 22. April die zentrale
Koksgasleitung an die Mischgasstation des neuen
Warmbandwerkes 4 angeschlossen. Ihre Funktion ist es,
zukünftig das Warmbandwerk 4 mit Gas zu versorgen.
Während der Maßnahme, die
voraussichtlich acht Stunden dauern wird, muss das
Koksofengas über die Hochfackel abgefackelt werden. Eine
Zuführung zu den üblichen Verbrauchern wie Warmbandwerke
und Kraftwerke ist in dieser Zeit nicht möglich.
Auswirkungen auf die Anwohner
Während der Maßnahme wird die
Hochfackel auf dem Werkgelände von thyssenkrupp Steel für
etwa acht Stunden sichtbar in Betrieb sein. Für Mensch
und Umwelt stellt diese keine Gefahr dar. Die Arbeiten
selbst sind nicht mit erhöhtem Lärm verbunden. Das
Abbrennen des Koksofengases über die Hochfackel könnte zu
einem hörbaren „Fauchen“ führen.
Die Arbeiten sind in Abstimmung
mit der Bezirksregierung Düsseldorf sorgfältig geplant
und werden nur bei außergewöhnlichen
Witterungsbedingungen verschoben. Das Unternehmen bittet
die Anwohner um Verständnis und dankt für ihre Geduld
während dieser notwendigen Maßnahme.
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Hauptversammlung 2025:
thyssenkrupp setzt trotz globaler Herausforderungen
Transformationspfad fort und erreicht wichtige
Meilensteine
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- Die EP Group beteiligt sich mit 20
Prozent am Stahlgeschäft
- Neuer Stahlvorstand legt Eckpunkte für industrielles
Zukunftskonzept vor
- Verkauf des Elektrobandgeschäfts in Indien für 440 Mio
€ erfolgreich abgeschlossen
- Großaufträge und steigende Nachfrage bei thyssenkrupp
Marine Systems – Vorbereitung des Spin-off gestartet
- Decarbon Technologies weiter auf grüne Transformation
ausgerichtet
- Performance-Programm APEX stützt Jahresabschluss trotz
schwieriger Marktbedingungen
- Ziele bei Umsatz und Bereinigtem EBIT nach angepasster
Prognose erreicht – Geschäftsjahr mit positivem Cashflow
abgeschlossen
Dividende von 15 Eurocent je Aktie vorgeschlagen
Duisburg, 31. Januar 2025 - Auf der diesjährigen
Hauptversammlung zogen Vorstand und Aufsichtsrat der
thyssenkrupp AG Bilanz zum abgelaufenen Geschäftsjahr und
stellten sich den Fragen der Aktionärinnen und Aktionäre.
„Der angekündigte Umbau des Konzerns ist im vollen Gange.
Taktzahl und Geschwindigkeit der eingeleiteten
Entscheidungen und Maßnahmen waren im vergangenen Jahr so
hoch wie nie.
In allen Segmenten wurden wichtige
Weichenstellungen vorgenommen, um die Leistungsfähigkeit
der Geschäfte nachhaltig zu verbessern“, sagt Prof. Dr.
Siegfried Russwurm, Vorsitzender des Aufsichtsrats der
thyssenkrupp AG. „Diesen Weg der Transformation werden
wir auch in diesem Geschäftsjahr mit großer
Entschlossenheit fortsetzen. Das wirtschaftliche Umfeld
und die geopolitischen Rahmenbedingungen machen es
notwendig, dass wir noch zügiger und konsequenter
vorankommen als bisher.“
Weitreichende Entwicklungen im Geschäftsjahr
2023/2024
Im Stahlsegment wurde mit dem 20-prozentigen Einstieg der
EP Group ein wichtiger Meilenstein in Richtung
Verselbstständigung des Geschäfts gesetzt. Angestrebt
wird weiterhin ein 50/50-Joint-Venture mit der EP Group.
Ende vergangenen Jahres wurde zudem ein Zukunftskonzept
vorgelegt, das aufgrund der Überkapazitäten auf dem
Weltmarkt eine Reduktion der Produktionskapazitäten von
11,5 auf 8,7 bis 9 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr
vorsieht.
Zudem konnte der Verkauf des Elektrobandgeschäfts in
Indien für 440 Mio € erfolgreich abgeschlossen werden.
Zentraler Schwerpunkt bleibt der Umbau zu einer
klimaneutralen Stahlproduktion. Bis 2030 sollen dazu zwei
Hochöfen in Duisburg durch die im Bau befindliche
Direktreduktionsanlage ersetzt werden. Das Marinegeschäft
konnte weitere Großaufträge verbuchen. Ziel bleibt die
Verselbstständigung der Geschäftseinheit, um ihr
Wachstumspotenzial optimal zu nutzen.
Im Automobilsegment laufen Verhandlungen zum Verkauf der
Geschäftseinheit Federn & Stabilisatoren. Zudem sollen
die Powertrain-Aktivitäten am Standort Bremen bis 2026
schrittweise heruntergefahren werden. Auch der
Geschäftsbereich Automotive Body Solutions wird in
Deutschland strukturell neu ausgerichtet, um
Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität zu erhöhen.
Die Handelssparte, Materials Services, setzt verstärkt
auf datengetriebene Supply-Chain-Lösungen und digitale
Geschäftsmodelle, um seine Marktposition weiter
auszubauen. Die Entwicklung geht zunehmend vom
traditionellen Werkstoffhändler zum voll digitalisierten
Lieferkettenmanager. So wurde die langjährige
Partnerschaft mit einem der weltweit führenden
Flugzeughersteller für umfassende
Supply-Chain-Dienstleistungen langfristig verlängert.
Darüber hinaus wurden in den USA und Mexiko neue
Service-Center eröffnet, um den Wachstumskurs in
Nordamerika fortzusetzen. In dem im vergangenen
Geschäftsjahr neugegründeten Segment Decarbon
Technologies konnten wichtige neue Kundenprojekte
gewonnen werden, v.a. für CO2-Abscheidungstechnologien in
der Zementindustrie und zur Wasserstoffherstellung.
Darüber hinaus wurden die Geschäfte stärker auf
zukunftsfähige Produkte und Dienstleistungen
ausgerichtet. Speziell im Anlagenbau, bei Polysius und
Uhde, liegt der Fokus auf dem Umbau der Geschäftsmodelle
hin zu modularisierten und standardisierten Produkten
sowie dem Ausbau des profitablen Servicegeschäfts. Damit
soll künftig neues Wachstum vor allem in Südeuropa, dem
Nahen Osten, Nordamerika und Asien erschlossen werden.
Wirtschaftlich hat sich thyssenkrupp in einem
herausfordernden Umfeld im Geschäftsjahr 2023/2024 gut
behauptet. Nachdem als Folge der deutlich schwächeren
Nachfrage die Prognose im Juli 2024 angepasst werden
musste, wurden die Ziele bei Umsatz und bereinigtem EBIT
erreicht.
Der Umsatz sank um 7 Prozent auf 35 Mrd €, das bereinigte
EBIT lag bei 567 Mio. €, und der Free Cashflow vor M&A
war mit 110 Mio € positiv. Die Eigenkapitalquote beträgt
35 Prozent, und das Netto-Finanzguthaben stieg auf 4,4
Mrd €. Auf dieser Grundlage haben der Vorstand und
Aufsichtsrat der thyssenkrupp AG für das Geschäftsjahr
2023/2024 eine Dividende von 15 Eurocent je Aktie
vorgeschlagen.
CEO: Geschäftsjahr 2024/2025 wird „Jahr der
Entscheidungen“
„2025 wird für thyssenkrupp ein Jahr der Entscheidungen.
Und das in vielerlei Hinsicht: Wir legen bei der
Performance zu, bringen unsere Geschäfte auf
Wettbewerbsniveau und haben unsere finanziellen Ziele
fest im Blick“, sagt Miguel López, Vorsitzender des
Vorstands der thyssenkrupp AG.
„Mit der geplanten Restrukturierung geht der Stahl große
Schritte in Richtung Verselbstständigung. Auch der
Spin-off des Marinegeschäfts wird konkret. Für den
langfristigen Erfolg richten wir alle Geschäfte auf
Dekarbonisierung aus. Sobald die grünen Märkte ihre volle
Dynamik entfalten, werden wir vorbereitet sein. Das
mittel- und langfristige Ziel des Konzerns bleibt ein
nachhaltig positiver Free Cashflow vor M&A und ein
dauerhaft positiver Wertbeitrag. Dafür wurde das
Performance-Programm APEX weiterentwickelt und wird
dezentral umgesetzt, um die Leistungsfähigkeit aller
Geschäfte zu verbessern.“
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Zukunftsinvestition für
Elektromobilität: thyssenkrupp nimmt neue Hightech-Glüh-
und Isolierlinie in Bochum in Betrieb
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· Ausrichtung auf zukünftige
Marktanforderungen durch Produktion von dünnerem,
hochsiliziumhaltigem, nicht kornorientiertem Elektroband
mit optimierten mechanischen und magnetischen
Eigenschaften
· Elektroband ist Basiswerkstoff für effiziente Motoren
und Generatoren
· Gesamtinvestition am Standort Bochum von rund 300
Millionen Euro, davon ca. 150 Millionen Euro für die
Glüh- und Isolierlinie
· Kapazität für über 200.000 Tonnen Hightech-Elektroband
· Langfristige Sicherung des Stahlstandorts Bochum, in
Summe Entstehung von mehr als 200 neuen, qualifizierten
Arbeitsplätzen
24. Januar 2025, Bochum – thyssenkrupp Steel setzt
zentrale Zukunftsinvestitionen weiter um: Mit der
Inbetriebnahme der neuen Glüh- und Isolierlinie ist die
Modernisierung des Standortes Bochum nun weitgehend
abgeschlossen. Die moderne und energieeffiziente Anlage
ermöglicht die Herstellung von bis zu 0,2 mm dünnen
Elektroblechen mit besonders homogenen mechanischen und
magnetischen Eigenschaften. Sie sind speziell auf die
Anforderungen von hocheffizienten Motoren ausgelegt, die
vor allem in Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen.

Glüh- und Isolierlinie am Standort Bochum
Das der Glüh- und Isolierlinie vorgelagerte Walzwerk, ein
auf Basis neuster Technologie installiertes
Doppelreversiergerüst, ist bereits fertiggestellt.
Komplettiert werden die beiden neuen Aggregate durch eine
neue Elektroband-Inspektionslinie und durch eine nun
beauftragte Adjustage, die die fertigen Bleche schneidet
und für die Kunden konfektioniert. Die Adjustage soll
2026 in Betrieb gehen.
Dennis Grimm, Sprecher des Vorstands bei thyssenkrupp
Steel: „Mit der Inbetriebnahme der Glüh- und Isolierlinie
machen wir einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft:
Unser Anspruch ist es, gerade bei anspruchsvollen
Premiumstählen Technologie- und Qualitätsführer zu sein.
Wir haben rund 300 Millionen Euro in unseren Standort in
Bochum investiert, um unsere Position bei Stählen für die
Elektromobilität und bei höherfesten Mehrphasenstählen zu
stärken und auszubauen.
In Verbindung mit den Großinvestitionen am
Standort Duisburg sind wir nun auf der
Zielgeraden in der Umsetzung der Investitionen aus der
Strategie 20-30. Der Kern der Strategie bleibt auch unter
veränderten Marktbedingungen richtig: Die konsequente
Optimierung unseres Produktionsnetzwerks und unseres
Produktportfolios auf Zukunftsmärkte und die steigenden
Anforderungen unserer Kunden.“

Glüh- und Isolierlinie am Standort Bochum
Hightech-Stähle aus Bochum für die Zukunft der
Elektromobilität
Die neue Glüh- und Isolierlinie wird künftig über 200.000
Tonnen nicht kornorientiertes Elektroband pro Jahr
produzieren können. Projektpartner beim Bau der Anlage
ist der Düsseldorfer Anlagenbauer SMS group.
Die Produktionsstätte an der Essener Straße wird durch
die Modernisierungsoffensive kontinuierlich zu einem
Kompetenzzentrum für Elektromobilität und höherfeste
Materialien weiterentwickelt. Nach dem bereits
fertiggestellten Doppelreversiergerüst ist mit der
Errichtung der Glüh- und Isolierlinie der wesentliche
Transformationsschritt dahin vollzogen.
In Bochum kann nun die Produktion von hochspezialisierten
Elektrobändern weiter ausgebaut werden, denn die
Entwicklung geht auch bei der E-Mobilität hin zu immer
anspruchsvolleren Güten. Diese hochwertigen, sehr dünnen
Stähle mit hohem Siliziumanteil tragen entscheidend zur
Verbesserung der Energieeffizienz bei, was unter anderem
die Reichweite von Elektrofahrzeugen steigert.
In der neuen Anlage wird das Gefüge des kaltgewalzten
Bandes während des Glühprozesses rekristallisiert.
Nachfolgend kann die entsprechende Textur eingestellt
werden, anschließend wird das Blech nach dem Glühvorgang
mit einer Isolierschicht versehen. Dies ist bei
Materialien, die in Elektromotoren und Generatoren
eingesetzt werden, besonders wichtig, um den Wirkungsgrad
der Motoren zu erhöhen und Magnetisierungsverluste zu
minimieren.
Zukunftsfeste Weiterentwicklung des Standortes Bochum
Die Modernisierung des Bochumer Standortes ist ein
wesentlicher Bestandteil der seit 2020 von thyssenkrupp
Steel umgesetzten marktorientierten Optimierungen im
Produktionsnetzwerk sowie der im November letzten Jahres
vorgestellten Pläne zur Neuausrichtung des Unternehmens.
Die Fokussierung auf Hightech-Stähle für die
Elektromobilität sowie auf höherfeste Mehrphasenstähle
bildet dabei den Kern der Weiterentwicklung in Bochum.

Die Elektrobandproduktion für E-Motoren und Generatoren
findet derzeit noch im Werk an der Castroper Straße
statt. Die vom Markt geforderten Güten können
perspektivisch jedoch nur über die neuen
Hightech-Aggregate produziert werden. Daher wird die
Elektrobandproduktion nach Inbetriebnahme der Adjustage
an der Essener Straße Schritt für Schritt auf die neuen
Anlagen verlagert.

Dennis Grimm: „Fokussierung, Steigerung unserer
Wettbewerbsfähigkeit und Konzentration auf die
Bedürfnisse unserer Kunden sind Taktgeber für unsere
Neuausrichtung. Der Standort Bochum spielt dabei eine
zentrale Rolle. Wir wollen hier unsere Kompetenzen
bündeln, den Standort damit zukunftsfest aufstellen und
langfristig möglichst viele gute Arbeitsplätze erhalten.
Die wesentlichen Voraussetzungen dazu haben wir nun
geschaffen.“
Eckdaten Glüh- und Isolierlinie:
Investitionsvolumen: rd. 150 Mio. €
Länge: 364 m
Höhe: bis zu 13,5 m
Kapazität: ca. 218.000 t/a (portfolioabhängig)
Bandbreiten: 700 mm bis 1.350 mm
Banddicken: 0,2 mm bis 1,0 mm
Verbautes Material: 35.000 m3 Aushub/63.000 t; ca. 20.000
m3 Beton/46.000 t; ca. 2.700 t Bewehrung

Start Inbetriebnahme bei thyssenkrupp Steel an der neuen
Glüh- und Isolierlinie am Standort Bochum für zukünftige
Stahlgüten für die Elektromobilität
von links nach rechts: Engin Karakurt (Vorsitzender
Betriebsrat thyssenkrupp Steel in Bochum), Dr. Harald
Espenhahn (Leitung Technologie- und Umweltmanagement,
thyssenkrupp Steel), Andy Rohe (Leitung Downstream
Operations, thyssenkrupp Steel), Thomas Eiskirch
(Oberbürgermeister Bochum), Dr. Marie Jaroni (Chief
Transformation Officer thyssenkrupp Steel), Markus Kovac
(Leitung Werksbereich Bochum, thyssenkrupp Steel)
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