BZ-Home Industrie - Wirtschaft - Handel - Finanzen - Logistik  - Forschung - Technik - Klima - Produkte Sonderseiten

 

BZ-Sitemap

duisport
thyssenkrupp
Haniel
WBDuisburg
Stadtwerke DU

GfW
Produkte -Technik
WBD

982. Sitzung des Bundesrates

DU und DUS (Airport)
Make up Duisburg
Archiv:
01. - 04.2020

07. - 12.2019
01. - 06.2019
07 - 12.2018
01 - 06 2018

07-12 2018
07-12 2017
01-06 2017

01-12 2016






Redaktion Harald Jeschke 
- Kompromiss-Gewinnungsstandort Mündelheimer Rheinbogen
- BZ-Sonderseite Coronavirus
- Bundesregierung: Zugang zu Kurzarbeitergeld erleichtert  
- Update Agentur für Arbeit zum Kurzarbeitergeld



- IHKs fordern Atempause für Gewerbemieten
- HK-Kampagne „Wir FAIRzichten“ Solidarität mit der Wirtschaft vor Ort  

Kleine und mittlere Betriebe in Corona-Krise entlasten  
Duisburg, 31. März 2020 - Händler, Gastgewerbe, Handwerker, Dienstleister, Kulturtreibende und Produzenten sind von der Corona-Krise besonders stark betroffen. Sie betreiben meist kleine und mittlere Betriebe oder sind Solo-Selbständige. Schließungen, ausfallende Aufträge oder Stornierungen lösen bei ihnen sehr schnell große Liquiditätsprobleme aus. Die Krise schlägt damit auf die Immobilienwirtschaft durch, denn insolvente Unternehmen fallen schlagartig als Gewerbemieter aus.
Zusammen mit ihrem Dachverband, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), setzt sich die Niederrheinische IHK für pragmatische Lösungen ein. „Damit betroffene Betriebe nach der Krise weiter leistungsfähig sind, muss die Politik für eine Atempause bei den Gewerbemieten sorgen“, fordert Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK.

Ein gemeinsam aufgesetztes Positionspapier der IHKs, Handelsverbände und von weiteren Dachorganisationen hat nun Wirkung gezeigt: Im Kabinettsentwurf zum Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie wurde geregelt, dass bis zum 30. Juni Kündigungen von Gewerberaum-Mietverträgen unzulässig sind. Nun kommt es darauf an, dass der von der Bundesregierung geplante Krisenfonds für Härten im Immobilienbereich auch die Probleme bei Gewerbemietverhältnissen berücksichtigt. Damit wäre eine Grundlage geschaffen, damit sich Vermieter und Mieter einvernehmlich verständigen können.  
Das Ziel des Dialogs ist es, trotz unterschiedlicher Interessen wichtige Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten und bei krisenbedingten Problemen einen fairen Ausgleich und individuelle Lösungen zum dauerhaften Erhalt der Mietverhältnisse zu ermöglichen.
Daher setzen sich die beteiligten Dachorganisationen (siehe unten) und Verbände dafür ein, alle Akteure – Vermieter ebenso wie Mieter von Gewerbeimmobilien – an einen Tisch zu bringen und über eine befristete Anpassung der Mietverträge zu sprechen.  
Beteiligte Dachorganisationen: Deutscher Industrie- und Handelskammertag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Handelsverband Deutschland, Haus & Grund, Verband Kommunaler Unternehmen e.V., Zentralverband des deutschen Handwerks, ZIA Die Immobilienwirtschaft  

IHK-Kampagne „Wir FAIRzichten“ - Solidarität mit der Wirtschaft vor Ort
Lieber FAIRzichten als verzichten: Damit Kulturstätten, Fitnessstudios, Restaurants und Campingplätze in der Nachbarschaft nicht dauerhaft verloren gehen, können Verbraucher auf ihre Erstattungsansprüche FAIRzichten, darauf macht die Niederrheinische IHK mit der gleichnamigen Kampagne aufmerksam.  
Sie haben Tickets für ein Konzert Ihrer Lieblingsband gekauft, das ausfallen musste? Sie haben den Monatsbeitrag im Fitnessstudio schon bezahlt und können es jetzt nicht nutzen?
Ihnen steht volle Erstattung zu, aber sie würden FAIRzichten, wenn dadurch die Unternehmer und ihre Beschäftigten die Krise überstehen? Auf dem IHK-Portal „Wir FAIRzichten“ können Verbraucher ganz einfach und unbürokratisch auf einen Teil ihrer Ansprüche FAIRzichten.  
Das Prozedere ist einfach: Verbraucher geben auf der Internetseite alle relevanten Daten ein und bestimmen die Höhe des Verzichts. Im Anschluss generiert die Webanwendung ein Dokument und leitet es automatisch an eine angegebene E-Mailadresse des Unternehmens weiter. Rechtlich gesehen ist ein solcher Forderungsverzicht formlos möglich.  
Gleichzeitig zum Verzicht der Verbraucher unterstützt die Unternehmen jede finanzielle Entlastung wie etwa die Stundung kommunaler Steuern und Sozialversicherungsabgaben. Vorreiter am Niederrhein sind hier unter anderem die Städte Duisburg und Moers. Auch die IHK entlastet ihre Mitgliedsunternehmen und setzt bis auf Weiteres ihre Beitragsveranlagungen aus.
„Wir alle profitieren von lebendigen Stadteilzentren und Innenstädten und möchten nach dieser außergewöhnlichen Krisensituation zu einem normalen Leben zurückkehren. Das kann nur gelingen, wenn wir dafür sorgen, dass Geschäfte, Gastrobetriebe und Dienstleister die Zeit der Schließung mit möglichst wenig Schaden überstehen. Wir erleben gerade viel Solidarität von vielen engagierten Menschen. Diese Kraft wird auch unseren Boutiquen, Fitnesscentern und Eisdielen vor Ort helfen", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger. Verbraucher können teilnehmen auf der Website www.wir-FAIRzichten.de.  




GfW-Business-Newsletter: Solidarität kann funktionieren

150.000 Anträge sind beim Wirtschaftsministerium eingegangen. 100.000 davon sind bereits durch die Bezirksregierungen bewilligt worden – von 700 Mitarbeiter/-innen. Stündlich steigen Anträge wie Bewilligungen.
Die Regionalagentur NiederRhein unterstützt die Bundesarbeitsagentur bei der Beantragung zum Kurzarbeitergeld. Darüber hinaus wird die Stadt Duisburg bis auf weiteres keine  Sondernutzungsgebühren erheben.

Milliardensoforthilfe für den Wirtschaftsmotor des Landes startet ab heute - Bezirksregierungen bearbeiten Förderanträge für NRW-Soforthilfe
- Kostenloser Kurs für Corona-Arbeitslose „E-Business-Manager“ werden 

Düsseldorf/Duisburg, 27. März 2020 - Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind, erhalten ab sofort finanzielle Unterstützung vom Land und Bund. Ab heute, Freitag, 27. März 2020, können Unternehmen bei der jeweiligen Bezirksregierung Anträge für die Zuschüsse stellen. Bis zu 25.000 Euro zahlt das Land NRW als Soforthilfe. Damit das Geld schnell ankommt, müssen die Förderanträge online gestellt werden. Zahlungseingänge sind frühestens zum Ende nächster Woche möglich.

 

Da die Bezirksregierungen mit mehreren hunderttausenden Anträgen rechnen, stehen in den fünf Regierungspräsidien fast 700 Beschäftigte der Landesverwaltung zur Verfügung, um die benötigten Finanzhilfen schnell und unbürokratisch weiterzugeben. Möglicherweise kann es aufgrund einer hohen Anzahl von Anträgen zu Überlastungen kommen. Bitte haben Sie dann ein wenig Geduld.

 

In einem historischen Kraftakt unterstützen Bundesregierung und Landesregierung in der Corona-Krise kleine und mittlere Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen Nordrhein-Westfalens. Das Angebot richtet sich ebenso an Freiberufler und Solo-Selbstständige. Kleinunternehmer erhalten somit aus dem Programm des Bundes Zuschüsse in Höhe von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro. Mit „NRW-Soforthilfe 2020“ stockt die Landesregierung dieses Programm nochmals ordentlich auf, um heimische Unternehmen mit zehn bis 50 Beschäftigten mit je 25.000 Euro zu unterstützen.

 

Siehe hierzu auch die Informationen des NRW Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie:

https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

 

Die dringend benötigte Hilfe wird in den kommenden 3 Monaten gewährt und sieht folgende Zuschüsse vor:

           Bis zu 5 Beschäftigte: 9.000 Euro (Bundesmittel)

           Bis zu 10 Beschäftigte: 15.000 Euro (Bundesmittel)

           Bis zu 50 Beschäftigte: 25.000 Euro (Landesmittel)

 

Voraussetzungen

       Mehr als die Hälfte der Aufträge aus der Zeit vor dem 1. März sind durch die Corona-Krise weggefallen, oder

       Der Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahresmonat halbiert, oder

       Der Betrieb wurde auf behördliche Anordnung massiv eingeschränkt, oder

       Zahlungsverpflichtungen können nicht erfüllt werden, zum Beispiel: Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten 

 

Stichtag für die Berechnung der Mitarbeiterzahl ist der 31. Dezember 2019. Zur Umrechnung von Teilzeitkräften und 450 Euro-Jobs in Vollzeitbeschäftigte:

           Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5

           Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75

           Mitarbeiter über 30 Stunden & Auszubildende = Faktor 1

           Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3

           Der/Die Unternehmer/in selbst ist mitzuzählen

Welche Informationen sind für den Antrag wichtig?

           Amtliches Ausweisdokument (Personalausweis, Reisepass)

           Handelsregisternummer oder andere Registernummer sowie das zugehörige Amtsgericht

           Steuernummer des Unternehmens und Steuer-ID eines der Eigentümer

           Bankverbindung für die Auszahlung

           die Art der gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit

           Anzahl der Beschäftigten

           Eine sogenannte De-Minimis-Erklärung ist nicht erforderlich! 

 

Wie kann der Antrag gestellt werden?

Der Antrag kann online ausgefüllt werden. Es müssen keine Dokumente hochgeladen werden:

https://soforthilfe-corona.nrw.de/ 

 

Welche Fristen gibt es?

Ab Freitag (27. März 2020) können die Anträge online gestellt werden. Die Anträge werden auch am Wochenende von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bezirksregierung bearbeitet. Anträge müssen bis zum 31. Mai gestellt werden. 

 

Wo kann ich mich weiter informieren?

Eine Übersicht zu Bürgschaften, Bürgschaftsbank, KfW-Kredite, Steuerstundungen, Entschädigungen für Quarantäne und Beteiligungskapital für Kleinunternehmen gibt es auf dem Informationsportal des NRW-Wirtschaftsministeriums:

www.wirtschaft.nrw/corona 

Mit der Gesamthilfe von Bund und Land wird nahezu jeder zweite Arbeitsplatz in Nordrhein-Westfalen unterstützt.

Bereits jetzt können freischaffende Künstler Unterstützungen bei den Bezirksregierungen beantragen.

https://www.mkw.nrw/Informationen_Corona-Virus

 


Binnenhäfen der Metropole Ruhr steigern Güterumschlag
Der Güterumschlag in den Binnenhäfen der Metropole Ruhr ist im vergangenen Jahr tendenziell gestiegen. Das Statistikteam des Regionalverbandes Ruhr (RVR) hat auf der Grundlage ausgewählter Daten des Landesamtes IT.NRW ein Plus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr errechnet. 2018 erreichte der Umschlag - also Versand und Empfang in den Ruhrgebiets-Binnenhäfen 71.698.000 Tonnen.
Im Jahr 2019 waren es 72.532.000 Tonnen. Der Großteil entfiel dabei auf den Duisburger Hafen (47.133.000 Tonnen). In Gelsenkirchen wurden 4.644.000 Tonnen umgeschlagen, in Bottrop 3.778.000 Tonnen. Besonders hohe Steigerungsraten verbuchten der Rheinhafen in Wesel (+49,4 Prozent auf 1.394.000 Tonnen) und Bottrop (+ 27,7 Prozent auf 3.778.000 Tonnen).
Erhebliche Rückgänge wurden für Bergkamen (-35,8 Prozent auf 383.000 Tonnen) und Essen (-22,6 Prozent auf 1.291.000 Tonnen) gemeldet. Grundlage der Berechnungen ist eine Auswahl des Landesamtes it.nrw. Das hatte für die Metropole Ruhr 23 Binnenhäfen am Rhein, Dortmund-Ems-Kanal, Datteln-Hamm-Kanal, Rhein-Herne-Kanal, Wesel-Datteln-Kanal und der Ruhr berücksichtigt. idr

Kostenloser Kurs für Corona-Arbeitslose „E-Business-Manager“ werden 

Geschlossene Geschäfte, Arbeitnehmer im Zwangsurlaub oder in Kurzarbeit – Corona bedroht Existenzen. Viele Menschen und Unternehmen machen sich Sorgen, wie es für sie weitergeht. Der Lehrstuhl von Prof. Tobias Kollmann von der Universität Duisburg-Essen (UDE) bietet deshalb den Weiterbildungskurs „E-Business-Manager“ zu Sonderkonditionen an.  
Wer seinen Job durch die Pandemie verloren hat, kann das Online-Angebot kostenlos nutzen. Anmeldungen sind ab sofort möglich, Anmeldeschluss ist der 15. April.  Der Sonderkurs beginnt am 18. April 2020 und wird mit einem offiziellen Abschluss zum „E-Business-Manager“ der UDE beendet. Die Teilnehmenden erarbeiten sich über drei Monate berufsrelevante Kompetenzen speziell für die digitale Wirtschaft und die Digitale Transformation von Unternehmen.
„Es geht über die Grundlagen des E-Business hinaus auch um die Frage, wie elektronische Mehrwerte in den Bereichen Einkauf (E-Procurement), Verkauf (E-Shop) und Handel (E-Marketplace) erzeugt und aufgebaut werden“, so Kollmann. Wer seinen Job nachweislich durch die Pandemie verloren hat), kann an dem Sonderkurs kostenlos teilnehmen.
„Beschäftigte, die aufgrund der Corona-Pandemie ab dem 1.März gekündigt wurden oder deren Unternehmen deswegen insolvent ist, können sich anmelden, die Plätze sind begrenzt“, so Kollmann. Aber auch Unternehmen, die die Zeit nutzen und ihre Mitarbeiter nun für die digitale Zukunft weiterbilden wollen, erhalten Sonderkonditionen.
„Firmen können mehrere Teilnehmer aus der Kurzarbeit oder dem Homeoffice anmelden und erhalten hierfür ein 2+1-Angebot. Dabei müssen nur zwei Kursplätze bezahlt werden, ein weiterer ist kostenlos“, erklärt Kollmann.
Dieses Modell kann auch mehrfach angewendet werden. Weitere Informationen und Anmeldung: https://www.rca.uni-due.de/e-business-manager/anmeldung-e-business-zert/ Sünke Witthaus-Purushotham, RCA, suenke.witthaus@rca.uni-due.de


Ein Drittel der Wirtschaft steht still

IHK-E-Mail-Hotlines zu Kurzarbeitergeld und Soforthilfen  
Duisburg, 27. März 2020 - Die Corona-Krise hält die Wirtschaft in Atem – wie umfassend, zeigt eine aktuelle Blitzumfrage der Niederrheinischen IHK. Bei einem Drittel ruhen die Geschäfte, 40 Prozent rechnen für 2020 mit mehr als 25 Prozent Umsatzeinbußen, 14 Prozent erwarten sogar mehr als eine Halbierung ihres Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr. Ein Lichtblick: Die Hilfsprogramme von Bund, Land und Kommunen laufen jetzt an. Die Niederrheinische IHK hat dafür ihre Beratung personell und zeitlich hochgefahren.  

„Die Weichen sind gestellt. Jetzt kommt es darauf an, dass die Hilfen die Unternehmen so schnell wie möglich erreichen“, mahnt IHK-Präsident Burkhard Landers - Foto Niederrheinische IHK Robert Poorte. Auf Basis einer Studie des Münchner ifo Instituts schätzt die IHK den volkswirtschaftlichen Verlust am Niederrhein auf 250 bis 600 Millionen Euro – pro Woche.
Betroffen sind nicht nur angeschlagene Unternehmen. Auch viele Betriebe, die immer gut gewirtschaftet haben und nie auf Hilfe angewiesen waren, geraten jetzt in Schieflage. Elf Prozent der Unternehmen sehen sich aktuell sogar in ihrer Existenz bedroht, so die Umfrageergebnisse.  
Die Folgen der Krise zeigen sich laut IHK-Umfrage über alle Branchen hinweg, allerdings in unterschiedlicher Form. Während Reisebranche und Gastgewerbe einen nahezu vollständigen Stillstand erleben, haben andere Branchen Probleme, die veränderte Nachfrage zu befriedigen. Jedes vierte Handels- oder Industrieunternehmen beklagt logistische Engpässe. Viele Unternehmen haben mit dem Ausfall von Mitarbeitern zu kämpfen.

„Bund, Land und Kommunen haben schnell und mit einer Vielzahl von Hilfsangeboten reagiert. Das kommt in der Wirtschaft gut an“, so Landers weiter. Die Umfrageergebnisse zeigen: Das Kurzarbeitergeld hat für 76 Prozent besondere Relevanz. Soforthilfen durch Zuschüsse und Steuerstundungen sind insbesondere bei den kleinen (64 Prozent) und mittleren (59 Prozent) Betrieben gefragt. Darlehen spielen für ein Drittel der Unternehmen eine Rolle. Bürgschaften (13 Prozent) und Bankkredite (15 Prozent) sind aktuell noch seltener gefragt.  

Nachbesserungsbedarf sehen die Unternehmen bei den Soforthilfen (54 Prozent) und der Unternehmensbesteuerung (49 Prozent). Beim Kurzarbeitergeld plädieren die Betriebe für eine Einbeziehung der Auszubildenden.  
„Der Erfolg der Programme wird entscheidend davon abhängen, wie schnell die versprochenen Mittel bei den Unternehmen ankommen. Außerdem gilt es schon jetzt genau hinzusehen, was wo gebraucht wird. Ein Eventcaterer, der nicht weiß, wann er wieder einen Auftrag bekommt, kann seine laufenden Kosten nicht mit Krediten bezahlen, egal, ob diese durch Bürgschaften abgesichert sind oder nicht. Hier muss die Politik noch einmal nachsteuern“, so der IHK Präsident.  

Zum Kurzarbeitergeld (KUG@niederrhein.ihk.de) und zu den Soforthilfen (soforthilfe@niederrhein.ihk.de) hat die IHK eine E-Mail-Hotline eingerichtet. Beratungssuchende können sich unter den jeweiligen E-Mail-Adressen an die IHK wenden und erhalten einen Rückruf aus dem Beraterteam.

IHKs verschieben Azubi-Abschluss- und Weiterbildungsprüfungen. Sach- und Fachkundeprüfungen bleiben vorerst ausgesetzt 

Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) verschieben die für April und Mai geplanten schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen in den Sommer 2020. Hiervon sind rund 210 000 Auszubildende betroffen. Bis einschließlich Mai finden auch keine IHK-Weiterbildungsprüfungen statt. Diese werden zwischen Juni und August nachgeholt. Darauf haben sich die zuständigen IHK-Gremien verständigt.

 

„Wir müssen alle mithelfen, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Gleichzeitig sind viele Azubis unsicher, wann sie ihre Prüfungen nachholen können. Deshalb bin ich froh, dass wir jetzt eine einheitliche Lösung gefunden haben“, lobte Matthias Wulfert, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer und Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung, die bundesweite Entscheidung. 

Welche Prüfungen sind betroffen?

Die schriftlichen IHK-Ausbildungsprüfungen werden nach jetzigem Stand in der Zeit vom 16. bis zum 19. Juni 2020 nachgeholt. Die industriell-technischen Prüfungen sollen am 16. und 17. Juni 2020 und die kaufmännischen am 18. und 19. Juni 2020 stattfinden. 

Prüfungsteilnehmer, die im Frühjahr 2020 für die Abschlussprüfung Teil 1 angemeldet waren, können ihre Prüfung im Herbst 2020 nachholen. Genauere Informationen zu den Aus- und Weiterbildungsprüfungen werden die IHKs auf ihren Webseiten bereitstellen.

Unterrichtungen sowie Sach- und Fachkundeprüfungen

Auch alle Unterrichtungen sowie die Sach- und Fachkundeprüfungen (Verkehrsprüfungen sowie Unterrichtungen und Prüfungen aus dem Bereich des Gewerberechts) bleiben ebenfalls mindestens bis zum 24. April 2020 ausgesetzt. Auch hier werden die örtlichen IHKs schnellstmöglich darüber informieren, wann diese wieder stattfinden können. 

Schulungsnachweise für Gefahrgutfahrer verlängert

Um Engpässe im Güterverkehr zu vermeiden, ist die Gültigkeit der Schulungsnachweise für Berufskraftfahrer und im Gefahrgutbereich verlängert worden. Alle Bescheinigungen über die Fahrzeugführerschulung, deren Geltungsdauer zwischen dem 1. März 2020 und dem 1. November 2020 endet, bleiben bis zum 30. November 2020 gültig. Auch die Schulungsbescheinigungen für Gefahrgutbeauftragte, deren Geltungsdauer zwischen dem 1. März 2020 und dem 1. November 2020 endet, bleiben bis zum 30. November 2020 gültig.



Schutzschirm ab Freitag aufgespannt

Kleine Unternehmen und Selbständige können Soforthilfe beantragen  

Duisburg, 26. März 2020 - Corona-Krise: Bund und Land haben Hilfsprogramme für Solo-Selbständige und Kleinunternehmen beschlossen. Ab Freitag können Betriebe Zuschüsse beantragen. Die Niederrheinische IHK hilft ihren Unternehmen bei der Antragstellung.  
„Die Soforthilfen sind für viele unserer Betriebe eine wichtige Unterstützung zum Überleben. Wir sind froh, dass Bund und Land so schnell und beherzt auf die Krise reagiert haben und unbürokratisch Hilfen zur Verfügung stellen“, lobt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger. Die beschlossenen Zuschüsse sind ein weiteres Instrument, um schnell Liquidität herzustellen. Die Möglichkeit, verschiedene Steuern und Sozialversicherungsabgaben zu stunden, bestehen bereits.  

Wer kann die Soforthilfen beantragen?
Antragsberechtigt sind Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten. Betriebe mit bis zu 5 Mitarbeitern erhalten 9.000 Euro, mit bis zu 10 Mitarbeitern 15.000 Euro und größere Betriebe 25.000 Euro jeweils als einmaligen Zuschuss. Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden, sind allerdings zu versteuern. Die Anträge werden von der Bezirksregierung geprüft und bewilligt.
Die Abwicklung erfolgt ausschließlich online.  
 „Jetzt kommt es vor allem auf Schnelligkeit an. Um die Bearbeitung zu beschleunigen, haben wir der Bezirksregierung unsere Unterstützung zugesagt. Ab morgen stehen 20 unserer Mitarbeiter bereit, um die Unternehmen zu beraten und ihnen beim Ausfüllen des Antrags zu helfen“, so Dietzfelbinger.  

Über die Mail-Hotline
soforthilfe@niederrhein.ihk.de
wenden sich Unternehmen an die IHK und erhalten einen Rückruf aus dem Beratungsteam. Die Anträge und weitere Informationen hat die Landesregierung auf ihrer Website zur Verfügung gestellt:
https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

  

HAMBORNER REIT AG: Rekordergebnis im Geschäftsjahr 2019

Unsicherheit in Bezug auf Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie
- Mieterlöse (+ 2,1 %) und FFO (+ 3,1 %) klettern auf Rekordniveau
- Anstieg des NAV je Aktie um 7,4 % auf 11,59 Euro
- Leerstandsquote mit 2,0 % weiterhin auf niedrigem Niveau
- Prognose im Zusammenhang mit der globalen Virus-Pandemie zurückgezogen
- Anteil der Mieterträge aus nicht von Schließungen betroffenen Flächen bei rd. 75 %


Duisburg, 26. März 2020 - Die HAMBORNER REIT AG blickt mit der heutigen Veröffentlichung des Geschäftsberichts auf ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr mit erneutem Umsatz- und Ergebniswachstum zurück. Die im Rahmen der Veröffentlichung des vorläufigen Jahresergebnisses am 5. Februar 2020 vermeldeten Geschäftszahlen können vollständig bestätigt werden.

Die Miet- und Pachterlöse lagen im Jahr 2019 mit 85,2 Mio. Euro auf Rekordniveau und haben sich gegenüber 2018 um 1,8 Mio. Euro bzw. 2,1 % erhöht. Das Betriebsergebnis betrug 33,3 Mio. Euro (Vorjahr: 32,8 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss belief sich auf 17,9 Mio. Euro und lag damit aufgrund eines geringeren Ergebnisses aus der Veräußerung von Immobilien unter dem Niveau des Vorjahres (19,4 Mio. Euro). Die wesentliche operative Ertragskennziffer, die Funds from Operations (FFO), ist im vergangenen Jahr um 3,1 % auf 54,3 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr: 52,7 Mio. Euro). Der FFO je Aktie erhöhte sich dementsprechend auf 0,68 Euro und übertraf damit das Rekordergebnis aus dem Vorjahr um weitere 2 Cent. Die für das Geschäftsjahr 2019 prognostizierten Umsatz- und Ertragsziele wurden somit vollumfänglich erreicht und in Bezug auf den FFO sogar übertroffen. Die Leerstandsquote lag unter Berücksichtigung vereinbarter Mietgarantien mit 2,0 % weiterhin auf sehr niedrigem Niveau (Vorjahr 1,3 %). Der Loan to Value (LTV) betrug zum 31. Dezember 2019 42,4 % (Vorjahr: 42,5 %). Die REIT-Eigenkapitalquote lag bei 57,3 % (Vorjahr: 56,4 %) und damit weiterhin deutlich über den nach REIT-Gesetz geforderten 45 %.

Die Wertentwicklung des Immobilienportfolios war im Jahr 2019 ebenfalls positiv. Die jährliche Neubewertung der Bestandsimmobilien führte zu einer Wertsteigerung "like for like" von 48,9 Mio. Euro bzw. 3,2 %. Unter Berücksichtigung der An- und Verkäufe belief sich der Gesamtwert des HAMBORNER-Portfolios zum 31. Dezember 2019 auf 1.598 Mio. Euro (Vorjahr: 1.517 Mio. Euro). Der NAV je Aktie lag zum Jahresende bei 11,59 Euro und damit 7,4 % über dem Vorjahresniveau (10,79 Euro zum 31. Dezember 2018). Die positive Entwicklung des NAV unterstreicht die Qualität des schwerpunktmäßig aus Nahversorgungs- und Büroimmobilien bestehenden Portfolios.

BESITZÜBERGÄNGE 2020

Im ersten Quartal sind zwei neu errichtete Büroimmobilien in Neu-Isenburg und Bonn in den Besitz der Gesellschaft übergegangen. Darüber hinaus wurde eine weitere Büroprojektentwicklung in Aachen akquiriert. Nach Zugang des ausstehenden Objektes werden diese Immobilien auf annualisierter Basis mit rd. 3,7 Mio. € zu den Mieterlösen beitragen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf insgesamt 70,2 Mio. Euro.

AUSBLICK 2020

Die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19) stellt die weltweite Gemeinschaft vor besondere Herausforderungen. Aufgrund der zunehmenden Virusverbreitung sowie unter Berücksichtigung der gestrigen Verabschiedung des Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht durch den Deutschen Bundestag geht der Vorstand der HAMBORNER REIT AG davon aus, dass sich dies negativ auf die Ertragslage des Unternehmens auswirken wird. Der Vorstand erwartet dabei u.a., dass innerhalb eines vorläufigen Zeitraums von April bis Juni 2020 eine Reihe betroffener Mieter Mietzahlungen einschränken oder gänzlich aussetzen wird. In Abhängigkeit von Dauer und Ausmaß der COVID-19-Pandemie muss damit gerechnet werden, dass ein Teil dieser Mieter ihren Zahlungsverpflichtungen auch nach Ablauf des zuvor genannten Zeitraums nicht oder nur teilweise nachkommt.

Aus diesem Grund hat der Vorstand beschlossen, die am 5. Februar 2020 veröffentlichte Prognose zu den Miet- und Pachterlösen sowie den Funds From Operations (FFO) für das Geschäftsjahr 2020 zurückzuziehen. Bedingt durch die Dynamik der Entwicklungen im Zusammenhang mit COVID-19 ist es dem Vorstand derzeit nicht möglich, eine Vorhersage zur weiteren Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2020 zu treffen. Der Vorstand sieht daher derzeit davon ab, eine neue Prognose für das Geschäftsjahr 2020 abzugeben. Eine neue Prognose wird veröffentlicht, sobald sich die Folgen von COVID-19 auf das Geschäft belastbar absehen lassen.

Ungeachtet der mit der derzeitigen globalen Krisensituation verbundenen Unsicherheiten sieht sich die Gesellschaft mit ihrem diversifizierten und u.a. durch hervorragende Objektlagen geprägten Portfolio auch weiterhin gut positioniert. Aktuell werden rd. 75 % der gesamten Mieteinnahmen mit Büro- und Einzelhandelsmietern (mit den Schwerpunkten Lebensmittel und Nahversorgung) generiert, die von den landesweiten Schließungsmaßnahmen derzeit nicht betroffen sind.

Das konservative Geschäftsprofil der Gesellschaft bietet zudem eine solide Grundlage für die im weiteren Jahresverlauf anstehenden Aufgaben und Herausforderungen. In diesem Zusammenhang steht der Gesellschaft aktuell eine Liquidität von rd. 70 Mio. Euro zur Verfügung. Diese beinhaltet entsprechende Barmittel sowie kurzfristig abrufbare Darlehen aus abgeschlossenen Finanzierungsverträgen. Darüber hinaus verfügt die HAMBORNER REIT AG über diverse nicht beliehene Immobilien, welche ggf. zur Zuführung weiterer Finanzmittel verwendet werden können. Hinsichtlich der im Jahr 2020 für eine Refinanzierung anstehenden Immobilienkredite wurden bereits entsprechende Verträge abgeschlossen. Somit besteht diesbezüglich kein weiterer Refinanzierungsbedarf. Auf dieser Basis geht der Vorstand davon aus, dass die Liquidität der HAMBORNER REIT AG im Geschäftsjahr 2020 zu jeder Zeit ausreichend sein wird.

Der Vorstand wird in den kommenden Wochen und Monaten wie gewohnt regelmäßig und umfassend mit den Stakeholdern der Gesellschaft in den Dialog treten und über die weiteren Geschäftsaktivitäten informieren.

HAUPTVERSAMMLUNG 2020

HAMBORNER hat am 24. März 2020 die diesjährige ordentliche Hauptversammlung einberufen und die Tagesordnung im Bundesanzeiger sowie auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht. Unter Berücksichtigung der aktuell gültigen Allgemeinverfügung der örtlichen Ordnungsbehörden im Hinblick auf Veranstaltungen, hat sich der Vorstand für eine planmäßige Durchführung der Hauptversammlung am 6. Mai 2020 in Mülheim an der Ruhr entschieden. Die Planung sieht vor, am Veranstaltungsort verstärkte Präventions- und Hygienemaßnahmen zu ergreifen, um eventuelle Ansteckungsrisiken so gering wie möglich zu halten. Die Gesellschaft steht in engem Austausch mit den zuständigen Behörden, um im Falle einer Verlängerung der Allgemeinverfügung schnellstmöglich über eine mögliche Vertagung oder Absage der Veranstaltung informieren zu können.

KENNZAHLENÜBERBLICK

2019

2018

Veränderung

Erlöse aus Mieten und Pachten

85,2 Mio. €

83,4 Mio. €

+ 2,1 %

Betriebsergebnis

33,3 Mio. €

32,8 Mio. €

+ 1,5 %

Jahresüberschuss

17,9 Mio. €

19,4 Mio. €

- 7,8 %

davon Ergebnis aus Immobilienverkäufen

0,1 Mio. €

1,6 Mio. €

REIT EK-Quote

57,3 %

56,4 %

+ 0,9 %-Punkte

Loan to Value (LTV)

42,4 %

42,5 %

- 0,1 %-Punkte

Funds from Operations

54,3 Mio. €

52,7 Mio. €

+ 3,1 %

Net Asset Value (NAV)

924,3 Mio. €

860,2 Mio. €

+ 7,4 %

Funds from Operations (FFO) je Aktie

0,68 €

0,66 €

+ 3,1 %

Net Asset Value (NAV) je Aktie

11,59 €

10,79 €

+ 7,4 %


IHK und Arbeitsagenturen bündeln Kräfte

Unternehmen erhalten schneller Kurzarbeitergeld

 

Duisburg, 25. März 2020 - Kurzarbeitergeld beantragen – Das ist für viele Unternehmen in der aktuellen Corona-Krise eine wichtige Hilfsmaßnahme. Die Folge: ein immenser Andrang bei den Arbeitsagenturen. Unterstützung bei der Beratung kommt jetzt von der Niederrheinischen IHK.

 

„In der aktuellen Lage kommt es für unsere Unternehmen auf jeden Tag an. Zügige Antragsverfahren und Bewilligungen sind wichtig. Die Firmen brauchen jetzt schnell Geld, um Gehälter, Miete und Rechnungen weiter zahlen zu können“, betont Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der IHK.

 

Um die Arbeitsagenturen zu unterstützen, hat die IHK 20 ihrer Mitarbeiter zu Kurzarbeitergeld-Beratern schulen lassen. Ab Donnerstag (26. März) können sich Unternehmen über die Mail-Hotline KUG@niederrhein.ihk.de an die IHK wenden und erhalten einen Rückruf aus dem Beratungsteam. Die Berater geben Infos zum das Verfahren und helfen beim Ausfüllen der notwendigen Anträge.

 

Um für den Monat März Kurzarbeitergeld erhalten zu können, müssen Unternehmen den Arbeitsausfall noch bis zum 31. März bei der regionalen Arbeitsagentur anzeigen.

 

„Das Angebot der IHK haben wir gerne angenommen. Unsere Kolleginnen und Kollegen können sich so auf die Prüfung und Bewilligung der Anträge konzentrieren, während die IHK die Unternehmen bei der Antragstellung unterstützt“, erklären Astrid Neese, Leiterin der Duisburger Arbeitsagentur und Barbara Ossyra, Leiterin der Arbeitsagentur Kleve-Wesel, die Arbeitsteilung.

 

Kostenlose Toiletten-Anlagen und „Extra-Würste“ für die Aufrechterhaltung der Lieferkette

Autohöfe proaktiv mit Corona-Maßnahmen
Regensburg/Duisburg, 25. März 2020 - Die Lkw-Fahrer machen einen anstrengenden und wichtigen Job. Deutschland ist in der Covid19 Hypnose, aber einige müssen hellwach sein. Tausende von Lkw-Fahrer sind den ganzen Tag unterwegs um die Lieferketten der Grundversorgung zu gewährleisten. Beinhart, anstrengend und nicht ungefährlich. Richtig müde, kein ordentliches Essen, da ja alles geschlossen hat und tagsüber mit wenigen Möglichkeiten sich richtig waschen zu können, kommen die Trucker dann am späten Feierabend, weit weg von daheim, an den Autohöfen, ihrem Treffpunkt und Ersatz-Zuhause, an.

Nach knallhartem Joballtag stehen sie aktuell vor verschlossenem Restauranttüren und sollen sich nun in ihren engen Fahrerkabinen erholen und für den nächsten Tag wieder fit machen und motivieren - also in dem Fahrzeug, in dem sie schon den ganzen Tag lang unterwegs waren. Das funktioniert auf Dauer nicht. Lösungen müssen her, sonst könnte es zu Störungen in der Grundversorgung kommen. 

Die großen Autohofketten Deutschlands, die 24-Autohöfe, die EuroRastparks und die Maxi-Autohöfe, alles Mitglieder der VEDA, dem Branchenverband der Autohöfe, die 24 Stunden täglich für Gäste offen halten, gehen voran und möchten ihren Beitrag leisten: 
- Die Toilettenanlagen sind ab sofort kostenlos, genügend Reinigungsmittel stehen im Sanitärtrakt zur Verfügung. Denn jetzt ist es vordringlich, dass wirklich Alle schnellen und ungehinderten Zugang zu Seife oder Desinfektionsmittel haben.

- Die Küchen werden nicht einfach aus Kostengründen geschlossen und man verkauft nur Bockwurst und Sandwiches, wie jede normale Straßentankstelle. Nein über unsere Autohof-Counter gibt es als Take-away auch bis spät in die Nacht heißes Essen, eine warme Mahlzeit. Das ist den Truckern, jetzigen Helden des Alltags, einfach gerade geschuldet.

Vorbildlich: Eingang zum Restaurant versperrt.

- Leider nur zum Mitnehmen, zum Essen im Führerhaus. So will es die Notverordnung, an die wir uns ohne wenn und aber halten. Das Restaurant bleibt zu, klar, aber der freigewordene Raum könnte zur notwendigen Erholung der Fernfahrer nach einem Stresstag genutzt werden. Hier könnte man sich, unter Einhaltung aller Abstandsregeln, entspannen. Damit am nächsten Tag wieder hellwach und ausgeruht geliefert werden kann.
Als Partner des Autobahnverkehrs steht die VEDA hinsichtlich der Aufrechterhaltung der Belieferungsketten mit der Führung des Bundesverkehrsministeriums im Dialog.


Anstellzonen klar markiert. Die vorgeschriebenen Abstände werden damit eingehalten.

Statements:
Daniel Ruscheinsky von den 24-Autohöfen: „Wir haben selbstständige Betreiber, die trotz der einschneidenden Umsatzeinbußen hier den Beitrag für die Stammkunden, die Berufskraftfahrer, leisten wollen."

Johannes Witt von den EuroRastparks und Vorstand der VEDA: „Die meisten unserer Mitglieder machen neben den Ketten schon mit. Wir sind auf der Autobahn beschildert und ein offizieller und wesentlicher Teil der Verkehrsversorgung. Gerade in diesen Notzeiten stehen wir unseren Fernfahrern solidarisch zur Seite.“

Harold Scheper von den Maxi-Autohöfen: „Unsere Gastronomie ist beliebt. Auch wir halten die Küche offen, denn der Lkw-Fahrer, der den ganzen Tag die Supermärkte, Drogerien oder Krankenhäuser beliefert, braucht abends eine ordentliche Portion warmes Essen. Vielleicht muss er aber bald nicht mehr damit eingesperrt ins Führerhaus.“


Ford bietet hygienischen Wartungs- und Reparatur-Service inklusive Desinfektion des Fahrzeugs

Köln/Duisburg, 25. März 2020 - Zahlreiche Ford-Werkstätten sind weiterhin geöffnet, damit Kunden, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind, auch in der aktuellen Situation mobil bleiben.
 - Ford bietet seinen Kunden im Zuge der Coronavirus-Krise einen  besonders hygienischen Wartungs- und Reparatur-Service - Der so genannte "No Touch"-Service stellt sicher, dass das Fahrzeug vor der Rückgabe an den Besitzer desinfiziert wird, im Innenraum kommen Schutzabdeckungen zum Einsatz, außerdem erhalten Kunden einen Video-Check
- Ford bietet zudem eine Reihe finanzieller Maßnahmen, um diejenigen Kunden zu unterstützen, die ihr Fahrzeug über die Ford Bank gekauft oder geleast haben.

Trotz der Coronavirus-Krise, die es erforderlich macht, dass viele Menschen zu Hause bleiben müssen, gibt es zahlreiche Personen, Unternehmen und Organisationen, die auch weiterhin auf ihren Pkw oder ihr Nutzfahrzeug angewiesen sind.  
Ford trägt dazu bei, dass sich Kunden weiterhin auf ihre Fahrzeuge verlassen können, Hierfür bietet das Unternehmen europaweit einen sogenannten "No Touch"-Service. Es wird sichergestellt, dass Werkstatt-Dienstleistungen gemäß spezieller Hygienevorschriften durchgeführt werden. Nach den Reparatur- und Wartungsarbeiten erfolgt außerdem eine gründliche Desinfektion.  
Obwohl einige Ford-Händler aufgrund behördlicher Anweisungen vorübergehend geschlossen sind, bleiben viele Werkstätten geöffnet, selbst in Ländern, die am stärksten von der Krise betroffen sind, wie beispielsweise Italien, wo die besonders hygienische "No Touch"-Initiative zu Beginn dieses Monats erstmals eingeführt wurde.  
"Wir wissen, dass auch in der aktuellen Situation noch viele Privatpersonen und Gewerbetreibende dringend ihr Fahrzeug benötigen und daher auf Service, Wartungen und Reparaturen angewiesen sind," betont Jörg Pilger, Direktor Ford Customer Service Ford-Werke GmbH. "
Der von Ford initiierte 'Kontaktlose Service' gibt den Kunden die Sicherheit, dass notwendige Arbeiten am Fahrzeug gewissenhaft erledigt werden. Es ist kein persönlicher Kontakt zum Werkstattpersonal erforderlich, und das Fahrzeug wird anschließend gründlich gereinigt und desinfiziert."  

Im Rahmen der Servicearbeiten tragen die Angestellten in den Werkstätten Einweghandschuhe. Die Fahrzeugschlüssel werden ebenso desinfiziert wie der Innenraum. Lenkrad, Schaltknauf und Fahrersitz werden mit Einweg-Kunststoffabdeckungen geschützt, die erst bei der Übergabe des Fahrzeugs an den Kunden wieder entfernt werden.  
Neben der Möglichkeit, rund um die Uhr seinen Auftrag in den Nachtbriefkasten des Händlers werfen zu können, bietet Ford seinen Kunden natürlich weiterhin den Ford Video-Check an, den der Kölner Automobilhersteller bereits 2018 einführte. Damit wird Kunden ermöglicht, einzelne Arbeitsschritte zu sehen und freizugeben, auch in Bezug auf die Kosten.
Auf die Videoprüfung kann über jedes kompatible Gerät wie Smartphone, Tablet oder Computer zugegriffen werden. Sofern Kunden für die Dauer der Servicearbeiten ein Ersatzfahrzeug erhalten, wird auch dies vor der Übergabe desinfiziert.  

Unterstützung durch die Ford Bank  
Die Ford Bank bietet eine Reihe von Möglichkeiten an, um gefährdete Kunden, unabhängig von der Situation, zu helfen. Dazu gehören Reduzierungen der monatlichen Zahlungen, Stundungen und kostenfreie Ablösungen. Darüber hinaus hat die Ford Bank weitere spezielle Maßnahmen eingeführt, um allen, die ihr Auto über die Ford Bank leasen oder finanzieren zu helfen, die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs abzumildern.
Das Kunden-Service-Center der Ford Bank hat sich so organisiert, dass der gewohnte Service mit lediglich leichten Einschränkungen angeboten wird. Kunden können sich sowohl telefonisch als auch elektronisch oder postalisch an die gewohnte Kontaktadresse wenden.

Volksbank Rhein-Ruhr hilft ihren Kunden, den Betrieb aufrechtzuerhalten.

In diesen Zeiten gilt eins: Zusammenhalten!

 

Duisburg, 25. März 2020 - Nicht nur Banken, sondern auch kleine Unternehmen stehen vor deutlichen Herausforderungen als Konsequenz aus der „Corona-Krise“. So leiden die örtlichen Gewerbebetriebe unter den Auswirkungen der Vorgaben durch die Corona-Beschränkungen der Bundesregierung. Als regionale Genossenschaftsbank – die sich ihren Kunden und Mitgliedern verpflichtet fühlt - hat die Bank sich entschieden, ihre Kunden zu unterstützen und deren Dienstleistungen, die auch in dieser Zeit in Anspruch genommen werden können, auf einem digitalen „Marktplatz“ auf der Website der Bank zu bewerben.

„Viele unserer Kunden haben sich Alternativen überlegt, um auch in diesen schweren Zeiten den Betrieb aufrechtzuerhalten. Neben den Möglichkeiten zur Kreditsoforthilfe, Tilgunsaussetzungen und kompetenter Beratung bieten wir unseren Kunden so eine Möglichkeit, sich weiterhin Liquidität zu verschaffen, indem Sie ihre Dienstleistung über verschiedenste Kanäle durch unsere Unterstützung bewerben können.“ erklärt Thomas Diederichs – Sprecher des Vorstandes – die Aktion der Genossenschaftsbank.

Eine Anzeige in einer lokalen Zeitung, eine Präsentation auf dem online Marktplatz der Bank oder eine Vorstellung in Social Media  - alles Möglichkeiten, die die Bank ihren Kunden anbieten, um sie bestmöglich in dieser Zeit zu unterstützen.

Unter dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen. Morgen kann kommen.“ können die Kunden so ihren Lieferservice, Online-Shop oder neuen Gutschein anbieten, denn es gibt diverse Ideen trotz des fehlenden Kundenverkehrs. „Wir merken bei unseren Gewerbe- und Firmenkunden eine deutliche Unsicherheit und hohe Nachfrage zu den Möglichkeiten der Liquiditätsbeschaffung.
„So freuen wir uns, dass sie nicht nur mit den Kreditsoforthilfen, persönlich angepasster Tilgungsaussetzung und kompetenter Beratung unterstützen können, sondern ihnen auch noch eine Plattform bieten, ihre Herzensangelegenheit – ihr Unternehmensleistung zu bewerben!“, ergänzt Diederichs.

Beendete Insolvenzverfahren in NRW: Gläubiger mussten auf 96,2 Prozent ihrer Forderungen verzichten

Düsseldorf/Duisburg, 24. März 2020 - Die Verluste aus den im Jahr 2011 in NRW eröffneten und bis 31.12.2018 beendeten Insolvenzverfahren beliefen sich auf 3,25 Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren die Verluste damit um 1,4 Prozent niedriger als in der entsprechenden Vorperiode (2010 bis Ende 2017:
3,30 Milliarden Euro). 1,94 Milliarden Euro (59,7 Prozent) der Verluste betrafen Unternehmensinsolvenzen, 1,04 Milliarden Euro (32,1 Prozent)Verbraucherinsolvenzen und 0,27 Milliarden Euro (8,3 Prozent) sonstige Schuldner.

Die Gläubiger hatten bei den 2011 eröffneten und bis Ende 2018 beendeten
Insolvenzverfahren im Schnitt 3,8 Prozent ihrer anerkannten Forderungen erhalten (2010/2017: 4,4 Prozent). Diese sog. Deckungsquote errechnet sich als Anteil aus dem zur Verteilung verfügbaren Betrag (128 Millionen Euro) und den quotenberechtigten Forderungen der Gläubiger (3,4 Milliarden Euro).

Bei den Unternehmensinsolvenzen lag die Deckungsquote mit 5,1 Prozent über
der der Verbraucherinsolvenzen (1,8 Prozent). Von den 34 984 im Jahr 2011 eröffneten Insolvenzverfahren wurden 33 461 Verfahren (95,6 Prozent) bis zum 31. Dezember 2018 beendet. Bei den Verbraucherinsolvenzen betrug die Beendigungsquote 98,5 Prozent (von 24 711 eröffneten Insolvenzverfahren wurden 24 336 beendet), bei den Unternehmensinsolvenzen dagegen nur 87,5 Prozent (von 8 567 eröffneten Verfahren wurden 7 495 Verfahren beendet).
Dies liegt an der längeren Verfahrensdauer bei den Unternehmensinsolvenzen. Bei den im Jahr 2015 eröffneten Insolvenzverfahren waren nach drei Jahren, also bis Ende 2018, 95,2 Prozent der Verbraucherinsolvenzen, aber nur 52,5 Prozent der
Unternehmensinsolvenzen abgeschlossen.

185 Unternehmen konnten im Rahmen eines Insolvenzverfahrens saniert werden;
dies sind 2,5 Prozent der 7 495 im Jahr 2011 eröffneten und bis zum 31.12.2018 beendeten Unternehmensinsolvenzverfahren (im Vergleich: 2010/2017:
2,7 Prozent). Dadurch wurden 3 688 Arbeitsplätze gesichert.

Von den 24 711 im Jahr 2011 eröffneten Verbraucherinsolvenzverfahren in NRW
haben die Gerichte bis zum Jahresende 2018 in 88,5 Prozent der Fälle (21 69) die Schuldner von ihrer Restschuld befreit. Bei 1 094 Verbraucherinsolvenzen wurde die Restschuldbefreiung versagt. Der häufigste Grund war die nicht gezahlte Mindestvergütung des Treuhänders (919 Fälle). (IT.NRW)


Steakhauskette Maredo ist insolvent
Maredo - auch auf Duisburgs Königstraße präsent - hat beim Amtsgericht Düsseldorf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Der Schritt sei aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise und der stark zurückgegangenen Umsätze "unausweichlich" gewesen, heißt es in einer Mitteilung. Seit den Restaurantschließungen am 18. März seien sämtliche Einnahmen weggefallen, gleichzeitig müssten aber Mieten und Gehälter weiterbezahlt werden. Die 1973 gegründete Steakhauskette hat bundesweit 35 Standorte in guten Innenstadtlagen. Es sind knapp 1.000 Mitarbeiter betroffen.

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben will bis zu 8.000 neue Wohnungen
Die Bundesanstalt - auch für Versteigerungen von Hochbunkeranlagen zuständig - will, sofern die Kommunen mitziehen, auf eigenen Flächen 6.000 bis 8.000 neue Wohnungen für Bundesbedienstete errichten. Außerdem will sich der Bund Anteile an Wohnungsbaugenossenschaften sowie Belegungsrechte an geplanten Neubauten sichern, wenn entbehrliche Liegenschaften verkauft werden.

 



IHK-Hilfsprogramme „Rettung in letzter Minute“ 

Duisburg, 20. März 2020 - Wegen Corona ist die Lage der Unternehmer in Duisburg und am Niederrhein dramatisch, zum Teil verzweifelt. Gastronomie, Hotellerie, Reisebüros, Eventagenturen und Dienstleister sind existenziell bedroht. Einzelunternehmer und Kreative sehen sich vor dem Aus. Die Niederrheinische IHK hilft mit einer Beratungs-Hotline und setzt ihre Beitragsveranlagung bis auf Weiteres aus. Die Maßnahmen der Politik bezeichnet die IHK als „Rettung in letzter Minute“.

 

„Die Lage ist schlimm. Damit besonders unsere kleinen und mittleren Unternehmen überleben, brauchen wir jetzt schnelle, unbürokratische Hilfen. Es geht vor allem um Liquidität, den laufenden Betrieb weiterzuführen und die Mitarbeiter halten zu können. NRW hat bereits reagiert. Mit 25 Milliarden erleichtert das Land den Zugang zu staatlichen Bürgschaften und damit zu Krediten durch die Hausbanken. Auch der Bund will Anfang nächster Woche ein Sofort-Programm bekannt geben, das mit dem DIHK abgestimmt ist.
Der wichtigste Punkt: In Not geratene Kleinunternehmen und Selbstständige sollen unkompliziert einen Zuschuss erhalten. Nur so können wir sicherstellen, dass Unternehmen überleben, für die die klassischen Kriseninstrumente wie Kurzarbeitergeld oder Landesbürgschaften nicht passen“, unterstreicht IHK-Präsident Burkhard Landers. Entscheidend für den Erfolg der Maßnahmen: schnelle Bearbeitungszeiten bei den Kreditinstituten, den Förderbanken und den Arbeitsagenturen.
„Wir sind jetzt alle gefordert, sehr zügig Hand in Hand zu arbeiten, um unseren Unternehmen zu helfen“, betonte der IHK-Präsident.

Gleichzeitig zu Liquiditätshilfen unterstütze die Unternehmen alles, was finanziell entlaste, so Landers. So zum Beispiel die sofortige Abschaffung des Soli auch für Unternehmen. Von den Kommunen am Niederrhein fordert die IHK, ihre Steuern und Gebühren zu stunden. Vorreiter seien hier unter anderem die Städte Duisburg und Moers, lobte der IHK-Präsident. 

Auch die IHK entlastet ihre Mitgliedsunternehmen und setzt bis auf Weiteres ihre Beitragsveranlagungen aus. Zu allen Fragen von Krediten, Finanzierungshilfen und Bürgschaften über Kurzarbeitergeld bis hin zu rechtlichen Fragen hat die IHK eine Hotline für Unternehmen eingerichtet.

„Bei unseren Beratern laufen die Telefone heiß. Deshalb haben wir unser Beraterteam und die Beratungszeiten ausgeweitet. Unsere Unternehmen sollen wissen, dass sie nicht alleine sind und dass wir mit ihnen gemeinsam diese Krise bewältigen“, bekräftigt der IHK-Präsident.  

Infokasten:

Unsere Berater sind per Rückruf-Hotline von Montag bis Freitag von 8:00 bis 16:30 Uhr und Samstag von 9:00 bis 13:00 Uhr zu erreichen. Leider ist unsere Telefonanlage wegen des hohen Anrufaufkommens zeitweise überlastet. Deshalb werden Beratungssuchende gebeten, uns eine E-Mail zu senden. Hinterlassen Sie dabei bitte Ihre Telefonnummer. Wir rufen Sie zurück.

Unsere Fachberaterinnen und -berater:

Finanzierungshilfen, Kredite, Bürgschaften

Mariann Ludewig ludewig@niederrhein.ihk.de

Heike Möbius moebius@niederrhein.ihk.de

Kai Hagenbruck hagenbruck@niederrhein.ihk.de

Holger Schnapka schnapka@niederrhein.ihk.de 

Kurzarbeitergeld

Kristina Volkwein volkwein@niederrhein.ihk.de

Eva-Maria Mayer mayer@niederrhein.ihk.de

Min-Sun Lang lang@niederrhein.ihk.de 

Rechtliche Fragen (z. B. Arbeitsrecht, Stornierungen etc.)

Kristina Volkwein volkwein@niederrhein.ihk.de

Eva-Maria Mayer mayer@niederrhein.ihk.de

Min-Sun Lang lang@niederrhein.ihk.de 

Erlasse zu Schließungen von Geschäften und Gastrobetrieben

Michael Rüscher ruescher@niederrhein.ihk.de

Nadine Deutschmann deutschmann@niederrhein.ihk.de 

Taxi, Mietwagen, Busunternehmen, Lkw- und Gefahrguttransporte

Jens Wischerhoff wischerhoff@niederrhein.ihk.de

Ernst-Stefan Dören doeren@niederrhein.ihk.de

RWI: Corona-Epidemie schwächt deutsche Wirtschaft

Essen/Duisburg, 19. März 2020 - Das RWI–Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen senkt aufgrund der Auswirkungen der Corona-Epidemie seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2020 um knapp zwei Prozentpunkte auf nunmehr -0,8 Prozent. Für 2021 erwarten die Experten aufgrund von Nachholeffekten 2,3 statt 1,5 Prozent.

In Deutschland und weltweit zeichnet sich ein kräftiger Rückgang der Produktion ab. Trotzdem soll die Arbeitslosenquote hierzulande stabil bleiben. Die öffentlichen Haushalte dürften bereits ohne Berücksichtigung der umfangreichen Hilfsprogramme im kommenden Jahr ein Minus von sieben Milliarden Euro aufweisen.
In ihrer Prognose gehen die Wissenschaftler davon aus, dass die direkten Folgen der Einschränkungen sich schon in der zweiten Jahreshälfte abschwächen und die Produktion wieder anläuft.  idr

Duisburgs Stadtdirektor und Kämmerer Martin Murrack zu existenzbedrohende Ausmaße durch Einschränkungen

Duisburg, 18. März 2020 - "Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben teilweise für die lokale Wirtschaft erreicht. Diese Einschränkungen sind hart und zugleich unumgänglich, denn wir müssen jede Gelegenheit nutzen, um die Verbreitung des Virus zu bremsen. Nur so kann es uns gelingen, die vom Coronavirus besonders gefährdeten und betroffenen Menschen zu schützen.
Diese erheblichen Einschnitte haben schon jetzt zum Teil dramatische Folgen für den Wirtschaftsstandort Duisburg. Ob Messebauer, Caterer, Gastronom, Künstler, Klein- oder Mittelständler - von einem Tag auf den anderen Tag brechen Geschäftsgrundlagen zum Teil vollständig weg. Aber auch die nicht direkt betroffene Wirtschaft hat mit Lieferengpässen, abnehmender Nachfrage und Personalproblemen zu kämpfen. Auch das kann existenzbedrohend sein.

Die Stadt Duisburg, die nach wie vor eine Stärkungspaktkommune ist, wird alles Mögliche unternehmen, um die von der Krise Betroffenen zu stärken. Auf Antrag hin wird es möglich sein, die ausstehende kommunale Abgabe zu stunden, bei entsprechender Begründung auch zinsfrei. Zudem können Absenkungen der Vorauszahlungen auf die Gewerbesteuer formlos beantragt werden.

Nähere Informationen dazu und entsprechende Kontaktadressen finden Sie auf dem beiliegenden Informationsblatt. Dennoch ist schon jetzt klar, dass es deutlich weitreichendere finanzielle Unterstützung für die Betroffenen geben muss, die weit über die Leistungsfähigkeit einzelner Kommunen hinausgeht. Erste mögliche Unterstützungsangebote durch die Bundesregierung scheinen zum jetzigen Zeitpunkt in die richtige Richtung zu gehen.

Dazu sind wir bereits in Gesprächen mit dem Bund und den entsprechenden Verbänden. Einige Bundesländer sind im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen jedoch schon jetzt einen großen Schritt voraus, sodass wir die Landesregierung deshalb dringend dazu auffordern, schon jetzt tragfähige Sofortlösungen zu etablieren. Finanzielle Unterstützung die erst in Wochen oder Monaten vor Ort ankommt, kommt für viele Unternehmen zu spät.

Jeder weitere Tag, an dem es für die finanziell am stärksten Betroffenen keine Unterstützung gibt, bedeutet zugleich den Verlust von Arbeitsplätzen und wirtschaftlichen Existenzen. Die Stadt Duisburg steht Gewerbetreibenden sowie Bürgerinnen und Bürgern schon jetzt für wirtschaftliche Fragen und Auswirkungen durch den Coronavirus als Ansprechpartner per E-Mail unter Stadtkasse@stadt-duisburg.de oder telefonisch unter 0203-94000 zur Verfügung."

Niederrheinische IHK für fünf Wochen im Homeoffice

Erreichbarkeit vor Ort in Duisburg, Wesel und Kleve gewährleistet  
Duisburg/Niederrhein, 17. März 2020 - Die Niederrheinische IHK schickt für die nächsten fünf Wochen den Großteil ihrer Mitarbeiter ins Homeoffice.
Alle Beratungsgespräche, Seminare, Weiterbildungen und Unterrichtungen finden bis zum 24. April 2020 nicht statt. Die IHK informiert die Betroffenen sobald wie möglich, wann Termine nachgeholt werden.
Betroffen sind sowohl die Hauptgeschäftsstelle in Duisburg als auch beide Zweigstellen in Wesel und Kleve. Aktuelle Informationen zur Erreichbarkeit der IHK auf der Website unter www.ihk-niederrhein.de.  
„Die Sicherheit unserer Kunden und Mitarbeiter steht an erster Stelle, deswegen haben wir uns zu diesem Schritt entschieden“, teilt IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Dietzfelbinger mit. „Gleichwohl sind wir vorbereitet und können unsere Mitgliedsunternehmen nach wie vor bei wichtigen und zeitkritischen Anliegen wie gewohnt unterstützen.“  
Wichtige Außenwirtschaftsdokumente erhalten Mitgliedsunternehmen an den Standorten in Duisburg, Wesel und Kleve weiterhin Montag bis Freitag in der Zeit von 8:00 bis 13:00 Uhr. ADR-Bescheinigungen für den Transport gefährlicher Güter sind nach vorheriger Terminabsprache im gleichen Zeitraum in der IHK-Hauptgeschäftsstelle in Duisburg erhältlich.  
Alle Beratungsgespräche, Seminare, Weiterbildungen und Unterrichtungen finden bis zum 17. April 2020 nicht statt. Die IHK informiert die Betroffenen sobald wie möglich, wann Termine nachgeholt werden.  
Das IHK-Bildungsportal ist weiterhin erreichbar, sodass Betriebe Ausbildungsverträge eintragen und Prüflinge sich weiterhin zu ihrer Prüfung anmelden können. Dringenden Anfragen bitte per E-Mail an bildung@niederrhein.ihk.de senden.   Die Mitarbeiter der Niederrheinische IHK sind in weiten Teilen nach wie vor unter ihren Durchwahlen erreichbar. Darüber hinaus erreichen Kunden die IHK auch unter der zentralen Rufnummer 0203-2821-0. Gegebenenfalls kann es zu verzögerten Reaktionszeiten kommen.

Covid-19-Auswirkungen auf Logistik, Handel, Wirtschaft und Bildung

13./14. März 2020
Bundeskanzlerin mit Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften zu den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus

Die Bundesregierung hat sehr schnell reagiert und bereits erste Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen des Virus auf die deutsche Wirtschaft möglichst klein zu halten. Sie hat befristete Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld auf den Weg gebracht und unbegrenzte Liquiditätshilfen für betroffene Unternehmen beschlossen. Ziel all dieser Entscheidungen ist es zu verhindern, dass durch die Corona-Krise Unternehmen in Deutschland in Insolvenz geraten oder Arbeitsplätze verloren gehen.
„Die Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld sowie die umfassenden Liquiditätshilfen für Unternehmen zeigen, dass wir handlungsfähig sind“, sagte die Bundeskanzlerin zu Beginn des Gesprächs. In dem Gespräch wurde diskutiert, wie sich die Epidemie voraussichtlich auf die Wirtschaft in Deutschland auswirken wird. Dabei standen diejenigen Branchen im Fokus, die besonders stark von den Verwerfungen betroffen sind. Auch die mögliche Störung von Lieferketten war ein Thema.
Die Bundeskanzlerin sagte den betroffenen Unternehmen zu, „alles Notwendige zu tun, um die Wirtschaft in dieser besonderen Lage zu stabilisieren. Wir haben in den letzten Jahren gut gewirtschaftet. Die finanziellen Reserven sind vorhanden“. Darüber hinaus sprach man darüber, wie das politische Handeln in Deutschland koordiniert wird mit den Partnern auf europäischer und internationaler Ebene.
„Das Coronavirus ist eine gemeinsame Herausforderung für alle Staaten in Europa und in der Welt“, betonte die Bundeskanzlerin. Daher sei auch ein gemeinsames Vorgehen erforderlich. Das Statement ist heute, Samstag, ab 10:00 Uhr unter www.bundeskanzlerin.de abrufbar.

RWI untersucht wirtschaftliche Auswirkungen der Corona-Krise
Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen untersucht fortlaufend die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise. Laut ihrer Analyse wird auch die deutsche Automobilindustrie bald von den Entwicklungen in China betroffen sein. In der chinesischen Automobilindustrie standen die Produktionsbänder im Februar weitgehend still.
Die Produktion lag 80 Prozent unter der des Vorjahresmonats. Darunter leidet der chinesische Automarkt. Das hat Konsequenzen für Deutschland: Zwölf Prozent der deutschen PKW gingen 2019 dorthin. Auch die Standorte deutscher Unternehmen sind von dem Rückgang betroffen. Dies drückt auf die Gewinne der deutschen Autobranche.
Die chinesische Stahlindustrie leidet ebenfalls immer stärker unter der Corona-Krise. Sie ist eine wichtige Zulieferbranche der Automobilindustrie sowie der in China bedeutsamen Bauwirtschaft. Auch für Deutschland müssen wir von einem Rückgang der Produktion ausgehen, so das RWI. Wie ausgeprägt er sein wird, ließe sich derzeit aber nur schwer prognostizieren. idr

Länder, Bund und kommunale Spitzenverbände einigen sich auf Hilfen für Kultur und Medien
Bund und Länder werden vergleichbar zu den heute bekannt gegebenen Maßnahmen der Bundesregierung zur Stützung der Konjunktur und der Abfederung wirtschaftlicher Härten aus der COVID19-Pandemie weitere gezielte Instrumente zur wirtschaftlichen Existenzsicherung kultureller Einrichtungen und Akteure erreichen. Bund und Länder beabsichtigen, in Abstimmung mit den Kommunen im erforderlichen Umfang Finanzhilfen und Mittel für Härtefälle insbesondere für freie Kulturschaffende sowie private Kultureinrichtungen bzw. kulturelle Veranstaltungsbetriebe zur Verfügung zu stellen.
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, sowie der Vorsitzende der Kultur-MK, der bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Bernd Sibler werden gebeten, sich für entsprechende finanzielle Voraussetzungen einzusetzen und in den nächsten Tagen hierzu entsprechende Abstimmungen herbeizuführen. Die Kulturstiftung des Bundes sowie die Kulturstiftung der Länder sind dabei einzubeziehen.  


Industrie- und Handelskammern sagen Prüfungen ab Absage gilt ab Montag (16.03.) bis zum 24. April  

Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) haben sämtliche Prüfungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) abgesagt. Betroffen davon sind alle Prüfungen ab Montag, 16. März 2020. Darauf haben sich die IHK-Gremien am Freitagmittag verständigt.
Die IHK-Organisation begründet die Absage mit dem gemeinsamen Aufruf der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen. Die Absage gilt vorerst bis zum 24. April. Wann die Prüfungen nachgeholt werden können, ist derzeit noch offen. Die Industrie- und Handelskammern stehen dazu mit den zuständigen Behörden im engen Austausch. Sie werden die neuen Termine bekannt geben, sobald sich die Risikoeinschätzung rund um das Coronavirus wieder verbessert hat.  
Um welche Prüfungen handelt es sich konkret? Betroffen sind die aktuell laufenden Zwischen- und Abschlussprüfungen Teil 1 in allen Ausbildungsberufen. Alle Weiterbildungsprüfungen, Sach- und Fachkundeprüfungen sowie Unterrichtungsverfahren, die im Zeitraum vom 16. März 2020 bis einschließlich 24. April 2020 stattfinden sollten, werden ebenfalls abgesagt. Dies betrifft auch die AdA-Prüfung.
„Die jeweilige Prüfung wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Aktuell können wir leider noch nicht sagen, wann das der Fall sein wird. Wir werden im Einklang mit den für die Pandemie-Bekämpfung zuständigen Behörden neue Termine festsetzen, sobald sich die Risikoeinschätzung wieder verbessert hat. Nach unserer vorsichtigen Prognose wird das frühestens Ende April der Fall sein können“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger.  
Genauere Details können aktuell weder die Niederrheinische IHK, noch der DIHK oder die Aufgabenerstellungseinrichtung (AkA, DIHK-Bildungs-GmbH, PAL, ZFA, ZPA) mitteilen. Sobald neue Informationen vorliegen, finden Azubis und Betriebe sie unter www.dihk.de oder unter www.ihk-niederrhein.de.
Quelle IHK


Universität Duisburg-Essen: Vorlesungsstart verschoben, Prüfungen abgesagt
Der Vorlesungsbeginn an der Universität Duisburg-Essen (UDE) wird vom 6. April auf den 20. April verschoben. Auch alle Klausuren ab dem 16. März sind zunächst ausgesetzt. Sie sollen bis zum 20. April 2020 nachgeholt werden, ohne dass den Studierenden rechtliche Nachteile entstehen. Da sich die Lage um das Coronavirus sehr dynamisch entwickelt, kann es sein, dass die UDE kurzfristig weitere Maßnahmen treffen muss.
Für ihre Entscheidungen steht sie im engen Kontakt mit den zuständigen Behörden des Landes und den Kommunen.  Den späteren Start haben alle Hochschulen im Land in Absprache mit dem NRW-Wissenschaftsministerium beschlossen, um Studierende und Beschäftigte vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Die Vorlesungszeit soll hingegen regulär am 17. Juli enden. 
Auch ist der Lehrbetrieb an der UDE bis zum neuen Vorlesungsbeginn eingestellt. Das heißt: Alle Übungen, Tutorien, Seminare, Laborpraktika und weitere Veranstaltungsformen, die eine Anwesenheit erfordern, finden bis zum 20. April nicht statt. Anders ist es bei E-Learning-Modulen, die keine Präsenz voraussetzen.   Damit der Lehrbetrieb im Sommersemester mit so wenig Einschränkungen wie möglich laufen kann, wird die UDE nach dem 20. April vor allem auf Distance Learning-Formate und ein begleitetes Selbststudium setzen.

Weniger Bürokratie durch das  Fachkräfteeinwanderungsgesetz erwartet

IHK begrüßt erleichterte Einwanderung von Fachkräften 

Duisburg, 6. März 2020 - Gute Chancen sieht die Niederrheinische IHK im Gesetz zur Einwanderung von Fachkräften, das am 1. März in Kraft getreten ist. Die Deckung des Fachkräftebedarfs in der Region kann mit Hilfe einiger Neuerungen – wie dem beschleunigtem Fachkräfteverfahren – effektiver und unbürokratischer gelingen.  
Die Niederrheinische IHK begrüßt in diesem Zusammenhang die Einrichtung der Zentralstelle Fachkräfteeinwanderung NRW (ZFE) in Bonn. „Hier werden Arbeitgeber von Anfang an gut beraten, wenn sie Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten, sogenannten Drittstaaten, einstellen möchten“, so Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK. Kompetente Unterstützung erfahren Betriebe dort vor allem bei den aufenthaltsrechtlichen Voraussetzungen für ein Visum.  

Neu ist, dass nun auch Menschen mit beruflicher Qualifikation wie einer Ausbildung zur Arbeits- oder weiteren Ausbildungsplatzsuche einreisen können. Vorher war dies allein Akademikern vorbehalten. „Dies ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, da beruflich qualifizierte Fachkräfte besonders oft in Unternehmen fehlen“, betont Burkhard Landers.

Zu den Verbesserungen zählt auch, dass auf eine Vorrangprüfung verzichtet wird, ob bevorrechtigte inländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für die Beschäftigung zur Verfügung stehen. Das Gesetz ermöglicht zudem, dass Zugewanderte, deren berufliche Qualifikation bereits teilweise nachgewiesen ist, bereits in Deutschland arbeiten können. Das bieten Personalverantwortlichen größeren Spielraum beim Mitarbeiter-Recruiting.  

Der bürokratische Aufwand soll so gering wie möglich sein. Eine enge Verzahnung einzelner Akteure wie Anerkennungsstellen, Ausländerbehörden und Auslandsvertretungen, soll für möglichst schlanke Verfahren sorgen. Durch die Feststellung der Gleichwertigkeit und die Anerkennung von ausländischen Bildungsabschlüssen leistet die IHK Foreign Skills Approval (IHK FOSA) als bundesweites Kompetenzzentrum deutscher IHKs bereits seit Jahren einen entscheidenden Beitrag in der Fachkräftesicherung.

Auswirkungen des Corona-Virus - auch ein Thema bei der Volksbank Rhein-Ruhr

Duisburg, 05. März 2020 – Nicht nur die Kapitalmärkte stehen ganz im Zeichen des Corona-Virus. Die Genossenschaftsbank bietet ihren Mitgliedern und Kunden Möglichkeiten zur Optimierung der Vermögensstrukturen an und ergreift auch in den Geschäftsstellen Maßnahmen gegen das Virus.

Das Corona-Virus hat auch die Kapitalmärkte momentan fest im Griff. Nachdem der DAX Mitte Februar noch ein neues Allzeithoch markiert hat, droht dem deutschen Leitindex, nach deutlichen Kursverlusten in den vergangenen Tagen, die schwächste Woche seit der Finanzkrise 2008. Zu groß sind mittlerweile die Unsicherheiten um eine zeitliche und räumliche Beschränkung der neuartigen Lungenerkrankung.

Bundesgesundheitsminister Spahn hat bereits eingeräumt, dass eine Epidemie in Deutschland immer wahrscheinlicher wird.

„Die endgültigen Auswirkungen des Corona-Virus auf die Weltwirtschaft sind somit nach wie vor auch für uns nicht vorhersehbar. Viele Marktteilnehmer befürchten, dass es nun zu einer globalen Konjunkturdelle kommen wird. Dennoch gilt es, auch in dieser ungewissen Marktlage die Ruhe zu bewahren.“ betont Ulrich Peine, Leiter Private Banking und Direktor Treasury der Volksbank Rhein-Ruhr.

In den kommenden Wochen könnte es durchaus noch zu weiteren Kursrückschlägen kommen, was aus Sicht des Kreditinstituts jedoch keinen Grund zur Panik darstellt. „Sobald es zu einer erfolgreichen Eindämmung des Virus kommen sollte, wird es auch zu einer mittel- bis längerfristigen Erholung an den Kapitalmärkten kommen.“ führt Peine weiter aus. Es ist jedoch nicht davon auszugehen, dass sämtliche negative Auswirkungen im weiteren Jahresverlauf aufgeholt werden können. Die negativen konjunkturellen Rückwirkungen werden seiner Einschätzung nach aber dazu führen, dass das Niedrigzinsumfeld mehr denn je fest zementiert bleibt.

 

„Genau diese Zementierung wird früher oder später erneut zu der Frage führen: ‚Wo kann ich mein Geld anlegen, um real einen Wertzuwachs zu erzielen? Unsere Berater sind dazu angehalten unsere Mitglieder und Kunden aktiv anzusprechen, um Vermögensstrukturen zu prüfen und zu optimieren.‘ ergänzt Thomas Diederichs, Sprecher des Vorstandes der Volksbank Rhein-Ruhr die Reaktion der Genossenschaftsbank auf die Auswirkungen des Corona-Virus.

Nicht nur die Kapitalmärkte führen zu Angstszenarien, auch seitens der Kunden bemerken die Mitarbeiter der Bank immer wieder in Gesprächen einen großen Respekt vor der aktuellen Situation. So wurden alle Mitarbeiter in den Geschäftsstellen der Bank sowie in der Zentrale für das Thema Hygiene und Desinfektion sensibilisiert.

„Wir steigen bei Sitzungen auf die Telefonkonferenz um, prüfen ob die Teilnahme an Veranstaltungen zwingend erforderlich ist und empfehlen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen vor einer Ansteckung zu treffen“ sagt Diederichs. Zudem verzichten die Beraterinnen und Berater aktuell aus hygienischen Gründen auf den sonst üblichen Händedruck, um einer Ansteckung und Verbreitung des Virus vorzubeugen. „Wir sind bestens vorbereitet für jegliche Szenarien. Wir hoffen, dass die Ausbreitung des Virus eingedämmt wird und wir alle schnell wieder zum normalen Alltagsgeschehen über gehen können.“ betont Thomas Diederichs.

Konjunkturabkühlung und Coronavirus: Wirtschaft steht vor weiteren Herausforderungen

Staatsekretär Christoph Dammermann diskutiert mit Unternehmern in Duisburg  
Duisburg, 5. März 2020 - Die abkühlende Konjunktur und die sich abzeichnenden Auswirkungen durch das Coronavirus machen auch vor dem Industriestandort Niederrhein nicht halt. Über die aktuelle Situation und Einschätzung der Lage sprach Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, mit Industrievertretern bei der Niederrheinischen IHK.     

Produktionsausfälle in China und Lieferengpässe als Folge der Verbreitung des Coronavirus belasten schon heute die Lieferketten der heimischen Unternehmen. Umfragen der IHKs in NRW belegen, dass rund ein Drittel der Industrieunternehmen betroffen sind. Im Gespräch machten die Unternehmer aus Duisburg und den Kreisen Wesel und Kleve deutlich, dass sie neben der allgemeinen Konjunkturabkühlung weitere Umsatz- und Produktivitätseinbußen durch das Virus befürchten.

Staatsekretär Christoph Dammermann sicherte den Unternehmen Unterstützung von Seiten des Landes zu: „Nordrhein-Westfalen kann auf vielfältige Instrumente zurückgreifen, die sich in den vergangenen Krisen bewährt haben, beispielsweise Bürgschaften und Liquiditätshilfen durch die landeseigenen NRW.Bank. Ich rate den betroffenen Unternehmen, sich frühzeitig über die öffentlichen Angebote zu informieren, auch über die regionalen Industrie- und Handelskammern.“  

 V.l.: IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger, NRW-Staatsekretär Christoph Dammermann, Gabriela Grillo, Vorsitzende des IHK-Industrieausschusses, und IHK-Vizepräsident Michael Rademacher-Dubbick.  Foto Niederrheinische IHK/Hendrik Grzebatzki  


Angesichts der aktuellen Herausforderungen dankte Gabriela Grillo, Vorsitzende des IHK-Industrieausschusses, dem Staatssekretär für die zugesagte Unterstützung. Gleichzeitig wies sie auf die essentielle Bedeutung optimaler Standortbedingungen in NRW hin. „Das neue Industriepolitische Leitbild der Landesregierung bietet hier einen guten Orientierungsrahmen. Insbesondere dem Thema der Energieversorgung kommt für den Niederrhein eine besondere Bedeutung zu, da wir eine starke, energieintensive Industrie haben“, so Gabriela Grillo.  
 
Die Unternehmen am Niederrhein verbrauchen rund ein Viertel der gesamten industriellen Energiemenge NRWs. Der Ausstieg aus der Kohleenergie stellt unsere Region daher vor eine große Herausforderung. „Schon heute tragen die energieintensiven Industriebetriebe am Niederrhein mit ihren fortschrittlichen Ideen zum Klima- und Umweltschutz bei. Die hohen Strompreise bereiten den Unternehmen jedoch Sorge. Damit Nordrhein-Westfalen ein innovativer und moderner Industriestandort bleiben kann, müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden“, forderte sie weiter.  

„Nordrhein-Westfalen geht beim Ausstieg aus der Kohle und beim Ausbau der Erneuerbaren Energien voran, jedoch stellen uns die Energiewende und die internationalen Klimaschutzziele auch vor besondere Herausforderungen", so Staatssekretär Dammermann. „Eine sichere und wettbewerbsfähige Energieversorgung ist ein wichtiger Baustein des Industriepolitischen Leitbildes. Wir schaffen so den Rahmen, um die Investitionsbedingungen in Nordrhein-Westfalen zu verbessern und unser Land gemeinsam mit der Industrie zur modernsten und klimafreundlichsten Industrieregion Europas weiterzuentwickeln.“  


Niederlande: Betriebe müssen Mitarbeiter vor Auslandseinsatz registrieren
Neue Regelung gilt ab dem 1. März   Ab dem 1. März müssen Unternehmen ihre Mitarbeiter online registrieren, bevor sie sie in die Niederlande schicken. Arbeiten, die vor dem 1. März begonnen haben, sind davon nicht betroffen. Auch für Selbstständige aus bestimmten Branchen gilt die neue Regelung. Alle wichtigen Informationen hat die Niederrheinische IHK auf ihrer Website zusammengefasst.  

Im Meldeportal www.poestedworkers.nl müssen zahlreiche Einzelheiten zur geplanten Dienstleistung eingegeben werden. Der Auftraggeber in den Niederlanden wird über die Meldung informiert und muss die Dienstleistung bestätigen. Sind die Daten in Ordnung, ist der Meldevorgang abgeschlossen. Einsätze, die vor dem 1. März begonnen wurden, müssen nicht nachgemeldet werden.
„Bisher mussten nur Mitarbeiter aus Drittstaaten gemeldet werden. Betroffen von der neuen Regelung sind jetzt alle Firmen, die mit eigenem Personal in den Niederlanden tätig werden. Auch Leiharbeitsfirmen, die ihre Arbeitnehmer in den Niederlanden zur Verfügung stellen unterliegen der Meldepflicht“, weiß Rüdiger Helbrecht - Foto: Niederrheinische IHK/Michael Neuhaus - von der Niederrheinischen IHK.  
Die Niederrheinische IHK hat die wichtigsten Informationen zur neuen Meldepflicht auf ihrer Seite www.ihk-niederrhein.de/meldepflicht-nl zusammengestellt. Weitere Informationen bei Rüdiger Helbrecht, Telefon 0203 2821 284, E-Mail helbrecht@niederrhein.ihk.de  
 

Vonovia steigert Gewinn

Bochum/Duisburg, 5. März 2020 -  Das Wohnungsunternehmen Vonovia hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich: Der Unternehmenswert ohne Schulden (Adjusted NAV) stieg auf rund 28,2 Milliarden Euro (2018: 23,3 Milliarden Euro). Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization EBITDA) lag 2019 um 13,2 Prozent höher als im Vorjahr und beträgt nun 1.760,1 Millionen Euro.

Die gute Geschäftsentwicklung soll sich auch auf die Dividende auswirken: Auf der Hauptversammlung im Mai 2020 soll eine gegenüber dem Vorjahr um 9 Prozent höhere Dividende von 1,57 Euro vorgeschlagen werden. Vonovia hatte 2019 die österreichische BUWOG und die schwedische Victoria Park vollständig integriert. Zudem hat das Unternehmen weiter in die Modernisierung investiert - rund 996,5 Millionen Euro (2018: 904,7 Millionen Euro) flossen in entsprechende Projekte.

Die Investitionen in Instandhaltungen stiegen auf 481,6 Millionen Euro (2018: 430,4 Millionen Euro). In den Bau neuer Wohnungen für den eigenen Bestand und den Verkauf flossen im Jahr 2019 rund 690 Millionen Euro (+ 65 Prozent). Bis 2050 will Vonovia einen klimaneutralen Gebäudebestand erreichen. Insgesamt entwickelt der Anbieter bundesweit 13 Quartiere.
Am neuen Forschungsstandort Bochum-Weitmar entsteht eine möglichst autarke Strom- und Wärmeversorgung in einem Quartier mit 1.400 Wohnungen. Das Land NRW fördert das Projekt mit 6,2 Millionen Euro. Vor wenigen Tagen hat das Bochumer Unternehmen mit den Gesellschaftern der Bien-Ries AG einen Kaufvertrag geschlossen.

Nach kartellrechtlicher Zustimmung ist ein Vollzug der Transaktion für Anfang April vorgesehen. Der Projektentwickler mit Schwerpunkt im Rhein-Main-Gebiet wird dann als Teil der BUWOG das Development-Geschäft in Deutschland ergänzen. Der vollständige Geschäftsbericht 2019 steht unter:
http://reports.vonovia.de/2019/geschaeftsbericht  - idr

- E-Book-Markt 2019 mit leichtem Umsatzplus
- NRW-Flughäfen: 1,2 Prozent mehr Passagiere im Jahr 2019

E-Book-Markt 2019 mit leichtem Umsatzplus
Frankfurt/Duisburg, 5. März 2020 - Umsatz mit E-Books am Publikumsmarkt steigt um 0,6 Prozent / Zahl der Käufer*innen nimmt um 1,9 Prozent zu / Absatz sinkt um 1,5 Prozent / Börsenverein meldet halbjährlich E-Book-Zahlen 2019 haben mehr Menschen E-Books gekauft und durchschnittlich mehr für einen Titel ausgegeben. Daher stieg der Umsatz mit E-Books auf dem Publikumsmarkt leicht um 0,6 Prozent.

Die Zahl der E-Book-Käufer*innen hat 2019 um 1,9 Prozent zugenommen und lag bei 3,6 Millionen. Durchschnittlich gaben diese 6,32 Euro für ein E-Book aus. Damit ist der bezahlte Preis pro E-Book erstmal seit Beginn der Zeitreihe 2010 gestiegen (+2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr).

Der Umsatzanteil der E-Books am gesamten Publikumsbuchmarkt liegt unverändert bei 5,0 Prozent. Die Käufer*innen erwarben im vergangenen Jahr allerdings weniger E-Books und gaben pro Kopf auch weniger dafür aus: Mit 8,9 E-Books legten sie im Schnitt etwas weniger Titel in den Warenkorb als 2018 (9,2 Stück). Insgesamt wurden auf dem Publikumsbuchmarkt 32,4 Millionen E-Books verkauft, 1,5 Prozent weniger als 2018.

Die Ausgaben insgesamt pro Käufer*in sanken um 1,2 Prozent auf 56,32 Euro. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels meldet in Kooperation mit GfK Entertainment halbjährlich die Entwicklung auf dem E-Book-Markt. Die Hochrechnungen der E-Book-Absätze und -Umsätze stammen aus dem GfK Consumer Panel Media*Scope Buch mit insgesamt 20.000 Personen.
Sie sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab zehn Jahren, für insgesamt 67,1 Mio. Menschen. Erfasst werden alle Käufe einzelner E-Books ab einem Verkaufspreis von 0,49 Euro. Eine Übersicht über die Zahlen ist abrufbar unter www.boersenverein.de/ebook-markt.

NRW-Flughäfen: 1,2 Prozent mehr Passagiere im Jahr 2019
Düsseldorf/Duisburg, 5. März 2020 - Von den sechs großen NRW-Flughäfen flogen im Jahr 2019 fast 21,7 Millionen Passagiere ab. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 1,2 Prozent mehr Fluggäste als im Jahr 2018. 17,4 Prozent aller gewerblich beförderten Passagiere in Deutschland starteten damit von einem der Hauptverkehrsflughäfen in NRW.
Mehr als 17,6 Millionen, der von den NRW-Flughäfen gestarteten Passagiere, flogen ins Ausland (+1,8 Prozent); das Passagieraufkommen bei Inlandsflügen lag bei knapp 4,1 Millionen Passagieren (−1,3 Prozent). Bei Flügen ins Ausland stieg das Passagieraufkommen im Jahr 2019 an den Flughäfen Dortmund (+22,2 Prozent) und Düsseldorf (+5,6 Prozent). Rückläufige Zahlen bei den Auslandspassagieren verzeichneten hingegen die Flughäfen Münster/Osnabrück (−1,7 Prozent), Köln/Bonn (−4,9 Prozent), Paderborn/Lippstadt (−6,8 Prozent) und Niederrhein/Weeze (−25,6 Prozent). (IT.NRW)

Coronavirus: Unterstützung für Unternehmen

IHK-Merkblatt zu Vorsichtsmaßnahmen im Betrieb

 

Duisburg, 3. März 2020 - Die schnelle Verbreitung des Coronavirus in Europa und die steigende Zahl von Erkrankungen in Nordrhein-Westfalen verunsichern viele Unternehmen zunehmend. Die Niederrheinische IHK hat wichtige Antworten zu Fragen aus der täglichen Praxis zusammengestellt. Das IHK-Merkblatt gibt Hilfestellung zum verantwortungsvollen Umgang mit Mitarbeitern und Betriebsabläufen.

 

Dürfen Arbeitnehmer zuhause bleiben, wenn sie Angst vor einer Ansteckung haben? Müssen Mitarbeiter Dienstreisen ins Ausland antreten? Was passiert, wenn der Betrieb von einer Behörde geschlossen wird und wer zahlt dann die Löhne und Gehälter? Zu  Risikobewertung und Vorsichtsmaßnahmen gibt das Merkblatt „Coronavirus: Das müssen Unternehmen beachten“ gezielt Antworten. 

Eine Blitzumfrage der IHK hat gezeigt: Schon jetzt berichtet jedes dritte Unternehmen mit Geschäftskontakten nach China von negativen Auswirkungen. Bei den künftigen Erwartungen sieht sich sogar jedes zweite Unternehmen negativ betroffen. 

Das Merkblatt und weitere wichtige Informationen zum Coronavirus hat die IHK auf der Sonderseite www.niederrhein-ihk.de/coronavirus zusammengestellt.

Duisburgs Immobilienmarkt war 2019 so gefragt wie noch nie!

Der Duisburger Immobilienmarkt war 2019 so gefragt wie noch nie!

Duisburg, 3. März 2020 - Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Duisburg hat in seiner Jahressitzung am 26.02.2020 Bodenrichtwerte und für die Wertermittlung erforderliche Daten zum Stichtag 01.01.2020 als Übersicht über den Grundstücksmarkt in der Stadt Duisburg ermittelt. Grundlage bilden die ausgewerteten Grundstückskaufverträge des Zeitraums 01.01. bis 31.12.2019 aus der gemäß § 195 Baugesetzbuch geführten Kaufpreissammlung.

 

Umsatz auf dem Duisburger Immobilienmarkt auf neuem Allzeithoch

Im Jahr 2019 hat der Gutachterausschuss insgesamt 4.139 Kaufverträge (3 Prozent mehr als im Vorjahr) über Verkäufe von Grundstücken, Häusern und Wohnungen ausgewertet. Im Rahmen dieser ausgewerteten Vorgänge wurden im Duisburger Stadtgebiet rund 1,6 Milliarden Euro umgesetzt. Damit hat der Geldumsatz ein neues Allzeithoch erreicht.

-          Kaufverträge über unbebaute Grundstücke:

Die Anzahl der erfassten Kaufverträge über unbebaute Grundstücke lag mit 293 auf dem durchschnittlichen Niveau der Vorjahre. Der Geldumsatz ist dabei auf 119 Mio. Euro gestiegen. Bei den unbebauten Grundstücken für eine Mehrfamilienhausbebauung setzt sich der steigende Trend der letzten Jahre fort. Hier wurden 28 Kauffälle registriert. Die Kauffälle bei gewerblich nutzbaren Grundstücken liegen mit 12 verkauften Objekten weiterhin auf einem hohen Niveau. Im vergangenen Jahr wechselten 42 unbebaute Grundstücke, für die eine Bebauung mit Ein- oder Zweifamilienhäusern vorgesehen war, den Eigentümer.

-        Kaufverträge über bebaute Grundstücke:

Dieser Teilmarkt ist hinsichtlich der Anzahl der Kaufverträge im Vergleich zum Vorjahr um  rd. 8 % gestiegen. Bei den Renditeobjekten ist bei steigenden Fallzahlen zum Vorjahr eine hohe Umsatzsteigerung von rd. 500 Mio. Euro zu verzeichnen. Diese ist teilweise auf den Umsatz von mehreren hochpreisigen Einzelobjekten zurückzuführen.

  

-        Kaufverträge über Wohnungseigentume, Wohnungserbbaurechte und Teileigentum:

In diesem Bereich stieg die Anzahl der Verträge um rd. 6 % gegenüber dem Vorjahr, gleichzeitig stieg der Geldumsatz auf 191,8 Mio. Euro (+ 14 %).

Die gestiegene Nachfrage zeigt sich auch in einer steigenden Preisentwicklung im Bereich der gebrauchten Eigentumswohnungen (Weiterverkäufe) mit einem Plus von rd. 10 %.

 Abb.: Geldumsatz nach Grundstücksarten im Vergleich zum Vorjahr

BODENRICHTWERTE UND GRUNDSTÜCKSMARKTDATEN 2020
Die in Duisburg gezahlten Durchschnittspreise für unbebautes, baureifes Land wurden zum Stichtag 01.01.2020 als sogenannte zonale Bodenrichtwerte fortgeschrieben. Diese Bodenrichtwerte sind entsprechend § 196 BauGB in Richtwertzonen abzubilden, die jeweils Gebiete umfassen, die nach Art und Maß der Nutzung weitgehend übereinstimmende Merkmale aufweisen.
Die Bodenrichtwerte wurden auf Basis der bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses geführten Kaufpreissammlung einer detaillierten Analyse unterzogen und hinsichtlich ihrer Abgrenzung, der wertbestimmenden Merkmale sowie dem Wert zum Stichtag untersucht. Zum Stichtag 01.01.2020 konnten im gesamten Stadtgebiet bei den Wohnbaugrundstücken eine steigende Preisentwicklung festgestellt werden. Die Bodenrichtwerte für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie für Mehrfamilienhäuser sind mehrheitlich um 5 bis 40 Euro/m² angehoben worden.  

Die Bodenrichtwerte stehen kostenfrei im zentralen Informationssystem der Gutachterausschüsse und des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen unter www.BORISplus.nrw.de zur Verfügung. Unter der Internetadresse kann auch der Grundstücksmarktbericht, der einen umfassenden Überblick über den Grundstücksmarkt in Duisburg gibt, voraussichtlich ab Mitte März 2020 kostenfrei abgerufen werden. Neben den aktuellen Daten können unter der Internetadresse auch alle Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktberichte ab dem Jahr 2011 kostenfrei abgerufen werden.    
Adresse des Gutachterausschusses und der Geschäftsstelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Duisburg Erftstraße 7 47051 Duisburg
Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 8:30 bis 15:30 Uhr, freitags 8:30 bis 14:30 und nach Vereinbarung Tel.: 0203 283-3874 Fax: 0203 283-3720   E-Mail: gutachterausschuss@stadt-duisburg.de Internet: http://www.gars.nrw.de/ga-duisburg
 

Coronavirus wirkt sich auf Wirtschaft am Niederrhein aus

IHK-Umfrage bei hundert Export-Firmen
Duisburg, 26. Februar 2020 - Die rasante Verbreitung des Coronavirus hat dazu geführt, dass in China Fabriken geschlossen, Flug- und Schiffsverbindungen gekappt oder Messen abgesagt werden. Das hat Einfluss auf das Im- und Exportgeschäft der Unternehmen am Niederrhein. Von den ersten Auswirkungen berichten die Betriebe in einer Blitzumfrage der Niederrheinischen IHK, an der sich hundert Betriebe mit weltweit über 50.000 Beschäftigten beteiligt haben.

Fast ein Drittel der befragten Betriebe mit Auslandsgeschäft berichtet von Umsatzeinbußen und einer Beeinträchtigung ihres Geschäfts durch den Ausbruch des Coronavirus. Ebenfalls jedes dritte Unternehmen verzichtet auf Geschäftsreisen in die befallenen Regionen. Geplante Geschäftsbesuche werden verschoben, Messeauftritte abgesagt.
An deren Stelle treten Telefon- oder Videokonferenzen. Mehr als jedes vierte Unternehmen leidet aufgrund des Stillstands in China schon unter Lieferengpässen. Das stellt die Unternehmen vor Probleme. Zwar sind aufgrund des chinesischen Frühlingsfestes und der Produktionspause die Lager aufgefüllt worden. Diese leeren sich aber zunehmend, denn neue Ware kommt nicht nach.

„Unsere Befragung wirft ein Schlaglicht auf die aktuelle Situation. Die Ausbreitung des Virus in Europa zeigt, dass sich die Lage täglich ändern kann. Prognosen sind deshalb kaum möglich. Eine Entspannung erwarten unsere Unternehmen nicht: Jedes zweite rechnet mit weiteren Umsatzeinbußen und mit größeren Schwierigkeiten bei der Warenbeschaffung“, stellt Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK besorgt fest.
„Wenn die Situation länger anhält, besteht das Risiko, dass wegen des Ausfalls von Vorprodukten wichtige Produktionsketten abreißen.“
Für Unternehmen hat die IHK wichtige Hinweise und Informationen zum Coronavirus zusammengestellt auf der Website www.niederrhein-ihk.de/coronavirus.


Ausländische Fachkräfte als Mitarbeiter gewinnen
Interaktive Ausstellung im Foyer der Niederrheinischen IHK  

Eine interaktive Ausstellung informiert über die Anerkennung beruflicher Qualifikationen von Zuwanderern mit ausländischen Berufsabschlüssen. Die sogenannte Berufsanerkennung ist ein wirksames Werkzeug, um Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden. Ab Montag, 2. März, ist die Ausstellung für eine Woche im Foyer der Niederrheinischen IHK in Duisburg zu sehen.  
Besucher können ihr Wissen über berufliche Anerkennung an einer Quiz-Station testen, verborgene Fachkräftepotenziale aufspüren und sich darüber informieren, welche neuen Möglichkeiten das Fachkräfteeinwanderungsgesetz bietet. Unternehmen erfahren anhand von sechs Multimediastationen, wie die berufliche Anerkennung als Instrument der Personalarbeit eingesetzt wird. Konkrete Hilfestellungen für die Nutzung des Verfahrens runden die Schau des Projekts „Unternehmen Berufsanerkennung“ (UBA) ab.  
Die kostenlose Ausstellung kann vom 2. bis 6. März im Foyer der Niederrheinischen IHK, Mercatorstraße 22-24, in Duisburg während der Öffnungszeiten besucht werden.  
Das Projekt UBA wurde initiiert vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem Zentralverband des Deuten Handwerks (ZDH) und wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).  

Servicefreundliche Stadt 2020 – Ranking der 100 größten Städte

Die Gesamtstudie von Haus und Grund:

https://www.hausundgrund.de/sites/default/files/downloads/haus-grund-deutschland-servicefreundliche-stadt-2020.pdf


Berlin/Duisburg, 26. Februar 2020 - „Viele Kommunen haben bei der Digitalisierung ihres Dienstleistungs- und Informationsangebots bereits viel erreicht. Insgesamt ist das Niveau aber nicht zufriedenstellend.“ So fasste Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke die Ergebnisse der Studie „Servicefreundliche Stadt – Ranking der 100 größten Städte“ zusammen. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat im Auftrag des Eigentümerverbandes Haus & Grund Deutschland die Internetauftritte der 100 einwohnergrößten Städte in Deutschland detailliert geprüft. Berlin landet mit nur 71,6 von möglichen 100 Punkten auf Platz 1. 

Warnecke wies darauf hin, dass nicht jede Kommune das Rad immer wieder neu erfinden müsse. „Eine Meldebescheinigung ist eine Meldebescheinigung und ein Personalausweis ist in Köln der gleiche wie in Augsburg. Die digitalen Wege dorthin müssen die Städte nicht einzeln finden, sondern sollten zusammenarbeiten – auch um kein Steuergeld zu verschwenden“, regte er an. Er betonte zudem, dass viele Kommunen bei der Planung ihrer Internetangebote viel zu wenig die Bürgersicht einnähmen. „Viele Angebote sind nur schwer auffindbar und zu zerstückelt, sodass sich Nutzer nicht zurechtfinden“, kritisierte Warnecke. 

Das Ranking bewertet sieben Themenbereiche, die in kommunalen Zuständigkeiten liegen und die üblicherweise eine Kommunikation bzw. Interaktion zwischen staatlichen Einrichtungen und Bürgern bzw. Unternehmen erfordern. Die sieben Themenbereiche Bürger- und Unternehmerservice, Bauen, Wohnen, Mobilität & Verkehr, Familie & Freizeit sowie Responsivität der Online-Dienstleistungen, umfassen insgesamt 30 Variablen, die mittels 125 Indikatoren gemessen werden. 

Gewinner

1.         Berlin

2.         Schwerin

3.         Augsburg

4.         München

5.         Worms 

Verlierer

96.       Düren

97.       Hagen

98.       Marl

99.       Villingen-Schwenningen

100.      Gera


Gesamtindex

Interessant, dass Duisburg im Bereich "Wohnen" mit Potsdam auf Ranm 38 liegt

- Staat erzielt 2019 Überschuss von 49,8 Milliarden Euro
- NRW-Exporte im Dezember 2019 um 2,1 Prozent gestiegen

Staat erzielt 2019 Überschuss von 49,8 Milliarden Euro
Duisburg, 25. Februar 2020 - Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2019 nach aktualisierten Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zum achten Mal in Folge mit einem Überschuss. Mit 49,8 Milliarden Euro reicht dieser nicht ganz an das Rekordergebnis von 2018 heran, als der Staat einen Überschuss von 62,4 Milliarden Euro erzielt hatte. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (3 435,8 Milliarden Euro) errechnet sich daraus für den Staat eine Überschussquote von +1,4 % (2018: +1,9 %).

Die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen profitierten damit weiterhin insbesondere von einer günstigen Beschäftigungsentwicklung. Bei den Ergebnissen handelt es sich um Daten in der Abgrenzung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 2010. Sie bilden die Grundlage für die Überwachung der Haushaltslage in den EU- Mitgliedstaaten nach dem Stabilitäts- und Wachstumspakt (Maastricht- Kriterien).

NRW-Exporte im Dezember 2019 um 2,1 Prozent gestiegen
Die nordrhein-westfälische Wirtschaft exportierte im Dezember 2019 Waren im Wert von 14,2 Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 2,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Der Wert der Importe lag mit 18,2 Milliarden Euro um 0,5 Prozent über dem Vorjahresmonat. Im Warenaustausch mit den Ländern der Europäischen Union (EU 28) waren die Ausfuhren im Dezember 2019 mit 9,1 Milliarden Euro um 1,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Bei den Importen aus den EU-Ländern wurde ein Rückgang um 2,8 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro verzeichnet. Der Wert der Exporte in die Nicht-EU-Staaten stieg um 3,5 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro.
Bei den Importen war eine Zunahme um 6,1 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro zu verzeichnen.
Im Jahr 2019 summierte sich der Exportwert auf 193,7 Milliarden Euro; damit wurde das Rekordergebnis aus dem Jahr 2018 um 1,2 Prozent verfehlt. Der Wert der Einfuhren stieg um 1,9 Prozent auf 245,5 Milliarden Euro. Hinweis: Da in den Importen auch Lieferungen nach NRW enthalten sind, die hier auf Lager genommen und anschließend in andere Bundesländer weitergeleitet werden, ist eine Saldierung von Exporten und Importen nur begrenzt sinnvoll. (IT.NRW)

Start-ups bringen digitale Lösungen in die Logistik

Kongress der Ruhr-IHKs zur digitalen Transformation 

 

Duisburg, 19. Februar 2020 - Vernetzte Prozesse, autonome Systeme und Sensortechnik – an vielen Stellen findet die Digitalisierung Einzug in die Logistikbranche. Das zeigten die Beispiele von Thyssenkrupp Steel Europe, Bohnen Logistik und vielen weiteren beim Kongress „Logistik Digital“ der IHKs im Ruhrgebiet am 19. Februar in Duisburg. Neben digitalen Prozessen spielt gleichzeitig die Hardware eine genauso wichtige Rolle: Straßen, Schienen und Wasserwege müssen für den reibungslosen Gütertransport aus dem Ballungsraum an Rhein und Ruhr in Ordnung gehalten werden.

 

Die Vorträge, Podiumsdiskussionen und Gespräche auf dem Kongress verdeutlichten: Viele Unternehmen nutzen bei der Abwicklung ihrer Logistik schon heute digitale Technologien. Die Vorteile der Digitalisierung kann die Wirtschaft aber nur beflügeln, wenn die Infrastruktur eine verlässliche Basis liefert. Wie eng Produktion und Transport miteinander vernetzt sind, haben die niedrigen Wasserstände im Rhein in den letzten Sommern deutlich gezeigt.

IHK-Präsident Burkhard Landers: „Wenn es an Rhein und Ruhr nicht läuft, dann haben wir schnell ein bundesweites Problem in der Wirtschaft. Die Zukunft des wichtigsten europäischen Stahlstandortes hier bei uns in Duisburg zu sichern, ist deswegen auch eine nationale Aufgabe. Der Aufruf unseres Oberbürgermeisters Sören Link, dazu mit allen Beteiligten, der Branche, den Arbeitnehmern, mit Bund und Land ins Gespräch zu kommen, ist daher sehr zu begrüßen. Wir befürworten diese Initiative, denn es geht um zehntausende Arbeitsplätze und um eine wichtige Zukunftsbranche.“

 

Automatisierte Abfertigung spart bei Thyssenkrupp Zeit

Für Industrieunternehmen wie Thyssenkrupp spielt die Digitalisierung eine wichtige Rolle. Dr. Arnd Köfler, Vorstandsmitglied bei Thyssenkrupp Steel Europe, sieht die Veränderungen durch den digitalen Wandel als Chance für die Logistik: „Digitalisierung ist für uns eine strategische Aufgabe, die wir an vielen Stellen im Stahlwerk gleichzeitig angehen. Auch in der Logistik sehen wir erhebliche Potenziale für uns. Ein Beispiel: Wir steuern die über 2.000 Lkw-Verkehre pro Tag mittlerweile digital auf Basis einer automatisierten Selbstabfertigung durch die Lkw-Fahrer. Wir reduzieren die Prozessschritte dadurch von 70 auf zwei, sparen also viel Zeit. Es wird weniger Staus geben und zusätzlich verbessern wir Sicherheit und Transparenz.“

V.l.:  Monja Mühling von Smartlane, IHK-Präsident Burkhard Landers, NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Moderatorin Julia Miosga, Prof. Michael ten Hompel vom Fraunhofer IML, Dr. Arnd Köfler von Thyssenkrupp Steel Europe und Max Stratmann von Scanbot  - Fotos: Niederrheinische IHK/Jacqueline Wardeski

 

Vor allem die Zusammenarbeit mit Start-ups erweist sich in der Logistik als Treiber für den digitalen Wandel. So steuert die Duisport-Tochter Bohnen Logistik etwa ihre Transportmanagement dank dem Start-up Heuremo mit Künstlicher Intelligenz. „Im Accelerator-Programm der Innovationsplattform startport sind wir unkompliziert mit Bohnen Logistik in Kontakt gekommen.
Eine Zusammenarbeit mit einem direkten Mehrwert für das Unternehmen und die Gesellschaft: In Deutschland werden pro Jahr acht Millionen Tonnen vermeidbares CO2 im LKW-Verkehr emittiert – unser Transportmanagement-System schafft hier Abhilfe“, sagt Gründer Sven Spiekermann.

 

Verkehrsminister Hendrik Wüst wies auf die Bedeutung von Digitalisierung und Vernetzung für eine bessere und saubere Mobilität hin: „Ziel der Landesregierung ist es, dass zukunftsweisende Technologien in NRW erforscht, entwickelt, getestet und am besten auch hier produziert werden. Wir nutzen die Chancen der Digitalisierung für die Vernetzung der Verkehrsträger, für bessere und saubere Mobilität. Gerade in Nordrhein-Westfalen, dem führenden Logistikstandort in Deutschland, brauchen wir neue Impulse, um gemeinsam für eine bessere Mobilität zu sorgen.“

 

Bedeutung von IT-Sicherheit nimmt zu

Der Einsatz innovativer Technologien stellt die Logistik aber auch vor neue Herausforderungen: Zahlreichen Schnittstellen zwischen den beteiligten Unternehmen bieten entlang der Supply-Chain große Angriffsflächen für Cyberangriffe. Mit der Vernetzung logistischer Prozesse steigen also auch die Anforderungen an die IT-Sicherheit.
„Cyber-Risiken sind laut Allianz Global Risk Barometer 2020 das gefährlichste Geschäftsrisiko für Unternehmen weltweit – das gilt gerade für die hochvernetzten Player im Bereich der Logistik. Ein bewusster Umgang mit diesem Risiko und eine strukturierte Maßnahmenplanung sollten deshalb höchste Priorität haben“, so Tobias Rademann, Geschäftsführer von IT-Beratungsunternehmen R.iT.

 

Rund 250 Teilnehmer aus ganz NRW und darüber hinaus diskutierten mit namenhaften Rednern von Thyssenkrupp Steel Europe, Bohnen Logistik, R.iT, über TV-Persönlichkeit und Investor Frank Thelen bis hin zu aufstrebenden Start-ups wie Smartlane und ForkOn.

 

Eindrücke von der Veranstaltung gibt es auf Twitter unter #GemeinsamDigital und Facebook auf der Seite der Niederrheinischen IHK: www.facebook.de/ihk.niederrhein.

 

 

Podium v.l.: Dr. Arnd Köfler von Thyssenkrupp Steel Europe, Monja Mühling von Smartlane, Prof. Michael ten Hompel vom Fraunhofer IML und Moderatorin Julia Miosga

 

IHK-Konjunkturbericht: Verhaltener Start in 2020

Wirtschaft drosselt Erwartungen fürs neue Jahrzehnt

 

Duisburg, 18. Zum Jahresbeginn 2020 atmen die Unternehmen am Niederrhein erst einmal durch. 37 Prozent der befragten Betriebe bewerten ihre Geschäftslage als „gut“, nur 10 Prozent sind unzufrieden. Dennoch blicken die Unternehmen skeptisch auf das kommende Jahr, vor allem in der Industrie.
„Wir haben ein Jahrzehnt des stetigen Wachstums ungenutzt gelassen, um geringere Belastungen und bessere Standortbedingungen für die Wirtschaft zu schaffen“, stellt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger fest. Zudem schwinde aktuell das Vertrauen, dass die weltweiten Handelskonflikte absehbar beigelegt werden können.
Viele Unternehmen halten sich daher mit Investitionen zurück. Die Ergebnisse gehen aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Niederrheinischen IHK hervor, an der sich über 350 Unternehmen mit insgesamt rund 50.000 Beschäftigten beteiligt haben.

 

Die Unternehmen am Niederrhein bewerten ihre Lage weiterhin überwiegend als gut. Der Abwärtstrend aus den drei Vorumfragen setzt sich damit nicht weiter fort. Der private Konsum wirkt weiterhin stützend für die Konjunktur. Die Betriebe stellen sich aber auf ein eher herausforderndes Jahr 2020 ein:
Mit 19 Prozent erwarten mehr Unternehmen eine Verschlechterung in den kommenden zwölf Monaten als eine Verbesserung (15 Prozent). Besonders skeptisch zeigen sich die Betriebe in Verkehr und Logistik sowie der arbeitsintensiven Investitionsgüterindustrie wie dem Maschinenbau. Der Konjunkturklimaindex, der Lage und Erwartungen zusammenfassend darstellt, liegt unverändert zur Vorumfrage bei 111 Punkten.

 

Leichte Entspannung im Auslandsgeschäft

Nachdem die Exporterwartungen im vergangenen Herbst deutlich gesunken waren, kehrt sich der Trend nun leicht um. Gleichwohl verharren die Erwartungen weiter auf niedrigem Niveau: 24 Prozent der Betriebe rechnen mit weiter sinkenden Exporten, dem gegenüber stehen 20 Prozent, die mit mehr Exporten rechnen. Weltweite Konflikte und Unsicherheiten werfen weiterhin Schatten auf das Auslandsgeschäft der niederrheinischen Betriebe, auch wenn zuletzt positive Signale aus den USA und China kamen und der vollzogene Brexit auf langfristig tragfähige Handelsabsprachen hoffen lässt.
Das spiegelt sich auch in finanzieller Zurückhaltung der Betriebe auf ausländischen Märkten wider: Zwar wollen 19 Prozent der Unternehmen mehr im Ausland investieren und nur 13 Prozent weniger. In den beiden Vorjahren zeigten sich die Unternehmen jedoch noch deutlich ausgabefreudiger. Hauptmotiv für Investitionen ist die Kundennähe. 

 

Zunehmendes Risiko Energie- und Rohstoffpreise

Auch zum Jahresbeginn 2020 bleibt der Fachkräftemangel mit 53 Prozent das größte Entwicklungsrisiko für die Unternehmen. Besonders Dienstleister und Industrie sehen auch in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ein Risiko. Deutlich gestiegen ist die Sorge vor zunehmenden Energie- und Rohstoffpreisen:
38 Prozent der Befragten nehmen sie als Risiko wahr (+ 8 Prozentpunkte zum Herbst), in der Industrie sogar jeder zweite Betrieb. Um langfristig Kosten und Ressourcen zu sparen, investieren Unternehmen zunehmend in den Umweltschutz: Diesen Grund nennt mittlerweile mehr als jedes fünfte Unternehmen als Hauptmotiv für Investitionen. Bei den Industriebetrieben ist es sogar jeder dritte befragte Betrieb.  

 

Verhaltene Beschäftigungspläne in der Industrie

Insgesamt bewegen sich die Beschäftigungspläne der Unternehmen auf einem recht stabilen Niveau: 19 Prozent wollen mehr Personal einstellen (Herbst: 20 Prozent), 12 Prozent rechnen mit weniger Beschäftigten (Herbst: 13 Prozent). Während sich jedoch die Personalpläne der Dienstleister leicht im Aufwind befinden, sind die Vorhaben in der Industrie eher verhalten.
Hier liegt der Saldo aus Zu- und Abnahmen nur noch leicht im positiven Bereich. Auch wenn der Arbeitsmarkt aktuell noch vergleichsweise robust ist, zeigt der zu beobachtende Anstieg an Kurzarbeit, dass die konjunkturelle Abkühlung erste Spuren hinterlässt.

 

Der aktuelle IHK-Konjunkturbericht steht als Download unter www.ihk-niederrhein.de/konjunkturbericht zur Verfügung.

 

Grafik Auslandsinvestitionen: 2020 zeigen sich die Unternehmen am Niederrhein auf ausländischen Märkten weniger investitionsfreudig als noch in den beiden Vorjahren.

 

Grafik Risiken: Neben den Handelskonflikten und dem Brexit sowie einer hohen Steuer- und Bürokratielast bereitet den Unternehmen auch die aktuelle Energie- und Klimapolitik sowie die angekündigte CO²-Besteuerung zunehmende Sorgen.

Grafiken: Niederrheinische IHK


Volksbank Rhein-Ruhr eG und Volksbank Ruhr Mitte eG sondieren Fusionsoption 

Richtungsentscheidung der Aufsichtsräte soll nach den Osterferien 2020 vorliegen

Duisburg, 18. Februar 2020 - Mit der Volksbank Rhein-Ruhr eG und der Volksbank Ruhr Mitte eG prüfen zwei der größten Volksbanken des Ruhrgebiets einen möglichen Zusammenschluss. Gemeinsam mit ihren Aufsichtsräten befinden sich die Vorstandsmitglieder der beiden Banken in vertrauensvollen und ergebnisoffenen Gesprächen über die Zielsetzung und Eckpfeiler einer möglichen Fusion im Jahr 2021.

Die bekannten und massiven Herausforderungen im Finanzdienstleistungssektor wie z.B. Niedrigzinsen, Digitalisierung, verändertes Kundenverhalten und Regulatorik sind regelmäßig Anlass für beide Institute, sich mit internen aber auch externen Überlegungen zu beschäftigen. Grundlage dieser externen Fusionsoption ist die Überzeugung, den Herausforderungen der Zukunft in einer größeren, noch schlagkräftigeren Einheit nachhaltiger begegnen zu können.

„Als Vorstand ist es dabei unsere verantwortliche Aufgabe, initiativ und frühzeitig die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen, um für unsere Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter eine langfristig erfolgreiche und leistungsfähige Volksbank in der „Mitte des Ruhrgebiets“ zu erhalten und auszubauen“, erläutert Dr. Peter Bottermann, Vorstandssprecher der Volksbank Ruhr Mitte eG.

Thomas Diederichs, Sprecher des Vorstandes der Volksbank Rhein-Ruhr eG, ergänzt: „Die angelaufenen Gespräche bestätigen uns, den jeweils richtigen Partner auf Augenhöhe gefunden zu haben. Beide Banken sind kerngesund und haben eine vergleichbare vertriebliche Ausrichtung. Darüber hinaus verbindet uns eine lange vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit in gemeinsamen Tochtergesellschaften sowie bei der Migration auf das neue Kernbanksystem agree 21 im vergangenen Jahr“.

 

Die nun anstehende Phase zur Ausgestaltung eines möglichen Zusammenschlusses sowie die Konkretisierung der Mehrwerte für Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter soll durch eine Richtungsentscheidung der Aufsichtsgremien beider Banken bis Ende April 2020 abgeschlossen werden. Da beide Genossenschaftsbanken auf eine faire und transparente Kommunikation setzen, sind bereits alle Vertreter über die Überlegungen informiert worden.
„Uns ist es ein wichtiges Anliegen, dass unsere Mitarbeiter, Mitglieder, Vertreter und Kunden von Beginn an einbezogen und über den weiteren Fortgang informiert werden.“, betont Diederichs.

Im Falle eines positiven Ausgangs der Gespräche liegt die finale Abstimmung über eine Fusion bei den Mitgliedervertretern, die im ersten Halbjahr 2021 darüber befinden würden. Dabei entstünde aus heutiger Sicht eine große und leistungsstarke Genossenschaftsbank im Herzen des Ruhrgebiets mit einer Bilanzsumme von ca. 4 Mrd. EUR, über 80.000 Mitgliedern und knapp 700 Mitarbeitern.

GFW-Newsletter „DU.business“

Duisburger Wirtschaftsförderung informiert Zielgruppe monatlich über ihre Aktivitäten

Duisburg, 18. Februar 2020 -  „Aus der Wirtschaft. Für die Wirtschaft. Monat für Monat“, genau darauf setzen Annegret Angerhausen-Reuter und Wolfgang Srowig, die den Newsletter der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg) „DU.business“ redaktionell mit Leben füllen.  
„Damit halten wir die Akteure aus kleinen und mittleren Unternehmen, von großen Playern und Institutionen auf dem Laufenden über aktuelle Entwicklungen, Projekte und Veranstaltungen unserer Duisburger Wirtschaftsförderung, aber auch die unserer Partner“, skizziert GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer die Intention.  

Neben einer Zahl des Monats findet sich im GFW-Newsletter „DU.business“ eine Auflistung interessanter Veranstaltungen, Workshops und Netzwerktreffen für Gewerbetreibende. Aktuelle Meldungen beleuchten beispielsweise neue Förderangebote. Thematisch geht´s darüber hinaus um aktuelle Meldungen, Existenzgründungswettbewerbe, Jubiläen, Positionierungen und Nachberichte. Last, but not least, sind unter der Rubrik „GFW and friends“ interessante Angebote von Kooperationspartnern der Duisburger Wirtschaftsförderung zu finden.

„Vernetzung ist heute alles; aufgrund der Informationsflut ist es daher wichtiger denn je, die wirklich relevanten Termine für die Zielgruppe herauszufiltern, aufzubereiten und zusammenzustellen. Und genau dafür braucht man den Blick über den eigenen Tellerrand“, so GFW-Kommunikationsleiterin Angerhausen-Reuter.   Wer thematisch passende, zielgruppengerechte Informationen beisteuern möchte, die sich zur Veröffentlichung eignen, der wendet sich an GFW-Projektmanager Wolfgang Srowig, Telefon: 0203 / 36 39-363, E-Mail: srowig@gfw-duisburg.de  

Das DU.business-Redaktionsteam: Wolfgang Srowig und Annegret Angerhausen-Reuter, Urheberin: Elke Spiller, Nutzungsrechte: GFW Duisburg