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ESCID – Existenzgründung in Deutschland für chinesische Gründungsinteressierte

Duisburg, 18. Januar 2018 - Im zurückliegenden Jahr gestartet, wird ESCID, das Existenzgründungsprogramm für chinesische Gründungsinteressierte in 2018 fortgesetzt. Zur Zielgruppe gehören unter anderen die (künftigen) chinesischen Absolventinnen und Absolventen hiesiger Hochschulen und Universitäten, die nach ihrem Abschluss in Deutschland, idealerweise in Duisburg, ihr Business starten wollen. Von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg) und der FOM Hochschule für Oekonomie und Management (FOM) initiiert, haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den ersten ESCID-Durchlauf Mitte 2017 erfolgreich abgeschlossen, so dass diese von ihren Erfahrungen berichten können.

Zu den „ESCID-Pionieren“ zählt auch Yunxuan He. Der 33-Jährige ist seinerzeit über die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve auf das neue Format von GFW und FOM aufmerksam geworden. „Das kostenfreie Blockseminar, bei dem das 1x1 der Selbstständigkeit in Deutschland vermittelt wird – und zwar unter betriebswirtschaftlichen, juristischen und interkulturellen Aspekten – hat mir geholfen, Stolpersteine auf dem Weg in die Existenzgründung zu vermeiden. Mein Unternehmen, die Tech & Home Mate GmbH, ist jetzt seit dem 1. Juli  2017  am Start. Ich vertreibe hochwertige Küchengeräte ‚made in Germany‘, die in meiner asiatischen Heimat, bei einer stark wachsenden, kaufkräftigen Mittelschicht sehr gefragt sind.“
Ohne ESCID, so der Unternehmer, hätte seine Gründungsphase noch länger gedauert: Besonders wertvoll fand ich, dass wir noch Chancen hatten, Informationen mit anderen erfolgreichen Existenzgründern auszutauschen, ihre Erfahrungen und Erlebnisse kennenzulernen.“ Gefragt nach seinem Urteil, antwortet He: „Ich kann ESCID jedem meiner Landsleute, die in Deutschland bleiben und sich hier selbstständig machen wollen, nur empfehlen, weil die Leute richtige Informationen über das Thema ‚Existenzgründung‘ und fachliche Unterstützung bekommen.“
Kurz- und mittelfristig will er mit seinem Unternehmen dynamisch wachsen; langfristig sollen 20 Arbeitsplätze geschaffen werden. ESCID ist ein Baustein auf dem Weg Duisburgs, dass für die chinesische Community zu werden, was Düsseldorf für Japanerinnen und Japaner bereits ist. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die GFW Duisburg diverse Angebote für Chinesinnen und Chinesen geschaffen. Ein weiterer Baustein neben dem erst Ende 2016 gegründeten China Business Network Duisburg e.V. ist das im Jahr 2017 gestartete Projekt ESCID – das Existenzgründungsseminar für Chinesen.  
„Allein im Vorjahr war unsere chinesische Projektmanagerin Kai Yu mit rund 30 Ansiedlungsanfragen asiatischer Player betraut, mehrheitlich aus China, aber auch aus Singapur. Zwölf neue Unternehmen haben sich davon schon in Duisburg allein in 2017 niedergelassen. ESCID soll dazu beitragen, dass die Zahl in 2018 noch einmal nachhaltig wächst“, berichtet GFW-Chef Ralf Meurer.  
„Die Gründung eines Unternehmens ist immer eine besondere Herausforderung und kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie mit ganz viel Motivation, aber auch klaren Kompetenzen hinterlegt ist. Mit diesem Programm wird für chinesische Studierende ein gelungener Einstieg in eine Gründung vor Ort in Deutschland, in Duisburg, ermöglicht. Es zeigt sich, dass es zu ganz konkreten Gründungen kommt und wir freuen uns sehr darüber, dass dieses Initiative so gut angenommen wird“, betont Professor Dr. Stefan Heinemann, Prorektor „Kooperationen“ an der FOM.  

ESCID-Ablauf 2018: Nach einer umfassenden Ansprache potenzieller Teilnehmerinnen und Teilnehmer über den sozialen Kanal WeChat, das Chinesische Frühlingsfest am 23. Februar 2018 in der Mercatorhalle sowie diverse Netzwerktreffen beginnt der erste Block mit einem unverbindlichen „Schnupperangebot“. Dieses beinhaltet die Grundzüge des gesamten Seminars. Dieses besteht aus sechs Modulen, die allesamt kostenfrei sind. Gelehrt und gelernt wird an neun Samstagen von 9 bis 17 Uhr im Neudorfer Technologiezentrum Tectrum. Los geht es am 14. April 2018. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt zehn; maximal 25 Plätze sind zu vergeben. Unterrichtet wird ausschließlich in deutscher Sprache.  

Das erste Modul rankt sich um die Fragen „Warum den Weg in die Selbstständigkeit einschlagen und warum in Deutschland gründen?“ Hier geht es darum, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Formalitäten und Basisinformationen zur Unternehmensgründung in Deutschland nahe zu bringen. In Modul 1 wird den chinesischen Gründungsinteressierten alles rund um die Ideengenerierung und Geschäftsmodellierung gelehrt.
Damit beginnt der eigentliche Workshop. Danach geht es um interkulturelle Aspekte bei einer Existenzgründung hierzulande. Dabei zeigen die erfahrenen Praxisreferenten fokussiert die Unterschiede zu chinesischen Sitten und Gebräuchen auf. Schlüsselbegriffe wie „Akquise“, „Verbindlichkeit“, „Netzwerken“, „Begrüßung“ und „Compliance“ werden hier „unter die Lupe genommen“. Modul 3 behandelt anhand von Praxisvorträgen das 1x1 der Selbstständigkeit in Deutschland: von der Marktanalyse und Finanzplanung über rechtliche und steuerliche Aspekte, das Rechnungswesen bis hin zu den ersten Schritten in der Selbstständigkeit. In Modul 4 werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu befähigt, in Teamarbeit einen rudimentären Businessplan zu erstellen – sei es für eine reale oder fiktive Unternehmensgründung.  
 Im letzten und abschließenden Modul werden die so erstellten Businesspläne besprochen und präsentiert. Über das Workshop-Ende hinaus helfen die Akteure der GFW Duisburg und der FOM den ESCID-Absolventen dabei, ihre Geschäftsidee in Duisburg zu verwirklichen.  

Wer zur Zielgruppe gehört und bei ESCID mitmachen möchte, der kann sich bis zum 20. April 2018 anmelden bei: GFW-Projektmanager Angel Alava-Pons, Telefon: 0203 / 36 39 – 365, E-Mail: alava-pons@gfw-duisburg.de oder bei GFW-Projektmanagerin Kai Yu, Telefon: 0203 / 36 39 – 388, E-Mail: yu@gfw-duisburg.de

 

Gemeinsam für ESCID: Ralf Meurer (GFW Duisburg), Sandra Seidler (FOM), Yunxuan He (ESCID-Absolvent) und Prof. Dr. Stefan Heinemann (FOM) Foto: Angel Alava-Pons; Nutzungsrechte: GFW Duisburg

 

Plewa wechselt zu duisport agency

Duisburg, 16. Januar 2018 - Peter Plewa (51) verstärkt seit Jahresanfang die Geschäftsführung der duisport agency GmbH (dpa), einer Tochtergesellschaft der Duisburger Hafen AG (duisport). Plewa ist Betriebswirt und war bislang Geschäftsführer der Polzug Intermodal GmbH in Hamburg.

„Wir freuen uns, dass Herr Plewa als Experte für den Bahn- und Intermodaltransport unser Hafen-Team verstärkt“, so  duisports Vorstandsvorsitzender Erich Staake.

 

 

Duisburgs Digital-Pioniere von „it-motive“

Spezialisten entwickeln digitale Lösungen zur Optimierung von Geschäftsprozessen  
Duisburg, 15. Januar 2018 - Noch gut kann sich Horst-Dieter Deelmann, Vorstandsvorsitzender der it-motive AG, an die Unternehmensgründung im Jahr 2001 erinnern. Angefangen mit drei  Mitarbeitern ist die Digital-Schmiede seither auf Expansionskurs. Rund 100 IT-Spezialisten entwickeln heute am Unternehmensstandort in Duisburg-Großenbaum sowie an Niederlassungen in Dortmund, Bielefeld und Stuttgart digitale Lösungen für die Optimierung und Effizienzsteigerung von Vertriebs- und Produktionsprozessen: Im Automobilbereich ebenso wie in den Branchen „Stahl“, „Maschinenbau“, „Chemie/Pharma“ und „Lebensmittelindustrie“.  

Die Liste ihrer Referenzen kann sich sehen lassen und ist im Laufe des Bestehens immer länger geworden: Bosch Rexroth setzt ebenso auf die erfahrenen Köpfe von it-motive wie Siemens, Daimler  oder die Hüttenwerke Krupp Mannesmann. „Mehrheitlich sind unsere Kunden aber weder lokal noch regional, sondern national und international aktiv“, berichtet Herr Deelmann.
Gefragt nach dem wichtigsten Kapital seines Unternehmens, antwortet der Betriebswirt: „Das sind zweifelsohne unsere hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei uns gibt´s quasi nichts zu sehen und doch alles. Denn das Team ist es, das die wertschöpfenden Best Practice-Lösungen in verschiedenen Themenfeldern – häufig zusammen mit den Auftraggebern –  erarbeitet. Unser besonderer Fokus liegt dabei auf der Verbesserung der logistischen Prozesse in der Industrie – von der Auftragsannahme bis zur Auslieferung. Konkret bedeutet das unter anderem, dass wir die Qualitätsvorteile der Einzelfertigung mit den Effizienzvorteilen der Serienfertigung kombinieren – durch  maßgeschneiderte Lösungen zur Umsetzung der so genannten Losgröße 1. Dabei werden die it-motive-Produktlösungen nahtlos in alle SAP®-Anwendungen integriert.“ Und sein Vorstandskollege Matthias Heming, auch von der ersten Stunde an mit von der Partie, ergänzt: „Durch unsere vielfältigen Lösungen steigern wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden und stiften damit einen wesentlichen Beitrag für den Standort Deutschland.“  

Duisburgs Oberbürgermeister Link zeigte sich beeindruckt von der beachtlichen IT-Kompetenz am Wirtschaftsstandort: „Die Herausforderungen, die der digitale Wandel für unser Leben und Arbeiten mit sich bringt, sind eine Herkulesaufgabe. Unternehmen wie die it-motive-AG sorgen dafür, dass Duisburg sich der Zukunft gut gewappnet stellen kann. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit Hilfe solcher Betriebe diesen erneuten Strukturwandel in unserer Stadt und Region werden stemmen können. Schließlich hat Duisburg bis heute immer wieder aufs Neue bewiesen, dass es Strukturwandel kann.“   
 
Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg), betont indes: „Moderne Wirtschaftsförderung zeichnet sich durch gewandelte Handlungsfelder aus: Ganz oben stehen dabei  die Innovationsorientierung, datenbasiertes Wissensmanagement und eine dynamische StartUp-Entwicklung. Mit der technologieorientierten it-motive AG  haben wir einen Player am Standort, der kleine und mittlere Unternehmen ebenso wie Großkonzerne fit macht für die Umbrüche, die mit der Digitalisierung Einzug halten. Das Unternehmen beschert Duisburg darüber hinaus smarte Fachkräfte. Wir als Wirtschaftsförderung wollen it-motive bei der Rekrutierung des akademischen Nachwuchses unterstützen –  durch unsere Netzwerke und Kooperationen, sowohl zur Universität Duisburg-Essen als auch zur Hochschule für Ökonomie und Management (FOM). Schließlich wird die Personalgewinnung in den nächsten Jahren zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren gehören.“

Wirtschaftsdialog bei der it-motive AG – mit Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (4. v. l.), GFW-Chef Ralf Meurer (1.v.l.) und den it-motive-Vorständen Matthias Heming, Christoph Tim Klose und Horst-Dieter Deelmann; Urheber: Uwe Köppen / Nutzungsrechte: Stadt Duisburg.

 

Duisburg wird zur Smart City: Duisburg und Huawei vereinbaren strategische Zusammenarbeit

Huawei plant die Errichtung eines Joint Smart City Innovation Centers in Duisburg  
Shenzhen/Duisburg, 12. Januar 2018 - Die Stadt Duisburg und der Technologiekonzern Huawei haben für die Entwicklung Duisburgs zur Smart City eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. In Shenzhen (China) unterzeichneten Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und Yan Lida, CEO der Huawei Enterprise Business Group, heute ein „Memorandum of Understanding“.

Mit dieser Absichtserklärung verfolgen beide Partner das Ziel, Duisburg in den kommenden Jahren mit Hilfe neuer Technologien zu einer innovativen Digitalen Modellstadt für Westeuropa zu entwickeln. Das Memorandum bildet den Rahmen für weitere Gespräche, in denen sich die beiden Partner auf die Umsetzung konkreter Projekte aus verabredeten Themenfeldern festlegen wollen.
 
Weiterhin hinaus ist geplant, dass Huawei ein gemeinsames Joint Smart City Innovation Center in Duisburg einrichtet. Von den Innovationen werden die Bürgerinnen und Bürger in Duisburg unmittelbar profitieren. So ist beispielsweise vorgesehen, das WLAN-Netz in der Stadt, im Zoo sowie im öffentlichen Nahverkehr weiter auszubauen. Im Bildungsbereich steht das „intelligente Klassenzimmer“ mit WLAN und Breitbandanschluss für Duisburger Schulen im Fokus, weitere Themenfelder reichen von intelligenten Straßenlaternen, Verkehrsmanagement und Versorgungsnetzen bis zu eGovernment-Cloud Lösungen, die zum Beispiel die Behördengänge für Bürger vereinfachen.

Darüber hinaus bringt Huawei seine Erfahrungen und Lösungen im Bereich der 5G LTE-Technologie, IoT und kabelloser Breitband-Netze ein, die zum Beispiel bei der Einführung autonomen Fahrens, der Smart Logistik sowie Industrie 4.0 erforderlich sind. Ziel ist es, innovative Ideen und Lösungen zu entwickeln sowie neue Technologien zu nutzen, um die Lebensqualität in Duisburg zu erhöhen und die Stadt für Bewohner, die Wirtschaft und Investoren attraktiver zu gestalten.

Dies soll in Zusammenarbeit mit einem Ökosystem bestehend aus lokalen und überregionalen Partnern, städtischen Gesellschaften und auch im Austausch der hiesigen Forschungseinrichtungen und Universitäten erfolgen. Um insbesondere die Potenziale in den Bereichen Versorgung, Infrastruktur und Verkehr zu nutzen, übernehmen die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) sowie die DU-IT GmbH als städtische Tochtergesellschaften die Koordination und Steuerung von einigen geplanten Projekten.  
 
„Innovative Technologien sind der Schlüssel, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Wir wollen die Chancen der Digitalisierung nutzen, um die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen und wirtschaftliches Wachstum zu fördern. Gleichzeitig bauen wir mit dieser Kooperation unsere Beziehungen zu einem globalen Player aus China weiter aus. Wir sind eine attraktive Partnerstadt für chinesische Unternehmen, Arbeitnehmer und Studenten“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.  
„Wir freuen uns, dass wir unsere Fähigkeiten in der Digitalisierung bei der Entwicklung der Stadt Duisburg zur Smart City einbringen können. Die Lösungen, Produkte sowie unser Knowhow werden dazu beitragen,  tägliche Abläufe im Leben der Bürger und Besucher in Duisburg zu vereinfachen und die Sicherheit zu erhöhen. Diese Entwicklung wird auch Menschen und Unternehmen außerhalb von Duisburg anziehen, um in Duisburg zu leben und zu investieren“, sagt Wang Yonggang, CFO der Enterprise Business Group von Huawei.  

Duisburg wird zur Smart City: Yan Lida, CEO der Huawei Enterprise Business Group (li.) und Oberbürgermeister Sören Link (r.) der Stadt Duisburg unterzeichneten heute ein „Memorandum of Understanding“ in Shenzhen (China).

Deutsche Wirtschaft wächst auch im Jahr 2017 kräftig

Wiesbaden/Duisburg, 11. Januar 2018 - Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2017 gekennzeichnet durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit das achte Jahr in Folge gewachsen.
Im Vergleich zu den Vorjahren konnte das Tempo nochmals erhöht werden. Im Jahr 2016 war das BIP bereits deutlich um 1,9 % und 2015 um 1,7 % gestiegen. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,3 % lag.

duisport hat noch Anlegekapazitäten

Duisburg, 09. Januar 2018 - Durch die hochwasserbedingte Sperrung der Rheinschifffahrt flußaufwärts ab Köln haben vermehrt Binnenschiffer im Duisburger Hafen festgemacht. Derzeit haben über 100 Schiffe angelegt, davon rund 70 wegen des Hochwassers. „
Damit sind unsere Kapazitäten aber bei Weitem noch nicht ausgeschöpft, da wir als sogenannter Fluchthafen reichlich Anlegeplatz vorhalten, wenn es zu Einschränkungen der Rheinschifffahrt aufgrund von Hoch- beziehungsweise Niedrigwasser kommt“, so Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG (duisport). 

 

Im Gastgewerbe fehlen zunehmend Fachkräfte

Fast die Hälfte der Unternehmen kann offene Stellen nicht besetzen.
Duisburg, 09. Januar 2017 - Gastronomen und Hoteliers am Niederrhein sind zufrieden mit ihrer wirtschaftlichen Situation. Die Branche blickt auch positiv in die Zukunft. Der Fachkräftemangel erweist sich vor allem im Gastgewerbe als Entwicklungsbremse. Fast jeder zweite Betrieb kann offene Stellen nicht besetzen. Dies ergibt die gemeinsame Befragung der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer (IHK) Duisburg-Wesel-Kleve und der IHK Mittlerer Niederrhein, an der 133 Unternehmen aus den Kreisen Wesel, Kleve, Viersen und Neuss und den Städten Duisburg, Mönchengladbach und Krefeld teilgenommen haben.

 

Der Klimaindex, der Lage und Erwartungen zusammenfasst, liegt im Gastgewerbe bei 123,6 und ist somit im Vergleich zum Frühjahr um 8,5 Punkte angestiegen. Fast die Hälfte (45 %) der Gastronomen und Hoteliers am Niederrhein bewerten ihre Lage im vergangenen halben Jahr als gut (Frühjahrsumfrage 2017: ebenfalls 45 %). Nur 14 Prozent (2017: 21 %) gaben an, dass sich ihre wirtschaftliche Lage verschlechtert habe. Die Beherbergungsbetriebe melden eine Auslastung von 56 Prozent. Für die bevorstehende Wintersaison erwarten die Gastronomen und Hoteliers am Niederrhein eine anhaltend gute Entwicklung.
 „Die steigenden Übernachtungszahlen sprechen für die Attraktivität des Niederrheins. Durch Hoteleröffnungen wie in Duisburg, Xanten oder Rheinberg oder neue Reisemobilstellplätze in Moers und Kamp-Lintfort werden weitere Tages- und Übernachtungsgäste angezogen“, kommentiert Alisa Geimer, Tourismusreferentin der Niederrheinischen IHK. „Außerdem gehörte das Jahr 2017 zu einem der wärmsten Jahre. Dies war gewinnbringend für die Gastronomiebetriebe“.

 

Reisegewerbe blickt positiv auf Wintersaison

Die Geschäftslage im Reisegewerbe hat sich leicht nach unten korrigiert: Nur noch 40 Prozent der befragten Unternehmer bewerten die Lage als gut (2017: 43 %). Mehr als ein Drittel (35 %) der Unternehmen erwarten allerdings eine günstigere Entwicklung für die Wintersaison, sodass sich der Klimaindex mit 124,6 Punkten leicht verbessert hat (2017: 122,7).  

Trotz positiver Aussichten sieht das Gastgewerbe im Fachkräftemangel, im Wechselkurs und in den Arbeitskosten ein großes Geschäftsrisiko. Im Vergleich zur Frühjahrsumfrage ist die Sorge um den Fachkräftemangel vom dritten Platz auf den ersten Platz vorgerückt. Die Mehrheit der Reisebüros, Reiseveranstalter und Busunternehmen sieht Risiken in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und einer sinkenden Inlandsnachfrage.  

Gastgewerbe kann offene Stellen nicht besetzen

Im Gastgewerbe findet fast die Hälfte der Unternehmen (49 %) derzeit keine passenden Arbeitskräfte für offene Stellen (mehr als zwei Monate). Gründe dafür sind nach Meinung der Unternehmer die unattraktiven Arbeitszeiten, der schlechte Ruf der Gastronomiebranche, die hohen Hürden bei der Einstellung von ausländischen Arbeitskräften sowie die Vergütung. Im Vergleich zur Umfrage im Herbst 2016 hat sich die Situation im Gastgewerbe stark verschlechtert: Im Vorjahr waren es nur knapp ein Viertel der Unternehmen (24,2 %), die offene Stellen nicht besetzen konnten.  

Im Reisegewerbe wird derzeit zum größten Teil (61 %) kein Personal gesucht, aber unter denjenigen, die suchen, kann knapp ein Drittel (28 %) offene Stellen nicht besetzen. Die Unternehmer sehen bei der Fachkräftesuche die ländliche Lage des Niederrheins als problematisch an. Weitere Gründe sind die Arbeitszeiten und die Vergütung in der Branche.

 

Region für Fachkräfte attraktiver machen

„Ein anhaltender Fachkräftemangel würde sowohl im Reise- als auch im Gastgewerbe zu einer hohen Belastung für unsere Unternehmen führen, da dadurch Aufträge nicht angenommen oder nur eingeschränkt bearbeitet werden können“, so Geimer. Lösungsvorschläge sehen die Gastronomen und Hoteliers darin, die Region für Beschäftigte zum Leben und Arbeiten attraktiver zu machen, die berufliche Bildung zu stärken und die Hürden für die Einstellung ausländischer Fachkräfte zu erleichtern. Auch im Reisegewerbe sind die Befragten mehrheitlich der Meinung, dass die berufliche Bildung gestärkt und die Qualifikation der Schulabgänger verbessert werden müssen.

 

Die Unternehmen kritisieren zudem zu hohe und restriktive bürokratische Auflagen und gesetzliche Vorgaben, die ihnen auferlegt werden. Vor allem das Reisegewerbe beanstandet die Vorgaben zur EU-Pauschalreiserichtlinie. Unternehmen müssen sich gut darauf vorbereiten, dass die Rechte der Kunden gestärkt werden.

 

 

IHK-Kongress in Duisburg

Logistik digital – Zwischen Vision und Praxis
Impulse von Amazon, Klöckner und Duisport
 

Duisburg, 08. Januar 2018 - Die Digitalisierung ist auch für die Logistik ein Game Changer. Immer neue Plattformen und Anwendungen setzen die bestehenden Logistikdienstleister unter Druck. In dem sich rasant und grundlegend wandelnden Sektor gilt es, frühzeitig Trends zu erkennen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.
Mit ihrem Kongress „Logistik digital“ gibt die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve Impulse aus der Praxis für die Praxis und den Logistikstandort. Entscheider von Amazon, Klöckner und Duisport diskutieren am 1. Februar in der Mercatorhalle in Duisburg gemeinsam über die Logistik.

Die Teilnehmer der Konferenz können mit namhaften Größen der Logistikbranche über die Geschäftsmodelle der Zukunft, über neue Qualifizierungsanforderungen an Mitarbeiter und über IT-Sicherheit sprechen.
Mit dabei sind: Sascha Lobo, Erich Staake (Duisport), NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Bernd Gschaider (Amazon Deutschland), Professor Dr. Michael ten Hompel (Fraunhofer IML), Markus Sontheimer (Schenker), Gisbert Rühl (Klöckner & Co), Michael Lütjann (Imperial Logistics International) und Dr. Nicolas Krämer (Lukaskrankenhaus Neuss). Neben den Impulsvorträgen am Vormittag werden Themen aus der Praxis in drei interaktiven Sessions besprochen. 

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 1. Februar, von 9:30 bis 16 Uhr, in der Mercatorhalle Duisburg statt, Landfermanstraße 6, 47051 Duisburg.

 

LNG-Projekt gewinnt Klimaschutzwettbewerb

•          Projekt-Verbund erhält Förderung von über 740.000 Euro

•          Wettbewerb EnergieeffizienzUnternehmen.NRW fördert Investitionen in Wachstum und Beschäftigung

 

Duisburg, 4. Januar 2018 - Das innovative LNG-Infrastruktur-Projekt von Duisburger Hafen AG, RWE Supply & Trading GmbH und Universität Duisburg-Essen erhält eine Förderung in Höhe von 740.000 Euro vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Im Rahmen des Verbundvorhabens wird eine Infrastruktur für LNG (Liquefied Natural Gas/Flüssigerdgas) im Duisburger Hafen aufgebaut. Zentrales Ziel ist es, in der Region ein funktionierendes Anwendungsumfeld für LNG zu etablieren und den Wissenstand beim Einsatz von LNG zu verbessern. Dies führt in der Konsequenz zur Senkung der CO2- und anderen Emissionen bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Stärkung des Standortes und der Region.
 „Wir freuen uns, dass das Verbundvorhaben diesen Klimaschutzwettbewerb gewonnen hat und somit eine Förderung erhält. Das Projekt legt mit seinem multimodalen Konzept den Grundstein für eine nachhaltige Mobilität am Leuchtturmstandort Duisburger Hafen“, betont Andree Stracke, Mitglied der Geschäftsführung der RWE Supply & Trading GmbH und zuständig für das Industriekunden- und LNG-Geschäft.

 

„Die Förderung würdigt unsere erheblichen Anstrengungen beim Aufbau einer LNG-Infrastruktur. Dadurch leisten wir gemeinsam mit starken Partnern aus der Region einen wichtigen umweltpolitischen Beitrag“, sagt Erich Staake, Vorsitzender des Vorstands der Duisburger
Hafen AG. Arnim Spengler vom Lehrstuhl für Baubetrieb und Baumanagement der Universität Duisburg-Essen: „Wir rüsten die Versuchsgeräte mit der nötigen Sensorik aus. Bestimmt werden sollen unter anderem der CO2-Ausstoß, die Feinstaub-Emission und Verbrauchsveränderungen, die für die Ökobilanz wichtig sind.“  

Das Verbundvorhaben wird im Januar 2018 starten und hat eine Laufzeit von 29 Monaten und ein geplantes Ausgabevolumen in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

 

Der Projektkern ist der Betrieb einer multimodal nutzbaren mobilen LNG-Tankstelle sowie die forschungsseitig begleitete Umrüstung zweier Hafenumschlagsgeräte von Diesel auf LNG sowie die Demonstration des Alltagsbetriebs. In dem Demonstrationsvorhaben wird ein starker Fokus auf die Forschung und Entwicklung der LNG-Technologie gelegt, was den Wissensstand zum Einsatz von LNG in der Industrie dauerhaft erhöhen soll.
In diesem Zusammenhang wird der Testbetrieb von Hafenumschlaggeräten, zum Beispiel Reachstacker und Terminal-Zugmaschinen, unter realen Bedingungen durchgeführt. Die Geräte werden im dualen Diesel- und LNG- sowie im reinen LNG-Betrieb erforscht, getestet und optimiert. Die gewonnenen Ergebnisse werden zur Entwicklung eines langfristigen Geschäftsmodells für die LNG-Kraftstoff-Nutzung verwertet und verbreitet.

 

LNG ist Erdgas, das durch Kühlung auf minus 161 Grad in den Flüssigzustand versetzt wird. Dabei reduziert sich sein Volumen auf etwa ein Sechshundertstel des Erdgas-Volumens unter Normaldruck, womit der Transport großer Mengen möglich wird. LNG ist wesentlich umweltfreundlicher, da die Emissionen von Kohlendioxid, Stickoxid, Schwefeldioxid und Feinstaub geringer sind als bei anderen Kraftstoffen.

 

 

Haniel übernimmt mit Optimar führenden Anbieter automatisierter Fisch-Verarbeitungssysteme

Duisburg, 22. Dezember 2017. Die Franz Haniel & Cie. GmbH (Haniel) hat Optimar am 20. Dezember 2017 von den norwegischen Finanzinvestoren Credo Partners und der Geschäftsführung des Unternehmens übernommen. Optimar ist ein weltweit führendes Unternehmen für automatisierte Fisch-Verarbeitungssysteme. Es entwickelt, produziert und installiert Lösungen zur Nutzung auf Schiffen, an Land und für Aquakulturen.
In den vergangenen beiden Jahren ist das Unternehmen mit Hauptsitz in Ålesund an der norwegischen Westküste stark gewachsen und wird 2017 voraussichtlich einen Umsatz von rund 115 Millionen Euro erzielen. Von sechs Standorten in Europa und den USA aus versorgt Optimar seine Kunden weltweit mit individuell angepassten Anlagen und Serviceangeboten. Das bisherige Management um CEO Håvard Sætre wird das Unternehmen als Teil der Haniel-Gruppe weiter fortführen.

 

„Optimar bietet seinen Kunden aus Fischerei- und Aquakulturwirtschaft hochentwickelte Lösungen und deckt dabei nahezu die gesamte relevante Wertschöpfungskette ab. Sowohl das Unternehmen als auch der Markt bieten großes Potenzial für weiteres Wachstum. Dank der international breiten Aufstellung und Innovationskraft sehen wir gute Chancen, die starke Marktposition zügig weiter zu verbessern“, sagt Haniel-CEO Stephan Gemkow. „Wir freuen uns, dass wir kurz nach der Akquisition von ROVEMA unser Portfolio mit einem weiteren attraktiven Geschäftsbereich vergrößern können.“

Megatrends Automatisierung und Ernährung als Wachstumstreiber

Das innovationsstarke Unternehmen mit seinen rund 350 Mitarbeitern ist ein führender Produzent hochwertiger, automatisierter Fisch-Verarbeitungssysteme auf dem Schiff („onboard“), an Land („onshore“) und in Aquakulturen. Die Systeme werden entweder auf eigenständiger Basis oder zusammen mit Lösungen von Drittanbietern schlüsselfertig installiert.
Als Full-Service-Anbieter bietet Optimar zudem unterstützende Produkte und Dienstleistungen sowie die Generalüberholung gebrauchter Maschinen zur Verarbeitung von fischereiwirtschaftlichen Produkten an.

Der Markt bietet großes Potenzial: Die steigende Proteinnachfrage der wachsenden Weltbevölkerung, das steigende Wohlstandsniveau und die fortschreitende Automatisierung der industriellen Wertschöpfungsketten sind Megatrends, welche zum langfristigen und dynamischen Wachstum des Unternehmens beitragen. Derzeit verfügt Optimar neben der Zentrale und Produktion in Ålesund an der Westküste Norwegens über weitere Produktionsstandorte in Norwegen, den USA, Spanien und Rumänien. Das Unternehmen versorgt internationale Kunden aus der Fischereiwirtschaft und Aquakulturbetreiber in mehr als 30 Ländern.

Starkes Management freut sich über Wachstumsperspektiven

Das Managementteam um CEO Håvard Sætre freut sich auf die Zukunft als Teil der Haniel-Gruppe. Håvard Sætre: „Das ist für uns ein Meilenstein. Die langjährige Erfahrung Haniels in der Entwicklung von Unternehmen wird unser Wachstum unterstützen und beschleunigen. Unsere Werte sind ein wichtiger Teil unserer Unternehmenskultur: Innovation und Dynamik, Tradition und Verantwortung. Das sehen wir auch bei Haniel. Wir freuen uns auch sehr darüber, dass der Hauptsitz in Ålesund bleibt. Wir werden uns weiterhin sowohl auf große als auch auf kleine Projekte auf der ganzen Welt fokussieren.“

Auch Pål Brynsrud, Senior Partner bei Credo Partners, ist überzeugt, den besten Käufer gefunden zu haben: „Optimar hat sich in kurzer Zeit stark weiterentwickelt und ist eine echte Erfolgsgeschichte der Gründer von drei Unternehmen und Credo Partners, die als Team mit dem Management zusammengearbeitet haben. Für unsere Entscheidung war es maßgeblich, dass Haniel seine Portfoliounternehmen erfolgreich weiterentwickelt und dabei einen langfristigen Ansatz zur nachhaltigen Wertsteigerung verfolgt.“

Über den Kaufpreis und weitere Details der vertraglichen Regelungen wurde Stillschweigen vereinbart.

 

Gründerinnenförderung mit Format: GFW Duisburg ermutigt Frauen zur Existenzgründung 

Duisburg, 21. Dezember 2017 - Zum Erfolg durch konsequentes Verfolgen der Geschäftsideen und das Aufbauen persönlicher Netzwerke     Duisburg. „Brauchen Frauen im 21. Jahrhundert in Europa wirklich noch Netzwerke, die geschlechtsspezifisch sind?“ Diese Frage hört man im Geschäftsleben immer wieder. „Ja, das sehen wir ganz klar an der Resonanz auf unser Angebot“, ist Susanne Kirches, Projektmanagerin bei der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg), überzeugt.
 „Frauen starten anders. Sie sind kritischer mit sich und ihren Geschäftsideen als ihre männlichen Mitbewerber. Gegründet wird insgesamt weniger, der Finanzierungseinsatz ist geringer und gestartet wird meist im Nebenerwerb, nur sehr selten in Vollzeit.“
Dass das Potenzial lange nicht ausgeschöpft ist,  zeigt auch der neue Gründungsreport Ruhr der Industrie- und Handelskammern. Dieser weist einen Frauenanteil von nur 28 Prozent für das Ruhrgebiet auf. „Daher ermutigen wir Gründerinnen und Jungunternehmerinnen, ihre Businesspläne konsequent zu verfolgen und persönliche Netzwerke aufzubauen. Und das branchenübergreifend, lokal und regional“, so Kirches.  
Im September 2014 hat die GFW Duisburg das Netzwerk „format:gründerin“ initiiert. Bislang wurden allein in Duisburg zwölf Veranstaltungen erfolgreich durchgeführt – und das sowohl in Eigenregie als auch in unterschiedlichen Kooperationen: mit dem STARTERCENTER NRW der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve ebenso wie mit dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein.
„Wir zählen bislang rund 350 Teilnehmerinnen. Die Starterinnen äußern Bedarf an unternehmerischem Wissen und neuen, kreativen Business-Methoden. Eine andere wichtige Funktion: Das Netz fängt vieles auf. Wer am eigenen Vertriebskonzept oder an der persönlichen Performance zweifelt, erhält bei uns Rückenwind“, betont Kirches, die das Netzwerk gegründet hat und es koordiniert. Zielgruppe von „format:gründerin“ sind Jungunternehmerinnen bis zum dritten Gründungsjahr und Gründerinnen –  aus Duisburg sowie vom Niederrhein. Diesen werden Perspektiven aufgezeigt und Kontakte vermittelt.  
Jedes Netzwerktreffen, das quartalsweise stattfindet, besteht wahlweise aus Impulsvortrag, Talkrunde oder Praxisworkshop. 
Dem informellen Austausch der Gründerinnen wird dabei immer Raum gegeben. Im Mittelpunkt der bisherigen Zusammenkünfte standen Themen wie „Selbstmarketing und Eigenpräsentation“, „Das Zulassen einer Fehlerkultur“, „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für Existenzgründerinnen“ und die „Entwicklung von Businessplänen“.    
„Unsere Absicht ist es, dass Frauen ihre Geschäftsideen auch gegen Widerstände konsequent durchsetzen. Subjektives ist in unserer Runde ausdrücklich gewünscht. Darüber hinaus stellen wir erfolgreiche Gründerinnen vor, die selbstbewusst ihre Konzepte verfolgt haben. Vielen geht´s neben dem Erwirtschaften von Umsatz und Gewinn auch um ethisch wertvolle Ziele“, weiß Kirches.  

So zu erleben beim jüngsten Netzwerktreffen im November, das im Social Impact Lab in Duisburg-Ruhrort auf dem Haniel-Campus stattfand und bei dem sich alles um den Aufbruch in die digitale Arbeitswelt drehte. Die Sozial-Unternehmerinnen Tina Boes und Jasmina Brinke von KAURI berichteten begeistert von ihrer Geschäftsidee „Ringe aus Sand“.
Auf der Vertriebsplattform erfahren Mann und Frau, dass Schmuck- und Produktdesign auch mit „friedvollen“ Rohstoffen möglich ist. Nämlich solchen, die – im Gegensatz zu Gold und Diamanten – „nicht zum Konfliktmetall zählen, das mit  Ausbeutung und Kriegen verbunden ist“, so Boes, Bachelor für internationale Kultur und Wirtschaft. Und die Duisburger Unternehmerin Sylvia Emilia Rost Vargas, Geschäftsführerin der alteingesessenen Wohlfeld & Wirtz GmbH & Co. KG, gab Einblick in den Wandel der Unternehmenskultur. Digitale Prozesse prägen nicht nur die Kommunikation mit den Kunden, sondern verändern auch die  Mitarbeiterführung.  
Das Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein initiiert und koordiniert auch unter dem Label „format:gründerin“ Duisburg-Niederrhein Angebote für Gründerinnen und Jungunternehmerinnen in Duisburg sowie auch in den Kreisen Kleve und Wesel. „Wir freuen uns besonders, dass wir Fördermittel des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW für Workshops und Veranstaltungen, zum Teil unter Einbezug von Role Models und guten Praxisbeispielen, für die Region akquirieren konnten. Unsere Angebote stoßen auf eine große Resonanz bei den Gründerinnen, und die vielfältigen Kooperationen in der gesamten Region sind sehr beeindruckend“, so Magdalena Kowalczyk und Katharina Küpper-Schreiber, das Projektleitungsteam im Kompetenzzentrum.
Unter dem Dach der bewährten regionalen Veranstaltungsreihe „format:gründerin“ werden Gründerinnen im nächsten Jahr Themen angeboten wie beispielsweise „Digitalisierung“, „Clever Netzwerken“ und „Kundenakquise“. Weitere Informationen sind abrufbar unter: www.competentia.nrw.de_Niederrhein.  

Interessierte Frauen, die beim nächsten Treffen (Frühjahr 2018) in Duisburg dabei sein wollen, wenden sich an: Susanne Kirches, GFW-Projektmanagerin, Telefon: 0203 / 36 39 – 351, E-Mail: kirches@gfw-duisburg.de        

Veranstalterinnen mit Referentinnen und Kooperationspartnern, Urheberin: Jacqueline Wardeski, Wardeski Photography, Nutzungsrechte: Kompetenzzentrum Frau und Beruf Niederrhein, GFW Duisburg

 

 

Blackstone verkauft Rhein-Ruhr-Zentrum an Morgan Stanley

Mülheim/Duisburg, 19. Dezember 2017 - Das Rhein-Ruhr-Zentrum in Mülheim, mit über 70.000 m² Verkaufsfläche eines der fünf größten Shoppingcenter in Deutschland, wird an einen Fonds von Morgan Stanley verkauft.

Investitionsoffensive für Europa: EIB vergibt Darlehen von 60 Millionen Euro an die Hüttenwerke Krupp Mannesmann

Luxemburg/Duisburg, 19. Dezember 2017 - Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM), einem deutschen Rohstahlhersteller, ein Darlehen über 60 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel sind für die Modernisierung eines bestehenden integrierten Hüttenwerks bestimmt, um dessen Umweltleistung zu verbessern sowie den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen dank neuer Ausrüstung zu verringern.
Ermöglicht wurde das EIB-Darlehen durch den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI). Der EFSI ist die tragende Säule der Investitionsoffensive für Europa, bei der die EIB-Gruppe und die Europäische Kommission als strategische Partner zusammenarbeiten, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft zu stärken.

Ambroise Fayolle, der für Finanzierungen in Deutschland zuständige EIB-Vizepräsident: „Diese Finanzierung durch die EIB zeigt auch, wie stark sich die Bank für Projekte mit hohem Zusatznutzen einsetzt, die gleichzeitig zur Verbesserung der Klimabilanz beitragen. Europa braucht eine solide, moderne sowie energie- und CO2-effiziente Industriestruktur für künftiges Wachstum, den Erhalt von nachhaltigen Arbeitsplätzen und der Wettbewerbsfähigkeit auf globalen Märkten. Es ist dies unser erstes Darlehen an HKM, und ich freue mich, dass die Bank der EU mit der Unterstützung des EFSI dazu beitragen kann, weitere Geldgeber für HKM-Investitionen zu gewinnen. Das ist Sinn und Zweck des Investitionsoffensive für Europa.“

Der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Jyrki Katainen, zuständig für Beschäftigung, Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit, sagte: "Mit diesem heute unterzeichneten Darlehen, das durch die Investitionsoffensive für Europa unterstützt wird, wird das Unternehmen seine Umweltverträglichkeit verbessern und seine CO2-Bilanz verringern. Im Rahmen des EFSI 2.0, der diese Woche angenommen wurde, werden wir noch mehr Projekte in den Bereichen Energieeffizienz und saubere Technologien sehen, wobei mindestens 40% der EIB-Projekte zum Klimaschutz beitragen werden. "

Dr. Gerhard Erdmann, Geschäftsführer Controlling bei HKM: „Das Projekt ist ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft unseres Unternehmens und wird substanziell zur Einsparung von Ressourcen und zur Emissionssenkung beitragen. Wir sind sehr erfreut, dass wir aufgrund unserer steten Bemühungen um technologische Entwicklung und hohe Produktqualität und unserer starken Fokussierung auf Umweltschutz für eine EIB-Finanzierung in Betracht kommen.“

 

Hintergrundinformationen

EIB

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. Die EIB vergibt langfristige Mittel für solide Projekte, die den Zielen der EU entsprechen.

HKM

Als integriertes Hüttenwerk ist HKM auf die Produktion von Stahl und Vorprodukten für die verarbeitende Industrie spezialisiert. Der Slogan von HKM: „Stahl. Das sind wir.” steht für die langjährige Erfahrung und das umfassende Branchen-Know-how des Unternehmens. HKM ist ein modernes Stahlunternehmen mit technisch und wirtschaftlich optimierten Fertigungsstufen, vorbildlichen Arbeitsbedingungen und weitreichenden Umweltschutzmaßnahmen.
Als Tochtergesellschaftführender Stahl- und Technologieunternehmen umfassen die Produktionsschritte alle erforderlichen Prozesse von der Roheisenproduktion mit eigener Koks- und Sintererzeugung bis zur Herstellung von Brammen und Rundstahl im Strangguss.
Mit etwa 3 000 Beschäftigten und neuester Technik produziert HKM etwa 3 000 verschiedene Stahlsorten und erzielt damit – in Abhängigkeit von den Rohstoffpreisen – einen Jahresumsatz von 2–3 Milliarden Euro. HKM erfüllt die Normen DIN EN ISO 9001, DIN EN ISO 14001, DIN EN ISO 50001 und BS OHSAS 18001.

 

Investitionsoffensive für Europa

Die Investitionsoffensive für Europa, der Juncker-Plan, ist eine der wichtigsten Maßnahmen der EU, um die Investitionen in Europa anzukurbeln und auf diese Weise Arbeitsplätze zu schaffen und das Wachstum zu fördern. Zu diesem Zweck werden vorhandene und neue Finanzierungsmittel intelligenter genutzt.
Die EIB-Gruppe spielt bei dieser Investitionsoffensive eine zentrale Rolle. Durch Garantien aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) sind die EIB und der EIF in der Lage, einen größeren Teil des Projektrisikos zu übernehmen, was es privaten Geldgebern erleichtert, sich ebenfalls an den Projekten zu beteiligen. Außerdem gibt es neben dem EFSI die neue Beratungsplattform EIAH, die öffentlichen und privaten Projektträgern hilft, Investitionsprojekte professioneller zu strukturieren.
Die Investitionsoffensive soll zudem in der EU investitionsfreundlichere rechtliche Rahmenbedingungen schaffen. Das gilt vor allem für den Digital-, den Energie- und den Kapitalmarktsektor. Im Dezember 2017 haben das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten entschieden, die Laufzeit von EFSI zu verlängern und die finanzielle Kapazität zu erhöhen.

 

Weniger Vollzeitgründungen im Ruhrgebiet

IHKs stellen Gründerreport Ruhr 2017 vor. Zahl der „Teilzeit“-Gründungen steigt konstant 

Die Zahl der Unternehmensgründungen ist seit Jahren rückläufig – wobei die Nebenerwerbsgründungen ihren prozentualen Anteil deutlich erhöhen konnten. Dies sind zwei Kernergebnisse des Gründerreports Ruhr 2017, den die Industrie- und Handelskammern des Ruhrgebietes, zu denen auch die Niederrheinische IHK Duisburg-Wesel-Kleve gehört, vorgelegt haben.

 

Weist die Statistik für 2012 noch fast 24.000 Neugründungen im Ruhrgebiet aus, so hat sich die Zahl bis ins Jahr 2016 auf knapp 20.000 verringert. Im Bezirk der Niederrheinischen IHK verläuft die Entwicklung parallel. So ist die Zahl der Vollerwerbs-Neugründungen im Zeitraum 2012 bis 2016 um 850 auf 4.950 gesunken. Hauptgrund für diese Entwicklung ist nach Expertenansicht die gute Konjunktur und die sich dadurch ergebende gute Lage auf dem Arbeitsmarkt. Dies bedeutet: Es gibt weniger Gründungen aus wirtschaftlicher Not heraus.
Das Gründungsgeschehen im Ruhrgebiet unterscheidet sich dabei nicht wesentlich von dem in ganz NRW: Wie auch früher schon kommt fast jeder dritte Neugründer aus der Metropole Ruhr. Dabei klafft über die Jahre die Schere zwischen Neugründungen und Unternehmensaufgaben immer stärker auseinander. Das heißt: Neugründungen können den Verlust an Betrieben statistisch nicht auffangen.

 

Mehr Gründungen im Nebenerwerb

Eine weitere Gründungstendenz, die die IHK-Experten registrieren: Die Gründungen im Nebenerwerb steigen Jahr für Jahr. War die Zahl der Gründungen im Jahr 2012 noch fast doppelt so hoch wie die Zahl der Nebenerwerbsgründungen, hat sich der Unterschied bis heute mehr als halbiert. Für den Bezirk der Niederrheinischen IHK bedeutet dies in Zahlen, eine Erhöhung von 3.071 im Jahr 2012 auf 3.660 im Jahr 2016.

 

Mehr als die Hälfte aller Gründungen im Vollerwerb findet – und dies konstant über die letzten Jahre – im Dienstleistungssektor statt. Besonders beliebt bei Gründungen im Dienstleistungssektor ist und bleibt die Gastronomie mit rund einem Viertel aller Vollzeitgründungen. Deutlich hinter den Zahlen im Dienstleistungsbereich: die Produktion mit 25-Prozent-Gründungsanteil und der Handel mit 22 Prozent.

 

Besonders beliebt sind Vollzeitgründungen in der Produktion im Bereich „Vorbereitende Baustellenarbeiten, Bauinstallation und sonstiges Ausbaugewerbe“, also z. B. Maler-, Putz- und Installationsarbeiten. Sie machen etwa 87 Prozent aller Gründungen im produzierenden Bereich und 22 Prozent der Gründungen insgesamt aus. Schaut man in den Handelssektor, dann ist auffällig, dass die Einzelhandelsgründungen im Nebenerwerb um mehr als 20 Prozent über den Vollerwerbsgründungen liegen.

 

Jeder dritte Gründer mit ausländischem Pass

Was die IHKs auch festgestellt haben: Die Gründer im Ruhrgebiet sind überwiegend männlich. Der Frauenanteil liegt bei mageren 28 Prozent – unter Landesdurchschnitt. In der Stadt Duisburg und in den Kreisen Wesel und Kleve ist dieser Anteil mit 29,4 Prozent nur leicht höher. Und: Jeder dritte Gründer im Ruhrgebiet und im Bezirk Niederrhein hat einen ausländischen Pass – das ist über Landesdurchschnitt.

 

Der komplette Gründerreport steht unter www.ihk-niederrhein.de/downloads/ihk/Gruenderreport_Ruhr_2017.pdf  

 

duisport erwirbt Bohnen Logistik  

Duisburg, 13. Dezember 2017 - Mit der Vertragsunterzeichnung am Dienstag, 12. Dezember, haben die Duisburger Hafen AG (duisport) und das Speditionsunternehmen Bohnen Logistik die langjährigen wirtschaftlichen und persönlichen Beziehungen auf eine neue Grundlage gestellt. duisport hat das in dritter Generation geführte mittelständische Unternehmen mit Sitz im niederrheinischen Niederkrüchten im Zusammenhang mit einer Nachfolgeregelung erworben.  
Bohnen Logistik wickelt ein erhebliches Gütervolumen über den Duisburger Hafen ab. Gemeinsam mit duisport hat das Unternehmen bereits seit Jahren ein integriertes Logistikkonzept für einen wichtigen Kunden entwickelt und ausgebaut. „Die Bohnen-Aktivitäten ergänzen in hervorragender Weise unser Produktportfolio“, so duisports-Vorstandsvorsitzender Erich Staake.  
Bohnen Logistik beschäftigt rund 150 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von ca. 25 Millionen Euro. Das Speditionsunternehmen wird weiterhin in zwei Gesellschaften und unter dem bisherigen Firmennamen  operieren.  
„Durch den Kauf helfen wir dem traditionsreichen Familienunternehmen bei der Nachfolgeregelung. Wir freuen uns sehr, dass Jürgen Bohnen auch weiterhin in der Geschäftsführung tätig sein wird“, so Staake.

   

IHK-Finanzierungssprechtag am 14. Dezember

Gute Rahmenbedingungen für 2018 schaffen  
Duisburg, 07. Dezember 2017 - Viele Unternehmen prüfen gerade jetzt unterschiedliche Möglichkeiten zur Vorfinanzierung von Aufträgen für das Jahr 2018 oder zur Verbesserung der eigenen Liquidität. Konkrete Hilfestellung bei der Auswahl der richtigen Förderprogramme bietet die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve den Unternehmen mit einem Sprechtag am Donnerstag, 14. Dezember, in der IHK-Hauptgeschäftsstelle in Duisburg an.  

Das Land Nordrhein-Westfalen, der Bund, die KfW-Mittelstandsbank und die Europäische Union unterstützen Unternehmen mit einer Reihe verschiedener Förderprogramme. Darunter auch Programme, die durch öffentliche Bürgschaften wichtige Hilfestellung bei unzureichenden Sicherheiten geben können.
Aufgrund der Vielzahl der Förderangebote fällt die Orientierung oftmals schwer. Hier setzt der Sprechtag der IHK an, den sie in Kooperation mit der NRW.Bank und der Förderbank des Landes durchführt. Ein Experte informiert Unternehmen und beantwortet Fragen in vertraulichen Einzelgesprächen zu bereits konkret geplanten Vorhaben mit Blick auf Fördermöglichkeiten.  
Ab sofort können für den kostenlosen Finanzierungssprechtag Termine vereinbart werden. Nähere Information und Anmeldung bei Markus Nacke, Telefon 0203 2821-435, E-Mail nacke@niederrhein.ihk.de.  

Spitzenergebnis im Containerumschlag

Duisburg, 05. Dezember 2017 - Die Duisburger Hafen AG (duisport) wird im Geschäftsjahr 2017 voraussichtlich 4,1 Millionen Standardcontainer (TEU) umschlagen. Nach 3,7 Millionen TEU im Geschäftsjahr 2016 bedeutet das eine Steigerung um rund zwölf Prozent.  
Der Containerumschlag macht über die Hälfte des Gesamtgüterumschlages aus und ist das wichtigste Gütersegment der duisport-Gruppe.
„Nach Jahren des überproportionalen Wachstums  rechnen wir allerdings zukünftig mit moderaten Zuwachsraten beim Containerumschlag“, so duisports Vorstandsvorsitzender Erich Staake.  

Beim Mineralöl- und Chemieumschlag zeichnet  sich wie bereits in den Vorjahren auch 2017 eine positive Entwicklung ab. Der Kohleumschlag ist dagegen weiterhin rückläufig. Staake: „Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren durch Schließung älterer Kraftwerke im Zusammenhang mit der Energiewende fortsetzen. Beim Gesamtgüterumschlag 2017 rechnen wir insgesamt mit leichten Zuwächsen.“  

Der Güterumschlag per Schiff geht 2017 geringfügig zurück, was auch auf die diesjährigen Verzögerungen bei der Abfertigung von Binnenschiffen in Rotterdam und Antwerpen zurückzuführen ist. Dagegen wird der Bahnumschlag deutlich zulegen. Dabei erweisen sich die Chinazüge, die bereits wöchentlich 25 Mal zwischen Duisburg und verschiedenen Zielen in China verkehren, als Treiber. Der Containerumschlag mit den Chinazügen wird in diesem Jahr um rund 50 Prozent steigen.  

Wolfgang Krause seit 40 Jahren bei der AWO-Duisburg

Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit schließen sich nicht aus – sie bedingen einander
DUISBURG, 01. Dezember 2017 - Heute feiert Wolfgang Krause, Geschäftsführer der AWO-Duisburg, ein besonderes Jubiläum: Seit 40 Jahren ist er ein AWO-Mann.
1977 begann er beim Kreisverband Duisburg als Zivildienstleiter in der AWOFamilienbildung. Seit 34 Jahren führt der 65-Jährige als Geschäftsführer die Duisburger AWO. Nächstes Jahr geht er in den Ruhestand.
Der Verein hat inzwischen 3.000 Mitglieder. 700 Ehrenamtliche engagieren sich für die Menschen in unserer Stadt. Für das Unternehmen AWO arbeiten mehr als 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
„Für die Arbeiterwohlfahrt arbeiten zu können, ist erfüllend. Wir setzen uns für die Menschen ein und versuchen, ihre Lebenswelt und ihre Lebenschancen zu verbessern. Das gibt ein gutes Gefühl und wird nie langweilig oder zur Routine“, sagt der AWO-Geschäftsführer.
In den 40 Jahren hat sich gesellschaftlich viel verändert. 1977 begann die lange Periode der Arbeitslosigkeit. Es war die Zeit gesellschaftspolitischer Veränderungen. In der Sozialpolitik spielte die Verbesserung der Lage von Menschen, die in unserer Gesellschaft nicht mithalten konnten, eine große Rolle.
Heute wird alles eher unter dem fiskalischen Aspekt betrachtet. Die Frage, wie Sozialpolitik einem Menschen helfen kann, wird nicht mehr ernsthaft gestellt.

Als Wolfgang Krause zur AWO kam, hatte diese ca. 70 Mitarbeiter. Als er 1983 Geschäftsführer wurde, waren es 160. Das war eine Folge der damals von der Bundesregierung aufgelegten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. In dieser Zeit entstanden viele Projekte, von denen zum Beispiel die Schuldnerberatung immer noch existiert. Und leider immer noch notwendig ist bzw. immer wichtiger wird.
Die Einführung der Pflegeversicherung vor über 20 Jahren führte zu einer großen Veränderung. Bis dahin hatten die sechs Wohlfahrtsverbände (AWO, Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz, Paritäten und Jüdische Wohlfahrtspflege) alle Aufgaben im Bereich der Daseinsvorsorge übernommen.

Plötzlich kam politisch gewollt private Konkurrenz auf den Markt und die Verbände mussten sich den Gegebenheiten der Marktwirtschaft anpassen.
Der AWO-Duisburg ist dieses gut gelungen, ohne das ursprüngliche Ziel aus den Augen zu verlieren: den Menschen eine Hilfe zu sein.
Vom Babyschwimmen bis zur Sterbebegleitung. Die AWO-Duisburg deckt mit ihren Arbeitsfeldern das ganze Spektrum des menschlichen Lebens ab.
Der Verband ist inzwischen ein mittelständisches Unternehmen, führt fünf Seniorenzentren in der Stadt, betreibt die Seniorenwohnanlagen AWO-Kranichhof und AWO-Arkadenhof.
Der AWO-Bauspielplatz in Neumühl sowie der AWO-Ingenhammshof gehören ebenfalls zum Verband sowie umfangreiche Beratungs- und Hilfsangebote für Jugendliche und Migranten. In diesem Bereich arbeitet die AWO-Duisburg führend. Die langjährige Arbeit mit Migranten und die multikulturellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglichten eine schnelle und intensive Hilfe bei der Ankunft der geflüchteten Menschen in unserer Stadt.

„Als ich Zivildienstleistender in der Familienbildungsstätte, damals noch auf der Siegstraße, war, sprach man von der „Mütterschule“. Inzwischen bietet die AWO „Familienbildung“ in modernen Räumen im AWO-Kranichhof in Wanheimerort in 250 Kursen, Seminaren und Workshops für Menschen von 0 bis 99 Jahren an“, so Krause.

Wie ist Wolfgang Krause zur AWO gekommen? Der damalige Vorsitzende Hans-Walter Schuster hat ihn nach der Banklehre und dem Wirtschaftsstudium 1977 zur AWO geholt. Mitglied war er schon mehrere Jahre. Zur damaligen Zeit war es für ein SPD-Mitglied selbstverständlich, auch AWO-Mitglied zu werden.
„Nach meiner Zeit als Zivildienstleistender habe ich die Leitung der Familienbildung übernommen und 1983 die Geschäftsführung der Duisburger AWO“, erinnert sich Wolfgang Krause. Zunächst unter Hans-Walter Schuster als Vorsitzenden, dann folgte bis 1995 Ernst Wessels und inzwischen führt Manfred Dietrich den Vorstand.
„Wir arbeiten gut zusammen und ich empfinde das Vertrauen des Vorstandes als wohltuend und anspornend“, beschreibt er das Zusammenspiel zwischen dem hauptamtlichen Geschäftsführer und dem ehrenamtlichen Vorstand.

Als Meilensteine in seiner Dienstzeit nennt er:
Den Aufbau eines funktionierenden Systems der Jugendberufshilfe Anfang 1980 zusammen mit der Stadt Duisburg und den anderen Wohlfahrtsverbänden. Mehrere tausend Jugendliche wurden aufs Berufsleben vorbereitet oder konnten bei der AWO eine Ausbildung machen.
Den Bau unseres ersten Seniorenzentrums in Duissern 1995. Damals mussten wir gegen Doppelzimmer und für Einzelzimmer kämpfen. Die Aufsichtsbehörden wollten nicht so viele Einzelzimmer. Heute zeigt sich, dass die damalige Entscheidung für Einzelzimmer zukunftsweisend war.
Den Bau von barrierefreien seniorengerechten Wohnungen. Als sich keiner an diese Aufgabe herantraute, war es die AWO-Duisburg, die sich in dieses für sie neue Arbeitsfeld begab. Und mit dem Arkadenhof und dem Kranichhof wichtige Einrichtungen schuf.
Vorausschauend denken und dann auch handeln zeichnet seine Arbeit aus.

Ein weiterer Meilenstein ist die Ausgliederung einzelner Aufgabenfelder in eigene gemeinnützige Gesellschaften. Das war 2004. Wenig später geriet aufgrund einer verlorenen Ausschreibung die Jugendberufshilfe in die Insolvenz.
Ein harter Schlag für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die jungen Leute, denen die AWO bis dahin einen Einstieg ins Arbeitsleben verschaffen konnten.
Der Geschäftsführer betont, dass für ihn eine gesunde Finanzlage von großer Bedeutung ist.
Wolfgang Krause: „Sozial und wirtschaftlich zu handeln, das schließt sich für mich nicht aus. Es bedingt einander. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen, dass sie sichere Arbeitsplätze haben. Zugleich sind wir keinen Aktionären verantwortlich, sondern können dank unserer Möglichkeiten in unsere Arbeit für die Menschen investieren.“ Und das tun wir auch intensiv, wie der Jahresumsatz von 42 Millionen Euro belegt.
So konnte die AWO schnell eine Stelle für ehrenamtliche GeflüchtetenBetreuung einrichten, als es darauf ankam. Aus eigenen Geldern und ohne Anträge stellen zu müssen.
Als Geschäftsführer eines Wohlfahrtsverbandes mit einer starken Mitgliederbasis gehe es niemals nur um Bilanzen und Erträge. „Wir haben 3.000 Mitglieder. 700 Frauen und Männer engagieren sich ehrenamtlich für uns. Ich bin besonders stolz, wenn ich miterleben kann, wie sich Ehrenamt und Hauptamt ergänzen und miteinander für ein starkes Duisburg arbeiten.“
Die AWO von heute ist mit dem Verband aus dem Jahr 1977 nur sehr bedingt zu vergleichen. „Eins aber ist gleich geblieben: Wir orientieren uns an unseren Werten: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Nachbarschaftshilfe, Hilfe zur Selbsthilfe, Toleranz und der Einsatz für Gerechtigkeit und Teilhabe, das hat uns schon immer ausgemacht und das tut es bis heute“, erklärt Krause.

Als am 1. Dezember vor 40 Jahren sein erster Arbeitstag in der Mütterschule begann, habe er nicht daran gedacht, dass er seinen Arbeitgeber fürs Leben gefunden habe, so Krause und fügt dann hinzu: „In gewisser Weise hatte ich einfach Glück.“

 

Die berufliche Selbstständigkeit im Blick

120 Besucher bei der GRIID-Auftaktveranstaltung
Abgabe der Geschäftsideen bis 1. Dezember 2017
 
Duisburg, 23. November 2017 - Rund 120 Besucher waren es diesmal, die sich über den Ablauf des 9. Existenzgründerwettbewerbs der GründungsInitiative Innovation Duisburg (GRIID) informierten. Einige von ihnen werden jetzt damit beginnen, ihre Geschäftsidee zu Papier zu bringen. Denn wer beim small business management-Orientierungskurs „Unternehmertum“, der in GRIID eingebettet ist, mitmachen will, der muss seine Geschäftsidee bis zum 1. Dezember 2017 um 15 Uhr an die GRIID-Akteure senden unter E-Mail: sbm@uni-due.de.

Alle diejenigen, die mit der Ideenskizze ihres Geschäftsvorhabens eine Expertenjury überzeugen konnten, dürfen ab 9. Januar 2018 an den sbm-Seminaren und Workshops teilnehmen: In 120 bis 140 Stunden, verteilt auf sieben Monate, werden sie dafür fit gemacht, ihren eigenen Businessplan zu erstellen. Und davor ist Paukerei angesagt – abends, feiertags und am Wochenende.  

Nach ausführlicher Vorstellung des small business management-Projekts skizzierte Professor Volker Breithecker von der Mercator School of Management, Wissenschaftlicher Leiter des IDE – Kompetenzzentrum für Innovation und Unternehmensgründung,  die weiteren Bausteine des GRIID-Existenzgründerwettbewerbs und verwies auf den Wert der Wissensvermittlung: „Nicht jeder erhält am Ende der Runde ein Zertifikat von uns. Aber diejenigen, die es bekommen, haben eines mit Aussage- und Strahlkraft.“
Darüber hinaus kam er auf den Generationenvertrag zu sprechen, der dem GRIID-Wettbewerb mittlerweile immanent ist: „Unsere Referenten können alle mit einem unglaublich großen Praxisbezug glänzen; darunter befinden sich inzwischen auch GRIID-Absolventen, die mit ihren Unternehmen seit Jahren erfolgreich am Markt etabliert sind.“  

Bürgermeister Manfred Osenger überbrachte ein Grußwort der Stadt und wünschte den Existenzgründer viel Erfolg für den beruflichen Lebensweg: „Die Konjunktur ist seit Jahren ungebrochen gut. Ihre Entscheidung für die Selbstständigkeit als Alternative zur Festanstellung zeugt von Mut und dem Willen zur Ausdauer. Schließlich wird dieser Weg nicht leicht, sondern entbehrungsreich.“  

Angel Alava-Pons, Existenzgründungsberater der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg), die GRIID gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen (UDE) initiiert hat, betonte gegenüber den künftigen Gründern: „Wir freuen uns darauf, Sie das nächste halbe Jahr und darüber hinaus bei der Umsetzung als Sparringspartner begleiten zu dürfen. Nutzen Sie unser Know-how, um ihre Existenzgründung zu simulieren.“  
Erstmals bei der Auftaktveranstaltung mit von der Partie waren neben den GRIID-Initialpartnern Sparkasse Duisburg, Volksbank Rhein-Ruhr und Niederrheinische IHK, small business management-Projekt und GFW Duisburg: startport, ruhr:HUB, die NRW.Bank, die Business Angels Agentur Ruhr, PKF Fasselt Schlage Partnerschaft mbB sowie das IDE – Kompetenzzentrum für Innovation und Unternehmensgründung. Alle Akteure standen den Gründerinnen und Gründern Rede und Antwort für erste Fragen.  
Jens Baumhardt, Head of Marketing & PR von startport, war begeistert vom großen Zulauf bei der Premierenteilnahme: „Wir sind hier, um uns und unser passgenaues Angebot für Logistikstudierende, die sich selbstständig machen wollen, bekannter zu machen. Im Innenhafen bieten wir neben attraktiven Büroflächen schnelles Internet in der aufwändig renovierten Wehrhahnmühle. Auch erhalten StartUps bei uns individuelle Schulungskonzepte und in rechtlichen Angelegenheiten, sofern erforderlich, anwaltliche Beratung. Wir sind gerne Kooperationspartner bei GRIID und sbm und arbeiten unsererseits wiederum neben duisport mit Evonik, Klöckner, dem Initiativkreis Ruhr sowie weiteren namhaften Partnern zusammen. Wir alle wollen gemeinsam den digitalen Wandel begleiten und Digital-Lösungen insbesondere für die Logistik pushen.“  

Ansprechpartner: Andrée Schäfer, GRIID-Existenzgründungsberater und GFW-Projektmanager, E-Mail:
schaefer@gfw-duisburg.de; Telefon: 0203 / 36 39 – 343; Angel Alava-Pons,  G
RIID-Existenzgründungsberater und GFW-Projektmanager, E-Mail: alava-pons@gfw-duisburg.de, Telefon: 0203 / 36 39 – 365.  

Auftaktveranstaltung zum neunten GRIID-Existenzgründerwettbewerb; Urheber: Corinna Eumann, Nutzungsrechte: Sparkasse Duisburg

Masterplan Binnenschifffahrt wäre Gewinn für NRW

Bahn-Vorstand Pofalla zu Gast beim Schiffermahl der Schifferbörse
Duisburg, 21. November 2017 - Wasserstraße und Schiene haben trotz des Wettbewerbs um Transporte eine große Gemeinsamkeit: Sie sind Partner, wenn es um die Verlagerung von Gütern von der Straße auf andere Verkehrsträger geht. Beim traditionellen Schiffermahl der Schifferbörse Duisburg-Ruhrort stand diese Perspektive in diesem Jahr ganz oben auf der Agenda der Verlader und Schiffer. Ehrengast Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn AG, signalisierte Unterstützung für die Idee eines Masterplans für die Binnenschifffahrt.

Anlässlich der Gründung der Schifferbörse vor 116 Jahren kamen Verlader und Schiffer am 17. November zum alljährlichen Schiffermahl im Gemeindehaus Ruhrort zusammen. Wie in jedem Jahr stand die zukünftige Fahrtrichtung der Branche im Mittelpunkt des Abends.
Vor 100 geladenen Gästen – darunter NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und der stellvertretende niederländische Generalkonsul des Königreichs der Niederlande, Konsul Hans van den Heuvel – rief Schifferbörsenvorstand Frank Wittig in seiner Begrüßungsrede dazu auf, das System Wasserstraße mit gezielten Maßnahmen zu stärken: Schleusen und Brücken zu sanieren, Hafenerweiterungen zu ermöglichen sowie insbesondere die Verkehrsanbindung der Hafenareale im Blick zu behalten. „Wir hoffen sehr, dass ein von Schifferbörse und Branchenverbänden vorgeschlagener Masterplan für die Binnenschifffahrt Eingang in den Koalitionsvertrag der nächsten Bundesregierung findet“, sagte Wittig. Eine Idee für den Masterplan könnte auch eine stärkere Bündelung von Kompetenzen für innovative Schiffstechnologien oder sogar ein Testfeld für autonom fahrende Schiffe in NRW sein.

Schifferbörsenvorstand Frank Wittig rief in seiner Begrüßungsrede dazu auf, das System Wasserstraße mit gezielten Maßnahmen zu stärken. Foto IHK


Diese Idee fand beim diesjährigen Ehrengast Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn AG, einen direkten Anknüpfungspunkt: Um mehr Verkehre auf die Schiene zu verlagern, hatte der Bundestag am Ende der vergangenen Legislaturperiode einen Masterplan Schienengüterverkehr beschlossen. Mit ihm sollen die Trassenpreise für Schienentransporte ab dem kommenden Jahr sinken, was Transporte mit der Bahn günstiger macht – ein deutlicher Anreiz für Unternehmen.
Der regelmäßige Austausch mit Vertretern der Schiene hat bei der Schifferbörse Tradition. Schon die früheren Bahnvorstände Ludewig und Klein waren zu Gast der Schifferbörse. „Schifffahrt und Bahn sind zwar Konkurrenten, sie sind aber auch Partner, wenn es um die Verlagerung von Gütern weg von der Straße hin zu unseren beiden Verkehrsträgern geht“, sagte Schifferbörsenvorstand Wittig.

Das unterstrich auch Ehrengast Pofalla (Foto IHK): „Ich bin davon überzeugt, dass von einer intelligenten Vernetzung von Wasser- und Schienenwegen beide Verkehrsträger profitieren können."

 

Der Infrastrukturvorstandsvorsitzende ließ daher zu Beginn seiner Rede Sympathie für einen möglichen Masterplan Binnenschifffahrt erkennen.
Im Vorfeld des Schiffermahls fand die jährliche Börsenversammlung der Schifferbörse im Haus Rhein statt. Die Geschäftsführung der Börse ist bei der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve angesiedelt. Bei der Versammlung wurden Thomas Groß (Hülskens Transport GmbH & Co. KG) und Steffen Bauer (Imperial Shipping Holding GmbH) in den 13-köpfigen Börsenvorstand gewählt. Dr. Peter Langenbach und Thomas Küpper waren zuvor aus dem Vorstand ausgeschieden.

Duisburg: Mit mehr Eigenkapital ins eigene Heim

Duisburg, 21. November 2017 - Angespartes, Bausparverträge, Erbschaften: Um das eigene Haus oder die Eigentumswohnung trotz steigender Kaufpreise solide zu finanzieren, setzen Darlehensnehmer aus Duisburg mehr Eigenkapital bei der Kreditaufnahme ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine regionale Auswertung von Interhyp. Deutschlands größter Vermittler privater Baufinanzierungen hat Finanzierungsdaten aus 20 deutschen Großstädten verglichen. In der Ruhrmetropole stieg der Eigenkapitalanteil demnach von rund 40.850 Euro in 2012 auf knapp 51.500 Euro im ersten Halbjahr 2017.

 

Im bundesweiten Durchschnitt stieg der Eigenkapitaleinsatz in den vergangenen fünf Jahren von 81.111 Euro auf 93.847 Euro. „Kreditinstitute honorieren eine hohe Eigenkapitalquote in der Regel mit Konditionsabschlägen beim Darlehen“, sagt Maren Schiller, Leiterin der Interhyp Niederlassung Essen.

 

Mit den höheren Eigenkapitalquoten reagieren Duisburger Immobilienkäufer auf die anziehenden Immobilienpreise, durch die auch der Kreditbedarf insgesamt zunimmt. „Ein wichtiger Faktor bei der Bewertung von Immobilienfinanzierungen ist das Verhältnis von Eigen- zu Fremdkapital“, erklärt Schiller. Der durchschnittliche Beleihungsauslauf lag in Duisburg im ersten Halbjahr 2017 trotz der höheren Kaufpreise bei 80 Prozent und damit sogar leicht unter der Quote von 2012, als es 82 Prozent waren.

 

Auch andere Finanzierungsparameter zeigen, dass weiterhin solide finanziert wird. So lag die Anfangstilgung, die die Rückzahlungsgeschwindigkeit maßgeblich vorgibt, zuletzt bei 2,85 Prozent. Die niedrigen Zinskonditionen schrieben Duisburger für 12,68 Jahre fest.

 

Insgesamt hat Interhyp im Zuge seiner regionalen Auswertung mehr als rund 60.000 Finanzierungsfälle aus 20 Städten zwischen 2012 und dem ersten Halbjahr 2017 untersucht. Dabei zeigten sich deutliche regionale Unterschiede. Das meiste Eigenkapital brachten danach in der ersten Jahreshälfte Münchner mit knapp 199.000 Euro ein, gefolgt von den Hamburgern mit 154.000 Euro und den Frankfurtern mit knapp 153.000 Euro. In Mönchengladbach betrug der Eigenkapitaleinsatz hingegen nur 44.000 Euro. 

 

Durchschnittlicher Eigenkapitaleinsatz für 20 ausgewählte Städte im Überblick (Stand: 1. Halbjahr 2017)

 

München 198.866 Euro
Hamburg: 154.033 Euro
Frankfurt/Main 152.984 Euro
Stuttgart 140.160 Euro
Köln 111.633 Euro
Augsburg 106.944 Euro
Berlin 92.869 Euro
Düsseldorf 91.287 Euro
Nürnberg 75.176 Euro
Bielefeld 74.676 Euro
Hannover 71.857 Euro
Leipzig 71.720 Euro
Essen 66.353 Euro
Dresden 61.570 Euro
Dortmund 59.730 Euro
Bremen 56.932 Euro
Bochum 55.511 Euro
Wuppertal 55.080 Euro
Duisburg 51.488 Euro
Mönchengladbach 44.345 Euro

 

„Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb 2017“ - Auszubildende loben duisport

Duisburg, 15. November 2017 - Die Auszubildenden der Duisburger Hafen AG (duisport) stellen ihrem Ausbildungsbetrieb ein sehr gutes Zeugnis aus. duisport ist daher wie bereits im Vorjahr als „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ zertifiziert worden.  

Das Gütesiegel wird seit 2013 jährlich auf Initiative der „ertragswerkstatt“ verliehen und gilt als größte unabhängige und neutrale Zertifizierung für Ausbildungsbetriebe in Deutschland. Bislang haben über 100 Unternehmen daran teilgenommen.

 

duisport hat sich 2016 und 2017 beteiligt. In einer anonymen Befragung haben die duisport-Auszubildenden in beiden Jahren die Qualität ihrer Ausbildung positiv bewertet. duisport bildet derzeit insgesamt 45 Jugendliche in unterschiedlichen kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen aus.  

„Die Zertifizierung ist eine Anerkennung unserer erheblichen Anstrengung bei der Nachwuchsförderung. Gut ausgebildete und engagierte Mitarbeiter sind eine wichtige Stütze für unsere weitere Unternehmensentwicklung“, so duisports-Vorstandsvorsitzender Erich Staake.  

Judith Grefe (Mitte) von der „ertragswerkstatt“ übergibt der Leiterin Personalmanagement Eva-Maria Mohnfelder (links) und der Ausbildungsleiterin Stephanie Adamczik die Zertifizierungsurkunde.

IHK-Seminar „Neues im Energierecht“

Duisburg, 15. November 2017 - Unternehmen stehen durch die ambitionierten Energiespar- und Umweltziele der Bundesregierung vor neuen Herausforderungen. Durch die unterschiedlichen Auflagen und Anreize durchzublicken, fällt nicht einfach. Im Seminar „Neues im Energierecht“ am Freitag, 24. November, unterstützt die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve Unternehmer dabei, den passenden Weg für den eigenen Betrieb zu finden.  

Sollte man lieber technische Veränderungen zur Verbesserung der Energieeffizienz einsetzen oder diverser Energiesteuerentlastungen als produzierender Betrieb nutzen? Welche Fördermöglichkeiten gibt es? Um den Unternehmen einen systematischen Überblick über das gesetzliche Umfeld und aktuelle Änderungen, aber auch einen ganz praktischen Einblick in die Auswirkungen und Umsetzung zu geben, lädt die IHK zum Austausch mit Experten ein, die auf diese und weitere Fragen Antworten geben.  
Das Seminar findet am 24. November von 10 bis 16 Uhr, in der IHK in Duisburg statt. Details und Anmeldung: www.ihk-niederrhein.de/Veranstaltungen-Neues-im-Energierecht.

Ich will´s. Ich kann´s. Ich mach´s. – Initiator Torsten Toeller im Gespräch über Mercator One

2. Duisburger Gewerbeimmobilienmesse GIMDU mit Fressnapf-Gründer
Duisburg, 08. November 2017 - Fressnapf-Gründer und Inhaber Torsten Toeller war das kommunikative Highlight des ersten Messetags der diesjährigen Gewerbeimmobilienmesse GIMDU. Nach erfolgreichem Vorjahresauftakt ging die Veranstaltung der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) jetzt in die zweite Runde.  
Unter dem Motto „Ich will´s. Ich kann´s. Ich mach´s.“ verriet der erfolgreiche Unternehmer, Initiator und Finanzier des Neubauprojektes „Mercator One“, im Auftakt-Pressegespräch mehr über sein aktuelles Engagement in seiner Wahlheimat Duisburg.
„Ich will ein geniales Entrée schaffen. Wer aus dem Hauptbahnhof kommt, der soll sehen, dass Duisburg auch Gebäude mit Wow-Effekt kann. Schließlich gibt´s keine zweite Chance für den ersten Eindruck“, ist sich der Duisburger sicher. Der bisherige Erfolg seiner Projekte gibt ihm Recht. Dass er ein Näschen für erfolgreiche Unternehmungen hat, attestieren ihm nicht nur Branchenkenner. Wenn Toeller in Immobilien investiert, dann nur in solche mit Zugkraft, Ausstrahlung und Potenzial.  
Mercator One steht daher für außergewöhnliche Architektur des international renommierten Architekten Hadi Teherani, unter dessen Dach sich repräsentative Büroräumlichkeiten und stylische Gastronomiekonzepte vereinen. Rund 8.500 Quadratmeter Büro und 1.200 Quadratmeter Gastronomie gilt es mit Leben zu füllen.
Der zeitliche Rahmen steht: „Den Bauantrag werden wir noch in diesem Monat einreichen, so dass wir – nicht zuletzt dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg – voraussichtlich schon im Frühjahr 2018 mit dem Bau starten können. Mit der Fertigstellung rechnen wir dann für Herbst 2019“, so Toeller und fährt fort: „Die Vermarktung der Büroflächen, mit der das Düsseldorfer Projektentwicklerteam SK62 / Landguard beauftragt ist, startet mit der GIMDU; erste Gespräche mit Interessenten für die Büro- und Gastronomieflächen an diesem hochattraktiven Standort in Duisburg laufen bereits.“
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link sieht in dem aktuellen Investment Toellers einen weiteren Positiv-Trend der Mercatorstadt: „Der Markt in den Metropolen ist gesättigt. Kenner setzen jetzt mehr denn je auf die so genannten B-Städte, weil sich hier Investitionen lohnen.
Duisburg ist eine solche B-Stadt – mit der Lagegunst und dem Einzugsgebiet einer Metropole. Nicht umsonst veranstalten wir in unserer Stadt jetzt zum wiederholten Mal die lokale Gewerbeimmobilienmesse GIMDU.“ Das Stadtoberhaupt freut sich über Toellers Projekt: „Es ist klasse, wenn ein Macher wie er für Duisburg wirbt. Und zwar voller Überzeugung und Herzblut.“ Link fährt fort: „Ich kann mir gut vorstellen, dass das fächerförmige Ensemble zu einem neuen Wahrzeichen unserer Stadt wird.“  
 Auch Stadtentwicklungsdezernent Carsten Tum blickt optimistisch in die Zukunft: „Mercator One wird eine neue, atemberaubend gute Visitenkarte für die Stadt. Auf einen Initiator und Finanzier wie Unternehmer Toeller kann man bauen. Was er anpackt, das gelingt. Damit das Bauvorhaben schnellstmöglich Gestalt annehmen kann, ist die koordinierte Zusammenarbeit aller Akteure das Gebot der Stunde.“   Dass Toeller, beruflich stets auf der Überholspur unterwegs, zügig realisieren will, zeigt sich nicht nur in seinem Credo: „Das Gaspedal ist vorne rechts“, sondern auch im stattlichen Investitionsvolumen rund 30 Millionen Euro.  

Mercator One wird sich auszeichnen durch variabel gestaltbare und hocheffiziente moderne Büroeinheiten; diese werden teilbar sein von rund 300 Quadratmetern als kleinster Einheit bis hin zu 1.700 Quadratmetern für eine gesamte Büroetage. Darüber hinaus folgt der hochwertige Standard der Innenausstattung der spektakulären  Architektur des Gebäudes.  
GfW-Chef Ralf Meurer sieht in Mercator One ein Filetstück des Duisburger Büromarktes: „Unsere Leerstandsquote ist für eine Stadt unserer Größe viel zu niedrig. Was uns fehlt, sind Büroobjekte im Format von Mercator One. Objekte, die vor allem den großen Bedarf an kleineren und mittleren Büroflächen bedienen. Mercator One bietet auf 97 Meter Länge, 16 Meter Breite und 28 Meter Höhe zeitnah verfügbare, passgenaue und repräsentative Bürofläche in idealer Lage. Besser geht es nicht.“  
Gewerbliche Mietinteressenten wenden sich an: Elmar Hammerschmidt, Geschäftsführer, Landguard Immobilien GmbH, Königsallee 14 in 40212 Düsseldorf, Telefon: 0211 / 13866 – 391, E-Mail: hammerschmidt@landguard.de

Visualisierungen von Hadi Teherani Architecs; Nutzungsrechte hat die DEVARIO Mercator One GmbH & Co.KG.

The Curve: Stadt beginnt mit Baureifmachung für Innenhafen-Projekt

Duisburg, 08. November 2017 - Die Stadt Duisburg hate 2015 und Anfang 2016 im Rahmen einer gezielten Ansprache für die Eurogate-Fläche am Innenhafen mit verschiedenen Interessenten gesprochen. Den Zuschlag als bevorzugter Bieter hat die Firma „die developer Projektentwicklung GmbH“ erhalten. Am 18. März 2016 hatte die Stadt mit dem Düsseldorfer Entwickler-Unternehmen im Innenhafen das Projekt den Medien vorgestellt.


Die vorbereitenden Arbeiten für die Baureifmachung des letzten noch verfügbaren Ufergrundstückes am Duisburger Innenhafen haben jetzt begonnen. Wo einstmals Holz verladen wurde und Schiffe wendeten, wird in den kommenden Jahren ein hochmodernes Ensemble mit ca. 16.500 Quadratmetern Büro-, ca. 7.500 Quadratmeter Hotelflächen sowie rund 100 Wohnungen entstehen.   Oberbürgermeister Sören Link wird sich am Montag, 13. November vor Ort ein Bild der Arbeiten machen.