BZ-Home Industrie - Wirtschaft - Handel - Finanzen - Logistik  - Forschung - Technik

 

BZ-Sitemap

WBDuisburg
Stadtwerke DU


DU und DUS (Airport)
Make up Duisburg
Archiv:
07. - 12.2019
01. - 06.2019
07 - 12.2018
01 - 06 2018

07-12 2018
07-12 2017
01-06 2017

01-12 2016






Redaktion Harald Jeschke 


Mit Familienbewusstsein als Betrieb punkten

Netzwerk-Workshop zu passgenauen Maßnahmen  
Duisburg, 13. September 2019 - Wie stellt man sich als Unternehmen familienbewusst auf? Was bringt Erleichterung im Alltag von Beruf und Familie? Welche Angebote bekommen Beschäftigte?
Zu diesen Fragen tauschten sich 20 engagierte und interessierte Unternehmen in Duisburg aus. Dazu lud das Lokale Bündnis für Familie am Donnerstag, 12. September, gemeinsam mit dem Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“ in die Niederrheinische IHK ein.  
Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein wichtiges Kennzeichen attraktiver Arbeitgeber. Dabei richten sich die Angebote nicht ausschließlich an Mütter. Väter rücken in den Fokus einer guten Vereinbarkeit ebenso wie Beschäftigte, die Angehörige pflegen. Das bedeutet: Flexibilität. Gleitzeit, Arbeitszeitkonten, Schichttauschbörsen oder mobiles Arbeiten – das sind nur wenige Beispiele für die Handlungsmöglichkeiten in Betrieben. Die Teilnehmer, die sich als Personalverantwortliche mit diesem Thema beschäftigen, stellten ihre eigenen Maßnahmen vor und gingen in ein intensives Gespräch miteinander.

„Einfach einmal zu hören, welche Lösungen andere Firmen bereits erarbeitet haben für ganz spezielle Fragen, kann sehr hilfreich sein“, so Kirsten Frohnert vom Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“ der DIHK Service GmbH in Berlin. In ihrem Impulsvortrag „Familienbewusste Unternehmenskultur verstehen, verantworten, verankern“ informierte sie die Vertreter aus der Unternehmenspraxis über die neuesten Trends der Familienfreundlichkeit.  
Unternehmen können sich noch bis zum 31. Oktober für die Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen Duisburg 2020“ beim Jugendamt der Stadt bewerben: Nico Rituper, E-Mail
n.rituper@stadt-duisburg.de.

Mitmachen kann jedes Unternehmen, egal welcher Größe und welcher Branche, mit Sitz in Duisburg.   Die Netzwerktreffen sind eine Initiative des Lokalen Bündnis für Familie in Duisburg, die die Stadt Duisburg, die Niederrheinische IHK und der Unternehmerverband gemeinsam mit weiteren Partnern organisieren. Ziel ist es, familienfreundliche Unternehmen in Duisburg sichtbar zu machen und diesen eine Plattform zu bieten. Weitere Informationen unter
www.buendnisfamilie.duisburg.de sowie www.erfolgsfaktor-familie.de.    

Mit Moderatorin Kirsten Frohnert vom Netzwerkbüro Erfolgsfaktor Familie schätzen die Personalverantwortlichen ein, wie gut ihr Unternehmen mit familienfreundlichen Angeboten aufgestellt ist. Foto: Niederrheinische IHK  

 

 

Uerdinger Brücke gesperrt – Brückennotstand verschärft sich
IHK fordert schnelle Planung und schnellen Neubau

B288: Rheinbrücke in Krefeld für Lkw ab 7,5 Tonnen gesperrt
Duisburg, 12. September 2019 - Die Rheinbrücke im Zuge der B288 bei Krefeld-Uerdingen wird ab Freitag (13.9.) 17 Uhr wegen Sanierungsarbeiten für den LKW-Verkehr ab 7,5 Tonnen gesperrt. Für den PKW-Verkehr ist die Brücke weiterhin befahrbar. Bei der turnusmäßigen Überprüfung des denkmalgeschützten Bauwerkes haben Ingenieure des Landesbetriebs Straßenbau NRW diese Woche massive, lokal begrenzte Betonabplatzungen an der Unterseite der Betonfahrbahnplatte festgestellt. Hierdurch ist die Tragfähigkeit der Fahrbahnplatte beeinträchtigt.
Die festgestellten Schäden sind sanierungsfähig, so dass die Brücke nach der Sanierung voraussichtlich wieder vollumfänglich nutzbar sein wird. Der Schwerlastverkehr hat in erheblichem Maße zu den jetzt festgestellten Schäden beigetragen. Um die Brücke vor stärkeren Schäden zu schützen und weitere Untersuchungen durchführen zu können, ist die Sperrung der Brücke für den LKW-Verkehr notwendig. Straßen.NRW hat nach Bekanntwerden der Schäden mit der genauen Analyse vor Ort begonnen.
Ziel ist es, bis Mitte Oktober ein Sanierungskonzept zu haben. Aussagen über die Dauer der Sperrung können erst mit Abschluss dieser Arbeiten getätigt werden. Eine Umleitungsstrecke für den Schwerverkehr wird derzeit abgestimmt. Die Rheinbrücke Krefeld stammt aus dem Jahr 1936. Aufgrund des Alters der Brücke und unabhängig von den aktuellen Schäden hat die Landesregierung den Neubau der Brücke Anfang des Jahres in das Arbeitsprogramm 2019 zur Umsetzung des Bundesfernstraßenbedarfsplans aufgenommen. Nach der Vorstellung des Arbeitsprogramms im Februar im Landtag wurden bereits erste Planungsschritte eingeleitet. Die zuständige Niederlassung von Straßen.NRW in Krefeld wird die Anstrengungen für die Planung der neuen Brücke erhöhen.


Uerdinger Brücke gesperrt – Brückennotstand verschärft sich
IHK fordert schnelle Planung und schnellen Neubau  

Sorge um den Industriestandort bei der IHK: Die Uerdinger Brücke wird ab morgen auf unbestimmte Zeit für schwere Lkw gesperrt. „Das ist erneut ein schwerer Schlag für die Region“, so Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK.  
Die Brücke ist für viele Unternehmen, das Chemiecluster und den Hafen ein zentraler Bypass zwischen der A3 und der A57. Den geschwächten „Herzpatienten A40-Brücke“ werden die jetzt umgeleiteten Verkehre zusätzlich belasten, so die IHK.
Die Anzahl an zwingend notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen wird immer größer, obwohl bereits zahlreiche Anstrengungen für den Erhalt der Infrastruktur unternommen werden. „Bei einer Operation am offenen Herzen reicht ein Pflaster nicht aus. Die Sperrung zeigt, dass wir die Brückensituation noch immer nicht richtig im Griff haben. Wir fordern deshalb einen Brückennotstandsplan für den Niederrhein“, so der IHK-Präsident. Wichtig sei es jetzt, die Kräfte zu bündeln, die Verkehrssteuerung zu verbessern und vor allem die vielen Projekte schneller umzusetzen. „Der Erhalt der A40-Brücke muss trotzdem oberste Priorität bleiben“, so Landers.  
Besonders hart trifft die Sperrung nach Einschätzung der IHK die Unternehmen im Süden von Duisburg. Viele Betriebe sind auf die schnelle Verbindung zum Krefelder Hafen oder zur A57 angewiesen. Nach den Problemen und Sperrungen der A40, der A59 oder dem Niedrigwasser im Rhein 2018 müssen die Betriebe jetzt erneut die Logistik umstellen und erhebliche Umwege und Zeitverluste einplanen. Die IHK hat Minister Wüst daher aufgefordert, jetzt schnell einen Zeitplan vorzulegen und die Planungen für den Neubau der Brücke endlich zu beginnen. „Auch die Uerdinger Brücke muss, wie die A40-Brücke als planungsbeschleunigtes Projekt realisiert werden“, so IHK-Präsident Landers.

Wirtschaft: Vorschläge der Ruhrkonferenz kein großer Wurf

Ruhr-IHKs fordern Fokus auf Flächen, Investitionen und Innovationen  
Duisburg, 11. September 2019 - Die Wirtschaft zeigt sich enttäuscht von den Vorschlägen, die der Beteiligungsprozess der Ruhrkonferenz hervorgebracht hat. Von den 75 Projektideen, die seit Anfang des Jahres entwickelt wurden, zielen nur wenige auf die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Ruhrgebiet ab.  

„Wir stehen aktuell am Rande einer Rezession. In dieser Situation hätten wir uns stärkere Impulse und eine klar erkennbare Gesamtstrategie gewünscht, die politischen Gestaltungswillen zeigt und den Wirtschaftsstandort Ruhr fördert“, so Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer und aktuell Sprecher der IHKs im Ruhrgebiet.  

Die IHKs im Ruhrgebiet hatten in der Erarbeitungsphase auf strategische Ziele gedrungen, um die Kräfte zu bündeln und die Region zum Bespiel beim Thema Digitalisierung entscheidend voran zu bringen. „Wir sollten uns ambitionierte Ziele setzen und anstreben, dass unsere Region in einigen ausgewählten Bereichen Spitze wird“, so Dietzfelbinger.
Mit der Agenda Ruhr und mit 40 gemeinsam mit den Handwerkskammern erarbeiteten Projektideen hatten die Ruhr-IHKs die Vorstellungen der Wirtschaft in den Prozess eingebracht. Vielen der Projekte, die ab Montag in die Bürgerbeteiligung gehen, fehlt der von den IHKs geforderte Wirtschaftsbezug. „Die Projektliste liest sich wie eine bunte Mischung guter Ideen. Vieles davon ist Nice-to-have, aber kein großer Wurf. Im Vergleich zu der Diskussion um die Zukunftsperspektiven für das rheinische Revier bleibt die Ruhrkonferenz mit ihren Vorschlägen damit weit hinter den Erwartungen zurück“, so Dietzfelbinger.
 
Es gibt allerdings nicht nur Kritik, sondern auch Lob von den Industrie- und Handelskammern. Positiv bewerten die Ruhr-IHKs die Schwerpunkte im Bereich Mobilität und Innovationsförderung. Es müsse darum gehen, die Infrastruktur weiter zügig zu sanieren, Staus und stockenden Verkehr zu vermeiden vorhandenes Know-How zu stärken und neue innovative Ideen schneller in den Markt zu bringen. „Wir unterstützen deshalb ganz besonders alle Anstrengungen, die Innovationskultur zu verbessern und den Gründergeist im Ruhrgebiet zu wecken“, betont der Sprecher der Ruhr-IHKs.  
Mit Blick auf den jetzt folgenden Umsetzungsprozess der Projektideen mahnt Dietzfelbinger: „Wichtig ist, dass wir uns auf die Themen konzentrieren, die auf unseren Wirtschaftsstandort und damit auch auf die Arbeitsplätze in der Region kraftvoll einwirken. Die Themen Flächen, Innovationen I und Fachkräftesicherung sind deshalb besonders wichtig. Hier brauchen wir Investitionen, so wie sie auch dem rheinischen Revier versprochen worden sind.“  

 

TARGOBANK-Servicecenter seit 20 Jahren in Duisburg

Zentrales Backoffice mit mehr als 2.000 Mitarbeitern
Duisburg, 10. September 2019 - Große Verbundenheit mit dem Wirtschaftsstandort Duisburg Unternehmen weiter auf Wachstumskurs: Auch Quereinsteiger sind gefragt Die TARGOBANK gehört zum Duisburger Stadtbild und das bereits seit 20 Jahren. Am größten Standort der TARGOBANK arbeiten rund 2.000 Mitarbeiter im Servicecenter: 365 Tage im Jahr rund um die Uhr ist die Bank aus Duisburg für ihre Kunden da.
Veränderte Kundenwünsche, die fortschreitende Digitalisierung und neue Arbeitsweisen sind heute aktuelle Themen am TARGOBANK Platz. Workshop Digitalstandort Duisburg In einem Workshop werden am Mittwoch, 11. September 2019, Maßnahmen erarbeitet und priorisiert, wie der Digitalstandort Duisburg weiter nach vorne gebracht werden kann. Mitglieder von "Wirtschaft für Duisburg e.V." und interessierte Duisburger Unternehmen kommen zusammen.

"Wirtschaft für Duisburg e. V." bündelt als Mitmachverein das unternehmerische Engagement in der Stadt und kümmert sich um die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Die TARGOBANK ist seit der Gründung Vereinsmitglied. Feste Wurzeln in Duisburg Das 20-jährige Jubiläum des Dienstleistungscenters in diesem Jahr verdeutlicht einmal mehr die enge Verbundenheit der TARGOBANK mit dem Standort Duisburg.
Nach einer Rekordbauzeit von nur zehn Monaten entstand im Jahr 1999 aus 1.700 Tonnen Stahl und 10.000 Kubikmetern Beton das 72 Meter hohe Dienstleistungsgebäude. Es ist bis heute das höchste Bürohaus in Duisburg und die TARGOBANK ist einer der größten Arbeitgeber in der Stadt.

TARGOBANK-Quartier Duisburg - Foto TARGOBANK

2014 folgte ein Erweiterungsbau: Auf dem Gelände des ehemaligen Hauptzollamtes wurde ein weiteres Bürogebäude mit 500 Arbeitsplätzen errichtet.
Beide Gebäude bilden - seit der Fertigstellung 2015 - zusammen das TARGOBANK Quartier. Ein weiteres Bekenntnis zum Standort Duisburg ist der 2005 ins Leben gerufene Unternehmenslauf "TARGOBANK Run" - bei dem jährlich rund 6.000 Läufer an den Start gehen. Seit dem Startschuss vor 14 Jahren unterstützte der TARGOBANK RUN insgesamt zehn soziale Organisationen mit Spenden von insgesamt über einer halben Million Euro.

BREXIT-Theater schadet der Wirtschaft: Wirtschaftsförderung sieht spürbare wirtschaftliche Folgen auch für Duisburger Unternehmen

Duisburg, 6. September 2019 - Die Diskussion der britischen Regierung über den BREXIT belastet die Wirtschaft in Europa, in Deutschland und damit auch in Duisburg. „Es ist nicht nur inhaltlich schwer nachvollziehbar, was im britischen Parlament diskutiert wird, sondern es ist vor allem dieses politische Theater, welches das Vertrauen der Wirtschaft in die Politik stark erschüttert“, sagt Andree Haack, Duisburgs Wirtschaftsdezernent.  

Die Investitionen in Großbritannien sind in den letzten Jahren stark zurückgegangen und das britische Pfund hat erheblich an Wert verloren. Großbritannien steuert geradewegs auf eine Rezession zu. „Auch wenn Großbritannien nicht der wichtigste Exportpartner der deutschen Wirtschaft ist, so hat diese Entwicklung doch auch Auswirkungen auf die hiesige Wirtschaft“, meint der Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH Ralf Meurer.
„Der Anteil der Exporte der Duisburger Wirtschaft nach Großbritannien liegt insgesamt bei weniger als fünf Prozent und daher scheint das Thema auf den ersten Blick nicht so relevant“, so der GFW-Geschäftsführer, „aber zum einen ist die Betroffenheit sehr unterschiedlich und für einige namhafte Unternehmen aus Duisburg ist das Geschäft mit England sehr wohl relevant. Dies sind vor allem Logistiker, die Waren aus oder nach England transportieren, als auch Unternehmen, deren Konzernzentrale in England ansässig ist. Zum anderen wirkt sich der BREXIT auf die Wirtschaftslage in Europa insgesamt aus und in Verbindung mit der Krise der Automobilindustrie und dem amerikanisch-chinesischen Handelsstreit führt dies zu einer besorgniserregenden Situation.“  

„Die Signale einer Abkühlung der Wirtschaft sind nicht nur bundesweit, sondern auch in Duisburg bereits zu spüren“, erläutert Haack. „Natürlich kann der wirtschaftliche Höhenflug der letzten Jahre nicht ewig weitergehen, aber man kann schon den Eindruck gewinnen, dass die internationale Politik es darauf anlegt, die Wirtschaft aktiv zu bremsen“, zeigt er sich besorgt. Der globale Trend zur Digitalisierung der Wirtschaft und die „Ökologisierung“ von Industrie und Logistik sind wichtige Zukunftsaufgaben, die von einer starken Wirtschaft leichter anzunehmen sind als von einer kriselnden.
„Insofern schadet die BREXIT-Diskussion – stärker als zunächst anzunehmen – auch der Wirtschaft in Duisburg“, sind sich Meurer und Haack einig. Sie wünschen sich daher, dass es schnell eine Entscheidung gibt, denn jegliche Verlängerung der Hängepartie in London sei eine große Belastung für die Wirtschaft.

V.r.: Andree Haack, Wirtschaftsdezernent und GFW-Mitgeschäftsführer, sowie GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer; Urheberin: Jacqueline Wardeski; Nutzungsrechte: GFW Duisburg

Klimastrategie von thyssenkrupp: Parlamentarischer Staatssekretär Oliver Wittke informiert sich bei thyssenkrupp

Duisburg, 4. September 2019 - Oliver Wittke, Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums, besuchte während seiner CO2-Tour das Duisburger Werk des Stahlherstellers von thyssenkrupp. Er informierte sich ausführlich über die Strategien des Ruhrkonzerns, wie dieser in Zukunft CO2-Emissionen vermeidet und in andere Produkten umwandelt.
Erster Halt am Hochofen 
Am Hochofen wird es sich ganz deutlich zeigen: Die Roheisenschmelze mittels Wasserstoff erfordert immense Investitionen und einen kompletten Umbau der Produktionskette. Noch in diesem Jahr beginnt der Duisburger Stahlhersteller damit, statt Kohlenstoff Wasserstoff in den Hochofen einzublasen und damit chemisch das Eisen aus dem Erz zu lösen. Dabei entsteht als Emission statt wie bisher Kohlendioxid (CO2) Wasser bzw. Wasserdampf.  
CO2 nutzen statt zu emittieren
Neben dem o.g. Verfahren der CO2-Vermeidung arbeitet thyssenkrupp an einer Technologie, CO2 aus dem Hochofen als Rohstoff für die Chemieproduktion, um neue Produkte damit herzustellen – Carbon2Chem. Mit diesem Verfahren kann der Konzern seine CO2-Emissionen insbesondere in der Stahlerzeugung in Zukunft reduzieren.          

Oliver Wittke (l.) trägt sich neben Technikvorstand Dr. Arnd Köfler in das Goldene Besucherbuch von thyssenkrupp Steel Europe ein. Auf seiner CO2-Tour durch das Ruhrgebiet informiert sich Wittke auch über die Klimastrategien bei thyssenkrupp: CO2-Nutzung und Vermeidung.

- Chancen durch Chinas neue Seidenstraße
- Run-Off aus der Lebensversicherung

Ruhr-IHKs laden zum Kongress am 1. Oktober  
Duisburg, 4. September 2019 - Ob Belt and Road oder neue Seidenstraße – Die Volksrepublik China will die alte Handelsroute zwischen Asien und Europa wiederbeleben. Diese Initiativen und Aktivitäten beeinflussen den weltweiten Austausch von Gütern.
Welche Veränderungen auf den globalen Handel zukommen, erfahren Interessierte bei dem Kongress „One Belt/One Ruhr – Schienen-Highway der Chancen“ am 1. Oktober in Duisburg. Zusammen mit Experten können die Teilnehmer über die Chancen für die Wirtschaft an Rhein und Ruhr diskutieren. Anmeldungen sind noch bis zum 12. September möglich.  
 „Duisburg ist noch vor Hamburg der bedeutendste Endpunkt der Seidenstraße in Deutschland. Jeden Monat erreichen uns über 120 Güterzüge aus China mit steigender Tendenz. Diese Güter müssen gelagert, umgepackt, weiter transportiert oder verarbeitet werden. Für Im- und Exporteure ergeben sich Vorteile durch geringere Frachtkosten im Vergleich zum Flugzeug. Ein Riesenpotential, von dem auch Unternehmen an Rhein und Ruhr profitieren können“, ist Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK und aktuell Sprecher der Ruhr-IHKs, überzeugt. 

Die neue Seidenstraße wird auf dem Kongress aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Neben namhaften Experten aus Politik und Wissenschaft, diskutieren und berichten Unternehmen über ihre Erfahrungen und geben ihre Einschätzung zu weiteren Chancen und Herausforderungen der Belt and Road Initiative Chinas ab.   Weitere Details und Anmeldung unter
www.ihk-niederrhein.de/event/one-belt. IHK-



Run-Off aus der Lebensversicherung
Einladung zum Versicherungsvermittler-Tag am 26. September   Vor ein paar Jahren kündigten große Versicherungsgruppen an, ihre Lebensversicherungsbestände an Abwicklungsspezialisten zu verkaufen. Das fachte eine breite öffentliche Diskussion zum Thema „Run-Off aus der Lebensversicherung“ an.
In einer Netzwerkveranstaltung am Donnerstag, 26. September von 13 bis 19 Uhr beleuchtet die Niederrheinische IHK das Thema aus verschiedenen Perspektiven. Zusammen mit der IHK Mittlerer Niederrhein, dem Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) und dem Bezirksverband Niederrhein-Nord und Mittlerer Niederrhein findet das überregionale Branchentreffen im Hugo Junkers Hangar am Flughafen Mönchengladbach statt.
Experten des größten deutschen Vermittlerverbandes BVK, aus der Wissenschaft, von Unternehmen und Verbraucherverbänden führen mit Impulsvorträgen in die Thematik ein und stehen während der Veranstaltung zum Austausch zur Verfügung.

Ansprechpartner: Rüdiger Helbrecht, Telefon 0203 2821-284 oder E-Mail helbrecht@niederrhein.ihk.de.

- NRW-Schifffahrt braucht Rückenwind bei Investitionen und Innovationen
- Klimastrategie von thyssenkrupp: Parlamentarischer Staatssekretär Oliver Wittke informiert sich

Schifferbörse fordert stärkeres Bewusstsein für die Wasserstraße

 

Duisburg, 3. Septembr 2019 - Zur Anhörung des Verkehrsausschusses des Landtages zur Stärkung der Binnenschifffahrt sagt Frank Wittig, Vorsitzender der Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort e. V.:

„Die Binnenschifffahrt hat für den Gütertransport in Nordrhein-Westfalen eine herausragende Bedeutung. Das lang anhaltende Niedrigwasser im Rhein hat 2018 gezeigt, wie wichtig die Binnenschifffahrt für NRW ist. Ohne sie wären viele Industriebetriebe sowie deren Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Gefahr. Gleichzeitig wären die Verkehrsprobleme auf unseren Straßen noch größer.

Deshalb müssen wir dringend ein noch stärkeres Bewusstsein für die Bedeutung der Binnenschifffahrt schaffen – insbesondere bei den Stellen in Berlin, die für Investitionen in die Wasserstraßeninfrastruktur verantwortlich sind. Was wir brauchen, ist eine Investitions- und Innovationsoffensive Binnenschifffahrt.“

Laut Schifferbörse ist der geplante Aktionsplan Wasserstraßen von Landesverkehrsminister Hendrik Wüst und Bundesverkehrsministerium ein erster Schritt in die richtige Richtung. Gleichzeitig fordert Wittig das Land NRW auf, bei der Wasserstraße nicht Junior-Partner des Bundes zu bleiben, sondern auch mit eigenen Initiativen voranzugehen.

 

Neben Investitionen in die Infrastruktur sieht die Schifferbörse außerdem Handlungsbedarf in den Bereichen Fachkräfte und Innovation. Hierzu zählt ein Weiterbildungsprogramm für Speditionskaufleute. Ziel wäre, dass Speditionskaufleute nach Abschluss ihrer Ausbildung nicht nur Güterverkehre mit dem LKW und der Bahn organisieren könnten, sondern auch das Binnenschiff in ihre Transportaufträge einbeziehen.

 

Um die Innovationskraft zu stärken, sollte nach Auffassung der Schifferbörse in Duisburg ein Kompetenzzentrum für die Zukunft der Binnenschifffahrt entstehen. Beste Voraussetzungen bietet hierfür das Testfeld Rhein-Ruhr für autonomes Fahren auf der Wasserstraße, das sich aktuell im Aufbau befindet. Die Schifferbörse setzt sich daher dafür ein, dass dieses Testfeld auch weiterhin durch das Land finanziell unterstützt wird.

 


Die Schifferbörse ist ein Zusammenschluss von Reedern, Partikulieren, Verladern und Spediteuren, die sich die Stärkung des Systems Wasserstraße zur Aufgabe gemacht hat. Die Schifferbörse wurde 1901 gegründet. Dem Verein gehören rund 80 Mitglieder an.

Klimastrategie von thyssenkrupp: Parlamentarischer Staatssekretär Oliver Wittke informiert sich
Oliver Wittke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, informiert sich am 4. September über die Klimastrategie von thyssenkrupp. Im Zentrum des Besuchs am Standort Duisburg stehen das Wasserstoffprojekt der thyssenkrupp Steel Europe AG und das Projekt Carbon2Chem. Beide Initiativen sollen die CO2 Emissionen bei der Stahlproduktion deutlich verringern und schließlich ganz vermeiden.


Haniel konjunkturbedingt operativ unter Vorjahreszeitraum

- Umsatz und Operatives Ergebnis konjunkturbedingt gesunken
– Ergebnis vor und nach Steuern deutlich gestiegen, Finanzbeteiligungen mit negativem Ergebnisbeitrag
– Kostensenkungsprogramm angesichts konjunktureller Herausforderungen gestartet
– Weiterhin 1,3 Milliarden Euro für Portfolioentwicklung verfügbar


Duisburg, 30. August 2019 - Die Geschäftsentwicklung des Family-EquityUnternehmens Haniel war im ersten Halbjahr 2019 konjunkturbedingt belastet – vor allem in den frühzyklischen Geschäftsbereichen ELG und ROVEMA. In der Folge geht Haniel davon aus, dass der Umsatz unter dem Niveau des Vorjahres und das Operative Ergebnis 2019 leicht unter Vorjahr liegen werden.

Haniel hat daher, gemeinsam mit allen Geschäftsbereichen, ein Programm zur Verbesserung der Ertragskraft initiiert. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen belasten operativ Der Umsatz des Haniel-Konzerns ging im ersten Halbjahr 2019 um 5 Prozent auf 2.292 Millionen Euro zurück – trotz positiver Währungs- und Akquisitionseffekte. Organisch, das heißt bereinigt um Währungseffekte sowie Unternehmenskäufe und -verkäufe, ging der Umsatz im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 um 7 Prozent zurück.
Hauptgrund ist, dass der Umsatz des frühzyklischen Edelstahlschrottrecyclers ELG infolge des zunehmend schwierigeren Marktumfelds deutlich rückläufig war. Das erfreuliche Wachstum des Serviceanbieters von Hygiene- und Berufskleidungslösungen, CWS, und des B2B-Spezialversandhändlers für Geschäftsausstattung, TAKKT, konnte dies nicht ausgleichen.

Konjunktur belastet
Operatives Ergebnis: Kostensenkungsprogramm gestartet Das Operative Ergebnis lag im ersten Halbjahr 2019 mit 132 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums in Höhe von 157 Millionen Euro. Grund war insbesondere die deutlich schwächere operative Entwicklung des frühzyklischen Geschäftsbereichs ELG, dessen Operatives Ergebnis stark zurückging. Die gebremste Konjunktur belastete zudem auch das Operative Ergebnis des Herstellers von Verpackungsmaschinen, ROVEMA. TAKKT und Optimar hingegen steigerten das Operative Ergebnis jeweils.
Dieser Anstieg war jedoch nicht ausreichend, um die Rückgänge zu kompensieren. In der Folge fiel auch das EBIT des Haniel-Konzerns im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 126 Millionen Euro auf 103 Millionen Euro. CFO Dr. Florian Funck betont: „Angesichts der schwächeren Geschäftsentwicklung und der zunehmenden gesamtwirtschaftlichen Eintrübung kümmern wir uns fokussiert um das operative Geschäft und haben in allen Geschäftsbereichen Programme zur Kostensenkung und -flexibilisierung gestartet.“

Ergebnis vor Steuern gestiegen
Das Ergebnis vor Steuern umfasst neben EBIT und Finanzierungsergebnis auch die Beteiligungsergebnisse der Finanzbeteiligungen CECONOMY und METRO. Es stieg im Berichtszeitraum von -811 Millionen Euro auf 27 Millionen Euro an. Im Vorjahreszeitraum war es durch massive Wertberichtigungen auf die Finanzbeteiligungen CECONOMY und METRO belastet. Der Ergebnisbeitrag beider Finanzbeteiligungen war auch im ersten Halbjahr 2019 negativ. Bei CECONOMY betrug das anteilige Beteiligungsergebnis aufgrund von Restrukturierungsaufwendungen insbesondere im Verwaltungsbereich in Deutschland -5 Millionen Euro.
Der Ergebnisbeitrag von METRO fiel aufgrund erheblicher Wertminderungen auf die realAktivitäten mit -62 Millionen Euro ebenfalls negativ aus. Insgesamt ist das Beteiligungsergebnis von Haniel daher von -949 Millionen im ersten Halbjahr 2018 lediglich auf -66 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2019 angestiegen und fiel erneut negativ aus. 2018 hat Haniel den Ausstieg aus dem Engagement bei der Finanzbeteiligung METRO beschlossen und 7,3 Prozent der ausgegebenen Stammaktien der METRO AG an EPGC veräußert. Für die verbliebenen 15,2 Prozent besitzt EPGC eine Kaufoption.

Solide Finanzsituation und Investment-Grade-Ratings bestätigt
Im ersten Halbjahr 2019 stieg die Nettofinanzposition des Haniel-Konzerns von 974 Millionen Euro zum 31. Dezember 2018 auf nun 1.207 Millionen Euro, vorrangig aufgrund des veränderten IFRS-Standards zur Bilanzierung von Leasing-Verhältnissen.
Insbesondere aufgrund der veränderten Leasing-Bilanzierung sowie der im ersten Halbjahr gezahlten Dividenden sank die Eigenkapitalquote in der Folge von 58 Prozent auf 55 Prozent. Im ersten Halbjahr 2019 haben die Ratingagenturen Moody’s und Scope ihre Investment-Grade-Ratings für die Haniel-Holding bestätigt. Für den Erwerb weiterer Geschäftsaktivitäten im Rahmen der Buy & Build-Strategie stehen Haniel finanzielle Mittel in der Größenordnung von 1,3 Milliarden Euro zur Verfügung.

Haniel erwartet für 2019 ein Operatives Ergebnis deutlich unter Vorjahr
Der Haniel-Vorstand geht für das Geschäftsjahr 2019 davon aus, dass der KonzernUmsatz organisch unter dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Um den gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen entgegenzutreten und für eine weitere Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums gerüstet zu sein, hat Haniel ein Kostensenkungs- und Flexibilisierungsprogramm initiiert.
In diesem Zusammenhang werden weitere Sonderaufwendungen entstehen. Aufgrund dessen und in der Folge der konjunkturellen Entwicklung prognostiziert Haniel ein berichtetes Operatives Ergebnis deutlich unter Vorjahresniveau. Bereinigt um die Sonderaufwendungen sollte das Operative Ergebnis im Rahmen des Vorjahres liegen. Nach wie vor wird erwartet, dass das Beteiligungsergebnis aus den Finanzbeteiligungen an CECONOMY und METRO deutlich höher ausfallen sollte. Gleiches gilt für das Ergebnis vor Steuern.



Zusammenarbeit zwischen Duisburg und China: Aktivitäten, Status quo und Perspektiven

Seit Besuch des chinesischen Staatspräsidenten: Ausbau chinesischer Infrastruktur in Duisburg    

Duisburg, 30. August 2019 - Die Bande zwischen China und Duisburg sind traditionell sehr eng: Schon lange bevor das „Reich der Mitte“ auf dem Radar anderer Städte, Gemeinden und Länder sowie Unternehmen auftauchte, begründete Duisburg eine Städtepartnerschaft mit Wuhan.
Seit dem Jahr 1982 ist viel passiert.   „Auf diese Entwicklung und die Tatsache, dass wir dabei Vorreiter waren, können wir stolz sein“, so Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, und fährt fort: „Hinzu kommt, dass unsere Stadt europäischer Dreh- und Angelpunkt der neuen Seidenstraße ist. Das ist ein unschätzbarer, strategischer Vorteil.“
Chinas Wirtschaft ist im Verlauf der letzten Jahre immens gewachsen und mit ihr eine neue aufstrebende, kaufkräftige wie konsumfreudige Mittelschicht. Auch Duisburger Unternehmen profitieren davon. Seit Besuch von XI Jinping haben sich noch einmal zahlreiche Firmen, darunter zahlreiche Repräsentationsbüros, aus China in der Mercatorstadt angesiedelt.  

77 chinesische Unternehmen sind, Stand: August 2019, in Duisburg gemeldet: Laut Stabsstelle für Wahlen und Informationslogistik sind diese mehrheitlich in Hochemmerich (15), Ruhrort (10), Duissern (5) und Neudorf (Süd: 5, Nord: 4) ansässig. Ergänzt um Repräsentanzen chinesischer Städte und Regionen sowie chinesisch-deutsche Freundschaftsverbände und -institutionen, kommt man auf eine Zahl von über 100.
Ein Fokus chinesischer Infrastruktur hat sich mittlerweile sowohl im Objekt der Safe Box Self Storage in Rheinhausen-Emmerich als auch im Business Center Rheinhausen von Investor Wim Schreuder herausgebildet. Einige chinesische Firmen haben dort ihren Sitz, unter anderen die des ESCID-Absolventen Jinheng Feng. Dieser hat bereits im Jahr 2017 seine eigene Firma, die Trouver Consulting GmbH, in Duisburg gegründet, deren Dienstleistungsschwerpunkt auf der Betreuung chinesischer Investoren in Duisburg liegt.
Unternehmen wie diese haben eine Brückenfunktion für Unternehmen aus China, die bereits hier ansässig sind oder sich noch in Duisburg niederlassen wollen. Die Kontakte zu lokalen und regionalen Institutionen wie der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH und der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve sind dabei überaus wertvoll. Darüber hinaus berät Fengs Unternehmen den Eigentümer des Business Centers Rheinhausen exklusiv als strategischen Partner für den asiatischen Markt.    

 „Stetig an Fahrt aufgenommen hat auch die Zusammenarbeit mit dem Konfuzius-Institut“, sagt China-Beauftragter Johannes Pflug. Hierbei steht die interkulturelle Zusammenarbeit im Vordergrund. „Wer wechselseitig die Gepflogenheiten des jeweiligen Landes kennt, wird menschlich bereichert und fürs Business parkettsicher. Und genau diese Parkettsicherheit ist im Reich der Mitte Voraussetzung für den erfolgreichen Geschäftsabschluss auf Augenhöhe“, resümiert Pflug.  
„Auch wenn wir derzeit einen starken Rückgang der chinesischen Investments in Europa verzeichnen, gibt es doch eine valide chinesische Infrastruktur, die bis dato auf- und ausgebaut wurde: Ein tragfähiges Fundament, das auch stürmischen Zeiten trotzt“, bekräftigt Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg).
Dazu zählen das China Business Network Duisburg (mehr dazu unter: www.cbnd.de) ebenso wie das Business and Investors Forum China des Landes Nordrhein-Westfalen, das alle drei Jahre in Duisburg ausgetragen und seit 2018 von kulturellen Events flankiert wird. Zu nennen ist in diesem Kontext auch das Chinesische Frühlingsfest, gemeinsam durchgeführt von der GFW Duisburg, dem Konfuzius Institut Metropole Ruhr und der Universität Duisburg-Essen.

Darüber hinaus hat das Team der Duisburger Wirtschaftsförderung vor drei Jahren das Existenzgründungsseminar für Chinesen und Chinesinnen in Deutschland, kurz: ESCID, ins Leben gerufen. Dieses ist maßgeschneidert auf die Bedarfe von Chinesinnen und Chinesen zugeschnitten, die nach ihrem (akademischen) Abschluss in Deutschland, idealerweise in Duisburg, bleiben wollen und eine berufliche Selbstständigkeit anstreben. Und das sind einige, stellen diese mit 3,47 Prozent (absolut: 1.384) doch eine der größten Communitys unter den ausländischen Studierenden an der Universität Duisburg-Essen dar (Stand: Mai 2019).

Neben betriebswirtschaftlichem Rüstzeug sind es hier auch interkulturelle Besonderheiten, denen Rechnung getragen wird: beispielsweise im Bereich von Compliance-Vorschriften sowie dem Wettbewerbs- und Urheberrecht. Rund 30 ESCID- Absolventen seit Beginn zeugen von einer guten Resonanz.  

China-Beauftragter Hans Pflug, Zoo-Chefin Astrid Stewin, Oberbürgermeister Sören Link, GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer und GFW-Projektmanagerin Kai Yu (v.l.n.r.) Foto: Uwe Köppen;  Nutzungsrechte: Stadt Duisburg

- IHK lädt Jugendliche zum Azubi-Speed-Dating ein
- Experten aus China und Deutschland im Dialog  

Interessierte treffen Unternehmen aus der Region  

Duisburg, 29. August 2019 - Unter dem Motto „Bist Du schnell genug?“ lädt die Niederrheinische IHK am Donnerstag, 12. September, von 12 bis 14 Uhr, zum Azubi-Speed-Dating in den Steinhof in Duisburg Huckingen. Interessierte Jugendliche treffen auf 20 Ausbildungsbetriebe, die offene Ausbildungsplätze in über 40 verschiedenen Berufen mitbringen. Im Zehn-Minuten-Takt tauschen sich Unternehmen und Jugendliche aus. Wer überzeugen kann, hat die Chance auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.  
Und so funktioniert’s: An den Speed-Dating-Tischen sitzen die Personalverantwortlichen der Unternehmen. Ihnen überreichen die Jugendlichen ihre Bewerbungsunterlagen und die zehn Minuten laufen. Die Schüler erzählen kurz über sich und beantworten Fragen der Betriebe. Umgekehrt präsentieren sich die Unternehmen und erläutern die Ausbildungs- und Karrierechancen in ihren Häusern. Ist die Zeit um, wird zum nächsten Date mit einem anderen Unternehmen gewechselt.
„Zehn Minuten reichen erfahrungsgemäß, um zu wissen, ob die Chemie stimmt und sich ein Wiedersehen lohnt. Finden sich beide Parteien am Ende des Gespräches interessant, wird das eigentliche Vorstellungsgespräch vereinbart“, erläutert IHK-Projektkoordinator Yassine Zerari.  
Wer für 2020 noch eine Ausbildungsstelle sucht, kann ohne Anmeldung zum Azubi-Speed-Dating kommen. Wichtiger Tipp: Gut auf die Gespräche vorbereiten und genügend Bewerbungsmappen mitbringen! Weitere Infos und eine Liste der teilnehmenden Unternehmen unter www.ihk-niederrhein.de/duisburger_schulmodell. IHK-Ansprechpartner: Yassine Zerari, Telefon 0203 2821-216, E-Mail zerari@niederrhein.ihk.de.

Digitale Revolution und KI in China und Europa
Experten aus China und Deutschland im Dialog  

Wie wirken sich die neuen Technologien in China und Europa auf die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aus? Wie können wir den digitalen Fortschritt und die künstliche Intelligenz so einsetzen, dass alle davon profitieren? Welche Ansätze für gemeinsames Handeln und welche Regeln sind auf internationaler Ebene für das digitale Zeitalter denkbar? Diesen Fragen gehen die Podiumsgäste aus China und Deutschland nach, die auf Einladung des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr an bei den diesjährigen Chinagesprächen in den Dialog treten.  
Im Podium diskutiert Prof. WANG Kedi, Wissenschaftsphilosoph und ehemaliges Mitglied der Zentralen Parteihochschule Peking, mit Dr. Ulrich Eberl, Physiker, Wissenschafts- und Technikjournalist aus Deutschland. Es moderiert der Wissenschaftsjournalist Dieter Beste. Die Veranstaltung wird Deutsch-Chinesisch simultan gedolmetscht.  
Zum Abschluss kann das Publikum sich mit eigenen Fragen in die Diskussion einbringen. Im Anschluss gibt es beim Stehempfang Gelegenheit für Austausch.   Um Anmeldung bis zum 5. September 2019 unter konfuzius-institut@uni-due.de oder telefonisch unter 0203-306-3131 (Mo-Fr von 09.00 bis 12.30 Uhr) wird gebeten. Chinagespräche Metropole Ruhr Digitale Revolution und künstliche Intelligenz –  Europa und China im Dialog 10. September 2019  |  18:00 Uhr (Einlass 17.30 Uhr) Fraunhofer-inHaus-Zentrum  |  Forsthausweg 1  |  47057 Duisburg.

Neues Center für digitale Qualität hilft Duisburger Unternehmen bei der digitalen Transformation

Duisburg, 28. August 2019 - Dass Duisburg auch IT „kann“, das zeigt sich immer wieder. Und IT hat viele Gesichter. Hochspezialisierte Leistungen für sichere und zuverlässige Softwareentwicklung sind es, die das noch zu gründende Center für digitale Qualität im Technologiezentrum an der Bismarckstraße in Duisburg anbieten wird. Dahinter steht eine geplante Allianz von sechs Hightech-Unternehmen und der Universität Duisburg-Essen (UDE), genauer: dem Lehrstuhl für „Embedded Systems“ (Eingebettete Systeme) der Informatik.  

Zu den Firmenpartnern zählen die Albellus AG, die bridge4IT e.K., die ITQ GmbH sowie die QiTASC GmbH. Hinzu kommen TIOBE B.V. und the tean GmbH & Co. KG. Neben Niederlassungen in Duisburg (-mit Ausnahme von bridge4IT e.K.-) sind die Unternehmen grundsätzlich auch im Ausland ansässig – in Österreich, der Schweiz, Spanien und den Niederlanden. Jedes dieser Unternehmen ist dabei auf einen anderen Aspekt digitaler Qualität  spezialisiert – von der Softwareentwicklung über „Automatisiertes Testen“ bis hin zu Datensicherheit und -analyse.

Schon heute wird auf diese Weise de facto europäische IT-Expertise aus fünf Ländern gebündelt. Cendiq ist eine Marke der INTEON GmbH, die als „Klammer“ fungiert und das Know-how bündelt.  
„Als Versorgungszentrum für digitale Qualität ähnelt Cendiq, bildlich gesprochen, strukturell einem Ärztehaus mit mehreren Fachrichtungen. Als Centrum für digitale Qualität will Cendiq von Duisburg aus den vielen Industriekunden an Rhein und Ruhr helfen, die schnell steigenden Anforderungen an die Entwicklung zuverlässiger Software zu bewältigen. So werden diese fit für die Zukunft, da Cendiq bei der komplexen digitalen Transformation mit Rat und Tat zur Seite steht“, zeigt sich Duisburgs Oberbürgermeister begeistert. Initiator von Cendiq ist Alfred Kamper, Geschäftsführer der INTEON GmbH mit Sitz im Duisburger Technologiezentrum Tectrum.

Der Experte war es auch, der die Unternehmen untereinander vernetzte und die Synergieeffekte erkannte, die verschiedenen „Fachärzte“ zusammenzuführen. „Die Kunden können das benötigte Wissen in der Regel nicht selbst vorhalten, vielmehr muss die Expertise extern eingekauft werden. Hier setzen wir an, erhalten die Kunden bei uns doch ein Rund-um-Sorglos-Paket, nachdem wir durch sorgfältige ‚Anamnese‘ feststellen, wo digital ‚der Schuh drückt‘. Ist das ‚Leiden‘ anhand der ‚Symptome‘ erkannt, machen wir ein Angebot für die ‚Heilung‘“, so Kamper. Manchmal hapert´s an fehlenden oder unzuverlässigen Softwareprogrammen, mal an der ausreichenden Verfügbarkeit guten Fachpersonals. Schwerpunkt der Akteure von Cendiq ist die Testautomatisierung zur Minimierung so genannter Fehler „im Feld“, damit beim Softwarenutzer weniger Störungen auftreten. Dazu gehören auch die Verbesserung der Datensicherheit und das „Heben des Datenschatzes“ durch Big Data-Experten.  

Das Dienstleistungsspektrum der Cendiq-Partner richtet sich branchenübergreifend an Unternehmen, die Engpässe beim Forschen und Entwickeln, Programmieren, Testen und Auswerten haben. „In der Region kommen damit einige hundert Firmenkunden in Betracht, die bei der digitalen Transformation Unterstützung suchen. „Auch wir als ‚Konzern Stadt‘ haben Player wie Cendiq im Blick, wenn es darum geht, mit lokalem Know-how smarter zu werden“, betont Stadtdirektor und Digitalisierungsdezernent Martin Murrack.  
Beim Zusammenschluss zum Center für digitale Qualität werden die Vorteile eines Technologiezentrums sichtbar: Zentral und verkehrsgünstig gelegen, punktet es darüber hinaus mit einem flexiblen Raumangebot auch für Veranstaltungen.
„Die Repräsentanz mehrerer Nischenanbieter und hochspezialisierter Firmen im Technologiezentrum erleichtert den fachlichen Austausch und die wirtschaftliche Zusammenarbeit untereinander, macht es aber auch für den Kunden einfacher, das gewünschte Leistungsspektrum zu finden. Und die Nähe zur Universität ermöglicht die Einbindung der Lehrstühle aus Maschinenbau und Informatik bei innovativen Projekten. Dadurch hat Cendiq bereits 25 engagierte Studierende für sich gewinnen können, die hochmotiviert frische Ideen und Know-how beisteuern“, benennt GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer die vielfältigen Standortvorteile.  

Das sieht auch Cendiq-Initiator Kamper so: „Ein großer Pluspunkt ist auch die Außenstelle der GFW Duisburg im Tectrum. Die ständige Vertretung vor Ort hilft bei der pragmatischen Kontaktvermittlung, der Öffentlichkeitsarbeit, der Organisation von Veranstaltungen und der Antragstellung für Förderprojekte. Auch wirken sich die guten Verbindungen zur Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve am Standort vorteilhaft aus.  
Danach gefragt, warum sich die sechs Unternehmenspartner plus UDE zu dieser innovativen Allianz entschlossen haben, kommen diese auf die Vorteile des Schulterschlusses zu sprechen. Durch Cendiq werde das Angebot von einer größeren Zahl an Interessenten wahrgenommen; durch gegenseitige Empfehlung gebe man sich oft bei einem Kunden „die Klinke in die Hand“. Außerdem könne jeder einzelne Cendiq-Partner auf diese Weise auf gemeinsame Ressourcen zurückgreifen: Mitarbeiter „ausleihen“, Teilaufträge als Subunternehmer durchführen und zusammen größere Marketingaktivitäten realisieren. Auch das ständige Gespräch untereinander sei Gold wert.  

Jörn Linke, Niederlassungsleiter der ITQ GmbH in Duisburg, macht bei Cendiq mit, weil sich „durch den stetig steigenden Softwareanteil in allen Wirtschafts- und Lebensbereichen, eine immer höhere Softwarekomplexität ergibt. Daher ist es wichtig, komplexe Projekte ganzheitlich zu betrachten.“ Und Can Davutoglu, Chief Marketing Officer bei der QiTASC GmbH, ergänzt: „Die Chemie stimmte bei uns auf Anhieb. Wir haben festgestellt, dass jedes Unternehmen für sich einen wichtigen Puzzlestein mitbringt, um in Projekten sowohl die Qualität als auch die Transparenz und Nachhaltigkeit zu optimieren.“  

Abschließend erklärt Dr. Michael Prohaska aus Wien, Geschäftsführer von the tean GmbH & Co. KG: „Als internationale Digitalisierungsberatung verstehen wir unter digitaler Qualität, den Unternehmen zu helfen, sowohl den ökonomischen Nutzen als auch die betriebliche Transformation von Digitalisierungsprojekten zu erreichen. Und genau dieses Ziel ist es, dass wir gemeinsam mit Cendiq im Wirtschaftsraum NRW umsetzen werden.“  



Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, Stadtdirektor Martin Murrack und GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer und die Cendiq-Partner im Dialog. (Urheber des Fotos: Uwe Köppen, Nutzungsrechte: Stadt Duisburg)  

IHK-Vollversammlung

Unternehmerinnen und Unternehmer stellen sich zur Wahl
Duisburg, 28. August 2019 - Die Vollversammlungswahl der Niederrheinischen IHK hat begonnen – die Wahlunterlagen wurden an die Mitgliedsunternehmen verschickt. Bis zum 30. September, 18:00 Uhr, können sie aus 154 Kandidatinnen und Kandidaten die 84 Unternehmerinnen und Unternehmer auswählen, die in den kommenden fünf Jahren ehrenamtlich das höchste IHK-Gremium bilden und gemeinsam den Wirtschaftsstandort voranbringen wollen.

Die Vollversammlung ist das „Parlament der Wirtschaft“. Hier werden die wichtigsten Themen besprochen, die die Unternehmen bewegen: Von der Abgabenhöhe, über eine leistungsfähige Infrastruktur bis zur Fachkräftesicherung. Außerdem regelt sie die Grundsätze der IHK-Arbeit und entscheidet über die IHK-Finanzen.
„Unternehmerinnen und Unternehmer wollen sich ehrenamtlich für unseren Wirtschaftsstandort engagieren und unsere Niederrheinische IHK gestalten.
Diese Bereitschaft, sich in ihrer Freizeit dafür einzusetzen, finde ich toll.“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger.
Unter dem Motto #GemeinsamGestalten2019 wählen die IHK-Mitglieder in zehn branchenbezogenen Wahlgruppen die Vertreter ihrer Branche in die Vollversammlung.
Die Branchengruppen Industrie, Groß- und Außenhandel, Einzelhandel, Vermittlung, Immobilien und Beratung, Hotel- und Gaststättengewerbe, Touristik und Freizeit sowie die sonstigen verbraucher- und unternehmensbezogenen Dienstleistungen sind zusätzlich in die Wahlbezirke Stadt Duisburg, Kreis Wesel und Kreis Kleve unterteilt.
Die Unternehmen in den Branchengruppen Kreditgewerbe und Versicherungen, Verkehr und Logistik, Informations- und Kommunikationsgewerbe, Medien sowie Erneuerbare Energien wählen ihre Vertreter aus dem gesamten IHK-Bezirk.
Nach der Auszählung der Stimmen am 1. Oktober wird der Wahlausschuss das Wahlergebnis feststellen.
Am 2. Oktober wird das Ergebnis auf der IHK-Website veröffentlicht. Die neu gewählte Vollversammlung kommt am 5. Dezember zur konstituierenden Sitzung zusammen und wählt aus ihrer Mitte auch die Mitglieder des Präsidiums und an ihre Spitze die Präsidentin oder den Präsidenten. Die Kandidatenlisten und weitere Infos stehen unter www.ihk-niederrhein.de/ihk-wahl zur Verfügung.    

Bis zum 30. September können Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Stimme abgeben. Foto: Niederrheinische IHK/Videomotion  

Sonnige Stimmung beim Gastgewerbe

IHKs veröffentlichen Saisonumfrage Tourismus

 

Duisburg, 27. August 2019 - Die Tourismusbranche blickt auf eine gute Wintersaison zurück. Das geht aus der aktuellen „Saisonumfrage Tourismus“ hervor, die die Niederrheinische IHK und die IHK Mittlerer Niederrhein vorgelegt haben. Insgesamt haben sich 108 Betriebe aus den Kreisen Wesel, Kleve, Viersen und Neuss sowie den Städten Duisburg, Krefeld und Mönchengladbach beteiligt.

 

Rund 83 Prozent der befragten Unternehmen des Gastgewerbes bewerten die gegenwärtige Geschäftslage als „gut“ oder „befriedigend“. Der Klimaindex, der die Geschäftslage und die -erwartungen  der Branche widerspiegelt, steigt von 121,4 auf 123,9 Punkte. Bei Reiseveranstaltern, Reisebüros und Busbetrieben kühlt sich die Stimmung hingegen etwas ab. Der Klimaindex sinkt von 117,3 auf 104,6 Punkte. Ein möglicher Grund hierfür könnte das allgemein etwas zurückhaltende Reiseverhalten sowie das weltweite Startverbot für Flugzeuge des Typs Boeing 737-max sein.

 

Unterschiedliche Beschäftigtenentwicklung 

Die zweigeteilte Entwicklung der Branche setzt sich auch bei der Beschäftigtenentwicklung fort. Wie bereits in der Herbstsaison 2018 plant das Gastgewerbe, mehr Personal zu beschäftigen, wohingegen das Reisegewerbe befürchtet, Personal abbauen zu müssen. Die befragten Unternehmen im Gastgewerbe sehen den Fachkräftemangel sowie die hohen Arbeitskosten und die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise als größte Risiken für ihre Unternehmen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den befragten Reiseunternehmen. Arbeitskosten und der Mangel an qualifiziertem Personal werden neben den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als größte Unternehmensrisiken eingeschätzt.

 

Investitionsbereitschaft bleibt hoch

Die Branche ist weiterhin bereit, zu investieren. Dabei sollen die Investitionen vor allem in Produktinnovationen sowie Modernisierungsmaßnahmen fließen. Neben Renovierungs- und weitern baulichen Maßnahmen sind es vor allem die Einführung digitaler Anwendungen, die hier eine Rolle spielen. Auch hier wird deutlich, dass sich das Gastgewerbe deutlich offener gegenüber Investitionen zeigt als das Reisegewerbe.
Die aktuelle Saisonumfrage ist unter www.ihk-niederrhein.de/saisonumfrage_tourismus abrufbar

Die Rheinpromenade in Emmerich. Foto: Niederrheinische IHK/Zoltan Leskovar




7,2 Millionen Überstunden in Duisburg – 3,9 Millionen davon für „umsonst“

Duisburg, 27. August 2019 - Wenn Duisburg richtig schuftet, kommt ein Überstunden-Berg heraus: Rund 7,2 Millionen Arbeitsstunden haben die Beschäftigten hier im vergangenen Jahr zusätzlich geleistet. Davon 3,9 Millionen Überstunden zum Nulltarif – ohne Bezahlung. Das geht aus dem „Überstunden-Monitor“ hervor, den das Pestel-Institut im Auftrag der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) erstellt hat. Danach haben alle Beschäftigten den Duisburger Unternehmen 97 Millionen Euro „geschenkt“.

Allein in Hotels und Gaststätten leisteten die Beschäftigten hier im vergangenen Jahr rund 142.000 Überstunden. Das hat das Pestel-Institut auf Basis des Mikrozensus berechnet. Die Wissenschaftler sind von bundesweiten Durchschnittswerten ausgegangen. Demnach waren 44 Prozent aller in Duisburg geleisteten Überstunden im Gastgewerbe unbezahlt. Für 2018 bedeutet dies – bei 12 Euro Lohnkosten pro Stunde für den Arbeitgeber – ein „Lohn-Geschenk“ von 757.000 Euro.

„Von der Küchenhilfe im Hotel bis zum Kellner im Biergarten: Wer im Gastgewerbe arbeitet, ist auf jeden Euro angewiesen. Dabei sind 53 Prozent dieser Arbeitsplätze in Duisburg Minijobs“, sagt NGG-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hufer. Das Problem der 450-Euro-Kräfte: Sie dürfen keinen Euro hinzuverdienen.
„Also werden die Überstunden entweder gar nicht oder schwarz bezahlt – bar auf die Hand. Statt Minijobber mit 450 Euro abzuspeisen, sollte das Gastgewerbe endlich mehr Menschen regulär beschäftigen und ordentlich bezahlen“, fordert Hufer.

Die NGG geht in Sachen Arbeitszeit jetzt in die Offensive: Sie stellt sich mit der Gastgewerbe-Kampagne „#fairdient“ hinter die rund 7.000 Beschäftigten in den Hotels, Restaurants und Gaststätten in Duisburg. Denn ihnen drohe – über den verlorenen Lohn bei Umsonst-Überstunden hinaus – noch ein anderes Problem: Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) dränge die Bundesregierung, die Arbeitszeiten noch flexibler zu machen.

„Es geht darum, das Arbeitszeitgesetz zu durchlöchern. Ziel der Arbeitgeber ist es, die Höchstarbeitszeit auf bis zu 13 Stunden pro Tag auszuweiten“, kritisiert Hufer. Der Dehoga werde sich mit seinem Vorstoß „ein Eigentor schießen“, so die NGG. Denn das Hotel- und Gaststättengewerbe könnte durch eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit an Attraktivität einbüßen. „Gerade junge Menschen werden dadurch verschreckt. Und das bei der – im Branchenvergleich – ohnehin schon besonders niedrigen Ausbildungsquote“, sagt Hufer.

Der Gewerkschafter warnt: Mehr arbeiten zu müssen, bedeute immer auch ein höheres Gesundheitsrisiko. „Schlafstörungen, Erschöpfung, Rückenschmerzen und sogar Arbeitsunfälle können die Folge sein.“ Die bestehende Regelung der Arbeitszeit sei deshalb ein wichtiger Schutz der Beschäftigten. Im Gastgewerbe sei es bereits heute gang und gäbe, überdurchschnittlich oft an Wochenenden und Feiertagen, spätabends und auf Abruf zu arbeiten.

„Dazu kommt ein guter ‚Flex-Faktor‘ durch Arbeitszeitkonten. In Tarifverträgen hat die NGG mit dem Dehoga vielfältige Arbeitszeitmodelle vereinbart. Zu viele Betriebe setzen diese aber gar nicht in der Praxis um, sondern wollen einen Freifahrtschein. Wir fordern die Unternehmen auf, sich an diese Regelungen zu halten und die Dienstpläne frühzeitig und verlässlich zu schreiben“, so Gewerkschafter Hufer.


… noch ’ne Stunde – und noch eine: Gerade in Hotels und Gaststätten werden im Sommer kräftig Überstunden geleistet. „Das darf nicht weiter ausufern“, warnt die Gewerkschaft NGG und hat deshalb die Kampagne „#fairdient“ gestartet. Foto NGG

Zukunftssicheres Ruhrgebiet gestalten

RVR und Ruhr IHKs im Gespräch über Flächenbedarf und das Potenzial alter Kraftwerksstandorte  

Duisburg, 23. August 2019 - Wie kann das Ruhrgebiet weiter vorangebracht werden? Darüber tauschten sich der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Industrie- und Handelskammern (IHKs) im Ruhrgebiet in einem Spitzengespräch aus. Damit sich neue Unternehmen ansiedeln können, muss der Regionalplan wirtschaftsfreundlicher gestaltet werden, so die Forderung der IHKs. Große Chancen bietet dabei die Nachnutzung von stillgelegten Kohlekraftwerksstandorten. Die Ruhr-IHKs und der RVR unterstützen beide auch die Forderung zur Entwicklung von Brachflächen.  

„Wir wollen die Standortbedingungen im Ruhrgebiet weiter verbessern und den Wirtschaftsstandort zukunftssicher aufstellen. Die Regionalen Kooperationsstandorte sind im Entwurf zum neuen Regionalplan Ruhr das Instrument der Zukunft, um künftig mehr Flächen für größere Gewerbe- und Industrieansiedlungen anzubieten,“ so RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel, die den Dialog mit den Vertretern der IHKs ausdrücklich begrüßt. „Selbstverständlich muss die Regionalplanung die Interessen von Ökonomie und Ökologie genau abwägen, um die Metropole Ruhr zu einem attraktiven Standort für Wohnen, Arbeiten und Leben weiter zu entwickeln.“  

Die Ruhr-IHKs fordern in ihrer Stellungnahme zum Regionalplan mehr Wirtschaftsflächen auszuweisen. Aus ihrer Sicht reichen die bisher vorgesehenen Flächen nicht aus, um die Nachfrage für einen längeren Zeitraum sicher zu stellen. „Um auch in Zukunft neue Unternehmen im Ruhrgebiet ansiedeln zu können, müssen wir zwingend attraktive und ausreichende Wirtschaftsflächen anbieten können. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Unternehmen einen Bogen um das Ruhrgebiet machen“, betonte Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK und derzeit Sprecher der Ruhr-IHKs. Eine Möglichkeit, die Flächenknappheit zu verringern, sehen die Wirtschaftskammern in der Nachnutzung stillgelegter Kohlekraftwerksstandorte.  

RVR und Ruhr-IHKs sind sich einig, dass die Beschlüsse der Kohlekommission nicht nur für die betroffenen Braunkohlereviere weitreichende Folgen haben werden. Durch das Ende der Steinkohleverstromung sind auch im Ruhrgebiet weitreichende Auswirkungen auf Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung zu erwarten. Insgesamt positiv bewerteten die Gesprächspartner die Projektvorschläge des NRW-Wirtschaftsministeriums zum geplanten „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“ der Bundesregierung. Die vom Wirtschaftsministerium identifizierten Querschnittsthemen wie Flächenentwicklung, Mobilität und Infrastruktur, Energie und Klimaschutz oder Innnovation und Bildung müssten nun in enger Abstimmung mit den IHKs und dem RVR weiterentwickelt werden. „Ziel ist es, das Ruhrgebiet in den nächsten zehn Jahren zu einer der leistungsfähigsten und innovativsten Wirtschaftsmetropolen Deutschlands zu machen“, so Dietzfelbinger abschließend.    

Die Hauptgeschäftsführer der Ruhr IHKs (v. l.) Dr. Gerald Püchel, IHK Essen; Stefan Postert, IHK Mittleres Ruhrgebiet; Dr. Ralf Geruschkat, Südwestfälische IHK; Dr. Stefan Dietzfelbinger, Niederrheinische IHK und Wulf-Christian Ehrich, IHK zu Dortmund trafen sich mit Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des RVR.  Foto: Niederrheinische IHK


Firma Liquind will Tankanlage für Schiffe im Duisburger Hafen errichten

Antragsunterlagen liegen ab 2. September öffentlich aus    
Düsseldorf/Duisburg, 23. August 2019 - Die Firma Liquind 24/7 GmbH möchte im Duisburger Hafen ein Lager für Flüssigerdgas sowie eine Anlage zur Betankung von Binnenschiffen und Lkw mit Flüssigerdgas errichten.
Die Antragsunterlagen liegen in der Zeit vom 02.09.2019 bis einschließlich 01.10.2019 an folgenden Stellen zur Einsicht aus:    
Bezirksregierung Düsseldorf, Zimmer 240a, Cecilienallee 2, 40474 Düsseldorf Montag bis Freitag von 09.00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 16.00 Uhr   Stadt Duisburg (Bezirksamt), Zimmer 206, Körnerplatz 1, 47226 Duisburg, Montag bis Donnerstag von 08:30 Uhr bis 16:00 Uhr, Freitag von 08:30 bis 14 Uhr.
Zusätzliche Terminvereinbarungen sind in Absprache bei der Bezirksregierung Düsseldorf unter der Telefon-Nummer 0211/475 9323 möglich.  

Einwendungen gegen das Vorhaben können schriftlich bei der Bezirksregierung Düsseldorf oder bei der Stadt Duisburg innerhalb der Einwendungsfrist vom 02.09.2019 bis 15.10.2019 vorgebracht werden.  
Die Firma Liquind 24/7 GmbH aus Berlin hat bei der Bezirksregierung Düsseldorf einen Antrag auf Erteilung einer Genehmigung zur Errichtung eines Flüssigerdgaslagers (Liquefied Natural Gas LNG) sowie einer Betankungsanlage für Binnenschiffe und Lkw mit LNG gestellt.  
Die Anlage soll auf dem Gelände Am Parallelhafen 12 in 47059 Duisburg entstehen. Dort könnten dann bis zu 45 Tonnen LNG in einem Tank gelagert werden. Es besteht überwiegend aus Methan, das durch Abkühlung auf −161°C bis −164°C verflüssigt und bei dieser Temperatur transportiert und gelagert wird. Sofern die Genehmigung erteilt wird, will das Unternehmen die Anlage voraussichtlich im März 2020 in Betrieb nehmen. Sollte ein Erörterungstermin erforderlich sein, wird dieser am 21. November in Duisburg stattfinden.


Lanxess will Hydrier-Betrieb im Chempark Krefeld-Uerdingen erweitern

Erörterungstermin in Krefeld am 29. August
Düsseldorf/Krefeld/Duisburg, 21. August 2019 - Die Firma Lanxess will ihren Hydrier-Betrieb im Chempark Krefeld-Uerdingen erweitern. Nachdem die Antragsunterlagen im Frühjahr öffentlich auslagen und die Einwendungsfrist Ende Juni abgelaufen ist, findet am 29. August, ab 9.30 Uhr, der Erörterungstermin im Seidenweberhaus in Krefeld (Saal 1) statt.  
Die LANXESS Deutschland GmbH hat bei der Bezirksregierung Düsseldorf einen Antrag zur wesentlichen Änderung des Hydrier-Betriebes im Chempark Uerdingen gestellt. Diese umfasst unter anderem die Erhöhung der Produktionskapazität für Hexandiol-1,6 (Adipol) durch apparative Ergänzungen und verfahrenstechnische Optimierungen, die Errichtung einer Lärmschutzwand, sowie einen Antrag auf Zulassung vorzeitigen Baubeginns.  
In der vorgesehenen Frist haben 29 Einwender insgesamt 75 Bedenken geäußert. Dabei spielten neben Verfahrensfragen Themen wie die Anlagensicherheit oder die Abluftreinigung eine Rolle.  
Der Erörterungstermin ist nun der nächste Verfahrensschritt im immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren. Er dient dazu, die Informations- und Entscheidungsgrundlage der Genehmigungsbehörde zu verbreitern bzw. zu verbessern. Unter Beteiligung der Einwender, denen beim Erörterungstermin die Gelegenheit gegeben wird, ihre Bedenken persönlich vorzutragen, soll der Sachverhalt umfassend aufgeklärt werden, um eine tragfähige Grundlage für die Entscheidung der Genehmigungsbehörde zu schaffen.  
Eine Entscheidung über den Antrag auf Genehmigung wird nicht im Erörterungstermin selbst, sondern erst im weiteren Verlauf des Genehmigungsverfahrens getroffen. Der Erörterungstermin ist öffentlich. Rederecht haben jedoch nur die Einwender.

NRW-Exporte im Juni 2019 um 8,5 Prozent gesunken
Die nordrhein-westfälische Wirtschaft exportierte im Juni 2019 Waren im Wert von 15,8 Milliarden Euro. Wie das Statistische Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 8,5 Prozent weniger als im Juni 2018. Der Wert der Importe lag mit 20,1 Milliarden Euro um 1,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Exportminus im Juni 2019 ist maßgeblich auf die überdurchschnittlich hohen Rückgänge der Ausfuhren in das Vereinigte Königreich (−20,1 Prozent), die USA (−16,1 Prozent) und die Volksrepublik China (−9,0 Prozent) zurückzuführen.
Im ersten Halbjahr des Jahres 2019 summierte sich der Exportwert auf 98,5 Milliarden Euro (−0,9 Prozent) und der Wert der Einfuhren auf 124,7 Milliarden Euro (+3,3 Prozent).
Da in den Importen auch Lieferungen nach NRW enthalten sind, die hier auf Lager genommen und anschließend in andere Bundesländer weitergeleitet werden, ist eine Saldierung von Exporten und Importen nur begrenzt sinnvoll. (IT.NRW)

Soli-Reform greift zu kurz - IHK fordert Steuerentlastungen für alle Unternehmen  

Duisburg, 21. August 2019 - Das Bundeskabinett hat heute die Teil-Abschaffung des Solidaritätszuschlages beschlossen. Diese Entlastung geht jedoch an vielen, insbesondere auch kleinen Unternehmen vorbei – die Chance für den Einstieg in eine Unternehmenssteuerreform wird so nicht genutzt, so die Niederrheinische IHK Duisburg-Wesel-Kleve.
Der Gesetzentwurf sieht vor, den Solidaritätszuschlag für über 90 Prozent der Einkommensteuerzahler zu streichen oder zumindest zu senken. Viele Unternehmen profitieren davon allerdings nicht. Grund ist: Sie zahlen Körperschaftsteuer. Den Soli sollen sie auch weiterhin zahlen. Betroffen hiervon sind nicht nur große und ertragsstarke Unternehmen. Auch viele Start-ups und Gründer, die sich für eine Rechtsform mit Haftungsbeschränkung, wie eine Unternehmergesellschaft (UG) oder eine GmbH, entschieden haben, gehen bei dieser Steuerentlastung leer aus. Allein am Niederrhein sind davon ungefähr 17.000 Unternehmen betroffen.
„Wir brauchen eine umfassende Unternehmenssteuerreform, um im internationalen Standortwettbewerb nicht zurückzufallen. Ein erster Schritt sollte die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlages ab dem kommenden Jahr sein, damit Unternehmen bei der drohenden konjunkturellen Eintrübung investieren können“, betont Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK. Die letzte Unternehmenssteuerreform liegt über zehn Jahre zurück.

Die Unternehmenssteuern in Deutschland sind im internationalen Vergleich hoch. Je nach Höhe der durch den kommunalen Hebesatz bestimmten Gewerbesteuer liegt die Belastung von Unternehmen in Deutschland bei etwa 30 Prozent. Die Steuerbelastungen der Wettbewerber liegen in vielen Staaten bereits bei unter 25 Prozent oder werden dieses Niveau aufgrund der angekündigten Reformen erreichen. Laut dem vorliegenden Gesetzentwurf würden ab 2021 insbesondere mittelgroße Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften aller Größen den Solidaritätszuschlag weiterhin zahlen. Er droht somit zu einer Sondersteuer für Unternehmen zu werden.  

- Politik und Wirtschaft im Dialog
- Volksbank Rhein-Ruhr: Erfolgreiche Systemumstellung

IHK-Spitze zu Besuch bei Stefan Rouenhoff

 

Duisburg, 19. August 2019 - Überdurchschnittlich hohe Steuerbelastungen für Unternehmen und digitale Herausforderungen - diese Themen standen im Mittelpunkt beim Austausch zwischen Stefan Rouenhoff, CDU-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve, mit IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger und dem Klever Zweigstellenleiter Dr. Andreas Henseler.

 

„Die Unternehmen haben aufgrund landesspezifischer Steuern, wie der Gewerbesteuer, dem Solidaritätszuschlag oder der EEG-Umlage einen erheblichen Wettbewerbsnachteil“, kritisiert Dietzfelbinger. Die IHK fordert dringende Vereinfachungen und Entlastungen, wenn die Wirtschaft sich im globalen Wettbewerb behaupten will. Einen Weg, um die Bedarfe der Wirtschaft und des Klimaschutzes zusammenzubringen, sieht Rouenhoff in der Bündelung klimabezogener Steuern zu einer transparent ermittelten CO2-Abgabe. 

 

Rouenhoff warb bei den IHK-Vertretern für die Politik der Bundesregierung, mahnte aber gleichzeitig einen notwendigen Bewusstseinswandel in der Wirtschaft an, um zukunftsfähig aufgestellt zu bleiben. „Die Digitalisierung wird sich umfassend auf den internationalen Handel und auf den deutschen Mittelstand auswirken. Wir werden den politischen Rahmen setzen, ihn ausfüllen müssen die Unternehmen von sich aus“, so Rouenhoff. Er fordert, Spielräume zur internationalen Zusammenarbeit stärker zu nutzen und eine Finanzierung von Startups durch mehr Wagniskapital zu ermöglichen.

 

Mit Blick auf den Kreis Kleve mahnte die IHK die dringend notwendige Betuwe-Linie zu realisieren. Auch die Rheinvertiefung muss umgesetzt werden, um die Logistikfunktion auch bei Niedrigwasser zu sichern. Stefan Rouenhoff warb seinerseits für eine Unterstützung der IHK in Sachen Ertüchtigung der linksrheinischen Schienenstrecke zwischen Kleve und Düsseldorf.

 

Stefan Rouenhoff, CDU-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Kleve, im Gespräch mit IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger (r.) und IHK-Zweigstellenleiter Dr. Andreas Henseler (l.). Foto Niederrheinische IHK


Volksbank Rhein-Ruhr: Erfolgreiche Systemumstellung
Duisburg, 19. August 2019 – Mehr als 24 Monate Vorbereitung, diverse Projektsitzungen und mind. 1.000 Schulungstage liegen hinter den Mitarbeitern der Volksbank Rhein-Ruhr und dem verantwortlichen Projektteam – bestehend aus 10 Mitarbeitern der Bank. So hat die Bank in der Zeit vom 09. Bis 11. August erfolgreich ihr Banksystem umgestellt.
Schon vor längerer Zeit hatten die beiden Rechenzentralen der Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland fusioniert. Das hatte zur Folge, dass alle Volksbanken und Raiffeisenbanken, die das neue System noch nicht genutzt haben, sukzessive auf ein einheitliches System umgestellt werden.
Nach Auskünften der Genossenschaftsbank funktionierte am Umstellungswochenende alles wieder schneller als gedacht: „Bereits gegen 13 Uhr am Samstag haben wir alle Geldautomaten wieder in Betrieb genommen und die Kartenzahlung konnte uneingeschränkt genutzt werden.“ Betont Thomas Diederichs, Sprecher des Vorstandes.
„Wir haben unsere Kunden seit Monaten darauf vorbereitet, dass es am gesamten Wochenende zu Einschränkungen kommt, daher sind wir umso zufriedener über den reibungslosen Ablauf und danken unseren Kunden für das Verständnis und den Mitarbeitern für den außerordentlichen Einsatz.“
Direkt am Montag funktionierte auch das Online-Banking wieder. Das gesamte Online-Banking erscheint in einem neuen Design. So müssen sich die Kunden zwar auf ein neues Outfit einstellen, die Funktionen sind aber erhalten und teilweise noch verbessert worden.

 

Start für die neueste Mobilfunk-Generation in Duisburg

- 5G in Duisburg für Kunden an erstem Standort verfügbar
- 40 Vodafone 5G Stationen freigeschaltet, zehn weitere folgen noch in diesem Monat
Duisburg, 15. August 2019 - Vodafone schaltet am ersten Standort das neue 5G-Netz frei. Im Juli hatte Vodafone das erste 5G-Handy-Netz in Deutschland gestartet. In Großstädten ebenso wie in ländlichen Regionen. Im August verdoppelt der Düsseldorfer Telekommunikationskonzern nun die Anzahl der 5G-Standorte in ganz Deutschland.
Auch in Duisburg können erste Anwohner, Unternehmen und Technik-Fans 5G jetzt nutzen. Hier bietet 5G ab sofort deutlich höhere Bandbreiten als bislang mit LTE. Die verfügbaren Spitzengeschwindigkeiten sind dabei jeweils abhängig von der Position des Nutzers und der Anzahl der Kunden, die sich zeitgleich in der 5G-Zelle befinden. Insgesamt funken jetzt 40 Stationen im bislang einzigen 5G-Handy-Netz in Deutschland. Zehn weitere folgen noch in diesem Monat.
Im Juli hat Vodafone das erste 5G-Handy-Netz in Deutschland gestartet. Zeitgleich hat Vodafone mit dem Verkauf der ersten 5G-Endgeräte (Smartphones und Router) begonnen. Kunden können in allen gängigen Red- und Young-Tarifen eine 5G-Option hinzu buchen und nach einem Monat täglich kündigen.
Für einen Euro: Das zweite 5G-Smartphone funkt jetzt im Netz
Das Huawei Mate 20 X 5G können Vodafone-Kunden seit dem Start im Juli im 5G-Netz nutzen. Ebenso dient der GigaCube 5G ersten Kunden bereits als Ersatz für langsame DSL-Anschlüsse in ländlichen Regionen. Schon in Kürze können Vodafone-Kunden auch mit einem zweiten Smartphone im 5G-Netz surfen. Das Samsung Galaxy S10 5G erhält dafür das benötigte Software Update und funkt dann ebenfalls im 5G-Netz.
Das Samsung Galaxy S10 5G ist bei Vodafone online und in den Shops ab sofort bei einer monatlichen Zuzahlung von 30 Euro schon zum Einmalpreis von einem Euro erhältlich (Red XL).
Auch LTE bleibt wichtig für die Kunden „Alles was einmal groß werden will, muss klein beginnen. Der 5G-Start an ersten Standorten ist für uns wichtig, um unseren weiteren 5G Ausbau zu optimieren. Im kommenden Jahr wird 5G dann noch stärker an Bedeutung gewinnen. Dann werden auf dem Markt weitere 5G-Smartphones verfügbar sein. Und dann wird der Ausbau in der Fläche fortgeführt“, erklärt Vodafones Technik-Chef Gerhard Mack.
Bis Ende 2020 will Vodafone 10 Millionen Menschen mit 5G erreichen. Ende 2021 sollen es dann 20 Millionen Menschen sein. „Für viele Kunden wird zeitgleich LTE noch lange von hoher Bedeutung sein. Deshalb treiben wir auch vor allem in diesem Jahr den Ausbau von LTE mit unserem Ausbausprint weiter voran“, so Mack. Im August geht der 5G-Ausbau weiter Die Vodafone-Techniker haben jetzt die erste Duisburger Station aktiviert. Deutschlandweit funken jetzt 40 5G-Stationen im Netz von Vodafone.
Bis Ende August erhöht der Telekommunikationskonzern die Anzahl der 5G-Stationen im eigenen Netz auf 50 Standorte. 5G erhöht die Bandbreiten. Der Download von Apps, Videos oder Fotos funktioniert so noch schneller. Das Streaming von Musik ist ruckelfrei. Und 5G macht künftig Latenzzeiten (Reaktionszeiten) von weniger als zehn Millisekunden möglich. Das ist vor allem für die Vernetzung von Robotern und Maschinen in der Industrie wichtig.

Telekom-Bestandteile

Die ersten Bestandteile des 5G-Netzes stehen bereits in Duisburg – es handelt sich dabei um eine ganze Reihe von Funkmasten, die in den zurückliegenden Monaten bereits für die neue 5G-Technik um- und aufgerüstet wurden. Davon betroffen ist insbesondere der innenstädtische Bereich Duisburgs. Ein Datum zur Anschaltung der 5G-Technik steht noch nicht fest.

Tops und Flops am Niederrhein - IHK-Umfrage zur Standortuntersuchung
Etwa alle fünf Jahre führt die Niederrheinische IHK eine groß angelegte Befragung der Unternehmen durch, um positive und negative Standorteigenschaften in Städten und Gemeinden am Niederrhein aufzudecken. Noch bis Ende August können die angeschriebenen Unternehmen ihre Kommune bewerten, unter anderem in den Bereichen Bürokratie, Infrastruktur, Steuern, Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Fachkräftesituation.  
Der Zeitpunkt der Umfrage ist nicht zufällig gewählt: in den kommenden Wochen wählt die Wirtschaft am Niederrhein ihre Vertreter für die IHK-Vollversammlung, dem Parlament der niederrheinischen Wirtschaft.
„Mit der Umfrage können wir die wichtigsten Handlungsfelder für die neue Legislaturperiode noch besser identifizieren“, erläutert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger. Im Frühjahr 2020 plant die IHK, die Ergebnisse mit Politik und Verwaltung in den Kommunen zu diskutieren.
Notwendige Maßnahmen werden dann an die im Herbst 2020 neu zu wählenden Räte herangetragen. Die angeschriebenen Unternehmen können ihre Bewertung noch bis zum 29. August online abgeben. IHK-Ansprechpartner ist Dr. Andreas Henseler, Telefon 0203 2821-227, E-Mail henseler@niederrhein.ihk.de.

GFW Duisburg präsentiert erstes Highlight der GIMDU-Immobilien-Auktion 2019

Cafe Steinbruch wird versteigert
Duisburg, 13. August 2019 - Die Immobilie, in der sich die bekannte Location „Steinbruch“ befindet, steht zum Verkauf. Der Eigentümer hat sich entschieden, dass das Objekt bei der Immobilienauktion der Gewerbeimmobilienmesse Duisburg, kurz: GIMDU, versteigert werden soll. Diese findet statt am 6. und 7. November 2019 in der Mercatorhalle im CityPalais. Nach öffentlicher Versteigerung erfolgt sofort die notarielle Beurkundung.  

„Gerade Objekte mit gemischten Nutzungen bieten sich dafür an, Entwicklungen anzustoßen“, bekräftigt Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg).
Das Team der Duisburger Wirtschaftsförderung will durch die Auktion viele „Dornröschen“ wecken und Investitionen in den Immobilienbestand anregen. Die eingelieferten Objekte erzeugen bundesweit Aufmerksamkeit, wird die Versteigerung doch durch das in Berlin ansässige und bekannte Auktionshaus Karhausen AG durchgeführt. „Schließlich haben die Auktionatoren ihr Handwerk unter anderen beim renommierten Sotheby´s erlernt. Ihr Können stellen sie nun erstmals in Duisburg unter Beweis“, so Meurer.  

Versteigert werden können Wohn- und Geschäftshäuser, Hallen, Gewerbe- und Brachgrundstücke, Restgrundstücke sowie Gartenland – aus Duisburg oder der Region. Manuela Kaminski und Christian Felix Hendel, beide GIMDU-Projektkoordinatoren, haben die Erfahrung gemacht, dass einige Immobilieneigentümer ganz bewusst den Weg der Auktion wählen, weil hier gewährleistet ist, dass die Immobilien schnell „unter den Hammer kommen“ und langwieriges Feilschen mit den Interessenten entfällt.  

Der Auktionskatalog erscheint Ende August 2019. Bis zum 28. August 2019 können Eigentümer ihre Immobilie zur Versteigerung anmelden. „Je schneller, desto besser“, betont Hendel. Nur bei erfolgreicher Versteigerung fallen Kosten an. Informationen zur GIMDU und zur Auktion erhalten Interessierte bei Christian Felix Hendel, E-Mail:
hendel@gfw-duisburg.de, - Telefon: 0203 / 36 39 – 366.  

Immobilie mit Halle und Wohnhaus, Lotharstraße 318-320
   Foto: Harun Sahin, Auktionshaus Karhausen AG, Nutzungsrechte: GFW Duisburg

Anmerkung der Redaktion:

Der Name Steinbruch erscheint bereits im Jahre 1129 in der ältesten im Stadtarchiv Duisburg vorhandenen Urkunde, in der vor dem Gericht König Lothars III. ein Streit zwischen den Einwohnern Duisburgs und dem Verwalter des königlichen Forstes, dem Herzog Walram von Limburg, geschlichtet und entschieden wird, daß die Duisburger Bürger nach Belieben dort entsprechend ihrem Bedarf Steine brechen könnten, „soviel sie zu ihren Häusern und sonstigen Anlagen nötig hätten“. Angelehnt dazu wurde  1879 erstmals im Adreßbuch der Stadt die Steinbruchstraße erwähnt, die „von der Coloniestraße bis zum Steinbruch“ führe.

In den 1930er Jahren erteilte die Verwaltunsgbehörde in Düsseldorf erstmals die Erlaubnis für den Restaurations- und Cafebetrieb im Gebäude an der Lotharstraße - die Neudorfer sprechen hier von der "alten Lotharstraße ". Das heutige Cafe Steinbruch ist über die Grenzen Neudorfs und Duisburgs hinaus bekannt und beliebt als Ausflugsziel und Treff für Musiker, Biker, Fußball- und Eishockeystars. Im Januar 2020 wirkt Rolf Stanietzki 30 Jahre als Pächter des Betriebs vor allem durch die familienfreundliche Gastronomie und ist zudem als Kulkturschaffender hoch geachtet.

Eigentümer des oben aufgeführten Areals mit den Gebäuden ist der Neudorfer Klaus Stukovnik. Harald Jeschke

Unternehmerabend: Volksbank inspiriert zur „Bestform im Business“

Duisburg, 10. August 2019 - Am 17. September 2019 lädt die Volksbank-Rhein-Ruhr ab 18 Uhr interessierte Unternehmer in das Atrium ihrer Zentrale, Am Innenhafen 8-10, 47059 Duisburg ein. Referent des Abends ist Ralph Goldschmidt. Goldschmidt - Foto Designbüro Marx - Büros für Kommunikationsgestaltung ist Redner aus Leidenschaft und Experte für Lebenskunst.
Mit seinen Reden möchte er nicht nur informieren, sondern Unternehmern einen humorvollen und inspirierenden Abend bieten. Goldschmidt selbst kennt die Balance zwischen Familienleben und Business-Mensch nur zu gut und motiviert andere Geschäftsleute zur Bestform im Business.
Die Zuhörer setzen sich mit folgenden Fragestellungen auseinander: „Wie kann ich meine Karriere noch weiter fördern? Wie kann ich dem Druck und den Veränderungen auf meiner Leiter nach oben standhalten?“

Die Anmeldung ist ab sofort unter https://www.volksbank-rheinruhr.de/unternehmerabend möglich. Der Einlass beginnt um 17 Uhr. Für die Anreise mit dem Auto, stehen Parkplätze neben dem Gebäude (P2) zur Verfügung.


- Azubis planen grüne Projekte für ihre Betriebe
- Ökobilanzen weisen Treibhausgaseinsparungen recycelter Kunststoffe nach

Azubis planen grüne Projekte für ihre Betriebe: Gute Bilanz für IHK-Projekt Energie-Scouts 

Duisburg, 10. August 2019 - Mit der Fridays for Future Bewegung gewinnt das Thema Klimaschutz gerade bei jungen Menschen immer mehr an Bedeutung. Das gilt auch für die Azubis in den Mitgliedsunternehmen der Niederrheinischen IHK. Bei dem Projekt „Energie-Scouts Niederrhein“ suchen sie nach energetischen Schwachstellen in ihren Betrieben.
Seit dem Projektstart 2015 haben mittlerweile über 200 Auszubildende aus rund 70 Unternehmen an dem Projekt teilgenommen. Im Herbst geht das Projekt aufgrund gesteigerter Nachfrage bereits in die fünfte Runde – die Bewerbungsphase läuft noch. 

In mehreren Workshop-Modulen von Oktober bis Dezember wird den jungen Auszubildenden praxisorientiertes Basiswissen rund um die Themen Energie- und Ressourceneffizienz vermittelt. Auf dem Stundenplan stehen auch das Projektmanagement und die Berechnung der Wirtschaftlichkeit eigener Projekte. So werden die Azubis in die Lage versetzt, energetische Schwachstellen in ihrem Unternehmen aufzudecken, eigenständig Verbesserungsvorschläge zu entwickeln und diese in einem Projekt umzusetzen. Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK, ist vom Projekt überzeugt: „Als Energie-Scouts leisten die jungen Menschen einen wichtigen Beitrag für die Zukunft einer klimafreundlicheren Wirtschaft. Ich bin begeistert von dem Engagement der Azubis, die sich tatkräftig für ihre Ausbildungsbetriebe und die Umwelt einsetzen.“

 

Seit dem Projektstart steigt die Zahl der Teilnehmer von Jahr zu Jahr. Die Anmeldungen für 2019 laufen noch. Interessierte Unternehmen können sich an Felix Brüne wenden: Telefon 0203 2821-311, E-Mail bruene@niederrhein.ihk.de. Mehr Details: www.ihk-niederrhein.de/Energie-Scouts-Niederrhein



Ökobilanzen weisen Treibhausgaseinsparungen recycelter Kunststoffe nach
Neue Recyclingverfahren ermöglichen die hochwertige Aufbereitung von Kunststoffabfällen zu Regranulaten. Dadurch werden Ressourcen eingespart und Treibhausgasemissionen reduziert. Das weiterentwickelte Verfahren Recycled-Resource der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH ermöglicht genau das. Dies bestätigt nun auch eine Ökobilanz durchgeführt vom Fraunhofer UMSICHT im Auftrag von Interseroh.
Nach den Berechnungen der Wissenschaftler spart der Einsatz des Recyclingkunststoffs Recythen mit dem neuen einstufigen Prozess nun im Schnitt 60 Prozent klimaschädliche Emissionen im Vergleich zur Verwendung von Neugranulat aus Rohöl ein. © ALBA Group/Amin Akhtar Die Regranulate stammen aus Kunststoffabfällen aus der haushaltsnahen Sammlung in Deutschland. Ökobilanzen decken auf, welche klimaschädlichen Emissionen durch ein Verfahren oder Produkt entstehen bzw. im Vergleich zu alternativen Verfahren eingespart werden.
Das Unternehmen Interseroh nutzt dies, um seine technischen Neuentwicklungen zu überprüfen. Eine umfangreiche Ökobilanz wurde vom Fraunhofer UMSICHT durchgeführt, um die Weiterentwicklung des Recyclingverfahrens Recycled-Resource im Vergleich zu früheren Verfahren zu überprüfen. Ökobilanzstudie bei Fraunhofer UMSICHT In der Ökobilanz wurden unterschiedliche Verfahren zur Herstellung der Regranulate Recythen und Procyclen bewertet. Diese Regranulate basieren auf Kunststoffabfällen aus der haushaltsnahen Sammlung in Deutschland z. B. aus der Gelben Tonne.
Die Systemgrenze zur ökologischen Bewertung beginnt mit der Sammlung und Sortierung der Leichtverpackungen und endet mit der Bereitstellung des recycelten Polymers. Neben der Wirkung auf die globale Erwärmung wurde der Primärenergiebedarf zur Produktion der Regranulate bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass nicht nur klimaschädliche Emissionen durch den Einsatz von Recythen und Procyclen im Vergleich zur Verwendung von Rohöl eingespart werden, sondern auch, dass der Verbrauch an Primärenergie je Tonne Regranulat um rund 21.000 kWh unter dem Vergleichswert liegt. Die Differenz entspricht in etwa dem Energieaufwand von 14.000 Waschladungen.
Selbst der Einsatz des aufgrund von Individualisierungen relativ aufwendig produzierten Recyclingrohstoffs Procyclen spart sogar 54 Prozent klimaschädliche Treibhausgasemissionen ein. Die Daten beruhen auf Werten von 2018. Förderung der Kreislaufführung „Die Zahlen bestärken uns darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Dr. Manica Ulcnik-Krump, Leiterin der Business Unit Recycled-Resource bei der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH.
„Eine technisch weiter verbesserte, effektive Kreislaufführung von Kunststoffen entlastet das Klima – und erhöht zugleich den Nutzen für unsere Kunden aus der Industrie.“ Recompounds, die mithilfe des Interseroh-eigenen, mehrfach ausgezeichneten Recycled-Resource-Verfahrens hergestellt werden, ersetzen bereits in vielen Bereichen Neuware.
Mit dem innovativen Extrusionssystem COREMA®, für das Interseroh und der Hersteller EREMA 2019 mit dem Plastics Recycling Award Europe ausgezeichnet wurden, ist es erstmals möglich, maßgeschneiderte Recycling-Compounds in nur einem statt bisher in zwei Verfahrensschritten herzustellen. „Dies senkt den Energie- und Ressourcenverbrauch noch einmal spürbar“, so Dr.-Ing. Markus Hiebel, Abteilungsleiter Nachhaltigkeits- und Ressourcenmanagement bei Fraunhofer UMSICHT. Zudem lassen sich direkt im Herstellungsprozess Additive, Modifikatoren und anorganische Füllstoffe beimischen.
Die Qualitätskontrolle der Materialrheologie und Farbstabilität erfolgt dabei digital in Echtzeit. So kann Interseroh individuelle Recompounds für besonders hochwertige Anwendungen nach Kundenwunsch herstellen – und zugleich das Klima schonen.

TARGOBANK Duisburg legt im ersten Halbjahr 2019 weiter zu

Nachfrage nach Alternativen zu klassischen Sparprodukten wächst

Duisburg, 5. August 2019 – Die TARGOBANK Duisburg hat ihren Wachstumskurs auch im ersten Halbjahr 2019 fortgesetzt. In den ersten sechs Monaten konnte das Geldinstitut insbesondere im Geschäft mit Konsumentenkrediten Zuwächse verzeichnen. So haben die Filialen in Duisburg zum Stichtag 30. Juni Konsumentenkredite über 171,5 Mio. Euro vergeben – ein Plus von 3,8 Prozent seit Jahresbeginn.
„Die Nachfrage nach Finanzierungsangeboten bewegte sich auch im ersten Halbjahr auf hohem Niveau“, sagt Vertriebsdirektor Dirk Volk. Für stetig wachsende Nachfrage sorgte auch das Anfang 2018 gestartete Produkt- und Serviceangebot für Geschäftskunden. „Selbstständige und Freiberufler sind auf solide Finanzierungspartner angewiesen und legen großen Wert auf persönliche Ansprechpartner, die ihnen auf Augenhöhe begegnen. Mit unbürokratischen Prozessen und individuellen Lösungen wollen wir bei dieser Zielgruppe weiter wachsen“, erklärt Dirk Volk. Ergänzt wird das Geschäftskunden-Angebot um eine Auswahl verschiedener Business-Konten und Business-Kreditkarten. „Wir haben den Anspruch, unsere Geschäftskunden auch als Hausbank zu begleiten“, so Volk weiter. 

Trotz anhaltender Niedrigzinsphase stiegen im ersten Halbjahr die Spareinlagen in Duisburg um 2,08 Prozent auf 49,7 Mio. Euro. Das Volumen der Tagesgelder wuchs um 2,51 Prozent auf 64,2 Mio. Euro. In Festgeldern hatten die Kunden in Duisburg 15,1 Mio. Euro angelegt – ein Zuwachs von 8,8 Prozent. „Der Bedarf an Alternativen zu klassischen aber niedrig verzinsten Anlageformen wächst. Auch deshalb hat die Nachfrage nach ETFs und aktive Investmentfonds im ersten Halbjahr deutlich an Fahrt aufgenommen“, sagt Dirk Volk. Insbesondere ETFs stünden bei den Kunden hoch im Kurs.
„Bei größeren Anlageentscheidungen bevorzugt die Mehrheit unserer Kunden immer noch eine persönliche Beratung in der Filiale“, weiß Volk. „Und für reine Online-Kunden, die das persönliche Gespräch nicht wünschen, bieten wir mit Pixit auch eine volldigitale Lösung für den Vermögensaufbau an.“

In Duisburg betreute die TARGOBANK zum 30. Juni insgesamt rund 50.100 Kunden und führte 21.075 Girokonten.

IHK warnt vor No-Deal-Brexit

Vorbereitung der Firmen dringend notwendig

 

Duisburg, 2. August 2019 - Die Niederrheinische IHK warnt vor einem ungeregelten Brexit am 31. Oktober. Für die Unternehmen aus der Region ist es wichtig, sich vorzubereiten. Der neue britische Premierminister Boris Johnson hat sein Kabinett vollständig mit Brexit-Hardlinern bestückt. Aktuell werden regierungsintern Pläne und Szenarien für einen harten Brexit geschmiedet.

 

„Alles deutet darauf hin, dass die Briten jetzt ernst machen und es im Notfall auch auf einen ungeregelten Brexit ankommen lassen. In dem Fall werden Unternehmen und Verbraucher auf beiden Seiten die Verlierer sein“, schätzt IHK-Präsident Burkhard Landers die Lage ein. Die ersten Auswirkungen sind in den letzten Monaten bereits deutlich geworden: Großbritannien ist vom dritten Platz auf den fünften Platz der NRW-Exporthitliste abgerutscht.

 

IHK-Präsident Landers rät: „Natürlich hoffen wir, dass es nicht zum Äußersten kommt und eine einvernehmliche Lösung gefunden wird. Allerdings wird die Zeit knapp und wir empfehlen Unternehmen mit Geschäftsbeziehungen nach Großbritannien sich schnellstmöglich auf die Notfallsituation eines No-Deal-Brexit vorzubereiten. Das gilt besonders für Firmen, die noch keine Erfahrung mit Geschäften in Drittländern haben.“

 

Die Niederrheinische IHK hilft Unternehmern zum Beispiel mit einer Checkliste für Zoll- und Frachtfragen, einem Glossar mit Erklärungen zu Fachbegriffen rund um den Brexit. Alle Neuigkeiten über den Außenhandel mit Großbritannien beleuchtet der Brexit-Newsletter vom DIHK. Alle Angebote finden Firmen gebündelt unter www.ihk-niederrhein.de/brexit. Ansprechpartner bei der Niederrheinischen IHK: Rüdiger Hellbrecht, Telefon 0203 2821-284, E-Mail helbrecht@niederrhein.ihk.de.

 

 

22 neue Azubis starten bei duisport

Der Hafen weitet die Ausbildung aus  
Duisburg, 01. August 2019 - Die Duisburger Hafen AG (duisport) hat seine 22 neuen Auszubildenden für zwei Tage zum „Welcome Day“ in den Landschaftspark Duisburg Nord eingeladen. Dort hatten sie Gelegenheit, mit Ausbildern, älteren Auszubildenden und dem Management der duisport-Gesellschaften ins Gespräch zu kommen.
Die „Welcome Days“ lösen in diesem Jahr erstmalig die sogenannten Einführungstage für Auszubildende ab, um durch standortübergreifenden Austausch über alle Hierarchieebenen hinweg den Unternehmenseinstieg zu erleichtern.   duisport bildet in diesem Jahr so viel Auszubildende aus wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte. duisports-Vorstandsvorsitzender Erich Staake, der die Auszubildenden willkommen hieß, verwies darauf, dass der Duisburger Hafen in den vergangenen drei Jahren stets als „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ zertifiziert wurde. 
Staake: „duisport ist ein attraktiver Ausbildungsbetrieb und Arbeitgeber mit guten Zukunftsperspektiven.“  

duisports-Vorstandsvorsitzender Erich Staake hieß heute die neuen Auszubildenden an ihrem ersten Tag im Unternehmen willkommen. © duisport/krischerfotografie

HAMBORNER REIT AG: Erstes Halbjahr erfolgreich

Jahresprognose bestätigt - Anstieg der Mieterlöse (+ 2,3 %) und des FFO (+ 1,9 %) - Leerstandsquote bei 2,0 % - NAV je Aktie: 10,63 Euro

Duisburg, 1. August 2019 - Die HAMBORNER REIT AG blickt mit der heutigen Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts auf eine erfolgreiche erste Jahreshälfte 2019 zurück. Die Miet- und Pachterlöse beliefen sich im ersten Halbjahr auf 42,3 Mio. Euro und lagen damit 2,3 % über dem Vorjahresniveau. Die Funds from Operations (FFO) als wesentliche operative Ertragskennziffer sind in den ersten sechs Monaten um 1,9 % gestiegen und betrugen 26,6 Mio. Euro.
Die Leerstandsquote lag unter Berücksichtigung vereinbarter Mietgarantien mit 2,0 % weiterhin auf niedrigem Niveau (Vorjahr: 1,0 %). Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin sehr komfortabel. Die REIT-Eigenkapitalquote betrug 55,2 % und der Loan to Value (LTV) 43,5 %. Zum 30. Juni 2019 verfügte die Gesellschaft über ein Portfolio von 78 Immobilien mit einem Verkehrswert von über 1,5 Mrd. Euro.
Der NAV je Aktie lag zum Halbjahresende bei 10,63 Euro und damit 6,3 % über Vorjahresniveau (10,00 Euro zum 30. Juni 2018). Unmittelbar nach dem Abschlussstichtag konnte HAMBORNER den Besitzübergang für eine Immobilie in Bamberg vermelden. Am 1. Juli ist das im Herbst 2018 erworbene Objekt planmäßig in das HAMBORNER-Portfolio übergegangen.
Bei dem Ankaufsobjekt handelt es sich um eine 6.100 Quadratmeter große moderne Büro- und Einzelhandelsimmobilie, die langfristig an den Lebensmitteleinzelhändler EDEKA und weitere bonitätsstarke Büromieter vermietet ist. Die gewichtete Restlaufzeit der Mietverträge liegt bei rund acht Jahren. Der Kaufpreis der Immobilie beläuft sich auf 14,9 Mio. Euro.

Bei jährlichen Mieterträgen von 0,84 Mio. Euro beträgt die Bruttoanfangsrendite 5,6 %. Auf der Verkaufsseite war die Gesellschaft ebenfalls weiter aktiv. Mitte Juli wurde der Vertrag über den Verkauf eines Geschäftshauses in Leverkusen abgeschlossen. Der Verkaufspreis beläuft sich auf 1,6 Mio. Euro. Der Ergebnisbeitrag aus diesem Verkauf wird sich auf 0,1 Mio. Euro belaufen. Der Besitzübergang wird voraussichtlich in den kommenden Wochen stattfinden. Für das Gesamtjahr 2019 hält der Vorstand an seiner im Geschäftsbericht 2018 veröffentlichten Einschätzung zu den künftigen Geschäftsaussichten fest.

Der Vorstand geht von einer Steigerung der Miet- und Pachterlöse in Höhe von 1 % bis 2 % und einem operativen Ergebnis (FFO) auf dem hohen Vorjahresniveau aus. Vor dem Hintergrund der nachhaltig positiven Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr 2019 sowie des noch ausstehenden Besitzübergangs dreier Projektentwicklungen geht die Gesellschaft von weiterem Mieterlös- und FFO-Wachstum in 2020 aus.
Zu Beginn des kommenden Jahres werden die noch im Bau befindlichen Büroimmobilien in Aachen, Bonn und Neu-Isenburg in das HAMBORNER-Portfolio übergehen und mit rund 3,6 Mio. Euro p.a. zu den Mieterlösen beitragen.
Der Halbjahresfinanzbericht:
https://www.hamborner.de/investor-relations/finanzberichte.html



Die HAMBORNER REIT AG ist eine im SDAX gelistete Aktiengesellschaft, die ausschließlich im Immobiliensektor tätig ist und sich als Bestandshalter für renditestarke Gewerbeimmobilien positioniert. Das Unternehmen verfügt als Basis nachhaltiger Mieterträge über ein bundesweit gestreutes diversifiziertes Immobilienportfolio mit einem Gesamtwert von rund 1,5 Mrd. Euro. Den Schwerpunkt des Bestandes bilden großflächige Einzelhandelsobjekte und Fachmärkte, profitable Büro- und Ärztehäuser sowie attraktive Geschäftshäuser in zentralen Innenstadtlagen deutscher Großstädte und Mittelzentren.

Start-ups bereichern das Fraunhofer-inHaus-Zentrum

Duisburg, 31. Juli 2019 - Interaktiver Spieltisch, Demenzball oder Videobrille – das Fraunhofer-inHausZentrum in Duisburg setzt vermehrt auf die Zusammenarbeit mit innovativen Start-up-Unternehmen. Vor allem im Themenbereich rund um Connected Healthcare, einem Schwerpunkt der inHaus-Forschungsaktivitäten, sind bereits einige interessante und erfolgreiche Kooperationen zustande gekommen. Besonders niederländische Start-ups sorgen für neue Impulse.

Viel ist im inHaus passiert, seit mit ichó systems im April 2018 das erste Start-upUnternehmen Teil des inHaus-Partnernetzwerks geworden ist. Mittlerweile arbeitet das inHaus mit insgesamt neun Start-ups zusammen – Tendenz steigend. »Für uns als Innovations- und Kooperationsplattform, ist die Zusammenarbeit mit Start-ups unverzichtbar und unglaublich wertvoll. Gerade junge Unternehmen aus dem Gesundheits- und Pflegesektor passen hervorragend zum inHaus«, erklärt inHaus-Leiter Wolfgang Gröting. »Ich bin fest davon überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und schaue gespannt auf das was kommt – hoffentlich mit weiteren interessanten, innovativen Unternehmensgründern, die mit uns gemeinsam den nächsten Schritt machen möchten.«

Kooperative Forschungs- und Entwicklungsarbeit Die gemeinsame Nutzung der inHaus-Labore im Rahmen der Kooperationen führt zu einem noch direkteren und intensiveren Austausch. Die Partner arbeiten unmittelbar, Hand in Hand an der Entwicklung von innovativen Produkten und Konzepten. »Das ist unheimlich inspirierend und hilft am Ende allen Seiten«, sagt Wolfgang Gröting. Die Unternehmensgründer profitieren im inHaus von einem enormen technischen und wissenschaftlichen Know-how, den räumlichen Möglichkeiten oder auch dem Netzwerk aus Industrie und anderen Forschungseinrichtungen. Gleichzeitig bezieht das inHaus aus den Erfahrungen und Erkenntnissen, die die jungen Unternehmen bereit gesammelt haben, neue Schwungkraft.
Durch diese optimale Ergänzung können sich alle Beteiligten weiterentwickeln und im Idealfall entstehen neue, dauerhafte Partnerschaften. Das beste Beispiel, wie gut dieses Kooperationsmodell funktioniert, ist ichó systems. Das junge Duisburger Unternehmen hat einen interaktiven Demenzball entwickelt und ist zuletzt stark gewachsen: »Seit dem Beginn der Partnerschaft mit dem inHaus konnten wir uns enorm weiterentwickeln – das gilt für das Produkt sowie für das Unternehmen ›ichó‹. Wir erfahren sowohl auf technisch-wissenschaftlicher Ebene, als auch durch das Netzwerk insgesamt jede Menge Unterstützung. Das inHaus ist der ideale Ort für uns«, erklärt ichó-Geschäftsführer Steffen Preuß.

Neue Impulse durch niederländische Start-ups Eine Vielzahl der neuen, jungen inHaus-Partner stammt aus den Niederlanden. Unter anderem sind De BeleefTV, Qwiek oder Anne4Care nun Teil des Partnernetzwerks. Für Wolfgang Gröting ist das keine Überraschung: »Unser Nachbarland ist tendenziell bei Technologien im Gesundheitsbereich – gerade in Bezug auf Altenpflege – weiter und offener als wir in Deutschland. Wir wollen diese niederländische Innovationskraft ein Stück weit nach Deutschland holen. Ich erhoffe mir dadurch neue, frische Impulse für den deutschen Gesundheits- und Pflegesektor.«
Gleichzeitig soll die Kooperation mit dem inHaus den jungen Unternehmen aus dem benachbarten Ausland den Zugang zum deutschen Markt erleichtern. Weitere Start-up-Unternehmen aus den Niederlanden sind Bike Labyrinth, Beter door Beeld und Relaxmaker. Aus Deutschland sind neben ichó systems noch Allton und Erlebnisraum Gesundheit in Duisburg mit an Bord.

Kooperative Forschungs- und Entwicklungsarbeit von inHaus und Start-ups: Die gemeinsame Nutzung der inHaus-Labore führt zu einer intensiveren Zusammenarbeit und zu einem direkteren Austausch zwischen den Partnern. Hier v.l.n.r. die drei Gründer von ichó systems, Eleftherios Efthimiadis (stehend), Mario Kascholke und Steffen Preuß sowie inHaus-Leiter Wolfgang Gröting.
Foto © Fraunhofer-inHaus-Zentrum

Neben den Start-up-Unternehmen sind zuletzt auch viele weitere neue Industriepartner, wie die Sonepar Deutschland GmbH, zum inHaus-Partnernetzwerk hinzugekommen. Weitere Informationen und eine Übersicht über alle Partner des inHaus finden Sie unter https://www.inhaus.fraunhofer.de/de/Partner.html

Fraunhofer-inHaus-Zentrum Das Fraunhofer-inHaus-Zentrum in Duisburg ist eine einzigartige Innovationswerkstatt. Mehrere Fraunhofer-Institute und zahlreiche Wirtschaftspartner betreiben in der kreativen Ideenschmiede kooperative Forschungs- und Entwicklungsarbeit. In praxisnahen Anwendungslaboren entwickeln, testen und demonstrieren sie innovative Systeme und Produkte. Im Mittelpunkt stehen dabei immer der Mensch und seine Bedürfnisse und der Fokus liegt vor allem auf den Bereichen Smart Home und Connected Healthcare. www.inhaus.fraunhofer.de

Geoportal der Stadt als weiterer Schritt auf dem Weg zur „Smart City“
Duisburg, 31. Juli 2019 - Was hat ein Standortinformationssystem für Gewerbegebiete mit einer smarten City zu tun? „Eine ganze Menge“, betont Andree Haack, Wirtschaftsdezernent und Mitgeschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg), und erläutert: „Schließlich kam der Vorschlag, einen digitalen Überblick über die Duisburger Gewerbegebiete mit den dazugehörigen Ansprechpartnern zu realisieren, aus der Smart-City-Initiative.

Diesen hat das Amt für Bodenordnung, Geomanagement und Kataster gerne aufgegriffen, um Duisburgs Ziel der hochdigitalisierten Stadt noch näherzukommen. Und so können wir jetzt unser Informationsangebot für Unternehmen und Investoren auf der Homepage der GFW verbessern. Das steht dem Wirtschaftsstandort Duisburg gut zu Gesicht.“  
Unter www.duisburg.de/stadtentwicklung in der Rubrik „Planen/Bauen“ finden Entscheider aus kleinen und mittleren Unternehmen, Investoren, Architekten, Projektentwickler und sonstig Interessierte „auf einen Klick“ unterschiedliche Gewerbegebiete.
Anhand der digitalen Karte erfährt der Nutzer mehr über den Status quo des Bebauungs-Plans, dessen Zielsetzung, die Lage und den Gebietstypen des Areals. Darüber hinaus gibt es Informationen zur Fläche, der verkehrlichen Erschließung, der Erreichbarkeit und Entfernung sowie zum Ansprechpartner bei der GFW Duisburg. Ist der Erstkontakt erfolgt, kann das Team der Duisburger Wirtschaftsförderung konkrete Fragen zum Mikrostandort beantworten oder mit anderen Stellen vernetzen – beispielsweise mit Invest Support, anderen städtischen Ämtern oder Grundstückseigentümern.  
Haack sieht in dem neuen Geoportal eine „sinnvolle Ergänzung des bestehenden Angebots. Wirtschafts- und bürgerfreundlich, jederzeit als Orientierungshilfe für jeden. Schnell, einfach und zielführend.“
Auch sei dies ein Beleg für eine produktive dezernatsübergreifende Zusammenarbeit. Stadtentwicklungsdezernent Martin Linne kann dem nur beipflichten: „Wenn alle an einem Strang ziehen, kommt eben auch etwas Gutes für Duisburg und die Duisburger dabei raus. Das Geoportal ist das Ergebnis konstruktiver Schnittstellenarbeit und stellt einen echten Mehrwert dar.“  

Andree Haack und Martin Linne (v.l.n.r.) freuen sich über einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Smart City Duisburg; Urheberin: Petra Knoche; Nutzungsrechte: Stadt Duisburg

Duisburger Wirtschaftsförderung lädt ein zum nächsten Gründergespräch

Duisburg, 31. Juli 2019 - Im Tectrum geht´s am 6. August 2019 um das Thema „Gut gefunden werden – Online und offline erfolgreich verbinden“   Duisburg. „Gut gefunden werden – Online und Offline erfolgreich verbinden“.

Wie das funktionieren kann, verrät Vertriebsexperte Guido Hofmann von der Sellwerk – Schwann Verlag KG beim nächsten Gründergespräch am 6. August 2019 um 17 Uhr im Tec Tower des Duisburger Technologiezentrums, Bismarckstraße 142 in Neudorf.   Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei; für Getränke ist gesorgt. Existenzgründer und Start-ups mit Interesse am Thema können sich auf der Internetseite der GFW (unter Veranstaltungen) direkt anmelden: www.gfw-duisburg.de   
Das Thema des Gründergesprächs setzt bei interessanten Untersuchungsergebnissen der Gesellschaft für Konsumforschung, kurz: GfK, an: So vertrauen trotz aller Digitalisierung rund 30 Millionen Deutsche auf die gedruckte Version von „Das Örtliche“, „Das Telefonbuch“ oder auf „Die Gelben Seiten“, um einen von ihnen gewünschten Dienstleister oder das gesuchte Produkt zu finden. Dabei werden die jeweiligen Online-Ausgaben von bis zu 18 Millionen Menschen genutzt.  
Hinzu komme, so ein Ergebnis der Studie, dass jede zweite Kontaktaufnahme über die „Gelben Seiten“ zu einem Vertragsabschluss führe. Außerdem sorge ein solcher Eintrag für ein besseres Ranking bei Google-Suchergebnissen.   An diese Erkenntnisse knüpft das Gründergespräch an. Dabei geht es auch um die mögliche Verbindung zwischen den verschiedenen Kommunikationskanälen – von Print-und Online-Versionen über Unternehmens-Webseiten bis hin zu Social-Media-Kanälen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Online- und Offline-„Welt“ so verknüpfen lassen, dass die eigenen Firmendaten stets überall aktuell sind.

 „Das ist mittlerweile wichtiger denn je, um heute und in Zukunft gut aufgestellt zu sein. Schließlich sind Daten die neue Währung im Zeitalter von Wirtschaft 4.0“, weiß GFW-Projektmanager Andree Schäfer und konkretisiert: „Daher sind die vielen Praxistipps, die der Referent geben wird, Gold wert, wird er dabei doch auch fokussiert auf die einzelnen Tools und Kanäle mit ihren jeweiligen Erfolgschancen eingehen.“  
Vertriebsexperte Guido Hofmann von der Sellwerk – Schwann Verlag KG referiert beim nächsten Gründergespräch; Urheber: Jan Petricek; Nutzungsrechte: Sellwerk – Schwann Verlag KG



IHK fordert Entlastungen bei der Gewerbesteuer

Statement zur „Zonser Erklärung“

 

Duisburg, 29. Juli 2019 - Nach Monheim und Langenfeld hat nun auch Leverkusen als erste Großstadt in NRW ihren Gewerbesteuerhebesatz drastisch gesenkt. Deswegen trafen sich vergangene Woche Oberbürgermeister, Bürgermeister und Kämmerer von 33 Städten und Gemeinden in Zons am Rhein, um über den Gewerbesteuer-Wettbewerb zwischen den Kommunen zu diskutieren. Rund 30 Kommunen haben inzwischen die „Zonser Erklärung“ unterschrieben, die sich gegen eine starke Gewerbesteuerreduzierung richten soll. Dazu Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK:

 

„Hohe Gewerbesteuersätze stellen eine starke Belastung für Unternehmen dar. Sie beschränken den finanziellen Spielraum und erschweren notwendige Investitionen – vor allem bei der aktuell spürbaren konjunkturellen Abkühlung. In der Vergangenheit wurden die Gewerbesteuerhebesätze insbesondere in finanzschwachen Kommunen weiter erhöht. Das entgegengesetzte Vorgehen der Stadt Leverkusen nun als Steuer-Dumping zu stigmatisieren, geht daher an der Sache vorbei. Im Gegenteil begrüßen wir die angestoßene Diskussion über niedrigere Gewerbesteuersätze.
Diese geringeren Belastungen für unsere Wirtschaft sichern die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Statt Steuersenkungen grundsätzlich zu verurteilen, sollte daher besser darüber nachgedacht werden, das System der Gemeindefinanzierung insgesamt zu reformieren. Finanzschwache Kommunen sollten eine bessere Ausgangsposition erhalten, ohne ihre Unternehmen immer stärker zu belasten.“

 

 

30 NRW-Kommunen gegen Gewerbesteuer-Dumping:

Duisburg unterzeichnet Erklärung  
Duisburg, 26. Juli 2019 - Gemeinsam mit rund 30 Kommunen aus Nordrhein-Westfalen hat die Stadt Duisburg gestern in Dormagen die „Zonser Erklärung“ unterzeichnet. Stadtdirektor und Kämmerer Martin Murrack setzt damit ein deutliches Zeichen gegen Gewerbesteuer-Dumping.  

„Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer kommen bei uns nicht nur Schulen oder Kitas zugute, wir nutzen sie auch für Straßen oder den öffentlichen Nahverkehr. Gerade als Stärkungspaktkommune sind solche Investitionen für uns immer mit großen Kraftanstrengungen verbunden. Dass einige wenige Kommunen die Gewerbesteuer massiv herabsetzen, ist deshalb für uns nicht hinnehmbar“, erklärt Martin Murrack.  
Die Gewerbesteuer ist neben der Grundsteuer die wichtigste direkte kommunale Einnahmequelle. Über das sogenannte Hebesatzverfahren können die Städte unmittelbar Einfluss auf die Höhe der von Unternehmen zu zahlenden Gewerbesteuer nehmen. Als Stärkungspaktkommune ist Duisburg gezwungen, für hohe eigene Einnahmen zu sorgen und liegt daher mit einem Hebesatz von 520 v.H. im Vergleich zu anderen Kommunen in NRW im oberen Drittel. 

In den letzten drei Jahren verzeichnete die Stadt Duisburg stabile Gewerbesteuereinnahmen über der 200-Millionen-Euro-Marke, im Jahr 2018 mit rund 240 Millionen Euro sogar einen der höchsten Werte der vergangenen Jahre. Verlagern Unternehmen ihren Firmensitz, um von drastisch gesenkten Hebesetzen zu profitieren, ist es zudem möglich, dass Produktionsstätten und damit auch gewerbliche Belastungen wie Verkehr oder Lärmimmissionen am Ursprungsort verbleiben.  
Die Zonser Erklärung ist ein Aufruf der Stadt Dormagen. Die Erklärung fordert unter anderem die Neugestaltung der steuer- und kommunalverfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen im Bereich des Gewerbesteuergesetzes. Neben der Stadt Duisburg gehören unter anderem auch Düsseldorf, Bochum und Krefeld zu den Unterzeichnern.    

Duisburger Hafen spürt die weltweite Eintrübung der Konjunktur  

Duisburg, 22. Juli 2019 - Der Containerumschlag der Duisburger Hafen AG (duisport) betrug im ersten Halbjahr 2019 1,96 Mio. TEU. Dieser leichte Rückgang zum Vorjahr (2,01 Mio. TEU) ist insbesondere auf geringe Skandinavien-Mengen zurückzuführen, die durch sicherheitstechnische Einschränkungen im Bahntransport verursacht wurden.
Der Containerumschlag ist mit einem Anteil von rund 55 Prozent mit steigender Tendenz das wichtigste Gütersegment der duisport-Gruppe.
Der Gesamtgüterumschlag ging im ersten Halbjahr dieses Jahres mit 31,0 Mio. Tonnen um 5 Prozent (32,6 Mio. Tonnen in 2018) zurück. Die Weltkonjunktur kühlt sich merklich ab. So rechnet der IWF damit, dass sich 2019 das weltweite Bruttoinlandsprodukt gegenüber 2010 fast halbieren wird. Die Auftragseingänge der exportabhängigen deutschen Industrie gingen beispielsweise im Mai 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 Prozent zurück.

Nach Jahren des kontinuierlichen Wachstums spürt duisport, dass das wirtschaftliche Umfeld schwieriger geworden ist. Dagegen ist das Chinageschäft stabil. Rund 35 Züge verkehren wöchentlich zwischen duisport und verschiedenen Destinationen in China. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2019 hat duisport seine Spitzenstellung im Chinahandel gefestigt.
So kooperiert duisport mit internationalen Partnern bei gemeinsamen Projekten entlang der Korridore von Belt & Road. Dadurch sollen vor allem die Fahrzeiten der Güterzüge verkürzt werden. duisport sieht das Chinageschäft weiterhin als wichtigen Wachstumstreiber. Deshalb engagiert sich duisport in China entlang der Korridore von Belt & Road.  

Der Containerumschlag ist das wichtigste Gütersegment der duisport-Gruppe © duisport/Hans Blossey  

- Gewerbeimmobilienmesse verlängert Annahmefrist Objekteinlieferung
- IHK-Zertifikatslehrgang „Buchführung Grundstufe“ in Vollzeit

GIMDU verlängert Annahmefrist Objekteinlieferung
Duisburg, 22. Juli 2019 - Die GFW Duisburg sucht weiterhin lokale Immobilienobjekte für die Gewerbeimmobilienmesse Duisburg, kurz: GIMDU. Diese findet am 6. und 7. November 2019 in der Mercatorhalle des CityPalais Duisburg statt – jeweils von 15 bis 19 Uhr.  
Nach wie vor ist die Mitwirkung aller lokalen und regionalen Immobilienbesitzer gefragt, die ihr Objekt veräußern wollen – sei es, weil sie sich altersbedingt von der Immobilie trennen wollen oder das Immobilienmanagement in Eigenregie als zu aufwändig empfinden. Revitalisierungsobjekte, lange leerstehende Gebäude sowie solche von Erbengemeinschaften oder aus einer Insolvenzmasse eignen sich.
 
Damit den Besuchern eine Bandbreite an zu ersteigernden Objekten in Duisburg und Umgebung geboten werden kann, verlängert die GFW Duisburg die Frist zur Objekteinlieferung bis Mitte August 2019. Damit die Objekte bei der Auktion „unter den Hammer“ kommen können, ist es erforderlich, diese bei der GFW Duisburg oder der Karhausen AG verbindlich einzuliefern.

Nähere Informationen dazu finden Interessierte zum Download unter www.gimdu.de. Darüber hinaus findet sich hier eine Liste mit häufig gestellten Fragen – sowohl für potenzielle Immobilien-Käufer wie für -Verkäufer.  
Für die Verkäufer entstehen im Vorfeld keine Kosten. Erst wenn das Objekt tatsächlich verkauft wird, fallen 1,5 Prozent des Kaufpreises als Provision an. Die Auktionatoren Matthias Knake und René Silva von der Karhausen AG haben in zahlreichen Versteigerungen die Erfahrung gemacht, dass 80 Prozent der dort angebotenen Objekte den Eigentümer wechseln und auch im Nachgang dazu noch einige Objekte verkauft werden. Im Schnitt erzielen die Objekte rund 50 Prozent Preisaufschlag auf das Mindestgebot.  

Neben den Sonderkonditionen wird das Objekt über den Auktionskatalog bundesweit vermarktet – über Immobilienportale wie Immoscout ebenso wie über Mailings und aufmerksamkeitsstarke Werbeschilder am Objekt. Alles das ist für den Verkäufer kostenlos und wird von der Duisburger Wirtschaftsförderung ermöglicht. Nach der Auktion erfolgt an beiden Messetagen eine rechtskräftige Beurkundung durch den anwesenden Notar.  
Wer sein Objekt veräußern will, der wendet sich an: Manuela Kaminski (Telefon: 0203 / 36 39–375, E-Mail: kaminski@gfw-duisburg.de) oder Christian Felix Hendel (Telefon: 0203 / 36 39 – 366, E-Mail: hendel@gfw-duisburg.de).
V.l.: Auktionator Matthias Knake, GIMDU-Koordinator Christian Felix Hendel, GFW-Kommunikationsleiterin Annegret Angerhausen-Reuter, Wirtschaftsdezernent und GFW-Mitgeschäftsführer Andree Haack, GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer und GIMDU-Koordinatorin Manuela Kaminski - Foto: Sabrina Blinkert, Nutzungsrechte: GFW Duisburg  

IHK-Zertifikatslehrgang „Buchführung Grundstufe“ in Vollzeit
Buchführung zu verstehen und richtig anzuwenden, ist das Ziel des Zertifikatslehrgangs „Buchführung Grundstufe – Vollzeit“ der Niederrheinischen IHK. Die Teilnehmer lernen die wichtigsten Geschäftsvorfälle betriebswirtschaftlich zu erfassen und zu verbuchen. Neben der Inventur und der Bilanz werden im Kursverlauf die Umsatzsteuer sowie Skonti und Gutschriften grundlegend bearbeitet. Auch der Jahresabschluss mit Gewinn- und Verlustrechnung und die Personalbuchführung werden behandelt.  
Der Lehrgang findet vom 2. bis 11. September, montags bis mittwochs von 8:30 Uhr bis 16:15 Uhr, in der IHK Duisburg, statt. Weitere Informationen und Anmeldung: Sabrina Giersemehl, Telefon 0203 2821-382, E-Mail giersemehl@niederrhein.ihk.de.  
Die Niederrheinische IHK vertritt die Gesamtinteressen von rund 68.000 Mitgliedsunternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen in Duisburg und den Kreisen Wesel und Kleve.

IHK als familienfreundlicher Arbeitgeber zertifiziert
Bereits zum vierten Mal wurde die Niederrheinische IHK mit dem Zertifikat „audit berufundfamilie“ ausgezeichnet. Das bedeutet: Die IHK setzt sich für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik ein. Das Qualitätssiegel ist nun drei Jahre gültig. In dieser Zeit müssen Maßnahmen durchgeführt werden, um die Zielvereinbarungen einzuhalten.  
Mit dem Audit unterzog sich die Niederrheinische IHK bereits zum vierten Mal einem freiwilligen Check hinsichtlich ihres Engagements für ihre Beschäftigten. Das Angebot der IHK umfasst unter anderem Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung, gezielte Informationen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, flexible Arbeitszeiten sowie alternierende Telearbeit.

„Wir setzten uns dafür ein, dass unsere Mitarbeiter Beruf und Familie unter einen Hut bekommen. Mit diesen Maßnahmen fördern wir die Zufriedenheit und somit auch die Motivation unserer Mitarbeiter“, weiß Jörg Sinnig, IHK-Geschäftsführer im Bereich Finanzen, Personal, Organisation. Geplante Schwerpunkte für die nächsten Jahre sind der Einsatz von betrieblichen Gesundheits- und Pflegelotsen, die Förderung der Teamkultur sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Angebote und Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung.


Bündnis für Familie vergibt Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen Duisburg“ an die Indunorm Bewegungstechnik GmbH

Duisburg, 19. Juli 2019 - Das Lokale Bündnis für Familie Duisburg hat die Indunorm Bewegungstechnik GmbH am 19. Juli im Rahmen einer offiziellen Feierstunde als „Familienfreundliches Unternehmen Duisburg“ ausgezeichnet. Das Vertriebs- und Produktionsunternehmen mit Sitz im Stadtteil Wanheim hat die Jury mit überzeugenden Angeboten und individuellen Maßnahmen für die rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überzeugt.  

Indunorm punktet mit zahlreichen familienfreundlichen Angeboten: Damit die Betreuung gesichert und die Erreichbarkeit gewährleistet ist, kann ein Home-Office eingerichtet werden. Auch können sich die Beschäftigten ihre Arbeitszeit flexibel einteilen, um so auf Betreuungssituationen reagieren zu können. Wenn es morgens mal knapp wird, gibt es sogar einen Frühstücksservice direkt im Betrieb.  

Oberbürgermeister Sören Link befürwortet die Entscheidung der Jury: „Indunorm schafft für seine Beschäftigten und deren Familien optimale Arbeitsbedingungen und bietet individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Damit geht das Unternehmen mit gutem Beispiel voran.“  
„Duisburg und seine hier ansässigen Unternehmen können durchaus mit Familienfreundlichkeit punkten. Das sichert unseren Standort und zieht neue Fachkräfte an, die dieser Stadt gut tun. Und Sie engagieren sich, in dem Sie junge Menschen ausbilden“, betonte der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Matthias Wulfert.  

 Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, freute sich besonders, dass die Auszeichnung an einen produzierenden Betrieb geht. „Die Maschinen, auf denen Sie Ihre Produkte für die Automatisierung fertigen, kann man nun mal nicht so leicht wie einen Laptop für das Homeoffice unter den Arm klemmen.“ Trotzdem schaffe es Indunorm laut Schmitz, auch diese Arbeitsplätze familienfreundlicher zu machen. Als Stichworte nannte er Elternzeit, Gesundheitsschutz und das Mitmachen bei „Erlebnis Maschinenbau“.  

Die Indunorm Bewegungstechnik GmbH ist ein Vertriebs- und Produktionsunternehmen, das seit über 40 Jahren technisch anspruchsvolle Lösungen und Produkte für den Maschinenbau und die Automatisierungstechnik herstellt und vertreibt. Als größter europäischer Vertriebspartner von THK entwickelt und vertreibt Indunorm mit über 140 Mitarbeitern an drei Standorten hochpräzise Produkte der Lineartechnik.

„Die Entwicklung einer familienfreundlichen Unternehmenskultur ist neben der Bereitstellung sicherer und zukunftsorientierter Arbeitsplätze für uns ein wichtiger Baustein der Unternehmensführung und des Personalmanagements“, so Thomas Droste, Geschäftsführer von Indunorm.

Das Jahr 2018 hat Indunorm zudem ganz dem Thema Kommunikation gewidmet. Gemeinsame Ausflüge mit Abendprogramm, Übernachtung und Workshops mit einer Kommunikationstrainerin haben den Austausch und Zusammenhalt innerhalb des Unternehmens gestärkt.  
Die Auszeichnung vergibt das „Bündnis für Familie“ seit 2014 zum nunmehr zehnten Mal. Bündnispartner sind die Stadt Duisburg, die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer, der Unternehmerverband sowie weitere Institutionen und Firmen.   Ausgezeichnete „Familienfreundliche Unternehmen Duisburg“ seit 2014 Evertz Goßrau Heidberg Steuerberatungsgesellschaft PartGmbB Commerz Direktservice GmbH ThyssenKrupp Steel Europe AG Haeger & Schmidt International GmbH Kindernothilfe e. V. Franz Haniel & Cie. GmbH TARGO Dienstleistungs GmbH KROHNE Messtechnik GmbH Niederlassung West der DEUTAG GmbH & Co. KG.

Die Jury für diese Auszeichnung bilden Jugendamtsleiter Hinrich Köpcke und  Mitarbeiter Nico Rituper, Christian Kleff, Leiter Kommunikation & Marketing im Unternehmerverband, und Judith Hemeier, Referentin für Bildung und Technologie bei der IHK.  

Das „Bündnis für Familie“ wurde 2014 gemeinsam von der Stadt Duisburg, dem Unternehmerverband und der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve gegründet. Neben den drei Initiatoren engagieren sich von Beginn an die Wirtschaftsjunioren Duisburg e. V., der DGB Deutscher Gewerkschaftsbund Region Niederrhein, die Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Duisburg, das Jobcenter Duisburg und die Agentur für Arbeit Duisburg.
Neu hinzugekommen sind einige der bereits ausgezeichneten Firmen. Weitere neue Mitglieder sind herzlich willkommen, also z. B. Unternehmen, die an Familienfreundlichkeit Interesse haben, hier bereits vorbildlich agieren oder neue Ideen für ihren Betrieb suchen. Neben der Auszeichnung findet zweimal jährlich ein „Netzwerk-Frühstück Familienfreundlichkeit“ statt, bei dem Firmen voneinander lernen und sich vernetzen. Infos:
www.buendnisfamilie.duisburg.de  

V.li.: Matthias Wulfert, OB Sören Link, Thomas Droste, Ulrike Dornbusch-Pleiser (kfm. Leiterin), Wolfgang Schmitz)

Haniel nimmt Übernahmeangebot der EP Global Commerce für METRO-Anteile an

Duisburg, 18.07.2019. Die Haniel Finance Deutschland GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Franz Haniel & Cie. GmbH (Haniel), hat am 16.07.2019 das am 10.07.2019 von der EP Global Commerce VI GmbH (EPGC) unterbreitete freiwillige öffentliche Übernahmeangebot für alle von ihr gehaltenen Stammaktien der METRO AG (54.726.393 Stück) angenommen.

 

Der von der EPGC gebotene attraktive Kaufpreis von EUR 16,00 je Stammaktie der METRO AG entspricht deutlich den Erwartungen Haniels. Der Preis beinhaltet einen für alle Aktionäre der METRO AG signifikanten Aufschlag, insbesondere unter Berücksichtigung der notwendigen und derzeit laufenden Transformationsprozesse im Unternehmen.

 

“Wir sind davon überzeugt, dass eine Vereinfachung der Aktionärsstruktur und die Ausübung der Kontrollfunktion durch einen Großaktionär die besten Voraussetzungen bieten, die Metro AG in einem fordernden Marktumfeld erfolgreich zu transformieren“, sagt der Haniel Vorstandsvorsitzende Thomas Schmidt.

 

Thomas Schmidt weiter: “Daher hat Haniel sich als einer der Gründer-Investoren dazu entschieden, sein gesamtes an der METRO AG gehaltenes Aktienpaket an EPGC zu veräußern und damit einen attraktiven Wert zu realisieren. Aus unserer Sicht sind EPGC und seine Aktionäre die richtigen Anteilseigner der METRO AG, um die Transformation des Unternehmens in vollem Umfang zum Nutzen aller Beteiligten erfolgreich umzusetzen.”

 

Der Vollzug des Übernahmeangebots unterliegt verschiedenen Bedingungen, die in der am 10.07.2019 veröffentlichten Angebotsunterlage beschrieben sind.

 

2018: Ein erfolgreiches Geschäftsjahr für das Diakoniewerk Duisburg
Insgesamt 47 neue Arbeitsplätze geschaffen

Duisburg, 17. Juli 2019 - Das Diakoniewerk Duisburg kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurückblicken. 491 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben über 8.200 hilfebedürftige Menschen beraten und betreut. Das sind 17 Mitarbeitende mehr als im Jahr 2017 und die Zahl der Beschäftigten wird auch im aktuellen Geschäftsjahr noch weiter steigen.
Insgesamt 47 neue Arbeitsplätze hat das Diakoniewerk im Rahmen des Teilhabechancengesetzes geschaffen, um Langzeitarbeitslosen eine berufliche Perspektive zu ermöglichen. Das Diakoniewerk ist an 33 Standorten in Duisburg und Umgebung im Einsatz, ca. 580 Klientinnen und Klienten nutzten die Hilfsangebote in stationären bzw. teilstationären Einrichtungen.
Mit 165 Stammkräften ist „Arbeit & Ausbildung“ der größte von fünf Fachbereichen, gefolgt von „Kinder, Jugend & Familie“ mit 124 Mitarbeitenden. 24 Beschäftigte arbeiten in der Verwaltung. 38 Auszubildende haben 2018 ihre Abschlussprüfungen erfolgreich bestanden.

 

Das Motto 2018: „Gemeinsam stark! Vernetzung und Kooperation im Diakoniewerk“

Das Diakoniewerk engagiert sich in seinen fünf Fachbereichen für Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen und Unterstützung benötigen, um eine zukunftsfähige Lebensperspektive zu entwickeln. Viele Projekte können nur gemeinsam mit anderen Netzwerkpartnern umgesetzt werden.
So ist die neue stationäre Jugendhilfeeinrichtung Scheifeshütte in Kempen auf die Kooperation mit den Jugendämtern in Duisburg und Krefeld angewiesen, die neuen Kaufhäuser der Diakonie in Voerde und Kamp-Lintfort sind Gemeinschaftsprojekte mit den diakonischen Partnern vor Ort und auch innerhalb von Duisburg arbeitet das Diakoniewerk im Netzwerk mit anderen Wohlfahrtsträgern, Ämtern, staatlichen Institutionen, Kostenträgern, Wirtschaftsbetrieben und vielen anderen.

Im Bereich der Wohnungslosenhilfe ist das Projekt „100(8) Häuser für Duisburg“ ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziales und Wohnen der Stadt Duisburg und der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEBAG Duisburg. Im Rahmen des dreijährigen Projektes konnten 95 Personen in 60 Wohnungen (3012 m²) untergebracht werden, die wohnungslos waren oder akut von einem Wohnungsverlust bedroht.
Das Projekt konnte damit sein gesetztes Ziel erreichen, doch die Wohnungsknappheit in Duisburg für einkommensschwache Bürgerinnen und Bürger bleibt insgesamt dramatisch. „Keine eigene Wohnung zu haben, ist die schlimmste Form von Armut“, erklärt Geschäftsführer Udo Horwat.

 

Wohnungslosigkeit im Fokus

In vielen Städten und Gemeinden von NRW übersteigt die Nachfrage nach günstigem Wohnraum das Angebot. Besonders schwierig ist die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Ballungsräumen, diese Problematik ist daher ein wichtiges Thema in allen Fachbereichen des Diakoniewerks Duisburg. Die Anzahl der Sozialwohnungen in Duisburg hat sich von ca. 43.000 im Jahr 2000 auf knapp 20.500 im Jahr 2017 verringert.
„Besonders gefragt sind kleine Wohnungen für Alleinstehende oder große Wohnungen für Familien“, erläutert Udo Horwat. „Viele unserer Klientinnen und Klienten finden keinen passenden Wohnraum, vor allem dann, wenn zu den finanziellen Schwierigkeiten Drogenprobleme, psychische Erkrankungen etc. hinzukommen. Daher begrüßen wir sehr die aktuelle NRW-Landesinitiative ’Endlich ein Zuhause‘, bei der auch psychisch Kranke und Drogenabhängige explizit im Fokus stehen. Um den Menschen in Duisburg zu helfen, werden wir unsere gute Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg, der Fachstelle für Wohnungsnotfälle und dem Jobcenter weiter fortsetzen. Wir planen außerdem die Verlängerung des Projektes ‚100(8) Häuser‘ und prüfen eine Beteiligung an der NRW-Landesinitiative.“

 

Ausblick in die Zukunft

Die Arbeiten für die neue Stahlbauhalle am Standort in Duisburg-Neuenkamp können planmäßig zum Ende des Jahres abgeschlossen werden. Der Garten- und Landschaftsbau und die Friedhofsgärtnerei werden die neue Halle für die Ausbildung nutzen. Hier stehen moderne Schulungsräume, Übungs-Beete und Trainingsbereiche für Pflasterarbeiten zur Verfügung.
Im Rahmen des Teilhabechancengesetzes wurden von Februar bis Juli 2019 insgesamt
47 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Diakoniewerk in unterschiedlichen Einrichtungen und Betrieben eingestellt. Diese sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sind eine große Chance für Langzeitarbeitslose und können als Brücke in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis dienen. Wenn das Diakoniewerk Ende des Jahres seinen 40. Geburtstag feiert, hat die Anzahl der Mitarbeitenden die 500er-Marke bereits überschritten.

Wohnungsnot in Duisburg
 Steigende Mieten
 Wohnhäuser stehen leer und verfallen
 Zu wenig Sozialwohnungen (vor allem 1-Zimmer bzw. 4-Zimmer Wohnungen)
 Wohnungssuchende mit geringem Einkommen, mit Kindern oder ältere Menschen haben auf dem freien Markt Probleme, eine bedarfsgerechte Bleibe zu finden
 Flüchtlinge, Arbeitslose, Drogenkranke, psychisch Kranke haben kaum Chancen
 Es ist davon auszugehen, dass sich die Wohnungsmarktsituation perspektivisch weiter verschlechtern wird

Das Diakoniewerk setzte um
 Ca. 1.200 Wohnungsnotfälle betreut das Diakoniewerk Duisburg mit seinem Fachbereich Wohnungslosenhilfe jährlich, günstiger Wohnraum ist für unsere Klienten sehr wichtig
 Hilfsangebote für wohnungslose Frauen, Männer und Jugendliche und begleitende Unterstützung durch Insolvenzberatung, Drogenberatung, Flüchtlingsberatung etc. geboten.
 Das Projekt „100(8) Häuser für Duisburg“ hat das Ziel, in jedem der 108 statistischen Quartiere in Duisburg eine Immobilie zu sanieren und wieder bewohnbar zu machen
 Unterstützung  für die Arbeit der Streetworker in Duisburg
 Unterstützung der Initiative der Diakonie RWL „Bündnis fairer Wohnraum“
 Unterstützung für die Landesinitiative gegen Wohnungslosigkeit "Endlich ein Zuhause"

Das Diakoniewerk fordert
 Die Marktfähigkeit von sanierungsbedürftigen Wohnungen in Duisburg muss wiederhergestellt werden
 Private Immobilien-Besitzer, deren Wohnungen nicht vermietet sind, sollten gezielt angesprochen werden
 Personen, die Unterstützung benötigen, erhalten so lange „wohnbegleitende Hilfen“, bis das Mietverhältnis gut stabilisiert ist

  

Bei der Vorstellung des Jahresberichtes vom Diakoniewerk Duisburg stand das Thema Wohnungslosigkeit im Fokus. (V.r.n.l.) Udo Horwat (Geschäftsführer), Svenja Lippka (Projektmitarbeiterin „100(8) Häuser“) und Roland Meier (Projektleiter „100(8) Häuser“ und Leiter des Fachbereiches Wohnungslosenhilfe) hoffen, dass ihr Projekt bald ein Regelangebot wird. Foto: Diakoniewerk Duisburg.

 

Impact Factory wählt erste Social Start-ups für Gründerstipendium aus

Duisburg, 16. Juli 2019 - Die ersten Gründerstipendiaten der Duisburger Impact Factory stehen fest. Die Initiative fördert Start-ups, die soziale, gesellschaftliche oder ökologische Probleme mit unternehmerischen Mitteln lösen möchten. 56 sogenannte Social Start-ups hatten sich beworben, 17 wurden für die drei Programme ausgewählt. Im Einsteiger-Programm "Create-up" finden sich ausschließlich angehende Unternehmer aus dem Ruhrgebiet.

Sie sollen dabei unterstützt werden, ihre Idee in ein tragfähiges Geschäftsmodell zu überführen. Aufgenommen wurden Health4Bees (Schermbeck), die ein prophylaktisches Bienenmedikament gegen eine schädliche Milbenart produzieren wollen, Mit Kidz (Bochum), eine Freizeit-Plattform für Familien, PickyPack (Essen), eine Einkaufstüte aus neuem reißfestem Material, Solarpott (Bochum), ein Vermittlungsservice für Mietshausbesitzer, Solaranlagenhersteller und Mieter, und Tausche Bildung für Wohnen (Duisburg), eine Ganztages- und Hausaufgabenbetreuung für sozial benachteiligte Kinder im Tausch gegen kostenloses Wohnen.

Im Programm "Scale-up" werden Start-ups bei der Weiterentwicklung ihres erfolgreich getesteten Geschäftsmodells unterstützt. Hierfür wurden fünf Teams aus ganz Deutschland ausgewählt. Sieben weitere werden als "Fellows" aufgenommen - junge Unternehmen, die nur punktuell Unterstützung benötigen. Die Impact Factory Duisburg ist eine gemeinsame Initiative der Gründungspartner Beisheim Stiftung, Franz Haniel & Cie. GmbH, KfW Stiftung und Anthropia gGmbH mit Unterstützung der Programmpartner Der Paritätische NRW und Wilo-Foundation. Sie ist das einzige Stipendium für ökologische und soziale Gründungsideen in der Metropole Ruhr. Infos unter www.impact-factory.de  - idr

Zu Gast in der Hauptstadt der Binnenschifffahrt

Bundestagsabgeordnete informieren sich über Belange der Branche

 

Duisburg, 11. Juli 2019 - Die marode Wasserstraßen-Infrastruktur, Maßnahmen gegen Niedrigwasser und autonome Binnenschifffahrt waren die zentralen Themen beim Besuch der Parlamentarischen Gruppe Binnenschifffahrt des Deutschen Bundestags in Duisburg. Auf Einladung der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer, der Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort e.V. und des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB) machen sich die Bundestagsabgeordneten selbst ein Bild von den Wasserstraßen und Häfen am Niederrhein.

 

IHK-Präsident Burkhard Landers betonte bei seiner Begrüßung der Sprecher der Parlamentarischen Gruppe Eckhard Pols (CDU/CSU), Mathias Stein (SPD), Andreas Mrosek (AfD), Bernd Reuther (FDP) und Claudia Müller (Grüne) die große Bedeutung der Branche für die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Gleichzeitig machte er auf die vielen Hürden aufmerksam: „Nahezu alle Schleusen im westdeutschen Kanalnetz sind in die Jahre gekommen und müssen saniert werden.“ Um sich in Berlin mehr Gehör für die Bedeutung der Wasserstraßen zu schaffen, forderte Landers von der Parlamentarischen Gruppe deutliches Engagement.

 

Nicht nur die marode Infrastruktur stellt die Branche vor Herausforderungen, sondern auch das Niedrigwasser im vergangenen Jahr und seine gravierenden Auswirkungen für Schifffahrt, Logistikwirtschaft und Industrie. Im Hafen Schwelgern von Deutschlands größtem Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel Europe konnten sich die Bundestagsabgeordneten selbst ein Bild davon machen.
Mit einer jährlichen Umschlagleistung von weit über 25 Millionen Tonnen zählt der Hafen zu den größten deutschen Binnenhafenstandorten. Bis zu 10.000 Schubleichter und Motorschiffe mit jeweils bis zu 2.800 Tonnen Eisenerz und anderen Montangütern werden hier jährlich abgefertigt. Der Vorsitzende der Parlamentarischen Gruppe, Mathias Stein, MdB, betont beim Hafen-Besuch: „Diese Zahlen machen deutlich, wie sehr die Versorgung der Industrie und damit auch die Arbeitsplätze auf die Wasserstraße angewiesen sind. Auch vor dem Hintergrund des Klimaschutzes und der notwendigen CO2-Einsparung müssen in Zukunft viel mehr Güter vom LKW auf die Binnenschifffahrt verlagert werden.“

 

Neben den aktuellen Herausforderungen der Branche stand beim Gedankenaustausch mit rund 30 Unternehmern in der Niederrheinischen IHK auch der Blick nach vorne auf der Agenda. Innovationen wie das autonome Fahren müssten besonders zwischen Niederrhein und Ruhrgebiet aufs Wasser kommen: „Unsere Region hat hervorragende Voraussetzungen, um die Zukunft der Binnenschifffahrt aktiv und an vorderster Stelle mitzugestalten“, betonte der Vorsitzende der Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort und IHK-Vizepräsident Frank Wittig und verwies auf die kürzlich erschienene Machbarkeitsstudie der IHK.

 

Die Abgeordneten kündigten an, sich bei ihrer parlamentarischen Arbeit weiterhin überfraktionell und mit vereinten Kräften für die Binnenschifffahrt insbesondere an Rhein und Ruhreinzusetzen. Projekte wie die Abladeoptimierung des Rheins und die Reparatur der Kanalschleusen müssten zügig angegangen werden.

 

IHK-Präsident Burkhard Landers (2. v. r.) und IHK-Vize-Präsident Frank Wittig (3. v. l.) begrüßten die Parlamentarische Gruppe Binnenschifffahrt (v. l.) Eckhard Pols (CDU), Andreas Mrosek (AfD), Claudia Müller (Grüne), Mathias Stein (SPD), Bernd Reuther (FDP).


April 2019: 2,3 % weniger Unternehmensinsolvenzen als 2018
Im April 2019 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1 689 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2,3 % weniger als im April 2018.

Feierliche Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen Duisburg“

Duisburg, 11. Juli 2019 - Die Jury des Lokalen Bündnisses für Familie Duisburg hat entschieden, dass die Indunorm Bewegungstechnik GmbH die diesjährige Auszeichnung „Familienfreundliches Unternehmen Duisburg“ erhält. Indunorm, ein Bewerber unter vielen, überzeugte die Jury mit einem Bündel an individuellen und maßgeschneiderten Maßnahmen in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf für seine rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.  
Im Rahmen einer Feierstunde wird die Urkunde gemeinsam von Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK, und Matthias Wulfert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, am Freitag, 19 Juli um 12. Uhr am Firmensitz in Duisburg-Wanheim übergeben.

Duisburg auf dem Weg zu einem energieeffizienten Binnenhafen

Duisburg/Oberhausen, 9. Juli 2019 - In Duisburg befindet sich der größte Binnenhafen der Welt. Pro Jahr werden hier über 20 000  Schiffe und 25 000 Züge abgefertigt. Im Rahmen von »enerPort« entsteht erstmals ein Gesamtkonzept zur Energienutzung und -versorgung des über 1550 Hektar großen Areals – und zwar in Bezug auf Herausforderungen der Energiewende. Hinter dem Projekt stehen das Fraunhofer UMSICHT und die Duisburger Hafen AG als Praxispartner.

Das Besondere an »enerPort« fasst Dr.-Ing. Anna Grevé zusammen: »Bisher konzentrieren sich Aktivitäten zur Steigerung von Energieeffizienz und -nutzung erneuerbarer Energien in Häfen auf den Bereich der Logistik und den Einsatz biobasierter Kraftstoffe«, so die Leiterin der Abteilung Elektrochemische Energiespeicher
 am Fraunhofer UMSICHT. Mit Blick auf die Energiewende sind Binnenhäfen aber vor allem auch interessante Stadtgebiete mit einem eigenen Anforderungsprofil und großem Entwicklungspotenzial.
Neben dem nationalen und internationalen Gütertransport und den Logistikunternehmen sind in den Häfen weitere Industrieunternehmen und Gewerbegebiete angesiedelt, und durch die Nähe zu Wohngebieten stehen Binnenhäfen zunehmend auch in der Verantwortung, zu einer attraktiven Wohnumgebung beizutragen.
Anna Grevé sieht das Vorhaben daher als Beitrag zur Entwicklung von Quartierskonzepten. Solche Konzepte sind wesentliche Bausteine für die Umsetzung von Lösungen zur dezentralen Energieversorgung und für das Erreichen der Klimaschutzziele. Sie betont: »Wir verfolgen am Beispiel des Duisburger Hafens einen cross-industriellen Ansatz zur Sektorenkopplung von Energiewirtschaft mit den Bereichen Wohnen, Gewerbe, Industrie, Logistik und Verkehr.«

Mit ihrem Team will die Wissenschaftlerin sowohl eine Methodik zur Analyse von Energieversorgung und -nutzung als auch ein Modell zur prozesslogistischen Optimierung der Energie- und Stoffströme entwickeln. Beides soll sich auch auf andere Häfen übertragen lassen.

Bestandsanalyse zu Energienutzung und -versorgung im Duisburger Hafen
In einem ersten Schritt wird eine Bestandsanalyse vorgenommen, erklärt Alexander Garbar, Manager Sustainability und Projektmanager Unternehmensentwicklung bei der Duisburger Hafen AG: »Welche Energiethemen sind für den Hafen Duisburg von zentraler Bedeutung? Was für Lösungsansätze werden bisher verfolgt? Welche Schnittstellen gibt es zwischen effizienter Energienutzung und -versorgung? Und wo sind Ansatzpunkte für Optimierungsmaßnahmen zu erwarten?«

Anna Grevé verdeutlicht diese praxisorientierte Herangehensweise an einem Beispiel: »Im Gegensatz zu Schiffsantrieben sind Häfen als stationäre Einrichtungen sehr gut zu elektrifizieren und können dazu beitragen, den Einsatz fossiler Energieträger zu reduzieren und gleichzeitig neue Möglichkeiten zum Energieausgleich zu eröffnen. Wir wollen die mit der Umstellung verbundenen Herausforderungen ebenso wie die wirtschaftlich vertretbaren Technologien identifizieren. Ein Schwerpunkt soll dabei auch auf Power-to-X liegen.«

In einem nächsten Schritt entwickeln die Projektpartner Transformationskonzepte für Binnenhäfen. Hierbei werden auch bereits bestehende Lösungsansätze an Binnenhäfen berücksichtigt und auf Übertragbarkeit geprüft. Die mit der Umstellung verbundenen Problemstellungen sowie wirtschaftlich vertretbare Technologien sind zu identifizieren. Schließlich erfolgen eine modellgestützte Verknüpfung relevanter Faktoren wie Logistik, Schifffahrt, Produktion und Energie sowie eine Entwicklung von Szenarien, die die äußeren Randbedingungen und Einflussfaktoren beschreiben.
In Schritt Nummer drei schließlich entsteht ein Gesamtkonzept. Dabei werden zunächst die aussichtsreichsten und relevantesten Kombinationen aus Technologien und Szenarien ermittelt. Diese Vorauswahl wird mit Blick auf eine energiewirtschaftliche Integration sowie mit Hilfe einer prozesslogistischen Optimierung der Stoff- und Energieströme untersucht und weiterentwickelt. Einbindung der wichtigsten Akteure.
In diesen dreiphasigen Prozess werden immer wieder wichtige Akteure aus dem Hafenumfeld eingebunden. So sind beispielsweise Workshops mit dem Hafenbetreiber und weiteren Hafenakteuren sowie Vertreterinnen und Vertretern anderer Häfen geplant. »Im Rahmen dieser Veranstaltungen wollen wir u. a. die Praxistauglichkeit unserer Ergebnisse abklopfen und mögliche Barrieren für die Umsetzung identifizieren«, so Alexander Garbar. »Möglicherweise lässt sich aus den Gesprächen auch weiterführender Forschungsbedarf ableiten.« Förderhinweis »enerPort« wird im Rahmen von »EnEff:Hafen« vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Als weltweit größter Binnenhafen möchte der Duisburger Hafen ein Zeichen setzen für andere Binnenhäfen. © duisport/Hans Blossey


thyssenkrupp stellt Hightech-Bike aus Stahl her und gewinnt Red Dot Design Award

 Duisburg, 9. Juli 2019 - thyssenkrupp Steel hat ein Hightech-Rennrad aus Stahl entwickelt. steelworks heißt die neue Ingenieurs-Meisterleistung, mit der der Stahlbereich von thyssenkrupp den Best of the Best Red Dot Design Award in der Kategorie Material & Surfaces in diesem Jahr gewonnen hat.
Die Best of the Best Auszeichnung wird unter den insgesamt rund 5.000 Einsendungen in 40 Kategorien nur einmal je Kategorie verliehen. Im Zuge des Gewinns wird steelworks nun ein Jahr lang im Red Dot Design Museum ausgestellt.  
Modernstes Material eröffnet neue Möglichkeiten Der Hightech-Fahrradrahmen von thyssenkrupp ist aus Dualphasen-Stahl gefertigt. Dabei handelt es sich um modernsten, besonders beständigen Stahl, der eine höhere Festigkeit und Steifigkeit als Aluminium besitzt und eine Formgebung wie Carbon erlaubt.
Das verzinkte Stahlblech wird zunächst in zwei Halbschalen gepresst und dann mit automatisierter und dadurch hochpräziser 3D-Laserschweißtechnik zusammengefügt. Diese Halbschalenfertigungstechnologie, die sonst nur in der Hightech-Industrie zum Einsatz kommt, ermöglicht nahezu unsichtbare Schweißnähte und eine gleichbleibende High-End-Qualität bei der Produktion der Fahrradrahmen.

Der Werkstoff Stahl zeigt hier eine völlig neue Variante seiner konstruktiven Möglichkeiten. Die extreme Steifigkeit des Stahlrahmens im Tretlagerbereich sichert eine optimale Kraftübertragung und unterstützt den Vortrieb. Gleichzeitig ermöglichen die hohe Flexibilität im Sattelrohr sowie die eigene Dämpfung des Materials ein ermüdungsfreies, komfortables Fahren.  
Konventionsbruch für optimale Leistungsfähigkeit und mehr Komfort Im Normalfall werden heutige Fahrradrahmen aus Aluminiumrohren oder Kohlefaserlaminaten gefertigt, um eine hohe Steifigkeit zu erreichen, wodurch allerdings zwangsläufig der Komfort leidet. steelworks setzt genau an diesem Punkt an.

„Die vielseitigen Eigenschaften von Stahl haben uns inspiriert. Ohne die hervorragenden Umformeigenschaften des Stahls bei gleichzeitig hoher Festigkeit wäre die bionische Gestaltung des Sattelrohres nicht möglich gewesen“, sagt Jia-Uei Chan, Projektleiter von steelworks. Mit Stahlfeinblech und modernsten Fertigungsverfahren bricht steelworks mit den üblichen Konventionen des Fahrradrahmenbaus und vereint so die sonst gegensätzlichen Design-Ansprüche Steifigkeit und Komfort. Kaufen kann man das Fahrrad ab Spätsommer 2019.

thyssenkrupp Steel hat ein Hightech-Rennrad aus Stahl entwickelt: steelworks heißt die neue Ingenieurs-Meisterleistung, mit der der Stahlbereich von thyssenkrupp den Best of the Best Red Dot Design Award in der Kategorie Material & Surfaces in diesem Jahr gewonnen hat.

Die Best of the Best Auszeichnung wird unter den insgesamt rund 5.000 Einsendungen in 40 Kategorien nur einmal je Kategorie verliehen. Über den Preis freuten sich am Montag für thyssenkrupp (v.l.n.r.) Dr. Hans-Peter Schmitz, Ralf Stegmeyer (beide aus dem Bereich Forschung und Entwicklung), Jia-Uei Chan (Projektleiter steelworks), Premal Desai (Vorstand thyssenkrupp Steel), Dr. Yu Sun (Forschung und Entwicklung) und Andreas Keutz (Projektmanager Automobil-Kunden)


Ingenieurs-Meisterleistung aus dem Hause thyssenkrupp wurde mit dem Best of the Best Red Dot Design Award in der Kategorie Material & Surfaces am Montag ausgezeichnet. Prof. Dr. Peter Zec (ganz links) ist Initiator und CEO von Red Dot und beglückwünscht gemeinsam mit Prof. Dr. Ken Nah (Jury) die Vertreter von thyssenkrupp (v.l.n.r.) Ralf Stegmeyer, Dr. Hans-Peter Schmitz (beide aus Forschung und Entwicklung), Jia-Uei Chan (Projektleiter steelworks), Dr. Yu Sun (Forschung und Entwicklung).


Programmstart der Impact Factory in Duisburg

Eröffnungsfeier findet in der Akademie auf dem Haniel-Campus statt

Duisburg, 9. Juli 2019. Über 60 Bewerbungen aus ganz Deutschland sind in den vergangenen drei Monaten für das Gründerstipendium bei der Impact Factory eingegangen. Nachdem eine Jury die besten Ideen ausgewählt hat, stellen sich Visionäre, kreative Köpfe und Macher in der Impact Factory öffentlich vor.

Nach der Vorauswahl durch eine Fachjury sind sechzehn besonders vielversprechende Start-ups eingeladen, ihre Ideen und Unternehmen der interessierten Öffentlichkeit in der Akademie der Franz Haniel & Cie. GmbH vorzustellen. Dirk Sander, Geschäftsführer der gemeinnützigen Anthropia GmbH und verantwortlich für das Inkubatorprogramm: „Ich freue mich über den experimentellen Mut vieler Gründer*innen. Und so viel können wir schon verraten: am 15. Juli wird es außer Spannung noch die ein oder andere Überraschung geben.“ Als Highlight wird Tim Schumacher, Investor und Mitgründer der umweltfreundlichen Suchmaschine ECOSIA, beantworten, warum sich eine Investition in Impact Start-ups lohnt.

Oliver Kuschel, Mitgründer der Anthropia gGmbH und verantwortlich für das Recruiting der Impact Factory: „Wir sind begeistert über die vielen Bewerbungen aus den unterschiedlichsten Branchen. Besonders erstaunt hat mich dabei, dass sich viele ‚reife‘ Start-up-Teams beworben haben. Das zeugt davon, dass wir mit unserem Partnernetzwerk und Ökosystem hochinteressant sind für Teams in der frühen Wachstumsphase“.

Die Impact Factory startet mit zwei Programmen. Teilnehmer des Programms „Create-up“ stehen mit ihrer Idee noch am Anfang. Sie haben eine Lösungsidee für ein relevantes gesellschaftliches Problem mit hohem Potenzial. Im Einsteigerprogramm der Impact Factory wird mit intensivem Support ein tragfähiges Geschäftsmodell und entsprechende Prototypen erarbeitet. Teilnehmer des parallel startenden zweiten Programms „Scale-up“ sind schon einen Schritt weiter: Die Teams haben ihr Geschäftsmodell bereits erfolgreich getestet und verfügen schon über einen Prototyp.

Für alle Interessierten gibt es die Gelegenheit, beim Programmstart am 15. Juli 2019 von 11:00 bis 15:00 Uhr dabei zu sein. Tickets gibt es auf Eventbrite: https://www.eventbrite.com/e/programmstart-impact-factory-tickets64591008445

Die Impact Factory Duisburg ist eine gemeinsame Initiative der Gründungspartner Beisheim Stiftung, Franz Haniel & Cie. GmbH, KfW Stiftung und Anthropia gGmbH mit Unterstützung der Programmpartner Der Paritätische NRW und Wilo-Foundation.

HAMBORNER REIT AG: Portfoliozuwachs zum zweiten Halbjahr

Duisburg, 8. Juli 2019 - Die HAMBORNER REIT AG startet erfolgreich ins zweite Halbjahr 2019 und kann den Besitzübergang für eine weitere Immobilie vermelden. In der vergangenen Woche ist das Anfang Oktober 2018 erworbene Objekt in Bamberg planmäßig in das HAMBORNER-Portfolio übergegangen.

Bei dem Ankaufsobjekt handelt es sich um eine moderne Büro- und Einzelhandelsimmobilie aus dem Jahr 2013, das ca. 2,5 Kilometer von der Bamberger Innenstadt entfernt im Stadtteil Ost liegt. Der Standort Bamberg-Ost zeichnet sich nicht nur durch die zentrale Lage sondern auch durch seine optimale verkehrstechnische Anbindung und die hohe Bevölkerungsdichte aus.
Hauptmieter des rund 6.100 Quadratmeter großen Objekts ist der Lebensmitteleinzelhändler EDEKA, der sich mit einem langfristigen Mietvertrag an den Standort gebunden hat. Neben den Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss verfügt die Immobilie über vier Obergeschosse, in der mehrere zeitgemäße Büroeinheiten untergebracht sind. Die gewichtete Restlaufzeit der Mietverträge liegt bei rund acht Jahren. Der Kaufpreis der Immobilie beläuft sich auf 14,9 Millionen Euro. Bei jährlichen Mieterträgen von 0,84 Millionen Euro beträgt die Bruttoanfangsrendite 5,6 Prozent.

Scheuer: H2O statt CO2 – Wir machen den Güterverkehr auf dem Rhein zukunftssicher

Aktionsplan „Niedrigwasser Rhein“ für zuverlässigen Transport
Berlin/Duisburg, 04. Juli 2019 - Bundesminister Andreas Scheuer hat heute den Aktionsplan „Niedrigwasser Rhein“ mit 8 Maßnahmen vorlegt. Dieser wurde gemeinsam mit den vom Rhein abhängigen Unternehmen entwickelt, um zuverlässig kalkulierbare Transportbedingungen am Rhein zu schaffen.

Scheuer: Wir brauchen mehr Schiff statt Stau und mehr H2O statt CO2. Die extremen Trockenperioden der vergangenen Jahre haben gezeigt: Wenn die Schiffe auf dem Rhein nicht fahren können, bleiben die Tankstellen leer und Unternehmen müssen ihre Produktion zurückfahren. Um die Versorgung der Bevölkerung und den Wirtschaftsstandort auch für die Zukunft zu sichern, haben wir einen Aktionsplan mit acht konkreten Maßnahmen aufgestellt.
Denn klar ist: Wir müssen jetzt handeln, um die Transportbedingungen auch mit Blick auf klimatische Veränderungen konstant hoch zu halten. Michael Heinz, BASF-Vorstandsmitglied und Standortleiter Ludwigshafen: Der „8-Punkte-Plan“ nimmt den Rhein in den Fokus. Das ist ein starkes Signal. Aber wir wissen: Damit ist es natürlich nicht getan: Alle Verkehrsträger – also Straße, Schiene, Binnenschiff und Seeverkehr – sind für eine solide wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes essentiell.
Die Industrie braucht zuverlässig nutzbare Transportwege, um die Rohstoffversorgung sichern und Kunden beliefern zu können. Die gesamte deutsche Infrastruktur braucht neue Impulse und vor allem: neue Investitionen. Nur so werden wir die Herausforderungen der Zukunft meistern können. Premal Desai, Sprecher des Vorstands Thyssenkrupp Steel Europe AG: Wir freuen uns sehr, dass der Verkehrsminister mit dem 8-Punkte-Plan die Initiative ergreift und ein detailliertes Infrastrukturkonzept für den Rhein auf den Weg bringt. 80 Prozent unserer Rohstofftransporte werden über den Rhein transportiert.
Wir sind, um im Wettbewerb bestehen zu können, auf funktionierende Transportwege über den Rhein zwingend angewiesen und begrüßen alle Maßnahmen die zur Stärkung der entsprechenden Infrastruktur beitragen. Das Binnenschiff trägt den Hauptanteil des Gütertransports am Rhein – noch vor Schiene und Lkw. Der Rhein ist die bedeutendste und umweltfreundlichste Transportroute Deutschlands, das Binnenschiff selbst ein Transportgigant.
In den vier Handlungsfelder „Informationsbereitstellung“, „Transport und Logistik“, „Infrastruktur“ und „Langfristige Lösungsansätze“ sind insgesamt acht Maßnahmen aufgestellt worden, mit denen den klimawandelbedingten Herausforderungen am Rhein begegnet werden soll. Diese reichen von der Verbesserung der operationellen Vorhersagen über die Entwicklung niedrigwassergeeigneter Schiffstypen bis zur schnelleren Umsetzung infrastruktureller Maßnahmen und gesellschaftlichem Dialog. Details zu den einzelnen Punkten sind unter
www.bmvi.de/aktionsplan-niedrigwasser-rhein zu fin

den.

IHK fordert: Maßnahmengesetz auch für den Niederrhein vorsehen

Statement zum 8-Punkte-Plan zur Sicherstellung kalkulierbarer Transportbedingungen am Rhein
Duisburg, 4. Juli 2019 - Das extreme Niedrigwasser auf dem Rhein im vergangenen Jahr hatte weitreichende Auswirkungen für die Versorgung der Industrie am Niederrhein. Am Donnerstag, 4. Juli, hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer gemeinsam mit Vertretern der verladenden Wirtschaft einen 8-Punkte-Plan zur Sicherstellung zuverlässig kalkulierbarer Transportbedingungen am Rhein vorgelegt. Dazu Ocke Hamann, Geschäftsführer der Niederrheinischen IHK für den Bereich Standort, Digital, Innovation, Umwelt:
„Das Niedrigwasser des vergangenen Jahres hat gezeigt, wie wichtig die Binnenschifffahrt für die Versorgung von Industrie und Bevölkerung ist. Investitionen und Beschäftigung sind unmittelbar abhängig von der Verlässlichkeit des Rheins als Transportweg. Wir begrüßen daher, dass Bundesverkehrsminister Scheuer einen Maßnahmenplan zum Umgang mit Niedrigwasser-Ereignissen aufgestellt hat. Dem Plan fehlt allerdings ein wichtiger Impuls. Die für den Rhein vorgesehenen Abladeverbesserungen zwischen Duisburg und Dormagen sollten nach unserer Auffassung die gleiche Priorität erhalten, wie die für den Mittelrhein vorgesehenen Maßnahmen. Nur für den Mittelrhein sieht Scheuers 8-Punkte-Plan ein eigenes Maßnahmengesetz vor. Mit Blick auf den enormen Handlungsdruck fordern wir ein solches auch für die Maßnahmen am Niederrhein.“

Niedrigwasser bei Emmerich am Rhein im Herbst 2018 Fotos: Niederrheinische IHK


IHK-Präsident: „Wir müssen der Industrie Freiheiten für Neues lassen“ Konsularisches Korps und Außenhandelsförderer zu Gast in Duisburg  
Bei einem Besuch von Konsularischen Vertretern aus 20 Ländern stieß die Wirtschaftsregion Duisburg auf großes Interesse. Die Niederrheinische IHK hatte sie am Mittwoch, 3. Juli, zu einem Besuch bei der ThyssenKrupp Steel Europe AG eingeladen. IHK-Präsident Burkhard Landers nutzte die Gelegenheit, um seinen internationalen Gästen die Innovationskraft der hiesigen Stahlindustrie aufzuzeigen, und gleichzeitig die Herausforderungen zu skizzieren, vor denen sie steht.  
„Die Innovationskraft unserer Stahlproduzenten ist gewaltig. Die Umwandlung von Hüttengasen in chemische Wertstoffe oder die Erforschung der Stahlerzeugung mit Hilfe von Wasserstoff machen große Fortschritte“, so Landers.
„Aber wir müssen der Industrie auch Freiheiten lassen, damit diese die Mittel hat, Neues zu entwickeln“, mahnte der IHK-Präsident mit Blick auf die in 2021 bevorstehende Verschärfungen des CO2-Zertifikatehandels. Der EU-Emissionsrechtehandel (ETS) ist nur einer von vielen Standortfaktoren, die beeinflussen, ob es sich für Betriebe lohnt dort oder woanders zu investieren. Bisher wird jede dritte Tonne Stahl in Deutschland in Duisburg erzeugt.
„Das ist schon heute ein Gewinn für die Umwelt: Der hier produzierte Stahl setzt hohe Standards und muss nicht importiert werden“, erklärte Landers mit Blick auf die klimapolitischen Ziele der Europäischen Union.   Der IHK-Präsident verdeutlichte, wie sehr Duisburg und seine Industrie von internationalen Beziehungen abhängig seien, und warb bei den Vertretern des Konsularischen Korps für freien Handel. Mit dem größten Binnenhafen Europas und der direkten Schienenanbindung nach China über die neue Seidenstraße sei Weltoffenheit für die ehemalige Hansestadt selbstverständlich.
„Unsere Exportquote beim Handel betrug im vergangenen Jahr fast 41 Prozent. Globale Vernetzungen zeigen sich natürlich auch in der Struktur unserer Unternehmen. In unserem IHK-Bezirk, der von Duisburg bis zur niederländischen Grenze reicht, ist etwa jedes zehnte Unternehmen mehrheitlich in ausländischem Besitz. Die Spitze bilden die Niederlande und die Türkei.“  
Sule Gürel, Generalkonsulin der Türkei, betonte, dass die Stahlbetriebe Duisburgs Generationen von Arbeitnehmern aus dem Ausland eine Beschäftigung und berufliche Perspektive geboten haben. Damit nehme die Stahlbranche einen hohen Stellenwert für die Türkei ein. Die Niederrheinische IHK hatte das Konsularische Korps und die Außenhandelsförderer NRW bereits zum vierten Mal an den Niederrhein eingeladen, um die Region und ihre Unternehmen international noch bekannter zu machen.

Konsularisches Korps in Duisburg - Foto Niederrheinische IHK Jacqueline Wardeski

Investoren-Konferenz bei duisport-Tochter

startport-Startups ziehen internationale Investoren ins Ruhrgebiet   Duisburg, 4. Juli 2019 - NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Im Duisburger Innenhafen treffen Traditionsbewusstsein, Zukunftsvision und Gründergeist aufeinander. Auf dieser Grundlage bringt die erste startport Conference Investoren, Industrie und Start-ups aus der Logistik zusammen. Dieses innovative Umfeld für neue Ideen und die Konzepte von morgen ist ein wichtiger Impuls, von dem der gesamte Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen profitiert.“  

Industrie, Investoren und Startups auf einem Fleck: Am 4. Juli 2019 fand im Duisburger Innenhafen zum ersten Mal die Investoren-Konferenz der Hafen-Tochter startport statt. Damit setzt die „1st startport Conference“ Maßstäbe für die Logistik und für die Strahlkraft der Startup-Szene der Region Rhein-Ruhr. „Unsere Startups sind ein Magnet für internationale Investoren und Industrie-Konzerne. Wir sind sehr stolz, allen gemeinsam hier im Hafen die richtige Bühne zu bieten“, so duisport-Chef Erich Staake.
„Die Konferenz hat gezeigt, dass es großes Potenzial für die Logistik und Digitalisierung in der Region gibt. Die richtigen Investitionen aus Industrie und Venture Capital bringen uns gut voran“, so startport-Geschäftsführer Peter Trapp.   Initiatoren und Teilnehmer mit positivem Feedback Vom startport-Team ins Leben gerufen, soll sich die startport Conference zu einer herausragenden Veranstaltung der Gründerszene an Rhein und Ruhr entwickeln. Denn hier werden die drei wichtigsten Akteure Startups, Industrie und Investoren zusammengebracht, um Investitionen und Partnerschaften auf die Beine zu stellen.

duisport-Chef Erich Staake freute sich über die große Aufmerksamkeit für die startport-Initiative: „Die Performance unserer Gründerteams hat mich sehr beeindruckt. Wir sind erst seit gut 18 Monaten mit unserem Produkt startport am Markt und werden schon als führend im Bereich der Logistik-Startups wahrgenommen. Das sollte uns ermutigen, das konsequent auszubauen.“  

Das „Who is Who“ der Venture Capital Szene gab sich die Klinke in die Hand Mit dabei waren unter anderem Kapitalgeber und Investoren von Earlybird Venture Capital, Coparion, TEV I Tengelmann Ventures, DN Capital, Almaz Capital und Silicon Valley Bank. Im Industriepanel diskutierten Vertreter von Borussia Dortmund, Klöckner & Co, Initiativkreis Ruhr, Deutsche Bank und Thyssengas.   startport: Place-to-be in der Logistik-Branche Der erfolgreiche Accelerator startport hat sich nach etwas mehr als einem Jahr bereits zum Place-to-be für Gründer aus ganz Europa in der Logistik-Branche entwickelt. In der Werhahnmühle stehen sie im Mittelpunkt, werden bestens gefördert und erfahren eine professionelle Rundumbetreuung.  
Partner von startport als Erfolgsgaranten Erich Staake dankte den Partnern von startport für ihr Engagement: Klöckner & Co, RAG-Stiftung, Borussia Dortmund, Evonik und Vertreter des Initiativkreises Ruhr beförderten durch Kooperationen und Mentoring die Ideen der Startups. In dieser besonderen Umgebung entstehe damit die Chance, an Rhein und Ruhr Arbeitsplätze zu sichern und neue, zukunftsfähige zu schaffen.  
Sogwirkung und Lerneffekte des startport Startup-Ökosysteme wie startport im Duisburger Innenhafen üben mittlerweile eine starke Sogwirkung für Investoren aus aller Welt aus. Dabei spielt die Möglichkeit von Partnerschaften mit etablierten Industrieunternehmen eine herausragende Rolle. Diese Kombination ist mittlerweile ein Magnet für interessierte Venture Capital Firmen aus der ganzen Welt. Die 1st startport Conference wird dieses besondere „Ökosystem“ in der Logistik-Metropole Duisburg ausbauen.
Als kraftvoller Accelerator, umgeben von der dichtesten Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen rund um die Logistik in ganz Europa – ganz zu schweigen von den hunderten Logistik- und Industrieunternehmen – macht bei startport digitale Startups erfolgreich und forciert die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle.  
Von links nach rechts: Erich Staake (Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG), Moderatorin Anja Müller (Korrespondentin Familienunternehmen, Ressort Unternehmen und Märkte, Handelsblatt), NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Peter Trapp (Geschäftsführer startport GmbH). © duisport/krischerfotografie