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Haniel steigert alle Ergebnisgrößen deutlich und verfügt mit mehr als 1 Milliarde Euro weiterhin über erheblichen finanziellen Spielraum

- Erhöhung des Operativen Ergebnisses um 19 Prozent
- Buy & Build-Strategie bei BekaertDeslee und CWS-boco erfolgreich
- Wert des Portfolios um 8 Prozent gesteigert
- Weiter mehr als 1 Milliarde Euro für Unternehmenskäufe zur Verfügung
- Digitalinitiative zeigt Fortschritte
- Zwei Investment-Grade-Ratings erhalten


Duisburg, 10. April 2017. Das Family-Equity-Unternehmen Haniel verbesserte im Geschäftsjahr 2016 alle Ergebnisgrößen: Das Operative Ergebnis stieg um 19 Prozent auf 229 Millionen Euro. Getragen wurde dies von allen Geschäftsbereichen. „Die positive Ergebnisentwicklung und die Wertsteigerung des Portfolios zeigen, dass wir mit unserem Buy & Build-Ansatz zur Diversifikation des Portfolios erfolgreich sind. Die beiden Investment-Grade-Ratings bestätigen uns außerdem darin, unsere konservative Finanzpolitik und nachhaltige Investmentstrategie konsequent fortzusetzen“, betont der Vorstandsvorsitzende Stephan Gemkow.

Meilensteine zur wertsteigernden Portfolioentwicklung
Haniel erreichte im Jahr 2016 mehrere sehr erfreuliche Meilensteine: Das Unternehmen unterstützte Bekaert Textiles erfolgreich bei der Akquisition und Integration der DesleeClama-Gruppe. Der Geschäftsbereich, seitdem BekaertDeslee, festigte dadurch seine Position als führender Spezialist für die Herstellung von Matratzenbezugsstoffen und erschloss neue Regionen. Für den Geschäftsbereich CWS-boco unterzeichnete Haniel am 15. Dezember 2016 eine Vereinbarung zur Übernahme wesentlicher Teile des zentraleuropäischen Geschäfts von Rentokil Initial in den Bereichen Hygiene, Berufskleidung und Reinraum.
Damit wird die Marktstellung von CWS-boco nachhaltig gestärkt und – vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden – ein führendes europäisches Unternehmen mit mehr Innovationskraft, Kundennähe und Effizienz geschaffen. Auch das Projekt zur Teilung der METRO GROUP schreitet zügig voran.
Neben den daraus resultierenden Wachstumsimpulsen profitiert Haniel von einer verbesserten Diversifikation des Beteiligungsportfolios. Außerdem hat der Aufsichtsrat den Haniel-Vorstand ergänzt und zum 30. Januar 2017 Thomas Schmidt als drittes Vorstandsmitglied berufen: Er wird sich zunächst der geplanten Integration von Rentokil Initial unter dem Dach von CWS-boco widmen und den Vorsitz im ShareholderCommittee des geplanten Joint Venture übernehmen.

Alle Geschäftsbereiche mit Ergebnissteigerungen
Haniel verbesserte das Operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 erfreulich: Es wurde um 19 Prozent auf 229 Millionen Euro gesteigert. Getragen wurde dies durch alle Geschäftsbereiche, vorrangig durch die positive Entwicklung bei TAKKT und den erstmaligen Einbezug von BekaertDeslee über ein komplettes Geschäftsjahr. Auch CWSboco erreichte ein leicht höheres Operatives Ergebnis. Der Rohstoffhändler ELG verbesserte das Operative Ergebnis ebenfalls deutlich gegenüber dem Vorjahr.

Metro operativ mit Ergebnisanstieg – Sonderfaktoren belasten
Die METRO GROUP konnte im Geschäftsjahr 2016 einen Anstieg des Operativen Ergebnisses vor Sonderfaktoren von 1.448 Millionen Euro auf 1.553 Millionen Euro erzielen. Aufgrund zusätzlicher Sonderfaktoren, insbesondere im Zusammenhang mit der bevorstehenden Teilung des Unternehmens, verbuchte Haniel allerdings ein von 57 Millionen Euro auf 46 Millionen Euro gesunkenes Beteiligungsergebnis.

Nachsteuerergebnis mit deutlichem Anstieg
Das Ergebnis vor Steuern ist von 174 Millionen Euro im Vorjahr auf 193 Millionen Euro deutlich gestiegen. Bei einem leicht niedrigeren Steueraufwand im Vergleich zum Vorjahr lag auch das Ergebnis nach Steuern deutlich über dem des Jahres 2015. Dieses summierte sich – nach 120 Millionen Euro im Vorjahr – auf 144 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2016 und stieg damit um 20 Prozent.

Umsatz der Geschäftsbereiche positiv – nur bei ELG rohstoffbedingt belastet
Insgesamt verbuchte der Haniel-Konzern im Jahr 2016 einen Umsatz von 3.620 Millionen Euro, was einem Rückgang von 2 Prozent entspricht. Akquisitionen hatten einen positiven Effekt auf die Umsatzerlöse. Vor allem der erstmalige Einbezug von BekaertDeslee für ein komplettes Geschäftsjahr und die seit dem Erwerb am 29. Februar 2016 dort integrierte DesleeClama-Gruppe trugen positiv zur Umsatzentwicklung bei.

Bereinigt um Währungseffekte sowie Unternehmenskäufe und -verkäufe lag der Umsatz um 7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dies ist auf die niedrigeren Rohstoffpreise und die geringere Ausgangstonnage des Geschäftsbereichs ELG zurückzuführen. Der Umsatz aller anderen Geschäftsbereiche entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr positiv. Hervorzuheben sind insbesondere die Umsatzeffekte durch das organische Wachstum von TAKKT.

Solide Finanzsituation belegt Investitionspotenzial
Das Eigenkapital von Haniel hat sich, insbesondere durch das höhere Nachsteuerergebnis, von 4.169 Millionen Euro zum 31. Dezember 2015 auf 4.248 Millionen Euro zum 31. Dezember 2016 erhöht. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich rechnerisch von 61 Prozent auf 60 Prozent, da nicht nur das Eigenkapital angestiegen ist, sondern auch die Bilanzsumme. Die starke Eigenkapitalausstattung belegt das Investitionspotenzial des Unternehmens.

Derzeit verfügt Haniel mit mehr als 1 Milliarde Euro weiterhin über erheblichen finanziellen Spielraum zum Ausbau des Portfolios. Neben Unternehmenszukäufen liegt nach wie vor ein Fokus auf der wertsteigernden Entwicklung der bestehenden Beteiligungen.
„Wir folgen dem Anspruch, als Wertentwickler für die Beteiligungen zu handeln. Dabei behalten wir sowohl Wert als auch Werte im Blick. Mit Geduld und Augenmaß werden wir weiterhin die sich bietenden Optionen abwägen und auch in einem herausfordernden Marktumfeld passende Unternehmen für unser Portfolio finden“, zeigt sich Stephan Gemkow überzeugt.

Digitalinitiative mit Fortschritten
Als Family-Equity-Unternehmen bietet Haniel seinen Geschäftsbereichen auch bei der Digitalen Transformation einen Mehrwert. So hat jeder Geschäftsbereich eine Digitale Agenda entwickelt, zu deren Umsetzung die eigene Digitaleinheit Schacht One am traditionsreichen Standort auf Zeche Zollverein in Essen wertvolle Unterstützung leistet. Dazu liefern Investments in ausgewählte Venture-Capital-Fonds Möglichkeiten, neue Geschäftsmodelle kennenzulernen und sich in der Gründer- und Digitalszene zu vernetzen. Dieses Vorgehen versetzt Haniel in die Lage, die sich bietenden Chancen der Digitalen Transformation zu nutzen.

Investment-Grade-Rating durch Scope und S&P
Im Februar 2016 hat die europäische Ratingagentur Scope erstmals die Bonität von Haniel beurteilt. Die Ratingagentur stufte Haniel mit BBB- und stabilem Ausblick im Bereich des Investment Grade ein. Scope würdigte damit die konservative Investmentstrategie sowie die starke Liquiditätssituation und das solide Cashflow-Profil.

 

Standard & Poor’s (S&P) hat im April 2016 das Rating von BB+/B (positiver Ausblick) auf BBB-/A-3 (stabiler Ausblick) angehoben. Damit ist Haniel bei S&P wieder im Investment Grade eingestuft. Moody’s hat im Januar 2017 den Ausblick des Haniel-Ratings auf „positiv“ angehoben und mit Ba1 bestätigt. Hierfür waren die unternommenen Schritte im Rahmen der Investmentstrategie sowie die zu erwartenden positiven Effekte der angekündigten Aufteilung der METRO GROUP auf das Haniel-Portfolio ausschlaggebend.

Haniel erwartet für 2017 einen Anstieg des Operativen Ergebnisses Insgesamt erwartet der Haniel-Vorstand im Geschäftsjahr 2017 für den Konzern akquisitions- und währungsbereinigt einen leichten Umsatzanstieg. Zu dieser Prognose werden voraussichtlich alle Geschäftsbereiche beitragen. Für das Operative Ergebnis wird ebenfalls von einem leichten Anstieg ausgegangen. In diesem Kontext ist zu beachten, dass diese Prognose des Konzernergebnisses wesentlich vom Ergebnisbeitrag des Geschäftsbereichs ELG abhängt, der in volatilen Rohstoffmärkten agiert.
Ferner wird die Umsatz- und Ergebnisentwicklung nach heutiger Einschätzung durch die geplante Übernahme von Teilen des zentraleuropäischen Geschäfts von Rentokil Initial durch CWS-boco, die unter dem Vorbehalt der Zustimmung der relevanten Kartellbehörden steht, beeinflusst werden. Haniel geht für 2017 von einem verbesserten Finanzergebnis und – aufgrund von Spaltungseffekten – von einem niedrigeren Beteiligungsergebnis der Metro aus. Dennoch werden sowohl das Ergebnis vor, als auch nach Steuern voraussichtlich mindestens auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

 

Güterumschlag in NRW-Häfen im Jahr 2016 um 1,8 Prozent gestiegen

Düsseldorf/Duisburg, 11. April 2017 - In den nordrhein-westfälischen Binnenhäfen wurden im Jahr 2016 nahezu 127 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, lag der Güterumschlag der Binnenschiffer damit um 1,8 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Bei etwa einem Viertel (23,4 Prozent) der beförderten Tonnage handelte es sich um Gefahrgut. (IT.NRW).


IT-Infrastruktur-Dienstleister BS Management von Oberhausen nach Duisburg verlagert

Duisburg, 10. April 2017 - „Als IT-Infrastruktur Dienstleister sind wir sowohl mit großen Stückzahlen an IT-Hardware vertraut, als auch mit dem dazugehörigen Service in ganz Deutschland“, beschreibt Sebastian Specht, einer der geschäftsführenden Gesellschafter der BS Management GmbH & Co. KG, das Geschäftsmodell seines Unternehmens. Um dieses zu verdeutlichen skizziert der gebürtige Duisburger beispielhaft einen Auftrag: „Fahrt von München nach Berlin mit drei Sattelzügen, bepackt mit jeweils 200 Druckern, Anschluss der Drucker am neuen Standort und Aufspielen neuer PC-Programme.“
Manchmal sind es auch Computer, die in Großkonzernen oder Behörden abzuholen und nach Datenlöschung zu entsorgen sind. Daneben führt das Team von BS Management auf Kundenwunsch auch Mitarbeiterschulungen durch, wenn neue Kassensysteme oder ähnliches zu etablieren sind.   Lösungen im „Lifecycle-Management“ nennt sich das Dienstleistungsspektrum der BS Management GmbH & Co. KG in der Fachsprache. Das beinhaltet den kompletten Service rund um ein Stück Hardware – von der Anschaffung über die Installation bis hin zur Wartung und Pflege und schließlich dem Abbau und der Entsorgung sowie alle in der Zwischenzeit zu erbringenden Leistungen.  

Das „BS“ im Unternehmensnamen steht für Bieler und Specht. Bieler, ein 44-jähriger Oberhausener, und sein 32-jähriger Compagnon Specht sind auf dem geschäftlichen Parkett in der ersten Liga unterwegs. Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg) begleitet das Unternehmen im Bereich der Förderberatung. GFW-Projektmanager Christian Folgner weiß: „Wie bei der Ansiedlung der Firma BS Management GmbH & Co. KG geschehen, ist es sehr wichtig, frühzeitig Kontakt zu den Firmen aufzunehmen, um so unsere Dienstleistung im Bereich der Beratung über öffentliche Fördermittel zeitnah und zielorientiert anzubieten. Dies kann nicht genügend betont werden.“  

Zum Kundenkreis des Unternehmens zählen neben den bereits erwähnten Großkonzernen und Behörden auch Banken sowie alle großen Systemhäuser der Informations- und Kommunikationstechnologie. Für letztere sind die Akteure von BS Management als Subunternehmer tätig, quasi als „verlängerte Werkbank.“  
„Mit diesen pflegen wir seit Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit, die zu einer großen und nachhaltigen Vernetzung geführt hat. Neben den rund 20 festangestellten Mitarbeitern arbeiten wir deutschlandweit auch mit zahlreichen Freelancern zusammen, die wir bestens kennen und die unseren Qualitätsanspruch teilen“, betont Diplom-Ingenieur Bieler und führt aus: „Durch dieses Netz an Fachkräften können wir immer schnell beim Kunden sein, da unsere Mitarbeiter von Hamburg bis München verortet sind.“ IT-Systemkaufleute, Fachingenieure für Systemintegration und Kaufleute für Büromanagement arbeiten bei und für BS Management. Darüber hinaus ist das Start Up Ausbildungsbetrieb. Der erste Auszubildende, der vor zweieinhalb Jahren seine Lehre begonnen hat, schloss als Jahrgangsbester ab. Nun ist Christian Anderson bei BS Management als Projektmitarbeiter tätig. „Wir haben eben flache Hierarchien und fahren sehr gut damit“, sind sich die Unternehmenslenker einig.  
Vor rund fünf Jahren in Duisburg „im Wohnzimmer“ gestartet, hat das Unternehmen rasant an Fahrt aufgenommen. So sehr, dass die beiden aus den Räumlichkeiten „herausgewachsen“ waren und für drei Jahre Quartier in Oberhausen bezogen. Doch auch hier stieg die Auftragslage rasant an, so dass ein neuer Standort her musste.  
Ausschlaggebend bei der Standortwahl waren die Lagegunst Duisburgs und die in Neumühl freigezogene, ehemalige TELBA-Immobilie. Specht erinnert sich: „TELBA war ein Telekommunikationsunternehmen mit branchenähnlichen Raumbedarfen. Darüber hinaus können wir von Duisburg aus unsere Kunden, die deutschlandweit verortet und europaweit aktiv sind, am besten erreichen. Außerdem haben wir jetzt endlich eine Immobilie gefunden, in der wir weiter wachsen können.“  

Im August 2016 haben die Macher von BS Management die Immobilie gekauft. Seit Kurzem ist hier auch die erfolgversprechende Ausgründung „Handyprime“ mit Geschäftsführer Julio Andre Rondo Ortiz ansässig. „Wir ergänzen uns in unseren Geschäftsfeldern perfekt und können Synergien und Kooperationen schaffen“, so Specht, und schließt: „Von Duisburg aus haben wir noch viel vor!“  

V.l.: Marc Bieler, Sebastian Specht und Julio Andre Rondo Ortiz - Foto: Annegret Angerhausen-Reuter; Nutzungsrechte: GFW Duisburg

 

duisport-Chef Erich Staake: "Lernen Sie Chinesisch!"

Ruhrgebietsschüler zu Gast im Duisburger Hafen
duisport-Chef im „Dialog mit der Jugend“

Duisburg, 07. April 2017 - Beim „Dialog mit der Jugend“ stellte sich Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG (duisport), den Fragen von rund 90 Schülern. Bei dieser Gesprächsreihe des Initiativkreises Ruhr unter dem Motto „Raus aus den Klassenzimmern, rein in die Unternehmen“ treffen Oberstufenschüler Top-Manager zum persönlichen Austausch.


Die Schüler der Theodor-König-Gesamtschule aus Duisburg, des Graf-Engelbert- und des Schiller-Gymnasiums aus Bochum sowie der Gustav-Heinemann-Gesamtschule aus Dortmund hatten sich zuvor im Unterricht und durch eine Hafenbesichtigung intensiv vorbereitet. Dementsprechend fundiert waren die Fragen an den duisport-Manager. Auf sein Erfolgsrezept angesprochen, sagte Staake: „Der Wille, unternehmerisch zu gestalten, ist wichtig. Dabei muss man die Mitarbeiter mitnehmen und begeistern. Es hilft, als Manager auch mal gedanklich den Blaumann anzuziehen, um die Beschäftigten besser verstehen zu können.“

Die Schüler interessierte mit Blick auf ihre eigene Zukunft auch, welche Einstellungskriterien der Hafen für Auszubildende und Mitarbeiter habe. Staake: „Ihre Einstellung, Ihre Haltung ist das A & O. Wir brauchen engagierte Mitarbeiter, die sich beherzt reinhängen und Gas geben.“


Den Jugendlichen gab Staake den Rat, sich auf ein „Jahrhundert der Asiaten“ einzustellen. So pendelten vom Duisburger Hafen bereits heute mehr als 20 Züge wöchentlich direkt in chinesische Wirtschaftsmetropolen. Durch die neuen Handelsrouten entlang der Seidenstraße werde derzeit die Welt neu vermessen. Daher sollten sich die Schüler den Begriff „One belt one road“, wie die Seidenstraßen-Initiative von den Chinesen genannt werde, gut einprägen. Staake: „Das wird auch Ihr Leben verändern. Und wenn Sie überlegen, welche Fremdsprache Sie sich außer Englisch aneignen möchten, dann lernen Sie Chinesisch.“

Haniel: Veränderung in der Geschäftsführung der CWS-boco International GmbH

 CEO Maximilian Teichner verlässt nach Bildung des Joint Venture mit Rentokil Initial das Unternehmen. 

Duisburg, 7. April 2017 - Maximilian Teichner, bisheriger CEO der CWS-boco International GmbH, hat dem Haniel-Vorstand mitgeteilt, dass er mit Closing des Joint Venture von CWS-boco und Rentokil Initial aus persönlichen Gründen sein Amt niederlegen möchte. Dies haben sowohl der Haniel-Vorstand, als auch seine Kollegen in der Geschäftsführung der CWS-boco-Gruppe mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen.

 

Nach seinem wirtschaftsingenieurwissenschaftlichen Studium und mehreren Stationen unter anderem bei der Deutschen Bank in Frankfurt und London, begann Herr Teichner seine Karriere in der Haniel-Gruppe im Juni 2000 als Prokurist der Abteilung Corporate Finance/M&A. Im März 2003 wechselte er als Leiter der zentralen Unternehmensentwicklung zur damaligen Haniel-Beteiligung Xella International GmbH, wo er im September 2004 zusätzlich als Mitglied der Geschäftsführung den Bereich Emerging Markets/Business Development die deutsche Baustoffgesellschaft führte. Von Juli 2008 bis April 2010 übernahm Maximilian Teichner als Direktor die Verantwortung für die Konzernentwicklung der Haniel-Holding.

 

Zum Mai 2010 wurde er zum Vorsitzenden der Geschäftsführung (CEO) der CWS-boco International GmbH bestellt und leitete erfolgreich die Repositionierung der Gruppe über das Projekt „Fokus Zukunft“ ein. Herausragende Merkmale waren die Modernisierung und Optimierung der Wäschereien und der Logistik, die Entwicklung neuer Standorte und die mehrjährige Vertriebsinitiative, mit der das Unternehmen operativ wieder erstarkt ist und organisches Wachstum verzeichnen konnte. In den letzten Monaten hat Maximilian Teichner die divisionale Neuorganisation auf den Weg gebracht und wesentlich am zukunftsweisenden Joint Venture mit Rentokil Initial mitgewirkt.

 

„Maximilian Teichner hat die CWS-boco-Gruppe erfolgreich neu ausgerichtet und maßgeblichen Anteil an der Vorbereitung des Joint Venture, mit dem nun ein leistungsstarkes Unternehmen geformt wird. Mit dem Zusammenschluss kann die unter Herrn Teichner begonnene Wachstumsphase kontinuierlich fortgesetzt werden“, so Haniel-Vorstandsvorsitzender Stephan Gemkow. „Wir respektieren seine persönliche Entscheidung und bedauern, mit Herrn Teichner einen sehr geschätzten Kollegen zu verlieren. Wir danken ihm für sein langjähriges und erfolgreiches Engagement in der Haniel-Gruppe und wünschen ihm für seinen beruflichen und privaten Weg alles Gute und weiterhin viel Erfolg.“

 

Thomas Schmidt, der im Haniel-Vorstand für die Beteiligung verantwortlich ist, wird die Führung der CWS-boco-Gruppe übernehmen. Maximilian Teichner hat vor dem Hintergrund der noch laufenden Planungen und kartellrechtlichen Überprüfung des vorgesehenen Joint Venture zugesagt, bis zum Abschluss des Closings seine Aufgabe wahrzunehmen. Thomas Schmidt: „Meine vorrangige Aufgabe wird es sein, gemeinsam mit dem gesamten Führungsteam der CWS-boco Gruppe die Integration der Initial-Geschäfte erfolgreich umzusetzen. Die gesunde Aufstellung der CWS-boco unter Maximilian Teichner und seine bisherige erfolgreiche Arbeit in dem Joint-Venture-Prozess bilden dafür eine hervorragende Basis, das Unternehmen in seinem Sinne weiterzuführen.“

 

Maximilian Teichner: „Es waren intensive Jahre als Vorsitzender der Geschäftsführung, in denen ich mit der gesamten CWS-boco-Mannschaft viel bewegen und verändern konnte. Das Unternehmen steht auf einer soliden Grundlage und mit dem Joint Venture werden wir ein führendes Unternehmen in diesem Segment schaffen. In den letzten Wochen ist in mir die Entscheidung gereift, mit dem Closing einen neuen Weg außerhalb der Haniel-Gruppe einschlagen zu wollen.“

 

Haniel

Die Franz Haniel & Cie. GmbH ist ein deutsches Family-Equity-Unternehmen, das seinen Sitz seit der Gründung im
Jahr 1756 in Duisburg-Ruhrort hat. Von dort aus gestaltet die zu 100 Prozent in Familienbesitz befindliche Holding ein diversifiziertes Portfolio und verfolgt dabei als Wertentwickler eine langfristige Investmentstrategie. Derzeit gehören vier Geschäftsbereiche zum Haniel-Portfolio, die das operative Geschäft eigenständig verant­worten und in ihren Bereichen marktführende Positionen halten: BekaertDeslee, CWS-boco, ELG (100-Prozent-Beteiligungen) und TAKKT (Mehrheitsbeteiligung). Hinzu kommt die Finanzbeteiligung METRO GROUP. 

 

CWS-boco

Die CWS-boco International GmbH ist einer der international führenden Anbieter von professionellen Textil-Services und Waschraumhygienelösungen. Dazu gehören die bekannten CWS Handtuch-, Seifen- und Duftspender und Schmutzfangmatten sowie industriell waschbare Berufs- und Businesskleidung, kundenindividuelle Corporate Fashion-Kollektionen und Schutz- und Sicherheitskleidung von boco. Alle Leistungen werden im flexiblen Mietservice angeboten. Die CWS-boco Gruppe erreichte 2015 einen Umsatz von 779 Mio. Euro. Das Unternehmen verfügt über 17 Landesgesellschaften in Europa und beschäftigt weltweit rund 7.500 Mitarbeiter. CWS-boco ist eine 100-Prozent-Beteiligung der Franz Haniel & Cie. GmbH.

 

- duisport erzielt erneut Rekordergebnis
- Umsatz stieg um 6 % auf 230 Mio. Euro
- 20 Züge zwischen dem Duisburger Hafen und Zielen in China

Duisburg, 05. April 2017 - Die duisport-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016 den Rekordumsatz in Höhe von 230 Mio. Euro erzielt. Das ist eine Steigerung um 6 % oder 13 Mio. Euro gegenüber 2015, in dem ein Umsatz von 217 Mio. Euro erwirtschaftet wurde.
Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurde das Ergebnis 2016 um 7 % auf 40 Mio. Euro (2015: 37 Mio. Euro) verbessert. Damit steigt das Ergebnis bereits seit fast 20 Jahren deutlich und nachhaltig. Das Ergebnis vor Steuern liegt bei 19 Mio. Euro und somit ebenfalls über dem Vorjahreswert von 17 Mio. Euro.
„Das ist angesichts der Stagnation der Weltwirtschaft und der Logistikmärkte in Europa sowie einer Sättigung des Containergeschäfts ein sehr gutes Ergebnis. Erfreulich ist, dass alle Geschäftsbereiche Ergebnissteigerungen erzielt haben“, so Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG.


Der duisport-Vorstand (v. l. n. r.) Prof. Thomas Schlipköther, Erich Staake (Vorstandsvorsitzender) und Markus Bangen empfingen die Presse bei der diesjährigen Bilanzpressekonferenz. © duisport/krischerfotografie

Bilanz der drei Geschäftsbereiche
Von den insgesamt drei duisport-Geschäftsbereichen erzielte das Segment Infra- und Suprastruktur Umsätze in Höhe von 48,6 Mio. Euro (2015: 48,4 Mio. Euro). Dieses stabile Niveau resultierte wie im Vorjahr aus nahezu vollständig vermieteten Hallenflächen. Im Geschäftsbereich Infrastruktur wurden 2016 mit rd. 355.000 m² so viele Flächen wie nie zuvor in einem Geschäftsjahr vermarktet.

Im Geschäftssegment Logistische Dienstleistungen stiegen die Umsätze im Jahr 2016 um 4,4 % auf 78,9 Mio. Euro (2015: 75,6 Mio. Euro).
Das Geschäftssegment Verpackungslogistik verzeichnete 2016 ein Umsatzvolumen von 73 Mio. Euro und damit 3,8 Mio. Euro mehr als im Jahr 2015 (69,2 Mio. Euro).

Investitionen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die duisport-Gruppe rd. 24 Mio. Euro (2015: 20 Mio. Euro) an Sach- und Finanzinvestitionen getätigt. Neben Projekten zur Kapazitätserweiterung bestehender Logistikanlagen wurde 2016 insbesondere in den Erwerb einer ehemaligen Papierfabrik in Duisburg-Walsum investiert. Diese Industriefläche wird nun zu einem modernen, trimodal angebundenen Logistikstandort („logport VI“) weiterentwickelt. Staake: „Damit setzen wir einen weiteren strukturpolitisch wichtigen Akzent für die Region.“

Die seit Jahren stabile Ertragslage der duisport-Gruppe ist auch ein Ergebnis der nachhaltigen Investitionspolitik für die Region und des gezielten Ausbaus unserer internationalen Aktivitäten. Zudem spiegelt sich hier die erfolgreiche Ansiedlung internationaler Kunden und Logistikdienstleister im Duisburger Hafen wider. Ein weiterer Erfolgstreiber ist die konsequente Weiterentwicklung und Ausweitung kundenorientierter Leistungsangebote.

Gesamtgüterumschlag
Der Gesamtgüterumschlag einschließlich der privaten Werkshäfen betrug im gesamten Duisburger Hafen 2016 133 Mio. Tonnen (2015: 129 Mio. Tonnen). In den Häfen der duisport-Gruppe wurde 2016 ein Verkehrsvolumen von 66,8 Mio. Tonnen (2015: 68,5 Mio. Tonnen) bezogen auf die drei Verkehrsträger Schiff, Bahn und Lkw abgewickelt. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf den Wegfall eines Sondergeschäftes im Bahnverkehr zurückzuführen.

Der Güterumschlag per Schiff verbesserte sich im Jahr 2016 auf 16,2 Mio. Tonnen (2015: 15,6 Mio. Tonnen). Der Eisenbahnverkehr lag mit 17,6 Mio. Tonnen unter dem Niveau des Vorjahres (2015: 19,1 Mio. Tonnen). Die LkwVerkehre (Vor- und Nachlauf) verzeichneten 2016 ein Umschlagergebnis von 33,1 Mio. Tonnen (2015: 33,9 Mio. Tonnen).

Unter Einbeziehung aller Verkehrsträger erreichte der Containerumschlag in den Häfen der duisport-Gruppe im Jahr 2016 mit 3,7 Mio. TEU eine weitere Höchstmarke (2015: 3,6 Mio. TEU). Die duisport-Gruppe konnte somit ihre Spitzenposition als zentraleuropäische Logistikdrehscheibe weiter ausbauen.
Ausbau des internationalen Engagements Im Zuge der Seidenstraßen-Initiative „one belt, one road“ wurden im Jahr 2016 Kooperationen mit chinesischen Unternehmen geschlossen, um gemeinsame Projekte im gesamten transeurasischen Bereich zu realisieren. Bereits heute verkehren wöchentlich mehr als 20 Züge zwischen dem Duisburger Hafen und verschiedenen Zielen in China.

Die Seidenstraßen-Initiative verfolgt das Ziel, China insgesamt besser an die Märkte in Westeuropa anzubinden und gleichzeitig Zentral- und Westchina wirtschaftlich auszubauen. Geplant ist in den kommenden Jahren ein erheblicher Zuwachs im Gütertransport von China nach Europa direkt über Duisburg. In den chinesischen Millionenstädten entlang der Seidenstraße Chengdu, Chongqing und Urumqi im Nordwesten des Landes ist duisport bereits seit Längerem engagiert.

Staake: „Wir sind sehr zufrieden über die wachsende Bedeutung der Chinazüge. Das wird weiterhin Fahrt aufnehmen und zu steigenden Umschlagzahlen im Duisburger Hafen führen, zumal China jetzt die USA als wichtigsten Handelspartner Deutschlands abgelöst hat. Zudem ist China noch vor den USA der weltweit wichtigste E-Commerce-Markt, der zukünftig ein herausragender wirtschaftlicher Treiber in der Transportlogistik sein wird.“

Duisburger Hafen als Jobmotor
Der Duisburger Hafen nimmt seit Jahren die Spitzenposition bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Rhein-RuhrRegion ein. Dies belegt auch die Zahl der rd. 45.000 direkt und indirekt vom Hafen abhängig Beschäftigten in der Region, ein Zuwachs von 26.000 Arbeitsplätzen seit dem Jahr 2000. In den öffentlichen Häfen Duisburgs sind mehr als 300 Betriebe ansässig. Im vergangenen Jahr wurden im Zuge der Rekord-Neuansiedlungen über 1.000 direkte Arbeitsplätze geschaffen.

Die logport-Familie
Maßgeblicher Investitionsschwerpunkt war im Jahr 2016 der Erwerb der ehemaligen Papierfabrik in Duisburg-Walsum („logport VI“). „Damit wird die Erfolgsgeschichte der ‚logport‘Idee fortgesetzt und ein weiteres Leuchtturmprojekt in Duisburg realisiert“, so Staake. Auf logport I in Rheinhausen wurden seit 1998 etwa 50 führende internationale Logistikunternehmen angesiedelt, die heute mehr als 5.000 Beschäftigte zählen.

logport VI ist nach logport I das zweitgrößte Projekt der Duisburger Hafen AG in den vergangenen 16 Jahren. Auf dem 40 Hektar großen Gelände sollen Gütertransporte von Straße, Schiene und Wasserweg trimodal koordiniert werden. Insgesamt wird dort mit der Schaffung von über 500 Arbeitsplätzen gerechnet.
Mit dem Projekt in Walsum wächst die logport-Familie weiter. Vier Logistikzentren sind entstanden und entstehen in Duisburg, davon drei mit direkter Wasseranbindung; ein Logistikzentrum wird derzeit in Kamp-Lintfort realisiert, ein weiteres ist in Oberhausen geplant. Darüber hinaus wird über das Joint Venture dev.log GmbH am Standort Lülsdorf im Süden von Köln derzeit eine Fläche von rd. 50 ha für die Ansiedlung von Produktions- und Logistikunternehmen entwickelt.


Neuansiedlung von Daimler
Im laufenden Jahr errichtet duisport auf der Mercatorinsel in Duisburg-Ruhrort ein Logistikzentrum im Umfang von rd. 50.000 m² Lagerfläche. Der Premium-Automobilhersteller Daimler wird zukünftig über Duisburg Fahrzeugkomponenten exportieren. Durch diese Großansiedlung werden rund 500 Arbeitsplätze neu geschaffen.

 

Volksbank Rhein-Ruhr: Solide Ertragslage trotz Niedrigzinsphase

Duisburg, 28. März 2017 - Die Volksbank Rhein-Ruhr hat im Jahr 2016 erneut Ertragsstärke bewiesen. Das Ergebnis der Genossenschaftsbank liegt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1,21 Mio. Euro laut Thomas Diederichs, dem Sprecher des Vorstandes wieder auf einem ordentlichen Niveau.
Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages ergibt sich ein leicht gesunkener Bilanzgewinn von 1,24 Mio. Euro und die Bilanzsumme der Volksbank Rhein-Ruhr stieg im Jahr 2016 um 8,55 %, also 116,2 Mio. Euro auf 1.475 Mio. Euro. Diese Steigerung der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus knapp über 100 Mio. Euro erhöhten Refinanzierungen bei Kunden und Banken. Diese wurden von dem Kreditinstitut auf der Aktivseite in Eigenanlagen sowie zur Finanzierung des Kundenkreditwachstums verwendet.
Mit dem Ergebnis für das Jahr 2016 ist der Vorstand in Anbetracht der Niedrigzinsphase durchaus zufrieden. Thomas Diederichs hierzu: „Vor allem Genossenschaftsbanken stehen durch die umfangreiche Regulatorik immer mehr unter Druck. Eine Regulatorik, die politisch motiviert immer weiter ausgedehnt wird. Komplexe Anforderungen an das Eigenkapital können zum Beispiel die Kreditvergabe an die Wirtschaft, aber auch an Private negativ beeinflussen.“
Der Megatrend Digitalisierung beschäftigt das Institut ebenso sehr. „Unsere Mitglieder und Kunden wünschen sich eine Bank, die immer und überall erreichbar ist. Das bieten wir! Unser Multikanalangebot erstreckt sich über 16 Geschäftsstellen in Duisburg, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr und Ratingen-Lintorf, ergänzt um die Videoberatung und den telefonischen Kontakt. Mit der VR-Banking App erhalten unsere Kunden jederzeit an jedem Ort Zugriff auf ihre Konten.“ so Diederichs weiter.

Rund 36.000 der insgesamt 75.000 Kunden nutzen das Onlineangebot der Volksbank Rhein-Ruhr. 1,4 Mio. Besucher zählte die Onlinefiliale im Jahr 2016. Das Kundenwertvolumen fasst alle vermittelten und betreuten Vermögenswerte und Finanzierungen zusammen. Es ist im Jahr 2016 um 3,42 % auf 2,69 Milliarden Euro gestiegen. „Der Beweis für eine von Vertrauen und Fairness geprägte Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern und Kunden“, erklärt Diederichs.
Mit dem zuvor genannten Kundenwertvolumen sind auch die Kundeneinlagen um 2,93 % auf 1,04 Mrd. Euro gewachsen. Depots beim Verbundpartner Union Investment legten in 2016 erneut von 289 Millionen Euro um 3,4 % auf jetzt 299 Millionen Euro zu. Wertpapierdepots im Bankbestand entwickelten sich um knapp 8 % auf jetzt 137 Millionen Euro.
Die bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall verwahrten Guthaben wuchsen so um über 6 % auf jetzt 57 Millionen Euro und die Rückkaufswerte der R+V Versicherung um 1 % auf 61 Millionen Euro.
„Das Wachstum im Bereich Fondssparen und Depots spricht für sich. Entsprechend den Anlageempfehlungen unserer Berater setzen Kunden vermehrt auf Wertpapiere. In Zeiten niedriger Zinsen ist dies eine der wenigen Alternativen zum klassischen Sparen mit Festgeldern und Sparkonten“, merkt Diederichs hierzu an. Das Verbundeinlagevolumen ist nun auf einem neuen Höchststand von 576 Mio. Euro und einem Zuwachs von über 8 %.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Zinsüberschuss auf 32,4 Mio. Euro gesunken. Der Provisionsüberschuss sank leicht auf 10,4 Mio. Euro. 2016 stiegen die Sachaufwendungen um ca. 2 % von 10,5 auf jetzt 10,8 Mio. Euro. Im Gegensatz dazu sind die Personalkosten von 18,9 auf 18,7 Mio. Euro gesunken. Dabei stieg die Anzahl von 286 Mitarbeitern, davon 16 Auszubildende im Jahr 2015 auf 18 Auszubildende bei insgesamt 293 Mitarbeitern in 2016.
Der Umzug der Zentrale von der Düsseldorfer Straße an den Innenhafen jährt sich nun zum ersten Mal. Mitarbeiter und Kunden fühlen sich gleichermaßen wohl in den neuen Räumen. Die Flächen im Erdgeschoss sind voll vermietet. Neben dem Café Vivo bieten das Reisebüro, die Geschäftsstellen der Bank und der Volksbank Immobilien Rhein-Ruhr sowie das König Pilsener Wirtshaus ein abwechslungsreiches Angebot.
Nach Aussage von Thomas Diederichs wuchsen die Bestände an Kundenkrediten um fast 3 % auf 859 Mio. Euro.
Im Jahr zuvor waren es noch 835 Mio. Euro. In der Förderbilanz der Genossenschaftsbank wird deutlich: Spenden werden in der Region vergeben! Spenden und Sponsorings kommen Sportvereinen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, sozialen aber auch kulturellen Projekten zu Gute.

Seit Beginn des Online-Spendenportals, dem Förderprogramm Rhein-Ruhr, im Jahr 2014 sind bereits 183.000 Euro durch die Mitgliederräte vergeben worden (www.foerderprogramm-rhein-ruhr.de). Mitgliederräte bestehen aus Vertretern der Mitgliederversammlung und sind Multiplikatoren aus unserer Region.
Jährlich fördert die Bank die Region mit über 500.000 Euro.
Trotz erschwerten Bedingungen durch erhöhte Regulatorik ist der Vorstand mit dem Ergebnis des Jahres 2016 zufrieden. Er sieht den Folgejahren aber eher vorsichtig entgegen. Die lange Niedrigzinsphase hinterlässt immer stärkere Spuren in der Bilanz.  


 Volksbank-Vorstand: Carsten Soltau, Thomas Diederichs, Oliver Reuter v.l.  - Foto Yvonne Rettig

 

Neu gegründeter Verein der Duisburger Wirtschaft „auf Wachstumskurs“

Duisburg, 23. März 2017 - Unternehmenslenker engagieren sich   Duisburg. Auf Initiative der Duisburger Wirtschaftsförderung wurde der Verein der Duisburger Wirtschaft (VDUW) gegründet. Mittlerweile hat er zehn Mitglieder – Tendenz steigend.  
Im VDUW engagieren sich Duisburger Unternehmerinnen und Unternehmer für den Wirtschaftsstandort und seine Firmen, insbesondere für den Mittelstand. Der Verein vertritt die Interessen der Wirtschaft gegenüber Verwaltung und Politik. Er bringt die Unternehmerschaft zusammen, damit diese ihr lokales Netzwerk ausbaut.
Der VDUW ist auch Gesellschafter der GFW Duisburg. Über seinen Vereinsvorsitzenden Sven Raderschatt, Direktor bei der Franz Haniel & Cie. GmbH, ist der VDUW im Aufsichtsrat der GFW Duisburg vertreten. Damit hat die GFW Duisburg, jeweils zur Hälfte städtisch und privatwirtschaftlich getragen, derzeit 29 Gesellschafter.  

„Ziel des VDUW ist es, dass sich dessen Akteure in regelmäßigen Abständen austauschen: über wirtschaftsfördernde Maßnahmen und damit über die grundsätzliche Ausrichtung der Duisburger Wirtschaftsförderungspolitik – für mehr Wachstum und Beschäftigung in unserer Stadt“, betont Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH.
„Wichtig ist uns, dass sich noch mehr Mittelständler mit ihren Ideen in den Verein einbringen und sich nachhaltig für den Wirtschaftsstandort engagieren. Gemeinsam wollen wir es schaffen, Akzente zu setzen und den ‚Masterplan Wirtschaft‘ zu realisieren“, so Manager Raderschatt.

Der von der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve und dem Unternehmerverband initiierte Masterplan, der mit intensiver Beteiligung Duisburger Unternehmer und Institutionen erstellt wurde, enthält Maßnahmen und Vorschläge zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Diese beziehen sich auf fünf Themenkomplexe. Hierzu zählen insbesondere Infrastruktur, Energie und Umwelt, Bildung und Technologie sowie Gründung und Mittelstand. Daraus ergeben sich konkrete Handlungsschwerpunkte.
Dazu gehören die Standortkosten und den Bürokratieaufwand für die Wirtschaft zu reduzieren, den Breitbandausbau voranzutreiben, Maßnahmen zum Wiedereinstieg von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt auszubauen und ein marktgerechtes Gewerbeflächenangebot bereitzustellen –  sowohl für Neuansiedlungen als auch für Unternehmensverlagerungen von Bestandsunternehmen innerhalb der Stadt. Darüber hinaus sollen Gründerinitiativen fortgesetzt und erweitert werden. Auch gilt es, Immobilienangebote für Gründer zu erhalten und auszubauen. Außerdem wird beabsichtigt, begonnene Energieeffizienzmaßnahmen in Gewerbegebieten fortzuführen. Frank Wittig, Geschäftsführer der Wittig GmbH für Schiffsausrüstung und Industriebedarf, gehört ebenfalls zum Vorstand des VDUW.

Der passionierte Duisburger Unternehmer ermuntert andere dazu, ebenfalls aktiv zu werden: „Die GFW Duisburg ist dabei ein starker Partner, hat sie doch den kurzen Draht zu Politik und Verwaltung. Auf die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung setze ich bereits im Bereich der Gewerbegebietsinitiativen. Daher weiß ich, dass man über Netzwerke einfach mehr bewegen kann. Und genau das wollen wir auch über den VDUW: Unternehmerinnen und Unternehmer zusammenbringen, damit sie ihr lokales Netzwerk ausbauen und davon profitieren können.“

Auch Mitvorstand Alexander Kranki, Geschäftsführer der KRANKIKOM GmbH, trommelt für den VDUW: „Dieser ist ein ‚Mitmachverein‘ für alle interessierten Firmenlenker, die sich für die Mercatorstadt engagieren wollen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt dafür, aktiv zu werden. Duisburg ist in Aufbruchsstimmung. Und genau die gilt es, für den Standort zu nutzen. Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft gestalten. Auf dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verbessern!“  

Mitglieder des Vereins sind bislang: ESPERA-Werke GmbH, Franz Haniel & Cie. GmbH, KRANKIKOM GmbH, MOORE STEPHENS RHEIN-EMSCHER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, SanderWerbung GmbH, Targo Dienstleistungs GmbH, wagro Tabakwaren GmbH & Co. KG, Wirtschaftsbetriebe Duisburg, Wittig GmbH Schiffsausrüstung – Industriebedarf sowie Frank Wohlfarth von der Gebrüder Wohlfarth GmbH & Co. KG.  
Zielgruppe des Vereins sind alle Unternehmen, unabhängig ihrer Rechtsform, mit Sitz in Duisburg. Gleiches gilt für Firmen, die hier eine Niederlassung oder Betriebsstätte unterhalten. Natürliche und juristische Personen, Mitglieder freier Berufe wie beispielsweise Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Kammern und Wirtschaftsverbände können ebenfalls Mitglieder werden. Maßgeblich ist, dass sie ihren Sitz, ihre Geschäftsstelle oder ihre Zuständigkeit im Stadtgebiet haben oder einen Bezug dazu.  
Wer Duisburgs wirtschaftliche Zukunft im VDUW mitgestalten will, der wendet sich an: Ralf Meurer, Geschäftsführer, GFW Duisburg, Telefon: 0203 / 36 39 – 399, E-Mail: vduw@gfw-duisburg.de    


 Aktiv für Duisburg und den VDUW – Ralf Meurer, Sven Raderschatt, Frank Wittig und Alexander Kranki (v.l.n.r.), Foto: Annegret Angerhausen-Reuter, Nutzungsrechte: GFW Duisburg  

 

Vertex Antennentechnik GmbH: Nischenanbieter und Weltmarkführer

Duisburgs Oberbürgermeister im Wirtschaftsdialog bei der Vertex Antennentechnik GmbH Nischenanbieter und Weltmarkführer mit „Homebase“ in der Mercatorstadt seit 1992  
Duisburg, 20. März 2017 - Nachdem Duisburgs Oberbürgermeister im Januar 2017 mit den Akteuren der Linde AG im Wirtschaftsdialog war, führte ihn sein Weg nun zur Vertex Antennentechnik in Homberg. Das Unternehmen, zur amerikanischen General Dynamics Gruppe gehörend und mit Wurzeln zur Krupp Industrietechnik Group, hat seine „Homebase“ seit 1992 in der Mercatorstadt.  
Waren es zu Beginn 22 Fachkräfte, die hier arbeiteten, sind es mittlerweile rund 70, davon überwiegend Ingenieure, Mathematiker, Physiker und Techniker, die von Duisburg aus Antennentechnik entwickeln. Einsatzfelder sind die Radioastronomie, die satellitengestützte Kommunikation, Satellitensteuerung sowie Erdbeobachtungen, zum Beispiel für Auswertungen im Klima- und Umweltschutz.  

„Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie viele Weltmarktführer in Duisburg zu Hause sind. Die Vertex Antennentechnik GmbH steht für die positiven Seiten der Globalisierung. Das Know-how aus Duisburg wird in die Welt exportiert, wobei der Wirtschaftsstandort Duisburg, die Vertex Antennentechnik und die lokalen sowie regionalen Ingenieurbüros und Produktionsfirmen als ‚Zulieferer‘ respektive Subunternehmer profitieren“, erklärt Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link.  
Dr.-Ing. Konrad Pausch, Geschäftsführer des technologieorientierten Unternehmens, kann dem nur zustimmen: „Wir leben bereits seit den Neunzigern die Globalisierung. Gleichzeitig profitieren wir von unserer lokalen Verortung: Duisburg ist internationale Logistikdrehscheibe im Herzen Europas und inmitten einer dichten Forschungs- und Hochschullandschaft mit hochqualifizierten, sprachgewandten Wissensarbeitern. Daher setzen wir auf Duisburg.“  

Rund um den Globus sind die hochtechnologieorientierten Produkte von Vertex Antennentechnik zu finden – beispielsweise in Chile, Argentinien, Brasilien, Indien, Südafrika, Russland, Australien, der Südsee, aber auch Deutschland und – nicht zuletzt – am Polarkreis und am Südpol.

Auftraggeber des Unternehmens sind Forschungseinrichtungen wie das Max-Planck-Institut und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), nationale und internationale Organisationen – beispielsweise Raumfahrtagenturen wie die ESA sowie Regierungsbehörden. Aber auch für Sendeanstalten wie WDR, RTL und ausländische Fernsehsender haben die Ingenieure und Techniker bereits Aufträge realisiert.  
 
„Wir werden immer dann tätig, wenn maßgeschneiderte Technologie essentiell ist. Die Vertex Antennentechnik GmbH realisiert komplexe Sonderanfertigungen für spezielle wissenschaftliche Anwendungsgebiete. Die gibt es nicht ‚von der Stange‘, sondern stets nach Kundenwunsch. Großserien gibt es bei uns grundsätzlich nicht. Wir sind Anlagenbauer im Antennenbereich und besetzen dort eine absolute Nische“, weiß Diplom-Ingenieur Peter Fasel, Technischer Direktor, und fügt hinzu: „Daher gibt es kein Studium und keine Ausbildung, die hundertprozentig das abdeckt, was gefragt ist. Daher setzen wir auf ‚training on the job‘. Das spornt an und ermöglicht unseren Mitarbeitern, sich im Unternehmen weiterzuentwickeln und aufzusteigen.“  

Der Erfolg gibt dem Unternehmen recht: Rund 20 bis 30 Millionen Jahresumsatz bei durchschnittlich 100 Aufträgen aus den Bereichen Anlagen-Bau, -Umbau, Reparatur, Erweiterung und Ersatzteilgeschäft sprechen für sich. „In 25 Jahren, also seit Unternehmensgründung, haben wir ausnahmslos Gewinne erwirtschaftet“, betont Unternehmenslenker Dr. Pausch. So gerüstet, hat Vertex Antennentechnik die Zukunft im Blick. Noch mehr unternehmenseigene Synergien zu nutzen, um weitere Potenziale zu heben und neue Projekte anzugehen, ist das Ziel ihres interdisziplinären Arbeitens.  
GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer schließt: „Vertex Antennentechnik ist ein Unternehmen, das zugleich Motor ist: Es treibt kleine Betriebe an, die hochwissenschaftlich arbeiten, und lässt neue entstehen. Hieraus ergeben sich Aufträge und Kooperationen. Das große Einzugsgebiet kommt sowohl dem Unternehmen als auch dem Wirtschaftsstandort zugute. In Duisburg, Oberzentrum am Niederrhein und inmitten der Metropole Ruhr, lassen sich kluge Köpfe gut rekrutieren.“



Vor einem Reflektor für ein Radioteleskop – Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link mit  GFW-Chef Ralf Meurer sowie Dr.-Ing. Konrad Pausch, Dipl.-Ing. Gerbert Lagerweij und Dipl.-Ing. Peter Fasel (Vertex Antennentechnik GmbH); Foto: Uwe Köppen / Stadt Duisburg

 

Kokerei Schwelgern: 140 Öfen im Einsatz für die Stahlproduktion

Kokerei Schwelgern verarbeitet 50-millionste Tonne Kokskohle – Kohleforschung wird fortgesetzt  
Duisburg, 19. März 2017 - Ein Meilenstein in der Produktions-Geschichte der Kokerei in Duisburg-Schwelgern fand jetzt statt: Ofen 93 wurde mit der fünfzigmillionsten Tonne Kokskohle gefüllt, um für das Duisburger thyssenkrupp-Werk Koks zur Stahlproduktion herzustellen. Auch für die Mitarbeiter war dies ein besonderer Moment, der sich fast auf den Tag vierzehn Jahre nach der ersten Befüllung vollzog.
Am 13. März 2003 ging mit der ersten Batterie der Kokerei im Duisburger Norden eine der modernsten Anlagen in Betrieb, und seitdem produzieren die insgesamt 140 Öfen auf dem Werkgelände der Stahlsparte von thyssenkrupp hochwertigen Koks für die benachbarten Hochöfen.  
Kokskohle mit einem Fassungsvermögen von zwei Millionen Lkw verarbeitet   


50-millionste Tonne: Kokskohle mit einem Fassungsvermögen von umgerechnet zwei Millionen Lkw hat Kokerei-Chef Peter Liszio (r.) mit seinem KBS-Team seit Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 2013 in seinen 140 Öfen bereits verarbeitet.


50 Millionen Tonnen sind eine geradezu unvorstellbare Menge – nicht so für Peter Liszio. Der technische Geschäftsführer der Kokereibetriebsgesellschaft Schwelgern (KBS)kann das an einem Beispiel verdeutlichen: „Eine Halde fasst etwa 80.000 Tonnen Kokskohle, so dass man sich, gerechnet auf 50 Millionen Tonnen, 625 solcher Halden vorstellen muss. Mit dieser Menge kann man rund zwei Millionen Lkw füllen, die auf einer geschätzten Gesamtlänge von 25.000 Kilometern hintereinander stünden. Damit könnte man also die Erde auf Höhe des Äquators um mehr als die Hälfte umrunden.“  



Bis zum heutigen Tag ist die Anlage weltweit eine der modernsten, hat sie doch das umweltschonende Verfahren zur Nasskühlung bei der Koksproduktion als neue Technologie etabliert. Dabei ist die Kokerei nicht nur technisch hochspezialisiert, sondern auch in ihren Prozessen global vernetzt – „immer mit dem Ziel, qualitativ ebenso wie in Bezug auf Innovations- und Umweltstandards sowie wirtschaftlich auf höchstem Niveau zu arbeiten“, erläutert der für den kaufmännischen Bereich bei der KBS zuständige Michael Fonck. „Kamen im Jahr 2003 in der neuen Kokerei noch immerhin rund 20 Prozent der Kohle aus Deutschland, so sind wir vor etwa sieben Jahren vollständig auf Importkohle umgestiegen. Die Edelkohle, die wir zur Koksproduktion benötigen, beziehen wir aus nahezu allen Märkten weltweit, im Wesentlichen aus Australien, Kanada, USA, Afrika sowie zum Teil aus Asien.“
 Technische Innovation und Teamgeist sind Eckpfeiler des Erfolgs Die bislang verarbeiteten 50 Millionen Tonnen Kokskohle gingen in Form von hochwertigem Koks direkt und vollständig in die benachbarten Hochöfen des thyssenkrupp-Stahlbereichs: Dort deckt die Kokerei mit einer Koksproduktion von rund 2,8 Millionen Tonnen pro Jahr rund 70 Prozent des Koksbedarfs ab.
Eine enge Verzahnung, die reibungsloser kaum laufen könnte – davon zeugen nicht nur die räumliche Nähe, sondern auch die eng aufeinander abgestimmten Prozesse sowie eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Unsere Kokerei ersetzte seinerzeit die veraltete Anlage, die nach über einhundert Jahren nicht mehr den modernen Standards entsprach“, erläutert Liszio.
Das Kernthema Innovationen haben die Verantwortlichen auch seit Inbetriebnahme nicht vernachlässigt: Nachdem bereits im vergangenen Jahr in Kooperation mit der TU Berlin sowie der Schwestergesellschaft thyssenkrupp Industrial Solutions ein Verfahren zur weiteren Verwendung des beim Produktionsprozess anfallenden Kokskofen-Gases pilotiert wurde, ist auch die Kohlenforschung am Standort in vollem Gange.
„Mit der Einstellung der Kohleförderung in Deutschland kam auch das Ende der Forschungstätigkeit rund um das Thema. Angesichts der allgemeinen Knappheit an Kokskohle sehen wir aber den dringenden Bedarf, an dieses Wissen anzuknüpfen und weiterzudenken“, so Liszio. Gemeinsam mit einem Team aus Wissenschaftlern, Technikern und Ingenieuren läuft daher seit rund vier Jahren vor Ort in Schwelgern eine Serie von Projekten zur Zukunft der Kokskohle, das so weltweit einzigartig und mit einer Investitionssumme von mehreren Millionen Euro ausgestattet ist.  
Den wichtigsten Erfolgsfaktor - neben Innovationsdrang und Pioniergeist - stellen, davon sind die beiden Geschäftsführer überzeugt, die 320 hochspezialisierten Mitarbeiter der KBS dar: „Viele von Ihnen begleiten die Entwicklungen in ,ihrer‘ Kokerei schon seit Jahrzehnten und sind seit der ersten Befüllung in Schwelgern mit an Bord. Dabei haben sie den Wandel vom alten Betrieb zu einer hochmodernen, in vielen Teilen digitalisierten Kokerei und damit zum Teil völlig neue Anforderungsprofile an die eigene Arbeit mitgetragen. Der Teamgeist im Werk ist förmlich spürbar.“


Grubengold: Aus der ganzen Welt kommt die Kohle nach Duisburg, wo sie in der Kokerei zu Koks umgewandelt wird. Dieser wird für die Hochöfen der Stahlproduktion auf dem Werkgelände von thyssenkrupp benötigt.

 

42. Mittelstands-Forum der Wirtschaftsförderung in Duisburgs „guter Stube“

Duisburg, 10. März 2017 - Der großer Saal der Mercatorhalle war ein ausgezeichnetes Parkett zum Netzwerken von Wirtschaft, Politik und Verwaltung . 350 Teilnehmer und 41 Aussteller nutzten das 42. Mittelstands-Forum der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH, um sich mit Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung auszutauschen, Kooperationen auszuloten und Verträge anzubahnen.

Der Große Saal der Mercatorhalle – sonst das „Zuhause“ der Duisburger Philharmoniker – erwies sich als ausgezeichnetes Parkett zum Netzwerken.  
Der Auftakt, die Grußworte von Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link sowie des Hauptgeschäftsführers der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve Dr. Stefan Dietzfelbinger fanden große Beachtung. Duisburgs Stadtoberhaupt hieß die anwesenden Mittelständler und damit „das Herz der Wirtschaft“ willkommen. Dr. Dietzfelbinger verwies auf den gelungenen Erneuerungsprozess der GFW Duisburg in den letzten Jahren. Er betonte, gemeinsam mit allen Akteuren die Duisburger Wirtschaft im Sinne des Masterplans voranbringen zu wollen, um diese noch stärker zu machen.
„Duisburg sei im Aufbruch und habe, nicht nur im Hinblick auf den vorgezogenen Wahltermin, einen Oberbürgermeister, der seiner Zeit voraus sei. Masterplan und Zukunftskongress zeugten davon. Den Reigen der Ansprachen rundeten Dezernent Thomas Krützberg und Gastgeber Ralf Meurer ab. Krützberg sprach dabei in seiner Funktion als einer der Geschäftsführer der Duisburg-Kontor GmbH und warb um Veranstaltungen in der Mercatorhalle. Danach fiel der Startschuss für gute Gespräche in lockerer Atmosphäre.  
Das bewährte Rezept des GFW-Mittelstands-Forums ging auch diesmal auf. Bis in die Abendstunden pflegten die Gäste des Duisburger Wirtschaftslebens ihre Kontakte und bauten ihre Netzwerke aus. Zu den Besuchern zählten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte ebenso wie Dolmetscher und Firmenlenker aus Handwerksbetrieben und dem produzierendem Gewerbe.                                           

GFW-Mittelstands-Forum in der Duisburger Mercatorhalle - Foto: Elke Spiller / GFW Duisburg

 

Erfahrungsaustausch mit amerikanischer Wirtschaft: IHK-Spitze besucht Silicon Valley

Duisburg, 09. März 2017 - Digitale Kompetenz hiesiger Betriebe stärken   Große Unternehmen wie Google und aufstrebende, digitale Start-ups besuchten der Präsident der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, Burkhard Landers, und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger bei einer Wirtschaftsdelegationsreise ins Silicon Valley.
Vertreter von IHKs aus ganz Deutschland lernten Akteure der digitalen Wirtschaft in den USA kennen.  
Im Rahmen der viertägigen Reise standen Gespräche mit hochrangigen Vertretern der US-amerikanischen Wirtschaft, der Auslandshandelskammer sowie des Generalkonsulats auf dem Programm. Unternehmensbesuche bei Airbnb, Hewlett-Packard, Google und dem Start-up Datameer gaben den Teilnehmern direkte Einblicke.
„Mich haben die Gespräche mit den Deutschen Unternehmern im Silicon Valley nachdenklich gemacht, die uns von den Beweggründen berichtet haben, ihre Geschäftsidee in den USA und nicht in Deutschland zu realisieren“, so Landers nach der Reise. „Unsere Unternehmen müssen bei innovativen Technologielösungen wettbewerbsfähig bleiben. Neben der flächendeckenden Breitband-Anbindung als zentrale technische Voraussetzung müssen wir uns dringend um mehr Risikokapital bemühen“, so der IHK-Präsident.  
Bei einem Besuch des Lehrstuhls für European Entrepreneurship and Innovation an der renommierten Stanford-Universität diskutierten die IHK-Vertreter mit den Gastgebern die Finanzierung von Start-ups, den Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Innovationsförderung.  
Die Innovationsförderung wird auch an Rhein und Ruhr weiter ausgebaut. „Unser neuer Digital Innovation Hub im Rheinland soll das Thema in unserer Region weiter vorantreiben. IT-Konzerne, Mittelständler und Start-ups arbeiten hier zusammen mit unseren IHKs an neuen Geschäftsmodellen“, beschreibt Dietzfelbinger und fasst die Erkenntnisse aus der Reise so zusammen: „Wir brauchen auch eine noch bessere Zusammenarbeit mit den Hochschulen unserer Region.“  


Die Wirtschaftsdelegation zu Gast bei Google. Foto: DIHK

 

thyssenkrupp mit erweiterten Dienstleistungen: Neue Adjustage in Beeckerwerth bearbeitet Brammen nach individuellen Kundenwünschen

Duisburg, 09. März 2017 - Für Stahlkunden wurde bei thyssenkrupp in Duisburg das Dienstleistungs-Angebot erweitert. Dafür haben thyssenkrupp Millservices & Systems und thyssenkrupp Steel Europe ihre Zusammenarbeit im Oxygen-Stahlwerk 2 weiter ausgebaut.
Die Experten für stahlwerksnahe Dienstleistungen haben in Beeckerwerth eine neue Anlage zum maschinellen Längsteilen von Brammen in Betrieb genommen. Auf insgesamt sechs sogenannten „Tischen“ können die Brammen exakt nach Kundenwunsch zugeschnitten werden. Durch die Möglichkeit der schnelleren Bearbeitung verbessert sich zudem die Lieferperformance.  
„Wir freuen uns, dass wir den Auftrag gewinnen konnten. Der Ausbau unserer Zusammenarbeit mit thyssenkrupp Steel Europe ist ein gutes Beispiel für den starken Konzernverbund", erklärt Timm Jesberg, Leiter Adjustage-Dienstleistungen.
Zusammen mit seinem Team wird er in Zukunft bis zu 150.0000 Tonnen Brammen im Monat bearbeiten und auf die gewünschten Maße zuschneiden. Darüber hinaus unterstützt thyssenkrupp MillServices & Systems das Stahlwerk in der Logistikkette – vom Lagermanagement über die Disposition bis hin zum Transport an den Endkunden.  
Vorteile gibt es durch die Zusammenarbeit für beide Seiten. „Wir sind genau auf die Bedürfnisse von Steel eingestellt und können im Tagesgeschäft sehr flexibel reagieren. Zudem ist die neue Anlage dafür ausgelegt, die Qualität zu steigern und bartfrei zu schneiden, wodurch keine Nachbearbeitung mehr nötig ist“, so Jesberg. Seine Einschätzung teilt auch Robert Kelle, Teamleiter der Brammen-Adjustage bei thyssenkrupp Steel Europe: „Für uns hat die übergreifende Zusammenarbeit Vorteile und die Kunden profitieren von einer schnelleren Bearbeitung.“


Inbetriebnahme: Die beiden thyssenkrupp-Geschäftsbereiche Millservices & Systems sowie Steel Europe haben ihre Zusammenarbeit im Duisburger Werk weiter ausgebaut. Die Experten für stahlwerksnahe Dienstleistungen haben beim Stahlhersteller im Oxygen-Stahlwerk 2 in Beeckerwerth eine neue Anlage zum maschinellen Längsteilen von Brammen in Betrieb genommen.

 

Startup zu Gast im Duisburger Hafen duisport-Chef im Dialog mit Gründern

Duisburg, 7. März 2017 - Startups treffen Manager. Im Zusammenhang mit dem Projekt „Smart am Start“ des Initiativkreises Ruhr, bei dem Firmengründer erfolgreiche Manager treffen, empfing duisports Vorstandsvorsitzender Erich Staake die jungen Unternehmensgründer von parcelbox2go zu einem Gedankenaustausch.

Die jungen Gründer bauen derzeit in Dortmund einen Paket-Lieferservice auf, bei dem der Kunde exakt bestimmen kann, wann und wo er seine online bestellte Ware erhält. Dieses Angebot soll bei Erfolg auf das gesamte Ruhrgebiet übertragen werden. „Diese Wunschzeit-Zustellung ist sehr interessant. Denn auch wir denken in maßgeschneiderten Lösungen für unsere Kunden“, so Staake. Das Geschäftsmodell von parcelbox2go könne durchaus ein Werkzeug für ECommerce-Unternehmen sein, die sich neu im Duisburger Hafen ansiedelten und keine eigene Vertriebsstruktur für ihre Waren aufbauen möchten. Denn insbesondere beim E-Commerce sei der Service entscheidend.

Staake informierte die jungen Firmengründer darüber, dass duisport gemeinsam mit Partnern aus der Industrie in diesem Jahr ein Startup-Lab in Duisburg einrichten werde. Dadurch soll die Zusammenarbeit von Unternehmen aus Industrie und Logistik mit jungen Firmengründern intensiviert werden.

Die Entwicklung neuer, disruptiver Ideen und Innovationen sei die Stärke vieler Start-up-Unternehmen. Die Entstehung neuer Geschäftsmodelle, Anwendungen und Technologien werde dadurch gefördert. Überdies sollen die Unternehmen am Standort sowie aus der Region von den Anregungen und Entwicklungen der jungen Unternehmen profitieren. Staake sagte anerkennend zu den Gästen von parcelbox2go: „Sie wären ein klassisches Startup, das wir auch gerne dabei hätten.“

Startup zu Gast im Duisburger Hafen

duisports-Vorstandsvorsitzender Erich Staake traf die Geschäftsführer des Startup-Unternehmens parcelbox2go Björn Marc Paulus (r.) und Oliver Maassen zu einem Gedankenaustausch im Duisburger Hafen © duisport/krischerfotografie

 

Wirtschaft im Rheinland trotzt weltwirtschaftlichen Turbulenzen

Düsseldorf/Duisburg, 7. März 2017 - Die Wirtschaft im Rheinland trotzt allen weltwirtschaftlichen Turbulenzen und zeichnet sich zu Jahresbeginn 2017 durch eine große Stabilität aus. Das ist die zentrale Botschaft des aktuellen Konjunkturbarometers Rheinland, das die sieben rheinischen Industrie- und Handelskammern (Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Niederrhein, Köln, Mittlerer Niederrhein und Wuppertal-Solingen-Remscheid) heute in Düsseldorf präsentiert haben. Dazu wurden knapp 3.000 Unternehmen zu ihrer aktuellen wirtschaftlichen Lage sowie zu ihren Erwartungen für 2017 befragt.
Zum Jahresbeginn 2017 bewerten die Unternehmen im Rheinland ihre Geschäftslage größtenteils sehr positiv. Rund 40 Prozent der befragten Betriebe bezeichnen ihre Lage als gut, weitere rund 50 Prozent immerhin als befriedigend. „Die Konjunktur im Rheinland entwickelt sich sehr stabil. Anhaltend niedrige Zinsen, eine hohe Kaufkraft und Konsumlaune stützen diesen Verlauf“, erläuterte Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK DuisburgWesel-Kleve, anlässlich der Veröffentlichung des Konjunkturberichts.

Parallel zu den Lageeinschätzungen entwickeln sich derzeit auch die Erwartungen weiter positiv. 26,0 Prozent der Unternehmen gehen für die kommenden Monate von einer sich weiter verbessernden Geschäftsentwicklung aus. Weitere rund 61 Prozent erwarten keine größeren Veränderungen und nur knapp 13 Prozent befürchten eine Verschlechterung. „Wir gehen zur Zeit davon aus, dass sich die regionale Wirtschaft 2017 gut und stabil entwickelt“, so Dietzfelbinger.

Durch die positiven Entwicklungen bei Geschäftslage und Erwartungen steigt der IHK-Konjunkturklimaindex leicht an und erreicht jetzt rund 121 Punkte. Einen besseren Wert gab es zuletzt zum Jahresbeginn 2014. Der langjährige Durchschnitt wird sogar um knapp 6 Punkte übertroffen. Erstmals seit fast drei Jahren deutet sich ein nennenswerter Aufschwung bei den Exporten an. Dazu passen Prognosen der Forschungsinstitute, die eine leichte Zunahme des weltweiten BIP-Wachstums voraussagen. Motor der Wirtschaft bleibt in den meisten Branchen die gute Inlandsnachfrage. Aktuell rechnen rund 28 Prozent der exportierenden Unternehmen für 2017 mit einer Zunahme ihrer Exporte, nur rund 14 Prozent erwarten einen Rückgang.
Der Aufschwung der Exporterwartungen wird jedoch von zahlreichen Unsicherheiten begleitet. Im Vordergrund stehen dabei die USA und die „America first“- Politik von Präsident Donald Trump. „Die Androhung von Strafzöllen, die Kündigung von Handelsabkommen oder der anstehende Beginn der Verhandlungen zum Brexit sorgen für Verunsicherung.

Auch in weiteren europäischen Ländern, wie zum Beispiel in Frankreich und den Niederlanden, könnten europa- und freihandelskritische Parteien an Einfluss gewinnen“, so Dietzfelbinger: „Für viele Unternehmen ist der freie Handel Grundlage ihres Erfolges und ein zentraler Aspekt, um viele tausend Arbeitsplätze zu sichern.“

Der Saldo für die Beschäftigungspläne erreicht mit rund 9 Punkten den besten Wert seit dem Jahresbeginn 2012. Insgesamt möchten knapp 22 Prozent der Betriebe ihre Mitarbeiterzahl erhöhen. Dem stehen nur rund 14 Prozent mit Plänen zum Beschäftigungsabbau gegenüber. Dietzfelbinger: „Die erfreuliche Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich also weiter verbessern. Positive Impulse erwarten wir unter anderem von der IT-Branche, der Gesundheitswirtschaft und der Chemischen Industrie. Mit rückläufigen Mitarbeiterzahlen rechnen dagegen erneut die Fnanzdienstleister.“

 

Neues Logistikzentrum für Stahlrohre in Hohenbudberg bis Ende 2017

Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg siedelt Firma mit 60 Mitarbeitern an    
Duisburg, 03. März 2017 - „Wir freuen uns, das Unternehmen Brinker-Fetten Logistik von den Standortvorzügen Duisburgs überzeugt zu haben. Die Ansiedlung von Ratingen nach Duisburg verschafft unserer Stadt weitere 60 Arbeitsplätze“, erklärt Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg).  
Perspektivisch sollen noch weitere Arbeitsplätze hinzukommen. Doch zunächst gilt es, das Logistikzentrum für Stahlrohre bis Ende 2017 zu errichten. Im Januar dieses Jahres hat Ludwig Fetten, Geschäftsführer der Brinker-Fetten Logistik GmbH & Co. KG, ein rund 21.000 Quadratmeter großes Grundstück im Gewerbepark Hohenbudberg erworben.  

GFW-Projektmanagerin Renate Orywa begleitet das Unternehmen bei der Verlagerung: „Ich habe dem Unternehmen das Grundstück vermittelt, da ich davon überzeugt bin, dass der Logistiker sowohl in dieses Gebiet passt als auch ein Gewinn für Duisburg ist.“
Die GFW Duisburg ist von der Stadt beauftragt worden, zu beurteilen, welche Unternehmen passgenau für den Gewerbepark Hohenbudberg sind, um diese dann dort anzusiedeln. Unternehmer Fetten blickt optimistisch in die Zukunft: „Duisburg ist die Logistikdrehscheibe schlechthin; insofern sind wir hier perspektivisch bestens aufgehoben, brummt hier doch der Markt.“

                                                   

CRO-Geschäftsführer Volker Schreck mit GFW-Projektmanagerin Renate Orywa und Unternehmer Ludwig Fetten (v.l.n.r.); Foto: Annegret Angerhausen-Reuter / Nutzungsrechte: GFW Duisburg


Duisburgs Grundstücksmarkt in Bewegung

Duisburg, 17. Februar 2017 - Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Duisburg hat in seiner Jahressitzung am 15.02.2017 wesentliche Daten und die Bodenrichtwerte zum Stichtag 01.01.2017 als Übersicht über den Grundstücksmarkt in der Stadt Duisburg ermittelt. Grundlage bilden die ausgewerteten Grundstückskaufverträge des Zeitraums 01.01. bis 31.12.2016 aus der gemäß § 195 Baugesetzbuch geführten Kaufpreissammlung.

 

GRUNDSTÜCKSMARKT IN BEWEGUNG MIT WEITERHIN STEIGENDEM UMSATZ

Im Jahr 2016 wurde eine gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Anzahl an Kaufverträgen registriert. So wurden mit 4.109 Verträgen nochmals deutlich mehr Kauffälle als noch 2015 erfasst und ausgewertet. Beim Geldumsatz war dagegen mit 848,6 Mio. Euro nur ein moderates Plus von knapp 3 %  zu verzeichnen.

Die in den Vorjahren überwiegende Anzahl an  Verträgen über bebaute Grundstücke wurden im Jahr 2016 überholt durch den Teilmarkt der Wohnungs- und Teileigentume mit einem beachtenswerten Anstieg an Kaufverträgen von 1.433 in 2015 auf 1.913 im Berichtsjahr 2016 – ein Plus von über 33 %. Gleichzeitig sank die Zahl der Kauffälle bzgl. bebauter Grundstücke mit 1.857 leicht um ca. 4 %.

Die Anzahl an Kaufverträgen über unbebaute Grundstücke wuchs von 261 auf eine in den letzten Jahren nicht erreichte Zahl von 339 Verkaufsfällen.

Auch in diesem Jahr war der Grundstücksmarkt geprägt vom Weiterverkauf von Ein- und Zweifamilienhäusern, der die Hälfte des Teilmarkts der bebauten Grundstücke ausmachte. Der Anteil neuerstellter Objekte  am Duisburger Grundstücksmarkt blieb mit insgesamt 99 Bauträgerobjekten stabil.

Der mit Mehrfamilienhäusern erzielte Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um ca. 13 %, obschon die Anzahl der Vertragsabschlüsse gleichzeitig um fast 10 % zurückging.  

Weiterhin wechselten 228 gemischt genutzte Objekte sowie 136 sonstige Renditeobjekte in 2016 den Eigentümer.

Die Zahl der Zuschlagsbeschlüsse auf dem besonderen Teilmarkt der Zwangsversteigerungsverfahren ging mit insgesamt 249 leicht zurück. Bebaute Grundstücke waren in diesem Jahr seltener Gegenstand der Verfahren, dafür wurden mehr Wohnungseigentume per Zuschlag erworben.

 

Preise für NEUERSTELLTE EIGENHEIME ZIEHEN IM NORDEN UND IM WESTEN DUISBURGS AN

Im Berichtsjahr 2016 bezahlten Erwerber im Westen mit ca. 309.000 Euro (+12 %) im Schnitt deutlich mehr als noch im Vorjahr, im Norden stiegen die Preise um ca. 6 % auf durchschnittlich 289.000 Euro für ein Bauträgerobjekt.

Im Süden konnte kein signifikanter Preisanstieg festgestellt werden. Hier wurde nach wie vor mit  im Schnitt ca. 364.000 Euro erheblich mehr für ein neu erstelltes Ein- oder Zweifamilienhaus bezahlt.

 
UMSATZ UND PREISE AUF DEM TEILMARKT DER WOHNUNGS- UND TEILEIGENTUME weiter GESTIEGEN

In mittlerer Wohnlage konnte für eine neu erstellte Eigentumswohnung mit im Mittel 92 m² Wohnfläche ein Durchschnittspreis von 2.525 €/m²-Wohnfläche (ohne Garage oder Stellplatz), für eine gebrauchte Eigentumswohnung mit im Mittel 82 m² Wohnfläche, Baujahr 1995 - 2009, ein Durchschnittspreis von 1.619 €/m²-Wohnfläche erzielt werden. Eine differenzierte Auflistung über gezahlte Kaufpreise findet sich im kostenfrei verfügbaren Grundstücksmarktbericht 2017.

 

UNBEBAUTE GRUNDSTÜCKE – GEFRAGT WIE NIE ZUVOR

Mit 94 Baugrundstücken ist ein Großteil der 339 umgesetzten unbebauten Grundstücke für die Bebauung mit Ein- und Zweifamilienhäusern vorgesehen. In 2015 waren es nur 71 Grundstücke.  Der Umsatz stieg hier entsprechend von 11,57 Mio. Euro auf 15,62 Mio. Euro.

Ebenfalls gewachsen ist die Zahl der veräußerten Erbbaugrundstücke mit 45 gegenüber den 19 in 2015. Das Umsatzvolumen betrug in 2016 ca. 5,44 Mio. Euro.

 

BODENRICHTWERTE UND GRUNDSTÜCKSMARKTDATEN 2016

Die in Duisburg gezahlten Durchschnittspreise für unbebautes, baureifes Land wurden zum Stichtag 01.01.2017 als sogenannte zonale Bodenrichtwerte fortgeschrieben. Diese Bodenrichtwerte sind entsprechend § 196 BauGB in Richtwertzonen abzubilden, die jeweils Gebiete umfassen, die nach Art und Maß der Nutzung weitgehend übereinstimmende Merkmale aufweisen.

 

Die Bodenrichtwerte wurden auf Basis der bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses geführten Kaufpreissammlung einer detaillierten Analyse unterzogen und hinsichtlich ihrer Abgrenzung, der wertbestimmenden Merkmale sowie  dem Wert zum Stichtag untersucht.

Zum Stichtag 01.01.2017 wurden 46 Bodenrichtwerte angepasst, weitere Bodenrichtwerte wurden in ihrem Wert bestätigt. Eine einheitliche konjunkturelle Wertentwicklung konnte nicht festgestellt werden, so dass die überwiegende Anzahl der Bodenrichtwerte fortgeschrieben wurde.

Auf dem Markt der land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücke waren keine signifikanten Preisänderungen festzustellen. Der für das Stadtgebiet veröffentlichte Bodenrichtwert für Ackerlandflächen (ohne Grünlandflächen) wurde mit 5,50 €/m² bestätigt. Auch der Bodenrichtwert für Rheinvorlandflächen wurde mit 2,20 €/m² ebenso wie der Bodenrichtwert für forstwirtschaftliche Flächen und Wald mit 1,50 €/m² unverändert fortgeschrieben.

Die Bodenrichtwerte stehen kostenfrei im zentralen Informationssystem der Gutachterausschüsse und des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen unter www.BORISplus.nrw.de zur Verfügung. Unter der Internetadresse kann auch der Grundstücksmarktbericht, der einen umfassenden Überblick über den Grundstücksmarkt in Duisburg gibt, voraussichtlich ab Mitte März 2017 kostenfrei abgerufen werden. Neben den aktuellen Daten können unter der Internetadresse auch alle Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktberichte ab dem Jahr 2011 kostenfrei abgerufen werden.

Adresse des Gutachterausschusses und der Geschäftsstelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Duisburg
Erftstraße 7 47051 Duisburg  
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UDE holt Transport und Logistik auf den Stand der Technik Transportdaten intelligent verknüpfen

Duisburg, 16. Februar 2017 - Kommt die Fracht pünktlich im Hafen an, und wo steht welcher Container bereit? Dies genau zu wissen, spart Zeit und Geld. Ebenso, wie Transporter voll auszulasten und sie auch bei schlechter Witterung staufrei durch den Berufsverkehr zu lotsen – das senkt den Treibstoffverbrauch wie den CO2-Ausstoß.
Die zahlreichen Verkehrsdaten zweckmäßig zusammenzuführen und zu analysieren, ist Ziel des Big-Data-Projekts „TransformingTransport“. Dazu schließen sich unter der technischen Leitung des Software-Instituts paluno der Universität Duisburg-Essen (UDE) 47 Partner aus neun Ländern zusammen. Die Europäische Union fördert das Projekt mit 14,7 Millionen Euro.  
 „Es ist sehr spannend, neueste Informationstechnik einzusetzen, um die Abläufe in der Transport- und Logistikbranche zu verbessern“, so der technische Koordinator Dr. Andreas Metzger von paluno. In 13 einzelnen Pilotprojekten wird geprüft, wie der Transport von Waren und Menschen neu gestaltet werden kann – aus drei Blickwinkeln heraus: höhere Effizienz, bessere Kundenerfahrung und neue Geschäftsmodelle.
„In einem der Projekte untersuchen wir gemeinsam mit dem Duisburger Hafen und der Software AG die sogenannte präskriptive Wartung. Bei Kränen am Hafen ebenso wie bei Lkw oder Zügen. Dabei geht es darum, Wartungseinsätze entsprechend der tatsächlichen Belastung der Transportmittel zu planen, statt sich nach starren Intervallen zu richten. Mithilfe der Datenanalyse lassen sich die Zeitpunkte sehr genau festlegen.“  
Während der 30 monatigen Projektlaufzeit sollen unzählige neue Datenquellen berücksichtigt werden, wie Videos von Verladezonen, Sensordaten von Autobahnen, Wetteraufzeichnungen, Fahrverhalten von Fahrzeugen und Ladegewichte. „Auf Basis dieser Daten können – entlang der tatsächlichen Prozesse – digital neue Abläufe gestaltet werden, die es Betreibern und Disponenten ermöglicht, ihre Verfahren gezielt zu überwachen und zu steuern“, erklärt Metzger.  
 „‘TransformingTransport‘ ist ein Leuchtturmprojekt der EU: Es soll Signalwirkung für die gesamte Branche haben, denn bisher nutzt nur jedes fünfte europäische Transport- und Logistikunternehmen Big-Data-Lösungen“, so Metzger. „Laut OECD ließen sich bis zum Jahr 2020 mit ihnen weltweit nicht nur 450 Milliarden Euro einsparen, sondern auch 380 Millionen Tonnen CO2 vermeiden: 14 Prozent der CO2-Emissionen stammen aus dem Güterverkehr, Tendenz steigend, wegen des zunehmenden Onlinehandels. Bis 2030 wird eine 40-Prozent-Steigerung erwartet.“

 

Botschafter von Island besucht Algae Research Germany

Botschafter Martin Eyjólfsson informiert sich bei Ortstermin über Duisburger Projekt seiner Landsleute     
Duisburg, 16. Februar 2017 -  Hoher Besuch für die Akteure der Algae Research Germany GmbH: Der isländische Botschafter Martin Eyjólfsson, erst seit August 2016 in der deutschen Hauptstadt im Amt, informierte sich in Duisburg über das Unternehmen seiner Landsleute. Beim Ortstermin zeigte sich der Diplomat interessiert von den Plänen und der Geschäftsidee des Teams rund um Firmenlenker Siggi Eiríksson, Geschäftsführer der Algae Research Germany GmbH.  
Das Unternehmen Algae Research Germany plant, in Duisburg ein rund 2.800 Quadratmeter großes Algenforschungszentrum zu errichten, das sich durch moderne und innovative Architektur auszeichnet. Im Laufe der nächsten Jahre sollen hier Forschung und Entwicklung Einzug halten. In Kürze werden sieben hochqualifizierte Mitarbeiter dafür eingestellt. Darunter sind Biologen ebenso wie Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler. Die Fachkräfte werden zunächst von Rheinhausen-Hochemmerich, dem aktuellen Firmensitz, die komplexen Forschungsvorhaben vorantreiben.

Parallel dazu wird die Realisierung des Gebäudes angegangen. Vorgesehen sind dabei ein „Gewächshaus“ für Algen, Labore, Büros, eine große Testhalle über drei Stockwerke mit Kran und vieles mehr. Pieter F. den Haan, Architekt und Geschäftsführender Gesellschafter bei der aib GmbH, erinnert sich: „Die architektonische Entwicklung des Projektes hat unseren jungen Architekten großen Spaß gemacht. Die Wissenschaftler, die in dem Gebäude arbeiten werden, haben sich mit ihren Ideen und Anforderungen sehr stark eingebracht, so dass beide Seiten eine Menge vom jeweils anderen Fachgebiet lernen konnten.“  
Die Algae Research Germany GmbH hat sich auf den Algeneinsatz insbesondere in der Medizin, der Nahrungsergänzung, der Kosmetik und der Aquakultur fokussiert. Letzteres bezeichnet die kontrollierte Aufzucht von im Wasser lebenden Organismen wie Fischen. Insbesondere wegen der Überfischung der Meere gewinnt die Aquakultur zunehmende Bedeutung. Darüber hinaus sollen weitere neue Einsatzgebiete von der Mercatorstadt aus erforscht werden.  

Auch Dr. Daniel Suckow, Rechtsanwalt bei Romberg & Partner mbB und Berater der Algae Research Germany, freut sich über die anhaltende Wertschätzung, die der isländischen Firma mit Sitz in Duisburg zu Teil wird: „Im letzten Jahr konnten wir die Pläne des Unternehmens bereits der Duisburger Stadtspitze und dem damaligen Minister für Fischerei und Landwirtschaft vorstellen“.  
Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH, betont: „Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Netzwerkpartner hat bereits im Vorfeld und bei Unternehmensansiedlung optimal funktioniert. Wir konnten wichtige Kontakte zu allen relevanten Akteuren in Duisburg vermitteln – zu Politik, Architekten, Rechtsanwälten und Notaren sowie hiesigen Kreditinstituten. Einmal mehr konnte der Standort mit der strategischen Lage und der Nähe zur Universität punkten, die überaus renommiert im Bereich der Ingenieurs- und Naturwissenschaften ist. Wir begleiten die Algae Research Germany seit März 2016 und unterstützen diese auch künftig nach Kräften, geht es hier doch um die Schaffung wissensintensiver Arbeitsplätze. Und gerade diese braucht der Standort, um zukunftsfähig zu bleiben.“  


 Hoher Besuch – der isländische Botschafter S.E. Martin Eyjólfsson (6.v.l.) trifft das Team der Algae Research Germany GmbH und Multiplikatoren (v.l.n.r.: Angel Alava-Pons, Pieter F. den Haan, Laura A. Brings, Dr. Björn Podola, RA Dr. Daniel Suckow, Ralf Meurer, Siggi Eiríksson, Prof. Dr. Michael Melkonian, Ruth Bobrich); Foto: Annegret Angerhausen-Reuter, Nutzungsrechte: GFW Duisburg

 

Duisburger Büromarkt 2016 – weniger Leerstand, stabiler Flächenumsatz Positive Signale durch Investoren mit Standortbekenntnis

Duisburg, 8. Februar 2017 - Den heimischen Büromarkt zu bearbeiten, gehört zu den Kernaufgaben der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg). Die Akteure der GFW Duisburg sammeln Nutzer-Veränderungen und überprüfen diese auf ihre Richtigkeit. „Das geschieht in enger Abstimmung mit den Eigentümern, der Stadt Duisburg und den Maklern aus Duisburg und der Region. Dazu gehören insbesondere die Armin Quester Immobilien GmbH und die Cubion Immobilien AG“, betont GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer.  
„In 2016 wurden 89 Vermietungen von Büroflächen größer als 100 Qua-dratmeter bekannt“, berichtet der für die Büroimmobilien zuständige Projektmanager Christian Felix Hendel. Zusätzlich sorgten zahlreiche Kleinvermietungen für rege Bewegung im Markt. „Erfahrungsgemäß werden viele kleine Bewegungen nicht oder erst zeitlich verzögert publik, daher wird ein Zuschlag von drei Prozent auf die bekannten Vermietungen gerechnet“, erklärt Hendel.
In Summe kommen dabei Vermietungen von rund 54.500 Quadratmetern für das Jahr 2016 zusammen. Zusätzlich wurden fünf Kaufabschlüsse mit einem Volumen von rund 11.000 Quadratmeter öffentlich, bei denen Eigennutzer die Büroimmobilie erworben haben oder Büroflächen neu errichten. Der Gesamtumsatz des Duisburger Büromarktes liegt damit 2016 bei insgesamt 65.500 Quadratmetern. Zum Vergleich: Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre wurden jeweils rund 68.000 m² umgeschlagen.  
Zu den markantesten Umsatzbringern 2016 zählen der Neubau von Schauinsland Reisen an der Stresemannstraße im Innenhafen (6.600 m²), die Anmietung des Wohnungsunternehmen Vonovia im Silberpalais (6.552 m²), der Neubau der Krankikom Kommunikation am Schwanentorufer (2.825 m²), die Brabender Messtechnik an der Kulturstraße (2.640 m²) und die Bundesagentur für Arbeit mit einem JobCenter an der Friedrich-Ebert-Straße in Rheinhausen (2.366 m²).  

 „Wir freuen uns insbesondere über das Investment bereits hier ansässiger Unternehmen wie Schauinsland Reisen, Krankikom Kommunikation und Krohne Messtechnik (2015). Sie alle bekennen sich hiermit nachhaltig zum Standort Duisburg. Solche Botschafter brauchen wir, geht von ihnen doch eine hohe Zugkraft aus“, erklärt GFW-Chef Meurer.  

Wer unter die Lupe nimmt, in welchen Stadtteilen die umgesetzten Quadratmeter liegen, stellt fest, dass mit rund 38 Prozent der Löwenanteil auf die Innenstadt (Citykern, Duissern, Neudorf) entfällt. Der Anteil des Innenhafens liegt bei rund 20 Prozent, der Duisburger Westen einschließlich Logport liegt mit 17 Prozent fast gleichauf mit 16 Prozent im Norden. Nur neun Prozent des Umsatzes entfielen 2016 auf die südlichen Stadtteile.  

Der Leerstand hat sich weiter verringert; als verfügbar bekannt waren Ende 2016 rund 48.500 m² Büroflächen, teilweise in stark aktualisierungsbedürftigem Zustand. Bezogen auf den gesamten Bestand an Büroflächen im Stadtgebiet liegt die Leerstandsquote bei ungesund niedrigen 2,2 Prozent.  

 

„Die Leerstandsquote ist, im Verhältnis zu der Größe unserer Stadt, viel zu gering und bietet zu wenig Spielraum für ansiedlungswillige Unternehmen. Konkret bedeutet das: Nicht allen Unternehmerinnen und Unternehmern, die bei uns anfragen, können wir zeitnah ein Angebot unterbreiten. Wir arbeiten gemeinsam mit allen Akteuren, darunter städtischen Entscheidern und Immobilieneigentümern, daran, dass sich die Rahmenbedingungen weiter verbessern“, schließt Wirtschaftsförderer Meurer.

 

Deutsche Exporte im Jahr 2016 um 1,2 % gestiegen / Exporte, Importe und Exportüberschuss erreichen neue Rekordwerte
Im Jahr 2016 wurden von Deutschland Waren im Wert von 1 207,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 954,6 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Jahr 2016 um 1,2 % und die Importe um 0,6 % höher als im Jahr 2015.
Die Exporte und Importe übertrafen im Jahr 2016 die bisherigen Höchstwerte vom Jahr 2015, als Waren im Wert von 1 193,6 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 949,2 Milliarden Euro importiert worden waren.


Modernisierte Beize bei thyssenkrupp am Standort Duisburg-Süd verbessert Qualität bei Warmband

Duisburg, 30. Januar 2017 - Zur Steigerung der Qualität von Stahlblechen und zur Verlängerung der Nutzungsdauer der Anlage ist am Standort Duisburg-Hüttenheim die Warmbandbeize modernisiert worden. Das bisherige Aggregat war vor 22 Jahren in Betrieb gegangen und musste nun erneuert werden. Die Beizbäder einschließlich der Nebenanlagen sind jetzt technisch umgerüstet und komplett in Kunststoff ausgeführt worden, so dass der Werksbereich Duisburg-Süd nun über ein hochmodernes Beiz-Aggregat verfügt.  
Kernprojekt der Modernisierungen war die Ertüchtigung der im Warmbandcenter befindlichen Beize (Dickenspektrum von 1,5 bis 6,5 Millimetern, maximale Bandbreite von 1.650 Millimetern).
Im Zuge dieser Maßnahme wurde ein neues Lüftungskonzept realisiert und die Löschtechnik in der Halle erweitert sowie die Fassade des Gebäudes erneuert. Darüber hinaus wurden ein übergreifendes Prozessleitsystem und diverse Mess- und Steuergeräte installiert sowie im Bereich des Einlaufs der Anlage eine automatische Bindeband-Entfernung und im Auslauf eine neue Probenentnahmestation.
„Durch ein verändertes Produktspektrum und gestiegene Kundenanforderungen hat sich der Anspruch an die Qualität von gebeiztem Warmband deutlich erhöht und wird künftig weiter ansteigen“, erklärt Andy Rohe, CEO der Business Unit Cold Rolling.
„Um diesem Bedarf nachzukommen, wurden wesentliche, bisher rein manuelle Tätigkeiten automatisiert und zusätzliche Qualitätskontrollsysteme eingebracht“, so Rohe. Die Stahlsparte von thyssenkrupp hat insgesamt rund 17 Millionen Euro in dieses Maßnahmenpaket für den Standort Duisburg-Süd (knapp 1.300 Mitarbeiter) und in das Produkt „qualitativ hochwertig gebeiztes Warmband“ investiert.


Am Standort Duisburg-Hüttenheim von thyssenkrupp ist zur Steigerung der Qualität von Stahlblechen die Warmbandbeize modernisiert worden. Die Beizbäder einschließlich der Nebenanlagen sind jetzt technisch umgerüstet und komplett in Kunststoff ausgeführt worden, so dass der Werksbereich Duisburg-Süd nun über ein hochmodernes Beiz-Aggregat verfügt.

 

IHK-Saisonumfrage Skepsis trotz Stimmungshoch: Tourismusbranche bleibt gespalten

Duisburg, 20. Januar 2017 - Die Stimmung bei Gastronomen und Hoteliers am Niederrhein ist mit Blick auf das zurückliegende Halbjahr so gut wie seit fünf Jahren nicht. Die Branche bleibt allerdings skeptisch, ob dieser positive Trend anhält. Auch die Geschäftslage bei Reisebüros, Reiseveranstaltern und Busunternehmen ist im Vergleich zum Frühjahr leicht verbessert.
128 Unternehmen aus den Kreisen Wesel, Kleve, Viersen und Neuss und den Städten Duisburg, Mönchengladbach und Krefeld haben an der gemeinsamen Befragung der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve und der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein teilgenommen.  
Von den befragten Unternehmen der Gastronomie und Hotellerie am Niederrhein bewerten 46 Prozent ihre Lage im vergangenen halben Jahr als gut (Frühjahrsumfrage 2016: 37 Prozent) und 13 Prozent der Betriebe als schlecht (2016: 19 Prozent).
Die Beherbergungsbetriebe meldeten – wie auch im Frühjahr – eine Zimmerauslastung von 51 Prozent. Nur 15 Prozent der befragten Gastronomen und Hoteliers erwarten zukünftig eine günstigere Geschäftslage (Frühjahr 2016: 32 Prozent). „Dies könnte mit der derzeitig guten Stimmung in dieser Branche zusammenhängen. Die Unternehmen bleiben allerdings skeptisch, dass sich dieser positive Trend fortsetzen wird“, kommentiert Alisa Hellmann, Tourismusreferentin der Niederrheinischen IHK. Die negative Erwartungshaltung zeigt sich auch in den Zahlen: Im Vergleich zur Frühjahrsumfrage sinkt der Klimaindex in der Gastronomie und Hotellerie um 10,2 Punkte auf 110,0 Punkte.  
Ganz anders stellt sich die Lage bei den Reiseveranstaltern und -büros dar: Nach dem Tiefstwert vom Frühjahr (95,7) liegt der Klimaindex aktuell bei 108,3 und steigt somit um 12,6 Punkte an. „Nach Anschlägen und Krisen kommt es in der Tourismusbranche zu Einbußen. Die Branche erholt sich in der Regel anschließend allerdings auch schnell wieder“, so Hellmanns Einschätzung.  
Die Geschäftserwartung im Reisegewerbe ist im Vergleich zur Frühjahrsumfrage etwas positiver. Insgesamt erwarten knapp ein Viertel der Befragten günstigere Geschäfte (Frühjahr 2016: 19 Prozent), die Hälfte rechnet mit einer gleichbleibenden Geschäftslage (Frühjahr 2016: 40 Prozent). Dabei blicken die Reiseveranstalter und Omnibusunternehmen positiver in die Zukunft als die Reisebüros. Dort erwarten nur 23 Prozent eine positive Marktentwicklung.  
Risiken für die Geschäftsentwicklungen Arbeitskosten, Energiepreise, wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und der Fachkräftemangel – das sind in den Augen der Unternehmen aus dem Gastgewerbe weiterhin die größten Risiken für die Geschäftsentwicklungen. Für die Mehrheit der Befragten aus dem Reisegewerbe sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und steigende Arbeitskosten die zentralen Faktoren, die die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen könnten.  
Da bei der Entwicklung der Beschäftigtenzahlen im Reise- und im Gastgewerbe nur eine geringe Dynamik zu erwarten ist, wirtschaften die Unternehmen zurückhaltend. 42 Prozent (Frühjahr 2016: 52 Prozent) der befragten Reiseunternehmen geben an, in der kommenden Saison keine Investitionen zu tätigen.
Von den Unternehmen aus dem Gastgewerbe wollen 34 Prozent in gleicher Höhe investieren (Frühjahr 2016: 47 Prozent). Dabei handelt es sich vor allem um Modernisierungen.  
Die IHKs wollten zudem wissen, wie die Situation auf dem Arbeitsmarkt aussieht. Je knapp ein Viertel des Reise- und Gastgewerbes kann derzeit offene Stellen nicht besetzen, da die passenden Arbeitskräfte fehlen. Allerdings haben 42 Prozent (Gastgewerbe) bzw. 64 Prozent (Reisegewerbe) derzeit keinen Personalbedarf. Besteht allerdings Fachkräftebedarf, werden im Gastgewerbe vor allem Arbeitskräfte mit einer dualen bzw. abgeschlossenen Berufsausbildung (62 Prozent, Mehrfachnennung möglich) und Arbeitskräfte ohne abgeschlossene Berufsausbildung (57 Prozent, Mehrfachnennung möglich) für Restaurant, Service und Küche gesucht.

Viele Unternehmen wollen daher zukünftig mit mehr Ausbildung (40 Prozent im Reisegewerbe und 33 Prozent im Gastgewerbe) auf den Fachkräftemangel reagieren. Auch die Einstellung von Flüchtlingen ist für das Gastgewerbe eine Option. Jeder sechste Betrieb beschäftigt aktuell Flüchtlinge, die in den letzten fünf Jahren nach Deutschland gekommen sind. Weitere 11 Prozent planen in den kommenden Jahren Flüchtlinge einzustellen. Die Saisonumfrage Tourismus ist unter www.ihk-niederrhein.de/Saisonumfrage abrufbar.

 

ESCID – Existenzgründung in Deutschland für chinesische Gründungsinteressierte Auftaktveranstaltung hatte sich in der Community bis nach Frankfurt am Main herumgesprochen

Duisburg, 20. Januar 2017 - Am 18. Januar um 18 Uhr begann die Auftaktveranstaltung von ESCID – dem Existenzgründungsseminar, das passgenau auf die Bedarfe der chinesischen Community zugeschnitten ist. Zielgruppe dabei sind insbesondere chinesische Absolventen von Hochschulen und Universitäten, die sich in Duisburg selbstständig machen wollen.
„Ab 8. April beginnt das Programm, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in acht mal acht Stunden dazu befähigt, einen eigenen Businessplan zu erstellen. Da die Acht in China eine Zahl ist, die Glück und Wohlstand verheißt, hätte das Timing nicht besser sein können. Unsere Botschaft lautet: Mit ESCID zu wirtschaftlichem Erfolg“, erklärt Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg).  

Gemeinsam mit der FOM Hochschule für Oekonomie und Management hat die GFW Duisburg ESCID initiiert.   Zehn interessierte Gäste waren dem Aufruf gefolgt, sich über ESCID zu informieren. Sandra Seidler, Gesamt-Geschäftsleitung des FOM Hochschulzentrums Duisburg, und GFW-Projektmanager Angel Alava-Pons stellten den Workshop und seine einzelnen Module den Existenzgründern in spe vor. Eine Besucherin reiste eigens aus Frankfurt am Main an, um sich detailliert über das neue Kursangebot zu informieren. Am Ende des Abends standen die Chancen gut, dass sie ab April die Wochenenden in Duisburg verbringen wird, um hier das 1x1 der Selbstständigkeit vermittelt zu bekommen – und das unter betriebswirtschaftlichen, juristischen und interkulturellen Aspekten.  

Bei den anderen Besuchern handelte es sich um Chinesinnen und Chinesen, die gerade ihren Universitätsabschluss an der Universität Duisburg-Essen erlangt haben oder bereits bei großen Playern sowie mittelständischen Unternehmen in der Mercatorstadt als Angestellte tätig sind.  
Nun steht für die potenziellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst einmal das Chinesische Frühlingsfest an, was oftmals mit einer Reise in die asiatische Heimat verbunden ist. Alle anderen haben die Möglichkeit, in der Duisburger Mercatorhalle am 3. Februar 2017 im Kreise ihrer Familien zu feiern und das Jahr des Hahns zu begrüßen.  
Das kostenfreie Blockseminar ESCID beinhaltet fünf Module und dauert acht Tage. Die Wissensvermittlung erfolgt in acht Stunden jeweils samstags von 9:00 bis 17:00 Uhr – in den Räumlichkeiten der FOM im Tec-Center. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt zehn; maximal 25 Plätze sind zu vergeben. Unterrichtet wird ausschließlich in deutscher Sprache.  
Wer zur Zielgruppe gehört, sich über ESCID informieren und beim Existenzgründungsseminar mitmachen möchte, der kann sich bis zum 18. April 2017 anmelden bei: GFW-Projektmanager Andree Schäfer, Telefon: 0203 / 36 39 – 343, E-Mail:
schaefer@gfw-duisburg.de, und GFW-Projektmanager Angel Alava-Pons, Telefon: 0203 / 36 39 – 365, E-Mail: alava-pons@gfw-duisburg.de.  


Machten eine Teilnahme an ESCID schmackhaft – GFW-Projektmanager Angel Alava-Pons, FOM-Geschäftsleitung Sandra Seidler und GFW-Projektmanager Andreé Schäfer, Foto: Armando-José Köhler, FOM

 

Wohnen in Deutschland: Politischer Nachmittag von Haus & Grund

Eigentümerverband diskutiert aktuelle Herausforderungen   Berlin/Duisburg, 19. Januar 2017 -Wohnen in Deutschland – unter diesem Motto stand der heutige Politische Nachmittag des Eigentümerverbandes Haus & Grund Deutschland. Präsident Kai Warnecke diskutierte vor über 200 geladenen Gästen im Atrium der Deutschen Bank in Berlin mit Dorothee Bär MdB (CSU), Christian Dürr MdL (FDP), Christian Kühn MdB (Bündnis 90/Die Grünen) und Ulli Nissen MdB (SPD). Sascha Hingst, Fernsehmoderator beim rbb, führte durch die Veranstaltung.  
In der Diskussion ging es vor allem um die Entlastung der Wohnungsmärkte in den boomenden Großstädten. Dass die ländlichen Räume dabei eine entscheidende Rolle spielen, war auf dem Podium unbestritten. Kontrovers diskutiert wurde die Frage, wie diese Regionen attraktiver gestaltet werden können. Die Podiumsgäste erörterten zudem, wie die Energiewende im Gebäudebestand auf der einen und günstiges Wohnen auf der anderen Seite in Einklang gebracht werden können.    
Haus & Grund ist mit rund 900.000 Mitgliedern der mit Abstand größte Vertreter der privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer in Deutschland. Den Zentralverband mit Sitz in Berlin tragen 22 Landesverbände und über 900 Ortsvereine. Die privaten Immobilieneigentümer verfügen über 80,6 Prozent aller Wohnungen in Deutschland. Sie bieten 66 Prozent der Mietwohnungen und knapp 30 Prozent aller Sozialwohnungen an.   

 

duisport-Gruppe verzeichnet stabilen Umschlag - Containerumschlag wächst weiter

Duisburg, 18. Januar 2017 -  Der Containerumschlag der duisport-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016 mit 3,7 Millionen TEU einen neuen Spitzenwert erzielt. 2015 wurden 3,6 Millionen TEU umgeschlagen. „Im ersten Halbjahr 2016 lagen wir noch unter dem Vorjahreswert. Umso erfreulicher ist es, dass wir in einem schwierigen Marktumfeld aufgrund der guten Entwicklung im zweiten Halbjahr einen leichten Zuwachs erzielt haben“, so duisport- Vorstandsvorsitzender Erich Staake.  
Der Containerumschlag macht rund 50 Prozent des Gesamtumschlages aus und ist damit das wichtigste Gütersegment der duisport-Gruppe. Der Gesamtumschlag lag 2016 mit 66,8 Millionen Tonnen leicht unter dem Vorjahr (68,5 Millionen Tonnen). „Das ist im Wesentlichen auf ein 1,2-Millionen-Tonnen-Sondergeschäft im Bahnbereich  im Geschäftsjahr 2015 zurückzuführen“, so Staake. Der Schiffsgüterumschlag weist mit vier Prozent Zuwachs eine deutliche Steigerung auf.  

Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet Staake ein leichtes Plus beim Gesamtumschlag. „Neuansiedlungen im Hafen, neue Verbindungen im Schienenverkehr und eine weiterhin positive Entwicklung bei den Chinazügen werden vor allem beim Containerumschlag für positive Impulse sorgen.“
Allerdings gebe es auch wirtschaftliche Unwägbarkeiten durch die Tendenz zur Renationalisierung und dem drohenden Protektionismus. Staake: „Unsere Warenströme werden natürlich von weltwirtschaftlichen Einflussfaktoren beeinflusst, von denen wir uns nicht entkoppeln können.“


Mit 3,7 Millionen TEU, hat der Containerumschlag der duisport-Gruppe im Geschäftsjahr 2016 einen neuen Spitzenwert erzielt. Foto © duisport/Frank Reinhold

 

Duisburgs Oberbürgermeister im Wirtschaftsdialog bei Linde Gas

Duisburg, 16. Januar 2017 - Deutschland Arbeitsplatzausbau am Produktionsstandort Duisburg durch Neuinvestition von rund 30 Millionen Euro   Duisburg. Das erfolgreiche Format „Duisburgs Oberbürgermeister im Wirtschaftsdialog“ wird auch in 2017 weitergeführt. Zum Auftakt im neuen Jahr ging es für Stadtoberhaupt Sören Link zur Linde Gas Deutschland. An deren Duisburger Produktionsstandort in Meiderich werden seit den 50er-Jahren Industriegase hergestellt.  
Seit Sommer letzten Jahres wird hier in Untermeiderich ein neuer Verflüssiger gebaut. Dieser soll Anfang 2018 in Betrieb gehen und dann rund 200.000 Tonnen Flüssigstickstoff pro Jahr produzieren. Dazu erklärt Oberbürgermeister Sören Link: „Ich freue mich außerordentlich über das Vertrauen, das die Linde AG in unseren Wirtschaftsstandort hat. Die knapp 30 Millionen Euro teure Investition zeigt, dass sich das Unternehmen in Duisburg gut aufgehoben fühlt und mit dem Produktionsstandort nachhaltig in die Zukunft gehen will. Perspektivisch werden hier 30 neue Arbeitsplätze geschaffen. Ein tolles Signal!“  

Dass der Produktionsstandort Duisburg sogar ausgebaut wird, ist auch auf die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wirtschaftsförderung, Politik und Wirtschaft zurückzuführen. Schließlich ist die erfolgreiche Erteilung der Teilbaugenehmigung dafür ursächlich, dass wir die Investition und damit ein Mehr an Arbeitsplätzen realisieren können“, zeigt sich Olaf Reckenhofer, Geschäftsleitung bei Linde Gas Deutschland, begeistert.

GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer, der Oberbürgermeister Sören Link im Wirtschaftsdialog flankiert, hebt den Stellenwert des Produktionsstandortes Duisburg hervor: „Einmal mehr kann der Wirtschaftsstandort Duisburg mit seiner Lagegunst trumpfen. Der Duisburger Produktionsstandort von Linde Gas Deutschland hat eine ganz zentrale Bedeutung für den gesamten westdeutschen und niederländischen Raum. Wer seinen Kundenkreis in diesem Bereich hat, für den ist eine Ansiedlung in der Mercatorstadt ideal, weil die Reichweite ihresgleichen sucht.“  
Auf dem Linde-Gelände im Norden der Ruhrmetropole sind bereits drei Luftzerlegungsanlagen im Einsatz. „Mit unserem Neubau passen wir unsere Produktionskapazitäten an, ist die Nachfrage nach Flüssigstickstoff an Rhein und Ruhr doch nachhaltig gestiegen“, weiß Dr. Dirk Schweer, Leiter Produktion Westdeutschland. Frank Becker, Betriebsleitung Duisburg / Maerl, erklärt: „Von Duisburg aus beliefern wir zahlreiche Großkunden insbesondere aus der Chemie- und Elektronikindustrie, die in der Region ansässig sind, auf kurzem Weg. Auch Nahrungsmittelhersteller zählen zu unseren Geschäftskunden und zwar solche, die Flüssigstickstoff in Lebensmittelqualität einsetzen, ob in Produktionsprozessen oder bei der Verpackung.“
Zahlreiche Mittelständler aus verschiedenen Branchen runden den Kundenkreis von Linde Gas Deutschland ab. Mit dem Verflüssiger geht Linde in Duisburg neue Wege: Das System wurde als globales Standardprodukt konzipiert, das später weltweit zum Einsatz kommen soll. Es zeichnet sich durch einen hohen Modularisierungsgrad aus. Dieser wiederum reduziert den Arbeitsaufwand auf der Baustelle erheblich.
 Ein weiterer Vorteil der Anlage liegt darin, dass diese überaus flexibel arbeitet: Kurze An- und Abschaltzeiten gewährleisten eine passgenaue Produktion – je nach Arbeitsanfall, Bedarf und Stromschwankungen.  

The Linde Group hat im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 17,944 Milliarden Euro erzielt und ist damit eines der führenden Gase- und Engineeringunternehmen der Welt. Mit rund 65.000 Mitarbeitern ist Linde in mehr als 100 Ländern vertreten. Die Strategie der Linde Group ist auf ertragsorientiertes und nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Der gezielte Ausbau des internationalen Geschäfts mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen steht dabei im Mittelpunkt.
Linde handelt verantwortlich gegenüber Aktionären, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt – weltweit, in jedem Geschäftsbereich, jeder Region und an jedem Standort. Linde entwickelt Technologien und Produkte, die Kundennutzen mit einem Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung verbinden.  


Vor dem im Bau befindlichen Verflüssiger: Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link mit Olaf Reckenhofer (Geschäftsleitung, Linde Gas Deutschland), Ralf Meurer (Geschäftsführer, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH), Dr. Dirk Schweer (Produktionsleiter Westdeutschland, Linde Gas Deutschland) und Frank Becker (Betriebsleitung Duisburg/Marl, Linde Gas Deutschland); Foto: Uwe Köppen / Stadt Duisburg  

 

ESCID – Existenzgründung in Deutschland für chinesische Gründungsinteressierte

Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg und FOM schaffen passgenaues Angebot    
Duisburg, 12. Januar 2017 - Die Mercatorstadt will für die chinesische Community das werden, was Düsseldorf für Japanerinnen und Japaner bereits ist. „Um dieses Ziel zu erreichen, sind mein Team und ich gerade dabei, diverse Angebote für Chinesinnen und Chinesen zu schaffen. Ein weiterer Baustein neben dem erst Ende 2016 gegründeten China Business Network Duisburg e.V. ist ESCID – das Existenzgründungsseminar für Chinesen“, berichtet Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg).
Der Wirtschaftsförderer hat dabei vor allem die Absolventen von Hochschulen und Universitäten im Blick, die idealerweise in Duisburg gründen sollen.  

„Als Repräsentant der FOM Hochschule für Oekonomie und Management freue ich mich, gemeinsam mit der Duisburger Wirtschaftsförderung ein Vorreiter-Projekt auf den Weg gebracht zu haben, dass in wirtschaftlicher wie interkultureller Hinsicht überaus spannend und dynamisch ist“, betont Professor Dr. Stefan Heinemann, Prorektor „Kooperationen“ an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management gemeinnützige Gesellschaft mbH.  
Auch FOM-Master-Absolventin Chao Zhang begrüßt das neue Veranstaltungsformat: „Ich bin unglaublich daran interessiert, weil bei dem Workshop das 1x1 der Selbstständigkeit in Deutschland vermittelt wird – und das unter betriebswirtschaftlichen, juristischen und interkulturellen Aspekten. Die Berücksichtigung der verschiedenen Perspektiven macht das Seminar für mich sehr wertvoll.“  
Und so funktioniert es: Nach einer Informationsveranstaltung am 18. Januar 2017 um 18:00 Uhr im Technologiezentrum Tectrum werden die potenziellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst einmal Zeit haben, das Chinesische Frühlingsfest daheim oder in der Duisburger Mercatorhalle im Kreise ihrer Familien zu feiern. Nachdem wieder alle zurück im Ruhrgebiet sind, beginnt das kostenfreie Blockseminar am 8. April 2017. Dieses beinhaltet fünf Module und dauert acht Tage.
Die Wissensvermittlung erfolgt jeweils samstags von 9:00 bis 17:00 Uhr. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt zehn; maximal 25 Plätze sind zu vergeben. Unterrichtet wird ausschließlich in deutscher Sprache.  
Das erste Modul rankt sich um die Fragen „Warum den Weg in die Selbstständigkeit einschlagen und warum in Deutschland gründen?“ Hier geht es darum, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Formalitäten und Basisinformationen zur Unternehmensgründung in Deutschland nahe zu bringen.
In Modul 1 wird den chinesischen Gründungsinteressierten alles rund um die Ideengenerierung und Geschäftsmodellierung gelehrt. Damit beginnt der eigentliche Workshop. Danach geht es um interkulturelle Aspekte bei einer Existenzgründung hierzulande. Dabei zeigen die erfahrenen Praxisreferenten fokussiert die Unterschiede zu chinesischen Sitten und Gebräuchen auf. Schlüsselbegriffe wie „Akquise“, „Verbindlichkeit“, „Netzwerken“, „Begrüßung“ und „Compliance“ werden hier „unter die Lupe genommen“.
Modul 3 behandelt anhand von Praxisvorträgen das 1x1 der Selbstständigkeit in Deutschland: von der Marktanalyse und Finanzplanung über rechtliche und steuerliche Aspekte, das Rechnungswesen bis hin zu den ersten Schritten in der Selbstständigkeit. In Modul 4 werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu befähigt, in Teamarbeit einen rudimentären Businessplan zu erstellen – sei es für eine reale oder fiktive Unternehmensgründung.  
Im letzten und abschließenden Modul werden die so erstellten Businesspläne besprochen und präsentiert. Über das Workshop-Ende hinaus helfen die Akteure der GFW Duisburg den ESCID-Absolventen dabei, ihre Geschäftsidee in Duisburg zu verwirklichen.  

Wer zur Zielgruppe gehört und bei ESCID mitmachen möchte, der kann sich bis zum 18. März 2017 anmelden bei: GFW-Projektmanager Andree Schäfer, Telefon: 0203 / 36 39 – 343, E-Mail:
schaefer@gfw-duisburg.de, und GFW-Projektmanager Angel Alava-Pons, Telefon: 0203 / 36 39 – 365, E-Mail: alava-pons@gfw-duisburg.de.



Sandra Seidler (FOM), Ralf Meurer (GFW Duisburg), Rui chao Yuan (FOM-Master-Absolvent), Chao Zhang (FOM-Master-Absolventin), Prof. Dr. Stefan Heinemann (FOM). Foto: Andreé Schäfer, GFW Duisburg