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Redaktion Harald Jeschke 

Duisburg wird zum Magnet für die Wasserstoffwirtschaft 

duisport: Markus Bangen  folgt auf Erich Staake

Besetzung zweier Vorstandspositionen bei der Duisburger Hafen AG (duisport)  

Düsseldorf/Duisburg, 8. Juni 2021 - In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 8. Juni 2021 wurde Markus Bangen einvernehmlich zum Vorstandsvorsitzenden der Duisburger Hafen AG gewählt. Bangen, der bereits seit November 2000 in leitender Position beim duisport tätig ist, rückte im Januar 2008 als Mitglied des Vorstands auf und  folgt nunmehr Erich Staake, dessen Vertrag im November 2021 ausläuft, in die Position des Chief Executive Officer (CEO).  

 Der 48 jährige Volljurist deckt bereits heute die internen als auch die externen Aufgabenfelder zu einem großen Teil ab, insbesondere gehören hierzu die Suprastruktur & Terminals, Recht, Personal, Einkauf und die Industrielogistik. In derselben Sitzung hat der Aufsichtsrat als Nachfolger für die freiwerdende Vorstandsposition Dr. Carsten Hinne gewählt. Der 46-jährige Diplom-Kaufmann ist seit April 2002 in verschiedenen leitenden Positionen beim Konzern Deutsche Bahn tätig, zuletzt als Senior Vice President für das China-Geschäft bei der DB Cargo AG in Mainz sowie zusätzlich als CEO der DB Cargo Eurasia GmbH, einer der wichtigsten Operateure für Schienengüterverkehre zwischen Europa und China.  

Stadtdirektor Martin Murrack, für die Anteilseignerin Stadt Duisburg als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender im Aufsichtsrat duisport vertreten, zeigt sich erfreut: „Mit den beiden heute getroffenen Personalentscheidungen haben wir den personellen Neubeginn beim Duisburger Hafen eingeleitet. Die Kombination aus Kontinuität und frischem Wind ist genau das, was der Hafen jetzt braucht. Markus Bangen kennt alle wichtigen Projekte und ist ein Garant dafür, dass der wirtschaftliche Erfolg des Hafens fortgeführt wird. Carsten Hinne ist ein Experte im wichtigen Asien-Geschäft und wird den Vorstand mit neuen Impulsen bereichern. Beide haben in den Vorstellungen betont, dass sie ein neues, modernes Management-Verständnis haben und dabei auf Compliance und die Wertschätzung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wert legen.“

Neuer Filialleiter der Sparda-Bank im Mercator One

Duisburg, 1. Juni 2021 - Seit heute steht Dominik Kanders in Duisburg in der Verantwortung. Als neuer Leiter der Filiale der Sparda-Bank im Mercator One am Hauptbahnhof wird der 36-jährige Banker mit insgesamt 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Aktivitäten der regionalen Genossenschaftsbank vor Ort steuern. Für Dominik Kanders ist es eine Rückkehr nach Duisburg.
„Nach meiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparda-Bank in Krefeld habe ich ab 2008 in der Duisburger Filiale in der Kammerstraße gearbeitet und später auch die Eröffnung der ehemaligen Filiale in der Innenstadt unterstützt“, erklärt er. Ab 2010 nahm er an einem Förderungsprogramm für Nachwuchskräfte der Genossenschaftsbank teil und erlangte so die nötigen Qualifikationen für eine Position als Führungskraft.

Im Anschluss wechselte er an den Standort Oberhausen und leitete dort seit 2014 die Filiale in der Langemarkstraße 24. Mit der Wahl seines Nachfolgers zeigt sich Fernando Vitello sehr zufrieden und sagt: „Ich bin mir sicher, die Leitung der Filiale in gute und erfahrene Hände zu legen“. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann wechselte Fernando Vitello 2010 zur Sparda-Bank West und leitete seit 2016 die Filiale in der Kammerstraße 6, die Anfang März dieses Jahres in das Mercator One umgezogen ist. Im Mai verlässt er die Sparda-Bank West auf eigenen Wunsch für neue Herausforderungen. „Vielen Dank an Fernando Vitello für die langjährige gute Arbeit hier in Duisburg und seinem Engagement im Zusammenhang mit dem zurückliegendem Umzug der Filiale“, sagt Dominik Kanders.

Klare Zielausrichtung für Duisburg 
Mit der neuen Filiale im Mercator One will Dominik Kanders die Marktposition der Sparda-Bank in Duisburg weiter ausbauen: „Wir werden unseren Kunden nicht nur als starker Finanzpartner zur Seite zu stehen, sondern auch täglich daran arbeiten, dass sie sich bei der Sparda-Bank West gut aufgehoben fühlen“. Neben dem nachhaltigen Wachstum strebt er eine hohe Kundenzufriedenheit durch eine verständliche und nachvollziehbare Beratung an.

„Mit dem neuen Filialkonzept im Mercator One werden wir nicht nur eine Brücke zwischen den klassischen Filialangeboten und der Digitalisierung schlagen, sondern unsere Kunden auch für die digitalen Trends der Zukunft fit machen“, so Dominik Kanders. Weiter sagt er: „Wir werden die einmalige Chance hier in Duisburg nutzen, die analogen und digitalen Beratungsmethoden und -ansätze gemeinsam mit unseren Kunden erlebbar zu machen, um damit nicht nur wichtige Impulse für unser Team vor Ort, sondern für die gesamte Sparda-Bank West zu setzen“.

Dominik Kanders (rechts) übernimmt von Fernando Vitello (links) die Leitung der Filiale der Sparda-Bank im Mercator One am Duisburger Hauptbahnhof. Foto Sparda-Bank

Duisburger Industrie im Frühjahrsaufschwung Unternehmen unzufrieden bei Infrastruktur und kommunalen Steuern  

IHK-Wirtschaftsbarometer

Duisburg, 28. Mai 2021 - Die Duisburger Industrie schaltet im ersten Quartal 2021 gleich zwei Gänge hoch. Das zeigt das aktuelle Wirtschaftsbarometer Duisburg der Niederrheinischen IHK. „Die Industrie hat die Krise vorerst überwunden. Das ist ein wichtiges Zeichen für die Stadt. Auch viele Händler und Dienstleister werden in Kürze wieder richtig loslegen können“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger. Gleichzeitig gibt es noch Luft nach oben. Die Unternehmen brauchen verlässliche Standortbedingungen. Nachgebessert werden muss vor allem bei der Infrastruktur, den hohen kommunalen Steuern und der Dauer von Plan- und Genehmigungsverfahren. Hier sind Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderung am Zug.  

Mit dem ersten Quartal 2021 knüpft die Duisburger Industrie nahtlos an das erfolgversprechende Jahresende 2020 an: Die Einnahmen sind um zehn Prozent auf 2,7 Milliarden Euro gestiegen. Ein Wermutstropfen: Pandemiebedingt haben die Betriebe ihre Belegschaft um etwa vier Prozent reduzieren müssen. „Das Kurzarbeitergeld hat Schlimmeres verhindert. Denn Fachkräfte sind schwer zu bekommen, die Betriebe halten an ihren Mitarbeitern fest, solange es geht“, so Dietzfelbinger.  

Investitionen dürfen nicht ins Stocken geraten
Damit die Wirtschaft wieder durchstarten kann, sehen die Betriebe laut IHK auch die Stadt in der Pflicht. So sind 86 Prozent der Unternehmen mit Zustand und Leistungsfähigkeit der Straßen unzufrieden. „Die Duisburger Infrastruktur ächzt seit Jahren. Jetzt gilt es, die wichtigen Straßenprojekte wie den Karl-Lehr-Brückenzug, die Ortsumgehung Meiderich und die A40-Rheinbrücke Neuenkamp konsequent weiter voranzubringen. Die Pandemie darf nicht als Ausrede herhalten, dass die Arbeiten auf den Baustellen ins Stocken geraten“, mahnt Dietzfelbinger. Ausbaufähig ist auch die digitale Infrastruktur: 92 Prozent halten die Anbindung an das schnelle Netz für wichtig oder sehr wichtig. Zufrieden mit ihrem derzeitigen Anschluss sind allerdings nur 41 Prozent.  
 

Balanceakt der Verwaltung nötig
Dauerbrenner sind für drei Viertel der Unternehmen die hohen kommunalen Steuern, ebenso wie die schleppenden Plan- und Genehmigungsverfahren. Von der neu aufgestellten Gesellschaft für Wirtschaftsförderung erwarten die Duisburger Betriebe hierbei eine stärkere Begleitung innerhalb der Stadtverwaltung.
Dietzfelbinger: „Auf die Stadt Duisburg kommt ein Balanceakt zu. Die öffentlichen Kassen sind nach wie vor leer. Trotzdem muss die Stadt investieren, um für die Unternehmen vor Ort und neue Investoren attraktiv zu sein. Dazu gehört auch, neue Flächen für die Industrie zu schaffen und die Innenstadt attraktiver zu gestalten. So kann sich Duisburg als Oberzentrum der Region etablieren.“  

Das IHK-Wirtschaftsbarometer Duisburg nimmt die wirtschaftliche Entwicklung in der größten Stadt am Niederrhein unter die Lupe. Neben der Industrie nimmt die IHK die Konjunkturentwicklung, den Arbeits- und Ausbildungsmarkt sowie die Flächen und das Gründungsgeschehen in den Blick. Die aktuellen Zahlen sind online abrufbar unter www.ihk-niederrhein.de/wirtschaftsbarometer. Das nächste Barometer erscheint im Herbst 2021.

 

Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen

Fusion von Vonovia und Deutsche Wohnen
Lange wurde vehement dementiert, nun passiert es doch: Vonovia und Deutsche Wohnen fusionieren. Dieser Zusamenschluss führt zum größten europäischen Wohnungskonzern (Immobilienwert laut Experten von knapp 90 Mrd. Euro). Die Politik ist gefordert.

Vonovia teilte mit:
Gemeinsam für bezahlbares Wohnen, Klimaschutz und Neubau - Vonovia und Deutsche Wohnen beschließen ihre Kräfte zu bündeln, um die großen Herausforderungen am Wohnungsmarkt anzugehen - Gesellschaftliche und soziale Verantwortung:
Durch den Zusammenschluss wollen Vonovia und Deutsche Wohnen ein mieterorientiertes und gesellschaftlich verantwortungsvolles Wohnungsunternehmen schaffen, das in enger Partnerschaft mit der Politik verlässlich zu notwendigen Lösungen vor allem für den Berliner Wohnungsmarkt beitragen kann.

 - Zukunfts- und Sozialpakt Wohnen: Vonovia und Deutsche Wohnen bieten der Politik konkrete Lösungsansätze für den angespannten Mietmarkt in der Bundeshauptstadt an:
- Begrenzung der Mietsteigerungen bis 2026.
- Neue Wohnungen für Berlin - Förderung von Wohnraum für junge Familien im Neubau.
- Angebot zur Übertragung von einer signifikanten Anzahl an Wohnungen aus dem Bestand beider Unternehmen als Beitrag zum Ausbau des kommunalen Wohnungsbestandes.
- Zusammenschluss von Vonovia und Deutsche Wohnen: Übernahmeangebot an die Aktionäre der Deutsche Wohnen.
- Gesamtgegenleistung je Deutsche Wohnen SE Aktie von 53,03 Euro bestehend aus einem Angebotspreis von 52 Euro in bar und der Dividende der Deutsche Wohnen SE für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 1,03 Euro pro Aktie.
- Veränderungen im Vorstand: Michael Zahn wird stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Philip Grosse wird CFO, Helene von Roeder übernimmt das neu geschaffene Ressort Innovation und Digitalisierung.
- Deutsche Wohnen wird zwei Mitglieder für den Aufsichtsrat von Vonovia vorschlagen.
- Betriebsbedingte Kündigungen vor Ende 2023 ausgeschlossen.



Bochum/Duisburg, 24. Mai 2021 - Vonovia SE ("Vonovia") und Deutsche Wohnen SE ("Deutsche Wohnen") haben in den vergangenen Jahren die Investitionen in energieeffiziente Modernisierung, altersgerechten Umbau und den Neubau bezahlbarer Wohnungen deutlich ausgebaut. Allerdings ist fehlender bezahlbarer Wohnraum in den Metropolen und die Einhaltung der Klimaschutzziele weiterhin eine große Herausforderung für Gesellschaft, Politik und Unternehmen.

Um Wohnungsmangel und Klimawandel besser und effizienter bewältigen zu können, wollen Vonovia und Deutsche Wohnen ihre Kräfte bündeln und streben den Zusammenschluss beider Unternehmen an. Es entsteht ein mieterorientiertes und gesellschaftlich verantwortungsvolles Unternehmen, das in enger Partnerschaft mit der Politik verlässlich zu notwendigen Lösungen auf dem Wohnungsmarkt beitragen kann.

Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender von Vonovia:
 "Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche Stabilität bilden ohne Abstriche die Grundlage unserer Arbeit, denn Wohnen ist für die Menschen ein Grundbedürfnis. Gleichzeitig steht der Wohnungsmarkt vor allem in der Bundeshauptstadt vor großen Aufgaben: Es fehlen bezahlbare und altersgerechte Wohnungen, viele Gebäude müssen energetisch saniert werden und wir brauchen eindeutig mehr Neubau von bezahlbaren Wohnungen. Der Zusammenschluss mit Deutsche Wohnen gäbe uns jetzt die Möglichkeit, diese Herausforderungen kraftvoll anzugehen."

Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen:
"Das Marktumfeld ist für Vonovia und Deutsche Wohnen in den vergangenen Jahren immer ähnlicher geworden und beide Unternehmen haben die gleichen Herausforderungen. Jetzt ist der richtige Moment, die erwiesene Leistungsfähigkeit und Stärken beider Unternehmen zu vereinen. Gemeinsam schaffen wir neue Perspektiven für unsere Mitarbeiter, unsere Mieter und unsere Eigentümer." "Zukunfts- und Sozialpakt Wohnen" bietet konkrete Lösungsansätze für angespannten Berliner Mietmarkt.

Im Zuge des Zusammenschlusses bieten beide Unternehmen für die angespannte Mietsituation in der Bundeshauptstadt dem Berliner Senat einen "Zukunfts- und Sozialpakt Wohnen" an, der konkrete Lösungsansätze bietet. Vonovia und Deutsche Wohnen sagen zu, ihre regulären Mieterhöhungen über ihren Berliner Bestand insgesamt in den nächsten drei Jahren auf höchstens ein Prozent jährlich und in den beiden nachfolgenden Jahren auf den Inflationsausgleich zu begrenzen. Gleichzeitig werden die Belastungen für Mieterinnen und Mieter durch energetische Wohnungsmodernisierungen so gering wie möglich gehalten, indem die Modernisierungsumlage über die gesetzlichen Vorgaben hinaus auf maximal 2 EUR pro Quadratmeter begrenzt wird.

Ein weiteres Ziel des Paktes ist die Schaffung von mehr bezahlbarem, bedarfsgerechtem und klimafreundlichen Wohnraum - sowohl auf dem frei finanzierten Wohnungsmarkt als auch im öffentlich geförderten Bereich. Ergänzend soll ein besonderer Fokus auf der Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für junge Familien liegen. Zudem werden Vonovia und Deutsche Wohnen im Zuge ihres geplanten Zusammenschlusses in der Lage sein, einen entscheidenden Beitrag zum Ausbau des kommunalen Wohnungsbestandes zu leisten, indem dem Land Berlin angeboten wird, eine signifikante Anzahl an Wohnungen aus dem Bestand der beiden Unternehmen zu erwerben. Erhebliche Investitionen in Modernisierung, altersgerechten Umbau und den Neubau bezahlbarer Wohnungen.

Vonovia und Deutsche Wohnen ergänzen sich heute in vielen Bereichen: Beide Unternehmen investieren in erheblichem Umfang in energieeffiziente Modernisierung, in altersgerechten Umbau und den Neubau bezahlbarer Wohnungen. Kundenzufriedenheit ist dabei das Leitbild des Handelns: So bietet Vonovia beispielsweise ein aktives Härtefallmanagement oder die Begrenzung der Kosten für die Mieterinnen und Mieter nach einer Modernisierung.

Ebenso hat Vonovia nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Berliner Mietendeckel darauf verzichtet, Mieten in Höhe von bis zu 10 Mio. Euro nachzufordern und hat in der Coronakrise eine Wohngarantie ausgesprochen. Deutsche Wohnen hat einen Corona-Hilfsfonds in Höhe von 30 Mio. Euro aufgelegt und hat Mieter sowohl in der Pandemie als auch nach dem Gerichtsurteil unterstützt und auf Miete verzichtet.

Gremien beider Unternehmen vereinbaren Eckpunkte des Zusammenschlusses
- Deutsche Wohnen begrüßt und unterstützt das Angebot
- Attraktive Prämie für Deutsche Wohnen Aktionäre: Aktionäre der Deutsche Wohnen erhalten insgesamt 53,03 Euro je Deutsche Wohnen-Aktie, bestehend aus einem Angebotspreis von 52 Euro in bar sowie der Dividende für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 1,03 Euro je Deutsche Wohnen-Aktie, die vorbehaltlich der entsprechenden Beschlussfassung der am 1. Juni 2021 stattfindenden Deutsche Wohnen-Hauptversammlung Anfang Juni zur Auszahlung kommt.

- Die Vonovia bietet eine Prämie von 17,9 % auf den Schlusskurs der Deutsche Wohnen vom 21. Mai 2021 und von 25 % auf Basis des volumengewichteten Durchschnittskurses der Deutsche Wohnen-Aktie der letzten drei Monate bis zum 21. Mai 2021.
- Signifikante und planbare Kosteneinsparungen: Die beiden Wohnungsbestände passen strategisch und geografisch sehr gut zusammen und durch die gemeinsame Bewirtschaftung werden signifikante Skaleneffekte und damit umfassende Kosteneinsparungen von 105 Mio. Euro im Jahr erwartet. Durch den Zusammenschluss von Vonovia und Deutsche Wohnen entsteht ein Wohnungsunternehmen mit mehr als 500.000 Wohnungen.
Die Gremien der Deutsche Wohnen begrüßen den strategischen Nutzen des Zusammenschlusses und den damit zu erzielenden Mehrwert für alle Beteiligten und unterstützen daher das Angebot der Vonovia. Sie werden - vorbehaltlich der Prüfung der konkreten Angebotsunterlage - ihren Aktionären die Annahme des Angebots empfehlen.

Die beiden Unternehmen haben sich im Rahmen einer Zusammenschlussvereinbarung auf folgende Eckpunkte geeinigt:
- Zusammensetzung des Vorstands: Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender; Michael Zahn, stellvertretender Vorstandsvorsitzender; Philip Grosse, CFO; Arnd Fittkau, Chief Rental Officer; Daniel Riedl, Development.
- Der Zusammenschluss bildet die Grundlage für zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten. Helene von Roeder übernimmt deshalb die Gesamtverantwortung für das neue Vorstandsressort Innovation und Digitalisierung. Der Bereich bündelt die Verantwortung für IT und Dateninfrastruktur mit dem Dienstleistungsgeschäft von Vonovia, das perspektivisch unternehmerisch die Services auch außerhalb von Vonovia auf dem Markt anbieten wird.
- Deutsche Wohnen wird zwei Mitglieder für den Aufsichtsrat von Vonovia vorschlagen; Helene von Roeder und Michael Zahn sollen Mitglieder des Aufsichtsrats der Deutsche Wohnen werden.
- Vonovia ist ein wachsendes Unternehmen, betriebsbedingte Kündigungen vor Ende 2023 sind ausgeschlossen. Gemeinsame Bewirtschaftung schafft erhebliche Kostenvorteile Vonovia und Deutsche Wohnen haben sich in den vergangenen Jahren den Herausforderungen des Wohnungsmarktes gestellt - mit Milliardeninvestitionen in den Bau neuer Wohnungen, in energieeffiziente Modernisierungen und in altersgerechten Umbau.
Die Portfolien von Vonovia und Deutsche Wohnen ergänzen sich geografisch und in der Gewichtung nahezu ideal. Es entsteht ein sehr ausgewogenes Portfolio mit starker Präsenz in strategischen Wachstumsregionen. Rund 70 % des Immobilienbestands der Deutsche Wohnen liegen in Berlin, ein robuster und attraktiver Immobilienmarkt mit einer der höchsten Raten an Bevölkerungswachstum in Deutschland (plus 0,7 % bis 2025) sowie einem resultierenden Wachstum an Haushalten von 1,9 %. Aus der gemeinsamen Bewirtschaftung und der sich regional ergänzenden Portfolien werden Kosteneinsparungen von 105 Mio. Euro pro Jahr erwartet.

Es wird erwartet, dass diese überwiegend aus der gemeinsamen operativen Bewirtschaftung des Portfolios, der intensivierten Umsetzung von Vonovias Wertschöpfungsstrategie auch im Deutsche Wohnen-Portfolio, sinkenden Kosten durch die Erbringung zusätzlicher Leistungen durch die eigene Handwerkerorganisation der Vonovia, und aus gemeinsamem Einkauf und weiteren Standardisierung bei Modernisierung und Instandhaltung entstehen.

Dabei sind Kosteneinsparungen aus der gemeinsamen Finanzierung noch nicht eingerechnet. Die vollständige Realisierung aller Potentiale zur Kosteneinsparung wird bis Ende 2024 erwartet. Strikte Einhaltung aller Akquisitionskriterien - Äußerst robustes Geschäftsmodell Vonovia hat strikte Akquisitionskriterien definiert, die beim beabsichtigten Zusammenschluss allesamt eingehalten werden: Die Kombination der Portfolien schafft Kosteneinsparungen bei der Bewirtschaftung, der EBITDA Yield aus Vermietung sowie der NTA je Aktie verbessern sich und das Kredit-Rating nach Übernahme wird äußerst bonitätsstark bleiben.

Erwartet wird, dass die Ratingagentur S&P das derzeitige Rating der Vonovia von BBB+ bestätigt. Es wird erwartet, dass Moody's erstmalig ein Rating aufnimmt (A3). Die Finanzierung des Übernahmeangebots ist durch eine Akquisitionsfinanzierung über rund 22 Mrd. Euro sichergestellt. Zur Refinanzierung ist u.a. eine Bezugsrechtskapitalerhöhung von bis zu 8 Mrd. Euro vorgesehen, die nach Abschluss der Transaktion in der zweiten Jahreshälfte 2021 durchgeführt werden soll. Die Aktionäre der Vonovia bleiben Eigentümer eines starken Unternehmens mit einem soliden LTV. Den Aktionären der Deutsche Wohnen soll Ende Juni 2021 ein Übernahmeangebot in bar für alle ausstehenden Aktien unterbreitet werden.

Der Abschluss des Übernahmeangebots wird bis Ende August angestrebt. Das Angebot wird nach heutigem Stand unter dem Vorbehalt einer Annahme von mehr als 50 Prozent der ausstehenden Aktien von Deutsche Wohnen, dem Erhalt der erforderlichen kartellrechtlichen Genehmigung(en) sowie weiteren Vollzugsbedingungen stehen. Über Vonovia Die Vonovia SE ist Europas führendes privates Wohnungsunternehmen.

Heute besitzt Vonovia rund 415.000 Wohnungen in allen attraktiven Städten und Regionen Deutschlands, Schwedens und Österreichs. Hinzu kommen rund 72.500 verwaltete Wohnungen. Der Portfoliowert liegt bei zirka 59 Mrd. €. Vonovia stellt dabei als modernes Dienstleistungsunternehmen die Kundenorientierung und Zufriedenheit seiner Mieter in den Mittelpunkt. Ihnen ein bezahlbares, attraktives und lebenswertes Zuhause zu bieten, bildet die Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung.

Daher investiert Vonovia nachhaltig in Instandhaltung, Modernisierung und den seniorenfreundlichen Umbau der Gebäude. Zudem baut das Unternehmen zunehmend neue Wohnungen durch Nachverdichtung und Aufstockung. Seit 2013 ist das in Bochum ansässige Unternehmen börsennotiert. Im September 2015 wurde die Aktie in den DAX 30 aufgenommen, im September 2020 in den EURO STOXX 50. Außerdem gehört die Aktie der Vonovia SE zahlreichen weiteren nationalen und internationalen Indizes an, darunter DAX 50 ESG, Dow Jones Sustainability Index Europe, STOXX Global ESG Leaders, EURO STOXX ESG Leaders 50, STOXX Europe ESG Leaders 50, FTSE EPRA/NAREIT Developed Europe und GPR 250 World. Vonovia beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter.

 

Fressnapf-Gruppe hat erstern Zug von China nach Duisburg auf die Schiene gebracht

„D´r Zoch kütt“
Duisburg, 20. Mai 2021 - In Zeiten der Corona-Pandemie misst der Handel der Warenverfügbarkeit eine besonders hohe Bedeutung bei. Insbesondere, wenn wie zuletzt viele Fracht- und Transportwege zu Land, Wasser oder Luft überlastet oder gar blockiert sind – wie zuletzt beispielsweise im Suezkanal. Von der Havarie des Frachters „Ever Given“ war auch die Fressnapf-Gruppe betroffen. Daher mussten Franchisepartner, Märkte und Kunden auf Kratzbäume, Liegeplätze, Leinen etc. teils deutlich länger warten, als geplant. Darauf hat die Fressnapf-Gruppe kurzfristig reagiert, und erstmals einen 42-Container-langen Zug aus der chinesischen Provinz Linyi bis in ihr Importlager im Duisburger Hafen auf die Schiene gesetzt.

Der neue Ganzzug wurde von der duisport agency GmbH, einem Tochterunternehmen der duisport-Gruppe, initiiert. Als Operateur unterstützte die Far East Land Bridge Ltd. (FELB) bei der Umsetzung. Die Kosten für das gesamte Projekt liegen im sechsstelligen Bereich. „Für uns eine kundenorientierte und insbesondere nachhaltige Lösung“ freut sich Fressnapf-Gründer und -inhaber Torsten Toeller. „Denn im Vergleich zum Seeweg wird 75 % weniger CO2 ausgestoßen. Wir investieren demnach gleichermaßen in Nachhaltigkeit und Kundenfokussierung im Kontext unseres Ökosystems.“

Insgesamt 42 und jeweils ca. 20 Tonnen schwere Container haben sich Mitte April aus der chinesischen Region Linyi auf die Reise in das Fressnapf-Importlager am Duisburger Hafen gemacht. In den Containern befinden sich insbesondere Kratzbäume, Liegeplätze, Hundezubehör etc. Allesamt Artikel, die die Fressnapf-Logistik benötigt, um neben den FranchisepartnerInnen und MarktmitarbeiterInnen auch die Kunden online und in den Märkten wie gewohnt zu bedienen. Der Zug war insgesamt 24 Tage unterwegs, wurde zweimal komplett umgeladen und hat auf der Reise China, Russland, Belarus, Polen und schließlich Deutschland passiert.

Weniger CO2-Emmission, mehr Umweltfreundlichkeit Das Logistik-Projekt der Fressnapf-Gruppe und duisport unterstützt ferner die Realisierung der umweltfreundlichen Transportlösungen. Die Schienen-Route spart insgesamt 75 % des CO2-Fußabdrucks der Seeroute ein, weiterhin werden lediglich 11.000 statt 22.000 km auf der Seeroute zurückgelegt. Darüber hinaus werden elektrische Bahnen eingesetzt, die hauptsächlich mit Wasserkraft betrieben werden.

Durch die Verlagerung von Containern vom Lkw auf die Schiene werden ferner Staus in und um die am Ost-West-Containerhandel beteiligten Seehäfen reduziert. Da die internationalen Regulierungsbehörden strenge Umweltvorschriften festgelegt haben, um den Ausstoß von Treibhausgasen einzudämmen, spielt das Thema Nachhaltigkeit in der Lieferkette eine bedeutende Rolle.

42 Container lang und 24 Tage auf der Schiene: Nun ist der "Fressnapf-Zug" sicher am Duisburger Hafen eingetroffen. Foto: © dws Werbeagentur GmbH

 


Die Fressnapf-Gruppe ist europäischer Marktführer für Heimtierbedarf. Seit Eröffnung des ersten „Freßnapf-“Fachmarktes 1990 in Erkelenz (NRW) ist Gründer Torsten Toeller unverändert Unternehmensinhaber. Sitz der Unternehmenszentrale ist Krefeld, weitere Büros gibt es in Düsseldorf, Venlo (NL) sowie den zehn Landesgesellschaften. Heute gehören rund 1.700 Fressnapf- bzw. Maxi Zoo- Märkte in elf Ländern sowie fast 15.000 Beschäftigte aus über 50 Nationen zur Unternehmensgruppe.
In Deutschland wird die überwiegende Anzahl der Märkte von selbstständigen Franchisepartnern betrieben, im europäischen Ausland als eigene Filialen. Mehr als 2,5 Milliarden Euro Jahresumsatz erzielt die Unternehmensgruppe jährlich. Darüber hinaus ist die Fressnapf-Gruppe Förderer verschiedener, gemeinnütziger Tierschutzprojekte und baut ihr soziales Engagement unter der Initiative „Tierisch engagiert“ stetig aus.

Mit der Vision „Happier Pets. Happier People.“ versteht sich die Fressnapf-Gruppe kanalunabhängig als kundenzentriertes Handelsunternehmen, welches ein Ökosystem rund um das Haustier erschafft. Zum Sortiment gehören aktuell 16 exklusiv bei Fressnapf l Maxi Zoo erhältliche Marken aller Preiskategorien. Die Mission des Unternehmens lautet: "Wir verbinden auf einzigartige Weise, rund um die Uhr und überall Produkte, Services, Dienstleistungen sowie Tierliebhaber und ihre Tiere und machen so das Zusammenleben von Mensch und Tier einfacher, besser und glücklicher!"



Volksbank Rhein-Ruhr erhebt Verwahrentgelt ab 100.000 Euro.

Duisburg, 30. April 2021 - Nicht nur die Folgen der Coronakrise, sondern auch die Geldpolitik der EZB veranlasst die Volksbank Rhein-Ruhr ein Verwahrentgelt für Bestands- und Neukunden einzuführen. Die Bank hat sich entschlossen einen negativen Zinssatz von 0,5 Prozent ab einem Betrag von 100.000 Euro zu erheben. „Diese Vereinbarung treffen wir mit allen unseren Kunden*Innen und besprechen in einem persönlichen Gespräch individuelle Möglichkeiten zur Geldanlage“ erklärt Thomas Diederichs, Sprecher des Vorstandes, das Vorgehen der Genossenschaftsbank.

Bereits in der vergangenen Bilanzpressekonferenz hatte Diederichs offensiv kommuniziert, dass die Bank im vergangenen Jahr begonnen hat, mit einzelnen Kunden*Innen eine Vereinbarung zum Verwahrentgelt zu treffen. „Wir spüren einen deutlichen Zuwachs von Kundeneinlagen. So sind unsere Einlagen seit Beginn der Corona-Krise um mehr als 10 Prozent gestiegen. Dies bestätigt das große Vertrauen in unser kerngesundes Geschäftsmodell und hierüber freuen wir uns sehr. Dennoch müssen wir weitere Geldzuflüsse – wie im Jahr 2020 – steuernd begleiten. Es ist erforderlich, um zum einen den regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden und zum anderen unnötige Kosten aus der Liquidität zu vermeiden“ begründet Diederichs die Entscheidung.

Eine Entwicklung die viele Geldhäuser gerade zu einer Entscheidung zwingt. Zudem reagieren sie mit diesen Maßnahmen auf die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB. Banken müssen aktuell für überschüssige Einlagen, die sie bei der Notenbank parken, einen Strafzins in Höhe von 0,5 Prozent zahlen. Die EZB erhofft sich so, Kreditvergabe und Konjunktur zu stärken. Über die als „Verwahrentgelt“ bezeichnete Gebühr geben die Banken diese Belastung teilweise oder gänzlich an ihre Kunden weiter. Thomas Diederichs dazu: „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, wie gewohnt offensiv und transparent mit unseren Kunden*Innen zu kommunizieren. Denn auch wir wollen in der Zukunft weiterhin der vertrauensvolle Partner für unsere Kunden*Innen in der Region sein und unsere Filialen als Anlaufpunkte erhalten – auch wenn sich die Zugangswege und die Anforderungen seitens unserer Kunden*Innen immer weiter verändern werden.“

HAMBORNER REIT AG: Weiterhin stabile Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 2021

- Mieterlöse mit 21,8 Mio. Euro auf Vorjahresniveau

- Pandemiebedingter Rückgang des FFO auf 12,7 Mio. Euro (-4,6 %)

- Nettovermögenswert (NAV) je Aktie bei 11,26 Euro (+1,9 %)

- Portfolioausbau und -optimierung erfolgreich vorangetrieben

- Hohe Vermietungsleistung und weiterhin äußerst geringe Leerstandsquote

GESCHÄFTSZAHLEN ZUM ERSTEN QUARTAL 2021

Duisburg, 27. April 2021 - Die HAMBORNER REIT AG hat an die positive Geschäftsentwicklung des vergangenen Jahres angeknüpft und konnte im ersten Quartal eine stabile Umsatzentwicklung verzeichnen. Die Erlöse aus Mieten und Pachten beliefen sich auf 21,8 Mio. Euro und lagen damit auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Die Funds from operations (FFO) sind in den ersten drei Monaten um rd. 0,6 Mio. Euro bzw. 4,6 % auf 12,7 Mio. Euro gesunken.
Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Wertberichtigungen auf Mietforderungen im Zusammenhang mit COVID-19 bedingten drohenden Zahlungsausfällen sowie rückwirkenden Forderungsverzichten gegenüber besonders stark von der Pandemie betroffenen Mietern. Darüber hinaus wurde das Ergebnis durch erhöhte Personalaufwendungen beeinflusst. Ungeachtet dessen ist die Finanz- und Liquiditätssituation der Gesellschaft weiterhin sehr komfortabel. Die REIT-Eigenkapitalquote betrug zum 31. März 2021 55,6 % und der Loan to Value (LTV) 44,0 %.

PORTFOLIOENTWICKLUNG

Im Laufe des ersten Quartals 2021 sind sechs weitere innerstädtische Einzelhandelsobjekte, welche im zweiten Halbjahr 2020 veräußert wurden, in den Besitz der jeweiligen Käufer übergegangen.

Ende März 2021 erfolgte der Besitzübergang des Ankaufsobjekts in Mainz. Die Bruttoanfangsrendite der Investition belief sich auf 7,0 %. Die derzeit noch für einen Zeitraum von ca. drei Jahren voll vermietete Büroimmobilie verfügt über substantielles Wertpotenzial, welches im Rahmen des ,Manage-to-core'-Ansatzes auf Basis eines umfassenden Modernisierungs- und Nachvermietungskonzepts sowie unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten gehoben werden soll.

Unter Berücksichtigung der im ersten Quartal erfolgten Abgänge sowie dem Zugang des Objekts in Mainz verfügte HAMBORNER zum 31. März 2021 über 75 Immobilien mit einem Gesamtwert von 1,621 Mrd. Euro. Der Nettovermögenswert (NAV) je Aktie lag mit 11,26 Euro rd. 1,9 % über dem Niveau zum Jahresende 2020 (11,05 Euro).

Im Laufe der vergangenen Wochen hat die Gesellschaft die Portfolioerweiterung konsequent vorangetrieben und am gestrigen Tag den Kaufvertag für eine weitere Büroimmobilie in Münster unterzeichnet.

Bei dem Ankaufsobjekt handelt es sich um eine Projektentwicklung, welche im Rahmen einer "off-market"-Transaktion erworben wurde und derzeit am wachsenden Bürostandort "Dreieckshafen" realisiert wird. Die in einer CO2-reduzierenden Bauweise errichtete Immobilie verfügt über eine Mietfläche von rd. 6.300 m², welche bereits zu rd. 80 % an bonitätsstarke Ankermieter vermietet wurde. Nach derzeitigem Stand liegt die durchschnittliche Laufzeit der Mietverträge bei rd. 7,5 Jahren.

Der Kaufpreis beläuft sich auf rd. 23,9 Mio. Euro. Die Bruttoanfangsrendite liegt bei 4,5 %. Der Besitzübergang wird unmittelbar nach Fertigstellung des Objekts, voraussichtlich zum Jahresende 2021 stattfinden.

Im Rahmen der kontinuierlichen Portfoliooptimierung konnte die Gesellschaft im ersten Quartal 2021 einen Vertrag über den Verkauf von zwei innerstädtischen Immobilien in Bad Homburg mit einem Verkaufsvolumen von rd. 27,1 Mio. Euro unterzeichnen.

Darüber hinaus wurden im März und April 2021 drei weitere Verkäufe mit einem kumulierten Transaktionsvolumen von 41,4 Mio. Euro notariell beurkundet. Bei den Verkaufsobjekten handelt es sich um ein innerstädtisches Fachmarktzentrum in Fürth, ein kleineres Objekt mit Großhandelsnutzung in Villingen-Schwenningen sowie ein Büro- und Einzelhandelsobjekt in Hamburg. Die Immobilien wurden unter Berücksichtigung der jeweiligen Standort- bzw. Vermietungsperspektive im Rahmen des aktiven Portfoliomanagements veräußert.

Die vertraglich vereinbarten Kaufpreise für die fünf Verkaufsobjekte lagen im Durchschnitt rd. 7,7 % über den zuletzt festgestellten gutachterlichen Verkehrswerten. Die Immobilien werden voraussichtlich im Laufe des zweiten Quartals in den Besitz der Käufer übergehen.

VERMIETUNGSAKTIVITÄTEN

Ungeachtet der insgesamt weiterhin reduzierten Flächenumsätze an den Vermietungsmärkten konnte die Gesellschaft seit Jahresbeginn zahlreiche Vermietungserfolge erzielen und dabei u.a. den Mietvertrag mit einem ihrer größten Büromieter im Kölner Objekt O3 frühzeitig verlängern.

Hinsichtlich der im Jahr 2021 zur Nachvermietung anstehenden Mietverträge wurden bereits für rd. 78 % des auslaufenden Mietvolumens Anschlussmietverträge abgeschlossen. Dabei profitiert die Gesellschaft auch weiterhin von der hohen Zufriedenheit der Bestandsmieter, welche sich zuletzt in einer Verbleibquote von über 80% ausdrückte.

Infolge der erfolgreichen Vermietungsaktivitäten lagen sowohl die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge (6,4 Jahre) als auch die Vermietungsquote (98,3 % nach EPRA) zum 31. März 2021 auf konstant hohem Niveau.

AKTUELLE GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Im derzeitigen Marktumfeld profitiert HAMBORNER weiterhin von ihrem stabilen und diversifizierten Portfolio sowie ihrem hohen Anteil an bonitätsstarken Mietern, insbesondere aus dem Bereich des Lebensmitteleinzelhandels.

Infolge des andauernden Lockdowns haben weiterhin eine Reihe von Schließungsmaßnahmen betroffener Mieter ihre Mietzahlungen eingeschränkt oder ausgesetzt. Bezogen auf das Gesamtportfolio lag die Mieteingangsquote (inkl. Mietnebenkosten und Umsatzsteuer) im Monat April bei 95,8 %. Damit lag die Mieteingangsquote im Zeitraum Januar bis April 2020 im Durchschnitt bei 94,7 %. In Abhängigkeit von Dauer und Umfang der behördlichen Restriktionen geht die Gesellschaft davon aus, dass eine Reihe von Mietern ihren Zahlungsverpflichtungen weiterhin nicht oder nur teilweise nachkommt. HAMBORNER setzt den diesbezüglichen Dialog mit den betroffenen Mietern fort und ist zuversichtlich, auch weiterhin einvernehmliche und interessengerechte Lösungen zu finden.

 

WESENTLICHE FINANZ- UND PORTFOLIOKENNZAHLEN ZUM 31. MÄRZ 2021

Q1 2021

Q1 2020

Veränderung

Erlöse aus Mieten und Pachten

21,8 Mio. €

21,8 Mio. €

+ 0,0 %

Betriebsergebnis

7,3 Mio. €

7,1 Mio. €

+3,3 %

Ergebnis der Periode

10,4 Mio. €

3,3 Mio. €

n/a

Funds from Operations

12,7 Mio. €

13,3 Mio. €

-4,6 %

Funds from Operations (FFO) je Aktie

0,16 €

0,17 €

-5,9 %

31. März 2021

31. Dez. 2020

Veränderung

REIT EK-Quote

55,6 %

54,5 %

+1,1 %-Punkte

Loan to Value (LTV)

44,0 %

44,5 %

-0,5 %-Punkte

EPRA Net Asset Value (NAV)

907,2 Mio. €

890,7 Mio. €

+1,8 %

EPRA Net Asset Value (NAV) je Aktie

11,26 €

11,05 €

+1,9 %

EPRA Net Tangible Assets (NTA)

906,7 Mio. €

890,2 Mio. €

+1,9 %

EPRA Net Tangible Assets (NTA) je Aktie

11,25 €

11,05 €

+1,8 %

Verkehrswert des Immobilienportfolios

1.621,4 Mio. €

1.624,8 Mio. €

-0,2 %

EPRA Leerstandsquote

1,7 %

1,9 %

-0,2 %-Punkte

Gewichtete Restlaufzeit der Mietverträge

6,4 Jahre

6,3 Jahre

+0,1 Jahre

 

Dies und das...

Impfen in den Betrieben als Schlüssel zum Erfolg
Mit Wegfall der Impfpriorisierung ergeben sich Perspektiven für betroffene Branchen  

Duisburg, 26./27. April 2021 - Zu den Ergebnissen des Impfgipfels von Bund und Ländern äußert sich Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK: „Das Impfen großer Bevölkerungsteile ist nicht nur wichtig im Kampf gegen die Pandemie, sondern ermöglicht den aktuell am stärksten betroffenen Branchen in Handel, Gastronomie und Hotellerie auch eine Perspektive. Daher ist es gut, dass für Juni die Impfpriorisierung aufgehoben werden soll.
Wir begrüßen es, dass dann ebenfalls die Betriebs- und Werksärzte die Mitarbeiter impfen können. Was nun zählt: Alle verfügbaren Dosen müssen den Impfwilligen umgehend zur Verfügung gestellt werden. Wir sind alle aufgerufen, für eine Impfung zu werben und zu motivieren. An dieser Stelle können die Betriebe eine wichtige Rolle spielen. Als IHK werden wir gern koordinieren und helfen.“


Nachhaltigkeit und Geldanlage – wie geht das zusammen?
Die Volksbank Rhein-Ruhr informiert am 29. April 2021 um 18 Uhr im Rahmen eines Livestreams, wie Nachhaltigkeit und rentable Geldanlagen zusammenpassen. Denn Nachhaltigkeit ist viel mehr als eine Modeerscheinung. Immer mehr Sparer erkennen den Nutzen nachhaltiger Investments, die zudem noch mit Rendite überzeugen.
Eine zunehmende Zahl an Menschen ändert ihr Konsumverhalten und wählt Produkte bewusster aus. Menschen legen Wert auf „Nachhaltigkeit“, um den Bedürfnissen der heutigen Generation zu entsprechen, ohne die Möglichkeiten der zukünftigen Generationen zu gefährden. Nachhaltigkeit ist auch aus der Welt der Kapitalmärkte nicht mehr wegzudenken.

Erneuerbare Energien oder E-Mobilität – nur zwei Stichworte, die zeigen, dass das Universum nachhaltiger Investitionsmöglichkeiten stetig wächst. Und so genießt Nachhaltigkeit mittlerweile auch unter deutschen Privatanlegern einen immer höheren Stellenwert. „Profitabilität und Nachhaltigkeit beim Geld anlegen müssen heute keine Gegensätze mehr sein“, weiß auch Thomas Diederichs, Sprecher des Vorstandes der Volksbank Rhein-Ruhr.
„Nachhaltigkeit kann sich beispielsweise für Fondsanleger sowohl bei den Erträgen als auch im Hinblick auf die Schwankungen rechnen.“ Denn Investitionen in Unternehmen, die ihr Geschäft nachhaltig, also vorausschauend und langfristig ausrichteten, können weniger wirtschaftlichen Risiken unterliegen. So führe die Anwendung von ESG-Kriterien (Environmental = Umwelt, Social = Sozial, Governance = Unternehmensführung) im Fondsmanagement zu stabileren Depots.

„Zudem können nachhaltig wirtschaftende Unternehmen operative Vorteile gegenüber jenen haben, die das weniger tun“, so Diederichs. Die gestiegene Attraktivität von nachhaltigen Investments bei Anlegern führt Thomas Diederichs zum einen auf das veränderte Konsumverhalten der Menschen mit bewussterer Produktauswahl zurück.
„Zum anderen suchen Sparer in Zeiten niedriger Zinsen und zunehmender Unsicherheit an den Kapitalmärkten nach Anlagealternativen.“ Nachhaltige Geldanlagen seien dabei eine Möglichkeit. Die Volksbank Rhein-Ruhr informiert daher am 29. April 2021 um 18 Uhr im Rahmen eines Livestreams über die Möglichkeiten der nachhaltigen Geldanlage. Für diesen Livestream konnte Gastreferent Dr. Hendrik Pontzen, Leiter Abteilung ESG im Portfoliomanagement der Union Investment, gewonnen werden. Eine Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung unter
www.volksbank-rhein.ruhr.de/nachhaltigkeit möglich.


Beschäftigte gesund durch die Krise führen IHK Gastgeber-Talk
Die Corona-Pandemie stellt die Arbeitswelt auf den Kopf: Gastronomie, Hotels und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen oder arbeiten auf Sparflamme. Die Mehrzahl der Beschäftigten befindet sich im Homeoffice oder in Kurzarbeit. Motivation und Teamgeist bleiben oft auf der Strecke. Im schlimmsten Fall rufen Stress und Ängste sogar gesundheitliche Probleme hervor.  

Die Online-Veranstaltung (Foto (c) Niederrheinische IHK Hendrik Grzebatzk) „Gesund und motiviert durch die Krise – So stärken Gastgeber sich und ihre Beschäftigten“ am 30. April von 9 bis 10:45 Uhr zeigt Strategien auf, wie Gastgeber die psychische Widerstandsfähigkeit und Motivation ihrer Mitarbeiter fördern können. Zudem gibt es arbeitsrechtliche Tipps zu den Themen Quarantäne, Impfungen und Schnelltests sowie aktuelle Informationen zum Kurzarbeitergeld.  
Die kostenlose Veranstaltung ist Teil des Formats „Gastgeber-Talk“ der Niederrheinischen IHK, der IHK Mittlerer Niederrhein und der IHK Düsseldorf. Mit dem neuen Format bieten die IHKs dem Gastgewerbe regelmäßige Austauschmomente sowie aktuelle Informationen. Mehr Informationen und Anmeldung unter
https://veranstaltung.mittlerer-niederrhein.ihk.de/gesundmotivierteGastgeber


Logistik einfach erklärt: Wettbewerb „LogistiKids“ geht auch 2021 an den Start

Aktion von IHK NRW und Kompetenznetzwerk Logistik.NRW   „Wie kommen die Möhren auf unseren Tisch?“ und „Wie gelangen die Medikamente in unseren Medikamentenschrank?“: Diese Fragen dürfen die „LogistiKids“ dieses Jahr mit kreativen und ausgefallenen Ideen beantworten. Die Kinder im Vor- und Grundschulalter lernen somit auf spielerische Weise die Welt der Logistik kennen. Kindergärten und Grundschulen können noch bis zum 1. November teilnehmen.  
Wie läuft der Wettbewerb ab? Die Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren sollen Antworten auf die Fragen finden. Dabei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: Malen, Basteln, Filmen, Bauen, alles ist erlaubt. Die Gruppen sollten aus mindestens fünf Kindern bestehen. Zu gewinnen gibt es bis zu 1.000 Euro und tolle Sachpreise.  
Informationen samt Flyer zum Wettbewerb gibt es unter
www.ihk-niederrhein.de/logistikids2021 oder bei IHK-Ansprechpartnerin Stefanie Wentzel, Telefon 0203 2821-277, E-Mail wentzel@niederrhein.ihk.de.  

Die Kita „Die Waldwichtel“ aus Duisburg-Buchholz konnten beim Wettbewerb 2020 den dritten Platz belegen. © Niederrheinische IHK / Matthias Simons


Hohe Corona-Infektionsgefahr für Beschäftigte in der Landwirtschaft
IG BAU Duisburg-Niederrhein fordert besseren Schutz von Erntehelfern

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Duisburg-Niederrhein hat die Einhaltung der Arbeitsschutz- und Hygienevorschriften in der Landwirtschaft angemahnt. „Saisonbeschäftigte in der Region, die in der Ernte und Aussaat arbeiten, tragen ein besonders hohes Risiko, an Covid-19 zu erkranken. Ein Großteil der Erntehelfer ist nach wie vor in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Genauso gefährlich ist es, wenn Beschäftigte in Sammeltransporten zu den Feldern gefahren werden“, kritisiert IG BAUBezirksvorsitzende Karina Pfau.

Die Unternehmen müssten alles dafür tun, dass die Branche nicht zum Corona-Hotspot werde. Außerdem seien verstärkte Arbeitsschutzund Hygienekontrollen der Behörden notwendig. Saisonbeschäftigte dürften nicht ungeschützter sein als Menschen, die in Büros oder auf Baustellen arbeiteten. „Mehrere Corona-Ausbrüche in der Fleischbranche, aber auch auf Bauernhöfen haben im vergangenen Jahr gezeigt, wie wichtig der Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Pandemie ist“, so Pfau. Die überwiegend aus Osteuropa stammenden Saisonkräfte sorgten dafür, dass in den Supermärkten Spargel, Erdbeeren und Gurken nicht ausgingen.
Dabei arbeiteten sie zu niedrigen Löhnen und häufig ohne Krankenversicherungsschutz. Nach einer neuen Regelung können Erntehelfer in diesem Jahr 102 statt wie bislang 70 Tage lang sozialversicherungsfrei in der Landwirtschaft arbeiten, was sie in ihrer sozialen Absicherung schlechterstellt, kritisiert die Gewerkschaft.

 

Förderwettbewerb "Wärme aus Tiefengeothermie für NRW": Konsortium aus Düsseldorf und Duisburg erhält Zuschlag  

Duisburg, 16. April 2021 - Ein Konsortium aus Duisburg und Düsseldorf beschäftigt sich aktuell mit der Frage, ob Geothermie einen Beitrag zur "Vergrünung" der Fernwärme im Rheinland leisten kann. Nach der erfolgreichen Einreichung einer Feinskizze beim Förderwettbewerb  "Wärme aus Tiefengeothermie NRW" stehen dem Konsortium nun 500.000 Euro für eine Machbarkeitsstudie zur Verfügung. Das Konsortium wurde am heutigen Freitag, 16. April, beim Landesförderwettbewerb vom Landeswirtschaftsministerium ausgezeichnet. Partner in dem Konsortium sind die Städte und Stadtwerke Düsseldorf und Duisburg sowie der Flughafen Düsseldorf, die Uni Duisburg/Essen und das Fraunhofer Institut für Energieinfrastrukturen und Geothermie.  

Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: "Wir bringen die Wärmewende in Nordrhein-Westfalen weiter voran. Die Tiefengeothermie bietet hierbei große Potenziale, die wir stärker nutzen wollen. Ich freue mich sehr über das große Interesse am Wettbewerb und die qualitativ hochwertigen Bewerbungen aus allen Teilen des Landes. Das zeigt: Die Kommunen sind ein verlässlicher Partner, wenn es darum geht, die klimafreundliche Wärmeversorgung vor Ort voranzutreiben und die Tiefengeothermie in der Fläche nutzbar zu machen."  

Die Integration von Geothermie in die Fernwärmesysteme an Rhein und Ruhr ist ein Baustein der Transformation der Energiesysteme. Die Dekarbonisierung der Fernwärmenetze, bei der auch der Nutzung industrieller Abwärmepotenziale eine zentrale Rolle zukommt, entkoppelt die Fernwärme von fossilen Kraftwerken. So ist eine zuverlässige Wärmeinfrastruktur auch in einem Energiesystem gesichert, in dem die volatilen Erneuerbaren Energien immer mehr ins Zentrum der Erzeugung rücken. So funktionieren Klimaschutz und Energiewende in urbanen und industriell geprägten Regionen.  

Um die Klimaschutzziele in den Städten Düsseldorf und Duisburg zu erreichen, kommt der Fernwärme eine wichtige Bedeutung zu. Denn Energiewende in Ballungszentren bedeutet vor allem Wärmewende, da ein Großteil der CO2-Emissionen durch Heizung und Warmwasser erzeugt werden. Die Transformationen des Energiesystems hin zu emissionsarmen Quellen bedeutet, dass auch in der Fernwärme fossile Energieträger ersetzt werden. Derzeit ist die hoch effiziente und heute schon klimafreundliche Kraft-Wärme-Kopplung in Großkraftwerken eine wichtige Wärmequelle der Fernwärme, indem bei der Stromerzeugung Wärme ausgekoppelt wird. Zukünftig werden industrielle Abwärme und regenerative Quellen wie die Geothermie, Wärmepumpen und Solarthermie immer größere Anteile der Fernwärmeversorgung übernehmen.  

Hintergrund zum Förderwettbewerb
Der im Oktober 2020 ausgeschriebene Wettbewerb des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energien (MWIDE) NRW richtete sich an Kommunen oder kommunale Konsortien. Bis Ende Februar 2021 konnten diese im Zusammenschluss mit Industrieunternehmen, Energieversorgern und wissenschaftlichen Einrichtungen eine Skizze entwickeln, wie die Potenziale der Tiefengeothermie in den Kommunen gehoben und so der Einstieg in die klimafreundliche Technologie vor Ort realisiert werden kann. Eine unabhängige Fachjury hat die eingereichten Projektskizzen bewertet und den Zusammenschluss aus Düsseldorf und Duisburg ausgezeichnet.

Rheinische IHKs laden zum digitalen e-Marketing ein

Duisburg, 15. April 2021 - Am 28. April laden die IHKs im Rheinland von 10 bis 16 Uhr zum digitalen e-Marketingday ein. Der kostenfreie Kongress gibt unter dem Motto: „Zeit, neue Wege zu gehen“ praktische Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um das Online-Marketing.

Mit Vorträgen und Workshops zu Suchmaschinenoptimierung, zum gelungenen Einstieg in den E-Commerce oder über geeignete Verfahren, Marketing und Vertrieb zu automatisieren, wird vor allem kleinen und mittelgroßen Unternehmen ein spezielles Programm geboten. Außerdem geht es um aktuelle und geplante rechtliche Vorgaben für Werbetreibende oder Tipps für gekonnte Digitale Beratungen, virtuelle Produktpräsentationen und Kunden-Kontaktpflege via Social Media.

Für den Auftakt sorgt Titus Dittmann, bekannt als Unternehmer und Trendsetter für die deutsche Skateboard-Szene, mit seinem Vortrag „Mut ist, wenn man es trotzdem macht“. Parallel zum Programm präsentieren sich einige Aussteller. Zum Abschluss haben die Teilnehmenden im Online-Tool Gelegenheit zum Networking und digitalen Austausch untereinander. Weitere Informationen und kostenfreie Anmeldung unter www.e-marketingday.de

 

Volksbank Rhein-Ruhr: Trotz großen Herausforderungen blickt die Bank auf ein gutes Ergebnis und positive Entwicklungen.

Duisburg, 14. April 2021 - Trotz der großen Herausforderungen im Jahr 2020 hat die Volksbank Rhein-Ruhr wieder ein sehr ordentliches Ergebnis erzielt. Die Bilanzsumme der Bank ist von 1.739 Mio. Euro auf 1.959 Mio. Euro gestiegen. „Mit dem Zuwachs von 12,62 % sind wir sehr zufrieden“ betont Thomas Diederichs, Sprecher des Vorstandes der Volksbank Rhein-Ruhr auf der diesjährigen Online-Bilanzpressekonferenz. Das Geschäftsmodell bleibt auch im schwierigen Umfeld stabil. „Auch in der aktuellen Corona-Pandemie zeigt sich wieder, dass das Geschäftsmodell der Genossenschaftsbanken auf einem stabilen Fundament steht. „Wir sind sehr zufrieden mit einer Mitgliederzahl von 39.397 – Das sind fast 40.000 Menschen aus unserer Region, die wir von der Genossenschaftlichen Idee überzeugen konnten“ sagt Thomas Diederichs.

Am Jahresende verzeichnete die Bank einen Gesamtbestand von 3.568 Mio. Euro – dies bedeutet einen Anstieg von 7,74 %. Die Bank vergab in 2020 10,03 % mehr Kundenkredite als im Vorjahr. So wurden im vergangenen Jahr 1.253 Mio. Euro an Neukrediten an Privat- und Firmenkunden aus der Region vergeben. „Dieses Wachstum im schwierigen Jahr der Pandemie bestätigt, dass wir das Vertrauen unserer Firmen- und Gewerbekunden haben. Die Förderung des Mittelstandes ist gerade in der aktuellen Zeit der Corona-Krise bedeutender denn je“ betont Diederichs.

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie

Natürlich war auch das vergangene Jahr geprägt von Herausforderungen wie Regulatorik, Niedrigzinspolitik oder Konjunkturabschwächung, dennoch dominierte eines – die COVID-19-Pandemie.
Die Bank hat fast 20.000.000 Euro Förderhilfen genehmigt und für fast 400 Konten Tilgungsaussetzungen organisiert. „Ob per Telefon, Videochat – wir waren und sind für unsere Kunden*innen jederzeit erreichbar und konnten ihnen so in dieser schwierigen Zeit helfen und haben unsere Dienstleistungen an Ihre Wünsche angepasst.“

„Bemerkenswert ist der Anstieg unserer aktiven Online-Nutzer auf rund 20.000. Da die Volksbank Rhein-Ruhr immer mehr Menschen auf dem digitalen Weg erreicht gibt es ab sofort den Podcast „Power:Bank – die volle Ladung Finanzwissen“ auf allen gängigen Portalen zu hören.

Das Thema „new work“ hat in den Zeiten der Pandemie in vielen Unternehmen deutlich Fahrt aufgenommen. Die Volksbank Rhein-Ruhr hat direkt zu Beginn der Pandemie einen Großteil ihrer Mitarbeiter*innen ins Homeoffice geschickt. „Seit März 2020 haben wir bei rund 300 Mitarbeiter*Innen insgesamt 130 Homeoffice Lizenzen im Einsatz und mehr als 3.750 Videomeetings mit rund 13.500 Teilnehmern haben intern, aber auch extern stattgefunden – Zahlen die für uns in den Vorjahren vollkommen unvorstellbar gewesen wären“, begründet Diederichs die rasante Entwicklung.

Soziales Engagement in der Region – 515.000 Euro für die Region

Im vergangenen Jahr spendete die Bank wieder rund 515.000 Euro zur Förderung regionaler Projekte. Thomas Diederichs erklärt: „Wir fühlen uns unserem Förderauftrag verpflichtet und haben über unser Online Förderprogramm und die Stiftung diverse Projekte in der Region gefördert. Ende 2020 haben wir nochmals 50.000 Euro für Vereine zur Verfügung gestellt, die von der COVID-19-Pandemie und den daraus resultierenden Einschränkungen deutlich betroffen waren. Gerade in diesen Zeiten bekommt der Genossenschaftliche Förderauftrag nochmal stärkere Bedeutung.“

Die Folgen der Corona-Pandemie

15,5 % weniger Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2020
Niedrigster Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999
31. März 2021 - Im Jahr 2020 haben die deutschen Amtsgerichte 15 841 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 15,5 % weniger als 2019. Die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen sank damit auf den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999. Einen Anstieg hat es zuletzt im Krisenjahr 2009 gegeben (+11,6 % gegenüber 2008). Das Jahresergebnis 2020 ist maßgeblich durch die ausgesetzte Insolvenzantragspflicht in der Corona-Krise beeinflusst.

Die Folgen der Corona-Pandemie in 10 Zahlen
Die Corona-Pandemie wirkt sich seit ihrem Ausbruch im März 2020 massiv auf sämtliche Bereiche des täglichen Lebens in Deutschland aus. Sie hat innerhalb eines Jahres in Wirtschaft und Gesellschaft, im Staatshaushalt und in der Bildung, im Verkehr sowie bei den Bevölkerungszahlen zu außergewöhnlichen Entwicklungen geführt. Das Statistische Bundesamt gibt einen Überblick über besonders einschneidende Veränderungen im Corona- Jahr 2020 und zu Beginn des Jahres 2021.

-4,9 % beim Bruttoinlandsprodukt: Wirtschaftsleistung bricht im Jahr 2020 deutlich ein
Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2020 nach zehn Jahren des Wachstums in eine tiefe Rezession geraten: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging um 4,9 % gegenüber 2019 zurück. Im 2. Quartal 2020 hatte die Wirtschaftsleistung einen historischen Einbruch erlitten. Das Minus von 9,7 % (preis-, saison- und kalenderbereinigt) gegenüber dem 1. Quartal 2020 war der mit Abstand stärkste Rückgang seit Beginn der vierteljährlichen BIP-Berechnungen für Deutschland im Jahr 1970. Auf den Einbruch der Wirtschaftsleistung im 2. Quartal folgte eine rasche Erholung im 3. Quartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt +8,5 %). Die zweite Corona-Welle und der zweite harte Lockdown zum Jahresende stoppten diese annähernd V-förmige Entwicklung. Zwar stieg das BIP im 4. Quartal gegenüber dem 3. Quartal (preis-, saison- und kalenderbereinigt) leicht um 0,3 %. Das preis- und kalenderbereinigte BIP war im Schlussquartal des Jahres 2020 aber noch 3,7 % niedriger als im letzten Vorkrisen-Quartal, dem 4. Quartal 2019. 


4,2 % Defizitquote: Zweithöchstes Staatsdefizit seit der deutschen Vereinigung

Die Corona-Krise hat im Jahr 2020 nach vorläufigen Berechnungen zu einem Finanzierungsdefizit des Staates in Höhe von 139,6 Milliarden Euro geführt (Daten in der Abgrenzung des Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010). Das war das erste Defizit seit 2011 und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung, nur übertroffen vom Rekorddefizit des Jahres 1995, in dem die Treuhandschulden in den Staatshaushalt übernommen wurden. Gemessen am BIP in jeweiligen Preisen errechnet sich für 2020 eine Defizitquote von 4,2 %. Der Referenzwert des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts von 3 % wurde damit deutlich verfehlt. Seine Anwendung wurde jedoch für die Jahre 2020 und 2021 ausgesetzt. 


74,5 % weniger Fluggäste – niedrigster Wert seit der deutschen Vereinigung

Der Luftverkehr musste 2020 die größten Einbrüche seit Jahrzehnten verkraften: Rund 57,8 Millionen Fluggäste starteten oder landeten auf den 24 größten Verkehrsflughäfen in Deutschland – das waren 74,5 % weniger als im Jahr 2019. Insbesondere der Flugverkehr mit den wichtigen Zielländern USA (-80 %) und China (-88 %) nahm deutlich ab. Der starke Rückgang von Urlaubs- und Geschäftsreisen führte zum geringsten Wert seit der deutschen Vereinigung (1991: rund 63 Millionen Fluggäste). 

Dass die Reisenden ausblieben, bescherte auch der Tourismusbranche in Deutschland heftige Einbußen: Allein die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland fiel im Jahr 2020 mit 32 Millionen knapp zwei Drittel (-64,4 %) geringer aus als 2019. 

Der Umsatz im Gastgewerbe insgesamt – dazu gehört neben der Beherbergung auch die Gastronomie – brach mit dem Ausbruch der Pandemie um fast die Hälfte ein. Im Zeitraum von März 2020 bis Januar 2021 lag er real (preisbereinigt) um 47,1 % unter dem des Vorjahreszeitraums. 

4,6 % weniger Konsumausgaben der privaten Haushalte – stärkster Rückgang seit Jahrzehnten
Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland hat sich aufgrund der Corona-Pandemie im Jahr 2020 stark verändert. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland gingen nach den Konzepten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 % in jeweiligen Preisen und um 5,0 % preisbereinigt zurück. Dies war der stärkste Rückgang seit Jahrzehnten. Weniger ausgegeben wurde coronabedingt für Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (-33,2 % gegenüber 2019 in jeweiligen Preisen) oder für Verkehr (-11,7 %). Mehr gaben die privaten Haushalte entgegen dem allgemeinen Trend für Nahrungsmittel und Getränke aus (+6,3 %). 

Dass die Nachfrage nach bestimmten Hygieneartikeln sowie Produkten des täglichen Bedarfs in der Corona-Pandemie zeitweise deutlich anstieg, spiegelte sich auch in der inländischen Produktion von bestimmten Gütern im Jahr 2020 wider. Ein Beispiel: Mit 110 000 Tonnen Wirkstoffgewicht produzierten die Unternehmen in Deutschland mit 50 und mehr Beschäftigten gut 75 % mehr Desinfektionsmittel als im Jahr 2019. Auch bei den Nudeln – ein beliebtes Lebensmittel zur Bevorratung oder für die schnelle Zubereitung einer Mahlzeit – wurde die Produktion ausgeweitet. Im Jahr 2020 wurden mit 294 000 Tonnen 20 % mehr Nudeln produziert als im Vorjahr. 

27,8 % Umsatzplus im Onlinehandel seit Ausbruch der Pandemie
Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben die Pandemiezeit von März 2020 bis Ende Januar 2021 insgesamt noch positiv abgeschlossen. In diesem Zeitraum lagen die realen Umsätze 3,2 % über denen desselben Zeitraums im Vorjahr. Zwischen den einzelnen Branchen gab es jedoch deutliche Unterschiede. Der Versand- und Internethandel ist klarer Gewinner der Corona-Krise: Im Zeitraum März 2020 bis Januar 2021 verbuchten die Onlinehändler ein Umsatzplus von real 27,8 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Während des Winter-Lockdowns konnte der Online-Handel seine realen Umsätze im Dezember 2020 um 32,3 % und im Januar um 31,8 % überdurchschnittlich steigern, da viele Geschäfte erneut für Wochen schließen mussten oder seltener besucht wurden. 

Diese Umsatzsteigerungen des Onlinehandels gehen unter anderem zu Lasten der Kaufhäuser: Die realen Umsätze der Warenhäuser lagen von März 2020 bis Januar 2021 um 17,6 % unter denen des Vorjahreszeitraums. Die Umsatzverluste fielen dabei wegen der Geschäftsschließungen in den Lockdown-Monaten März (real -31,7%) und April 2020 (real -45,2 %) sowie Dezember 2020 (real -28,1 %) und Januar 2021 (real -42,9 %) besonders hoch aus. Der Umsatzzuwachs des Onlinehandels erreichte im Betrachtungszeitraum eine ähnliche Größenordnung wie die Verluste des Einzelhandels mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren (real -30,7 %). Viele Verbraucherinnen und Verbraucher beziehen eben diese Produkte schon seit Jahren immer häufiger über das Internet – durch die Pandemie wurde diese Entwicklung noch verstärkt. Im Januar 2021 war der Umsatzverlust bei den Mode- und Schuhgeschäften mit real -78,9 % im gesamten Betrachtungszeitraum am höchsten. 

0 % Bevölkerungswachstum in Deutschland – erstmals seit 2011
Im Jahr 2020 ist die Bevölkerung Deutschlands zum ersten Mal seit 2011 nicht weiter gewachsen. Bevölkerungszahl verharrte nach einer ersten Schätzung bei 83,2 Millionen Menschen. Die Gründe: Die Zahl der Geburten hat 2020 gegenüber 2019 nach letzten Schätzungen leicht abgenommen und die Zahl der Sterbefälle ist spürbar gestiegen. Zudem war die Nettozuwanderung, also der Saldo aus Zu- und Fortzügen, deutlich niedriger als im Vorkrisenjahr. Insbesondere Reisebeschränkungen infolge der Corona-Pandemie und die wirtschaftlichen Folgen der Krise dürften sich eindämmend auf die Zu- und Abwanderung ausgewirkt haben. 

21 % weniger ausländische Studienanfänger und -anfängerinnen im Studienjahr 2020
Die coronabedingten Reisebeschränkungen wirkten sich auf den Hochschulalltag in Deutschland im Studienjahr 2020 (Sommersemester 2020 und Wintersemester 2020/2021) aus: Nach vorläufigen Ergebnissen nahm gut ein Fünftel (21 %) weniger ausländische Studierende ein Studium an einer deutschen Hochschule auf.  Zwar nahm die Zahl der deutschen Studienanfängerinnen und -anfänger geringfügig zu: um 2 % auf 389 200. Das Wegbleiben der ausländischen Studierenden sorgte jedoch dafür, dass sich mit 488 600 Studierenden insgesamt 4 % weniger neu immatrikulierten als im Studienjahr 2019. Das ist der stärkste Rückgang seit 2012. 


-1,1 % bei Reallöhnen – stärkster Rückgang seit Beginn der Erhebung

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland mussten im Corona-Jahr 2020 anders als zu Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 Verdiensteinbußen hinnehmen: Die Reallöhne gingen um durchschnittlich 1,1 % gegenüber 2019 zurück. Die Corona-Krise und der daraus resultierende vermehrte Einsatz von Kurzarbeit führte erstmals seit Beginn der Erhebung im Jahr 2007 zu einem nominalen Verdienstrückgang:  Der Nominallohnindex ging nach den Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung im Jahresdurchschnitt 2020 um gut 0,7 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Der Index bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen ab. Die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um knapp 0,5 %.

Die Zahl der Erwerbstätigen liegt seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 unter Vorkrisenniveau. So waren im Januar 2021 saisonbereinigt 1,6 % oder 726 000 Personen weniger erwerbstätig als im Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland. 


10,7 % weniger Verkehrstote – niedrigster Stand seit fast 70 Jahren

Durch Reiseeinschränkungen, Kontaktverbote und weitere Maßnahmen zur Senkung der Ansteckungsgefahr ist die Mobilität in der Corona-Pandemie zurückgegangen – auch im Straßenverkehr. Dies führte unter anderem zu deutlich weniger Verkehrsunfällen im Jahr 2020. Insgesamt hat die Polizei rund 2,3 Millionen Unfälle aufgenommen; das waren 16,4 % weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Verkehrstoten ging um 10,7 % auf 2 719 Menschen zurück – das ist der niedrigste Stand seit Beginn der Statistik vor fast 70 Jahren. Den zeitweise erheblichen Mobilitätsrückgang zeigen auch unsere Sonderauswertung von Mobilfunkdaten. Diese haben derzeit noch experimentellen Charakter.

Deutschlandweit finden seit Anfang November 2020 im Fernverkehr knapp ein Viertel weniger Autofahrten statt als vor der Corona-Krise. Die Zahl der Bahnreisen ging sehr viel stärker, nämlich um knapp zwei Drittel zurück. In Jahresverlauf und regional variiert die Mobilität jedoch zum Teil deutlich. So ging die Mobilität im ersten Lockdown im März/April schlagartig um zeitweise 40 % im Wochendurchschnitt zurück. Im Sommer ließ sich in einigen Regionen hingegen eine deutliche Zunahme der Mobilität beobachten, was auf ein verändertes Urlaubsverhalten der Bevölkerung hindeutet. Im zweiten „harten Lockdown“ ab Mitte Dezember sank die Mobilität wieder, allerdings weniger abrupt als im Frühjahr um bis zu etwa 30 %. 


47 % Strom aus erneuerbaren Energien – ein Rekordhoch

Im Pandemie-Jahr 2020 stammt fast die Hälfte (47 %) des in Deutschland erzeugten und eingespeisten Stroms aus erneuerbaren Energien – ein neuer Höchststand.  Nach vorläufigen Ergebnissen hatte mit der Windkraft erstmals ein erneuerbarer Energieträger den höchsten Anteil (25,6 %) an der in einem Jahr eingespeisten Strommenge und löste damit Kohle als wichtigsten Energieträger ab. Insgesamt wurden in Deutschland 502,6 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Stromnetz eingespeist – 5,9 % weniger als im Jahr 2019. Die niedrigere Gesamtstromerzeugung sowie der gestiegene Anteil der erneuerbaren Energien hängen teilweise mit dem Lockdown im Frühjahr 2020 zusammen: Der vergleichsweise geringe Strombedarf in dieser Zeit konnte zu einem großen Teil aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Dafür wurden viele konventionelle Kraftwerke zurückgefahren.  

 


Wirtschaftsbarometer Duisburg: Industrie stemmt sich gegen die Krise

Neuer IHK-Index bewertet Duisburger Konjunktur  
Duisburg, 26. März 2021 - Während viele Dienstleister und Händler ihre Türen im Lockdown schließen müssen, laufen in den meisten Duisburger Industriebetrieben die Maschinen weiter. Das ist für die Duisburger Wirtschaft wichtig, so die Niederrheinische IHK: „Unsere Industrie trägt Duisburg durch diese Krise, während viele andere Branchen massiv unter Corona leiden. Es ist ein gutes Signal, dass die Industrieumsätze im 4. Quartal 2020 wieder angesprungen sind“, kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger.

Die weitere Entwicklung in der Stadt will die IHK ab sofort regelmäßig unter die Lupe nehmen: Das neue „Wirtschaftsbarometer Duisburg“ soll wirtschaftliche Stärken und Schwächen der Stadt beleuchten.   Duisburg ist Industriestandort – allen voran Stahl. Auch Chemie und Maschinenbau sind wichtige Säulen der regionalen Wirtschaft. Mehr als 30.000 Menschen arbeiten in der Industrie. Das sind 20 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Viele weitere Unternehmen und ihre Angestellten hängen indirekt von der Industrie ab.  

Krisenjahr mit Happy End
Knapp neun Milliarden Euro haben die Duisburger Industrieunternehmen (mit mehr als 50 Mitarbeitern) 2020 umgesetzt. Das sind 14 Prozent weniger als 2019. Besonders in den ersten drei Quartalen 2020 sind die Umsätze deutlich eingebrochen. Das spiegelt sich auch in den Gewerbesteuereinnahmen wider: Der Stadt fehlen 44 Prozent der Einnahmen, so viel wie keiner anderen der großen Städte in NRW.  
Ein Silberstreif ist im vierten Quartal zu sehen: Von Oktober bis Dezember 2020 haben die Industriebetriebe etwas mehr verdient als ein Jahr zuvor.

„Damit es weiter bergauf gehen kann, muss Duisburg sein Herz für die Industrie neu entdecken. Dafür gibt es gute Initiativen wie die Gründung des Wasserstoffvereins Hy.Region.Rhein.Ruhr. Bei Flächen und Genehmigungen kann Duisburg noch besser werden“, so Dietzfelbinger. „Unsere Unternehmer klagen immer wieder darüber, dass sich wichtige Projekte verzögern, weil Anträge im Getriebe der Verwaltung hängen bleiben.“  
Mit dem Wirtschaftsbarometer nimmt die Niederrheinische IHK ab jetzt regelmäßig die wirtschaftliche Entwicklung in der größten Stadt der Region unter die Lupe. Neben der Industrie im Fokus: Konjunkturentwicklung, Arbeits- und Ausbildungsmarkt, Flächen und Gründungsgeschehen. Das Wirtschaftsbarometer ist online abrufbar unter www.ihk-niederrhein.de/wirtschaftsbarometer.

Duisburg ist Industriestandort – allen voran Stahl. Foto: Niederrheinische IHK/Ullrich Sorbe


NRW-Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 um 4,4 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor
In Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2020 Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 697 Milliarden Euro erzeugt bzw. erbracht. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, war das Bruttoinlandsprodukt damit im Corona-Jahr preisbereinigt um 4,4 Prozent niedriger als im Jahr 2019. Für das gesamte Bundesgebiet war 2020 ein Rückgang der Wirtschaftsleistung von 4,9 Prozent zu verzeichnen.

Die aktuellen Ergebnisse werden anhand sukzessiv vorliegender Informationen zu einem späteren Zeitpunkt überarbeitet und aktualisiert. Basierend auf den Erkenntnissen vergangener Revisionen wird für das Jahr 2020 ein 95-prozentiges Prognoseintervall angegeben. Demnach liegt die Veränderungsrate des realen Bruttoinlandsproduktes mit 95 prozentiger Sicherheit in diesem Intervall. Laut vorläufigen Ergebnissen verringerte sich in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020 die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe um 7,2 Prozent und damit weniger stark als im Bund insgesamt (−7,5 Prozent).


Welcher Ausbildungsberuf passt am besten? IHK berät Jugendliche am 30. März  

Wie finde ich einen passenden Ausbildungsplatz? Beim Start ins Berufsleben stehen Jugendliche vor vielen Unsicherheiten. Am 30. März von 10 bis 16 Uhr berät Özlem Erdogan, Bildungslotsin der Niederrheinischen IHK,  telefonisch unter 0203 2821-205.  
Erdogan gibt Tipps zur Berufswahl und informiert über die verschiedenen Ausbildungsberufe sowie die Karriere-Perspektiven nach dem Abschluss. Im Mittelpunkt stehen insbesondere eher unbekannte Berufe und Branchen. Sie bieten oft ideale Alternativen zu den bekannten Wunschberufen. Grundsätzlich gilt: Bewerber sollten spätestens jetzt aktiv werden, denn aktuell bieten sich noch zahlreiche Möglichkeiten für einen Start in diesem Jahr. Betriebe suchen intensiv nach motivierten Auszubildenden in nahezu allen Bereichen.  
Die „Beruflichen Bildungslotsen“ sind Bestandteil des Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ und werden gefördert mit Beteiligung der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit.

 

Innovationspreis für flexible Wasserstofftankstelle

IHK und Metropolregion Rheinland zeichnen das Unternehmen Wystrach aus  
Duisburg/Weeze, 25. März 2021 - Wasserstoff gilt als Hoffnungsträger für eine zukunftsweisende Industrie und Logistik. Mit gutem Grund: Er kann als Energiequelle die Kohlenstoff-Emissionen in diesen Branchen stark verringern. Am Niederrhein arbeiten Wissenschaft und Wirtschaft seit Jahren daran, Wasserstoff nutzbar zu machen. So auch das Familienunternehmen Wystrach aus Weeze. Die jüngste Innovation ist die flexibel einsetzbare Wasserstofftankstelle „WyRefueler“ für Fahrzeuge von Lkw bis Flugzeug. Dafür bekam das Unternehmen den Innovationspreis „Rheinland genial“ überreicht.  

„Der Niederrhein ist ein wichtiger Logistik-Standort. Um gut für die Zukunft aufgestellt zu sein und den herausfordernden Weg in eine klimaneutrale Wirtschaft zu meistern, müssen wir  weiter auf grünen Wasserstoff setzen. Deswegen freuen wir uns, dass wir in unserer Region Unternehmen wie Wystrach haben, die diese Wende vorantreiben“, begründet IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger die Auszeichnung, die auf Vorschlag der IHK verliehen wurde.  

Boxenstopp mit Wasserstoff
Die Tankstelle eignet sich für unterschiedlichste Fahrzeugtypen wie Lkw, Busse, Züge und Flugzeuge. Sie ist aber vor allem eins – flexibel. Das System kann innerhalb eines Tages auf und wieder abgebaut werden. So kann sie auf Baustellen, in Häfen oder Flughäfen zum Einsatz kommen. „Wir bedanken uns für diese Auszeichnung bei der Jury – und bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In all unseren Produkten stecken Leidenschaft, Innovationsgeist und viel Arbeit. Das wäre ohne unser Team gar nicht möglich“, bedankt sich Jochen Wystrach.  

Metropolregion Rheinland
Die Metropolregion Rheinland verleiht die Auszeichnung „Rheinland genial“ seit 2020. Zu den Preisträgern zählen Unternehmen, die besonders innovativ Produkte oder Dienstleistungen aus unterschiedlichen Branchen neu denken. Im Verein Metropolregion Rheinland kooperieren Akteure aus Kreisen und kreisfreien Städten, den Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern, der Städteregion Aachen und dem Landschaftsverband Rheinland, um ihre interkommunale und regionale Zusammenarbeit zu verbessern. So soll das Rheinland verstärkt als zusammenhängender Wirtschafts- und Lebensraum wahrgenommen werden und zu einer Metropolregion von europäischer Bedeutung wachsen.

„Das Rheinland gehört zweifelsfrei zu den innovativsten Standorten Europas“, sind die Geschäftsführerinnen Kirsten Jahn und Ulla Thönnissen überzeugt. „Hier wird erfunden, neu organisiert und beständig geforscht. Mit unserem Preis möchten wir das Potenzial und den Ideenreichtum in der Region sichtbar machen und die Außendarstellung der prämierten Unternehmen unterstützen.“

Den Preis erhielten die beiden Geschäftsführer Jochen Wystrach (Mitte) und Wolfgang Wolter (rechts) aus den Händen von Landrätin Silke Gorißen, Bürgermeister Georg Koenen und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger (links). Foto: Niederrheinische IHK/Jacqueline Wardeski 


 

Schulterschluss für die City Stadt und Wirtschaft wollen Innenstadt stärken  

Duisburg, 24. März 2021 - Unterhaltungsprogramm für Groß und Klein, Händler bei der Digitalisierung unterstützen, Strategieworkshop für die Innenstadt ausrichten – Mit konkreten Maßnahmen wollen Stadt und Wirtschaft der Duisburger Innenstadt Starthilfe nach dem Lockdown geben. Stadtverwaltung, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GFW), Citymanagement, Dehoga, Handelsverband, Duisburg Kontor und die Niederrheinische IHK vereinbarten bei allen Aktionen eng zusammenzuarbeiten. Am Montag kamen alle Beteiligten auf Initiative der IHK zu einem Spitzengespräch Innenstadt zusammen.  

„Trotz der aktuellen Inzidenzzahlen und den damit verbundenen Einschränkungen ist es wichtig, dass wir uns schon jetzt auf die Zeit nach dem Lockdown vorbereiten. Im Schulterschluss mit allen Beteiligten werden wir bestmögliche Bedingungen für den Neustart schaffen, damit das Leben wieder in unsere Innenstadt zurückkehrt", erklärt Oberbürgermeister Sören Link. Petra Manoah, Vorsitzende des Duisburger Citymanagements und Eigentümerin des Knüllermarkts, freut sich über die gute Zusammenarbeit von Stadt und Wirtschaft: „Wir sind sehr dankbar und freuen uns, dass in dieser besonders schwierigen Lage alle an einem Strang ziehen, um den Betrieben in der City unter die Arme zu greifen.“

Citymanagement und Duisburg Kontor haben bereits mit den Planungen für Aktionen und Veranstaltungen begonnen. „Sobald wir wieder dürfen, legen wir los. Wir wollen und müssen unseren Kundinnen und Kunden besondere Attraktionen bieten, damit sie wieder in die Stadt kommen“, glaubt Manoah.  Auch Wirtschaftsdezernent Andree Haack betont, dass es jetzt darauf ankomme, die Kräfte zu bündeln. „Mit Einzelinteressen kommen wir nicht weiter. Die Innenstadt voranzubringen, ist kein Individualsport, sondern ein Mannschaftswettkampf“, so Haack.  

Beratung zu Förderprogrammen und digitale City-Plattform
Nach den gestrigen Bund-Länder-Entscheidungen gilt: Durch den verlängerten Lockdown werden viele Betriebe weitere Fördermittel brauchen. Die Betriebsberater der IHK stehen den Unternehmen zur Seite und helfen ihnen durch den Förderdschungel. Viele Betriebe haben in den vergangenen Monaten ihre digitalen Aktivitäten wie e-Commerce oder Online-Beratungen ausgebaut. Dafür wollen Stadt und Wirtschaft weitere Betriebe gewinnen. So könnten sich Innenstadtbetriebe zum Beispiel auf einer gemeinsamen digitalen City-Plattform präsentieren und so für sich werben.  

Quo vadis Innenstadt?
Schon lange vor der Corona-Pandemie gerieten Innenstädte und Stadtteilzentren unter Druck. Kundenfrequenzen gingen zurück und der Ladenleerstand nahm zu. „Die Corona-Pandemie wird den Strukturwandel in unseren Innenstädten beschleunigen. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns auch mit der Frage beschäftigen, wie unsere Innenstadt in fünf, zehn oder 20 Jahren aussehen soll“, ist IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger überzeugt. Die Stadt Duisburg wird dazu gemeinsam mit Duisburg Kontor, der IHK und dem Citymanagement einen Strategieworkshop veranstalten. Das Ziel: Mit Stadt-, Immobilien- und Marketingexperten Vorschläge zu erarbeiten, um die Innenstadt zu stabilisieren und zukunftsfähig weiter zu entwickeln.
 
Blick auf die Duisburger Innenstadt im Jahr 2018. Foto Niederrheinische IHK/Peter Sondermann

Der Duisburger Immobilienmarkt zeigte sich 2020 stabil

Duisburg, 23. März 2021 - Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Duisburg hat in seiner Jahressitzung am 16.03.2021 Bodenrichtwerte und für die Wertermittlung erforderliche Daten zum Stichtag 01.01.2021 als Übersicht über den Grundstücksmarkt in der Stadt Duisburg ermittelt. Grundlage bilden die ausgewerteten Grundstückskaufverträge des Zeitraums 01.01. bis 31.12.2020 aus der gemäß § 195 Baugesetzbuch (BauGB) geführten Kaufpreissammlung.  


Grunstückspreise für Baugrundstücke steigen
Käufer mussten für Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke in 2020 mehr bezahlen. In diesem Teilmarkt wurden in guten und sehr guten Lagen die Bodenrichtwerte vereinzelt um 15 % angehoben. Dies bedeutet für den Duisburger Norden konnte in Röttgersbach für Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke erstmals ein Bodenrichtwert mit 400 €/m² beschlossen werden. In Duisburg-Huckingen beschloss der Gutachterausschuss für Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke ebenfalls erstmalig einen Bodenrichtwert mit über 700 €/m². Die Bodenrichtwerte für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie für Mehrfamilienhäuser sind im Stadtgebiet mehrheitlich um 5 bis 40 Euro/m² angehoben worden.  

Umsatz auf dem Duisburger Immobilienmarkt auf hohem Niveau
Im Jahr 2020 hat der Gutachterausschuss insgesamt 4.262 Kaufverträge (3 Prozent mehr als im Vorjahr) über Verkäufe von Grundstücken, Häusern und Wohnungen ausgewertet. Im Rahmen dieser ausgewerteten Vorgänge wurden im Duisburger Stadtgebiet rund 1,4 Milliarden Euro umgesetzt. Damit beträgt der Geldumsatz im 4. Jahr in Folge über 1 Milliarde Euro.

Ein Blick auf die Teilmärkte zeigt, folgende Entwicklungen gegenüber dem Vorjahr:
-        Kaufverträge über unbebaute Grundstücke: In 2020 sind bei einer steigenden Preisentwicklung mit 52 Kauffällen rd. 24 % mehr unbebaute Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke registriert worden Bei den Grundstücken für eine Mehrfamilienhausbebauung konnte eine leicht steigende Preisentwicklung festgestellt werden.
-        Kaufverträge über bebaute Grundstücke: Dieser Teilmarkt ist mit einer Anzahl von 1.827 Kaufverträge auf dem Niveau der Vorjahre. Im Stadtgebiet zeichnete sich für bebaute Grundstücke insgesamt eine steigende Preisentwicklung ab. Dies betrifft sowohl Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser als auch Renditeobjekte. So liegt der Durchschnittspreis für neuerstellte Ein- und Zweifamilienhäuser im Stadtgebiet mit rd. 435.000 Euro rd. 20 % höher als im Vorjahr.  
-        Kaufverträge über Wohnungseigentume und Teileigentum: In diesem Bereich stieg die Anzahl der Verträge um rd. 10 % gegenüber dem Vorjahr. Die gestiegene Nachfrage zeigt sich auch in einer steigenden Preisentwicklung im Bereich der gebrauchten Eigentumswohnungen (Weiterverkäufe) mit einem Plus von rd. 10 %.  


Auswirkungen Corona-Pandemie
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben den Duisburger Grundstücksmarkt in 2020 noch nicht belastet. Eine quartalsweise Auswertung der Kauffälle für den Zeitraum 2018 - 2020 hat keine signifikanten Auswirkungen auf den Grundstücksmarkt nachweisen können. Ein Rückgang der Verkaufsfälle oder gar ein verlangsamter Preisanstieg konnte nicht festgestellt werden. Stattdessen zeigte sich der Duisburger Grundstücksmarkt sehr robust.  

Bodenrichtwert und Grundstücksmarktdaten 2021
Die in Duisburg gezahlten Durchschnittspreise für unbebautes, baureifes Land wurden zum Stichtag 01.01.2021 als sogenannte zonale Bodenrichtwerte fortgeschrieben. Die Bodenrichtwerte wurden auf Basis der bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses geführten Kaufpreissammlung einer detaillierten Analyse unterzogen und hinsichtlich ihrer Abgrenzung, der wertbestimmenden Merkmale sowie dem Wert zum Stichtag untersucht.

Zum Stichtag 01.01.2021 konnten im gesamten Stadtgebiet bei den Wohnbaugrundstücken eine steigende Preisentwicklung festgestellt werden. Entwicklungen individueller Lagen können dabei nicht mit hinreichender Genauigkeit angegeben werden. Die Bodenrichtwerte für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie für Mehrfamilienhäuser sind mehrheitlich um 5 bis 40 Euro/m² angehoben worden. Eine steigende Preisentwicklung konnte auch bei Ackerlandflächen verzeichnet werden. Für das Stadtgebiet wurde der Bodenrichtwert für Ackerlandflächen (ohne Grünlandflächen) auf 7,00 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche angehoben.  

Die Bodenrichtwerte stehen kostenfrei im zentralen Informationssystem der Gutachterausschüsse und des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen unter www.BORIS.nrw.de zur Verfügung.


Unter der Internetadresse kann auch der Grundstücksmarktbericht, der einen umfassenden Überblick über den Grundstücksmarkt in Duisburg gibt, voraussichtlich ab Ende März 2021 kostenfrei abgerufen werden. Neben den aktuellen Daten können unter der Internetadresse auch alle Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktberichte ab dem Jahr 2011 kostenfrei abgerufen werden.    
Adresse des Gutachterausschusses und der Geschäftsstelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Duisburg Erftstraße 7 47051 Duisburg





Wasserstoff treibt uns an – Gründung des Wasserstoffvereins Hy.Region.Rhein.Ruhr

Am 19. März 2021 unterzeichneten 16 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und dem Stadtkonzern die Gründungsurkunde des Wasserstoffvereins Hy.Region.Rhein.Ruhr. Der Verein möchte den Aufbau einer regionalen grünen Wasserstoffwirtschaft fördern und helfen, das kohleverstromende Energiesystem zu transformieren.  
„Wasser wird die Kohle als Energieträger schon bald ersetzen.“ Mit diesen Worten begrüßte Andree Haack, Wirtschaftsdezernent der Stadt Duisburg, die Gründungsmitglieder zur digitalen Gründungsversammlung. „Und weil es entlang von Rhein und Ruhr zahlreiche Anbieter und Nachfrager von Energie gibt, hat der Standort Duisburg das Potential, Vorreiter beim Einsatz der Schlüsseltechnologie Wasserstoff zu werden. Die Unternehmen in Duisburg können die Marktfähigkeit von neuen H²-Wertstoffketten rund um Industrie und Logistik direkt testen“, ist Haack überzeugt.

Trotzdem sei auf dem Weg zur grünen und rentablen Wasserstoffnutzung vieles zu erforschen. Und so hat die Stadt gemeinsam mit Joachim Jungsbluth vom Zentrum für Brennstoffzellentechnik an der Universität Duisburg-Essen die Vereinsgründung angestoßen, um alle wichtigen Akteure für die industrielle Nutzung des Wasserstoffs und für die Nutzung des Wasserstoffs in der Mobilität zusammenzubringen.  
Die Initiatoren freuen sich über den Enthusiasmus und Innovationskraft der Unternehmen und Wissenschaft, den Verein Hy.Region.Rhein.Ruhr zu gründen. Darunter sind viele, die sich heute bereits mit konkreten Wasserstoffanwendungen beschäftigen oder aktiv Forschung und Entwicklung sowie den Aufbau von Demonstrationsprojekten in den Themen Wasserstofferzeugung, -speicherung, -transport sowie -nutzung betreiben.
Darunter Rhenus Logistik, die das erste wasserstoffbetriebene Binnenschiff entwickeln möchten, Siemens Energy und Mitsubishi Power Europe, die Wasserstoff-Gasturbinen entwickeln und testen sowie Thyssen Krupp, die eine neue mit Wasserstoff betriebene Reduktionsanlage für die Stahlproduktion einführen möchten.
Thyssengas als Netzbetreiber von Gasleitungen hat ebenfalls schon Erfahrungen mit Einspeisung von Wasserstoff gemacht. Nicht zu vergessen, das Zentrum für Brennstoffzellentechnik und die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM), die eine starke Bewerbung im Bundeswettbewerb um den Standort eines Technologie- und Innovationszentrums Wasserstofftechnologie mit Unterstützung von Ministerpräsident Armin Laschet abgegeben haben. Auch das Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme ist schon weit in der Erforschung vom Wasserstoffeinsatz in der Binnenschifffahrt.

„An all diesen und vielen weiteren konkreten Projekten ist gut sichtbar, dass Wasserstoff längst kein Hype-Thema mehr ist“, so Haack. „Die Unternehmen und Forschungseinrichtungen in Duisburg erproben ganz konkret den Weg, mit klimaschonenden Wasserstoff die CO₂-Reduktion voranzutreiben.“  Auch die Stadt Duisburg treibt aktiv Entwicklungen zum Einsatz von Wasserstoff voran, um den Wirtschaftsstandort Duisburg weiterzuentwickeln. So haben die Wirtschaftsbetriebe Duisburg seit kurzem ein mit Wasserstoff betriebenes Abfallsammelfahrzeug im Einsatz, welches mit Unterstützung aus dem Europäischen INTERREG-Projekt Hektor angeschafft wurde und plant noch in diesem Jahr die Beschaffung weiterer solcher Fahrzeuge.
WBD-Vorstandssprecher Thomas Patermann, der zum Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde: „Ich glaube fest an die Wasserstofftechnologie und da die Wirtschaftsbetriebe über die größte kommunale Fahrzeugflotte in Duisburg verfügen, sind alternative Antriebe von besonderer Bedeutung für ein CO2 freies Flottenmanagement. Daher ist es nur folgerichtig, wenn sich die Wirtschaftsbetriebe Duisburg aktiv in die Arbeit der Initiative einbringen.“  
Als stellvertretender Vorsitzender wurde Dr. Jens Reichel von Thyssenkrupp und als Schatzmeister Alexander Garbar von duisport gewählt.  
Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg unterstützt den Verein, der im Vereinsnamen das Kürzel „Hy“ für die international gebräuchliche Bezeichnung für Wasserstoff trägt. „Der Verein ist für die Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft ob aus Duisburg, der Region oder den Niederlanden offen“, erläutert Wirtschaftsförderer Rasmus C. Beck. „Duisburg kann durch die Bündelung der Kräfte zum Wasserstoff-Hotspot in Deutschland und Europa werden. Dabei wollen wir helfen“.    
Die 16 Gründungsmitglieder des Vereins Hy.Region.Rhein.Ruhr:  
Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV)
duisport – Duisburger Hafen AG
Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e. V. (DST)
Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH (HKM)
Mitsubishi Power Europe GmbH
Niederrheinische Industrie und Handelskammer (IHK)
Rhenus SE & Co. KG Siemens Gas and Power GmbH & Co. KG
Stadt Duisburg
Thyssengas GmbH
ThyssenKrupp Steel Europe AG (tkse)
Universität Duisburg Essen (UDE)
Unternehmerverbandsgruppe e.V.
Wirtschaftsbetriebe Duisburg AöR (WBD)
Zentrum für Brennstoffzellen Technik GmbH (ZBT)
Zentrum für Logistik und Verkehr (ZLV)  
Weitere Informationen finden Sie auf der Website: www.hy-region-rhein-ruhr.de

- Schnellstart: 60 Prozent der Betriebe testen schon
- Mehr Spielräume durch Impfung und Tests

Schnellstart: 60 Prozent der Betriebe testen schon - IHK-Umfrage zu Tests in Betrieben   Duisburg, 19. März 2021 - Regelmäßige Corona-Tests sind einer der Türöffner aus dem Dauer-Lockdown. Das regelmäßige Testen ist Teil der Öffnungsstrategie. Eine Umfrage der Niederrheinischen IHK zeigt: Trotz der Schwierigkeiten bei der Beschaffung testen bereits knapp 60 Prozent der Betriebe ihre Mitarbeiter wöchentlich bzw. planen dies in Kürze. Das entspricht etwa 60 bis 70 Prozent der Beschäftigten am Niederrhein. An der Umfrage haben sich 146 Unternehmen beteiligt.  
Homeoffice, Hygienekonzepte und jetzt auch testen – unsere Unternehmen leisten enorm viel, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Viele würden noch mehr machen, wenn die Tests einfacher zu beschaffen wären. Das zeigt deutlich: Die Wirtschaft übernimmt Verantwortung, um bei der Pandemiebekämpfung zu helfen. Dafür braucht es keine gesetzlichen Regelungen“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger - Foto IHK Michael Neuhaus.
Ursprünglich wollte die Politik Anfang März die Unternehmen noch gesetzlich verpflichten, ihre Belegschaften zu testen. Am Ende einigten sich Bund und Spitzenverbände (BDA, BDI, ZDH, DIHK) auf eine Selbstverpflichtung der Wirtschaft. Mit Erfolg, wie die Zahlen der IHK-Umfrage belegen.  
Doch die Betriebe stoßen mit ihrem Engagement auch an Grenzen: Jeder Vierte hat Schwierigkeiten, überhaupt Tests zu bekommen.
 Die Lieferanten sind ausgebucht. Dietzfelbinger: „Hier müssen Bund und Länder unbedingt nachsteuern. Manchen – gerade kleineren Betrieben – fehlen auch schlicht noch Informationen. Wie bekomme ich Tests? Worauf muss ich achten? Wer kann einen Test durchführen? Unsere IHK bietet zu diesen Fragen wöchentliche, kostenfreie Webinare an, um die Unternehmen startklar zu machen.“  
Alle Infos zu den Webinaren und worauf Unternehmen beim Testen achten müssen, sind auf der IHK-Website unter www.ihk-niederrhein.de zu finden.


Mehr Spielräume durch Impfung und Tests -  IHK-Tourismusausschuss fordert Strategiewechsel  
Der Öffnungsplan, den die Ministerpräsidentenkonferenz Ende Februar vereinbart hat, gerät ins Stocken. Kanzlerin und Länderchefs hatten in Aussicht gestellt, ab dem 22. März die Außengastronomie wieder zu öffnen. Wegen steigender Inzidenzzahlen scheint das aktuell nicht umsetzbar. Bei einem Festhalten an dem bisherigen Öffnungsplan rücken Hotelöffnungen und Restaurantbesuche erst recht in weite Ferne. Der Tourismusausschuss der Niederrheinischen IHK fordert deshalb einen Strategiewechsel von der Politik.  

„Die Gastronomie- und Tourismusbranche liegt am Boden. Hotels, Restaurants und Freizeiteinrichtungen bangen um ihre Existenz. Mehr impfen und mehr testen kann helfen, weitere Betriebe zu öffnen, ohne die Ansteckungsgefahr zu erhöhen. Diese Möglichkeiten müssen in eine erweiterte Öffnungsstrategie einfließen. Allein auf die 7-Tagesinzidenz zu schauen, erscheint nicht mehr zielführend“, fordert Frank Schwarz, Vorsitzender des IHK-Tourismusausschusses - Foto(c) Niederrheinische IHK Michael Neuhaus.  
Inzwischen sind in den meisten Städten die Testzentren aufgebaut. In den kommenden Monaten werden deutlich mehr Impfdosen zur Verfügung stehen und das Impftempo wird an Fahrt aufnehmen. Die Betriebe am Niederrhein sehen sich mit ihren bereits erprobten Hygienekonzepten gut vorbereitet. Das einzige, was jetzt noch fehlt, sind die Gäste.

„Warum sollen geimpfte oder negativ getestete Menschen nicht auch ein Restaurant besuchen und einen Hotel- oder Campingaufenthalt buchen können?“, hinterfragt die stellvertretende Ausschussvorsitzende Eva Welling - Foto (c) Welling GmbH. Tests ließen sich in den Testzentren oder als Schnell- oder Selbsttests vor dem Besuch in den Betrieben durchführen.  
Dem Duisburger Caterer und der Kamp-Lintforter Hotelbesitzerin ist die politische Brisanz dieser Diskussion sehr wohl bewusst. „Natürlich ist es ungerecht, wenn die einen schon wieder ins Konzert gehen dürfen, während die anderen noch gar nicht wissen, wann sie überhaupt dran kommen. Wenn wir allerdings aus Solidarität warten, bis alle Menschen geimpft sind, gefährdet das nicht nur unsere Freizeit- und Tourismusbetriebe“, so der Caterer. Diese Einschätzung bestätigt auch die aktuelle IHK-Konjunkturumfrage. Danach sieht sich jeder dritte Tourismusbetrieb und jedes fünfte Gastronomieunternehmen von Insolvenz bedroht.  

Hotelbesitzerin Welling empfiehlt den Blick über die Grenze. Länder wie Israel ermöglichen Geimpften wieder den Gang ins Fitnessstudio oder Konzert. Dänemark entwickelt bereits einen digitalen Impfnachweis. „Während Großbritannien schon den Sommerurlaub plant, diskutieren wir in Deutschland noch darüber, wie viele Menschen bei welchen Inzidenzwerten im Biergarten an einem Tisch sitzen dürfen. Wir sollten uns ein Beispiel an anderen Ländern nehmen und gute Ideen in Deutschland aufgreifen, um schneller aus der Krise zu kommen“, so die Hotelbesitzerin. Dazu zähle etwa auch der Einsatz von technischen Innovationen wie Virenfiltern oder Apps zur Terminvereinbarung und sicheren Kontaktnachverfolgung.


Duisburger China-Studie erforscht die Chancen und Herausforderungen der Neuen Seidenstraße für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

Duisburg, 16. März 2021 - Chinas neue Seidenstraße endet mit den Güterbahnlinien im Duisburger Hafen und verbindet Duisburg mit China und zahlreichen asiatischen Ländern. Dies ist eine riesige Chance für NRW, das Ruhrgebiet und die Stadt Duisburg, noch stärker von der wirtschaftlichen Dynamik in China aber auch in den Ländern entlang der Seidenstraße zu profitieren. Doch wie kann das gelingen? Wo liegen die politischen Risiken und welche Rahmenbedingungen müssen sich ändern?

„Das sind die Fragestellungen, die wir gemeinsam mit dem Institut für Ostasienwissenschaften an der Universität Duisburg-Essen endlich konkret klären wollen“, berichtet Andree Haack, Wirtschaftsdezernent der Stadt Duisburg. Dazu wird untersucht, wie der Wettbewerb gestärkt, die sogenannten „in between“-Märkte der neuen Seidenstraße für die hiesige Wirtschaft erschlossen und die Standardisierungsverfahren für Produkte gesteuert werden können. „Wir wollen aus den Projektergebnissen Ansatzpunkte ableiten für unsere Politik, den Arbeitsmarkt, Investitionen und Unternehmensansiedlungen und für die betreffenden Menschen in den Betrieben und Familien die notwendige Infrastruktur“, so Haack.  

Impulsgeber für die Studie war Johannes Pflug, China-Beauftragter der Stadt Duisburg. Die Studie, zu deren Auftakt die Stadt Duisburg am 9. März erfolgreich eingeladen hatte, stieß auf großes fachliches Interesse und fand wertvolle Unterstützer: Das Projekt im Gesamtvolumen von 213.000 Euro ist auf eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegt und wird vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW mit 30.000 Euro gefördert. Es beteiligen sich die Sparkasse Duisburg-Stiftung, die Volksbank Rhein-Ruhr, die Business Metropole Ruhr GmbH und die Stadt Duisburg an den Projektkosten.  

Vor dem Hintergrund der zunehmend kritischen Wahrnehmung wird die Studie auch die politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen über den Zeitraum von drei Jahren betrachten. „Dazu wollen wir auch andere Studien heranziehen, die als Zielregion der neuen Seidenstraße schon ihre Erfahrungen gemacht haben – so wie Rotterdam oder Hamburg“, erläutert Professor Markus Taube. Gemeinsam mit den Professoren Nele Nösselt und Thomas Heberer werden auch die chinesische Wirtschaftsstrategie im Zuge des 14. Fünf-Jahres-Planes und deren Effekte analysiert. 

Virtuelle Ausbildungsmesse: Jetzt passende Azubis kennenlernen

Freie Messestände für Unternehmen am 8. und 9. Juni  
Duisburg, 12. März 2021 - Eine Ausbildungsmesse mitten in der Pandemie? Das geht - solange die Messehalle digital ist: Am 8. und 9. Juni öffnet die virtuelle Ausbildungsmesse „AzuBeYou“  Unternehmen und Jugendlichen ihre Tore. Interessierte Betriebe können sich bis zum 16. April anmelden.  
Mit Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen stellt Corona den Ausbildungsmarkt auf eine harte Probe: „Jugendliche Bewerber und Betriebe kommen derzeit nur sehr schwer in Kontakt“, so Matthias Wulfert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK.
„Digitale Formate sind daher sehr wichtig.“ Per PC oder Smartphone von Messestand zu Messestand schlendern und via Video- oder Livechat mit Ausbildungssuchenden für 2021 oder 2022 ins Gespräch kommen: Bereits zum zweiten Mail bieten die Ruhr-IHKs die digitale Messe „AzuBeYou“ an. Damit die Betriebe für das Format gut gewappnet sind, findet vorher eine Schulung statt. Bei der Premiere im November 2020 nahmen 75 Unternehmen teil. Knapp 2000 registrierte Nutzer strömten durch die virtuellen Hallen.  

Weitere Informationen und Anmeldung bei IHK-Projektkoordinatoren Sarah Thomas, 02821 97699-165 oder s.thomas@niederrhein.ihk.de, und Yassine Zerari, 0203 2821-216 oder zerari@niederrhein.ihk.de

Virtuelle Ausbildungsmesse Unternehmen (c) meetyoo

- Gesund im Homeoffice
- Frist 31. März: Grundsteuererlass für Vermieter möglich
- "Eine seriöse Bank fragt niemals per Telefon oder Mail nach der Konto-PIN"

Gesund im Homeoffice Veranstaltungsreihe zur Gesundheitsförderung für Betriebe  
Duisburg/Niederrhein, 9. März 2021 - Viele Arbeitnehmer wissen erst jetzt, wo sie im Homeoffice arbeiten, die Vorteile eines gut eingerichteten Büroarbeitsplatzes zu schätzen. Der ergonomische Bürostuhl, ein großer Monitor und auch die gemeinsame Sportgruppe werden teilweise schmerzlich vermisst. Schon vor der Pandemie hatten viele Arbeitgeber die Gesundheit ihrer Beschäftigten im Blick und haben ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) eingeführt.  

Um Betriebe bei der Einführung gesundheitsfördernder Maßnahmen zu unterstützen und um Arbeitnehmern Tipps für die Bürotätigkeit zu Hause zu geben, organisiert das Gesundheitsnetzwerk Niederrhein e.V. eine dreiteilige BGM-Webinar-Offensive.  
In der Auftaktveranstaltung gibt Christina Thiel, Betriebliche Gesundheitsmanagerin, am 11. März von 16:30 – 17:30 Uhr Impulse zum Thema BGM. Was haben Betriebe überhaupt von einem BGM und was müssen sie bei der Einführung beachten?  

Die nächsten Veranstaltungen finden statt am 18. und 25. März zu den Themen Homeoffice und Förderung von BGM-Maßnahmen.   Weitere Informationen und Anmeldung unter www.ihk-niederrhein.de/bgm oder bei IHK-Ansprechpartnerin Alisa Schuler, Telefon 0203-2821-257, E-Mail schuler@niederrhein.ihk.de.   Das Gesundheitsnetzwerk Niederrhein ist ein Verein, der sich auf Initiative der Niederrheinischen IHK für eine Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung sowie eine Stärkung der Gesundheitswirtschaft in der Region Niederrhein einsetzt. Der Verein hat ca. 70 Mitglieder und arbeitet auf eine vernetzende Wirkung zwischen Einrichtungen und Unternehmen hin.


Frist 31. März: Grundsteuererlass für Vermieter möglich
Coronabedingte Mietausfälle führen zu geringeren Steuerlasten
 
Vermieter haben grundsätzlich Anspruch auf einen Teilerlass der Grundsteuer, wenn sie im vergangenen Jahr unverschuldet erhebliche Mietausfälle hatten. Hierzu zählen insbesondere auch coronabedingte Mietausfälle. Darauf weist der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland hin. Entsprechende Anträge für das Jahr 2020 können in diesem Jahr bis 31. März gestellt werden.

Zuständig für den Erlassantrag sind die Steuerämter der Städte und Gemeinden, in den Stadtstaaten die Finanzämter. Die Frist ist nicht verlängerbar. Wird der Termin versäumt, kommt nur noch ein Erlass im Ermessen des Finanzamtes infrage.  
Die Grundsteuer für vermietete Immobilien wird erlassen, wenn die Mieterträge entweder um mehr als 50 Prozent hinter dem normalen Rohertrag einer Immobilie zurückgeblieben sind oder eine Immobilie vollkommen ertraglos war. Im ersten Fall werden 25 Prozent der Grundsteuer erlassen, im zweiten Fall 50 Prozent.  
Der Erlass ist immer dann möglich, wenn die Ursache der Mietausfälle in Leerstand, allgemeinem Mietpreisverfall oder struktureller Nichtvermietbarkeit liegt. Auch außergewöhnliche Ereignisse, wie Wohnungsbrände oder Wasserschäden, die zu leerstandsbedingten Mietausfällen führen, berechtigen zu einem Grundsteuererlass.
Allerdings darf der Vermieter die Mietausfälle nicht selbst verschuldet haben. Dies setzt bei nicht vermieteten Wohnungen vor allem ernsthafte und nachhaltige Vermietungsbemühungen voraus, die stets dokumentiert werden sollten. Auch dürften diejenigen Vermieter nicht von einem Erlass profitieren, die im vergangenen Jahr wegen der Pandemie von sich aus die Miete erlassen oder reduziert haben.


"Eine seriöse Bank fragt niemals per Telefon oder Mail nach der Konto-PIN" - Vor allem alleinstehende, ältere und hilfsbedürftige Menschen sind betroffen
Diebe, falsche Polizisten, vermeintliche Bankmitarbeiter oder Enkel - in der aktuellen Zeit sind sie vermehrt unterwegs. Mitunter sind die finanziellen Schäden so gravierend, dass sie die Existenz gefährden. Opfer sind vor allem ältere Menschen. Mehr als 80 Prozent der bei der TARGOBANK im vergangen Jahr aufgedeckten Betrugsfälle "falsche Bankmitarbeiter" betrifft Kundinnen und Kunden, die über 55 Jahre alt sind, knapp die Hälfte ist über 65 Jahre alt. "Die Betrüger haben es häufig auf alleinstehende, ältere und hilfsbedürftige Menschen abgesehen", warnt Dirk Böck, Abteilungsmanager Zentrale Vertriebskontrollen und Betrugsabteilung bei der TARGOBANK.

Seine Abteilung ist in der Bank nicht nur für die Aufklärung von Verbrechen, sondern insbesondere auch für die Prävention zuständig. Dabei geht es zum einen um die Überwachung verdächtiger Finanztransaktionen, zum anderen sind alle Bankmitarbeiter aufgerufen, vermeintliche Betrugsversuche zu melden. Täter agieren mit manipulierten Rufnummern Falsche Bankmitarbeiter geben bei einem Anruf zum Beispiel vor, dass "Sicherheitseinstellungen" vorgenommen werden müssten.

Die angezeigte Telefonnummer entspricht oft der Rufnummer des Bankinstituts, sie wurde von den Betrügern manipuliert. Der oder die Angerufene werden gebeten, PINs, TANs oder andere Zugangsdaten zu nennen, damit die entsprechende "Sicherheitsstufe" eingestellt werden könne. "Das Gespräch sollte man an dieser Stelle sofort beenden", rät Dirk Böck, Leiter der Betrugsabteilung bei der Targobank, man habe mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Betrüger am Telefon.

"Eine seriöse Bank fragt ihre Kunden niemals per Telefon oder Mail nach streng vertraulichen Informationen wie Konto-PIN oder TAN-Nummer. Gehen sie niemals darauf ein, wenn jemand Sie nach schützenswerten Daten fragt. Grundsätzlich gilt: Mit persönlichen Informationen sollte man sehr zurückhaltend sein." Andere Kriminelle geben sich am Telefon als Polizisten aus und erkundigen sich unter Vorwänden nach den finanziellen Verhältnissen ihrer Opfer. Dann behaupten sie, dass Geld- und Wertsachen zu Hause nicht sicher seien. Deshalb werde ein Polizist in Zivil vorbeikommen, um alles "in Sicherheit" zu bringen.

Bei einer Variante des Tricks fordern die falschen Polizisten ihre Opfer dazu auf, umgehend Bankkonto und -depot zu räumen und das Geld nach Hause zu holen, denn beim Kreditinstitut sei es nicht mehr sicher. Zu Hause solle man das Geld dann einem vermeintlichen Polizisten übergeben. Die Polizei hat auf ihren Beratungsseiten einen eigenen Bereichen für Seniorinnen und Senioren mit Informationen rund um aktuelle Betrugsmaschen eingerichtet: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/

- GLP entwickelt 40.000 m2 großes Logistikzentrum in Duisburg
- Mobile Payment App fillibri und HEM-Tankstellen kooperieren

GLP entwickelt 40.000 m2 großes Logistikzentrum in Duisburg
Frankfurt/Duisburg, 01. März 2021 - GLP, ein führender Investor und Entwickler für Logistikimmobilien und Distributionsparks, errichtet ein 40.000 Quadratmeter (m2 ) großes Logistikzentrum im Raum Duisburg in zentraler europäischer Lage in der pulsierenden Rhein-Ruhr-Metropolregion, dem bevölkerungsreichsten Ballungsgebiet in Deutschland. Die Entwicklung hat bereits begonnen, die Fertigstellung ist für August 2021 geplant.

„Unser neues Duisburg-West Logistikcenter entsteht im Herzen des Rhein-Ruhr-Gebiets in strategisch exzellenter Lage mit hervorragender Anbindung an die Bundesautobahnen A40, A42 und A57. Die zentrale geografische Positionierung unterstreicht unsere Fähigkeit, trotz akuter Flächenknappheit in dieser Region beste Standorte für unsere Kunden zu erschließen“, sagt Nils Mutzke, Development Director, GLP.

Aufgrund der Einbettung in einen großen Wirtschaftsraum mit rund 10 Millionen Konsumenten und einem hohen Potenzial qualifizierter Arbeitskräfte, durch die Nähe zu den westlichen Nachbarländern und wegen der guten Erreichbarkeit großer Infrastruktureinrichtungen ist die neue Immobilie eine erstklassige Basis für Logistik und Distribution in der gesamten Region. Der internationale Flughafen Düsseldorf und der Duisburger Hafen sind beide weniger als 25 Fahrminuten weit entfernt. Der internationale Köln Bonn Airport ist innerhalb von einer Fahrstunde erreichbar. Außerdem befinden sich in einem Radius von weniger als 45 Kilometern die Verkehrsflughäfen Weeze und Mönchengladbach.
 
Entlang des Rheins bieten weitere Häfen zusätzlichen Anschluss an die Binnenschifffahrt. Das Duisburg-West Logistikcenter hat eine lichte Höhe von zehn Metern und besteht aus zwei Gebäuden mit rund 21.000 beziehungsweise 10.000 m2 Hallenfläche, 3.500 und 2.250 m2 Mezzaninfläche sowie 1.750 und 950 m2 Büro- und Sozialfläche.

Das Objekt zeichnet sich durch eine Vielzahl hochwertiger Ausstattungs- und Nachhaltigkeitsmerkmale aus. Dazu gehören eine überdurchschnittlich hohe Zahl an LKW-Stellplätzen (31 für beide Gebäude) und Überladebrücken (40 im Gebäude 1 und 22 im Gebäude 2) und der großzügig dimensionierte Hof für einen Logistikbetrieb mit hohen Umschlagfrequenzen. Eine hochwertige Sprinkleranlage gestattet die Regallagerung geschäumter Kunststoffe ohne Regalsprinklerung.

Dach und Fassade sind besonders stark gedämmt, um Energie zu sparen, die CO2- Emissionen zu reduzieren und die Betriebskosten zu senken. 2 Wie alle anderen Neuentwicklungen von GLP wird das Logistikzentrum Duisburg-West nach den strengen Nachhaltigkeitsstandards der DGNB Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen errichtet.

 GLP-Logo auf einem Logistikgebäude Bildrechte: GLP Germany Management GmbH

Mobile Payment App fillibri und HEM-Tankstellen kooperieren  
Münster/Hamburg/Duisburg – An über 370 Tankstellen der Deutschen Tamoil kann ab sofort mit der brancheninternen Mobile- Payment-App fillibri bezahlt werden. Für beide Unternehmen ist dies ein wichtiger Schritt, um den digitalen Wandel der Branche gemeinsam voranzutreiben.  

fillibri bietet Tankstellenkunden die Möglichkeit, ihre Tankfüllung schnell und bequem direkt an der Zapfsäule per App zu bezahlen. Seit Oktober 2020 wird die App an 240 Tankstellen, hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, akzeptiert. Mit dem Anschluss der HEM-Tankstellen wird das Akzeptanznetz von fillibri auf 600 Tankstellen in ganz Deutschland ausgeweitet.  

Das Bedürfnis der Tankstellenkunden mobil zu bezahlen, steigt nicht zuletzt durch die anhaltende Corona-Pandemie immer weiter an. Egal, ob die Kunden es eilig haben, Kontakte reduzieren wollen, oder schlafende Kinder im Auto nicht geweckt werden sollen, mit der Akzeptanz von fillibri haben die Kunden ein rundum bequemes und positives Tankerlebnis.  

Die Deutsche Tamoil mit der Marke HEM ist einer der Vorreiter in der Tankstellenbranche, wenn es um digitale Prozesse und Bezahlverfahren geht. „Unser Ziel ist es, bestmöglich auf die Bedürfnisse unserer Kunden einzugehen“, erklärt Geschäftsführer Carsten Pohl. „Die Customer Journey soll für unsere Kunden mit der Digitalisierung von Mobilitätsangeboten deutlich attraktiver werden. Mit fillibri haben wir jetzt einen Partner gefunden, um unser digitales Angebot schnell über das bekannte „pay at pump“ hinaus auszubauen.“  

Mobile Payment App fillibri und HEM-Tankstellen kooperieren. [Bildquelle: Deutsche Tamoil GmbH]  

 

- NRW-Mittelstand erwartet Reformpaket für kleine Betriebe und Soloselbstständige
- NGG: „Not in der Branche wächst“ | Landesregierung zum Handeln aufgerufen

NRW Mittelstand erwartet Reformpaket für kleine Betriebe und Soloselbstständige
Düsseldorf/Duisburg, 1. März 2021 - Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) NRW erwartet vom Corona-Gipfel am 3. März einen Öffnungspfad für sämtliche Branchen der Wirtschaft. Die Betriebe bräuchten dringender denn je Planungssicherheit, um wieder in den Geschäftsbetrieb zu wechseln. Um verlorenes Terrain aufzuholen, müsse jeder Debatte um Steueranhebungen eine deutliche Absage erteilt werden, so NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte vom Mittelstandsverband: "Die jüngsten Konjunkturdaten des ifo-Instituts weisen auf eine Stabilisierung des Geschäftsklimas in der deutschen Wirtschaft hin. Jetzt muss es darum gehen, neben den Sektoren, die von größeren Unternehmen geprägt sind, auch die kleinen und mittleren Unternehmen zu stärken.
Der wirtschaftspolitische Reformprozess der Bundesrepublik endete vor Jahren mit der Agenda 2010 der Regierung Schröder. Seitdem sieht sich der Mittelstand, sehen sich Freiberufler und Soloselbstständige wachsenden fiskalischen Lasten und einer ausufernden Bürokratie gegenüber. Selbst die Pandemie-Krise konnte diesen schleichenden Prozess wachsender staatlicher Eingriffe in die Betriebsautonomie nicht zum Halten bringen. Wir beobachten sogar eine Erhöhung des Regulierungstempos.
Die Debatte um das Lieferkettengesetz zeigt, dass gerade kleine Unternehmen bei der Bundesregierung immer häufiger vor verschlossenen Toren stehen und schrittweise den Zugang zu internationalen Märkten verlieren. Wir erwarten noch vor der Bundestagswahl Reformvorschläge, die neue Wachstumspotenziale wecken, die Fiskallasten für mittelständische Betriebe und Solo-Selbstständige senken und einen Pfad zu Stärkung der Sozialen Marktwirtschaft weisen. Nordrhein-Westfalen hat in der laufenden Legislaturperiode einen Reformprozess angestoßen, der zeigt, dass gute Wirtschaftspolitik den Mittelstand in den Fokus rücken muss. Grundsätzlich fordern wir, die wachsende Dominanz des Staates in der Wirtschaft wieder zurückzudrängen, um dem privaten Sektor wieder Luft zur Prosperität zu verschaffen."

NGG: „Not in der Branche wächst“ | Landesregierung zum Handeln aufgerufen
Gastro-Demo am Mittwoch: Beschäftigte aus NRW-Gastgewerbe protestieren vor Landtag

Sie sind seit Monaten in Kurzarbeit, müssen massive Einkommenseinbußen hinnehmen – und warten noch immer auf eine Öffnungsperspektive für ihre Branche: Mit einer Protestaktion vor dem Düsseldorfer Landtag machen Beschäftigte aus dem nordrhein-westfälischen Gastgewerbe am kommenden Mittwoch [f. d. Red.: 3. März] auf ihre wachsende Notlage aufmerksam. Zur zentralen „Gastro-Demo“ hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aufgerufen.

Die Politik müsse rasch eine Öffnungsstrategie für die Branche vorlegen, fordert Mohamed Boudih, Vorsitzender des NGGLandesbezirks Nordrhein-Westfalen. Ohne eine Perspektive drohten zahlreiche Pleiten und Job-Verluste. „Köchinnen, Kellner und Hotelangestellte können nichts für die Schließung ihrer Betriebe. Aber sie leiden besonders stark darunter. Die Landesregierung muss jetzt endlich handeln und sich für ein MindestKurzarbeitergeld von 1.200 Euro im Monat einsetzen“, so Boudih.

Laut Ifo-Institut waren im Januar bundesweit 86 Prozent aller Beschäftigten in der Gastronomie in Kurzarbeit. Selbst eine Aufstockung auf 80 Prozent des Kurzarbeitergeldes, wie sie ab dem siebten Monat greift, führt nach NGG-Angaben bei Fachkräften der Branche zu lediglich dreistelligen Einkommen.


Startport ist ein Stück „Rheinland genial“

IHK und Metropolregion Rheinland zeichnen innovatives Geschäftsmodell aus  
Duisburg, 25. Februar 2021 - Die Logistikbranche zählt heute zu den wichtigsten Arbeitgebern in der Region. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, braucht die Branche rund um Europas größten Binnenhafen in Duisburg immer neue Impulse und Ideen. Seit drei Jahren fördert die Hafen-Tochter Startport innovative Gründer und ist mittlerweile weltweit aktiv. In dieser Woche bekam das Unternehmen den Innovationspreis „Rheinland genial“ überreicht.  
Die Metropolregion Rheinland verleiht den Innovationspreis „Rheinland genial“ seit 2020. Zu den Preisträgern zählen Firmen und Organisationen, die besonders innovativ Produkte oder Dienstleistungen aus unterschiedlichen Branchen neu denken.  

Hafen-Tochter fördert Logistik-Gründer
Die aktuelle Auszeichnung erhielten Startport-Geschäftsführer Peter Trapp und Erich Staake als Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG (Duisport) aus den Händen von Metropolregion-Geschäftsführerin Kirsten Jahn und Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK. „Startport selbst ist eine Innovation für unseren Standort. Hier bekommen Ideen junger Logistik-Startups den Raum und die Möglichkeiten, zu fertigen Produkten heranzureifen. Diese Dynamik hilft der gesamten Region mit ihren über 3.000 Logistikunternehmen. Darum haben wir die Startport GmbH für den Innovationspreis „Rheinland genial“ vorgeschlagen“, betont Dietzfelbinger.  

Damit aus der Idee der Gründer ein fertiges Produkt entsteht, ist die Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen aus der Industrie und Logistikbranche besonders hilfreich. „Mit unserer Tochtergesellschaft Startport setzen wir auf die gezielte Nachwuchsförderung aus dem eigenen Hause. Wir erschließen neue Wertschöpfungsketten und kreieren gemeinsam mit jungen Unternehmern einen Mehrwert für die gesamte Branche. Das Duisport-Netzwerk fungiert als Innovationstreiber für eine ganze Region. Die heutige Auszeichnung ist eine weitere Bestätigung unserer Arbeit“, erklärt Staake.  

Auch Trapp freut sich über den Preis: „Was vor drei Jahren als Digitalisierungsprojekt bei Duisport begonnen hat, ist nun ein Innovationshub mit internationaler Strahlkraft. Erst gerade hatten wir unser dreijähriges Jubiläum und nahmen eine Rekordzahl von 30 Startups aus ganz Europa auf. Diese Auszeichnung ist eine tolle Anerkennung für den Ehrgeiz und die Leidenschaft unseres Teams!“   Metropolregion Rheinland Im Verein Metropolregion Rheinland kooperieren Akteure aus Kreisen und kreisfreien Städten, den Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern, der Städteregion Aachen und dem Landschaftsverband Rheinland, um ihre interkommunale und regionale Zusammenarbeit zu verbessern.
So soll das Rheinland verstärkt als zusammenhängender Wirtschafts- und Lebensraum wahrgenommen werden und zu einer Metropolregion von europäischer Bedeutung wachsen. „Das Rheinland gehört zweifelsfrei zu den innovativsten Standorten Europas“, sind die Geschäftsführerinnen Kirsten Jahn und Ulla Thönnissen überzeugt. „Hier wird erfunden, neu organisiert und beständig geforscht. Mit unserem Preis möchten wir das Potenzial und den Ideenreichtum in der Region sichtbar machen und die Außendarstellung der prämierten Unternehmen unterstützen.“  

V. l.: Kirsten Jahn, Metropolregion Rheinland, Dr. Stefan Dietzfelbinger, Niederrheinische IHK, Erich Staake, Duisburger Hafen AG (Duisport), Peter Trapp, Startport, Andree Haack, Stadt Duisburg.  Quelle: Niederrheinische IHK/Jacqueline Wardeski


EU-Kommission prüft Verlängerung der Schutzmaßnahmen gegen bestimmte Stahlimporte
Die Europäische Kommission prüft auf Antrag von 12 Mitgliedstaaten, ob die geltenden Schutzmaßnahmen gegenüber den Einfuhren bestimmter Stahlerzeugnisse über den 30. Juni 2021 hinaus verlängert werden sollten. Mit der heute (Freitag) eingeleiteten Untersuchung will die Kommission im Einklang mit den EU- und WTO-Vorschriften feststellen, ob die Schutzmaßnahme weiterhin erforderlich ist, um eine bedeutende Schädigung der EU-Stahlindustrie zu verhindern oder zu beseitigen. Alle interessierten Parteien haben 15 Tage Zeit, ihren Standpunkt darzulegen, und können anschließend zu den Stellungnahmen der anderen Parteien Stellung nehmen.


Grünes Wasserstoff-Projekt soll "Important Project of Common European Interest" werden
Thyssenkrupp und Steag planen zur Dekarbonisierung der Stahlerzeugung am Standort Duisburg den Bau und Betrieb einer Wasserstoffelektrolyse mit 500 Megawatt Leistung. Thyssenkrupp und Steag bewerben sich mit dem grünem Wasserstoff-Projekt als "Important Project of Common European Interest". Gemeinsam bemühen sich die Partner nun um Anerkennung des HydrOxy Hub Walsum als "Important Project of Common European Interest" (IPCEI) und eine damit verbundene Investitionsförderung durch Bund und Land.
Ziel des Projekts ist es, mit einer Grünstrom-basierten Elektrolyse grünen Wasserstoff zur Stahlproduktion von Thyssenkrupp in Duisburg, dem größten Stahlstandort der EU, herzustellen. Basierend auf den dort gewonnenen Erkenntnissen soll mittel- und langfristig eine klimaneutrale Stahlproduktion in ganz Europa in industriellem Maßstab möglichen werden. Der HydrOxy Hub Walsum zeichnet sich durch die räumliche Nähe von Erzeugung und Verbrauch des grünen Wasserstoffs aus. Geplant ist derzeit, dass die Elektrolyse 2025 ans Netz geht. idr


Pläne für Abfalllager der Firma Rhenus Port Logistics in Duisburg liegen aus    

Die Firma Rhenus Port Logistics Rhein-Ruhr GmbH, Moerser Straße 143, in 47059 Duisburg, hat mit Antrag vom 27.01.2020 bei der Bezirksregierung Düsseldorf eine Genehmigung nach § 4 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) für die Errichtung und den Betrieb einer Anlage zur Lagerung, Behandlung und zum Umschlag von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen am Standort Terminal 4, Moerser Straße 59, 47059 Duisburg, beantragt.  
Antragsgegenstand ist
-        die Errichtung von 9 Lagerboxen in den bestehenden Hallen 4, 5 und 6
-        die Errichtung einer 250 m² großen Umschlagsbox mit verfahrbarem Dach, wasserseitig vor den Hallen 4, 5, 6
-        der Betrieb eines mobilen Brechers und einer mobilen Siebanlage innerhalb der Hallen
-        die zeitweilige Lagerung von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen in Höhe von 8.000 t
-        der Umschlag von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen in Höhe von 150.000 t/a
-        die Behandlung von gefährlichen und nicht gefährlichen Abfällen in Form von Sieben und Brechen mit einer Kapazität von 1000 t/d
-        die Sanierung der baurechtlich genehmigten Hallen 4, 5 und 6 hinsichtlich der neuen Nutzung  

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens soll festgestellt werden, ob die gesetzlichen Genehmigungsvoraussetzungen für die Zulassung des geplanten Vorhabens vorliegen. Eine Kurzbeschreibung des Vorhabens, der Genehmigungsantrag sowie die dazugehörigen Antragsunterlagen liegen in der Zeit vom 26.02.2021 bis einschließlich 25.03. an den nachfolgend aufgeführten Stellen zur Einsichtnahme aus:    
Bezirksregierung Düsseldorf, Dienstgebäude Am Bonneshof 35, 40474 Düsseldorf, Raum 6030  
Stadt Duisburg, Bezirksamt Mitte, Sonnenwall 73-75, 47051 Duisburg, Raum 417    
Die Unterlagen können aufgrund der aktuellen Situation durch die Covid-19-Pandemie nur unter Vereinbarung eines Termins und unter Wahrung des erforderlichen Abstandes, ggf. nur mit Tragen einer Mund-Nase-Schutzmaske sowie der zum Zeitpunkt der Auslegung geltenden Hygieneschutzvorschriften eingesehen werden. Zur Terminvereinbarung wenden Sie sich bitte an die jeweilige Verwaltungsstelle:   1. Bezirksregierung Düsseldorf, Tel. 0211/475-2415 bzw. per E-Mail
clarissa.hesse@brd.nrw.de  
2. Stadt Duisburg, Tel. 0203/283-4426 bzw. per E-Mail
bza.mitte@stadt-duisburg.de    
Die Antragsunterlagen sind parallel zur Auslegung an den genannten Orten und im o.g. Zeitraum auch auf der Internetseite der Bezirksregierung Düsseldorf unter
http://url.nrw/offenlage abrufbar.  
Etwaige Einwendungen gegen das Vorhaben können innerhalb der Einwendungsfrist vom 26.02.2021 bis einschließlich 26.04.2021 schriftlich an die Bezirksregierung Düsseldorf vorgebracht werden.


 

Einbruch im Duisburger Tourismus: 55 Prozent weniger Gäste

Gewerkschaft fordert Öffnungsperspektive für Hotels und Gaststätten

Duisburg, 25. Februar 2021 - Corona sorgt für Einbruch im heimischen Tourismus: Duisburg haben im vergangenen Jahr nur noch rund 132.000 Gäste besucht – ein Minus von 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Übernachtungen sank um 50 Prozent auf 288.000. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich hierbei auf aktuelle Zahlen des Statistischen Landesamts.

„Das Gastgewerbe erlebt eine historisch einmalige Krise, die auch die Beschäftigten mit voller Wucht trifft. Jetzt müssen Bund und Länder endlich einen Plan vorlegen, wie es im März weitergehen soll“, so Hans-Jürgen Hufer, Geschäftsführer der NGGRegion Nordrhein. Am 3. März verhandeln Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder über Lockerungen der aktuellen Corona-Maßnahmen.

„Hotels, Pensionen, Restaurants und Kneipen sind schon seit Anfang November geschlossen. Wenn die Politik jetzt keine Öffnungsperspektive bietet, droht vielen Betrieben das Aus und den Beschäftigten Arbeitslosigkeit“, betont Hufer. Entscheidend seien hierbei einheitliche Auflagen und detaillierte Hygienekonzepte in den Betrieben. Der Hotel- oder Restaurantbesuch dürfe unter keinen Umständen zum Infektionsherd werden. „Die Beschäftigen haben bereits im letzten Sommer gezeigt, dass sie geeignete Hygienekonzepte optimal umsetzen können, um sich zu schützen und den Gästen ein sicheres Restauranterlebnis zu ermöglichen“, so die NGG.

Viele Hotels und Gaststätten könnten auf bewährte Maßnahmen zurückgreifen, um das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren. Die Firmen müssten neben den Gästen auch das Personal bestmöglich schützen. Dazu gehörten unter anderem kostenlose FFP2-Masken für Beschäftigte und die Einhaltung der vorgeschriebenen Arbeitszeiten. Zugleich sieht die Gewerkschaft die Politik in der Pflicht, die Einkommenseinbußen der Beschäftigten in Kurzarbeit auszugleichen.

„Wer das Gastgewerbe über viele Monate schließt, muss auch die Folgen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bedenken. Wir brauchen dringend ein Mindest-Kurzarbeitergeld von 1.200 Euro im Monat“, so Hufer. Selbst wenn Hotels und Gaststätten schrittweise wieder öffnen dürften, sei ein Großteil der Beschäftigten noch monatelang auf das Kurzarbeitergeld angewiesen. Ohne eine Aufstockung kämen die Menschen damit aber nicht länger über die Runden.

 Warten auf Gäste: Restaurants, Kneipen und Hotels sind seit Monaten im Lockdown. Die Gewerkschaft NGG fordert von der Politik eine Öffnungsstrategie für die Branche. Foto NGG

Briefzentrum Duisburg bearbeitet 1 Million Pakete

Duisburg, 24. Februar 2021 - Seit Ende Oktober werden in den Briefzentren der Deutschen Post auch kleinformatige Paketsendungen sortiert. Die Verlagerung aus dem Paketnetz in den Briefstrom schafft zusätzliche Kapazitäten bei den anhaltend hohen Sendungsmengen. Das Briefzentrum Duisburg gehört dabei zu den sendungsstärksten Standorten der Republik und hat seitdem bereits eine Million Pakete bearbeitet. Gerade durch die Beschränkungen in der CoronaPandemie hat die Zustellung von kleinformatigen Sendungen, von Bücher- und Warenpost stark zugenommen. Diese werden verstärkt auch von den Briefzustellern zustellt.

Team der Paketbearbeitung im Briefzentrum Duisburg Foto: DPDHL


 

Von Januar bis November 2020 genehmigte Wohnungen: 59 % in Mehrfamilienhäusern
Anteil der fertiggestellten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern so hoch wie zuletzt 1997
• Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern stagniert seit 2005
• 2019 fertiggestellte Einfamilienhäuser haben 16 % mehr Wohnfläche als 1999
• Stuttgart im Jahr 2019 mit den wenigsten Einfamilienhäusern, ostfriesische Kreisstädte liegen vorne
Wohnen und Bauen stehen immer mehr im Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach Komfort, wachsenden Kosten und den ökologischen Erfordernissen. Das spiegelt sich auch in den Daten zu neu gebauten Wohnhäusern wider, wo zuletzt die Mehrfamilienhäuser überwogen.

Von den insgesamt 288 000 Wohnungen, die von Januar bis November 2020 genehmigt wurden, sollen 169 000 in Mehrfamilienhäusern entstehen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Das entspricht einem Anteil von 59 %. Demgegenüber standen 109 000 genehmigte Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern – ein Anteil von 38 %. Die übrigen Genehmigungen betrafen Wohnheime.

Rg Stadt %
1 Stuttgart 35,4
2 Gelsenkirchen 40,1
  Düsseldorf 40,1
  Frankfurt am Main 40,1
3 Herne 41,4
4 Freiburg im Breisgau 41,5
5 Offenbach am Main 42
6 Bochum 42,3
7 Essen 42,7
8 Heidelberg 42,8
9 Hagen 44,4
10 Wuppertal 45,3
1: Anteil der Wohngebäude mit einer Wohnung an den Wohngebäuden insgesamt

Von den insgesamt rund 256 000 fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2019 entstanden zwar 40 % in Ein- und Zweifamilienhäusern. Doch der Trend war in den vergangenen Jahren rückläufig: Seit 2005 sank der Anteil der Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern zugunsten jener in Mehrfamilienhäusern. Im Jahr 2015 entstanden erstmals seit 1997 wieder mehr Wohnungen in Mehrfamilien- als in Ein- und Zweifamilienhäusern.
Wohnungen in Mehrfamilienhäusern sind im Schnitt nur etwa halb so groß wie jene in Einfamilienhäusern 2019 wurden rund 14 400 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt rund 143 000 Wohnungen fertiggestellt. Diese Wohnungen hatten eine durchschnittliche Wohnfläche von 78 Quadratmetern. Wohnungen in neuen Einfamilienhäusern waren zuletzt fast doppelt so groß: Die Wohnfläche in den rund 83 800 fertiggestellten Einfamilienhäusern betrug durchschnittlich 152 Quadratmeter. Freistehende Einfamilienhäuser boten ihren Bewohnerinnen und Bewohnern mit einer durchschnittlichen Wohnfläche von 157 Quadratmetern sogar noch ein wenig mehr Platz.

Einfamilienhäuser legten seit 1999 bei der Wohnfläche besonders zu Zwar nahm die Zahl der neu gebauten Einfamilienhäuser in den vergangenen Jahren deutlich ab: 2019 wurden nicht einmal halb so viele solcher Häuser fertiggestellt wie 1999 (178 000). Allerdings boten sie im Durchschnitt rund 14 % mehr Platz als 20 Jahre zuvor. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei den Mehrfamilienhäusern: Auch hier wurden 2019 insgesamt rund 6500 weniger Gebäude fertiggestellt als 1999 (20 900).

Die Zahl der Wohnungen in den Gebäuden nahm ebenfalls ab, wenn auch weniger deutlich: Gegenüber 1999 (167 300) ging sie um 15 % zurück. Ein möglicher Grund hierfür: Wohnungen im Jahr 1999 boten mit durchschnittlich 73 Quadratmetern knapp 7 % weniger Wohnfläche als eine durchschnittliche Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Jahr 2019.

In kreisfreien Großstädten machte 2019 die Wohnbaufläche knapp ein Drittel der Siedlungs- und Verkehrsfläche aus Im Jahr 2019 lag der Anteil der Wohnbaufläche an der gesamten Siedlungs- und Verkehrsfläche der Gemeinden bundesweit bei 27,7 %. Deutliche Unterschiede gibt es hier zwischen urbanen und ländlichen Gebieten. 2019 war knapp ein Drittel (31,9 %) der Siedlungs- und Verkehrsfläche in kreisfreien Großstädten durch Wohnnutzung belegt, in dünn besiedelten ländlichen Kreisen war es etwas weniger als ein Viertel (22,6 %). Der übrige Teil der Siedlungs- und Verkehrsfläche wird für andere Zwecke genutzt, etwa öffentliche Einrichtungen, Industrie- und Gewerbe, Sport-, Freizeit- und Erholungsanlagen sowie Verkehrswege.

Anteil von Einfamilienhäusern in Großstädten: Mit 35,4 % in Stuttgart am geringsten Auch wenn zuletzt weniger Einfamilienhäuser gebaut wurden, dominieren sie deutlich den Bestand: Zwei Drittel (66,7 %) aller Wohngebäude hierzulande waren im Jahr 2019 Einfamilienhäuser. Gemeinsam mit den Zweifamilienhäusern betrug der Anteil sogar rund 83 %. Einfamilienhäuser benötigen Platz, deshalb sind sie in Großstädten deutlich seltener zu finden. So ist deren Anteil in Stuttgart mit 35,4 % am geringsten; es folgen mit jeweils 40,1 % Düsseldorf, Frankfurt am Main und Gelsenkirchen. Kreise mit einer Größe zwischen 100 000 und 200 000 Einwohnern führen die Liste mit dem höchsten Anteil an Einfamilienhäusern an: Die ostfriesischen Kreise Aurich (86,1 %) und Leer (85,9%) liegen knapp vor Dithmarschen (85,5 %) im Westen Schleswig-Holsteins.


Einnahmen aus Gemeinschaftsteuern sinken im Januar um 8 % gegenüber dem Vormonat
Saison- und kalenderbereinigte Daten zeigen stabile Entwicklung bei Bundes- und Landessteuern
Die kassenmäßigen Einnahmen aus Gemeinschaftsteuern in Deutschland sind kalender- und saisonbereinigt im Januar 2021 im Vergleich zum Dezember 2020 um 8,2 % gesunken. Diese Steuereinnahmen werden auf Bund, Länder und Gemeinden verteilt. Dazu gehören die Steuern vom Umsatz und vom Einkommen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, sind die Einnahmen aus Bundes- und Landessteuern dagegen um 1,3 % beziehungsweise 0,8 % gestiegen.


Umsatzentwicklung im Januar 2021: -8,6 % zum Vormonat
Umsatz der gewerblichen Wirtschaft im Januar 3,7 % unter Vorkrisenniveau

Durch den fortgesetzten Lockdown ist der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland im Januar 2021 gegenüber dem Vormonat stark zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, verringerte sich der nominale (nicht preisbereinigte) Umsatz saison- und kalenderbereinigt um 8,6 %.
Nach dem kontinuierlichen Anstieg seit dem Tiefpunkt im April 2020 ist der Umsatz der gewerblichen Wirtschaft erstmals wieder gesunken und liegt im Januar 2021 nun wieder 3,7 % unter dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.
 


NRW-Handwerk: Zahl der Unternehmen im Lebensmittelgewerbe ist binnen zehn Jahren um 35,8 Prozent gesunken

Düsseldorf/Duisburg, 23. Februar 2021 - Die Zahl der Unternehmen im nordrhein-westfälischen Lebensmittelgewerbe ist von 2008 bis 2018 um 35,8 Prozent zurückgegangen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, gab es laut Handwerkszählung 2018 insgesamt 3 230 Handwerksunternehmen. Im Jahr 2008 waren es noch 5 035 gewesen.
Die Gesamtzahl der tätigen Personen im Lebensmittelhandwerk sank im selben Zeitraum um 12,5 Prozent auf 102 945. Der Umsatz sank um 11,8 Prozent auf rund 8,7 Milliarden Euro. Der Rückgang im Lebensmittelgewerbe in Nordrhein-Westfalen ist maßgeblich auf die Entwicklung in den beiden größten Gewerbezweigen zurückzuführen: Sowohl die Zahl der Bäckereien als auch die der Fleischereien verringerte sich von 2008 bis 2018 um mehr als ein Drittel. Bei den Fleischern sank die Zahl der tätigen Personen um 23,5 Prozent auf 25 330.

Die Statistiker ermittelten, dass sich in diesem Gewerbezweig insbesondere die Zahl kleinerer Unternehmen überdurchschnittlich verringerte. Die mittlere Beschäftigtenzahl stieg im gesamten Lebensmittelgewerbe von 2008 bis 2018 von 23,4 auf 31,9 tätige Personen. Der Umsatz pro Unternehmen erhöhte sich von rund 1,96 auf 2,69 Millionen Euro. Die Zahl der tätigen Personen im Bäckereigewerbe lag 2018 bei 66 889, das waren 9,7 Prozent weniger als 2008.

Im gesamten Handwerk stiegen die Umsätze um 24,1 Prozent und lagen im Jahr 2018 bei 128,8 Milliarden Euro. Auch die Beschäftigtenzahl lag 2018 um 5,7 Prozent höher als noch zehn Jahre zuvor. Insgesamt waren im Handwerk 2018 rund 1,1 Millionen Personen tätig. Auch die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ging bei Bäckern und Fleischern überdurchschnittlich zurück.

Im Jahr 2018 begannen 513 junge Menschen eine Ausbildung im Bäckerhandwerk (−37,6 Prozent gegenüber 2008) und 168 Personen starteten ihre Ausbildung im Fleischerhandwerk (−40,5 Prozent gegenüber 2008). Im Jahr 2018 schlossen in allen erfassten Berufen des Lebensmittelgewerbes 1 002 junge Menschen einen Ausbildungsvertrag ab. Das waren 32,0 Prozent weniger als im Jahr 2008. (IT.NRW)





Umbau Kreuz Kaiserberg (A3/A40): Unterlagen zum Antrag des Planfeststellungsverfahrens liegen aus
 
Die Autobahn GmbH Rheinland hat für den Umbau des Autobahnkreuzes Kaiserberg die Durchführung eines Planfeststellungsverfahrens beantragt. Der dafür erforderliche Plan sowie die dazugehörigen Gutachten können seit heute (22.2.) auf der Internetseite der Bezirksregierung Münster im Bereich „Planfeststellung Straße“ unter dem Stichwort „Umbau des AK Kaiserberg (A3A40)“ eingesehen werden.
In Papierform sind die Unterlagen zudem bei den Städten Voerde und Duisburg unter Einhaltung der aktuellen Corona-Regeln nach vorheriger Anmeldung einsehbar.
Die Unterlagen werden bis einschließlich zum 22. März ausliegen, Einwendungen können form- und fristgerecht bis zum 22. April vorgenommen werden. Die Autobahn GmbH beabsichtigt, das in den 1960er Jahren erstellte Autobahnkreuz mit seinen Verbindungen umzubauen sowie die Autobahnen A3 und A40 im Autobahnkreuz 6-streifig auszubauen, damit der Knotenpunkt Kreuz Kaiserberg für das Verkehrsaufkommen heute und in Zukunft gerüstet wird.

Das Autobahnkreuz Kaiserberg (im Volksmnund "Sphagettiknoten") - Quelle „Die Autobahn GmbH“


A3/A40: Nächtliche Sperrungen und Einschränkungen am Kreuz Kaiserberg  

Die Autobahn GmbH Rheinland führt in der kommenden Woche jeweils nachts auf den Autobahnen A3 und A40 im Bereich des Autobahnkreuzes Kaiserberg Sondierungsbohrungen durch. Dabei kommt es sowohl zu Sperrungen von Verbindungsfahrbahnen im Kreuz als auch zu kurzzeitigen Engpässen auf den Autobahnen.
Die Verbindungssperrungen im Einzelnen:
Sperrung der Verbindung von der A3, Fahrtrichtung Oberhausen, auf die A40 in Fahrtrichtung Venlo vom 24.2. um 19 Uhr bis zum 25.2. um 6 Uhr Sperrung der Verbindung von der A40, Fahrtrichtung Venlo, auf die A3 vom 25.2. um 22 Uhr bis zum 26.2. um 5 Uhr.
Für die Sperrungen sind jeweils Umleitungen mit dem „roten Punkt“ beschildert.
Die Engpässe auf der A40:
Zeitweise nur ein Fahrstreifen frei auf der A40 zwischen dem Kreuz Kaiserberg und Mülheim/Ruhr in den Nächten 22./23, 23./24. und 24./25. Februar jeweils in der Zeit von 19 bis 6 Uhr.
Auf folgenden Strecken ist zwischen 19 und 6 Uhr in den Nächten 23./24. und 24./25. Februar während der Sondierungen nur ein Fahrstreifen frei: in der Verbindung von der A40 in Fahrtrichtung Essen auf die A3 in Richtung Oberhausen in der Verbindung von der A3 aus Dinslaken auf die A40 auf der A3 in Fahrtrichtung Köln zwischen dem Autobahnkreuz Kaiserberg und Duisburg-Wedau
Da die gesamten Arbeiten koordiniert ablaufen, sind die Fahrstreifensperrungen aufeinander abgestimmt und werden jeweils aufgehoben, sobald die Arbeiten am Bohrpunkt beendet sind.


Parkraumsituation in der Großstadt Duisburg
Die  Anzahl  der  zugelassenen  Fahrzeuge  und  speziell  die  der Pkw  steigt  nach  Zahlen  des KBA in Nordrhein-Westfalens Großstädten in den letzten Jahren kontinuierlich an. Die folgenden Städte in Nordrhein-Westfalen haben den Status "Großstadt" und besitzen für die Jahre von 2016 bis 2020 den folgenden Pkw-Bestand:


Wirtschaft weiter ohne Perspektive

IHK enttäuscht von Wirtschaftsgipfel  
Duisburg, 16. Februar 2021 - Zum Wirtschaftsgipfel von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) mit rund 40 Wirtschaftsverbänden sagt der Präsident der Niederrheinischen IHK Burkhard Landers - (C) Niederrheinische IHK_Robert Poorten:  
„Der Wirtschaftsgipfel war lange überfällig. Eine klare Perspektive für die Unternehmen hat er jedoch nicht geliefert. Wir hätten uns gewünscht, dass der Wirtschaftsminister heute bereits einen Stufenplan zusagt, wann und unter welchen Bedingungen die Lockdown-Branchen wieder öffnen dürfen. Stattdessen hat er mit den Wirtschaftsverbänden lediglich verabredet, Empfehlungen für eine Öffnungsstrategie zur nächsten Ministerpräsidentenkonferenz vorzulegen. Das ist deutlich zu wenig.  
Viele unserer Betriebe haben nach dem ersten Lockdown sehr verantwortungsvoll und mit großem Aufwand für die Sicherheit ihrer Gäste und Kunden gesorgt. Inzwischen gibt es auch technische Möglichkeiten wie Luftfilter oder die ab März verfügbaren, selbst anwendbaren Schnelltests. Möglichkeiten, die Pandemie zu beherrschen, sind genügend vorhanden. Jetzt ist die Regierung am Zuge und muss den Rahmen für ein verantwortungsvolles Hochfahren der Wirtschaft definieren.“
 

Überleben im Lockdown Industrie zeigt sich wie 2009 erneut krisenfest  

Duisburg, 11. Febraur 2021 - Die Wirtschaft am Niederrhein stemmt sich gegen die Krise. Lockdown und fehlende Perspektiven drücken bei vielen Betrieben auf die Stimmung. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der IHK-Konjunkturumfrage: Die Wirtschaftshilfen kommen nur schleppend an. Immer weniger Unternehmen rechnen mit Nachholeffekten in 2021. Die Investitionsbereitschaft der Betriebe? Verhalten.

Der IHK-Konjunkturklimaindex fällt im Vergleich zum November um 5 Punkte und liegt bei 95 Punkten. Der Index fasst die Geschäftslage und Erwartungen der Unternehmen zusammen. Im Mai 2020 stürzte er von 112 auf 71 Punkte ab. „Die Wirtschaft bewegt sich durch den Lockdown insgesamt gerade eher seitwärts den Berg entlang als wieder hinauf. Tourismus, Einzelhandel und Veranstalter liegen am Boden. Auch viele andere Branchen kämpfen zunehmend mit Engpässen“, so Sabine Jürschik, Konjunkturreferentin der Niederrheinischen IHK.

Zum Jahresbeginn 2021 öffnet sich die Schere zwischen Krisenverlierern und Unternehmen, die sich behaupten können, immer weiter. 28 Prozent bewerten die aktuelle Geschäftslage als schlecht, 7 Prozent sehen sich sogar von Insolvenz bedroht. Zu den Lichtblicken zählen weite Teile der Industrie: Sie stemmt sich wie 2009 gegen die Krise und stabilisiert die niederrheinische Wirtschaft.  

Konsequenz der Krise: mangelnde Nachfrage Die Corona-Pandemie bleibt das größte Geschäftsrisiko für die Unternehmen. Die Betriebe sorgen sich um die ausbleibende Konsumlaune und gleichzeitig um die fehlende Nachfrage aus dem B2B-Geschäft. Auch der globale Handel rollt nur schleppend wieder an. Für Unsicherheit sorgen etwa neue Reise- und Verkehrseinschränkungen, um Mutationen einzudämmen. „Die fehlende Perspektive belastet die Unternehmen. Eigentlich werden jetzt die Aufträge für den Sommer und den Herbst erteilt, doch diese Zeit liegt noch unplanbar in der Zukunft“, so Jürschik.  

Mit Investitionen aus der Krise Die Folge: Unternehmen halten sich mit Investitionen zurück. Investitionen sind allerdings einer der Schlüssel, damit die Wirtschaft nach dem Lockdown wieder Fahrt aufnehmen kann. Dafür braucht es Politik, die die richtigen Weichen stellt. Für die IHK bedeutet das vor allem Digitalisierung und Infrastruktur zu erneuern und in Wasserstoff zu investieren. Sie wirbt in diesem Zusammenhang für eine Wasserstoffpipeline von Venlo nach Duisburg.  
An der Konjunkturumfrage haben sich 392 Betriebe mit rund 51.000 Beschäftigten beteiligt. Der Bericht steht als Download unter www.ihk-niederrhein.de/konjunkturbericht zur Verfügung.  

Foto  Niedrrheinische IHK Hendrik Grzebatzki

Wirtschaft im Rheinland verlangt Perspektive

IHKs stellen Konjunktur-Ergebnisse vor

 

Duisburg, 09. Februar 2021 - Auch 2021 wird für viele Unternehmen im Rheinland ein weiteres, sorgenvolles Jahr. Das zeigt das Konjunkturbarometer der Industrie- und Handelskammern im Rheinland. „Immer größer wird die Kluft zwischen den Krisengewinnern und den Krisenverlierern. Die Wirtschaft erholt sich nur mit angezogener Handbremse“, so Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK.
„Vor allem in der Gastronomie, im Einzelhandel, der Veranstaltungsbranche oder den personenbezogenen Dienstleistungen wie Fitnessstudios, stehen viele Unternehmer vor den Trümmern ihrer Existenz. Hier gibt es viele Firmen, die sich von Insolvenz bedroht sehen.“ In Gastgewerbe und Tourismus liegt die Quote bei 20 %, im Einzelhandel bei 10 %.

 

Laut Konjunkturbericht der IHKs erholt sich die Wirtschaft über alle Unternehmen gesehen dennoch leicht. „Viele kommen in der Krise ganz gut über die Runden, auch dank der öffentlichen Hilfen“, so Dietzfelbinger. Der Konjunkturklimaindex, der Lage und Erwartungen zusammenfasst, liegt bei 97 Punkten, er hält damit trotz Lockdown das niedrige Niveau aus dem Herbst (98 Punkte). Im Frühjahrs-Lockdown 2020 war er noch auf 68 Punkte abgestürzt.

 

Die Ergebnisse des IHK-Rheinland-Barometers zeigen: Die Schere öffnet sich weiter zwischen Krisenverlierern und Unternehmen, die sich behaupten können. In der Gastronomie bewerten 84 % ihre Lage als schlecht und im stationären Einzelhandel 40 %. Auch Unternehmen, die von den Aufträgen dieser Lockdown-Branchen abhängen, leiden. Dazu zählen etwa das Papier- und Druckgewerbe (39 % mit schlechter Lage), das Ernährungsgewerbe (43 %) und die Logistik (36 %). Gut behaupten können sich die IT-Branche, Banken und Versicherungen, das Gesundheitswesen und die Baubranche.

 

Alle Branchen drückt die Sorge vor der rückläufigen Nachfrage. Dietzfelbinger: „Die Nachfrage aus dem Inland, aber auch von den Auslandsmärkten, hat deutlich nachgelassen. Die Unternehmen sind verunsichert und sie planen sehr vorsichtig bei Investitionen und Personal. Diese Zurückhaltung ist eines der größten langfristigen Risiken der Krise.

 

„Wir verstehen, dass die Politik auf ein dynamisches Pandemiegeschehen auch situativ reagieren muss und auf Sicht fährt. Vielen Unternehmen fehlt aber jede Perspektive. Nach einem Jahr Corona-Pandemie und über 25 neuen Regelungen brauchen die Unternehmen mehr Klarheit“, so Dietzfelbinger. Konkret fordern die IHKs im Rheinland einen Stufenplan, der Kriterien festlegt, wann welche Geschäfte wieder öffnen dürfen. Es sei an der Zeit, einen Weg aus der Krise aufzuzeigen, so die IHKs.

 

An der Umfrage haben sich über 3.200 Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen beteiligt. Der Bericht ist online abrufbar unter: www.ihk-niederrhein.de/rheinland-barometer

 

Statistiken


13,9 Prozent weniger Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren als ein Jahr zuvor
Im Dezember 2020 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 1 230 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 13,9 Prozent weniger als im Dezember 2019 (damals: 1 428 Verfahren).
330 der beantragten Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen. Von diesen Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung 1 390 Arbeitnehmer betroffen. Ferner stellten 690 Verbraucher (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) einen Insolvenzantrag. Außerdem beantragten 210 sonstige Antragsteller die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Trotz des Shutdowns im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie (und der damit verbundenen Wirtschaftskrise) lag die Zahl der beantragten Unternehmensinsolvenzverfahren im Dezember 2020 unter dem Zwölfmonatsdurchschnitt des Jahres 2019 (446 Verfahren). Das liegt u. a. daran, dass die Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen bis Ende des Jahres 2020 ausgesetzt war; bei Zahlungsunfähigkeit war ein Insolvenzantrag seit Anfang Oktober 2020 wieder verpflichtend. Hinzu kommen die besonderen staatlichen Finanzhilfen für Unternehmen. (IT.NRW)

 

NRW-Pflegeeinrichtungen: Über fünf Prozent mehr Personal als zwei Jahre zuvor
Duisburg, 09. Februar 2021 - Ende 2019 waren in Nordrhein-Westfalen 181 943 Personen in 2 960 Pflegeheimen (stationären Pflegeeinrichtungen) und 91 189 Personen bei 2 961 ambulanten Diensten tätig. Die Beschäftigtenzahl der ambulanten Dienste erhöhte sich gegenüber 2017 um 8,7 Prozent. In Pflegeheimen lag der Anstieg bei 3,4 Prozent. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, war die Gesamtzahl der Beschäftigten mit 273 132 um 5,2 Prozent höher als Ende 2017.
Wie auch schon im Jahr 2017 war mehr als die Hälfte des Personals teilzeitbeschäftigt (144 666 bzw. 53,0 Prozent).

Darüber hinaus wurden 72 957 Vollzeitkräfte (+7,2 Prozent) und 32 614 sogenannte „Mini-Jobber” (−1,4 Prozent) in den Einrichtungen eingesetzt. Außerdem wurden 21 193 Auszubildende oder (Um-)Schüler in den nordrhein-westfälischen Pflegebetrieben (+10,2 Prozent) ausgebildet. Im Vergleich zur letzten Erhebung von Ende 2017 erhöhte sich die Zahl der nordrhein-westfälischen Pflegeeinrichtungen um 4,9 Prozent auf 5 921 (2 960 Pflegeheime und 2 961 Dienste).
Mehr als die Hälfte der Einrichtungen befanden sich in privater (3 080 bzw. 52,0 Prozent) Trägerschaft. 2 726 Einrichtungen (46,0 Prozent) waren freigemeinnützig und 115 Einrichtungen (1,9 Prozent) wurden von der „öffentlichen Hand” betrieben.

Durchschnittlich waren in jedem der 2 960 Pflegeheime 61 Personen tätig; mehr als die Hälfte (56,1 Prozent) der Arbeitskräfte verfügte über eine abgeschlossene Berufsausbildung im pflegerischen, therapeutischen, pädagogischen oder hauswirtschaftlichen Bereich. 21,5 Prozent der Beschäftigten hatten einen anderen Berufsabschluss.
Weitere 22,4 Prozent hatten keinen Berufsabschluss oder befanden sich noch in einer Ausbildung oder Umschulung. Die 2 961 ambulanten Dienste in Nordrhein-Westfalen beschäftigten im Schnitt jeweils 31 Personen. Dort verfügten 62,1 Prozent des Pflegepersonals über eine fachspezifische Ausbildung, 22,0 Prozent besaßen einen anderen Abschluss und 15,9 Prozent hatten keinen Berufsabschluss oder befanden sich noch in Ausbildung oder Umschulung. (IT.NRW)



NRW-Flughäfen: 74,0 Prozent weniger Passagiere im Jahr 2020
Im Jahr 2020 flogen von den sechs Hauptverkehrsflughäfen in NRW rund 5,64 Millionen Passagiere ab. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 74,0 Prozent weniger Passagiere als im Jahr 2019 (damals: rund 21,7 Millionen). Etwa jeder sechste (18,0 Prozent) der von allen großen Flughäfen in Deutschland gestarteten Flugreisenden flog von einem Verkehrspunkt in NRW ab.

Rund 4,7 Millionen der von Hauptverkehrsflughäfen in NRW gestarteten Passagiere flogen ins Ausland (−73,5 Prozent). Darunter starteten 328 136 Personen in das Vereinigte Königreich (−77,2 Prozent) und weitere 150 958 nach Portugal (−69,6 Prozent). Das Passagieraufkommen bei Inlandsflügen lag bei 967 030 Passagieren (−76,2 Prozent). Wie die Statistiker weiter mitteilen, starteten im Dezember 2020 von den NRW-Hauptverkehrsflughäfen 186 428 Fluggäste; das waren 87,0 Prozent weniger als im Dezember 2019. (IT.NRW)



Wirtschaftsstandort Duisburg – Erstes Strukturmonitoring veröffentlicht  

Duisburg, 05. Februar 2021 - Das Dezernat für Wirtschaft und Strukturentwicklung der Stadt Duisburg hat das erste Strukturmonitoring zum Wirtschaftsstandort Duisburg veröffentlicht. Das Zahlenwerk stellt für interessierte Unternehmen und Fachkräfte prägnant Daten und Fakten zu den Themen Bevölkerung, Arbeits- und Ausbildungsmarkt, Wirtschaft, Verkehrsinfrastruktur, Bildung und Forschung zusammen, um Duisburgs lokalspezifische Potenziale aufzuzeigen.  

„Unsere Stadt hat die Chance, in den nächsten Jahren einen großen Schritt zum Strukturwandel zu machen“, so Wirtschaftsdezernent Andree Haack. „Dies gelingt nur mit einer Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandorts Duisburg. Mit dem Strukturmonitoring möchten wir den Investoren zeigen, was unsere Ruhrgebietsstadt bereits heute zu bieten hat.“  
Die Datenbasis wird regelmäßig fortgeschrieben, um so die Entwicklungen abbilden zu können. Das Ergebnis kann unter folgendem Link abgerufen werden:   https://www.duisburg.de/wirtschaft/standort/wirtschaftsstandort.php#Strukturmonitoring

 

HAMBORNER REIT AG schließt 2020 mit erneuter Umsatz- und Ergebnissteigerung ab

 Vorläufige Geschäftszahlen unterstreichen Ertragsstärke und Portfoliostabilität

- Anstieg der Miet- und Pachterlöse um 3,6 % auf 88,2 Mio. Euro

- FFO mit 55,6 Mio. Euro 2,4 % über Vorjahresniveau

- Leerstandsquote mit 1,8 % weiterhin auf äußerst niedrigem Niveau

- Portfoliooptimierung erfolgreich vorangetrieben

- NAV je Aktie: 11,05 Euro

- Dividendenvorschlag voraussichtlich auf Vorjahresniveau

ERFOLGREICHES GESCHÄFTSJAHR 2020

Duisburg, 04. Februar 2021 - Die HAMBORNER REIT AG blickt mit der heutigen Veröffentlichung der vorläufigen, noch nicht testierten Geschäftszahlen ungeachtet der Corona-Pandemie auf ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Die Miet- und Pachterlöse lagen im vergangenen Jahr bei 88,2 Mio. Euro und haben sich damit gegenüber 2019 um 3,0 Mio. Euro bzw. 3,6 % erhöht. Der FFO (Funds from Operations), als wesentliche operative Ertragskennziffer, konnte im vergangenen Jahr um 2,4 % auf 55,6 Mio. Euro gesteigert werden (Vorjahr: 54,3 Mio. Euro).

Der FFO je Aktie erhöhte sich dementsprechend auf 0,69 Euro und übertraf damit das Rekordergebnis aus dem Vorjahr um einen weiteren Cent. Somit konnten die im Juli 2020 prognostizierten Umsatz- und Ertragsziele für das Geschäftsjahr 2020 vollumfänglich erreicht bzw. übertroffen werden.

Die Leerstandsquote lag im Jahr 2020 mit 1,8 % weiterhin auf äußerst niedrigem Niveau. Die Finanzlage der Gesellschaft ist ebenfalls komfortabel. Der Loan to Value (LTV) betrug zum 31. Dezember 2020 44,5 % (Vorjahr: 42,4 %). Die REIT-Eigenkapitalquote lag bei 54,5 % (Vorjahr: 57,3 %) und damit weiterhin deutlich über den nach REIT-Gesetz geforderten 45 %.

Die Gesellschaft konnte im Jahr 2020 ihr Portfolio um drei hochwertige, neu errichtete Büroimmobilien sowie ein Nahversorgungszentrum in exzellenter Lage erweitern. Das Investitionsvolumen belief sich dabei auf insgesamt 101,4 Mio. Euro. Die Objekte sind bereits in das HAMBORNER-Portfolio übergegangen und werden künftig mit rd. 5,0 Mio. Euro zu den Miet- und Pachterlösen beitragen.

Im Rahmen der kontinuierlichen Portfoliooptimierung, welche derzeit insbesondere eine sukzessive Veräußerung innerstädtischer Einzelhandelsimmobilien vorsieht, konnte die Gesellschaft im Laufe des zweiten Halbjahres 2020 erste Erfolge erzielen.

Als Ergebnis hieraus wurden Verträge über den Verkauf von insgesamt elf vorwiegend kleineren, nicht mehr strategiekonformen Geschäftshäusern unterzeichnet. Die kumulierten Verkaufspreise beliefen sich auf rd. 59,1 Mio. Euro und lagen damit ca. 2 % über dem Verkehrswert der elf Objekte zum 30. Juni 2020. Die annualisierte Gesamtmiete der Objekte betrug zuletzt rd. 3,9 Mio. Euro. Der Ergebnisbeitrag aus den Verkäufen beläuft sich auf rd. 23,8 Mio. Euro. Die Besitzübergänge dreier Immobilien haben bereits im vierten Quartal 2020 stattgefunden. Die weiteren Objekte werden voraussichtlich im ersten Quartal 2021 in den Besitz der Käufer übergehen.

Wie gewohnt hat die Gesellschaft zum Jahresende 2020 eine Bewertung des Bestandsportfolios durch einen externen Gutachter vornehmen lassen. Im Rahmen der Neubewertung wurde der Verkehrswert der zum 31. Dezember 2019 bereits im Bestand befindlichen Objekte um 3,5 % gemindert. Die Verminderung betraf im Wesentlichen die von der Corona-Pandemie stark betroffenen Einzelhandelsimmobilien in Innenstadtlagen.
Unter Berücksichtigung der Neubewertung sowie der Objektzugänge und -abgänge im Jahresverlauf 2020 belief sich der Verkehrswert des Gesamtportfolios zum 31. Dezember 2020 auf 1,625 Mrd. Euro. Der Nettovermögenswert (NAV) je Aktie verringerte sich im Vergleich zum Jahresende 2019 um 4,7 % auf 11,05 Euro (31. Dezember 2019: 11,59 Euro).

Die endgültigen Geschäftszahlen für 2020 wird die Gesellschaft im Rahmen der Veröffentlichung des Geschäftsberichts am 22. März 2021 publizieren.

DIVIDENDE

Vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung im Jahr 2020 beabsichtigen Vorstand und Aufsichtsrat der diesjährigen Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende vorzuschlagen, die sich voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen wird (Vorjahresdividende: 0,47 Euro je Aktie).

AKTUELLE GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Im derzeitigen Marktumfeld profitiert HAMBORNER weiterhin von ihrem stabilen und diversifizierten Portfolio sowie ihrem hohen Anteil an bonitätsstarken Mietern, insbesondere aus dem Bereich des Lebensmitteleinzelhandels. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und dem damit verbundenen bundesweiten Lockdown seit Mitte Dezember 2020 haben im Monat Januar jedoch einzelne, von Schließungsmaßnahmen betroffene Einzelhändler ihre Mietzahlungen eingeschränkt oder ausgesetzt. Bezogen auf das Gesamtportfolio reduzierte sich der Mieteingang (inkl. Mietnebenkosten und Umsatzsteuer) im Januar auf insgesamt 92,6 %.

Damit lag die Mieteingangsquote über dem Niveau des ersten Lockdowns im Zeitraum März/April (rd. 90 %). In Abhängigkeit von Dauer und Umfang der behördlichen Restriktionen muss damit gerechnet werden, dass eine Reihe von Mietern ihren Zahlungsverpflichtungen weiterhin nicht oder nur teilweise nachkommt. HAMBORNER setzt den vertrauensvollen Dialog mit den betroffenen Mietern fort und ist zuversichtlich, auch weiterhin einvernehmliche und interessengerechte Lösungen zu finden.

AUSBLICK 2021

Unter Berücksichtigung der aktuellen Geschäftsentwicklung hat der Vorstand der HAMBORNER REIT AG in dieser Woche eine erste Prognose für das laufende Geschäftsjahr veröffentlicht:

- Erlöse aus Mieten und Pachten von 82-86 Mio. Euro

- Funds from operations (FFO) von 45-50 Mio. Euro

- Net asset value (NAV) etwa auf dem Niveau des Vorjahres erwartet

Diese Prognose wird durch gegenwärtig noch bestehende Unsicherheiten beeinflusst, die zu einem wesentlichen Teil auf einmalige, unterjährig zu erwartende Sondereffekte zurückzuführen sind.

In die Prognose sind unter anderem die vorgenannten aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie eingeflossen. Aufgrund des temporären Rückgangs der Mieteingangsquote und der bestehenden Unsicherheit im Hinblick auf eine Fortsetzung behördlicher Restriktionen hat die Gesellschaft im Rahmen ihrer Prognose vorsorglich mögliche Umsatz- und Ergebniseffekte berücksichtigt, die sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegen.

Darüber hinaus wird die diesjährige Prognose durch die laufende Portfoliooptimierung beeinflusst, die auch im Geschäftsjahr 2021 vorangetrieben werden soll. In Abhängigkeit von den Fortschritten bei der geplanten Veräußerung weiterer im Portfolio befindlicher innerstädtischer Einzelhandelsobjekte und dem Zeitpunkt der Reinvestition der Verkaufserlöse ist von einem temporären Rückgang der Mieterlöse im laufenden Geschäftsjahr auszugehen.
Darüber hinaus resultieren aus den geplanten Immobilienverkäufen voraussichtlich in einigen Fällen einmalige Aufwendungen für die Ablösung von Darlehen, deren exakte Höhe zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich abschätzbar ist. Die Gesellschaft ist bestrebt, die beabsichtigten An- und Verkäufe im Jahresverlauf hinsichtlich möglicher Umsatz- und Ergebniseffekte zeitlich bestmöglich abzustimmen.

Ein weiterer wesentlicher Einflussfaktor, der im Rahmen der Prognose berücksichtigt wurde, stellt die mögliche Nachvermietung der aktuell durch den Mieter Real genutzten Einzelhandelsflächen dar. Angesichts der angekündigten Restrukturierung der Warenhausgruppe Real hat sich die Gesellschaft proaktiv mit einer alternativen Nutzung dieser Flächen befasst. Aufgrund der hohen Qualität der drei im Portfolio befindlichen Standorte mit Real-Mietflächen sowie der Expertise des unternehmensinternen Asset Managements ist es der Gesellschaft bereits gelungen, potenzielle Nachmieter zu identifizieren und frühzeitig in Verhandlungen über eine mögliche Nachanmietung der entsprechenden Flächen zu treten.
Zur Sicherstellung der fortgesetzten Gesamtattraktivität der Objekte und Nutzung der sich im Zuge einer Nachvermietung ergebenden Potentiale, ist im laufenden Geschäftsjahr von Aufwendungen für Investitionsmaßnahmen auszugehen, deren Höhe zum gegenwärtigen Zeitpunkt lediglich begrenzt abschätzbar ist. In Abhängigkeit vom Ausgang der Verhandlungen ist mit einem entsprechenden Ergebniseffekt im laufenden Geschäftsjahr zu rechnen.

UMSTELLUNG AUF NAMENSAKTIEN

Die von der Hauptversammlung im Oktober 2020 beschlossene Umwandlung der auf den Inhaber lautenden Aktien auf Namensaktien erfolgt am kommenden Montag, den 8. Februar 2021. An diesem Tag werden die Namensaktien der HAMBORNER in die Depots der Aktionäre eingebucht und erstmals unter der neuen Wertpapierkennnummer A3H233 (ISIN: DE000A3H2333) gehandelt.

WESENTLICHE VORLÄUFIGE KENNZAHLEN 2020

2020 vorläufig

2019

Veränderung

Erlöse aus Mieten und Pachten

88,2 Mio. €

85,2 Mio. €

+ 3,6 %

Betriebsergebnis

-0,9 Mio. €

33,3 Mio. €

n/a

Jahresüberschuss

-9,3 Mio. €

17,9 Mio. €

n/a

davon Ergebnis aus Immobilienverkäufen

7,1 Mio. €

0,1 Mio. €

n/a

REIT EK-Quote

54,5 %

57,3 %

-2,8 %-Punkte

Loan to Value (LTV)

44,5 %

42,4 %

+2,1 %-Punkte

Funds from Operations

55,6 Mio. €

54,3 Mio. €

+2,4 %

Net Asset Value (NAV)

890,7 Mio. €

924,3 Mio. €

-3,6 %

Funds from Operations (FFO) je Aktie

0,69 €

0,68 €

+1,3 %

Net Asset Value (NAV) je Aktie

11,05 €

11,59 €

-4,7 %

 

Aktuelle Wohnungsmarkt-Analyse für Duisburg

Duisburg, 29. Januar 2021 - Kein Wohnraum für Geringverdiener – die Mieten für einfache Wohnungen stiegen 2,7-mal so stark wie die Lebenshaltungskosten. Neues Siegel als „Sozial-Kompass“ für den Wohnungsmarkt: „MEINFAIRMIETER“ Duisbrug auf dem „Wohn-Prüfstand“ für Haushalte mit niedrigen Einkommen: Die vom Job-Center übernommenen Mieten für Single-Haushalte stiegen innerhalb von gut sechs Jahren (März 2014 bis August 2020) um 17,4 Prozent, während die Verbraucherpreise in diesem Zeitraum nur um 6,5 Prozent zulegten. „Bei den Mieten wird oft rausgeholt, was rauszuholen ist. Dabei bauen Vermieter auf die Job-Center‘ als ‚zuverlässige Zahlstelle‘.

Diese übernehmen zwar nur die Kosten für Wohnungen ‚einfachen Standards‘. Auf genau diese Wohnungen sind aber nicht nur Hartz-IV-Empfänger angewiesen, sondern eben auch die vielen anderen Haushalte mit niedrigen Einkommen“, sagt der Leiter des Pestel-Instituts, Matthias Günther. „Das Angebot an günstigen Wohnungen sei rar. Gerade Neuvermietungen nutzten viele Vermieter, um Maximalmieten zu erzielen“.
Um eine bessere Orientierung bei Wohnungsangeboten zu bekommen, gibt es jetzt ein Mieter-Gütesiegel: „MEINFAIRMIETER“ prüft als Wohnungsmarkt-Label insbesondere die soziale Verantwortung von Vermietern.
Das Siegel sei ein „Sozial-Kompass für den Wohnungsmarkt“ – und für weite Teile der Bevölkerung relevant: Fast ein Viertel der Beschäftigten arbeitet nach Angaben des Pestel-Instituts bundesweit im Niedriglohnsektor: Vom Mindestlohnbezieher über Alleinerziehende bis hin zu Rentnern, die ihre kleine Rente mit einem Minijob aufbesserten. „Der Staat agiert inzwischen mangels eigener Wohnungen als Mietentreiber, weil er Mieten akzeptieren muss, bei denen viele Vermieter offensichtlich die Schmerzgrenze ausreizen“, so Matthias Günther.

Aber auch unter den Vermietern macht sich zunehmend Unmut breit. Vor allem die vielen noch vorhandenen Wohnungsgesellschaften in öffentlichem Eigentum und die Genossenschaften fühlen sich zu Unrecht in der Schublade der „gierigen Vermieter“ wieder. „Wie alle anderen Unternehmen müssen auch Wohnungsunternehmen Gewinne erzielen, um langfristig bestehen zu können. Die Umsetzung jedes Mieterhöhungsspielraums ist dabei aber nicht nötig. Gerade beim Grundbedürfnis Wohnen kann der Grundsatz, dass der Gebrauch von Eigentum zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen soll, nicht stark genug betont werden“, so Günther. A

uch hinter der Wohnungsmarkt-Analyse für Duisburg steht das Gütesiegel „MEINFAIRMIETER“, das vom Pestel-Institut durch dessen Leiter, Matthias Günther, mit initiiert wurde. Faire Vermieter, ob öffentlich, genossenschaftlich oder privat, müssen für die Wohnungssuchenden erkennbar sein. In der Schaffung von Markttransparenz wird ein Schwerpunkt der Arbeit des Gütesiegels gesehen.
„Aber natürlich werden wir auch wohnungspolitische Forderungen wie etwa die dringend notwendige Stärkung des Sozialwohnungsbestandes und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau insgesamt im Fokus haben“, betonen die Gründer des Gütesiegels. Denn letztlich hat eine unzureichende Wohnungspolitik dazu geführt, dass auch in Duisburg bei einem insgesamt nahezu ausgeglichenen Wohnungsmarkt die Mieten für einfache Wohnungen stark gestiegen sind.

Foto: „MEINFAIRMIETER - Matthias Günther hat die Gründung des Gütesiegels mit initiiert. Mehr Informationen unter: www.meinfairmiete

 IHK-Umfrage: Lockdown verschärft Insolvenzsorgen am Niederrhein

Tourismus und Gastgewerbe senden Notsignale  

Duisburg, 25. Januar 2021 -V ielen Betrieben in der Region steht das Wasser bis zum Hals. Die Corona-Pandemie wirkt sich immer mehr auf ihre Finanzlage aus. Zum Teil mit fatalen Folgen: Im Tourismus sehen sich 31 Prozent vor dem Aus, im Gastgewerbe 19 Prozent und 10 Prozent im Einzelhandel. Das zeigen die ersten Ergebnisse der Konjunkturumfrage der Niederrheinischen IHK für den Jahresbeginn.  
Auch 2021 kaum Land in Sicht Viele Branchen mussten in 2020 deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Den für 2021 erwarteten Nachholeffekt hält nur rund ein Drittel (29 %) der Betriebe für realistisch. „Immer noch sind 7 Prozent der Betriebe von Insolvenz bedroht. Vor allem in Handel, Freizeitwirtschaft und Kultur sehen sich viele Unternehmen vor den Trümmern ihrer Existenz“, fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger die Ergebnisse zusammen. Jedes 4. Unternehmen (24 %) musste seine Geldreserven einsetzen. 18 Prozent der Betriebe schreiben Verluste, weil Zahlungen der Kunden ausbleiben.
Die Folge: Jedem fünften Unternehmen (18 %) in der Region fehlt das Geld, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.  

Kein Spiel auf Zeit mehr möglich
Die Überbrückungshilfen auszuweiten und zu vereinfachen, ist richtig und überfällig. Jetzt müssen auch die Zahlungen schnell fließen“, mahnt Dietzfelbinger. Eine weitere Baustelle: das Abrechnen der schon gezahlten Soforthilfen. NRW fordert fällige Rückzahlungen erst später ein. Für die Unternehmen eine wichtige Verschnaufpause bis zum Herbst 2021. Das ist gut, denn so können die Betriebe ihre Zahlungsfähigkeit erhalten.

Durchhalten! Dieses Motto gilt gerade für die Sorgenkinder: Veranstaltungsbranche, Messebetreiber, Reisebüros und Kulturschaffende werden als letzte wieder voll an den Start gehen können. Und: sie waren die ersten, die im März 2020 ihre Betriebe zumachen mussten. „So nachvollziehbar die politischen Entscheidungen insgesamt sind: Die Unternehmen brauchen Verlässlichkeit und eine Perspektive. Dazu gehören Fördermittel und die Aussicht, wann und wie sie wieder durchstarten können.“

 

Fast ein Fünftel aller NRW-Einfuhren stammte 2019 aus der neuen Freihandelszone RCEP

Düsseldorf/Duisburg, 25. Januar 2021 - Die Warenlieferungen aus den im neuen Freihandelsbündnis RCEP zusammengeschlossenen 15 Staaten hatten zusammen im Jahr 2019 einen Anteil von 19,9 Prozent am gesamten Importwert Nordrhein-Westfalens. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag der Wert der Einfuhren von dort bei 48,6 Milliarden Euro. Seit dem Jahr 2015 ist der Wert der Importe aus diesen Staaten um 17,0 Prozent gestiegen.

Am 15. November 2020 hatten neben China und Japan 13 weitere Staaten der Region Asien-Pazifik das Freihandelsbündnis RCEP (Regional Comprehensive Economic Partnership) unterzeichnet. Wichtigstes Lieferland im RCEP-Bündnis war 2019 China mit einem Importwert von 30,7 Milliarden Euro (Anteil an NRW: 12,5  Prozent).
Weitere bedeutende Handelspartner waren Japan mit 7,1  Milliarden Euro (2,9 Prozent) und Malaysia mit 2,3 Milliarden Euro (0,9 Prozent). Die wichtigsten Einfuhrgüter aus den RCEP- Staaten waren vor allem „Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische und optische Erzeugnisse”. Mit 16,8 Milliarden Euro hatten diese Produkte einen Anteil von mehr als einem Drittel (34,5  Prozent) an allen Importen nach NRW. Es folgten die Einfuhren von elektrischen Ausrüstungen (4,9 Mrd. Euro), Maschinen (4,4 Mrd. Euro), chemischen Erzeugnissen (3,1 Mrd. Euro) und Bekleidung (2,9  Mrd. Euro).

Die Ausfuhren aus Nordrhein-Westfalen in die RCEP-Staaten waren im Jahr 2019 um 2,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor und erreichten einen Wert von 20,7 Milliarden Euro. Das waren 10,7  Prozent aller nordrhein-westfälischen Exporte. Auch hier war China mit 12,1 Milliarden Euro (6,2 Prozent des gesamten Exportwertes NRWs) größter Abnehmer. An zweiter und dritter Stelle folgten Japan mit 2,2 Milliarden Euro und die Republik Korea mit 1,9 Milliarden Euro.

Wichtigste Exportgüter in die RCEP-Staaten waren Maschinen (5,8 Mrd. Euro), gefolgt von chemischen Erzeugnissen (3,4 Mrd. Euro) und pharmazeutischen und ähnlichen Erzeugnissen (1,9 Mrd. Euro). Von Januar bis Oktober 2020 importierte die NRW-Wirtschaft Waren im Wert von 39,5 Milliarden Euro aus den RCEP-Staaten. Das waren 2,8 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Wert der Exporte belief sich in den ersten zehn Monaten des Jahres 2020 auf 16,5 Milliarden Euro (–4,5 Prozent). (IT.NRW)

Gemeinsamer Förderantrag: 5G Testfeld im Duisburger Hafen geplant

duisport, Stadt Duisburg und Universität Duisburg-Essen bewerben sich gemeinsam um 5G Förderprojekt des Landes Nordrhein-Westfalen. 

Duisburg, 21. Januar 2021 -Mit dem gemeinsamen Projekt „5G.Logport Duisburg“ bewerben sich duisport, die Stadt Duisburg und die Universität Duisburg-Essen um Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen, um ein 5G-Testfeld im Duisburger Hafen aufzubauen. Gemeinsam sollen innovative digitale Logistiklösungen mit Kunden und Partnern entwickelt und zur Marktreife gebracht werden. Eine Schlüsselrolle kommt dabei dem Startup Accelerator startport zu. „Wir rechnen uns gute Chancen für einen Zuschlag durch das Land aus, weil bisher die 5G-Technologie in Binnenhäfen noch nicht verbreitet ist“, erläutert Peter Trapp, Geschäftsführer startport und Generalbevollmächtigter bei duisport.  

„Die Einführung des 5G-Standards im Duisburger Hafen ist die wichtigste Infrastrukturmaßnahme in dieser Dekade. Die Wertschöpfungsketten unserer Kunden werden in Zukunft davon abhängen. Mit diesem Projekt bieten wir unseren Kunden an, den Aufbau dieser wichtigen Zukunftsplattform aktiv mitzugestalten. Unsere Partner haben mit diesem 5G-Projekt einen echten Marktvorteil: Sie können ihr Know-how auf diesem Feld rasch entwickeln. Hier werden zwischen etablierten Unternehmen und jungen Startups rasch zukunftsfähige Allianzen entstehen“, erklärt Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der duisport-Gruppe.  
Ein Alleinstellungsmerkmal wird sein, dass das Testfeld-5G-Netz für alle Unternehmen im Duisburger Hafen für die Entwicklung von Innovationen zu nutzen sein soll. startport wird mit der 5G-Masterclass das zentrale Netzwerk für 5G-Startups in NRW zur Verfügung stellen. Das Scouting der Partner und die Einbindung in die Pilotprojekte wird durch das startport-Team organisiert werden.      

Die Möglichkeiten von 5G in Kürze: Der Mobilfunkstandard 5G eröffnet die Chance, auch mobile Objekte miteinander zu vernetzen. 5G macht das „Internet der Dinge“ technisch erst möglich. Produkte mit Sensoren und 5G-Modulen lassen sich über die komplette Lieferkette in Echtzeit nachverfolgen und steuern. Künftig eingesetzte Lieferroboter und Drohnen bewegen sich durch 5G mit präziserer Navigation mit geringerem Unfallrisiko. Störungen werden rascher gemeldet und lassen sich sofort beheben.  
5G Testfeld als Chance für den Strukturwandel 2.0 in Duisburg  
„Wenn die 5G-Technologie die Logistikanwendungen im Hafen erneuert, wirkt sich der Smart Port positiv auf die gesamte Stadt aus und könnte eine Blaupause für weitere Anwendungen in den Feldern Logistik und Mobilität sein“, erklärt Andree Haack, Wirtschaftsdezernent der Stadt Duisburg. Langfristiges Ziel ist die erfolgreiche Bewältigung des Strukturwandels in der Stadt Duisburg, bei dem neue Produkte und Services rund um 5G einen nachhaltigen und entscheidenden Beitrag leisten werden.
„Mit diesem in Deutschland einzigartigen privaten 5G Testfeld im Hafen werden neue Unternehmen auf Duisburg aufmerksam und werden sich hier ansiedeln. Das schafft Arbeitsplätze und deshalb treibt die Stadt das Vorhaben Smart Port gern mit duisport und der Uni voran“, so Haack weiter.  

Chancen für die Umwelt: Innovative Navigationslösungen reduzieren Lkw-Verkehre  
Vor allem im Anwendungsfeld Verkehrslenkung bietet das 5G-Netz große Chancen. „So könnte der Zu- und Abfluss von Lkws zu den Terminals des Duisburger Hafens durch das latenzarme 5G-gestützte Verkehrsleitsystem effizienter gesteuert werden“, erklärt Andreas Stöhr, Professor für Elektrotechnik. Denn 5G ermöglicht die Übertragung von Daten in Echtzeit. Dafür werden mit technologischen Hilfsmitteln wie Kameras, Sensorik, Drohnen und Verfahren der Künstlichen Intelligenz Verkehrsdaten kontinuierlich erfasst und ausgewertet.
Die so gesammelten Daten werden an die Lkw-Fahrer mittels des 5G-Netzes weitergeleitet. So könnten die Lkws gezielt Stellplätze in sogenannten Pre-Gates im Hafenareal anfahren oder werden direkt zu den Terminals gelotst. Einerseits könnten so die überfüllten Raststätten an den Autobahnen etwas entlastet und andererseits auch Duisburger Anwohner entlastet werden, die sonst mit fehlendem Parkraum und Emissionen konfrontiert sind. „Trotzdem muss auch in der 5G-Technologie noch viel erprobt werden und deshalb werden wir im Projekt 5G.Logport genau solche Anwendungsfälle konkret auf Herz und Nieren prüfen können“, ist Professor Stöhr überzeugt..  



Reisebranche: 61 % weniger Umsatz in den ersten drei Quartalen 2020
• Von April bis Juni 2020 lagen die Umsätze der Reiseanbieter um 91 % unter denen des Vorjahreszeitraums
• Übernachtungen ausländischer Gäste gingen im Sommerhalbjahr 2020 um 68 % zurück • Rückgang der Gästeübernachtungen fällt von Mai bis Oktober 2020 in einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich aus: -5 % in Mecklenburg- Vorpommern, -68 % in Berlin
Die anhaltenden Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Corona- Pandemie beeinträchtigen das Geschäft der Reisebranche und haben sich im vergangenen Jahr stark auf deren Umsätze ausgewirkt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lagen die Umsätze der Reisebüros, -veranstalter und Reservierungsdienstleister von Januar bis September 2020 kalender- und saisonbereinigt um 61 % unter denen des Vorjahreszeitraums.
Besonders groß war der Umsatzeinbruch im 2. Quartal des vergangenen Jahres, in das ein großer Teil des ersten coronabedingten Lockdowns fiel: Von April bis Juni 2020 setzte die Branche 91 % weniger um als im Vorjahreszeitraum. Im 3. Quartal hat sich der Rückgang etwas abgeschwächt: Von Juli bis September 2020 setzten die Reiseanbieter noch 75 % weniger um als von Juli bis September 2019.

NRW-Industrie produzierte 2019 Möbel im Wert von 6,83 Milliarden Euro
340 nordrhein-westfälische Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes stellten im Jahr 2019 Möbel im Wert von 6,83 Milliarden Euro her. Das waren 1,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nahezu drei Viertel (74,5 Prozent) des nordrhein-westfälischen Produktionswertes wurde von Betrieben aus dem Regierungsbezirk Detmold erzielt. Mit einem Produktionswert von 3,33 Milliarden Euro (+1,9 Prozent gegenüber 2018) entfiel der größte Anteil aller im Jahr 2019 in NRW produzierten Möbel – wie auch schon in den Vorjahren – auf Küchenmöbel aus Holz. Hierbei handelte es sich zum größten Teil um Einbauküchenelemente.
Der Schwerpunkt der Küchenproduktion lag auch hier im Regierungsbezirk Detmold: 94,3 Prozent der gesamten nordrhein-westfälischen Küchenmöbelproduktion fand in Ostwestfalen statt. Bei der Herstellung von sonstigen Möbeln z. B. Wohn-, Schlaf-, Ess- und Badezimmermöbel wurde in NRW ein Absatzwert von 1,29 Milliarden Euro (−1,2 Prozent), bei Sitzmöbeln und Teilen dafür von 1,27 Milliarden Euro (+2,0 Prozent) erzielt.
Der Produktionswert von Büro- und Ladenmöbeln lag bei 756 Millionen Euro (+2,4 Prozent) und der für Matratzen bei 181 Millionen Euro (−4,4 Prozent). Bundesweit wurden im Jahr 2019 Möbel im Wert von 17,8 Milliarden Euro (unverändert gegenüber dem Vorjahr) produziert; der Anteil Nordrhein-Westfalens an der Möbelproduktion betrug 38,4 Prozent. Bei den aus Holz hergestellten Küchenmöbeln erreichte Nordrhein-Westfalen sogar einen Anteil von 69,5 Prozent, bei sonstigen Möbeln 30,1 Prozent und bei Sitzmöbeln und Teilen dafür 24,8 Prozent.
Bei Büro- und Ladenmöbeln betrug der Anteil nordrhein-westfälischer Hersteller, wie auch schon im Vorjahr, 25,1 Prozent und bei der Matratzenherstellung 31,4 Prozent. Im dritten Quartal 2020 produzierten 327 Betriebe in Nordrhein-Westfalen Möbel im Wert von 1,7 Milliarden Euro, das waren 19,0 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2020 und 5,9 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wie die Statistiker mitteilen, beziehen sich die Angaben auf Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten. In den Ergebnissen nicht enthalten sind Spezialmöbel, wie z. B. Möbel für Human-, Zahn- und Tiermedizin, Friseur- und ähnliche Stühle mit Schwenk-, Kipp- oder Hebevorrichtung sowie Sitze für Luft- und Kraftfahrzeuge.



Erörterungstermin Gateway Terminal findet als Online-Konsultation statt  
Die Duisburg Gateway Terminal GmbH will in Duisburg-Ruhrort ein neues Gateway Terminal bauen. Die Unterlagen liegen vor, im Rahmen des beantragten Planfeststellungsverfahrens folgt als nächster Verfahrensschritt der Erörterungstermin, um strittige Aspekte des Vorhabens zu klären. Vor dem Hintergrund der Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns sowie der anhaltend hohen Covid-19-Infektionszahlen sagt die Bezirksregierung Düsseldorf als Planfeststellungsbehörde den ursprünglich für Mittwoch, 27. Januar 2021, geplanten Präsenztermin in Duisburg ab.
Das Verfahren wird dennoch fortgeführt: Die Erörterung wird zeitnah als Online-Konsultation durchgeführt. Zu der Online-Konsultation sind der Vorhabenträger, die Träger öffentlicher Belange, Verbände und private Einwender, die im Anhörungsverfahren Stellungnahmen abgegeben haben, sowie Betroffene zugelassen. Ziel dieses Online-Austauschs ist wie bei der Präsenzveranstaltung, die Gesamtplanung erneut darzustellen und bei Einwendungen und Bedenken von Verfahrensbeteiligten unter der Regie der Bezirksregierung Düsseldorf nach einer Einigung zu suchen.  
Der neue Termin wird zeitnah bekanntgegeben.  
Antragsgegenstand sind die Errichtung und der Betrieb eines Eisenbahnterminals, des Duisburg Gateway Terminals, auf der Kohleninsel im Ruhrorter Hafen. In dem trimodalen Containerterminal sollen auf 235.000 Quadratmeter Fläche die Anlagen für den Warenumschlag von Schiene auf Schiene, Schiene auf Straße und in geringem Umfang Schiene auf Schiff und umgekehrt entstehen. Ziel ist, eine Drehscheibe für den Zugverkehr von und nach China sowie Ost- und Südeuropa zu schaffen.  
Die Online-Konsultation entspricht § 5 Abs. 2 des Gesetzes zur Sicherstellung ordnungsgemäßer Planungs- und Genehmigungsverfahren während der Covid-19-Pandemie (PlanSiG).

 


 

Statistiken

21. Januar 2021



Reisebranche: 61 % weniger Umsatz in den ersten drei Quartalen 2020
• Von April bis Juni 2020 lagen die Umsätze der Reiseanbieter um 91 % unter denen des Vorjahreszeitraums
• Übernachtungen ausländischer Gäste gingen im Sommerhalbjahr 2020 um 68 % zurück • Rückgang der Gästeübernachtungen fällt von Mai bis Oktober 2020 in einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich aus: -5 % in Mecklenburg- Vorpommern, -68 % in Berlin
Die anhaltenden Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Corona- Pandemie beeinträchtigen das Geschäft der Reisebranche und haben sich im vergangenen Jahr stark auf deren Umsätze ausgewirkt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lagen die Umsätze der Reisebüros, -veranstalter und Reservierungsdienstleister von Januar bis September 2020 kalender- und saisonbereinigt um 61 % unter denen des Vorjahreszeitraums.
Besonders groß war der Umsatzeinbruch im 2. Quartal des vergangenen Jahres, in das ein großer Teil des ersten coronabedingten Lockdowns fiel: Von April bis Juni 2020 setzte die Branche 91 % weniger um als im Vorjahreszeitraum. Im 3. Quartal hat sich der Rückgang etwas abgeschwächt: Von Juli bis September 2020 setzten die Reiseanbieter noch 75 % weniger um als von Juli bis September 2019.

NRW-Industrie produzierte 2019 Möbel im Wert von 6,83 Milliarden Euro
340 nordrhein-westfälische Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes stellten im Jahr 2019 Möbel im Wert von 6,83 Milliarden Euro her. Das waren 1,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nahezu drei Viertel (74,5 Prozent) des nordrhein-westfälischen Produktionswertes wurde von Betrieben aus dem Regierungsbezirk Detmold erzielt. Mit einem Produktionswert von 3,33 Milliarden Euro (+1,9 Prozent gegenüber 2018) entfiel der größte Anteil aller im Jahr 2019 in NRW produzierten Möbel – wie auch schon in den Vorjahren – auf Küchenmöbel aus Holz. Hierbei handelte es sich zum größten Teil um Einbauküchenelemente.
Der Schwerpunkt der Küchenproduktion lag auch hier im Regierungsbezirk Detmold: 94,3 Prozent der gesamten nordrhein-westfälischen Küchenmöbelproduktion fand in Ostwestfalen statt. Bei der Herstellung von sonstigen Möbeln z. B. Wohn-, Schlaf-, Ess- und Badezimmermöbel wurde in NRW ein Absatzwert von 1,29 Milliarden Euro (−1,2 Prozent), bei Sitzmöbeln und Teilen dafür von 1,27 Milliarden Euro (+2,0 Prozent) erzielt.
Der Produktionswert von Büro- und Ladenmöbeln lag bei 756 Millionen Euro (+2,4 Prozent) und der für Matratzen bei 181 Millionen Euro (−4,4 Prozent). Bundesweit wurden im Jahr 2019 Möbel im Wert von 17,8 Milliarden Euro (unverändert gegenüber dem Vorjahr) produziert; der Anteil Nordrhein-Westfalens an der Möbelproduktion betrug 38,4 Prozent. Bei den aus Holz hergestellten Küchenmöbeln erreichte Nordrhein-Westfalen sogar einen Anteil von 69,5 Prozent, bei sonstigen Möbeln 30,1 Prozent und bei Sitzmöbeln und Teilen dafür 24,8 Prozent.
Bei Büro- und Ladenmöbeln betrug der Anteil nordrhein-westfälischer Hersteller, wie auch schon im Vorjahr, 25,1 Prozent und bei der Matratzenherstellung 31,4 Prozent. Im dritten Quartal 2020 produzierten 327 Betriebe in Nordrhein-Westfalen Möbel im Wert von 1,7 Milliarden Euro, das waren 19,0 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2020 und 5,9 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wie die Statistiker mitteilen, beziehen sich die Angaben auf Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten. In den Ergebnissen nicht enthalten sind Spezialmöbel, wie z. B. Möbel für Human-, Zahn- und Tiermedizin, Friseur- und ähnliche Stühle mit Schwenk-, Kipp- oder Hebevorrichtung sowie Sitze für Luft- und Kraftfahrzeuge.




RWI-Benzinpreisspiegel: Anstieg der Preise niedriger als erwartet

Die sogenannte CO2-Steuer und die Rückkehr der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent haben es vermuten lassen: Benzin und Diesel sind zum Jahreswechsel teurer geworden. Doch nach Berechnungen des Essener RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung blieb die Steigung deutlich unter den Erwartungen. Laut Berechnungen hätte sich der Dieselpreis um knapp elf Cent pro Liter, der Benzinpreis um etwas mehr als zehn Cent pro Liter erhöhen müssen.
Tatsächlich ist der Preis für Diesel vom 31. Dezember 2020 auf den 1. Januar 2021 im Durchschnitt lediglich um 4,9 Cent pro Liter gestiegen, beim Benzin (E10) liegt die Anstieg durchschnittlich bei 4,7 Cent pro Liter. Das RWI geht davon aus, dass die Erhöhung der Abgaben auf die Kraftstoffpreise bislang nicht vollständig an die Autofahrer weitergegeben wurde.

Hochtief AG baut Wiener U-Bahn aus

Die Essener Hochtief AG arbeitet am U-Bahn-Ausbau in Wien: Die Wiener Linien beauftragten u.a. Hochtief Infrastructure Austria mit der Realisierung zweier Bauabschnitte für zwei U-Bahn-Linien in der österreichischen Hauptstadt. Das Auftragsvolumen beträgt insgesamt rund 242 Millionen Euro, davon beläuft sich der Hochtief-Anteil auf ca. 80 Millionen. Die vorbereitenden Arbeiten haben bereits begonnen. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich sechs Jahre dauern. Neben Wien arbeitet Hochtief momentan außerdem an U- und S-Bahnnetzen in u.a. München, Prag und Sydney. idr



BMVI fördert Modellprojekte im ÖPNV mit 250 Millionen Euro
Am 21. Januar 2021 hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Förderrichtlinie „Modellprojekte zur Stärkung des ÖPNV“ veröffentlicht. Damit werden Konzepte zur Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) gefördert, die die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich durch ein attraktiveres Angebot nachhaltig reduzieren. Der erste Förderaufruf richtet sich an Verkehrsunternehmen und -verbünde sowie an Städte, Kreise und Gemeinden.

Bundesminister Andreas Scheuer: Wir brauchen einen guten öffentlichen Nahverkehr - nach Corona mehr denn je. Wer Bus oder Bahn fährt und sein Auto stehen lässt, trägt enorm zu einer höheren Lebensqualität in unseren Kommunen bei. Deshalb investieren wir in den nächsten vier Jahren mehr als 250 Millionen Euro in Modellprojekte, bei denen Kommunen zum Beispiel eine Taktverdichtung, neue Tarifmodelle, On-Demand-Dienste oder intelligente Apps mit Echtzeitdaten ausprobieren. Denn nur ein gut ausgebauter, bezahlbarer und attraktiver Nahverkehr kann die Menschen überzeugen, auf Busse und Bahnen umzusteigen.
Die Stärkung des ÖPNV ist ein zentrales Handlungsfeld im Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung. Deshalb fördert das BMVI insbesondere folgende Maßnahmen: Verbesserung der Angebots- und Betriebsqualität (z. B. Taktverdichtungen, Entwicklung von On-Demand-Diensten), Entwicklung attraktiver Tarife (z. B. 365-Euro-Jahrestickets, Job-Tickets) Vernetzung von Auskunfts- und Vertriebssystemen (z. B. Mobilitätsplattformen und deren Verknüpfung) Die Maßnahmen werden mit bis zu 30 Millionen Euro pro Antragsteller mit einer Förderquote von 80 Prozent unterstützt.

Die Quote kann durch Landesmittel auf bis zu 95 Prozent erhöht werden. Die Projekte werden insbesondere mit Blick auf ihr CO2-Reduktionspotenzial wissenschaftlich begleitet. Ebenfalls wird überprüft, inwiefern besonders wirksame Best Practices auf andere Städte übertragen werden können. Projektskizzen können bis zum 29. März 2021 beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG) eingereicht werden. Der Förderaufruf und weitergehende Informationen zum Förderprogramm stehen ab sofort auf der Webseite des BAG zur Verfügung.

 

Mit Biden erwartet IHK Restart beim Welthandel

Duisburg, 21. Januar 2021 - IHK-Präsident Burkhard Landers begrüßt die Vereidigung von Joe Biden zum neuen Präsidenten der USA: „In den vergangenen Jahren haben zunehmend Strafzölle und andere Beschränkungen unsere Handelsbeziehungen zu den USA geprägt. Auch unter dem angespannten Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und China haben die Unternehmen gelitten. Die Wirtschaft hofft, dass sich das mit dem neuen Präsidenten und einer liberalen Handelspolitik ändern wird.“  
 
„Ein neuer US-Präsident bedeutet nicht zwangsläufig ein Ende der Handelsbarrieren. Auch Biden will im amerikanischen Markt Arbeitsplätze sichern und neue schaffen. Dennoch erwarten die Unternehmen im Geschäft mit den USA positive Impulse: Vernunft und Sachlichkeit im Handelsdialog mit der EU und China, mehr Verlässlichkeit und damit auch mehr Sicherheit für Unternehmensentscheidungen“, so der IHK-Präsident - Fotoi IHK Niederrhein - weiter.  

Die USA sind mit einem Handelsvolumen von über 22 Milliarden Euro einer der wichtigsten Handelspartner der NRW-Wirtschaft. Trotz der Handelsbarrieren hat der Export in den letzten vier Jahren um über 10 Prozent zugenommen.    

 

Schneller bauen – Infrastruktur sichern: IHKs im Rheinland fordern Masterplan Rheinbrücken

Uerdinger und Berliner Brücke am Niederrhein besonders betroffen
Blick auf die Berliner Brücke der A59. Foto Niederrheinische IHK/Peter Sondermann


Duisburg, 20. Januar 2021 - Die Rheinbrücken sind das Nadelöhr des Rheinlandes. Täglich fahren Hunderttausende Fahrzeuge darüber. Wie angespannt die Lage ist, zeigen nicht zuletzt die Nachrichten der letzten Wochen. Trotz des gewaltigen Drucks steht die Baustelle der Leverkusener A1-Brücke aktuell still. Zudem rücken weitere Brücken in den Fokus. In Duisburg müssen die Uerdinger Brücke sowie die Berliner Brücke der A59 über den Hafen ersetzt werden. Rheinaufwärts sind zudem die Fleher Brücke (A46) und die Rodenkirchener Brücke (A4) so marode, dass sie bis Mitte der 2030er ersetzt werden müssen.  

„Viele der Rheinbrücken sind kaputt oder nur eingeschränkt befahrbar. Das ist für die Pendler nervig und für die Wirtschaft problematisch. Vor allem entstehen enorme volkswirtschaftliche Schäden. Wartezeiten kosten Geld, und die Unternehmen können kaum noch planen. Deswegen müssen wir uns dringend um die Reparatur der Brücken kümmern und schnell neue Brücken bauen. Weil unterschiedliche Baulastträger, also Bund, Land oder Kommune für die Brücken verantwortlich sind, brauchen wir dringend ein Gesamtkonzept, um Ausfälle und Sperrungen zu vermeiden. Von der Brückenprüfung bis zum Abschluss der Baumaßnahmen dauert es noch immer viel zu lange, und es gibt zu viele Reibungsverluste zwischen den verantwortlichen Stellen“, mit diesen Worten bringt Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK, den neuerlichen Vorstoß der IHK-Initiative Rheinland auf den Punkt.

Die Instandsetzung der Brücken im Rheinland muss Priorität haben. Sie müssen zuverlässig funktionieren. Das fordern die IHKs im Rheinland im Rahmen der Landespressekonferenz am 20. Januar. Der Zustand der Rheinbrücken zwischen Emmerich und Bonn ist nicht erst seit dem bundesweiten Medieninteresse an der maroden Leverkusener A1-Rheinbrücke bedenklich.
Die IHKs im Rheinland stellen fest, dass die Rheinbrücken im Durchschnitt einen nicht ausreichenden Zustand nach der entsprechenden Richtlinie haben. Keine der Brücken erfüllt das Qualitätsmerkmal „gut“. Das betrifft nicht nur die bekannten Autobahnbrücken der A1, der A40, sondern auch viele weitere.
„Die notwendigen Sanierungen müssen mittels eines intelligenten Baustellenmanagements erfolgen“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger. Die IHK-Initiative Rheinland spricht sich daher ganz klar für einen ‚Masterplan Brücken‘ aus, um Großbaustellen und Neubauvorhaben auch großräumig koordinieren zu können.  
„Um zukünftig die Instandhaltung zu verbessern, die Arbeiten an den Brücken besser zu koordinieren, die zu sichern und die Erreichbarkeit beidseits des Rheins zu gewährleisten, fordern wir, die Rheinbrücken in ein Sondervermögen zu überführen. Es ist wichtig, dass Bau und Instandhaltung in einer Hand liegen und auskömmlich finanziert sind“, fasst Dietzfelbinger die Kernpunkte der IHK-Forderungen zusammen. Dies gelte auch für die Eisenbahnbrücken, die sich zwar in einem insgesamt vertretbaren Zustand befänden, bei denen sich Bauarbeiten aber ebenfalls auf die Straßenbrücken auswirkten.  


IHK sieht Fortschritte bei den Förderprogrammen

Finanzhilfen so schnell wie möglich auszahlen   Zu den aktuellen Bund-Länder-Beschlüssen sagt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK:  „Wir befinden uns weiterhin in einer ernsten Situation. Mit Blick auf das angespannte Infektionsgeschehen mit hohen Sterbezahlen, war es richtig, dass sich Bund und Länder frühzeitig auf eine Verlängerung der Maßnahmen verständigt haben.  
Wir begrüßen dabei, dass unsere Forderung nach erweiterten Förderzahlungen aufgenommen wurde: Die Überbrückungshilfe III wird angepasst und den Unternehmen stehen höhere Förderbeträge zu. Davon profitieren nicht nur Soloselbstständige. Auch der besonders betroffene Einzelhandel kann nicht verkaufte Saisonware abschreiben. Die Ankündigung, die Auszahlungen nun so schnell wie möglich zu bewerkstelligen, muss jetzt aber auch endlich eingehalten werden. Nur so geraten nicht noch mehr Unternehmen in eine Notlage.“

Corona beschleunigt Digitalisierung in Unternehmen  

IHK-Umfrage: Digitale Kompetenz und schnellere Netze gefragter denn je

Duisburg, 12. Januar 2021 - Von Breitband bis Cloud: Wie bewerten Unternehmen vom Niederrhein die Digitalisierung? Rund 100 Unternehmen haben der Niederrheinischen IHK ihre Einschätzung dazu gegeben.
„Die Digitalisierungswelle wird 2021 weiter an Kraft gewinnen. Viele Unternehmen haben in der Corona-Krise sehr schnell neue Programme und Technologien eingeführt. Die meisten davon beginnen jetzt erst, daraus nachhaltige und zum Teil neue Geschäftsmodelle zu entwickeln“, fasst IHK-Geschäftsführer Ocke Hamann die Ergebnisse zusammen. Nur wenige Unternehmen sehen sich als digitale Vorreiter. Von der Politik fordern sie einen schnelleren Ausbau der Netze und mehr Engagement für das digitale Rathaus.  

Corona hat vielen Unternehmen und der öffentlichen Verwaltung den Spiegel vorgehalten und den Druck erhöht, auch gut funktionierende Prozesse zu digitalisieren. Die meisten Betriebe am Niederrhein sehen laut IHK-Umfrage jedoch noch Luft nach oben: Nur jeder sechszehnte Betrieb gibt sich selbst in Sachen Digitalisierung die Note eins. „Das liegt zum einen daran, dass es die benötigten Technologien zwar gibt, aber diese noch nicht überall verwendet werden. Es liegt aber auch an der Qualifikation der Mitarbeiter. Hier gibt es über alle Branchen hinweg einen großen Nachholbedarf“, so Hamann.

Top-Digital-Thema für die meisten Unternehmen: Cloud-Anwendungen. Zu den Technologien, die für die Unternehmen immer wichtiger werden, zählen außerdem Künstliche Intelligenz, 3-D-Druck-Verfahren und firmeninterne Mobilfunknetze. „Initiativen wie SmartCity Duisburg mit dem Technologie-Campus Wedau und dem geplanten 3-D-Druck-Kompetenzzentrum im Hafen geben deshalb genau die richtigen Impulse“, berichtet Hamann.  

Problematisch: die Umstellung im Kopf Vorhandene Systeme umstellen, Mitarbeiter für neuen Technologien fit machen sowie der hohe Kosten- und Investitionsaufwand – größtes Hemmnis bei der Digitalisierung ist die konkrete Umsetzung im Betrieb. „Digitale Vorreiter sind mit einer anderen Philosophie unterwegs als zum Beispiel klassische Industriebetriebe. Ausprobieren, korrigieren, neu versuchen. Die Belegschaft auf diesem Weg mitzunehmen, ist eine der erheblichsten Herausforderungen“, erläutert Hamann.  

Rahmenbedingungen müssen stimmen
Von Politik und Verwaltung erwarten die Unternehmen eine schnellere Digitalisierung ihrer Verfahren und Prozesse. 45 Prozent fordern, dass in der Bildung mehr digitale Kompetenz vermittelt wird. Genauso wichtig sei, fairen Wettbewerb zu sichern, etwa auf Onlineplattformen. „Unsere Umfrage zeigt aber auch, dass vielerorts die Hausaufgaben noch nicht gemacht wurden: Bei vier von zehn Unternehmen passt die Breitbandanbindung nicht zum Bedarf. Das ist für das Jahr 2020 ein Armutszeugnis. Auch bei 5G-Netzen muss mehr passieren“, so der IHK-Geschäftsführer. Die Ergebnisse sind online unter
www.ihk-niederrhein.de/digitalisierungsumfrage abrufbar.

Digitalisierung in Unternehmen© Niederrheinische IHK_Michael Neuhaus.

Busreisebranche plant in Duisburg den Neustart nach der Corona-Krise

Duisburg, 11. Januar 2021 - Vertreter der Bus- und Gruppenreisebranche haben sich beim „Tag der Bustouristik“ in Duisburg über die Zukunft von Busreisen nach der Coronapandemie ausgetauscht. Experten und Gäste kamen in der Mercatorhalle und im Netz zusammen, um über Perspektiven, Lösungen und Wege aus der Krise zu sprechen.
Als „Starthilfe zum Re-Start“ – so der Titel des Treffens – hat der 39. „Tag der Bustouristik“ der durch die Pandemie stark gebeutelte Busreisebranche neue Impulse für die Wege und Aussichten während und nach der Corona-Krise gegeben. Gastgeber der renommierten Fachtagung war Duisburg Kontor.

"Der Tourismus ist wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserer Stadt und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Dass der Tag der Bustouristik als wichtiges Branchentreffen in Duisburg stattfindet, bestätigt Duisburgs hohen Stellenwert als Destination. Ich freue mich daher sehr, dass wir als Gastgeber einen kreativen und sicheren Weg gefunden haben, die Veranstaltung als Online-Konferenz auch unter diesen schwierigen Bedingungen durchzuführen“ sagte Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD).

Dieter Gauf, Veranstalter „Tag der Bustouristik“  und Uwe Kluge, Geschäftsführer Duisburg Kontor  


Rund 300 Teilnehmer*innen von Bus- und Gruppenreiseveranstaltern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz folgten den Vorträgen der Branchenexperten per Livestream im Netz. Wegen der weiterhin hohen Infektionszahlen hat Duisburg Kontor gemeinsam mit dem Veranstalter ein hybrides Tagungsformat entwickelt. Im Zentrum der Vorträge standen unter anderem technische Innovationen zum Virenschutz während der Busreisen und neue Marketingansätze unter den Bedingungen des Coronavirus.
„Die Reisebranche ist in der aktuellen Situation besonders von der Pandemie betroffen. Das haben wir natürlich auch in Duisburg zu spüren bekommen. Umso wichtiger ist es uns, dass wir mit dieser Online-Konferenz gemeinsam mit unserem Partner ein positives Signal für einen kommenden Neustart geben können“, sagte Uwe Kluge, Geschäftsführer von Duisburg Kontor.
Einige der Vorträge wurden vor Ort in der Mercatorhalle gehalten und ins Netz gestreamt, andere Redner und Referenten wurden online von außerhalb hinzugeschaltet – darunter NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart, der auf die wichtige wirtschaftliche, gesellschaftliche und soziale Bedeutung von Bustouristik hinwies.  
Im Anschluss an die Vorträge diskutierten die Branchenexperten vor Ort und online über die Herausforderungen zwischen Lockdown-Status und einem möglichen Re-Start für den Bustourismus nach einem Ende der Pandemie und gingen dabei auf Fragen aus dem Chat ein. Wie für viele andere Branchen ist es für die Busreisebranche aufgrund des dynamischen Infektionsgeschehens und unvorhersehbaren Impfablaufs auch 2021 nahezu unmöglich, zu planen. Trotzdem haben die Verantwortlichen Szenarien und Perspektiven entwickelt, über die sie bei der Online-Tagung in Duisburg sprachen.
Eingeladen war zu dem Treffen auch Fachleute außerhalb der Busreisebranche, die mit den Teilnehmern über Impulse aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Reisefreiheit und Gesundheitsschutz gaben. Dazu gab es eine Abstimmung, an der rund 110 Branchenvertreter teilnahmen.
Unter anderem wurde die Frage gestellt, ob ein Impfnachweis den Zugang zum Reisen in Risikogebieten vereinfachen sollte. 42 Prozent der Teilnehmer stimmte dafür, 47 Prozent dagegen. „Einen Tag der Bustouristik ist noch nie unter vergleichbaren Bedingungen durchgeführt worden. Das Interesse der Branche war deswegen in diesem Jahr besonders hoch. Ich bin dankbar, dass wir mit Duisburg Kontor einen kompetenten und verlässlichen Partner und Gastgeber gefunden haben“, sagt Veranstalter Dieter Gauf.   

Von Links: Johannes Hübner, Moderator, Dr. Uwe Lorenz, Geschäftsführer Eberhardt TRAVEL GmbH, Henning Rehbaum, Wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU Fraktion im Landtag NRW, von 2000 - 2010 Geschäftsführer mittelständischer Busunternehmen und Kai U. Homann, Geschäftbereichsleiter Duisburg Kontor  


Unternehmerisches Handeln bei Jugendlichen auf EU-Ebene fördern

Die Ruhr-Uni Bochum ist Teil eines internationalen Teams, das eine Lernplattform zur Förderung des unternehmerischen Denkens und digitaler Kompetenzen Jugendlicher in ganz Europa entwickelt hat. So sollen die Jugendlichen besser auf den europäischen Arbeitsmarkt vorbereitet werden. Begleitet von Mentorinnen und Mentoren lernen die Jugendlichen mit Methoden des agilen Managements, wie sie eine nachhaltige berufliche Perspektive entwickeln oder eine neue marktfähige Dienstleistung kreieren und auf dem Markt durchsetzen können.
In vier agilen Projekten können sie in kurzen Lernschritten ihre Talente erkunden, Beschäftigungsmöglichkeiten finden, ein Expertenhearing mitgestalten und abschließend einen eigenen Business Plan entwickeln. Die Mentoren geben Feedback. Im Rahmen des Projekts "Karriere 4.0" kommt die Lernplattform in Deutschland, Bulgarien, Griechenland, Italien, Spanien und Ungarn zum Einsatz. Sie wird finanziert durch die Europäische Union im Rahmen des Programms "Erasmus plus - Strategische Partnerschaften". Interessierte Jugendliche oder Jugendgruppen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren sowie Mentoren und Experten können sich bis zum 1. Februar melden.  idr

Statistiken


In 3,2 Millionen Familien mit jüngeren Kindern sind beide Elternteile erwerbstätig

• In 5 Millionen Paarfamilien mit Kindern unter elf Jahren war mindestens ein Elternteil erwerbstätig
• 581 000 Alleinerziehende mit Kindern unter elf Jahren waren erwerbstätig; 41 % von ihnen in Vollzeit Mit der Verlängerung des Lockdowns in Deutschland bleibt auch der Regelbetrieb in Schulen und Kitas in den meisten Bundesländern ausgesetzt.
Berufstätige Eltern müssen Arbeit und Kinderbetreuung unter einen Hut bekommen – vor allem für Eltern jüngerer Kinder und Alleinerziehende eine enorme Herausforderung. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, gab es 2019 rund 5 Millionen Paarfamilien mit Kindern unter elf Jahren in Deutschland, in denen mindestens ein Elternteil berufstätig war. In knapp 3,2 Millionen Familien mit jüngeren Kindern waren beide Elternteile erwerbstätig – das entspricht gut zwei Dritteln aller Paarfamilien mit Kindern unter elf Jahren (68 %).

 

Lkw-Maut-Fahrleistungsindex im Dezember 2020: +4,4 % zum Vormonat
Wie das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) und das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilen, ist die Fahrleistung der mautpflichtigen Lastkraftwagen mit mindestens vier Achsen auf Bundesautobahnen im Dezember 2020 saison- und kalenderbereinigt um 4,4 % gegenüber November 2020 gestiegen. Im Vergleich zum Dezember 2019 war die kalenderbereinigte Lkw-Maut- Fahrleistung um 6,4 % höher. Im Vergleich zum Durchschnitt der 12 Monate vor der Corona-Krise in Deutschland (März 2019 bis Februar 2020) war sie saison- und kalenderbereinigt 5,5 % höher.


Baupreise für Wohngebäude im November 2020 aufgrund der Mehrwertsteuersenkung erstmals seit 2002 im Vorjahresvergleich gesunken

Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland sind im November 2020 um 0,1 % gegenüber November 2019 gesunken. Grund dafür ist vor allem die seit Juli 2020 geltende Senkung der Mehrwertsteuersätze. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, gab es einen Rückgang der Baupreise gegenüber dem Vorjahr zuletzt im Februar 2002. Im August 2020, dem zuletzt erhobenen Monat, hatten die Baupreise im Jahresvergleich stagniert. Im Vergleich zum August 2020 stiegen die Baupreise im November 2020 um 0,4 %.

Oktober 2020: 31,9 % weniger Unternehmensinsolvenzen als im Oktober 2019
Laut vorläufigen Angaben im Dezember 18 % über dem Vormonat
Im Oktober 2020 haben die deutschen Amtsgerichte 1 084 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 31,9 % weniger als im Oktober 2019. Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Corona-Krise spiegelt sich somit bislang nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider. Ein Grund dafür ist, dass die Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen bis zum 31. Dezember 2020 ausgesetzt wurde. Die bereits ab Oktober 2020 wieder geltende Insolvenzantragspflicht für zahlungsunfähige Unternehmen wird unter anderem aufgrund der Bearbeitungszeit der Gerichte erst später Auswirkungen auf die Zahlen haben.

 

Unternehmen brauchen schneller Geld

IHK fordert mehr Tempo bei Fördermitteln  
Duisburg, 6. Januar 2021 - Zu den aktuellen Bund-Länder-Beschlüssen sagt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK - Foto © Niederrheinische IHK Michael Neuhaus: „Die Lage ist sehr ernst. Den Lockdown zu verlängern und zu verschärfen, ist darum die richtige Entscheidung, wenn die Infektionszahlen spürbar sinken sollen. Würden wir schon jetzt Lockerungen zulassen und zur Normalität zurückkehren, besteht die Gefahr eines weiteren Lockdowns in einigen Wochen.  
 
Für die Wirtschaft am Niederrhein sind diese Maßnahmen natürlich hart. Das gilt besonders für das Gastgewerbe, die Reisewirtschaft und den Handel. Viele Betriebe kämpfen schon jetzt mit den Folgen und sind in ihrer Existenz bedroht. Das bedeutet: Die Gefahr von Insolvenzen wird weiter zunehmen. Die betroffenen Betriebe brauchen jetzt schnell und unbürokratisch Geld. Bund und Länder müssen darum auf die Tube drücken, damit die zugesagten Fördermittel auch bei den Unternehmen ankommen.“  


Busreisebranche entwickelt neue Perspektiven in Duisburg  
Wie geht es für die Busreisebranche nach der Corona-Krise weiter? Beim 39. „Tag der Bustouristik“ am Montag, 11. Januar 2021, sprechen führende Köpfe aus der Bustouristikbranche in der Mercatorhalle in Duisburg über Perspektiven und zukünftige Angebote für die Bustouristik. Die Veranstaltung findet sowohl vor Ort als auch online statt. Gastgeber ist Duisburg Kontor.  
 
Eigentlich wollten sich die Teilnehmer aus Experten, Brancheninsidern, Busunternehmern und Gruppenreiseveranstaltern in der Mercatorhalle der aktuellen Situation stellen und Lösungen für die von der Corona-Krise gebeutelte Branche finden. Wegen der hohen Infektionszahlen haben Duisburg Kontor und die Veranstalter des „Tags der Bustouristik“ eine Hybridveranstaltung entwickelt: Das Treffen der Busbranche wird ins Netz übertragen, nur wenige Redner werden in Duisburg anwesend sein. Weitere Referenten und über 200 angemeldete Gäste werden online dazugeschaltet.  


KNETTENBRECH + GURDULIC beteiligt sich an Duisburger RHD Entsorgung

 Siegen/Duisburg, 6. Januar 2021 – Das Entsorgungs- und Recyclingunternehmen KNETTENBRECH + GURDULIC Umwelt GmbH hat eine Beteiligung an der Duisburger RHD Entsorgung GmbH zum 1. Januar 2021 bekanntgegeben. Die Beteiligung ermöglicht den Ausbau zusätzlicher Geschäftsfelder in den Regionen Ruhr und Niederrhein.  

„Als Familienunternehmen freut es uns sehr, bei RHD Anteile erwerben zu dürfen und zukünftig unser Know-how sowie unsere Erfahrung einbringen zu können“, so Christian Meret, Geschäftsführer der KNETTENBRECH + GURDULIC Umwelt GmbH in Siegen. RHD verfügt mit 45.000 Quadratmetern Betriebsgelände über die Kompetenz, alle wesentlichen Stoffströme zu steuern und dem Recycling zuzuführen. Eine leistungsfähige, aus 25 Fahrzeugen und Maschinen bestehende Logistik komplettiert das Leistungsportfolio.

„Mit unserem neuen Gesellschafter werden uns neue Möglichkeiten eröffnet“, erläutert Tom Schmidt, Geschäftsführer der RHD Entsorgung GmbH. „Diese Möglichkeiten werden wir nutzen, um unser erfolgreiches Wachstum mit zusätzlichen Geschäftsfeldern in den Regionen Ruhr und Niederrhein weiter auszubauen.“ RHD, gemäß Gewerbeabfallverordnung als entsprechende Vorbehandlungsanlage zertifiziert, plant den Standort Duisburg in den kommenden Jahren mit weiteren Aufbereitungsanlagen zu einem Recyclingzentrum weiterzuentwickeln.  

Das inhabergeführte Entsorgungsunternehmen RHD Entsorgung GmbH beschäftigt derzeit rund 30 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von rund sieben Millionen Euro. Zum 1. Februar 2021 firmiert sie in die Schmidt Umweltservice GmbH um.  
Die KNETTENBRECH + GURDULIC Umwelt GmbH zählt mit über 260 Millionen Euro Jahresumsatz zu den führenden Branchenvertretern Deutschlands. Das Familienunternehmen wurde 2001 gegründet und beschäftigt mittlerweile über 1.900 Mitarbeiter in sechs Bundesländern.

KNETTENBRECH + GURDULIC beteiligt sich an Duisburger RHD Entsorgung GmbH.


 

- Gebäudereinigung: Lohn-Plus für 3.900 Beschäftigte in Duisburg
- EU-Kommission genehmigt deutsche Beihilfen für TUI

Haus & Grund fordert Öffnung von Baumärkten - Hauseigentümer benötigen Ersatzmaterial  
Nach Ansicht des Eigentümerverbandes Haus & Grund Deutschland sollten Baumärkte bereits während des Corona-Lockdowns wieder öffnen. „Gerade im Winter müssen Selbstnutzer und private Kleinvermieter Materialien für kleinere Reparaturen besorgen können, um im Bedarfsfall schnell handeln zu können“, betonte Verbandspräsident Kai Warnecke heute anlässlich des Corona-Gipfels von Bund und Ländern. Der Einkauf in den großflächigen Baumärkten lasse sich mit allen notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln organisieren.  
Warnecke wies darauf hin, dass jede Immobilie fortlaufend instand gehalten werden muss. Das koste nicht nur Geld, sondern müsse häufig auch umgehend erfolgen, um weitere Schäden zu vermeiden. Die Eigentümer und Mieter könnten nicht bis Februar oder März warten, bis ein defekter Wasserhahn oder ein Heizungsthermostat repariert werde. Und Handwerker stünden für kleinere Arbeiten häufig nicht sofort zur Verfügung. „Die Öffnung der Baumärkte wäre ein wichtiger Beitrag, um den Menschen das Wohnen und Arbeiten im Lockdown so angenehm wie möglich zu gestalten“, unterstrich Warnecke.


Gebäudereinigung: Lohn-Plus für 3.900 Beschäftigte in Duisburg
Duisburg, 5. Januar 2021 - Lohn-Plus für Reinigungskräfte: Die rund 3.900 Beschäftigten, die in Duisburg in der Gebäudereinigung arbeiten, bekommen im neuen Jahr deutlich mehr Geld. Die Lohnuntergrenze in der Branche steigt von derzeit 10,80 Euro auf 11,11 Euro pro Stunde. In zwei weiteren Stufen klettert der Einstiegsverdienst bis zum Jahr 2023 um insgesamt elf Prozent auf dann zwölf Euro, wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilt.

„Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie sehr es auf Sauberkeit und Hygiene in Krankenhäusern, Schulen und Büros ankommt. Für ihre Arbeit unter erschwerten Bedingungen erhalten die Beschäftigten nun eine faire Anerkennung“, sagt Karina Pfau von der IG BAU Duisburg-Niederrhein. Der neue Tarifvertrag, den die Gewerkschaft mit den Arbeitgebern ausgehandelt habe, bedeute für Reinigungskräfte einen „großen Schritt heraus aus dem Niedriglohnsektor“.

Zugleich profitieren Fachkräfte: Beschäftigte in der OP-Reinigung kommen auf ein Plus von 8,7 Prozent bis zum übernächsten Jahr. Glas- und Fassadenreiniger erhalten insgesamt 7,6 Prozent mehr und verdienen nach der dritten Tariferhöhung 15,20 Euro pro Stunde. Darüber hinaus gibt es für Gewerkschaftsmitglieder einen tariflichen Weihnachtsbonus. Bezirksvorsitzende Pfau rät den Reinigungskräften in der Region, ihre JanuarLohnabrechnung zu prüfen. „Gerade wer in der untersten Lohngruppe arbeitet, sollte genau hinschauen.“


Beschäftigte in der Gebäudereinigung können sich im neuen Jahr über eine kräftige Lohnerhöhung freuen, so die IG BAU.


Corona-Krisenreaktion: EU-Kommission genehmigt deutsche Beihilfen für TUI
Die Europäische Kommission hat den geplanten Beitrag Deutschlands in Höhe von 1,25 Mrd. Euro zur Rekapitalisierung der TUI AG („TUI“), der Muttergesellschaft der TUI Group, genehmigt. Die Genehmigung erfolgte auf der Grundlage des Befristeten Rahmens für staatliche Beihilfen. „Ich begrüße, dass sich auch private Investoren an der geplanten Rekapitalisierung beteiligen. Dies macht weniger staatliche Beihilfen erforderlich und trägt zur Erholung von TUI bei“, so die für Wettbewerbspolitik zuständige Exekutiv-Vizepräsidentin der Kommission Margrethe Vestager.

2021 ist das Europäische Jahr der Schiene
Am 1. Januar 2021 hat das Europäische Jahr der Schiene Fahrt aufgenommen: Auf Initiative der Europäischen Kommission stehen dieses Jahr die Vorteile des Schienenverkehrs als nachhaltiges, intelligentes und sicheres Verkehrsmittel im Rampenlicht. Mit zahlreichen Aktionen in ganz Europa wird die Nutzung des Schienenverkehrs durch Privatpersonen und Unternehmen das ganze Jahr über gefördert und damit ein Beitrag zum Ziel des europäischen Grünen Deals – Klimaneutralität bis 2050 – geleistet. Der Schienenverkehr ist EU-weit für weniger als 0,5 Prozent der verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen verantwortlich und zählt damit zu den nachhaltigsten Formen des Personen- und Güterverkehrs.

Mehr Transparenz bei Wertermittlung von Grundstücken und Immobilien

Minister Reul: „Die Angaben zu Kaufpreisen von Grundstücken und Immobilien werden nun noch verlässlicher. Die zu Grunde liegenden Daten sind umfangreich aufbereitet, für jedermann frei verfügbar und ohne Registrierung nutzbar.“

Düsseldorf/Duisburg, 22. Dezember 2020 - Waren bislang nur die Bodenrichtwerte für Grundstücke und die jährlichen Grundstücksmarktberichte über das webbasierte Landesportal (www.boris.nrw.de) einsehbar, so werden nun auch schrittweise Immobilienrichtwerte verfügbar gemacht. Der Bodenrichtwert ist ein vorwiegend aus Grundstückskaufpreisen abgeleiteter durchschnittlicher Lagewert für den Boden.
Der Immobilienrichtwert gilt für sogenannte Normobjekte, also für in einer bestimmten Lage typische, aber fiktive Immobilien, die detailliert beschriebene Grundstücksmerkmale aufweisen. Diese Normobjekte werden als Vergleichsfaktoren für bebaute Grundstücke herangezogen und bilden die Grundlage für die Verkehrswertermittlung der Immobilien.

„Die Standardisierung wird nach und nach zu automatisierten Auskünften über die Grundstücks- und Immobilienwerte führen. Hierdurch machen wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung digitaler Verwaltung“, so Reul. Die amtliche Grundstückswertermittlung ist laut Baugesetzbuch eine hoheitliche Aufgabe und obliegt den landesweit 75 Gutachterausschüssen für Grundstückswerte und dem durch den Innenminister bestellten Oberen Gutachterausschuss.

Zusammenarbeit in der Region weiter stärken

Neue Landräte und Duisburger OB im Austausch mit IHK  
Duisburg, 18. Dezember 2020 - Auf bewährte Strukturen setzen und regionale Kooperationen weiter stärken – daran wollen die beiden neu gewählten Landräte der Kreise Kleve und Wesel Silke Gorißen und Ingo Brohl (beide CDU) weiterarbeiten. Mit Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) und der IHK-Spitze Burkhard Landers und Dr. Stefan Dietzfelbinger diskutierten die Landräte, wie die Region auch bei grenzüberschreitenden Projekten noch mehr kooperieren kann.  

„Die Ausbildung junger Menschen, Gewerbeflächen, Breitbandausbau, Logistik und Tourismus – das sind die wesentlichen Aufgaben, die wir in den kommenden Monaten gemeinsam anpacken müssen. Die Berufskollegs, die Hochschule Rhein-Waal und der Airport Weeze sind wichtige Stärken der Kreise Kleve und Wesel“, so der IHK-Präsident. Den Rahmen für die Zusammenarbeit mit der Stadt Duisburg bildet die Regionalagentur Niederrhein. Sie setzt seit rund 30 Jahren die Arbeitsmarktpolitik des Landes vor Ort um und stärkt mit Projekten den Niederrhein und Duisburg. So flossen beim Regio.NRW-Wettbewerb von den 100 Millionen Euro zwölf an den Niederrhein.

„Wir wollen die Zusammenarbeit mit unseren Nachbaren ausbauen – in der Euregio Rhein-Waal und am Niederrhein“, so Landrätin Silke Gorißen. „Im Norden des Rheinlandes und mit einer langen Grenze zu den Niederlanden gilt das Motto: Mit unseren Nachbarn gemeinsam erreichen wir noch mehr!“   Landrat Ingo Brohl sieht Synergien beim Thema Wirtschaft. „Ab Januar 2021 wird die Wirtschaftsförderung des Kreises Wesel direkt dem Landrat unterstellt. Ziel ist es, uns mit den Nachbarkreisen und Städten noch besser abzustimmen und sinnvoll unsere Kräfte für unsere Unternehmen zu bündeln, um auch als großer Standort international besser erkennbar zu sein.“  

Für Sören Link ist die Digitalisierung das zentrale Kooperationsfeld der Zukunft. „Die SmartCity-Initiative ist das Herzstück unserer Stadtentwicklungsstrategie. Dabei die Region mit zu nehmen, Impulse der Startups vom Niederrhein einzubeziehen und Erfahrungen zurückzuspielen, hilft uns allen weiter.“  
Die Erwartungen der Wirtschaft an die Kommunen und Kreise, auch bei der interkommunalen Zusammenarbeit, hat die Niederrheinische IHK im Wirtschaftskompass „Kommunalpolitik auf Kurs“ zusammengefasst. Dieser steht unter www.ihk-niederrhein.de, Dokumenten Nr. 4891960 zum Download bereit.  

Tauschten sich zur Zusammenarbeit in der Region aus: Oberbürgermeister Sören Link, Landrat Ingo Brohl, IHK-Präsident Burkhard Landers, Landrätin Silke Gorißen und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger (v.l.n.r.). Foto Niederrheinische IHK/Jacqueline Wardeski


IHK-Notdienst: Exportbescheinigungen und Betriebsberatung möglich  
Auch zwischen Weihnachten und Neujahr steht der internationale Handel nicht still. Deswegen bleibt die Niederrheinische IHK für exportorientierte Unternehmen weiterhin erreichbar und stellt Beglaubigungen für den Außenwirtschaftsverkehr aus. Betriebe mit dringenden Anfragen zu den Corona-Hilfen berät die IHK telefonisch oder via E-Mail.  
Die Sonderöffnungszeiten gelten an drei Tagen von 9 bis 14 Uhr und sind auf die Hauptgeschäftsstelle und die Zweigstellen aufgeteilt: am Montag, 28. Dezember, in Kleve, am Dienstag, 29. Dezember, in Duisburg und am Freitag, 30. Dezember, in Wesel. Elektronisch eingereichte Dokumente werden an allen drei Tagen in den genannten Zeiträumen bearbeitet.  
Das Team der Betriebsberatung ist vom 28. bis zum 30. Dezember zwischen 9 und 15 Uhr unter 0203/2821435 oder via
wirtschaftshilfe@niederrhein.ihk.de zu erreichen. Ab dem 4. Januar 2021 stehen sämtliche Ansprechpartner und Services in Duisburg, Wesel und Kleve wie gewohnt wieder zur Verfügung.

© Ullrich Sorbe Niederrheinische IHK


Maersk Container plant Distributionszentrum im Duisburger Norden

Das Containerlogistikunternehmen Maersk plant ein neues Vertriebs- und Logistikzentrum im Duisburger Hafen. Insgesamt wird die größte Containerreederei der Welt eine mehr als 100.000 Quadratmeter große Fläche auf logport VI übernehmen, auf der zügig eine neue Halle geplant werden soll. Mehr als 350 neue Arbeitsplätze entstehen.
Für Aufbau und Betrieb des neuen Zentrums arbeiten Maersk und duisport zusammen. Logport VI in Duisburg-Walsum gilt mit seinen knapp 43 Hektar nach Logport I in Duisburg-Rheinhausen als das zweitgrößte Projekt der Duisburger Hafen AG in den vergangenen 20 Jahren. Mit der Ansiedlung von Maersk und bisher akquirierten Investoren entstehen insgesamt mehr als 600 Arbeitsplätze. idr