BZ-Home Industrie - Wirtschaft - Handel - Finanzen - Logistik  - Forschung - Technik - Klima - Produkte Sonderseiten

 

BZ-Sitemap
Mündelheimer Rheinbogen
duisport
thyssenkrupp
Haniel
WBDuisburg
Stadtwerke DU

GfW
Produkte -Technik
WBD
Geschichte Duisburger Unternehmen

982. Sitzung des Bundesrates
DU und DUS (Airport)
Make up Duisburg
Archiv:
01. - 06.2020

07. - 12.2019
01. - 06.2019
07 - 12.2018
01 - 06 2018

07-12 2018
07-12 2017
01-06 2017

01-12 2016






Redaktion Harald Jeschke 

BZ-Sonderseite Coronavirus
Bundesregierung 24. Juni:  Einweg-Plastik wird verboten - Städte und Gemeinden werden entlastet

- IHK unterstützt Gründer mit Online-Seminare Basics und Fachwissen in Modulen
- Forschung für das Handwerk
 

IHK unterstützt Gründer mit Online-Seminare Basics und Fachwissen in flexiblen Modulen
 Duisburg, 07. Juli 2020 - Nach dem Corona-Lockdown nimmt die Nachfrage nach Gründungsberatung wieder zu. Die Niederrheinische IHK hat dafür ein Online-Programm zusammengestellt, dass Interessierte live über die Grundlagen für die Selbstständigkeit informiert. In flexiblen Modulen können sich die Teilnehmer weiteres Fachwissen aneignen.  
„Geht es der Wirtschaft schlechter, steigen erfahrungsgemäß auch die Gründerzahlen. Das ist auch jetzt so. Seit Mitte Mai fragen bei uns viele Interessierte nach einer Beratung zum sicheren Weg in die Selbstständigkeit“, beschreibt Heike Möbius, Gründungsberaterin der Niederrheinischen IHK.
Da zurzeit aus Sicherheitsgründen keine Gründungsseminare in der IHK stattfinden können, haben die Berater des Startercenters Niederrhein ein neues Online-Angebot entwickelt: Die Seminar-Reihe „Gründen – kompakt“ informiert alle 14 Tage über Basics für die Selbstständigkeit. „Gründer erhalten in 60 Minuten kompaktes Wissen. Außerdem können sie in unserem Live-Format Fragen stellen“, erläutert Möbius.  
Weitere Bausteine der digitalen Gründungsberatung werden im Verlauf des 2. Halbjahres 2020 sukzessive ausgerollt. In flexiblen Modulen können Interessierte ihr Wissen demnächst in Themen wie Businessplan, soziale Absicherung, Rechtsformen, Fördermittel und Steuern vertiefen. Jedes Online-Seminar kann für sich alleine stehen. In welcher Reihenfolge die Teilnehmer ihr Wissen erweitern möchten, bestimmen sie ganz flexibel selbst. Der nächste freie Termin findet am 21. Juli statt, weitere Online-Seminare werden am 4. und 18. August angeboten – immer in der Zeit von 10 bis 11 Uhr. Weitere Informationen und Anmeldung über die IHK-Website unter www.ihk-niederrhein.de/veranstaltungen.  


 Forschung für das Handwerk

HANDWERK.NRW und das Fraunhofer UMSICHT gehen eine neue Kooperation ein, um wissenschaftliche Ergebnisse und Methoden besser für Dienstleistungen und Produkte des Handwerks verfügbar zu machen.
Eine hohe technologische Entwicklungsdynamik oder Megatrends wie z. B. die Digitalisierung erfordern, dass Prozesse ständig angepasst und neues Wissen zielgerichtet transferiert werden. Wichtige Anwender von Forschungsergebnissen und Ideengeber für das Umgestalten von Prozessen oder Produkten sind Handwerksbetriebe. Um Expertenwissen weiterzugeben und Handwerkstechniken auf diesem Wege nachhaltig zu verbessern, intensivieren das Fraunhofer UMSICHT und HANDWERK.NRW daher ihre Zusammenarbeit.
Am 6. Juli unterzeichneten die Partner ein Memorandum of Understanding. Die Kooperation adressiert insbesondere Technologien und Methoden für mehr Energieeffizienz, den Klimaschutz, den Umwelt- und Arbeitsschutz und die Materialentwicklung und -prüfung. Es sollen beispielsweise Materialien charakterisiert und ihr Verhalten in der Umwelt analysiert werden. Die Partner möchten neue Methoden der Aufklärung von Funktions- und Schadmechanismen und auch komplett neue Materialien und Techniken für das Handwerk entwickeln.
»Wir sind uns sicher, dass die Kooperation ideal ist, um Synergien zwischen beiden Organisationen herzustellen. Wir möchten als Forschungsinstitut innovative und nachhaltige Technologien entwickeln – und zwar passgenau für komplexe Fragestellungen der Anwender«, erklärt Prof. Eckhard Weidner, Institutsleiter des Fraunhofer UMSICHT.
»Wir freuen uns sehr über die Kooperation, die es beiden Partnern ermöglicht, einen wertvollen Beitrag zu einer ressourcenschonenden Gesellschaft und Wirtschaft zu leisten. Das Handwerk als mittelständisch orientierter Wirtschaftsbereich wird durch die intensivierte Zusammenarbeit mit der Wissenschaft seine innovativen Kompetenzen ausbauen und noch stärker in den Dienst des Klimaschutzes stellen können.
Diese intensivierte Zusammenarbeit wird unseren Betrieben aber auch Nutzen bringen, denn sie hilft unseren Unternehmen dabei, ihre betrieblichen Prozesse zu optimieren«, sagt Andreas Ehlert, Präsident von HANDWERK.NRW. Gemeinsame Forschungsprojekte und neue Bildungskonzepte Innerhalb der Kooperation sind bedarfsorientierte gemeinsame Forschungsprojekte auf nationaler und internationaler Ebene geplant. Aber auch die Entwicklung neuer Bildungskonzepte steht im Mittelpunkt. Im Rahmen von Workshops, Veranstaltungen – als Aus-, Fort- oder Weiterbildung – und Beratungen soll Expertenwissen transferiert werden, um so Technologien nachhaltig weiterzuentwickeln. HANDWERK.NRW repräsentiert rund 190 000 mittelständische Handwerksunternehmen in Nordrhein-Westfalen. Diese sind wichtige Anwender, Dienstleister und Innovatoren bei der nachhaltigen Umgestaltung von Produkten, Prozessen und Serviceleistungen. Das Fraunhofer UMSICHT entwickelt Lösungen für eine nachhaltige Energie- und Rohstoffwirtschaft, stellt wissenschaftliche Ergebnisse bereit und transferiert sie in Unternehmen, Gesellschaft und Politik.

 Unterzeichnung des Memorandum of Understanding in Oberhausen (v.l.): Prof. Dr. Hans Jörg Hennecke (Hauptgeschäftsführer HANDWERK.NRW), Andreas Ehlert (Präsident HANDWERK.NRW), Erich Jelen (Zirkuläre und Biobasierte Kunststoffe, Fraunhofer UMSICHT), Prof. Dr.-Ing. Eckhard Weidner (Institutsleiter des Fraunhofer UMSICHT) und Gabriele Poth (Handwerkskammer Düsseldorf, Leiterin Zentrum für Umwelt, Energie und Klima). © Wilfried Meyer, Pressefoto, Düsseldorf


Volksbank Rhein-Ruhr: „Morgen kann kommen.“ 
Duisburg, 06. Juli 2020 - Die Volksbank Rhein-Ruhr eG hat in 2019 wieder ein überdurchschnittliches Betriebsergebnis erzielt. „Unsere Bilanzsumme ist im vergangenen Jahr von 1.651 Mio. Euro auf 1.739 Mio. Euro gestiegen, das bedeutet einen Zuwachs von 5,33 Prozent“, sagt Thomas Diederichs – Sprecher des Vorstandes – in der Bilanzpressekonferenz am 06. Juli 2020. Auch die Kundenvolumina bei der regionalen Genossenschaftsbank sind gestiegen.
„Mit einem Zuwachs von 7,13 Prozent sind wir sehr zufrieden. Dieses Ergebnis spiegelt die vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern und KundInnen wider.“ Das bedeutet eine Erhöhung auf insgesamt 3.296 Mio. Euro. Die Bank vergab in 2019 6,38 Prozent mehr Kundenkredite als im Vorjahr. So wurden in 2019 1.138 Mio. Euro an Neukrediten an Privatund Firmenkunden in die Region vergeben.
„Unser Wachstum im vergangenen Jahr zeigt, dass auch wir ein zuverlässiger Partner für Firmen- und Gewerbekunden sind. Die Förderung des Mittelstandes ist gerade in der aktuellen Zeit der Corona-Krise bedeutender denn je“ betont Diederichs. Die Genossenschaftsbank verzeichnete auch im letzten Jahr einen weiteren Zuwachs bei ihren Mitgliedern. „So konnten wir im letzten Jahr wieder weitere 500 Menschen von der genossenschaftlichen Idee und unseren aktiven Mitgliedervorteilen überzeugen – auch hier sind wir sehr zufrieden und blicken auf eine stolze Mitgliederzahl von 39.167 Menschen, die die genossenschaftliche Idee in unserer Region unterstützen“ betont Thomas Diederichs.

Die Herausforderungen in 2019 und die Corona-Krise
Die wirtschaftlichen Herausforderungen prägten auch in 2019 weiter das Umfeld für Banken. Nicht nur die Regulatorik, sondern auch die Niedrigzinspolitik, die Konjunkturabschwächung und die Unsicherheiten auf den Märkten bewegten die Bank im vergangenen Jahr. „Die Auswirkungen der Corona-Krise sind für alle spürbar. So mussten wir Entscheidungen treffen, um unsere MitarbeiterInnen und KundInnen vor einer Ansteckung zu schützen und dennoch unsere Beratungsleistung weiter aufrecht zu erhalten“, sagt Thomas Diederichs. Dass die KundInnen dem Thema Online Banking deutlich offener gegenüberstehen, wurde auch durch die letzten Wochen bestätigt.

„Wir spüren eine deutliche Erhöhung der bargeldlosen Transaktionen und eine noch stärkere Nutzung des Online-Bankings. Mehr als die Hälfte aller Kunden nutzen aktiv unser Online Banking. Davon sind mehr als 20 Prozent über 60 Jahre.“ Die Kunden nutzen vornehmlich die APP- Lösungen der Bank für Smartphones und Tablets. Die Nutzungsquote der Automaten liegt über 90 Prozent. „Aktuell spüren wir eine 80 prozentige Steigerung beim Aufruf unserer Online-Services. Unsere Entscheidung die Beratungszeiten auszuweiten und feste Servicezeiten für Dienstleistungen am Schalter anzubieten, liegt darin begründet“ erklärt Diederichs die Entscheidung des Gesamtvorstandes.
„So können unsere KundInnen Beratungsleistungen nach vorheriger Terminvereinbarung per Video, Telefon oder persönlich in der Zeit von 8 bis 20 Uhr wahrnehmen“, sagt der Sprecher. Die Entwicklung des gesamten Online Angebotes hat für die Genossenschaftsbank hohe Bedeutung. „Wir investieren in die Weiterentwicklung unseres Angebotes, um Trends zu erkennen und optimale Lösungen für unsere KundInnen anzubieten.“

Soziales Engagement in der Region – Online Spendenportal der Bank
 Mit ihrem online Spendenportal ist die Genossenschaftsbank schon seit mehreren Jahren erfolgreich. So konnten auch im vergangenen Jahr wieder allein 132.000 Euro, durch die Mitgliederräte der Bank an gemeinnützige Institutionen aus der Region vergeben werden. „Wir fühlen uns den Menschen in Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen und Ratingen-Lintorf verpflichtet und freuen uns immer, wenn wir zur Realisierung von Projekten mit kulturellem und sozialem Auftrag beitragen konnten. Darüber hinaus sind unsere Mitgliederräte Multiplikatoren und Ideengeber. Im Jahr 2019 spendeten wir insgesamt rund 500.000 Euro mit Hilfe unseres Förderprogrammes Rhein-Ruhr für soziale und kulturelle Projekte, Sport und Bildung“ betont Thomas Diederichs.

Kräfte bündeln – Fusion zweier starker Partner
Am 25. Mai 2020 wurde der Letter of Intent von den beiden Aufsichtsratsvorsitzenden, deren Stellvertretern sowie den Vorständen der Volksbank Rhein-Ruhr und der Volksbank Ruhr Mitte unterzeichnet. Mit dieser Vereinbarung haben beide Seiten die Absicht erklärt, in konkrete Vertragsverhandlungen einzusteigen und sich auf erste Rahmenbedingungen einer möglichen Fusion verständigt. „Unter anderem mit einem klaren Bekenntnis zur Beibehaltung der regionalen Identität, denn schon aufgrund der Größe des Geschäftsgebietes ist die Beibehaltung einer dezentral aufgestellten Bank sinnvoll. Die bisherigen Gespräche haben uns gegenseitig darin bestätigt, dass wir die richtigen Partner zum richtigen Zeitpunkt füreinander sind und die Fusion strategisch sinnvoll ist“ erklärt Diederichs.
Vor allem vor den aktuellen Entwicklungen in der Bankenwelt wie Niedrigzinsen, Digitalisierung und einer zunehmenden Regulatorik halten wir es für wichtig, frühzeitig zu agieren und die richtigen Weichen für eine zukunftsfähige Bank zu stellen. Ausblick in die Zukunft Die verschärften Rahmenbedingungen und das herausfordernde betriebswirtschaftliche Umfeld begleiteten Banken schon mehrere Jahre.

„Meine Kollegen und ich sind zutiefst überzeugt, dass wir für die Zukunft bestens aufgestellt sind. Wir gehören als Genossenschaftsbank zu einer kerngesunden Gruppe und durch unsere betriebswirtschaftliche Struktur sind wir für die kommenden Jahre bestens gerüstet.“ Ein Umfeld, dass durch die Auswirkungen der Corona-Krise weiter geprägt wird und weitere Herausforderungen für regionale Institute mitbringt. „Das vertrauensvolle und partnerschaftliche Miteinander nicht nur mit unseren Mitgliedern und KundInnen – sondern auch mit unseren MitarbeiterInnen – bietet eine perfekte Erfolgsbasis. Wir bauen auf die Bündelung aller Kräfte und sind so bestens für die Zukunft vorbereitet.“

Die Vorstandsamitglieder Carsten Soltau (links) und Thomas Diederichs halten viel vom Motto

Postbank Wohnatlas 2020
Rund um Düsseldorf: Wo sich der Immobilienkauf für Pendler lohnt
- Experten berechnen Pendelkosten für das Umland der Rhein-Metropole
- In Duisburg, Erkrath und Neuss fahren Pendler auch langfristig günstig

Duisburg, 30. Juni 2020 - Hohe Immobilienpreise in den Metropolen treiben Wohnungskäufer ins Umland. In Düsseldorf hat der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen aus dem Bestand im vergangenen Jahr die 4.000-Euro-Marke durchbrochen und lag bei gut 4.118 Euro. In den Umlandkreisen war der Quadratmeter im Schnitt mindestens rund 1.500 Euro günstiger. Kaufinteressierte fassen daher Objekte jenseits der Stadtgrenzen ins Auge. Wer aber in der Rhein-Metropole arbeitet, sollte vor dem Immobilienkauf genau kalkulieren und dabei Fahrtkosten und -zeit einbeziehen. Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat für die Postbank eine Modellrechnung entwickelt, mit der sich diese Pendelkosten beziffern lassen.

Der Postbank Wohnatlas 2020 zeigt, wann die Ausgaben für das Pendeln den Preisvorteil des Immobilienerwerbs im Umland aufgezehrt haben. Duisburg mit günstigstem Preis und guter Anbindung Längere Arbeitswege gehen ins Geld: Fahrscheine im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) oder das Auto wollen bezahlt sein. Zudem frisst die tägliche Fahrt zur Arbeit Zeit. In der Modellrechnung wird jeweils der Kauf einer durchschnittlich teuren 70-Quadratmeter-Wohnung in Düsseldorf mit dem Erwerb einer vergleichbaren Wohnung in einer der größeren Städte im Umland verglichen.

Danach profitieren Pendler aus Duisburg am längsten vom günstigeren Wohnungskauf: Der Kaufpreisvorteil ist bei täglicher Fahrt mit Bus und Bahn zur Arbeit erst nach rund 60 Jahren aufgebraucht, bei der Fahrt mit dem Auto reduziert sich diese Zeitspanne auf gut 20 Jahre. Auch Pendler, die nach Erkrath oder Neuss ziehen, profitieren laut Modellrechnung knapp 50 Jahre von der Ersparnis - vorausgesetzt sie fahren mit der Bahn.

Autofahrer zehren den Kostenvorteil nach gut 23 Jahren (Erkrath) bzw. 26 Jahren (Neuss) auf. Weitere Standorte, in denen der Immobilienkauf auch nach mehr als 25 Jahren Pendeln günstiger bleibt als das Investment im Düsseldorfer Stadtgebiet, sind Hilden, Ratingen, Meerbusch und Mettmann. Bus und Bahn versus Auto Bus- und Bahnpendler kommen fast überall günstiger weg und haben länger etwas vom Kaufpreisvorteil.
Wer allerdings nach Monheim umzieht, profitiert rund 15 Jahre vom Kaufpreisvorteil - ganz gleich, ob er mit dem Auto oder der Bahn nach Düsseldorf pendelt. Dass Autofahrer hier nicht das Nachsehen haben, liegt an der ungünstigen Anbindung: Die 24 Kilometer lange Strecke legen Autofahrer im Schnitt in 26 Minuten zurück, Bahnfahrer benötigen aber 40 Minuten.
Das 29 Kilometer entfernte Jüchen ist sogar noch schlechter angebunden: Mit Bus und Bahn dauert es knapp eine Stunde, mit dem Auto nur etwas mehr als die Hälfte der Zeit. Elf Jahre profitieren Autopendler vom Kaufpreisvorteil, per ÖPNV sind es hingegen knapp zehn Jahre. Höhere Preise in Top-Lagen Auch wenn die Immobilienpreise in den begehrten Lagen im Umland höher liegen als im jeweiligen Landkreis-Durchschnitt, können Pendler sparen.

Wenn die neue Wohnung in Duisburg, Erkrath oder Neuss zum Beispiel 20 Prozent teurer ist als im kreisweiten Durchschnitt, rechnet sich der Umzug für einen Berufspendler im ÖPNV immer noch über einen Zeitraum von mehr als drei Jahrzehnten. Ein Umzug nach Hilden, Ratingen, Meerbusch und Mettmann würde sich auch bei einem Preisaufschlag von 20 Prozent noch mehr als zwei Jahrzehnte lang rentieren.
Duisburg spielt eine Sonderrolle:
Die günstigen Quadratmeterpreise erlauben sogar einen Aufschlag um 30 Prozent für das Wunschobjekt, dennoch bleibt der Kaufpreisvorteil mehr als ein halbes Jahrhundert - und somit länger als ein Berufsleben - bestehen.

Die Modellrechnung zeigt, dass der Umzug in angrenzende Städte aufgrund des Preisgefälles im Vergleich zur Metropole nach wie vor attraktiv ist. Dabei gilt im Düsseldorfer Umland: Je kürzer die Fahrtzeit, umso länger lohnt sich ein Investment. Wer mit der Bahn weniger als eine Viertelstunde benötigt, darf knapp 50 Jahre und länger profitieren. Verlängert sich die Fahrtzeit auf bis zu 20 Minuten, profitieren Käufer immer noch rund drei Jahrzehnte und länger. Wer länger als eine halbe Stunde mit Bus und Bahn unterwegs ist, sollte noch einmal genau rechnen. Denn in diesen Fällen sind die Kaufpreisvorteile im Umland bereits nach spätestens 17 Jahren aufgezehrt. Wie lange rechnet sich der Umzug ins Düsseldorfer Umland?



*vom Bahnhof bzw. Ortsmitte zum Düsseldorfer HBF **Abfahrt werktags morgens zwischen 7 und 8 Uhr Quellen: BBSR (2020): INKAR online, http://www.inkar.de/; Empirica (2020): empirica-systeme Marktdatenbank; Genesis regional (2020): http://www.regionalstatistik.de; Statistisches Bundesamt (2019): www.destatis.de; Google Maps (2020); Berechnungen und Darstellung HWWI

Wie die Modellrechnung funktioniert
Die Modellrechnung geht von den kalkulatorischen Kosten für den Kauf einer 70 Quadratmeter großen Eigentumswohnung aus dem Bestand zuzüglich Notargebühren (2% vom Kaufpreis) und Grunderwerbsteuer in Düsseldorf und im jeweiligen Umlandkreis aus. Dabei wird unterstellt, dass ein Familienmitglied in der Metropole arbeitet und 220 Mal im Jahr dorthin pendelt. Da auch Stadtbewohner einen Arbeitsweg haben, wird zugrunde gelegt, dass die Fahrtzeiten innerhalb der City identisch sind mit denen des Pendlers von seiner Haustür zum Bahnhof der betreffenden Stadt und vom Hauptbahnhof in Düsseldorf zu seinem Arbeitsplatz.

Zusätzliche Zeiten entstehen für Pendler also vom Umland-Bahnhof zum Düsseldorfer Hauptbahnhof. Analysiert wurden sowohl die Fahrtzeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto. Zusätzlich werden die Kosten berechnet. Dazu werden Ticketpreise für Bus und Bahn beziehungsweise die Kosten für das Auto von der Anschaffung über Benzin bis hin zu Reparaturen und Wartung herangezogen. Aber auch Zeit ist Geld: Für den zusätzlichen Zeitaufwand durch das Pendeln wird der in Düsseldorf im Mittel erzielte Bruttolohn im Jahr 2019 (28,03 Euro je Stunde) veranschlagt.

Von der Modellrechnung zur individuellen Abwägung "Das Umland ist gut an Düsseldorf angebunden. Aus 13 der 18 untersuchten Städte sind Pendler mit Bus und Bahn unter 30 Minuten pro Strecke unterwegs. Das macht den Umzug ins Umland für viele Kaufinteressierte attraktiv", sagt Gabriele Strunk, Regionalbereichsleiterin und Mitglied der regionalen Geschäftsleitung Nord-West von der Postbank Immobilien GmbH. "Mit dem Postbank Wohnatlas wollen wir dazu anregen, die Pendelkosten möglichst genau unter die Lupe zu nehmen. Unsere Studie zeigt, wie das geht", sagt Strunk.

"Letztlich kann jedoch nur eine individuelle Analyse der finanziellen Situation, des geplanten Investments und der beruflichen Perspektiven einen realistischen Kostenüberblick liefern." Es macht einen Unterschied, wo im Umlandkreis die Wohnung liegt und wo genau die Arbeitsstelle in der Metropole. Pendeln ein oder zwei Arbeitnehmer; verringern Home-Office- oder Teilzeit-Regelungen die Zahl der Pendeltage? Wie sieht die berufliche Planung generell aus; sind räumliche Veränderungen oder der Renteneintritt absehbar? Familien müssen womöglich zusätzliche Kinderbetreuungszeiten organisieren, wenn der Arbeitsweg länger ausfällt. Auch das kostet Geld.
Andererseits bedeutet ein Investment in der Großstadt in vielen Fällen höhere Schulden - und damit auch höhere Zinszahlungen. "Der Wohnatlas kann bei der individuellen Kostenabwägung helfen. Aber natürlich sollten auch individuelle Vorlieben in die Kaufentscheidung einfließen: Lieber urbanes Flair oder grüne Randlage? Das Gesamtpaket muss stimmen", sagt Postbank-Expertin Strunk.

Übersicht: Immobilienpreise für Düsseldorf und Umland

Annahmen und Berechnungen der Pendelkosten
1. In der Gemeinde des Landkreises wird eine Eigentumswohnung von 70 Quadratmetern zum Durchschnittspreis des Landkreises im Jahre 2019 erworben. Alternativ wird eine Eigentumswohnung von 70 Quadratmetern in der Metropole zum Durchschnittspreis der Metropole im Jahre 2019 gekauft. In die Analyse einbezogen wurden alle Städte in direkt angrenzenden Regionen mit mehr als 20.000 Einwohnern.
2. Der berechnete Kaufpreis wird um Notargebühren von 2% sowie der derzeit im Bundesland geltenden Grunderwerbsteuer erhöht.
3. Einsparungen beim Kauf einer Eigentumswohnung im Umland im Vergleich zu einem Kauf in der Metropole werden um notwendige Mobilitätskosten (direkte Mobilitätskosten und bewerteter Zeitaufwand für das Pendeln), die durch den Umzug in das Umland entstehen, reduziert.
4. Zusätzliche Mobilitätszeiten für Bewohner des Umlandes gegenüber den Bewohnern der Metropole entstehen für den Weg vom Bahnhof der Umlandgemeinde zum Hauptbahnhof der Metropole. Alle Pendler nehmen den Weg von Bahnhof zu Bahnhof.
5. Als Pendelzeit für den einfachen Weg wird die kürzeste Reisezeit angesetzt, die mit dem jeweiligen Verkehrsmittel am Dienstagmorgen, den 12.05.2020, zwischen 07.00 Uhr und 08.00 Uhr erzielt werden konnte.
6. Die Mobilitätszeiten für Hin- und Rückweg sind identisch.
7. Die Mobilitätskosten pro einfachem Entfernungskilometer liegen nach Abzug der Steuervergünstigungen bei 0,35 Euro für den PKW und bei 0,08 Euro für den ÖPNV.
8. Der Zeitaufwand für das Pendeln wird mit dem Medianeinkommen von sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten (Brutto je Stunde) bewertet, der im Jahre 2019 in der Metropole erzielt wurde.

IHK-Blitzumfrage zeigt: Konjunkturprogramm und Exporte geben Industrie Hoffnung
Duisburg, 26. Juni 2020 - Neun Prozent der Betriebe sehen Existenz bedroht   Die Wirtschaft am Niederrhein zeigt sich weiterhin schwer gebeutelt von der Corona-Krise. Vier von zehn Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage als schlecht.
„Es scheint so, als ob der Tiefpunkt der Krise überwunden ist: Die Erwartungen der Unternehmen sind schon deutlich optimistischer als noch vor vier Wochen, vor allem in der Industrie. Das Konjunkturprogramm macht ihnen Hoffnung. Für viele Unternehmen wird das nächste halbe Jahr entscheidend sein“, kommentiert IHK-Präsident Burkhard Landers die Ergebnisse einer aktuellen Blitzumfrage der Niederrheinischen IHK, an der sich rund 200 Unternehmen beteiligt haben. Der IHK-Konjunkturklimaindex steigt von 71 Punkten Ende Mai auf nun 88 Punkte.  

 In der Blitzumfrage der Niederrheinischen IHK beurteilen die Unternehmen in Duisburg sowie den Kreisen Wesel und Kleve ihre Lage unverändert im Vergleich zur IHK-Konjunkturbefragung von Ende Mai: 39 Prozent bewerten die Lage als schlecht, nur 19 Prozent als gut. Weiterhin rechnet jedes vierte Unternehmen mit gravierenden Umsatzeinbrüchen von mehr als 25 Prozent für das laufende Jahr. In Reisewirtschaft und Gastgewerbe liegt der Anteil der besonders betroffenen Unternehmen bei über 80 Prozent. „Für viele Betriebe geht es weiterhin um die Existenz. Auch wenn der Anteil der Unternehmen, die sich von Insolvenz bedroht sehen, von zwischenzeitig 15 auf mittlerweile 9 Prozent gesunken ist: Das wären allein am Niederrhein über 6.000 Betriebe in allen Branchen“, mahnt Landers.  

Nachfrage fehlt, Investitionen gestoppt
Die Unternehmen kämpfen weiterhin vor allem mit der ausbleibenden Nachfrage (65 Prozent), insbesondere aus dem Inland, und stornierten Aufträgen (33 Prozent). Fast jedes zweite Unternehmen hat in diesem Jahr geplante Investitionen gestrichen oder verschoben (45 Prozent).   Um die Krise zu überbrücken, nehmen die Betriebe am Niederrhein die angebotenen finanziellen Unterstützungen von Bund, Land und Kommunen rege in Anspruch: Mehr als jedes zweite befragte Unternehmen hat Kurzarbeit angezeigt, fast jedes vierte hat Steuerstundungen beantragt. Ebenso viele Unternehmen haben Soforthilfeanträge gestellt. Vor allem mittelständische Betriebe wünschen sich dennoch einen leichteren Zugang zur Soforthilfe.  
 
Konjunkturprogramm macht Hoffnung
Befanden sich die Erwartungen der Unternehmen vor vier Wochen noch branchenübergreifend auf einem Allzeittief, lichtet sich allmählich die Sicht: 26 Prozent erwarten eine Verbesserung ihrer Geschäftslage (Ende Mai: 12 Prozent), 29 Prozent gehen von einer weiteren Verschlechterung aus (zuvor: 49 Prozent).

In der Folge ist der IHK-Konjunkturklimaindex, der Lage und Erwartungen zusammenfassend darstellt, binnen vier Wochen von 71 auf 88 Punkte gestiegen. Vor allem in der Industrie ist Optimismus eingezogen: 42 Prozent der Befragten zeigen sich optimistisch gegenüber 19 Prozent mit pessimistischer Einschätzung.
Weitestgehend mutlos zeigen sich dagegen Gastgewerbe, Reisewirtschaft und Einzelhandel, aber auch Verkehr und Logistik: Jeweils 50 Prozent der Betriebe sehen die Zukunft pessimistisch. Der insgesamt dennoch positive Effekt mag vor allem dem Anfang Juni verabschiedeten Konjunkturprogramm zuzuschreiben zu sein. In der Industrie stehen die Zeichen im Auslandsgeschäft zunehmend auf Entspannung.

„Damit diese Hoffnungen auch zu barer Münze werden, müssen die Maßnahmen jetzt konsequent fortgesetzt und die Hilfen für die Unternehmen feinjustiert werden. Alle behördlichen Stellen müssen jetzt Gas geben mit den Programmen und für Transparenz sorgen, welche Leistungen wann für wen und in welcher Höhe tatsächlich abrufbar sind. Gleichzeitig ist wichtig, für mehr Nachvollziehbarkeit bei den Lockerungsmaßnahmen zu sorgen. Das schafft das Vertrauen, das wir dringend brauchen“, fordert der IHK-Präsident.  
Die IHK berät ihre Mitglieder bei der Abrechnung der Soforthilfe sowie zum Thema Überbrückungsgeld und zu weiteren Unterstützungsangeboten telefonisch unter 0203/2821-0.  

In der Industrie stehen die Zeichen im Auslandsgeschäft zunehmend auf Entspannung. Foto: Niederrheinische IHK/Ullrich Sorbe


Metastudie liefert Grundlage zur Kategorisierung und Typologisierung von Binnenhäfen

Duisburg, 25. Juni 2020 - Ein Gesamtkonzept für eine effiziente Energienutzung und -versorgung des Duisburger Binnenhafens erstellen – so lautet die Zielsetzung des Projektes »enerPort«. Auf dem Weg dorthin haben das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT und die Duisburger Hafen AG einen wichtigen Meilenstein erreicht: Ein Jahr nach Projektstart haben sie eine Metastudie durchgeführt. Sie soll die Übertragbarkeit des Konzeptes auf andere Häfen gewährleisten. Im Zentrum stehen Kategorisierung und Typologisierung von Binnenhäfen.


© Fraunhofer UMSICHT Abbildung 1: Binnenhäfen in Deutschland (Kategorisierung)
Binnenhäfen als besondere Stadtquartiere


»Gleich zu Beginn des Projektes haben wir festgestellt, dass es keine eindeutige und für uns zielführende Definition von Binnenhäfen gibt«, erklärt Dr. Anna Grevé, Leiterin der Abteilung Elektrochemische Energiespeicher am Fraunhofer UMSICHT. »Denn für uns sind die Häfen besondere Stadtquartiere mit eigenen energetischen Anforderungen. Deshalb haben wir ein spezielles Indikatorensystem entwickelt, das Binnenhäfen in ihren verschiedenen Ausprägungen charakterisiert.« Auf der einen Seite umfasst es die wirtschaftliche Bedeutung (Hafenfläche, Warenumschlag, Verkehrsanbindung), die Struktur (bauliche Elemente, Unternehmenslandschaft) und die Quartiersanbindung (Wohnbaufläche, Bevölkerung, Gewerbe- und Industriefläche). Auf der anderen Seite schließt es Faktoren wie Sektorkopplung und Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ein: Wie sieht beispielsweise die Netzinfrastruktur aus? Existieren vor Ort bereits Power-to-X-Technologien? Und wäre der Bau von Windkraft- oder Photovoltaik-Anlagen zielführend?


© Fraunhofer UMSICHT Abbildung 2: Typologisierung von Binnenhäfen (Lagerstrukturen und Unternehmenslandschaft)

© Fraunhofer UMSICHT Abbildung 3: Typologisierung von Binnenhäfen (Hafentypen)


Trimodaler Handelshafen oder spezialisierter Hafen mit Wohnbau-Affinität?
Ein Blick auf Kategorien und Typen

Auf dieser Basis haben die Projektpartner zehn Kategorien erstellt, die folgende Merkmale berücksichtigen: wasserseitiger Warenumschlag (groß oder klein; die Grenze liegt bei 3 Millionen Tonnen), Umschlagsmöglichkeiten (bimodal zwischen zwei Verkehrsträgern oder trimodal zwischen Wasser, Schiene und Straße) und Quartiersanbindung (Gewerbe/Industrie, Gewerbe-/Industrie-affin, Wohnbau-affin, Mischform). In Deutschland am stärksten vertreten sind Häfen mit der Kombination »klein, trimodal, Mischform« (27), gefolgt von »klein, trimodal, Wohnbau-affin« (14) sowie »groß, trimodal, Mischform« (12). Details sind Abbildung 1 zu entnehmen.

Ergänzend unterscheiden die Projektpartner zwischen zwei Hafentypen. Während der Handelshafen durch eine gemischte Lagerstruktur, verschiedene Umschlaggüter und eine heterogene Unternehmenslandschaft gekennzeichnet ist, umfasst der spezialisierte Hafen wenige Lagertypen und Umschlaggüter sowie eine homogene Unternehmenslandschaft – vgl. Abbildung 2 und 3.

 

Die nächsten Schritte: Power-to-X- und Energieversorgungstechnologien im Fokus

Anhand dieser Einordnungen haben die Projektpartner neben Duisburg sieben weitere Häfen für eine bereits laufende Detailanalyse ausgewählt. »Sie umfasst u. a. die Erhebung von Lastgängen sowie Interviews mit den Akteuren vor Ort – von Unternehmen über Energieversorger und Netzbetreiber bis zu den Anwohnerinnen und Anwohnern«, so Alexander Garbar, Manager Sustainability und Projektmanager Unternehmensentwicklung bei der Duisburger Hafen AG.
 »Dabei fragen wir zum Beispiel nach der aktuellen Situation, den Bedarfen und der Kooperationsbereitschaft.« Auch die weiteren Arbeitspakete stehen bereits fest. Dazu zählen die Vorauswahl und Charakterisierung von Power-to-X- und Energieversorgungstechnologien für den Duisburger Hafen ebenso wie die Entwicklung erster Zukunftsszenarien. Mit konkreten Ergebnissen rechnen Anna Grevé und Alexander Garbar zum Ende des Jahres.

 

Das Projekt »enerPort«

Im Rahmen von »enerPort« entsteht ein Gesamtkonzept zur Energienutzung und -versorgung für den Duisburger Hafen – und zwar in Bezug auf Herausforderungen der Energiewende. Das Besondere: Bisher konzentrieren sich Aktivitäten zur Steigerung von Effizienz und Nutzung erneuerbarer Energien in Häfen auf den Bereich der Logistik und den Einsatz biobasierter Kraftstoffe. Mit Blick auf die Energiewende sind Binnenhäfen aber vor allem auch interessante Stadtgebiete mit einem eigenen Anforderungsprofil und großem Entwicklungspotenzial. Die Projektpartner verfolgen deshalb einen cross-industriellen Ansatz zur Sektorenkopplung von Energiewirtschaft mit den Bereichen Wohnen, Gewerbe, Industrie, Logistik und Verkehr.

 

 

NRW-Kommunen verringerten 2019 ihre Schulden um 1,6 Prozent
Düsseldorf/Duisburg, 24. Juni 2020 - Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände Nordrhein-Westfalens beliefen sich Ende 2019 auf 60 Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war das eine Milliarde Euro bzw. 1,6 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Rein rechnerisch ergibt sich damit für jeden Einwohner des Landes eine Verschuldung von 3 344 Euro (2018: 3 402 Euro).

Bei dieser Betrachtung werden neben den Schulden der Kernhaushalte auch die Schulden der kommunalen Eigenbetriebe, der eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen und der kommunalen Anstalten öffentlichen Rechts berücksichtigt.
Die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung war Ende 2019 um 14,4 Prozent höher als zehn Jahre zuvor (damals: 2 923 Euro). Im Jahr 2009 hatte der Schuldenstand in NRW bei 52 Milliarden Euro gelegen. Ende vergangenen Jahres beliefen sich allein die Schulden der kommunalen Kernhaushalte auf 47,6 Milliarden Euro. Sie setzten sich aus Kassenkrediten (21,6 Mrd. Euro), mittel- und langfristigen Krediten (Investitionskrediten; 24,0 Mrd. Euro) sowie Wertpapierschulden (2,0 Mrd. Euro) zusammen. Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Kassenkredite um 6,2 Prozent.

Die Kredite stiegen um 4,0 Prozent und die Wertpapierschulden um 7,0 Prozent. Sie werden sowohl für investive Zwecke als auch zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen eingesetzt. Gegenüber 2009 erhöhten sich sowohl die mittel- und langfristigen Kredite (+2,7 Prozent), als auch die zur Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe aufgenommenen Kassenkredite (+25,5 Prozent). (IT.NRW)



IHK unterstützt ab Juli bei Soforthilfe-Abrechnung Überbrückungshilfe für Unternehmen und Selbstständige startet  
Bis Ende Mai haben allein im Regierungsbezirk Düsseldorf 135.000 Unternehmen und Selbstständige einen Antrag auf Soforthilfe gestellt. Ab kommender Woche müssen sie nachweisen, wofür sie die Finanzhilfen verwendet haben. Dabei unterstützt die Niederrheinische IHK mit einer Hotline. Ab Anfang Juli können mit der Überbrückungshilfe weitere Zuschüsse beantragt werden.  
Die Überbrückungshilfe ergänzt das Ende Mai abgelaufene Soforthilfeprogramm für die Monate Juni bis August. Anspruchsberechtigt sind Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler, die in den Monaten April und Mai im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Umsatzrückgang von mindestens 60 Prozent zu verkraften hatten. Die Höhe des Zuschusses ist gestaffelt und auf maximal 150.000 Euro begrenzt. Die Unternehmen können die Finanzhilfen ausschließlich über den Steuerberater beantragen. Dies wird voraussichtlich ab Anfang Juli möglich sein.  
Wie bereits beim Soforthilfeprogramm des Bundes, wird die NRW-Landesregierung die Zuschüsse an die Unternehmen auch bei der Überbrückungshilfe aufstocken. Dadurch können von der Corona-Krise betroffene selbstständige Freiberufler wie Fotografen oder Reinigungskräfte auch ihre Lebenshaltungskosten mit 1.000 Euro pro Monat pauschal anrechnen.
„Viele Soloselbstständige trennen in der Praxis nicht zwischen Betriebs- und Privatausgaben. Wir freuen uns, dass NRW für sie eine lebensnahe Lösung gefunden hat, um hier zu helfen“, lobt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK, die Landesregierung.  
Die Abrechnung der Soforthilfe beginnt schon in der kommenden Woche. Die Antragsteller erhalten dazu eine E-Mail mit der Aufforderung, ihren Liquiditätsengpass nachzuweisen. Zu viel erhaltenes Geld müssen die Betriebe zurückzahlen. Nachdem die IHK in den vergangenen Monaten bereits rund 4.000 Antragsteller bei der Beantragung der Soforthilfe unterstützt hat, beantwortet sie nun auch Fragen zur Abrechnung. IHK-Mitglieder können sich telefonisch unter 0203/2821-0 oder per E-Mail unter soforthilfe@niederrhein.ihk.de an die IHK wenden und erhalten dann einen Rückruf aus dem Beraterteam.    
Amazon gründet Climate Pledge Fund über 2 Milliarden Dollar

Seattle/Duisburg, 23. Juni 2020 - Amazon gründet Climate Pledge Fund über 2 Milliarden Dollar, der in Unternehmen investiert, die Produkte, Dienstleistungen und Technologien zur Dekarbonisierung der Wirtschaft und zum Schutz des Planeten entwickeln  Seattle, den 23. Juni 2020. Amazon hat heute die Einrichtung des Climate Pledge Funds bekannt gegeben. Investitionen aus dem Fund werden die Entwicklung von nachhaltigen Technologien und Dienstleistungen fördern.

Amazon will damit sich selbst und andere Unternehmen in die Lage versetzen, ihr Klimaversprechen zu erreichen: bis zum Jahr 2040 CO2-neutral zu arbeiten. Das zweckgebundene Venture-Investitionsprogramm wird mit einem Startkapital von 2 Milliarden Dollar in visionäre Unternehmen investieren, deren Produkte und Services den Übergang zu einer kohlenstofffreien Wirtschaft erleichtern. Im vergangenen Jahr haben Amazon und die Organisation Global Optimism gemeinsam den Climate Pledge gegründet – eine Selbstverpflichtung, das Pariser Klimaschutzabkommen zehn Jahre früher zu erreichen und bis 2040 CO2-neutral zu sein.
Verizon, Reckitt Benckiser (RB) und Infosys haben sich dem Versprechen vor Kurzem angeschlossen und signalisieren damit einen immer schneller wachsenden Bedarf an Produkten und Services zur Reduktion von CO2-Emissionen. Amazons Climate Pledge Fund wird die Entwicklung von Innovationen zugunsten einer kohlenstofffreien Wirtschaft der Zukunft beschleunigen.

„Der Climate Pledge Fund will in visionäre Unternehmer und Entwickler mit Produkten und Dienstleistungen investieren, die Unternehmen helfen, ihren CO2-Einfluss zu reduzieren und nachhaltiger zu agieren“, sagte Jeff Bezos, Gründer und CEO von Amazon. „In Betracht kommen Unternehmen aus der ganzen Welt, in allen Größen und in jeder Entwicklungsphase – von Start-ups mit Prototyp bis hin zu fest etablierten Unternehmen.
Jede künftige Investition wird an ihrem Potenzial gemessen, den Weg zur CO2-Neutralität zu beschleunigen und zum Schutz des Planeten für künftige Generationen beizutragen.“
Der Climate Pledge Fund wird in Unternehmen verschiedener Branchen investieren, darunter Transport und Logistik, Energieerzeugung, -lagerung und -nutzung, Fertigung und Materialien, Kreislaufwirtschaft sowie Lebensmittel und Landwirtschaft. Im Laufe der Zeit wird Amazon nach Möglichkeiten suchen, andere Unterzeichner des Climate Pledges in das Venture-Investitionsprogramm einzubinden.

„Amazon hat seine Führungsrolle unter Beweis gestellt, in großem Maße auf kohlenstoffarme Technologien zu setzen“, sagte R. J. Scaringe, Gründer und CEO von Rivian Automotive. „Ihre Investition in Rivian und die folgende Bestellung von 100.000 elektrischen Lieferwagen wird den CO2-Fußabdruck von Amazons Zustellnetz erheblich verkleinern. Wir freuen uns auf eine Zukunft mit CO2-neutralen Lieferangeboten.“
Amazon veröffentlichte heute seinen Nachhaltigkeitsbericht 2019, ein Update zu den Nachhaltigkeitszielen und -programmen des Unternehmens: Amazon gab bekannt, auf einem guten Weg zu sein, bereits bis zum Jahr 2025 – fünf Jahre früher als bisher geplant – zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie zu arbeiten.

Als Teil des Climate Pledges hatte sich Amazon 2019 dazu verpflichtet, bis 2024 zu 80 Prozent und bis 2030 zu 100 Prozent erneuerbare Energie zu nutzen.  Bis heute hat Amazon 91 Projekte für erneuerbare Energie auf der ganzen Welt angekündigt. Zusammen werden diese Projekte mit einer Gesamtkapazität von über 2.900 Megawatt jährlich mehr als 7,6 Millionen Megawattstunden an erneuerbarer Energie liefern – genug um 680.000 US-Haushalte mit Strom zu versorgen.

Amazon hat aus seinem 100-Millionen-Dollar Right Now Climate Fund zwei Investitionen in naturnahe Lösungen und Wiederaufforstungsprojekte auf der ganzen Welt gestartet. Darunter ein Wiederaufforstungsprojekt in den Appalachen in den USA und ein Urban-Greening-Programm zur städtischen Begrünung in Berlin.  Seit 2015 hat Amazon das Verpackungsgewicht von ausgehenden Lieferungen um 33 Prozent reduziert und mehr als 880.000 Tonnen Verpackungsmaterial eingespart. Das entspricht 1,5 Milliarden Versandkartons.
 
Windfarm - Wiederaufforstung

Prämien für Ausbildung in der Corona-Krise

IHK berät zu Förderung der Bundesregierung  
Duisburg, 23. Juni 2020 - Bewerber und Ausbildungsbetriebe haben es in diesem Jahr besonders schwer, zusammenzufinden. Die Niederrheinische IHK unterstützt mit ihren Angeboten gezielt Ausbilder und Jugendliche, um den regionalen Ausbildungsmarkt in der schwierigen Phase zu stabilisieren. Sie berät Ausbildungsbetriebe auch zur angekündigten finanziellen Förderung durch die „Ausbildungsprämie“ der Bundesregierung.  

Die Bundesregierung unterstützt Unternehmen, die den Fachkräftebedarf in der Region während der Corona-Krise sichern. Kleine und mittlere Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringern, erhalten aus dem Konjunkturpaket für jeden neu geschlossenen Ausbildungsvertrag eine Prämie in Höhe von 2.000 Euro.

Unternehmen, die ihr Ausbildungsplatzangebot sogar erhöhen, erhalten für zusätzliche Ausbildungsverträge 3.000 Euro. Betriebe, die ihre Ausbildungsaktivität trotz Belastungen fortsetzen und Ausbilder sowie Auszubildende nicht in Kurzarbeit bringen, können ebenfalls gefördert werden.  Unternehmen, die Azubis aus insolventen Firmen aufnehmen, bekommen eine Übernahmeprämie.   „Unser Team der Ausbildungsberatung steht den Betrieben auch zu dem Thema Prämie mit Rat und Tat zur Seite“, betont Matthias Wulfert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer bei der Niederrheinischen IHK.
„Von zentraler Bedeutung ist, dass sich die wirtschaftlichen Perspektiven der Unternehmen am Niederrhein schnell wieder aufhellen. Dann rückt das Thema Fachkräfte erneut in den Fokus. Unsere Initiativen und Aktivitäten zielen darauf, die berufliche Ausbildung sowohl im Sinne der Perspektiven junger Menschen als auch zur Sicherung der Fachkräfte der Unternehmen unserer Region in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie zu stärken“, erläutert Wulfert. „Aktuell liegt unser Schwerpunkt der Aktivitäten darin, Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt zusammen zu führen.“  

Weitere Infos erhalten Sie bei unseren Ausbildungsberatern, Telefon 0203-28210 oder auf unserer Website unter www.ihk-niederrhein.de/ausbildungsberatung. Über die IHK-Lehrstellenbörse können Unternehmer für ihre freien Ausbildungsstellen werben unter www.ihk-lehrstellenboerse.de.  

Foto: Niederrheinische IHK/Michael Neuhaus


Beschäftigte im öffentlichen Dienst 2019: +6 800 bei Polizei und +11 900 bei Kitas
Mehr Personal bei der Polizei und in kommunalen Kindertageseinrichtungen haben bis Mitte 2019 zu einem Beschäftigungszuwachs im öffentlichen Dienst geführt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Tages des öffentlichen Dienstes am 23. Juni 2020 nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren in Deutschland zum Stichtag 30. Juni 2019 rund 4,9 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst tätig. Das waren 83 400 Personen oder 1,7 % mehr als ein Jahr zuvor.

Galeria Karstadt Kaufhof: 62 von 172 Warenhäusern sollen geschlossen werden

Duisburg soll nicht betroffen sein
Duisburg, 19. Juni 2020 - Laut übereinstimmenden Medienberichten haben sich Geschäftsführung, Betriebsrat und Gewerkschaften auf einen entsprechenden Sanierungsplan geeinigt.  Ursprünglich ließ der Konzern verlauten, dass bis zu 80 der 172 Standorte schließen sollen. Wegen der Corona-bedingten Umsatzausfälle Anfang April war ein Schutzschirmverfahren beantragt worden, da allein für 2020 1 Mrd. Euro Umsatzverlust entstanden sei.


Der Kaufhof und Karstadt in Duisburg sollen nicht betroffen sein.

Filial-Schließungen Galeria Karstadt Kaufhof in NRW:
Bielefeld
Bonn
Brühl
Dortmund
Dortmund
Düsseldorf Schadowstraße
Düsseldorf Wehrhahn
Essen
Essen
Gummersbach
Gütersloh
Hamm
Iserlohn
Köln Weiden
Leverkusen
Mönchengladbach Reydt
Neuss
Witten

Es betrifft rund 6000 Beschäftigte. Die Gewerkschaft Verdi nach eigenen Angaben einen Sozialplan ausgehandelt. Sie sollen für sechs Monate in eine sogenannte Transfergesellschaft überführt werden.

Duisburger Agentur gewinnt German Brand Award 
Duisburg, 19. Juni 2020 - Wie bereits 2019 wurde die Duisburger Werbeagentur dws auch in diesem Jahr mit dem „German Brand Award“ in der Kategorie „Excellence in Brand Strategy and Creation“ gekürt. Mit der Auszeichnung würdigte die Jury die Leistungen für die Düsseldorfer Agenturgruppe TWT Digital Group, die für Kunden unterschiedlichster Branchen innovative digitale Lösungen entwickelt. 
Seit Oktober letzten Jahres entwickelte dws das neue Corporate Design für TWT, bei dem das Logo im Mittelpunkt stand.
„Gutes Design fällt nicht aus dem Himmel, sondern resultiert aus einer fundierten Strategie. Und genau in dieser Kombination liegt die besondere Stärke unserer Agentur!“, betont dws-Geschäftsführer Sebastian Petry und freut sich, dass diese Leistung von der Jury honoriert wurde. 
Ein Logo ist mehr als „nur“ Design Mit dem neuen Logo und dem damit einhergehenden Außenauftritt wollte das Unternehmen seine Weiterentwicklung dokumentieren und nachdrücklich kommunizieren, dass TWT anders ist als seine Wettbewerber. Auch der Verbund der sieben Tochtergesellschaften sollte offensichtlicher werden. 

Eine Besonderheit für dws lag in der Zusammenarbeit mit einer anderen Agentur. Trotz eigener Kompetenzen in den Bereichen Strategie und Gestaltung beauftragte TWT einen externen Dienstleister, der das Unternehmen mit einem unverstellten Blick von außen sehen kann.  Der neue frische Look von TWT TWT verabschiedete sich von der Farbe Blau und einem Pfeil als Signet und fokussierte sich auf eine reine Wortmarke. Man entschied sich für den Farbton „Living Coral“, der vom Pantone Color Institute zur „Color of the Year 2019“ ausgewählt wurde.

Das warme Korallenrot ist lebensbejahend, freundlich, temperamentvoll und wird in vielen Anwendungen mit einem schwarzen Hintergrund kontrastiert. „Das Zusammenspiel zwischen Farbgebung und den sich überschneidenden Lettern „T“ „W“ „T“ erzeugt einen frischen und dynamischen Gesamteindruck, der das Unternehmen deutlich von seinem Wettbewerbsumfeld abhebt“, erläutert André Klages, Leiter der dws-Kreativabteilung. Kreativität für die digitale Welt  „Innovationsfreude und Dynamik – genau diese Eigenschaften erwarten Kunden von einer Agentur, die digitale Transformationsprozesse gestalten und begleiten kann“, fanden sowohl TWT als auch das dws-Team: „Mit dem neuen Auftritt zeigt TWT genau diese Qualitäten bereits auf den ersten Blick!“

Sebastian Petry, Max Stepper, Dennis Drepper und André Klages, dws Werbeagentur GmbH

Über dws. Die dws Werbeagentur GmbH wurde 1973 von Ekkehard Dissars gegründet und im Jahr 2010 vom heutigen Geschäftsführer Sebastian Petry übernommen. Mit den Schwerpunkten Corporate Design und Markenstrategie reicht das Leistungsportfolio der Full-Service-Agentur von klassischer Kommunikation über Bewegtbild und Events bis hin zur Entwicklung digitaler Kommunikationslösungen über Web, Apps und SocialMedia. 
Am Standort im Duisburger Innenhafen betreut dws teilweise schon über Jahrzehnte Kunden unterschiedlichster Branchen, unter anderen RAG, Duisburger Hafen AG, startport, Kelvion, BNP Paribas u.a.

Gastgewerbeumsatz, April 2020
-56,3 % zum Vormonat (real, kalender- und saisonbereinigt, vorläufig)
-56,2 % zum Vormonat (nominal, kalender- und saisonbereinigt, vorläufig)
-75,8 % zum Vorjahresmonat (real, vorläufig)
-75,2 % zum Vorjahresmonat (nominal, vorläufig)
Die Corona-Pandemie hatte im April 2020 noch stärkere Auswirkungen auf das Gastgewerbe in Deutschland als im März 2020. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, fiel der Gastgewerbeumsatz im April 2020 real (preisbereinigt) um 75,8 % und nominal (nicht preisbereinigt) um 75,2 % gegenüber April 2019. Im Vergleich zum März 2020 fiel der Umsatz im Gastgewerbe im April 2020 nach Kalender- und Saisonbereinigung real um 56,3 % und nominal um 56,2 %.
Energie-Scouts sparen für Unternehmen rund 120.000 Euro ein
Siegerteams 2020 kommen aus Duisburg und Goch  
Duisburg, 17. Juni 2020 - 65 Azubis aus 18 Unternehmen vom Niederrhein forschten ein halbes Jahr lang als Energie-Scouts nach Ressourcen-Schwachstellen in ihren Betrieben. Beim gleichnamigen Wettbewerb der Niederrheinischen IHK überzeugten drei Teams aus Duisburg und Goch besonders. Am Mittwoch, 17. Juni, stellten die Scouts ihre Ideen der Jury vor.  

Das Interesse an den „Energie-Scouts Niederrhein“ war so groß, wie nie zuvor. Denn mittlerweile nutzen viele Unternehmen den innovativen Blick ihrer Auszubildenden, um durch die facettenreichen Ideen rentable Energie- und Ressourcensparmaßnahmen aufzuspüren. Die Scouts helfen dabei Transportwege zu optimieren, auf energieeffiziente Motoren umzurüsten oder Mitarbeiter zu sensibilisieren. Wenn alle Projekte der diesjährigen Energie-Scouts umgesetzt werden, können die Unternehmen jährlich rund 120.000 Euro einsparen.  
Die Preisträger in diesem Jahr sind:  
1. Platz: FSB Backwaren GmbH, Duisburg
2. Platz: RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG, Duisburg
3. Platz: Verbandssparkasse Goch-Kevelaer-Weeze  

Das Sieger-Team der FSB Backwaren GmbH überzeugte die Jury damit, dass sie insgesamt 81 Motoren in zwei Produktionslinien in der Backstube umrüsteten. Damit spart das Unternehmen insgesamt 108.000 Kilowattstunden Strom (kWh). Das sind Kosten in Höhe von 18.400 Euro. Mit gleich drei Teilprojekten konnte das zweitplatzierte Team der RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG punkten. Die Azubis sensibilisierten ihre Kollegen in Bezug auf Energieeinsparungen bei Bildschirmen, Druckern und anderen Nutzgegenständen. Außerdem stellten sie die Flaschenreinigung auf den Prüfstand. Dabei wird zukünftig weniger Frischwasser eingespritzt und rund 13.400.00 Liter Wasser eingespart.
Als dritter Baustein wird das dreifach-Kopierpapier im Versand durch einfaches Kopierpapier ersetzt. Die jährliche Ersparnis liegt nach der Umsetzung aller Teilprojekte bei rund 51.000 Euro und rund acht Tonnen CO2. Das Team der Verbandssparkasse Goch-Kevelaer-Weeze plant die Installation einer Photovoltaikanlage und spart damit zukünftig ca. 7.500 Euro Stromkosten ein.  
Seit 2015 über 4.000 Tonnen weniger Kohlendioxid Die besten Teams erhielten ein Preisgeld von insgesamt 1.000 Euro, gesponsert durch die Wirtschaftsjunioren Duisburg und Kleve.
„Die Auszubildenden lernen als Energie-Scouts energetische Schwachstellen zu erkennen, entwickeln eigene Projekte und sind Botschafter in ihrem Unternehmen. Sie motivieren ihre Kollegen zum Mitmachen und erzielen sichtbare Ergebnisse. Denn umzudenken, bietet das meiste Potenzial, um Effizienzmaßnahmen erfolgreich umzusetzen“, weiß Felix Brüne, Energiereferent bei der Niederrheinischen IHK.

„Mittlerweile haben bereits über 280 Auszubildende an unserem Projekt teilgenommen und insgesamt ca. 1,3 Millionen Euro Energiekosten für ihre Unternehmen eingespart. Allein durch die bisherigen Einsparmaßnahmen gelangten am Niederrhein seit dem Projektstart 2015 über 4.000 Tonnen weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre“, schätzt Brüne.   Der erste und zweite Platz der Energie-Scouts werden im Oktober an der Bundesbestenehrung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages e.V. in Berlin teilnehmen und dort neben den besten Energie-Scouts aus 60 weiteren IHKs mit ihren Projekten ins Rennen gehen.   
Die Nachfrage nach der Weiterbildung zum Energie-Scout ist so groß, dass die Niederrheinische IHK ab Herbst 2020 in die bereits 6. Runde des Projektes geht.  

Alle Teams der Energie-Scouts besuchten zusammen ArcelorMittal, um sich für die eignen Projekte inspirieren zu lassen. Foto: Niederrheinische IHK/Felix Brüne

RVR-Ruhrparlament gibt 24 regionale Kooperationsstandorte in die Erarbeitung  Zukunftsorientiertes Angebot für Gewerbe und Industrie in der Metropole Ruhr
Essen/Duisburg, 15. Juni 2020 - Um mehr Industrie und Gewerbe in der Metropole Ruhr ansiedeln zu können, will der Regionalverband Ruhr (RVR) 24 neue regionale Kooperationsstandorte ausweisen. Die zusammenhängenden Flächen haben eine besondere Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region und sollen frühzeitig über einen so genannten Sachlichen Teilplan gesichert werden. Das Ruhrparlament hat dem Vorschlag aus der RVR-Regionalplanung heute (15. Juni) mit Mehrheit zugestimmt und den Erarbeitungsbeschluss gefasst.

RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel: "Auf diese Weise können die für die Region bedeutsamen Großflächen vorab regionalplanerisch gesichert werden. Die Kooperationsstandorte sind ein einzigartiges und zukunftsorientiertes Angebot für die wirtschaftliche Entwicklung des Ruhrgebiets, um dem Mangel an größeren zusammenhängenden Gewerbe- und Industrieflächen zu begegnen. Damit bekommen die Städte und Kreise in der Metropole Ruhr weitere Planungssicherheit."

Der Sachliche Teilplan umfasst 24 in der ganzen Metropole Ruhr verteilte Gewerbestandorte mit einer Gesamtgröße von 1.300 Hektar. Zehn der regionalen Kooperationsstandorte sollen auf vormals durch Bergbau, Abgrabungen oder Industrie genutzten Flächen festgelegt werden. Hierzu zählen zum Beispiel die Schachtanlage Franz-Haniel in Bottrop, ein Rangierbahnhof in Hamm und vier Kraftwerksstandorte in Voerde, Lünen, Bergkamen und Werne. "So können Unternehmen auf ehemaligen Industriebrachen untergebracht werden, ohne hierfür zusätzlichen Freiraum in Anspruch nehmen zu müssen", betont die Regionaldirektorin. Auf den regionalen Kooperationsstandorten sollen in erster Linie große Unternehmen mit einer Größe von fünf Hektar und mehr angesiedelt werden.

Rasmus C. Beck, Geschäftsführer der Business Metropole Ruhr: "Das Ruhrgebiet setzt auf Wachstum. Dafür ist der Erarbeitungsbeschluss des Ruhrparlaments ein wichtiges Signal: Die 24 neuen regionalen Kooperationsstandorte eröffnen Potenziale, auf die das Ruhrgebiet angewiesen ist. 61 Prozent der in den letzten Jahren entstandenen sozialversicherungspflichten Jobs sind eben in Gewerbegebieten entstanden. Wichtig ist, das Tempo hochzuhalten. Die gesicherten Flächen müssen nun schnell auf den Markt gebracht werden." Durch die letzte Änderung des Landesentwicklungsplans ist es zudem möglich, den Standort Kohlenhuck in Moers und Kamp-Lintfort in den Plan mit aufzunehmen. Damit wird den seit längerem bestehenden Planungsabsichten der beiden Städte entsprochen.

"Um den Kommunen und der Wirtschaft im Ruhrgebiet neue Perspektiven für die Gewerbeflächenentwicklung zu bieten, hat die Regionalplanung in der Corona-Krise mit Hochdruck daran gearbeitet, den Entwurf des Sachlichen Teilplans für den Beschluss durch die Verbandsversammlung im Juni fertig zu stellen", erläutert Michael Bongartz, Referatsleiter Regionalplanung beim RVR. An den Erarbeitungsbeschluss des Ruhrparlaments schließt sich ein zweimonatiges Beteiligungsverfahren an. In dieser Phase haben Kommunen, Fachbehörden, Verbände und die Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich an dem Verfahren zu beteiligen und eine Stellungnahme abzugeben. Das Beteiligungsverfahren soll nach der Sommerpause beginnen. idr

Konjunktureinbruch in allen Branchen



IHK: Konjunkturprogramm des Bundes muss regional unterfüttert werden
 

Duisburg, 9. Juni 2020 - Die Corona-Pandemie ist ein Schock für die Wirtschaft am Niederrhein. Die Unternehmen beurteilen die wirtschaftliche Lage so schlecht wie zuletzt im Frühsommer 2009. Der IHK-Konjunkturklimaindex sackt um mehr als 40 Punkte ab. „Unsere Umfragewerte zeigen: Der Lockdown hat viel Vertrauen zerstört, Konsumenten verunsichert und Investitionsvorhaben gestoppt. Die Bundesregierung hat darauf mit dem Konjunkturpaket eine starke Antwort gefunden und ein Signal der Stabilität gesetzt“, so IHK-Präsident Burkhard Landers bei der Vorstellung der Ergebnisse der Frühsommerumfrage der Niederrheinischen IHK. An der Umfrage haben sich 318 Unternehmen mit insgesamt rund 44.000 Beschäftigten beteiligt.

 

Sorgen um wirtschaftliche Existenz an vielen Stellen spürbar.

Die Coronakrise ist für die Unternehmen am Niederrhein keine abstrakte Größe, sie hat sehr konkrete wirtschaftliche Folgen. Rund 40 Prozent der Unternehmen spüren trotz Rettungsschirmen und Soforthilfepaketen die wirtschaftlichen Folgen bereits. Sie beurteilen ihre Wirtschaftslage als schlecht. 9 Prozent sehen sich sogar von Insolvenz bedroht. Das entspräche allein am Niederrhein rund 6.000 Betrieben. 

 

Die Auswirkungen der Coronakrise treffen alle Branchen.

Das zeigt sich besonders bei der Einschätzung zur Geschäftsentwicklung. Rund 50 Prozent erwarten, dass sich ihre Geschäftssituation in den kommenden 12 Monaten weiter verschlechtern wird. Das ist der niedrigste Wert, seit die IHK einen Konjunkturbericht für den Niederrhein erstellt (seit 25 Jahren). Gerade einmal 12 Prozent der Unternehmen bleiben optimistisch.

 

Der Konjunkturklimaindex, der Lage und Erwartungen zusammenfassend darstellt, sinkt um 40 Punkte auf historisch niedrige 71,5 Punkte.

 

Große Sorge um Exportmärkte

55 Prozent rechnen damit, dass sich das für Deutschland und den Niederrhein wichtige Auslandsgeschäft verschlechtern wird. Mit großer Sorge blicken die Unternehmen auf das Krisenmanagement in Ländern wie Großbritannien, den USA oder Indien. Jedes dritte Unternehmen benennt die Auslandsnachfrage als Risiko für die eigene Geschäftsentwicklung (zu Jahresbeginn: jedes fünfte).

 

Inlandsnachfrage muss gestärkt werden

Das größte Risiko für ihr Geschäft sehen die Unternehmen in der zurückgegangenen Inlandsnachfrage. Für 74 Prozent der Befragten stellt die gesunkene oder ausbleibende Nachfrage ein Problem dar – der höchste Wert der letzten zehn Jahre. Die Bundesregierung hat hierauf mit ihrem Konjunkturprogramm reagiert. „Die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer ist ein guter Impuls, den Konsum anzukurbeln und den Unternehmen den Rücken zu stärken“ so IHK-Präsident Landers.

 

Auch die Risikoeinschätzung für die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ist sprunghaft weiter gestiegen (um 11 Punkte auf nun 57 Prozent). Darin äußert sich etwa die Sorge vor Steuer- und Abgabenerhöhungen sowie vor weiteren Restriktionen.

 

Investitionen gestoppt

Um die Liquidität zu erhalten, haben viele Unternehmen Projekte und Investitionen, die nicht dem eigentlichen Betrieb dienen, gestoppt. Entsprechend gaben 43 Prozent an, ihre Investitionen in den kommenden zwölf Monaten senken zu wollen. Dagegen stehen nur 12 Prozent, die mehr investieren wollen. Die Unternehmen konzentrieren sich bei ihren Investitionen auf den Erhalt der Kapazität.

 
Ebenso verhalten zeigen sich die Unternehmen auch bei den Beschäftigungsplänen: Nur noch sieben Prozent der Unternehmen wollen zusätzliches Personal einstellen. Mindestens jedes vierte Unternehmen sieht Stellenstreichungen als notwendig an. Zwar fängt die Möglichkeit, Kurzarbeit anzuzeigen, den Stellenabbau noch größtenteils ab. Jedoch könnte sich die dadurch reduzierte Kaufkraft auch weiter auf den Konsum auswirken. 

 

Kommunen sind am Zug

Das am vergangenen Mittwoch beschlossene Konjunkturprogramm soll die Wirtschaft aus der Rezession führen. Damit das gelingt, sieht IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger auch die Kommunen in der Verantwortung: „Von den Entscheidungen der Kommunen sind die Unternehmen ganz unmittelbar betroffen. Echte Wirtschaftsförderung ist Hilfe vor Ort, unbürokratisch, schnell, persönlich und an der Lösung orientiert. Statt Zuständigkeiten zu verschieben oder Genehmigungen zu verzögern, sollten die Anliegen der Wirtschaft Vorfahrt bekommen.“ Dietzfelbinger ist sich dabei der Finanzsituation der Kommunen bewusst: „Was der Wirtschaft hilft, muss nicht immer viel kosten. Ein einfaches Beispiel: mehr Flächen für Außengastronomie. Das braucht nur den guten Willen der Kommunen, rettet dem geplagten Gastronomen allerdings im besten Fall die Existenz.“

 

Der aktuelle IHK-Konjunkturbericht steht als Download unter www.ihk-niederrhein.de/konjunkturbericht zur Verfügung.

 


IHK: Starkes Signal für Stabilität Soforthilfe
Betroffene Branchen auch nach August unterstützen  

Duisburg, 5. Juni 2020 - Zum Konjunkturprogramm der Bundesregierung sagt IHK-Präsident Burkhard Landers: „Das Konjunkturprogramm ist ein starkes Signal für Stabilität – sowohl für die Wirtschaft als auch für die Verbraucher. Mit dem Fokus auf Investitionsanreize und Digitalisierung zeichnet das Programm einen Weg aus der Krise auf. Es stärkt der Wirtschaft insgesamt den Rücken und schafft keine Vorteile für einzelne Branchen. Damit ist es auch ein ausgewogenes Statement für fairen Wettbewerb.
Die Mehrwertsteuer temporär zu senken, ist ein sinnvoller Anreiz, um die Konsumfreude der Menschen anzuregen –  sofern die Unternehmen sie an ihre Kunden weitergeben. Auch die Unternehmen erhalten finanzielle Spielräume zurück, zum Beispiel durch erweiterte Abschreibungsmöglichkeiten, den geforderten Verlustrücktrag und durch die für unsere Industrie wichtige Deckelung der EEG-Umlage.   Dass die Soforthilfen fortgesetzt werden, hilft den besonders betroffenen Branchen bei der Überbrückung. Das wird allerdings nicht ausreichen. Deshalb erwarten wir, dass es auch nach August Unterstützung für diese Unternehmen geben wird.  
Positiv ist auch das klare Bekenntnis zum Wasserstoff. Hier hätten wir uns eine noch stärkere Akzentuierung auf die Industrieproduktion und die für uns wichtige Stahlherstellung gewünscht. In der Ausarbeitung der Wasserstoffstrategie sollte dieses Ziel klar verankert werden. Jetzt kommt es darauf an, all diese Vorhaben zügig umzusetzen, damit die Unternehmen damit planen können. Außerdem sind jetzt Land und Kommunen gefragt, die Spielräume, die ihnen der Bund verschaffen will, zu nutzen. Wirtschaftsförderung vor Ort heißt: kurze Wege und unbürokratische Verfahren.“

Startup-Ökosystem bündelt beim digitalen Gründergipfel Ruhr die Kräfte

 Gründerszene berät in einer Videokonferenz über Konsequenzen aus der Corona-Krise
 Rund 100 Akteure folgen der Einladung von Initiativkreis Ruhr und Gründerallianz Ruhr
 Ergebnisse und Handlungsempfehlungen fließen in Positionspapier ein

Essen/Duisburg, 27. Mai 2020 - Die Startup-Szene im Ruhrgebiet rückt eng zusammen, um sich gegen die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu wappnen. Das zeigt die große Beteiligung am digitalen Gründergipfel Ruhr, zu dem der Initiativkreis Ruhr und die Gründerallianz Ruhr am Dienstag, 26. Mai, wesentliche Akteure des Startup-Ökosystems eingeladen hatten.
Rund 100 Vertreter von Startup-Initiativen, jungen und etablierten Unternehmen, Investoren, Wirtschaftsförderung, Industrie- und Handelskammern sowie Universitäten nahmen an der Video-Konferenz teil. „Wir arbeiten seit Jahren hart dafür, im Ruhrgebiet ein lebendiges Startup-Ökosystem zu etablieren“, sagt Dirk Opalka, Geschäftsführer der Initiativkreis Ruhr GmbH.

„Das Corona-Virus beeinträchtigt mit enormer Wucht die gesamte Wirtschaft und bedroht insbesondere junge Unternehmen, deren Geschäft noch im Aufbau ist. Deshalb müssen wir auf dem Weg zu einer gemeinsamen Strategie alle zur Verfügung stehenden Kräfte bündeln. Die Bereitschaft, zusammen anzupacken, ist im Ruhrgebiet groß.“ „Startups sind Innovationstreiber, von deren Ideen und Lösungen die gesamte Ruhr-Wirtschaft profitieren kann“, sagt Christian Lüdtke, Gründerkoordinator Ruhr und als Geschäftsführer der Digitalberatung und Startup-Schmiede etventure selbst ein erfahrener Gründer.
„Der Gründergipfel Ruhr hat mit aller Klarheit den Ernst der Situation aufgezeigt. Aber auch, dass durch schnelles Umdenken neue Möglichkeiten entstehen können – und darin sind Startups Experten. Das macht Mut für die Zukunft.“

Christoph J. Stresing, Geschäftsführer des Bundesverbands Deutsche Startups e.V., ordnete bei der Konferenz die Ergebnisse des im April gemeinsam mit der RAG-Stiftung vorgelegten Innovationsreports Ruhr vor dem Hintergrund der Corona-Krise ein: „Unsere bundesweite Umfrage hat gezeigt, dass über 70 Prozent der Startups durch die Auswirkungen der Krise in ihrer Existenz gefährdet sind. Das Land NRW hat mit der Ausweitung bestehender und der Implementierung neuer Maßnahmen schnell reagiert, um drohende Liquiditätsengpässe bei Startups zu verhindern beziehungsweise zu reduzieren und Gründerinnen und Gründer in dieser schwierigen Phase zu unterstützen. Jetzt ist es wichtig, die Herausforderungen der Startups im Ruhrgebiet weiter zielgenau zu adressieren.”

Grußbotschaft von NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart
In einer Videobotschaft machte Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, der Startup-Szene Mut: Gründer sähen sich durch die Krise in besonderer Weise herausgefordert. Auf der anderen Seite böten Krisen gerade auch für junge Unternehmen Chancen, weil sich Marktbedingungen und Wettbewerbsverhältnisse änderten und Innovationen gebraucht würden.
Anschließend gab Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen, einen Impuls zur Lage aus medizinischer Sicht. Diskussionsschwerpunkte waren die aktuelle Lage verschiedener Startups, die wechselseitigen Chancen durch Kooperationen mit der etablierten Wirtschaft, die Reaktion von Investoren und Förderbanken auf die Krise sowie Möglichkeiten der Unterstützung aus dem Ökosystem.
Nicht zuletzt gingen die Teilnehmer der Frage nach, welche Lehren aus der Krise zu ziehen sind: Die Corona-Pandemie sei für viele Gründer eine existenzielle Herausforderung. Die Startupszene habe aber erstaunlich schnell reagiert und Geschäftsmodelle angepasst. Krisenzeiten seien auch Gründerzeiten. Es gelte, die Chancen zu ergreifen, die sich insbesondere durch die Notwendigkeit zur Digitalisierung böten. Künftig sei eine noch stärkere Kooperation aller Akteure nötig, zum Beispiel bei neuen gemeinschaftlichen Projekten und Formaten.

Die Startup-Initiativen sollten ihre jeweiligen Stärken schärfen und ihre Angebote noch besser aufeinander abstimmen. Der Gründergipfel Ruhr soll Auftakt für einen gemeinsamen und nachhaltigen Prozess möglichst vieler Akteure im StartupÖkosystem des Ruhrgebiets sein. Initiativkreis Ruhr und Gründerallianz Ruhr werden deshalb die Ergebnisse des Gipfels und die daraus abzuleitenden Handlungsempfehlungen in einem Positionspapier zusammenfassen und es allen Interessierten zugänglich machen.

Beim Gründergipfel Ruhr (Symbolbild) diskutierten neben anderen: Rasmus C. Beck (Business Metropole Ruhr), Dalia Das (neuefische), Christian Dasbach (FuckUp Nights Ruhrgebiet), Sebastian Deutsch (9elements), Johannes Franke (startport), Stefan Gerth (Die Bewerbungsschreiber), Markus Hertlein (XignSys), Dr. Alexander Hirschfeld (Bundesverband Deutsche Startups), Alexander Hüsing (Deutsche Startups), SebastianFriedrich Kowitz (talpasolutions), Dr. Ronald Kriedel (TU Dortmund), Daniel Marx (Urlaubsguru), Catharina MüllerBuschbaum (Evonik), Thorsten Reuter (Gründerfonds Ruhr/NRW.BANK), Tanja Rosendahl (FIEGE Logistik), Dr. Maximilian Rowoldt (Tengelmann Ventures), Tim Schabsky (Work Inn), Marc Seelbach (Ruhr-Universität Bochum), Dominik Stute (IHK Dortmund), Svenja Tietje (ruhr:HUB), Ersin Üstün (Gründerallianz Ruhr), Dr. Johannes Velling (Wirtschaftsministerium NRW) und Oliver Weimann (ruhr:HUB).
Es moderierten Britta Dombrowe (Initiativkreis Ruhr) und Sarah Wurzer (Gründerallianz Ruhr). Den Innovationsreport Ruhr sowie das begleitende Papier „Innovation und die Corona-Krise“ zum Download gibt es unter deutschestartups.org.

 

Auftrag zum Bau der neuen Rheinbrücke Neuenkamp vergeben

Baubeginn für Deutschlands längste Schrägseilbrücke Anfang Juni 2020

Düsseldorf/Duisburg, 18. Mai 2020 - Der Auftrag zum Bau der neuen Rheinbrücke Neuenkamp, einschließlich des Ausbaus eines Streckenteilstücks der A 40 bis zur Anschlussstelle Duisburg-Häfen, ist vergeben. Den Zuschlag für das Kernstück des Bauprojekts hat, nach einer europaweiten Ausschreibung, die Arbeitsgemeinschaft ARGE Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp, bestehend aus HOCHTIEF Infrastructure GmbH, MCE AT, MCE HU, MCE CZ, Zwickauer Sonderstahlbau GmbH (ZSB) und Plauen Stahl Technologie GmbH, erhalten. Der Baubeginn ist für Anfang Juni geplant; seit Dezember 2019 laufen vorbereitende Maßnahmen. 

Bereits 2023 soll planmäßig südlich neben der bestehenden Brücke das erste Teilbauwerk fertiggestellt sein. Der gesamte Verkehr wird dann vorübergehend über dieses neue Brückenbauwerk – mit jeweils drei verengten Fahrstreifen pro Fahrrichtung – geleitet. Im Anschluss erfolgt der Abriss der Bestandsbrücke und an dieser Stelle der Neubau der zweiten Brücke. Die Fertigstellung auch dieses zweiten Teilbauwerks und damit der gesamten Brücke, mit jeweils vier Fahrstreifen pro Fahrtrichtung, ist für Ende 2026 vorgesehen.  

Wie die meisten anderen Rheinbrücken wird auch die neue Rheinbrücke in Duisburg aus Gründen der „Redundanz“ aus zwei voneinander getrennten Bauwerken bestehen. Somit ist sichergestellt, dass bei notwendigen Erhaltungsmaßnahmen oder im Falle des späteren Ersatzneubaus immer mindestens ein Bauwerk für den Verkehr zur Verfügung steht.  

Mit einer Stützweite von 380 Metern wird die neue Rheinquerung Deutschlands längste Schrägseilbrücke. Insgesamt werden für die „zweihüftige Schrägseilbrücke“ rund 33.000 Tonnen Stahl verbaut. Der Stahl dafür kommt aus Deutschland sowie Österreich und wird in Tschechien, Ungarn und Deutschland zu Bauteilen für die Brücke verarbeitet. Die Kosten für den Ausbau der A 40 einschließlich Neubau der Rheinbrücke in Höhe von rund 500 Mio. Euro trägt der Bund. 

Die Autobahn A 40 verbindet das Ruhrgebiet mit dem Niederrhein und den Niederlanden und ist damit sowohl für die Bewohnerinnen und Bewohner der Region als auch für die ansässige Wirtschaft von großer Bedeutung. Die Rheinbrücke Neuenkamp wurde 1970 erbaut, heute stößt sie an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Ursprünglich für 30.000 Fahrzeuge ausgelegt, rollen täglich mehr als 100.000 Fahrzeuge über die Brücke.

 
Visualisierung Keipke Architekten

Duisburg: Aurelis baut an der Heerstraße den UnternehmerPark „Am Wasserturm“

Duisburg, 18. Mai 2020 - Das Immobilienunternehmen Aurelis Real Estate setzt in Duisburg seinen ersten UnternehmerPark als komplettes Neubauprojekt um. Dafür hat das Bauunternehmen Boll Systembau GmbH aus Kevelaer heute an der Heerstraße mit den Arbeiten begonnen. Boll ist für das Projekt als Generalunternehmer tätig. „Wir werden auf unserem über 19.000 Quadratmeter großen Grundstück im ersten Bauabschnitt rund 6.000 Quadratmeter Hallenfläche und rund 1.200 Quadratmeter Bürofläche errichten“, informiert Michael Buchholz, Leiter der Aurelis Region West. Buchholz hatte die Realisierung des Projekts bereits auf der Duisburger Gewerbeimmobilienmesse GIMDU Ende 2019 angekündigt. Aurelis investiert im ersten Bauabschnitt rund 7 Mio. Euro.

Die Baufertigstellung ist bis Ende Januar 2021 geplant. „Wir sind vom Standort Duisburg und von unserem Produkt des Aurelis UnternehmerParks überzeugt. Deshalb werden wir wie geplant auch ohne Vorvermietung mit dem Bau beginnen“, erklärt Buchholz. Es brauche moderne, innenstadtnahe Standorte für Lager, Kleinlogistik und Gewerbetreibende.
„Wenn wir im Laufe des Jahres wieder zur Normalität zurückkehren, können wir Mietern ein modernes Produkt mit garantiertem Fertigstellungstermin liefern“, verspricht Buchholz. Aurelis wird den UnternehmerPark Am Wasserturm in den eigenen Immobilienbestand überführen.

Der Wirtschaftsdezernent und Geschäftsführer der Duisburger Wirtschaftsförderung Andree Haack begrüßt die Entwicklung an der Heerstraße: „In Duisburg mangelt es an Gewerbeflächen und Entwicklungsmöglichkeiten. Aurelis setzt mit dem Engagement auf eigenes Risiko ein bemerkenswertes Zeichen und zeigt damit auch, welches Potenzial Immobilienexperten am Standort Duisburg sehen.“ Geplant sind auf dem rund 47.000 Quadratmeter großen Grundstück zwei Bauabschnitte: An der Heerstraße wird es sieben Lagerhallen mit Büroanteil sowie zwei Freilagerflächen und 98 Stellplätze für Pkw geben.

„Zielgruppen für die Vermietung sind Unternehmen, die sich im Kern mit Lagerung und Speditionslogistik beschäftigen. Denkbar sind auch Showrooms, kleinere Industriebetriebe, Umzugs- oder Großhandelsunternehmen“, so Aurelis-Projektleiter Carsten Schmidt. Wegen der zentrumsnahen Lage des UnternehmerParks Am Wasserturm sieht Aurelis auch Potenzial für Unternehmen und Dienstleister aus dem Bereich E-Commerce.

Die Verbindung von standardisierten und individuellen Leistungen Der Aurelis UnternehmerPark ist ein bundesweit realisierbarer Gewerbepark vor allem für mittelständische Unternehmen, die eine flexible Kombination von Hallen- und Büroflächen brauchen. Er wird nach den Vorgaben der EnEV und auf der Basis einer standardisierten Baubeschreibung erstellt: Darin sind beispielsweise Gebäuderaster und -technik, Tragfähigkeit der Hallensohle, Zuschnitt der Büros, Fassadenelemente und weitere Gestaltungsmerkmale festgelegt. Diese Standardisierung sichert einen verkürzten Planungszeitraum, unkompliziertere Bauantragsverfahren und ermöglicht Bauzeiten zwischen acht und zwölf Monaten.
 
Erste Erdbewegung an der Heerstraße für den Bau des Aurelis UnternehmerPark (Foto: Boll Systembau Kevelaer)


Natürlich werden die Vorgaben an jeden Standort und Besonderheiten wie Grundstückszuschnitt, Baurecht und die Verkehrssituation angepasst. Zum generellen Ausstattungspaket des Aurelis UnternehmerParks gehören in der Regel beispielsweise repräsentative Wegeleitsysteme und LEDAußenbeleuchtung. Andere Ausstattungsmerkmale können in Absprache ausgewählt und individuelle Anforderungen der Mieter integriert werden.

Zum speziellen Serviceangebot in Duisburg zählen unter anderem sogenannte Smart Benches in den Außenanlagen, die mit USBLadestationen ausgestattet und solarbetrieben sind. Hier kann man seine mobilen Geräte aufladen, gleichzeitig wird kostenloses WLAN für Mieter und Besucher bereitgestellt. „Der Aurelis UnternehmerPark ist besonders geeignet für Unternehmen aus dem produzierenden oder verarbeitenden Gewerbe, Forschung und Entwicklung oder – je nach Standort – auch als Lager und für kleinere Logistikbetriebe“, resümiert Buchholz. Weitere UnternehmerParks wird Aurelis zunächst in München und Berlin realisieren.

So soll er aussehen: Der neue Aurelis UnternehmerPark an der Heerstraße (Illustration. Aurelis).

Metropole Ruhr beliebt bei ausländischen Investoren
Metropole Ruhr, 14. Mai 2020 - Ausländische Investoren haben ein Faible für die Metropole Ruhr: Die Region belegt landesweit den zweiten Rang bei den ausländischen Direktinvestitionen (FDI – Foreign Direct Investment): 74 Neuansiedlungen und Erweiterungsprojekte zählte die landeseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.INVEST. 2019 im Ruhrgebiet. Das sind 17 Prozent aller FDI-Projekte. Rang eins belegt die Region Düsseldorf mit 41 Prozent. Auch bei den so generierten Arbeitsplätzen findet sich die Metropole Ruhr auf Rang zwei: 2.318 Arbeitsplätze wurden geschaffen, im Durchschnitt 31 pro FDI-Projekt.

Landesweit lag der Durchschnitt der geschaffenen Arbeitsplätze je Projekt bei 19. Beispiele für ausländische Investitionen sind etwa die neuen Standorte des US-Onlinehändlers Amazon und des britischen Logistikanbieters GLS in Essen sowie die Ansiedlung des US-Unternehmens ThoughtSpot, Experte für KI-gestützte Analysen, im Duisburger Accelerator Startport. Bundesweit sei NRW mit einem Anteil von rund 23 Prozent beliebtester Investitionsstandort für internationale Unternehmen, teilt das NRW-Wirtschaftsministerium mit. Top-Investorenländer sind die Türkei mit 73 FDI-Projekten vor Greater China (65). idr

- Jedes dritte Unternehmen am Niederrhein beantragt Soforthilfe
- Jetzt funkt´s: 5G-Forschungsnetz am Aachener Campus startet den Live-Betrieb

IHK berät tausende Antragsteller  

Duisburg, 13. Mai 2020 - Das Soforthilfe-Programm von Bund und Land stößt in der niederrheinischen Wirtschaft auf rege Nachfrage. Mitte Mai haben bereits 31.000 Unternehmen in Duisburg und den Kreisen Wesel und Kleve Soforthilfe beantragt. Anträge können noch bis zum 31. Mai gestellt werden.  
Mit dem Nothilfe-Programm unterstützen Bund und Land kleinere Betriebe mit Einmalzahlungen zwischen 9.000 und 25.000 Euro. Es richtet sich an Unternehmen, die aufgrund der Corona-Maßnahmen Umsatzeinbußen erleiden müssen. Die Soforthilfe ist ein einmaliger Zuschuss und muss von den Betrieben nicht zurückgezahlt werden.

„Die hohen Antragszahlen zeigen: Die Corona-Krise erschüttert unsere Wirtschaft massiv. Vielen Betrieben steht das Wasser bis zum Hals. Deshalb ist es gut, dass die Politik mit der Soforthilfe ein Rettungspaket geschnürt hat, das von den Betrieben einfach und schnell beantragt werden kann“, so Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK.  
Verantwortlich für das Soforthilfeprogramm ist die Bezirksregierung Düsseldorf. Um den Antragsprozess zu beschleunigen, arbeiten IHK und Bezirksregierung Hand in Hand. Die IHK übernimmt die Beratung der Antragsteller. Die Bezirksregierung ist für Bewilligung und Auszahlung verantwortlich.

„Wir haben sehr schnell rund 30 unserer Mitarbeiter umgeschult, damit sie unsere Unternehmen beraten können. Diesen Service haben bis Ende April rund 3.500 Betriebe in Anspruch genommen“, so Dietzfelbinger, „auch wenn es jetzt erste Lockerungen gibt, werden viele Unternehmen gerade in der Gastronomie noch längere Zeit keine normalen Umsätze machen. Deshalb sollte die Politik zügig über eine Neuauflage des Programms nachdenken.“  
Die IHK berät interessierte Unternehmen auch weiterhin bei der Antragstellung unter soforthilfe@niederrhein.ihk.de oder telefonisch unter 0203/2821-0.  IHK-Mitarbeiter übernehmen die Beratung der Antragsteller.

Foto: Niederrheinische IHK/Michael Neuhaus  

Jetzt funkt´s: 5G-Forschungsnetz am Aachener Campus startet den Live-Betrieb
Der 5G-Industry Campus Europe schaltete am 12. Mai 2020 sein Funknetz ein: Mit einer Fläche von knapp einem Quadratkilometer, 19 Antennen und einer Bandbreite von zehn Gigabit pro Sekunde geht das größte 5G-Forschungsnetz in Europa an den Start. Das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) geförderte Netz am RWTH Aachen Campus verbindet das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen, das Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen sowie zukünftig auch noch weitere Institute der Hochschule mit dem neuen Mobilfunkstandard.

Gemeinsam können die Partner am 5G-Industry Campus Europe nun die Einsatzgebiete von 5G in der industriellen Anwendung ausführlich erforschen und erproben. Erst im März wurde dem 5G-Industry Campus Europe eine erste 5G-Lizenz im Bereich 3,7 bis 3,8 Gigahertz zugeteilt, nun ging das Netz am 12. Mai in den Live-Betrieb. Mit rund 6. Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) das ambitionierte Projekt.

Bundesminister Andreas Scheuer: "Mit dem 5G-Industry Campus Europe haben wir das größte 5G-Forschungsnetz Europas geschaffen. Es soll uns dabei helfen, 5G-Forschung und Industrie 4.0 zu vernetzen. Ich bin fest davon überzeugt, dass Projekte wie dieses die Zukunft der deutschen Industrie sind." Das Ziel der beteiligten Partner ist es, neue Einsatzfelder der Mobilfunktechnologie 5G in der Produktion zu erschließen: "Hier entsteht die Zukunft für eine innovative Produktion. Gemeinsam mit Unternehmen und Forschungspartnern schaffen wir mit dem 5G-Industry Campus Europe eine völlig neue Infrastruktur, in der wir unterschiedliche 5G-Anwendungen in Fertigung und Logistik testen und erproben können.

Die bisherigen Anforderungen an die Branchen werden dadurch vollkommen neu definiert", freut sich Niels König, der das Projekt auf Seiten des Fraunhofer IPT leitet und koordiniert. Mit den Projektpartnern von WZL und FIR wird das Fraunhofer IPT in den kommenden drei Jahren Anwendungen und Lösungen für eine digitalisierte und vernetze Produktion entwickeln und umsetzen. Partner für den Aufbau der 5G-Infrastruktur ist der Mobilfunknetzausrüster Ericsson sowie das IT Center der RWTH Aachen.
"Wir freuen uns, dass aus einer gemeinsam präsentierten Idee auf der Hannover Messe 2019 jetzt Realität wird, und dass mit dem 5G-Industry Campus Europe weltweit ein einzigartiges Ökosystem zur Forschung, Entwicklung und Anpassung von 5G-Technologien für die Industrie 4.0 entsteht", erläutert Jan-Peter Meyer-Kahlen, Leiter des Ericsson ICT Development Center Eurolab in Herzogenrath bei Aachen.

Die Forschungsinfrastruktur des 5G-Industry Campus Europe deckt rund einen Quadratkilometer des Campus Melaten der RWTH Aachen sowie insgesamt 7000 Quadratmeter Hallenfläche ab und bietet damit ein großzügiges Areal zur Erforschung verschiedener Anwendungsszenarien - von 5G Sensorik für die Überwachung und Steuerung hochkomplexer Fertigungsprozesse über mobile Robotik und Logistik bis hin zu standortübergreifenden Produktionsketten. Ein weiteres Ziel der Aachener Wissenschaftler ist es, den Einsatz moderner Edge-Cloud-Systeme zur schnellen Datenerarbeitung zu testen, um weitere Potenziale von 5G für eine vollständig vernetzte und adaptive Produktion auszuschöpfen. "

Durch das intelligente Zusammenspiel des 5G-Netzes und lokalen Edge-Cloud-Systemen sind wir in der Lage, durchgängige Echtzeit-Anwendungen auf eine skalierbare Weise umzusetzen - vom Sensor bis in die Cloud. Damit entsteht in Aachen ein einmaliges Ökosystem, in dem sich zukunftsweisende Konzepte und Architekturen, wie zum Beispiel Prozessanalysen in Echtzeit oder Closed-Loop-Anwendungen, ganzheitlich umsetzen und validieren lassen", erklärt Sven Jung, der den Aufbau auf technischer Seite leitet. Der 5G-Industry Campus Europe wird in einem geförderten Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aufgebaut und zielt unmittelbar auf die Einführung des neuen Mobilfunkstandards in der produzierenden Industrie.

Interessierte Unternehmen und Forschungspartner, die sich informieren oder beteiligen möchten, können das Konsortium über die Projektwebseite kontaktieren: http://www.5G-Industry-Campus.com Projektkonsortium - Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, Aachen (Projektleitung) - Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) e. V. an der RWTH Aachen - Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen - IT-Center der RWTH Aachen Das Forschungsprojekt "5G-Industry Campus Europe" wird für drei Jahre durch Mittel des BMVI gefördert (Förderkennzeichen: VB5GICEIPT).

Eröffnung des 5G-Industry Campus Europe. Quelle: "obs/Ericsson GmbH/Guido Flüchter" Bildrechte: Ericsson GmbH Fotograf: Guido Flüchter

MediaMarkt und Saturn statten ihre Elektronikmärkte mit digitalen Einlassampeln aus

Ingolstadt/Duisburg, 13. Mai 2020 - Jeder Kunde kennt derzeit das Gefühl, wenn es beim Einkaufen schwerfällt, den gebotenen Sicherheitsabstand von 1,5 oder 2 Metern zu anderen Personen einzuhalten, weil zu viele Kunden in das Geschäft eingelassen wurden. MediaMarkt und Saturn gehen nun neue Wege, um den Kundenzugang mittels eines smarten Türstehers so zu regeln, damit sich diese Situation zuverlässig vermeiden lässt und sich die Kunden auf das Shoppen konzentrieren können.
Dazu rüsten die beiden Elektronikhändler in den kommenden Wochen bundesweit alle Märkte mit digitalen Einkaufsampeln aus. Damit wird am Markteingang auf großen Displays angezeigt, wie viele Kunden den Markt noch betreten dürfen. Je nachdem, ob damit noch die vorgeschriebenen Mindestabstände eingehalten werden können, zeigt ein grünes oder rotes Signal an, ob die Kunden den Markt sofort betreten können oder noch warten müssen. Ein akustisches Signal sorgt zusätzlich dafür, dass niemand die Anzeige übersieht.

Die digitale Lösung zählt die Kunden, die den Markt betreten und wieder verlassen, ohne dass personenbezogen Daten oder Kundenbilder gespeichert werden.
Über ein digitales Steuerungstool kann jeder Markt die maximal zulässige Personenanzahl in Relation zur Verkaufsfläche festlegen und die aktuelle Besucherzahl überwachen. Auch wenn ein MediaMarkt oder Saturn-Markt über mehrere Eingänge verfügt, synchronisiert sich das System zuverlässig. „Das digitale Einlassmanagement bietet uns eine zuverlässige Unterstützung bei der Einhaltung von Infektionsschutzmaßnahmen.
Die ersten Tests haben gezeigt, dass unsere Kunden die Transparenz zur Personenanzahl im Markt durch ein Display am Eingang begrüßen. So schaffen wir mehr Verständnis für etwaige Wartezeiten. Zugleich haben wir mit diesem digitalen Zugangssystem schnell auf die erhöhten Anforderungen der Corona-Krise reagiert. Denn für uns haben Gesundheit und Schutz unserer Kunden und Mitarbeiter höchste Priorität.
Dank des smarten Türstehers können wir dies verlässlich und transparent bieten und unseren Aufwand für die Einhaltung der entsprechenden Vorschriften deutlich reduzieren. Entsprechend mehr Kapazitäten haben die Marktmitarbeiter für ihre eigentliche Aufgabe, die Beratung unserer Kunden“, erklärt Florian Gietl, CEO MediaMarktSaturn Deutschland. Der Rollout läuft bereits; bis Anfang Juni soll das System bundesweit in allen Märkten von MediaMarkt und Saturn eingeführt werden.
Umfangreiche Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen MediaMarktSaturn hat darüber hinaus in allen Märkten die vorgeschriebenen und empfohlenen Hygiene- und Sicherheitsstandards umgesetzt. Dazu gehören unter anderem Spuckschutzvorrichtungen im Kassen-, Info- und Servicebereich sowie an den Smartbars und der Warenausgabe. Hinzu kommen umfangreiche Beschilderungen und Hinweise zur Abstandshaltung in den Märkten. Darüber hinaus werden die Kunden gebeten, nach Möglichkeit kontaktlos zu bezahlen. Ebenso halten die Märkte Desinfektionsmittel bereit. Das gesamte Personal trägt außerdem Mund- bzw. Gesichtsschutz. Zudem wird darauf geachtet, dass kein Kunde ohne Schutzmaske einen Markt betritt.
Ein Video, das die Funktionsweise des Systems zeigt, finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=tS6Cv6ILU9Y Über MediaMarkt

 

Azubis auch in der Krise dringend gesucht

Hohe Ausbildungsbereitschaft trotz Corona IHK
Duisburg, 12. Mai 2020 - Wer ausbildet, sichert seinen Fachkräftebedarf – an diesem Credo halten viele Unternehmen auch in der aktuellen Krise fest. Das zeigt eine Blitzumfrage der Niederrheinischen IHK bei rund 230 Ausbildungsbetrieben. Die IHK unterstützt Betriebe und Bewerber mit digitalen Beratungsformaten.   Rund 70 Prozent der befragten Unternehmen beabsichtigen, trotz der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage mindestens auf dem gleichen Niveau des Vorjahres auszubilden.
„Unseren Unternehmen ist klar: Um die Krise zu meistern brauchen sie sowohl Finanzierungshilfen und Förderprogramme als auch gut ausgebildete Fachkräfte, die mit anpacken können. Der beste Weg, den eigenen Fachkräftebedarf zu sichern, ist nach wie vor, selbst auszubilden“, betont IHK-Präsident Burkhard Landers.  

Auch in der Corona-Krise werden Auszubildende dringend gesucht. Das zeigt die Blitzumfrage deutlich: 39 Prozent der Betriebe haben gegenwärtig noch einen oder mehrere Ausbildungsplätze frei. „Wir empfehlen allen Interessierten, jetzt aktiv auf die Ausbildungsbetriebe zuzugehen, um sich zu bewerben“, unterstreicht Matthias Wulfert, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer. Angst vor Ansteckung brauchen potenzielle Bewerberinnen und Bewerber nicht zu haben. Rund 60 Prozent der Unternehmen nutzen aktuell Videoformate für ihre Bewerbungsverfahren.  
 
Auch die IHK nutzt verstärkt digitale Angebote wie zum Beispiel Videoberatungen, um Betriebe und Bewerber auf dem Ausbildungsmarkt zu unterstützen und Angebot und Nachfrage zusammenzuführen. Ansprechpartner und aktuelle Informationen zur Ausbildung finden Unternehmen und Bewerber auf der IHK-Homepage (www.ihk-niederrhein.de). Auch auf dem Instagram-Kanal der IHK können sich junge Menschen rund um das Thema Ausbildung und Übergang Schule – Beruf informieren. Freie Lehrstellen sind auf der IHK-Lehrstellenbörse (www.ihk-lehrstellenboerse) veröffentlicht.

Auch in der Corona-Krise werden Auszubildende dringend gesucht. Foto: Niederrheinische IHK/Michael Neuhaus


Coronakrise: Erheblicher Rückgang bei Minijobs
Die Coronakrise hat zu einem erheblichen Rückgang bei den Minijobs geführt. Ende März waren im gewerblichen Bereich knapp 6,38 Millionen Beschäftigte mit 450-Euro-Jobs in Deutschland gemeldet, 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders stark war der Rückgang im Gastgewerbe: Dort waren gegenüber dem Vorjahresmonat 11,1 Prozent weniger Minijobber tätig. Nur in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Baugewerbe stieg die Zahl an. In den Privathaushalten war der Rückgang der geringfügig Beschäftigten sehr viel geringer. 295.424 Haushaltshilfe waren im März gemeldet, 1,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. idr

 

Analoges Netzwerk-Treffen der GFW Duisburg zum „Online-Handel“ wird digital

Erstes Meet-up für Händler*innen via Zoom:  am 14. Mai 2020 um 8.30 Uhr  

Duisburg, 11. Mai 2020 - „In Zeiten von Corona verlagern auch wir als Wirtschaftsförderung zahlreiche Treffen ins Netz. Da erfährt der Begriff des Netzwerkens auch im tatsächlichen Sinne noch einmal eine ganz andere Bedeutung“, so Sabrina Hölscher. Die für den Einzelhandel zuständige Projektmanagerin der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg) lädt daher zum Meet-up „Online-Handel“  erstmals via Zoom ein: am 14. Mai 2020 um 8.30 Uhr.  
Zielgruppe sind insbesondere Händlerinnen und Händler, die ihre Waren auch oder ausschließlich digital anbieten. Und für alle Gewerbetreibenden, die noch nicht dazu gehören, kann die Ausdehnung des stationären Handels auf den ergänzenden Online-Handel eine Antwort sein, um die coronabedingten Umsatzeinbußen zu minimieren.  

Das Meet-up startet mit einem Impuls-Vortrag von Bernhard Hinsken, Gründer der Social Media Beratung „Der Online Ingenieur“. Hierbei wird es einen ersten Einblick in soziale Netzwerke geben und „unter die Lupe genommen“, welche sich davon für den Online-Handel besonders eignen. Darüber hinaus haben die Gewerbetreibenden die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch – auch vor dem Hintergrund der anhaltenden COVID19-Pandemie.  
Die Teilnahme ist kostenlos. Wer bei der Veranstaltung dabei sein möchte und zur Zielgruppe gehört, der erhält die Zugangsdaten bei: Sabrina Hölscher, Telefon: 0203 / 36 39 – 341, E-Mail: hölscher@gfw-duisburg.de

Volksbank startet mit neuen Servicezeiten und erweiterten Beratungsmöglichkeiten

- Beratungsmöglichkeiten von 8 bis 20 Uhr wieder ab Montag in allen Geschäftsstellen!
- Corona-Krise beschleunigt den Trend zu mehr Videoberatung

Duisburg, 08. Mai 2020 – Am Montag öffnen wieder alle 16 Geschäftsstellen der Volksbank Rhein-Ruhr für den Kundenverkehr. In den vergangenen Wochen waren nur drei Geschäftsstellen geöffnet, allen anderen konnten per Telefon erreicht werden. Die letzten Wochen der Corona-Krise bestätigten aber, was sich im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung immer weiter abgezeichnet hat: Ein Großteil der Bankkunden erwartet Beratungsmöglichkeiten bis 20 Uhr, erledigt aber reine Serviceaufträge bequem von zu Hause aus, per Telefon oder Online-Banking.

„Wir müssen unsere Angebote optimieren und an das geänderte Kundenverhalten anpassen“, erklärt Thomas Diederichs, Sprecher des Vorstandes. So werden für die Geschäftsstellen zukünftig feste Servicezeiten angeboten, in denen die Kunden der Genossenschaftsbank die üblichen Schalterangebote in Anspruch nehmen können. Die Zeiten für persönliche Beratung werden ausgebaut und das Angebot für Videoberatung wird auf alle Geschäftsstellen und Spezialkundenbereiche ausgeweitet.
„Die Zeit unserer Berater nutzen wir, um Raum für intensive und qualifizierte Beratungen anbieten zu können. In der Zeit von 8 bis 20 Uhr können unsere Kunden ihren Termin persönlich in der Geschäftsstelle, telefonisch, aber auch per Videochat wahrnehmen“, führt Diederichs weiter aus.


So hat die Corona-Krise nicht nur den Trend zur Videoberatung, sondern auch die Nutzung der bargeldlosen Bezahlung beschleunigt. Rund ein Viertel der Deutschen verzichtet auf die Barzahlung in Geschäften. Das reduziert die notwendige Bargeldversorgung durch Banken. Ein Punkt der die Genossenschaftsbank bestärkt hat, feste Schalter-Servicezeiten einzuführen. Thomas Diederichs erklärt: „In unseren 16 Geschäftsstellen bieten wir unseren Kunden Montag bis Freitag zwischen 10:00 Uhr und 13:00 Uhr sowie zusätzlich Montag und Donnerstag auch von 14:00 Uhr bis 18:00 Uhr feste Servicezeiten an.
Das sind die Zeiten, in denen heute schon der Service am Schalter am stärksten genutzt wird.“ Zudem steht unser Kunden-Dialog-Center für Serviceleistungen per Telefon und Chat Montag bis Freitag von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr bereit. Unsere Online-Filiale, die Sie über die Website der Bank erreichen, ist für den digitalen Service natürlich 24 Stunden an allen sieben Tagen der Woche geöffnet.


Unternehmen brauchen Zeit

IHK fordert Anreizprogramme für Investitionen  
Duisburg, 08. Mai 2020 - Kontakt- und Reisebeschränkungen, Maskenpflicht und Hygienevorgaben, vermehrte Krankschreibungen und Kinderbetreuungsprobleme der Mitarbeiter: Die Wirtschaft ächzt unter den Folgen der Vollbremsung. Trotz aller Lockerungsmaßnahmen wird die Krise noch lange Wirkung zeigen – auch am Niederrhein. In einer aktuellen Umfrage der Niederrheinischen IHK gab jedes zweite Unternehmen an, erst 2021 oder später mit einer Rückkehr zur Normalität zu rechnen. Besonders zu schaffen machen den Unternehmen die stockenden Lieferketten, die Stornierung von Aufträgen sowie insbesondere die Konsumzurückhaltung.  

„Die Krise hat nicht nur realwirtschaftlich bereits großen Schaden angerichtet. Sie hat auch das Vertrauen in Geschäftsabläufe und -beziehungen empfindlich gestört. Dieses Vertrauen zurück zu gewinnen wird Zeit brauchen. Die jetzt beschlossenen Öffnungen sind deshalb ein wichtiger und dringend notwendiger Schritt“, so IHK-Präsident Burkhard Landers.  

Zeit fehlt den Unternehmen am meisten: Aktuell sehen sich am Niederrhein 15 Prozent der Betriebe von Insolvenz bedroht. „Die tatsächlichen Folgen des Shut down werden wir erst in mehreren Monaten sehen. So richtig die ergriffenen Maßnahmen und Hilfsangebote sind und waren: um bestimmte Branchen wie Gastronomie, Tourismus oder Messebau zu erhalten, braucht es nun gezielter Hilfen von Land und Bund sowie Anreizprogramme, um die Wirtschaft wieder auf Touren zu bringen.“

Wiedereröffnung Gastronomie: Was ist zu beachten? Experten informieren in Video-Talk  
Ab nächster Woche dürfen in NRW Gastronomiebetriebe wie Restaurants und Imbisse teilweise wieder öffnen. Dabei gibt es einiges zu beachten. Unter anderem braucht jeder Betrieb ein Hygienekonzept.   Auf diese Nachricht haben viele Unternehmen und Gäste hin gefiebert: Ab nächster Woche darf unter Auflagen die Gastronomie teilweise wieder öffnen. Dafür gibt es allerdings strenge Regeln, die einzuhalten sind. Sowohl im Innen- als auch im Außenbereich gilt: Abstand halten. Auch die schon jetzt hohen Hygienestandards werden noch strenger.  
Um bei der Wiedereröffnung alles richtig zu machen, bietet die Niederrheinische IHK in Kooperation mit dem Gesundheits- und Ordnungsdezernat der Stadt Duisburg einen Informationsaustausch an. Sie haben Fragen? Am Montag, 11. Mai, um 14 Uhr stehen interessierten Unternehmen Experten des Duisburger Gesundheits- und Ordnungsamtes in einem Video-Talk zur Verfügung. Eine Anmeldung ist erforderlich unter: www.ihk-niederrhein.de/event/Gastro115.

Foto (c) Niederrheinische IHK_Hendrik Grzebatzki



TARGOBANK Duisburg legt 2019 erneut zu
Corona: Trotz weitreichender Schutzmaßnahmen bleibt Kundenservice gewährleistet
Deutliche Zuwächse bei Konsumentenkrediten Nachfrage nach Alternativen zu klassischen Sparprodukten wächst Duisburg, 6. Mai 2020 – Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen stellen Gesellschaft und Wirtschaft seit Wochen vor ungeahnte Herausforderungen. Die TARGOBANK in Duisburg hat auf die neue Situation schnell und umfassend reagiert.
„Gesundheitsschutz hatte und hat für uns oberste Priorität. Deshalb haben wir den physischen Kontakt zwischen Kunden und Mitarbeitern in den Filialen frühzeitig auf ein Minimum reduziert. Auch zukünftig werden wir unseren Geschäftsbetrieb mit strengen Hygienemaßnahmen begleiten“, so Dirk Volk, Vertriebsdirektor in Duisburg.
Gleichzeitig stellt Volk klar: „Auch in der Krise gilt: Unsere Kunden können sich auf den bestmöglichen Service verlassen – ob in der Filiale, telefonisch oder über unsere digitalen Services wie das Online-Banking oder die Banking-App.“ Solides Fundament In dieser schwierigen Situation ist es überaus hilfreich, dass die TARGOBANK in Duisburg auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurückblicken kann. Insbesondere im Geschäft mit Konsumentenkrediten konnte das Geldinstitut deutliche Zuwächse verzeichnen. So haben die Filialen in Duisburg zum Stichtag 31. Dezember Konsumentenkredite über 175,3 Millionen Euro vergeben – ein Plus von rund 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

„Die Nachfrage nach Finanzierungslösungen bewegte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter auf sehr hohem Niveau“, sagt Vertriebsdirektor Dirk Volk. Auch das Angebot für Geschäftskunden 2019 konnte insgesamt merklich ausgebaut werden. Ungeachtet der auch 2019 anhaltenden Niedrigzinsphase stiegen im ersten Halbjahr die Spareinlagen in Duisburg um fünf Prozent auf 51,3 Millionen Euro. Das Volumen der Tagesgelder wuchs um 7 Prozent auf 66,8 Millionen Euro. In Festgeldern hatten die Kunden in Duisburg 17,5 Millionen Euro angelegt – ein Zuwachs von 26 Prozent.

„Alternative Anlageformen waren im vergangenen Jahr stark nachgefragt. In Duisburg konnten wir unser Depotvolumen um 23 Prozent auf 110,7 Millionen Euro ausbauen“, sagt Dirk Volk. Insbesondere Sparpläne waren im vergangen Jahr eine bei den Kunden besonders beliebte Produktgattung. „Zudem konnten wir feststellen, dass die Nachfrage nach grünen und nachhaltigen Fonds angezogen hat – unser Angebot in diesem Bereich haben wir deshalb deutlich ausgebaut“, so Dirk Volk.

 In Duisburg betreute die TARGOBANK zum 31. Dezember insgesamt rund 51.300 Kunden und führte 21.200 Girokonten. Mit dem erfolgreichen Jahresabschluss konnten die Standorte in Duisburg ihren Anteil zum bundesweiten Rekordergebnis der TARGOBANK beisteuern. Das Geldhaus mit Hauptsitz in Düsseldorf verzeichnete 2019 mit einem Vorsteuergewinn von 527 Millionen Euro das erfolgreichste Geschäftsjahr seit der Übernahme.


Wettbewerb gestartet: NRWs innovativste Unternehmen gesucht  

Schirmherr Andreas Pinkwart ruft zur Teilnahme auf / Erstmals Sonderpreis „NRW-Wandler“ ausgelobt

Bis zum 17. Mai 2020 können sich Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen für den Wettbewerb „NRW – Wirtschaft im Wandel“ unter www.nrw-wirtschaft-im-wandel.de bewerben.
Berlin/Düsseldorf/Duisburg, 20. April 2020Mit der Auszeichnung werden Unternehmen gewürdigt, die dem Transformationsprozess NRWs mit Mut begegnen und auf Herausforderungen wie die Digitalisierung, die Globalisierung oder die aktuelle Corona-Pandemie mit innovativen Ansätzen und Konzepten reagieren. Der Wettbewerb, der bereits zum vierten Mal stattfindet, wird von „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der Rheinischen Post und dem Bonner General-Anzeiger durchgeführt.

Wirtschafts- und Digitalminister sowie Schirmherr Prof. Dr. Andreas Pinkwart:
„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie stellen unsere Unternehmen derzeit vor eine nie dagewesene Herausforderung. Umso wichtiger ist, dass sie ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln und mit zukunftsweisenden Ideen am Markt behaupten, damit sie gestärkt aus der Krise hervorgehen. Ich freue mich auf die Bewerberinnen und Bewerber, die sicherlich auch in diesem Jahr wieder die große Kreativität, Innovationsfähigkeit und wirtschaftliche Vielfalt unseres Landes widerspiegeln.“

Die Auszeichnung wird in drei Kategorien vergeben: Konzerne und Mittelständler, Handwerk und kleine Unternehmen sowie erstmalig auch Startups. Ebenfalls neu ist in diesem Jahr die Vergabe des Sonderpreises „NRW-Wandler“ an eine herausragende Persönlichkeit aus Nordrhein-Westfalen, die sich über ihr besonderes unternehmerisches Wirken in NRW hinaus verdient gemacht hat.

Eine Expertenjury aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft wählt unter allen Bewerbern zehn Preisträger aus, die beispielhaft für das Potenzial des Standortes stehen. Die Gewinner werden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung von NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart geehrt.

Über den Wettbewerb

Wo einst rauchende Schlote und graue Zechensiedlungen das Bild der wirtschaftlichen Kernregion Deutschlands dominierten, entwickelt sich seit Jahrzehnten ein moderner und vielfältig aufgestellter Wirtschaftsstandort. Dabei fordert und fördert der andauernde Strukturwandel von Unternehmen aller Branchen kreative Unternehmensstrategien, den Einsatz neuer Technologien und die dynamische Anpassung von Produktionsbedingungen. Diese Kreativität wird durch den Wettbewerb „NRW – Wirtschaft im Wandel“ transparent und soll zur Nachahmung anregen. Partner des Wettbewerbs sind die Deutsche Bank, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), die Organisationsberatung Kienbaum sowie die Zurich Versicherung.

Über die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ 

Ideen sind Deutschlands wertvollster Rohstoff, ein Garant für eine lebenswerte Zukunft. Daher sucht die  Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ gute Ideen und Menschen, die sie umsetzen. Sie macht diese sichtbar, würdigt und vernetzt sie. Durch Begegnung und Vernetzung schafft die Initiative ein Klima, in dem aus Ideen Innovationen werden.


- IHK: Freizeit- und Eventwirtschaft ernsthaft bedroht
- Duisburg: Politik soll Kurzarbeitergeld (KUG) aufstocken

IHK begrüßt erste Lockerungen für Wirtschaft

 

Duisburg, 17. April 2020 - Leises Aufatmen: Die Beschlüsse von Bund und NRW-Landesregierung stoßen auf grundsätzlichen Zuspruch in der Wirtschaft. Ein Kriterienkatalog mit eindeutigen Regelungen ist jetzt gefragt, denn aktuell werfen die Lockerungsmaßnahmen mehr Fragen als Antworten auf.Restaurants, Hotels, Eventdienstleistern und Freizeiteinrichtungen fehlt weiter eine Perspektive. Hier droht ein vollständiger Ausfall des Sommergeschäfts. Land und Bund müssen bei ihren Hilfsprogrammen dringend nachsteuern“ so Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK - Foto  (c) Niederrheinische IHK.

 

Wie dramatisch die aktuelle Situation für viele Unternehmen ist, zeigt eine aktuelle Umfrage der Niederrheinischen IHK. Sechs von zehn Unternehmen rechnen mit mehr als 10 Prozent Umsatzrückgang in 2020. Jedes zehnte Unternehmen geht von Umsatzverlusten von mehr als 50 Prozent aus. Sogar jedes fünfte Unternehmen bezeichnet den derzeitigen Umsatzrückgang als insolvenzbedrohend. Dazu zählen insbesondere Betriebe aus dem Gastgewerbe und dem Einzelhandel.

 

Ernüchterung im Einzelhandel

Entsprechend enttäuscht zeigt sich die IHK von der gestrigen Entscheidung des Landeskabinetts. Dem Vorschlag größerer Handelshäuser, ihre Verkaufsflächen auf maximal 800 Quadratmeter zu reduzieren, erteilte die Landesregierung eine Absage. Einrichtungshäuser und Babyfachmärkte dürfen dagegen öffnen. „Quadratmeter und Sortimente können nicht ausschlaggebend dafür sein, ob Geschäfte öffnen dürfen oder nicht. Die Einzelhändler brauchen gleiche Wettbewerbsbedingungen. Hier muss die Politik dringend nachsteuern“, so Landers.
Die Unternehmen am Niederrhein hätten in den vergangenen Wochen gezeigt, dass der Schutz der Gesundheit von Kunden und Mitarbeitern auch bei laufendem Betrieb oberste Priorität habe. Laut Umfrage planen die Betriebe vielfältige Schutz- und Hygienemaßnahmen in ihren Unternehmen umzusetzen – von zusätzlichen Desinfektionsangeboten, Mundschutz für Mitarbeiter bis zu Alternativen zum persönlichen Kontakt. Vier von fünf Unternehmen sind ohne Vorlauf bereit, ihr Geschäft wieder aufzunehmen.

 

Politik in der Pflicht bei Hygiene und Finanzen

Wichtig für die Unternehmen ist ein gesicherter Zugang zu Schutz- und Hygieneartikeln wie Desinfektionsmittel oder Alltagsmasken. Jeder zweite befragte Betrieb sieht dabei die Politik in der Pflicht, Hilfsmittel bereitzustellen.

Den Bedarf politisch nachzusteuern, sehen die Unternehmen auch beim Thema Finanzen. Neben Soforthilfe (42 Prozent) und Kurzarbeitergeld (42 Prozent) forderten die Betriebe insbesondere Unternehmenssteuersenkungen (52 Prozent) sowie das Aufsetzen eines generellen Konjunkturprogramms (39 Prozent), das vor allem die Nachfrage in den Blick nehmen sollte.

 

Europaweite Abstimmung erforderlich

Die IHK richtet ihren Appell nicht nur nach Düsseldorf und Berlin, sondern auch nach Brüssel. Viele komplexe Wertschöpfungs- und Versorgungsketten im Mittelstand und in der Industrie sind auf funktionierende Lieferketten angewiesen. Die Zeitpläne für das Wiederanlaufen der Wirtschaft sollten mindestens europaweit so abgestimmt werden, dass es in den einzelnen Ländern nicht zu Engpässen kommt. Für den Niederrhein ist die Koordinierung mit den benachbarten Niederlanden als größtem Handelspartner von entscheidender Bedeutung. Als Logistikregion europäischen Ranges hängt davon auch die Versorgung weiterer Wertschöpfungsketten in In- und Ausland ab.

 

Genauso wichtig für die Unternehmen: klare Regelungen, wann Schulen und Kitas wieder öffnen. Denn solange Mitarbeiter ihre Kinder betreuen müssen, fehlen sie in den Betrieben.


Duisburg: Politik soll Kurzarbeitergeld (KUG) aufstocken - Beschäftigten im Gastgewerbe drohen Lohneinbußen – „KUG 80plus“ gefordert

Wenn es nicht mehr fürs Nötigste reicht: Im Zuge der Corona-Krise haben Kellner, Köchinnen und Hotelangestellte in Duisburg mit extremen Lohneinbußen zu kämpfen. Davor warnt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) – und fordert eine deutliche Aufstockung des Kurzarbeitergeldes.
„Mit 60 Prozent des bisherigen Lohns auszukommen, ist im Gastgewerbe ein Ding der Unmöglichkeit. In Nordrhein-Westfalen bleiben einem gelernten Koch ohne Kinder in Vollzeit am Monatsende nicht einmal 900 Euro“, macht NGG-Geschäftsführer HansJürgen Hufer deutlich. Dies setze voraus, dass nach Tarif gezahlt werde – was häufig jedoch nicht einmal der Fall sei. Trotz Vollzeitjob seien viele Beschäftigte während der Kurzarbeit sogar auf Stütze vom Amt angewiesen. „Und ein Ende der Krise ist noch längst nicht abzusehen“, so Hufer.
In Duisburg beschäftigt das Gastgewerbe nach Angaben der Arbeitsagentur rund 7.100 Menschen. Die Gewerkschaft NGG ruft die Bundestagsabgeordneten aus der Region dazu auf, sich in Berlin für eine rasche Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf mindestens 80 Prozent (Eltern: 87 Prozent) einzusetzen.
„Wir brauchen ein ,Corona-KUG 80plus‘ – zumindest für untere Einkommensgruppen“, so Hufer. In mehreren europäischen Ländern liegt das Lohnausfallgeld bereits in dieser Größenordnung. Mittlerweile wird eine Erhöhung auch innerhalb der Großen Koalition diskutiert.
„Weil sich der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) weiterhin einer Aufstockung per Tarifvertrag verweigert, ist nun die Politik gefragt. Sie hat bereits ein beispielloses Corona-Rettungspaket beschlossen und greift Firmen mit Milliarden unter die Arme. Aber man darf die Beschäftigten jetzt nicht im Regen stehen lassen“, sagt Hufer. Es sei nicht hinnehmbar, dass Hoteliers und Gastronomen bei den Lohnkosten voll entlastet würden – diese Hilfe aber nicht an ihre Mitarbeiter weitergäben.
„Corona darf nicht zur Katastrophe für die werden, die ohnehin jeden Cent zweimal umdrehen müssen.“

Wegen Corona geschlossen: Restaurants, Gaststätten und Hotels sind seit Wochen zu. Die Beschäftigten haben nun mit enormen Lohneinbußen zu kämpfen, warnt die Gewerkschaft NGG. Foto NGG

 

- Neuregelungen für Händler ab 20. April
- Information zum Öffnung von Handelsgeschäften    

Neuregelungen für Händler ab 20. April
Duisburg, 16. April 2020 - Nach der Vereinbarung zwischen Bund und Ländern am 15. April werden auch in Duisburg ab Montag, 20. April, wieder viele Einzelhändler öffnen dürfen. Dazu gehören alle Ladenlokale mit weniger als 800 m² Verkaufsfläche sowie unabhängig von der Ladengröße auch alle KfZ-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen.
Dabei müssen sie die notwendigen hygienischen Vorgaben erfüllen und dafür sorgen, dass pro 10 m² begehbarer Verkaufsfläche maximal eine Person im Laden ist. Die Erfahrungen aus den letzten drei Wochen der noch geöffneten Läden haben gezeigt, dass die Menschen sich an die neuen Vorgaben diszipliniert halten.
Für noch größere Läden bedeutet diese Entscheidung, weiter abzuwarten. Ziel ist und bleibt es, jede Art von größerer Ansammlung und Begegnung von Menschen zu vermeiden. Deshalb wird das Ordnungsamt auch hier gewissenhaft die Einhaltung der Vorgaben überprüfen. Die Vorgaben zu den hygienischen Anforderungen für den Einzelhandel ergeben sich aus § 5 Abs. 6 der Coronaschutzverordnung; hierzu hat die Stadt ein Informationsblatt für Händler erarbeitet.
Für die Praxis werden folgende Hinweise gegeben:
· Alle Geschäfte mögen einen Nachweis über die Größe des Verkaufsraums zur Hand haben. Gerade für Ladenlokale bis 800 m² Verkaufsfläche sind die tatsächlichen Größen für das Bürger- und Ordnungsamt nur schwer einschätzbar; deshalb sollte eine verbindliche Aussage zur Fläche gemacht werden können.
· Aus der Gesamtverkaufsfläche ist die Fläche zu ermitteln, die für den Kunden zugänglich ist (also Regale, Einbauten, Exponate, Kassen- und Bedienbereiche etc. von der Gesamt-Verkaufsfläche abziehen). Diese Fläche ist die Rechengrundlage zur Ermittlung der maximal zulässigen Kunden im Geschäftsraum.
· Es ist ein System zu entwickeln, welches eine ständige Kontrolle der Anzahl der im Geschäftsraum befindlichen Kunden ermöglicht. Je nach Größe des Geschäfts ist eine entsprechende Kontrollfunktion bzgl. des Zugangs bereits am Eingang zu installieren.
Dazu kommt als eine leicht handhabbare Möglichkeit auch die Beschränkung der verfügbaren Einkaufswagen auf die Anzahl der maximal möglichen Kunden verbunden mit einer Einkaufswagen-Nutzungspflicht in Frage.
· Das Personal sollte vor Infektionsrisiken so gut wie möglich geschützt werden. Hierzu gehört der Einsatz von Spuckschutz, Mund-Nase-Schutzmasken (Community-Masken) und bargeldlosem Bezahlen. Außerdem sind ausreichende Desinfektionsmittel für die Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen.
· Zudem ist nach Möglichkeit Desinfektionsmittel für die Kunden bereitzustellen.
· Es wird empfohlen, Abstandslinien im Kassenbereich (Mindestabstand 1,50 Meter) und vor anderen kundenintensiven Bereichen auf dem Boden anzubringen.
· Eine Maskenpflicht gibt es nicht, aber eine dringende Empfehlung zum Tragen von Schutzmasken (Community-Masken).
· Städtische Ämter bleiben weiterhin für den Publikumsverkehr geschlossen.
Da nach wie vor Kontaktbeschränkungen gelten, bleiben die städtischen Ämter bis einschließlich 3. Mai für den offenen Publikumsverkehr geschlossen. Für viele Ämter gibt es die Möglichkeit, telefonisch Notfalltermine zu vereinbaren. Auf der Internetseite der Stadt Duisburg www.duisburg.de finden sich dazu weitergehende Informationen.

Information zum Öffnung von Handelsgeschäften    
Die Vorgaben zu den hygienischen Anforderungen für den Einzelhandel ergeben sich aus § 5 Abs. 6 der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO) vom 22. März 2020    
Dort heißt es: § 5 Handel
(6) Alle Einrichtungen haben die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen zu treffen. Die Anzahl von gleichzeitig im Geschäftslokal anwesenden Kunden darf eine Person pro zehn Quadratmeter der für Kunden zugänglichen Lokalfläche nicht übersteigen. In Absprache mit dem Bürger- und Ordnungsamt der Stadt Duisburg werden folgende Hinweise gegeben:  
· Alle Geschäfte mögen einen Nachweis über die Größe des Verkaufsraums zur Hand haben. Gerade für Ladenlokale bis m² Verkaufsfläche sind die tatsächlichen Größen für das Ordnungsamt nur schwer einschätzbar und deshalb sollte eine verbindliche Aussage zur Fläche gemacht werden können.  
· Aus der Gesamtverkaufsfläche ist die Fläche zu ermitteln, die für den Kunden zugänglich ist (also Regale, Einbauten, Exponate, Kassen- und Bedienbereiche etc. von der Gesamt-VK abziehen). Diese Fläche ist die Rechengrundlage zur Ermittlung der maximal zulässigen Kunden im Geschäftsraum.  
· Es ist ein System zu entwickeln, welches eine ständige Kontrolle der Anzahl der im Geschäftsraum befindlichen Kunden ermöglicht. Je nach Größe des Geschäfts ist eine entsprechende Kontrollfunktion bzgl. des Zugangs bereits am Eingang zu installieren. Dazu kommt als eine leicht handhabbare Möglichkeit auch die Beschränkung der verfügbaren Einkaufswagen auf die Anzahl der maximal möglichen Kunden verbunden mit einer Einkaufswagen-Nutzungspflicht in Frage.  
· Das Personal sollte vor Infektionsrisiken so gut wie möglich geschützt werden. Hierzu gehört der Einsatz von Spuckschutz, Mund-Nase-Schutzmasken (Community-Masken) und bargeldlosem Bezahlen. Außerdem sind ausreichende Desinfektionsmittel für die Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen.  
Zudem ist nach Möglichkeit Desinfektionsmittel für die Kunden bereitzustellen.  
Es wird empfohlen, Abstandslinien im Kassenbereich (Mindestabstand 1,50 m) und vor anderen kundenintensiven Bereichen auf dem Boden anzubringen.  
Eine Maskenpflicht gibt es nicht, aber eine dringende Empfehlung des RKI zum Tragen von Schutzmasken (Community-Masken).

In Nordrhein-Westfalen dürfen ab dem 20. April auch Möbelhäuser und Babymärkte wieder öffnen. Dies gab NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) Medienberichten zufolge gestern Nachmittag auf einer Pressekonferenz bekannt. Wenn Kfz-Händler unter Einhaltung der Hygienauflagen wieder öffnen könnten, sei das auch bei Einrichtungshäusern möglich. Beide seien nicht in den Innenstädten angesiedelt und es gehe darum, dass sich die Fußgängerzonen nicht wieder füllten. Daher dürften innerstädtische Geschäfte mit mehr als 800 m² Verkaufsfläche, die nicht unter die Sonderregelung fallen, auch dann nicht öffnen, wenn sie Teilbereiche des Ladens für Kunden absperren. Für den Einzelhandel wird die Zahl der Kunden auf einen pro 20 m² begrenzt, bei 800 m² sind somit maximal 40 Kunden pro Laden zulässig.


346 400 Solo-Selbstständige in NRW - 76.707 im Ruhrgebiet

346 400 Solo-Selbstständige in NRW
Düsseldorf/Essen/Duisburg, 16. April 2020 - Im Jahr 2018 gab es in Nordrhein-Westfalen 346 400 Solo-Selbstständige. Schlagworte: Nachricht: Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2018 gab es in Nordrhein-Westfalen 346 400 Solo-Selbstständige. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war damit nahezu jede zweite (48,4 Prozent) der 715 700 im statistischen Unternehmensregister NRW erfassten rechtlichen Einheiten ohne weitere Beschäftige tätig.
Bei Stromerzeugern, in den Bereichen künstlerisches und schriftstellerisches Schaffen und darstellende Kunst lagen die Anteile der Solo-Selbstständigen bei über 90 Prozent, aber auch im Bereich Grundstücks- und Wohnungswesen sowie in freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen waren sie überdurchschnittlich hoch.
Die Bereiche Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung, private Vermietung und Solo-Selbstständige umsatzsteuerbefreiter Wirtschaftszweige wurden hier nicht berücksichtigt. Im Rheinisch-Bergischen Kreis (52,6 Prozent) und in Köln (52,4 Prozent) waren die Anteile der Solo-Selbstständigen 2018 landesweit am höchsten – in Hamm (43,6 Prozent) und Remscheid (43,0 Prozent) dagegen am niedrigsten.
221 200 und damit fast ein Drittel der Unternehmen (30,9 Prozent) in NRW hatten 2018 ein bis vier, 67 700 (9,5 rozent) hatten 5 bis 9 und 51 900 (7,3 Prozent) hatten zehn bis 29 Beschäftigte. (IT.NRW).

76.707 Solo-Selbstständige im Ruhrgebiet
76.707 Solo-Selbstständige arbeiteten 2018 in der Metropole Ruhr. Wie aus den Zahlen des Statistischen Landesamtes IT.NRW hervorgeht, hatten damit 46,59 Prozent aller im statistischen Unternehmensregister erfassten rechtlichen Einheiten keine weiteren Beschäftigen. Am höchsten war der Anteil der Solo-Selbstständigen bei den Unternehmen in Mülheim (48,9 Prozent) und Essen (48,3 Prozent), am geringsten in Hamm (43,6 Prozent) und Gelsenkirchen (44 Prozent). idr

A.T.U öffnet Werkstatt in Duisburg-Wanheim im COVID-19-Notbetrieb

Insgesamt sind ab Mittwoch bundesweit 110 A.T.U-Werkstätten zur Sicherstellung der Grundversorgung geöffnet

 

Weiden in der Oberpfalz/Duisburg, 14. April 2020 - Am Mittwoch, den 15. April wird A.T.U in insgesamt 50 weiteren regionalen Schwerpunkt-Filialen einen Werkstatt-Notbetrieb aufnehmen, darunter die Filiale in der Ehinger Straße in Duisburg-Wanheim. Der Betrieb an diesen Standorten sieht spezielle Gesundheitsschutzmaßnahmen vor und soll der Sicherstellung der erforderlichen Grundversorgung dienen. Die Anzahl der A.T.U-Filialen mit diesem speziellen Service soll lageabhängig weiter ausgebaut werden.

 

Mit der Öffnung von ausgewählten Werkstätten nimmt A.T.U den Betrieb in weiteren Städten in begrenztem Umfang wieder auf. An den 110 Standorten bietet das Unternehmen die Wartung und Reparatur von Kfz unter Beachtung spezifischer Gesundheitsschutzmaßnahmen an. Damit leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Grundversorgung der Bürgerinnen und Bürger.

 

Notfälle und Einsatzkräfte haben Vorrang

Grundsätzlich stehen diese Werkstätten im Notbetrieb allen Autofahrern zur Verfügung. In erster Linie konzentrieren sich die Arbeiten aber auf dringende Kfz-Dienstleistungen, die in der Regel nicht aufzuschieben sind. Vorrang haben insbesondere die Fahrzeuge von Rettungs- und Pflegediensten, Polizei, Feuerwehr und Behörden. Zum Gesundheitsschutz von Mitarbeitern und Kunden werden dabei besondere Vorkehrungen getroffen. In diesen Notbetriebswerkstätten müssen die angeschlossenen Shops mit Kfz-Zubehör jedoch bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Kunden sollten am besten über die Internetseite www.atu.de Kontakt zu einer Werkstatt im Notbetrieb aufnehmen.

 

Eine Übersicht der Filialen mit Notbetrieb finden Sie über die Postleizahlensuche auf  www.atu.de.

 

Öffnungszeiten der Notbetriebs-Filialen: Montag - Freitag von 08:00 bis 17:00 Uhr

Das Unternehmen A.T.U Auto-Teile-Unger   
 A.T.U wurde im Jahr 1985 gegründet und ist heute Marktführer im deutschen Kfz-Service. Mit Hauptsitz in Weiden betreibt das Unternehmen über 600 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die ca. 10.000 Mitarbeiter erwirtschaften pro Jahr einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro. Seit 2016 ist A.T.U Teil des europäischen Marktführers Mobivia. Mit 19 Marken, über 2.000 Werkstätten und mehr als 22.000 Mitarbeitern verfügt die Unternehmensgruppe über ein einzigartiges Know-how im Kfz-Service.

Kostenloser Online-Kurs zu Künstlicher Intelligenz

IHK-Kurs klärt über Anwendungen und Chancen auf

 

Duisburg, 14. April 2020 - Künstliche Intelligenz (KI) ist in aller Munde und jetzt schon in vielen alltäglichen Anwendungen vorhanden. Beispielsweise bei der Nutzung von sprachgesteuerten Assistenten, automatischen Einpark-Assistenten oder  Chatbots. Zukünftig sollen autonom fahrende Binnenschiffe auf den Wasserstraßen am Niederrhein mit Hilfe von KI gesteuert werden. Die Niederrheinische IHK bietet ihren Mitgliedern in einem kostenlosen Online-Kurs Orientierung zu Anwendungsmöglichkeiten und Chancen.

 

In sechs verschiedenen Modulen widmet sich der Kurs der KI, maschinellem Lernen, realen Anwendungen oder zukünftigen Auswirkungen auf unser alltägliches Leben. Der Deutsche Industrie-und Handelskammertag (DIHK) erwartet, dass der Einsatz von KI in allen Stufen der Wertschöpfungskette in den nächsten fünf Jahren rasch zunehmen wird. Das Potenzial ist enorm: Abläufe werden effizienter, neue Produkte und Dienstleistungen geschaffen und Maschinen werden die Menschen noch besser bei ihrer Arbeit unterstützen können.

 

Künstliche Intelligenz wird zunehmend relevanter, sei es in den Bereichen Einkauf, Vertrieb, Logistik, Marketing, Buchhaltung oder Forschung und Entwicklung. Um die regionale Wirtschaft langfristig wettbewerbsfähig zu halten, ist es wichtig, KI besser zu verstehen und frühzeitig über das Potenzial und die Herausforderungen der disruptiven Technologien zu informieren. An dieser Stelle knüpfen die IHKs mit dem kostenlosen Webinar „Elements of AI“ an. „AI“ steht für „Artificial Intelligenz“, zu Deutsch: Künstlichen Intelligenz.

 

Das Webinar kommt ursprünglich aus Finnland und ist jetzt in deutscher Sprache erhältlich. Der Kurs kann online im eigenen Tempo und ohne Vorkenntnisse in 30 bis 60 Stunden abgeschlossen werden. Die Module kombinieren theoretisches Wissen mit praktischen Übungen. Bereits mehr als 370.000 Menschen aus 170 Ländern haben den Kurs begonnen. 

Mehr Information finden Sie unter: www.ihk-niederrhein.de/elements-of-ai

 

Gefälschte Mail an Arbeitgeber zum Kurzarbeitergeld im Umlauf

Duisburg, 9. April 2020 - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) warnt vor einer betrügerischen Mail. Die Absender wollen an persönliche Kundendaten gelangen. Aktuell erhalten Arbeitgeber und Unternehmen bundesweit unseriöse Mails, die unter der Mailadresse kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de versandt werden. In der Mail wird der Arbeitgeber unter anderem aufgefordert, konkrete Angaben zur Person, zum Unternehmen und zu den Beschäftigten zu machen, um Kurzarbeitergeld zu erhalten. Im Absender ist keine Telefonnummer für Rückfragen angegeben. Arbeitgeber sollen auf keinen Fall auf die Mail antworten, sondern diese umgehend löschen.
Die BA ist nicht Absender dieser Mail. Die BA fordert Arbeitgeber auch nicht per Mail auf, Kurzarbeitergeld zu beantragen. Informationen zur Beantragung von Kurzarbeitergeld erhalten Betriebe telefonisch unter der gebührenfreien Hotline für Arbeitgeber 0800 4 5555 20. Kurzarbeitergeld kann nur über eine Anzeige zum Arbeitsausfall durch den Arbeitgeber erfolgen. Arbeitgeber können Kurzarbeitergeld schriftlich oder online anzeigen.
Der Vordruck zur Anzeige und alle Informationen zum Kurzarbeitergeld sind auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-kurzarbeit/ veröffentlicht. Hintergrundinformationen zum Kurzarbeitergeld: Wer Kurzarbeitergeld erhält Kurzarbeitergeld beantragen können Betriebe mit mindestens einer bzw. einem Beschäftigten. Wirtschaftliche Ursachen oder nicht beeinflussbare (unabwendbare) Ereignisse müssen vorliegen.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie können wirtschaftliche Ursachen beispielsweise durch ausbleibende Lieferungen begründet sein, die zu einer Reduzierung der Arbeitszeit führen. Wenn staatliche Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass der Betrieb vorübergehend geschlossen wird, handelt es sich um ein unabwendbares Ereignis. Dies kann Hochwasser, aber auch eine Anordnung des Gesundheitsamtes sein.

Drei Schritte zum Kurzarbeitergeld: anzeigen, beantragen, abrechnen
Im ersten Schritt zeigen Unternehmen und Betriebe die Kurzarbeit schriftlich bei der Agentur für Arbeit an. Das geht sehr einfach. Die wichtigen Vordrucke und weitere Informationen sind im Internet unter www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit zu finden.


Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber füllen den Ausdruck aus, scannen die unterschriebene Kurzarbeits-Anzeige und senden sie per E-Mail an die Agentur für Arbeit. Nach der Anzeige kann im zweiten Schritt die Unterstützungsleistung beantragt werden. Hierfür reicht ein zweiseitiger Vordruck, der ebenfalls im Internet bzw. Online-Portal zu finden ist.

Sowohl die Mitteilung/Anzeige als auch die eigentliche Beantragung von Kurzarbeitergeld können also schnell, sicher und jederzeit online erfolgen. Im Antrag geben Arbeitgeber an, bei wie vielen Mitarbeitern wie viel Arbeitszeit ausfällt. Für diesen Arbeitsausfall erstattet die Bundesagentur neben der pauschalierten Entgeltersatzleitung aktuell auch die Sozialversicherungsbeiträge. Ob die Voraussetzungen für die Gewährung des Kurzarbeitergeldes vorliegen, entscheidet die Agentur für Arbeit.

Die Ermittlung der Höhe des Kurzarbeitergeldes für jede einzelne Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter sowie die Erstellung einer Abrechnungsliste für die Agentur für Arbeit wird im Regelfall durch die Lohnsoftware der Unternehmen unterstützt. Das Kurzarbeitergeld erstattet die Agentur für Arbeit an den Arbeitgeber. Höhe des Kurzarbeitergeldes Kurzarbeitergeld kann bis zu zwölf Monate bezahlt werden. Das hängt von dem Einzelfall ab. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erhalten in dieser Zeit 60 Prozent des pauschalierten Nettogehaltes.
Wenn Arbeitnehmerinnen bzw. Arbeitnehmer mindestens 0,5 Kinder auf der Lohnsteuersteuer eingetragen haben, beträgt der Satz des Kurzarbeitergeldes 67 Prozent.

So erreichen Sie uns für Beratungsanfragen: Telefonisch Montag – Freitag von 08.00 – 18.00 Uhr: Kostenlose Hotline für Arbeitgeber 0800 4 5555 20 über Mail: Duisburg.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de Wenn Arbeitnehmer Fragen haben nutzen sie bitte die neue Sammelhotline 0203 302 1111.

„Zweiten Shutdown können wir uns nicht leisten“ IHK für verantwortungsvolle Öffnung mit Schutzmaßnahmen  

Duisburg, 9. April 2020 - Der Präsident der Niederrheinische IHK begrüßt das Bestreben der Landesregierung, nach Ostern mit behutsamen Schritten an der Rückkehr in die Normalität zu arbeiten.
„Unternehmerinnen und Unternehmer, deren Geschäfte aktuell geschlossen sind und die seit Wochen praktisch keinen Umsatz haben, brauchen eine Perspektive“, unterstützt IHK-Präsident Burkhard Landers die verantwortungsvolle Öffnung der bisherigen Regelungen, für die NRW-Ministerpräsident Armin Laschet heute (9. April 2020) im Landtag geworben hat.  

Trotz der schnell und unbürokratisch gewährten staatlichen Hilfen ist die Situation für viele, kleine und mittelständische Unternehmen weiter ausgesprochen angespannt, weiß die IHK aus etwa 3.000 Beratungsgesprächen. „Eine verantwortungsvolle Lockerung der Maßnahmen wird wie eine dringend benötigte Vitaminspritze für unsere Unternehmen wirken. Dabei steht die Sicherheit und Gesundheit der Menschen im Land im Vordergrund“, betont der IHK-Präsident. In der aktuellen Situation sei es weiterhin wichtig, die Freiheiten so zu gewähren, dass von diesen keine unnötigen gesundheitlichen Risiken ausgingen.

„Kein Unternehmer erwartet, dass wir jetzt weiter machen, als hätte es das Virus nicht gegeben“, stellt Landers klar, „aber wir müssen uns aus der Schockstarre befreien und kleine Inseln der Normalität zurückgewinnen.“  
Viele Unternehmerinnen und Unternehmer am Niederrhein haben in den letzten vier Wochen eindrucksvoll gezeigt, wie verantwortungsbewusst sie mit der Gesundheit von Mitarbeitern und Kunden umgehen.

„Nach bestem Wissen und Gewissen haben Einzelhändler, Bäcker, Drogerien oder Baumärkte den Kundenstrom gesteuert, Abstandsregelungen eingeführt oder Einkaufswagen desinfiziert. Produzierende Betriebe, Terminals, Logistikdienstleister und viele andere haben Schichten getrennt, zusätzliche Schutzvorkehrungen getroffen oder massenhaft Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Ich weiß, dass viele Unternehmen diese Maßnahmen nach den ersten Erfahrungen nun weiter verbessern.
Die Einzelhändler aber auch Restaurants, die heute noch geschlossen sind, profitieren davon ebenfalls und bereiten sich darauf vor unter Auflagen wieder zu öffnen. Alle wissen, was auf dem Spiel steht. Sie werden zurückgewonnene Freiheiten deshalb sehr bewusst nutzen und sich selbst und ihre Kunden schützen“, ist der IHK-Präsident sicher.  
Wichtig aus Sicht der Wirtschaft sei, Beschränkungen aber auch gewährte Freiheiten engmaschig auf ihre Wirkung hin zu prüfen. „Alle wissen, einen zweiten Shutdown in drei oder vier Wochen können wir uns nicht leisten.“  

Landers lobt: „Es ist gut, wenn die Landesregierung nicht zu viel vorschreibt, sondern auf Information, Aufklärung und einen verantwortungsvollen Umgang der Menschen setzt.“ Um das öffentliche Leben wieder ans Laufen zu bekommen, sei es zudem wichtig, dass Schulen und Kindergärten wieder öffnen. Dabei gehe es im Kern darum, die Eltern zu entlasten.
Landers: „Viele der Mitarbeiter in unseren Unternehmen haben zurzeit ein massives Betreuungsproblem. Außerdem hören wir immer wieder von Betrieben, dass sich Mitarbeiter deutlich länger krankschreiben lassen als üblich. Die derzeitige Praxis, dass Atteste per Telefon für 14 Tage ausgestellt werden, ist für viele Unternehmen eine Belastung in ohnehin schwerer Zeit.“

HAMBORNER REIT AG verschiebt die ordentliche Hauptversammlung 2020 und stellt Höhe der Dividende unter Vorbehalt

- Verschiebung der Hauptversammlung im Zusammenhang mit der globalen Virus-Pandemie und daraus resultierender Einschränkungen des öffentlichen Lebens
- Gesellschaft stellt Höhe der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2019 vorsorglich unter Vorbehalt
- Mindestausschüttung gemäß REIT-Gesetz bei 0,18 Euro je Aktie
- Mieterseitige Aussetzung oder Reduzierung der April-Zahlungen in Höhe von 1,8 Mio. Euro bzw. 19 % der monatlichen Gesamtmiete
- Weiterhin solide Liquiditätsausstattung

VERSCHIEBUNG DER ORDENTLICHEN HAUPTVERSAMMLUNG 2020

Duisburg, 7. April 2020 - In Anbetracht der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus hat der Vorstand der HAMBORNER REIT AG am heutigen Tag in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat beschlossen, die für den 6. Mai 2020 geplante ordentliche Hauptversammlung auf einen späteren Termin im zweiten Halbjahr 2020 zu verschieben.

Angesichts der nach wie vor geltenden behördlichen Restriktionen in Bezug auf Veranstaltungen sowie der verschärften Präventionsmaßnahmen der Bundesregierung, ist eine planmäßige Durchführung der Hauptversammlung an dem ursprünglich geplanten Termin nicht mehr realisierbar. Im Zeichen der aktuellen Risikolage hat die Gesundheit der Aktionärinnen und Aktionäre, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aller beteiligten Dienstleister höchste Priorität. Sobald eine ausreichende Planungs- und Durchführungssicherheit gewährleistet sind, wird die Gesellschaft einen neuen Hauptversammlungstermin bekanntgeben.

Im Interesse ihrer Aktionärinnen und Aktionäre und im Sinne eines gewohnten und intensiven Austauschs mit allen Anteilseignern beabsichtigt die Gesellschaft ausdrücklich auf die vom Gesetzgeber eingeräumte Möglichkeit einer reinen Online-Hauptversammlung zu verzichten und strebt weiterhin die Durchführung im Wege einer Präsenzveranstaltung an.

DIVIDENDENZAHLUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

Infolge der Vertagung der Hauptversammlung wird die Dividendenzahlung nicht wie geplant am 11. Mai 2020 stattfinden, da hierfür ein entsprechender Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung erforderlich ist. Vor dem Hintergrund der derzeit nur ansatzweise abschätzbaren gesamtwirtschaftlichen Folgen der Virus-Pandemie sowie der damit verbundenen Unsicherheiten in Bezug auf die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im weiteren Jahresverlauf, hat der Vorstand im Zusammenhang mit der Verschiebung der Hauptversammlung beschlossen, die Höhe der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2019 zunächst unter Vorbehalt zu stellen. Die Entscheidung folgt dem von unternehmerischer Vorsicht geprägten Geschäftsansatz und ungeachtet der soliden Finanz- und Liquiditätssituation der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat hat diese vorsorgliche Maßnahme zustimmend zur Kenntnis genommen.
Die HAMBORNER REIT AG hatte ursprünglich geplant, den Aktionären in der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,47 Euro je Aktie vorzuschlagen (Vorjahr: 0,46 Euro). Sobald dem Unternehmen eine belastbare Einschätzung der konkreten wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise auf die weitere Geschäftsentwicklung möglich ist, werden Vorstand und Aufsichtsrat die Gewinnverwendung überprüfen und der neu einzuberufenden Hauptversammlung gegebenenfalls einen aktualisierten Dividendenvorschlag unterbreiten.

MINDESTAUSSCHÜTTUNG IN HÖHE VON 0,18 EURO JE AKTIE

Die Vorschriften des § 13 Abs. 1 REIT-Gesetz sehen eine Ausschüttungsverpflichtung in Höhe von 90 % des erwirtschafteten handelsrechtlichen Jahresüberschusses vor. HAMBORNER beabsichtigt, dieser Verpflichtung nachzukommen und eine Dividende in Höhe von mindestens 0,18 Euro je Aktie an ihre Aktionäre auszuschütten. Inwieweit am ursprünglichen Dividendenvorschlag von 0,47 Euro je Aktie festgehalten werden kann, wird die Gesellschaft im Vorfeld des neuen Hauptversammlungstermins unter Berücksichtigung der weiteren Geschäftsentwicklung entscheiden.

AUSWIRKUNGEN AUF AKTUELLE GESCHÄFTSSITUATION

Ungeachtet der derzeitigen globalen Krisensituation sieht sich die Gesellschaft mit ihrem konservativen Geschäftsmodell sowie ihrem ertragsstarken und diversifizierten Immobilienportfolio weiterhin sehr gut aufgestellt. Dabei profitiert HAMBORNER im jetzigen Marktumfeld insbesondere von ihrem hohen Anteil an bonitätsstarken Mietern aus systemrelevanten Bereichen, wie bspw. dem Lebensmitteleinzelhandel, der aktuell rund ein Drittel der gesamten Mieteinnahmen der Gesellschaft ausmacht. Weitere nicht von Schließungen betroffene Einzelhandelsmieter, wie Drogerien, Apotheken oder Baumärkte tragen mit rd. 12 % zu den Mieteinnahmen bei. Auch die Büroobjekte, darunter medizinische Versorgungseinrichtungen, Ärztehäuser und Behörden, welche derzeit rd. ein Drittel der Mieterlöse generieren, sind weitgehend von behördlichen Auflagen verschont. Der Anteil der Gesamtmieterträge aus nicht von Schließungsmaßnahmen betroffenen Flächen liegt aktuell bei rd. 75 %.

Dauer und Umfang der Einschränkungen des öffentlichen Lebens sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für die wirtschaftliche Entwicklung diverser Mieter sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht belastbar abzuschätzen. Infolge der aktuellen Situation sowie unter Berücksichtigung der Verabschiedung des Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie, welches Mietern u.a. ermöglicht, sanktionsfrei Mietzahlungen auszusetzen, wurde HAMBORNER bis zum 6. April 2020 von insgesamt rd. 180 Mietern hinsichtlich einer vorläufigen Aussetzung oder Reduzierung von Mietzahlungen kontaktiert.
Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Einzelhandelsmieter, welche derzeit von behördlich veranlassten Geschäftsschließungen betroffen sind. Das daraus resultierende monatliche Mietvolumen beläuft sich auf rd. 1,8 Mio. Euro bzw. 19% der Gesamtmiete. HAMBORNER befindet sich mit den Mietern diesbezüglich in einem engen Dialog und arbeitet intensiv an interessengerechten Lösungen im Umgang mit den bestehenden Herausforderungen.

Die aktuelle Finanz- und Liquiditätssituation der Gesellschaft ist nach wie vor komfortabel. HAMBORNER steht derzeit eine Liquidität von rd. 80 Mio. Euro zur Verfügung, die entsprechende Barmittel sowie kurzfristig abrufbare Darlehen aus abgeschlossenen Finanzierungsverträgen beinhaltet. Darüber hinaus verfügt die HAMBORNER REIT AG über diverse nicht beliehene Immobilien, die ggf. zur Zuführung weiterer Finanzmittel verwendet werden können.
 Hinsichtlich der im Jahr 2020 für eine Refinanzierung anstehenden Immobilienkredite wurden bereits entsprechende Verträge abgeschlossen. Somit besteht diesbezüglich kein weiterer Refinanzierungsbedarf.

Hinsichtlich der im Jahr 2020 auslaufenden Mietverträge konnte die Gesellschaft im ersten Quartal bis Ende März zahlreiche Vermietungserfolge erzielen und für den überwiegenden Teil der Flächen Anschlussmietverträge abschließen. In Bezug auf die Gesamtmieterträge der Gesellschaft beläuft sich der noch verbleibende Anteil der bis zum Ende des Geschäftsjahres auslaufenden Mietverträge lediglich auf rd. 1 %.

HAMBORNER wird am 5. Mai 2020 den Finanzbericht für das erste Quartal 2020 vorlegen und im Zuge dessen umfassend über die weitere Geschäftsentwicklung informieren.

Neu-Ausstattung des Simulator-Zentrums für die Binnenschifffahrt  

Duisburg, 6. April 2020 - Seit gut zwölf Jahren ist „SANDRA“ (Simulator for Advanced Navigation Duisburg - Research and Application) Synonym und Maßstab für Ausbildung und Training von Binnenschiffern am Radar- und Flachwasser-Fahrsimulator im Schiffer-Berufskolleg RHEIN in Duisburg-Homberg.  

Diese erfolgreiche Kooperation zwischen der Stadt Duisburg, dem Duisburger Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V. (DST) und dem Schiffer-Berufskolleg RHEIN (SBKR) wird nun fortgesetzt. Entsprechend dem Masterplan Binnenschifffahrt ermöglichen finanzielle Mittel des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), den Simulator rundum zu erneuern, ihn auf den neuesten Stand aktueller Hard- und Software zu bringen sowie hinsichtlich der zukünftigen Anforderungen zu erweitern. Dazu hat die Stadt Duisburg jetzt den Auftrag an den weltweit größten Anbieter von Marinesimulatoren, Wärtsilä Voyage Solutions vergeben.  

Oberbürgermeister Sören Link ist begeistert: „Bis zum Ende des Jahres entsteht damit am Schiffer-Berufskolleg RHEIN, Duisburg-Homberg, wieder der modernste Simulator für die Binnenschifffahrt in Europa.“  
Gleich sechs Fahrstände zuzüglich eines siebten am Standort des DST, die alle die europäischen Anforderungen an Schiffssimulatoren übertreffen, werden künftig für Ausbildungs-, Weiterbildungs-, Forschungs- und Prüfungszwecke der Binnenschifffahrt zur Verfügung stehen.  
 
Eine europäische Richtlinie schreibt ab 2022 zwingend praktische Prüfungen auch für Schiffsführer vor. Hierzu wird der Simulator dann in besonderer Weise geeignet sein. Gleich drei unabhängig und parallel arbeitenden Prüfungskommissionen wird die neue Anlage die zeitgleiche Prüfung von angehenden Schiffsführern ermöglichen.

Damit könnten rein rechnerisch schon weit mehr als 600 Prüfungen pro Jahr zusätzlich zur Ausbildung im Rahmen der dualen Ausbildung zum Binnenschiffer/zur Binnenschifferin während der Schulzeiten am Schiffer-Berufskolleg RHEIN durchgeführt werden. Hinsichtlich der angestrebten Kompetenznachweise können dies Prüfungen für das "Schiffsführer-Patent", für die Radarfahrt oder zur Kenntnis über ausgewählte Fahrstrecken (Streckenkunde) sein.  
"Die neue SANDRA kommt genau zur richtigen Zeit, weil sie die zukünftigen Anforderungen an die Prüfung von Schiffsführern erfüllt", schwärmt Thomas Krützberg, Dezernent für Familie, Bildung und Kultur, Arbeit und Soziales und Geschäftsführer des Immobilienmanagements Duisburg.  

Coronakrise trifft den Mittelstand

Duisburg, 03. April 2020 - Auch am Ende der dritten Krisenwoche stehen für die NRW-Wirtschaft die Gesundheit und der Schutz der Menschen in Nordrhein-Westfalen weiterhin im Vordergrund. Jedoch spitzt sich die Situation in vielen mittelständischen Unternehmen zu.
Seit dem 13. März liegen die Geschäfte in vielen Branchen komplett still. Eine große Anzahl von Unternehmen sieht sich ohne die Maßnahmen, die Bund und Land jetzt ergriffen haben, vor dem Aus.
„Hier hat die erste Hilferunde sehr gut funktioniert“, sagt Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer von IHK NRW mit Blick auf die Soforthilfen für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen. Über 320.000 Anträge wurden in Nordrhein-Westfalen bereits gestellt, die weitaus meisten davon haben einen positiven Bescheid erhalten. Ein Teil dieses Kraftakts war eine Informations- und Beratungsoffensive. Allein am ersten Wochenende gingen bei den IHKs in NRW rund 30.000 Informations- und Beratungsanfragen ein.

Allerdings können diese Hilfen nur als Überbrückung dienen: „Viele Unternehmen berichten, dass sie nun bis Ende April durchhalten können, dann aber wird es erneut schwierig“, so Mittelstädt weiter. „Zunehmend betroffen sind auch Mittelständler, die keine Soforthilfen bekommen, sondern bisher allein auf andere Finanzierungshilfen zurückgreifen müssen“.
Insbesondere mit Blick auf Unternehmen aus den besonders betroffenen Branchen wie dem Tourismus, dem Handel oder der Gastronomie, die nur wenig mehr als 50 Beschäftigte haben, ist dies kaum nachvollziehbar.
Hier sollten auch direkte Hilfszahlungen für Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten geprüft werden, wie sie auch andere Bundesländer beschlossen haben. Auch die Kosten für die Beantragung der Landesbürgschaften belasten diese Unternehmen. Darüber hinaus kann die KMU-Definition von 250 Beschäftigten, die vielen Finanzierungshilfen zugrunde liegt, bei personalintensiven Dienstleistungsgewerben und beim industriellen Mittelstand dazu führen, dass diese Unternehmen aus der Förderung herausfallen. Immer deutlicher wird in den aktuellen Umfragen, dass die NRW-Wirtschaft in der gesamten Breite vor Problemen steht.
In vielen Unternehmen sind seriöse Umsatz- und Geschäftsplanungen angesichts der Krise kaum möglich.
Das führt zu Schwierigkeiten bei der Finanzierung. Denn die Einschätzung, wann eine Rückzahlung der Kredite möglich sein wird, ist kaum möglich. Gleichzeitig bleibt die Beantragung und Entscheidung der gewährten Finanzierungshilfen aufwändig, nicht zuletzt auch wegen Vorgaben der Bankenregulierung.

Ohne eine Perspektive für die Zeit nach der Krise können die Unternehmen weder ihre Finanzierung noch ihre Kapazitäten, Einkäufe und Personaleinsätze planen. Um die Tiefe des Einschnitts auszugleichen, sollte in der Finanzierung der Planungshorizont bei den Laufzeiten deutlich ausgedehnt und flexibilisiert werden.
Eine Folge: Trotz des ausgeweiteten staatlichen Bürgschaftsrahmens auf bis zu 90 Prozent ist zu befürchten, dass viele Unternehmen im üblichen Prüfverfahren der Banken als nicht kreditwürdig erscheinen. Unternehmen mit vollständigem Umsatzverlust können nach herkömmlicher Prüfung nicht kreditwürdig sein, selbst wenn das Unternehmen eigentlich kerngesund ist.
„Solange keine Perspektive für das Wiederanlaufen von Geschäften aufgezeigt werden kann, müssen diese Regelungen auf den Prüfstand gestellt oder auch eine weitere Ausweitung des Bürgschaftsrahmens auf bis zu 100 Prozent erwogen werden. Hierzu muss auch der beihilferechtliche Rahmen der Europäischen Union hinterfragt werden.“, so Mittelstädt.
Eine denkbare Alternative ist die Verschiebung des Zeitraums für die Bilanzbewertung, um die stabile Geschäftslage vor der Coronakrise zugrunde legen zu können. Geprüft werden sollte auch, ob die Absicherung des restlichen Bankrisikos über Nachrangdarlehen des Bundes erfolgen und die Eigenkapitalbasis entlastet werden kann.
Wichtig waren deswegen weitere Maßnahmen der NRW-Landesregierung, wie die zweimonatige Fristverlängerung für die Lohnsteueranmeldungen, um die Liquiditätssituation im Mittelstand zu verbessern. Zusätzlich zur Liquiditätsstärkung sollte den Unternehmen kurzfristig die Möglichkeit eingeräumt werden, ihre Umsatzsteuer-Voranmeldungen vorübergehend vierteljährlich abzugeben.

Vielen Unternehmen würde zudem helfen, wenn sie die in diesem Jahr zu erwartenden Verluste mit den in 2019 gezahlten Steuervorauszahlungen verrechnen könnten. Die Finanzämter sollten einen Teil der in 2019 geleisteten Steuern bspw. zum 30.06. an die Betriebe zurückzahlen. So können sie die Liquidität zeitnah und gleichzeitig planbar stärken, aber auch den Unternehmen das Wiederanlaufen aus der Krise ermöglichen.

Angesichts der hohen Dynamik, mit der die Krise die Unternehmen trifft, kommt es jetzt auf eine unbürokratische Umsetzung der angekündigten Programme an. Noch melden die Unternehmen, dass die Anforderungen an die beizubringenden Unterlagen hoch bleiben und die notwendigen Grundlagen für die Programme noch nicht in der vollen Breite vorliegen.

In Ergänzung zu den Positionen von IHK NRW sagt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK, für den Niederrhein: „Es ist gut, dass Land, Bund und Kommunen mit Hilfsprogrammen so schnell reagiert haben. Die Corona-Krise macht allerdings vor keiner Betriebsgröße halt.
Unabhängig davon, ob Unternehmen 5 oder 51 Mitarbeiter haben:  In dieser Situation sind alle auf Hilfe angewiesen. Wir haben deshalb die Landesregierung aufgefordert, bei den Liquiditätszuschüssen nachzubessern und auch mittelständische Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern zu unterstützen so wie in Bayern. Alleine hier am Niederrhein fallen bislang über 400 mittelständische Unternehmen mit rund 45.000 Beschäftigten durch das Raster!
Viele Unternehmer beklagen sich außerdem, dass die Bewilligung der durch Bürgschaften abgesicherte Kredite durch die Kredit-Institute zu lange dauert. Hier müssen wir schneller werden, das brennt dem Mittelstand auf den Nägeln.“

Ericsson vorkonfiguriert Campusnetze für die Industrie in Duisburger Supply Hub

Düsseldorf/Duisburg, 02. April 2020 - Um mit Mobilfunknetzbetreibern den gemeinsamen Industriekunden schlüsselfertige private Mobilfunklösungen, sogenannte Campusnetze, anbieten zu können, konfiguriert Ericsson diese Lösungen künftig im Duisburger Supply Hub vor.

- Durch die Vorkonfiguration in der Ericsson-IT-Umgebung können Ericsson-Experten aus der ganzen Welt per Fernzugriff die Einstellungen vornehmen und müssen hierzu nicht zusätzlich zum lokalen Installationspersonal das Werksgelände des Kunden besuchen.
- "Durch die Nutzung des Duisburger Supply Hubs für die Campusnetze rückt die globale Wertschöpfungskette von Ericsson noch näher an den Kunden und verkürzt den Implementierungszeitraum beim Kunden."

In Zeiten in denen kundennaher Service aus der Distanz wertvoller ist denn je, erweitert das Ericsson Center of Excellence Industry 4.0 sein Portfolio um ein neues Angebot. Um mit Mobilfunknetzbetreibern den gemeinsamen Industriekunden schlüsselfertige private Mobilfunklösungen, sogenannte Campusnetze, anbieten zu können, konfiguriert Ericsson diese Lösungen künftig im Duisburger Supply Hub vor. Ein perfekt auf die individuellen Anforderungen des Industriekunden zugeschnittenes privates Ende-zu-Ende-Mobilfunknetz - schlüsselfertig und einsatzbereit.

Nicht weniger bietet das Ericsson Center of Excellence Industry 4.0 gemeinsam mit seinen Partnern, den Mobilfunknetzbetreibern, künftig an. Hierbei werden die Möglichkeiten der globalen Wertschöpfungskette mit der Kundennähe vor Ort kombiniert. Die verschiedenen Komponenten werden vor Ort im Supply Hub in Duisburg zu einem Netz zusammengestellt.

Durch die anschließende Vorkonfiguration in einer Ericsson-IT-Umgebung können Ericsson-Experten aus der ganzen Welt per Fernzugriff die Einstellungen vornehmen und müssen hierzu nicht das Werksgelände des Kunden besuchen.
"Durch die Nutzung des Duisburger Supply Hubs für die Campusnetze rückt die globale Wertschöpfungskette von Ericsson noch näher an den Kunden und verkürzt den Implementierungszeitraum beim Kunden", erklärt Joe Wilke, Leiter des Ericsson Center of Excellence Industry 4.0.
"Dadurch wird nicht nur die Aufbauzeit des Netze vor Ort reduziert. Auch der Einsatz des benötigten Personals zur Implementierung der Technik auf dem Werksgelände kann so minimiert werden."

Das erste Center of Excellence Industry 4.0 von Ericsson vereint das globale Wissen rund um die industrielle Vernetzung von Ericsson über alle Produktbereiche des Konzerns hinweg in einer Anlaufstelle. Auf diesem Weg können die Experten noch effizienter maßgeschneiderte Lösungen entwickeln und bei Bedarf schnell skalieren. Gleichzeitig können so Industriebedürfnisse in die Produktentwicklung einfließen.

Ericsson ist Weltmarktführer auf dem Gebiet der Kommunikationstechnologie und -dienstleistungen mit Firmenzentrale in Stockholm, Schweden. Kerngeschäft ist das Ausrüsten von Mobilfunknetzen. 40 Prozent des weltweiten Mobilfunkverkehrs werden über Netztechnik von Ericsson abgewickelt. Mit innovativen Lösungen und Dienstleistungen arbeitet Ericsson an der Vision einer vernetzten Zukunft, in der jeder Einzelne und jede Branche sein/ihr volles Potenzial ausschöpfen kann. Aktuell hält Ericsson 86 kommerzielle Vereinbarungen und Verträge mit Mobilfunknetzbetreibern weltweit.
Darüber hinaus ist Ericsson an einem Großteil aller kommerziell eingeführten 5G-Livenetze beteiligt. Zu den 29 durch Ericsson unterstützten 5G-Livenetzen weltweit zählen unter anderem auch Netze in Deutschland und der Schweiz.

Größter Ericsson-Supply-Hub Europas seit 2018 an der Rheindeichstraße in Duisburg-Homberg - Quelle "obs/Ericsson GmbH/VCK Logistics" Bildrechte: Ericsson GmbH Fotograf: VCK Logistics

- IHKs fordern Atempause für Gewerbemieten
- HK-Kampagne „Wir FAIRzichten“ Solidarität mit der Wirtschaft vor Ort  

Kleine und mittlere Betriebe in Corona-Krise entlasten  
Duisburg, 31. März 2020 - Händler, Gastgewerbe, Handwerker, Dienstleister, Kulturtreibende und Produzenten sind von der Corona-Krise besonders stark betroffen. Sie betreiben meist kleine und mittlere Betriebe oder sind Solo-Selbständige. Schließungen, ausfallende Aufträge oder Stornierungen lösen bei ihnen sehr schnell große Liquiditätsprobleme aus. Die Krise schlägt damit auf die Immobilienwirtschaft

durch, denn insolvente Unternehmen fallen schlagartig als Gewerbemieter aus.
Zusammen mit ihrem Dachverband, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), setzt sich die Niederrheinische IHK für pragmatische Lösungen ein. „Damit betroffene Betriebe nach der Krise weiter leistungsfähig sind, muss die Politik für eine Atempause bei den Gewerbemieten sorgen“, fordert Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK.

Ein gemeinsam aufgesetztes Positionspapier der IHKs, Handelsverbände und von weiteren Dachorganisationen hat nun Wirkung gezeigt: Im Kabinettsentwurf zum Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie wurde geregelt, dass bis zum 30. Juni Kündigungen von Gewerberaum-Mietverträgen unzulässig sind. Nun kommt es darauf an, dass der von der Bundesregierung geplante Krisenfonds für Härten im Immobilienbereich auch die Probleme bei Gewerbemietverhältnissen berücksichtigt. Damit wäre eine Grundlage geschaffen, damit sich Vermieter und Mieter einvernehmlich verständigen können.  
Das Ziel des Dialogs ist es, trotz unterschiedlicher Interessen wichtige Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten und bei krisenbedingten Problemen einen fairen Ausgleich und individuelle Lösungen zum dauerhaften Erhalt der Mietverhältnisse zu ermöglichen.
Daher setzen sich die beteiligten Dachorganisationen (siehe unten) und Verbände dafür ein, alle Akteure – Vermieter ebenso wie Mieter von Gewerbeimmobilien – an einen Tisch zu bringen und über eine befristete Anpassung der Mietverträge zu sprechen.  
Beteiligte Dachorganisationen: Deutscher Industrie- und Handelskammertag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Handelsverband Deutschland, Haus & Grund, Verband Kommunaler Unternehmen e.V., Zentralverband des deutschen Handwerks, ZIA Die Immobilienwirtschaft  

IHK-Kampagne „Wir FAIRzichten“ - Solidarität mit der Wirtschaft vor Ort
Lieber FAIRzichten als verzichten: Damit Kulturstätten, Fitnessstudios, Restaurants und Campingplätze in der Nachbarschaft nicht dauerhaft verloren gehen, können Verbraucher auf ihre Erstattungsansprüche FAIRzichten, darauf macht die Niederrheinische IHK mit der gleichnamigen Kampagne aufmerksam.  
Sie haben Tickets für ein Konzert Ihrer Lieblingsband gekauft, das ausfallen musste? Sie haben den Monatsbeitrag im Fitnessstudio schon bezahlt und können es jetzt nicht nutzen?
Ihnen steht volle Erstattung zu, aber sie würden FAIRzichten, wenn dadurch die Unternehmer und ihre Beschäftigten die Krise überstehen? Auf dem IHK-Portal „Wir FAIRzichten“ können Verbraucher ganz einfach und unbürokratisch auf einen Teil ihrer Ansprüche FAIRzichten.  
Das Prozedere ist einfach: Verbraucher geben auf der Internetseite alle relevanten Daten ein und bestimmen die Höhe des Verzichts. Im Anschluss generiert die Webanwendung ein Dokument und leitet es automatisch an eine angegebene E-Mailadresse des Unternehmens weiter. Rechtlich gesehen ist ein solcher Forderungsverzicht formlos möglich.  
Gleichzeitig zum Verzicht der Verbraucher unterstützt die Unternehmen jede finanzielle Entlastung wie etwa die Stundung kommunaler Steuern und Sozialversicherungsabgaben. Vorreiter am Niederrhein sind hier unter anderem die Städte Duisburg und Moers. Auch die IHK entlastet ihre Mitgliedsunternehmen und setzt bis auf Weiteres ihre Beitragsveranlagungen aus.
„Wir alle profitieren von lebendigen Stadteilzentren und Innenstädten und möchten nach dieser außergewöhnlichen Krisensituation zu einem normalen Leben zurückkehren. Das kann nur gelingen, wenn wir dafür sorgen, dass Geschäfte, Gastrobetriebe und Dienstleister die Zeit der Schließung mit möglichst wenig Schaden überstehen. Wir erleben gerade viel Solidarität von vielen engagierten Menschen. Diese Kraft wird auch unseren Boutiquen, Fitnesscentern und Eisdielen vor Ort helfen", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger. Verbraucher können teilnehmen auf der Website www.wir-FAIRzichten.de.  



Kaufland und Edeka übernehmen 141 Real-Märkte
SCP Retail Investments hat mit Kaufland und Edeka Verträge über die Übernahme von 141 Real-Märkten geschlossen. Kaufland soll 88, Edeka 53 Märkte bekommen. Die Vereinbarungen stehen unter dem Vorbehalt, dass SCP den Erwerb aller 276 Real-Märkte von Metro abschließt und das Kartellamt grünes Licht gibt.
Der gesamte Kartellamt-Prüfprozess wird sich über 18 Monate erstrecken. Für die verbleibenden Real-Märkte werden "weiterhin alle Optionen geprüft". Hierzu gehören weitere Veräußerungen an Einzelhandelsunternehmen sowie die Aufteilung von Märkten in kleinere Flächen. Etwa 30 Real-Märkte werden wohl geschlossen werden.

GfW-Business-Newsletter: Solidarität kann funktionieren

150.000 Anträge sind beim Wirtschaftsministerium eingegangen. 100.000 davon sind bereits durch die Bezirksregierungen bewilligt worden – von 700 Mitarbeiter/-innen. Stündlich steigen Anträge wie Bewilligungen.
Die Regionalagentur NiederRhein unterstützt die Bundesarbeitsagentur bei der Beantragung zum Kurzarbeitergeld. Darüber hinaus wird die Stadt Duisburg bis auf weiteres keine  Sondernutzungsgebühren erheben.