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mit 300 Jahre Hafen







 
Volksbank Rhein-Ruhr: Solide Ertragslage trotz Niedrigzinsphase

Duisburg, 28. März 2017 - Die Volksbank Rhein-Ruhr hat im Jahr 2016 erneut Ertragsstärke bewiesen. Das Ergebnis der Genossenschaftsbank liegt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1,21 Mio. Euro laut Thomas Diederichs, dem Sprecher des Vorstandes wieder auf einem ordentlichen Niveau.
Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages ergibt sich ein leicht gesunkener Bilanzgewinn von 1,24 Mio. Euro und die Bilanzsumme der Volksbank Rhein-Ruhr stieg im Jahr 2016 um 8,55 %, also 116,2 Mio. Euro auf 1.475 Mio. Euro. Diese Steigerung der Bilanzsumme resultiert im Wesentlichen aus knapp über 100 Mio. Euro erhöhten Refinanzierungen bei Kunden und Banken. Diese wurden von dem Kreditinstitut auf der Aktivseite in Eigenanlagen sowie zur Finanzierung des Kundenkreditwachstums verwendet.
Mit dem Ergebnis für das Jahr 2016 ist der Vorstand in Anbetracht der Niedrigzinsphase durchaus zufrieden. Thomas Diederichs hierzu: „Vor allem Genossenschaftsbanken stehen durch die umfangreiche Regulatorik immer mehr unter Druck. Eine Regulatorik, die politisch motiviert immer weiter ausgedehnt wird. Komplexe Anforderungen an das Eigenkapital können zum Beispiel die Kreditvergabe an die Wirtschaft, aber auch an Private negativ beeinflussen.“
Der Megatrend Digitalisierung beschäftigt das Institut ebenso sehr. „Unsere Mitglieder und Kunden wünschen sich eine Bank, die immer und überall erreichbar ist. Das bieten wir! Unser Multikanalangebot erstreckt sich über 16 Geschäftsstellen in Duisburg, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr und Ratingen-Lintorf, ergänzt um die Videoberatung und den telefonischen Kontakt. Mit der VR-Banking App erhalten unsere Kunden jederzeit an jedem Ort Zugriff auf ihre Konten.“ so Diederichs weiter.

Rund 36.000 der insgesamt 75.000 Kunden nutzen das Onlineangebot der Volksbank Rhein-Ruhr. 1,4 Mio. Besucher zählte die Onlinefiliale im Jahr 2016. Das Kundenwertvolumen fasst alle vermittelten und betreuten Vermögenswerte und Finanzierungen zusammen. Es ist im Jahr 2016 um 3,42 % auf 2,69 Milliarden Euro gestiegen. „Der Beweis für eine von Vertrauen und Fairness geprägte Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern und Kunden“, erklärt Diederichs.
Mit dem zuvor genannten Kundenwertvolumen sind auch die Kundeneinlagen um 2,93 % auf 1,04 Mrd. Euro gewachsen. Depots beim Verbundpartner Union Investment legten in 2016 erneut von 289 Millionen Euro um 3,4 % auf jetzt 299 Millionen Euro zu. Wertpapierdepots im Bankbestand entwickelten sich um knapp 8 % auf jetzt 137 Millionen Euro.
Die bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall verwahrten Guthaben wuchsen so um über 6 % auf jetzt 57 Millionen Euro und die Rückkaufswerte der R+V Versicherung um 1 % auf 61 Millionen Euro.
„Das Wachstum im Bereich Fondssparen und Depots spricht für sich. Entsprechend den Anlageempfehlungen unserer Berater setzen Kunden vermehrt auf Wertpapiere. In Zeiten niedriger Zinsen ist dies eine der wenigen Alternativen zum klassischen Sparen mit Festgeldern und Sparkonten“, merkt Diederichs hierzu an. Das Verbundeinlagevolumen ist nun auf einem neuen Höchststand von 576 Mio. Euro und einem Zuwachs von über 8 %.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Zinsüberschuss auf 32,4 Mio. Euro gesunken. Der Provisionsüberschuss sank leicht auf 10,4 Mio. Euro. 2016 stiegen die Sachaufwendungen um ca. 2 % von 10,5 auf jetzt 10,8 Mio. Euro. Im Gegensatz dazu sind die Personalkosten von 18,9 auf 18,7 Mio. Euro gesunken. Dabei stieg die Anzahl von 286 Mitarbeitern, davon 16 Auszubildende im Jahr 2015 auf 18 Auszubildende bei insgesamt 293 Mitarbeitern in 2016.
Der Umzug der Zentrale von der Düsseldorfer Straße an den Innenhafen jährt sich nun zum ersten Mal. Mitarbeiter und Kunden fühlen sich gleichermaßen wohl in den neuen Räumen. Die Flächen im Erdgeschoss sind voll vermietet. Neben dem Café Vivo bieten das Reisebüro, die Geschäftsstellen der Bank und der Volksbank Immobilien Rhein-Ruhr sowie das König Pilsener Wirtshaus ein abwechslungsreiches Angebot.
Nach Aussage von Thomas Diederichs wuchsen die Bestände an Kundenkrediten um fast 3 % auf 859 Mio. Euro.
Im Jahr zuvor waren es noch 835 Mio. Euro. In der Förderbilanz der Genossenschaftsbank wird deutlich: Spenden werden in der Region vergeben! Spenden und Sponsorings kommen Sportvereinen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, sozialen aber auch kulturellen Projekten zu Gute.

Seit Beginn des Online-Spendenportals, dem Förderprogramm Rhein-Ruhr, im Jahr 2014 sind bereits 183.000 Euro durch die Mitgliederräte vergeben worden (www.foerderprogramm-rhein-ruhr.de). Mitgliederräte bestehen aus Vertretern der Mitgliederversammlung und sind Multiplikatoren aus unserer Region.
Jährlich fördert die Bank die Region mit über 500.000 Euro.
Trotz erschwerten Bedingungen durch erhöhte Regulatorik ist der Vorstand mit dem Ergebnis des Jahres 2016 zufrieden. Er sieht den Folgejahren aber eher vorsichtig entgegen. Die lange Niedrigzinsphase hinterlässt immer stärkere Spuren in der Bilanz.  

 Volksbank-Vorstand: Carsten Soltau, Thomas Diederichs, Oliver Reuter v.l.  - Foto Yvonne Rettig

 

Neu gegründeter Verein der Duisburger Wirtschaft „auf Wachstumskurs“

Duisburg, 23. März 2017 - Unternehmenslenker engagieren sich   Duisburg. Auf Initiative der Duisburger Wirtschaftsförderung wurde der Verein der Duisburger Wirtschaft (VDUW) gegründet. Mittlerweile hat er zehn Mitglieder – Tendenz steigend.  
Im VDUW engagieren sich Duisburger Unternehmerinnen und Unternehmer für den Wirtschaftsstandort und seine Firmen, insbesondere für den Mittelstand. Der Verein vertritt die Interessen der Wirtschaft gegenüber Verwaltung und Politik. Er bringt die Unternehmerschaft zusammen, damit diese ihr lokales Netzwerk ausbaut.
Der VDUW ist auch Gesellschafter der GFW Duisburg. Über seinen Vereinsvorsitzenden Sven Raderschatt, Direktor bei der Franz Haniel & Cie. GmbH, ist der VDUW im Aufsichtsrat der GFW Duisburg vertreten. Damit hat die GFW Duisburg, jeweils zur Hälfte städtisch und privatwirtschaftlich getragen, derzeit 29 Gesellschafter.  

„Ziel des VDUW ist es, dass sich dessen Akteure in regelmäßigen Abständen austauschen: über wirtschaftsfördernde Maßnahmen und damit über die grundsätzliche Ausrichtung der Duisburger Wirtschaftsförderungspolitik – für mehr Wachstum und Beschäftigung in unserer Stadt“, betont Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH.
„Wichtig ist uns, dass sich noch mehr Mittelständler mit ihren Ideen in den Verein einbringen und sich nachhaltig für den Wirtschaftsstandort engagieren. Gemeinsam wollen wir es schaffen, Akzente zu setzen und den ‚Masterplan Wirtschaft‘ zu realisieren“, so Manager Raderschatt.

Der von der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve und dem Unternehmerverband initiierte Masterplan, der mit intensiver Beteiligung Duisburger Unternehmer und Institutionen erstellt wurde, enthält Maßnahmen und Vorschläge zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Diese beziehen sich auf fünf Themenkomplexe. Hierzu zählen insbesondere Infrastruktur, Energie und Umwelt, Bildung und Technologie sowie Gründung und Mittelstand. Daraus ergeben sich konkrete Handlungsschwerpunkte.
Dazu gehören die Standortkosten und den Bürokratieaufwand für die Wirtschaft zu reduzieren, den Breitbandausbau voranzutreiben, Maßnahmen zum Wiedereinstieg von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt auszubauen und ein marktgerechtes Gewerbeflächenangebot bereitzustellen –  sowohl für Neuansiedlungen als auch für Unternehmensverlagerungen von Bestandsunternehmen innerhalb der Stadt. Darüber hinaus sollen Gründerinitiativen fortgesetzt und erweitert werden. Auch gilt es, Immobilienangebote für Gründer zu erhalten und auszubauen. Außerdem wird beabsichtigt, begonnene Energieeffizienzmaßnahmen in Gewerbegebieten fortzuführen. Frank Wittig, Geschäftsführer der Wittig GmbH für Schiffsausrüstung und Industriebedarf, gehört ebenfalls zum Vorstand des VDUW.

Der passionierte Duisburger Unternehmer ermuntert andere dazu, ebenfalls aktiv zu werden: „Die GFW Duisburg ist dabei ein starker Partner, hat sie doch den kurzen Draht zu Politik und Verwaltung. Auf die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung setze ich bereits im Bereich der Gewerbegebietsinitiativen. Daher weiß ich, dass man über Netzwerke einfach mehr bewegen kann. Und genau das wollen wir auch über den VDUW: Unternehmerinnen und Unternehmer zusammenbringen, damit sie ihr lokales Netzwerk ausbauen und davon profitieren können.“

Auch Mitvorstand Alexander Kranki, Geschäftsführer der KRANKIKOM GmbH, trommelt für den VDUW: „Dieser ist ein ‚Mitmachverein‘ für alle interessierten Firmenlenker, die sich für die Mercatorstadt engagieren wollen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt dafür, aktiv zu werden. Duisburg ist in Aufbruchsstimmung. Und genau die gilt es, für den Standort zu nutzen. Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft gestalten. Auf dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verbessern!“  

Mitglieder des Vereins sind bislang: ESPERA-Werke GmbH, Franz Haniel & Cie. GmbH, KRANKIKOM GmbH, MOORE STEPHENS RHEIN-EMSCHER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, SanderWerbung GmbH, Targo Dienstleistungs GmbH, wagro Tabakwaren GmbH & Co. KG, Wirtschaftsbetriebe Duisburg, Wittig GmbH Schiffsausrüstung – Industriebedarf sowie Frank Wohlfarth von der Gebrüder Wohlfarth GmbH & Co. KG.  
Zielgruppe des Vereins sind alle Unternehmen, unabhängig ihrer Rechtsform, mit Sitz in Duisburg. Gleiches gilt für Firmen, die hier eine Niederlassung oder Betriebsstätte unterhalten. Natürliche und juristische Personen, Mitglieder freier Berufe wie beispielsweise Rechtsanwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, Kammern und Wirtschaftsverbände können ebenfalls Mitglieder werden. Maßgeblich ist, dass sie ihren Sitz, ihre Geschäftsstelle oder ihre Zuständigkeit im Stadtgebiet haben oder einen Bezug dazu.  
Wer Duisburgs wirtschaftliche Zukunft im VDUW mitgestalten will, der wendet sich an: Ralf Meurer, Geschäftsführer, GFW Duisburg, Telefon: 0203 / 36 39 – 399, E-Mail: vduw@gfw-duisburg.de    

 Aktiv für Duisburg und den VDUW – Ralf Meurer, Sven Raderschatt, Frank Wittig und Alexander Kranki (v.l.n.r.), Foto: Annegret Angerhausen-Reuter, Nutzungsrechte: GFW Duisburg  

 

Vertex Antennentechnik GmbH: Nischenanbieter und Weltmarkführer

Duisburgs Oberbürgermeister im Wirtschaftsdialog bei der Vertex Antennentechnik GmbH Nischenanbieter und Weltmarkführer mit „Homebase“ in der Mercatorstadt seit 1992  
Duisburg, 20. März 2017 - Nachdem Duisburgs Oberbürgermeister im Januar 2017 mit den Akteuren der Linde AG im Wirtschaftsdialog war, führte ihn sein Weg nun zur Vertex Antennentechnik in Homberg. Das Unternehmen, zur amerikanischen General Dynamics Gruppe gehörend und mit Wurzeln zur Krupp Industrietechnik Group, hat seine „Homebase“ seit 1992 in der Mercatorstadt.  
Waren es zu Beginn 22 Fachkräfte, die hier arbeiteten, sind es mittlerweile rund 70, davon überwiegend Ingenieure, Mathematiker, Physiker und Techniker, die von Duisburg aus Antennentechnik entwickeln. Einsatzfelder sind die Radioastronomie, die satellitengestützte Kommunikation, Satellitensteuerung sowie Erdbeobachtungen, zum Beispiel für Auswertungen im Klima- und Umweltschutz.  

„Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie viele Weltmarktführer in Duisburg zu Hause sind. Die Vertex Antennentechnik GmbH steht für die positiven Seiten der Globalisierung. Das Know-how aus Duisburg wird in die Welt exportiert, wobei der Wirtschaftsstandort Duisburg, die Vertex Antennentechnik und die lokalen sowie regionalen Ingenieurbüros und Produktionsfirmen als ‚Zulieferer‘ respektive Subunternehmer profitieren“, erklärt Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link.  
Dr.-Ing. Konrad Pausch, Geschäftsführer des technologieorientierten Unternehmens, kann dem nur zustimmen: „Wir leben bereits seit den Neunzigern die Globalisierung. Gleichzeitig profitieren wir von unserer lokalen Verortung: Duisburg ist internationale Logistikdrehscheibe im Herzen Europas und inmitten einer dichten Forschungs- und Hochschullandschaft mit hochqualifizierten, sprachgewandten Wissensarbeitern. Daher setzen wir auf Duisburg.“  

Rund um den Globus sind die hochtechnologieorientierten Produkte von Vertex Antennentechnik zu finden – beispielsweise in Chile, Argentinien, Brasilien, Indien, Südafrika, Russland, Australien, der Südsee, aber auch Deutschland und – nicht zuletzt – am Polarkreis und am Südpol.

Auftraggeber des Unternehmens sind Forschungseinrichtungen wie das Max-Planck-Institut und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), nationale und internationale Organisationen – beispielsweise Raumfahrtagenturen wie die ESA sowie Regierungsbehörden. Aber auch für Sendeanstalten wie WDR, RTL und ausländische Fernsehsender haben die Ingenieure und Techniker bereits Aufträge realisiert.  
 
„Wir werden immer dann tätig, wenn maßgeschneiderte Technologie essentiell ist. Die Vertex Antennentechnik GmbH realisiert komplexe Sonderanfertigungen für spezielle wissenschaftliche Anwendungsgebiete. Die gibt es nicht ‚von der Stange‘, sondern stets nach Kundenwunsch. Großserien gibt es bei uns grundsätzlich nicht. Wir sind Anlagenbauer im Antennenbereich und besetzen dort eine absolute Nische“, weiß Diplom-Ingenieur Peter Fasel, Technischer Direktor, und fügt hinzu: „Daher gibt es kein Studium und keine Ausbildung, die hundertprozentig das abdeckt, was gefragt ist. Daher setzen wir auf ‚training on the job‘. Das spornt an und ermöglicht unseren Mitarbeitern, sich im Unternehmen weiterzuentwickeln und aufzusteigen.“  

Der Erfolg gibt dem Unternehmen recht: Rund 20 bis 30 Millionen Jahresumsatz bei durchschnittlich 100 Aufträgen aus den Bereichen Anlagen-Bau, -Umbau, Reparatur, Erweiterung und Ersatzteilgeschäft sprechen für sich. „In 25 Jahren, also seit Unternehmensgründung, haben wir ausnahmslos Gewinne erwirtschaftet“, betont Unternehmenslenker Dr. Pausch. So gerüstet, hat Vertex Antennentechnik die Zukunft im Blick. Noch mehr unternehmenseigene Synergien zu nutzen, um weitere Potenziale zu heben und neue Projekte anzugehen, ist das Ziel ihres interdisziplinären Arbeitens.  
GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer schließt: „Vertex Antennentechnik ist ein Unternehmen, das zugleich Motor ist: Es treibt kleine Betriebe an, die hochwissenschaftlich arbeiten, und lässt neue entstehen. Hieraus ergeben sich Aufträge und Kooperationen. Das große Einzugsgebiet kommt sowohl dem Unternehmen als auch dem Wirtschaftsstandort zugute. In Duisburg, Oberzentrum am Niederrhein und inmitten der Metropole Ruhr, lassen sich kluge Köpfe gut rekrutieren.“


Vor einem Reflektor für ein Radioteleskop – Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link mit  GFW-Chef Ralf Meurer sowie Dr.-Ing. Konrad Pausch, Dipl.-Ing. Gerbert Lagerweij und Dipl.-Ing. Peter Fasel (Vertex Antennentechnik GmbH); Foto: Uwe Köppen / Stadt Duisburg

 

Kokerei Schwelgern: 140 Öfen im Einsatz für die Stahlproduktion

Kokerei Schwelgern verarbeitet 50-millionste Tonne Kokskohle – Kohleforschung wird fortgesetzt  
Duisburg, 19. März 2017 - Ein Meilenstein in der Produktions-Geschichte der Kokerei in Duisburg-Schwelgern fand jetzt statt: Ofen 93 wurde mit der fünfzigmillionsten Tonne Kokskohle gefüllt, um für das Duisburger thyssenkrupp-Werk Koks zur Stahlproduktion herzustellen. Auch für die Mitarbeiter war dies ein besonderer Moment, der sich fast auf den Tag vierzehn Jahre nach der ersten Befüllung vollzog.
Am 13. März 2003 ging mit der ersten Batterie der Kokerei im Duisburger Norden eine der modernsten Anlagen in Betrieb, und seitdem produzieren die insgesamt 140 Öfen auf dem Werkgelände der Stahlsparte von thyssenkrupp hochwertigen Koks für die benachbarten Hochöfen.  
Kokskohle mit einem Fassungsvermögen von zwei Millionen Lkw verarbeitet   

50-millionste Tonne: Kokskohle mit einem Fassungsvermögen von umgerechnet zwei Millionen Lkw hat Kokerei-Chef Peter Liszio (r.) mit seinem KBS-Team seit Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 2013 in seinen 140 Öfen bereits verarbeitet.


50 Millionen Tonnen sind eine geradezu unvorstellbare Menge – nicht so für Peter Liszio. Der technische Geschäftsführer der Kokereibetriebsgesellschaft Schwelgern (KBS)kann das an einem Beispiel verdeutlichen: „Eine Halde fasst etwa 80.000 Tonnen Kokskohle, so dass man sich, gerechnet auf 50 Millionen Tonnen, 625 solcher Halden vorstellen muss. Mit dieser Menge kann man rund zwei Millionen Lkw füllen, die auf einer geschätzten Gesamtlänge von 25.000 Kilometern hintereinander stünden. Damit könnte man also die Erde auf Höhe des Äquators um mehr als die Hälfte umrunden.“  


Bis zum heutigen Tag ist die Anlage weltweit eine der modernsten, hat sie doch das umweltschonende Verfahren zur Nasskühlung bei der Koksproduktion als neue Technologie etabliert. Dabei ist die Kokerei nicht nur technisch hochspezialisiert, sondern auch in ihren Prozessen global vernetzt – „immer mit dem Ziel, qualitativ ebenso wie in Bezug auf Innovations- und Umweltstandards sowie wirtschaftlich auf höchstem Niveau zu arbeiten“, erläutert der für den kaufmännischen Bereich bei der KBS zuständige Michael Fonck. „Kamen im Jahr 2003 in der neuen Kokerei noch immerhin rund 20 Prozent der Kohle aus Deutschland, so sind wir vor etwa sieben Jahren vollständig auf Importkohle umgestiegen. Die Edelkohle, die wir zur Koksproduktion benötigen, beziehen wir aus nahezu allen Märkten weltweit, im Wesentlichen aus Australien, Kanada, USA, Afrika sowie zum Teil aus Asien.“
 Technische Innovation und Teamgeist sind Eckpfeiler des Erfolgs Die bislang verarbeiteten 50 Millionen Tonnen Kokskohle gingen in Form von hochwertigem Koks direkt und vollständig in die benachbarten Hochöfen des thyssenkrupp-Stahlbereichs: Dort deckt die Kokerei mit einer Koksproduktion von rund 2,8 Millionen Tonnen pro Jahr rund 70 Prozent des Koksbedarfs ab.
Eine enge Verzahnung, die reibungsloser kaum laufen könnte – davon zeugen nicht nur die räumliche Nähe, sondern auch die eng aufeinander abgestimmten Prozesse sowie eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Unsere Kokerei ersetzte seinerzeit die veraltete Anlage, die nach über einhundert Jahren nicht mehr den modernen Standards entsprach“, erläutert Liszio.
Das Kernthema Innovationen haben die Verantwortlichen auch seit Inbetriebnahme nicht vernachlässigt: Nachdem bereits im vergangenen Jahr in Kooperation mit der TU Berlin sowie der Schwestergesellschaft thyssenkrupp Industrial Solutions ein Verfahren zur weiteren Verwendung des beim Produktionsprozess anfallenden Kokskofen-Gases pilotiert wurde, ist auch die Kohlenforschung am Standort in vollem Gange.
„Mit der Einstellung der Kohleförderung in Deutschland kam auch das Ende der Forschungstätigkeit rund um das Thema. Angesichts der allgemeinen Knappheit an Kokskohle sehen wir aber den dringenden Bedarf, an dieses Wissen anzuknüpfen und weiterzudenken“, so Liszio. Gemeinsam mit einem Team aus Wissenschaftlern, Technikern und Ingenieuren läuft daher seit rund vier Jahren vor Ort in Schwelgern eine Serie von Projekten zur Zukunft der Kokskohle, das so weltweit einzigartig und mit einer Investitionssumme von mehreren Millionen Euro ausgestattet ist.  
Den wichtigsten Erfolgsfaktor - neben Innovationsdrang und Pioniergeist - stellen, davon sind die beiden Geschäftsführer überzeugt, die 320 hochspezialisierten Mitarbeiter der KBS dar: „Viele von Ihnen begleiten die Entwicklungen in ,ihrer‘ Kokerei schon seit Jahrzehnten und sind seit der ersten Befüllung in Schwelgern mit an Bord. Dabei haben sie den Wandel vom alten Betrieb zu einer hochmodernen, in vielen Teilen digitalisierten Kokerei und damit zum Teil völlig neue Anforderungsprofile an die eigene Arbeit mitgetragen. Der Teamgeist im Werk ist förmlich spürbar.“

Grubengold: Aus der ganzen Welt kommt die Kohle nach Duisburg, wo sie in der Kokerei zu Koks umgewandelt wird. Dieser wird für die Hochöfen der Stahlproduktion auf dem Werkgelände von thyssenkrupp benötigt.

 

 

42. Mittelstands-Forum der Wirtschaftsförderung in Duisburgs „guter Stube“

Duisburg, 10. März 2017 - Der großer Saal der Mercatorhalle war ein ausgezeichnetes Parkett zum Netzwerken von Wirtschaft, Politik und Verwaltung . 350 Teilnehmer und 41 Aussteller nutzten das 42. Mittelstands-Forum der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH, um sich mit Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung auszutauschen, Kooperationen auszuloten und Verträge anzubahnen.

Der Große Saal der Mercatorhalle – sonst das „Zuhause“ der Duisburger Philharmoniker – erwies sich als ausgezeichnetes Parkett zum Netzwerken.  
Der Auftakt, die Grußworte von Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link sowie des Hauptgeschäftsführers der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve Dr. Stefan Dietzfelbinger fanden große Beachtung. Duisburgs Stadtoberhaupt hieß die anwesenden Mittelständler und damit „das Herz der Wirtschaft“ willkommen. Dr. Dietzfelbinger verwies auf den gelungenen Erneuerungsprozess der GFW Duisburg in den letzten Jahren. Er betonte, gemeinsam mit allen Akteuren die Duisburger Wirtschaft im Sinne des Masterplans voranbringen zu wollen, um diese noch stärker zu machen.
„Duisburg sei im Aufbruch und habe, nicht nur im Hinblick auf den vorgezogenen Wahltermin, einen Oberbürgermeister, der seiner Zeit voraus sei. Masterplan und Zukunftskongress zeugten davon. Den Reigen der Ansprachen rundeten Dezernent Thomas Krützberg und Gastgeber Ralf Meurer ab. Krützberg sprach dabei in seiner Funktion als einer der Geschäftsführer der Duisburg-Kontor GmbH und warb um Veranstaltungen in der Mercatorhalle. Danach fiel der Startschuss für gute Gespräche in lockerer Atmosphäre.  
Das bewährte Rezept des GFW-Mittelstands-Forums ging auch diesmal auf. Bis in die Abendstunden pflegten die Gäste des Duisburger Wirtschaftslebens ihre Kontakte und bauten ihre Netzwerke aus. Zu den Besuchern zählten Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte ebenso wie Dolmetscher und Firmenlenker aus Handwerksbetrieben und dem produzierendem Gewerbe.                                           GFW-Mittelstands-Forum in der Duisburger Mercatorhalle - Foto: Elke Spiller / GFW Duisburg

 

Erfahrungsaustausch mit amerikanischer Wirtschaft: IHK-Spitze besucht Silicon Valley

Duisburg, 09. März 2017 - Digitale Kompetenz hiesiger Betriebe stärken   Große Unternehmen wie Google und aufstrebende, digitale Start-ups besuchten der Präsident der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, Burkhard Landers, und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger bei einer Wirtschaftsdelegationsreise ins Silicon Valley.
Vertreter von IHKs aus ganz Deutschland lernten Akteure der digitalen Wirtschaft in den USA kennen.  
Im Rahmen der viertägigen Reise standen Gespräche mit hochrangigen Vertretern der US-amerikanischen Wirtschaft, der Auslandshandelskammer sowie des Generalkonsulats auf dem Programm. Unternehmensbesuche bei Airbnb, Hewlett-Packard, Google und dem Start-up Datameer gaben den Teilnehmern direkte Einblicke.
„Mich haben die Gespräche mit den Deutschen Unternehmern im Silicon Valley nachdenklich gemacht, die uns von den Beweggründen berichtet haben, ihre Geschäftsidee in den USA und nicht in Deutschland zu realisieren“, so Landers nach der Reise. „Unsere Unternehmen müssen bei innovativen Technologielösungen wettbewerbsfähig bleiben. Neben der flächendeckenden Breitband-Anbindung als zentrale technische Voraussetzung müssen wir uns dringend um mehr Risikokapital bemühen“, so der IHK-Präsident.  
Bei einem Besuch des Lehrstuhls für European Entrepreneurship and Innovation an der renommierten Stanford-Universität diskutierten die IHK-Vertreter mit den Gastgebern die Finanzierung von Start-ups, den Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie die Innovationsförderung.  
Die Innovationsförderung wird auch an Rhein und Ruhr weiter ausgebaut. „Unser neuer Digital Innovation Hub im Rheinland soll das Thema in unserer Region weiter vorantreiben. IT-Konzerne, Mittelständler und Start-ups arbeiten hier zusammen mit unseren IHKs an neuen Geschäftsmodellen“, beschreibt Dietzfelbinger und fasst die Erkenntnisse aus der Reise so zusammen: „Wir brauchen auch eine noch bessere Zusammenarbeit mit den Hochschulen unserer Region.“  

Die Wirtschaftsdelegation zu Gast bei Google. Foto: DIHK

 

 

thyssenkrupp mit erweiterten Dienstleistungen: Neue Adjustage in Beeckerwerth bearbeitet Brammen nach individuellen Kundenwünschen

Duisburg, 09. März 2017 - Für Stahlkunden wurde bei thyssenkrupp in Duisburg das Dienstleistungs-Angebot erweitert. Dafür haben thyssenkrupp Millservices & Systems und thyssenkrupp Steel Europe ihre Zusammenarbeit im Oxygen-Stahlwerk 2 weiter ausgebaut.
Die Experten für stahlwerksnahe Dienstleistungen haben in Beeckerwerth eine neue Anlage zum maschinellen Längsteilen von Brammen in Betrieb genommen. Auf insgesamt sechs sogenannten „Tischen“ können die Brammen exakt nach Kundenwunsch zugeschnitten werden. Durch die Möglichkeit der schnelleren Bearbeitung verbessert sich zudem die Lieferperformance.  
„Wir freuen uns, dass wir den Auftrag gewinnen konnten. Der Ausbau unserer Zusammenarbeit mit thyssenkrupp Steel Europe ist ein gutes Beispiel für den starken Konzernverbund", erklärt Timm Jesberg, Leiter Adjustage-Dienstleistungen.
Zusammen mit seinem Team wird er in Zukunft bis zu 150.0000 Tonnen Brammen im Monat bearbeiten und auf die gewünschten Maße zuschneiden. Darüber hinaus unterstützt thyssenkrupp MillServices & Systems das Stahlwerk in der Logistikkette – vom Lagermanagement über die Disposition bis hin zum Transport an den Endkunden.  
Vorteile gibt es durch die Zusammenarbeit für beide Seiten. „Wir sind genau auf die Bedürfnisse von Steel eingestellt und können im Tagesgeschäft sehr flexibel reagieren. Zudem ist die neue Anlage dafür ausgelegt, die Qualität zu steigern und bartfrei zu schneiden, wodurch keine Nachbearbeitung mehr nötig ist“, so Jesberg. Seine Einschätzung teilt auch Robert Kelle, Teamleiter der Brammen-Adjustage bei thyssenkrupp Steel Europe: „Für uns hat die übergreifende Zusammenarbeit Vorteile und die Kunden profitieren von einer schnelleren Bearbeitung.“

Inbetriebnahme: Die beiden thyssenkrupp-Geschäftsbereiche Millservices & Systems sowie Steel Europe haben ihre Zusammenarbeit im Duisburger Werk weiter ausgebaut. Die Experten für stahlwerksnahe Dienstleistungen haben beim Stahlhersteller im Oxygen-Stahlwerk 2 in Beeckerwerth eine neue Anlage zum maschinellen Längsteilen von Brammen in Betrieb genommen.

 

Startup zu Gast im Duisburger Hafen duisport-Chef im Dialog mit Gründern

Duisburg, 7. März 2017 - Startups treffen Manager. Im Zusammenhang mit dem Projekt „Smart am Start“ des Initiativkreises Ruhr, bei dem Firmengründer erfolgreiche Manager treffen, empfing duisports Vorstandsvorsitzender Erich Staake die jungen Unternehmensgründer von parcelbox2go zu einem Gedankenaustausch.

Die jungen Gründer bauen derzeit in Dortmund einen Paket-Lieferservice auf, bei dem der Kunde exakt bestimmen kann, wann und wo er seine online bestellte Ware erhält. Dieses Angebot soll bei Erfolg auf das gesamte Ruhrgebiet übertragen werden. „Diese Wunschzeit-Zustellung ist sehr interessant. Denn auch wir denken in maßgeschneiderten Lösungen für unsere Kunden“, so Staake. Das Geschäftsmodell von parcelbox2go könne durchaus ein Werkzeug für ECommerce-Unternehmen sein, die sich neu im Duisburger Hafen ansiedelten und keine eigene Vertriebsstruktur für ihre Waren aufbauen möchten. Denn insbesondere beim E-Commerce sei der Service entscheidend.

Staake informierte die jungen Firmengründer darüber, dass duisport gemeinsam mit Partnern aus der Industrie in diesem Jahr ein Startup-Lab in Duisburg einrichten werde. Dadurch soll die Zusammenarbeit von Unternehmen aus Industrie und Logistik mit jungen Firmengründern intensiviert werden.

Die Entwicklung neuer, disruptiver Ideen und Innovationen sei die Stärke vieler Start-up-Unternehmen. Die Entstehung neuer Geschäftsmodelle, Anwendungen und Technologien werde dadurch gefördert. Überdies sollen die Unternehmen am Standort sowie aus der Region von den Anregungen und Entwicklungen der jungen Unternehmen profitieren. Staake sagte anerkennend zu den Gästen von parcelbox2go: „Sie wären ein klassisches Startup, das wir auch gerne dabei hätten.“

Startup zu Gast im Duisburger Hafen

duisports-Vorstandsvorsitzender Erich Staake traf die Geschäftsführer des Startup-Unternehmens parcelbox2go Björn Marc Paulus (r.) und Oliver Maassen zu einem Gedankenaustausch im Duisburger Hafen © duisport/krischerfotografie

 

 

Wirtschaft im Rheinland trotzt weltwirtschaftlichen Turbulenzen

Düsseldorf/Duisburg, 7. März 2017 - Die Wirtschaft im Rheinland trotzt allen weltwirtschaftlichen Turbulenzen und zeichnet sich zu Jahresbeginn 2017 durch eine große Stabilität aus. Das ist die zentrale Botschaft des aktuellen Konjunkturbarometers Rheinland, das die sieben rheinischen Industrie- und Handelskammern (Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Niederrhein, Köln, Mittlerer Niederrhein und Wuppertal-Solingen-Remscheid) heute in Düsseldorf präsentiert haben. Dazu wurden knapp 3.000 Unternehmen zu ihrer aktuellen wirtschaftlichen Lage sowie zu ihren Erwartungen für 2017 befragt.
Zum Jahresbeginn 2017 bewerten die Unternehmen im Rheinland ihre Geschäftslage größtenteils sehr positiv. Rund 40 Prozent der befragten Betriebe bezeichnen ihre Lage als gut, weitere rund 50 Prozent immerhin als befriedigend. „Die Konjunktur im Rheinland entwickelt sich sehr stabil. Anhaltend niedrige Zinsen, eine hohe Kaufkraft und Konsumlaune stützen diesen Verlauf“, erläuterte Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK DuisburgWesel-Kleve, anlässlich der Veröffentlichung des Konjunkturberichts.

Parallel zu den Lageeinschätzungen entwickeln sich derzeit auch die Erwartungen weiter positiv. 26,0 Prozent der Unternehmen gehen für die kommenden Monate von einer sich weiter verbessernden Geschäftsentwicklung aus. Weitere rund 61 Prozent erwarten keine größeren Veränderungen und nur knapp 13 Prozent befürchten eine Verschlechterung. „Wir gehen zur Zeit davon aus, dass sich die regionale Wirtschaft 2017 gut und stabil entwickelt“, so Dietzfelbinger.

Durch die positiven Entwicklungen bei Geschäftslage und Erwartungen steigt der IHK-Konjunkturklimaindex leicht an und erreicht jetzt rund 121 Punkte. Einen besseren Wert gab es zuletzt zum Jahresbeginn 2014. Der langjährige Durchschnitt wird sogar um knapp 6 Punkte übertroffen. Erstmals seit fast drei Jahren deutet sich ein nennenswerter Aufschwung bei den Exporten an. Dazu passen Prognosen der Forschungsinstitute, die eine leichte Zunahme des weltweiten BIP-Wachstums voraussagen. Motor der Wirtschaft bleibt in den meisten Branchen die gute Inlandsnachfrage. Aktuell rechnen rund 28 Prozent der exportierenden Unternehmen für 2017 mit einer Zunahme ihrer Exporte, nur rund 14 Prozent erwarten einen Rückgang.
Der Aufschwung der Exporterwartungen wird jedoch von zahlreichen Unsicherheiten begleitet. Im Vordergrund stehen dabei die USA und die „America first“- Politik von Präsident Donald Trump. „Die Androhung von Strafzöllen, die Kündigung von Handelsabkommen oder der anstehende Beginn der Verhandlungen zum Brexit sorgen für Verunsicherung.

Auch in weiteren europäischen Ländern, wie zum Beispiel in Frankreich und den Niederlanden, könnten europa- und freihandelskritische Parteien an Einfluss gewinnen“, so Dietzfelbinger: „Für viele Unternehmen ist der freie Handel Grundlage ihres Erfolges und ein zentraler Aspekt, um viele tausend Arbeitsplätze zu sichern.“

Der Saldo für die Beschäftigungspläne erreicht mit rund 9 Punkten den besten Wert seit dem Jahresbeginn 2012. Insgesamt möchten knapp 22 Prozent der Betriebe ihre Mitarbeiterzahl erhöhen. Dem stehen nur rund 14 Prozent mit Plänen zum Beschäftigungsabbau gegenüber. Dietzfelbinger: „Die erfreuliche Lage auf dem Arbeitsmarkt wird sich also weiter verbessern. Positive Impulse erwarten wir unter anderem von der IT-Branche, der Gesundheitswirtschaft und der Chemischen Industrie. Mit rückläufigen Mitarbeiterzahlen rechnen dagegen erneut die Fnanzdienstleister.“

 

Neues Logistikzentrum für Stahlrohre in Hohenbudberg bis Ende 2017

Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg siedelt Firma mit 60 Mitarbeitern an    
Duisburg, 03. März 2017 - „Wir freuen uns, das Unternehmen Brinker-Fetten Logistik von den Standortvorzügen Duisburgs überzeugt zu haben. Die Ansiedlung von Ratingen nach Duisburg verschafft unserer Stadt weitere 60 Arbeitsplätze“, erklärt Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg).  
Perspektivisch sollen noch weitere Arbeitsplätze hinzukommen. Doch zunächst gilt es, das Logistikzentrum für Stahlrohre bis Ende 2017 zu errichten. Im Januar dieses Jahres hat Ludwig Fetten, Geschäftsführer der Brinker-Fetten Logistik GmbH & Co. KG, ein rund 21.000 Quadratmeter großes Grundstück im Gewerbepark Hohenbudberg erworben.  

GFW-Projektmanagerin Renate Orywa begleitet das Unternehmen bei der Verlagerung: „Ich habe dem Unternehmen das Grundstück vermittelt, da ich davon überzeugt bin, dass der Logistiker sowohl in dieses Gebiet passt als auch ein Gewinn für Duisburg ist.“
Die GFW Duisburg ist von der Stadt beauftragt worden, zu beurteilen, welche Unternehmen passgenau für den Gewerbepark Hohenbudberg sind, um diese dann dort anzusiedeln. Unternehmer Fetten blickt optimistisch in die Zukunft: „Duisburg ist die Logistikdrehscheibe schlechthin; insofern sind wir hier perspektivisch bestens aufgehoben, brummt hier doch der Markt.“

                                                   CRO-Geschäftsführer Volker Schreck mit GFW-Projektmanagerin Renate Orywa und Unternehmer Ludwig Fetten (v.l.n.r.); Foto: Annegret Angerhausen-Reuter / Nutzungsrechte: GFW Duisburg

Duisburgs Grundstücksmarkt in Bewegung

Duisburg, 17. Februar 2017 - Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Duisburg hat in seiner Jahressitzung am 15.02.2017 wesentliche Daten und die Bodenrichtwerte zum Stichtag 01.01.2017 als Übersicht über den Grundstücksmarkt in der Stadt Duisburg ermittelt. Grundlage bilden die ausgewerteten Grundstückskaufverträge des Zeitraums 01.01. bis 31.12.2016 aus der gemäß § 195 Baugesetzbuch geführten Kaufpreissammlung.

 

GRUNDSTÜCKSMARKT IN BEWEGUNG MIT WEITERHIN STEIGENDEM UMSATZ

Im Jahr 2016 wurde eine gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Anzahl an Kaufverträgen registriert. So wurden mit 4.109 Verträgen nochmals deutlich mehr Kauffälle als noch 2015 erfasst und ausgewertet. Beim Geldumsatz war dagegen mit 848,6 Mio. Euro nur ein moderates Plus von knapp 3 %  zu verzeichnen.

Die in den Vorjahren überwiegende Anzahl an  Verträgen über bebaute Grundstücke wurden im Jahr 2016 überholt durch den Teilmarkt der Wohnungs- und Teileigentume mit einem beachtenswerten Anstieg an Kaufverträgen von 1.433 in 2015 auf 1.913 im Berichtsjahr 2016 – ein Plus von über 33 %. Gleichzeitig sank die Zahl der Kauffälle bzgl. bebauter Grundstücke mit 1.857 leicht um ca. 4 %.

Die Anzahl an Kaufverträgen über unbebaute Grundstücke wuchs von 261 auf eine in den letzten Jahren nicht erreichte Zahl von 339 Verkaufsfällen.

Auch in diesem Jahr war der Grundstücksmarkt geprägt vom Weiterverkauf von Ein- und Zweifamilienhäusern, der die Hälfte des Teilmarkts der bebauten Grundstücke ausmachte. Der Anteil neuerstellter Objekte  am Duisburger Grundstücksmarkt blieb mit insgesamt 99 Bauträgerobjekten stabil.

Der mit Mehrfamilienhäusern erzielte Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um ca. 13 %, obschon die Anzahl der Vertragsabschlüsse gleichzeitig um fast 10 % zurückging.  

Weiterhin wechselten 228 gemischt genutzte Objekte sowie 136 sonstige Renditeobjekte in 2016 den Eigentümer.

Die Zahl der Zuschlagsbeschlüsse auf dem besonderen Teilmarkt der Zwangsversteigerungsverfahren ging mit insgesamt 249 leicht zurück. Bebaute Grundstücke waren in diesem Jahr seltener Gegenstand der Verfahren, dafür wurden mehr Wohnungseigentume per Zuschlag erworben.

 

Preise für NEUERSTELLTE EIGENHEIME ZIEHEN IM NORDEN UND IM WESTEN DUISBURGS AN

Im Berichtsjahr 2016 bezahlten Erwerber im Westen mit ca. 309.000 Euro (+12 %) im Schnitt deutlich mehr als noch im Vorjahr, im Norden stiegen die Preise um ca. 6 % auf durchschnittlich 289.000 Euro für ein Bauträgerobjekt.

Im Süden konnte kein signifikanter Preisanstieg festgestellt werden. Hier wurde nach wie vor mit  im Schnitt ca. 364.000 Euro erheblich mehr für ein neu erstelltes Ein- oder Zweifamilienhaus bezahlt.

 
UMSATZ UND PREISE AUF DEM TEILMARKT DER WOHNUNGS- UND TEILEIGENTUME weiter GESTIEGEN

In mittlerer Wohnlage konnte für eine neu erstellte Eigentumswohnung mit im Mittel 92 m² Wohnfläche ein Durchschnittspreis von 2.525 €/m²-Wohnfläche (ohne Garage oder Stellplatz), für eine gebrauchte Eigentumswohnung mit im Mittel 82 m² Wohnfläche, Baujahr 1995 - 2009, ein Durchschnittspreis von 1.619 €/m²-Wohnfläche erzielt werden. Eine differenzierte Auflistung über gezahlte Kaufpreise findet sich im kostenfrei verfügbaren Grundstücksmarktbericht 2017.

 

UNBEBAUTE GRUNDSTÜCKE – GEFRAGT WIE NIE ZUVOR

Mit 94 Baugrundstücken ist ein Großteil der 339 umgesetzten unbebauten Grundstücke für die Bebauung mit Ein- und Zweifamilienhäusern vorgesehen. In 2015 waren es nur 71 Grundstücke.  Der Umsatz stieg hier entsprechend von 11,57 Mio. Euro auf 15,62 Mio. Euro.

Ebenfalls gewachsen ist die Zahl der veräußerten Erbbaugrundstücke mit 45 gegenüber den 19 in 2015. Das Umsatzvolumen betrug in 2016 ca. 5,44 Mio. Euro.

 

BODENRICHTWERTE UND GRUNDSTÜCKSMARKTDATEN 2016

Die in Duisburg gezahlten Durchschnittspreise für unbebautes, baureifes Land wurden zum Stichtag 01.01.2017 als sogenannte zonale Bodenrichtwerte fortgeschrieben. Diese Bodenrichtwerte sind entsprechend § 196 BauGB in Richtwertzonen abzubilden, die jeweils Gebiete umfassen, die nach Art und Maß der Nutzung weitgehend übereinstimmende Merkmale aufweisen.

 

Die Bodenrichtwerte wurden auf Basis der bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses geführten Kaufpreissammlung einer detaillierten Analyse unterzogen und hinsichtlich ihrer Abgrenzung, der wertbestimmenden Merkmale sowie  dem Wert zum Stichtag untersucht.

Zum Stichtag 01.01.2017 wurden 46 Bodenrichtwerte angepasst, weitere Bodenrichtwerte wurden in ihrem Wert bestätigt. Eine einheitliche konjunkturelle Wertentwicklung konnte nicht festgestellt werden, so dass die überwiegende Anzahl der Bodenrichtwerte fortgeschrieben wurde.

Auf dem Markt der land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücke waren keine signifikanten Preisänderungen festzustellen. Der für das Stadtgebiet veröffentlichte Bodenrichtwert für Ackerlandflächen (ohne Grünlandflächen) wurde mit 5,50 €/m² bestätigt. Auch der Bodenrichtwert für Rheinvorlandflächen wurde mit 2,20 €/m² ebenso wie der Bodenrichtwert für forstwirtschaftliche Flächen und Wald mit 1,50 €/m² unverändert fortgeschrieben.

Die Bodenrichtwerte stehen kostenfrei im zentralen Informationssystem der Gutachterausschüsse und des Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen unter www.BORISplus.nrw.de zur Verfügung. Unter der Internetadresse kann auch der Grundstücksmarktbericht, der einen umfassenden Überblick über den Grundstücksmarkt in Duisburg gibt, voraussichtlich ab Mitte März 2017 kostenfrei abgerufen werden. Neben den aktuellen Daten können unter der Internetadresse auch alle Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktberichte ab dem Jahr 2011 kostenfrei abgerufen werden.

Adresse des Gutachterausschusses und der Geschäftsstelle: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Duisburg
Erftstraße 7 47051 Duisburg  
Postanschrift: Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Duisburg 47049 Duisburg  
Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 8:00 bis 15:30 Uhr, freitags 8:00 bis 15:30 und nach Vereinbarung Tel.: 0203 283-3874 Fax: 0203 283-3720   E-Mail: gutachterausschuss@stadt-duisburg.de Internet: http://www.gars.nrw.de/ga-duisburg

UDE holt Transport und Logistik auf den Stand der Technik Transportdaten intelligent verknüpfen

Duisburg, 16. Februar 2017 - Kommt die Fracht pünktlich im Hafen an, und wo steht welcher Container bereit? Dies genau zu wissen, spart Zeit und Geld. Ebenso, wie Transporter voll auszulasten und sie auch bei schlechter Witterung staufrei durch den Berufsverkehr zu lotsen – das senkt den Treibstoffverbrauch wie den CO2-Ausstoß.
Die zahlreichen Verkehrsdaten zweckmäßig zusammenzuführen und zu analysieren, ist Ziel des Big-Data-Projekts „TransformingTransport“. Dazu schließen sich unter der technischen Leitung des Software-Instituts paluno der Universität Duisburg-Essen (UDE) 47 Partner aus neun Ländern zusammen. Die Europäische Union fördert das Projekt mit 14,7 Millionen Euro.  
 „Es ist sehr spannend, neueste Informationstechnik einzusetzen, um die Abläufe in der Transport- und Logistikbranche zu verbessern“, so der technische Koordinator Dr. Andreas Metzger von paluno. In 13 einzelnen Pilotprojekten wird geprüft, wie der Transport von Waren und Menschen neu gestaltet werden kann – aus drei Blickwinkeln heraus: höhere Effizienz, bessere Kundenerfahrung und neue Geschäftsmodelle.
„In einem der Projekte untersuchen wir gemeinsam mit dem Duisburger Hafen und der Software AG die sogenannte präskriptive Wartung. Bei Kränen am Hafen ebenso wie bei Lkw oder Zügen. Dabei geht es darum, Wartungseinsätze entsprechend der tatsächlichen Belastung der Transportmittel zu planen, statt sich nach starren Intervallen zu richten. Mithilfe der Datenanalyse lassen sich die Zeitpunkte sehr genau festlegen.“  
Während der 30 monatigen Projektlaufzeit sollen unzählige neue Datenquellen berücksichtigt werden, wie Videos von Verladezonen, Sensordaten von Autobahnen, Wetteraufzeichnungen, Fahrverhalten von Fahrzeugen und Ladegewichte. „Auf Basis dieser Daten können – entlang der tatsächlichen Prozesse – digital neue Abläufe gestaltet werden, die es Betreibern und Disponenten ermöglicht, ihre Verfahren gezielt zu überwachen und zu steuern“, erklärt Metzger.  
 „‘TransformingTransport‘ ist ein Leuchtturmprojekt der EU: Es soll Signalwirkung für die gesamte Branche haben, denn bisher nutzt nur jedes fünfte europäische Transport- und Logistikunternehmen Big-Data-Lösungen“, so Metzger. „Laut OECD ließen sich bis zum Jahr 2020 mit ihnen weltweit nicht nur 450 Milliarden Euro einsparen, sondern auch 380 Millionen Tonnen CO2 vermeiden: 14 Prozent der CO2-Emissionen stammen aus dem Güterverkehr, Tendenz steigend, wegen des zunehmenden Onlinehandels. Bis 2030 wird eine 40-Prozent-Steigerung erwartet.“

 

Botschafter von Island besucht Algae Research Germany

Botschafter Martin Eyjólfsson informiert sich bei Ortstermin über Duisburger Projekt seiner Landsleute     
Duisburg, 16. Februar 2017 -  Hoher Besuch für die Akteure der Algae Research Germany GmbH: Der isländische Botschafter Martin Eyjólfsson, erst seit August 2016 in der deutschen Hauptstadt im Amt, informierte sich in Duisburg über das Unternehmen seiner Landsleute. Beim Ortstermin zeigte sich der Diplomat interessiert von den Plänen und der Geschäftsidee des Teams rund um Firmenlenker Siggi Eiríksson, Geschäftsführer der Algae Research Germany GmbH.  
Das Unternehmen Algae Research Germany plant, in Duisburg ein rund 2.800 Quadratmeter großes Algenforschungszentrum zu errichten, das sich durch moderne und innovative Architektur auszeichnet. Im Laufe der nächsten Jahre sollen hier Forschung und Entwicklung Einzug halten. In Kürze werden sieben hochqualifizierte Mitarbeiter dafür eingestellt. Darunter sind Biologen ebenso wie Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler. Die Fachkräfte werden zunächst von Rheinhausen-Hochemmerich, dem aktuellen Firmensitz, die komplexen Forschungsvorhaben vorantreiben.

Parallel dazu wird die Realisierung des Gebäudes angegangen. Vorgesehen sind dabei ein „Gewächshaus“ für Algen, Labore, Büros, eine große Testhalle über drei Stockwerke mit Kran und vieles mehr. Pieter F. den Haan, Architekt und Geschäftsführender Gesellschafter bei der aib GmbH, erinnert sich: „Die architektonische Entwicklung des Projektes hat unseren jungen Architekten großen Spaß gemacht. Die Wissenschaftler, die in dem Gebäude arbeiten werden, haben sich mit ihren Ideen und Anforderungen sehr stark eingebracht, so dass beide Seiten eine Menge vom jeweils anderen Fachgebiet lernen konnten.“  
Die Algae Research Germany GmbH hat sich auf den Algeneinsatz insbesondere in der Medizin, der Nahrungsergänzung, der Kosmetik und der Aquakultur fokussiert. Letzteres bezeichnet die kontrollierte Aufzucht von im Wasser lebenden Organismen wie Fischen. Insbesondere wegen der Überfischung der Meere gewinnt die Aquakultur zunehmende Bedeutung. Darüber hinaus sollen weitere neue Einsatzgebiete von der Mercatorstadt aus erforscht werden.  

Auch Dr. Daniel Suckow, Rechtsanwalt bei Romberg & Partner mbB und Berater der Algae Research Germany, freut sich über die anhaltende Wertschätzung, die der isländischen Firma mit Sitz in Duisburg zu Teil wird: „Im letzten Jahr konnten wir die Pläne des Unternehmens bereits der Duisburger Stadtspitze und dem damaligen Minister für Fischerei und Landwirtschaft vorstellen“.  
Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH, betont: „Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Netzwerkpartner hat bereits im Vorfeld und bei Unternehmensansiedlung optimal funktioniert. Wir konnten wichtige Kontakte zu allen relevanten Akteuren in Duisburg vermitteln – zu Politik, Architekten, Rechtsanwälten und Notaren sowie hiesigen Kreditinstituten. Einmal mehr konnte der Standort mit der strategischen Lage und der Nähe zur Universität punkten, die überaus renommiert im Bereich der Ingenieurs- und Naturwissenschaften ist. Wir begleiten die Algae Research Germany seit März 2016 und unterstützen diese auch künftig nach Kräften, geht es hier doch um die Schaffung wissensintensiver Arbeitsplätze. Und gerade diese braucht der Standort, um zukunftsfähig zu bleiben.“  

 Hoher Besuch – der isländische Botschafter S.E. Martin Eyjólfsson (6.v.l.) trifft das Team der Algae Research Germany GmbH und Multiplikatoren (v.l.n.r.: Angel Alava-Pons, Pieter F. den Haan, Laura A. Brings, Dr. Björn Podola, RA Dr. Daniel Suckow, Ralf Meurer, Siggi Eiríksson, Prof. Dr. Michael Melkonian, Ruth Bobrich); Foto: Annegret Angerhausen-Reuter, Nutzungsrechte: GFW Duisburg

 

Duisburger Büromarkt 2016 – weniger Leerstand, stabiler Flächenumsatz Positive Signale durch Investoren mit Standortbekenntnis

Duisburg, 8. Februar 2017 - Den heimischen Büromarkt zu bearbeiten, gehört zu den Kernaufgaben der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg). Die Akteure der GFW Duisburg sammeln Nutzer-Veränderungen und überprüfen diese auf ihre Richtigkeit. „Das geschieht in enger Abstimmung mit den Eigentümern, der Stadt Duisburg und den Maklern aus Duisburg und der Region. Dazu gehören insbesondere die Armin Quester Immobilien GmbH und die Cubion Immobilien AG“, betont GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer.  
„In 2016 wurden 89 Vermietungen von Büroflächen größer als 100 Qua-dratmeter bekannt“, berichtet der für die Büroimmobilien zuständige Projektmanager Christian Felix Hendel. Zusätzlich sorgten zahlreiche Kleinvermietungen für rege Bewegung im Markt. „Erfahrungsgemäß werden viele kleine Bewegungen nicht oder erst zeitlich verzögert publik, daher wird ein Zuschlag von drei Prozent auf die bekannten Vermietungen gerechnet“, erklärt Hendel.
In Summe kommen dabei Vermietungen von rund 54.500 Quadratmetern für das Jahr 2016 zusammen. Zusätzlich wurden fünf Kaufabschlüsse mit einem Volumen von rund 11.000 Quadratmeter öffentlich, bei denen Eigennutzer die Büroimmobilie erworben haben oder Büroflächen neu errichten. Der Gesamtumsatz des Duisburger Büromarktes liegt damit 2016 bei insgesamt 65.500 Quadratmetern. Zum Vergleich: Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre wurden jeweils rund 68.000 m² umgeschlagen.  
Zu den markantesten Umsatzbringern 2016 zählen der Neubau von Schauinsland Reisen an der Stresemannstraße im Innenhafen (6.600 m²), die Anmietung des Wohnungsunternehmen Vonovia im Silberpalais (6.552 m²), der Neubau der Krankikom Kommunikation am Schwanentorufer (2.825 m²), die Brabender Messtechnik an der Kulturstraße (2.640 m²) und die Bundesagentur für Arbeit mit einem JobCenter an der Friedrich-Ebert-Straße in Rheinhausen (2.366 m²).  

 „Wir freuen uns insbesondere über das Investment bereits hier ansässiger Unternehmen wie Schauinsland Reisen, Krankikom Kommunikation und Krohne Messtechnik (2015). Sie alle bekennen sich hiermit nachhaltig zum Standort Duisburg. Solche Botschafter brauchen wir, geht von ihnen doch eine hohe Zugkraft aus“, erklärt GFW-Chef Meurer.  

Wer unter die Lupe nimmt, in welchen Stadtteilen die umgesetzten Quadratmeter liegen, stellt fest, dass mit rund 38 Prozent der Löwenanteil auf die Innenstadt (Citykern, Duissern, Neudorf) entfällt. Der Anteil des Innenhafens liegt bei rund 20 Prozent, der Duisburger Westen einschließlich Logport liegt mit 17 Prozent fast gleichauf mit 16 Prozent im Norden. Nur neun Prozent des Umsatzes entfielen 2016 auf die südlichen Stadtteile.  

Der Leerstand hat sich weiter verringert; als verfügbar bekannt waren Ende 2016 rund 48.500 m² Büroflächen, teilweise in stark aktualisierungsbedürftigem Zustand. Bezogen auf den gesamten Bestand an Büroflächen im Stadtgebiet liegt die Leerstandsquote bei ungesund niedrigen 2,2 Prozent.  

 

„Die Leerstandsquote ist, im Verhältnis zu der Größe unserer Stadt, viel zu gering und bietet zu wenig Spielraum für ansiedlungswillige Unternehmen. Konkret bedeutet das: Nicht allen Unternehmerinnen und Unternehmern, die bei uns anfragen, können wir zeitnah ein Angebot unterbreiten. Wir arbeiten gemeinsam mit allen Akteuren, darunter städtischen Entscheidern und Immobilieneigentümern, daran, dass sich die Rahmenbedingungen weiter verbessern“, schließt Wirtschaftsförderer Meurer.

 

Deutsche Exporte im Jahr 2016 um 1,2 % gestiegen / Exporte, Importe und Exportüberschuss erreichen neue Rekordwerte
Im Jahr 2016 wurden von Deutschland Waren im Wert von 1 207,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 954,6 Milliarden Euro importiert. Wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Exporte im Jahr 2016 um 1,2 % und die Importe um 0,6 % höher als im Jahr 2015.
Die Exporte und Importe übertrafen im Jahr 2016 die bisherigen Höchstwerte vom Jahr 2015, als Waren im Wert von 1 193,6 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 949,2 Milliarden Euro importiert worden waren.


Modernisierte Beize bei thyssenkrupp am Standort Duisburg-Süd verbessert Qualität bei Warmband

Duisburg, 30. Januar 2017 - Zur Steigerung der Qualität von Stahlblechen und zur Verlängerung der Nutzungsdauer der Anlage ist am Standort Duisburg-Hüttenheim die Warmbandbeize modernisiert worden. Das bisherige Aggregat war vor 22 Jahren in Betrieb gegangen und musste nun erneuert werden. Die Beizbäder einschließlich der Nebenanlagen sind jetzt technisch umgerüstet und komplett in Kunststoff ausgeführt worden, so dass der Werksbereich Duisburg-Süd nun über ein hochmodernes Beiz-Aggregat verfügt.  
Kernprojekt der Modernisierungen war die Ertüchtigung der im Warmbandcenter befindlichen Beize (Dickenspektrum von 1,5 bis 6,5 Millimetern, maximale Bandbreite von 1.650 Millimetern).
Im Zuge dieser Maßnahme wurde ein neues Lüftungskonzept realisiert und die Löschtechnik in der Halle erweitert sowie die Fassade des Gebäudes erneuert. Darüber hinaus wurden ein übergreifendes Prozessleitsystem und diverse Mess- und Steuergeräte installiert sowie im Bereich des Einlaufs der Anlage eine automatische Bindeband-Entfernung und im Auslauf eine neue Probenentnahmestation.
„Durch ein verändertes Produktspektrum und gestiegene Kundenanforderungen hat sich der Anspruch an die Qualität von gebeiztem Warmband deutlich erhöht und wird künftig weiter ansteigen“, erklärt Andy Rohe, CEO der Business Unit Cold Rolling.
„Um diesem Bedarf nachzukommen, wurden wesentliche, bisher rein manuelle Tätigkeiten automatisiert und zusätzliche Qualitätskontrollsysteme eingebracht“, so Rohe. Die Stahlsparte von thyssenkrupp hat insgesamt rund 17 Millionen Euro in dieses Maßnahmenpaket für den Standort Duisburg-Süd (knapp 1.300 Mitarbeiter) und in das Produkt „qualitativ hochwertig gebeiztes Warmband“ investiert.

Am Standort Duisburg-Hüttenheim von thyssenkrupp ist zur Steigerung der Qualität von Stahlblechen die Warmbandbeize modernisiert worden. Die Beizbäder einschließlich der Nebenanlagen sind jetzt technisch umgerüstet und komplett in Kunststoff ausgeführt worden, so dass der Werksbereich Duisburg-Süd nun über ein hochmodernes Beiz-Aggregat verfügt.

 

 

IHK-Saisonumfrage Skepsis trotz Stimmungshoch: Tourismusbranche bleibt gespalten

Duisburg, 20. Januar 2017 - Die Stimmung bei Gastronomen und Hoteliers am Niederrhein ist mit Blick auf das zurückliegende Halbjahr so gut wie seit fünf Jahren nicht. Die Branche bleibt allerdings skeptisch, ob dieser positive Trend anhält. Auch die Geschäftslage bei Reisebüros, Reiseveranstaltern und Busunternehmen ist im Vergleich zum Frühjahr leicht verbessert.
128 Unternehmen aus den Kreisen Wesel, Kleve, Viersen und Neuss und den Städten Duisburg, Mönchengladbach und Krefeld haben an der gemeinsamen Befragung der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve und der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein teilgenommen.  
Von den befragten Unternehmen der Gastronomie und Hotellerie am Niederrhein bewerten 46 Prozent ihre Lage im vergangenen halben Jahr als gut (Frühjahrsumfrage 2016: 37 Prozent) und 13 Prozent der Betriebe als schlecht (2016: 19 Prozent).
Die Beherbergungsbetriebe meldeten – wie auch im Frühjahr – eine Zimmerauslastung von 51 Prozent. Nur 15 Prozent der befragten Gastronomen und Hoteliers erwarten zukünftig eine günstigere Geschäftslage (Frühjahr 2016: 32 Prozent). „Dies könnte mit der derzeitig guten Stimmung in dieser Branche zusammenhängen. Die Unternehmen bleiben allerdings skeptisch, dass sich dieser positive Trend fortsetzen wird“, kommentiert Alisa Hellmann, Tourismusreferentin der Niederrheinischen IHK. Die negative Erwartungshaltung zeigt sich auch in den Zahlen: Im Vergleich zur Frühjahrsumfrage sinkt der Klimaindex in der Gastronomie und Hotellerie um 10,2 Punkte auf 110,0 Punkte.  
Ganz anders stellt sich die Lage bei den Reiseveranstaltern und -büros dar: Nach dem Tiefstwert vom Frühjahr (95,7) liegt der Klimaindex aktuell bei 108,3 und steigt somit um 12,6 Punkte an. „Nach Anschlägen und Krisen kommt es in der Tourismusbranche zu Einbußen. Die Branche erholt sich in der Regel anschließend allerdings auch schnell wieder“, so Hellmanns Einschätzung.  
Die Geschäftserwartung im Reisegewerbe ist im Vergleich zur Frühjahrsumfrage etwas positiver. Insgesamt erwarten knapp ein Viertel der Befragten günstigere Geschäfte (Frühjahr 2016: 19 Prozent), die Hälfte rechnet mit einer gleichbleibenden Geschäftslage (Frühjahr 2016: 40 Prozent). Dabei blicken die Reiseveranstalter und Omnibusunternehmen positiver in die Zukunft als die Reisebüros. Dort erwarten nur 23 Prozent eine positive Marktentwicklung.  
Risiken für die Geschäftsentwicklungen Arbeitskosten, Energiepreise, wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und der Fachkräftemangel – das sind in den Augen der Unternehmen aus dem Gastgewerbe weiterhin die größten Risiken für die Geschäftsentwicklungen. Für die Mehrheit der Befragten aus dem Reisegewerbe sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und steigende Arbeitskosten die zentralen Faktoren, die die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen könnten.  
Da bei der Entwicklung der Beschäftigtenzahlen im Reise- und im Gastgewerbe nur eine geringe Dynamik zu erwarten ist, wirtschaften die Unternehmen zurückhaltend. 42 Prozent (Frühjahr 2016: 52 Prozent) der befragten Reiseunternehmen geben an, in der kommenden Saison keine Investitionen zu tätigen.
Von den Unternehmen aus dem Gastgewerbe wollen 34 Prozent in gleicher Höhe investieren (Frühjahr 2016: 47 Prozent). Dabei handelt es sich vor allem um Modernisierungen.  
Die IHKs wollten zudem wissen, wie die Situation auf dem Arbeitsmarkt aussieht. Je knapp ein Viertel des Reise- und Gastgewerbes kann derzeit offene Stellen nicht besetzen, da die passenden Arbeitskräfte fehlen. Allerdings haben 42 Prozent (Gastgewerbe) bzw. 64 Prozent (Reisegewerbe) derzeit keinen Personalbedarf. Besteht allerdings Fachkräftebedarf, werden im Gastgewerbe vor allem Arbeitskräfte mit einer dualen bzw. abgeschlossenen Berufsausbildung (62 Prozent, Mehrfachnennung möglich) und Arbeitskräfte ohne abgeschlossene Berufsausbildung (57 Prozent, Mehrfachnennung möglich) für Restaurant, Service und Küche gesucht.

Viele Unternehmen wollen daher zukünftig mit mehr Ausbildung (40 Prozent im Reisegewerbe und 33 Prozent im Gastgewerbe) auf den Fachkräftemangel reagieren. Auch die Einstellung von Flüchtlingen ist für das Gastgewerbe eine Option. Jeder sechste Betrieb beschäftigt aktuell Flüchtlinge, die in den letzten fünf Jahren nach Deutschland gekommen sind. Weitere 11 Prozent planen in den kommenden Jahren Flüchtlinge einzustellen. Die Saisonumfrage Tourismus ist unter www.ihk-niederrhein.de/Saisonumfrage abrufbar.

 

ESCID – Existenzgründung in Deutschland für chinesische Gründungsinteressierte Auftaktveranstaltung hatte sich in der Community bis nach Frankfurt am Main herumgesprochen

Duisburg, 20. Januar 2017 - Am 18. Januar um 18 Uhr begann die Auftaktveranstaltung von ESCID – dem Existenzgründungsseminar, das passgenau auf die Bedarfe der chinesischen Community zugeschnitten ist. Zielgruppe dabei sind insbesondere chinesische Absolventen von Hochschulen und Universitäten, die sich in Duisburg selbstständig machen wollen.
„Ab 8. April beginnt das Programm, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in acht mal acht Stunden dazu befähigt, einen eigenen Businessplan zu erstellen. Da die Acht in China eine Zahl ist, die Glück und Wohlstand verheißt, hätte das Timing nicht besser sein können. Unsere Botschaft lautet: Mit ESCID zu wirtschaftlichem Erfolg“, erklärt Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg).  

Gemeinsam mit der FOM Hochschule für Oekonomie und Management hat die GFW Duisburg ESCID initiiert.   Zehn interessierte Gäste waren dem Aufruf gefolgt, sich über ESCID zu informieren. Sandra Seidler, Gesamt-Geschäftsleitung des FOM Hochschulzentrums Duisburg, und GFW-Projektmanager Angel Alava-Pons stellten den Workshop und seine einzelnen Module den Existenzgründern in spe vor. Eine Besucherin reiste eigens aus Frankfurt am Main an, um sich detailliert über das neue Kursangebot zu informieren. Am Ende des Abends standen die Chancen gut, dass sie ab April die Wochenenden in Duisburg verbringen wird, um hier das 1x1 der Selbstständigkeit vermittelt zu bekommen – und das unter betriebswirtschaftlichen, juristischen und interkulturellen Aspekten.  

Bei den anderen Besuchern handelte es sich um Chinesinnen und Chinesen, die gerade ihren Universitätsabschluss an der Universität Duisburg-Essen erlangt haben oder bereits bei großen Playern sowie mittelständischen Unternehmen in der Mercatorstadt als Angestellte tätig sind.  
Nun steht für die potenziellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst einmal das Chinesische Frühlingsfest an, was oftmals mit einer Reise in die asiatische Heimat verbunden ist. Alle anderen haben die Möglichkeit, in der Duisburger Mercatorhalle am 3. Februar 2017 im Kreise ihrer Familien zu feiern und das Jahr des Hahns zu begrüßen.  
Das kostenfreie Blockseminar ESCID beinhaltet fünf Module und dauert acht Tage. Die Wissensvermittlung erfolgt in acht Stunden jeweils samstags von 9:00 bis 17:00 Uhr – in den Räumlichkeiten der FOM im Tec-Center. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt zehn; maximal 25 Plätze sind zu vergeben. Unterrichtet wird ausschließlich in deutscher Sprache.  
Wer zur Zielgruppe gehört, sich über ESCID informieren und beim Existenzgründungsseminar mitmachen möchte, der kann sich bis zum 18. April 2017 anmelden bei: GFW-Projektmanager Andree Schäfer, Telefon: 0203 / 36 39 – 343, E-Mail:
schaefer@gfw-duisburg.de, und GFW-Projektmanager Angel Alava-Pons, Telefon: 0203 / 36 39 – 365, E-Mail: alava-pons@gfw-duisburg.de.  

Machten eine Teilnahme an ESCID schmackhaft – GFW-Projektmanager Angel Alava-Pons, FOM-Geschäftsleitung Sandra Seidler und GFW-Projektmanager Andreé Schäfer, Foto: Armando-José Köhler, FOM

 

Wohnen in Deutschland: Politischer Nachmittag von Haus & Grund

Eigentümerverband diskutiert aktuelle Herausforderungen   Berlin/Duisburg, 19. Januar 2017 -Wohnen in Deutschland – unter diesem Motto stand der heutige Politische Nachmittag des Eigentümerverbandes Haus & Grund Deutschland. Präsident Kai Warnecke diskutierte vor über 200 geladenen Gästen im Atrium der Deutschen Bank in Berlin mit Dorothee Bär MdB (CSU), Christian Dürr MdL (FDP), Christian Kühn MdB (Bündnis 90/Die Grünen) und Ulli Nissen MdB (SPD). Sascha Hingst, Fernsehmoderator beim rbb, führte durch die Veranstaltung.  
In der Diskussion ging es vor allem um die Entlastung der Wohnungsmärkte in den boomenden Großstädten. Dass die ländlichen Räume dabei eine entscheidende Rolle spielen, war auf dem Podium unbestritten. Kontrovers diskutiert wurde die Frage, wie diese Regionen attraktiver gestaltet werden können. Die Podiumsgäste erörterten zudem, wie die Energiewende im Gebäudebestand auf der einen und günstiges Wohnen auf der anderen Seite in Einklang gebracht werden können.    
Haus & Grund ist mit rund 900.000 Mitgliedern der mit Abstand größte Vertreter der privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer in Deutschland. Den Zentralverband mit Sitz in Berlin tragen 22 Landesverbände und über 900 Ortsvereine. Die privaten Immobilieneigentümer verfügen über 80,6 Prozent aller Wohnungen in Deutschland. Sie bieten 66 Prozent der Mietwohnungen und knapp 30 Prozent aller Sozialwohnungen an.   

 

duisport-Gruppe verzeichnet stabilen Umschlag - Containerumschlag wächst weiter

Duisburg, 18. Januar 2017 -  Der Containerumschlag der duisport-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016 mit 3,7 Millionen TEU einen neuen Spitzenwert erzielt. 2015 wurden 3,6 Millionen TEU umgeschlagen. „Im ersten Halbjahr 2016 lagen wir noch unter dem Vorjahreswert. Umso erfreulicher ist es, dass wir in einem schwierigen Marktumfeld aufgrund der guten Entwicklung im zweiten Halbjahr einen leichten Zuwachs erzielt haben“, so duisport- Vorstandsvorsitzender Erich Staake.  
Der Containerumschlag macht rund 50 Prozent des Gesamtumschlages aus und ist damit das wichtigste Gütersegment der duisport-Gruppe. Der Gesamtumschlag lag 2016 mit 66,8 Millionen Tonnen leicht unter dem Vorjahr (68,5 Millionen Tonnen). „Das ist im Wesentlichen auf ein 1,2-Millionen-Tonnen-Sondergeschäft im Bahnbereich  im Geschäftsjahr 2015 zurückzuführen“, so Staake. Der Schiffsgüterumschlag weist mit vier Prozent Zuwachs eine deutliche Steigerung auf.  

Für das Geschäftsjahr 2017 erwartet Staake ein leichtes Plus beim Gesamtumschlag. „Neuansiedlungen im Hafen, neue Verbindungen im Schienenverkehr und eine weiterhin positive Entwicklung bei den Chinazügen werden vor allem beim Containerumschlag für positive Impulse sorgen.“
Allerdings gebe es auch wirtschaftliche Unwägbarkeiten durch die Tendenz zur Renationalisierung und dem drohenden Protektionismus. Staake: „Unsere Warenströme werden natürlich von weltwirtschaftlichen Einflussfaktoren beeinflusst, von denen wir uns nicht entkoppeln können.“

Mit 3,7 Millionen TEU, hat der Containerumschlag der duisport-Gruppe im Geschäftsjahr 2016 einen neuen Spitzenwert erzielt. Foto © duisport/Frank Reinhold

 

Duisburgs Oberbürgermeister im Wirtschaftsdialog bei Linde Gas

Duisburg, 16. Januar 2017 - Deutschland Arbeitsplatzausbau am Produktionsstandort Duisburg durch Neuinvestition von rund 30 Millionen Euro   Duisburg. Das erfolgreiche Format „Duisburgs Oberbürgermeister im Wirtschaftsdialog“ wird auch in 2017 weitergeführt. Zum Auftakt im neuen Jahr ging es für Stadtoberhaupt Sören Link zur Linde Gas Deutschland. An deren Duisburger Produktionsstandort in Meiderich werden seit den 50er-Jahren Industriegase hergestellt.  
Seit Sommer letzten Jahres wird hier in Untermeiderich ein neuer Verflüssiger gebaut. Dieser soll Anfang 2018 in Betrieb gehen und dann rund 200.000 Tonnen Flüssigstickstoff pro Jahr produzieren. Dazu erklärt Oberbürgermeister Sören Link: „Ich freue mich außerordentlich über das Vertrauen, das die Linde AG in unseren Wirtschaftsstandort hat. Die knapp 30 Millionen Euro teure Investition zeigt, dass sich das Unternehmen in Duisburg gut aufgehoben fühlt und mit dem Produktionsstandort nachhaltig in die Zukunft gehen will. Perspektivisch werden hier 30 neue Arbeitsplätze geschaffen. Ein tolles Signal!“  

Dass der Produktionsstandort Duisburg sogar ausgebaut wird, ist auch auf die gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wirtschaftsförderung, Politik und Wirtschaft zurückzuführen. Schließlich ist die erfolgreiche Erteilung der Teilbaugenehmigung dafür ursächlich, dass wir die Investition und damit ein Mehr an Arbeitsplätzen realisieren können“, zeigt sich Olaf Reckenhofer, Geschäftsleitung bei Linde Gas Deutschland, begeistert.

GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer, der Oberbürgermeister Sören Link im Wirtschaftsdialog flankiert, hebt den Stellenwert des Produktionsstandortes Duisburg hervor: „Einmal mehr kann der Wirtschaftsstandort Duisburg mit seiner Lagegunst trumpfen. Der Duisburger Produktionsstandort von Linde Gas Deutschland hat eine ganz zentrale Bedeutung für den gesamten westdeutschen und niederländischen Raum. Wer seinen Kundenkreis in diesem Bereich hat, für den ist eine Ansiedlung in der Mercatorstadt ideal, weil die Reichweite ihresgleichen sucht.“  
Auf dem Linde-Gelände im Norden der Ruhrmetropole sind bereits drei Luftzerlegungsanlagen im Einsatz. „Mit unserem Neubau passen wir unsere Produktionskapazitäten an, ist die Nachfrage nach Flüssigstickstoff an Rhein und Ruhr doch nachhaltig gestiegen“, weiß Dr. Dirk Schweer, Leiter Produktion Westdeutschland. Frank Becker, Betriebsleitung Duisburg / Maerl, erklärt: „Von Duisburg aus beliefern wir zahlreiche Großkunden insbesondere aus der Chemie- und Elektronikindustrie, die in der Region ansässig sind, auf kurzem Weg. Auch Nahrungsmittelhersteller zählen zu unseren Geschäftskunden und zwar solche, die Flüssigstickstoff in Lebensmittelqualität einsetzen, ob in Produktionsprozessen oder bei der Verpackung.“
Zahlreiche Mittelständler aus verschiedenen Branchen runden den Kundenkreis von Linde Gas Deutschland ab. Mit dem Verflüssiger geht Linde in Duisburg neue Wege: Das System wurde als globales Standardprodukt konzipiert, das später weltweit zum Einsatz kommen soll. Es zeichnet sich durch einen hohen Modularisierungsgrad aus. Dieser wiederum reduziert den Arbeitsaufwand auf der Baustelle erheblich.
 Ein weiterer Vorteil der Anlage liegt darin, dass diese überaus flexibel arbeitet: Kurze An- und Abschaltzeiten gewährleisten eine passgenaue Produktion – je nach Arbeitsanfall, Bedarf und Stromschwankungen.  

The Linde Group hat im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 17,944 Milliarden Euro erzielt und ist damit eines der führenden Gase- und Engineeringunternehmen der Welt. Mit rund 65.000 Mitarbeitern ist Linde in mehr als 100 Ländern vertreten. Die Strategie der Linde Group ist auf ertragsorientiertes und nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Der gezielte Ausbau des internationalen Geschäfts mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen steht dabei im Mittelpunkt.
Linde handelt verantwortlich gegenüber Aktionären, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, der Gesellschaft und der Umwelt – weltweit, in jedem Geschäftsbereich, jeder Region und an jedem Standort. Linde entwickelt Technologien und Produkte, die Kundennutzen mit einem Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung verbinden.  

Vor dem im Bau befindlichen Verflüssiger: Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link mit Olaf Reckenhofer (Geschäftsleitung, Linde Gas Deutschland), Ralf Meurer (Geschäftsführer, Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH), Dr. Dirk Schweer (Produktionsleiter Westdeutschland, Linde Gas Deutschland) und Frank Becker (Betriebsleitung Duisburg/Marl, Linde Gas Deutschland); Foto: Uwe Köppen / Stadt Duisburg  

 

ESCID – Existenzgründung in Deutschland für chinesische Gründungsinteressierte

Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg und FOM schaffen passgenaues Angebot    
Duisburg, 12. Januar 2017 - Die Mercatorstadt will für die chinesische Community das werden, was Düsseldorf für Japanerinnen und Japaner bereits ist. „Um dieses Ziel zu erreichen, sind mein Team und ich gerade dabei, diverse Angebote für Chinesinnen und Chinesen zu schaffen. Ein weiterer Baustein neben dem erst Ende 2016 gegründeten China Business Network Duisburg e.V. ist ESCID – das Existenzgründungsseminar für Chinesen“, berichtet Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg).
Der Wirtschaftsförderer hat dabei vor allem die Absolventen von Hochschulen und Universitäten im Blick, die idealerweise in Duisburg gründen sollen.  

„Als Repräsentant der FOM Hochschule für Oekonomie und Management freue ich mich, gemeinsam mit der Duisburger Wirtschaftsförderung ein Vorreiter-Projekt auf den Weg gebracht zu haben, dass in wirtschaftlicher wie interkultureller Hinsicht überaus spannend und dynamisch ist“, betont Professor Dr. Stefan Heinemann, Prorektor „Kooperationen“ an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management gemeinnützige Gesellschaft mbH.  
Auch FOM-Master-Absolventin Chao Zhang begrüßt das neue Veranstaltungsformat: „Ich bin unglaublich daran interessiert, weil bei dem Workshop das 1x1 der Selbstständigkeit in Deutschland vermittelt wird – und das unter betriebswirtschaftlichen, juristischen und interkulturellen Aspekten. Die Berücksichtigung der verschiedenen Perspektiven macht das Seminar für mich sehr wertvoll.“  
Und so funktioniert es: Nach einer Informationsveranstaltung am 18. Januar 2017 um 18:00 Uhr im Technologiezentrum Tectrum werden die potenziellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst einmal Zeit haben, das Chinesische Frühlingsfest daheim oder in der Duisburger Mercatorhalle im Kreise ihrer Familien zu feiern. Nachdem wieder alle zurück im Ruhrgebiet sind, beginnt das kostenfreie Blockseminar am 8. April 2017. Dieses beinhaltet fünf Module und dauert acht Tage.
Die Wissensvermittlung erfolgt jeweils samstags von 9:00 bis 17:00 Uhr. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt zehn; maximal 25 Plätze sind zu vergeben. Unterrichtet wird ausschließlich in deutscher Sprache.  
Das erste Modul rankt sich um die Fragen „Warum den Weg in die Selbstständigkeit einschlagen und warum in Deutschland gründen?“ Hier geht es darum, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Formalitäten und Basisinformationen zur Unternehmensgründung in Deutschland nahe zu bringen.
In Modul 1 wird den chinesischen Gründungsinteressierten alles rund um die Ideengenerierung und Geschäftsmodellierung gelehrt. Damit beginnt der eigentliche Workshop. Danach geht es um interkulturelle Aspekte bei einer Existenzgründung hierzulande. Dabei zeigen die erfahrenen Praxisreferenten fokussiert die Unterschiede zu chinesischen Sitten und Gebräuchen auf. Schlüsselbegriffe wie „Akquise“, „Verbindlichkeit“, „Netzwerken“, „Begrüßung“ und „Compliance“ werden hier „unter die Lupe genommen“.
Modul 3 behandelt anhand von Praxisvorträgen das 1x1 der Selbstständigkeit in Deutschland: von der Marktanalyse und Finanzplanung über rechtliche und steuerliche Aspekte, das Rechnungswesen bis hin zu den ersten Schritten in der Selbstständigkeit. In Modul 4 werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu befähigt, in Teamarbeit einen rudimentären Businessplan zu erstellen – sei es für eine reale oder fiktive Unternehmensgründung.  
Im letzten und abschließenden Modul werden die so erstellten Businesspläne besprochen und präsentiert. Über das Workshop-Ende hinaus helfen die Akteure der GFW Duisburg den ESCID-Absolventen dabei, ihre Geschäftsidee in Duisburg zu verwirklichen.  

Wer zur Zielgruppe gehört und bei ESCID mitmachen möchte, der kann sich bis zum 18. März 2017 anmelden bei: GFW-Projektmanager Andree Schäfer, Telefon: 0203 / 36 39 – 343, E-Mail:
schaefer@gfw-duisburg.de, und GFW-Projektmanager Angel Alava-Pons, Telefon: 0203 / 36 39 – 365, E-Mail: alava-pons@gfw-duisburg.de.


Sandra Seidler (FOM), Ralf Meurer (GFW Duisburg), Rui chao Yuan (FOM-Master-Absolvent), Chao Zhang (FOM-Master-Absolventin), Prof. Dr. Stefan Heinemann (FOM). Foto: Andreé Schäfer, GFW Duisburg

 

China Business Network Duisburg e.V. erfolgreich gegründet

16 Vereinsmitglieder als Motor deutsch-chinesischer Zusammenarbeit in der Mercatorstadt  
Duisburg, 20  Dezember 2016 - „Duisburg soll für China das werden, was Düsseldorf für Japan bereits heute ist“, erklärte Oberbürgermeister Sören Link erstmals beim Business- and Investors Forum China in der Mercatorhalle im Jahr 2015.
Der Besuch des chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping, diverse Zugverbindungen von China nach Duisburg und zurück sowie zehn Unternehmensansiedlungen chinesischer Investoren in Duisburg allein in 2016 zeugen davon, dass die Mercatorstadt auf einem guten Weg ist, das erklärte Ziel zu erreichen.  
Um dieses weiterhin strategisch und nachhaltig anzugehen, hat sich nun das China Business Network Duisburg e.V. gegründet. Dahinter steht ein Zusammenschluss der maßgeblichen Chinaakteure in Duisburg. Neben Repräsentanten der Stadt Duisburg beteiligen sich unter anderem die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg), das Konfuzius Institut sowie renommierte lokale Unternehmen wie die Stadtwerke Duisburg AG, die Sparkasse Duisburg und die Volksbank Rhein-Ruhr.
Die Gründungsversammlung erfolgte am Duisburger Innenhafen in den Räumlichkeiten von PKF Fasselt Schlage, einem der Hauptinitiatoren des Vereins. Nadim Ahmad, Steuerberater bei PKF Fasselt Schlage, weiß: Die Gründung des Vereins ist kein Selbstzweck; vielmehr wollen wir die Vorteile, die Duisburg beispielsweise als Logistikstandort sowie im Bereich von Wirtschaft und Wissenschaft bietet, für die Zusammenarbeit mit Akteuren in China nutzen. Wir möchten als Verein eine Plattform bieten, um passgenaue Dienstleistungen für chinesische Unternehmen als gebündelte Leistung anzubieten.“

Auch Ahmads Kollegin Yundan Bao, zentrale Ansprechpartnerin für chinesische Unternehmen, ist sich sicher: „Das China Business Network Duisburg e.V. ist ein verbindliches Netzwerk mit wichtigen lokalen Unternehmen, Stadt und Institutionen. Das ist ein starkes Signal von Duisburg nach China.“  
Einiges steht bereits auf der Agenda des neu gegründeten Vereins: von der Organisation der nächsten Unternehmerreise im Oktober 2017 über die Gestaltung des chinesischen Frühlingsfestes, das in Duisburg am 3. Februar 2017 nachgefeiert wird, bis hin zum Beitritt zu einer deutschlandweiten Dachgemeinschaft deutsch-chinesischer Vereine. Von besonderer Bedeutung wird darüber hinaus auch die Gestaltung des 35-jährigen Jubiläums der deutsch-chinesischen Städtepartnerschaft zwischen Duisburg und Wuhan. Diese stellt die älteste deutsch-chinesische Städtepartnerschaft dar.  
GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer ermuntert: „Der Verein freut sich auf tatkräftige Unterstützung durch weitere Institutionen und Partner aus der freien Wirtschaft. Die Gründungspartner haben den Anfang gemacht; jetzt steht die operative Arbeit des China Business Network Duisburg e.V. an. Je diversifizierter die Mitgliedsunternehmen und -akteure sind, desto erfolgreicher wird der Verein agieren können – für Duisburg in China und vor Ort.  
 Interessierte Unternehmen und sonstige Multiplikatoren erfahren mehr über den China Business Network Duisburg e.V. bei: Yundan Bao, PKF Fasselt Schlage Partnerschaft mbB, Telefon: 0203 / 30001-356, E-Mail:
yundan.bao@pkf-fasselt.de sowie bei Nadim Ahmad, Telefon: 0203 / 30001-171, E-Mail: nadim.ahmad@pkf-fasselt.de und bei der GFW Duisburg unter E-Mail: china@gfw-duisburg.de                                         

Oberbürgermeister Sören Link mit den Gründungspartnern des China Business Network Duisburg e.V., Foto: Uwe Köppen; Nutzungsrechte: Stadt Duisburg

 

Wirtschaftsbetriebe Duisburg erhalten Auszeichnung im Rahmen der KlimaExpo.NRW

Duisburg, 16. Dezember 2016 -  Die KlimaExpo.NRW  ist eine Initiative der Landesregierung NRW, die sich zum Ziel gesetzt hat, herausragende Projekte einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und so den Klimaschutz als Fortschrittsmotor für Nordrhein-Westfalen voran zu treiben.  
Die Wirtschaftsbetriebe Duisburg und die Wohnungsgesellschaft Rheinwohnungsbau GmbH haben sich mit Ihrem Wohnobjekt Duisburg-Ungelsheim beworben und sind am 6. Dezember 2016 entsprechend ausgezeichnet worden.  
In der Stadt Duisburg werden für die getrennte Erfassung von Abfällen und Wertstoffe zusätzlich zu den herkömmlichen Abfallbehältern (von 40 l bis 1.100 l-Behälter) Halbunterflur- und Vollunterflurbehälter eingesetzt. Dieses innovative Sammelsystem ist teilweise oder auch ganz in den Untergrund eingelassen, so dass nur ein Teil des Behälters (Halbunterflurbehälter) oder ausschließlich die Einwurfsäule (Vollunterflurbehälter) oberirdisch sichtbar ist.  Der Einsatz der ersten Halbunterflurbehälter begann im Jahr 2008 bei der Rheinwohnungsbau GmbH in Duisburg-Ungelsheim.
 Bei der Wohnungsgesellschaft Rheinwohnungsbau GmbH bestand der Wunsch, die herkömmlichen Abfallbehälter durch ein neues mieterfreundliches Abfallerfassungssystem speziell für Großwohnanlagen zu ersetzen. Zusätzlich sollte eine verursachergerechte Abrechnung möglich sein.  Nach der Zusammenarbeit mit mehreren Herstellern wurde der eingesetzte Halbunterflurbehälter, der sogenannte  Großwohnanlagen-Abfallbehälter mit Identifikations-System, kurz GABIS, entwickelt.  

Dieser neue Abfallbehälter bietet für Mieterinnen und Mieter einer Großwohnanlage viele Vorteile. Der Halbunterflurbehälter hat ein höheres Fassungsvolumen als die gängigen Abfallbehälter in Großwohnanlagen. Er beinhaltet das Volumen von mind. zwei 1.100 l Behälter, benötigt aber weniger Stellfläche als diese. Der Behälter ist mit einem Identifikationssystem digitalisiert, so dass eine Fremdnutzung ausgeschlossen werden kann.
Nur die Bewohner des Hauses können mit einem entsprechenden Chip die Einwurfklappe öffnen und ihren Müll entsorgen. So kann die Aufteilung der Abfallgebühr genau nach tatsächlichem Aufkommen ermittelt werden und ermöglicht eine verbrauchsabhängige Abrechnung.  
Des Weiteren hat der Halbunterflurbehälter den Vorteil, da er zum Teil in den Untergrund eingelassen ist, dass die Einwurfklappen niedrig sind. So ist eine leichte Bedienung für Rollstuhlfahrer und Personen mit Gehhilfen gewährleistet. Dadurch hat der Behälter einen nahezu barrierefreien Zugang insbesondere für Senioren und Menschen mit Handicap aber auch Kinder können den Behälter einfach und leicht nutzen.  

Die zwei Hauptgründe die die Klimarelevanz dieses Projektes begründen:   Die Stromversorgung für das elektronische Schleusensystem wird über Solarzellen gewährleistet. Dadurch wird die für den Betrieb der Schleusen benötigte Energie durch regenerative Energie zur Verfügung gestellt und sorgt damit für eine Einsparung fossiler Ressourcen.
Durch die Umstellung der regulären Abfallbehälter auf  Halbunterflurbehälter konnte CO2 eingespart werden. Dies wurde mit Hilfe der INFA GmbH bilanziert. Allein die Umstellung von der bisherigen Papierbündelsammlung auf die Altpapiersammlung über Halbunterflurbehälter lässt eine größere Menge getrennt erfasstes Papier (etwas 10 kg/E*a) erwarten.
Durch dessen stoffliche Verwertung können im Vergleich zur Verbrennung mit dem Restabfall jährlich ca. 7 kg CO2-Äq. bezogen auf jeden an das System angeschlossenen Einwohner eingespart werden. Bezogen auf die Immobilien der Wohnungsgesellschaft Rheinwohnungsbau GmbH in Ungelsheim sind dies jährlich etwa 9.000 kg CO2-Äq.  
Betrachtet man den Wertstofftstrom der Verpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen (Metalle und Kunststoffe), so ist in Ungelsheim durch die künftige Erfassung in Halbunterflurbehältern mit speziellen Klappengrößen ebenfalls eine etwas größere Menge und damit eine weitergehende CO2-Einsparung möglich.  
Im gesamten Stadtgebiet sind mittlerweile 243 Halbunterflurcontainer und 58 Vollunterflurcontainer im Einsatz. Die Halbunterflurcontainer werden vor allem im Rahmen der haushaltsnahen Erfassung eingesetzt, etwa die Hälfte für die Sammlung von Restabfall, die Übrigen zur Erfassung von Wertstoffen wie Verpackungen/stoffgleiche Nichtverpackungen sowie Papier und Pappe. Die Halbunterflurcontainer ersetzen die sonst üblichen 1.100 l Müllgroßbehälter in Großwohnanlagen.
Die Vollunterflurcontainer werden darüber hinaus auch zur Altglaserfassung an öffentlichen Standplätzen eingesetzt  

V.l.: Bürgermeister Manfred Osenger, Peter Thelen Geschäftsbereichsleiter Vertrieb Wirtschaftsbetriebe Duisburg, Manfred Franck Geschäftsführer Rheinwohnungsbau GmbH, Wolfgang Jung Geschäftsführer KlimaExpo.NRW, Prof. Dr. Klaus Gellenbeck INFA GmbH

 
Leistungsangebote von CWS-boco und Rentokil Initial werden unter dem Dach der CWS-boco-Holding zusammengeführt

Haniel und Rentokil Initial unterzeichnen Vereinbarung zur Bildung eines führenden europäischen Unternehmens für Hygiene- und Textile Serviceleistungen

Duisburg/Camberley, 16.12.2016. Haniel und Rentokil Initial haben am 15. Dezember 2016 eine Vereinbarung zur Bildung eines Joint Venture unterzeichnet. Ziel ist die Schaffung eines innovationsstarken und führenden europäischen Unternehmens für Berufskleidung, Reinraum- und Hygieneservices. Haniel wird nach der Übernahme des kontinentaleuropäischen Geschäfts von Rentokil Initial in den Bereichen Hygiene, Berufskleidung und Reinraum rund 82 Prozent der Anteile halten, Rentokil Initial rund 18 Prozent. Ziel ist es, bis Mitte 2017 den Prozess zur Bildung des Joint Venture unter dem Dach der CWS-boco-Holding abzuschließen.

„Durch unsere Übernahme und die Bildung des Joint Venture wird sich die Zukunftsfähigkeit unseres nachhaltigen Portfolios weiter verbessern“, so Haniel-CEO Stephan Gemkow. „Unter unserer Verantwortung bietet sich für CWS-boco und Initial im attraktiven Markt für Berufskleidung, Reinraum- und Hygieneservices eine hervorragende Möglichkeit zur Fortsetzung der bisherigen erfolgreichen Entwicklung.“
Als Family-Equity-Unternehmen stellt Haniel damit erneut seine Kompetenz unter Beweis, seinen Beteiligungen durch intelligente Buy-and-Build-Maßnahmen unternehmerische Chancen zu eröffnen.

Mit dem Zusammenschluss der europaweiten Geschäftsaktivitäten von CWS-boco sowie der Initial-Aktivitäten von Rentokil Initial in den Bereichen Hygiene, Berufskleidung und Reinraum wird eines der führenden Produktportfolien mit Serviceangeboten für Geschäftskunden aus Industrie, Handwerk und Dienstleistung entstehen. Das Joint Venture bietet eine breitere Auswahl an Produkten und Serviceleistungen in hervorragender Qualität. Die flächendeckenden kundenorientierten Serviceangebote, herausragende operative Leistungsfähigkeit, hohe Innovationsgeschwindigkeit und die konsequente Fortsetzung der digitalen Transformation werden europaweit einen neuen Standard setzen.

Im Zuge der weiteren Umsetzung, die bis Mitte 2017 erfolgen soll, werden die europäischen CWS-boco-Aktivitäten in 17 Ländern und Initial-Aktivitäten in 10 europäischen Ländern zusammengeführt. Ausgenommen sind die Initial-Aktivitäten in Großbritannien und Frankreich, die nach Realisierung des Joint Venture von Rentokil Initial weitergeführt werden.
Ebenso wird das Unternehmen die Bereiche Schädlingsbekämpfung, Pflanzen, Spezialhygiene sowie seine Tätigkeiten im Medizin- und Dentalbereich fortsetzen. Zudem erhält Rentokil Initial die Option, das Geschäft in Italien sowie das Waschraumhygiene- und Mattengeschäft in Irland zu erwerben. Diese Option ist bis zur Umsetzung der Transaktion befristet.

Sitz des Joint Venture wird weiterhin der Stammsitz der CWS-boco-Holding in Duisburg sein. Ebenso wird das bisherige CWS-boco-Management unter der Leitung von CEO Max Teichner das neu geformte Unternehmen führen. Teichner: „Wir freuen uns auf die Chance, zwei starke Unternehmen zusammenzuführen. Wir sind davon überzeugt, dass Mitarbeiter und Kunden beider Unternehmen davon profitieren können, da wir unterschiedliche Schwerpunkte haben und uns gut ergänzen. Mit dem gebündelten Wissen werden wir unser Serviceangebot ausbauen und die Wachstumsphase bei CWSboco fortsetzen.“

Unterstützt wird das weitere Wachstum durch drei globale Megatrends: einerseits die zunehmende Fokussierung von Unternehmen auf ihre Kernprozesse, die zu einem verstärkten Outsourcing führt, andererseits der verantwortungsvollere Umgang mit Ressourcen wie Wasser, Waschmittel und Energie sowie die steigenden Anforderungen an Hygiene, Gesundheit und Sicherheit. In diesen Bereichen wird das Joint Venture auch in Zukunft der ideale Partner zur Realisierung anspruchsvoller Ziele seiner Kunden sein.

Für das Joint Venture unterstreicht Andy Ransom, CEO Rentokil Initial, die Erfolgsaussichten: „Wir freuen uns, dieses Joint Venture mit Haniel bekannt geben zu können, einem führenden Unternehmen mit Menschen, die unseren Ansatz zur Entwicklung von Wert, den Respekt gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und die Leidenschaft gegenüber den Kunden teilen. Dies ist die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit und der nächste Schritt bei der Umsetzung unserer Strategie. Das Joint Venture wird ein nachhaltiges Dienstleistungsunternehmen schaffen, das in der Lage sein wird, mehr Kunden in ganz Europa zu bedienen. Darüber hinaus bietet es die Chance für eine umfassendere Produktentwicklung, weitere Innovationen und die Bereitstellung von herausragenden Kundenservices, die im Mittelpunkt unseres Handelns stehen.“

Die gesamte Transaktion steht unter dem Vorbehalt der notwendigen kartellrechtlichen Zustimmungen. Bis zum vollständigen Abschluss und Genehmigung der Kartellbehörden wird es weder Änderungen für Mitarbeiter noch für Kunden oder Lieferanten geben. Beide Unternehmen, CWS-boco wie Initial, werden bis auf Weiteres wie bisher im Markt agieren.
 

 RWI-Benzinpreisspiegel: Sprit ist in Großstädten nicht grundsätzlich teurer

Große Unterschiede an Autobahnen
(idr).16. Dezember 2016 -  Die Benzinpreise in Großstädten unterscheiden sich nicht grundsätzlich von denen in ländlichen Gebieten. Obwohl es in dicht besiedelten Gegenden mehr Tankstellen gibt, kostet der Treibstoff dort weder grundsätzlich mehr noch weniger als anderswo. An Autobahnen hingegen sind die Benzinpreise in den Streckenabschnitten am höchsten, wo sich nur wenige Tankstellen befinden.
Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Analyse des Forschungsdatenzentrums Ruhr am RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen. Laut Studie können sich die Benzinpreise an Autobahnen je nach Streckenabschnitt um bis zu 25 Cent pro Liter Super 95-Benzin unterscheiden.
Dank der hohen Dichte von Autobahntankstellen in der Metropole Ruhr ist das Tanken dort relativ günstig - ähnlich wie rund um Bremen und München, im Großraum Köln und im Rhein-Main-Gebiet. Weitere Ergebnisse der Studie: Das Nord-Süd-Gefälle der Einkommen und der Lebenshaltungskosten spiegelt sich nur schwach in den Sprit-Preisen wider.

  

8. Creative Stage Ruhr in Duisburg im Atrium der Volksbank Rhein-Ruhr

Duisburg, 15. Dezember 2016 - Man muss nicht nach Hamburg oder Berlin, um vorzügliche kreative Dienstleistungen einzukaufen, hat die hiesige Kreativwirtschaft doch eine Menge Potenzial zu bieten. Dies kristallisierte sich einmal mehr bei der Creative Stage Ruhr in Duisburg heraus, die zum achten Mal in der Mercatorstadt „gastierte“ und im Atrium der Volksbank Rhein-Ruhr überaus kurzweilig „über die Bühne“ ging.  

Rund 150 begeisterte Gäste erlebten innerhalb von zweieinhalb Stunden, dass Duisburgs Kreative – Nachwuchstalente wie „alte Hasen“ gleichermaßen – für außergewöhnliche Kenne und Kreationen stehen. Da die lokale und regionale Geschäftsanbahnung erklärtes Ziel der Netzwerkveranstaltung sind, fanden sich im Publikum branchenübergreifend Vertreter aus kleinen und mittleren Unternehmen, Freiberufler, Experten aus Marketing, Public Relations und Vertrieb sowie potenzielle Auftraggeber aus Institutionen und sonstige Multiplikatoren.   Dabei rankten sich die Vortragsinhalte trotz unterschiedlicher Teilbranchen immer wieder um das Thema Digitalisierung.
Inhalte produzierende Branchen wie Software, Games- und Musikwirtschaft gehören daher zu den dynamischsten. Dem Rechnung tragend, zitierte Susanne Kirches, Projektmanagerin für Kreativwirtschaft bei der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH, in ihrer Moderation auch sogleich EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit den Worten: „Digitale Technologien und digitale Transformation durchdringen heute unser gesamtes Leben. Künstler und Kulturschaffende sind unsere Kronjuwelen. Die Schöpfung von Inhalten ist kein Hobby, sondern ein Beruf. Und sie ist Teil unserer europäischen Kultur.“ Folgerichtig und im Bild bleibend, warf sie danach die Frage auf, wie Duisburg denn mit seinen Kronjuwelen umgehe.  
Die Creative Stage Ruhr ist mittlerweile ein etabliertes und überaus erfolgreiches Format; 35 Ausgaben gab es bislang ruhrgebietsweit. 2009 von den Wirtschaftsförderungen Duisburg, Bochum und Dortmund initiiert und nach einer Konzeptidee der Heimatdesign Agentur umgesetzt, besuchten bislang über 5.000 Gäste das Format. Rund 350 Vortragende erhielten bislang eine Bühne für die Kreativwirtschaft.
„Damit ist das Veranstaltungsformat ein Erfolgsmodell in der Region geworden. Wir sind stolz darauf, gleich von Beginn an daran aktiv mitgewirkt zu haben“, betont GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer. Seit 2012 führt die GFW Duisburg gemeinsam mit der Entwicklungsagentur Wirtschaft des Kreises Wesel (EAW) die Creative Stage Ruhr in Duisburg durch.  
Diesmal präsentierten sich die Duisburger Agentur Krankikom, die seit 1995 am Innenhafen Webseiten, Apps und Software-Applikationen produziert. Zwei Mitarbeiterinnen stellten charmant die „WestVisions“ vor einen neuen „Treff für die digitale Community im Ruhrgebiet“.
Die jungen Gründer vom „Kreativgebiet“, die im 18. Stock eines Duisburger Büroturms am Hauptbahnhof wirken, beschäftigen sich mit „FinTech“, der Kreation von Apps für Banken und Finanzwirtschaft auf internationalem Parkett. Da sich das Interesse der Kreativen oftmals nicht nur auf technologische Problemlösungen, sondern auch auf gesellschaftliche und soziale Fragen erstreckt, fiel auch der Beitrag des Social Impact Lab, das in Ruhrort Start Ups aus dem Sozialunternehmertum beheimatet, auf offene Ohren. Kulinarisch überzeugten die Existenzgründer des neuen Duisburger Bistros LIMA´s Rebekka Mahnke und Sebastian Link, die von der GFW Duisburg begleitet werden und für das Catering der Veranstaltung verantwortlich zeichneten.  
Highlight der unterhaltsamen Art waren die modischen Kreationen der 26-jährigen Anna-Franziska Termöhlen, die ihre Firma „AT-elier“ in Duisburg-Neudorf führt. Die Modedesignerin zeigte eindrucksvoll auf, was zeitgemäße Mode jenseits der Massenproduktion leisten soll. Künftige gestaltungstechnische Assistentinnen und Assistenten eines Duisburger Berufskollegs stellten ihr mehrfach präsentiertes Magazin „Schulgeflüster“ vor, das sich durch einen Fotoschwerpunkt auszeichnet. Abgerundet wurde der Abend durch Werber Sebastian Petry vom DWS-Team. Der Geschäftsführer zeigte eindrucksvoll wie pointiert auf: „Das Ruhrgebiet ist ganz anders als wie alle meinen“.

Bühne frei und Applaus für kreative Ideen – die Creative Stage Ruhr im Atrium der Volksbank Rhein-Ruhr; Foto: Daniel Sadrowski;  Nutzungsrechte: GFW Duisburg   

Sparkassenchef Dr. Bonn zum Handelsrichter ernannt

Duisburg, 15. Dezember 2016 - Die Präsidentin des Oberlandesgerichts Düsseldorf hat auf Vorschlag der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve
Dr. Joachim Kurt Bonn, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Duisburg, Königstraße 23-25, 47051 Duisburg, für die Zeit vom 1. Dezember 2016 bis zum 30. November 2021 zum Handelsrichter beim Landgericht Duisburg ernannt.
Die Ernennungsurkunde wurde im Beisein von IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger, Dr. Frank Rieger, Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Recht und Steuern, und Karsten Kania am 30. November durch den Präsidenten des Landgerichts Duisburg, Ulf-Thomas Bender, überreicht.

 V. l.: Dr. Stefan Dietzfelbinger, Ulf-Thomas Bender, Dr. Joachim Kurt Bonn, Karsten Kania und Dr. Frank Rieger. Foto: Niederrheinische IHK  

DUISBURG LIVE ersetzt duisburgnonstop: Ab Januar neuer Eventkalender für Duisburg

Duisburg, 13. Dezember 2016 - Aktuell, informativ und modern: Das ist die Idee hinter dem neuen OnlineEventkalender DUISBURG LIVE! Im Zeitalter von web 4.0 ist ein digitaler Eventkalender für eine Großstadt wie Duisburg ein Muss. Der Betreiber der neuen Webpräsenz, die Duisburg Kontor GmbH, nutzte am Mittwoch, 07. Dezember 2016, die Gelegenheit um zahlreiche Duisburger Veranstalter über das Konzept von DUISBURG LIVE zu informieren.

Mit ansprechenden Bildern, zahlreichen Informationen und einer klaren Gliederung soll DUISBURG LIVE den Ansprüchen der User gerecht werden und mit einer umfassenden Übersicht über Events, Locations und Veranstalter einen Mehrwert für alle Eventinteressierte der Stadt Duisburg bieten. Der Release ist für den 01. Januar 2017 vorgesehen. Dann wird DUISBURG LIVE über die URL www.duisburglive.de abrufbar sein.

Des Weiteren fokussiert sich Duisburg Kontor darauf, die Inhalte auch auf weiteren Internetseiten anzubieten. Beispielsweise wird ein prominenter Hinweis auf der eigenen Unternehmensseite www.duisburgkontor.de zu finden sein. Zudem sollen die Termine in naher Zukunft auch auf den Präsenzen www.duisburg.de und www.landschaftspark.de zu finden sein.

Foto Duisburg Kontor  

Duisburgs Oberbürgermeister im Wirtschaftsdialog bei der Duisburger Modellfabrik GmbH Hidden Champion im Nischensegment

Duisburg, 12. Dezember 2016 - Der Wandel der Arbeitswelten ist in aller Munde, aber selten derart mit Händen greifbar wie in der Duisburger Modellfabrik GmbH. Dass der technische Fortschritt so rasant vonstattenginge, das hätte sich Geschäftsführer Herbert Schild bei Übernahme des Betriebes im Jahre 1996 auch nicht träumen lassen.  
War der anspruchsvolle Ausbildungsberuf des Modellbauers (m/w) früher vor allem Handarbeit, hat die Digitalisierung in der Branche Einzug gehalten: beispielsweise in Gestalt mehreren computergesteuerten Fräsmaschinen und eines 3D-Druckers für Anschauungsmodelle im Miniaturformat.
Hatte Geschäftsführer Schild zu Beginn seiner Tätigkeit rund zehn Mitarbeiter, so sind es heute 30 technische Modellbauer, darunter sieben Auszubildende. „Wer bei uns anfängt, der braucht ein gutes räumliches Denkvermögen, Talent in Mathematik und Physik sowie eine gute Portion Entscheidungsfreudigkeit. Nach der Ausbildung fängt das Lernen quasi erst an, denn jedes Modell ist anders, weil jedes Produkt anders ist. Also muss man permanent fleißig und lernwillig sein.“  
Martin Jäger, seit 2009 ebenfalls Geschäftsführer bei der Duisburger Modellfabrik, ergänzt: „Wichtig ist, immer von der Form her, also im Negativ, zu denken. Man muss sich stets vergegenwärtigen: Wie muss die Sand-Form aussehen, damit man den gewünschten Inhalt hineingießen kann und dadurch ein Gussteil entsteht. Das gilt ausnahmslos – ob bei der Produktion einer Turbine, eines Motorblocks oder einer Rotornabe.“
Die Kunst des Modellbaus ist es, von außen nach innen zu denken und umgekehrt. Und das ist ziemlich anspruchsvoll und komplex.  
Kein Wunder also, dass die Duisburger Modellfabrik auf eine gewachsene „Mannschaft“ setzt, die sie aus eigenem Nachwuchs rekrutiert. Ersten Zugang zu potenziellen Mitarbeitern erhält sie durch Schülerpraktika. Sehr gute Erfahrungen haben die Unternehmenslenker darüber hinaus mit Angestellten gemacht, die ihr Studium vorzeitig aufgegeben haben.
„Sie sind aufnahmefähig, lernwillig und dem Betrieb gegenüber sehr loyal, da sie es zu schätzen wissen, bei uns eine zweite Chance bekommen zu haben.“ So wie Sven Scheidung, der sein Studium „an den Nagel hing“ und Modellbauermeister wurde: „In der Modellfabrik wird´s nie langweilig. Hier kann ich sowohl mein handwerkliches Geschick als auch meine kognitiven Fähigkeiten einsetzen. Jeder Tag bringt ein neues Thema und damit eine neue Herausforderung mit sich.“  
Oberbürgermeister Sören Link zeigt sich begeistert von der Duisburger Modellfabrik: „Sie ist ein Traditions- und Ausbildungsunternehmen, das in einmaliger und vortrefflicher Weise Handwerk und Digitalisierung mit einander verbindet. Hier werden zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen. Und genau die braucht unsere Stadt. Der ‚Hidden Champion‘ ist ein Aushängeschild für Duisburg. Die Modellfabrik zeigt eindrucksvoll, wie ‚Wirtschaft 4.0‘ auch in kleinen und mittleren Unternehmen gelingen kann.“  
Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH, betont: „Die Duisburger Modellfabrik ist auch ein Beleg dafür, wie ein Unternehmen im Laufe der Jahrhunderte innerhalb einer Stadt gut wachsen kann. War der Betrieb von 1897 bis 1999 in Hochfeld ansässig, konnten mein Team und ich es im Jahr 2000 erfolgreich in den Business-Park verlagern, wo es sich seither optimal entfaltet.“

Im Dialog: Herbert Schild (Geschäftsführer, Duisburger Modellfabrik), Ralf Meurer (GFW-Geschäftsführer), Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, Sven Scheidung (Modellbauermeister, Duisburger Modellfabrik) und Martin Jäger (Geschäftsführer, Duisburger Modellfabrik); v.l.n.r.; Urheber: Uwe Köppen; Nutzungsrechte: Stadt Duisburg

 

Duisport-Chef stellt Perspektiven des Hafens vor - Treiber für die wirtschaftliche Entwicklung Erich Staake zu Gast bei Niederrheinischer IHK
Der Duisburger Hafen ist stets Treiber für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Duisburg und des gesamten Niederrheins. In den vergangenen 20 Jahren hat er sich zu einem der größten europäischen Logistikzentren entwickelt, 45.000 Beschäftigte sind heute mit der Hafenwirtschaft verbunden. In diesem Jahr feierte der Hafen sein 300-jähriges Bestehen.
Zum Abschluss des Jubiläumsjahres stellte Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG (duisport), die Leistungsbilanz des Hafens bei der Vollversammlung der Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve vor.  
Staake verwies auf den wichtigen Beitrag, den Duisport auf nationaler und internationaler Ebene für die wirtschaftliche Entwicklung der Region leiste. So könnten beispielsweis durch den direkten Zugverkehr auf der neuen Handelsroute Seidenstraße nach China die Umschlagzahlen weiter steigen. Staake verwies zudem darauf, dass der Hafen in diesem Jahr bei den Neuansiedlungen einen Rekord aufgestellt habe. „Dadurch sind über 1000 Arbeitsplätze entstanden. Duisport ist der Jobmotor in der Region.“    
IHK-Präsident Burkhard Landers hob hervor, wie eng Standort- und Hafenentwicklung zusammenhängen. Er betonte, dass das Ja zur Infrastruktur, das die Gründungsväter des Hafens vor 300 Jahren gaben, auch ein Ja zu Arbeitsplätzen und wirtschaftlicher Entwicklung war. Landers: „Die Politik muss hierfür auch heute die Rahmenbedingungen schaffen. Auch in der Öffentlichkeit müssen solche Entscheidungen als das dargestellt werden, was sie sind: Investitionen in Beschäftigung und Wachstum.“  


IHK-Präsident Burkhard Landers (l.) begrüßte Duisport-Chef Erich Staake, der sich ins Goldene Buch der Niederrheinischen IHK eintrug. Foto: Niederrheinische IHK

 

4 Städte, 4 Kreise und 1 Provinz sind die „NiederRheinLande“ Niederrhein bewirbt sich um Strukturförderprogramm „Regionale“ Bewerbungsschrift im Ministerium eingereicht  
Die Städte Duisburg, Düsseldorf, Krefeld, Mönchengladbach, die Kreise Kleve, Wesel, Viersen und der Rhein-Kreis Neuss bewerben sich gemeinsam mit der Provinz Gelderland als Region „NiederRheinLande“ für das Strukturförderprogram „Regionale 2022/2025“ des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Programm fördert regionale, innovative Lösungskonzepte zu den Themen Stadtentwicklung, Mobilität, Energie, Bildung, Umwelt und Kultur.
Am 9. Dezember wurde die Bewerbungsschrift fristgerecht beim Ministerium eingereicht. Bis zu 200 Millionen Euro Fördermittel könnten bei einem erfolgreichen Bescheid in die Region gelangen. Die Entscheidung wird im Frühjahr 2017 erwartet. Weitere Partner neben den Städten und Kreisen sind die drei Industrie- und Handelskammern für Düsseldorf, den Mittleren Niederrhein und die Niederrheinische IHK.  
Erstmals haben sich alle relevanten Städte und Kreise  des Niederrheins zusammengeschlossen, um die seit Jahrhunderten durch den Rhein geformte Region gemeinsam unter dem Dach „NiederRheinLande“ strukturell auf den Feldern Wirtschaft, Mobilität, Energie, Bildung und Lebensqualität weiterzuentwickeln.
Ziel ist es, mit den gemeinsamen Projekten das Profil der Region mit ihren Stärken zu schärfen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Schwerpunkte der Bewerbung sind die Themen Infrastruktur, Innovation und Identität.  
Da der Rhein nicht an der Grenze halt macht, sind die niederländischen Nachbarn aus der Provinz Gelderland weitere Partner der Bewerbung. Damit ist das Vorhaben als grenzübergreifende sogenannte „EuRegionale“ angelegt. Die gesamte Gebietskulisse ist umfasst 4,9 Millionen Einwohner, 99 Kommunen, 235 Kilometer Rhein-Waal-Flusslinie und 180 km Grenzlinie.  
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link, unter dessen Federführung die Bewerbungsschrift erstellt wurde, stellt die Gemeinsamkeit der Region heraus: „Die NiederRheinLande sind eine Region, die Brücken schlägt, um Menschen und Räume zu verbinden. Diese Region gilt es, gemeinsam weiterzuentwickeln und zu stärken.“
Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, ergänzt: „Individuelle Stärken sind in dieser Region vorhanden. Mit unserer euregionalen Bewerbung wollen wir diese Stärken kombinieren. Denn nur gemeinsam lassen sich Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Städtebau, bei der Digitalisierung oder beim Erhalt und Ausbau der Infrastruktur finden.“  
So soll beispielsweise eine Gesamtstrategie für den Erhalt einer leistungsfähigen Infrastruktur für Transport und Logistik entlang der Rheinschiene sorgen. Eine weitere Projektidee ist mit „Standortentwicklung und Flächensparziel“ überschrieben, hier sollen regionale Flächenbedarfe analysiert und anschließend passgenaue Konzepte für Wohnungsbau und Gewerbeansiedlung entwickelt werden.   Die Bewerbung wird bisher von 89 regionalen Akteuren und Institutionen unterstützt, darunter der Landschaftsverband Rheinland, Tourismus- und Kultureinrichtungen sowie Abgeordnete aus Land- und Bundestag. Im Februar wird die Jury eine Bereisung vor Ort vornehmen und die Vertreter der Region haben die Gelegenheit, die Bewerbung persönlich vorzustellen Die Entscheidung der Jury ist zum Ende des ersten Quartals 2017 avisiert.  

 

„Integration – Chancen für Unternehmen und Region“ : Projekt „SESAM“ lädt zur Abschlussveranstaltung am 13.12.2016 ein
Das Potenzial migrantengeführter Unternehmen in der Region Duisburg/Niederrhein ist groß: Jeder vierte Unternehmensgründer hat heute einen Migrationshintergrund – vom kleinen Ein-Mann-Betrieb bis hin zur Führungsriege großer internationaler Unternehmen.
Sie schaffen Arbeitsplätze und leisten einen wichtigen Beitrag sowohl für die Integration von Zugewanderten als auch für die regionale Wirtschaft. Um von Migranten geführte Unternehmen zu stärken und ihre Aussicht auf unternehmerischen Erfolg weiter zu erhöhen, hat das Duisburger Projekt „SESAM – Spezifische Aktivierung von Migrantenunternehmen in der Region Niederrhein“ in den letzten 3 Jahren analysiert, welchen Problemen und Hürden sich Migrantenunternehmen ausgesetzt sehen – aber auch, welche Stärken und Potenziale sie in die Waagschale werfen können.
Im Projekt wurde u.a. die Online-Toolbox »SESAM-Check Migrantengeführte Unternehmen« entwickelt. Das Ziel dieser Online-Toolbox: Unternehmen motivieren und aktivieren, die vorhandene Chancen stärker zu nutzen, zum Beispiel Beratungs- und Förderangebote. Die Toolbox ist kostenfrei unter www.sesam-niederrhein.de verfügbar.  
Abschlussveranstaltung „Integration – Chancen für Unternehmen und Region“
Am 13.12.2016 findet die Abschlussveranstaltung des Projektes statt, zu der das Projektteam herzlich einlädt. Die Veranstaltung soll genutzt werden, um einerseits das zentrale Produkt des Projektes – die SESAM- Toolbox – einem breiteren Publikum vorzustellen. Außerdem soll im Gespräch mit Unternehmern und Beratern die Situation migrantengeführter Unternehmen diskutiert werden.  
Programm:
·   Begrüßung durch Projektleitung
·   Die Initiative Neue Qualität der Arbeit
·   Die Offensive Mittelstand
·   Das Projekt SESAM
·   Die SESAM–Toolbox
·   Podiumsdiskussion „Migrantengeführte Unternehmen in der Region“
·   Networking und Catering

 

Pilotversuchs "Kontrollbarometer" in Duisburg und Bielefeld

Duisburg, 12. Dezember 2016 - "Grünes Licht für gute Gastronomie"- Ministerium zieht positive Bilanz des Pilotversuchs "Kontrollbarometer" in Duisburg und Bielefeld
Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium hat eine positive Bilanz des Pilotprojekts für mehr Transparenz bei den amtlichen Lebensmittelkontrollen in Duisburg und Bielefeld gezogen.
"Der Pilotversuch der Verbraucherzentrale NRW ist ein voller Erfolg und hat gezeigt, welche Vorteile die Veröffentlichung für alle mit sich bringt", sagte Minister Remmel.
"Das Kontrollbarometer schafft Transparenz, Sicherheit und Vertrauen und fördert einen positiven Wettbewerb", ergänzte Minister Remmel. "Wir stärken mit dem Transparenz-System in Ampel-Farbe den Verbraucherschutz und haben zusammen mit der Verbraucherzentrale NRW ein System auf Pilotbasis initiiert, durch das sich die guten und redlich arbeitenden Betriebe einen Wettbewerbsvorteil verschaffen können. Daher kennt das neue System nur Gewinnerinnen und Gewinner. Wer zuverlässig, nachvollziehbar und sauber arbeitet, muss sich vor der Öffentlichkeit nicht verstecken, sondern sollte seine Leistung auch zeigen können", zog Minister Remmel Bilanz.
Im Dezember 2013 hatte die Verbraucherzentrale NRW das Pilotprojekt in den beiden Städten gestartet. Auf der Grundlage des Bundes-Verbraucherinformationsgesetzes hat die Verbraucherzentrale die Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelkontrollen aus dem Bereich "Gastronomie" angefragt und über eine eigene Internet-Seite und der eigenen Smartphone- und Tablet-Applikation "Appetitlich" abrufbar gemacht. Das Pilotprojekt wurde mit Unterstützung des Verbraucherschutzministeriums NRW realisiert.
Bis Mitte Oktober 2016 wurde die App rund 38.000 Mal heruntergeladen. Die Internetseite der Verbraucherzentrale wurde seither über 70.000 mal zum Thema besucht und darüber mehr als 400.000 Einzelergebnisse allein zu den Betrieben in Bielefeld und Duisburg recherchiert. Rückmeldungen von Verbraucherinnen und Verbrauchern zeigen, dass sich viele auch die Veröffentlichung der Kontrollergebnisse der Gastronomiebetriebe in ihrer Stadt wünschen. Außerdem wurde häufig nach ausführlicheren Erläuterungen der überprüften Kriterien gefragt.
Die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt, das auf Grundlage eines Bundes-Gesetzes (Verbraucherinformationsgesetz) durch die Verbraucherzentrale NRW durchgeführt wurde, sollen für die geplante Umsetzung eines Landes-Gesetzes für NRW herangezogen werden. Als weiteres Ergebnis des Pilotprojekts zeigt sich, dass Transparenz überwiegend zu Verbesserungen in den Betrieben geführt hat. Lebensmittelbetriebe nehmen festgestellte Mängel ernster und sorgen für Verbesserungen.
Daraus folgt eine günstigere Risikobewertung der Betriebe und somit eine Reduzierung der behördlichen Kontrollintervalle. In Bielefeld werden 380 (94 Prozent) der insgesamt 405 erfassten Gastronomie-Betriebe mittlerweile grün bewertet. 129 (63 Prozent) von 206 Betrieben, die in der Laufzeit des Projektes zweimal kontrolliert wurden, haben sich verbessert, 61 (29 Prozent) haben sich aber auch verschlechtert.
In Duisburg schneiden 713 (94 Prozent) von 756 erfassten Betrieben "grün" ab. Von 561 wiederholt besuchten Betrieben haben sich 427 (76 Prozent) verbessert, während sich 98 (18 Prozent) verschlechtert haben. Kontrollbarometer ist Qualitätssiegel "Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist durch das Pilotprojekt endlich transparent, wie die Ergebnisse der amtlichen Kontrollen ausfallen. Für gute und sauber arbeitende Betriebe ist das Kontrollbarometer zu einem klaren Wettbewerbsvorteil geworden und sie nutzen ihre gute Bewertung als Qualitätssiegel. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Betriebe wird das Arbeitsumfeld verbessert", sagte Minister Remmel.
"Diese Transparenzoffensive ist ein wichtiges Instrument für starke Verbraucherrechte und wird sich langfristig auch auf die Beanstandungsquoten der amtlichen Lebensmittelkontrolle auswirken."

 

NRW-Handwerk: 2,1 Prozent mehr Umsatz im dritten Quartal 2016
Im dritten Quartal des Jahres 2016 war der Umsatz der Handwerksunternehmen in Nordrhein-Westfalen um 2,1 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, verringerte sich die Beschäftigtenzahl im Handwerk im selben Zeitraum um 1,1 Prozent.
Den stärksten Umsatzzuwachs der sieben Gewerbegruppen erzielten die Unternehmen des Kraftfahrzeuggewerbes (+3,7 Prozent). Wie die Statistiker weiter mitteilen, verringerte sich die Zahl der Beschäftigten in allen sieben Gewerbegruppen. Den höchsten Rückgang (-3,3 Prozent) der Beschäftigtenzahl gab es im Lebensmittelgewerbe, dem u. a. Bäcker, Konditoren und Fleischer angehören.

Bei den vorliegenden Ergebnissen handelt es sich um Daten zum zulassungspflichtigen Handwerk aus der vierteljährlichen Handwerksberichterstattung. Auf der Grundlage von Beschäftigtenzahlen der Bundesagentur für Arbeit und Umsatzzahlen der Finanzverwaltung wird hier die Entwicklung in den nordrhein- westfälischen Handwerksunternehmen ermittelt. (IT.NRW)

 

Halbzeitbilanz des Duisburger Weihnachtsmarktes 2016

Duisburg Kontor und die Schausteller ziehen nach der ersten Hälfte des Duisburger Weihnachtsmarktes 2016 ein durchweg positives Fazit. Schausteller und Duisburg Kontor sind mit den Besucherzahlen in der ersten Hälfte des Duisburger Weihnachtsmarktes sehr zufrieden. Die umfangreichen Werbemaßnahmen in Duisburg und im Umland bis hinein zu den holländischen und belgischen Nachbarn haben dafür gesorgt, dass neben den Duisburgern zahlreiche auswärtige Besucher den Weg in die Duisburger Innenstadt gefunden haben. Das hat sich ganz besonders beim stark frequentierten verkaufsoffenen Sonntag am 04. Dezember bemerkbar gemacht.
Auch die Duisburger Hotels, die seit der Eröffnung des Weihnachtsmarktes am Donnerstag, 17. November 2016, einen spürbaren Anstieg bei den Übernachtungszahlen verzeichnen konnten, zeigen sich sehr zufrieden. An den Wochenenden kommen überwiegend Gäste aus den Niederlanden und Belgien sowie sogar auch aus England nach Duisburg. Zur Freude aller spielte das Wetter dem Weihnachtsmarkt bislang auch in die Karten.
Bei – vor allem in den letzten Tagen 10 Tagen – eher winterlichen Temperaturen kommt pures Winter-Weihnachtsmarkt-Feeling auf, was zusätzlich zu einem starken Besucherandrang auf der ohnehin sehr belieben Eislaufbahn der Stadtwerke Duisburg geführt hat.
Auf der Eislaufbahn am Kuhtor drehten in der ersten Hälfe des Weihnachtsmarktes rund 20% mehr Eisläufer ihre Runden, als es zu diesem Zeitpunkt im Vorjahr der Fall war. Zudem freut sich Duisburg Kontor über die zahlreichen positiven Rückmeldungen, was die stimmungsvolle Gestaltung des Duisburger Weihnachtsmarktes, das Warenangebot und die gemütliche Atmosphäre betrifft.
Der absolute Renner in den ersten drei Wochen war der WeihnachtsmarktMerchandise-Artikel – die „Winterwunderschneekugel“. Die Nachfrage nach der limitierten Auflage der Glaskugel des Duisburger Weihnachtsmarktes war so intensiv, dass bis auf wenige Restexemplare inzwischen fast alle verkauft sind!
Der neue Wintermarkt auf der Münzstraße/Ecke Beekstraße übertrifft in seinem ersten Jahr die Erwartungen bei Weitem. Die Vereine, welche die Stände turnusmäßig bespielen, und das Altstadt-Management sind von der Resonanz der Besucher begeistert. Nicht nur das innovative Warenangebot, sondern auch das abwechslungsreiche Bühnenprogramm ziehen das Publikum in ihren Bann.
Nach dem guten Start und der hohen Gästezahl in der ersten Hälfte der Veranstaltung hoffen alle Beteiligten auf einen neuen Besucherrekord bis zum Ende des Weihnachtsmarktes. Hier wird sicher auch der Besuch am 2. Weihnachtsfeiertag und in der Verlängerungswoche eine wichtige Rolle spielen.

Revitalisierung der Duisburger Altstadt – der Anfang ist gemacht

Duisburg, 09. Dezember 2016 - „Verfügungsfonds“ und produktive Zusammenarbeit  - das war das Thema. der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg und den Altstadtmanager. Zu den Vorreitern bürgerschaftlichen und unternehmerischen Engagements zählen: die Volksbank Rhein-Ruhr, der Gastronom des Restaurants „Brasil Live“ José Carlos Barreiras da Ponte, Markus und Constanze Drews, Immobilieneigentümer in der Altstadt, Daniel Staak, Immobilienverwalter der Gutencor GmbH, Lars Hoffmann, Inhaber vom City Electronicer, der Knüllermarkt, das City-Management Duisburg e.V., Bürgermeister Manfred Osenger, Michael Rüscher von der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve sowie die Evangelische Kirche, vertreten durch Pfarrer Stephan Blank.  

„Sie alle sind Vorbilder, die andere zum Nachahmen ermuntern können“, betont GFW-Chef Ralf Meurer. Auch die Quartiersmanager Yvonne Bleidorn und Francesco Mannarino wissen, dass die Entwicklung der Altstadt-Süd maßgeblich von der aktiven Mitwirkung anderer Multiplikatoren abhängt: „Ausschlaggebender Faktor sind Anwohner, Immobilieneigentümer und ansässige Einzelhändler“, erklärt Bleidorn.   „Für mich ist es selbstverständlich, mich finanziell im Rahmen meiner Möglichkeiten einzubringen, habe ich doch mein Restaurant in der Altstadt. Wird diese Stück für Stück revitalisiert, fühlen sich meine Gäste noch wohler und kommen noch lieber zu mir. Neben Stammgästen finden dann vielleicht auch neue Besucher den Weg ins Quartier“, so die Überlegung von José Carlos Barreiras da Ponte.  
Yvonne Rettig, Leiterin Vorstandsstab der Volksbank Rhein-Ruhr, erklärt: „Wer will, dass sich etwas bewegt, der muss selbst den Anfang machen. Dann werden andere dem Beispiel folgen. Als Genossenschaftsbank ist es uns ein Anliegen, die kleinen und mittleren Unternehmer, die dort ansässig sind, auch durch unser soziales Engagement zu unterstützen.“
Constanze Drews, Immobilieneigentümerin in der Altstadt, ist sich sicher: „Der Anfang ist am schwersten. Und der ist jetzt gemacht: mit Kunst- und Begrünungsaktionen sowie einem überaus erfolgreichen Wintermarkt. Mit all dem tragen Wirtschaftsförderung und Stadt dazu bei, dass die Umsätze der Einzelhändler angekurbelt werden, das Viertel belebt wird und der Wert der Immobilien wieder zunimmt.“  
Der Verfügungsfonds ist ein Instrument zur Revitalisierung der Altstadt. Mit den Mitteln des Verfügungsfonds sollen in möglichst kurzen Zeiträumen Projekte und Aktionen angestoßen und verwirklicht werden, die einen nachhaltigen Nutzen für die Altstadt-Süd haben. Dabei können ganz unterschiedliche Maßnahmen gefördert werden. Die Bandbreite reicht von Maßnahmen im öffentlichen Raum über Maßnahmen zur Stärkung der Stadtteilkultur oder der Belebung des Einzelhandels bis hin zu Mitmach-Aktionen.
Das jährliche Budget aus dem Verfügungsfonds beläuft sich auf 30.000 Euro. Es setzt sich jeweils zur Hälfte aus öffentlichen und privaten Finanzmitteln zusammen. Über die Verwendung der Mittel und die Umsetzung der Maßnahmen entscheidet ein Gremium aus Quartiersakteuren und Vertretern der Stadt.

Altstadt-Unterstützer mit Verfügungsfonds-Scheck- Foto Francesco Mannarino GFW Duisburg


Einer davon ist Ottmar Schuwerak, Leiter des Bezirksamts Duisburg-Mitte. Das Gremiumsmitglied weiß: „Die Fülle an Ideen ist zahlreich. Durch gute Kooperation öffentlicher und privater Akteure konnte bereits manches erreicht werden. Je mehr private Sponsoren für die Belebung der Altstadt gefunden werden können, desto mehr Aktionen können umgesetzt werden. Nur so kann die Altstadt nachhaltig und spürbar aufgewertet werden.“  
Sollen Maßnahmen umgesetzt werden, so ist der private Anteil dabei grundsätzlich durch die Antragsteller selbst aufzubringen. In diesem Jahr konnte das Quartiersbüro allerdings durch das finanzielle Engagement eingangs genannter „Sponsoren“ auch andere Ideen realisieren.
Dazu gehörten sowohl die Urban Art-Aktion an der Beginenstraße, bei der Leitpfosten durch den Künstler Martin Schmitz farbenfroh verschönert wurden, als auch die Begrünungsaktion „Gartenreich Altstadt-Süd“ von Prem Lüers entlang der Klosterstraße. Auch die aktuelle Weihnachtsbeleuchtung entlang der Münzstraße, Beekstraße, Kühlingsgasse und dem Calaisplatz, die Groß und Klein erfreut, wurde durch den Verfügungsfonds Wirklichkeit.   

Kooperation von duisporDie duisport rail gmbH und das Unternehmen Chemion Logistics GmbH t rail und Chemion Logistics

Duisburg, 09. Dezember 2016 - Die duisport rail gmbH und das Unternehmen Chemion Logistics GmbH haben einen Kooperationsvertrag für Bahnverkehre unterschrieben. Dadurch sollen insbesondere die Kapazitäten und Ressourcen beider Unternehmen im Werks- und Regionalverkehr abgestimmt und optimiert werden.

Die Kooperationspartner: (v. r.) Hans-Georg Christiansen (Geschäftsführer duisport rail), Prof. Thomas Schlipköther (duisport-Vorstand), Uwe Menzen (Geschäftsführer Chemion Logistics) und Frank Lambertin (Eisenbahnbetriebsleiter Chemion Logistics).

 

Zusage der Bundesgartenschau-Gesellschaft: IGA soll 2027 in die Metropole Ruhr kommen

Duisburg, 08. Dezember 2016 - (idr) - Der Verwaltungsrat der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) hat entschieden: Die Internationale Gartenausstellung (IGA) soll 2027 in der Metropole Ruhr stattfinden. DBG-Geschäftsführer Jochen Sandner ist sicher, dass sich die IGA Metropole Ruhr in zehn Jahren nationalen und internationalen Besuchern als eine moderne, besonders lebenswerte Region präsentieren wird. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat gemeinsam mit der Emschergenossenschaft die Bewerbung für das Ruhrgebiet vorbereitet.
Getragen werden soll die Internationale Gartenausstellung von den 53 Kommunen und vier Kreisen der Metropole Ruhr, von Verbänden wie Emschergenossenschaft und Lippeverband, der regionalen Wirtschaft und bürgerschaftlichem Engagement gemeinsam mit dem Land NRW. RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel, Josef Hovenjürgen, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung und Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, freuen sich über den Zuschlag: "Das Vertrauen in unsere Bewerbung ist Auszeichnung und Ansporn zugleich, dieses Großereignis im Teamwork einer ganzen Region zu stemmen", so die erste gemeinsame Reaktion.
Karola Geiß-Netthöfel: "Die Landschaftsparks, Halden und Gärten in der Metropole Ruhr sind bereits innovative Beispiele für regionale Stadt- und Freiraumplanung. Mit der Grünen Hauptstadt Europas Essen 2017, InnovationCity Ruhr und der klimametropole RUHR.2022 macht sich das Ruhrgebiet in den nächsten zehn Jahren gemeinsam auf den Weg, Modellregion für Grüne Infrastruktur zu werden. Die IGA 2027 wird dabei den krönenden Abschluss bilden."
Josef Hovenjürgen ergänzt: "Unser Ziel ist es, eine lebenswerte Stadtlandschaft zu gestalten und gleichzeitig die Wirtschaftskraft unserer Region zu stärken. Konkret heißt das, Investitionen im grünen Sektor anzustoßen, Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen und das Image zu verbessern."
"Die Emschergenossenschaft freut sich darauf, mit wesentlichen Aspekten des Emscher-Umbaus wie der neuen lebendigen Emscher in Dortmund sowie dem neuen Emscher-Delta in Dinslaken Teil der IGA zu sein", so Dr. Uli Paetzel. Im nächsten Schritt muss das in der Machbarkeitsstudie zur IGA 2027 vorgeschlagene Konzept gemeinsam mit den Städten und Kreisen des RVR und weiteren Partnern konkretisiert werden. Hierzu wird ein Projekt- und Finanzplan erarbeitet.
Bis Ende 2017 soll der Prozess abgeschlossen sein. Auf dieser Grundlage entscheiden die politischen Gremien in den Städten und im RVR abschließend, ob das Ruhrgebiet die IGA 2027 durchführen kann. In Deutschland findet die IGA in der Regel alle zehn Jahre statt. 2017 wird die Internationale Gartenausstellung in Berlin eröffnet.  

 

Wirtschaftsbetriebe Duisburg versenden ab dieser Woche die Abfallgebührenbescheide 2012  
Wie bereits im November 2016 angekündigt, versenden die Wirtschaftsbetriebe Duisburg in Kürze die korrigierten Abfallgebührenbescheide 2012. Diese werden ab Anfang nächster Woche bei unseren Kunden eintreffen.  
Jeder Eigentümer bzw. Bevollmächtigter erhält seinen individuellen Abfallgebührenbescheid mit den neu kalkulierten Gebühren des Jahres 2012. Die wichtigsten Informationen können dem beigelegten Infoblatt entnommen werden. Die entsprechenden Details, wie z.B. die alte Abfallgebühr, die neue Gebühr 2012 sowie die Ausweisung des Differenzbetrages zwischen dem neuen und dem alten Gebührenbescheid sind dort zu finden.    

 

Hochwasserschutz Duisburg: Dammbalkenverschluss am Marientor ist einsatzbereit
Regierungspräsidentin Anne Lütkes und Oberbürgermeister Sören Link übergaben heute den sogenannten Dammbalkenverschluss der Öffentlichkeit. Hierbei handelt es sich um einen Notverschluss hinter dem Sperrtor „Marientor“, der als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme vor Hochwasser des Rheins schützen wird.
Das Sperrtor Marientor war bislang der einzige Hochwasserschutz für die Duisburger Innenstadt. Mit seinem stolzen Alter von 87 Jahren entspricht es nicht mehr den allgemein anerkannten Regeln der Technik. Trotz umfangreicher Überarbeitungen in den letzten Jahren und vollständiger Funktionstüchtigkeit bleibt ein Restrisiko. Für den Fall, dass das Sperrtor Marientor nicht funktioniert, werden deshalb künftig 13 Dammbalken per Kran über die Pumpenhalle in die Hafendurchfahrt gehoben. Ein Dammbalken wiegt ca. 9 Tonnen.
Regierungspräsidentin Anne Lütkes, zuständig für die Aufsicht über die Hochwasserschutzanlagen sowie die Genehmigung und Förderung der Maßnahme, ist zufrieden, dass die Vorgaben der Bezirksregierung an die Stadt engagiert umgesetzt werden: „Hochwasserschutz ist eine Pflichtaufgabe, die das Land gerne fördert. Der Bau des Notverschlusses ist ein wichtiges Element zur Ertüchtigung des Hochwasserschutzes für den Innenstadtbereich, der mit Fertigstellung der noch kommenden Arbeiten am Sperrwerk wieder vervollständigt wird.“
Auch der Oberbürgermeister ist zufrieden: „Der Dammbalkenverschluss ist für den Schutz unserer Innenstadt von essenzieller Bedeutung. Nur durch ihn werden wir die Möglichkeit haben, das alte Marientor langfristig sanieren zu können. Ich bin froh, dass die Maßnahme flexibel und zuverlässig umgesetzt werden konnte.“
Um die Balken befestigen zu können, mussten Arbeiten zum Teil auch unter Wasser durchgeführt werden: Eine Fußschwelle wurde gebaut, um die Unebenheiten auf dem Boden auszugleichen. Links und rechts an den Wänden wurden Tauchkästen errichtet. Aus diesen Tauchkästen heraus wurden die Dammbalkenführungen gebaut. Die Dammbalken werden künftig auf dem ehemaligen Parkplatz neben der Pumpenhalle gelagert. Dafür musste eine spezielle Bodenplatte erstellt werden. Es wurde ein neuer Parkplatz geschaffen auf der Höhe der Kreuzung Schifferstraße/Essenberger Straße und Marientorstraße. 

Land fördert benachteiligte Stadtquartiere

Land fördert benachteiligte Stadtquartiere im Regierungsbezirk Düsseldorf mit 6,5 Millionen Euro - Duisburg erhält Förderung für fünf Projekte  
Aus dem Landesprogramm „Zuweisungen für Investitionen an Gemeinden zur Förderung von Quartieren“ des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten landesweit 77 Kommunen für 140 Maßnahmen Fördermittel in Höhe von 25 Millionen Euro. Davon sind im Bezirk Düsseldorf 46 Maßnahmen in 17 Städten für eine Förderung in Höhe von 6,5 Millionen Euro vorgesehen.  
In Duisburg werden insgesamt fünf Projekte aus dem Landesprogramm gefördert. Oberbürgermeister Sören Link hat am 7. Dezember die Förderbescheide von Regierungspräsidentin Anne Lütkes entgegengenommen.  
Oberbürgermeister  Sören Link: „Ich bin hoch erfreut, dass das Stadtentwicklungsministerium in Nordrhein-Westfalen diese fünf Maßnahmen für Kinder und Jugendliche fördern wird. Mit diesen Mitteln können wir in Stadtteilen und Quartieren mit besonderen Herausforderungen im Hinblick auf die demografische Bevölkerungs- und Sozialstruktur Spielplätze sowie ein Bildungsprojekt erneuern und sanieren.“  
Regierungspräsidentin Anne Lütkes: „Es ist gut zu wissen, dass durch die Projekte für die junge Generation ein kleiner Ausgleich für mitunter schwierige Lebensumstände ermöglicht wird.“  
 Auch Thomas Krützberg, Beigeordneter für Familie, Bildung und Kultur, freut sich: „Von unseren Anträgen für dieses Programm wurden Maßnahmen in einer Gesamthöhe von 441.000 Euro Fördervolumen genehmigt. Davon ist jeder einzelne Euro wertvoll und wird für die Kinder und Jugendlichen in Duisburg sinnvoll verwendet werden."  
Konkret bedeutet dies, dass im Spielplatzbereich gemeinsam mit den Wirtschaftsbetrieben Duisburg die vollständige Überarbeitung des Bolzplatzes Kronenstraße in Homberg-Hochheide erfolgen kann (Fördersumme 90.000 Euro).  
Ferner wird es die Kinder und Jugendlichen freuen, dass die Spielplätze Schönenhofweg und Auf dem Dorn in Wanheim vollständig neu gestaltet werden (Fördersumme 126.000 Euro).  
Erweitert und umgestaltet werden zudem der Spielplatz im Erholungspark Neumühl an der Obermarxloher Straße (81.000 Euro) sowie der Spielplatz Schillerplatz in der Altstadt (72.000 Euro).  
Weitere Mittel aus diesem Förderprogramm fließen in das Projekt „Lernlaube für Marxloh - Mehr Raum für Bildung“ des Vereins „Tausche Bildung für Wohnen e.V.“ (72.000 Euro). Der Verein arbeitet seit Jahren erfolgreich daran, Kindern aus armutsbelasteten Verhältnissen Bildung, kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe und somit eine echte Zukunftsperspektive zu ermöglichen.
Mit der Förderung können die mittlerweile ständig ausgelasteten vier Räume, in denen die Nachhilfe und Freizeitbetreuung für die Kinder stattfindet, erweitert werden und als alternatives Schüler-Arbeitszimmer von Kindern genutzt werden, die sich zuhause ein Zimmer mit weiteren Geschwistern teilen müssen und denen es häufig an einfachen Dingen wie einem Schreibtisch oder der nötigen Ruhekulisse fehlt, um erfolgreich die Hausaufgaben zu bewältigen.    

Regierungspräsidentin Anne Lütkes übergibt die Förderbescheide an Oberbürgermeister Sören Link.


IHK informiert über Förderprogramme
 
Unternehmen prüfen gerade jetzt die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Vorfinanzierung von Aufträgen für das Jahr 2017 oder zur Verbesserung der eigenen Liquidität. Förderprogramme der „NRW.Bank“ oder der „Kreditanstalt für Wiederaufbau“ können dabei helfen, die Finanzierung auf ein festes Fundament zu stellen. Bei der Auswahl der richtigen Förderprogramme berät die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve am Donnerstag, 15. Dezember, in der IHK-Hauptgeschäftsstelle Duisburg.   
Experten informieren Unternehmen beim IHK-Finanzierungssprechtag in vertraulichen Einzelberatungen über konkret in Frage kommende Fördermöglichkeiten. Angeboten werden diese vom Land Nordrhein-Westfalen, dem Bund, der KfW-Mittelstandsbank und der Europäischen Union. Darunter sind auch Programme, die durch öffentliche Bürgschaften entscheidende Hilfestellung bei unzureichenden Sicherheiten geben können.
Aufgrund der Vielzahl der Förderangebote fällt die Orientierung allerdings schwer. Hier setzt der Sprechtag der Niederrheinischen IHK an, den sie in Kooperation mit der NRW.Bank und der Förderbank des Landes durchführt.

Die vertrauliche Einzelberatung ist kostenlos, jedoch anmeldungspflichtig. Weitere Informationen und Anmeldung bei Markus Nacke, Telefon 0203 2821-435 oder Email nacke@niederrhein.ihk.de    

 

Altstadt Verfügungsfonds 

Durch den im Mai dieses Jahres gestarteten Verfügungsfonds wurden bereits drei Projekte zur Revitalisierung der Duisburger Altstadt finanziert und erfolgreich umgesetzt. Dies zeigt, wie gut öffentliche und private Akteure hier kooperieren. Doch ohne das Engagement von privaten Sponsoren wäre dies nicht möglich gewesen. Deshalb braucht es zur weiteren Förderung der Altstadt Nachahmer und Unterstützer.
Mit den Mitteln des Verfügungsfonds sollen in möglichst kurzen Zeiträumen Projekte und Aktionen angestoßen und verwirklicht werden, die einen nachhaltigen Nutzen für die Altstadt-Süd haben. Dabei können ganz unterschiedliche Maßnahmen gefördert werden.
Die Bandbreite reicht von Maßnahmen im öffentlichen Raum über Maßnahmen zur Stärkung der Stadtteilkultur oder der Belebung des Einzelhandels bis zu Mitmachaktionen. Das jährliche Budget für Maßnahmen aus dem Verfügungsfonds beläuft sich auf 30.000 Euro. Es setzt sich jeweils zur Hälfte aus öffentlichen Finanzmitteln und privaten Mitteln zusammen.
Über die Verwendung der Mittel und die Umsetzung der Maßnahmen entscheidet ein Gremium aus Quartiersakteuren und Vertretern der Stadt. In diesem Jahr wurde der erforderliche Anteil an privaten Mitteln durch engagierte „Sponsoren“ bereitgestellt. Für dieses finanzielle und bürgerschaftliche Engagement möchten sich die Altstadtmanager der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg Yvonne Bleidorn und Francesco Mannarino bei allen Akteuren bedanken.

 

Digitalisierte Verkehrssteuerung bei thyssenkrupp in Duisburg

Duisburg, 04. Dezember 2016 - Digitale Verkehrssteuerung: Neues Leitsystem navigiert Lkw-Transporte zum thyssenkrupp-Gelände in Duisburg und kalkuliert Ankunftszeit für die Ladestellen In den vergangenen 30 Jahren haben sich der Lkw- und Pkw-Verkehr an den Werktoren von thyssenkrupp in Duisburg-Nord auf fast 120.000 Ein- und Ausfahrten pro Woche vervielfacht.
Bis 2025 rechnet die Stahlsparte mit einer weiteren Zunahme um 20 Prozent. So werden beispielsweise jedes Jahr allein mehr als eine Million Tonnen sogenannter Hüttensand aus der Produktion per Lkw zur Weiterverarbeitung abtransportiert. Es gibt 600 Ladestellen auf dem Werkgelände, die regelmäßig angefahren werden.
Rund 60 Partnerfirmen sind auf dem Straßennetz unterwegs. Hinzu kommt die extrem angespannte Verkehrssituation rund um das Werk, die durch viele Staus und die marode Infrastruktur z. B. bei den Brücken in NRW gekennzeichnet ist. „Um diesen Herausforderungen zu begegnen, greifen wir auf modernste, digitale Lösungen zurück, die jetzt schrittweise umgesetzt werden“, erklärt Ulrike Höffken.
„Dies wird zu deutlichen Verbesserungen für die Spediteure und Lkw-Fahrer und zugleich die Verkehrslage rund um unseren Standort entspannen“, so die Leiterin Logistik bei der thyssenkrupp Steel Europe AG. „Unsere Organisation von Güterströmen heben wir damit auf ein neues Niveau, so dass man quasi von Logistik 4.0 sprechen kann.“   
Wie kommt ein Transport auf dem schnellsten Weg zum Werk?
Wie findet sich ein Lkw-Fahrer auf dem weitläufigen Gelände im Duisburger Norden zurecht? Woher weiß die Ladestelle vor Ort, wann die Lieferung wirklich eintrifft?

Für diese Fragen sind jetzt Antworten gefunden worden – mit digitaler Technologie. Kernstücke dabei sind die Navigation auf dem thyssenkrupp-Areal sowie eine Trucker-App, die im Laufe des kommenden Jahres zur Verfügung stehen sollen.
-          Das fast zehn Quadratkilometer große Werkgelände ist für viele Nutzer, die sich auf den insgesamt 70 Kilometern Straße bewegen, schwer zu durchschauen. Nicht wenige Ortsfremde verfahren sich und finden ihre Anlieferstelle oder die Ausfahrt nicht. Um hier Abhilfe zu schaffen, arbeitet die Stahlsparte von thyssenkrupp mit HERE, Entwickler und Anbieter von cloudbasierten Kartendiensten, zusammen, hinter dem ein Konsortium führender Automobilhersteller steht.
Die Karten und Dienste von HERE sind in sehr vielen Navigationsgeräten verbreitet. Die Fläche des Duisburger Hüttenwerkes ist zwischenzeitlich digital kopiert worden, so dass die geografischen Daten demnächst nutzbar sein werden. Partnerfirmen, externe Dienstleister und Mitarbeiter können dann die gesuchte Anlage oder Ladestelle direkt in ihr Navi eingeben und dadurch leichter den richtigen Zielpunkt erreichen.  
-          Die Anlaufpunkte in der Navigationskarte sind auch Bestandteil des neuen Verkehrsleitsystems von Siemens. Wenn ein Lkw-Fahrer künftig eine Lieferung z. B. über seine Trucker-App anmeldet, erhält er online eine vorgeschlagene Route. Diese berücksichtigt unter anderem Staus oder Baustellen und berücksichtigt Lkw-Sperrungen sowie großräumige Umfahrungen von Wohngebieten.
Das System kommuniziert mit dem Fahrer, so dass dieser flexibel auf Änderungen reagieren kann. Zugleich kann so der Zufluss von Transporten hin zum Werk gesteuert werden. Insgesamt sollte dies zu spürbaren Erleichterungen für die Lkw-Fahrer führen und ebenso bei der Entspannung der Verkehrssituation im Umfeld helfen.
-          Schließlich hilft das neue Verkehrsleitsystem auch bei der Be- und Entladung von Transporten. Bisher schon hat die Stahlsparte von thyssenkrupp für die Spediteure mit Zeitfenstern bzw. an vielen Ladestellen auch mit sogenannten Zeitkorridoren von 1,5 bis zu 3,5 Stunden Länge gearbeitet. In dieser Zeit werden mehrere Lkw eingeplant und dann nach dem Motto „first come, first serve“ beladen.
Trotz dieses speziellen Services bestand weiterhin die Schwierigkeit, dass deutliche Verzögerungen z. B. durch Staus die Abläufe durcheinander warfen und Termine verpasst wurden. Die thyssenkrupp-Mitarbeiter an den Ladestellen wussten oftmals nicht, ob und wann eine Fracht eintraf. Mit einer Sendungsverfolgung, dem „track & tracing“-Tool, ist künftig eine weitere Flexibilisierung des Zeitfenster-Managements möglich.
Auf Basis der kalkulierten Ankunftszeit, können durch das Logistik-System bei thyssenkrupp in Duisburg andere Reihenfolgen geplant oder eine Umbuchung des Zeitfenster vorgenommen werden. Auch Auskünfte beispielsweise über eine Änderung der Ladestellen erhält der Lkw-Fahrer auf seiner Navigations-Route. Dabei ist das System sehr flexibel, da es per GPS-Daten stets über die aktuelle Position des Lastwagens informiert ist und sich die erwartete Ankunftszeit vor Ort laufend aktualisiert.

 

 

Lkw-Abfertigung bei thyssenkrupp wird digital: Papierloser Abwicklungsprozess vermeidet Wartezeiten – Stahlsparte baut Werktore um  
Das Werkgelände von thyssenkrupp im Duisburger Norden ist eine eigene Kleinstadt. Auf einer Fläche von fast 10 Quadratkilometern mit rund 70 Kilometern Straße wird Stahl produziert. Viele der Güterbeförderungen vom und zum Hüttenwerk erfolgen per Lkw und das mit weiter steigender Tendenz. Jeden Tag bewegen sich mehr als 2.000 Laster durch eines der beiden Haupttore in Duisburg-Beeckerwerth auf das thyssenkrupp-Gelände. Hinzu kommen über 13.000 Pkw und Kleintransporter.

Die Abfertigung der ein- und ausfahrenden Lkw mit Lieferpapieren und Frachtwaage hat zunehmend zu langen Wartezeiten und Staus geführt.
Um hier Abhilfe zu schaffen, hat die Stahlsparte von thyssenkrupp mit der Modernisierung der Abwicklungsprozesse an den betreffenden Werktoren begonnen. Dies beinhaltet sowohl die Umstellung auf digitale Verkehrstechnik und automatisierte Selbstabfertigung durch die Lkw-Fahrer als auch umfangreiche bauliche Verbesserungen.
„Mit dieser Neukonzeption bieten wir unseren Mitarbeitern und Partnerfirmen ein hochmodernes Torsystem auf dem neuesten Stand der Technik“, betont Ulrike Höffken, Leiterin Logistik bei der thyssenkrupp Steel Europe AG. „Die Abläufe werden dadurch deutlich schneller, effizienter und sicherer.“  
Im Rahmen der Initiative „Industrial Data Space“ ist in dem Torprojekt eine Anbindung an deren geplanten Datenraum vorgesehen. Der Industrial Data Space e. V. umfasst derzeit rund 40 Wirtschaftsunternehmen, den ZVEI und die Fraunhofer-Gesellschaft. Gemeinsames Ziel: Einen Datenraum zu schaffen, in dem Unternehmen sich sicher miteinander vernetzen können, dabei absolute Souveränität über Ihre Daten behalten und sich über standardisierte Schnittstellen leicht und schnell austauschen können.
„Ein wesentliches Element von Industrie 4.0 ist der Datenaustauch zwischen den Industrieunternehmen“, erklärte Dr. Reinhold Achatz. Der Technologiechef der thyssenkrupp AG ist Vorsitzender des Industrial Data Space e.V.  
Fahrer melden sich per Smartphone an – Dynamische Zeitfenster an den Ladestellen
Die Umstellung hin zu einer Abfertigung auf digitalem Weg erfolgt bereits schrittweise. Der mit einem QR-Code versehene Torkontrollschein ist dann der „Schlüssel“, um auf das Werkgelände in Duisburg-Nord zu gelangen. Er ist die Verbindung zwischen physischem Transport und digitaler Welt und kann künftig über spezielle Selbstbedienungsterminals oder vorab über ein Webportal erstellt werden. Auch eine mobile Lösung über eine Smartphone-App wird es geben. Neben den Sicherheitsüberprüfungen sowie der schnelleren Abwicklung an den Toren, Waagen und Ladestellen vor Ort unterstützt das System bei der Planung und Durchführung von Lieferungen.
Um eine hohe Flexibilität für den Spediteur zu erreichen, arbeitet die Stahlsparte von thyssenkrupp schon an vielen Punkten mit Zeitkorridoren. Hier wird es weitere Verbesserungen durch definierte Be- und Entladetermine z. B. durch dynamische Zeitfenster geben. Über die neue Prozesssteuerung erhalten die Fahrer frühzeitige Informationen über ein erhöhtes Verkehrsaufkommen und Hinweise auf alternative Werktore zur Einfahrt sowie eine vereinfachte Orientierung auf dem Werkgelände.   Digitale Karte leitet über das Werkgelände – Neuer Autohof im Duisburger Norden
Im Zuge der Infrastruktur-Maßnahmen werden unter anderem zusätzliche Fahrspuren, die je nach Bedarf per Ampelschaltung belegt werden, sowie ein Kreisverkehr eingerichtet. Außerdem werden ein moderner Leitstand zur Verkehrssteuerung sowie zusätzliche, automatisierte Lkw-Waagen an den Toren 6 und 7 gebaut. Auch hier werden digitale Komponenten eingesetzt wie automatische Fahrzeugprofil-Erkennung, Detektoranlagen und Wägezellen sowie die Routenführung über eine digitale Werkskarte. Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts ist der Autohof Hubertusstraße in der Nähe des Werkes.
Dieser dient künftig als Puffer-Parkplatz für den Fall unvorhergesehener Verzögerungen an den Einfahrten. Auf dem umzäunten Autohof besteht die Möglichkeit zu übernachten, um beispielsweise die vorgeschriebenen Lenkzeiten einzuhalten.
Die Trucker werden auf dem Langzeit-Parkplatz Service-Angebote wie sanitäre Anlagen, gegebenenfalls einen Imbiss sowie einen Terminal für die Vorabfertigung finden. Die baulichen Veränderungen sollen im Herbst 2017 abgeschlossen sein.  


„Unser neues Logistikkonzept an den Toren ist beispielgebend auch für andere industrielle Standorte“, so Ulrike Höffken. „Neben mehr Sicherheit und mehr Service bringt es den Transporteuren eine Einfahrt auf unser Werkgelände möglichst ohne Wartezeiten. Hier soll künftig gelten: in fünf Minuten rein und nach einer Stunde wieder raus.“

 

Erste Projekte in Hochheide werden aus dem Verfügungsfonds gefördert

Duisburg, 05. Dezember 2016 - Für das Sanierungsgebiet Hochheide wurden neben den Mitteln für Abriss und Umgestaltung auch Mittel für einen Quartiersfonds vom Land NRW bereitgestellt. Diese Mittel in Höhe von 10.000 Euro pro Jahr stehen zur Unterstützung guter Projektideen und Aktionen – insbesondere von Anwohnern – zur Verfügung. Vielfältige Aktivitäten können damit unterstützt werden. Über die Vergabe der Mittel entscheidet eine Jury, die sich aus Bewohnern und Akteuren des Stadtteils zusammensetzt.  
In den letzten Wochen hat das Quartiersbüro Hochheide Aktive aus dem Stadtteil gewinnen können, die als ehrenamtlich Engagierte ihre Mitarbeit an der Jury zugesagt haben.
Die ersten Ideen von Bürgern, Vereinen und Einrichtungen für gemeinschaftliche, nachbarschaftliche Projekte für Hochheide wurden bereits an das Quartiersbüro herangetragen. Gemeinsam mit den Ideengebern unterstützte das Quartiersbüro nun erste Antragstellungen über die die Hochheider Jury entschieden hat.
 
Die Mitglieder der Jury repräsentieren unterschiedliche Akteursgruppen im Stadtteil. Entsprechend der Richtlinien zum Verfügungsfonds sind dies Bewohner, Eigentümer, Einzelhändler und sie sind allesamt ehrenamtlich für die Weiterentwicklung von Hochheide aktiv.  
Die Jury ist zunächst für ein Jahr benannt, um dann im zweiten Jahr auch weitere Interessierte und bislang weniger Aktive aus der örtlichen Bürgerschaft in die Mitarbeit einzubinden. Vor allem Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund, junge Familien und weitere Bewohner des Hochhausgebietes sollten in Zukunft dazu gehören. Alle Interessierten können sich beim Quartiersbüro melden.  
Am Dienstagabend, 29. November, tagte die Jury zum ersten Mal. Einstimmig wurde der Antrag des gemeinnützigen Stadtteilfördervereins Homberg e.V. von der Jury entschieden: Das Vorhaben wird mit Begehungen und Veranstaltungen für Jugendliche und Ältere einen Dialog und Austausch zwischen Jung und Alt zum Thema Angst- und Sicherheitsempfinden im Stadtteil herstellen.  

Weitere Anträge unter anderem für einen Internetauftritt zur Vernetzung der Akteure und für ein Stadtteilfest zur Präsentation von Vereinen und Initiativen sollen Anfang des Jahres 2017 konkretisiert und dann in einem nächsten Treffen der Jury Mitte Februar entschieden werden.  
Das Quartiersbüro unterstützt alle Ideengeber für eine nachbarschaftliche, gemeinschaftliche Entwicklung von Hochheide und berät, ob eine Förderung aus dem Quartiersfonds, der jährlich mit 10.000 Euro bestückt ist, nach den Förderrichtlinien des Landes möglich ist. 

 

 

Belebung im Forum

Für Herrentextilien Pohland hat Camp David im Forum übernommen haje

 

Pro Bio in Neudorf Fuß gefasst

Fast direkt am Lutherplatz gibt es nun den zweiten Pro Bio Markt

"BIs auf die ,Kleinigkeiten` die noch in Ordnung gebracht werden müssen, sind wir hier nun eingerichtet", kann Teamleiterin Doris Erdmann nun mit ihrer Mannschaft durchatmen. Jetzt muss sich der zweite Standortin Duisburger nach dem Ertslingswerk Innenhafen beweisen. haje  

 

eues Wohngebiet „Am Alten Angerbach“ – BV Süd stellt Pläne vor   
Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden in einer öffentlichen Sitzung der Bezirksvertretung Süd über den Bebauungsplan Nr. 1234 -Huckingen- „Am Alten Angerbach“ informiert. Ziel und Zweck des Planentwurfs ist die Entwicklung eines attraktiven Wohngebiets. Mit dieser Maßnahme soll die städtebauliche Entwicklung des Angerbogens abgeschlossen werden.  
Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung können sich Interessierte am Donnerstag, 15. Dezember, ab 18 Uhr in der Aula des Reinhard-und-Max-Mannesmann-Gymnasiums Am Ziegelkamp 13-15 in Huckingen informieren. Die Besucher haben anschließend die Möglichkeit, sich zu dem Plan zu äußern.  
Die Entwürfe können vorab von Donnerstag, 8. Dezember, bis Mittwoch, 14. Dezember, im Bürgerservice des Bezirksamtes Süd an der Sittardsberger Allee 14 in Großenbaum montags, mittwochs und donnerstags von 8 bis 16 Uhr, dienstags von 8 bis 18 Uhr sowie freitags von 8 bis 14 Uhr.
Die Unterlagen können zudem unter www.duisburg.de/stadtentwicklung in der Rubrik „Planen“, Unterpunkt „Bauleitplanung“ oder eine Stunde vor Beginn der Sitzung im Tagungsraum in der Aula des Reinhard-und-Max-Mannesmann-Gymnasiums eingesehen werden.  

 
 
 
 
 
 
 
 
duisport auf Platz 40 unter den Häfen der Welt - Rekordjahr bei der Vermarktung von Flächen  

Duisburg, 30. November 2016 - Der Duisburger Hafen ist weltweit die Nummer eins unter den Binnenhäfen der Welt. Aber auch im Ranking aller Häfen steht duisport bereits auf Platz 40. Unter den Top 100 weltweit konnten sich mit Hamburg (Platz 18) und Bremerhaven (Platz 25) zwei weitere deutsche Häfen platzieren.
„Es macht mich sehr stolz, dass wir als Binnenhafen mittlerweile in der Liga der großen Häfen dieser Welt mitspielen“, so duisport-Vorstandsvorsitzender Erich Staake.  
Es ist davon auszugehen, dass sich duisport im Hafen-Ranking weiter nach vorne schieben wird. Denn im  300. Jubiläumsjahr ist mit insgesamt rund 355 000 Quadratmetern so viel Fläche im Hafen vermarktet worden wie nie zuvor. Darauf werden Hallen in einer Gesamtfläche von rund 180 000 Quadratmetern gebaut.
„Fast 1000 direkte Arbeitsplätze werden geschaffen. duisport ist der Jobmotor in der Stadt und der Region “, so Staake.  
Fressnapf, Europas Marktführer der Heimtierbranche, errichtet auf dem Rheinhauser logport-I-Gelände auf 50 000 Quadratmetern sein neues Importlager für Waren aus Asien und Nordamerika. Ebenfalls auf logport  I entsteht auf einem 35000-Quadratmeter-Grundstück das Distributionszentrum für Trinkkontor Bacher-Carina & Stams, das zur Bitburger Braugruppe gehört.
Am neuen Standort soll die gesamte Bandbreite der Dienstleistungen für den Getränkegroßhandel erbracht werden. Des Weiteren haben die schon auf logport I ansässigen Unternehmen Greiwing und Rhenus Logistics weitere Hallen für den Umschlag von Gütern gebaut. Neue Arbeitsplätze auf logport  I: 320.   Vom duisport-Standort Kaßlerfeld schlägt das japanische Unternehmen NGK, weltweit führender Hersteller von Zünd- und Glühkerzen, auf einer Fläche von rund 70 000 Quadratmetern seine Produkte um. Neue Arbeitsplätze in Kaßlerfeld: 150.  
Die Steinhoff-Gruppe, einer der weltweit führenden Anbieter der Möbelbranche mit Sitz in Südafrika, siedelt sich mit ihrer Tochtergesellschaft Global Warehouse als erstes Unternehmen auf einer Fläche von rund 100 000 Quadratmetern auf logport IV in Kamp-Lintfort an. Nach Steinhoff konnte das E-Commerce-Unternehmen Chal-Tec gewonnen werden, das ebenfalls auf einer Fläche von annähernd 100 000  Quadratmetern seinen Online-Handel abwickeln wird. Neue Arbeitsplätze auf logport IV: 500.  
Staake ist angesichts der boomenden Flächennachfrage zufrieden darüber, dass auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik in Duisburg-Walsum logport VI errichtet werden kann. „Dort schaffen wir wie auf allen Logportflächen Raum für die Ansiedlung von Logistikunternehmen. Das schafft Arbeitsplätze. Unsere Erfolgsstory, aus Altem Neues zu machen, setzt sich fort.“  

Rekordjahr bei der Flächenvermarktung – Nicht nur auf logport I entstehen neue Großprojekte, auch auf den weiteren Flächen konnte duisport erfreuliche Erfolge erzielen - Foto © duisport / Hans Blossey

 

 

duisport vereinbart strategische Kooperation mit chinesischen Partnern Die Neue Seidenstraße gemeinsam ausbauen  

Duisburg-Ruhrort, 11. November 2016 - Die Duisburger Hafen AG (duisport) hat mit der China Merchants Logistics Holdings Co. Ltd. (CML), die Logistikdivision der China Merchants Group (CMG), eine strategische und projektbezogene Zusammenarbeit vereinbart. Die Kooperation wurde während der mehrtägigen Chinareise von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, die auch vom NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und duisport-Vorstandsvorsitzenden Erich Staake begleitet wurde, in Hongkong unterzeichnet.  
CMG ist ein führender Konzern unter anderem im Bereich Transport/Infrastruktur sowie Finanzen mit Sitz in Hongkong. CMG besitzt 31 Häfen in 18 Ländern und betreibt 1148 Logistikcenter in bedeutenden Metropolregionen.  


Bereits heute verkehren wöchentlich rund 20 Züge zwischen dem Duisburger Hafen und verschiedenen Zielen in China. Entlang dieser neuen Handelsroute, die bei den Chinesen strategisch unter der Seidenstraßen-Initiative „one belt, one road“ firmiert, wollen CMG und duisport gemeinsame Projekte im gesamten transeurasischen Bereich realisieren. Neben der besseren Anbindung an die Märkte in Westeuropa möchte China durch die Seidenstraßen-Initiative auch seine Provinzen in Zentralchina und im Westen des Landes wirtschaftlich weiterentwickeln.

Des Weiteren unterzeichnete Staake während seines Chinabesuches in der Wirtschaftsmetropole Chengdu Kooperationsverträge mit der Chengdu International Railway Port Investment Co. Ltd.(CDIRPI), eine 100-prozentige Tochter der Chengdu Industry Investment Co. Ltd. (CDII).
Diese plant einen erheblichen Zuwachs im Gütertransport von China nach Europa direkt über Duisburg. In den chinesischen Millionenstädten entlang der Seidenstraße Chengdu, Chongqing und Urumqi im Nordwesten ist duisport bereits seit Längerem engagiert.  

Staake ist zuversichtlich, dass die jetzt in China vereinbarten Kooperationen auch zu erheblich steigenden Umschlagzahlen im Duisburger Hafen führen werden: „Wir wollen duisport zum führenden Transport-Hub in Europa für die Chinaverkehre entwickeln.“  

Erich Staake (vorne rechts), Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG (duisport), unterzeichnete in Hongkong unter Anwesenheit von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (rechts) Kooperationsverträge mit hochrangigen chinesischen Wirtschaftspartnern (v. l.) Hu Zheng, Direktor der CMG, Zhang Rui, General Manager der CML, Zhao Huxing, Vize-Vorsitzender der CMG. © Manfred Knopp

 

 

duisport weitet China-Geschäft aus: „Wenn man in Duisburg ist, ist man in Europa“

Duisburg, 31. Oktober 2016 - Der Duisburger Hafen (duisport) baut seine wirtschaftlichen und strategischen Beziehungen mit China weiter aus. „Wenn man in Duisburg ist, ist man in Europa. Unsere chinesischen Partner  wissen, dass wir die wichtigste Binnenland-Drehscheibe in Europa für den Güterumschlag sind“, so duisport - Vorstandsvorsitzender Erich Staake. Gemeinsam mit NRW-Verkehrsminister Michael Groschek begleitet Staake daher den Besuch von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel von 2. bis 6. November in China.  


Bereits heute verkehren wöchentlich rund 20 Züge zwischen dem Duisburger Hafen und verschiedenen Zielen in China. Entlang dieser neuen Handelsroute, die durch den bisher wirtschaftlich weniger entwickelten Westen Chinas bis zu den Wirtschaftszentren Chongqing und Chengdu führt, entstehen derzeit zahlreiche Logistikzentren. Eines der größten unter ihnen ist in Urumqi im Nordwesten Chinas, mit dem duisport bereits kooperiert.  

duisport-Chef Staake wird während seines Chinabesuches mit bedeutenden Akteuren der Wirtschaftsmetropole Chengdu Kooperationsverträge schließen. Staake: „Dadurch helfen wir den großen Logistikunternehmen, deren Dienstleister wir sind, ihren Handel mit China weiter auszubauen.“

 

RWE-Tochter innogy und Duisburger Hafen gehen strategische Partnerschaft ein

Ausbau des Duisburger Hafens zum „Drehkreuz für die Energiewende“ / innogy liefert innovative Lösungen für Solarenergie und Elektromobilität  

Duisburg, 27. Oktober 2016 - Gemeinsam für die Energiewende – unter diesem Motto haben die innogy SE und die duisport-Gruppe eine zukunftsweisende Partnerschaft geschlossen. Als führende Unternehmen der Energiewirtschaft und der Logistik wollen innogy und duisport im Duisburger Hafen ein „Drehkreuz für die Energiewende“ aufbauen sowie neue Wege der Energieeinsparung und der Nutzung erneuerbarer Energien für die Logistik und Industrie erproben. Eine entsprechende Vereinbarung wurde von den Vorstandsvorsitzenden beider Unternehmen, Peter Terium (innogy) und Erich Staake (duisport), unterzeichnet.  
Ziel ist die Entwicklung eines integrierten Energie- und Logistikkonzeptes für den Duisburger Hafen: Dabei setzen beide Unternehmen auf eine innovative und dezentrale Energieversorgung vor Ort, den Einsatz hochmoderner Solarlösungen und auf neue elektrobetriebene Transportsysteme.
innogy CEO Peter Terium: „Die Partnerschaft mit der Duisburger Hafengesellschaft hat für uns einen ganz besonderen Stellenwert: Denn die Bereiche Transport und Logistik sind Schlüsselsektoren für künftiges Wirtschaftswachstum und einen erfolgreichen Klimaschutz. Im Zeichen der Energiewende stehen diese Sektoren vor grundlegenden Veränderungen“, betont Terium. „Wir als innogy wollen diesen Wandel mitgestalten und gemeinsam mit dem größten Binnenhafen Europas zeigen, dass Industrie und nachhaltige Energiekonzepte Hand in Hand gehen. Das ist für mich ‚Innovation – Made im Ruhrgebiet‘.“  
Der Duisburger Hafen bietet dazu optimale Voraussetzungen: duisport hat sich im Jahr des 300-jährigen Hafenjubiläums als zentrale Logistikdrehscheibe in Zentraleuropa profiliert. duisport-CEO Erich Staake: „Ich bin sehr froh, mit innogy die Innovationskompetenz eines führenden, europäischen Energieunternehmens an unserer Seite zu wissen. Gemeinsam sind wir stark genug, der europäischen Energiewende aus dem energie-wirtschaftlichen und logistischen Zentrum NRW heraus neuen Auftrieb zu verschaffen.“
Schon heute werden im Duisburger Hafen logistische Transportketten optimiert und die Verkehrsträger Schiff, Schiene und Straße intelligent vernetzt. Dadurch werden Industrie und Logistik in die Lage versetzt, Warenströme zugleich wirtschaftlich, effizient und ressourcenschonend zu gestalten. Von diesem Konzept vernetzter, auf Nachhaltigkeit ausgerichteter Logistik profitieren Partner und Kunden des Hafens, darunter 300 dort angesiedelte logistikorientierte Unternehmen. Sie generieren jedes Jahr eine Wertschöpfung von rund drei Milliarden Euro.
 
Im Mittelpunkt der Kooperation stehen die Bereiche Energieversorgung, Mobilität und Warenverkehr: Wesentliche Säule der Zusammenarbeit ist die Erprobung und Anwendung innovativer dezentraler Technologien der Energiegewinnung. So sollen zu Testzwecken ultraleichte, flexible organische Solarfolien im Duisburger Hafen installiert werden, die von der innogy-Beteiligung Heliatek aus Dresden entwickelt worden sind.
Die Folien können an Hallendächern und -fassaden sowie an Logistik-Containern installiert werden, für die konventionelle PV-Module zu schwer sind. Die Solarfolien können hier ihre Praxistauglichkeit in der Logistik und der Industrie unter Beweis stellen, zugleich sollen erste Kundenanwendungen die Markteinführung unterstützen.  
Auch soll erprobt werden, wie die Energieversorgung angedockter Schiffe im Hafen optimiert werden kann, etwa durch möglichst dezentral erzeugten Strom, um so den Einsatz von Schiffsdiesel im Hafen zu verringern.
Zudem sollen schrittweise auch Transportkapazitäten im Hafen und an weiteren regionalen Standorten auf Elektromobilität umgestellt werden. Auch der Warenverkehr soll weiterentwickelt werden in Richtung alternative Energieträger und Logistik für Anlagekomponenten der Energiewende.  

Peter Terium, CEO innogy SE, und Erich Staake, CEO Duisburger Hafen AG © innogy SE

Logistik sichert Wachstum und Wohlstand - Delegation des Air Cargo Clubs besuchte duisport  

„In einer globalisierten Welt brauchen wir bei der Logistik neben der Verknüpfung des Transports per Schiff, Bahn oder LKW auch dringend die sinnvolle Einbindung der Luftfracht.“ Dies sagte Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG (duisport), am Rande des Besuchs von Mitgliedern des Aircargo Clubs Deutschland (ACD) mit Sitz in Frankfurt. Bei den Besuchern des Duisburger Hafens handelte es sich um Führungskräfte aus der Luftfrachtbranche.  
Erst durch die intelligente Vernetzung aller Verkehrsträger sei Logistik in der Lage, sich auch zukünftig den wachsenden Herausforderungen der Internationalisierung zu stellen. So werde in China und zunehmend auch im transeurasischen Bereich derzeit „die Welt neu vermessen“, so Staake. Daher sei es wichtig, dass die in der Logistik engagierten Unternehmen und Verbände ihre Kräfte stärker bündelten. Von der Autoindustrie könne man durchaus lernen, wie diese ihre Interessen konzertiert und erfolgreich wahrnehme.  
ACD-Präsident Winfried Hartmann, Vertriebsleiter bei Fraport, unterstützte die Forderung, dass die Logistikbranche bei der Artikulation ihrer Interessen stärker an einem Strang ziehen müsse. Für seine Branche beklagte er: „Es ist schlimm, dass die Luftfracht mit immer neuen Regeln und Beschränkungen überzogen wird.“ Luftfracht aus Deutschland werde daher  zunehmend über ausländische Flughäfen abgewickelt wie beispielsweise Luxemburg und Amsterdam.  
Staake forderte, dass die Logistik und ihre Wertschöpfung als Basis für eine prosperierende Industrie gesellschaftlich stärker in einem Gesamtkontext gesehen und flankiert werden müsse. „Weitere Einschränkungen und Auflagen gefährden unser Wachstum und unseren Wohlstand.“    

duisport-Vorstandsvorsitzender Erich Staake (4.v.l.) empfing den Präsidenten des Air Cargo Clubs  Deutschland Winfried Hartmann (2.v.l.), der mit einer Delegation den Duisburger Hafen besuchte.  Foto duisport 

300 Jahre Duisburger Hafen

Duisburg, 16. September 2016 - In all den 300 Jahren hat der Hafen keinen Rost angesetzt. Häufig war er Vorreiter und Impulsgeber. Wir haben viel geschafft, aber der Weg ist noch lange nicht zu Ende“, so Erich Staake. Dabei spricht der Vorstandsvorsitzende über „sein“ Unternehmen, die Duisburger Hafen AG. Am Freitag, 16. September 2016, feierte der weltgrößte Binnenhafen sein 300-jähriges Bestehen mit einem Festakt und anschließendem Gala-Dinner. An die 500 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur nahmen an dem Ereignis im großen weißen Festzelt auf der Duisburger „Mercatorinsel“ teil – an ihrer Spitze Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in Vertretung von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, die Duisburg wegen der Teilnahme am „Brexit-Gipfel“ der EU absagen musste, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link.  
Zum Auftakt des Festaktes, erlebten die Gäste eine Premiere. Erstmals wurde ein acht Minuten langer Dokumentarfilm aufgeführt, der in knappen und eindrucksvollen Sequenzen wichtige Stationen der 300-jährigen Hafengeschichte zeigt. Die Begleitmusik dazu lieferten die Duisburger Philharmoniker „live“ – eine vierteilige Suite von Prof. Bernhard Eichner.   Gastgeber Staake erinnerte in seiner Begrüßungsansprache daran, dass der Duisburger Hafen in seiner Geschichte immer wieder Akzente gesetzt habe: flexibel, anpassungsfähig und häufig vorausschauend:
„Schon das erste Hafenbecken für Kohleschiffe war Ausdruck einer weit vorausschauenden Sichtweise. Schließlich gab es industriellen Bergbau 1716 erst in Ansätzen“. So auch, als sich Duisburg im vergangenen Jahrhundert „erkennbar vor vielen Konkurrenten für den Umschlag von Containern fit gemacht“ habe. In einem aufwändigen Geschichtsbuch anlässlich des Jubiläums beschreibt die duisport-Gruppe nach Staakes Worten, „wie hier der ‚Port of Future‘, das Tor der Zukunft für Duisburg, NRW, Deutschland und die Mitte Europas entstanden ist.“

Nun gehe es darum, die weltweite Vernetzung und die regionale
Verankerung des Hafens mit neuen Strategien und neuen digitalen Techniken weiter zu stärken.  
Aktuell werden in den Duisburger Häfen knapp 130 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Mehr als 3,6 Millionen Tonnen werden dabei in Containern bewegt – der höchste Containerumsatz aller Binnenhäfen weltweit. Der Duisburger Hafen hat sich zum Jobmotor einer ganzen Region entwickelt, mit einem Beschäftigungseffekt von derzeit 45.000 regulären Arbeitsplätzen.
300 Unternehmen rund um den Hafen erwirtschaften pro Jahr rund drei Milliarden Euro Wertschöpfung. 20.000 Schiffe und 20.000 Eisenbahnzüge sind von Duisburg aus unterwegs zu weit über 80 nationalen und internationalen Destinationen; in die Seehäfen, in das europäische Hinterland und in den asiatischen Raum bis nach China.  
Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur:
„300 Jahre Duisburger Hafen – das sind 300 Jahre bewegte, vor allem aber bewegende Geschichte von Wachstum, Wohlstand und Arbeit für unser Land. Der Duisburger Hafen hat die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte Deutschlands ganz entscheidend geprägt und ist heute ein pulsierender Marktplatz in der Mitte Europas. Deutschland ist Exportweltmeister und Logistikweltmeister – dieser Erfolg wäre ohne den Duisburger Hafen nicht denkbar.“  
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft betonte: „300 Jahre Duisburger Hafen, das ist wirklich ein großer Geburtstag und eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Der Hafen war und ist ein Motor für den Wandel in der Region – und inzwischen längst auch für Nordrhein-Westfalen, Deutschland und Europa. Die Entwicklung des Duisburger Hafens ist ein gutes Zeichen für NRW –ja, wir können Wandel und wir können Zukunft – und ich bin mir sicher, dass diese Erfolgsgeschichte weitergeht.“
Zugleich lobte sie die Logistik- und die Verkehrsbranche dafür, kreativ und mutig nach gemeinsamen Lösungen zu suchen. „Mit vereinter Kraft haben Duisburg und Duisburger Hafen den Strukturwandel angepackt. Heute steht der Hafen mit beeindruckender Stärke da. Genau diese Grundhaltung brauchen und fördern wir in NRW. Wenn wir jetzt gemeinsam und koordiniert in unsere Infrastruktur investieren, dann werden wir die riesigen Herausforderungen in diesem Bereich nicht nur gut bewältigen, sondern auch die Grundlage für neuen Wohlstand schaffen und unser Land dauerhaft fit für die Zukunft machen“.

Und Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link betonte als Gesellschaftervertreter der Stadt Duisburg: „Der Hafen ist als Dreh- und Angelpunkt des wirtschaftlichen Lebens in unserer Stadt und in unserem Land unverzichtbar, 22.000 Arbeitsplätze in Duisburg hängen unmittelbar vom Hafen ab. Dementsprechend wichtig ist seine ständige Weiterentwicklung - was wir als Stadt dazu tun können, werden wir gerne tun.“  
Mit einer Aufführung der „Rheinischen Sinfonie“ beendeten die Duisburger Philharmoniker den Festakt, durch den WDR-Moderatorin Steffi Neu geführt hatte. Sie moderierte nach kurzer Pause auch das anschließende Gala-Dinner. Dort wurde als besonderer Appetithappen der Film „gereicht“, der die Entstehung und Enthüllung eines Kunstwerks als Geburtstagsgeschenk der Hafengesellschaft an ihre Stadt dokumentiert: Es geht um „Das Echo des Poseidon“, eine insgesamt zehn Meter hohe Bronze-Skulptur des berühmten Bildhauers Prof. Markus Lüpertz.

Hafenchef Staake und Künstler Lüpertz berichteten im Gespräch mit Moderatorin Neu über die Hintergründe der Entstehung. Nach dem Gespräch und der Filmvorführung wurde der Blick frei auf die nun hell erleuchtete Skulptur, die wenige Meter weiter alle vorbeifahrenden Schiffer und Rhein-Kreuzfahrer auf den Hafen und die Stadt Duisburg aufmerksam macht.
„Es ist ein bleibendes Wahrzeichen für den Hafen und für Duisburg“, sagte Hafenchef Staake. „Und Markus Lüpertz hat versprochen, dass es uns alle überdauern wird, vielleicht noch einmal 300 Jahre, so wie hoffentlich auch unser Duisburger Hafen.“    


Beim offiziellen Festakt zum 300. Hafengeburtstag v. l.: Sören Link (OB der Stadt Duisburg), Hannelore Kraft (NRW- Ministerpräsidentin), Erich Staake Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG und Alexander Dobrindt (Bundesverkehrsminister). © duisport/Georg Lukas

300 Jahre Hafengeschichte
Jubiläums- und Kinderbuch sowie Fahrradroute durch den Duisburger Hafen präsentiert

Düsi", Emma, Leon, "Hafenmeister Harry"  und die Zeitmaschine - ein  Geschenk an die Grundschulen

- Mit der Zeitmaschine durch 300 Jahren Hafengeschichte
- duisport präsentiert Chronik und Kinderbuch zum Hafenjubiläum
- Fahrradroute durch den Duisburger Hafen vorgestellt
- Landmarke "Leinpfad Ruhrort" gemeinsam mit NRW- Verkehrsminister Groschek enthüllt Duisburg

Duisburg-Ruhrort, 02. Mai 2016 - Das Jubiläumsjahr des Duisburger Hafens erlebte heute seinen ersten Höhepunkt - und das bei herrlichem Sonnenschein. Im Beisein von NRW-Verkehrsminister Michael Groschek wurden zwei Bücher zum Hafengeburtstag präsentiert: das Jubiläumsbuch ,,300 Jahre Duisburger Hafen - Weltweit vernetzt, regional verankert" sowie das Kinderbuch .Duisport Zeitreise".

Darüber hinaus haben Minister Groschek und Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, eine neue Fahrradroute durch den Hafen vorgestellt und die erste von insgesamt elf historischen Landmarken enthüllt. Bürger und Interessierte haben so künftig die Möglichkeit, den Hafen und seine Geschichte auf vielfältige Weise zu erleben.
"Der Duisburger Hafen ist ein Aushängeschild für das Land NRW. In seiner 300-jährigen Geschichte war der Hafen immer wieder Vorreiter richtungsweisender Entwicklungen. Insbesondere in den letzten 20 Jahren hat sich der Hafen zum Wachstums- und Innovationstreiber in der Logistikbranche entwickelt und sichert heute mehr als 45.000 Arbeitsplätze", sagte NRW-Verkehrsminister Michael Groschek anlässlich der Vorstellung des Jubiläumsbuchs.

Die Auseinandersetzung mit sowie die Aufarbeitung von 300 Jahren Hafengeschichte sind anspruchsvoll und zeitintensiv. Aus diesem Grund hat duisport bereits vor über einem Jahr das Kölner Geschichtsbüro Reder, Roeseling & Prüfer beauftragt, die Hafengeschichte neu und lesergerecht aufzuarbeiten.

Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, Dr. Alexander Reder vom Kölner Geschichtsbüro und NRW-Bau- und Verkehrsminister  Michael Groschek mit dem umfangreichen Geschichtswerk des Hafens  -  Fotos von Harald Jeschke

Das umfangreiche Werk schildert in zehn Kapiteln auf 256 Seiten (29.99 Euro Verkaufspreis) die eindrucksvolle Entwicklung von den Anfängen des Hafens als unbefestigter Ankerplatz an der Mündung von Rhein und Ruhr bis hin zur führenden Logistikdrehscheibe in Zentraleuropa.

Dabei stehen vor allem auch zahlreiche Bilder und die Porträts von Persönlichkeiten im Vordergrund, die für die Entwicklung des Hafens besonders wichtig waren. Damit bekommt die Hafengeschichte ein Gesicht, die Leser können sich anhand eindrucksvoller Grafiken und Fotos ein Bild machen. Vergangenheit und Gegenwart der zentralen Industrieregion in Deutschland werden zugänglich und lebendig.

Kapitel für Kapitel schildern die Autoren in spannenden Abschnitten nicht nur, wie sich der Hafen mit Standfestigkeit und Erneuerungskraft seinen Weg durch drei unglaublich bewegte Jahrhunderte gebahnt und immer wieder die großen Herausforderungen der Zeit bewältigt hat.

In den Berichten spiegeln sich zugleich einige der bahnbrechenden Erfindungen wider, die unsere Welt verändert haben, als auch Namen großer Unternehmen und Unternehmer, die Wirtschaftsgeschichte in diesem Land geschrieben haben", betont Erich Staake. Sowohl Bundespräsident Joachim Gauck als auch NRW- Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link widmen dem Jubiläumsbuch ein Grußwort. Vom morgigen Tage an ist die Chronik im Handel erhältlich.

Kinderbuch "Duisport Zeitreise"
Eine fliegende Barkasse namens .Düsi" und eine Zeitmaschine, die dreihundert Jahre aus der Vergangenheit holt - mit diesen Attraktionen sollen Mädchen und Jungen im Vor- und Grundschulalter für die 1716 beginnende Geschichte des Hafens und seine erfolgreiche Entwicklung hin zum größten Binnenhafen der Welt begeistert werden.

Das mit bunten Zeichnungen und anschaulichen Texten gefüllte Kinderbuch erzählt von einem jungen Geschwisterpaar Emma und Leon, das zusammen mit dem "Hafenmeister Harry" eine ungewöhnliche, reizvoll bebilderte und spannend erzählte Reise durch die Zeit und den Hafen unternimmt.
Die Kinder erfahren, wie aus bescheidenen Anfängen an der Ruhr-Mündung in den Rhein im Laufe der Jahrhunderte zunächst der Umschlagplatz des Ruhrgebiets für Kohle und Stahl entstand und dieser sich dann, in jüngeren Zeiten, zur weltweit vernetzten Logistikdrehscheibe weiter entwickelte.
"Unsere Kinder erleben und nutzen vielfältig die globalisierte Welt. Doch sie wissen meist nur wenig, welch bedeutenden Anteil wir in Duisburg daran haben," sagt Hafenchef Erich Staake. "Wir wollen sie ein bisschen hinter die Kulissen blicken lassen, Zusammenhänge verdeutlichen und die modernen Spielarten der Logistik vom Container-Transport bis zum Autoteile-Export auf kindgerechte Art und Weise erklären."  

Außerdem stehe hinter dem Buchprojekt auch ein wenig Eigennutz: "Wir können angesichts des wachsenden Fachkräftemangels gar nicht früh genug für unsere vielseitigen und interessanten Arbeitsplätze im und um den Hafen herum werben." Auf 36 großformatigen Seiten führt die Zeitreise durch den Duisburger Hafen durch die dreihundert jährige Geschichte und greift dabei punktuell wichtige Ereignisse aus Vergangenheit und Gegenwart auf.

Das Buch wurde in einer Startauflage von 20.000 Exemplaren  gedruckt. Interessierten Grundschulen aus der Region werden die Bücher für den Unterricht geschenkt - so lange der Vorrat reicht. Geplant sind weitere kleine Auflagen in englischer Sprache und in einem chinesischen Dialekt - als kleine Gabe für die duisport-Partner in aller Welt. "Das Kinderbuch ist eien App zum Blättern mit ernstem Hintergrund. Es ist auch eine wunderbare Initiative, um Kinder für Hafen und Logistik zu begeistern und sie spielerisch einer spannenden und weithin unbekannten Berufswelt zu nähern. Eine gute Investition in die Fachkräfte von morgen!", so Minister Groschek.

Vorstellung Fahrradroute durch den Hafen
Aufbauend auf vorhandenen, regionalen Radwanderrouten wurde seitens duisport eine neue Route quer durch den Duisburger Hafen entwickelt. Entlang dieser insgesamt 47 Kilometer langen Route werden elf historische Landmarken aufgestellt, um die Radfahrer über die wesentlichen Meilensteine des Hafens und ihre Geschichte zu informieren.

Die erste dieser Landmarken "Leinpfad Ruhrort" haben Minister Groschek und Erich Staake heute offiziell an der Schifferbörse in Duisburg-Ruhrort enthüllt. Anschließend stiegen beide gemeinsam mit rund 100 Duisburger Schülern am Start des vier Kilometer langen .Erlebnisradweq Ruhrort" aufs Fahrrad, um die Fahrradroute symbolisch zu eröffnen. Die teilnehmenden Schüler kamen von der Ruhrorter Aletta-Haniel- Gesamtschule sowie vom Homberger Franz-Haniel- Gymnasium. Seide Schulen sind bereits seit vielen Jahren partnerschaftlich mit der Duisburger Hafen AG verbunden.

Die beiden Hauptakteure mit zwei glücklichen Gewinnern. Vanessa und ihr Schulkollege waren per Los zu den schicken Rädern gekommen. Beide strahlten mit Minister und Duisportchef um die Wette.

Die neuen Radwanderkarten sind sowohl bei der Duisburger Hafen AG als auch bei der Tourist Information Duisburg kostenlos erhältlich. "Die Vernetzung der Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserstraße wird im Duisburger Hafen bereits par excellence praktiziert.

Mit der 47 km langen Fahrradroute kommt ein vierter Verkehrsträger hinzu, diesmal speziell für Bürger und Hafeninteressierte. Somit hat jeder die Möglichkeit, sich über die Entwicklung des Hafens und seine wesentlichen Errungenschaften zu informieren", so Minister Groschek.

"Alle sind eingeladen, auf dieser Fahrradroute das pulsierende Leben im größten Binnenhafen der Welt zu erkunden und zu erleben. Die Landmarken laden dabei immer wieder zum lehrreichen Stopp - etwa in Ruhrort, wo vor 300 Jahren das erste Hafenbecken entstand, oder auf logport I in Duisburg-Rheinhausen, wo die jüngste Erfolgsgeschichte des Duisburger Hafens ihren Anfang genommen hat", so Staake abschließend.

Und da der Minister - hier hilfreich als Assistent und Radexperte - und der Hafenchef auch meinen was sie sagen, ging es auf`s Rad und beide nahmen die erste Etappe mit Bravour.

duisport-Gruppe setzt positiven Wachstumstrend fort, aber...
300-jähriger Hafengeburtstag mit Skultur, speziellen Büchern, Radtour und dem Hafenfest

Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2015 auf 217 Mio. Euro gestiegen / Konzernergebnis mit 16 Mio. Euro auf Rekordniveau / Gesamtumschlag wächst auf 69 Mio. Tonnen
Duisburg, 19. April 2016 – Die duisport-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2015 eine Gesamtleistung von 217 Mio. Euro erwirtschaftet. Damit stieg die Leistung inklusive der Umsätze aus strategischen Beteiligungen gegenüber dem Vorjahr um rund 10% (2014: 198 Mio. Euro) und erreichte einen Höchstwert. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) konnte mit 37 Mio. Euro das Niveau aus 2014 (35 Mio. Euro) um rund 6% gesteigert werden. Das Ergebnis vor Ertragssteuern erreichte mit 16 Mio. Euro ebenfalls ein neues Rekordergebnis (2014: 14 Mio. Euro).

V.l.n.r.: Dr. Julian Böcker (Pressesprecher), Erich Staake (Vorsitzender des Vorstands), Prof. Thomas Schlipköther (Mitglied des Vorstands), Markus Bangen (Mitglied des Vorstands) - Foto Harald Jeschke

„Mit Blick auf stagnierende Logistikmärkte in Europa, können wir mit den erreichten Ergebnissen mehr als zufrieden sein. Trotz eines preislich schwierigen Marktumfeldes im Logistik- und Verpackungsbereich, ist es gelungen mit vielen Prozessverbesserungen die Gesamtrendite der Unternehmensgruppe zu steigern. Unser integriertes Dienstleistungsportfolio stellt somit weiterhin die Basis für eine stabile Ergebnisentwicklung“, betont Erich Staake, Vorsitzender des Vorstands der Duisburger Hafen AG, anlässlich der diesjährigen Bilanzpresskonferenz.

Von den drei Geschäftsbereichen der duisport-Gruppe – Infra- und Suprastruktur, Logistische Dienstleistungen sowie Verpackungslogistik – hat 2015 insbesondere der Bereich der Logistischen Dienstleistungen zur positiven Entwicklung beigetragen. Während der Geschäftsbereich Infra- und Suprastruktur seine Umsätze auf 48 Mio. Euro (2014: 47 Mio. Euro) verbessern konnte, wuchsen die Umsätze im Bereich Logistische Dienstleistungen um rund 25% auf 76 Mio. Euro (2014: 60 Mio. Euro). Der Umsatzzuwachs in diesem Geschäftssegment resultiert im Wesentlichen aus der Projektlogistik, dem Mengenzuwachs im Container- und Massengutbereich sowie aus dem Consulting- und Projektgeschäft.

Die Verpackungslogistik verzeichnete 2015 mit einem Umsatz von 69 Mio. Euro einen Rückgang von rund 3% gegenüber dem Vorjahr (2014: 72 Mio. Euro). Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Ausgliederung der Gesellschaft IPS Integrated ProjectIm Geschäftsjahr 2015 hat die duisport-Gruppe Investitionen in Höhe von rund 20 Mio. Euro getätigt (2014: 17 Mio. Euro). Der Schwerpunkt lag dabei erneut auf der Erweiterung der Umschlag- und Terminalkapazitäten. Dazu zählten unter anderem die Errichtung eines zweiten Portalkrans auf logport III sowie der Ausbau des DIT-Terminals auf logport I.

Nachdem im Jahr 2014 erstmals die Marke von 1.000 Mitarbeitern überschritten werden konnte, hat sich das Beschäftigungsniveau 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 5% auf 1.050 Mitarbeiter erhöht und damit einen neuen Höchststand erreicht.


„Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind ein zentrales Element für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Daher setzen wir verstärkt auf die Rekrutierung von Fachkräften für die unterschiedlichen Geschäftsbereiche und fördern gezielt junge, engagierte Nachwuchskräfte in unseren insgesamt acht Ausbildungsberufen“, so Staake. 

Gesamtgüterumschlag in öffentlichen Häfen auf Rekordniveau 
Der Gesamtgüterumschlag aller Duisburger Häfen betrug im vergangenen Jahr 129 Mio. t (2014: 131 Mio. t). Der leichte Rückgang zum Vorjahr resultiert aus den konjunkturbedingten Umschlagsentwicklungen in den privaten Werkshäfen.

Der Gesamtgüterumschlag in den Häfen der duisport-Gruppe wuchs um rund 6% auf 69 Mio. t (2014: 65 Mio. t) und erreichte damit einen Höchstwert. Mit Bahn und Schiff wurden hier 2015 insgesamt 35 Mio. t umgeschlagen – nach 33 Mio. t in 2014. Während der Schiffsumschlag mit 16 Mio. t (2014: 16 Mio. t) das Vorjahresniveau erreichte, konnte der Bahnumschlag mit 19 Mio. t (2014: 17 Mio. t) den Vorjahreswert um rund 12% verbessern.


Gesteigert werden konnte auch das Ergebnis im Kombinierten Verkehr. So wuchs der Containerumschlag um 6% auf 3,6 Mio. TEU (2014: 3,4 Mio. TEU) und erreichte erneut eine Bestmarke. 

„Erstmalig seit der Wirtschaftskrise in 2008/09 gab es einen leichten Rückgang des Seecontainerumschlags in der Hamburg – Le Havre Range. Angesichts dieser Entwicklung bin ich zufrieden mit dem abgelaufenen Jahr. Offensichtlich konnten wir weitere Marktanteile hinzugewinnen“, so Staake.

Neben dem Kombinierten Verkehr waren im Jahr 2015 die Segmente Mineralöle und chemische Erzeugnisse die wesentlichen Treiber. Das marktbedingt schwache Stahlgeschäft konnte durch das Wachstum in diesen Bereichen kompensiert werden. 
Flächenvermarktung in der Rhein/Ruhr-Region 
Insgesamt wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit rund 120.000 m² eine geringere Vermarktungsleistung als im Vorjahr (2014: 232.000 m²) erreicht. Grund dafür ist die begrenzte Verfügbarkeit von großflächigen Logistikarealen innerhalb Duisburgs. Vor diesem Hintergrund weitet die duisport-Gruppe ihre Vermarktungsaktivitäten in der Rhein/Ruhr-Region aus, wo bereits erste Vermarktungserfolge im Geschäftsjahr 2016 generiert werden konnten.

Im Oktober 2015 wurde das neue Zentrallager der Firma Benteler Distribution eingeweiht. Das nunmehr 35.000 m² große Zentrallager bietet eine Lagerkapazität für bis zu 27.000 t Rohre. Mit einer Höhe von 25 Metern und 10.000 Kassettenplätzen ist die neue Hochregalanlage die größte Europas.

Mit der Nanjing High Accurate Drive Equipment Manufacturing Group Co., Ltd. (NGC) hat sich 2015 das erste chinesische Unternehmen im Duisburger Hafen angesiedelt. NGC ist einer der Global Player für Getriebe-und Antriebstechnik und bedient den europäischen Markt zukünftig von seiner Europazentrale in Duisburg.

Gemeinsam mit der Evonik Industries AG hat duisport im abgelaufenen Jahr das Joint Venture dev.log GmbH gegründet. Ziel des Gemeinschaftsunternehmens ist die am Evonik-Standort Lülsdorf (südlich von Köln) verfügbaren 50 Hektar Flächen zu entwickeln und für die Ansiedlung von Produktions- und Logistikunternehmen zu vermarkten. Damit verstärkt duisport sein bereits bestehendes Engagement im Rahmen des Joint Ventures logport ruhr zur Entwicklung von Logistikflächen im Ruhrgebiet.

„Die Zukunftsperspektive dieser Region liegt in der effizienten Vernetzung von Industrie und Logistik. Mit der Entwicklung weiterer Gewerbe- und Logistikflächen in der Rhein/Ruhr-Region werden wir unseren Kunden auch in den kommenden Jahren eine optimale Anbindung an die multimodale Logistikdrehscheibe Duisburg bieten“, so Staake.


Ausbau des internationalen Engagements
Der Schwerpunkt hier lag insbesondere auf dem Wachstumsmarkt Türkei sowie auf 2015 hat die duisport-Gruppe ihr internationales Duisburger Hafen AG den Bahnrelationen zwischen Duisburg und China.
Im November 2015 gründeten duisport und das führende türkische Logistikunternehmen Arkas Holding S.A. ein Joint Venture. multimodalen intermodaler Dienstleistungen in der Türkei. Eines der ersten Projekte konzentriert sich auf die Entwicklung und den Betrieb einer über 200.000 m² großen, multimodalen Logistikfläche nahe Istanbul. Geplant sind der Aufbau eines bimodalen Terminals sowie die Vermarktung von Flächen für Produktions- und Logistikunternehmen.

Gemeinsam mit verschiedenen Bahnoperateuren wurden im abgelaufenen Jahr die transkontinentalen Zugverbindungen nach China weiter ausgebaut. So verkehren inzwischen täglich Züge zwischen Duisburg und verschiedenen Destinationen in China, u.a. Yiwu, Shenyang, Wuhan, Peking und Chongqing. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Position Duisburgs als führender europäischer Eisenbahnknotenpunkt für transeurasische Warenströme zu unterstreichen und weiter zu entwickeln.

„Der Ausbau der transkontinentalen Zugverbindungen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Als Start- und Zielpunkt der Neuen Seidenstraße ist Duisburg unlängst im Fokus der internationalen Akteure entlang der Korridore. Gemeinsam mit Partnern wollen wir daher einen aktiven Beitrag dazu leisten, die Direktverbindungen nach China über die verschiedenen Routen weiter auszubauen und die Funktion Duisburgs als führender Logistikhub für Zentraleuropa zu stärken“, so Staake. 

Duisburger Hafen bleibt Jobmotor für die Region 
Seit dem Jahr 2000 lässt die Duisburger Hafen AG in regelmäßigen Abständen die Arbeitsmarkt- und Wirtschaftseffekte des Logistikstandortes Duisburg in einer umfangreichen Studie untersuchen. Nach 2006 und 2011 wurde im Jahr 2015 dazu erneut das renommierte Berliner Marktforschungsinstitut Regionomica GmbH beauftragt. 
 Die im Dezember 2015 vorgestellten Ergebnisse unterstreichen die anhaltend positive wirtschaftliche Entwicklung des Duisburger Hafens. Demnach hat sich seit 2011 die Zahl der direkt und indirekt vom Hafen abhängig Beschäftigten um rund 12% auf 45.300 erhöht (2011: 40.600). Die gesamte, auf den Hafen zurückzuführende Wertschöpfung ist um 4% auf rund 2,8 Milliarden Euro gewachsen (2011: 2,67 Milliarden Euro). Damit bleibt der Duisburger Hafen eine tragende Säule der Wirtschaftsstruktur und des Arbeitsmarktes in der Region.
Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, dass wir in der Logistikwirtschaft in Duisburg und der Region weiterhin Wachstum erzeugen können“, betont Erich Staake. „Sie sind darüber hinaus Beleg für die Qualität des Standortes, der inzwischen zu den führenden Logistikregionen in Europa gehört“. 


Verhaltene Entwicklung für 2016 erwartet 
Für das Jahr 2016 erwartet duisport keine nennenswerte Verbesserung des globalen Welthandels. Große asiatische Seehäfen verzeichnen, anders als noch vor einigen Jahren, nur sehr geringe Zuwachsraten bzw. zum Teil erhebliche Rückgänge. Auch die aktuellen Umschlagsentwicklungen in der Hamburg-Le Havre Range stimmen wenig optimistisch.


„Wir erleben derzeit, dass stetig steigende Warenströme im Zuge der Globalisierung und die damit verbundenen zweistelligen Wachstumsraten in der Transportlogistik der Vergangenheit angehören. Es gibt aktuell keinen echten Treiber für weltwirtschaftliches Wachstum. Im laufenden Jahr sind Wachstumsimpulse daher nicht zu erwarten, so dass auch wir von einer verhaltenden Entwicklung in 2016 ausgehen“, so Staake abschließend.  


300-jähriger Hafengeburtstag mit Skultur, speziellen Büchern, Radtour und dem Hafenfest
Erich Staake kam auf der Bilanz-Presekonfezenz natürlich auch auf das Jubiläum zu sprechen: "Natülich feiern wir in diesem Jahr noch ganz besonders. 300 Jahre ist ja nicht Irgendtewas. Dabei wird es noch einige Überraschungen geben. Wir werden zunächst bei hoffentlich gutem Wetter  am 30. April über unsere spezielle Fahrrad-Route radeln.
Ich habe dann mal im Internet recherchiert, wer überhaupt 300 Jahre unternehmerich tätig ist. Ich fand nur eine Firma aus Darmstadt, die 320 Jahre an Aktivitäten verzeichnet.
Am 2. Mai werden wir der Öffentlichkeit ein Buch präsentieren, dass wir in Köln in Auftrag gegeben haben. Dabei werden die letzten 150 spannenden Jahre besonderer Schwerpunkt sein, wobei hier wiederum die Persönlichkeiten im Vordergund stehen. Es wird auch ein Kinderbuch geben, auf das ich mich ganz besonders freue. Das Hafenfest werden wir dann ausnahmnsweise vorziehen und am 16. September durchführen." haje

Herausragende Kunst im Duisburger Hafen - Lüpertz Skulptur auf der Mercatorinsel zum 300-jährigen Hafengeburtstag  
Duisburg, 14. April 2016 - Wie ein schnittiger Schiffsbug ragt die Duisburger „Mercatorinsel“ in das Mündungsgebiet von Ruhr und Rhein. Hier am nördlichsten Punkt des Duisburger Hafens entsteht derzeit der 4,5 Meter hohe Sockel für ein außergewöhnliches Kunstwerk: „Das Echo des Poseidon“. Es soll künftig die ankommenden Schiffe aus aller Welt bei der Einfahrt in den größten Binnenhafen der Welt begrüßen.  
Die Skulptur ist eine Kreation des berühmtesten zeitgenössischen Bildhauers Prof. Markus Lüpertz. Er schuf sie aus Anlass des 300. Duisburger Hafengeburtstages. Lüpertz war 21 Jahre lang, bis 2009, Leiter der Staatlichen Kunsthochschule Düsseldorf, machte sich zugleich einen Namen als Maler, Grafiker, Bühnenbildner, Dichter und Musiker. Der Künstler arbeitete zuvor u.a. auch kurze Zeit als Bergmann an der Ruhr.  
In der antiken griechischen Götter- und Sagenwelt trug Poseidon die Verantwortung für die Meere, sein Bruder Zeus war für Himmel und Erde, Bruder Hades schließlich für die Unterwelt verantwortlich. Einschließlich Sockel wird die Poseidon-Skulptur insgesamt zehn Meter hoch. Bundeskanzler a.D. Gerhard Schröder wird das Kunstwerk am 27. Mai in Duisburg enthüllen.  
„Kultur und Wirtschaft sind zwei tragende Elemente des Zusammenlebens in unserer Region“, sagt Duisburgs Hafenchef Erich Staake. „Umso dankbarer sind wir dafür, dass einer unserer größten zeitgenössischen Künstler sich bereit erklärt hat, zu unserem Hafenjubiläum einen eigenen dauerhaften Beitrag zu leisten. Mit seiner beeindruckenden Skulptur würdigt Professor Markus Lüpertz die Verdienste des Hafens um den erfolgreichen Strukturwandel an der Ruhr und verbeugt sich zugleich vor der Stadt Duisburg, der Region und dem Land NRW.“  
Der Vorstandsvorsitzende der duisport-Gruppe ist sich bewusst: „Lüpertz-Werke polarisieren immer, aber gerade die Auseinandersetzung hält die Kunst am Leben und macht die Standorte dieser Kunst zum Schauplatz einer lebendigen Debatte.“ Nordrhein-Westfalen bietet bereits eine Reihe solcher Standorte: Drei Lüpertz-Skulpturen stehen im Park von Schloss Bensberg, der „Mercurius“ grüßt vor dem Post-Tower in Bonn.
„Herkules“ ragt auf dem Förderturm der einstigen Zeche „Nordstern“ in Gelsenkirchen empor, und Bonn zeigt die Bronze-Skulptur „Ludwig van Beethoven“. Eine große Anzahl von Kunstwerken von Markus Lüpertz ist derzeit zudem im Duisburger MKM Museum Küppersmühle ausgestellt.   

Prof. Markus Lüpertz (Mitte) und Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG (rechts) -Foto © duisport/ Rolf Köppen