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„Der Stoff der tausend Möglichkeiten“ – Bakelite „made in Duisburg“

 400-köpfiges Traditionsunternehmen mit Fokus auf „Forschung und Entwicklung“   
Duisburg, 20. Juli 2018 - Wer heute von „Kunststoff“ spricht, hätte es früher als „Bakelite“ bezeichnet. Bakelite stand dabei nicht nur für ein Unternehmen, sondern zugleich für einen Oberbegriff einer ganzen Gattung von Werkstoffen. Aus der Bakelite GmbH in Duisburg-Meiderich wurde im Verlauf von 100 Jahren die amerikanische Hexion GmbH. Am Standort historisch gewachsen und mit diesem aufs Beste verbunden, beschäftigen sich die rund 400 Mitarbeiter heute noch immer mit Epoxidharzen.
Das sind Kunstharze, die durch chemische Prozesse zu Kunststoff umgewandelt werden. Das Material, aus dem einst Drehscheibentelefone gefertigt wurden, gilt auch heute noch als „der Stoff der tausend Möglichkeiten“. Verarbeitet wird er beispielsweise in der Automobilbranche, in der Luftfahrt oder in Rotorblättern für Windkraftwerke.  
„Die Hexion GmbH macht vor, wie sich ein innovatives Traditionsunternehmen dank hochkomplexer Fertigungsverfahren zukunftssicher aufstellt. 69 Mitarbeiter allein im Bereich der Forschung und Entwicklung zeigen den Erfolgsfaktor ‚Fachkraft‘ – auch in Zeiten fortschreitender Digitalisierung“, betont Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link vor Ort beim Wirtschaftsdialog.
Klaus Alhorn, Geschäftsführer der Hexion GmbH, kann dem nur beipflichten: „Die Herstellung von Epoxidharzen ist ein komplexer chemischer Prozess. Die Prozessführung erfolgt in einer speziellen Reihenfolge, die das notwendige Fingerspitzengefühl der Anlagenfahrer benötigt, wenn es darum geht, die exakten Prozessschritte auszuführen. Zwar werden unsere Anlagen computergesteuert gefahren, die Rohstoffzugabe sowie einzelne Prozessschritte erfolgen jedoch nach wie vor zum Teil von Hand, bevor die Anlagensteuerung wieder die Arbeit übernimmt. Jede einzelne Produktionscharge durchläuft dann eine intensive Qualitätskontrolle, bevor sie an die Kunden verschickt wird. Insbesondere wird bei allen Prozessen Wert auf die Sicherheit der Mitarbeiter und Anlagen gelegt.“

Der diplomierte Chemie-Ingenieur, dem die Arbeitssicherheit besonders am Herzen liegt, leitet ein Team aus Chemikern, Ingenieuren, Chemielaboranten, Chemikanten und Industrieanlagen-Elektronikern, das im „Fünf-Schicht-Betrieb“ aktiv ist. Ab Herbst 2018 werden zusätzlich Industriekaufleute ausgebildet. „30 Azubis lernen in unserem Ausbildungszentrum. 15 bis 20 eines Jahrganges sind bei uns angestellt; den Rest bilden wir für unsere Industriepartner und damit über den eigenen Bedarf aus. Auch das gehört für uns zur gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung am Wirtschaftsstandort Duisburg“, so Alhorn.
„Die Suche nach geeigneten Fachkräften ist dabei nicht einfacher geworden, kommen auf 90 eingegangene Bewerbungen oftmals nur zwei in Frage kommende Kandidaten. Recruiting-Messen, bei denen Auszubildende die eigene Arbeit vorstellen, sind eine geeignete Möglichkeit, vielversprechende Nachwuchs-Mitarbeiter kennenzulernen“, bestätigen sowohl Sven Jachtmann, Personalleiter Hexion, als auch Frank Dittrich, Leiter der Aus- und Weiterbildung. Auch Besuche in Duisburger Grund- und Realschulen sowie Gymnasien gehören für die „Personaler“ der Hexion GmbH mittlerweile zum Repertoire, um Fachkräfte von morgen schon heute für das Unternehmen zu gewinnen.  

Haben sich auf dem Ausbildungssektor mittlerweile die Vorzeichen vom Angebots- zum Nachfragemarkt verändert, so gilt nach wie vor: Im Wandel der Zeit und trotz diverser Eigentümerwechsel haben sich die Akteure der heutigen Hexion GmbH am Wirtschaftsstandort Duisburg eines bewahrt: für das Unternehmen zu „brennen“. Grund hierfür ist „eine familiäre Atmosphäre und Unternehmenskultur, die Mitarbeiterbindung erzeugt, sowie eine gute Einbettung in die Nachbarschaft. Darüber hinaus werden die Menschen hier ‚mitgenommen‘, wenn es zu strukturellen Veränderungen kommt“, bringt es Alhorn auf den Punkt und konkretisiert: „In unserem Werk werden Authentizität und Verantwortungsbewusstsein großgeschrieben – und zwar von beiden Seiten. Management und Belegschaft fühlen sich für das Unternehmen gleichermaßen verantwortlich. Viele sind hier im Viertel groß geworden. Zusätzlich werden großer Wert auf Aus- und ‚lebenslange‘ Weiterbildung gelegt. Wir ziehen da alle an einem Strang, wenn´s um unser Unternehmen geht.“

Mitarbeiterjubiläen von 25, 40 und selbst 45 Jahren sind daher keine Seltenheit. Ralf Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg), erklärt: „Wir begleiten das Unternehmen bereits seit Jahren mit unserem Firmenservice. Die Hexion GmbH ist ein Musterbeispiel für ‚produzierendes Gewerbe 4.0‘. Der Weltmarktführer in Epoxidharz-Spezialsegmenten setzt hierbei auf den Dreiklang von Sauberkeit, Sicherheit und Produktinnovationen made in Duisburg.“  

Während man früher ausschließlich mit erdölbasierten Stoffen arbeitete, ist heute das Thema „Green Chemistry“ (Grüne Chemie) in aller Munde. So weit wie möglich sollen die alten Rohstoffe durch alternative, umweltfreundliche Materialien ersetzt werden. Auch daran arbeiten die smarten Köpfe in Forschung und Entwicklung bei Hexion. Darüber hinaus gilt es, die Epoxidharze so fortzuentwickeln, dass diese weniger Gewicht aufweisen und die Folgeprodukte platzsparender sind, damit sie effizienter eingesetzt werden können – immer unter der Prämisse der Temperaturbeständigkeit und Dimensionsstabilität.

„Unsere neuen Werkstoffe für Composite-Anwendungen helfen unseren Geschäftskunden dabei, Effizienz zu steigern und gleichzeitig Kosten zu reduzieren“, resümiert Gabriel Badini, Globaler Leiter F+E bei Hexion, Spezial-Epoxidharze. Will heißen: In den Flieger passen mehr Flugzeugsitze als bisher und Fahrzeuge wie Lamborghini und BMW werden schneller und energieeffizienter, weil leichter – dank des Know-hows von Hexion.

GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer, Oberbürgermeister Sören Link, Hexion-Geschäftsführer Klaus Alhorn und Wirtschaftsdezernent Andree Haack (Foto: Uwe Köppen, Nutzungsrechte: Stadt Duisburg)  

w-hows von Hexion.

Konjunktur-Barometer zeigt positive Stimmung bei Unternehmen der Region

Essen/Metropole Ruhr, 19. Juli 2018 -   Die Stimmung in den Unternehmen der Region ist gut - das geht aus dem aktuellen Konjunktur-Barometer Ruhrgebiet der Arbeitsgemeinschaft Arbeitgeber Ruhr hervor. In der Gesamtwirtschaft meldeten 88 Prozent der befragten Firmen eine gute bzw. befriedigende Geschäftslage. Bei Aufträgen, Umsätzen und Erträgen lagen die Positivmeldungen zwischen 74 und 79 Prozent und damit nur wenig niedriger als im Vorjahr (zwischen 77 und 81 Prozent).

Die seit eineinhalb Jahren anhaltend guten Werte in Sachen Geschäftslage, Beschäftigung und Geschäftserwartungen markierten das bislang stabilste Konjunktur-Hoch seit Beginn ihrer Umfragen vor 16 Jahren, so die Arbeitsgemeinschaft. Insgesamt 17 regionale Verbände an den Standorten Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen und Gelsenkirchen haben sich unter dem Dach der Arbeitgeber Ruhr zusammengeschlossen. (idr)

 

Fehltage: Duisburg weit über dem Landesdurchschnitt  
In Nordrhein-Westfalen (NRW) war jede Erwerbsperson im letzten Jahr durchschnittlich 15,4 Tage krankgeschrieben. Duisburg liegt mit 18,4 Tagen weit über diesem Wert. Am untersten Ende der Skala liegt Bonn mit 11,8 Tagen -  am obersten Gelsenkirchen mit 21,2 Tagen. Dies teilt die Techniker Krankenkasse (TK) auf Basis ihres aktuellen Gesundheitsreports mit. Hauptursachen waren psychische Probleme, Rückenschmerzen sowie akute Infekte der oberen Atemwege.

Der Trend aus den Vorjahren setzt sich fort: Beschäftigte in Verwaltungsstädten wie Bonn, Düsseldorf, Köln und Münster haben die wenigsten Fehltage - Arbeitnehmer im Ruhrgebiet die meisten. Im Ländervergleich lag die höchste Fehlquote in Mecklenburg-Vorpommern mit 19,4 Tagen - die niedrigste in Baden-Württemberg mit 12,3 Tagen pro Kopf.  
Gesunde und motivierte Mitarbeiter sind ein Garant für erfolgreiche Unternehmen Barbara Steffens, Leiterin der TK in NRW: "Der TK-Gesundheitsreport zeigt, dass es im Gesundheitsmanagement noch reichlich Luft nach oben gibt. Wenn ich als Arbeitgeber attraktiv sein möchte, muss ich mich auch um die Gesundheit meiner Mitarbeiter kümmern. Wir dürfen nicht nur darüber sprechen, was Beschäftigte krank macht, sondern vor allem darüber, welche Ressourcen wir fördern können, damit sie lange gesund bleiben." Die TK unterstützt Firmen und entwickelt gemeinsam mit ihnen individuelle Lösungen, damit die Gesundheit der Mitarbeiter erhalten bleibt.

 

Neue IHK-Weiterbildungsbroschüre erschienen
Der Karriere neuen Schwung verleihen Die neue Weiterbildungsbroschüre der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve bietet viele Angebote, um der Karriere mit neuem beruflichem Know-how Schwung zu verleihen. Die Angebotspalette umfasst Zertifikatslehrgänge, Seminare und Workshops.  
Die Niederrheinische IHK bietet neben einer Vielzahl an klassischen Lehrgängen, Seminaren und Workshops viele neue Weiterbildungsangebote an, unter anderem „Informationssicherheit - Sensibilisierung und Basiswissen“, „Verhandlungstechnik für Einkäufer“, „Optimierung der Lagerprozesse“, „Professionelles Bestandsmanagement und Disposition“ und vieles mehr. Die Teilnehmer erwarten Lehrgänge mit praxisnahem Unterricht und eine spannende Vermittlung von Theorie- und Praxiswissen durch erfahrene Dozenten. Bei Bedarf können maßgeschneiderte Weiterbildungsangebote in Form eines Inhouse-Trainings konzipieren werden.  
Das Weiterbildungsprogramm ist bei Maria Kersten, Telefon 0203 2821-487, E-Mail kersten@niederrhein.ihk.de, und unter www.ihk-niederrhein.de/weiterbildung erhältlich. Schnell und unkompliziert kann man sich hier zu Veranstaltungen anmelden und über Fördermöglichkeiten informieren.  

 

 

 IHK zeichnete Ausbildungsbotschafter aus

Azubis unterstützen Schüler bei Berufswahl-
Duisburg, 13. Juöi 2018 - 56 Auszubildende wurden am Donnerstag, 12. Juli, für ihr Engagement als Ausbildungsbotschafter mit der Ehrenurkunde der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve ausgezeichnet. Ihr Einsatz als Botschafter endet mit dem erfolgreichen Abschluss ihrer Berufsausbildung. Bereits seit September 2016 entsendet die Niederrheinische IHK Azubis aus rund 65 Unternehmen und circa 35 Ausbildungsberufen, um in den Schulklassen über ihre Ausbildung zu berichten.
Die Erfolgsgeschichte geht aber weiter: Über 50 Au
szubildende sind für das nächste Schuljahr neu angemeldet. „Wir sind stolz auf das, was wir in zwei Jahren unserer Beteiligung an der Initiative aufgebaut haben. Über 220 motivierte und bestens ausgebildete junge Leute stellten mittlerweile ihre Ausbildungsberufe und Unternehmen in über 30 Duisburger, Weseler und Klever Schulen vor“, zog Sonja Münzberger, Koordinatorin für das Projekt bei der Niederrheinischen IHK Bilanz.
Dass die duale Ausbildung eine gute Grundlage für die berufliche Karriere bietet, konnten seither Jugendliche aus rund 140 Klassen auf authentische Art erfahren. Die jungen Menschen bekamen die Gelegenheit, auf Augenhöhe mit den Azubis ins Gespräch zu kommen und alle Fragen rund um das Thema Berufsausbildung zu besprechen.  
Diese Unternehmen unterstützten die Initiative, indem sie ihre Azubis für das Projekt freistellten und erhielten dafür eine Ehrenurkunde: 

Duisburg: Bauen + Leben GmbH & Co. KG, Duisburger Hafen AG, Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft AG, GC Gruppe, Haeger & Schmidt Logistics, Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH, Imperial Logistics International, Krankikom GmbH, Niederrheinische IHK, Ollenik GmbH, Rhenus Logistics, Sealnet GmbH, Teba GmbH & Co. KG, TSR Recycling GmbH & Co. KG  
 Kreis Wesel: Aldi GmbH & Co. KG, DeltaPort GmbH & Co. KG, Dr. Oetker Frischeprodukte Moers KG, Dr. Clauder solutions for pets GmbH, Rinnen GmbH + Co. KG, Sparkasse am Niederrhein, Westnetz GmbH  
Kreis Kleve: Convent Spedition GmbH, Frutarom Germany GmbH, Herbrand GmbH, Kaufland Dienstleistung GmbH & Co. KG, Paul Swertz GmbH, Provinzial Versicherung Michael Fösken, Volksbank an der Niers eG, Wirtschaftsförderung Kreis Kleve GmbH  
interessierten Unternehmen, Azubis und auch Schulen sind weiterhin eingeladen an der Initiative teilzunehmen. Ansprechpartnerin bei der IHK ist Projektkoordinatorin Sonja Münzberger: Telefon 0203 2821-440, E-Mail muenzberger@niederrhein.ihk.de. Die Initiative wird mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds unterstützt.  


56 Ausbildungsbotschafter bekamen gestern eine Ehrenurkunde von IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger und Projektkoordinatorin Sonja Münzberger verliehen. Foto: Niederrheinische IHK  

 

 

Kalmeda verspricht wirksame Hilfe bei Tinnitus

Duisburger Mediziner entwickelt mit seinem Start-up eine App gegen störende Ohrgeräusche    
Duisburg, 13. Juli 2018 - Tinnitus ist weit verbreitet: Schätzungsweise sind es fünf Prozent der Bevölkerung in Deutschland, die unter den störenden Ohrgeräuschen leiden. Etwa vier Millionen Menschen landauf, landab –  davon geschätzt rund 20.000 allein in Duisburg. Menschen, denen Existenzgründer Dr. Uso Walter, Tinnitus-Experte und Hals-Nasen-Ohren-Arzt mit eigener Praxis in Duisburg-Neudorf, helfen will. Nach „mynoise“, einer speziellen Soundtherapie zum download, die er bereits 2014 entwickelt hat, folgt jetzt die innovative Ergänzung „Kalmeda“.

Während die Sounddateien auf Patienten abzielt, die mit Störgeräuschen konstanter Frequenzen zu kämpfen haben, geht „Kalmeda“ weiter und bietet die weltweit erste komplette Tinnitustherapie einschließlich der wichtigen kognitiven Verhaltenstherapie als mobile App. Die Kalmeda Tinnitus-App hilft „maßgeschneidert“ bei chronischem Tinnitus – und zwar durch ein strukturiertes Übungsprogramm auf Basis einer „ressourcenorientierten kognitiven Verhaltenstherapie“. Die Therapie basiert auf neuesten Erkenntnissen über die Funktionsweise des Gehirns und richtet sich nach den individuellen Gegebenheiten und Krankheitsverläufen. Dadurch ist sichergestellt, dass jeder Betroffenen genau die Hilfe erhält, die er benötigt.  

Mediziner Dr. Walter weiß: „Jeder Mensch ist anders. Was für den einen entspannend ist oder dessen Einstellungen dem Tinnitus gegenüber verändert, ist für andere vielleicht sogar stressend. Fakt ist: Je mehr der Betroffene lernt, auf sich und seine Bedürfnisse zu achten und je weniger er den Tinnitus in den Mittelpunkt seiner Gedanken und seines Handelns stellt, desto besser wird es ihm gehen. Das Kalmeda-Übungsprogramm hilft ihm daher mit den Methoden einer Verhaltenstherapie, schädliche Einstellungen zu erkennen und durch hilfreiche zu ersetzen.  
Die Verhaltenstherapie soll die Einstellung des Patienten zu den von ihm wahrgenommenen Ohrgeräuschen verändern. Sie gilt als der wirksamste Bestandteil jeder Tinnitus-Therapie. Ferner erhält der Patient systematische Entspannungshilfen. Auch diese reduzieren den Stress und wirken sich positiv auf den Tinnitus aus.

Drittes Element der App ist der „Sound“: Verschiedene Hintergrund- und Naturgeräusche helfen, die Wahrnehmung des Tinnitus zu reduzieren und besser zur Ruhe zu kommen. Last, but not least, ergänzt eine Wissensbibliothek die Kalmeda-App. Sie vermittelt das notwendige Hintergrundwissen und ermöglicht den direkten Kontakt zum Arzt. Das Alleinstellungsmerkmal der von Dr. Walter gemeinsam mit Psychologen entwickelten App liegt in der permanenten Verfügbarkeit; wann immer der Patient die Hilfestellung benötigt, kann er sie abrufen, da heute nahezu jeder mit einem Smartphone unterwegs ist. „Das hat man immer zur Hand und kann so die Therapiemaßnahmen wesentlich einfacher in den Alltag integrieren und seine Ziele schneller erreichen. Darüber hinaus ist die Kalmeda Tinnitus-App als Medizinprodukt zugelassen. Dass wir uns dabei an höchste Datenschutzstandards halten, ist klar“, betont Dr. Walter.  
Die Kalmeda-App zielt ab auf Patienten mit chronischem Tinnitus und mittlerem bis schwerem Leidensdruck. Während der Einführungsteil der App kostenlos ist, wird für die mehrmonatige kognitive Verhaltenstherapie eine monatliche Gebühr fällt. „Ziel ist es, die Behandlung langfristig in die Regelversorgung zu integrieren“, erläutert Christof Schifferings, ebenfalls Geschäftsführer der mynoise GmbH. Mit der „BIG direkt gesund“ ist daher von Anfang an auch eine gesetzliche Krankenkasse mit an Bord, deren Feedback zu Inhalten und Anwenderfreundlichkeit in die Planungen eingeflossen ist.  
Auch volkswirtschaftlich gesehen entstehen durch chronischen Tinnitus immense Kosten. Auf mehrere Milliarden Euro schätzen Experten den Schaden – resultierend aus Krankschreibungen, Reha-Maßnahmen, Berufsunfähigkeiten und psychologischen Behandlungen. „Seit Jahren steigt die Anzahl von Krankschreibungen wegen psychischer Probleme und wir sehen vor allem in neuen, innovativen Therapiekonzepten wie ‚Kalmeda‘ eine große Chance, die bestehenden Versorgungslücken zu schließen“, betont Peter Kaetsch, Vorstandsvorsitzender der BIG direkt gesund.

„Wir befinden uns daher gemeinsam mit mynoise und einem großen Facharztnetz in NRW in Verhandlungen, um die neue App auch als Bestandteil eines integrativen Versorgungsangebots umzusetzen“, so Kaetsch weiter.  
Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg) begleitet Dr. Walter „in seiner Eigenschaft als Existenzgründer“ seit rund vier Jahren. Dieser nutzte das von der GFW Duisburg gemeinsam mit der Business Angels Agentur Ruhr (BAAR) angebotene Pitch-Format „BAARSuccess am Montag“, bei dem sich Gründer mit der Präsentation ihrer Geschäftsidee um Kapitalgeber bemühen.
„Da die GFW Duisburg die Digitalisierung als einen branchenübergreifenden Boom wertet, begleitet sie fokussiert Existenzgründungen im technologieorientierten Bereich. Es ist gut, mit Dr. Walter einen Vorreiter des ‚Connected Healthcare‘ am Standort zu haben, da die vernetzte Medizintechnik sukzessive an Bedeutung gewinnt“, so GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer.  

Andrée Schäfer, Existenzgründungsberater der GFW Duisburg, arbeitet operativ mit Akteuren wie Dr. Walter zusammen und weiß: „Solche Gründungen sind zunächst ziemlich kapitalintensiv. Daher ist es wichtig, dass es auch in Deutschland immer mehr Business-Angel und andere Kapitalgeber gibt, die bereits in der Frühphase einer Gründung strategisch investieren. Förderprogramme wie der Innovationsgutschein erlauben dank einer Zuschussförderung von 25.000 Euro, Produkte mit wissenschaftlicher Förderung bis zur Marktreife zu entwickeln. Hierdurch ist schon so manch erfolgreiche Markteinführung erst möglich geworden. In solchen Fällen helfe ich gerne bei der Antragstellung, die dann für die Unternehmen weniger komplex und zeitintensiv ausfällt.“  

Gemeinsam für „Kalmeda“ – die Akteure von mynoise, GFW Duisburg und BIG direkt gesund (v.l.n.r.: Dr. Stefan Pennig/mynoise GmbH, Jörg Spiethoff/ BIG direkt gesund, Ralf Meurer und Andrée Schäfer/GFW Duisburg mbH, Dr. Uso Walter/mynoise GmbH, Peter Kaetsch/BIG direkt gesund und Christof Schifferings/mynoise GmbH; Urheberin: Jacqueline Wardeski, Nutzungsrechte: mynoise GmbH)

 

Weitere Informationen zu Kalmeda sind abrufbar unter: www.kalmeda.de  

 https://vimeo.com/253929056

 

 

Fachtagung „Digitaler Masterplan Duisburg“

Auftaktveranstaltung stieß auf großes Interesse
Duisburg, 09. Juli 2018 - Die fortschreitende Digitalisierung verändert etablierte Strukturen in nahezu allen Bereichen der Gesellschaft. Längst ist die digitale Infrastruktur einer Stadt zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Unternehmen geworden. Der Rat der Stadt hat im Mai den Masterplan Digitales Duisburg auf den Weg gebracht. Um Duisburg als attraktive, intelligente und vernetzte Stadt zu positionieren, bedarf es einer intensiven Zusammenarbeit aller Akteure der Stadt, wobei dem Austausch mit der Wirtschaft eine besondere Rolle zukommt.  
 Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich heute im Auditorium der Haniel Akademie in Ruhrort zur Fachtagung „Digitaler Masterplan Duisburg“. Zu diesem ersten großen Austausch waren Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie weitere relevante Akteure geladen.
 Nach Impulsreferaten von Digitalisierungsdezernent Martin Murrack und Prof. Dr. Ulrich Radtke, Rektor der Universität Duisburg-Essen wurden Best-Practice-Beispiele aus anderen europäischen Städten sowie die Kernpunkte des Masterplans vorgestellt und diskutiert.  
Im Rahmen der Veranstaltung erfolgte außerdem die Unterzeichnung der Absichtserklärung zur Smart City Duisburg. Diese hat zum Ziel, die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern sowie die Attraktivität des Industrie- und Wirtschaftsstandortes zu erhöhen. Erreicht werden sollen diese Ziele u.a. durch die Vernetzung aller Akteure mithilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien und die Entwicklung von technischen und organisatorischen Lösungen mit enger wissenschaftlicher Begleitung.
Wichtig ist dabei die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger und der Unternehmen, um die Entwicklung der Stadt Duisburg zu einer Smart City gemeinsam voran zu treiben. Unterzeichnet wurde diese Vereinbarung von Oberbürgermeister Sören Link, Ernest Zhang (Huawei Technologies Duesseldorf GmbH), Burkhard Landers (IHK), Prof.Dr. Ulrich Radtke (UDE), Alexander Kranki (Wirtschaft für Duisburg e.V.), Marcus O. Wittig (DVV) und Prof. Dr. Anton Grabmaier (Fraunhofer-Institut).  
Oberbürgermeister Sören Link: „Für mich haben sowohl die Verbesserungen für die Menschen vor Ort als auch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Duisburg die oberste Priorität. Dazu zählt auch der umweltschonende Umgang mit unseren Ressourcen. Ich bin sicher, dass wir unsere Ziele mit den vielen Partnern an unserer Seite erreichen können.“                

Ernest Zhang (Huawei Technologies Duesseldorf GmbH) „Huawei freut sich sehr, seine technologische Expertise und seine umfangreichen Smart City-Erfahrungen in das gemeinsame Projekt einbringen zu können. Hier kann Digitalisierung den Alltag der Bürger konkret verbessern.“  
Burkhard Landers (IHK) „Eine smarte Wirtschaft braucht eine smarte City. Unsere Unternehmen profitieren von schneller Datenübertragung, digitaler Kommunikation mit der Verwaltung und vernetzten Mobilitätsangeboten. Ich bin davon überzeugt, dass der Masterplan Digitales Duisburg bei diesen Themen viel bewegen kann und eine große Ausstrahlungs- und Anziehungskraft entfalten wird. Davon wird Duisburg als Hochschul-, Forschungs- und als Wirtschaftsstandort profitieren.“  

Zitat Prof.Dr. Ulrich Radtke (UDE) „Digitalisierung ist eine Gemeinschaftsaufgabe: Neue Technologien müssen nicht nur entwickelt, sondern umgesetzt und mit Partnern zur Anwendung gebracht werden. Dieser Austausch verspricht einen Mehrwert für alle Beteiligten. Ich freue mich daher auf die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis.“  
Alexander Kranki (Wirtschaft für Duisburg e.V.) „Digitalisierung ist viel mehr als der Ausbau der Breitbandversorgung und das Angebot, seinen Reisepass auf der Website verlängern zu können. Erfolgreiche Digitalisierung erfasst alle und alles in der Stadtgesellschaft, von den Prozessen, in denen wir arbeiten, über die Kultur, in der wir kommunizieren bis zur Art, in der wir denken. Wir brauchen dafür Ideen, Ideen und noch mehr Ideen, und Menschen und Organisationen, die sie umsetzen. Zu beidem wollen wir als Wirtschaft für Duisburg einen Beitrag leisten.“

Marcus O. Wittig (DVV) „Intelligente Netze, Smart Home oder innovative Mobilitätsangebote - als verlässlicher Partner der Stadt sorgen wir für die Digitalisierung der Infrastruktur und stellen dabei die Bedürfnisse der Bürger in den Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, Lösungen zu schaffen, die den Menschen den Alltag erleichtern.“  
Prof. Dr. Anton Grabmaier (Fraunhofer-Institut) „Wir als Fraunhofer-Institut forschen tagtäglich an innovativen Technologien und tragen damit unseren Teil zur positiven Gestaltung der Zukunft bei. Als Duisburger Forschungseinrichtung liegt uns das Wohl der Bürgerinnen und Bürger Duisburgs natürlich ganz besonders am Herzen – genauso wie die Attraktivität der Stadt als Industrie- und Wirtschaftsstandort. Daher war es für mich keine Frage, dass wir als Fraunhofer IMS Teil der Smart City Duisburg sein möchten.“  

 Marcus O. Wittig, Burkhard Landers, Oberbürgermeister Sören Link, Alexander Kranki, Ernest Zhang, Prof. Dr. Anton Grabmaier, Martin Murrack, Prof. Dr. Ulrich Radtke, Prof. Dr. Frederik Ahlemann

 

 

Pilotprojekt zur Energiewende im Hafen: Solarfolien für Hallenfassaden

Duisburg, 09. Juli 2018 - Im Duisburger Hafen sind jetzt die ersten organischen ultraleichten Solarfolien auf einer 200 Quadratmeter großen Hallenfassade im Freihafen angebracht worden. Diese sind von der innogy-Beteiligungsgesellschaft Heliatek in Dresden entwickelt worden und finden in Duisburg erstmalig in einem Hafen Verwendung.  
Die Folien sind weniger als ein Millimeter dünn, selbstklebend und in unterschiedlicher Farbgebung erhältlich. Nach erfolgreichem Testlauf besteht das Potenzial, bis zu 10 Millionen Quadratmeter Fassaden- und Dachfläche zur Gewinnung von Energie im Duisburger Hafen zu nutzen. „Damit können wir einen erheblichen Beitrag zu einem umweltfreundlichen Hafen leisten“, so duisports Vorstandsvorsitzender Erich Staake.  
Dieses Pilotprojekt ist Teil der 2016 gemeinsam von duisport und innogy getroffenen Vereinbarung, den Duisburger Hafen durch innovative dezentrale Energieerzeugung und elektrobetriebene Transportsysteme zum „Drehkreuz für die Energiewende“ auszubauen.  
In diesem Zusammenhang wird die duisport-Fahrzeugflotte bei Eignung nach und nach elektrifiziert. Derzeit sind bereits fünf Elektrofahrzeuge im Einsatz. Mit Unterstützung von innogy sind vier Elektroladesäulen im Hafen errichtet worden. Diese können von Mitarbeitern, Kunden und Gästen des Duisburger Hafens genutzt werden.   

 Die ersten Solarfolien sind auf einer 200 Quadratmeter großen Hallenfassade im Freihafen angebracht worden. © duisport/Frank Reinhold

 

 

- Immobilien-Experten erwarten steigende Nachfrage nach Grundstücken
- Milliarden für Bau- und Wohnungspolitik können Probleme lindern

Immobilien-Experten erwarten steigende Nachfrage nach Grundstücken
Berlin/Duisburg, 05. Juli 2018 - Grundstücke werden im Ruhrgebiet besonders knapp. Das prognostiziert das LBS Immobilien-Barometer der LBS und der Sparkassen. Die Experten erwarten auch für 2018 eine deutlich steigende Nachfrage: Der Nachfragewert für Grundstücke liegt bei +7 auf der Skala, die von -10 bis +10 die Stimmung auf dem Immobilienmarkt beschreibt. Das Angebot wird dagegen mit -3,6 rückläufig eingeschätzt. Entspannter sieht es beim Neubau von Wohnungen aus. Hier halten sich Angebot (Index +6,1) und Nachfrage (+6,4) fast die Waage. In beiden Sparten rechnen die Experten aber mit Preisanstiegen. (idr).

 

 

Milliarden für Bau- und Wohnungspolitik können Probleme lindern
Haus & Grund: Fehlendes Bauland und hohe Baukosten sind Nadelöhr
„Die Milliarden aus dem Bundeshalt können die Probleme im Wohnungsbau lindern – nicht lösen“, kommentierte Haus & Grund-Präsident Kai Warnecke den heute im Bundestag debattierten Bundeshaushalt 2018. Darin enthalten sind für dieses Jahr unter anderem 1,5 Milliarden Euro zur Finanzierung der sozialen Wohnraumförderung sowie mehr als 260 Millionen Euro für das Baukindergeld. „Fehlendes Bauland und hohe Baukosten sind das Nadelöhr beim Wohnungsbau. Das werden die zentralen Themen beim geplanten Wohnungsgipfel im September sein.“  
Positiv bewertet der Eigentümerverband die Verstetigung der Städtebauförderung. „Die beschlossenen Mittel stellen die Städtebauförderung auf eine solide Grundlage“, lobte Warnecke. Nun komme es darauf an, die betroffenen privaten Eigentümer vor Ort von Anfang an in alle Projekte zur Quartiers- und Stadtentwicklung einzubinden.  
Als wertvolle Unterstützung für private Eigentümer bezeichnete Warnecke die für KfW-Förderprogramme bereitgestellten Mittel. „Die Stärkung des Programms „Kriminalprävention durch Einbruchsicherung“ mit 25 Millionen Euro im Förderzeitraum 2018 – 19 trägt dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen Rechnung.“

 

Hände weg von der Umlagefähigkeit der Grundsteuer! Grundsteuer ist Nutzersteuer, keine Vermögensteuer 

Energisch trat heute der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland Überlegungen von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) entgegen, die Grundsteuer künftig nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr auf die Mieter umlegen zu können. „Die Grundsteuer ist eine Steuer der Wohnungsnutzer und keine verkappte Vermögensteuer“, betonte Verbandspräsident Kai Warnecke. Die Umlagefähigkeit sei elementar, damit sich private Einzelvermieter weiterhin am Mietwohnungsmarkt engagierten.

 

Darüber hinaus wies Warnecke darauf hin, dass die Grundsteuer von den Kommunen vor allem deshalb eingenommen wird, um Kitas, Schulen und andere Infrastrukturleistungen vor Ort zu finanzieren. „Das kommt allen in der Kommune lebenden Menschen gleichermaßen zugute, sowohl Mietern als auch selbstnutzenden Eigentümern. Daher ist es eine Frage der sozialen Gerechtigkeit, dass alle an den Kosten beteiligt werden“, so der Verbandspräsident.

 

„Die Sozialdemokraten müssen sich endlich von der Vorstellung verabschieden, dass Vermieter vor Finanzkraft strotzende Großkonzerne sind“, forderte Warnecke mit Verweis auf aktuelle Studien und Umfragen: Private Einzelvermieter stellen knapp zwei Drittel aller Mietwohnungen in Deutschland. 7,5 Prozent verdienen mit der Vermietung kein Geld, drei Viertel maximal 10.000 Euro im Jahr. Ein Viertel der privaten Einzelvermieter erhöht in laufenden Mietverhältnissen nie die Miete. Warnecke: „Die Sozialdemokraten sind auf diese Vermietergruppe angewiesen, wenn sie es mit bezahlbarem Wohnen für Mieter ernst meinen.“ 

 

 

 

IHK veröffentlicht „Niederrhein in Zahlen“

Gute Entwicklung im Produzierenden Gewerbe - Suche nach Fachkräften nimmt zu  
Duisburg, 05. Juli 2018 - Der Niederrhein ist ein starker Wirtschaftsstandort – nicht nur, aber insbesondere auch in den Bereichen Industrie, Verkehr und Logistik sowie Tourismus. Das zeigt die aktuelle Broschüre „Der Niederrhein in Zahlen 2017/ 2018“ der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve anhand vieler spannender Zahlen – angefangen vom Gesamtumsatz in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 9,5 Milliarden Euro in 2017, über den Schiffsumschlag in den niederrheinischen Häfen mit 56 Millionen Tonnen bis hin zu den Übernachtungszahlen am Niederrhein mit 2,3 Millionen.  
Gerade für die niederrheinische Industrie war 2017 ein gutes Jahr. Nachdem die Umsätze in den vergangenen Jahren jeweils leicht gesunken waren, konnte das Produzierende Gewerbe 2017 erstmals wieder eine Umsatzsteigerung verzeichnen. So wurde in Duisburg sowie in den Kreisen Wesel und Kleve zusammengenommen ein Gesamtumsatz in Höhe von 22 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Im Vergleich zu 2016 entsprach dies einem Plus von 12 Prozent. Der Zuwachs am Niederrhein war damit rund doppelt so hoch wie in ganz NRW (6 Prozent). Besonders gut entwickelte sich das Produzierende Gewerbe in Duisburg mit einem Gesamtumsatz von rund 12 Milliarden Euro und einem Plus von fast 18 Prozent im Vergleich zu 2016. Mehr Beschäftigte in den Unternehmen am Niederrhein Die gute Konjunktur spiegelt sich auch in Stellenzuwächsen der niederrheinischen Unternehmen wider. Die Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter nahm 2017 im Vergleich zum Vorjahr zwischen 2,2 Prozent im Kreis Wesel und 3,4 Prozent im Kreis Kleve zu. Allerdings stoßen die Firmen inzwischen immer stärker an die Grenzen des Arbeitsmarktes.
Der Fachkräftemangel gilt mittlerweile als das größte Risiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen.  
Hohe Gewerbesteuersätze belasten lokale Betriebe Trotz der überwiegend guten Konjunktur drehte die Mehrheit der Gemeinden am Niederrhein in den vergangenen fünf Jahren an der Steuerschraube – darunter ganz besonders solche mit problematischer Haushaltslage. Zwar schwächte sich diese Entwicklung im aktuellen Jahr spürbar ab. Allerdings befinden sich die Hebesätze vieler Gemeinden bereits auf einem sehr hohen Niveau.
„Hohe Gewerbesteuersätze stellen eine spürbare Belastung für die Gewerbetreibenden dar und wirken sich negativ auf Ansiedlungsentscheidungen aus. Dies ist nicht nachhaltig und kann daher auch nicht im Interesse der betroffenen Kommunen sein“, so IHK-Statistikexpertin Friederike-Sophie Niemann. „Die notwendige weitere Konsolidierung der Haushalte darf nicht auf dem Rücken der Gewerbetreibenden erfolgen. Hinsichtlich der Altschuldenproblematik muss weiter an einer Lösung gearbeitet werden.“  
Die Broschüre steht im Internet zum Download zur Verfügung unter www.ihk-niederrhein.de/Niederrhein-in-Zahlen oder kann kostenlos bestellt werden. Kontakt: Friederike-Sophie Niemann, Telefon 0203 2821-338, E-Mail f.niemann@niederrhein.ihk.de.

 

 

Wichtige Partner im Chinageschäft

Kooperation zwischen duisport und Chongqing

Duisburg, 04.07.2018 - Die Duisburger Hafen AG (duisport) und die chinesische 30-Millionen-Metropole Chongqing intensivieren ihre Zusammenarbeit. Das vereinbarte duisports-Vorstandsvorsitzender Erich Staake mit Chongqings Bürgermeister Liu Guiping, der gemeinsam mit dem chinesischen Generalkonsul Feng Haiyang den Hafen besuchte.

 

Von den derzeit wöchentlich 30 zwischen duisport und verschiedenen Zielen in China verkehrenden Güterzügen ist die 2011 aufgenommene Verbindung zwischen Duisburg und Chongqing die älteste im Rahmen der Seidenstraßeninitiative „Belt & Road“. Seitdem ist der weltweit größte Binnenhafen Start- und Zielpunkt der Chinazüge. Aus Chongqing, einem der größten Industriestandorte der Welt, werden vor allem Elektrogeräte und Bauteile von dort ansässigen weltweit operierenden Elektronikkonzernen importiert. Bürgermeister Liu Guiping wies darauf hin, dass seit 2011 über 2.000 Züge zwischen Chongqing und duisport gefahren seien.

 

Der ökonomischen Bedeutung dieser Güterzugverbindung trug der chinesische Staatspräsident Xi Jinping Rechnung, als er 2014 den Duisburger Hafen als einziges Wirtschaftsunternehmen während seiner Europareise besuchte.

 

duisport und Chongqing wollen zukünftig vor allem bei gemeinsamen Projekten im Rahmen von „Belt & Road“ kooperieren. Insbesondere sollen die Fahrzeiten der Güterzüge von bislang 12-13 Tagen weiter reduziert werden. „Chongqing ist ein herausragender Partner in unserem Chinageschäft, mit dem wir gemeinsam mit unseren Partnern aus der Industrie und Logistik einen permanenten Dialog führen werden. Durch diese Kooperation mit der wichtigsten Logistikdrehscheibe Chinas stellen wir sicher, dass der Chinahandel weiterhin einer unserer Wachstumstreiber bleibt“, so Erich Staake.

 

 duisports Vorstandsvorsitzender Erich Staake empfing Chongqings Bürgermeister Liu Guiping (Mitte) und Chinas Generalkonsul Feng Haiyang.

© duisport/krischerfotografie

 

 

- Zahl der Wohnungen in NRW auf neuem Höchststand  
- Postbank Wohnatlas 2018

Zahl der Wohnungen in NRW auf neuem Höchststand  
02/03. Juli 2018 - Ende 2017 gab es in Nordrhein-Westfalen mit 8,97 Millionen Wohnungen (einschließlich Wohnungen in Wohnheimen) den höchsten Wohnungsbestand aller Zeiten. Rein rechnerisch wohnten jeweils zwei Personen in einer Wohnung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anhand von Ergebnissen der Fortschreibung des Gebäude- und Wohnungsbestandes mitteilt, war die Zahl der Wohnungen um 0,5 Prozent höher als ein Jahr zuvor und um 3,0 Prozent höher als Ende 2010.  


 

Den stärksten Anstieg der Wohnungszahlen aller 396 Städte und Gemeinden des Landes gegenüber 2010 ermittelten die Statistiker für die Stadt Wassenberg (+12,5 Prozent) sowie für die Gemeinden Wettringen (+11,2 Prozent) und Gangelt (+10,9 Prozent). Rückgänge verzeichneten nur die Städte Altena (-1,7 Prozent) und Bergneustadt (-1,1 Prozent).  
Im Durchschnitt war jede Wohnung 90,4 Quadratmeter groß. Jedem Einwohner NRWs standen durchschnittlich 45,3 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung; 0,2 Quadratmeter mehr als vor einem Jahr. Rein rechnerisch hatte jede Wohnung 4,3 Zimmer (einschließlich Küchen). Knapp die Hälfte der Wohnungen hatte drei (23,5 Prozent) oder vier (26,1 Prozent) Räume. 37,3 Prozent aller Wohnungen verfügten über fünf oder mehr Räume. 10,1 Prozent waren Zwei- und 3,1 Prozent Einraumwohnungen.  


Die rein rechnerisch größten Wohnungen des Landes gab es Ende 2017 in den Gemeinden Stemwede (129,9 Quadratmeter), Selfkant (126,8 Quadratmeter) und Heek (126,7 Quadratmeter). In den kreisfreien Städten Gelsenkirchen (74,9 Quadratmeter), Duisburg (75,7 Quadratmeter) und Düsseldorf (76,2 Quadratmeter) waren die Wohnungen im Schnitt am kleinsten.  

Postbank Wohnatlas 2018
In Düsseldorf haben die Preise für Wohneigentum stark angezogen: 3.447 Euro kostete der Quadratmeter durchschnittlich im vergangenen Jahr. In den umliegenden Landkreisen liegt der durchschnittliche Preis mindestens 1.400 Euro darunter. Viele Kaufinteressierte mit einem Arbeitsplatz in der Rheinmetropole ziehen deshalb das Pendeln in Erwägung.
Nicht vergessen werden sollte dabei allerdings, dass ein längerer Arbeitsweg Zeit in Anspruch nimmt und Kosten verursacht, die ein ganzes Berufsleben lang anfallen und sich summieren. Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat für die Postbank eine Modellrechnung entwickelt, mit der sich die jährlichen Pendelkosten erstmals beziffern lassen.
Der Postbank Wohnatlas 2018 zeigt, nach wie vielen Jahren der Kostenvorteil des günstigeren Immobilienkaufs im Umland für Haushalte mit einem Pendler aufgezehrt ist. Verglichen wird jeweils der Kauf einer durchschnittlich teuren 70-Quadratmeter-Wohnung in Düsseldorf und in den Umlandkreisen. Um die Pendelzeiten zu ermitteln, wurde pro Kreis als Startpunkt jeweils die bevölkerungsreichste Stadt untersucht. Die günstigsten Ergebnisse ergab die Analyse für Neuss im Rhein-Kreis Neuss: Dort hat der Kaufpreisvorteil bei täglicher Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel für den Arbeitsweg 42,2 Jahre Bestand, bei täglicher Fahrt mit dem Auto reduziert sich diese Zeitspanne auf 19,7 Jahre.

Blickt man auf Duisburg, zeigen sich etwas längere Pendelstrecken, die mehr Fahrzeit erfordern. Allerdings ist der Kaufpreisvorteil aufgrund der vergleichsweise günstigen Quadratmeterpreise gegenüber der Metropole Düsseldorf höher als in Neuss. Dementsprechend kommen Pendler aus Duisburg immer noch 40 Jahre lang günstiger weg, als wenn sie eine vergleichbare Immobilie in Düsseldorf erwerben würden.
Wer die Strecke täglich mit dem Auto bewältigt, hat die Preisdifferenz schon nach 16,5 Jahren verfahren. Bus- und Bahnfahren fast überall günstiger Auch die anderen Nachbarstädte erweisen sich mit Ausnahme von Krefeld als Standorte, in denen der Immobilienkauf nach mehr als 20 Jahren Pendeln günstiger bleibt als in Düsseldorf selbst.
So profitieren die Ratinger 26,5 Jahre vom Preisvorteil vor Ort, wenn sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen. In Solingen sind es noch 21,1 Jahre, in Mühlheim an der Ruhr 20,8 Jahre. Für Autofahrer sind die Preisvorteile in fast allen umliegenden Städten deutlich schneller aufgebraucht als bei Nutzung des ÖPNV. Die Zeitspannen, in denen die Einsparungen beim Kauf unter den Autopendelkosten liegen, variieren zwischen 19,7 Jahren (Neuss) und 10,0 Jahren (Mülheim an der Ruhr).
Lediglich in Krefeld zeigt sich ein Kostenvorteil für Auto-Pendler im Vergleich zu Nutzern öffentlicher Verkehrsmittel. Dort besteht der Vorteil für "Öffentliche" nur 13,8 Jahre, für die Auto-Fraktion 14,3 Jahre.
Zeitspanne in Jahren, in der der Umzug in die bevölkerungsreichste Stadt der Umlandlandkreise günstiger ist:

   Entfernung km ÖPNV Min.  / Pkw Min.  / Jahre ÖPNV  / Jahre Pkw

Neuss	                       10	9	16	42,2	19,7

Duisburg	                28	14	26	40,0	16,5

Mettmann:
Ratingen	                13	16	22	26,5	15,7

Solingen	                20	23	28	21,1	13,5

Mühlheim 	                33	22	35	20,8	10,0

Krefeld	                        25	40	26	13,8	14,3

Realistische Finanzplanung
Ob Benzin, Monatskarten, Unterhalt für ein weiteres Auto, lange Fahrtzeiten oder zusätzliche Kinderbetreuungskosten - alle Ausgaben, die das Leben im Umland erfordert, sollten möglichst realistisch eingeschätzt werden. Denn andernfalls könnten sich Kaufinteressierte von den günstigeren Quadratmeterpreisen leicht zu einer größeren Immobilie im Umland verleiten lassen.
Beim Immobilienkauf würde dann im Vergleich zum Erwerb in der Metropole selbst womöglich kaum gespart - und die Pendelkosten kämen noch oben drauf. Einbezogen werden muss dabei aber auch, dass ein kostspieligeres Immobilieninvestment in der Großstadt in vielen Fällen höhere Schulden bedeutet - und dafür höhere Tilgungsleistungen und Zinszahlungen fällig werden.
"Um die beste Lösung zu finden, ist eine individuelle Analyse der finanziellen Lage unabdingbar", so Postbank-Experte Matthias Weber. "Einmal mehr zeigt unser Wohnatlas: Die Traumimmobilie muss zur persönlichen Lebensplanung passen."

Immobilienpreise für Düsseldorf und das Umland
Stadt bzw. Landkreis                  / QM-Preis 2017 / Veränderung in % ggü. 2016*

Düsseldorf, Kreisfreie Stadt	/ 3.447	/ 8,8
Rhein-Kreis Neuss	                / 2.021	/ 7,9
Mettmann 	                / 1.916	/ 9,3
Solingen	                                / 1.677	/ 7,6
Mühlheim a.d. Ruhr	                / 1.645	/ 6,4
Krefeld	                                / 1.506	/ 4,2
Duisburg	                                / 1.114	/ 3,1

Bis 2030 fehlen im Rheinland 345.000 Fachkräfte  

IHKs im Rheinland legen Fachkräftemonitor vor
Bonn/Duisburg, 28. Juni 2018 - Der Fachkräftemangel ist in der Metropolregion Rheinland das Konjunkturrisiko Nummer eins. Das ist das zentrale Ergebnis des ersten gemeinsamen Fachkräftereports der IHK-Initiative Rheinland, an der die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve beteiligt ist. Die Ergebnisse der Broschüre „Gemeinsam für Fachkräfte im Rheinland. Report zur Fachkräfteentwicklung 2018“ stellten Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie Vertreter der IHK-Initiative Rheinland bei einem gemeinsamen Pressegespräch in Bonn am Donnerstag, 28. Juni, vor.  
Im Rheinland übersteigt die Fachkräftenachfrage das -angebot deutlich. Im Jahr 2019 soll der Bedarf seinen Höhepunkt erreichen. Dann werden 3.156.000 Fachkräfte gesucht. Auf der Angebotsseite stehen ihnen 2.942.000 Fachkräfte gegenüber. Der Engpass liegt bei 214.000 Fachkräften, das entspricht 6,8 Prozent der Nachfrage. Bis 2030 fehlen 345.000 Fachkräfte, davon 306.000 beruflich qualifizierte Fachkräfte in IT, Industrie, Pflege, Büroberufen, Handel, Gastronomie.  
„Der Fachkräftemangel wird in den nächsten Jahren zu einer der größten Herausforderungen für unseren Wohlstand. Für uns bedeutet das Gegensteuern und gemeinsam nach Lösungen suchen. Wir müssen die duale Ausbildung stärken. Wir müssen Netzwerke zur Fachkräftesicherung entwickeln“, so Arbeitsminister Karl-Josef Laumann.
„Wir sollten aber bei unseren Anstrengungen auch all jene nicht aus den Augen verlieren, deren Einstieg ins Berufsleben nicht schnurstracks geradeaus verlief. Sie müssen wir mit unseren Maßnahmen zur Fachkräftesicherung genauso erreichen, wie die oftmals besonders motivierten Schulabgänger und Zuwanderer.“   „Unternehmen sind immer stärker vom Fachkräftemangel betroffen – mittlerweile fast die Hälfte der von uns befragten Unternehmen. Ganz gleich ob gelernte Fachkräfte oder Auszubildende: für unsere Unternehmen steht die Gewinnung von Mitarbeitern an erster Stelle“, erläuterte Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK - Foto IHK Duisburg.

Branchenübergreifend werden die Unternehmen in 2019 insgesamt 2.911.000 Mitarbeiter mit einer dualen Ausbildung suchen. Beruflich Qualifizierte mit kaufmännischer Ausrichtung sind besonders gefragt. Akademisch qualifizierte Personen werden deutlich weniger gesucht als Fachkräfte mit dualer Ausbildung. Die Nachfrage nach Akademikern soll 2019 bei 245.000 Personen liegen, das Angebot bei 215.000. Hochschulabsolventen sind gesucht, wenn sie Betriebswirtschaft, Informatik oder ein Ingenieurfach studiert haben.

Die Nachfrage nach Juristen wird in den kommenden Jahren sinken.  
In absoluten Zahlen sind im Rheinland im Jahr 2018 vor allem Büro- und Sekretariatsberufe gefragt, gefolgt von Berufen in der Unternehmensorganisation und -führung. Relativ gesehen, haben vor allem Veranstaltungsmanagement, Tourismus und Sport sowie Maschinenbau und Betriebstechnik große Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden.
Im Jahr 2030 werden bei den absoluten Zahlen die Büro- und Sekretariatsberufe den Prognosen zufolge weiterhin an der Spitze der Engpassgruppen stehen. Dann folgen soziale Berufe. Relativ sollen dann vor allem technische Fachkräfte fehlen. Außerdem werden Fachkräfte aus Mechatronik und Automatisierungstechnik, Forschung und Entwicklung sowie Bau, Architektur und Vermessung besonders gefragt sein.  
Dietzfelbinger: „Die Unternehmen treten künftig verstärkt in Konkurrenz um junge, gut ausgebildete Fachkräfte. Nicht nur um sie zu gewinnen, auch, um sie zu halten. Wir als Niederrheinische IHK beraten unsere Mitgliedsunternehmen mit zahlreichen Aktivitäten und Programmen zur Suche nach geeigneten Auszubildenden und zur Fachkräftesicherung.“
Dabei sprach er insbesondere die Vermittlung von Auszubildenden, den Einsatz von Ausbildungsberatern, die Vermittlung von Studienaussteigern als Auszubildende, diverse Aktivitäten im Bereich Schule und Wirtschaft sowie die Weiterbildung und Qualifizierung der Fachkräfte an.  

Baustammtisch im ehemaligen Ausbesserungswerk Wedau auf dem Areal „Sechs Seen Wedau“

Duisburg, 25. Juni 2018 - Morbider Industriecharme ging von der mit Graffitis „dekorierten“ Location des jüngsten Baustammtisches aus. Setzten die Veranstalter sonst auf die Schifferbörse als Ort ihrer Netzwerkveranstaltung, hatten sich die Akteure der GFW Duisburg und des Bauindustrieverbands NRW für den „Ort des Geschehens“ ausgesprochen. Im ehemaligen Bahn-Ausbesserungswerk Wedau referierte GEBAG-Chef Bernd Wortmeyer sehr beredt über das größte aktuelle Entwicklungsprojekt NRWs „Sechs Seen Wedau“ mit einer Fläche von circa 90 Hektar.
Rund 50 interessierte Fachbesucher – darunter Bauunternehmer, Architekten, Raumplaner, Projektentwickler und Investoren – hörten gespannt  zu und erfuhren nicht nur von der erfolgreichen Vergrämung der Zauneidechse: „Wir stehen hier auf dem aktuell größten Stadtentwicklungsprojekt in Nordrhein-Westfalen,“ erläuterte Wortmeyer.

„Hier entsteht zum einen in Wedau-Süd ein Wohngebiet mit Angeboten für jeden Geldbeutel und die verschiedensten Ansprüche inklusive Infrastruktur. Zum anderen wird Wedau-Nord zum Wissenschaftsstandort mit Universitätsansiedlungen entwickelt. Und das in einem beachtlichen Tempo. Das muss Duisburg erst einmal einer nachmachen.“  

Rechtsanwalt Stefan Bahrenberg, Geschäftsführer des Bauindustrieverbands NRW e.V., war begeistert vom guten Zuspruch: „In Zeiten voller Auftragsbücher sind derart gut besuchte Netzwerktreffen kein Automatismus.“ Das kann auch Dieter Düster, Architekt und Geschäftsführer der „dd Projektplanung GmbH“, bekräftigen: „Seit 40 Jahren bin ich im Geschäft, bei solchen Anlässen trifft man immer auch einige Weggefährten.
Darüber hinaus ist das Projekt ‚Sechs Seen Wedau‘, das gut angelaufen zu sein scheint, auch stadtentwicklerisch wirklich spannend. Es wird positive Auswirkungen auf Beschäftigungsaspekte und den Wohnungsmarkt haben. Mal sehen, wie das Investorenverfahren ausgehen wird. Wir Architekten sind ja grundsätzlich immer ‚im Boot‘ der Investoren und der eine oder andere aus meinem Investorenkreis hat sich bereits um dieses Projekt beworben.“  
Die Dialoge waren rege, so dass das Ziel der Initiatoren des Baustammtisches erreicht wurde. Schließlich hatten GFW-Chef Ralf Meurer und Bauindustrieverbands-Geschäftsführer Bahrenberg auch zum Dialog mit den Anwesenden ermuntert, um sich für den einen oder anderen Auftrag, der mit dem Projekt verbunden sei, zu empfehlen.
Einer, der bereits eine Zusage erhalten hat, ist Michael Buchmann, Niederlassungsleiter der Vössing Ingenieurgesellschaft mbH: „Wir freuen uns, dass wir den Auftrag für die Projektsteuerung zur Erschließung dieses Areals erhalten haben. Dies gilt umso mehr für unsere Niederlassung Duisburg, da sich dieses herausragende Stadtentwicklungsprojekt gewissermaßen vor unserer Haustür befindet.“  

Während auf der 60 Hektar großen Südfläche urbanes Wohnen mit maritimem Charakter wahr wird, soll Wedau-Nord mit 30 Hektar zum Inbegriff der Technologieorientierung werden: als Keimzelle für Start-ups, Forschungsinstitute, technologieorientierte Unternehmen, eine Fakultät der Universität Duisburg-Essen und forschungsnahe Dienstleister.
„Ideal für die Boombranchen der Zukunft, gibt es hier doch mittelfristig schon optimale Entwicklungsmöglichkeiten“, so GFW-Geschäftsführer Meurer: „Die Aufbereitung dieser Flächen ist existenziell wichtig, damit wir ‚Hidden Champions‘ an den Wirtschaftsstandort binden und neue für diesen gewinnen können. Zahlreiche Unternehmen, die wir begleiten und die zurzeit immens wachsen, haben schon großes Interesse an einer Verlagerung und Expansion nach Wedau bekundet. Hierbei vernetzen mein Team und ich die wesentlichen Akteure; schließlich gehören der Firmen- und Ansiedlungsservice zu den originären Kernaufgaben der Duisburger Wirtschaftsförderung.“  

Setzen auf Wedau: GFW-Prokurist Klaus Wulfert, GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer, RA Stefan Bahrenberg – Geschäftsführer Bauindustrieverband NRW e.V. – und GEBAG-Chef Bernd Wortmeyer (v.l.n.r.), Urheberin: Jacqueline Wardeski; Nutzungsrechte: GFW Duisburg

 

Auf ein Wort

Binsheim, Uferbereich Masurenallee undsoweiter...
Wo waren die jetzt so aktiven Wedauer "Uferretter" , als so wie im Binsheimer Feld jeden Sommer, an jedem schönen Tag am Ende der Masuerenallee in Duisburg-Wedau so und noch viel schlimmer aussah?

Wo waren Ihre Rettungsaktionen mit den Bürgern, die beim Bezirksamt Süd und den Redaktionen anriefen, was denn die Stadt, Das Ordungsamt bzw. die Wirtschaftsbetriebe gegen das Zuparken, die dröhnende Musik bis in die Nachtstunden, das Grillen im staubtrockenen Gras in direkter Ufernähe, die Vermüllung und die Belästigung durch Angetrunkene die Bürger von der Ufernähe abhielt.

Klar kann man bei der Bürgeranhörung gegen eine siebengeschossige Bebauung sein, eine zweite Brücke fordern oder sich selbstverständlich um die Verkehrssituation sorgen, dafür sind die Anhörungen ja da. Wenn es aber um eine sinnvolle Sanierung der Uferzone geht, die allen gerecht wird und wenn der Zugang gesichert erhalten bleibt und die Eihgentumsverhälnisse nicht in private Hände übergehen - wo liegt dann das Problem der sogennannten Retter? Wollen sie das größe Sanierungs- und Bauprojekt in NRW und eine langfristige gesicherte Nahversorgung von zwei Ortsteilen wie Bissingheim und Wedau verhindern oder was steckt wirklich dahinter?

Ein trauriges Beispiel war auch eine frühere Wedauer "Uferretterszene", die unbedingt einen erweiterten See-Zugang erreichen wollten. Dies bei einer Bauanfrage eines Duisburger Nahversorgungsunternehmers, der ein Wedauer Gelände am Seeufer mit Risiko der Altlasten im Boden tragen wollte. Das Ende vom Lied war eine Dreifachteilung und der Verlust eines Investors mit Millionen-Engagement.   Harald Jeschke  

 

 

Digitale Verwaltung ist wichtig für Unternehmen

Austausch in der IHK mit Dezernent Martin Murrack  
Duisburg, 19. Juni 2018 - eGovernment-Lösungen für Unternehmen, Attraktivität des Standorts für die Technologie-Szene, Breitbandausbau – das waren die Themen bei einem ersten Gedankenaustausch zwischen Martin Murrack, dem neuen Dezernenten für Personal, Organisation, Digitalisierung und bezirkliche Angelegenheiten der Stadt Duisburg, und der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve.  
„Wir wollen die Duisburger Verwaltung mit eGovernment-Lösungen leistungsfähiger und serviceorientierter machen“, berichtete Murrack von einem seiner Ziele im Gespräch mit IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger. Darunter fällt zum Beispiel die Online-Terminvereinbarung für den Bürgerservice. „Auch unsere Unternehmen brauchen einen besseren Zugang zur Verwaltung“, stellte Dietzfelbinger mit Blick auf den Mehrwert von eGovernment-Lösungen klar. „Wenn Betriebe ihre Informations- und Meldepflichten digital organisieren können, trägt das dazu bei, den bürokratischen Aufwand zu reduzieren.“   

Dietzfelbinger betonte im Gespräch, dass der „Masterplan Digitalisierung“ der Stadt ein wichtiger Schritt sei, um Duisburg auf der digitalen Landkarte sichtbar zu machen und sagte zu, dass die IHK die Umsetzung des Masterplans insbesondere in den Handlungsfeldern Smarte Wirtschaft und Breitband gerne mit ihren Netzwerken und Impulsen aus der Unternehmerschaft begleite. „Wir müssen gute Standortbedingungen für junge Technologieunternehmen schaffen und mehr attraktive Treffpunkte für die Digitalszene wie die WestVisions-Konferenz“, so Dietzfelbinger.

V.l.: Freuen sich auf die Zusammenarbeit: IHK-Digitalisierungsexpertin Marina Janßen, Dezernent Martin Murrack und IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger - Foto Niederrheinische IHK

 

 

Hightech- Werkstoff von thyssenkrupp schafft Energieeffizienz: Elektroband des Stahlherstellers trägt zu erfolgreicher Energiewende bei

Duisburg, 19. Juni 2018 - Die Reichweite und Lademöglichkeit von Elektroautos, das Nutzen erneuerbarer Energiequellen und die ressourcenschonende Verteilung von Strom – von Themen wie diesen hängt der Erfolg der Energiewende ab. Schon jetzt muss die schwankende Nachfrage nach Strom für eine effiziente Netzstabilität gesteuert und ausgeglichen werden. Mit der stärkeren Nutzung von erneuerbaren Energien wird diese Aufgabe künftig noch komplexer.

Für diese Herausforderungen bietet thyssenkrupp seinen Kunden mit einer breiten Auswahl an Elektrobandsorten Lösungen an. Will man Energie effizient erzeugen, umwandeln und nutzen, kommt die anspruchsvolle Stahlsorte mit der Eisen-Silizium-Legierung zum Einsatz. Auf der „Coilwinding“, der internationalen Fachmesse für Spulenwicklung, Isolierung und Elektrofertigung, vom 19. bis zum 21. Juni in Berlin, zeigt thyssenkrupp die Anwendungsbereiche des Kernwerkstoffs der Energiewende mit Exponaten wie einer Ladesäule für Elektroautos und eines Stators. Neu ist in diesem Jahr eine Virtual Reality-Anwendung, die die Eigenschaften und Vorteile der Produkte des Stahlherstellers in einer virtuellen Welt digital anschaulich macht.

Spezialstähle für effiziente Generatoren 

Elektroband bringt die Energiewende an vielen Stellen voran, und das beginnt bereits am Anfang der Stromerzeugung: Wird Energie mit der Kraft von Wind oder Wasser erzeugt, müssen Generatoren die Bewegungsenergie zunächst in Strom umwandeln. Elektroband wie powercore® von thyssenkrupp lässt solche Anlagen effizient arbeiten. Es sorgt dafür, dass die mechanische Rotationsenergie verlustarm in elektrischen Strom umgewandelt wird. Der Spezialstahl bündelt und verstärkt den magnetischen Fluss: „In Anlagen wie Wind- oder Wasserkraftwerken hängt die Leistungsfähigkeit der Generatoren maßgeblich von den Eigenschaften des Werkstoffs Elektroband ab“, sagt André Matusczyk, CEO der Business Unit Automotive bei thyssenkrupp Steel Europe.

Intelligente Verteilernetze sorgen für verlustarme Verteilung

Um Strom über große Entfernungen zu transportieren, muss dieser auf eine höhere Spannung gebracht werden als er bei seiner Erzeugung besitzt. Die Spannung beim Transport ist etwa tausend Mal höher als in häuslichen Steckdosen. Für die Nutzbarkeit in Haushalten und Industrie muss die Stromspannung wieder transformiert werden. Das dafür notwendige kornorientierte Elektroband der Marke powercore® kommt deshalb in Verteil- und Leistungstransformatoren zum Einsatz. Eine besondere Herausforderung für thyssenkrupp Electrical Steel liegt darin, die Ecodesign-Richtlinie der EU zu erfüllen.
Nach dieser verschärfen sich schrittweise die Anforderungen an den Wirkungsgrad von Transformatoren, um Energie noch verlustärmer zu transportieren. Derzeit liegt die Verlustquote allein in Deutschland bei zwei bis drei Prozent. „In Zukunft werden dafür noch differenziertere Elektrobandsorten verlangt. In diesen Spitzensorten sind wir bereits heute gut aufgestellt und begleiten die Entwicklung mit unseren speziell hochwertigen kornorientierten Elektroband-Produkten“, sagt Dr. Overrath, CEO von thyssenkrupp Electrical Steel. In den letzten 20 Jahren hat die Business Unit aus dem Stahlbereich von thyssenkrupp die Energieeffizienz bei Elektroband bereits um fast 40 Prozent verbessert – Tendenz steigend.

Datennetze sollen Stromnetze ergänzen

Eine zentrale Frage beim Thema Elektromobilität sind die Reichweite der Fahrzeuge und deren ausreichende Lademöglichkeiten. Denn je mehr Ladestationen benötigt werden, desto mehr Einspeisepunkte bzw. Verteiltransformatoren braucht man. „Wenn die Zahl der Stromverbraucher steigt, muss die Verteilkapazität erhöht werden. Dabei ist es unerheblich, wofür der Strom gebraucht wird“, erläutert Dr. Overrath. Mit der zukünftig größeren Verbreitung von Elektromobilität, werden die Verteilnetze in Deutschland und Europa weiter aus gebaut. „Die Energiewende ist von einer intelligenten Energieverteilung nicht zu trennen.“

 Intelligente Verteilnetze, so genannte „Smart Grids“, sind daher gefragt. Bereits heute muss die schwankende Nachfrage nach Strom gesteuert und ausgeglichen werden. Mit der stärkeren Nutzung von erneuerbaren Energien, die nicht ständig verfügbar sind, wird diese Aufgabe künftig noch umfassender. Ein parallel zum Stromnetz agierendes Datennetz soll deshalb die Erzeugung, Speicherung und Verteilung der Energie mit Hilfe von neuartigen Transformatorenkonzepten koordinieren. „Der Bedarf ist da“, so Dr. Overrath. „Das notwendige kornorientierte Elektroband für diese smarten Transformatoren ist heute schon bei uns verfügbar.“

Basiswerkstoff für Elektromobilität

Stahl in Form von effizientem Elektroband ist unverzichtbar für die Elektromobilität von heute und morgen. „Ohne Stahl keine Elektromobilität. Wir brauchen Elektroband zwingend zur Herstellung der E-Motoren“, sagt Matusczyk. Das Potential der Elektromotoren ist zwar enorm, doch so sind auch die Anforderungen: Hohe Drehzahlen und gesteigerte Drehmomente, Energieeffizienz, geringer Bauraumbedarf und Ressourcenschonung wird dem Antrieb mit Strom abverlangt. Aus diesem Grund bietet thyssenkrupp Elektrobandsorten an, die schnelldrehende Antriebsmotoren besonders verlustarm machen.
 Die magnetischen Eigenschaften des Hightech-Werkstoffs machen die Motoren effizienter und erhöhen so die Reichweite der Fahrzeuge. „Und gerade das ist ein zentraler Aspekt für die Akzeptanz von Elektroautos“, so Matusczyk. thyssenkrupp prüft die neu entwickelten Elektrobandsorten zum Großteil in einem Motorenprüfstand im E-Mobility Center Drives in Bochum.

Werkstofftechnologie trifft auf Virtual Reality, Kunden-App und E-Commerce

Auf dem thyssenkrupp Messestand können die Kunden und Fachbesucher mit einer VR- Brille in eine interaktive, computergenerierte Welt eintauchen und die Technologiethemen des Stahlherstellers in einer virtuellen Umgebung in Echtzeit erleben und selbst steuern.
Darüber hinaus kann die neu gestaltete Multi-Touch App „Hocheffizientes Elektroband – Basiswerkstoff für die Energiewende“ über ein Touch-Screen am Messestand bedient werden. Kunden können so die unterschiedlichen Elektrobandsorten und deren Anwendung – etwa in einem Windpark – anschauen, sich über deren Materialeigenschaften informieren und das gewünschte Produkt schneller finden. Mit Steel Online, dem digitale E-Commerce-Portal von thyssenkrupp, können sich Kunden über die Onlinebestellmöglichkeiten beim Stahlhersteller informieren. 

Elektroband von thyssenkrupp ist ein wichtiger Bestandteil der Stromversorgung und der Elektromobilität. Zu sehen ist dies auf der internationalen Fachmesse „Coilwinding“ in Berlin.

Alba Bau GmbH – Gerüstbau mal anders

Duisburger Ausbildungsbetrieb „lebt“ gesellschaftliche Unternehmensverantwortung    
Duisburg, 12. Juni 2018 - „Machen wir uns nichts vor: Gerüstbauern wird vielfach nachgesagt, zuweilen eher schlichter zu denken. Eben hemdsärmelig“, erklärt Cihan Albayrak, Geschäftsführer der Alba Bau GmbH, freimütig. Der 45-Jährige will zeigen, dass diese Stereotypen nicht immer zutreffen.  
Anpacken muss man. Körperlich arbeiten. Das sehr wohl. Dies gehört zum Alltagsgeschäft der Mannschaft um Firmenchef Albayrak. Der Duisburger Diplom-Ingenieur mit türkischen Wurzeln hat sich am Markt durchgesetzt: Nächstes Jahr feiert er mit seiner „Truppe“ 15-jähriges Bestehen.
„Das freut uns als Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg (GFW Duisburg), da wir Herrn Albayrak von Anfang an begleiten und sowohl in Förderfragen als auch bei der Suche nach einem größeren Grundstück unterstützen. Darüber hinaus nutzt das Team von Alba Bau auch die Möglichkeit, sich auf dem GFW-Mittelstands-Forum bei potenziellen Neukunden bekannter zu machen und Netzwerke mit Bestandskunden zu stärken. Das wirkt“, so GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer. Und tatsächlich: Der Geschäfts- wie Privatkundenstamm wächst kontinuierlich. Kunden wie Mitarbeiter sind zufriedener denn je. Das liegt nicht nur an der guten Konjunktur, sondern auch an den neuen Wegen, die der Firmenchef geht.  

Hier ist vieles anders als gedacht: Sechs der 23 Mitarbeiter haben einen kaufmännischen Hintergrund; die anderen einen gewerblichen. Eine außergewöhnliche Relation für einen Gerüstbauer. „Das ist wichtig, damit jeder unserer Kunden schnell von uns hört. Nach spätestens zwei Tagen haben wir ein Angebot erstellt. Da müssen Sie anderenorts schon mal locker zwei Wochen bis einen Monat darauf warten, um überhaupt eine Rückmeldung zu bekommen.“

Ist man sich handelseinig geworden, werden die Kunden von ein und derselben Person betreut – von der Auftragserstellung bis hin zur vollständigen Abwicklung.“ Das zahlt sich aus. Ob man das jetzt „One-Face-to-the-customer“ nennt oder einfach so macht.   Zufriedene Kunden und engagierte Mitarbeiter sind das Ergebnis. „Beides bedingt sich gegenseitig“, weiß der mit einer Arbeitspsychologin verheiratete Unternehmer. Seine Frau war es auch, die ihm dazu riet, Ideen zu entwickeln, um die Mitarbeiter in Zeiten des Fachkräftemangels an das Unternehmen zu binden.

„Eine gemeinsame Reise in ein türkisches Ferienresort beispielsweise, Grillfeste, Betriebsausflüge in Freizeitparks“, erzählt er. Das zahle sich aus. „Seitdem wir das machen, haben wir nahezu keine Fluktuation mehr. Das war früher anders. Nach zwei Jahren hat sich der eine oder andere dann schon nach neuer Beschäftigung umgesehen“, bekennt er ehrlich.  

Damit ist Schluss. Seitdem er Themen wie „Stressmanagement“ und „Arbeitssicherheit“ weitaus mehr umsetzt: „Die Verletzungsgefahr ist geringer geworden; die Ausfallquote durch Unfälle auf der Baustelle ebenso“, berichtet der Firmenlenker und erzählt gleich von seinem nächsten Coup: „Seit kurzem können meine Mitarbeiter die Dienstleistung eines staatlich geprüften Masseurs in Anspruch nehmen. Dieser kommt einmal wöchentlich bei uns vorbei.“ Das kommt an und wird genutzt. Seither sind die Krankheitszahlen ebenfalls gesunken. Die Folge: Mehr Aufträge können abgearbeitet werden und das in kürzerer Zeit.    

„Angesichts des Fachkräftemangels in vielen Bereichen müssen sich Unternehmen etwas einfallen lassen, um die richtigen Mitarbeiter für sich zu gewinnen. ALBA geht hier sicher den richtigen Weg. Dabei zählen nicht nur Schulnoten, sondern außerdem praktische Fähigkeiten. Und es freut mich, dass hier auch Menschen, die als Geflüchtete zu uns kommen, eine Chance bekommen“, betont Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link. Genau das „lebt“ der Duisburger Ausbildungsbetrieb.

Gemeinsam mit den Akteuren des in Duisburg ansässigen Bildungszentrums Handwerk hat er fünf Flüchtlinge gefunden, auf die das Anforderungsprofil passte. Teamfähig sein. Anpacken können. Dafür muss man nicht zwingend kräftig sein, aber eben kraftvoll. Vier davon arbeiten jetzt seit fast zwei Jahren bei ihm. Einer musste gehen, aber nur, weil dessen „Duldung“ abgelaufen war. Zu denen, die bleiben konnten, gehört Pascal Touré.
Der 20-Jährige aus Guinea ist im ersten Lehrjahr und absolviert seine Ausbildung bei Alba Bau: „Ich bin froh, dass ich hier eine so tolle Chance erhalten habe, die mir eine Perspektive in Deutschland bietet. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen macht Spaß.“ Das bestätigt auch Firmengründer Albayrak. „Pascal Toure und die anderen Neuankömmlinge haben sich super ins Team integriert und leisten klasse Arbeit. Und die haben wir mehr denn je“, bringt es der Unternehmer auf den Punkt.

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (2.v.l.) und GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer (1.v.l.) mit den Akteuren der Alba Bau GmbH Cihan Albayrak, Pascal Touré und Caner Demirci (v.l.n.r.); Foto: Uwe Köppen, Nutzungsrechte: Stadt Duisburg

 

Vielfalt bei thyssenkrupp

Stahlbereich setzt auf Unterschiedlichkeit seiner Mitarbeiter

Duisburg, 05. Juni 2018 - Als er 2014 aus Eritrea floh, konnte Amanuel Brhane noch nicht ahnen, dass er eines Tages in Duisburg beim Stahlbereich von thyssenkrupp arbeiten würde. Damals wollte er nur weg: „Ich hatte in meinem Heimatland keine Zukunft“, sagt er. „Ich hoffte, dass irgendwo ein besseres Leben auf mich wartet.“ Amanuel Brhane schlug sich durch, von Eritrea über Äthiopien und den Sudan nach Libyen. Er durchquerte die Sahara alleine mit dem Auto; über Italien gelangte er schließlich nach Deutschland, „Das war ein wirklich harter Weg.“

Heute geht es dem 24-Jährigen gut: Er absolviert bei thyssenkrupp Steel Europe in Duisburg eine Ausbildung zum Verfahrensmechaniker im zweiten Lehrjahr. Am liebsten ist Brhane im Team beschäftigt. „Ich bin gerne mit älteren Menschen zusammen“, sagt er. „Durch sie und ihre Erfahrungen lerne ich sehr viel.“

 

Chancengleichheit gezielt fördern

Bei thyssenkrupp Steel Europe arbeiten Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und aus 60 verschiedenen Nationen erfolgreich zusammen. Dieses Thema rückt am sogenannten Deutschen Diversity-Tag besonders in den Fokus: „Wer auf Vielfalt setzt, kann viel gewinnen“, sagt Denise Vaz, die beim Stahlhersteller für das Diversity-Management zuständig ist und selbst aus Brasilien stammt. „Teams, die aus ganz unterschiedlichen Menschen bestehen, kommen oft zu kreativen Lösungen und bereichern sich gegenseitig. Wir fördern Chancengleichheit aktiv.“ Das sei in einem sich rasch wandelnden, globalisierten Umfeld besonders wichtig.

 

Das sagt auch Sven Karrasch, 46 Jahre alt und Teamleiter in der Stranggießanlage in Duisburg-Bruckhausen. Er ist selbst viel gereist, beispielsweise durch Israel, Ägypten, Südamerika und Südafrika. „Ich habe dort vor allem in der Begegnung mit Menschen meinen Horizont erweitert und viel Neues gelernt“, sagt er. „Im Job habe ich die Erfahrung gemacht, dass Teams am besten funktionieren, wenn auch Querdenker ihren Raum bekommen und Kollegen mit unterschiedlichen Werdegängen miteinander arbeiten“.

 

Diversity heißt auch Wertschätzung

Vielfalt in Unternehmen heißt aber nicht nur, dass Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammen arbeiten. Auch verschiedene Altersstufen, Geschlechter, sexuelle Identitäten, religiöse Einstellungen und Menschen mit und ohne Behinderung bereichern Teams. „Früher war mein Bereich stärker männerdominiert“, sagt Karrasch. „Seit einiger Zeit habe ich aber zum zweiten Mal eine Ingenieurin im Team. Das empfinde ich als großen Gewinn. Der Umgang untereinander ist wertschätzender geworden.“

 

Ähnlich äußert sich auch die 58-jährige Renate Selbach, die seit dem Beginn ihrer kaufmännischen Lehre vor 42 Jahren im Betrieb arbeitet. Seit einigen Jahren ist sie im Marketing zuständig für das Bestell- und Abrechnungswesen. Sie bevorzugt gemischte Gruppen, in denen Männer und Frauen zusammenarbeiten und hat auch den Zuzug der Gastarbeiter ins Ruhrgebiet noch gut in Erinnerung: „In unserem Industriebereich kann man auch ohne perfekte Sprachkenntnisse einen tollen Job machen- etwa durch handwerkliche oder technische Expertise. Ich kenne unser Unternehmen eigentlich nur als offen für ‚Multi-Kulti‘.“

 

Profitieren von unterschiedlichen Generationen

Heute genießt Renate Selbach es zudem, eine der älteren Mitarbeiterinnen im Unternehmen zu sein. „Ich spüre, dass viele Menschen Respekt vor der Erfahrung haben, die ich über die Jahre erworben habe“, sagt sie. Gerne arbeitet sie aber auch mit jüngeren Menschen zusammen: „Mich beleben die Neugier und die Unbeschwertheit, die sie ausstrahlen.“

 

Amanuel Brhane, Sven Karrasch und Renate Selbach: Mit ihren unterschiedlichen Lebensgeschichten, ihrer Herkunft, Erfahrungen und Fähigkeiten stehen sie beispielhaft für die Vielfalt der 27.000 Mitarbeiter beim Stahlbereich von thyssenkrupp.

 

Vielfalt bei thyssenkrupp Steel - Deutscher Diversity-Tag am 05. Juni 2018

Ziel des Diversity-Managements bei thyssenkrupp Steel ist das Schaffen eines Arbeitsumfelds, in dem alle Beschäftigten die gleiche Wertschätzung und Förderung erfahren, unabhängig von Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität.

Die Programme zur Förderung dieser Rahmenbedingungen sind ebenso vielfältig wie der Ansatz von Diversity: Die betriebseigene KiTa und spezielle Kinderbetreuungs-Angebote oder Job-Sharing erleichtern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die betriebseigene Inklusionswerkstatt bietet Arbeitsplätze für leistungsgewandelte Mitarbeiter, im Programm „ProZukunft“ stehen Gesundheits- und Work-Life-Balance im Fokus, mit „we.help“ hat der thyssenkrupp Konzern im September 2015 ein Programm für Flüchtlinge gestartet mit dem Ziel zusätzliche Qualifizierungspraktika und Ausbildungsplätze zu schaffen.

Vielfalt im Stahlbereich von thyssenkrupp hat viele Gesichter, Ethnien, Religionen, sexuelle Orientierungen, Altersklassen oder körperliche Einschränkungen. Sven Karrasch, Renate Selbach, Amanuel Brhane und Diversity-Managerin Denise da Vaz sind sich einig: Vielfalt bereichert die Zusammenarbeit beim Stahlhersteller.

Kostenloser Finanzierungssprechtag - IHK informiert Firmen zu Fördermöglichkeiten  
Wie kann man unternehmerische Entscheidungen sicherer gestalten und öffentliche Förderprogramme nutzen? Konkrete Hilfe bietet die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve beim kostenlosen Finanzierungssprechtag am Montag, 11. Juni, in der IHK in Duisburg an. Ein Experte informiert Unternehmer in vertraulichen Einzelgesprächen über Fördermöglichkeiten für konkret geplante Investitionen.  
Das Land Nordrhein-Westfalen, der Bund, die KfW-Mittelstandsbank und die Europäische Union unterstützen Unternehmen mit einer Menge verschiedener Förderprogramme. Darunter auch Programme, die durch öffentliche Bürgschaften wichtige Hilfestellung bei unzureichenden Sicherheiten geben können. Aufgrund der Vielzahl der Förderangebote verlieren viele Unternehmer schnell die Orientierung, wenn es um die Finanzierung ihres bereits geplanten Vorhabens geht.

Hier setzt der Sprechtag der IHK an, den sie in Kooperation mit der NRW.Bank, der Förderbank des Landes durchführt, um Unternehmen bei der Auswahl einer passgenauen Fördermöglichkeit zu unterstützen.  
Anmeldung für die vertrauliche Beratung und nähere Information zum IHK-Finanzierungssprechtag bei Markus Nacke, Telefon 0203 2821-435 oder nacke@niederrhein.ihk.de.

IHK-Kommentar zu US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium  

Duisburg, 01. Juni 2018 - Die von US-Präsident Donald Trump angedrohten Strafzölle auf Stahl und Aluminium treten heute in Kraft. „Das sehen wir äußerst kritisch“, sagt Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve -Foto Niederrheinische IHK.

Er erklärt: „Die Strafzölle erschweren den Marktzugang für diese Produkte in die USA. Das trifft den Stahlstandort Duisburg vorerst nur mäßig, da von hier geringe Mengen direkt in die USA geliefert werden.
Viel schwerwiegender sind allerdings die Folge-Effekte einzuschätzen. Das heißt: Wir erwarten globale Umlenkungen der Stahlhandelsströme, vor allem auch in die EU. Daher sollten die Partner in der EU zusammenhalten und geschlossen und entschieden auch angemessene Gegenmaßnahmen vorbereiten. Wir dürfen uns nicht auf diese handelspolitischen Wild-West-Methoden einlassen, sonst laufen wir Gefahr, nicht mehr ernst genommen zu werden.
Gewinner wird es dann auf keiner Seite geben. Gleichzeitig sind die USA nach wie vor unser enger Partner und Verbündeter und wir dürfen den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen. Gerade unsere regionale, stark international orientierte Wirtschaft in Duisburg und am Niederrhein ist auf offene Märkte und ein funktionierendes Welthandelssystem angewiesen. Ein globaler Streit über Zölle und Handelsbarrieren hilft weder den USA noch uns.“

 

 

Erfolgreich durch gute Kundenkontakte  

Duisburg, 29. Mai 2018 - Der Kontakt zu Kunden ist für Händler, Gastronomen und Dienstleister besonders wichtig. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve lädt zu drei Innovationswerkstätten vom 12. Juni bis 3. Juli in Duisburg und Kleve ein. Behandelt werden die Themen „Kundenbindungsinstrumente“, „Ladengestaltung“ und „Digitale Kommunikation“.
Gemeinsam mit Experten erarbeiten die Teilnehmer Lösungen zu alltäglichen Herausforderungen. Die kostenlosen Workshops können unabhängig voneinander besucht werden.  
In der Innovationswerkstatt „Kundenbindungsinstrumente“ am 12. Juni von 19:30 bis 21:30 Uhr in Duisburg wird diskutiert, welche Möglichkeiten der Einzelhandel hat, um Kunden für den Einkauf in der Stadt zu begeistern. Wie kann die Kundenbindung gestärkt werden?  
In der Innovationswerkstatt „Ladengestaltung“ am 26. Juni von 19:30 bis 21:30 Uhr in Kleve wird erarbeitet, wie sich das Ambiente des Geschäfts positiv auf den Umsatz auswirken kann. Die Innovationswerkstatt „Digitale Kommunikation“ am 3. Juli von 19:30 bis 21:30 Uhr in Duisburg beschäftigt sich damit, wie das Unternehmen im Internet gefunden wird. Außerdem wird Social Media ein Thema sein.   Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeit unter www.ihk-niederrhein.de/veranstaltungen unter dem Stichwort „Innovationswerkstatt“.

 

 

Datenschutz-Grundverordnung gilt

Duisburg, 25. Mai 2018 - Ab heute gilt die Datenschutz-Grundverordnung nach zwei Jahren Übergangszeit. Sie bringt insbesondere für den Mittelstand und die vielen kleinen Unternehmen eine Vielzahl von Herausforderungen im Alltag. Die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve mahnt, dass die Aufsichtsbehörden maßvoll mit Sanktionen in der Anfangszeit umgehen sollten und bietet Informationen auf der Homepage sowie eine Hotline für ihre Mitglieder an.  
Die Datenschutz-Grundverordnung gilt für alle Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten. Hinzu kommt, dass Einzelheiten bei der Anwendung erst in den kommenden Jahren durch die Rechtsprechung geklärt werden, weshalb ein gewisses Maß an Rechtsunsicherheit in der Anfangszeit bestehen bleibt. Die IHK-Organisation hat im europäischen Gesetzgebungsprozess angemahnt, die Praxistauglichkeit der neuen Regeln nicht aus dem Blick zu verlieren. Eine Erleichterung etwa für Unternehmen bis zu einer gewissen Größe hat jedoch keinen Eingang in den Verordnungstext gefunden.  

Die Datenschutz-Grundverordnung ist aber auch eine Herausforderung für die Aufsichtsbehörden, die die Einhaltung der Datenschutzregeln überwachen. Hier ist das rechte Maß gefragt.
„Die Aufsichtsbehörden sollten insbesondere in der Anfangszeit die Unternehmen bei der Einhaltung des Datenschutzes mehr unterstützen, als kleine Fehler zu sanktionieren“, betont Dr. Frank Rieger, Leiter des Geschäftsbereichs Recht und Steuern der Niederrheinischen IHK. „Letztlich muss auch die Datenschutz-Grundverordnung den Praxistest erst noch bestehen.“ Bereits zum 25. Mai 2020 muss die EU-Kommission einen ersten Bericht unter Umständen mit Anpassungsvorschlägen vorlegen.  

Die Niederrheinische IHK unterstützt ihre Mitglieder insbesondere mit Informationen zu Informationspflichten, dazu wie ein Verarbeitungsverzeichnis erstellt werden muss, oder zur Frage, ob ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter benötigt wird unter: www.ihk-niederrhein.de. Für telefonische Orientierung bietet sie für ihre Mitglieder eine Datenschutz-Hotline an unter Telefon 0203/2821-346.

 

 

Metropole Ruhr profitiert stark von ausländischen Direktinvestitionen

Metropole Ruhr profitiert stark von ausländischen Direktinvestitionen
Essen/Duisburg, 23. Mai 2018 - 18 Prozent der ausländischen Direktinvestitionen in Nordrhein-Westfalen wurden 2017 in der Metropole Ruhr getätigt. Mit 75 Projekten von Kapitalgebern aus dem Ausland liegt das Ruhrgebiet im Regionenvergleich auf Platz zwei hinter der Düsseldorf (37 Prozent).
Das bilanziert die landeseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.Invest. Mit 3.114 prognostizierten Arbeitsplätzen - knapp einem Drittel der potenziell neu geschaffenen Jobs - liegt die Metropole Ruhr deutlich vor allen anderen NRW-Regionen. Es folgen die Regionen Aachen und Düsseldorf. NRW-weit stiegen die ausländischen Direktinvestitionen im vergangenen Jahr auf 421 mit 9.750 geplanten Arbeitsplätzen. (idr).

 

Zeitenwende im Verhältnis von China und Europa?
Haben sich die Beziehungen zwischen der EU und China durch die neue Außenpolitik der USA unter Trump verändert? Welche Werte und Grundüberzeugungen verbinden das Reich der Mitte und die EU? Dazu diskutieren der „Europaerklärer“ Rolf-Dieter Krause, langjähriger Leiter des ARD-Studios Brüssel, und Wang Changjiang, Experte für internationale Politik aus Peking, am 5. Juni 2018 im Duisburger Innenhafen. Zu der Podiumsdiskussion lädt das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr an der Universität Duisburg-Essen ein.
In den Chinagesprächen Metropole Ruhr kommen europäische und chinesische Sichtweisen zu Wort und treten in einen Dialog. Das neue Forum diskutiert Zukunftsfragen über die aktuelle Tagespolitik hinausgehend und möchte so neue Ideen anregen. Zur Auftaktveranstaltung in Duisburg wird der Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales NRW, Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, ein Grußwort sprechen. Die Moderation übernimmt Johannes Pflug, China-Beauftragter der Stadt Duisburg. Die Veranstaltung wird Deutsch-Chinesisch simultan gedolmetscht.
Der Eintritt ist frei, um Anmeldung bis zum 1. Juni wird gebeten. E-Mail: konfuzius-institut@uni-due.de | Telefon: 0203 - 3063131

 

IHK-Hotline am 29. Mai: Tipps für die Bewerbung
Mit Hauptschulabschluss in die Ausbildung starten  

Jugendliche mit einem Hauptschulabschluss können mit Unterstützung der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve mehr über die duale Ausbildung erfahren und damit ihre Chancen besser nutzen. Die IHK-Starthelferin Özlem Erdogan berät Schüler, vermittelt den Kontakt zu den Unternehmen und gibt wertvolle Tipps für die Bewerbung. Interessierte können sich am Dienstag, 29. Mai, telefonisch melden.  

Wer nach der Schule am liebsten so schnell wie möglich Geld verdienen möchte und einen qualifizierten Berufsabschluss anstrebt, für den ist eine Ausbildung der richtige Weg. Die Chancen für Jugendliche mit einem Hauptschulabschluss eine Lehrstelle zu finden sind heute so gut wie lange nicht mehr. Viele Betriebe wählen ihre Bewerber nicht mehr ausschließlich anhand ihrer Schulnoten aus. Je nach Branche rücken technische Begabung, handwerkliches Talent, Teamfähigkeit und andere soziale Kompetenzen stärker in den Blickpunkt. Insbesondere in diesen Berufen werden dringend Azubis gesucht: Fachlagerist/-in, Maurer/-in, Beton- und Stahlbetonbauer/-in, Fachkraft im Gastgewerbe, Asphaltbauer/-in sowie Straßenbauer/-in.  
Mit besonders guten Leistungen in der Berufsschule kann ein höherer Schulabschluss (Fachoberschulreife) erreicht werden. Auch die Zugangsberechtigung zur Hochschule kann mit einer abgeschlossenen Ausbildung und entsprechender Berufserfahrung erlangt werden.  
IHK-Starthelferin Özlem Erdogan berät Interessierte individuell am Dienstag, 29. Mai, von 10:30 bis 15:30 Uhr unter der Telefonnummer 0203 2821-205.  
Dieser kostenlose Beratungs- und Vermittlungsservice wird durch das Programm „Starthelfende Ausbildungsmanagement“ möglich, welches mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird.

 

Deutsche Bank modernisiert in Duisburg

Umfangreicher Umbau schafft mehr Raum für Beratung und moderne Selbstbedienungszone
Duisburg, 18. Mai 2018 - Die Filiale der Deutschen Bank Duisburg gehört künftig zu den bundesweit modernsten Standorten der Bank. Über einen Zeitraum von 22 Wochen, von April bis September 2018, werden die Geschäftsräume in der Königstraße 7-11 umfassend modernisiert. Der persönlichen Kundenberatung wird dabei noch mehr Raum zukommen.
Herzstück und Zentrum der aufwändig modernisierten Filiale bilden zukünftig zwei freistehende, runde Beratungsräume, sogenannte „Cones“. Unverwechselbares Kennzeichen der „Cones“ sind die äußeren, schräg verlaufenden blauen Lamellen, die das Logo der Deutschen Bank tragen. In der Eingangshalle befindet sich dann eine moderne Selbstbedienungszone mit mehreren Terminals und Geldautomaten mit Aus- und Einzahlfunktion für die täglichen Bankgeschäfte.
Auch während der Arbeiten wird die Filiale in Duisburg ihren Kunden mit dem gewohnten Service zur Verfügung stehen. Etwaige Beeinträchtigungen für die Kunden werden so gering wie möglich gehalten. Um die Wartezeiten für ein persönliches Beratungsgespräch möglichst kurz zu gestalten, empfiehlt sich eine vorherige Terminabsprache. Von den zahlreichen Beratungskabinen stehen während der Umbaumaßnahmen maximal sieben temporäre Beratungszimmer zur Verfügung.
„Dafür werden sich die Rahmenbedingungen für unsere Kunden nach vollzogenem Umbau deutlich verbessern. Wir freuen uns schon sehr darauf, sie ab September in einer der modernsten Filialen beraten zu können“, so Marktgebietsleiter Jörg Zocher.
„Wir wollen das finanzielle Zuhause für unsere Kunden sein. Ob tägliches Bankgeschäft, Vorsorge- und Anlageberatung oder Finanzierung – wir möchten unsere Kunden durch individuelle Beratung überzeugen – und künftig haben wir hier auch moderne, überaus ansprechende Räumlichkeiten dafür“, sagt Zocher, der in der Königstraße ein Team mit insgesamt 45 Mitarbeitern leitet. In der Filiale werden bereits seit über 50 Jahren Privat- und Geschäftskunden in und um Duisburg betreut. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 waren dies über 34.000 Kunden.
Geschäftszeiten Deutsche Bank Duisburg (auch während der Umbaumaßnahmen):
Montag 09.00-12.30 Uhr und 14.00-16.00 Uhr
Dienstag 09.00-12.30 Uhr und 14.00-18.00 Uhr
Mittwoch 09.00-12.30 Uhr und 14.00-16.00 Uhr
Donnerstag 09.00-12.30 Uhr und 14.00-18.00 Uhr
Freitag 09.00-12.30 Uhr und 14.00-16.00 Uhr

 

LEG Immobilien AG und Unitymedia starten Ideenwettbewerb «Smart Living»

Gesucht: Ideen und Projekte für smarte Wohnquartiere der Zukunft

·         Einreichungsfrist endet am 1. Juni 2018

·         Das Gewinner-Projekt erhält: Präsentation auf der Breitband-Fachmesse ANGA COM, Umsetzung der Idee als Pilotprojekt, eine Kooperationspartnerschaft und ein Führungskräftecoaching

 

Düsseldorf/Köln/Duisburg, 18. Mai 2018 -  - Das Internet der Dinge erobert die Wohnungswirtschaft: Eine Vielzahl von Sensoren und Geräten schafft spannende neue Anwendungsmöglichkeiten für zukünftige Gebäudeausstattungen. Die LEG Immobilien AG als größtes Wohnungsunternehmen in Nordrhein-Westfalen und der Kabelnetzbetreiber Unitymedia als innovativer Technologiepartner der Wohnungswirtschaft rufen deswegen den Ideenwettbewerb „Smart Living“ aus, der innovative Einfälle und Projekte zum smarten Wohnen der Zukunft kürt. Dem Sieger des Wettbewerbs winken unter anderem eine Präsentation auf der renommierten Breitband-Fachmesse ANGA COM, die Umsetzung der Idee als Pilotprojekt sowie Kooperationspartnerschaften.

 

„Digitale Technik im ganzen Haus begeistert - aber nur, wenn sie das Leben schöner, aufregender und leichter macht. Gemeinsam mit Unitymedia suchen wir nach genau diesen Ideen und Projekten, die die Attraktivität von Immobilien steigern und den Bewohnern mehr Komfort bieten“, so Holger Hentschel, COO der LEG Immobilien AG.

 

„Das Internet der Dinge wird in der Zukunft einer der Wachstumstreiber in der Wohnungswirtschaft. Wir als größter deutscher Kabelnetzbetreiber liefern nicht nur das schnellste Internet, sondern sind auch ständig auf der Suche nach den neuesten Ideen“, sagt Martin Czermin, der bei Unitymedia den Bereich Wohnungswirtschaft und Geschäftskunden leitet. „Mit dem Ideenwettbewerb geben wir und die LEG kreativen Köpfen die Chance, das smarte Wohnen der Zukunft gemeinsam mit uns zu gestalten.“

Ein Expertenteam von LEG und Unitymedia bewertet den thematischen Fit, den Nutzen für die Wohnungswirtschaft und den Innovationsgrad aller eingereichten Ideen und kürt das beste Projekt.

 

ANGA, wir COMmen: Das winkt den Gewinnern

Die zwei besten Konzepte erhalten die Chance, sich im Rahmen des Messeauftritts von Unitymedia auf der ANGA COM, der größten internationalen Kabelmesse, vor einer hochkarätigen Unternehmerjury mit Vertretern von der LEG und Unitymedia zu präsentieren. Darüber hinaus erhält der Gewinner die Chance, sein Pilotprojekt mit den beiden Wettbewerbsinitiatoren umzusetzen und eine Kooperationspartnerschaft mit Unitymedia einzugehen. Doch das ist noch nicht alles: Die LEG macht die Führungskräfte mit einem maßgeschneiderten Coaching fit für die Produkteinführung im wohnungswirtschaftlichen Markt. Außerdem berichtet Unitymedia auch nach dem Produktlaunch im eigenen Magazin für die Wohnungswirtschaft über die neuesten Entwicklungen der Gewinnerprojekte.

 

Einfache Bewerbung

Bewerben können sich Start-Ups mit einer bahnbrechenden Idee für Anwendungsbeispiele, bei denen durch IOT-Lösungen eine zukunftsgerichtete Ausstattung von Gebäuden und Wohnquartieren entsteht. Erwartet werden eine aussagekräftige Darstellung des Projekts mit Aussagen zum konkreten kreativen Funken, zum Kundennutzen sowie zu ersten Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit des Projekts. Bewerbungen können bis zum 1. Juni 2018 per E-Mail an ideenwettbewerb@unitymedia.de eingereicht werden.

 

Frühsommer-Konjunkturumfrage der IHK: Niederrheinische Wirtschaft weiter sehr zufrieden

Exporterwartung der Unternehmen gedämpft  

 

Duisburg, 17. Mai 2018 - Die Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage nach wie vor als positiv. Diese gute Stimmung wirkt sich auch auf die Investitionsabsichten der Unternehmen aus. Jeder dritte Betrieb (34 Prozent) will mehr investieren, lediglich jeder achte (12 Prozent) will seine Budgets reduzieren. Die Investitionsneigung erreicht damit den besten Wert seit 2007.
Demgegenüber sinken die Exporterwartungen der Unternehmen im Vergleich zur Umfrage zu Jahresbeginn. Dazu tragen auch die drohenden US-Importzölle bei, die vier von zehn Betrieben Sorgen machen. Diese Ergebnisse gehen aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve hervor, an der sich 284 Unternehmen mit insgesamt rund 38.000 Beschäftigten beteiligt haben.

 

Im Frühsommer beurteilen 43 Prozent aller Betriebe ihre Geschäftslage weiterhin als gut, nur 5 Prozent zeigen sich unzufrieden. Mit Blick auf die künftige Entwicklung wächst in der Wirtschaft jedoch die Einschätzung, dass die Konjunktur an Kraft verlieren wird. Zum Jahresbeginn erwarteten nur 7 Prozent der Befragten eine Verschlechterung ihrer Situation. Mittlerweile sind es bereits 11 Prozent. Branchenspezifisch zeigen sich dabei durchaus Unterschiede. Während die Stimmung bei Industrie und Dienstleistern weiterhin optimistisch ist, überwiegt beim Handel die Skepsis. Der Konjunkturklimaindex, der Lage und Erwartungen zusammenfassend darstellt, sinkt damit leicht von 130 auf 125 Punkte.

 

Jedes dritte Unternehmen plant Ausweitung der Investitionen

Die hohe Auslastung und die nach wie vor günstigen Finanzierungsbedingungen stimulieren die Investitionsabsichten der ansässigen Unternehmen. Jeder dritte Betrieb (34 Prozent) setzt auf Mehrinvestitionen, lediglich jeder achte (12 Prozent) will seine Budgets reduzieren. Größtenteils investieren die befragten Betriebe, um Verschleißteile oder überholte Technik zu ersetzen (68 Prozent). Daneben sehen sie vor allem die Notwendigkeit von Mehrausgaben für Kapazitätserweiterungen (34 Prozent) und Produktinnovationen (24 Prozent). Die Befragten konnten mehrere Investitionsabsichten benennen. „Insbesondere die Industrie setzt auf den Standort Niederrhein“, freut sich Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK. „Daraus leitet sich aber auch ein Auftrag an die Politik ab, bürokratische Hemmnisse so schnell wie möglich abzubauen und insgesamt für eine leistungsfähige Infrastruktur zu sorgen, um den Wachstumsmotor weiter auf Touren zu halten.“

 

Personalbedarf nach wie vor hoch

Zwar gehen die Beschäftigungsabsichten der niederrheinischen Unternehmen im Vergleich zum Jahresbeginn minimal zurück. Mit 24 Prozent wollen jedoch immer noch mehr als doppelt so viele Unternehmen ihr Personal aufstocken wie abbauen (11 Prozent). Bei der Frage nach den Risiken für die weitere Unternehmensentwicklung wird Fachkräftemangel von 55 Prozent der Befragten mittlerweile als das mit Abstand größte Problem angesehen.

 

Exporterwartungen verhaltener

Mit Blick auf die Exporte rechnet mehr als jedes vierte Unternehmen (27 Prozent) mit einer weiteren Zunahme seiner Absatzzahlen. Allerdings wächst die Zahl derer, die rückläufige Exporte erwarten. Gegenüber der Umfrage zu Jahresbeginn verdoppelt sich ihr Anteil fast von 6 Prozent auf 11 Prozent. Die wachsende Skepsis ist dabei insbesondere auf die Zolldebatte in den USA zurückzuführen sowie die stockenden Brexit-Verhandlungen und den starken Euro.

 

Unternehmen sehen US-Zollentscheidung mit Sorge entgegen

Anfang Juni will der US-Präsident entscheiden, ob die USA künftig auch auf Stahl und Aluminium aus EU-Ländern Importzölle erheben werden. „Die Wirtschaft setzt auf freien Handel – nicht nur innerhalb von Europa, sondern auch mit den USA“, so Landers. Entsprechend besorgt sind 41 Prozent der befragten Unternehmen angesichts der drohenden Zölle. Neben Ertragseinbußen werden Exportrückgänge, Personalabbau, Produktionsverlagerungen ins Ausland bis hin zur Gefährdung der eigenen betrieblichen Zukunft befürchtet. Zur Einordnung: Knapp 21.000 Beschäftigte arbeiten aktuell am Niederrhein im Bereich der Metallerzeugung und -bearbeitung. Sie haben 2017 Umsätze in Höhe von 9,5 Milliarden Euro erwirtschaftet.

 

Der aktuelle Konjunkturbericht Niederrhein steht als Download unter www.ihk-niederrhein.de/konjunkturbericht zur Verfügung.

 

IHK-Geschäftsbericht: Daten – Fakten – Hintergrundinformationen

Duisburg, 15. Mai 2018 - Über 29.000 Beglaubigungen und Bescheinigungen, 5.560 Aus- und Weiterbildungsberatungen, rund 2.500 telefonische Auskünfte zur Existenzgründung – das sind nur einige Beispiele aus der täglichen Arbeit der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve aus dem Jahr 2017. Mehr zu den Aktivitäten und Leistungen enthält der aktuelle Geschäftsbericht 2017/2018.

 

Die über 100 Seiten starke Broschüre gibt Einblicke in die wichtigsten Entwicklungen der Region und die Ergebnisse der IHK-Arbeit. Außerdem zeigt er auch in diesem Jahr wieder Gesicht – allen voran Auszubildende zusammen mit Unternehmern vom Niederrhein, die sich im Ehrenamt engagieren. Mehr als 4.100 Prüflinge haben im letzten Jahr ihre Abschlussprüfung in der Erstausbildung (technische und kaufmännische Bildungsgänge) abgelegt. Fachkräfte, die den Unternehmen zur Verfügung stehen.
„Als Stimme der Wirtschaft machen wir uns für die Unternehmen stark. Das zeigt auch unser neues Leitmotiv: #GemeinsamFürDenNiederrhein. Es steht für gemeinsame unternehmerische Verantwortung, für Aufbruch und Zukunft“, so IHK-Präsident Burkhard Landers und Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger in ihrem gemeinsamen Vorwort.
Die IHK lebt vom Mitmachen und Mitgestalten durch die Vertreter der Wirtschaft vor Ort. Am Niederrhein sind das beispielsweise 280 gewählte Vertreter in den IHK-Gremien oder rund 2.000 ehrenamtliche Prüferinnen und Prüfer in der Berufsausbildung. Die Mitglieder des Präsidiums und der Vollversammlung sind ebenso im Geschäftsbericht aufgeführt, wie die Mitglieder der Fachausschüsse. Ein Überblick über die Finanzen, Beteiligungen und Kooperationen sowie ein Organigramm der IHK runden den Bericht ab.

 

Der Geschäftsbericht 2017/2018 ist in der IHK in Duisburg, Mercatorstraße 22-24, sowie in der Zweigstelle Wesel, Großer Markt 7, und der Zweigstelle Kleve, Boschstraße 16, erhältlich. Er kann auch telefonisch (0203 2821-0) angefordert werden. Als Download steht die aktuelle Publikation unter www.ihk-niederrhein.de/geschaeftsbericht zur Verfügung.

 

 

startport, die Innovationsplattform der Duisburger Hafen AG, hat die ersten fünf Teams an Bord

Breite Unterstützung durch Partner
Cisco und Bechtle engagieren sich als Technologiepartner bei startport
Klöckner & Co Startup „XOM“ bezieht Co-WorkingArbeitsplätze im startport

Duisburg, 15. Mai 2018 - Die fünf Logistik-Teams Aindex.Ruhr, Cargo-Bay, DepotCity, Freightpilot und Shippion arbeiten seit März im Startup-Programm. Die Jungunternehmen haben jetzt rund ein Jahr Zeit, um aus ihren innovativen Ideen marktreife Logistik-Produkte oder -Services zu entwickeln. In Kürze nutzen Mitarbeiter des Klöckner & Co Startups XOM Co-Working-Arbeitsplätze im startport.

Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, und Initiator des Projekts: „Wir gehen einen wichtigen Schritt in Richtung Digitalisierung. Die Nachfrage zeigt, dass unser Konzept aufgeht. Allerdings brauchen wir Beharrlichkeit und einen langen Atem, denn das Projekt ist kein Sprint, sondern ein Marathon.“

Die Gründerteams sind für zwölf Monate – unterstützt von einem Team der Duisburger Hafen AG – auf eine Etage in die Werhahnmühle im Duisburger Innenhafen eingezogen. Regelmäßig informieren die Teams nun über ihre Ergebnisse – und werden dabei intensiv von Partnerunternehmen und Mentoren gecoacht.

Auf diesem Weg sollen die Startups ihre Ideen in Duisburg zur Marktreife entwickeln. Bis Ende 2018 sollen weitere Teams in die Werhahnmühle einziehen. „Wir erwarten Einsatzwillen und Erfolgsorientierung. Unsere Förderung orientiert sich am Leistungsprinzip. Es reicht nicht, eine gute Idee zu haben, man muss auch an der Umsetzung arbeiten. Bislang sind wir sehr zufrieden, denn unsere Teams sind hochmotiviert“, so Staake.

Die Innovationsplattform startport richtet sich auch gezielt an gründungswillige Studenten und Hochschulabsolventen. Die Gründer-Teams werden von duisport sowie LogistikProfis der startport Exklusivpartner Evonik, Klöckner & Co, Initiativkreis Ruhr beraten.

Vorsitzender des Vorstands der Duisburger Hafen AG Erich Staake im Dialog mit den Startups Aindex.Ruhr, Cargo-Bay, DepotCity, Freightpilot, Shippion - © duisport/krischerfotografie

Als Technologiepartner sind nun Cisco, weltweit Marktführer in den Bereichen IT und Netzwerk, und das ITSystemhaus Bechtle bei startport eingestiegen. „Die tat
Duisburger Hafen AG kräftige Unterstützung namhafter Unternehmen aus der Industrie zeigt uns, dass wir mit unserer startport-Idee, Startups und Wirtschaft zusammenzubringen, richtig liegen“, so Staake.

V.l.:Peter Trapp (Geschäftsführer startport), Axel Feldhoff (Bereichsvorstand der Bechtle AG), Bernd Bönte (Leiter Digitalisierung Cisco Deutschland) und Erich Staake (Vorsitzender des Vorstands der Duisburger Hafen AG) - © duisport/krischerfotografie

Weitere Hilfestellung leisten Netzwerk-/Workshop-Partner wie das Fraunhofer IML, die Universität Duisburg-Essen, das Zentrum für Logistik und Verkehr, das Netzwerk DIALogistik Duisburg, die Unternehmensberatung Roland Berger, die Werbeagentur dws, Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young, Steuerberater von PKF, die Deutsche Bank, IDE (Kompetenzzentrum für Innovation und Unternehmensgründung an der Universität Duisburg Essen), Instafreight, Digital Hub Logistics, Rechtsanwälte von Taylor Wessing und die Hochschule Rhein-Waal.

Expertise für Big Data und Algorithmen Die ersten Startups im startport sind Experten für digitale Big-Data-Anwendungen. Die Jungunternehmen befinden sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. Sie nutzen die attraktive Arbeitsumgebung in der Werhahnmühle, die kostenlose IT-Infrastruktur und haben engen Kontakt zu Führungskräften, Entwicklern und Logistikexperten der Duisburger Hafen AG. Weitere Partner sollen hinzukommen. Erste Gespräche verlaufen vielversprechend. Die Betreuung wird durch eine engere Vernetzung mit der StartupSzene und den Logistik-Firmen der Umgebung sowie durch weitere beratende personelle Unterstützung bei Themen wie Wohnungssuche, Kundenakquise und Öffentlichkeitsarbeit ständig optimiert.

Die Startups im Kurzporträt: Aindex.Ruhr arbeitet an der Entwicklung einer App, die ihre Nutzer zum optimalen Standort lotsen soll. Dadurch soll die Suche nach der perfekten Wohnung oder des perfekten Gewerbestandortes für den User im Ruhrgebiet und später in anderen Ballungsräumen erleichtert werden. Dabei kann der Kunde selbst seine Prioritäten bestimmen. Die Gründer von Aindex haben bereits erste Meriten verdient: Sie sind Gewinner des „#Nextlevelruhr-Hackathon“ Preises der RAG Stiftung. http://aindex.ruhr/

Cargo-Bay verbessert die Distribution von Waren von Industrie, Handels- und Logistikunternehmen und liefert innovative Informations-, Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten. Das Unternehmen bietet über 1.000 geprüfte Speditionen in verschiedenen Regionen über seine Plattform an. So können Frachtpreise unterschiedlicher Anbieter von Kunden komfortabel geprüft und verglichen werden. Einheitliche Eingabemasken erleichtern Arbeitsprozesse und
Duisburger Hafen AG reduzieren Fehler. Bereits heute hat Cargo-Bay mehr als 1.100 Kunden. https://cargo-bay.de/

DepotCity digitalisiert Lagerlogistik und macht Lagerraum und Fulfillment so einfach buchbar wie ein Hotel. Diese Plattform bietet Profis und Laien gleichermaßen die Möglichkeit, professionelle E-Commerce-Logistik einzukaufen. Von der Lagerhaltung, Verpackung, Frankierung bis hin zu Versand, Rechnungsstellung und Mahnwesen ist alles buchbar und kann transparent verfolgt werden. Die Plattform bringt Lagersuchende und Lagerhalter zusammen. Sie erleichtert es den Lagerraumanbietern attraktive Zusatzgeschäfte zu generieren. https://depotcity.de/

Freightpilot holt durch die eigens entwickelte SoftwarePlattform die Speditionstouren-Planung in eine Cloud. Unternehmen, die aktuell mit einer eigenen, teuren oder ineffizienten Tourenplanung arbeiten, können diese nun kostengünstig für eine monatliche Gebühr auslagern. Die Plattform bietet eine vollautomatische Tourenplanung über die Grenzen der einzelnen Versender hinweg. So können sich beispielsweise zwei Unternehmen, die den gleichen Kunden beliefern, nun die Fahrt zu diesem teilen. Die Software-Lösung erstellt mit Hilfe künstlicher Intelligenz vollautomatisch einen Tourenplan und gibt diesen direkt an die Lieferanten weiter. So werden Synergieeffekte für alle Beteiligten geschaffen. Dadurch sinken das Verkehrsaufkommen sowie die Fahrtzeit von Lkws und Transportfahrzeugen. https://www.freightpilot.de/de/platform

Shippion bringt Transparenz in den Frachtmarkt. Bisher läuft es so: Große Frachtunternehmen schreiben Angebote aus, kleinere müssen für jede Fracht zahlreiche Spediteure anfragen. Zusätzlich fehlt ein einheitliches, effizientes und schnelles Rechnungssystem. Das steigert die Kosten und schmälert den Gewinn. Shippion möchte die Verschiffung von Fracht grundlegend vereinfachen und einen automatisierenden Marktplatz bieten. Shippion automatisiert Frachtkalkulationsprozesse und vereinfacht den Frachtversand für die Exporteure und die Logistikdienstleister. http://www.shippion.com/

 

Weitere Daten und Fakten
GF: Peter Trapp Werhahnmühle im Duisburger Innenhafen 5. Etage, Loft 550qm Bürofläche 14 Arbeitsplätze für Startups 2 Konferenzräume Offene Küche, Meeting Points, Tischfußball Optimale Verkehrsanbindung: Vom Hbf: 14 min Bus, 18 min zu Fuß, 5 min per Rad Mit dem Auto über die A40, bzw. A42 auf die A59, von der Ausfahrt 3 min entfernt .

Einzug der fünf ausgewählten Startups: 16. März 2018 Dauer: 12 Monate Nutzung, Mentoring, PR und Coaching

Angebot für die Startups:
 12 Monate Büroplätze in einem attraktiven und repräsentativen Standort
 Unterstützung in Form von Mentoring vor Ort mit fachlich kompetenten Workshops und Veranstaltungen, Bewertung und Reflexion der Unternehmensentwicklung der einzelnen Startups
 Zugang zu Netzwerken potenzieller Kunden, Projektpartner, Investoren aus den Bereichen Industrie und Logistik
 Zugang zu logistischen Assets, Zusammenarbeit in Teilprojekten
 Networking, Akquise potenzieller Investoren
 Förderung medialer Aufmerksamkeit durch eine Inhouse-PR-Agentu

 

thyssenkrupp wird vom Weltstahlverband für Spitzenleistungen in der Nachhaltigkeit ausgezeichnet

Duisburg, 03. Mai 2018 - Großprojekte für den Umweltschutz, Inklusion von Mitarbeitern mit Handicap oder Stahlsorten, die helfen, CO2-Emissionen zu verringern oder Energie einzusparen: Dies sind nur einige Beispiele für das Nachhaltigkeits-Engagement der Stahlsparte von thyssenkrupp. Für den ganzheitlichen Ansatz – von der Arbeitssicherheit bis zur Produktion – hat thyssenkrupp nun die höchste Auszeichnung des Weltstahlverbands erhalten. Als sogenannte „Steel Sustainability Champions“ werden weltweit einmal pro Jahr Unternehmen gewürdigt, die durch innovative Ideen und messbare Erfolge im nachhaltigen Handeln Spitzenwerte erreichen.

Filtern von 99,99 Prozent Feinstaub in Duisburg – weitere Tuchfilteranlage im Bau
Ein Beispiel für die nachhaltige Stahlproduktion ist die Tuchfilteranlage auf dem Werkgelände im Duisburger Norden. Mit diesem weltweit größten Gewebefilter für den Sinterprozess wurde 2017 für die Luftqualität in Duisburg ein Meilenstein gesetzt. Durch über 44.000 extrem feine Filterschläuche werden in der modernen Anlage auch kleinste Staubpartikel aufgefangen - bis zu 99,99 Prozent - die beim so genannten Sintern in der Stahlproduktion anfallen.

Ob Basis-Werkstoff oder Hightech-Stahl: Sinter wird bei der Herstellung aller Stahlprodukte verwendet. Aus Eisenerz und Koks wird er mit 1.200 Grad heißer Saugluft erhitzt. Hierbei entsteht Staub, der mit herkömmlichen Elektrofiltern bereits überwiegend gebunden werden kann. Mit der weltweit größten Tuchfilteranlage von thyssenkrupp werden aber sogar winzigste Staubpartikel eingefangen und damit die Feinstaubwerte in der Umgebung der Anlage deutlich gesenkt. Allein für dieses Projekt zur Luftreinhaltung in Duisburg hat thyssenkrupp 46 Millionen Euro investiert.
Aktuell bauen die Duisburger Experten einen weiteren Tuchfilter, der im Frühjahr 2020 in Betrieb gehen soll und ebenfalls der Umwelt zu Gute kommen wird.  
 
Strom möglichst effizient verteilen
Die Spannung von Strom wird während der langen Reise vom Kraftwerk bis zur Steckdose mehrmals in Transformatoren verändert - von sehr stark bis tauglich für den Privatgebrauch. Damit dieser Vorgang möglichst verlustarm abläuft, wird eine besonders anspruchsvolle Stahlsorte von thyssenkrupp eingesetzt: Kornorientiertes Elektroband, durch das Transformatoren besonders effizient funktionieren. Das spart Ressourcen und schont die Umwelt. Für den Erfolg der Energiewende spielt kornorientiertes Elektroband deshalb eine Schlüsselrolle. Diese Stahlsorte ist eine von vielen nachhaltigen Produktlösungen von thyssenkrupp.

Der Arbeitsplatz passt sich an den Menschen an – nicht umgekehrt
Ob chronische Krankheit oder dauerhafte körperliche Einschränkung: Wenn Mitarbeiter ihrer ursprünglichen Tätigkeit nicht mehr nachgehen können, findet der Stahlhersteller Lösungen, um sie auf andere Weise wieder in das Arbeitsleben bei sich zu integrieren.
Bei der Inklusion kommt es thyssenkrupp vor allem auf eine selbstbestimmte und gleichberechtige Teilhabe der Mitarbeiter mit Handicap am Arbeitsleben an. Konkret bedeutet dies: Der Arbeitsplatz wird so gestaltet, dass der betroffene Mitarbeiter seine Kompetenzen bestmöglich einsetzen kann. Dafür werden die individuellen Kenntnisse und Fähigkeiten des einzelnen Menschen entwickelt und die Arbeitsplätze individuell angepasst.  

Das reicht von höhenverstellbaren Tischen und behindertengerechten Zugängen über PC-Software für sehbehinderte Menschen bis zum kompletten Umbau von Maschinen in der Produktion. Seit Jahren übersteigt die Beschäftigung von schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten Menschen die gesetzliche Pflichtquote von fünf Prozent deutlich. Aktuell arbeiten bei thyssenkrupp Steel rund 1.700 Schwerbehinderte, was einem Anteil von 9,2 Prozent entspricht.  

Über 44.000 Filterschläuche verbergen sich hinter dieser Einhausung: Sie sind das Herzstück der weltweit größten Tuchfilteranlage für den Sinterprozess von thyssenkrupp.

 Seit 2017 sorgt diese –bereits zweite- Tuchfilteranlage auf dem Werkgelände von thyssenkrupp Steel im Duisburger Norden für saubere Luft. Bis 2020 soll eine dritte Anlage fertig gestellt werden.

Diese anspruchsvolle Stahlsorte der thyssenkrupp- Experten aus Gelsenkirchen spielt für die Energiewende eine Schlüsselrolle. Das so genannte kornorientierte Elektroband sorgt dafür, dass Strom effizient und ressourcenschonend vom Kraftwerk zur Steckdose kommt.

Zur Nachhaltigkeitsstrategie von thyssenkrupp Steel gehört auch die Inklusion von Mitarbeitern mit Handicap- und das bereits in der Ausbildung. Diese hat der Stahlhersteller didaktisch für junge Menschen mit chronischer Erkrankung oder Behinderung angepasst.

 

 

IHK-Kommentar zu US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium  

Duisburg, 02. Mai 2018 - Zum Aufschub der Strafzölle auf Stahl und Aluminium durch US-Präsident Donald Trump sagt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve: „Es ist gut, dass wir Zeit für weitere Verhandlungen gewonnen haben. Allerdings ist die Gefahr noch nicht gebannt. Die geplanten Strafzölle würden den Marktzugang für Stahl und Aluminium in die USA erschweren.
Das wird den Stahlstandort Duisburg vorerst zwar nur mäßig treffen, da von hier nur geringe Mengen direkt in die USA geliefert werden. Viel schwerwiegender dürften allerdings die Sekundäreffekte sein. Das heißt: Globale Umlenkungen der Stahlhandelsströme, vor allem auch in die EU. Deshalb müssen wir die gewonnen Zeit nutzen, um zu einer Einigung zu kommen und ein gemeinsames Handelsabkommen zu schließen. Gerade unsere regionale, stark international orientierte Wirtschaft ist auf offene Märkte und ein funktionierendes Welthandelssystem angewiesen. Ein globaler Streit über Zölle und Handelsbarrieren hilft weder den USA noch uns.“  

 

 

Technische Nachrüstung der Euro-5-Diesel möglich und finanzierbar

Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht geheim gehaltenes Regierungsgutachten

Seit knapp vier Monaten hält das Verkehrsministerium das von Kanzlerin Angela Merkel angekündigte Gutachten geheim, auf deren Grundlage die Bundesregierung Ende 2017 ankündigte, den Umfang der „technischen Nachrüstungen“ bei Betrugsdiesel-Pkw festzulegen
– Wachtmeister-Gutachten widerspricht Autokonzernen: Technische Nachrüstung „mit verträglichem Aufwand möglich“ und „Kostenrahmen für eine Hardware-Nachrüstung in einer realisierbaren Größenordnung“
– Verkehrsminister Scheuer muss Schlussfolgerung umsetzen: „Nachrüstung durch die Hersteller eindeutig die beste und sicherste Lösung“
– Geheimhaltung dieser Studie und resultierende Untätigkeit über knapp vier Monate schädigt Millionen Besitzer von Betrugsdieseln
– DUH fordert Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag auf, ihrer verfassungsmäßigen Kontrollaufgabe gegenüber der Bundesregierung nachzukommen und die technischen Nachrüstungen von zehn Millionen Diesel-Pkw Euro 5+6 gegenüber den Autokonzernen durchzusetzen

Berlin/Duisburg, 27. April 2018 - Seit knapp vier Monaten hält die Bundesregierung ein bereits im Januar 2018 abgeschlossenes Gutachten zur Machbarkeit einer technischen Nachrüstung von Diesel-Pkw zurück. Durch die Aufnahme dieses Gutachtens in den Koalitionsvertrag und ausdrückliche Erwähnung durch Bundeskanzlerin Angela Merkel auf ihrem letzten Autogipfel im Kanzleramt wird dessen besondere Bedeutung sichtbar.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) veröffentlicht das ihr zugespielte Gutachten ungekürzt. Für Millionen betrogene Käufer von Euro 5+6 Diesel-Pkw mit Abschalteinrichtungen enthält es entscheidende Argumente zur Durchsetzung ihrer Ansprüche auf Schadenersatz beziehungsweise eine wirksame technische Nachrüstung durch den Hersteller.

Immer wieder wurde die Entscheidung über Art und Um­fang einer technischen Nachrüstung der Betrugs-Diesel-Pkw unter Hinweis auf das „noch nicht vorliegende Gutachten“ verschoben. Ursprünglich kündigte Angela Merkel dieses bereits für Ende 2017 an. Tatsächlich fertiggestellt und abgeliefert wurde es bereits am 8. Januar 2018 an das Bundesverkehrsministerium durch den von diesem beauftragten Prof. Dr.-Ing. Georg Wachtmeister.
Doch weder die Mitglieder der Expertengruppe 1 des Bundesverkehrsministeriums noch vom Dieselskandal betroffene Fahrzeughalter bekamen bisher Zugang zu diesem Gutachten. Nur die Autokonzerne kannten es interessanterweise und kritisierten es massiv. Alle Versuche der DUH, auf offiziellem Weg diese Studie als Mitglied der seit fünf Monaten nicht mehr tagenden Expertengruppe 1 zu erhalten, blieben erfolglos.

Es ist ein beispielloser Vorgang, nicht nur tausenden vor deutschen Gerichten klagenden Haltern von Betrugsdiesel-Pkw ein mit Steuergeldern bezahltes Gutachten vorzuenthalten und sie damit in der Durchsetzung ihrer berechtigten Ansprüche zu behindern. Auch Millionen Menschen in unseren Städten werden buchstäblich im Dieseldunst allein gelassen. Meinungsumfragen zeigen, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung, die von Diesel-Fahrverboten betroffenen Städte und selbst der ADAC die seit 30 Monaten von der DUH geforderte technische Nachrüstung aller Diesel-Pkw der Abgasstufen Euro 5 + 6 durch die Fahrzeughersteller unterstützen“, sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Das bisher geheim gehaltene Wachtmeister-Gutachten bestätigt die Machbarkeit einer technischen Nachrüstung der Betrugsdiesel-Pkw. Georg Wachtmeister widerspricht den Autokonzernen deutlich in seinem Gutachten. Die Hersteller hatten – nachdem die DUH erstmals im Herbst 2015 die technische Nachrüstung aller Diesel-Pkw Euro 5+6 mit Abschalteinrichtungen gefordert hat – diese als grundsätzlich „technisch nicht machbar“ abgelehnt.
Daraufhin hatte die DUH im Sommer 2016 die tatsächliche Möglichkeit und Wirksamkeit einer Nachrüstung bei einem Betrugs-VW Passat präsentiert und durch Messungen ihres Emissions-Kontroll-Instituts (EKI) gezeigt, wie ein solches Fahrzeug von 1.000 mg NOx/km auf 80 mg NOx/km und damit auf Einhaltung des Euro 6-Grenzwerts nachgerüstet werden kann. Daraufhin räumten BMW, Daimler und VW die technische Machbarkeit ein, behaupteten nun aber, diese sei übermäßig teuer und die Entwicklung solcher Systeme dauere viele Jahre, weil sie noch nicht vorhanden sei. Auch dieser Falschaussage widersprach die DUH und kalkulierte die Kosten auf durchschnittlich 1.500 Euro pro Fahrzeug.

Für die Dieselkonzerne ist das Wachtmeister-Gutachten ein Debakel, da ihre gesamte Argumentationskette nun wie ein Kartenhaus einstürzt. Die Ergebnisse der Studie sind eineschallende Ohrfeige‘ für Andreas Scheuer, den Vertreter der Dieselkonzerne im Bundeskabinett. Er vertritt aktuell die Argumentation von BMW, Daimler und VW, dass eine technische Nachrüstung unverhältnismäßig teuer und insgesamt nicht nötig sei. Ein zum gegenteiligen Ergebnis kommendes Gutachten wird in bewährter Weise nicht veröffentlicht, zumal es dem Dieselminister Scheuer mit sehr klaren und unmissverständlichen Festlegungen widerspricht“, so Resch weiter.

Kernaussagen des Wachtmeister-Gutachtens: Ein Großteil der für eine Hardware-Nachrüstung erforderlichen Komponenten sind bereits entwickelt, der hierfür erforderliche Bauraum vorhanden. Wörtlich heißt es in dem Gutachten: „Somit ist davon auszugehen, dass durch die Fahrzeughersteller das größte Potenzial einer schnellen und soliden Hardware-Nachrüstung gegeben ist.“

In seinem Gutachten zitiert Wachtmeister auch die konkreten Upgrade-Angebote für Euro 5 Diesel-Pkw der Marken Audi, BMW, Mercedes und VW mit Kosten zwischen 1.190 bis 1.990 Euro und folgert hieraus, dass dies ein „weiterer Beleg“ dafür sei, dass „für eine Hardware Nachrüstung zur NOx-Reduzierung bei den Fahrzeugherstellern entsprechende Abgasnachbehandlungssysteme vorhanden sein sollten.“

In seiner „Zusammenfassung und Schlussfolgerung“ macht der Regierungsgutachter bemerkenswert klare Aussagen: „Die Evaluation möglicher Hardware-Nachrüstungen zur Reduktion der NOx-Emissionen zeigt, dass eine Nachrüstung durch die Fahrzeughersteller eindeutig die beste und sicherste Lösung darstellt. (...) Nach heutigem Erkenntnisstand ist aus meiner Sicht eine Nachrüstung von EU5-Fahrzeugen mit verträglichem Aufwand möglich. (...) Aus jetzigen Abschätzungen geht hervor, dass sich der Kostenrahmen für eine Hardware-Nachrüstung in einer realisierbaren Größenordnung bewegt.“

„Nachdem nun auch das Regierungsgutachten die Machbarkeit der technischen Nachrüstung bestätigt und die Hersteller als Verantwortliche identifiziert, muss sich die Bundesregierung endlich aus dem Würgegriff der Autobosse Zetsche, Krüger und Diess befreien. Es kann nicht sein, dass wir fortwährend über von uns erwirkte Gerichtsentscheidungen, wie zur Veröffentlichung der geheim gehaltenen Akte zum VW-Rückruf, Kanzlerin Merkel und Verkehrsminister Scheuer daran erinnern müssen, dass sie einen Eid auf das Wohl des Volkes und nicht auf die Profitmaximierung der Autokonzerne geschworen haben. Dies ist ein Weckruf für den Bundestag, seiner Kontrollaufgabe gegenüber einer fremdbestimmten Regierung nachzukommen. Die Besitzer von Diesel-Pkw mit Abschalteinrichtungen haben einen Rechtsanspruch, dass diese Fahrzeuge auf Kosten der Hersteller so nachgerüstet werden, dass sie von Fahrverboten befreit sind und die ‚Saubere Luft‘ in unseren Städten Wirklichkeit wird“, so Resch.

Links:

Wachtmeister-Gutachten zur technischen Machbarkeit von Diesel-Nachrüstungen (freigeschaltet ab 18 Uhr): http://l.duh.de/p180427

 

 

Moody‘s hebt Haniel-Rating auf Investment Grade an (von Ba1 auf Baa3)

Duisburg, 25. April 2018 - Moody‘s Investors Services (Moody‘s) hat heute das Long Term Issuer Rating des Family-Equity-Unternehmens Franz Haniel & Cie. GmbH (Haniel) von Ba1 (positiver Ausblick) auf Baa3 (stabiler Ausblick) angehoben. Damit ist Haniel bei allen drei beauftragten Ratingagenturen als Investment Grade eingestuft.

Mit der Ratingverbesserung würdigt Moody’s die gute Balance im Haniel-Portfolio, insbesondere hinsichtlich der Zyklizität und die niedrige Verschuldung auch auf Ebene der Geschäftsbereiche. Zudem werden die weiter konsequent umgesetzte, konservative Finanzierungspolitik, das geringe Marktwert Gearing und die solide Interest Cover positiv bewertet.

- Sanierungsfall A59: 10-Punkte-Plan für Duisburger Wirtschaftsverkehr
- IHK-Baustellen-Hotline für Unternehmer


A59: Verkehr soll nächste Woche wieder eingeschränkt fließen

IHK-Kommentar zu den Ruhrkonferenzen  
Duisburg, 25. April 2018 - Zu dem heute von Ministerpräsident Armin Laschet im Landtag angekündigten Start der Ruhrkonferenzen sagt Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve: „Als Niederrheinische IHK begrüßen wir den von Ministerpräsident Laschet vorgestellten Prozess und bieten die aktive Unterstützung der Wirtschaft an. Unser Ideenkoffer ist prall gefüllt. Vorzeigeprojekte wie unser Duisburger Schulmodell, bei dem wir Jugendliche für eine Ausbildung begeistern, sind nur eine Idee, die auch im ganzen Ruhrgebiet Früchte tragen kann. Auch ein Testfeld für autonom fahrende Binnenschiffe oder Living-Labs als Inkubatoren für eine echte Start-Up-Kultur sind Ideen für ein Ruhrgebiet 4.0. Wir als IHK freuen uns darauf, gemeinsam mit allen Beteiligten eine tragfähige Vision für die Region zu entwickeln, die eine echte Perspektive für die nächsten 20 Jahre bietet. Wir sagen aber auch klar: Ein solcher breit angelegter Prozess kann ganz ohne finanzielle Unterstützung und mit Blick auf die besonderen Lasten der kommunalen Haushalte, nicht funktionieren.“

 

IHK-Baustellen-Hotline für Unternehmer: Verkehrsexperten beraten beim Umgang mit Baustellen  
Angesichts der mehrmonatigen Sanierungsarbeiten an der A 59 und den vielen zusätzlichen Baustellen in der Region Duisburg richtet die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve eine Beratungs-Hotline für betroffene Unternehmer ein.  
In und um Duisburg gibt es eine ganze Reihe von Baustellen, die erhebliche Auswirkungen auf die Unternehmen in der Stadt haben. Sobald Parkraum vor dem Ladenlokal wegfällt, Kunden und Lieferanten das Unternehmen nicht mehr finden oder Lieferanten gar die Zeitfenster dauerhaft nicht mehr einhalten können, leidet das tägliche Geschäft.
Hilfestellung bietet die Niederrheinische IHK mit einer eingerichteten Hotline für Duisburger Unternehmen. Bei besonderen Belastungen durch Baumaßnahmen, Problemen mit Behörden oder Baustelleneinrichtungen können sich Interessierte an Sabine Jürschik unter der Telefonnummer 0203 2821-231 oder per Mail an Juerschik@niederrhein.ihk.de wenden.  


IHK fordert schnelles und pragmatisches Vorgehen von der Stadt

Duisburg, 24. April 2018 - Der Brandschaden an der A59 setzt die Region Duisburg weiter unter Druck. Für vermutlich rund neun Monate müssen Unternehmen und Bürger Einschränkungen zwischen Meiderich und Ruhrort hinnehmen – zusätzlich zu den vielen anderen Baustellen in der Stadt. 

„Die Freigabe des Verkehrs von immerhin zwei Spuren je Richtung zeigt, dass der Landesbetrieb Straßen.NRW alles tut, um das Autobahnnetz langfristig zu erhalten. Mit großem Einsatz sind von der Hausspitze bis zu den Ingenieuren vor Ort alle damit beschäftigt, dass der Verkehr wieder fließen kann“, so Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve. 

Jetzt komme es darauf an, dass auch die Stadt Duisburg schnell, flexibel und pragmatisch handle. Das hieße, gegebenfalls auch eine bereits geplante Baumaßnahme mit geringerer Priorität zu verschieben, um den Verkehr nicht noch mehr zu belasten.
Die IHK schlägt vor, durch verkehrssteuernde Maßnahmen die Erreichbarkeit der Industrieareale, des Hafens und der Innenstadt zu verbessern. „Von den Sperrungen der letzten Jahre wissen wir, dass auch der Handel unter den Verkehrsbeschränkungen stark leidet. Deshalb braucht Duisburg einen 10-Punkte-Plan für den Wirtschaftsverkehr“, erläutert Dietzfelbinger.

 Die IHK schlägt der Stadt Duisburg konkret folgende Maßnahmen vor:  

1. die Umgehungsstraße Meiderich zügig weiter zu planen und umzusetzen,

2. die Erneuerung des Karl-Lehr-Brückenzuges zu beschleunigen,

3. ein Programm „Unsere Innenstadt bleibt erreichbar“ aufzulegen, um den Handel gezielt zu unterstützen,

4. Ampelschaltungen zu optimieren,

5. das Baustellenmanagement zu verbessern, einen Baustellenkoordinator einzusetzen und bestehende Planungssysteme zusammenzuführen,

6. das Projektmanagement besser zu kontrollieren und laufende Baumaßnahmen zu beschleunigen (z. B. Koloniestraße, Cölve-Brücke, Kalkweg/Wedauer Straße etc.),

7. eine Baustellen-Hotline für Unternehmen einzurichten, die Probleme mit der Erreichbarkeit haben,

8. mehr Lkw-Parkmöglichkeiten zu schaffen und Shared-Parking-Systeme für LKW zu prüfen,

9. das myBUS-Projekt mit Blick auf den Handel in der Innenstadt kundenfreundlich auszubauen sowie

10. die LKW-Führung innerhalb der Stadt zu optimieren. 

„Unsere Region braucht intakte Straßen und Brücken. Das geht nicht ohne Baustellen und Verkehrsbeeinträchtigungen. Umso wichtiger ist es, dass wir alle an einem Strang ziehen, damit der Standort erreichbar bleibt“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer abschließend. 

Neuer Landesentwicklungsplan: IHK begrüßt Vorfahrt für Wirtschaft

Erlass zeigt schon jetzt Spielräume auf 

Düsseldorf/Duisburg, 24. April 2018 - Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart stellte gestern (23.04.) den Industrie- und Handelskammern in NRW in einem Gespräch die Pläne der Landesregierung zur Änderung des Landesentwicklungsplans (LEP) vor. Damit wolle sie Zukunftsinvestitionen und die wirtschaftliche Dynamik fördern, so Pinkwart.

 

„Die geplanten Änderungen weisen in eine gute Richtung. Die Landesregierung löst damit ihr Versprechen größtenteils ein, den Unternehmen in NRW durch eine wirtschaftsfreundlichere Landesplanung mehr Freiräume einzuräumen“, begrüßt Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve, die Initiative.

 

Ein positives Signal gibt es bei der Ausweisung neuer Gewerbeflächen: Die Ausnahmeregelungen für die Ansiedlung insbesondere von Logistikbetrieben außerhalb der Siedlungsbereiche werden erweitert. „Das schafft Freiräume für die Logistik, ohne Wohngebiete zusätzlich zu belasten“, so Landers. Inwieweit dies die Realisierung des Gewerbegebiets Kohlenhuck in Moers erhöht, wird von den genauen Änderungen des LEP abhängen. Bisher war das aufgrund der strengen Vorgaben nicht möglich.

 

Erleichtern will die Landesregierung außerdem den Abbau von Rohstoffen. Dazu soll es Änderungen bei der Ausweisung von Flächen für den Kies- und Sandabbau geben. „Für die Abbau-Unternehmen in unserer Region bedeutet das Planungssicherheit. Vor allem mit Blick auf die anhaltend boomende Bauwirtschaft wird so die Förderung der dafür wichtigen Rohstoffe Sand und Kies gesichert“, lobt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger.

 

Ein weiteres positives Signal geht auch in Richtung Flughäfen. Die bisher bestehende Unterscheidung zwischen regional- und landesbedeutsamen Flughäfen soll gestrichen werden. Das bedeutet: Alle sechs Flughäfen in NRW sollen sich zukünftig gleichermaßen entwickeln können, auch der Flughafen Weeze.

 

„Wir wünschen uns, dass der Regionalverband Ruhr (RVR) die von der Landesregierung bereits angekündigten Änderungen nun schnell in sein Regionalplanverfahren überträgt. Es wäre schön, wenn der RVR mit gleichem Tempo vorangeht, wie es die Landesregierung vormacht“, so Dietzfelbinger.

 

Der geänderte LEP soll voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019 in Kraft treten. Damit Kommunen und Regionalplanungsbehörden mit Blick auf die geplanten Änderungen auch jetzt schon Handlungsspielräume erhalten, hat die Landesregierung einen Erlass veröffentlicht. Er zeigt auf, wie auf Grundlage des geltenden LEPs wichtige planerische Standortentscheidungen umgesetzt werden können.


IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger, NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK trafen sich zum gemeinsamen Gedankenaustausch. Foto: MWIDE NRW / E. Lichtenscheidt

 

Zehnte REPORT-Ausgabe

Duisburg, 24. April 2018 - Der aktuelle REPORT, die unternehmenseigene Publikation der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH (GFW Duisburg), ist da. Auf zehn Seiten erfahren Interessierte mehr über das Dienstleistungsspektrum der Duisburger Wirtschaftsförderung und darüber, wie das interdisziplinär aufgestellte 21-köpfige Team rund um GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer kleine und mittlere Unternehmen (KMU), aber auch große Firmen passgenau unterstützen kann: sei es mit dem GFW-Firmenservice für die bereits am Standort ansässigen Unternehmen oder der Förderberatung, die KMU Investitionen in Arbeitsplätze und Innovationen ermöglicht.

 

Darüber hinaus berichten Annegret Angerhausen-Reuter und Elke Spiller (Foto) als Redaktionsleitungsteam über Duisburgs attraktiven Büro- und Hotelmarkt ebenso wie über inhabergeführte Unternehmen, denen trotz unterschiedlicher Branchenzugehörigkeit eines gemein ist: Sie haben sich im Laufe der Zeit immer wieder neu erfunden und beständig gewandelt, um nachhaltig und zukunftsfähig am Markt gegenüber Mitbewerbern agieren zu können.  
In der zehnten Ausgabe des REPORTs erfahren Leserinnen und Leser auch, inwiefern Frauen ihre Businesspläne „anders“ verfolgen als ihre männlichen Counterparts und warum geschlechtsspezifische Netzwerke auch noch im 21. Jahrhundert in Europa durchaus ihre Berechtigung haben. Last, but not least, werden wieder zwei GFW-Gesellschafter aus der Privatwirtschaft vorgestellt, die Einblick in Persönlichkeit, Unternehmen und Motivation, sich bei der GFW Duisburg aktiv einzubringen: Irmela und Axel Quester von der Armin Quester Immobilien GmbH sowie Silvia Rybka von der Cubus Unternehmensberatung.  

„Die Publikation ist ein wichtiger Baustein, unsere Arbeit als Duisburger Wirtschaftsförderung noch bekannter zu machen, damit wir neben unseren Bestandskunden auch neue hinzugewinnen, die unsere unentgeltlichen Dienstleistungen nutzen. Wenn mit unserer Unterstützung neue Arbeitsplätze geschaffen werden und sich die Unternehmen hier bestmöglich entfalten können, profitieren Stadt wie Betriebe gleichermaßen davon“, so GFW-Geschäftsführer Ralf Meurer.
Angerhausen-Reuter, GFW-Kommunikationsleiterin, ergänzt: „Der Wirtschaftsstandort Duisburg ist reich an interessanten und erfolgreichen Unternehmerpersönlichkeiten, die mit guten Ideen und hervorragender Arbeit am Markt etabliert sind. Sie haben es verdient, dass darüber berichtet wird, so dass auch neue Kooperations- und Vertragspartner auf sie aufmerksam werden.“  


Denn REPORT zum Download: https://www.gfw-duisburg.de. Wer die Print-Fassung bevorzugt, dem schicken die Akteure der GFW Duisburg gerne ein Exemplar zu. 

 

 Fotos vom REPORT-Redaktionsleitungsteam Angerhausen-Reuter und Elke Spiller: Friedhelm Krischer, krischerfotografie; Nutzungsrechte:  GFW Duisburg

 

 

„By Lady“ – Abendmode in der Duisburger Altstadt

Quartiersmanager der GFW Duisburg siedelten neues Unternehmen an    
Duisburg, 20. April 2018 - Wie kommt eine gelernte Elektronikerin mit Fachabitur, die im türkischen Bursa bei Bosch gearbeitet hat, zu einem Abendmodengeschäft in der Duisburger Altstadt? Aysel Kuzaj erzählt: „Alles begann mit meiner Tante, die vor rund 15 Jahren das erste Brautmodengeschäft in Marxloh überhaupt eröffnet hat. Dort habe ich, wann immer ich in Deutschland war, gerne ausgeholfen und dabei meinen heutigen Ehemann kennengelernt, der sich als Handwerker um Reparaturarbeiten im Geschäft meiner Tante kümmerte.“
Das war vor zwölf Jahren.
Mittlerweile hat Aysel mit ihrem Mann Rafael zwei Kinder. Während die Tante jetzt den wohlverdienten Ruhestand genießt und das Geschäft in andere Hände gegeben hat, ist Aysel im August 2015 selbst ins Mode-Business eingestiegen. „In Marxloh führen mein Mann und ich ebenfalls ein Geschäft für weibliche Abendmode, „Deniz-Mode“, benannt nach unserem 5-jährigen Sohn“, so die modebewusste Unternehmerin.
Angesprochen auf ihr Angebot, erklärt die 42-Jährige:  „Bei uns gibt es keine Brautkleider. Dafür aber eine riesengroße Auswahl an Abendmode wie ‚aus tausend und einer Nacht.‘ Ob (Abi-)Ball-Kleid, Cocktailkleid, eine Robe für die Verlobung oder den Henna-Abend, der dem deutschen Junggesellinnen-Abschied ähnelt: bei mir finden Kundinnen aus aller Welt außergewöhnliche, festliche Kleider in den Größen 36 bis 58.“  


Auf der Münzstraße 24 - da wo es ab den 1960 Jahren den "Hosenkönig" gab - bietet Geschäftsfrau Kuzaj gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihrer erwachsenen Tochter Selda auf zwei Etagen mit insgesamt 180 Quadratmeter von 10 - 19 Uhr rund 700 Kleider zur Auswahl. „Mitte November 2017 haben wir erstmals mit dem Ehepaar Kuzaj über potenziell passende Ladenlokale in der Altstadt gesprochen; Anfang April 2018 haben die beiden ihr Geschäft eröffnet. Das ist ein stattliches Tempo“, freut sich Francesco Mannarino, Quartiersmanager der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH.  

Aysel Kuzaj von „By Lady“; Urheber: Francesco Mannarino; Nutzungsrechte: GFW Duisburg