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Fehlende Techniken als Risiko im Straßenverkehr: Vier von
zehn Kindern können nicht sicher Rad fahren Fahrrad
fahren ist für Kinder ein wichtiges Stück Selbstständigkeit. Doch
vielen fehlt es an Fähigkeiten, sich auf dem Rad sicher im
Straßenverkehr zu bewegen. Nur knapp 60 Prozent der 7- bis
9-Jährigen beherrschen Schulterblick, Handzeichen und einhändiges
Fahren. Statt deshalb die Kinder im Elterntaxi zur Schule zu
chauffieren, empfiehlt die ADAC Stiftung, die Sommerferien zum
gemeinsamen Üben zu nutzen - rechtzeitig vor dem Schulstart.

Gemeinsam für sicheres Fahrradfahren: Eltern und Kinder Fahrrad
fahren gemeinsam genießen - aber sicher!
96 Prozent der
Kinder in Deutschland zwischen 4 und 12 Jahren können Fahrrad
fahren. Das ist das Ergebnis einer Elternumfrage der ADAC Stiftung.
Erhebliche Defizite sehen Eltern jedoch bei den Fähigkeiten, die für
eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr unerlässlich sind. 38
Prozent der 7- bis 9-Jährigen beherrschen keinen Schulterblick,
können nicht sicher einhändig fahren und somit auch keine
eindeutigen Handzeichen geben. Selbst bei den 10- bis 12-Jährigen,
die üblicherweise die schulische Radfahrausbildung bereits
absolviert haben, liegt dieser Anteil bei über 20 Prozent.
Damit fehlt es vielen Kindern an Techniken, die als Kernkompetenz
für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr gelten. Beim Anfahren,
Abbiegen oder an Kreuzungen müssen Kinder mehrere Dinge gleichzeitig
leisten: das Gleichgewicht halten, den Verkehr beobachten,
Handzeichen geben und Regeln beachten. Nach Auffassung der Eltern
müssten Kinder diese Fertigkeiten spätestens am Ende der dritten
Klasse erlernt haben.
„Radfahren ist für Kinder mehr als
Fortbewegung. Es ist ein Stück Selbstständigkeit und eine wichtige
Etappe auf dem Weg, sich sicher in der eigenen Umgebung zu bewegen.
Dafür brauchen Kinder Übung und Vorbilder, und die finden sie zuerst
bei den eigenen Eltern“, sagt Christina Tillmann, Vorständin der
ADAC Stiftung. „Die Sommerferien sind eine gute Gelegenheit,
gemeinsam als Familie zu üben. Wer jetzt Zeit auf dem Rad verbringt,
macht sein Kind fit für den Schulweg und für alle weiteren
Strecken.“
Die Verantwortung dafür sehen die Eltern klar bei
sich: 52 Prozent sehen sich zuerst selbst in der Pflicht, Kindern
sicheres Verhalten im Verkehr beizubringen. Weitere 36 Prozent
verorten die Aufgabe gleichermaßen bei sich und der Schule. Nur rund
10 Prozent ordnen sie primär der Schule zu. Die schulische
Radfahrausbildung bekommt von den Eltern überwiegend gute Noten: 83
Prozent finden, dass sie wesentliche Kompetenzen für den
Straßenverkehr vermittelt.
Die Ergebnisse der aktuellen
Elternumfrage fügen sich in ein Bild ein, das Lehrkräfte bereits im
Mai in einer Umfrage der ADAC Stiftung gezeichnet hatten: 47 Prozent
der Kinder leiden nach ihrer Einschätzung unter erheblichen
Aufmerksamkeitsdefiziten im Straßenverkehr, 36 Prozent haben
Schwierigkeiten, in entscheidenden Momenten richtig zu reagieren.
Wie relevant der Übungsbedarf ist, zeigt der Blick auf die
aktuelle Unfallstatistik: 2025 starben in Deutschland 74 Kinder
unter 15 Jahren bei einem Verkehrsunfall, 13 davon waren mit dem
Fahrrad unterwegs. Rund 29.200 Kinder wurden verletzt, im Schnitt
kam damit alle 18 Minuten ein Kind zu Schaden. Ältere Kinder
verunglücken nach Auswertung des Statistischen Bundesamts besonders
häufig werktags zwischen 7 und 8 Uhr, zur typischen Schulwegzeit.
Den Schulweg sicherer zu machen, ist das Ziel einer bundesweiten
Schulstartkampagne der ADAC Stiftung. Sie richtet sich zu Beginn des
neuen Schuljahres an Eltern und Kinder, Pädagoginnen und Pädagogen
sowie alle Verkehrsteilnehmenden im Umfeld von Schulen. Auf
stiftung.adac.de/schulstart stellt die ADAC Stiftung umfangreiche
Informationsmaterialien und Lösungsvorschläge kostenlos zur
Verfügung.
Die ADAC Stiftung Die ADAC Stiftung
konzentriert sich in ihrer Arbeit auf zwei Themen: Mobilität und
Lebensrettung. Sie setzt sich dafür ein, dass alle Menschen in
Deutschland ihrem Bedürfnis nach Mobilität sicher und nachhaltig
nachkommen können. Und dass Menschen mit akuten Verletzungen oder in
lebensbedrohlichen Situationen im ganzen Land schnelle und wirksame
Hilfe erhalten. Zudem fördert sie mit der Einzelfallhilfe gezielt
die soziale Teilhabe von Unfallopfern und ihren Familien.
Die
Stiftung ist 2016 gegründet worden. Seit Anfang 2017 ist sie
alleinige Gesellschafterin der gemeinnützigen ADAC Luftrettung und
fördert interdisziplinäre Projekte im Rettungswesen.
Die ADAC
Stiftung unterstützt Schulen mit Expertise und den kostenlosen
Programmen „Aufgepasst mit ADACUS“, „Roller Fit“ und „Achtung Auto
2.0“. Damit werden Kinder frühzeitig befähigt, sich sicher,
umweltbewusst und rücksichtsvoll im Straßenverkehr zu bewegen. 2025
erreichte die ADAC Stiftung mit ihren Programmen über 590.000 Kinder
und Jugendliche, was sie zum führenden zivilgesellschaftlichen
Mobilitätsbildungsanbieter an Kitas und Schulen in Deutschland
macht.
Über die Befragung: Grundlage der Ergebnisse ist
eine Onlinebefragung von 1.010 Eltern in Deutschland, deren Kinder
im Alter zwischen 4 und 12 Jahren sind. Die Fehlermarge beträgt ±3
Prozent bei einem Konfidenzniveau von 95 Prozent. Die Befragung
wurde von We are Family Research im Mai 2026 durchgeführt.
Boule für Einsteiger: VHS-Sommerkurs in Kooperation mit dem
Homberger Turnverein Wer Boule oder Pétanque
kennenlernen möchte, hat im August bei der Volkshochschule
Gelegenheit dazu. In einem dreiteiligen Einsteigerkurs auf den
Ligabahnen des Homberger Turnvereins stehen Regelkunde, Wurftechnik
und Spieltaktik im Mittelpunkt. Das Präzisionsspiel verbindet
Konzentration, Geschick und strategisches Denken.
Die
Teilnehmenden lernen, Spielsituationen einzuschätzen, regelkonform
zu handeln und ihre Wurftechnik gezielt zu verbessern. Auch
Fairplay, Teamspiel sowie das gemeinsame Entwickeln von
Spielstrategien gehören zu den Inhalten des Kurses. Geleitet wird
der Kurs von Michael von Parzotka, Abteilungsleiter Boule beim
Homberger Turnverein.
Die drei Kurstermine finden jeweils
mittwochs am 12., 19. und 26. August von 17.30 bis 19 Uhr auf dem
schattigen Sportgelände des Turnvereins, Friesenplatz 1, statt. Eine
Anmeldung ist erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf
Personen begrenzt. Die Kursgebühr beträgt 58 Euro. Eigene
Boulekugeln können mitgebracht werden, sofern vorhanden. Alternativ
stehen Leihkugeln zur Verfügung. Vorkenntnisse sind nicht notwendig.
Weitere Informationen zur Anmeldung gibt es unter Tel.
0203/283-984607 oder per Mail
vhs-west@stadt-duisburg.de
Film- und
Fotogeschichte im Fokus: Volkshochschule Duisburg lädt zu einer
spannenden Zeitreise durch die Kulturgeschichte der Bilder ein
Die Volkshochschule Duisburg widmet sich im
Herbstsemester 2026 erneut der Geschichte des Films und der
Fotografie. In einer Reihe fundierter Vorträge stehen bedeutende
Regisseure, Schauspieler und Fotografen im Mittelpunkt, deren Werke
die visuelle Kultur des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt haben.
Den Auftakt bildet eine kostenlose Veranstaltung am
Donnerstag, 3. September, um 17 Uhr zum expressionistischen
deutschen Stummfilm, der mit seinen markanten Bildwelten,
ungewöhnlichen Perspektiven und starken Hell-Dunkel-Kontrasten
Filmgeschichte schrieb.
Die Teilnehmenden lernen die ästhetischen Merkmale dieser
einflussreichen Epoche kennen und erfahren, wie sie das
internationale Kino bis heute beeinflusst. Ein weiterer Vortrag im
Anschluss am Donnerstag, 3. September, um 18.30 Uhr, widmet sich
Billy Wilder, dessen außergewöhnliches Gespür für Dialoge, Figuren
und menschliche Schwächen ihn zu einem der erfolgreichsten
Regisseure Hollywoods machte.
Zwischen Komödie und Drama
schuf Wilder zeitlose Klassiker, die bis heute nichts von ihrer
Aktualität verloren haben. Mit Fritz Lang rückt am Donnerstag, 17.
September, um 18.30 Uhr einer der bedeutendsten Regisseure der
Filmgeschichte in den Fokus. Seine Werke, darunter Klassiker wie
„Metropolis“ oder „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“, stehen
beispielhaft für die Verbindung von filmischer Innovation und
gesellschaftlicher Analyse.
Spannende Einblicke verspricht
auch die Veranstaltung am Mittwoch, 23. September, um 18 Uhr über
die Edgar-Wallace-Filme, die insbesondere in den 1960er-Jahren das
deutsche Kinopublikum begeisterten. Die Vortragsreihe beleuchtet den
unverwechselbaren Stil der Kriminalfilme, ihre Entstehungsgeschichte
sowie ihren bis heute anhaltenden Kultstatus. Mit Paul Newman steht
am Mittwoch, 11. November, um 18 Uhr zudem einer der
charismatischsten Schauspieler des amerikanischen Kinos auf dem
Programm.
Neben seiner beeindruckenden Filmkarriere werden
auch seine Vielseitigkeit als Regisseur, Rennfahrer und
gesellschaftlich engagierte Persönlichkeit thematisiert. Ergänzt
wird das filmhistorische Angebot durch eine Veranstaltung am
Mittwoch, 9. Dezember, um 18 Uhr zur Geschichte der Fotografie. Im
Mittelpunkt stehen die Arbeiten von Irving Penn und Richard Avedon,
die die Porträtfotografie revolutionierten und mit ihren
Modeaufnahmen die Bildsprache ganzer Generationen prägten.
Das Herbstsemester der Volkshochschule Duisburg beginnt bereits Ende
August. Informationen zu allen Veranstaltungen sowie die Möglichkeit
zur Anmeldung finden Interessierte auf der Homepage
www.vhs-duisburg.de und im aktuellen VHS-Programmbuch. Weitere
Informationen gibt es bei Dr. Claudia Kleinert von der VHS
telefonisch unter 0203 283-984596.
Erwerbspersonenbefragung: Homeoffice: Wunsch und
Wirklichkeit klaffen häufiger auseinander Beschäftigte,
die mal im Homeoffice und mal im Betrieb arbeiten, sind häufig recht
zufrieden. Doch wenn die Homeoffice-Realität stark von den eigenen
Bedürfnissen abweicht, treten häufig Stress und gesundheitliche
Probleme auf. Das ergibt eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und
Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.*
Die Coronakrise hat der Arbeit in den eigenen vier Wänden zu
einem nachhaltigen Durchbruch verholfen: Mittlerweile sei
offensichtlich, dass sich die Entwicklung nicht rückgängig machen
lässt, erklärt Dr. Helge Emmler. Der WSI-Forscher hat die aktuelle
Situation in Sachen mobile Arbeit untersucht und dafür Daten des
WSI-Erwerbspersonenpanels ausgewertet.
Seinen Ergebnissen
zufolge hat sich an der Verbreitung zuletzt wenig geändert, wobei es
deutliche Unterschiede vor allem zwischen Beschäftigten mit und ohne
Hochschulabschluss gibt. Hybride Modelle, bei denen sich Homeoffice
und Arbeit im Betrieb abwechseln, entsprechen am besten den
Bedürfnissen der meisten Beschäftigten, die zu rund zwei Dritteln
mit den bestehenden Regelungen zufrieden sind oder allenfalls ein
wenig öfter zu Hause arbeiten möchten.

Diejenigen, deren Bedürfnisse klar von der betrieblichen
Realität abweichen, sind deutlich öfter von starker beruflicher
Belastung und gesundheitlichen Problemen betroffen.
Für das
WSI-Erwerbspersonenpanel wurden in 15 Erhebungsrunden seit dem
Frühjahr 2020 zunächst knapp 7700, zuletzt rund 6200 Personen
befragt. Emmlers Auswertung zufolge hat der erste Corona-Lockdown im
März 2020 eine „schlagartige und in dieser Größenordnung auch
seither nicht wieder beobachtete Ausbreitung von mobiler Arbeit“
verursacht.
Der Anteil derjenigen, die ausschließlich im
Betrieb arbeiten, war von 83 Prozent im Januar 2020 auf 53 Prozent
im April 2020 eingebrochen. Seit etwa Mitte 2021 sind, von geringen
Schwankungen abgesehen, etwa zwei von drei Erwerbstätigen nur im
Betrieb tätig, jede und jeder Vierte an wechselnden Orten. Es sei
anzunehmen, dass hinter diesem Trend für rund ein Viertel der
Beschäftigten eine neue Normalität von etwa zwei bis drei Tagen
Homeoffice pro Woche steckt, heißt es in der Studie.
Um den
aktuellen Stand zu erfassen, hat der WSI-Experte Ergebnisse der
Befragungswellen im November 2024 und 2025 analysiert, in denen die
Teilnehmenden ausführliche Angaben zu mobiler Arbeit gemacht haben.
Dabei hat er sich auf abhängig Beschäftigte konzentriert. Von denen
haben zuletzt 64,5 Prozent ihre Arbeitszeit ausschließlich im
Betrieb oder maximal zu einem Zehntel zu Hause verbracht. Bei
Akademikerinnen und Akademikern ist die Quote mit 36,6 Prozent
deutlich geringer als bei Beschäftigten mit Berufsausbildung mit 69
Prozent – wobei sich der Abstand im Vergleich zu 2024 ein wenig
verringert hat. In Ostdeutschland ist der Anteil mit 71,2
Prozent höher als im Westen mit 63,3 Prozent (siehe auch die
Abbildung in der pdf-Version dieser PM; Link unten). Auch diese
Differenz ist rückläufig. Die Branchen Energieversorgung, Medien,
Finanzen und öffentliche Verwaltung stechen durch einen hohen Anteil
hervor. In den Bereichen Bau, Erziehung, Gastgewerbe, Gesundheit,
Handel, Verkehr und Logistik ist Homeoffice dagegen weniger
verbreitet.
Ein Großteil dieser Unterschiede hängt laut der
Analyse mit der Natur der jeweiligen Tätigkeiten zusammen: Dass sie
ihre Aufgaben uneingeschränkt oder zu einem Großteil zu Hause
erfüllen könnten, sagen 38 Prozent der Beschäftigten. Von den
geeigneten Tätigkeiten werden 65 Prozent zumindest zu einem Viertel
im Homeoffice erledigt, 46 Prozent sogar überwiegend. Bei den
Beschäftigten mit akademischen Abschlüssen und geeigneten Jobs ist
die Quote derjenigen, die mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit zu
Hause ableisten, gegenüber 2024 von 57 auf 52 Prozent
zurückgegangen. Das deute darauf hin, dass sich in dieser Gruppe
zunehmend zwei statt drei Tage Homeoffice durchsetzen, schreibt
Emmler.
Unzufriedenheit ist ungesund Der Auswertung
zufolge entsprechen die betrieblichen Regelungen nicht immer den
Wünschen der Beschäftigten: Diejenigen, deren Aufgaben sich dafür
eignen, würden im Schnitt gern gut die Hälfte ihrer Arbeitszeit zu
Hause verbringen, tatsächlich ist es etwas mehr als ein Drittel.
Insgesamt möchte ein Viertel den Anteil der Zeit im Homeoffice um 30
Prozentpunkte oder mehr erhöhen, ein Zehntel möchte weniger dort
arbeiten.
Rund zwei Drittel sind zufrieden oder wünschen
sich allenfalls geringfügige Änderungen. Besonders groß ist der
Anteil der Unzufriedenen, deren Wünsche stark von der tatsächlichen
Situation abweichen, mit 29,4 Prozent bei Beschäftigten, die von
Return-to-Office-Initiativen betroffen sind. Bei Beschäftigten mit
Kindern ist die Quote mit 28,3 Prozent ebenfalls hoch.
Diese
Unzufriedenheit gehe mit gravierenden Belastungen einher, erklärt
der Forscher. Von den Beschäftigten, deren Homeoffice-Präferenzen um
20 Stunden oder mehr von der tatsächlichen Regelung abweichen,
klagen 18 Prozent über eine hohe Arbeitsbelastung und 28 Prozent
über einen schlechten Gesundheitszustand. Bei denjenigen, die keinen
Änderungsbedarf in Sachen Homeoffice haben, sind es nur 6
beziehungsweise 14 Prozent. Auch bei der Zufriedenheit mit dem
Familienleben, der Freizeitgestaltung oder sozialen Kontakten
schneiden Beschäftigte schlechter ab, die gern deutlich länger zu
Hause arbeiten würden.
Dass die Homeoffice-Quoten sich nach
Ende der Corona-Pandemie stabilisiert haben, sei grundsätzlich eine
gute Nachricht, so Emmlers Fazit. „Denn mobile Arbeit hat sich nicht
nur als probate Maßnahme des Infektionsschutzes, sondern als
arbeitnehmerfreundliche Unterstützung der Work-Life-Balance und
arbeitgeberseitiges Instrument zur Fachkräftesuche erwiesen.“ Er
empfiehlt Unternehmen, den Wünschen der Beschäftigten
entgegenzukommen, solange keine zwingenden betrieblichen Gründe
dagegensprechen. Schließlich würde oft schon ein zusätzlicher Tag
Homeoffice-Tag reichen, um diese Wünsche zu erfüllen.
„Die
neue Studie unterstreicht: Das Potenzial, im Homeoffice zu arbeiten,
ist noch nicht ausgeschöpft“, sagt Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, die
wissenschaftliche Direktorin des WSI. „Gerade für Frauen, die im
Durchschnitt immer noch den ganz überwiegenden Teil der Sorgearbeit
erledigen, also etwa Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder
Arbeit im Haushalt, ermöglicht das Homeoffice Flexibilität bei der
Vereinbarkeit, weil beispielsweise Zeit für Pendelwege gespart
wird.“
Das Homeoffice sei jedoch kein Ersatz für
ausreichende Kinderbetreuungsangebote, betont die Soziologin
zugleich. Insbesondere in Zeiten hoher Spritpreise ermögliche mobile
Arbeit generell auch eine finanzielle Entlastung.
Wonzimmer-Konzert im ruhrKUNSTort
Am Freitag, 7. August 2026, findet um 20:00 Uhr wieder eines
der sogenannten Wohnzimmer-Konzerte im ruhrKUNSTort stattt.
Diesmal zu Gast ist die Gruppe "Bunkerbedarfslager", und mit Gesang,
Saxophon, Keyboards, Gitarre, Bass und Drums wird es „musikalisch bunt“,
so irgendwo zwischen Pop, Krautrock, Polka, Techno, Country, New Age und
Free Jazz.
Strick- und Häkelspaß beim „Maschengedöns“ in der Zentralbibliothek
Wer immer schon wissen wollte, wie man strickt oder häkelt, oder mit
einem angefangenen Projekt nicht weiterkommt, ist herzlich zum
„Maschengedöns“ eingeladen. Die Expertinnen der Flinken Nadeln geben in
der Zentralbibliothek auf der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte
Tipps zum Umgang mit Nadeln und Wolle, erklären, wie man Maschen
anschlägt und abnimmt und stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Das Angebot richtet sich an alle Interessierten ab 14 Jahren und findet
monatlich im Café im Stadtfenster statt.
Die Termine sind am 12. August und 9. September. Die Teilnahme ist
kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nadeln und Wolle
müssen mitgebracht werden. Die Flinken Nadeln unterstützen mit ihrer
Handarbeit den Bunten Kreis Duisburg e.V. bei seinem Einsatz für
Familien mit zu früh geborenen und schwer kranken Kindern. Woll-Spenden
werden bei den Workshops gerne angenommen.
Deutschlands Handwerker-Hochburgen: Wo besonders viele
und wenige Betriebe ansässig sind - Accountable
analysiert die Handwerksdichte in 68 deutschen Großstädten - In
Wolfsburg und Salzgitter gibt es die niedrigste Dichte an
Handwerksunternehmen je Einwohner - In Solingen gibt es die
höchste Betriebsdichte, aber auch die kleinsten Betriebe
In
Duisburg gibt es wenige Handwerksbetriebe. Das zeigt eine neue
Analyse der Steuer-App Accountable auf Basis der amtlichen
Handwerkszählung, die die Unterschiede zwischen 68 deutschen
Großstädten untersucht hat.
Demnach kommen in Duisburg nur
42,5 Handwerksunternehmen auf 10.000 Einwohner. Damit liegt die
Stadt deutlich unter dem Städteschnitt von 50,5 Betrieben in den
Flop 10. Zum Vergleich: Solingen ist mit 75,1 Handwerksbetrieben je
10.000 Einwohner Spitzenreiter.
In Duisburg arbeiten pro
Handwerksunternehmen rund 10,4 Personen, während es im Durchschnitt
der untersuchten Städte 12,8 sind.
Vom Heizungsbauer über den
Friseur und den Bäcker bis zum Elektriker: Das Handwerk prägt den
Alltag der Menschen in Deutschland wie kaum eine andere Branche.
Doch vielerorts wird es zunehmend schwieriger, kurzfristig einen
Termin für bestimmte Handwerksleistungen zu bekommen.
Der
Zentralverband des Deutschen Handwerks warnt seit Jahren vor
fehlenden Nachfolgern und unbesetzten Ausbildungsplätzen. Eine
Analyse der Steuer-App für Selbstständige Accountable zeigt nun auf
Basis der amtlichen Handwerkszählung, wie groß die regionalen
Unterschiede tatsächlich sind. Dafür wurde ausgewertet, wie viele
Handwerksbetriebe in 68 der größten deutschen Städte auf 10.000
Einwohner kommen und wie groß diese Unternehmen im Schnitt sind.
In Wolfsburg gibt es die wenigsten Handwerksbetriebe pro
Einwohner Insgesamt gibt es in den analysierten Städten 50,5
Handwerksbetriebe pro 10.000 Einwohner. Wolfsburg (30,9) weist die
bundesweit niedrigste Betriebsdichte auf. Es folgen das benachbarte
Salzgitter mit 37,4 und Jena mit 37,5. Komplettiert werden die zehn
Städte mit den wenigsten Handwerksbetrieben durch Dortmund (41,2),
Darmstadt (41,3), Kiel (41,6), Erlangen (42,2), Duisburg
(42,5), Mainz (42,5) und Bremerhaven (42,9).
Am
anderen Ende des Rankings steht Solingen. Hier kommen 75
Handwerksbetriebe auf 10.000 Einwohner und damit rund 2,4-mal so
viele wie in Wolfsburg. Dahinter folgen Offenbach (72,7),
Mönchengladbach (67,2), Remscheid (63,8), Wiesbaden und Chemnitz
(jeweils 63,3). Ebenfalls hohe Werte erreichen Düsseldorf (63,1),
Heilbronn (62,5), Wuppertal (62,2) und Krefeld (60,5).
Auffällig ist dabei die regionale Verteilung: Sechs der zehn
Spitzenreiter liegen in Nordrhein-Westfalen, davon mit Solingen,
Remscheid und Wuppertal gleich drei Städte des Bergischen
Städtedreiecks. Diese Region ist – von der Solinger Klingen- bis zur
Remscheider Werkzeugindustrie – traditionell eng mit dem Handwerk
verbunden.
Kleinstbetriebe prägen Solingen, Großbetriebe
Regensburg Allerdings geht eine lange Handwerkstradition nicht
zwangsläufig mit besonders großen Unternehmen einher. So zeigt die
Analyse, dass Solingen mit durchschnittlich 6,1 tätigen Personen je
Betrieb die mit Abstand kleinsten Handwerksbetriebe aller
untersuchten Städte hat. Aber auch in Offenbach (7,8), Leverkusen
(8), Potsdam (8,1), Erfurt (8,4), Fürth und Krefeld (jeweils 9),
Remscheid (9,2), Rostock (9,3) sowie Mönchengladbach (9,4) gibt es
vergleichsweise kleine Unternehmen.
Die größten
Handwerksbetriebe stehen hingegen in Regensburg: Mit
durchschnittlich 25,8 tätigen Personen je Betrieb sind sie mehr als
viermal so groß wie in Solingen. Dahinter folgen Osnabrück (25,1)
und Wolfsburg (23,8). Komplettiert wird die Top Ten durch Lübeck
(19,3), Kaiserslautern (18,0), Mannheim (17,9), Erlangen (17,5),
Münster (17,4), Ludwigshafen am Rhein (16,8) und Ulm (16,5). Zum
Vergleich: Im Schnitt der untersuchten Städte arbeiten 12,8 Personen
in einem Handwerksbetrieb.
Accountable-Gründer: Das Handwerk
braucht mutige Gründer und Nachfolger „Unsere Analyse zeigt, dass
das Handwerk in Deutschland ganz unterschiedlich geprägt ist:
Während in Städten wie Solingen und Offenbach viele kleine Betriebe
existieren, konzentriert sich das Handwerk in Wolfsburg stärker auf
wenige, dafür größere Unternehmen.
Mit Blick auf den
Fachkräftemangel, der viele Bereiche des Handwerks bereits heute
betrifft, bringen beide Strukturen Vor- und Nachteile mit sich. So
sind kleinere Betriebe häufig besonders flexibel und können oft auch
kurzfristig auf Aufträge reagieren, was die Versorgung vor Ort
verbessern kann. Allerdings könnte sich hier die
Nachfolgeproblematik künftig stärker bemerkbar machen, da eine große
Zahl an Betrieben fortgeführt werden muss.
Wie man es dreht
und wendet: Um den Bedarf im Handwerk langfristig zu decken, braucht
es mehr mutige Menschen, die den Schritt in die Selbstständigkeit
wagen oder bestehende Betriebe übernehmen. Damit das gelingt, müssen
vor Ort die richtigen Anreize geschaffen und Hürden abgebaut werden.
Accountable begleitet jeden Tag tausende Selbstständige und erleben
dabei, welche Herausforderungen sie im Alltag beschäftigen.
Dazu gehören finanzielle Fragen ebenso wie bürokratische Hürden und
neue gesetzliche Anforderungen wie die schrittweise Einführung der
E-Rechnung. Digitale Lösungen können dabei helfen, solche
Veränderungen im Arbeitsalltag einfacher zu bewältigen. Denn wer
einen Handwerksbetrieb führt, sollte sich nicht vor allem mit neuen
Vorschriften beschäftigen müssen, sondern sich auf das konzentrieren
können, worauf es wirklich ankommt: gute Arbeit für die Kunden.”
Gemeinde lädt zum Sommerausflug mit Bergischer
Kaffeetafel Der nächste Sommerausflug der Evangelischen
Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh führt ins Bergische Land
nach Solingen, und Organisatorin Marlene Bschorr lädt herzlich zum
Mitreisen ein. Denn am 19. August erwartet die Tagesausflügler um
15.30 Uhr auf Schloss Burg eine Bergische Kaffeetafel mit grandiosem
Ausblick.
Danach stehen Schlossmuseum und Park für einen
Besuch offen. Es gibt noch Restplätze. Anmeldungen sind bei Marlene
Bschorr bis zum 12. August möglich (Mobil: 0172-2698574). Sie hat
auch genau Infos zu den Abfahrtzeiten. Der Ausflug kostet inkl.
Fahrt und Bergischer Kaffeetafel 40 Euro. Infos zur Gemeinde gibt es
im Netz unter www.bonhoeffer-gemeinde.org.

NRW: Gut ein Fünftel der privaten
Haushalte besaß 2023 Aktien * Deutlich weniger
Haushalte mit Spar- und Bausparguthaben als 10 Jahre zuvor *
Aktienbesitz und Investmentfonds waren stärker verbreitet als 2013
* 5 % der Haushalte besaßen Kryptowährungen als digitale
Vermögenswerte
Die Zusammensetzung der Geldanlagen privater
Haushalte in Nordrhein-Westfalen hat sich zwischen 2013 und 2023
deutlich verändert. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen
(IT.NRW) als Statistisches Landesamt im neuen Artikel „Konsumieren,
anlegen oder investieren?” auf Basis der Ergebnisse der
Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) zeigt, verloren
klassische Sparformen an Bedeutung, während Wertpapieranlagen
häufiger genutzt und durch digitale Anlageformen ergänzt wurden.
Deutlich weniger Haushalte mit Spar- und Bausparguthaben Der
Anteil der Haushalte mit Sparguthaben sank von 61 % im Jahr 2013 auf
42 % im Jahr 2023. Auch Bausparguthaben verloren kontinuierlich an
Bedeutung: Ihr Anteil ging von 34 % im Jahr 2013 auf 24 % in 2023
zurück. Tagesgeldkonten wurden dagegen häufiger genutzt. Mit 44 %
verfügten 2023 mehr Haushalte über Tagesgeldguthaben als bei ihrer
erstmaligen Erfassung in der EVS 2018 mit 39 %.

Aktienbesitz und Investmentfonds nahmen in den vergangenen 10
Jahren deutlich zu Wertpapieranlagen als mögliche Anlageform, haben
in den vergangenen 10 Jahren deutlich zugenommen. Der Anteil der
Haushalte mit Aktienbesitz stieg von 14 % im Jahr 2013 auf 21 % im
Jahr 2023.
Auch Investmentfonds verbreiteten sich stärker:
Fast ein Viertel bzw. 24 % der Haushalte hielten 2023 entsprechende
Anlagen, 2013 hatte ihr Anteil noch bei 18 % gelegen. Andere
Wertpapierformen, insbesondere festverzinsliche Wertpapiere (z. B.
Staats- und Unternehmensanleihen) und Zertifikate (an die
Wertentwicklung eines Basiswerts gekoppelte Wertpapiere), spielten
auch 2023 weiterhin eine vergleichsweise geringe Rolle.
Festverzinsliche Wertpapiere hielten lediglich 3 % der Haushalte,
Zertifikate nur 2 %. Erstmals in der EVS
2023 wurden Kryptowährungen als separate Anlageform erhoben: 5 % der
privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen verfügten über
entsprechende digitale Vermögenswerte.
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