'Tagesaktuell' - Redaktion Harald Jeschke Sonderseiten


Sitemap • Archiv31. Kalenderwoche 2026
Baustellen DVG-Umleitung Bahn-VRR


32. Kalenderwoche
Montag, 3. - Sonntag, 9. August 2026

Fehlende Techniken als Risiko im Straßenverkehr: Vier von zehn Kindern können nicht sicher Rad fahren
Fahrrad fahren ist für Kinder ein wichtiges Stück Selbstständigkeit. Doch vielen fehlt es an Fähigkeiten, sich auf dem Rad sicher im Straßenverkehr zu bewegen. Nur knapp 60 Prozent der 7- bis 9-Jährigen beherrschen Schulterblick, Handzeichen und einhändiges Fahren. Statt deshalb die Kinder im Elterntaxi zur Schule zu chauffieren, empfiehlt die ADAC Stiftung, die Sommerferien zum gemeinsamen Üben zu nutzen - rechtzeitig vor dem Schulstart.

Gemeinsam für sicheres Fahrradfahren: Eltern und Kinder
Fahrrad fahren gemeinsam genießen - aber sicher!

96 Prozent der Kinder in Deutschland zwischen 4 und 12 Jahren können Fahrrad fahren. Das ist das Ergebnis einer Elternumfrage der ADAC Stiftung. Erhebliche Defizite sehen Eltern jedoch bei den Fähigkeiten, die für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr unerlässlich sind. 38 Prozent der 7- bis 9-Jährigen beherrschen keinen Schulterblick, können nicht sicher einhändig fahren und somit auch keine eindeutigen Handzeichen geben. Selbst bei den 10- bis 12-Jährigen, die üblicherweise die schulische Radfahrausbildung bereits absolviert haben, liegt dieser Anteil bei über 20 Prozent.

Damit fehlt es vielen Kindern an Techniken, die als Kernkompetenz für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr gelten. Beim Anfahren, Abbiegen oder an Kreuzungen müssen Kinder mehrere Dinge gleichzeitig leisten: das Gleichgewicht halten, den Verkehr beobachten, Handzeichen geben und Regeln beachten. Nach Auffassung der Eltern müssten Kinder diese Fertigkeiten spätestens am Ende der dritten Klasse erlernt haben.

„Radfahren ist für Kinder mehr als Fortbewegung. Es ist ein Stück Selbstständigkeit und eine wichtige Etappe auf dem Weg, sich sicher in der eigenen Umgebung zu bewegen. Dafür brauchen Kinder Übung und Vorbilder, und die finden sie zuerst bei den eigenen Eltern“, sagt Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung. „Die Sommerferien sind eine gute Gelegenheit, gemeinsam als Familie zu üben. Wer jetzt Zeit auf dem Rad verbringt, macht sein Kind fit für den Schulweg und für alle weiteren Strecken.“

Die Verantwortung dafür sehen die Eltern klar bei sich: 52 Prozent sehen sich zuerst selbst in der Pflicht, Kindern sicheres Verhalten im Verkehr beizubringen. Weitere 36 Prozent verorten die Aufgabe gleichermaßen bei sich und der Schule. Nur rund 10 Prozent ordnen sie primär der Schule zu. Die schulische Radfahrausbildung bekommt von den Eltern überwiegend gute Noten: 83 Prozent finden, dass sie wesentliche Kompetenzen für den Straßenverkehr vermittelt.

Die Ergebnisse der aktuellen Elternumfrage fügen sich in ein Bild ein, das Lehrkräfte bereits im Mai in einer Umfrage der ADAC Stiftung gezeichnet hatten: 47 Prozent der Kinder leiden nach ihrer Einschätzung unter erheblichen Aufmerksamkeitsdefiziten im Straßenverkehr, 36 Prozent haben Schwierigkeiten, in entscheidenden Momenten richtig zu reagieren.

Wie relevant der Übungsbedarf ist, zeigt der Blick auf die aktuelle Unfallstatistik: 2025 starben in Deutschland 74 Kinder unter 15 Jahren bei einem Verkehrsunfall, 13 davon waren mit dem Fahrrad unterwegs. Rund 29.200 Kinder wurden verletzt, im Schnitt kam damit alle 18 Minuten ein Kind zu Schaden. Ältere Kinder verunglücken nach Auswertung des Statistischen Bundesamts besonders häufig werktags zwischen 7 und 8 Uhr, zur typischen Schulwegzeit.

Den Schulweg sicherer zu machen, ist das Ziel einer bundesweiten Schulstartkampagne der ADAC Stiftung. Sie richtet sich zu Beginn des neuen Schuljahres an Eltern und Kinder, Pädagoginnen und Pädagogen sowie alle Verkehrsteilnehmenden im Umfeld von Schulen. Auf stiftung.adac.de/schulstart stellt die ADAC Stiftung umfangreiche Informationsmaterialien und Lösungsvorschläge kostenlos zur Verfügung.

Die ADAC Stiftung
Die ADAC Stiftung konzentriert sich in ihrer Arbeit auf zwei Themen: Mobilität und Lebensrettung. Sie setzt sich dafür ein, dass alle Menschen in Deutschland ihrem Bedürfnis nach Mobilität sicher und nachhaltig nachkommen können. Und dass Menschen mit akuten Verletzungen oder in lebensbedrohlichen Situationen im ganzen Land schnelle und wirksame Hilfe erhalten. Zudem fördert sie mit der Einzelfallhilfe gezielt die soziale Teilhabe von Unfallopfern und ihren Familien.

Die Stiftung ist 2016 gegründet worden. Seit Anfang 2017 ist sie alleinige Gesellschafterin der gemeinnützigen ADAC Luftrettung und fördert interdisziplinäre Projekte im Rettungswesen.

Die ADAC Stiftung unterstützt Schulen mit Expertise und den kostenlosen Programmen „Aufgepasst mit ADACUS“, „Roller Fit“ und „Achtung Auto 2.0“. Damit werden Kinder frühzeitig befähigt, sich sicher, umweltbewusst und rücksichtsvoll im Straßenverkehr zu bewegen. 2025 erreichte die ADAC Stiftung mit ihren Programmen über 590.000 Kinder und Jugendliche, was sie zum führenden zivilgesellschaftlichen Mobilitätsbildungsanbieter an Kitas und Schulen in Deutschland macht.

Über die Befragung:
Grundlage der Ergebnisse ist eine Onlinebefragung von 1.010 Eltern in Deutschland, deren Kinder im Alter zwischen 4 und 12 Jahren sind. Die Fehlermarge beträgt ±3 Prozent bei einem Konfidenzniveau von 95 Prozent. Die Befragung wurde von We are Family Research im Mai 2026 durchgeführt.

Boule für Einsteiger: VHS-Sommerkurs in Kooperation mit dem Homberger Turnverein
Wer Boule oder Pétanque kennenlernen möchte, hat im August bei der Volkshochschule Gelegenheit dazu. In einem dreiteiligen Einsteigerkurs auf den Ligabahnen des Homberger Turnvereins stehen Regelkunde, Wurftechnik und Spieltaktik im Mittelpunkt. Das Präzisionsspiel verbindet Konzentration, Geschick und strategisches Denken.

Die Teilnehmenden lernen, Spielsituationen einzuschätzen, regelkonform zu handeln und ihre Wurftechnik gezielt zu verbessern. Auch Fairplay, Teamspiel sowie das gemeinsame Entwickeln von Spielstrategien gehören zu den Inhalten des Kurses. Geleitet wird der Kurs von Michael von Parzotka, Abteilungsleiter Boule beim Homberger Turnverein.

Die drei Kurstermine finden jeweils mittwochs am 12., 19. und 26. August von 17.30 bis 19 Uhr auf dem schattigen Sportgelände des Turnvereins, Friesenplatz 1, statt. Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Teilnehmerzahl ist auf zwölf Personen begrenzt. Die Kursgebühr beträgt 58 Euro. Eigene Boulekugeln können mitgebracht werden, sofern vorhanden. Alternativ stehen Leihkugeln zur Verfügung. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Weitere Informationen zur Anmeldung gibt es unter Tel. 0203/283-984607 oder per Mail vhs-west@stadt-duisburg.de

Film- und Fotogeschichte im Fokus: Volkshochschule Duisburg lädt zu einer spannenden Zeitreise durch die Kulturgeschichte der Bilder ein
Die Volkshochschule Duisburg widmet sich im Herbstsemester 2026 erneut der Geschichte des Films und der Fotografie. In einer Reihe fundierter Vorträge stehen bedeutende Regisseure, Schauspieler und Fotografen im Mittelpunkt, deren Werke die visuelle Kultur des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt haben.

Den Auftakt bildet eine kostenlose Veranstaltung am Donnerstag, 3. September, um 17 Uhr zum expressionistischen deutschen Stummfilm, der mit seinen markanten Bildwelten, ungewöhnlichen Perspektiven und starken Hell-Dunkel-Kontrasten Filmgeschichte schrieb.

Die Teilnehmenden lernen die ästhetischen Merkmale dieser einflussreichen Epoche kennen und erfahren, wie sie das internationale Kino bis heute beeinflusst. Ein weiterer Vortrag im Anschluss am Donnerstag, 3. September, um 18.30 Uhr, widmet sich Billy Wilder, dessen außergewöhnliches Gespür für Dialoge, Figuren und menschliche Schwächen ihn zu einem der erfolgreichsten Regisseure Hollywoods machte.

Zwischen Komödie und Drama schuf Wilder zeitlose Klassiker, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Mit Fritz Lang rückt am Donnerstag, 17. September, um 18.30 Uhr einer der bedeutendsten Regisseure der Filmgeschichte in den Fokus. Seine Werke, darunter Klassiker wie „Metropolis“ oder „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“, stehen beispielhaft für die Verbindung von filmischer Innovation und gesellschaftlicher Analyse.

Spannende Einblicke verspricht auch die Veranstaltung am Mittwoch, 23. September, um 18 Uhr über die Edgar-Wallace-Filme, die insbesondere in den 1960er-Jahren das deutsche Kinopublikum begeisterten. Die Vortragsreihe beleuchtet den unverwechselbaren Stil der Kriminalfilme, ihre Entstehungsgeschichte sowie ihren bis heute anhaltenden Kultstatus. Mit Paul Newman steht am Mittwoch, 11. November, um 18 Uhr zudem einer der charismatischsten Schauspieler des amerikanischen Kinos auf dem Programm.

Neben seiner beeindruckenden Filmkarriere werden auch seine Vielseitigkeit als Regisseur, Rennfahrer und gesellschaftlich engagierte Persönlichkeit thematisiert. Ergänzt wird das filmhistorische Angebot durch eine Veranstaltung am Mittwoch, 9. Dezember, um 18 Uhr zur Geschichte der Fotografie. Im Mittelpunkt stehen die Arbeiten von Irving Penn und Richard Avedon, die die Porträtfotografie revolutionierten und mit ihren Modeaufnahmen die Bildsprache ganzer Generationen prägten.

Das Herbstsemester der Volkshochschule Duisburg beginnt bereits Ende August. Informationen zu allen Veranstaltungen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessierte auf der Homepage www.vhs-duisburg.de und im aktuellen VHS-Programmbuch. Weitere Informationen gibt es bei Dr. Claudia Kleinert von der VHS telefonisch unter 0203 283-984596.

Erwerbspersonenbefragung: Homeoffice: Wunsch und Wirklichkeit klaffen häufiger auseinander
Beschäftigte, die mal im Homeoffice und mal im Betrieb arbeiten, sind häufig recht zufrieden. Doch wenn die Homeoffice-Realität stark von den eigenen Bedürfnissen abweicht, treten häufig Stress und gesundheitliche Probleme auf. Das ergibt eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung.*

Die Coronakrise hat der Arbeit in den eigenen vier Wänden zu einem nachhaltigen Durchbruch verholfen: Mittlerweile sei offensichtlich, dass sich die Entwicklung nicht rückgängig machen lässt, erklärt Dr. Helge Emmler. Der WSI-Forscher hat die aktuelle Situation in Sachen mobile Arbeit untersucht und dafür Daten des WSI-Erwerbspersonenpanels ausgewertet.

Seinen Ergebnissen zufolge hat sich an der Verbreitung zuletzt wenig geändert, wobei es deutliche Unterschiede vor allem zwischen Beschäftigten mit und ohne Hochschulabschluss gibt. Hybride Modelle, bei denen sich Homeoffice und Arbeit im Betrieb abwechseln, entsprechen am besten den Bedürfnissen der meisten Beschäftigten, die zu rund zwei Dritteln mit den bestehenden Regelungen zufrieden sind oder allenfalls ein wenig öfter zu Hause arbeiten möchten.



Diejenigen, deren Bedürfnisse klar von der betrieblichen Realität abweichen, sind deutlich öfter von starker beruflicher Belastung und gesundheitlichen Problemen betroffen.

Für das WSI-Erwerbspersonenpanel wurden in 15 Erhebungsrunden seit dem Frühjahr 2020 zunächst knapp 7700, zuletzt rund 6200 Personen befragt. Emmlers Auswertung zufolge hat der erste Corona-Lockdown im März 2020 eine „schlagartige und in dieser Größenordnung auch seither nicht wieder beobachtete Ausbreitung von mobiler Arbeit“ verursacht.

Der Anteil derjenigen, die ausschließlich im Betrieb arbeiten, war von 83 Prozent im Januar 2020 auf 53 Prozent im April 2020 eingebrochen. Seit etwa Mitte 2021 sind, von geringen Schwankungen abgesehen, etwa zwei von drei Erwerbstätigen nur im Betrieb tätig, jede und jeder Vierte an wechselnden Orten. Es sei anzunehmen, dass hinter diesem Trend für rund ein Viertel der Beschäftigten eine neue Normalität von etwa zwei bis drei Tagen Homeoffice pro Woche steckt, heißt es in der Studie.

Um den aktuellen Stand zu erfassen, hat der WSI-Experte Ergebnisse der Befragungswellen im November 2024 und 2025 analysiert, in denen die Teilnehmenden ausführliche Angaben zu mobiler Arbeit gemacht haben. Dabei hat er sich auf abhängig Beschäftigte konzentriert. Von denen haben zuletzt 64,5 Prozent ihre Arbeitszeit ausschließlich im Betrieb oder maximal zu einem Zehntel zu Hause verbracht. Bei Akademikerinnen und Akademikern ist die Quote mit 36,6 Prozent deutlich geringer als bei Beschäftigten mit Berufsausbildung mit 69 Prozent – wobei sich der Abstand im Vergleich zu 2024 ein wenig verringert hat.

In Ostdeutschland ist der Anteil mit 71,2 Prozent höher als im Westen mit 63,3 Prozent (siehe auch die Abbildung in der pdf-Version dieser PM; Link unten). Auch diese Differenz ist rückläufig. Die Branchen Energieversorgung, Medien, Finanzen und öffentliche Verwaltung stechen durch einen hohen Anteil hervor. In den Bereichen Bau, Erziehung, Gastgewerbe, Gesundheit, Handel, Verkehr und Logistik ist Homeoffice dagegen weniger verbreitet.

Ein Großteil dieser Unterschiede hängt laut der Analyse mit der Natur der jeweiligen Tätigkeiten zusammen: Dass sie ihre Aufgaben uneingeschränkt oder zu einem Großteil zu Hause erfüllen könnten, sagen 38 Prozent der Beschäftigten. Von den geeigneten Tätigkeiten werden 65 Prozent zumindest zu einem Viertel im Homeoffice erledigt, 46 Prozent sogar überwiegend.

Bei den Beschäftigten mit akademischen Abschlüssen und geeigneten Jobs ist die Quote derjenigen, die mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit zu Hause ableisten, gegenüber 2024 von 57 auf 52 Prozent zurückgegangen. Das deute darauf hin, dass sich in dieser Gruppe zunehmend zwei statt drei Tage Homeoffice durchsetzen, schreibt Emmler.

Unzufriedenheit ist ungesund
Der Auswertung zufolge entsprechen die betrieblichen Regelungen nicht immer den Wünschen der Beschäftigten: Diejenigen, deren Aufgaben sich dafür eignen, würden im Schnitt gern gut die Hälfte ihrer Arbeitszeit zu Hause verbringen, tatsächlich ist es etwas mehr als ein Drittel. Insgesamt möchte ein Viertel den Anteil der Zeit im Homeoffice um 30 Prozentpunkte oder mehr erhöhen, ein Zehntel möchte weniger dort arbeiten.

Rund zwei Drittel sind zufrieden oder wünschen sich allenfalls geringfügige Änderungen. Besonders groß ist der Anteil der Unzufriedenen, deren Wünsche stark von der tatsächlichen Situation abweichen, mit 29,4 Prozent bei Beschäftigten, die von Return-to-Office-Initiativen betroffen sind. Bei Beschäftigten mit Kindern ist die Quote mit 28,3 Prozent ebenfalls hoch.

Diese Unzufriedenheit gehe mit gravierenden Belastungen einher, erklärt der Forscher. Von den Beschäftigten, deren Homeoffice-Präferenzen um 20 Stunden oder mehr von der tatsächlichen Regelung abweichen, klagen 18 Prozent über eine hohe Arbeitsbelastung und 28 Prozent über einen schlechten Gesundheitszustand. Bei denjenigen, die keinen Änderungsbedarf in Sachen Homeoffice haben, sind es nur 6 beziehungsweise 14 Prozent. Auch bei der Zufriedenheit mit dem Familienleben, der Freizeitgestaltung oder sozialen Kontakten schneiden Beschäftigte schlechter ab, die gern deutlich länger zu Hause arbeiten würden.

Dass die Homeoffice-Quoten sich nach Ende der Corona-Pandemie stabilisiert haben, sei grundsätzlich eine gute Nachricht, so Emmlers Fazit. „Denn mobile Arbeit hat sich nicht nur als probate Maßnahme des Infektionsschutzes, sondern als arbeitnehmerfreundliche Unterstützung der Work-Life-Balance und arbeitgeberseitiges Instrument zur Fachkräftesuche erwiesen.“ Er empfiehlt Unternehmen, den Wünschen der Beschäftigten entgegenzukommen, solange keine zwingenden betrieblichen Gründe dagegensprechen. Schließlich würde oft schon ein zusätzlicher Tag Homeoffice-Tag reichen, um diese Wünsche zu erfüllen.

„Die neue Studie unterstreicht: Das Potenzial, im Homeoffice zu arbeiten, ist noch nicht ausgeschöpft“, sagt Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, die wissenschaftliche Direktorin des WSI. „Gerade für Frauen, die im Durchschnitt immer noch den ganz überwiegenden Teil der Sorgearbeit erledigen, also etwa Kindererziehung, Pflege von Angehörigen oder Arbeit im Haushalt, ermöglicht das Homeoffice Flexibilität bei der Vereinbarkeit, weil beispielsweise Zeit für Pendelwege gespart wird.“

Das Homeoffice sei jedoch kein Ersatz für ausreichende Kinderbetreuungsangebote, betont die Soziologin zugleich. Insbesondere in Zeiten hoher Spritpreise ermögliche mobile Arbeit generell auch eine finanzielle Entlastung.

Wonzimmer-Konzert im ruhrKUNSTort
Am Freitag, 7. August 2026, findet um 20:00 Uhr wieder eines der sogenannten Wohnzimmer-Konzerte im ruhrKUNSTort stattt.  
Diesmal zu Gast ist die Gruppe "Bunkerbedarfslager", und mit Gesang, Saxophon, Keyboards, Gitarre, Bass und Drums wird es „musikalisch bunt“, so irgendwo zwischen Pop, Krautrock, Polka, Techno, Country, New Age und Free Jazz.


Strick- und Häkelspaß beim „Maschengedöns“ in der Zentralbibliothek
Wer immer schon wissen wollte, wie man strickt oder häkelt, oder mit einem angefangenen Projekt nicht weiterkommt, ist herzlich zum „Maschengedöns“ eingeladen. Die Expertinnen der Flinken Nadeln geben in der Zentralbibliothek auf der Steinschen Gasse 26 in der Stadtmitte Tipps zum Umgang mit Nadeln und Wolle, erklären, wie man Maschen anschlägt und abnimmt und stehen mit Rat und Tat zur Seite.
Das Angebot richtet sich an alle Interessierten ab 14 Jahren und findet monatlich im Café im Stadtfenster statt.

Die Termine sind am 12. August und 9. September. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Nadeln und Wolle müssen mitgebracht werden. Die Flinken Nadeln unterstützen mit ihrer Handarbeit den Bunten Kreis Duisburg e.V. bei seinem Einsatz für Familien mit zu früh geborenen und schwer kranken Kindern. Woll-Spenden werden bei den Workshops gerne angenommen.


Deutschlands Handwerker-Hochburgen: Wo besonders viele und wenige Betriebe ansässig sind

- Accountable analysiert die Handwerksdichte in 68 deutschen Großstädten
- In Wolfsburg und Salzgitter gibt es die niedrigste Dichte an Handwerksunternehmen je Einwohner
- In Solingen gibt es die höchste Betriebsdichte, aber auch die kleinsten Betriebe

In Duisburg gibt es wenige Handwerksbetriebe. Das zeigt eine neue Analyse der Steuer-App Accountable auf Basis der amtlichen Handwerkszählung, die die Unterschiede zwischen 68 deutschen Großstädten untersucht hat.

Demnach kommen in Duisburg nur 42,5 Handwerksunternehmen auf 10.000 Einwohner. Damit liegt die Stadt deutlich unter dem Städteschnitt von 50,5 Betrieben in den Flop 10. Zum Vergleich: Solingen ist mit 75,1 Handwerksbetrieben je 10.000 Einwohner Spitzenreiter.

In Duisburg arbeiten pro Handwerksunternehmen rund 10,4 Personen, während es im Durchschnitt der untersuchten Städte 12,8 sind.

Vom Heizungsbauer über den Friseur und den Bäcker bis zum Elektriker: Das Handwerk prägt den Alltag der Menschen in Deutschland wie kaum eine andere Branche. Doch vielerorts wird es zunehmend schwieriger, kurzfristig einen Termin für bestimmte Handwerksleistungen zu bekommen.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks warnt seit Jahren vor fehlenden Nachfolgern und unbesetzten Ausbildungsplätzen. Eine Analyse der Steuer-App für Selbstständige Accountable zeigt nun auf Basis der amtlichen Handwerkszählung, wie groß die regionalen Unterschiede tatsächlich sind. Dafür wurde ausgewertet, wie viele Handwerksbetriebe in 68 der größten deutschen Städte auf 10.000 Einwohner kommen und wie groß diese Unternehmen im Schnitt sind.

In Wolfsburg gibt es die wenigsten Handwerksbetriebe pro Einwohner
Insgesamt gibt es in den analysierten Städten 50,5 Handwerksbetriebe pro 10.000 Einwohner. Wolfsburg (30,9) weist die bundesweit niedrigste Betriebsdichte auf. Es folgen das benachbarte Salzgitter mit 37,4 und Jena mit 37,5. Komplettiert werden die zehn Städte mit den wenigsten Handwerksbetrieben durch Dortmund (41,2), Darmstadt (41,3), Kiel (41,6), Erlangen (42,2), Duisburg (42,5), Mainz (42,5) und Bremerhaven (42,9).

Am anderen Ende des Rankings steht Solingen. Hier kommen 75 Handwerksbetriebe auf 10.000 Einwohner und damit rund 2,4-mal so viele wie in Wolfsburg. Dahinter folgen Offenbach (72,7), Mönchengladbach (67,2), Remscheid (63,8), Wiesbaden und Chemnitz (jeweils 63,3). Ebenfalls hohe Werte erreichen Düsseldorf (63,1), Heilbronn (62,5), Wuppertal (62,2) und Krefeld (60,5).

Auffällig ist dabei die regionale Verteilung: Sechs der zehn Spitzenreiter liegen in Nordrhein-Westfalen, davon mit Solingen, Remscheid und Wuppertal gleich drei Städte des Bergischen Städtedreiecks. Diese Region ist – von der Solinger Klingen- bis zur Remscheider Werkzeugindustrie – traditionell eng mit dem Handwerk verbunden.

Kleinstbetriebe prägen Solingen, Großbetriebe Regensburg
Allerdings geht eine lange Handwerkstradition nicht zwangsläufig mit besonders großen Unternehmen einher. So zeigt die Analyse, dass Solingen mit durchschnittlich 6,1 tätigen Personen je Betrieb die mit Abstand kleinsten Handwerksbetriebe aller untersuchten Städte hat. Aber auch in Offenbach (7,8), Leverkusen (8), Potsdam (8,1), Erfurt (8,4), Fürth und Krefeld (jeweils 9), Remscheid (9,2), Rostock (9,3) sowie Mönchengladbach (9,4) gibt es vergleichsweise kleine Unternehmen.

Die größten Handwerksbetriebe stehen hingegen in Regensburg: Mit durchschnittlich 25,8 tätigen Personen je Betrieb sind sie mehr als viermal so groß wie in Solingen. Dahinter folgen Osnabrück (25,1) und Wolfsburg (23,8). Komplettiert wird die Top Ten durch Lübeck (19,3), Kaiserslautern (18,0), Mannheim (17,9), Erlangen (17,5), Münster (17,4), Ludwigshafen am Rhein (16,8) und Ulm (16,5). Zum Vergleich: Im Schnitt der untersuchten Städte arbeiten 12,8 Personen in einem Handwerksbetrieb.

Accountable-Gründer: Das Handwerk braucht mutige Gründer und Nachfolger
„Unsere Analyse zeigt, dass das Handwerk in Deutschland ganz unterschiedlich geprägt ist: Während in Städten wie Solingen und Offenbach viele kleine Betriebe existieren, konzentriert sich das Handwerk in Wolfsburg stärker auf wenige, dafür größere Unternehmen.

Mit Blick auf den Fachkräftemangel, der viele Bereiche des Handwerks bereits heute betrifft, bringen beide Strukturen Vor- und Nachteile mit sich. So sind kleinere Betriebe häufig besonders flexibel und können oft auch kurzfristig auf Aufträge reagieren, was die Versorgung vor Ort verbessern kann. Allerdings könnte sich hier die Nachfolgeproblematik künftig stärker bemerkbar machen, da eine große Zahl an Betrieben fortgeführt werden muss.

Wie man es dreht und wendet: Um den Bedarf im Handwerk langfristig zu decken, braucht es mehr mutige Menschen, die den Schritt in die Selbstständigkeit wagen oder bestehende Betriebe übernehmen. Damit das gelingt, müssen vor Ort die richtigen Anreize geschaffen und Hürden abgebaut werden. Accountable begleitet jeden Tag tausende Selbstständige und erleben dabei, welche Herausforderungen sie im Alltag beschäftigen.

Dazu gehören finanzielle Fragen ebenso wie bürokratische Hürden und neue gesetzliche Anforderungen wie die schrittweise Einführung der E-Rechnung. Digitale Lösungen können dabei helfen, solche Veränderungen im Arbeitsalltag einfacher zu bewältigen. Denn wer einen Handwerksbetrieb führt, sollte sich nicht vor allem mit neuen Vorschriften beschäftigen müssen, sondern sich auf das konzentrieren können, worauf es wirklich ankommt: gute Arbeit für die Kunden.”

Gemeinde lädt zum Sommerausflug mit Bergischer Kaffeetafel
Der nächste Sommerausflug der Evangelischen Bonhoeffer Gemeinde Marxloh Obermarxloh führt ins Bergische Land nach Solingen, und Organisatorin Marlene Bschorr lädt herzlich zum Mitreisen ein. Denn am 19. August erwartet die Tagesausflügler um 15.30 Uhr auf Schloss Burg eine Bergische Kaffeetafel mit grandiosem Ausblick.

Danach stehen Schlossmuseum und Park für einen Besuch offen. Es gibt noch Restplätze. Anmeldungen sind bei Marlene Bschorr bis zum 12. August möglich (Mobil: 0172-2698574). Sie hat auch genau Infos zu den Abfahrtzeiten. Der Ausflug kostet inkl. Fahrt und Bergischer Kaffeetafel 40 Euro. Infos zur Gemeinde gibt es im Netz unter www.bonhoeffer-gemeinde.org.



NRW: Gut ein Fünftel der privaten Haushalte besaß 2023 Aktien
* Deutlich weniger Haushalte mit Spar- und Bausparguthaben als 10 Jahre zuvor
* Aktienbesitz und Investmentfonds waren stärker verbreitet als 2013
* 5 % der Haushalte besaßen Kryptowährungen als digitale Vermögenswerte


Die Zusammensetzung der Geldanlagen privater Haushalte in Nordrhein-Westfalen hat sich zwischen 2013 und 2023 deutlich verändert. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als Statistisches Landesamt im neuen Artikel „Konsumieren, anlegen oder investieren?” auf Basis der Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) zeigt, verloren klassische Sparformen an Bedeutung, während Wertpapieranlagen häufiger genutzt und durch digitale Anlageformen ergänzt wurden.

Deutlich weniger Haushalte mit Spar- und Bausparguthaben Der Anteil der Haushalte mit Sparguthaben sank von 61 % im Jahr 2013 auf 42 % im Jahr 2023. Auch Bausparguthaben verloren kontinuierlich an Bedeutung: Ihr Anteil ging von 34 % im Jahr 2013 auf 24 % in 2023 zurück. Tagesgeldkonten wurden dagegen häufiger genutzt. Mit 44 % verfügten 2023 mehr Haushalte über Tagesgeldguthaben als bei ihrer erstmaligen Erfassung in der EVS 2018 mit 39 %.



Aktienbesitz und Investmentfonds nahmen in den vergangenen 10 Jahren deutlich zu Wertpapieranlagen als mögliche Anlageform, haben in den vergangenen 10 Jahren deutlich zugenommen. Der Anteil der Haushalte mit Aktienbesitz stieg von 14 % im Jahr 2013 auf 21 % im Jahr 2023.

Auch Investmentfonds verbreiteten sich stärker: Fast ein Viertel bzw. 24 % der Haushalte hielten 2023 entsprechende Anlagen, 2013 hatte ihr Anteil noch bei 18 % gelegen. Andere Wertpapierformen, insbesondere festverzinsliche Wertpapiere (z. B. Staats- und Unternehmensanleihen) und Zertifikate (an die Wertentwicklung eines Basiswerts gekoppelte Wertpapiere), spielten auch 2023 weiterhin eine vergleichsweise geringe Rolle.

Festverzinsliche Wertpapiere hielten lediglich 3 % der Haushalte, Zertifikate nur 2 %. Erstmals in der EVS 2023 wurden Kryptowährungen als separate Anlageform erhoben: 5 % der privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen verfügten über entsprechende digitale Vermögenswerte.