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Neue Eissporthalle Duisburg
Duisburg, 18.
Dezember 2025: Zuschauerbeschränkungen
angesagt: Zustand der Eishalle bereitet nun gravierende
Probleme. Nur noch 1500 Besucher erlaubt!
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Duisburgs Haupt- und
Finanzausschuss hat dem Eilbeschluss zum Neubau einer
Eissporthalle einstimmig zugestimmt
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Duisburg, 29. Oktober 2026 - Auf der
heutigen Sitzung des Haupt- und Fnanzausschusses der Stadt
stimmte der Ausschuss dem Eilbeschluss der Planung und
Umsetzung für den Neubau der Eissporthalle Duisburg inkl. der
Interimslösung (temporäre Eissporthalle) und dem Abriss von
bis zu 40 Mio. € einstimmig zu.
Die Folgekosten der Investitionen werden im Rahmen des
Wirtschaftsplans abgebildet
Zur Saison 2029/30 soll die neue Halle, die zunächst 2500
Zuschauern platzt bieten soll, dann in den Betrieb gehen.
Dabei soll eine Erhöhung der Zuschauerkapazität möglich sein.
Mit 2 Eisbahnen ergeben sich zudem besonders für den
EVD-Nachwuchs ganz neue Möglichkeiten und Perspektiven.
In der Zwischenzeit soll ab Mitte Februar mit den intensiven
Planungen und anschließend dem Bau einer Übergangshalle auf
der Bezirkssportanlage Wedau I begonnen werden. Diese soll
ein Fassungsvermögen von 1500 Zuschauern besitzen.

Die Resonaz bei den Füchsen:
Tom Södler freut sich über den Beschluss: „Es ist ein
wichtiger Meilenstein für die Zukunft des Duisburger
Eissports und die Entwicklung der Füchse Duisburg. Nun heißt
es: nicht nachlassen und den Fuß auf dem Gaspedal lassen! Der
Fokus liegt nun darauf, die Pläne für die Übergangshalle
voranzutreiben, damit wir pünktlich in die Saison 2026/2027
starten können.
Nach Zeiten der Sorge können wir durchatmen! Die Zukunft des
Duisburger Eishockeys ist gesichert. Wir blicken nun voller
Vorfreude auf die Zwischenrunde und die folgenden Playoffs!"
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Duisburg treibt Neubau der Eissporthalle voran –
Übergangslösung ab 2026 geplant. Nach 55 Jahren soll ein
Neubau vorangetrieben werden
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Zukunft des Duisburger Eissports
wird durch Neubau gesichert Duisburg, 27. Januar
2026 - Der Sportpark Duisburg ist das
Herzstück der Sportstadt Duisburg. Damit dort auch der
Eissport künftig weiterhin eine starke Rolle spielt,
entscheidet der Haupt- und Finanzausschuss des Rates am
Donnerstag, 29. Januar, mittels Eilbeschluss über den Neubau
einer modernen Eissporthalle. Hintergrund ist, dass die
bestehende Halle aus dem Jahr 1971 aufgrund ihres baulichen
Zustandes nur noch bis zum Ende der Saison 2025/2026 genutzt
werden kann.
Die neue Eissporthalle soll künftig am
bisherigen Standort zwei Eisflächen umfassen. Darunter eine
mit einer Tribüne, auf der 2.500 Zuschauer Platz finden. Die
zweite ist eine Trainingsfläche. Damit reagiert die Stadt
auch auf die hohen Bedarfe im Schul-, Breiten- und
Vereinssport. Bislang können drei bis vier Schulklassen
täglich Eislaufen – künftig könnten bis zu acht Klassen
Schlittschuh fahren.
Auch der Freizeiteislauf, der
aktuell rund 30.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr
lockt, könnte dank der Kapazitätserweiterung bis zu 120.000
Personen jährlich anziehen. Für Vereine wie die Füchse
Duisburg gäbe es zudem deutlich bessere Trainings- und
Entwicklungsmöglichkeiten. „Der Eissport ist ein wichtiger
Bestandteil unserer Sportstadt. Wir wollen ihn nicht nur
sichern, sondern zukunftsfähig machen.
Eine moderne
Eishalle mit zwei Eisflächen stärkt den Schul-, Vereins- und
Freizeitsport“, betont Oberbürgermeister Sören Link. Während
der rund zweieinhalbjährigen Bauzeit ist eine temporäre
Eishalle im direkten Umfeld auf der Bezirkssportanlage Wedau
I vorgesehen. Sie soll rechtzeitig zur Saison 2026/2027 in
Betrieb gehen und ermöglicht Vereinen, Schulen und
Freizeitsportlern einen nahtlosen Übergang.
Mit dem
Neubau setzt Duisburg zudem auf moderne, nachhaltige Technik:
Die neue Halle soll CO₂-neutral betrieben werden, unter
anderem durch Photovoltaik auf dem Dach und die Nutzung der
Abwärme für das benachbarte Schwimmstadion. Ziel ist es, die
neue Eissporthalle zur Saison 2029/2030 zu eröffnen.
Nach dem Eilbeschluss folgt am Donnestag, 29. Januar
2026 die
SONDERSITZUNG Konstituierende öffentliche Sondersitzung des
Haupt- und Finanzausschusses um 13:00 Uhr Duisburg-Mitte,
Rathaus Duisburg, Ratssaal (Zi. 100)
Kommentar
Man hat es in Duisburg fast nicht mehr für möglich gehalten,
dass ein einstimmiger Ratsbeschluss vom 23. September 2024
nun doch umgesetzt werden soll. Das stärkt in einer wieder
einmal durch viele Einflüsse und zum Teil extremen
Finanzproblemen gebeutelten Stadt wie Duisburg die Zukunft
angepackt wird. Es ist ein besonderes Zeichen für den
Sport oder der Kultur (stark renovierungbedürftiges
Stadttheater) vor allem für die Bürger der Stadt. Es geht um
Verlässlichkeit politischer Beschlüsse und Vertrauen.
Harald Jeschke

Blick auf die 55 Jahre alte Eissporthalle,
Homebase der Füchse sowie deren treuer Anhang, des Nachwuchses
und der Laufzeiten. Foto
Tanja Pickartz / Stadt Duisburg
Die Beschlussvorlage am 27. Januar 2026 bzw.
Eilantrag (Eilbeschluss öffentlich gem. § 60 Abs. 1 S. 1 GO
NRW - Drucksache-Nr. 24-0526/1
Die aktuelle Eissporthalle wurde im Jahr 1971 errichtet und
weist einen Sanierungsbedarf in Höhe von ca. 27 Mio. € auf.
Aufgrund des baulichen Zustands vorrangig im Bereich des
Brandschutzes wurde zum Ende des Jahres 2025 die maximale
Zuschauerkapazität auf 1500 Zuschauer eingeschränkt und die
maximale Nutzungsdauer bis zum Ende der aktuellen
Eissportspielzeit 2025/2026 begrenzt.
Bereits vor dieser Entwicklung wurde DuisburgSport mit
Beschluss des Rates der Stadt im Rahmen der DS 24-0526
beauftragt, in Zusammenarbeit mit der Gebag PE eine
Machbarkeitsstudie für eine neue Eissporthalle am bisherigen
Standort zu erstellen.
Die beauftragte Machbarkeitsstudie für die Errichtung einer
neuen Multifunktionshalle mit zwei Eisflächen und einer
Zuschauerkapazität von 4.999 Zuschauern endete mit einer
Kostenschätzung in Höhe von ca. 90 Mio. €. Aufgrund des
dargestellten Finanzvolumens wird die Machbarkeitsstudie
nicht weiterverfolgt, sondern es wurden vielmehr alternative
Ansatzmöglichkeiten für einen Neubau geprüft.
Im Rahmen der nun notwendigen Planung ist die erklärte
Zielsetzung der Neubau von zwei Eisflächen von denen eine
Eisfläche mit einer Zuschauerkapazität von 2.500 Zuschauern
mit einer Skalierbarkeit der Zuschauerkapazität ausgerichtet
an der sportlichen Entwicklung der Füchse Duisburg
ausgebildet werden soll.
Im Folgenden soll dargestellt werden, welche Bedeutung der
Eissport und auch die Errichtung von zwei Eisflächen für die
Sportstadt Duisburg hat und warum es sinnvoll ist den
Standort entsprechend zu erhalten und zukunftsorientiert mit
zwei Eisflächen auszubauen. Bedeutung für den Schulsport Die
Eishalle in Duisburg erfüllt bereits heute eine wichtige
Funktion im Schulsport.
Im Rahmen des Lehrplans des Landes Nordrhein-Westfalen werden
regelmäßig Inhalte wie „Rollen und Gleiten“ vermittelt.
Aktuell können jedoch aufgrund der begrenzten Kapazitäten
lediglich drei bis vier Schulklassen pro Tag berücksichtigt
werden. Mit zwei Eisflächen bestünde die Möglichkeit, dieses
Angebot deutlich auszubauen:
• vier bis acht Schulklassen pro Tag wären realistisch •
bessere zeitliche Verteilung über den Vormittag
• geringere Abhängigkeit vom Vereinstrainingsbetrieb Damit
könnte der Eissport einem deutlich größeren Teil der
Duisburger Schülerschaft zugänglich gemacht werden –
unabhängig von sozialem Hintergrund oder
Vereinszugehörigkeit. Dies stärkt nicht nur die
Bewegungsförderung, sondern auch die Chancengleichheit im
Bildungssystem.
Bedeutung für den Breitensport, Freizeitsport
Der Bedarf an niederschwelligen Freizeitangeboten im Eissport
ist in Duisburg bereits heute sehr hoch. Aktuell werden
jährlich rund 30.000 Freizeitläuferinnen und Freizeitläufer
erreicht – trotz extrem eingeschränkter Laufzeiten,
insbesondere am Wochenende. Mit zwei Eisflächen ergibt sich
ein realistisches Potenzial von 100.000 bis 120.000
Freizeitläufern pro Jahr. Dieses Potenzial kann derzeit nicht
ausgeschöpft werden, da:
• Laufzeiten häufig zugunsten des Trainingsbetriebs reduziert
werden müssen
• Wochenendangebote stark begrenzt sind
• Leistungssport, Nachwuchs- und Freizeitsport um dieselben
Eiszeiten konkurrieren. Eine zweite Eisfläche würde diese
strukturelle Konkurrenz auflösen. Während auf der einen
Fläche Trainings- und Spielbetrieb stattfinden, könnte auf
der anderen Fläche zeitgleich öffentlicher Lauf, Eiskunstlauf
oder Hobbybetrieb angeboten werden.
Damit würde die Eishalle erstmals ihrer Rolle als breit
zugängliche Freizeiteinrichtung für die gesamte Stadt
gerecht. Bedeutung für Vereine, Nachwuchsarbeit und
langfristige Strukturen Auch für die Duisburger
Eissportvereine – vom Eishockey bis zum Eiskunstlauf – ist
die aktuelle Situation strukturell limitierend.
Eine Eisfläche zwingt zu ständigen Priorisierungen:
• Nachwuchs gegen Erwachsene • Leistungssport gegen
Breitensport
• frühe Trainingszeiten gegen schulische Verpflichtungen Mit
zwei Eisflächen könnten Vereine:
• in mehreren Altersklassen parallel trainieren
• zusätzliche Mannschaften (z. B. Zweitmannschaften) melden •
ihre Mitgliederzahlen stabilisieren oder ausbauen
• wirtschaftlich tragfähiger arbeiten Insbesondere im
Eiskunstlauf würde sich die Situation deutlich verbessern.
Aktuell liegen Trainingszeiten häufig in schulisch
ungünstigen Zeitfenstern, was es Familien erschwert, Kinder
für diesen Sport zu begeistern. Attraktivere Trainingszeiten
am Nachmittag würden unmittelbar zu höheren Teilnahmezahlen
führen.
Integration, Migration und soziale Teilhabe
Eissportvereine leisten bereits heute einen wichtigen Beitrag
zur Integration. Menschen unterschiedlicher Herkunft,
Religionen und sozialer Hintergründe kommen hier auf
Augenhöhe zusammen. Initiativen wie interkulturelle
Vereinsarbeit, inklusive Sportangebote und ehrenamtliches
Engagement wirken weit über den Sport hinaus in die
Stadtgesellschaft.
Gerade für Kinder und Jugendliche mit Flucht- oder
Migrationsgeschichte bietet der Vereinssport:
• soziale Anbindung
• Sprachpraxis
• klare Strukturen
• Zugehörigkeit und Anerkennung
Eine leistungsfähige Eishalle mit
ausreichenden Kapazitäten ist Voraussetzung dafür, diese
integrative Arbeit nicht nur zu erhalten, sondern gezielt
auszubauen. Wirtschaftlichkeit und Betreiberperspektive
Entgegen einer weit verbreiteten Annahme ist eine Eishalle
mit zwei Eisflächen wirtschaftlich sinnvoller zu betreiben
als eine Ein-Flächen-Lösung.
Eine einzelne Eisfläche ist dauerhaft an der
Kapazitätsgrenze, zwingt zu Verdrängungseffekten und
verhindert eine optimale Auslastung.
Zwei Eisflächen hingegen ermöglichen:
• parallele Nutzung unterschiedlicher Zielgruppen
• längere tägliche Betriebszeiten
• zusätzliche Erlösquellen (Freizeitlauf, Kurse, Events)
• bessere Planbarkeit des Personaleinsatzes
Zudem bedeutet eine zweite Eisfläche nicht die Verdopplung
der Energie- oder Betriebskosten. Moderne Konzepte,
insbesondere unter Berücksichtigung von CO₂-neutralen
Energielösungen, führen zu Skaleneffekten, die die Mehrkosten
deutlich relativieren. Eine ganzjährig nutzbare
Trainingsfläche erlaubt darüber hinaus auch im Sommer
Einnahmen und sportliche Nutzung – ein entscheidender Faktor
für ein langfristig tragfähiges Betreiberkonzept.
Nachhaltigkeit Auch das Thema
„Nachhaltigkeit“ spielt bei zukunftsorientierten
Investitionsprojekten eine immer zentralere Rolle. Wie
dargestellt, wurde die aktuelle Eissporthalle im Jahre 1971
errichtet, die eingebaute Eisaufbereitungstechnik wurde zum
damaligen Zeitpunkt bereits „gebraucht“ gekauft und weist
daher eine noch höhere Lebensdauer auf. Neben der Tatsache,
dass die Technik veraltet und sanierungsbedürftig ist,
entspricht sie bereits seit Jahren nicht mehr den aktuellen
energetischen Standards.
Mit der Umsetzung des Neubaus soll eine CO2-neutrale
Eissporthalle entstehen, die sich zu einem großen Teil z.B.
über großflächige Photovoltaikanlagen zum Beispiel auf der
gesamten Dachfläche nahezu eigenständig mit Strom versorgt.
Darüber hinaus ist geplant, die Abwärme, die in der
Eissporthalle für die Eisaufbereitung produziert wird, für
die Beheizung des nahegelegenen Schwimmstadions zu nutzen und
somit die Eissporthalle in das bestehende Energiekonstrukt
am Standort einzubinden.
Nächste Schritte zur Umsetzung des Projekts:
Da der Lebenszyklus der aktuellen Eissporthalle wie
beschrieben mit dem Ablauf der aktuellen Eissportsaison
endet, besteht die zwingende Notwendigkeit zur Schaffung
einer Übergangslösung. Damit eine temporäre Lösung zur
Vorbereitung der Eissportssaison 2026/2027 errichtet werden
kann (Start der Eissaison Mitte August 2026), ist die
entsprechende Entscheidung jetzt zu treffen, um die Planungs-
und Bauphase der temporären Eishallenlösung von ca. 6 Monaten
mit dem Beschluss zur Vorlage anzustoßen.
Die temporäre Eissporthalle wird auf der
Bezirkssportanlage Wedau I im Sportpark (Pachtgelände der VSG
Duisburg) für den Zeitraum des Abrisses der
bestehenden Eissporthalle sowie des Zeitraums zur Umsetzung
des Neubaus (Zeitraum ca. 3 Jahre) errichtet. Nach aktuellen
Erkenntnissen werden für die temporäre Eissporthalle
jährliche Kosten in Höhe von ca. 2 Mio. € fällig. Die
temporäre Eissporthalle verfügt über eine Eisfläche und eine
Zuschauerkapazität von 1500 Zuschauern.
Im Zuge der Umsetzung der temporären Eishalle ist die
Anschaffung von entsprechendem sportlichen Equipment wie z.
B. einer Bandenanlage, Spielerbänke, Umkleideeinrichtungen
etc. erforderlich. Diese notwendigen Ausstattungsgegenstände
werden nach der Fertigstellung des Neubaus (hier in der
zweiten Eishalle) ebenfalls in diesem benötigt. Somit ergeben
sich daraus Synergie- und auch Kosteneinsparpotentiale im
Rahmen des Gesamtprojekts.
3. Finanzieller Gesamtbedarf: Gemäß erstellter
Kostenschätzung ergibt sich ein finanzieller Gesamtrahmen für
das Projekt in Höhe von ca. 40 Mio. €. 4. Zeitlicher Ablauf:
Nach der Beschlussfassung soll die Projektsteuerung zur
Maßnahmenumsetzung beauftragt werden. In der Folge ist es
notwendig, eine Entwurfsplanung inklusive Kostenberechnung
nach Leistungsphase 3 zu erstellen.
Parallel dazu muss auch die Planung einer temporären
Eissporthalle mit der Zielsetzung der abschließenden
Errichtung bis Mitte August 2026 (um die Eissportspielzeit
2026/2027) sicherstellen zu können, vorangetrieben werden. In
diesem Prozess bedient sich DuisburgSport der Unterstützung
der DIG.
Der Abriss der bestehenden Eissporthalle ist
nach aktuellen Erkenntnissen für 2026/2027 vorgesehen.
Für die bauliche Umsetzung des Neubaus ist ein Zeitrahmen von
ca. 2,5 Jahren eingeplant, sodass mit einer Fertigstellung
der Gesamtmaßnahme zur Eissaison 2029/2030 gerechnet werden
kann.
5. Begründung der Eilbedürftigkeit: Die Eilbedürftigkeit
ergibt sich aus der baulichen Situation der Eissporthalle
verbunden mit der feststehenden Aufgabe zum Saisonende und
einer daraus resultierenden Entscheidungsnotwendigkeit
inklusive der Schaffung einer Interimslösung für die Saison
2026/2027.
Um diese Zielsetzung mit einer prognostizierten Planungs- und
Umsetzungsphase für die Interimslösung von ca. 6 Monaten und
somit zur neuen Saison ab Mitte August 2026 erreichen zu
können ist die kurzfristige Entscheidung für das
Gesamtprojekt notwendig
Die Vorgeschichte
Die Vorankündigung, dass die Sanierung der
altehrwürdigen Eissporthalle im Sportpark Duisburg im
Neudorfer Süden eigentlich keinen Sinn macht, ließ anfang
September 2024 aufhorchen. Auch schon lange zuvor wurde
diskutiert, ob der Bau einer neuen Halle nicht effektiver
sei. Das kam alles im September ins Rollen, als mehrere
Ausschüsse im Rat der Stadt den mehr als logischen Vorschlag
umzusetzten und von der Ertüchtigung einer alten Halle
Abvstand zu nehmen. Die letzte (einstimmige) Entscheidung am
Montag, 23. September 2024 im Rat der Stadt entschied. Es
soll neu gebaut werden.
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11. Januar 2026: 55 Jahre Puckgeschichte in Duisburg
- Und was folgt? |
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Duisburg, 5.
Januar 2026 -
Am 11. Januar 2026 haben die Füchse leider ein
Oberligaspiel in Hamm. Ein vielleicht entscheidendes sogar.
Aber es ist erneut ein "Kult-Datum", da vor 55 Jahren der
Betrieb auf dem Eis mit dem Puck anlief. Und wie!

Foto Füchse+Creator
Zahlenwerke Am 11. Januar 2026 haben die Füchse seit 1991
insgesamt (Punkte, Test,- und Pokalspiele) 2010 Partien auf
dem Buckel. Mit den 6 Vorbereitungsspielen (Ur-Spiele
genannt), die von September 1970 bis November 1970
auf fremden Eis ausgetragen wurden.
Es gab 910 Spiele des DSC und 278 des Duisburger SV
87, also summa summarum 3204 Eishockeyspiele in
Duisburg und anderswo mit Duisburger Teams statt.
Real gesehen fanden mit DEB-Länderspielen,
Olympia-Qualifkationen, den Internationalen Begegningen um
Europäische Pokale wie 1992/93 mit dem Mailänder-Team von
Fensehinhaberr Berlusconi mit der DEG in Duisburg mehr als
1500 Spiele in der jetzt 55 Jahren "alten Dame" statt.
Im Dezember 1970 stieg der dritte Akt des neuen
Duisburger Kindes Eissporthalle. Die Halle stand, das erste
"Eis wurde gekocht". Am zweiten Weihnachtstag 1970 wurde die
Eisfläche erstmals für den Probelauf kostenlos der Duisburger
Bevölkerung angeboten.
Um 15 Uhr war draußen leichter Schneefall, drinnen war der Innenausbau noch
nicht ganz abgeschlossen, aber die ersten Duisburger wagten sich auf das
gefrorene Gebiet. Darunter auch das spätere Ehepaar Ute und Günter Michel, die
Jahre später Funktionen im Duisburger Eishockey übernehmen sollten. Am Mittwoch, den 27. Januar 1971 nahm das Bauordnungsamt
die Eissporthalle ab und gab die Eisfläche frei.
Vor sage und schreibe 2000 Fans gab es am 11. Januar 1971
einen 14:0-Erfolg über die Pokalmannschaft von Preußen
Krefeld. "Mensch Rudi, was hast du denn hier für eine riesige
Truppe auf die Beine gestellt?", wunderten sich Gegner und
Funktionäre anderer Klubs gleichermaßen.
Die
Duisburger waren neugierig geworden. Auch das zweite Spiel
fand vor ebenso großer Kulisse statt. Dem Gegner, einer
kanadischen Soldatenmannschaft aus Soest, verging Hören und
Sehen. "Die hatten wir so im Griff, dass wir schon in der
neutralen Zone Karten spielen wollten", schmunzelte Ivars
Weide über den 23:2-Erfolg.
Bei der Taufe waren über
2000, beim ersten Aufstiegsspiel schon 4500 Fans dabei
Der legendäre Duisburger SC Kaiserberg Von Harald Jeschke
"Das waren noch schöne Zeiten", erinnert sich Ivars
Weide, der damalige Duisburger "Wayne Gretzky", nur zu gern
an die ersten Tage im Duisburger Eishockey-Geschehen, obwohl
es ihn später ganz besonders hart traf. Vater Rudi
sollte die erste entscheidende Randfigur im Duisburger
Puckgeschehen werden. Der gebürtige Lette aus Riga brachte
das Know-how zur schnellsten Mannschaftssportart der Welt mit
und setzte dieses Wissen nebst seinen guten Kontakten in
Duisburg sofort voll um.
"Die Spieler haben damals
keine Ablöse gekostet und die Vereine halfen prächtig",
erinnerte sich der am Möhnesee lebende Pensionär im Jahre
1991. "Aber ohne die tatkräftige Hilfe der Stadt und vor
allen Dingen von Sportdirektor Hermann Eichhorn hätten wir
kaum etwas bewegen können", stellte Rudi Weide fest. Nach dem
Trockentraining begann der DSC Kaiserberg mit
Freundschaftsspielen, nachdem die Wedau-Eissporthalle
fertiggestellt worden war.
Das erste Heimspiel Vor
sage und schreibe 2000 Fans gab es am 11. Januar 1971
einen 14:0-Erfolg über die Pokalmannschaft von
Preußen Krefeld. "Mensch Rudi, was hast du denn hier für eine
riesige Truppe auf die Beine gestellt?", wunderten sich
Gegner und Funktionäre anderer Klubs gleichermaßen.
Die Duisburger waren neugierig geworden. Auch das zweite
Spiel fand vor ebenso großer Kulisse statt. Dem Gegner, einer
kanadischen Soldatenmannschaft aus Soest, verging Hören und
Sehen. "Die hatten wir so im Griff, dass wir schon in der
neutralen Zone Karten spielen wollten", schmunzelte Ivars
Weide über den 23:2-Erfolg.
Erst am 13. März 1971 gab
es die erste Niederlage für den DSC Kaiserberg. Eine
Kombination DSV/Krefelder EV unterlag vor wiederum 2000
Besuchern den Tilburg Trappers aus den Niederlanden mit 5:7.
Eine Woche später hatte dieses Einmalereignis die Truppe des
Erstligisten vom altehrwürdigen VfL Bad Nauheim auszubaden.
Vor der "Standardkulisse" von 2000 Fans musste sich die
arrivierte Mannschaft aus der Badestadt der Duisburg/
Krefelder Kombination mit 5:6 geschlagen geben.
Im
Oktober 1971, kurz vor dem Beginn der ersten
Regionalliga-Meisterschaft, wurde der damalige Oberligist EC
Deilinghofen mit 5:3 und der SG Nürnberg mit 11:4 besiegt.
Lediglich gegen ein Team aus Stockholm gab es eine
4:5-Niederlage. Von da an war der Puck König in Duisburg. Am
23. Oktober 1971 schlug der DSC den HTSV Bremen mit 16:0
(3:0, 4:0, 9:0) vor – ganz klar – 2000 Fans.
Die "Stammgemeinde" von 2000 Fans des DSC
bejubelten die Tore von Heiner Bayer (8), Leo Priedigkeit
(4), Rolf "Schnuffi" Dentges (2), Peter Schmitz und Frieder
Brase. Am 30. Oktober ging es der 1-b-Vertretung vom
berühmten Berliner Schlittschuhklub nur unmerklich besser als
den Hanseaten zuvor – der DSC siegte in Berlin mit 13:4.
Im Tor standen Paul Hotstegs (der später in Krefeld
Vorsitzender wurde) und Claudius Lott. Neben den schon
erwähnten Torschützen spielten noch Bernd Elberg, Dieter
Hilger, Herbert Just, Volker Kaiser, Dieter König, Horst
Metzer, Manfred "Manni Schlemmerle" Schlemmer, Jochen
Schmidt, Jürgen Volland und Ivars Weide.
Die Spiele
des ersten Jahres der Spielbetriebsaufnahme 1971 mit den
Heimspielen:
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Freundschaftsspiele 1970/71 |
|
|
Datum |
Spiel |
|
T |
GT |
|
Art |
|
im Sept.1970 |
Kölner EK - Duisburger SC |
1 |
11 |
|
Ur
1 |
|
im Sept.1970 |
Krefelder EV - Duisburger SC |
0 |
3 |
|
Ur
2 |
|
im Sept.1970 |
Kölner EK - Duisburger SC |
3 |
3 |
|
Ur
3 |
|
im Nov.1970 |
Kanadische Militärauswahl -
Duisburger SC |
2 |
8 |
in
Soest |
Ur
4 |
|
im Nov.1970 |
ERC Westfalen Dortmund -
Duisburger SC |
3 |
5 |
|
Ur
5 |
|
im Nov.1970 |
Kombination des Krefelder EV -
Duisburger SC |
5 |
10 |
|
Ur
6 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
11.01.1971 |
Duisburger SC - Preußen
Krefeld |
14 |
0 |
Das 1. Heimspiel |
1 |
|
31.01.1971 |
Düsseldorfer EG Reserve -
Duisburger SC |
3 |
7 |
|
2 |
|
14.02.1971 |
Duisburger SC - Kanadische
Militärauswahl |
23 |
2 |
|
3 |
|
13.03.1971 |
Duisburger SC - Tilburg
Trappers |
5 |
7 |
|
4 |
|
20.03.1971 |
Duisburger SC - VfL Bad
Nauheim |
6 |
5 |
|
5 |
|
Freundschaftsspiele 1971/72 |
|
|
25.07.1971 |
VfL Bad Nauheim - Duisburger
SC |
13 |
1 |
(2:0, 6:0, 5:1) |
6 |
|
26.08.1971 |
Duisburger SC - Krefelder EV
1b |
9 |
4 |
(3:2, 4:1, 2:1) |
7 |
|
02.09.1971 |
Krefelder EV 1b - Duisburger
SC |
5 |
4 |
|
8 |
|
09.09.1971 |
Duisburger SC - ERC Westfalen
Dortmund |
|
|
8:3 aus der Erinnerung |
9 |
|
22.09.1971 |
Kölner EK - Duisburger SC |
2 |
6 |
(0:1, 1:2, 0:3) |
10 |
|
26.09.1971 |
Duisburger SC - Düsseldorfer
EG Reserve |
7 |
4 |
(1:3, 4:1, 2:0) |
11 |
|
01.10.1971 |
Duisburger SC - EC
Deilinghofen |
3 |
5 |
|
12 |
|
09.10.1971 |
Duisburger SC - SG Nürnberg |
11 |
4 |
(2:1, 6:0, 3:3) |
13 |
|
15.10.1971 |
Duisburger SC - Ösmo GIF |
4 |
5 |
(1:3, 2:2, 1:0) |
14 |
|
Regionalliga Nord 1971/72 |
|
|
23.10.1971 |
Duisburger SC - HTSV Bremen |
16 |
0 |
(3:0, 4:0, 9:0) |
15 |
|
30.10.1971 |
Berliner SC 1b - Duisburger SC |
4 |
13 |
(1:3, 0:8, 3:2) |
16 |
|
31.10.1971 |
EHC Nord Berlin - Duisburger
SC |
1 |
24 |
(1:9, 0:8, 1:7) |
17 |
|
06.11.1971 |
Duisburger SC - EHC Nord
Berlin |
21 |
1 |
(10:1, 7:0, 4:0) |
18 |
|
05.12.1971 |
Duisburger SC - EC Hannover |
18 |
2 |
(10:0, 4:1, 4:1) |
19 |
|
12.12.1971 |
Duisburger SC - IJC Nijmegen |
Freundschaft |
5 |
0 |
(1:0, 2:0, 2:0) |
20 |
|
17.12.1971 |
Duisburger SC - Berliner SC 1b |
14 |
2 |
|
21 |
|
18.12.1971 |
HTSV Bremen - Duisburger SC |
4 |
11 |
(4:3, 0:5, 0:5) |
22 |
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Zuschauerbeschränkungen
angesagt: Zustand der Eishalle bereitet nun gravierende
Probleme
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Duisburg, 18. Dezember 2025 - Anderswo
gibt es weihnachtliche Eishallen-Stimmung, in Duisburg ist was den
Eissport nun angeht, wenig Weihnachts-Atmosphäre angesagt.
Anderswo werden Eishallen aufgepeppt oder neu gebaut, in
Duisburg wie in vielen Städten des Reviers sieht es schlimm
aus. Für die "55 Jahre alte Dame" ist nun Beschränkung
angesagt. Es dürfen nur eine 1500er der 4500er Kapazität
genutzt werden. Und bis zum 31. Januar muss laut Stadt
Duisburg eine Übergangslösung gefunden werden, sonst...
Der Ratsbeschluss vom letzten Jahr mit absoluter
Zustimmung für einen Neubau, ist er noch real oder nicht? OB
Sören Link hat das noch in der Halle vor Wochen selbst
verkündet. Aber die Stadt selbst hat zu kämpfen, Altschulden
des Jugendamtes, der GeBAG, die dringend notwendige Sanierung
des Stadttheaters und der Neubau für die Stadtverwaltung bei
einer Schlüsselzuweisung des Landes, die sicher nicht in
gewünschter Höhe ausfällt.
Aber jetzt drängt es
bei der Eishalle akut von der bautechnischen Seite. Die "alte
Dame" aufrüsten? Wäre, wie man im Pott sagt, rausgeschmissene
Kohle, hieße nur die Mängel übertünchen und wäre bei hohen
Kosten nur eine Lösung auf Zeit. Also bleibt für den Erhalt
von Schul-, Vereins- und Breitensport nur der Neubau. Jetzt
kommt alles auf einmal und vor allem viel zu schnell.
Was dem Eissportfreund so vorkommt wie den Bürgern im
Revier. Marode Brücken und Autobahnen, Firmenschließungen
größeren Ausmaßes und, und und... Um es im nun auch im
Sport einmal krachen zu lassen: kein Wunder dass die Menschen
den Glauben an die alte Politik verlieren. Zu lange haben
Verantwortliche stereotyp an die Stadt appelliert, endlich
einen Neubau zu stemmen...
Was hilft ist nur ein
Engagement aller, um den Standort Duisburg erhalten zu
können. Schließlich sind zu Weihnachten fromme Wünsche
angesagt und erlaubt. Zunächst muss ein Ratsbeschluss bis zum
31. Januar her, um weiter planen zu können.
Duisburg, 1. Oktober 2024 - Die
Vorankündigung, dass die Sanierung der altehrwürdigen
Eissporthalle im Sportpark Duisburg im Neudorfer Süden
eigentlich keinen Sinn macht, ließ anfang September 2024
aufhorchen. Auch schon lange zuvor wurde diskutiert, ob der
Bau einer neuen Halle nicht effektiver sei. Das kam alles im
September ins Rollen, als mehrere Ausschüsse im Rat der Stadt
den mehr als logischen Vorschlag umzusetzten und von der
Ertüchtigung einer alten Halle Abvstand zu nehmen. Die letzte
(einstimmige) Entscheidung am Montag, 23. September im Rat
der Stadt entschied. Es soll neu gebaut werden.

Blick auf die Eissporthalle, die Base der Füchse sowie deren
treuer Anhang, des Nachwuchses und der Laufzeiten. Foto
Tanja Pickartz / Stadt Duisburg
Neubau der
Eissporthalle Duisburg
Zielsetzung der Neubauplanung ist die Errichtung
einer Eissporthalle nach den aktuellen energetischen
Standards inklusive der dazu notwendigen Anlagentechnik unter
Berücksichtigung der bestehenden Bestimmungen zum Lärmschutz,
sodass die Zielsetzung einer Mehrzwecknutzung auch weiterhin
verfolgt werden kann, sowie einer Erweiterung der
Zuschauerkapazitäten, um den Eishockeystandort weiter zu
stärken. Die aktuelle Halle weist eine Kapazität von rund
3.500 Besuchern auf, die neue Halle soll knapp 5.000 Besucher
aufnehmen können.
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