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Lehmbruck Museum: Ausstellungen 2020   

Oper und Ballett am Rhein präsentieren das Programm der ersten vier Monate
Musikalische Walz: Das "ensemble unterwegs" in Duisburg
Steinhof-Kultur-Sommers 2020: René Steinberg blickt nach vorn

Archiv Juli - Dezember 2020

 

Lehmbruck Museum: Pay What You Want & Themenführung

Duisburg, 04. August 2020 - Am Freitag, den 7. August, heißt es im Lehmbruck Museum wieder „Pay What You Want!“ Besucher*innen können an diesem Tag ihren Eintrittspreis selbst bestimmen und um 15 Uhr an einer öffentlichen Führung zum Thema „Wilhelm Lehmbruck. Ein Duisburger Künstler“ teilnehmen. Wilhelm Lehmbruck (1881-1919), der in nur zwei Jahrzehnten ein ungewöhnlich ausdrucksstarkes und umfangreiches Lebenswerk schuf, gilt als einer der wichtigsten deutschen Bildhauer der Klassischen Moderne.

Das Lehmbruck Museum verfügt heute über den weltweit größten Bestand an Werken Lehmbrucks und zeichnet in der aktuellen Studioausstellung „Wilhelm Lehmbruck. Ein Leben“ mit einzigartigen Dokumenten, Aufnahmen und Arbeiten das Leben und (Früh-)Werk des berühmten Duisburger Künstlers nach.
Bei seiner Führung widmet sich Andreas Benedict selten gezeigten Arbeiten aus der Frühphase Lehmbrucks ebenso wie ikonischen Werken, die als sensible und erschütternde Figuren voller Melancholie und Einsamkeit erscheinen und eine tiefe Sehnsucht nach Menschlichkeit und innerem Frieden zum Ausdruck bringen.
Die Kleingruppenführung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen. 

Wilhelm Lehmbruck vor dem Züricher Atelier mit dem Gips des „Sitzenden Jünglings” und dem „Torso der Großen Sinnenden”, 1917/18, unbekannter Fotograf

 

PomPonNymphen am Bezirksrathaus in Duisburg-Mitte

Duisburg, 03. August 2020 - Die Corona-Pandemie hat die Kunst in Duisburg weitgehend zum Erliegen gebracht. Um sie wieder lebendig zu machen, werden in den nächsten Wochen sieben Kunstprojekte an den Bezirksrathäusern im öffentlichen Raum präsentiert, die aus einem Wettbewerb hervorgingen. Die Installationen sind ein „Dankeschön“ an die Bürgerinnen und Bürger für deren umsichtiges Verhalten in der Corona-Krise  – und gleichzeitig ein Aufruf, sich weiterhin vorbildlich zu verhalten.  

Sechszehn „PomPonNymphen“ schmücken seit Montag, 3. August, die Außenfassade des Bezirksrathauses in Duisburg-Mitte. Die Duisburger Bildhauerin Regina Bartholme, die mit ihren figurativen Skulpturen das Menschsein thematisiert, schuf die Wunderwesen. Bartholme, die seit vielen Jahren ihr Atelier in Duisburg hat, ist es ein wichtiges Anliegen, die spannungsvolle Einheit von Kunst und Natur deutlich zu machen.

“Vielleicht zaubern die Nymphen ein Lächeln in das Gesicht des Betrachters, vielleicht führt ihre schwebende Anmut zu einem beschwingten Gang, vielleicht bringt ihre leuchtende Buntheit Farbe ins Leben“, wünscht sich die Künstlerin Bartholme.  
„Theater haben die Saison beendet, Festivals sind abgesagt, Museen und Ausstellungen waren lange geschlossen. Die Corona-Krise hat die Kultur angehalten und deshalb freut es mich sehr, dass wir am Bezirksrathaus Mitte wieder ein Stück Kunst zeigen können“, so Bezirksbürgermeisterin Elvira Ulitzka.   Nach der griechisch-römischen Mythologie sind die Nymphen anmutige weibliche Naturgottheiten. Formen und Farben der „PomPonNymphen“ ergänzen mit ihrer schwebenden Anmut die Geradlinigkeit konstruierter Architektur.  

Die Objekte am Bezirksrathaus sind aus Holz, Metall und Kunststoff, haben eine Größe bis 98 cm und sind ca. 800 Gramm schwer. „Es freut mich sehr, der renommierten Duisburger Künstlerin Regina Bartholme die Möglichkeit einer Ausstellung im öffentlichen Raum geben zu können. In Zeiten von Corona müssen wir als Stadt neue Wege gehen, um Kunst und Kultur für unsere Bürger erlebbar zu machen“, sagt Bezirksmanager Torben Nübel.  
Die „PomPonNymphen“ werden die nächsten acht Wochen an der Fassade des Bezirksrathauses Duisburg-Mitte, zu sehen und zu fotografieren sein. „Für alle Neugierigen, die sehen möchten, wie eine öffentliche Galerie wirkt, lohnt sich das vorbeischauen“, so Projektleiterin Ute Schramke.  
V.l.: Bezirksmanager Torben Nübel, Projektleiterin Ute Schramke, Künstlerin Regina Bartholme, Bezirksbürgermeisterin Elvira Ulitzka. Foto Uwe Köppen / Stadt Duisburg


"Kultur - Gerade jetzt!"

Duisburger Kreative nutzen das Magazin Metropole Ruhr als ihre Bühne für Kunst in Corona-Zeiten
Duisburg/Metropole Ruhr, 29. Juli 2020 - Der Kulturbereich ist aufgrund der Kontaktsperre zu seinem Publikum besonders von der Pandemie betroffen. Kultureinrichtungen und Künstler geraten dabei zunehmend in Finanzierungsengpässe, sogar in Existenzbedrohung. Deshalb haben der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) mit der neuen Ausgabe des Magazins Metropole Ruhr eine Plattform geschaffen, um Kunst- und Kulturschaffende sichtbar zu machen.
Unter dem Motto "Kultur - Gerade jetzt!" haben 34 Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Region das Heft als Bühne und Medium genutzt, um sich mit der Situation auseinanderzusetzen. Auch zwei Duisburger Kreative sind mit Beiträgen vertreten: Lyrikerin Lütfiye Güzel hat während des Lockdowns Poetry-Montage geschaffen. Nesrin Tanc beteiligt sich mit einem "Brief", der Teil des Projektes "Agentur Ausländerraus: Akkordarbeit im halb verbrannten Wald" ist.

RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel sieht das Magazin als Zeichen der Solidarität: "Kultur braucht Publikum. Und die Metropole Ruhr braucht eine vielfältige Kulturlandschaft. Auf Kultur zu verzichten, bedeutet den Verlust von Lebensqualität, aber auch von Inspiration. Die ist jedoch entscheidend insbesondere für eine Region im Wandel. Jede Unterstützung für Kulturschaffende ist auch eine Investition ins Ruhrgebiet."
Im Magazin spiegeln sich viele Aspekte im Umgang mit der Pandemie wider wie Ängste, Hoffnung auf und Sehnsucht nach der Rückkehr zur Normalität, Rückbesinnung auf elementare Werte wie Familie etc. Zahlreiche Beiträge über das künstlerische Schaffen in Corona-Zeiten aus den Sparten Literatur, Kunst und Bühne zeigen auch die große Bereitschaft der kreativen Szene, sich auf andere Formen als das Bekannte einzulassen.
Neue künstlerische Formate wie Digitalisierung spielen dabei eine große Rolle. Das Magazin Metropole Ruhr, das an an zahlreichen Orten wie Touristeninfos, Museen und Szenelokalen verteilt wird, gibt der RVR gemeinsam mit der RTG seit 2014 heraus. Es stellt Kultur, Freizeit, Wirtschaft und Wissenschaft im Ruhrgebiet vor. Das Heft erscheint viermal jährlich im Markt1 Verlag, zweimal im Jahr liegt es bundesweit der Wochenzeitung Die Zeit bei. Infos:
www.mediathek.rvr.ruhr

- Tuchinstallation „…geteilt…“ wird in Walsum präsentiert
- Ausstellungsführung mit Roland Wolf durch das Leben im mittelalterlichen Dispargum  
- Lehmbruck Museum: Öffentliche Sonntagsführung „Highlights” mit Madalina Rotter

Tuchinstallation „…geteilt…“ wird in Walsum präsentiert
Duisburg, 27. Juli 2020 - Die Corona-Pandemie hat die Kunst in Duisburg weitgehend zum Erliegen gebracht. Um sie wieder lebendig zu machen, werden in den nächsten Wochen sieben Kunstprojekte an den Bezirksrathäusern im öffentlichen Raum präsentiert, die aus einem Wettbewerb hervorgingen. Die Installationen sind ein „Dankeschön“ an die Bürgerinnen und Bürger für deren umsichtiges Verhalten in der Corona-Krise  – und gleichzeitig ein Aufruf, sich weiterhin vorbildlich zu verhalten.  
 
Die Künstlerin Mila Langbehn schuf die Tuchinstallation „... geteilt ...“, die heute am Bezirksrathaus Walsum an der Friedrich-Ebert-Straße 152 vorgestellt wurde und für die nächsten acht Wochen dort zu sehen sein wird. Die schmalen hohen, leuchtend orangefarbenen Tücher vermitteln auf den ersten Blick den herkömmlichen Sinn von Teilen: Sie schieben sich zwischen die seit Jahrzehnten beieinander stehenden Bäume, halten sie auf Distanz.
Diesen Eindruck gewinnt man vor allem bei einem Blick in Längsrichtung der Baumreihen, bei dem die Tücher dicht hintereinander hängen. Auf den zweiten Blick – beim Hineintreten in die Baumreihen – erscheinen die Tücher schmal und es überwiegt ein ganz anderer Eindruck. Beim Verlassen und dem Blick zurück scheinen die orangefarbenen Tücher wieder zusammenzurücken und die Baumreihen zu trennen.  

„Das grüne Laub der Baumkronen ist nun viel präsenter. Trotz der trennenden Tücher wirken die Bäume intensiv miteinander verbunden, auch wenn ihre Äste sich nicht berühren“, sagt die Künstlerin Mila Langbehn. Die Natur steht für die Garten- und Landschaftsarchitektin immer im Vordergrund. Die Farbe Orange hat sie gewählt, um einen Moment der Achtsamkeit zu erzielen.  
„Ich finde es sehr schön, Kunst im öffentlichen Raum in Walsum in Zeiten von Corona zu zeigen. Passanten können im gebührenden Abstand stehen bleiben, sich einen Moment der Ruhe gönnen, inne halten und staunen“, so Bezirksbürgermeister Georg Salomon. Und Projektleiterin Ute Schramke merkt an: „Die Tuchinstallation ‚...geteilt...‘ zeigt beides: Das Trennende wie das Verbindende zur selben Zeit, und so wird eine Straßenmeile in Duisburg-Walsum zu einem begehbaren Atelier“.  

Der Aufbau der Installation erfolgte mithilfe eines Baumkletterers. So wurden alle Maßnahmen an den Bäumen ausschließlich durch einen Fachmann ausgeführt, damit keine Schäden entstehen. Und auch an eine weitere Nutzung der Tücher ist gedacht. „Nach Ende der Ausstellung in Walsum sollen die orangen Tücher Wiederwendung finden. Angedacht ist, sie an Kitas zu verschenken, die die Tücher beispielsweise als Schattentuch, Raumteiler oder Zelt nutzen können“, sagt Bezirksmanagerin Sabine Jatz.    

V.l.n.r.: Bezirksmanagerin Sabine Jatz, Projektleiterin Ute Schramke, Künstlerin Mila Langbehn, Bezirksbürgermeister Georg Salomon. Foto Uwe Köppen / Stadt Duisburg



Stadtmuseum: Ausstellungsführung mit Roland Wolf durch das Leben im mittelalterlichen Dispargum  
Gästeführer Roland Wolf lädt Besucherinnen und Besucher am Sonntag, 2. August, um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz (Innenhafen) zu einem Spaziergang durch das fränkische Dispargum ein. Erkundet werden alle Bereiche, die das Leben in der mittelalterlichen Stadt prägten.  
Die Ausstellung „Dispargum - Königssitz, Kaiserpfalz, Hansestadt“ lädt ein, mit allen Sinnen in das fränkische Duisburg einzutauchen. Für die Ausstellung wurden mehrere mittelalterliche Schauplätze räumlich nachgebaut. So lassen sich typische Keramikgefäße, filigrane Metallobjekte und kostbarer Schmuck in der Atmosphäre eines fränkischen Marktplatzes betrachten, auf dem diese Gegenstände einst gehandelt wurden.
In der Aula regia, dem wichtigsten Raum eines Königshofes, können Besucherinnen und Besucher mit Blick auf das Porträt Ottos III. fränkischen Originaltexten lauschen und so einen Eindruck von der Sprache der Zeit gewinnen. Highlight der nachempfundenen Krypta ist eine Ledersohle, die die Praxis der Berührungsreliquien, in diesem Fall der „Sohle Christi“, vermittelt.  
Besucher werden gebeten, während der Führung einen Mund-Nasenschutz zu tragen und die nötigen Abstände einzuhalten. Um eine telefonische Anmeldung unter (0203) 283-2640 oder per E-Mail an ksm-service@stadt-duisburg.de wird gebeten. Die Personenzahl bei den Führungen ist auf maximal 15 Teilnehmer begrenzt. Die Teilnahme kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro. Das gesamte Führungsprogramm für August ist auf der Webseite des Museums zu finden: www.stadtmuseum-duisburg.de.  


Lehmbruck Museum: Öffentliche Sonntagsführung „Highlights” mit Madalina Rotter
Für Besucher*innen, die das Lehmbruck Museum und seine hochkarätige Sammlung einmal im Überblick kennenlernen möchten, ist die öffentliche Führung am Sonntag, den 2. August 2020, 11.30 Uhr, eine ideale Gelegenheit: Kunstvermittlerin Madalina Rotter wird sich den „Highlights” der Sammlung widmen.  
Das Lehmbruck Museum verfügt über einen der bedeutendsten Bestände moderner Skulptur überhaupt. In den Ausstellungsräumen des Hauses begegnen den Besucher*innen Werke herausragender internationaler Künstlerpersönlichkeiten wie Alberto Giacometti, Rebecca Horn, Tony Cragg, Jean Tinguely und Käthe Kollwitz.
Einen ganz besonderen Platz nimmt das Werk Wilhelm Lehmbrucks (1881–1919) ein: Im architektonisch eindrucksvollen Lehmbruck-Flügel wird eine Vielzahl bedeutender Werke des berühmten Duisburger Bildhauers präsentiert. In einem gemeinsamen Rundgang stellt Kunstvermittlerin Madalina Rotter den Teilnehmer*innen Hauptwerke der Sammlung quer durch das gesamte Museum vor.  

Die Kleingruppenführung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen. Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.    

Blick in die Glashalle des Lehmbruck Museums, Foto: Dejan Saric



„Frau Architekt. Seit über 100 Jahren: Frauen im Architekturberuf“

Ausstellung von Baukultur Nordrhein-Westfalen zeigt Architektinnen hinter den Bauwerken


Eröffnung der Ausstellung Frau Architekt

Architektinnen: Prof. Judith Reitz, Bernadette Heiermann; Foto: Wieland Gleich


Bereits seit mehr als 100 Jahren sind Frauen in Deutschland im Architektenberuf erfolgreich tätig. Und trotzdem sind bis heute die Architektinnen hinter ihren Werken oft unsichtbar. Da setzt das Museum der Baukultur Nordrhein-Westfalen mit der Ausstellung „Frau Architekt. Seit über 100 Jahren: Frauen im Architekturberuf“ an: Sie präsentiert berufliche Werdegänge sowie vorbildliche Bauten von Architektinnen, zeigt damit Vorbilder, ermöglicht Identifikation und macht Mut, den Beruf zu ergreifen. Die Ausstellung möchte den Frauen hinter ihren Werken ein Gesicht verleihen. 

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt von Baukultur Nordrhein-Westfalen mit dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen. Gezeigt wird „Frau Architekt“ von 12. August bis 2. Oktober 2020 im Haus der Architekten in Düsseldorf.


Charakteristische Werdegänge historischer Architektinnen

Die Ausstellung in Düsseldorf besteht aus zwei Bereichen. Bereits 2017 konzipierte das DAM in Frankfurt die Ausstellung „Frau Architekt. Seit mehr als 100 Jahren Frauen in der Architektur“. Aus dieser umfangreichen Ausstellung präsentiert das Museum der Baukultur neun historische Architektinnen, deren Werdegänge und Tätigkeitsfelder charakteristisch sind für die Zeit vom späten Kaiserreich bis in die 1970er Jahre. Aus der Frankfurter Ausstellung wurden vor allem Frauen ausgewählt, die eng mit der Architekturszene in NRW verbunden waren. 


Therese Mogger (1875-1956) war nicht nur als Architektin tätig, sondern auch als Bauherrin, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Trotz neuer Forschung steht Lilly Reich (1885-1947) immer noch im Schatten von Mies van der Rohe. Dabei schuf sie gelungene Markenauftritte für die Vereinigten Seidenwebereien in Krefeld, und ihre Möbelentwürfe sind heute Design-Klassiker. Merete Mattern (1941-2007) beteiligte sich 1966/ 1967 am internationalen städtebaulichen Wettbewerb für Ratingen-West.
Ihren Beitrag feierte die Zeitschrift Bauwelt als den einzigen visionären Entwurf unter den 132 Einreichungen. Maria Schwarz (1921-2018) gilt bis heute vor allem als „Gralshüterin“ des Werkes ihres Mannes Rudolf Schwarz. Dabei führte sie das Büro ab 1961 als selbständige Architektin mit einer Vielzahl von eigenen Aufträgen. Ellen Birkelbach (1924-2011) unterhielt über 50 Jahre ein eigenes Büro für Innenarchitektur und schuf nicht nur ikonische Ausstattungen für das Café Heinemann sowie die Kundenhallen und Chefetagen der Deutschen Bank und Dresdner Bank auf der Königsallee in Düsseldorf. Sie prägte darüber hinaus eine ganze Generation von heute tätigen Innenarchitektinnen.


Aktuelle Positionen von Architektinnen aus NRW

Ein zweiter, vom Museum der Baukultur neu kuratierter und gestalteter Ausstellungsteil beschäftigt sich mit der aktuellen Situation von Architektinnen aus NRW. 20 Projekte veranschaulichen die Arbeit und die architektonischen Haltungen von 20 Architektinnen. Mittlerweile sind Frauen, anders als in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in allen Bereichen und Typologien der Architektur tätig: Die Projekte umfassen Hochhäuser, prestigeträchtige Kulturbauten, exklusive Wohnhäuser als Gesamtkunstwerke, Store-Konzepte für große Marken, städtebauliche Konzepte, Bundesgartenschauen und nachhaltige Gestaltung von Freiräumen mit multifunktionalen Aufgaben.

Ein Schwerpunkt liegt immer noch im Wohnungsbau. Sicherlich ist dies auch dem aktuellen gesellschaftlichen Bedarf geschuldet, aber der Fokus hat sich verändert: Es geht um neue Wohnungstypologien und Konzepte, die gemeinsam mit den Nutzern entwickelt werden. In der Forschung stehen Fragen der Nachhaltigkeit im Umgang mit Materialien im Fokus, aber auch bauliche Techniken in Ländern außerhalb Europas. Bei all diesen Erfolgen und Maßstäbe setzenden Projekten ist es schwer verständlich, warum viele Architektinnen so unsichtbar bleiben. Heute erreichen mehr Architektinnen als früher leitende Positionen als Partnerinnen in Architekturbüros, als Baudezernentinnen und als Hochschullehrerinnen. An dem ungleichen Geschlechterverhältnis ändern solche Karrieren jedoch bislang noch wenig: Nur 31 Prozent des aktiven Berufsstandes sind zurzeit Frauen.


FRAU ARCHITEKT

Seit über 100 Jahren: Frauen im Architekturberuf

Ein Kooperationsprojekt von Baukultur Nordrhein-Westfalen mit dem Deutschen Architekturmuseum und der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen.


Laufzeit: 12. August – 2. Oktober 2020

Ausstellungsort: Haus der Architekten, Zollhof 1, 40221 Düsseldorf

Öffnungszeiten: Mo – Do: 10 – 17 Uhr; Fr: 10 – 13 Uhr, Eintritt frei
Kuratoren: Mary Pepchinski, Christina Budde, Wolfgang Voigt: DAM-Ausstellung; 

Ursula Kleefisch-Jobst: aktuelle Positionen aus NRW
Der Ausstellungsteil zu den Architektinnen in Nordrhein-Westfalen wird fachlich begleitet durch Vertreterinnen der Architektenkammer NRW, des BDA NRW, des BDB NRW und der architektinnen initiative nrw.

Ausstellungsgestaltung und -grafik: Mario Lorenz, Lars Staack, Wiesbaden/ Berlin, deserve.de

Zur DAM-Ausstellung erschien ein Katalog im Wasmuth Verlag.

Führungen: 15. & 23. September, jeweils 17.30 Uhr 

Diskussionsveranstaltungen

Di., 15.9., 19 Uhr - Frauen im Architekturberuf: innovativ, mutig – und doch nicht sichtbar

Mit Robert Franken, Blogger und Feminist; Karin Hartmann, freie Journalistin;

Riklef Rambow, Psychologe und Hochschullehrer für Architekturvermittlung;

Claudia Roggenkämper, Architektin und Partnerin bei HPP Architekten


Mi., 23.9., 19 Uhr - Von der erfolgreichen Studentin zur unsichtbaren Architektin!

Ein offenes Gespräch über Realitäten und Vorstellungen in Ausbildung und Beruf – mit Student*innen und Dozent*innen, Architekt*innen, Stadtplaner*innen sowie interessierten Gästen.

Moderation: Peter Köddermann, Baukultur Nordrhein-Westfalen


Hinweis: Aufgrund der Corona-Pandemie kann an den jeweiligen Veranstaltungen und Führungen

nur eine begrenzte Personenzahl teilnehmen. Wir bitten um verbindliche

Anmeldung mit Namen, Adresse und Telefonnummer unter: info@baukultur.nrw

Die Veranstaltungen werden im Livestream übertragen. Weitere Infos dazu finden

Sie rechtzeitig auf www.baukultur.nrw

Der Besuch der Ausstellung ist nur nach Anmeldung vor Ort möglich.

 


Über Baukultur Nordrhein-Westfalen

Baukultur Nordrhein-Westfalen ist als Institution im Land die Adresse für Baukultur. Wir initiieren, organisieren, vernetzen und kommunizieren aktuelle baukulturelle Themen. Dazu kooperiert Baukultur Nordrhein-Westfalen mit vielen Partnern und unterstützt beispielhafte Projekte Dritter. Mit dem eigenen Museum der Baukultur präsentiert und inszeniert Baukultur Nordrhein-Westfalen wichtige gesellschaftliche Fragen und Entwicklungen – in NRW und über die Landesgrenzen hinaus.
Diese Form eines mobilen Museums der Baukultur ist weltweit einzigartig. Baukultur Nordrhein-Westfalen führt die Arbeit der Vereine StadtBauKultur NRW und Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW (M:AI) zusammen, die seit 2001 Themen der Baukultur verantwortet und umgesetzt haben. Gefördert wird Baukultur Nordrhein-Westfalen vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.  


 

Street-Art im Bezirk Duisburg-Meiderich: „Baut Brücken, keine Mauern!“

Duisburg, 20. Juli 2020 - Die Corona-Pandemie hat die Kunst in Duisburg weitgehend zum Erliegen gebracht. Um Kunst in den Bezirken wieder lebendig zu machen, wurde zu einem Kunst-Wettbewerb aufgerufen. Aus den zahlreichen Einsendungen sind von einer Jury sieben Kunstprojekte ausgesucht worden. Diese werden jeweils innerhalb der nächsten sieben Wochen an den Bezirksämtern im öffentlichen Raum nacheinander präsentiert. Die jeweiligen Installationen sind ein „Dankeschön“ an die Bürgerinnen und Bürger für deren umsichtiges Verhalten in der Corona-Krise und gleichzeitig ein Aufruf, sich weiterhin vorbildlich zu verhalten.  

Die Duisburger Künstlerin Marion Ruthardt und ihr Malpartner Gregor Wosik haben jetzt in Meiderich ein großes 3D-Street-Art-Motiv mit dem Titel „Baut Brücken, keine Mauern!“ gestaltet. Das Street-Art-Motiv wird die nächsten acht Wochen vor dem Bezirksamt Meiderich an der Von-der-Mark-Straße 36 zu sehen und zu fotografieren sein.  

Die Straßenmaler sind mit ihren 3D-Kunstwerken international gefragt. Das Motiv mit den beiden Händen soll verdeutlichen, dass man besonders in schwierigen Zeiten – und auch unter Beachtung der Distanz – am weitesten kommt, indem man zusammen hält. „Wir haben beiden Händen eine unterschiedliche Hautfarbe gegeben, auch als ein Zeichen gegen Rassismus. Obwohl wir selber den Eindruck haben, dass Duisburg schon lange  multi-kulturell ist, dass das Zusammenleben mit anderen Kulturen selbstverständlich ist“, merkt Künstlerin Ruthardt an. Auf herkömmlichen Straßenpflaster ist mit dem dreidimensionalen Kunstwerk eine perfekte Illusion entstanden.  

„Ich freue mich sehr, dass mit dem Straßenbild im Bezirk Meiderich der Kunstszene ein Raum gegeben wurde, der eine phantasievolle Nutzung erfährt. Straßenmalerei ist eine außergewöhnliche Kunstform, die ein staunendes Publikum hinterlässt“, so Daniela Stürmann, Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirkes Meiderich.  
„Es reicht nicht, in einer Krisenzeit Kunstwerke einfach nur virtuell zu erleben. Nichts kann die echte Begegnung mit dem Kunstwerk ersetzen. Deshalb haben wir als Stadt bewusst den öffentlichen Raum als „Galerie“ gewählt. So können bei der Besichtigung die vorgegebenen Abstandsregeln eingehalten werden“, so  Projektleiterin Ute Schramke. Die Passanten haben die Möglichkeit, selbst Teil des Bildes zu werden. Dabei können ganz besondere Erinnerungsfotos entstehen.
„Vorbeischauen lohnt sich also für alle Neugierigen, die sich fragen, wie eine optische Täuschung funktioniert“, lädt Karin Tanzer, stellvertretende Bezirksmanagerin, die Bürgerinnen und Bürger ein.      

V.l.: Karin Tanzer, stellv. Bezirksmanagerin, Künstler Gregor Wosik, Bezirksbürgermeisterin Daniela Stürmann, Künstlerin Marion Ruthardt und Ute Schramke vom Veranstaltungsmanagement der Bezirke.  

Das Lehmbruck Museum am Wochenende

"Mitreden" im Lehmbruck Museum
Duisburg, 20. Juli 2020 - Ob Paella, Coq au Vin oder Köfte: Jedes Land hat eigene Nationalgerichte und Speisen, für die es weltweit bekannt ist. Im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums können sich die Teilnehmer*innen am Samstag, den 25. Juli, 15 Uhr, auf eine genüssliche Gedankenreise begeben und sich über landestypische Gerichte aus aller Welt austauschen.
Eingeladen sind Menschen, die ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten und all diejenigen, die Deutsch sprechen und sich gerne unterhalten. Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto.  
Das Sprachcafé findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, sich vor Ort an der Museumskasse zu registrieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.      

Öffentliches Sprachcafé „Mitreden” im Lehmbruck Museum, Foto: Sonja Rothweiler


Öffentliche Führung zur Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”
Am Sonntag, den 26. Juli, lädt Sabine Bazan um 11.30 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch die aktuelle Sonderausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” ein. Die Kunstvermittlerin widmet sich der umfassenden Retrospektive, mit der das Lehmbruck Museum den britischen Bildhauer Lynn Chadwick (1914–2003) als einen der innovativsten Künstler seiner Zeit würdigt.

Im Zentrum der Ausstellung stehen dabei seine ikonischen „Biester”, die sich aus der Abstraktion menschlicher, tierischer und architektonischer Elemente entwickeln und die Räume des Museums in eine eigene Welt abseits unserer Realität verwandeln. Mit rund 70 Plastiken, zahlreichen Zeichnungen und Grafiken zeichnet die Ausstellung die künstlerische Entwicklung des Autodidakten nach: Beginnend mit den frühen feingliedrigen Mobiles und Stabiles bis hin zu seinen raumgreifenden Edelstahlarbeiten.  
Die Kleingruppenführungen finden unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.   
Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.      

Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Dr. Thomas Köster



Orchester des Wandels

Am 5. Juni 2020 zum „Tag der Umwelt“, gründeten die Mitglieder der Duisburger Philharmoniker gemeinsam mit anderen Orchestermusiker*innen deutschlandweit den gemeinnützigen Verein Orchester des Wandels Deutschland e.V. Dieser gemeinnützige Verein ist ein Zusammenschluss von Berufsorchestern und freischaffenden Musiker*innen mit dem Ziel, sich aktiv für den Klima- und Umweltschutz einzusetzen.
Von Anfang an dabei sind die Staatskapelle Berlin, die Bremer Philharmoniker, das Museums- und Opernorchester Frankfurt/M, das Staatsorchester Braunschweig und einzelne Mitglieder aus neun weiteren Berufsorchestern. Viele andere Orchester sind bereits interessiert. Mit besonderen Konzerten und Aktionen unterstützt der Verein clevere, nachhaltig wirksame Umweltprojekte, die von professionellen Partnern vor Ort in die Tat umgesetzt werden.

Das gemeinsame Hauptprojekt der Initiative dient der Aufforstung von Regenwald auf Madagaskar. Dieser beheimatet eine einzigartige Vielfalt an bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Unter anderem wachsen dort viele Holzarten, die für den Instrumentenbau gebraucht werden und durch Raubbau und Brandrodung in ihrem Bestand gefährdet sind. Dort sollen bis zu 400 ha ursprünglichen Regenwaldes wieder aufgeforstet werden. Durch das Programm werden neben Klima- und Artenschutz auch der nachhaltige Instrumentenbau und vor allem die Menschen vor Ort gefördert.

Alle Mitgliedsorchester verpflichten sich, jährlich Spendenaktionen und Klimakonzerte zu Gunsten des Projekts durchzuführen. Darüber hinaus engagieren sich die Mitglieder der Duisburger Philharmoniker natürlich auch in der Stadt: Im Herbst 2020 wird gemeinsam mit den Initiativen „Kants Garten“ und „Duisburg summt“ eine Bienenweide aus Krokussen auf einer schwebenden Rasenfläche auf dem König-Heinrich-Platz gepflanzt. Außerdem ist eine Kooperation mit dem Verein Naturwerkstatt e.V. im Rahmen des Programms „Obstbäume zwischen Orient und Okzident“ geplant, das 2013 von der UNESCO ausgezeichnet wurde.

Am 26. September 2020 stellen die Duisburger Musiker*innen ihre Initiative im Rahmen des Konzerts Klimawerkstatt#1 erstmals vor. Das Format verbindet Musik, Kunst, Begegnung und die Auseinandersetzung mit der Klimaproblematik – „für ein blühendes Duisburg“. Es spielen Ensembles der Duisburger Philharmoniker, begleitet von einer Fotoausstellung der Duisburger Künstlerin Angela Schmitz, die bis zum Jahresende im Opernfoyer zu sehen sein wird.

Am 9. Mai 2021 werden im Rahmen des Konzertes „Rock the Opera“ mit Peter Bursch und der Allstar-Band Spenden für das Madagaskar-Projekt gesammelt. Für die kommenden Spielzeiten planen die Duisburger Philharmoniker gemeinsam mit ihrem Intendanten Prof. Dr. Alfred Wendel und ihrem Generalmusikdirektor Axel Kober regelmäßige Klimakonzerte. Damit wollen sie sowohl Gelder für die globalen wie lokalen Projekte einspielen, als auch das Thema Klimaschutz für alle Sinne erlebbar machen.  

 Das Lehmbruck Museum am Wochenende

Öffentliches Sprachcafé „Mitreden”
Duisburg, 14. Juli 2020 - Tschüss Langeweile! Ob Fotografieren, Schwimmen oder Gärtnern: Im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums dreht sich am Samstag, den 18. Juli, 15 Uhr, alles um das Thema „Hobbys”. Die Teilnehmer*innen können sich in ungezwungener Atmosphäre über ihre liebsten Freizeitbeschäftigungen austauschen und dabei ergründen, ob es in der Freizeitgestaltung kulturelle Unterschiede gibt. Eingeladen sind Menschen, die ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten und all diejenigen, die Deutsch sprechen und sich gerne unterhalten. Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto.  
Das Sprachcafé findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, sich vor Ort an der Museumskasse zu registrieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.      

Öffentliches Sprachcafé „Mitreden” im Lehmbruck Museum, Foto: Frank Fischer


Öffentliche Führung mit Ipek Genctürk
Am Sonntag, den 19. Juli, lädt Ipek Genctürk um 11.30 Uhr zu einer öffentlichen Führung durch das Lehmbruck Museum ein, bei der die Highlights der aktuellen Ausstellungen im Mittelpunkt stehen. Die ikonischen „Biester” des berühmten britischen Bildhauers Lynn Chadwick (1914–2003), die die Ausstellungsräume des Museums in eine ganz eigene Welt abseits unserer Realität verwandeln, stehen dabei ebenso auf dem Programm, wie die expressionistischen Werke der „Brücke”-Künstler, die zu inspirierenden Gedankenreisen anregen.   Die Kleingruppenführung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen.   

Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.      

Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Dejan Saric

Spielzeit 2020/2021: Das kulturelle Leben in der Glückauf-Halle geht weiter  

Duisburg, 14. Juli 2020 - Das Theater hatte in den letzten Wochen einen ganz besonders schweren Stand. Umso erfreulicher ist es nun, dass es im Herbst mit der Theaterreihe bühne aktuell in der Glückauf-Halle in Homberg weitergehen wird. Das neue Programm für die Spielzeit 2020/2021 steht nun fest: Gleich zu Beginn der Spielzeit am 29. September 2020 geht es bei der Karaoke-Komödie „Zickenzirkus“ richtig lustig zur Sache.
In einem Zirkuswagen auf dem Schrottplatz wohnt Lebenskünstlerin Fe, der eines Tages drei vollkommen unterschiedliche Damen vor die Tür stolpern: Buchhalterin Elke, Musicaldarstellerin Panagiota und Karaoke-Fan Jennifer. Nach dem ersten Kennenlernen sind sich die Damen schnell einig: die Idealvorstellung vom Traummann gehört genau hierher – auf den Schrott. Was aber wäre, wenn sich Defizite des eigenen Mannes mit den Vorzügen eines anderen kompensieren ließen? Und so beginnt für das Damenquartett ein Strudel von Ereignissen, dem es so schnell nicht wieder entkommt…  

Mit der Satire „SCHTONK!“ kommt am 26. November 2020 nach dem gleichnamigen Fernsehfilm von Hemut Dietl ganz großes Kino in die Glückauf-Halle. Wer kennt sie nicht, die Geschichte um die gefälschten Hitler-Tagebücher. Der große Presseskandal Anfang der 80er Jahre fand seinen Weg auf die Leinwand und kommt nun erstmals auch auf die Bühne. In Zeiten von Fake News und Rechtspopulismus könnte „SCHTONK!“ nicht aktueller sein.  

Passend zur Weihnachtszeit sorgt das Ballettensemble Fantasio am 23. Dezember 2020 mit dem bezaubernden Märchen „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen für große Gefühle. In überwältigenden Bildern und wunderschönen Kostümen verleihen die jungen Fantasio-Tänzer/-innen dieser zeitlosen Geschichte über die Kraft der Liebe und die Macht des Dämonischen eine neue Lebendigkeit und Faszination. Ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus für kleine und große Menschen!

Am 13. Januar 2021 wird es dann richtig turbulent, wenn Timothy Peach als Jazzliebhaber neben Saskia Valencia in der Komödie „Eine Stunde Ruhe“ alles darum gibt, eine heißbegehrte Schallplatte in Ruhe anzuhören. Doch Frau, Geliebte, Sohn, Nachbar und Handwerker scheinen sich gegen ihn verschworen zu haben. Das Ergebnis ist eine irrwitzige Komödie mit bittersüßen, melancholischen Nuancen.  

Spannend geht es am 10. März 2021 mit Gerit Kling in dem Psycho-Thriller „Falsche Schlange“ von Alan Ayckbourn weiter. Annabel kehrt sofort in ihre britische Heimat zurück, als sie erfährt, dass ihr Vater plötzlich verstorben ist. Überraschenderweise wurde sie als Erbin eingesetzt und nicht ihre jüngere Schwester Miriam, die den Vater bis zu seinem Tod gepflegt hat. Doch bei ihrer Ankunft behauptet Krankenschwester Alice, Miriam habe ihren Vater ermordet! Nun gilt es die titelgebende „Falsche Schlange“ zu entlarven – und da legt der Autor so viele falsche Fährten, dass selbst der krimigeübteste Zuschauer überrascht wird...  

Für einen schwungvollen Abschluss sorgt am 11. April 2021 das Erfolgsteam von „Heiße Zeiten“ und „Höchste Zeit“, das mit „Himmlische Zeiten“ den dritten Teil der Saga präsentiert. In der Privatabteilung eines Krankenhauses treffen sich die um eine kosmetische Generalüberholung bemühte Karrierefrau, die um ihre Altersrente bangende Hausfrau, die unter Gedächtnisstörungen leidende Vornehme und die zum zweiten Mal schwangere Junge. Witzig auf Deutsch umgetextete Hits wie zum Beispiel „Uptown Girl“, „Like A Virgin“ oder „That’s What Friends Are For“ lassen die vier Damen zur Höchstform auflaufen.  
Abonnements können bei der Bezirksverwaltung Homberg / Ruhrort / Baerl am Bismarckplatz 1 in Homberg oder telefonisch unter (0203) 283-8832 erworben werden.  


Führung im Stadtmuseum: Ein Duisburger Blick auf die Briten  

Duisburg, 13. Juli 2020 - Harald Küst schaut bei einer Führung durch die Stadtgeschichte-Ausstellung am kommenden Sonntag, 19. Juli, um 16.15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz (Innenhafen) auf die Verbindungen zwischen Duisburg und Großbritannien. Aufgrund der großen Nachfrage gibt es neben der Führung um 15 Uhr, nun einen weiteren Rundgang.  
Vor 70 Jahren begann die Partnerschaft zwischen Duisburg und Portsmouth. Impulsgeber der Städtefreundschaft war der britische Stadtkommandant Colin Hutchinson.
Ein Besuch des Lordmayors Sir Daley vertiefte die Städtefreundschaft. Doch die Geschichte der deutsch-britischen Beziehungen ist deutlich älter und reicht über viele Jahrhunderte. Man denke nur an Gerhard Mercator und seinen kongenialen Studienfreund John Dee, an die englische Königin Maria I. (Bloody Mary) oder die Religionsflüchtlinge, die in Duisburg Zuflucht fanden. Harald Küst wird bei seiner Führung über vergessene Personen und Ereignisse berichten, die die Geschichte zwischen Deutschen und Briten geprägt haben.  

Besucherinnen und Besucher werden gebeten, während der Führung einen Mund-Nasenschutz zu tragen und die nötigen Abstände einzuhalten. Um eine Anmeldung telefonisch unter (0203) 283-2640 oder per E-Mail an ksm-service@stadt-duisburg.de wird gebeten. Die Personenzahl bei den Führungen ist auf maximal 15 Teilnehmer begrenzt.  
Das gesamte Führungsprogramm für Juli und August ist auf der Webseite des Museums unter www.stadtmuseum-duisburg.de zu finden. Die Teilnahme kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro.       

Besuch des Lord Mayor Sir Daley aus Portsmouth in Duisburg am 12. April 1951, Stadtarchiv Duisburg   


 Musikalische Walz: Das "ensemble unterwegs" in Duisburg

Duisburg, 10. Juli 2020 - Auch in diesem Jahr setzt das Streichtrio mit Sopranistin seine 11-jährige Tradition um, verlässt die klassische Konzertbühne und begibt sich auf die musikalische Walz. 

Was ist die musikalische Walz?

- Das mehrtägige Erwandern einer landschaftlichen und kulturellen Region mit Instrumenten ohne Geld und Telefon.
- Musik im Tausch gegen Verpflegung und Unterkunft.
-
Musik als Türöffner zu regionalen Kulturen und ihren Geschichten.
- Zufällige Begegnungen die im Geben und Nehmen von leiblicher und geistiger Nahrung zu unerwarteten künstlerischen Erlebnissen und Emotionen führen.

Vergangene Reisen führten das ensemble unterwegs unter anderem nach Friesland/Pellworm, Südengland, ins Münsterland und nach Bayern.

Im Jahr 2020 wird die Walz aufgrund der derzeitigen Bestimmungen auf ihr Essentielles reduziert.

Punktuelle Auftritte an Orten der Diversität, deren Ziel die Begegnung mit Musik ist. Neben der Aktion in Duisburg-Ruhrort werden sie in Düsseldorf-Garath, Köln-Mülheim, am Hengsteysee und an der Sieg unterwegs sein. 

An dem folgenden Termin ist das ensemble unterwegs in Duisburg-Ruhrort anzutreffen. 

Termin: Donnerstag, 16.07.2020 

            Wann:             ab 11Uhr

            Wo:                 Kreativquartier Ruhrort 

            Wann             15:30 Uhr 

            Wo:                 Malteser-Seniorenstift St. Nikolaus, Dr.-Hammacher-Str. 41 

            Wann:             16.07.20, 17:30 Uhr 

            Wo:                 Galerie ruhrKUNSTort, Fabrikstr 23 

ENSEMBLE UNTERWEGS 

            Sopran           Barbara Schachtner

            Violine           Annette Walther

            Viola             Friederike Imhorst

            Violoncello     Anna Betzl-Reitmeier

 

Gegründet 2009, Auftritte u.a. bei Saarbrücker Sommermusik, Folkwang Fest der Künste, Oxford Chamber Music Festival, deutschlandweite Konzertreihen, gefördert durch den Kulturfonds der Stadt Essen. 

REPERTOIRE

Berg, Brahms, Britten, Dowland, Mahler, Mozart, Schubert u.a., bekannte und weniger bekannte Volkslieder,  Auftragskompositionen für das ensemble unterwegs.


Fotos © Klaus Betzl

ensemble unterwegs – projekte
Zu Fuß über Land mit Musik im Gepäck Ohne Geld und weitere Absicherungen begeben wir uns für mehrere Tage mit Instrumenten auf eine musikalische Walz. Die Begegnungen mit Mensch und Natur liefern den Stoff für unsere einzigartigen Geschichten der moderierten Konzerte. Moderierter Liederabend Konzertabend, in denen unterhaltsame Anekdoten unserer Wandertouren die Musik ergänzen. ZwischenOrte Konzert im öffentlichen Raum, an Orten, die wieder ins Bewusstsein geholt werden sollen und dadurch Orte der Begegnung werden.

Musik und Begegnung – Unterwegs im Seniorenheim und Hospiz Wir bespielen ganztägig die Gemeinschafts- und Wohnräume der aktiven und bettlägerigen Bewohner. Dabei lassen wir uns von den Menschen vor Ort „entdecken“ und kommen über Volkslieder, gemeinsames Singen und aufsteigende Erinnerungen mit den Bewohnern ins Gespräch. Kinder- und Familienkonzerte In Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit Konzertpädagogen entwickeln wir Konzepte, die die Ohren und die Phantasie der großen und kleinen Zuhörer anregen.


Das lehmbruck Museum am Wochenende

 „Mitreden” im Lehmbruck Museum  
Duisburg, 08. Juli 2020 -  Am Samstag, den 11. Juli, 15 Uhr, lautet das Thema im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums „Sommerlaune auf dem Balkon”. Interessierte Besucher*innen können sich über Tipps und Vorlieben für die Freizeitgestaltung austauschen. Wer die aktuelle Wechselausstellung „Lynn Chadwick. Biester der Zeit” unter fachkundiger Leitung erkunden möchte, ist herzlich zur öffentlichen Sonntagsführung am 12. Juli, 11.30 Uhr, eingeladen.     
Im öffentlichen Sprachcafé des Lehmbruck Museums wird es sommerlich: Interessierte Besucher*innen unterschiedlichster Herkunft können sich am Samstag, den 11. Juli, 15 Uhr, über das Thema „Sommerlaune auf dem Balkon” austauschen. Wie macht man es sich auf dem heimischen Balkon so richtig gemütlich und welche Aktivitäten sorgen bei sommerlichen Temperaturen für gute Laune und Erfrischung? Eingeladen sind Menschen, die ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten und all diejenigen, die Deutsch sprechen und sich gerne unterhalten. Jede der wöchentlichen Veranstaltungen steht unter einem bestimmten Motto.  
Das Sprachcafé findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, interessierte Besucher*innen werden gebeten, sich vor Ort an der Museumskasse zu registrieren. Die Teilnahme an der Veranstaltung „Mitreden“ ist kostenlos.    

Öffentliches Sprachcafé „Mitreden” im Lehmbruck Museum, Foto: Sonja Rothweiler


Die fantastischen Schöpfungen des britischen Bildhauers Lynn Chadwick (1914–2003)
stehen im Mittelpunkt der öffentlichen Sonntagsführung am 12. Juli. Ab 11.30 Uhr lädt die Kunstvermittlerin Hiltrud Lewe zu einem Rundgang durch die retrospektiv angelegte Ausstellung ein, die mit rund 70 Plastiken, zahlreichen Zeichnungen und Grafiken die Entwicklung des Werkes Lynn Chadwicks von den frühen Mobiles und Stabiles über seine regelrecht ikonischen Biester bis hin zu seinem Spätwerk nachzeichnet. Als Autodidakt entwickelte Chadwick eine ganz eigene Formensprache, die sich aus der Reflexion von Architektur und Natur speist. Entstanden sind hybride Kreaturen, die sich aus menschlichen, tierischen und architektonischen Elementen zusammensetzen.     

Die Kleingruppenführung findet unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelung und Maskenpflicht statt. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Anmeldungen nimmt das Kassenpersonal des Lehmbruck Museums telefonisch unter 0203 283 3294 oder per E-Mail an kasse@lehmbruckmuseum.de entgegen. Für die Teilnahme an der Führung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis (9 EUR, erm. 5 EUR) ein Beitrag von 2 EUR pro Person erhoben.      

 Ausstellungsansicht „Lynn Chadwick. Biester der Zeit”, Lehmbruck Museum, Duisburg, 2020 © The Estate of Lynn Chadwick, Foto: Dejan Saric

  

Familienführung im Stadtmuseum  

 Duisburg, 07. Juli 2020 - Die Stadtgeschichte-Ausstellung des Kultur- und Stadthistorischen Museums zeigt die Entwicklung Duisburgs zu einer bedeutenden mittelalterlichen Handelsstadt auf. Werner Pöhling von „Mercators Nachbarn“ erzählt am kommenden Sonntag, 12. Juli, um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz (Innenhafen) in einer Familienführung, wie sich die Historiker und Archäologen aufgrund ihrer Erkenntnisse und Ausgrabungsfunde das Leben in unserer Stadt vorstellen. Der frühere Museumsmitarbeiter war viele Jahre lang bei den Ausgrabungen in Duisburg tätig, so manches Fundstück hat er selbst aus dem Boden geholt.  Über viele Geschichten werden Lebensbereiche wie Ernährung, Handwerk, Handel und Religion wieder anschaulich. Der Rundgang ist auch für Kinder gut verständlich.  

Seit Kurzem können wieder Führungen im Stadtmuseum stattfinden. Ein Führungsprogramm für Juli und August ist online unter www.stadtmuseum-duisburg.de abrufbar. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, während der Führung einen Mund-Nasenschutz zu tragen und die nötigen Abstände einzuhalten.  

Um eine vorherige Anmeldung telefonisch unter (0203) 283-2640 oder per E-Mail an ksm-service@stadt-duisburg.de wird gebeten. Die Personenzahl bei den Führungen ist auf maximal 15 Teilnehmer begrenzt. Die Teilnahme kostet für Erwachsene 4,50 Euro, ermäßigt zwei Euro.  
Stadtmodell Duisburg im Frühmittelelter, KSM