BZ-Home unicef Jugend in DU



BZ-Sitemap

Archiv 2018

Archiv 2017
Archiv 2016 

Archiv 2015


Schulen in DU
Spiel-, Bolzplätze und
Skateranlagen

Jugendherberge
Kitas 

DU sozial


Universität
Werkkiste Duisburg







 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 






 
Alexander Gerst: Video für die Kinder dieser Erde

Köln/Duisburg, 28. Dezember 2018 - Zum Jahreswechsel und unmittelbar nach seiner Rückkehr aus dem Weltall ruft ESA-Astronaut Alexander Gerst gemeinsam mit UNICEF in einem Video zum Engagement für eine bessere Welt für Kinder auf. Unsere Erde: "Wir sollten sie so hinterlassen, dass zukünftige Generationen hier auch noch leben können“. 
Zum Jahreswechsel und unmittelbar nach seiner Rückkehr aus dem Weltall ruft ESA-Astronaut Alexander Gerst gemeinsam mit UNICEF in einem Video zum Engagement für eine bessere Welt für Kinder auf.  
In dem einminütigen Film, der heute auf den Social Media Kanälen von Alexander Gerst und UNICEF veröffentlicht wird, macht Gerst auf die besondere Verletzlichkeit der Kinder angesichts globaler Krisen und Konflikte aufmerksam. Gleichzeitig ist zu sehen, mit welcher Stärke und Zuversicht Kinder auch unter schwierigsten Bedingungen versuchen in die Zukunft zu schauen.

Das Video fordert die Betrachter auf, diesen Kindern Hoffnung und Perspektiven zu geben. „Unser Leben ist nur ein Wimpernschlag in der Geschichte der Erde. Wir sollten sie so hinterlassen, dass zukünftige Generationen hier auch noch leben können“, erklärt UNICEF-Botschafter Alexander Gerst.
Während seiner Zeit im All hatte Gerst in den vergangenen Monaten mehrfach junge Menschen ermutigt, ihre Träume zu verfolgen und sich für die Zukunft unseres Planeten einzumischen.
Zum Weltflüchtlingstag beteiligte er sich an der Aktion „Träume sind grenzenlos“ und am Weltkindertag veröffentlichte er ein Musikvideo mit den Musikern Sido und Andreas Bourani.
Hunderttausende Menschen waren ihm während seiner sechsmonatigen Mission auf der internationalen Raumstation auf Social Media gefolgt. Dem Wissenschaftler Gerst geht es nicht nur darum, die Bedeutung der Raumfahrt für die Menschheit zu erklären, sondern auch, sich für den Erhalt der Lebensgrundlagen auf der Erde einzusetzen.
„Alexander Gerst ist nicht nur ein Entdecker, der zu neuen wissenschaftlichen Ufern aufbricht. Vom All aus zeigt er uns auch, wie wir mit unserem Planeten umgehen und die Zukunft unserer Kinder riskieren. Er bringt damit unzählige Menschen zum Nachdenken und dazu sich zu engagieren. UNICEF ist stolz und dankbar für die große Unterstützung von Astro Alex! Welcome back!“ sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland.

Unsere Erde: "Wir sollten sie so hinterlassen, dass zukünftige Generationen hier auch noch leben können“. © ESA/NASA Video www.unicef.de/horizons

 

 

2018: Ein grausames Jahr für Millionen Kinder

Köln, 28. Dezember 2018 - Millionen Kinder in Konfliktländern waren 2018 schweren Kinderrechtsverletzungen ausgesetzt – und die Verantwortlichen wurden kaum zur Rechenschaft gezogen. Tausende Mädchen und Jungen wurden direkte Opfer von Kriegsgewalt. Damit setzte sich ein schockierender Trend der letzten Jahre fort, so UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen.

„Kinder in Konfliktgebieten rund um die Welt mussten in den vergangenen zwölf Monaten ein extremes Ausmaß an Gewalt erleiden – und die Weltgemeinschaft hat dabei versagt, sie zu schützen“, sagte Manuel Fontaine, Leiter der weltweiten Nothilfe-Programme von UNICEF. „Schon viel zu lang begehen Konfliktparteien schreckliche Gräueltaten und werden in den meisten Fällen dafür nicht bestraft. Die Kinder können und müssen dringend besser geschützt und unterstützt werden.“
In vielen Konfliktländern wurden Kinder angegriffen, als menschliche Schutzschilde missbraucht, getötet, verletzt oder als Soldaten rekrutiert. Vergewaltigung, Zwangsheirat und Entführung gehören häufig zur Kriegstaktik.

Gewalt gegen Kinder in Konfliktländern 2018:
- In Afghanistan sind Gewalt und Blutvergießen weiter an der Tagesordnung.
Allein in den ersten neun Monaten des Jahres wurden rund 5.000 Kinder und Jugendliche getötet oder verletzt – so viele wie im gesamten Vorjahr. 89 Prozent der zivilen Opfer von Minen und Blindgängern sind Kinder.

- Obwohl die Kämpfe im Irak deutlich abgenommen haben, wurden im November vier Kinder auf dem Weg zur Schule im Norden des Landes getötet. Kinder und Familien, die in ihre ehemals umkämpften Wohngebiete zurückkehren, sind zudem in großer Gefahr durch noch nicht geräumte Minen und Blindgänger.

- Bei Angriffen im Jemen wurden mindestens 1.427 Kinder getötet oder verletzt. Dabei handelt es sich ausschließlich um von den Vereinten Nationen verifizierte Todesfälle. Zahlreiche Schulen und Krankenhäuser wurden angegriffen oder für militärische Zwecke missbraucht.

- Im Nordwesten und Südwesten von Kamerun wurden 80 Menschen, unter ihnen viele Kinder, aus einer Schule in Nkwen im Nordwesten des Landes entführt und ein paar Tage später freigelassen. Berichten zufolge wurden 93 Dörfer ganz oder teilweise niedergebrannt.

- Gewalt zwischen ethnischen Gruppen und Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Milizen in verschiedenen Landesteilen der Demokratischen Republik Kongo haben verheerende Auswirkungen auf Kinder. Mädchen und Jungen werden zwangsrekrutiert und erleiden sexuelle Gewalt. Durch Gewalt und Instabilität wurde auch der Kampf gegen die Ebola-Epidemie stark eingeschränkt.

- Die Vereinten Nationen erhalten weiterhin Berichte über Verletzungen der Menschenrechte von Rohingya in Myanmar, einschließlich mutmaßlicher Tötungen, willkürlicher Verhaftungen und dem Verschwinden von Menschen.
Die Rechte auf Bewegungsfreiheit und Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung sind für Rohingya im Bundesstaat Rakhine eingeschränkt.

- Im Nordosten von Nigeria nehmen verschiedene bewaffnete Gruppen, einschließlich Splittergruppen von Boko Haram, gezielt Mädchen ins Visier. Sie werden vergewaltigt, mit Kämpfern zwangsverheiratet oder zu Bombenattentaten gezwungen. Im Februar wurde eine Gruppe von 110 Mädchen und einem Jungen aus einer Fachhochschule in Dapchi entführt. Die meisten Kinder wurden inzwischen freigelassen, aber fünf Mädchen starben und eines wird weiter gefangen gehalten.

- Über 50 Minderjährige wurden dieses Jahr in Palästina getötet und Hunderte weitere verletzt, viele während Demonstrationen gegen die schlechten Lebensbedingungen im Gaza-Streifen. Viele Kinder und Jugendliche in Palästina und in Israel leiden unter Angst, Trauma und Verletzungen.

- Über 1.800 Kinder und Jugendliche wurden in den ersten neun Monaten von 2018 in Somalia als Kindersoldaten rekrutiert. 1.278 Kinder wurden entführt. Der Bürgerkrieg im Südsudan hat Armut und Hunger verschärft, über sechs Millionen Menschen haben nicht genug zu essen. Es gibt zwar einen kleinen Hoffnungsschimmer durch eine neue Friedensregelung. Aber es wird nach wie vor über extreme Gewalt gegen Frauen und Kinder berichtet – zuletzt aus Bentiu, wo über 150 Frauen und Mädchen Opfer von Massenvergewaltigungen wurden.

- Allein von Januar bis September 2018 haben die Vereinten Nationen die Tötung von 870 Kindern in Syrien verifiziert – die höchste Zahl in den ersten neun Monaten eines Jahres seit Konfliktbeginn. Angriffe haben das ganze Jahr über stattgefunden; im November wurden 30 Kinder im Dorf Al Shafa im Osten Syriens getötet.

- In der Tschadsee-Region (Teile von Nigeria, Tschad, Kamerun und Niger) sind über 1.000 Schulen wegen Gewalt, Unruhen oder der Angst vor Angriffen geschlossen. 445.000 Kinder können dadurch nicht zur Schule gehen. Auch in der Grenzregion von Mali, Burkina Faso und Niger sind fast 1.500 Schulen geschlossen.

- Mehr als vier Jahre Konflikt in der Ost-Ukraine haben schwere Auswirkungen auf das Bildungssystem. Hunderte Schulen wurden zerstört oder beschädigt. 700.000 Mädchen und Jungen lernen in einem Umfeld, das wegen unregelmäßiger Kämpfe, Minen oder Blindgängern nicht sicher ist. Am schlimmsten ist die Situation von 400.000 Kindern, die in unmittelbarer Nähe der Frontlinie leben.

- Die Kämpfe in der Zentralafrikanischen Republik sind in fast allen Regionen des Landes wieder aufgeflammt. Die bewaffneten Gruppen greifen häufig Zivilisten an. Zwei Drittel der Kinder brauchen humanitäre Hilfe.

UNICEF ruft alle Konfliktparteien dazu auf, ihren Verpflichtungen nach internationalem Recht nachzukommen, Gewalttaten gegen Kinder sofort zu stoppen und Angriffe auf zivile Infrastruktur einschließlich Schulen, Krankenhäusern und der Wasserversorgung zu unterlassen. Darüber hinaus appelliert UNICEF an alle Staaten mit Einfluss auf Konfliktparteien, diesen zum Schutz der Kinder zu nutzen.
„Es muss dringend mehr passieren, um Kriege zu vermeiden und die vielen verheerenden bewaffneten Konflikte zu beenden. Aber auch wenn Kriege weitergehen dürfen wir Angriffe gegen Kinder niemals akzeptieren. Wir müssen die Kriegsparteien für den Schutz von Kindern verantwortlich machen. Sonst werden Kinder und ihre Familien weiterhin unter den schrecklichen Folgen leiden“, so Fontaine.

In all den genannten Ländern ist UNICEF vor Ort, um gemeinsam mit Partnern Kinder zu schützen, mit Nahrung und Medikamenten zu versorgen und in die Schule zu bringen. Zum Beispiel hat UNICEF im Oktober die Freilassung von 833 Kindersoldaten in Nordost-Nigeria bewirkt und hilft dabei, sie wieder in die Gesellschaft zu integrieren.
Seit Beginn des Konflikts im Südsudan vor fünf Jahren hat UNICEF fast 6.000 Kinder, die von ihren Familien getrennt wurden, wieder mit ihren Angehörigen zusammengebracht. In Bangladesch haben Tausende geflüchtete Rohingya-Kinder psychosoziale Hilfe erhalten. Im Irak organisiert UNICEF zusammen mit Partnern spezialisierte Hilfe für Frauen und Kinder, die Opfer von sexueller Gewalt wurden.

 

 

"Das wertvollste Geschenk ist ein fairer Start ins Leben“

Statement von UNICEF-Schirmherrin Elke Büdenbender zu Weihnachten UNICEF-Schirmherrin Elke Büdenbender trifft Kinder auf einer Projektreise im Libanon.

Vor Weihnachten überlegen viele Menschen, womit sie ihre Kinder glücklich machen können. Nach ihren Begegnungen mit Kindern in UNICEF-Hilfsprogrammen in Indien, Südafrika und im Libanon in diesem Jahr stellt First Lady Elke Büdenbender fest: das wertvollste Geschenk, das man Kindern machen kann, ist ein fairer Start ins Leben. Dazu kann jeder beitragen – durch sein persönliches Engagement und durch Spenden.

UNICEF-Schirmherrin Elke Büdenbender trifft Kinder auf einer Projektreise im Libanon. | © UNICEF Lebanon/2018/Kelly


„Als Kind habe ich mich immer sehr auf Weihnachten gefreut. Natürlich waren Geschenke wichtig. An die meisten Dinge, die ich unterm Weihnachtsbaum fand, kann ich mich heute allerdings nicht mehr erinnern. Ich weiß aber noch, wie es war, sich ganz sicher, geborgen und wertvoll zu fühlen. Wenn ich mir etwas zu Weihnachten wünsche, dann, dass möglichst alle Kinder solche Erfahrungen machen können. Und doch weiß ich, dass die Welt leider nicht so ist. Armut, Hunger, Gewalt und Heimatlosigkeit haben in vielen Erdteilen ein erschreckendes Ausmaß angenommen.
Eines von vier Kindern wächst heute laut UNICEF in einem Land auf, das von Konflikten und Katastrophen betroffen ist. Und auch bei uns gibt es viele Kinder, die Mangel oder Lieblosigkeit in ihrem Leben erfahren. Ja, viele dieser Probleme sind von Menschen gemacht.
Aber wir müssen uns auch bewusstmachen: Kein Kind sucht sich aus, wo es geboren wird. Und kein Kind trägt die Verantwortung für die Fehler der Erwachsenen – dafür leiden Kinder aber umso härter an deren Folgen. Vor Kurzem hatte ich die Möglichkeit,
im Libanon Kinder und ihre Familien in Lagern an der syrischen Grenze zu besuchen.
Es hat mich berührt, wie sich die Familien trotz der unglaublich harten Bedingungen halfen, mit welcher Freude die Kinder zur Schule gingen und die Jugendlichen sich Kenntnisse für einen Beruf aneignen. Wo Kinder sind, da ist Hoffnung, heißt es. Ich möchte ergänzen: Hoffnung ist überall da, wo Erwachsene den Kindern faire Chancen eröffnen. Dafür leistet UNICEF weltweit ungeheuer viel. Und UNICEF verdient dabei Unterstützung. Denn
Chancen schaffen für Kinder ist das wertvollste Geschenk, das wir - nicht nur zu Weihnachten - machen können.“

 

 

Tragödie der Kinder stoppen - UNICEF-Situationsbericht Kinder im Jemen

Yemen/Ahmed - Berlin/Köln/Duisburg, 11. Dezember 2018 - Sieben Millionen Kinder im Jemen gehen jeden Tag hungrig ins Bett. Über elf Millionen Kinder sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Fast vier Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs im Jemen ist die Situation der Kinder in dem Land katastrophal: 80 Prozent von ihnen – über elf Millionen – sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.
In einem heute veröffentlichten
Situationsbericht legt das UN-Kinderhilfswerk UNICEF dar, dass im Jemen zwar bisher offiziell keine Hungersnot erklärt wurde, aber in der Realität täglich Kinder hungern oder sogar verhungern.

UNICEF ruft dazu auf, alles zu tun, um eine noch größere Tragödie im Jemen zu verhindern. Das UN-Kinderhilfswerk führt im Jemen derzeit seine weltweit größte Nothilfeoperation durch und weitet diese Hilfe noch aus – insbesondere die therapeutische Versorgung mangelernährter Kinder. Hierzu werden zusätzliche Behandlungszentren eingerichtet und Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen geschult, um akut mangelernährte Kinder frühzeitig zu identifizieren und zu behandeln.

„Im Jemen gehen heute sieben Millionen Kinder jeden Abend hungrig ins Bett. 400.000 Kinder sind lebensbedrohlich mangelernährt und könnten jede Minute sterben“, sagte Geert Cappelaere, UNICEF-Regionaldirektor für den Mittleren Osten und Nordafrika, der gerade von einem Besuch im Jemen zurückgekehrt ist. Alle zehn Minuten stirbt laut UNICEF ein Kind im Jemen an den Folgen von vermeidbaren Krankheiten oder Mangelernährung.
Über 6.700 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wurden bei Angriffen seit März 2015 nachweislich getötet oder schwer verletzt. „Hinter diesen Zahlen stehen Kinder mit Namen, Gesichtern, Familien, Freunden, Geschichten, zerstörten Träumen und zu früh beendeten Leben“, sagte Cappelaere. „Zakaria, ein zwölfjähriger Junge, den ich in einem Rehabilitierungs-Zentrum getroffen habe, hütete Ziegen, als er auf eine Landmine trat und für den Rest seines Lebens verstümmelt wurde. Die neunjährige Alia schlief, als ihr Haus angegriffen wurde. Sie wachte in einem Krankenhaus auf, ohne Beine.“

UNICEF ruft die Konfliktparteien im Jemen dazu auf, den Schutz und die Entwicklung der Kinder endlich über politische, militärische oder finanzielle Interessen zu stellen. Die aktuellen Verhandlungen in Schweden unter der Vermittlung der Vereinten Nationen müssen genutzt werden, um einer Lösung des Konflikts näher zu kommen. Des weiteren appelliert UNICEF an die internationale Gemeinschaft, die dringend benötigte Hilfe für Kinder und Familien stärker zu unterstützen. „Im Jemen zahlen die Kinder den höchsten Preis für die Unfähigkeit der Erwachsenen, Frieden zu schaffen und die gewaltigen Probleme des Landes zu lösen. Diese Kinder dürfen wir nicht ihrem Schicksal überlassen“, erklärte der Vorsitzende von UNICEF Deutschland, Georg Graf Waldersee, und rief die Bundesbürger zu Spenden auf.

Über 230.000 lebensbedrohlich mangelernährte Kinder wurden in diesem Jahr bereits mit therapeutischer Nahrung behandelt. Bei einer derzeit laufenden Polio-Impfkampagne wurden bislang über vier Millionen Kinder erreicht. Für 2019 benötigt UNICEF für die Hilfe in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Wasser und Hygiene, Bildung und psychosoziale Hilfe insgesamt rund 540 Millionen US-Dollar.

„Für das einzelne Kind geht es nicht einmal um große Summen: Mit einer Spende von 34 Euro kann UNICEF beispielsweise lebenserhaltende Erdnusspaste für einen Monat bereitstellen“, erklärte Georg Graf Waldersee.  UNICEF ruft weiter zu Spenden auf: Bank für Sozialwirtschaft Köln IBAN DE57 3702 0500 0000 3000 00 BIC BFSWDE33XXX Nothilfe Jemen

 

 

Galaktische Weihnachten mit Udo Lindenberg

Udo Lindenberg präsentiert sein neues Motiv "Galaktische Weihnachten"
Köln, den 30. November 2018 - Mit seiner neuen UNICEF-Karte ruft Udo Lindenberg zur Rettung unseres Planeten für die zukünftigen Generationen auf. Das Motiv „Galaktische Weihnachten“ verbindet witzige Weihnachtsgrüße mit einer eindringlichen Botschaft für die Rechte der Kinder. Als „Udonaut“ mit Peace-Zeichen und Weihnachtsbaum versetzt sich Udo Lindenberg in die Lage eines Weltraumfahrers: „Ich würde die Erde von oben als einen kleinen, verletzlichen blauen Planeten sehen, den wir Menschen nun endlich beschützen müssen. Wir gehen ja mit der Erde so um, als hätten wir zwei davon!“

Udo Lindenberg präsentiert sein neues Motiv "Galaktische Weihnachten" | © Tine Acke


Der Panikrocker ruft dazu auf, Umweltzerstörung und Kriege nicht länger als gegeben hinzunehmen: „Ich glaube, dass es für den Frieden noch eine Chance gibt – wenn wir aufhören, uns an Kriege zu gewöhnen, als wären das irgendwelche Naturgewalten. Sie sind menschengemacht – und Menschen können sie beenden. Lasst uns aufstehen, die Kinder schützen und die Vergewaltigung von Erde und Natur beenden!“
Zum achten Mal hat Udo Lindenberg jetzt vor Weihnachten eine Grußkarte exklusiv für UNICEF gestaltet. Die Karten sind Teil seines langjährigen Engagements für ein friedvolles Miteinander und seiner Solidarität mit den Opfern von Armut, Konflikten und Gewalt.
In diesem Jahr widmet Udo Lindenberg seine galaktische „Udo-Karte“ zudem dem ESA-Astronauten und UNICEF-Botschafter Alexander Gerst, der sich seit Anfang Juni 2018 an Bord der internationalen Raumstation ISS befindet. Mit „Galaktische Weihnachten“ richtet sich der Rockstar direkt an den Astronauten: „Hi Alex, ich würde gerne mal mitfliegen, siehst du da ne Chance für nen guterhaltenen alten Rocker wie mich? Mit Schleudertests und Zentrifugal-Kräften kenn ich mich ja schon gut aus, von der Rock n Roll-Bühne her… und wann geht‘s zum Mars? Astro Alex, bist du dabei? No Panik, Dein Udonaut.“ Die neue UNICEF-Karte von Udo Lindenberg ist erhältlich unter
www.unicef.de/karten (solange der Vorrat reicht). Das 5er-Sortiment kostet zehn Euro inkl. Mehrwertsteuer. Darüber hinaus wird die Karte von UNICEF-Gruppen auf Weihnachtsmärkten, Ständen und in Grußkarten-Shops vor Ort angeboten. Hier kostet die Einzelkarte zwei Euro.

„UNICEF Kids Takeover“: Kinder und Jugendliche übernehmen das Ruder!

Internationaler Tag der Kinderrechte am 20. November
Köln/Duisburg, 19. November 2018 -Am morgigen Tag der Kinderrechte schlüpfen weltweit Kinder und Jugendliche in die Rolle von Erwachsenen. In Deutschland finden auf Initiative von UNICEF in über 60 Städten und Gemeinden „Kids Takeover“ statt.

 

Kinder stürmen Rathäuser und Gerichte, übernehmen Radiosendungen, schreiben für Kommentarseiten und organisieren Lehrveranstaltungen an über 200 Schulen. Dahinter steckt eine wichtige Botschaft: Es muss mehr getan werden, damit die Rechte von Kindern und Jugendlichen überall Wirklichkeit werden. Dazu gehört zum Beispiel das Recht auf freie Meinungsäußerung, Bildung oder Gesundheit.

„Wir sind die Botschafter der Zukunft und wir wollen unsere Welt mitgestalten!“, sagt Esra Khairi, Mitglied des JuniorBeirats von UNICEF Deutschland. Im EU-Parlament diskutiert sie zusammen mit anderen Jugendlichen ihre drängenden Fragen. „Mit unserem Takeover hier im Europaparlament lenken wir an zwei Tagen die geballte Aufmerksamkeit auf unsere Themen. Das ist eine super Möglichkeit, unsere Anliegen in die Köpfe der ‚Großen‘ zu bekommen – denn hier hören uns heute die Politiker zu.“

Engagierte Schülerinnen und Schüler gehen dorthin, wo Meinung produziert und Themen gesetzt werden: in die Medien. So sprechen sie zum Beispiel im WDR 5 und im Domradio über die UN-Kinderrechtskonvention, die Bedeutung von Kinderrechten, deren Ursprung und ihre persönlichen Erfahrungen. Auch in der Zentrale von UNICEF Deutschland übernehmen Jugendliche das Steuer. Sie begleiten UNICEF-Geschäftsführer Christian Schneider und organisieren eine Kinderrechte-Aktion mit allen Mitarbeitern. „Die Welt wird besser, wenn wir Kindern und Jugendlichen eine ehrliche und ernst gemeinte Gelegenheit geben sie mitzugestalten.
Bei all den „Kids Takeover“-Aktionen erleben wir Erwachsenen, wie viel Kraft und Kreativität in Kindern und Jugendlichen steckt“, sagt UNICEF-Geschäftsführer Christian Schneider. „Der Tag der Kinderrechte steht symbolisch für eine Generation, die voller Tatendrang und Bereitschaft steckt, die Welt zu verändern.“ Diese „Kids Takeover“ finden am Jahrestag der UN-Konvention über die Rechte des Kindes statt, die im kommenden Jahr 30 Jahre alt werden.

Beispiele für „Kids Takeover“-Aktionen in Deutschland: im WDR 5, im KiRaKa (Kinderradiokanal des WDR) und im Domradio führen Kinder und Jugendliche durch die Sendungen und erzählen Wissenswertes zu den Kinderrechten; in der der Tageszeitung Rheinische Post veröffentlichen Kinder selbstverfasste Artikel; im Kölner Stadtanzeiger erscheint ein Meinungsbeitrag zum Thema Kinderrechte von einer Schülerin; im Europaparlament in Brüssel sprechen Jugendliche aus ganz Europa vor wichtigen Politikern zu ihren Themen; im Rathaus in Leipzig gestalten 50 Schüler ein Kinderrechtequiz und sprechen anschließend mit dem Bürgermeister.

Beispiele für internationale „Kids Takeover“: in Sydney und in New York werden das Opernhaus und das Empire State Building blau angestrahlt; in China, Venezuela und Jordanien werden „UNICEF-Kinder-Botschafter“ ernannt; mehr als 70 Länderbüros von UNICEF beteiligen sich mit verschiedenen Aktionen am internationalen Tag der Kinderrechte.


Der Tag der Kinderrechte steht symbolisch für eine Generation, die voller Tatendrang und Bereitschaft steckt, die Welt zu verändern.“ | © UNICEF

Schutz, Würde und Perspektiven für Kinder in Flüchtlingsunterkünften

Berlin/Köln/Duisburg, 14. November 2018 - Eine Bundesinitiative gemeinsam mit UNICEF zeigt, wie geflüchtete Kinder und Jugendliche geschützt und gefördert werden können. In vielen Fällen leben Kinder und Jugendliche in Flüchtlingsunterkünften nicht sicher und kindgerecht.

Seit 2015 haben schätzungsweise eine halbe Million geflüchtete Kinder und Jugendliche in Deutschland Asyl beantragt. Vor allem Kinder und Jugendliche in Flüchtlingsunterkünften befinden sich häufig über lange Zeit in einer schwierigen Lebenssituation.
Oftmals leben sie über viele Monate oder sogar Jahre in Unterkünften, die in vielen Fällen nicht sicher und nicht kindgerecht sind. Die von UNICEF und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2016 ins Leben gerufene
Bundesinitiative zum „Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ hat verdeutlicht, wie die Rechte der Mädchen und Jungen besser gewahrt werden können.

Anlässlich einer Bilanzveranstaltung der Initiative in Berlin betont Bundesfamilienministerin Franziska Giffey: „Jedes Kind hat die gleichen Rechte auf Schutz und faire Chancen – egal, woher es kommt und wer seine Eltern sind. Damit es jedes Kind packt, müssen wir allen ein gutes und sicheres Aufwachsen ermöglichen. Das gilt natürlich auch für geflüchtete Kinder. Im Rahmen der Bundesinitiative haben wir Leitlinien zum Schutz geflüchteter Menschen in Flüchtlingsunterkünften entwickelt und diese inzwischen in rund 100 Flüchtlingsunterkünften erprobt. Ich freue mich, dass sich diese Leitlinien bewährt haben und zum Vorbild für viele Einrichtungen und Träger geworden sind.“

Folgende Fortschritte wurden erzielt: bundesweit wurden erstmals einheitliche Standards zum Schutz geflüchteter Menschen in Flüchtlingsunterkünften entwickelt. in rund 100 Konsultationseinrichtungen wurden Fachkräfte zum Gewaltschutz eingesetzt. gemeinsam mit externen Partnern wurden standardisierte Verfahren zum Gewaltschutz umgesetzt.
Umfassende Schulungsprogramme, an denen bereits über 2.250 Personen teilgenommen haben, unterstützen die Mitarbeitenden darin, Gefahren zu erkennen und ihre Handlungssicherheit zu stärken. über 25.000 Menschen wurden in den Konsultationseinrichtungen direkt erreicht, darunter ein Drittel Kinder und Jugendliche. in fast 100 Konsultationseinrichtungen wurden kinderfreundliche Orte und Angebote eingerichtet, damit Kinder und Jugendliche geschützte Räume sowie die Möglichkeiten haben, zu spielen, zu lernen, Kontakte zu knüpfen, Gehör zu finden und wieder ein Stück Normalität zu erfahren.

Afshan Khan, UNICEF-Regionaldirektorin für Europa und Zentralasien, begrüßt die Fortschritte, die gemacht wurden, um geflüchtete Kinder besser zu fördern und zu schützen. „Die Bundesregierung und die gesamte Gesellschaft haben Großes geleistet und viel Menschlichkeit bewiesen, in dem sie so vielen gefährdeten geflüchteten Kindern und Jugendlichen Schutz, Sicherheit und eine Chance auf eine bessere Zukunft geboten haben. Deutschland bleibt ein Beispiel dafür, wie Länder, die geflüchtete Menschen aufnehmen, das Wohl der Kinder zum Maßstab ihres Handelns machen können.“

Trotz dieser positiven Ansätze sind weitere Maßnahmen erforderlich, um die Rechte der Kinder bundesweit wirksam umzusetzen und ihnen einen Neuanfang zu ermöglichen. Georg Graf Waldersee, Vorsitzender des Deutschen Komitees für UNICEF, erklärt: „Kinder sollten so kurz wie möglich in Flüchtlingsunterkünften untergebracht werden, denn diese sind selbst unter den besten Bedingungen kein Ort für Kinder. Für alle bestehenden Einrichtungen müssen deshalb dringend Standards verbindlich gemacht werden, die die Umsetzung der Kinderrechte sicherstellen und die Bedarfe der Kinder und Eltern berücksichtigen. Solange Kinder in den Flüchtlingsunterkünften leben, müssen sie gut geschützt und gefördert werden.“


Georg Graf Waldersee, bei der 60-Jahr-Feier von Unicef Duisburg  Foto haje

 

Geflüchteten und migrierten Kindern und Jugendlichen Perspektiven zu geben und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen und sozialen Leben zu ermöglichen, gehört zu den wichtigsten Investitionen für die gesamte Gesellschaft und ihren Zusammenhalt.

Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften“ steht hier zum Download bereit.

 

Hohe Wirtschaftskraft garantiert keine Bildungsgerechtigkeit

 - Ein unfairer Start ins Leben: Neue UNICEF-Studie zeigt ungleiche Bildungschancen von Kindern in Industrieländern
- Deutschland nur im Muittelfeld

Bildungsgerechtigkeit ist laut UNICEF der Schlüssel für einen fairen Start ins Leben. New York/Köln, 30. Oktober 2018 - Kinder, die in reichen Ländern leben, haben nicht automatisch gleiche Chancen auf eine hochwertige Bildung. Kinder in ärmeren Ländern erzielen sogar häufig ein höheres Leistungsniveau, obwohl sie weniger Mittel hierfür aufwenden. Dies ist das Ergebnis der neuen UNICEF-Studie zu Bildungschancen von Kindern in den Industrieländern.

Die Studie „Ein unfairer Start ins Leben“ des UNICEF-Forschungszentrums Innocenti erstellt eine Rangliste aus 41 Industrieländern zu Bildungsungleichheiten in der frühkindlichen Förderung, in der Grundschule und in der Sekundarstufe. Im Mittelpunkt steht die Frage, in welchem Maße in den jeweiligen Ländern Faktoren wie der Berufsstand der Eltern, der Migrationshintergrund, das Geschlecht sowie die unterschiedlichen Schulformen diese Ungleichheiten beeinflussen. Lettland steht an der Spitze der Tabelle mit der geringsten Bildungsungleichheit zwischen Kindern. Bulgarien und Malta stehen am Ende, Deutschland gehört mit Platz 23 zum unteren Mittelfeld. 

„Der internationale Vergleich zeigt, dass Länder Kindern sowohl ein hohes Bildungsniveau als auch mehr Chancengerechtigkeit ermöglichen können,“ erklärte Dr. Priscilla Idele, Leiterin des UNICEF-Forschungszentrums Innocenti. „Aber alle Industrieländer können und müssen benachteiligte Kinder besser fördern, denn diese bleiben am Häufigsten zurück.“ 

Zentrale Ergebnisse der Studie Die Studie zeigt, dass sozial bedingte Leistungsunterschiede zwischen Kindern während der gesamten Bildungsphase unterschiedlich stark ausgeprägt sein können. So liegen zum Beispiel Irland und Slowenien beim Zugang zu vorschulischer Förderung im unteren Drittel des Ländervergleichs. In der Sekundarstufe gehören sie jedoch zu den Ländern mit der geringsten Bildungskluft zwischen den Kindern aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen.

In den Niederlanden besteht die größte Chancengleichheit für Grundschulkinder; allerdings belegt das Land nur noch Platz 26 beim internationalen Vergleich der Lesekenntnisse von 15-Jährigen. Am Ende der Pflichtschulzeit weisen Irland, Spanien und Lettland die geringsten Ungleichheiten auf. Der familiäre Hintergrund ist in allen Ländern ein entscheidender Faktor für den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen.
In 16 der 29 untersuchten europäischen Länder gehen zum Beispiel Kinder aus den ärmsten Familien seltener in Kindertageseinrichtungen als Kinder aus den wohlhabendsten Familien. Selbst bei gleichem Leistungsniveau können sich 15-Jährige, deren Eltern ein höheres Bildungsniveau haben, eher vorstellen auf eine weiterführende Schule zu gehen als Jugendliche aus Familien mit geringerem Bildungsstand.

In Deutschland beispielsweise kann sich bei gleichem Leistungsniveau jeder vierte Jugendliche aus bildungsnahen Familien vorstellen, eine weiterführende Schule zu besuchen, verglichen mit knapp jedem siebten Jugendlichen aus einem bildungsferneren Elternhaus. In 21 von 25 Ländern mit hohen Migrationsraten erzielen 15-jährige Schüler und Schülerinnen der ersten Generation zugewanderter Familien schwächere Leistungen in der Schule als Gleichaltrige ohne Migrationshintergrund.
In 15 Ländern bestehen diese Leistungsunterschiede auch zwischen zugewanderten Kindern der zweiten Generation und Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund fort. In Australien und Kanada schneiden zugewanderte Kinder der zweiten Generation hingegen besser ab als Kinder ohne Migrationshintergrund. 

Mädchen schneiden in den untersuchten Industrieländern in der Lesekompetenz insgesamt besser ab als Jungen. Die Kluft wächst sogar, je älter die Kinder werden. Die Ergebnisse variieren auch stark zwischen den verschiedenen Ländern. In Irland schneiden 15-jährige Mädchen zwei Prozent besser ab als Jungen, in Bulgarien sind es sogar über 11 Prozent.  Empfehlungen für die Politik Bildungsgerechtigkeit ist laut UNICEF der Schlüssel für einen fairen Start ins Leben. Doch viele Kinder sind bereits zu Beginn ihrer Schullaufbahn benachteiligt - zum Beispiel aufgrund ihrer Herkunft oder der sozialen und wirtschaftlichen Situation ihrer Familien. Schulen und Bildungspolitik müssen ihnen gerechte Chancen eröffnen und dafür sorgen, dass diese Mädchen und Jungen nicht zurückbleiben. 

Die UNICEF-Studie nennt Grundprinzipien für mehr Bildungsgerechtigkeit, an denen sich die Politik orientieren sollte. Dazu gilt es, frühkindliche Förderung für jedes Kind zu gewährleisten. Ein Mindestmaß an Kernkompetenzen für jedes Kind sicherzustellen. Soziale und ökonomische Ungleichheiten zu reduzieren. Geschlechterunterschiede bei der Bildung zu verringern. Bessere Daten zu erheben, die länderübergreifend und vergleichbar sind.
Den Fokus auf Chancengleichheit zu setzen. Quellen der Studie Für die Studie wurden vergleichbare Daten zu Schlüsselindikatoren für die kindliche Entwicklung aus 41 Ländern der Europäischen Union (EU) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ausgewertet. Für das Kindergartenalter wurden Ungleichheiten beim Zugang der Mädchen und Jungen zu frühkindlicher Förderung untersucht. Für das Grundschulalter und das Sekundarschulalter wurden Ungleichheiten bei der Lesekompetenz im Alter von 10 beziehungsweise 15 Jahren dokumentiert.

Der Indikator für Ungleichheit ist dort der Leistungsabstand zwischen den zehn Prozent der besten und den zehn Prozent der schlechtesten Schülerinnen und Schüler. Gerade die Lesekompetenz am Ende der Pflichtschulzeit ist ein Schlüsselfaktor, denn sie spielt eine entscheidende Rolle für den zukünftigen Lebensweg. Weitere wichtige Ergebnisse der UNICEF-Studie Litauen, Island und Frankreich liegen bei der frühkindlichen Förderung im internationalen Vergleich vorne. Die Türkei, die Vereinigten Staaten und Rumänien stehen am Ende der Rangliste.

Deutschland liegt hier im internationalen Vergleich im Mittelfeld.
In den Niederlanden, Lettland und Finnland besteht die größte Chancengleichheit für Grundschulkinder; Malta, Israel und Neuseeland gehören hingegen zu den Ländern mit der größten Bildungskluft zwischen den Kindern in dieser Altersgruppe. Deutschland liegt im unteren Drittel der internationalen Rangliste. Lettland, Irland und Spanien gehören zu den Ländern mit der geringsten Bildungskluft zwischen 15-Jährigen. In Malta, Bulgarien und Israel besteht die größte Chancenungleichheit zwischen den Kindern.
Deutschland liegt im internationalen Mittelfeld. Etwa 16 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Deutschland erreichen im Alter von 15 Jahren nicht das Grundkompetenzniveau im Lesen (Level 2), das als Vorrausetzung angesehen wird, damit sie effektiv und produktiv am Leben der Gesellschaft teilhaben können.