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IGA 2027: RheinPark Duisburg erhält grünes Update

Robuste Basis in unsicheren Zeiten: duisport blickt auf starkes Geschäftsjahr zurück


Clark Europe stellt die Weichen für die Zukunft

Duisburg, 24, April 2026 - Mit der offiziellen Einweihung der neuen Niederlassung West am 24. April 2026 in Duisburg hat der Erfinder des Gabelstaplers den Ausbau seines Direktvertriebs maßgeblich vorangetrieben. Die neuen Räumlichkeiten im Businesspark Asterlagen liegen strategisch ideal direkt vis-à-vis der Clark Europazentrale.

Neben dem bewährten Vertrieb über Vertragshändler setzt Clark jetzt auch verstärkt auf den Direktvertrieb. Ziel ist es, das Marktpotenzial im Ruhrgebiet als eine der dichtesten Industrielandschaften Europas durch maximale Nähe zum Kunden noch besser auszuschöpfen.

Fotos: CLARK Europe GmbH

„Die Eröffnung der Niederlassung West ist ein klares Bekenntnis zu unserem Standort in Duisburg und ein essenzieller Schritt für unsere Wachstumsstrategie in Europa“, erklärt Stefan Budweit, President & CEO Clark Europe. „Durch den Direktvertrieb schaffen wir eine exklusive Schnittstelle, um Kunden direkt ab Werk mit unserem gesamten Know-how zu beraten und langfristige Partnerschaften auf Augenhöhe zu festigen.“

Fokus auf Wachstum und Kundenzufriedenheit
Die neue Immobilie umfasst eine Gesamtfläche von 3441 m². Davon entfallen 900 m² auf Lager, Werkstatt und Präsentationsflächen sowie 435 m² auf moderne Büro- und Besprechungsräume. Ein Herzstück des Standorts ist das integrierte R&D Entwicklungszentrum (355 m²), das die unmittelbare Nähe zur Europazentrale und dem internationalen Ersatzteilzentrum nutzt, um technische Innovationen umzusetzen.

Dirk Blanke, Regional Manager & Western Branch Manager, der die Niederlassung West seit Anfang 2025 leitet, betont bei der Eröffnung: „Unsere Kunden profitieren von einer exklusiven Beratung direkt vom Hersteller. Wir wollen die Marktanforderungen nicht nur besser verstehen, sondern schneller und gezielter darauf reagieren. Ob Testfahrten auf unserer Präsentationsfläche, fundierte Einsatzanalysen mit dem Kunden vor Ort, Fahrzeugtests direkt am Einsatzort oder maßgeschneiderte Finanzierungslösungen – wir bieten alles aus einer Hand. Wir freuen uns, gemeinsam mit unseren Kunden die Zukunft des Materialflusses zu gestalten.“


Die Niederlassung West setzt auf weiteres Wachstum, um dieses Versprechen einzulösen. Aktuell besteht das Direktvertriebsteam aus neun Mitarbeitenden und fünf Servicefahrzeugen. Ein Ausbau ist bereits in Planung: „Wir möchten unser Team um 2-3 Fachberater sowie 4-5 Servicetechniker verstärken, um ein lückenloses Servicenetzwerk im Ruhrgebiet sicherzustellen“, sagt Dirk Blanke.

Zentrum für Innovation und Service öffnet seine Tore
Im Rahmen der Feierlichkeiten erhalten die Gäste nicht nur exklusive Einblicke hinter die Kulissen der Niederlassung West und des R&D Entwicklungszentrums, sondern ebenfalls in die Europazentrale der Clark Europe, das internationale Ersatzteilzentrum mit einer Gesamtfläche von 1913 m2, in welchem mehr als 23.000 unterschiedliche Artikel lagern – neben Clark-spezifischen Teilen auch Teile für Fremdmarken in Erstausrüsterqualität, das Schulungszentrum, indem regelmäßig Schulungen für Verkäufer und Servicemitarbeitende stattfinden sowie das Clark Museum, das die mehr als hundertjährige Erfolgsgeschichte des Erfinders des Gabelstaplers beeindruckend dokumentiert.


Die Gäste können zudem Clark Produkt-Highlights in Augenschein nehmen, wie u.a. die aktuellen Clark Crossover-Baureihen Raider (L25-35XE) und Renegade (S25-35XE), welche umweltfreundliche Elektroantriebe mit der Leistung von Verbrennern kombinieren, die 48 Volt Elektro-Drei- und Vierradstapler STE und SE16-20, die wahlweise mit Blei-Säure- oder Lithium-Ionen-Batterien erhältlich sind. Sie gehören wie die 80 Volt-Pendants zur S-Series Electric. Ein weiteres Highlight ist die neue, auf der LogiMAT in Stuttgart erstmals präsentierte „CLARK Fusion“-Batterietechnologie, die als Schlüssel für die Elektromobilität der Zukunft gilt.

One-Stop-Shop: Von Neu-, Miet- bis Gebrauchtgeräten
Die Niederlassung West fungiert als vollumfänglicher Dienstleister. Neben dem Verkauf von Neugeräten und einer umfangreichen Mietflotte für Bedarfsspitzen, liegt ein weiterer Fokus auf hochwertigen Gebrauchtgeräten. „Die Investition in ein Neugerät ist nicht für jeden Betrieb die wirtschaftlichste Lösung“, so Dirk Blanke.

„Beispielsweise für Startup- oder Kleinunternehmen ist die Anschaffung eines Neugeräts oft zu kostspielig.“ Ein Gebrauchtfahrzeug ist hier eine gute Alternative. Unternehmen, bei denen ein Stapler nur ein- oder zweimal am Tag zum Einsatz kommt, benötigen ebenfalls nicht zwangsläufig ein Neugerät. Jedes Fahrzeug aus dem Rücklauf wird akribisch geprüft und bei Bedarf auf Neugeräteniveau instandgesetzt – unter ausschließlicher Verwendung von Clark Originalersatzteilen. „Bei einem in Premiumqualität aufgearbeiteten Gebrauchtfahrzeug ist ein Unterschied zum Neugerät für den Laien nicht erkennbar“, erklärt Dirk Blanke.

Mit kurzen Wegen, direkter Anbindung an das Ersatzteilwesen und einer integrierten Auslieferungsinspektion (PDI) garantiert die Niederlassung West höchste Prozessqualität und maximale Kundenzufriedenheit im Herzen des größten Binnenhafens der Welt.

CLARK Material Handling International
Seit der Erfindung des Gabelstaplers im Jahr 1917 durch Eugene Clark im US-amerikanischen Buchanan, Michigan zählt CLARK weltweit zu den Marktführern bei Flurförderzeugen. Mit mehr als 100 Jahren Erfahrung in der Branche und über 1,4 Millionen verkauften Gabelstaplern weltweit steht die Marke CLARK, die stolz auf ihre Wurzeln in den Vereinigten Staaten von Amerika ist, für modernes und robustes Produktdesign, fortschrittliche, anspruchsvolle Technologie und hervorragenden Kundenservice.

Seit 2003 bietet Clark ein komplettes Produktportfolio, bestehend aus Gabelstaplern mit Elektro- oder Verbrennungsmotor und Tragfähigkeiten von 1,5 bis 8 Tonnen, Schubmaststaplern, Lagertechnikgeräten, Schleppern und einem umfangreichen Serviceangebot. Vier Hauptquartiere rund um den Globus leiten das operative Geschäft. Gefertigt wird nach europäischen Qualitätsansprüchen in Werken in Korea, den USA, Vietnam und China. Die CLARK Europe GmbH mit Sitz in Duisburg ist eines von vier Tochtergesellschaften von CLARK und betreut mit rund 180 CLARK Händlern in 60 Staaten die Regionen Europa, Nahen Osten und Afrika.


Wir müssen raus aus der Flächenfalle!” Gewerbeflächennot gefährdet wirtschaftliche Zukunft des Ruhrgebiets

Wirtschaftsflächengipfel.Ruhr 2026 setzt wichtiges Signal für Wachstum

Ruhrgebiet/Niederrhein/Dortmund/Duisburg, 23. April 2026 - Die Gewerbeflächennot wird zunehmend zum Bremsschuh der wirtschaftlichen Entwicklung im Ruhrgebiet, warnen die zentralen Wirtschaftsverbände der Region. Gemeinsam fordern sie auf dem erstmals ausgerichteten Wirtschaftsflächengipfel.Ruhr konkrete Maßnahmen zur Förderung und zur Entbürokratisierung. Die Versorgung des Ruhrgebiets mit entwicklungsfähigen Wirtschaftsflächen ist eine der entscheidenden Zukunftsfragen für Industrie, Mittelstand und Handwerk in der Region, betonten Kammern und Wirtschaftsförderungen auf dem Wirtschaftsflächengipfel.Ruhr 2026 am 22. April in Dortmund.

Zitat Dr. Stefan Dietzfelbinger: „Bei uns in Duisburg haben wir kaum sofort verfügbare Gewerbeflächen – vor allem nicht in größerem Umfang. Investitionen von außen sind so nicht möglich. In den Kreisen Wesel und Kleve sieht es etwas besser aus, aber auch dort kann die Nachfrage kaum bedient werden. Wer Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand fördern will, muss Gewerbeflächen bereitstellen. Und zwar so, dass sich Unternehmen von einem Tag auf den anderen hier ansiedeln können. Das ist gerade angesichts der schwierigen Wirtschaftslage wichtiger denn je“.

„Wir müssen raus aus der Flächenfälle. Wir brauchen unbedingt eine vorausschauende Flächenpolitik, damit sich Betriebe ansiedeln und wachsen können”, betonte Stefan Schreiber, Hauptgeschäftsführer der aktuell im Ruhrgebiet federführenden IHK zu Dortmund. „Gewerbeflächen sind seit Jahren die Jobmotoren im Ruhrgebiet, hier entsteht ein Großteil der neuen Arbeitsplätze. Umso dramatischer ist es, dass wir aktuell nur noch 468 Hektar restriktionsfrei vermarkten können. Das ist der Flächenverbrauch für gerade mal zweieinhalb Jahre“, sagte Jörg Kemna, Geschäftsführer der Business Metropole Ruhr GmbH. „Allen muss klar sein: Flächenentwicklung passiert nicht von heute auf morgen. Wenn wir heute die Weichen stellen, haben wir erst in einigen Jahren neue Flächenangebote für Unternehmen.“

Die Wirtschaftsförderungen, die Ruhr-IHKs sowie die Handwerkskammern und Kreishandwerkerschaften an der Ruhr hatten mehr als 140 hochkarätige Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft zum Gipfel auf dem Wilopark, Hauptsitz des weltweit tätigen Wassertechnologiekonzerns Wilo, eingeladen, darunter die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti und RVR-Regionaldirektor Garrelt Duin.

In ihrem Impulsvortrag betonte Ministerin Neubaur: „Im Ruhrgebiet nehmen die Menschen ihre Zukunft in die Hand – pragmatisch, bodenständig und mit echtem Gestaltungsanspruch. Um industrielle Stärke zu sichern und technologischen Vorsprung zu ermöglichen, brauchen Unternehmen Platz – Platz, um zu investieren, zu produzieren und Innovationen umzusetzen. Gemeinsam schaffen wir passende Wirtschaftsflächen. Als Land fördern wir die Instandsetzung von Brachflächen – so entsteht wichtiger Raum für nachhaltige Ansiedlungen, gute Arbeitsplätze und neue Chancen.“ Das geschehe im Zuge der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“.

Wie angespannt die aktuelle Lage ist, zeigt das gemeinsame Positionspapier, dass die Wirtschaftsvertreter Mona Neubaur übergaben. Rund 46 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten demnach auf Gewerbe- und Industrieflächen. Sechs von zehn Jobs sind dort in jüngerer Vergangenheit entstanden. Doch die Prognosen sind kritisch: Für Neuansiedlungen oder Erweiterungen wird der Raum immer knapper.

Flächenangebot für nur noch gut zwei Jahre
Das aktuell vorhandene Flächenangebot für Unternehmen ist sehr differenziert. Für Ansiedlungen bleiben nur 1.654 Hektar Nettofläche, verteilt auf 592 einzelne Gebiete. Doch ein Großteil dieser Flächen ist mit Restriktionen belastet: 72 Prozent der gewerblichen Flächenpotenziale sind somit teilweise langfristig blockiert. Wirklich restriktionsfrei sind nur 468 Hektar. Damit reicht das Angebot von Flächen mit konkreter Entwicklungsperspektive bei gleichbleibendem Bedarf (rund 180 Hektar/Jahr) nur für etwa zweieinhalb Jahre.

Die Engpässe sind dabei nicht nur auf fehlende Flächenausweisungen zurückzuführen. Das Positionspapier benennt mehrere konkrete Restriktionen: die mangelnde Verkaufsbereitschaft von Eigentümern (insgesamt 730 Hektar), den erheblichen Aufbereitungsbedarf (703 Hektar) insbesondere auf Brachflächen, die fehlende oder unzureichende Anbindung an das übergeordnete Verkehrsnetz (505 Hektar) sowie kostentreibende rechtliche Vorgaben unter anderem aus Bau-, Natur- oder Bodendenkmalrecht.

Der Wirtschaftsflächengipfel.Ruhr hat diese Problemlage mit einem breit angelegten Programm aufgegriffen. Nach der Eröffnung durch Stefan Schreiber und der Begrüßung durch Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti folgte eine Einordnung der Perspektiven und Herausforderungen durch BMR-Geschäftsführer Jörg Kemna und Essen Oberbürgermeister Thomas Kufen.

Aus der Praxis berichteten Vertreter erfolgreicher Flächenentwicklungen mit den Beispielen „Freiheit Emscher“ in Bottrop/Essen, „Mark 51°7“ in Bochum und „Schlägel & Eisen“ in Herten. Nach einem fachlichen Impuls von Dr. Roland Arnz diskutierten auf dem Podium unter anderem Garrelt Duin, Peter Glauner (CEO Wilo Europe), Staatssekretär Paul Frederik Höller (NRW-Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie), der Parlamentarische Staatssekretär Josef Hovenjürgen (NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung), Stefan Schreiber und Berthold Schröder (Präsident HWK Dortmund). Das Schlusswort übernahm Jürgen Kroos (Präsident HWK Münster).

Für die Wirtschaft im Ruhrgebiet ist zentral, dass nun konkrete Maßnahmen folgen. Das Positionspapier formuliert drei Stoßrichtungen:
erstens eine strukturierte Förderung der Aufbereitung von Brachflächen, die langfristige Planungssicherheit herstellt
zweitens die Anbindung der Potenzialflächen an das übergeordnete Straßennetz, etwa mit Mitteln aus dem Sondervermögen Infrastruktur und
drittens eine konsequente Entbürokratisierung kostentreibender Regelungen.

„Mit dem ersten Wirtschaftsflächengipfel.Ruhr machen wir deutlich, dass die Region beim Thema Flächenversorgung an einem Wendepunkt steht. Das Ruhrgebiet braucht keine abstrakte Debatte, sondern konkrete Entscheidungen: mehr Tempo bei der Flächenaktivierung, verlässliche Förderstrukturen, bessere Erschließung und praxistauglichere Verfahren”, sagte Stefan Schreiber.

Berthold Schröder, Präsident der HWK Dortmund, betonte: „Die Verfügbarkeit von ausreichend und bezahlbaren Gewerbeflächen ist eine der zentralen Zukunftsfragen für das Handwerk. Unsere Betriebe brauchen Raum – für Werkstätten, Lager, Innovation und Wachstum. Doch genau dieser Raum wird zunehmend knapp, insbesondere in urbanen Regionen. Wenn wir wollen, dass das Handwerk weiterhin ein starker Motor für Beschäftigung, Ausbildung und die regionale Wertschöpfung bleibt, dann brauchen wir eine vorausschauende Flächenpolitik, die die Bedürfnisse des Handwerks fest einplant. Dazu gehören die Ausweisung neuer Gewerbegebiete, die Aktivierung brachliegender Flächen sowie flexible Nutzungskonzepte, die auch kleinere Betriebe berücksichtigen.“

Mit der Wilo Group mit Konzernhauptsitz in Dortmund war bewusst ein Unternehmen als Veranstaltungsort gewählt worden, das beispielhaft für industrielle Transformation, internationale Wettbewerbsfähigkeit und Standortbindung im Ruhrgebiet stand. Der erste Wirtschaftsflächengipfel.Ruhr war damit auch ein Auftakt für die längerfristige wirtschaftspolitische Verständigung aller Akteure in einer regionalen Allianz zur Aktivierung von Gewerbeflächen. Denn das Ruhrgebiet will wachsen, transformieren und investieren – und braucht dafür die notwendigen Rahmenbedingungen.


Öffentliche Investitionen: Weiterhin breite Mehrheit der Bevölkerung für massive Erhöhung

Düsseldorf/Duisburg, 22. April 2026 - Die Bevölkerung ist sich weitgehend einig darin, dass der Staat mehr Geld in die Infrastruktur stecken muss – auch wenn dafür neue Kredite nötig sind. Das ergibt eine neue Studie des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung auf Basis repräsentativer Umfragedaten.*

Foto Hans-Böckler-Stiftung

Der Investitionsstau in Deutschland ist unübersehbar: Züge fallen regelmäßig aus, Schulunterricht auch, Krankenhäuser und Brücken sind marode, die gesetzlichen Klimaziele wurden zuletzt nur knapp erreicht. Um gegenzusteuern, hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr das „Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität“ in Höhe von 500 Milliarden Euro auf den Weg gebracht.

Damit hat sie einem weit verbreiteten Bedürfnis Rechnung getragen: Schon 2021 sprach sich eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung für zusätzliche öffentliche Investitionen aus. Laut der neuen Untersuchung des IMK hat diese Zustimmung nicht nachgelassen – im Gegenteil: Trotz des Sondervermögens hat der Anteil derjenigen, die noch mehr staatliche Ausgaben befürworten, mit Blick auf die meisten Bereiche der öffentlichen Infrastruktur und unabhängig von der Parteipräferenz zugenommen. Kredite zur Finanzierung dieser Ausgaben befürworten 59 Prozent, weitere 20 Prozent sind in dieser Frage unentschieden. Bevorzugt werden allerdings Umschichtungen in staatlichen Haushalten.



Für ihre Analyse haben IMK-Forscher Dr. Jan Behringer und IMK-Direktor Prof. Dr. Sebastian Dullien Angaben von rund 2.700 Personen zwischen 18 und 75 Jahren ausgewertet. Diese haben im Oktober und November 2025 an einer repräsentativen Befragung teilgenommen, die im Auftrag des IMK durchgeführt wurde.

„Die Umfrageergebnisse verdeutlichen, dass die Menschen in Deutschland in praktisch allen zentralen Bereichen eine Ausweitung öffentlicher Investitionen wünschen, wenn auch mit unterschiedlich großen Mehrheiten“, erklären die Wissenschaftler.

Am deutlichsten ausgeprägt ist dieser Wunsch mit Blick auf Gesundheitswesen und Pflege, hier sprechen sich 91 Prozent der Befragten für eine Erhöhung der Ausgaben aus. Mehr Geld für die Bildung befürworten 87 Prozent, für Straßen, Brücken und Autobahnen 82 Prozent, für öffentliche Sicherheit 80 Prozent, für Bahnverbindungen und öffentlichen Nahverkehr 78 Prozent. Auf geringere, aber immer noch mehrheitliche Zustimmung treffen Mehrausgaben für Mobilnetz und Internet mit 56 Prozent, für Klima- und Umweltschutz mit 53 Prozent sowie für Fußgänger- und Fahrradwege mit 51 Prozent.

Im Vergleich zur Vorläuferumfrage des IMK von 2021 hat der Anteil derjenigen, die sich für zusätzliche Investitionen aussprechen, mit 23 Prozentpunkten am stärksten bei Straßen, Brücken und Autobahnen zugelegt. Bei der öffentlichen Sicherheit sowie bei Bahnverbindungen und öffentlichem Nahverkehr beträgt das Plus jeweils 11 Prozentpunkte.

Rückläufig ist die Tendenz nur in drei Bereichen: Die Zustimmung für mehr Investitionen ist mit Blick auf Klima- und Umweltschutz um 20 Prozentpunkte gesunken, hinsichtlich Mobilnetz und Internet um 12 Prozentpunkte, bei Fußgänger- und Fahrradwegen um 4 Prozentpunkte.




„Analysiert man die Investitionswünsche nach der Parteipräferenz, so lässt sich festhalten, dass bei den meisten abgefragten Kategorien die Anhängerinnen und Anhänger aller Parteien mehrheitlich eine Ausweitung der Investitionen wünschen“, schreiben Behringer und Dullien. Das gilt für sechs der acht abgefragten Bereiche. Allerdings fallen hier die Mehrheiten zum Teil je nach Parteipräferenz deutlich unterschiedlich groß aus, zeigen die Forscher.



Bei den Investitionen in Fußgänger- und Radwege wünscht sich von den Befragten, die mit der AfD sympathisieren, nur eine Minderheit mehr Geld. Am stärksten polarisiert sind die Einstellungen laut der Befragung mit Bezug auf Klima- und Umweltschutz: Bei der Anhängerschaft der Grünen ist die Zustimmung für mehr staatliche Ausgaben in diesem Bereich mit 91 Prozent am größten, gefolgt von Befragten, die der Linken (82%) oder der SPD (72%) zuneigen.

Unter Anhänger*innen der Union wollen zwar nur 46 Prozent mehr Investitionen für Klima und Umwelt. Das ist aber immerhin doppelt so hoch wie der Anteil, der für eine Reduzierung ist. Dagegen würden Menschen mit Sympathien für die AfD zu 58 Prozent eine Senkung der Ausgaben begrüßen, lediglich 19 Prozent sind für mehr Investitionen.

In Sachen Finanzierung zeige sich, dass „eine große Mehrheit der Bevölkerung einer Kreditaufnahme für öffentliche Investitionen grundsätzlich zustimmt“, heißt es in der Studie. 59 Prozent der Befragten äußern sich entsprechend, 20 Prozent sind in dieser Frage neutral, lediglich 21 Prozent stimmen eher oder überhaupt nicht zu.



Die Parteipräferenz scheint dabei meist eine untergeordnete Rolle zu spielen: Anhänger*innen von Grünen, SPD, FDP, Union und Linken befürworten zu jeweils rund zwei Dritteln kreditfinanzierte Investitionen. Lediglich die AfD-Anhängerschaft ist deutlich skeptischer, aber selbst sie weist eine Zustimmungsrate von 42 Prozent auf.



Ungeachtet der grundsätzlichen Offenheit für kreditfinanzierte Infrastrukturausgaben treffen Umschichtungen in den öffentlichen Haushalten auf die größte Zustimmung in der Bevölkerung. Bei der Frage nach der primär gewünschten Finanzierungsoption nennen 66 Prozent Ausgabenkürzungen in anderen Bereichen, 19 Prozent Kredite.



„Insgesamt lassen sich die Ergebnisse dahingehend interpretieren, dass die Bevölkerung in Deutschland die Finanzierung öffentlicher Investitionen über Kredite in gewissem Umfang akzeptiert – wie es etwa durch das im Rahmen der Schuldenbremsenreform 2025 beschlossene Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ermöglicht wird.

Zugleich wird eine kritische Überprüfung bestehender Staatsausgaben gewünscht, sodass ineffiziente Ausgaben zugunsten öffentlicher Investitionen gekürzt werden“, so Behringer und Dullien. Sie empfehlen, die verfügbaren Mittel aus dem Sondervermögen konsequent für zusätzliche Investitionen einzusetzen, um die öffentliche Infrastruktur und Wirtschaft zukunftsfähig zu machen.

Allerdings dürften diese Mittel den Investitionsbedarf, der sich nach Berechnungen des IMK im Jahr 2024 auf mindestens 600 Milliarden Euro belief, selbst bei strikt investiver Verwendung bestenfalls zu zwei Dritteln decken, erklären die Forscher. Daraus ergebe sich weiterer Anpassungsbedarf bei der aktuellen Schuldenregel. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass eine Weiterentwicklung der Schuldenregel, die Raum zur Finanzierung öffentlicher Investitionen schafft, in der Bevölkerung auf breite Zustimmung stoßen dürfte.“


CLARK Europe setzt auf Duisburg!

Eröffnung der neuen Niederlassung West & Start der Direktvertriebs-Offensive
Duisburg, 17. April 2026 - Das Gabelstapler-Unternehmen mit historischen Hintergrund schlägt ein neues Kapitel an seinem europäischen Stammsitz in Duisburg auf: CLARK Europe eröffnet offiziell die Niederlassung West in Duisburg. Damit forciert das Traditionsunternehmen strategisch den Direktvertrieb in einer der dichtesten Industrieregionen Europas und bekennt sich weiterhin zum Standort Duisburg.

Eröffnung der CLARK Niederlassung West:
Wann: Freitag, 24.04.2026, ab 10.00 Uhr
10.15 Uhr (offizielle Eröffnung):
Rede Stefan Budweit, President & CEO CLARK Europe
Führung durch die Europazentrale CLARK Europe GmbH und
Niederlassung West

Wo: CLARK Europe GmbH, Niederlassung West
Dr.-Alfred-Herrhausen-Allee 36
47228 Duisburg

- Bekenntnis zum Standort: CLARK investiert massiv in Duisburg und schafft neue Arbeitsplätze in den Bereichen Beratung und Technik.
- One-Stop-Shop im Hafen: Von der individuellen Einsatzanalyse über Mietflotten für Bedarfsspitzen bis hin zur Premium-Aufarbeitung von Gebrauchtgeräten – CLARK bietet im Herzen des größten Binnenhafens der Welt alles aus einer Hand.

- Nachhaltigkeit & Wirtschaftlichkeit: Erfahren Sie, wie Gebrauchtstapler in der eigenen Werkstatt mit Originalteilen auf Neugeräteniveau instandgesetzt werden, um Start-ups und KMU kosteneffiziente Lösungen zu bieten.
- Innovations-Hub: Besichtigung des integrierten R&D Entwicklungszentrums sowie der neuesten Batterietechnologien („CLARK Fusion“).
- Historie trifft Zukunft: Besuch des CLARK Museums, das die über 100-jährige Geschichte des Erfinders des Gabelstaplers dokumentiert.

Garbe vermietet 100.000 m² an Goodcang in Duisburg-Rheinhausen

Duisburg/Rieste/Hamburg, 15. April 2026 - In Duisburg wird Goodcang Logistics 30.500 m² auf dem Logport-Areal im Stadtteil Rheinhausen nutzen. Hier beriet Realogis Immobilien Düsseldorf. Die Kanzlei Taylor Wessing war beratend aktiv. Goodcang ist spezialisiert auf die Lagerhaltung und Distribution von Waren im Auftrag von Onlinehändlern.

Garbe Industrial hat mit dem Logistikdienstleister Goodcang Logistics Mietverträge über eine Gesamtfläche von knapp 100.000 Quadratmetern abgeschlossen. Davon entfallen etwa 67.500 Quadratmeter auf den Niedersachsenpark Rieste bei Osnabrück und 30.500 Quadratmeter auf eine Logistikimmobilie im Duisburger Hafen.

Der Mieter erweitert damit sein Standortnetzwerk in Deutschland und vergrößert die Lagerkapazität für Onlinehändler, die ihre Waren auf E- Commerce-Plattformen verkaufen. „Gerade in diesen wirtschaftlich angespannten Zeiten freuen wir uns sehr über den Doppelerfolg. Der besondere Einsatz unseres Asset Managements in den vergangenen Wochen hat sich ausgezahlt“, betont Tom Herrschaft, Head of Real Estate Management bei Garbe Industrial.

Sowohl die beiden Standorte als auch die Qualität der Immobilien haben Goodcang Logistics überzeugt. Das E-Commerce-Fulfilment-Unternehmen wurde 2020 gegründet und übernimmt im Auftrag von Onlinehändlern die Lagerhaltung und Distribution von Waren. Im Niedersachsenpark Rieste, etwa 30 Kilometer nördlich von Osnabrück direkt an der A 1 gelegen, bezieht der neue Mieter zwei Immobilien: Eine davon hat eine Gesamtfläche von ca. 49.000 Quadratmetern, die andere ist rund 18.500 Quadratmeter groß.

Beide Objekte wurden 2022 nach aktuellen Nachhaltigkeitskriterien errichtet und sind nach dem Gold- Standard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifiziert. Den Mietvertragsabschluss vermittelte BNP Paribas Real Estate. Garbe Industrial managt im Niedersachsenpark Rieste noch eine weitere, vollständig vermietete Immobilie mit einer Gesamtfläche von rund 23.000 Quadratmetern. Zu den Mietern dort zählen ein Logistikdienstleister sowie ein Hersteller von Montagesystemen für Photovoltaikanlagen.

Logistikimmobilie im Duisburger Hafen - Quelle Garbe Industrial

Das Objekt, das Goodcang Logistics in Duisburg bezieht, wurde 2007 gebaut und befindet sich auf dem Logport-Areal im Stadtteil Rheinhausen, einem der bedeutendsten Logistikstandorte in Deutschland. Das Duisburg Intermodal Terminal, das die Verkehrsträger Wasser, Straße und Schiene miteinander verknüpft, liegt nur wenige Hundert Meter entfernt.

 Goodcang Logistics wird in Duisburg ca. 28.500 Quadratmeter Hallen-, 1.500 Quadratmeter Büro- und 500 Quadratmeter Mezzaninfläche nutzen. Bei dem Mietvertragsabschluss war das Maklerunternehmen Realogis Immobilien Düsseldorf beratend tätig. In beiden Fällen erfolgte die rechtliche Beratung durch die Kanzlei Taylor Wessing.


Wolt und Fressnapf expandieren: 78 Standorte in 17 deutschen Städten

Wolt und Fressnapf bauen Partnerschaft deutlich aus: 78 Standorte in 17 deutschen Städten geplant

Duisburg, 9. April 2026 - Wolt und Fressnapf weiten ihre Zusammenarbeit in Deutschland deutlich aus. Im Zuge der bundesweiten Expansion werden 65 weitere Fressnapf-Märkte an die Plattform angebunden. Insgesamt wächst das Angebot damit auf 78 Märkte in 17 deutschen Städten. Der Start der neuen Standorte ist für April vorgesehen. Der Ausbau unterstreicht die zunehmende Bedeutung des Einzelhandels für Wolt in Deutschland.

Besonders der Bereich Heim- und Haustierbedarf entwickelt sich zu einem starken Wachstumstreiber und ist ein zentraler Bestandteil der strategischen Weiterentwicklung des Handelsangebots. Tierprodukte gehören aktuell zu den am schnellsten wachsenden Kategorien auf der Plattform in Deutschland. Seit Ende 2024 steigen die wöchentlichen Bestellungen von Tierfutter und -spielzeug kontinuierlich.

Präsenz in 13 neuen Städten
Mit der Expansion können sich Fressnapf-Kundinnen und -Kunden künftig in 13 weiteren Städten ihren Heimtierbedarf direkt über Wolt nach Hause liefern lassen – darunter Koblenz, Düsseldorf, Krefeld, Kiel, Bielefeld, Bochum, Lübeck, Mainz, Göttingen, Kassel und Bremen. Insgesamt ist Fressnapf damit künftig in 17 deutschen Städten über die Plattform erreichbar.

Pro angebundenem Markt sind rund 4.500 Artikel über Wolt verfügbar – von Tiernahrung über Zubehör bis hin zu Pflegeprodukten. Die Preise entsprechen denen im jeweiligen Markt vor Ort. Bereits in den vergangenen Monaten hatten beide Unternehmen ihre Kooperation unter anderem in München, Ingolstadt und dem Münchner Umland erweitert. Mit der nun angekündigten bundesweiten Skalierung folgt der nächste gemeinsame Schritt.


Stimmen zur Expansion
„Der Einzelhandel ist für uns ein zentrales Wachstumsfeld in Deutschland. Mit Fressnapf bauen wir eine erfolgreiche Partnerschaft nun bundesweit aus und ermöglichen einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu Heimtierbedarf – direkt aus dem lokalen Markt“, sagt Bassel Soukar, Head of Retail bei Wolt Deutschland.

Durch die erweiterte Zusammenarbeit stärkt Fressnapf seine Omnichannel-Präsenz und erreicht zusätzliche Zielgruppen im urbanen Raum: „Unser Anspruch ist es, gemeinsam mit starken Partnern echten Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden zu schaffen – genau dort, wo sie ihn brauchen“, sagt Norbert Marschallinger, Managing Director bei Fressnapf Deutschland.

„Mit Wolt erweitern wir unsere Reichweite um einen schnellen, digitalen Zugang zu unserem Sortiment und machen Heimtierbedarf noch einfacher verfügbar. So erhöhen wir die Relevanz unserer Angebote entlang der gesamten Customer Journey und verbinden lokale Verfügbarkeit mit maximaler Convenience.“

Langfristig angelegte Partnerschaft Die Zusammenarbeit ist langfristig angelegt. Nach dem initialen Roll-out prüfen beide Unternehmen die Anbindung weiterer Standorte. Mit dem Ausbau reagieren Wolt und Fressnapf auf die steigende Nachfrage nach flexiblen Einkaufsmöglichkeiten und stärken zugleich die Verbindung zwischen stationärem Handel und digitalem Bestellangebot. „Fressnapf auf Wolt” ist in der Wolt-App sowie unter dem folgenden Link verfügbar:
https://wolt.com/de/discovery/germany-fressnapf?srsltid=AfmBOoqsaM4yWG014B1lXa5XCh4M9GwHl0I7j5ThgCpxxuyC2R9JZnAz 

Über Wolt
Wolt ist ein in Finnland gegründetes Technologieunternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Leben in den Nachbarschaften weltweit einfacher und angenehmer zu machen. Mit seiner Plattform verbindet Wolt Menschen, die Lebensmittel und andere Produkte bestellen möchten, mit lokalen Anbietern und Kurier:innen, die diese liefern. Wolt wurde 2014 gegründet und ist seit 2022 Teil von DoorDash (NASDAQ:DASH). 2020 ist Wolt in Deutschland gestartet und ist in insgesamt mehr als 30 Ländern aktiv. Weitere Informationen auf der Wolt Website.

Über die Fressnapf-Gruppe
Fressnapf | Maxi Zoo ist der europäische Marktführer für Heimtierbedarf. Seit der Eröffnung des ersten „Freßnapf“-Fachmarktes 1990 in Erkelenz (NRW) ist Gründer Torsten Toeller Firmeninhaber und Mehrheitsgesellschafter - auch mit Wphnsitz in Duisburg-Großenbaum und Investor von Mercator One am Hauptbahnhof Duisburg.

Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Krefeld mit weiteren Niederlassungen in zahlreichen europäischen Ländern. Heute gehören rund 2.800 Fressnapf | Maxi Zoo und Arcaplanet-Märkte mit über 20.000 Mitarbeitern (inkl. Franchise) aus über 50 Nationen zur Unternehmensgruppe.

In Deutschland wird der überwiegende Teil der Märkte von selbständigen Franchisepartnern betrieben, in anderen europäischen Ländern als eigene Märkte. Darüber hinaus engagiert sich Fressnapf | Maxi Zoo als Sponsor verschiedener gemeinnütziger Tierschutzprojekte und baut ihr soziales Engagement im Rahmen der Initiative „tierisch engagiert“ stetig aus.

Mit der Vision „Happier Pets. Happier People.“ versteht sich die Fressnapf-Gruppe als kundenorientiertes Omnichannel-Handelsunternehmen. Das Sortiment umfasst diverse Marken aus allen Preiskategorien, die exklusiv bei Fressnapf | Maxi Zoo erhältlich sind. Die Mission des Unternehmens lautet: „Wir tun alles, was wir können, um das Leben von Haustieren und Tierhaltern einfacher, besser und glücklicher zu machen.


IMK-Prognose: Iran-Krieg bremst Wachstum 2026 auf 0,9 Prozent, 1,6 Prozent Wachstum 2027

Düsseldorf, Duisburg, April 2026 - Die deutsche Wirtschaft kann in diesem Jahr um 0,9 Prozent und 2027 um 1,6 Prozent wachsen. Voraussetzung dafür ist, dass der Iran-Krieg nicht über den Sommer hinaus andauert, die Energielieferungen durch die Straße von Hormus im Sommer dann wieder ungehindert laufen und die Öl- und Gas-Infrastruktur der arabischen Golfstaaten nicht substanziell beschädigt ist. Von diesem Szenario geht das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung in seiner neuen Konjunkturprognose aus.*

Quelle Hans-Böckler-Stiftung

Der aktuelle Höhenflug der Energiepreise wird sich danach bis zum Jahresende 2026 zurückbilden. Ab dem zweiten Halbjahr dürften die positiven Impulse erhöhter staatlicher Investitionen und eines wieder anziehenden privaten Konsums die Wirtschaftsentwicklung bestimmen. Die Inflation steigt im Jahresdurchschnitt 2026 moderat auf 2,4 Prozent, 2027 läge die Verbraucherpreisentwicklung mit 1,7 Prozent unter dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB). Am Arbeitsmarkt würde sich kaum etwas bewegen, die Arbeitslosenquote bliebe in beiden Jahren bei durchschnittlich 6,3 Prozent, wie schon 2025.

Zudem betrachtet das IMK ein Szenario eines länger anhaltenden Anstiegs der Energiepreise durch den Iran-Krieg. Sollten die kriegerischen Auseinandersetzungen der USA und Israels mit dem Iran länger anhalten oder der Konflikt weiter eskalieren, könnte der bis zum Kriegsausbruch erwartete wirtschaftliche Aufschwung im laufenden Jahr ausfallen: Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) würde nach diesem Risikoszenario des IMK 2026 um allenfalls 0,2 Prozent zunehmen und 2027 um 1,4 Prozent.

Neben der Dauer des Konflikts als dominierender Variable nennen die Ökonom*innen weitere Faktoren, die die EZB und die Bundesregierung selbst beeinflussen können. Bei einem Kriegsende bis zum Sommer seien „die Bedingungen für einen selbsttragenden Aufschwung noch gegeben“, schreiben sie. „Vorausgesetzt sind allerdings eine besonnene Geldpolitik und eine aktive Wirtschaftspolitik der Bundesregierung, die transformative Investitionen vorantreibt und gegebenenfalls einen Beitrag zur Sicherung der Preisstabilität leistet.“

Konkret solle die EZB umgehend signalisieren, dass sie die Leitzinsen nur erhöhen würde, wenn die Versorgungsengpässe über den Sommer hinaus anhalten und der Energiepreisschub Zweitrundeneffekte auslöst. Die Politik solle unbedingt sicherstellen, dass die Mittel aus dem Sondervermögen wirklich in zusätzliche Investitionen fließen. Für den – aktuell unwahrscheinlichen – Fall einer verfestigten höheren Inflation sollte sie Vorbereitungen treffen, indem sie beispielsweise Maßnahmen zur Deckelung von Energiepreisen ins Auge fasst, eine Neuauflage der Inflationsprämie oder eine zielgerichtete Senkung indirekter Steuern.

Gegenüber seiner vorherigen Prognose vom Dezember 2025 reduziert das IMK die Wachstumserwartung beim BIP für dieses Jahr im Hauptszenario um 0,3 Prozentpunkte. Für 2027 geben die Düsseldorfer Konjunkturexpert*innen erstmals eine Prognose ab.

„Im Februar haben wir noch darüber nachgedacht, die Prognose für 2026 anzuheben, weil zunehmend positive Signale kamen, bis hin zu den Industrieaufträgen. Eine durchgreifende Erholung war absehbar. Das verhageln nun zumindest zum Teil die wirtschaftlichen Effekte des Kriegs, und schlimmstenfalls verschärfen sie das Risiko einer Deindustrialisierung in Deutschland“, sagt Prof. Dr. Sebastian Dullien, der wissenschaftliche Direktor des IMK.

Es sei in dieser Situation besonders wichtig, die Ursachen für den Rückschlag sauber einzuordnen, betont der Ökonom: „Die deutsche Wirtschaft leidet unter Entscheidungen ausländischer Politiker, nicht unter klassischen Standort- oder Wettbewerbsproblemen.

Zugespitzt gesagt: Wenn der Iran-Krieg die Energiepreise hochtreibt oder die amerikanische und die chinesische Regierung durch Zollbarrieren, Subventionen oder gezielte Abwertung ihrer Währungen Exporte aus Europa ausbremsen, hilft es nichts, im Inland mit Druck auf Löhne, Deregulierung bei der Arbeitszeit oder aktionistischen Einschnitten bei der sozialen Sicherung zu reagieren. Im Gegenteil: Damit schwächen wir den privaten Konsum als aktuell besonders wichtigen Stabilitätsfaktor.“ -Kerndaten der Prognose




Arbeitsmarkt
Weder die moderate konjunkturelle Erholung der IMK-Hauptprognose für 2026 noch der stärkere Aufschwung 2027 wirken sich durchschlagend auf die durchschnittlichen Jahreswerte auf dem Arbeitsmarkt aus, die lange Rezessionsphase wirkt nach in Form einer weitgehenden Stagnation. Die Zahl der Erwerbstätigen nimmt im Jahresdurchschnitt 2026 um 0,2 Prozent ab. Die Arbeitslosigkeit steigt geringfügig um 30.000 Personen auf knapp 2,98 Millionen im Jahresmittel, die Arbeitslosenquote liegt bei 6,3 Prozent wie im Vorjahr. Für 2027 veranschlagen die Forschenden einen minimalen Anstieg der Erwerbstätigenzahl um jahresdurchschnittlich 0,1 Prozent. Die Arbeitslosigkeit sinkt um knapp 20.000 Personen, die Quote bleibt bei 6,3 Prozent.

Weltwirtschaft und Außenhandel
Die Weltwirtschaft wächst 2026 und 2027 recht verhalten um 3,1 bzw. 3,0 Prozent. Der Iran-Krieg und die Handelspolitik der USA wirken belastend – auch auf die wirtschaftliche Entwicklung im eigenen Land. Das IMK rechnet für die USA 2026 und 2027 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 bzw. 1,6 Prozent. Im Euroraum wird das BIP 2026 um 1,0 Prozent wachsen, 2027 sind es 1,5 Prozent. Für China rechnet das IMK mit 4,3 bzw. 4,2 Prozent, für Japan mit 0,4 bzw. 0,8 Prozent.

Die deutschen Exporte erhalten von wichtigen Handelspartnern nur schwache Impulse, wozu neben Iran-Krieg und US-Zöllen auch beiträgt, dass der Euro erheblich gegenüber US-Dollar und chinesischem Renminbi aufgewertet hat und dass in China gezielt Importe durch Produkte aus heimischer Herstellung ersetzt werden. Dagegen stützt die Nachfrage aus anderen EU-Ländern die deutschen Ausfuhren. Im Jahresdurchschnitt 2026 sinken die Ausfuhren um 0,5 Prozent. 2027 wachsen die Exporte zwar wieder, allerdings moderat um 1,5 Prozent im Jahresmittel.

Die Importe legen 2026 geringfügig um durchschnittlich 0,3 Prozent zu und 2027 um 1,9 Prozent. Dementsprechend ist der Beitrag des Außenhandels zum Wirtschaftswachstum in beiden Jahren negativ, 2027 ist dieser Effekt mit -0,1 Prozent allerdings nur minimal. Deutschland verzeichnet weiterhin einen Leistungsbilanzüberschuss, er beträgt je 4,0 Prozent in beiden Jahren.

Investitionen
Der Iran-Krieg bremst die Erholung der Ausrüstungsinvestitionen. Nach dem Szenario der Hauptprognose nehmen diese ab der zweiten Jahreshälfte aber wieder an Fahrt auf, vor allem angetrieben durch Investitionen des Staates in Infrastruktur und Verteidigung. Unter dem Strich liegen die Ausrüstungsinvestitionen im Jahresdurchschnitt 2026 leicht im Plus mit 0,7 Prozent. Im kommenden Jahr beschleunigt sich der Aufwärtstrend deutlich, 2027 legen die Ausrüstungsinvestitionen um durchschnittlich 3,3 Prozent zu. Die Bauinvestitionen schwenken, auch in Folge steigender Infrastrukturinvestitionen, ebenfalls auf einen deutlicheren Erholungskurs ein. Im Jahresdurchschnitt 2026 legen sie um 1,7 Prozent zu, im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,0 Prozent.

Privater und öffentlicher Konsum
Der private Konsum wird durch die erhöhten Energiepreise belastet, nach der IMK-Hauptprognose aber nicht abgewürgt, weil die Lohnentwicklung solide bleibt. Für dieses Jahr erwartet das IMK einen realen Zuwachs der privaten Konsumausgaben um 0,8 Prozent im Jahresdurchschnitt. 2027 ziehen die Ausgaben dann um real 1,2 Prozent im Jahresmittel an. Zusammen mit einem um 2,0 bzw. 1,7 Prozent wachsenden Staatskonsum und der zunehmenden Investitionstätigkeit sorgt die private Nachfrage dafür, dass die Inlandsnachfrage 2025 und 2026 das Rückgrat der wirtschaftlichen Entwicklung bildet.

Inflation und öffentliche Finanzen
Für 2026 prognostiziert das IMK eine durchschnittliche Teuerungsrate von 2,4 Prozent im Jahresmittel. Dass sich der zeitweilige Energiepreisschub gegen Jahresende zurückbildet, ist ein wesentlicher Grund dafür, dass die Teuerung 2027 mit 1,7 Prozent unterhalb der Zielmarke der EZB bleibt.

Das IMK rechnet damit, dass sich die staatlichen Einnahmen 2026 relativ schwach entwickeln. Zusätzlich zur schwachen Konjunktur dämpfen auch Entlastungsmaßnahmen wie der Ausgleich der kalten Progression, der Investitionsbooster und die Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie das Steueraufkommen. Die öffentlichen Einnahmen wachsen in diesem Jahr schwächer als die Ausgaben – auch, weil die öffentlichen Investitionen nun ausgeweitet werden. Das gesamtstaatliche Defizit gemessen am BIP steigt daher auf 3,8 Prozent nach 2,7 Prozent 2025.

Im kommenden Jahr gibt der Staat noch einmal mehr Geld für Investitionen und Verteidigung aus sowie für Zinsen. Zwar wachsen mit der besseren konjunkturellen Entwicklung auch die Steuereinnahmen wieder stärker, gleichwohl steigt das Defizit 2027 auf 3,9 Prozent im Jahresdurchschnitt.


Was das Rekorddefizit mit Schultoiletten und Schlaglöchern zu tun hat

Duisburg, 1. April 2026 - (Kein Aprilscherz sondern finstere Wahrheit) Die Städte und Gemeinden in Deutschland hatten 2025 fast 32 Milliarden Euro zu wenig. Das geht aus nun veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamts hervor. Besonders bitter für die Betroffenen: Aktuell ist keine Hilfe aus Berlin oder den Landeshauptstädten in Sicht.

Kinder laufen in der Schulpause nach Hause, um dort auf die Toilette zu gehen, weil der Zustand in der Schule nicht zumutbar ist. Autofahrer sehen auf ihrer täglichen Strecke jeden Tag dasselbe Schlagloch. Szenen wie diese sind in vielen Städten trauriger Alltag. Und anstatt einer Verbesserung der Situation wird es schlimmer: Zum zweiten Mal in Folge besteht ein historisch schlechtes Finanzdefizit.

Die neue Veröffentlichung des Statistischen Bundesamts stellt fest, dass in den Kern- und Extra-Haushalten der Kommunen im vergangenen Jahr 31,9 Milliarden Euro fehlten – 7,1 Milliarden Euro mehr als noch 2024 und so viel wie noch nie. Der Anstieg der Ausgaben um 22,4 Milliarden Euro (5,6 Prozent) konnte durch zusätzliche Einnahmen in Höhe von 15,3 Milliarden Euro nur zu gut zwei Drittel ausgeglichen werden.

Wegen dieses Rekorddefizits können die Städte und Gemeinden die beschriebenen Probleme nicht mehr angehen. Im Gegenteil: Die Investitionen werden zurückgehen. Die Kommunen müssen wieder Kredite aufnehmen oder Steuern und Abgaben erhöhen, um die Aufgaben überhaupt erfüllen zu können, die ihnen Bund und Länder übertragen haben.

Bei einer Reihe dieser Aufgaben sind die Kosten in jüngster Vergangenheit schier explodiert, etwa bei der „Jugendhilfe“ (8,8 Prozent) und der „Eingliederungshilfe“ (11,2 Prozent). Das hat neben gestiegenen Personalausgaben (6,5 Prozent) und der wirtschaftsbedingten Steuerschwäche wesentlich zu dem Rekorddefizit geführt.

Für die Kommunen heißt das, dass sie ihren Bürgerinnen und Bürgern wieder mehr Einschnitte zumuten müssen. Schwimmbäder, Sporthallen und Büchereien sind betroƯen, wichtige Sanierungen bleiben erkennbar aus. Das verstärkt den Vertrauensverlust bei den Menschen vor Ort. Studien und die jüngsten Wahlergebnisse zeigen, dass die Neigung zu einer extremistischen Stimm-Abgabe dort besonders hoch ist, wo die finanziellen Probleme am stärksten sind.

Bisher ist dennoch nicht zu erkennen, dass die Betroffnen Unterstützung bekommen. „Wir erfahren in Berlin und den Landeshauptstädten viel Verständnis, aber keine Hilfe“, sagen Martin Murrack und Silke Ehrbar-Wulfen, Sprecher des Aktionsbündnisses „Für die Würde unserer Städte“.

Dabei ist mit dem Rekorddefizit eindeutig zu erkennen, was den Kommunen strukturell fehlt: Sie brauchen Sofort-Maßnahmen in Höhe von 32 Milliarden Euro jährlich, um ihren freien Fall zu stoppen. Diese müssen Bund und Länder jeweils zur Hälfte zur Verfügung stellen.

Kaputtsparen, dass zeigt die Vergangenheit, ist keine Lösung, sondern der Einstieg in noch viel größere Probleme. Dies gilt es zu verhindern. Gleichfalls müssen die Kommunen aber auch zügig von bürokratischen Lasten befreit werden. Das muss schneller gehen, um auch Kosten reduzieren zu können.

Hintergrund-Informationen
Im Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte“ haben sich 73 Kommunen aus acht Bundesländern zusammengeschlossen. In den Städten und Kreisen leben rund zehn Millionen Menschen. Die Kommunen sind besonders vom Strukturwandel betroffen, deshalb haben sie geringe Einnahmen aus Steuern und hohe Ausgaben, insbesondere im Sozialbereich.

Die Mitglieder sind: Bad Schmiedeberg, Bergkamen, Bischofsheim, Bochum, Bottrop, Castrop-Rauxel, Cottbus, Landkreis Cuxhaven, Cuxhaven, Dietzenbach, Dinslaken, Dorsten, Dortmund, Duisburg, Ennepetal, Ennepe-Ruhr-Kreis, Essen, Frankenthal, Frankfurt am Main, Geestland, Gelsenkirchen, Ginsheim-Gustavsburg, Gladbeck, Kreis Groß-Gerau, Hagen, Hamm, Hamminkeln, Hattingen, Herne, Herten, Kaiserslautern, Koblenz, Krefeld, Lahnstein, Leverkusen, Löhne, Ludwigshafen, Lünen, Mainz, Mayen, Mettmann, Moers, Mönchengladbach, Mörfelden-Walldorf, Mülheim an der Ruhr, Neustadt an der Weinstraße, Neuwied, Oberhausen, Obertshausen, Oer-Erkenschwick, OƯenbach, Pirmasens, Recklinghausen, Kreis Recklinghausen, Remscheid, Saarbrücken, Salzgitter, Schwerin, Schwerte, Solingen, Trier, Kreis Unna, Unna, Voerde, Völklingen, Waltrop, Werne, Wesel, Witten, Worms, Wülfrath, Wuppertal und Zweibrücken. www.fuerdiewuerde.de




Kommunen verzeichnen im Jahr 2025 neues Rekorddefizit von 31,9 Milliarden Euro
• Deckungslücke der kommunalen Haushalte immer größer
• Ausgaben der kommunalen Kern- und Extrahaushalte wachsen mit +5,6 % zum Vorjahr stärker als die Einnahmen mit +4,1 %
• Grundsteuern 2025 aufkommensneutral

Die Kern- und Extrahaushalte der Gemeinden und Gemeindeverbände (ohne Stadtstaaten) in Deutschland wiesen im Jahr 2025 ein Finanzierungsdefizit von 31,9 Milliarden Euro auf. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen der vierteljährlichen Kassenstatistik mitteilt, war dies das höchste kommunale Finanzierungsdefizit seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990. Das Defizit übertraf den bisherigen Rekordwert des Jahres 2024 (24,8 Milliarden Euro) um weitere 7,1 Milliarden Euro.



Im Jahr 2025 waren damit 7,5 % der Ausgaben nicht durch reguläre Einnahmen gedeckt und mussten zunehmend durch die Aufnahme von Kassenkrediten finanziert werden. So verzeichnete die vierteljährliche Schuldenstatistik zum 30. September 2025 eine um 16,5 % höhere Verschuldung durch kommunale Kassenkredite als ein Jahr zuvor. Der Schuldenstand zum Jahresende 2025 wird am 9. April 2026 veröffentlicht.

Das Defizit ist vor allem auf die kommunalen Kernhaushalte zurückzuführen: Mit 29,4 Milliarden Euro war es um 5,1 Milliarden Euro größer als im Vorjahr. Das Defizit der Extrahaushalte verfünffachte sich im Jahr 2025 auf 2,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Als Extrahaushalte gelten diejenigen Fonds, Einrichtungen und Unternehmen in kommunaler Trägerschaft, deren Finanzierung überwiegend aus Zuschüssen der Kommunen erfolgt.

Die wachsenden Defizite bedeuten, dass die Extrahaushalte einen höheren Zuschussbedarf von den kommunalen Kernhaushalten haben. Wachstum der Investitionsausgaben rückläufig Das Defizit in den Kern- und Extrahaushalten wuchs, weil die Ausgaben erneut schneller stiegen als die Einnahmen: Die bereinigten Ausgaben der Kern- und Extrahaushalte der Gemeinden und Gemeindeverbände stiegen im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 % oder 22,4 Milliarden Euro auf 423,3 Milliarden Euro.

Die Personalausgaben stiegen mit +6,8 % auf 113,4 Milliarden Euro überdurchschnittlich. Die Gründe dafür liegen in der Tariferhöhung für die Beschäftigten von Bund und Kommunen im April 2025 und dem Ausbau des Personalstands. Die Ausgaben für den laufenden Sachaufwand stiegen weniger stark als in den Vorjahren um nun 3,9 % auf 99,1 Milliarden Euro.

Die kommunalen Kern- und Extrahaushalte gaben 90,0 Milliarden Euro im Jahr 2025 für Sozialleistungen aus (+5,9 %). Die größten Zuwächse waren für jene Sozialleistungen zu verzeichnen, deren Kosten vor allem die Kommunen und weniger der Bund und die Länder tragen: Die Ausgaben für Eingliederungshilfen nach SGB IX wuchsen deutlich um 2,5 Milliarden Euro (+11,2 %) auf nunmehr 25,2 Milliarden Euro.

Die Ausgaben zur Kinder- und Jugendhilfe nach SGB VIII stiegen um 1,6 Milliarden Euro (+8,8 %) auf 20,0 Milliarden Euro. Bei den Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz war hingegen ein deutlicher Rückgang um 10,9 % auf 3,4 Milliarden Euro zu verzeichnen. Die Ausgaben für Sachinvestitionen beliefen sich 2025 auf 53,9 Milliarden Euro. Sie stiegen gegenüber dem Vorjahr um +3,5 %.

In den beiden Jahren davor lag das Wachstum bei +12,5 % (2024) und +11,9 % (2023). Die Ausgaben für Baumaßnahmen stiegen 2025 um 4,3 % auf 38,0 Milliarden Euro. Grundsteuern 2025 aufkommensneutral Die bereinigten Einnahmen der kommunalen Kern- und Extrahaushalte waren im Jahr 2025 mit 391,4 Milliarden Euro um 4,1 % oder 15,3 Milliarden Euro höher als im Jahr 2024. Die Einnahmen aus Steuern (netto) stiegen im Jahr 2025 wieder etwas stärker um 3,4 % auf 136,5 Milliarden Euro.

Ausschlaggebend war das kräftige Plus von 7,5 % beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer. Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer stieg um 4,3 %, während die Einnahmen aus Gewerbesteuer (netto) um 1,0 % wuchsen. Im Jahr des Wirksamwerdens der Grundsteuerreform blieb das Aufkommen aus Grundsteuern in der Summe aller Kommunen (ohne Stadtstaaten) unverändert bei 14,5 Milliarden Euro.